Kamstag den 3l. Uänner 1836. .Ueber vie ungewöhnlichen Wmmels Grschei« ^ nultgen im Jahre 1835 llest man folgenve Bemerkungen. ^^bschon der Sternenhimmel dem Beobachter tag- « lich eine unendliche Mannigfaltigkeit wichtiger Ereig. nisse darbiethet, so erblickt doch der Himmelbefchauer nlcht immer einen gleichen Reichthum auffallender und ungewöhnlicher Erscheinungen. Seit dem gefurchte-len Cometen von 1832 ist unsere gespannte Aufmerksamkeit auf den vielbesprochenen Halley'schen Cometen gerichtet, der in den ersten Nouembertagen l825 zur Sonnennähe kommt Zwar wurde früher diese Annäherung auf den 46. November berechnet; als man aber in der neuesten Zeic die Einwirkung unserer Erd» aus diesen Himmelskörper mit in Rechnung nahm, wurde dessen Annäherung um mehrere Tage beschleunigt. Aber auch der für uns weit wichtigere Enke'sche Eomct wird gegen Ende August 1835 zur Sonnennähe kommen. Er wurde schon in den Jahren 1)86, 1795 und «805 beobachtet, ohne daß man wußte, daß man einen und denselben, in dem kurzen Zeiträume von 3 Iah» ren, 115 Tagen um die Sonne herumkommenden Körper sehe; erst den ?. November 1818 wurde er vom Professor Enke, als solcher erkannt, und 18l9 auf mehreren Sternwarten gesehen und beobachtet. 1822 wurde er vom Professor Nümker in Paramatta in Neu-Südwallis vom 2. bis 22. Juni südlich vom Aequalor, wo er auch den bloßen Augen sehr gut sichtbar war, beobachtet. 1825 ist er wieder, der Vorher, sagung gelreu, erschienen. 1828 erschien er ebenfalls "ls teleskopischer Comet dcn bewaffneten Blicken. Am 9. Mai 1332 wurde er nur in der Abenddämmerung gesehen, und ging bald nach der Sonne unter. 1835 wird er schwerlich an irgend einem Orte, weder vor, noch nach seiner Sonnennähe sichtbar seyn, aber die Erfahrung hat uns gelehrt, daß seine Sichtbarkeit mehr von seinem Abstände von der Sonne, als von seiner größern oder kleinern Entfernung von der Erde abhängt. Er entfernt sich nie weit von dem Gebiethe der Planeten. Seine Sonnenferne liegt in dem Raume zwischen den Bahnen des Jupiter und der Pallas, seine Son< ncnnähe zwischen Sonne und Mercur. Die Lange seiner elliptischen Bahn beträgt etwa das Doppelte von der Breite; er ist in der Sonnennähe 6,900,000 Meilen, in seiner Sonnenferne 8^» 1^2 Millionen Meilen von der Sonne entfernt. Wegen seiner kurzen Umlaufs« zeit kann «r von einem Astronomen mehrmals beobachtet, und die darüber angestellten Beobachtungen und deren Resultate können genauer geprüft werden, wodurch wir über das räthselhafte Wesen und den innern Bau dieser sonderbaren Himmelskörper, und vielleicht noch über andere uns ganz unbekannte Eigenschaften uns.res Sonnensystems Aufschlüsse erhalten, die wir wohl auf andern Wegen vergebens erwarten. Er kommt weder der Ecde, noch irgend einem andern Planeten so nahe, um bedeutende Störungen von ihm zu befürchten, dcn Mercur ausgenommen, dem er sich bis auf 360,000 Meilen nähern kann, und uns eben dadurch ein Mittel geben wird, die noch ganz unbekannte Masse dieses Planeten zu bestimmen. Er lieferte den genauesten Beweis von der Richtigkeit astronomischer Berechnungen, und führte Enke auf die wichtige Entdeckung, die erste in ihrer Art, daß seine leichten Nebel in den Hirn« melsräumen einen merklichen Widerstand finden, welcher seine Umlaufszcit nach und nach immer mehr verkürzt. Enke hält den Widerstand des Aethers, oder einer äußerst feinen im Wellraume verbreiteten Mate- — 48 -" «ie für ben Grund dieser auffallenden Erscheinung. Allein man sollte glauben, daß ein solcher Widerstand eher «ine Verzögerung als eine Beschleunigung der Bewegung hervorbringen niüsse; aber die eigentliche Wir' kung eines widerstehenden Miltels bestehe in der Verminderung der Tangentialkraft, wedurch die Anziehungskraft der Sonne vermehrt wird. Wenn sich nun die große Achse dieses Cometen bei jeder Wiedererschei« nung immer progressiv verkürzt, was wird dann endlich fein Schicksal seyn? Nach Herschel's Meinung müßte er sich entweder gänzlich auflösen, oder sich in die Sonne stürzen. Die Sonnennähe des Halley'schen Cometen wird fast gleichzeitig am 7. November 1335 von einem Vorübergange des Mercur vor der Sonnenscheibe begleitet; diese Erscheinung wird jedoch'in Europa nicht sichtbar seyn, indem sie für diesen Welttheil in den Abendstunden nach Sonnenuntergang sich ereignet. Auch die beide« Sonnenfinsternisse den 27. Mai und 20. November, von denen die erst« in einigen Gegenden ringförmig, die andere total erscheint, sind für uns unsichtbar. Die Mondesfulsterniß am lO. Juni läßt «tus nur HH Zoll an seiner nördlichen Scheibe verdunkelt erblicken. Unter den yielen Sternbedeckungen vom Monde ist keiner der ersten oder zweiten Größe, noch «eignen sich besondere Constellationen, Die helleren Planelen sieht man ohne besondere Ereignisse ihre Vahnen wandeln. Erde und Venus durchschreiten ihre t2 Himmelszeichen. Mercur gewährt uns nur selten seinen Anblick, weil er der Sonne zu nahe steht, und sich in ihre Strahlen verhüllt. Im Jänner zeigt sich Mars in den Abendstunden am östlichen Himmel in d«n Zwillingen, ist die ganze Nacht sichtbar, und schreitet fort durch Krebs, Löwe und Jungfrau, wird in der Wage und dem Scorpion unsichtbar, eilt dann im November immer mehr der Sonne zu, kommt mit ihr in der Mitte December in Conjunction, und verhüllt sich in ihre Strahlen. Jupiter steht im Stier nördlich von Aldebaran; im April ist er oberhalb Aldebaran bei den Hörnern des Stiers zu sehen; im Mai stellt er slch zwischen die beiden Horner,^mmt in der Mitte Juni milder Sonne in Conjunction,, und wird unsichtbar; die übrige Hälfte des Jahres verweilt er in den Zwillingen, kommt mit dem Jahreswechsel mit der Sonne in Opposition oder der Sonne gegenüber, und glänzt die ganze Nacht über dem Horizonte. Saturn verläßt das ganze Jahr hindurch die Jungfrau und Uranus den Wassermann nicht. ------------------^V—------------------ Giserne Nampfboote. Man Uest über die Anwendung eiserner Dampfboote folgenden interessanten Artikel in der Sun: »Wir haben die beiden eisernen Dampfboot« gesehen, welche auf dem Euphrat fahren sollen. Bin« nen kurzer Zeit werden beide Fahrzeuge zur Abfahrt bereit seyn. Das Parlament hat in der letzten Sitzung 20,000 Pfund Sterling bewilligt, um zu erforschen, ob es noch einen kürzeren und sichereren Weg nach Indien gebe, als über das rothe Meer. Die Bigotterie und Barbarei der Türken und Araber, welche an den Ufern des Euphrats wohnen, vielleicht auch die Unge. schicklichkeit der Europäer, haben bisher diesen Weg verschlossen. Seit dem Falle der Khalifen war dieser Weg dem Handel verloren. Seit einigen Jahren konnten indeß der Capitän Chesuep und Andere jenen Fluß untersuchen, und da der Pascha von Aegyplen eine aufgeklärtere Negierung daselbst und in dem Norden Syriens begründet hat, über welches die Europäer dahin gelangen können, so ist man auf den Gedanken gekom« men, jenen Weg dem Handel wieder zu öffnen, und es steht zu hoffen, daß im nächsten Mai die Dampfboot« auf dem Euphrat bis in den persischen Meerbusen sAwimmen werden. Diese Fahrzeuge sollen von Liver» pool aussegeln, und zuerst nach Skanderum an der syrischen Küste und sodann den Fluß Orontes bis über Antiochia hinaufgehen, wo sie auseinander genommen und auf Wagen durch das nöldli-che Sprien nach Vir gebracht werden sollen; hier will man sie wieder zusammensetzen, damit sie den Euphrat hinunterfahren können. Der erste Reisezweck soll ein« genauere Untersuchung des Flusses von Vir bis an den persischen Meerbusen seyn. Der Capitä'n Chesney will Bir mit den Dampfbooten im Mai in dem All« genblick verlassen, wann der Fluß durch das Schnee Wasser, das von den armenischen Bergen herabkommt, angeschwollen ist. Die Länge der Fahrt von Bir bis Bassorah betragt tt,t»3 Meilen (engl.), wenn der Fluß schiffbar ist. Die Dampsboote werden zuerst zwischen diesen beiden Städten fahren. Die Regierungen der Türkey und Aegypiens haben versprochen, das Nnt«< nehmen auf jede Weise zu schützen. Die Dampfboote sind so eingerichtet, daß sie so wenig als möglich, ins Wasser gehen. Das größte, welches 105 Fuß lat^g' und t9 breit ist, geht nur.5 Fuß ins Wasser; das 87 Fuß lange und 16 Fuß breite kleinere gar nu< 2 l^2 Fuß.« Das Keueste unv Interessanteste im Gebiet« per Runst unv Invustnc. ver Nänver» unv ^ölkcrkunve. Wenn in mehreren europäischen Ländern Pferdc-ttnncn, Sticrgefechle, Huhnenkämpfe u. a. m. «l§ Gelegenheiten zu hohen Wetten dienen, so bedient man sich in Ostindien der Scorpionenkämpfe, um sein Vermögen den Launen des Zufalls anzuvertrauen. Der Ca. pitä'n Seele gibt uns neuerdings eine Beschreibung dieser Kampfe: zwei große blaue Scorpione werden unter eine Glasglocke gesetzt, die unten etwas Oessnung hat, damit der Zutritt der Luft nicht gänzlich ausgeschlossen sei. Durch diese kleine Oeffnung bläst man elwas Ta-dacksrauch unter die Glocke. Hierauf laufen die Scorpione so schnell, als es ihre Kräfte und Veine nur immer gestatten, unter der Glasglocke herum, bis Einer denAndern einhott. Nun läßt man den Tabacksrauch schnell aus der Glocke entweichen, worauf sich zwischen den Scorpionen ein heftiger Kampf auf Leben und Tod entspinnt,- so kämpfen sie, bis Einer von ihnen todt auf dem Platze bleibt, wodurch die Wette gewonnen oder verloren wird, je nachdem man sein Geld aus den hellblauen vd.r dunkelblauen Teufel gewagt hat. Das Hmerican ^«nn-nal ossciencL macht im Augusibeft des Itthrs 18Z3 Meldung von einem seltenen Naturwunder, nämlich von zwei zusammenge» wachscnfn Fischen, die wie die siamesischen Zwillinge in einandcrgewachsen waren. Mund, Eingeweide u. s. w. hatte jeder Fisch besonders und vollständig. Dieser Dop« pelsisch von der Gattung des Wels wurde im August 1K52 an der Mündung des Cap - Fear-Flusses an der Küste von Nordcarolina lebendig in einem Netze gefan» OtN. Der eine dieser Fische war jedoch größer als der Andere, was sich vermuthlich daraus erklären läßt, daß er eine größere Gewandtheit im Fange des Futters besaß, und sei»emZwillingsbruder alleS vor dem Munde wegschnappte. Cincinati, wo noch vor 40 Jahren keines Weißen Fuß gewandelt, und nur das Geheul der Wol-'fe, Bären und Panther und der gellende Schrei der jagenden Wilden gehört wurde, ist jetzt eine der schönsten Städte im Innern Nordamerika's. Sie hat breite und gerade Straßen, bequeme Trottoirs, die ankommenden und abgehenden Dampfschiffe geben dem Handel ein reges Leben und dienen zum wohlfeilen und schnellen Verkehr. Von Pittsburg bis Cincinati, 500 englische Meilen weit, gelangt man auf Dampfschiffen, und bezahlt für diese Fahrt nicht mehr als drei Dollar. Cincinati hat gegenwärtig 40 bis 50,000 Einwohner, die zahlreiche Fabriken und einen lcdhaften Handel betreiben. , . Ein Fischer hat in Schweden mehrere gelungene Versuche gemacht, mittelst luftdicht v.'rfchlossener Vlech-schuhe auf dem Wasserspiegel mic eben der Leichtigkeit zu Zehen, wie auf den gewöhnlichen, gebahnten Wegen, Diese Vlechschuhe haben die Gestalt kleiner Nachen, und sind durch eine eigene Vorrichtung so zusammen« gekettet, daß sie sich jederzeit nur bis zur nothwendigen Distanz von einander entfernen. Baldwin, gewesener englischer Consul in Aegyp» ten, theilt über di, vielgedeutete Sphynr folgende Erklärung mit: Die Svhynr habe nämlich die Zeit der Nilüberschwemmungen angedeutet, weil die Sonne während derselben durch den Löwen und die Jungfrau des Thierkreises gehe. Die Sphynx ist bekanntlich auS Kopf und Brust einer Jungfrau und dem Körper eines Löwen zusammengesetzt. M i s c e l l e n. Hyram, K5n,'g von Tyrus, schenkte dem König« Salomo zum Tempclbau ?20, die bekannte Königinn von Saba 120 Clr. Gold. Auf andere, nicht genannte Art erhielt er dazu in einem Jahre 666 Etc., wozu er aus Ophir noch 450 Ctr. bezog. Sein Vater, David, hinterließ ihm zum Tempelbau 400,000 Ctr., Fa-cit t01,656 Etr. Gold. Rechnet man nun dazu, daß alle kleinen zinsbaren Könige ihm Gold und Silber li«-sern mußten, das Silber fast für gar nichts gerechnet ward, und David allein 1,000,000 Ctr. zum Tempelbau sammelte, alles nach Angaben der biblischen Bücher, der Chronik und der Könige, ist's da ein Wunder, wenn die Alchymisten sonst meinten, der weise Salomo habe den Stein der Weisen besessen; und daß die Israeliten noch jetzt nach jener asiatischen Heimath sich sehnen, wo nicht bloß Milch und Honig floß, sondern auch Gold und Silber wie altes Eisen zu haben war. In Lyon wurde kürzlich eine Dieberey eigener Art begangen. Eine Frau trat in den Ausschnittladen der Madame Vaizet, um Einiges zu kaufen, und ließ sich dann auf einen Stuhl nieder, um etwas Brod und ein Glas Wein zu genießen, welche Artikel sie, ihrer Bemerkung nach, immer bei sich führte. Zuerst bot sie sehr höflich der Madame Vaizet ein Glas Wein an i diese trank es arglos aus und fiel sogleich in Schlaf. Die Frau schloß hierauf die Thüren, und schaffte dann mit einer indessen hereingelassenen Genossinn für über 2000 Frks. Waaren fort. Der einschläfernde Trank hatte die Geistesfähigkeiten der Madame Baizct so geschwächt, daß sie, wie im Traume, dem Werk der Plünderung zusah, ohne ihr wehren zu können. Die beiden Gaunerinnen wurden bald verhaftet, und die eine zu zehn,, bi« andere zu ßjä'hriger Zwangsarbeit vcrurtheilt. — 20 —^ M In Konsiantlnopel besteht eine Abgabe auf Vau« holz, welche der Sultan bezieht und daher nur ungern z die Erlaubniß zur Erbauung eines steinernen Hauses h Hibt. Große Feuersbrünste gehören daher für die tür- n kischen Staatskassen zu den erwünschten Ereignissen. 3 Im Nobember wurde in London ein 82jähriger Liebhaber mit seiner 80jährigen Geliebten, für die er schon seit 50 Jahren mit nie erkaltender Zärtlichkeit geglüht hatte, ehelich verbunden. N achstoff. Ein Brief Gö'the's an Zelter enthalt folgenden wunderlichen Theaterzettel: «Th?aterankündi- e Zung: Carlsbad am l0. Juli 1825. l3um Vortheile des Herrn Ignaz Viol und seiner Tochter Lud- s mille) Mcnschenhaß und Reue. Ein hier noch nie gesehenes Trauerspiel von dem gefallenen Kotzebue, ^ unglücklicherweise; dasselbe ist in 6 Acten, nebst einem Prolog, welchen Hr. Viol am Ende separat halten , wird. Nachschrift. Viele dringende Schulden setzen ims zwar in die angenehme Verlegenheit unserer Gläu« ^ biger, daß wir nicht weiter reisen können. Ich spiele den Greis; meine Mille die Eulalia; lassen Sie uns , deßhalb nicht untergehen ; Menschenhaß kennen die Bewohner dieser Stadt nicht, noch weniger wir eine Neue, daß wir uns hierher verirrten. Wir bitten daher um Zuspruch; denn es bleibt uns doch nichts." Ein Bauer antwortete einem Zahnarzt in der Stadt, der für einen Zahn, den er ihm in größter Schnelligkeit ausgerissen hatte, einen Gulden verlang' 1e. Was, einen Gulden? der Herr war ja den Augenblick fertig; da hat mich letzthin unser Bader eine Hanze Stunde im Zimmer herumgezogen, und hat für all' die Müh' nur 20 kr. verlangt! Ein Hausbesitzer führte die Frau Baroninn, welche eine Wohnung suchte, in seinen leer stehenden Quartieren umher, und rühmte ihr besonders die schöne Aussicht. Als sie ihn darauf aufmerksam machte, daß die Gartenmauer dieselbe benehme, entgegnete der Dienstbesiißene: Thut nichts Euer Gnaden, Sie dürfen nur auf das Fensteroret stei-2»n. _____ Zu einem Kaufmanne, welcher schlecht gefärbtes Tuch für die Armee ablieferte, sagte Jemand: er sei «in Landesuerrälhcr, denn er stelle die Truppen ver« fcho sse n vor den Feind. Ein junges Herrchen, welches einen Juden aufziehen wollte, erzählte diesem, daß im I5tcn Jahr« hundert immer ein Esel und ein Jude zusammen aufgehangen worden sei. »Wai,« entgegnele Dieser, »das ist a Glück, daß wir zwei dazumal noch nicht auf der Welt waren!« Scherzhafte Aphorismen. (Aüs dcr Leipziger Modenzeitung,) In alphabetischer Ordnung. Austern sind cben so unverdaulich als anmaßende Dummköpfe. Ein Vettclsact, wenn cr auch leer ist, tragt sich doch mel schwerer, als eiil voller Geld sack. Das V ii ch e rsch r e i b c n ist cino etle Kunst/ aber tu» verächt!,chcs Hanlwerk. Frauenzimmer sind Na'thses, wenn mau sie errathen hal, hören sie gewöhnlich auf zu gefalle». Koketten gleichen den Wetterfahnen: sic werden nicht eher fest und unbeweglich, bis sie rostig sind. Das Loben ist ein Epigramm, ",,v die Weiber sind darw die Pointe. Recensenten sind Thorschrcibcr. Die armen Teufel di^ch-suche» sie sireng, und große Herren lassen sie, mit tief«r Verben» gung» passire» ; ihrcn Frcundc» sehen siü Eontrebande durch di« Finger, erlauben es wohl selbst, und ergreifen dan» zur V»<-lchaoigung oas als verbotene Waare, was keine ist> Gebratene Singvögel schmecken am besten. Obwohl Men^ schenfrcffer eine» Unterschied bemerkn wiir.en zwische» gebrat^ nen Dichtern und gebratenen Prosaikern. Grosie Geister siüd das Salz der Erde, und es ist eine weise Einrichtung der Älatur, das, sie so scltc,, erscheinen, sonst nür» de wohl den armen kleinen Geistern auch gar zu sehr das Walte»» auf der Erde — versalzen. Theilnahme dauert in der Negel nur so lange als ?i etwas zu thcile» gibt. Verlaiimd er sind ivie die Bomben, sie machen immer ,i< n»>« Vogen, «!) sie treffen und zerstören. Das Vaterland lann ohne uns leben, aber lvir nicht «hnc das Vaterland. Lange Weile vertreiben sich oft die Dichter, indem sic An» d«rn welche machen. l Das Werk lobt in unseren Icitcn oft der Meister, sonst war cs umgekehrt, es lobte den Meister. ' Die Welt ist eine Wanduhr. DaZ Gewicht a» ih? ist K«r Gcl^sack, und die Unruhe das weibliche Geschlecht. Neoacteur: H"r. ^av. Weinrich. Verleger: Dgnaz Al> Gvler v. Aleinmayr.