EINZELPREIS: wochentefs 10 Rpt Samstag-Sonntag 15 Rpl HiotburatT 8cUuna Amtliches Organ des Verlag und Schriftleitung: Marburg a. d. Drau, Hadgasse Nr. 6, Femrut: 25-67. 25-68, 25-69. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) iit die bchriftlaitung nur auf Femrut Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rüclcgesandt. — Bet Anfragen Rückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 64.6081 Steirfschen Heimatbundes Erscheint wöchentlich sechsmal als Mortfenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- n. Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahioar) monatlich RM 2.10 cinschl. Zustellgebühr; bei Lieferung im Streifband zuz^Hch Porto; bei Abholen m der (je-schäftsstelie RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. 261 OWorburo 0. ö. grou, greltoa, i7. OHofter 1941 81.3albroan0 100 Kilometer vor Moskau Es wird bereits um die Süssere Verteidigungslinie der sowjetischen Hauptstadt gelcämpft Raluga and Raiinin besetzt 20 BriUnflugiaug« ohn# V^rliiitt abg«t€hott«n Aus dem FDhrerhauptquartior, 16. Oktober. Dt« Oberkofiimafido der Wehrmacht gibt bekannt: Im Ostan wird schon an mehreren Stelleii um die eitwa 100 Kilometer vor Moskau verlaufende fiuBere VerteidifungsUnle der sowjetischen Hauptstadt gekämpft. Die wichtigen Städte Kalouga und Kalinin, 160 Kilometer südwestlich bzw. norowestlkh Moskau, sind seit Tagen in unserer Hancf. Wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben, nähert sich die Doppct-schlacht von BrjanBk und wja>ma ihrem AbschiUiO. Im Laufe des gestrigen Tages wurden auch die in den Kessein nördlich Brjansk eingeschlossenen Kräfte unter schwersten blutigen Verlusten des Gegners zerschlagen. Die Säuberung des Waldgebietes sfidHch Brjansk von den dort umzingelten Resten der geschlagenen feindlichen Armeen ist noch im Gange. Die Masse der an dieser gewaltigen Durchbruchs, und Umfassungsschlacht beteiHgten deutschen Kräfte ist bereits für die Portführung der Oper«tk>nen frei geworden. Bisher sind 560.000 Gefangene eingebracht sowie 888 Panzerkampfwagen und 4133 Geschütze iils erbeutet oder vernichtet gemeldet. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierten Kampfflugzeuge in der Nacht zum 16. Oktober kriegswichtige Anlagen im Mündungsgebiet des Humber und an der englischen Südostktiste. Bei Ehiflügen britischer Flugzeuge in die Deutsctie Bucht und in die besetzten Gebiete am Kanal wurden ohne eigene Verluste gestern 20 feindliche Hugzeuge abgeschossen. Britische Bomber warfen in der letzten Nacht hl Westdeutschland eine Anzahl vcHi Spreng- und Brandbomtten, die nur Häusersch^n verursachten. Drei britische Flugzeuge wurden abgeschossen. Die britische Luftwaffe verlor in der Zeit vom 8. bis 14. Oktober 85 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit gingen kn Kampf gegen Großbritannien zehn eigene Flugzeuge verloren. Der D-Boot-Vorsloss in die Meerenge von fimrallar Eine hervorragende Leistung Berlin, 16. Oktober Die Versenkung eines britischen Zerstörers vor Gibraltar durch ein deutsches Unterseeboot stellt eine hervorragende Leistung der deutschen Unterseeboote und eine neue Ruhmestat der deutschen Kriegsmarine dar. Es handelt sich um den ersten Angriff einer Einheit der deutschen Kriegsmarine in der Meerenge von Gibraltar während dieses Krieges. Es zeigt sich damit, daß Gibraltar, das bereits öfter durch Luftangriffe der italienischen Luftwäffe und von Flugzeugen ungenannter Nationalität in Mitleidenschah gezogen worden ist, auch von der Seeseite her schweren Schlägcn ausgesetzt ist. Zu dem erfolgreichen Anprriff italienischer Sturmboote j^PRen den Hafen von Gibraltar kommt nun der neue, erfolggekrönte Angriff in (lor Mcerentre selbst durch ein deutsches UiikT cphnnt. d^r mit der Versenkung ei-•^f's britischen J^er^lftrers endete. Hör nfitn Srhlae. den die deutsche l^n- terseebootwaffc damit der britischen Der zerschlagene Sowjet-Gigant Keine Restaiiration möglich 1 Die Sowjelunion ist, wie Reichspressechef Dr. Dietrich auf der Pressekonferenz der Rcichsregierung ausführte, militärisch erledigt. Von operationsfähigen größeren Verbänden kann nicht mehr gesprochen werden. — Es hängt nunmehr nur noch von dem Willen der deutschen Heeresführung ab, wie weit und in wel- Kriegsmarine zugefügt hat, ist umso bc- chem Tempo die Räume und Städte der —1----------.. *—.. . . Sowjetunion von deutschen Truppen in merkenswerter, als ein Angriff in der an der schmälsten Stelle nur dreizehn Kilometer breiten Straße von Gibraltar naturgemäß mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft Ist. Die Straße ist ungefähr halb so breit wie der Kanal an seiner engsten Stelle. Mit Stolz vernimmt das deutsche Volk auch diese Tat eines deutschen Unterseebootes, die in London zweifellos umso bekümmerter aufgenommen werden wird, als sie In eine Zelt allgemeinen Katzenjammers auf der britischen Insel fällt. In mehreren Wellen Stockholm, 16. Oktober Bei den Angriffen deutscher Kampf- Kampfes die deutschen Armeen noch die Kraft besaßen, an mehreren Stellen in frontalem Angriff die Mauer der bolschewistischen Armee zu durchstoßen, und zwar mit so gewaltiger Wucht, daß die obenerwähnten riesigen Einkesselungen möglich wurden. Es ist selbstverständlich, daß die englische Propaganda alles daransetzen wird, um diese lirl^enntnis solange wIü es selbstverständlich auch dabei noch geben, aber es können dies nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung sein, die niemals mehr den Rang planmäßiger und »zusammenhängender Operationen gewinnen werden. Das Ende des bolschewistischen Staates ist damit gekommen und gleichzeitig auch das Ende des englischen Traume» von einem Zweifrontenkrieg, in dem Deutschland seine Kraft verzehren sollte, um schließlich »nach bewährtem Muster« eines Tages bequem von England und den USA abgewürgt zu werden. Damit ist es nichts mehrl Die deutsche Kraft ist ungebro-flugzeuge auf Moskau zum 15. Oktober' chen. Ihre Stärke geht am besten daraus Besitz genommen werden. Kämpfe wird möglich dem englischen Volke und der drangen die deutschen Flugzeuge In mehreren Wellen bis über das Stadtgebiet vor, Zahlreiche Bomben trafen kriegswichtige Ziele im Stadtkern. hervor, daß in dreieinhalb Monaten mehr erreicht wurde als in dreieinhalb Jahren im vorigen Krieg, und daß nach dreieinhalb Monaten unaufhörlichen Einmarsch in Odessa Ein grosser Erfolg unterer rumänischon Verbündeten Aus dem Fehrerhauptquartier, 16, Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nach Mittelung des rumänischen Hauptquartiers sind die Tnu>pcn der vierton rumänischen Armee heute zum Angriff auf Odessa angetreten und haben iHc letzten Widerstand&tlnlen durchbrochen. In den Naohmittagsstunden erfolgte der Einmarsch in Odessa« Die Bevölkerung empfing die rumänisoh-deutscben Truppen mit Begeistenutg. In änsserst schnellein Tempo Englische Militärkorrespondenten Uber den Ernst der Lage Genf, 16. Oktober. Bei der Heftigkeit, mit der die Kampfhandlungen im Osten geführt seien, schreibt der militärische Mitarbeiter des »Daily Mail«, Liddel Hart, hätten natürlich auch die Deutschen Verluste gehabt. Von Anfang an aber sei es Idar gewesen, daß auf einer so weiten Front die Deutschen mit ihren vorzüglichen technischen Waffen ungleich geringere Verluste erlitten hätten als die Sowjets. Den Sowjets, so heißt es hier weiter, sei keine Möglichkeit gegeben gewesen, die Front enger zu ziehen. Dazu hätte Moskau in Kauf nehmen müssen, dafi durch den deutschen Vormarsch seine rückwärtigen Verbindungen Immer schlechter geworden seien, so daß es den Sowjets sehr schwer gefallen wäre, Reserven von einem Kampfabschnitt zum anderen zu werfen. Ein militärisches Unternehmen der Engländer auf dem Koninent lehnt Liddel Hart ab, da den Sowjets nicht mehr damit gedient sei und vor allem die Erfolgsauas Ichten der Eigländer — fal« überhaupt vorhanden — äußerst gering seien. Auch der milltär'sche Korrespondent des »Daily Teiejrcph« charakterisiert die Lage der Sowjets als seiir ernst, Da, so ichreibt er, die neue Offensive einse zte, nachdem die Bolscliewisten schon drei Monate hindurch die Schläge der Deutschen hingenommen hatten, nehme der deutsche Vormarsch in äußerst schnel'em cmpo großen Umfang an. Nicht nur an der FrOiit von Moskuu, l>eißt es am Schluß, erlilten die Sowj.ts sehr heftige Niederlagen, sondern auch in der Ukraine sei es den Deutschen gelungen, tiefe Kelle in die sowjetische Front hlneinzutreit>en. Welt zu vcrheimlicluMi. Wir wissen auch jetzt schon, zu wclchcn Mitteln man dabei greifen wird. Man wird wiederum versuchen, mit dem Hinweis auf die riesige Weite des sowjetischen Raumes die Bedeutung unserer Erfolge zu verkleinern; man wird so tun, als sei die Preisgabe großer Gebiete des europäischen Teiles der Sowjetunion bedeutungslos, als konnten die Sowjetmachthaber Irgendwo, beispielsweise hinter dem Ural, eine Restauration ihrer Wehrmacht vornehmen, um sie zu geeigneter Zeit wiederum gegen Deutschland und Europa in den Kampf zu führen. Angesichts der haarsträubenden Unkenntnis einfachster geographischer Tatsachen, die sogar englische Militärkritiker von Ruf bei der Beurteilung des Kriegsverlaufes an den Tag gelegt haben, mag es möglich sein, den noch viel unwissenderen Massen des britischen Volkes damit einen gewissen Trost und eine Hoffnung an die Hand zu geben. Wir aber wissen sehr wolil, daß es nach der Vernichtung dieser gewaltigen sowjetischen Hceresmacht, die man insgesamt getrost auf rund 10 Millionen Soldaten beziffern kann, niemals mehr die Möglichkeit einer Restauration für die Sowjets gibt. Wenn jemand genau weiß, was dazu gehört, eine modern ausgerüstete Wehrmacht auf die r^oinc zu stellen, so sind wir es. •'nd gerade' iliose Kenntnis gibt uns die Oewißheit. daß der bolschewistische Staat mit dieser Niederlage für immer vernichtet ist. Wir sind aber auch in der Lage, für diese Behauptung unwiderlegbare Tatsachen anzuführen. Da ist zunächst die Volkszahl als Grundlage . jeder militärischen Kraftentfaltung zu nennen. Die Sowjetunion umfaßte vor Beginn des Krieges 1939 ein Gebiet von 21,3 Mill. qkni, in dem — nach einer freilich nicht ganz zuverlässigen Zählung — rund 170 A\il1ionen Menschen wonnten. D'ese Menschen verteilen sich aber ganz un 1 gar nicht gleichmäßig auf das gesamte Gebiet, sondern es ist im Gegenteil eine starke Zusammenballung im westlichen europäischen Teil gegenüber den riesigen Weiten der östlichen Sowjetunion festzustellen. Die Gebiete, in denen eine größere Revölkeningsdichle als 30 Menschen je qkm zn verzeichnen ist, sind der Kaukiisus, die Ukraine (in deren m'ttle-rem Teil die Bevölkerungsdichte bis zu 100 Menschen ie qkm steigt). Weiß-ruthenien und die Gebiete südlich einer l.inie von l.eningiad nach Gorki bis zu' unteren Wolga. Dieses Gebiet, das also gegenüber der übrigen Sowjettmion Im wesentlichen von dem Woignhocjer begrenzt wird, umfaßt etwa eine Fläc'ie von 2,5 Mill. qkm. Auf einem Achtel des jeite 2 :»Mar1>urjer Zeitung« 17. Oktober 1941 Nummer 261 Staatsgebietes wohnen also mehr als 100 Millionen Menschen, und gerade dieses Achtel des Staatsgebietes ist es, das zum Teil schon von den deutschen Armeen besetzt ist und zum übrigen Teil in der Auswirkung der jetzigen militärischen Krfolge jedenfalls den Bolschewisten als Raum für eine Reorganisation ihrer Hee-, resmacht auf keinen Fall mehr zur Verfügung stehen wird. Damit schrumpft die riesige Volkszahl der Sowjetunion auf knappe 70 Millionen zusammen. Eine Ziffer, die schon eine weitgehende militärische Unterlegenheit gegenüber Deutschland allein tDedeutet, geschweige denn gegenüber dem gesamten europäischen Kontinent, der ja heute praktisch mit geringen unrühmlichen Ausnatimen an der Seite Deutschlands steht. Die restlichen 70 Millionen verteilen sich nicht nur Uber ein riesiges Gebiet, das an sich schon den staatlichen Organisationsbe-strebungen einer in ihrer Autorität doch zumindest scnr erschütterten Reglerungs-cliquc größte Hindernisse bereitet, sondern weiterhin auch über ein Gebiet, das praktisch fast bar aller leistungsfähigen Verkehrswege ist. Mit Ausnahme der Transsibirischen Bahn gibt es so gut wie keine Bahnverbindung. Dazu kommt der zum Teil außerordentlich tiefe Kulturstand der diese Räume bewohnenden Völkerschaften, der eine schlagkräftige Or- f;anisation ebenfalls verhindert. Schließich muß noch darauf hingewiesen werden, daß die in den östlichen Gebieten vorhandenen Industriezentren, hauptsächlich im Ural (bei Swerdlowsk, Tschelja-binsk und Magnitogorsk) sowie im südlichen Westsibirien (bei Kusnezk) künstlich hochgezüchtet wurden. Sie haben also kein natürliches Hinterland, was gleichbedeutend damit ist, daß kein Nachwuchs für die Industriearbeiterschaft vorhanden ist. Dieser kam vielmehr immer aus den Industriegebieten mit alter Tradition, d. h. aus dem europäischen Westen der Sowjetunion. Eine Absperrung vom Westen muß daher in den östlichen Industriezentren zu ernsten Schwierigkeiten im Arbeitseinsatz führen. Jedenfalls ist unter keinen Umständen an die Ausweitung dieser Industriegebiete zu einer Produktionskraft zu denken, die auch nur annähernd den Anforderungen gewachsen wäre, wie sie die Restauration der sowjetischen Wehrmacht stellen müßte. Rüstungszentrum Moskau Schwar« dsuuch* Luftangriff* auf krlagswiclitig« Zl»l* Neue RifterlcreaztrSger Berlin, 16. Oktober. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf .Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Peichsniarschall Göring, das Ritterkreuz cies Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Hohagen, Gruppenkom-niandeur in einem Jagdgeschwader, Oberleutnant Spaete, Flugzeugführer In einem Jagdgeschwader, Leutnant Seelmann, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, Leutnant Rohwer, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, und Unteroffizier Beerenbrock, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader. Der slowakische innenninister in Berlin eingelroHen Berlin, 16. Oktober Der slowakische Innenminister Mach traf, von Prelibur^ kommend, am Donnerstag mittag in Berlin ein, wo er vo^n Reichsorganisationsleiter Dr. Loy auf dem Anhalter Bahnhof begrüßt wurde. Der hohe ausländische Gast kommt damit einer Einladung des Reiclisorganisa-tionsleiters Dr. Ley nach, um in Deutschland die vorbildlichen Einrichtungen der deutschen Arbeitsfront aus eigener Anschauung kennenzulernen. In seiner Begleitung befinden sich zehn slowakische ^»ialpoliti'ker. Feierliches Begräbnis des Haavl-schrillleNers Laznovskv Opfer der Verbrecher einer Londoner Prag, 15. Oktober. Im Prager Krematorium fand Mittwoch aas feierliche Bejfräbnis für den am 11. 01 16. Oktober In einem Aufruf um Spenden für die Sowjethilfe erklärte Mrs. Churchill, daß England sich danach sehne, den Bolschewiken zu helfen. Sie fügte hinzu: — ------------ »Die Bolschewiken baben in der entsetz- bahnknotenpunkt vier wichtige Strecken liehen Leidenszeit, die sie jetzt durchzu-1 abzweigen. Wichtiger BisenhahikioteninniM In nnserer Hand Bertin, 16. Oktober In gemeinsamem, zügigem Vorgehen haben deutsche und italienische Trum)ei-teile während der vergangenen drei Tage einen wichtigen Eisenbahnknotenpunkt der Sowjets fest in ihre Hand gebracht und den Bolschewisten schwere blutige Verluste zugefügt. Um die ausgedehnte sowjetische Ver-teidi^ngsstellung vor dein eingenommenen Oft entbrannten heftige Kämpfe. In bewährter Waffenkameraaschaft gelang es den deutschen und italienischen Soldaten, die sowjetischen Stellungen aufzurollen, angelegte Sperren zu durchbrechen und natürliche Hindernisse, darunter mehrere Flußläufe, zu überwinden. Dann drangen die deutschen und italienischen Soldaten in den Ort ein und schlug'Mi die Bolschewisten zurück. Dieser F.ifolg hat umso größere Bedeutung fü- den Verlauf der Gesamtaktion, als von dem Eisen- Deutschlands Poiitiic des Friedens und des Fortschritts Elna Anspracha das Betachaflars von Papan In Smyrna Smyrna, 16. Oktober, Der deutsche Botschafter von Papen hielt anläßlich eines von ihm zu Ehren der Vertreter der türkischen Behörden und der deutschen Kolonie gegebenen Empfanges eine Ansprache, in der er u. a. erklärte, daß das großartige Werk Atatürks heute in der Hand eines Mannes liege, der das-Land' mit Sicherheit Uber alle Abgründe zu einer glücklichen Zukunft führen werde. Der Botschafter vdrwies sodann auf die zahlreichen Gemeinsamkeiten in der deutschen und türkischen Geschichte. Gleich wie das Schicksal es Deutschland auferlegt habe, sich seit Jahrhunderten kämpferisch zu bewähren, um dem Volk die ihm zukommende Stellung inmitten Europas zu sicliern, so verdankten auch Deutschlands türkische Freunde es aus- schließlich ihren Staatsmännern und den tapferen Soldaten, daß ihre Heimat nicht in fremde Interessenzonen aufgeteilt werde. Während in Sowjet-Rußland über das Schicksal des Kontinents entschieden werde, habe Deutschland nicht gezögert, der Politik des Friedens und des Fortschritts in der Türkei zu dienen. Nachdem Botschafter von Papen an den kürzlich erfolgten Abschluß des deutsch-tür-kischen Handelsvertrages erinnert hatte, wies er darauf hin, daß die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen auf den wirklichen Bedürfnissen beider Völker aufgebaut seien. Sie würden daher diesen Krieg überdauern, anders als jene künstlich geschaffenen Märkte, die nur dem Wunsch entsprän;;en, Deutschland der Waren zu berauben, ueren es bedarf. Nummer 261 Seite 3 Britisches H-Dool venenirt Rom, 16. Oktober Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In Nordafrika Gefechte an der Tobruk-Front, die für unsere Truppen günstig verliefen. Motorisierte feindliche Einheiten wurden von unserer Artillerie unter Feuer genommen. Die Luftwaffe bombardierte Befestigungen und Barackenlager von To'bruik. In Ostafrika wurde eiti Überrumpelungsversuch gegen unsere Stellungen von Ualag (Oon'dar) glatt abgewiesen. Der Feind erlitt beträchtliche Verluste. Im Mittelmeer wurde ein britisches U-Boot von unseren U-Bootjägem versenkt. Rainga Elfi bedeutsamer Industrieort am West-ramt des Moskauer Braunkohlenbeckens Berlin, 16. Oktober. Mit Kaluga haben die Sowjets einon bedeutenden Industrieort verloren, der am Westrand des Moskauer Braunkohlenbeckens gelegen ist. Die Stadt, die rund 90.000 Einwohner zl'hlt, gehört zum Gebiet von Tula, dem Zentrum des Industriegebietes südilich Moskau, Die Stadt war schon in der zaristischen Zeit ein wichtiger Handelsplatz. In industrieller Hinsicht ist Kaluga besonders durch eine Loikoimotlivfa.brik, ein Unternehmen für elektromechanische Au'spüstung'en, eiine Dampfturbinenfabrik und eine Waffenfabrik von Bedeutung. Weiter sind hier die Textilindustrie, die hol^Bverabeitende nnd die Lebensmittelindustrie vertreten, 3 gwn 22 t>eut8clie Jäger ^cbiefien sechs Sowjet-flugzeoge ab Berlin, 16. Oktober Drei deutsche Jagdflugzeuge zeichneten sich bei einem Angriff von 22 bolschewistischen Flugzeugen an der finnischen Front besonders aus. Die drei deutschen Jäger schössen nach dem Alarmstart in kurzem heftigen Luftkampf sechs der Sowjetflugzeuge ab und verjagten die übrigen, ohne daß diese ,den beabsichtigten Angriff durchführen konnten. Die deutschen Flieger r'itten weder Verluste noch Beschädigungen an den fHugzengen. FfiiitiaRtplfl UiUb abgesdilaiM B e r U n, 16. Oktober Im mittleren TeU der Ostfront unter-nalrmen die ^Ischewisten am Mittwoch gegen den Abschnitt einer deutschen In-fanteriedivisk» einen Gegenangriff, der von mehreren Panzerkampfwagen unterstützt wurde. In heftigen Kämpfen schlugen die deutschen Truppen die Bolsche-wisten mit schweren Verlusten zurück. Vier sowjetische Panzerkam-pfwagen wurden vernichtet. Mckimi des japaDlscIiefl RaUnelts Tokio, 16. Oktober Nach einer Domei-Meldung hat der Tenno Konoye, der mit seinem Kabinett zurückgetreten war, mit der vorläufigen Weiterführung der Staatsgeschäfte beauftragt. Die Minister traten zu einer Sondersitzung, zusammen, um den Bericht Konoyes über die Audienz beim Tenno entgegenzunehmen. BritischeSchllHiimi gegenSomalilaiid Französische Soldaten wie gemehie Verbrecher behandelt V i c h y, 16. Oktober Im französischen Gebiet von Ali Sa-bich in Somalilajid wurde, wie aus Dschibuti gemeldet wird, eine französische Patrouille in Stärke von drei Mann unter Kommando eines Sergeanten von einer britischen Abteilung hi einen Hinterhalt gelockt, gefangengenommen und nach Baunenle gebracht. Die Gefangenen wurden hier ins Gefängnis gesteckt und wie gemeine Verbrecher mit auf dem Rücken gebundenen Händen abtransportiert. Proteste des französischen Generalgouverneurs von Dschibuti blieben einfach unbeantwortet. Die Seeblockade ist in den französischen Hoheitsgewässern verschärft worden. Seit Mitte September besteht keine Verbindung über den Ooif von Dschibuti mehr Selbst kleine Flsclierhoote können sich nicht mehr in die Gewässer be-treben. ohne Gefahr zu laufen, von den britischen Kriegsschiffen aufgebracht i\i werden. 1SO.OOO Ufanier msclileiiiit ErichOttMiMtor Bericht «in«* USA-Blattm N e w y 0 r k, 16. Oktober. »New York Journal American« setzt die Beschreibung der Zustände in Litauen unter bolschewistischer Herrschaft fort. Besonders hebt die Zeitung hervor, daß 150.000 Litauer, darunter Kinder von zwei Jahren aufwärts, nach Sibirien verschleppt wurden. Stalin sei darauf ausgewesen, das katholische Litauen dem gottlosen Kommunismus preiszugeben. Die Ehemänner habe man verschleppt und unmündige Kinder ihrem Schicksal überlassen. Unter den Verschleppten seien zahlreiche Geistliche. Sie seien in Waggons verladen worden, deren Türen und Luftklappen vernagelt wurden. Man habe das Verlassen der Waggons unmöglich gemacht und den Gefangenen selbst das Trinkwasser vorenthalten. Hunderte seien auf dem Transport nach Sibirien gestorben. Selbst Kinder habe man verschleppt, während die Eltern in Gefängnisse eingesperrt wurden. Dieses Schicksal hätten auch drei Kinder des litauischen Generals Rastikis erlitten. Rriegshetze auf voüefl Touren Ein JucIsn-AgiUitlonsapparat In USA untar Donovant Laitung Berlin, 16. Oktober. Neutralen Beobachtern in Washington ist es aufgefalilen, daß Oberst Donovan, der durch den Verlust seiner Aktentasche bekannt gewordene europäische Emissär Rooseveilts, in letzter Zeit eine geheimnisvolle Tätiigkeit entfaltet. So trat der offenbar über große Geldmittel verfügende Vertraute des Präsidenten an eine ganze Reihe bekannter USA-Puiblizisten, Reporter und Radioansager heran, um sie für eine nicht näher um-schri^ene Tätigkeit zu gewinnen. Inzwischen ist jedoch über die Besprechungen Donovans mit (diesen Persönlichkeiten eine ganze Reihe von Indiskretionen bekannt geworden, die ziusammengenom-men auf die Betrauung Donovans mit der Leitung der gesamten USA-Kriegsagita-tion hindeuten, Roosevelt hat seinvim Freund dabei die doppelte Aufgabe gestellt, einonal das USA-Volk kriegsreif zu machen, zum anderen aber «den Kriegseintritt d^r Vereinigten Staaten dem Auslände gewnübef propagandistisch vorzubereiten. Besonderer Wert wird dabei auf die Beaibeitiung Ibero-Amerikas, Ostasiens, aber auch der europäischen linder gele^. Als Mitaibeiter für diese Tätigkeit soll Donovan den Newyorker Oberbürgermeister und Halbjuden La Guardia sowie den Leiter des Rockefeller-Instituts, Nelson Rockefeller, gewonnen haben. Der Jude La Guardia ist vor allem für dio Agitation innerhalb des Landes bestimmt, während Nelson Rockefeiler als Leiter der Agitation nach Ibero-Amerika gedacht ist. Andere Handlaniger, die von Donovan verpflichtet wunden, sind der Jude James P. Warburg, Douglas Miller, der Verfasser einer Hetzschrift gegen den Führer, Josef Barnes, der Herausgeber, der nicht weniger berüchtigten Dodd-Memoiren, Barnes Warburg, ein anderes MHglied der jüdischen Bamkierfamilie, Irwing Pelauim, ein jüdischer Redakteur aus -dem Stabe der »Times«, und viele andere. Donovan beabsichtigt vor allem, die amerikanischen Rundfunksysteme für seine Zwecke einzuspannen. Mit drei großen Gesellschaften sind bereits Verträge geschlossen worden, die gegen ein Jahreshonorar von 700.000 Dollar der Agitation mehrere Sendestunden täglich frei machen. Wann die Donovan'sche — sprich jüdische — Kriegsagitation auf vollen Touren laufen^ird, ist noch nicht abzusehen. Die von Donoo^an aoKgearbei-teten Richtlinien sind gegenwärtig Gegenstand britischer Einwendungen seitens des Staatsdepartements, das seinerseits ebenfalls einen Agitationsapparat unterhält, der von hochbezahlten Juden gelenkt wird, die die Konkurren« Donovans und seiner Genossen fürchten. So soll es zwischen John Wiley, einem Beauftragten Donovans, und dem State-departement zu scharfen Auseinandersetzunigen gekommen sein, die vier Schlichtung des Präsidenten selbst harren. Es wird interessant sein, für welche jüdische Clique sich Roosevelt entscheiden wird. Arlas in den Hünden der Polizei Die neue Regierung Panamas gehorcht prompt Roosevells Befehlen Newyork, 16. Oktober Nach einer Meldung der USA-Nachrichtenagentur Associated Press aus Cristobal (Panama-Kanal) befindet sich der auf Geheiß der Vereinigten Staaten STiMO SOWJET- Nök€ 6jktisk UTAiISH - V RtrmwfBN mtomcM Oifiepi'opfirimk^ SMmo rnjfoh/m / Moni mtapof somati KfVfitoaar BitKarttf SCNtVAfiZEi ' Das Vormarschgebiet im Osten (Scher)-DlliJerdlCD:»(*M.) beseitigte bisherige Präsident der Republik Panama, Arias, nunmehr in den Händen der panamischen Polizei. Die panamische Polizei, deren enge Zusammenarbeit mit Roosevelt bekannt ist, hat also prompt den Befehl des Weilicn Hauses ausgeführt und einen Mann unschädlich gemacht, der nicht nach der Pfeife des Herrn in Washington tanzen wollte und obendrein noch »unbequemc-t Erklärungen über die Art abßali. wie man von USA aus die Knute über die mittel-amerikanischen Republiken schwingt. Wie verlautet, soll Arlas ins Exil nadi ^starica gebracht werden. Eine andere Meldung behauptet, daß der frühere President an die USA ausgeliefert würde. Senator Pepper sprach für Rooseve' Die USA soUten Japans, Italiens und Frankreichs Flotte vernichten Washington, 16. Oktober. Senator Pepper, ein führendes Mitglied des auswärtigen Ausschusses des Senats, erklärte laiut Reuter in einem Interview; »Die USA sollten Japan ausschalten und die japanische, italienische und französische Flotte vernichten.« Er stellte {est, daß dies nötig sei als Vorbereitung für den Kampf gegen Deutschland. Der Hetzer Pepper hat damit das wahre Gesicht der USA-Politik enthüllt und damit abermals -Jas ausgesprochen, was Roosevelt selbst in dieser krassen Form Japan gegenüber bisher lu Mgcn sich scheute. 130 engllsclie Sdiine zur Reparalur in USA Stock hol m, 16. Oktober. li«-'gen in nordamerikanischen werften 130 englische oder im englischen Sold stehende Schiffe zur Reparatur, wie »Svenska Dagbladet« aus London meldet. Darunter befinden sich die Schlacht-s^iffe »Warspite«, »Resolution« uncJ »Rodney« und die Flugzeugträger »lllu-stnous« und »Formidable«. .An den Schiffen werde Tag und Nacht fieberhaft ffc-ärbcitet. Sein 40. Abschuss U-Boot durch Volltreffer versenkt 24 Jahre alt wird Leutnant Rudortjci am 1. November d. J. Er ist einer der jüngsten unu erfolgreichsten Jäger der deutschen Luftwaffe. h\\{ den Männern seiner Staffel sitzt er im Kasino an diesem sonnendurchstrahlten herrlichen Oktobertag. S'e warten wieder einma' vergeblich auf das Erscheinen der Iinglän-der, die sich nach den blutigen Verlusten so selten gemacht haben. Genau 20 .Abschüsse hat Leutn:Jnt Ru-uorffer in der Non-Stop-Offensive erzielt. Damit hat er, der immer im Westen eingesetzt war und ist, es bis jetzt auf 40 Abschüsse gebracht. Das Ritterkreuz trägt Leutnant Rudorffer seit dem 1. Mai d. J., nachdem ihm bereits im Westfeld-?ug im Mai und Juni des vergangenen Jahres das EK. 11. una 1. Klasse verliehen werden konnte. Aus einem Pulk von Spitfires scholi Leutnant Rudorffer seinen 40, Gegner ab. Die Tommies waren gerade wieder dabei, über den Kanal zu türmen, als der junge Staffelkapitän seine Männer heranführte. »Wir hatten«, sagte er, >eine ziemliche Überhöhung, als wir die Burschen unten fliegen sahen. Wir stürzten herunter. Husch — war der Schwärm ausoinaiiücr und drehte weg. Der letzte schallte cS nicht mehr ganz. An ücr KanaikUste erwischte ich ihn. Er wehrte sich verzwe,-ffU, kämpfte außerordentlich tapfer, bekam aber dann den Laden derart voll, daß üie Kiste abschmierte und mit ihm in den Kanal ging.« Hart und schwer sind die Einsätze gewesen, die Leutnant Rudorffer getiogen hat. Der Sieg mußte oft bitter erkämpit werden. Er hat nicht nur Bomber und Jäger auf den Boden geschickt oder in Qtn Kanal gejagt — während der Non-Stop-Oftensive schoß er an einem Tage einmal vier,Spitfires ab —, sondern auch Geieitzüge im Kanal mit bestem Erfolg angegriffen. In fünf bis zehn Meter Höhe huschten sie dann über das Wasser, drehten bei Sichtung von englischen Frachtern auf hundert Meter Höhe, um dann die tödliche Last haarscharf gezielt abzuwerfen, Bei einem dieser Angriffe auf einen englischen Geleitzug ließen die Englän-Qcr den Frachtern Attrappen vornusfah-ren. Sie ließen diese Attrappen passie-len, ein Mann der Rotte warf dann einen folgenden vollbeladenen Frachter m Brand. Beim Abdrehen erkannte Leutnant Rudorffer dann plötzlich ein tauchendes englisches U-Boot. Tiefangriff. Wurf — üie Bombe saß direkt auf dem Hock — das U-Boot kommt senkrccht hoch und rauschte dann m die Tiefe Zurück blieh ein einz'gcr*großer Ölfleck? Kriegsberichter 0. P, Brandt (PK) f Seite 4 ►Marburcer Zeitune« 17. Oktober 1941 Nummer ?6l Wo die Wolga enispringl... Die WaMai-Höhen, das OitellK^blet der sroBen Ström« \'on dun Waldai-Hölieii bis hinab /um A.sowsclien Meere befinden sich die Keschla^enen sowjetischen Armeen auf dem Rückzu«;. Ihrer Flucht aus dem WaldaiKCbiet kommt dabei eine besondere Bedeutung zu; hier überlassen sie Jen deutschen Heeren das üuellgobiet der Wolna, des größten Stromes Europas. Die Waldai-Höhen stellen die höchste Bodenerhebung Osteuropas zwischen den Karpaten und dem Ural. Skandinavien und dem Kaukasus dar, zugleich die Wasserscheide der wichtigsten Stromgebiete des europäischen Rußlands. Hier haben die Wolga, die Düna, die südlichen und östlichen Zuflüsse des llmensees, in einigem Abstände auch der Dnjepr ihren Ursprung Im Mittelteil des Höhenrückens befindet sich eine Senke, die reich an Seen ist, von denen der 260 Uuadratkiiometer große Seliger-See der bedeutendste ist. Die VValdai-Höhen sind im Wesentli-chcn_ eiszeitlichen Ursprungs, während die Zentralrussische Hochebene bedeutend alter und früher auch wesentlich höher gewesen ist. An der Stelle der ijcutigen Waldal-Höhen haben sich einst die Steliunassen abgelagert, als die von Norden nach Süden vordringenden Gletscher vor der Zentralrussischen Hochebene /jeitweilig haltmachten. Von nutzbaren Lagerstätten findet man in vielen üebieten der Waldaihölien vorzügliche feuerfeste Lehmarten, die einer keramischen Industrie die Grundlage gegeben haben. Am Nordostrande der Waldai-Höhen. unweit des Städtchens Boro-witschi hat man ausgedelnite Braunkohlenlager gefunden; die im Tagebau gefördert wird. Die Waldai-Höhen sind von Torfmooren, Seen und Nadelwäldern durchsetzt "und werden, wo die von riesigen Clranitblöcken bestreuten Äcker es erlauben, vom Pflug bearbeitet. Der höchste Punkt der Waldai-Höhen liegt 360 Meter über dem Meeresspiegel. Die Ouelle der Wolga befindet sich in einer sumofigen Senke in einer Höhe von JJ6 Meter über dem Meeresspiegel, UbwoliI die Wolga mit 3700 Kilometern Länge fast dreieinhalbmal so groß ist wie der Rhein, ist die Höhe ihrer Quelle über dem Meeresspiegel dreizehnmal niedriger. Hefälle und Strömung sind deshalb ebenfalls weit geringer. Deshalb ist die Wolga als Wasserstraße schwer zu regulieren. Weitere Schwierigkeiten bietet die lange Dauer der Eispanzerung dieses Stromes, die am oberen Lauf IfiO, am Mittellauf aber über 200 Tage im •'^lir beträgt. Da das Hochwasser im Eriihjalir am Mittellauf der Wolga ge-N\'ülinlich um 12 Meter (zuweilen aber auch über 15 Meter) den Normalstand übersteigt, verändert sich die Fahrrinne der Wolga jedes Jahr. Das Stromgebiet der Wolga beträgt 1,460.000 Ouadrat-kilomeier. ist also fast dreimal so groß wie das Deutsclie Reicii nach dem Ver-sailler Diktat und setzt sich aus nicht weniger als lOSO Flüssen zusammen, von denen 132 schiffbar sind. I Den Namen *Waldai« trägt cui Städtchen. das. In der Mitte der Waldai-Höhen liegend, sich fast genau auf dem j halben Wege zwischen Petersburg und Moskau befindet Über Waldai führte ' einst die große Poststraße welche die ^ beiden Städte miteinander verband, und ' so entwickelte sie sich ku einer wahren Fuhr»r«annvstadt. m der die meisten Postkutscher des I.andes zu Hause waren. Die alten, in Waldai ansässigen Kutscher befaßten sich mit der Herstellung besonders abgestimmter und wohlklingender Olöckchen. mit denen die Dreigespanne der Posi ausgerüstet waren. Da die ülöckchenausstattungen für jedes Dreigespann besonders abgestimmt waren, vermochte ein erfahrener Kutscher bereits aus sehr großer Entfernung nach dem Geläut genau zu erkennen, welchem auf der Strecke verkehrenden Dreigespann er begegnete. Mit dem Bau der Petersburg-Moskauer Bahn in den SOer Jahren des vorigen Jahrhunderts ging die Bedeutung von Waldai zurück, da die Eisenbahn etwa .">0 Kilometer östlich vorbeizieht. Heute ist Waldai ein Städtchen mit kaum 6000 Einwohnern Blick nach Südosten o. Erlnnerungsfeief hi Agram. Am 15. Oktober 1039 haben serbische Söld'nRe in München auf den heutigen kroatischen Staatsführer einen Anschlag unternommen, der glücklicherweise mißlang. Aus Qiescm Anlaß fand am M'ttwoch in d^r Markus-Kirche ein Dankgottesdienst statt, worauf sämtliche Minister und Staatssekretäre untef Führunr; des Marschall Kva-tcrnik dem Poglavnik Ihre Glückwünsche aussprachen. Der Marschall bat den Poglavnik auch, die Inhaberschaft des 1. Infanterieregiments anzunehmen, das von nun an den Namen »1. Ustascha-Infante-rieregiment Poglavnik Ante Pavelic« führen wird. Der kroatische Staatsführer dankte für die Glückwünsche und verfügte zugleich, daß das zweite Infanterieregiment nach Marschall Kvaternik benannt werde. 0. Airam erhfilt modernes Rathaus. Der Haushaltsvoranschlag der Stadt Agram beträgt für 1942 rund 270 Millionen Kuna. Darin sind auch rund 40 Millionen Kuna für öffentliche Bauten enthalten, unter denen vor allem der Bau eines modernen Rathauses in der Stadtmitte hervorzuheben Ist. 0. Verkehrs-MiUx der Ustasch«. Als eine besondere Ustascha-Gliederung wurde durch Verfügung dcs Poglavn k die Ustascha-Verkehrs-Miliz gegrün^'et, deren Aufgabe es ist, die Sicherheit und den ungestörten Verkehr auf den kroatischen Eisenbahnlinien zu gewährleisten. o. Kroatisches Konsulat in Prag. Wie mitgeteilt wird, wurde in Prag ein kroatisches Genera'konsulat errichtet und mit dessen Leitung Dr. Ecimovic betraut. o. Autobahn zwischen Spalato und Sarajewo. Nach einer Meldung des »Pcst« wird Spalato mit Sarajewo durch e ne Autobahn verbunden werden. Die Autostraße ist 235 km lang und »oll in zwei Jahren fertiggestellt werden. Die kroatische Regierung habe ferner einen Betrag von über 100 Millionen Kuna für den Ausbau eines Kanalnetzes in Dalmatien zur Verfügung gestellt. o. Landzuteiiungen an arme bulgarische Bauemfamilien. Um dem Landhunger der landlosen und landarmen bulgarischen landwirtschaftlichen Bevölkerung entgegenzukommen, hat das Landwirtschaftsministerium eine Umfrage über die brachliegenden und wenig genützten Lände-re'en veranstaltet. Bisher liegen Angaben über 750.000 Hektar brachliegen-'en Lan- ge, die jüdische Hausbesitzer abge^chlos-des vor, von dem ein großer Teil nach wesentlichen Verbesserugnen voll aufbaufähig werden wird. Nach einem vom Land Wirtschaftsministerium ausgearbeiteten Plan der Verbesserung des brachliegenden Landes sollen jedes Jahr etwa 20.000 landlose und landarme Landwirts-famil'en anbaufähiges Land erhalten. o. Fortschreitende judensäuberung. Ein Dekretgesetz hebt rückwirkend das den früheren Besitzern eingeräumte Benutzungsrecht der enteigneten jüdischen Häuser in rumänischen Stödten auf. Die bctreffenaen Juden können nur bis Ende des laufenden Jahres als Mieter in ihren Wohnungen verbleiben. APe Mietverträ- sen haben, werden ab April 1942 als ungültig erklärt. Das Gesetz sieht weiter vor, daß bei der staatlichen Verpachtung und Vermietung der entegneten jüdischen Liegenschaften den Flüchtlingen aus Nords ebonbürgen und der Süddo-brudscha ein Vorrecht zusteht. Desgleichen können in jüdischem Besitz befindliche Spitä'er und Krankenhäuser bezw. ähnliche Einrichtungen samt ihrem Inven-ventar enteignet werden. 0. Ankara 18 Jahre türkische Haupr Stadt. Am 14. Oktober 1923 wurde auf Vorschlag des verstorbenen Staatspräsidenten Atatürk durch Beschluß der Großen Nationalversammlung die Stadt Ankara zur Hauptstadt des neuen türkischen Staates proklamiert. Zwei Wochen später wurde in Ankara die türkische Republik ausgerufen. In den verflossenen 18 Jahren hat sich Ankara aus einer kleinen kaum 20.000 Einwohner zählenden ana-tolischcn Provinzstadt zu einer modernen großen Stadt mit rund 150.000 E nwoh-nern entwickelt. An der Gestaltung des Stadtbildes und der öffentlichen Gebäude und' Einrichtungen haben deutsche Fachleute einen ausschlaggebenden Anteil. o. Großfeuer in NordanatoUen. In dem Bezirk Keresch im nördlichen Anatolien ist ein Großfeuer ausgebrochen, durch das einige Hundert Häuser und Stallungen zerstört wurden. Der angerichtete Schaden ist erheblich. Über Menschen-verluste liegen keine Meloungen vor. VOLK und KULTUR__ + Ackermann-Medaill« für Prof. Dr. Emil-Lehmann-Dresden. Im Rahmen der ersten Jahrestagung der Sudetendeutschen Anstalt für Landes- und Volksfor-schung. die in den Tagen vom 11. bis 13. Oktober in Reichenberg stattfand, wurde dem bekannten sudetendeutschen Vol'ks^kundler. dem in Dresden lebenden Prof. Dr. Emil Lehmann, die Ackermann-Medaillc 1941 verliehen. Die Ackermann-Medaille wird in dem Bewußtsein, daß die Wissenschaft im sudetendeutschen Raum mehr als sonstwo kämpferischen Einsatz verlangt, alljährlich für besondere Verdienste auf dem Gebiete der kämpferischen Wissenschaft verliehen. + Verleihung der Kunstpreise der Stadt Düsseldorf. Im Rahmen des »Tages der Kunststadt« wurden am II. Oktober in einer feierlichen Ratsherrensitzung die Kunstpreise der Stadt Düsseldorf verliehen. Den Cornelius-Preis für bildende Kunst erhielten Kunstmaler Richard Geßner (Düsseldorf) und Bildhauerin Maria Fuß (Düsseldorf), während der Komponist Ottmar Gerster (Essen) den Robert Schumann-Musikprcis imd der ostmär^kische Dramatiker Dr. .losef Wcnier den Immermannpreis für Dichtkunst erhielten. i- »D^e Karlsschiller« In Dresden. Aus der von Karl Heinz Martin und Oerhart T, Bnchholz besorgten Neubearbeitung des bekannten Leubeschen Schauspiels »Die Karlsschüler«, die bereits in den Münchener Kammerspielen uiid im Ber- liner Schiller-Theater mit großem Erfolg lierausgebracht worden ist, begatm das Schauspiel in dem neuorganisierten Theater des Volkes, Stadttheater zu Dresden, seine Tätigkeit. + Italienreise des Thoraaner-Chores. Der Leipziger Thonianer-Chor gtt>t vom 17. bis 26. Oktober Konzerte in Bologna, Neapel. Rom, Perugia, Mailand und Turin. SCHACH Schnidl einsH PonM vor dra Schachweliaeister Die Warschauer Si>lelzeit des zweiten Generalgouvernements - Schachturniers ■wurde durch die Erledigung der drei Hängepartien der achten Runde abgeschlossen. Wie nach dem Abbruch nicht anders zu erwarten war. gewann Alje-cliin gegen Bogoljubow und Reger gegen Lokvenc, dagegen mußte sich Junge als Schwarzer gegen Hehn mit Remis begnügen. Der Stand des Turniers ist ietzt: Soldat Paul Schmidt 7 Punkte, Aliechin (Paris) 6, Klaus Junge (Hamburg) 5, Bogoljubow (Triberg) und Lokvenc (Wien) je 4i4, Blümich (Leipzig) und Gefreiter Hahn je 3'A, Carls (Bremen), Nowarra (Krakau) -und l^eger (Lrtzmannstadt) je 3 Punkte. Soldat Kieninger und Mroß (Krakau) je 2^» Punkte. emm DER BRENNENDE _SOMMER_ POMAN VON DORA ELEONORE BEHREND (40 Fortsetzung) "Maielies ging die Mole entlang. Der Mantel schlug ihr um die Beine, Die Buh-nenküpfe waren umspült, unendlich glitschig von Moos und angespültem Tang. Maielies blieb stehen. Ihre Zähne begannen zu klappern. Den Mantel wand sie fest um den zitternden Körper. Drei Wellen kommen — drei Wellen kommen, und die letzte ist die höchste — die letzte hob schon ihren gewaltigen Kopf, schüttelte die weiße Mähne. r)ic wird es sein! — die .— Es faßt eine Hand Maielies' Ärmel, packt fest zu. zieht sie von den Buhnen zurück zum Strand. Die dritte Welle donnert hinterdrein, geifert um die Beine der Mädchen. »Damit is nich zu spaßen«, sagt Eve, »mit unserer See nich, und Sie sollten man lieber ins Bett gehen, Fräulein. Mit sowas wissen Sie nich Bescheid.« Maielies hält den Kopf gesenkt. .Kleines Fräulein' .... »Ich«, spricht sie fast unhörbar, »ich möchte lieber hierbleiben —« »Fräulein«, sagt Eve, »wenn einer auch möcht, er versteht das nich. -ins Wrisser gehen! Das sagt sich so. Aber hernach is es anders. Das qcht nich ohne weiteres. Ich war auch mal st) weil. — Na, wenn das gewesen is und um wen, das wird Sie denn wohl nich angehen. Aber wie mir das Wasser hochkam unewertung kaum verindert Die Punktbewertung der einzelnen Bekleidungsstücke ist gegenüber der zweiten Kleiderkarte, von einigen geringfügigen Änderungen abgesehen, dieselbe geliehen. Ein Anzug beispielsweise kostet wie bisher ftO Punkte, ein kunstseidenes Kleid 23 Punkte usw. Der Männer-wintermantel steht jetzt nur noch mit 90 Punken (gegen vorher 120) »zu Buch«. Während atoer bei der zweiten Kleiderkarte die ursprünglich vorgesehene Mftg-lichkeit, den Mantel gegen 120 Punkte frei zu kaufen, wieder aufgehoben und durch die Bezurgscheinpflicht ersetzt wurde, kann der Mantel jetzt für 90 Punkte frei gekauft werden, sobald diese frei sind. Einige Artikel, die bisher punktfrei waren, sind nunmehr punktpfllchtig geworden, wie beispielsweise Fils- und Stoffhüte, Pulswärmer, Brust- und Kopfschützer. Dazu gehört auch die Oummi-und Werkstoffbekleidung, für die aber nur die l^äIfte der jeweils fü; das beiref-fende Kleiduntgsstück erforderiichtn Punktzahl »bezahlt« zu werden braucht. Der geänderte Vorgriff Die dritte Klei-derkarte k;rni den bisher beim Ein^kauf von größeren Kleidungsstücken möglichen »Vorgriff« nicht mehr. Größere Kleidungsstücke, wie etwa Anzüge, Wintermäntel, Kostüme usw.. können also normalerweise erst dam eingekauft werden, wenn die dafür erforderlichen Punkte sämtlich für den Einkauf gültiig geworden sind. Nur für bestimmte Kleidungsstücke, nämlich Wintermäntel für Männer und Frauen, Anzüge und Männer-Winterjoppen sowie für die zu ihrer Herstellung notwendigen Stoffe kann ein Vorgriff von der Kartenstelle bewilligt werden. Vorauss-etzung ist ein dringender Bedarf, der dann vorliegt, wenn der Vert)raucher nur noch einen nicht mehr tragfähigen Wintermantel, nur noch eine Jorppe oder nicht mehr als zwei Anzüge besitzt. In diesem Falle einer unter dem Normalen liegenden Versorgung wird ein Bezugschein ausge-stelK. Der Verbraucher braucht auch nicht 'die volle Punktzahl herzugeben, sondern nur für einen Männer-Wintermantel 30 Punkte, für eine Männer-Winterjo.ppc 20 Punkte und für einen Fra«uen-Wintermantel 26 Punkte. Beim Anzug bleibt es bei den 80 Punkten. Nähmittel nnd Strümpfe Die dritte Kleiderkarte enthält, da sie eine etwas längere Laufzeit hat, statt bisher vier, nunmehr fünf Nähmittelab-schnitte. Werden Nähmittel eingekauft, so muß zu jedem Nähmittelabschnitt noch 1 Pumkt abgegeben werden. Frauen, Männer und Kinder könne.n wieder genau soviel Strümpfe und Socken kaufen wie mit der zweiten Kleidenkarte. Jede Karte enthält am Rande außerdem eine Anzahl mit A—F bzw. A—G gekennzeichnete Abschnitte, auf die gegebenenfalls Sonderzuteilungen erfolgen. laHgmiiilenOkrerinneii des Unler-gaueslHirbarg-SladlwenlenaescIialt Samstag, den II. Oktober reisten 50 Jungmädelführerinnen des Untergaues Marburg-Stadt nach Mahrenberg auf ein Wochcnendlager. Am Hauptbahnhof ging es fröhlich zu. Lustige Gesichter zeigten, mit welcher Freude die Fahrt angetreten wurde. Nach enier Reisestunde kamen die Jungmädelführerinnen in Wuchern an. Em kurzer Marscli, bei dem fröhliche Welsen erklangen, brachte die Mädel nach Mahrenberg, wo sie mit Sang und Klang Einzug hielten. Das Wochenendlager in Mahrenberg gab den Mädeln Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen und neue Richtlinien für die kommende Arbeit zu erhalten. Die Wochenendschulung verlief in vorbildlicher Kanneradschah. Befriedigt und von neuem Arbeitseifer erfaßt, kehrten die Jungmädelführerinnen nach Marbur»« zurüclc Schnlmg fOr das GastsHiten- dwi Deherbergungsgewerbe Der Steirische Heimatbund, Amt Volkbildung und das Arbeitspo'itische Amt, Abteilung Fremdenverkehr, beginnt, wie bekannt, in der Untersteiermark, erstmalig in Marburg, ab 20. Oktober 1941 mit der Duchführung von Lehrgemeinschaften für Betriebsführer, angelernte Kellner und Kellnerinnen sowie für Lehrlinge, die bereits da« zweite Lehrjahr hinter sich haben. Es ist nicht nur unbedingt notwendig, diese Schulung in bezug auf den sich iclion Jetzt stark bciuorkba» machenden Mangel an geschultem Sei vierpersonal durchzuführen, sondern dem Umstand Rechnung zu trafen, aaß nach beerdc-t»Mn Krieg das schöne stcirische Unterland als Reise- und Frtniaenverkehrsgc-biet ganz besondere Ansprüche an das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe stellen wird. Es gibt keinen Betriebsführer sowie kein Gefolgschaftsmitglied, welches von sich behaupten kann, es brauche nichts mehr zu lernen. Berufshöchstleistung sichert die Leistungsfähigkeit des Betriebes. Da für die jeweilige Lehrgemcinschaft höchstens 30 Teilnehmer zugelassen werden können, sind die Anmeldungen umgehend an den Stcirischen Heimatbund, Arbeitsgebiet Berufserziehung, Marburg, Gerichtshofgassc l-I, bekanntzugeben. Die Teilnehmer werden vom Beginn der Lehrgemeinschaften rechtzeitig schriftlich verständigt. Nach beendeter Schulung in den Kreisen Marburg-Stadt und Marburg-LanJ werden auch die übrigen Kreise des Unterlandes erfaßt. BiseniMhner-SamBrNerlnirs des DetttscbeH Roten Rreozes Im Marburger Heizhaus wurde .it ein Saniariterkurs des Deutschen koteu Kreuzes für die dort beschäftigten Eisenbahner abgeschlossen. E>er Kurs umfaßta 20 Doppcistimden und war mit praktischen Vorführungen am Kärntnerbahnhof verbunden. Dort stand ein Hilfsrug bereit, in dem die Hilfeleistung bei Unfällen praktisch vor Augen geführt wurde. Es wurden markierte Verwundete ein-und auswaggoniert, Unterweisungen für den Fall eines Eisenbahnunfalles erteilt, die erste Hilfeleistung bei Unfiillen demonstriert usw. Interessant ist, daß der Unterricht bei Hilfeleistungen ieweils ati GruT>pen von je zwei Eisenbahnern des Heizhauses, einem Samariter sowie einer Helferin des Marburßer Deutschen Roten Kreuzes erteilt wurde. Als FJnleitung zur ScliluCübung, die gleichzeitig als Endprüfung der Kursteil« nehmer anzusehen ist, wurde blinder Alarm gegeben, worauf sofort ein Hilfs-zug mit einem Sanitätswaggon herbeirollte. Bei der praktischen Vorführung stellte sich zur ailgenicinen Genugtuung heraus, daß unsere Kisenbahner zu jeder Zeit ciinsatzbcrcit sind und die Kursteilnehmer sich in der Praxis sehr bewährt »Aus einem RusseiimanteU, sagt Werner und reicht das • Knoplloch hinüber. »Also lassen Sie sich nicht lange bitten I Da ist doch eine Geschichte fälliii.« »Meinelwegen. Aber Schriftdeutsch verlangen Sie hoffentlich nicht, wie? Liegt mir nicht. Nun, ich gondelte wieder mal rum, besehe mir den Laden von oben, das Bord-MG ist tatendurstig, platzt vor Teimperament... aber nirgends ein lohnendes Ziel. Schlecht besucht, der Himmel. Ich bin schon weit hinter den bolschewistischen Linien. Kein Beschuß. Parterre hatten die alle Hände voll zu tun. Aber dann gings los. Eine Flak am Waldrand hat mich entdeckt. Ich bin ihr unsympathisch. Sie punktiert mich nach allen Regeln der Kunst. Ich kurbele herum., wir spielen Haschen. Sie schießen nicht übel. Aber nicht gut genug. IV\it einem Mal gibt es einen Hopser. Irgendwo hat mich ein Ding angekratzt. Aber die Kiste fliegt noch, der Motor ist jedenfalls heil geblieben. Tragflächen auch. Aber das öl läuft mir weg, als ob die Kiste SchnuiD-fen hätte Geknickt, die Zuleitung. Oder was weiß ich. Ich schweiße wie ein aufgeschossener Hirsch und kalkuliere den Rückweg. Ausgeschlossen, gar nicht zu machen. Die unten haben es aufgegeben. Fs Ist mäuschenstill geworden. Hoffentlich haben sie nicht gemerkt, daß sie mir ein Hing verpaßt haben. Sonst warten sie uaiiz gemütlich ah, bis ich absacke, sna-ren zwischen ihre Munition und machen „Augenblick" durchs Knopfloch Eine Frontgeschichte ohne Schriftdeutsch Von Hans Refsmann »Na. Se haben ja unverschämt gewak-kelt mit der Kiste, Herr Oberleutnant...« »Lohnt sich aber auch. Drei Rata fertig gemacht auf Anhieb. Ganz nett, was? Kann die Dinger nicht leiden. Das sind keine Flugzeuge mehr, das sind Wanzen — Luftwanzen I« Und dann berichtet Oberleutnani Werner, bewährter Einzelgänger in der russischen Luft, dem PK-Mann von seinem letzten Flug. Zum Schluß die übliche Frage: »Sicher haben Sie einen Talisman. Herr OberlcutnantVc »Ja c »Was denn?« »Ein Knopfloch.« »Bitte?« »f'in Knopfloch.« »Geht ja gar nicht.« ♦ Doch, doch.« Aus der Tasche seiner Fliceertnontur. die er immer riOch anhat (die PK-Män-ner sind unerbittlich und geben keine Ruhe, ehe sie alles wissend zieht Werner einen Petzen Stoff Mit einem zerfransten. breiten ?»hlle zum Waldrand. lege mich lang und tüftele, was ich anfangen soll. Ein Kriminalist kann nicht anstrengender tüfteln als ich damals. Hilft aber alles nichts. Muß warten, bis einer kommt. Natürlich werden es die Bolschewiken sein Und daß die mich Dicht mit Milchsüpipchen in ein Paradies- bett legen, ist mir sonnenklar. Drüben sehe ich was baumeln. An einem niedrigen Ast. ich hinke hin. Ein Russenman* tel. Schäbig, dreckig, halbzerfeizt, wahrscheinlich weggeschmissen. Es wird Abend und küiil, den ganzen Tag schon hing Regen in der Luft. Niemand weit und breit. Ich verkrieche mich Im Unterholz, weit weg von der Wiese; denn wenn die die Kiste finden, suchen sie natürlich in der Nähe die dazugehörige Besatzung. Mußten ja meine Notlandung von irgendwo beobachtet haben. So weit wie es geht mh der angeknickten Hinterhand, krauche ich in den Wald, wickle mich in den schmierigen Mantel und warte ab Warte. Warte. Nichts. Schlafe tatsächlich ein. Unsereins schläft freihändig stehend auf dem fahrenden KarusseL wenn man müde ist, und ich war müde. Außerdem pfiff ich so ziemlich auf alles. Plötzlich bin Ich wach. Horche — nichts. Will mich gerade aufrichten und aus dem Mantel klettern., da merke ich. daß ich einen Ausguck habe. Ein Knopfloch vom Mantel hing mir dicht überm Auge, sauber ausgerichtet wie ein Periskop. Schleie durch. Pa reißt es mich beinahe hocli. Durch meinen Kieker sehe ich liol-schewiken — undeutlich — aber zA\'ei-fellos Bolschewiken. Und sie stöbern Im Wald herum.« »Ernst —« ich heiße Ernst — »Emst«, saec ich zu mir, »rate mal. wen die suchen?« Haben die also n>cme Kiste entdeckt Seite 6 »Martwireer Zeftunsrc 17. Oktober t^l Nummer 261 haben. Bei n untergebracht war. Das schöne EingangS'tor zum Schloß ziert das Wappen des Erzherzogs Carl H. von Österreich und Steiermark und unter dem TortK>gen steht das Grabmal Friedrich V., des letzten Pettauers. Das Schloß hat ebenerdig eine Reihe von Sälen, ehien offenen Säulengang, der einen Teil des Hofes trmfaßt. Eine breite Treppe aus Stein führt in die Stodk-werke, wo die Schteßkapelle und der Rittersaal liegen. Die alten Befestigungswerke der Stadt begannen hinter der Dominikanerkaserne, zogen sich um den alten Klosterfeau bis an den Schloßberg, liefen dann bis zu einem Putverturm und schlössen sich an den Wällen des Schlosses. Davon steht freHich nichts mehr als die Ruinen des Pulverturmes und Rudimente der alten Stadtmauer, die heute in das freundliche Hügelland hinabblik-ken. Hugo Zepp Kleine Cferoilh m. Todesfin«. Im Marburger Krankenhaus starb die 46-jährige Eisenbahn-drehersgattin Helene T r a t n i k. Ferner verschied in Marburg, Kämtner-straße 43, der 70^jährige Schneidermeister Philipip Koman. m. Die Vofksbewesunc In IHarbiirK in der ersten Monatshälfte: Geburten: 56, hie von 34 männlichen und 22 weiblichen Geschlechtes. Sterftefälle: 24, hievon 18 männlichen, 6 wetblichen Geschlechtes. Rückwirkend schon vom 1. Oktober muß jeder Geburts- und Todesfall unibedmgt beim Standesamt angemeldet werden. Eheschließungen waren in dieser Zeit noch keine. Die erste Ziviltrauung dürfte Samstag, den 18. d. stattfinden. Auch alle Trauungen müssen standesamtlich vorangemeldet werden; geschlossen werden die Ehen vorläufig beim Bürgermeisteramt. m. Vom Wir^cfiaftsamt der Stadt Marburg. Im Blick auf die demnächst zur Ausgabe kommenden Reichskleiderkarten und die damit veil^undenen Ait)'eite4i bleibt das Wirtsdhaftsamt der Sta^ Marburg bis autf weiteres für jeden Verkehr gesperrt. Nur drinfgendste Anstprüche bei Qeiburten und in Todesfällen finden ?n der aus der Anzeige in heutiger Ausgabe festgesetzten Zeit ihre Erledigung. Wir weisen auf diese Bekanntmachung besonders hin. m. Die LadenschHuB-Bestimmut^^ müssen eingehaltien werden. In letzter Zeit wurde Klage darüber geführt, daß eine größere Anzahl von Ladengeschäften, insbesondere der Nahrungs- und Oenuß-mittelbran^he, sich nicht an die gesetzlich festgelegten Verkaufszeiten hält. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg weist in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil nochmals nuf die Bestimmunigen hin und betont, daß Verstöße gegen dieselben polizeilich geahndet werden. m. Große Beteiligung an den Sprachkursen in Trennenberg. Die Beteiligung an den Sprachkursen in der Ortsgruppe Trennenberg, Kreis'Cilli, ist äußerst rege. Es haben sich rund 600 Teilnehmer zu diesen Kursen gemeldet. Jeder dritte Einwohner im Ortsgruppenbereich besucht die Sprachkurse. In d'er Hilfsstelle des Amtes Frauen im Steirischen Heimatbund fand unlängst eine Mütterberatung statt. Zwanzig Mütter kamen mit ihren Kindern in die liilfsstelle, um sich beraten und leiten zu lassen. m. Dritter Dienstappell der Ortsgruppe Cilli-Laisberg. Die Ortsgruppenführung Ciili-Laisberg des Steirischen Heimatbundes hielt am 10. Oktober ihren monatlichen Dienstaippell ab. Der Ortsgruippen-führer klärte die Amtsträger, Zellen- und Blockführer über die bisher geleistete Arbeit auf un.d machte sie mit neuen Aufgaben vertraut. Anschließend trugen 'die Amtsträger Berichte über ihr Arhdtsbe-reich vor. Der Appell schloß mit der Führerehrung. m. Besuch des Kreisfiihrers in der Ort^jrri'ppp Trennenberg. kurzem besuchte Kreieführer D o r f m e i s t e r Todesslralc llr die Iruer ScfelnslietiirSDlKr Am Mittwoch fand vor dem Sonderge-richt des Landesgerichtes Graz die Ver-hano'lung gegen die drei Grazer Schloßbergräuber statt, die bald nach der ver-abscheuungswürdigen Tat, bei welcher ein Todesopfer zu beklagen ist, durch die Polizei festgeitommen werden konnten, CHe drei Täter, der im 19. Lebensjahr stehende Motorenschlosser Heinrich Hiebler, der 17 Jahre alte Elektromonteur Franz Taschner und der ebenfalls 17-jährige Hilfwrbeiter Lambert Reiter, wurden als Gewaltverbrecher des versuchten Raubes, Hiebler und Taschner auch als Mör-« der' schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. In seiner ausführlichen Urteilsbegründung wies der Vorsitzende auf die vergeblichen Bemühungen "hin, die drei Burschen aus der langen Reihe kleiner und größerer Vergehen wieder auf den geraden Weg zu führen, bis sie sich schließlich durch dieses grauenhafte Verbrechen selbst das Urteil sprachen. Das Sondergericht sei überzeugt, daß der Grazer Bevölkerung von selten dieser drei jungen Menschen noch manches Verbrechen gedroht hlitte, wenn sie jetzt nicht von der Deutschen Polizei in Graz hätten festgenommen werden können. Dem tatkräftigen Einsatz der Polizei widmete der Vorsitzende Wor^e höchsten Lobes. Die drei zum Tode Verurteilten nahmen den Urteilsspruch Äußerlich mit großer Ruhe auf. Damit fand ein Verbrechen seine Sühne, das in Qraz begreifliche Empörung und Erregung ausgelöst hatte. Die Bezeichnung und Verurteilung der Burschen als Gewaltverbrecher ent^richt vollkommen dem Empfinden der Bevölkerung, die von der deutschen Justiz mit Recht die Beseitigung derartiger Oemeinschaftsschädlin"«' erwartet. Die Strenge, mit der gegen die Verbrecher vorgegangen wird, bietet die beste Gewähr dafür, andere gewissenlose Elemente vor dem Begehen schwerer Verbrechen zurückzuschrecken. iHitiiiiNiiiiiiimiiiiiiuiiiitiiiiiHuinifQiiiiwim die Ortsgruippe Trennenberg, Et sipracii auch mit den Zellen- und Biodcführern und anderen erschienenen Mitarbeitern des Steirischen Heimatbundes. Anstelle* Bend gab der Kreisführer weitere Richtlinien für die Aufbauarbeit io der Untersteiermark. m. Schwier Unfall eines Knaben. In der TegetthoffStraße in Marburg ereignete sich gestern in den NachmLttag-stunden ein schweres Unglück. Der elfjährige Sfpediteurssohn Josef Golesch aus Marburg sprang auf emen in den Toreingang einbiegenden, mit Pferden besipannten Wagen, um dem Vater etwas zu überreichen. D>er Knabe glitt jedoch dabei aus und geriet unter den Wagen. Hiebei zog er sich ein« tiefe Schnittwunde am Unken Oberschenkel und Hautabschürfungen wi. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte den schwerverletzten Knaben ins Mar-burger Krankenhaus. m. Wem getiört der Koffer? Welcher Frau ist bei der Evakuierung der reichs-deutschen Staatsbürger aus dem früheren Jugoslawien am 30. bzw. 31. März 1. J. in Graz ein Koffer mit Wäsche abhanden gekommen. Auskünfte erteilt die Schriftleitung der »Marburger Zeitung«, m. Viehdiebstähl© ohne Ende. Immer wieder mehren sicTi in der letzten Zeit am flachcn Lande die Viehdiebstähle, die manchmal recht frech durchgeführt werden. So kam jetzt dem Besitzer Franz I^tritsch in Drasgosche in der Gemeinde Selzach ein zweijähriges Rind, rotbraun mit weißen Flecken, im Werte von 150 Mark abhanden. Nach den unbekannten Tätern fahndet die Gendarmerie. m. FahrraddlebSitahL Aus dem Hof eines Gasthauses m Birkendorf wurde dem Arbeiter Franz Pertsch aus Tabor. Gemeinde Naklas, das Herrenfahrrad der Marke »Veko« Nr. 82145, im Werte von 50 Reichsanark entwendet. Vom Täter fehlt bisher jede Spur. m. I^ebstahl im Zi^. Zwischen Tri-fail und Steinbrück ka)m dem Kaufmann Franz Schütz aus Trifail während der Fahrt in seinem Aibteil die Aktentasche aus braunem Schweinsleder abhanden. In der Tasche befanden sich verschiedene Bedarfsgegenstände sowie vier Bezugscheine auf Manufakturwaren und Seife. Nach dem Täter wird gefahndet. m. Einbruch his Weinberichaus. Der Fiesitzer Alfred Saffin in Weinberg bei Pettau erhielt einen höchst unerwünschten Besuch. Bisher noch unbekannte Täter drangen nach Aufbrechen der Haustür ifi das Weinberghaus ein und stahlen aus dem Wohnzimmer zwei Wolldecken im Werte von 105 Reichsmark. Da andere Gegenstände nicht angerührt wurden. dürften die Kinbrecher bei ihrej' Arbeit gestört worden sein. '-ImTim^r 361 »Mart)tiwr Zcftuti?« 17. Oktober 1941 S«i"te 7 Die SüRden der Verkehrsleilnelnner Ciiiise Hinweise zur Elnbaltiiiis der StraBenverkehrsvorschrlften — Praktiftcbe Be|ehnifis«n Hand eines Ver1cebr8fM>(fage4ftlnies müssen bei Dunikelheit oder starlcem Nebel Lanrpen füliren, die die Faiirbahn be-leucliten und andere Verlteiirsteilnelimer nicht blenden. Bespannte Fu!inverlonnino-Rosenow. Tonolli-Käpipel. ' * : Kärntner Fußballmeisterschaft. Am kommen Sonntag nimmt auch im Stwrt-gau Kärnten der Fußballmeisterschafts-bewerb seinen Anfang. Den Auftakt bilden die Spiele KAC—Rapid Klagenfurt und Villacher SV—LSV Klagenfurt. Die Sportgemeinschaften Krainburg und Aßling sollen zu einem späteren Zeitounikt die Zahl der teilnehmenden Mannschaften auf sechs eriiöhen. BilanzfShiger Buchhalterdn) und RorrespondenKln) firm im Maschinenschreiben u. womöglich Stenographie, wird von kleinerem Industrieunternehmen per sofort gesucht. Anbote mit Lichtbild und Angabe der Gehaltsansprüche sind zu richten an die >Marburger Zeitung« unter »Buchhaltung«. AUS ALLER WELT a. I>rei Bräder trafen sich an der Front. Zu den Seltenheiten dürfte gehören, daß sich drei Brüder an einem Frontabschnitt treffen, wie dies kürzlich im Osten geschah. Die Söhne Paul, Anton und Hans des Bäckermeisters Buch-berger aus Wolnzach kamen eines Fa-ges unverhofft an der Front im Osten zusammen, wo sie Wiedersehen feiern und ihre Erlebnisse austauschen konnten. . a. Der Iting&te Frontkämpfer 1914^18, Reichskriegerführer General der Infanterie Reinhard hat angeordnet, daß dem 1939 verstorbenen jüngsten Frontkämpfer des Weltkrieges, Emil Huber, seitens des NS-Reichskriegerbundes in Offenburg ein Gedenkstein gesetzt wird. Un-ter falscher Altersangabe hatte sich der 13->ährige Emil Huber xu Beginn des Weltkrieges mit seinem 15-jährigen Bruder Ludwig, die beide groß und stark waren, der Wehrmacht als Freiwilliger gestellt. Mit knaipp 14 Jahren kam er im November 1914 zum Infanterie-Regiment 172 und zugleich mit seinem Bruder Ludwig an die Front. In diesem Regiment war kurz vorher der älteste der Geschwister Huber gefallen. Anfang Januar 1915 wurde Emil H, verwundet und zu Osten in Felduniform» konfirmiert. Von 1916 an war er wieder an der Front. a. Todesurtefl an einem Fetdpostmar-der v^lstreckt. Der am 27. Juli 1882 in Neuteich (Netzekreis) geborene Otto Fritz, den das Sondergericht in Berlin als Volksschädling zum Tode verurteilt hatte, ist hingerichtet worden. Fritz hat fortgesetzt Postsendungen, von denen der überwiegende Teil Feldpostsendungen waren, unterschlagen. RMUICHE BEKINNTMaCHUNGEN DgR_POUTjSCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG AN DER DRAU Abt. V.'Zl. 2471/1941 Marburg. 16. Oktober 1941 Verlautbarung Wegen der Erneuerun«: der Straßen brUche zwischen km 2 und 3 auf der Reichsstralie Marburg—Unterdrauburg wird die Straße bis auf weiteres gesperrt Die Umleitung erfolgt vom Adolf-Hitler-Platz durch die Domgasse, Domplatz Kernstockgasse, Mozartstraße, Schlagetergasse, Urbanigasse, durch Oams bis zum Gasthause Kopriva. Die Sperre gilt ab Montag, den 20. Oktober d. J. bis auf weiteres. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg an der Drau A. Dipl. Ing. Permoser Wilhelm. DER POLITISCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG AN DER DRAU Wirtschaftsamt B Verlautbarung Vorarbeiten für die Ausgabe der 3. Reichskleiderkarte hilrtl ^ weiteres gesperrt. Ansprüche können nur bei Ge- burt^ und m Todesfallen taglich von 9—11 Uhr geltend gemacht werden. deshalb il^ht'Lhr e'rled^gf we?dfn,^''''"®" Spinnstoffwaren können lichem^Wegeder noch bei uns befindlichen Schuhanträge erfolgt auf Schrift- Der Polltische Kommissar der Stadt Martwirg an der Drau ___i. A. Dr. Weber. 7940 DER POLITISCHE KOMMISSAR DER STADT MARBURG AN DER DRAU ___Gewerbe- und Marictamt ZI; G-L-20-7 Marburg. 16, Oktober 1941 Verlautbarung über LadenschluBbestlmmungen für Gesehäfte festgestep, daß sich eine größere Anzahl von Geschäften, speziell der Nahrungs- und Genußmittelbranche, nicht an die Bestimmungen der h®" LadenscMuß bzw. Festsetzung von Pflichtverkaufszeilen im Stadtkreis Marburg an der Drau halt. Es wird insbesonders hingewiesen daß ^e Lebensmittelgeschäfte im Kleinverkauf von H8—13 Uhr und von 15—19 Uhr ^fen gehalten werden müssen, die übrigen Geschäfte im Kleinverkauf — außer /"'".welche Sonderbestimmungen gelten — müssen von 8 bis 12 und m hl Uhr geöffnet s^n. Alle Geschäftsinhaber werden aufmerksam ge- Pflichtverkaufszeiten strengstens eSialten ®da angeordnet wurde und Verstöße bestraft werden. Es wird bemerkt, daß die Verordnung über den Ladenschluß noch im städt. Gewerbe- und ^h^thch Ist" Kernstockgasse 2, IL Stock. Zimmer 31, 7941 ___Im Auftrage: Dr. Weben Aiiydnii Dmikcl A. •■f-: f: V t.. .1 1 ■ . . y' . ins Osram-Licht! SUbtKvefß§sii^fbttWi§SiMS tiekwimscbni - dttrth ii§ nemn Osram-Ktyptan^Lampeni Nach der Dunkelheit draußen wünscht sich jeder besonders iielles Licht daheim. Elektrischer Strom wird aber meist aus kriegswichtiger Kohle ge-wormen; die.zur Verfügung stehende Elektrizitätsmenge m*iß deshalb richtigausgeautzt werden I Da kommen die neuen Qsram-Krypton-Lampen von 29, 40 und 60 Watt wie gerufen. Silberweiß ist das Licht der Osram-Kr^ton>Lat^en durch die Füllung mit kostbarem Helgas: Dreimal so hell ist Jt. B. bei einer Spannung von zao Volt die Osram-Krypton-Lampe von 40 Watt wie eine Osram-D-Lampe von 15 Dekalumen (458 gegenüber t'jo Lumen). Der Stromverbrauch steigt jedoch nur auf etwa das Doppelte: von 17,4 auf 40 Wattl Die kleine, gefällige Form der Osram-Krypton-Lampe macht sie'besonders geeignet für Beleuchtungskörper mit flachen Schalen. Prüfen Sic darum beim Glüh-lampcnkauf stets, ob nicht eine Osram-Kr^TJton-Lampe ^ richtiger Wattstärke, )e nach dem Beleuchtungszweck - am Platze wäie. Nur Osram-Krypton-Lampen sind jcdoch auch wirklich von Osram hergestellt. OSRAM-KRYPTON-LAMPEN 9 ^ 9 i ^ ä i i i 9 o 0 cf 9 Seitt 8 »Marburger Zeitung« 17. Oktober I94t hJummer 261 Sladitheater Marburg a.iL Dran KleiMrflnzeiger Freitag, den 17. Olttober, 20 Uli. Frühlingsiufft Operette in 3 Akten von Josel StrauL' 7895 Samstag, den 18, Oktober, 20 Uhr Der Vogeihändler Operette in 3 Akten von Carl Zetler ino Brunndorf «d«> Wort Kostat II Rpt. | Wart n Woritr«!» ilU bl« Ig II ■■eliiUbM to Wori I 'fllerirebOhr (Kfna*Oft> (Ml SlalltRVttiMli»!! >* Rol. f*8r Zuiandiiiii voi Kennwortkrielen werden BO Rpl ^rto Aazel|en>AnnBhintscMD
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Besonders gedankt sei der Musikkapelle des Reichsbahnausbesserungswerkes unter der persönlichen Leitung des Kapellmeisters Herrn Max Schönherr. Neudorf, den IH. Oktober 1941. 7ö3t> Die trauernden Familien Wisiak und Germ. Verkaufe modernen, fast neuen Lttster. Klostergasse 12-L, rechts, zwischen 10—12. _ _ _ 7934-4 Saloneinrichtung, sehr gut erhalten, zu verkaufen. E. Lettner, TegetthoffstraRe l-I. 7911-4 iu (ftSiuU Suche zwei schön möblierte Zimmer für 2 Herren, Nähe Burggasse, I. Bez. Antr. unter »Burggasse« an die Verw. 7881-6 Möbliertes Zimmer sucht Fräulein, welches tagsütier beschäftigt ist. Anträge unter >Stadtparknähe 2813« an die Verw. 7938-6 öffuii SMtm Vor Cinatellung von Arbciti» krüften oinB die Zuttimmana de« auatModigan Arbeitaaaitci ein«eholt werden. Lehrjunge wird sofort aufgenommen im Schuhgeschäft M. Wregg, Marburg, Burggasse Nr. 5. 7923-8 Sehr nette, reinliche üedie-nerin mit Kochkenntnisaen wird für tagsüber gesuclit. 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Zucker — Kupfervitriol Bezugscheine für Zucker sind erhältlich und werden von un eingelöst. Bezugmarken für Kupfervitriol werden }n Kürze zur Verteilung gelangen. Gegen Erlag derselben ist Kupfervitrio in Kristall- und in Schneeform zu haben. A. SentscHeir's Sohn« Pettau ltder Ualtmtbw Uesl dt MarlMniir Ititangl Der beauftragte Wirtschafter. 7936 Geschäftseröffnuiia 7*'96 Gebe dem geehrten Publikum von Cilli und Umgebung bekannt, daß ich meine Konditorei u. Kaffee mit dem 22. Oktober 1941 auf dem ADOLF-HITLER'PLATZ 12 eröffne. Ich danke für das bisherige Vertrauen, besonders aueh der deutschen Wehrmacht, und werde mein Möglichstes tun, um das geehrte Publikum zufrieden zu stellen. KARL MANTEL mit JMagda Schneider, Heins Engthnann, Oünttwr Lttdera, Lotte Ruaeh, Qse von MöUeodori, Nhmi Florath «nd dl# SototAn-Mrin Da# Meodtner SpWMIimf t JürfCfi v. ANh Morik: EdflMiid Nkk Für Jugendllclie flicht mgelasaen! Kalturfflml Netteste deotsehe Wochensehaul 7931 Vorffihmngeat Heute 10, 18.30 und 21 Uhr Karten von 10 —12 nnd ab 15 Uhr CSPtAMAOff 3)ie TtolOfW« Der sensationelle Ufa-Oroßfilm mit Carl Ktthlmann, Herbert Httbner, Albtrt Florath, Hans Stlebner, Walther Pranek, Widde-mar Lettgeb, Hans Leibalt, Brich Foato, Bernhard Minettl, Albert Uppert, Herbert Wnic« Hilde WelBner, Cftsela Uhlen Drehbuch: C. M. Köhn und Qerhard T. Buch* holz nach einer Idee voti Mirko Jelusisch ^ Musik: Johannes Müller HersteUungsgmppet C. M. Ktthn Spielleitaag: Erich Waschiieck Dieser dramatisch fesselnde Großfilm läßt vor allem eines in seiner ganzen, überwältigenden Darstellung erkennen: Zur gleichen Stunde, da Napoleons Stern verblaote und seine Regentschaft 1819 bei Waterloo unterging, stieg der Davidstem der RothKhilds und damit die sich mit Englands Krone verbunden wissende jüdische Finanzdiktatur über die Himmel Europas herauf... Neue WochenMhaut Kulturfilm 1 Für Jugendliehe lugelassenl 2930 Soeben erschienen: . Oer neue Stadtplan (Vierfarbendruck) und das neueate Itraffenvenelchnlf von Harburg a. d. Drau ( Preis RM Erhältlich beim Verlag: Marburger Druckerely Badgaise 6 und In allen Buchhandlungen und grösseren Trafiken 7 !W J Hauptschriftleiter Anton Gerschack cverreistj, Stellvertretendef Haupschriftleiter Udo Kasper — Druck der »Marburger Druckerei