Vereinigte ^H,i,7^ Laibacher 3 e i tM, g. N«. i< Dienstagden »2. Jänner i3iH. Inland. I l l y r i e n. "^^«r neue ln Folio-Format erscheinende s)586rva-to^e von Trieft berichtet unter dem 4. Jänner,Lig, daß man daselbst wie in mehreren Städten Inner-östereichs die Einrichtung getroffen , das neue Jahr mit wohlthätigen Spenden fur wahrhaft Arme zu eröffnen. Demnach sind m Trieft Ü62 Gratulationä-V iMeNi gelöst und de:z» wohlthätigen Zwecke 10I0 Gulden 55 Kreutzer gewonnen worden. Angekommene Schisse in Tviest vom i. ^- 7. Jänner. Die Ost. Brigantine, ^.n^k^ik» 1 Q^N^N^r ^>on Messina mit verschiedenen Waaren. Ter Amerikan. Schoner, ).1^,<^n^(^ von Bo-sion :lüt kolonial: Na.«?n. Die russische Brigg / Ne^^wic von Alexan-dria. Die Dänische Brigantine, (7^t >!imi c:^istinH Von 'Ümedig mit Ltoctsifch, Die Ost. tzrig,, p^.^.:o von^Smi.'na mit verschiedenen Waaren. ' 5ie türtische Brig. 3. 3Miäwnt:vo^ ^t^8so mir Rönnen. - Die Hoüänd.^ Brig., Neptun von Bergen mit Stockfisch. Die E'NglischöBrig. Sussana von London mit Colonial- Waaren- Die Russ. Brig. ^.r^ccliina von Smirna mit >^chiruenet! Waaren Am 5. Jan. Das Dampfboot Karoline v«l» Venedig in » Tage. Das Schwedische Vombardierschiss / die vie < Schwestern von Venedig. Am 6. Jan. Die Ionlsche Brigantine Pericles von Corfu mit Rosinen. ^ ic Sardin. Brigant. ^l^lilir,7i2^eU6 (Ii'^> 2ie von Smirna mit verschiedenen Waaren. Die Englische Brigant. 3. l^22Hio mit ver< schiedenen Waaven. Nedstdem in den letzten zwei Tagen noch 22» Barlen ans Dalmatien, Istrien und Friaul mit ^.nd ohne Ladung. W i e n. Wegen des Hinscheidens der königl. Prinzessinn von Pohlen und Sachsen, Großtante Sr. Majestät des Kaisers, Marie Elisabeth, haben AUerhöchstdie-N'iren eine vierzehniagige Hoftrauer anzuordnen geruher, welche zugleich mit jener fur weiland Se. öulchlaucht, den regierenden Herzog von Anhalt-Cöthen, Ludwig August Carl, von zwölf Tagen, mit jolgender Abwechselung vom/», div 17. ^anner . getragen wird. T ie ersten sieben Tage, d. i, vom H. bis ein-schließig ic». Jänner, erscheinen die allerhöchsten und hcchstcn Herrschaften, die k. k, geheimen Rathe/ F.ammcrer, und Truchsesse in schwarzen glatten Kleidern mir seidenem gleichfarbigen Ünterfutter, mU ^ angelaufenen Degen und Schnallen; die andern sieben Tage,d. i. vom n.'bis einschliesiig ,7. Jänner in erwahnrer Kleidung, mit Manchetien von Sp^ l^en, gefärb.en Degcn und Schnallen. Die allerhöchsten und hopsten Frauen und die 'H .Damen erscheinen die ersten sieben Tage lm schwarzen Gros de Ton» mit..schwarzem Kopfputze und Garnituren, ^Dmn mit fthmar^em Schwucke; die andern sieben Tage in voriger Kleidung, mit Kopfputze und Garnituren von Spitzen oder Blondes und echtem Schmucke. , (W. Z.) Ungarn. Ofen. Se. k. k. Maj. geruhcten, die in der Graner Metropolitan - Diöcese vacant gewesenen Archidia-conate folgenden Domherren dcs Graner Metropo-litankapitels allergnädigst zu verleihen, und zwar: das Vaizer dem Joseph v. LlMk, Abt L. KI. V. civ ^lonoötia; das Komorner dem Johann v. l^o> välik, I'ridunicer Bischof und Generalvicar des Graner Distrikts; und das Neutraer dem Stephan v. Vi'äna, Abt des h. Gregorius lie ^ul>cl^. Ein ungekannter Menschenfreund hat im jüngstverflossenen Schuljahre abermals die Schuljugend in der Banal-Militärgränze mit mehreren Exemplaren, Sittlichkeit und Belehrung fordernder IugendsHriften beschenket. Da die Bescheidenheit dieses edlen Wohlthaters den BeHorden nicht gönnt, ihm namentlich zu danken, so möge er hier im Namen der zarten Schuljugend den wärmsten Dank für seinen Edelmuth empfangen. , (Lreßb. Z.) Ausland. Deutschland. Nach Berichten aus Frankfurt vom 27. December,.war der grosiherzogl. Badische Minster am Bun-dsstage, Freyherr von, Perlheim, seit, einigen Tagen daselbst emgerroffen. Man glaubt, er habe den Auftrag erhalten.» beider Commission für die Terricorial-ElNthcilungen die Unterhandlungen in Hinsicht der Ausgleichungen mit Bayern zu betreiben. Der konigl. Preußische Staats-und geheime Legationsrath von Kluber traf am 24. December zu Frankfurt ein, (W. Z.) Preußen. Ihre Maj. die Kaiserinn Maria von Rußland waren am 23. v. M. von Weimar zn Potsdam angekommen, und von dem lgesammtm Hofstaate!, so wie von den Prinzen und Prinzessinnen des königs. Hauses auf das Feyerlichste empfangen worden. Se. Maj. der König waren der erlauchten Reisenden eine Strecke entgegen gefahren. Am 27. verließen Ihre kaiserl. Majestät die Haupt-siadt ganz in derselben Art wieder, wie Allerhöchstsie Ihren feyerlichen Einzug gehalten hatten. Mit dem Anfange dieses Jahres erscheint zu Ber-? lin eine ne^e Zeitung unter der Benennung: „Allgemeine Preußische Staatszeirung." Dem Gutachten der Preußischen Immediat - Justiz? Commission über das öffentliche Verfahren in Civil-Sachenzu Folge, haben alle Tribunale in den kimigl. Rhein-Provinzen, ohne Ausnahme, sich laut und unbedingt für das öffentliche Verfahren erklärt, und dessen Erhalrung.als eine der größten Wohlthaten ge-' wünscht. Nur von dem aus drey Gliedern bestehenden Kreis - Gerichte zu Kleve hat die Majorität für die Abschaffung des össentlichen Verfahrens gestimmt. Das dritte Mitglied stimmte aber .gegen die beiden andern. . (W. Z.) Königreich der Niederlande. VuM, den 22. Dec. Alles, was Herr v. Prade schreibt, scheint bestimmt viele Leser zu finden, und einzelne Stellen seiner Schriften verdienen, es. So ist es mit seinem Wert: Die vier Konkordate. Da) Gemälde,5as er von ^ius Vll. eiwvirft, ist treffend, und wird nichr ohne Theilnahme gelesen werden: „Plus VÜ. weiß nicht so zu imponiren,. wie ftin Vorgänger, zeigt sich aber als den würdig gen Stellvertreter desjenigen, welcher aNen Menschen die Lehre gab/ nach seinem Beyspiele sanfrnmthig und von Herzen demüthig zu seyn. Piuj V'. war mehr, Souverän; Pius V,!. hat aber mehr das An-sehen eines V.ners der Christen, und wenn die Ge» statt sich so ersetzen ließe, unc das Amt, so wäre zli wünschen, daß die semige ein immerwährendes Bild der LabstwKrde seyn möchte, welche seinem Gesichte den himmlischen Ausdruck aufgeprägt hat, der nur ihm eigen ist.... Pius Vll, der in Klöstern sem Leben zubrachte, hat die Einfachheit und Mäßigung des Gemüthes bewahrt, die zur Abgezogenheit und Entsagung des Irdischen erforderlich ist. Es ist eine von den Seelen, die durch den Wechfel ihre« ,5 VerMtniße nichts an -ihre? Heiterkeit verloren, und die, von Hoheit umringt, sich immer gleich bleiben.« (S.Z.) Frankreich. Der Herzog von Bourbon hatte am 23. Dcc., - D '5' °°" """""" ")« Di«i,fio.. °er-« und //'"' '" '^° ^bdantm.« .,.«e..°m- noth.vendrg Zelt gewinnen müssen, um ihre Vo^c schlage,mit einander zu verabreden und ihre Stellung zu den Kammern zu nehmen. Ein'Privatschreiben aus Paris vom 25. v. M. (ün Journal de Frankfort) bestätigt die Nachricht voll. einer Mimsterial - Veränderung. In diesem Privatschreiben wird Hr. von Mollien für die Finalen ^ Hr. von Villelle für das Innere, der Graf Simeow für die Justiz, der Graf von Lauriston für das Kriegswesen, und Hr. Cuvier für die Marine desiglnrt. Ferner heißt es in demselben, das Polizeiministeriut» solle ganz aufgehoben werden; dem Hrn. Decazs? sei eine Botschafterstelle zugedacht; andern zufolg/ wolle er sich aufs Land zurückziehen. Nach directen Nachrichten, welche w?r ans Panl erhalten haben, bestätigt es sich vollkommen^ daß nach mehreren Versuchendes Ministeriums, sich un^ ter sich zu vereinigen^ endlich die sämmtlichen Minister, mit alleiniger Ausnahme des Herzogs von Richelieu, ihre Dimission gegeben haben, welche auch von dem Könige angenommen wurde. Der Herzog von Richelieu hat sodann den Auftrag erhalten, ei» neues Ministerium zu bilden. In Paris herrschte die'vollkommenste Nuhe; die öffentliche Aufmerksamkeit war in hohem Grude gespannt; aber über die Tendenz des neuen Ministeriums berrschle unter dem wohlgesinnten und Vernunft t-gen Theile des Publicums durchaus keine Beunruhigung , weil man die feste Überzeugung hegt, daß der König wett entfernt, den Sieg irgend einer der beiden extremen lParteien begünstigen zu wollen, vielmehr allein darauf bedacht ist, das wahre Interesse der Nation und die Rechte der Krone gegen jedes Extrem standhaft zu schützen. Wie schwer in, dieser Hinsicht die Wahl neuer Minister seyn müsse, ist leicht einzusehen; denn die meisten zu einem s» wichtigen Amte geeigneten Männer tragen, oft wider ihren Willen, die Farbe einer Partei, ohne deßhalb irgend eine der extremen Absichten der eral-4iri,en Koryphäen dieser Partei zutheilen. Dec Mann musi daher gewöhnlich von seinem Rufe getrennt u,-; unterschieden werden — ein Unternehmen, w^h,^ sicher kein leichtes ist, wenn es die Bildung cmcs ganzen neuen MinisiermmWlt. (Ostr. Beoö.) zC M G r o si b r i t a n n l e n. 'S) wle jetzt Lord W^lington, erhielt seiner Zelt auch der große ))larlöoroilgh n.^ch dem Si?ge bci Blindheim die Ober - ^elözeugm:ister - Würde. Der höchst unangenehme Tcndru k, den d^ie letzten Hinrichtungen wegen Forgery auf das Publicum ge-niacht, hat endlich die Ban^. veranlaßt, die noch üb« vigen Anklagen, wegen Banknotenverfälschung zurückzunehmen. Hr. Rothschild soll von der Bankjden Auftrag erhalten haben, dem Kanzler der Schatzkammer den Vorschlag zu ci^er Bill zu machen, die Todesstrafe au Horgery aufzuheben^ Am 18. v. M. ereignete sich auf der Londoner Börse ein seltsamer Vorfall. Zwischen 12 und l Uhr erschien plötzlich im Hofe dieses weitschichrigen Gebäudes ein wüthender Stier, welcher Angst und Schrecken verbreitete. Die Wechselmäckler und Kaufleute rannten nach allen Seiten, um der Bestie zu entgehen; es versammelte sich viel Volk und nach einer Weile kamen «uch einige Ochseinreiber; aber Niemand hatte den M tth sich dem Sriere zu nnhern, ter seine Promenade auf der Börse fortsetzte und mitunter Miene machte, die beängstigten Zuschauer an-z-UHreifen ; endlich wurden die Thore zugeschlossen und Eonstables geholt, um das Volk zu zerstreuen. Ein Matrose faßre nun das Herz, sich dem Thiere mit e^ nem / Stricke zu nähern , den er ihm um, deu Hals warf; die Ochsentreiber- benutzten diesen Augenblick um den Stier zu ergreifen und ihn mir Gewalt fortzuschleppen. Als der Stier fort war, bemerkten mehrere Individuen, daß ihre Uhren und Sacktücher »erschwunden waren-» (Astr. B.) N o v d c A m 3 r i k a. Eine Zeieung von Washington schreibt unterm ii. Nooeinber ; „Hchon treffen allmählich die Ab- Kccrdncten der vereinigten Staaten zu dem Congres- -sc in unserer Bundesstadt ein, und unftre Blatter- erschöpfen sich in Muthmasmngen über den Inhalt t'ü Boths5)aft, mit welcher der Präsident die Si- ! >n,qen eröffnen, und sonuc die Gegenstände be^eich- ^i zvird, welche unsere Repräsentanten dießmahl ^or^ÜHlich beschäftigen dürfen. Aus dem als offi»- ziellej Blatt zu betrachtenden National-Intelllge^ cer haben wir schon früher die vorzüglichsten G«? genstände der künftigem Berarhung mitgecheilt". Der Richmond Enquirer bemerkt über denselben Gegenstand : „Das- Schicksal der beiden Florida's , die E,reigni>se im südlichen A,uerika, und die Be.-ri5)te unserer dahin gesendeten Comiüisarien , wcr. den die Aufmerksamkeit des Congreises iu hohem Grade in)Anspruch nehmen. Welche Mittel hat Buenos -ayres, um seine Freiheit und Unabhängigkeit zu behaupten? Welcher Geist beseelt die Bürger dieses Freistaates, und wie groß ist der Einfluß zder Geistlichkeit? Ist Puyerredon ein Freund des Des« potismus und insgehein der tönigliche'l Sache ergeben , oder achcet er des Volkes Rechtes Melche^ ist das Verhältniß zwischen Buenos - ayrcs und Chili? Was sin^ die Absichten .'lrtigas/ und welche Kräfte kann der Freistaar an der Banda orientale entwickeln ? Wiro Chili Talcahuana erobern, und ohne für die eigene Sicherheit fürchten zu müssen, die Waffen für Peru's Befreiung g.>bra lchen können? Alle diese Fragen kom nen in Betracht, wenn das Verhältniß der lrördlichen zu der südlichen Hälfte un^ fers Welttheils erwogen werden soll. Mehrere öffentliche Blätter schelten Puyerrcdon einen T).,-ann.en, nennen es Verrath an der Sache der Freiheit, wenn die vereinigte» Staates», ihn als überhaupt von Buenos - a,yreä a!»er«nnen würden. Der Präsident wird den Schleyer lüften müssen, welcher bis jetzt üoch-die Ei'eigniffe in Florida und d^e darüber gepflogenen Unterhandlungen verhüllc. Wir werden erfahren, ob und '/l >vie fern General Jackson seine Befehle überschritten, hat, und,die Correspon,den,z zwischen dem Präsidenten und dem Bpanlschen, Hofe- vorgelegt sehen. Endlich wird man entscheiden, müssen, ob die eigene Sicherheit Florida's Besetzung erheischt. Die Sch-rffung eines Papiergelbes dürfte v elleicht auch zur Sprache kommen. (I. 3.) Wechsel-Cours in Wie.n vom 7. Jänner 1819. Conventi^'Nsmünze vsn Hundert 25» zf^ Gedruckt hei Ignaz Alops Edlen von Klsinm«yr«