hfinfea itaianav »nMuT Preis Din 1"5C 71. Jahrgang Nr 187 Donnerstag, den 16. /ul! 1931 ^•Ohelnt wöchentlich siebenmal. Schrtflleftuag (Tel. Interurb. Nr. 2870) sowie Verwaltung u. Buchdruckerel (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurcu eva ui.4, Briefl Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returniert Brno ! sei M Inseraten- u. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise Abholen, monatl, 23 Din, zusteilen 24 Din. durch Post monatl. 53 Din. für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din. lschechonowakifche ©oiol Hubec — ©leger ln Paris Paris, 15. Juli, j. QS Schiedsrichterkollegium der interna-fteril Wettbewerbe um die Turnwelimei-kau r ^ ^at nun folgendes Endresultat be-185 |e9ehett; 1. Savoleinen (Finnland-18 „4-UnIte, 2. Hudec (Tschechoslowakei) W ~k)' 3. Gajdos (Tschechoslowakei) 5 '7^3, 4. Lerroux (Frankreich) 179.655, (Sch?* (Italien) 177.763, 6. Hanggi 17^7*8) 176.916, 7. Pelle (Unga>-n) e,”:'16, 8. Mitz (Schweiz) 176.546, 9. Pri« o (.ZI(S (Jugoslawien) 175.88, 10. Štukelj (Ju ftitt,* n) 175.09 Punkte. Auf den Ein-r. ch der tschechoslowakischen Schiedsrichter r tschechoslowakische Sokol ^IQe c zum Sieger erklärt, da der erst« b0]. le5te Finne nicht in allen Disziplinen die ^ichriebenen 60 Punkte erreicht hatte, gos) . tdent Doumet zeichnete den ju> „/pichen internationalen Schiedsrichter §of s tglied der Zentralverwaltung des L°t°l dos ht e e9ion Königreiches Jugoslawien Josef * tnik mit dem Orden der Chren-aus. 31 ^°te als Opfer des französischen Nationalfeiertages. $ Paris, 15. Juli, gen ,'chuatorze juillet hat in den drei Ta« 8en ~ et Begehung an Auto- und sonst!« ^vt-^^aßenunfällen nicht weniger als 34 Und lio Verwundete gefordert. ■Cie K. . Ludwigs-Kathedrale in Plowdiw abgebrannt. ®ef Sofia, 15. Juli. tUlgs-a abends ist die katholische St. Lud-QBge[ uttjebrate in Plowdiw vollständig sich q *mt. In der berühmten Kirche besand ißtit,, Ž tÄrab der ersten bulgarischen uriZ N Un^ ^üteren Mutter des Königs gesef,,°u der Kirche stehen nur vier rauch kich n,^8te Mauern. Der Schaden beziffert Quf 400 Millionen Lewa. 0 ^ ---------- Skqh 15. Juli. Devisen: Beo- Sleitij, '3 Paris 20.22%, London 25.05yä, lö'2ou 515-25' Mailand 26.96, Prag J' '' Wien 72,10, Budapest 90.02)4. Seit Lr e b. 14. Juli. Devisen:®«« äöß L aäß 92--989.68. Mailand 205.38— SllnL 8onhon 274 34- -275 16, Newyork W ";ö(>43.39, Paris 221.73—222.39, l099 35 5~167-75, Zürich 1096.05— n a, 15. Juli. Devise n: Mr.- Ü?—989.95, Zürich 1096.35— ?4-lV o-»*” 793.65—796.15, London Siš 9=>i 01' Newyork 5636.31—5653.51, > 295 35-296.25. ^ 16m-16™' Deutschland hilft sich selbst Die Relchsregierung lehnt politische Garantien ab - Katastrophale Rack-Wirkungen der Notverordnungen — 30°/0|ge Herab etzung sämtlicher Gehälter und Löhne — Henderson vermittelt Berlin, 15. Juli. Die Reichsregierung blieb de« ganzen gestrigen Tag über bis Mitternacht zusammen und wurden den Beratungen des Reichskabinetts Reichsbankpräsident. Dr. Luther, der ehemalige Reichsbankpräsident Dr. Schacht sowie Vertreter der Finanz-und Wirtschaftskreise und einige hervorragende Sachverständige zugezogen. Das Reichskabinett beriet über die ohne aus ländische Hilfe möalichen Maßnahmen zur Sanierung der schweren deutschen Krise. Es wurde, wie an anderer Stelle bereits berichtet, eine Devisenverordnung erlas seit, die den Devisenverkehr in diesen außerordentlichen Tagen regeln soll. Zum Devisenkommissär soll der ehemalige Reichsdankpräsident Dr. Hjalmar Schacht ernannt werden. Es kann heute schon mit Bestimmtheit angenommen werden, daß noch heute et ne Notverordnung betreffend ein Teilmo ratorium erlassen werden wird, da die Reichsregierung es zur Erlangung aus ländischer Kredithilfe ablehnt, irgendwie geartete politische Garantien zu geben. In Kreisen der Reichsregierung ist man Hingegen sest entschlossen, Deutschland ohne ausländische Hilfe aus der gegenwärtigen kritischen Periode herauszulotsen. Für heute werden neue Notverordnun gen erwartet, deren Schärfe alle bisherigen überschreiten dürfte. Wie in einge-weihten Kreisen verlautet, soll durch eine dieser Notverordnungen eine allgemeine Herabsetzung aller Staatsangestelltengehälter, Privatangestelltengehälter und Ar beitslöhne um 30 % diktiert werden. Im gleichen Ausmaß sollen ferner die Mietzinse und die Preise für Lebensmittel herabgesetzt werden. Bon einem allgemeinen inneren Moratorium will man vorläufig absehen, doch soll noch heute abends ein Moratorium für alle Auslandsverschuldungen proklamiert werden. Eine weitere Notverordnung mit einer scharfen Tendenz gegen das Auslandskapital wurde ebenfalls ins Programm der Neichsregie-rung einbezogen. B e r l i n, 15. Juli. Obwohl es den Anschein hatte, daß die deutsche Öffentlichkeit die ersten Notverordnungen zur Sanierung der deutschen Finanzkrise mit ei-wer Rulle hingenommen hatte, zeigten sich bereits die ersten schicksalhaften Folgen dieser drakonischen Eingriffe in das normale Wirtschaftsleben. Die Abhebung der Geldsummen bei den Bankschaltern hatte im ersten Augen blick die eine gute Seite, daß der Kleinhandel eine bemerkenswerte Belebung erfuhr. Die Leute kauften so viel als möglich, und zwar aus Angst vor der Markentwertung. Ties wird aber bestenfalls Auch an heißen Tagen -gepflegtes Haarl 5^#//... .... ^v*2 einmal Kopfwäschen mit Dazu verhilft Elida Shampoo. Es reinigt gründlich . . . macht das Haar seidig locker und wirkt wunderbar erfrischend I elida shampoo drei bis vier Tage dauernd, worauf ein katastrophaler Stillstand im gesamten Detailhandel zu erwarten ist. Die Notverordnungen hatten aber auch zur Folge, daß heute in Berlin riesige Mengen ausländischer Ware unverkauft blieben. Tie Ausländer wollen die Reichsmark als Zahlungsmittel nicht annehmen und da fremde Valuten nicht erhältlich sind, muß te die Ware liegen bleiben. Ter Fremden verkehr fiel in den letzten drei Tagen aus ein Minimum. Man kann die in Berlin weilenden Fremden leicht zählen. Tie Mehrzahl der Hotels ist leer, auch die Deutschen können nirgendshin reisen, weil die Mark als Zahlungsmittel im Ausland nicht angenommen wird. Sogar der Zeppelin-Flug nach England mußte aus solchen Gründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Im Rahmen der großen internationalen Rennen sind sämtliche großen Veranstaltungen abgesagt worden. Bei den ersten Rennen war das heimische Publikum sehr spärlich, die Ausländer überhaupt nicht vertreten. Auch aus dem Ausland kommen schlechte Nachrichten. Viele Deutsche, die im Auslande weilen, können ntch1 einmal die Heimfahrt antreten, da ihnen die Reichsmark niemand umwechseln will. W a s h i n g t o n, 15. Juli. Der amerikanische Gesandte in Paris, E d g e, teilte dem Staatsdepartement mit, daß die französische Regierung sich im Hinblick auf die Lage in Deutschland entschlossen habe, auf die Reparationsquote, die Deutschland trotz des Hoover-Mora-toriums zu zahlen verpflichtet ist, zu verzichten. Dieser Entschluß Frankreichs hat in Amerika sympathischen Anklang gesunden und wird als Beweis mehr dafür angesehen, daß Frankreich nichts unterläßt, was eine Annäherung mit Deutschland ermöglichen könnte. London, 15. Juli. Einer Meldung der „Morning Post" aus Paris zufolge soll sich der britische Außenminister Henderson als Vermittler zwischen Frankreich und Deutschland Angeboten haben. Henderson will Frankreich vorerst für seinen Vorschlag gewinnen, vom Bau des 23.000-Kreuzers abzusehen, wenn Deutschland den Bau des Panzerkreuzers B einstelle. In englischen Pariser Kreisen hofft man auch, daß Stimson, der heute nach Paris kommt, diesen englischen Vorschlag mit Nachdruck stützen werde. Neue Notverordnungen Im Reich? Neuregelung des Devisenverkehrs — Die Angestellten der Großbanken ohne Bezahlung — Die Mark wird im Ausland nicht als Zahlungsmittel angenommen? Berlin, 15. Juli. Das Neichskabinett beriet gestern bis Mitternacht über eine Reihe von Notverordnungen, die auf Grund des § 48 der Reichsverfassung noch heute abends erlassen werden sollen. Man glaubt in ein-geweihten Kreisen, daß es sich u. a. um eine neue Devisenverordnung handelt, die die im Lande befindlichen Devisenvorräte erfassen soll. Schulden dürften in diesem Sinne an das Ausland nur in jenen Fällen bezahlt werden, wenn dies das ösfent-lichrechtliche Interesse erfordert. Neue Zahlungsmittel, d. i. Reichsüanknoten, werden wenigstens bis aus weiteres noch nicht herausgegeben. Der Plan von der Herausgabe neuer Reichsmarkscheine als Ersatzwährnng stößt auf große gesetztechnische Schmierigkeiten. Der Verwaltungsrat der Reichsbank wird heute nachmittags zu einer Sitzung zusammentreten. Die Reichsbank hat dafür vorgesorgt, daß den Banken heute für die Auszahlung von Löhnen und Gehältern in ihren Industrie- und Handelsunterneh mungen genügend Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt wurden. Der Gedanke an ein Jnnenmoratorium hat wenig Anklang gefunden. Ebenso werden gegen ( ein neues Auslandsmoratorium schwere Bedenken ins Tressen geführt. Berlin, 15. Juli. Die Großbanken haben heute den Beschluß gefaßt, die für heute fälligen Gehälter ihren Angestellten nicht auszube- zahlen. Sie beziehen sich dabei auf eins Bestimmung der Notverordnung und auch darauf, daß es unter ihren Kunden Erregung hervorrufen würde, wenn die Angestellten ihre Gehälter erhalten würden, während man ihnen ihre Depositen verweigere. Unter den Bankangestellten ist eine ungeheure Erregung entstanden. Es bereitet sich eine großangelegte Protestaktion gegen diese Stellungnahme der Lei« tungen der Großbanken vor. Berlin, 16. Juli. Die Tatsache, daß die Mark in holländischen Kurorte« nicht eingewechselt wurde, hat in den großen holländischen Badeorten zu einer großen Panik geführt. Im Lause des gestrigen Tages allein sind über 7500 Personen aus Holland nach Deutschland zurückgekehrt. Die holländischen Staatsbahnen haben die Einwechslung der Reichsmark an ihren Kassenstellen abgelehnt. Der Geschäftsverkehr an der Grenze stockt völlig, weil die Ausländer wegen der Verweigerung der Annahme der Mark als Zahlungsmittel völlige Zurückhaltung beobachten. Unterstützet die Hntituberkulosenliga Paris entscheidet Zules Gauerweln über Deutschrands Leitung — Zwei Möglichkeiten Amerika wünscht deutsch-französische Annäherung 93 a f e I, 14. Juli. Jules Sauerwein beschäftigt sich in einem längeren Aussatz im „Matin" mit der Hilfsaktion des Verwaltnngsrates der B. I. Z., wobei er den Beschluß in dem Sinne ausdeutet, daß die von Dr. Luther entwickelte These, wonach die Politik mit der deutschen Krise nichts zu tun habe, nicht durchgedrungen sei. Vielmehr habe man, um die Aktion wirksamer zu gestalten, es für notwendig gehalten, daß die Aktion von den interessierten Regierungen gebilligt und unterstützt werde. Die Negierungen aber hätten das Recht, von der deutschen Aeichsregierung die notwendigen Zusicherungen und Garantien zu verlangen (keine Zollunion). Deutschland habe zwischen zwei Wegen zu wählen: Es könne entweder das internationale Vertrauen durch freundschaftliche Verständigung mit den zur Hilfeleistung fähigen Völkern miederzugewinnen, oder aber sich auf sich selbst zuröckzuziehen, um eine strenge Einschränkungspolitik durchzuführen. Ern inneres Zahlungsmoratorium erscheine unvermeidlich. Das Wort sei in den nächsten 24 Stunden bei den Regierungen und ganz besonders bei der französischen Regierung, ohne deren Mitwirkung weder die internationale Finanz noch die Privatsinanz Deutschlands retten könne. Basel. 14. Juli. Angesichts des Umstandes, daß das gestern veröffentlichte zweite Kommuniquee der B. I. Z. die finanzielle Hilfeleistung für Deutschland den verschiedenen Regierungen als Aufgabe zuweift und daß diese Hilfe in erster Linie von den Regierungen und nicht der B. I. Z. selbst kommen soll, ist da und dort eine pessimistische Beurteilung der nicht wenig problematischen Stellung der B. I. Z. eingetreten. Demgegenüber weist man in Kreisen der B. I. Z. daraus hin, daß die B. I. Z. im Rahmen ihres Tätigkeitsgebietes und ihrer Machtmittel Beschlüsse gefaßt habe, die sie fassen konnte. Es ist der B- I. Z. nicht möglich gewesen, die für eine große Hilfeleistung in Frage kommende Summe von 500 bis 600 Millionen Schweizerfranken in der knapp zur Verfügung stehenden Zeit auszubringen, nachdem die B. I. Z. bereits ihre Beteiligung an dem Kredit von 100 Millionen Dollar zugesichert und zur Verlängerung dieses Kredites, der am 16. Juli rückzahlbar gewesen wäre, ihre Zustimmung erteilt hatte. Es liegt schon deswegen kein Grund zum Pessimismus vor, als gerade die jetzigen Besprechungen klar die Gefahren aufgezeigt hatten, die für die Gesamtlage Euro pas und die gesamte Finanz und Weltwirtschaft entstünden, wenn eine rasche Hilfe für Deutschland ausbleiben würde. Der Verwaltungsrat hat sich ausdrücklich bereit erklärt, bei jeder Hilfe für Deutschland mitzuwirken, und sie mit den Zen- tralbanken zur Verfügung stehenden Mit teln zu stärken. Dieser Zusage kommt daher nicht nur moralische, sondern auch große materielle Bedeutung bei, vielleicht auch eine Stützung der Mark im Ausland. Die nächste Sitzung des Verival-tungsrates der B. I. Z. findet am 3. August statt, falls nicht unvorhergesehene Ereignisse eine Verschiebung dieses Datums notwendig machen. Zürich, 14. Juli. Die „N e u e Z ü r i ch e r Z e ^tung" kennzeichnet die Stimmung der Schweiz, wenn sie schreibt: Wenn einmal, so kann sich die große internationale Bedeutung der B. I. Z. heute erweisen. Aber Wunder wird sie nicht vollbringen vermögen, wenn nicht Deutschland sein Schicksal in erster Linie in die Hand nimmt. Der eigentliche Schlüssel liegt in der Wiederherstellung des Vertrauens, des Vertrauens in die politische Stabilität und die außenpolitischen Absichten Deutschlands." B a s e l, 14. Juli. Wie aus der schweizerischen, meist aus französischen und belgischen Quellen gespeisten Presse hervorgeht, lautet die französische These in der Beurteilung der Hilfsaktion für Deutschland wie folgt: Technisch ist jede Kreditoperation von vorneherein zum Mißerfolg verurteilt, so lange das Vertrauen fehlt. Deutschland mutz eine Geste machen, die eine andere Atmosphäre schasst. Frankreich weist dabei aus sein eigenes Spiel hin. Als mit dem Kurssturz des Franc das Vertrauen schwand, war es nicht möglich, die Kapital flucht aus Frankreich aufzuhaltcn. Die Kredite, die Newyork gewährte, waren rasch verzehrt, ohne daß sie einen Nutzen gebracht hätten. Erst als Poincare als Nachfolger Herriots die Regierung übernahm, kehrte das öffentliche Vertrauen zurück. Welche Geste kann oder soll nun Deutschland machen? Darüber herrscht Unklarheit. In französischen Kreisen herrscht die Auffassung vor, daß die Deutschen es seit der Zusammenkunft in Ehe-guers an finanzieller Psychologie hätten fehlen lassen, indem sie ihre Währungs-schwierigkeiten so schwarz ausmalten. Die aufeinanderfolgenden Erklärungen deutscher Persönlichkeiten haben den Pessimismus gestärkt und die gegenwärtige Panik geschaffen. N e w y o r k, 14. Juli. Wie das bedeutsame „Journal o s Commerce" erfährt, hätten die Leiter der Federal Reserve Board bis in die frühen Morgenstunden Über die Frage der Erneuerung und Ermächtigung des vom Deutschen Reiche von der Bundesreservebank zur Verfügung gestellten Kredites beraten, sich jedoch nicht einigen können. Vor einigen Wochen Hobe die erwähnte Bank sich an dem 100 Millionen Dollarkredit für die Reichsbank mit einem ®ie Heimkehr des Weltmeisters Viertel des Betrages Beteiligt. Die Gegnerschaft gegen eine Erneuerung oder Erhöhung des Kredits gehe von der lieber-zeugung aus, daß Sicherungen politischer Natur erforderlich seien. Um diesen Vorschüssen eine verläßliche Auswirkung zu ermöglichen, sei als Hauptbedingung eine politische Annäherung zwischen Frankreich > und Deutschland bei einer dauernde" Lösung des deutschen Finanzproble^ notwendig. Ebenso wird von dev französischen $>' vier« berichtet, daß M e l l o n der A"' sicht sei, daß gerade jetzt eine direkte ständigung zwischen Frankreich u"® Deutschland geboten sei, denn der Heils' trunk des Hoover-Planes sei zu spät f kommen. Es komme jetzt daraus an, rn^1 lichst schnell zu handeln. Bevor die Kol"' munisten und Hitlerianer in Berlin sei*"' müssen die Sachverständigen sich in Pa^ geeinigt haben. Abrüstungsdkmonstralion in London Zahlreiche Organisationen veranstalteten I gen durch die Straßen, auf zahlreichen in London eine Kundgebung für die Abrü- taten, die mitgetragen wurden, stand ^ stung. Die Teilnehmer der Kundgebung zo-1 Forderung nach Abrüstung und Weltfriede"' Ln zwei Tagen um die Welt.. Ein Zukunftsbild, das noch wir erleben sollen „In einigen Jahren wird man in 48 Stunden mit 1 000-Stundenmeilen Höchstgeschwindigkeit 20 Kilometer über der Erde um die Welt fliegen." Dieses Zukunftsbild zeichnet der Kommandeur I. M. Ke n-w o r t h Y, ein bekannter Marine- und Luftfahrtsachverständiger und Mitglied des englischen Unterhauses, in einem Artikel im „London Referee". „Der Achttagrekord von Post und Gatty", heißt es in dem Artikel, „wird bald gebrochen werden. Noch zu unseren Lebzeiten wird die Welt in 48 Stunden umflogen werden. Geschwindigkeiten von 750 Kilometer, 10.000 bis 15.000 Meter über der Erde werden in wenigen Jahren nichts Außergewöhn liches mehr sein. In ein paar weiteren Jahren wird man eine Geschwindigkeit von 1000 Stundenmeilen erreichen. Die großen Luftrouten werden in Zuku" in der dünnen, oberen Atmosphäre beflo/ werden, in hermetisch verschlossenen, be/ ders konstruierten Ganzmetallslugzeugen Bei Verwendung von Sauerstoff u"! künstlicher Heizung ist der Höhe, in der fliegen kann, praktisch keine Grenze gestT Die Erforschung des Mondes von der de aus ist nur eine Frage der Zeit. Das wst, den Menschen in lOOJahren nicht urniW* eher scheinen als das Fernsehen und dchch, lose Telegraphie unseren Vorfahren, werden uns mit anderen Planeten des nensystems in Verbindung setzen. H- ^ Wells Roman vom Kriege der Welten Jules Vernes Traum von der Reise 3" Mond sind durchaus keine unmöglichen W tasten." rc"' Ter deutsche Weltboxmeister Mar im Bremerhaven von feinen Freunden be-' chm eling wurde bei seiner Ankunft | geistert empfangen. Strahlen gegen Krebs Die von wachsenden Erfolgen begleitete Anwendung der Strahlen bei der Krebsbehandlung hat dem Kampf gegen diese Krank heit neuen Antrieb gegeben. Die französischen Therapeueten sind mit ihrer Methode, die Bestrahlungen in Teildosen zu ganz bestimmten Zeiten nach der ersten Bestrahlung zu verabreichen, zu überraschenden Erfolgen gelangt. Die inneren Ursachen für diese Beo bachtung, daß die bestrahlte Zelle ihre Strah lungsempfmdlichheit offenbar nach der ersten Bestrahlung rhythmisch ändert, so daß die zweite und dritte Bestrahlung zweckmäßig zur Zeit des Maximums der Empfindlichkeit vorgenommen wird, müssen noch durch Forschungen geklärt werden. Jedenfalls ist die französische Schule führend und hat neue Wege für die Strahlentherapie eröffnet. Batthaufens Selbstmord einwandfrei festgestellt Berlin, 14. Juli. Zu dem plötzlichen Tod des ehemaligen jugoslawischen Generalkonsuls Dr. Barkhausen wird gemeldet, daß die Polizei einwandfrei Selbstmord festgestellt hat. In dem Badezimmer, in dem Barkhausens Leiche aufgefunden wurde, herrschte ziemlich Unordnung. Verschiedene Papiere waren durcheinander gewühlt, alles war so eingerichtet, daß zuerst der Verdacht eines Mordes austauchte. Die Ermittlungen ergaben jedoch, daß der nur vorgetäuscht war. Es wurde festgestfH daß die Kugel in die Brust eingedrust^ und 12 Zentimeter tiefer im Rücken öi"1,, herausgetreten war, sodaß der Schuß " ( oben erfolgt sein muß. Außerdem Hai \ Diplomat bereits einigemal Bekannten^ genüber Selbstmordgedanken geäußert. ^ Motiv der Tat, das in Berliner diploM" \ sehen Kreisen großes Aufsehen erregte/ I . in finanziellen «Schwierigkeiten zu fU sein. Räuber hcruplmann ged*11 Bubiköpfe R i o de Janeiro. Von MovaMj! Monat nehmen die Klagen über die >1^ keit der Bande des beinahe schon ^ * rühmten Räuberhauptmanns Sam V cr und bL Ärbn§ Drahtnetz zu span-^Sonn i„h* w nttIe ^ öffnen. Allmählich - " leb°ch der Sauerstoff in den App* len. Ein Matre l Sauerstofflasch. FlaM-'a7 CLt ieht Geräusch mehr ans «Bfche vernehme. Willis hörte darauf wt«, fnrthh ' *• v“wi|ioir m oen Appa- S «KV* Werden. Ein Matrose viel« S leer TM 5 s^i"e Sauerstofflasche offener errM.1' ™ Et kein ~ ' Das erste Opfer des elektrischen Stuhles l ein Wrd Intrigen bei dem Kampf um den Todesfeffel — Der erste 8tul)l kostete 8160 Dollar — Ein Landwirt baut die Atafchine Die erste Hinrichtung im Jahre 1890 Der erste elektrische Stuhl wurde im Auburn-Strafgefängnis in den ersten Mona en des Jahres 1889 ausgestellt. Am 4. Juni 1888 hatte der Gouverneur David B. Hill die Verordnung unterzeichnet, durch die im Staate Newyork die Vollziehung der Todesstrafe durch Erhängen abgeschasft und für bestimmte Verbrechen der elektrische Stuhl vorgesehen wurde. Allerhand Intrigen spielten bei dem Kampf um den elektrischen Stuhl eine Rolle; man kannte die Wirkung des elektrischen Stromes damals noch wenig, und so gab es auch in bezug auf den elektrischen Stuhl Streitigkeiten zwischen den Anhängern des Gleich- und des Wechselstromes. Für das neue Verfahren trat vor allem der Ingenieur Brown ein „Das Hängen", sagte er, „stellte in jedem Fall eine Folterung des Opfers dar. Dagegen ist der Tod. durch den elektrischen Strom leicht, sicher, ^chmerz-los. Er kommt so schnell, daß das Opfer nichts fühlt." Das machte auf die Gesetzgeber einen großen Eindruck. Schon im Jahre 1885 haüe der Gouverneur Hill in einer Adresse an den gesetzgebenden Körper eine menschliche und sichere Methode verlangt, um Ver Brecher hinzurichten. Im folgenden Jahre war dann eine Kommission zusammengetreten, um die Frage zu prüfen. Brown, der für den Wechselstrom eintrat, konnte die Kommission für das von ihm vorgeschlagene Verfahren gewinnen. Aber damit war die Frage noch immer nicht gelöst, ob der Strom auch wirklich sicher töten würde. Ein Reporter fragte George Westina- house, den Gegner Browns, um seine Meinung. „Gewiß", sagte Westinghouse, „wird der Wechselstrom, wenn er stark genug ist, einen Menschen töten. Aber es ist ein Wahnsinn, eine solche Kraft zu benützen, um ein einzelnes Leben auszulöschen. Genau so sinnvoll wäre es, wenn man die Dpnamomaschi ne auf den Verurteilten herabfallen ließe, damit sie ihn zerschmettert." Während die Kommission mit den Vorbereitungen für den neuen Gesetzentwurf Be schäftigt war, ereignete sich etwas, das eine neue Unschlüssigkeit hervorrief. In einem Kraftwerk kämen Elekirizitätsarbeiter mit dem Strom in Berührung und wurden anscheinend getötet; es gelang aber einen Arzt„ sie nach einigen Stunden ins. Leben zurückzurusen. Die Feinde des neuen Verfahrens sagten: „Was soll geschehen, wenn der Körper eines Verbrechers, nachdem er durch den elektrischen Strom getötet wurde, seinen Angehörigen ausgeliefert wird und diese dann von einem Arzt den Toten wieder beleben lassen?" Klar war die Sache nicht; jedenfalls wurde in das neue Gesetz die Bestimmung ausgenommen, wonach sofort nach der Hinrichtung eine Leichenschau vorgenom men werden mußte. Das Gesetz wurde also angenommen und dem Chef der Staatsgefängnisse, Austin Lathrop, wurde aufgetragen, für einen elek krischen Stuhl zu sorgen. Er verstand gar nichts von Elektrizität, und Ingenieure, an die er sich wandte, wiesen ihm die kalte Schulter. Da erbot sich Brown zur Hilfe. Er wollte einen elektrischen Stuhl für Wechselstrom zum Preis von 8160 Dollar liefern. Als Ablieferungstermin wurde der 21. Juni 1889 festgesetzt. Es gab eine neue Schwierigkeit. Brown brauchte für den elektrischen Stuhl einen Dynamoapparat, wie ihn Westinghouse konstruierte. Westinghouse aber weigerte sich, dem Staat eine Dynamomaschine für diesen Zweck zu liefern. Brown wußte sich zu helfen. Er schickte einen Mann zu Westinghouse, der angab, er brauche eine Dynamo-. Maschine für den Export. Arglos lieferte die Westinghouse-Gejellschaft die Maschine, die nach Südafrika verfrachtet wurde. Von dort aus wurde sie ins Auburn-Gefängms geschickt. Lathrop war mit einem Landwirt namens Edwin F. Davis bekannt, der ein ewiger Bastler war. Brown und Lathrop brachten ihn dazu, den ersten Stuhl zu bauen, und er stürzte sich mit Feuereifer an die Arbeit. Bald gab es eine neue Schwierigkeit. Es ließ sich niemand finden, der die neue Maschine bedienen wollte. Die Leute hatten Angst, daß sie ihr eigenes Leben mit dem des Verurteilten gefährdeten. Lathrop erwähnte Davis gegenüber diese neue Schwierigkeit. „Lassen Sie sich deswegen keine grauen Haare wachsen," sagte Davis, „ich habe keine Angst vor der Maschine. Ich werde sie selbst bedienen." Es wurde ausgemacht, daß Davis 250 Dol lar für jede Hinrichtung erhalten sollte. Der elektrische Stuhl war im Sommer des Jahres 1889 fertig. Davis hatte, da man den Namen „Nachrichter" vermeiden wollte, den Titel eines „Staatselektrikers" erhalten. Er machte einstweilen Versuche mit Tieren. Es dauerte noch einige Zeit, bis der erste Verbrecher mit dem elektrischen Stuhl Bekanntschaft machte. Der Mann, um den es sich handelte, hieß William Kemmler. Er hatte im Jahre 1889 eine Frau getötet und wurde zum Tode verurteilt. Als es bekannt wurde, daß man in seinem Fall den elektrischen Stuhl anwenden wolle — es war im August 1890 — gab es neue Erregung. Wiederum wurden Erwägungen über die Eignung des elektrischen Stromes angestellt. In der Nacht des 5. August wurde ein altes Pferd in da? Gefängnis geführt und kurze Zeit darauf der Kadaver herausgebracht. Einige Aerztc hatten sich von der Wirkung des Stromes überzeugen wollen. Wir haben ausführliche Berichte von der Hinrichtung Kemmlers. Der elektrische Stuhl war aus Eiche mit hoher Rücklehne und breiten Seitenlehnen. Mit Riemen wurde der Kopf und Körper des Gefangenen au ihm festgeschnallt. Die Dynamomaschine befand sich in einer Entfernung von einigen hundert Fuß, die sonst nötigen Instrumente in einem Nebenraum. 25 Zeugen, hauptsächlich Aerzte, saßen im Halbkreis um den Stuhl. Als Kemmler in den Raum geführt wurde, machte er einen ruhigen gesammelten Eindruck. Er legte seinen Rock ab und setzte sich ohne Widerspruch auf den. Stuhl. Die Wachen hatten nicht denselben Gleichmut wie er. Sie hantierten sehr aufgetsfi mit den Riemen, und Kemmler hatte beinahe Mitleid mit ihnen: „Eilt euch nicht so. Wir haben Zeit!" Dann wurde der elektrische Strom etngr (Sonnen.ge6cdu.rife, gesunde (3taui jugendfrisches, kerngesundes Aussehen geben Ihnen NIVEACBEME NIYEA-ÖLteSsl Denn beide enthalten - als einzige ihrer Art — das haut-pllegende Euzerif, beide vermindern die Gefahr schmerzhaften Sonnenbrandes und geben wundervoll gebräunte Hauttönung, auch bei bedecktem Himmel. Nivea-Creme wirkt an heilen Tagen angenehm kühlend. Nivea-Öl schützt Sie bei unfreundlicher Witterung gegen zu starke Abkühlung, die leicht zu Erkältungen führen kann, so dalj Sie auch an kühlen Tagen in Luft u. Wasser baden können. Nivea-Creme:Din.5.- bis 22.— Nivea-Öl: Din. 25.-, 85,-Uugosl. P. Beiersdorf L Co. d. s, o.j„ Maribor schaltet. 17 Sekunden darauf erklärten die Aerzte, daß der Tod eingetreten sei. Aber als der Strom wieder ausgeschaltet war, machte der Körper noch einige Bewegungen. Es entstand eine kleine Panik, schnell wurde der Strom neu eingeschaltet. Dann folgte gleich die Leichenschau. Als diese Einzelheiten öffentlich bekannt wurden, hielt man das Experiment mit dem elektrischen Strom für mißglückt. Die Zeitungen wandten sich gegen das Verfahren. Die „Newyorker Sun" betitelte ihren Leitartikel, der sich mit dem Fall befaßte: „Das erste und das letzte Mal". Aber die Wissenschaftler erklärten, daß die Bewegungen, die man bei Kemmler festgestellt hatte, auch nach dem Tode durchaus möglich seien. Seit der Zeit dieser ersten Hinrichtung mittels Elektrizität hat man die Wirkung des elektrischen Stromes besser beurteilen gelernt. Man ist beim Wechselstrom verblieben. weil er so auf die Muskeln wirkt, daß der Herzschlag sofort aufhört. Davis diente dem Staate mehrere Jahre lang als Staatselektriker. Er beförderte eine ganze Reihe von berüchtigten Mördern zum Tode. Mit der Zeit entwickelte sich bei Davis eine fixe Idee. Der Gedanke verfolgte ihn, daß Freunde der Verbrecher seine Elektroden stehlen wollten, um die Hinrichtung zu verhindern. Darum konstruierte er eine Schachtel, die wie eine alte Familienbibel aussah, und in welcher er die Elektroden verwahrte. Er brachte es zu großem Wohlstand, aber in seinem Wohnort Corning hieß es, daß er sich in seinen letzten Stunden von den Schatten der Verbrecher, die er hingerichtet hatte, verfolgt fühlte. Erzbl chof Sööerblom t Im Alter von 65 Jahren ist in Upsala der in der ganzen protestantischen Welt bekannte schwedische Erzbischof Dr. Söder-blom gestorben. Für sein unermüdliches Wirken für den Weltfrieden wurde er im vorigen Jahre mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. ———— --------- KuüuS und Mok Zwei Verkünder des Frühlings, zwar nicht die ersten, wohl aber die lautesten in der langen Reihe all jener Sänger, die gleich am ersten Morgen nach ihrer Ankunft aus ihren südlichen Winterquartieren im Waldtal ebenso wie im Stadtpark mit Einzelruf oder melodischem Gesänge den Anbruch einer neuen Jahreszeit, des Frühlings nämlich, kund geben. Bevor nicht Buchenwälder und Eichenhaine, Kastanien und Obstbäume mit ihrem ersten zarten Grün geschmückt sind, bevor nicht die warme Früh lingssonne die notwendigen Insekten aus vermoderndem Laub und Streu oder aus zerfetzter Borkenrinde herausgelockt hat, erscheinen sie nicht und dem Laubwalde, mag er noch so sehr von Lenzgesang und Frühlingsminne anderer Vögel widerhallen, fehlt ein ganz bestimmtes Gepräge. Dieses erhält er erst, sobald Kuckuck, der Gauch, und Pirol, der Pfingstvogel, eingetroffen sind. Scheu und schüchtern, ängstlich und unruhig sind sie beide, der Kuckuck im Waldtal und in den hochgelegenen Bergwäldern, der Pirol in den bäuerlichen Obstgärten, den städtischen Parkanlagen und den schimmernden Weingartlauben. Wenn um Pfingsten herum sich Frühling und Sommer die Stände reichen, da ist des einen Ruf und bebändern Gesang am lautesten, hellsten und klarsten. Nur zweisilbig ist der Ruf des Kuckucks; erfolgt er in regelmäßiger Aufeinanderfol- ge, so ist es der Balzgesang des Männchens, das sich im streng abgemessenen, von eventuellen Rivalen gereinigten Reviere nach einem Liestchen sehnt. Dieses, der Polyandrie völlig ergeben, erscheint gar bald; kichernd und schäkernd nähert es sich dem Männchen, das mit ausgebreitetem Stoße unter possierlichen Verbeugungen sein Lie-beswerben beginnt. Eine liebliche Idylle der Liebe, die nur kurze, sehr kurze Zeit dauert. Tenn die Gauchin befindet sich immer tagtäglich auf Reisen von einem Revier zum ändern, von einem Kavalier zum ändern, dabei grenzenlos gefräßig und die schädlichsten Raupen in Unmengen vertilgend. Wer mag es da dem Männchen, dem auch die Liebe durch den unersättlichen Magen geht, verargen, daß es seinerseits der Polygamie frönt? Ganz anders der Pirol. Offen und ehrlich hat er sich sein Weibchen erkoren und bleibt ihm treu, trägt aber auch alle die Lasten und Sorgen, die ein derartiges Familienleben mit sich bringt. In den sonnigen Wipfeln der höchsten Laubbäume, am liebsten in hohen, schwer erreichbaren Astgabeln von Eichen, Pappeln und Eschen bauen und flechten und weben sie sich, er und sie, gemeinsam das künstliche, hängende Beutelnest, wo nun für den Nachwuchs gesorgt wer den soll. Dies alles ist dem Kuckuck, dem Gauch in gleicher Weise wie der Gauchin, vollkommen wesensfremd. Die kennen kein Nest, keinen häuslichen Herd, kein gemeinsames Familienleben, keine Jungen und keine Sorge um die Jungen. Für die Jungen sind nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter unbekannt. Die Pflegeeltern, ein Schwarzblättchen, ein Rotkehlchen oder sogar eine Nachtigall, in deren Nest die Gauchin ihr Ei hineingeschmuggelt hat, verrichten mit der sorgsamen Pflege ihrer Stiefkinder schwere und undankbare Arbeit zum Schaden ihrer eigenen Kinder. Hat dem Kuckuck sein bekannter Frühlingsruf den Namen gegeben, der sozusagen gleich dem Esperanto internationale Geltung besitzt, so führt der Pirol, der Pfingstvogel, entsprechend der verschiedenartigen Auslegung seines melodischen Gesanges bei verschiedenen Völkern differenzierte Bezeich nungen; geadelt und onomatopoetisch heißt er im deutschen Volksmnnde „Schulz von Bülow". Wie sehr er auch gegen Kälte und Frost, ja schon gegen kühles Wetter empfindlich ist, bleibt dieser „Bülow" ‘ doch so lange bei uns, bis die Jungen herangewachsen sind und Ende August zugleich mit den Eltern die allzu frühe Reise nach dem Süden antreten können. Gauch und Gauchin kennen keine Kinder; für die haben alle Jungenpflege und Jungensorge andere, oft die kleinsten Singvögel übernehmen müssen. Sobald die ersten Spuren eines herbstlichen Wetters in durchsichtigen Nebelschwaden über feuchten Waldesgründen und größeren Seen sichtbar werden, verschwinden noch vor dem ersten September die alten Kuckucke aus unseren Laubwäldern; die jungen folgen ihnen erst einen Monat später. Leise erschauert das zitternde, fahl sich färbende Laub in den Kronen und auf den Aesten der Laubbänme: Kuckuck und Pirol, zwei der lautesten Sänger, haben es verlassen. Dr. Fr. M iZi ö. Radko Donnerstag, 16. Juli. Ljubljana 12.15 bis 13: Reproduzierte Musik. — 20: Salonkonzert. — 20 30 Violinkonzert. — 22.30: Uebertragung aus 93leb. — B e o g r a d 19: Zigeunermnsik. — 22.50: Populäres Konzert. — W i e n 16.30: Fragmente aus Verdis Opern. — 20 30: Liederstunde. — 21,05: Haydn's Sym phoniekonzert. — 22.15: Jazzkonzert. — Mühlacker 19.30: Bunter Abend. — 20.40: Mandolinenkonzert. — 22.50 bis 24: Tanzmusik. — Toulouses: Pucrinis Werke. — 2140: Orchestermusik. — 22.45: Synvphoniekonzert. — 23.30: Wiener Orchester. — B u k a r e st 21: Moderne Musik. (Saxophonsolo.) — 21.45: Violoncello-Konzert. — ::.15: Klaviersolo. — Rom 21: Symphoniekonzert. —Prag 19.05: Russische Romanzen und Arien. — 22.15: Bunter Abend. — Mailand 20.45: Opernabend. — Budapest 20.15: Moderne Musik. — 21: Kosozsvarer Abend. — Danach Zigeunerkonzert. — Warschau 20.15: Philharmonisches Konzert j$.t —><■<— ------ Sport Dre MannWaMenmömerfter-fchaft „Rapid" und der Zagreber „Eislausverein" die Finalisten der A-Zone. Während die Wettkämpfe der westlichen Hälfte der Zone A, in deren Territorium auch die Draultadt fällt, bereits vor mehreren Wochen beendet wurden, wurde der Sieger der zweiten Hälfte erst vergangenen Sonntag in Split ermittelt. Die Begegnung führte den Zagreber „Eislaufverein" und den Tennisklub aus Split zusammen. Die Zagreber siegten mit 6 : 3. Der „Eislaufverein" gelangt somit ins Finale der A-Zone, das noch im Laufe des Monats in Maribor zum Austrag kommen wird. Die Zagreber werden durch die bekannten Damen Frau Gostiša, der langjährigen Meisterin von Jugoslawien, und Frl. Maksimovi,; sowie durch die Herren Podvinec, Kuftinec, Dr. Gostiša und Novak bezw. Kal-ly vertreten sein. „Rapid", dessen Mannschaft sich als Sieger der westlichen Hälfte im Finale placierte, wird die Kämpfe mit den besten heimischen Spielern aufnehmen. : „Maribor" nach Graz. Die Weißschwarzen bestreiten kommenden Sonntag ein Gastspiel in-.Graz. Den Gegner wird der dortige „Sportklub" stellen. : Taubstummenspiele. Vom 20. bis 24. August finden im Stadion zu Nürnberg die dritten internationalen Taubstummenspiele statt, an welchen sich 15 Länder beteiligen werden. ■ ---------------- Aus Vitanje —ik. Todesfall. In Fužine starb am 11. d. der Holzmanipulant Herr Karl S chu m e nach kaum zweitägiger Krankheit im 61. Lebensjahre. Der Verstorbene war als Holzfachmann in unserem Talgebiete allgemein bekannt und stand seinerzeit durch viele Jahre bei der Perger'schen Holzgroßindustrie in Mislinje im Dienste. —ik. Vieh- und Warenmarkt. Der nächste Vieh- und Warenmarkt findet am 24. d. M. statt. —ik. Gremialversammlung der Kaufleutc. Das Gremium der Kaufleute für den politischen Bezirk Konjice hält am 21. d. um 9 Uhr vormittags im Sparkassensaale in Konjice seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Nachdem sich auf der Tagesordnung der Versammlung wichtige die kaufmännischen Interessen allgemein berührende Fragen befinden, ladet die Gremial-leitung die Mitgliedschaft zu einem zahlreichen Besuche derselben ein. Ein Ausbleiben von der Versammlung muß entschuldigt werden. —ik. Dürre in Sicht. Infolge längeren Ausbleibens von Niederschlägen und andauernder Hitze beginnen die.sonnseitig gelegenen Wiesenabhänqe bereits an Dürre zu leiden, was die Grummetmahd stark beeiw trächtigen dürfte falls sich nicht in absehbarer Zeit ein wirksamer Regenfall einstellen sollte. —ik. Ein wichtiger GemeindebeschlnZ- Die hiesige Gemeindevertretung hat in ihrer am 11. d. stattgesundenen Ausschußsitzung den Beschluß gefaßt, an der seitens der Agrarreform durchzuführenden Enteignung der Großgrundbesitzer teilzunehmen und die für die Versteigerung nötigen Mittel anza-schaffen. In unserer Gegend kommt hiebei in erster Linie der Gräflich Thurn'sche Grog grundbesitz in Betracht. Kino Burg-Tonkino. Die urkomische Militärhumoreske „Der falsche Feldmarschall" vo» R o d a-R o d a als 100%iger deutscher Tonfilm mit dem unverwüstlichen Komiker Vlasta B u r i a n in der köstliche11 Doppelrolle. Es wirken noch Fee Malten und Rod a-R o da selbst mit. Union-Tonkino. Der große 100%ige deutsche Tonfilmschlager „Die Csikosbaronesse" nach den bekannten Motiven aus bd „Csardasfürstin" mit Paul Vincenti in der Hauptrolle. Kranke Frauen erfahren durch den Gebraus des natürlichen „Franz Joses"-Bit!erwassers unbehinderte, leichte Darmentleernng, womit 0,1 eine außerordentlich wohltuende Rückwirkung mf die erkrankten Organe verbunden ist. Schbp' fei klassischer Lehrbücher für Frauenkrankheit^ schreiben, daß die günstigen Wirkungen Franz-Jotes» Wassers auch durch ihre Untersuchungen bestätigt seien. —>:■<----------- Fischerei FiMwerö im Hochsommer Die große anormale Hitze in den vergangenen Wochen ist nicht ohne Folgen für b'* Gewässer aller Art geblieben: der Wassel' stand ist stark gesunken, bei manchen Waflej-laufen ist ein besorgniserregender Tiefstcw zu verzeichnen, der durch die meist nur likalen Niederschläge nicht behoben wist' Von diesem Umstand abgesehen, sind ^ Monate Juli und August recht aussichtsre^ für die Angler. Allerdings kann es vorko>>" men, daß bei anhaltender gleichmäßig Hitze und besonders bei niederem Wasst^ stand die meisten Fische sich tagsüber gütlich teilnahmslos verhalten, allein b-W endstunden, kurz vor der Dämmcrug bringen stets Abwechslung, und so kann sich ereignen, daß eine einzige Stunde n1"1, Sonnenuntergang die Erfolglosigkeit bst ganzen Tages reichlich wettmacht. Der größte Erfolg beim Angeln wird in den Sommermonaten demjenigen zuteil, der fe'r Zeit richtig einzuteilen weiß, der es steht, die zur Anwendung gelangende AE wethode den Umständen anzupassen, die P während der heißen Zeit reichlich einzustst len pflegen. Wichtig ist, daß der Angler alles dasjenige bei sich trägt, das ihm Erfog bringen kann, vor allem aber Spinner R', künstliche Fliege. Jede bessere drei- stbs, vierteilige Gerte, die sich im Futteral leiste mittragen läßt, ermöglicht ein rasches A^ wechseln der Fangmittel und steigert n® allein die Hoffnung, sondern auch den ta, sächlichen Erfolg, denn bei der Launen^ tigkeit der Fische ist es durchaus nichts 'f c.\ tenes, daß sie beispielsweise leidenschasw “ auf den Spinner gehen, Kunstfliege, Köb^ fischchen und Wurm dagegen unberührt lasen. _ . Angelköder gibt es nun im Nebecfstst' Für Weißfische besonders zwei. Es sind der kleine Junikäfer und der kleine rotbra' ne Rosenkäfer. Auch die Johanniswürnuh^ geben einen sehr guten Köder für Ä^' Aland und Nase ab. Auf Kirschen, best" ders die kleine wilde, beißen Dickkopf ü f Bleie sehr gut, Rotauge und Elritze bei^ sehr gern auf gestocktes Blut. Mit ha^ Käse, welcher mit gekochten Kartoffeln » gleichen Teilen geknetet wird, hat man V. Barben den besten Angelköder. Die ist, wo sie reichlich vorkommt, für den &PC angier ein ebenso bequemes als auch afst., gendes Objekt. Der Barsch beißt leidenE Inh auf alles, das seiner beispiellosen gier erreichbar ist. Daß unsere Edelfische H te Fischweid abgeben, braucht wohl n> ■ erst besonders erwähnt zu werden. R u s -üer- Tontifergra-fl, mi m. tfTuTT' T93T? *5aar..K«2E*r < Lokale ClproniJc Mittwoch, den 15. 3uli Eine lebende Fackel Schwerer Unglücksfall infolge Explosion eines Spiritusbrenners In einem hg? vielen Emsämilienhäuschen der vLsdsarigic cesta ereignete sich gestern jpät Löends ein schwerer Nnglücksfall. Die -5jährige verheiratete Frau Emma Car Zollte gegen Abend ihrem aus dem Dienste vach Hause gekommenen Bruder, dem Ei* ienbahner Jakob Ukmar, rasch ein Abend--essen bereitstellen. In der Eile griff sie zu e'nem Spiritusbrenner, um so das Kochen Sn beschleunigen, Beim Neu füllen des Brenners fing aber der Spiritus plötzlich Feuer, ^ns sich mit Blitzesschnelle auch auf den In» Mt der Flasche" ausbreitete. Im nächsten "Ugenblick explodierte auch schon der ©Piri* 'usbehälter unter lautem Krach. Die bren- nende Flüssigkeit ergoß sich auf die erfchrol» fene Frau, die in wenigen Augenblicken einer brennenden Fackel glich. Zum Glück laut sofort der Bruder Herbeigeftürzt, der der um Hilfe rufenden Frau die brennenden Kleider vom Leibe riß, wobei er selbst Brandwunden an den Händen erlitt. Trotz der raschen Hilfeleistung trug die bedauernswerte Frau schwere Brandwunden am ganzen Körper davon. Die bald darauf verständigte Nettungsgefellfchaft überführte die Frau umgehends ins Krankenhaus. Da sie Brandwunden ersten, zweiten und dritten Grades erlitten hat, gibt ihr Zustand zu Besorgnissen Anlaß. das sportliche Schwimmen nehmen unsere Kräfte stark in Anspruch. Ovomaltiue ersetzt die verbrauchten Kräfte und schützt dadurch den Körper vor Müdigkeit und Ermattung. m. Ein bitteres Schicksal ist einem mittellosen, kranken Invaliden befchieden, der leider nicht nur für sich allein, sondern noch für Frau und vier kleine Kinder zu sorgen hat. In ihrer großen Not wendet sich die bedauernswerte Familie an mildtätige Herzen mit der innigen Bitte, ihr durch kleinere Spenden das bittere Los lindern zu helfen. nt. Das städtische Bad bleibt ab 20. d. M. wegen Reinigung des Dampfkessels für 14 Tage geschlossen. m. Fremdenverkehr. In der ersten Julihälfte wurden am Meldeamt insgesamt 859 Fremde vermerkt. Hievon waren 182 Ausländer. m. Unfall aus der Straße. Der Zimmer-mannsgehilfe Johann Lesjak glitt gestern in der Meljska cesta so unglücklich aus, daß er beim Sturz einen Bruch des linken Unterarmes erlitt. nt. Berichtigung. Unsere vorgestrige Notiz über einen angeblichen Raushandel in einem Buschenschank ist dahin richtigzustellen, daß der Fuhrmann Ferdinand M. nur durch einen unglücklichen Zufall durch ein Glas am Auge und zwar in einem Gasthause und nicht in einem Buschenschank verletzt wurde. nt. Folgenschwerer Sturz vom Rad. In der Ptujska cesta stürzte die 22jährige Josefine Krivec aus Tezno vom Rad, wobei sie mehrere Verletzungen am linken Unterschenkel davontrug und ins Krankenhaus überführt werden mußte. nt. Unter der Schwere der Last zusammen-gebrochen. An der Ecke der Tržaška und Masarykova cesta brach gestern nachmittag ein mit frischen Baumstämmen beladener Wagen einer hiesigen Baufirma zusammen. Nur mit Mühe und mit Hilfe von mehreren Straßenpafsanten konnten die schweren Baumstämme auf einen zweiten Wagen verladen werden. nt. Fahrraddiebstahl. Dem Mechanikerlehrling Johann Gračner wechselte gestern, als er für kurze Zeit in einem Geschäft verweilte, ein noch unbekannter Dieb das Fahrrad mit einem verrosteten und defekten Rad aus. Der Missetäter konnte trotz eifriger Nachforschungen bisher nicht ermittelt werden. m. Karambol. Als gestern der hiesige Fabrikant Herr Paul H e r i ö k o mit seinem Einspänner von der Stroßmajerjeva ulica kommend in die Koroška cesta einbiegen wollte, scheute plötzlich das Pferd vor einem herankommenden städtischen Autobus. Der Wagenlenker konnte zum Glück das Auto sofort zum Stehen Bringen, so daß der unvermeidliche Zusammenprall beider Fahrzeuge keine schlimmeren Folgen nach sich zog. Lediglich das rechte Vorderrad des Wagens wurde beschädigt. m. Wetterbericht vom 15. Juli 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser 0, Barometerstand 725, Temperatur + 29, Windrichtung WO., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Spenden. Für den armen Invaliden mit vier kleinen Kindern spendete die Frau Gemahlin des Stadtkommandanten General Pavlovič ein Paket mit Kleidungsstücken und „Ungenannt" 10 Dinar. Herzlichsten Dank! * Einladung. Ter Gesangverein „Lira" in Radvanje veranstaltet am Sonntag, den 19. d. um 15 Uhr nachmittags im Gasthause Podgoršek in Nova vas ein G a r t e it= f e ft mit Gesang, Musik, Tanz und verschiedenen Belustigungen. Eintritt frei. Der Verein ladet alle Freunde und Gönner zu zahlreichem Erscheinen ein. — Der Ausschuß. 80 * Velika kavarna. Heute Abschiedsabend des Zauberkünstlers Willardy. Morgen neues Kabarettprogramm. Schallplattenkonzert der Kürteng-Apparate. 8811 * Buschenschank bei Dr. Glančnik (vormals Turner) wird am 16. Juli d. I. er- j öffnet. 8813 i „tnrartocrer Terifng" Kammer 187. Aus Vmj P. Frecher Einbruch im Kapuzinerkloster. Gestern nachts wurde in das hiesige Kapu-zinerflofter bereits der dritte Einbruch in diesem Jahre ausgeführt. Zum Glück konnte aber diesmal der freche Täter dingfest gemacht werden. Als man nämlich gegen 22 Uhr nachts im Kellerraum ein verdächtiges Geräusch wahrgenommen hatte, verständigte man sofort die Polizei, der es auch bald dar auf gelang, den Dieb in der Person des 34jährigen, schon zehnmal vorbestraften Bindergkchilsen Johann S t r a ß er fest« zunehmen. Straßer wurde ins Polizeiarrest gebracht, von wo er jedoch im Lause der Nacht wieder ausbrach. Die Nachforfch mgen werden fieberhaft fortgesetzt. - ................ Am «Seife c. Todesfall. Im Allgemeinen Krankenhaufe starb am 12. d. Herr Josef K o st a-n j e v e c, langjähriger Pfarrer in Dramlje, zuletzt Anstaltskurat im Siechenhaus in Vojnik. Er erreichte ein Alter von 73 Jahren. Die Leiche wurde nach Vojnik überführt und am dortigen Friedhofe Beigesetzt. c. Messerstechereien. Sonntag kam es in einem Gasthaufe in Ponikva zu einer Prügelei, bei der der 39jährige Monteur Jakob Trbovc zwei lebensgefährliche Stiche in die Lunge erhielt. — In Socka bei Vitanje kam es Sonntag abend zu einem Streite zwischen Arbeitern. Der 25jährige Franz B l a z i n 8 e k erhielt von seinem Kameraden Franz Stet einen Messerstich in das linke Ohr. — In Trnava bei Gomilsko bekam bei einem Feste der 39jährige Besitzer einen Schlag mit einer Flasche über den Kopf und trug dabei eine schwere Verletzung davon. — Alle Verletzten wurden nach Celje ins Krankenhaus überführt. c. Von einem falschen Inkassanten betrogen. Der Gastwirt und Fleischhauer Herr Permozer aus Gaberje kaufte vor einigen Tagen in Vojnik einen Ochsen und zahlte dem Bauern nur einen Teil des Kaufpreises. Der bei dem benachbarten Bauern Bedienstete Knecht hörte von dem Kaufe und als er seinen Dienstplatz verließ, kam er nach Celje zu dem Fleischhauer und stellte sich als Knecht desjenigen Bauern vor, von dem Herr Permozer den Ochsen gekauft hatte. Gleichzeitig ersuchte er den Fleischhauer, den Rest des Kaufpreises ihm auszufolgen. Herr Permozer gab ihm tatsächlich 2400 Dinar, mußte aber schon am nächsten Tage erfahren, daß er einem Betrüger oufgefeffen ist. Die Polizei fahndet nach dem Betrüger. c. Unfall in den Bergen. Sonntag nachmittags verunglückte die Gattin des Ober-Steuerverwalters Blazun, Frau B l a-z u n aus Celje dadurch, daß sie von einem großen Stein, welcher sich oberhalb des Wasserfalles nächst der Tillerjeva koča los» löste, ihr aus das linke Bein mit solcher Wucht fiel, daß dieses binnen einigen Minuten stark aufschwoll. Man brachte sie von dem oberen Bassin, welches sich in der Nähe des Wasserfalles befindet, in die Tillerjeva koča. Herr Dentist Hoppe aus Celje, der sich ebenfalls im Sogartale befand, leistete der Frau durch einen Verband die erste Hilfe. Am nächsten Tage wurde sie mit einem Auto nach Celje in häusliche Pflege gebracht. Frau Blazun weilte im Lvgartale zur Erholung. — Die Einrichtungen in der Hütte find sehr mangelhaft; es wäre daher sehr angezeigt, wenn der dort befindliche Verbandkasten reichlicher ausgestattet sein würde. c. Unfälle. In Kostrivnica Bei Sntarfe wich der 70jährige, halb erblindete Josef B u b č e f einem Wagen aus und stürzte dabei in den Straßengraben, wobei er sich schwer verletzte. — Der 20jährige Arbeiter in der Zinkfabrik Josef Zagožen stürzte vom Rade und brach sich den rechten Arm. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. -*-><•<♦------------ Witz und Humor Bei der Wahrsagerin. „Bis zu Ihrem 38. Lebensjahre werden Sie unter der Armut zu leiden haben." „So! Und dann?" „Dann haben Sie sich dran gewöhnt!" Unerhörte Frage. „Sie trinken ja ein Starkbier nach dem anderen, Herr Saluermoser!" „Freili! Wie denn sonst? Trinken Sie Lwoa auf einmal?" ©piiiöfer ■ 59 3of)re alt Sorgen feiert der bekannte und angesehe-Scariborer Journalist und Kulturarbeiter l?rr Vekoslav Špindler das schöne 'lesi bes fünfzigsten Geburtstages. Der Ju-n!lar. eine markante Persönlichkeit unserer (IbftrrS 4- r: fnlrtnfi Tt afternS-« •“stiiiitabt, erfreut sich wegen seines liebens-fÜ^Pen, biederen und rechtschaffenen We- P^.dcr größten Sympathien nicht nur im ' ‘‘'ie ferner Kollegen, sondern auch bei fei« .ett zahlreichen Freunden und Bekannten Maribor sowie auch außerhalb der Gren-unserer engeren Heimat. Den zahlreichen ^'(wünschen schließen auch wir uns gerne (yn to’t dem Wunsche, der trotz seines schönen /Oburtstagsfestes noch mit jugendlicher Tatort und seltener Lebensenergie schaffende reichliche Jubilar möge noch viele Jahre Jne’n weiten Wirkungsbereiche erhalten tnv?2n' Nutzen aller jener vielen Fak-I denen er seine hervorragenden Fä- Un‘5 !oine reichen Erfahrungen ^eneraSberfammluno der '&aci>ernöafmgefiüfft' 23- Juli 1931 um 20 Uhl ,t im otb .n des Hotels „Orel" em. außer« Generalversammlung der „Ba-rj^^dahn-G-enossenschaft m. b. H. in Mast Tagesordnung: ^Verlesung des Protokolls der letzten deral- o ^Versammlung. 4ec'" ^rtcht des Vorstandes über den Stano flion zur Erbauunß der Bachernbahn. ®ert *c'un9 des Voranschlages und des rst 'ogsentwurfes der Firma Fühles & Cc|%, München. beg y®Efchlußfaffung über die Vergebung Fj^JMes ber Bachernbahn an die Firma 5 Schultzc, München, iurt'i s^fefaRung iiber die freie Verfü-ftäht X5 kiugezahlten Kapitals bei der Sparkasse in Maribor. - yenberung der Firma in Bachernbahn. N.-lliälliges. dxt s 29 der Genossenschaftsstatuten fin-IUn JUt den Fall, daß die Generalversamm-deschlußfähig ist, eine halbe Stun-rielrh “n. e.’ne Generalversammlung statt, ist "ei jeder Besucherzahl beschlußfähig SUna^T1 muß sich mit der Bestäti- gen p 9-jtimieren, daß er wenigstens einen tt t^^sanwil Mahlt hat, sonst hat ^uen Zutritt. n0* Prozeß gegen die Fleischhauer die o« beendet. Die Verhandlung gegen Angeklagten Fleischhauer, die gestern fortaXfat ro(^n und Heute vormittags oBqstnX-1' uwebe heute Mittag neuerdings !m' iie ilrieilsverkündigung dürfte 'dunttags erfolgen. "e“sn Fabrik. Die Firma »chliat aus Rumburq beab- X-eumtn?^ eine Fabrik für die "zierstost ^ ^pp'chen. Decken und Ta-f?JL!\er5“'uen- Wie uns mitgeteilt [Un vernehmungsfähig sein. Medizinalrat Doktor Berger, der an dem Kranken sofort eine Operation vornahm, sprach die Befürchtung aus, daß eine starke Gehirnerschütterung vorliegt, die bedenkliche Komplikationen im Gefolge haben kann. Darüber läßt sich na-trülich jetzt nichts Bestimmtes sagen, das muß abgewartet werden Die Konstitution des Kranken ist ja sehr kräftig, aber die lchwere Kopfwunde gibt zu Besorgnissen Anlaß. Der Hieb muß mit furch barer Wucht geführt worden fein, da auch die Schädelbasis verletzt ist. Der Patient h» übrigens sehr viel Blut verloren. Von ^ Zeit der Tat bis zur Auffindung des -6l letzten sind mindestens vier Stunden »e1’ gangen, und Herr Wildert hat sein Leb6' nur dem Umstande zu verdanken, daß b»’ aus der Wunde fließende Blut rasch geroch nen ist und auch die Wunde sich durch b»; dlcklich werdende Blut schloß und so b» völlige Ausblutung verhindert wurde. Herztätigkeit ist jedoch immerhin noch ft»1 genug, um die erforderliche Blntzirkulw'^ zu bewerkstelligen, und das ist Doktor M1' gers große Hoffnung. Wenn also das durchhält, dann kann er nach menicfili-Öf Ermessen noch gerettet werden. Bis b^'" müssen Sie sich gedulden, Herr Döberitz ^ so sehr ich Ihren Wunsch, den Kranken r sprechen, auch verstehe und billige." „Höchst fatale Sache", murmelte Döbels „Das hier verübte Verbrechen ist so rätst' Haft, seine Spuren so vermischt, daß 6 schönste Kombination vorläufig nicht o»‘3' reicht, um einigermaßen Klarheit in % dunkel zu bringen. Einige wenige 50^ i aus Wilberts Munde würden vorausstchtk genügen, um Licht - __ na. wenn dann muß es eben auch au? ander- &Z gehen. Man darf zst Hottnune svf * gutes Gelingen r;if «uftzebeü/ Die Herren stimmten ihm bei (Fortsetzung folgt) heit 1(5. ;YüT; 1031. ,yjümßorer Zeüuncl" Kummer 187, aaassni sr? r - r, :r^;.^--;- Rätsel-Ecke Illustriertes Kreuzworträtsel >> ^Ie in die waagerechten und senkrechten aua'tte,"^n einzutragenden Wörter sind steü iiS südlichen oder geographischen Dar "Ngen zu erraten. Die Wörter der manschten Reihen sind in dem oberen, die der GedankenttaSning „Der Kuchenteller' eLS© Q b heißt der seltsame Spruch dieses Ku-L^llers? Nehmen Sie Ihre Uhr zur »^nd und fangen Sie um Mittag an, den fj,“eten Buchstabenring zu entziffern und $n Sie vor Mittag damit auf. Machen tij es bann mit dem inneren Buchstaben-zu/ ebenso. Wieviel Zeit gebrauchen Sie Entzifferung dieses Verses? Wenn Sie Ttjj.6 Aufgabe gelöst haben, dann sind Sie i°nb' nUr um e’ne Lebensweisheit reicher, Hoh etn können auch stolz auf Ihr Kombi-0rt§talent sein. Gedankenlrainlng Die kürzeste Mauer' ^l^afepL ^*'irlborska tiskarna, in Maribor. - Für den Herausgeber und den Druck verant* ■wörtlich: Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor