Rummer 41. Petta», de» 11. Aktoder 1903. XIV. Jahrgang. PettauerZeitung. Erscheint jeden Fonnrag. Prei» fflr Petta» mit Zußellung in« Hau»: «onallich 80 k. »iertetjShrig l! 2.40, halbjSbriq K 4.80. ga»»jahng K 9.—, mit «oftxrlenbuitg im Inland«: iXoiialliA 86 h, vierteljährig K 2.50, halbjährig K o.—, ganzjährig K 9.60. — Einzelne Nummern 20 h. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten» bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. StimmungK-macherei. Die Zeit, in welcher der Ausgleich mit Un-garn im Reichsrate zur Verhandlung gelange» muß. rückt immer näher nnd da ist e» wohl begreiflich, daß sich Herrn Dr. v. Körbers Unbehagen steigert, je zahlreicher und je lauter sich die Stimme» iii der Presse und besonder» in jene» Körperschaften' sür die wirtschaftliche Trennung von Ungarn erhebe», welche selbst die öfter» reichliche Regierung nicht ganz ignorieren kann, obgleich sie.den r§ 14 als unfehlbare» Helfer in alle» Regier ungSuöte» zur Verfügung hat. Weil wir aber doch »och nicht fo weit sind, de» Ausgleich ohne die beiden Legislativen zu schließen, fo beginnt Herr Dr. v. Körber St im-mu » gzu mache». 3n der Festverfammlung der Zentralstelle zur Vorbereitung der Handelsverträge, am 3. Oktober. hielt der Herr Ministerpräsident eine Rede, die in dem Safae gipfelte: .Nehmen Sie daS Wort (jolltittinung) nicht a n f die Zunge!" Und er hat dann im weiteren Verlaufe seiner Rede die Notwendigkeit: .an dem wirtschaftlichen Verhältnisse, zu U»> gar» in i t alle r E n e r g i e fest zuha lte n" jo laut betont und so nachdrücklich verfochten, daß seine Rede lauten Beifall fand I — Daß ei der .Zentralstelle zur Vorbereitung der Handelsverträge" bedeutend weniger Kopf-zerbrechen» und Arbeit machen würde, wen» sie dazu eine» bereit» perfekte» Ausgleich mit Un-garn zur Hand hSlte. das wolle» wir ihr gerne glauben. Allein die unter der Last der bisher!- Vlinde Riebe, blinder Daß. Wen» der Zar den BegrüßungSartikel. mit den, ihn die .Südsteirische Presse" im Nameu der .slavischen Majorität" in Österreich ange-strudelt ha», nicht unter Gla» und Rahme» hängt, so Hot er überhaupt kein .slavische» Herz." Leider, leider würden die berühmtesten Physiologen und Chemiker im slavischen Herz der großen Zar?» von Rußland seit Gtneratione» schon nicht mehr viel slavisches Blut entdeckt haben, da schon P stimmte» .Rechte deS andern." also die Rechte ZisleithanienS loyal respektiert, hat er bei seinen Verhandlungen mit Herr» v. Szell vor gar nicht langer Zeit am eigenen Leibe verspürt, als er damalZ.die ganze VerHand-lerei hinwars atib ganz empörl heimreiste. — Oder ist er seht vielleicht anderer Anschauung ge-worden, seit die Ungarn nicht ei» mal mehr die i» den AuSgleichSgesetzen bestimmten Rechte der Krone loyal respektieren? Die Groß-Industrie und der Großhandel möge» ja ihre Interesse» an der Zollgemeinjchaft mit Ungarn habe», da. wie Herr v. K ö r b e r mit eiuxr ganz gemütlichen Ironie betonte: seiner der beiden Teile sich der Gabe Nikolaus II. auch eine deutsche Frau hat. dürste der .Südsteirische»" bekannt sei» und daß er seine Töchter englisch erziehe» läßt. auch. Mit de» Pole» und F i n » l ä n d e r n spricht er .russisch", in seiner Familie ist englisch beliebter. Wa» Rußland zur .Rettung Österreichs" getan hat? Solang, die Koalirten 1769—1801 gegen die Heere der französische» Republik siegreich waren, täte» die Russe» mit: die Schlachte» bei O st r a ch und S t o ck a ch gegen Joiirda». die bei Zürich gegen Masse»« schlug Erzherzog Karl, die von M a g » a » « gegen Scherer schlug Mela» allein. Die Russen unter Suwaroff schlug?» Macdonald a» der Trebbia. Die Schlacht vo» N o u i gewänne» Österreicher und Russe» gemeinschaftlich, aber daS russische Heer unter Korsakow wurde von den Franzose» unter Massen« total geschlagen »»d da»» führte Suwaroff die Russen — nach Rußland heim, die verbündete» Österreicher ihrem Schicksale überlassend. In die dritte Koalition fällt die Schlacht bei Aufterlitz, »ach deren Verlust die Rufsey heimzöge»'; später 1806—1807, in de» Schlachten bei Preußisch-Eylau und bei Fr ed-land geschlagen, schließen .die Preuße» und Russen den Frieden zu Tilsit und Österreich ist allein gelassen und hat allein weitergekämpft, bis es und Neigung erfreue. daSEntfernte aufzu suchen" — wie Großindustrie und Großhandel anderer Staaten. Aber weder die kleine Industrie »och der kleine Handel und daS Gewerbe, die nicht über Millionen an Be-triebskapital verfügen, sondern einen beträchtli-chen Teil ihrer vom Munde abgedarbten Steuer-gelder gerade dazu verwendet sehe», ihre» magya-rischen Konkurrenten, diese sie tief schädigende Konkurrenz auf alle Weise zu fördern, diese haben kein Interesse a» der Zollgemeinschaft mit U»-gar». Unsere Laudwirtschast aber wird den Tag segne», an dem die Zollgemeinschaft mit Ungarn in die Brüche geht! Diese Zollgemeinschaft. deren Lasten wir allein zu tragen habe», während Ungarn durch die rechtswidrige Errichtung der Zwischen-zolliuie allein de» Nutze» derselben Zollgeinci». schast einsackt. diese Zollgemeinschaft. die unsere eigene» LandeSpr odukte entwer-tet, die unseren Weinbauern schwereren Schaden zugefügt als Hagelschtag. Peronospora und alle andere» Schädlinge zusammen; diese Zollgemein-schast mit Ungarn, lvege» welcher unseren Vieh-züchten, die AuSlaudSgrenzen für d.n Export verschlossen sind, diese Zollgeineinschast, welche unjer einst so blühendes Müllergewerbe vernich-tete, die nur de» Ungar» nützt, die wir aber sehr teuer bezahle» müsse»! — — .Wäre Österreich auf sich allein angewiesen, so würden wir unter dem Kampfe zwischen Landivirtschaft und Industrie ebenso schwer leiden wie andere Länder!" — behauptete der Herr Ministerpräsident, als er auch vo» dem .Faktor Laudwirtschast" sprach. — — dem gewaltigen Korsen und seinen Verbündete» erlag und erliegxn mußte. Und im großen Völkerkriege. gab da etwa Rußland den Ausschlag? Aber davon träume» die aufdringlichen Rufsensreunde gar nicht. Die schwören heute »och daraus, daß der Z>u Oesterreich bei VillagoS gerettet habe! Die Politik kennt keine sentimentale» RettuiigSaklionen und die russische schon gar nicht! AlS Göigey. de» sich immer den Weg offen gehalten hatte, der. wenn auch nahe vorbei, aber doch vorbei am Hochgerichte führte, mit 23000 Man» und 130 Kanonen die Waffen streckte/ vor den Russe» streckte, mochte der Zar selber tief anfgeatmet habe», den» wäre Görgey »ach dem Einsätze von Kourorn, wie ihm besohlen war, auf Wien marichiert, so wäre, der Aufstand in ganz Polen losgebrochen und dann hätte der Zar sein HilsSherr sehr notwendig selber gebraucht! Daß der ungarische Obergeneral de» Befehlt damals nicht befolgte, daß er damit den Plan der magyarischen Regierung, die Revolution aus Polen auszudehnen, einfach unmöglich machte und den Rnssen freie Bah» über die Karpate» ließ, und sich bei VillagoS mit einer schlagfertigeli Armee den Russe» ergab, trug ihm die I »i e r-» i e r n n g in der Hauptstadt de« fchönsle» AlpenlandeS. i n K l a g e n f u r t ein. während andere Führer der Insurrektion, die viel, viel unbedeutender waren als der gewesene österreichisch? Oberleutnant »nd spatere Obergeneral und Run dieser Kampf Ist eden ein natürlicher und unvermeiducher. aber et ist denn doch eine andere Sache, ob dieser Kampf zwischen Land-wirlschast und Industrie be»s«lben Staate« ge-kämpft wird, oder ot die österreichische kandwnt' schast nicht blo» gegen die ßsterreichische Zndu-strie kämpft, sonder« auch noch gezwungen wird, mit der ungarischen Landwirtschaft und Industrie zu tömsen! Gezwungen durch Faktoren. welche leichte» Herzen» die volkswirtschaftliche Blüte Österreich« der Aufrechthaltnng de« Duali«mu« opferten. Wen» Herr v. Körber sagt: er glaube nicht daran, daß dieserA»«gleichdtr letzte ist, so tan» man einen so felsenfesten Glauben nur bewundern; indessen ist ia auch dieser Ausgleich noch nicht perfekt und ob da« .Stimmungmachen' da« Univerjalöl ist. um den bereit« völlig verrosteten Au«gleich»mechaiii»mu« in Sang zu britige». ninß sich erst weifen. Geölt hat der Herr Ministerpräsident rechtschaffen anf der österreichischen Leite; wenn aber die Magyaren die ungarische Seite diese« Au»gleich»mecha,n»mu» wie bi«yer weiter zerstv-ren, danil witd die Schmiererei ganz umsonst sein, die Ungarn aber sehr überflüssig» Weise in den, Wahne bestärken. daß Österreich ohne Ungarn überhaupt nicht lebensfähig ist. Und da« ist da« Bedauerlichste bei dieser Stimmung«macherei. Aber so eine Lüge. IN der Nr. vom 3V. September brachte die .Südsteirische Presse' unter der Spitzmarkt .Ledte Nachrichten' in drei oder vier Zeilen die Notiz, daß bei der Brrusungtverhandlung im Prozesse .Ornig — Katchberg' die Berusuiig verworfen warbt. E« war wirtlich die letzte Nachricht, knäpv über de« Inseratenteile dt» Blatte«. Natürlich war .Redaktionsschluß' und da Hai .Ganztot-schweigen' der Sache selbst der „Südsteirische»" doch gar »u wenig Genugtuung für alle dem Bürgermeister von Pettau in diesem Blatte feit vielen Monate» in spalteltlaitgen Artikeln öffentlich angetane Schmach. BtrieuUiduNge». Ehr-abschneldungen und unqnalifizierbare Angriffe aus stiiit Person al« Bürgermeister. Landtag«abge-ötdneter und lZhrtnmann im Privatleben, schieti, so tückte sie diese .Letzten Rachrichte»' ei« u«d setzte sie natürlich dort hin, wö sie at» eheste« Diktator Ungarn«, gehtagt, oder wen»» man sie nickt erwischte, ihre Namen wenigsten» an de» Galgen genagelt wurden. Die .Rettung' Oesterreichs durch Ruß-land hat eben zwei Seiten. wie jede« Ding, äußer dem Hasse der .Süvsitirischen Presse' gegen alle« wa« deutsch ist. Der Haß hat nur eine Seite. wie der Nämliche Leitanslatz vo« 30. Septewdtt in seines zibeittn Teile dtwtist. »er sich mit detti deutschen Kaiser Wilhelm nnd zwar in seiner Eigenschaft alt Gast unstret Katsett beschäftigt. Arger ist »och kein Gast M» Kaiset« övi, Oesterreich angeflegelt worden alt dtt .Kvuig 6vn Pteußt»'. wie die .Südsteiricht' »it aller ihr tu Gebote stehenden .Respekt osi^keit' den deichen Kaiser tituliert und ih» gleichzeitig dir hellige Versicherung gibt, daß itz» bet seinem Besuchen am Wientr Host nut die tieft Ehr-furcht vor unserem Kaiser gegen Dentonstrationtü schützt! Höher geht» nicht «eh» and ist bso4 tfcrtoaitktiich. daß W.Südsteirische- nicht M jebetmaligeM Besuche jbiset ffiilhel«# W feifn ckit Träuerrand erscheint. Ittzt hat et sich gar Hoch hei den «ägdareN Nrd Kind gemacht nnd dä« Litd »liürot gepfiffen uüd seinen Soh« Eitel Fritz hät et Aue .ungarische chr°«w--lst- gtkaust. für den alt tt ä« nächsten Re.cht,^ ack Ntkvt zu« König von Ungar» gewählt «ttd seine» .Loyalität von »8 Zeilen' hatte sich da» Blatt O ersparen können, wenn e« die .Letzten irichten' in der Nr. vom 30. September vielleicht utii weitere 4 Zeile» verläugert und an je«t Stelle gefetzl hätte, wo e< gewöhnlich tie X-mal 48 Zeiten Beleidigungen hinsetzte. — Da« Mrt, wa« wir al« nichthonorig bezeichneten. Da« .Leib»rga« de« Bürß«r» meister« I. Ornig' zu sei» wäre mindesten« keine geringere Ehre, al« da« .Leid» or ga n de« Fürstbischof« Dr. Na> p o t n i l" zu heißen, eine Ehre, welche die .Südsteirische Presse" bereit« wiederholt al« unwahr entrüstet abgelehnt hat, wenn sie von der deutschest Presse Steiermark» so genant« wurde. Wir würden die Ehre, da« .Leiborgan d e« Bürget meister» I. Ornig' ztt fein, ganz entschieden nicht ablehnen, denn der Bürgermeister von Pettau ist weder al« Bürger« meister noch al« Lanbtag»abgeordneter eine provokatorische oder agitatorische Natur, sondern ein Man» der nicht« weiter tut al« die P f l i ch t e » zu erfüllen, welche ihm seine öffentliche!! Stellung«» auferlege»; diese aber erfüllt er unbekümmert u« Haß oder Liebe. Tadel oder Lob mit Einsetzung aller feinet Kräfte und sehr oft mit Hintansetzung seiner Person at« Privat- urtd Geschäft«»»,»«! — Da« .Leiborgan' eine« solchen Manne« zu sein wäre wahrhctstig keine Schande für die .Pettaaer Zeitung.' Allein ste ist e« nicht nür nicht, sondetn e« kommt sogar vot. daß der Bärger«eister von Ptttau. d« i»ie aefaat, weder eine tigitatorischk noch proiiutetönjche Ratur ist, mit der Hallung de« Bilittet nicht« weniger alt einvetstanden ist, und brdäuert. daß man nicht ftüher seinen Rat einholte. Ei» .LeivorgaN" bürste sich da« kautit erlauben. Uu« machten blo« die .Letzten Rachrichten' stutzig Und »öch «ehr der Plätz. aiif dem sie erschiene« waren! Und. wenn der Bürgermeister vön Pettau über die mehr at« faustdicken, in ganzen ArMsenen der .SÜVsteirischen Presse' enthaltenen Lügt«, Berleumbunget, ttnd Iofa«ien nicht au» der Haut fuhr, weil da» bettn doch ztt schabt Wüte, so hat er um'oiveniztt Grund, über dtit Artikel der .Pettauer Zeitung' sich so ju ärgern, daß tr sie nicht mehr adoNttiert. Sölange unser Kirchenfürst die .Südsteieifcht Ptesse^ Namen .Eitel' tu .Attila' umwandeln wütdt. Den dazu nötiaea Ktouenstempet erhält er at» Rationalgtschenk! Da« ist wirklich nicht schön vo» dem intimsten Freunde und treuesten Bunde»ge,i»ssen de« Kaiser« von Oesterreich und dft» Pfeife« de« I »Körös leiny» schickt sich auch nicht für einen Monarch»«. Daß tr abet immer «ach Oesterreich kommt, um die .vättrla«b»v«rrät»rischtn Deotfchen' zu ermuntern, in ihrem dochderrättrifchen Trride« au«zuhartrn. da« ist va«. wo« ihn zu« dtoßen .König von Preußen' herabwütdig«! Ja. es kann ihn passieren, daß ihn bie .Südsteirische Presse' beim nächsten Besuche die Hunge zeig,. Und mit Recht, den» diese Deutsche« sind die ätasteri BedrÜaer dtr slovttiifchlu Ration! Nicht blöt. daß ste unschuldige si°beft>,chc Kinder versühren und in deutsche Schuld, aul>>thmtN. e» ist sogär sehr wahrscheinlich, büß sich einigt Lande»gericht«tate än den Aecke>ndewahle» ta Marburg beteilign werden und jüngst ist sogar der Bezirk»hauplim>n« von Lutteuherg üilt de« Bezltktobmann Wraischko bo« Odertadstr»burg ck etiitm Waatt» Nach Bad ßtadein gesclhren! Nicht etwa tottl beide nierenteldend find, faötxrn au4 Bo4B>it, dlot Nck dq« vttfl^chte^dsulW Ss.etwafset «i, tdleck floven>sch^ tta>eltkn. derg^t zu Mischt«! Kvmitatichi wüten läßt, ist für de» Bürgermeister von Pettau kein Grund vorhanden, dir .Süd-steirische' in stineli btjondere» Schutz zu nehmen. Kvlirtsche Nundschsu. •Bie« un» Budicheft hatte« a« 3. Oktober je cittt Wttjerfcii«tüfrte Sitzung. I» wie« saß die »Ze^^lfttde ßu» 9*rfcereiltta0 der Handelsver- träge- — der Titel ist imponierend, — beim Bankett und rauchte Herr Dr. von Körbet die Frieden«pseise. daß der Dampf bi« Budapest qualmte. Dort aber hielt da« Abqeordnetenhau« eine .außerordentliche SitzuNg.' Außerordentlich auch deshalb, iveil kein einziger Mini-st t r anwesend war. Dort beantragte der Herr Pölläk. Ret «kttttiäWfisch P ö l o it y i. da« k d-n i g l i ch e Re s k r i p t. womit Graf Khuen er« neuert ziim Ritiisirtprüstdeitteli eritälint wurde, einsach uck «et» zu legen. Dtirauf richtet Herr Töth Ianvt an den FinaNjmiiiisttr. det nicht da war. Vit Anfragt, ob er der Heeresverwaltung Gelder jttr Verfügung gestellt have. Und weil der Minister nicht antwvttete, fchrie Herr Polönyi wütend: Der Fitiapzminister soll sosort erscheinen nnv sich Veraiitwvrten. Die Linkt verlangte nicht« weniger al«: .Mali soll dett Fiüanzminister vors übten!' Da« schien dem liberalen AbgeorhNeteu Näay doch zu unschicklich. Et nieintt, ver Iinaui. minister mußte doch der Heeresverwaltung Geld anweisen, da et den Herrn gewiß nicht recht wär», wetin die ungarifchtn Soldaten der gemeinsamen Armee hungern müßten, übrige»« bade tr ttcch de» 6x Ist'Zustande« ja auch dtu Abgeordnete» ihre Diäte« angewiesen. Da« beruhigte dte Herte» üdtr die schwere Um safsunatverleyunä de« Finaftzckintfttr» ttnstq»eilkN. 3» Sjegedrn ader bmch der Kräwall mit } umi vu« ^u|iuuraAV"umciu \w „ Pet Ätililär-EtativiiSkolnuiandaul " ersuchte dit Stadtl>aUptmaunschal', de« K-anz,u eiitftrne». da eine solche militärisch« Detiiottstralio« nicht £ duldet werben köiiNe. Der Sladthanptmann kigerte sich ttnd so ttahüteii i>us Btfehl tiu pvat lliiittosfizitrt den KritNz soxt und ttugen ihn auf da» Stadt ha«», hetzt g.ng vtt Spekiatel los. Einige ib.ooö Dttnonsttädten holten den Ktäiij WW ibt ließ en nachranz Graue_______-jg—r wieder aus« Denkmal Und .... d)>r4 Polizei bewachett. mittag» zwei Kompagnie« um den Kranz u mitßtin bald eii»t> bon ßvswtrtt ü>f sie niedcrscuisendeii Steinhagel mit de« Bajonette adwehttN. Hjt Nkmrt pw: kait« e>ngtrüm, so stürmte bet MbH »ie jksit«e. wurde abtt scharf hcimgeschickl. obwohl alle Kasernftiisler zerttÜmmkrt «Nd später iit den Wth«llng,ii der OWett eingeschlagen «Utdtn. E« gab eine Men^e Ber^ wundeltt und ein jchwtrgriroffener Soldöl seturt«! Ade«d« tä« dtr »ossuthiaktt Leligyel ttnd ttglt die Masse wieder auk. Et k^vi abet malt a« nächste« tagt zück Kampfe und heute liezeu etwd 30 Soldaten itt Da» tst tu Sllüstratiö« ja deik «ndtte DtwÄnstetstton ^f«nd >v BalikNkrede Dt. v. ^ant andrte . E g t r statt, ton hiett dtt deutsche K l e r u. dtr Prägt; Srjdlvztfe rille ProtesiversaMiNlUsw gegeu dit Nah! »intt tkhechlschtll M'luärgeislll-ch^n am Prc-gtr Dome sllr de « ts cht Prcd>gien. mit welcher Stellt da» Hhnonikat Veköun^N ist. Ay neunzig deütsche Gristliche wohule^ det Prs< ttstversammlung det. att hundenachz,g »rkmtttN sich «it ihtitn sstißörisch Alk aber erklätttit sich «it der d e ü t i ch t I» B t» ö 11 < t U » g der Erzbiö^j! ^täg fbttdqrlsch iN ttr Ahtberlllig nach «ttMfTjrttttä brt Biltümtr ü»b Erlangte« ttnsti «ekltn eine« tiqeNtü deutscht« Gti^eral. vikat sar de« deutschen Ttil der Dlöjest! Dat ist eift vbck Stände, deck dlt Prsttsliertnbtn altgthötttt. betrachtet, wohl «ußerördintlich lehr- ,ficht« Beispiel Den der Unterdrückung der Sla-ven i° pfterretct», umso lehrreicher, als nicht tiwa .irregeleitete." de»tschradikale jla- ^ solch« gibt« Überhaupt nicht, sondern auch SJrälatm. Erzdechant». Bezirk«»itare und Universitätsprosessoren an dieser Pretestversam-lung gegen tichechische Willkür teilnahmen. Aus' Lrsdl und Land. Der gRinrfkrprfiftbfitt all Lei« ter de« Justizministerium« hat an Stelle des verstorbenen Dr. Radgy den Notar Pr. Josef H a.a « von Bskkermatkt »ach Marburg, ferner die Rotare Willibald Twobova von St. Marein nach Gvnobitz und Aloi« K r a j n c von Senoletsch nach St. Marein versetzt. Die Herren Rotare Haa« und Spoboda sind geborene Petlauer. i?r»kscht« Miiich'ihtt«.) Wir machen auf da« Inserat in unseres heutigen Nummer, laut welchsm der Unterricht im Weißnahe». Schnei-der» und Schnillzeichnen sür beide Fächer an der FonbildungSfchul« de« Deutschen Mädchen- !|rime« bereit« begonnen hat, besonder« ausmerk-am. Den Unterricht erteilt eine mit Not« 1 ge-prüfte Kraft au« der Münchner Frauenarbeit«, schul«. (Tt»«« >«» Mfrrtr ^r»rr»rhr.> Am 8. d. M versammelten sich die Mitglieder un-serer wackesen Feuerwehr im kleinen K^sinosaale. am da« KOjährtge Gkb»rtstcig«feft ihre« ver-dienstvolle» Hauptmanne« Herrn Johann Steudte IM {«fall: Wf Feier begann »m Ü Uhr «be«d«. Den Abend eröffnet« per Ehrrydauvimann der Feuerwehr, Herr Gpr itzey fsN Wt der Festrede. ifl welcher er die ver-dienst» M HauptmauneS hervorhob, der da be-reit« volle 81 Jahr« der Feuerwehr angehöre und bei derselben schon 14 Jahre «l« Hauptina»» ersprießlich «ich. Dm Nasnen aller F-uernxhr-männer z»m 60. Wiegenfest« und verlieh dem Wunsche Au«drmf, dem allbeliebte» Hauptmanne der Pettauer Feuerwfhs mhge ss deichiede» sej». noch pikte Jahre wie bi»h«r zum Besten seiner 5flnii||«, der Sftidt «U (plfPftuberat ^nd der Feucrivkhr al« stets eifriger und freundlicher Kommandant, willen zu Idiinen Der Festrede schtetm sich nach mehrere ttnjptachirt «n, wjchread die Pauscu durch Gesangsvortäge, iDvie durch Vortrüge der Stadtkapelle ftimmuiigti M avsgsftvl tpyrV"- Pif Inerte in «linierter Stimmung bi« in drn frühen Marge». jGr«e»»»>> Im ^»sti^ie«ße.> Der Beziiks-sichter vvn «eonharv Vt. Josef Kronvogel wurde zum B«nfres#etid)MT«t de, velafsnng auf tu erwart«» nur, wird den Uraniavorstellungpp. Wche — den Grazer Blättern »urfolge — [n technischer Beziehung, jene det Wien», llraniq weil überragen, sfhr lebhaW Mtereff« entgegengebracht, por uns l»egt z. M. g« Feuillefo? hes ,«^.er Tpgblatt" v«« S?. Juli lM. «Ms Mulles gls fühmchtfl Meist auf dem Gebtete de« Proiektio»«-ÄottragH» Mfcit« bezeichnet und die künstlerische vollendittlg £lich: „Die hmfichen Darstellungen ap« ner's berühmten Musikdrame», um derf» »larifiernng sich der österreichische Wander-rednrr Professor Georg Müller so große ver-dienfte erwirbt, können nicht mehr gut al« Licht-bildet bezeichnet werden, denn da« sind Meister-werke vvn echtem künstlerischen Wert, welche ieder Galerie zur höchsten Zierde gereichen würden." Jedenfalls stehen wir vor zivei genußreichen Abenden und können wir den Besuch der Urania unseren Lesern nicht warm genug empfehlen, ^«»te nachmittag« 4 Uhr findet im Kasinosaal« eine Kindervorstellung statt, Al« Lehrteil dersel-den gelangen 70 herrliche Anschauungsmittel über „Österreich" zur Borführung, welch« für den Unterrichtsverkehr zwischen Lehrer und Schü-ler von großem Werte sind. Bon dem Grund-sah« »»«gehend, daß bei solche? Vorstellungen auch der Unterhaltung Rechnung getragen wer-den muß, wird die Urania in der zweiten Ab» teilung dieser Schüler-Vorstellung die köstliche Bubengeschichte .Max und Moriz" von Wilhelm Busch unter Rezitierung de« Originaltexte« in sechzig überleben«gr»ßen Darstellungen vorsüh-ren. Da« Busch'sche Bilderbuch, welche« seine« Autor einen Weltruf verschafft hat. hat kürzlich erst die 48. Auflage erleb». Da« ist jeden-fall« ein Erfolg, der im Buchhandel zu den größten Seltenheiten gehört. Daß die Nachricht der „War und Moriz Aufführung" unter unserer Keilte» Welt eine förmliche Revolution bewirkt hat, ist selbstverständlich — liegt doch diese« Ka-binetstück echten deutschen Humors fast in jeder besseren Kinderstube auf und selbst wir „Alten" nehmen das herzerfreuende Büchlein gerne noch zur Hand, um immer wieder diese ureinzige» Kinilclverfe durchlesen zu können. Auch sür dies« Borstellung werden Sitzplätze im Borverkaus bei Herrn Max Weas chaider au»g«folgt. <3egetf|«rt.) Wie wir einer Zuschrift entneh-men. hat der um den Segklipoit in Pettau so hochverdiente Herr Karl Wopalensky auch m feinem jetzigen Domizile Innsbruck eine» Ruder- und Segelklnb gegründet, in welchem er als l Fahrwart seines Amte« waltet. Gut Naß! (pettfKrr Jtaftkvrrrii.) In der Direktion«-sitzung vom 8. d. M. wurde über Anfag de« art. Direktor« Herrn H. Knndigraber beschlossen, im Laufe der Konzertsaison 1W3/4 folgende Aufführungen zu veranstalten: Am 4. November, 2. Dezember d. I. 20. R»ner und 9. März 1904 Kammermusikabende. a>» 28. Dezember d, I. Konzert im Berei»«saale und 4. April l904 Konzert im Theater; außerdem werd«» an geeigneten Tage» öffentliche Schüler« anfführungen, sowie interne Schülerabende statt-finden. Der «rstattkt« Kasiabkricht wurde geneh-migend zur jtmntni« genommen und ebenst» der Bericht über die Musikschule und deren beide» Zweiganstalten; die starke Frequenz der Schule erfordert die Anschaffung eines Klavieres, welcher begründete Antrag einstimmig angenommen wurde. (ftlfl»ierti««er} kommt in Kürze. Adressen wollen beim Miisikvereinsdiener abgegeben werden. (Bt« k. k. SeMsqrrichtt eingeliefert) wurde am 8. d. M. die beim Grii»dk>ekitz^ Frisch in Lubstava bedienstete Magd Katharina S ch » m«r. Dieselbe ist beschuldigt, «inen Bargeldbetrag von 120 Kronen gestohlen zu haben. (ftn Unser« wegen.) Am 3. d, M kam anläßlich der Kanlrollsversammluna ein gewisser Johann P o d h o st n i k an« Sl. Barbara in der Kollo« in die Stqdt. Podhostnik suchte seinen Bruder auf, der gegenwärtig al« Sträfling des hiesigen Strafgerichte« eine Freiheitsstrafe ab« büßt. Am genannten Tage nun wurde diefer Sträfling als Arbeiter außerhalb des Gefangen-Hauses verwendet; bei ihrem Zusammentreffe» begaben sich beide Podhosinig in ein« Brannt» Weinschenke, woselbst sich dieselben gründlich „nd dauernd stärkten. Dem „Glücklichen" schlägt keine Stunde und so geschah es, daß der Sträfling Podhostnik in den Arrest zurückzukehren ver-gaß. Der Gerichtsdiener Pctriü wurde daher nach ihm ausgeschickt, um ihn auszusuchen. Pc> trie traf beide Brüder nach langem Suchen und forderte den Sträfling auf, sich unverzüglich wieder in den Arrest zu begeben. Johann Pod-hostnik wollte jedoch seinen Bruder noch weiter bewirte» und protestiert« gegen dessen Inhaftierung. wobei er den Gericht«diener gröblich be-schimpfte. Die hinzugekonimeiie» Wachmänner Iatopin und Marinz leisteten dem Gericht«-dien«? Hilf«, wa« den Podhostnik derart erbit-Irrte, daß er sich renitent zur Wehre setzte und uun selbst verhastet werden mußte. Der Jnhas. tierte wurde auf die Wachstube e«kortiert, wobei er sich wie ein wilde« Tier gebärdete. Unterwegs vergriff er sich wiederholt an den Wachleuten, wobei er einem derselben bi» Dicnstblns« auf der rechten Brustseite völlig zerriß. Den städtischen Polizeiwachtmeister Topl ak »ersetzte der gnhaf. tierte Stöße mrl den Füß<„ und seinem Rrgn>. schim«. Ans der Wachst«b« benäh« er sich der. artig, daß ihm Feffkln angelegt werden mußten. Podhostnik wurde dem k. l. Strafgericht ?iiigr. liefert. (VrrUrri.) vorgestern vormittag hat ei» in der Stadt Bediensteter einen Betrag von SO Kronen (eine 20 Kronennote »nd drei 10 Kronmnote») innerhalb de« Weichbildi« der Stadt verloren. Der redliche Finder wird ersuch», da« Gefundene gegen gute Belohnung der Sicher-heit«wache zu übergebe». Beim k. k. Bezirk«- al« Strasge-richte erliegt ein Doubls-Gold-Armband, welche« im Stadtgebiete Pettau gesunden wurde. Dem Eigentümer diese« Armbande« wird datselbe bei genauer Beschreibung und Nachwei« de« Eigen, tumes ausgefolgt werden. — Vorgestern wurden der öiesige>, Sicherheitswache «in Paket Kerzen als Frnit) übergeben und können dieselben vom Eigentümer dortselbst abgeholt werden. — I„ der Nacht von vorgestern auf g«stern wurde ei» Paar tötiefeletten gefunden. Dieselben erliegen bei der EicherheiUwache. (Mililtr Xe««»te».M«irktk.) Wie uns von der k. u. k. Remonten»Affe»t - Kommiffio» mitgeteilt wird, beabsichtigt dieselbe zur Hebung der Pserdezucht in Steiermark versuchsweise je «inen militärischen Remonten-Marlt zum Ankansc von Artillerie-Zugpserden iu Pol st ra u, Bezirks-hanptmannnschäst Pettau und St. L e o n h a r d. Bezirkshanptmannschast Marburg und zwar erste-reit am 15. d M um 1 Uhr nachmittag, letzteren am 18. Oktober um 8 Uhr srüh abzuhalten. (Wege» sr» AigeUe«) Am 7. d. M. spielte sich vor dem hiesigen Postgebäude ein« ausregeude Szene ad. Ein kroatitcher Bauer war nämlich ans dem hiesigen Markte eine» Kauf eingegangen, wollte aber da« erforderliche übliche Angeld nachträglich nicht leisten. Die Ler-käufer ergriffen nun deu Bauer und wollte» ihn ziir Herau«gabe de« erwähnten Gelde« zwinge». Dieser wollte davon nicht« wiffe» und e« entstand eine Balgerei. Derselben wurde durch den diensthabenden Wachmann Franz Einhalt getan, ivelche^ den Oiisgebrochenen Streit in Güte schlichten wollte. Hinzugekommen« Zeugen bestätigt«», daß der kroatisch« Bauer tatsächlich zur Leistung eine« Angeldes verpflichtet sei. Hiez» vom genannten Wachmanne aufgefordert, behaup-tete derselbe jedoch das Gegenteil. Der Wachmann forderte nun die streitenden Parteien auf. vor den Zivilrichter zu gehen und dort nach besten Entscheidung den Streit zu beenden. Der kroa-tische Bauer versetzte auf diese Aufforderung hin dem Wachmanne eiuen Stoß iu die Brust nnd gebärdete sich derartig, daß er nur mit der größten Anstrengung, mit Gewalt i» das Zivilgericht«gebäude ü verbracht werden konnte. Hier benahm er sich derartig renitent, daß ihm die Arretierung angekündigt und an ihm ppftzagefl wurde. Ans dem Weg, in df« Polizeiarrest weigerte sich der Inhaftierte weiter zu gehen, indem er sich niederlegte. Er mußte daher teilweise getragen werden. Am Hanptplatze warf er sich zu Boden und schlug mit Händen und Füßen um sich. E« mußten ihm de«halb die Feffeln angelegt njerdeii. Nur mit der größten Mühe konnte er auf die SicherheitSwache ge-bracht werden. Dortselbst »ach seinem Name» gefragt, gab et a». Zadravetz zu heißen, später sagte er s«inen wahren Namen. Der renitente Käufer heißt Jakob R u »k a r und ist in Bu-dislavetz, Gerich««bezirt Wara«din, zu Häuf«. Ru«-far wurde dem f. k. Strafgerichte eingeliefert. ilolschlag.) Wie u»« au« Maria-Rast geschrieben wird, kam e« am 4. d. M. dortselbst Mischen Bauernburschen zu einer argen Rauferei. Bei derselben erhielt ei» gewisser Josef S e v-»e k so schwere Verletzungen, daß er kurze Zeit darauf starb. Die Täter wurden von der k. u. k. Gendarmerie verhaftet. — 4 — (Große Kaisern.) Am 29. v. M. abends gerieten einigt in Stanoschina beim Aukuruzschä. leu beschäftigte Burschen in Streit, ivelcher iu Tätlichkeit«» ausartete. Schließlich entstand eine große Räuferei, bei iwlcher einem gewissen Josef StermSet an» Stanojchiua vo» Joh. Bau-potiö vo» ebendort mit einem Ho>zprügel lebensgefährliche Verletzungen zugefügt wurde». Baupotitsch wurde dem t. f. Strafgerichte eingeliefert. chenden Genauigkeit gestattet, wenn bei der Ausführung der Bestimmung keine Fehler gemacht werden und unter der selbst-verständlichen BorauSsetzung, daß da» verweu-dete Instrument richtig ist. Die Fehler, welche bei der Anwendung der Mostivage gemacht werden, sind mannigsacher Art. können aber leicht vermieden werden, wenn man folgende Punkte berücksichtig«. 1. Ungelöste Stoffe, Gas- »nd Luftblase» im Moste verursacht» unrichtige Angabe». Da-gegen wird vo» dr» Weinbauer» sehr häufig ge-sündigt, indem sie die Wage in den vollkommen trübe», eben von der Presse ablaufenden Most einsenken. Durch die in diesem Falle zahllos vor-handeneu ungelösten Stoffe wird da« spezifische Gewicht und damit der scheinbar« Zuckergehalt de« Mostes stark erhöht. Es genügt, den Most einige Zeit in eiuer Flasche absetzen zu lassen, ihn später von dem trübe» Bodeujatze vorsichtig abzugießen und dann erst z» wägen. Obenauf schwimmende Kerne und Hülsen siiid vorher zu entfernen. Beim Eingießen in den Me^ylinder muß darauf geachtet werden, daß der Most lang- K'gndwtrrschgftllcheL. Ueber den richtigen Gebrauch der Most-wagn». Edmund Schmid, Lande«-Berfuch«kation, Marburg. In Steiermark ist e» seit mehreren Jahren üblich geworden, den Wert de» Weinmoste» auf Grund seines Zuckergehaltes festzustellen und die Bezahlung darnach vorzunehmen. Wenngleich der Zucker eiuer der wichtigsten Traubenbestandteile ist, so ist er doch für die Wertbestimmung allein nicht maßgebend; die Güte des Moste» wird vielmehr auch durch den Gehalt an Säure, an Bonquet-ftoffen, Extrakt u. dgl. beeinflußt, ferner sind die kli-matischeuund Bodenverhältnisse, ist die Lage, Trau-bensorte. die Gegend, ja selbst die Bearbeitung de» Weingarte» oftmal« wertbestimmender al» der Zuckergehalt allein. Dem wird beim Kaufe des Moste« auch allgemein Rechnung getragen und erfahrungsmäßig wird für Produkte besserer La-gen bei gleichem Zuckergehalte ein höherer Preis bezahlt als für solche vo» mindere». Immerhin (am an der Wand deS geneigten GlajeS haun terfließt, um eine Schaumbildung zu verhindern. Sollte letztere dennoch stattfinden, so sind die an der Oberfläche der Flüßigkeit sich ansammelnden Luftblasen mit dem Finger >vegz»»ehuie». 2. Der zu verschiedenen Zeiten von der Presse ablausende Ml/st kann verschiedenen Zu-ckergehalt haben. Will man daher eine richtige Zuckerdestiminnng der gesammten Abpressung durch-führen, so muß der Ablauf aller dazu gehö rigen Abpressungen vereinigt und gut gemischt werden. Er t vo» dieser DurchschuiitSprobe ist der Zuckergehalt zu bestimmen. 3. Der Wärmegrad de« MosteS hat Einfluß aus da» Ergebnis der Untersuchung. Die Wagen zei-gen nur bei der für jede von ihnen besonder» angegebenen Temperatur richtig meisten! bei 14'R = 17 6' C. Ist diese Temperatur nicht vorhanden, so ist der Most entweder durch Einhalten der Probe in kalte» oder »varine» Wasser auf den richtigen Wärmegrad zu bringen, den man mittels eine» Thermometers feststellt. 4. Unsaubere Mostwagen zeigen falsch; dit Instrument« sind deshalb stet» sofort nach dem Gebrauche mit einem weichen, nassen Tuche zu reinige» und nachher abzutrocknen. 6. Zu kurze Skalenteile erschweren eine richtige Ablesung. Ist der Skaleuteil einer Most-wage zu kurz, so rücken die Teilstriche zu sehr zusammen. Der Käufer wird in diesem Falle gerne die niedrigere Angabe, der Berkäu-fer die höhere annehmen und die Streitursache ist damit gegeben. Weitaus die größten Unterschiede bei den Zucker-bestimmungen entstehe» jedoch dadurch, daß der Verkäufer den Most vor Beginn der Gährung untersucht, der Käufer jedoch häufig erst dann, ivenn eine solche bereit» eingetreten ist. Es ist deshalb ganz besonders zu berücksichtigen, daß der Most möglichst frisch, noch nicht in Gährung begriffen sei. Durch die Gährung wird der vor-Handen« Zucker, welcher dem Moste das höhere Ge. wicht verleiht, in Kohlensäure und Weingeist zerlegt, er verschwindet also dementsprechend. Die beiden gebildeten Produkte machen die Flüssig-seil leichter. Alle dra Ursachen wirken also »ach derselben Richtung »nd hieraus ergeben sich Un-terschiede, die mehrere Prozente selbst innerhalb einer ganz kurzen Zeit betragen und die eine außerordentliche Benachteiligung der Weinbauern bedeute» ktnneu. E» ist deshalb notwendig, daß diese die Bestimmung noch zn Hanse, solange der Most ganz frisch ist. wenn möglich vor einwand-freien Zeugen unter den angegebenen Vorsicht», maßregeln selbst vornehmen. Eine Zuckerbestimmung im gährenden Moste vorzunehmkn ist vollkommen irreführend und zwecklos. Auch die genaueste und peinlichste Ejuhal-luiig der ausgebe,,«n Punkte wird kein richtige» Ergebnis liefern, wen» das angewendete Jnstrn-meut unrichtig ist. Und die« ist bei den Most-wagen sehr Itfusig und iu hohem Maße der Fall. Es wurden in unserer Austalt bei der Nachuntersuchung Fehler b>« zu 9 Pro-jent Zucker festgestellt Wenngleich so große Fehler natürlich zu den Ausnahmen gehören, so sind kleinere desto häufiger, ja, man kann sagen, sie bilden die Regel. Trotzdem werden bei Kauf-abschlüfsea solche Mostwage» zur Wertermittlung verwendet. Bon allen übrigen Maßen nnd Gewichten d<» Handels verlangt die Behörde mit Recht, daß >ie geprüft sind und belegt den Benützer von ungeaichien mit Strafe»; nur die Mostivage» sind bisher davon ausgenommen. Die von den Interessenten wiederholt an die Regierung ge-richteten wohlbegründeten Ansuchen um den Aich-z>vang dieier Instrumente haben bisher keinen Erfolg gehabt, obwohl ihnen umso leichter ent> spräche» werde» könnte, als dazu fei» Gesetz »ot-wendig ist, sondern die einfache Erledigung im VerordoungSwege. Der SRage» ist ei» »ertamfe« n) reiaifeikrf ©*«■«. Damit er seinen beide« Fnnttionen i« gehörigen Mähe entsprechen tön«, ist ti nötig, daß er weder in der einen, noch in der anderen Richtung zu übermäßiger Arbeit gezwungen werde, sondern et ist angezeigt, dafür zu argen, daß ihm beide womöglich erleichtert werden #m Sefür vorzüglich bewährte« Präparat ist der Dr. Rasa'« »Isam sür den Magen aut der «pothek» de« B. fragn», k. k. Hoflieferant« in Prag, denn t* ist ein den Berdauungsoorgang anregende« nnd milde schmerzt»« ab« führende« Mittel. Derselbe ist auch in denhiesiqen Apo-theten erhültlich. Henneberg-Seide nur durft I — schwarz, weib — und farbig, von 60 «reuzer bi« fl. tt « per Meter, für Blousen und Ro-b«. Franko und schon Tersollt in« Hau« geliefert. Reiche Mustrrautwahl „«gehend. Salden-Fabrik Hunabacq, ZQrlob. 10 Kronen täglich Verdienst sür jed«n lkicht und anständig, «»fragen befördert unter M V. 3260 die Kim-4t« ffjpedtti« ®. L. Daube * «»., Kri.ff.rt a/R. WM" Gratis und franko verlangen Sie Nachweis über Nebenverdienst. 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Original'Justnt»»nte «it Plombe verseh«» zu beziehe« durch da» Optische Institut Lerd. Groß Sohn lvien VII ^Z, Burggaffe 7Z. IA«ftrierte Preiskatalsge ßrati» »ad frans*. H, ein samoses Weib, deine Amerika, urrtii! W»»dert mich bloß, wie ihr zwei miteinander auskommt!' .Wieso?" sragte Achim erstaunt, der mit vergnügt znsrirdenel» Lächeln der j»«geu HauSsrau Mchgeschant. die eben ans dem Zimmer verschwunden, um nach ihrem Kindchen zn sehe». .Weil sie viel zu klug siir dich ist!' Achim war eineu Augeublick ärgerlich, da»» lachte er. .«chmeiche-leie» sagst du mir gerade nicht, Onkel. Aber recht hast dn. weun T>ii ihre Klugheit bewunderst! Sie kann mehr al» andere Sraueu. -cho» in der Bewirtschaftung Waldhoss — ich bi» doch meiit im Tienst, uud wett» die Garnison auch nur eine halbe Stunde ab-liegt uud mein .Pluto' mich »och schneller hin und her trägt, ich kann doch nur für Stnude» hier sein. Solch eine Urlaub»-,;tit ist selten * Der Onkel lachte spöttisch. .Na. Kein Bewirtschafte», lieber Neffe, wird wohl gar nicht» auf sich haben! Da ist ia nicht bloß Dienst — der Rennsport da» Kasino — sonstige Festi-vitätenl — Apropo», wie macht ne sich in der Gesellschaft?' .Grobartig, wie überall! ?ie geborene Fürstin! Da» kannst dn dir doch denken!" „Sie schon! Aber die ,Ge-i iellschast', wie ist sie gegen die Bürgerliche'?' I.Es sollte niemand wagen, meiner Frau irgendwie gering-schWg nahezu treten! E» tut'S auch keiner, da sie allui impo-1 uiert und sich leider wenig aus Geiriligkeit macht. Nur wo es durchaus nötig ist. geht ne »ur zuliebe hin. Sonst bleibt ste lieber daheim!" .!»». wieder ein Zeichen von Ulugheit. Aber was macht ne da»», we»» sie alle!» ist?" .Die Wirtschaft fordert viel Arbeit —' .Der alte J»spektor Trautweil» ist tüchtig, er we,b Bescheid. Die tllbnlAlmliH: Raft der Po» •jia.li 'l!l>oiparnUliitii ttnd Mamsell Lottchen auch! Dann hat Nr noch ihre sogenannte .Gesellschafterin', dir verdrehte Gntkuecht! 6war von Adel, aber schrecklich zimperlich nnd blaustrunipfig —' .Meine Frau häng, sehr an ihr: Ne ist ihr Dank »chnldig, sagt sir. Und drum muh man ihr manches nachsehen!" .Meinetwegen! Na. ich mische mich nicht in enre Angeltge». heiten! Also kurz: Offizier. Gutsbesitzer, vermögender Mann, ge-liebter Gatte und jetzt anch »och Pater — du bist doch also glücklich?" .Ob ich e» bi»! Znweilen kommt mir'» vor wir ein Traum! Al» ob ich sie gar nicht verdient hätte, meine Melusiue!" .Melusine? Saha! Stammt der Name vo» dir? Alle Ach-tung vor solcher Menschenkenntck«! Melnsine paßt vorzüglich!" .Bi» aus--* . ,Teu Fischschwanz?" lachte drr Onkel wieder »nd zog die Angenbranen hoch. .Wer weiß! Ist dir den» alles bekannt über deine Frau?" „Onkel!" fnhr Achim fast hestig ans. .Ruhig, mein Bester! Ich meine nicht» Ehrenrühriges, nichts wegen ,Berga»ge»heit' oder so! Sie hat »ur iu ihrem Wesen, in ihren Augen manchmal so was Eigene». — Und dann, weißt du gewiß, woher sie ihre Einkiinste bezieht? Was sür.Besitzungen' nnd.Unter-nehmnnge»' das in Amerika sind, von denen ihr Geld stammt?" .Das geht mich doch »ichs an." erwiderte Achim nndkhaglich. .Ei wohl! Wozu bist dn der Man»! bast dn sie nie gesragt ? bat ste dir das nie klar gemacht? Dn als Edelmann hast doppelte Berpslichtnngen." .Aber, Oukel," antwortete der innge Mann gedruckt. „Wie könnte ich. d» weiht, wie ich ihr gegenüberstehe. Sie hat mich aus dem Snmps gerettet." „Und dich geheiratet — und deinen Adel!" .Und mich glücklich gemacht!' Achim sprach das sehr energisch. .Ich dulde nicht, daß du et-was gegen die Gesinnung mei-»er Frau sagst!" .Tue ich ja gar nicht: stelle nur fest. baß ihr guitt seid, was deine Verpflichtungen, oder wie dn es nennst, betrifft! Aber ich habe doch recht, wen» ich sage, sie ist zu klug sür dich! Öast du denn noch nie bemerkt, daß sie irgend etwa» vor dir verbirgt? Was machte sie der Gutknecht für Auge», als heute der dick-leibige Brief für die gebracht wnrde, al» wollte sie sage»: .Wart'» bi» wir allein sind!' Und neulich der berr, der sich bei ihr melden lieh »nd den sie ohne bei» Beisein sprach —" .Mr. Selch? Geschäsl»sachr». die mich nicht» angehe»!" wie-verholte Achim. scheinbar gleich-gültig, boch mit gerunzelter Stini. .Na. wenn d» durchaus meinst — doch das ist deine Sache; mach', was du willst! Ich hab' dir »ur meine Meinung gesagt." Uud Onkel Theodor rauchte seine Havanna weiter. Achim ärgerte sich über den alten griesgrämige» Oheim, der überall Mißtrauen zeigte. Aber dieser Oukel hatte ja sei» Wurf gründe» helie». Darum schwieg er und wollte das ganze lVeip"»" «•r dt«> Allttilaliospiz. (Mit tetf.) von « ii rc im. 'im ich. UcriKÜcii. Und doch: „Sie verbirgt dir etwas", das wollte ihm nicht recht au-: dem ei»». konnte es nicht doch so sein? Hatte sie nicht selbst schon damals, wen» auch etwas scherzend, gesagt! „Wie, wenn ich tut» mein kleines Geheimnis für mich hätte?" Damals hatte er gelobt, das wollte er ehre». Gewiß, »nd er wollte dies Gelob-»is halte«, seinem Oheim uun Trotz. Melnsine sollte seine gütige Fee bleibe», der er alles verdankte — immer nnd allezeit! Aber wie es so geht. Mißtrauen, ein-mal geweckt, ist wie ein Krankheitsgift, das mit unglaublicher Schnelligkeit die Gewebe durchdringt, ans alle Säfte zer-störend einwirkt, bis es das ga»ze Individuum - ergriffen nnd dem Untergange nahe gebracht hat. Achim wollte nicht mißtrauisch sei». Aber er ertappte sich in der Folgezeit daraus, daß er seine Fran schärfer beobachtete. Blicke nnd Worte, die sie mit Fräulein von Gntknecht, ihrer langjährigen Vertrauten, die ihr anch «ach Waldhof gefolgt war. tauschte, w»rde» von ihm besväht «nd e> lauscht, freilich oh»e de« gefiirchteten Erfolg. Seltener als sonst blieb er nach beendigten« Dienst mit den Kameraden zusammen, sondern eilte sich mit der Heimkehr. Die letzteren neckten ihn deswegen mit seiner jungen Vaterwürde. Und anch Melitta schien seine plötzliche Unzertrennbarkeit von Hanse als ans derselben Quelle entspringend an-zusehen. Sichtbar aber freute sie sich da-ran. wie sie überhaupt mit ihrer neuen Würde ihr stets etwas zurückhaltendes Wesen mehr nnd mehr abzulegen schien und heiterer und zugänglicher wnrde — alles Beweise, daß des Onkels Mißtrauen nur seinem grilligen Gemüt entsprungen nnd gänzlich unbegründet war. Der Schatten, mit dem es Achims Glück bedrohen wollte, mnßte vor der sonnigen Gegenwart, vor dem Zauber deS von Liebe und Wärme ersüllte» „Daheim" weichen, »nd AchimS mehr für Frende nnd Genuß eigen geschaffenes Wesen wußte sich denn auch bald von« Drucke ver Zweifelsncht zn befreie». Schließlich ward, was anfangs nnr Vorwand gewesen, »»» auch die wirkliche Ursache zu dem Wohlge-fallen, das der ehemals fo stotte Offizier jetzt an dem stille» Hans» liche» Friede» fand, und mit Bebauen« fa-Heu beide die Zeit der Ma-niiver, die eine längere Trennung mit« sich bringen muß-te», herannahen. Ztt dieser Zeit war e», als Achim unfreiwillig Zeu-ge eines Gesprächs , das die eben ent-schlummerten Zweifel zu ueitetn Leben anfachte, wnr-de. Er hatte einen sreien Nachmittag dazu benutzt, vor seinem Ausmarsch »och einmal einen Ritt durch die zum Gute gehörigen Läiidereien zu macheu — wie er als Gutsbesitzer es der Form wegen zuweilen tun mnßte. Nückkehrend trat er auf den alten Postbote», der die Briesschaften siir da? Schloß z» bringe» nnd abzuholen pslegte. er LoliSdriicke über die «Ibulafchlucht im Schhupaß. Tiesenkasiel am KreuznngSpnutte der Route» Shur Aulier und IhufiS Albulapaß. «Mit X(rt.) „Nun, Minkwitz." rief er mit jovialem Grnß diesem z», „h 0 wa» Besondere» gegeben?" „Vor Ihnen »ich, Herr Leutnant," war die grinsend gegeb .< Antwort „Aber vor die Gnädige desto mehr! 'neu janz jroßc Und mit miAtärischem Gruß setzte moderne Merkuritts feinen Weg fort. AchimS Rengier war ein wenig rc ie. Ursprünglich hatte er beabsichtigt, d ni Stall und seinen Pferde» noch einen li »> gereit Besuch abzttstatte». Jetzt über,. iü er sei» Tier einem ihm am Hoseingn iq begegnenden Knecht »nd betrat da» Ha, ■?. „Die gnädige Fran sind im Garten," sa ,t ihm ans seine Frage das Mädchen. kannte Melittas LieblingSplätzchen, e ,c im dichten Gebüsch versteckte Laube n< <« am (Sude des Parks: dort war sie sich r. aber nicht allein. Er hörte sie schon nit* einiger Entfernung mit Fräulein von Gü-fiiecht sprechen. Letztere schien ziemlich r> regt, wie es wohl sonst nicht ihre Art war. nnd auch Melitta schien nicht so ruhig als sonst Er blieb einen Moment stehe». ,ii> genid, ob er störe» solle. Da hörte er die Stimme seiner Fran, die in bernhigend.m Tone sagte: „Laß nur, Hattna, bis erzürn Manöver ist. Dann geht e» bester!" „Ich weiß nur nicht, was bieseS V.r. schweigen bezwecken soll," fiel hier Friiu« lein Gntknecht erregt ein. .Ich war siit* dagegen." „Dn warst ja überhanvt gegen mein« Ehe, Liebste, ich weiß —" .Weil sie birfj älteren, heiligen Pfli li ten abtrünnig machte!" .Versänm' ich etwa über diesen ntei i< jetzige Pflicht? Dn willst boch anch mm Glück, nicht wahr ? Unb daß mir dies bewahrt bleibt, »ngetriii t. drum möcht' ich alle» »och geheim halten — vorläufig!" „Lächerlich!" »Von deinem Standpunkt ans gesehen, vielleicht anch tuirflidi' Aber du kennst ja eine» Teil unserer Aristokratie. Ihre A schaumigen sind die Achims. ES würde ihn kränken." „Als ob so etwas hentzntage eine Seltenheit beim Adel wät Im Gegenteil — Achim hörte nicht weiter. Laugsam, tief gesenkten Haup-te», mit gernnzel-ten Brauen und zu-samntengepreßten Lippen schritterden Pfad zurück, den er g «komme». Also doch! O Melnsine! — Sie hatte ein Geheimnis, jetzt war's gewiß, ei» Geheimnis, das sich mit feinen Anschau-nngen nicht ver-trug! Da» er aber ergründe» mußte »m jeden Prei»! Und gerade jetzt mußte er fort! Und doch war da» viel-leicht gut fo — er konnte sie in Sicher-heitwiegen.siedarnt überrasche», alle» entdecken! — Noch wußte er freilich nicht wie oder wa». Aber feine Ruhe war dahin. Um feinen Preis hätte er jetzt Melitta begeg-nett können. Er hätte sich verraten nnd sie vorzeitig gewarnt! Er sattelte »ochmals und ritt zur Stadt, seiner Fra» den V scheid hinterlassend, er habe eine Verabred»»» mit seinen Mai jade» für diese» letzte», ruhige» Abend vor dem Manöver . Entwicklung der vah» in der Schlucht z«ische> Ber«ün und Preda. (Vtn Zeixt.» 163 +■ denke erst spät heimznkehren. - Es ,var iude» »och sehr lauge vor Mltteniacht, als er kurz vor dem GutShof vom Roß stieg, dasselbe am Zügel über de» Hof u»d selbst zum Stalle führte; Snt»!cklnu,«l«rven >«» »ehrtnnnelS ,interhalb Preda. <«it Text.» danu betrat er, vorsichtig schreite«d wie ei« Dieb, seilt Sans. Die Neuster vom Zimmer seiner grau waren dunkel, doch aus dem der lvesellschafterin strahlte helle» Licht. Eine» ingrimmige» Blick hatte er da hinausgeworfen. Hatte er nicht recht gehabt mit seiner iustinktivtn Abneigung gegen da» ältliche Fräulein, daS von jeher feine Gegnerin gewesen? Seit heute wußte er da» bestimmt aus Melitta» Worten. Wäre e» nach seinem Willen gegangen, so hatte sie sich schon gleich nach der Hochzeit ein andere» Unterkomme» suchen milden. Aber Melitta hatte stet» mit Festigkeit alle seine dahin zielenden Andeiltnngen znriickgelviesen. Jetzt wußte er, warum. Sie kouute ste nicht entbehren. diese Vertraute, diese Mitwisserin von Geheimnissen, diese Mahnerin an vergangene Tage, vielleicht an vergangene» Verschulden. — Seine Aufregung, die ihn die letzten Stunden hindurch be-gleitet, wuchs noch, als er den Fuß wieder in fein San» gesetzt, sein Lusttauien. wie er e» sonst genannt, die Stätte seine» hol-den, friedlichen Glücke», äu» dem die» nun gewichen war für ihn, wenigsten» solange er noch da» Geheimnis nicht gelöst. Und iveiui die» geschehen, würde e» nicht erst recht nnd für immer ihm entschwinden? Hastig durchschritt er die Räume und betrat, ohne stch wie sonst melden zu lassen, das jetzt dunkle Zimmer seiner Frau, welche» durch eine Tür mit dem der Gesellschaften» zusammenhing. Ehe er jedoch a»klopfe» konnte, öffnete da» Fräulein von Gut« knecht die Tllr von innen, durch da» Geräusch seiner Schritte aus-merksam gemacht? «nd Achim sah in dem Hellerleuchteten Gemach Melitta am Schreibtisch mit dem Absoffen von Briefen beschäftigt. .Der Herr Baron selber?!" Die Gntknecht fuhr betroffen zurück. Auch Melitta richtete sich hastig »ind anscheinend bestürzt ans und schob dabei wie zufällig den begonnenen Brief in die Mappe, diese zuklappend. Bei dem Lnftzug, der durch diese Be-weguug entstand, flog ein Briefumschlag vom Schreibtisch herunter und flatterte in» Zimmer, nahe vor Achim» Füße. Schnell bückte er stch, hob ihn auf uud reichte ihn seiikr Frau, nicht ohne mit raschem Blick Melitta» Adreffe nnd am Kops die aufgedruckteu Worte: „Königliche» Theater zu E..." gelesen zu (laben. Dabei sprach er mit einer Ruhe, die ihn selbst in Er-staunen setzte: „Ich muß die Dame» um Verzeihung bitte», daß ich sie so spät bei der Arbeit überfalle. Da e» aber übermorgen so früh aufbrechen heißt, daß ich schon am Abend vorher in der Garniso» bleiben muß, hoffte ich noch ans ein Blauderstündcheu sür heute! Sollt' ich aber stören —" .Weshalb?" sagte Melitta ganz gesaßt und mit ihrer alte» ,»re»»dlichkeit. „ES ist »m so netter von dir, al» ich ja gar nicht mehr daraus hoffen konnte! Aber komm, wir gehe» in mein Heiligtum! Liebe Hanna, du räumst wohl alle» auf?" Uud sie legte ihre» Arm um AchimS Schulter und zog ihn mit u.1, »ach ihrem Zimmer, wo die Gesellschafterin Licht machte, »in lull danach zurückzuziehen. Sie waren allein und sprachen allerlei. Aber ein so recht gemütliche» Planderstiindchen wurde e» nicht. Beide waren in etwa» gedrückter Stimmung. Melitta wußte von «ch, warum. Bei Achim schob ffe e» ans die bevorstehende, längere Trennung. Auch, daß er später ebensowenig den Schlummer zn finden schien, wie ste. Sie ahnte nicht» von den marternden, «n-nihige« Gedanke«, die ih«l das Hir« zerwühlte« «»d von de«e« der eine immer wiederkehrte: Was hat Melitta, jetzt Freisra« von Lobschiitz. mit dem Theater zu schaffe»? Liegt hier da* Geh.'im-»>» ihrer Vergangenheit, vielleicht eine Quelle ihre» Reichtum»? Er kattttte eine« Teil der Dame« vom Theater au» eige«e« Ersah-ningen zu gut, nm durch solchen Gedanken nicht zu sehr beunruhigt zu werden. Lange Jeit rang er »ach Entschliisse». wie er Licht in die Sache bringe» könne; endlich kam er zn einer Art von Ziel. — Der Abmarsch nnd die damit verbundene Trennung der Gatten fand statt, wie vorher besprochen war. E» war ein Donnerstag, nnd am Sonnabend gegen Abend erreichte die vo» Achim geführte Abteilung ihr SonutagSliuartier, einen der weiter von Berlin e»t-kernten Vororte; von diese»« au» konnte man i» einer Stunde per Bah» die Hattptstadt erreichen. Selbstverständlich benutzte ei» Teil der Offiziere de» Ruhetag zu einem Abstecher dorthin. Und auch Achim, der auf diese Art am ehesten Zerstreuung und Ablenkung von seinen Gedanken zu finden hoffte, tat dies. Die kurze Reise ging glatt vou statte». In Gesellschaft seiner Kameraden wollte er soeben die Bahnhofshalle verlaffen, um irgendwo ein Frühstück einznnehme»; da sah er stch plötzlich von einem Herr» ansgehalten, der ihn lebhaft begrüßte. „O, Herr Baron von Lobschiitz!" sagte der Fremde, deffe» Erscheinung nnd Sprache den Ausländer nicht verleugnete. „Sehr erfreut, Sie zn treffen hier in Berlin! Sie werden sich erinnern, gewiß — ich hoffe: William Hetch —" „Mr. Hetch, ich weiß," entgegnete Achim kühl, der Geschäftsfreund der Frau Baronin —" „Geschäftsfreund, all right, Sir, wenn man will so sagen! Ich bin Schriftsteller, Sir, Schriftsteller und Kritiker! Großer Verehrer von Frau Baronin. EiMisites Talent, bedeutende Kraft, echte Künstlerin, Ihre Gemahlin! Sie stch können gratulieren, Sir!" tSchlui lulfll.) Die Albulnbahn. «in 27. und 28. Juni wurde die so hochinteressante «lbnlabahn eingeweiht. Ihr 0a» war nicht» andere» al« »In jahrelanger, unnnlerbrochener «ampf Menschlich«» Schansinn» mit der wilden und tückischcn Ratur de« Hochgeliirg«. Zur «e»»zeich»nng der außergewöhnlichen Schwierig-leiten inögen einige allgemeine Daten Mtiuen Von der rund «2 »iloineter langen Strecke liegen nahe,» 10,000 Meter oder über ei» viertel der »elamt-lünge in XuitiitU. Äußer den, groben «lbnlalnunel mit G»06 Metern sind Zur Kirche. Nach dein Wnn.lld? von ? (Wliiiflich 164 noch 40 kleinere Vorhand««. Tazu kommen 40 Viadukte undTcUSdergäuge mit einer Gesamtlänge vo» über 2700 Meter». Sehr wesentlich war serner die sehr ansehnliche Höhendifferenz, die auf der veihZItnieiiiüßig kurzen Strecke von Thusi« nach St. Worts (62,8 «ilometer) iiderwunde« werde» mußt«. Sie betrügt aus der Rordseite zwischen Thusi« »nd dein Scheitelpunkt« de» «ibula-^ tonnet», also auf «I«» / I S«ts»r«u»g von rtwa 46 Kilometer», nicht we-viger al« 1123 Meter, aus der Sübseite 116 Meter. Infolgedessen mußte ans der «ordseite stellenweise eine Stet-g«ng vo» 36 pro Mille in Anwendung gebracht werden. Dte» reichte aber noch nicht au», so daß die Differenz«« »st durch künstliche Entwick-lungen und Sehrtunuel» ««»geglichen werd»» muß. ten Gleich ! ZImm«rmädch»«-. „Äntht. mein «cha» Ist »IritImsiMiteii. WO» toll ich tu«, daß er mir wieder treu wird?» »Schi»! ..Ja. da» ramrat darauf an: bei einem tut <« schon ein Maffee mit Kuchen, bei bem anbeten erst ein ««»»viertel m(t ff ■Übel" da«»rsteT»il stick. von Thust» nach Tiefenkastel, war da» aller-schwierigste »nd auch kost-spieligst« d«r ganzen Llni«. ONtttllVi fttm. laug«» Streck« li«g«» 410« Meter od«r 83 Prozent in T««»«l», während die 27 Talübergänge und Lehnenviadukte ISlX) Meter oder IS Prozent der offenen Strecke ««»machen. Die Baukosten betrugen daher auch über 276,000 Franken ver Kilometer bei dieser Strecke, die allerding» v>» ungewöhnlicher Schönheit Ist. kaum hat «an die Stativ» Zhusi» verlassen, so passiert man ans einer flfl Meter lang«» eiserne» Brücke, der einzige» dieser konstrnktio», den j««g»n Rheinstrom, der so«b«n der enge» Umarmung der Via mala entronnen Ist. Während sich der Zug der Stativ» Lil« nilhert, genießt man einen schönen Ueberblick über da» Rhelntal Dann »och ei» kurzer Rückblick auf Thusi» und dte hoch darüber aufragende Bhramide de« Ptz veverin. dann tritt man unvermutet durch eine« kleinen Tunnel In »in« fremde Welt Di« Bahn führt an senkrechten, morschrn Fel». wänden hin. T»n««l r»iht sich o» D»«»«l. und donnernd «ilt der Zog über Brück«» «nd Viadukte hinweg. Tief »«ter dem Schi«nr»»«g aber, in der fchaurlg>schö»«n Schlucht, rauschen »nd bra»s«» bi« Flut«» der wild«» >lb»la. Halbweg» »«ch II»f«»kast«l hat bi« Bah», di« bi»h«r ti»s unter der Straß« a»g«l»gt war, da» Straß»»»Iv«a» «rreicht »«d führt »»» vom rechten a«s da» linke llf»r d«r «Idula üb»r. Dt»f«r Uebergaig ist «i««» der großartigst«, Bau-werke b«r ganz«» Lini«. Auf einem Viadukt vo» 14« Meter» Länge, deffen mittlerer voge» ei«« Spannweite von 40 Meter« besitzt, überschreit«! bi« vah» In «i»«r Höh« von »0 Meter» die «Idula. DI« weitere Streck« bi« Tiefenkastel führt durch «In« bi»h«r »»zugüuglich« Schlucht, vo» der«» himmelhob,r D«rrafs« man schlank« »irchlitn nnd schmuck«, weiß» Dörslet» schimmern fleht, »ur, vor li«s»»kast»l tr»t»n di« st«Il«» Bergwände etwa» »«rück, und giftn» Matt«» gebe» dem La»dschast«bilb et» freuidlicher«» «»»sehe«. In Il«s»»kaft«l kreuzen sich die beide» bi»herlgen Route» noch d«m Sngadt», di« Iulier. «nd die «Ibula-straße. Di» »weit« Teilstrecke, vo» Tiefenkastel bi» Fiiisur, Ist ble «insachste der ganzen Li»te. Da» Tal Ist ziemlich erweitert, s» daß ma« «ine» freie» Ueberblick über die Landschaft genießt. Erst zwischen dem vade «lveneu und Filisur beginnt der Kamps mit de» Hindernisse» auf» neue. Zwei grausig« Schlachte» tu» sich aus »nd scheinen dem Wanderer Halt z» gebiete». Die erst«, da« .Schinittentobel,' wird mit einem l40 Meter langen uad 32 Meter hohe» Viadukt überbrückt, die »wette, di« .Landwasferschlucht', macht «In«» 186 Meter lange» und 56 Meter h»h«n Viadukt «rforderiich. — Da» »üchst« Dell-stück Filisnr-Bergü» kann al« vegin» der elg«»lliche» vergstrecke betrachtet werden. d«n» von hier a» kommt mit «»»»ahme de» lüngeren Tunnel« durch, weg die Mazimalstelgung vvn »6 pro Mille zur «nwenduug. um de« Höhen-unterschied zwischen beide» Orte» <293 Meter) z« überwinden. Da die Länge der Strecke aber hierfür nicht aulreichte, mußte »och «i»e künstliche Sntwick. lung Von 1200 Meter» eingeschaltet werde», »nd zwar durch «nlage eine« kehrtiinnel» oberhalb Filtsur. durch de» bi« Vah» I» «iu« beträchtliche Höh» über der Talsohle gelangte. Durch eine» Tunnel gelangt man direkt In da» freundliche Hochtal Vo» Vergün, »nd nach wenige« «ugenblicken hält der Zug bei dem stattlichen Dorf», da» wi» »in» Oase in die umgebende starre Hoch-gebirg«welt gebettet ist. Hinter vergü« beginnt nun der großartigste Teil der vahn, mit seinen vrücken, Galerien, Windungen und Kehrtunnel«, zwischen denen sich der Reisend» schließlich kaum noch zurechtfinden kann, kaum hat man »In»» Tunnel verlasse», so sieht ma» ring« a» den verghüagen Schiene», weg,, die wieder in Tunnel« verschwinden, bald führt ma» talauf, bald talab, diese» Schaufplel fetzt sich fort, bi» die Bahn die Hochebene von Preda »nd damit den Eingang zum großen Tunnel erreicht hat. Der Höhenunterschied zwischen Bergitn <1376 Meter) „nd dem Tunnrlportal in Pr»da <1792 Meter» beträgt 416 Meter. — Durch den 5866 Meter lange« «lbulotunnel führt die vah» iu« veverser Tal »»d iu« Engadin. Der Tunnel behält bi« zur Mitte eine Steigung vo» IV pro Mille und erreicht mit >823 Metern seine» Scheitel-Punkt und zugleich den höchste» Punkt der vah». Mit 2 pro Mille Gesälle mündet er bei Spinal <1818 Meter» wieder au«. Jenseit« de« «Ibulatuuuel« bot die Strecke keine ne»ne»«wcrlen Hindernisse mehr, mit Au»»ahme der Innschlucht b»i St. >»ritz, wo »och zw»i T»»»»l« vo» <>00 Metern Gesamt länge notwendig wäre», von Spina« bi» vever« führt sie auf ciuent hohen, au« dem Tun»elmat»rlal erbaute» Damme, um gegen die Lawine» geschützt zu sein. Während die vahn sich dem Jnntale nähert, tauche» ring« die schnee-glänzende» Häupter ber Eagadtaer Bergriese» a»f, da» Tal wird fr»»»diichee «nd b»l»bt»r, vorbei stiege« bi« weißen Türm» von Sainaden, Seierini», und eh« ma» sich in ber plötzlich a»ftauche»de» Herrlichkeit «och zurechtsindet, hält ber Zug am fchi»stea Punkt ber «lpe«w»it, am grünen See von St. Moritz. — Halt! So weit werden wir allerbi»g« erst über« Jahr fei» vorerst gehen dte Züge »ar bi« Samad«», «in» Stund» dou Gt. Moritz. Vt«»«(«g eine# Pantoffelhelden Ehe««»« .: .So, St» haben noch brelhnnbert Morgen an-grenzende« Land daz« gekauft?' — Guttbefitzer: .Ja. et war schon längst mein Wnnsch, meine» Horizo»t zu erweitern!' «rbettbkalrnber fSr be» M«»»t Oktober. Di« zur Frühkultur bestimm, te» Wi»tersalat-, kopskohl. «nd karsiolpsianzen werden jetzt auf ihr«» Wint«r-standort gepflanzt und später «»«sprechend gedeckt. Mit dem Einernte» der Wintergemüse wartet man. so la»ge e» ble Witterung nur Halbweg» gestatte«. Da» zu frühe Slawintern Ist sehr oft schuld a» vorzeitigen Fallt» unk verderbe» V«I trockenem Wetter »Immt «an Petersilie, gelte Rübe», Pasti«ak und dergleichen Wurzelgemüse au» »nd schlägt sie Im Keller I» Sand «i» oder bringt sie i» mäuse» »nd frostsicheren Miete» Im Freie» »»ter. Sellerie bleibt st«h«n bi» starker Frost eintritt. Den Sohlgrwächsen schab«» b«rs«lb« auch »icht. nur Salat. Sndipie ». dgl. «uß r«chtz«itig gedeckt werd«». >u»sä«n kann «an noch Spinaj, Möhreu, Pktersilie, Feldsalat »nd Kerbelrüben Rosenwilbling«, welche im nächste» Jahre veredelt werden solle», pflanzt man schon im Herbst, legt gleich »m »nd deckt sie, damit sie »Icht erfriere», wa» i» recht kalte» Winter» sehr oft der Fall Ist. CnckMtritfcl. Bilderrätsel. A ' A | A e D | D | D E E ' I | I K K | K N N Die «nchftade» sind in biet« Selber eine» Quadrate» so ein»«, träne», daß in de» einander entsprechende» senkrechten und »»gerechten Reihen gleichlaulendewöeter entstehen. Die Kör-ter bezeichnen: I) li. ntn türkischen Richter. I) Cinen Meerbusen bei «sten. ») »Inen «chiflttetl. 4, »In «ttgefmanttche» ggrstengeschlecht. «uflis»»,. F Silb»»ritstl. Die erste ist ein rndchfger Mann. Xer ohne Kctrhetag herrschen kann. Doch bist du mitt1, bann nennst sie b«. Un» ligst ei« Silbchen «och hiuz«. «an legt dich aus bie zweite still. «Denn zu beln tliia' Im lob« Ilel, Doch rettet ste in höchster «ot Te« bemann oft von sichrem Tod. Da» Ganze dir ein Schlachtseli» nennt, T^au« heiß »er trofe'ae Rampf entbrennt. Doch rüde« all' der Zoten Steih'n (ftfunb am Snbe wieber ein. K. Ctaubach. «uslüwng lolgt in nächster Stummer. Auslosung»» aus »«tiger flammet: »e» i'oßoailvlil: Mobr. Wubn. — D« «uagramm«: Blitzzug. Luftzug. Te» Scherzrlitfel»: Traut, Braut, kraut. ■■■■■»■■»«■»ii »lle «echte «orbcl»*lle«. - . Serontwortliche Redaktion vo» Ernst Vlelsfer. gedruckt und hera»«geieben von «reiner k Psellse» in Stuttgart