Echrtftleitmig Nr. 5 (®irnr» Ha»«.) • •tcaCaakt: tB» ut (arit (■«tuttau tu «,»». a. Bde» w,k, »in 11—11 lUr Mto. Hon^WiTfibm weid«, mckl P ■Wtfjeqrt'ni. »auitttloW «in-fcatannm nistl btiiiWiaiijt. IntBatiiangd Jtaat »k ®ft»«(taBi MB •RMaanq V: MSI4II kft. trfeltca »atatjtn. — ®rt BheBfrOdlii^ijta »»chlat. t« .®ea«4» W°-d!- nfdxtrt k^A G»»»tagund Iu7lner»raj, »arge»». vMfarefaflfn - Jtonto HS6.9O0. Cmnolfnng: RathauSgaffe Skr. S npw &..«,) ßiM. Donnerstag. 29. Septemöer 1904. *>ajftri««t Ibonacmcal* •*"«* d>» »ut »ddeftclliia». 29. Jahrgang. 98 von 1300. S5i« von unfern Slovenen und ihrer Presst ongtblich so heiß ersehnten Wahlen in der IV. Kurie sind vorbei, der Tag an dem da« Volk ge. sprachen hat, war da. Am flachen Lande bot er bei starker Wahlbeteiligung selbst für die Slovenen wenig bemerkenswertes, um so lehrreicher besonders sät fernstehende war er in geschlossenen Orten und »n Cill, selbst. Da sind starre nicht wegzuleugnende Zahlen erstanden, die so manches Lügengespinst, da« immer wieder von einer verlogenen Presse den Lesern und von Abgeordneten den höheren Regierung« Keifen vorgebaut,li wird, in Richt« zerrinnen listen. D„«mal sollten und wollten die Slovenen ßeigen, daß der deutsche Charakter der unlersteirischen vrt« eine „Fabfl" sei, daß Alle« nur «in Werk »miger ..terroristischer Hetzer" sei. Dies«, Be-»ei« zu erbringen haben wir ihnen auch ungestört« G-leflendeu geboten. Bei allen bi«herigt» Reich«rat«- und Landtagswadl«« war «< doch immer nur »die maßlose mit den verwerflichsten Mitteln betriebene Agitation" der bösen Deutschen, die e« verhinderte. daß die üovenisch« Wahlpdalanx pt« vollen Aufmarsch und zur vollen Kräften,^ faltung k^m. Immer nur die tausch« Agitatw» «ar Schuld daran, daß man e« iu Cilli kau« 100 Stimmen brachte. Und wie war'« denn die««al? Haben die Deutschen auch nur »inen Fi»g»r gerührt? Da« H-rfte nicht einmal die .Domooina" behaupte« 4öanen. und trotzdem merkte man in Cilli kaum. e« einen Wahltag gab; kein Mensch wurde abgehalten seinen politischen Gefühlen Au«druck z» verleihen und unter fast 1300 Wählern der ^Stadi Cillii fanden sich nur 98 die dem Herrn I dem Wendenland im Tal der Sau ihre Eine iUebesreKognos^ierung. Bon fiarl $ r i IL öd eunem Sommerau«fluge hatte der Zufall «e eben d«m Pensionat entwachsene Klara und den »»««peeiähnrich Macrow nebeneinander ans den grünen Raun gebracht, wo zwei sich bi«her fremde «efellschastttn im Schatten alter Buchen ausruhten ud Buttenbrote verzehrten. Der junge Kriegsmann Wtt natür.-lich galant. Klara entzückt von ihrem «achbar. Tie AllerweltStani» und Landpartie-Mitter. welcher fünf Haustöchter verschiedener Mttra anvsertraut waren, lenkte zwar einige be. sorgte Blickke auf die beiden, welche die Umgebung Wtg zu cvergefsen schienen, aber schließlich eriri. mne sie fioch chrer eigenen Mädchenzeit nnd sprach sich die «errubigung zu: .Man darf solche Jus.end-torheiten aiicht so ernst nehmen. Unerfahrene Leute »ollen auchh ihr Vergnüge» hoben!* 3n ÄtlaraS Köpfchen spukten zwar keine Ro-aberr eine naive Abenteuerlust. Von dieser !tritb«n,i, wars sie. gleichsam zufällig, die Be-.£ag buiit, daß sie morgen mit einer Freundin BilderauiiSstellung besuchen wolle. Macrow fielen M die Lücken seiner ästhetischen Bildung ein und beschloß i in Stillen — da er einen dienstfreien mittag, balle — gleichfall« die Bilder zu be- .....Die heimliche Verschwörung war Gange. Am noächslen Tage marschierte der Fähnrich Interessen im Landtag anvertrauen wollten. Stille war's in den Straßen der Siadt, in der Karolinen« gasse hätte e« böchsten« den Anschein erwecken können, »l« sei dori ein Versatzamt, so scheu und verschämt huschlen dort ab und zu Gestalten mit ihren Zetteln au« und ein. TroHdem also die auf ihre Volk«mafsen immer so stolzen Slovenen in ihrer Wahlarbeit ganz unter sich waren, nnr in den Jndustrieorien drohte ihnen da« rote SchreckenSgesp nft. gelang e« ihnen doch in feinem der deutschen Orte auch nur irg«ud welche« Volk aufzulreiben. Die 98 von Cilli und die 2 4 vonGonobitz sind sprechende Zahlen für die Verlogenheit aller flovenischen Behauptungen über den Charakter dieser Ort«. Für lange Zeit hinaus soll«» dirs« Zahlen uns«r«r Regierung un wid-eleg bare Argumente gegen irg«nd welche nutzlose naiionale Forderung dieser Führer ohn« Gefolgschaft in unsern deutschen Orten UniersleiermarkS sein. Der von den Slovenen jo heiß ersehnte Aus druck der VolkeSstimme ist ihnen in Cilli zum Schaden geworden, so sicher sie sich auch vorher durch einige Proben, wie jene Versammlung bei der Krone fühlten Sie übersahen dabei daß dem Mensche» in seine« LebenSl«if vom Lehrling bis zu« Wähler noch manche« Licht aufgehen kann. Und besehen wir un« einmal da« Volt da« a« 20. in Cilli gesprochen hat, e» waren die gleichen S0—98 die immer »jeder kommen wenn e««»« lo« ist. Da waren «in«al di« volkSfreund-lich«, „Dohteri" mit den Leitern ihrer Kanzleien, e« waren die für« Volk unentbehrlichen Professoren de« slovenifchen Untergymnasium«. ferner jene volk« tiimlichen Schwarzen und schließlich jene magere Zahl der durch die .Trommel' schon hochmusikalisch gewordener Gewerbetreibender, die von dem leben, wohl eine Siunde in der Ausstellung auf und ab als hätte er mit einer SireifpaironiUe da« Terrain zu «foanc«}ierut. Den Bildern widmete er kaum eine» flüchtigen Blick, ärgerte sich höchsten« über den viele» .Spinal", welcher an den Wänden sich breit machte. Nicht einmal die zwei Schlachtszenen «« Mittelsaale vermochien ihn zu fesseln. So», er werde e« ja noch felbst erleben, wie di« Leute zu-sammengefchosse» norden und wie «an sich bei Eroberung emer feindlichen Kanone da« Eiserne Kreuz hol,! Da erscheint ein hellblaue« Sommerkleidchen ein Strohhut mit riesigem Blütenbüschel. und zwi-schen beiden schimmert da» jungfräuliche und eiwaS verlegene Gesichichen Klara«. Sie war allein; die gute Freundin hatte sicherlich keine Zeit gehabt. Der Fähnrich ist entzückt, sobald er die Hold-selig« «schaut und ahn, sogleich, büß ihr« Unbe-schütztheit kein Zufall sei. Da« wird jetzt eine oer. gnügie stunde werden, in der man recht plaudern und sich mit den Augen herzen kann. Er schreitet auf Klara zu. welche do> trefflich die Ueberrafchte spielt und ihre kleine Notlüge ziemlich unbefangen vorbringt. Die Bilder werden nun einer gemeinsamen, wenn auch nicht sorgfältigen Prüfung unterzogen. Der s.ndige Fähnrich will in daS Kabinett ein-lenken, in welchem die Kollektion eine« bekannten Künstler« zur Schau gestellt ist. Aber an der Tür- wa« da« arme Volk über 6 Prozent in di- volk«. freuudliche P.fojlnica zahlt. Die Trabanten de« Merkur ließen uns eigentlich erst merken, daß ei eine Wahl in der IV. Kurie gab. Die Wahl ging auch überall in aller Ruhe vor sich und ohne jeden Zwifchenfall. Die ein. gefetzten Regierung».Kommissäre hatten keinen An-laß durch irgend ein salomonische» Urteil die Wahla kommission zu unterstützen oder zu unterdrücken, die meisten hätten e« ja nach den Grundsätzen der christlichen Gerechtigkeit oder der spanischen Rohr-iustiz ganz gut getroffen; jedensall« wird e« unserm Herrn Bezirk«haup,mann leid sein, daß er durch Verlängerung seine« Urlaubes um die Freude an einer so ruhigen und gefahrlosen Wahl ge-kommen ist. Auf flooenischer Seite leitete in Cilli die Wahl der junge Herr Sernec persönlich. Von früh bi« Abend« saß er vereinsamt im Wahllokale und hat mi, Eis«r und Bedacht bei jedem Wähler einen Strich gemacht. Herr Dr. Deöko war al« zu explo»o au« dem Stadtgebiet in da« Wahllokal der Umgebung zum Erjauc kommandiert. Dort da, er sich, va er Zeuge eine« Automobilunfall«» war. durch Zeilenhonorar für fein« kostbar« v«rlor«ne Zeit schadlos zu halten gewußt. Fachmännischer und au« eigener Erfahrung hätt« er urteilen können, """" f* l'ch dabei um da« Ueberfahren eine« Kinde« und um rasche« Davonfahren gehandelt hätte. In Borau«sicht aller oben angeführten Tat-fachen haben die Deutschen Cilli« daher sehr wohl daran getan, sich an dieser Wahl nicht zu be« teiligen. Irgend ein kleiner Sieg hält« un« ja nicht «ehr Freude bereiten können al« diese» politische Harakiri unsere« Gegner«. schwelle wendet sich Klara plötzlich um und lauft »«'«>'»>-» >°» Ä"»VlViS Mflfje ein und fragt, wa« ihr zugestoßen. .Um Gotte«willen — mein Bater stand mit ! ff" .öftaöf 001 "er italienischen Öatf "'5' w'ffen. daß ich h.er bin und daß Sie mein Begleiter geworden." m - 5^ oäünrich «rwägt rasch die v«ränd«rte Getechi«lage. Dieselbe scheint ihm eigentlich noch gunstiger zu sein. Ein zart?« Geheimnis ha» sich angesponnen und er muß außerdem de» Rückzug da« in'«9?aCr0,D ^lägt vor. »,ch in da« Use oder in« Restaurant de« Ausstellung,-platze« zurückzuziehen. B Klara erwidert, daß sie dort vor de« Vater Bildn?'" ro'f Jroif(*en b,n du«men .. ^iebe nicht« übrig", meinte der Fähn-rich. .al« den Ausst,llung«platz zu räumen " !• ,!"8" Ei« verlassen durch eine S,it,npforte die Au«. IttllungSräume. Aber schon nach wenigen Schritten bleibt Klara stehen und flüstert Macrow zu: «nff ^ ?T '2 roifö" mit Fremden. Sie musten durch den Haupteingang i ekommen fein.« ^ <£i.. ann ""schanzen wir un« wieder hinttr v«n Bildern." bauchte angstvoll die noch ungeübte Ächulenn weiblicher List, .er kann ja auch zurück« Gelte 2 ***** Fervakische Wahlmacherei auf dem Lande. Wir wußten wohl, daß bei den Landtag»-wählen au» der allgemeinen Wählerklasse di-Pfarrer, Kapläne, die klerikalen Lehrer die Wahl machen werden, wir wußten auch, daß der Kleri» kalt am allerwenigsten Skrupulosilät zeig», wenn e» sich um die Erreichung seine» Zwecke» handelt, und waren auf rech« unsaubre Dinge gesaßt; daß aber die windisch-klerikale Niedertracht in ihrer schamlosen Frechheit so weit gehen werde, daß sie jede Scheu und Achlung vor dem Gesetze abstreifen und einen Agilation»terrori«mu« eniwickeln werde, welcher der reine Hohn aus da» persönliche, ge-sitzlich geschützte Rech« de» Wähler» ist. überstieg doch unsere Erwartungen. Nach und nach lausen immer mehr Klagen über die Wahlmacherei der regierenden Psarrer, ihrer Soldknechie und sogar der Lehrer (!), die hier im windischen Unterland» leider zu den willfährigsten Helfershelfern der schwärzesten Reaktionen gehören, »in, wonach sich diese Herren Uebergrifft erlaubten, die nicht nur da« Maß de» Gesey«äßi,-en weit überstiegen, sondern an Zustände erinnern, wie wir sie bi»her wohl in Galizien gewohnt waren aber hier für un-möglich hielten. Wir wollen e» den hochwürdigen Herren nicht verübeln, daß sie die Kanzel in outgiebigster Weise dazu benützten, für ihren Kandidaten Stimmung zu machen, daß sie auch die Gemeindekanzlei und die Lehrerschaft in ihren Sold nahmen, denn sie bangten um ihre Machtstellung. Auch die neuest« Wihlerscheinung, die nächt« liche» Reiter im Marburger Wahlbezirke, können wir nur mitleidig belächeln. Al» e» nämlich im Marburger Wahlkreise zur Stichwahl zwischen dem deutsch-völkischen Kandidaten Stiger und dem Psaffen Lvp i kam, machten die Pfarrer ibre Meßner beritten. Diese berittenen Glocken» knechte rasten nun in nächtl cher Stunde wie der .Feuerreiter" durch die Dörfer, al» wenn ihnen der Teufel aus den Fersen wäre, weckte» die Bauern au» dem tiefsteu Schlafe, nahmen ihtnn die Stimmzettel ab und schrieben den Namen Lvpic auf dieselben. Die» alle» wie gesagt wollen wir noch hin-gehen lassen, aber e» kommt noch ärger. Die Wahlmacher beschränkten sich nicht allein - daraus, den Namen de» klerikalen Kandidaten ein-sach selbst auf die Stimmzettel der Wähler zu schreibe», ohne erst zu fragen, «b diese damit ein» verstanden feien, sondern sie gingen noch weiter, unsere Hochwürden: sie korrigierten auch di« bereit» au»gesüllt«n Stimmzettel. Da» Lergst« leistete sich der Wahlkommiffär in Naraple im Pettau«r Be» zirke, der die W a h l s ch o n um 10 U h r vor» mittag» schloß, so daß dreißig fort» schrittliche Wähler nicht mehr ihr« Stimmen abgtdrn konnte n. (I) In Schönstem zeichnete sich ein L,hrer befon-der» au», der den Leuten die Stimmzettel weg« nahm und den klerikalen Kandidaten aus dieselben schrieb und den Bauern vormachte, sie würden 4 K kehren, Heir Fähnrich. Am besten werden wir un» im Panorama verbergen. Mein Vater liebt keine Extraau«gaben." „Gut, Fräulein", entgegnete frohgelaunt der Fähnrich, .im Panorama ist e» kühl", und in Gedanken setzte er hinzu: „Sind auch zweisello» weaig Menschen." Da» Panorama wurde im Eilgang erreicht und der Fähnrich entrichtete mit einem stillen Stoß-seufzer da» doppelte Ennee. Der Wandelpang war etwa» dunkel und Ma-crow benützie die Gelegenheit, zur Beschwichtigung Klara» kleine Hand zu ergreifen und warm zu brücken. Sie entzog ihm aber gleich diesen wohl» geformten Körperteil, welcher Herzen»bündnisie le» gitimiert, und sprach mit verweisendem Tone: »keine Kindereien, wenn ich bitten darf!" Da» klang freilich recht drollig, aber der in Liebe»g«schicht«n noch unbewanderte Fähnrich wurde doch durch diese Ablehnung eingeschüchtert. Er sam» »elie sich wieder vor'dem Rundgemälde, indem er da» Urteil zu« besten gab: „Ein schneidige» Meer, dieser Botporu». Da» könnten wir in Berlin brauchen, welcheö doch ein» «al Seestad» werden muß.* Jetzt kicherte Klara: „Und Sie möchten wohl Admiral werden?" .Bleibt mir gleichgiltig, ob ich z« Land oder zur See Seiner Majestät diene. Guter Offizier ist zu allem zu brauchen!" Strafe zahlen müssen, wenn sie ihre Stimme nicht dem Rosch geben. — In St. Martin bei Erlachstein tat sich in ähnlicher Weise da» Faktotum der dortigen Klerisei Max Ringer hervor, der dabei ertappt wurde, al» er einem Bauern den bereit» auSgesüllten Stimmzettel au» der Hand riß und denselben vernichtete. — In Rann forderte der Schreiber bei der Bezirk»hauptmannschail. Wajß, vom Amte au» die Wählerschaft auf. den Hosrat Ploj zu wählen. Wajß. der sich auch noch einige andere Wahlumiriebe zuschulden kommen ließ, wurde entlassen und wird sich zu verantworten haben. E» wäre nur erwünscht, daß die Behörden auch den anderen Ungesetzlichkeiten nähertreten möchten. In einer Gemeinde in der Nähe von Cilli ließ der Gemeindestkreiär die Wähler durch die Gemeindediener abholen, welche zugleich den Aus-trag hatten, die Stimmzettel auSzusüllm. Wenn di? Bauern dann gefragt wurden, wen sie gewählt daben. sagten sie. da» wissen sie nicht, denn der Gemeindediener hat den Namen, ohne sie zu fragen, aus den Stimmzettel gesetzt; sie hätten überhaupt nicht gewußt, um wa« e» sich handle. Die» sind nur einzelne Bei piele und sie ge» nügen vollkommen, die ganze klerikale Niedertracht aulzudecken und zu beweisen, daß der Wert aller Wahlen, wo sie zu Künsten der Klerikaler au«-sielen, nur ein illusorischer ist. Mag auch der Er» folg der Pervaken aus dem flachen Lande ange-sicht« dieser Tatsachen ein bedeutender gewesen sein, so können wir doch ruhig behaupten, daß da» Pervakenium bei dieser Wahl ordentlich auf da« Haupt geschlagen worden ist. Wurde auch der Bauer, durch einen Agitation«-terroriSmu«. wie er sich schändlicher nicht vorstellen läßt und durch die geistigen Knnttenhiebe der schwarzen Reaktion zur Wahlurne getrieben, so konnte da» Pervakentum an die sortschrittliche Bewohnerschaft unserer Städte und Märkte nicht heran. Hier blieb der Fortschritt und da« Deutsch» «um trotz der di«her noch nicht entwickelten fieberhaften Tätigkeit unserer Pervaken und trotzdem sich alle windischen Elemente zusammengetan daben. dem fortfchrittS»,kultur und fchulfeindlichem, finstersten Klerikaliimu« zum Siege zu verhelfen, ungebrochen. Unsere Märkte und Städte sind un« erhalten geblieben und wir können nicht umhin, zu dem bereit« gebrachten Stimmenverhältnissen in Cilli, Pettau, Windischgraz, Gonobitz und Meilenstein, durch welche die pervaktsche Minderheit in diesen Orten so gründlich festgenagelt er« scheinen, noch einige Wahlergebnisse hin uzusügen. In Marburg konnten trotz de« erbitterst?n Wahlkampse«, trotz de« Aufgebote« de« ganzen klerikalen Heerbanne« die Schwarzen nur 166 Stimmen zusammenbringen, während der deutsche Kandidat 2729 Stimmen bekam. Die« Resultat ist um so kläglicher, al« ja die Trabanten und Söldner de« Bischöfe« und de« Kapital« alle>n weit über 100 Stimmen allein abgaben. In Rann zählt da« Pervakentum 22 Anhänger von 162 Wahlberechtigten, in Friebau 43 ge«en 110 Deutsch» sortschrittliche. in Luttenberg 62 gegen 103, in St. Rochu« gar nur 2; in Rohiisch erhielt der Ein älterer Mann, der soeben die gedruckte Beschreibung seiner Familie vorlas und durch merkwürdige Laute den Schweizer bekundete, ver» nahm die hinter ihm geführte Zwiesprache, sah sich um und betrachtete den deutschen Krieger etwa« mtßirauifch. .Jetzt wollen die schon Konstantinopel haben." dachte er bei sich. „Da ist auch unser .Kinderle» Fresser" in Bern nicht mehr vor ihnen sicher. Diese heutigen Deutschen sind doch uner» sättlich. Macrow mißfiel diese« Fixieren. Er arg» wöhnie, >« habe der untersetzte Herr erraten, daß Klara nur au«nahm«weise in militärischer Be-gleiiung erschienen sei. Junge Gemüter übertreiben Hoffnungen und Brlürchtungen. Der Fährich gab Klara einen Augenwink und eröffnet« einen straie» gischen Rückzug nach der anderen Seite de« Pano-rama«, wod«i rr sogar di« galanie Sitte vernach» lä sigte, der Dame den Vortritt zu lassen. Klara folgte ihm mit etwa« unwilligem Erstaunen. .Hier sind ja «ehr Beschauer," sagt« si« vvrwursSooll. .Da sind wir trotzdrm ungeniert; di« dick« Spinn«, welch« die Beschreibung h«rau»würgt«. muß »iwa« von un« wissen. Er hat mich so «ig«nariig angesehen." „Mich auch." fiel die phantast-volle und g«» ängstigte Ekele ein. .Der Baier wird doch keine Späher au«geschick, daden. Ich schützt« zu Haus« vor, daß ich m«in« Freundin besuch,» wolle." klerikal« Kandidat 5 (l) Stimmen uud diese « sämtlich au« dem Pfarrhaus« usw. Mögen nun di« klerikalen Pervaken über t;l] Wahlresultat jubeln wie sie wollrn, un« ist «d ] dem ganzen Schmutze und Unrat d«r pervaltsta Wahlarbeit wie ein Phönix di« Erkenntui« gestiegen, daß unsere Städt« und Märkte nicht « ein feste« Vollwerk sind gegen die petvakische H«t> flut, daß in ihnen auch »in Bürgertum v°v>. daß stolz da« Bonner der Fr«>h«it, de« g«» schritte«, der Kultur und de« Deutschtume« uH recht erhält. Mag auch am flochen Lande hl] Volt noch machtlo« sein gegen die finstere ye»I schast der Psaffen — und die gewissenlose 8» hetzung der P«roak«n, in unseren Städte» ul Märkten ist da« Deutschtum und der Fonsih!« nicht nur erhalten geblieben, sondern getoachfn; die« hat un« die letzte Wahl deutlich ß«$eigu Da« e« so bleibe und daß au» diesen Lud» und Märkten da« Licht der Wahrheit, der Jt» heil und de« Fortschritte« auch ausstrahle nach ut nach aus da« flache Land und die licht>tm>! Nacht» und Galgenvögel verscheuche bi« is t»j finstersten Winkel zum Segen auch diese« 2«Ui unserer schönen, grünen ungeteilten Cteittmiil -da« walte Gott! ö. I Der Najsenkamps im fernen ©JUt Som mandschurischen Ariegsschanpsatz« wird g«m«ld«t. daß da« russische H««r sich dmiü hinter Mutoen zurückgezogen habe und laß i« Mulden nur me r Kosakenabteilongea den ja?«» schen Bormarsch auszuhalten suchen, dabei ato beträchtliche Verluste erleiden. Die Malldjchiu» armee der Russen soll nun in zwei Teil« jnlqu werden, deren einen General fturcpjikin besthltzeu werde, während an die Spitze de« zweiten toc4 kaiserliche« Handschreiben General Grippenber» »I rufen wurde. Der japanische Vormarsch M Mukden vollzieht sich sehr langsam; t> scheint, daß die Japaner den Fall Port Arid-rt adwarien wollen, eh« sie den Angriff aus da« vij< sische Hauplheer energisch erneuern; mit btnt Feit Port Arthur« würden mehrere Divisionen siu d» Feldarmee srei, die gegenwärtig nur 9 Tioisi«»» (130.000 Mann) stark sein soll. Hege» ?ort Arthur unternahmen die Japaner vom 19. bi« 21. b. S. einen neuerlichen allgemeinen Angriff, der nute japanischen Flott« unterstützt wurde. Auch MI um«r Admiral Kanimur» stehende Wlabwotofc ge chwader war herdtigteill und griff in den fiatf «in, der mit einem Bombardement von unerdö«! Heftigkeit eingeleitet würd«. Den Japanern gl!q e» schließlich, zwei für die Russen äußerst icichnp Fort« im Sturm« zu n«hm«n. E« sollen bietM! KuropatkiN'Fo« und da« Fort Jtschma« Erstere« deckt« di« Wasserleitung der Fest»»« iü durch die Einnahme de« L«tzieren soll da« Haft fort Ernungifchan bedroht sein. Der Kamps n| da« Fort Jnchmin gestaltete sich schießlich zu e«> furchtbaren Nadkampfe. der erst sein End« so* „Nanu, Si« waren also gar nicht bei »« plötzlich von Unwohlsein desallenen Freundin? I ist wirklich nett von Ihnen," fü^ie er nit ua| künsteltet Wärme hinzu. Klara wurde adermal» rot. doch ihr JXi verzog sich wir bei einem geschtnäl-en Kinde, h da» Weinen nah« ist. Sie hatt- in unqeschM Wiise ihre vorbereitet« Notlüge zerstört. 8 mußt« der Fähnrich nun von ihr denken! Al row entging nicht dies« Gesichl»wandl«ng, uri konnt« auch über die Ursache kau« im Z«j sein. „Wieder einmal eklig hin-ingetappt," r sein Gewissen. Ja. die Geschicklichkeit i« Ätil spiele lernt sich nicht im Handumdrehen. Beide blieben känger« Zeit verlegen und (tun Um da» Unglück voll zu machen, trat j'p n kugelrunde, bejahrte Frau von der Brvst«ß> rück, an die si« sich ang«l«hnt, u« nicht a I gemalte Meer hineinzuplump^en, sah Jtlan nft sich und hielt der Erbleich!«» «in« SUnK I w«lch«r die Woite hervor quirlten und die flrii Augkn unaufhörlich den Versuch «acht», >» X Brauen hinaufzuklettern: .Ach, wie schön. KM Klara, daß ich Sie treffe. Habe soeben Zv Herrn Vater im italienischen Weiasltank wohin er sich mit de« Geschäst»sr«unde an» Bi zurückgezogen. Vergaß ganz, mir «itzuteil^ i> Sie auch hier sind. Die Au»stell»»g ist M reizend. Musik und Würstchen. Kaffee ,»d A und die Masse Menschen darunter auch viele Ja» Rammet 78 al« alle Verteidiger getötet oder verwundet waren. D»e beiderseitigen Verluste sollen »norm iein. Die Japaner beziffern die ihrigen uus 3000 Mann, doch bergt e« daß sie tatsächlich da« Dreifache autmrchen. Der russische Verlust wird noch Köger geschäht. Infolgedessen soll die Zahl der Verteidiger auf wenige lausend Mann zusammengeschrumpft und die Festung unhaltbar geworden s.iu. Z»ie Are«;» der russischen Kreiwilligenflotte „Petersburg* und,Smvlen«k" haben nach kurzem Aufenthalte in Port Said die Weiterfuhrt nach Libau angetreten. Kriedensgerüchte durchfchwirrien die Lust in den letzten Tagen. Sie werden auf einen kürzlich «mer Vorsitz d»t Zaren abgehaltenen großen «ri»g«rat zurückgeführt, bei dem die Unmöglichkeit eine« russischen Erfolge« unier den gegenwärtigen Verhältnissen festgestellt worden sein soll. E« soll bei dieser Gelegenheit da. auf hingewiesen worden sein, baß Japan inner» halb dreier Monate in der Lage sei, 450.000 Mann in der Mandschurei zu konzentrieren, daß Rußland 600.000 Mann benötigte, um die Japaner au« der Mandschurei zu vertreiben, daß die »in- Ilnfi e ®jf>n aber die Verpflegung eine« solchen leere« nicht zu bewältigen vermöchte. Weiiee« fei die Meinung vertreten worden im Krieg«rate, daß die russische Flotte, selbst nach Einlangen der Ost-leeflotte. nicht im Stande sein werde, die japanische Zufuhr abzuschneiden. Der Inhalt de« kaiserlich russischen Handschreiben«, welche« General Gr ppen-brrg die Führung der 2. Mandschureiarmee über-trägt. läßt aber daraus schließen, daß im Krieg«-rate jene Partei die Oberhano behalten habe, die einen Frieden«schluß vor Erringung nennenswerter Erfolge ablehnt. Z>er Aaikattee trennt» bisher die iran«sibirische Bahn in zwei Teile, w.«halb der Nachschub über den See besör-dert werden mußte. Nun wurde am 25. d. M. die Ringbahn, welche um da« südliche Ufer de« See« herum die Kontinuität der Strecke herstellt, vollendet und dem Verkehre übergeben E« ist dlZt für den russischen Nachschub wohl eine Er-leichterung, sie behebt aber den > auptübelstand nicht, daß die ganze Bahn nur ein Geleise hat. Auf die rnsfische Korruption wirst ein grelle« Licht, daß, wie jetzt bekannt wird, für die Flotte Hunderte Torpedo« geliefert worden sind, die stau mit Pulver mit Sand gefüllt war,n. politische Kundschau. Kein öllerreichische» Zentrum. In einer Bauernversammlung zu Munster im Unterinntal erklärte cam 25. d. der Cbristlichsoziale Dr. Geß» »ann, d«lß er von der Bildung einer österrtichi« scheu Zemtlum«pariei nicht« wiss«. E« könne von einer sollchen P^irteibildung nicht die Red« sein, solinge Idi« Cbristlichsozialen von gewissen Politiker« — — —' So ging e« fünf Minuten weiter, bi« die illie, auf Macrow deutend, hinzufügte: „Und weer ist der junge Offizier? Wohl auch ein Freund Ihrer Familie oder ein Verwandter? Ei»ll«n «Sie mir ihn doch vor.* Klorra hatte während de« Redeströme« v»r-sucht, diie verlorene Geist»«g»g»nwart wiederzugewinnen und erklärt«: „D«r Herr Fähnrich, den ich hier z>,um erstenmal gesehen, war nur so lieben«» würdig, mir die einzelnen Paläste, Türme und Brücken von Konstantinopel zu erklären, da« er au« eigqe er Anschauung kennt." Dies« Lüg« ging ziemlich flott von statten, und Macrow empfand sogar rinnen Stich im Herzen, al« er sich so unbe» sangen i verleugnet fand. Er überwand sich und stellte si«ich der dicken Dame und scheinbar auch Klara ooor: ,Poritp«esähnrich Macrow vom ersten Gard«rrpgi«ent." »Sehr erfreut.' erwiderte die Dicke mnit einem ungraziösen Knix, „ich bin die HaupikaWererS-Witwe Redenzweig, und da« ist Fräultinn Minder." Klaara, um sich weiteren Zwischenfällen zu tntzithrnit. sagte mit fli«g«ndem Atem: «Ich darf den Vatiter nicht länger warte» lassen. Di« H«rr» schatten einschuldigen." Si« dreht« sich aus v«m Absatz uwm und war schon im B«ginn de« Wandel« Kngt«, , bevor die Frau R«b«nzwtig hervorstoßen nnie: ! .Ich geh« ja mit." (Schluß folgt.) ?-«!fche Wach," — gemeint waren die Ganzklerikalen — au« dem Hinierhalt« überfallen wurden. — Armer Dr, Ebendoch! Wie schön wär'» doch gewesen, diese 80-Mänaerpirtei. e« van' nicht sollen sei» — aber Geduld, vielleicht kommt'« doch noch einmal dazu. per fleiermirkische Landtag wurde am 26. d. eröffnet. Er beste»« einschließlich der Viril» stimmen nun auS 71 Abgeordneten Am Einlause befinden sich u. a. di« Bericht« de« LandeSauSschus-!«« betreffend dir Gkwährung einer Unterstützung de« tikuischrn Slud«nt«i,heimS in Marburg, sowie betreffend die Taxg«lv«r und Reis«a«büd>en der Landias.sabgeordnel«». Elfterer b gründet und empfiehlt eine Jahre«suboen»on von 3000 Kronen ad I. Jänner 1905. Leglerer setzt die Taggtlder für in Graz wohnhaft« Mitglieder de« Landtag« mit 10 Kronen, sür auswärtige mir 15 Kronen an und bestimmt die Reisegebührrn. E« werden mehrere Anträge in NotstandSanßtl«gtnh«ik,n üb«r« r«icht. Der Stoven, Ro«kar üb«rr«icht «inen An-trag in slovenilcher Sprach«, dessen Verlesung der LandeSdaupimann zusagt, wenn ihm ein« authentisch« Uebersetzung vorliege. Der Slooene Ploj überreicht «inrn Antrag betreffend einen Gesetzent» wurs aus Sliasfung landwirtschaftlicher BerujSge-nofsenschasten. Dem verstorbenen Abg. Öfterer hält der Vorsitzende einen warmen Nachruf. — Der gleichfalls in der ersten Sitzung un>erdr«il«tt Voranschlag sür 1905 beziffert da« Gesamtersor» derni« mit 25-253460 K, di« Bedeckung mit 14-405.407 K, der Abgang von 7 500,000 K er» scheint durch da« Erirägni« der Umlagen, di« Bi«rsteu«r, d«n 10 verzentigtu Zuschlag zur Ver-zehrün„«steuer, die staatlichen U«derw«isungrn usw. gesichert bi« au? 177.000 L. welche durch die Kasfenbestände Deckung sirte». Ein« Erhöhung d«r Lande«umlagen ist daher nicht erforderlich, gegen-über anderen Ländern gewiß ein verhältnismässig günstiger Stand der Landetfinanzen. — Dem Antrage de« Slovenen Vo « njak auf Errichtung > wird, berusrn, die In-teressen derselben zu wahren. daS Vorgehen der Regierung zu überwachen, den Volksvertretern da« Material zu liesern zur Schaffung vo» Gesetzen, die dem Handwerkerstand die schwer gesährvet« Existenz wieder sichern sollen. E« würde den unS zur Verfügung stehenden Rium weit üderschreiien, wollten wir auch nur auszugsweise jene trefflichen Reden im Wortlaute wiedergeben, die am Hand» werker.age zu Salzdurg gehalten wurden und die in erschöpfender Weise ein klare« Bild entwerfen von der herrschen«,n Noiiaa« des Standes und die Mittel angeben, welche Adhilse schaffen sollen. Nur das All«rwichtigste sei herauszuheben. Es sind dies die ausgezeichnete Rede de« LandtagSabgeord» neten Eiuspinner, welche die Notwendigkeit einer strammen Organisation de« deutschen Handwerkerstände« darlegte und die Schaffung eine« Handwerker« rate« al« Mittelpunkt derselben beantragte, und die vom Landtagsabgeordneten Kred« beantragte Entschließung. welche die Forderungen der alpenländ. Handwerker in folgende Punkte zusammensaßt«: I, Ein der kulturellen Bedeuiung de« Handwerke« und den heuiigen Verhällniffen entsprechendes, da« Handwerk imsächlich schützendes, vollständig neue« Gewerdegeseg 2. Trenuung der bestehenden Han-delS- und Gewerbekammern und Schaffung von Handwerkerkammern. 3. Selbständige Vertreter der Handweiker im ReichSrate und in den Landtagen. 4. Schaffung eirnS Gewerbe-MinisteriumS. 5. Errichtung ein-S gewerbestaiistischen Amt,». 6. Au«-bau de« Befähigungsnachweise« uns de« gewerd-lichen Unterricht«wesen« aus Grundlage der prak» tischen Ausbildung. 7. Gesetzliche Festlegung de« Meistertitel«. 8. Unverzügliche Schaffung eine« Ge-setzeS gegen den unlautere» Wettbewerb. 9. Schaf» fung «ine« gesund-n Hausiergeseyes und stienge Handhabung desselben. 10. Gewerbliche Beiräte zu allen gewerbepoliiischen Instanzen. II. Vollstän-dige Reform der StrashauSarbeilen und Regelung von öffentlichen ArbeitSauSschreibungen. 12. Ein-sührung einer obligatorischen Alter«-, Invalidität«-, Kranken- und Unfallversicherung. 13. Gesetzliche Regelung deS Kreditwesen«. 14. Schaffung von staatlichen Recht«>chutzstellen. Beide Anträge fanden einstimmige Annahme. Die Wahlen in den Handwerkerra», welche aus dem alle zwei Jahre, immer an einem anderen Orte zusammentretenden Handwerkeriage stattfinden werden, ergaben für Vorarlberg: Bludenz: Stephan Weller; Bregenz: Ferdinand Brändle. Gottschee: Franz Engele d. Ae. Sleiermark: P ttau: Aloi« Kukowey; Leo» den: Kammerrad Seidler: Gröbming: Leidensrost (Schladming); Siezen: Franz (Klein Reifling); Judenburg: Fischer (Knittelseld); Mürzzuschlag: Eder (Kindberg); Brück a. d. M.: Marsch (Aflenz); Graz: die Landtag«abgeordneten Eiuspinner und Kred« ; Weiz: Schäfer; VoitSberg: Muralter (Kos-lach); Windisch-Graz: Aug. Günther; RadkerSdurg: Jod. Schosterschitz; Cilli: Kawmerrot Mört'. Kärnien: Völkermarkt: ReichSraiSadgevrdneier Gratzhofer; die übrigen Btzirk« Käruten« haben sich di« Wahl vordrhaltrn. Salzburg: Salzburg: Eder und Haubner: Halltin: Wüstrich; St. Johann: Striberny: TamSweg und Zell a. S. di« Wahl«» noch offen. Oberöfterreich: Linj: Land-tagSabgeordnetkr Karl Wörl« u. Urbanitzky. Tirol: Innsbruck: Mitterhofer; Kusstein: Kerschbaumer; Kitzböchel: Schnepf. — Nach Schluß d«r Tagung vrreinten sich die Neugewählten zur gründenden Versammlung. Herr LandiagSabgeordneter Ein» svinner erörterte kurz die Zwecke und Ziele deS Tage«. Die Wahl in die Leitung entfiel auf die Herren: Einspmner, Obmann; Jgnaz Eder (Salz-bürg), dessen Stellvertreter; Kred«. Schriftführer, >!nd Haubner (Salzburg), dessen Stellvertreter. — Nicht unerwähnt darf bleiben, daß der alpenländi» fche Handwerkcrtag ein echt deutsches Gepräg« trug und daß vo» mehr als einem der dort aufgetretenen Redner unter sturmischer Zustimmung der Versamm-lung darauf hingewiesen wurde, daß die nun durch-geführte Organisation als eine deutsche gedacht sei. Die Tagung ließ auch keinen Zweifel darüber auskommen, daß die neue Schöpfung mit politischer Parteipolitik nichts zu tun hat. Ein sichtbares Zei-chen dafür war gewiß auch der Umstand, daß "der Tagung Abgeordnete verschiedener deutscher Parteien beigewohnt haben, die aber ausnahmslos ihre Zu-stimmung zu dem Gehörten zum Ausdrucke brachten. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß auch die Cillier Seite 4 Vertreter bei verschiedenen Gegenständen der Debatte daS Wort ergriffen. Wir werden ja noch Gelegen-heit haben hierauf zurückzukommen. Der Kampf gegen die slavische» parallel-Klasse» ia Schlefie« Die Gemeindevorsteher de« Bezirke« Freudental in Schlesien hoben angeficht« der schweren Schädigung, welche den Deutschen Schlesien« durch die Errichtung der slavischen Pa-rallelklassen zugesügt würd», beschlossen, folgende Arbeiten de« übertragenen Wirkungskreise« einzu-stellen: I. Einbebung der Militärtaxen. Zustellung der diesbezüglichen Zihlung«aufträge, Einmahnung von Zahl»ng«fäumigen und Afsistenzleistung bei der EinHebung. 2 Zustellung der Erläße und Erl di-gungen der politischen Behörden. 3. Zustellung der Militär-Einberufungen. 4. Au«fert>gung der schriftlichen Vorladungen an die einzelnen Stelluntz«-Pflichtigen und Zustellung derselben. — Die Gemeindevertretungen von Freudental. Bennisch und Zossen haben diesen Beschlüssen, di» mit I. Oktober d. I. in Wirksamkeit treten sollen, zugestimmt und weitere Gemeinden Schlesien« werden sich dem be-schlössen»» Vorgehen anschließen. Z>er ?rästde»t des jüngsten Jaristevtages, Herr Gedeimrat Brunn er, ist ein g»bor«n»r Oesterreicher. Er war seinerzeit Prof-ssor an der deutschen Universität in Prag. Der damalige Un>errichl«minist»r Dr. Stremayer hatte ihm eine Erhöhung ieine« Gehalt»« zugesagt, al« »r ihn zum Verbl«ib»n in Oesterreich aufforderte. Nachdem diese Zusag» unerfüllt blieb, wandte sich Brunner an den späteren Unterricht«minister Jiriöek, der idn aber schnöde abwie«. indem »r bemerkt», die Ver-sprechungkn seiner Vormänner kümm»rn ibn nicht im geringsten. Herr Professor Brunner machte nun aber auch seinerseits wenig Federlesen«, ging über die Gr»nz», li»ß sich in Berlin nikder. wo er, der Oberösterreicher. jetzt eine hervorragende Roll» in Juristen» und Gelehrienkreisen spielt. G»h»>m-rat würd» und im Schatten seine« Palai« lächelnd zurück denken mag an den genial»« Herrn Jincek traurigen Andenken«. Aus Stadt und r. $ofef ?ommer v»r feinen Wähler». Samstag, den 24. d. Mt«. sprach Reich«rat»abgeordneter Herr Dr. Josef Pommer ia Rohitsch in einer sehr gut besuchten Wähleroersammlung. Zum Vorsitzenden wurde über Vorschlag d?« Bürgermeister« Herrn Fersch-»igg Herr Dr Schuster gewählt. Die Versamm-lung bracht» den Au«füdrung«n de« Herrn Dr. Pomm»r, der seinen Rechenschaftsbericht erstattete und die politische Lage besprach, da« r»ßste Inte» resse entgegen, und wurde seine Red» wiederholt von stürmischem Anfalle unterbrochen. Nachdem noch einige Anfragen in zufriedenstellender Weise erledigt wurden, wurde Herrn Dr. Pommer da« vollste Vertrauen und der Dank «»«gesprochen. — Einen sehr schönen Verlauf nahm die Wähler-Versammlung in Gonobitz. bei welcher Herr Dr. Pommer über die gleichen Tbemata sprach. Die Versammlung war von mehr al« 60 Wählern bisuchi. D»n Vorsitz führt» d»r Bürgermeister Herr Dr. Kadtunigg. Die Versammelten folgte» mit besonderer Wärme und Anteilnahme den Vorträgen; namentlich die Besprechung der jüngsten Vorfälle in Gonobitz erregten die besondere Aufmerksamkeit der Wähler und wurde allen Bemeikungen. die ihre Spitze dahin richteten da« vollste Verständnis entgegengebracht. Ueber Befragen de« Borsitzenden, wurde Herrn Dr. Pommer durch lauten Zuruf da« vollste Vertrauen «»«gesprochen. Die Ver-sammlung schloß mit dem Absingen der «Wacht am Rhein". — Dien«lag, den 27. sprach Dr. Pommer in Schönstein, Donnerstag, den 29. wird er in Cilli i» Hotel Terschek, am 1. Oktober in Hohenegg und am 2. Oktober in Weitenstein spiechen. Hesangsprove». Freitag den 30. September, Dienstag den 4. Oktober und Freitag den 7. Okt. werden Proben für jene Lieder abaehulten, welche bei der am 9. Oktober um II Uhr vormittags stattfindenden Seidl-Feier vorgetragen werden sollen. ES ist jeden deutschen Sänger» Ehrenpflicht, an dieser von der Stadt Cilli veranstalteten Festlichkeit teilzunehmen. Die geehrten Mitglt-der de« deutschen Männergesangvereine« und de« Vereine« „Lieberkranz" werden daher dringend ersucht, diese drei Prob.n zuverlässig zu besuchen. Beginn der Proben Schlag halb 9 Uhr abend« im großen Kasinolaale. Hruennnng. Dem Marburger Bischöfe Dr. N a p o « n i k wurde die Geheimrat«würde ver-verlieht». Die Redaktion der „Südst. Presse" bringt au« diesem Anlasse dem Bischöfe „ehrer» bieiigst die innigsten Glückwünsch«- dar. Wie viel wird dies- Gralulaiiou. vorausgesetzt, daß <« mit den Beichtz,tteln seine Richijgkeu hat, tragen? Hrneu»u»g im Leßrsach Se. Exzellenz der Minister für Kultu« und Unierricht bat den Supp-lenten an der Staai«eealschule in 5. Wiener Ge-meindedezirk Joses Schlemmer zum wirklichen Lehrer am Siaat«gymnasium in Cilli ernannt. KerbstfeK Sonntag den 2. Oktober veranstaltet der „Deuischvölkische Gehilsenve'band' im Gartensalon de« »Hotel Mohr' ein „Herbstsest", welche« nach den Mherigen Vorbereiinngen einen recht schönen Verliuf zu nehmen verspricht. Für da« Vergnügen ist in au«piedigster Wnse vorge-sorgt und geben die Plakate darüber Ausschluß. Die Musik besorgt die Cillier MufikvereinSkapelle. Auch dem Tanze wird Rechnung getragen werden. Im Interesse der gute» Sache wäre ein recht zahl-reicher Besuch diese« Feste« von Seiten der deut-Ichen Bürgerschaft, der deutschen Frauen und Mäd-chen sehr zu emp>ehlen. Spende. Frau Thecefe Wouk. Kausman»«-gattin in Hrastn'gg, erlegte hei der Stabtkasse über letzten Willen ihrer verstorbenen Muiter, Frau Fofefine N o l l i 50 Kronen für den Stadtarmen-fand, welcher Betrag seiner Bestimmung zugeführt wurde. Meneftz Konzert. Sumslag den I. Oktober 1. I. findet im Hotel „Stadt Wien" um 3 Uhr abends ein Benefiz-Konzert zugunsten der ausüben-den Mitglieder der Cillier MusikvereinS-Kapelle mit nachstehender Vortragsordnung statt: 1. Ouverture „Die FingalS-Hihle" von MendelSfohn-Bartholdy; 2. „DeS MeereS und der Liebe Wellen", Walzer von Rob. Vollstedt; 3. „Reverie" von Th. Herr-mann; 4. a) „Blumengeflüster", Charakterbild von Franz Blon; b) Flirtation" von P. A. Stek; c) „Weindufel", Intermezzo von Karl Trauten-Hagen; 5. Große Opern-Phantasie von Ludwig Schachenhofer; 6. Auf Verlangen: „Ländliches Hoch-zeitSfest", Burleske von A. Czibulka; 7. Ouverture zu „Athalia" von F. MendelSfohn-Bartholdy; 8. „Luna-Walzer" aus der Operette.Frau Luna" von Paul Linke; 9. „Am Spinnrad", Charakterstück von Rich. Eilellberg; 10. „Fürs Herz und Gemüt", großes Potpourri von Komzak; 11. „Hausmuttal", Lied für Flügelhorn von Ludwig Schachenhofer; 12. „Königsmarsch" von A. Zamarer. — Unsere wackeren Musiker, die durch ihre wirklich Vorzug-lichen Leistungen, ihr exaktes Zusammenspiel und unermüdlichen Fleiß uns so manche angenehme Stunde bereitet haben, verdienen wohl, an ihrem Ehrenabende durch einen recht zahlreichen Besuch dieses Konzertes erfreut zu werden. Deutsche Kafelrunde , scharfe»«»". Heute Donnerstag abend« nach 8 Uhr versammelt sich wieder im Sonderzimmer de« Hotel« „Stadt Wien' die Tafelrunde „Scharsena»" zu gemütlicher Au«» sprach», wobei die Mitglieder der rvang. Gemeinde, de« Deutsch-evang. Bunde« sowie alle freiheitlichen Deutschen herzlich willkommen sind. Landesverband für Arcmdenverkehr i« Steiermark Dem Lanb-«oerba»de für Fremden» verk-hr in St ierm >rt sind nachstehende neue Mi>» glieder beigetreten : Verschöner»ng«verein in Straßgan,i, BerschönerungSverei» in Spital a. S., Stadt-gemeinde Ä tiielfelo, Dr. Adaldert von Heventanz, Arzt in Kairo (Egypien). Rudolf Brrger. Jndad»c d»S Panorama International in Graz. Fraiz LukaS, Bahnrestauratrur in Selztal, Marltg»mei»de Obdach. BerschönerungSoetein Judendorf. Btz»rk<-Vertretung Birkield, B»rk»hiS- und VerschönerungS-veren Fölling-Mariatrost. Fritz Purkhart. Hotel» besttzer und Bahnrestaurateur in St. Michael. N. KoUndorfer. Möbel-, Tapezier- und Bettwarenlager in Graz; Gustav Jenko. Juwelier in Graz; AloiS Auer. Galauteriewar'nhandlung in Graz; Joses Strehli, Konditor in Graz; Moritz Tiller u. K.. k. u. k. Unisorm'Hoslieseranten in Graz. A. Ver>S Nachf. I. ». E. Mangold, Pelzwarengejchäst ia Graz, Erlsbacher ». K. Uhrenfabrik in Graz; Johann Branbl, „Hotel zu den dret Ra en" in Graz und Anton Süß, Tuch- und Schafwollhand» lung in Graz. Der »«Künftige Ztürger«,ister vo« Fächer», Kerr Z>r. Star, hat sich wieder aus feine rechts-anwaltliche Tätigkeit verlegt. Mit dem „Verlaß Treo" bat Herr Dr. Stör von der Juristerei genug bekommen, hat sich nach Tüchern zurückgezogen mit der löblichen Absicht, sich nun ganz der Bolksbe-glückung zu widmen und das jlovenische Volk um Cilli herum au« den Klauen de« verderblichen Germanentum« zu retten. Doch „der Mensch Nummer 78 denkt. Gott lenkt" und der „Specialist in i schust«angelegenheit- muß stch jetzt der „Strtsi leivtgunq' widmen und zwar in eigener 6» Die schöne Kanonade auf da« Hau« de« Deiufd Schmiede« anläßlich der Einweihung seines H« hat die Staatsbehörde weniger harmlos ausqe5 und am Montag hatte sich Herr Dr. Stor dem Bezirksgerichte Cilli darüber zu verantwin Die Verhandlung wurde behufs Vernehmung« Zeugen vertagt. Wir werden über den Ech den der „Epezialift in Erbschaftssachen' bei i neuerlichen Verhandlung erzielen wird, gewisses berichten. Ein zweiter Fall ist bereu« auch t hängig. Die von dem 13jährigen Pferdele« de« Herrn Dr. Stor niedergeführte Kovac i nicht glauben, daß sie sich da« gefallen lassen und die Staat«behörde auch nicht, we«hall> I auch diesbezüglich Herr Dr. Stor beim dich Bezirksgerichte wird verteidige» müssen. N dies so fortgeht, wird Herr Dr. Stor sich ja e ganz nette Praxis in der Strasverteidigung er» den, allerding« nur in „eigener causa". Dr. Nipnsch, der Deöko vo« Marburg, i Schauspieler. Dr. Pipusch, der vor einigen hier al« Advokatur«kandidat tätig war. schell« der Schule unserer hiesigen Pervaken sehr viel i lernt zu haben und sucht nun die« in Marbi praktisch zu verwerten. Hinler den Koulissen sche ihm die« ganz gut zu gelingen, aber aus offa Szene hat er entschieden Pech. Dazu fehlt ihn Heldengestalt, da« Organ, die Haltung, und Ja hat er furchtbare« Lampe, fieder — die Perciti arbeit scheut überhaupt jede« Ltcht und Publiln Am Abend de« 22. d. bereitete aber Herr Ps» in der Brauerei Götz dem Mardurs.ee Publilt wider feinen Willen einen sehr genußreichen Äb« Dr. Pipusch trat al« „Windischer Bolk«führ men. Eden al« eine Entschließung zur Abfti«»» gebracht werden sollte, tauchte plötzlich der £< Dr. Pipusch auf und e« entwickelte sich eine nt drollige Geschichte, welche die .Marb. Ztg.'! folgender Weif» schildert: „. .. E« sollte nui tn Entschließung, welche allen Parteigenossen die $4 de« Herr» Stiger anempfiehlt, zur Abstimmung j langen. Da — .Wa« kommt dort von der Höh'» da off»et.' üch hinter der Rednertribüne die IM befi»oliche Tapeteniüre und ein» g»bückt» HM welche den Hut und Stock ängstlich in der H>» hielt, trat scheu und ängstlich auf die Trid« augenscheinlich den Borsitzend»n um dt« Erlattt» zum Sprechen ersuchend. Und diese Gestalt w« sodann auf die erstaunten Zuhörer einig» Gra hinunter. Da man den Vog»l nicht gl«ich an fl» fieder, noch weniger aber am Gelange erkannte -wer bat denn Dr. P-pusch bei Gerichi over di einem sonstig»« Amte schon einmal deutsch jprechn gehört? — so wurden Rufe laut: »Bortret»»!.. Lauter, lauter!'... Die Gistalt kam biefeit Ml misch»» Wünschen nach. Da erkannten die send»» den „allgemein beliebten' Dr. Pipusch. l> sich dazu bequemt hatte, au« windisch - tleiWl Wahlrücksichien «inmal deutsch zu sprechen. Erkennen löste sofort die freudigsten E»pfi«t»»G bei allen Anwesenden au« und die« umsomedr, & man natürlich sofort wußte, waS der edle, bi» dische Führer hier wollte. Ein „BegrüßungtKiit»' wurde laut, der immer mächtiger anschwoll M vor welchem sich „unser" Dr. Pipusch am lirtti unter die Tribüne verkrochen hätt», wenn e« mop lich gewesen wäre. „Hinaus mit diesem Pf... „Nieder mit diesem.....r!" so brauste e«. » nur zwei Blüten auS dem rasch gewundenen Sttu» zu pflücke», dem Häuptling der windisch«fttrifali» Propaganda in Marburg entgegen. ES nrnt M faftigste Schimpf, der von den empörten Berst«» lungSteilnehmern d.m Agitator deS wiivisch-klai« kalen Pfarrer« Lopic »nigegengeschleude« roinH P'pusch aber stand kläglich dort oben — «» SD de« vom Sturme umbrausten vollendeste» Im» mer«! Auf alle saftigen Wabrheiie», die id» rf Gesicht geschleudert wurden, antwortet» »r i» melnd immer nur da« eine: „Aber, meine Hm» ich will Sie ja nicht beleidigen!• (!!) Siilrnit konnte er sprechen und da war e« sein erst»«, l» Versuch zu machen, sich in Gunst zu setzn, i» Nummer 78 .Jrstrtsjfcr Seite 5 er den Sozialdemokraten zu ihren bi«herigen Er-folgen seine Glückwünsche darbrachte. Wa« wohl dazu die ivindisch»nationalen Hochwürdigen, seine intimen freunde, sagen werden, deren e# — sowie dem Dr. Rosina — ein anderer sozialtemokratijcher Redner »inige Tage fiüher in Laporje zu verdanken hatte, daß er beinahe geprügelt worden wäre?l Sodann fuhr Dr. Pipusch fort; „Fragen Hie nicht, wer ich bin. fragen Ei» nicht, wa« ich bin — : Da« wissen wir eh!) — ich bin kein Elo-venisch-jtlerikaler, ich bin kein Liberaler, ich gehöre überbaun! keiner Pari« an, die morgen in die Etichwahl kommt!" (Stürmische Zuruse: Ja. wa« sind Sie denn eigentlich?) Die Antwort gab Dr. Pipusch selber. Er verschimpfierie un« Deutsche, bemühte sich augenscheinlich, in die Siichwahlange» legenhnt seinen Unkraulsamen autzustreuen. zog >egen Herrn Stiaer lo« und irat sür den — win» »isch-klerikalen Pfarrer Lopiö ein l Die Klerikalen prie« er al« — Wahlrecht«spender! — Aber daS tonnte Pipusch nicht so ohnewe tere« hintereinander Iprechen, die stÜ! mischen Zuruse umdrausten ihn immer lauter; zu wiederboltenma^en mußte Herr Muchitsch c»ie aufaeregirn Gemüier berudigen. Dr. Pipu ch aber stand oben, gebeugt nnd gedrückt. E>ock und Hui immer ncch fluchlberei« in ten Händen. löilich verlegen zuweilen am Schnurrbart ziehend und immer aul« reue >>erfichtl»d: «Ich «oill £>e ja nicht beleidigen!• — Beiläufig eine Biertelstunde lang machte Dr. Pipusch aus diese Weise au« der politischen Versammlung — ein Sb'Ofer, allerdinfs mit empören Zuhörern. End» lich machte er e« wie der russische General Kuro» yaikin: n ichdem er s«ine Hiebe (figürliche) erdalten falle, beeilte er sich, sich „rückwari» zu konzen-trieren" — im Nu war der Dr. P pusch durch die Tapetentür» verschwunden! — Im dtchtgesüllien Saale erhob sich ein unsägliche« .Sehnen" nach »em verduftet,n Akteur; unzählig,male wurde der Dr. Pipusch stürmisch .gerufen", allein er zog e« vor. unbesehen — wie er kam — und obn; jede Berührung mit den Teilnehmern der Versammlung wieder in den (Kassen de« von ihm so sehr „ge-Ii dien" Marbur,, zu verschwinden 1" — Wir gra-tlilKTfn f tm H?! rn Dr. Pipusch zu seinem ersten äffenilichen Ausireten, raten ihm aber, sich eiwa« »ehr Routine, vor all m ober Mehr Haltung an-zueignen; besser wär» e« freilich, wenn er sich aus Kamme^vorträge bei Sr. fürftbischofiichen Gnaden »der bei den Herren Domherren beschränk» n würde, tenn bei den profanen Weltkindeln hat er ent» schieden kein Glück. Selbstmord. In Marburg hat sich am Sonn-■kber Beliy» de« Hoiel« »Erzherzog Jodann" Herr Franz Schauer in einem Zimmer feirw« Hoiel« im er'ien Siocke erschossen. Er feuerte den Schuß stedend gegen sein Herz, fiel aus ein Be» «>d >iar sofort toi. Schauer hatte vorher in der tsielküche einen Sireii, nach dem er in den ersten lock eilte und doit seinem Leben ein Ende mach,?. Kroß« Schadeafnier Au« Miß a. D. wird «i« ßeicLrifbrn: 5Üm 23 d.M. brach um ungefähr 3 Uhr srüd in der Fettwarenfabrik de« Herrn Bikior 'Moll in T'cherder!, IN Kärnten san der fterifchen Grenze) eim ,reuer au«, welche« in kürzester Zeit iroße Dimiknsionen annahm und nur durch da« ^Mtzefte Ei «greifen konnte die Fabrik und die dazu Stdöriaen «Gebäude vor der gänzlichen Vernichtung gereuet w-rden. Ein Babnbedi-nsteter haue da« jjraer bemierki und verständigte sofort den Gen-«UMeriepo slen in Miß davon. Der Posten- ttom. »andani Tiiulurwachimeister Antonitsch begab sich i«sor, «i, ir>em Postknsührer Schmigovz zur Äran«-. stelle. Die iFadrik brannte bereit« lichterloh, al» die Oendarmem dahin kamen, welche am Brandplatze ^^eeiemuindti: antrafen al« den Fabr>k«herrn, nur im t Unterhose und Hemd bekleidet war hilslv«» dem Wuien fr.« r»rti'trenden Elements Kai). A*ou dem Fabrik«getäude waren an der «and vuwderi Stück Fässer und schwere «isten, 'lere Oel.. H>rrz. Terpei.ti», Schmiere :c., letztere rrlraue :p,ch enihaliend, aiifpefchltchiei, welche «n Wert, von niedre»!, tausend Kronen reprä-!>«ien. Tie Gendara.en erkannten sofort die che Gefaihr und brachten mit Hilie be« Fabrik«-n un? e ne« Arbeiter« die schweren Kisten und itc mutn iiipt üblichen Anstrengungen in Sicher-!l. — !L^i»I«riveile langte die Unierdrauburger «rwedr mit der neuen Feuerspritze an. Die >erwehr machte sich dann mit Hilfe der Gen« lrmen oaaran, die an die Fabrik anftoß.nden >ohnti>ebäi!,ide durch Vermauern der Fenster und * '«» vor dem Uebergreisen de« Feuer« zu reiten, auch «gelang. Später erschienen dann die Feuer-en vom, Windischgraz, Präoali, Bleiburg. Pa» metsch und die der Südbahn von Unierdrauburg. und den vereinten Bemühungen derselben gelang et, den Brand zu lokalisieren und da« Wohu- und Wirischaf,«gebäube. die Säge, da« Maschinenhau«, »ine Zement»Zieg^lerzeugunp«- Werkstäite und in der glücklicherweise mit einem gewölbten Keller ver» sehenen F>brik selbst ein Reservoir mit Schmieröl zu reuen. Trotzdem erleidet der Fabrik«herr einen Scharen von ungesähr 120.000 X. welchem eine Versicherung«»umme von nur 40.000 X gegenüber-steht. Dem energischen und tatkräftigen Eingreifen de« Wachtmeister« Herrn Antonitsch und de« ge-nannten PosteiMdrer«, wodurch ein unberechenbarer weiterer Schaden verhütet wurde, ist vollst,s Lob zu zollen. Herr Anlonisch wurde erst am 19. d.M. von Cilli nach Miß verletzt. — Auch einige junpt Mädchen au« Unierdrauburg haben sich an dem Rettung«werke sehr loben«wert beteiligt, indem sie unermüdlich mit den Eimern der Feuerwehr di« Spritzen mit Wasser versorgten. Südmark - Aücherei. Dieselbe wurde am 1. März 1991 eröffnet und ist gegenwärtig beim Stadtamie im Vorzimmer de« Herrn AmtSvor» stände« untergebracht. Sie enthält 85 Bände wissenschaftlichen und >280 belletristischen Inhalte« und die besten Romane der Neuzeit. Au«leih» stunden sind jeden Montag, Mittwoch und Freitag (Feieilage abgenommen) von 1 bi« 2 Uhr nach-mittag«. Die Monai^ebühr belräal l0 Heller, außerdem sind 2 Heller für jeden Band für vier-zehn Tage zu enirichien. Bücherverzeichnisse sind ebendaselbst um 4 Heller per S-ück zu haben. Im Jahre 1901 wurden 4170, im Jahre 1902 77*50 Bände entlehnt. Jed.r Deuische kann Bücher entlehnen. — Der Postd.auit, Herr Arthur E h ar» wai hat der Südmark mehrere Bücher gespendet, wofür ihm hiemit der Dank au«,,e prvche» wird. ^erkauf von Abfällen in 3fos« Wie die Haudel'- und Gewerbekammer in Graz Mitteilt, gelaugt» bei der Weiknäiten Abteilung vc« k u. k. Marinebeklei.-unp«sim»e« in Pola verschiedene Tuch«, Schaswrll , Banmwoll- und Leinensiosf Abfälle. Tuchleisten- und Garnabsälle zur Veräußerung. Die bezü l'che Verhandlung finde, bei der genannten Werkstattenverwaltung in Pola am Di-nStaa den 8. November statt. Eine die »alzr.n Detail« en«-hal'e.'de Kundmachung liegt im Bureau der Kam-mer in Glaj. N.uiorgasse 67, zur Einsicht sür Interessenten aus. Pie hächlle Auszeichnung auf der kürzlich in Berlin stattgehabten „Allgemeinen AnSstellung für Wodlfahrt«- und Gefundheittpfiege, B^idewefeii und Hygiene", da« Edrenr>iplom zum Ehrenkreu^ und zur goldenen Mediille, wurk>e ftr Firma Ceinria» Mack in Ulm für ihre'üh»lichst bekannten Toilette- Spezialitäten.Kaiser-Borax", „Kaifer-Borax-Seife", »Kaiser-Borax-Zahnpulver-, „Tola-Seife u. s. w. zuerkannt. Schrifttum. Aros Deutsch völkischer 5eit»eiser. Darüber schreibt daS »Grazcr Wochenblatt^: »Der 11.(18.) Jahrgang de« Taschenbuches für da« deutsche Volk, da« von dem Abgeordneten Karl Jro herausgegeben ui» geleitet wir^, ist erschienen. Diese« völkische Hand« buch sür da« Jahr 1005 (2018) reibt sich seineu Bor» gZngern würdig an und ist vollkommen geeignet, den hervorragenden Platz auf dem Gebiete alldeutschen und echtdcutschen Schristentume« standhaft zu behaupten, den sich JroS vortrefflicher Zeilweiser siegreich erobert hat. Wie sein erster Teil sich als nützlich auf allen Gebieten de« öffentlichen Leben« erweist, ist der jwcite lehrhaft und erhebend und daS ganze, gefällige und handliche Büchlein stellt sich als ein wertvolles Schatzkästlein dar, das jeder Deutsch - gesinnte al« ständigen Begleiter bei sich haben sollte. Unterlasse e« daher keiner, diese« völkische ErziehungSbuch zu erwerben, dem kaum ein ' andere« ebenbürtig an die Seite gestellt werden kann. Der BezugSprei« beträgt für ein Stück in blauem Leineneinbande St. 1.40. im feinsten roten Ledereinbande St. 2.60. Bestellungen sind an Herrn Karl Jro i» Wien, 12. Bezirk, Ruckergasse 20, ju richten. jJ" feste % flüssige .ß>^ macht! die /l ZK ant weiss u./'zarto Überall *u haben. Sarg's Glycerin-Seifen bewähren «ich lowohl für Erwachsene, als auch bei Kindern im larte.-teo Lebensalter als ror-xflKlIrhKlra KflnlKun(»mlttpl. Mit bwteni Erfolge von h* kannten Autoritäten, wie Pros, Dr. Hebra, SchuuU. Frsihwald. Carl und OnaUr Ureus. 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Menae der Schlachtunqen Name de» c 4, s Fleischer« s i 3 e f a s es i 5 T3 £ = I £ s | 1 tz o* « n 5 ■o «o <-? « « 3 sC i» u « l & 6 98 Ub Pl.stschak Pleier«ky Anton Rebeuichek Jos.f — 10 _ - 10 4 _ Sellak Franz — 1 — 3 1 3 _ Seuifchnig Anlon — 2 — — 7 3 — — Etoberne Georg — 4 — — 4 1 — — — — _ 49 31 __ Uniek Rudolf — — — 2 — 1 1 —- Vollgruber Franz — 1 — Wre»schko Martin 284 Lenitza 84 Gastwirle — — — S 4 — — — — SS 78 45 Private Summe — | 2Ü 7 | 81 43 S4| 2. - 226 110 23 323 435 36* eingeführte« Fleisch in Kilogramm Seite 6 ^lUOimer 78 DER WERT schmackhafter Kost lie«t nicht blos in dem mit dem Euen vorbundenen höhern GemOf*. denn je «chmackhaftcr Ko»t, desto leichter wi-d die auch verdaut und umso besser werden die ihr innewohnenden Nährstoffe ausgeua Diese Tatsachen erklären den Erfolg von » E,noig > MAGGI'S SUPPEN- SPEISENWÜRZE. Sie ist für die aorgsame Hausfrau ein altbewährt«, billig« Mittel, um schwachen Suppen. 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Oktober 1904, um 8 Uhr vormittags werden zirka 120 Stück Ausmusterpferde am städtischen Pferdemarktplatze (Schlachthaus) in Gr&z im Lizitationsweire gegen Barzahlung und Entrichtung der skala-mässigen StempelgebQhr. dann der 3% Abgabe vom Erlöse für den Land- und OrtBarmenfond veräussert. Kauflustige werden hiezu eingeladen. Die Vervaltoiigs-KoiMiissioi rief L l k. Traii-Oiiisioa Ir. 3 Seite 8 .K?utsche Zvncht' Nummer 78 Larl L. 8ovhsr. Landöl8aKöntur, Cilli. 2?. T_ Beehre mich höflichst mitzuteilen, dass ich mein Bureau vom 1. Oktober 1904 in die Grazerstrasse Nr. 28 verlegen werde. Hochachtend Carl L. Socher 994*1 Grazerstrasse 28. Darlehen [XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 8 x--------- 8 K von K 1000 aufwärts ohne Vermittlerspesen an K ** Staatsbeamte und Offiziere offeriert inländisches || H Institut unter günstigen Bedingungen. 9S3S ^ Zuschriften unter „Reell 718" an R. Mosse. X Wien I. Seilerstätte 2. || XKXXXXXttttXXKXXXXXKXKXXKXXK Behördlich konzessionierte CIULI, Bismarckplatz. 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Nach Obersteiermark werden von Aepfeln nur die Sorten 1, 2, 4, 11 und 12, von Birnen nur die Sorten 1, 2, 3 und 9 abgegeben. Bestellungen sind bis Ende Dezember 1904 an da Landes-Ausschu.ss zu richten und haben die Bestätigung des G* meindevorstehers darüber, dass der Besteller bäuerlicher Grundbesitaer ■ der Gemeinde ist, zu enthalten. Sollten die BHame für die Herbst-pfLmznng 1904 benötigt werden, so ist dies im Gesuche a» drücklich zn bemerken und hat die Bestellung bis Ende Oktober 1904 zu ertolgen. Die Gesuche werden, so lange der Vorrat reickt | und zwar nach dem Zeitpunkte des Einlangens erledigt. Mehr als 120 Stück werden an einen Besitzer nicht abgegeben aoi ist. der Besitzer verpflichtet, die erhaltenen Bäume ans eigenem Grand i Boden auszupflanzen. Die Bäume werden nur gegen Barbezahlung abgegeb "\7" ©rzeictiLnis der aus der Landes-Obstbaumschule in Gleisdorf in der Pflanzpe 1904—1905 zur Abgabe gelangenden Aepfel- uud Birnbäume: 1. Aepfelsorten Hochstämme Halbhochstämme Zwergbnscbb 1. Cbarlamovsky...... 320 170 80 2. Cardinal, geflammter . . . 275 140 — 3. Gravensteiner...... 235 200 175 4 Kibstons Pepping..... 160 50 — 5. Belle Pleur, gelber .... 1415 460 375 6. Canada, Reinette..... 650 3130 475 7. Baumauns Reinette .... 90 — — 8. Kronprinz Rudolf-Apfel . . 565 405 40 9. London Pepping..... 243 665 160 10. Ananas Reinette..... 1050 950 365 11. Bohnapfel, rheinisch, grosser 1115 1000 — 12. Mascbanzker, steirisch . . . 2195 2620 — 13. Hubcr'sche Mostäpfel . . . 355 500 — 14. Damason........ II Birnen-Sorten. 1000 315 105 1. Gute Louise von Avranches 45 350 165 2. Liegeis Butterbirn .... 35 215 6» 3. Diels Butterbirn..... 50 315 250 4. Sterkmanns Butterbirn. . . 50 100 80 5. Forellen bim....... 75 70 115 6. Josephine von Mechelu . . 8 40 ISO 7. HardeupoutsWinter-Butterbirn Dechantbirn, Winter. . . . 20 75 460 8. 30 730 205 9. Weiler'sche Mostbirn . . . 150 825 — . 10. 25 140 — J 11. 95 35 — Graz, am 8. September 1904. Der steiermärkische Landes-Ausschuss. Nttkgtt und Herausgeber BereinSduchdruckerei .Ccleja" m Eilli. Berantwsrtltcher Schkistleiler : Wilhelm Seeauer. Druck der BereinSbuchdruck erei .Eeleja' in ii