Mittwoch den 28. Juli l»^75 XiV. Jahrgang. Die ^Marburg« geituna« erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und yreitag. Preise für Mnrburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljahrig 1 fl. 50 fr; für üustelluttg in« Han» monatlich l0 kr. — mit Postversendnng: ganzjährig « fl., halbjährig 4 fl., vierteljahrig 2 fl. Jnsertion«gebühr S kr. pr. Zeile. Nr»t Ardürfaifft des Acerts. Marburg, 27. Juli. Die Regierung bricht nun endlich in der „Wiener Zeitullg" den Bann, welcher auf dnn Kriegsvoranschlag bisher gelegen. Die neuen lind nächsten Bedürfnisse des Heeres werden ausgezählt und gibt es deren eine so stattliche Menge, daß beim Anblick derselben uns die Augen fliminern. Stahlbronze, Kanonen — Resorm der Kadettenschulen, der Militär Realschule»; und Militärakadetnien — Verwendung pettsionirter Offiziere iit der HeereS-verwaltllng und entsprechende Aufbesserung ihrer Bezüge — Berittenmachung der Hauptlelite — Besserung der Lage der Soldaten durch.Abrunduilg bei Einführung der neuen Mabe und Gewichte — Renovirung der Militärspitäler und Vor-rathsinagazine — Jllstandhaltung der Kasernen — Neuorganisation des Generalstabes uild Stellung desselben aus die volle Höhe des Kriegs-süsses — Ausbau der Reichsbesestigllng werden mit aller Bestimmtheit beantragt. Die Hinweisung a»ls die Wichtigkeit der Bewafslmng sür die Wehrkraft des Reiches deutet wohl an, daß auch neue Hinterlader (System Kropatschek) eingeführt werden Was diese Gestaltung unseres Heerwesens kosten soll? Die Angabe der betreffenden Ziffern ist nach der Versicherung der..Wiener Zeitung" „noch unzulässig". Die Halbamtliche schlveigt also nicht aus Unkenntniß, nein! sondern in der Ueberzellgung, daß die beschränkte Mittheilung einstweilen genügt; wir könnten ja er« schrecken vor deln Ungeheuer des Betrages — wir müssen auf die Enthttllllng des Bildes erst Mönche und Laienbrüder, 2000 Nonnen und vorbereitet werden. i Laienschwestern ihrer Gelübde entbunden. ' Auch die volkswirthschaftliche Bedeutung Die Halbaintliche sagt nicht mehr, als was ihr nothwendig erscheint — nur so viel, daß die Zahlungspflichtigen im Allgemeinen gefaßt sein können. Wir sinds! s^assen wir nur auch den Entschlllß, die Frist blS zum Beginne der Delegationsverhandlungen zu benützen. Rüsten auch wir uns; rüsten wir zuin Streite um das gute Recht — zum Streite gegen die Ueber-bürdung — zllm Streite für den Beschluß, daß der Betrag sür jene Forderung, die wir lncht verweigern dürfen, beschafft werde durch Ersparungen bei aitderen Theilen des Voranschla-ges — überall, wo Ersparungen möglich stnd. Erwartell wir stehenden Fußes den Kriegsminister ! Alöftcr ia WtsttNtich. ^ Die Geschichte der Klösteraufhebung in Oesterreich unter Joseph ll. ist «och immer nicht geschrieben; sie kann daher von den Ultramontanen noch fortan beliebig gesälscht uud als eine schreckliche Verfolgung der Kirche hingestellt werden. Erst in jüngster Zeit ist man endlich daran gegangen, die nöchigen statistifchell Daten zu sammeln. Die Zahl der Klöster, welche aus Befehl Josephs wirklich, nicht blos scheinbar ausgehoben wordeil, beträgt 276 sür inäilllliche und 83 für weibliche Orden, so daß noch 380 der ersteren und 50 der letzteren erübrigten. Wenn wir bei ihrer Bewohnerschast alle Doppelzählungen möglich ausscheiden, so wurden 6000 der Eillziehung und Veräußerung des Klosterguts erwartet noch ihren Geschichtschreiber. Welln 40 Millionen Gulden mit eiilem Schlag der todten Hand entzogen wurden, so konnte ihr Rückströinen in den Verkehr nur von den weitesttragenden folgen begleitet sein. Die beliebte Klage, daß schlleßlich alles auf eine Erhöhung der Steuerlast hinausgegangen, schrumpft bei eineln schärferen Blick aus ihre thatsächliche Begründung gar mächtig zusaminen. Sehr interessant ist es, ziffermäßig sestge-stellt zu sehen, daß auch die beiden Nachsolger Josephs fast ein halbes Hutldert österreichischer Klöster aushoben und der letzte Akt diefer Art bis in die Zeit Ferdinallds hillreicht. Fast llluß man das Borgehen der französischen u»ld der bairischen Regierung im Lande ob der Enns, in Salzburg, Tirol uild Krain eiil viel iniilder elltschiedenes nennen obwohl beiden eiile sehr scharf lautende Gesetzgebung zur Seite stand. Allein auch Klosterherstellungen und Klostererrichtungen datiren bi< in die Zeit des Kaiser Franz zurück und das Jahr l82<), welches den Jesuiten Oesterreich lvieder öffilete uild die Re-demptoristen zuließ, bildet eitlen inerkwürdigen Wendepunkt in der Geschichte des OrdenweseilS. Die amtliche Statistik beginnt mit dem Jahre l8'^9. Seither hat sich die Zahl der Niederlassungen männlicher Orden um 1v Prozent verlnehrt, hauptsächlich zu Gllnsten der beideil genanilten Ordeil, illSbesolldere in dem letzoer-ffossellen Vierteljahrhundert aus eine wahrhast fabelhafte Weise, indeln sie sich, lve»»n mail auch Aeuilteton. Der Ä l c i e r. Bon Lcwin Schiicking. (Tortfetzttng.) Der römische Köing aber richtete niemals das Wort an ihil; er schiell keinen Blick für ihn zu habeil; ja, es war, als ob er die An-wefellheit des rothe,» Arciers gar »licht wahrnehme ; und doch war dieser sichtbar genug ulld sand keinen Grltnd, sich hinter die Ailderen zu verstecken, was ihm auch schwer gelliorden »väre! Frohll lvar gerade deshalb utn so lnehr über-zellgt, daß Köllig Joseph irgeild eiile Absicht lnit diese»» Einladunge»l verbiilde; aber er zerbrach sich llicht den Kops darüber, welche es s«iin köllne. A»n spätell Abend kehrte die Jagdkavalkade vom Kahlellberge zurtick. „Ärcier Frohll", sagte a»n aildern Morge»» beim Appell der Premier-Wachtmeister-Oberst, der heute die kleiile Schaar kolnmaildirte, „Arcier Frohn", sagte der gestrenge alte Herr, die drei Tage Stubenarrest haben bei Jhln nicht gewirkt, wie lanpe »nllß nlan Ihm aus die Wache chicken, dalnit Er daran denkt? Geb'Er einmal selber die Dosis an, die bei Ihm verfängt? Werden'» acht Tage thun? Nu»», »vir wollen sehen! Melde er sich dazu. Aber das sage ich Jh»n: zeigt Er »nir zuin dritten Male seinen U»lgehorsam, so behandle ichs als ei»len Fall schwerer J»lsul)ordination und laß Ihn sofort kru»n»n schließen u»ld in Eisen legen! Daraus hat er mein Wort, Arcier Frohn! Verstailden?" „Zu Besehl, Herr Oberst." Der Herr Oberst wandte sich gränllich ab, u»»d Frohl» ging sich zu»n Arrest zu melde»». Acht Tage in der Offizierstllbe des Militärge-sällgnisses zugebracht — es war eine lange lairgweilige Zeit. Doch bra»ichte sie lvenigstellS »licht einsanl z»»gebracht zu werde»». An einem Ort »nit so großer Garnison gab es iinmer eillige LeidenSgesährten, und Würsel, Karte»», Jagd-u»ld Kriegsgeschichten zeigten sich im»ner von besriedigender Wirkuilg als Vertilgu»lgS»llittel der überflüssigen Stunden. Als die acht Tage glücklich hingebracht waren und Frohn sich bei seil»e»n Vorgesetzten meldete, u»»» eilie für das Soldatenthuin der Vergangenheit charakteristische und wahrhast dälnonisch ausgesonllene Formalität zu srsüllen, die nälnlich, fllr die gnädige Strafe zu danken, hielt ihln der Wachtnleister-Oberst eitle erilste väterliche Er»nahilungsrede: „Arcier Frohn", sagte er, „Er ist sonst ein tüchtiger Soldat, genau und akkurat im Dienst und, obivohl Er ein junger Mensch ist, von solideln Betragen und löblichster Konduite. Ich habe auch »licht uilterlasse»». Seiner Exzellenz unserm Chef, der großen Alltheil ai» Jh»n nim»nt, das Beste über Seine Führung z»» berichten. Desto »»»ehr ärgerts nlich. daß wir Ihn jetzt scho»l zuln ziveitei» Mal haben strafen »nüssen. Er »veiß selber, daß Ltrafeil bei der Arcieren-Leibgarde »licht vorkoinuleil dürfen; das Straf« journal ist so sauber uild reil» geblieben, wies voln Vuchbillder gekoinlneil ist, bis alts Ihn, um den nun ailf eintnal schoil z»vei Blätter habe»» verkleckst werden »nüssen! Will Er denn das Korps uln seinen guten Rus brillgen? Sollen die voll der Tmba»»tell- ut»d Nobelgarde sage»», wir wären »licht besser als ein Haufen Rekruten? Strafen, Herr? Nichts da! Ich will keine Strafei» im Korps, lnld Er soll erfahren, was das Krumlnschließen bedeutet, falls Er »nich zwingt, wieder »nit Strase»» dreii» zu sahreil — merk' er sich das und sehe Er »lun sich vor!" Nach dieser Rede, die der kleine alte Herr mit steigendetn Aerger dein straff uild wie eitle Säule vor ihlN stehenden Untergebenen gehalten hatte, wllrde Frohn eiltlassen. Zwei Tage »»achher, als Frohn eben auf Wache gelvesen lvar uild sich nach geschehener Ablösung nach Hause begeben wollte, begegnete die Filialen beriicksichtigt, verfi'lnffachte und na-inenNich barmherzige Schwestern, Tertiarieriittle», Schulschwestern aller Formen rasch neben der Kraukenpflege namentlich die Erziehnng von Waisenkindern und den Unterricht der weiblichen Jugend in einem kaum geahnten Nnlfang an sich zogen und selbst die Leitung und Beaufsichtigung der Strafaustalten ubernahnlen. (Schluß Igt.) 3ur Zefchichte des Tages. Die finanzielle Lage inuß driickend genug sein und die Anwendung der Steuerge-setze überaus strenge, wenn sogar im GeineLnde-rathe von Graz sich ein Vtitglied.findet, welches, wie dies in der letzten Sitzung geschehen, beantragt, die Negierling llm eine nlildere Praxis bei der Steuereinhebung z»t ersuchen. Eine Denkschrift in gleichem Sinne soll dem Abgeord^ietenhause iil'erreicht werden. Bei den letzten Wahlen in Ungarn haben sich Lücken und Mängel des Gesetzes gezeigt, daß wegen zahlreicher Beschwerden der Reichstag genötl)igt sein dilrfte. mehrere Wochen der Wahlenprlifung zu widnlen. Die beste Arbeitszeit und das viele Geld, dlirch diese Prüfuug vergeudet, stehen in schreiendem Mißverhältniß zur Lache. Die Bischöfe in Preuhen beabsichtigen, nächstens mit einer Gesammterklärung hervorzntreten. „Ihre getreuen Priester und das katholische Volk" sollen belehrt werden, ans welchen Griinden die .^Urchenfürsten sich dem Gesetz iU'er die Verwaltung des Kirchenver Mögens ulttermerfen. Der Geldsack ist ein Lebensnerv auch in jenen Kreisen, „deren Reich nicht von dieser Welt." Die Schlauheit der Jesuiten kann iibrigcns die gunstige Gelegenheit der fraglichen Wendzuig als Falle bentltzen. Vermischte Nachrichten. '' ^'(^in amerikanisches Urtheil über deutsche Frauen.) Ein Berichterstatter, welcher aus Amerika nach Deutschland gekom-. nlen, unl dieses zu bereisen, schreibt denl „Anzeiger des Westens" über die deutschen Frauei»: „Es gibt wenig „beruhutte" Frauen in Delltsch^ land; wenige Schriftstellerinimen — Fanny Lewald, die Polko, die Wildermuth, die Bauer und die Celebrltäten der „Garteillanbe"; wenige Sängerinnen und Schauspielerinnen — die Lucca, Mallinger und Wilt; die Naabe, Wolter, Ziegler, Seebach, Haizillger, Gallinayer, ihm unter dem Portale des Ausgangs aus der Aurg der Hoskavalier des römischen Königs, welcher der Verinittler der sriiheren Jagdeinladungen gewesen war. Er trat auf Frohn zll, und dieser erschrack nicht wenig, als der Kavalier lächelnd und mit großer Artigkeit sagte: „Der Herr Arcier kainl sich Gliick wünschen, daß Seilte rönlisch königliche Majestät ihn so oftnialen in il)rem Gefolge zu sehen verlangen. Es ist Ihr expresser Befehl, daß Sie morgen frllh llnl neun Uhr nnt nach Hetzendorf zur Jagd hinausreiten." „Ich bin Seiner Majestät für diese Gunst aufs tiefste verpflichtet", versetzte Frohn, „aber ich hoffe zu Gott, daß ich dies Mal . . „Urlaub zu nehnien wird nicht erforderlich sein", .siel der Hosniann nnt ei>leni verzweif lungSvoll rnhigen und gleichgiiltigen Lächeln ein. „Seine Majestät haben ausdrücklich zu bemerken gerul)t, sie wünschten es nicht." „Aber —" begann der Arcier. Der Hofkavalier hörte jedoch nicht auf ihn. „Halten Sie sich an den Wunsch des Könige",' sagte er mit einem bedeutsainen Tone. „Also morgen Schlag neiln Uhr!" „C'en Teufel Hab' ich von diesen sich drängenden königlichen Gunstbeweisen", flüsterte Frohn zwischen den Zähnen, während der Kavalier mit einer vertraulichen Handbewegung Geistinger; wenige Klavier-Virtuosiunen — Klara Schumann, Sophie Menter, Mary Krebs und Laura Mehlich; einige Wohlthäterinnen von Berus — die Kaiseriil Augusta au der Spitze — damit werden die berühmten deutschen Frauen nahezu erschöpfend genannt sein. Aber es gibt Legionen, geradezu Legionen von musterhaften Frauen in Deutschland, die durch die Erziehung ihrer Söhne und Töchter an der Kräftigung und Erhaltung des deutschen Volkes initheljen, so gut und besser, als es die besten StaatSeinrichtungen venuögen; Frauen, die ihre ganze Existenz ihrer Familie widmen, und während sie nur sür diese zu leben scheiilen, aus ihr hinaus ins thätige Leben blicken und ihm für und für neue Stützen, neue Förderer, uene lebendige Kräfte zuführe». Niemals treten sie selbst hiuter den Gardinen hervor, nienials greifen sie selbst in die Räder des ijsfentlichen Lebens ein, nnr ihre Truppen schicken sie ins Feld unv halteli ihnen die Heimat warm, da-nlit sie sich in jeden: Atigenblick an der wahren Quelle ihrer Kraft erfrischen und in: Nothfalle gänzlich zurückziehen können, wenn ilir Stre ben fruchtlos gewesen und Ihr Muth erschöpft ist. Bei dieser tnialifhörlichen, stillen, bescheidenen Arbeit werden die Frauen nicht berühmt; aber Dichter, Geschichtsschreiber, Gesetzgeber und Staatsmänner kenneil die Art und baueu auf ihre Thaten die Zukunft des deutschen Volkes." (Frankreichs Staatssinanz e n.) Die direkten Steuern Frankreichs haben im ersten Halbjahr 1875 Millionen Fr. einge^ tragen — um 46 Milttoneu mehr, als fällig waren. Die indirekten Lteueril ergaben Millionen — 45 Millionen mehr, als der Voranschlag festgesetzt. (Heerwesen Neuer Hinterlader) Der „Bohemia" wird aus Wien geschrieben: Das Tagesereigniß sind die außerordentlichen Resultate, welche im Brucker Lager mit den» von Hauptman .^ropatschek erfundenen Repetir-gewehr erzielt wurdeu. Mau bezeichnet es als das Bedeutendste, was bisher auf dem Gebiete der Handfeuerwaffen geleistet wurde. Mini», Dreyse, Chassepot, Remington, Podewils und wie die Gewehrsysteme sonst noch heißen, alle sind sie iil den Schatten gestellt dnrch eine wiederum einheiuüsche, wahrl)aft geuiale Verbesserung. Der Ersinder, Alfred Ritter v. Kro-patfchek, ist Jahre alt ultd wurde vor fünf Jahren in den Ritterstand erholten. Von Fach ist er eigentlich Artillerist, denn er trat, nachdem er seine militärtechnischen Studien absol virt u»»d speziell nnt balliftischell Untersuchltugeu sich beurlaubte lind rasch weiter schritt. „Er hat nicht einmal ein sreilndliches Wort, nicht einnial einen Blick für mich, l»ud dafür foll ich ntich jetzt gar noch in die Eifeil legen lassen! Eine altSgezeichnete Gnade! Als ob Krumm-schlieszen ein Kinderspiel wäre! Wenn's nicht König Joseph wäre, niüßt' ich denken, er wollte Ntich zunt Danke sür das, was ich gethan habe, so lange zu Insubordinationen verführen, bis mall mich aus deill Arciereu Korps ausstößt, tlm einen Meiischen beseitigt zu ivisien, dent er sich verpflichtet sül)lt. Für eill iltenschlich füh-lendes Geinilth sind solche Jitdividuen ja ge-wöhltlich unaligenehme Persönlichkeitelt, die »nan gern tnöglichst weit lveib! Der Heltker werde klug daraus! Nun. eiitmal woUeu wir's lt^ich wageit, dann aber iticht mehr!" Ant aitdern Morgen ltnl ltelilt llhr war der Arcier auf dem Vltrgplatz, wo die Pferde des rölnifchen Köttigs uitd seines Gefolges eben vorgeführt wltrdelt. Einige ^tundeil später, beiln Appell, lvurde der Raine Joseich voit Frohn vergeblich aufgertifell uitd vont Vi».e-Sekond-Wacht- und Nittiueister ntit einer sehr ernsteit Diellstmieite in seilt Taschenbuch verzeichltet. (s^ortsetziin^ sich beschäftigt hatte, als Lielltenant beim Ge-schützlvesell eilt, avaltcirte 18l;k zutn Oberlieu-. tellant uud !87l1 ztiin Hauptutanll Seit 1866 lllachte er sich ilt der militärischen Literatur durch gediegeite Arbeiten, besoilders über die Eiitführnttg der Hinterlader in der k. k. Arniee, bemerkbar. Wie das genannte Blatt versichert, übertrifft die neue österreichische Erfindltng an Einfachheit und verläßlicher Fnnktionirung alles bisher ilt dieser Beziehttng Gebotene. Der Vortheil des Kropatschek Gewehrs liegt nicht so sehr ilt der Fenerschnelligkeit (obtvohl diese eine galiz uttglattbliche, uoch nie dagewesene ist), soildern dariu, daß der Soldat 'lväl)reltd ge-tvisser GefechtStuomente innerhalb eiiter bestilnln-telt Zeitdauer die drei- bis vierfache Schltßzahl eines nlit Einzelnlader versehenetl Soldaten tvird abgeben köititell. Der Soldat brallcht zu dieser Waffe iit deiu wildesten Schlachtengetütn-mel ltur so viel GeisteSgegeltwart, daß er luit zwei kurzeil Betvegungei» deit Verschlllß öffnet und schlicht, uud ebeltso kaitn anch, bei der atißerordeiltlichen Eilifachheit des Geivehrs, selbst lnit erstarrten Fingern iin strengsten Winter eilt verläßliches Schnellfeuer ausgeführt iverden. Der Hauptvortheil ist also der, daß ntau sich alls all' Das ilt detl entscheidenden Molneilten der Schlacht verlassen kann. Es werden sich dalln — die erfolgten Schießproben haben das zur Evidenz dargethan — nlit dem Repetirge-lvehr Erfolge erzielen lassett, welche das Schtlell-seiler der Kriege 1866 ulld lv70—1871 weit hillter sich zttrücklaffen. (Eisenbahn. Zur Verhütuug von Unglücksfällen.) Die Geileralinspektion hat an sälnmtliche Bahnverwaltungen llachstehenden Erlaß gerichtet: „Znr Verhütung von Zusaln-lnenstößen aus jenen Statiolleil, wo Schnell-und Kourierzüge nicht anl)altell, lvird deit Herrelt Stationschess nachsteheltde Anordnung zttr strengsten Pflicht gemacht: 1. Den diettst-habendeit Verkehrsbeaniten wegen richtiger uitd miltutiöser Pünktlichkeit der abgegebenen tele-graphischeit Sigltale des dtirchzusahretldelt Zuges auf die nächste Station zu koittrvliren. 2. Das Doppelgeleise ilt jeder Station ist noch vor Sigltalisirung des anzukontniendeit Zuges sreizumachelt uud bis znr AbsertigtNtg frei zu erhalteit. Hat sich der Statioltschef selbü kurz vor Ankttnft eines jedell Zuges beiln Eiil-schltitte voit der richttgett Stellung des Weichenwechsels zu überzeuget». 4. Hat ettdlich das Zugspersouale bei Anltäherung in die Station beitn dritten Profil ordnllngSgentäß zu brelnsen und ist vom Zugsführer lllit gemäßigter Ge-schtvindigkeit die betreffeltde Station zu passireit." (Landwi rthschchst. Mittel gegen K o l o ra do käser.) Ztir Vertilgung dieses Käferi^ wird das Bestretteit der Kartoffelstaltden ttlit Pnrisergrün oder Portlaild-Eentent ein-pfohleit. ^tlarbartier Z^ierichte. (Preß freiheit. Ueber deit AttS-drttck: „ZttNt Schweiltefütterit.) Vom Kreisgerichte Cilli ist Herrtl Andreas Gatti, Kattflnantl in Maria-Wüste folgendes Schriftstück zugestellt wordeil: „Das k. f. Oberlandesgericht ilt Graz als Gerichtshof ziveiter Instanz hat tntter dem Vorsitze des Herrlt Oberlaltdesgerichts-Präsideil-ten Dr. Ritter volt Waser ttltd ilt Aitlveseliheit der k k. Oberlaitdesgerichtsräthe Liltiitger, Kar-ititschltig, Tschanipa uitd Mal)d liach Aithörllitg des k. k. Oberstaatsalllvaltes über den Einspritch des Vinzeitz Kotznttith tlitd Altdreas Gatti gegell die Anklageschrift des PlivataltklägeiS Josef Kurmattn durch I'r. Serliec ddo 4. Mai I. I. et^ pnls. 7. Mai l. I. Z. 4218 wegen Vergehens der Ehreltbeleidiguttg zlt elttscheiden be» fundeit: Es werde der Atiklage keilte Folge ge-gebelt ultd das tveitere Versahrelt nach 2»3 St P. O. eittgestellt, dein Privatallkläger Josef Kttrnlalt aber in Geluäßheit des tz. 3^0 St. P. O. der Ersatz der in Folge seines Einschreitens aufgelaufenen Kosten aufgetragen. Gegen diese Entscheidung steht genläß L. 216 der St. P. O. nur die Nichtigkeitsbeschwerde an den t. k. obersten Gerichts- als Kassationöhof offeil, welche von dem Beschuldigten binnen drei Tagen nach der Zustellung des Erkenntnisses bei dein k. k. Kreisgerichte Cilli anzllbringen ist. Gründe: Bezüglich des in der „Marbnrger Zeitung" vom 17. Jänner 1875 Nr. 6 erschienenen Inserates: Eingesendet. Eine Ortsschulrathsitzung in Maria^Wüste, wird von Joses Kurmann als Obtttann des Ortsschulrathes in Maria-Wüste wider Vinzenz Kotzmnth, Oberlehrer in Maria» Wüste und Andreas Gatti, Kanfnlann ebendort als Urheber die Anklage wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung nach den tz. 48V und 491, strafbar nach §.493 St. P. O. erhoben. Der Thatbestand der Ehrenbeleidigullg will vom Privatankläger gefunden werden: n.) in den, demselben in den Mund gelegten Worten: „wir müssen uns jetzt ein Paar Jahre gedulden und dann haben wir Lehrer zum Schweinfüttern", dann d) in der hierauf folgenden Anführung: „Dieser Ausdruck von eillem Obmanne beweist hinreichend, warilm die Unterlehrerstelle hier, trotz der erhöhten Gehaltsklasse, unbesetzt bleibt" und o) in der weitern Anführung: „ES wäre daher angezeigt, daß der genannte Herr sich eines Besseren belehren ließe oder diese Ehrenstelle einem Anderen überlassen würde." In keiner dieser Stellen des vorliegenden Inserates kann jedoch der Thatbestand der vom Privatankläger bezeichneten oder einer andern ini 12. Hauptstücke des Strafgesetzes angesühr-ten Ehrenbeleidiglmgen erkannt werden. Zur Würdigung und richtigen Beurthei^ lung der deni Privatankläger in den Mundgelegten nnd vorn sud a angeführten Aeuße rung ist die Bestimmung der wahren Bedeutung derseldel, nack) der inl VolkSmunde herrschenden Sprachlveise erforderlich, nach welcher bezüglich der zum Schweinfntter nicht geeigneten Gegenstände mit den Worte!»: ..man habe einen Gegenstand zum Schweinfüttern" nur der Ueberfluß an diesem Gegenstande ausgedrückt wird, und wornach die obige Aeußerung u. nur die wahre Aedentuing hat: „wir müssen uns jetzt (bezüglich der Besetzung der Unterlehrer stelle) noch ein paar Jahre gedulden und dann habell wir Lehrer zum Ueberfluße." Bei diesen llniständen ist diese Aeußerung, ver-mög ihrer Form wohl eine nicht gewählte nnd nicht passende, veunög ihrer Bedeutung bildet dieselbe aber keine unehrenl)aste oder unsittliche Handlung, welche den Sprecher derselben verächtlich zn machen oder sonst in der öffentlichen Meinung hembzllsetzen geeignet sein könnte, daher auch in der Äi^schuldigling derselben keiiie Ehrenbeleidigniig erkannt werden kann. Wie in der weitern Anfnhrnng !it1 l) eine Ehrenbeleidignng erkannt werden soll, ist geradezu unerklärdar, inden» eben ans der vor-anget)enden Aeußerllng aä tt, ans welche sich bezogen wird, hervorgeht, dab wegen des derzeitigen Mangels an ^^el)rern die Unterlel)rer-stelle in Marin-Wnste noch nnbesetzt bleibt, wornach sich diese Anfnhrllng nilter gar keine Begrisfvbestimnnlng der in» 12. Hauptslücke des St. G. ansgesührten Ehrenbeleidigungen sub-su'.nmiren läßt. In der ?lnsül)rnng Lul» o wird endlich dem Privatankläger anenipfohlen, sich eines Bessern l'elehren zn lassen oder seiue Ehrenstelle als Odnmnn des Ortsschnlrathes einem Andern zn überlassen. Jedoch anch hierin ka»ln der Tl)utbesland einer Ehrenbeleidignng nicht anerkannt werden,, denn ans diese Stelle bezieht sich vsfenbar nnr ailf die Besetzung der Unterlel)rerstelle in Maria-Wnste nnd ans das angebliche, ini Ma»lgel an Lehreril bestehende Hinderniß derselben; — und wenn auch gleich- wohl a»lge»wnlmen werden wollte, daß diese Stelle des verfolgten Inserates die Beschnldi« gllng eines JrrthmneS bezüglich des wirklichen Bestandes de» vorbezeichneten Hindernisses der Besetzung der Unterlehrerstelle oder mangelhafter Unterrichtung des Privatanklägers in diesem Gegenstaude involvire, so kann hieran? doch nicht gefolgert werden, der Privatankläger fei hiedurch verächtlicher Eigenschaften und Gesinnungen geziehen oder dem öffentlichen Spotte ausgesetzt wordetl. Aus diesen Gründen mußte wegen Abganges des Thatbestalldes einer nach dem all-genieinen Strafgesetze strafbaren Haildlung nach K. 213 Abschnitt l Ä. P. O. der Anklage keiile Folge gegeben und das weitere Verfahren über die vorliegende Privatanklage eingestellt, dem Privatankläger aber in Genräßheit des Z. 390 St. P. O. der Ersatz der in Folge seines Einschreitens aufgelaufenen Kosten aufgetragen werden. Wovoil Sie zu Folge hochobergerichtlicher Verordnung von; 2S. Juni d. I. Z. 6036 verständigt werden." (Schmalspurige Eisenbahn.) Die steirisch-kroatische Kohlenwerks-Gesellschaft hat die Bewilligung erhalten, die Vorarbeiten zu einer schmalspurigen Eisenbahn Krapina-Jvanetz ^Verbindung mit der Südbahn über Friedau-Polstrau oder Tschakaturll) vornnehmen z»» dürfen. (Ein Wüt Herich.) Die (Arundbesitzerin Franziska Roiz in Gntendorf, Gerichtsbezirk Cilli, war neulich im Walde mit Holzsuchen beschäftigt. Ihr Gatte, ein bekannterTrunkeilbold, der mit einer Axt nachgekonlmen, schien an dieser Arbeit sich betheiligeil zn wollen. Aus die Frage, welchen Baumstrunk er ausschlagen soll, bezeichnete das Weib ihm einen solchen ganz i»» der Nähe und wurde in demselben Augenblicke durch einen wuchtigen Axthieb auf den Rückeu zu Boden gestreckt. Der Wütherich hotte zu wiederholtem Schlage aus, konnte aber durch eitlen Nachbar verhindert werdeil. Auf deil Hilferuf des letzteren eilteil iloch einic^e Äliäilner, lvelche den Thäter ergriffen nnd dle Verhaftung deS' selbell veranlaßten. Franziska Noiz ist Mutter von sechs Kinder»» und schlvebt in Lebensgesahr. (Aus dem Testanlente eiries Hausbesitzers.) Herr Johann Gottsberger, der kürzlich verstorbell, hat in seiilem Testainente verfügt, daß all' seilten Wohnparteien — ulld es gibt deren viele iil zlvei Häuserll — der P^iethziuS eines ganzeil MoilateS nachgelassen werde. (Aus verschlnähter Li eb e.) In Buchholz, Gerichtübezirk EibiSlvald. ist der Stall des Grundbesitzers N. Pachoiuik abgebrallllt, während dieser persönlich die Einladungen zn seiiler Hochzeit besorgte. Das Wohilhauü, welches bereits Feuer gesangen und säinlntliches Vieh wurden tllit Hilfe der Nachbarll gerettet. Dieser Brand ist wahrscheinlich aus verschlnäl)ter Liebe gelegt worden und bestlldet sich die Verdächtige bereits in gerichtlicher Hast. (Aktie n'N eilnlv ert h 2ü0» fl. -Kaufpreis l2 fl. 75 kr) In der Konknrs-nlaffe der steirischen Kreditbank befindeil sich von einem Vorschußgeschäfte her, 25 Aktien der steirischen Weinhalldels-Gesellschast, die ciilen Nennwerth von je 100 fl besitzen. Kurzlich wurdeil diese Aktieil beinl Grazer Landesgerichte versteigert llud um eiullndfünszig 5treuzer Stück st'lr Stl"lck all Mann gebracht. Most. Die Wählerversammluttg l» Aussei' hat crkltürt, ste valt, nur eine Al»llei»igun„, nicht abrr rittl'n pvlitiscken, üver die Personal-uttion hinaus,lehenoen Tlcrband mit Ungarn für nothweudtq. In der Herzrgowiii«, hlZbe» wiederholt blutige Attsamnienstöße zw»sct,en ve» Auf-standifcden und vrn türkischen Trilppen statt-gcfnnden. Der SchadtN, welche» die U^berfeiNvem, munge» im Süven Krantreict)S verursa,l>t hat>cn, betreut nach amtlicher Dchätzuna 7K MiUipntn. Aufruf! Der dllrch den Hagel mn 12 d M. iln Bezirke Wiildifch-Feistritz angerichtete Schadeil wurde aintlich erhoben aus eille Millioil beziffert. Nicht nur, daß die edelsten Weingärtell auf Jahre hinaus beschädigt wurden, trifft es den Landwirthen des Bachergebirges wahrhast vernichtend, wenn mail erwägt, daß ihm sämlnt-liches Getreide — er ballt iil diesen Regionen lneistenS nur Solnmersrüchte — bis in deil Erdboden geschlagen worden — daß die Kar? toffel-Aecker total verwüstet wurden nlld daß es delnselben nicht möglich ist, sich lvie jeneil ain 8. Juni Beschädigten des Bezirkes Gonobitz lllit deln Nachbaue von Kartoffel, Kukilrutz llild Haiden zu Helfern, da es für Kartoffel llnd Ku-kurutz — der ohnedies selten reif lvird — zu spät ist, Haiden aber gar «licht angeballt lvird. Nun muß lvoht die Frage aufgeworfen werden, wovoll sollen die Lellte über den Willter ihr Leben sristen? Woher soll der Unglückliche iln nächsten Frühjahr das Saatgut nehlnen? Das gefertigte Hilfskomite glaubt keille Fehlbitte zll lnachell, wenn es an die Hochherzigkeit der Belnittelten appellirt. Gütige Gaben blttet lnan entweder iln Wege der löbl.politischeil Behörden, der geehrtell Redaktion oder direkte an das Koulite zukotnmen zu lasten, worüber natürlicherweise öffentlich Rechnung gelegt wird. Windisch-Feistritz am 23. Juli 1875. Das Hilfskomite. Alle» Arauken Krast und Gesundheit ohne Mtdicl« «nd ohne Kosten durch die listliche welche ohne Anwendttng von Medicin und Kosten seit 26 Iahren die nachsolgendeu Krankheiten beseitig': Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimtsant-, Athem. Blasen- nnd Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Huste', Unverdaulichkeit. Verstopfung, Diarrhöen. Schlaslofiaket», Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Kieber, ischlvindel. Blutaussteigeu, Ohreu-brausen, Uebelkeit und Erbreche» selbst während der Schwangerschaft, ^'iabeteS, Melaticholie, Abmageruug, RheumatismuZ, Gicht, Blelchsucht. — AuSzug auS 60.000 Certificaten über Veliesuugen, die aller Medicin widerstanden. b49 Rr. 80.416. Herr F. W. Beneke, ordentlicher Professor der Medicin an der llniversttat Marliurg, sagt in der „Berliner K tinischen Wochenschrift" 8. April 137Z: „Ich werde eö nie vergessen, daß ich die Erhaltung eines meiner Kinder der sl>genannten „ttövklsuta ^R,ov»1vsoivrs) verdanke. DaS Kiud litt im 4. Lebensmonate an gänzlicher Abmageruug und fortwährendem Erbrechen, welche Uebel allen Medicamentcn trotten; die ttvv«>.1e»oiera hat seine Gesundheit in sechs Wochen volltomnien hergestellt. Rr. 64.210. '>l)k.'rquise von Bretian von 7jähriger Krankheit, Echlaslofigkeit, Zittern au allen Gliedern, Ab-magerling nnd Hypochondrie. Nr. 7S.S1V. Frau Witwe Kletnm, Diisseldorf, von langjährigem Kopfweh uud Crbre.l)?». Nr. 75 877. Florian Koller, k. k. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Kalarrh, Kopf, schwinde! »ttld Brustbeklemm ing. Nr. 7.'>.970. Herr Gabriel Tcschner, Hörer der öfse..t-lichen hölieren Hani>elS'Lchr>'nst>Ut W^eu, tn einem ver-zweistlteu Grade von Brustiibel und Nerveuzerriittung. Nr. L.i.?1ii. tzrauleiu de MoutlouiS von Uuverdau-lichkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerliug. Wolletu, I. März 1869. Ich war außerordentlich und sehr leidend trank, und konnte lveder verdauen noch schlafen. Durch Ihre ttsva-Ivsvisro (?!u)0o1»tes finde ich inich auf dem Wege der Vesseruug, und bitte ^lege» inliegende 10 fl. um Zusendung von einer 5 Psilud Büchse. Mit Hochachtuug zeichne Alois Humza. Nal)rhaster als Fleisch, erspart die livi'vlosoiei'o bei Erivachsenen uud Kinder» üi) Mal ihren Preis iu Arzueteu. In Blechbüchsen von '/, Pfund fl. 1.50, 1 Pfund fl. 2.b0, '.i Pfund fl. 4.50, 5 Pinnd fl. 10.—, 12 Pfund fl. 20.—. 24 Pfund fl. 36.—. lievltlssoivis.ljisouitsl» iu Büchsen fl. 2.50 und fl. 4.50. — Kevklssoierv-(Idooolateö iu Pulver nud in T>,iiletlen für 12 Tasjen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tasse» fl. 4.50, in Pulver für 120 Tassen st. Iv.—, silr 266 Tassen fl. 20.—, für 576 Tassen fl. !j6. — Zu beziehen durch Ou Aarry St Eomp. in Wien, Wallfisciiqnss- Nr. in Marburg bei I. B.'ncalari, in Graz bei Brüder Oberan zmeyer, in Laidach bei Ed. Mahr, in Kläge nfnrt bei Birnbach er, sowie in allen Städten nel gnten Apothekern und Spezereiliäudlern, auch versendet das Wiener Hau» nach alle» Gegenden gegen Posta»-welsung odtr Nachnahmen. G. 3. 2S2. 293. so?. (911 Kundmachung. An den BolkSschultN d,s SchulbezirktS Stt'dt Marburg findet der diesjährige Schluß in nachstehender Weise statt: Am 30. Zul, 1875 Beendigung deS Unter richleS; am 31. Juli d. Z. um 8 Uhr Bor-mittaz^S Dankamt in der Dom- beziehungsweise St. Magdalena-Vorstadt»Pfarrfirche; hierauf Ansprachen, Klassen Verlesung, Gesang^vorträge und dgl. in den einzelnen Lehrzimmern, im Beisein eines StadtschulrathS-Mitgliede» und des Schulleiter». Die Ausstellung der Echülerarbeiten findet im Lause deS MonateS September statt und wird seinerjeit bekanntgegeben w-rden. . Stadtschulrath Marburg, 20. Juli 1875. Der Stellvertreter des Borfitzenden: Kr. Stampfl. Nr. 294. (892 Oberlehrer- ev. Lehrer-Stelle. An der sechsklassigen Volksschule für Kna ben ju Marburg ist die Oberlehrer- eventuell eine Lehrer-Stelle mit den Bezügen der l. Ge-haltSklasse zu besetzen. Betverber wollen ihre dießsälligen belcgten Gesuche bis längstrnS 31. August 1875 b'im Stadtschulrathe Marburg (im Wege der Vorgesetzten BewtSschulbehörde) einreichen. Solche Betverber, tvelche die Befähigung für Bürgerschulen nachweisen, haben den Borzug. Stadtschulrath Marburg am 12. Juli 1875. Der Steltve'treter deS Vorsitzenden: Fr. Stampfl Nvllv AmUivti limvntirto mstrisvlio lüssm Iiiul keviclile. ßvLtattets (665 Isfvl-, vvntimül^vi'aelivn-, 8pivl- llnll 8eliyvliv»^vn «mpkelllsv Z!r> dillizstsii' k'»I>nk»prsi80ll ..Sie IliuwIttullÄt" von Dr. Schlesinger, L L1975) Spezialarzt. (596 Preis i ft. Aerztlicher Wegweiser für Männer jeden Alters, welche in Kolge heimlicher Gewohn» hetten, Ansschweifnngen zc. an Schwächezu-ständen leiden. Gegen Frankoeinfeitdung von 1 fl. erfolgt Frankoeinfendung in Couvert durch O. PoeuicktS >uchhai»dlv»g in Leipzig. Gasthaus-Eröffnung. Der Gef.rtigte beehrt sich hirmit eri^kbenst anzuzeigen, daß er in der Draugaffe nächst dem Hauptpiatze ein Gasthaus unter der. Aufschrift „Tcdwarz'S Gasthaus" eröffnet, und sich zur Ausgabe gestellt habe, die ihn besuchenden ?. I'. Herren Gäste mit nur guten Speisen und echten Getränken schnell und aufmerksam zu bedienen, und sich durch möglichst billige Preise und Solidität die volle Zusriedenheit zu erwerben. Im Ausschank, befindet fich: Vorzügliches VStz'scht» >ler, die Muß 20 kr., daS Krügl 8 kr.; dann echter gut^r Zairilschtt Wti». die Maß zu 48 kr. (905 Um zahlreichrn Zuspruch bittet ergebenst Vastwieth. Mehrere Wohnungen in der inneren Stadt und den Vorstädten, sowie auch Gewölbe si"d vom 1. August und zu späteren Terminen zu vergeben. Nähere Auskunft in I. Kadlit's Agei'turS'Comptoir. (909 Großes Gewölb zu vermiethen: (8ö5 Obere Herrengasse Nr. 120. ^WW Frühreife Aepfel kauft zu möglichst hohen Preisen F. Abt, Mcllingerstrciße 93. (9l4 Ei« «kttes nellgebautes Haus mit 3 Wohnungen, einem sehr guten Keller nebst Garten, welches 8 Percent lArträgniß abwirst und 20 Jahre steuerfrei ist, verkaust um 3700 fl. «oluuva ist zu verkaufen. (910 Auskunft im Comptoir d. B. Vi» kräftige» Sehrj««ge aus gutem Hause wird längstens btS Mitte September d. I. in der Manufaktur, und Spe» zereiwaoren-Handlung deS Uugo ^vgvvksiövf in pvttsu ausgenemmkn. (913 S.4638. (912 Exekutive Lizitation. Vom k. k. BezirkSgenchte zu St. Leonhard wird bekannt gemocht: CS jet wegen schuldiger 1350 fl. ö. W. sammt Anhang die exekutive Feil-bietui'g des dem Anton Jauk rejp. dessen Ber> lasse gehöligen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten und auf 292 fl. ö. W. bewertheten Mo-bllarS, bestetjend in 32 Eimer Wein und zwei Fässer beivilligrt und hierzu zwei FellbietunstS-tagjlihungen auf den B. und A4. August 1675 jedesmal BormittagS von 11—12 Uhr in dem Lagerräume :m Jakob Pabst'schen Keller zu St. Leonhard mii dem Beisa^e antjtordnet worden, daß diese Weine, fallS fie bei der ersten Feil-bietung nicht wenigstens um den Schalung« »verth angebracht werden, bei der zweiten Versteigerung auch unter dcmselben gegen sogleiche Barbezahlung hinlangegebtn tverden. Sr. Leonhvrd am 12. Juli 1875. kislialkv«, l'unseli k l» Klaev ewpüöklt (513 Eilenmökelfabrik von IVS8 i» III. ^I»rxer^»sLe 17, oillpüsdlt sied kisrinit. au/ /anAsn voll Weinstein, Hadern. Messing, Kupfer, Zinn. Eisen, Blki, Kalb^ u. Schaffellen, Roß-. Ochsen-u. Schweinhanrcn, Schuswolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knochen. Klauen nebst allen anderen Landesprodukten. »o> ungarischen Bettfedern, Flaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Preisen. 8eltlvijin^«r, 14V) Marburg, Burgplatz. Ein Haus mit Garten ist zu verkaufen (Kürntner,Borstadt Rr. 105) um 3700 fl. Das Haus allein trägt monatlich dreißig Gulden und ist fünfzet)n Jahre steuerfrei. 895) Joh. Sch unkner. LvIlS»»r llslsr l Einige hundert Metzen S7S) bti.>»». Anempfehlung. Ich erlaube mir die ergebenste Anzeige zu machen, d'ß ich in meinem AuSschrottung»lokal< in der Schnlgaffe, sowie im Konsumverein am Kärntner'Bahnhof fortwährend das beste Mastoehfensteisch auSschrotte; empfet^le mich daher dem verehrten Publikum zu gtttigem Zuspruch. (901) Hochachtungsvoll »rai»«». Eiseitbahil-Fahrordnung Marburg. Mittlere Ortszeit. Personenzüge. Von Trieft nach Wien: Anknnft 8 U. 8b M. Krüh und 6 ll. b6 M. Abend». Abfahrt 8 U. 4b M. Krüh und 7 U. 8 M. Abends. Von Wien nach Trieft: «nkunft 8 N. bl M. Krüh und 9 U. b4 M. Abend«. Abfahrt S U. b M. Krüh und 10 U. SM. Abend«. Gemischte Züt^e Von Mürizufchlag nach Trieft: Ankunft 1 U. 49 M. Abfahrt 2 U. SS M. Nachm. Bon Trieft nach Mttrzzuschlag: Ankunft 12 U. 16 M. Abfahrt 1.j U. 4» M. Machm. Eilzüge.^ Wien-Trieft. j Trieft-Wien. «nkunst 2 ll. 1» M. «achm. i Ankunft 2 U. »S M. Rachm. Abfahrt 2 ll. iL W.Rachm. j Äbfahrt Z U. 38 M. Nachm. Kärntner-Zügr. Abfaltrt. Räch Kranjen «feste: 9 U. 2? M. Vormitt. nud 10 U. S5 M. Nacht«. Räch Bit lach: 2 ll. bb M. Rachmitt. Ankunft. Bon KranzenSfefie: 7 ll. b Min. Krüh und 0 ll. 40 M. Rachmitt. Bon Billach: 12 U. 29 M. Mittag. Gesucht Ageutea für den Verkous von weißem Marmor, Rohmaterial und fertigen Gegenständen JoH. Steinhäuser, Marmorwtrke Laas, Vivtschgau, Hirot. <893 Eine Mahlmühle mit 3 Gängen am linken Drauufer in Marburg im bestem Betiiebe ist unter ^nten Aahluugöbe-dlngniff n sogleich zu verkaufen. Anzufragen im Comptoir d. B. (903 Die Lokalitäten in der Karntnergafse nächst drm Haupt- plaHe, tvorin gegenwärtig die Bu ch dru ck e r e i betrieben wird und lvelche sich zu jedem Geschäfte eignen, sind mit 1. Jänner zu vermiethen. Anzufragen in der Pö^chl'schen GlaS- und PorzcUanhandlung zu^ Marburg. (882 Dampf-u.Wamlenbad i» drr Kärntiltr-Vlirkadt (2ib täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. AlsiS Schmiederer. Schölte Weingarlttl-Ntalitül in Zweinig, 10 Minuten vom Südbalinhofe, ist aus freier Hand zu verkaufen. Da» Nähere beim Elgenthumcr Franz Martinetz, Lend Nr. 242. 899 Ein BiUard, Überspielt, ist billig zu verkaufen. Auskunft im Comptvir d. B. (904 . N«a»t»ortltche Redottiou. Druck uud Verlas» von Ud»ard Ianschitz i» I>l«b«ra. . N«a»t»ortltche Redottiou. Druck uud Verlas» von Ud»ard Ianschitz i» I>l«b«ra.