Nr. 297. Montag. 2 8. Dezember 1908. 12-?. Jahrgang Mbacher Mum Pr«NUMtr»ri ^m!» und .sexrtllgr. Die «b»0« wurde in der l. t. Hof- und Staats, druckerei das <^XX. ötück deS Reichsgesetzblattes in driltscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 25!. Dezember IW8 wurde in der k. k. Hof. und Staats» druclerei daS C!X1X. Stück der italienischen Ausgabe des Reichs» gesetzblattes des Jahrganges 1!»08 ausgegeben und versendet. Nuch dem Amtsblatlc zur «Wiener Zeitung» vom ^3. De« zembcr 1lX»8 Nr. ^l'n) wurde die Wcitervcrbreiluug folgender Preßcrzeuguisse verboten: Nr. !i0^ «Vic>«s>»ky Nnuuik, vom 18. Dezember 190«. Nr ^9 «!.' ^Itn ^(li^o. vom l?./I«. Dezember 1W8. Nr. i^0 «55z«M? ^kuiLlcä» vom 15». Dezember 1WX. Nr, 6 «ii^cj^ll«; ^pizwl^. vom 16. Dezember 1!M. Nr. !?4 «Ü«8c»piu ^!o8li^lw üi«e» zembcr 1908.^ Nr, 5 <<3si«l8t,ll» vom 15. Dezember 1W8. Nr. ni «^«N8ic/ I^ist,. vom 17. Dezember 1W«. Nr, 4 s>. Nr. 100 «Deutsche Lcipaer Zeitung» vom 19. Dez, 190A. «heiteres, frei nach dein ,(',! v!»8<. Politische Wirren am Neptun.» Herausgeber und Verleger M. Iolsch, Druck von Georg Adler, beide in Eger. MchwmMcher Heil^" Politische Vereine in der Türkei. Aus Konstall liilopel qohon der „Pul. Korr." über die gegenwärtig in der Türkei bestehenden politischen Vereine folgende Mitteilungen zu: Das Koinitee für Einheit und Fortschritt („Ittiad ve Terrati Dschenlieti"), der einflußreichste dieser Vereine, als dessen Wert die Einführung des liberalen Regimes zu betrachten ist, hatte seinen Hauptsitz in Salonichi und eine selbständige Sektion in Paris zur Verteidigung der Interessen der türtischen Völkerschaften im Auslande. Diese Sektion, welche unter der Leitung des Iungtürkenführers Achmeo Riza Bey stand, wurde vor .'l Monaten aufgehoben. Vci dem letzten Kongress den das Komitee in Salonichi abhielt, wurde beschlossen, den Hauptsitz des Vereines in Zukunft geheimzuhalten. Das Komitee hat Sektionen in fast allen Hauptorten der Türkei, darunter eine in Konstantinopel. Seine Mitglieder sind allen Nationalitäten des Reiches entnommen. Jedes Mitglied wird verhalten, einen Eid abzulegen, mit welchem es sich verpflichtet, jede Aufgabe zu erfüllen, die ihm vom Haupttomitec zugewiesen wird. Das Komitee hat keinen Präsidenten. Das «Komitee der Entschlossenen („Fcdakiaran Tschemicti), das sich auch jungtürkisches Komitee nennt, hat seinen Sitz in Konstantinopel und nir-gendsonst in der Türkei Sektionen. Die Zahl seiner Mitglieder, die über das ganze Neich zerstreut sind, wird auf ungefähr 5il).l)0l» geschätzi, von denen sich ill >lonstantinopel etwa 15.000 bis 13.000 befinden. Seine Mitglieder verpflichten sich durch einen Eid, selbst mit ihrem Vlute die liberalen Institutionen zu verteidigen und die schlechte Verwaltung gleich dem türkischen Komitee sür Einheit und Fortschritt zu bekämpfen. Die meisten Mitglieder dieses Komitees sind frühere Politisch Verurteilte, ferner Zivil- und Militärbeamte. Vei der Aufnahme der Mitglieder wird auf nationalen oder Neligions-unterschied keine Rücksicht genommen. Das jungtürkische Komitee hat gleichfalls leinen Präsidenten. Das täglich erscheinende Komiteeorgan „Hukul Umumie" wird voll Dr. Ali Saib Vey geleitet, der seine Studien in Paris zurückgelegt hat. Das kurdische Komitee für gegenseitige Unterstützung und Fortschritt („Kurd Taavunc ve Tcr-raki Dschemieti") hat seinen Sitz in Konstantinopel und Sektionen in Seham, Bagdad, Hekiari, Diar- bctir, Van, Vayazid, Erzerum, Sulcimanie, Er-zindschan und es ist im Begriffe, überall im Reiche, wo Kurden angesiedelt sind, Sektionen zu errichten. Die Mitglieder rekrutieren sich sowohl aus der kurdischen, wie der christlichen (armenischen, chaldäi-schen usw.) Bevölkerung der erwähnten Orte. Der Zweck des Komitees ist die Verbreitung und Pflege der Brüderlichkeit unter den verschiedenen Stämmen, welche Kurdistan bewohnen, insbesondere zwischen Kurden und Armeniern, ferner die Förderung des Unterrichtswesens. Das Komitee entsendet gemischte Kommissionen an verschiedene Orte, um die Streitigkeiten zwischen Kurden und Armeniern zu schlichten und die Jahrhunderte alten Gehässigkeiten, die zwischen den kurdischen Stämmen bestehen, zu unterdrücken. Nach Art der erstgenannten Komitees hat auch das kurdische Komitee einen Vcr-Waltung5rat, welcher von dem Präsidenten Seid Abdulkader Esfendi (einem Sohne des verstorbenen Seid Ubedullah) geleitet wird, der nach dem In» trafttreten der Verfassung aus Mekka, wohin er verbannt worden war, nach Konstantinopcl zurückgekehrt ist. Unter den hervorragenderen Mitgliedern dieses Verwaliungsrates befinden sich der General Zultufe Pascha, ein Schwiegersohn des Sultans, der General Vussuf Pascha, der gewesene Mutessarif Mustafa Zihni Pascha aus der berühmten kurdischen Familie der Vaban, der Redakteur des Journals „Tanin", Hatti Bey, und sein Bruder Hikmet Bey, der sich durch acht Jahre in Europa aufgehalten hat, und der gewesene Vali von Adana, Bahar Pascha. Alle kurdischen Stämme treten nach und nach dein Komitee bei. Der Stamm Serdschelu im Vilajet Mossul, der ungefähr :l0.000 Seelen zählt, hat sich ihm vollzählig angeschlossen. Das Komitee verpflichtet die Häuptlinge der Stämme, den Eid der Treue für die Verfassung und das Vaterland zu schwören. Es besitzt ein Wochenblatt „Kurd", das in türkischer und kurdischer Sprache geschrieben ist. lSchluß folgt.) Feuilleton. Ihr Ideal. Novelette vuu M. 'ßliic'rn. (Nachdruck l'cllwts»,) Herr Justizrat und Notar Riard Bardo ging raschen Schrittes durch das Zimmer, in dein die Schreiber beschäftigt waren; er grüf;te nur mit einem kurzen Nicken und sah keinen der drei jungen Leuie dabei an. Auf dein sonst so heiteren Gesicht des Herrn Notars lag all dem Morgen eine schwere Wolke des Unmutes, und als die Tür sich hinter seinem Privaizimmer mit kurzem Ruck ge-schlosseu hatte, sahen sich seine Untergebenen denn auch ganz erstaunt an. „Was mag er nur haben?" „Er ist doch sollst immer sreundlich, immer sanft und geduldig. Was ist ihm wohl Passiert?" Nur der Vorsteher des Bureaus, Alfred Sanin, mischte sich nicht ill die Unterhaltnna,: er war ganz blas; geworden und neigte sich über seine Papiere; er wußte, worauf die sichtbare Verstimmung des Ehefs zurückzuführen sein tonnte, wußte, daß eben diese Verstimmung für ihn die Verstimmung all seiner Hoffnungen bedeute. Freilich war er eigentlich aus so etwas gefaßt gewesen, und zwar seit er gerade auf Dräilgen des Herrn Iustizrates sein Geheimnis preisgegeben. Schon hatte er geglaubt, die zweimal rasch hin-. tereinander ertönende Klingel zu hören, als Zeichen, daß ihn der Instizral ill seinem Privatbureau erwarte, damit er dann dort die Entscheidung nber sein Schicksal in seiner ganzen Trostlosigkeit erfahre. Und richtig, da ertönte die Klingel zweimal rasch hintereinander. Herr Notar Bardo lehnte in seinem Arbeits» stuhl, schlaff hingen die Anne herab, und mit mutlosem Blick sah er um sich. So lange hatte er, dem Bücherregal gegenüber, mit all den Aktenstößen um sich herum, an seinem Schreibtisch mit dein alten, befleckten Tintenfaß, mit den vom Gebrauch abgenutzten Sachen, die Zukunft in den rosigsten Farben sich ausgemalt! Und nun sollten all diese schöneil Hoffnungeil durch die Launen eines Kindes erbarmungslos zugrunde gehen! Fräulein Susanne Bardo erteilte Herrn Alfred Sanin, dem Bureallvorsteher ihres Vaters, einen Korb! Und es kostete Herrn Vardo eine ordentliche Anstrengung, durch das Klingelzeichen den jungen Mann zu sich zu berufen, und als er niedergeschlagen, mit blassem Gesicht vor ihm stand, da meinte er mit traurigem Tonfall: „Armer Junge — die Kleine ist ganz voll Sinnen!" „Sie sagt ,Nein'?" „Ach, Wenn's nur das wäre!" Alfred Sanin riß die Augen weit auf. Was konnte es denn noch Schlimmeres geben als dies „Nein"?! Rivalen hatte er nicht zu befürchten, kannte er doch alle jungen Lente in der ganz kleinen Stadt, in der Herr Vardo der einzige Rechtsbei-sland war. Nein! Kein einziger konnte auf die kleine weiße Hand von Fräulein Sufanne Anspruch erheben. Er selbst würde es nie gewagt haben, seine Augen auf Fräulein Susanne zu richten, wenn sein Ehef ihn nicht selbst dazu ermutigt hätte, und Su- sanne hatte ihn am Abend zuvor auch so freundlich angesehen, daß er denn schließlich das entscheidende Wort gewagt hatte. Ganz still war es in dein Arbeitszimmer, wo die beiden Männer waren, so still, daß man deutlich das Summen einer Fliege hörte, die sich in einem Spinngewebe gefangen hatte. Und Alfred Sanin dachte, daß er der armen Fliege gleiche, die nie wieder freikomme und gleich der er sich von seiner großen, heißen Liebe zu Sufanne nicht würde befreien können. Aber Fräulein Vardo war so hübsch und so fein, sie konnte freilich wählen, und aus dieser Gedankenkctte heraus sagte der junge Mann ganz laut: „Es wundert mich nicht." Der Justizrat schien Plötzlich aus einem Traun« zu erwachen. Ganz erstaunt fragte er: „Was wundert dich nicht, Sanin?" „Daß sie mich nicht will." „So! Und warum denn in aller Welt? Warum? Vielleicht, weil dein Vater mein bester Freund war? Weil ich dich wie einen Sohn liebe und du mal mein Nachfolger im Amte werden follst?" „Ich gefalle ihr eben nicht," sagte Alfred leise. „Du mußt ihr aber gefallen: bist praktisch, hast ein kleines Vermögen, das' sich vermehren wird, da du sparsam bist, und, was bei den Mädchen nun einmal mitspricht, du bist ein hübsches Kcrlchen. Nein! Susanne hat bei ihrem ,Nein' durchaus keinen Grund, der sich indirekt auf dich bezieht. Aber, ich hab's dir ja scholl gesagt, sie ist ganz von Sinnen, denn sie bildet sich ein, verliebt zu sein!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 297.___________________________________2784____________________________ 28. Dezember 1908. Politische Uebersicht. Laibach, 24. Dezembber, Die „Osterreichische Vollszenung" bemertt in einer Besprechung der Militärfragc: Grundstürzcndc Änderungen in der Organisation des Heeres bedürfen der Einwilligung der diesseitigen Rcichshälfte. Bis Osterreich einmal die militärischen Konzessionen genau kennt, wird es sich entscheiden. Früher darf es keine Entscheidung geben. Das ist die Auffassung der östcr» reichischen kreise. — Die „Reichspust" erklart, Dr. We« lerle habe sich bei seiner Anwesenheit in Wien überzeu-geu müssen, daß die „erfüllbaren" Wünsche, oon denen der Herr Reichslriegsminister gesprochen hat, doch nicht erfüllbar seien. Man werde hier und in Ungarn end» lich zur Erkenntnis kommen müssen, daß man sich im österreichischen Parlamente verrechnet hat. In der Ver» teidiguilg der Heeres» und Neichseinheit kann das östcr» rcichische Parlament eine Plattform gewinnen, von der es selbst Impulse neuer Kraft und stärkerer Einigkeit empfinge. Aus Sarajevo wird gemeldet: Angesichts der Er» folge der seit längerer Zeit bestehenden landwirtschaft» lichen Nczirtsgenossenschaftcn in Bugojuo, Derveut, Lwno und kladanj dringt die Erkenntnis von der hohen Bedeutung dieser Institutionen für die Förderung der wirtschaftlichen Verhältnisse in immer breitere Schich-ten der landwirtschaftlichen Bevölkerung nnd schreitet die Gründung derselben in letzter Zeit in sehr erfreu» licher Weise fort. So wurden im letzten Halbjahre neun solcher Genossenschaften neu errichtet, und zwar in den Bezirken: Lnpanjac, Fo^a, Biha<5, Srebrenica, Zvor» nik, Dolnja Tnzla, Sanstimost, Prozor und Vlasenica. Es steht zu erwarten, daß in Kürze diese Genossenschaf, ten in ganz Bosnien Verbreitung gefunden haben wer» den. Aus Petersburg wird berichtet: In der Veurtei» lung der durch die Ballankrisc hervorgerufenen inter» nationalen Lage seitens der russischen Diplomatie hat eine ruhigere Auffassung Platz gegriffen. Man hat den Eindruck, daß die Auseinandersetzung über die Balkan» fragen nunmehr in Bahnen gelenkt worden ist, in welchen die bestehenden Gegensätze gemildert erscheinen, und man betrachtet es als einen glücklichen Erfolg, daß es auf diese Weise gelungen ist, die nicht geringen Schwierigkeiten abzuschwächen, welche der allgemeinen Situation in Europa eine Zeit lang einen ernsten Charakter aufgeprägt hatten. Es wird auch die Ülier» zeugung gehegt, daß die Auseinandersetzung zwischen den Mächten von keiner Seite durch eine den Frie» den am Balkan gefährdende Altion gestört werden wird. — In der persischen Angelegenheit haben die letzten Nachrichten mindestens nichts beunruhigendes angeknn» digt. Als günstiges StMptom darf angesehen werden, daß eine große Karawane von Urmia über Täbris in Djulfa'dieser Tage, ohne irgend eine Behelligung zu erfahren, eingetroffen ist. Auch der Verkehr der russischen Posten nach Persien gehl ungehindert von» statten. Der russische Oberst des Gcneralstabes Lijalov, der zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung, wie zum Schutze der Europäer in Teheran mit einem im Verhältnis sehr geringen militärischen Aufgebot iu an- eilcnnenswerler Weise gewirkt hat und das volle Ver» trauen des Schahs besitzt, dürfte nicht mehr lange in Persien verweilen, sundern zu anderweitiger dienst-licher Verwendung nach Nußland zurückkehren. Tagesneuigteiten. — iDie Rache der Toten.) Auf originelle Weise hat die in Höllenstein bei Ravelsbach verstorbene 64» jährige lcdige Anna Weidlinger an einer Feindin Rache genominen. Die Weidlinger lebte seil jeher mit der Frau des dortigen Kirchendieners Franz Wenzelis in erbitterter Feindschaft. Nach ihrem Tode fand man in einem Slrohsacte einen Betrag von mehreren tausend Kronen und ein Schreiben, in welchem die verstoroene Weidlinger den Kirchendiener Franz Nenzelis zum Universalerben unter der Bedingung bestimmt, daß er sich von seiner Frau, mit der er bereits sechzehn Jahre ill glücklicher Ehe lebte, scheiden lasse. Die Entscheidung des Wenzelis ist bisher noch nicht bekannt gewordeil. — jl5iomwellö Kopf.) Aus London wird gemeldet: Horace Wilkinson, der Besitzer von Eromwclls Kopf, ist gestorben. Die seltsame Reliquie, die diesen turiosi» lätensammelndcn Bantier berühmt gemacht hat, war schon im Besitze seines Großvaters und soll nach ver. bürgten Nachrichten wirtlich echt sein. Wie mau er» zählt, wurde der Kops des Lordprotettors, der bei Wie» derhcrstellung des Königtums auf einer Stange der fanatischen Menge zur Schau gestellt worden war, durch einen Sturm vom Dache von Westminster Hall herab» geworfen und von einem Soldaten aufgehoben und be> wahrt. Die Familie dieses Soldaten verkaufte ihn dann an die Rüssels, nahe Freunde Eromwells, iu deren Familie die teure Reliquie blieb, bis sie schließlich Samuel Rüssel, ein verarmter Sproß dieses Geschlech» les, öffentlich sehen ließ für den Preis von zweieinhalv Schilling die Person. Rüssel verkaufte dann den Kopf an einen anderen Vudenbefitzer, und so ging er durch viele Häudc, bis ihn zuletzt Wilkinsons Großvater c-r» stand. Der Kopf, der sehr gut erhaltcn ist und auch das Zeichen der Stange ausweist, auf der er ein» gepfählt wurde, wird, in seidene Tücher gehüllt, in einem sehr alten Eichcnlastcn aufbewahrt. Natürlich haben sich auch vielfach Zweifel all der Echtheit der Reliquie geregt, dereu Geschichte einer etwas unwahr» schcinlichcn Romantik ja nicht entbehrt. — Wne fahrende Moschee.! Auf den Zügen der Hedschasbahn, die die Glänbigen nach Mekka beför» dern, soll noch in diesem Jahre eine „fahrende Moschee" eingestellt werden, ein besonderer Wagen, der völlig als Moschee eingerichtet ist nnd sogar ein kleines Mi-naret von 1:80 Vieler Höhe trägt. Kostbare Perser» »leppiche bedecken den Boden; Korallsprüche zieren die Wand, auch das Wasser für die Waschungen vor dem Gebet ist vorhanden, ja sogar die „Richtnug des Ge» betes" ist angegeben — auf einer gutcn Wandkarte. — vorden, verschwunden. Der Dunkelheit halber gab man die sofortige Verfolgung aus. Am nächsten Morgen begaben sich die beiden Nimrode auf die Suche nach dem Hasen. Schon ziemlich entfernt vom Dorse, bemerkten sie einen Hasen. Nasch wird darans losgeknallt. Aber der Hase rührt sich nicht — er ist mansetot. Bei näherer Betrachtung stellt es sich hcrans, das; man es mit dem gestrigen Ausreißer zu tun gehabt hatte, der in der Nacht verendet und — sleif gefroren war. Lolal- und Provinzial-Nlichrichten. — lVom Vcrgbaudicnstc.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Oberbergrate Joses Villek in Idrin den Titel und Charakter eines Hosrates verliehen. — iVrncnnung zum Landeöschulinspeltor.) Seine Majestät der Baiser hat den Haupllehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Klagenfnrt, Nezirlsschnl. inspeltor Johann Venda, zuin Landesschulinspeltor ernannt. Herr Laudesschuliuspeklor Nei^da wnrde dem Landesschulrate sür Kärnten znr Dienstleistung zuge» wiesen. — lVon ^^ f f Tabatfabrik in Laibach.) Seine Exzellenz der Leiter des Finanzministeriums hat den Vizcdirellor Alois Hlava<:et zum Direltor der siebenten Rangsllasse, serner die Adjnnllen Ignaz Elsner, Ernst Wlasal nnd Eduard K r a l o ch » will zu Sekretären der achten Rangsklasse ernannt. " sVcfördcrung.) Seine Exzellenz der Leiter des Ministeriums sür Cultus und Unterricht hat den Pro-fessor an der Lehrerbildungsanstalt in Laibach Anton Funtel mit der Rechtswirlsamleit vom 1. Jänner 1909 in die ?. Raugsl lasse befördert. —,-. — Ernennung im Staawbahndienste.) Der Nor. stand des k. l. Nahnbetriebsamtes Aßling, Ofsizial Viktor I e <> ln inel, wurde zum Oberoffizial ernanitt. * sPrivatlehlerinnenbildungsanstalt der Ursnliner. innen in Laibach.) Der t. k. Landesschnlrat siir Krain hat die Einführung der Unterweisung der Zöglinge des 4. Jahrganges der Privatlehrerinnenbildimgsanstall der Ursulineriunen in Laibach in der Methode des Unter» richtes laubstnmmer Kinder in einer wöchentlichen Unterrichtsstunde im 2. Semester durch Herrn Franz G r nl, Leiter der Tanbstuminenstistnngsanstalt in Laibach, genehmigend znr Kenntnis genommen. —,-. * sslus dem Vollüschnloirnste.) Der k. l. Bezirks-schulrat in Loilsch hat die bisherige Snpplentin an der Volksschule in Schwarzenberg Fräulein R^osa Jovan zur provisorischen Lehrerin aus ihrem gegenwärtigen Dienslposlen ernanilt. —r. — sDie Organisation der Landwehr.) Das Land» wchrverurdnnngsblatl verössentlichl die mit Allerhöch. ster Entschließung vom 22. d. genehmigten organischen Vestimmnngen sür die Feldartillerie der t. t. Landwehr, die sofort in Kraft treten. Darnach besteht die Fcldartil» lrrie der Landwehr ans acht Feldhanbil'.divisionen; die Die Szene trug sich folgendermaßen zu: „Gc-stattcn Euro Hoheit gnädigst", sagte Fräulein von Nietzbach, „daß ich Höchstderselben den Professor voll Muschler vorstelle!" Dieser verbesserte den Lapsus mit rascheln Flüstern gegen die schwerhörige Dame: „Nur Muschler!" „Geruhen Euer Hoheit", sagte hierauf Fräulein von Nictzbach mit Pathos, „Herr Professor von ,Nurmuschlcr'!" Ill das allseitig schallende Gelächter hinein rief der Gräfin hohe Stimme: „Und die Prinzessin?" „Prinzeß Adelheid runzelte die Stirn und sagte mit ihrer tiefen Stimme unmutig: „Ich höre immerfort Muschel!" Eine zweite Lachsalve erscholl. Im Kamin fiel ein glühender Holzscheit knisternd auseinander und jagte eine Flammensäulc zum schwarzen Rauchfnng hinaus. Der Wind heulte durch das prasselnde Fun-lemneer, als ob jemand in der Ferne um Hilfe riefe. „Ach, wie unheimlich das klingt", fcufztc Fräulein von Drosta, „gefpcnsterhaft!" „Jetzt möchten Sie wohl nicht allein durch die Galerie des alten Schlosses gehen?" fragte Fräulein von Rosen boshaft. Die kleine Hofdame fchrie förmlich auf vor Entsetzen und hielt sich die Augen zu — was allerliebst aussah. „Aber, liebe Droska —!" sagte die Gräfin halb verweisend. „Verzeihung, Er.zellcnz!" rief jene lebhaft, sich mit graziöfer Demut auf ein Knie von der Ober-hosmeisterin niederlassend und deren Hand küssend. „Aber dieser alte Flügel und — die grausigen Geschichten dazu. — Ganz gewisi, wenn der Mond in die Galeriefenster scheint." „Seien Sie kein Kind", sagte die Gräfin lächelnd. (Fortsetzung fulgi-) Friedeussormalion seht sich zusammen! ans einem Divisionsstab, zwei Feldhaubitzbalterien, einem Muui» tionspark" nnd einem Ersatzlader. — Einstellung der Ausgabe der Julnläumslorrc-spondenztarien.) Im Sinne der Verordnung des t. t. Haudelsministerinms v. 7. August I. I., Z. 4747/11. ^1. . Nr. 160, Post- und Telegraphen-Verurd. nnngsblatl Nr. 89) wird die Ausgabe der Jubiläums, lorrespoudenzkarien mit 31. Dezember l. I. eingestellt, llber den Zeitpnnkt, von welchem ab die in den Hän-den des Publikums befindlichen derartigen Karlen im postalischen Verkehre nicht mehr verwendet werden dürfen, werden weitere Weisuugeu folgen. " ^Überwachung von militärischen Objcltcn.j In letzterer Zeit hat das k. u. l. Divisionstommando eine schärfere Überwachung aller militärischer Objekte an-geordnet. Es wnrde bei dem auf dem Schloßberge bc> sindlichen Munitionsdepot ein Posten ausgeführt nnd im Schlosse ein Wachzimmer errichtet. Das Passieren der Wege bei dem Mnnitionsdepot ist bei Tage gestaltet, während dies znr Nachtzeit jedermann strengstens nntersagt ist. — sslus dem Vereine slobcnischcr Professoren) wird uns mitgeteilt: Über den Unterricht der deutschen Sprache wird Mittwoch, den 3!». d. M., um 9 Uhr vormittags im Konferenzzimmer des Ersten Staats» gymnasiums in Laibach eine Beratung stattfinden. Dazu sind alle Herren eingeladen, die das Deutsche au unseren Schulen unterrichten oder nnterrichtet haben, namentlich jene, von denen der Lehrplan fürs Deutsche begutachtet worden ist. ^ l^in Wcihnachtsfcst im Hotel „Union".) Die Leitung des Hotels „Union" veranstaltete am Christ, abende für das Hotelpersonal ein Weihnachtssest, das im sinnig ausgeschmückten kleinen Saale stattfand nnd woran die 47 Angestellten mit Herrn Hotcldirektor Govötar an der Spitze teiluahmen. Den ersten Trinkspruch brachte Herr Küchenchef Fiala aus, wor. auf Herr Direktor Guvolar die Bedeutung des Weihnachlsfestes hervorhob nnd speziell das gegensei, tige gute Einvernehmen zwischen den Angestellten nnd den Vorgesetzten betonte. Das Fest, dem sich späte: viele Hotelgäste anschlösse», verlief bei den Prodnl. lionen einer vom Herr» Ehesportier Z n p a n <- i <"- im» provisierlen Hauskapelle in fröhlicher Stimmung und fand erst in den Morgenstunden sein Ende. — ftlonzert.) Am Stephanitage abends fand im großen Saale des Hotels „Union" ein Konzert der Slovenischen Philharmonie statt, das sich in der Haupt» sache aus Opern» und Opereltennnmmern zusammen» setzte. Das in dichten Scharen erschienene Publikum, das nicht nnr den Saal, sondern nnch den Ballon und die Seitengalerien besetzt hielt, spendete den trefflichen Darbielnngcn großen Beifall und veranlaßte das Orchester zu Wiederholungen sowie zu reichlichen Zn» gaben. — Miristliaumfcici der freiwilligen Feuerwehr» und Ncttungsgcsellschaft in Laibach.) Samstag abends sand im „Meslni Dom" eine Ehrislbaumseiev statt, die den großen Saal nnd dessen Nebenlokalitäten alsbald mit einer erwartnngssrendigen Kinderschar nud son» stigen Besuchern buchstäblich bis aufs letzte Plätzchen füllte. Uuter dem mächtigen Ehrislbanme richtete Herr Branddirektor S t r i c e'l herzliche Vegrüßuugsworle an die Herren Landtagsabgeordneteu Turk und Dr. Zajc, die beide Vereinsmitglieder sind, nnd be< tonte) daß der Verein hente znm erstenmale zwei seiner Mitglieder als Abgeordnete in der Landesvertrelung begrüßen könne. Änch begrüßte er den Bürgermeister Herrn Ivan Hribar, der samt Frau Gemahlin die Feier mit seinem Besuche beehrt hatte. — Sodaun er-folgte die Veschenlung der Kinder, deren jedes ein mit Süßigkeiten gefülltes Körbchen nnd ein Spielzeng erhielt. An die eigentliche Ehristbaumbescherung schloß sich ein Tombolaspiel an, das den vom Glücke Begun» sliglen eine Reihe wirtlich prächtiger Glücksbeste zu» führte. Auch ein reichdotierter Glückshafen öffnete fein Füllhorn jenen, die beim Nnmmernfpicl den richtigen Zng taten. AIs Jugendfreund und Wohltäter armer Kinder tat sich Herr Dragotin Hribar hervor, der ganze Päcke von Gratis»Tombolakarten an die jubeln» den Kleinen verteilte. Die Musik besorgte eine Ab-teiluug des Orchesters der Sluvenischen Philharmonie, das seine Programmnnmmern in der gewohnten Weise absolvierte, dem stürmischen Verlangen nach Zugaben jedoch entweder gar nicht oder in nur unzureichendem Maße Rechnung trng. Die Stimmung war immerhin sehr animiert, und ein Tanzvergnügen, das bis in die Morgenstunden andauerte, beschloß die wohlgelungene Veranstaltung. — lDer Verein slouenischer Professoren) hielt gestern vormittags im kleinen Saale des „Narodni Dom" in Gegenwart von etwa 50 Mitgliedern seine ordentliche Hanptversammlung ab. Der Vereinspräses, Herr Pros. Dr. Amave, begrüßte alle Anwesenden, namentlich aber die Abordnnng des kroatischen Pro» sessoreuvereines, und schilderte sodann in großen Um» rissen die Tätigkeit des Vereines, die sich ans die Wah° rnng der Slandesinteressen und auf die Beschaffung von slovenischen Lehrtexlen für die Mittelschulen er» streckte. Herr Dr. 5mave dankte allen Faktoren, die die Bestrebungen des Vereines gefördert hallen, nnd teilte dankend mit, daß Herr Josef Ritter von Gorup dem Vereine 50!) X gespendet habe. Der Verein hat anläß. lich des 60jährigen Negierungsjubilänms Seiner Maje» >läl des Kaisers der Altion „Fürs Kind" den Betrag von 50 X gewidmet. Znm Tchlnsse gedachte Redner des verstorbenen Vereinsmitgliedes Potoren, dessen Anden» ken die Versammlung durchs Erheben von den Sitzen ehrte. — Herr Prof. Dr. K u «era aus Agram, Prä» ses des kroatischen Prosefsorenvereines, übermittelte der Versammlung die herzlichsten Grüße der kroatischen Kollegen, betonte sodann die innigen Wechselbeziehun» gen der beiden Vereine, die namentlich in deren ge« meinsamem Organe „?!t,uvin v.,'(^nik" zum Aus» drucke gelangen, nnd verwies mit .Hinblick aus das histo» rische Ereignis vom 5. Oktober l. I., wodurch ti Mi!» lionen eines homogenen Voltes der Monarchie einver» leibt wurden, ans die Notwendigkeit einer intensiven Tätigkeit zwecks Hebung des Nationalbewußtseins und der gegenseitigen kulturellen Beziehungen zwischen den Slovene», Kroaten und Serben. Dazn seien die Lehrer der Mittelschule in erster Neihe berufen. — Herr Prof. Dr. Ilc»i<- erstattete den Tätigkeitsbericht des Vereinsansschusses. Der Verein zählt gegenwärtig 169 Mitglieder sum 18 mehr als im Vorjahre). Der Aus» schuß hielt 7 Sitzungen ab. In Gürz wurde eine Ii-liale des Vereines ins Leben gernsen, während im Ver» eine selbst sür die einzelnen Mittelschnldisziplinen ver-schiedene Sektionen gegründet wurden, ferner fanden mehrere zwanglose Zusammenkünfte statt, auf denen Standesfragen znr Beratung gelangten und über ver» schiedene Angelegenheiten Referate erstattet wurden. Der Bericht beschäftigte sich sohin mit der Tätigkeit des Vereines in bezng auf das Mittelfchulwesen, wobei her. vorgehoben wurde, daß der Verein durch Beschaffung von Lehrterten kräftig in die Realisierung der Bedin» gungen eingegriffen habe, von denen die Slovenisie» rung der Öbergymnasien abhänge. Im Berichte wur» den die bereits fertig gestellten sowie die in der nächsten Zeit zu versafsenden Lehrbücher angeführt. Unter ande» rem werden die Lesebücher unter Nedachtnahme auf die neueste slovenische Literatur umgestaltet werden- auch dürfte schon im nächsten Schuljahre die erste Schul» ausgäbe der slovenischen Klassiker erscheinen. In betreff der nenen Vorschriften über die Reifeprüfungen an Miltclfchulen soll ein Memorandum eingebracht wer» den, wornach sich die schriftliche Prüfnng sowohl auf die deutsche als auch auf die flovenische Sprache, die mündliche hingegen auf eine diefcr Sprachen eventuell nach Wunsch des Kandidaten aus beide Sprachen zu erstrecken hätte. Weiterhin beschäsliglr sich Herr Dr. Ile^i5 mit Standesfragen und bedauerte namentlich, daß dir flovenischen Professoren von der Unterrichts-erleilnug an einigen Lehranstalten, auf die sie volles Recht haben, ausgeschlossen seien. Der Verein ist sür materielle Fragen der Mittelschullehrerschast, unter anderem auch sür die Systemisiernng neuer definitiver Lehrstellen eingetreten. Am deutschen Philologenlage in Graz wird sich der Verein nicht beteiligen. Mit Be-sriedigung wurde im Berichte znleht des Zusammen» schlnsses des slovenischen und des kroatischen Pro» fessoreuvereines gedacht und hervorgehoben, daß beide Vereine im „Xl^lllvni v^c^nik" ein sachliches und pädagogisches Blatt gesunden haben. Die Versammlung nahm den Bericht mit großem Beifalle zur Kenntnis. — Dem Berichte des Vereinskassiers, Herrn Prof. Vajda, zusolge betrugen die Einnahmen 638 K 24l», die Ausgaben 527 X 2 1,; das Vereinsvermögen be» läuft sich auf 685 X ? II. Für das kommende Ver« einsjahr sind die Einnahmen aus 880 X, die Aus. gaben aus 924 X 38 li veranschlagt. Die Einnahmen aus dem Lehrbücherverlage dürsten 883 X, die Aus. gaben für die Lchrtexte 1083 X ausmachen; der Ab» gang von rund 200 X sowie eventuelle sonstige Aus. lagen dürsten durch die Neitragsleistung des trainischen LandeSausschusfes gedeckt werden. — In den neuen Ausschuß wurden folgende Herren gewählt- Dr. Bez. jak, Dr. Ileäii-', Ko5nh, Dr. Ozvald, Dr. Opeka, Peru«ck, Pirn at und Dr. Sajo« v i c als Mitglieder und die Herren P e st o t n i l und Vajda als Stellvertreter. Rechnungsprüfer sind die Herren Pipenbach e r und K < r i < o s. — Ein An« trag des Herrn Prof. Dr. Xmavc auf Änderung der Vere'inssatznngen in dein Sinne, daß der Verein anch die Förderung des slovenischen Schulwesens überhaupt bezwecke, wurde angenommen und hieraus die Versamm» lung vom Vorsit'.enden mit Worten des Dankes ge» schlössen. * sAuftietcn des amerikanischen Mchlzünslers.j Wie das k. t. Ministerium des Innern den Landes, stellen eröffnete, ist im Gebiete der Krakauer Lebens» mitteluntersnchungsanstalt der amerikanische Mehl« zünsler <^iiu Xulini''llu Xc^ll) in den dortigen Mühlen massenhaft anfgetrcten. Die von der genannten Untersnchnngsanstalt vorgenommenen Revisionen zahl» reicher Mühleu haben ergeben, daß viele, selbst kurze Zeit bestehende und sonst vollkommen entsprechende Mühleu durch deu Mnhlzünsler sehr stark verunreinigt waren. Das ans den Balken gelegene Mehl ergab sich durch Raupeu des Schädlings nnd ihren Kot stark ver. nnreinigt, in hohem Maße durch kurzes festes Gespinst verfilzt. Dieselbe Versilzung ergab sich auf der Innen« wand sehr vieler Gangröhren nnd in manchen in einem solchen Maße, daß das Licht der Gänge sehr stark ein. geengt, in einzelnen sogar durch das verfilzte Produkt vollkommen verstopft war. Anßerdem enthielten diese Gänge ans der Innenwand teils lebende Schmetter« linge, teils in Kokons eingesponnene Larven. In hohem Maße fand man die vcrpnppten Ranpen auf dem inne« reu Holzbelage unter dem Ziegeldache fuwie in den Fugen und Ritzen der Ballen und anderer Holzieile Laibacher Zeitung Nr. 297. 2786 28. Dezember 1908. der Mühlen, dagegen in kleinerer Zahl und nur stellen» weise auf der Innenseite dcr Fußbodenbretter. Die Verbreitung des Mehlzünslcrs in eiilzeliicu Mühlen war sli stark, daß zeitweise deren Betrieb eingestellt werden mußte. Aus deu Mitteilungen der übrigen staatlichen Lebensmitteluutcrsuchungsanstalten geht her» vor, daß das Vorkommen des Mehlzünslcrs nicht bloß in Galizien, sondern auch im Gebiete der Grazer Ail» stalt — allerdings nicht in dem starken Maße — fest» gestellt wnrde. Auch die Wiener Anstalt konstatierte in vereinzelten fällen das Vorhandensein des Mehlzüns-lers iu den ihr zur Untersuchung eingeschickten Mehl« proben. Der oberste Sanitätsrat, dessen Gutachteu das Ministerium des Innern einholte, sprach sich im Inter» esse der Bevölkerung und der einheimischen Mühlen» Industrie für die energische Bekämpfung dieses Schad» lings aus. Da eiue obligatorische Untersuchung aller importierter Getreidesendungen nicht durchführbar ist, erübrigen von behördlichen Maßnahmen nur die ge» naue Überwachung und häufige Revision der Mühlen durch die Organe der Lebensmittelpolizei. Zu diesem Zwecke wurden die politischen Vezirlsbehörden angewie» sen, auf das Vorkummen des Mehlzünslcrs die Amts» ärzte sowie jene Gemeinden, welche über entsprechende Marktorgane verfügen, aufmerksam zu inachen und ihnen zu bedeuten, daß durch Mehlzünsler vernnreinig. tes Mehl nach dem Lcbensmittel^esctze zu beanständen ist und Proben an die zuständige staatliche Lebens» miltelunlersuchungsaustalt in Graz einzusenden sind. —r. ** «Deutscher Parteitag.) Gestern fand im Kasino cin zahlreich besuchter Parteitag der Deutschen in Krain statt. Der Obmann des deutschen Voltsrates für Krain, Dr. Eger, erstattete einen erschöpfenden Be» richt über die politische Lage und die nationalen Ver» hä'Itnissc in Krain. In seinen Ausführungen wies er darauf hin, daß das Vorgehen der Deutschen in Krain im Einklang sein müsse mit der Politik der maßgebeu» den deutschen Parteien in Österreich. Im Verlause sei» ner Rede hob er namentlich als Errnngenschaft ans dem Gebiete des deutschen Schulwesens in Krain die Er» öffining des deutschen Gymnasiums in Laibach und die Schaffung eines deutschen Landesschuliuspektorates für Krain hervor. Die jüngsten Exzesse in Krain bespre» chend, bemerkte er, daß die Teutschen Krains nicht die geringste Veranlassung zu diesen beispiellosen Ansschrei» tungen samt der nachfolgenden Boykottbewegung ge» geben haben. Letzterer und den Exzessen liege das Be» streben zugrunde, „das alte deutsche Bundesland Krain aus dem wirtschaftlichen und kulturellen Verbände mit den demschen Nachbarprovinzen herauszureißen und als Vorbereitung für das südslavische Zentrum in enge° ren Kontakt mit den südslavischen Staaten zu bringen. In diesem Kampfe werden jedoch die Teutschen Krains einen '.nächtigen Rückhalt an sämtlichen Deutschen Österreichs finden, die sich den Weg zum Meere, nicht versperren lassen". — Es wurden sodann Resolutionen beschlossen, wornach dem deutschen Volksrate für seine opferwillige, erfolgreiche Tätigkeit der Dank ausgespro» chen wird. ferner brachte der Parteitag den abgetre» tenen Ministern Dr. Marchet, Dr. v. Der-schatta und Prade für ihre Mühewaltung im Interesse der Dentschen Krains den wärmsten Tank zum Ausdrucke. Dem Landesansschußbeisitzer Grafen Varb o wurde für fein hingebungsvolles Wirken im Interesse der Förderung deutschen Schulwesens als gewesenes Mitglied des Landesschulrates der Dank aus» gesprochen. Schließlich wurde eine Entschließung gefaßt, die Regierung sei aufzufordern, von allen gesetzlichen Mitteln mit der größten Energie Gebranch zn machen, um in Krain wieder vollkommen normale Verhältnisse herbeizuführen. * lErrichtunq einer hydrotechnischen Eleltrizitäts» anlasse in Brod bei Taccn.j Über Ansuchen des Herrn Ignäz Cesen j in Brod bei Taeen, politischer Bezirk Laibach Umgebung, um Bewilligung zur Errichtum, einer hydrotechnischen Elektrizitätsanlage dortselbst sin» det am 29. d. M. um 8 Uhr vormittags die kommissio» nclle Vorprüfung und Konsensverhandlnng an Ort und Stelle statt. Hiebei wird auch ein Staatstechniter der k. k. Landesregieruttg intervenieren. —7-. * lIollandierung dcr TavcrcgnlierumMautcn in Lo<"-Iessenitz.) Wie man nns mitteilt, findet die Kollau» dicrung der im ersten Baujahre, ausgeführten Regulie-rungsärbeiten in der Savestrecke Loi-.Iessenitz Dienstag, den'29. d. M., unter Intervention eines Staatstcch» nikers der k. k. Landesregierung in Laibach und der k. k. Statthalterei in Graz statt. Die Kommission wird am Vortage um 4 Uhr nachmittags im Amtslokale der Savcbauleitung in Rann zusammentreten. —r. — lVon der Erdbebenwarte.) Heute morgens gegen 5 Uhr 20 Minnten erfolgten auf allen Instrumenten Aufzeichnungen eines 'katastrophalen Fcrnbcbens. Maximalansschlag 207 Millimeter. — «Todesfall.) In Salzburg ist am 22. d. M. nach-mittags der Obersterbland-Stallmeister in Krain und der Windischen Mark Hubert Ncichsgraf v. Lam-berg im 61. Lebensjahre Plötzlich gestorben. 6. * «Sanitäres.) Wie nns mitgeteilt wird, ist die seit dem Monate September l. I. in der Ortschaft Orle, Gemeinde Nudnik, politischer Bezirk Laibach Umgebung, herrschend gewesene Typhusepidemie nun vollkommen erloschen. Insgesamt erkrankten in 8 Häusern 21 Per» sonen, und zwar 2 Männer, 6 grauen und 13 Kinder, von denen zwei Kinder starben. Die Sterblichkeit be» trug demnach 9 5^. — Wie wir erfahreu, sind in den Ortschaften ('rc^injevec, Dragalu^ und Narajee des poli» tischeil Bezirkes Tschernembl cin Mann nnd 8 Kinder an Scharlach erkrankt. Hicvon sind 3 Kinder gestorben; der Mann und 5 Kinder verblieben in ärztlicher Ve» Handlung. Zwecks Hiutanhaltuug der Weiterverbreitnng der Krankheit wurden sanitätspolizeilichc Vorkehruugen getroffen. —i-. * «Stand der Infektionskrankheiten in Krain in der Zeit vom 8. November bis 5. Dezember.) Mit den aus der Vorperiode übernolnmenen 5)92 Erkrankungen wurden insgesamt 1561 Infettionskranke in Evidenz geführt. Von 100.000 Einwohnern waren demnach 306 infektiös erkrankt. Gestorben sind 93 Personen, sohin 5-9'/o der Erkrankten. An Typhus waren 99 Per» soncn, darunter 33 aus der Vorperiode ertrankt. Diese Krankheit war über 11 Bezirke verbreitet. 4 Personen sind gestorben, 40 blieben in weiterer Behandlung. — Dcr Scharla ch wurde in 9 Bezirken beobachtet und gelangte im Bezirke Gurkfcld zu größerer Ausbreitung. Von 215 Erkrankten sind 37 gestorben; 51 blieben in weiterer Evidenz. — Au der Diphtheritis wur» den 49 Erkrankungen zur Anzeige gebracht, demuach mit den 10 ans der Vorperiode verbliebenen fällen 59 Fälle in Evidenz geführt, von welchen 23-38 9 ^ einen tödlichen Alisgang nahmen. Die Mortalität der mit Antitoxin behandelten Fälle betrug 17'2^, indem von 29 Hallen 5 tödlich verliefen. — Die Trachom-krau the it erfuhr einen Zuwachs von 5 und einen Abfall von 4 fällen. — Die Masern gelangten auch iu dieser Verichtsperiode zu großer Ausbreitung, indem in 11 Bezirken 598 Fälle, darunter !9! ans der Vor-Periode zur Beobachtung kamen. Die Sterblichkeit be-trug, da 19 Todesfälle vorkamen, 3'1 ^. — Auch der K e u ch h u st e n gewann große Ausbreitung. In 7 Ve» zirlen waren 430 Personen daran erkrankt, von denen 9 starben und 206 weiter behandelt werden. Die meisten Erkrankungen kamen in den Bezirken Adelsberg, Gott» schee und Laibach Umgebung zur amtlichen Kenntnis. — Der Rutlauf kam nnr in der Stadt Laibach und im Bezirke Adclsberg zur Auzeige. Von 21 Erkrank» ten ist 1 gestorben. — An der R u h r waren in 3 Ve> zirlcn 28 Personen erkrankt. 1 Kranker ist gestorben. — An W uche n be t t f i e b e r wurden im Bezirke Adelsberg 2 Fälle gemeldet, wovon 1 Fall tödlich endete. — In der Stadt Laibach und im Bezirke Laibach Um» gebung wnrdc je eine Person von wutverdächtigen Tie» ren gebissen. Beide wnrden nach Wien zur autirabischcn Behandlung gesendet. —1°. — «Weihnachtsbcscherung der Volksschulkinder in Krainburg.) Wie alljährlich so gelangte auch hener ans der wohltätigen Stiftung des Valentin Pleiweiß eine Menge von Kleidnngsstücken von armen Schülern und Schülerinneu der beiden Volksschulen in Krainburg zur Verteilung. Die Kinder versammelteu sich im Zim» mcr dcr 3. Knabentlasse. Dcr Anslaltstatechet, Herr Ignaz Zaplotnit, hielt an die Kleinen eine herz° liche Alisprache, worauf an 21 Schülerinnen und unge» fähr soviel Schüler Kleidungsstücke dnrch den Direktor Herrn Johann P c z d i <- und die Leiterin der Mädchen» Volksschule Frl. Franja Jugovic verteilt wurdeu. — «Glück im Unglück.) Am 23. d. M. nachmittags wareil im Hofe des Ielenschen Haufes in Krainburg mehrere Arbeiter mit dem Wegräumen des Schnees beschäftigt. Der Schnee wurde iu eine aufgelassene, über 20 Meter tiefe Zisterne geworfen. Im Hofe hielt sich anch der Voltsschüler Boleslav Ku^ar, ein Sohn des Advokaten .Herrn Dr. Josef Ku^ar, auf. Plötzlich glitt der Kuabe in der Nähe der Zisterne aus und siel kopfüber hinein. An der Unglücksstätte sammelte sich alsbald eine große Menschenmenge an; niemand wagte jedoch, dem Knaben Hilfe zu leisten. Da kam der vom Unglückssall verständigte städtische Wachmann Johann Kmajd herbei, ließ sich sofort an ein langes Seil anbinden und stieg dann in die Zisterne. Am Boden angelangt, fand er den Knaben trotz des be> Nächtlich tiefen Falles glücklicherweife uuversehrt vor. Vermittelst des Seiles wurde zuerst der Knabe und dann sein Retter aus der Zisterne befördert. Wie wir erfahren, hat der Knabe nur einige unbedeuteudc Ritz» wunden erlitten. —l?. — «Für Ncsiher von Obstbänmen.) Der Gärtner muß seine Zeit sorgfältig ausnützen, um seinen Etandesobliegenheiten zu entsprechen und sich vor Schaden zu behüten; er darf selbst die Winterszeit nicht unverwendct lassen, wenn er eine ausreichende Obsternte erzielen will. Ist schlechtes Wetter, so arbeitet er im geschlossenen Raume, um die beschädigten Garten-gerate auszubessern, die unbrauchbar gewordenen aber durch neue zu ersetzen. Herrscht frostfreie, trockene Wit» terung, so wird er im Garten die Eier schwämme des Großlopses, die Ringe des Ringelspinuers, die Rau» pengespinste und die Nrul sonstiger Schädlinge ans-suchen lilid vertilgen. Insbesondere wird er bestrebt sein, die abgestorbene Rinde der Baumstämme, unter welcher sich die Eier zahlreicher schädlicher Tiere befin» den, mit einer Baumscharrc sorgfältig abzukratzen und den Abfall zu verbrennen. — Es gibt manche Gärtner, welche die Reinigung ihrer Bäume bisher außeracht gelassen haben, deshalb sieht mau häufig Gärten, derei. Bäume mit Flechten und Moos überwachsen sind, in denen sich das schädliche Ungeziefer über den Winter massenhaft aufhält, im Frühjahre aber bei wärmerer Lust in ungeheuerer Auzahl über das zarte Grün und die Blüten der Bäume herfallen und gänzlich zu ver» nichten. Will der Gartenbesitzer eine gute Ernte er» zielen, so muß er vor allem seine Bäume von Flechten und Moosen und allem, was darin hauset, sorgfältig reinigen. Hiezu eignet sich vorzugsweise die Winters» zeit, da die Bäume noch unbelaubt sind und bei der Reiuiguug an den Blättern, Blüten und Fruchtansätzen nicht beschädigt werden. Die Flechten, Moose und "die abgestorbene Rinde sind die Hanfttübel der Gärten; werden sie von den Bäumen entfernt, so kommt auch die Mehrzahl der Gartenschädlinge in Abfall; als Be« lohnnng dafür folgt im Herbste eine, reichliche Obst. ernte. (j. — «Lntzwei geschnitten.) Donnerstag gegen halb 11 Uhr vormittags wollte, der in der Fabrik Aßling beschäftigte 34 Jahre alte Fabritsarbeitcr Anton De» belat aus Ovsi^e bei Radmannsdorf cine Zirkularsäge zum Stehen bringen, wurde aber von einem Trans» missionsriemen, den er vom Rade herabwersen wollte, an den Kleidern ersaßt und dann so heftig herumgedreht, daß sein Körper iu der Nauchgegend entzwei geschnitten wurde. Das gräßliche Unglück wurde von den Mit» aibeitern des Debelal bald, jedoch zu spät bemerkt. Ein» zelne Körperteile wurden gesammelt und in die Toten, kaminer übertragen. —n— * «Zwei gefährliche WohnungScinschleichcr verhaf» tct.) Kürzlich verhaftete die Sicherheitswache zwei ge> sährliche Wohnungseinschleicher, die schon längere Zeit in der Stadt ihr Unwesen getrieben hatten. Der wie» derholt wegen Nettelns, Diebstahles und Betruges ab» gestrafte, uach Königgrätz zuständige Vagant Rudolf Honig bot einem Tischlermeister in Udmat einen neuen schwarzen Regenschirm znm- Kause an. Der Tischler» meisler ließ einen Sicherheitswachmann holen, der den Honig verhaftete. Der Dieb gab an, den Regenschirm iil Oberkrain gekauft zu haben. Der Eigentümer wolle sich bei dcr städtischen Polizeibehörde, Zimmer Nr. 5, melden. — Auf der Wiener Straße verhaftete ein Sicherhcitswachmanu ein 20jähriges bäuerlich gekleidetes Mädchen wegen Vagierens. Sie nannte sich Maria Novak ans Dobrova nnd erzählte, sie sei einen Dienst suche» gekommen und wohne an der Knrlstädler Straße. Durch die Polizei aber wurde festgestellt, daß die Ver-hastete nicht Novak, sondern Maria Vrhovec heißt, in Ober-Ka^elj geboren und nach Dobrova zuständig ist. Die trotz ihrer Jugend äußerst gefährliche Ein. schleicherin wohnt bei ihrer Mutter, einer Greislerin in Moste. Sie stand einige Tage bei einer Partei an der Nleiweisstraße im Dienste und trng bei ihrem Ab» gehen eine Bluse sowie ein Paar ueue Frauenschuhe weg. Zu Beginn dieses Monates wuß«rl><" tlangen wieder einmal die süßen ^aute des Laibacher VlirstadtjaraMs, entsprechend pointiert, v»n der Nühne. —n— ^(Deutsche V u h n e.) Dcr Stcphanietag brachte als willkummcue Feicrtagsbeschrnmss, die besonders dcr Jugend zugute kam, eine Nachmittagsvorstellung, mit der bravcu «Förster»Christ!». Frl. Kern fand sciteus des zahlreichen grüßen uud kleinen Publikums die verdiente Auerkciluung. Abends ging vor vollem Hause eine Wiederholung vou Snppös köstlichem »Boccaccio» in Szene, die mit ihrem frischen, fröhlichen Zug die Zuhörer iu die beste Stimmung versetzte. Fräulciu Vaum war wieder ein temperamentvoller, eleganter Boccaccio, Frau Seuberk ersang sich als Fiamctta ueuerlich reichen Beifall. Die Übertreibungen, in denen sich die komischen Herrschaften gefielen, süudigeu gcgeu dcu (5ha° ratter des rcizeudeu Werkes, das ohnehin textlich und uuisilalisch mit so vielem zündenden Hnmor ausgestattet ist, daß eine dcrbverbesserudc Nachhilfe nur uuaugeuchm empfunden wird. Die Mufiknummern sollen gcsungeu, nicht karikiert luerden, sie illustrieren ja die Vorgänge in geistvoller Weise uud werden durch Übertreibung zu Zerrbildern. ^. — lDie Publikationen der „Slovcnska Matica" für das Jahr 1l»Wj luerden soeben versendet. Ls sind folgende: 1.) „Xulnn'ü in poliiik»" v^n Dr. ^r. Ile« .^i i 5. 2.) „1xov!l Ki!.i>)iln(')l", redigiert von Dr. ?iranz Ilc« ii;, mit Beiträgen rwu Dr. Ianlo !^ lebin » qer l„Vatroslav Iagi^), Ivan Cankar („Nenes Leben"), (5vetw sii u l ä r s„Z»vei Bräute"). 3.)„X!l!)nvn!l lil^ixüi^u,", redigiert von Josef .^i o fl a n j e ve c, mit Bei trägen von Sophie Kv e d e r . I e l o v.^e l l„Die Ainerilaner") nnd Milan Pugelj l„ClMsancheme und Cimbas", „Anži^et", „Evelina und Lina"). 4.) „l'rcvcxli !x ^vctovül' ^!i.iixl'Vi!u«ti" (,,^-ausl", l. Teil, überseht von Anton Fnnt e k). 5.) „l^uv^»«^ n!ii-<> zx^mi", redigiert von Dr. K. .^ trekelj. 6.) „l<»i!>i,i. ^liv ,lU N,iv!„.i«K«' ^l,»," von Ferdinand S e i d l. 7.) ,/I>ul,l^.i>'v /l,<»r,n1<" redigiert von Dr. Franz Ile° , i ."<, mit Beiträgen von Dr. Fr. I l e 5 i <">, Dr. Ianko Lular, Dr. Fr. Bu^ar, Dr. Ludwig Pivlo, Ivan Polovi <>, Ivan Steklasa , Dr. Franz K o . va^ii-, Dr. Iofef <^erin, A. Ipavec und L. P i n t a r. 8.) „Vl-,1! ^,Hi" von Vladimir Nazor, illnstrierl von Sa^a Mantel. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondcnz-Bureaus. Mainz, 26. Dezember. Heute vormittags ermordete der Sohn des früheren Reichstags» und Landtagsabgc^ ordneten Nacke seinen Vater und seine drei erwachsenen Schwestern. Der Mörder, welcher Student dcr Astrono> »nie ist, wnrde verhaftet. Der Beweggrund soll darin zn snchrn sein, daß er nicht genügend (^ld von seinem Vater bekommen hatte. Belgrad, 26. Dezember. Die Nede des russischen Ministers des Änßern Izvolskij in dcr Duma wnrde in Belgrad im allgemeinen mit Befriedigung aufgeuommen, doch wird eiue Erklärung über die Autonomie von Bos-men uud der Hercegoviua, welche zuversichtlich erwartet wu'de, stark vermißt. ttuttstnutiuopcl, 2tt. Dezember. Das Exftoss des russische» Ministers des Äußer» Izvolskij iu dcr Duma erregt allgemeiue große Aufmerksamkeit uud wird iu allcu interessierte»! Politischen Kreisen lebhaft kommen-ticrt. Besonderes Interesse erregt das Bekenntnis, daß Nußland gegen die Annexion nicht protestieren konnte, da die diesbezüglichen Verbindlichkeiten noch Geltung haben. Viel besprochen wird türlischerseits die Bemer-kuug, daß, da eine Macht die Modifikation ciucs für sie unvorteilhaften Artikels des Berliner Vertrages beschlossen habe und Rußland es nicht hindern konnte, es Rußlands moralische Pflicht sei, auf andere für Rußland, die Ballaustaatcu und die Türkei unvorteilhafte Artikel hinzuweisen. Das Gcsamturteil ruhiger politischer Bc° obachter über das Expos«», geht dahiu, daß es erst dauu richtig einzuschätzen sei, wcuu mau es alles dessen ent> kleide, was für die Presse uud die öffentliche Meinung Rußlands uud aller Slaveuvölker bestimmt sei. Das übriggebliebene Skelett des Exposes biete zweifellos eine hervorragende staatsmännischc Kundgebung, die so« 'wohl der Erhaltnlig des Friedens, als auch der Lösung der schwebende,! Fragen ciucn reellen Nutzen briugc. Mit 1. Iiimiti 1909 beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die Pranumcrations-Vedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Vostoersendung: fur Laibach: gänzjährig . . »0 X — d ganzjährig . . 22 X — d halbjährig . . Ill » — » halbjährig . . II > — » vierteljährig . 7 » lltt » vierteljährig . l5 » 50 » monatlich. . . 2 » 50 » monatlich. . . I » 85 » Für bic Zustellung ins Hans für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. Dic P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, dcn Pränumcrationsbctrag für die I-. Iapcljqassc 2, ^iHr^8M!i« «ninlis. Am "l!. Dezember. Maria Nahunc, Inwohnerin, W I,, Polanastmhc 20, ^!il,ru.8mu8 nmiilig. — Johann Slodlar, Knecht, 7l I., Dalmatingasse 1b, N^omorl-Im^i^ cci-obri. Attssckomnlcnc ffrcnlde. Grand Hotel Union. Am 2 2. und 2A Dezember. Sondek, Nsd.; Klein, OberlontroNor; Vek-zasy, >!fm,, Wien. - Bencdik. Privat; Arrftonalti, Insscincur; Nozman, Handelsmann, Trieft, — Vock; Ritz. Leotimiit, s, ssrcm, Polu, — Stanslin, Studrnt, ssiume. Zwickl, Privat, Klagrufurt, — Anton, Obsrrea.isseur; Zauon, Kfm., Aqram, — Iagodic, Prof.! Abucht, Injpeltor, Graz. — Majdic', Vrfi^rin, s. Schwester, krainbura.. — Ivamic, Vrsihcr. Zwischcuwässcrn. - Miholic, Nnbolsowcrt. — Glmnat, Handcl«frnu, Vilog. — Dr. Prrmrcm, Arzt, !^ittai, Landcsthcatcr in Laiuach. 50. VorstcNnnss. Ungerader Tag. Heute Montag den 2». Dezember: Neuheit! Zum erstenmal Neuheit! Ganz der Papa (I»« I'll» 5 ?»I»5) Schwank in drei Alten von Antoxt, Mars und Maurice Dcsvallißll8l2!8t3!i8!e,!I. Xunclirlston 074) Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe A0«'2 m, Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. 5 K ^^U 3R Z^ V> «-3 LZ<^ 3^ """° d«« Himmel« ^^D «„ 2 u. N. 731 «! -2-'?"W. schwach bewölkt ^ 9 U, Ab. 732'3 5 -2-6 SO. schwach . 7 U. F. 732 - 0 5 -33 ONO. schwach « 27 2U.N. 7310,-3-2 O. schwach » 0 0 9 U. Ab. 731 b -4-b! NO. schwach '28 I 7 U. F. j 730 7 l -5 5, SO. schwach . 3 5 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 3 6°, Normale-2 5°, vom Sonntag -3 7«, Normale-2 5°. In der Nacht von Sonntag auf Montag Schneefall. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (sssssriindct lw» dcr Krai», Eparlasje lX!<7), (Ort: (Gebäude der t, t. Staats-Oberrealschule.) Lage: Nürdl.Breite 46" 03'; Östl.Üänge von Greenwich 14° 31'. Beginn 3« . Herd. KK M Uff IZß rff ^ ß distanz .Z ZZ «Z, tz'K« 2A ß 3 "N ZZ Z" Z" G llm lim» IlM» km» lim» dm ^ Aaibach: 23. über 22 25 33 22 27 15-----------22 29 33 23 2! N 1000 ! (7.3) 25. .'A" 22 37 1b 22 40 59 22 44 23 22 44 4« 23 40 15 1000 ^2) 23. — 22 25 16------------------------22 27 31 22 32 W (07) A a r « z e v c»: 24. 65 01 05 11-----------------------01 05 25 01 06 V (2 0) 25. 65 23 02 11-----------------------23 02 23 23 03 V (50) Oger: 25. 1400 2237----------------------------2242-2337 — (20) Bebenberichtc:** Am 18. Dezember gegen 2 Uhr 30 Min. Erschütterung VI. Grades in Novara di Sic ilia (Messina)! am ,9. Dezember gegen 22 Uhr 15 Min. leichte Erschütterung in Vallepietra (Rom); gege» 12 Uhr8 Min. eine Erschütterung in dcr Dauer von 4 Sclimden in Trav-nil Bosnirn); um 23 Dezember gegen 5 Uhr 30 Min. ein ziemlich sturler, wellenförmiger Erdstoß in Mautern (Steier» mart). Am 27. Dezember grgcn 5 Uhr 2<» Min, Aufzeichnungen eines latastiophalrn Fernbrbens an der Warte Laib ach. ! Vo d cnu nruh e am 25., 26. und 27. Dezember am 12'Scinndeüpendcl «sehr schwach», au den beiden lurzperiobi» schen Pendeln mäßig start». Heute am 28, Dezrmber ist in» soserne eine Verstärkung eingetreten, als das 4'Selllndcnftcndel «mäßig starle» bis «starte» Bodcnunruhe anzeigt. ' E« brbr»!r» : ?^ — blcilachcs huri^oxtalpsüde! uu» Äelx»! Eh,,!!»!^!, V — Mllroleismograftl! Virr»!!«!. >V ^ Wisch»,! Prndt'l, " 2)ir Z>üa»^nl>c>> l>^n'l»'>> sich cm! »ii!!rlr,!lu»><>!!chf i^i! >!,id w^idf» uu„ H1!i!,ach! bis Ml!tl»ach! 0 Ul»r bi« 24 llln' nezul»!!, **^ Die >U od e » » » r » ht wirb i» solnrüds» Nlüllfsslabr» l>u>!Uiziel!: ^l»l!!chläne bie zu l Millimeter «jehr schwach», lw» > I>>« ll W>!l!,»e!tl »schwach», >w„ 2 bi« < Milli'üOrr» »mäs,ia s!nrl», l>l», < l'ie 7 Uillimrlern >j!a>t», lw» 7 l'i>> lO MilliM!'!!'!,! «li'In «nrl» ,>,id liber w Aliuii^fler »aü^er-»rdrxOich s!arl». ^ «^Usslixeiüe Vobeilunrühr» b,t>s„!,'! al»>',!»'f Kasinoverein in Caibacb. Die Direktion beehrt sich, die P. T. beständigen Mitglieder zur Beneraloersammlung einzuladen, die am Dienstag: den 29. Dezember 1. J. um \l-,7 Uhr abends in den Vereinslokalitäten statlh'ndet. • Tagesordnung: 1.) Genehmigung der Rechnung für das Vereinsjahr 1908 und des Voranschlages pro 1909. 2.) Wahl der Direktion8mitglieder und der Recbnungs- revideuten. 3.) Allfälligo selbständige Anträge der Mitglieder, die gemäß § 11 lit. k der Statuten aoht Tage vor der Generalversammlung anzumelden sind. Unter einem wird bekanntgegeben, daß die abgeschlossene und revidierte Jahresrechnung durch 8 Tage vor der Generalversammlung gemäß § 11 lit. c der Veroins-statuten in der Vereiuskanzlei aufliege» wird Im Falle der Ueschlußtmfähigkeit uer ji.uf halb 7 Uhr abends anberaumten Generalversammlung findet die zweite bei jeder Anzahl der Mitglieder beschlußfähige Generalversammlung am selben Tage um 7 Uhr abends statt. Laibaoh, am 15. Dezember 1908. (4958) 2- 2________________Die Kaslnovereins-Direfction. Beilage. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage/ nrgi eine Abonncmcntseinladung auf den soeben beginnenden neuen Jahrgang bei; wir empfehlen den Prospelt zur gef. Durchsicht und wolle man sich des beigcgebenen Bestellscheines für Abonnements und Probenummern bedienen. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Laibacher Zeitung Nr. 297. 2788 28. Dezember 190« Kurse an der Wiener Mrse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 24. Dezember lW8. Die notierten Kurse verstehen sich in Kroneliwahrunss Die Notierung Icimtlichcr Attien und der ,,Livcrsen Lose" versteht sich per Stlict. «eld Haie Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: 4"', lonoer, steuerfrei, Kronen per «u,se . , 94 3' 94 55 dctto (ssann.-Iuli) per Kasse 94 üb 94 üb » »»/„ ö. W. Noten (Febr. Nug. per Kasse......97 10 9? 2^ «»>/« », N, Silber (»pril Olt. per Kasse......S7 lO 9730 l8S0er Ttaatslos« 500 fl. 4"/„i5l 5« >55 5«' ISKOer .. ,00 fl. 4°/>,2«s 25 21^'25 l»«4er ., 100 fl. . 2>s - 2?» 1»«4« ,. 5« fl. , 2«6 - 270 — Dom. Pfandbr. ii »2« fl, 0°/n2«u - 292 — «taatsschnld d. i. «eichs- rate vertretenen König» reiche und Länder. Österr, «oldrente steuerfr., G «ld per Kasse . . . , 4«/„ 114 80 115 -üsterr. Nentc in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/° »4 40 94 «u deltll per Ultimo . , . 4°/^ 94 4N 9460 Qst, Investition«-Rente, stfr. «ll. v«r »llsse . . ,'/,"/ 84 35 »4 5b >fts,nb»l»N'3ia»t»schnl!»' »«schieidnngln. »lisabeth-Vahn i, «., steuerfr,, zu lo,<>00 fl.....4"/„ —'- —-- Kranz Ioseph-Bahn in Silber «bit,. St.) , , . . 5>/<"/.'17'«.'>>ls-t!5 Hallz. Karl Lubwig-Vahu (div, stilcle) Kronen . . , 4",^ 95 20 3« 2« Nudols-Äahn in Kroncnwähr. steuerfr. (div. Lt.) . . 4"/„ 95 50 96 55 Vorarlberger «ahn, stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4"/° 95 «l> 9« 20 z» ^taat,schnlt»erschtelbnnglu »dg«ftt«pelte ^isenb»HN'Akt»n tlisabeth-B. 200 sl. KM. ü'///« uon /^ .... 42«- 429 -delto Salzbura-Iirul 200 fl ü. W, 2. 5"/« ... 4«l - 424'— «rem«tal-Vahn 2W u. «000 »r. 4"/u.........19li—193- ! Veld Warc V»n> Hla«......115'1b 96»» 97 «5 dettll <3m. 1904 97'50 98 50 Franz Ioseph-Gahn /2"/n »5'50 ««5l> Vorarlberger Bahn lim. l»«4 ldiv. Et.) Eilb. 4«/„ . . 95-^5 :>S 25 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Ooldrente per Nasse , iO9»<)li0'ic 4°/„ dettu per Ultimo »«A 9s 110 i^) >"/» ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Nasse . . 91 10 91-3»! 4"/„ del to per Ultimo 91 K, 91 ^ 5'/,"/n detto per kass« ««üi» «l'1>! Ungar. Hrämien.Nnl. ll 100 sl, 1«« 2f, i9<> 2l detto K 50 f>. 18«'2f) 'LU'Ll Theiß-Neg.-Lo'c 4«/„ . . . . I4l'?>u >4>', 5l, 4",n »ngar. Orunbentl.'Obliss. 9>i'5>) UA'l>> 4"/» lroat. u. !lav. Grdentl.-cibl. »» bo 9< 5l Andere öffentliche Nnlehen. «u«n. Lll!!de«.«nl, /,"/n . - 96 55 9? 5l 5"/„ Tonau Ne«.-Nnlcche l«7« 1032« iu4 2< Nic»!>r Verllhrs-Änl. , , 4«/„ 94 »v U5 « dctto 1900 4»/, «4»0 95 9( «nlchen der Stadt Wien . . ioi — !02-dctto ,3. oder G.) l«74 120 75 ,21 7l detto (I»»4>.....9^'»u 94 3, detto lVas) v, I. l»9« . 94 75 »5 7! detto rseba»-?l!!lchen vcrlosb, 4«/^ 95 5^ 9S 5< Russische Etaatsanl. v. I, 190« f. 100 »r. p. K. . . 5"/„ — - - -^ detto per Ultimo . . 5«/„ 97 50 9« - Äulg, Staats - Hhpllthclai Änl, 1«92..... S"/ '202 121 2! Veld Ware Vulg. Staat« - Goldanleihe 1U07 f. 100 Kr. . 4>/,»/„ »S 2N «7 20 Pfandbriefe usw. Bodenlr.,aNg.öst. !.50I.vl.4"/„ 939s/ »4-9« Böhm, Hnpothclenb. verl. 4°/„ 9»— 97'-Zentral Äod..«rcb.-Nl.. osterr., 45I, uerl.....4>/,»,„ ,02-~ — ^ dctto «s> ^. verl. . . . 4"/^, »«50 97-5N Nrcd.-Inst.. üsterr.. f.Verl.-Unt. u. üsfenll. «rb. Kat. ^,.4"/„ »5- 95-95 Landcsb, d. Nön, Galizicn und Lodom. 57'/, I. rüclz. 4"/„ 9» 05 94-05 Mähr, Hypolhelcnb. ucrl. 4"/„ 95 2l> 96^,5 N.-östcrr, Lanbr«!-Hv,p,-?lnst.4'>/« 9«'50 97-50 detto inll, 2"/^ Pr. verl. »>/i"'<, »«-25 »9 25 dctto K.-Tchuldsch. ucrl.3'/,"» »»'25 »9-25 detto vcr!......4"/<> 9«-l«5 97-25 Osterr.-ungar, Vanl 5U Iah« uerl. 4«/n ö. W.....97-70 98-75 detto 4"/n Kr......99- 1«o - Epart,. «3 - 99-— Knveizin«llcht Los«. Budap.-Vasilila lNombau) 5 sl. 19 9« 21-90 Nrcditlosc 10« s!...... ^«7'— 477' Clary-Losc 40 fl. KM. . . . ,43-- 153- Ofen« Lose 4« sl...... 225'- - -- Valsfy Lose 40 sl. KM, . . . I95-- 205' Rotcn N-reuz, üst. Ges. v. 1« sl. 5!' 55 -Noten Kreuz, miss. Ges. v. 5 fl, 2«-«5 2««f> ^udolf-Lose >0 sl......6S' 70- Lalm-Lose 40 sl. KM . , . 230-- 240 Tilrl. ci..B,Ä!il, Präm.-Obllg. 40« ffr. per Kc'ssc . . . ,?.>>'25 >?»2s> dctto per Medio , . . ,?7'75 i?»»?5 Gelb Ware Wiener Komm.-Lose », I. »874 480— 480 — Gew..Och. d. 8»/„ Präm..Echu!d b. Nodenlr.-lNnst, 200 fl. per Ult. «040 — 104S'— Lonau - Lamplschisfahrtö-Ocj,, »., l, l. priv,, 500 fl, ,«W ?>,5'— 9lti--' Liix Äobenbacher (t.-Ä. 4«»«r. 539'— 542» Ferdinands Nurdb. 1000 fl KM, 5020>- 5036' -Naschau - Qderbcrger ltücubahn 200 sl. S....... 35»'— 36»-" Lemb.-Czen!,-Iassl,-E!!c»bah»- Wescllschaft, 200sl. 2, , , 54S- »50-— lm,d. ost,, Tricsi, 500 fl„ NM, 4s<7-- 409' Österr, Aordwcstbahn 200 fl, K. 442 — 443 75 deNo l>it. li) 200 si, N. ft U'l. 442- 443 50 ^ran-Duxcr tiisenb, loosl.abäst, 21«'- 2,»- Z!»a<«eill,'nb. 20«fl. L. per Ult. »«4— «65 — Hildbah» 20« sl, Silber pcr Ult. i«2'?5 io:< 75 HÜbnorddentschc Verbindungsb, 200 fl, KN...... 39g— 3»!»'- Transport Gcs., iutern., A.-G. 20« Nr........ 110 — 120'— Unp.ar. Wcstbahn (Raab-Vraz) 20« sl. N....... 403-- 406' Wr. Lolalb.-Äitien Nes, »0«il, 200- 205-50 Vanlen. 'Annlo-Östcrr. Vc>ül, 120!!. , 2»d 50 29ü>b0 Vaülvereiü, Wiener per Kasse .--- - — dcttc, per Ultimo 5c»i 75 50^'7.''> Vndenlr-Anst. üst.. 300 Kr. . ,027'- 1N33-- Z<>!'tr,.Vod.-Krcdbl. öst . 200 fl. 52S'- 527'-Nreditanstal! fiir Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —>.- -'— dctio per Ultimo e,?25 «i«2f> «rcditbanl, ung. alla.., 200 sl. 7i4'5o 7<5 5»> Depositenbank, all».. 200 sl. , 454— 45e-5» ^«lomptc - Oesrlllchaft, nieder- üsterr., 400 Nr..... L?2>- 573 50 Niru- u. Kassenverei», Wiener, 200 sl........ 441-- 44.1-. Hypu'helcubanl, öft. 200 Kr. 5"/n 284'- 2«»'-Läilderbanl, österr., 200 0 sl. . , . 59N'— K94'- Ostell.-unaar. Äaul 1400 » - 205'— ,«lbcmül>>", Papiers, n. V.-W. ,0« II....... ,78 -- ,so— Llcltr.-Wel,, allss üsterr, !iO0 fl. »78- 37l»' — Elcltr. Wclellsch.. iülcrn. 200 fl. -' - - -- 76 - !'82 — Licsiugei Brauerei 100 sl, . , 21»— 22O — 'Liu»tni,-dnica", «.U f, Prtrol.- Industrie, 50l> Kr, , . . 422'- 4»^-— ,.Eienrermühl",Papiers.»V.G. 4,5' 4»!> — Ir'!ai>cr Kuhlcnw'G. 70 sl. . 273 50 275--Tiirl. Talialrcnie-Ges. 200 ssr. per Kasse..... —- —'— detto per UKimo . , , »48 — »51 50 Wafsenf.-Gl>l,, osterr,, ,00 fl. . 60» - «1»» — Wr. Äaus.csrllschaft, »00 sl. . . !.',6'— 136'— WIcnclkernr ^ienclf.-Äft-Gel. ü73'40 s?ü'— Devisen. Anl,e H»ä>ttn unl> Kchlck». «mstcrdaiu....... 1»8 »0 !98'«0' Deutsche Äanlplahe .... 1,? l« l,7'»0 Italienischk iiillülpIH^c . . . 95->2 95 2? ^indlin........ 239 75^ 240 40 Pcn-iL......... »l> <« i>5>-57 'st. Petei«b!llN...... 25075 25!'25 Zürich und Valel..... 95 2>^ 9H-40'- Valuten. Dukaten........ 113» ,<'»? 20^ranlen-St7»0 Italienilchc Vanlnolen . , . 95 <« »5 »1 «ubel-Nuie»....... 2 l,u" 2 5» Ivon Renten^ PTandbr.rfenr'pHoHtaten, Q J • C JVl^t^O^ Q PHvat-DepotS (Safe-DepOSits) Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. -^>- ßani{. uricl Wechslcr^eschilft "7f" untcr eigenem Verschluß der Partei. Los-Versicherung.__________C34) ____________I>fiih>ooli, f-^tritart'^^^^. ________________Verzinnung von Bareinlagen Im Ktnto-Korrent und auf Blro-Kontc.