Plän««eratiouS-Prrtse Für Laibach: «»nzMrig . . 8 fl. 40 ft. Halbjährig . . 4 vierteljährig . 2 Monatlich • ■ — Laibacher Redaktion Babnhosgaffe Nr. 152. 20 10 70 Mil der Pv 8 : eingjohrig.................12 fl. Halbjährig................. *> » Lierteljäbrig............... 3 " Für Zustellung inS HauS oiertelj- 25 kr., moriall. 9 ft. ein^eme Nummern 6 ft. Expedition- & Jnseraten-vureau: Eorigreßplatz Nr. 81 (Buch-Handlung von Jg. v. Ältin» mayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionspreise: Für die einspaliigeLMv.il>: k 4 kr., bei wiedevssotter Einschaltung f:S$cX ;\ Anzeigen bis S Zeilen 20 kr: | ' .v'-J' " ' Bei größeren Insekten öfterer Einschaltung "lit chenber Rabatt. Für complicierten Satz beson. dere Vergütung. Anonyme Miltbeilungen werden nicht berücksichtigt; Mgnulcrivte nicht zurückgesendet iE 261 Montag, 15. November 1875. -M. Morgen: Othmar A. —3*%.■ 8. Jahrgang. Zur Orientsrage. Eine wiener Corresponden, der „A. A. Ztg." aibt über den gegenwärtigen Stand der Orientsrage kolaende Mittheilungen, ton denen e« ausgemacht ist, Lfc fix mit den in unserm Mittistcrium des Auswärtigen herrschenden Anschauungen übereinstimmen. So viel wir", sagt der officiöse wiener Be-richterstatter. ..über den Stand der Dinge aus den betten Quelle» in Erfahrung zu bringen vermochten, i» ti root in Anbetracht veS acuten Charakters, den die diplomatische, aber bisher nicht aus dem längst oorqezeichneten Geleise getretene Action der Nord, machte angenommen, gerechtfertigt, ein wachsames Luge schon deshalb zu haben, weil von mancher Seite, und wir möchten Hiemil zunächst auf England hrngedeutet haben, im geheimen doch der Wunsch genährt ;u werden scheint, daß das gemeinsame Vorgehen Oesterreichs und Rußlands zu einem Zerwürfnisse zwischen beiden führen möge. Was die anderen Mächte anbelangt, so kann . «.„([fifuß Italien» und Frankreichs an die Ab. Lr Drei »aiser.Politik im Orient als gest. * , nnaestfien werden, und diese Absicht besteht be-»in nicht« anderem, als was oft genug offen worden, Garantien für Durchführung geeigne-hie christliche Bevölkerung der Türkei befriedi-ttr,.,r Reformen zu schaffen. Ob es richtig ist, ÜI lizischen Landtage seit dem I. 1866 den Beweis, daß die gegen den galizischen LandeSschulrath erhobenen Klagen vollständig gerechtfertigt erscheinen. (5« wird in der Flugschrift Punkt für Punkt den Ausführungen des LandeSschulratheö als einer Entstellung der wahren Sachlage emgegcngetreten, und zum Schluffe erklären die ruthenischen Abgeordneten: .Da» Erziehungswesen in Galizien ist nur tendenziös. Die Schule sorgt sehr wenig für die allseitig« Ausbildung der Jugend, namentlich aber wird den Bedürfnissen des ruthenischen Volks-stammeö keine Rechnung getragen. Und hiezu kommt noch der Umstand inbetracht, daß das Studium in der deutschen Sprache sehr spärlich betrieben wird; so verweist man im vorhinein die galizische Jugend aus die Grenzen ihres eigenen Vaterlandes und macht derselben unmöglich, zum Zwecke ihrer weitere» gründlichen Ausbildung auswärtige höhere Schulen zu besuchen. Daher muß jeder wahre Patriot Oesterrichs nur mit oem tiefgefühlten Danke dir allerneueste a. H. Entschließung vom 23. Oktober 1875 begrüßen, laut welcher künftighin die Ernennung der Direktoren an den staatlichen Mittelschulen in Galizien der a. H. Schlußfassung zu unterziehen fei und jene der Lehrer an diesen Schulen durch den Minister für Culcus und Unterricht zu erfolgen habe; ferner, daß der galt-zische LandeSschulrath in beiden Fällen seine Vorschläge an den Umerrichlsminister zu erstatten habe, welchem auch die instanzmäßige Diensicebchandlung des gesummten LehrpersonaleS zukommt." Im ungarischen Reichstage hat am 11. d. die Generaldebatte über das iöudget begonnen. Von bedeutenderem Interesse war bloS die Rede des ehemaligen belgrader General consuls v. Kallay, der zum erstenmal im Parlament gesprochen hat. Kallay's Rebe kann zugleich als Kand« gebung der Sennyey'schen Opposition angesehen werden, deren Anhänger fast oollzahlig gerüstet sind, um der Regierung in der Budgetdebatte Verlegenheiten zu bereiten. Nur das Haupt der Fraktion, Baron Sennyey, hält sich diesmal tut Hintergründe und läßt durch seine getreuen Knappen glühende Kohlen aus das Haupt des Ministeriums streuen. AuSla»d Nicht eben tröstlich ist, was die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" und die „Pro-vinzial-Eorrespondenz" über die Haltung der berliner Regierungstreue zur Strafrechtsnovelle verrathen. Die Nothwrndigkeit der in derselben enthaltenen Bestimmungen wird mit demonstrativem Nachdruck betont und die ReichstagSrnajorität zu wirksamer Unterstützung der Regierung aufgefordert. Die bekannten Schlagwörter von der Verwilderung und dem Ruckgange der Sittlichkeit werden oon dem halbamtlichen Organe als Argumente benützt, um den Einwand zu entkräften, baß die Schule und nicht das Strafgesetz berufen sei, Sittenlosigkeit una Verwilderung zu beseitigen. Es ist der bekannte „fehlerhafte Eittet". Nur die Volksvertretung soll allezeit sich beugen und nachgeben; die Regierung ratificiert blot das Eompromiß, es darf ihr jedoch nichts kosten. Ueber das Bedürfnis, so rasch als möglich aaSeinanderzugehen, scheinen denn doch alle Parteien der versailler Nationalversammlung endlich einig zu fein. Der „Moniteur Unioersel" schreibt darüber: „Mehrere Abgeordnete von verschiedenen Gruppen der Nationalversammlung haben dem Minister de» Innern vorgestellt, daß eS ihnen, sobald einmal das Wahlgesetz votiert ist (was man binnen drei oder vier Tagen gewärtigen darf), schlechterdings unmöglich wäre, noch lange in Versailles zu verbleiben. Man begreift in der Thal, baß die große Mehrheit der Abgeordneten genöthigt sein wird, in ihre Departements zurückzukehren, um Vorkehrungen für ihre Wiederwahl zu treffen. Der Bitepräsident des Ministerraths erkannte denn auch diese Vorstellungen als zutreffend, uns es scheint definitiv bestimmt, daß die Nationalversammlung in dm letzten Tagen dieses oder spätestens in den ersten Tagen des nächsten Jahres aufgelöst sein wird." Wie vorauszusehen war, hat die verfallet Nationalversammlung die arro nbifferne nt« weife Wahl angenommen. Der betreffenden Abstimmung dürfte eine ziemlich bedeutende Debatte vorangegangen fein, denn der Beschluß konnte, obwol die Discussion über den Artikel XIV bereits am vorhergehenden Tage begonnen hat, erst am 11 d. in später Abendstunde gefaßt werden. Als die zwei bedeutendsten Redner traten auf Gam-betta als Veriheioiger des Listcn-ScrutiniumS und Duf aure als Vertreter der arrondiffementsweisen Wahl. Das Scrutiu d’arrondissement wurde mit 357 gegen 326 Stimmen, also mit 31 Stimmen Mehrheit, und zwar nach der von Antonin x'efäbre-Pontali« ei,«gebrachten Fassung angenommen. Wie dieses Amendement lautet, ist bisher nicht bekannt, doch scheint es mit dem von der Gruppe Laoergne vorbereiteten Zusatzantrag identisch zu fein. Dieses Amenvement hatte die Einführung des fojenannten „scrutiu d’arroudisaement uniuominal“ (einnamig) zum Ziele, und sollte demnach jedes 21rrontiiff(ffltnt in ebenso viele Wahlbezirke eingetheilt werben, aß e« Deputierte zu wählen hat, und jeder dieser bezirke nur einen Deputierten wählen. Die Berichte vom Kriegsschauplätze wissen in letzter Zeit nur mehr von Angriffen Aufständischer auf türkische Nahrungsmittel Transporte zu erzählen, um den wenigen Tausenden, die roch nicht auseinander gelaufen sind, das Ueberwintern möglich zu machen. Das hinbrt jedoch nijht, daß die slavischen Blätter noch immer fortfahren, ihrem gläubigem Publikum oon glänzenden Siegen der Aufständischen und der Vernichtung ganzer Türken-cotoimcn zu berichten. In der griechischen Kammer ist die die Bürgschaft zu geben, daß man nichts böfrt gegen ihn vorhabe. Unb das wirb durch die Pre-oilbahn vollkommen erreicht. Fachmänner haben ja wiederholt dargelegi, daß die erwähnte Bahn strategisch ganz unoerwerihbar ist und durch einige wohlgezielte Schüsse oon italienischer Seite Iahe gelegt werden kann. Wie wichtig ist diese Bahn ferner dadurch, daß sie unter anderen gegenüber der Süd« bahn nicht concurritren kann. Das liegt allerdings weniger im Interesse unseres Staates als in dem bes Hauses Roihschilb. Doch dieses Wetthaus muß gestützt werden; es wankt in seinen Grundfesten, denn ein von seinem wiener Repräsentanten präsidierter Schachclub hat Heuer ein Desicitt von einigen hundert Gulden aufzurotifeu. Was die VerhandlungSgegenstände de« Abgeordnetenhauses selbst betrifft, so schienen sic auf ben ersten Anblick minder wichtig. Dennoch hoben die Oppositionellen aus manchen derselben sehr viel Kapital zu schlagen gewußt. So erhob sich gleich bei dem Fischereigesetz der zähe Jurist Vienbacher und erklärte, die Regelung dieser Angelegenheit ge-höre nicht in die lLoinpetenz des Reichsrathes, und unternehme bieser sie trotzdem, so werde sich wol ein Landtag noch finden, der sich in einer Adresse darüber an Allerhöchster Stelle beschweren werde. leichtern? Stolz hat sich der Freiherr v. Gaffer bei | dieser Gelegenheit allerdings gerade nicht gezeigt. Wie ungleich erhabener steht boch der Finanz- j minister vor uns da! Zwar gesteht er im Expose der indirekten Steuern wol ein, daß er kein Harun ist — da heißt es nemlich bei Post „Zucker," baß die ganze Steuer nicht viel mehr eintrage, als die Eontrole derselben zu stehen komme; jeboch müsse man bei btm jetzt üblichen üinhebungmobu» beharren, bi« eine bessere ausfindig gemacht werde —; aber er geht doch nicht so weit, zu sagen: Ich habe genug, meine Herren. Im Gegentheil, er hat nie genug. Jahr um Jahr begehrt er mehr. Er will eben ben Brei, ben et sich eingebrockt, auch selbst verzehren — nur zahlen sollen ihn die Steuer-träger. Uebrigen» scheint e», daß Herr be Preti» die goldene Zeit de» „volkswirthschastlichen Auf-schwunges" wieder herannahen fühlt, denn er will selbst unter die Gründer gehen, und zwar soll er die Absicht haben, im Verein mit einem Eonfortium der Bodencreditanstall — Rothschild, Tvdesco lt. — ein neues politische« Blatt zu gründen, welche» die Politik der jetzigen Regierung vertreten soll. 6« zeigt von viel Unternehmungslust, daß unser Finanzminifter von der bi«hrr Übliche» Methode der Reptil irnfond« abgehen unb sich gleich rin eigene« Aquarium einrichtcn will. Die Abgeordneten werden durch dieses eingeweihte Blatt im nächsten Jahre wenigstens beizeiten auf die Überraschungen des neuen Budgets vorbereitet werben können unb brauchen bei Vorlage desselben nicht darauf zu fallen, worauf man sich gewöhnlich zu setzen pflegt. Es fei mir gestattet, noäi einmal auf die ob-erwähnte Rede des Handels»,inisicrö zurückzukommen. Er rollte in derselben den Leporellozettel seiner Eisen bahnprojecte auf. Unter anberm wird darin auch ein außerordentlicher Credit von etlichen Millionen für den Bau der Prebilbahn beansprucht. Bei ber betreffenden Stelle machte sich im Hause eine btbeu-kenerregende Unruhe bemerkbar. Es heißt, daß bei dieser Gelegenheit selbst unser Gras Barbo, sonst einer der ruhigsten und friedliebendsten Opponenten, sich geregt habe. tln bieser Unruhe war gewiß nichts anderes als die Voreingenommenheit so mancher Deputierten für die populärere locker Träte schuld, während andere wieder nicht duschen wollen, warum man da« thture Geld für eine ganz unfruchtbare Bahnstrecke hinauswerfen soll. Die Absichten jedoch, von denen sich der Herr Ehlumetky bei biesem Punkte leiten ließ, sind eben geradeso versteckt wie I weittragend. ES ist doch in der heutigen unruhe ■ i vollen Zeit sehr wohl gethan, einem Nachbarstaate ©ombe geplatzt; die Kammer. Commission für die Untersuchung der Geschäftsführung unter dem Mini-strriuw Bulgaris hat Die Annullierung von 31 ohne genügende Slimmenzahl votierten Gesetzen und die Versetzung des ehemaligen Cabineis Bulgaris in den A n klagez u st and beantragt. Wenn die Kammer auf diesen Antrag eingeht, so ist der politische Parteikamps wieder entfesselt, und da Bulgaris' iltv hang, wenn auch nicht in der Kammer, so doch außerhalb derselben noch stark ist, könnten leicht gemalt-same Ausbrüche erfolgen. Indessen machen sich allerlei Anreichen geltend, daß die Einigkeit der Majorität wieder in die Brüche zu gehen droht; namentlich jchtint Deligeorgis nicht ferner miuhun zu wollen. Zur Tagesgeschichte. _ <£ i» Eisenbahn zug versunken. Aus Hermannstadt roiit vom 11. b. M. berichtet: „Der gestrige Pormittagszug der ungarischen Ostbahn langte um fünf ©tunten verspätet hier an. Die Ursache der Berspäiung dürste erst nachträglich bekannt werden. Das Hindernis ist, wie ein Augenzeuge der „£>nm. 8tg." erzählt, ein „Versin. kunqs-Ereignis." Nächst der Stativ» Viragosvölgy ist »em-lich ein ganzer Lastzug auf Dem nach seitwärts sich senken-dm Eisenbahndamm eingesunken; die Locomotive liegt mit den Rädern nach auswärts, wie ein verendeter Hund aut feinen vier Psvten, und die Lastwagen nehmen sich aus wie ivmmetrisch aneinandergeloppelte Klötze, die in dem „ festgebannt sind, welche nun die Benützung brache" Ein des Babnkörpers in einer ziemlichen Länge verhindern. Größere krackten und Biehtranspvrte können bis zur Herstellung der "verrutschten" Strecke vo» hier aus nur übte Äarloburg befördert werden." Oesterreich-Ungarn und der Unter r i cd t in der Türkei. Die „Bohemia" brachte jüngst linen von genauer Kenntnis der betreffenden Verhältnisse Agenden Artikel über den niedern Stand des Bolksfchul. roesens in der Türkei und über die mtclleetuelle Verwahr-losong eines großen TheileS der christlichen Jugend, die von den muselmännischen Schulen ausgeschlossen ist. In diesem wurde es atö eine bedauerliche Unterlassungssünde daß von Oesterreich-Ungarn auS bisher nichts ge ’ürxi f>* tul(S Befriedigung des in der jüii£mi tür Generation herrschenden LlrebenS nach Unterricht ».^Bildung dort Sympathien und Einfluß zu verschaffen De auf das Beispiel Frankreichs, Italiens und des wur dj^jches hingewiefen, die alle in Konstantinopel anderen Orten des türkischen Reiches Schulen durch dieselben ihre Sprache und ihren Artikel ertlärt, lchah. tischen Oesterreich-Ungarn die letzte Rolle, statt zum Besten feiner politischen, commerciellen und industriellen Interessen bei der Verbreitung des Fortschrittes und der Bildung in der Türkei die führende Macht zu sein und an der Spitze der Bewegung zu stehen. Seit jeher bestand nur eine einzige österreichische Schule in Konstantinopel, die von armenischen Schutzbefohlenen gegründet worden war, and auch diese hat erst seit Bet Ankunft des Botschafters Grafen Zichy eine besondere Organisation erhalten. Der Verfasser des Artikels in der „Bohemia" beklagt es, daß die Mitglieder der öster-reichifchm Colonie selbst die Schule nicht unterstützen, sondern ihre Linder in die italienischen Schulen schicken, und er empfiehlt es dringend im wohlverstandenen österreichisch-ungarischen Interesse, Subventionen zur Verbesserung der bestellenden Schute und zur Gründung neuer Schulen in der Türkei anfzuweiiden. — Eine Maffenvergistimg durch Ziegenmilch Hat tu Rom die allgemeinste Aufregung hervorgebracht. Die Erkrankungen, welche sämmtlich tm Lorgo Aione auftraten, trugen de» Charakter der Cholerine, zum Theil auch der Cholera und dauerten bis zur völligen Wiederherstellung meist 4—5 Tage. Die Heftigkeit der Zufälle stand im geraden Verhältnis zur Menge der genoffenen Milch und es stellte sich bald heraus, daß Erkrankungen nur in den Familien vorlauten, wo Ziegenmilch getrunken wurde. Die Untersuchung der Ziegen durch Thierärzte ergab, daß jene sich in völligster Gesundheit befanden. Als man nun das durch die THiere genossene Futter prüfte, fand man in demselben verschiedene Giftpflanzen, u, a. Schierling und Herbstzeitlose. Bekanntlich können Ziegen bedeutende Mengen Schierling und Tabak ohne Schaden fressen, daß sie aber auch Herbstzeitlose ohne Gefahr zu sich nehmen können — welche auf Kühe äußerst giftig wirkt — war bisher noch nicht bekannt. — Professor Ra ui, welcher sowol die Milch der THiere, als auch die von den Patienten erbrochenen Massen einer chemischen Prüfung unterwarf, fand in beiden Eolchicin, ein höchst gefährliches Gift, welches ohne Zweifel von genossenen Pflanzen in die Milch der Ziegen Überge gangen war. — Frauen-Ueberfluß. Nach statistischen Daten befinden sich m Großbritannien 900,000 ältere Damen, die keine Gelegenheit fanden, sich zu verheiraten und bei denen die Zeit vorüber ist, in der sie noch hoffen durften. deutschen und auch 0,1 Eerhalten,teI türkischen Bevölkerung zu verbiet aÄ‘°nJt|C6tr habe es Oesterreich bisher versäumt, sich dieses ‘ gleichfalls zu bedienen, Da« in dem Kampfe der ajölker um den Einfluß im Orient mit zur Ent g* beitragen werde. In dieser Beziehung spiele aber rTZiiä) wird ein gewisser Landtag von 37 Mit . fid) diese Gelegenheit nicht entwischen lassen 0lK Abrtfle abzufafsen mit dem Appell an das » Lrroott zum Schluffe: „Ich will Frieden haben einen Bülkern!" Leim ersten «tobtum, den “i1, wären wir also schon glücklich angelangt, "*!a£L' das zweite: „Ich spiel' nicht mehr mit." JSft bedauerlich ist nur. daß die Aünf vom — ~, 0trat diese schöne Gelegenheit Vorbeigehen »u ohne ihr demokratisches tfidjt glänzen „ rt'ü' indem sie sich mit der verfolgte» S'schunschuld afl iniibarisd) erklärten. Bor etlichen Zahlen kam für 1° iivtrrrhiiuir gelegentlich der Debatte lafftn, r i0»*^’■ [ - e,tauschen Unterhaus . „ Tber das Logelschutzgejetz zu sehr erregten tLrorte übt .n Die Äentlemen theilten |td) da in zwei Seien ; die eine glaubte nur jene Löglel schützen intlen, die uns nützen, die andere überhaupt alle iu 6je nicht schade». Eine wie dankbare Ausgabe nlrt es jetzt gewesen, einen seinen Unterschieb auf ,,eilen zwischen Gewässern, in denen bie Mehrheit r itischt raubritierliche Hechte und Forellen, und ' deren Bewohner zumeist verfolgte, rechielose !»ru"del» und Weißfische find. Doch wird die Ge wieder kehren, uno dann wird oae Ber leaenhkit jaul»« hvffcnllich »achgeholt. a—. Local- uni) Provinziai-Angelegenhetteu — (Auslosung der Geschwornen sür die VI.diesjährigeSchwurgerichtspcriode) Heute wurde unter dem Vorsitze des k. k. Oberlandesgenchtsrathes «apretz die Auslosung der Geichicuintu für die im De zember beginnende Session vorgenommen und als Haupt geschworne auSgeloöt: Seeman Ignaz, Hausbesitzer in Lai* bach; Mali Peter, Vedcrfabtikant ui Rtumarktl; Deileva Leopold, Landwirth in tiuja; Novak Anton, Wirth in Stefansdorf; Souvan Franz jun., Handelsmann in Lai bach; Detela Otto, Gutsbesitzer in hl. Geist; Alianüt Lo renz, Landwirth in Feistriz; Zupan Luton, Landwirth Bach; Pintdach Joses, Landwirth in Ratschach; ettupi Franz Landwirth in Ceriic; TiarnpnK Sebastian, Delmülltr Goloberdo; Graset Bartl, Hausbesitzer in Stein; Globoknik Johann, Gewerke in Eisner»; Erlach Johann, Landwirth in Javoruik; DoleS Franz, Rcalitateubesttzer in Ditce Oblak PrimuS, Landwirth in Flödnig; Perne »nton. Hau« befitzer in Laibach; Ranzinger AloiS, Hausbesitzer in Jdria Dougan Jofef, Landwirth in Vodic; tiauiii Karl, Realitäten befitzer in Präwald; Samfa Franz, Müller in Feistriz «ozjek Johann, Hausbesitzer in Laibach; Gtflrin Johann, Hausbesitzer in Laibach; Treuu Anto», Handelsmann Sava; waidinger Felix, Hausbesitzer in Laibach; Tomc Jakob, Hausbesitzer in-Laibach; Verhovc Johann, HauS. betzsier in Laibach; Zupan Matthäus, Tuchmacher in Breznic Likvvii Franz, Landwirth in (sneberje; Zniderjii «nton, Mühlenbestyer in Feistriz; Kauz Eduard, Landwirth Ratet; Goltsch Franz, Hausbesitzer in Laibach; Dejman «ndreaS, Landwirth in Älcmgutenfeld; Sever Johann Landwmh in Bijmarje; Garibvldt Aiiton v., Hausbesitzer in Laibach; Smoliiiar Simon, Landwirth tu Reffeithal; — und als ErgLnz»ngSgkschlvor»e: Jakopii Franz, Hausbesitzer in Laibach; Slapnitar Johann. Anitteiebet in Laibach kred Matthäus, landschaftlicher Secretär in Laibach; Perz Johann, Bankbeamter in Laibach; Potoinik Heinrich, Glas-hilndler iu Laibach; Wolf Mathias, Wirih in Laibach; ©aller Jofef, Photograph in Laibach; Kadiunik Franz. Bank-kassier in Laibach; Maußer Johann, Wirth in Laibach. — (Veränderungen int Gerichtsstände.) Herr Alois Czech, k. k. BezirksgerichtS-Adjunct in Mbtt-ling, wurde über fein Ansuchen nach Sittich versetzt ut b Herr AnScultant Mathias Röthel zum BezirkSgerichts-Adjuncten in Möttling ernannt. — (Philharmonische Gesellschaft ) 8et der gestern «felgten Ergänzungswahl wurden die Herren; k. k. Bezirkshauptmann v. F l a d u n g, k. k. Sanitätsraty Dr. S ee sb a (h er und Sparkaffekassier Preß niz zu Di. rectionSmitgliebern gewählt. — (Das Leichenbegängnis) des verstorbenen k Regiernngsrathes Ritter v. A n d r i o 11 fand heute Nachmittag unter zahlreicher Betheiligung aller Gesellschaftskreise statt. Die abscheuliche Witterung war der durch die Doberlet'fche Anstalt mit aller gewohnten Pracht veranstalteten Trauerfeierlichkeit sehr ungünstig und außerdem ereignete sich der unliebsame Zwischenfall, daß die Vorder* pferde des Viererzuges vor dem Leichenwagen auf dem Hinwege zum Trauerhanse plötzlich schenkten, und da sie nicht zu beruhigen waren, der Chef der Anstalt, um ein Unglück zu verhüten, diesclben abfpanntit lassen mußte — wol das Beste, was unter folchen Umständen bei ber Kürze der Zeit zu thun möglich ist. - (P o nte b a - B a hn.) Der „Diritto* widmet den Bemerkungen, welche der österreichische Handelstninister in einem Eisenbahn-Expose im Abgeordnetenhaus? über die Ponteba-Vahn machte, einen eigenen Artikel, in welchem et gleich anfangs erklärt, daß „die sidyllinische, um nicht zu agen : feindliche Sprache" des Ritter v. Chlumeckv auf ganz Italien einen traurigen Eindruck gemacht habe. Aus die Zweifel, die der österreichische Minister geäußert hat, schreibt genanntes Blatt ferner, gab Herr Amilhan die beste Antwort, indem er die Strecke bis Gemotta besichtigte und sie als vollendet erklärte. An der Strecke von Gemona nach PortiS werde bereits wacker gearbeitet, und ehe noch ein Jahr vorüber ist, werde die Locornotive schon bis ResiuUa verkehren können. Nun sei es an der Zeit, meint der „Dt= ritto" schließlich, Oesterreich zur Einlösung seines Worte» rabetreff der Ponteba-Bahn zu veranlassen. — (Kärntner Volkskalender für 1876.) Wie der Leser schon aus einem flüchtigen Blicke auf die beiden Inhaltsverzeichnisse ersehen kann, bittet dieser fünfte Jahrgang des Jahrbuches der liberalen Partei in Kärnten in 20 Artikeln belehrenden und unterhaltenden Inhaltes eine reiche Fülle geistiger Anregung auf den verfchiedenflen Gebieten. Wir erlauben uns, insbesondere auf die ausgezeichnete Erzählung Berthold Auerbachs: „Die Frau de« Geschworenen" mit 14 vorzüglichen Illustrationen von P. Thumaun aufmerksam zu machen, welche der auf novellisti-schein Gebiete so berühmte Verfasser in der liebenswürdigsten und großmüihigsten Weise „den Deutschen der österreichischen Alpenländer" gewidmet hat. Derselben schließt sich würdig die Weiht der anderen Auffätze an — theil« praktischen In-Haltes, theil« erzählend, theils naturwissenschaftlich, politisch und religiös belehrend — fämnulich entschieden fortschrittlich und auftlärend. Noch möchten wir (abgesehen von einem fpeciell Kärnten betreffenden Adressentheile) auf eint Weihe allgemein verwendbarer Notizen und Tabellen im zweiten, 42 Titel aufweiftnden Thtilt verweisen, weicht den Werth dieses Kalenders auch vom rein praktischen Standpunkte bekunden dürfte, und schließlich auch den außerordentlich billigen Preis des Buche« hervorheben, ber bei 15 Bogen Ge« fammtumfung jammt Kalenderstempel und Einband nur 42 tr. ö. W. beträgt. Gewiß haben die Herausgeber alle» ausgeboten, um im vorliegenden Unternehmt», dtsstn Rein» gewinn nahezu zur Hälfte zum Ankäufe von Schulbiblio-theken für tätniner Schulgemeinden bestimmt ist, ein wirtlich wetthvollts Volksbuch zu |chafftn. Wir könnt» dahtr unfern Vtstrn dit Anschaffung dieses «nichts nur wärmsten« empfehlen. In Laibach zu beziehen durch die Kleinmayr J., Ärakauvorflabt 'Jlr. 10. Rachendräuiie. — Franziska Pust. ZimmtrmaiinS-Jhiib, 14 Mun , Elisabeth-Kinderspital. Bluizersehuiig. - Maria Lisa, Magd, 20 I., tfivilspital, Eonvulsionen. — Mathia« Zakotnik, Arbeiter. 31 I., Livilspilal, chronische l'ungentubercnlose. Theater. Heute slvvenische Vorstellung. Morgen: Romeo und Julie Große romantische Oper in 5 Acten von Äonnob. Lebensmittel-Preise in Laibach am 13. November. Weizen 5 fl. 10 fr.; Korn 3 fl. 40 fr.; Gerste 2 fl. 40 fr.; Hafer 2 fl. — fr.; Buchweizen 3 fl. 40 tr.; Hirse 2 fl. 60 tr.; Kufnrutz 3 fl. 20 fr.; Erdäpfel 1 fl. 90 fr.; Fisolen 4 ft. 80 tr. per Wietzen ; Rindschmalz 54 tr., Schweinfett 46 tr., Speck, frischer, 32 tr., Speck, geselchter, 42 kt., Butler 44 kr. per Pfunb; Eier 2'/, kr. per Stück; Milch 10 kr. per Maß; Rindfleisch 27 kr., Kalbfleisch 25 kr., Schweinfleisch 24 kr. per Pfund; Heu 1 fl. 35 kr, Stroh 1 fl. 30 kr. per Zentner; hartes Holz 7 fl. 50 tr., weiches Holz 5 fl. 20 fr. per Klafter; Wein, rother 12 fl., weißer 11 fl. pr. Eimer. Gedenktafel über die am 17. November 1875 ftattfindenden Wcitationen. 3. Feilb., Cokel'sche Real., Seuosetsch, BG. Senosetsch. — 3 Fellb., Grnden'sche Real., St. Michel, BW. Senosetsch. — 3. Feilb., Cankar'sche Real., Billicbgraz, BG. Oberlai-bach. — 3. Feilb., Jzirc'sche Besitzrechte, Siegelsdorf, VG. Neumarktl. — 3. Feilb , Duic'sche Real., Urem, BG. Senosetsch. — 2. Feilb., Butin'sche Real., Poblipa, BG. Ober« laibach. — 2. Feilb, Malesic'sche Real., Radoviz, BG. Möltling. — 2. Feilb , Sakraischek'sche Real., Mitterarto, BG. Gurkseid. — 2. Feilb, Zevnik'sche Real., Obersenitscha, BG. Laibach. — 1. Feilb., MiZis'sche Real., Tetschendors, BG. Rudolfswerth. — 1. Feilb., vidic'sche Real., Pechdorf, BG. Rudolfswerth. — 1. Feilb., Pctrif’fcke Real.. Pechdorf, BG. Rudolfswerth. — 1. Feilb., Lubii'fche Real., Werslin, BG. Rudolfswerth. Lottoziehung vom 13. November. Wien: 47 76 36 17 18. Graz: 83 42 53 40 37. Zn Laibach verkehrende Eisenbahnzüge. Nach W i t u Abf. Triest 3 10 5 2 3 6 9 Lüdbahn 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. 52 35 10 58 17 12 50 morgens Eilxostzng. vorm. Eilzug. früh gem. Zug. nachts Lilpostzug. nachm. Postzug. abends Eilzug. abends gem. Zug (Die Eilzüge haben 4 Min., die Perfonenzüge circa 10 Min. und bit gemischten Züge circa Stunde Aufenthalt.) Kronprinz Rudolfbahn. Abfahrt 3 Uhr 55 Minuten morgen«. „ 10 „ 40 „ vormittags. „ 7 „ 35 „ abends. Ankunft 2 „ 35 „ morgens. , 7 „ 45 „ morgens. „ 6 „ — „ abriibs. Schmerzerfüllt geben die Gef riigten uQm verwandten, Freunden und Bekaiinten bie erschütternde Nachricht vom Tode des Herrn Dr. August Uitter v. JUtbrioli, k k. jub. Rkgieinngsralh und krain. Landstand, welcher am 12. d. M. um 11", Uhr nacht« nach k»r,eni Leiden, versehen mit den Tröstungen der heiligen Religion, im 78. Lebensjahre in ein bessere« Ienseit« hiiitibergegangen ist. DaS Leichenbegüngni« findet am 15. d. M. um 3 Uhr nachmittag« vom Traue,Hanfe (Spar-fnffeqe' äudei an« fljU Die beil. Seeleiimeffen werden in niehrere» Kirchen gelesen weide». Friede seiner Asche! Laibach am 13. November 1875. Josefint »öle Ü. tlnDrlolt, verehelichte Rk-UfiiötitilOtli, Fnimii (fblr U. «ndrioli. ver-rhelichle Laloiiion, Töchter, tr. (fall 4ik-nenspiuskl,, tl willst 5olumuii k. k. Haupl. maun. Sdjiviegeisüliiie. Herniinr, Uuguft und Hcrinunn Laloiuon, Enkel. F Ein Blatt von diesem Papier angezünbet unb glimmen gelassen, oder auf einen heißen Ofen gelegt, verbreitet einen angenehmeu Duft; zwischen Wüsche gelegt benimmt es den Leifengeruch und parfümiert dieselbe. Preis eines PaquetS, enthaltend 20 Blätter, 10 kr. Apotheke „)um goldenen Einhorn," Hauptplatz, Laibach. (633) 20-5 Ein geschickter Mbriks-Klnnpnrr wirb unter guten Bedingungen ausgenommen bei (693)2-3 Ang. Tschinkel Söhne. * j"eder uoä heftigster Art ” • beseitigt dauernd das be- rühmte pariser Litou, wenn kein anderes Mittel hilft! Flacou ä 50 kr. bei Herrn Apotheker BlmeHllz. (683) 3 -1 Heilanstalt Mhas bei Graz (Steiermark.) Pensionat für Nerven- unb Gemülhsktanke von 6. W, fl. 1500 an per Iaht. 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