vkr. 5 Haus). »,«»»»»,! «glich »g Ittrr »tilg« itt-cn'.ic jm. «lasgta (idl- ■ ichs »tchft« «m* •mntlii WI>IU|||B.||«I n«.MO. Verwaltung: Watbbau«flaiu iJfr. S 0t)ng#b(tingoo|cn: v»»ch W» Till tqigcn: Blrtt«lt«ttj . , .1. 1-40 . . . fl. > »« «anihttig . . . I. «'40 Bill f IIII Bit Anstelln»« Ib'I H»»s! VttautllO . , . . « —« •imcllütrla . . . ft. i*M •aniiitcsg : i . f. «•— Hi'l lalln! ciIIMii «»»,»»«»Itlilei» S« 6K hödrre» 8nscB»uii«l-<#cfemi» steirischen Landtage daS Recht, die von ihm beschlossenen Gesetze authentisch auszulegen nicht geschmälert werden kann und anderseits weil soweit politische Erwägungen in Betracht kommen, die Verhältnisse sich in den letzten Jahren wesentlich geändert haben. ES handelt sich hier nicht um die Schaffung eines neuen Gesetzes, sondern nur um die jeden Zweifel ausschließende stilistische Festlegung jener Z)ie unsterötiche Watratze. Bon Bictor Ottmann. Al» ich das letzte Mal in der Irrenanstalt MDalldoif bei Berlin weilte — das heißt, um üblen W«hreden vorzubeugen, nur als Besucher — zeigte »ir mein Freund, der AnstaltSarzt Dr. Mente-captuS, wieder eine ganze Reihe neuer, interessanter \ einer immer befremdlicher als der andere. ,e Aufmerksamkeit begann bereits zu erschlaffen ich glaubte im Rückgrat jeneS gewisse, fatale >»eifeakribbeln zu verspüren. daS die Gelehrten al» Vorzeichen der leise schleichenden Gehirnparalyse Mhmen. da sagte Dr. MentecaptuS: »Lieber Freund, alle» Schöne, wa» Sie bi» jetzt gesehen haben, ist nicht» gegen den hochinte-«ssanten Fall de» Manne» mit der Matratze. Kommen Sie, wir werden un» seine Geschichte er« zählen lassen!- Mit viesmi Worten schloss er ein Zimmer auf ud ich erblickte einen Mann mit graue« Haaren «d verstörtem,, angsterfülltem Gesicht. Er hockte auf einer altien, dünnen, halbzersetzten Matratze, wie man sie in Feldbetten findet. Bei unserem ; ttiatritt erhob er sich sofort mit großer Lebhaftig-Kit, und wäh,rend ich mich höflich verbeugte, streckte er mir die Mcatratze entgegen und rief mit kläglicher, flehender Etiunme: »Nehmen, Sie, mein Herr, bitte nehmen Sie, ich schenke sie IhnenI" Ich prottestierle sanft, aber entschieden, denn ich nehme grrundsätzlich keine alten Matratzen an ud wüsSte im der That nicht, was ich damit an» s»gen sollte. Stöhnend sank der Unglückliche zu-rück, Dr. Merniecaptu» aber sprach: „Mein liiüber Herr Papoporumeno», dieser Herr ist von Neuseseeland eigen», zu dem Zweck hierher Kft, um !Jhre fesselnde Geschichte zu hören, den Sie «wohl die Liebenswürdigkeit haben, sie M zu erzähl,!?» ?' Es ist be ekannt, mit welcher Begierde die Irren ihre LeidenSggefchichten erzählen, wenn man sie in geeigneter Fovrm darum ersucht. Papoporumeno« .Fälle" Auffassung, welche bis zum Jahre 1886, also durch 20 Jahr», im ganzen Lande unbestritten in Geltung stand und die heute noch in Ober» und Mittelsteiermark von den politischen Behörden ge-handhabt wird. Der Landtag hat ganz einfach zum zweitenmale erklärt, dass sein im Jahre 1866 be-schlössen«» Gesetz über die BezirkSvertretungen jenen Sinn habe, der ihm von allem Anfange an durch volle 20 Jahre allgemein und feit 15 Jahren im größeren Theile des Landes unterlegt wird — dass nämlich zur Wählergruppe des großen Grundbe» sitzeS die Besitzer der im Bezirke gelegenen unbe-weglichen Güter gehören, derm Jahresschuldigkeit an Grundsteuer allein oder an Grund» und Ge-bäudesteuer zusammen mindestens 60 fl. — K 120 beträgt. Der Landtag hat erklärt, das« er im Jahre 1366 dem Gesetze den nun zweifellos festgelegten Sinn gegeben habe und einer solchen Erklärung gegenüber ist die Sanction nach uuserer Anschauung bloße Formsache. Die gegentheilige Eventualität ließe sich nur aus politischen Erwägungen erklären, weil die entgegenstehende Entscheidung des Ver-waltungSgerichtShofe« einerseits nicht allgemein verbindlich ist und weil anderseits dem Landtage, als der gesetzgebenden Körperschaft, gegenüber dem VerwaltungSgerichtShofe ein autoritative« Urtheil .eingeräumt werden muss. In einer ähnlichen Lage hat sich auch schon der ReichSrath befunden, welcher seinem Stand- liess sich nicht lange nöthigen, sondern gab uns die folgende Geschichte zum Besten, die ich hier, um auch meinerseits etwas für die Wissenschaft zu thun, möglichst wortgetreu überliefere. Ich heiße Papoporumeno« und war — entschuldigen Sie — Apotheker. Ich befand mich, wie »an zu sagen pfleg«, in den besten Jahren, besaß ein flottgehende« Geschäft am Spittelmarkt in Berlin, war Junggeselle, nicht« fehlte zu meinem Glück«, bi« — ja. bi« ich eine« Tage« in einer müssigen Stunde auf den verhängnisvollen Einfall kam. meine Sache» zu durchstöbern und allerlei altes Gerümpel auszusondern, unter anderm auch diese (hier schluchzte PapoporumenoS laut auf) Matratze, die schon von meinem Großvater stammte und seit Jahrzehnten, unbenützt und von den Mäusen halb zernagt, in der Kammer ein zweckloses Dasein fristete. Wa» von den Sachen noch einigermaßen taug» lich war, Kleider, Stiefel u. dgl., daS verschenkte ich an arme Leute, schliesslich blieb noch die (hef-tigeS Schluchzen) Matratze übrig. Die konnte ich eben Keinem anbieten, es hätte sie auch Niemand genommen, denn sie war damals so zerrissen und elend wie heute, deshalb beschloss ich, sie zu vernichten. Ach, mein lieber Herr, Sie auf Neuseeland haben schwerlich «ine Vorstellung davon, waS e« heißt, sich in Berlin einer Matratze zu entledigen! Ich sage Ihnen, man kann leichter und ungefähr-deter da« ärgste Verbrechen begehen, einen schweren Einbruch, ein Attentat, einen Raubmord! Aber hören Sie weiter! Also ich sage, ohne mir irgendwelche Gedan-ken zu machen, eine« Tage« zu meinem Dienstmäd-chen: „Auguste — sie hieß nämlich Auguste — werfen Sie Matratze fort!" Wäre Auguste gewitzigter gewesen, nicht erst vor Kurzem au« Kuckenwalde importiert, so hätte sie erwidert: »Wa«, Papoporumeno«, die Matratze fortwerfen? Ja, wa« denken Sie denn eigentlich? In Berlin kann man doch keine Matratze fort-, werfen? Ich will doch nicht vor'« Eriminal nach I Moabit!" punkte in jenem Falle mit Erfolg Geltung ver schaffte. Wa« nun die politischen Erwägungen anbe-langt, die im vorliegenden Falle mitsprechen könnten, so mus» vor Allem festgestellt werden, das« die slovenischen Landtagsabgeordneten diesmal gegen die lei Stallner keinen Einspruch erhoben haben. Wenn die slovenischen Abgeordneten mit der nun fixierten Auslegung des Gesetzes nicht einverstanden wären, so hätten sie sicherlich wenigstens durch Herrn LandeSauSschusSbeisitzer R o b i t s ch, der ja auch sonst einmal dem Landtage deS »hohe Vergnügen" seiner Anwesenheit schenkte, eine Protesterklärung abgegeben. Qui tacet consentire videtur. Abgesehen von dieser mehr formellen Er-wägung möchten wir aber der Statthalter« und dem Ministerium zu bedenken geben, dass die nationalen Verhältnisse Untersteiermarks gegenwärtig im Zeichen eines gewaltigen Umschwunges stehen. Mehr und mehr macht sich in der slovenischen Landbevölkerung die Ueberzeugung geltend, dass die deutschen Mit-bürger ihre besten und ehrlichsten Freunde sind und die vom Einflüsse der politisierenden Geistlichkeit und der Agitatoren aus AdvocaturSkanzleien freie flovenifche Bevölkerung de« Eillier Bezirke« empfindet, in angenehmster Erinnerung an die au«-gezeichnete und friedliche Bezirkswirtschaft bi« zum Jahre 1337, eine wahre Sehnsucht nach dem deutschen Regime. Die unselige Wand, welche die slovenischen Agitatoren, die sich die politisch« Macht Da aber Auguste ganz harnilo« war und treu im Dienste ihre» Herrn, so nah« sie die Matratze und warf sie in den im Hofe befindlichen Müllkasten. Am nächsten Morgen um 6 Uhr wurde ich von einem Schutzmann au« dem Bette geholt und aus da« Polizei-Bureau des Bezirkes bestellt. Ich ging hin, der Polizeilieutenant stellte «eine Personalien aufwärt» bi» in» vierte Glied fest und fragte: »Herr PapoporumenoS, kennen Sie diese Matratze?" Ich bejahte. »Ihr Dienstmädchen hat sie gestern in den Müllkasten Ihres HauseS geworfen. Laut § 972 p, Absatz 46, Anmerkung 69 ff der Lex Müllkasten ist daS bekanntlich verboten. Sie er-halten ein Strafmandat von 15 Mark, im Falle der Nichteinbringung drei Tag« Haft. Erheben Sie dagegen Einspruch?" Ich verzichtete auf de« Einspruch, zahlte 15 Mark und ließ die Matratze von einem Dienst-mann nach Hause tragen. „Alter Freund", sagte ich zum Dienstmann, »ich gebe Ihnen außer dem Tragegeld noch ein Trinkgeld, wenn Sie die Ma« tratze behalten". — „Wut, die Matratze behalten? Nee, Männe-ken, nicht in die Hand! Wat soll ich mit die olle Matratze, ich kann si« mir doch nicht an'n Hut stecken! Die schenke Sie man Ihrer Schwiegrr-mutter!" So saß ich denn wieder mit der Matratze zu Hause und mein Wunsch, sie loszuwerden, war heftiger denn zuvor. „Auguste", sagte ich „wenn wir die Matratze nicht in den Müll-kästen werfen dürften, so schmeißen Sie das Unthier einfach auf den Hof, da wird sie schon der Lum-pensammler mitnehmen". Auguste, die arglose Provinzseele, warf die Matratze in einen Winkel des HofeS. DaS Reful-tat war, dass «ir die Wohnung gekündigt wurde. Selbstverständlich «usste ich die Matratze zu «ir nehmen. In der That eine missliche Sache, denn die HauSlage war für «ein Geschäft sehr günstig und ein Umzug mit 1000 Unannehmlichkeiten verknüpft. Ich kann Ihnen nicht beschreiben, mit welchen .Deutsch, Wacht" Nummer Kl au« selbstsüchtigen Zwecken angeeignet haben zwischen dem friedlichen slovenischen Volke und den deutschen Städte» und Marktbewohnern ausge» führt haben, diese Wand ist sichtlich in« Wanken gerathen. Die deutschen Bewohner de« Unterlanbe« stehen in vollster Uebereinstimmung mit dem siooenischen Landvolk« auf dem Standpunkte, das« die wirt» schastliche Gegenseitigkeit den für beide Theile günstigsten Zustand schafft, und das« auf dem Wege dieser Gegenseitigkeit die Landwirtschaft mit dem städtischen Gewerbe und Handel in die ersprießlichsten Wechselbeziehungen trete. Die slovenischen Volk« Verführer aber suchen diese gesunden Beziehungen mit der Losung Lvoji k svojim zu zerstören. Der Kampf der deutschen Untersteirer gilt denn auch nur diesen Friedensstörern und VolkSaufwieglern, und sie führen diesen Kampf im Interesse auch de« slovenischen Volke« und, wie die letzten Ereignisse gezeigt haben, mit Erfolg. Da« flovenische Landvolk hat trotz aller Ver hetzung Vertrauen zu den Deutschen gefaf«t. Die Gemeindewahlen in Tüchern und Et. Christoph haben geradezu kampflos die Mehrheit der deutsch freundlichen Partei gebracht. Die BezirkSvertretung Windisch »Feistritz ist ebenfalls in deutsche Hände übergegangen, weil die flovenische Bevölkerung jenes Bezirkes die Ueberzeugung hegt, dass die deutsche Mehrheit eine für beide Nationalitäten günstigere Wirtschaft führen werde. Da« namenlose Unglück, welche« die verkrachten klerikalen Consumvereine über Hunderte von slovenischen Bauernfamilien ge bracht haben, hat da« Vertrauen de« Volke« zu den deutsche» und freisinnigen Kaufleuten und Ge werbetreibenden neubelebt. Und wenn die Neuwahl der BezirkSvertretung Cilli auf Grund der nun autoritativ fixierten Auslegung durchgeführt wird, wenn die Deutschen wieder in den Besitz der Mehrheit gelangen, so wird der un» verhetzte Theil der slovenischen Bevölkerung darüber nur die vollste Befriedigung empfinden. Schreien und poliern werden nur jene Factoren, die durch ihr Fernbleiben vom Landtage der lex Stallner zugestimmt haben, jene Factoren, die von Empfindungen ich herumging. Ein Gefühl unge-heuerer, nur mühsamzurückgedrängter Wutv ' zann mich zu füllen. eS schien mir. als ob sicq meine Sinne verdüsterten, und wie eine fixe Idee setzte sich ver eine Begriff im Hirne fest: die Matratze. Ihr Anblick machte mich rasend, ich trampelte mit den Füßen darauf herum, ich schleuderte sie von einer Ecke in die andere, aber da» tückische, diabo« lischt Ding machte sich leider nicht da« Geringste daraus. Abends kam «ir »in rettender Gedanke du wirfst sie Nach!» zum Fenster hinaus, die Straßen» reiniger werden sich schon darüber hermachen! Wie gedacht, so gethan. Lange nach Mitter» nacht, al« der Straßenlärm endlich verhallt war, schritt ich mit den Muth der Verzweiflung an die schwarze That. Wie ein routinierter Einbrecher öffaete ich geräuschlos da« Fenster und schleuderte dann mit aller Kraft die zusammengerollte Matratze inS nächtliche Dunkel hinaus. Ich hörte einen dumpfen Schlag und — o Grau«! — gleichzeitig einen Schrei. Angsterfüllt warf ich da« Fenster zu und floh in« Schlaszim«er. Diesmal brauchte ich auf die weitere Entwi» ckelung der Dinge nicht bi« zum Morgen zu war» ten. E« waren kaum einige Minuten vergangen, al« ein laute« Lärmen vor dem Haufe erscholl und eine befehlshaberische Stimme im Namen des Ge-setzeS Einlas« verlangte. Der Hausmeister öffnete, ein paar Augenblicke später belehrte mich erueuter Lärm vor meiner Thüre, das« mir die Ehre diese« ungewöhnlichen Besuches zugedacht war. Ich kannte den Grund. Zwei Schutzmänner erschienen und al« Dritter im unseligen Bunde ein heftig erregter, würdevoller Herr mit einem total zerknitterten Cylinderhut und blutender Nafe. Einer der Schutzmänner schleifte die Matratze hinter sich her. „Au« Ihrem Fenster ist diese Matratze ge» werfen worden, diesem Herrn auf den Kopf!" brüllte der eine Diener de« Gesetze« .Geben Sie zu, die Matratze geworfen zu haben?" Einen Augenblick überlegt« ich, ob ich dreist lügen, sollt«, aber ich war damal« ein noch zu un» verdorbener Mensch und so gestand ich e« ein. fortgesetzter Verhetzung wirtschaftliche Vortheile er-warten können. Factoren, denen gerade au« der Mitte des flovenifchen Volke«, au« Gebieten, die irgendwelchem deutschen politischen Einflüsse gänzlich entzogen sind, Mif«trauenSkundgebungen in großer Meng« zugrkommen sind. Wir wollen eS einer österreichischen Regierung nicht verargen, wenn st« berechtigten Wünschen eines nichtdeutschkn Volk«S R«chnung trägt, — da« Volk ist eben etwa» andere« al« die geschäftsmäßigen Hetzer, von denen sich daS Volk offensichtlich lossagt, Zu Verbeugungen vor diesem Hetzerthum, da« in in nicht allzuferner Zeit abgetackelt sein wird, wird sich daS Ministerium Koerber kaum herab würdigen können. Die Deutschen SteiermarkS haben ein gutes Recht, zu verlangen, das« daS Volum des Land tageS von der Regierung respectiert werde; sie sind fest entschlossen, die Verweigerung der Sanction al« einen casus belli aufzufassen, der alle deutschen Abgeordneten zur rücksichtslosesten Bekämpfung des Ministeriums Koerber aufrufen wird. Cilli und die österreichischen Ministerien stehen bekanntlich in verhängnisvollen Beziehungen. Die „Volksdeutschen" und die „Alldeutschen". Die Wege, welche zusammenführten, werden immer ungangbarer. Theilweise sind schon Schluch ten und Abgründe oder steile Felswände in» zwischen. Man versteht sich nicht mehr und strebt auseinander. Die Ursache, warum daS so sein mus». liegt im deutschen Charakter. Den härtesten Strauß fechten immer die Nachbarn au«. Ein BesitzslörungSprocesS ende« nicht selten mit einer schweren körperlichen Beschädigung. Die deutsche Bauernnatur spiegelt sich im nationalen Parteileben wieder. Eher. alS nachgegeben wird, möge HauS und Hos in Trümmer gehen. Die Summe aller Schlechtigkeiten bleibt doch dem Nachbar. „Es war immer so" und darum darf man sich kein graues Haar darüber wachsen lassen. Ein Scherzwort sagt, wenn die Deutschen recht lustig tmd, dann singen sie das Lied: „Ich weiß nicht, was soll et be» deuten, dass ich so traurig bin"; man könnte auch »Na, Sie können sich gratulieren!- sagten die furchtbaren Männer, der würdevolle Herr aber, der bis jetzt wie ei» seinem Element entrissener Karpfen nach Luft geschnappt hatte, fand endlich Töne und rief, während er die zerknitterte Angftröhre schwenkte: »Herr. Ihr Benehmen ist unerhört! — Ich heiße Wasserkopf! Wasserkopf! Bin Geheimer Kanzlei» rath im königl. preußische» Ministerium für geistliche, Unterricht«» und Medicinalangelegenheiten! Ich de-lange Sie wegen Realinjurie — Realinjurie, ver» übt durch Werfung einer Matratze an den Kopf, in sachlichem Zusammenhang mit Körperverletzung und Sachbeschädigung!" „Außerdem" sagte der «ine Schutzmann, hab«n Si« sich wegen groben Unfugs und »ächt-licher Ruhestörung zu verantworten!" — .Und vielleicht", fügte der andere Schutzmann hinzu, wird daS noch ein Fressen für den StaatSanwalt!" DaS klang ja sehr tröstlich. ES solgte nun daS übliche Protocoll mit allen Chikanen. Al» der Geheime Kanzleirath nebst Begleitung verschwunden war, nahn» ich mit Entzücken wahr, dass si« die Matratz« al» corpu» drlicti mitgenommen hatten. Ich jubelte schon, sie loszuwerden, und hätte gern einige Tage in Plötzense« dafür verbracht. Aber eS kam anders! Al« nach 14 Tagrn der Termin n Sachen Wasserkopf contra Papoporumeno« .wegen Werfung einer Matratze an den Kopf" tattfand, konnte mir eine beleidigende Absicht nicht nachgewiesen werden und ich wurde nur zu 15 Mark Schadenersatz verurtheil», erhielt außerdem ein Strafmandat über 1VV Mark wegen groben Unfug«. Da sich der StaatSanwalt nicht veranlasst fühlte, wegen fahrlässiger Körperverletzung einzuschreiten. 0 wurde auch die Matratze nicht alS .gefährliches Werkzeug" im Sinne des Gesetzes eingezogen, ondern ein UkaS befahl mir sie fofort abholen zu assen. Da schleppte mir nun ein Dienstmann wieder laS unheimliche Ding in die Wohnung! Wie soll ich Ihnen meinen Zustand schildern? Mein Gemüth verfinsterte sich; früher ein fröhlicher Mensch, wurde ich verstimmt. misStrauisch, mied die Gesellschaft und brütete stumpf vor mich hin. Auch im Ge- | sagen: wenn sie »Hier sind wir versammelt z« löblichen Thun" anstimmen, wird bald geslrittixj Natürlich wird von beiden Seiten dem andmii Theile die Schuld beigemeffen. DaS gegenfrityi wirkliche oder vermeintlich« Sündenregister not! aufgezogen, in sich zerfahrene oder von Natur tri gehässige Leute wühlen mit wahrer Wohllust fe dem Fleischt der Andern. Wenn so die engn, oder gar die engsten Parteigenossen zusam»» kommen, so bleibt kein gute« Haar an der ande» Partei, mit offenbaren Verbrechertypen ist sie ari* gefüllt. Die Hottentotten und die Chinesen D dem Parteifanatiker näher gerückt, al« ein Stamms genoss« der benachbarten Partei. Und wenn ft so ein „Einzelner" unter die Lupe kommt, tau ist da« Ungeziefer fertig. E« wäre zum Todtlachen, wenn e« für bt Wohlfahrt unsere« Volke« nicht so traurig utf» Gewinn darau» haben seit Menfchengedenken vr die Feinde de» deutschen VolkSthumS gezogen u) — Jene, welche überhaupt unter „Nationalst» verstehen, alle StammeSgenossen. welche nicht uf dasselbe Jtüpfelchen schwören, müssen bis anst Messer bekämpft werden. ES hieße zu .taute Ohren" predigen, würde man sagen, das« M .Nationalfein' in dem Zusammenfassen der Nilw» nalen Kräfte bestehe; man würde sofort enlgeg»«in „Nalionalfein" ist da», .wa» wir meinen wollen und alle» andere ist animational." haben e» schon unsere Ahnen gehalten, und war» sollten die letzten Epigonen besser sein. .Soll e» immer so bleiben, hier unter de> wechselnden Mond?" So fragen sich die bedach-tigen und schwermüthigen Köpfe. Ist denn l« Einsehen möglich? Ja, schon, aber da müsste» ai beiden Seiten,wiedaS.SalzburgerTagdlatt" aufsäht die MisSgünstigen, Gehässigen, von Natur schnurz« galligen, die Perversen ausgeschieden werden. Nach-dem aber gerade diese Naturen sich den Ansch» der Besten, der Unentbehrlichen und der Stram» sten zu geben wissen, so ist keine Brücke zu taut Nicht einmal das Gute darf gut genannt wertes alles ist an den Andern schlecht, und wenn sch» daS Gute an sich nicht schlecht genannt wert« kann, so ist der Beweggrund, der daS Gute her?n> gebracht hat. schlecht. Kurz, eS muss gerast werden, weil das „Nationalfein" »S verlangt. Nun könnten Guigesinnte nach Mitteln sinn, wie denn doch diese Verhältnisse zum Besten de« Volke« geleitet werden könnten, auf das« mchr immer Rückfälle zu verzeichnen sind, die viele Iah« der Ausbesserung bedürfen. ES wird leider vw Nummer 61 geben» fein. Die Deutschen hat von jeher die Noth zu vereinigen verstanden. .Wenn die Noth am größten, dann ist die Hilfe am nächsten." Da helfen keine Vernunstgründe, wo Gefühle, die nun einmal im Volke wurzeln, nach Au«druck ringen. »Ich will nicht, das» die andernrecht haben, ich will die anderen gar nicht oerstehen, ich will, das» sie unsere Feinde sind, und wenn fi; auch Freunde sein wollten, so müssen sie .def«wegen" und „wef«wegen" Feinde fein." Und damit basta. Da» ist der „Kern" im deutschen Charakter, die Hülle wird je nachdem .gemacht". Darum muss in Zeiten der Noth ein Gedanke oder ein Mann mit Gedanken kommen, der sie Alle unterkriegt. Treibt sie erst die Noth zusammen, dann verschwinden wenigsten», wenn die Noth am höchsten ist, plötzlich die Unterschiede. Auch jetzt im Streite zwischen „Volk»deutschen" und „Alldeutschen" wird e» nicht ander« gehen, wie e« so und so oft schon früher gegangen ist. Man »erfleischt sich, «an bekämpft sich und zahlt dann selbst wieder die Kosten de« unseligen Streite«. Im „Irren" der Andern ist da« eigene „Heil" gelegen. Der.Nibelungen-Hagen", die.Nibelungen-noth", ist da« nicht symbolisch vorgezeichnet? Musste Hagen den Siegfried «euchling« um« Leben bringen? Ja. weil e« die „deutsche Treue" verlangte und sonst da» Nibelungenlied nicht zum Hohen Liede der Deutschen geworden wäre. Und die Rache? Die «us»te auch auf dem Fuße folgen. — Da» ist deutsch l politische Rundschau Z>«s Kertstprogr«mm des Petchsratyes. Ueber die Absichten der Regierung beim Wieder-zufammenlritte de» ReichSralheS weiß die „Politik" zu berichten, daf» dem ReichSraihe. der bekanntlich ansang« October wieder zusammentreten wird, in einer der ersten Sitzungen da» Budget für 1902 vorgelegt werden wird. Die Regierung lege den größten Wert darauf, dass sowohl diese« Budget, al» auch da» Budget sür da» lausende Jahr diS Ende December diese» Jahre» erledigt werde, um dann da« Jahr 1902 für die parlamentarische Er-ledigung de« Au«gleiche« und des neuen Zolltarif« frei zu haben. Um da« Abgeordnetenhaus zu rascherer Erledigung de« Budget« zu bewegen, sei die Re» gierung geneigt, eine längere Tagung der Landtage zu Beginn de» nächsten Jahre« zuzugestehen. 5-s directe Zöahkrecht. Auch der Salzburgs Landlag hat nun die Einführung der direcien Wahlen in den Landgemeinden beschlossen. Bisher st«eg ein. Unmöglich, hier ven Plan au«zufüh»en, denn da» Coupee war ganz voll. Dreimal fuhr ich um die Ringbahn herum, in d>r vagen Hoffnung, das» e» sich endlich leeren würde. Und ich hatte Glück, denn nach fünfstündiger Fahrt saß ich allein im Coupee. Aus der Station sprang ich, wie von F«ri»n gepeitscht, hinau» und eine Minute später stand ich aus der Siraße, ein freier Mensch, ohne Matratze. (Der Erzähler machte eine lange Pause und fuhr dann fort:) Sagen Sie mir, lieber Herr, glaubt man bei Ihnen auf Neuseeland an die Vorsehung, da» Schicksal, Faium oder wie Sie e« nennen wollen? Ich hatte mir früher niemal» Gedanken über solche Dinge gemacht, weil mich da» reale Leben voll-ständig in Anspruch nahm. Aber seit jenen schreck-lichen Ereignissen bin ich Fatalist. Hören Sie weiter. Zwei Tage später «halte ich einen Brief mit dem Aufdruck: .Fundbureau der kgl. Eisenbahn-direction Berlin". Da» lesen und wie vom Schlagt getroffen hinsinken, war Ein». Ich wusste, wa« in diesen Britst stand, noch ohne ihn geöffnet zu haben! N ach tintr halben Stunde that ich eS den-noch. Da ward mir schwarz auf weiß die gräs«-liche Kuntde, das« man auf der Ringbahn «ine Ma-tratz« geswnven hätte, die laut eingestickten NamenS-zug»« meiin Eigenthum wäre. KJch sollte sie inner-halb ochtt Tagen abholen, widrigenfalls man sie «ir auf «meine kosten zustellen würde. Wa«! hätte da« Ableugnen geholfen? Mir Un» glückliche»» war der offenbar von meiner Großmutter «ingesticktee Namen«zug entgangen, und da e« in Berlin mur einen tinzigtn PapoporumenoS gab, außerdem i meint Matratzt bereiiS stadt- und gerichtsnotorisch war, so konnt« ich fit nicht verleugnen. Gegen 3; Mark Eptsenersotz nahm ich sit wieder in Empfaang. Meiiin« Abenteuer waren ruchbar geworden, d«nn Brrrlin ist füglich auch writ«r nicht« al« «in stark vtrggrößerte« Treuenbrietzen. Ich gelangt« zu einer Povpularität. die mir dir Haut trfchaudern «achte. Freche Bengel« kamen in die Apothtkt nd verlllangien für fünf Pfennige Matratzenfett, „D<«tfche Macht- haben vier Landtagt, nämlich die in Ni«d«rösttr-rtich, Kram, Böhmen und Salzburg, ditsen Be-schlus« gefasst, dessen Folgen auch die direkt« Wahl au« den Landgemeinden und der allgemeinen Curie bei den ReichSraihSwahlen ist. Die Clericalen. die im Salzburger Landtage zwar nicht die Mehrheit besitzen, aber die stärkst« Part«i sind, li«ß«n sich die Reform durch die ihnen günstige Bestimmung ab-kaufen, das« da« Wahlrecht im Großgrundbesitze eingeengt wurde, wodurch etwa 55 bisherig« Wähl«r ihr Wahlrecht in di«s«r Curie v«rli«ren. J>ie Ziele des ^anflavismns. Der General-secretär d«S tschechischen Sokolv«rbande«, Dr. Scheiner, hatt« unlängst «in« Unt«rr«dung mit dem Berichterstatter der russischen Zeitung „Wiedornosti" und schilderte diesem die Stimmung der Tschechen wie solgt: .Dit Tschechen gravitieren (streben) mit ihrem ganzen Sinnen nach Ruf«land, ES wird kaum einen Tschechen geben, welcher nicht für den Gedanken ein» allgemeinen Vereinigung der Slaven mit RufSland wäre. Dit Tschechin hoffen, das« di« Zeit kommen wird, in w« cher die Grenzen schwinden und alle slavischen Völker in einem einzig«» gewaltig«« Ganzen zusammenfließen werbt».' — Da« klingt ja sehr „patriotisch"! Und solche Ltutt, dit au« ihrem Bestreben. Oesterreich zu einem Vasallenstaat Rus«la d« zu machen, gar kein Geheim-ni« machen, überhäuft unser« Rrgierunq mii allen Beweisen d«r Zärtlichkeit, nur damit die schlimmrn Buben doch «ndlich brav werden, während drr Deutsche, der sich nur da« Gefühl der Zusammengtdöriakeit mit feinen Stammesbrüdern nicht au« der Brust reißen lassen will, beinahe al« vogtlsrti erklärt ist. Pas d«ntsche /rveiteramt ist geschaffen zur Förderung der alldeutschen Arbeiterbewegung und untersteht hinsichtlich seiner >Seschäs>«gtbahrung d«r Aussicht breier von der alldeutschen Vereinigung be-stimmler Herren Abgeordneter. Hauptaufgabe» be« deutschen ArbeiteramttS sind: i. Den unterstützenden Vereinen und den Mitgliedern d«rs«lb«n in Btzug aus Rechtsfragen, weicht die Arbeiter-Versicherung«-und -Schutzgesetze betreffen, unentgeltlich Rath und Auskunft zu erth iltn, b.zi«hung«weise fachmännischen Rechtsschutz zu gewähren. 2. Die Weiterentwicklung dtr innerstaatlichen und ausländischen socialen Ge-setzgebung zu beobachten und erstere im alldeutschen Sinne zu bltinflußtn: a) im Wege dtr Presse, b) durch Einleitung von Umfragen, c) durch Vermittlung von Fach-Vorträgen in Vereine», d) durch Begehrschristen u. s. w. 3. Die gewerkschaftliche Bewegung in der Arbtittrfchaft zu sördern. 4. Bti Lohnbewegung und sonstigen Streitfällen auS dem anonyme Witzbolde überschütteten mich mit Offerten von Matratzen, täglich empfing ich ein paar Dutz-nd Postkarten mit niederträchtige» Anspielungen. Die Komiker in den Tingeltangel« sangen Couplets auf mich! Der „Berliner Scandal - Anzeiger" schickie mir einen Interviewer auf den Hal« I Ich warf den zudringlichen Jüngling di« Tr«pp« hinab, was ab«r nicht verhindert«, daf« in d«r Abendnummer ein zwei Spaltrn lange« Interview erschien, nebst einem Bild«, wie ich die Matratze fortschleudere, .nach einer Skizze uns»«« Special - Augenzeugen". E« wäre lächerlich. Ihnen die Qual«n zu schildern, denkn ich «»«gesetzt war. Dabei gieng e« mit dem Geschäfte immer rapider zurück, meine Nachlässig-feiten wurden immer gröber, und man drohte mir bereit« mit Entziehung der Concession. Zum Ueberflus« begann ich mich als Opfer socialer Missstände zu suhlen, die bloße Tücke des Zufall« und der leblosen Dinge schien mir kein hinlänglicher Grund meiner Leiden zu sein, mein Groll wandte sich gegen den Racker von Staat, gegen di« OrdnungSdestie, nach deren Willen kein Blatt an den Bäume» »»numerier«, kein Ausgus«» thierchen im Wassertropsen steuerfrei sein soll. Ich, der ich mich früher ni« um Politik gkkümmert hatte, besuchte nun fleißig socialdemokratisch- und anarchistische Versammlungen und gab mich den ausreizendsten Gedanken hin, die meinen Gemüth«-zustand nur verschlimmerte». Doch — „Wa« fein Verstand der Verständigen sieh», daS übet in Einfalt ein kindlich Gemüth." Auguste, die einzige, die in diese» Schicksalsstürmen treu zu mir hielt, sand eine« Abend« da« erlösende Wort: „Aber Herr Papoporu«er deutsche Zolltarif. Di« wichtigsten Post«n im nunmehr bekannten neuen Zolltarif - Entwurf« sind: Roggen 6 Mark, Wtizeu 6'/,, Gerste 4, Hafer 6. Malz au« Gtrstt 6'/4, Pferde jt nach Wert 30. 75, 150 und 300 Mark per Stück. Rind» vieh, Bullen. Kuhe 25 Mark. Jungvieh 15. Kälber 4 Mark per Siück, Ochsen 12, Schweine 10 Mark per Doppelcentner Lebendgewicht, frische« Fleisch 30, zubereitete« 35, für feineren Tafelgebrauch zube» leitete» 75, Schweinschmalz I2'/„ Butter, Käse je 30 Mark, Wollwaren, halbwollene Waren, Tuch im Gewichte über 700 Gramm aus den Quadratmeter 135, 200, bi« 700 Gramm auf den Quadratmeter 175 Mark, Gewichte von 200 Gramm und weniger 200 Mark per Doppelcentner, frische Weintrauben ohne das« ich e« merkte, die Petroleumlampe geholt, — Sie wissen ja, mein Herr, wie leichtsinnig bi« Frauenzimmer damit umgeben — war eben im Begriffe. sie über die Matratze au«zugießen, — ich stoße si« zurück, — dir Kann« sällt zu Bodrn, — da« Petroleum «rgi«ßt sich aus da« noch br«nnende Zündholz, — eine Explosion. — «in Flammen» strudtl, — ich stürz« b»wus«tlo« hin ... . Wu« in dtn nächsten Stunden vor sich gi«ng, blitb mir verborgen. Al« ich au« meiner Ohn-macht erwachit. lag ich. mit Brandmunden bedeckt, aus der Sanität«wache. Neben mir stand Auguste in Thränen aufgelöst. .Wa« ist geschehen?" fragte ich. „Alle« abgebrannt, da« ganze Hau»!" „Alle»?!" rief ich, und ein Hoffnung»strahl durchzuckt« mich. „Alle«, Herr Papoporomeno«. — bi» auf die Matratze!" — — Hier hielt der Unglückliche inne und schluchzte laut. Ich war tief ergriffen. Dann hob er wieder den Kopf. „Sehen Sie. lieber Herr, mein Haar ist grau geworden, mein Gesicht ist von Furchen durchzogen, ich habe Hab' und Gut verloren und bin ein ruinierter siecher Mann. Die Leute behaupten, ich wäre verrückt. Möglich!" „Armer Mann." fagte ich, während ich mich mit Dr. Mentecaptu» erhob, .kann ich irgend etwa» für Sie thun?" „Ach ja, bitte, nehmen Sie die Matratze, ich schenke sie Ihnen!" .Ntin, um Gottt»willtn, allt», nur da» nicht \" ritf ich entsetzt und stürmte davon, gefolgt von Dr. Minttcaptu«. Während wir un« eniftrnten, hörten wir noch den Unglücklichen in feiner Matratzen-gruft klagen und wimmern.-- Dr. Mentecaptu« hat jetzt «in 000 Seiten starke», eminent wissenschaftliche« Buch über diesen Fall veröffentlicht und dafür vom Großherzog von Böotien den HauSorden vom ultravioletten Kakadu bekommen. Seite 4 15 Mark, gegorene 21, frischt Südfrüchte 12, ge-trocknete 24—30, Wein in Fässern je nach Wein-gttstgthalt 24—160, Wrin nicht in Fäfstrn 48 Mark; Kohle, Coaks zollfrei, ebenso Schafwolle, Felle. Häute. Der Zolltarif-Entwurf bestimmt, das« BertragSzölle für Roggen nicht unter 5. sür Weizen nicht unter 5'/,, sür Gerste nicht unter 3, sür Hafer nicht unter 5 herabgesetzt werden. Eine Folge diese» Tarif« ist, das» die Zolltarif«Verhandlungen in Wien abgebrochen wurden, da sich die ungarischen Vertreter erst Vollmachten holen müssen, bevor die Epecialoerhandlung beginnen kann. —Die flovenische Presse. „Narod" voran, beeilt sich, gegen da« Deutsche Reich die Sturmtrommel zu rühren. Die« entspringt lediglich dem . Bedürfnisse, gegen den Dreibund zu Hetzen. Wenn die Herren den öfter-reichischm Zolltarif werden kennen gelernt haben, werden ihnen erst recht die Augen ausgehen. Aus Stadt und Land. KUlier HemeinderatH. Am Freitag, den 2. August, findet eine ordentliche öffentliche Gemeinde« au«schus«sttzung statt mit folgender Tage«ordnung: Nach Mittheilung der Einlaufe Bericht der Recht»« fection über eine Eingabe der k. k. Finanz-Procuratur in Graz wegen grundbücherlicher Einverleibung de» Weiderechte» für zwei Kühe am Josefiberg zugunsten de« Lazaristen Convenu« und über einen Amt«» bericht wegen Anerkennung de« Heimatrechte« de« Franz Verdouschek; Bericht der Bausection über einen A»t«vortrag betreffend die Eanalisierung der Karolinen« und Hermanngasse und de« Wokaun« platze»; Berichte der Finanzsection über: 1) einen Statthaltern - Erlas» wegen Theilnahme an der Ereierung eine» Nothstand»sonde» sür Elementar» Ereignisse, 2) eine Eingabe de» Festausschüsse» de» Partseste« um Abschreibung der verschiedenen Ge-mnndeauflagen und 3) eine Eingabt der Kleider-macher - Genossenschaft um Subvention sür den Fachcur«; Berichte der Giwerbesection über eine Eingab« de« Joses Juritsch um Anweisung eine« Standplatz«« zum Obstvrrkauf« und Braten von Kastanien und über eine Eingabe de« Johann Mravlag um Verleihung einer Fiakergrw«rbt-Concession. gttttnnttttg im politische« ZNenste. Der Statt-Halter hat den Statthalter«« Concept«praktikanten Dr. Max Ko«iek und den provisorischen Statt-Haltern«Concipiften O«kar Freiherr« von WarSbirg zu Statthalterei-Concipisten in der zehnten Rang»« Classe ernannt. Z» den Manöver«. Dien«tag abend« um 7 Uhr ist da« hiesig» Bataillon de« 37. Infanterie-Regiment«» mittels Sonderzuge« von hi«r nach Raktk abg«rückt. Hillier Mänuergcjangverein. Dienstag abend« veranstaltete der Cillier Männergefangverein im Garten de« Gasthos»« zum Mohren eine gemüthliche Zusammenkunft zu Ehr»n fein»« Ehrenmitglied»«, de« al« Sommergaste« hier weilenden Herrn Ober-landeSgerichtSrathe» C a st e l l i z au« Graz. Zu Ehren da« Gefeierten wurden herzliche und launische Reden in reicher Menge gehalten, worauf Herr Oberlande«g»richt«rath Castrlliz in seiner lieben«würdigen W»ife dankte. Frohe Lieder würzten den Abend, welcher dem Gefeierten, der vor 25 Jahren dem Vereine Ade gesagt hatte, die ange-nehme Ueberzeugung verschafften, das« am alten Baume de« Cillier Männergesangvereine« frische Reiser von sangeStreuer Jugendkraft zeugen. per Anband „peuttchvMischer Heyilfe« Killis »nd AmgeSnng" hält Sonnabend, den 3. August, um 8 Uhr abend« im Gasthofe „zur Krone" feine Monat«verfammlung ab, wozu jeder Deutsche herzlichst willkommen ist. Sidmark Aolksbücherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Süd»ark-Volk«bücherei, welche die Werk« der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umsas«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Casse) untergebracht. Die AuSleih-stunde ist vorläufig aus jeden Montag zwischen 1 und 2 Uhr nachmittag srstgtsttzt. J«d»r Entl»hner hat monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 2 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d k m Deutschen benützt werden. Infolge de« großen Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach-mittag« zwifch«n 1 und 2 Uhr «in« Au»l«ihstund« abgehalten. Abt Hgradi hat dikstrtag« wieder einmal eine empörende Probe seine» sinnlosen Hasse» gegen die deutschen Katholiken be« Pfarrfprtngel« gegeben. Die bauliche Vtrfchandelung unserer schönen gothischen Pfarrkirche ist dem slovenischen Maurer» meist« Gologranz übertragen, welcher den hiesigen leistungsfähigen Steinmetz Lullich einlud, für die St«inmitzarbtit»n einen kosttnooranfchlag zu machen. Abt Ogradi aber bestand mit all»r Rücksicht«losig-keit darauf, das» di» Arbeiten dem hirh«r impor-tilrttn slovenischen Steinmetz (?am»rnik überlassen werdtn. Kuhlich hatte etwa» über 600 fl. ver« langt, Lamtrnik begehrte fast 1000 fl. — Doch dies« horrende Preisunterschied hinderte den Abt Ogradi nicht, die Arbeit dem Slovenen zu über« tragen, um dadurch den deutschen Katholiken deS Pfarrfprengel« die vollste Verachtung zu seinen. Der Fond, mit dtm Ogradi so glänzend wirt-schaftet, besteht zum großen Theile au« deutschen Beiträgen. — Jüngst soll Abt Ogradi gepredigt haben, das« alle Eltern, welche ihre Kinder in deutsche Schule« schicken, eine Todsünde begehen. Da« Benehmen Ogradi« deutet darauf hin, das« er Cilli bald verlassen will, dann er würde der« artige Hetzereien wohl bleiben lasstn, wenn ihm an «inrm friedlichen Vrrwtiltn in Cilli noch etwa« läge. Die berufenen Organe der Bürg«rfchaft von Cilli sollten alle« aufbieten, um dem Fanatiker den Abschied von Cilli nach Möglichkeit zu erl«ichtern. Kisenöahnnnfall. DierStag vormittag« colli» dienen im Bahnhof« zu St«inbrück beim Ver« fchi«b«n zwei Lastenzüge. wobei mehrere Waggon« zertrümmert wurden. Der Wagenschreiber Ferdinand Fritz erlitt schwere Verletzungen an Armen und Beinen und ist drnstlben aus dem Transporte nach Laibach erlegen. Auch ein Conducleur erlitt Ver« letzunaen am Unterleibe. Tf om Alitze erschlagen. Am 23. l. M. gieng über die Gegend von Podplat ein heftige« Gewitter nieder. Mehrere Frauen«personen, die aus der Wiese de« Herrn Regorscheg gearbeitet hatten, flüchteten in ein nah»g»legene« Hau«, nur zwri von ihnen, namens Oratsch und Gaischek, blieben auf der Wiese. Bald darauf fuhr ein grelltr Blitz nieder, dtm nur ein schwacher Donner folgte. Den im Haus» befindlichen Weibern fiel e« jetzt auf. das« die zwei Zurückgebliebenen so lange nicht erschienen. Sie gienge» hinaus und fanden die Gedachten ltblos im Grast hingtstrtckt. Die Gaischek war nur be-täubt und kam bald wieder zum Bewusstsein, die Oratsch dagegen war todt. Der Blitz hatte ihr di» Kltider vom Halse bi« zu den Füßen ausgerissen und ihrm Rechen zerschmettert. Da« zweijährig» Kind, da« sich bei ihr befunden hatt?, war unversehrt geblieben. Die Todte wurde in die Todten-kämm« nach Süßenberg gebracht. Ans dem ßnrorte Hiohitsch Sa«erbr«n» wird UN« geschrieben' Da« (inlÄs«tich de« 100jährigen Be-stände« diese« immer mehr und mehr in den Vorder-gründ tretenden Bade« besonder« reiche Vergnügung«-Programm geht in dem am 4. August d. I. statt« findenden großen Wohlthätigkei»«f»ste zu Gunsten de« fteiermärkifchen Nothstand«sonde« einer Glanz-nummer e»tg«g«n. Gleich den alljährlich wieder-kehrenden Veranstaltungen solcher Art wird dirs»« Fest an Reichhaltigktit de« Geboten»n und glänz-voller Ausstattung außergewöhnliche Effecte bringen und auß« den zu Hunderten dort anwesenden Badtgöstrn, den zahlreichen Passanten die bei ähn-lichen Veranstaltungen auS Sleiermark und d«m angrenzenden Kroatien sich einfinden, angenehmste Stundtn bereiten. Da» Festcomit6 ist schon seit Längerem emsig an d« Arbeit; neben tinem großen Concert der «»«gezeichneten Curkaptlle und Gtsang»« vorträgtn de» Rohitsch« Männergesang»v«eine», der seine Mitwirkung in enigtgtnkommendtr Wtist zugesichert hat, wird für mannigfaltige« Amüsement im Freien Vorsorge getroffen. So sind „Ueberbrettl'« Produclionen auf offener Bühne, Grammophon-Halle. Mutofcop-Schaustellung, indische« Zelt und zahlreiche Volksbelustigungen in Aussicht genommen. Blumenstände und Erfrischungslogen werden galanten und leiblichen Bedürsnissen Rechnung tragen. Für den Abend ist eine Illumination des Curparke« mit großem Feuerwerk und Confettifchlacht vorge-sehen. Oldium Tuckeri. Die .Marburger Zeitung* schreibt: Bon allen Seiten der Umgebung lausnt Nachrichten ein, das« d« pesürchtete Schädling uns«« Wtingärttn, d« Rebenmehlthau, bereit« auftritt, an manchen Orten sogar rtcht htstig. Jnd«m wir dit Wringarttnbesitztr darauf anfmnkfam machn», möchten wir rathen, sofort mit den Be-kämpsu»g«arbeiten, dem Bestauben mit feinem Schwtfelpulcer, zu beginnen. Die windischen „Abstinenzler" a«f dem Kehpfade. In St. Georgen a. d. Stainz erstattete Abg. Hofrath Ploj am Sonntag seinen Rechen-schast«d«icht üb« die abgtlauftne Rtich«rath«-tagung. Der Redn« führte aus, Ministerpräsident Körber, d« bi« jetzt keine«weg« die Mehrheit für Nummer kl sich hatte, werde sich im H«bste nach einet feste» Mehrheit umsehen müsst», wobei sich «st zeige» werbt, wie weit seine Fähigkeit reiche, den Staat zu verwalten. „Landtagsabgeordneter' Dr. Rosina erörterte die Abstinenz der Slovenen in der stein-schen Landstube und beschuldigt» die Regierung dass si» unfähig fei und nichts unternehme, u« d» Slovenen die Rückkehr in den Landtag zu «mög-lichen und die deutsche Mehrheit zu bewegen, auf die wirtschaftlichen und culturelltn Bedürfnisse der Slovenen Rücksicht zu nthmtn. Dit Regierung werde «« erleben, das« nach Ablauf der Landtag«-tagung noch radicalne EltMtnt« in dtn Landtag «inziehen, welch« trotz der persönlichen Gefährdung (!), die ihnen in Graz drohe (?), sich nicht scheue» werden, lärmende Obstruktion zu treiben. — Herr Dr. Rosina möge sich beruhigen; vor den windischa Bettelpolitikern, auch wenn si« noch so radical — Schnallen drücken, fürcht« sich heutzutage nicht einmal mehr die österreichische Regierung. Aichwese«. In einer Beschwerde über Uebel-stände auf dem Gebiete de« Aichwesen« wurde unter Anderem ausgeführt, dass zur Nachaichung übtrbrachtt Füsser wegen Vorhandensein« de« alt» Aichbrandt» seilen« der Aichämter zurückgewiesen w«drn und das« t« vorkommt, das« Fass« insolqe längeren Lager»« im Aichamte schadhast werde». Im Hinblicke auf dtn ersttrwähnttn Beschwerde-punkt hat da« Handelsministerium sich bestimmt gtsundtn, dit Beslimmuna de« Punkt«« 10, erster Absatz der Jnstruction 111 (für daS Aichen da Fässer) mit dem Beifügen in Erinnerung bringn zu lassen, das» eS unstatthaft ertcheini, di« Partei«, zur gänzlichen oder thnlwnsen Beseitigung deS auf Fässern allfällig vordandrnrn Aichbrandt« auszu« fordern, da e« Sache deS AichamttS selbst ist, d» alten Aichbrand, sofern er unrichtig ist, auSz«-schaben, bezw. die Stelle für den neuen Brand reinzuschaben. Gleichzeitig werden die Aichämter i» Hinblick« auf den zweiten Beschwerdepunkt ange-witstN, dit zur Aichung vorg,legten Fässer mit möglichster Beschleunigung abzuferligen und ei» länger«» Lagern derselben im Aichamte nach Th»«-lichkeit zu vermeiden. Wo die» ausnahmsweise nicht möglich sein sollte, sind die Fässer in „e« schützten Räumen zu verwahren, oder wenn solche nicht vorhanden sind, ist der Cons«vierung der Fässer die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken (z. S. sind dieselbtn im Sommer durch entsprechende Be« sprengungen mit Wasser vor dem AuStrockaen z» schützen.) E» kommt aber vor, das» ein längere« Lagern der Fässer im Aichamte darauf zuriickzil-führen ist, das» Parteien die Fässer nicht succesfi« — sondern aus einmal in großer Anzahl — ui» nicht rechtzeitig einbringen, oder den für die Ab-dolung der Fässer festgtsttzten Termin versäum». Die in Betracht kommenden Parteien w«den daher darauf aufmerksam gemacht, das« e« in ihren Interesse selbst gelegen ist, das» sie die zu ihre» GeschäsiSbetriebe benöthiyten Fässer allmählich und rtchtzritig (an dtn feftgrsttzttn Amt«tagt») z»u Aichung. bezw. Nachaichung einbringen und zu de» bestimmt«» Abholung»t««ine wieder abholen. Ilnterlleirische Ziäder. In der LandtSc»r« anstatt Rohitsch-Sautrbrunn sind bi» zum 26. Juli 1235 Parteien mit 1910 Personen zu« Curgtbrauche eingetroffen. Das Loealmufeum ist während der Sommermonate täglich vo» 10 bis 12 Abr geöffnet Kie Hintrittsgeinr beträgt 20 Keller. Vermischtes. Hpfer der Aerge. Der b «kannte Führer Franz Amor» und der 36 jährige Stcundararzt am Wien« St. Annen-Kinderspital. Dr. Roben Wilhelm, wurden auf dem Tribulaun durch einen Blitzschlag getödtet. Die beiden unglücklichen Touristen haben ihr traurige« Geschick infoferne selbst verschuldet, das» sie trotz entschiedener Warnungen, und obwohl oben da» Gewitter bereit» im Anzüge war. den Weg fortsetzten. Die Touristen unter dem Schutz« dache sahen die beiden fallen, Dr. Wilhelm voran, der auf ein Schneefeld stürzte und dann, übn dat-selbe hinabrollend, über eine mehrert hundert Meter tiefe Wand in den Abgrund fiel. Ihm stürzte der Führer Amori 300 Mtt« tief nach. — Dn louril Jakob Müller au« Zürich ist beim Besteigen be« EkelettapasS-Glelscher» abgestürzt. Eine au«gesc>ndle Expedition fand Hut und Stock de« Verunglückte» von der Absturzstelle au«. Der Leichnam schtiit von ein« Lawine wegg«issen worden zu sein. Deutsch- Wacht" Seite 5 Hingesendet. (Seil'S Strobhutlack) eignet sich vor« glich jum Modernisieren von Damenstrohbüten. Keil'S blauer, schwarzer, rother und grüner ohhuilack ist bei Traun & ©tiger in Cilli Wich. — 5908 ER0R^¥vr"r WELTBERÜHMTES • hutjgs-Qetrink. Unübertroffenes HeJhrmsser. O «S o <Ö XTx. G333 Die zur Bereitung eines kraftigen und gesunden Haustrunks nöthigen Substanzen ohne Zucker empfiehlt vollständig ausreichend zu 150 Liter Apotheker Hartmann Steckborn,Sehne» a.Konstanz,Baden. Vor schlechten Nachahmungen wird ausdrücklich gewarnt Zeugnis« gratis und franco iu Diensten. — Die Substanzen sind amtlich geprüft. — Verkauf vom hohen k. k. 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Bahnstrasse 8 in Innsbruck, Anten Krbeh, Bahnhofgass« 98 in Laibach. Lungen- und Hcrncnlrlöcnör Wagen-, parrn-, Leöer-,Hicht-, WHeumatismns-, Myma-leidende, Zuckerkranke. Alntarme und Bleichsüchtige erballen gegen 10 ^eler-Parke ^tnsiimft, wie diese Leiden auf natürlichem Wege, ahne Vernss-6097 ilsnlng, dauernd beleiliffl werden. (Ariespsrls nach Sachse» 10 Heier.» „Sanitas", Brunndöbra i. Sa. 9dr »R7 wwwwwwwwwwwwwwwwW O w *> O %j Ortww „Germania" Leb ens-UersicherungsActien» Gesellschaft ;« Stettin. In Cctcmlit jsm «eschiiutetriebe aagtUftcn fett 1873. Bureaux in Wien: „Hmnaniaiss" I., Kugelt Br. I. und Kennenfelsgalse Zir. I. in de« eigenen Jwhifent »er Helellschafl. verlichrrnngskapital Ende 1900................K 732,006.339 Uene Zuträgt im Jahre 1900 ................„ «2,398.« >« Sicherheitsfonds Ende 1900.................. 291,««".232 «ennnnreseroe der verstcheNen Ende 1900 ...........„ 20,217.233 Gewinndelheiligung mit Beginn der Versicherung nnd jährlicher Bezug der Divi-dende schon dei Zahlung der dritten, vierten Jahresprämie u f. f. — Dividende im Bersicherungsjahre 1902/3 an die nach Plan H Versicherten aus 1880: HO1,'/,, 1881: ^, 1882 : bo''0, 1888 : 52V«®/e, 1884 : 49' ,°/, u. f. j. bet vollen Taris-Iahtesprämie. Jede Nachschnßverpflichtung der Versicherten vertragsmäßig ansgtschloffea. Mitversicherung deS «riegSrisikos und der InvaliditStSgesahr. — »eine Arztliften. Prospekte und jede weitere Auskunft kiftensrei durch Herrn Ariy Stasch, Buch-Händler in Cilli. 6207 F eucn ersiclier imgcii aller ^rt -Ibemoh-men die von Aiterrelohlaohen Industriellen gegründeten Versicherungs-Verband österreichischer und ungarischer Industrieller in Wieo Oesterreichische Elementaryersichenings Actien-Gesellschaft ■«"Volleingezahltes Actien-Capital 4 Millionen Kronen."«! Wien, IXji, M*ei'eft»'knißa*ne 4. Vertretungen in Cilli' Afl«ntur Alois Kvartiö, Versicherungsag. ______—M. Gorischek, Realitätenag. Agenten werden tu günstigen Bedingungen acceptiert. 5797 Apotheker A. ^(jierri)'5 Aalsam mit der grünen?!onnensä>utzmurke 12 kleine oder 6 Toppel-flaschen K -A.— spesenfrei. 5025 A Thierry's tzentifotien Wunden satöe 2 Tiegel K Il.stO spesenfrei, versendet gegen Barzahlung X Thierry's Achntzengelapotheke in pregrada bei Rohitsch-Sauerbrunn. Wien, Cclltraldepot: Apothrkn C. Brady.FltiWarlit 1 Budapest: Apotheke I. v. TSrök und Dr. chmidi's Nachfolger, Cilli. 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Anlässlich des Borkommens eines wüthenden Hundes im Stadtgebiete wird im Sinne des § 36, »I. 8 des Thier-seucheugesetzes sür das Stadtgebiet von Cilli die Hunde Contumaz auf die Dauer von drei Monaten verhängt. Es muffen während dieser Zeit alle Hunde entweder in den Häusern verwahrt oder an der Leine geführt, oder mit einem zweckentsprechenden Maulkorbe aus Draht ver-sehen werden, Ledermaulkörbe dürfen nicht ver-wendet werden. Das Verbot des Mitnehmens von Hunden in öffent-liche Locale wird nachdrücklichst wiederholt. Frei, ohne M aulkorb oder mit einem Ledermaul-korb umherlaufende Hunde werden eingefangen und vertilgt. Gegen alle Jene, welche diesen Bestimmungen entgegen-handeln, wird die Strafanzeige erstattet, und werden die betreffenden Hunde dem Wasenmeister überantwortet werden. Stadtamt Cilli, am 26. Juli 1901. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Jul. Raknfch. 6193 Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben die Unterzeichneten Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten Gatten, beziehungsweise Vaters, Schwiegervaters, Bruders und Onkels, des Herrn Gio. Batta. Zamparutti Maurermeister und Delicatessenhändler welcher am 26. Juli, 8 Uhr abends, nach schwerem Leiden im 59. Lebensjahre in Venedig gestorben ist. Das Begräbnis fand in Valeriano (Italien) am 29. Juli statt. Domenica Zamparutti, geb. Adotti, als Gattin. Heinrich, Johann, Josef, Josefa Picco. geb. Zamparutti, als Söhne. als Schwester. Josef Ledinegg, als Schwiegersohn. Karoline Picco, als Nichte. Ludovica Ledinegg, Theresia Zamparutti, Maria Zamparutti, als Töchter 6204 Eine schöne, grössere Wohnung Herrengasse 11, im Hause des Phon-graphen Martini, im ersten Stock, g&wäj seitig, ist zu vermieten. Anfrage o> s Bäckerei Lachnlt, Hauptplatz 7. flSII Hübsches Grabgittw and Gruftdeckel«, zu verkaufen. — Anzufragen bsa Hausmeister Hauptplatz 17/18. : ! Sann-Fischerei! 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