EINZELPREIS: wochentags 10 Rpl Samstag-Sonntag 15 Rpl ÜHatbttrgtt Scituag A in 111 c h o s Organ des Stelrlschen Heimatbundes Verlag und Schrifticitung: Marburg a. d. ürau, Hadgaase Nr. 6, hemrut: 25-67, b>scheint wöchentlich sechsmal als Morgcnzeitung (mit Ausnahme der bonn- u. 25-08, 25-69. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) ißt die Schrittleitung nur aul Femrui Feiertage), Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Zustell- 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der üe- B®j Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. schäftsstclle RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. Otr. 279 Oltarburg o. 3)rau, 3>irnMag, 4.0totitm6er i94i 8i. 3a!>roono Industriezentrum Kursk in unserer Hand Der Feind auf der Halbintel Krim in zwei Teile zersprengt Bislier filier 53.000 fiefangene 2«hn lur Flucht Sdw)«tuahspörtenfal|s durch Sondermeldung bekanntgegeben — die als Eisenbahnknotenpunkt und Industrie-üentnim bedeutsame GebictsHauptstadt Kursk durch Infanterie- und Pan*efver-bähde genommen. Im Seegebiet um England versenkten Kampfflugzeuge einen Frnchter von 4000 brt und irafen sechs Schiffe so schwer, daß mit weiteren Verlusten gerechnet werden kann. In Nordafrika zer8prcnq;ten deutsche Kampff1ugzu»e An«aiim?iinn'rn brltl^icher KraftfihrzeiMTe bei So'luni. Bei Luf-angriffen auf die Regele von Suez wurde ein llandolspf'h'fF von fiDOO br» vernichtet. HitTtnflmnrllMtt'Tpn c'ps r"» -'! s 'iber dem Reichsgebiet landen nicht statt. Gewallige Kampferlolge der Finnen Nach dem Ringen um Petroskoj Berlin, 3. November. Nach der Eroberung von Petroskoj durch finnische Truppen werden nun die Zahlen der Gefallenen und in (jefangen-schaft geratenen Sowjets bekannt. In tlie-sen Kämpfen verloren die Sowjets IS.fXX) Mann an Tofen und an Gefangenen 5fX)ü Mann. In der angeführten Zahl vier (le-falicnen sind die zahlreichen Toten nicht inbegriffen, die noch in den Wäldern liegen. Auch die Beute an Kriegsmaterial ist gewaltig. Die sowjetischen Kräfte, die den rinnen in diesen Gebieten gegenüberstanden und deren Widerstand durch besondere Geländcschwicrigkciten — undurchdringliche "Wälder und ver/.weigtt* Seen — necllnstigt war, bestanden aus drei verstUrkten Divisinnen, Das Koni-tnando dieser sowjetischen Truppen lintte der ücneral Avakunioff. M a r b u r K, 3. November. In .seiner letzten Rundfunkrede am 28. Oktober, dem »Tag der US.'X-KrieKs-marine«, hat Roosevelt geKcn Deutscli-fand AnscliuidiKunsen erhohen, die derart handgreifliche Fälschungen und verrückte Verleumdungen darstellen, dali man sich — und zwar nicht nur im Reich — frap:t, ob der von infernaüsclicm Haf] gepcitsciite Kriegshetzer überhaupt noch als KclstiK normal Kelten darf. Mittlerweile hat die Reiclisre^ierun.Q: zur Roovsevelt-Rede eine amtliche Verlautbarung bekanntgeffeben. deren Inhalt allen neutralen Rc.c:ierun.?eii, darunter auch den mittel- und ihcroamerikani-schen. mitgeteilt wurde Darin wird erklärt; »Es existiert weder eine In Deutschland von der Reichsregierunt,' herKCStellte iLandkarte über eine Aufteiluns Mlttel-und Süda?nerikas, noch ein von der amerikanische Zerstörer von deutschen Seestreitkräften aiigeKriffen worden seien und dal.l somit Deutschland Amerika anKCKriffen habe, nicht den Tatsachen entspricht und durch die amilichen Erklärnnjicn der atiierikatii>chen Marine-behörden selbst widerlegt wird, und daf» im (lejicntelj die beiden amerikanischen Zerstörer deutsche Il-Doote antje^riffen haben uiid dal.i somit die Vereinia:ien Staaten Deutschland angegriffen haben, was in gleicher Weise durch die ameri-kanisclicn Marinebehtirden bc^tiliiirt wird. Damit ist RmscvcK als das Mehraiid-markt. was er ist. Wie weiUK Rlaiil)-würdik' aber die Schwindeleicn des Präsidenten auch seinen ei.^encii l.and^len-ten erschienen, das beweist die Tatsache, dal.i bei der nach der Rede ab-Kehalteiien Pressekonferenz des Wciüen Hauses die amerikanischen Journalisten zunäciist den Roosevelt-Sekretär Eariy ReichsreKierun^ hergestelltes po^}"ricnt ^ ,,^QrrQ iimen Kopien der über eine Auflösung der Relißion in der Welt. In beiden Füllen muR es sich daher um FillschunKen ffröbllchster und plnm-pester Art handeln. Die Behauptungen einer Eroberuns: ^üdainerikas durch Deutschland und einer Be^^eiticrunc: der Relk'lon und der Kirchen in der Welt und ihre Ersetzunc: durch eine nationalsozialistische Kirclie sind so unsinnie: und absurd, daf.i es sich für die f^elchsrcsie-run? erübri«:t. darauf einzutjehen. Die Reich"5ret!:ierunc: stellt ferner fest, dall die vnni Prüsidenten Roosevelt In seiner Rede Kej(ehene Darstelluna', daP» Im deutschen Feuer zusammengebrochen ^•Indllche Übers«ttv«rtuch# gsiehait^rt B c r I i n, 3. November. Am 1. November unternahmen die Bol-schewisten an der EinschiieBungsfront von Leningrad eine erfolglosen Ot)ersetz-versu(;h über die Newa, Dieses sowjetische Unternehmen wurde nach vorausgegangener v'orbereitunf durch die Sow-jetartillerie von etwa 40 bis 50 Booten durchgeführt. Eines dieser Boote wurde durch das zusammengefaßte AbwehrfelM^r der deutschen Truppen vernichtet und zum Sinken gebracht Die restlichen Boote wurden zur Umkehr gezwungen, bevor sie das von den deutschen Truppen besetzte Newaujer erreicht hatten. Im Laufe des 2. November unternahmen die Bolschewisten einen weiteren tJber-setzversuch mit 17 Booten. Auch dieser Versuch scheiterte Im Abwehrfeuer der deutschen Truppen mit schweren Verlusten für die Sowjets. Berlin, 3. NoA^ember. Eine deutsche Panzerjägerkompanie hat sich in den Kämpfen der letzten Tage im Nordabsctinitt der Ostfront besonders ausgezeichnet. Die Richtschützen und die Kanoniere an den PanzerjUgcrgeschützen dieser Kompanie haben l>ei Gegenanfn"lf-fen sowjet'scher Panzerkräfte am 31. Oktober und I. November 14 sowletlaclie Panzerkampfwagen vernichtet. Bei einem nef»enrngHff der Bolschcwisten am 3t. Oktober ichosaen die Geschütze der Kompanie zusammen mit Panzerabwehr- voin F^räsidenten erwähnten deutschen Do'kumeiite ausluindi3:en. Als die Zei-tuiiKJ^leute vom Sekretär abKewiCse.i wurden, wandten sie sich an Roü.sevclc selbst und baten darum, ilnien wenigstens die Veröffentlicluins der seltsamen Landkarte zu ermöglichen. Aber auch der Präsident leimte ab. Er hatte Kleich drei Ausreden zur Hand; die Karte cnthalti: vcrsL'liicdeiie Notizen, durch die enthüllt sverdeii könnte, woher sie stamme, zweitens wäre eine Vcröffentlichuny; unfair, well der »arme Teufel«, der sie ihm iic-liefert habe, dadurcli in (icfalir komme, und drittens würde die \cröffentlichuiifi zur l oige haben, da!J seine Infotnnalions-(juelle versiege... Sehr zum Staunen der so abgeblitzten Journalisten hat slcii bald darauf herausgestellt. dali die besagte Karte bereits am Tage nach der Roosevelt-Rede vom argentinischen Hetzblatt »Critica« veröffentlicht worden ist. Und gleichzeitig bringt die brasilianische Zeitung »üazeta de Noticias« einen Brief des Peruaners Haya de la Torre zum Abdruck. Dieses Schreiben ist bereits vom 20. Juli 1941 datiert und darin erklärt Ilaya de Im Torre, er habe durch Vernnttlung eines USA-Schriftstellers, der unlängst in Südamerika gewesen sei, an Roosevelt einen Vorschlag zu deutschfeindlicher Hetze gesandt Diesem Hetzprogrnmm liabe er eine Landkarte Amerikas beigefügt. Auf der Karte, die er selbst zeichnete, habe er den Plan einer »deutschen Invasion« eingetragen und auch eine Staatenaufteilung. i")ie Informationen dazu seien ihm von einem seiner Agenten mitgeteilt worden. der sie »hintenherum« von irgend jemand erhalten habe... Das also sind die Unterlagen, mit denen Roosevelt arbeitet und die er zu seinen Anschuldigungen gegen das Reich benützt. panie auf sieben angreifende S'owjetpan-1 Die ' Veröffentlichung der solcherart ter. Alle siet)en Pünzerkampfwagen wur- zustandegekommenen Landkarte in der den In kürzester Zeit vernichtet Am Critica; aber enthüllt die Ztisammen-Naclunlttag des l. November griffen die hänge dieser Fälschungen und Schicbun-Bolschewlsten wlederuvember 1'541" Nummer 270 händler und Zuhälter aus etwas früherer Zeit bekannt, ist nämlich Mitbesitzer der »Critica«, deren Gründer Natalio Botana die zweifclliaftc Khre hat, der Schwiegervater Tal>ordas zu sein. Taborda hält sich ffeKenwärti}; mit einer Abordnung der argentinischen Kammer in Newyork auf und hatte, wie Newyorker Pressemeldungen besajrcn, vor der Rundfuiik-rede des USA-Präsidenten mit diesem eine Besprechung. So schlieLU sich der RinK. Zwei KleichwertiKe Seelen fanden sich. Das Ersebnis dieses Zusammen-treifens zeichnet sich ab in den »^>lthül-lunxen«, die der 2S. Oktober brachte. Hie Verbindunk' Maya de la Torre-»Critica«-Taborda-Roosevelt bedarf keines weiteren Beweises. Was sagen nun die Nordanierikaner yu dieser einzlKdastehenden Blolistellunjf und Brandniprkuni: ihres Präsidenten? Vor wenigen 'raj;en erklärte Lindbergli in einer von »^O.OOO Menschen besuchten VersainmUni}? im Newyorker Madisoii Square-Ciarden: die jetziße USA-RcRie-runjx habe das anieri.kanische Volk niemals in ihr Vertrauen gezogen und die Vereinijiten Staaten durch leere Vorwände auf den Kriejisweg «ebrachl. Lindbersli forderte alle Amerikaner auf, Kleicliffülti«, wie sie über den europäischen Krie^ dächten, sich zusannnenzu-schlielien und nach einer Führung zu verlangen, die auf amerikanischer Tradition der Offenheit und des Vertrauens basiere. Roosevelt habe die traditionelle amerikanische Idee einer Rejjierunff durch das Volk dahin abgeändert, dall das Volk durch die Regierung regiert werde. Obgleich Roosevelt dem USA-Volk innner wieder versichert habe, die USA-Jugend werde nicht in fremde Kriege geschickt werden, würden Vorbereitungen für die 'l'eilnahme an einein fremden Krieg im Namen der USA-Ver-teidigung getroffen. Die Vereinigten Staaten befänden sicii nahe am Krieg mit der stärksten Militärmacht, die die Welt gekannt habe. Sie würden wahrscheinlich gezwungen sein, den Krieg an zwei I''ronten, itn Atlantik und im Pazifik, auszukämpfen. Millionen amerikanischer Truppen müßten an feindlichen Küsten gelandet werden, wo sie sicii der besten Armee Kuropas gegenüberfinden würden. Und die »Chicago Tribüne« gibt ihrem Leitartikel.zu Roosevelts Rede die Überschrift »Politik des Selbstmordes«. Die Rede sei, so schreibt das Blatt, nicht nur deswegen beunruhigend, weil sie zweifelsfrei enthülle, dal.< Roosevelt die USA-Soldaten so rasch als nur möglich in den Krieg schicken wolle, viel bcunruhigeti-der sei das Bild, das Roosevelt von sich selbst gegeben habe: »Roosevelt ist nicht gan/c normal. \iv künnnert sich weder um Wahrheit und Vermmft nocli um Logik. Lr stellt die Tatsachen so dar, wie es für seme Zwecke pal.U. Linen Augenblick ist er das Opfer von Lurcht, im nächsten Augenblick ist er wieder kriegerisch und prahlerisch«. Was die sogenannten Dokumente anbelangt, so habe Roosevelt flicht gesagt, woher er sie erhalten habe. I)al.i Roosevelt überhaupt gewagt habe, die Religionsfrage anzuschneiden, lege Beweis ab für seinen Geisteszustand... Unter dem Titel »Lin Land'junker im W eilicn Haus« hat der amerikanische TMi-blizist .lohn Thomas l'lynn eine Schrift erscheinen lassen, die Roosevelts l^er-sönlichkeit uiid seine Politik einer kritischen Betrachtung unterzieht. Darin finden sich u. a. folgende lesenswerte Stellen: »Sein Lintreten für Wilson und das nieter südost-wärts von Kursk. So treffen verschiedene Fakt-oren zusammen, die den Aufstieg der Stadt zu ihrer jetzigen Größe erklären. Die Achillesferse der Sowjets Mangel an Ausrüstung und Lebensmittelknappheit Stockholm, 3. November. Wie »Svenska Dagbladet« berichtet, ist der englische Journalist Alexander Werth soeben aus Moskau, wo er längere Zeit tätig war. nach I^ondon zurückgekehrt. Werth versuchte die Lage der Bolsclicwisten so optimistisch wie möglich dar/iistellen; was er zugab, genügt aber durchaus, den entscheidenden Erfolg der deutschen Waffen zu kennzeichnen. So gibt Werth zu, daß bei den Sowjets ein gewisser Mangel an Offizieren herrsche und »selbstverständlich« Mangel an Ausrüstung — besonders Panzerwagen — nach den erlittenen Verlusten und nach der deutschen Eroberung von Charkow und Brjansk, die noch vor kurzer Zeit loo.ood Arbeiter in den Waffenfabriken beschäftigten. Der englische Korrespondent äußert sich daiui über die Bemühungen der Sowjets, hn Ural wieder eine Industrie aufzubauen. Wenn der sowjetische Widerstand fortgesetzt werden könne und wenn er Wirkung genug habe, so erklärte er nnt vorsichtiger Verklausulierung,'dann beständen Aussichten, daß einige der verlorenen Industrieanlagen in den kommenden Monaten wieder in Gang gesetzt werden könnten. Man dürfe aber natürlich nicht erwarten, daß es sich dann um eine auch nur annähernd normale Produktion handle. Diese rosarote Erklärung, bestimmt, euifüscheii Laien noch clwas Hoffnung zu maclicn, reizt zum Lachen mit ihrem »wenn« und »aber«. Sollte es bei dem gegenwärtigen Tohuwabohu im sowjetischen Hhiterland wirklich möglich sein, einige im Kriegsgebiet ausmontierte Maschinen bis zum Ural zu bringen, so dürfte dort noch manches andere erforderlich sein, um sie aufzustellen und in Gang zu setzen. Glaubt man aber jemandem einredeil zu können, solche Improvisationen könnten eine Kriegsindustrie ersetzen, von der in diesen Monaten äußerste Leistungen gefordert werden? Jeder deutsche Rüstungsarbeiter weiß, was es heißt, ein großes Werk auf volle Touren zu bringen und welche umfassenden Planungen, welche bis ins kleinste gehenden Vorbereitungen dazu erforderlich sind. Mit dem Transport einiger Maschinen ist es wirklich nicht getan. Hinzu konmit aber noch etwas anderes: Das ernsteste Problem der Bolsche-wisten ist. wie der britische Zeitungsvertreter feststellt, der Lebensniittelman-gel. Er sei enstanden durch den Verlust der Weizen- und Zuckeranbaugebiete in der Ukraine. Die Bevölkerung der Sowjetunion werde sicher noch vor harte Proben gestellt werden. Sowjelunion — ein lodensfaal Sofia. 3. November. Das Sonntagsblatt »Duma«, dessen Haupt'=:cliriftlei'ter auf Einladung des ReiclrPressechefs der Reise bulgarische! Schriftleiter durch di« besetzten Gebiete ' teilnahm, veröffentlicht dessen ersten Bericht. Hauptschriftleiter Atana-soff stellt darin zusammenfassend fest: »Das Volk der Sowjetunion ist in den Zustand einer völligen Apathie hinabgeführt wo-rden, der an das Tierische grenzt. Die Juden haben die Macht an sich gerissen und im Namen des Kommunismus dijs Volk in furchtbarer Sklaverei gehalten.« In dem Artikel heißt es ferner: »Der größte Staat in der W^elt war ein Judenstaat. Jude — Kommunist — Behörde Sind für die sowietische Mas.se drei vollständig identische Begriffe. Die Juden hatten absolut alle Macht in den UDSSR und sie umgaben sich mit allen möglichen Gesetzen, um^ihre Unverletzllch-keit zu garantieren. So unwahrscheinlich es auch für viele klingen mag. Tatsache ist. daß die UDSSR ein Staat der Jfiden war, die die ISO Millionen Einwohner In furchtbarer Weise ausbeuteten.« Von Anfang bis Ende erlogen London erfindet SowjctsicjE In der Ostsee Berlin, 3. November. Mit einer neuen, abermals erfundenen Siegesmeldung von einer Seeschlacht in der Ostsee wartet der Londoner Nachrichtendienst auf. Er gibt der Welt bekannt. daß die Bolschewisten einen geradezu großartigen Sieg über Einheiten der deutschen Kriegsmarine davongetragen hätten. Ohne die geringsten Bedenken bohrt der Londoner Nachrichtendienst bei dieser Gelegenheit Dutzende deutscher Kriegsschiffe In den Grund, tötet oder vernichtet sämtliche an B^ord befindlichen Mannschaften und Offiziere und läß't zuguterletzt noch eine phanta-» stische Zahl deutscher Flugzeuge in die Ostsee stürzen. London und Mos'kau haben in letzter Zeit gemeinsam soviele erfolgreiche Schlachten gegen die Deutschen in der Ostsee geschlagen und ffe-worinen, daß die Ostsee mi't Trümmern, Schiffsteilen und Leichen bedeckt sein müßte. In Wirklichkeit aber ist auch die neuest© Londoner Meldung über einen bolschewistischen Sie^ in der Ostsee von Anfang bis Ende erlogen. h weki^ ietiek Der Reichsfinanzminister in Sofia, Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Crosigk traf Montag vormittag zu einem Besuche ip Sofia ein. Irland wird sich bis zum Tode verteidigen. Am Sonntag hielt der iiische Ministcrpräsi-dent De Valera in Trales eine Ansnrache, in dei er erklärte, daß sich Irland im' Falle eines Angriffes bis zum Tode verteidigen werde. Irland könne nur auf sich selbst rechne, um seine Freiheit zu erhalten, betonte De Vnlf^ra. Frankreichs Zusammenbruch vor Gericht. Der Oberste Staatsgerichtshof von Riom wird am 15. Jänner 1942 zusammentreten, um die Verantwortlichen für den Zusammenbruch Frankreichs abzuurteilen. Die Haupt-rngeklagten sind bekanntlich Daladier, Leon Blum, La Chambre, Cot, Jacomet und Gene-ncral Gamelin. Roosevelts Krieg. In einem nordamerikanischen Blatt erschien ein Aufsatz über Roosevelts WetHauf hinter dem Krieg. Es heißt darin: Sollte Amerika In den Krieg hineinge-« zogen werden, so müßte dieser Krieg »Roo-sevelts Krieg« genannt werden. Eine loj^sche Forderung. In der USA-Se-natsdebatte stellte ein demokratischer Abge-ordneter Roosevelt vor die Alternative, vom Bundeskongreß eine Kriegserklärung zu ver. langen, wenn er wirklich überzeugt sei, daß die Sicherheit Amerikas bedroht werde — oder seinen Gefolgsleuten Knox und Stim-son, die ständig zum Krieg hetzen, einen Maulkorb vorzuhängen. Gandhi fordert weiteren Wklerstand. Der indische Nationalistenführer Gandhi forderte in einer Erklärung zur Fortsetzung des individuellen passiven Widerstandes auf. Diese Erklärung kommt den englischen Behörden bei ihren Bemühungen um die Schaffung »freiwilliger« indischer Truppenverbände ot" fensichtlich höchst ungelegen. 24 Grad Kälte in Nordflnnland. Im finnischen Norden herrscht bereits eine Winter-kältc von 23 bis 24 Grad unter Null. In zwei Minuten gesunken. Ein britischer Seeoffizier, der jetzt mit einigen Überlebenden seiner Besatzung nach England zurückgekehrt ist, erklärte, sein Schiff sei nach dem Torpedotreffer innerhalb von zwei Minuten gesunken. . »Fliegende Festung« abgestürzt. Wie United Preß meldet, ist in Kalifornien eine viermotorige sogenannte »fliegende Festung« abgestürzt. Sieben Besatzungsmitglieder sind dabei umgekommen. 41 Menschen verbrannt. In Huddersfield in England ist eine Textilfabrik niedergebrannt. Aus den Trümmern des verbrannten Gebäudes wurden bisher 41 Leichen geborgen. Einige Frauen retteten sich durch Absprung aus den oberen Stockwerken der Fabrik. Der Sohn als Täter. Der ktirzHch gemeldete dreifache Mord auf Schloß Hsnuar bei Perigeux, dem der Archivar des französischen AuRenministeriums Girard zum Opfer fiel, scheint mm eine unpolitische Klärung zu finden. Die Polizei hat Indizien gefunden, die den Sohn üirards als Mörder belasten. üeücht ist (elende Sitte Kein Kleid, das ein Einzelner willkürlich geschaffen, sich ausgedacht und erfunden hat, wie etwa ein Schnitt, oder Modellzeichner neue Kleiderformcn entwirft oder eine geschickte Schneiderin räch ihrem Gutdünken Abänderungen probiert, verdient den Namen Tracht. Denn Tracht ist das Gewand, das von einer natürlichen Lebensgemeinschaft — s«i es nun die Gemeinschaft d<;s Dorfes, eines Tales oder Stammes, überliefert seit vielen Jahrhunderten, als selbstverständlicher Brauch getragen wird. Aber nicht »nur Gewohnheit ist dieser Brauch. Es ist auch nicht Zufall, welche Tracht jedes Lan'd und jeder Stamm besitzt. Jede Tracht paßt wunderschön in die Landschaft, m der sie entstanden ist. Und sie ist ein getreues Sipiegelbild der Eigenheit und besonderen Art der Menschen. Solange der Deutsche den Stolz au[ seine eigene Art und sein deutsches Wesen nicht verloren hatte, hielt er daher auch seine Tracht hoch, pflegte sie mit aller Sorgfalt und Liebe; ja er betrachtete sie mit einer gewissen Ehrfucht. War doch sein Leben wie das von Vater, Großvater und Ahnen in allen hohen Festzeiten des Daseins in diesen Gewändern durchschritten und gelebt worden. Freilich haben sich die Deutschen und ihr Leben Im Laufe der Zeit geändert. Und mit ihnen wandelte sich langsam und unmerklich auch die Tracht. Denn rechte Tracht paßt sich immer dem Leben der Gemeinschaft an, sie ist nie glelchblcN bend, nie starr. Fast unmerklich nimmt sie Neues an. Indem sie aber dies Neue in das bestehende Alte einbezieht und es Ihm angleicht, wird es geformt und verwachst wieder zu einem schönen Ganzen. Rechte Tracht läßt aber auch der einzelnen Frau immer eine gewisse Freiheit, einen Spielraum, ihr Gewand so zu gestalten, wie es ihrer besonderen Eigenheit am besten paßt. Wie sie die Farben der Stoffe wählt und zusammenstellt, den Rand verziert oder welches Seidentüchlein sie aussucht, das gibt "dem Gewand eine persönliche Nohiensaal unter Leitung des kroatischen Konnponisten und Dirigenten der Agramer Staatsoper Papandopulo. -f Der Komponist des »Rheinischen Mädel« gestorben. Im Alter von 63 Jahren starb in Bad Lappspringe der Arzt r>r. Wilhelm Nieveling, c'er aus Borghorst in Westfalen stammte. Neben seiner ärztlichen Praxis w'dmete er sich musikalischem Schaffen. Eine seiner bekanntesten Me'odien ist die zu dem Liede »Ein rheinisches Mädel beim rheinischen Wein«. WIRTSCHAFT Die Goe'he-Medail'e für Professor ur. Fnfz Hofmann F.hrungen für den Erfinder aitf dem Gebiet der Heisteilunj; des »Buna« Der Führer hat dorn Direktor i. R. des seil Icsi sehen Kohlenforschungsinstitii.es ilcr KaisL'r-Wilhelm-(jcsellschaft zur Forderung der Wissenschaften, l^rnfessor Dr. Fritz Hofmann in Breslau aus ,'\rihiß Jor Vollcndiing des 75. Lehcnsj-'lircs in Würdigung der VerJ'enste auf dem Gebiete der l:rforsc?iung des synllietischen Gummis die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Gleichzeitig ha' der Führer dem Jubilar in einein herzlich gehaltenen Telegramm se'ne Glückwün-si'he zum Ausdruck gebracht. * Reiehsminister Dr. Todt übersandte in seiner Higensehaft als ReichswaPcr des NS-Huiules vleut^cher Teelinik zugleich im N.iinen der im NS-Bund deutscher Technik vereinigten deutschen Ingenieure dem Jubilar ein in herzliche.! Worten gehaltenes Glückwunschschreiben, in dem es u, a. heißt: »Sie haben durch Ihre Forschungen und Erfindungen auf dem Gebiet der Herstellung des synthetischen Kaut- schul^s der deutschen Wirtschaft die Möglichkeit gegeben, sich von der Einfuhr des Rohkaufschuks in weitestem Maße unabhängig zu machpyriKlit b.\ Vciiiitf Kitorr & Hirlli, Mtiiivlicii l^tU («'. Fortsetzun}») »Es kann zum Beispiel zu unangenehmen Verwicklungen führen, wenn irg.'nd-welchc gerissenen indischen Revo utio-närc, Terroristen oder wie Sie s e sonst nennen wollen — wenn aJso so che Leu'i' sich etwa holländisches Gebiet zum Hauptquartier wählen und von hier aus ihre Arbeit in l.uiien leiten und finanzieren würden.« »Wie kommen Sie darauf« fragte van der Stappen aufmerksam. »Einfach so —?« »Nein, nicht einfacli so. Tatsache ist, daß in Indien augenbücklieh irgend etwa'< vorgeht Ich meine nicht dir Knallerei 'in der Nordwestgrenze, beim Fakir von Ini. Ich meine auch n'cht die Str.ißenkeMc-reien, die es ia immer "e<'cben hnt, wp'v auch n^Mif in dieser Starke und Heft'»?-keit. Ich h/irte unlftng'st —« »Wo hörten Sie?« unterbrach van der Stappen indiskret. De Witt, dessen Aii'jen nnwil!' klatschte in die Hände. Während ein lioy die Terrasse betrat, murmelte er: ^Bringen Sie lieber heraus, woher alle diese verdammten, verdammt schönen gelben Perlen stammen —» ♦ Einzig durch die offene Tür fiel Licht in die fensterlose Schenke des Inders Takkur. Wer an der kurzen, sehr hohen Bar saß, konnte von dort aus stracks in die Sonne blicken; sie stand schon niedrig, und das gelbliche Segel einer Ma-1 laienprpu. auf das rostrote und matt-biriue Flicken t'esteppt waren, verdeckte ■ sie So weit, dnß man fleutlich. doch ohne j n^eblendet zu werden, den weißglühenden Feuerb'^n durchscheinen sah. Auf der i Prau, d'e ienseits der schmalen Kai-I «"(rriRe vor Takkn***; Schenke festfetäut ' iirf. re"te S'ch nichts; der Sch'ffse'f>ner, h"kleid"t ni't dem Turban des rechtf^t^u. b'pen Moslem umt dazu einem zweifin-f'^ersch"'"»1'^n 1 c^denschiirz. schlief '""f finem Pett von T.'^.uvverU: zu seinen Füßen ruh^f'. r.lUclnd, ein kleines «ch^»'arzes Schwein. »Dn« wie '•'f'e 'T'lu\'do''dfkoration't. itiiifiv'f" TT eh pin'ir l'in- gen Schweig'Mi. »Zuerst w-'ir d;is Licht rot, jetzt ist es gelb, in fünf Minuten wird es blau werden — »Ich warte schon darauf«, antwortete Pleter Lens leise, »zu sehen, wie das Blau zu Ihrem Haar stehen wird.« Betje Swarth schüttelte die kurze weiftblonde Mähne in den Nacken. Die Bewegung war Lens bereits vertraut; Betje pflegte dabei auf unnachahmliche Art den Kopf hochzuwerfen, und das sah jedesmal aus, als nehme sie mit ihrer kurzen Nase, deren Spitze lustig aufgeworfen war, -Witterung von den Dingen um sie herum. Sie lachte, zeigte dabei kleine, sehr gleichmäßige und weiße Zähne, und auf der Spitze ihres runden Kinns erschien ein kleines Grübchen, das Picter. Lens rasend gern geküßt hätte. Dieses Grübchen war durchaus nicht außerhalb seiner Reichweite — da Pieter Lens fast zwei Meter maß und seine Reich, weite entsprechend war; trotzdem schien sein Wunsch ihm ein unerfüllbarer Traum, und er konnte nichts, als das Mädchen mit seelenvollem Hundeblick anhimmeln. Ja, er brachte es sogar fertig das von unten herauf zu tun — nicht einfach, da sie zwei Köpfe kleiner war als er. So also lachte sie den langen Steuermann an, derweil Herr Takknr ihnen Gin-Fizzcs mischte und dabei die übrigen Gäste seiner Bar im Blickfeld behielt; drei malaiische Matrosen, einen Chinesen, der in verzwicktem Kauderwelsch leise auf einen würdevollen Araber in unsagbar dreckipen Burnus ein-i'edcte. und zwei »iimfre Leute« der Kauf-m.'innschaft von .^mbon. AUS STADT UND LAND nniniiiiiiiuniiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiinitiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiHiiimiiiitiiniiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniinitiiiiiiiiiiiiiiM „Das ist nidit so widiflgl" räglicli liört man irn W'ihc! der Begebenheiten, die uns bewegen, die erleichternde Antwort: »Das ist nicht so \yichii2!« Schnell ist mit diesen Sätzen oft eine Notwendigkeit zu den Akten gelegt und Selbstverständlichkeiten an« dem Wege gegangen, die nun einmal zur Ordnung gehören. Betrachten wjr hier trjr den Umgang mit unseren Ausweispapieren, den Lebensmittelkarten und manchen Urkunden, die oft bessere He-handlung verdienen. Auch viele Diebstähle wären leicht zu klären, wenn der geschädigte Mitbürger stets mit einer ausreichenden Antwort bei der Polizei oder Gendarmerie zur Stelle wäre. Wir denken hier an die Fahrräder, die für den Besitzer in diesen Kriegszeiten ein Piadem sind. Andererseits bedeuten Fahrräder auch für Langfinger eine Kostbarkeit. Eine genaue Beschreibung und die Nummer seines Fahrrades sollte jeder Besitzer eines solchen in der Tasclir fithren und zu Hause in seinem Kalender eingetragen haben. Kürzlich wurde einem gutgläubigen iVlitbürger sein Fahrrad gestohlen. Nun hatte sich aber der Bestoh-lene Fabriknummer und Fabrikmarke seines Rades genau aufgezeichnet und konnte dies der Polizei angeben, die bald nach dem Dieb fahndete mit dem Erfolg, daß derselbe in einer benachbarten Ortschaft mit dem gestohlenen Fahrrad aufgegriffen wurde. Hätte der Bestohlene die Fabri'ksnummer nicht angeben kön-n^, würde ihm sein Fahrrad sicher nicht wieder zu Gesicht gekommen sein. Also, lieber und oft allzu leichtsinniger Mitbürger, auch die scheinbaren Nebensächlichkeiten sind wichtig, sehr wichtig sogar! Aus der obigen Begebenheit kann sich ieder selbst die Lehre ziehen. R. K. 409 SpnHhknrse im Kreis Cilli mit 17.000 Teilnehmern Da die endgültige Mitgliedschaft zum Steirischen Heiniatbund neben der aktiven Mitarbeit beim WiederauPhiu üer Heimat auch das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift zur Voraut-setzung hat, laufen die Meldungen zu den Sprachkursen noch immer ein. Die bereits >m Sommer begonnenen Kurse wurden in allen Orten wieder fortgesetzt. Allein im Kreis CiKI werden die bereits bestehenden •t09 Kurse von 16.JS97 Teilnehmern besucht. Die Zahl ist nocli nicht endgültig, Auskütifte über 'die Sprachkurse sind in allen Ämtern und Ortsgruppen des Steirischen Heiniütbundes erhältlich, während Anmeldungen gleichzeitig laufend von den Dienststellen des Amtes Volkbildung ent-gegengenommen werden. Verplliditiing von Arbeifsmaiden in Ciili Im Rahmen einer kleinen Feier wurden am Sonntag vormittag im Sitzungssaal der Kreisführung in Cilli 27 kriegsdienstverpflichteten Arbeitsmaiden die Nadeln des Kriegshilfsdiensics tiberreicht. Di«» I Untersteiermark im Rundfunk I Der Aufnahmewagen auf der Fahrt durch unsere Heimat Am Sonntag vormittag wurde von den Vollisgenossen, (iie auf dem Mnrburger Doniplatz beim Stndttheater vorübergingen, mit Interesse ein Auto betrachtet, das vor dem Eingang stand. Es hatte die Größe eines Lieferautos und ein Kabel schlängelte sich von ihm in das Innere tles Theaters. Aus dem Auto tönten die schmissigen Klänge der Ouvertüre aus der Lehar-Operette »Die lustige Witwe«, die zu gleicher Zeit mich aus dem Probe-snal des Theaters hörbar waren. Es war der Aufnahmewagen des Reichsscni.ers Wien, der auf seiner Fahrt durch das Unterland dem Marburger Stadtthcaler einen Besuch abstattete unil einen kleinen Ausschnitt aus cem täglichen Arbeitsbetriob auf der Platte festhielt, um die Aufnahme in einiger Zeit den Hörern' zu vermitteln. Viele Wißbegierige umstanden den Wagen — manchmal konnte man einen Blick in das Innere mit seinem Gewirr von Drähten. Schaltern und nervös zuckcnaen Skalen-zeigern erhaschen —, und immer wieder konnte man die Frage hören: »Ja, wif geht denn das elgcnt!ich?<äc Kurz gesagt; Im Wesentlichen ist es dasselbe, wie bei einer Aufnahme für tias Grammophon. Der flinke Wagen, der auch Gebirgsstraßen erklimmen kann, hat seine eigene Kraftquelle und ist ii" Augenblick aufnahmebercit. Der Sprecher eilt mit dem Mikrophon — das mit einem, auf beträchtliche Länge reichenden dünnen Kabel verbunden ist — zum Ort des Ereignisses, der Aufnahmeoperateur wartet im Wagen auf das sogenannte >Ein-schneidekommando« des Reporters, das ihn aus dem im Wagen eingebauten Lautsprecher erreicht. Vor clem Operateur stehen die Aufnahmeapparate. Sie sehen wie Plattenabnehmer für ein elektrisches Grammophon aus. Nun sind die Platten, die sich schon flink und aufnahmelustig auf der Scheibe drehen, noch glatt unc, »jungfräulich«. Bald aber wird sich die Nadel senken, es wird »eingeschnitten« und' Ton und Wort zeigt sich dann in feinsten Rillen auf der Platte — die »Konserve« ist fertig. »Ich gebe das Schneidekommando. Achtung — in zehn Sekunden einschneiden!« Die Hand des Operateurs ist griffbereit, Und in zehn Sekunden beginnt der Sprecher seine Wahrnehmungen in das Mikrophon zu sagen und zugleich surrt die Nacel über die Platte. Einen »Besuch im Marburger Stadttheater« zeichnet sie in empfindlichsten Regungen auf ein Material von besonderer ZusammenstelluniJ ein. Die Platten — sogenannte Lackfolien — sind besonders empfänglich für feine Nuancen. Außerdem verwencet man noch Wachsplatten und Stahlbänder. »Und nun begeben wir uns auf die Bühne«, spricht der Reporter in das Mikrophon, nachdem das Orchester bereits »verewigt« worden war. »Gerade ist eine Probe für die Erstaufführung der Operette »Monika« von Dostal.« Mit dem Mikrophon wird nun die Bühne besucht und ein Teil der Probearbeit festgehalten. Dann noch ein paar Fragen an den Intendanten Robert Falzari: »Und wie gedenken Sie Ihr Programm zu gestalten?« Die Antwort auf diese und andere Fragen werden die Radiohörer in Kürze in der Sendung »Zeitgeschehen« hören, 'n die ein Kapitel über das Marburger Stadttheater eingebaut ist. Eine Unmenge dieser »Tonkonserven« hat der Rundfunk m seinen Archiven. Sie geben lebendiges Zeugnis von allen Ereignissen unserer Zeit und sind unschäti« bare kulturelle Behelfe; nach Jahrzehnten noch können sie von deutscher Aufbauarbeit mitten im Kriege erzählen. Die Aufnahme des Reichssenders Wien am Stadttheater Marburg ist mittlerweile beendet — und gleich rollt der Wagen mit den Apparaturen welter nach Pettau. Dort, im klas.sjschen Wcinland, wird wieder ein Stück Unterland eingefangen. Andreas Reischclv — den wohl schon viele Hörer kennen werden — nimmt dort ein lebendiges Bild untersteirischen Winzcr-tunis, mit allen seinen Menschen, seiner Landschalt, seinen Volksliedern und seinem uralten deutschen Brauchtum auf. Und der Klapotctz wird' seinen herbst-windbeflügelten Takt dazu geben... Hans Auer Feier half eine Mädelgruppe der Deutschen Jugend mit Liedern und Sprüchen gestalten. Die Überreichung der Nadeln erfolgte durch uie Führerin des Arbeitsdienstes in Anwesenheit des Kreisführers und dor Vertreter der Wehrmacht. Kreisführer Dorfmeister spach in einer kurzen Ansprache über den Sinn aes Tragens der Nadeln mit dem Hoheitszeichen als Symbol der Arbeit, der Leistung, Sie wurde vom Führer für den besonc'eren Einsatr der Frau in diosem Kriege geschaffen, denn die Frau sei sich ihrer Arbeit und Aufgabe heute bewußt und setze sich ganz uafür ein, daß die Heimat fest zur Front steht. Sporflehrgana in Pettau Das Amt Volkbildung, Arbeitsgebiet Sport, in" der Bundesführung des Steirischen Heimat'bundes veranstaltete vom 28. bis 30. Oktober einen I^hrgang für Übungsk-iterinnen des Frauenturnens in Pettau. Der Lehrgangsleiterin, Kameradin Gretl Sterle, stellten sich 21 Teilnehmerinnen, die mit der Grundschule unJ lustigen Lauf- und Staffelspielen vertraut gemacht wurden. Diese einfachen Übungen fanden begeisterte Aufnahme und bald herrschte emsiges Treiben im Heimatbundsaal. Der Lehrgang zeigte erneut, daß die Arbeit, die in den Jahren der Unterdrückung nur unter größten Schwicf- rigkeiten durchgeführt werden konnte, auf fruchtbaren Boden fällt. Solche Lehrgänge werden fortiaufend In allen Kreisen abgehalten. Bald wird eine stattliche Anzahl von Übungsleiterinnen zur Verfügung stehen und so allen Volksgenossinnen Möglichkeit zu sportlicher Betätigung geboten sein. * Kleine CHronik m. Todesfälle, Im Marburger Krankenhaus verschiea' im Alter von 65 Jahren die Köchin Juliane Lepei, die einer Marburger Familie 50 Jahre treu gedient hat. Ferner starb in Neudorf bei Marburg der 53-jährige Reichsbahnheizer Hubert Schwagerl, Im hohen Alter von 85 Jahren ist in Marburg, Burggasse 40, die Private Marie Flucher und in Lembach au cemselben Tage die gleichnamige 51-jührige Eisenbahnersgati.n Marie Flucher gestorben m. Volksbewegung in Marburg. In ds»" Zeit vom 16. bis 31. Oktober wurden beim Standesamt angemeldet; Geburten 56, hievon 30 Knaben, 26 Mädchen; Todesfälle 46, hievon 20 männliche, 26 weibliche. Eheschließungen 7 Paare. m. Wichtig für die FernSprechteiineb-luer. Der Präsident der Reich.^postüirek-r'on weist im heutigen Anz ;'i.''enteil a'.le rcrnsprechteilnehmer auf das demnächst zur Ausgabe gelangende neue Fern-sprechbucU hin, für das Änderungen und Mehreinträge bald, spätestens bis zum 15. November schriftlich bei der in der Anzeige ersichtlichen Stelle zu tätigen sind. m. Wieder täglicher Fhigverkehr ab Graz. Gestern, Montag, ist der regelmäßige Flugverkehr ab Graz auf den Fluglinien Berlin—Wien—Graz—Agran» in beiden Richtungen wieder aufgenommen worden. Das Flugzeug nach Wien-Berlin startet in Graz um 10.45 Uhr, die Maschine in Richtung Agrani verläßt Graz um 13.45 Uhr. m. Nachrichten aus Packenstein. Die Hilfs'dienstleitcrin für. »den Wirtschafts-dienst der Ortsgruppe Packenstein, Kreis Cilli, veranstaltete im Gemeindehaus einen eintägigen Kochkurs, der gute Erfolge erzielte. Im Heim des Steirischen Heimatbundes wurde von der Filmstelle die Deutsche Wochenschau und der Film »Anton der Letzte« vor einer großen An-ziahl von Besuchern vorgeführt. — Die Euroipakarte vor dem Schulhause steht im Mittelpunkt ües Interesses. Gruppenweise stehen die Volksgenossen davor und bc-S(prechen lebhaft den Vernichtungskrieg im Osten. ni. »Darum habe ich den Brief zu spät erhalten...« Es ist leider eine Tatsache, daß sich die Zusteller der Deutschen Reichspost noch immer mit allzuviclen — vornehmlich für Untermieter bestimmten _ Postsendungen abmühen müssen, die unzureichende Anschriften tragen, vor allem keinerlei Angaben über den Gebäudeteil (Vorderhaus, Gartenhaus), das Stockwerk oder den Wohnungsinhaber enthalten. Mit Recht fordert die Post erneut auf, die Anschriften sorgfältiger abzufassen, und mahnt die Untermieter, nicht länger mehr mit der Anbringung eines Türschildes an der Wohnung zu zögern. Es halte sich ein jeder vor, wie er durch solche Unterlassungen immer Vom Winterschlaf der Tiere Kinder, seid ruliig, die Tiere wollen schla-fen gehen. Nur ein Vierteljährchcn. Dtr Win-ter ist eine Teiienmgszeit, im Scijlaf knurrt der Magen nicht so. Wenn ihr sie aufweckt, wollt ihr die Winterschläfer erführen? Der Sandmann geht durch dw Natur und streut seinen Tieren Schlaf in die Augen. Im Jahre 1835 hat man den letzten Hären in Deutschland geschosscn. Richtige Härenkräfte hatte der, er konnte öieben Zentner *'Pben. Das ist wahr, ich binde euch keinen Hären auf. Dies hat man früher gemacht. Die alten Römer erzählten sich, daß der Bär im Wmterschlaf sich das Fett aus den Tatzen «augc. Das ist natürlich nicht wahr Aber flas ist wahr: wenn der Bär im Frühling aufwacht, abgemagert und dürr, dann frißt er saures A\oüs und saure Muosheeren, er will seinen Hauch in Ordnung bringen. Das ist Rizinusöl für den Bären. Wer kraucht denn da noch umher? Der Dachs. Die Leute sagen »Frechdachs«. Ach, Kinder, der Dachs ist ja par nicht ao frech. Er frißt Insekten, Regenwiirmer und Obst. Manchmal plündert er auch die Weingärten. Und Honig nascht er gleichfalls ganz gerne. Aber frech ist er nicht, der Dachs. Frech ist der Fuchs; »Frechfuchs« müßte es heißen. Hat sich der sauliere Dachs eine schöne mit Blättern ausgepolsterte unterirdische Wohnung eingcriclitet, dann kommt der schmutzige Untermieter, der Fuchs, und stän. kert mit dem Hanptmieter herum. Ei, der Siebenschläfer ist auch nocii auf! Kinder, laßt mir den Siebenschläfer in Uuhel Als es .'im 27. Jiini regnete, und als es dann sieben Wochen lang weiter regnete, da war CS nicht der Sielienschläfer, der uns das Dreckwetter bescherte. Andere sagen, wenn nian am 27, Juni spät aufstehe, dann bleibe man das ganze Jahr lang ein Langschläfer. Die Siebenschläfer schlafen sieben Monate Solange sie wach sind, fressen sie Eicheln, Buchen., Hasel- und Walnüsse, Kastanien, aber auch Obst und Insekten. Selbst Vogelnester plündern die gefräßigen Siebenschläfer. Wie die Hamster sammeln sie sich einen Wintervorrat, drnsseln, knabbern ein bißchen und schlafen wieder ein. Schlafen ist besser als gefressenwerden. Die alten Römer hielten sich nämlich Siebenschläfer, mästeten sie und braciiten sie gebraten auf den Tisch. Wor huscht denn da noch umher? Die kl« inc, niedliche Haselmaus. Ein goldiges Wesen. Nasche noch eine Haselnuß, und dann hinein ins WinterbettI Hallo, da kommen gar ein paar von der Hochzeitsreise! Schlaft euch die kalte Zeit über aus, ihr Fledermäuse, im Frühling gibt's dann bei euch kleine Kinderchen. Hängt euch an den Beinen auf, deckt euch mit euren Flügeln zu, und nun will ich keinen Laut mehr hören. Der Hamster gähnt auch schon.* Das ist ein mtlrrischcr, zorniger Eigenbrftdler. Ein ewiger Hagestolz und Junggeselle. Seine Frau heißt er weg, und seine Kinder frißt er auf. Wie die menschlichen Hamsterer beißt er gerne. Wiesel imd Hunde hat er schon blutend verjagt. Wer einen Zentner Getreide in seinem Keller hat, wird streitsüchtig wie ein (ieizhals. Du solltest vor deiner Türe besser kehren, Hamster. Jeder weiß gleich, daß hier ein reicher Mann wohnt. Was nutzt es, wenn der Geizkragen seine Wohnung sauber hält und vor seiner Tür nicht rein hält! Die Spitzmaus will nicht einschlafen. Dabei tiehaupten die Zoologen, daß sie eine typische WintersclilafdrüRC habe. Da kann tiian wieder sehen, wie die Üclchrten sich irren. Die Spitzmaus ist viel zu verfressen, um den Winter zu verschlafen. Zum Frühstück frißt SIC eine Maus auf, die nicht kleiner ist als die Spitzmaus. Ist das Kannibalismus? Nein. Die Spitzmaus ist nämlich gar keine Maus, kein Nager, sondern eine Verwandte von Iget und Mautwurf. Nun hört das Schwatzen aber endgültig auf. Gute Winternacht! Herbert Paaz „Hammer der Kirdie" Urauffühnmg in Graz Viktor Warsitz entrollt mit seinem fünfak-tigen Drama »Hammer der Kirche«, das Samstag in Graz seine Uraufführung fje-langte, ein großes historisches Panorama um den fiohenstaufenkaiser Friedrich II. Das Rundgemälde beginnt mit dem Jahre 12*14, wo Innozenz IV. die Hoffnungen des Kaisers auf eine Versöhnung mit dem Papst zunichte machte und von Lyon aus den Kampf gegen den Hohenstaufen mit verdoppelter Wucht weiterführte. Die folgenden Szenen malen das Konzil von Lyon, da» zu starken Wirkungen gesteigert wird, den Verrat des Kanzlers Petrus von Vinea an dem Üim vertrauenden Kaiser und schließlich der Tod Friedrichs im lahre 1250, der mit dem Bewußtsein, sein Werk siegreich vollendet zu haben, von der Erde scheidet. Keine der zehn Szenen, in denen nur Männer auftreten, spielt in Deutschland, aber der Herzschlag Deutschlands pocht durch das ganze L^rama, ihm gilt die brenneuUe Liebe des Dichten'^ und ihm hat er ein schönes Denkmal in einer der besten Figuren des Dramas errichtet, in dem Narren Tile, atis dem die Stimme dos deutschen Volkes klagt, hofft und jubiliert Viktor Waraitz ist ein eigener, scharf kontu. rierender und voll ausspielender Regisseur und interessanter Darsteller einer seiner Hauptgestalten, des Narreti. Die Aufführung brachte mit Ludwig Andersen als Friedrich die Eigenart des I.>ra. mas zu lebendiger Wirkung. Der Erfolg steigerte sich zu jubelnder Zustimmung. Oskar Maurus fQ)ntana. FILM Das jflngsle Beridit Man schrieb das Jahr 1910, der Hallcvsche Komet rückte unserer Erde in bedrohliche Nähe. L»ie .Menschheit wurde von einer allgemeinen Weltuntergangspsychose ergriffen. Mit satirischer Kleinmalerei schildert der Film die Verheerungen, die durch die Nachricht von der bevorstehenden Katastrophe in den Gemütern der Kleinbürger und Spießer eines Städtchens verursacht werden. Ein Sturm auf die Sparkasse setzt ein, man will sein Geld noch verjubeln. Vor dem Beichtstuhl stehen die Frauen Schlange, ein seelisches Reinemachen vor dem drohenden Gericht tut allen not. Angstgerüttelt ver-schleudert der reiche Kaufmann und Geizhals sein gesamtes Warenlager. Herr von Schnakkenberg hingegen wird durch den Besuch seiner scharmanten Freundin überrascht, um die sich nun die ganze lebensdurs»ige -.iän-nerwelt des Städtchens schart. Zu guter Letzt leben alle in gewohnter Weise weiter, doch im Zeichen des Kometen hatte ein Liebespaar zueinandcrgefunden... Mit Recht wird dieser Wien-Film als lu« stiger rilm angekündigt. Die Besucher er. freuen sich an dem tollen Wirbel und an der prächtigen Satire. Eine ausgezeichnete Leistung bietet Karl Skraup als Knufmnnn Strubel. (.Marburg, Burg-Kino.) Marianne v, Vcsteneck. wieder die ZuslelluriK der Post erschwert und die Abgabe nicht nur der eigenen, sondern damit «'"ch aller einwandfrei be. anschriftcten Sendungen durch zeitraubende Mehrarbeit verzögert. m. Dorfabend in Mißting. Am 29. Oiito-ber fand im Heimathundheim der Ortsgruppe Mißling des Steirischen He.mat-bundes ein Dorfnbend statt. Der Saal war vollbesetzt. Es wurden Lieder und stei-rische Mus'kstücke dargeboten, die von den Anwesenden mit großer Begeisterung aufgenommen wurden. m. Autounfall. Bei Frauheim geriet ein von Marburg gegen Pettau fahrender Personenkraftwagen mit drei Insassen auf der Straße in einer Kurve ms Schleudern und stieß mit ganzer Wucht gegen die Ecke einer neben einem Bauernhaus stehenden Waschküche. Der Stoß war so stark, daß ein Teil des Mauerwerkes einstürzte. Beim Amprall wurde der Kraftwagen stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Wagenlenker erlitt Verletzungen an beiden Knien, ein Fahrgast trug Schnittwunden am Kopf und HUftenbeinverlet-zungen davon, während der dritte Wageninsasse beim Anprall des Autos gegen die Waschküchenniauer durch die entstan. dene Bresche samt dem Sitz ins Innere des Raumes geschleuJ-ert wurde, wobei er innere Verletzungen erlitt. Die beiden ersterwähnten Verletzten wurden vom herhKjigcrufcncn Deutschen Roten Kreuz, der dritte Wageninsas.se von einem privaten Personenkraftwagen ins Marburger Krankenhaus überführt. m. in den Wellen der Drau verschwunden. Der bei einer Firma in Unterdrau-burg als Hilfszinimermann beschäftigte 52jährige Flößer Thomas Freidel aus Tro-fin in der Gemeinde Saldenhofen fuhr mit dem Boot auf der Drau. Der Kahn geriet in einen Strudel und schlug um. Freidel wurde von den Wellen fortgerissen und verschwand. Der Leichnam konnte bisher noch nicht geborgen werden. Freidel, der verheiratet war, hinterläßt außer der Witwe neun unversorgte Kinder. Er ist etwa 175 cm groß, schlank, breitschultrig, trug braunes, kurz geschnittenes Haar, englisch gestutzten Schnurbart, hatte an einer Kopfseite ein nußgroßes Gewächs, hohe Stirne, blaugraue Augen, große spitze Nase, eine Tätowierung am rechten Unterarm und trug abgetragene Arbeitskleidung. ni. Abgängig. Seit 18. Oktober ist der 24jährige, in Nadole in der Gemeiide Schiltern, Kreis Pettau, geborene und dort wohnhafte Gemeindeangestellte Leopold Walland abgängig. Er ist 172 cm groß, untersetzt, hat braune Haare, lückenhafte Zähne, trägt dunkelgestreifte lange Hos»*, dunklen Rock, dunkelgrauen Hubertusmantel und schwarzen Hut. m. Schaufenstereinbruch. In das Schau-lenster der Firma Wok in Cilli wurde eingebrochen und daraus ein Stück graue» Tuch und zwei Stück braunes Tuch mi< weißen Streifen im Gesamtwert von 180 Reichsmark entwendet, - Nach ^ djcm Täter wird gefahndet. E^nbruchsdleb^ähle. Aus dem versperrten Verladeraum der Zementfabrik, in trifail wurde ein Treibriemen von 10 Meter Länge, 12 Zentimeter Breite und 3 bis 5 Millimeter Stärke im Werte von 55 Reichsmark entwendet. Vor dem Ankauf wird gewarnt. — In Trifail drangen Massenbesuch bei den Puppenspielen Die Handpuppenbühne Radestock t>egeistert Im Kreis Cilll Uber 13.000 Menschen Die bekannte Handpuppenbühne Radestock beendete am 31. Oktober die Reihe der Vorführmigen Im Kreis Cilli mit zwei Veranstaltungen im Deutschen Haus in Cilli, an denen 800 Kinder und 630 Erwachsene teilnahmen. Insgesamt gab es im Kreis \2 Veranstaltungen mit je 300 Besuchern, das sind im ganzen 12.000 Menschen, darunter 7000 Kinder und 5000 Erwachsene, die sich alle an den Darbietungen erfreuten. Bis in* die kleinste Ortschaft des Kreises sind Name und Spielkunst der Puppenspieler gedrungen, eine Leistung in der verhältnismäßig kurzen Zeit, die beträchtlich ist und nur dem selbstlosen, ununterbrochenen Einsatz zu verdanken ist. Durch die treffende Auswahl der Stücke und die wirkliche künstlerische Leistung der Radestocks wurde überall eine große Wirkung erzielt, die bei groß und klein viel Bewunderung und Begeisterung auslöste. Die Puppenspieler ebenfalls sprechen mit Freude von der Aufnahmefähigkeit der Bevölkerung und dem Entgegenikommen, das ihnen allerorts erwiesen wurde. Der Leiter der Handpuppenbühne, Radestock. konnte vor über 20 Jahren in zähem Schaffen eine Puppenbühne erstellen, die wohl wenige ihresgleichen hat. Meister Radestock ist auch mit ganzem Herzen bei der Sache und sich der großen Bedeutung der Puppenspiele vollauf bewußt Von der untersterrischen Bevölkerung, ihrem Mitgehen und Miterle- ben erzählte er sehr eindrucksvoll. Der Kreis Cilli gehöre zu den besten, di« er bisher bereiste. Jede einzelne Vorstellung, eine schöner als die andere, hebt er einzeln hervor. Die Vorstellung in Ro-hits^h-Sauerbrunn sei unter den vielen für ihn und wahrscheinlich auch für das Publikum die schönste gewesen. So viel Feuer und Begeisterung habe er in der Zeit seiner bisherigen Tätigkeit als Puppenspieler noch nicht erlebt. Bei der Vormittagsvorstellung in Cilli kam das Märchen »Rumpelstilzchen« zur Aufführung. Der Kasperl war natürlich sofort im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Wenn Hunderte von Kindern miterleben und mitspielen, alle Freuden und Enttäuschungen ihres geliebten Kasper mitmachen, so kann man sich das Freudegeschrei der jungen Gäste nicht vorstellen, sondern muß es gehört haben. Auch die »großen Kinder« am Abend standen ihren Vorgängern am Vormittag in allen Beziehungen nicht viel nach. Der Kasiper lenkte hier die Schicksale in der ihm eigenen Art im Stück »Die Teufelsmühle«, im ganzen eine ernste Mahnung an alle Qeldsäcke, auf diie Feststellung, daß letzten Endes der Mann der Tat, der Entschlossenheit, Anständigkeit und Sauberkeit doch den Sieg davonträgt. Die vielseitige Siprechkunst der Spieler hat neben der Spielkunst besonders gefalle« Den Puppenspielen kommt in der Untersteiermark eine ganz wichtige Rolle zu. Die Handipuppenbühne Radestook hat vielerorts das Eis gebrochen und durch ihr Auftreten viel Wertvolles geleistet. H. E. bisher noch un^bekannte Täter in den Dachboden eines Wohnhauses ein und ließen fünf Türschlösser, drei Türschnallen und elf Fensterreifber, alles aus Messing, im Werte von 80 Reichsmark mit sich gehen. Die Gendarmerie hat die Untersuchung der Diebstähle in die Wege geleitet. Denkt an die hnngerndea Vögel Füttern, aber erst dann, wenn es notwendig ist Der Reichsbund für Vogelschutz teilt uns mit: Unsere Vögel brauchen im kommenden Winter nicht zu hungern. Futter ist hinreichend vorhanden. Allerdngs müssen wir, der Kriegsage Rechnung tragend, sparsam wirtschaften. Daher kein Futter nur auf den Boden streuen, wo es leicht verderben kann. Nur wettergeschützte Futterstellen verwencen, die Wind und Wetter keinen Zutritt lassenl Nach Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft sind de ölhaltigen Samen den Meisen vorbehalten. Fettfuttef wird deshalb heuer nu'' als Fertigware und nur für wetterge-Ächützte und' sperlingssichere 'Futterge-räte, wie Mcisenglöckchen u. a. in den Handel gebracht. Für die anderen Vögel verwendet man Haferflocken oder Hafer-Schrot, zu gleichen Teilen mit Kartoffeln gemengt, welche ohne Salz gekocht, ge- Gehl sargsam mit LebeosnlHelkarlen nn! Was bei Aufnahme in ein Krankenhaus und bei Todesfällen zu beachten ist In Krankenhäusern wie in anderen Anstalten und Heimen, wo Geme'nschafts-verpflegung besteht, kann Verpflegung nur gegcii .\bgab«j oder Entwclung der jeweils geltenden Einzol.ilischnitte der Le hensmittelkarten gewährt werden. In dei Praxis ist diese Bestimmung immer noch nicht überall bekannt oder wird vielfach zu umgehen versucht. Jeder Volksgenosse, der in ein Krankenhaus oder in eine Anstalt aufgenommen wird, hat sofort bei der Aufnahm? seine sämtlichen Lebensniittelkaiten der laufenden Versorgungszeit &n ule AnstaltsMei-tung abzugeben öder diese alsbald durch ein Familienmitgiled nachbringen zu lassen. [dasselbe gilt aucn b»'! Aufnahme eines Kindes in ein Kinderheim oder Kin-{lerkrankenhaus. Wenn -ler Kranke über die laufende Versorgungszeit hinaus in der Anstalt bleibt, s'nd aucl' dii Ka''ten der späteren Vcrsorgungszeitriiume nt't sämtlichen Bestellscheinen und Bezu^sj-scheinen ai^zugeben, soweit der Kranke nicht mit einer Reiseabnir.lcebe:;täligiing des Ernährungsamts versehen ist. Die Abgabe einer Reiseabmeldebostciiigung nn Stelle der Lebcnsm'ttelkait^n :st in al! den Fällen raiiam, wo der Krankonh'uis-aufenthalt voraussichtl'c i Uingerj Zeit (über vier Wochen) daus^t. Stets sind sänU'iche tte'k'i. ten Kuchenkarte, wenn auch aus Diät.'T'-üiiden keinerlei Fleisch oder Kuchcn an den Kranken zunächst verabreicht werden darf. An die An«taltsleitung müssen ferner eiwaige Berechtigungsscheine des Kranken für Ernährungszulagen (Milch, Eier, Butter usw.) sofort beim Eintritt abgeliefert werden. Familienangehörige eines Kranken, die Lebensmittelkarten oder Berechtigungsscheine des Kranken bei seiner Einiieferung in ein Krankenhaus nicht vollständig abliefern oder während der Zeit seines Krankenhausaufenthaltes für sich verbrauchen, werden erheblich bestraft. Eine Pflicht, die Lebensmittelkarten abzuliefern, besteht auch bei Todesfällen. Keinesfalls dürfen die Lebensmittelkarten eines Verstorbenen etwa für die Verpflegung von Trauergästen in Anspruch genommen werden Die Angehörigen des Verstorbenen haben vielmehr d'e Pflicht, seine sämtlichen Lebensmittelkarten (einschließlich der Eier-, Seifenkarten usw.) sowie seine Keiderkarte, die demnächst in der Untersteiermark ausgegeben wird, alsbald beim Ernährungs- und Wirt-schaftsamt abzugeben. Vo'ksgenossen, die Lebensmittelkarten, Berechtigungsscheine für Ernährungszulagen oder die Kleider-karte von Verstorbenen unberechtigter-wcise für sich verbrauchen, mlissen m t schält und fein zerrieben werden, so daft sie mit den Haferflocken eine trockei)<» krümlige Masse bilden. Diese Mischung wird von allen Vögeln, auch Rotkehlchen, Drosseln u. a. gern aufgenommen. Niemals aber Kartoffeln allein füttern! Sie führen zum Tode! Desgleichen alte, verdorbene Brotreste. Rote Hirse ist bereits in hinreichende»' Menge da, ebenso Futterhaferflocken und Futterkartoffeln, Hanf wird noch Anfang November geliefert. Gefüttert soll erst dann werden, wenn es wirklich notwendig ist. Wir sollen die Vögel nicht verwöhnen, damit sie in der Obstgarten-Schädlingsbekämpfung gut tun. So kommen wir auch mit unseren Futtermitteln über den ganzen Winter hindurch aus, selbst wenn er noch so hart und lang sein sollte. Biidk ffftWir abzuliefern, i. B. auch Flci.'c i- ui.u i erheblichen Ordnungsstraien rechnen. Die Aussiedinng der Juden In der Slowakei Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Dr. Tuka fanden im Innenministerium Beratungen über die Konzentration der Juden in der Slowakei statt. Die Durchführung dieser Aufgabe wurde dem Innenministerium übertragen. Innenminister und Verteidigungsminister kamen überein, zunächst die bereits bestehenden Konzentrationslager von Oreolaz zu verwenden, die für die Aufnahme von rund 6000 Juderu geeignet sind. Der gesamte jüdische Hansbesitz in der Slowakei ging mit dem L November 1941 an den Staat über. Damit wurde eine zweite einschneidende Maßnahme zur Entjudung des Eigentums an Grund und Boden getrot-ien, nachdem bereits vor einiger Zeit sämtlicher jüdischer Bodenbesitz an den Staat gefallen war. Aus diesem Besitz wiirden zum Teil Erbbauernhöfe gestaltet, während ein anderer Teil dazu diente, kleinere landwirt-schaftliche Betriebe in Mittelbetriebe umzu-wandehi. Die Verkaufssumme, die voraussichtlich als Aussiedlungsfond für die Juden dienen dürfte, wird auf ein eigenes Judenkonto erlegt. ♦ 0 Deutsch-kroatische Kameradschaft. Die Unterzeichnung des Gesetzes über die deutsche Volksgruppe, die der Poglavnik in feierlichen Rahmen vollzog, wird von de.* kroatischen Presse als ein sichtbarer Ausdruck der deutsch-kroatischen Kameradschaft lebhaft begrüßt. Zugleich zeige Kroa-tien damit, so wird betont, daß es gewillt sei, für das Zusammenleben von Staatsvnik und Volksgruppe vorbildliche Formen zu finden. o 70.000 Kroaten aus Serbien übergesk^dclt. Vom kroatischen Staat wurden in der Zeit seines Bestandes bisher rund IS.fMIO kroati-j sehe Familien mit 70.000 Personen «iih Ser-' bien nach Kroatien zurückgeführt. | o Mitgliedersperre für den Volksbund der Deutschen in Ungarn. Volksgriippenführer Dr ' Bäsch hat die Mitgliedersperre für den Volksbund der Deutschen in Ungarn verfügt. | o Filiale des Vereins Deutscher Ingenteure In Sofia. In Sofia fand kürzlich die Gründung einer Filiale des Vereines Deutscher Ingenieure statt. An der Oründungsversamm-lung nahmen u. a. Mitglieder des königlichen Gefolges, Bautenminister Wassiljeff, der ('ectsrhe (lespndte Beckerle und der Rektor Ucr Sofioter Universität Professor Angelolt teil. Aus Berlin waren als Vertreter des Ver-eines Deutscher Ingenieure die Ingenieure Dr. Stebel und Dr. Wotschke nach Sofia gekommen. o Bulgarische Landwirte von ihrer Deutschlandreise zurückgekehrt. Vor emigen Tagen kehrte eine Reihe junger Landwirte nach Bulgarien zurück, die vom Landwirtschaftsministerium zur Spezialisierung in vorbildlichen landwirtschaftlichen Betrieben nach Deutschland entsandt worden waren. Die Reise erfolgte auf Anregung und Kosten des Mitteleuropäischen Wirtschaftsrates in Berlin. Alle aus Deutschland zurückgekehrten lunglandwirte haben ihrer Bewunderung über das dort Gesehene Ausdruck gegeben und den Willen geäußert, die Errungenschaften der fortgeschrittenen deutschen Landwirtschaft auch in Bulgarien einzuführen. o Der slowakische Gesandte in Kroatien. Zum Gesandten der Slowakei in Agram wurde Dr. Josef Cieker, der frühere diplomatische Vertreter der Slowakei in Belgrad, ernannt. Der bisherige Geschäftsträger in Agram, Karl Murgas, kehrte bereits nach Preßburg zurück. o Rumänien kauft deutsche H^mittei. Das rumänische Gesundheitsministerium wurde ermächtigt, deutsche Heilmittel im Gegenwert von 150 Millionen Lei einzukaufen. Ein weiterer Betrag von 150 Millionen Lei wurde auf der Grundlage eines Kredits für Instrumente und Laboratoriumsmittel, die gleich, falls in Deutschland gekauft werden sollen, zur Verfügung gestellt. AUS ALLER WELT a Beethovenlocke für 1000 Dollar verkauft. Auch Beethovenlocken können ihre Schicksale haben. Dies erwies soeben eine Versteigerung in Newyork, wo eine derartige echte Haarlocke an einen privaten Sammler für 1000 Dollar verkauft wurde. Vor etwa 24 Jahren gelangte diese Haarlocke mit vielen anderen Andenken von Fünfkirchen in Ungarn nach Amerika. Die Echtheit der Locke ist einwandfrei bewiesen. Als Beethoven in Wien am 26. März 1827 starb, schnitt der Dichter August Schmidt ihm auf dem Totenbett eine Locke ab, in Gegenwart des Musikers Seraph Franz Hölzl. Es vergingen mehrere Jahre, dann wurde die Locke auf Grund eines* Übereinkommens der beiden das Eigentum Hölzls. Dieser hatte sich gegen 1840 in Fünfkirchen als Leiter des dortigen Kathedralchors niedergelassen. Zum Geburtstag Beethovens (1870) veranstaltete er dort eine feierliche Gedenkaufführung Beethovenscher Werke und bei dieser Gelegenheit gab der Kathedralchor so schöne Proben seiner Kunst in der Wiedergabe der Beethovenschen Musik, daß der gerührte Dirigent in einer Aufwallung der Begeisterung o'ie Beethovenlocke dem Chor schenkte. Die Chorgesellschaft bewahrte nun ihrerseits sorgfältig die Locke auf, bis zum Jahre 1916. Zu jener Zeit gingen nämlich alle Andenken der Gesellschaft an das Städtische Museum von Fünfkirchen über, und bei dieser Gelegenheit wurde die kostbare Lockc einem Privatmann überlassen, der sie nach Amerika brachte, wo sie nun für den Preis von 1000 Dollar einen neuen Besitzer fand. a. Freimarke der französischen Legion. Die Legion der französischen Freiwilligen hat zugunsten der Freiwilligen im Osten eine künstlerische Briefmarke herausgebracht, von der ia wenigen Stunden 5Hig der Wirtschaftsberatung notwendig geworden. Die Landwirtschaft des Kreises Cilli muß sich der Notwendigkeit der Ernälu-uugssieherung des deutschen Volkes aus eigener Scholle anpassen. Aus diesem ürunde müssen große Flächen für den Cle-treide- und Hackfruchtbau, ein weit größerer Teil für den feldmäßigen Futter, und (jcmü-sebau verwendet werden. Diesem Ruf ist der untersteirische Bauer im Kreis Cilli mit allen ihm zur Verfügung ^ stehenden Mitteln trotz der wesentlichen' Umstellungen mit Freude gefolgt. Sicherstellung von Saatgut und Kunstdünger — Maschinenbcihiifcn Besonders betrüblich war die Feststellung, daß die geringen Erträge der Landwirtschaft des Kreises Cilli durch das Fehlen rentabler Bodenbearbeitungsgeräte, wegen Mangel an geeignetem und frischem Saatgut, an Kunstdünger, vornehmlich auch wegen Mangel nn Spezialdünger, hervorgerufen wurden. Die außerordentlich schwache Viehhaltung, der noch zum Großteil die Futterbasis des eigenen Betriebes fehlte, brachte es mit sich, daß j die Erträge weit unter dem Durchschnitt der Erträge der Landwirtschaft des übrigen! Reichsgebietes liegen. Durch Einführung von ! geeignetem und frischem Saatgut und durch Bereitstellung von Kunstdüngermengen ist der Anfang zu einer Leistungssteigerung geschaffen. Selbstverständlich konnte Getreidesaatgut in den nötigen Mengen nicht einge-führt werden, sodaß an die Verwendung hei- eingeraten und auf Gedeih und Verderb von [ mischen Saatgutes gedacht werden mußte. Die, Landeshauernschaft stellte dem Ernäh-runjjsamt Cilli eine Saatgutreinigungsanlage zur Verfügung, die das bäuerlicne Saatgut reinigt und beizt. Das gesamte Sommersaatgut wird den Bauern kostenlos gereinigt und geheizt, sodaß im Frühjahr im Kreis Cilli kein ungereinigtes, ungeheiztes Saatgut menr zur Verwendung kommt. Durch diese Maßnahmen ist eine Ertrags-fteigerung von mindenstens 8—10 v. H. erreicht, die durch die Anwendung von Kunst-dünger crlieblich gesteigert werden kann, Die Erträge aus dem Kartoffelhau sind aus Mangel an Saatgut zurückgegangen. im Frühjahr werden frischc Kartoffelsaatgut-ntcngen geeigneter Sorten eingeführt. Z\jr Sicherung einer vorstärkten Intensivierung der landwirtschaftlichen Betriebe, mit der zwangsläufig eine weitere Leistungssteigerung verbunden ist, werden den tiüuerii Mnschinenbeihilfen gegeben. Zur Erweiterung der Futtergrundlage in den einzelnen Betrieben werden noch in diesem Herbst F^insäu-erungsbehältcr (Silos) mit Beihilfen errichtet werden. Hebung der Tierzucht — Verwertung der Milchprodukte Die Tierzucht ist im Kreis Cilli dank der serbischen Miß\K irtschalt als ruiniert anzusprechen. Zur Auffrischung und Wiederbelebung der Viehzucht sind bisher 40 Stiere um! auch weibliches Zuchtmaterial eingeführt worden. Weitere Einfuhren f(^gen. Die ehemals gute Saniitaler Pferdezucht, von der früher 12.000 bis 14.000 Fohlen ausgeführt werden konnten, ist total verdorben. Die Katastrophe wurde durch die rücksichtslose Rekrutierung, aie das serbische Heer betrieb, gefördert. Augenblicklich werden alle Anstrengungen unternommen, einen neuen Grundstock /u einer guten Zucht zu legen. Die Schweinezucht bedarf ebenfalls einer Auffrischung. Der Anfang hierzu ist die Einfuhr geeigneter Zuchteber, die augenblicklich im Gange ist. Zur Erfassung der Frischmilch wurden einheitliche Preise festgesetzt und zur Vermehrung der Einnahmen wurde eine Molkereigenossenschaft in Cilli aufgezogen, fune Molkerei wird errichtet, die eine Kapazität von 10.000 bis 15,000 Liter im Tage haben wird. Von Cilh aus werden augenblicklich neben dem F-igenhednrf der Stadt Cilli schon die Industriegebiete Trifail und Edlingen versorgt. Die Errichtung von Milchsammel-, Entrahmungs- und Bufterverarbeitungsstellen ist im Gange. Aufklärung und fachliche Beratung Nebst vielen anderen dienen diese Maßnahmen der Erzeugungsförderung im Sinne der Erzcugungsschlacht des Landvolkes im Reich. Die zweckmäßige und restlose Erfassung und Verteilung der Produkte bildete eine weitere Aufgabe des Ernährungsamtes. Hiefür sorgte die Abteilung Erfassung und Ver-teilung. Auf diesem Gebiet war auch im jugoslawischen Staat bisher wenig oder gar nichts getan werden. Der Bauer befand sich vollkommen in den Händen des Händlers, der nach dem liheralistischen Grundsatz; >Ange-bot und Nachfrage regulieren den Preis-x handelte, d^s heißt: in Zeiten großen Angebotes waren die Preise niedrig, in Zeiten der Verknappung aber hoch. Durch Maßnahmen, der Marktordnung des Reichsnährstandes entnommen, wurde Wandel geschaffen und, so weit möglich, eine ordnungsgemäße Er-fassung und Verteilung der landwirtschaftlichen Konsumartikel herbeigeführt. Hier seien die Butter-, Eier- und Obstsammelstellen erwähnt, die für eine restlose Erfassung der anfallenden Produkte zu gerechten Preisen Sorge tragen. Langsam lichtet sich das Chaos. Zunächst werden die Zusammenhänge des wirtschaftlichen und sozialen Notstanries überprüft und deren Ursachen festgestellt, um in ZuVunft ilie (jrundlage für eine systematische Arbeit am Bauerntum zu bilden. Es wurde auch der mit Arbeit so belasteten Bauern gedacht und in Obst- und Verwertungskursen zweckmäßige Wege zur Haltbarmachung der Erzeugnisse von Hof und Garten gezeigt. Gerade diese Kurse beweisen, mit welchem Interesse die untersteirischen Bauern und Bäuerinnen den Beratungen und Hilfeleistungen der dazu eingesetzten Kräfte folgen. In den kommenden Wintermonaten werden besonders diese Aufklärungsarbeiten durch-gefiihrt werden. Außerdem sorgen Lichtbild-und Filmvorträge weiterhin für die Vervollständigung des Fach- und allgemeinen Wissens des Bauern. Der Kreis Cilli, der seiner Bodenbeschaf-fenheit und seinem Klima nach zu einem der günstigsten deutschen Kreise gehört, läßt den Anbau aller denkbaren Kulturarten zu. Die A\öglichkeit einer erheblichen Ausweitung des feldmäßigen Gemüsebaues ist durchaus gegeben, und besonders diese Kulturart trägt den klein, und mittelbäuerlichen Verhältnissen der Landwirtschaft im Kreise Cilli Rechnung. So wie nunmehr der grundlegende Anfang für die Entwicklung der Landwirtschaft im Kreis Cilli gelegt worden ist. wird nunmehr an die Vervollständigung herangegangen mit dem Endziel; Sicherung der Ernährungsgrundlage des deutschen Volkes aus eigener Scholle. TURNEN und SPORT muiitiniiiiinfiiiiiniiimiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiuiiiiitiiiiiiii iiiiiiitiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiuniiiiiniiiniiiHiiiiiniiiiimiinniiiiimiiminn Berlii —Sofia 1:2 Der im Rahmen d€S bulgarischen Nationalfeiertages veranst-a'ltete Fuftball-stäiltekampf Sofia—Berlin wurde von den Gastgebern knapp und nicht ganz verdient mit 2:1 (1:0) Toren gewonnen. Rund 15.000 Zuschauer hatten sich zu diesem neuerlichen Zusanunentreffen der Fußballmannschaften beider Metropolen eingefunden. Unter den Ehrengästen befanden sich neben dem Vertreter des Königs fast sämtliche Minister und der deutsche Gesandte SA-Obergruppen(ührer Dr. Beckerle. Die Deutschen fan'den sich, besonders in der ersten Spielhälfte, mit dem graslosen und unebenen Platz nicht rccht ab. DreiUider-BroBkampf Dentsdilaml-Italien-Ungara Wie bekannt wird, bemüht sich der ungarische Sportführer Feldmarschalleut-nant Befdy um die Planung eines großen Dreiländerkampfes zwischen Deutschland, Ittalien und Ungarn für das Jahr 1042. Die Wettkämpfe des Sommers sollen zehn Sportarten umfassen, während Marbur-ger Zeitungi, Adolt-Hitler-Ratz 17, Buchhanri-lung der Cillier Druckerei IN PETTAU bei Georg Pichler. , , Aufnahme ständiger Bezieher bei beiden obangeführten Vertretungen und bei der Oeschäftsstelle in Marburg Btiufsprela: RM 1.25 monatlieh. Der Bezugspreis ist im vorhinein zahlbar. Wir bitten sofort nach Erhalt der Zahlkarten um die Überweisung der Bezugsgebühr, damit die regelmäBige Zustellung nicht unterbrochen werden muß. Bekanntmachung Uber die EirilÖsüni von Leistunits- und Empfangsbeschebiigungen der detttschen Wehrmacht Die in der Untersteiermark durch Truppenteile und Dienststellen der deutschen Wehr-niacht ausgestellten LelshiHga. und Emlifangsbescheinigungen werden hiermit zur Einlij-sunt; aufgerufen. Diese I-Cifitufigs- uild Empfangsbescheinigungen sind bis spätestens 19. Dezember 1941 beim rtrtllch zuständlgeh Attiisbürgermeister einzureichen. In gleicher Weise sind «Ulli EntschJtdlgungsansprll^e für Leistungen an die deutsche Wehmiaeht anzumelden, für die keine LfcIStungS- oder Empfangaheschelrtigungen ausgestellt worden sind. Für die Antragstellung sind die bcln> Amtsbürgermeister aufliegenden Antragsvor-drucke ZU verwenden. Marburg a. d. Drau, den 39. Oktober 1941. Der Chef der ZivilverWi'\ltung In der Untersteiermark: In Vertretun lg: gez. Dr. MttUar-Hacciufi ins Osram-Licht! Dunkelheit draußen - da soll es dtheim lehÖQ hell scini Osram «eigt den Weg, die lur Verfügung stehende Elektri^tätsnnenge richtig tuizunutseni denn elektrischer Strom trird meist aus kriogs-wichtiger Kohle gewonnen! Gnits Licht xxHt Sthreiben - dttreb dit sparsämtk Osfg/i'D-LitiipHf Die Lichtmenge, die Ihre Augen beütk Schreiben verlangen, erhalten Sic am wirtschaftlichsten durch Osram-D-Lampen höherer Dekalumenstäricen. Bei einer Spannung von zio Volt verbraucht z, B. die Osram-D-Lampe von *5 Olm Watt, die fast dreimal so helle Osram-D-Lampe von DIm abtr nur) 7Watt; sie biottt alio große Lichtleistung bei geriagem Stromverbrauch. Darum ist es am ipttiamsten, innenmittiirta Osram - D - Lampen richtiger Dekaluttieiutätke, je nach dem Beleuch-tungsaveek, 2ti tetwenden. Das Herz jeder gas-gefüllten Osram-D-Lampe ist die Osram-Dop|3el-wendel - ein Meisterwerk der Glühlampentechnik I Die Innenmatderung verhindert, d4ß das helle Licht grell wird. Verlangen Sie aber ausdrücklich eine Osram-D-Lampe t Glühlan^en, die nicht den Namen Osram tragen, sind auch nicht von Osram her-^eitellt. OSRAM- LAMPEN rNNENMATTIERT AUS EUROPAS ORÖSSTBM OLÜMLAMPENWERK EiltHt Fdbtikatioa in Witn Hauptschriltlcilcr Anton ücrschack^ Sttillverirclcndcr Hauptschrittkiler Udo Katpef* — Druck Uer »A\arburgcr Druckerei«