.N 2W. Vl'nstall am M Dezember 1864. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, nut Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 sl., halb-jährig 5 si. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 si., halbj. 6 fl. Fiir die Zustellung in'S Hans sind haldj. 00 lr. mehr zn entrichten. Mit der Post portofrei ganz!., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fi., halbj. 7 st. 50 lr. VnstrlioNÄgcbllhr filr eine Gannond - Spaltenzelk ober den Rnmn derselben, ist fllr I malige Einschal« tung <> lr., fllr 2maligc 8 lr., filr 8malige 10 lr. u. s, w. Zu diesen Geblihrcn ift noch der Insertions - Stempel pcr 30 lr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fi. 90 ll. iilr 3 Mal, 1 st. 40 kr. ftlr 2 Mal und 90 lr. f»r 1 Mal smit Inbegriff de« Insertioneftempels). ^laibacher Ieituna. Amtlicher Theil. 35c. f. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr. höchster Entschließung vom 15i. Dezember d. I. drin Hofrathc bei dcr Obersten Rechnnngskontrolsbchördc Iohauu Baptist Ritter v. Luschin bei seinem Ueber-triltc in dcii wohlverdienten bleibenden Ruhestand in Aucrkcnnung seiner mehr als sünf^jährilicn trciicrgc« bcucu und ausgczcichirrlcn Staatsoicnstlcistllug taxfrei das Ritterkreuz des Lcopold'Ordcus allcrgnädigst zn verleihen geruht. Das Justizministerium hat den Gcrichtsadjnultcu und Titular-Ralhssckrctär Vinccnz Nohliczck und den Gerichlsadjuullcu 5tarl Walter zn Nathasckrc-tärcn, ersteren fiir das Landesgencht und letzteren für das Handelsgericht in Wien ernannt. Der Finauz«Dircltor fiir Kraiu hat den Kon« lrolor dcs Tabak- und Stcmpcl-Vcrschltiß-Magazinö in Lnibach Joseph Baroch zum Verwalter, und dcu Amtsoffizial dcs Laibacher Haupt« Zollamtes Ignaz ElSncr zuiu Kontrolor bei dein gcnauntcu Tabak-Magazine ernannt. Nichtamtlicher Theil. vnibath, ^i). Dezember. Die „Europe" bringt aus Wicu die Meldung, Se. Majestät dcr 5kaiscr werde die Adresse des Abgeordnetenhauses durch cinc Votschaft beantworten, welche die Vorlage eines Gesetzes üdcr den Vclagciungs» zustand zusagen wird. Ferner heißt es iu diesem Blatte, Herr v. Schmerling habe im Ministcrrathc die Mciiumg geäußert, das Miuislcrium müsse sein Äiöglichslcs thun, um ohne sciuc Grundsätze zu vcr< läugncn, die Harmonie zwischen der Regierung uud der Majorität dcS Abgeordnetenhauses hcrzustellcu. Die „Wiener Abcudpost" spricht sich ueucidings llbcr einen Artikel der „Baicrischcn Ztg.", worin sich diese gegen die iu der „Nordd. Mg. Ztg." auSge. sprochcnc Ansicht, als wären Oesterreich und Preußen die Schutzmächte dcs Bundes und alle übrigen Änn» desmilglicdcr ihre Schützlinge, wcudct, in folgenden Worten aus: Wenn die „Baicr. Ztg." die Nothwendigkeit, den eigentlichen ölujgabcn dcs Buudcs gerecht zn werden bclout, wenn sie Gewicht legt anf die gemeinsamen Pflichten wie auf die gcmciufamcn Rechte der Bnndcsmitglicdcr, so bcfilldcn wir uns mit ihr in voller rückhaltloser Ucbcrci»stimmung. Oesterreich hat cS in dem letzten Konflikte bcwicscn, daß cs den Werth der bnndcsmäßigon Erledigung der schwebenden Frage tlnr crlauut hat, daß cs für diese Erledigung mit allcr Kraft eingestanden ist. Wenn die Buudcömiuorilät hculc ihre Anschannugcu cut» wickelt, so ist sie vollkommen dazu berechtigt, aber die Bnndcsmajorität hat auf alle Fälle daS Faktum des komprtcuzmaßigcu BundcsbcschlusscS auf ihrer Seite, und dieses Faktum sollte sie vor dem Bor« würfe schützen, daß ihre Bestrebungen gegen dcu Bund gerichtet scicu. Der deutsche Bund ist in der That ein freier Verein vollkommen gleichberechtigter Staaten und anders ist sein staatlicher Begriff iu Oesterreich nie vcrstaudru worden. Zu leiucr Zeit seit der Entstehung dcs Bundes hat der Kaiser von Oesterreich größere Rechte geübt oder in Auspruch genommen als irgendeinem seiner fürstlichen Buudcs« gcuosscu zustehen und die Anerkennung dieser That» suche sollte auch im gegeuwärligru Augenblicke nicht l'clsngt wclde». Bekanntlich hat dic l. sächsische Regierung beim Ausbrcchcn ihres letzten Konfliktes mit Preußen mo-bilisirt. Alle Welt schüttelte dcu Kopf über diese krie« gcrischc Manifestation. Hiutcrhcr stellt sich's aber heraus, daß cs gar nicht so arg gemeint war. In einer Korrespondenz dcS „Fr. I." vom 14. d. fiudcu wir die Nachricht, daß die Mobilisirung geschehen sei, „uicht etwa, um bei thatsächlichem Vorjchrciten Preußens sich von Seiten der k. sächsische, Regierung die-scm mit Wasseugcwalt zu widersetzen, sondern um sälumllichc f. sächsische Truppen nebst Kriegsmaterial parat zur Ucberführung auf k. baicrifchcs Gebiet zu haben." — Die Herren in Dresden scheinen zu fürchten, daß Prcnßcn ihnen wieder, wie einst Friedrich der Große bei Pirna, das ganze Lager gefangen uchmcn könnte. Die „Ovinionc" entwirft in einem Artikel über die innere Vage Italiens ein düsteres Bild von feinem vollswirthschaftlichcn Zustande. Nachdem sich eine Gesellschaft für den Verlauf der Staatsgüter gebildet hat, wird cs vom Erfolge, welchen dic Operationen dieser Gesellschaft finden, abhängen, ob der Mobiliar-Kredit auch für weitere hundert Millionen Güter deS Staates an sich bringen wird, und ob die Abschlie-ßnng cincs neuen Aulchcns vermieden werden kann. Dic Obligationen werden eilf und zwölf Percent Zinsen briugcu, uud cs läßt sich deukcn, wie schädlich dic schlechten Fiuanzzuständc dcr Regierung auf die Krcditvcrhältnissc dcs Landes wirken. Die Gemeinden und Provinzen, welche beschlossen haben, der Regie« rnng dic Grundsteuer für ein Jahr voraus zu bezahlen, geben 15, und 16 pEt. an die Kapitalisten Italiens, Frankreichs uud Englands, welche ihnen zu Hilfe kommen. Man kann Sclla nur Beifall zollen, wcuu er, den Stier bei den Hörnern anfassend, so energisch, wie cr thut, auf cincr Reduktion der Armee besteht. Dcr König ist natürlich mehr auf Seiten dcr Generale. Er, dcr seit Iahreu jcdcS Frühjahr iu den Krieg zu ziehen hofst, würde womöglich die Armee vergrößern, statt zu verringern. Er wird sich aber doch fügen, wenn Frankreich mit gutem Beispiele vorangeht. Oesterreich. Agram, 14. Dezember. Iu der gestern abgehaltenen fünften Sitzung dcr Gcncral'Kongregation dcs Agramcr Komitatcs gelangte zur Lesung eine an die k. kroatisch slavonische Hofkanzlei gerichtete Repräsentation wegen baldigster Einbcrufnng eines konstitutionellen Landtages. Die darin angeführten Hauptmotive siud: Sämmtliche AmtSgeschafte wurden anläßlich der stattgcfundcncn General« und Partikular-Kongrcgationcn mit dcr einem repräsentativen Körper Mlleton. Ans dem Taftebuche eines alten Schauspielers. Einer dcr Lctztcu aus dcr großcu Zeit vou Wci. mar einer dcr sehr Wenigen, die über Goethe nach persönlicher Bekanntschaft sprechen können, ist Eduard Gcnlist Scinc Dcnkwürdiglcilcn, dic cr über jene unvergeßliche Zeit herausgab, enthalten viele werthe volle Rcminiszcnzcn, viclc spaßhafte Anekdoten, so manchen nicht zu vcrachtcudcu dramaturgischen Wink und allerlei Episodisches anS der dcntschcn BühncU' und Zci, Kcn'lol'ad, wo cr dcu trefflichen, sciucr Zeit hochgcfciciten Pianisten Hummel, welchcu im söge« nauutcu frcieu Phantasircn uoch bis heute wohl Nie-mand erreicht hat, sand. Scinc Themata wählte dieser gewöhnlich aus Mozart's, sciues Lehrers, Opern, und so oft man ihn auch über Mclodicu, wie „Reich' mir die Hand, mein Leben", „Treibt dcr Eham« pagucr", oder „Thränen vom Frcuudc getrocknet" phautasircu hört; stet« waren seine Umwandlungen mn und unendlich reizend. Scinc mnsikalischc Phau» tasic war darin unerschöpflich, und welchen zanbcr' haften Rciz erhielten diese Improvisation durch seine meisterhafte Behandlung dcS InstrumeuteS! Kamn in Kavlöbad damals augclommcn, bestürmte man Hnmmcl, ein Concert zu geben, und trotzdem cr mir zu sciucr Erholung im Bade war, ließ cr sich doch dazu bcwcgcu uud gab dic Hälfte dcs reichen Ertrages, welcher die Snmme von 'üdcr 300 Dula» lcu erreichte, au die Armen. Diese schone That gibt Genast Gelegenheit, von Humnicls großem Wohl-thäligleitssinn überhaupt zn sprechen. Das Eigene dabei war, daß nic scin Name genannt wcrdcn durst, In Wcimar hatte cr cinigc scmcr znvcrlässigstcn Frcundc örmllch zu sc.neu Armenpfleqern gemacht, uud da Genast sc bst oft vou ihm zn solchem Dienst verlangt wurdc kouu c cr häufig Zenge seiner un. eigennützigen Großmuth scin. Mit deu Verlegern gericlh Hmumel oft hart zn. sammcn. Dcr bckanntc reiche P. ,„ ^. ^l, ihm einst ein glänzendes Souper, zu dem nuch Genast uud Frau geladen waren. Hummel hnttc gerade scinc große Klavierschule beendet und verlm,^c dafür ii.lM) Thalcr Honorar, dic P. aber „ichi ^cben wollte Bei Tisch gingcn dic Verhandlungen über diesen Gegen, staud vou ucucm los, und da Hummel mit großer Ruhe anf dcm gcfordcrtru Preis bcharrte, schrie endlich P. in vollem Zorn: ^I^. ^vluponistcn seid alle verrückt geworden! Ihr wißt gur uicht mchr, was Ihr von den armen Verleger» vcilangen sollt." Das brachte Jenen aus seiucm Gleichmnth uud cr rief: „Ja, Ihr verfluchten Kerle von Vcllcgciii, wic könnet Ihr denn solche Soupers grbcu, wenn wir armen Komponisten nicht wären?" Die ganze Gesellschaft brach in ciu schallendes Gelächter ans, in welches P., uachdcm cr sich einigermaßen von scincr Vcr« blüffnng erholt hatte, herzlich mit einstimmte. Zn dcr EnthüllungSfcicr des Thorwaldsen'jchen Schillcrstandbildes in Stuttgart 183l< wurden Genast uud sein Kollege Durano vom Großherzog als De-putirtc dcs Weimarer ThcatcrS gesendet. EineS der ^Nachtquartiere machtcn die Bciden in Heilbronn, aber trotz all' ihrer Müdigkeit vermochten sie nicht einzuschlafen, denn eincn unruhigeren, lärmenderen Gesellen konnte mau nicht trcfi'en, als den, dcr sich unmittelbar neben sie cinquartirt halle. Als Genast'S Klopfen, Husten, halb und ganz lauteß Verwünschen nicht die geringste Wirkung hervorbrachte, war der letzte Rest von Geduld in ihm erschöpft; er rief einige Donnerwetter durch die Thür, erhielt eine nicht minder höfliche Erwiderung, die Wechselrcden wurden immer heftiger, bis auf cinmnl Icdem die Stimme dcs Anderen etwas btlannt schien und auf Genast's bezügliche Frage dic Antwort erfolgte: „Ich bin der Appcllationsralh von Schiller!" — also ein Jugend-gcspiclc dcs Erstcrcn aus Wcimar her, dcr Sohn dcs Mannes, zu dcsscn Ehrentag sich Beide nach Stuttgart begeben wollten! Dem alten Zelter war cs ein Grencl, wenn cinc musikalische Phrase nicht zu Ende gebracht wurde, und als cr einst hinter eincm Berliner Schusterjungen herging, der fort und fort „Schöner grüner, schöner grüucr Iungfcrnkranz" sang und diesen Anfang immer wiederholte, fiel er voll Aergcrs mit seiner Baßstimme ein: „Veilchenblaue Scide! veilchenblaue Seide!" worauf dcr Junge sich umdrehte und faßte: „Höl'n Se mal'. Wcun Sie den Iungferntranz singen wollen, fangen Se sich'n och an!" Der berühmte Schauspieler Laroche zählte den R<58 entsprechenden Würde verhandelt und die für Mnni« zipicn erlassene Instruktion diente bei allen Amts» Handlungen stets als maßgebender und unverrückbarer Leitstern. Die cndgiltigc Regelung der staatsrechtlichen Beziehungen könne nur im Wege des Landtages erfolgen; es erheische ferner die äußerste Nothwendig» kcit, daß wir aus dem gegenwärtigen Provisorium, welches alle Gebrechen und Schwächen eines solchen in sich vereint, heraustreten, und daß an dessen Stelle dem Zcitgcistc und den praktischen Bedürfnissen der Nation entsprechende, im legislativen Wege zu schaf« fende definitive Gesetze und Institutionen ins Leben gerufen werden. Die Einberufung des Landtages könne ohne Bcnachthciligung der privaten uud öffcnt« lichen Interessen nicht weiterhin vertagt werden. Die h. Hofkanzlci wird demnach gebeten, bei unserem 'Könige und Regenten die baldigste Landtagscinbcrnfung zu vermitteln. Die General-Kongregation wird noch eine Sitzung halten, worin die Repräsentation wegen Vermehrung der Rcisepanschalien nnd Diäten für die Munizipalbeamten, der Antrag dc? Eomit^s bezüglich der Rchabilitirnug des vom Dienste suspcndirtcu ObcruotarS des Agramer Komitatcs, Baron Drag. Kuölaud, dann die Repräsentation an den Kardinal Haulil wegen Einführung des Gottesdienstes in sla» vischcr Sprache in den römisch'katholischcn Kirchen des drcicinigcn Königreiches zur Verlesung gelangen. — Wie man vernimmt, soll vom Eomit<> die Rehabili» tirung KuS land's beantragt sein. Knsland hat so eben die Bewilligung zur weiteren Ausübung der Ad« volatie erhalten. — Die von einem Eomit^ bean» tragten uud bereits mitgetheilten Aenderungen der Wahlordnung für die Agramcr Handels« nnd Ge< wcrbekammcr sind von der Plenarsitzung der letzteren adoptirt worden uud wcrdcu die bezüglichen Beschlüsse im Wege der Statthaltern der h. Hofkanzlei zur Bestätigung unterbreitet werden. Wie man auS Lembcra. meldet, brach am 2. d. M. um Mitternacht in der Ortschaft Lanowic in dem Hause deS OrtSrichters Feuer ans, welches, mit großer Heftigkeit um sich greifend, in kurzer Zeit 23 Wohnhäuser sammt ihren Wirthschaflsgcbäudcn in Asche gelegt hatte. Die Mutter des OrtsrichtcrS und drei Kinder fanden in den Flammen den Tod, der Ortsrichtcr und mehrere Ortsinsassen trugen nicht unerhebliche Brandwunden davon. Man vermuthet, daß durch Bosheit das schwere Unglück herbeigeführt wurde. — Bei der am 9. d. in den Magazinen des Lembergcr Bahnhofes vorgenommenen Revision einer von einem Wiener Spediteur an einen Lembcrger Kaufmann slattgchmdcnm Naarcnselidimg, welche aus 9 Eollis bestand, wurden 4 Eolli im Gcsammtgc-Wichte von 1270 Pfd. aufgefunden, welche, als Lcder^ Waaren deklarirt, nachstehende Ausrüsluugsgcgcnständc enthielten: Bei 300 Kavallerie.Patroutascheu sammt Leibriemen und blccherncn Patronenhülsen, bei 200 Infantclic« Patrontaschen, bei 1000 Aajonnctschciden, bei 500 Leibgurten sammt Schnallen zu Patrontaschen, bei 500 Tragriemen für Bajounctschcideu, eine große Quantität messingener Gurtcnschilder und Schnallen und eine Quantität fertiger Stiefel. Räch der Aus» sage des Adressaten wären diese Kisten zur Weiter« Versendung in die Bukowina bestimmt gewesen. Ausland. Paris, 15. Dezember. Die französische Di« ftlomatic macht ucnc Anstrcngnngeu zu Gnustcn des europäischen Kongresses. Dieses Mal wird denselben eine Rcdultiou der Armee vorhergehen, indem Frank« reich durch dicscu Akt Vertrauen einzuflößen hofft. Ein heute im Journal des Dcbatö zu Gunsten einer allgemeinen Entwaffnnng veröffentlichter Artikel macht Aufsehen, weil man wciß, daß dieses Journal, trotz der oppositionellen Arlitel einiger seiner Mitarbeiter, der Regierung näher steht, als es zugeben will. Ganz bcsoudcrö aufgefallen ist, was darin von Italicu und Oesterreich gesagt wird. Beide müßten doch endlich einsehen, wie es am besten für sie wäre, sich auf Grund des I/ti poWidetik über den ^tlitu« (jiio zu verständigen. Oesterreich tonne ja nichts thun, die Dauer des Königreichs Italien zu verringern uud es müsse wohl wissen, wie eine der ersten Ortschaften, welche sich jenseits des Mincio befinden, Solfcrino heiße. Nas Italien betreffe, so wäre es bedauerlich, falls eS uicht einsehe, daß es iu diesem Augenblicke chimärisch wäre, Vcnctie» mit den Waffen zu nehmen; dieses sowohl, als Rom müssen durch mora« tische Mittel genommen werden. Dieser Artikel wird bloß als Anfang einer Campagne in dicfcr Richtung angesehen. Es bestätigt sich, daß Murawicff sicher über 150.000 Poleu in die Verbannung geschickt hat. In Litthancu sind von 637 polnischen Grundbesitzern nur mehr 7 vorhanden. Man schreibt ans Brüssel vom 13. d. In später Rachtstuude (11 Uhr) endigte heilte daS Meeting der Wölfin, das in Angelegenheit des ss-rcmdcngcschcö zusammcubcrufcn worden war. Drci Redner, drei Advokaten, die Herrn Picard, Dcmeur nnd Robcit, sprachen mit Wärme und sittlicher Entrüstung gegen die den Fremden in Bclgie» bis zur Stunde bereitete Stellung, welche der schnödesten Willkühr der Regierung den weitesten Spielraum gewähre und wurde denn auch eine, die Aufhebung der früheren Gesetze der französischen Republik uud ciuc Reform des Fremdcngcsctzes von 1835 btauspruchende Petition an die gesetzgebenden Kammern uotirt nnd von vielen Hunderten Unterschriften bedeckt. Ehe indeß der Präsident, da die Tagesordnung erschöpft war, die Siz« zung aufheben konnte, »erlangte Herr Gustav Iott-rand das Wort uud verlas im Namen dcS Eomit hllltnisscS zu ihr.cm Manne rief sie anS: „Nie eine Furie sprang ich auf ihu zn und faßte ihn; wäre ein Messer zur Hand gcwcsc», ich hätte ihn durchbohrt!" AllcS dieß führte sie plastisch.mimisch an Genast aus und schüttelte ihn wie ein schwaches Aäumchcn, so daß er Mühe hatte, sich anf dcn Bciucn zn halten. Dabei ziltcrte ihr ganzer Körper und die Thränen stürzten ihr auS dc» Augen. ES war noch dazu uu» tcrwegS, in dcn Promenadcnanlagcn beim Schlosse. Eine Schildwachc näherte sich, wohl um Gcuast im Falle dcr Noth bcizusprina.cn. Doch dcr sagte zn dcm Soldaten: „Befürchten Sie nichts! Dic Dame erzählte mir ltwas lebendig eine furchtbare Räuber« geschichle; mir will sie nicht ans Leben." Wilhelmiuc wandte fich rasch um, und als sie den Mann und sci»c» ängstliche» Blick gewahr wurde, brach sic in ci» schallendes Gelächter aus. So schucll gingen ihre Gefühle von einem Extrem zum anderen über. Gin Pariser Schneider Atelier. Paris, Anfangs Dezember. Bezahlt i» Paris cnrcin Rcstauratc»r — erzählt cin Pariser Feuilletonist — curcm Schneider, eurem Schnstcr, und wie sich die iildnstricllcn Gläubiger betiteln möge», die Hälfte dcfscn, was ihr schuldet, und ihr werdet in ihrcn Augen cm großer Manu sein. Ich bezahle in dcr Regcl AllcS, was ich schulde, ich kann indcssen aus meiner eigenen Erfahrung einen Fall anführen, bei dcm ich mich fchr wohl mit dcr Hälfte befand. Wenn ich cin Kleidungsstück brauche, so gchc ich zu mcincm Schneider, einem bescheidenen, wohldcntcndcil Man», dicscr nimmt mir Maß, legt mir Proben vor und bringt mir nach acht Tagen das Kleid, welches dann sitzt, wie man zu sagcn pflegt, wie angegossen. Eines Tages stachelte mich der Ehrgeiz. Ich hörte die goldenen Napoleons i» mcincm Säckcl lustig klingen nnd dachte cms Kapitalanlage. Ich hatte schon lange ans dcn AonlcvnrdS mit Neid nach dcn Schilder» jcncr großen Vclleidnngslimstlcr geschielt, welche gekrönte Häupter nnd soilstige Mäa> tigc dcr Erde mit ihrem Maße messen. Ich beschloß, an daS Thor eines dcr berühmten Modcdiltatorcn z>» klopfen. Ein galonnirtcr Bedienter (Nr. 1) öffnete mir und führte mich zu einem vor einem Bureau lhro« ncndcn, fchr crnst aussehenden Herrn (Nr. 2), wclchcr sofort meine Befehle entgegennahm. Der ycrr klingelte ; ein zweiter Bedienter (Nr. 3) erschien und er- RR5» Lokal- und VrovinMl-Nachrichtln. Laibach, 20. Dezember. Nach den nnö zugekommenen verläßlichen Notizen können wir die beruhigende Vcrsichcrnng neben, daß in Folge dcr unmittelbar vom Landcs'Präsidium gc» trosfcncn Velsüguugcu uud Daul dcr rührigcu Umsicht der mit mit dcrc» Ausführung bctranlcn Organen es gelungen sei, mehrere Mitglieder jener Gauner^ bände aufzugreifen, welche in dcr jüngsten Zeit in den umliegenden Bezirken nnd selbst in dcr nächsten Um-l;cbn)ig dcr Hauptstadt die Sicherheit gefährdeten. — So wnrdcn schon am 3. v. Vi. bei einer nntcr Militär-Assistenz vorgenommenen Strcifnng drei dieser Landstreicher aufgegriffen. Ein vierter wurde am 13. v. M., dann in dcr Nacht vom 3. anf den 4. d. M. ein fünfter dnrch die l. k. Gendarmerie zn Stande gebracht. Endlich gelang es am 14. d. M. einer vom t. l. Aczirksamtc Laibach entsendeten Patrouille ein sechstes Individnnm, welches bei dcr Baude die Dienste des AuöluudschaftcrS versehen haben soll, festzunehmen. Dcr Umstand, daß dicscs letzte Inoi' vidnnm im Hanse einet« Hehlers aufgegriffen wurde und hicbci gestohlene Effcltcn vorgefunden wnrdcy, dürfte den ununterbrochenen behördlichen Nachforschungen bedeutenden Vorschub geben nnd in Kürze dic Anfhcbnng dcr ganzen Slrolchcnroltc zu erwarten sein. — Die Leiche des l. k. Auditors Karl Cara-bclli Ritter v. Luntiis zpric wird heute Nach. mittags um 3 Uhr im Garnisonsspilalc gehoben nnd Mit feierlichem Kondukte in die Friedhofölapcllc zn St. Christoph zur Einsegnung begleitet wcrdcu, von Wo dann dieselbe mittelst Eisenbahn nach Wien über» fllhrt wird. — Heute findet um li^ Uhr Abends dicGcneral-Vcrsamnilnng des Vereins dcr Aerzte in Kram im Vcrcinslotalc Statt. — Am 17. d. Vi. ist, wie wir bereits gestern meldeten, Herr Johann iiallistcr nach längerem Leiden im 5)7. Lcb'cnSjahrc an einer Lnngcutrcinthcit gestorben. Der Verstorbene, aus einem Dorfe in dcr Gegend vonAdclsbcra gebürtig, kam, wie dic„Tr.Z.", schreibt, als ciüfachcr Arbeiter nach Trieft, wußte aber, obschon er weder lesen noch mehr als seinen Namen schreiben lonntc, dnrch Fleiß nnd eine bewunderungswürdige Schärfe des Verstandes, die ihm stets das Ergreifen dcs richtigen Moments znm Erwerb und zur Be» nütznng dcr Umstände erleichterte, sich auf cine Stufe dcs Reichthums zn crhcbcn, dic nnr von Wenigen erreicht wird. Er war häufig Stcucrpächtcr in Trieft, Stcicrmarl und dem Venelianischc» newcsci:, nicl' Holzhandel, bethciligtc sich an verschiedenen Unternehmungen nnd banlc noch in letzter Zeit hier mehrere große Häuser. Tricst verliert au ihm einer seiner lhäligsl'cn Mitbürger, dcr vielen Lcntcn durch sein rastloses Schassen Gelegenheit znm Verdienst gab. Das hinterlassene Vermögen wird anf mehr als vier Millionen Gulden geschätzt, von denen, wic man er-zählt, ein sehr naher, in Padua sludircudcr Vcr» Wandler 1 Million, zwei hier befindliche Neffen eben» falls schr bedeutende Autheile, zahlreiche Verwandte in Krain namhafte Legate (es heißt, je 100.000 fl.), die Witwe 300.000 fl. sammt 20.000 fl. jährlich an Fruchtgcnuß erhalten. Auch die hiesigen Wohlthätig, lcitsanstaltcn sollen freigebig bedacht sein. DaS von dem Verstorbenen bewohnte Hans in dcr Torrent-Straße war gestern den ganzen Tag von Personen besucht, welche den Tod dcs Verstorbenen beklagten. Das Lcichcnbcgängniß, zu dem Einladnngcn in drei Sprachen, dcntsch, italienisch nnd slovcnisch. ergangen waren, fand am 1U. unter großem Zudrangc Statt. Wiener Nachrichten. Wien, 1<>. Dezember. Ihre Majestät die Kaiserin Karolina Augusta haben dem ncncrrichtttcn Kloster zn Thurnfclo in Tirol zur Abtragung dcr Bauschuld 1000 ft. als weiteren Beitrag zu spenden geruht. — Wir theilen hier vollständig die größeren Treffer dcr vom 10. d. M. bccndctcn Vcrlofung dcr Estcrhazy.Losc mit: Nr. 34,872 gewinnt 40,000 fl., Nr. 40,574 gew. 8000 fl., Nr. 20,883 gew. 3000 fl., Nr. 40,1 l3 gew. 1000 ss., Nr. 45,35)1, l>3,020, 116,75!), 158,<>78 gewinnen je 500 fl., Nr. 72,380 gew. 1000 fl., Nr. 43,0W, <>)5,350, 114,<.'44, 143,^20, 171,808 gew. je 400 fl, Nr. 24,003, 80,078, 95,908, W,!135,123,428, 137,401 gew. je 200 fl., Nr. 9770, 25, 100, 28,049, 33,700, 59,550, 80,328, 83,078, 84,521,90,689, 101,282, 102,207, 110,403, 11^,308, 134,007, 135,330, 130,002, 140,700, I4«,170, 107,219, 107,435 gcw. je 100 fl.. Nr. 5815, 96»5, 13,794, 13,812, 14,700, 15,338, 15,705, 18,335, 24,095, 32,255, 41,814, 47,448, 48,970, 49,107, 55,173 00,098, 09,857, 71,391, 72,715, 82,000, 84,120, 85,300, 80,380, 88,450, 90,320, 94,820, 97,413, 97,014, 100,029, 102,854, 105,945, 110^875 113,918, 114,021, 115,315, 119,871, 120,102, 121,544, 122,870, 123,023, 124.W0, 12,714 127,388, 129,578, 1^4,415, 137,471, 141,849, 143,859, 144,914, 145,302, 145,809, 157,292 W7,484, 157,708, 159,280, 103,371, 168,632, 170,270, 172,307 gewinnen je 77 fl. Alle übrigen gezogenen Nummern gewinnen 67 fl. Neueste Nachrichten und Telegramme. Berlin, 18. Dezember. Anläßlich dcr heutigen Fcicr dcS Fricdcnsfcstes wohnten dem Fcstgottcsditnstc in dcr GarnisonSlirchc dcr König, die Königin, der Kronprinz uud dic Kro!lpriu;essin, sowie deren ältc-slcr So!),,, endlich DcpuNllioncn drr hicr aiM'escuben Truppentheilc, einschließlich dcr Eingezogenen, bei Fcldprobst Thielen hielt die Festprcdigt. Nach Been-digmig dcs Gottesdienstes wnrden auf dem Exerzier, platze im Thiergarten 101 Kanonenschüsse abgefeuert. Turin, 17. Dezember. Im Senate legt Gc« ncral Lamarmora, in Beantwortung cincr Rcdc Vi< fill's, dic Nothwendigkeit von Ersparungcn dnr, um in Zukunft die nothwendigen Hilfsquellen für die Bedürfnisse dcr Armcc zn sichcru, phuc die Organisation dcr Land- und Scenmcht z„ schwächen. Die Hingebung, welche das Land bei Vorausbezahlung der Steuer an den Tag legt, legt die Pflicht auf, die Hilfsquellen nicht zu erschöpfen, welche zu liefern dasselbe immer bereit sein wird. Die Ersparungen müssen bedeutende sein, ohne die Wchrhaftigleit deS Landes zu gefährden. Paris, IK. Dczcmbcr. (Pr.) Graf und Gräfin Zichy, ans Mrxiko angctommen, wohnen im Hotel der österreichischen Botschaft und äußern sich günstig über die mexikanischen Zustände. Dcr Konflikt zwi« schcn Mac Mahon nnb Randon war bis zu einer Hcrausfordcruug gediehen; das Duell wurde durch den Kaiser verhütet. Der bei der Eidgenossenschaft ernannte päpstliche Nuntius Bianchi wurde dieser Tage in Bern installirt. Prinz Napoleon ist nach dem Genfer See abgereist nnd wird erst Ende dieses Mo« nats zurückkehren. Der bekannte vollswirlhschaftliche Schriftsteller Guillaumc ist plötzlich gestorben. ES bc« stätigt sich, daß die Antwort Roms gegen Ende die« scs Jahres hier eintreffen wird. Die vou dcr „Gazette de France" verbreitete Nachricht von einem Kom-plot gegen den Papst bewährt sich als cine clerical« EHndung. Herrn Mcrcicr in Madrid sind Instruktionen zngcgangrn, womit dcr Königin Nachgiebigkeit gegen das Ministerium empfohlen wird; zudem wurde zur Königin Christine ein Vertrauensmann gesendet, damit sie in dieser Hinsicht vermittelnd einschreite. Talleyrand reist am 26. d. M. auf seinen Posten nach Petersburg. Paris, 18. Dezember. (Pr.) Herr v. Bcauval, Gcucral'Konsul in Tnnis, soll abberufen werden, nm bessere Beziehungen znr Regentschaft herbeizuführen. Madrid, 17. Dezember sAbcnds.) Die Mi« uistcrlrisis ist beendet. Das Ministerium Narvacz hat die Regierung ohne irgend einen Personenwechsel wieder übernommen. New-York, 8. Dezember (Abends.) Dcr Kongreß ist eröffnet. Die Botschaft des Präsidenten zeigt die Entschlosscuhcit, den Krieg bis zur Unterwerfung des Südens fortznfctzcn, nimmt nichts von dem zurück, was über die Sklaverei gesagt worden und empfiehlt eine Aenderung dcr Verfassung, welche die Sklaverei anf dem Gebiete der Union abschafft. Sherman hat Millen passirt und rückt gegen Daricn vor. Hood wurde bei MurfrcSboro zurück« geschlagen. Cheater. Heute Dinstag: Die Zanbergeige, Musikalische Legende in 1 Anfzug. Musik vou Offenbach. Diesem folgt: Ium ersten Viale im Theater, Possc in I Auszug, von Friedrich Kaiser. Zum Schlüsse: Hochzeit bei Laternenschein, Operette in 1 Anfzug, r>on Offenbach. Morgen Mittwoch: Znm Vortheile dcS hiesigen städtischen Armcli-Iüslitutls zum ersten Male: Des Goldschmieds Zlache, 5> Auszüge,,, von Karl Ehrcnbcrg. hielt die Wcisnng, Hcrrn X......(Nr. 4) znm Einrcgistriren dcr Maße zu holen. Herr X..... eilte herbei, begleitet von einem jungen Manne (Nr. 5), dcr in seinen gekräuselten bocken alle Wohlgcrüchc dcs Ostens lrng nnd mit cincr Eleganz gcllcidel war, welche die Nöthe der Beschämung auf die Wangen des Unbefangensten zaubern mußte. Dieser junge Mann — ein Baron zum Mindesten — war dcr Westcnzuschncidcr. Dcr Baron entledigte sich seiner Mission mit Anstand nnd übergab mich ^ sage» wir einem Grasen — welcher znm Beinkleid Maß nahm (Nr. <'>). Auf den Grafen folgte ein Fürst, welcher vorläufig die bescheidenen Funktionen cincs Rockznschncidcrs vc'.richlclc (Nr. 7). All' dicscs — Volt (Nr. 1—7) hattc cinc Haltung, ciu Anschen, wic ich sic cincm Minister dcr auswärtigen Angelegenheiten cincr mißliebige» Interpellation gegenüber wniischc. ^ch war aufrichtig be» schämt, so viele hohe Personen um meines uuwür« digcn VcibcS willen deraugirt zu haben, Mit ihren lmladclhaflcn Gewändern und ihren ernsten, dnrch ein leichtes Wohlwollen gemilderten Prolcctormicncu cr. schienen ste nn> wie aroßc Hcrren, welchc sich herbei-lassen, cmcm Snpplilantcn cinc Audicnz in der Auti« chambrc zn ertheilen. Um dic Dekoration nicht zu vergessen, will ich hinzusetzen, daß man mich nach einander halle durch, wandern lassen: Für die Weste, ciu Boudoir im Style Ludwigs XV.; für dic Hose, cincn Salon im Style Ludwigs XIV.; für den Rock, ciucn Thronsaal. Ein dritter Bedienter (Nr. 8) führte mich zu dem Kassier (Nr. l)), welcher meinen Namen nnd meine Adresse in ein dickes Buch cintrng nnd mich einem schr ernst aussehenden Hcrrn überlieferte (Nr. 10), dcr mich cincm Vcdicnten iu dic Hände spielte (Nr. 11) welcher mir mit cincr liefen Reverenz dic Ausgcmgs-lhürc öffnete. Ich erwähne beiläufig drei Magazin, gallons (Nr. 12—14), deren Amt gcwcscn war, dic Stoffe zur Auswahl anscincmd erhielt. Derselbe crsnchte mich, bei dem Friedensrichter vorzusprechen (Nr. .'>4). Der Friedensrichter wies mich an seinen Grcfficr (Nr. 35), dcm ich erklärte, ich würdc nur dic Hülste zahlen nnb es im Nichtacceptirungsfalle auf cincn Prozeß anlommcn lasfcn. Die Hälfte wurde mit Jubel acccptirt. Für dic Derangirung so vieler hoher Personen nnd die Abnützung so viclcr kostbarer Salons war dcr Preis jetzt vielleicht niedrig, für eine Kleidung, die ich schließlich abrr nur wic Moses das gelobte Land bctrachtcn konnte — ohne hinrinzugelangen — kam cr noch hoch genug zu strhcn. Für diese Kleider also, wclchc mich unter Umständen als (Vanncr ohne Hülle vor den Zuchtpolizeihof hätten führen können, hatte ich 35 Personen in Bewegung gesetzt, ungefähr dieselbe Zahl, welchc nöthig gcwcscn war, um Müller zu bewachen, zu richtcu und zu hängcn. Ich gestand meincm braven Schneider die be« gangcnc Untreue. Er licdaucrlc die verfehlte Kapitalanlage, ging prüfend um den Schatz herum, wie ich selbst früher gethan, drehte das Ding hin und her, runzelte nachdenklich die Stirn nnd sagte: „EtwaS läßt sich immer noch daraus machen." Er nahm den Schatz uutcr dcm Arm mit und hielt Wort. Bier-zchn Tage spälcr halte ich Kleider, die ich wenigstens anzichcn tonnte. Verantwortlicher Redakteur: Iguaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von RkliiN Telegraphische Effekten- und Wechsel - Kurse an der k. f. öffentlichen Bvrse in Wien Den 19, T.'jcmk'ti 5'/, Vl.taMquts ? 1.-^0 1860-er Anl.ihe 93 8l1 b'/. 3iat.<«i,lib. 79 ?j Silber . . . lK!.— Vansaltil» . 776. London . . 110 50 Krebitaltiln . 172.90 K k. Dulaten 5 53 Ircmden-Hnn'ige Vom 17. und 1«. Tijsml'tr. Ttadt Wien. Tic Herren: Wernhard von slagcnfurt. — Dr. .llassa, k. iiieril.inischer Flldapoth^er, und Ä,re!>g,r. Maschinen - Iiispsltor. vcn Winstadll, — Pelsch, rc>n Gottschee. — Glitsch»ig. (Äilverlsbesiher, vo» lfisiiell». Elephant. Die Herren: Äernfeld, Haudlun^reisendcr; Webllind, Iu^eüinlll'Nssistcnt und Ä^ron Cordon, l, Mlrilanischcr Kndet, vcn Wicn. — Niccl,tti vrn Brück a,M. — Eüdtsmaün. Kaufmann, uo» Nrllnn. — 3iittt>' v. Mmclly. Pnv.it. vcn Gr.i,,. - v. Dcutenhl sei,. f f. Ol'erlieuteliaut, von Ädelöbcrg. — v. Sai. f. s. Finanz-Conzipist, von Fiumc. — v. Mcnclli l'on Moscheni^a. — Burger, Kaufmann, vcn Trieft — Vaxdia, Vcr-Walter, ron ^lafflnsuß. Baierischer Hof. Herr Pritcharb, .ftallfmanil, von Tricst. Sternwarte. HcN' ^licfslni.iN!,, Privat, ron Aachen (3400-2) Nr. 0087. Kuratorsbestcllung. E>» w'ro vekalmt gemacht, daß i» del Ellsiiliol'ssache det Karl P^chocr'-scheu Ell'sn durch Dr. Pftffircr, gegen Karl Vianzoui von Planioa drm uol't» klindH:Mädchen, 5leUncrinen und HteUner so wie aildlrc n!ä»nliche Dilii!^-l'oten ;u placire» und eill Ttadt-T^illa »>il ^,0 Ich lii» AAOX» si. ;u vc> laichn duich I. V. TchnUer« Bureau zu Aaibach. (2389) ?ir. 2<»5!>. Firma-Protokollirung. Das k. k. Kreis- als Handelsgericht Neustadt! gibt bekannt, daß dii' unterm Itl. 'August lktj^, Z l4!)tt, eingetragene Firma: Gewerkschaft Iohamlis-thal von L. Kuschet sowic der Prokura: pr. pr. Gewerkschaft Io haunisthal von L. Muschel: A. Uutlner v. Vrüubcrg m. p. Werlodircltov, von Amtswl'gen gelöscht, dagegen ln Berichtigung dieser Protokollnung die Firma ob oer dcm Hrn. Ludwig Äuschel eigenthümlichen Zink-schmelzhütte, welche der Eigenthümer selbst mit*: Berg- und Hüttenwerk Iohannistbal v.L.Kuschel Ludwig Muschel 7^. /> zeichnen wiro, so wie der Prokura: pr. pr. Berg- und Hüttenwerk Iohannisthal von ^. Kusche!: A. Uuttner v. Vrünbcrg n>. j>. 2Icrki^li»gt> Il> ?l'ss ci»» ^ I» ^i pclf,',!!!,!!. h.ibln sliuich »!!« ch,ü Vll'uisil'n. t.1-; sicher gewinnende Prä-illicnlvs, wclchr^ (!>''schail qewiß rental'rl. >lü> »e »rch, d^iß die V>r» W^Illll!^ dcr Hum.niitälö.insialtl», z» dcss» Äc-lttn die tl'ttn'il arra»,,i>rt, allc Almchmcr r>r» mindestens <0 Los.n als W,'hlthäl>>r in ber 3n< tunq bll.nint »niche» wird. nnd daß ttbnelüntr vl'n 5/> kl,'ssu (w'bn niiüdcücüH I Thaler lltterth sicherer Gewinn) sin mit der ».i» m,»t!ich>'n lln!>'lschl!il l,'v ,dt, .1M wr.il'tn. sib.lniüüüt Ä»si>I!»»,,l!! lüid evsusl'l l>>i sscücistc ten aü^w.irllgü! Vluitä e» il>» f>>>»sl'(iiiisllibun^ d>>> Blll.igis, soiri, lü» ^liichlilsnm^ Von .'^0 lr. für franürtc Z»ft»d»»^ dcr Ziehulig'Iiiie. In itaibach sind derlei Lose zu haben bei DER PERÖCENLTCIIE SCHUTZ. 28. Auflage, 3tt WmstljUg wcrficgdt« I der I §S3T • **. Auflag©! ~j£58 ryr^TiCJ/T^XTT Trinr Motto'. „Manncskraft erznu^t Mulli timl Selbstvertrauen!" I J^ltbU^iNLlUJJJ^ Acr/Uirlicr Itatltgfbor in ollen gosriilcclillirlicii Krnnklici- si /nwWW]TWnrW ''"' nfmUMllMl'1 '" SeliiiachesBMKtainlejni etc. etc «J fl ' U I 1 ' ¦ Hcr.iiis^^'olicn von Biam*<>lltlim in Leipzig. '28. ÄUflnflf- ilililll 1 fj ritl »^«»»'^«'«* KaiMl von «:t« Sol (eil mit L/UHU M Kit *it> uiiMfumlMfheii AI»I>I1iIiiii«;«'ii In .Slalil-Htirll.— Dieses I'.ticli, licsnndiTS iiiil/licli für junge Miiniifr, wird niK'li Kliern, Lclirern und Krziülicni .'inütiipsolilen, und isl sorl- 3tt l'flUstlllslÖ XtCrfiCIJClt« wühlend in allen naniliaflon Itiirhliaiidluiii.'en vorrülhig, in I _____ I \V i c n auch Ihm U. G c r o 1 d's S c> h n , Steiiliansiil.il/., Nr. (i25. 3s. Aufl. — Der persönliche 'Schatz von Laurentius, Rthr. 1V8 =ü. 2.21 kr. 11TAH.X1.'!%"#¦• — On neuerdings wieder unter ähnlich lautendem Titel fehlerhafte Auszüge und Nachahmungen üie.sr.s Jiuchcs (die übrigens an ihrt>m gei in garen Umfange schon zu erkennen sind), in öffentlichen Blättern ausgeboten werden, ¦so wolle der Käufer, um sich i>or Täuschung zu wahren, das i'on liimrflll itlN herausgegebene Werk bestellen und hei Jimj)jäng daraus sehen , dass et mit des.\eti i'ollcm Namcnssiegcl versiegelt itt. AllKH<»l*«I«*in Im( «« da» Ollte Illeltt. (2^^7 — 1) Fischcreiverpachtung. )lm 24. d. M., Vormittags ,0 Uhr, wcrdm die nachstehenden Fischereien: 1. Im Laibachfinsse von der Kasernbrücke bis Sclo) 2. von Wclo bis zu dem Kaltenbrmmcr Mnhl-wehre; lj. von dem Kaltenbrmmer Mühlwchre bis zn dcr dortigen Brücke auf die sechs Iahl-c l^sii di6 l870 lizitando in Pacht gegeben Ul^d die dicofallige Hersteigerung in der hieramtlichcn 2lmtskanzlei abgehalten werden. Verwaltnnstsmnt der D.-O.-R.-lzolnmende Laibach am il). Dezember l8s>4. Hocbcn ist lm Ign. v. Klcinmayr ^ F. Bamberg in Laidach erschicncil nnd durch alle BlichhaMnnlM zn l'czichcn: Kurzgefaßtes Uuskunftb-Handbuch des Heyogthums Krain. Zum Gebrauch« für Geistliche, Beamte, Gemeinde-Vorstände, Advocate«, Notare, Aerzte, Lehrer und Geschäftsleute zusammcussrstcllt vo» PreiS: 73 kr. ^W. 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Postanstalt mittelst Anwcisuugcn. — (5inführnng dcr Postnachnahmc im innern österr. Pcrfehre. — Post-Course. — Bcrzcichniß derjenigen Orte, wohin uou Vaibach "llö die Brieftarc für den einfachen Brief mit :', nud ll> kr. eutfällt. — ^ahrplau dcr k. k. prw. Südbahu. — Telegraphen^Tarif. — Interessen-Tafel.--Uebersicht des neuen nnd des im Umlanfe befindlichen — Personen < Index. — Bcrändcrnngcu während dcö Druckes. — Berichtigungen. »--^V^Pon ber NciMaltiqkcit und Zweckmäßigkeit dieses Handlmcbcö kaun sich Jedermann aus dcm vorstehenden Inhalte nberMaen, m'd da cm ü^"- Tchema dcb Hcrzogthums Krain schon mckrere Jahre ni^ .,— Hiezu ein halber Bo.^en Amts- und Intelligenzblatt, dann cine literarische Anzeige der v. Kleinmayr-Z Bamberg'ichen A^,^ Buchhandlung für die Lmbachcr Abonnenten.