(Irüyer „HiMer Zettung"). ,-»«» loMttft«« «■» »«»»», m«tgc»l ur.i taf.et fSt Silli out Z»««vun, >», H««« ?. —M, «MrrtdWiris fi. 1.40, st. ». Mi, «»«»crlkiu»,», vtniekkllh«, 1 ,'*0- •»tWW# ß. IM. ««nijätrli ». «.40. IX» hinein« «ummrt , ft. 3nf«rat< >>»<, t«rif; Wi SfteKB w'cdnh«lu-a«» «Iltl»,«q<»dn Rad»!!. »chm«, InI«««I« für u*f«« S>» «n» Bmunb«« in. KcMctlc« {xtttng. u. H&minlflratton H«nevg. «. Sprrchttundcn dr4 W(t>«ctt«t< täglich, mit fluinabn« bft Gönn- »»> Brlrit«je, von »—is lllir 8«- und Ubr WiAanitaat. — Äcclamati«BfU totftftri. — Wonufcrtfjtf wNkdeU Rtdlt mrUtfarffitbet. — Anonyme H«1en»»»gei» null dekllie Wett wird alt und wieder jung/' Man hat unsere Zeit eine rea tionäre ge-nannt. In gewisser Beziehung nicht mit Unrkcht. Reaction heißt Rückschritt aus früher verlassene Mahnen. Und in der That von manchen Idealen ist die heutige Welt zurückgekommen. Auf jeden Fall aber zeigt der Zeitpuls ein sehr ungleiches Tempo; zugleich enthusiasmirt. und realistisch nüchtern. Eine Beschränkung dieser Erscheinung auf die innere Parteipolitik aber wäre Unnatur. In der That zeigt sich dieses Wiederaufsuchen Mnter den Mormonen. Längst bekannt ist. daß unter den „Heili-gen" am Salzsee nicht jener paradiesische Friede derrscht, den man von einer gotts ligen Gemeinde erwarte» sollte, die stark ist im Glauben und der Liebe. Weniger bekannt dürfte jedoch sein, daß der Mord unter diesen Leuten ein still-schweigend legitimirtes Strafmittel ist, um den Abfall von der Mormonenkirche zu ahnden. Hierüber finde» wir in dem „Deutschen Mon-tags-Blatt" eine sehr int ressante Schilderung von W. W y l, der aus Salt Lake City, Ende Januar, Folgendes schreibt: „Vor sechzehn Jahren hätte ich nicht so offen zu Ihnen sprechen könne», damals war dergleichen sehr gefährlich. Ich kam aus dem Osten und wußte nichts von den Mormonen und ihren Hantirungen. Ein Jugendfreund aber, den ich hier antraf, fagte mir nach den ersten Begrüßungen: Wenn Dir Deine Haut lieb ist, so halte Deine Zunge im Zaum. Damals war noch die Zeit, wo die Leute, welche der Kirche im Wege standen, auf unerklärliche Weise zu verschwinden pflegten — ti hieß dann allemal: die Indianer haben ihn umgebracht. Jetzt ist das freilich anders, ein Geschäftsmann muß oder trotz alledem vorsichtig sein. Der Mann, der so zu mir sprach, und ich, wir saßen in einem Barbierladen an der Haupt« i ftraße (mniu street) von Solt Lake City. Wir aller Pfade auch auf anderen Gebieten. Was noch nicht allgemein sichtbar ist: unsere Generation hat den Wechsel einer ganzen weltge-schichtlichen Epoche erlebt. Die gewöhlich von der Kirchenresormation datirte neue Zeit erreichte in bot französische« Revolution ihr Ende; diese wieder war nur eine weitere Entwicklung, der in Westeuropa durch die Geschicke des 15. und 16. Jahrhundert geschaffenen Verhältnisse. Erst unsere Tage haben das wirkliche Ende jener nahezu vierhundertjährigen Geschichtsepoche ge-sehen. Seit dem Versinken der Levante und seit dem Niedergange Mitteleuropas war die Welt-geschichte fast ausschließlich gegen Westen ge-richtet. Der vom Schiffe des Eolumdus zuerst fahrend überbrückte Ocean war der Golfstrom der großen Geschichte. Um die Herrschaft über ihn und den Besitz seiner Küsten rangen zumeist die führenden europäische» Völker. Vollends als der westliche Continent die politische Frei» heit gewann und der Cultur ein »nernießliches Gebiet eröffnete, schien er vo» allen a»deren die Zukuust des menschlichen Geschlechtes und seines Gedeihens zu enthalten, zu besördern und zu bestimmen. „Amerika, Du hast es besser," sang der alternde Goethe, und in Platen'S wun-dervoller Jugendballade „der Schatte» des Co-lumbus" ruft der Entdecker Amerikas den« noch St. Helena fahrenden überwundener Corsen zu: „Denn nach Westen flieht die Weltgeschichte." Hinter sich Verfall und Ruinen, Bürgerkrieg und Mafsenarmnth, vor sich friedliche, freiheit-liche Cntwick.ung ungezählter Millionen: so schien in der That namentlich seit dem klägli-chen Scheitern ver um die Mille des Jahr« Hunderts gemachten europäischen RegenerationS-versucht Klio den ehernen Schritt unwiderruflich nach Westen richten zu wollen. saßen in der Hinterstube des Ladens, wo der Chef ein Pult hat. Vorn waren die Marter-stühle für die Kunden und der Barbier und seine Gehilfen kratzten gerade an den vollen Wangen zweier Gentlemen auf und nieder. Diese Gentlemen lagen behaglich auf ihren Stühlen und blickten mit stoischer Ruhe ;ur Decke des Ladens empor. I» diesem großen, freie» Lande sitzt nämlich Niemand. wen» er rasirt wird. Man schiebt ihm ein Ge-stell unter die Füße nnd läßt die Lehne des Stuhles zurückklappen, wodurch der Proceß des Bartschabens sowohl für den Barbier, als für sein Opfer viel bequemer wird. Dafür zahlt auch der freie Bürger dieses Landes 25 CentS (1 Mark) fürs Rasiren, während, so viel ich weiß, die „Sklaven Bismarcks" in Berlin viel billiger wegkommen. Wie gesagt, wir saßen in der Hinlerstube des Barbierladens oder eigent-lich im Hinterstübchen, wen» ich historisch so genau sein will, wie Herodot oder Macaulay. Der Mann, der zu mir sprach, war ein ange-hender Fünfziger, eine freundliche, saubere Er-scheinung mit dicker Uhrkette. Ich glaube nicht, daß mein Freund, der Barbier gelogen hat. als er mir sagte, der Mann sei 150.000 DoU lars „werth". Er ist natürlich kein „Mormone" sondern eine „Geniile", ei» „Heide," wie die „Heiligen" Alle nennen, die nicht an Joseph Smith, den Propheten, glauben. Wir sitze» an dem großen eisernen Ofen und der Mann Aber nicht umsonst ist unser Ecdth il unter seinen Geschwistern weitaus am feinsten ge-glndert und temporirt. in dieser Beziehung selbst dem anspruchsvollen westlichen Continent weit überlegen. Wie durch eine innere Erstre-volution erhob sich in kurzer gewaltiger Krisis Mitteleuropa aus der politischen O nmachtS-lethargie dreier Jahrhunderte. Mit dieser Er-Hebung war auch die Wiedereröffnung der Levante gegeben; die Weltgeschichte nahm von Neuem auch gegen Osten hin ihre Entwicklung. Ural« überwachsene und verwehte Spuren wur-den von Neuem aufgesucht. Und als die Una Italia das romische Capital erstiegen hatte und von der Klause KussteuiS dis an den Belt der deutsche Reichsadler wehte, vernahmen auch die getretenen östlichen Völker den Weckruf und drang doS Kreuz von Neuem siegreich über den Balkan. Sogar im fernsten Osten spürte man die Wirkung. Jene Wiedererhebung Mit-teleuropas erschütterte zuerst die einseitige Weltherrichaft der britischen Insel; gegen dieselbe wird am oberen Nil gesochten, am OxuS und PendscheH operirt. Nord- und Westeuropa waren noch Urwälder, als dort die älteste Cul-tur herrschte, die ersten Priesterkasten die Er-gründung dtr Nalurgeheimnisfe zum Standes -Privilegium ma lzten, die ersten großen Schlachten-sieger u>» ihre Stirne die Herrscherbinde schlangen. Dann versanken diese Gegenden Jahrhunderte hindurch, Jahrtausende lang. Die Weltgeschichte pausirte dort: der Todesschlaf des Völkerelends und der Uncultur lastete bleiern auf diesen ältesten Geschichtsstätten der Erde. Doch jetzt gwinnen die uralten Namen Berber und die Schöpfung deS makedonischen Alexander Herat wieder einen weltgeschichtlichen Klang; in ihrer Nähe fallen die Entscheidungen über die fort-dauernde Weltherrschaft einer auf den Rui- spricht zu mir mit halblauter Stimme, den Ober-körper nach vorne übergedeugt. So mag vor 20V oder 300 Jahren ein wohlhabender Vene-tianer über den Dogen und seine Räthe zu Fremden geiproche» haben, ebenso halblaut, ebenso »ach vorne niedergebeugt. I« Amerikl fällt Einem so etwas ganz riesig aus, denn wenn irgendwo in der Welt, sagt man hier frei her-aus, was man denkt. Daß man nach Herzen?-Inst über die hohe Obrigkeit schimpfen kann und vor Niemanden den Hut abzunehmen braucht. daS sind Errungenschaften der hiesigen Freiheit, welche die Congrcßmänner und Senatoren in Washington noch nicht verkauft haben. Während ich da d'rauf loSschwatzc, ist der gütige Leser voll quälender Neugierde; er möchte gerne wissen, was denn der Mairn mit der dicke i Uhrkette und den 150.000 Dol-larS gar so Gefährliches zu sagen hatte, daß er halblaut sprechen mußte! Das Gespräch zwi-schen unS Beiden aber hatte ungefähr den fol« genden Verlauf gehabt: — Ist es denn wahr, daß die Blutsühne, das sogenannte blood atonoment, seinerzeit so viele Opser gefordert hat? — Das weiß hier Jedermann ohne alle Ausnahme, aber kein Mormone wird es zuge-den, ebensowenig, als er Ihnen sagen wird, wie viele Frauen er hat. Die Mormonenkirche kennt kein größeres Verbrechen, als den Abfall von ihrer Lehre, und der Tod des VerrätherS war 2 nen Mittel- und Osteuropas emporgestiegenen Mach». Diese Wiederkehr des großen geschichtlich?» Werde- und Rampfprocesses in uralt besessenen und verlassenen Gegenden bereichert und ver> größer» den von höchsten Zielen der Menschheit zugänglichen Theil der Erde; sie giebt d.r alternden Erdkugel einen Theil ihrer Juaen" zurück. Ueber den Jahrtausend« in tiesste Nacht gehüllten ältesten Cultur- und Kampfksstätten der Erde glänzt das Frühroth der die ver-lassen»» Pfade von Neuem antretenden Weltgeschichte. Knndschau. jR e m i n i s c« n c« u.^ Tiradeu haben keinen Werth. Wir bleiben dabei: Wenn die h. Negierung den tiefen Eindruck, welchen die Neben des Herrn Abs «ordneten Dr. Knotz her-vorgerufen haben, weuniachen will, muß sie den Nachweis erbringen, daß die in denselben an-geführten Thatsachen unrichtig sind. So lange sie dies nicht thut, belfen iyr alle noch so hoch-trabenden Phrasen. Tiraden und Declamaiionen Nichts. Welches Gewicht wollte auch ein hilb-wcgs vernünftiger' Aiensch dem destochknen Zeugnisse beilegen, welches Alttschechenblätter dem Herrn Statthalter Baron KrauS ausstellen? Man wird doch in aller Welt den Deutschen Oesterreichs nicht zumuthen, bei Alt- und Jung-tschechen in die Patriotenichul« zu gehen. Die oskiciöje Parade mit der tiefen Entrüstung der Tschechenblätter über die gegen den Vertreter des Kaisers erhobene Anklage ist eigentlich schon komisch. „Vertreter Er. Majestät des Kaisers in dem wichtigsten Lande der Monarchie." „Statthalter ves Königreiches Böhmen" und ..eine Persönlichkeit wie .. ." war ja auch sei-»crz-il FML. Baron Koller! Und hat das die Alt- und Jungtschechen abgehalten, kaiserliche Rescripte auf weichem Papier zu drucken und mit einem Kreuzer per 100 Stück auszubieten ? Hat da« vielleicht verhindert, daß . . .. ? Doch vielleicht habe» die Tschechen wirklich recht und empfiehlt es sich mr die Deu'schen in Böhmen, das Bei'piel der Tschechen nachzuahmen, denen das Zeugniß de- Cfficiöfcn des Herrn Grafen Taaffe zur Seite steht? Demgemäß dars sorta» vo» jeder Rede a la Knotz nicht mehr die Rede sein. Was hat ein loyaler, patriotischer, in Op> Position zur Regierung stehender Volksvertreter im Parlamente zu suchen? Sein Platz ist in den Besedas und auf den TaborS. So haben es die großen Muste^pa'rioten der großen tschechischen Nation gehalten. Diese waren nicht so unpatriotisch' ins Parlament einzutreten, wie diese deutsche» LandeSverräther. und so selsen- nach der Lehre BrighamS und seiner Helfers-Helfer nicht nur die wohlverdiente Straf« für eine solche Gränelthat, sondern auch das ein-zige Mittel, dem Abgefallene» zur ewige» Se« ligeit zu verhelfen. Die Gläubigen wäre» schon aus Barmherzigkeit verpflichtet, einem Apostaten die Gurgel abzuscheiden. Den Gläubigen pre« digt man, daß der Abfall von der wahren Lehre den Tod verdiene; für Brigham aber und seine Vertrauten handelt es sich vor Allem darum, t>ie Leute zu beseitigen, welche im Stande gewesen wäre«, die blutigen Geheimnisse der Moruionenkirche auszuplaudern, so z. B. den im September 1857 verübten Mord der 120 Emigranten aus der Bergwiese, daS berüchtigte Mount&in Meadows .Massacre, für «reiche# der Bischof Lee vor sieben Jahren irschossen wor-den ist. Der Kerl war eine brutale Bestie, aber ini Gründe war er weniger schuldig, als seine kirchlichen Vorgesetzten, welche ihm den Mord befohlen hatten." „Glauben Sie denn, daß Brigham Aoung solche Morde direct anbefohlen hat?" Dazu war er viel zu klug Wäre er, wo-nach er im Anfange eigentlich immer gestrebt hatte, unbeschränkter König und Herr von Utah gewesen, so hätte er jeden Apostaten, den er erwischen konnte, entzweisägen lasse», und zwar vor allem Volke. Aber er wußt« sich beobach-»et und so gab er nie etwas «christliches von sich, ja, er compromitirte sich nicht einmal durch „pnitsche Macht.^ fest war ihr negativer Patriotismus, daß sie sogar einen k. k. Ministerpräsidenten brüSk den Rücken wandten, als berielbe schwach genug war. zu ihnen na1> Prag betteln zn gehen. Der wahre österreichische Patriotismus besteht also darin, die parlamentarische Mitwirknna zu verweigern, kaiserlich« Rescriple auf weichem Papier abzuoruck?» und zu schreiben, mittelst Anwendung von Dietrichen Pulte zu k. k. Aem-tern zu öffnen, um aus denselben vertrauliche Actenstücke zu entwenden und in den Zeitungen abzudrucken. Dos ist der wahre österreichische Patriotismus. Abgeordnete, welche loyal ins Parlament eintreten und dort loyal aussprechen, waS sie auf dem Herzen haben, Abgeordnete, welche «aiv geuug sind, bei einer h. Regierung Abhilfe zu suchen von Mißständen, die sich in der Verwaltung ergeben, und die es mit ihrem dynastischen Gefühle nicht vereinbar finden, fremde» Potentaten den Weg ins Herz der Monarchie zu zeigen. Abgeordnete, welche noch nicht ein einziges Mal ins Ausland gegangen sind, um dort SchmerzenSschreie auszustoßen — solche Abgeordnete sind werth, vo» ihren patrio-tische» College» altlschechischer Zunge als Va-terlandsverräther und Jrredeutisten denuncirt zu werden. Wer das erwägt, der wird es ein-sehen, wie es gekommen ist, daß die Rede» des Herrn Abgeordnete» Dr. Knotz der Prager „Politik" lo tief ins Herz gegriffen haben, wie sonst Nichts auf Gottes wettem Erdboden. sA u S der Budgetdebatte.] In der vorgestern durchgeführten Debatte über das Budget des Cultus- und Unterrichtsministeriums bat. wie das „Vaterland" mit schmunzelnde»! Behage» constatirt, kein Vertreter der Regierung das Wort ergriffen, wiewohl von links und rechts Beschwerden gegen di« UnterrichtSver-waltung erhoben wurden. Auch von rechts, wie unglaubhast dies auch klinge« mag. Aber das ist nun einmal die Tactik insbesondere der tsche-chischen Slaven. Sie führe» Klage, auch wen» die hohe Regierung »och so demüthig Alles. Alles thut, was sie nur wünschen. Wortführer der Majorität war der Tscheche Herr Adamek, welcher den köstliche» Einfall hatte, die Eine bereits bestehende tschechische Universität als unzureichend für das Culturbedürfniß der Tsche-chostaven zu bezeichnen. Das ist sehr schlau aus-gedacht. Man verlangt gleich zwei, drei tsche-chische Universitäten» «ine in Poselautsch, eine andere in Chotjeborsch u. s. w., bekommt aller-di»gs dafür nur ebensoviel« Mittelschulen, aber kann sich dann noch trotz allem dem mit seiner Befch«idenheit brüsten. Minder schlau dagegen war es von ihm. über fchlesische Verhältnisse in Gegenwart der Herren Dr. Menger und Dr. mündliche Befehlt. Wollte er Jemanden umge« bracht wissen, so ließ er einen seiner professio-nelle» Mörder zu sich kommen und fing irgend ei» Gespräch mit ihm an, daS er da»» bald auf den Gegenstand feines Zornes zu lenken wußte, dann begann er, wie es seine Gewöhn-heil war. seinen Bart zu streichen, mit der fla-chen Hand, zuerst seine vollen, rosigen Wangen und dann den dichten, graumelirten Haarwuchs am Kinn pressend und streichelnd. „Ach Gott," pflegte er dann zu sagen, „wie mich dieser A. oder B. quält! Schon der Gedanke an ihn vergiftet mir das Blut! Fällt er mir des NachtS ein, so kann ich nicht mehr schlafen. O. wollte Gott, daß der Mensch schon aus dem Wege wäre!" Das war Befehls genug. Brigham Young galt seinen Leuten als unmittelbarer Stellvertreter Gottes, d. h. des Mormonengot-tes, und der war nichts anderes, als ein poten-zirter Brigham. voll Durft nach Blut und Gold. Brigham war Prophet und König für sein Volk, und ein Wink von ihm wurde mit blinderem Gehorsam befolgt, als der Befehl ir-gend eines zeitgenössischen Königs im alten Lande. In dem Augenblicke, wo sich der Prophet über Jemanden beklagte, war der Betreffende schon ein todter Mann." „Es find also viele Morde dieser Art vor» gekommen?" „Einige Hundert — das weiß hier Jeder-mann. In Epringville allein, einem kleinen 1835 Sax zu faseln, er hätte doch ahnen können, daß dies- ihn, die zahlreiche» Unrichtigkeiten und Entstellungen, deren er sich schuldig macht', nicht ruhig würde hingehe» lasse». Zu seiner Entschuldigung nehme» wir an, daß er voraus-gewußt habe, seine Partei werde sosori den Schluß der Debatte beschließen und an die Form der thatsächlich«! Berichtigung hat er ein-fach vergessen. Gorreipondenjen. Pkttau, 8. März (O.-C.) ^Freiwillige Feuerwehr.] Heute hat die ordern-liehe Jahresversammlung unserer Feuerwehr stattgefunden. Der Thätigkeitsbericht und die vorgelegte Rechnung haben gezeigt, daß dieser Verein auf gute» Grundlagen beruht und sich einer tüchtige» Leitung erfreut. Es wurde und wird in demselben erreicht, was unter den ge-gebenen Verhältnissen möglich ist. Er birgt in sich die sichere» Bürgschaften gedeihliche» Fortbestandes. Dazu wird auch die neu.^ewählte Vereinsleitung zweiselSohnc ihr Best s bntra-gen. Es wurden gewählt: Zum Hauptmana Herr Zimmermeister Franz Wresnig. zu dessen Etelloeitretcr Herr Josef Ornig ju»., zum Schriftführer Herr Franz Graber, zum Zeug-wart Herr Joh. Graf, zum Steigerzu.zführer Herr Joh. Zteudte, zu dessen Stellvertr ter Herr Richard Mahalka, zu»! Spritzenzugführer Herr Joh. Ti-trich, zu dessen Stellvertreter Herr Joha>n Lichtl, zu Rottführern der Spri-yenmannschast Herr Joh. Maister jun. und Herr Fr. Martschitsch, zum Zugfüdrer der Schutzmannschaft Herr Joh. Wresnig. Dieses Wahlresullal wurde m l allgemeiner Besrie-digung aufgenommen. Ptttau, 9. März. (L.-C.) [Ortsgruppe P 111 a u.j Gestern Abends hat im Saale des Herrn Murschetz hier die ordentliche Hauptver-jammlung unserer Ortsgruppe stattgefunden. Dieselbe war außergewöhnlich zahlreich und auch von Tarnen besucht. Aus den vorgetrag'-nen Berichten ergab sich, daß die Ortsgruppe im Jahre 1884 es biS auf 3 0 Mitglieder ge-bracht und circa 640 fl. an die Hauplcasse deS VtreineS abgeliefert hat. Sie hal trotz der Ab-trcnnung der Ortsgruppe Rohitfch und obwohl, letfut muß dies ausgesprochen werden, jene Mitglieder auS Frieda», welche früher der Orts-gruppe angehört haben, ganz in Abfall gekom-tuen sind, doch an Mitgliederzahl .zugenommen und auch um circa 200 fl. mehr als im Jahre 1883 an den Verein abgeliefert. Die Neuwahl des Gruppenvorstandes ergab nachstehendes Re-sultal; Obmann Dr. Michelisch, Obmann-Stell- Neste an der Tenver- und Rio Grande-Bahu. sind, wie mir ei» Mormone selbst sagte, 16 bis 18 solche Blutthaten vorgekommen. Der Mormone. von dem ich spreche, war ein alter Knabe und er plauderte deshalb, weil er selbst im Glauben nicht mehr gar fest war. Brigham merkt«, daß der Alte wacklig wurde und besänftigte ihn auf seine Manier. Er gab ihm eine hübsche zweite Frau und machte ihn zum Bischof. Das half; so ein Bischof lebt wie ein Prinz vom Zehnten, den die Gläubigen bezahlen — und sie bezahlten ihn damals viel gewissenhafter, wo fast nur Mormonen in Utah waren und wo die GentileS, die Heiden, noch keine Zeitung hier hatten. O, diese Gentile! Kein Irland» kann die Engländer besser Haffen, als unsere Präsi-deuten, Räthe, Apostel und Bischöfe diese Heiden hassen. Und wen» es den 300.000 Mormonen Amerikas heute niöglich wäre, die 55 Millionen „Heiden" dieses Continents mit einem Schlage in die Lust zu sprengen, so würde sich kein ein-ziger Gläubig» einen Augenblick bedenken, die Lunte zu einer Riesenmine in Brand zu seyen. Ist doch schon dem Propheten Smith verheißen worden, daß die Mormonen die ganze Welt besitzen werben, und der Spruch „Der Zweck heiligt das Mittel" war von jeher das Motto dieser seltsamen Kirche. Im Augenblick aber — veraessen Sie daS nicht! — ist die Kirche sehr vorsichtig. Ter grimmige Haß gegen die P-r-einigte Staaten-Regierung ist da, ganz wie ..Deutsch« Wacht." und diesfallS die Gemeindepolizei nicht auSzu-reichen scheint, — die löblich« Bezirkshaupt-niannschast zu ersuchen, die genau« Einhaltung der Polizeistund« durch di« Gendarmerie über-wachen zu lassen. st. Martin bei Erlachstein. 7. März. (C.-C.) [Rationale Bea m t e » d e n u n-c i a 11 o 11 ohne Ende.] Wir hatten neulich von den DninnciationSbeschlüssen der hiesigen Gemeinde- und Bezirksvertretung gegen die beiden hiesigen Gcrichtsadjuncten Herrn Rot« schedel und Herrn Dr. Wagner berichtet und schon jetzt fangen sich di« Anfang» dunklen Pfade des in Vollzug gesetzten EhrenattenlateS zu lichten an. Einzelne der Stimmführer sagen es ganz unverhohlen, daß sie auch nicht i«n geringsten Grund — weder persönlicher noch sachlicher Natur hatten, gegen die genannten in jeder Richtung makellosen Beamten aufzu-treten, — sondern daß sie hiezu lediglich nur gehetzt worden seien. Die eigentlichen Urheber wird allerdings erst eine gen ue Untersuchung, die unbedingt gepflogen werde» muß, — zu Tage fördern und wissen wir noch nicht, ob, — wie es dermalen scheint, — die Fäden der neuesten nationalen Tenunciationsgroßthat der Geldverleiher Hugo Toncic allein in der Hand hat. — Gewöhnlich wirft man in Glashäusern wohl nicht mit Steinen herum. Wir glauben, daß Herr Tancic darüber etwas nachdenken soll«. — ES ist übrigens ein offenes Geh«imniß, daß man auch Gem«iudeavsschüfs« der Genkinde Umgebung St Marein in gleicher Weise zur Beschlußfassung gegen die genannten Rich-ter lu'hetzt, und hat bereits ei« GemeindeauS-schuß dieser Gemeinde, der zufällig u.iter der st-afgesetzlichei, Judicatur eines der obige» Herrn Richter stand, energisch auf Ausschrei, buiig einer bezüglichen Sitzung, di« am nächsten Samstag stattfinden soll. — gedrungen. — Für di« politischen Behörde ist es daher die höchste Zeit, energisch einzugreifen, um im Slaaisinter-esse das Ansehen von Beamten und Behörden zu wahren und offenem Amtsmißbrauch staat-licher Dertretungskorper zu steuern. — Das letzte Wort i» fraglicher Angelegenheit wird ohnedies im Parlamente gesprochen werden. Kleine Cttronik. [Eine groß« Neuerung.] Man schreibt uns aus Laibach: Ein hiesiger Cafe-tier, der zwar große Loyalitäten aber wenig Gäste besitzt, verfiel auf die ingeniöse Idee, mit ersten April vier Croatiniten als Cafeheben anzustellen, welche in Nationaltracht gekleidet den höchst.'» Mokka auf Java kredenzen sollen. 3 Hoffentlich wird er mit seiner Neuerung die getreuen nationalen Gäste nicht in den April schicken. [W a r u m K ö n i g L u d w i g v o n B a y-e r n u n v e r m ä h l t g e b l i e b e n i st] und ein Einsiedler wurde, darüber erzählt das mehr-fach erwähnte Buch des mysteriösen Grasen Vasili über die Wiener Gesellschaft, eine recht trübe Luelle allerdings, das folgende Geschicht-chen: „König Ludwig war verliebt .... ich sage Ihnen nicht, in wen. EineS TageS, da er ihr, als ein leidenschaftlicher Liebhaber, einen prachtvollen Strauß brachte, gelang cS ihm. ohne Jemanden zu begegnen, bis in den kleinen Sa-lon vorzudringen, und hier machte es ihm Ver-gnügen, die Blumen in einer Vase zu ordnen. Als er sich aber zurückziehen wollte, erblickte er seine Geliebte, die in Gesellschaft eines jungen Geistlichen in den Saal trat. Der Einsall kam ihm plötzlich, sich hinter einem Thürvorhang zu verberge», um sich der Ueberrafchung und, so dacht« er, deS Glückes des jungen Mädchens bei dem Anblick der von ihrem königlichen An-beter gebrachten Blumen zu erfreuen Sie trat wirklich in den Salon; doch nicht allein, der Geistliche folgte ihr. „Gott, noch ein Strauß von jenem König !" rief sie aus, „von dem Kb-nig, den ich yaffe!" Daraus, sich zu ihrem Be-gleiter wendend, fügte sie hinzu: „Komm, küsse mich, damit ich den unangenehmen Eindruck vergesst." Sie faßte den Geistlichen am Kopf und bedeckte ihn mit Küssen. Der König trat auS seinem Versteck hervor und mit Thränen in d«n Augen fluchte er der Ungetreuen. E: schwor, daß er nie wieder ein Weib lieben und sich nie verheirathe» werde. Er hat sein Wort gehalten." [Die Leichen Verbrennung in Italien] findet von Jahr zu Jahr mehr Anhänger und bürgert sich allmälig auch in den kleineren Städten ein. Bereits im Betrieb« od-r in der Errichtung begriffen befinden sich LeichenverbrennungSösen zu Mailand, Lodi, Rom. Cremona, Aarese, Brescia, Padua, Ud ne, Novara, Florenz. Pisa. Como. Livorno Specia u s. w. Im Jahre 1884 wurden 118 Verbrennungen vorgenommen, und zwar von 82 Personen männlichen und 31 weiblichen Geschlechts. Im Rom „der Papste" selber sind im vorigen Jahre 23 männliche und v weib-liche Leichen verbrannt word:n. [Die erschütternde Grubenka-tastrophe] im Bkrgwerke des Grafen Larifch bei Karwin in Schlesien verschlang 123 Men-schenleben. Die verunglückten Bergleute, di« theils verl-rannten, theils erstickten, waren zum größten Theile Familienväter. Die Explosion fand in einer Tiefe von 130 Meter» statt; 1885 Vertreter Herr Wilhelm PiSk. Schriftführer Herr Gymnasialdicector HanS Tschanet, dessen Stellvertreter Herr Notariatscanditat Josef Haas, Zahlmeister Herr Otto Bratanitsch. Private, dessen StellvtNeier Herr Simon Hutter, Realitätenbesitzer. Zu Abgeordneten für die Haupiv-rsammlung wurden erwählt die Herren Ötio Bratanitsch, Alois Kasimir und Franz Vogel. St. Martin bei (krlachsttin, 7. Mürz. (O.-C.) [Ein kroatischer Skandal-mache r.s Am letzten Sonntag ging es im hiesi-gen Anderluch'schc» BezirksvertretungSwirths-hause .lustig" her. Daselbst war nämlich der größte Theil der hi«sig«n nationalen Dorsper-vake». in deren Köpfen bekanntlich das slove-Nische Königreich spukt, versammelt, um die An-Wesenheit eines Croaten, der schon seit gerau-rnei Zeit nationalpolitische Streifzüge nach Stei-ermark und sehr häufig auch hierher unternimmt, — zu feiern. — Taß bei dieser Feier die Deut-säen sehr schlecht wegkamen, ist wohl natür-lich und waren einzelne der in weiustliger Stirn-mumz gehaltenen Reden nicht nur mit Natio-»alpoliiik. sondern auch mit Gemeinheit ge-würzt. So hat z. B. das genannte croalische Individuum in croatifcher Manier unter anderen Ausfällen nicht nur die Deutschen überhaupt mit „NemSkutari" :c. sondern auch einen zufällig anwesenden deutschen Beamten ohne alle Ver-anlasfung mit „Trottel" beschimpft; — während ein hiesiger Torspascha nebst mehreren an-deren gegen die Deutschen gerichtete» „Liebens-Würdigkeiten" — Heu Mareiner Corresponden-tr 4 sie soll einer Unvorsichtigkeit zuzuschreiben sein, da entgegen einem Verbote an einer mit Grubengas gefüllten Stelle ein Sprengschnß abge» feuert worden ist. [Die Pest in Persie n.] Die Pest ist in Ojagh, sechzig Meile» von Hamadau, aus-gebrochen. Bis zum gegenwärtigen AugeiUlicke werden 90 Todesfälle gemeldet. Es find Vor« sichtömaßregeln getroffen worden, die Ausbreitung der Krankheit z» verhüten. [In e > n e m Pariser Heiraths-v e r m i t t l n » g S - B u r e a u ] konnte man kürzlich folgendeil Dialog vernehmen: „Ich darf also sich r se>n, daß die Dame 300.000 FrS. mit bekommt ?* — „Gewiß. mein Herr! Und außerdem leidet sie a» galoppirender Schwind-fuchl!" — „Ist das auch über jeden Zweifel erhaben?' — „Mein Herr, ich muß Ihre Frage für sonderbar finden. Unser« Firma ist eine hoch achtbare und wir garantiren für die Güte unserer Waare !" [Der Henker in nihilistifchen Dienste tu] Die Polizei in Moskau hat kürzlich die Entdeckung gemacht, daß der vom Staate angestellte Henker Iwan Froloff in nihi-listifcheu Diensten steh«. Froloff wurde verhaf-te». einem scharfen Verhöre unterzogen und ge-stand nach langeui Sträuben «in, daß er be-reilS feit ver Hinrichtung der Kaisermörder Rysialoff, Michajloff. Kibaltschitfch u. f. w. im Dienste der russischen Nihilisten gestanden sei, von denselben monatlich 200 Rubel erhalten habe und für deson'ere Dienstleistungen, wie Besriiung von Nihilisten aus den Gefängnissen, Entwendung wichtiger Polizei- und Gerichtsacte und Ausfolgung derselben an die Nihilisten u. dgl. noch besondere Remunerationen erhallen habe. Forloff wurde dann in Kel'eu gelegt und in une Einzelkammer des Moskauer Gefäng-nifses gebracht. [Ein verhängnißvollcs Miß« v « r it ä n d » i ß.] Man schreibt auS Paris : Herr Poslain. ein ziemlich wohlhabender Kauf-mann, der vor kurzer Zeit ein junges, hübsches, aber mittelloses Mädchen zur Gattin nahm, betrat gestern zu einer ungewohnten Stunde seine Wohnung und sah. wie seine Gattin, die sehr verlegen wurde, ei» P »pier, welches sie in der Hand hielt, zu zerknittern und in ihrem Busen zu verstecken suchte. Mißtrauisch gentacht, forderte er seine Gattin aus, ihm das versteckte Papier zu zeigen. Die junge Frau wollte diesen« Verlange» nicht Folge leisten und verweigerte jede Auskunft. ES kani zu hefiigen Worten und Herr Poslain. dessen Ausregung immer mehr stieg, zog einen Revolver hervor, dessen Mün- hatte einen unüberwindlichen Absche« vor dem Zuchthaus, und so kaui eS. daß dieses bem Her,» Clawson selbst die Thore öffnete; die Mormone» waren wüthend über den „Verrath" und „Abfall" der jungen Frau und sie sehen der Zukunft mit Bangen entgegen. An» Ende geht es nächstens gegen John Taylor selbst los. den Präsidenten der heiligen Kirche, der sieben Frauen hat. Die „Tribüne". daS Organ der Heiden, ist ihm stets auf den F«rs«n. Wen» er im Morgengraue». den Hut inS Gesicht ge-dlückt und in eine» langen Mantel gehüllt, aus dem Hause einer seiner Frauen kommt. um nach dem Amelia-Palaste zu gehen, d«n er officiell bewohnt und wo sich seine Bureaux befinden, so steht daS klein« Abenteuer gewiß denselben Abend in der „Tribüne" . . . Die macht es den Heiligen verdammt sauer, ihrer Religion zu leb«»." Ich tra' auf die Hauptstraße hinaus. Schlitten mit lustig klingenden Glöckche» mach« ten den Winterabend lebendig. Meist saßen ein Herr und eine Dame in dies«« Gefährten und über jedes Paar zerbrach ich mir den Kopf, ob das wohl Mormonen feien? Ich bin jetzt vierzehn Tage hi«r und kann dies« Frage nicht los wer-den, sie quält mich von Früh bis Abend. D^s ist gewiß: hier ist nicht Amerika, hier ist ein besonderes Reich, ein heiliger Ameisenhaufen, der von Bischöfen. Aposteln, Priestern und Aeltesten wimmelt. Amerika ist das Land der Experimente, und diese Thtokratie ist das merk-würdigste von allen. „veutsch« Zöachk." dung er gegen seine Frau richtete, und bedroht« sie mit dem Erschießen, falls sie das fragliche Papier nicht herzeige» werde. Da di« Frau in ihrer Weigerung verharrte, drückte er los. Die abgefeuerte Kugel traf di« Frau in die Hüfte, und verwundete sie nicht unerheblich. Die Frau stürzte mit einem gellenden Aufschrei zu Boden; der Mann verliert vollständig sein« Geistesgegenwart, und i» der Meinung, daß er seine Gattin erschossen, beschließt er, seinem Leben ei» Ende zu »lachen. Er eilt zum offenen Fen-fter und stürzt sich vom dritten Stock aus's Pflaster hinunter. Bein, Sturze brach er sich beide Beine und den rechten Vorderarm. In schrecklich verstümmeltem Zustande wurde er auf Anordnung dcS PolizeicommissärS, der sofort herbeieilte, ins Spital überführt. Die fofort vor-genommene Untersuchung stellte fest, daß das Papier, welches die unglückliche junge Frau vor ihren, Gatten zu verbergen sucht« — eine Modistenrechnung war. |G o 1 d l o q e r.] Einem Telegramm aus Perth (Westaustialien) zufolg« sind im Di> ftrict des Flusses Ord Goldlager von Bedeutung entdeckt worden. [E o n,«t« » von 1 885.] Noch in der ersten Hälfte dieses Monats wird der nach Enke b«nannt« Eomet sichtbar werden, im April einer der periodische» Cometen Tempel'S, end-lich im Juli oder August der 1858 zu Cam-bridge von Tuttl« entdeckt« Eomet. Also ei» Co-metenjahr comme il saut — und damit der Tradition zufolge ein gutes Weinjahr, das Jahr 1885. sEin probates Mittel, dem Zechen während des GvtteSdien« st e s Einhalt zu thun,] hat eine Behörde in Frankreich gefunden. Sie machte bekannt: „Alle Zechgäste, welche an Sonn- und Feier-tagen während der heiligen Messe und Vesper in den Wirthshäusern sich befinden, sin» be« rechiigt fortzugehen, ohne daS Begehrte zu be' zahlen." Das Mittel hat. wie die „Germania" schreib», geholfen. [Blutiges Ende einer Katzen-m u s i k.] In Maandola, im Modenesischen, brachlen Burschen des Ortes dem sech^igjähri-gen Wittwer Terrer«. der ein junges Mädchen freien wollte, eine Katzenmusik. Terrere, dadurch in Wuth versetzt, feuerte auf die Burschen, von denen zwei fofort todt blieben, einer tödtlich, sechs schwer verwundet wurden. Nach dem Ge« metzel ertränkte sich Terrere im nahen Teiche. [Auf f r e m d e Koste n] Der Besitzer eines Berliner Modewaarengesch.iftS machte die Bemerkung, daß von einigen eleganten Spitzen-fhaivls, die zur Anficht in das Haus einer Dame von Welt geschickt waren, einer derselben am Morgen leicht zerknittert zurückkam. Am Abend vorher hatt« ein berühnites Concert statt-gesunden — er dachte sich sein Theil! — Mierz-wink, kam. sang und siegte! Und wieder schicki« la grande Dame nach Spitz«»shaivlS zur Au-sicht. Unser Man» stellt« sie ihr zu. kaufte sich ei» schwer zu erringendes Concertbillet, um den großen Tenor zn hören und die große Dame zn sehen und manövrirte sich in der Pause glücklich hinter Madames Sessel. „Gnädig« Frau, der Cr^me-Shawls kleidet sie aber wirk-lich exquisit." Sie verbarg ihre Verwirrung un-ter einem herablassenden Kopfnicken. Am ande« ren Morgen ließ der Chef die Rechnung für den Crvme-Shawl ausstellen. „Sie notire«: 270 M.?" remonstrirte der Buchhalter, „er kostet doch nur 250 M. ?" „Aber mein Lieber. Sie vergessen das Concert-Billet?!" [Zw «i Compo nisten] blieben un-längst auf einem Spaziergange im Wiener Stadt-park vor dem Schubert-Denkmal stehen. Der Eine, ein rasch berühmt gewordener Streber, versank in Gedanken, deren Richtung der jün-gere College zu errathen schien, da er plötzlich boShast ausrief: Nach Jahren wird gewiß im Ltadtpark außer dem Schubert-Monument noch ein zweites Componistendenklnal zu finde» fei», das Ihrige. Hunderle von Menschen wer-de» oft herumstehe», aus dem Sockel bewun-dernd Ihren Namen lesen und neugierig sragen : Wer war das? 1885 [Von der Liebe.] Sie: „Ach die Liebe ist doch eigentlich der rechte Ouell der Oai« in der Wüste deS Lebens!" — Er: „Mag seia. aber eS geht mit ihr, wie mit so vielen Laien-quellen: die ihr«» Durst dara» loschen, sind meisttnS Kameele!" ch ch ch [Ein gutes Hausmittel.] Immer mehr kommt man zu der Ueberzeugung, daß selbst für jene Familien, welche in der glückli-ch?» Lage find, einen tüchtioen HauSarzt zu ha-be», ei» gules HauSniittel keineSwes vom Uebel ist. So sicher es ist. daß der Hiusarzt in den meisten Fällen bei den ersten Anzeichen von Un-Wohlsein nicht gerufen wird, ebenso ge iß ist «S. daß ein vorhandenes Hausmittel stets io-fort zur Anwendung gelang'. Ist dasselbe gut paffend, dann dürste wohl regelmäßig durch di« sofortige Hili« einer ernsten Erkrankung vorgebeugt werd««. Allerdings gut und paffenr muß das Mittel s,i» und dieser sehr wichtige Um-stand ist es. welcher uns veranlaßt, de» freund-licht» Leser aus ei» wirklich gutes und altde-währtes Hausmittel aufmerksam zu machen. Gerade jetzt, wo Erkältungskrankheiten an der Tagesordnung sind, wird es für jede Familie von Nutzen — in jeder Familie willkommen sen, den» erfahruiigsgemäß gibt eS gegen der-artige Leide» und rheumatisch« Beschwerden kein zuverlässigeres Mittel als den echte» An-ker-Pain Expeller. D«» selbe genießt einen Welt-ruf und wird in tausend Familie» seit über sechzeh» Jahr«» als erprobtes Hausmittel vor-rälhig gehalten. Der Pain-Expellcr ist zum Preise von 70 kr. in den meisten Apotheken vorräthlg, doch empfiehlt es sich, der schwindelhasten Nach-ahmunge» wegen, nur das echte Präparat mit der Marke „Anker" anzunehmen. Seit mehr als 40 Jahren ist daS Tr. Pop p's ch e A n a t h e r i >«-M undwasser von den erste» medicinischen Autoritäten, wo-runter weiland Pros. Oppolzer, oielfa 1) verordnet worden, Professor Drasch« wendete es erst kürzlich im Wiener k. k. allgemeinen Kranke»-Hause mit großem Ersolge an und wird die; neuerdings von Herrn Prosessor Dr. Schnitzlec bei Lirankheite» von Mund, Huls und Rachen-höhle, sowie des Zahnfleisches mit bestem Er-folge angewendet. Es ist daler sür Viele, welche das Ana-th«ri»-Mundwass«r von Dr. I. G. Popp, k. k. Hos-Zihnarzt in Wie» (zu haben in den Äpo-lh«ke» Cillis) gebrauchen, «in ebenso sicherei Heilmittel, als unentbehrliches Präservativ ge-worden und dnrste es für Jeden werden, deii irgend eine Mund-, Hals und Zahnkrankheit zu \einem Gebrauche veranlaßt. Gleichzeitig sei hier vor den schwindelhaf-ten und oft schädlichen Fälschungen des ?r. Popp'schen Anatherin-Mundwassers gewarm, welches den behandelnden Arzt gewöhnlich im Sti h ließ, und aufmerksam gemacht, daß jete Original-Flasche am Halse mit «in«r registnr-en Schutzmark« als Kennzeichen der Echtheit versehe» ist. Hiermit ist auch das Renommee und der ausgebreitete Versandt dieses Heilmittels ein wohl begründeter, welches weit über die öfter-reichischen Grenzmarken, ,n ganz Europa, selbst in A > erika und Australien >eine Verehrer hat und immer ueue erwerben wird. Nebstbei sei auch die berühmte Anathem-Zahnpasta, sowie das vegetabilische Zahnpulver von dem k. k. Hos-Zahnarzte Dr. I. G. Pop? »» Wie» in Betracht gezogen, welche auch beliebte und bewährt« Zahn-Reinigungsmittel find. Deutscher Schutverein. Wien, 8. März. [Deutscher Zchul« verein.j — In der letzten Sitzung des engeren Ausschusses wurde dankend zur Kennt-»iß genommen, daß das Reinerträgniß von über 100 fl. eineS kürzlich abgehaltenen Xränj-chcnS, der in Gründung begriffenen Frauen-orlsgrnpp im 1. Bezirk vo» Wien gewidmet wurde. Weiter» spendete die Verlagsbuchhand-lung Graescr in Wien 10.000 Exemplare der 1885 Echrift von Dr. Smotle „Wiens Türkenbela-gerung 1083" zu», Zwecke der Vertheilung an die VereinSanstalten, wofür der Dank des Vereines schriftlich ausgedrückt wurde. Von vewilligungen sind zu neniieu: die Zuweisung einer entsprechenden Bibliothek an die Vereins-schule in Königgrätz und die Erhobung der Erhaltungskost«!! für die VereinSschule in But-fchoritz. Zur Abwehrung der > rohenden Slavi-siruug einer Gemeinde im östlichen Böhmen wurde die Gründung einer Schule durch einen Beitrag unterstützt, und außerdem eine Reihe dringender Schulanaelegeiiheite» in Berathung gezogen, beziehungsweise erledigt. Schließlich nahn» der Ausschuß einen Bericht der Orts-gruppe Sauerbrunn über den Stand der dortigen Schuloerhältnifse zur Kenntniß, uno be-stimmte eine au« Ltuttgart eingelaufene Spende ihrer Widmung gemäß für eine Schule im Süden von Böhmen. Locates und Brovinciates. Cilli, It. März [Zum Ehrenbürger ernannt.^ > Tie Gemeinde-Vertretung Hochenegg hat in ihrer am 8. d. abgehaltenen Sitzung den Bür-gnmeister von Cilli, Herr» kaiserlichen Rath i Ix. R c cf e r tn a n n, einstimmig zum Ehrenbürger ernannt. [CillierStadtverfchönerungs» Berei n.j Tie gestern tn der „goldenen Krone" abgehaltene Jahresversammlung des EiUier StadtverfchöuerungSvereines war recht zahlreich » besucht. Der Obmann des Vereines, Herr Berg-rath Riedl, constatirte in dein von ihm erstat-' tekn RechenschastSberichte, daß das abgelau-feiie Vereinsjahre ei» sehr günstiges gewesen I sei. ES konnien die Wünsche der letzten Iah» «sveisammlung erfüllt werden. So die Ren-' arbeiten im Stadtparke, die Planirung da-! selbst und die Pflanzung von Coniferen-Gruppen. Tie weitere Thätigkeit werde sich > nun auf Herstellung des Plateaus der er-wordenen Cilenschck'scheu Realität und Um-leguttg deS „Schönbründels" richten. Letzteres wird weiter gegen das Gehänge in eine I Grotte gestellt, die beiden Zuflüss verein», und der Siein, welcher die von Gabriel Seidel herrüh-rende Inschrift trägt, renovirt werden. Außer-dem werde an der Berglehne längs des Stadt-parkes ein Weg zum genannten Bründel gebahnt werden. Weiters wird am linken Sannufer von der Eapuzinerbrücke bis zur Eisenbahubrücke eine Baumreihe breitblättriger Akazien gesetzt werden. Die Hauptaufgabe des heurigen Jahres werden also die Parkarbeiten und die Erhal-I tung der Anlagen bilden. Dem Rechenschasts-berichte des nunmehr wegen Krankbeil auSge-fchiedenen VereincasfierS Herrn Schuh entnehmen ivir. daß das abgelaufen« Jahr für den Verschöne-rungsvereiu in finanzieller Beziehung das erfreu-lichste und glänzendste feit seinem Bestehe», d. i. | seit Juni 1871. war. Sowohl die ZahlderMitglie-dersowie deren Beiträge hatten noch nie eine solche Höhe erreicht. Die Einnahmen betrugen lG22fl. "7 kr., die Ausgaben 11 ."»8 fl. 99 kr. Es erübrigte somit ein Cassarest von 463 fl. 78 kr. Tie bed'Utendsten Empfangsposten bildeten die Mitgliederbeiträge mit 646 fl. 45 kr. und Ge-[ schenke und Widmungen mit 899 fl. 85 kr. Der Bericht führt aus, daß die letztere Summe zur dadurch eine so namhaste Höhe erreichen konnte, weil die von der hiesigen Sparkasse in großmüthiger Weise dem Vereine gewidmete ! Subvention von je 400 fl. für daS Jahr 1883 im Februar und jene für das Jahr 1884 im I Juni, daher in einem und demselben Jahre zur Auszahlung gelangte. Wenn je «in Jnsti-wt durch seine segensreiche Wirksamkeit sich An-spruch auf die allgemeinste und wärmste Aner-Icnnung schon erworben hat, so ist es die hie-sige Sparcass«, welche in der That eine finan-(teile Vorsehung der Stadt genannt zu werden verdient und deren wackere Bürger, die das Institut auf eine solche achtnngssebietende l Stufe gehoben haben, es werth sind, als Wohl-[ thätet des Gemeinwesens angesehen und geprie-I sen zu werden. Der Berichterstatter hob auch l hervor, daß durch daS Bestreb«» einer kleinen „Peutjlpe ^vacht." Zahl biederer Männer, welche ihr« harmlosen Unterhaltungen als Anlaß benützten, dem populären Verjchön«runasv«rei»e ein« Einnahms-quelle zu eröffne», indem sie ihm gewisse Spiel-gewinnstpercente zuwendeten, dee namhafte Be-trag vo» 43 fl. 40 kr. aufgebracht wurde. Mit ganz besonderer Anerkennung wurde im Berichte der Herren Major Pokorny und Eduard Skolaut gedacht. Den beiden Genannten wurde auch durch Erheben von den Plätze» der Tank der Ver-sammlung ausgesprochen. — Dem Tbätigkeits-sowie d'iu Rechenschaftsberichte des Ausschusses wurde das Absolutorium ertheilt und gleichzkitig dem ausgeschiedenen Vereiuscassier für feine er-sprießliche Thätigkeit der Tank ausgesprochen. Den Mittheilungen des Vereinsökonomen Herrn Carl MatheS entnehmen wir, daß sich di« Aus-gaben für das heurige Jahr auf 1000 fl. be-la»f«n werden. Ueber Antrag des kaiserlichen RatheS Dr. Reckermann wird Herrn EarlMa-theS für dessen Opserwilligkeit und Mühewal-tung der Dank der Versammlung ausgesprochen. H>rr Joses Rakusch «rörtert« hierauf in länge« rer, von echtem LocalpatriotiSmuS durchwehten Rede das Werd«» des Stadtpark«s, der heute die schönste Zierde Cillis bildet. Redner er-klärte, daß der Verschönerun-iSverein einer der wichtigsten der Stadt sei. Dessen Mittel seien jedoch immer zu bescheiden und zu be-schränkt. Er beantrage daher, daß im heurigen Jahre in ähnlicher Weis« wie 1884 und 1883 für den deutsche» Schulverein, beziehungsweise den Casinoverein, auch für den Verschön«rungsver-ein Fest arrangirt werde, daß für letztere» Verein mehr Propaganda gemacht werde und daß Schult und Abfälle, welche ein durchlässi-ges Material ergeben, nicht gegen das Verbot bet der Eisenoahnbrücke, sondern im neuerwor-denen Theile d«s Stadtparkes abgelagert wer-den. Sämmtlich« Anträge wurde» angenom-men. Ueber Antrag des Herrn Lutz wurde beschlossen, demFremdenverkehrS-Comitefür Weg-markirnng und OrientirungStafeln 50 fl. zu bewil-ligen. Ebenso wurde der Antrag des Herrn Julius Rakusch. in den einzelnen Localen diebssichere Sammelbüchsen für den VerschönerungSoerein aufzustellen, angenommen. — Dem um alle gemeinnützigen Zwecke so hoch verdienten Ob-manne Herrn Bergrath Riedel wur'»« unter Acclaniaiioil der Dank ausgesprochen. Schließ-lich theilte noch Herr Josef Rakusch mit, daß bis Ostern eine Kastanien-Baumreihe aur dem linken Sannufer von der Krainz'schen Badhüte bis zum Sannhof« gesetzt sein werde und daß die bezüglichen Grundbesitzer mit li«b«nswiir-digster Bereitwilligkeit hiezu die Erlaubniß er-theilt hätten. [V ortrag überElektrotechnik.1 Mittwoch, den 18. d., wird der Professor am Mädchenlyceum in Graz, Herr Wilh Im Biscan, im EiUier Casino einen Vortrag aus dem Ge> biete der Elektrotechnik n. zw. über das elektrische Licht und die Kraftübertragung halten. Der Vortragende wird den Gegenstand allgemein verständlich behandeln und jiahlreiche Experi-mente vorführen. ES steht wol außer Zweifel, daß das interessante Thema eine ganz defon-dere Anziehungskraft ausüben wird. Der Be-ginn deS Vortrages ist auf 8 Uhr Abends festgesetzt. Eintrittskarten werden in der Papier-Handlung des Johann Rakusch verkauft. [Cillier G e m e i n d « r a t h.j Freitag, den l3. d. findet eine Gemeinderathssitzung statt. Auf der Tagesordnung derselben stehen: 1. Mittheilungen der Einlaufe. 2. Wahl von vier Gemeinderäthen in die Commission zur Ent-scheidung über allfällige Einwendungen gegen die Gemeinderathswahlliste». 3. Berichte der Bausection über das Gesuch der städt. Spar-raffe, um Auflassung des Holzplatzes nebe» dem von genannter Anstalt erworbenen Baugrunde; über den Kostenvoranschlag, betreffend die Vor-arbeit«« zur Herstellung der neuen Straße über die Wokaun'jchen Gründe und über die Adap-lirung des rechtsseitigen Brückenkopfes an der Capucinerbrücke. 4. Bericht der V. Section über die Wochenmarktordnung, 5. Bericht des Wald-aufsichtS-Comite!« über das Resultat, der Aus-forstung des Josrfibergwaldes und über das 5 Gesuch der Gemeinde Umgebung Cilli wegen Holzüberlassung für den Sannsteg in Polulle. [Der steier märkische Privat-B e a m t e >» - U n t e r st » tz u n g s - V e r e i n^ in Graz hat sein zehnte« BereinSjahr vollendet. Seinem letzten Rechenschaftsberichte ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl 141, das Verkinsvermögen 6000 Gulden Silberrente be-trägt, daß der Verein feit dem Bestände circa 6000 fl. — Kranken- und Dienstlofigkeits-Un-tcrstütznngen an feine Mitglieder bezahlt hat. und daß der Verein bereits die Pensionirung feiner arbeitsunfähigen Mitglieder ins Auge gefaßt, und beschlossen hat. Die Beneficien der Mitglieder bei nur 50 kr. monatlicher Einzahlung bestehe«: in Bezug auf 4 fl. monatliche» Krankengeldes, 4 fl. wöchentlicher Dicnftlosig-teits-Unterstützung, 25 fl. Beerdigungskosten, Freibäder Gleichenberg, Römerbad und Sauer-drunn und im unentgeltlichen Bezug von Sauer-brunne». Die Beneficien mit Ausnahme deS Krankengeldes, der Dienstlosigkeits-Unterstützung und der Beerdiauugskosteu. genieße» auch die Familien die Mitglieder. Bei den eminent-hu-rnanitäre» Tendenzen des Vereines ergeht daher an die P. T. Pnvatbeemten jeder Kategorie in ihrem eigenen Interesse die dringende Ein-l a d u n g zum Beitritte in diesen so segensreich wirkenden Verein. Zuschriften an den Präsiden-ted Joh. Erlach, Wickenburggasse 22. [U n t e r st. G e f l ü g e l z u ch t v e r e i n.[ In der am verflossenen Sonntage staltgesunde-nen constituirenden Versammlung des unter-steirischen Geflügelzuchtvereines wurde Herr Baron Buol einstimmig zum Obmann? gewählt. Als Ausschüsse wurden gewählt die Herren: H. KaUmann, I Kubelka, I. Lauser, R. Pich-ler, I. Richter, G. Scherbaum, A. Seitz, A. Stibler, F. Wögerer und Graf von Zedtwitz. [Eine S ch u l v e r e i n S - S a m m e l-büchfe gestohlen.) Aus dem Gastzimmer des Hotels „Goldener Löwe" wurde in der Nacht auf den 9. d. «ine vollgefüllte Sammel» büchs« des deutschen Schulvereines, in dcr sich circa 25 fl. befunden haben dürften, gestohlen. Der Dieb war zum Fenster, welches er nach Eindrücken einer Scheibe geöffnet hatte, einge-stiegen und hatte neben der gedachten Büchse auch Cigarren im Werthe von 5 fl. mitgehen lassen. [B o « n j u k i f ch.) Am 6. d. wurde der GrundbesitzerSsohn Johann Kral in CiUi zum 87. Jnsanterie-Regimente abgestellt. Da er in landesüblicher Weife sich für diesen schweren Tag die nöthige Courage angetrunken hatte, so zog er auch schreiend und lärmend heim-wärt«. Al5 er nun in solcher Weise in Sachsen-feld ein Wirthshaus passirte, trat aus demselben der Bauernssohn Johann RarekS aus Ober-loschniy. Letzterer gebot dem Schreier Ruhe. Dieser Aufforderung folgte ein kleines Hand-gemenge, in welchem Kral feinem Gegner mit einem Messer die Rase an der Wurzel ab-schnitt. |B x a n b f.] In Kaag, Bezirk Frieda», wurden vor einigen Tagen die Winzereien der Besitzer Martin Kittel und Martin Dolinschek ein Raub der Flammen. Desgleichen wurde daS Weingarthaus des Stefan Dogscha in Kulmberg eingeäschert. Herichtssaat. [Ausgeloste Geschworne.^ Für die am 13. April beginnende zweite diesjährige Schwurgerichtsperiode wurden gestern nächste-hende Herren als H a u p t g e s ch w o r n e aus-gelost: Johauu Dobovisek, Gastwirth in Laak; Michael Hruza, Handelsagent in Marburg; Dr. Michael Detitschek, Advocat in Windisch-Feistritz; Franz Wibmer, Lebzelter in Pettau; Johann Wegschaider, Kaufmann in Pettau; Josef Sedminek, Handelsmann in St. Leon-hard W.-B.; Pankraz Ehrat, k. k. Haupilehrer in Marburg; Martin Auer, Realitätenbesitzer in Windisch Feistritz; Wilhelm Fritsch. Bauun-ternehiner in Loke; Martin Krasovec vulgo KrSnik, Besitzer in Pondor; Franz Wiesthaler. Hausbesitzer in Marburg; Georg Wornig, Gast-wirth in Mahrenberg; Ferdinand Geiger, fi Hausbesitzer in Marburg: Andreas Elsbacher, Handelsmann in Tüffer; Ludwig Schescherko, Handelsmann in MontpreiS; Josef Heinschko. Lederer in St. Lorenzen a. d. KB; Paul Srebre, Handelsmann in Marburg; Gustav PoSkoschill, Kaufmann in Pettau; Adam Hu-der, Eisenhändler in Luttenberg: Jo>ef Koko-fchineg, Handelsmann in Marburg x Anton Wachtjchitfch, Realitätenbefitzer in Drachenburg: Josef Baumann, Realitätenbesitzer in Holldorf; Anton Pajk, Hausbesitzer in Marburg; Georg Pi^asich, Hausbesitzer in Marburg; Franz Pollak Gastwirth in Trifail; Franz Smonik, Realitätenbesitzer in Georgenberg: Wilhelm Leyrer, Hausbesitzer in Marburg: Andrea« Jurci, Kaufmann in Pettau; Franz Krainz. Hausbesitzer in Marburg: Caspar Hausmanin-ger, Weinhändler in Marburg; Robert Drasch, Berginspector in Hrastnigg; Julius Gla-wazky. Gymnasialprofessor in Pettau: Josef Jarz, Verwalter in Oberburg; Carl Stein-bacher, Realitätenbksitzer in Oplotnitz; Franz Celestina. Werkmeister in Hrastnigg und Anton Stampf!, Pnlversabrikant in FeisMY bei Lembach. AIS Erfatzgeschworene wurden auSge-lost die Herren: Wladimir Walter, Architekt; Albert Fitz, f. k. Gymnasialprofefior; Ernst Faninger. Hausbesitzer; Julius Weiner, HauS-besitzer; Johann Riger5perger, Färbermeister; Gustav Siiger, Handelsmann; Peter Fabro vo» Treuenwald, k. k. Major i. P.; Friedrich Karesch, k. k. Militär-NechnungSrath und F^anz Bahr, Hausbesitzer; sämmtlich in Cilli. Hingesendet.*) Zwei Curiofa der »Südstririschcn Post". Nach dem Berichte, welchen die „Süd-steinsche Post" vom 4. Mär; l. I. über den JahreSball der Fleischhauer-Jnnung in CiUi gebracht hatte, sind dem offenbar sehr geistreichen Politikaster des genannten Blattes bei diesem Balle „zwei Curiosa besonders aufge-fallen." — Das erste Curiosum wäre der Umstand, daß e« die löbliche Innung sür nöthig gehalten hab«, ihrem Tanzvergnügen in der heiligen Fastenzeit (am I. März l. I.) zu sröhnen; das andere aber. — (und dies sind die höchsteigenen unveränderten Worte der „Südst«irischen Post") — das; die Balllo-c a l i t ä t e n ausschließlich nur in deutsche« Farben „p r a n k t e n", indem v o >n H a u s-t h o r e an bis z « m T a n z z i m m e r alt-gebrauchte deutsche Flaggen als Drapperien der Wände bentttzt wurden." r Wenn nun bei dieser Affaire irg-nd etwas CurioseS sein sollte — hoffentliH wissen doch die Gelehrten der „Südsteirifchen Post" was daS Wort „curioS" eigentlich bedeutet — so wäre es zunächst der Umstand, daß eS den» ob-genannten, in gewissen Angelegenheiten sonst gut informirten Blatte noch nicht bekannt ist, daß die Mitglieder der löblichen Fleischhauer-Innung in Cilli sich noch immer nicht zu einer frommen Brüderschaft vereinigt haben, welcher es nach der jetzt so beliebten Methode eines socialen und politischen PharisäerthumS weit tadelnSwerth»r erschiene in der Fastenzeit ein unschuldiges Tanzvergnügen zu veranstalten, als «in lächerliches Denunciantenthum zu cultiviren. Oder — soll etwa auch di« specielle Angabe des Gasthofes, wo diese angeblich oeutsche Tanz-orgie während der heiligen Fastenzeit abgehal-ten wurde, den slovenischen Mitbürgern alS besondere Empfehlung dienen?! — Noch curio-ser muß aber jedem denkenden Menschen das obenerwähnt« sogenannte zweite Curiosum in seiner formvollendeten Ausführung erschei-nen; denn, wenn sich auch die ehrenfesten Mit-glieder der löblichen Fleischhauer-Jnnung in Cilli sonst nicht mit der Feststellung ganz ge-wöhnlicher Begriffe besassen, so haben sie doch, obwohl nur zumeist ehrlicher Landleute Kinder, nie daran gedacht, die B a l l l o c a l i t ä t e n für ihre Tanzfeste in einen Raum vom HauSthor bis zum Tanzzinimer zu verlegen, wobei durchaus nicht gesagt sein soll, ♦) Für Form und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. „deutsche Wach! " daß nicht auch die Wände deS TanzzimmerS selbst »u deutschnationa'en Farbenschmucke prang» ten! WaS aber die so hoch interessante Prü-sung der Cillier Metzger ans ihre Nieren und die aus Grund dieser pathologischen Untersuchung durchgeführte scharfsinnige Deduction auf die nationalen Funktionen dieseS nothwendigen menschlichen Organes speciell bei den Cillier Metzger» anoelangt, womit die „Südsteirische Post" den oberwähnte» Ballbe>icht beschließt, so muß offen zugestanden werden, daß solche Weisheit auf das Publicum eine geradezu ver-bluffende Wirkung hervorgebracht Hai. Erhei-ternd ist eö nur. daß diese scharssinnige Deduc-tion zum Schl sse in allzu kühner Wendung den junger» Milgliedern der löblichen Fleisch-Hauer-Jnnung, gerade mit Rücksicht aus daS einstmalige Verhältniß deS Herrn Klabutschar zu seinem derzeitigen Gefchäflsgenosse» Kämmerer. zur Belehrung über politische Tol ranz dienen soll. Inwiefern aber eine einfache De-coration von Balllocalitäten bum Tanzfeste eincr geschlossenen Gesellschaft die politische To-leranz gefährden sollte, während hingegen der Umstand, daß diese Dekorationen an sich einem fanatische» Nationalen genüge >de Gründe bieten, eine ganze Genossenschaft mit Jnvectiven zu beehren, vielleicht anS Beispiel ausnehmen-der politischer Toleranz und Reise betrachtet weiden müßte, — dies zu entscheiden kann um so mehr jedem richtig denkenden Manne über-lassen werden, als der ganze oberwähnt« Ballbericht nur zu deutlich beweist, daß der Schreiber desselben a»S den journal »tischen L«hr- und Fle-zeljahreu noch mit herausgekommen zu sein scheint, und überdies noch nicht einmal mit der Sprache, in welcher eS Jour-nalistik zu treibe» sich berufen fühlt, ins tilare gekommen ist. Doch — selig sind die Armen im Geiste» denn ihrer ist das Himmelreich! — (3 p h in x.) Löbliche Redaction! Anläßlich der „Harmlosen Cillier Plan-dereien" vom 26. Feeru >r d. I. fühlte sich ein Herr Catet-OfficierSiiellvertreter getroffen und durch den Ausdruck Bürschchen beleidig:. Nach den vo» mir in militärischen Kreisen ein^ehol-ten Informationen darf sich kein Cadet-OfficierS-stellvtrtreter einen solchen Ausdruck gefallen lassen, ohne sich in seiner Carriere wesentlich zu schädigen. — Ich biu daher gerne bereit, ohne von den erzählten Thatsachen irgend etwas zu widerrufen, den Ausdruck Bürschchen zurückzu-nehmen, zumal mir jede Absicht einer persön-lichen Beleidigung ferne lag. Cilli. am 10. Mär; 1885. Mit Achtung Dr. Eduard Glantschnigg. An die St. M arein er! Speciell an Jene, die es angeht, und welche auch die samos« Eingab« an den Justizminister im Gemeinde- und Bezirksausschüsse mitunter-fertigten. Wie konnten Sie es mit Ihrer Man-neSehre in Einklang bringen, daß Sie Ihre NamenSunterschrift unter dies« Eingabe fetzten, da Ihnen nur zu sehr bekannt, wer der Cm> respondent auö St. Marein und dem Mareiner Bezirke ist und welchen Sie ja selbst Thaten zu Correspondenzen lieferten ? Selbst der Umstand, daß sie sich dem be-kannten 24procentigen mit Haut und Haar verschrieben, demzufolge derselbe jeden Hoch-druck auf Sie auszuüben, sich berechtigt hält, — kann Ihr« unqualificirbare Handlungsweise vor jedem rechtlich Denkenden nicht entschuldige«. Der Correspondent von St. Marei». Ariihlwgsahnen. WaS mahnst Du uuS, Du frische Luft, Du junge Sounenherrlichkeit Und Du, o süßer Vnlchendnft! An eine läugstvergangne Zeit, Ja der so mächtig klang Der Freiheit Hochgesang? 1885 vja, mahnet uns nur heute sehr An jene» schönen Frühlingstag, Und daß vor ihm gar drückend schwer Im Lande dichter Nebel lag, Den aber allgeschwind Zerstob der Märzenwind! Hei! wie daS Volk wohl damals stand In fester Phalanx, Mann am Mann, Für Freiheit und für Vaterland. Die frohe Jugend kühn voran. Die feiger Knechte Schaar Zum wilden Schrecken war. Gemahnet uns nur immerhin An jene thatenreiche Zeit Und stärket unsern M»lh und Sinn . Im heißentbrannten ernsten Streit Für deutsche Eigenart In düstrer Gegenwart. Drum lasset »ns zusanimensteh'n Als einig Volk, wie dazumal. Dann werden wir nicht untergeh'n. Sei noch so groß der Feinde Zahl; Denn nur die Einigkeit Allein den Sieg verleih». Franz Tiefeilbacher. bestes Tisch- raö ErfrisctanÄ erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. Heinrich Mattoni. Karlsbad und Wie«. ___j Volkswirtbschatttiches. (Markt > Durchschnittspreise) vom Mona«? Februar 1885 in CiUi: per öeftolitcr Weizen st. 7.3:' Kon, fl. 0.45, Gerste fl. 3.90, Haser fl. 2.58, .ffufuruj fl 5.53, Hirse fl. 6.70, Haiden fl. 5.28, Urbapfel fl. 2.6 Weizenlagerslroh it 1.35, Streuftroh fl. —W. Zle isch preise pro März 1885. I Äitogr. Rindfleisch ohn-Au wage 52 tr., Kalbfleisch 56 u. 6l) lr., Schwemfleisch 5« u. 00 kr. Schipsenfleisch — kr. Kourse der Zöiener Mrte vom 13. März 18^5 Goldrente...........109.3j Einheitliche Staatsschuld in Noten . 83.60 „ „in Silber . 84.— Märzrente 5#/# ........99.25 Bankactie»........... 868.— Creditactien.......... 302.60 London . . wista........124.25 Napoleond'or.......... 9.79 k. f. Münzducaten........ 5.81 100 Reichsmark.........60.45 hiesn 24 kr. zu huben bei JOH. RAKPSCE PapicriMilliing, Herrengasse 6. 1885 .Deutsche Wacht' Eine bennruhiftende ttraiillieit, a» welcher zahlreiche Classen leiden. Die Krankheit sängt mit unbedeutenden Magenbeschwerden an. breitet sich aber, wenn vtniachlässigt, über den ganzen Körper auS, ergreift Nieren, Leber, Brustdrüse, in der That, da« ganze Driisensystem. so daß der davon Betroffene eine traurige Existenz hinschleppt, bis der Tod ihn von seinen Leiden erlöst. Die Krankheit wird häufig mit anderen Krankheiten verwichselt, wcna aber der Leser sih die fol-genden Fragen vorlegt, so wird er im Stande sein, zu entscheiden, ob er an einer solchen Krankheit leide: Fühle ich nach dem Esse» Beschwerden, Schmerlen, oder Schwierigkeit im Athmen? Ueberkommt mich ein dumpfes, drückendes Gefühl, begleitet von Schläfrigkeit? sind die Augen geldlich? Sammelt sich Morgens an Gaumen und Zähnen ein dicker, klebriger Zchlcim an. begleitet von einem schlechten Ge« schmack im Mnnde ? Ist die Zunge belegt ? 3: die rechte Seite aufgeblasen, als wenn die Leber anschwölle'i Ist Verstopfung vorhanden? Werde ich schwindlig, wenn ich mich plötzlich aus liegender ^'age erheb ? Sind die Nieren-adwnderungen spärlich und dunkclgefärbt. und lassen sie. nachdem sie ctwiiS gestanden, einen Niederschlug zurück? Gährt das Essen im Ma-gen bald nach dem Genuß, und entstehen Bla-»ungen oder häufiges Ausstößen? Ist häufige? Herzklopfen vorha den? — Diese verschiedenen Zymptome treten zwar vielleicht nicht zusammen ' auf, der Kranke leidet aber an ihnen nachein» Inder, je nachdem die schreckliche Krankheit fortichr itet. Ist das Leiden ein alteS. so tritt nn kurzer, trockener Husten ein, d r später von Auswürfen begleitet wird. Im stark sortge» schritlenen Stadium der Krankheit nimmt die Hjui ein schmutziges, bräunliches Aussehen an, und Hände und Füße sind mit kaltem, llebri-grn Schweiß bedeckt. Mit dem Fortschritt der Erkrankung der Leber und Nieren stellen sich rheumatische Schmerzen ein, bei denen die ge-«öhnliche Behandlung gänzlich erfolglos ist. Tiesei Leiden entsteht aus Unverdanlichkeit oder Dyspepsie, die man durch das Einnehmen einer flc;nen Dose einer geeigneten Arznei beseitigen kann, wenn man sie gleich beim ersten Erscheinen »er Krankheit gebraucht. Es ist daher äußerst wichtig, daß die Krankheit sofort bei ihrem ersten Auftreten richtig behandelt wird, da eine Keine Arzneidose dann noch genügt, das Uebel ;u heilen; selbst wenn die Krankheit schon Lurzel gefaßt hat, sollte man mit dem Ge-brauch der richtigen Arznei so lange fortfahren, bis die letzte Spur des Uebels ausgerottet ist, der Appetit wieder zurückkehrt und »>ie Ver-dauungsorgane wieder gänzlich hergestellt sind. lai sicherste und wirksamste Mittel gegen diese Krankheit ist unstreitig der „Shäker-Extract", ein vegetabilisches Präparat, welches bei allen liitenftehend angegebenen Apothekern zu haben ist. Dieser Extra« greift die Krankheit in der Wurzel an und entfernt sie mit Stumpf und Bild aus dem Körper. Personen, welche an k-rstopfuttg leiden, benöthigen „Seigel's Ab-fiilir-Pillen" in Verbindung mit dem „Shäker-Exlract". Seigel's Abführ-Pi llen heilen Verstopfung, bannen Fieber und Erkältungen, iefreien Kopfweh und unterdrücken Gallsucht. b>e find die sichersten, angenehmsten und zu-gUich die vollkommensten Pillen, die bis jetzt «»gefertigt worden sind. Wer dieselben einmal versucht hat, wird gewiß mit deren Gebrauch sortfahren. Sie wirken allmälig und ohne schmerzen zu verursachen. Preis 1 Flasche Zbaker-Extract- fl. 1.25, 1 Schachtel „Stigel'S Zdführ-Villen" 50 tr. Eigenthümer deS „Shäker-Atract A. I. W h i t e Limited in London, 'liew-Nork. Vertreter der Firma, sowie Central-L-rsandt: I. H a r n a, Äpotheker in Kremsier, Mähren. Steiermark: Graz: Apotheke „zur St. Anna", A. Ttühlinger. Feldbach: König, stoben: Joh. Pserschy. Marburg: W. König, Zvses Äoß. Pettau. Admont. Brück o. d. Mur. ^ »11 i: I. Kupserschmid, Adols Äliarek. Für« ?e»scld. Gonobitz. Gleichenberg. Hirtberg. Kind-dng. Teutsch-Landsberg. Leibnitz. Pr^ßberg. StadlerSburg. Rottenmann und Staiuz. Waiz. Mein verstorbener Mutin Herr !>r. Anton Prus, Advocnt, liier, war bei der Lebensversiche-rungs-tiesellschaft „The Ortlham In London" mit einer namhaften .Summe ru meinen Gunsten versichert. Der General-Repräsentant In Laibach dieser Anstalt, Herr Guido Zeschko, bezahlte mir Jas versichert« Capital ohne jeglichen Abzug aas (las pünktlichste ans. Ich Kjige selbem öffentlich Dank, dies-- allgemein wegen blonderer Solidität bekannte Anstalt wärmsten« empfehlend und Jedermann auf den hohen Werth der Versicherung aufmerksam machend. 60K0BITZ, 5. Märt 1SSÜ. Josefine Prus. -Agentur ftir CiUi bei Herrn Jnxes Jak;, Sparettssa-Aintaleiter, wohnhaft Wiener-FaS 160—1 strasse Nro 7, I. Stock. KKKKKKKKKKM5S5SSSKKSKSKS1 EUSTEIN 9 Allen ähnlichen Präparaten in jeder Beziehung vonnrieben, sind diese Pastillen frei von allen sohidllohen Substanzen; mit grösstem Erfolg« angewendet bei Krankheiten der Uu- terleibsorgane, Hantkrankheiten, Krankheiten des Gehirnes, Frauenkrankheiten; sind leicht abfahrend, blutreinigend: kein Heilmittel ist günstiger und dabei völlig unschädlicher, um Verstopfn ii^en zn bckSmpfen, die gewisse Quelle der meisten Krankheiten. Der verzuckerten Form wegen werden sie selbst von Kindern gerne genommen. Diese Pillen sind durch «in sehr ehrendes Zeugnis« des Hofrathes Professors Pitha ausgezeichnet. OC Eine Schachtel, 15 Pillen enthaltend, kostet 15 kr.; eine Rolle, die 8 Schachteln, demnach 120 Pillen enthält, ko>fr«t nur 1 fl. Oest. Währ. Warnunsl V Schachtel, auf der die Firma Apotheke „zum heiligen Leopold" nicht «VarilUliy . steht, und die ans der Radeseite unsere Schutzmarke nicht trügt, Ist ein Falaifloat, vor dessen Ankauf das Publicum gewarnt wird. Es Ist genau zu beachten, das» man nicht ein schlechtes, gar keinen Erfolg habendes, Ja geradezu schädliches Pr¶t erhalte. Man verlange ausdrücklich Neu-steln's Elisabeth-Pillen; diese sind aus dem Umschlag and der Gebrauchsanweisung mit meiner Unterschrift versehen. 021— Hanpt-Depöt in Wien: Ph. Nenstein's Apotheke „unm heiligen Leopold'4, Stadt, Ecke der Planken- und Spiegelgasse. Depftt in OlUi: Baumbaeh's Apotheke. "VG Dank und Aiieiiipfeltlang. Zu Folge starken Blutverlustes durch Rgelsetzen bei meiner hartnäckigen Hals-Kntziindung schwanden meine Knifte so erstaunlich, dass ich vor Schwäche weder gehen noch stehet« konnte and mich legen musste. Za allem Unglück trat, noch eine so heftige gichtartige LKhniuog hinzu, dass das Gefühl an meinem ganzen Körper, besonders aber an Hiinden und FtUscn, völlig erstürben war and ich nicht mehr einen Finger bewegen konnte. Jeder zweifelte an meinem Aufkommen und auch ich hatte schon alle Hoffnung auf Genesung aufgegeben. In diesem mich quälenden jammervollen Zustande, welcher mich zum Schmerze meiner Familie sieben Wochen lang an das Bett gefesselt, and als meine Schwäche schon den höchsten Grad erreicht hatte, hörte ich von den mit dem vollbrachten Wnndercuren. Ich liess mir eine Flasche davon senden, gebrauchte es nach Vorschrift und bin jetzt, nach füofwöchentlichem Gebrauche, wieder so krttftig und gesund ge winden, das» ich wieder in mein Geschilst gehen und meine Arbeit verrichten kann, wofür ich nächst Gott dem Erfinder dieses wunderbaren Mittels, Herrn Oscar Silberstein in Hreslsn, meinen innigsten Dank sage. Ich halte es aber auch für Menschenpflicht, solches hierdareh öffentlich bekannt zu machet) und dieses heilbringende Breslauer Universum allen Leidenden angelegentlichst nnd ans das Beste iu empfehlen. Auffiixt &fernii1h. I6l — 2 Hansbesitzer nnd Uhrmacher in Feldkirchen (Kirnten). Ilreslauer * Universum das wirksamste und bewahrteste Mittel zur gründlichen Reinigung des Blutes nnd der SXftemasse, Isrllt langwierige, veraltete, tief eingewurzelte Krankheiten aller Art sflmell nnd Nirher. f/C Die veröffentlichten zahlreichen Daiiknugunjrcn vonpeheilten bekunden die unübertreffliche Oberraschende Wirkung dieses Mittels. Das ifri'/tlatte»' fist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben: In Cilli bei J. Kiaj>ft»rM*Ilinld, Apotheker, in Dentseh-Landsberg bei H. Miiller, Aputh. in Leibnitz bei Othmar Russheim, Ap. Feldbacli bei Jos. König, Ap. I X* ■■■■■ „ Klügenfnrt bei W. Thurnwald, Ap. „ Weiz bei C. Mal), Ap. 22 XXXXXXXXXXXttXXXXXXXXXXXXXXXXXfeX Kriesach bei A. Rapport, Ap. Frohiileiten bei V. Blnmauer. „ Fttrotenfeld bei A. Kchröekenfiix tionobitz bei J. Pospischil, Ap. Grnx bei U. Stiililliiger, Ap. Marburg a. Dran bei W. A. König, Ap. Nenmarktl i. Steierm. bei OtU» Maly, Ap, Pettau bei Hugo Eliascli, Ap. Rottenmann bei Franz Moro, Ap. Tarvls bei Joh. Siegel. Ap. Villach bei Friedrich Schul/., Ap. Maly, Ap. 8 „Deutsche Wacht/ 1885 in;Lii;\Ti:ssii\ jeder Saison entsprechend empfiehlt Alois Walland Hauptplatz „zur Kirche" u. Postgasse 34. Mittwoch, den 18. März 1885 7,8 Uhr Abends im Saale des Casino in Cilli Vortrag über Elektrotechnik mit zablreiclM Experimenten gehalten von Professor Wilhelm Bisüan. Das elektrische Licht und die Kraftübertragung. Preise der Plltze: Nnm. Sitz 80 kr. — Stehplatz 10 kr. — Studenten 20 kr. Don Kartenverkauf hat Herr Joh. Rakaaoh gfltigst 178—2 übernommen. Kundmachung. Die Gemeinde-Vertretung des Markte» Schöniteiu bsschloss, in der Mitte des Marktes eine Kastanien-Parkanlage zu machen. Das zu diesem Zweck gewühlte Comite benöthigt 30 Stück schöne, 10jährige, hochstämmige Kastanienbäume. Die Besitzer solcher Bäume werden hiernit ersucht, die diesbezüglichen Offerte an das gefertigte Comite-Mitglied Ludwig Wagner bis längstens 35. Marx 1. J. gelangen zu lassen. Die Bäume müssen gleichmässig, hochstämmig und schön gewachsen »ein. Die Preise sind sranco Cilli, falls Bahntransport nothwendig ist zu stellen. 17"—l Für da* Comites Hermann Schnitzer Edler von Lindenstamm, Lndwig Wagner, Johann Mack. Frühe Rosen- & Schneeflocken-Kartoffel, per Welerfenlner fl. 4.—, D4E" sowie auch ~9C l^eiiliuu-IVeiiie, Jahrgang 1881 und 1884, zu haben bei 130—Eduard Skolaut, Cilli. Schöner Soinmeraufentlialtsort, */, Stunden von Cilli. 5 Joch Wiesen, mit edlem Obst bepflanzt. 4 Joch Wald. 3 Joch Weingarten, stockhohes Ilerrenhans mit 4 Wohnpieeen, Winzerei. SUUnng. Wasserleitung, ist preiswllrdig zu verkaufen. Anfragen an die Administration. 154—3 Icavtft Jed.es Q-u.ari.t\ajnß. Oeorgs Jälile, Weinstein-Raffinerie Cilli. 143—5 Als Amme empfiehlt sich eine jung«, gesunde, kräftige Person. Anfragen sind zn richten an Maria Babln. Laufen, Sannthal. 152—2 Original englische -Ketten- iS. W. — bei Daniel -Rakusch, EinkandlDDi, Cilli. 178—1 Ein Sollicitator mit mehrjähriger Praxis, geschult in Erhebungen und Conceptsache, ausserdem geläufiger Stenograph, sucht Stellung. Auskunft ertheilt die Expedition. 155» Empfehle zur Fastenzeit: Rindschnutlz, Emiuenthaler. Gorgonzola. Holliiiidprkäse, Aulfisch, Haringe. marinirte, llitritige. geräucherte, Steirtache und Vöslaucr Flaschenweine, Feinste Raffinade-Zucker, Spwry.ueker; so wie mein reichhaltiges I.ager von feinsten ital.' Rcissorten und wohlschmeckenden Kaffee"«, die nicht grstn gefärbt und schsin fürs Auge hergerichtet, sondern reell Natur sind, bei Eduard Faninger, Hauptplatz Nr. 107. —5° Hausierer und Lehrjunge worden sofort aufgenommen bei €'arl WÄrft Zuckerbäcker, Cilli. 179—8 Lieferanten von Eier, welche wöchentlich regelmässige Lieferungen machen können, werden gesucht von Lud. llinterschweiKer, Eler-Grosahanillung-, Wien, Sechshaus, Sackgasse Nr. 4. siClirJiuiKC wird in meiner gemischten Waarunhandlung sofort aufgenommen. 119 — 10 .<&_ Bratanii, X->a.-cLfcn. bei Cilli. X>lo Vorschriften über die Einhebung der Verzehrungssteuer und die Controlle von Wein & Fleisch künnen unter dem Titel: „Praktischer Rathgeber Im ! Gefällsdienste" durch die Buchdrucker« von Johann Rakusch in Cilli bezogen werden gegen Einsendung des Gestehungs-preises von 1 fl. 50 kr. per Exemplar. r In dem Keinen Schriftchen Der Krankenfreund findet der (reunblidje Leier eine Besprechung solcher Hausmittel» welche sich nicht nur zur Beseitigung kleiner Unpäßlichkeiten, rheumatischer Beschwerden jc. eignen, sondern welche auch vielfach bei ernsten ober langwierigen Krankheiten von heiler Wirkung sind. Bekanntlich ist oft das einfachste Hausmittel da» beste und dürste daher obiges Schrislchen für jeden Kranken von Nutzen sein. Um dasselbe allgemein zugäng-lich zu machen, wird es von Richters BerlagS-Ani stalt in Leipzig schon gegen eine 6 kr.-Marke franko versandt. ' >^6 Nur vermittelst Electricität liest »ich I «In Nerven tlbel gründlich beseitigen. Meine I «even Indnctlons-Apparate (Electrisir-Ma-scWnehen), von jedem Laien leicht xn hand-Ihaf>sn, sollten in keiner Familie fehlen. Gicht, I Ehsmnatismus. Scbwfccheiustinde, Zahfi- und rheumatische Kopfschmerzen, überhaupt jedes Nervenleiden wird durfch meinen Induetions- ! Apparat geheilt. Preis eines completen Apparates mit ausführlicher Gebrauchsanweisung , B. 8.—. Einzig und allein bei mir direct zu I | 'beziehen. 799—26 ] ,F. Beeck, Triest, 2 Via POBtlarcS 2. Seltener schwerer SanMer ist bei Carl Regula in Cilli zu haben. Daiwlb-i sind auch circa 1200 Hopfenstangen für lj/ihri^- Setzlinge billigst zn verkaufen. 180—S Hohe Wild- & Rauhwaaren jeder Gattung kauft zu den bestes Preisen Joliuini Jt'llt'MÄ. cilli. J. Herbabny's PfiHHy.eii - Eitractt mfflHiEfiHftl anerkannt vorzügliche» Mittel gegen kick, ßheama und NervenseMsra jeder An. als: rheumatischer und nervöser Gesicht»-schmerz. Mtzreiireiken, Migräne. Zahn-, Sreuz-, (st- lenksfd>«rr?en,ürämpfr,ailgrwrinrMu»ktlfchwiichr. Zittern, Steifheit der Glieder in Folge von längerett Märschen oder vorgerücktem Alter, Och««?»» in »er-heitten Wunden, Lahmnngen. Xenroxvli» dient als Einreibung und ist dessen Heilwirkung in Militär-und Etvilspitäleru erprobt. ^nerkennungsschreiden. Herrn ÄpoUiekrr 2ful. roia (HbaUtO t*i Kilt »II» «schiuch»«. Diese« »«ruenftärlen»« Kltlil ist »o» »,«,e,«>»«"" Wirt»«#. «lilla-i». I«. Jifniut. Vinr. Schnth, EcintjünUrt. Zuerst ntufi ich Euer 2Pol)Ibott» 6mli che» ®«nf ou»> (fit«tu fiit tat niirtf«u»t „Jieuroxylis". welche« «ir «iifrtt-»rdeutlich« r>e««e g«l«tftet h»t. I■* n aoch dem erste« diinftben «»chzcla'i A «an, MTlms. ?»» »Iidkreil nli .......«»chßeloise« SS» dei !'»n ich gant Meinen. ?-» «nd-re» ersucht. il>«>i SvW iwrjsjlichf Mittel ,u fciiotgc«. bitte 14 HM *(«. Znie»»nn, 00» X ,rliK.-n ftärterer Litte txt Poü«och«ol,M!- Jubann Mikanjr, Ha»»dniy«. «*ft Iliilyr«,. ». Männer »SS«. T« sich Mir V«»»,en-«rtt»tt..»„roxxlln" »ei sirt-ntm Al>eN»,ri»mu« tnt(»techtn» XBÜbrtt ■■» ich »km»ul«l«i s*u meine« seil»» »inzlich brfreit »in, so bitt« ich, weinn« Bruder uittft «ngeg«t>eillr fl»i«f|< fllt anli«zent>e>i •ctrsj t KI«. ich-:n der ftortrttit £oct< ftonfo »« sende«. «ISAn» (Ungarn), ». 3ijnnct ■ Vtnc. Sctqth, Se>nll>tndlei. B1 HHUTI-»i*SKE Preist I Flacon fgrüii embaQ.) fl. I, die ftlttkm S»rte «. Depot» ferner bei den Herren Apothekern -Cilli: J. Knpferschmid, BaBmback's Erbea A?. Deotach-Landsberg: II Müller. Feldbach: J. K— nig. Gonobitz: J. Pospischll. Graz: Ant. Nedirtl Leibnitz: 0. Hnssheim. Marburg: G. Banesl.iri. Pettan: E. Behrbalk. H. Eliasch. Radkersbarg: C. Andrien. Wolfaberg: A. Iluth. «t»-» ^ es 'ünter-'V o Steiermark. Südbabnslation PöllschicL Berühmter ßlauberaali-SäuerliaQ, Stahlbader, Kalt" wassercur, Molkencur. — Indication : ErkrankusQH der Verdauungs-Orjane. Comfortabler Aufenthalt. Saison Mai bis October. Prospeete u. Wohnungsbcstellungen bei dtr Dlrcctioo. Eigenthum, Druck nad Verlag von Johann Rakusch in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max liesozxi.