Nr, 23 ' Mittwoch. 29. Mmer 1908. 127. Jahrgang, Mbllcher Zeitung PriinumtrationKprciS: Mi! P oslvri < r„ du » n : ^anzjiiürin W »<, t,albjlll,rin l,'> K. I,n «oüll,!-: nnüzinliliss r: Für llrinc Inlcrntr bis zu 4 Zellen 50 d, ssröhlir per ssrilr 12 l>; bc! öfters» Wisdriliolunsss» prr Zeile « li. Nir .^nibaclirl Zriluns,» i-rlcheini lässlick. mit Aus!,n>m,<- t»rr Tm»^ n»d sssiertasst. Dir Administration lirfiiwel sich tioiissrrsiplav illl. ü, die Mcdaltion Talmalingassc Nr. 10. Tpiechsluiibcn bei Medallion von « l>ie ll> Utir voi mittag«. Unfillnlirite Briefe werben nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der meoatnon 25». Amtlicher Geil. Der l. k. Landespräsident im Herzogtume Kram hat dem Oberlehrer Georg Adlesie in Gmtfcld die mit dein Allerhöchsten Handschreiben vom 18. August 18W gestiftete Ehrcnmcdaille siir 40 jährige tren Dienste zuerkannt. Nichtamtlicher Heil-. Russische Terroristen in der Schweiz. Zu den ^K'walttateu russischer Terroristeu in der, Schweiz schreibt mail der „>iöln. Ztg." aus Lausanne: Die Untersuchung über die jüngst vor-gekommenen Erpressllngsverstlche einer terroristischen Vereinigung an einenl in Lausanne wohnen-den reichen Nüssen zeigt, das; mau es nnt eiiler größeren terroristischen Vereinigung zli tuu hat, die zweifellos auch in (^enf Beziehlillgen unterhält uild ihr Handwerk nut sachgemäßer Allsrüstung betreibt. Die Verhafteten waren sänülich mit Was fei, versehen. Mau fand Degenstöcke, einige Dntzend Nevolver und reiche Vorräte an Kugeln. Dad deutet darauf hin, daß man es nnt gemeingefähr-lichen Verbrechern zu tuu hat, die ihre Absichten mit allen Mitteln durchzusehen imstande sind. Die Untersnchung ist noch nicht, abgeschlossen, nnd um sie zweckmäßig durchführen zu köuuen, läßt mau Wenig über ihre Ergebnisse in die Öffentlichkeit dringen. Daß die Zahl der Verhaftungen von elf auf 24- gestiegen ist, läßt Schlüsse auf die Beden tung der Angelegenheit zu. Der Vorfall wird Ver aulassnug sein, daß zunächst die Bestimmungen über die Aufnahme ausländischer, d. h. russischer Studenten bezüglich ihrer Niederlassungsbennlli lnmg und der Ausweispapiere verschärst werdeu. Tie Blindesailwaltsehaft beabsichtigt, die Vertreter der Universitäten behufs Besprechung dcr Frage ',li einer Zusannnenknnft einzuladen. Man will verhindern, daß künftig derartige Menschen unter Suidieuvorwänden in schweizerischen Universität^ slädten aufgenommen werden können. Visher hat man in dieser Hinsicht große Weichherzigkeit walten lassen. Anf (^rnnd der Znlasfung an der Univer sität erhalten beispielsweise in l^enf die Studio renoen das Recht des Aufenthaltes. Unter der Maske studierender Nüssen hielten sich auch in Lau saune die verhafteten Terroristen auf. Der Berner „Bund" fordert die Schweizer anf. den russischen kästen vom Schlage der Lausauner Terroristen jene goldene Rücksichtslosigkeit zu zeigeu, mit der man in Amerika gegen die Einwanderung verdäch üger uud schlimlner Elemente einschreite. Japan und China. Tie jüngsten Nachrichten über eine ernste Ver schärfnng der feit einiger Zeit zwischen Japan nnc Ehina bezüglich der Südmandschurischen Bahn be stehenden Meinungsverschiedenheit werden, wie dn „Pol. Korr." erfährt, an kompetenten Stellen mil entschiedenem Zweifel ausgenommen. Im Hiublilt auf die gesamten Bedingungen der politischen ^age in Ostasien, sowie anf den Charakter der erwähn ten ^rage inüsse die Behauptung, daß die (Gefahr einer Verwicklung zwischen den genannten Staaten drohe und daß sich auch außerhalb derselben wegen der weiteren Entwickluug dieser Sache Beuuruhi gung fühlbar mache, als unglaubwürdig angesehen werden. Über die zwischen Japan und Ehiua schwe beudeu Angelegenheiten wird aus Loudou berich !tet: Tie bedeuteudste dieser fragen belrifft dü Eisenbahnen in der Mandschurei. Nach japanischer Auffassung hat die chinesische Regierung gemäß den bestehenden Verträgen nicht das Necht. Parallellinien zn den unter japanischer Kontrolle stehenden Bahnstrecken ,zu baueu. Die japanische .Negierung inüsse daher gegen die Herstellung einer Linie von Sin-min-ting nach ^aknmen und nm so mehr gegen einen weiteren Ausbau dieser Liuie uach Norden protestieren. Der Unistand, daß die Ent-fernuug von der entsprechenden Linie der süd-mandschurischen Bahn dreißig Meilen beträgt, be rührt nicht die getroffenen Abmachungen. Überdies mnß man sich vor Augen halten, daß in diesen l^ebieten die erwähnte lHntfernnng noch zn den kleinen zn rechnen ist. Japan wird den Protest gegen den Van der betreffenden Linie nnt Festigkeit aufrechterhallen. Eine zweite ivrage ist aus den Schwierigkeiten entstanden, welche die chine^ fischen Behörden plötzlich in bezug auf den Verkehr nach der von Japan gepachteten Kwantung-Halbinsel nnd durch dieselbe geschaffen haben. Nach einer chinesischen Erklärung gilt .^twantung jetzt als fremdes (Gebiet. Infolgedessen dürfen dorthin keine auf chinesischem l<>>cbiete oder in der Mandschurei gewonnenen Zerealien ausgeführt oder ans der Mandschurei durch die Häfen der .Moantunghalbinsel nach chinesischen Häfen gebracht werden. Kwantung ist bekanntlich als eine China gehörige Pachtung von, den Nnssen nach dem ^> l^ zuge an Japan übergegangen. Tie chinesische <>V gierung selbst wies vor nicht langer Zeit. als sie gegen die japanische Verwaltung daselbst Beschwerde führte, darauf hin, das; Kwantnng nach wie vor unter Eln'nas Kontrolle stehe' jetzt wird diese Halbinsel dagegen als ein sremdes (^ebiei be^ trachtet. Die japanische Negiernng hat sich bemüht, in Peking die UnHaltbarkeit dieses Standpunktes Feuilleton. Der letzte Freund. Skizze von I. Mc-limjoiln^. (Nachdruck verboten.) Ich liebe die alten Weiber, ja, lachen Sie nur soviel Sie wollen, ich verehre sie. denn sie haben so etwas Mitleiderregendes an sich . . . Die alten Männer, die haben es gut, niemand lacht sie aus und wenn die jungen hübschen Mäd chen gut gelauut sind, dann kokettieren sie sogar init, den alten Herren, die sich dann für noch uu ausstehlicher, o Pardou, unwiderstehlicher halten, als alle Iuugen. Aber so ein, altes Weib! liberall wird es hernmgestoßen' eiuem solcheu N'ühmorgens zu begegnen — welch ein Unglück! ?>ln Neg steht es, zn nichts ist es zu brauchen, denkt 'ln, aber sachte: Es darf nnd hilft auch wacker ''UlNeifen. Del' alte Mann sitzt nur uud raucht, ^is alte Weib lviegt lvenigstens die kleinen Schrei-f1"lse oder macht sich sonst irgendwie nützlich. Doch 'lh will ja erzählen, wie es kam. daß ich die alten Neiber lieb gewann. Ich hatte einst eine Bedienerin, ein altes Weiblein von «^ Jahren. Sie besorgte nur mein Hauswesen, und hielt es. wie sie sagte, in Ordnung. Nun, vor einer gestrengen Hansfrau hätte diese „Orduuug" wohl uicht bestaudeu. Der ^-uß bodeu war im allgemeinen wohl gefegt, doch blieb der Mist hänfig in den Winkeln liegen. Die alten Angen sahen nicht mehr recht; der Stanb wurde gewischt, doch die zitterude» Hände vermochten dies l'icht genau geuug. Es fehlte also wohl manches, doch »lachte der gnte Wille alles znrecht. Tazu hatte sie eiue audere gute Eigeuschasl. ein Taleilt, das mau so selten trifft, nämlich wahr haft knustlerischen Geschmack. Ich liebe Blumen so sehr und meiue Freude war es, in meinen Vasen recht viel davon annii-hänfen. Und wenn ich dann uach Hause kam. eutraug sich mir oft eiu Nuf des Entzückens. Wie hatte sie die einfachen schlichten Vlnmen zu ordnen verstau deil. wie leuchteten sie uud nickten sie jetzt so freuudlich mir zu. Es war. als wüßten sie. sie seien i,i5 vorteilhafteste Licht gesetzt uud wenn ich vor meiuem Schreibtisch saß uud eiue eiuzelue Blüte zu mir nickte, dann fragte ich mich immer: Wo hat die Alte diesen Sinn her? Die Blüten schienen dann lächelnd zn sagen: Ja, wer weiß. woher die uns so genau kennt, vielleicht wm- sie s^hst l'ine Blume vor langer, lauger Zeit und nnsere Seele ist ihr gebliebeil! Eine Leidenschaft hatte das ölte Weiblein - -ihren Hnnd. Ein gewöhnlicher Köter, häßlich, mit uuheim lichen Aligen, ein Vieh, das ich haßte. Ich sah einmal einen Nanbmörder. der zum Tode venirteilt ward und beim Verlesen des Urteils die Menge mit einem Blick streifte, der mir unvergeßlich war, nud jener Huud hatte dieseu Blick. Ich glaubte immer den Mörder vor mir '.» sehen-, der Hnnd war mir unheimlich, ich fürchtete ihn. doch dem alteil Weibe zuliebe duldete ich ihn. dnldete es sogar, daß er es sich in meinem Schlaf-sessel beqnem machte und unwillig knurrte, weuu ich ihu daraus vertreiben wollte. Er hing nnt leidenschaftlicher ^iebe au seiner ^ran. Schritt für Schritt begleitete er sie, nie war das alte Weib ohne ihn zu seheu. Immer mit die senl argwöhnischen Blick verfolgte er jede ihrer Bewegungen. Ich warnte sie. ich konnte mich des Pfühles nicht erwehren, daß der Hnnd ihr Unglück sei. ich sagte ihr: „(Neben Sie wohl acht anf ihn!" - „D nein. der Hnno ist die einzige ^rende n< n»' davon sprach, die arme Alte. «2 Jahre! Der Lohn eines Bebens voll A ' und Kummer, das letzte von allem — die ^ eines Hnndes. Ich kam fort. der 'Abschied wurde mir nicht leicht, wir weinten, als wir lins die Hände reichten, wissend, daß wir uns in dieser Welt »licht mehr sehen würden. Ich höl-te lange nichts von ihr. Eines Tages fiel mir in der Zeituug eine Notiz anf: „Eine alte ^rau durch einen Hund ge tötet." — Der Gigerl mit dc^ll Mörderblick fiel mir ein. Und richtig! ^ „Eine arme alte Bedienerin, die mit ihrem Huilde einsam lebte, wnrde gestern von diesem, als sie schlief, offenbar in einem Anfalle plötzlicher Tollwut desselben durch die >tehle gebissen und blieb sofort tot." Der letzte freund — ein Mörder. Oder tat der Hund so, weil er seine Herrin wirklich verstand? Sie hatte sich ja so oft gewünscht, von diesem erbärmlichen Dasein endlich erlöst v» werden. Wollte „l^igerl" ihr nur diesen Dienst leisten? . . . Laibacher Zeitung Nr. 23.____________________________________198______________________ ' 29. Jänner 1908. tlar zu machen. (35 wurde auch betont, das; die Bewohner der Halbinsel zumeist Chinesen sind. Als Rußland die Pachtung innehatte, seien solche Schwierigkeiten nicht bereitet worden. Infolge der Haltung Chinas dürfen keinerlei Produkte aus der Mandschurei durch >Noantung nach China gebracht werden. Seitdem dic Truppen die Mandschurei geräumt haben, ist dort ein Übermaß an Ernteprodukten vorhanden, und es würde, wie man auf japanischer Seite betont, in Chinas eigenem Interesse liegen, seinen Standpunkt aufzugeben. Im vergangenen Sonnner verbot China auch die Einfuhr von Salz von Kwantung nach der Mandschurei, weil Salz ein Staatsmonopol in China sei. In der Mandschurei besteht aber kein solches Monopol und jedermann kann nach Bezahlung der Steuer mit Salz handeln. Cin anderer Streitpunkt betrifft die Waldungen am 'Mlu. Nach dem Ab-kommen zwischen Japan und China von lW", sollten die Waldungen auf dem rechten Ufer von beiden Parteien ausgenützt werden, aber bisher ist e5 trok aller Verhandlungen nicht gelungen, die schwierige Aufgabe der Abgrenzung der Bezirke zu löscn. Japan wnnsckft eine danernde Sicherheit vor weiteren Streitigkeiten in dieser Hinsicht zn gewinnen. Eine weitere Frage hat den >ian-to-Distrikt zum Gegenstände. Der (Grenzfluß Tumen lauft in verschiedenen Abzweigungen uud die so gebildeten Inseln werden, je nachdem »in nördlicher oder ein südlicher Arm als Hanptstrom zu betrachten ist, an Korea oder an China fallen. Der Wert der Inseln an sich ist kein großer, aber es handelt sich um das Prinzip. Politische Uebersicht. Laib ach, 28. Jänner. Mc Blätter behandeln dm Handelsvertrag mit, Serbien als s^it acnmpli. Das „Neue Wiener Tagblatt" erklärt, Freiherr von Ährenthal habe dem Prinzipe der Berücksichtigung unserer Industrie mitten im vertragslosen Zunaude znm Siege verholfen. Der neue Vertrag bringe Serbien zweifellos ganz erhebliche Konzessionen, die aber auch für unsercn ErPort insofern Wert besitzen, alenngste, was man von den Belgrader Macht-labern fordern mnß, ist die loyale Handhabung der Meistbegünstigungsklausel, ohne welche der Handelsvertrag mit Serbien einsach unannehmbar sein würde. — Das „III. Wiener Extrablatt" bemerkt zu den jüngsten Meldungen über die Ver-tragsverhandlnngen mit Serbien: Die Erneuerung der- Handelsbeziehungen mit diesem Staate kann für die Monarchie nur eine Besserung des Verkehrs bringen. Den größten Erfolg ans den Ab- ) machungen nut Serbien werden jedenfalls die . Agrarier haben. Sache nnserer, Industriellen wird ? es sein, trotz der neuen Hindernisse sich das ser-l' bische Absatzgebiet, nicht vollständig entwinden zn c lassen, t Über den Besuch des (trafen Franz T h u n - in Berlin meldet das „Fremdenblatt", der Besnch - des (trafen Franz Thnn beim Fürsten Bülow sei s auf eine Einladung zurückzuführen, die der Neichs- - kanzler an dm Grafen ergehen ließ, als beide im i Herbst des vorigen Jahres in Norderney weilten. - Daß mau deu Besuch des Grafen in Berlin auch - damit iu Zusammenhang bringen wollte, daß er . zum Nachfolger, des österreichisch-ungarischen Bot- - schafters in Berlin, Herrn v. Szögyeny-Marich, ^ auscrseheu sei oder auf diesen Posten aspiriere, be-t zeichnet das Blatt als haltlose Erfindungen. Über - die Versuche, seiner Berliner Reise hochpolitische - Motive zu unterschieben, dürfte niemand mehr er- - stannt gewesen sein als Graf Franz Thnn selbst. ' Das „Deutsche Volksblatt" richtet die Mah-? nung au die Volksvertretung, endlich einmal au l die Reform des Preßgesetzes zu schreiten. - Wenn das neue Parlament den Ehrennamen eines ' „Volkshauses", der ihm tarfrei verliehen worden ' ist, verdienen nnd rechtfertigen will, dann muß es i sich schon bequemen, sich etwas mehr nut den An-> gelegenheiten, die dem Volke am Herzen liegen, zu - befassen, als mit den Fragen der Pauschalierung i der Diäten nnd der, Ernennung parlamentarischer - Staatssekretäre. ^ Das „Vaterland" schreibt unter Hinweis auf neuerliche ö ste rre i ch fci nd Ii ch c Demon- . st r a t i o n e n in Italien und auf irrcdcnti-stische Kundgebungen iu österreichischen Städten: Die italienische Regierung würde gewiß einen hervorragenden Beweis ihrer Bundestreuc zu geben ^ in der Lage sein, wenn eininal offeu und unzweideutig sie uicht nur ihre Mißbilligung aller irre- ^ dentistischen Bestrebungen in Italien zum Aus-drnck brächte, sondern auch mit energischen Maß- , regeln gegen die Träger dieser Beweguug. die sich ^ zum Teile in italienischen Staatsstellungen befinden, vorgehen wollte. Wie man aus Rom schreibt, wird die Nachricht, daß im Herbste dieses Jahres allgemeine N c u w ahle n stattfinden werden und daß Ministerpräsident GioIitti her Krone bereits einen Vorschlag zur Auflösung der jetzigen Volksvertretung unterbreitet habe, vom „Popolo Romano" ^ als vollständig unbegründet erklärt. Die Regie- ^ rung habe eine so feste parlamentarische Stellung, wie kaum je ein früheres Kabinett; es lasse sich daher nicht einsehen, welche Gründe den Ministerpräsidenten bestimmen sollten, der jetzigen Legislaturperiode ein vorzeitiges Ende zu setzen. Tagesnemgleiten. — (Zahlen aberglaube.) Mit dem Aberglauben, mit dem noch heute die Voltsmeinung gewisse Zahlen belegt, beschäftigt sich ein interessanter Artikel des Fieramosca. Von altersher umgibt die Tradition die ungeraden Zahlen mit dem Begriff von etwas Vollendetem und Feststehendem, während die geraden Zahlen als unvollkommen angesehen werden. Selbst bei den Heiden umgibt die Zahl 3 der Schimmer besonderer Kräfte und er spiegelt sich wieder in den religiösen Vorstellungen der meisten Natur voller. Die Zahl 4 dagegen gilt als rein mathematisch und irdisch, denn in sie lassen sich fast alle wichtigen kosmischen Ereignisse dividieren, wie zum Beispiel die Mondphasen, die Himmelsrichtungen, die Jahreszeiten usw. 7 ist die volllommene Zahl. denn sie seht sich zusammen aus der überirdischen ?. und der irdischen 4. Wenn auch der Zahlenaberglaube in gebildeten Kreisen längst verschwunden ist, im Volle ist er noch heute lebendig und die Sympathien oder Antipathien gegen gewisse Zahlen äußern sich oft auf eigenartige Weise. In der Vorliebe für gewisse Münzeinheiten, in der Bevorzugung gewisser Briefmarken und in der Ab-neigung gegen manche Längen- und Hohlmaße läßt sich das oft beobachten. Im allgemeinen stehen die 2, die ?> und die 5 und ihre Produkte in höherer Gunst als andere Zahlen: nur die mohammedanischen Völker bilden hierin eine Ausnahme. Die lateinischen Völker haben eine besondere Vorliebe für die 2 und die 5, eine Folge des Dezimalsystems, und bei ihnen gilt die 3 im allgemeinen als Luxus. Die Engländer dagegen ziehen 2 und 8. die Deutschen ?. und 5 vor. Die asiatischen Völlerstämme, auch die Inder, trotz ihrer dreiteiligen Gottheit, sympathisieren mit der 2 und ihren Produlten, während die Chinesen einen Unterschied machen, sie halten die 2 und die 5 in Geschäftssachen, in allen mystischen Dingen aber die ?, für glückbringend. Die 7 dagegen gilt allgemein als Glückszahl in Mitteleuropa, in Skandinavien, in Amerika und im Orient; in Nuhland und in den meisten slavischen Ländern dagegen wird sie mit Mißtrauen betrachtet. Von höheren Zahlen gilt bekanntlich die 1? bei allen christlichen Völkern als eine Ungliiäözahl. sie verkörpert Verrat und Tod. dient aber doch bisweilen auch als besonderer Talisman. In Hawai z. V. bedeutet sie eine Glückszahl. — (Wie Gustave Flaubert arbeitete.) Eine lustige Anekdote wird anläßlich der Enthüllung des Denkmales für Gustave Flaubert erzählt. Flauberts Meisterwerke französischer Sprachlunst sind bekanntlich das Er gebnis einer künstlerischen Selbstzucht, einer Selbstkritik, die ihresgleichen suchen. Zu seiner Stilkontiolle gehörte es auch, daß er sich jeden Satz laut vorsagte und auf Klang und Wohlllang prüfte. Eines Abends, als Flaubert noch in der Rue de Monceau wohnte, steckte er die großen Kronen und noch eine Neihe Kerzen an — er wollte in einem recht hellen Raum arbeiten — und nachdem er sein Manuskript auf den Schreibtisch gelegt hatte, begann er mit seiner Löwenstimme die Sähe laut zu deklamieren. Die Fenster waren offen, die Nacht still und ruhig. Paris schlief, und nur die Stimme des Dichters, die weithin über die Straße Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K Lehs. Autorisierte Übersetzung von Minna Nahnson. (37. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Haben Sie denn nie daran gedacht, daß Herr Gaunt mich mehrere Male gesehen und gesprochen hat und daß er doch nichts von ineiner Anwesenheit im Schloß ahnen darf?" „Natürlich ist mir das eingefallen, aber ich dachte, Sie würden ihm ans dem Wege gehen können." „Vielleicht könnte ich es doch nicht inuner, und eines schönen Tages stände ich ihm dann plötzlich gegenüber." Herr Croß gab mir dann noch nähere Anweisungen, wo und wann ich die jungen Damen treffen loürde, die in Zukunft meine .Herrschaft wären, und nachdem er noch dafür gesorgt hatte, daß ich mein Billeti und alles, was ich sonst brauchen konnte, hätte, stand er noch auf dem Bahnsteig, bis der Zug sich in Bewegung sehte und zur Station Hinausdll mpfte. l. 4. K apitel. Vei der Nuine. Bei einer der nächsten Stationen traf ich die Heiden Fräulein Liebenau. Maud schien nur dne hübschere, obgleich beide entschieden gut aussehend waren. Es waren gesunde, rotwangige, wohlerwogene Mädchen, freilich cm ganz klein wenig kleinstädtisch. Nellie gefiel mir mn besten. Maud war selbstbewußter und liebte es, „mir gegenüber die feine Dame herauszukehren", wie Nellie sich eininal ausdrückte. Nellie war impulsiver, selbstloser, nnd schien stets zn vergessen, daß ich eigentlich ihre Jungfer war. und wenn wir allein waren, behan- delte sie mich ganz ihresgleichen. Kein, Wunder also, daß ich sie ihrer Schwester vorzog. Wir kamen im Schloß gegen sechs Uhr abends an und ich war geradezn starr über die enorme Größe desselben. Alles, was Herr Croß mir erzählt hatte, hatte mir doch keine Idee von, solcher Pracht gegeben. Ich hatte ein hübsches Ziminer zu meiner Verfügung, dicht neben denen meiner jungen Damen, obgleich wohl zwanzig Gäste nnd mehr im Schlosse wohnten und täglich neue ankamen. Nellie erzählte mir. daß manche der Gäste täten, als wären sie zn, Hanse, sie beorderten Nagen und Pferde nach ihrem Belieben und luden ihre eigenen freunde ein, einerlei, ob Herr Eockburn, der Schloßherr, sie kannte oder nicht. Während der allerersten Tage unserer Anwesenheit im Schlosse hatte ich keine Gelegenheit, Hcrrn Gannt zu sehen, als ich ihm dann aber be-gcgnete, erkannte ich ihn sofort. Es konnte auch nicht, der leiseste Schatten eines Zweifels herrschen, daß dieser Mann, der jetzt hier lebte und als prä-sumtiver Erbe all des Reichtums ringsum auftrat, derselbe, Mann war, der mich auf der Straße angeredet und mich durch seine Erzählung, die ich jetzt für erlogen hielt, bewogen hatte, Isabella Gaunt seiner Obhut anzuvertrauen. Ein Teil meiner Aufgabe im Schloß war erfüllt, als ich diese Tatsache an Herrn Eroß geschrieben und den Brief eigenhändig in den Torfbriefkasten gesteckt hatte. Ich wußte, nicht, was ich noch mehr hätte tun können. Meine Pflichten waren leicht, und ich hatte viel freie Zeit für mich, aber ich kannte nichts über Herrn Gaunt, seine Vergangenheit, seinen Eharakter, sein Verhältnis zu seinem Onkel erfahren, was nicht alle schon wußten. Ich kam mit den Dienstboten nicht viel in Berührung, und sie konnten mir auch mchtS sagen. Selbst Frau Marsch, die Haushälte-rin. mit der ich inich etwas angefreundet hatte, wußte, nichts über ihn, ehe er aufs Schloß kam, ans Indien, wie einige — auch Persien, wie andere sag-ten, vor ungefähr nenn bis zehn Monaten. Aber von Frau Marsch erfuhr ich eine andere Neuigkeit, die mich sehr interessierte. Nämlich, daß in der Bcdientenstube das Gerücht schwirrte, daß Herr Gaunt die eine der jungen Damen — das jüngere Fräulein Liebenau — gauz besonders auszeichne. Diese Nachricht regte mich sehr auf. Ich hatte eine starke Neignng zn Nellie gefaßt und war nicht entzückt von dem Gedanken, daß sie ihr Herz einein Manne schenkte, den ich des Mordes seiner eigenen Tochter- oder der Veihil/e an demselben für verdächtig hielt. Aber wie konnte ich das Mädchen warnen, ohne ihr mehr zu erzählen als ich durfte? Nn,d selbst, wenn ich diese Schwierigkeiten überwände, so konnte ich doch nicht gut mit Nellie, die doch immerhin meine Herrin war, über ihre Herzensangelegen leiten sprechen, wenn sie nicht selbst davon anfing. Während ich noch so hin und her überlegte, löste sie selbst die Frage, indem sie eines Tages auf mich zukam, gerade vor dem Fnihstück, und sagte: „Sie müssen mich heute so hübsch wie möglich machen, denn nach dem Frühstück will Herr — einer der Herren mich spazieren fahren." Meine Gedanken standen wohl auf meinein ^sicht geschrieben, denn sie fuhr fort: „Sie brauchen nicht entsetzt oder erregt auszusehen. Dame Anstand, denn" — mit dein entzückendsten Erröten von der Welt — „der Herr und ich sind so gut wie verlobt." Nnil^^ 3.i,..„., ^ y^ 199 29. Jänner 1908. hallte, störte den frieden, Ein Droschlcnlntschcr tommt vorüber. Er sieht die hcllerlcnchteten Fenster, hört den Lärm und schließt auf eine große Gesellschaft. Vor dem Hause hält er an. um beim Schlüsse der Soiree eine gute ssuhre nicht zn versäumen. Nach einer Weile kommt ein Kamerad, dann ei» dritter, und schließlich sammelt sich vor Flaubcrts Hause eine lange Ncihe von Droschken, die des Augenblicks harren, da die bornehmen Gäste die angeregte Gesellschaft verlasse» werden. Die Acrmstcn hatten sich verrechnet. N'ach drei Uhr endlich legt sich der Lärm, die Fenster wer. de» geschlossen und die Lichter erlöschen. Flaubert geht schlafen. Drunten aber warten die enttäuschten Nosselenler und schließlich fahren sie brummend und wütend von dan^ nen . . . — (Einer, dcr sich für drei Millionen Marl hängen lassen will.) Im neuen Thaw-Prozesse sind 88 Zeugen einvernommen worden, welche fast durchwegs aussagten, daß Thaw ein exzentrisches Benehmen gezeigt habe. Diese Aussagen werden jedoch kaum genügen, den Angeklagten als unzurechnungsfähig hinzustellen. Dic Zeugen dürften noch einem Kreuzverhöre unterworfen werden. Interessant ist. daß sich der Familie Thaw ein Mann offeriert hat, der sich für drei Millionen Marl an Stelle des Angeklagten hängen lassen will. Die Summe soll dcr Familie des sonderbaren Kauzes ausgefolgt werden. Der-selbe besitzt angeblich eine auffallende Aehnlichleit mit Thaw und will es so einrichten, daß er nach der Verurteilung des letzteren mit ihm vertauscht wird. — (Eine spleenige Schachpartie) war es, dic zwei Engländer kürzlich in einem Pariser Caf,"> begannen, aber nicht zu Ende führten. Nachdem sie sich vorher gründlich gelangweilt hatten, lam ihnen die originelle Idee die Zeit auf folgende Weise totzuschlagen: Sie teilten ein Villard durch Kreidcstrichc in N4 Felder und stellten dann statt der üblichen Schachfiguren — gefüllte Weinflaschen auf. Seltflaschen waren König und Königin. Vnrgunder die Türme, Bordeaux die Läufer, die Bauern wurden durch Flaschen gewöhnlichen Tischwcines repräsentiert. Dann ging's los. So oft nun im Spiel eine Figur genommen wurde, mußte sie der Sieger in einem „Zug" zur Gänze leeren. Es dauerte gar nicht lange bis beide Spieler „matt" waren. Lolal- und Provinzml-Nachrichten. Grinnerunssen aus halbvergangrneu Zeiten. (Fortsetzung.) II, S ch n e c st ü r >n e in Adelsberg im Jahre 1805. Am Nenjahrstage 1865 brach in Adelsberg ein fürchterliches Schneeunwetter mit Vora aus, das durch fünf Tage anhielt, so daß lein Eisenbahnzug zwischen Trieft und Adelsberg verkehren konnte. Infolgedessen war der Markt Adelsberg mit Fremden, die nach Süden reiften und in Adelsberg übersteigen mußten, ganz überfüllt: die gerade damals in Adclsbcrg amtierende Assentlommission mnßtc von Amts wegen übertragen werden. IN. Notstand im Iahrc 1805. Infolge der im Jahre 1864 erfolgten Hagelschläge, namentlich im Flußgebiete von Poil, begannen im Frühjahre 1865 die Klagen über den Notstand immer lauter zu werben. Die an die Landesbehörbe gestellten Bitten blieben zwar nicht erfolglos, einige Aushilfen wurden gc währt, die aber durchaus nicht genügten, um der drohen den gänzlichen Verarmung, ja geradezu der drohenden Hungersnot abzuhelfen. In dieser höchst prekären Lage, nmringt von Bittenden und überzeugt von den tatsächlichen traurigen Verhältnissen, lam dem damaligen Nezirlsvorsteher ein höchst glücklicher Zufall zn statten. Der damalige Oberststallmeistcr Graf G. pflegte alljährlich das l. l. Hofgestüt Prestranct zn besichtigen. Diesen Umstand benutzend, begab sich der Bezirlsvorsteher zum hohen Hofbeamten, und schilderte, auf dessen bekannte Güte nnd sein edles Herz bauend, in ergreifenden und überzeugungsvollen Worten die geradezu verzweiflungsvollc Lage der Bevölkerung. Der Schritt war nicht umsonst. Sofort übergab Graf G. den Netrag von 5()0 I< zur Verteilung und übcrlicß ein Schlachtticr aus dem Hofgcstütc zur sofortigen Schlachtung und Ueberweisung des Fleisches nnter die Darbenden, Jedoch war das nur momentane Aushilfe. Nach zehn Tagen lam dcr hochherzige Graf G. von Wien zurück und überbrachte den namhaften und tatsächlich ausgiebigen Betrag von N000 Gulden, den er bei hohcn Herrschaften und bekannten Wohltätern in Wien gc^ sammelt hatte. Für diesen Betrag laufte der damalige Vczirlsvor-steher Samengetreide und Erdäpfel an, die dann in Abels-berg. Senoseisch und Laas unter die Notleidenden, wirklich Armen verteilt wurden. Die Verteilung in Adelsberg selbst erfolgte unter Mitwirkung von hochverdienten, selbstlosen Gemeinbefunttio-nären, deren integrer Charakter über jeden Zweifel erhaben war. (Es waren die Gemeindevertretcr L. V. und V, G.. die schon längst in Gott ruhen.) Nie und niemals wird es jemanden der Epigonen beifallen, nur annähernd zu glauben, daß bei diefer Verteilunc in irgend einer Weise eine Protektion ober gar eine gewinnsüchtige Absicht vorgelegen sei und dennoch fühlt sich de, Mcmoirenschreiber zum schmerzhaften Ausdruck veranlaßt „Undank ist dcr Welt Lohn!" (Veteilte haben nämlich aui Anlaß dieses Wohltä'tigteitsaltes geradezu beleidigend Ausdrücke gebraucht.) Hieran anknüpfend, bemerkt dei Mcmoircnschrelibcr wörtlich: „Es war diese Art bei Danlcsliindgebuiig eine solche, wie ich sie nach Erfahrungen späterer Jahre, bei ähnlichen Fällen wiederholt, sowohl selbst erlebt, als auch von Gemeindevorstehern, die mit dieser odiosen Aufgabe betraut waren, unter bitteren Kräw lunqcn hören mußte." Gemütsrohe Ausdrücke der Undankbarkeit haben Woh nicht nur der Memoirenfchreiber, sondern auch der Ver fasser dieses Aufsatzes, wie nicht minder alle seine gewesenen älteren Kollegen, die wicdrrholt mit dieser äußerst undanl barcu Aufgabe betraut waren, wohl genügend oft höre, müssen! Es würde aber weit den Nahmen dieses Aufsatzes überschreiten, wollte ich alle Unzukömmlichkeiten schildern, die jedesmal und ausnahmslos mit der Verteilung von Natura-lien anläßlich eines sogenannten Notstandes verbunden sind. Ich bin überzeugt, daß mir Gelegenheit geboten wird, in späteren Zeiten und an anderer Stelle eine erschöpfende Abhandlung zu veröffentlichen. IV. St. P e < e r - F i u m a n c r Straßenbau 18 6 5. Im Jahre 1865 lam der Bau der Neichsstrahe von St. Peter gegen Fiume an die Reihe. Er bereitete dem damaligen Vezirlsvorsteher viel Schwierigkeiten, weil die Grncral-Bauunternehmung die Arbeiten nach Profilen an kleine Subuntcrnehmer hintangab. die sich dann von der General-Bauunternehmung die übernommenen Arbeiten auszahlen ließen, ihren Arbeitern aber den Lohn einfach schuldig blieben. Ueber die von den Arbeitern bei der damaligen Be« zirlsbehörde vorgebrachten Beschwerden gegen die Subunter-nehmer, versuchten sich letztere damit zu rechtfertigen, bah sie von der Bauuntcrnehmung die Arbeiten zu billig übernommen hätten, ferner, daß sie die von der Generalunter-nehmung bereits erhaltenen Beträge an die Arbeiter voll ausgezahlt und überhaupt nichts mehr zur Verfügung hätten, endlich, daß sie vollkommen vermögenslos feien. Demgegenüber erklärten die Generalunternehmer. ihre Sub-untcrnchmer vollständig ausgezahlt zu haben, mit den Arbeitern selbst aber in gar keinem Vertragsverhältnifse zu stehen. Diesen beiderseitigen Erklärungen gegenüber vn> langten die um die Bauhütte herumstehenden Arbeiter — einige Hunderte -^ ihren seit Wochen schuldigen Lohn immer ungestümer, begreiflicherweife auch immer drohender, fo daß der Vezirlsvorsteher trotz Anwesenheit von fünf Gendarmen in eine immer ärgere Zwangslage geriet. Die Arbeiter nahmen sogar das dem Vezirlövorsteher und den verhandelnden Kommissionsmitgliedern dargereichte Mittags-csscn im Gasthausr K, in St. Peter weg und verzehrten es. In dieser schwierigen, alle juridischen und parlamentarischen Formen ausschließenden Debatte griff der Bezirks-Vorsteher zu einem sehr gewagten, in diesem Falle aber vollkommen probaten Mittel. Er hielt sich nämlich allein an die zahlungsfähigen Hauptunternehmer und nahm die gerichtliche Sequestrierung (er war nämlich damals nicht nur politischer Chef. sondern auch Gerichtsvorstrher) aller Baumaterialien. Werkzeuge ?c. vor und ordnete auch an Ort nnd Stelle den sofortigen zwangsweise» Verlauf an. indem cr dem Hauptunternchmer das Regreßrecht gegen die Sub-Unternehmer einräumte. Dies half wunderbar. Die Sub-unternehmcr verschafften sich von zwei vermögenden Besitzer» in St. Peter die notwendigen Barmittel, befriedigten die Arbeiter, und der ganze „Rummel" löst« sich in allgemeines Wohlgefallen auf-, die zugezogenen fünf Gendarmen hatten leine Veranlassung einzuschreiten. Hiezu bemerkt der Memoirenschreiber nahezu wörtlich: ..Es war dies ein Schritt, den ich schließlich auch als Richter hätte rechtfertigen können und den ich auch schon im Iahrc 1859 in Czalaturn in einem ähnlichen Falle. „Und darf ich fragen, wer der l^lückliche isi. !vränlein Nellie?" „Nun, ich will o5 Ihnen fagen, weil Sie schwei geil können. Co ist Hcrr (^aunt! Sir sehen weder überrascht, noch erfreut ails. finden Tic denn nicht, dap, ich cm riesiges (Niick hade, daß einer der reichsten Herren ^„glands sich nm mich bewirbt?" „Sicher, wenn er zugleich einer der besten Männer ill England ist — oder wenigstens nicht schlechter als die übrigen." fügte ich in leichterem Tone hinzu. „Aber wann hat er die entscheidende 5vrage getan?" „Nun, direkt gefragt hat er noch nicht. (5s kam so: .Uennen Sie die alte Nuiue im ^elde, jenseits des westlichen Flügels?" Ich nickte. „Nun, dort saß ich nnd malte, gerade neben ^'r-Turmtreppe, als ich durch einen ans mein ^kizzenbuch fallenden Schatten erschreckt wnrde. ^ s"h ans- es war Herr Gannt. Wir plauderten !^l Weilchen und er sagte mir allerlei, was ich )ch!i<'!i nicht wiederholen kann. Aber er war geraoe "U besten ^nge. mir einen Antrag zn machen, als bü' ^rühstücksglocke läutete nnd ich aufbrechen "Ulßte. Doch da fällt mir ein. das; ich noch nicht ansiefangen habe, mich für die Ausfahrt anzn lleiden, und das will ich noch vor dem frühstück, damit ich nachhcr keine ^eit, damit verliere, wenn wir vom Tisch aufstehen. (5s ist die höchste ^eit. Ich muf', hinunter." Anfall igerlveise regnete es am Nachmittage "ber so, das; auv der Ausfahrt uichls werden tonnte. Aber als ich Nellie bei der Nachltoilelle half, flüsterte sie mir zu: „Ich soll ,'hu morgen früh. gleich »ach dem Kaffee, bei der Nuiue treffen!" Ich sagte nichts, aber ich nahm mir fesl vor das; dieser Mann diesem unschuldigen >l,'nde nichts von Liebe vorreden sollte, so lange ill) es verhin dern konnte- als die Lichter dal)er alisgelöscht waren, schlüpfte ich in ihr Zimmer, setzte mich anf ihren Vettrand nnd weckte sie leise. „Sind Sie da5. Jane?" rief sie. „Ist Ihnen was passiert?" „Nein, nichts, Liebling. Ich kam nnr, nm noch etwas mit Ihnen zn plandern. Ich möchte Sie bitten, für ein Weilchcn zu vergossen, daß ich Ihre Untergebene bin, nnd in mir nnr die Erzieherin zn sehen, die all ihr Leben lang jungen Mädchen Vernunft gepredigt hat. (5s grillt mir nämlich gar nicht so recht, daß mein kleiner Liebling Herrn l^aunt bei der Mine treffen will. Nenn er Sic zu seinem Weibe wählen will. warum sagt er es uicht ganz offen. Aber noch mehr als das. Ich muß gestehen, daß Herr l^aunt selbst mir gar nichl gefällt!" „Ich mochte ihn anch gierst gar nicht," unter brach Nellie mich. „Weder Mand noch ich konnten ihn leiden. Aber seitdem hat er sein benehmen gegen nns ganz geändert." „Ja, aber der Mann isl doch derselbe geblie ben", sagte ich nnd mußte im Dunkeln lächeln, „lind wir wissen so wenig über ihn, meine Liebste!" „Nun er ist doch Herrn (5ockbnrns Neffe." „Das will nicht viel sagen. Aber mißverstehen Sie mich nicht! Ich weiß nichts Nachteiliges über Herrn Gannt — wenigstens nichts, das sich nach weisen ließe. Aber wissen 3ie denn, daß er schon Witwer ist?" „^ ja! Das wissen alle!" „lind daß er eine Tochter hat?" „Jawohl! Sie wäre fast so alt gewesen wie ich - wenn sie nicht gestorben wäre. Armes Ding! Sie starb vorigen Herbst." „Nissen Sie, wo sie gestorben ist und wo sie begraben liegt?" „Nein. Ich habe nie daran gedacht, ihn da-nach ',u fragen." „Natürlich nicht! Aber weun 3ie das nächste-mal wieder mit Herrn (^aunt allein sind, dann bringen Sie das (Gespräch anf seine Tochter nnd fragen ihn nach diesm beiden Punkten — woran seine Tochter gestorben ist nnd wo sie begraben liegt und teilen Sie mir die Antwort mit." „Jane, was soll das bedeuten? Was soll das heißen — ist irgend etwas mit Herrn (^annt und - nnd seiner Tochter nicht in Dichtigkeit^ Wessen beschuldigen Sie ihn?" „Ich beschuldige ihn Überhaupi unlii. ^m wm; nichts darüber. Ich wollte, ich täte es. Aber so viel will ich Ihnen sagen — nach meiner festen Überzeugn ng ist Fräulein (^annt - Isabella i^annt — nicht gestorben, obgleich ihr Vater es vielleicht glaubt. Über ihrem wirklichen oder vn-meintlichen Tode liegt ein (Geheimnis' nnd wenn ihr Vater es lüften kann, werde ich mich nnr freneil. Aber mir scheint, Nx'nn alles in Ordnung ist, kann Herr l^annt unmöglich eiwas dagegen haben. Ihnen, seinem zukünftigen Weibe, zn sagen, woran seine Tochter gestorben ist und wo sie begraben, liegt." „Nein! Sicherlich nicht! 3o viel müßte er mir ohne Zögern sagen können!" „fragen Sie ihn nnr, Liebste, lind sagen 3ie mir dann. was er daranf antworteie. Ich müßte mich sehr irren, wenn cr überhanpt antwortete. Nnd noch eines — liebes ^ränlein Nellie, wollen ^ie mir versprechen, ihm nicht zu sagen, wer Sie ',n diesen fragen veranlaßt hat, selbst nicht, wenn er Sie da',u '.wingen will." Laibacher Zeitung Nr. 23. 200 29. Jänner 1908. nämlich beim Nahnbaue Pragerhof— Czataturn unternahm. Allein in diesem letzterwähnten Falle betrug der rückständige Lohn für nahezu 1000 Arbeiter 13.000 Gulden. Auch hier griff ich zu diesem Force-Mittel, obwohl mir die Syndikatsllage, lautend auf eine Million Gulden, in Aussicht gestellt wurde. Der Hauptunternehmer befriedigte die revoltierenden Arbeiter, die Synditatsllage wurde jedoch bis zum heutigen Tage noch nicht überreicht." Auch in diesem Falle bewies der Memoirenschreiber seine volle Geistesgegenwart, um den bedrückten Arbeitern rasch und erfolgreich zu ihrem Rechte zu verhelfen. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Gemnnderat. — Der Laibacher Gemeinderat trat gestern abend zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an welcher unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Hribar 19 Gemeinderäte teilnahmen. Zu Verifilatoren des Sitzungsprototolles wurden Vizebürgermeister Dr. Ritter von Bleiweis und Gemeinderat Bergant nominiert. Zu Beginn der Sitzung machte der Bürgermeister die erfreuliche Mitteilung, daß die mehrjährigen Bestrebungen der Stadtgemeinde Laibach, betreffend die Errichtung von mechanischen Gisenbahnwerlstätten der k, l. Staatsbahnen in Laibach, nunmehr einem günstigen Abschlüsse zugeführt wurden. Das t. l. Eisenbahnministerium hat mit Erlaß vom 14. Jänner 1908. Zahl 58.930 <^1907, der Erricht tung einer Wertstätte der l. l. Staatsbahnen im Prinzipe zugestimmt. Die Situierung der Werkstätte erfolgt auf den in der Gabelung der Bahnlinien nach Tarvis und Stein gelegenen Gründen in 8i5la. Die Baukosten sind mit rund drei Millionen Kronen präliminiert. Der Vorsitzende machte weiters die Mitteilung, daß die Druckerei Gabriel in Görz dem Stadtmagistrate ein für die in Aussicht genommene städtische Gemäldegalerie bestimmtes Bildnis des Begründers des slovenischen Kredit-, genossenschaftswesens, Herrn Michael Vo^njat, übermittelt und daß der städtische Konzipist Ianko Rupnil, dem ein halbjähriger Urlaub bewilligt worden war. die politische Prüfung abgelegt habe. Sodann wurde zur Tagesordnung geschritten. Namens der Schulseltion berichtete Gemeinderat Dimnil über die Zuschrift der k. l. Landesregierung, betreffend die Ueber-laffung der zur Weidenzucht bestimmten Gartenparzelle in Tivoli zu Zwecke» der Korbflechterei an der l. l. gewerblichen Fachschule, auf weitere zwei Jahre. Dem Ansuchen wurde ohne Einwendung Rechnung getragen. Namens des Direktoriums des städtischen Elettrizitäts-Werkes referierte Gemeinderat Kubic über die angeregte intensivere Beleuchtung der Römerstrahe, der Kolesiagasse sowie d raten Sie mich nicht!" Mit diesen Worten schlüpfte ich geräuschlos ans dein Zimmer. Am nächsten Morgen packte mich das Ver-laugen, selbst ^i sehen, wie ,^err (^auut Nellies Fragen aufnehmen würde. Natürlich wollte ich ihre Unterhaltung nicht belauschen. Aber ich brauute darauf, zu sehen, wie er sich verhielte, wenn ihm diese brennenden Frageil vorgelegt wurden, und ich überlegte, ob ee> nicht möglich sein sollte, mich in der Nähe zu verbergen, das; ich außer Hörweite wäre und doch nahe genug, nur Herrn Gaunts Bewegung und Mienenspiel zu beobachten. Versuchen wollte ich es jedenfalls. Gleich nach dem Morgenkaffee ging ich zu der Nume uud fand den Platz, wo Nellie gesessen hatte, sofort, da sie ihren Feldstuhl dort stehen gelassen hatte. Fast gerade gegenüber, gar nicht weit entfernt, wuchs ein dichtes Lorbeergebüsch um eiue halbzerfallene Mauer. Hinter diesen Büschen würde ich mich sicher gut verbergen können, sagte ich mir. Ich schlüpfte also zwischeu Mauer und (Gebüsch und fand, daß sie, mich vollständig verdeckten und daß ich doch den Platz neben dem Feldstuhl genau überschauen konnte. Ich machte es mir noch hinter den Lorbeeren etwas lx'guem, als ich schon sich nähernde Stim- men und Fußtritte vernahm, und nn nachneu Augenblicke kamen Nellie und Herr Gaunt um die Nume herum und gingen, wie ich vermutet hatte, zu dem Feldstuhl hin, auf den das junge Mädchen sich niederließ, während ihr Anbeter neben ihr stehen blieb. Von meinem Versteck aus konnte ich keiu Wort verstehen, aber ich konnte die Gesichter der Zwei mir gegenüber deutlich sehen. Mehr als eiue halbe Stunde vlandertcu sie. vergnüglich gcung, wie es nach ihrem Aussehen schieu. Nellie machte hin uud wieder eiu paar Piusclstriche, aber meistens lachte und schwatzte sie mit ihrem .Courmacher, der zu ihren Füßen im Moose lag oder sich neben ihr gegen die epheu-bewachsene Mauer lehnte. Allmählich wurde die Nuterhaltung jedoch eruster. Herr Gaunt lehnte nicht mehr lässig an der Mauer, sondern ucigte sich über das reizende Mädchen, das lächelnd zu ihm aufsah. Icht schienen sie beide ziemlich ernst. Die Unterhaltung stockte aber nicht. Plötzlich wurde Herr Gauut kreidebleich und trat eiu oder zwei Tchritte von seiner Gefährtin zurück. Tann stürzte er förmlich auf sie zu, packte sie bei den Tchnltern, schüttelte sie leicht als woMe er etwas bekräftigen, was er sagte, oder sie zwinge«,, ihm zu antworten. Al>er sie schrie nicht und schien sich nicht vor ihm zu fürchten. Tie sah ihn fest au. aber auch sie war sehr bleich. Im nächsten Augeublick ließ er sie schon los. und nach seiner Haltung zu urteilen, schien sie sich zu entschuldigen. Dann ergriff er seinen Hut. wendete sich und ging mit langen Schritten von der Nuine fort. (Fortsetzung folgt.) — (S t a a t s s u b v e n t i o n.) Seine Exzellenz der Herr Aäerbauminister hat dem Qrtsschulrate in Kalten-feld, politischer Bezirk Adelsberg, ausnahmsweise zu den dosten der Einfriedung des Schulgartens eine außerordentliche Beihilfe von 400 K bewilligt und die l, l. Landesregierung für Krain ermächtigt, diese Beihilfe zu Handen des vorgenannten Ortsschulrates flüssig zu machen. —?. * (Aus dem V ollsschli ldienste.) Der l. k. Landcsschulrat für Krain hat die gewesene Aushilfslehrcrin in Podtraj. Fräulein Milena K a v 5 i <"-, und die gewesene Supftlentin an derselben Schule, Fräulein Iosefinc Smole, in Gemäßheit des tz 130 der definitiven Schul und Unterrichtsordnung zur unentgeltlichen Schulpraxis an den Volksschulen in Ki^la. bezw. in Watsch bei Laibach, ausnahmsweise zugelassen. « —,-. — (Krai nische Sparkasse,) In der gestrigen Direltionssihung wurden nachstehende Spenden bewilligt: Der Viehzuchtgenossenschaft in Horjulj und der Milchgenossenschaft in St. Lorenz bei Großlack je 300 X, für die Schulgärten an den Volksschulen in Zagradec und Tre« belno je 15>0 X, für die Herstellung eines Brunnens bei der Volksschule in Birnbaum bei Laibach 150 X, der Feuerwehr in Reichenau 200 l< und jener in Schwarzenberg bei Idria 100 15. — (Vereinswesen.) Das l. k. Landespräsidium für Krain hat die Bildung des Vereines I),-u5tv<> ?.« s»ti's)^5s> vlir«tvs> i>> inlll'!> v «s!<1ns>m nkruM Vi^nM ss«rn. mit dem Sitze in Weichselburg, nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —c>. — (Fürst Auersperg vor seinen Wäh-lern.) Man schreibt uns aus Gottschee: Samstag am 2li. d. M. nachmittags um 3 Uhr hielt der Reichsratsabgeordnete Fürst Auersperg im großen Saale des Gasthofes „Zur Stadt Tricst" eine Wählervcrsammlung ab und erstattete seinen Rechenschaftsbericht über die abgelaufene Reichsratssession. Die äußerst zahlreich erschienenen Zuhörer folgten den gehaltvollen, dabei streng sachlichen Ausführungen des Redners über die politische Lage mit gespannter Aufmerksamkeit und unterbrachen sie häufig mit lautem Beifall. Fürst Auersperg gab auf einige Anfragen der .Herren Medih, Ionle und I a klitsch befriedigende Auskunft erhielt ein begeistertes Vertrauensvotum und schloß unter brausenden Hochrufen um 5> Uhr die Vc» sammlung. — (Landwirtschaftlicher Lehrlurs in Stauden,) Die Direktion der landwirtschaftliche» Schule in Stauden veranstaltet in der Zeit vom 10. bis 12. Februar l. I. einen dreitägigen Lehrlurs mit Vortragen über Futterbau. Viehzucht. Milchwirtschaft und Genossenschaftswesen, Landwirte, die an dem Kurse teilzunehmen wünschen, haben sich ehestens bei der Anstaltsdireltion anzumelden. Ein näheres Programm folgt. — (Der U n te r st ü tzu ng tzve r e i n für Zöglinge der l. l. Lehrer- und Lehrerinnen-bi ldungsa nstalt in L a i b a ch) hält Sonntag, den 2. Februar um 10 Uhr vormittags im Konferenzzimmer seine ordentliche Hauptversammlung ab. — (Der Verein zur Unterstützung dürftiger Realschüler in Laibach) wird am 14. Februar um 5 Uhr nachmittags im Konferenzzimmer der hierortigen k. k. Staatsobcrrealschule seine diesjährige Generalversammlung abhalten, zu der alle Vereinsmitglieder hiemit höflichst eingeladen werden. — (N ode nu n ru he.) Nieder zeichnen unsere fünf photographisch registrierenden Pendel außerordentlich starte Bodenunruhen auf. Die stärkere Bewegung begann am 25. Jänner und ist bis zur Stunde in beständigem Zunehmen begriffen. Heute zeigen die herrschenden Boden-unruhen auch die wenig vergrößernden mechanisch aufzeichnenden Apparate an. Der Boden geht. Schwingungen verschiedener Systeme durchziehen den Boden, als Echo großer Stürme in der Ferne. Nie zu erwarten ist, dürften diese fortdauernden konvulsivischen Bewegungen des Bodens dazu beitragen, daß da und dort vorhandene Spannungen in der Erdrinde ausgelöst und neue vorbereitet werden. Die jüngste, jedoch bedeutend schwächere Nodenunruhe hat unsere Warte gleichzeitig mit Hamburg ain 10. Dezember notiert, N, — (Selbstmord.) Gestern um halb 1 Uhr nachmittags wurde der im Hause der Firma Volaffio in Unter-KMa wohnhaft gewesene Wirt Anton E e I a r c im Keller erhängt aufgefunden. Der herbeigerufene Arzt konnte nur den bereits eingetretenen Tod konstatieren. Den Verstorbenen hatte man schon seit längerer Zeit allgemein für unzurechnungsfähig angesehen. Kälber nebst 510 Kilogramm Fleisch eingeführt. Wipprich sowie den Herren W e r n e r-E l g e n, B o l l-mann und Weihmüller gespielt. — Am Freitag findet die Wiederholung der Operettenneuheit ..Ein tolles Mädel" mit Lisa K urt in der Hauptrolle statt. "" (M i l i t ä r lonz er t.) Das Konzert zugunsten des Militär-Kapellmeisterpensionsfonds, das bekanntlich verschoben werden mußte, findet Sonntag nachmittags im großen Saale der Tonhalle statt. Diese Konzerte gehören zu den hervorragendsten musikalischen Veranstaltungen und es gibt sich mit Recht allgemeines großes Interesse für sie kund. Wir werden noch Näheres hierüber berichten. "* (Vortrag über alte M e i st e r.) Im kleinen Saale der Tonhalle, welcher von einer ansehnlichen Zahl musilfreundlichcr Hörer besucht war. führte gestern abend Herr Kapellmeister Felix Günther einen Teil der von ihm für den „Kunstwart" bearbeiteten deutschen Klavier-lompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts vor. Er leitete den Abend mit einer gedrängten Besprechung wichtigerer Episoden aus der Musikgeschichte ein. welche die Brücke zu den Klaviervorträgen bildete. Ein näherer Bericht folgt. — (Die P u b l i l a t i o n en der „S l o v e n s l a Kolsla Maiic a") für das Jahr 1907 sind soeben erschienen. Jedes Mitglied erhält vier Bücher, u. zw.: 1.) den 7. Band des Pädagogischen Jahrbuches, redigiert von H. Schreiner und Dr. Josef Tomin^el; 2.) das 2, .Heft (Schlußheft der speziellen Unterrichtslehre der slo-venischen Sprache in der Voltsschule von Dr. I. B e z j a l); ?>.) das erste Heft des Anschauungsunterrichtes für das zweite und dritte Schuljahr, redigiert von H. Schreiner und Dr. Franz Ile5i5; 4,) den ersten (theoretischen) Teil von „Schule und Haus mit besonderer Rücksichtnahme auf Elternabende", verfaßt von Dragotin P r i b i l. — (..Laibacher S ch u l z e i t u n g.") Inhalt dei 1. Nummer: 1.) An die deutsche Lehrerschaft von Krair und Küstenland. 2.) Juliane Suppantschitsch: Am meiner Lesestunde. 3) Anton Her get: Zum moderner Zeichenunterrichte. 4.) Konrad Winter: Allerlei Gedanken und Erwägungen. 5.) Ernst Herrmann: Schul reform. 0.) Zuschriften und Mitteilungen, 7.) Fran^ Resl: Wie ich ausgerüstet bin. wenn ich ausgehe, für del Schulderem zu werben. 8.) Nordlandsreise des Lehrer hausvereincs in Wien. 9.) Bücher-, Lehrmittel- und Zei tungsschau. 10) Danksagung. — (l> 1 n ,! , n « k I V <> ^ < i! ,' 1<.) Inhalt der erstci Nummer: 1.) Dr. H. Tuma: Der Kpil oberhalb de Police (.7ot di ^lontn^c). 2.) Ianlo M l a k a r: Durch« Engadin, Z.) Vereinsmitteilungcn. 4.) Verschiedene Mit tcilungen. Theater, Dunst und Literatur. — (Slovenisches Theater.) Frau Irma Polalova aus Agram trat gestern als Mam'zell? N'itouche vor das in hellen Scharen herbeigeströmt? Publi tum. Was sie als Nitouche leistet, ist jedem Theaterbesucher bctannt. Sie ist eine echte Soubrette voll Temperament, voll köstlicher Laune und voll übersprudelnden Lebens; sie stattet ihre Rolle mit unterschiedlichen fein angebrachten Nuancen aus; sie ist mutwillig, ohne ausgelassen zu sein; sie strahlt in ihre Umgebung Heiterkeit und Frische aus, die dann auch auf die Zuschauer und Zuhörer übergreift und so die ganze Vorstellung zu einem vergnüglichen Theaterabend gestaltet. So war's vor Jahren, so war's gestern und so wird's immer sein, solange die lustige französische Mam'zeNe auf der Bühne ihr Wesen treiben wird. Man ehrte Frau Polalova durch Ucberreichung eines prächtigen Blumcntörbchens; man klatschte ihr Beifall auf offener Szene und nicht minder nach den Altschlüssen. Die übrigen Kräfte bemühten sich nach ihrem besten Können, hinter dem Gaste nicht zurückzubleiben, und so kam es, daß gestern das nchtige Operettentempo und die richtige Lustspielstimmung erzielt wurde. Es gab Leben auf der Bühne, namentlich im zweiten Alte, der, seiner Anlage nach der beste unter allen. khl hervorlehrt. Seine sonst ganz anerkennenswerte Lei-slung wäre um ein beträchtliches höher anzuschlagen, wenn er sich weiser Zurückhaltung befleißigte und sich nicht fast ausschließlich mit dem Veifalle jenes Teiles des Publikums begnügte, das dem feinen Witze wenig oder gar nicht zu-gänglich ist, dafür aber an derbem Poltern und Lärmen sein Gaudium findet. — Der Vorstellung wohnte der Herr Lcmdespräsident samt Frau Gemahlin bei. —n— — (Aus der deutschen T h e a t e r l a n z I c i.) heute gelaugt Philippis neuestes Schauspiel „Die Ernte" zur Erstaufführung. Philippi. der in Wien schöne und anhaltende Vurgtheatererfolge errungen hat. erzielte auch mit diesem seinem neuesten Stücke am Deutschen Vollsthcater in Wien einen unbestrittenen Erfolg. In Laibach »vcrden die Hauptrollen von den Damen Kunst-Günther und Telegramme des k. k. Telegraphen-Horrespondenz-Dnreaus. Wien. 28. Jänner. Wie das l. l. Telegraphcn-Koi-respondenzbureau erfährt, wurde dem Landespräsidenten in Klagenfurt Robert Freiherrn von He in, ferner dem Landespräsidenten in Ezcrnowih Dr. Ritter von Vley-leben sowie dem Landeshauptmanne in der Bukowina Georg Freiherrn von Wafsillo die Würbe eines Geheimen Rates und dem Landespräsidcnten in Laibach Theodor Schwarz der Freiherrnstand verliehen. Außerdem wurde der Landeshauptmannstellvertreter in der Nulo-wina Professor Dr. Stephan Smal-Stocki durch die Verleihung des Komturlreuzes des Franz Josef-Ordens ausgezeichnet. Wien. 28. Jänner. Bürgermeister Dr. Lueger unternahm heute nach mehr als 14tägigrr Krankheit die erste Ausfahrt. Im Gemeinderate gelangte ein Telegramm der Kabinettslanzlei an den Bürgermeister zur Verlesung, in welchem für die .Kondolenz anläßlich des Ablebens des Grohhcrzogs von Toslana der wärmste Dank ausgesprochen wird. Aus Salzburg gelangte eine Depesche des Erzherzogs Josef Ferdinand für die Veileidslundgebungen ein. Berlin. 28. Jänner. Ein neues System der drahtlosen Telegraphic mit kontinuierlichen Wellen ist vom Erfinder Lepel der Inspektion der Verlehrstruppen durch Telegraphic von Reinickendorf bei Berlin nach Braun schweig. 230 Kilometer, mit Erfolg vorgeführt worden. Der höchst einfache kleine Apparat erzielt bei geringem Verbrauch an elektrischem Strom einen großen Nutzeffekt, und gestattet auch die Anwendung der drahtlosen Tele-vhonie. Odessa. 28. Jänner. Der Polizei ist es gelungen, zwei an der Explosion auf den Dampfern „Grigorig Merk" und ..Ajudal" beteiligte Anarchisten zu verhaften. Bei ihrer Ueberführung in das Gefängnis versuchten sie zu eni' fliehen, wurden aber von Schutzleuten durch Revolverschüsse getötet. Fez, 28. Jänner. Neuesten Meldungen zufolge wurden den an der marokkanischen Küste funktionierenden Beamten Drohbriefe zugeschickt, daß ihre Häuser geplündert und ihre Frauen und Kinder vergewaltigt und verlauft werden würden, wenn sie Muley Hafid »ickt nun Sultan proklamieren. werden bedeutende Ansammlungen und Märsche chinesischer Truppen gemeldet. Nach Berichten aus Irtulsl sehe man allgemein ernsten Ereignissen entgegen. K onsta nti nope l, 28. Jänner. In Sirlebschi (Slambul) wurde der erste choleraverdächtige Fall festgestellt. Kairo, 28. Jänner. Der erste Cholerafall in Aegyp-len wurde heute in Keneh (Ober-Aegypten) batteriologisch festgestellt. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 18. bis zum 25. Jänner 1908. Es herrscht: die Notzlranlheit im Bezirle Gurlfeld in der Gemeinde St. Crucis (1 Geh.,; im Bezirle Laibach Stadt (l Geh.); im Veziile Laibach Umgebung in der Gemeinde Igglack (I Geh.); der Vlotlanf der Schweine im Nezirle Gurlfelb in der Ge» meillde Lalldstras; (1 Geh); die Tchweinepeft im Bezirle Adelsberg in den Gemeinden Dornegg (1 Geh.), Iablanih (2 Geh.); im Bezirle Gottschee in den Gemeinden Lienfeld (1 Geh.). Mosel (l Geh.), Reifnitz (1 Geh), Schwarzenbach (1 Geh.), Seele (3 Geh); im Ne. zirle Gurtfelb in den Gemeinden Tatez (10 Geh.), ZirNe (6 Geh.); im Bezirle Rubolfswert in der Gemeinde Sanlt Michael'Stopit (1 Geh.); im Bezirle Tschernembl in dm Gemeinden Ndlesic (1 Geh.), Altenmartt (b Geh.), Tanzberg (1 Geh.), Tschcrnembl (I Geh.), Tschovlach (2 Geh.), Weinitz (1 Geh.). Wintel (1 Geh.). Erloschen ist: der «otlaus der Vchweine im Bezirle Gurlfeld in der Ge> mcinbe Zirkle (1 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebung in der Gemeinde Iggdorf (1 Geh.); im Nezirle Rudolfswelt in der Gemeinde Großlack (1 Geh>; die Schweinepest im Bezirle Gurlfeld in der Gemeinde Catez (b Geh.); im Bezirle Tschcrnembl in der Gemeinde Peters» dorf (1 Geh.). 7 U. F j 723 4 j 6 b SW. schwach j . j 0 0 Das lagesmittel der gestrigen lemperatur 6 3'. Nvl, male -1-9". marl und Körnten: Trübes Wetter, mähige Winde, Tempe» ratur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend; für Krain: größtenteils bewölkt, Temperatur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend; für das Küstenland: wechselnd bewölkt, mäßige Winde, milde, gleichmäßig anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte lssl'nrlmbtl vo» der »rain, Sparkasse l«l»?>, (Ort: Gebäude der l. l. Staatö.Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46'03'; Östl. Länge vvn Greenwich 14'31'. Bebenberichte, Am 2A. Iännei gegen 14 Uhr 3l> Min, Aufzeichnungen von Nahbeben in Mileto und Vles« sina, Äm 24. Jänner gegen 22 Uhr* 30 Min. zwei Erschüt. terungen IV. Grades in Veroli (Romj. Die V o d e n u n r »l h r hat am 28. und 29. Jänner ausnahmslos an allen Pendeln ein außerordentliches Maximum erreicht. Bergbaue Achtung! » Die Zeilannaben btziehrii !ich ans milislfuropüischt Htit und weiden von Mitternacht bi« Mitternacht li Uln l>ic 24 Uhr aezählt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Vatoilo k reinemu obcnemu zborn Hmetshe posojilnice na Vrhnihi reg. zadruge z omejenim porofctvom ki se bo vriil v Mvtti dne 6. sveèana 1.1. ob Z. up! popoldni v zadružni pisarni na Orhnihi. Dnevni red: 1.) Poroèilo ravnateljstva. — 2.) Poroèilo o izrrSeni reviziji- — 3.) Poroèilo nadzorstva o raèunskem sklepu. — 4.) Sklepanje o razdelitvi dobièka. — 5.) Volitev ravnateljstvu in nadzorstva, — 6.) Sluèajnosti. K obilni udeležbi vabi zadružnike Laibacher Zeitung Nr. 23. 202 29. Jänner 1908. Angekommene Fremde. Hotcl Uni«». Am 27. Jänner. Mschul, Reisender; Pullal, Opern, sängerin, Agram. — Hirschensohn, Guttmann, Löwy. Steiner, Pollal, Wurm, Lazar, Magaziner, Soma, Fischer. Reisende^ Kohn, Kfm.; Sinnt. Inss,. Wien. — Aufmuth, Wellisch, ttflte.. Graz. — Breuer, Kftu., Elbcrfeld. — Freiste. Beamter; I„. chiostro. iifm., Trieft. — Volai, Kfm., Rudolfswert. — En» ^elsberger, Private, Gurlfeld. — Urbaniic. (Gutsbesitzer, samt Gemahlin, Schloß Thurn. — Doslocil. Oberlontrollor, «laqen. fürt. — Stazinsly, Pfarrer, Trboje. Hotel Elefant. Am 28. Jänner. Ritter u. Beruetich.Tomassini, Piiva» tier; Ganel, Ingenieur; Trevisini, Wegenast, Malln, Mladit, samt Frau. Ksite., Trieft. — Baron Konrad v. Konradöheim, l. u. l. Oberleutnant. Wr. Neustadt. - Platzer, l. l. V-rwalter; Kaschl, l. k. Osfizial; Reckcnzaum. Pollal, Ksste.. Graz. — Strictius, Privat, Radmannsdurf. — Brosch. Privat. Olmütz. — Klofutcr. Kfm, Agram. — Baduuinac. Kfm,, Ostrc. — Atzler, >tfm, Salzburg. — Schegula, Private, samt Tochter, Rudolfswcrt. — Wcinl'?rsheimcr, Nfin, Ichenhausen. — Moline, Private, Neumarltl. — Martelanz, Kfm, Fiume. — Flschl, Kolb, Gottlleb, Goßlcr, !»iebl,ch, Stactler, Pollal. Neu° mann, Fcanl, Zeuger, Freund, Blumenkranz. Kladivo, Felsen-bürg, Klampfer, Braun, Ksite,; Jonas, Disponent, Wien, Verstorbene. Am 2 7. Jänner. Josef Ianiar, Taglöhner, 66 I., ertrunlen im Gruberschen Kanäle. Am 2«. Jänner. Maria Stiene, Inwohnerin, 3!) I, Radetzlystraße 11, I^ekoäi» d^gtvrica. Im Zivilspitale: Am 25. Jänner. Franz Steblaj, Waldhegerssohn, 15 Mo»., Lronckitis eHpilluriZ. fandest!) eat er in ^aivach. 70. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Mittwoch den 29. Jänner »»«8 zum erstenmal Hie Ernte. Schausviel in drei Akten von Felix, Phillippi. Anfang ylllb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Jg^ Büglerin m^ gesucht. flHB1^ Anzufragen in dor Handelslehranstalt P^y (MM, A. Mahr ui Lalbaoh. :t 1 H Gegen bare Kassa sofort H ¦ zu hausen gesucht: ¦ ^H Gat erhaltene u. prelawiirdige ^H H Schlaf- u. Speisezimmer- h ^ Einrichtung- sowie eine ~ H Salon-Garnitur. | ¦ Gcfl. Antrüge unter „Trautes Helm" |^H an die Administr. dioscr Zoitun^. ^392)3—1 jj^H kiliaie äor ^. X. priv. Neaterroicbiaclieu Lreäit- -^^- 4u8ta!t iür NanÄei uuä Leverbo in I^aidaob. U«»nRn>l»^^«nt«. — l^Äuß »««»«> V«^ll»u^ v»n ^lt«n, ll«v»»«n un«l Valuten. — 3»ß«»N«p«»»it». V«^«,«,ltung »on N«p«<», — W««l,»«>»»ub« Kurse au der Wieuer Börse (nach dem osftziellen Kurslilattej vom 28. Jänner 1908. Tic notierten N»i!e verstehen sich in Kroncuwähriing, Tie Notierung sämtlicher Altir» und der ,,TwcrIe!, Lose" velslelit sich vcr Llllcl. Veld Warc Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"„ lonver. steuersrei. .ronc» (Mai Nov.) per »»,se . . 97 bo 97 7« delto (Iänn.-Iuli) per «assr »7 bv 97 7U 4 ^'„ ö. W. Noten (Febr. Aug. pn «assc......99 8«lU 0 sl. . .26» 2N7-^ Tom. Pfanbbr. ^ 120 fl. 5« „291^ 2Z6 — Staatsschuld d. i. «cichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Östcrr. Voldrentc stcucrsr., Gold per Nasse . . , . -"/,"a 2b «1« 45, l^llerr. Rente in Kroncnw, stfr., per »assc.....4«/, 9? 4« 97 60 detio per Ultimo . . , 4"/,, 97 40 97'60 cst, Investition«. Rente, stfr., Kr. per «as!« . . »'///„ »8 »o 8» ü« G»sen»«!,n.3tn«t,schul». »tisllileibungen. (ilisabety-Vahn i. O., steuerfr,, zu lU.l'W fl.....4"/„ —'— —'— ifranz Iojepb-Valin in Silber chiv. St.) .... 5'/4>!2080!2,-«<> Valiz. Karl Ludwig Bahn (div. Stücke) Kronen . . . 4"/« 96 9b 97 95 Nudolf-Valin in «ronenwähr. steuerfr. (div. St.) . . 4"/» 97 '0 38 lO Vorarlberg« Bahn, stfr.. 400 und 200« Kronen . . 4"/„ 96 90 97 8« Iu zt«lll»schul!wtlsch»ilmnz»n ubglftlmPtltt Gisent»l>N'Akliln «llisabtih-«. LW fl. itM. 5^.''/., vo» 4U0 Kr......463 5^465 5« dlllo z.'inz-Vubwei« »00 fl. ö. W. L. 5'/«"/,. . . . .435K0437-«) delto Lalzburg Tirol 200 fl, ü. W. S. b"/„ ... 425 - 42? — «rem«al Vahn 200 u. 200U Kr. 4»„.........194 5U l!!5> b« Weid Warr Pnm ltnnte fui Zahlung über» nommene ßilenbaliN'lliilirillll« ßtliglllilinen. VülMl, Wcstba!,!!. !lm. t8!»5. «0", li«0<> u. la.'Oa llr. 4" „ i<7 50 88 50 Elisabeil, Vahn u! 15-10 Ferbma>,d«!-Noidbahn Em. 18«« 97 65 «8 65 deüo » Em, 1884, (biv. Et.) Lilb. 4"/„ . . 97- 97 5" Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"'„ ung, Golbrcnle per Nasse . i!2-!la2f<) «l"/,, »nqar. Rente in «roue»- währ. stfr. per Nasse . . 8385 94-15 4^„ bcitll per Ullimo 93 85 94 15 5>///„ betto per Kasse 838« ?4-— Ungar, ^iHmien.Nnl. il 10« fl. 195 75,8« 75 dcüo k 50 sl.^I85 ?5!! 4'/,"/„ . . 99 10 100 10 5"„ Tonau Reg. Anleihe 1878 102 75103 75 Wiener Vcrlchr«-Änl. . . 4"/n 9785 88 35 dcüo tWO -l"„ 97 35 88 35 Nülehen der Stadt Wien , . 102 LN103 20 delto 0<> 96 75 U7 75 detto iI»U.'A.)v I.Ü102 86 75 97-70 Vöriebaii-slnlelien verlosb. 4",, 96 50 — — Russische Slaalianl. v. I. 1W6 f. 100 Nr. p. N. . . 5"/« 90-60 9110 dettu per Ullimo . . 5>"/„ "a bl> 9>«.'> Bulg. Staat«-HypothelarAnl. 18U2 . . . . . . «"/»121-50122-50 , «old Ware Bulss. Staats - Ooldanleihe! l!»07 s. 100 Kr. . , 4'/,/'/^ 90-25 n> 25. Pfandbriefe usw. «udenlr.,allg.öst.i.50I.vl.4"/s, 95,-50 96>20 Vül),n, Hupothelenb. ucrl. 4"/« 9^45 38-45 Central-«od.-Kreb-Vl.. üsicrr., 45 I verl.....4>/,"'n Ivl bo 102-50 detto <>5 I. veil. . . . 4>/n 9v _ 98--Krcb. I»st.,ös«err.,f.Berl,-Unt, n. üfsenll, ?lrl,, «at. ä, 4'^ 9« _ 97'— Landeeb, d, Nön. Galizien und Lodum. 57>/, I. rüclz. 4"/« 9490 95'NN Mähr. Hnpoihclenb. verl, 4"/,. 97:,« 98 3« N.-üsterr Laodcs Hvp-Nl'st.'!"/'' 97-25 98-^5 delto i»ll. ll''„ Pr. ucrl. 3'//^ 88- de«o K. Schu!d!ch. verl. 3>/»V<>> 8725 88-25 , dcllu ver!......4"/° 97-— 88-— eslerr. »ngar. Bani 50 Jahre Verl. 4"/n ö. W.....98-10 99-K» dettll 4-/„ Kr. .... 98-30 99 30 Sparl., Erste öst.. kvI. Verl. 4"/« 98-50 lW-50 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. öslerr. ^ordweslb, 200 fl. 3. . 102'«^ 103-65 Llaalsl'ali» !<<> ssr..... 410- 412-— Lüdbanü n :»"/„ Jänner Juli 50« Fr. per 2t.) . . . L»9-75 30< 75 Südbahn u 5"/o ^«0 sl. E. °. G. 122-25 123 25 Diverse Lose. Zlerzlnlliche s»st. »«/„ Nodcnlredit Lose Em. i««0 28450 290 50 detlo Em. 1889 278-— 2«4 - 5'V« Tonau Nennl-Loic 100 sl.> L65-- 27l-- Serb. Präm.Nnl. p. 100 Fr. 2«/„' 104 75 110-75 Zln»tlZ!N«>llche fose. Vudap.-Vasilila iTombau) 5 fl, 22 60 24-6« Kreditlose 100 sl..... 458'— 468'— Clary-Lok 4« fl, KM, . . . 151'- 157- Ofrner Lose 4l> fl..... 23N-— 24«-— PalfsU-Lole -I« ll. z,W. , , , i«,»-- 195-Rolen Nreuz, ust. «es. v.. 10 fl, 51'- 55 — Rolen «rcnz, »»g. Wss. v,. 5 sl. 2»'75 !>>"?« Rudolf-Lnsc 10 sl......6«'- 70'— EalmLosc i0 fl. KM. . . . 223'— 233 — Tüll. E.V.AnI, Pläm.-0ulig. 400 Fr. per Kasse . . . 188-- 183»- deüo per Medio , . , 187-50 1885« Geld Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 50»-— b>8'— <«cw. Sck. d. !!"/„ Prim.'Schuld d, Bodenlr.-«nst. «km. 1889 81— 8?-- Altien. Vlnnzpull'Inlernllimnngtn. Ni,ssig Tepliyer Eijenb. 50« «. 2420-— 2430-— Nühmische Nordbahn 15<» fl. ,! 871'- »75'- Äiischtichrader Eilb 5,M> fl, »M/2884 — 2804'— dettu (!it l! 200 fl. per Ult.lt089- 1093'-Tonail - Tamftsschisfalirl«. Ges., 1,, l. l, plw., 5>U« fl, KM/102S'— 1036-- L»,c Äobenl'acher E, V. l«0l!r.! 545-— 548-- Ferdinandö-Nordb. 1000 sl KM, 5340»- 5380'-Naschn» - Oderbcrgcr Eisenbahn 20« fl. S.......363'— 36« 50 Lemb.-llzer» - Iassy Eisenbahn - Gejcllschan, L«0sl. E. , . 568'- 572'- «lo»d, öst.. Trieft. 500 fl., KM, 409-— 411'— Österr, Nordwrstbal,» 2»n sl, S. 434— 4^,8- detlo (lit. I!) 200 sl, V. P U,t. 42350 42450 Pran-LnxerEiseich, !<«>!!.abgst. 215-- 2l65n Zlaatscisenl'. ^00 fl, 3. per Ult, 676 75 e??'75 Llldbahn 200 fl. Silber per UI», 146'— 147--Siidnorddeiilsche Verbi»dimM, LUNfl.NM......404— 407'50 Transport Ges,. inlcrn,, A. G 200 Kr........173— 170'— Ungar. Westbahn (Raav-Graz) 200 sl. S.......402'— 406-50 Wr. Lolalb-Altienwel. 2<0 f>. 220— 24«'— Banken. Anglo. Lsterr. VanI, 120 ll. . 304'— 305'- Baiiluercin, Wiener per Kasse - '— —-— detto per Ultimo 534— 535'- Nodeiilr. Anst. üst,. :,N0 Kr. . 1049'— 1052-- ^en!r,.Äod. Kredbl. öst,. 200 fl. 528'— 58«'— Nrcditanstlll! fü« Handel »nd Gewerbe, ino sl.. per Kasse —'— —'- dctlo per Ultimo 640-25 «4l'25 Kredilbanl, unss. alln,., ^00 fl, 773-50 ??4'5u Depositenbank, alla., f!........47N-- 474'- Huputhelenbanl. öst. 200Kr. 5"/„ 287'— 289'— Landerbanl, üsterr., 200 sl., per Kasse.......^.__ __.__ de»o per Ultimo 42« «a 422'LU „Merlin", Wechselstüb.-Nitien- Gesellschaft, 20« fl. , . . 604'- 008-— Osterr-iinnar. Van! lion z,r. 1772'— 1782'— Geld Ware Unionbanl 200 fl...... 551 — 552' — Unionbanl, böhmische 10« fl. . «38-— 23850 Verlchrsbanl, allg, 14« fl.. , 339'b0 31150 Induslrit'Pnteruelimungen. Va>,s,e!ell!ch., nllg, ösl,, K»<> sl, 124-— 125 50 VrliferNuhleiiheissb-Ges, lOOfl. 749'— 753--E>Ie»bah»ver!ehr«-«!!st!,l», üst.. 100 fl........ 405— 409'- Eifenbahnw.Leihg.. erst«. 100sl, 2»«-- 20» — ,,Elbcmiihl", Paplerf. u. V.-O. >«U fl........ 201'— 204 b0- Eleltr. Ges, allg üsterr., WN fl. 427'- 4^9 — Elcltr,Gelcllsch., intern, 200 fl. 596-— 598- Elelts.-Gclcllsch.. Wr. i» Liqu. 21825 2,i»-Äb H,rlsnbcrgcr Pntr,-, Zündh, n, Met.-Fabrik 40!» Nr. . . 855'- l»«5> - Liesinner Brancrci 100 fl. . . 250'— 254 - Muntan-Gl's,, öst, alpine 1»N sl. 607'- 608'^ ..Poldi'Hnüe', Tiegelgnftslahl- F.A.G. liNNsl..... 43«'— 442 — PrngerEisen-Iiidustrie Oescllsch. 200 sl........ 2435'-2450-- Rima- Mnran», - Calnü-Tarjaner Eüeniu. L - 514 — Wr. Baügelrllschafl, 100 fl. . . 154-— 159-— Wienrrberge ^iegels.-sllt.-Ges. 7l»— 720— Devisen. Kurz« pichten und Scheck». Amsterdai»....... 199 60 iz»»uv Teiilschc Vai!lpläl>r .... 117-55 11?"?» Italienische Banlplähe . , . 85l»0