Dcgotardllcye Laibacher Zeitung, Mittwochs den 23. Aug. '799. Nr. 69. Vleuev Hiea der Ital. Armee, auf hohen Befehl eingerückt; Patriotismus der lsibl. Landstän^» de »on pestreich und G«rz; Offizielle Kriegsnachnchten. —Reichsgutachten wegen des Gesandten Mordes; Ein Landesvater sprtcht zu semen Kmdcrn; Deutsches Ordenskapltel; -^ Vereiniate flotten —Neues Ther.nometer; Flotten; Jakobiner— Bestatttgung auch aus England weg«n d«n Flotten; Megent von Portugal. — Nebst Hofbericht. En quo diicordia ciuea Perduxit miseros------------------------------ Virgiliui in bucol. Eclogai« Der rlchtiye Schluß. W« zweifelt noch am dem Geschick Der untheilbaren Republik: Von! Sieger bald getheilt zu werden? Unsichtbar schwindt sie dann von dieser 3rden : Denn wirklich shon getheilt ln tausend Faktionen/ Dient dieß statt aller Demonstrationen; Meil das, was wirklich ist, wohl auch geschehen kann; Den Schluß von HM aufs Können nimt man auch in s?apkr«!nHire Grouchi, B'rignon/Colli, dann der Brigade General Bclleraud, Iourbect ist geblieben/ Moreau verwundet. Wien. Die Stände des Erzher-zogthums Oesterreich, ob der Ens, haben, nach dem rühmlichsten Beispiele, das die übrigen Stande gegeben, sich ebenfalls gegen Se. Maj. unter-tßänigst erbothen, als ein Opfer ihrer Treue und ihres stäten Bestrebens für das allgemeine Wohl, den ganzen Betrag des zweiten halben Jahres der Dominikalsteuer vom 1. May bis leytenOkt. d. I. als eine freiwillige Kriegssteuer, mit 197,131 fi. 24 kr. abzuführen: Welches Aner-biethen Se. Maj. mit dem huldvolle-sten Wohlgefallen anzusehen geruhet haben. Eben so haben die getreuen Stände der gefürsteten Grafschaft Görz und Gradiska, in ihrer am 20. May gehaltenen Versammlung, sich freiwil-und einhellig entschlossen, von ihren Dominikal-Einkünften. einen freiwilligen außerordentlichen Kriegsbeitrag zu 200 von Hundert der Ksntribu-zion, in dem bestimmten Zeiträume, unterthänigst abzuführen, und habm Se. Mai. denselben über diesen neuen Beweis ihres Patriotismus, das allerhöchst Wohlgefallen, in den gnädigsten Ausdrücken erkennen zu geben geruhet. Kriegsbegebenheiten. Der General der Kavallerie, v. Melas, berichtet aus dem Hauptquartiere Novi, unter dem 9. August, daß, nach einer Meld mg drs Generals, Graf n Klenau, d?r Feind am 5. Ang. a,s dem einzigen in dem Gol-fo diSpezia noch b ftytcn Fortist. Maria, einen Aussall gemacht habe, aber durch den Nauendorfischen Ober-lieutenantWallbrum zurückgeschlagen worden sey. Die Stadt Perugia hat sich an den Kommandanten dcr Arretiner, Schneider, ergeben, der Feind hält aber noch die Citadelle besetzt. In dem mittägigen Italien verheeret der Feind, durch Streiferenen, die fruchtbarsten Gegenden, und besonders ist Viterbo dadurch sehr mitgenommen worden. Der Oberstlieutenant de Guerre, von Vussy Jägern, traf mit seiner Division den 2. d. M. in Pesaro ein, und hat l Eskadron nach Fano de-taschirt. Den Z. verließ der Feind Sinigalia, und es wurde sogleich von den Truppen der kombinirten Rußisch-Türkischen Flotte besetzt. DieVelagcrungsarbeitenvonTor-tona werden ununterbrochen, mit der angestrengtesten Thätigkeit, betrieben, und sowohl die Parallele als auch die Kommunikazion vom Sera-valler Thor links, haben bereits die hinlängliche Tieft erlangt. Vei der Attake gegen den Bastion Pinto, sind zwey Batterien angefangen word «. Unser V.rlusi bestand in der Nacht vom 8. auf dem 9. in 2 Todten f und 3 Verwundeten. Mit diesen Anzeigen ist auch das Tagebuch der Belagerung von Sera-valle (welches nächstens in dieser Zeitung nachgetragen wird und die Kapi-tulazion dieses Platzes eingelangt, ^z ere lautet also: Kapitulazion wegen des Forts Seravalle, zwischen dem Hauptmanne, Grafen Nugent, vom General - Quartiermeistcrstad Sr. Maj. des Kaisers u^ Königs, nn N chmen des Rußisch-Kais. General-m^ors Firsten Pongralion, als Kommandant des Velagerungskorps, und dem Kapitaine Gheneser, Kommandanten diesesForts. 1. Artikel. Die Garnison zicüt mit allen Kriegsebren ans dl r Festung. Antwort. Die Vesaynng wird den 7. Aug. früh um 6 Ubr ansziehen; sie streckt bei dem Milaner-Thore? das Gewehr, und erwartet die fernere Bestimmung von drm Feldmarschal-Ie, Grafen Snwarom. 2. Art. Die Offizier werden auf Parole entlassen. 3. Art. Die Nichlsttentenden geben nach Frankreich zorück. 4. Art. Das Eigenthum der Personen wird geschützet werden. l Antwort. Diese drei Nrtikcl hängen von dir Disposition des en Chef kommandir^nden Feldmarschalls Su-warow ah. , Diese gegenseitige Ueberrinkunft wird d.m Generalmajor Fürsten Vvngraliyn unterlegt werden, ^. Geschehen bei dem Fort tw« Seravalle um li Uhr NachtS, den b, August ,799. Unterzeichnet - Graf Nugent, Gheneser, ^ Hauptm. Kommandant. Gongelet, Kapit. Kommand. Ausländische Begebenheiten. Deutschland. Regensburg, den 10. Aug. Ge«-stern ist das Reichsgutachten über daS kaiserl. Hofdekret im Betreffe der Er-l morduttg der französis. Gesandten be-schloffen worden. Das Reich überläßt voll Vertrauen auf die reichS-oberhanptliche Irstizpflegedie Untersuchung gHnzlichSr. kaiserl. Majestät. München, den?2. Aug. Hier ist folgender churfurstl. Ausruf, dls neueMauthcinrichtung betrefend, bc-kanne gemacht worden: Jedermann, welcher die dermali-ge Manth und Aecisordnung in Bayern, Nmburg, Sulzbach, und der obern Pfalz, kennt, findet sie drüs ckend für dasPublikum, für denAcker-bau sowohl, als für die städtische Industrie; selbst der Kaufmann ist dabey in seinen Spekulationen gehindert, wenn diese änderst nicht vom Monopolistengeist geleitet sind. Was war Bayern? Was war die Stadt München, vor zwey Jahrhunderten, als man von einer Aecisordnung noch nichts wußte, als man nur eme ge- ^ ringe Mauth an wenigen Orten er- z hob, und diese nüZt in der Absicht, l damit das Kommerz, und die Industrie in Bayern zu leiten, sondern nur um eine kleine Gabe für die fürstl: Kassen zu erhalten? Welcher Reichthum im Verhältnisse der dermaligen Bevölkerung war nicht zu seidiger Zeit in Bayern? Wie blüheten nicht alle Gewerbe? Kaum unternahm es die Regierung, durch strenge Mauth und Accisorduungen das Kommerz und die Industrie leiten zu wollen, so wachte allenthalben der Monopo-liengeist in seiner ganzen Stärke auf: einige wenige bereicherten sich, der fteissige einsichtsvolle Bürger konnte sich nicht mehr empor schwingen, weil er durch die Mauth und Accisord-nung gedrückt, und durch ausschlies-sende Privilegien muthlos gemacht, bald seine Einsicht und Kräfte nicht mehr anwenden konnte, bald sie auch nickt mehr anwenden wollte. Der Privilcgirte und der Monopolist hatten nlchtUrsache, sich ianzustrengen; er wurde reich, ohne sich große Mühe zu geben, denn daS Publikum mußte kauft« , er mochte gute oder schicch-te, theure oder wohlfeile Waare haben. Auf diese Weist sank Bayerns Nationalrcichthum, Bayerns Indus strie und Kommerz so tief herab, so verschwanden nach und nach die ehemahls so berühmten und blühenden Gewerbe ausVaycrn. Es entstanden Zwiste über Privilegien und Vorrechte unter den Bürgern, und niemand gönnte dem andern seine Arbeit mehr. Der Bauer fühlte gleichfalls d?n Druck, der ausderstädtischenIndu- strie lag«, dann so wie in bsn Scäß^ tcu weniger Kunstfteiß war, fand er auch für scine Wolle, für seine Ge-traidc, für sein Vieh wcmger Käufer. Erbetrieb also seinen Ackerbau mit gleichfalls mindccer Anstrengung besonders da man, um die privile-girten Bürger in den Städten nnhr zu begünstigen, neben bcy auch Gs-traid und andere Sperren erdachte. Diesen Verfügungen allein hat man es zuzuschreiben, daß Bayern noch immer eine arme, wrnig bevölkerte, ohnmachtige Nation ist. Auch der Staat gewann bcy diesen Einrichtungen nicht viel für die Staatskasse; denn er mußte das ganze Land mit einer beynahe unzähligen Menge von Mauthnern , Waarenbeschauern , Mauthdienern, Gränzwächtern te. umgeben , welche immer 6c>. bis 70. Prozent von der jährlichen ganzcn Mauth und Acciserträgniß aufzehrten. Wie sehr litt nebenbei durch Bestechungen und immerwährende Konsiskationsprozcsse nicht auch die Moralität der Menschen? Je mehr wir als Landesherr, dem es obligt, den Nationalreichthum zu vermehren, und zu diesem Ende dem Ackerbau alle Hindernisse wegzuräumen, die städtische Industrie zu befördern, das Kommerz zu beleben , darüber nachdenken, desto mehr Bedenklich-keit finden Wir in jeder Mauth und Acciseinrichtung. Wir kommcn lM-mer auf Grundsätze zurük, welche Uns aufmuntern, ganz und gar keine Accise und Mauthen mehr einhe-ben zu lassen. Wir sindm es im- merhm schwer f ein so offenes Lanh, als obige Provinzen sind, mit Mauthnern, Waarenbeschauern , Eor.si«lvä6)tcrn einpallisadiren zu wässcn.--------Schlüßlich erklären Ss. churfürstl. Durchlaucht, daß Sie w dieser wichtigen Angelegenheit noch keinen Entschluß fassen wollen, sondern Sie fordern vielmehr die Städte und Märkte besagter Länder auf, ihre Gründe pro A contra über folgende 2. Fragen einzusenden: 1) Wie kann bei einer allgemeinen Aufhebung aller Mau-thcn und Accisen der berechtigte Bürger in den Städten und Markten gegen fremde Gewerbs-Beeinträchtigungen geschützt werden? 2) Wie bekommt die Staatskasse sowohl für sich, als für das bereits angestellte Personale ?jn hinlängliches Surrogat? Mergentheim, den 9. Aug. Heutc sind Ihro churfürstl. Durchlaucht von Kölln von hier wieder ab, und nach Ellingen zurück gereist. Wahrend Ihrer hiesigen Anwesenheit haben Höchstdieselbe mit den ersten Gliedern der Valley Franken über die Mittel berathschlagt, wie den Unterthanen die Tragung der Lasten des Krieges, der nach dem neuesten kaiserl. Kommissionsdekret vom ,2. Juli dieses Jahrs mit Anstrengung aller Kräften fort-gesezt werden soll, erleichtert werden könnte. Vei dieser Gelegenheit bat die Valley Franken zum größttn Dank aller Unterthanen mit der rühmlichsten Vereitwilligkeit einen sebr nahmhaften Theil der Kriegs- ttnögübett zu bestreiken übernommen. Von der Wahl eines KoadjutorS war gar keine Rede. Diese kann nur von einem versammelten Groß-kapitel vorgenommen werden ; gegenwartig aber befindet sich kein anderer Großkapitular allhicr, als der Herr Landkommanthur dcr Valley Koblenz, Freyherr von Forstmeister, und zwar nur in seiner Eigenschaft als Ordensminister» Die durch einige fränkische Zeitungen zuerst verbreitete Nachricht von der Wahl eines Koadjuiors war also ganz ungegründct. Gtuttgard, den 13. Aug. Die neuesten Berichte aus Lenzburg vom 5. dieß melden, daß bei der französischen Armee alles in Bewegung sei, und daß man sich zu eincm allgemeinen Angriff auf die Oestreicher anschicke. Spanien. Kadix, den ,2. Iul. Gestern lief die vercinigtc spanisch - ftanzösis. Flotte aus dem mittelländischen Meer hier ein. Sie besteht aus 43 Linienschiffen, 14 Fregatten, und,0 kleinen Schiffen. Sie wird sich nicht lange hier auffalten, sondern nur frisches Wasstr und Lcbensmittel einnehmen , und dann nach Brtst absegeln. Unterwegs werden nock 5 spanische Linienschiffe zu ihr stoss n, und auch die holländische Flo-te wird sich mit ihr vereinigen. Dicft furchtbare Seemacht segelt hierauf nach Hr- sand, und stzt dort 30,000 Franzo- . sen ans Land, hindert die Landung der Engländer und Russen in Holland, und sezt England selbst in Furcht und Schrecken, während daß die englischen Flotten im mittelländischen Meer herumirren. Frankreich. Paris, den 4ten August. Der Bürger Reinhard 5 welcher zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt wurde, ist auf französischem Gebiethe angekommen. Er ist nicht in englische Gefangenschaft gerathen. Als sich das Schijf, wo- ! rauf er sich mit 40 anderen Reisen- ' den befand., am 13. Iul. der franz. Küste näherte, kam ein englisches KriegsschiffaufdaSselbe zu, und feuerte einige Kanonen ad. Zwey englische Offiziers kamen an Bord, und wie sie hörten, daß es Civilbeamte wären, ließen sie sie weiter segeln. Am 14. Iul. kamRheinhard mit dcn übrigen Pi.rsonen zu Villa ftanec, im Nizzanischen an. Von dagchon sie, nachdem sie zu Marseille Quarantai-ne gehalten haben, nach Paris ab. Hiesige Journale enthalten fetzt folgenden Thrrmometep von Paris: Die Jakobiner stehen ans Ungewit-ter — der Rath der 5 oo aufSwrm — Buonaparte stcht sehr wjndigt — bas Volk sehr trocken — und der Patriotismus sehr kalt. Pans, den6ten Aug. Vopeinj-zeu Tagen, sagt ein Journal« wgr ! die Wache des Direktoriums Verdoppelt , uuddie Kanonen in Bereitschaft, um die Brüder und Freunde zu em^ psangen, welche die Absicht hatten ^ den beyden Direktoren, Sieyes und Barras einen etwas brutalen Besuch . zumachen.— Verflossene Nacht wurden hier mehrere Personen eingezogen: man weiß aber von keiner wich-tigen Arretirung. . . Der Exkriegs-mimster Müret-Mureau ist zum General Inspektor der Festungen ernannt worden. Von der Vereinigung unsererFlot-te mit der spanischen unter dem Kommando des Admirals Massaredo erwartet man nicht viel Gutes. Zwar gilt Massaredo allgemein für einen sehr geschickten Seemann? wenigstens für einen guten Theoretiker; allein seine Grundsaye und Charakter werden ihm schwerlich das Vertrauen und den willigen Gehorsam der französischen Seeleute erwerben. Sogar die Spanier halten ihn fur gar zur bigott und scheinheilig. Schwerlich wird er sich daher mit unsern Scehelden, diemchss weniger als Frömmlinge sind, gut vertragen. So viel man von den Geheimnissen der Jakobiner herausgelockt haben will, soll der große vorhabende Schlag darin bestehen, daß sie die VV. Barras und SiencS denunciiren, und diese Denunciation durch 9Q00 Unterschriften, vo» 8po Vurgccn dem Rathe der 5^ übergeben, unterstützen wollcn. So viel ist g^ewiß, daß die Waldhör- nsr? die man seitdem zostenPrai-rial nicht gchört hat, wieder «n-fa<;gen, Signale gcroisscr geheimcr Verständnisse auszustossen, und daß unsere Journale, diese sonst so beliebten Echos der Anarchie?, in großen Verdacht der Zurückhaltigkeit vcrfaAen. Vielleicht ist es weniger Furcht, als politisches Verhalten, Uly vor dem Erwachen des Löwen, wie sie es nennen, kein Geräusch zu machen. Wenn kein Tag blutig ablauft, so ist es der, an welchem nochmahls Untersuchungen gegen die VolksgeMsch asten vorgenommen werden sollen, und wozu eine Spezial - Commission ernannt ist. Man hat daher die Wache des Direktoriums verdoppelt, und Kano-ucn aufgepflanzt. Dreyhundert außerordentlich bewaffnete Cousti-twnsmänner gehen als Scharwäch-tcr herum. Es wird häufig visi-tirt; das Palais Egalite laßt man nicht aus dem Auge. Gestern wurden auch verschiedene Schriftenträger arretirt, welche die Apostelgeschichte ausriefen. Zu Marseille war die erste Sitzung des Clubs so stürmisch, daß der Kommandant ihre Schleißung befahl. (Publicist.) Es ist nunmehr gewiß, daß unsere VankierS der Regierung in Z Terminen, wovon der letzte vomDatum an 4 Monathe fällig ist, zo Millonen w Wcchselbriefenvorschiessen. DjeRük-zahlung ist auf alle Einkünfte gestellt, welche in den Schatz eingehen. Uebri-gens ist der Geldmangel so groß , daß dle Leihbank auf die kleinsten Pfänder «nchts mb^r leihet. Großbrittanien. Spanische und französss. Flotten. London, den 2. Aug. Das Paket-Boot König Georgs welches in 7 Tagen von Lissabon «t FalmoutH ankam, überbrachte Berichte, daß die feindliche Flotte am 8. Juli die Meerenge von Gibraltar passirt habe, und in z Abtheilungen am loten, daß seine Mutter die Königinn sich von ihrer Geistes - Vcrirrung nicht wieder erhohlen werde. Die 3 fremden, in englischem <3ol» de stehenden Regimenter, welch? i« Lissabon liegen, hatten Befehl, sich in das mittelländische Mecr zu begeben; und schon schiffte man ihr Gepäcke ei«, als der Regent von Portugal den eng-lischenGeneralCuylernoch vermochte, diese Truppen noch in ftincm Lande zu lassen. Man befürchtet einen Bruch mit Spanien. ^ack den von dem Generalen der Kavallerie v. Melas aus dem Hauptquats Ä^ tier zu Novt unterm ll.u. 12, August erstatteten Berichten, balder sseind ' den tu Cumolino gestandenen Rittmclster Bretcn, vom Zten Hussaren - Rcgi» l mcnt mit einer Ucbermacht angegriffen, und bis Rocca Orimaldi zurückgcdrückt, ficb aber einzig auf die Besetzung des Postens Ovado beschränkt, indessen ward zu« Vorsicht Rocca Grimaldi mtt «wem Infanterie-BataMon verstärkt. Von dem F. M L Kaim ging die Meldung ein , daß dcr Feind sowohl gegen Tcnda, als auch in dem Stura-Thal mehrere Truppen und kleine Lager zusammenziehe, und nahmhafte Verstärkungen gegen den Monte Cenis bereits abgeschickt bade, auf dem Monte Gcncvro mehrere Kanonen angekommen seyen, und alle Anstal-sen aett ffen würden, um dc>,s ? ort la Cbarbonicrc in Vcrtheidigungsstand zu sctzcn. Am l2 August rückte der Feind aegen Spigno, und von Susclla gcgcn Pontone mit einiaen ivoc: Mann vor, brachte in den hosten Dvado anscbnliche Vcr' stärkungcn, und drang nach zurückgedrückten Vorposten von der Seite von Aqui dis an Nocca Grimaldi und Crcmolino vor, ' Als der K. M. L. Graf Bcllcgarde, dcr mit seiner Division bei Aqui aufgestellet war, diese Vorrückung d s Feindes meldete, und zugleich anzeigte, daß derselbe mit y halben Brigaden, ungefähr 8vo5 Mann, gegen Erco und das Bormida-Thal vormdringen gesonnen sey , auch bereits aNe zu seinem Unternehmen dlcnlicbe «Vost n besetzt habe, wurde dem gedachten F. M. L. aufgetragen, sich mit beM blinde in nichts einzulassen, sondern bci dessen ernsthafter Worrückung sich ubct die ^trada alte Retorte, und von dcr ganzen Rivalta di Scrivia an die tm Lager stehende Armee zurückzuziehen, wei! man beschloß, den Feind zwischen der Drba und Scrivla zu elnem Treffen zu zwingen. ««.<,. Der eb n am 12 August mit seinem Korps bei der Armee elngelroffcne F. 3» M Baron Kray machte die Meldung, daß seine gegen Argentera ausgcschikten St'rel vatrouillen die Nachricht gebracht baden, roie dec Feind ungefähr IQ2Q Mann start in dem Thal Bc-rceNonetta sich befinde, und noch eine von Arche kommende VerlUrtlmavon l2no Mann dazustossen solle Dlcse ernsthaften Bewegungen des Feindes, und scinc auf so vielen Punkten aetroffenen Vorfcbrungen, gabM seine Absicht auf eine wichtige Unternehmung deutlich zu erkennen, nnd den 2,. d. ist der k. k. Major Graf Hardcgg, vom ^Plon-nier-Korps, als Kurier in Wien eingetroffen, der aus dcm Hauptquartiere zu 3c" vl, die höchst erfrculicke Nachricht von elnem über den Feind erfochtenen, vollkommenen Sieg überbrachte. ^ ., ^. ^ . ^ , 5,n Nach dcm hierüber am 16. August erstatteten Dencht, stand die Armee in den Ebenen von Rivalta di Scrivia, und da die Absicht war, den Feind in diese Eoe/ 5,e zu locken. so war es ihm leicht, unsere Posten aus dem Gebirge zurückzudru-