Mi. Mttwsäs, 21 April 1909. Bkrwaliuuft •Matlj(ii»#na(f* Nr 6 IrltVQra *1. iirtcfinboT !pk,»li»brdinguogtu ®«tA We P»st : «KtfttiäSrtj . , . K l# Ha>d>ü»i>, , ... K «10 I^oaij >tifl . . . . K is «0 311t Zilli mit Zilstell»», m« H»»<> Wittatlili . . . ■ K l ich SbrMiUtij . . . K »-6i)biiSti^ . . . K «•— iSJmiüitii . . . K !*•-j3t« üusiart tchih«» st« »>« »msi« boh re» ^XijiAcUltcte «ds» «NkN« t<»«» di« i« 34 Aaljrgang. Schristleituiiq: «atbauSgass» Nr. S ltl<«*c>a »> tattntb«« e lt < ftfiuntt: I04IIA (i* 1lniTioti»t bet 2»nn- u Aoer» logt Hu ll—l! Uhr tarn. H«-»jchrclb!N tMttat »ich! RAnKMldse IS«« srnturv» richt fcrrHiJfrtttflt Vntiintiouanm uxn: die Verw^llsig ge nt »nfitiaoM t\'i Mllr;i< k'l-ge|ti Uten CNMilttn t«l«slunmii i-rou-MAIcÜ. Die .rtliüfli« Hin • 1" ««ifjetiiX Irtrit Mitt-,o>H urb «am ta; Wefi'IMrhflf ■••nto so #»o. DnGrWlihlirCMs! Unsere Landidalen für die Landtags-Wahl lind: 1. Allgemeine Wälzlerklasse (Wahltag 7. Mai) Friseur in Marburg. 2. Wälzlerklasse der Städte u. Märkte (Wahltag 24. Mai) Moriz Ätallner, w«. auSschußbeisitzer in Groz. .HanS Wvschnagg. Fadritsbesitzer in Schänst^in. Unsere niichstrnAufgitlien. Ende diescS Monate« wird das Parlament wieder zusammentreten. Zwei große Arbeiten wird es zu b,wältige,, hoben: die Erledigung teö Staa'.sroranschlnges und die Regelung der Sprachenfrage. Wir wollen uns den Blick in die Zukunft nicht trüben durch die Frage, ob d:e parla uientarilche Arbeit wird sortschreiteu könne»; wir wollen uns keiner großen Hoffnung hin geben, daß diese beiden parlameiitarischei« Aus- Uremiere. Theaterhnmorcske von E. v. Reizen Hosen. Premiere im X-Theater. Das ist für alle Knnst-verständigen ein Ereignis, obgleich dieses Ereignis ziemlich oft in der Saison vorkommt. Es war eben erst fünf Minuten über 7 Uhr. Die ersten Besucher betraten das Fo»)er. es ging noch still zu, denn die meisten komme» erst spät, eigentlich zu spät, das zeigt nämlich von hohem Kunstverständnis. Unter den erste» Besucher» befanden sich näm-lich auch zwei Herre», anscheinend Freunde, der eine ein blonder Riese mit blauen Augen, sofort an seiner Ansfprache den Norddeutschen verratend, der andere ein gemütliches Wienerkind. „Ihr müht doch in Oesterreich verdammt wenig Dramatiker besitzen", bemerkte der Reichedentsche, „daß ihr ench fortwährend mit französischem Zeug begnügen müßt!' ,.O. wir besitzen genug junge, aufstrebende Talente", entgegnete lebhast der Wiener. „Und was ist mit ihren Stücken?" fragte der Deutsche erstannt. „In den ttanzleien und beim Agenten ver-modern s'". lautete die lakonische Antwort. „Aber so erkläre mir doch, wie--- „Dort kommt mein alter Freund, der Kritiker Epsilon, der kann dir die beste Aufklärung geben. Bissig ist er, sagen die Theatermänner, aber die Wahrheit spricht er. Komm, ich stelle dich ihm vor I" Sie traten auf den gefürchteten Zeitungsschreiber, der in Begleitung eines Herrn, dem man auch den Ausländer ankannte, ins Foyer getreten war, zu. „Gestatten. Herr Doktor, mein Freund Fritz Schulze aus Berlin, Herr Doktor Epsilon l" gaben einer baldigen Lösung zugeführt werden, aber wir wollen dock vorher einigt« besprechen, das siir uns Deutsche im llnteilandc eineLebens-bcdiuguug ist. Bezüglich der ersterwähnten Aufgabe des Parlamente« n ollen wir offen und ehrlich wünschen, büß, nachdem der Diiick der Kriegsgefahr, der lähmend wie ein Alp an der arbeitSfrendig'U Mehrheit des Parlamente« fast, nun glücklich verscheucht ist, die Tätigkeit der BntuUr deS Reiche«, uuberiuslußt von jeder Kirchturmpolitik, zu einer gedeihliche« Lösung dieser ersten Staats-Notwendigkeit führen wöge. E'N cndireo ist e« mit der zweite» wichtigen Aufgabe, mit der sich das Bolkeparlameut zu befassen had^n wird: die Regelung der Sprachen-frage Die Regierungsvorlage hat i» da» Arbeit«-Programm in dieser Beziehung nur „die Regelung des SpracheugebrauchtS bei ten staatlichen Behörden in Böhmen" angestellt. Wir sind überzeugt, daß die Tschechen, denen j> ditfc Sprochent.oilage auf den Leib geschniiten ist, den tschechischen Staat«-s ch i m in c l «och mehr werden unsputzcu wolle»; wir sind überzeugt, dnß die bekannte tschechische Taktik Umwege nnd Winkelzüge finden wird, trotz deS gute», sagen wir deS — gutmütigen — Willen« der Deulschen in Böhmen, diese nur berechtigten Wünsche des staatserhnlteuden deuts^en Bolkes unmöglich zu much»n. Bor fast 40 Jahren war e«, als die Kruppsche Mnsik dem „gallischen Sprunge" über „Mir eiu Vergnügen", eatgegnete der l^esurch-tete und. auf seine» Begleiter weisend: „Herr Frau-cois Dunwttt a»S Paris!" Ei» gegenseitiges Händeschütteln. „Also jedenfalls heute in der Premiere, weil das Stück ebenfalls aus Paris stammt", bemerkte Fritz Schnitze etwas ironisch. „€ nou, ick wollen sehn .^.Theater. Ick aben nicht gewnßt, bevor ick kommen in Biennt, so viele sranzösische Stücke gebe» nnd ick die meisten nicht in Paris gesehn haben!" Der Kritiker lachte boshaft. „Wissen Sie warnm, meine Herren? Weil hier Stücke übersetzt werde», mit dene» mau in Paris nicht einmal den Oicit heizen würde!" „Wie kommt das aber?" ..Nu», der Agent bietet dem Direktor »eben einem gute« Stücke gewöhnlich fünf schlechte, ost sogar mit berühmten Namen; es sind dann meistens Jugend- und Erstlingswerke des berühmten Autors. Cb er m>t dem einen Stücke den ersehnten Erfolg hat, ist zweifelhaft, die sünf Durchfälle sind ihm gewöhnlich sicher!" „Und warnm läßt sich das das Publikum bieten?" „Die Wiener sind geduldig, iveiiu sie auch mit-unter ein wenig schimpfen. Und dann gibt es ge» wisse «reise, die französische Stücke wünschen, denn erstens klingt es doch feiner, sagen zu können, man hat eine französische ijochounerie gesehen und dann ist man bei diesen Stücken sicherer, daß sie pikant sind, als bei einem Wiener!" Er wendete plötzlich den Kopf »ach einem Bor-übereilenden. „Der Sami Fnnkelstein, angehender Komponist und Besucher vieler Cafes, wenn sie Foyerstndien machen wollen, meine Herren, so folgen wir ihm. den Rhein wohl für alle Zeiten ei» Ende mnchte; ->0 Jahie mußte es währen, bis auch deu Herren an der Tonau, dies- und jenseit«, da« Benußisein aufdSmmerte. daß das Bolk in dem Reiche „in dem die Sonne nicht unter-geht" »ickit schläft, sonder» nur treue Nachbar-wache hält. Und nach 40 Jahren war e« wieder ein denische« Machtwo>t, da« wie ein ans JnpiterS Händen geschleuderter Blitzstrahl die Molken zerstreute, dir das ganze ängstliche und ängstlich sei» wollende Europa verdüsterten. Einen geemanischen Himmel hat »»« diese« Frühjahr gebracht, den kein hnnuische«, kein welsches (Äcschrei und kein großmäuliges Gezetter opaiikindnstiger Bölkchen mehr trübe» wird. Da« deutsche Bolk in Ctstetuich darf nicht nur, souderu muß ir.iu mit gestähltem Mute und veljüugter Kraft deu Kampf um seine nationalen Güter weiterführen. DaS erhebende Bei' spiel deutscher BnndeStreue »löge nun iu der Frage um den böhmische» Ausgleich hinter den Bertreter» te« deutsche» Bolke« wie eiu Cherubin mit dem flammeudeu Schwerte stehen, nnd möge auch deu Zaghaftesten zum tode«>uutige» Recken in diesem s o ernsten und heilige» Kampfe, deu uns die nächste Zukuuft bringen wird, rnach.u. Dann wird wohl niemand da« Lied mehr sagen dürfen, daß e« nur eine Sage ist vo» der ungebrochenen deutsche» Kraft i» Oefter-reick. Wenn e« wir Dentsche i» Oesterreich bisher nicht alle geglaubt habe» oder glauben nirgends kau» man so alles beisammen nnden als im Foyer l»ei einer Premiere!" Sie folgte» Sami Fnnkelstein, der zitr Parkett-kaise eilte. „Herr kassier, iach krieg zwei Karten sor mich nnd mei Brant!" „Herr Fnnkelstein, ohne Erlaubnis des Herrn Sekretärs dars ich keine Karten geben!" lautet die Antwort. „Wo is er?" „In der Kanzlei!" „Zn was bleibt er droben, wann er waß, de Lent' warten evpes ans ihn?" Ein Beamter des Hauses mischt sich in da« Gespräch, während ein paar Besucher des Theaters Fnnkelstein vo» der «asse wegdrängen. „Heute ist Premiere, da gibt's keine Freikarten", bemerkt er. „Wie haßt Premiere, reden S' nix an Stnß, im Cafe Griensteidl hat se lMt' der Uebersetzer der ganzen Welt angetragen. Jach hab' se «ix genommen, weil iach bin »ix gilt mit ihm nnd weil iach bin a Knndschast da im k-Theater nnd will iach se haben vo» da. Reden S' mer nix. Ihn er Theater lebt von de Freikarten!" Der Beamte ist wütend, wagt aber nichts zu erwidern, denn das Foyer l>at sich inzwischen gefüllt und da ist Schweigen Gold, aber er beschloß, ihm dafür am nächsten Tag im Kaffeehause tüchtig die Meinung zu sagen und es bis znr Ehrenbeleidigung kommen zu lassen. Ein Plaudern nnd Flüstern geht indessen durch das sich immer mehr füllende Foyer, Seidenkleider rauschen, schöne Frauen erscheinen in roten nnd gelben Theatermänteln, Blicke werde» ausgetauscht, Neuigkeiten zugeflüstert, eine Woge verschiedenen Parfüm» durchzieht den hellerleuchteten Raum. Man 4XlW « wollten — unsere Widerfach.r vom niedersten bis zum höchsten glauben es selbst schon lange. Nun zu uns Deutschen an den Ausläufern der Alpeukette. Für uns werden keine Sprachen-Verordnungen gemacht. Die bisherige Regierung hat sich gedacht, wozu auch. Dort uiite» haben sie ohredies schon ein Sprachengesetz Und es ist auch richtig so. Nur frage» wir un«, wer hat dieses Sprochengtfetz geschaffen? Die gesetz-gebende Gewalt hat sich nie mit dieser Lapalie besatzt. Das Gesetz, vor dem unsere Beamten-schast, unsere Bürgerschaft, unser Nähr- und Wkhrstand den Nacken beuzt ist ein^u» «trivtum, das «indische Gemeindesekretäre, Advokaten, durch die Weihe unantastbar gemachte Matrikel-schreibet und sonstige Leuchten des mächtigen SlovenenvolkeS in ihrem Bewußtsein, daß sie Schoßkinder der Regierung find, gemacht haben. Die meiste» slovenischen Landgemeinden reagieren auf deutsche Zuschriften der staatliche»! Behörden seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr. Behörd-liche Strafandrohungen, oder wenigsten« Bor« pellungen wagen unsere Staatsbehörden in ihrer heillosen Furcht vor der großen windischen Nation überhaupt nicht zu machen. Deutsche Steuerträger, die keiu Wort sioveuisch können, bekommen auf Grund einer deutsch eingebrachten Eingabe, Klage und dergleichen, von Justiz-behörden slovenische Erledigungen, Zustell-ungen und Borladungen. sDiefe Fälle sind setzt gar nicht mehr vereinzelt) Ein Deutscher der das Unglück hat in einer Landgemeinde im »indischen Unterlande geboren zu sein, kann mit dem besten Willen nicht die notwendigsten Belege für seine Geburt und HeimatSzugehöng-keit erlangen. Wir können aber nicht umhin auf den hohen Ernst dieser Sache hinzudeuten und eindrücklichst die Gefahr, die mit diesem stillen, aber stetig fortschreitenden SlavisierungS-werke unserem Deutschtum im Unterlande droht, unseren Volksgenossen vor Augen zu führen. Die ist einer der Haupthebel, mit dem der PanflaviSmuS im Wendenlaude einsetzt; gerade dieses Gebiet ist das fruchtbarste Feld, auf dem die panslavistische Saat am besten emporsprießt. Wollen wir warten, bis man uns auch spricht von den neuesten Toiletten der Schauspiele-rinnen, erzählt sich pikante Geschichten au« den Kulissen des k-Theater«, von allem spricht man, endlich flüstert man sich den interessantesten Slon des Stückes zu: „Denken Sie sich, es gibt drei Entkleidung«-szenen!" „Groißartig!" Inzwischen ist der Sekretär ins Foyer ge-kommen, der Sami will auf ihn zu, aber da wird er von einer Theatermutter nebst Tochter zur Seite gedrängt. Das Töchterlein trägt einen Binkel falscher blonder Locken und ein Simperl ganz mit Blumen auf dem naiven Kopfe und die Mama, einen Papier-korb auf den gepuderten Haaren, flötet in schönsten Tönen: „Herr Sekretär, da stelle ich Ihnen meine Lueie vor, sie ist angehende Naive, wie ich Ihnen schon erzählte. Erst 18 Jahre („aber wahr is nix", denkt Funkelstein), also eine echte Naive, wenn Sie, Herr Sekretär, sie engagieren würden, sie wäre selig! — O, sie braucht keine Gage, sie hat--sie hat einen Freund, wirklich nur Freundschaft, aber er sorgt väterlich für sie und da« ist ja bei der Kunst die Hauptsache! Und für heute abends wür-den wir um zwei Karten bitten, liebster, schönster, goldener Herr Sekretär!" Wer kann einem Simperlhut und gefärbten Locken und solch schmachtenden Blicken widerstehen, er gibt also den Dameu zwei Logenbillete, damit das Simperl und der Papierkorb auch während der Premiere am Kopfe bleiben dürfen. Vielleicht haben die Damen auch angenagelte Locken, die dann mit-gingen. Wäre schade! Sie knixen hold, Fräulein Lucie tut einen viel-verheißenden Blick, dann rauschen sie davon. Sami stürzt aus den Theatermann, der eben andere begrüßen will, zu: licuifat W°cht hier im Unterlande eine Sprachenverordnung via facti wie in Böhmen am Präsentierteller entgegenbringt? Gibt es den kein Mittel noch in elfter Stunde — leider fei es gesagt — dieser Gefahr entgegenzuarbeiten? ES liegt sehr nahe dieses Mittel. Abge-sehen vou unseren Volksvertretern, die ja gewiß das ihrige in dieser Angelegenheit tun werden liegt das beste Mittel in unserer eigenen Kraft, in unserem Selbstgefühl in unserer Rückensteise. Lerne» wir von unseren Gegnern! Wir rufeu unseren deutscheu Beamten zu: Laßt endlich einmal die blasse Furcht vor der großen „patriotischen" Nation Oesterreichs! Seht Euch die vorösterliche Tagung des Parlamentes an, in der es sich gezeigt hat, daß die gefürchtete „Slavische Union" kein so festes Gebilde ist vor der ein deutscher Beamter erzittern muß! Seht Euch die politischen Ereignisse der letzten Wochen an; seht wie der vielgerühmte Patrio-tiSmuS unserer slav scheu Völker selbst an höchster Stelle die Thermometersäule vom Grade der wärmsten FrtUvdscdaft bis tief unter den Ge-frierpunkt der Gleichgiltigkeit herabgedrückt hat Seid auch als Beamte — deutsch! Wir »ufeu auch unsere«! Volksgenossen zu: Weifet alle Zuschriften zurück, und komme sie von welcher Behörde immer, die nicht deutsch sin'»! Wer haben nicht nur das gute Recht dies zu verlaugen; wir haben die heilige Pflicht auch in dieser Beziehung stramm und nackensteif vorzugehen. Wir Deutschen wollen in Frieden leben mit den Slovenen und werden zu einem solche» friedlichen Zusainmenleben immer die Hand die-ten, aber wir wollen auch nnnmehr auf diesem Gebiete die zäheste Abwehr betätigen, denn wir wolle» und müssen für die deutsche Bor-Herrschaft im Unterlande als unser durch Jahrhunderte ererbte« Recht bis auf'« Messer kämpfen. —gh „Herr Sekretärleben, geben Se mer zwa Karten for mich und mei Braut!" „Später, später, wenn welche bleiben, ich kann jetzt nicht!" „Herr Sekretärleben, iach waß ä groiß Ge-hamni«--" Doch der hört schon nicht mehr, denn soeben kommt der Direktor ins Foyer. Der Sami drängt sich zwar in die Nähe: „Herr Direktorleben, ich waß eppeS a groiße« GehamniS---" Niemand achtet auf ihn, denn eben geht ein elektrische« Zeichen durch da« Haus, den Beginn des Orchester» anzeigend, die meisten Besucher drän-gen in die Garderoben, das Geplauder verstummt ein wenig, die Damen eilen noch schnell vor die Spiegel und mustern die Frisuren, die Glücklichen in den Logen beneidend, die die Hüte nicht abzu-nehmen brauchen. „Und Sami, wütend, daß er richtig keine Kar-ten bekommen, kauft die zwei letzten Galeriesitze, worauf der Kassier triumphierend die Tafel heraussteckt : „Sämtliche Logen und Sitze vergriffen!" Der Kritiker Apsilon hat glücklich mit seinen Freunden das Parkett erreicht nnd begrüßt hier seine Kollegen. „Sie anch da, Apsilon", ruft ihm einer zu, „ich glaub', wir treffen uns bei jeder Leich'!" „Wer sagt Ihnen, daß---" „Selbstverständlich, das Stück ist jetzt schon tot, es sollen nämlich anch anständige Szenen darin vorkommen!" „Aber der Uebersetzer und der Autor!" „Na ja, der Uebersetzer besonder«!" „Ae groißes Talent!" Da» Aufgehen deS Vorhanges macht dem Ge-plauder ein Ende.. ES ist die alte, ewig gleich bleibende Geschichte, Numm« SL Politische Rundschau. gu den Landtagswahlen. Der Dentsch-politische Berein sür Pettan und Rohitsch ersuchte Herrn Bürgermeister Ornig noch-inalS, die Kandidatur für den Städtewahlbezirk Pettau anzunehmen, was dieser am 17. d. M. zu-sagte. Die Bewerbung Krals in der allgemeinen Kurie wurde zur Kenntnis genommen und beschlossen, sie zu unterstützen. Der VereinsauSschuß erklärte sich als Wahlausschuß und verstärkte sich als solcher durch Vertreter sämtlicher Vereine. Wlndische Retourkutschen. Ein Lächeln des Mitleids muß sich jeder nuuui abzwingen, der die krampfhaften Versuche des „SlovenSki Narvd" beobachtet, die Augen der voli-tischen Welt von seinen und HribarS Partei anrü-chigen Quertreibereien abzuwenden, um auf diese Weise seinem etwas verfrühten „patriotischen Treiben" in der serbischen Frage einen verdecken -den Firnis zu geben. Bei der allbekannten „Viel-seitigkeit" der slovenischen Politiker wird natür lich das stärkste und „nnsehlbarste" Mittel gewählt um einen scharfen Gegner mundtot zu machen. Die alte slavische Retourkutsche in der Hribar sitzt uud an welcher der Pegasus eines slovenischen Journalisten vorgespannt ist, soll herhalten um die Bagage, die Hribar auf seinem weiß-blau-rot markierten Wegen mit sich zieht, ans dem Sumpfe, in welchen die Hribarsche Politik sie geworfen, herauszuziehen. Nur fehle» dieser Kutsche ans einer Seite zwei Räder. Also geht das Fahren schlecht. Da« eine ging an Altersschwäche zugrunde, daS zweite von Gantsch etwas renoviert blieb jetzt im serbischen Sumpfe stecken. In der vorigen SamStag-nummer bringt SlovenSki Narod einen „scharfen" Artikel über die alldeutsche Bewegung, dessen Eleganz sicherlich seinem Schreiber am besten gesällt. Nur denkt der Schreiber bei diesem Artikel wenig, denn beinahe aus jedem Satz merkt man die Tendenz, welche das Blatt verfolgt, und der dem Gegner zu-gedachte „Todesstoß" trifft das eigene Fleisch. S» liegt nnS nichts ferner, als auf diesen Angriff zu antworten oder ihn abzuschwächen. Im Gegenteil, wir wünschen viele solche Angriffe, da wir zwischen den Zeilen gut lesen können. Zu Beginn der phan tastischen Erzählung kommt natürlich daS stecken-pserd des Narod. Die politisch« und diplomatische Einigkeit zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland. Daran schließen sich Bettachtungen über das Bor-gehen Deutschlands in der jüngst vergangenen Zeit. Im Anschlüsse daran kommt Narod ans den für die sich auf der Szene abspielt. LaSzive Witze, selbstverständliche Untreue, Kokotten als bewunderte Hel-binnen, Toilettenluxus und Auskleidungen. Nach dem ersten Akte.geht der Vorhang nur zweimal in die Höhe. Das Publikum verhält sich prüfend, wartend, man mnstert sich mit den Opern-zuckern, kritisiert die Darsteller. Nur der Begleiter des Kritikers, der Franzose, schüttelt das Hmipi über das Stück. Da kommt plötzlich Sami Funkelstein ins Par-kett und eilt auf einen kleinen Reporter zu. „Herr Doktorleben, ich waß epas a groißes GehamniS, der Ganef — der---". DaS übrige flüsterte er ihm ins Ohr. Und der Reporter bricht in lanteS Lachen au» und als Sami beim Beginn de» Orchester« davoneilt, flüstert er eS den Kollegen zu, die ebenfalls lachen. Als der Borhang zum zweitenmal fiel, setzte die im ganzen Hause verteilte Elaque wie bei jeder Premiere rasend ein und das Publikum, unter welchem sich zahlreiche Freunde des Uebersetzers be-fanden, ließ sich mitteißen. es kam ja jetzt der er-eigniSreichste Augenblick des Abends. Der Autor oder der Uebersetzer muß 'rauS und ist er nicht da. so muß der Regisseur heraus, das Publikum will sein Opser haben. Und diesmal kam der Uebersetzer bereitwilliger als sonst bei seinen Premieren, er lächelte und ver-beugte sich stolzer als sonst. Einen Riesenlorbeer-kränz nahm er huldvoll entgegen. Da, mitten unter dem stürmischen Beisalle, rief eine Stimme von der zweiten Galerie: „ES is gar nix französisch, er hat's nix über-setzt, der Ganes! Selber hat er'« z'sammg'schmiert, der Ehamer!" „Ae Wett' hat er gemacht im Eafe Griensteidl!" Eine förmliche Panik folgte diesen Worten,, der Uebersetzer entfloh von der Bühne, man zischte, 'Nummer 32 ihn springend« Punkt und erzähk 'olgendes. „T»e Taisaehe. daß Deutschland, O.ste^ichÄngarn gegen-über, seine Pflicht getan hat, cinz»uchete alle «Hio-imlen Leidenschaften des österveisä>en Dentschtums wclcheS nun mit aller Macht, mit allem Nachdruck and dem größten Getöse begann, an dir Verwirk, lichnng seiner Hochverräteriichcn Pläne zu gehen." Fein zurückgefahren, aber in «inen Graben!..... man macht so als ob die ErfttNung des Allianz-Vertrages den kaiserlichen Thron vor dem Untergänge gerettet hätte ' .......das Ende der deutschen Bestrebung» ist es, Oesterreich -unter daS Joch Deutschlands zu bringen, mid die altehrwürdige habSburgisch: Dstuastie sdcm Schreiber kommt dies wohl nicht vom Herzen und es klingt der Ausdruck „altehr » ürdi ipm Staubt des Pauslavisteu sehr erheiternd) aus die Stuf« eines sächsisäien oder wurtemberfischen Königs pi bringen." Jetzt kommt eni kleine? Geständnis. Der Schreiber läßt sich in die Karten schallen. .Da« Deutschtum ist damit noch nicht' znsrieden. Schmiede das Eisen so lange es ivarm ist, denken sich die all-deutschen Agitatoren".....Der Schreiber verrät sich mid gibt zu. daß das Eisen doch warm go worden ist und zu einer scharfe»! Klinge gegen die „panslavistischen Patrioten" werden kann. Im weiteren Verlause wird die Regienmg angegriffeil mit» behauptet, nnsere gesamte Bureaukratie sei all-deutsch angehaucht nnd stehe im Dienste der deutschen Parteien usw Interessant stir die L^ogel Strauß-Politik dos Narod ist der Schluß des Artikel«; .....Au« dem allein geht liervor, daß der Kampf gegen die alldeutsche Bewegung eine patriotische und nationale Pflicht der Stauen sei, «ud daß mau sich mit aller Macht anstrengen müsse, diese hoch-'.verräterische Bewegung zu zerstören." Wir danke» dem Rarot »ür diesen Artikel anjrichtig. Hoffentlich werden wir noch Gelegenheit haben, Neuigkeiten von ihm zu erfahre». Bitte sich nur kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Dummheit bedingt viel Reden, lind wer viel spricht, verrät sich leicht. Da» Massaker in Adana. Die Diplomatie in Konstaiitinopel ist vo» den Vorgänge» in Adana nicht überrascht, da Kousiilar-berichte seit SBoel^u die dortige Lage als anarchisch schilderten und «aste Unruhen voraussagten Die Zahl der Ermordeten ist sehr groß. Mohammedaner wurden iinr m geringer Zahl getötet. Außer zwei englischen Kriegsschiffen. welche bereits in Merfina eingetroffen sind, iverden «och audere dort erwartet. applaudierte, lachte, strampfte, kurz und gut der schönste Zheaterskandal, über den sich trauernd der eiserne Vorhang senkte. Am meiste» lachte der Kri. nker Wsilon. Der Direkior aber ließ den unglücklichen Autor in seine Kanzlei hinauf zitieren. Droben erwartete den Uebeltäler das strenge Fünfrichterkollegium, be-stehend au« dem Direktor, dem Sekretär, dem Dra-maturgen. dem Kapitalisten deS Theaters und dem Regisseur. Der Autor erschien aber gar nicht al« zerknirschter Sünder, sondern als Trinmphator vor den fünf Theatergewaltigeu. „Wie haben Sie es wagen können, un« so anzulügen 'i" donnerte der Direktor. „Uns einen solchen Schund als sranzösischeS Stück anzuhängen", zürnte der Dramaturg. „Und so viel Borschuß zu begehren", schimpfte der Kapitalist. „Meine Herren, es handelte sich um eine Wette", erwiderte der Autor. „Sie sollte» es erst beim fünf-undzwanzigsten Male erfahren, daß ich das Stück nicht übersetzt, sondern selbst geschrieben habe. Ich hab, gewettet, daß man Ihnen jedes Stück vorlegen kann. Wenn es eine Cochonnerie ist und sranzösisch, wild es aufgeführt. Der Sami, der Lump, hat's verraten, iveil ich mit ihm neulich beim Billardspiel gestritten hab'. Aber g'sren'n soll er sich!" Draußen war er. „Wenn noch einmal einer ein französisches Stück bringt, so fliegt er hinaus", donnerte der Direktor den Dramaturgen an. dem schwindelte, denn er hatte selber ein« übersetzt. Der Autor aber hat dem Sami Rache geschworen, wenn er einmal eine Operette komponiert, so läßt er von Fachmännern jede Note untersuchen, wehe dem Sami, wenn nur eine nicht sein rechtmäßiges Eigentum ist. er wird geklagt wegen Plagiat und da« ist das höchste, wa« man einem Operettenkom-ponisten antun kann. ____ Keuifche Wacht _ (Eira republikanisch« Bewegung unter den Zunytiirken. Die „Magdeburger Zeitung" meldet ans Salo-niki Der Kammerpräsident Achmed Riza, sowie die übrigen jnugtürkischon Führer, sind zur Leitung d«r antidynastischen Bewegung hier eingetroffen. Das Komitee hält täglich Sitzungen ad. Mehrere einflußreiche Mitglieder äirßer« vifen republikanische Anschauungen und fordern die Absetzung der ge-samten osmanischeu Dynastie. Englische Kriegsschiffe vor Mytilene. Die Zeitungen „Jkdam" und „Judepeudeut" melden die Ankunft vierzehn englischer Kriegsschiffe bei der Insel Mytilene. Metzeleien. Die Unruhen iu Kleinasien haben an Aus dehnung zugenommen. Der französische Botschafter erhielt die Nachricht, daß i» Marasch ei» Christen^ massaker stattgefunden habe. Der britische Vizekon-sul in Adana hat dem englischen Botschafter in Konstantinopel depeschiert. daß eine Wiederholung dieser Menschenschlächterei zn befürchten sei. In Adona büßten über tausend Menschen ihr Leben ein. Der Sultan zum Tode verurteilt. Nachrichten, die hiesigen mazedonischen Kreisen aus Salonichi zugegangen sind, melden, das dortige jungtürkische Komitee habe vorgestern eine geheime Sitzung abgehalten, in welcher der Sultan zum Tode verurteilt worden sei. Konstantinopel ruhig. Bei der Direktion der Dentschen Orientbank ist folgendes Telegramm ans Koustantinopel ringe, troffen: Die Stadt ist weiterhin ganz ruhig. Er-warten Abschluß innerhalb drei Tagen mit Erfolg der Jungtürken. Deutsche Kriegsschiffe für die Levante. Die deutschen Kreuzer „Gueiseuau" und „Lü-deck" haben Befehl erhalte», sofort nach dem Mittel, meer abzugehen. — DaS für die türkischen Gewässer bestimmte Geschwader unisaßt außer den Kreuzern „Gneisenau" und „Lübeck" noch die Kreuzer „Steitin" nnd „Berlin", sowie den im Mittelmeer als Begleit, schiff der „Hohenzollern" befindlichen kleinen Kreuzer .Hamburg". Die Kieler Schiffe werden bereits heute abends abdampfen. Aus Aadt und Land. Eine unwürdige Hetze. Im Wiener „Alldeutschen Tagblatte", welches in Cilli allerdings fast ganz unbekannt ist. ist kürzlich ein Artikel erschienen, in welchem unter anderem gegen den deutschen Landtagswerber Hans Wofchnaga der Borwurf erhoben wird, daß er Sokolist gewesen sei. Der Schreiber des Aussatzes ist in Cilli all-gemein bekannt, es ist auch bekannt, daß seine Hetz, artike! nicht ernst genommen werden, ob sie nun in der „Marburger Zeitung" oder anderswo erscheine». Trotzdem wurden über Verlangen des in seiner nationalen Ehre angegriffene» Herr» HanS Wofchuaag über den oben erwähnten Vorwnrf Erhebungen gepflogen »nd hiebe! wurde selbstverständlich ganz zweifellos festgestellt, daß dieser Borwurf voll-ständig ans der Luft gegriffen ist. Der Artikelschreiber, welcher bekanntlich als politische Persönlichkeit abgetan ist. macht eben dem Schmerze über seinen totgeborenen Parlamentarismus durch beweislose Verdächtigungen Luft. Es wird sich i» nächster Zeit in einer großen Versammlung Gelegen-heit bieten, ihm öffentlich ins Gesicht zn sagen, daß seine Kampsweise eine undeutsche ist, wenn anders er es nicht auch diesmal vorziehen sollte, im „richtigen" Zeitpunkte z» — verschwinden. Zur Wahl aus der allgemeinen Kurie. Der Landtagswahlwerber aus der allgemeinen Städte- nnd Märkte-Kurie ist bekanntlich der Mar-burger (Gemeinde- nnd Kammerrat, Friseur Herr Franz Kral, ans den sich am Wahltage (7. Mai» alle Stimmen vereinen sollen. Zn dieser »llge-meinen Städte- und Märktekurie gehören: Marburg Brunndorf, Cilli. Ran». Lichtenwald, Tüffer, Hocheuegg Weltenstein. Schönstein, Wöllan, Windisch. Graz, Windisch - Feistritz. Mcchrenberg, Hohenmauihe», Saldenhosen, Gonobitz, St. Lorenzen ob Marburg, Pettau, Frieda», Luttenberg, Rohitsch. St. Leon-hard W. B.. Rann bei Pettau, Saucrbrunn, Praß-berg, Oberburg. Laufen. Sachsenfeld. St. Georgen a. d. €., Polstran, »Vranji, Frastlan. Drachenbnra, «c«uc M St. Marai» b. E.. Wernsee und Reichenburg. Von all diese« Städten »nd Märkten sind bereits Zusagen eingetroffen, die dahin gehen, man werde sich ein-mutig «nd entschiede» für den genannten deutsch, sreiheitlichen Kandidaten einsetzen. Herr Kral ist der Mann der das in ihn gesetzte Vertrauen recht-fertigen wird. Wir haben bereits seine Verdienste als Gememderat, Kammerrat, als Vertreter des Okwerbestandes hervorgehoben nnd wollen nur be> tonen, daß er vom besten Willen beseelt ist. die In» tereffe» des kleinen Mannes mit aller Energie zu ver-treten. Herr Kral wird in den nächsten Tagen in üifli in einer Wählerversammlung sprechen. Anbetracht« der Verhältnisse ist es sur jeden Wähler eine Ehren-psticht, für den gemeinsamen MittelstandSkandidalen einzutreten. Nicht nur an die Wähler der allge-meinen Kurie wenden wir nnS. sondern auch an die Wähler der ZensnSkurie. die durch eifrige Mitarbeit an der schweren, aber ein schönes Ziel verheißenden Ausgabe nngemein viel beitragen könne» zn einem Ersolge. Jeder einzelne Wähler soll es als seine Ehrenpflicht betrachten, nach Kräften mitzuwirken daran, daß die Vertretung »nserer allgemeinen Land-lagsknrie eine deutsche, freiheitliche und fortschrittliche sein wird! Die kommenden Landtagswahlen. Bürgermeister AloiS Langer a»S Mahrenberg wird Donnerstag den 2V. April, 8 Uhr abends im Hotel Post in Wiudischgraz eine Wählerversammlung ad-halten. — Am Sonntag den 1v. April l. J. versammelten sich die deutschen Landtagswähler der Stadt Rann, um den Täiigkeitsberichl ihres Lond-tagsadgcordnete», Herrn LandesaiiSschußbeisttzer Moritz Siallner, entgegenjunehnien. Herr Stallner berichtete sehr ausführlich übn seine Tätigkeit während der letzten sechs Jahre im Landtage, welche vo» den Versammelten mit der größten Befriedigung zur Kenntnis genommen wurde. Hierauf wurde nach-stehende Entschließung einstimmig angenommen- „Die heule versammelten LandtagSwähler der Stadt Rann sprechen ihrem hochveiehiteu Landtagsabgeordneten, Laiidesausschußbeisitzer Herrn Moriz Stallner, den aufrichtigsten Dank sür sein tatkräftiges Wirken für ine nalionalen und wirtschaftlichen Interessen der sladt Rann ans. versichern ihn ihres uneinge-schränkte» Vertrauens und ersuchen ihn, das Land-tagSmaudat des Wahlkreises EiLi-Rann wieder zu übernehmen, weil sie überzeugt sind, in ihm stets einen unerschrockenen Voikämpfer für ihr deutsches Recht und wirtschaftliches Wohl zu haben." Gleich, zeitig stellte sich als Wahlwerber für daS zweite Landtagsmandat des Wahlkreises Herr Bürgermeister Hans Woschnagg aus Schönstem vor. Seine trefflichen Ausführungen fanden solchen Beifall, daß einstimmig beschlossen wurde, seine Wahlwerbung anzunehmen und zu unterstützen. Ein deutscher Sieg. Eine schöne, Herr-liche Ostergabe war es. die unS Deutschen des Unterlandes die Gemeinbürgschaft, die Treue, nnd das unermüdliche völkische Ausharren einer strammen Bürgerschaft eines heißumstrittenen Städtchens be-scheert hat. Alles was deutschfeindlich ist, Römlinge, Finsterlinge und selbst Leute die alles nur dem Deuischtum verdanke«, haben sich zusammengeschlossen, um dieses alle Bollwerk des Deutschlumes im Unter-lande, zum Halle zu bringen. Aber sie haben treu« Wacht gehalten unsere wackeren Brüder in Windisch. Feistritz Wir haben bereits in unserer letzten Nummer über den Ausgang der Gemeindewahlen in Windisch Feistritz berichtet: Um aber den schweren Kampf, den die stramme Bürgerschaft dieser wackeren Stadt mitmachen mußte und die Ouertreibereien der famose» Gegenpartei besser zu beleuchten, wollen wir ein schreiben eines Feistritzer Bürgers unseren Lesern mitteilen. Er schreibt uns: „Eine schwere und siegreiche Schlacht wurde bei uns geschlagen. Die Bevölkerung von Windisch-Feistritz wurde' zur Unu gerusen. um Sendboten in die Gemeindestube zu entsenden. ES wurde bereits von den Kämpsen, welche uns Deutschen aufgedrungen wurden, berichtet und cS ließe» sich ganze Lände schreiben, wollten wir die Kampfesweise des „deutsch sein wollenden Dreigestirnes" näher beleuchten. Der Schlager, mit dem Unsere Gegner kämpfte», hieß: ..Sand in die Auge»'. Da« großartige Wahlergebnis führt beredtes Zeugnis, wieweit der Einfluß der „Abtrünnigen" ging. ')i»r eins wollen wir vom Tage herausgreiseu und daS ist die stramme Beteiligung der „f r i e d-liebenden" Priesterschaf!, um derentwillen so manche freiheitliche Idee ins Wasser fiel. Unser Herr Dechant, der Friedenspriester genannt, der vom gewesenen Semeinderate so glänzend empsangen wurde, zu dessen Ehren oaS heilige Dreisard von den Giebel» flatterte, erschien ebenfalls, um so zum ersten Mal, seine pokiWrfre TltioMt \n niKnf....... S seilt 4 am- werden unser Augenmerk schon darauf richten, wieweit die freiheitliche Gesinnung seiner halber ver-schachert wird Im dritten Wahlkörper wurden be einer Wahlbeteiligung von 85 vo» 100 drei deutsche und drei slovenische Wahlwerber gewählt, letztere mit Hilfe de» ..DreigestirneS". Im ersten und »weiten Wahlkörper siegte die deutsche Liste. Dem deutschen Wahlausschüsse, dem wir de» gropen Srsola verdanken und dem unermüdlichen Kämpen Petzolt, der Unbeschreibliches in der Wahlarbert leistete, gebühri deutscher Dank. Der «türm, der vor wenigen Tagen über unsere deutschen Haupter dahinraste, hat ausgetobt und der völkische Verlust in der Gemeindestube. der sich UNS gestern mittags noch entgegenzudrängen schien, verwandelte sich in einen herrlichen Sieg S" dem festen und über, zengten Bewußtsein werdcn wirDeutsche rnWindisch Feistritz übereinstimmen, daß daS drohend« Gewitter, das über unS ^og. ohne sich zu entladen, eine ganz guie wünschenswerte völkische Reinigung mit sich brachte und die vo» allen Seiten durchquerende Blitze in grellem Lichte Gesinnungen durchschauen ließen, die sonst noch immer im Dunkel gehüllt dalägen. Wir atmen aus und sehen entschieden klarer als je und das ist gut. Halten wir nur in Zukunst die Äugen offen, dvS Pulver trocken und blicken mit Stolz aus das Erreichte zurück. Es ist jedoch keine Zeit, sich an dem Erfolge zu sonnen, sondern arbeiten wir für Me nächst« Schlacht, die Landtagswahl. brav vor." Noch sind die Fittiche dcS deutschen Aars im Unter, lande nicht gebrochen, trotz deS Gekrächzes der dunklen Nachtvögel und des anderen UngezüchtS. Möge dieser FrühlingSbotschast ein wanner, deller Sommer folgen für das ganze Unterland. Heil D e u t s ch-Feistritz! Bürgermeisterwaht. Da die in der am letzte» Donnerstag stattgejund«n«n Sitzung durch-geführten Wahlen des Bürgermeisters und des Bürgermeisterstellvertreters kein positives Ergebnis satten, versammelt sich am Donnerstag den 22. d. um 5 Uhr nachmittags die neugewählte Stadt-gemeindevertretung von Cilli abermals zu einer öffent-lichen Sitzung nm diese Wahlen durchzuführen. + Frau Helene Uhlich. (In der Begräbnisstunde.) ES war ein selten schön vollendet Leben Zu dessen Heimgang jetzt die Glocken läute», Der Seelenfriede den die Klänge deuten War dieser edlen Frau schon hier gegeben. Zu heißem Danke sollten sich erheben Die Treuen all, die sich deS Glücks erfreute». Daß nie der Greisin Altersleiden dräuten; — Nun durft? sie nach kurzem Kampf entschweben. WeShalb ist heute solcher Trost vergessen. Der Wille schwach, zu hemmen uns'rt «lagen Im Weh, das uns die Brust schier will zerPressen? Weil umso schwerer der Berlust zu tragen. So viele, Lieb« plötzlich zu entsagen Je linger man «in treues Herz besessen. W. du Nord. Konzert der Mufikvereinskapelle. Sonntag, abends 8 Uhr findet im Deutschen Hause ein Konzert der Eillier MusikvcreinSkapelle statt. Die gut ausgewählte BvrtragSordnnng wird in der nächsten Blattfolge bekannt gegeben werden. Der Burschenschaftertag in Cilli. Nach dem im Borjahre in Prachatiz gefaßten Beschlusse findet die heurig: Tagung der Burschenschaft der Ostmark zu Pfingsten in Cilli statt, Rur eine kurze Spanne Zeit trennt uns noch von den Tagen, an denen wir die Vertreter von vierzig Burschenschaften, Oesterreichs Aktive und Alte Herren, in unserer Stadt werdcn begrüßen können. Die Bevölkerung CilliS erachtet eS als eine Ehrenpflicht, den Empfang der Festgäste zu einem herzlichen zu gestalten und «S sind auch die bezüglichen Vorarbeiten bereit» im Zuge. Die schwierigste Arbeit hat der WohnungS-auSschuß zu bewältigen, da die Hotels und Gasthöfe allein nicht ausreichen werden, um alle Teilhaber an der Tagung unterzubringen. ES ergeht daher an alle Privatpartelen, die bereit wären für die Pfingsttage (PfingstfamStag und Pfingstsonntag) Zimmer zur Verfügung zu stellen, dies möglchst bald Herrn Dr. Georg Skoberne, AdvokatnrSkonzipient in Cilli bekannt geben zu wollen. Schulvereins - Unterhaltungsabend. SamStag den 1. Mai findet in, kleinen Saale des Deulschen Hauses ein Uuterhaltungsabend der hiesigen Ortsgruppe deS Deutschen SchulvereineS statt. Da sich eine Reihe der bewährtesten Kräfte in den Dienst der deutschen Sache gestellt hat, so daß die Vertrags- Deutsche Wacht Ordnung äußerst abwechslungsreich gestaltet werden konnte, hofft der Ausschuß zuversichtlich, daß alle Kreise unserer Stadt an diesem Abende teilnehmen werden. Und auch wir wünschen dieS von vollem Herzen nmsomehr, als wir schon heute verraten können, daß nicht nur der Liebhaber toller Fröhlich-keit, sondern auch der Verehrer musikalischer und dramatischer Kunst von dem Dargebotenen befriedigt sein nird. Darum auf zum SchulvereinSabend! PfLffifcher WSHlerfang. Aus Mört'chach im Mölltale wird gemeldet: Am Tage vor den Wahlen in der Landgemeindenkurie drehte sich in der Kirche der Psarrer nach dee Messe gegen die Gläubigen und hielt solgende Ansprache: „Ueber höheren (!) Auftrag muß ich den Gläubigen mitteilen, daß der-jenige. der morgen weiß (deutschsreiheitlich) wählt, eine Todsünde begeht." — ES drängt sich da wohl die Frage auf: Wo ist der StaatSanwalt? Oder gilt das Gesetz nur für Freiheitliche, und nicht auch für Pfaffen, die die Religion und wohl auch die Dumm-heit in solcher Weise ausnützen? Deutscher und oesterreichischer Alpen-verein. Wir machen »och einmal aus den von der hiesigen Sektion am SamStag den 24. d. M. ver-anstalteten Lichtbildervortrag über Nordlandsreisen, aufmerksam. Südmarkversammlung. Freitag den 23. April 1909, abends 8 Uhr findet im Speise-saale des Deutschen Hauses die diesjährige Jahres-Versammlung der Männer-Ortsgruppe Cilli des Vereine« Südmark statt. Angesichts der Vorgänge in der Hauptleitung und des Kampfes gegen die Errichtung einer christlichsvzialen Ortsgruppe in Graz wird diese Bersammlung sicherlich das leb-hafteste Interesse aller Südmarkmitglieder wachrufen und sich eines massenhaften Besuches erfreuen. Auf der Tagesordnung steht der Bericht des Obmannes über die Tätigkeit der Südmark im Unterland?, serner der Bericht über die Vorgänge in der Haupt-leimng sowie der Bericht der Aemterführer. Ferners findet bei dieser Versammlung die Wahl des Aus-schusseS sowie die Wahl der Gauboten und der Vertreter für die Jahreshauptversammlung statt. Deutsche Siidmärker erscheinet vollzählig bei dieser hochwichtigen Bersammlung! Besitzwechsel. Herr Franz Dirnberger hat daS den Erben nach der verstorbene» Frau Neckermann gehörige Haus Nr. 17 in der Grazergasse käuflich erworben. Gimpelfang. Die gesamten Finanzkreise ElovenienS werben durch den Narod. Dnev. ^ in Ausregung versetz«. Ein gewisser Rudols Oresnik entwendete dem slovenischen Vereine „Domovina" ein Spat kassabuch und sammelte auch Geld sür diesen Verein. Die nationale Tätigkeit des Gauners soll den Bestand deS Vereines in Frage stellen. Das liebe Osterschiehen. Der li,jährige Winzerssohn Josef Bukovee auS Gonila, Bezirk Frieda», büßte beim Osterschießen mit einer Pistole, die infolge sehr unvorsichtiger Handhabung loSging, zwei Finger der linken Hand ein. — Der zehnjährige Alois Gomsi, KleinkeuschlerSsohn auS St. Leonhard in de Windischen Büheln, Bezirk Marburg, erlitt durch eine Pistole, die 'ich zu früh entlud, eine Ver-letzung deS Mittelfingers der linken Hand. Beide fanden im Radkersburger Krankenhause Ausnahme. Die slavische „Reichspost". Die „Reichs-post" geht auf Abonnentensuche und überschwemmt die Deutschen i» Laibach mit Freiexemplaren, die natürlich in die Papierkörbe wandern. Empörung hat eS aber bei den Teutschen hervorgerufen, daß die „Reichspost" zur Zeit, da die Laibacher Deutschen nm ihre Nationalität hart kämpfe» müssen, den Deutschen slavische Schleifen (Straßennamen slavisch, deutsche Vornamen slavisch) zusendet. Gründung einer deutschen Schul-Vereinsortsgruppe in Pöhnitz. In den, national hart bedrängten Pößnitz bei Marburg wird zur Gründung einer Ortsgruppe geschritten und fand die gründende Versammlung am Sonntag den 18. April um 3 Uhr nachmittags im Gasthofe deS A Hoinigg in Pößnitz statt, zu der in liebenS-würdiger Weise der Gauobmaim, Herr Prosessor Dr. Jbler auS Graz, sein Erscheinen zugesagt hatte. Der bisherige Ersolg der Werbearbeit sichert den Bestand der Ortsgruppe. Ein merkwürdiges Gebet. ,.O Herr, nimm meinen ganzen Verstand, meine Freiheit, mein Gedächtnis, meinen Willen . . .", so heißt eS auf Seite 233 des „Neuen RegenSburger GesangSbuchcS" für die katholische Kirche. Da die „Bairische Lehrer» zeitung" dies Gebet als Unsinn bezeichnet, ereifert sich das „Fränkische Volksblatt" des klerikalen Ab-geordneten Gerstenberger und schreibt, daß daS Gebet, vom heilige» IgnatiuS stammend, bisher von Tau- Nuanrcr 33 senden gebetet wurde. Diese Tausend« hatten den Verstand schon vorher verloren gehabt. Die Uebertrittsbewegung im Jahre 1908. Nach der soeben erfolgten Veröffentlichung deS k. k. evangelischen OberkirchenrateS in Wien sind im Jahre 1908 insgesamt 4585 Personen zur evangelischen Kirche übergetreten (3964 zur evangelischen Kirche A.-B., 621 zur evangelischen Kirche H.-B; davon kam«» unmittelbar au« der römisch-katholischen Kirche 4099 Personen, ein Teil der anderen 496 auf mittelbarem Wege). Im Vergleich zu >907 ist die Zahl der Uebertritte im ganzen wie in den einzelnen kirchlichen BerwaltungSgebieten gestiegen; die Zahl der Uebertritte deS JahreS 1908 ist höher al« die ter Jahre 1003, 1904, 1906 und 19»7 und bleibt hinter der UebertriltSzahl der Jahr« 1902 nnd 1905 nur unwesentlich zurück. Ein Zeichen, daß die Los von Rom Bewegung nicht, wie man von mancher Seite hoffte und wohl auch schon vorzeitig al« fertige Tatsache behauptete, allmählich verschwindet, sondern, daß sie zu einer bleibenden Erscheinung -m öffentliche» Leben Oesterreichs geworden ist, mit der sich auch die Gegner wohl oder übel werden abfinden müssen. Die Gesamtzahl der Uebertritte seit Beginn der Los von Rom-Bewegung beträgt nunmehr 1898: >598; 1899: 6385; t900: 5058; 1901: 6639; 1902: 4624; 1903: 4510; 1904: 4362; 1905: 4855; 1906: 4364; 1907: 4197; 1908: 4585; insgesamt 51.177 Uebertritte. ES ist somit in diesem Jahre daS erste halbe Huiideutausend von Uebertritte« zur evangelischen Kirche, zehn Jahre nach dem Beginn der Bewegung überschritte» worden. Im selben Zeiträume sind zur altkatholischen Kirche rund 14.000 Personen übergetreten, so daß die Gesamt-zahl der zu romsreien Kirchen Ueb?rg?tr?t?n?n rund 65.000 beträgt Die kirchenloS Gewordene» sind dabei nicht berücksichtigt. Ortsgruppe Store des deutschen Schul-Vereines. Die Ortsgruppe deS deutschen Schul' Vereines in Store begeht am '20. Juni d. I ihr 25 jährigeS Gründungsfest und wird dieses sreudige Ereignis durch ein Volksfest feiern, dessen Reiner-trägnis dem deutschen Schulvereine zusällt. Wie wir vernehmen, hat der Ausschuß in seiner am l8. dS abgehaltenen Litzung beschlossen, dieses Fest am 27. Juni l. I. im Garten der deutschen Schule zu veranstalten. Wir machen jetzt schon die Nachbar, vereine und die deutschen Volksgenossen darauf aui-merksam. Deutsche und Slaven in Oesterreich. In einer bei Deudicke (Wien) erschienene» statistischen Schrift untersucht Dr. M. Haini'ch nenerdingS das Verhältnis der Deutschen in O«sterr«ich zu den übrigen Nationalitäten. Dr. Hainisch stellt hiebet die Zuwachsrate der einzelnen Nationalitäten sest, wobei er geschlossene und gemischte ZprachengebietS-gruppen bildet, je nach dem Dreiviertel der Bevöl-kerung dieser Gebiete oder weniger sich zur selben Umgangssprache bekennen .In den Jahren 1t;8l bis 18fc3 war daS Ergebnis der Untersuchungen übec die Zuwachsrate bei Deutschen und Nichtdeutschen ein für >ene erschreckendes. In Deutschö erreich be-trug damals der Geburtsüberschuß auf je ItfOOEm-wohner 5 17, in den nordslavischen Bezirken 10*09, in den slovenischen 7 73, im Küstenland« 8 3t. Am größten war der Unterschied in Tirol: in Deutschtirol 0'31, in Welschtirol 5 92, also mchr als daS Zwanzigiache. Dieses Mißverhältnis hat sich jedoch im Lause der nächsten zwei Jahre bedeutend gebessert. Die Untersuchung über die Jahre 1901 diS° 1905 ergibt sür Deutschösterreich einen Geburtsüberschuß von 9 53, sür die nordslavischen Bezirke 11°88, für die slovenischen lO 63. Deutschlirol hatte 7 95, Welschtirel 8 59. Die deutsche Zuwachsrate war zwar immer noch eine kleinere als die slavische, sie stieg aber in diesen zwei Jahren um 85 Prozent. Sozialdemokraten und Slaven. Das sozialdemokratische Zentralo^gan in Wien scheint nun mehr ganz und gar im Dienste der panslavistischen Bewegung zu stehen. Nachdem die sozialdemokratisch« Partei im Abgeordn'tenhause alles getan hatte, um die Sache Serbiens zu führen und der auswärtigen Politik der Monarchie Schwierigkeiten zu bereiten, setzt in den Parlamentsserien die .Arbeiterzeitung^ dieses Geschäft fort, indem sie den Minister deS Acußern aus das heftigste angreist, weil er sich nicht beeilt, Serbien sofort alle möglichen wirtschaftlichen Konzessionen zu machen. Das sozialdemokratische i latt vergießt blutige Tränen über die „Vergewal-tigung deS armen Serben" und wirst Oesterreich-Ungarn „Heuchelei" und „Gemeinheit" vor. — Diese Haltung der „Arbeiterzeitung" läßt wiederum er-kennen, daß die sozialdemokratische Partei vollständig unter dem Einflüsse der tschechischen Genossen steht. SI.raim/T S2 Deutsche Wacht Geil« b Erhängt. Am SamStag erhängte sich in Sankt Anton in Windischen-Büheln der Winzer Dimisch. .Narodni dnevnik" macht dazu die Bemerkung: „der Mann war sehr fromm " Aus dem Ilnterlande. Friebau. (Begräbnis.) Abermals hat nntcr unseren wackeren deutschen Gewerbetreibenden der Tod sich ein Opfer erkoren. Dieser Tage wurde Zimmermeister Rudolf Krainz von zahlreichen Stadt« und Landbewohnern, sowie von der Feuerwehr und vom Turnvereine zu Grabe geleitete Herr «rainz war stets ein trcudeutscher Mann. Ehre seinem Andenken! Salbenhofen. (Brand.) Gegen 1 Uhr mittags deS 8. d. brannte in Soboth das Anwesen der Eheleute Lindner gänz nieder. Das Feuer dürste durch Entzünden des Rußes in dem Kamin entstanden sein. Der Schaden, den die Verunglückten erleiden, ist ein sehr grober, da außer den Gebäuden auch die Fechiung und die sonstigen Habscligkeiten verbrannten und sie nur mit den Gebäuden bei der Gramer Wechselseitigen versichert sind. Mahrenberg. (Begräbnis) Kaum drei Monate sind es her, daß wir unseren wackeren und unvergeßlichen Aloi« Freund zur letzte» Ruhe geleiteten und nun ist ihm seine liebe, teure Gattin nach langem schweren Leiden, ein her-ziges Tüchlerlein hinterlassend, gefolgt. Am 15 d. nachmittags fand unter großer Beteiligung das Be-gräbniS dieser allgemein beliebten Frau statt, an deren Grabe Herr Pfarrer Mahuert eine sehr er-greifende Rede hielt, die alle deutschen Herzen er-weichte. Das letzte Geleite gaben ihr die gesamte Beamten- und Bürgerschaft Mahrenbergs, die Ab-geordneten des GermanenverbandeS „Auf Vorposten" aus Pettau und vitle Familien ans Hohenmauthen, Ealdenhosen, Fresen nnd Wuchern. — Heil ihrem Andenken Schönstein. (Gründung einer Pro-duktiv-Genofsenschaft der Schuhmacher.) Am 15. d». wurde hier nach einem Vortrage des gewerblichen Wanderlehrers deS Steiermärkischen Ge-werbcsörderuiigS Znstilutcs, Herrn «öder auS Kinds-berg, beschlossen, eine „PioduktivGenossenschast der Schuhmacher für Zivil, uud Heereslieferung, regi-strierte Genossenschaft mit beschränk,« Haftung", zu ?ründen; die Höhe der Anteile wurde mit 40t) K lr den Anteil festgesetzt, welcher Betrag in mouat-lichen Raten zu 6 K eingezahlt werden kann. ES wurden gewählt: in den AussichtSrat die Herren: Gregor Azmaun, Obmann: Heinrich Mack, Schriftführer, und Franz Pirmannscheck, Mitglied: in den Vorstand: Anton Melanschek, Direktor: Franz Schwarz Kassier, und Franz Grebenseck, Kontrollor. Herichtssaal Die Laibacher Septemberexzesse vor Gericht. Am 19. d. begann die Verhandlung gegen die Schilderstürmer, die als Anführer oder Täter bei der gewalttätigen Entfernung nnd Verunstaltung deutfcher Firmabezeichnungen beteiligt waren. Die Anklage wird nach z 98 d des Strafg«fetzes, zum Teil auch nach Atz 85 n, 31Ä und 468 des Straf-gefetzes erhoben gegen 22 Personen, darunter drei Hochfchüler, ein Präparande, ein Gewerbeschüler. acht Lehrlinge nnd Gehilsen. Als HaupträdelSführer ist der Advokaturskvnzipient SigiSmnnd Bodufche' angeklagt. Ueber den AuSgang dieser Verhandlung werden wir in der nächsten Nummer berichten. Aus aller Wett. Eine entdeckte MiinzenfSlschungs-statte. Aus Klagenfurt meldet man: Beim Aus-räume» des Dachbodens eineS HaufeS in der Klagen-furterstraße in ViUach fand nian eine Kiste, die einen Klumpen Zink zur Legierung und eine Gußform zur Herstellung von falschen Fünskronenstücken enihielt. Die vorgefundenen Gegenstände sind sehr geeignet, tadellose falsche Fünskronenstücke auszuführen; nur fehlt die Vorrichtung für die Randprägung. Der Dachboden wurde in letzter Zeit von Eisenbahn-bauarbeitern bewohnt; auf diese fällt daher der Ver-dacht, den Versuch unternommen zu haben, falsche Fünskronenstücke herzustellen. New York — die zweitgröhte deutsche. Nach den jüngsten Schätzungen der Behörden hat New Dork jetzt 4,500.000 Einwohner, also eine Million mehr als bei den letzten Schätzungen vor vier Jahreu. Davon sind 1,800.000 Deutsch« oder Kinder von solchen; nach Berlin demnach die größte deutsche Stadt. 1,200.000 sind Jrlinder, um eine beträchtliche Zahl mehr als in Dublin; an Juden zählt New Hork 750.000, an Italienern 450.000 Einwohner. Dann folgt eine lange Reihe von Ange-hörigen anderer Nationen Es gibt auch Amerikaner in New Uork. DaS Budget der Stadt beträgt nahezu 5>60 Millionen Mark. Durch eine verdorbene Medizin ver-giftet. Aus Oldenburg wird gemeldet: In dem Städtchen Bart verabreichte die Frau eines Arbeiters ihren drei Kindern, die an tiner Erkältung erkrankt waren, eine alte, anscheinend verdorbene Medizin. Sämtlich« Kinder starben »ach kurzer Zeit unter schweren Vergistungserscheinunge». Die Papierfabrik Schlögimühl abge brannt. In de» Ostertagen ist die Papierfabrik Schlögimühl bei Gloggnitz abgebrannt. Der Schaden beträgt zwei Millionen Kronen. Verschiedene Personen geben übereinstimmend an, daß der Brand an ver-schieden«» Punkten zu gleicher Zeit ausgebrochen war. Die Vermutung, daß Brandlegung vorliegt, steht daher im Vordergründe. Krawalle in einem Gefängnis in Agram. Wie die Agramer Blätter melden, ist eS Mittwoch abends zu stürmischen Szenen und Krawallen der im Hochverratsprozeß Angeklagten gekommen. Den Angeklagten wurde die Erlaubnis, mit de» Verwandten zu sprechen, entzogen, zu rauchen unter-sagt, Bücher, Zeitungen und Schreibmaterial wurden ihnen weggenommen und die Spaziergänge im GesängniShofe eingeschränkt. Die Sturmszenen brachen loS. alS die Angeklagtrn separiert wurden und ihre Unterbringung in Zellen mit verurteilten Verbrechern, darunter mit zum Tode verurteilten Raubmördern, angeordnet wurde. Der Angeklagte Bekic, der einen 48stündigen Dunkelarrest antreten sollte, weigerte sich, in die schmutzige und mit Ungeziefer behaftete Zelle einzutreten. ES entstand ein Streit, bei dem der Gefängniswärter einen Revolver zog, diesen dem Angeklagten an die Stirne hielt und ihn so zwang, den Raum zu betreten. Der Staatsanwalt selbst erschien im Gefängnisse und kontrollierte die Durch-sührung der Verfügung. Gingesendet. Wachsen die Tage, dann kommt der Frühling, das weiß jede» Kind. Aber auch das weiß man, daß man gerade dann sich am leichtesten ntältet. Wer aber schon erkältet oder doch iefir empfindlich ist, der soll unterallen Umsiä denFayz eckieSod>'Ntr Mineial-Pastillen gebrauchen. k>ie edeuio ju>.,r-lässig vorbeugen, wie sie akute und chronische v1* .«aiarrhe beseitigen Fay» echte Sodener kosten "2^2 K 1 25 die 6e>er4ty..... Rebemchegg Joses . 6«Hat Aran» . . . Seutsch»igg Anton. Steher...... Um egg Rudols . . ÄoUuruber Franz . Zorzini..... Gastwirte..... Prioate..... Vchlachianftea le« fUofä hm. eittflrfuhrtcl ft!«,sch tu ^ony« Ctiltfra Si *- - -e «o u - - « ö a -n y « « « G ~ S 5 -£ i « & i 'S « — 10 — 4 6 ü /- 1 — 7 eingeführtes Fleisch in Kilogramm Jil ü) ; u £ *3 30 B ■e 19 a ä> ■e .2 «v «? H 10 7 16 89 13 •a '<£) «iiit 6 Deutsche Wacht Nummer 32 Ein vierzigfacher Mörder. Wie dem „Petit Journal- auS Petersburg gemeldet wird, hat die Polizei von Baku einen Möider festgenommen, der sein Handwerk zwar erst feit zehn Iahren betrieb, aber während dieser Zeit schon vierzig Morde verübt hat. Im Jahre 189V ermordete er als Soldat einen Regimentskameraden. DaS Kriegsgericht verurteilte ihn zu 15» Jahren Zwangsarbeit aber ToumbouleS, dieS der Name des Mörders, entfloh und begab sich nach Rovorofsisk, wo er seine Tätigkeit mit einem Morde begann, deu er zum Zwecke eineS DiebstahleS verübte. Hierauf durchzog er den Kaukasus und Lentralasie», überall Mord und Raub verübend. Als er nach RovorofsiSk zurückkehrte, wurde er verhaftet. eS gelang ihm aber wieder, aus dem Gefängnisse zu entkommen. In Feodosia fiel er wieder in die Hände der Polizei und ging wieder durch. Bei dieser Gelegenheit ermordete er vier Wächter, um seine Freiheit wiederzugewinnen Sein letztes Berbrechen war die Ermordung einer Frau, namens Kolobow, mit welcher er längere Zeit gemeinschaftlich gelebt und die er beschuldigt hatte, die Polizei auf ihn aufmerksam gemacht zu haben. Drei Söhne auf einmal verloren. Bon einem erschütternde» Unglück wurde in Befan^o» eine verwitwete Dame, Frau Tournier, heimgesucht Die Frau hatte für die Osterfeiertage den Besuch ihrer drei Söhne auS Paris erhalten. Als sie nun DienS-tag früh in das gemeinsame Schlafzimmer ihrer drei Söhne trat, fand sie alle drei in ihren Betten als Leichen vor. Die junge» Leute waren durch Aus-ströme» von Kohlengas vergiftet worden. Der älteste der drei Söhne war Student der Medizin, d:r zweite Techniker und der jüngste stand vor dem Abiturien-tenexamen. Mit „fl c i I • £ fl dt" streich» ich seit Jahren Ten Fußboden — denn das heißt sparen: Und für Pai leiten reicht 'ne Büchse Alljährlich pon KeilS-Bodenivichse. Waschtisch und Türen streich ich nur Mit weißer Keilischcr Glasur. ftflt Stachen möbel wählt die Frau Glasur in »artem, lichten Blau. Zwei Korbsauteuils, so »iU'S die Mod' Streich ich in Grün — den andern Rot. TaS München selbst gibt leine Ruh' Mit X e i l'ä Cr. me vupt sie nur die Schuh', Und murmelt, weil ihr da» a-sälli: „Der Haushalt, b«c ist wohlbestetli!' Ttels vorrätig bei (iuatuv »tiirei* in Cilli. ElbUwald: 1>S«4 Araf«U: 3. Steinnrudri. 0»»t«rd l.a»d »d »i,! Puikhalllisi». Ribiawald: ». Uirtltuflti ßraa: «loi» >ß»a»». I.unfrn: yia«, laver Pel«l. I.Irtot«nw«Id : «Im» Matzn«. Mahrrnbfric 9. AotbrI. Kar bore: H. DiSnbra. Markt Tdffcr: «f. 9l«to. l'Mtau: A. f. Schwad. Itailkerabnrg: Brütet Uro# Kohiturh: ;!»kf vrrlitg. 8t. Mnrclu : ^oh. «itjchaigg. Wildna: gllilrich U»I«r. r\rucbsört^ri Vereinsbuchdruckerei U (Cpirm" CTtlft lirsert zu müßigen Preisen ** 1111 der k. k steiermärkischen Statthalterei vom 5. April 1909 ZI. 12-68/5-09 betreffend die Abhaltung der ersten diesjährigen Prüfung aus dem Hufbeschiag?. In Gemäßheit der Verordnung des k. k. Ministeriums des Inner» vom 27. August 187:l, 11. G. Bl. Nr. 140 findet die erste diesjährige Prüfung ans dem Hufbeschlage in der zweiten Hälft«* des Monates Juni 1909 statt. Hufschmiede, die den halbjährigen Hufbeschlagkurs nicht gehört haben und wegen Krhngung eines Befähigungszeugnisjes zur Ausübung des Hnfsehmiedegewerbos sich der PrQfung unteiziehen wollen, haben ihre Anmeldung zur PrQfung schriftlich uud zwar längstens bis 20. Mai 1909 im Wege der zuständigen politischen Behörde erster Instanz bei der k. k. steiermärkischen Statthalterei einzubringen. In dem Gesuche, das mit dem Zeugnis (Lehrbrief) über das ordnungsmäßig erlernte Hufschmiedehamlwerk, dann mit dem von der Genossen-sebaftsvorstehung bestätigten Nachweis Ober eine wenigstens dreijährig*-Verwendung als Hufscbmidegehilfe belegt sein muß, ist auch der Geburtsort, die Zuständigkeitsgemeinde, und der derzeitige Aufenthalt des Bittstellers anzugeben. K. k. steiermärkische Statthalterei Graz, am 5. April 1909. Ver k. k; Statthalter: Olary, m. p. (5s jft nicht alles Gold, was qlnn;t aber alles, was mit Dr. Oetker's Backpulver ü 12 h gebacken wird, ist locker, wohlschmeckend nnd leicht verdaulich. Nach dem Urteile der Hausirauen praktischer nnd vorteilhaiter als Germ oder Hese. Mit Rezepte» überall zu haben. Das epochemachende neueste Rezeptbuch wird anch umsonst nnd portofrei zugesandt, wenn man eine Postkarte schreibt an Dr. 21. Detk-r, Vavcn Wien «tammhaus Bielefeld. ■ liillinHina«____ Holzverkauf. Im städtischen Wald<- Pet&cllOQIlig sind folgende llolz-sorten und Mengen abzugeben u. zw. : 298 Stück Fichtenklötze (3834 Kurrentm.) Durchzüge Obstbaumpfähle Weingartenstocke Hopfenstangen, Ia Qualität Hopfenstangen, Ha .» Reflektanten wollen ihre schriftlichen Anbote bis 15. Mai 1. J. beim gefertigten Stadtamte einbringen. Stadtamt Cilli, am 14. April 1909. D.t BUrj^ermewte': Dr. v. .labornasg. 730 » 313 1785 1530 1357 Danksagung. Töchter, Schwiegersöhne, Enkel und Urenkel unseres vielgeliebten Familienoberhauptes, der Krau Helene Uhlieh sagen hiemit allen Verwandten, Freunden und Bekannten, die durch ihr? Teilnahme der teuren Entschlafenen einen letzten ehrenden Grtni weihten, herzinnigen Dank. Cilli und Freienberg, den 21. April 1909. Märten- ml Fractocleiit naoh Amerika fcßt ig'. belgischer Postdampfer dei ,Rod Star Linie' von Antwerp9 * itirect nach New-York nnd Boston :uuim Ton c6rtel fuliiia t*u|)prr, SftdbthutrauM ü >» Innsbruck, Frans Volene, Bahttliusatraaa» 41 in Laibach liefert rasch und billig V«r«buln$chdrutcfcr*i Celeja fhtKK.Cl <-2 Heui.che Wacht ®fltl 7 2. IT. 15209-1090. Mit Beginn des Schuljahres 1909/10 kommen zwei Landes-Stiftungs-ptätzc fOr die Militär - Unter- und Oberrealschule (Beginn des Schuljahres 1. September 1909) eventuell die k. u. k. Milittr-Akademien (Beginn des Schuljahres 21. September) oder die k. u. k. Marineakademie (Beginn des Schuljahres 16. September) xur Besetzung. (Für die Aufnahme in den 1. »nd 2. Jahrgang der MilitSr-Oberrealschule können wegen Kaummangels nur ausnahmsweise einzelne besonders berQcksichtigungswQrdige Bewerber einberufen werden.) Zur Erlangung dieser Stiftungsplätze sind in Steiermark heimatberechtigte JQngliuge berufen, deren Väter oder Angehörige sieh Verdiensie um den österreichischen Kaiserstaat oder das Land Steiermark in irgend einem Zweige der öffentlichen Tätigkeit erworben haben. Die allgemeinen Bedingungen sind folgende: 1. Die Heimatberechtigung für Steiermark. 2. Die körperliche Eignung. Zur Ausnahme in die k. u. k. Marineakademie speziell muß die Untersuchung im Sinne der mit Marine-Verordnungsblatt 22. Stück vom Jahre 1902 hinausgegebenen .Vorschrift zur ärztlichen Untersuchung von See-Aspiranten und der Bewerber um Ausnahme als Zögling der Marine-Akademie, als Schiffs», Maschinen- oder Musikjunge * stattfinden. 3. Ein befriedigendes sittliches Verhalten. 4. Das erreichte Minimal- und nicht überschrittene Maiimalalter. In dieser Beziehung ist fQr den Eintritt а) in die Unterrealschule und zwar: in den 1. Jahrgang das erreichte 10. und nicht überschrittene 12. Lebensjahr; in den 2. Jahrgang das erreichte 11. und nicht überschrittene 13. Lebensjahr; in den 3. Jahrgang das erreichte 12. und nicht überschrittene 14. Lebensjahr; in den 4. Jahrgang das erreichte 13. und nicht überschrittene Ib. Lebensjahr. б) In die Oberrealschule: in den 1. Jahrgang das erreichte 14. und nicht überschrittene 16. Lebensjahr; in den 2. Jahrgang daa erreichte 15. und nicht überschrittene 17. Lebensjahr; in den 3. Jahrgang das erreichte 16. und nicht überschrittene 18. Lebensjahr. o) Io^ den 1. Jahrgang der k. u. k. Militär-Akademie das erreichte 17. und nicht überschrittene 20. Lebensjahr. d) In die k. u. k. Marine-Akademie das erreichte 14. und nicht überschrittene 16. Lebensjahr erforderlich. Das Alter wird mit 1. September berechnet. 5. Die erforderlichen Vorkenntnisse und zwar: a) Für den Eintritt in die Unterrealschule: 1. Jahrgang, die Nachweisung der befriedigenden Fiequentierung der 4. oder 5. Klasse einer Volks-schule; 2. Jahrgang,die Nachweisuogder befriedigenden Frequentierung der ersten Klasse einer Realschule oder eines Oymnasiums; 3. Jahrgang, die Nachweisung der befriedigenden Frequentierung der zweiten Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums; 4. Jahrgang, die Nachweisung der befriedigenden Frequentierung der dritten Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums. &) FOr den Eintritt in die Oberrealschule: 1. Jahrgang, dieNachweisung der befriedigenden Frequentierung der vierten Klasse einer Realschule oder eine« Gymnasiums; 2. Jahrgang, die Nachweisung der befriedigenden Frequentierung der fünften Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums; 3. Jahrgang, die Nachweisung der befriedigenden Frequentierung der sechsten Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums. o) Für den Eintritt in den 1. Jahrgang einer Milit&r-Akademie die Nachweisung der befriedigenden Frequentierung der höchsten Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums. d) Für den Eintritt in die k. u. k. Marine-Akademie die Nachweisung der mit befriedigendem Gesamterfolge frequentierten vier unteren Klassen einer Realschule oder eines Gymnasiums. Die Aspiranten müssen sich außerdem einer Aufnahmsprüfung unter-sieben. Dem Kompetenzgesuche sind beizulegen; 1. Der Tauf- (Geburts-) Schein. 2. Der Beimatschein. 3. Das militärärztliche Gutachten über die körperliche Eignung des Aspiranten. 4. Das letzte SemestralZeugnis (Schulnachrichten) des gegenwärtigen nnd da* ganzjährige Schulzeugnis des veiflossenen Schuljahres. 6. Die besondere Nachweisung, dasi der Bewerber den Bedingungen der Stiftung entspricht. 6. Die Nachweisung der Vermögensverhältnisse des Aspiranten, beziehungsweise seiner Eltern. 7. Im Gesuche ist der Standort jener Militär-Unteirealschule bekanntzugeben, in welche die Angehörigen die Aufnahme des Aspiranten anstreben. Die Gesuche sind bis längstens 30. April 1909 beim Landes-Ausschusse zu überreichen. Graz, am 15. April 1909. Vom steiei märkischen Landes-Ausschusse. zu im Einladung der am Sonntag, den 25. April 1909, nm 11 IJkr vormittags, Sitzungssaale der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli stattfindenden Hauptversammlung des Spar- und Vorschussvereines in Cilli registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Rechnungslegung für das Jahr 1908. 2. Berichterstattung des Aufsichtsrates über den Befund des Rechnungs- abschlusses und Entlastung der Vorstandsmitglieder. 3. Verteilung des Geschäftsgewinnes. 4. Wahl der Einschätzungskommission. (3 Mitglieder; 5. Anträge des Vorstandes zu § 48 der Satzungen ad Punkt 3. «. Allfalliges. Cilli, 21. April 1909. Der Yorstand des Spar- und Yorschossrereines in Cilli registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung. Der Vorstand Julius Rakuseh m. p. SINGER „66" die neueste und vollkommenste Nähmaschine. SINGER Maschinen erhalten Sie nur durch unsere Läden. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Cilli, Bahnhofgasse 8. 15219 ME" Alle tob «öderen N'ihms cbinengeschftften unter dein Kamen 8INQKB »«gebotenen Mischinen sied einem unserer Ältesten Systeme nachgebaut, welches hinter unseren neueren Systemen von Kfchmaschinen in Konstruktion, Leistungsfähigkeit nnd Dauer weit surfleksteht. Steckenpferd Bay-Rum , Bestes aller Kopfwässer. 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