omZOPREIS: wodiMte£« 10 Hpi Samstag'Sooatiig IS Rpl ünonittrBet öciiuag Amtliches Organ des Vertag und Schrlftleitunc: *Mtrbar| a. d. Drau» Badgasse Nr. 0» hemnit: 25-6« 25-^ 25-09 — Ab 18 Ohr (• Uhr abends) (st die Schnttleitung nur auf Hernrui Nf. TMH erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht lückgesandt. — Be< Anfragen Rflckporto betlegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.60B. Steirischen Heimatbundos bnurhelnt wOchentticn sechsmal als Morgenseitung (mit Ausnahme der iionn* i. Feiertage) Bezugspreis (im voraus zahlbtr) monatlich KM 2.10 einseht Zustell« gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der üe-tchäftssteiie RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. ?tr. 334 TRarburo o. 0.2>rau, ?ltontao. 20.3>e)ein(er 1941 81. :3a]broong Japan — Herr im Pazifik Bisher 55 feindliche Kriegsschiffe, darunter sieben Schlachtschiffe, versenkt und Uber 800 Flugieuge vernichtet Admiral Schimadas Bericht !2Binfl 6u ÖO jaudrrn,.. ?! Tokio, 7t, Dezember. Nach Kriessintiiliter Tojo Hvacfa keitte der JaiNiiilsohe Mtiineminfoter Ad-mlrftl Sckimada kn RefchMai Uber dl« OperathHieti der Japantsclien Flott« seit KrIWbegliiii. Sehlmada iaSt« darin die Verkist« der englischen und der USA-Flott« zusammen. Inssesamt s«i«ii versankt worden: Sie- bea SdiladitBohlff«, zwei Kreuzer, ein Zifstttrer, neun U»Boate« sechs Kanonenboote bzw. Minensucher, acht Torpedo-boote und 16 Handetssdilli«. Sohw«r liesohMIgt wurden: Drei Sohlachtschllle, drei Kr«uz«r. vier Zerstörer, zwei Kanonenboote, ein Hllfs-schiff und dr«4 ffandeisschllle. Teilweise beschädigt wurden: Ein Schbictitscblfl und vier Kreuzer. Außerdem wurden erbeutet: 50 Haa-delsschÜfe mit insgesamt 130.000 brt sowie 407 kieinere ralirzeuge. Die Madneluftwalfe habe 803 Fkig-zeuge abgescliossen oder am Boden zerstört Die iaiMinlsctien Vertust« belaufen sicfi, wi« Schlmada welter mitteilte, auf drei Zerstörer, einen ' Mlnensuciier und iUnf Spezial^U-Boote. Femer wurden ein Minensucher schwer und ein kleiner Kreuzer Mcht beschädigt. Aul die einzelnen Ofterationen der )a-panlscben Flotte ehigeheiid, erkürte Scblmada, die Flotten Englands und Amerikas seien zerschlagen und m«hr als die Häiite der ielndlichen Luftstreltkräfte sei vernichtet. Japan habe die Herrschaft zur See und hi der Luft auf dem Pazifik errunicen. Scblmada sprach dann Im einzelnen Uber dl« «rfolgr«lohen Operatkmen der Ftotte gegen Hawaii, sowie gegen die Inseln Johnston, Falmira, Baker und Walke, dto als die wichtigsten Stützpunkte zwischen Hawaii und dem Siid-west-PazlfHc anzusprechen sel«n. Zu den Philippinen Übergehend, erklärte Scblmada. daQ an verschiedenen Plätzen Luzons lapanische Tnippen gelandet seien und die Operationen sk^it schnell und planmäQlg entwickelten. Die Marineluttwaffe habe hier allein 338 feindHohe Flugzeuge zerstört, wozu noch die EriKebnlsse der Heeresflugzeuge kämen. Nur Im Süden dw Philippinen, erklärte Schlmada. sei noch Tätigkeit feindlicher Fhigzeuxe zu l>eobachten. AbschlleBend erklärte Schtmada, daß dank der langlährlgen Schnhmg und der harten Erziehung dl« japanische FMe sic4i hf leder Beziehung Im Pazifik als Ut>erlegen gezeigt hal>e. ..Emst und oniielivoir' Australische Bestürzung über den Fall Hongkongs Saigon, 28. Dezember. I>er Fall Hongkongs hat, wie Doniei erfäiirt. In Australien außerordentiiclic Bestürzung hervorgerufen. Die Zeitungen bezeichnen die Lag^ einstimmig als »ernst una unheilvoll«. Der in Sydney erscheinende »Telegraph« erklärt; »Der Verlust der Festung l^ongkoiig ist eine schwere Niederlage für dns gesamte Empire« Wie Domei weiter aus Sydney erfährt, hat der frühere Premierminister Australiens Hughes den Wechsel im Oberbefehl über die britischen Streitkräfte in Malaya als eine >!>verspäteie Erkenntnis der l'n/ij-länglichkeit und der Unfähiglteit des au- genblicklichen Komman-oos* bezeichnet. Hughes soll weiter erklärt haben, daß die gleiche späte Erkenntnis in Lybien und Kreta der Fall war und daß diesmal erneut »ein Beweis der Unfähigkeit, m t einer neuen und schrecklich:n Lage fert g zu werden«,-erbracht wurde. Brfolge in CHiim Schanghai, 28. Dezember. Die japanische Offensive südwestlich von Hankau im Nordostteil der Provinz Hunan erreichte den Milo-Fluß, an dem mehrere chinesische Befestigungen eingenommen wurden. Gleichzeitig wurde die japanische Offensive südöstlich Hankau eröffnet. Die Städte Wuling und Miling in Nord-Kiangsi fielen in japanische Hand. General Waveli veranfwomicli Genf, 27. Dezember. Wie in London amtlich bekanntgegeben wurde, hat General Wavell die Verantwortlichkeit für die Verteidigung Burmas übernommen. Generalleutnant T. J. Hutton, der Chef des Generalstabes in Indien, wurde zum kommandierenden General in Burma ernannt. Man steile sich das nur einmal vorl Eines Tages wäre die Nachricht in die Welt hinausgejagt; Sowjettrupoen auf den Trümmern von Königberg! Stettin in Schutt und Asche! Bolschewistische Brük-kenköpfe an der Oderl Timoschenkos Riesenpanzer stoßen ins Herz des Reiches vor! Vvien ist bedroht...! Undenkbar, sagst du? Die Ausgeburt eines irren Phantasten?! ist das alles wirklich so abwegig? Wäre die deutsche Heimat nicht heute schon — nach dem Willen der Churchill, Roosevelt und Stalin — ein rauchendcs Trümmerfeld, eine Stätte unnennbaren Grauens, der Schmerzen und der Leiden, der viehischsten Greuel, wenn nicht der Führer in letzter Minute seinen tapferen Soldaten den Befehl gegeben hätte, die unheimliche Drohung des bolschwi'^ti-schen Ostens zu zerschlagen und des deutschen Volkes, Freiheit, Leben und Zukunft vor deo sowjetischen Horden zu retten? — Wie leicht hätte es auch anders kommen können, wenn unsere tapfere, unvergleicbilche Wehrmacht nicht gewesen wäre! Dann wären deutsche Städte in Brand aufgegangen, deutsche Menschen hätten zu Tausenden und aber Tausenden das Leben lassen müssen. Männer, Frauen und Kinder, zermalmt und zertreten von sowjetischem Mordgesindel! Wie hätten diese Horden im bllihenden, illllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIilllMItlllllllllHIIIMIIIIIIIIIIIIIlllHllllllllllllltlllllilllllinilllllllllllllllllllllllllllllllllllltl Popham-Linie durchbrochen Ub«rttUrit«r Rückiug d«r Brit«n In Malaya Tokio, 28. Dezember. Im Angriff auf Singapur haben japanische Trufwen, wie Domei berichtet, bereits eine Stelle südlich der nach dem abgesetzten Ot)erbefehl8haber Popham benannten britischen Verteidigungslinie erreicht. Die Popham-Linie, die angeblich mindestens dr«t Monate jedem Widerstand gewachsen sein sollte, wurde am fünften Tag der Feindseligkelten in genati 24 Stunden durchbrochen. Das Gros der aus etwa 20.000 indischen Truppen bestehenden Verteidiger ist zu einem Bruchteil • seiner früheren Stärke dezimiert worden. Wie überstürzt der britische Rückzug war, geht daraus hervor, dafi in der Popham-Linie vierzig Panzerwagen, sechzig Geschütze verschiedener Kaliber, zwanzig Automobile und große IVIengen anderer Waffen zurück^relassen wurden. Meter breiten Straße mit fester Decke. Diese Straße ist mit einem ganzen System von Bunkern, Tankfallen und Stacheldrahtverhauen versehen und war für die Japaner nahezu der einzige Weg zum Vormarsch, da sie an beiden Seiten von undurchdringlichem Dschungel eingesäumt wird. Anscheinend ging der englische Plan dahin, die Japaner auf diese Strafie zu locken und sie nach der Zerstörung aller rückwärtigen Verbindungslinien zu vernichten. Da die Verteidigungslinie zu zerbrök-kein begann und die nicht sehr kampT-freudigen indischen Truppen sich zurückgezogen hatten, kam es zwischen Indern und britischen Offizieren, die in sicheren Etappen Stellungen geblieben waren, zu blutigen Zusammenstößen. Zahlreiche Leiciiname britischer Offiziere, die von fliehenden Indern getötet worden waren, Südlich der Popham-Llnle verengt sich wurden später von den vorrückenden Ja das Schlachtfeld zu einer einzigen sechs I panem gefunden. Neue Landungen auf Luxen Starke Japanitch« Luftangrifl« auf di« Msnila-Bucht Schanghai, 28. Dezember. Die japanische Luftwaffe unternahm am Sonnatwnd nachmittag 25 bis 30 schwere Angriffe iedesmal mit starken Streitkräften auf Hafenaniagen und in der Manila-Bucht liegende Schiffe. Schwerer Schaden wurde angerichtet. Nach Frontmeldungen sind die Japaner am Sonnabend an zwei weiteren Sellen der Westküste Luzons ungefähr 70 Kilometer von Manila gelandet. Die langgestreckte Insel AInbat, einige Mellen von Atimonan entfernt, soll von den Japanern besetzt worden sein. USA-Fluclilvorberelfungen Tokio, 28. Dezember. Wie Domei meldet, deuten verschiedene Anzeichen darauf hin, daß der Feind auf den Philippinen Vorbereitungen trifft, um die verblienenen Luftstreitkräfle nach Nle-derländisch-Indien und Australien in Sicherheit zu bringen, da die Lage immer unhaltbarer ist. zukunftsgläubigen Deutschland gehaust, wo wäre heute dein — ja, auch dein — Hab und Gut, wenn diese Bestien über uns hinweggebrandet wären? Jeder von uns sollte immer daran denken, daß er alles, aber auch alles — sein Haus und seine Familie, sein Glück und seine Zukunft, sein ganzes Dasein — nur dem l ührer und seinen tapferen Soldaten verdankt. Diese Soldaten stehen jetzt auf strenger, stählerner Winterwacht. Aus ihren Briefen, die sie in die Heimat schreiben, klingt in den letzten Wochen immer wieder ein Thema an, nur nebenbei, nur gani: am Rande, aber dadurch auffällig, daß es sich in fast allen Briefen von den verschiedensten Fronten immer wiederholt; der Kampf gegen die Kälte, die eisige Kälte im Osten, Norden, am Atlantik und auf dem Balkan. Einer erbittet Kopfschützer, gleich zwei, damit er sie über-einanderziehen kann. Ein anderer berichtet, daß sie das Wasser zum Waschen und Kochen morgens mit Hacken mühselig freilegen müssen, und daß jeder von ihnen, der nachts im Freien Wache steh!, in wenigen Minuten fast zum Eisklumpen erstarrt ist. Ein Kamerad von der Kriegsmarine schreibt, daß ihnen bei Sturm. Gischt und Frost das Zeug am Leihe festfriert. Und ein anderer, der neulich auf Urlaub kam, pellte sich aus zwei Wollsweatern und diversen anderen Kleidungsstücken aus und fand, daß unser naßkaltes Wetter ihm wie ein Mailüfterl vorkäme. Kälte und Kälteschutz sind also für unsere Soldaten zurzeit vordringliche Probleme. 1:8 ist natürlich vorgesorgt worden; seit Wochen rollen die Transporte mit warmen Wintersachen an die Fronten. Aber der Winter ist unerwartet früh und unverhciKnismäliig hart gekommen, die Fronten dagegen sind weit und unendlich lang. Der Bedarf an warmen Wintersachen für unsere Soldaten ist überaus groß. So muß denn die Heimat wieder einmal in bewührter Form bereit sein; sie muß den Soldaten beweisen, daß sie der starke Rückhalt der kämpfenden Front ist, daß sie Verst.lndnis für alle Wünsche, Nöte und Sorgen unserer waffentragenden Männer hat. Schon hat der Anpell des Führers, in dem er das deutsche Volk zur großen Weihnachtsspende an Woll- und Pelz-sachcn für unsere Soldat'^n aufgerufen hat, in Stadt und Land lebhaften Widerhall, ja, ein begeistertes Echo gefunden. Vor Beginn der Sammlung sind bereits an die Dienststellen der Partei zahllose begeisterte Zustimmungserklärungen und Spendenankündigungen gekommen. Storker noch als bei den vorangegangenen Groß-sammlungen für die Wehrmacht und für den Kriegsbedarf wird sich in diesem Falle die Bereitwilligkeit der gesamten Heimat erweisen, unseren Soldaten das zu geben, was sie im Kampf gegen die Kälte brauchen, auch wenn die Spender selbst sich dadurch weitgehende hinschrflnkun-gen, Entbehrungen, ja, sogar Unbilden auferlegen müssen. — Jeder wird geben, was er irgend gehen kann! Und dennoch - auch das ist noch nicht genug! Das Wörtchin kann« muß in diesem T alle aus uns* rem Sprachschatz gestrichen worden. Hei dieser Weih-nachtsspende für unsere Soldaten soll jeder deutsche Mann, jede Krau »md jedes Kind weit über das hinausgehen, was Seite 2 »Martmrfirer Zeitung« 29. Dezember 1941 Numitier 3S4 nblicherweise gegeben werden kann. Der Bedarf der Front an warmen Wintersachen ist — trotz aller vorbereitenden Maßnahmen — so ungeheuer groß, die Notwendigkeit beschleunigter Lieferung so zwingend, daß nicht lange ausgewählt, nicht fange überlegt und erwägt werden darf. — Daß du heute noch lebst und voll Hoffnung und Zuversicht in ein neues Jahr gehen kannst, wem verdankst du, es? Dem deutschen Soldaten! Daß dein Hab und Gut, nicht unter Schutt und Trllm-tnern vcrschwelt, wem verdankst du es? Dem tapfer kämpfenden Heer! Daß du in warmer Stube deinen Feierabend erlebst, <1aß dir und den Deinen das schrecklichste Schicksal erspart blieb, das sich eine angstgequälte Phantasie nberhaupt ausdenken kann, wem verdankst du es? Den treuen Wächtern an den fernen, eisstarrenden Fronten! Dein Dank, deine Pflicht aber ist es, ihnen im Kampf gegen die Kälte helfend zur Seite zu stehen, zur Weihnachtsspende an Woll- und Pelzsachen mehr, viel mehr zu geben, als du glaubst geben zu können. Dein Pelz — gib ihn der kämpfenden Front! Du hilfst damit den Krieg gewinnen, und nach dem Siege winkt dir ein neuer! Die gefütterte Jacke, dein Schutz gegen Kälte — liefere sie ab; dein Ofen ist warm, während unsere Brüder draußen vom Eissturm umtost sindl Was für prächtige Pelzstiefel! Gib sie mit; du mußt dich ja nicht hinausstellen in Schnee und Eis, aber der Wachtposten in frotsklirrender Winternacht.. .1 * Jedes lange Erwägen, jedes zögernde Überlegen ist fehl am Platze. Sucht her- aus, was nur herausgesucht werden kann, und denkt dabei, daß ihr mit allem, was ihr gebt, niemals das werdet vergelten können, was unsere Soldaten für uns alle getan, geleistet und geopfert haben. Sie marschieren durch Nacht, Not und grimmige Kälte, durch Blut, Trümmer und Elend, sie setzen ihr Leben und immer wieder ihr Leben ein, damit uns allen, dir und mir, dem ganzen deutschen Volke, Heimat und Leben erhalten bleiben. Kein Dank kann dieses Ausmaß an Opfer vergelten! Aber wenigstens frieren sollen sie nicht, die sich da draußen für uns opfern. Das Wörtchen »kann* ist heute nicht mehr giltig. Wir liefern ab, was da Ist, denn unsere Soldaten brauchen es — im Kampf für die Heimat, für dich und mich, für unsere Kinder und für das große siegreiche Deutschland der Zukunft. Wie der Sprecher temer erklärte, wünschen die japanischen Streitkräfte auf den Philippinen, daß sich die philippinischen und amerikanischen Nicht-kämpfer, die augenblicklich in Manila verbleiben, auf zwei Punkte in der Nähe der Stadt zurückziehen, die vom japanischen Oberkommando besonders bezelch_ net werden, nämlich Anti'polo und Mont-alban. Er erklärte, daß diese Städte nahe genug bei Manila Hegen und daß alle Zivilisten. die sich dorthin zurückziehen, nach dem Eintreffen der iaipanischeti Streitkräfte dort die geeignete Behandlung und Pflege erhalten werden. Rinerkremtrflfler Unferolliiier firflikmr gefallen 18 schwere und schwerste bolschewistische Panzer vernichtet Berlin, 28. Dezember. Ritterkreuzträger Unteroffizier Wilheliii Brückner aus Weis bei Neuwied ist als Geschützführer in einer Panzerjägerkompanie bei Abwehr eines zahlenmäßig überlegenen bolschewistischen Angriffs vor Moskau gefallen. Ein vorbildliches Soldatenleben hat damit sein Ende gefunden. 16 schwere und schwerste bolschewistische Panzer, dazu zwei schwere Panzerspähwagen hat dieser tapfere Unteroffizier vernichtet. Im gleichen Monat, in dem Unteroffizier Brückner mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse ausgezeichnet wurde, erwarb er sich auch das Ritterkreuz. Es war an der Desna, wo Brückner durch zielsicheres Feuer zunächst acht Panzer der Sowjets in Brand schoß, um nach kurzer Zeit angesichts einer neuen Angriffswelle noch einmal fünf Sowjetkampfwagen, sowie zwei Panzerspähwagen des Gegners zu erledigen. Bei einem späteren bolschewistischen Angriff zwang Brückner durch Abschuß von drei schweren Panzern den ^ Gegner wiederum zum Abdrehen. An seinem in den vordersten Infanterielinien stehenden Geschütz ist Unteroffizier Brückner jetzt vor Moskau gefallen. Das Sterben dieses deutschen Unteroffiziers ist der Abschluß eines wahrhaft tapferen Soldatenlebens, Wackere Tal StoBtmpp der Waffen-^ spremct Ifinf feindliche Bjiitker Berlin, 28. Dezember. An der Einschließungsfront von Leningrad griff ein Stoßtrupp der Waffen-^f erfolgreich an und drang in die bolschewistischen Stellungen ein. Er sprengte fünf feindliche Bunker -und kehrte dann in die eigenen Linien zurück. Im gleichen Abschnitt wurden bei der Abwehr bolschewistischer Angriffe zwei schwere Panzer vernichtet, einer in Brand geschossen und ein weiterer schwer beschädigt. Drei lielsdiewisllsGiK Anpffle hinlerelnMler Erfolgreiche deutsche QegenstöBe Berlin, 28. Dezember Im mittleren Frontabschnitt setzten dio Bolschewisten auch am 27. Dezember ihre Angriffe an verschiedenen Stellen fort. Die deutschen Verbände schlugen dies>..> Angriffe in harten Kämpfen und unter schweren Verlusten für den Gegner ab. Wo den Bolschewisten ein örtlicher Einbruch gelungen war, wurden sie im Gegenstoß wieder hinausgeworfen. Eine feindliche Gruppe war über einen zugefrorenen Fluß in das Hauptkampffeld eingedrungen. Teile einer deutschen Infanteriedivision traten sofort zum Gegenstoß an und warfen die Bolschewisten unter hohen blutigen Verlusten auf das Ostufer zurück. In einem anderen Frontabschnitt griffen berittene bolschewistische Verbände und Schneeschuhtruppen die deufschen Stellungen an. Auch diese Angriffe wurden abgewiesen. Bolschewistische Schneeschuhkolonnen in Stärke von zwei Kompanien, die sich zum Angriff bereitstellten, wurden rechtzeitig erkannt und durch das Feuer der deutschen Artillerie zer-spengt. In einem weiteren Divisionsabschnitt brachen t^ie Bolschewisten aus einer Ortschaft dreimal hintereinander vor. Alle drei Angriffe, die in Regimentsstärke mit Panzerunterstützung geführt wurden, konnten abgewiesen werden. Nach Abwehr dieser drei Angriffe gingen die deutschen Tntppen zum Gegenangriff über tftui nahmen die Ortschast in Besitz. Acht bolschewistische Panzer wurden bei diesen Kämpfen vernichtet. rirufk und Verlag: MarburKcr Verlans- und Druckerei-Ofs, in. b. H. — VerlaRsleltutiK: tgon BaumjjartDer: Mauptschriltletter: Anton Qericliackr aUe In Marburg __a. dj_nr«u. Baüitassc 6. __ Zur Zeit für Anreisen die PrelRÜste Nr. I vom I. Juni 1941 gilltlK. Ausfall der l,iffer\ing d« Bl.ittfs bc) httherer Gewalt oder nelrlcbssiCriinn «Iht keinen Anspruch aal KUCIUMUuoc dt» Abwülirhäinpfe Im Osten dauern fort SowJ^tangriff« zum Stehen gebracht — Bei missglOcktem Handstreich auf Norwegen ein Britenzerstörer vertenict •F ü h r e r h a u p t q u a r t i e r, 28. Dez.j Das Otverkommando der Wehrmacht gibt bekannt: ) . Im südlichen Abschnitt der Ostfront wurde .der Gegner, der einige örtliche Eint>rüc1ie in unsere Stellungen erzfeit hatte durch schwungvolle Gegenangriffe zurückgeworfen. Deutsche, italieni.sche und slowakische Truppen sowie die aus dänischen, deutschen, finnischen, flämischen, niederländischen und norwegischen Freiwilligen zusammengefaßte ^^'Divi-* sion Wiking haben sich erneut im Kampfe bewährt Im mittleren Abschnitt der Ost-' front wurden stärkere feindliche Angriffe in harten Kämpfen zum Stehen gebracht.! Schwächere Angriffe des Gegners im' nördlichen Frontabschnitt wurden ebenfalls abgeschlagen. Die Luftwaffe unterstützte an allen Frontabschnitten die Kämpfe des Heeres durch wirksame Angriffe auf Bereitstellungen, rückwärtige Einrichtungen und Eisenbahnanlagen des Gegners. In der Straße von Kertsch setzten starke Kampf- und Sturzkampffliegerverbände die Angriffe gegen feindliche Schiffe fort. Sie versenkten drei Transporter mit zusammen 2800 brt und beschädigten ein Kanonenboot sowie vierj weitere Schiffe. An der englischen Ostküste versenkten! Kampfflugzeuge in der Nacht zum 28.' Dezember ein Handelsschiff von 6000 brt* Britische Seestreitkräfte versuchten am 27, Dezember eine handstreichartige Unternehmung an zwei entlegenen Punkten der norwegischen Küste. Nach kurzen heftigen Gefechten mit den örtlichen Wachmannschaften des Heeres und der Khegsmarie wurden die britischen Lan-dungstrupps vertrieben. Sie zogen sich auf Ihre Schiffe zurück. Deutsche Kampfflugzeuge versenkten au% einem flüchtenden Kriegsschiffverband einen Zerstörer und beschädigten einen Kreuzer so-wke einen weiteren Zerstörer. In Luftkämpfen und durch Flakartillerie wurden zehn feindliche Bomber abgeschossen. Bei Annäherung des Feindes wurde das deutsche Vorpostenboot »Föhn« durch zahlreiche britische Bomt>er angegriffen. Das Vorpostenboot schoß ein feindliches Flugzeug ab und ist dann in heldenmutigem Kampf gegen das überlegene Feuer eines britischen Kreuzers und mehrerer Zerstörer verloren gegangen. Einige norwegische Handelsschi^, die in fri^licher Küstenfahrt beschäftigt waren, wurden von den Briten fiberfallen und versenkt. In Nordafrika sind britische Angriffe gegen die deutsch-italienischen Stellungen gescheitert. Verbände der deutschen Luftwaffe griffen britische Flugplätze, Kraftfahrzeugkolonnen und Zeltlager in der Cyrenaika mit Erfolg an. Bei Bombenangriffen auf Flugplätze und Hafenanlagen in Malta wurden von den t>egleitenden deutschen Jägern drei britische Flugzeuge abgeschossen. Britische Bomber griffen in der letzten Nacht Westdeutschland an. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Nach bisherigen Meldungen schössen Nachtjäger tHid Flakartillerie zehn feindliche Berber ab. Zekn Briten abgeschossen Berlin, 28. Dezember. Bei dem Unternehmen der leichten britischen Seestreitkräfte gegen die norwegische Küste entwickelten sich Luft-känipfe mit den britischen Bombern. Deutsche Jäger schössen sechs, die deutsche Flakartillerie zwei und die deutsche Marineartillerie zwei britische Bomber ab. Die Briten verloren also bei diesem Unternehmen zehn Flugzeuge. HiaidliaUsam gegen Manila Enantch-nordamoilkanltch« Serg«n um dl« Entwicklung d»r Kümpf* auf d»n Phllipplnan s t o c k h 01 m, 28. Dezember. Auf den Philippinen wird die Lage der nordanierikanischen Verteidigung, wie Reuter zugeben muß, immer kritischer. Dabei versucht sich die britische Agentur mit der Feststeilung zu trösten, der Ernst der Lage in den nordamenkani-schen Besitzungen sei seit Kiiegsbeginn vorauszusehen gewesen, da die Japaner überraschend gleichzeitig alle Verbiu-dungspunkte mit dem amerikanischen Kontinent angegriffen und damit die Verteidigung um so schwieriger gestaltet hätten. . • Auch zwei von United Preß verbreitete nordamerikanische Berichte über die LaRc der USA-Streitkräfte auf den Phi-lipfpinen bestätigen die unheilvolle Entwicklung der Kämtpfe gegen die Japaner nördlich und südlich von Manila, wo die Angreifer, die ununterbrochen durch auf dem Seewege herangebrachte Einheiten verstärkt werden, auf die Hauptstadt vorstoßen. „USA-Flngzenge niclit zu sehen" Tiefe Enttäuschung der PhlHppinos über das Versagen der Vereinigten Staaten Schanghai, 2S. Dezember. Es kostet den in Manila lebenden Nord-amerikanern viel Mühe, den Eingeborenen zu erklären, warum Japan, das doch angeblich ehiem wirtschaftlichen Zusammenbruch nahesteht, den Luftraum vollkommen beherrscht, während von Seiten Schwere ieindliche Schiffsverlnste Führerhauptquartier, 27. Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Die Abwehrkämpfe im Osten dauern fort. An mehreren Abschnitten der Front wurden sowjetische Kräfte in der Bereit-steliung zerschlagen oder durch Ciegcn-angriffe vernichtet. Starke Verbände von Kampf- und SturzkampfilugzeuKcn versenkten in der StraBe von Kertscli vier feindliche Trup-oentransporter mit zusammen 7000 brt. Fünf weitere Transix>rter sowie zahlreiche kleinere Fahrzeuge wurden durch Bombenwurf beschädigt. Der Feind erlitt hierdurch schwere Verluste an Menschen imd Material. An der Karelischen Front erzielten Sturzkaim>fflugzeuge Bombenvolltreffer in einem Kraftwerk nördlich Kandalakscha. Unterseeboote versenkten aus dem bereits hart getroffenen feindlichen Oe-leitzug ostwärts Qibraltnr vier weitere Schiffe mit zusammen 13.000 brt. Damit wurde nach mehrtägigen harten Angriffen folgendes üesaintergebnis erzielt: Ein Flugbootträger, neun Handelsschiffe mit zusammen 37.000 Bruttoregistertonnen versenkt, zwei Handelsschiffe schwer beschädigt. Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf. In Nordafrika wurden Vorstöße des Feindes gegen die deutsch-italienis(jhen Stellungen abgewiesen. Deutsche Kampfflugzeuge zerstörten FluKplatzanlagen der Briten in der Cyrenaika. Mehrere Flug-zeuKC wurden hierbei am Boden vernichtet oder beschädigt. Auf Malta belegten Verbände der deutschen Luftwaffe den Flugplatz Luka und den Hafen La Valetta mit Bomben schweren Kalibers. In mehreren Anlagen entstanden jtroße Brände. Her Fc'iid verlor in ljiflkänii)ii.'ii einen Bomber Ufhlj zwei Jagdflugzeuge.« 1 der USA Immer behauptet wurde, daß die USA imstande seien, monatlich annähernd 2000 Flugzeuge zu bauen, so drahtet ein USA-Korrespondent aus Manila über die tiefe Enttäuschung der Eingeborenen über die Inaktivität der Vereinigten Staaten. Der Korrespondent gibt offen zu, es habe sehr entmutrgend auf die Soldaten gewirkt, als sie beobachteten, daß die japanischen Flugzeuge ungestört fliegen, Bomben abwerfen und schießen konnten und daß die Flugzeuge der USA nicht zu sehen waren. Ein magerer Trust Stimson macht den Philippinen leere Be-sprechuns^en S t o c k h o I m , 28. I>ezember. Wie United Press aus Washington meldet, hat Kriegsminister Stinison dem Philippinen-Präsident Manuel Quezon am Sonnabend versichert, daß, sc^ald die nordamerikanische Macht organ.siert sei, die USA-Truppen in Massen erscheinen und den Angreifer aus dem Land treiben werden (!). Angesichts der überwältigenden Überlegenheit der siegreichen japanischen Truppen sind derartige leere Versprechungen des hereingefallenen Kriegshetzers Stimson wahrlich ein magerer Trost. Das NervenTOnlmm des Widerslandes Tokio weist durchsJchtixes USA-Manöver zurück Tokio, 28. Dezember. Der amtliche Sprecher der Armee-abteilung im kaiserlichen Hauptquartier erklärte Domei zufolge, daß die japanischen Truppen auf Luzon die Erklärung Manilas zur unverteidigten Stadt zurückwiesen. Wie er sagte, würden die kaiserlichen Truppen auf den Philippinen ihre Maßnahmen in keiner Weise durch eine derartig einseitige Bokanntgabe als behindert ansehen, sondern sie würden alle zur Erreichung ihrer Operationsziele notwendigen Maßnahmen durchführen. Er wies darauf hin, daß gerade die Stadt Manila bisher das Nervenzentrum des philippinischen Widerstandes war und daß die Stadt in ihrer nächsten Umgebung von wichtigen militärischen und Marineeinrichtungen umgeben ist. Er betonte jedoch, daß sich die japanischen Kamipfhandlungen strengstens auf Angriffe militärischer Ziele beschränken würden und daß nichts unternommen werden würde, was selbst nur entfernt dem nordanierikanischen Massaker unschuldiger japantscher Staatsangehöriger iilineln könnte, dns stattfand, kurz bevfir die Japaner eine Landung auf Davao erzwangen. Nummer 3.34 »MarburgerZ^tuttg« 20. Dezeinher 1941 Seite 3 VHc heSj^ uHseuH Soidatem: Alle Skier und Skischuhe für die Front! Hochbetrieb in allen Ortsgruppen der Unlersteiermaric — Guter Auftalct der Sammlung in den ersten Tagen Die untersteirlschen Frauen haben die Feiertage gründlich ausgenützt. Laden und Kasten wurden durchstöbert, um Woll- und Pelzsachen bereitzustellen, die unseren Soldaten an der Ostfront den ^ Kampf gegen Fro«t und Kälte lindern sol- i len. Das Stöbern hat sich gelohnt. Zahl-' reiche Wall- und Pelzsachen wurden aus-1 findig gemacht und zu den bereits zur Abgabe bestimmten Bekleidungsstücken gelegt. Freudig trennte man sich auch von jenen Gegenständen, die sie noch selber vor einigen Tagen getragen hatten. Die Front braucht es dringender, dem Soldaten, der stundenlang In Eis und Schnee auf Posten stehen muß oder kämpfend' bei eisiger Kälte seine Heimat schützt, kann gerade dieses eine Bekleidungsstück vielleicht das Leben retten. Jede egoistische Regung wurde bei derartigen Gedanken unterdrückt und die Wollsaohen oder Pel'zstücke für die So'daten an der Front bereitgelegt. Es wird wohl kaum einen Volksgenossen in der Untersteiermark geben, dessen Name in der Spenderliste nicht vermerkt sein wird. Hochbetrieb in den Satnmelstellen In der Untersteiermark wird die Sammelaktion vom Steirischen Heimatbund durchgeführt. Der gesamte Apparat wurde eingesetzt, um eine reibungslose Sammlung und sofortige Weiterleitung der aufgebrachten Woll- und Pelzsachen sowie Sportgeräte zu ermöglichen. Die örtlich überall bereits vor Beginn der Sammlung bekanntgegebenen Sammel- und Abgabestellen befinden sich in den Dienststellen der Ortsgruppen oder in den Schulen. Von den Gebäuden wehen die Hnkenkreuzban-ner, meist sind auch die Eingangspforten mit Tannengrün geschmückt. Das rege Ein-und-Aus der kommenden und gehenden Volksgenossen läßt den regen Betrieb ahnen, der in jeder Sammelstelle herrscht. .Mit strahlendem Gesicht zeigt der Ortsgruppenführer in einer Sammelstelle auf den wahren Borg, der bereits in den ersten Stunden nach Beginn der Sammlung gespendeten Gegenstände. Pullovers, Decken und Schals liegen neben einer Menge von Muffs, gefütterten Schuhen und Stiefeln. Fußsäcke und Pelzmäntel sieht man sowie Skier, die in vielen Fällen samt ^nagelneuen« Skischuhen von dem wintersporttreibenden - Volkgenossen den Soldaten der Ostfront gerne überlassen werden. Während' der Ortsgruppenführer uns ailes zeigt und erklärt, übernehmen Fauen und Männer des Steirischen Heimatbundes weitere Spenden der sich vor dem Abfer-tigungstisch drängenden Volksgenossen. Pausenlos wird gearbeitet. Flink werden d'e Spenden gesichtet und eingete lt, die Empfangsbestätigungen geschrieben und den Spendern ausgehändigt. Schon sind die Nächsten an der Reihe, denen sich wieder neue Spender angereiht haben. Niemand rühmt sich seiner S|jende Wohl nie noch wurde in der Unterstei-ermarlc so freud'g und mit so einer Selbstverständlichkeit gespendet, wie diesmal für unsere Soldaten. Jeder gibt, was er nur irgendwie geben kann. Doch niemand rühmt sich seiner Spenae. »Was konnte, habe ich gegeben«, ist die Antwort, die man in den meisten Fällen auf derartige Fragen zu hören bekommt. Einfach und schlicht klingt dieser Satz. Doch or zeigt eindeutig, wie jeiler Volksgenosse bemüht ist, dem Aufruf des Führers Folge zu leisten Und doch verbirgt sich hinter oieser rührenden Bescheidenheit oft gerade die größte Spendefreudigkeit und Einsatzbereitschaft, In a|ler Stille spie'en sich Szenen ab. die das deutsche Volk mit Anerkennung und Stolz verzeichnen kann. Sie zeigen wieder überzeugend, we eng Front und llohnat vcrbtmaen sind, wie sie in eine unzertrennbare liinheit verbunden sind, wie sie in eine unzertrennbare Einheit verschweißt, den be-s.en Garanten des deutschen Sieges und djr gewaltigen Zukunft unseres F^eiclies bildet. Es lohnt sich ein kurzer •Aufenthalt in einer Sammelstelle. Für einen oberflächlichen Menschen zrigt sich zwar nur das unveränderte Uild von immer neu nnkoni-menden Menschen, die auf ilie Abgabe ih-ter Spenden warten und dann die Sani- melstelle verlassen. Vielleicht werden die gespendeten Woll- und Pelzsachen so wie Skier noch nach ihrem »Wert« abgeschätzt. Viel interessanter ist aber der spendende Volksgenosse, seih Gespräch während des Wartens mit anderen Spendern. Ein Psychologe hätte hier ein dankbares Betätigungsfeld. Der abgerackerten Arbeitersfrau, die eben jetzt beim Abfertigungstisch steht und ein wenig verwirrt ihre Einkaufstasche öffnet und wie um sich 2U entschuldigen dabei bemerkt, daß ihr Mann erst seit der Befreiung der Untersteiermark wieder Arbeit und Brot gefunden habe und daher »wenig« Wolle und schon gar kein Pelz in ihrer Wohnung zu finden seien, würde gewiß seine Aufmerksamkeit erregen. Und doch hat die vielen leicht als Beispiel dienende Arbeitersfrau eine warme Unterhose, drei Paar Fäustlinge, aus alten Wollsocken hergestellt, und eine Decke mitgebracht. Hocherfreut verließ sie die Sammelstelle, als sie sah, daß ihre Gaben nicht belächelt, sondern freudig in Empfang genommen wurden. Mit einem wehmütig, doch freudigstrahlenden Blick nahm ein junger Skiläufer Abschied von seinen Bretteln, die ihn wohl oft über den breiten Rücken des massiven Bachern getragen haben. Nie hätte er sich früher von seinen Skiern getrennt, doch gerne und ohne mit der Wimper zu zucken gab e/ sie nun her. »Im Osten habe ich sie getragen«, sagte ein alter Frontkämpfer, als er eine Pelzweste neben anderen Gegenständen auf den Tisch legte, »soll sie nun wieder im Osten einen Soldaten vor ärgster Kälte bewahren, wie sje auch mich davor geschützt hat«. So reiht sich Spender an Spender, so wächst der ßerg der gespendeten Gegenstände. Frauen beraten und helfen In allen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes wurden Beratungsstellen eingerichtet, in denen praktische Ratschläge für Umarbeitung und Herrichtung dtir Spenden erteilt werden. Aus ,ResterIn' können oft mit einigen Nadelstichen wertvolle Kälteschutzmittel entstehen. Der Beratungsdienst wird fleißig beansprucht. Kopfschüttelnd lauscht oft eine Hausfrau den Anweisungen, wie aus längst nicht mehr verwendeten Morgenröcken oder aus noch verwendbaren Stücken alter Steppdecken warme ärmellose Westen oder Leibbinden für die Soldaten hergestellt werden können. »Man hat doch nie ausgelernt«, meint sie staunend und verläßt hochbefriedigt die Beratimgsstelle. Alte, längst nicht mehr gebrauchte Fensterschützer aus Filzstoffen finden vielseitige Verwendung, aus Plüschdecken entstehen Westen, Schuheinlagen oder Knieschützer. Für jedes Woll- oder Pelzstückchen weiß man in der Beratungsstelle volle Verwendung. Wer nicht wissen sollte, was er aus dem einen oder anderen Gegenstand herstellen könnte, wende sich vertrauensvoll an die BeratunKSstelle seiner Ortsgruppe. Nicht nur beraten, auch gearbeitet wird in diesen Stellen. Frauen des Steirischen Heimatbundes haben sich bereitwilligst zur Umarbeitung der abgegebenen, doch noch ausbesserungsbedürftigen Sachen gemeldet. In selbstverständlicher Gemeinschaftsarbeit wird geschneidert, gestük-kelt, getrennt und gebastelt, bis wieder ein Gegenstand »fronttauglich« daliegt. Unermüdlich schaffen die Frauen. Liegt docii auch bei dieser Sammlung die Hauptlast auf ihren Schultern — Frauen spenden, Frauen beraten, Frauen arbeiten. Was könnte ich'noch spenden? Einlegesohlen: Durch Aufstellen eines Herrenfußes auf ein Blatt und Abzeichnen der Konturen wird ein Schnitt hergestellt. Zu jeder herstellenden Einlegesohle gehören zwei Stücke. Um eine gute Fütterung zu erreichen, legt man am zweckmäßigsten 4 bis 5 Blatt Zeitungspapier, das in der gleichen Form ausgeschnitten ist, zwischen die beiden Stoff- imniiiiiiuiiiiunniiiiiiiiiiHiHftiiinmitiiiimiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiitiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinHiiiiiiiiHiMiiiiimMi Der Gauleiter zur Skisammlung Um mir bekamitgewordene Unklarheiten zu beseitigen, gebe ich foixendes bekannt: Über ausdrtickMclien Befehl des Führers wurde die Sammlung von Woll-, Pelz- und Wkitersachen auch auf Ski und Ski-Stiefet ausgedehnt. Es wird erwartet, daß die Bevötkemnie angesichts der Tatsache, daß unsere Soldaten diese Sportgeräte brauchen, heuer auf das Ski fahren verzichten. Das finnische VoMi liat es zustande gebracht, im Winterfeldzug 1939/40 seinen gesamten Bestand an Skiern an die Wehrmacht abzuliefern. Das deutsche Volk wh'd in seinem Schk^ksatskampf ein Gleiches tun. Ausgenommen von der Skisammlung sind nur iene ßevötkerungskreise, die in Ausübung ihres Berufes gezwungen sind, Skier zu benutzen, und die Deutsche Jugend« sowdt sie nicht zur Welirmacht eingezogen Ist. Der Deutschen Jugend soll damit zur sportlicfien Nachwuchsertüchtigung, die letztlich wieder der Wehrerziehung dient, die Möglichkeit nicht genommen werden. Wer also in diesem Winter, ohne In die oben genannten Gruppen zu fallen, die ausdrUckHch ausgenommen sind, auf das Skiläufen nicht verzichten zu können glaubt, zeigt damit in aller Öffentlichkeit, daß er dem Aufruf des Führers nicht Folge geleistet hat. Jeder Volksgenosse muß auch in diesem Fall bedenken, daß der Führer dem deutschen Volk kekie Entbehrung aufbürdet, die nicht Im Interesse des Sieges notwendig Ist. Uiberreither, Gauleiter Dringender Appell an alle Skiläufer Utn den Gesanitbediirf der Wehrmacht an Skiern und Skistiefeln zu befriedigen, werden alle Skiläufer aufgefordert, ihre Skier und Skistiefel für die Wehrmacht abzugeben. Ausgenonnnen davon sind alle noch nicht zur Wehrmacht einberufenen Angehörigen der HJ, ferner die gesanj-te Bergbevölkerung, soweit sie die Skier zu beruflichen Zwecken l>enö^igt, und die Skilelirer. Die Spender von Skistiefeln erhalten für jedes Paar abgegebener Skistiefel einen Bezugschein auf StralJenschulie. Wer Skier abgibt, erhält eine VersrütunK. und zwar werden die Skier nach drei Gruppen eingeteilt und gcwertcl: a) Skier mit Sficken und gebrauclis-fertiRer Bindung, venu sie aus tüdelho-lz gemacht sind, mit .'^0 RM: b) Skier mit Stöcken und gebrauchsfertiger Binduni!:. wenn sie .ijut erhalten sind, mit JO RM; c) Skier mit Stöcken und gebrauchsfertiger Bindung, wenn sie schon abgenutzt sind, mit 15 RM. Die Skier sollen mit einein haltbar angebrachten Schild versehen sein, auf dein Name und Anschrift des Spenders vermerkt sind, damit spüter die Bewertung v-orgcnotnnien werden kami. Die Skier und Stöcke sollen gut /usaunncnKchun-den sein. Es werden, wie bei den Wollsachen. zwei Quittungen ausgestellt, von deiien die eine int Besitze des Spenders bleibt. Die Auszahlung der Entschädigung erfolgt ciniffe Wochen nach Abschluß der Sanunlung xemäl.l näherer Bekanntina-clning. Es wird erwartet, daß alle Skiläufer den Appell zur Abgabe ihrer Skier beherzigen. Unsere Soldaten benötiKen sie dringend, (lleichzeitig ist für alle Verkehrsmittel eine Transpnrtsperre für Skier verluitigt worden. Per Reichssport-fnhrer hat die Skiveranstalturt^en für diesen Winter abgesaKt. Sondersammlyngeii werdek nicht ilnrdigelülirt In der Untersteier mark führt dk Sammlung »Woll- und Peizsachen für dk Soldaten a-n der Ostfront« der SteIHschc Heimatbund durch. In Jeder Ortsjcnippt wurden Abgabe- und SammelsteMen errichtet, die örtKch bekanntgegeben wurden und sich entweder in der Dienst* stelle der Ortsgruppe oder im Scltu^ gebäude befinden. Sondersammiungen in irgend einer Form werden nJcht durchgeführt. Auch die Wirtschafter der beschli^-nahnrten Betriebe haben ihre Spenden ii der Abgabe- und Sammelstelle der zuständigen Ortsgruppe abzugeben, ein« Vollzugsnieldung ist an die DienstsieN« des ReichskomnUssars für die Festigimc deutschen Volkstums zu erstatten. imiiiimiiiiiiiniiniiiiimiiiiiiiiuiiiiinmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilHilfmHi lagen und näht nun mit der Maschine zunächst den äußeren Rand. Um ein Verschieben der Papiereinlagen zu vermeiden, muß die Sohle kreuz und quer durchgesteppt werden. Gebraucht werden Einlegesohlen von Schuhgröße 42 bis 48. Zehenschützer: die aus reiner Seide (alte Seidenkleider, Wäschestücke usw.) hergestellt, auf der bloßen Haut getragen werden, sind ein sehr gutes Käl-teschutzmitfel. Der Schnitt wird gerade so wie bei der Einlegesohle, jedoch nur bis zur halben Fußlänge gezeichnet. Das Oberteil muß mit Rücksicht auf die Wölbung des Fußes am hinteren Ende bis 6 cm breiter geschnitten sein. Beide Teile werden an den Kanten zusammengenäht, so daß sich die gewonnene Tasche bequem über den Fuß ziehen läßt. Brust# und Lungenschfit/e' kann man sehr einfach aus Wolldecken, Plüschporturen und dicken Vorhangstaffen anfertigen. Man schneidet sich zunächst einen Streifen von 50 cm Breite und 100 bis 110 cm Länge, legt ihn in der Breite zusammen und schneidet mm mehr im Kniff — der die Schultern bildet — in der Mitte das Halsloch aus. Di«; Maße dafür erhält man am einfachsten durch ausmessen einer Herrenhutweit^?. Von beiden Seiten des Kniffes werden nunmehr je 7 cm in leichten Bogen bl^ zur Milte der Seitenlänge verlaufend als Achseln ausgeschnitten. Sophaklssen lassen sich in gleicher Weise bequem Brust, und Lungenschützern verarbeiten. K 0 p t - und 0 h r e n s c h ö I 7- e r l'önnen aus Damenstrümpfen hergestellt werden. Man schneidet von der oberen Beinlänge Stücke von 30 cm und zieht den engeren Teil mit einem festen Faden dicht zusammen und vernäht den Zipfel gut. Zwei bis drei dieser so gewonnenen lU'Utel übereinander gezogen bilden einen hervorragenden Schutz gegen Kälte. Fußlappen sind von warmen Stoffresten leiclit herzustellen und bilde.i gleichfalls eine begehrte Spende zur Sammlung. Zusammengehörende Stücke zusammenheften ! Die Spender von Strümpfen, Socken, Pulswärmern, Handschuhen, Knieschützern, Fußlappen und Schuhen werden gebeten, die zusammengehörenden Stücke zusannnenheften, damit sie in der großen Menge der abgegebenen Einzelpaare nicht durcheinander gebracht und verwechselt werden können. Die Spenden sollen weiters unverpackt "bgegehen werden, da nur Massonsen-diingen in die Front möglich sind. Bei tinzelverj'nckp .gm würde allein die Verpackung ein Drittel des Transpnrtr.'iuines beanspruchen. Berichtiauna Skischuhe ab Größe 41 werden angenommen! In der letzten Folge der «jMarburg?r Zeitung« wurde bei dem Hinweis auf die Gegenstände, die gesammelt werden, irr-tümli^ch verlnutbart, daß erst Skischuh--ab OröRe 44 angenommen werden, Gesammelt werden fedoch Skischuhe ah OrÖl^ 41. Seite 4 »MarburjÄf Zeitunz« 29. Dezember 19^ Nummer 334 VOLK und KULTUR iiiitiiitHiMiiitiiiitiiiliUliiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiimniHtiHiutifMiiiiiliUliiitiiiiiiiiiiiii iiHiHiiinwiHttiimniiiiiiiiiHiintiiiinHiiiiHHiiuitttUHiii Rainer Maria Rilke Zu des Dichters 15. TodeeUg. Am 4. Dezember 1875 zu Prag geboren, schweige als rede, daß er mit den mi-stnrb Rainer Maria Rilke, der v.'iterlicher- misch dargestellten, g^jstisch gefüllten seits ni;R eiiTcm alten ilauerngcschlecht Pausen der Naturwahrheit viel näher ___^ «...rtrt.=.rharpr atic bei Aiissif:; stammte, am 21). Dezember komme als mit einem Aussprechen von 7 l Hinken und Vk-ortcn, die der OcfilhlSRelidenhcii «ar Rilke ist ein Diihlcr Rcwcscn in de< niclit eheiibürtig sind. Nur aus dem ' ' Wortes edel.ster Hcdeutunij;. Kr war ein Schweigen kann gehaltvolle Rede auftau- ne.m Künstler der Form: wenige Poeten hab',:n eben. Rilkes Versuche in dramatischer so vorsichtig und hellhörig, so musikn-i lisch das Wort gehandhabt wie er. wenige haben auch die Sätze so kunstvoll ^----I ^ ^ Sm --■--- gebaut, /u einander gefügt und gekrönt,' VOInaiaO^ADIOSIing III so prächtig komponiert wie er. j Wiedereröffnung der OroBen Deutschen KunstauMtellunfC und doch >st Rilke kein Virtuos gewe-1 , , . ^ « scn, der also jeweils seine Inhaltlichen 1. zu Weihnachten hat die Große Praxis sind, nach der Zahl und dem Umfange betrachtet, gering, doch reich an Gestalt und voll von Anregungen und Aufgaben. Der großen Darstellerin Eleo^ nora Duse widmete Rilke sein kleines Bühnenwerk »Die weiße Fürstin« und hat In seinem Gedieht »Bildnis« (In »Der neuen Gedichte anderem Telk enthalten) wundervoll das Wesen ihrer Kunst skizziert. Des Dichters Lebfen, in vielen gesammelten Briefen von wunderbarer Aus Johannes Günther. Aufgaben etfektsicheren Mitteln unterge- P^utsche Kunstausstellung München 104! ordnet (»der gar aufgeopfert hätte. Nein,']"* Hause der Deutsclien Kunst wieder er war ein wesenshaiter Künstler, dem es 'Tore geöffnet. Sie war in den letz-immer um das ewige Gut des Menschen,! Wochen ziir austauschweisen Aiif-scines Lesers, seines Zuhörers, zu tun "«Ihme von 365 Werken der Malerei, 122 blieb. Fr war ein Pfleger der Seele: dafür Bildn'ssen der Graphik, 47 plastischen mußte er behutsam und zart sein, und das Arbelten, sowie eines Gobelins, zusam» könnte ihm vielleicht von Seiten eilferliy; Werken, geschlossen. Der Aus- Urteilender den Vorwurf der Weichlich- tausch hatte den Zweck, noch all jene keit, der Dekadenz einbringen. Wer aber i Bilder zu zeigen, die in ihrem künstlen-verantwortungsvoli, klar und mit dem fdio" Wert des Hauses der Deutschen Willen zur Weisheit zuschaut, der ent- Kunst würdig sind, die aber in der Im deckt eigentlich schnell Rilkes sichere unj Juli eröffneten Schau aus technischen starke Haltung. Selbst der Junge Sohn-' Gründen noch nicht gezeigt werden suchts-Tr'iger Rilke ist schon als ein För- konnten. M^n war diesmal bestrebt, nicht derer von Energien anzusprechen. i nur verkaufte, sondern auch unverkäufli- Rilkes »Stundenbuch« überrascht immer che Werke durch neue zu ersetzen. So wieder durch die starken Weckrufe, durch blieb in vielen Sälen nur noch wenig von ilie prophetischen u. eindringlichen IJeder, dem bisherigen hängen, in anderen sind die einer Finsiedlerzelle entströmen kr)nn- alle Bilder ausgetauscht, weil oft auch ten. Wahrlich: der Himmel, der in diesem ein Gemälde in anderer Umgehung einen Buche gemalt ist, hat mit Schwachheit neuen, schöneren Platz erhalten hat. und Süßlichkeit nichts zu tun. Die Erde, ...... " " *' '* über der er sich erhebt, kann krcatürlich, ja sinnenfroh sein, f^ie Rilkesche My.stik bedeutet einen sehr weiten Kreis. Der frommen Inbrunst des ^jStundenbuchcs« hält die oft dionysische Glut der »Sonette an Orpheus« die'Waage, — Stets verdient der Künstler eine große Achtung, der in »eine besondere Kunst nicht eng verliebt ist. sondern auch eine andere Kunst schätzt und verehrt, ja vielleicht sogar eine ihm gegensätzliche Verfassung sucnt und als wichtige Ergänzung zu vseinem ihm eigentümlichen Tun würdigt. Rilke, der Poet, ist, wie seltsam es auch zunächst klingen mag. gar kein Enthusiast des Wortes, eher ein Verteidiger des Schweigens! Wer Rilkesche Dichtungen zu Gehör bringt, der weiß, wie schwer sie sich erschließen, wie man um sie ringen muß, bevor sie ihre Schönheit zeigen, v. ie man sie mit Bedacht, mit andächtigen Pausen lesen mußl In Rilkes »Buch d^r Lieder« stehen die bezeichnenden Verse: Dann nur sind die Stimmen jtut. Wenn Schwcissanikeiten sie bejEleitcn. Wenn hinter dem Gcsprüch der Saiten Gcräusclie bleiben wie von Blut; Und bani; und sinnlo.^ sind die Zeiten. Wenn hinter ihren Eitelkeiten Nicht etwas waltet, welches ruht. Rilke hat über den Sinn und die Auf-^{abe der wortlosen rein mimischen Kunst viel nachgedacht. Er ist dafür eingetreten ihrer Eröffnung Im Juli Uber alles Erwarten hohe Zahl von 600.000 Besuchern zählte, war ja ein tiberwÄltigender Erfolg. Zwei Drittel aller bisher ausgestellten iBilder, die Hälfte aHer Graphiken und eine große Anzahl von Plastiken wurden käuflich erworben, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß eine ganze Reihe von Werken von vornherein unverkäuflich ist. Mehr als zwei Millionen Reichsmark sind auf diese Welse der Künstlerschaft zugeflossen. Für das tüchtige Können und die fleißige Arbeit sprechen die neuaufgenont-menen Bilder selbst. Unwillkürlich vertieft man sich in die Seele dieser Meisterwerke, deren Motive sich in weitem Bogen vom heißesten Ringen an der Front bis zum friedlichen WaJd- und Wlesen-winkel in der Heimat spannen. Zu d.2n schon berühmt gewordenen Bildern aus dem Kampfe zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind neue gewaltig beeindruk-Dadurch, daß die Zahl der ausge-'kende aus dem Osten und aus dem See-tauschten Werke in diesem Jahre nahezu j krieg gekommen, .so wie äuch der schafdoppelt so g^roß wie im Vorjahr ist, sind fende Mensch an seiner Arbeitsstätte, in die Bilder, Plastiken und Graphiken vo;i | Fabriken, Werften und Hochöfen In neuen 403 Kunstschaffenden zur Ausstellung! Schöpfungen vor uns steht, so wie uns gelangt. 251 von ihnen treten dabei ml prächtige blutvolle Gestatten aus dem der diesjährigen Ausstellung zum ersten bäuerlichen Leben entgegenlachen. Wir Mal in Erscheinung. So wie diesen Künst-| sehen das bäuerliche Bllcf'in antiker Auf-lern die Ausstellung ihrer Werke zur fassung, den Bauern mit seinen Tieren, Weihnachtsireude wurde, so haben es Landvolk bei der Ernte und der Wlnter- der reinsten und ungetrübten Freude bereiten. Damit wird die große repräsentative Schau der deutschen Kunst auch in ihrer neuen Form die Aufgabe erfüllen das deutsche Volk hinzuführen zu den reichfließenden Quellen seiner Kunst. ! GeorgDenkl ■ V + Heldeniod Cduard Sctitoemanns* Vor dem Feind gefallen isi der Kriegs-maler eitler Marii^-Kriegsbcrichterein-heit, Marinemaler Edward Scbloemann. L^er lS88.in Düsseldorf geborene Künstler hat sich als Marinemaler einen Namen scmacht. Das Wiedererstehen der deutschen Kriegsmarine hat er mit seinen Schöpfungen begleitet. Jahr für Jahr war er auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München vertreten, ^ine ganze Liebe gehörte der See. Sein Heldentod ist die Erfüllung seines Lebens geworden. + Tod eines Sttdtlrdter Heimat^Hffi-steller«. In Bregenz ist der Südtiroler Heimatschriftsteller Paul Tschurtschcn-thaler im 67. Lebensjahre plötzlich gestorben. Tschurtschenthaler, ein geborener Brunecker, war ein grtindlichtr Kenner von Land und Voiikstum und einer ihrer begeistertMcn Schildercr. Eine tiefe Liebe zum Helm^tboden, ein reiches Gemüt, das für alle Regungen der Volksseele offen stand, und eine herxerfri-.<5chende Darstellungsart befähigten ihn zum erfolgreichen Heimatschilderer. Zu seinen meistgelesenen Büchern zählen »Bauemleben im Pustertal«, »Ein Buch vom Eisacktal«. »Gestalten aus dtm Etschland« und »Brunecker Heimatbuch«. viele Käufer bisher ausgestellter Arbeiten begrüßt, noch vor dem Fest in den Besitz der angekauften Schöpfungen gekommen zu sein. Nun haben sich die Pforten der Ausstellung zu Weihnachten aufs neue geöffnet. Noch bis zum März des nächsten Jahres werden Urlauber von der Front und Volksgenossen m der HeiinaI Gelegenheit haben, die Schaffenskraft der deutschen bildenden Kunst zu bewundern. Das stillversunkenc Wandeln durch die wundervollen Hallen des Hauses der Deutschen Kunst wird ihnen zu Feierstunden werden. Die beiden größten repräsentativen Räume zu beiden Seilen der Längsachse, die mit ihren Großplastik'en und Großbildwerken den Kern der diesjährigen Ausstellung darstellen, blieben unverändert, auch einige wenige kleinere Räume. Aber durch die Neugestaltung von rund 30 Sälen ist doch mehr oder minder eine neue Ausstellung geschaffen worden, die arbeit, im Kreise der Familie. Und dann ist es wieder die deutsche Frau, vor altem auch mit dem Kind In der Wiege die uns in vielen GemflIden entgegentritt. Wir bewundern weiter die zahlreichen prachtvollen weiblichen Akte, immer wieder eine hohe Schule für den bildenden Künstler. Wir begegnen der HJ in allegorischen Bildern, auf Fährt und beim Basteln, viele Laadschaften In der Auffassung der Romantik sprechen uns an, der Wald und seine Wiklnis, das Sonnenspiel darin und in den Seen unserer Heimat, Berge, Burgen, Flüsse, Täler und Höhen nud nicht zuletzt Blumen — jedes einzelne Werk von einer anderen bezaubernden Seite gesehetp. Man möchte tagelang in dieser Ausstellung weilen können. So haben sich wohl die Bilder, nicht aber hat sich der Charakter der Ausstellung und vor allem nlch der Wert der gezeigten Arbeiten geändert. Hunderttausenden deutscher Menschen werden ihre Anziehungskraft nicht verlehlen ......................... daß der Darsteller eigentlich viel mehr'wird. Schon die bisherige Schau, die seit "sie Stunden der Erbauung un^ Erholung, Vatl Möiders«, für den die Männer seines Geschwaders durch das Feuer gingen, der für sie sorgte und an sie dachte, mehr als an sich .selbst. Eine Reihe von Fotos veranschaulichen die Darstellungen Forells aufs Beste. Kein Wunder. daB die Auflage dieses volkstümlichen Buches das sweite Hunderttausend bereits weit überschritten hat. Helmuth Barnick r'llllililliiiillllllllillllllllllllllllllilllllllUlllllilllllllllllllltlllllltll^ 1 DIE GELBEN PERLEN I I EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | Miiimmiiimi VON HANS RABL IIHHIMMMIIIS Copynithi by Vprtaä Krorf St Hlnh. Mdncbe« )Oio (44 Fortsetzung) Und dann wird er eine Frau finden. eine andere, d e----. \Vie Innge, M'ke, dauert ts, bis AAänner vergessen?« >S'e sfillien das nicht denken — -Ich c.enk: es, Tag und Nacht. Kann es nicht auch sein, Mike, daß die,Erinnerung an m ch ihn schmerzt? Und daß er versucht, s e auszulöschen, durch die lebeiKl'gc Gegenwart einer anderen Frau? Arh, Mike, gibt es in eurer verfluchten Bucht noch viele Per'en?« * (legen Ab^nd saß Jan mii Phcasant Culver zusammen am Heck des Schoner«;. Vor ihnen lag lang, schmal und zum Bug etwas ansteigen^!' das Deck, Die Mannschaft vvar unten, um zu essen. So befanden s'ch außer cleni Rudergänger der unbeweglich am Rad stand und Rc'angweilt vom Kompaß zum Bugspriet, h'nauf zu den Masten und wieder zum Kompaß /uilick sah, nur Brodle und Tuku Negf>ro, die in ein langes und ernsthaftes Gespräch vertieft w.nren, auf Deck, Die schöne Frau rauchte eine russische Z garette mit langem rundem Pappmund-schon sei ein'ger Zrif hcMwie^ x;c'. und J;in slörio si« nicht. s c die Zigarette über Bord warf, frag'e er; »Ist es nun so, wie Sie es gewünscht und geträumt haben?« Sie sah ihn nicht an. Genau so, antwortete sie; es k'ang, al.> habe sie s-Ne^n-jf gesagt. Vielie cht spürte sie die D'ssonanz zwischen Klang und Wort, und um sie vergessen zu mnchen, fügte sie rasch hinzu, dieser Tuku N goro s^i bemerkenswert schöner Kerl. Jan nickl^. »Manchmal ist es eine Freude, die.se braunen Kerle anzusehen. Tuku Nogoro freM'ch ist mindestens ein-ntal zu genau an'^esehen worden.« »Ist das eine Geschichte? Wie sagt ihr doch — ein Garn?« Jan lachte. »So etwas Ahn'iches. Nur daß es ausnahmswe'se wahr ist.« »Spinnen Sie es dochl Ich htib das gern; und ein wahres Garn habe ich noch nie gehört.« »Es handelt von e ner Frau, die Tuku Negoro zu genatJ ansah; aber d'o'| sehr hü'v.'!< n sr'n. üu lieR i'i s'i'h nithi ungc.n \<'n ilir überzeugen, Tuku Negoro habe sie h'n-oingelockt und ihr Gewalt angetan. In frünerH}n Zeiten hätte die Frau nicht gewagt, so zu spielen; denn (damals hätte der Kapitän nicht gezögert, den Javaner an d e höchste Rahe zu Jiängen. So aber begnügte er sich damit, ihn auspeitschen zu lassen. Es war die Zeit, wissen Sie, in der überall über die unmenschliclic Behandlung der Javaner durch uns Holländer geschrieben wurde — am allermeisten übrigens In ihren Zeltungen. Der Kapitän wünschte wohl, dieser gut gelenkten Propaganda, die darauf hinauslief, daß alle Staaten der Erde außer Eiigland unfähig seien, die Eingeborenen iluer Kolonien gerecht zu behandeln, keine neue Nalirung zu geben. Also wurde Tuku Negoro nach seiner Züchtigung in Eisen gelegt, und in Adelaide sollte er von einem Gericht abgeurteilt werden. Wie Sie sehen, ist er aber nie nach Adelaide gekommen.« »Und was geschah dann?« fragte Pheasant aufmerksam, ohne d e Augen von dem Javaner zu wenden. »Dann entwendete, wieder e'n paar Nächte später, die Frau die Schlüssel von Tuku Negoros Ketten und befre te ihn. Er d^arg mit ihr in diu Kapitäns-kajüte ein, und s'e tüteten tlen Mann. Danach 1 el es Tuku Negoro n cht schwer, dir Besatzung, lauter Halbblut oder Farbige gleich ihm, davon zu überzeugen, sie alle würacn, g ng n sie in e'nen zlvi-' s c:'Cm Ihfci, wegen Mcutcjei und Atord yt»iienlt erden; niemand v\ii.dc ihfien glauben, sie seien an der Sactie n'cht beteiligt.« »Und das glaiibten die Leute wirklich?<: »Ja. In jedem Malaien sl^ckt ein Stück Seeräuber, von alters her, und Tuku Negoro verstami, es wachzukltzeln. E'nc Zeitlang trieben sie sich raubend in der Sunda-See herum, die sie nach schweren Entbehrungen und laiiger Ze t erreichten damals verstand Tuku Negoro noch nichts von Navigation. Heute übr'gens kann er's. Er war eben noch Anfänger, heute ist er Meister. Darum gelang es damals verhältnismäßig schnell, ihn J^u stellen. Nacbciem man das Sch ff halb zusammengeschossen hatte, und der größte Teil der Besatzung getö'et war, ließ er den lecken Ka.s^en auf Strand laufen. Das geschah an der Küste von Celebes. Mit def Fr. u und dem Rest seiner Leute erreichte er den Strand und tauchte Im Busch unter. Pas bedeutete die Rettung- damals gingen. Regie-rungstruppen nur ungern In den Busch,« »Und? Weif(r!<: mahnte sie, als er schwieg. »ja, dam t ist tlie Gescliichle eigenll'ch aus. Von seinen Gefährten hat man nie iiiehr etwas gesehen. MiVgl ch, daß sie irg.nowo mii Inner-n bei e ncm Stamm g--b leben, m'/glTch, daß sie von den Eingeborenen massßkr ert worden sind. Ihm selbst konnte man, als er später wieder fitntauchte, den Prozeß nicht mach.Tl; es häfte, da er se'bs vcr..lllndlkh lei'g-neie, nur e'n''n /euum Kf:;en ihn ge- Nuitnnt genug — es waren schließlich 70 Grad Hitze da oben — dann steigst du die I Treppe wieder hinunter. ' Aus der Sauna in den Brauseraum mit dir! Da gibt es wieder so eine Bank, auf die legst du dich. Der Bademeister kommt mit einem Riesenschwamm und wäscht dich herauf und herunter, wie dich deine eigene Mutter noch nicht gewaschen hat. Vorne und hinten, auf allen Seiten, die du hast. ' Geseift und geschrubbt bist du nun. jSteh jetzt auf, es geht unter die warme Brause, die Seife rinnt in Bächen von dir herunter, aber dann gibt es, kaum einen Meter weit von dir, noch eine zweite Brause, die eiskalt die Haut erschrickt. So oft es dich gelüstet, läufst du von der warmen unter die kalte Brause, hin und wieder zurück. Sieh, ietzt wirst du wieder quicklebendig, das Ölut springt In den Adern, die Lungen hüpfen in all der nassen Frische. Du hättest jetzt den Mut, mitten ins Nordpol-Loch zu tauchen, wenn es hier wäre. I Oben in Finnland gehen sie auf dem Lande vom Sauna-Bad geradewegs Ins k.liteste Wasser oder tummeln sich im dicksten Winterschnee, es schadet nichts nach so einem Bad, es ist wunderbar erfrischend. Trockne dich nun ab, steig in die Holzpantinen und schlurfe in deine Kabine zurück. Wenn du magst, knun^^t du hier au^ einer weichen Pritsche eine Weile liegen, che du deine Nobelkclt von Na^;el wieder hort'ntertiimmst und dich nn-^irhst. Wenn du auf die Straße kommst, hast du rote Backen vor purer Gesundheit und Frische, und kommst dir vor, als wolltest du nun noch einmal bei deiner Konfirmation wieder anfangen. Warum nimmt Groi^mutter keine Gesang-stunden? Lieschen hatte vorgestern Oeburtstat. Heute kam der gute OnkcI. "»Was hast du denn zu deinem Goburtstaj bekommen, Lieschen?« »Bauchweh, Onkel!« Der strenge Vater strafte den Jungen. Kr legte ihn über das Knie. »Jeder Schlag, den ich dir gebe, tut mir weh!«, sagte er. Rief der Bengel: »Aber nicht an derselben Stelle!< « Lieschen will immer alles ganz genau wis» sen. »Oroßmuttl, wirst du einmal ein Ensiel, wenn du m den Himmel kommst?« »Gewiß, mein Kind.« »Großmutti, wirst du dann auch mit den anderen Engeln singen?« »Freilich, mein KijiJ.« TOroßmutti, warum nimmst du dann keine Gesangsstunden?« Der Besuch saß allein im ^Wintersportlade«. Ein Paket war schnell zurechtgemacht. Heute wu/de es zur Sammelstelle gebracht, Wa-r es während der Weihnachts-feierfage nicht gerade deshalb doppelt so schön, weil man sich sagen konnte: »Ich hab' nicht vergessen, daß ich kaum hier beim warmen Ofen sitzen könnte, wenn nicht draußen die Wehrmacht für uns alk Wacht hielte?«. Gebt Wolle una' Wollsachen, Felle'und Pelze! Das muß auch in Cilli die Losung der nächsten Tage sein, mit denen ein an stölzen Erfolgen reiches Jahr auiSklIngt, H. Patz lujfest des Deatschen Rolen Kreuies Im sinnreich jceschniückteTi Vortrags-saal des Gesundheitsamtes Cilli fand am 21. Dezember die Julfeier der männlichen Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes statt, bei der alle Mannschaften unter Führung des Bereitschaftsführers VVe rdouschegg und der Gruppen-führep vollzählig erschienen waren und einen würdigen Verlauf nahm. den Sonntag vor Weihnachten erfüllte ein lebendiges, buntbewegtes Leben die Plätze und Straßen der weihnachtlich gestimmten Sannstadt. Wiec'cr war der Weihnachtswald der Tannen und Fichten im Stadtinnern erstanden, wieder um-spielte die Vorübergehenden der harzige, würzige Duft der Wälder una" es war auch heuer nicht notwendig gewesen, sich um einen Weihnachtsbaum hertimzudrän-gen, denn es waren genug vorhanden, um den Bedar' zu decken. Freilich muß der deutsche Wald jetzt mehr Cenn je geschont werden. Darum haben wir Cillier uns von vornherein heuer niit einem kle.neren Bäumchen beschieden. Seine L'chter haben dafür in der sicheren Geborgenheit der Heimat um so heller gestrahlt. Im ganzen Stadtgebiet wurden an diesen beiden Tagen »Kinkrelsungen« vorgenommen, man mußte »Straßensperren« überwinden und' Brückenzoll zahlen, galt CS doch, der letzten großen Reichsstraßensammlung des Kriegs-Winterhilfswerkes vor dem Weihnacht.sfe&te ?u c'nem schönen Jirfolg zu verhelfen. An jedem Aufschlag der Jacken und Mäntel baumelten die kleinen, holzgeschnitzten, buntbemalten Kreisel, die ihren Weg aus der großen Spielzeugschachtel des Erzgebirges auch in de heimgekehrte Untersteiermark und nach CÜli gefunden haben. Angetan mit gelben, grünen und leuchtend roten Röckchen die Weiblein, mit schwarzen, weißen und braunen Westen die Männchen, haben diese lustigen Kre'selfiguren alt und jung viel Spaß bereitet und an den heidcn Weihnachtsfeiertageu ihr Tänzchen auf mancher Tischplatte gec'reht. Am Vormittag des Goldenen Sonntags brachten Weihnachtsbescherungen der vier Cillier Orfsgruppen des »Steirischen Heimatbundes« vielen armen Kindern und Volksgenossen reinstes Weihnachtsglück. Mit sehnsüchtigen, glänzenden Augen und mit köstlicher Unbefangenheit empfinden d'e K't'inen und Kleinsten — geradewegs vom Himmel, wie es schicn! — viel rei-i'he und hübsche Gaben: schöne, warme Kleidung und Wäsche, die der Heimat-bund gekauft und die Frauenschaft angefertigt hatte, Schuhe und Spielzeug und Süßigkeiten aller Art. Der Geschenksack mit den Kleidungsstücken, Schuhen und Äpfeln war oft größer als der kleine Knirps, der ihn bekam. Am Heimweg In den Orts^fruppen des Kreises Mar iilicrlicßoii aber auch nichi die Kleinsten , burg-Stadt werden die Woll-, Pelz- und seiner Ansprache auf die Epoche von Er-eiiniissen geschichtlichen AusmaBfis hin, wie sie noch kein Zeitalter erlebte. Die große Zelt, so betonte er, verpflichtet uns mehr denn je zu äußerster Anspannung der Kräfte im Dienste unserer Nation und des Deutschen Roten Kreuzes, C- H. „Zind Sloidei Udiea" Schon Tage vor den Weihnaehtsfeiei-tagen warben rotleuchtende Plakate' unter dem Leitwert »Zwei Stunden Lachen« m einem fröhlichen Abend, den das Gastspielunternehmen Hermann Alekso-wics am 25. Dezember im großen Saale des »Deutschen Hauses« veranstaltete. Und wahrlich, die Ankündigungen versprachen nicht zuviel» Es war ein Abend voll Fröhlichkeit und heiterer Be-schwingtheiit, eine Veranstaltung» die das Publikum mitriß und zu begeisterten-Beifall anfeuerte. Die verbindenden Worte sprach Ernsi Arnold, eine bekannte Größe der bunten Bühnen und auch in der Untersteiermark durch seine Mitarbeit beim Reichssendcr Wien bekannt. Die »Zwei Fallodas« fanden für ihre Darbietungen warmen Bei fall. Die entzückende Lisi Rober tan^itc Wienerwalzer, und nacH ihr kam der Sta; h Bereitschaftsfuhrer Werdouschegg er- Programms, Maria Ternowa, auf die öffnete den Abend mit Worten der Begrü- Schon nach dem ersten Liede " ■ " rauschte reicher Beifall auf, der sich im- mer wieder steigerte, bis es bei der letzten! ßung, hl der er unter anderem Sinn und Bedeutung einer Julfeier schilderte, die 23 Jahre der Unterdrückung vom serbi-sclien Joch streifte. Worte des Dankes fand er, daß man zum erstenmal in der befreiten deutschen Stadt Oilli wieder eine Julfeier, insbesondere aber im Rahmen des Oeutschen Roten Kreuzes, begehen kann. Am 22. pezember hielt die weibliche Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes ihre Julfeier ab, die von der Bereit-schafts-Dienstleiterin Ilse R a k u s c h geleitet wurde. Bei ihrer Begrüßung an die Teilnehmerinnen sowie an den Vertreter der männlichen Bereitschaft und der des Verwaltungsführers verwies sie auf die Bedutung und den tiefen Sinn jenes schönen deutschen Brauches des Jui-festes, Dentist Hoppe als Leiter der Abteilung IV des Deutschen Roten Kreuzes entbot im Namen der Verwaltung die Weibnachts- und NeujahrsKrüße, wies in Strophe der »Lilli Marleen« zu einem Orkan anschwal. Den zweiten Teil leitete Lisi Rober mit einem feurigen Csardas ein, worauf der Komponist Carlo Krisch am Flügel 15 Minuten herzerquickenden Humor eigener Dichtung und Komposition brachte. Vor allem gefiehl das Lied »Publikum paß auf!« und der Aufsitzer »Wir fahren nach Südamerika«. Und dann war wieder die Ternowa, — diesmal in einem Altwiencr-kleid — auf der Bühne. Sie und ihr Partner, der Komponist Krisch, überboten sich in humorvollen lustigen Liedern. Der Beifall, der folgte, machte Zugaben unvermeidlich. Auch Ernst Arnold brachte viel bejubelte eigene Lieder. Vor allem war es die Parodie auf »Lilli Marleen«, deren Wiederholung stürmisch verlangt wurde. Den Abschluß des wirklich Bunten Abends bildeten die akrobatischen Tollheiten des Waldi und Otto. E. Paidasch. den sie begleitenden Eltern oder Geschwistern den Geschenksack, sondern schleppten ihn selbst mit glänzenden Augen nach Hause. Am Nachmittag versammelten die vier Cillier Ortsgruppen des »Steirischen Heimatbundes« ihre Mitglieder zu einheitlich gestalteten Weihnachtsfeiern in vier Sälen der Stadt. Die Teilnahme der Volksgenossen aus allen Berufen und Altersklassen, besonders der Frauen, war außer-ordenthch rege. Die wiirdevollen Feiern hinterließen bei allen Teilnehmenr einen tiefen und nachhaltigen Eindruck. Am Vorabend beging die Kreisführung Cilli des »Steirischen Heimatbundes« mit geladenen Gästen von Partei, Staat und Wehrmacht im großen Saal des »Deutschen Hauses« das Julfest, das uns Cilliern ein überraschendes, herzlich willkommenes Wiedersehen mit Hans Wamlek brachte, diesem ehrlichen Kämpfer um die Anerkennung des neuen Gitarreliedes. Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Drum haben auch in diesem Jahre die Cillier Schaufenster wieder Weihnachtscharakter angenommen. Die Straßen waren noch einmal so festlich unter dem Glanz, der sich aus den Schaufenstern ergoß. Die Auslagen der großen Geschäfte und Kaufhäuser waren mit so viel Geschmack ausgestattet worden, daß man auf den Gedanken kommen könnte, der Weihnachtsmann habe sich mit den Dekorateuren unmittelbar in Verbindung gesetzt und ihnen Richtlinien gegeben. Wenn auch die Beschaffung der Dinge, die man auf den Gabentisch legte, heuer infolge des Krieges einige Schwierigkeiten machte, so war das Fest doch nicht wen'ger schön und die Freude nicht gc-r nger. Viele Volksgenossen aber haben an Geld gespart, und da sie eisern sparten, damit nicht nur sich selbst genutzt, sondern auch der Volksgemeinschaft! Doch auch die Tage nach dem Goldenen Sonntag gingen zu Ende und mit einem Male war sie wieder da, die schönste Stunde im ganzen Jahr, diese Dämmerstunde am Heiligabend, ehe der Baum angezündet wird. Auf den Feiertagsi^aziergang haben wir diesmal verzichte^ und ein b ßchen Sammelstellen in Marburg Wo liefere icli meine Pelz, und WoHsachen und SIder ab? Ortsgruppe ' Marbnrff 11, Tegetthoffstraße Nr. 2, Wintersachen sowie auch Skier und Skischuhe an folgenden Stellen entgegengenommen: Ortsgruppe Bninndorf, Kleistgasse 20, „ . Drauweller, Zwettendorfer- straße 18, „ Freide^g, Mellingberg 84, „ Qanis, Garns 184, „ Kötsch, Unter-Kötsch 138, „ Leftersbersr, Kokoschinegg- straße 20, „ Lembach, Lembach 1, „ Marburg I, Viktringhofgasse Nr. 16, „ Marburg ni, Roseggerstraße De. 3, „ Marburg IV, Kärntnerstraße Nr, 40, „ Marburg V, Ecke Prinz Eu- Sen-Straße (Schubertstraße), larburg Vl^ Custozzagasse Nr. 19, „ Rotwein, .Oberrotwein 26, „ Thesen, Pettauerstraße 33, „ Zwettendorf, Lehnfdorf III, Wer seine Spende selbst zu den Sammelstellen. bringt, erleichtert die schnelle Durchführung der Aktion. Jeder Spender erhält eine Bestätigung, di^ später gegen eine Urkunde umgetauscht wird. Kleine Cbreidit ni. Tod^läMe. Im Marburger Krankenhaus starb die 40-jährlge Private Elisabeth Pole ge g und der 62-jährige Flei-schergehiiio Josef O e n n e r. In Drau-weiler (Pobersch) bei Marburg, Lenau-gasse .21, verschied die 44-jährigc Weberin Angela Drosk und in Marburg. Triesterstraße 45. die 51-jährige Sattlermeistersgattin Gisela Rodosch ek, Ferner starb in Marburg, Burggasse 40, im hohen Alter von 93 Jahren der Private Johann S a bb t n i k. — In Qono-bitz ist der Maschinenführer Johann Su-pantschitsch im besten Alter von 35 Jahren gestorben; seine Leiche wird nach Marburg überführt. — In Freidegg starb die 73-jährige Private Clara Sentschnik. m. Großer Dienstappell In der Ortsgruppenführung Gams. Die Ortsgruppen-fiihrung Gams im Kreis Marburg-Stadt hielt unter der Leitung des Ortsgruppenführers Norbert R u p p r i c h einen großen Dienstappell ab, an dem außer dem Mitarbeiterstab auch der Amtsbürgermei-ster beiwohnte. Im Mittelpunkt des Appells stand die Vorarbeit für die Durchführung der Sammlung »Woll-, Pelz- und Wintersachen für die Front«. m. Volkswohlfahrtsarbeit im Kreis Fettau. Nachdem im Berichtsmonal weitere fünf Dienststellen ausgestattet wur- den. Arbeitsbesprechungen mit den HHfs-stellenieiterinnen haben laufend stattgefunden. Die Mütterberatungen bewegten sich in dem Üblichen Rahmen. m. Rege Tätigkeit des Amtes Frauen in Gonobitz und Egidi. In der Ortsgruppe Gonobitz ist das Amt Frauen eifrig am Werk. Es wird mit großem Fleiß für die Betreuung armer Volksgenossen gearbeitet. Täglich sind etwa 15 Frauen dar n*it beschäftigt, aus gesammelten Kleidern und Stoffen Bekleidungsstücke für bedürftige Kinder herzustellen. Zerrissene Sachen werden ausgebessert, aus alten Mänteln werden Knabenanzüge angefertigt, aus Wolle werden Jäckchen, Socken und Strümpfe gestrickt. Auch in Egidi bewiesen die Frauen der Ortsgruppe ihren Arbeitseifer. In kameradschaftlichem Beisammensein wurde besonders in den Dezemberwochen in der Nähstube des Amtes Frauen fleißig gearbeitet. Zahlreiche Beschecrungsstücke konnten dent Amt Volkswohlfahrt Übermittelt werden. m. »Steiferland« — der QniB an die Front. Die Newjahrsausgabe der ^Ida-tenzeitung des Gaues Steiermark, »Stei-rerland«, hat den Weg zur Front angetreten und wird wiedör beifällige Aufnahme finden. Schon in dem schönen Titelbild »Großer Buchstein im EnnstaU bekoimnt die heimatliche Note ihren den, sind nunmehr 23 eingerichtet. Die! starken Anschlag. Die Folge der Artikel Zahl der fertigen Hilfsstellen beträgt' und Nachrichten führt zutief ein in alles, derzeit 18; weitere 13 können voraus- was d'e Heimat der Front zu berichten ontrüiupfcit. im K)ei4erlimütciv =*'chtlipli bis- F^nde Jänner beendet wef-j ^vLciö, Hier i*t ^'ett wie irgend möglich einzuschränken' ist. An die Steile dieser Kleidungsstücke kami der kombinierte schwarze Abendanzug treten. Be der Mitwirkung von Orchestermusiken; und' Chorsängern in Laienchören ist da'^ Tragen von Frack und Smoking währenc des Krieges überhaupt nicht a;ls notwen-dir" anzusehen. m. Mit d<^ FuB unter dto Waggon-rttder. In der Station Pöltschach sprang der 73-jährige Knecht Franz Teuscher aus St. Bartholomä bei Pöltschach au.^ dem Zug, bevor' dieser vollends zun-Stehen gekommen w^ar. Dabei glit er jedoch aus und geriet mit dem rechten Ful. unter die Räder des noch rollenden Zuges, wobei ihm der Fuß im Knöchel-gelenk abgetrennt wurde. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz leistete ihm die erste Hilfe und sorgte für seine Überführung ins Marburger Krankenhaus. m. TreibriememHebstahl. Aus dem un- Jiann Sautner in Windischfeistritz wur-versperrten Sägewerk des Besitzers Joden zwei Treibriemen in der Länge vcr. 2 und 4 Meter, 6.5 Zentimeter breit, im Werte von 90 Reichsmark entwendet. Nach dem Täter wird gefahndet. (Zeichiik;. .-tiildordunst iZlninierniiiiin]) WoHiictien ttir andere Soklaiea f^ummer ^ »Marffurw Zelfunc* 1941 5t!te f FILM Laicht« Mut« »Was Frauen im I'rüUline ^träumen«, so Uutet der Untertitel dieses unter v. Rabenalt gedrehten Terra-Fllms. Nun bewegt sich der Inhalt aber durchaus nicht um lenzliche Fraucntrauttiereien. vielmehr sind dies \Vörte eines gefühlvpllen. schmiegsatiien Liedes, das Berlins erfolgreichster Komponüst schuf, und das dazu bestlniTTit war. die Handlungswelse zwe(er Frauen entscheidend zu beeln-flußen. Im Leben des volkstümlichen Komponisten spiegelt sich das Berlin um die Jahrhundertwende wieder, als man noch mit dem Pferdeomnibus nach Wümerjidorf und Dahlem »aufs Land« fuhr. Ein Spiegelbild, jedoch nur von der' heiteren, genieRerischen Seite: Berlin wie es lebt und Hebt, wie es lacht und singt.. tanzt und — springt kann man getrost dazu reimen, denn nicht weit von »springen« erschün«! diie auf uns recht amüsant wirkenden- Tnäze.- denen die Gesellschaft sich begeistert hingibt. Sorgenvoll geht es zunächst im Hause des Komponisten Mülfer zu: Schulden, nichts als Schulden! Doch 'musizierend und kofhponie-rend setzt man sich darüber hinweg, und die Kumn^rfalten auf der Stirne der Qattin werden rasch weggeküQt: man ist noch sehr ineinander verliebt In eine Operette, die beweisen soll, daß dieses Qenre auch in Berlin gedeihen kann, legt Müller seinen höchsten Ehrgeiz Und all« seine Hof'fnungen. Und in der Tat, sie gestaltet sich zu einem Bombenerfolg. Man lebt fortan weit über die Verhältnisse, der Bogen wird überspannt, und plötzlich steht Berlins populärster Komponist. dessen Weisen überall gespielt, gesungen und gepfiffen werden, vor dem Ruin. Inzwischen hat sich eine größere Katastrophe abgespielt: Müllers empfängliches Musikerherz hat an einer Sängerin allzusehr Feuer gefangen, und darüber hat ihn die treue, liebende Qattin verlassen. Nun, im Unglück, nimmt sie den Ungetreuen wieder bei skh auf. Wieder geht es ans Musizieren und Komponieren, und neuer Aufstieg winkt. Festlich wird der silberne Hochzeitstag besangen. Und endlich soll auch der Lebenswunsch der getreuen Qattin erfüllt werden: eine »Silberne Hochzeitsreise« soll sie nach Venedig führen. Doch plötzlich entdeckt die Oute, daß die Ferne sie nicht mehr lockt: Berlin, wie es mit den Melodien Ihres Mannes singt und klingt, hält sie fest, und trotz Kelöster Karten und gepackter Koffer springen beide aus dem eben abfahrenden Zug. Willy Fritsch, als Komponist Müller, läßt seiner frohen, unbekümmerten Laune frei die Zügel schießen, doch versteht er es auch, im Alter und Sorgen gereift, als Ehejubilar Würde mit Gefühl zu paaren« Seine Qattin wird durch Adelheid Seeck verkörpert; voH Lebensernst und Pflichtgefühl, erscheint sie als einziger ruhender Pol in einer immerzu fröhlichen und jubilierenden Umgebung. (Marburg, Burg-Kino.) Marianne v. Vesteneck TURNEN und SPORT iiNiiiiiiiifiimitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiMniiliRttiiiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiti Nationalmamischalt der Springer in Oberhoi Die besten Skispringer aus den fünf im deutschen Skisport führenden Bereichen. in der Hauptsaclie die Mitglieder der Nationalmannschaft, starteten am Sonntag auf der Hindenburff-Schanze in Oberhof. Der frühere Weltmeister Josef Bradl übertraf mit Weiten von 6v^ und 68 Meter seine Mitbewerber ganz erhob-lich und verhalf zusammen mit Josef Haslinger und Mair der Ostmark auch zum Mannschaftssieg über Sachsen und Mitte. Die Ergebnisse waren: l. Bradl (6.5 + 68 Meter), 3. Palme 3U.5, (60 + 64 Meter). 3. Krauß 303.5 (63 + 62 Meter), -4. Friede! 301 (61 + .'9 Meter). 5. Geh ring 198 (57 60 Meter). 6. .Marr, 7. Haslinger. 8. Hfickel. Definition darüber, wer als Jude zu gelten hat. Mit diesem Gesetz ist zum ersten Male eine klare Grundlage für die weitere Behandlung des Judenproblems in Rumänien gc schaffen. 0 Jüdische Apotheken fn Bulgarien gehen In den Besitz der öffentlichen Hand über. Der Innenminister legte dem Sobranje einen GesetzcntTMirf vor, demzufolge alle jüdischen Apotheken in den Besitz des Staates oder der Gemeinden übergehen sollen. Rapid siegt in Dresden Schweiz kommenclei, Mnnnschaften ^ . Gopta Stockholm und Berliner Schlit- Am Sonntag kam es in Dre.^e^ zu jipinjhklubs teilnnhnicn, einer Begegnung des deutschen Fußball-1 . dcutschc Siege gab es in emem mejsters Raipid Wien mit Tscnam-, ^^hwerathlctischen Kampftag in Kopen-mer-Pokalsieger Dresdner SC. Die Wie- wcrner Scelenbin- ner gewannen das Freundschaftss'piel (Berlin) gegen den Dänen John Jen- knapp mit 5:4 (1:1) Toren, wobei bemerkenswert ist, daß der T!rfolg der Wiener erst In der letzten Mintite errungen wurde. Wiener Eislaiffsdmie IielMinifet sich Mit einem der schönsten Titelkämpfe des Eissports gelangte am Sonntng im Eisstadion in Oarm^sch-Partenkirchen mit dem Reichssiegcr-VVettbewerb Im Eistanz zum Ausfrag. Wie erwartet, wnr die Entscheidung eine rein Wiener Angelegenheit. schon zum vierten Mal holten sich Edith Winkelmnnn—Walter Löhner den ersten Platz vor Jtitta Stöhr—Fritz Hackl. don ewigen Zweiten im Kampf um den Reichssieg. An dritter Stelle landete mit Hörmann—Kolbinger ebenfalls ein Wiener Paar. Kleine Sporfnacbricbten : Lazek gegen Heuser und Vogt. Der deutsche Schwergewichtsmeister Heinz Lazek hat für die nächsten Wochen zwei schwere Titelkämpfe vor sich. Zunächst tritt aer Wiener am 1. Februar gegen Adolf Heuser an und setzt seine Meisterschaft freiwillig aufs Spiel, und für später 'st das Treffen zwischen Lazek un-d dem Halbschwergewichtsmeister Richard Vogt vorgesehen, nachdem Lazek die offizielle Herausforderung des Hamburgers angenommen hatte. : Eishockeyturnier im 01ympla^aiongeologe auf dem Schusterrappen. Rund 40()0 Einzelstücke wurden von Haida in mühevoller Sammelarbeit aus den Bergen Osttirols zusammengetragen. Auf Regalen, Gestellen und Ablagen sind die Funde nach Herkommen und Art geordnet, Da sieht man Versteinerungen aus dea Lienzer Dolomiten, überat^js zahlrei- Einzlgartige Sammlung eines Schusters che und fein gebildete Muschel, Korallen-. Ammöniten- und Belemnitfenkalke und eine ganze Reihe anderer Versteinerungen. Auch Bruchstücke schöner großer Muscheln, sogenannte Nautilusse sind vorhanden. Darüber hinaus birgt die Sammlung hunderte schöner Versteinerungen aus der urzeitlichen Pflanzen- und Tierwelt, überaus groß und vielseitig ist die Abteilung der Bergkristalle. Ein Prunkstück darunter ist ein weißer, glasklarer Bergkristall aus dem Gebiet der Hohen Tauern. Er wiegt drei Kilogramm, hat eine Höhe von 22 Zentimeter und einen Umfang von nicht weniger als 37 Zentimeter, Die sechskantige Spitze ist so e.\akt und genau gemacht, als ob sie nicht durch die jahrmillionenlange Arbeit des Berges, sondern durch Menschenhände oder eine Maschine geschliffen worden wäre. Neben diesen Einzelkristallen birgt die Sammlung noch eine ganze Reihe sogenannter Drusen, das sind Stücke, die sich aus mehreren Einzelkristallen zu einem größeren Stück vereinigt haben. Neben den weißen finden sich auch farbige, gelbe, braune, violette, grüne und schwärzliche Bergkristalle. Sie alle funkeln und leuchten ins Licht gehalten wie die Geschmeide einer < Kaiserkrone. In einer besonderen Abteilung birgt die Sammlung auch Bergseide, Bergflachs, im Volksmund auch Federweißsteine genannt. Das ist verwittertes Urgestein, das sich vor der Zersetzung in mehr oder weniger lockere unverbrennli-che Fasergebilde umwandelt. Dieser Bergflachs kann gesponnen und gewoben werden und wird wegen seiner Feuerfestigkeit viel zu Weihnachtsbaumschmuck verarbeitet. Bergfreunde und Geologen finden in dieser Privatsammlung alles, was im Rergbereich Osttirols bislang an Mineralien, Versteinerungen, an Kalken und Bergkristallen wissenschaftlich erforscht und bekannt ist. So repräsentiert diese Mineraliensammlung heute auch einen nicht unbedeutenden wissenschaftlichen Wert, sen an und feierte einen entscheidenden Sieg. Der Lübecker. Hans Clausentach stach beim Gewichtheben mit einer Ge-samtle'stiing von 345 Kilogramm im olym-pi.'chen Dreikampf die dänischen Meister aus. : Erstes Ahfahrtsrcnncn In Italien. Am Rolle-Paß gelangte Italiens erstes dies-winterliche Skirennen zum Austrag. Den über 1500 m führenden Torlauf gewann Weltmeli^ter Chierroni in 3:04.3, während bei den Frauen Frl. Ploner in 3:34.4 erfolgreich war. In einem Mannschaftsbe-werb erzielten die beiden Ein/ilsieger mit 2:19.3 den besten Durchschnitt. Bück uaek Südosieu o. Spende dos deutschen Gesandten für bosnische Fli'ctitllngsklnder. Her deutsche Gesandte Kasche und der deutsche General in Ajrram Glaise von Horstenau übergaben dem kroatischen Stantsftilirer anMRlich dec Weihnachtsfestes 60,000 Kuna für die bosnischen Flüchtlintfskinder. Außerdem bedachte der deutsche Gesandte ralilreiche bedürftige Familien und Kinder Agrams mit Weihnachtsgaben, o. Briefe und Päc1(cficn für die kroatischen Freiwilligen über die Deutsche Feldpost. Den kroatischen Freiwilligen an der Ostfront können nunmehr über die Deutsche Feldpost aus der Heimat nicht nur Briefe, sondern auch Päckchen zugesendet werden. o, Sammluns kroatischer Lyrik. Auf dem kroatischen Büchermarkt ist soeben eine Anathologie kroatischer Lyrik unter dem Titel »42« erschienen In dem Buch, das als Neuausgabe der kroatischen Lvriker an das kroatische Volk für 1942 gedacht ist. sind 42 kroatische Lyriker der letzten vier Jahrhunderte bis zur Gegenwart mit Ihren besten Gedichten vertreten Der geschmackvolle Einband und die Bilder der Dichter, die von guten kroatischen Graphikern gezeichnet wurden, machen den Band zu einem sinnvollen Geschenkbuch, das von dem reichen dichterischen Schaffen des kroatischen Volkes in Vergangenheit und Gegenwart ein schönes Zeugnis ablegt. o. In vier Monaten 113 Millionen Kuna nach Kroatien sesandt. Von den 70.000 kroatischen Arbeitern, die in Deutschland beschäftigt sind, "wurden in den vier Monaten von August bis November dieses Jahres insgesamt 113 Millionen Kuna an Ersparnissen in die Heimat überwiesen. Diese Ziffer A^ird von der kroatischen Presse mit großer Genug-^ung als ein neuer Beweis der deutschen Fürsorge für die kroatischen Arbeiter, ihrer vorbildlichen Entlohnung und der großzügigen Handhabung des deutsch-kroatischen Verreclmungsverkehrs gewertet. 0. Aucli die Deutschen der Slowakei sam« mein Wlntersachen für die Ostfront. Der Führer der deutschen Volksgruppe in der Slowakei Staatssekretär Karmasin hat einen Aufruf erlassen, in dem er die Volksdeutschen auffordert, sich spontan der Sammlung von Wintersachen für die deutschen Soldaten an der Ostfront anzuschließen. Auch die Hlinkagarde bereitet gemeinsam mit der FS eine große Sammelaktion in der ganzen Slowakei für die Frontsoldaten vor. o Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen Baixarlen und der Türkei. Zwischen Bulgarien und der Türkei fand in Dt-iiea auf bulgarischem Gebiet eine Konferenz statt, in der die Wiederaufnahme des Eisenbahnverkehrs zwischen beiden Ländern erörtert wurde. Im Jänner wird die Brücke über die Arda fertiggestellt sein, so daß der Verkehr von Swilengrad nach nedeagatsch und von dort nach Thrazien aufgenonmien werden kann. Im Februar wird die Brücke über de Maritza fertig sein. o Rumänien löst das Judenproblem. Der rumänische Stnatsführer, Marschall Anto-nescu hat durch ein von ihm gezeichnetes Dekretsgesetz den Verband der jüdischen Gemeinden Rumäniens aufgelöst und an seiner Stelle eine Judenzentr.ile errichtet, die allein berechtigt ist, die Kollektivinteressen der Juden zu vertreten. Gleichzeitig wird ein besonderes Statut für die Arbeit dieser Ju. denzentrale angekündigt. Gleichzeitig mit diesem Gesetz hat der Marschall ein weiteres Gesetz erlassen, das alle jüdischen Einwoh. ner des Landes zur Meldung in der nächsten Rezirkshauptstadt verpflichtet Weiter enthält das Gesetz zum ersten Mal eine allgemeine AUS ALLER WELT Hochzeitssitten in Bulgarien In Bulgarien sind auf dem Lande noch eigentümliche Bräuche vor und bei der Hochzeit üblich. Wenn das Mädchen einen Mann heiraten will, mit dessen Walil sein Vater nicht einverstanden Ist, so wird noch die alte Sitte des Brautraubo angewandt. Der junge Mann raubt seint Zukünftige aus ihrem Elternhaus und bringt sie in das Seinige. Während des Aufenthaltes im Hause der Schwiegermutter darf die Braut kein Wort mit ihrem Zukünftigen sprechen und auch nicht die leiseste Zärtlichkeit mit ihm austauschen. Gerade weil sie geraubt worden ist und im fremden Hause lebt, ist ihre Ehre dem Bulgaren dopqDeU hellig. Das Mädchen verbringt seine Tage mit dem Nähen der Aussteuer; jede bulgarische Braut muli ihre Aussteuer selbst anfertigen. Inzwischen hat ein Freund des Bräutigams im Namen desselben den erzürnten Vater um die Hand der Tochter und um die Einwilligung gebeten, der er auf alle Weise zu erlangen sucht. Darauf übergibt der Stellvertreter des Bräutigams das Geld, die Kaufsumme, die er für die Tochter zahlt. Zugleich zeigt man dem Vater den Geldschmuck, welcher der Tochter als Brautgabe zugedacht ist. Dann kommt der große Tag der Hochzeit, zu w^elcher der gleiche Freund als »Bote des Oiücks« mit einer schönen geschmückten Fahne in der Hand, das Dorf einladet. Eine Musikbande, haijpt-sächlich aus Dudelsackpfeifern und Flötenspielern bestehend, durchzieht die Straßen und alles strömt zum Hochzeitshause. Die älteste Frau des Dorfes muß zuerst die Schwelle des neuen Hauses überschreiten und überreicht Salz und Brot als Glückverzeichen. Der Vater de:> Bräutigams erwartet den Zug am Zaune des Anwesens und külU, nach derartiger Sitte, dem Vater der Braut die Hand, — womit er für den Raub der Tochter um Verzeihung bittet und beide trinke»» dann ein Versöhnungsgläschen. Die Braut erscheint, vollkommen verschleiert, und nimmt die Geschenke der Anverwandten und Freunde in Empfang, welche meistens aus Wäsche oder auch einem Stück Vieh bestehen. Dann erst begibt sich alles zur Kirche und die kirchliche Trauungszeremonie wird vollzogen. a. Weltuhr mit neun Zltferblfittern. Vor einem Schaufenster Unter den Linden in Berlin stehen jetzt immer viele Menschen. Denn dort ist augenblicklich ein Wunderu'erk von Uhr ausgestellt; die Weltuhr, dje die genaue Zeit für neun verschiedene Städte der Erde ergibt. In der Mitte zeigt sie ein Zifferblatt, unsere Zeit an, rings herum aber ist sie umgeben von acht weiteren kleineren Uhren, die die ent.sprechende Zeit in Peking, Tokio, Petersburg, San Franzisko, New York. Istanbul, Paris und London anzeigen. Diese Uhr erfreut sich bei den Berlincn größter Beliebtheit. Immer wieder werden die Vergleiche festgestellt: »Wenn es bei uns Uhr mittags ist. dann ist es in Tokio 3i) Ulir. Wenn es bei uns 16 Uhr ist, ist es in Tokio bereits 33 Uhr. Und zu gleicher Zeit ist es in New York...« Diese berühmte Weltuhr wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschaffen. Der Gc-danke zu ihrer Konstruktion tauchte auf. I als die Weltausstellung in Philadelphia ■ bevorstand und mau erwog, wie interessant es wäre, einmal die Zeitbestimmungen der ganzen Welt an einer einzigen Uhr ablesen zu können. ©eitere ßrfe Die Natur und der Maler »Verehrter Meister^, fragt der Schüler den berühmten Maler, »ist es wahr, daß ich die Natur so malen soll, wie ich sie sehe?« »Natiirlich«, nickt der Professor, »aber hüten Sie sich davor, sie so zu sehen« wie Sic sie malen!« Leicht erklärlich •Wenn Ich bedenke — hätte ich damals statt Deiner meinen Freund Karl geheiratet I Heute ist er schon Millionär...« »Stimmt, meine Ltebe. aber bedenke, daß der gute Karl nur Millionär geworden ist weil er dich nicht geheiratet batlc Sfite S »Mtrtwrier ZeJhing« 29. Dezember 1^41 Nnmmer 334 aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa Stadtih«at«r Marburg an dar Drau Heute, MonUf, den 29. Dezember, 20 Uhr Ring II des Amtes für Volkbildung Der Waffenschmied Komischc Oper in 3 Akten von A. Lortzing Kein Kartenverkauf Morgen, Dlenitag, den 30. Der., 20 Uhr DieEntföhrongaus demSerail Singspiel in 3 Akten von W. A. Mozart Mittwoch; Sylversterveranstaltung des Stadtthea, ters IXmnefstag; Nachmittagsvorstellung: »Hänsel und Oretel« Abendvorstellung: »WiencrMut« Freitag: »Meine Schwester und ich« Samstag; »Monika« Sonntag: Nachmittagsvorstellung: »Der Waften-Schmied« Abendvorstellung: »Monika« __loa« Miesstaler Feilhauerei Ignaz Urbanzi, PrSvali, RUmten empfiehlt sich bestens für Neuaufhau alter Feilen und Raspeln. — Preisliste jfratis und franko. Vartrater; Jos. Rauch, Prävali 64 ymränderung Im HandeisrcKiüter FS II des üerichtes in Marburg an der Drau wurde am 15. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Singer Nähnjaschincn, früher: »Singer givalni ?troji d. d.« Sitz: Hauptniederlajfc Elisabeth, New .lersey, Haupt-zweiftniederlage Agram, Zweien. Marburg HetriebsKefcenstand: Nähinaschinenhandlung iolpende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Lausch Viktor In Marburg bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Urmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampiglie aufdrückt und eigenhändig »eine Unterschrift mit Vor. und Zu-ramcn beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung in der Unterstelermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechts, sichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau. irCH Gezeichnet: Dr. Hartwig. yeränderung Im Handelsregister B II 32 des üerichtes in Marburg an der Drau wurde am 15. November 1941 bei der Firma Wortlaut: »Oreinitz , Eisenindustrie A. 0. Sitz: Marburg t Uetriebs;(eKcnstand: Eisenindustrie folgende Änderung eingetragen: Infolge (Irr Beschlagnahme des Vermögens der Firma N\urdc für diese der Wirtschafter Herr Iuk. Endl Hans, Marburg. Obere Herrengasse 4, bestellt. her Wirtschafter zeichnet die Firma, Indem er unter die Firmonstampiglie die WirtgchafterbestellungsstampIgHe auf. drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor. und /tmamen beisetzt. Der Chef der Zivllverwaltung in der Unterstoiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen LHenststelle Marburg a, d. Drau Gezeichnet: Dr. Hartwig. ymränderunw Im Handelsregister B II .34 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 15. Noveniber 1941 bei der Firma Wortlaut: »Rata« Schuhe und Häute A. 0., frtiher; >|}atac cipele i ko^e d. d. Sit/,: ARram, Zwelgnlc^rlassung Marburg hetricbsgegentitand: Verkauf von Fabriksschuherzeug-fiissen der Fa. liata aus Zlin lulgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma Tvurde für diese der Wirtschafter Herr Dr. Brandstetter Franz, Rechtsanwalt in Marburg, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die I irmenstampiglie die Wirtschafterbestellunpstampiglie auf-»inickt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zunamen beisetzt Der Chef der Zivllverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelnet rechtssichernder Maßnahmen I>len8t8tene Marburg a. d. Drau O^reichnet: Dr, Hartwig. Kleiner Hizeiger ^IffertebBhr fKenuwortl M illllllRHIlllijlllllliiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiimiimiiiiiü ^ tttn«iinMeiitii i.* Rpt. rsr ZaModoDB von Reonvortbrlele* verdea SO kpI mrte bcrechntt AntIcen-ABnahinttclilali Am Ttt# vof CrKktlnea im Uhr »in«!«» Ad-Mltci« nr fM BctruM (utk la ..... nr «Im IOAm Amtitt f M I Brltfmarttf«) MtgtuMume« WlBdeftttblkr Hr «Im ¥§tstki§äi9M Buchhalttmfsarbelten, wie Anlagen, Bilanzen übernimmt Lesiak, Marburg, Bismarckstraße 3/1, links. 10060-1 Harr sucht mit 1. 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Architekt lelenc und Ing, Slajmer, frü. her: Ini. arh. JeTenc & ini. slajmer, gradbeno podjetje in tehniCna pisarna, dru2ba z omejeno zavezo Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Bauunternehmen und technische Kanzlei folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Glaser Jnllnt In Marburg, TrIestorstraBe 83. bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Firmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampiglie aut-drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor. und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zivilverwaltung In der Untersteiemiark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen DienststeHe Martnirg a. d. ürau 10217 Gezeichnet: Dr. Hartwig. ytträndmrung Im Handelsregister C 1 36 des Gerichtes in Marburg au der Drau wurde am 18. November 1941 bei der Firma Wortlaut: Zierberger-Fabrik, Holzstoff, und Pappefabrik, vormals Wilhelm Fürth G. m. b. H., früher: CerSaäka tovarna lesnih snovl in Icpenke, prej Willem Fürth, registro-vana dru2ba z omejeno zavezo Sitz: Zierberg Betriebsgegenstand: Holzstoff, und Pappefabrik folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firm^ wurde für diese der Wirtschafter Herr Himmler Adolf, ing. In Jelentscbe 44. Post PöQnltz bal Marburg, bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Firmenstampigiie die WirtschafterbestellungMtampiglie aufdrückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor. und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zivllverwaltung in der Untersteiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichemder Maßnahmen 10J18 üienatstelie Marburg ■. d. Drau Gezeichnet: Dr. Hartwig. yerändmrung im Handelsregister C I 67 des Gerichtes in Marburg an der Drau wurde am 17. November ip4l bei der Finna Wortlaut: Erste Marburger Wirkwarenfabrik Q. m. b. H., früher: Prva marlborska tovarna pieteuin, duiba z omejeno zavezo Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Fabrikserzeugung und Verkauf von Wirk waren aller Alt folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Vestenei Hugo, Marburg, Qründlstraße 9» bestellt. Der Wirtschafter zeichnet die Firma, indem er unter die Firmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampiglie aut. drückt und eigenhändig seine Unterschrift mit V^or- und Zunamen beisetzt Der Chef der Zivllverwaltung In der Unterateiermark Der Beauftragte für die Durchführung einzelner rechtssichernder Maßnahmen Dienststelle Marburg a. d. Drau LO^iy Gezeichnet: Dr. Hartwig. BUM-KINO (*61111111 ^2-1^ Der Terra-Film: lEICHTE HUSE (Was Frauen Im Frühling trlumen) Willy rrltsek, Adetktld Seeck. Willy Rom Fir Jugandliclit alokt lugaiaaaeat Kulturfilm! Nemsta deutMhc Woohaaschau! KULTURFILM-S0NDERV0R8TELLUN0EN: Montag, Dienstag und Mittwoch 13.45 Uhr: fflmmelssfllrmer Geburt und Geschichte des Filegens. Bin Degeto-Filmt Für Jugendliche zugelassenI 10234 BSPLANADE t'emnil 25-29 Heute 16.18*90,31 Uhi Oh diese Männer Ein entzückendes* Qrofilnstspiel, das Lachstürme erzeugt 1 mit Johannas Riemann. Paai Hörbigar* Oeorg Alexander, Grete Weiaar, 8ati Nlooiettl, Jaae Tilden, Rudoil Carl Kulturfilm! Ula-Toowocke Nr. 889! Für Jugeadllcha nicbt ingelassenl GIIIN 'W für laidaad« B«ia« der Ftmmb, dU viel «tekM uad gehaa. m wrachiadaaaa Praialagen. BaratuafsataMca ZUM INDIANM, Gm, H«rr«ngatta It aebea Catd Hcrrenhol. GUMMIHOP, Gm, Spofgats« 4 aaben LuegV» >owi« ' raAUiNHEIl, Om, AlbMditfMM t V«rieaa«B aie Matskart« 200 RM Delohnuns Verloren wurde eine Brlllantbroiche mit Smaragden. Abzugeben unter „Erirnie* 10361 rungsstflck an die Verwaltung des BUttes. Wegen Warenliestaiii|aiiifnaliiiie bleiben sämtliche Geschäftsräume der Firma Hau Andratcliiti. Martwi i. D.. sclnidpliti 4 vom 29. Dezember 1941 bis einschließlich 10258 2. Jänner 1942 für jeden Verkehr geachfoaaen. = ,1 r Meine liebe Gattin, Sdiweater, Sckwiferin und Taute, Frau Gisela Rodotchek hat una heute, am 27. Dezember 1941 um 6 Ulir frflh nach langem, qualvollem Leiden im 52. Lebensjahre ffir immer verlauen. Wir betten unsere teure Tote am Montag, den 30. Dezember 1941 um 15.30 Uhr von der Leichenhalle in Drauwciier (Poberich) aus aut dem Magda-lenen-Friadliof zur ewigen Ruhe. Die hl. Seelenmesse wird Dienstag, den 30. De-xember. 1941 um 630 Uhr in der Magdalonfn-Pfarr* kirche gelesen «rerden. Marburg, Klagenfurt, Newyoric, 27. Des. 1941. Die tleftraaeradca Hhrterbliebeiieti. IIQi'h Jadar Unteratalrar iieal die »Marburger ZaHung!** }§mrMndmrung Im Handelsregister C II 3 des Gerichtes Jn Marbqrg an der Drau wurde am 17. November 1941 bei der Firma Wortlaut: »Balkan« Q. m. b. H.» früher: »Balkan« spedi-cija, agentura, komisija in trgovina z manufakturo, d. z o. z. v Mvii>oru Sitz: Marburg Betriebsgegenstand: Spedition und Manufakturklein- handel ^ ^ , folgende Änderung eingetragen: Infolge der Beschlagnahme des Vermögens der Firma wurde für diese der Wirtschafter Herr Dr. Rant In Marhurg, Adolf-Hitlerplatz 1, bestellt. P Der Wirtschafter zeichnet die Rmia, Indem er unter die Firmenstampiglie die Wirtschafterbestellungsstampigtie aufdrückt und eigenhändig seine Unterschrift mit Vor- und Zunamen beisetzt. Der Chef der Zlvilvarwaltung in der Unterstelermark Der Beauftragte für die Durchführung emzelner rechtssichernder Maßnahmen DIenstatena Marburg a. d. Drau I03il Oazatchnet: Dr. Hartwig,