H,r««merations-Preise Für Laib n Hoffnung oder im Vertrauen auf einen solchen UL In diesem S-°- w°-d° dm.-lb- "»61-» Nachdem Ihr (Lücke behufs Einschreibung ^Äamens) die von uns infolge apostolischer Er-tiZTf itae eW Summe von 2 Tari 12 Grana ^«iccoli erlegt habt, seid Ihr frei, und bleibt es Willen Vorbehalten, das Gut ungewisser Hertha» hi« rum Werthe von 77 Tari nicht mehr beu wfhreud wir »er B-lle en,„rechend VfSSlte «m°seu !" srommen Zwecken »erwe». Ieuilleton. Wucherer. Bon I. B. Ichmiedl. G, b-stehen und werden stets bestehen eine von Misbrauchen, welche durch die zuneh-Kckulbildung wol vermindert oder abge. VwtildT/ mSuns in eine erträglichere Form vWgcn aber nie ganz ausgerottet werden können. , ^ Derlri MiSbräuche haben mit den Anfängen V Geschichte begonnen und haben sich, trotz aller, Kfeit Bestand der Pre sie in jeder Richtung Ät g rwTten Angriffe erhalten; auch täuschte \ fick sehr, wollte man sie dadurch bannen, daß X! Vre» Au«b.r, in neuerer Ze» $th Jt in Bild und Wort an den Pranger der ICfrfiAteit stellte. DaS Publicum, ja die „faiseurs“ lacken über eine gelungene Nachahmung oder /reffendes, sie charakterisierendes Volkslied; das ^brechen bleibt aber ausrecht und wird offen oder >*L Gewohnheit übergegangene Gebrechen werden laicht aus der Wurzel gehoben. Ost stellen sie ^ milder dar, wählen eine einnehmende Maske, Meißen sich eintr süße« Sprache, so daß mancher den. Noch verfügen und befehlen wir, daß Ihr bei Empfang der Bulle Euren Namen hineinschreibt, ohne welchen dieselbe ungiltig sein würde. Die Bulle wird Euch gedruckt, mit unserer Unterschrift und unserem Siegel versehen, übergeben werden. Es werden sodann die Fälle aufgezählt, in welchen die von dieser Bulle gewährten Ausgleichungen gegen besagtes Almosen erfolgen können. Die Ausgleichung kann demnach stattfinden bei unrechtmäßigem Verdienst, Empfang, Ansichnahme, Erwerb oder Wucher, wenn nach gepflogener Nachforschung der wirkliche Besitzer nicht zu ermitteln ift._ Die Ausgleichung erfolgt über Temporalien und geistliche Renten, welche unrechtmäßiger Weise erworben oder ungeachtet man die korae cauonicae nicht recitierte, in Empfang genommen wurden. Ausgeschlossen bleiben hievon die Pfarrbencsicien oder jene, welche an persönlichen Aufenthalt gebunden sind. In den beiden genannten Fällen tritt dir Ausgleichung nur ein, wenn ein gleicher Betrag von Tari 2, 12, 3 zugunsten der Pfarrkirche, welcher das Benestce gehört, erlegt wird. Die Ausgleichung kann ebenfalls erfolgen über vor dieser Bulle gemachte Legate, sowie über jene, welche während der Verkündigungszeit derselben verfügt wurden, vorausgesetzt, daß der betreffende Legatar trotz eifriger Nachforschungen nicht zu ermitteln sei. Die Ausgleichung kann erfolgen, wenn ein Richter, ein Delegat ober ein Assessor Geld oder Gegenstände angenommen Hat, sei es um ein ungeahntst, das Gebrechen oder der Misbrauch scheine verschwunden. Mit nichten. ES ist nur Schein. Das Gebrechen lebt unter milderer, den Umständen an. gepaßter Form fort. Es gibt einen Fortschritt, eigentlich eine Abnahme in der Aeußerlichkeit, in der Ausstattung, aber beileibe kein Verschwinden von derlei Auswüchsen. Betrachten wir für heute z. B. den Wucherer und seine Sippschaft. Für unsere Väter und Urväter schon war der Wucher eine der Pestbeulen der menschlichen Gesellschaft. Er war der Schrecken der industriellen Welt. Man bekämpfte ihn nach allen Seiten, man brachte ihn vor die Gerichte; nichtsdestoweniger wurden aber Wucherer gesucht und nach Zeit und Umständen mit ihnen Geschäfte gemacht. In der Verzweiflung wird nach Gift gegriffen. Aber wie sehr hat seither, besonders seit den Jahren der Umwälzung alles Bestandenen, der Wucher sein Gesicht verändert. _ Der Wucherer schleicht nicht mehr gekrümmt und verhüllt, de» Schergen auf der Ferse, furchtsam näher, schon im Aeußern ein Bild der fahlen Scheuß' lichkeit; nein, er tritt aufrecht, stolz, geputzt in Gold und Seide daher. Der moderne Wucherer, der auf Actie» specu-liert, fährt im Tilbury daher, hält Dienerschaft, rechtes Urtheil zu fällen, fei es um den Prozeß hinauszuziehcn, sei es um gegen seine Pflicht jemanden Schaden zuzufügen; in diesen Fällen kann die Ausgleichung im Sinne der Bulle stattfinden, der Betreffende das empfangene Geld behalten, während er gleichzeitig die Verpflichtung behält, dem Beschädigten Ersatz zu bieten. Jeder Advocat kann sich über die für Führung ungerechter Prozesse von einem Clienten empfangenen Gelder vergleichen, wenn dieser darum gewußt hat. Dem Advocaten bleibt die Pflicht, die benachteiligte Partei zu entschädigen. Zeugen, welche falsch ausgesagt haben, Beamte oder Ankläger, welche falsch ariklagen oder es unter» lassen, Anklagen zu erheben, wo es ihre Pflicht erforderte, und für diese Handlungen ober Unterlassungen Geld erhielten und atmahmen, Schreiber und Secretare, die um Ungerechtigkeiten in ihrer Amtsführung zu begehen, dafür Geld in Empfang genommen haben, können sich vergleichen, müssen aber den Benachteiligten entschädigen. Alle weltlichen und geistlichen Richter, welche, obgleich sie ihrer Pflicht entsprechend geurtheilt, dennoch Geld oder andere Dinge angenommen haben, können ohneweiters die Ausgleichung benützen. Ebenso können sich vergleichen alle Schreiber, Notare, Secretäre, sowie die Gerichtsdiener, welche im Widerspruche mit den Gesetzen unberechtigte und übertriebene Taxen erhoben haben, sobald sie solche den betreffenden Personen aus Unkenntnis derselben nicht mehr ersetzen können. Wenn jemand Geld erhalten hat, um auf mu natürlich Loge im Theater, ist geschniegelt und gebügelt wie der erste Stutzer, macht täglich seine Runde in der Stabt und seine Promenade nach allen Richtungen. Er nimmt theit an allen Clubs, tafelt lange und fein, trinkt die edelsten Weine und gibt im Kreise seiner Anhänger den Ton an. Warum dieser grelle Wechsel? Der Wucherer ist nicht mehr gemeiner Geizhals, er borgt nicht einen Pfennig gegen drei, o nein! so gemein gibt er« nicht. Er borgt 40 gegen hundert auf möglichst kurze Zeit. Das ist der Hauptunterschied. Bei alle dem lacht er nicht immer, macht aber andere noch weniger lachen! Vor der Thüre eines bekannten Wucherers spielt sich oft eine traurige Scene, ein ganzes Drama für denjenigen ab, der von der Höhe des glänzenden Daseins herabgeworfen, zum erstenmale an diese Thüre zu klopfen gezwungen ist. Die Freitreppe, die zur Wohnung des Wucherer« führt und die der Ruinierte zum erstenmale betritt, um als herabgekommener Reicher bei dem künstlich hinaufgeschraubten Reichen Zuflucht zu suchen, ersteigt der erstere langsam und bedächtig. Er zieht von Gefühlen und Hoffnungen bestürmt, zaghaft an der Glocke, der Weg vom Vorzimmer durch eine Reihe Prunkzimmer bis zur Person des mächtigen, gerechte und unrechtmäßige Weise die Ausübung der Gerichtsbarkeit oder die Freilassung eines wegen Verbrechen Angeklagten zu verhindern, so ist die Ausgleichung gestattet unter der Voraussetzung, daß den Betroffenen der Schaden vergütet wird. Gestattet ist die Vergleichung über das durch verbotene Spiele erworbene Geld, welches den Armen zukommen sollte; doch darf das Geld nicht vom falschen Spiele, noch von Leuten herrühren, welchen das, was sie verspielten, nicht zu eigen war; erinnert sich der Betreffende des Spielers, dem er es abgenommen, so soll er es ihm zurückgeben; ist ihm dagegen derselbe unbekannt, so kann er sich vergleichen. Vergleichen kann sich jeder, der sich für mehr ausgibt als er ist und dadurch einen Gewinn erreicht; wer bettelt und sich arm stellt, ohne es zu sein, kann sich über die erbettelte Summe vergleichen, wenn er nicht weiß, an wen er sie zurückgeben soll, lieber alle gefundenen Sachen kann der Vergleich eintreten, sobald die Nachforschungen den Herrn derselben nicht ermitteln konnten. Jeder, dem fremdes Eigenthum zum Aufbewahren anvertraut wurde, dessen Besitzer aber nicht zu ermitteln ist, kann sich über einen Theil des Werthes vergleichen, lieber alle Schäden, (»eiche den Grundbesitzern aus unbefugter Jagd oder Weide, sei es auf dem Felde, im Weinberge oder sonstigen Anlagen, geschehen, ist der Vergleich gestaltet, wenn man nicht weiß, wem der Schaden zugefügt wurde. Allen Personen weiblichen Geschlechtes, welche nicht ' öffentlich der Prostitution huldigen, aber dennoch für ihre Hingabe Geld oder Werthgeschenke angenommen haben, können sich der Ausgleichung be dienen. Ein gleiches gilt für die Männer, welche poii unzüchtigen Weibern für ihre Dienstleistung Bezahlung oder Geschenke annehmen. Jeder, der verdünnten Wein für unverfälscht verkauft, falsches Maß oder Gewicht gebraucht, verfälschte, vermischte, schlecht gewogene oder gemessene Ware verkauft, kann sich vergleichen, wenn er den Betrogenen nicht kennt. (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 30. Juni. Inland. Während des langen, mitunter mit großer Heftigkeit geführten Kampfes, ob Krupp, ob Uchatius, hat die österreichische Hriegsver-waltung selbst, in deren Schöße die Entscheidung ruhte, beharrliches Schweigen beobachtet. Jetzt, nachdem .der Streit entschieden und die Verwendung der Stahlbrönze als Geschützrohr-Materiale die .Genehmigung des Kaisers erhalten hat. tritt das Kriegsmlnisterium hervor mit einer 'kurzen bedeut» samen Erklärung, welche einen doppelten Zweck verfolgt, zunächst auf die Herausforderung Krupps, daß die österreichische Militärverwaltung seine Erfindung sich widerrechtlich angeeignet habe, zu antworten und dann wol auch die Annahme des Uchatius-Geschützes überhaupt zu rechtfertigen. Es wird zunächst constatiert, daß das UchatiuSrohr nicht bloS infolge des ganz verschiedenen Materials, sondern auch durch mehrfache Aenderungen wesentlich von den Krupp'schen Geschützen abw'eiche. Jnbetreff dieser Aenderungen bemerkt die „Wiener Abendpost": „Die wiederholt monatelang auf dem Steinfelde bei Wiener-Neustadt stattgehabten Versuche mit den Krupp'schen Gußstahlrohren haben zu Verbesserungen in der Construction geführt, woran das technische und administrativ Militär-comitö bei den andauernden, vielfachen Correspon. denzen nicht ohne Antheil bleiben konnte. Es ist unverkennbar, daß der hieraus entsprungene Vortheil der genannten Firma zu statten kam, von welcher, nach einer der Zeitungsnotizen, selbst auch in neuerer Zeit Constructionsverbesserungen vorgenommen worden sind und noch bewirkt werden. Hieraus wurde auch die sonderbare Forderung gestützt, daß nunmehr abermalige vergleichende Versuche mit den Stahlbronzegeschützen durchzuführen wären, was eine Verschleppung der Angelegenheit hätte verursachen müssen." Nachdem in dieser Art die Rechts- und die technische Frage erledigt war, konnte die volkswirth-schastliche nicht lange zweifelhaft bleiben. Der Antrag der Firma "Krupp, die Beschaffung eines neuen Geschützmateriales jju übernehmen, mußte abgelehnt werden. Die „Wiener Abendpost" sagt diesbezüglich mit vollem Rechte: „Nur die durch Versuche con-statierte Unmöglichkeit, -ein geeignetes Geschützmateriale im Inland zu beschaffen, hätte den Beschluß rechtfertigen kötinen, in einer so hochwichtigen, die Schlagfertigkeit des Hetzres im hohen Grade beeinflussenden Angelegenheit die Hilfe des 'Auslandes Hu beansprüchen. Bei den besten Beziehungen zu den Nachbütstüaten ist es gleichwol eine gebieterische 'Forderung, durch die eigenen Kräfte die Heeres-bedürfnissc zu decken. Werden noch die bei der gegenwärtigen finanziellen Lage doppelt wichtigen national-ökonomischen Mereffen 'und der um einige Millionen fingere Aufwänd bei 'ÄüSrüstung des Heeres mit Stahlbronze -Hinterladgeschützen inbe-traHt gezüg'in, so konnte-ie KriegSverwaltung, eingedenk ihrer'Äerpflichtüngen gegen Stützt und Heer, keine ändern als die angedtMten Schritte unter-nehmen." Cardinal 'Rn u scher wird jetzt von den National-Klericalen bei jeder Gelegenheit aufs tätigste angefeindet. Es ist dies deshalb bemerken*--werth, weil es beweist, wie wüthend die staits-rechttiche Opposition über die Bildung der „Reichs-partei" ist. Hat sich doch neulich ein Patron vom Schlage des I. S. Skrejschovsky bei der Feier z» Ehren des Bischofs Jirsik herausnehmen dürsw, den Cardinal in ganz ordinärer Weise anzugnifm und dafür lebhaften Beifall bei seinen flericalii Zuhörern gefunden. Die streitende Kirche beginnt eben, unter sich politisch zu streiten und zu hadern. Heute liegt von czechisch-klericaler Seite ein tune Angriff gegen Cardinal Rauscher vor. Den Anlif hiezu bietet die noch immer nicht erfüllte Fordern; einiger wiener Czechen, daß czechische Pfrr-r e i e n in Wien gegründet werden sollen. 8c‘ kanntlich beschuldigen die altczechischen Klerikalen bti wiener Erzbischof, daß er jenes Project, weW allerdings unter kirchlicher Maske keine anderen d? national-politische Agitationszwecke hat, gcmalts«® unterdrücke und der „Czech" droht deshalb bW Cardinal Rauscher mit einer Klage b eimPapfl- Ausland. Die preußische Regierung nunmehr definitiv beschlossen, bei dem BundeSralhr eine Revision des b e ii t f'ch en Strafgi' setzbuches in Anregung zu bringen. Die betrti1 senden Abänderungsvorschläge wurden vor tinigis Tagen von dem Staatsministerium in vereinigte Sitzung feftgestellt. Unter ihnen ist von allgemein«8 Interesse namentlich die Bestimmung, welche W Strafbarkeit des Vorschlages oder des Anerbieta» zur Begehung eines Verbrechens involviert. &'■ entspricht im wesentlichen dem belgischen „Pan graph Duchesne". Sollte es nicht möglich sein, fr der nächsten Reichstagssession die Revision W Strafgesetzbuches in ihrem ganzen Umfange durt zuführen, so wird diese Abänderung als SrparL' entwurs dem Parlamente zur Genehmigung vor«' legt werden. Das W a h l p r o g r a m m der b aier iss' patriotischen Fr actton ist bereits überwundener Standpunkt; die Redakteure der wS' chener ultramontanen Organe, welche sich durch tp Namensunterschrift zu ihm bekannten, haben ei >-den Todten geworfen; der .„Baierische Comia' und der Volksfreund" sind zu der msprügti^ Wahlparole: „baierisdj und katholisch, und m* preußisch und protestantisch," zurückgekeyrt, unbif „Vaterland" hat eine neue Devise auf die gribE Fühne geschrieben; sie lautet: „Auf politischem & biete kein Rom, aber auch kein Hohenzollern, F dern einzig und allein das Haus Willetsbach." * war vonmSzusehen, daß das erkünstelte WaW' weil reichen Wucherers dünkt dem armen Geld-suchenden ein wahrts Golgatha. Insbesondere wird denjenigem, der noch nie ein Anlehen eröffnet, der pegen Vorurtheile nicht genug gewappnet ist, der Tön und die Freundlichkeit des Darleihers doppelt grinsend erscheinen. Er stellte sich den Wucherer fahl und kahl vor, der ihn in der einen Hand mit der GoldwaHe, in der ändern mit einem Sacke voll verschimmelter Thaler empfängt. ihn auf eintm harten 'ArmknsvnderscherüÄiel sitzen läßt und ihm Blut gegen Geld aus den Adern saugend, gleich einem Vampir, nicht zur Rahe kommen läjjt. Doch all die Gebilde der erhitzten Phantasie verschwinden, sobald wir das Heiligthmn eines modernen Wucherers betreten. Der weiß und blau tapezierte Empfangssalon, die würzigen Blumen in glänzenden Porphyrvasen, die vielen Candelaber zwischen Büsten und Statuen, die meisterhaftesten Wert: der Malerei und Scufptur bringen bns arme Opfer i>:s schwindlerischen WncherS' ' titeder zur Befiniiung, beruhigen 'die erhitzte Ein-btiduhgekrast de^ Nevphyicn im Äiileidcg^ichäfte. Wen,tritt der Herr vom Haus im Linesischeii Schlaftvckund stsne Manieren hüben durchaus mchts tlgerärW^ wos aber gemahnen sie unaUS gesetzt an den Fuchs. Neben dem Lu^us der Aus* stattung läßt der Wucherer echte Brillanten an Brust und Fingern glänzen, erkundigt sich Übrigens artig eingehtiid um das Anliegen des Betroffenen. Kennt er zufällig die Familie feines Opfers, sei es auch nur vom "Sehen, so fragt er nach der Gesundheit'von Tante tittd Oilkel und ob die gnädige Mama noch immer an Krämpfen leide. Er geht in düs angetragene Geschäft mit 'Kennermiene ein, prüft Vorsichtig die gebotene Sicherheit und erklärt utiunhvurtben, ob er jtch auf etwas einlassen könne, ob nicht. Man wähne ja nicht, daß der heutige Wucherer an jedermann Geld leihe, davor bewährt ihn sein ausgebreiteter Geschäftsgeist. Wenn wir nicht einen unbescholtenen Namen und solche Hypotheken bieten können, welche die volle Sicherheit in schwunghaften, nur leicht alterierten Handelsverbindungen, ‘in älter aristokratischer Stellung oder in von der ganzen Welt anerkannten Werken der Literatur, vollauf bieten oder:a'uf unbelastetem Grund'Vind ©oben Haftfeh j dann erscheinen wir ja nicht'vor oer Thür eines aitei kannt modernen Wucherers. Blttbt die Thüre hitht im vorhinein geschlossen, so wird sie nach Klarlegung unserer getrübten Geld« Wände, ohne daß die Sicherung klar sei, ganz gewiß für ittitittr geschlossen. Hoffen wir nicht, das harte Wucherherz ^ bloßer Aussicht aus hohe Zinsen und unsere ** währte Wechselunterschrist zu erweichen. Die Berufung auf Ehrenwort und Gesetz ^ fängt nicht, alles Gefühl' hat bei ihm aufgeh®^ seitdem kein SchuköMrm mehr besteht, mit dem ° die Gefühle seines Schuldners und dessen FaM erschüttern könnte. Der Geldverkehr fängt übrigens an fw. werden, wie jeder andere Handelsverkehr, 4.» nächst wird ein Wuchergeschäft eröffnet werden tu* dem Titel und der Firma: „Hier wird Wucher mit Garantie betrieben. Nach solchen Vorgängen wird man einen R» bar zum ändern sagen hören: „Gestern wurde mir ein Sohn geboren." , „Bravo! was werden Sie aus ihm nufl®' Doch einen Advocaten?" -„O nein, die fetten Zeiten derAdvoc-tur P sporadisch, dürften kaum mehr die früher» wM' Ich werde 'beh vielversprechenden Kleinen erziehen." , Das Metier der Wucherer hgt'semea zotdi--Bvden, solange derselbe iticht gttoaliWaMeta» geschlagen und dessen Träger wm Geeilt rn»-ntedergeschkagen wird. 8ramm Jörgs bald wieder desavouiert werden büm - die ultramontanen Blätter, die ihre Bauern kmnen,' wissen mit der „Reichstreue" absolut nichts wzufangen. . Die U e b e r > ch w e m m u n g e n un s u d - lichen Frankreich haben einen Augenblick die Aufmerksamkeit der maßgebenden Versailler Kreise ton den politischen Tagessragen abgelenkl. Marschall Mac Mahon hat sich am 26. d. abends in Begleitung der Minister Buffet und Ciffey nach Tou« loiiie begeben, und waren sowol die Nationalver-Iimmlung als auch die privaie Mildthfttigteit rasch bereit, den unterstützungsbedürftigen Departements Unter' die Arme zu greifen. Die stürmischen Vorgänge m D e r s a l l-lt6 haben in Paris fast ebenso große Sensation Wacht als in der Nationalversammlung selbst. Nan reißt sich dort um die Blätter, aber nicht sowol um die Erklärung des Ministers Buffet zu lksen. sondern um zu erfahren, was der fromme tu T e m p l e über den Marschall gesagt. Dre Na tiinaloeriammiung entzog fast einstimmig du Temple ki Wort — nur ein Bonaparrist, drei Mitglieder kc äußersten Linken waren dagegen — die Bona-tetiften enthielten sich der Abstimmung. Um der Wahrheit getreu zu bleiben, muß icdoch gesagt werden, daß ou Temple, der so 'oft den Zorn von Yaris erregte, diesmal sehr vielen, man konnte h8en, der ungeheueren Majorität, keineswegs uns-füllen hat. Abgesehen davon, daß man dem Mar-totU te nicht vergaß, daß er an dem Stur; von mtti umhals, ist man ihm auch sehr gram, daß tt gegen den Willen der Mehrzahl der Franzosen eine klerical-reacrionäre Politik treibt. Dazu kommt tonn noch, daß die Worte du TempleS die ganze fctraanaw&eit wieder ins Gedächtnis zuruckgerufen haben und man sich infolge dessen allgemein fragt, eng welchen Gründen man denn eigentlich den Marschall, dessen einziges Verdienst dann bestehe, eine sranzöfische Armee von hundertzwanzigtaufend Mann in die Falle von Sedan geführt zu haben, an die Spitze Frankreichs gestellt hat. _______ Zur Tagesgeschichte. — Uebtr eine furchtbare Katastrophe schreibt tnin -us Budapest.vom 27. Juni: Nack raupt Tage Brückenden Hitze ging gestern (am und Ofen ein Ge* Stationen weit sichtbar war. Der Schaden an Weinbergen, Obstbäumkn, Thieren, Effecten, Gebäuden ist ein unberechenbarer. Auch der Südbahnhof in Pest und die Bahn zwischen Pest und Promontor ist überschwemmt, so daß der Personen- und Güterverkehr für einige Tage unterbrochen ist. — Schon in ein paar Tagen beginnen die Wahlen in Ungarn. Die nachfolgenden Daten gewähren nun einen interessanten Einblick in das Verhältnis, in welchem die verschiedenen Parteien einander an den Schlachttagen gegenüberzutrtien beabsichtigen. Nach einer Zusammenstellung des „Nemz. Hirl." sind nemlich in den 47 Städten des eigentlichen Ungarns dermalen 103 Candidaten, und zwar: von der liberalen Partei 79, von der äußersten Linken 19, von der nationalen Partei 1 und von der Sen-nyey-Partei 4. — In den 53 Comitaten sind 440 Candi-daturen angemeldet; 334 Liberale, 47 äußerste Linke, 10 Nationale und 49 Sennyeyistische. <— In den 18 Städten Siebenbürgens sind 37 Candidaten, und zwar: 29 Liberale, 4 äußerste Linke, 4 Sennyeyisten; in den 26 Stühlen und Comitaten sind 47 Candidaten, von denen 38 der liberalen, 1 der äußersten Linken, 8 der Sennyey-Partei angehören. In ganz Ungarn sind daher bis heute 480^>er liberalen, 71 der äußersten Linken, 65 der Sennyey- und 11 der nationalen Partei angehörende Candidaten, zusammen 627, angemeldet. Es muß jedoch noch bemerkt werden. Laß in 35 Bezirken bisher entweder gar keine oder keine ernstliche Kandidatur ausgestellt wurde, ein neuer Beweis für den geringen Grad von Interesse, das die große Menge der ÜBeoöllerung diesmal den Wahlen cntgegetibringt. — E i n schnlfreuiidlicher Prinz. Der älteste Sohn des Khedioe, Mohammed Tevsil Pascha, der einst sein Nackfolger in der "Regierung sein wird, ist ein sehr warmer Schulfreund. Er verwendet jährlich in den Dörfern, die seine Apanage bilden, große Summen auf Schulbauten und Schuleinrichtnngen. Nun hat er auch in der Nähe seines Palastes zu Knbeh, eine Sckule für die Kinder der umliegenden Dörfer eröffnet, die schon am ersten Tage ihrer Eröffnung von sechsunddreißig Schulkindern besucht worden ist Während des Sommers nun, den der Prinz gewöhnlich in diesem Paläste verlebt, besucht er jeden Abend die Schule, erkundigt sich eifrigst nach der Aufführung und dem Fleiße der Schüler, eltheilt Lobsprüche und Tadel. Er hat der Schule ein großes Stück Land zum Geschenke gemacht, damit die Schüler darauf den Feldbau erlernen sollen. toftuW; anwährenden Ü6.) nachmittags gegen 6 Uhr über Pest bitter von solch beispielloser Gewalt nirter, »ie eä hier seit tancluttn nicht erlebt wurde. Eine halbe stunde etwa StTein vom Sturm gepeitschter Platzregen, da versin-tee sich plötzlick die Luft, Blitze zuckten, Donner trachten fuMbarer Wolkenbruch goß seine Fluten Über die- «rtatt to miß- und eigroße Schloffen prahlten mit entsetzlichem Öetöfe nieder. Nach längerer Panse goß und strömte eS W unter fürchterlichem Donnergekrache und blendenden Slißen bis »ach Mitternacht. Die Katastrophe, welche das «raitter in Ofen und den umgebenden B.lleggiatnreu am Mttac. Bis zum 27. d. abends waren 1*0 Tobte cou ten und werden noch Leute vermißt unter anderen auch on LiP.haY, der sen.tyeystische Candidat. Einige dreißig HLllser sind in Ofen cingeftüvzt (natürlich nui kleine Häu-l Die Zahnrad- und Straßenbahn nach dem Anw.nkel M vollständig demoliert nnd dürften in vierze n Tagen nicht wieder in Betrieb gefetzt werden können. Noch nach* mittaas laaen große Hansen zusammengesroreuer Hagelstücke in den Straßen. Die Katastrophe .st hauptsächlich dadurch iafjber große Abzugskanal, der „TenfelSgraben" entstanden, U herabströmenden Woffermen- CSSÄß*1J *■ •*« ; ' . ftSufet welche auf demselben standen, emstür. t r ;*’f*en Bade in der Raitzenvorstadt, IN welchen jiTetaeW «nzahl Leute geflüchtet hatte, vollständig ver-‘ ; b PÄUtJ t,ie Katastrophe ist eine der denkbar grau- ^d dürf e möglicherweise noch gestern ein Nachspiel Ä Lben denn als ich um halb 10 Uhr nacht« von nyawn , ' v„ abermals von so linhetl Local- mw Provinzial-Angelegenheitea. Origiml-Correspondenr. Sieumarktl, 24. Jnni 1375. (Eröffnung der Badeanstalt.) Dnrch das gesellige Leben, welches sich seit einiger Zeit in Nenmarktl wieder zugegen begann, ist es gelungen, hier ein lange schon entbehrtes Bad zu erricht ten, welches nun auch vollendet wurde. Aus diesem Anlasse fand heute die feierliche Eröffnung desselben im Bräuhausgarten des Herrn Josef Rock statt. $eft wegfuhr, - f*0£,eiicn Wolken bedeckt und war eil SÄ-“' - " war der Himmel ein Die Gesellschast war s.hr zahlreich versammelt und wirklich sehr animiert; eS war heute ein in Nenmarktl schon lange nicht dagewesener, geselliger und sehr vergnügter Abend, welchem hoffentlich noch mehrere andere Nachfolgen werden. Das geehrte Mufilquintett von Nenmarktl hat freundlichst mitgewirkt, welchem man auch alles Lob auSiprechen. inuu, da es in seiner Aufgabe standhaft verharrt, unter der ausgezeichneten Leitung wirklich erfreuliche Fortschritte gemacht hat und der Hoffnung Raum laßt, uns noch öfters einen vergnügten Tag zu schaffen, was wir auch von Herzen wünschen. Zur Verherrlichung der Feier Hat auch das veranstaltete, jehr gut gelungene Feuer-werk viel beigetragen. An Toasten fehlte es nicht und selbe wollten kein Ende machen. Die Gesellschaft war sehr animiert, so daß man auf eilt Ende gar nicht dachte. (Allerhöchste Spende».) Der Kaiser hat den Ortschaften Verbica, Lerbovo und Jassen zur Ermöglichung der Errichtung einer gemeinschaftlichen Schule, ferner dem ersten krainischen Beteranenvereine in Domschale zur Stärtung seines Unterstützungsfondes je einen Beitrag von einhundert Gulden ans Priuatinitteln gespendet. — (Anerkennung.) Den Herren l. k. Bezirks-hauptleuteiiStaltballereuathJoses Schiviz v. Sckiviz-hofen in Laibach und Johann Pa j k in t'ittai wurde aus Anlaß ihrer Versetzung iit den Ruhestand die allerhöchste Zufriedenheit ausgedrückt. — (Ernennung.) Das k. k. Oberlandesgericht in Graz hat Herrn Johann P e l o l j, Conceptsprakricanten bei der k. k. Finanzdirection in Laibach, zum Auscultanten für das Herzogthum Kärnten ernannt. — (Fleischtarif pro Iuli.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen kostet 27 kr., mittlere Sorte 23 kr., geringste Sorte 19 kr.; von Kühen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleifch 24, 20 und resp. 16 kr. — (K a ff e 6 i e n fl beim k. k. Po,ft amte.) Laut einer Kundmachung der k. k. Postdirettion wird auf Grund gepflogener Erhebungen der Kassevienst bei dem k. k. Postamte in Laibach vom 27. Juni 1875 angesangert an Sotm-und Feiertagen, mit Ausnahme jener, welche auf den ersten oder letzten im Monate fallen, von 1 Uhr Nachmittag ab-eingejleUt werden. — (Durch Hagelfchlag) wurden am 25. d. die in der Stenergerneinde Obernnßdvrf, Bezirk Rudvlfs-werth, gelegenen Ortschaften Seroolog, Obernußdors und Altenvors, namentlich Saaten, Feld- und Obstsrüchte bedeutend beschädigt. — (Gau turn tag.) Am 27. d. fand in Graz eilte Versammlung von Abgeordneten der verschiedenen Turnvereine statt, welche den Ganoerbatid der deutschen Turnvereine von Steiermark, Kärnten, Krain und dem Küstenlande bilden. Dieser Gantnrntag behandelte wichtige Fragen der Organisation und des Tucudetricdes und unter anderem auch das Programm für die nächstjährigen Gruppenturnen. — (f Franz Hermann von Herrmanns,-thal,) der in Oesterreich wohlbekannte Lyriker, dessen Perfönlichkeit älteren Herren ans Laibach wol noch in Erinnerung fein dürfte, ist am 24. d. nachts in Wien gestorben. Sein Freund, Herr Ludwig Foglar, sendet der „N. Fr. Pr." einen Nackrnf an den Verblichenen, welchem wir folgende Stellen entnehmen; Herrmannsthal war zu Wien am 14. August 1799 als der Sohn eines kaiserlichen Staatsbeamten geboren, absolvierte hier die Rechtswissenschaft, trat in den Staatsdienst beim Finanzsache, fungierte 1830 als Secretär der Cameral-Gesällen-Administration in Laibach und beschloß seine amtliche Thäügkeit als Seelions ralh beim Finanzministerium in Wien. Schon frühzeitig begann der Dichter in ihm sich zu regen, obtool nur weniges daupn in die Öffentlichkeit drang.. Erst 1830 erschienen seine „Gedichte" (Wien, Gerold) und 1837 eine zweite Sammlung: „Mein Lebenslauf in der Fremde" (Freiburg, Wagner). Beide fanden wol freundliche Ausnahme, aber kein Publicum. Dieses mochte sich gerne damit entschuldigen lassen, daß selbst „Leute vom Fach," welche die Literaturgeschichte machen, den Namen Herrmannsthal nicht kannten, obschon Mnsen-Almanache und zierliche Taschenbücher, wie „Aglaja" u. a., mit ihm Staat machten, wie mit jenen von Grillparzer, Deinhardstein, Tschabuschitigg, Baueruseld und anderen. Auch ein erster dramatischer Versuch aus dem Jahre 1831, „Die Blutrache," drang nickt über die engen Grenzen der eigentlichen Literaturgemeinde. Dagegen hatte ein zweites Drama: „Ziani und seine Braut," 1847 aus der wiener Hofbühne einen durchgreifenden Erfolg, und die Ui olle des Ziaiit blieb lange Zeit hindurch daS beliebte Steckenpferd des berühmten Schauspielers Löwe. Das Trauerspiel : „Der letzte Ravenswood" (nach W. Scotts „Braut von Lammermoor"), welches 1860 auf derselben Bühne erschien, vermochte nicht vollständig dnrchzugreisen, obschon ’es mit ehrender Anerkennung ausgenommen wurde. Als lyrischer Dichter wird Herrmannsthal in die Schule Plaiens gereiht und hat inbezug auf tadellose Reinheit der Form kaum einen Rivalen in Oesterreich. Er hat, der erste daselbst, das Ghasel vorzugsweise und mit Erweiterung des, gedanklichen Inhalts gepflegt, darin auch eine solche Virtuosität erlangt, daß er ohne Frage neben Rilckert und Platen gestellt werden darf. (Die Erruugenschasten fortschreitender rtuliar, die Siege der Ethik, Aesthetik und Philosophie, aber auch deren Verirrungen finden darin ihren treffendsten Ausdruck.) Herr« mannsthal war seit 1834 mit einem Fräulein Ob 1 ak aus Laibach verheiratet, einer eminent gebildeten Dame, die ebenso meisterhaft das Klavier behandelte, als sie zeichnete und malte, ebenso tüchtig als Hausfrau und Mutter sich erwies, als sie in ernster mit schöner Wissenschaft.Bescheid wußte; Sie starb 1854 und hinterließ zwei ihr ebenbürtige Töchter, deren eine als Malerin in München eine sehr ehrenvolle -Stellung entnimmt. Sie ist »ine SckiUerin des berühmten Historienmalers Blaas und ihr Meister gibt ihr das Zeugnis, daß es eine Freude fei, in solchen Schülern sich selbst wiederzufinden. Herrmannsthal machte persönlich den Eindruck eines liebenswürdigen Menschen, voll Feuer und Lebhaftigkeit. Die Jahre haben an diesem Bilde nichts zu ändern vermocht, ja, die geistige Regsamkeit ist mit ihnen sogar gewachsen. Herrmannsthal übersetzte noch in den letzten 'Jahren Byron'sche Trauerspiele in Prosa für seine in München lebende Tochter. Im eigenen Hanse mochte er gerne seine nächste Umgebung durcb den Vortrag eigener oder fremder Poesie er freuen. Er war ein eminenter Vorleser, und es machte ihm nicht die geringste Schwierigkeit, einen ganzen Abend damit auszufüllen. Wie er war kaum ein zweiter bewandert in der alten und ältesten, sowie in der neuen, neueren und neuesten Literatur. Ein beneidenswcrthes Gedächtnis unterstützte ihn dabei mächtig, um das erkannte im rechten Augen: blick auch gegenwärtig zu halten. Ein glückliches Fami-lienleben, eine heitere Lebeusanschauung waren Hertmanns: thals kostbarstes Besitzthum, und wer ihn um die Mittel dazu fragen wollte, dem ward die aus harmonischer Stim trnrng geborene Antwort: „Ich bin weder Pessimist noch Optimist, sondern Medio-Christ!" Witterung. Laibach, 30. Juni. Morgens Nebel bis gegen 8 Uhr anhaltend, dann heiter, nachmittags zunehmende Bewölkung, um 2 Uhr Regen, ferner Tonner, die Alpen rein, schwacher SW. Wärme: morgens 6 Ubr -f- 15 8“, nachmittags 2 Uhr -f- 23 0° C. (1874 -f 250°; 1873 + 28 2« C.) B arometer 734 98 Millimeter. Das vorgestrige TageSmittel der Wärme 4- 18-1°, das gestrige + 18 9°; beziehungsweise um 0'8° unter und 0-0° gleich dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 23 65 Mm., der gestrige 10 85 Mm. Regen. Angekommene Fremde. Am 30. Juni. Hotel Stavt Wien. Löffler und Baum, Reisende. Wien — Herwig, Kfm., Köln. — Hirsch, Gerichtsadjunkt. Wol-kersdorf. — Brauchbar. Weiskirchen. - Ortuer, Privat. Knirtelfeld. — Pfeiffer. Fabrikant, Mlkermarkt. — Gras Thurn, Besitzer, RadmannSdorf. — Berger. Londwirth, Villach. Hotel Elefant, v. Höser», Planina. — Baron Tausrer, Weixelburg. — Hadnig, Baron Luchatellr und Baromn Strasoldo. Fiume. — Baronin Rechbach, Görz. — Gra ber, Agent, Budapest. — Weiß, Händler, St. Veit. -Krawaritsch, Notar, Bruck a. M. - Kupljen, Notar, Cernembl. — Basiö, Agent. St. Georgen. — Kummg, Kfm., Wien. — Schmidt. Kfm., Baden. Hotel Europa. Graf Lodron, k. k. Statthalter, Kärnten. Baierischer Hof. Lindig, Kfm.. Stuttgart. Mohren. Darasc, Lichtenwald. — MuSenit, Fabrikant, Sagor. ______________________ Verstorbene. 2) e n 27. Juni. Josef Birtii, Taglöhner, 50 I., Civilfpital, Erschöpfung der Kräfte. m £„, „ Den 28. Juni. Johann Scherer, Maschmfllhrers-Sohn, 6*/, I., Bahnhofgaffe Nr. 120, brandige Rachen. Bräune. — Peter Dornig, Zimmermann, 66 I., Polana-Vorstadt Nr. 98, Altersschwäche. Den 29. Juni. Anna Schunir, gew. Köchin, 75I., St. Petersvorstadt Nr. 144, Brustwaffersucht. — Anna Maadalena Bartl, Eüdbahnbeamtens-Kind, 19 Tage, Sa-puzinervorstadt Nr. 85, Atrophie. — Josef Miklauc, Bürger und Hausbesitzer, 81 I., Stadt Nr. 291, Lungen-lähmnng. Telegramme. Prag, 29. Juni. Kaiser Ferdinand ist heute um drei viertel auf vier Uhr nachmittags infolge Lungenlähmung verschieden. Madrid, 29. Juni. (Ofsiciell). Die Fregatte Victoria beschoß die Hafenstädte Deva und Mo-trico an der cantabrischen Küste. Telegraphischer (Kursbericht am 30. Juni. Papier-Rente 70-20 — Silber-Rente 74'----- 1860er Etaats-Anlehen 111-80 — Bankaktien 950.— Credit217.75 _ London 11145 - Silber 101-75. - K. k. Münz-dncaten 5 23 7, - 20-FrancS Stücke 8 87. — 100 Reichs-mark 54-65. Ein Cinniniö, 20 Iahte alt, der slovenifchen und deutschen Sprache mächtig, 58ngere Zeit in einer gemischten Handlung servierend, wünscht Gesällige Zuschriften erbittet man »einen Posten zu ändern, intet F. W. 1007. (440) 3—1 Einladung zu dem in der Öitalnica - Restauration von Donnerstag 1. Juli bis Donnerstag 15. Juli 1875 täglich von 10 Uhr früh bis 12 Uhr nachts stattfindenden Brfl-Krgklschcidcn zum Besten des Streichorchesters der Citalnica mit folgenden Gewinnsten: 1. Best: « k. MNnzVnkaten; 2. Best: 4 k. Münzdukaten; 3. Best: 3 k. Mllnzdukaten; 4. Best: 10 fl. in Silber; 5. Best: 7 fl. in Silber: 6. Best: 5 fl. in Silber und ein Juxbest. Eine Seite kostet 2« kr. Zn diesem Bestscheiben ladet alle Kegelfreunde höflichst ein (442) 3—i das (Sonnte. loden-Arbeiter für Männer-, Damen- und Kinderschuhe werden ausgenommen und finden fortwährende gut bezahlte Beschäftigung in der Schuhfabrik des Anton Kleinschuster, Marburg a. D. (437) 3—2 a.i Josef Karinger Niederlage der Apparate zur Zelbsterzeugung von Todawasier, Gas-Limonaden und anderen moussierenden Getränken (253) 13 für 1 — lVi — 2 — 31/, Liter circa 3U — 1 — 1 Vs — 2'/* Maß per Stück fl. 9 -, 10'-. 1150, 13 —. nebst Füllungen. Herabgesetzte Preise infolge großen Absatzes. JOSEF NASS, (in Besitzer des grössten J/MaMfacW-&» Waren-Maeazins ln Wien, Stadt, Wollzeile Nr. 35 und II. Taborstrass Nr. 4, beehrt sich hiermit anzuzeigen, dass er sich mit ein« reich assortierten Lager von allen Gattungen S7 kr. Waren über die Marktzeit hier aufhalten vilil Yorräthig sind: Grosse Auswahl vonScliafwoll-Klei-derstoflen, echtfärbigen Percails. Itattiste, Brillantin, Ecru, Bare«?. Leinwand, Cretton, Chiffon, Grad! Handtüchern etc. etc. und vielen anderen Artikeln. Besonders hervorzuheben: Seiden- und Sammtbänder, Wirkwaren, Spitzen, Schleier, Vorhäng» Quasten etc. etc. Das Verkaufslocale befindet sich im ifrlafti ftfim Kaufe, dl der JjtailecjWrnA- Zum geneigten Besuche ladet höflichst ein •Josef jVass aus Wien. Gegen hohe Provision suchen wir in allen Orten, Stadt und Land, tüchtige Agenten und Acquisiteure. Adresse: General-direction der sächsischen Bieh-versicherungsbank in Dresden. (439) 2-1 Im Virant'schen Hause ist für den kommenden Michaeli-Termin eint schölle Wohnung bestehend ans fünf Zimmern, Küche, Keller rc. zu vergeben. Näheres beim Hausadmini-strator. __(438) 2 — 2 Eine Mstttjlellk im Reviere zu Stattenberg in Krain ist mit 1. Oktober l. I. zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein jährlicher Gehalt von 400 fl. v. SB., freie Wohnung, Holz, Licht und Deputatfclder verbunden. Erforderlich die Kenntniffe des Deutschen in Wort und Schrift und der slovenischen Sprache, Nachweis praktischer, förstlicher Kenntnisse und der Fähigkeit, eine genaue Verrechnung zn führen. Bewerber »vollen ihre belegten, eigenhändig verfaßten Gesuche an die Gutsverwal-tniig zu NaffenfiiO in Krain bis 15. August 1875 ein-senden. (433) 3—3 Hnnderttanseirde von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einrig und allein existierende« sichersten und besten Haarwuchsmittel Es gibt nichts besseres _ „ zur Erhaltung WSNMWWM und Beförder»^ des Wachöthnniü «16 die in allen Welttheile» fo bekannt und berühmt gewordene, von medio. Autoritäten geprüfte, mit den glänzendsten und wunderwir-kendsten Erfolgen gekrönte, von Sr. k. k. apoatol. Majestät dem Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich, König von Un- der Kopfhaare garn und Behmen eto.»J einem k. k. auasohl. PrlyUi für den ganzen Umti k. k. öiterr. Staaten Zahl 16810-1698 ausgeseie» wo bei regelmässlgi kahlsten Stellen des em Gebrauche selbst die Hauptes vollhaarig werden; graue und rothe Haare bekommen eine dunkle Farbe; sie stärkt den Haarboden auf eine wunderbare S&eife, beseitigt jede Sohuppenblldung binnen wenigen Art von l Tagen vollständig, verhütet da« Ausfallen der Haare in kürzester Zelt gänzlich und für immer, gibt dem Haare einen natürlichen Glanz, diese« wird wellenförmig und bewahrt es vor dem Ergrauen bi» in dahöchste Alter. DV~ Durch ihren höchst angenehmen Genich und die Prachtvolle Ausstattung bildet sie überdies eine Zierde für den seiiistcn Toilettetisch. - Preis eines Ticgels sammt Gebrauchsanweisung in sieben Sprachen Mit Postversendung l fl. 60 kr. . Wiederverkäufer erhalten ansehnliche Perzente. Fabrik und Haupt-Central-Bersendungsdepot en gros & en oeiau Carl Volt. _ .. Parsumeur und Inhaber mehrerer k. k. 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