Nr. 105. Donnerstag. 7. Mai 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Mum Prilnume«««»«».^«». V?i» «nN»,^!fn»,>in°- »«».iäbria W ll lilllliiübn«, <5 X ^m Kontor- aanzjührin I D's 'Laibackei Zrülmg. fl!cks>!,1 tässlill,, mil Vlulnabmr d'sl T°NI1. und fftisrlayc. Dir «lbwiniftratlon bffinbü T«l«ph,n ««r der »«daltwn 258. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben nnl der Allerhöchsten Entschließliilg voul 21. April ^- I. dem Professor am Ersten. Staatsgylnnasinm m Laidach Dr. Heinrich (^ a r t e n a u e r anläßlich scincs Übertrittes in den bleibenden Ruhestand tar frei den Titel eines Echulrates allergnädigst zu verleihen geruht. Den b. Mai 1908 wurde in der l. l. Hof» und Staats» druclerei das XXXVII. Stück der italienischen nnd slovrnischen und das XXXIX. Stück der italienischen Ausgabe des Reichs» gesehblattes des Jahrganges 1908 ausa,egel,cn und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 5. Mai 1908 (Nr. IM) wurde die Weiterverbreiwng folgender Preß« erzeugnisse verboten: Nr. 36 «Leitmeriher Wochenblatt» vom 2. Mai 1908. Nr. 18 «Naravsk/ Lmütol» vom 30. April 1908. Nr. 35 «Duel, ^»u. vom 29. April 19W. Mchtclmtlicher Geil. Rußland, Türkei und Pcrsicn. Aus Konstantin opel wird berichtet: Die Mel Zungen über die russischerseits iln .Kaukasus ent wickelte nn'litärische Tätigkeit nnd nber die Lage Ml der rnssisch-ftersischen (Grenze riefen hier schon M Anbetracht des anarchischen Znstandes, welchcn das Verhalten der türkischen Kurden ans persi scheu, (Gebiete ill der Nachbarschaft der türkisch Porsischen Grenze iili Gefolge hatte, eine gewisse Nounruhigliug hervor. Man besorqte, daß die) ^"ge an der nissisch-Persischeil Grenze eine sehr Mährliche Umwälzung herbeiführen könnte, welche W auch auf das türkisch-persische Grenzgebiet aus ^hneil lvürde. Die amtlichen Nachrichten aus lx'iii "nukasus lassen jedoch diese Auuahnle als uube Mündet erscheinen. Dailk den von Riißland sofort ""sieleiieteil militärischen Maßnahmen ist die Ve ^Mmg an der rnssisch-perfischen Grenze dem Er Elchen nahe. Über die militärische Tätigkeit im ^ukasus wurden ill den lekien Tagen zlmschen LeniUeton. Der Lebenszwinger. Von Onnl H!c»nrct«utt. (Schluß.) Der Bruder schrieb ihm die (beschichte seiner 'nneren (5ntlvicklung. Auch er hatte geheime '.^'^^erhoffnlillgell geiiährt — jahrelang- auch ihn lattt' ^, „„'s ^.js.^. ^^.hi,slicht erfüllt, das hohe, Ul'chtende Ideal der Kunst. ^'lche >läulpfe er feinetlm'gen durchgekälnpft. bi^s ^"'^."' ^>"nn ein anderer geworden, das hatte ^l)er niemand erfahren. Denn einer strahlenden ^on„,> ^'^ ^^. .^ .^^ ^.^^ ^^^ Erkenntnis . n^'gangen-, eine Stimme hatte er vernommen, ^ lh'll zurief: „Tränmer, heißt das leben? ^ ',./^ ^lN'iick aus deinen Illusionen in die Nirl-nchkeü! Arbeite, schaffe, lvirke, nur Arbeit ist >^'n, ist Glück!" Der Wille zmn Leben war in ^ln eriuacht. Er rüttelte mit harter Hand an dein ^archcichm,m seiner Tränme, lind sie flatterten l «on g^>,'^ lmnten, gläilzenden Sommervögeln. . Mit heißenl, rastlosem Eifer gab er sich nun ^Mem Nenlfe hiil. Er fühlte, wie seine Kräfte . '"1^1,, ^>i^> ^j„ striker Stronl von Lelx'nsfreude N^s s ^^"' ^"^- l^l' alvang das Leben, dessen lvuss " '" ^^'nloseln Träinneil hatte ergründen . Uen, iii^^- s^i,^> si^-kl.' Hand — und siehe da, '"" ward das Glück, nach dem er sich gesehnt; Ms'.land und der Türkei neuerdings beruhigende Erklärlingen ausgetauscht. Die Meldungen der Petersburger Telegraphenagentur über Näiibereien und andere Gewalttaten türkischer Kurden auf per-sischem Gebiete nahe der türkisch-persischen Grenze werden durch Nachrichteu, die aus Teheran au die persische Votschaft in Konstantinopel gelangt sind, vollinhaltlich bestätigt. Der persische Votschafter. Prinz Mirza Niza >than, hat der Pforte im Na^ men seiner Regierung erklärt, falls die türkischen Vehörden nicht sofort Anstalten treffen sollten, die Einfälle der Kilrden zu verhindern, würde die persische Negierung selbst eine daranf abzielende Ak tion einleiteil. Er fügte hinzu, daß diese Eventual^ tät, falls fie eiutritt, von der türkischen Negienmg nicht als ein gegen sie gerichteter Akt der ^eind seligkeit betrachtet werden dürfe. Die Pforte versicherte, daß sie den Palis und Truppenkonunan-danteil in Van und Mossul unverzüglich den tele graphischen Befehl erteilen wird. das nötige zu veranlassen. In Anbetracht der vor noch nicht langer Zeit betriebenen Agitation tül'kischer Offi-ziere, welche darauf genchtet war, die sunnitischen Kurden ans persischem Gebiete gegen die persischen Behörden aufzuwiegeln, erhält sich iu manchen .^reisen die Annahme, daß die Angriffe der türkischen Kurden nicht ohne einen gewissen Antrieb der türkischen Behörden geschehen seien, und zwar im Hinblick auf die vou den Türken seit dein Jahre l!>(»5 beseht gehaltenen stl-ittigen Punkte an der türkisllf-persischen Grenze. Politische Uebersicht. Laibach, (!. Mai. Dic „Neich5post" bemerkt zu dein B e s u ch e der d e u t s ch e n B unde s f ii r ft e u iu W i e >l . er fei ein friedlicher Anerkenlningsakt für die Er fiillung der erhabenen ^rieoensmission. die in Europa dem Habsburgischen Herrscher gegeben und in einem opferreichen Leben voll Pflichttreue und Negententugeuden vollbracht wurde. Die Dank barfeit der ö'sterreiVln'scheu Völker für ihren Mon- das Rätsel der Welt enthüllte sich ihm. Nicht dcr äußere Erfolg, der dem unermüdlichen Streben befchert ward, machte ihn froh und glücklich, son dei-n das Gefühl, in dem großen (betriebe der Welt ein nützliches Glied geworden zu sein. Seine immer glänzeil der werdende Lage sehte ihn nicht nur in den Stand, seiner Familie eine gesicherte Zukunft zu schaffen, sie befähigte ihn ailch, Hiinder-teu von Arbeitern ein Vrotgeber, ja mehr als das: ein sorgender Vater zu werden. Dieses Bewußt' sein war der Lohn für sein ninmn-rmndes Arbeiten es wog tausendfältig die Sorgen nnd Mühen anf^ die täglich nnd stündlich seiner harrten. Nnd nun kani der sonderbarste Teil des Brie fes. Der Brnoer richtete die Frage an Ench, ob er im Grnnde seines Herzens glücklich sei. Ob ihn das Leben, das er führe, voll nnd ganz befriedige Und wenn dies nicht der ^nll sei, wenn auch in ihm jene starke Sehusucht, das Leben zu zwingen, lebe, dann biete er ihm die Hand zu einer nencu Zukunft. Er lege sein Lebenswerk vertrauensvoll in seine Hände. Dies sei sein Vermächtnis an ihn Erich starrte auf den Brief. Lange... Ihm war, als schaue ihn aus deu energischen, klaren Zügen das Antlitz des Bruders an, des verkannten Menschen, der nun so groß und erhaben vor ihm stand: ein Sieger, ein Held, ein Lebenszloinger. Ein heißes Verlangen trieb ihn zu dem Toten. Er ging hinuuter iu den Saal, in dem der Entschlafene laa.. Das Mondlichl fiel in mildem Glänze dnrch die hohen Fenster. Lange blickte Erich dem Brn- archeii teilt sich mich denen mit, die imt ihrem feierlichen Erscheinen in Wien dein greisen Hab5 burger ihre Liebe, Anhänglichkeit und Verehrung bekunden. Was die heilige Allianz nicht dauernd zu. schaffen vermochte, Viaiser Franz Josef vollbrachte es. Er bewies für die ganze W<'lt die sitt liche Größe del.- edelgeübten legitimen Herrscherwürde. Die „Neue Freie Presse" ist der Ansicht, daß die Niederernennuug Prades zum deutschen Landsmannminister dem Ministerium nützlich und für die gegenwärtige Politik branchbar wäre. Sic würde dem Ministerium manchem Element der Kraft, das ihr gegenwäi-tig fehlt, wieder zuführen. Es wäre aber wichtig zu erfahren, ob diest' Wiederernennung die Auslegung gestatten würde, daß der Entwurf des Tprachengesetzes für die Deut schcn anskömmlich sein werde. Prade kann unmög lich Mitglied der Negierung werden, ohne sich davon zu überzeugen, daß der Entwurf nicht sofort bei feiller Vorlage im Ministenate den Abstoß zu einer Krise geben mnßte. In den bulgarischen Donanstädten werden anläßlich der Douaufnhi-t, die König Carol von Rumänien Mitte Mai mit der rumänischen Donauflottille zu unternehmen beabsichtigt, für seine Begrüßung Vorberitungen getroffen. Fürst Ferdin a n d wird eine besondere Mission für den Empfang des Königs entsenden. Die Truppen in den erwähnten Städten werden dem König Ehrungen erweisen. Die „Neue Frek' Presse" mißt den Kämpfen au der indisch-afghanischen Grenze ernstere Bedeutung bei. Der Emir von Afghanistan sei mit dem englisch rnssischen Abkommen nichi zufrieden. Während er noch beim !6l)7er Gn,,-. anfstand den Afghanen strenge jede Beteiligung an der Erhebung der Stämme verboten hat, ist diesmal kein solches Verbot ergangen. Irgendeine Aufklärung dürfte die anglo indische Regierung wohl von ihm verlangen. Sollte hinter dem um sich greifeudeu Grenzkriege in Nordwestindien das Gespenst eines Krieges mit Afghanistan empor der in die verklärten Züge. aus denen ein heiliger Friede, ein tiefes Glück redete. Nud ihm war es, als vernähme er die Fragen des Bruders: „Bist du glücklich?" War er denn glücklich? Die Frage packte ihn mit starker Gewalt. Ließ ihn nicht mehr los. Und je länger er dem Toten in das re^ne Autln-, blu-s»«'. desto lichter wurde es in ihm. Was hatte er deuu bisher sin lmurlr ge leistet? Nur sich hatte er gelebt, wenn auch im edelsten Sinne des Wortes. Gewiß: es hatte einen eigenen .Reiz, als überlestcner Philosoph, als schönheitsfroher Künstler die ebenen Vege zu wandeln-aber tiefste Befl-iedigung gewährte ein solches Leben nicht; des Lebens Sinn enthüllte es nicht. T<-r dort hatte das Rätsel gelöst. Und die Lösung hieß: arbeiten, schaffen für andere. Wer so lebt, der ist der wahre Lebenszwinger. War es nicht anch immer sein Streben gewesen, das Leben zu ergründen, es unter seinen Willen zu zwingen? Wenn er die Hand des stummen Führers ergriff? Sein Werk fortführe? Noch war er jung. (^roß und leuchtend lag das ^<,.st vor ihm. Eine lichte Hoffnung stieg m ihm aus. ^a er wollte die Hand des Bruders erfassen, wollte versuchen, ihm nachzustreben. „Verzeih mir!" mnrmelten seine Lippen. Mit einem heiligen Gelübde verließ er den Toten. Laibacher Zeitung Nr.iWo. _______________ ___________966______________________________________________7. Mai i!108. steigeil, dann müßte (iurzons Kritik dos englisch-i-rissischcn Ucbereinkommens uur allzu berechtigt erscheinen. — Das „Neue Wiener Journal" sieht in den Vorgängen an dor indisch-afghanischen Grenze deu Beweib dafür, das; die Weissaguug erfahrener Kenner, die Siege Japans würden die Völker des Orients aus ihrer Indolenz aufrütteln, sich zu erfüllen beginne. Es sei ein Muck. daß das englisch-russische Abkommen wenigstens jene Komplikation ausschließt, die sonst immer in Einsicht auf Afghanistan als die gefährlichste betrachtet werden müßte. Gefährlicher aber als die russischen Intrigen sei für, Englands indische Herrschaft das Erwachen des Orients zum Vewußtsein seiner ungeheuren numerischen Stärke. Tagesneuigleiten. — (Das Fleisch des Bürgermeisters.) Aus Baden wird folgendes nette Geschichtchen verbürgt erzählt: Der Bürgermeister A. in W. hatte einen Ochsen verlauft, der sich bei der Schlachtung als tuberkulös erwies, Gin Teil des Fleisches wurde al« minderwertig wie üblich auf der Freibank ausgehauen, der Rest mußte verlochi weiden. Der Abdecker, der das letztere besorgt hatte, liquidierte für seine Bemühungen 3 Marl, indem er folgenden Schein ausstellte: „Für das Begraben ungenießbaren Fleisches von Bürgermeister A.. Ochs in W. 3 Marl." — (Ein verrückter Auerhahn,) Dem „Deutschen Jäger" (Eduard Pohls Verlag, München) wird aus Kulmbach berichtet: In der Nähe von Weißmain liegi ein einzelnes Gehöft, „Kremmstein" genannt, das von ein?r Oelonomenfamilie bewohnt wird. Die Kinder sind vielfach im Walde beschäftigt und wurden verschiedenemale von einem großen, schwarzen Vogel erschreckt, so daß sie vor seiner Zudringlichkeit die Flucht ergriffen. Eines Tages ging die Mutter an die betreffende Stelle. Es dauerte nicht lange, so kam wirklich der Vogel angestrichen und ging auf die Frau los. Auf das nachgeahmte Locken einer Haushenne wurde die Frau von dem Vogel lebhaft attackiert; als er ihr so nahe kam, daß sie ihn mit raschem Griffe am Kragen erfassen konnte, sträubte sich der Vogel lebhaft, aber die Frau nahm ihn unter den Arm und trug ihn nach Hause. Der rasch in Kenntnis gesetzte Iagdpächter erkannte den Vogel sofort als einen kapitalen Auerhahn, verkaufte ihn lebend nach Kulmbach und dort in geräumiger Voliere erfreut er sich bis jetzt des besten Wohlseins. — (H e ir a t s a b e r g l a u b e.) Von abergläubischen Vorstellungen, die sich in, einigen Gegenden der Schweiz und Norditaliens an Hochzeit und Heirat knüpfen, erzählt die »Sentinella delle Nlpi": In manchen Dörfern versammeln sich an bestimmten Tagen des Jahres die heiratsfähigen Mädchen zwischen 12 und 1 Uhr nachts un>d binden, ohne ein Wort miteinander zu sprechen, Haarbüschel, die sie sich abgeschnitten haven, in ein Taschentuch, in da° s« noch gewisse Kräuter legen. Sobald die Uhr eins schlägt, werden die Haare verbrannt und die Mädchen hoffen, daß sich ihnen während dieses Brandopfers das Schattenbild des künftigen Gatten zeigen werde, um rasch wieber zu verschwinden. Auf dem Gebiete des Heiratsaberglaubens spielen auch Früchte eine große Rolle, Am Vorabend von Allerheiligen ist der Apfel sehr gesucht; man muß ihn, Die Carreaudame. Roman von U. «oöl. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „In diesem Standpunkt, konnt' ich mich nie aufschwingen," gestand dieser. „Man arbeitet auch ruhiger, wenn man verheiratet ist," meinte Hermann. Üöber stieß ein höhnisch-mcckcrudes Gelächter aus, und da Urban sich augenblicklich nicht in Ge Hörweite befand, sagte er achselzuckend: „Meinen Sie? Sie wissen noch nicht, was es für Frauen gibt... Zum Beispiel alle vier Wochen neue Dienstboten ... Mit jedem abtretenden Mädchen Skandal und womöglich endgültige Auseinandersetzung vor der Polizei oder dem Bezirksgericht... Das nennt er dann Ruhe!" „ivrüh heiraten kann man ja heutzutage gar uicht," wandte Dr. Kahler ein. „Dr. Wrada wird bald könuen," entgegnctc Löber. „Vielleicht schon eine Wahl getroffen?" Hermann wollte den Mund öffnen, aber es war, als bekomme er keinen Atem. Nicht ein Wort brachte er heraus. Urban, der den prachtvoll geschnitzten Zigar-renkasteu im Hintergründe geöffnet hatte, uud den Herren jetzt Havannas anbot, blickte Hermann aufmerksam an. „Wrada wird eine gute Wahl treffen, dessen bin ich sicher," sagte er wohlwollend. „Großpapa, krieg' ich auch eine Havanna?" fragte der halbwüchsige Enkel, der sich eben herein-scblich. „Du eine Havanna, Guido? Du träumst wohl? 'chälen, ohne daß die Schale reiht, und die ganze Schale hinter sich werfen. Wenn sie dann auf dem Fußboden liegt, sucht man aus der Form, die sie angenommen hat, einen Buchstaben des AVE herauszulesen, und diesen Buchstaben betrachtet man als den Anfangsbuchstaben des Namens des künftigen Bräutigams oder Gatten. Ein anderer Brauch besteht darin, baß man Aepfel an eine Schnur hängt und diese in die Nähe eines brennenden Holzscheits bringt, worauf man sie rasch hin und her dreht. Jeder Apfel trägt den Namen eines der anwesenden heiratsfähigen Mädchen, und das Mädchen, dessen Apfel zuerst von der Schnur fällt, wird im Laufe des Jahres zuerst heiraten; als zweite heiratet die Besitzerin des zweiten gefallenen Apfels usw. Das Mädchen aber. dessen Apfel bis zuletzt an der Schnur bleibt, wird zeitlebens nicht heiraten und als alte Jungfer sterben. Sehr merkwürdig ist auch ein Aberglaube, dem man nur an wenigen Orten begegnet. Wenn eine junge Braut ältere Schwestern hat, die noch nicht verheiratet sind, so gießt man in dem Augenblick, in welchem das Brautpaar zur Kirche geht, heißes Wasser auf die Schwelle des Hauses, „Bevor das Wasser vollständig eintrocknet, wird eine zweite Braut im Hause sein," heißt es im Vollsaberglauben. — (Die Wahrheit über den Niagara.) Von seinen Eindrücken bei seinem ersten Besuch der Nia-garafälle gibt der N'ewyorler Korrespondent des „Matin", Stephan Lauzanne, eine bezeichnende Schilderung: Wenn Sie Zum Niagara kommen, dann gehen Sie vor allem zu „Hennepins View", dort haben Sie den schönsten Blick auf die Fälle. Und ich ging zu „Hennepins View". Ein wilder rauher Wind pfiff mir um die Ohren und dort unten trieb er den Wlasserstaub in zerrissenen Wollen durch die Luft. Ein ohrenbetäubender Lärm, ein rul)elos donnerndes Rauschen klingt von den Fällen herüber. Und der Eic^ rone, der sich an meine Fersen geheftet, beginnt nun seine Litanei herunterzubeten: „Vor Ihren Augen, mein Herr, gewahren Sie das größte Wunder der Welt. Von einer Höhe von 14 Meter stürzt der Strom herab und mit eincr Schnelligkeit von 425.000 Kubikmetern in der Minute. Sie können beobachten wie . . ." Aber ich beobachtete nur ein Ding, ich sah nur eines; es war nicht der Fluß. es waren nicht die 425.000 Kubikmeter Wasser, es war nicht der Cicerone. Es waren riesenhaft große Plakate, die mir gegenüberstanden, drüben auf der kanadischen Seite und diese Plakate, sie schworen mil's zu, daß der beste Kakao der Welt der Kakao Thomas wäre und daß es leine schöneren Schuhe gäbe als die Schuhe von Gaspard. Gaspard und Thomas liehen ihre Namen in gewaltigen Buchstaben vor meinen Augen tanzen und ihre Schuhe und ihr Kakao beherrschten sieghaft das ganze kanadische Ufer. Umsonst versuchte ich die Konturen der Hügel zu erkennen, die Profile der Häuser, die Silhouetten der gewaltigen Bäume: Gaspard verdeckte sie alle und Thomas versperrte mir jeden Ausblick. Wütend verlieh ich „Hennepins View", über die riesige Eisenbrücke eilte ich zum anderen Ufer und indem ich Gaspards Schuhen und Thomas' Kakao ostentativ den Nucken kehrte, richtete ich die Blicke von neuem auf das „größte Wunder der Welt", hinüber nach der amerikanischen Seite. Aber ach, ein neues Schauspiel erwartete mich dort: Vor einigen Jahren sind schlaue Industrielle auf den Einfall gekommen, die Kraft des Wassers auszubeuten, einen Teil des Flusses haben sie abgeleitet durch ihre Fabriken und wenige hundert Meter unterhalb der Da hast du eine Zigarette, wenn du durchaus schon rauchen mußt." „Schon!" wiederholte Guido vorwurfsvoll. „In meinem Alter raucht jeder." Mißvergnügt uahm er die Zigarette entgegen. „(5s ist eine ungerechte Welt. Mir gegenüber tut man, als ob ich cm Wickelkind wäre... Die Nelly hingegen ist eine Dame... Nnd doch sind wir zusammen auf den Stufen vom Theseustempel auf einem Nein herum' gehopst." „Tie müssen aber doch jünger sein als Fräulein Vaumgart." bemerkte Hermann zu dem Jungen, der sich an ihn gewandt hatte, weil ihm sonst niemand zuhörte. „Unbedeutend!" murmelte Guido, der die zwei Jahre, welä>e ihn tatsächlich von Nelly trennten, nicht zugestehen wollte. Er nahm mit Hermann an dem in der Ecke stehenden kunstvollen Tonofen Platz, schmaucht^ fcine Zigarette und blickte dein jungen Arzt mit einer beinahe lauernden, weltweisen Miene ins Gesicht, die Hermann sehr lächerlich vorkam und ihm auch Unbehagen bereitete. „Nissen Tie, ein, Gutes hat es, wenn mal: in der Jugend viel mit Mädeln gespielt hat," meinte er. „Haben Sie auch Spielkameradinnen gehabt?" „Nie!" versicherte Hermann lächelud. „Dacht' mir's!... Danu kennt man die Weiber nicht... Ich kenn' sie. Die kleinen Mädeln sind doch akkurat so wie die großen. Lauter Evas... Vloß da5 Format ist verschieden... Die Nelly zum Beispiel..." Er stich kunstgerecht den Dampf durch die Nase aus, und sein ganzes Gebaren bewies, Fälle ergießt sich das aus den Fabriken kommende schmutzige übelriechende Wasser in den Niagara. Und dies hatte ich nun vor Augen, ich sah die trüben bräunlichen Wassermassen, die den Schmutz und den Unrat von 27 Fabriken und 10.000 Bewohnern mit sich führten, ich sah eine Kette von Schornsteinen, die ihren dunklen rußigen Nauch über das Grün der Landschaft ausspieen: so erschien mir das amerikanische Ufer des Niagara. Und ich konnte den zornigen Gedanken nicht zurückhalten: die diese Plakate aufgestellt haben und diese Schmntzröhren angelegt, das sind — Ferkel. — (Humor des Auslandes.) „Von diesem Museum halte ich nicht viel", sagte Jinks; „Sie haben hier ja nicht mal einen Schädel von Napoleon Bonaparte, und das Museum, in dem ich in Newyorl war, hat zwei," — Aeltliches Fräulein: „Doktor, glauben Sie, daß das Haarfarben zu Gehirnerweichung führt?" — Doktor: „Nein, aber ich glaube, daß Gehirnerweichung manchmal zum Haarfarben führt." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. «Carniola.» Unter diesem sehr glücklich gewählten Titel erscheint nunmehr die neue Folge der alten bescheidenen „Mitteilun-gen des Musealvereines in Kram". Der neue Redakteur, der umsichtige und rührige Kustos Dr. Walter kmid, halte dafür Sorge getragen und hauptsächlich durch eigene Arbeit es erreicht, daß sich die uns vorliegende erste Nummer der „Varniola" nach ihrem äußeren Auftreten und —' was die Hauptsache ist — nach ihrem inneren Werte derart vorteilhaft repräsentiert, daß durch deren Gesamtem-druck unser Kronland unter dessen Schwestern und Verwandten im In- und Auslande gar ehrenvoll vertreten wird. Die Ausstattung steht auf der Höhe der Zeit und dcr Bilderschmuck — eine wertvolle, oft unentbehrliche Ve'-gäbe — ist nach dem Verdienste des akademischen Malers Herrn P. 5 m i t e l in jeder Richtung vollkommen. Der Inhalt des 70 Lexiton-Qltavseiten umfassenden Textes bietet des aktuell Interessanten soviel, daß sch^ wegen des Bezuges der „Carniola" der Beitritt zum Musealvereine nicht genugsam angeraten werden kann. Die behandelten Themen betreffen einerseits nicht weit entlegene Gebiete und sind anderseits nicht so abstrusen Charakters, daß nur ein eng gezogener Kreis von Spezialisten ihnen mit dcr geistigen Lupe und mit der bloßen Freud: an der Patina ein genußreiches Stündchen abgewinnen könnte; nein, die Themen sind von unmittelbarer Wirkung und schon durch die Form anziehend, in der sie gebracht werden: aus dem frisch pulsierenden Leben und Arbeiten i m Musrum und für das Museum sind sie emporgewach-sen und legen so rückwirkend auch Zeugnis ab für die lo>" sequente und straffe Inangriffnahme und Frultifizierunsi der Forschungen von feiten des Kustos und seiner M'^ arbeiter. Es soll beiläufig noch vermerkt werben, ein N»e glücklicher Umstand es ist. daß der Kustos die gesamte pr"' dultive, d. h. hauptsächlich Ausgrabungstätiglcit in se'"" Person konzentriert. — Ausgegangen wird nun von einem sorgfältig und systematisch geordneten Bericht über den Zustand und die Vermehrung der Sammlungen (der Berich über die naturhistorische Abteilung rührt vom Volontär Dr. G. Sajovic her, alle übrigen vom Kustos selbst), ^^ das; er uicht bei seiner (5i1tlingszigarette hielt^ „die war schon als Kind so, wie sie jcht ist. ^" tonnte sich einschmeicheln! Jedem muß sie ^ >iopf verdrehen. Sogar mit den ^rauenzimm"> kokettiert sie..." Der Junge mit dein Posaunenengelgesicht, an« dem die kleinen Augen kaum blicken konnten,, sag^ das nut einem Ausdruck großer Ueberlegenheit, >-^ aber bei Hermann wenig Wirkung machte. VenMy mitleidig beaugenscheinigte er den, Burschen. ^'^ hatte Muck gehabt im Leben. Nur das eine M'" war ihm, nicht zuteil geworden, einen Sohn >'i haben oder einen, etnxis versprechenden lHnkel. 2" Guido Noliertin besouders war kein Staat ,i^ machen. Er war schon aus zwei Gymnasien nm aus der Handelsakademie hinausgeflogen, wcu ^. nichts lernen wollte. Dcr Professor gab Mi '^ ihn auch keiner Täuschung hin und hatte u cn u ^ falleil gelassen, alle Kinder seiner Mesten 1"< „Teppen". Aber Guido empfand offenbar leinc Mangel und war ungeheuer zufrieden mit sm)- „ „Lassen Tie sich die Nelly nicht anhange"' sagte Guido nach einer Pause, in derber ^"^ hatte wie ein Schornstein, gönnerhaft. „Sie wer stcinunglücklich mit ihr." -^, „Was reden Sie denn?" wies Hermann "/ erschrocken zurccht. . ^ Na ja, ich weiß. was ich weiß." (5r w".' weise den Kopf. . ^...^ „Guioo!" rief der Professor in scharsein ^" herüber. „Wrada und du, als die beiden ""5'"^ jungen Männer, ihr solltet doch sehen, daß W^" ,.) ,->u den Damen hinüber kommt." (Fortsetzung s Lmbacher Zeitung Nr. 105. 967 7. Mai 1908. die Garantie bietet, baß jetzt das Museum aus den alten und neuen Schätzen neue Kapitalien herauszuschlagen versteht. Das' Alte wird in ein neues, llares Licht gerückt und durch das Neue, sowie dieses durch jenes, beleuchtet. Scheinbar minderwertiges Gerumpel wirb durch Beurteilung von weiten Gesichtspunkten aus zu einem Kleinod, das überdies eine deutlich vernehmbare historische und kulturelle Sprache führt. Dr. l> m i d sammelte 5. B. die bisher unbeachteten inländischen Wctzstcinlumpfc und die Spinnrocken und vermochte aus deren Verzierungen die Grundzüge einer boden-ständigen Ornamentik zu abstrahieren. (Der grundlegende Artilel über die Spinnrocken wurde auch in unserem Blatte reproduziert.) Geradezu bahnbrechend ist die von Dr. kmid unter Zugrundelegung seiner Aufdeckung des Gräberfeldes in Nocheiner Mitterdorf verfaßte Abhandlung „Altslovcnische Gräber Krams", wodurch auch die in Vcldcs. Mannsburg. Kommenda (bei Stein) und in Tschcrncmbl gemachten Hunde in ein überraschendes Licht gerückt werben. Es ist lein geringes Verdienst des Verfassers, alle diese Funde in einen Zusammenhang gebracht und als einer und derselben, und zwar gerade der slobenischen Kulturschichte angehörend, erkannt und erwiesen zu haben. Es eröffnen s'ch nun ungeahnte Perspektiven für die Anfänge einer slo-vcnischcn Kulturgeschichte in Zeiten, die uns bisher fast gar nicht greifbar erschien. Da nunmehr das Hauptmerkmal der altslovcnischen Gräberfunde, die Existenz von so-genannten Schläfenringcn. feststeht, sind stets weitere Erkenntnisse bei weiteren Funden sicher zu erwarten. Abgesehen von einem „Literaiurbericht" und „Kleinen Mitteilungen" enthält das .heft noch die Studie „Zur Karsthydrographie Krains" svom Oberingcnicur I. Sbri-ö a j). die Nachricht über einen eigentümlichen „Krähen-bastard" (von Dr. G. S a j 0 v i c) und die „Beobachtung eines Lichtphänomens in Laibach" am 6. Mai 1907 (von Prof. A. Velar). —in— Verfammlunq der krainischcn Fleischhauer und Fleischsclcher in Laibach. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der harte Kampf ums Dasein und unserem Gewerbe sehr ungünstige Verhältnisse haben auch unsere Kollegen auf bem Lande aus dcm langen Winterschlafs aufgctveckt. daß sie sich schließlich duch einmal zu rühren begonnen haben. Erst jetzt sahen sie ein, daß eine starke Organisation für uns Fleischhauer von vitaler Notwendigkeit ist und daß nur in der Organisation die Rettung und Existenz der „kleinen" Fleischhauer gesichert ist. Die Laibachcr Fleischhaucrgenossenschaft hat für dc» 2l). b. M. in den „Mcstni Dom" eine allgemeine Versammlung der Fleischhauer und Fleischselcher einberufen, an welcher Fleischhauer aus ganz Kram — über 200 — teilnahmen. Drr Obmann der Genossenschaft, .Herr Kozat, be-ssriihte herzlich alle Anwesenden, besonders .Herrn Bürgen Meister Hribar, den Vertreter der .Handels- und Gewerbe lammcr .Herrn Dr. Windischer, den Vorstand des Landesverbandes der trainischcn Gewerbegenossenschaften Herrn Hranchetti, dann den Gewerbeinstrultor Herrn Doktor Vlodig „nd den Magistratsrat Herrn Se5el als Ver lrcter der Behörde, Weiters dankte er in feiner Anrede allen Kollegen, besonders denjenigen vom Lande für deren zahl reiches Erscheinen. Hierauf wurde über Antrag des Herrn Obmannes zum Vorsitzenden Herr 2ener aus Gurlfeld. zu dessen Stellvertretern die Herren Hafner aus Vischoflack und P 0 d -boj aus Reifnih und zu Schriftführern die Herren Nu-<'ar aus Lanbstraß und ll'e r n c aus üaibach gewählt. Der Vorsitzende Herr Aener betonte in seiner Rebe, baß das Fleischcrgciverbe in Krain stark unterdrückt werde und daß besonders die Preise der Häute und des Unschlittes heuer um ein Drittel gesunken seien, so daß man, wenn k6 so weiter gehen sollte, nicht mehr auskommen könne. Im vorigen Jahre habe der Preis der Häute 1 X 20 li per Kilogramm, heuer nur 80 Ii betragen, hingegen seien die Viehpreise in unserem Lande sogar gestiegen. Dem Müsse auf irgend eine Weise abgeholfen werden, denn fönst müsse unser Gewerbe zugrunde gehen. Hierauf erhielt Herr Bürgermeister Hribar das W'ort, der, freudig alllamiert. die anwesenden Fleischhauer herzlichst begrüßte. Er wünschte der Versammlung die besten Erfolge, besonders aber, daß sie den richtigen Aus-'veg zum Ausgleiche der sich so widersprechenden Interessen der Konsumenten und Produzenten fände. Es sei von lNoßer Wichtigkeit, daß für die Rohstoffe, die Häute und ben Unschlitt feste Preise bestimmt werden, was auch viel ^ur Ermäßigung der Flcischpreisc beitragen werde. Besonders müsse dem Ausnützen des Fleischergcwerbes von feiten ber Fabrikanten und der Ledertruste fester Widerstand geleistet lverden. Herr Obmann Kozal dankte im Namen aller Anwesenden dcm Bürgermeister für diese Worte und stellte an lhn die Nitle, auch fernerhin das gerechtfertigte Streben der Fleischhauer zu fördern und ihnen besonders das ^chlachi-haus für die Unterbringung der Häute und des Unschlittes zur Verfügung zu stellen. Der Herr Bürgermeister antwortete darauf, daß die letztere Bitte vor den Gemeinberat gehöre. Sein Standpunkt als Bürgermeister sei schwer, denn er müsse nicht nur die Interessen der Produzenten, sondern auch die der Konsumenten wahren, Was in seinen Kräften liege, werde er übrigens für die Fleifchhauer tun. Hierauf verwies Herr Kozal auf die Bedeutung der Versammlung und legte deren Zweck dar. Er betonte, daß die Fleischhauer auf die Organisation ein größeres Gewicht legen müssen. In letzter Zeit werden von allen Seiten unserem Gewerbe Hindernisse in den Weg gestellt: Die Zeitungen schreiben tagtäglich über die glücklichen Fleischhauer, die so großen Gewinn aus ihrem Gewerbe ziehen sollen, und die Konsumenten halten uns noch immer für die wahren Fleischtcuerer. Eine starke Organisation sei besonders jetzt von großer Wichtigkeit, da die Preise der Rohstoffe so tief gesunken seien. Die Laibache? Fleischhauer-genosscnschaft beabsichtige in ihrem eigenen Wirkungskreise eine Genossenschaft zu grünoen, welche von den Fleisch, Hauern Häute und Unschlitt aus ganz Krain ablaufen würde. Er hofft, daß sich wohl lein Fleischhauer finden würde, der diesem Antrage nicht zustimmte. Der Kollege Klemenc besprach die große Wichtigkeit der Organisation und forderte ebenfalls sämtliche Fleischhauer auf, in jeder Beziehung der Laibacher Genossenschaft an die Hand zu gehen. Er beantragte die Gründung einer Landes-Fleischhaucrgenosscnschaft und mehrerer Ortsgenossenschaften, die der Landesgenossenschaft untergeordnet fein sollen. Unsere Wjener Kollegen, besonders Herr Obmann Hütter, werben uns dabei gewiß gerne behilflich scin. Eine Lanbes-Fleischhauersellion, beren Errichtung er anempfahl, soll für Vortrage. Ausstellungen ?c. sorgen. Schließlich befürwortete Rebner ein entschlossenes Vorgehen gegen die Zwischenhändler. Im Namen des Landesverbandes der krainischen Gewerbegenossenschaften begrüßte Herr Franchetti die An-wefcnben. Er sprach sich ebenfalls für die Gründung einer Lanbes-Fleischhauergenossenschast aus. Herr Bu<'ar beantragte die Gründung eines vorbereitenden Komitees, das sich mit der Verfassung der Statuten für die ncuzugrünbende Landes-Fleischhaueigenosscn-schaft zu befassen hätte. Damit wurde dann die Laibacher Fleischhauergciiossenschaft betraut. Nachdem schließlich noch Herr Gewerbeinstrultoi Dr. Vl 0 big die große Bedeutung der Fleischer-Fachgenofsen-schaften für Krain betont und Herr Hafn er den Antrag auf Anstellung eines eigenen Beamten gestellt hatte, bei dem man in allen Standesangelegcnl)agy 5. .Herr Franz Milcnnski. Gerichtssclretär, 5, Herr Toma^ Kajdi5, Domherr, 10, Herr Ubald von Trntoczy 25. Herr Veloslav C, Ravnikar, l. l. Postmeister, 4, Fräulein Friederile Gertscher 4, Herr Andreas Kranjc 3. Herr Leopold Bürger 20, Frau Friede-rite Bürger 20, I. V. 10, für die armen tranken Kinder, zwar wenig aber von Herzen 1, Herr Dr. Seydl 20. Herr Primarius Dr. Bock 20. Herr Alois Verderber 2, Herr Dr. Ivan Vrtaönil 5. Herr Graf Künigl 10 — zusammen 1421 X 50 Ii, dazu die im ersten Verzeichnis ausgewiesenen Spenden per 3487 X, zusammen 4908 X 50 li. *" (Frauen? Ortsgruppe Laibach des Deutschen S ch u l v e r e ine s.) In der Jahreshauptversammlung dieser Ortsgruppe begrüßte die Obmännin. Frau Theresc Maurer, die Versammlung und erteilte der Schriftführerin, Frau Adele Nyschawy, zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes das Wort. Diesem war wesentlich nachstehendes zu entnehmen: Aus Anlaß des Schcidcns der Zahlmeisterin der Ortsgruppe, Frau Mary G ö tz. die dem Vorstande durch 22 Jahre angehört hatte, wurde dieselbe durch die Hauptleitung und Ortsgruppe besonders geehrt. Durch Ueberreichung einer Ehrenurkunde wurde ferner seitens der Hauptleitung die hochverdiente Obmännin, Frau Therese Maurer, die der Ortsgruppe seit der Gründung angehört, ausgezeichnet. — Die Ortsgruppe zählte 402 Mitglieder; der dahingeschiedenen drei Mitglieder wurde zum Zeichen der Trauer durch Erheben von den Sitzen gedacht. — Die laufenden Vereinsange-legenheiten wurden in zehn Sitzungen erledigt. Der deutsche Kindergarten, der durch so viele Jahre Gegenstand der größten Fürsorge der Ortsgruppe war, wurde dem Schul-luratorium übergeben. Diese Uebergabe und die Einweihung des neuen, schmucken Kindergartengebäudes wurde durch eine Feier festlich begangen. Die Weihnachtsfeier wurde diesmal im engsten, Kreise abgehalten, wobei man sich wieder von der erfolgreichen Tätigkeit der Leiterin, Fräulein Eugenie Singer, überzeugen konnte. Der Bericht erwähnt schließlich der Hauptversammlung des Zentralver-cines und spricht allen Wohltätern den Dank aus. — Nach dem Berichte der Zahlmeisterin, Frau Marie Ludwig, betrugen die Einnahmen 1161 X, die Ausgaben 67 X. Die Gesamteinnahmen der Ortsgruppe vom Jahre 1885 bis 1907 betrugen 25.702 X 72 k. Zu Vertreterinnen bei der nächsten Hauptversammlung des Deutschen Schulvereines (in Klagenfurt) wurden die Damen Marie Ludwig und Rita Tönnies, in den Vorstand die bisherigen Mitglieder gewählt, in deren Namen die Obmännin den Dank aussprach. Der Vorstand besteht aus den Damen: Therese Maurer (Obmännin), Cäcilie Mahr (Obmännin-Stelldertreterin), Adele Rischawy ( Schriftführerin), Marie Ludwig (Zahlmeisterin), Ninla Luckmann und Rila Tön nies. — (Von der E r b be b < n w ar t e.) Am 3. d. M. setzt eine Vebenreihe ein, die sich noch gegenwärtig in weiter Ferne abspielt. Vorgestern morgen um 7 Uhr 34 Minuten gelangten die Ausläufer eines starten Fernbebens an unsere Instrumente und erhielten sie durch zwei Stunden in Bewegung. Die Herdentfernung wurde wie am 3. Mai mit !i000 Kilometern berechnet. Um 12 Uhr 30 Minuten kündigten die Instrumente neuerlich aus einer Entfernung von 6000 Kilometern ein Erdbeben an. Bald darauf trat auf allen Pendeln eine durch mehrere Stunden fortdauernde Vodenunruhe ein, die die Entzifferung weiterer Nodenauf-zeichnungen Verhinderte. Bemerkenswert sind die gleichzeitigen Vorgänge auf der Sonne. Am 4. Mai passierte eine größere Fleclengruppe den Ientralmeridian, vorgestern tauchten neue große Fleckengruppen auf, während in den früher vorhandenen Gruppen eine bedeutende Vermehrung eingetreten war, so daß man auf eine erhöhte Tätigkeit auf der Sonnen-Oberfläche schließen darf, was um so beachtenswerter ist. als wir jetzt dem Fleckenminimum zusteuern. N. — (Das gestrige Gewitter.) Von der Erdbebenwarte wird uns gemeldet: Der starke Sturmwind, der qcstcrn kurz nach 6 Uhr abends einsetzte, erreichte nach den Aufzeichnungen der Windmesser eine Geschwindigkeit von 67-5 Kilometern pro Stunde, entsprechend einem Winddrucke von 26 Kilogramm per Quadratmeter. Die Wind-bewcgung zeigten alle Erdbebenmesser an, auch jene Instrumente, die in den Kellerräumlichteiten auf isolierten Pfeilern aufgestellt sind, woraus geschlossen werden kann. daß durch die starte plötzlich aufgesprungene Windböe auch der feste Voden in Schwanlungen geriet, die ungefähr zehn Minuten lang -dauerten. Die starken elektrischen Entladungen, die während des gestrigen Gewitters auftraten, dürften mit den jüngst gemeldeten Sonnenflecken im Zusammenhange stehen, da Gewitter- und Sonnenfleckenhäufigleit einen Parallelismus aufweisen. Ii, — (Eine öffentliche Weinlost) im hiesigen Landesweinkeller wird übermorgen von halb 8 bis halb 10 Uhr abends abgehalten werden. Da in dieser Saison nur noch eine Kostprobe, und zwar Mitte Mai stattfinden soll, werden die nichweibrauchten Coupons später leine Gültigkeit mehr haben. —^— — (Plahmusil.) Programm für heute (don 6 bis 7 Uhr in der Sternallee): 1.) Wagnes: „Wilhelm-Marsch." 2.) Zajc: Ouvertüre zur Oper „Graniöari". 3.) pflügt: „Jugend". Walzer. 4.) Kreutzer: Tonbilder aus der Oper „Das Nachtlager in Granada". 5.) Christoph: „Württemberg", Huldigungsmarsch. 6.) Komzäl: „Wiener G'schichten". Potpourri. ~- (Im Panorama International) Unter der Trantsche sind in laufender Woche recht sehenswerte Ansichten von den böhmischen Bädern zu sehen, und zwar: Teplitz mit dem Kurhause und dem Schloßberge; Franzensbad mit den Kuranlagen, der Salzquelle und der russischen Kirche: Marienbad mit der katholischen Kirche, dem Badehause, der Promenade, der Wandelhalle, der Ferdinandsquelle; Karlsbad mit Kurhaus, Sprudel, Thäter und Kuranlagen. Die Bilder sind naturgetreu und verdienen einen recht zahlreichen Besuch. — (Eine Anfahrt der Lindnerhöhlc bei Trebiö.) Der Höhlenforscherverein ..Hades" hat am 3. und 4. d, seine Kronenarbeit vollbracht. Es wurde die 327 Meter tiefe Lindnerhöhle bei Trebii» angefahren. Teilnehmer waren die Leutnant« Mühlhofer und Martin. V. Ninller. Ing. Th. Niedel, W. Martin und Stückler, während .Herr Toncovich am Höhleneingange während der ganzen Zeit am Telephon blieb. Die Tour dauerte ohne Vor- und Nacharbeiten 36 Stunden ohne jedwede Rast und verlief ohne nennenswerten Zwischenfall. Die Arbeiter wur- den von 12 zu 12 Stunden aligelöst. Die telephonische Verbindung konnte wegen der großen Schwierigkeiten bei der Kabellegung vom Ing, Riedel nur bis in eine Tiefe von 160 Metern installiert werden. Herr Ing. Poley besuchte die Forscher beim Höhleneingange und konnten ihm ans der Tiefe mittels des Telephons die herzlichsten Grüße llbersandt werden. An den Siphonen des Lindner-Timavo wurden in einer Tiefe von 18 Metern photographische Aufnahmen versucht, sowie dem Flusse eine Wasserprobe ent^ nommen, um untersuchen zu können, ob sich im Wasser eventuell noch Spuren von der Relafarbung durch die Herren Prof. Vortmann und Chemiker Timeus befinden, wenn diese beiden Flüsse identisch sind. Die Tour war vom späologisch-hydrologischen Standpunkte sehr interessant. In sportlicher Beziehung auf dem Gebiete der Höhlenforschung repräsentiert sie die Höchstleistung. — (Der Fremde nverlehrsverein in Lengenfeld-Mojstrana) hielt am 3. d. M. seine ordentliche Vollversammlung ab. Der Obmann, Herr Oberlehrer Iegljiö, begrüßte die erschienenen Vertreter des Landesverbandes für Fremdenverkehr, insbesondere den Obmann des Fremdenverlehrsvereines in Veldes, .Herrn Peternel, und erstattete dann den Tätigleits- und Rechenschaftsbericht des Vereines im ersten Jahre. Die Gründungsversammlung des Vereines erfolgte am 28, April 1907. Der Ausschuß richtete sofort zu Anfang sein Augenmerk auf die schlechte Verbindung zwischen der Station Lcngenfeld und dem Orte Mojstrana, von wo aus der beste und kürzeste Ausgangspunkt ins Triglavgebiet ist. Zu dem Ilvecke baute der Verein einen Steg über die Save und nachdem die Zementfabril in Lengenfeld die Eisenschienen sehr billig, das Zement aber kostenlos beigestellt hatte, kam das Werk zustande. Weiters verbesserte der Verein den Weg zum Peri<"nil-Wasserfallc und stellte einen Wegweiser dahin auf. Auf mehreren Aussichtspunkten und Spazierwegen wurden Ruhebänke aufgestellt und die Wege repariert. Der Verein beteiligte sich an allen Altionen des Landesverbandes für Fremdenverkehr und besorgte die Vermittlung von Sommerwohnungen. Der Rechnungsbericht weist einen Abgang von 100 X auf, ein Fall, der bei allen Fremdenverlehrsvereinen in Kram und auch bei der Zentrale zutage tritt, da in Kram die Bestrebungen der Fremdenverlehrsorganisationen materiell viel zu wenig unterstützt werden. Der Verbandsselretär. Herr Dr, Mar n. sprach im N'amen des Landesverbandes dem Vereine die Anerkennung für die ersprießliche Tätigkeit aus und emp-fahl allen Interessenten, sich auf das Fachblatt „Promet in gostilna" zu abonnieren. Herr Peternel forderte die Versammlung auf. auch in Hinkunft einträchtig zu wirken, denn bei der wirtschaftlichen Tätigkeit zur Hebung des lrainischen Fremdenverkehres kann es leine politischen und nationalen Unterschiebe geben; auf diesem Gebiete, wo es sich um das Wohl des Landes handelt, müsse alles vereint und geschlossen auftreten. Es entspann sich noch eine längere Debatte über die schlechte Straße im Vrata-Tale und die Verbindungsstraße zwischen der Bahnstation und Mojstrana. für welche beim Landesausschusse die Pläne schon ausgearbeitet sind. jedoch vorläufig noch nicht zur Ausführung gelangen konnten. N. — (Die Trig lav Hütte auf der Kreda-rica) wird im heurigen Jahre eine wesentliche Erweiterung erfahren, indem das Schuhhaus einen Zubau mit sieben neuen Schlafräumen erhalten soll. Schon seit einem Monate wird das nötige Holz-Baumaterial unter Leitung d-es rührigen Alpinisten Herrn Pfarrers Aljax auf Winden über die steilen Felswände hinausbefördert. Die anstrengenden Arbeiten gehen mit großer Beschleunigung vor sich. da man bemüht ist, das Holzmaterial noch vor der eintretenden Sommer-Schneeschmelze, nach deren Eintritt sich die Hinaufbeförderung unvergleichlich schwieliger gestalten würde, zu Ende zu führen. V * (Zum Einbrüche ins fürstbischöfliche Palais) wird uns mitgeteilt, daß man allgemein den am 4. April l. I. entlassenen zweiten Mesner der Dom-tirche. den 20jährigen Jakob Ziherle aus Podgorica. Ve-zirl Umgebung Laibach, als den Täter bezeichnete. Ziherle bewohnte in der Wolfgasse ein Dachstübchen und hielt sich teils in Laibach, teils bei einem Freunde in Nallas auf. Die Polizei stellte fest. daß Zil)erle in der kritischen Nacht bis halb 12 Uhr mit dem Freunde in seiner Wohnung Wein getrunken hatte. Trotzdem ließ sie ihn nicht aus den Augen. Altz er diesertage wieder nach Nallas fuhr. verständigte die Polizei hievon den Gendarmerieposten in Un-terbirtendorf, der ihn. zumal er die Aeußerung iat, nach Amerika auswandern zu wollen, verhaftete und dem Landesgerichte in Laibach einlieferte. Die Polizei ließ bei Zil)erle eine Durchsuchung vornehmen und fand ein in den „Piccolo" gewickeltes Stück Honigpotize vor. Bei der sofortigen Einvernahme des Verhafteten gab dieser an. die Potize im Gasthause „Kolovratar" am Domplahe gelauft zu haben, was sich indes durch die sofortige Nachfrage als eine Unwahrheit herausstellte. Vorgestern nachmittags wurde übrigens Ziherle über Antrag der Staatsanwaltschaft enthaftet. — Die Polizei hat nun die silberne Taschenuhr nnd die Kette, die der Dieb beim Trödler Pugclj für die Schuhe umgetauscht hatte, im Fenster der Laibacher Zeitung Nr. 105. 969 7 M^ ^9^ Icntralwachstube aubgestellt, um dem Publilum Gelegenheit ,!>i bieten, sich diese Gegenstände anzusehen und ihr eventuell deren Eia,entümcr namhaft zu machen. " (Wieder ein Fahrrad entwendet,) Die Saison der Fahrradbiebstä'hle ist schon gekommen. Im Laufe von einigen Tagen wurde das zweite Fahrrad gestohlen, Am 4. d. M. abends lam der Mesner in der Tirnau, Vartholomäus Vizjal, auf Vesuch zu seinem Kollegen im Ursulinerinnenlloster und lieh sein Fahrrad im Vorhause stehen. Dieses wurde von einem unbekannten Diebe entführt. Das Fahrrad, das vor einigen Monaten vernickelt worden war, ist amerikanischen Systems, hat die Bezeichnung „Tribune", Freilauf, gerade Balance und am rückwärtigen Nade einen neuen Mantel. — („Nachtlicht",) ein originelles humoristisches Ensemble, wird am Sonntag und Montag im großen Saale des Hotels „Union" Vorstellungen veranstalten, die in der Form eines Varultö-Kabarett-Theaters gegeben werden sollen. Dieses Ensemble, dem ein guter Ruf vorausgeht, gehören an: die bekannten Wiener Humoristen, Komiler und Charakterdarsteller Adolf Wollner und Jacques Paul, die Vortragssoubrette Dusy Rallo-loits, die Verwandlungstänzerin Lavaliöre sowie Herr Nalowiis mit stimm originellen Pkcolo-Theater, die Schlitlenschellenspielerin Mignon u. a. Die Gesell schaft hat soeben in Trieft ein viertägiges Gastspiel mit groszcm Erfolge absolviert. — (Die Laibacher Vereinskapelle) konzertiert heute abend in der „Narodna Kavarna". Anfang um 9 Uhr abends, Eintritt frei. — (Vermißt.) Mit Bezug auf die vorgestern unter dieser Spitzmarle veröffentlichte Notiz wird uns berichtigend mitgeteilt, daß der angeblich vermißte Anton Luznar aus Niederdorf bei Selzach bei der Arbeit dadurch deiunglUcltc. daß er in den Zeinbach fiel und ertrank. Im übrigen war er nicht Pferdeknecht, sondern Hausbesitzer und hinterließ nicht siebcn, sondern drei Kinder. Auch die Bemerkung, daß er dem Alloholgenussc ergeben war, wird uns als ganz irrig bezeichnet. — (Wochenmarlt in Laibach.) Auf den gestrigen Wochenmarlt wurden 759 Pferde rmd Ochsen sowie 1l>s) Kühe und Kälber, zusammen 919 Stück, auf-getricben. Der Handel mit Rindvieh gestaltete sich mittelgut, der mit Pferden gut. Die Nindviehftreise schwankten zwischen 00 bis 74 !, per Kilogramm Lebendgewicht. * (Verloren) wurde: ein seidener Regenschirm, ein Posisparlassebuch, eine Zwanziglr>onen-Note und ein Gelbtäschchen mit Geld._____________________________ Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die deutschen Buudcsfiirstcn in Wien. Wien. 6. Mai. Die „Wiener Abendpost" schreibt: deichen, festlichen Schmuck hat heute unsere Stadt angelegt; gilt es doch. erlauchten Gästen, die sich hier zu hehrem Zwecke versammeln, herzlichen Gruß und Willkomm zu entbieten. Mit Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser und König von Preußen vereinigen sich hier die Herrscher Sachsens und Württembergs sowie der Regent Bairns, die Iiirsten vom Rhein und vom Thüringer Walde, vom Strande der Nord- und der Ostsee und der Vertreter der meerbeheirschenden freien Hansestäbte, um Seiner Majestät unserem alleranädigstcn Kaiser und .König anläßlich der nahenden Vollendung Seines sechzigsten Regierungsjahre? 'hre und des mächtigen Nachbarreiches verchrungsvolle Glückwünsche darzubringen. Ungewöhnlich wie das Fest. zu dem die Völker Oesterreichs rüsten, ist die Huldigung, b'c ihrem geliebten Kaiser und Herrn morgen im Schlosse 3U Cchönbrunn zuteil lverden wird. Deutschlands Fürsten und Stämme bekunden durch sie vor allem die Gefühle herz-licher Sympathie und Vlcrehruny für den erlauchten Jubilar, der seit zwei Menschenaltern die Habsburgischen Lande wit weiser Hand geleitet und auf die heutige Höhe ihrer Entwicklung geführt hat. Und nicht minder kommt in dieser erhebenden Kundgebung der warme, aufrichtige Dank zum Ausdrucke, den die deutschen Fürsten und Regierungen dem ^währten Verbündeten zollen, der sich jederzeit als ein hochherziger Freund des neuerstandenen Reiches erwiesen und dessen großem Begründer wie seinen Nachfolgern an ber ssronc unverbrüchlich die Vundestrcue gehalten hat. Freudig l>eißt die alte Kaiserstadt als getreuer Dolmetsch aUcr Bewohner dieses weiten Reiches die deutschen Vundesfürsten, den Vertreter der freien Städte willkommen, ehrerbietig begrüßt sie die erhabene Frau aus dem Hause Hohenzollern, deren Gegenwart dem festliäM Tage erhöhte Weihe gibt. Um so heller wird der Jubel ertönen, um so herzlicher der Empfang sich gestalten, wollen die Wiener damit den erlauchten Gästen doch zugleich ehrfurchtsvoll danken für die hochsinnige Huldigung, die Dem gilt, der ihnen am höchsten steht: ihrem heißgeliebten Kaiser und Herrn. Pola. 6. Mai, Das deutsche Kaiserpaar ist um 4 Uhr 45 Minuten nachmittags von Pola nach der Abschiebsaufwartung der Behörden und Marinefunttionäre nach Wien abgereist. Die Majestäten hatten während des achtstündigen Aufenthaltes bis zur Abfahrt das Land nicht betreten. Wien, tt. Mai. Zur morgigen Gratulation für Seine Majestät den Kaiser sind hier eingetroffen: der .König von Württemberg, die Grohherzoge von Mccklenburg-Schlverin, Sachsen-Weimar und Naden, die Fürsten von Lippe und Schaumburg-Lippe und der Herzog von Anhalt. Die Fürstlichleiten, teils von Erzherzog Franz Ferdinand, teils von den Erzherzogen Friedrich und Leopold Salvator empfangen, begaben sich in die Hofburg. Die Orncnnnng des Landsmannministers Prabe. Wien. 6. Mai. Die morgige „Wiener Zeitung" wirb folgende kaiserliche Handschreiben veröffentlichen: Lieber Freiherr von Veck! In Genehmigung Ihres Antrages ernenne Ich Meinen Geheimen Rat Reichsratsabgeordneten Heinrich Prade zu Meinem Minister. Nim. 6. Mai 1908. Franz Josef m. p. Vecl in. p Lieber Prad«! Ich ernenne Sie zu Meinem Minister. Wien, 6. Mai 1908. Franz Josef in. p. Beck in. p, Wien. 0. Mai. Heute früh trafen zirtn 480 kroatische Studenten mittels Separatzuges aus Agram ein und wurden am Südbahnhofe von ihren Konnaiionalcn empfangen. Sie zogen in geschlossenem Zuge vor das Parla ment. In der seitlichen Halle wurde eine 20gliebrige Dc putation vom Obmann des Südslavenllubs sowie von de» Abgeordneten Trefi6 und Ivanisevic» begrüßt. Alle drei Abgeordneten drückten ihre Genugtuung über die Haltung der lroatischen Studenten aus und versprachen sich ihrer Sache wärmstens anzunehmen. Zwei Studenten dankten. Nach Hochrufen auf die Agramer Alma Mater und Abfingung eines lroatischen Liedes setzte sich der Zug ruhig gegen die Universität in Bewegung. Petersburg. 5. Mai. Wie verlautet, steht der Besuch des Präsidenten Fallieres am Zarcnhofe bevor. Dagegen werden die Vlättermelbungen vom Besuche König Eduards und König Peters als aus der Luft gegriffen bezeichnet. Catania, 5. Mai. Seit vorgestern ist der Lava-ström des Aelna nicht weiter vorgerückt. Aus den neuen Oeffnungen steigen Rauchsäulen auf. In Zafferana und Santa Venerina Iverden fortgesetzt heftige Erderschütterungen verspürt, Heute gegen 8 Uhr nachmittags erfolgte ein sehr starler Erdstoß, der in Santa Venerina leichte Beschädigungen an den Häusern verursachte. Verantwortlicher Redalicur: Anton Funtcl Meteorologische Veobachtunssen in Laibach. Serbllhe 80« 2 n, Mittl. Luftdruck ?ss« 0^ ! .i W ft ' ^I b 9U.Nb., ,-y 1 . II-^ ^O. schwach Regen 7I7U.Y. ,731-ll 86s O. schwach , N,^',-^^ Das Tagesmittel del gestrigen Temperatur l4 3' n.". male 12 8°. Gestern nachmittags Gewitter. Wettervoraussage für den 7. Mai für^Steiermarl und ttärnten: Wechselnd bctvöllt, mäßige Winde, mäßig warm vorerst noch schön, später Trübung, anhaltend; für ssrain-Größtenteils bewölkt, mäßige Winde, mützig warn,, gleichmcißüi anhaltend, chlechtes Wetter; für Trieft: zunehmende Ve! wöltunZ, mäßige Wmde, maß,g warm, unbestimmt schlechtes Wetter. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte sst!>l,rli»bst do« d?s ttraln, Spollosss >«»?,, (Ort: Gebäude der l. l. Stcwts'Obrrrralschnle,) «age: Nördl. Breite 46°0'^; Östl. Länge von Greenwich 14° 3!' Bebenberichte:» 29. April gegen 2! Uhr Erdstoß in Bronte und Riposta (Catania), verzeichnet an den Warten in Minco und Reggio di Calabria 30. April: Wegen 9 Uhr 30 Minuten Erschütterung in Vronte, verzeichnet in Catania, Minro und Reggio di Calabria. — 1. Mai mehrere Erdstöße in Zasfarana Catania); gegen 14 Uhr A0 Minuten Erschütterung in Lin-guaglossa. Raudozzo und Catania; gegen 22 Uhr 30 Minuten zwei Erschütt, rungen in P e sr ocost a nzu ,Äqmla). — 2, Mai: Gegm 1 Uhr 15 Miiiutln Nufzeich nungen m Catania; gegen 1« Uhr 30 Minuten und 1K Uhr 30 Minuten Aufzeichnungen in Minro und Cntnnia -3. Mai: Gegen 2 Uhr 30 Minuten Aufzeichnungen in M i ueo und Catania. N odenu „ ruh e ** am 7. Mai:1s, Sellmdenvendel «sehr schwach». 7'Selunbenpenbel «schwach», 4.Srl,lndenpenbel «mäßig stark». * Die Hlltlliigllbe» bczlchs» sich aus miuswu-i^ischs l^i, ,,»d w.lds,, von Ml!tsli,acht bl« Mltleroach« 0 Ul,r liii ^, > ' " T!r s< odr n >, ü l » l, r wirb !» I»i ' „rabs» llaMzif!!- »llielchläar l><5 z» , Millimi-lrr .ich,- k' l l>is ü Millimfls, «schwnch», vuü L l>i« 4 WiNimrlsi-n «müßi« ftail», ^>l>ü 4 t>!« 7 Willi,»,'!!-!!, >sl», vo» 7 bis 1(1 ililillims!!'!» «j»'hl ftarl'»»b iilisr 10 M>IIl,„s!r> .«»>;,s ovbc,!!Iiä, slarl». «»ni-msinr Vi'd«'!,!,!,s!,l»!'. bsbrulr! «lsich^i!^ «ni,!,!^,! > >s!»!„!>!' n,, n>lr,! Pf„t»'ln Verstorbene. Am 5. Mai. Nntonia Potolar, Ober wachmannstochter, 3'/, I., Kirchengasse I, Lungentuberkulose. Im Zivilspitale: Am 4, Mai. Franz Lenartic, Besitzer, 33 I,. Dbli-rium trvmen», I'»,rl»,^8i8 corüi». Harntreibend, harnsäurelösend. ¦¦¦¦¦¦MBI Natürliche Natron Lithionquelle I ^m J I ^M^^H ge»?-Harnsäure, Gicht, Diabetes, III H ^v i ^| Magen u. 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Mni > um b Uhr nachmittags im Trauerhause Rathausplcch > Nr. 8 feierlich eingesegnet und auf dem Friedhosl' i« zum heil. Kreuz zur letzten Ruhe bestattet werde», > Die heil. Seelenmessen werden iu mehrrrr» ^ Kirchen gelcsm werden. V Lai bach, am 7. Mai 1908. ! Dorlo l/nrnrt Ooirlon Die 9rosse Mi »1908" ^l/ll IMbI II 1% I II I II | ¦¦mill lr"l I ~" shantung-Seide! farbig gestreift, faricrt ii. bebrucft — Ullllll || ¦mill III I Ul ill II ill fnnrr nm.f^If: Messaline. Radium. Louisine. Taffet, Crepe de Chine ¦V^^UV Us IIMI VI 1. WIIIUII Eollenne, Voile, Schotten, Chine, Pekin, Damast k. ff »tufen u. Koben in sincn «ßreiälogen, sowie stet« ba8 Neueste in fd)tt»arÄer, njei&er u. farbiger „^ettneberfl ""*^ll stlUlIM. llCIIIIvllt/l IJ7 LUnbll •«be" t). 76 Rteuj. bid fl. 1185 *>. 9Ret. — Stanfo u.fdbo« toerjoCU in« ^)qu8. mwstcr umge^enb. (6378)2-1 loslief. 3. 3R. b. Baiferin b. Xeutidjlanb. Sai&adjer 3eitung 9!r. 105. 970 7. ffini 1908. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 2b. April bis zum 2. Mai 1908. Es herrscht: die Motzlrantheit im Vezirke Adelsberg in der Gemeinde Zull (1 Geh.); im VezirleGottschee in der GemeindeReifnitz (1 Geh.); im Vezirle Stein in den Gemeinden Theinitz (1 Geh,), Obertuchein (1 Geh.); die Räude bei Pferden im Vezirke Adclsberg in den Ge» meinden Grafenbrunn (2 Geh.), Dornegg (1 Geh.); im Vezirtc Littai in der Gemeinde Dednidol (1 Geh.); der Notlauf der Schweine im Bezirke Gurkfeld in den Gemeinden St. Barthelmä (1 Geh.), St. Ruprecht (1 Geh.); die Schweinepest im Vezirle Gottschee in den Gemeinden Ebental (l Geh.), Göttenih (11 Geh,), Gora (1 Geh.), St. Gregor (1 Geh.), Kotschen (1 Geh.), Niederdorf (1 Geh.), Reifnih (tt Geh.), Sele (1 Geh.), Susje (l Geh.'; im Vezirke Laibach Stadt (2 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in der Gemeinde Seiscnberg ^1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Adlesic (1 Geh.). Altenmarkt (2 Geh,), Dragatus (l Geh.), lkälbersberg (1 Geh.), Lola (2 Geh.), Mottling (1 Geh.), Podzemelj (1 Geh.), Schweinberg (2 Geh.), Semic (A Geh.), Tschöplach (2 Geh.), Weinberg (1 Geh.), Weinih (5 Geh.); der Nläschenausfchlag bei Mndern im Bezirk Laibach Stadt (1 Geh.); die Wutlranlheit im Bezirke Krainbura (2 Geh.); im Ve^ zirke Radmannsdorf in der Gemeinde Kronau (1 Geh.). Erloschen ist: der Rotlauf der Vchiveine im Bezirke Gurkfeld in der Ge» meinde Trzisce (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Gottschee in den Gemeinden St. Gregor (1 Geh.). Strug (1 Geh.). M. k. Aandesregierung für A^rai«. Laibach. am 2. Mai 1W8, Gremium der Kaufleute in Laibach. Da die auf don 5. d. M. einberufene außerordentliche Generalversammlung des Gremiums der Kaufleute in Laibach wegen zu geringer Beteiligung seitens der Mitglieder nicht beschlußfähig war, wird am 12. Mai 1. J. um 3 Uhr nachmittags im kleinen Saale des „Mestni dorn" eine neuerliche ausserordentliche Generalversammlung mit derselben Tagesordnung stattfinden, die aber bei jeder Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlußfähig ist. Laibach am 6. Mai 1908. (1992) Der Obmann: Iv. Knez m. p. Zuezfl siouenskih zadrug u Ljubljani regiBtrovana zadruga z omojeno zavezo. -------»>• <¦ — V.o,t>ilo na I. obèni zbor Zveze slovenskih zadrug v Ljubljani registrovana zadruga z omojeno zavozo ki so vrši danes v èetrtek due 7. maja 1908 ob 3. uri popolndne v dvorani „Mestnega doma" v Ljubljani. Dnevni red: 1.) porocilo prvega naèelstva; 2.) poslovno poroèilo in sicer: a) splošno, b) denarna izravnava, c) bla-govni posli, d)revizija; 3.)volitev odbora; 4.)volitev nadzorstva; 5.) prememba pravil; si.) proraèun upravnih stroSkov; 7.) Bluèajnosti. V Ljubljani dne 10. aprila 1908. (1973) Job. LenarèiÈ, t. c. predserlnik. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 6. Mai lW8. Die notierte» Kurse verstehen sich in Kronenwährun«, Die Notierung sämtlicher Altien und der ,,Diverse» Lose" versteht sich per Ltucl. Veld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4",'n lonvrr, slcm'rsrci, Kronen (Mai-Nov,) per ttu„« , . S? 20 »7 40 dettu !Iü>m,-Il,li) per «asse 97 lb 97'3b ^ l!"/« ü. W. «oteü (Felir.-Aug. per ttussc......98 SU 99 lü t 250^5 154^5 l«,'Uer ,, NW fl. 4"/„i!14'—s>8-- !«<>4sr „ lo > n. . , 2«'^^«2«? 50 !8U4l'r ,, 5« fl, , .2«!l'b0,ie?-b<, Dum, Pfandbr. k 120 fl, b"/^2«8 I0!i«0 10 Staatsschuld d. i. Neichs-rnte vertretenen Königreiche und Länder. Lsterr.Gl'ldrente sleueifi., Gold per Ullsse . . . , <"/^N5 »0 IIS 10 «i^slerr. »iente in jlronenw, stfr., per Nasse.....4'/» »? 20 97'4o dettu per Ultimo , , . 4"/„ 97 2» 97-4N Öst, I»vcstition«-3iei!le, stfr., Kr. per llasse , . 3>/u"/° "? so «" ^ Flse»b»h» St»at»schnlt» verschililiungln. Elisabelh.«ahn i. V., stcuersr.. zu !«,<>«« fi.....4"/„ —-——"- ssra», Ioseph-Bahi, in Silber ldi». Et,) . , , . bl/^/„ 1196012«'K0 GaKz. N«rl Lubwill-Pahn (div, WU Krone» . . 4"/„ 96 50 97'bO Zn k!all<»schull!nnschltibm»gm »bgrstrmprlie zisenbahn-AktilN Hlis'it"'!h-V, 800 fl, ilVt, ü'///s, uu» ./<"/„ .... 4^«'- 432'-5l'U» Ealzbura-Tirul 20« fl, >), W, L. 5"/„ , . , 422 l)U 426^0 ^iemetal Bah» 2»)<> u, 2 nommenl «istnbllhN'Il^orUiit»' ßb!>8«ti»n«. Nöhm. Westbahn, llm. 1895, 4'/n 97'- 98-Elisabeth Nah» U00 u. 300« W, 4 ab 10"/„......N5ü0NS'b0 ltlisabelh-lUah» 400 u, 2000 W, 4"/„........N3'101l4 1,' Ferdinands'Nvrbbllh» 99'05 detto E»l, 1!X»4 9» 2« 99 20 Franz Iofeph-Aahn Cm 1«»4 '3K 97 ! Una.aaliz, Vah» 20« si, S. 5^/^104 - l«5 - de«v 400 u. 5000 Kr. I'///,, 85 «« 8« «0 Norarlberger Nahn Cm. 1884 (div. Ct.) Eilb. 4"/., . . U7 0b 98 0b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ UN«, G°lbren5 9» ^5 5>/,"/„ detto per Kasse »^-- «3-<«, Ungar. Prämie»,A»I. » 100 fl. 169 5>U>93 5« betto il 50 f> 1^9 üU <9!< 5« TheiftNcg. Lose 4"/„ . , . , 146 2d,5N 25 4"/« u»a,llr. Grn»dci tl,-Ol!lin, 93'lb »4^ 4"/„ kroat. ». slau, Grdentl,-Obl, 94 ö« 955« Andere öffentliche Nnlehen. Bus», Lanbes-Anl. (div,) 4«/„ 9,20 92 2U Vo«!n,-Hereeg, Eisenb, -Landes- Anlehe» (dlv.^ 4'/,"/„ . . 98 20 99'20 5"/„ Dona» «eg. Nnlcchc 1878 103-5« —-^ Wiener «erlchrs-Anl, . . 4"/„ 96 «5 9? «5 detto 1W« 4'V« 96 «5 97 85 «nlehcn der Stadt Wie» . , 100 55!!Nl-bli dctto 94i5 «4 95 Vulg, Staals-Hypothelar Anl. 1892......L'Vn'2! 4,1122 40 Eeld Ware Bnla,. Staats - Geldanleihe 1907 f. 100 kr. . , 4>/i"/n 8S'»0 8? 90 Pfandbriefe usw. Vude!!ll,,alla..üst.i,5»I,ul.4"/„ «5 85 «s-8b Bühm, Hupotheleuu. verl. 4"/„ 98S5 9»'65 Zentral Blld.-«red,-N!.. üsterr., 45I, V«r<.....4'/,"/« 102'- -^- detto U5 I. verl. , . . 4"/« 95'- 9»--Kred.-Inft.. üsterr,. f.Verl,-Unt. u. öfsentl. Art,, «at. ^.4"/„ »«75 87-75 Laildesb, d, kün. Galizien und Lodom. 57V, I- rnctz. 4"/« 3475 85-75 Mähr. Hupothelenb. »erl, 4"/„ 97 60 »8 60 N.-österr, Landei! Hl!p.-«nst.4"/« 98 25 vü'25 dello i»ll. 2^v„ Pr. vcrl. »'/,"/» 89- detlo K.-Schuldsch. verl, »'/,"/« «9- 30-— detlo verl......4'V» »U-10 99-10 Ost>'ir.-u»nar. Va»l 50 Jahre verl. 4"/„ ü, W.....98-45 99-45 detto 4"/„ Kr......V8-50! 99 b« Eparl,, «örste üst,. «0I. verl. 4"/» 8s-?5 99 75 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. ><-- Lsener Lose 4« fl...... 21«-- 22«-- Palffy-Lose 40 fl. «M, . . . 19U-— 19«'— Rote» Kreuz. üst. Ges, v. IN fl. b0'«b 54 85 Roten krcnz, »n«. Ges, u, 5, fl, 2?'5,0 29 50 «ubolf-Lose 10 f!......»»>- ?2-- Salm Lose 40 fl. KM . . . 231- 24,— Türl. C.-V. U»l,Piäm.-Obl!g, 400 Fr. per Kesse . . . :««'«0 i«7'80 dettu per Medio . . . 186-L0 i»?»8u Geld Ware Wiener Komm.-Uose v, I, 1874 498'— 508-Vew.-Sch. d, »"/»Präm,»Schuld d. Äodenlr,.«»st. 00 fl, KM «023-— 1038'— Dnx. Vodcnbacher V, «, i00 Kr. l,6«> 56!»'- Ferdinands Norbb. I000fl, KM. 5275'— K800-— Kaschan - Oberberger Eisenbahn 20«fl. S....... 8«2'— 8S4- Lemb, - Lzern,- ssassy-Liseubahn- Gescllschnsl. 200fl. S, . . 5«1'— b«4-- Lloyd, Ust„Trlest. 5««fl..KM. 423-- 425'- Osterr. Norbweslbah» 200 sl, S. 447— 44»'-- dctlo lM, ly2N0sl, E,p,U,t. 444'- 44«'^ Prag Duzer ltisenb, niosl.abssst. 225'— 22?-5y Elaatseisrnl,, ^nn fl, S, per Ult. 695 25 K9<>'25 Erdbahn 200 fl, Silber per Ult. 136'50 1:,?'5U Siidnorddentsche Veruindungsb. 2«0f>, KM...... 402'— 4US'- Transport Ges., intern,, U.-V. 200 Kr........ —— 140-— Ungar, Wcstbahn (Maab-Vraz) 2U0 sl. S....... 405'— 403-- Wr. Lolalb. Altien Ges. 2«0 fl, Lio — 240 — Vanlen. Angln-Österr. Vanl, 120 fl. . 297 30 2983« Vanlverein, Wiener per Kasse —-— —>— detto per Ultimo 52l?5 522'75 Vodenir-Anst. öst., 30« Kr. . ,054'— 1080'— i!o!tr,Vob..«redbl. »st,. 20« fl, b»5'— 542'-Kredilanstall für Handel und Gewerbe, 1«0 sl., per Nasse L2« 75 629-75 detto per Ultimo g23'75, l!30'?5 krcbiloanl, »ng. llllg., 20« sl. 740 50 741 50 Depositenbaül, all«., 200 sl. , 456'— 457'- lislumpte - Gesellschaft, nieder- östen., 400 Kr..... 585'— 58«'50 Giro- u. Kassenverciu, Wiener, 20« fl........ 455'— 45?'— Hypotheleubanl, üst. 200 Kr. 5"/„ 288'— 2«»'— LäUberbanf, «slerr., 200 sl,, per Kasse....... ->- --- drltu per Ultinw 433'20 424-20 „Vlerlur", Wechselstub.-Mltien- Gesellschaft, 2no sl. . . . «io-- «14-— Osterr.-uuaar. Äanl 1>1»« kr, 1730-— 174«'— «elk Ware Unionlmnl 20« sl...... 53650 5!!?^ Uuionlianf, böhmische ,00 fl. . 245'— 24L'— Verlehrsbanl, allss , 140 fl, , . 330'- 3!l1'— zndustrtl'Bntlrnthmnngen. Nanncsellsch,, all^. öst,, 100 fl. nw'- <34— NnixerKohleubergb-Ges. Kwfl, 715'— 71s'— Eisenbahiwerlchrs-Anstalt, üst,, 100 sl........ 396- »99'— tt!se»lillhnw,-Leil>a.., erste, ,0«fl, 205'- 2U»'— „(tlbemnhl". Paplerf, u, V-G. 1«U fl........ 196'— 200 — EIeltr,.Oes„ alla., üslcrr., Ä>N sl, 408'- 4«3'^ E!ei»i,-Ne!elllch., intern. 200 fl, b«4'— b»b'— Eleltr. Geselljch,, Wr, in Liqu. z>>?- - 219'— Hirteuberner Palr-, Zundh. u. Met,-Fal>ril 4U« Kr. . , 377'- »»<>— Licsinner Ärauerc! 100 fl, , , 2I.0-— 254'- Wun!a,,-Ges., ust, alpine U>« fl. 650 - 651 — „Poldi-Hütle", Tiegelgußstahl- F.-A.O. 200 sl..... 44S'- 450— Prasserltisen-IndustrleGesellsch. 200 fl........ 26,«' 2626— Nima- Mnranl, - Salgu-Tarjaner Eiscuw. ,00 sl..... 5445« 545 50 Talg o-Tarj. Ltelnlohle» 100 fl. 579-— 5»5'— ..Schlüsslmilhl", Papiers.,«ansl, »««'- 31»'-.,Echud!,ica", A. G, f, Pelro!.- Industrie, 500 Kr. . . . 47«'- 481 — ,,Slel,rermü!)l",Papiers.»,A,V, 434' - 435^0 Trifailer Kohleuw.-G. ?« sl. . 284'— 28«— Türl. Tabalrenie-Ges. 20« Fr. per Kasse...... —-- ^ detlu per Uliimo . . .407'- «ö — Wllsfe,!f,-Oef,. österr,, 10« fl, , 54«-- 544- Wr, Äauaesellschaft, 100 fl. . , ,4«- 'bO— Wiencrbrrge Ziesself.-Alt.-Wrs. 710' - ?«4— Devisen. Aulze Zichln« und Scheck». Amsterdam....... 198'50 19«'?^ Denilche Banlpl»he . . . ,117-55 >17"^ Italienische Äaulplähe . . . 85'55 ^^?, Uondon........ 840 ,7° 240'47 Pari«......... 95«» '^'^ St. Petersburg...... 251-25 2l,< ?° Zürich und «ascl..... 35'4s' 95'b» Valuten. Dulatr»........ ,i-3?> li'»9 2«-Frll»le»-Nlucte..... 19 09 1"'', 20.Marl-S________________l^QS-V^i-Vle^Gl-uri^____________(34) ?riv«lt-I)«i><»t« f8»,t6 Deposit«) >