Nr. 215 Donnerstag, 20. September 1917. 136. Jahrgang Mbacher Mung P»»»u«»vatt«n»p«!el»: M« Po st Versendung: ganzjiihriy »>» 8, halhjälivin 1^1?, ssm Kouiol: ganzjähc!» » ^, halbiählig ^i ü. Für die Znitellimn int, Hau« ganzjährig L X. — M»s»rtton»g«viil»r: ssür Neine I»Ir«,>«»n»ft»»«»» beNnde« sich Millo^ilistrasir Nr, i«i dir «,>»l»U«» Milloiiöstrahe ?ir, IS, Nprechstnnbrn der »iebllfnoi, von « bis 10 Utzi vormütagt. Unlranlie,!« Vriese »erden nicht angenommen, Manuitrivte nich« zxrückßeslelll. Gelephon-Ur. der Redaktion 52. Nichtamtlicher Geil. Kaiserrcisen. Der Kaiser ist soeben von einer Reise an die Südwestfront zurückgekehrt. Kaiserrciscn bilden jetzt ein fast allwöchentliches Capitel der Berichterstattung einer Zieitung. Das ist auch eine der Erscheinungen des Weltkrieges, in dein der Monarch den Oberbefehl über alle Streitkräfte zu Lande, zu Wasser nnd in den Lüften fuhrt. Unter den vielen Meisen, die Kaiser Karl im Laufe seiner noch kaum ein Jahr zählenden Regierung unternommen hat, finden sich wenige, die höfische, diplomatische oder politische Rücksichten erheischt hätten. Die Bchlchc des Kaiserpaares am deutschen, am bayrische», und Württemberg!scheu Hofe, dann in Budapest, in Kra-tau, Bozen und Vorarlberg mögen hieher gezählt werden. Nach Gyöngvös oder auf das Steinfeld führte das Kaiserpaar edelste Barmherzigkeit. Sonst sahen wir den Monarchen am häufigsten >n der Isonzo-Front, in Ostgalizieu. in Tirol, in der Bukowina, an der siebenbürgischen Front, dann in Kärnten, Trieft, im K'üsteulande, bei der Flotte m.d in gröberen oder sonstwie bedeutungsvollen miliw° rischen Zentren des Hinterlandes. Wenn'der Kaiser reist, steht er von einem Arbeitstische auf, um an einem anderen Platz zu nehmen. Das ist derjenige in seinem Waggon. Tie ständige Neisebegleitung des Kaisers -- die Gene-raladjutanten, die diensttuenden Flügeladjulanten, die Offiziere und Beamten der Militär- und Kabi-nettskanzlei, der Vertreter des Ministeriums des Äußern —, dann jc nach Reisczwcck und Reiseziel der Obcrsthofmeistcr, der Minister des Äußern, deri Ministerpräsident, der Chef des Genernlstabcs, ein Statthalter oder Landespräsident erscheinen im Hof zug loie in Larenburg oder Reichenau alltäglich mehrmals vor dem Monarchen, um ihre Vorträge zu halten. Der Kaiser nicht übrigens die Reisezeit als Arbeitszeit so sehr aus, daß ihn streckenweise — auf der Hin- oder Rückfahrt — der Kabinettsdircktor, der Kriegsminister, ein Militär-Generalgouverncur, ein Militärkommandant, ein Fachminister, ein Obergespan oder Fachrcfercnt begleiten muß. Die aus der Rückreise Einsteigenden bringen die eben erst eingelanget n bitten zur Entscheidung. Der Kaiser fordert auch auf Reisen rascheste Erledigung und bietet daher auch eiuc Entscheidung, die so rasch erfolgt, als dies Studium und die Forderungen des Tages oder der Stunde gestatten. Der Kaiser auf Reisen lebt mit der Monarchie und der Welt wie der Kaiser zu Hause. Zur Unterstützung dieser so erpeditiven Herrschertäligleit führt der Hofzug einen eigenen Verbindungswagen mit sich, der alle Einrichtungen zur Herstellung telegraphischer und telephonischer Verbindungen enthalt. Eine Haustelephonzenlrale gestattet es, dein Kaiser und jedem Organ seiner Begleitung, sich jederzeit mit welchem Wagen immer in Gesprächsverbindung zu setzen. Hält aber der Jug auch nur einige Minuten, so wird auch schon von den Staatstclcphon- und Staatstelegraphenleitungen -.'in loser Draht bis an den Hofzug geführt und unter Benützung von Ösen mit den Zentralen des Vcrbindungswagcns znsam-mengcschaltet. Wie in jeder Station, so ist auch — wenn auch etwas umständlicher — auf offener Strecke die Herstellung einer solchen Verbindung immer möglich. So steht denn der Kaiser tatsächlich auch auf Reisen zu jeder Stunde, mehi noch: zu jeder Minute mit seinen Staatszemralen, mit jedre Front, selbst mit dem fernliegendsten Äronlnndc oder Komitat, mit jedem Kreis und jedem Bezirk in jenem innigen Kontakt, der es dem jugendlichen Herrscher noch stets ermöglichte, sein Auge auf ledem und iiberall ruhen zu lassen. Der Kaiser gelangt ans Ziel. Dort erfüllt sich der Zweck der Reise. Derbst bekannt, wenn es sich um eine Fahrt an die Front handelt. 'An den Fronten sucht der Allerhöchste Kriegsherr die unmittelbarsten Eindrücke, die die Forderungen des Feldes wiedergeben. Der Feldherr Kaiser Karl dankte und dankt ihnen die größten Erfolge. Lag aber das Auge des fühlenden Thronfolgers auf den Bildern des Kampfes, so rief fein Obr nur sein militärischer Stab, der im Hauptquartier arbeitete. Zum Kaiser dringen aber noch immer die Stimmen der entferntesten Teile seiner Reiche, wenn er etwa, am Scherenfernrohr stehend, jede Bewegung im russischen Schützengraben an der galizischen Grenze oder die wütenden Kämpfe um den Raum von Ol-na, um den Fajti hrib, den Monte San Gabriele oder die steil aufragenden Berge der Settc Cmnmuni und des To-nezza-Plateaus verfolgt. Dem Kaiser ist eine Reise keine Erholung. Wohl aber eine Erhebung, denn sie kann ihm, wo immer, die Treue zu Kaiser und Reich zeigen. Soviel Neise-i tage — soviel Arbeitstage. Arbeitstage — wie daheim. . k. VV. Feuilleton. Der letzte Herr Wagen. Eine Erzählung aus Alttram von Robert 5k astn er. (Fortsetzung.) Sie hatten einen guten Geschmack, die Edelhcr-rcn von anno dazumal, denn an der Gabe zur Auffindung schöner 'Aussichtspunkte können sie von den Nachsahren kaum übertroffen werden. Allerdings war bald ein Geschlecht nach dein anderen, nachdem man erlernt hatte, Schießpulver zu mahlen und Feldschlangen und anderweitig Stück zu gießen, von den luftigen Höhen zur Niederung gestiegen nnd hatte sich am Fuße des bisherigen Schloßberges einen neuen, weitläufigeren und bequemeren Sitz crbnut, der. obzwar oft noch mit Wehr und Graben vergehen, nicht mchr in erster Linie die Aufgabe yattc, der Sicherheit seiner Bewohner zu dienen. Oben aus der Höhe verfielen die verlassenen und verwahrlosten Felsennester mehr und mehr. Nnr mehr Ruinen, oft kaum mehr solche zeugen von der einstigen eisernen Herrschaft. Schloß Nageusberg aber ist noch eines der wenigen alten Krainer Bergschlosser, die ihre Eigenart bis zum heutigen Tage bewahrt haben. Hoch oben steht es auf luftiger Höh', und weithin sieht man von seinen Zinnen über das Land. Über das wellige Meer der waldigen Gebirge und die breiten satten Niederungen hin schweift der Blick in die Weite. Eine Unzahl von Dörfern, Schlössern und Berg-lirchlein zählt das Auge und weidet sich endlich an der riesenhaften Majestät der jchneeglitzernden Ka-rawcmten und Steiner Alpen im Hintergründe. Ge- gen Süden reiht Hügel sich an Hügel in die Unendlichkeit. Die Trauergäste hatten sich auf dem Wege zum Schloß bald in kleine Gruppen geteilt, die jc nach ihrem Temperament rascher oder langsamer hinanritten. Wenn die einen den Neg, so lange er noch im Tale dahinzog und der Sonne ausgesetzt war, in schlankem Trab dahineilten, um bald vom lockenden Schatten aufgenommeu zu werden, wo dann ohnehin der steile Pfad Mäßigung auferlegte, so zogen namentlich die älteren Herren, zu denen auch Herr Wagen gehörte, eine gemächliche Gangart vor. Erforderte es' doch auch die Höflichkeit, Abt Jakob das Geleite in seiner Sänfte zu geben. Der trug jetzt seinen weißen Ordcnshabit n,it dunklem Skapulier. Auf der Brust hing ihm an langer goldener Kette ein ebensolches, mit Edelst inen verziertes Kreuz von zierlicher Florentiner Aibeit. Am rechten Zeigefinger prangte im breiten Prälatenring ein großer, tafelförmig geschliffener Amethyst. ' ' ^ Schließlich war jedermann sroh, als endlich die Höhe erreicht war nnd die kühlen Gemächer hinter den dicken Schloßmauern ein angenehmes Tafeln erlauben würden. Erhitzt und ermüdet, sprangen die Herren schon im äußeren Schloßhos aus dem Sattel, denn dort befanden sich nebst mancherlei Wirtschaftsräumen auch die Stallungen. Wohlig atmete man auf, als das gewölbte kühle Flur die Ankömmlinge begrüßte, und manniglich lüftete sein Barett und kühlte die heiße Stirne.' Im Speisesaal, dessen Fensterladen der übermäßigen Hitze wegen geschlossen waren, herrschte angenehmes Halbduntel. Da stand die Tafel zum TolenmahlV bereit. Auf dem weißen, forglich geglätteten Linnen glänzten blanke, zinnerne Teller und Becher aus gleichem Metall. Die waren für den leichten Landwem und zur Stillung des Durstes bestimmt, während kleinere Kelchgläser Venetian!« »cher Herkunft einen besseren Tropfen als Begleiter zum Nachtisch versprachen. Bei Abt Iaiobs Gedeck Prangte besonders schönes Glasgeschirr, ein Geschenk des Patriarchen von Aquileja an den Vater selig Herrn Georg Wagens. Es waren viele Stücke davon gewesen, so daß man seinerzeit eine viel größere Tafel hätte damit schmücken können. Doch die Zeit und die Ungeschicklichkeit der Dienerschaft wie nicht letzten Endes wohl auch allzu feuriges Zutrinken bei festlichen Anlässen hatten allgemach die unbeständigen Schätze bis auf einige wenige Polale vermindert. Die Gläser saßen auf schlankem, wunderliche Figuren weisendem Stiel, waren dünn wie Pergament und klangen, wenn man damit a.,stieß, wie Glöcklein. Endlich war alles versammelt. Der Abt sprach ein kurzes Tischgebet, schlug ein Kreuz, und hungrig und durstig setzten sich die H-'rren. Der Freiherr hatte zur Rechten Herrn Jakob, zur Linken den Au-gustincr. Die übrigen setzten sich nach freier Wahl. Herr Georg gab das Zeichen zur Suppe. 'Aber ehevor man die zu löffeln begann, ließ sich mancher der Herren den Becher aus den großen Zinnlannen füllen, die den angenehm säuerlichen heimischen Wein bargen. Der wird noch heutigestags, obyvar nicht eben zu den Palatinen des Weingottes zählend, wegen seiner Süffigkeit und der hervorragenden Eigenschaft, den Durst zu löschen und gleichzeitig wieder neu zu entfachen, von Kennern geschätzt. Der Freiherr hatte ihn aus seinen eigenen Weingärten, die er drunten bei Neustadt! besaß. Zwar'gedieh auch im Bannkreis von Wagensberg der Weinstock, aber was man dort sechste, war minderer Art. (Fortsetzung folgt.) ^aibacher Zeitung Nr. 215_____________________________1344______________________________ 20. September 1917 Politische Uebersicht. L a i b a ch. 19. September. Aus dem .>lriegspressequartier wird über die Tätigkeit unserer Luftfahrtruppen gemeldet: Im August wurden über tausend feindliche Flüge an der Isonzo-From allein ausgeführt und dort 436 Luft-kälnpfe ausgefochten, -^l feindliche Flugzeuge wurden besiegt und zum Abstürze gebracht, 7 Flugzeuge durch die Truppe als abgestürzt gemeldet sowie drei Flugzeuge durch Abwehrfeuer zur Strecke gebracht. Wir verloren dagegen bloß zwei Apparate durch Absturz, 2 Apparate sind als vermißt gemeldet. Auf eigenem Gebiete mußten 5 Flugzeuge infolge mehr oder minderer Beschädigungen notlanden. Tie schwer kämpfende Infanterie wurde durch Infanterieflieger ill ihrem Angriffsgeist gestärkt und angefeuert, die Kommandanten durch abgeworfene Meldungen der Flieger über die Gefechtsiage unterrichtet, der Feind durch wiederholte Bomucnwürfc beunruhigt, gar oft in Verwirrung gebracht und zerstreut. Besonders die den Monte San Gabriele vcr° geblich stürmenden Massen der Italiener waren häufig das Ziel unserer Bomben. Die feindlichen Bombenwürfe auf Trieft fanden Erwiderung in unseren Flügen nach Venedig, welche von besten Erfolgen begleitet waren. Das Reuter-Bureau erfährt, daß die Alliierten den Friedensvorschlag des Papstes nicht früher beantworten wollen, als bis die Mittelmächte die Antwort an den Vatikan abgeschickt haben. Tic Haltung Englands stimme übrigens vollständig mit der Antwort, die Wilson dem Papste gegeben habe, überein. — Wie die „Wr. AÜg. M." erfährt, wird die österreichisch-ungarische Antwortnote auf die päpstliche Fricdensnote Tonneistag dem Wiener päpstlichen Nuntius übergeben und Samstag veröffentlicht werden. Seine Majestät der Kaiser hat den bisherigen kömglich ungarischen Finanzministcr Tr. Gustav Grah zum Scttionschef im Ministerium des k. u. k. Hauses-und des Äußern bei gleichzeitiger Anerkennung der 2. Rangstlasse ad personam ernannt. Unter Vorsitz des Settionschefs Tr. Gratz wurden am I«. d. M. in Budapest die deutsch-österreichisch - ungarischen wirtschaftlichen Verhandlungen fortgesetzt. Tas Wolff-Bureau meldet' Unsere Gegner unternahmen am Ili. d. mehrere Bombenflüftc gegen das süddeutsche Hcimatsgebiet. Es wurden angegriffen: Stuttgart, Tübingen, Frcudenstadt. Oberndorf, St. Ingbert, Saarbrücken und Eolmar. Bei Stuttgart wurde ein Soldat leicht verletzt, in Freudenstadt und in Eolmar entstand Gcväudeschaden. Alle übrigen Angriffe verursachten weder Verluste an Toten oder Verwundeten noch auch Sachschaden. Drei. feindliche Flugzeuge wurden innerhalb des Heiinatgebietes abgeschossen. Ter „Agcnzia Stefani" zufolge wurden Genua, Alessandria und Turin als Kriegszone erklärt. Private, vorläufig untoittrollierbarc Nachrichten melden eine weiter reichende Ausdehnung der Unruhen und politischen Streiks. Tas „Berliner Tageblatt" bezeichnet als beachtenswert eine Mitteilung des bisherigen Ministers Thomas, der im Namen seiner Parteigenossen in der Kammer erklärte, daß er den Frieoen nur V07? einer energischen Kriegführung erwarte, die bisherige sprunghafte Politit der französischen Regierung aber scharf verurteilte. Im übrigen verwies Thomas auf den bevorstehenden Tozialisteutongres; in Bordeaux., dessen Aufgabe sein wird, die Grundsätze für ein wahrhaft nationales Programm vorzu-sorgen. Tamil stehe aber nicht in Widerspruch, daß Thomas und seine Genossen das Ministerium Pain-levc in allen Landesverteidigungsangelegenheiten nach Kräften unterstützen werden. Dem „Temps" zufolge entstand am 17. d. M. in der Sitzung der Minderheit der sozialistischen Partei zur Vorbereitung des Kongresses der Minderheit eine lebhafte Meinungsverschiedenheit. Lo-riot, Nappaport und Vourderon sprachen gegen die Friedenstredite, Languet und Delphine erklärten sich für die letzteren, solange Frankreich einen Verteidigungskrieg führe und Nordfrankrcich und Belgien vom Feinde besetzt seien. „Viröevija Vsedomosti" melden, daß für die Alliierten eine Regierung ohne Kcrcnstij einen Schritt ins Ungewisse bedeute, da Kcrcnskij das einzige Unterpfand für Rußlands Bundestreue sei. Die , Alliierten wollen jetzt die Turchführung des amerikanischen Anlcihcversprcchcns von fünf Millionen Dollar an Rußland beschleunigen. Aus Newport, 17. September, wird gemeldet: Um die notwendigen Vorräte sicherzustellen, hat der Verwaltungsrat für die Ausfuhr gestern nachts eine lange Liste von Waren bekanntgegeben, deren Ausfuhr vollständig verboten ist und deren Versand nicht unmittelbar Kriegszwecken dient. Die Liste verzeichnet Weizen, Mehl, Zucker, Butter, Baumwolle. Eisen, Stahl aller Art, viele Chemikalien und einige andere Artikel. In der Bekanntmachung wird hinzugefügt, daß begrenzte Mengen der Artikel in gewissen Fällen ausgeführt werden können, wenn d'es ohne Nachteil für die Vereinigten Staaten geschehen hann oder wenn ?s notwendige medizinische oder pharmnzeutische Zwecke erfordern. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. ^ (Die Regelung der Versorgung des Eisen- bahnpersonals.) Tie ungestörte Aufrechterhaltung des Eisenbahnbetriebes ist für das gesamte Wirtschaftsleben des Staates sowie für die Echlagfertig-keit der Armee von allergrößter Bedeutung; sie hängt wesentlich von der klaglosen Lebensmittelversorgung des Eisenbahnpersonals ab, das seinen schweren Tienst nur dann zu leisten imstande ist, wenn es entsprechend den außerordentlichen Anforderungen der Kriegszeit ausreichend verpflegt ist. Tas Amt für Volkscrnährung hat zur Besserung der bisherigen Approvisionierungsverhältnissc im Einvernehmen mit dem Eisenbahnministeriuni die Verpflegung der Eisenbahnbedienstctcn und ihrer Angehörigen einheitlich geregelt. Die Organisation umfaßt sämtliche Angestellte der Staatsbahnen, der im staatlichen Betriebe stehenden Lokalbahnen sowie folgender Privatbahncn: Südbahngcsellschaft, Ka-schau—Odcrberger Bahn, Aussig—Teplitzcr Eisenbahn, Buschtehrader Eisenbabn, Eisenbahn Wien— A spang, Wiener Lokalbahn A.-G. und niederöstcr-reichische Landesbahnen. Den Mittelpunkt der Organisation bildet die im Eisenbahnministerium errichtete Hauptwirtschaftsstellc, der die in den verschiedenen Kronländern schon bestehenden oder noch zu errichtenden Lebensmittelinagazine unterstellt sind, ob sie nun bahneigen oder genossenschaftlich sind. Die Hauptwirtschaftsstellc kann zu ihrer Unterstützung sowie zur Unterstützung der Landesbchörocn fallweise Vertreter in die einzelnen Kronländer senden oder in diesen ständige LandeswirtiMstssteliett errichten. Sie vermittelt den Verkehr zwischen den Bahnverwaltungen und den Lebensmitlelilmgazinen einerseits und dem Amte für Voltsernäln'ung sowie den Wirtschaftszentralcn anderseits. Ferner obliegt ihr die Zusammenstellung des gesamten monatlichen Bedarfsanspruches, der vom Ernährungsamt überprüft wird. Die Versorgung erstreckt sich auf Mehl und Mahlprodukte, Hülsenfrüchte, Butter, Fett, Zucker, Kaffeersatz, Marmelade, Dörrobst nnd -ge-müse und Seife. Unter besonderen Bedingungen nehmen an dieser Versorgung auch die Angestellten der mit dem Eisenbahndienst in unmittelbarem Zusammenhange stehenden Ämter des Post- und Fi-nanzdienstes teil. — (Ausfolgung von Nährlnittelznbußen in der ersten Hälfte des Monates Oktober.) Die im Z ' "er Verordnung des Amtes für Vollscrnährung vom 15.. August' 1917, R. G. Vl. Nr. :M1, vorgesehenen Nährmittelzubußcn werden zunächst für die zwei Wochen vom W. September bis K. Oktober und vom 7. bis 1A. Oktober d. I. in dem festgesetzten Höchstausmaße von '/4 Kilogramm für Schwerarbeiter nnd '/« Kilogramm für sonstige Nichtjelb!tver>orgcr pro Kopf und Woche zur Ausfolgung an die Bevölkerung gelangen. Tic Zubußen werden in Grieß, Nollgerstc oder Teigwarcn bestehen und nur gegen Abgabe einer besonderen amtlichen Ausweiskarte oder gegen Abstempelung der Brotkarte verabfolgt werden. Das Amt für Volksernährung wird nach Maßgabe des jeweiligen Versorgungsstandes von Fall zu Fall bestimmen, ob und für welche weiteren Wochen Nährmittelzubußen auszufolgen sein werden. — (Bier aus niederaradiaen Würzen.) Einer am 18. d. Verlautbarten Verordnung des Amtes für Vollsernähruna im Einvernehmen mit dour Finanzministerium vom 15ten September 1917, betreffend die Erzeugung von Bier aus uiederaradigen Würzen, sind folgende, Bestimmungen zu entnehlncn: Die Erzeugung von Bicrlvürze von mehr als 6,5 Taccharometerssradcnl Extrakt ist verboten. Tiefer Vorschrift ist entsprochen, wenn die Bierwürze bei der amtlichen Erhebung auf dem Kühlschiffe mit nicht mehr als 6,5 und bei dc-r amtlicl>en Erhebung mittels Äicrwürzelontroll-mcßapparatcs oder auf Grund der Hammswbanzeisscn in der Pfanne mit nicht inc,hr als 6 Sacchnrometergraden festgestellt wird. Überschreitungen des gestatteten Extvattnel>al-tes nm nicht mehr als N,5 Eaccharolnetera,rade Extrakt sind zulässig. Höhergradige Bierwürze darf nur auf Grund fall- wciser. vom Amte für Vottscrnährung für bestimmte Zwecke erteilter Bewilligungen erzeugt werden. Wenn das auf (^rund einer solchen (Gestaltung erzeugte Bier der mit dcr erteilten Bewilligung bezeichneten Verwendung nicht zu« geführt wird. so ist es mit Bier aus schlvächernradincn Nir. zen derart zu verschneiden, datz das fertige Bier dem vor. geschriebenen, Stammwürzcgehalte oon nicht mehr als sic» be,'. Saccl)arolnetergraden Extratt entspricht, libertrelnnncn dieser Verordnung werden voir den vnlitisch.'n Behörden cr« stcr Instanz mit Geldstwfen bis zu 20.(XX) Kronen oder mit irrest bis zu sechs Monaten, geahndet, soferne die Hand. l'lng nach den, bestehenden (ik'schcn nicht cwer strengeren Etrafc 'unterliegt. Bei einer Bestrafung lann auch a>lf den Verlust einer Getoerbeberechtigung für immer oder auf bestimmte Zeit erkannt werden. Auch 'anu in dem Strafe erkenntnisse der Verfall der tziegenständc auf die jich die strafbare Handlung bezieht, zu Glmsten des Itaa'.eZ aus« gesprochen worden. Tie Verordnung tritt am 9-l. September in krafi. - Turcl, die neue Maßnahme dc3 Amtes »ür Voltöernährung wird es den Brauereien erlw'.glicht. aus der zugewiesenen (Nerstenmenge oon 4»>0/)!,l) Me1erzen:ncr ein größeres Quantum von Bier ^ils bei Verlvendung von no.malgradisser Bierwürze zn erzeugen. — (Die Urlaube der Verufsjässer.) Die Berufs- iäger sind größtenteils unk'r die Waffen gerufen, worunter namentlich die ordnungsmäßig eingerich--teteii Jagden mehr oder weniger leiden. Das t. k. Ackerbauministerium hat nun im Einvernehmen mit dem f. und k. Kriegsministcrium verfügt, daß Urlaubsgesuche von Verufsjägcrn nach Tunlichkcit zu berücksichtigen sind. Solche müssen unmittelbar beim betreffenden Kommando allläßlich des Rapportes eingebracht werden. In außerordentlich dringenden Fällen sind die Gesuche, mit der Bestätigung der politischen Behörde versehen, bei dcr Zentralbehörde vorzulegen. - (Kranzablösunssen.) Seine Exzellenz Landespräsident a. D. Theodor Freiherr von Sch oarz und Frau Gemahlin haben statt eines Kranz« s für den verstorbenen Hofrat Tr. Josef Edlen von Na<^ für dm Labedielist 2s' Kronen gespendet. Aus dem gleichen Anlasse haben Herr Landessanitätsinspektor Dr. Demeter Ritter von V l e i w ei s-Tr sie-ni 6 ki nnd Frau gleichfalls für den Labedienst 25» Kronen gespendet. — ikranzablösunss.) An Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Hoftlit und Finanzpro-' turator Dr. Josef Edlen von Ra^i'5 hat Herr Nechts-anwalt Dr. August von Plachki dem Deutschen 5Megswaisenschatz den Betrag von 20 Kronen gewidmet. ~ ikranzalilüsunq.) Herr und Frau Valentin ^) e sch t o haben statt eines Kranzes auf die Bahre des verstorbenen Herrn Hofrates Dr. Josef Edlen von Na<'i<' unserer Administration für das Elisa-beth-KindcrsPital den Betrag von 20 Kronen übermittelt. — iKranzablosung.) Statt einer Kranzspende für den verstorbenen Herrn Mar Icrmann hat Herr Tr. Marimilian von Würz bach, Advokat und Gutsbesitzer, Schloß Höflein, unserer Administration sür die Kriegsblinden .';<» Kronen ubcrmiltvlt. ~ iMehlabssabc.) Das Mehl wird den Kaufleuten morgen um 9 Nhr im städtischen Veratungs-saale angewiesen werden. Der Mehlverlauf erfolgt von übermorgen an bis einschließlich Freitag den 2«. d. M. Auf jede Karte wird ein Kilogramm'Back-lnehl zu 1,1« K. erhältlich sein. Das'überschüssige Mehl ist am 29. d. anzumelden. Verkäufern, die die Anmeldung unterlassen, wird der Mehlverlauf überhaupt entzogen werden. Auch wenn kein Mehl er' übrigt wurde, ist hievon die Mitteilung zu erstatten. ' (Tchweinefleijchabssabe.) Die städtische AP-Provisionierung wird heule nachmittags in dcr Io-sefikirche billigeres Schweinefleisch auf die gelben Legitimationen ^ abgeben. Reihenfolge: von halb 2 bis 2 Uhr Nr. 1—200- von 2 bis halb :l Uhr Nr. 201—400; von wlb :; bis Z Uhr Nr. 401 bis lX10: von -'! bis halb 4 Uhr Nr. 501—«00; von halb .4 bis 4 Uhr Nr. »01—1000; von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 1001—1200; von halb 5 bis 5) Uhr Nr. 1201 bis 1400: von 5 bis halb li Uhr Nr. 1401--1W0; von halb s> bis s> Uhr Nr. 1 Ml—1800; von l> bis halb 7 Uhr Nr. lttl)1—2000; von halb 7 bis 7 Uhr Nr. 2001—2200; von 7 bis halb « Uhr Nr. 2201 bis zum Ende. — Das Kilogramm tostet 4 Kronen; auf jede Person entfällt V, Kilogramm Fleisch; zwei Persmicn erhalten V^ Kilogramm, I! bis 4 Personen '"/, Kilogramm, 5, bis l) Personen 1 Kilogramm, 7 bis » Personen 1'/» Kilogramm, mehr als « Personen 1'/_' Kilogramm. — Die städtische APProvisio-nierung wird ferner heute nachmittags in der Fleischbank l^trukels an der Zaloger Straße, bezw. ^krl in Wajtsch auf die gelben Legitimationen ^ und <^ billigeres Schweinefleisch abgeben. In beidcn Orten Laibacher Zeitung Nr. 21b 1345 20. September 1917 gilt folgende Reihenfolge: ») die gelben Legitimationen '^: von 2 bis halb 3 Uhr Nr. 1—100, von halb 3 bis 3 Nhr Nr. 101-200, von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 201 bis zum Ende; l.) dic gelben Legitimationen c> von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 1—100, von 4 bis halb 5» Uhr Nr. 101—200, von halb 5 bis !) Uhr Nr. 201—300, von 5 bis halb k Uhr Nr. 301 bis 400, von halb U bis (i Uhr Nr. ^01 bis zum Ende. — Preis und VertcilmMmcngc wie oben. — Stunde cin>e Stockung entstehen muß und die Parteie7r nicht mchr ftlamnätzig gefertigt loerden lönnen. Iin Interesse aller beteiligien Personen ersucht daher die Approvisionieruna, nochumlö, eö möge jedermann seinen Netraa schon bereit-leiten und nicht ungeniert mit Banlnoien zur iiasse lom» me», luas jetzt allsscinein zur GeluohnIM geworden' ist. ^ (Ollftvertäuferinnen auf dem Viartte.) Die ftadtischc Approliisionierung benötigt für die Obstabgalx» auf dem Viartle inchrer« Verkäuferinnen. Personen, die darauf refleltieren, mögen sich in der Kanzlei der Appro-visioniening, Poljanastras^ 18, melden. Vemcrtt soi jc° doch, dah sich jede Verläuferiu! die Wage selbst besorgen muß. ^ — (Winteräpfel.) Die städtische Approvisionierung! teilt in it, das; sie das dauerhafte Winterobst schon in! einigen Tagen erhalte,» wird. — (Größere Mcnnen von Obst.) Die städtische. Appro« uisionierung verkruft Obst in größeren Mengen (l»o>r ^ehn Kilogramm aufwärts) täglich von 9 bw 10 Uhr Uormit° tags. Iu diesem, Zwecke mögen! sich Parteien, zu dieser Elunide in der Mnzlei dcr Approvisionierung, Poljana-strahc 13, meldeiu, — (Die Isonzo«Kaftelle) wird Somitag von t> Uhr abei^ds Uagcnfurt als Sohn eines.^aufinannes geboren, absolvierte der Verblichene das Laibacher Gyninasiuni mit Auszeichnung und trat nach Beendigung dcr juridischen Studien im Jahre 160? als Konzipient in oie Ad-vokaturslnnzlei Dr. Pseffcrers in Laibach cin. Der omnalige Landesprnsident, Fleiherr von Widm.nin, bewog ihn iin Jahre IU70 zum Übertritte in den Finanzprolurawrödienst, in dem er rasch vorrückte und bereits nach zehn Jahren zum Finanzrat und Leiter der hiesigen Finanzprokuratur befördert wurde. Im Jahre 1684 erhielt er den Titel und Charakter eines Oberfinanzrak's, wurde 166U zum Oberfinanzralc und Finanzprolurator für Kram ernannt und erhielt im Jahre 1692 den Titel und Charakter eines Hofratcs. Anläßlich des iwjährigen Regierungsjubil.äums Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef wurde er durch Verleihung des Ritter' kreuzes des Leopold-Ordcns ausgezeichnet; im Jahre 1907 trat er in den dauernden Ruhestands bei web Hem Anlasse ihm dcr Adelstand verliehen wurde. Herr Hufrat Dr. Edler von Na^iö war dcr ihn, unterstehenden Beamtenschaft ein stets entgegenkam-mender und hilfsbereiter Chef; er versah seine Bc-rufsgcschäfte mit voller Hingabc und außerordentlicher Umsicht, während er in seiner freien Zeit mit oc ondcrem Eifer dem Jagdvergnügen huldigte. Im ?" «'rainischen Spartasse entfaltete er lange Jahre hindurch eine sehi ersprießliche Tätigkeit' für die SWdt "ai ^r^i^^K """I de/ErdbebenlawNp e^s Jahres 1695 hervorragende Verdienste cM Nrän^ dent des Landeshilfskomitees. ^ A Lcickcnb -gängnis fand gestern nachmittags um 4 Ul,r au den Fricdhof zun. Hl. Kreuz statt. ^ur Leichenfeier w ten sich neben den Familienangehörigen nnd Verwandten folgende Herren cingcsunoen: Landesvrä-sident Graf Attems samt Frau Gemahlin und Hoftat Ritter von Lascha n, Landeshnllptmann Dr. l^u steril i<", Landcsgcrichtspräsident Els-ner, Vizepräsident Hoftat Pajk, Oberlandesgerichtsrat Haussen und Swatsanwatt Htöcki, Magistratsdircktor Dr. ^arnik, Finanzdirektor Hoftat Kliment, Oberfinanzrat Dr. Tho-mann und Oberrechnungsrat Lang of, Domdechant Kolar und fürstbischöflicher Kanzler Steska, Ncgicrunasrat Dr. Valrnta Edler von Marchthurn und Obcrbezirlsarzi Doktor Mahr, Landtagsabgcordnctcr Dr. Egcr, N^tar Galle, die Schulräte Dr. B i n d c r, V e se l und Dr. Svoboda, Handelöschuldireitor M a H r, eine Abordnung der Krainischen Sparkasse, Vertreter der Handelswelt, u. a. I a n c s ch, Kosler, Äris» P e r, >iommerzialrat Samassa und S c e in a n n, weiters von den Herren im Ruhestände: Seine Exzellenz Landespräsident a. D. Freih. v. S ch w arg, die Hofräte Dr. Ritter von Ruling und Do> bida, dic Oberste Edler von Hollcgha und Edler von Pctrovan, Bezirkshauptmann Del Cott, dann sehr zahlreiche Damen. — (Zum Abstürze Dr. Hencmanns.) Wie man uns mitteilt, hat sich dyr Obmann der hiesigen Sektion des Deutschen und OsterreichiMn Älponocreincö, .Herr Lud. wig, in. Äegleitung des ältesten der vier Knaben, die Herrn Dr. Hegomann auf dem Wege zur Zoitz-Hütte an. getroffen haben, in die Steiner Alpen begeben, um die Ab, fturzstelle ausfindig zu machen und dann Vorkehrungen! ünr Bergung des Verunglückten zu treffen, — Fru,u Dottor Hcgemxinn hat die Belohnung für die Auffindung ihres Gatten auf 1000 K. erhöht. — (Eine Wohltätigkeitsvcrsammluny) wird Donnerstag den 27. d. M. von den hiesigen charita-tiven Vereinen mit folgendem Programm veranstaltet werden: Um 6 Nhr früh in der Herz Iesu-Kirche eine hl. Messe, die der hochwürdigste Herr Fürstbischof zelebrieren wird. Hierauf Predigt. Nach dem Gottesdienste (bald nach li Nhr) Versammlung im Saale des „Rolodelsti doin" (KomcnstlMsse 12): 1.) Dr. Franz I e 5.- Friede und Liebe — oie größte Wohltat. 2.) Dr. Anton Zdc » ar: Der sittliche Verfall und die Mittel dagegen. 3.) Landesgerichtsrat Franz Mili-insti: Der Krieg und die Jugend. 4.) Pfarrer Anton Mrku n: Die Fü.sorge für die .^riegswaisen. 5.) Regierungsrat Iv.m 6 u -bic: Die soziale Versorgung dcr Invaliden. 6.) Dr. I. Ev. Kr et: Die Inoalidenhcunstätten. 7.) llbungsschullehrcrin M. ^tupca: Die Frauen-frage. 8.) Dr. Franz Pavleti 5: Die Hilfeleistung für die Flüchtlinge und der Wiederaufbau des görzischen Kronlandcs. — Wie aus dem Programm ersichtlich ist, verfolgt die Versammlung den Zweck, die charitativc Arbeit unter uns überhaupt zu beleben, im besonderen aber darüber Beratungen zu pflegen, wie die uns vom Kriege geschlagenen Wunden zu heilen wären. Alle, die für das Elend des Nächsten ein Herz haben und über genügend Zeit verfügen, sind eingeladen, sich zu der in der Gegenwart so notwendigen Versammlung, einzufinden. — (Lalmlersatz «nd Zahnlrantheiicn.) Die ..Oster» rcichische Tawt'Zeiwng" schreibt: Von Zahnärzten wird jetzt darauf anftnerlsmn geinacht, das; die VSnühunH von Huflattich und Waldmeister <,I«l ^ai>atersal> sehr häufift zu schinerzhclften Eniznndunn.en des Zahnfleisches und zu Hchnau6fö noch nicht geschel^en ist, ihre Forderungen, gegen dort wohnhafte Schuldner zur Wahrung ihrer Interessen bei der Schutzstelle, fiif österreichische Vermögen im Auslande, Wien, 1. Bez., Studenring 8 (.<^i,delslammcrgcbäude) im Wege ihrer zuständigen Handels, und Mwerbelummeir oder des l. l. Handels, musemns bis längstens 15. Otwbcr l. I. anzumelden. — l Verloren.) Auf dem Wege Südlxchichof. Bahnhof« straße, Werichtsgasse. Wieiier Straße. Franz Josefs-strotze durch die Lattermannsnllee, retoilr durch die Kla-genfurter Strasze in die Brauerei „Union" wurde eine Vrillantbrosche in Halbmondsform mit cVner Perle vec-lorcn. W wird gebeten, sie gegen B^ohnnny in der Brau«, oei „Unim^" in Unter.öi^ta bei 3«»" bmi Huhmann abzugeben. Kino Central im Landestheater. Heute: 1.) Die neueste Sascha- und Meßtcr-Woche. — 2.) Wie Frankreich Elsas; befreite. — 3.) Auto 444, Talar-sos drittes Erlebnis. — Die Launen einer Mode-tönigin, Lustspiel, lnit der Modekönigin der Ver-liner Gesellschaft Marie Vcrte Darmand in der Hauptrolle. — Morgen Freitag um 4, halb 0 und 7 Uhr abends das große soziale Drama „Ter rote Prinz". Um 4 Uhr nachmittags haben morgen Freitag auch Jugendliche Zutritt. Morgen Konzert um 7 Uhr abends. Um halb 9 Uhr abends morgen keine Kinovorstellung. Der Krieg. Ilelegrantme de» k. k. Delegraphen > Aorre» fpondenz M«r«clU». Oesterreich - Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 19. September. Amtlich wird verlambart: 19. September. Östlicher Kriegsschauplatz: Beiderseits des Ojloz-Iales haben wir starke rumänische Angriffe abgeschlagen. Durch raschen Gegenstoß wurde an einer Stelle eingedrungener Feind völlig geworfen. Seine Verluste sind erheblich. Italienischer KriessSjchauplatz: Vei der Heeresgruppe des Feldmarschalls Frei-herrn von Conrad führte der zur Wiedergewinnung eines vorübergehend dem Feinde überlassenen Frontstüctes bei Carzano angesetzte Gegenangriff zu vollem Erfolg. An Gefangenen wurden hier tt Offiziere uno übcr 300 Mann eingebracht. Südöstlicher Kriegsschauplatz: Unverändert. Dcr Chef des Generalstabetz. Deutsches Neich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 19. September. Das Wolff-Vureau mel' det: Großes Hauptquartier, 19. September: Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Nupprecht von Nal)e?n: In Flandern war zwischen dem Houthoulster Walde und dcr Ll)s gestern den ganzen Tag über der Artillcrickampf gesteigert. Das Herstörungsfcuer h^r feindlichen Batterien, denen unsere starte Gegenwirkung sichtlich Abbruch tat, lag wieder in heftigsten Feuerwellen auf unserer Abwehrzone. Abends und heute morgens gab der Feind mehrmals Trommelfeuer ab, ohne das Infanterieangriffe folgten. Bei Lens und St. Quentin herrschte lebhafte Ge-fcchtstätigkcit. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinzen: Nordöstlich von Soissons, am Aisnc—Marne-Kanal und westlich der Suippe^iiederung bekämpften sich die Artillerien zeitweilig unter starkem Mu-nitiunseinsatz. Auf dem Ostüfer dcr Maas brachen die Franzosen nach heftiger Fcuervorbcreitung west-lich der Straße Beauinont—Vacheranvillc in drei Kilometer Breite zum Angriffe vor. Die ersten in unserem Abwehrfeuer schnell weichenden Sturmwellen des Feindes wurden von den tiefgegliederten folgenden Hleserven zu erneutem Angriff oorgeris-sen. Auch dieser starte Stoß lum im Acuer und Nahlmnpf zum Scheitern. In den zurückflutenden Haufen fand unsere Artillerie besonders lohnende Ziele. Der Tag hat die Franzosen wieder hohe Verluste gekostet, ohne ihnen den geringsten Vorteil zu bringen. Gestern sind 16 feindliche Flugzeuge zum Ab' stürz gebracht worden. Vizefeldwebel Thom schoß 3, Leutnant Thuy 2 Gegner ab. Ostlicher Kriegsschauplatz: Front des Generalfelomarschalls Prinzen Leopold von Vayern: Bei Tünaburg und im Bogen von Luck hat die Fcuertätigkeit dcr Nüssen merklich zugenommen. Front des Generalobersten Erzherzog Joses: Starte Angriffe dcr Rumänen richteten sich gegen unsere Höhenstellungen südlich des Ojtoz-Tales. Der südlich von Groze'sti anfänglich eingebrochene Feind wurde durch kräftigen Gegenstoss geworfen, im übrigen schon durch unser Feuer abgewiesen und büßte überall blutige Verluste und zahlreiche Gefangene ein. Heeresgruppe des weneralfeldmarjchalls von Mackensen: Bei Varnita und Muncclu wiederholten rumä» nische Truppen ihre Angriffe, die ihncn erneut Mißerfolge brachten. Mazedonische Front: Im Becken von Monastir und in der Enge zwischen Prespa- und Ohrida-See verstärkte sich die Ar-tillerictätigtcit. Östlich des DoiraN'Secs tmn es zu Vorpostcngefechtcn, in denen die Bulgaren gemischte Abteilungen vertrieben. Der Erste Generalquartiermeister: von Ludendorf f. Laibacher Ieiwng Nr. 215 1346 20. September 1917 Berlin, 19. September. Das Wolff-Burean meldet: Nach der Erschopfungspause in den 5tämpfm der Entente ist der Mmpf an allen Fronten wicdcr aufgelebt. In Flandern entfalteten die Engländer neuerdings eine rege Tätigkeit. Im Artois war die Feuertätiylcit besonders bei Achcvillc gesteigert. An der Aisnc nxrr die Artillerictätig-keit stark gesteigert. Auf dem Ostufcr der Maas uersuä>-ten die Franzosen einen neuen Angriff. Die vordersten Sturmwellen kanren nicht ciiunal bis an die deutschen Hindernisse. Sie lehrten um unt> flüchteten, wurden aber von der Wucht der nachdrängenden Reserven wieder vorgerissen. Infolge ihrer Massieru,:^; hatten diese im deutschen Maschinengewehrfeuer furchtbare Verluste. Kaum ein geringer Teil gelangte bis an die deutschen Gräben, wo sie niedergemacht oder gefangen wurden. — Auch im Osten ist die Kampftätigkeit wieder aufgelebt. Nn der Rigaer Front versuchten die Russen, mehrere vergebliche Tciluor-stöhe. In der Moldau hat ein neuer russisch-rumänischer Angriff am Morgen des 18. September cnMseht. Vom Ojtoz- bis zum Kasinu-Tal folgten einzelne schwächliche Tcilangriffe nördlich der Glasfabrik. Nachmittags setzten nach starker Artillerievorbereitung heftige, tiejgcglieocrte Angriffe ein. An der Glasfabrik wurden sie abgewiesen. Südlich von Grozesti wurde ein rumänischer Anfangserfolg durch Gegenstoß wieder völlig ausgeglichen. Bei Varnita wiederholten die Rumänen die Angriffe ohne Erfolg, ebenso nordwestlich Muncelul, wo die Rumänen einen überraschenden Teilvorstoh versuchten, dqr im Abloehr-fcuer der Verbündeten restlos zusammenbrach. Berlin, 19. September. Das Wolff-Bureau mel» det: 19. September, abends. Der Artillerictampf in Flandern dauert an. Sonst nichts Wesentliches. Italien. Die Etraszenunruhen in Oberitalien. Bern, 19. September. Nach Berichten einzelner - Tcssmer Blätter ist die italienische Grenzsperre auf die Straßenunruhen in Mailand und Turin zurückzuführen. Am letzten Donnerstag und Freitag sind, wie berichtet, in Mailand im Laufe des Lebensmittelaufruhrs die Führer der sozialistischen Parteien im Mailänder Rathause gefangen genommen worden. Bern, 19. September. Das Luzerner „Vaterland" meldet aus Mailand: Einige private Todes-anzeigen für gefallene Offiziere lassen deutlich erkennen, daß sie die Opfer der Unterdrückung der sogenannten Turiner Vrottevolution geworden sind. Bei der Unterdrückung der Unruhen intervenierten Mailänder Bataillone. Truppenabziehungen von der Front. Lugano, 16. September. Die Truppentransporte, die als Ursache der italienischen Grenzsperre angegeben wurden, scheinen nach hier eingctroffenen Nachrichten, nicht nach der Front oder zwischen verschiedenen Teilen der Front, sondern von der Front zur Herstellung und Gewährleistung der Ordnung im Innern landeinwärts erfolgt zu sein. Die amtlichen Nachrichten besagen bisher nur, daß oie militärischen Machtmittel gegen die Kriegssabotage zur Disziplinierung der Volksmenge in Genua, Alessandria und Turin gebraucht wurden, doch sollen auch in anderen Orten, wie in Civitavecchia, die Hafenarbeiter erwiesenermaßen, um gegen den Krieg zu protestieren, dringende Arbeitsleistungen verweigert haben. Die Negierung und die Heeresleitung scheinen überzeugt zu sein, durch die Anwendung des Kricgsrechts die Lage für das Nächste beherrschen zu können. Englische UnterftUhung Itnlirns. Lugano, 18. September. Der englische Kriegsminister Lord Derby, der w Italien geweilt hatte, richtete bei der Heimreise, wie die „Aaenzia Stefani" mitteilt, an den Ministerpräsidenten Boselli cm Telegramm, in, dem es heißt, dah er nach England den Wunsch mitnehme, das; Italien auf jede Art. unterstützt werden möchte. Her Seekrieg. Neue N.Voot-Erfolge. Vern, 19. September. Vom Untersoebootlrieg im Mit-telmnre erfährt der „Liverpoolcr Kurier" aus Schiffahrtskrvisen, datz in den letzten Augusttagen die französische und die italienische Regierung fast alle Häfen des Mittelmecrcs infolge der arohcn Untersccbootgefahr geschlossen haben. Die Häfen lvaren voll von Dampfern nnd Kapitänen, welche nicht ausfahren tonnten. Durch diesen Aufenthalt von fast einer Woche entstanden Verluste tm Werte von Millionen. Es Wird noch eine «rohe Iah! von englischen Dampfern vermißt, welche zu neun Zehnteln alö verloren angesehen werden müssen. Nerlin, 10. September. Das Wolff-Burcau meldet: Im Sperrgebiet um England wurden durch unsere Unterseeboote 19.000 Bruttoregistertannen versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden sich zwei grohe bewaffnete englische Dampfer, einer davon war anscheinend ein Hilfskreuzer oder Transporter. Frankreich. Tie Regierungserklärung in der Kammer. Aus Paris wird vom 18. d. gemeldet, daß in beiden Kammern eine längere Erklärung der Legierung verlesen wurde, worin gesagt wird: Je mehr sich das Kriegsende nähert, um so mehr wird die moralische Widerstandsfähigkeit der Nation, gegen die die Feinde ihre 'Angriffe verdoppeln, ein ausschlaggebendes Mittel des Sieges werden. Frankreich seht den Krieg fort, weder um zu erobern, noch um sich zu rächen, sondern um seine Freiheit und Unabhängigkeit zugleich mit der Freiheit und Unabhängigkeit der Welt zu verteidigen. Die Forderungen Frankreichs seien: Desanncrion von Elsaß-Lothringen, Ersatz für die Schäden und Zerstörungen, die der Feind anrichtet, Abschluß eines gerechten Friedens, durch den kein Volk unterdrückt wird, eines Friedens wirksamer Bürgschaften, die die Gemeinschaft der Nationen gegen den Angriff von außen sichern. „Wenn uns auch die russische Front peinliche Enttäuschungen bereitet, so müssen wir doch hoffen, daß die neue Republik die Kraft schöpfen wird, die innere Einigkeit und Disziplin wieder herzustellen. Auf den anderen Schlachtfeldern, auf dem Karst, am Tereth und an der Ccrna wie im Artois werden die vollbrachten großen Dinge in ihren Folgen zutage treten. In Frankreich werden die ersten amerikanischen Kontingente ausgebildet. Unsere Armee zeigte niemals eine höhere Moral, fühlte sich niemals siche' rcr ihrer selbst. Auf daß ihr bewundernswertcs Heldentum vor jeder.Antastung bewahrt bleibe, muß sie sich unter der Obhut der öffentlichen Gewalt fühlen, ohne daß in die Befugnisse des Oberkommandos eingegriffen wird. Die Regierung zählt auf die enge Mitwirkung d^s Parlaments." — Wie die „Agc-nce Havas" meldet, wurde die Erklärung mit einmütigem Beifall aufgenommen. Nußland. MiniftcrrUlktritte. Petersburg, 19. September. (Agentur.) Die Regie« rung hat die Demission, des Iustizministcrs angenommen. Petersburg, 18. September. iAsscntur.) Die Negie» runss hat die Demission der Minister Atsentijev und Slo-l'elev angenommen. Rücktritt des Bureaus bes Prtersburner Arbeiter- und Soldatenrates. Petersburg, IN. September. «Agentur.) Angesichts des von der Vollversammlung des Arbeiter' und Soldaten-rates anssenommenen Beschlusses der Maxlmalisteni, der die Forderung stellt, dah die Gewalt von den Näten über» nommen wird ist das gesamte Bureau des Arbeiter- und Soldatenrates zurückgetreten. Nie Neuwahl des Bureaus wird in der nächsten Heit stattfinden. Verurteilte Soldaten. Petersburg, 19. September. (Agentur.) In Kijev, Minsk nnd einigen anderen Städten hat das gerichtliche Verfahren gegen Soldaten, die der maxlmalistisch-fozial-dcmolratischen Partei angehören und wegen Verbrüderung mit den Deutschen und (Kehorsamvcrwcigerung im zlampfc angeklagt sind, begonnen. III Pskov endete ein solcher Prozeh mit der Verurteilung von 55 Soldaten zur Zwangsarbeit von ti nnd 10 Jahren. Kosaken nach Finnland? Stockholm, 19. September. Wie aus Haparanda gemeldet wird, schickt die provisorische Regierung zwei neue Kosaken-Divisionen nach Finnland, angeblich wegen der bevorstehenden, Operationen in der finnländischen Bucht. Sämtliche Russen wurden, aufgefordert, Finnland zu verlassen, da die finnischen Behörden ihnen die Ausfolgung von Lebensmitteln verweigern. Vie Vereinigten Staaten von Amerika Ausstand von 25.l)0<1 Werftarbeitern der pazifischen Küste. Amsterdam, 18. September. „Central News" melden aus Washington: Am Montag traten 25.000 Werftarbeiter der pazifischen Küste in den Ausst.,nd. 15i Prozent davon waren beim Kriegsschiffbau beschäftigt. Die Streikenden vcrlana.cn eine 50prozen-tige Lohnerhöhung. Wie verlautet, ist es zu aufrührerischen Szenen gekommen. Washington, 1«. September. (Neuter.) Der Obmann des Schiffahrtsamtes forderte Gompers auf, zur Beendigung des Ausstandes zu vermitteln, der das Schiffsbauprogramm der Regierung für die Pazifische Küste gefährde. Die Besprechungen m San Francisco, die zwischen der Regierung, den Vertretern der Werften und den Arbeiterführern geführt werden, dauern an. Theater. Knust nnd Ateretnr. — (Der Gesangsabend,) den am 1«. d. M. der Gesangsvcrein „Ljubljanski Ivon" im hiesigen Landestheater veranstaltete, hatte sich eines vorzüglichen Besuches zu erfreuen. Das Programm setzte sich aus 15) Männerchören, gemischten (5hören und Einzel' gefangen zusammen. Die Sänger zeigten sich insbesondere im Vortrage des Volksliedes „Ljulm si, po-lnlad zelena" ihrer Aufgabe gewachsen, da sie dieses einfache Lied mit fein abgestufter und daher voll einzuschätzender Dynamik zur Geltung brachten. Im sonstigen erhoben noch Prelovcc' Oktett „Aapoj mi pescm, dekle" und Adami/' Ballade für Oktctt und der Männcrchor „Iunakova svcnba" Anspruch auf höhere Bewertung, jenes durch seine volkstümlich gefällige Konzeption und die gefällige Wiedergabe, diese durch ihre frischquellende Invention und den strammen Vortrag. — Die drei Nummern für gemischten Chor standen in ihrer Darbietung den Männerchören nach, insbesondere weil die Sopran-slimmcn unausgeglichen und zu grell hervortraten. Die Solovorträge hätten besser unterbleiben können; sie bedeuteten im Rahmen einer konzertmäßig gedachten öffentlichen Veranstaltung nichts anderes als ein schwächliches Experiment, wobei uuch bemerkt werden mag, daß beispielsweise Lajouic' „Weberlied" mit Beherrschung der Technik und mit der sub' tilsten Empfindung gesungen werden will. — Im ganzen kann gesagt werden, daß der „Ljubljanski ^von" eine anerkennenswerte Ambition bekundet, die sein Dirigent, Herr Prelovec, mit Eifer fördert und in die Tat umzusehen bestrebt ist. —u— — (Kunstausstellung.) Ohne feierliches Gepränge wurde gestern vormittags im Kunstpavillon Iakopi? an der Lattcrmannsallee in Lnibach die diesjährige Ausstellung der neuesten Schöpfungen unserer heimischen Künstler eröffnet. In der Veranstaltungsfolge die 14., umfaßt die Darbietung über 150 Malereien und Skulpturen sowie einige Kunst-gewerbesachcn. Neben wohlbekannten Namen findeil sich einige neue, die gleich beim ersten Auftauchen ill der Öffentlichkeit guten Nachtlang finden. — Indem wir uns eine eingehendere Vesprechuna der Ausstellung vorbehalten, machen wir auf sie mit dem Vermerk aufmerksam, daß sich der Besuch jehr wohl verlohnt. F. K. — (Gin Konzert der Kammersängerin Gertrude Foerstel) findet unter Mitwirkung der Kl'.N'i'.'lvir-tuosin Lissy H a m m c r l morgen abends um halb 9 Uhr im Landcstheater statt. Programm: 1.) Johanne» Vrahms: Rhapsodie Op. 79 in H-Moll. 2.) Mozart: Arie aus „Figaros Hochzeit" (Nosenarie). A.) Schumann: ->) Widmung, l>) Mondnacht: «) Brahms: Wir wandelten, wir zwei zusammen; <1) Hugo Wolf: Er ist. 4.) Liszt: Arie der Michaela auö „Carmen". 5).) Liszt: „Rigoletto"-Paiaphrase. li.) März: ") Marienlico, »,) Venezianisches Wiegenlied; Mahler: n) Ich ging mit Lust, i>) Wcr hat das Liedleiu erdacht. 7.) Wagner: Arie aus „Lohengrin": Einsam in trüben Tagen; Richard Strauß: Meinem Kinde; Ich trage meine Minne; Wiegenlied. — Vorverkauf der Karten an der Kasse des Landeöthcaters von 4 Uhr nachmittags bis halb 9 Uhr abends und morgen von 4 Uhr nachmittags angefangen. — („Ljubljansli Zvon.") Inhalt des Scptem- berheftcs: 1.) Anton Dcbeljak: Die slovenische Erde. 2.) Ivan Albrccht: Die Hochzeit. :l.) Alois Kraigher: Junge Liebe. 4.) Otto Zupan-5i<5: Dicht sind die Schatten. 5.) Emil Leon: Herbstblüten. tt.) Ianko Samec: Meine Gedanken. 7.) Rado M urnik: In Veldes. «.) Peter Popotnik: Menschwerdung. 9.) Dr. Zobe r: Die slovenische und die fremdländische Literatur. 10.) Dr. Fr. Dcrganc: Henri Bcrgson. N.) Ivan Albrecht: Ghasel. 12.) Feuilleton (mit Beiträgen von Dr. Ramovü, Dragotin Lon-5 ar und Eato Eriticensis). Laibachcr Zeitung Nr. 215 1347 20. September 1917 — („Elovensli w-itelj.") Inhalt der 9. Num mcr: 1.) Oberleutnant Oberlehrer ^-r. Samec: Pädagogische Betrachtungen eines Lchrereinsi dlcr^. 2.) Pater Äthanasius ^'l u s;c r: Das Ansehen. 3.) A. <'.: Des Herri, Epistel an die Katecheten. 4.) Oberlehrer I.'P o la k: Laßt uns neue Wege betreten! 5>.) Anica Lebar: Der Unterricht schivach-sinnigcr Kinder, ti.) Mitteilungen ffir Katecheten. 7.) Mitteilungen für Lehrer. «.) Verschiedenes. 9.) Literatur und Musit. Tagesnemgleiten. — ^Dcr verkannte Oberstcuermann.) Im Gefangenenlager in Omsl (Sibirien) befindet sich u. a. auch ein deutscher Obersteucrmann, dem es nach zweimona- tiger Gefangenschaft auffällt, daß er bei der Löhnung der Gefangenen eine viel zu hohe Summe erhält, höher noch als die Offiziere, die gleichfalls in dem Lager sind. Als ehrlicher Mensch macht er beim näch> sten Löhnungsappell den Zahlmeister darauf aufmerksam. Dieser verspricht, die Angelegenheit zu prüfen — aber beim nächsten Löhnungstage erhält der biedere Steuer» mann wieder eine hohe Gefangenenlöhnung. Und war» um? Er stand als Oberst Euermann in der Gefangenenlifte. — (DaS Schmussgelorchestcr.) Eine heitere Schmug» gelgeschichte wird aus Kopenhagen berichtet. Eines schonen Tages lam ein Orchester der Heilsarmee von Schweden nach Hornbaeck, um dort im Walde ein Konzert zu veranstalten. Das Konzert im Freien ging unter großem Zuspruch vonstatten, dann ordneten sich die Heilsarmeeleute zu einem festlichen Zuge, mar« Max Klementschltsch gibt im eigenen sowie im Namen seiner Frau und Kinder die tiefbetrübende Nachricht, daß ihr geliebtes Söhnchen, beziehungsweise Brüderchen Karl am 19. d. M. um Vi 2 Uhr nachmittags plötzlich sanft entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag um 4 Uhr nachmittags vom Trauerhause Karlstädter Straße Nr. 2 aus auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt. Laibach, am 19. September 1917. 2526 schirrten zum Hafen und bestiegen den Dampfer, ohne daß die Zollbeamten darauf oersallen wären, die harmlosen Gäste zu untersuchen. Erst viel später er« fuhren sie, was es mit diesem Heilsarmeeorchester für eine Bewandtnis hatte: es hatte von der Heilsarmee nur Tracht und Namen geborgt; der eigentliche Beruf der Musikanten aber war das Schmuggeln, und in ihren Trommeln, in den Paulen und in den Blech» instrumenten hatten sie erhebliche Mengen von Gummi von Dänemarl unverzollt nach Schweden überführt! — jGibt e« einen Augenblick des Sterbens?) Auf diese Frage gibt Becker in der „Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medizin" aus Grund einer Reihe von Beobachtungen, die allen Ärzten bekannt sind, eine verneinende Antwort. Er führt zum Beispiel die Möglichkeit an, Personen, bei denen in der Chloroform« narlofe oder durch Vergiftungen oder Ertrinken die Atmung und die Herztätigkeit anscheinend völlig auf« gehört hatten, durch künstliche Atmung wieder ins Leben zurückzurufen. Ferner hat man beobachtet, daß bei Erhängten noch nach vielen Stunden lebende, bewegliche Spermatozoen gefunden worden sind. Auch kann die Temperatur im toten Körper, besonders in Fällen, in denen Infektionskrankheiten die Todes» ursache waren, noch steigen. Die Leichenpupille reagiert noch einige Stunden nach dem Tode auf bestimmte Reizungen, ebenso aus dem toten Körper heraus geschnittene Nerven und Muskeln. Ja, selbst der Mund Gelüpfter macht noch einige Minuten, nachdem der Kopf vom Körper getrennt ist, öffnende Bewegungen. Aus diefen Gründen kommt der Verfasser zu dem Schluß, daß die gültige Feststellung, der Tod sei ein» getreten, wenn Atmung und Herztätigkeit dauernd erloschen sind, wenigstens theoretisch als nicht richtig anzusehen ist. In einem Bericht der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" wird jedoch dagegen eingewandt, daß für alle praktischen Fälle die bisherige Auffassung doch wohl die zweckmäßigere sein dürfte, besonders wenn der bestimmte Zusatz „dauernd" nicht übersehen wird. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. QmteUcdt •2485 3—2 Ncl 300/17/2 Amortizacija. Na predlog Josefe Furlan iz Gra-dišèa se uvaja amortizacijsko posto-panje glede že pred enim letom iz-gubljene vložne knjižice Hranilnice in posojilnice v Vipavi št. 84 v vrednosti 157 K 11 h. Amor tizacij ski rok traja Seat me-secev. Imetelj te knjižice se pozivlja, da jo predloži sodišèu ali pa dvigne ugo-vore zoper ta predlog. Po brezuspešnem preteku roka se bode knjižica izrekla za neveljavno. C. kr. okrajna sodnija v Vipavi, •odd. I., due 11. septembra 1917. 2507 T 20-23/17-2 Oklic h.ranilni]i knjižic. Na predlog Mestne hranilnice v Radovljici se oklicujejo sledeèe pri požaru na Koroški Beli dne 14. av-guata 1917 baje zgorele vložne knjižice imenovane hranilnice, glaseèe se na doatayljena imena, in sicer: SL 13-743, Matija Pretner, z vlogo iqsi k; qq V2?: JorneJ Smol°J'z vl%T0 vlogo 1300 K; St. 13.353, Josip Sraolei z vlogo 1330 K; St. 5067, Neža Sraolej z vlogo 100 K; St. 4506, Marijana Smolej, z vlogo 50 K; St. 10.792, Valentin Smolej, z vlogo 40 K; St. 10.793, Milka Smoloj, z vlogo 40 K. Imetniki teh hranilnih knjižic se torej pozivljajo, da jih v teku šestih mesecev od dne prvega razglasa tega oklica pokažejo Bodišèu; tudi drugi udeleženci morajo oglasiti svoje'ugo-vore zoper predlog, sicer bi se po preteku tega roka izreklo, da hranilne knjižice nimajo veÈ moèi. C. kr. deželno sodišèe v Ljubljani, odd. III., dne 12. septembra 1917. 2513 Nc I 363/17/3 Amortizacija. Po predlogu Petra Strel, rudarja v Spodnji Idriji 83, zastopanega po c. kr. notarju Alojziju Pegan iz Idrije, uvaja se postopanje v namen amorti-zacije nastopne po predlagatelju baje izgubljene listine, namreè na imo pred-lagatelja glaseèe se hranilne knjižice Okrajne hranilnice in posojilnico v Idriji št. 1O.5G4 z glavnico 500 K. lmetnik to vložne knjižice so torej pozivlja, da tokom žestih mesecev predloži to knjižico podpisanomu so-dišÈu ali pa proti predlogu ugovarja, ker se bode sicer po preteku tega roka izrekla imenoyana knjižica za ueveljavno. C. kr. okrajuo sodišèe Idrija, od-delek I., dne 14. septerabra 1917. 2491 ^le V 26/17-8 Vditt. Die k. k. Staatsbahndirettion Laibach hat das Gesuch um Abtrennung einer Fläche im Ausmaße von 124 m» von der Wcgparzelle 1895 und einer Fläche von 109 iu2 von der Wegparzelle 1695 aus dem Verzeichnisse 111 über öffentliches Gut der Katastralgcmeinde Stoschze (Eigentum der Gemeinde Icschza) und um Übertragung dieser Flachen in die für das t. k. Ärar in der Katastral-gemeinde Stoschze eröffnete Grundbuchs-einlage Z. 628 unter Vereinigung mtt der angrenzenden Grundftarzelle 1984/1 (Bahntörper) angesucht. Personen, welche sich durch das von der Gesuchstellerm in betreff der Über» tragung dieses Grundstückes in die Eisen-batMinlage gestellte Begehren für beeinträchtigt halten, werden aufgefordert, binnen sechs Wochen vom 17. September 1917 als dem Anschlagstage dieses Ediktes, somit spätestens bis zum 22. Oktober 1917 mündlich oder schriftlich bei dem gefertigten Gerichte ihre Ansprüche geltend zu machen. Dingliche Rechte, die erst am An-schlagstage dieses Ediktes oder nach diesem Tage an diesem Grundstücke erworben wurden, bleiben bei der Auf» nähme desselben in das Eisenbahnbuch unberücksichtigt. Das Gesuch kann während der Amts-stunden bei diesem Gerichte eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht üaibach, Abt. V.. am 13. September 1917. 2508 No III I I52/15-36 Aufhebung der Geschäftsaufsicht. Die mit dem diesgerichtlichen Beschlusse vom 31. März 1915, G.-Z. ^L III 1152/15-4, bestellte Aufsicht über die Geschäftsführung des Johann Zeleznilar, Inhaber eines Manufaltur-und Moocwarengeschäftes in Idria, wird aufgehoben. K. k. Landesgericht Laibach, Abt. III, am 12. September 1917. 2492 C 19/17/1, C 20/17/1 Oklic. Zoper: 1.) Marijo Posega, omoženo Kraljeviè, ßedaj neznano kje v Ame-riki, in 2.) nenastopljeno zapušÈino Terezije Posega iz Velikega Otoka se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Postojni po Mariji Posega iz Velikega Otoka St. 3 tožba zaradi ad 1.) izbrisa 359 K 24 h, in ad 2.) zaradi 273 K 62 h s prip. Na podstavi tožbe doloèa se narok za ustno sporno razpravo na dan 25. septembra 1917, ob 9. uri dopoldne, pri tem sodišèu, soba št. 3. V obrambo pravic toženk se po-stavlja za skrbnika gospod Andrej Bizjak, poŠtni poduradnik v Postojni. Ta skrbnik bo zastopal toženki v oznamenjeni pravni stvari na njiju nevarnost in stroSke, dokler se ali ne oglasita pri sodniji ah ne imenu-jeta poobla&èenca. C. kr. okrajna sodnija v Postojni, oddelek I., dne 12. septembra 1917. 2500 E 93/17/8 in E 97/17/4 Dražbeni oklic. Pri podpisanem sodisèu v sobi St. 7 se bo vršila dne 10. oktobra 1^17, ob 10. uri dopoldne, dražba a) nepremièniue vl. žt. 15 k. o. Nova-lipa, obstojeèe iz njiv, košenic, paSni-koy in gozda ter hiÄe št. 15 v Novi-lipi z gospodarskim poslopjem vred, brez pritikline, b) nepremiènin vl. št. 201, 839 io 869 k. o. Talèjivrh, obstojeèih iz trtja, njiv, koSenice ter hiše St. 62 v Rodnah, brez pritikline. Vrednost nepremièninam je dolo-èena pod a) na 897 K in pod b) na 958 K 92 h. Najmanjgi ponudek, pod katerim se ne prodaja, pa znaša pod a) 598 K in pod b) 641 K. Dražbene pogoje in listine, tiioÖe se nepremiènin, se zamore med opra-vilnimi urami vpogledati v sobi St. 3. C. kr. okrajno aodišèe Croomelj, oddelek II., dne 5. septembra 1917. 2510 Firm. 710, Einz. I 245/5 Izbris firme. Izbrisala se je v regiBtni dne 12. septembra 1917 vsled prenosa podjetja na tvrdko „Franz Crobath, dražba z o. z. v Kranju": sedez firme: Kranj, besedilo sinne: Franz Crobath, obratni predmet: trgovina s kroj-nim blagom. C. kr. deželno kot trgovBko sodišèe v Ljubljani, oddelek III., dne 12. septembra 1917. Laibacher Zeitung Nr. 215________________ _________1348_______________ 20. September 1917 Kriegsküchen, Spitäler, 2522 4-1 Hotels, Fleischer! Fleliohmasohlnen, alle Geräte, Karlabader Gewürz - Extrakt I* (Pfefferersatz), Pökelaalz , Pergamentdärme , lämtl. Bedarfsartikel liefert Spezialhau* ADOLF KORETZ, Karlsbad-Bahnhof. — Fernruf Nr. 715. Telegramm : Koretz, Karlsbad-Bahnhof. lilii ist Bofort für die Zeit bis zum 1. Mai 1918 zu vermieten. Entfernung von Laibach zirka 20 km, angenehme Bahnverbindung. 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Und indem er erzählt, begibt sich ein Wunder; seine persönliche Kindheit wird — alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis — zur Kindheit an sich. Der Leser erlebt, vielleicht zum erstenmal mit Bewußtsein, das Wesen der Kindheit. Denn Kindheit ist ja keineswegs ein allgemeiner menschlicher Übcrgangszustand, sonst müßte jeder eine gehübt haben, sondern etwas in sich Fertiges, eine Welt für sich. — Das Buch wendet sicli zunächst an alle, die selber eine Kindheit durchlebt haben, an alle diese vielen scheuen und zutunlichen Menschen, die trotz Alter und Krfahrung, Stellung und Mammon, Glück und Unglück, Kummer und Sorgen im Herzen heimlich Kind geblieben sind. — Den anderen aber , die selber der Kindheit entbehren mußten, wird das Buch ein nur geahntes Land erschließen , in das sie dann ihre Kinder oder Knkcl eintreten und von diesen sich selber einführen lassen mögen. — Schließlich aber wird das Buch auch den vielen feldgrauen Kindern draußen und in den Lazaretten hochwillkommen sein, die alle so sehnlich darauf warten, daß die Schrecken des Krieges und die Schatten des Todes sich verziehen möchten, damit sie endlich — wciterspielen können. Preis kartoniert K 288, gebunden K 480, mit Postzusendung 30 h mehr. Vorrätig in der 1583 9 Büst- und Musikalienhandlung l lg. v. Kleiiniiayr k Fed. ßamberg. Druck und Verlag von Jg. v. «leinmayr H Feb. Vamber«.