LMchkr Redaction und Expedition: Bahuhvfgasse Nr. 15. _ _ Pränumeration»preise: 1 rtß Für Laitach: Ganzj. fl. 8-40; Vll« 1UU* Zustellung in» Hau« »rtlj. Lblr. Mit btt Post: Gauzjähr. fl. 12. Insertion-pleise: 6in« Freitag. S. Mai 187S.-M°rgm- Isidor. 12. Jahrg. Die Umkehr der Czechen. Schon ein alter deutscher Reim, lautend: „So lange die Welt ist die Welt, „Der Slave es nicht mit dem Deutschen hält", — konstatiert, daß im Lager der Slaven Sympathien für die Deutschen auch nicht mit der Laterne des Diogenes aufzufinden sind. Die Slaven gaben bei jeder Gelegenheit ihre Antipathie gegen die Deutschen kund, und die zuletzt abgelaufenen zwei Jahre brachten überzeugenden Nachweis, daß die S l a v e n in Oesterreich lebhaftere Sympathien Rußland gegenüber äußerten, als gegenüber ihrem großen Heimatlande Oesterreich. Die Tage von Moskau und auch der Tabor im Hotel „Europa" in Laibach bekräftigten diese Thatsache. Rußland galt den österreichischen Slaven als das Eldorado des Zusammenlebens aller Slaven; an die große epochemachende Kultursmission (?!) Rußlands in den südlichen Provinzen der europäischen Türkei knüpften die österreichischen Slaven große Hoffnungen, die jedoch im Laufe der Begebenheiten wesentliche Täuschung erfuhren. Ganz gegentheilig verhielt sich das Deutsch-thum in Oesterreich; dasselbe bewährte sich entschieden antirussisch, die gesammte liberale deutsche Presse ist antirussischer Gesinnung; auch der Magyare ist ein ausgeprägter Feiud Rußlands und macht aus dieser Antipathie kein Hehl, er kann die Niederlage bei Vilagos nicht der Ver gessenheit übergeben. In neuester Zeit jedoch scheint im czechischen, im slavischen Lager Oesterreichs überhaupt gegenüber Rußland eine minder freundliche Stimmung sich breitgemacht zu haben. Die Vorkommnisse im letzten russisch-türkischen Kriege, die neueste über Rußland verhängte Schreckens- und Gewaltherrschaft, die ländergierige Politik Rußlands haben den Slaven in Oesterreich eine gewaltige Lehre ertheilt; namentlich sind die Czechen ans ihrem Traume, bitter getäuscht, erwacht und scheinen zur Ueberzeugung gelaugt zu sein, daß des großen deutschen Dichters Mahnung: „Wozu denn weiter schweifen, sieh', das Schöne liegt so nah'!" sich wieder bewährt hat, nämlich, daß die Slaven in den Gauen Oesterreichs ein zufriedeneres, behaglicheres Sein haben, als ihre Brüder im Zarenreiche, wo derzeit die Knute gewaltsamer geschwungen wird als je. Die Slaven in Oesterreich sind zur Einsicht gelangt, daß sie von der Barbarei in Rußland weder Erlösung noch Befreiung zu hoffen haben, daß der österreichische Doppelaar auch die unter seinen Fittigen ruhenden Slaven zu schützen vermag. Die heute so laut zum Ausdruck kommende Absicht der Czechen — in den Reichsrath einzutreten — zeugt, daß die russische Sonne im Untergange begriffen und auch im Lager der Czechen die Morgenröthe des echten Oesterreicherthums angebrochen ist. Die österreichischen Slaven haben dem Tone der Trompete, die zur Umkehr ruft, Gehör geschenkt; Knute und Verbannung haben aufgehört, die österreichischen Slaven nach Rußland zu locken; die neuesten Ereignisse gaben den Slaven in Böhmen Anlaß, dem Panslavismus unter russischer Oberherrschaft Sldieu zu sagen. Aus den Verhandlungen der Czechenführer mit den Parteiführern der deutschen Partei geht hervor, daß die signalisierte Umkehr im slavischen Lager demnächst zur Thatsache reifen wird. Das sociale Leben in der Hauptstadt des Böhmerlandes nahm bereits freundliche Gestalt an, eine Annäherung der Czechen und Deutschen ist bereits erfolgt. Die Czechen haben einsehen gelernt, daß sie von Oesterreich mehr zu hoffen haben als von Rußland; Rußland beweist, daß es Kultur- und Freiheitsströmungen mit dem Strang und mit Sibirien belohnt und befriedigt. Die Lage ist zur Umkehr der Czechen äußerst günstig, es kann durch besonnene Vermittlung Vieles und Großes geschehen, die Einheit sämmt-licher Volksstämme Oesterreichs ist zur dringenden Nothwendigkeit geworden. Der Wahlsprnch des Kaisers „Viribus unitis“ dürfte endlich zur vollen Geltung kommen, zur Wahrheit werden. Die Lenker der Geschicke Oesterreichs werden den gegenwärtigen günstigen Zeitpunkt zu benützen, sie werden das Eisen zu schmieden haben, so lange es heiß ist. Gelingt es, eine Einigkeit zu erzielen, die bereits wahrnehmbaren Anzeichen und Vorbereitungen der Umkehr der Czechen perfect zu machen, dann bestätiget sich auch der alte Ruf: „Austria Felix!“ „Austria in orbe ultima!“ Eine Reformpartei. Aus den Reihen der Mitglieder des österreichischen Abgeordnetenhauses haben sich 112 an der Zahl, sämmtlich Gegner der Occnpationspoliük des Grafen Andrassy, seinerzeit zusammeugefu.i-deu und ein Comite zu dem Zwecke eingesetzt, um für die nächsten Reichsrathswahlen ein Programm aufzustellen. Das erwähnte Coniite erledigte bereits die demselben gestellte Aufgabe. Das Programm, dessen Wortlaut nicht ehVc veröffentlicht werden soll, als bis er der Versammlung der „Hundertzwölf" bekannt geworden ist, bespricht das Verhältnis zu Ungarn, befürwortet eine Aeuderung des Delegationsinstitutes, namentlich in Bezug auf den Wahlmodus, und hebt hervor, daß der Einfluß des Parlamentes auf die auswärtigen Angelegenheiten gesichert werden muß. Es betont nachdrücklich die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte, und zwar nicht blos durch Erhöhung der Einnahmen, sondern auch durch die Verminderung der Ausgaben, insbesondere durch eine auf die Rednction Ieuiü'eton. Die Mahlzeiten. (Fortsetzung.) Der Vegetarianer füllt sich entweder mit Pflanzenkost übermäßig an, oder er gewöhnt sich an eine Armenhausnahrung und wird so mager, blaß, tiefäugig und von heiserer Stimme, wie die Bewohner der Armenhäuser, denen das moderne Pharisäerthum die Wohlthaten des langsamen Verhungerns erweist. Die Gefangenen sind die zweite Kompagnie des großen Hungerheeres. Bei ungenügender, grober, reizloser Kost, bei schlechter Luft und Mangel an Bewegung verfallen sie geistig und körperlich in solchem Grade, daß eine Verurtheilung zu langem Gefängnis bei den meisten Personen gleichbedeutend ist mit einer Verurtheilung zur Lungenschwindsucht, — daß sie mit 40 Jahren den Eindruck der Greise machen, — und daß eine große Anzahl von ihnen unter den Erscheinungen der Wassersucht stirbt, als des Zeichens der Zersetzung der Säfte und der andauernden ungenügenden Ernährung. Die dritte Kompagnie geht in den Städten frei einher; es sind die kleinen, schlecht bezahlten Beamten und deren Ehefrauen, die als gute Familienmütter vom Tage bis zur Nacht arbeiten und sich den Bissen vom Munde absparen, um ihre Kinder nothdürstig zu ernähren, — die schlecht bezahlte« Schullehrer, — manche überarbeitete Handarbeiter, — und sie rekrutieren sich von den Taglöhnern des Landes. Aber nicht die Noth, auch der Unverstand läßt hungern. „Gar nicht selten fallen junge Töchter der gebildeten Stände dem Wahne anheim, sie wären Lilien und müßten blos von 2)Zorgenthau leben; das Essen sei eilte pöbelhafte Schwachheit und jedenfalls gewöhnliche Hausmannskost zu vermeiden. Man sieht oft staunend, mit wie wenig oder wie fader Nahrung solche ideale Geschöpft zu sehr realen mit) unglücklichen Patientinnen sich heranbilden. Wie junge Männer, oft ganz unmerklich, ins Trinken hinein-gerathen, so verlernen junge Mädchen, oft ganz unmerklich, das Essen. Wehe dem Arzte, wenn er sich verleiten läßt, Medikamente und Kuren zn verordnen, ehe er die Speise- und Lebensordnung einläßlich und ganz kennen gelernt hat. Auch Stubeusitzer, Bücherwürmer und alte Sünder aller Art haben oft ganz abenteuerliche Speisezettel und verkümmern nicht selten durch einseitige Er nährung." (Sonderegger, Vorposten.) Ein wohlhabender Kaufmann von nahezu 40 Jahren heischte um das Jahr 1850 unseren Rath und bot damals das mit seinem Lebensalter nicht übereinstimmende Bild des Greifenalters; Erkundigungen bei ihm und anderen stimmten in dem Zeugnisse überein, daß sein Lebenswandel stets von strengster Solidität gewesen, und daß nicht etwa eine rasch verlebte Jugend die Schuld trage. Nut übergroßer Fleiß, allzu andauernde sitzende Lebensweise und theils infolge dieser entstandene Appetitlosigkeit, theils durch überängstliche Sorge streng eingehaltene karge Diät trugen Schuld au feinem Zustande. Abgemagert, kraftlos, schnell ermüdet, von hunderterlei Beschwerden geplagt, führte der Mann ein beklagenswerthes Leben, nur durch die Energie seines Willens an das Coinptoirpnlt gefesselt. Damals gelang es, durch künstliche reichliche Ernährung (Liebigs Fleischsaft und entsprechende Mittel) den Zustand zu bessern, durch regelmäßig ausgeführte turnerische Freiübungen, durch häufige Spaziergänge und kleine Reifen, Bäder u. s. w. den Appetit allmählich zu erhöhen, den Kranken wieder zu verjüngen. Dies gelang wiederholt. Nach einigen Jahren (1859 zum Ausgauge des Winters) traten — wie immer bei Personen dieser Lebensweise — ves Heeresauswandcs abzielende Revision des Wehrgesetzes. Das Programm empfiehlt den weiteren Ausbau der Verfassung und spricht die Hoffnung aus, das alle Nationalitäten hiezu auf verfassungsmäßigem Boden Mitwirken werden. Ferner wird das Festhalten an den Prinzipien der Schulgesetzgebung befürwortet. In wirthfchaft-licher Beziehung werden mit besonderer Sorgfalt die Interessen der Landwirtschaft sowie die Nothwendigkeit betont, für die gefammte Production das Absatzgebiet zu erhalten. Zum Schlüsse wird erklärt, daß man nur eine solche Regierung unterstützen wolle, welche alle diese Grundsätze auch gegenüber dem Parlamente zu vertreten bereit ist. Revolutionärer Aufruf. Der vom geheime« Actionscomite in Rußland an die russische Armee gerichtete Aufruf enthält unter anderen folgende Stellen: „Es gibt eine Kraft in Rußland, welche der Sache der Freiheit dienen und ihr zum beschleunigten Siege verhelfen könnte, und diese Kraft ist — die Armee. Auch sie muhte erst vor kurzem alle Leiden des gegenwärtigen Regierungssistems in Rußland erdulden. Sollte sie das Erlebte bereits vergessen und den Grund des Hebels nicht begriffen haben? Die jetzige Lage der Armee ist eine viel schlechtere als diejenige, in welcher sich die russische Armee nach ihrer Rückkehr aus den napoleonifchen Kriegen von 1813 bis 1815 befunden hat. Damals fand die letztere in Rußland den Belagerungsstand und den Ruin des Volkes vor. Jetzt sieht unsere Armee hungernde Bauern, Deficite, die Sklaverei des Volkes, ärarische Defraudationen, Jesuiten in der Schule und die Herrschaft von Spionen. Die Seiden von Schipka und die Märtyrer des Balkaneberganges weiden zu schändlichen Executioueu armer Bauern und hungernder Arbeiter verwendet. Dem Offizier, welcher bei der fürchterlichen Attaque auf Plewna dem Tod entronnen, kann es zufallen, auf seine bei einer Straßendemonstration der unzufriedenen Bevölkerung theilnehmende Schwester zu schießen, oder im Parademarsch über den Grabeshügel seines infolge einer Denuuciatiou der niederträchtigen geheimen Polizei erschossenen Bruders zu schreiten! Welch' eine entsetzliche Lage! Unter den Helden der napoleonifchen Kriege fanden sich Männer, welche eine solche Lage nicht ertragen konnten; sie bildeten politische Vereine, welche eine Aenderung des Regierungssistems in Rußland bezweckten. Ganz dasselbe, jedoch mit Anpassung an die gegenwärtigen Verhältnisse, soll I die Erscheinungen eines trägeren Stoffwechsels auf, und der frühere Zustand des Greifenalters machte sich heftiger geltend. In ähnlicher Weise bekämpft und gebessert, wurde dem Kranken zur Pflicht gemacht, während der Sommerszeit eine mindestens zweimonatliche Reise zu unternehmen, und mehrere Reiseziele ihm zur Auswahl angegeben. Inzwischen hatten in einer entfernten größeren Stadt lebende Verwandte von der Absicht einer Reise gehört, und der Kranke zog es vor, statt in freier Luft und schöner Gegend Genesung zu suchen, hinter dem Rücken und ohne Wissen des Arztes die Zeit der Reise bei jenen Verwandten zu verbringen. Hier wurde er nur allzufreundlich ausgenommen; denn man hetzte ihn nach deutscher Sitte von Fest zu Fest, von Gastmahl zu Gastmahl, fetzte den Schwächlichen manchen für ihn zu großen Anstrengungen aus, statt ihm Ruhe zu geben, überlud mit ungewohnten Speisen den Magen, der nur bei allmählicher Steigerung der Diät den Anforderungen hätte genügen können. Kränker, als er abgereist, mit Magenkatarrh beladen, des Appetits völlig entbehrend, kehrte er an den Schreibtisch zurück zu neuen Anstrengungen. Seine Mahlzeiten waren bis auf das möglich Geringste verringert; während 24 Stunden bestanv die gesummte Nahrung die Armee auch jetzt ins Werk setzen, wenn sie in ihren Reihen noch Männer von Herz und Geist zählt. Jetzt ist mehr Aussicht auf Erfolg, als 1815 bis 1825, weil jetzt nicht der Adel und die Offiziere allein handeln werden. Der Despotismus muß früher oder später fallen, doch kann die Krisis noch jahrelang dauern und viele Opfer kosten. Von allen ehrenhaften und denkenden Männern in der Armee hängt eS ab, das Ende derselben zu erleichtern und zu beschleunigen." Eisenbahnprojekte in Serbien. Die „Pol. Korr." empfängt aus Belgrad Bericht, daß infolge telegrafischer Berufung seitens des Fürsten Milan der Bautenminister, General Ranko Alimpic, sich nach Nisch begeben hat, um dem Fürsten über die Berathungen und Entscheidungen der Eisenbahnexperten zn referieren, welche kürzlich in Belgrad getagt haben. Die Kommission bestand aus den ausländischen Mitgliedern: Baudirektor der türkischen Bahnen, Presset; Ober-ingenieur Kreuter; Oberinspektor der Bahn, Czi-bow; Betriebsdirektor der Südbahn, Alberti, und aus den inländischen Mitgliedern: Sectionschef Ristic, Dr. Vöetecka, Genieoberst ZdravkoviL und Ministerialsekretär Avit. Wie bekannt, entschied sich die Kommission für den Bau auf Staatskosten, was die serbische Regierung veranlagte, die Experten zur Entwerfung des Kostenvoranschlages aufzufordern, auf Grund dessen eine Gesetzvorlage in der nächsten Skupschtinasession zur verfaffungsmäßigen Berathung und Genehmigung vorgelegt werden soll. Für den Bau der Eisenbahnlinien Pirot - Nisch - Alexiuatz - Belgrad und Nifch-Vranja-Mitrowiza wird die serbische Regierung eine Eisenbahnanleihe im Betrage von 70 Millionen Francs kontrahieren. Ein englisches Konsortium soll durch den englischen Minister-Residenten Mr. Gonld dem serbischen Finanzminister JovanoviL Offerte Behufs Financiernng der serbischen Eisenbahnanleihe gemacht haben, und soll nächstens nach Rückkunft des Fürsten Milan aus Nisch darüber entschieden werden. Noch vor der Einberufung der Skupfchtina soll Minister Ristif beabsichtigen, sowol die bulgarische Regierung als auch die Pforte eiuzuladeu, wegen des Anschlusses der serbischen Bahn bei Sofia und Mitrowiza in Verhandlungen zu treten; gleichzeitig sollen auch die serbischen Vertreter für die Zoll- und Handelsvertrags-Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn ermächtigt werden, auch wegen des Anschlusses der Eisenbahn zwischen Belgrad und Semlin zu verhandeln. aus ein bis zwei Tassen Kaffee, einem Glase Lagerbier, einer Semmel und einem Ei oder der entsprechenden Menge Fleisch. Den dringendsten Ermahnungen setzte er hartnäckigen Widerstand entgegen, und durch Pflichtgefühl an das Geschäft gefesselt, arbeitete er in diesem, so lange seine Kräfte ausreichten. Beim Eintritt der Winterkälte hörten diese völlig auf (weil wegen gleichzeitiger Abkühlung auch zur Wärmebildung mehr Stofs als gewöhnlich verbraucht wurde), und nun endlich führte ihn gänzliche Kraftlosigkeit auf das Krankenlager; zur Heilung zu spat! Die sorgsamste Benützung aller Hilfsmittel, die liebevollste Pflege feiner Familie vermochten ihn nicht mehr zu retten; die Maschine war aufgebraucht, und allmählich schwächer und schwächer werdend, starb er in den letzten Tagen des genannten Jahres unter den Zeichen allgemeiner Ermattung im Zustande des höchsten Greisenalters, den Jahren nach dem kräftigen Mannesalter angehörend. — Unglaublich würde es erscheinen, wenn man behauptet, ein Kranker sei durch „freiwilliges Verhungern" zugrunde gegangen. Und doch ist diese Benennung im vorliegenden Falle nur allzu richtig." (Reclam, Buch der vernünftigen Lebensweise.) (Schluß folgt.) Tagesneuigkeiten. — Privatbeamten-Berein. Es steht die Bildung eines CentralvereineS behufs Förderung der Interessen land- und forstwirthschaftlicher Privatbeamten in sicherer Aussicht. Die prekäre Lage der im Betriebe der Landwirthschast und des Forstwesens angestellten Privcitbeamten, welche besonder-in der neuesten Zeit zufolge der vielen Einschränkungen oder Verpachtungen seitens der Großgrundbesitzer einen bedenklichen Grad erreicht hat, verdient die Erwägung aller Fachgenossen und Menschenfreunde. Mit vollem, ungetheiltem Beifall darf daher ein soeben circulierender Aufruf begrüßt werden, welcher vom Sectionsrath Baron v. Hoheit» brnck ausgeht und zur Gründung eines Centralvereines anregt, der die Förderung der Interesse» jener Klasse von land- und forstwirtschaftlichen Beamten erstreben will. Dieser warm geschriebene Prospect enthält noch kein Programm, sondern will nur der Idee Freunde und Gönner werben, welche ihr hoffentlich nicht fehlen werden, da sie eine gesunde, eine gute, eine zeitgemäße ist. Dem Vernehmen nach haben sich schon über fünfzig österreichische Land- und Forstwirthe, darunter bestklingende Namen, als Gründer dem Aufrufe des wackeren Proponenten angeschlossen, und eine noch weit reichere Betheiligung steht in nächster Aussicht, so daß die Gründung des Vereines wol als gesichert zu betrachten ist. — Zum Ausgleich mit den Czechen. Die czechischen Blätter setzen die Discussion über die Möglichkeit eines Ausgleichs der Versassungs-partei mit der böhmischen Opposition fort. „Nat. Listy" constatieren, daß Dr. Rieger zu Ausgleichsverhandlungen von den Abgeordneten der beiden nationalen Fractionen ermächtigt wurde. Die weiteren Verhandlungen sollen nunmehr durch fünfgliedrige Deputationen von deutscher und czechischer Seite, in denen auch die jungc^echische Fraction angemessen vertreten ist, fortgeführt werden. „Pokrok" fordert die verfassungstreue Prager Journalistik auf, aus ihrer bisherigen Reserve in der Ausgleichsfrage herauszutreten. — Zur Katastrophe in Szegedin. In Szegedin dauert das Herausholen der Leichname unter den Trümmern der eingestürzten Häuser fort. Täglich werden einige Leichen herausgezvgen, und beträgt die Zahl derselben seit dem 12. April an dreißig. — Zur Fürstenwahl in Bulgarien. Deutschland, Oesterreich, Frankreich und England haben der Wahl des Prinzen von Battenberg zum Fürsten von Bulgarien ihre Zustimmung ertheilt. — Der Attentäter Solowjesf hat, wie die „Germania" erzählt, fünfzehn Mitschuldige verrathen, überdies hat er gestanden, daß seiner Section das Mot d’ordre aus Genf zugeschickt wurde. Ferner verrieth er den Plan, den die Nihilisten bei dem Attentate gegen den Zaren hatten. Bekanntlich hatte Solowjesf bei dem Attentate die Uniform eines Finanzbeamten an. Wäre das Verbrechen gelungen, so wollten die Nihilisten unter dem trunkenen Volk — nirgends trinkt der Pöbel so viel, wie gerade in Petersburg — das Gerücht aussprengen, die Beamten hätten den Zaren ermordet. An der Spitze des wüthenden Pöbels würden sie dann die verhaßten Beamten ohneweiters massakriert haben, um den Zaren zu rächen. Solowjesf motiviert sein Verbrechen damit, das Los hätte ihn getroffen und er habe gehorchen müssen, wenn er dem sonst unvermeidlichen Tode entrinnen wollte. Er habe den Zaren nicht tödten wollen, was sich schon daraus ergebe, daß er, der eine Fliege aus dreißig Schritte treffe, den Monarchen auf fünf Schritte nicht verletzt habe. — Religiöser Wahnsinn. Den „Times" wird aus Philadelphia unterm 3. d. telegrafiert: „Boston« Telegramme melden ungeheuere Aufregung in Pocasset, Massachusetts. Charles Freeman, ein Mitglied der „Second Advent Congregation“, ist jüngst durch das häufige Besuchen von GlaubenS-erweckuugs - Versammlungen (revival meetings) wahnsinnig geworden. Vor einer Woche erklärte er, er hätte eine merkwürdige Vision gehabt und seitdem weder gegessen noch geschlafen. Er erklärte, Gott hätte ihm befohlen, seine etwa fünfjährige Tochter Edith zu opfern, welche in drei Tagen wieder auferstehen würde. Er ergriff sie am Donnerstag, spießte sie mit dem Messer auf einen als Altar improvisierten Tisch und goß das Blut der Getödteteu auf dem „Altäre" aus. Dann trieb er seine Familie aus dem Hanse und verbarricadierte dessen Thüreu und Fenster. Da er gut mit Waffen versehen ist, drohte er jeden zu tobten, der sich ihm nähern würde. So wartet er die Auferstehung am Sonntag ab. Die Behörden treffen Anstalten für eine Belagerung des Hauses Freemans, aber der Mörder ist noch nicht ergriffen worden." LoKal-undprovttyial-Angelegenheiten. — (Perfonalnachricht.) Die oberösterreichische Landwirthschafts-Gescllschaft hat den Herrn Statthalter N. v. W i d m a n n zum Ehrenmitglieds ernannt. — (Der Landesausschuß für Krain) hat dem Centralausfchusse der Landwirthschafts-Gesellschaft für Krain den Barbetrag von 100 fl. zur Vertheilung von Prämien für die Vertilgung aller der Landwirthschast und Obstkultur schädlichen Schmetterlinge, Käser und Würmer zur Verfügung gestellt. Die in Krain bestehenden landwirtschaftlichen Filialen, Pfarrämter, Bezirks- und Ortsschul-räthe, Gemeinden u. a. wurden ringelnden, die Bevölkerung, in erster Reihe die Schuljugend, zur Vertilgung schädlicher Insekten aufzufordern. — (Raubmord?) In Laibach verleben wir eine Unglückswoche. Gestern abends entfernte sich, wie uns aus unterrichteter Quelle mitgetheilt toird, der 50jährige Schuhmacher Alois Holz-Jiantt aus feiüer Wohnung in Unterschischka zu dein Zwecke, um seine nach Liebesabenteuern lech-jende Tochter aufzufucheu. Heute morgens wurde der genannte Schuhmacher in dem längs der Tricstcr» ftrnjje, hinter dem Garten des Frauenklosters, gegen das Gasthaus „zum Tiroler" auslaufenden Theile der Lattermamisallee (in der sogenannten „Seufzerallee") , in der Nähe der Verzehrungssteuer-Einhebershütte. im Sterben liegend aufgefunden. Kopf Und Hals des Holzmann trugen angeblich vier absolut tödtliche, mit einem Säbel oder Faschinenmesser, Möglicherweise auch mit einer scharfen eisernen Stichschaufel beigebrachte Hieb- und Schnittwunden. In der Nähe der Fundstelle lag ein leeres Geldtäschchen; auch wird die Sackuhr und der Fingerring des Holzmann vermißt. — (Die Handelskammer für Krain) hielt gestern nachmittags eine Sitzung ab. Präsident Dreo erstattete Bericht über den Empfang der Deputation der österreichischen Kammern aus Anlaß der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten und schloß leine Mittheilung mit einem dreimaligen „Hoch" auf Allerhöchstdiefelben und die gestimmte kaiserliche Familie, in welches die Kammer mit Begeisterung einstimmte. Er theilte weiters mit, daß der Herr Handelsminister die Vertreter der Kammern empfing. Die Kammer nahm die zur Kenntnis gebrachten Aenßernngen des Herrn Handelsministers mit Befriedigung zur Kenntnis und faßte sodann, zur Tagesordnung übergehend, folgende Beschlüsse: a) die Petitionen der Bierindustriellen um vollständige Steuerrückvergütung für das exportierte Bier, und b) die Petition der Lederindustriellen um Aufstellung einer eigenen Tarifpost für Leder amerikanischer Provenienz bei dem k. k. Handelsministerium zu unterstützen; c) das Gesuch um Erlassung der Anordnung, daß der Eilzug in Rakek anhalte und daß Lokalzüge zwischen St. Peter und Laibach, oder wenigstens zwischen Adelsberg und Laibach eingeführt werden, bei der Generaldireetion der k. k. privilegierten Südbahn wärmstens zu befürworten; d) sich gegen die Ertheilung der Cou-cession für zwei Jahr- und Viehmärkte an die Ortschaft NadleSk auszusprechen; und e) ein Pro-memoria an die Generaldireetion der k. k. priv. Südbahn inbetreff der Tarifverhältnisse auf Getreide und Mehl zu richten. Schließlich sprach über Antrag des Vizepräsidenten Carl Luckmann die Kammer dem Präsidenten für die würdige Vertretung den verbindlichsten Dank ans. — (Für hervorragende Dienstleistungen) während der Oceupations-Operationen in Bosnien und in der Herzegowina hat der Kaiser nachträglich folgende Deeorationen verliehen: den Orden der eisernen Krone dritter Klasse mit der Kriegsdeeoration: dem Obersten Carl Polz Edlen v. Rnttersheim, Kommandanten des Jnf.-Reg. Nr. 52; — das Militärverdienstkreuz mit der Kriegsdecora-tion: den, Hauptmann Hubert Gelinek des 25. Jägerbataillons; — das goldene Verdienstkreuz mit der Krone: dem Verpflegsossicial erster Klasse Maximilian Raab von Raabenau; — die silberne Tapferkeitsmedaille zweiter Klasse: den Zugsführern Hugo Pistjez und Alois Mendasch, den Geschütz-vormeistern Ignaz Hirsch, Gottfried Schwarz und Josef Löscht), dem Unterkanonier Franjo Ciol, sämmtliche des 12. Artillerieregiments. — Die Allerhöchste belobende Anerkennung wurde ausgesprochen: dem Oberlieutenant in der Reserve Heinrich Fabriotti des Infanterieregiments Freiherr v. Kuhn Nr. 17, dem Oberlieutenant Friedrich Wohlsart-städten und dem Lieutenant Mladeu Stoisavljeviö des 12. Ärtillerieregiments. — (Ans dem Konzertsaale.) Die dreizehnjährige, einer bekannten Laibacher Familie an« gehörige Pianistin Valentine K a r i n g e r legte bereits im landschaftlichen Theater, im Casinovereinssaale und in den Lokalitäten des slovenischen Musikvereines Proben ihres Talentes und Fleißes ab, sie wollte auch einmal im großen Konzertsaale debütieren. Dieses Projekt fand jedoch in Kreisen der Musiklehrerschaft der philharmonischen Gesellschaft keine sympathische Aufnahme; die jugendliche Pianistin rief Musikkräfte aus dem slovenischen Lager zu Hilfe, und eine solche wurde dem heimatlichen, hervorragenden Talente dort bereitwilligst zutheil, der in Krain begüterte Opernsänger Herr Gerbte, Mitglied der Agramer Oper, und der mit kräftigen, wohlklingenden Stimmen bestellte und unter Leitung des magistratlichen Kassebeamten Herrn Valenta präzis und effektvoll auftretende Männerchor des slovenischen Gesangvereines leisteten der Debütantin freundliche Assistenz. Valentine Karinger spielte Kompositionen von Mendelssohn, Chopin, Heller und Raff. Die spärlich anwesenoe Zuhörerschaft war Zeuge des seltenen Talentes und der bewunderungswürdigen Fingerfertigkeit der Debütantin. Es wird nun Aufgabe der Mutter der mit reichem Beifall bedachten Debütantin sein, der jungen Valentine «n einem Konservatorium die hohe Klavierschule absolvieren zu lassen. Die Debütantin besitzt noch lange nicht jenen Fond musikalischen Kennens und Wissens, um derzeit schon aus demselben Kapital schlagen zu können; die Devise Valentinens laute auch weiter: „Lernen!" — Herr Gerbic bewährte sich im gestrigen Konzerte neuerlich als eminenter Opern» und Liedersänger. Reizend schön sang Herr Gerbic da- Schubert'sche Lied: „Der Neugierige." Der werthe Gast erntete lebhaften Beifall. — (Viehmarkt.) Der gestrige Monats-Viehmarkt verlief bei dem Umstande, als vor kurzem in Laibach ein Jahrmarkt abgehalten wurde, sehr flau, der Viehauftrieb beschränkte sich im ganzen auf nahezu 200 Stück. — (Das patriotische Hilfsvereinswesen) soll ohne Verzug einer entsprechenden, auf Einheit und Gleichmäßigkeit abzielenden Reorganisation unterzogen werden. Vor einigen Tagen war in Wien eine von der Regierung einberufene Enquete zur Berathung und Feststellung der Grund- sätze für die einheitliche Organisierung des „freiwilligen patriotischen HilfsvereinSwesens" im Frieden und im Kriege versammelt. Minister v. Stremayr begrüßte als Vorsitzender der Ministerkonferenz die Enquete im Namen der Regierung und dankte den anwesenden Damen uud Herren aus allen Königreichen und Ländern der diesseitigen Reichshälfte für ihr bereitwilliges Erscheinen. Den Vorsitz in sachlicher Beziehung führte der LandesvertheidiguugS-Minister Generalmajor Baron Horst. Der Kaiser und die Kaiserin werden voraussichtlich das Pro-tectorat über den Bund aller österreichischen patriotischen Hilfsvereine übernehmen. Die Filiale Krain war durch Herrn Richard Mayer aus Laibach vertreten. Gegenstand der Berathungen und Beschlußfassungen waren folgende Punkte: 1.) Thätigkeit der Hilfsvereine überhaupt; 2.) Organisierung deS österreichischen Hilfsvereinswesens; 3.) und 4.) Organisierung der Frauen- und Männer-Hilssvereine; 5.) Bildung eines österreichischen Hilfsvereins-Cen-tralfoudes; 6.) Vertretung auf dem Kriegsschauplatz? ; 7.) das Abzeichen und 8.) das kaiserliche Pro« tectorat. — ( Beschleunigung der Grundsteuer-Regulierungsarbeiten.) Die Arbeiten der Grundsteuer-Regulierungskommissionen sollen, wie die „N. fr. Presse" vernimmt, noch im Laufe dieses Jahres vollständig beendigt werden. Es sollen zur Durchführung dieser wahrhaft großen und schwierigen Aufgabe alle Anstalten und Maßnahmen bereits getroffen sein. Bis zum August des JahreS 1879 wird die Reambulierung in allen Kronläu-dern vollendet, und bis zum Spätherbst dieses Jahres wird das ganze Einschätzungswerk vollbracht sein. Als eine Bestätigung dieser Nachricht und als eine Bürgschaft dafür, daß es der Regierung ernstlich um die rascheste Durchführung der Arbeit zu thun ist, kann die Nachricht gelten, daß bereits die Miethlokalitäten für die verschiedenen Kommissionen und Beamten für den Herbst gekündigt wurden. Endlich ist also Aussicht vorhanden, daß die Regulierungsarbeit, die zehn Jahre gewährt und über 22 Millionen Gulden gekostet hat, auch ihren Abschluß findet. Wenn dieses Ziel erreicht werden könnte, so würde der Termin, welcher durch die jüngste Novelle für die Einschätzung eingeräumt wurde, um ein Jahr abgekürzt werden, und schon dieser Umstand muß als ein für die Staatsfinanzen außerordentlich vorteilhafter bezeichnet werden. Hoffentlich wird die Regierung bei ihrem Vorhaben die größtmögliche Unterstützung Vonseite der Steuerträger finden, welche ja selbst ein Interesse daran haben, durch eine Steuerreform eine gerechtere Verkeilung der Last zu ermöglichen. Der Kampf gegen die Grundsteuer-Regulierung ist jetzt, da sie unaufhaltsam fortschreitet, unsinnig. Es kann sich auch für die Gegner derselben nicht mehr darum handeln, sie zu vereiteln, sondern nur darum, daß sie gut und gerecht dmchgesührt werde. — (Zur Konstatierung der Lage.) Die Gerichte in Steiermark bewilligten im April l. I. 271 Executive Realitätenticrfteigerungen, u. z. 21 behufs Einbringung laufender Steuerrückstände. — (Von der Südbahn.) Die Verkehrsunterbrechung, welche durch Ueberschwemmung auf der Linie Nenstadt-Kanischa herbeigeführt wurde, ist durch Aufgebot aller Mittel so weit beseitigt, daß zwischen Kanischa und Oedenburg der Personenverkehr am 8. d. wieder, obschon auf einen Zug in jeder Richtung beschränkt und mit zweimaligem Umsteigen an den meistbeschädigten Bahnstellen, ausgenommen werden konnte. In der Strecke Neustadt-Oedenburg findet der Verkehr aller fahrplanmäßigen Züge ohne Hindernis statt. — Die ebenfalls unterbrochene Strecke Kanischa-Zakany dürfte ebenfalls gestern für den Personenverkehr wieder eröffnet worden sein. — (Ans der Handelswelt.) Gegenwärtig finden in Triest Verhandlungen über die Frage betreffend die Errichtung von Lagerhäusern statt. In der ersten Kommissionssitzung stan- den folgende drei Punkte auf der Tagesordnung: 1.) Welche Warengattungen in die Magazine auf-zunehiiicn (beziehungsweise, welche von denselben auszuschließen) sein werden; 2.) wie groß die mnth-rnaßliche jährliche Verkehrsbewegung jeder einzelnen Warengruppe sein dürste, und 3.) welchen Lagerraum und welche Lagerzeit für je 100 Kilo derselben in Aussicht zu nehmen sein dürften. Die Kommission gelangte zu keinem definitiven Resultate, weil noch mancherlei Erhebungen zu pflegen und Experten beizuziehen sind. Witterung. Laibach, 9. Mai. Angenehmer Tag mit wechselnder Bewölkung, schwacher SO. Wärme: morgens 7 Uhr + 10-3°, nachmittags 2 Uhr + 17-8" C. (1878 + 17 0“; 1877 + 16 8° C.) Barometer im Fallen, 727 62 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 13 7°, um ll* über dem Normale; der gestrige Niederschlag 3'60 Millimeter Regen. Angekommene Fremde am 8. Mai. Hotel Stadt Wie». Maxinovii', Kfm., Agram. — Stein, Fritsche, Frisch, Entremont, 6Die und Blnth, Kauftente, Wien. — Fink, Hoflieferant, Graz. — Chon, Fabrikant, Wörlitz. — v. Brunswik, k. k. Lieutenant. — Pegger, Linz. — Urbantschitsch, Höflein. — Seu, k. k. Bezirks-richter, Tschernembl. — Berzar, Budapest. Hotel Elefant. Sapla, Kfm., Sturia. — Ulmar Lazar, Geschästsreis., Mähren. — Garzarolli, Senosctsch. — Abel, Kfm., Wien. — Kastrenz, k. k. Lieutenant, Rudolfswerth. Kaiser von Oesterreich. Jfer, Handelsm, Reichdorf. Verstorbene. Den 8. Mai. Camella Cargnelli, 6 I., Photo- graphen-Gefchäftsleiters-Tschter, Aemonastraße Nr. 10 Diphtheritis. — Rudolf DraZil, Buchbindergchilfe, 18 I' Kastellgafse Nr. 6, Lungentuberkulose. — Helena Widmahcr, Arbeitersgattin, 44 I., Hradeckhoorf Nr. 19, Herzfchlag. I m k. k. G a r n i f o n s f p i t a l c: Den 7. Mai. Franz Zidar, Patrouilleführer des 38. Jägerbataillons, Bauchtyphus. Ein im besten Bauzustande befindliches mit einer ücmdftmg, am frequentesten Platze einer größeren Provinzstadt Krams, wird wegen Familicnverhältnissen aus freier Hand verkauft. Auf frankierte Anfragen das Nähere in der Administration dieser Blattes. (224) 3-1 Wiener Börse vom 8. Mai. Papierreme .... Eilberrente . . . . «Soldrente........... Staat-lose, 1854. . * 1860. . * 1860(5trl „ 1864. . flmniUnttuIhngs- Obkigatioae«. Galizien............. Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . Ungarn .............. Andere üffentliAe UnfeBcn. Wiener Anlehen . Adieu v. Aonfcen. Kreditanstalt f.H.u.G EScompte-Ges.,n.ö. Nationalbank. . . . Unternehmungen. «lföld-Babn .... Donau - Dampfschiff «ölisabeth-Weftbahn FerdinandS-Nordb. Franz-Iosevh-Bahn Galiz. Karl-Lndwigb Lemberg - Czernowitz Lloyd-Gesellschaft . Geld Ware Geld 67 05 67 45 79*35 67 15 67-50 79-40 Nordwestbahn .... Rudolfs-Bahn .... 126 50 131-50 266 25 77 50 124-75 117 25 117-75 12.V6C 180-50 162— 125-75 131 — 162 25 Ung. Nordostbahn . . Pfandbriefe. Bodenlreditanstall 114 75 99 25 100-3«# 98-25 89 50 82— 81 75 86'— 89-75 in österr. Währ. . . Nationaldank 82 50 82 25 86 75 Ungar. Bodenkredit- . Priorilälf-#Kig. 110'— 10275 114 75 110-50 103— 115— Elisabethdahn. 1.4m. gerd.-Nordb.i. Silber Fran,-Joseph-Bahn. Galiz.A-üudwigb.I.E. Oe st. Nordwest-Bahn Siebendürger Bahn . SlaatSdab», l. 6m. . Süddahn A 3 Per». » 5 „ • ■ 95— 103 50 92-50 102-75 93*75 72 — 166— 119 75 103 30 L62 50 820— 262 75 822 - Pricoliof«. 173.— RudolsSstistung. . . . 17 — ‘Seciftn. . 129-75 130 25 117 30 570— . 179 50 . 2222 . 140-50 571 — 180 50 2225 141 — ®«tdforl«D. 5-55 . 236— . 133— . 649— 236 50 133 25 650 — 20 Francs 100 d. Reichsmark . . Silber 9-37*A 57 75 100— War, 127— 13250 266-75 78— 125 25 115 — 9» 50 100-40 9875 95 25 104— 92 75 103.— 94'— 72*25 16650 119-75 103*50 173*50 17 25 117 40 5'56 9 38 57 80 io#-— Telegrafischer Kursbericht am 9. Mai. Papier-Rente 66 75. — Silber-Rente 67 30. — vold-Rcntc 79-10. - 1860er Staats-Anlehen 125 25. - Bank-aetien 822. — Kreditactien 260 75. — London 117-50. — Silber —. — K. k. Münzdukaten 5-54. — 20-Francs» Stücke 9-381/,. — 100 Reichsmark 57-80. Gedenktafel über die am 14. Mai 1879 stattfindenden Li-citatiouen. 1. Feilb., Luuka'sche Real., Zerovuica, BG. Loitsch. — 1. Feilb., KraZovie'sche Real., Mlaka, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Opeka'sche Real., Zirkniz, BG. Loitsch. — 2. Feilb., Stenlbov'sche Rechte, Brnuudorf, BG. Laibach. — 1. Feilb., Mufcc'fchc Real., Eeviea, BG. Loitsch. — Relic. Kodric'scher Real, ad Thurn-amhart, BG. Landstraß. — 1. Feilb., Herzog'sche Real., Loke, BG. Gnrkfeld. — 1. Feilb., iLmagole'fche Real., Dule, BG. Gurkfeld. — 1. Feilb, Kobak'fchc Real., Grahovo, BG. Loitsch. — 1. Feilb., Mikse'sche Real., Zirkniz, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Maüek'sche Real., Brod,BG.Loitsch.— I. Feilb, Zkos'sche Real., Niederdorf, BG. Loitsch. — 3. Feilb., Furlau'fche Real., Slap, BG. Wippach. — 3. Feilb., Pregl-sche Real., Sturja, BG. Wippach. Speifcri- UUd SSetmuße-Snnfe für Gastwirthc, elegant ausgestattet, stets vor-räthig bei Kleinraayr & Bamberg. 4 empfiehlt der ergebenst Gefertigte sein wohlassorticrtcs Lager von Sonnenschirmen neuester Fayon in allen Stoffgattuugeu zu billigsten Preisen; ferner #()m?m| (aus der Ratschacher Papierfabrik) zu beziehen. (214) 4—3 Von dem herbsten Ereignis tief gebeugt danke ich aus vollstem Herzen der hohen Generalität und dem löbl. k. k. Offizierskorps für die ehrenvolle Begleitung px letzten Friedensstätte meines geliebten, unglücklichen Gatten. «Scanne (ÜMtlitli geb. Neckermann, f. k. Rittmeisters-Witwe. Laibach am 9. Mai 1879. Aufträge für die Mörse tniert zu den eoulautesten Bedingungen das Börse-Kommissionsgeschäft J. E. Kaniiz, Wien, Wipplingerstraße Nr. 15 (vis-a-vis der Börse). (223) 5—1 Hauptgewinn ev. 400,000 Mk. GMsaiizeie. Die Gewinne garantiert der Staat. Einladung zur Betheiligung an den C*e wlii n-C1 li u n ven der vom Staate Hamburg garantierten'grossen Geldlotterie, ln welcher Uber 8 Millionen 200,000 Mark sicher gewonnen werden mfteiseii. Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plangemäss nur 86,000 Lose enthält, sind folgende, nämlich: Der grössto Gewinn ist ov. 400,000 M GGew.zu 4000 Mark „ 71 ” 3000 „ 217 „ 2000 w 2 1500 yj 2 „ n 1200 „ 531 1000 673 500 „ 950 v 300 „ 65 200 „ 100 v 150 24650 138 „ 1400 M 124 70 100 „ 7300 G. a 94 u. 67 7850 G. ä 40 u. 20 Prämio 250,(»00 Mark 1 Gew. zu 130,000 100,000 60,000 30.000 40.000 30.000 25.000 20.000 15.000 12.000 10,000 8000 6000 3000 und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur Mtelieren Entscheidung. Die erste Gewinnziehung ist amtlich festgestellt, und kostet hierzu das ganze Originallos nur 3 fl. 40 kr., das halbe Originallos nur 1 fl. 70 kr., das viertel Onginallos nur — fl. 85 kr., und werden diese vom Staate garantierten Oriainal-Lose (keine verbotenen Promessen) gegen frankierte Einsendung des Betrages selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. •Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Originallose auch den mit dem Staatswappen versehenen Originalplan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. (205) 12—5 Die AiszaMig und VsmMiii der Gew Im- irplfjpp erfolgt von mir direkt an die Interessenten ‘ prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte machen. Man wende sich daher mit den Aufträgen der nahe bevorstehenden Ziehung halber bis zum 15. Mai d. J. vertrauensvoll an Samuel Hecksdkcr scn., Hanquier und Wcclisel-Comptoir in Hamburg. Druck hott J„. v. Klcinmciyr & gf c k. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.