VrLuumerattonS-Preise: Kiir Laibach: Tml,jithrig ... 8 ft. 40 It. H,lbjShrig ... 4 „ 20 „ MrrteWhrig . . 2 „ 10 „ Miriliirllch • . . — „ 70 „ Laibacher Redaction: Knhrihofgaffe Nr. 132. Mir bet Post: •■UsMjabtt.i ... 11 fl. — ft. HBbriihrig ... 5 „ 50 „ Rmc'jLhrlg . 2 „ 75 „ Wr Zustellung in® HsuS Diet« Idtfeig 25 ft., monatt. 9 !r. Ni»,clne Siummetn 6 It. Eagblntt Nnouyme Mittheilungen mtcbcn mcht beriickfichtiqt; Manuscripte nicht zrrrLckgesendct. Expedition- & Juserate«-Bureau: Congrctzplay Nr. 81 (Buch-banblmig Don Jgn. p. Klein, mayr & Fed. Jnjcrtionsnrtik Xj : Fiir bit cinfpaltigt 6 4 Jr., bet >weimll!igckMMxA schallung L 7 kr., breimarfger a 10 tr. Jnsettionsst'.mpe! jcbeSnal 30 ir Bei grbtzeren Jnsera'-cn uni? bfterer Einjchaltiiiig rulspl--. chtnbcr 9?abo:t. Nr. 261. Donnerstag, 13. November 1873, — Morgen: Beuerandus. 6. Jahrgang. Gewissensfreiheit. Unsere Staatsgrundgesetze verburgen bekanntlich cincnt jeden Staatsbiirger die Gewissensfreiheit oder das Recht, in alien Reden und Handlungen der eigenen Ueberzeugung von Recht und Unrecht folgen zu diirfen. Dies Recht barf von keiner.menschlichen Gewalt eingeschriinkt vder genommen werden. Die Gewissensfreiheit mutz vornehmlich in Sachen der religiosen Ueberzeugung gestattet sein, in welchem FaUe man fie gewohnlich Glaubensfreiheit nennt. Es soll — wie schon Konig Friedrich der Grotze von Preutzen die Gewissensfreiheit definierte — im Staate jedermann das Recht haben, auf seine Fa^on selig zu werden. Darum besteht die wahre Ge-wissensfreiheit in dun Rechlc, seine von undent ab-weichende Glaubensvorstellung zu habeti, diese srei auhern, den religiosen Cultus, welcher der Glau-bensansicht entspricht, srci ausuben, hiernach auch einen religiosen Verein stisten oder demjenigen sich anschlietzen zu fonnen, toclchen man fiir den besten Ausdruck seiner innern Ueberzeugung halt. Dies Recht ist ein betn Menschen angebornes, durch Ausspriiche der heiligcn Schrist bestciiigtes. Mit dent personlichen Glaubeu hat also auch der Staat nichts zu thun, wohl aber fallt ihm die Aus-gabe zu, jeden seiner Angehiirigen in der sreien Be-wegung innerhalb der Grenjen, welche das Staats-grundgesetz zur Wahrung der greiheit und Gleichheit alter gezogen hat, zu schutzen. Darnit, sollte man glauben, set der Begriss Gewissensfreiheit ziernlich deutlich und verftcindlich scstgesetzt, denn im iibrigen versteht es sich von selbst, datz die verfassungsmahi-gen Biirgschaftcn fiir die gleichen Rechte und Pflich-ten alien (Staatsbiirger heilig gehalten werden mitssen. Gewissensfreiheit gibt der Rucksichtslosigkcit und Scrachtung gegen das Gesetz so wenig cinen Frei-brief, wie Freiheit und Frechheit identisch oder ver-wandt find. Ohne die wohlthatige Schranke des Gesetzes feinc Freiheit, ohne Freiheit auch teine Ge-wifsensfreiheit. Der religiose Glaube entzieht sich eben als ©ache der inbioiduellcn Ansicht iiber unfahbare, tiber-natiirliche ober auherweltliche Gegenstanbe aller gesetz-lichen Einwirkung oder Feststellung unb jeber Zwangs-versuch in bieser Richtung ist ebenso unsinnig wie tyrannisch. Der einzige Schutz, ben ber (Staat bem religiosen Glaubeu zu geroahrm hat, besteht in ber Sicherung ber freien (Srorterung retigiofer Ansichten unb Probleme, in dent Schutze des Kultus, sosern dieser nicht zu staatsgefahrlichen, den allgerneinen biirgerlichen Gesetzen wibersprechendcn Misbrauchen und Anspriichen fuhrt. Darum find es constitutionelle Misbrauche, Freiheitsbeschrankungen unb Ungerechtigkeiten, Ver-letzungen ber gleichen Rechte aller, vorsatzliche Aus-lehnung gegen die alien Staatsbiirgem verbiirgtc Gewissensfreiheit, wenn bie einc ober die anbere Kirche, bie eine ober die anderc religiose Gemein-schast den Anspruch auf ausnahmsweise Berechtiguug ihrcr religiosen Grunbsatze etcheben, zu ihren gunstcn Glaubens- unb Gewissenszwang geiibt wissen wotlte, trotzdem die Dersassungsgesetzc dieseit auSdrucklich unb mit Recht ausschlietzen. Unb umgefehrt ist jede Betheiligunq des Siaates als solchen an religiosen Acten, Hanblungen unb Schaustellungen irgenb einer Confession eine Ber-letzung des in ber Reichsverfaffung anerfannten Grnnbfatzes ber Glaubensfreiheit. 'Es ist baher jebes Commandieren zur Theilnahme an religiosen Hand-luitgen, jebe Einmifchung unb Betheiligung ber Ge-setzgedung unb Verwaltung von rein religiosen An-gelegenheiten serne zu halten. Zwangsweises Ver-halten zu Religionsubungen irgenb einer kirchlichen Genoffenschaft, Privilegien unb Steuerfreiheit von Kircheneigenthum, zwangsweiser Reliqionsunterricht in ben offentlichen Schulen u. s. w. stub MiSbrLnchc, Freiheitsbeschrankungen unb Ungerechtigkeiten, welche sich mit bem Prinzipe ber Gewissensfreiheit nimmcr vertragen. Man sollte nun meincn, dah iiber den wahren Sinn des Wortes Gewiffens- unb Glaubensfreiheit, namentlich unter ben Surgern eineS moberncn Vcr-faffungsftcmtes, heutzutage fein Zweifel mehr moglich fei, bah bieses jebem Menschen eingeborne unb un-verauherliche Recht allgenteine Beachtung unb Aner-fennung sinben sollte. Dem ist aber leiber nicht so, wenigstens liefert man tins tagtaglich die Beweise in Hulle unb Fiille, batz bie wenigsten die wahre Bedeutung bieses wichtigsten aller Grundrechte voll-fomtnen erfasfcn. Seines unserer Grundrechtc ist von gewisser Seite so arg verdachtigt unb verdreht worden, wie dieses. Die etnen wollen uns weih- Ieuilleion. Zweimal Braut. Novelle von J. B. S ch m i e d l. II. (Fortsetzung.) ?arkte zu gewah-rciibett Staatshilfe, wirb bic Nothiucnbigtcit betont, solche Gcsctzc zu fchaffen, welche bic Wicbcrkchr von Zustanben, wic fie jctzt bestehett, oerliiiibcrn unb ber gegenwartig bebrangten Jnbustrie unb bem Hanbel eiitc angemessene, cutsgicbige Unterstfitzitng angebeihen zu lasscn. Die Emcuerung bcs Ver-trages mit ber Nationalbant wirb cmpfohlcn unb babei betont, bah bie Wirksamkcit unb Rechtc bcr Bank keine Schmiilerung crteiben solicit. Bezuglich der coiifeffionellcit Fragen wirb auf bie Noth-wenbigkeit hingcroicfcn, bic burch bie Kundtgung bes (Eoncorbates cntstaiibentn Lfickett ber Gesetzgebung auszuffillctt unb bie vollc Souveraneiat bes Staates ber Kirchc gegenfiber wicberhcrzustellcn. Der Abreh-cntwurf begrfiht bic Zusagc bcr Thronrebe, im StaatshauShalte bas Prinzip grohter Sparfamkeit walten zu laffctt, unb fchlieht mit ber batikbarctt (Sntgcgettiiahmc bes foiferticheit Wortes, ben Staat auf ben Grunbtagcn von Rccht unb Frcihcit auf-zubauen, ba nur auf biefer Basis bem vielgeprfiften Oesterreich eine hoffnungsvolle Zukunft erbluhe. — Der Commiffionsfitzung bcs Herrenhauses wohnten als Vcrtrctcr bcr Rcgtcrung bic Minister Unger unb Laffer bei. In Pest ist bie brficfenbe Atmosphare, welche auf bem toiebcr vcrsammcltcn R e i ch $ t a g e laftct, uoch nicht gewichen. Die fiber ben Riidtritt bes Finanz-ministers Kcrkapvlyi circuticrenben Gerfichte, welche i unter ben gegeiiroartigcn Bcrhaltniffen im Rcichs-| tage unb im Publicum eincit cuipfanglichen Boben Dcin Bilb aus mctitcr Brust reihen fonit. Es wirb mich auf bem Wegc ber (Sntfaguug begleilen, ben ich vielleicht balb wanbeln muh. O, starke mich, mein Frcunb, besiege mich an Muth, ben Schmcrz zu bcsicgen!" „Was rebest Du, Olympia," ricf bcr Graf. „Jetzt, ba bie Gcwihhcit ©einer Gegcntiebe allc Trauer meiner Seele verscheucht, jetzt, in biefer @tunbe, wo Du Dich bic Metne genamit, folltest Du mir wieber entriffen werben? O sei barm-herzig, reihe a ties Frcmbc zwischcn uns nieber! Ich wcichc nicht chcr vou Dcincr Scitc, bis Du mir entbeckt, was uns trenut; Hirnrncl unb Srbe biete ich auf, mir beizuftchen. Ich Habe nun heilige Rcchtc an Dich, wahne nicht, mir fie wieber zu rauben. Thcilst Du bit Empfinbutigtn meiner Brust, so wirb cs Dir unrnoglich scin, longer zu fchweigtn. O, was tbnntt mtine rtiitt Olympia zu verschweigen haben, btrtn Setlt ttintn Frtvtl, ftnnt?" Da fiegte ber Stolz ber Jungfrau fiber bit Ffirsttntochttr. „Wohlan benn, mein Freund," sprach sic, „so trennc unS btnn wtnigsttns fettt Mistraucn weiter; alles sei entfchiebcn klar zwischcn mis. Die-jcnige, bie Du zu besitzen wunschcst, Deine Olympia — ist die Erbprinzcssin von B.. fittben, werben von bem offtciofen „Pesti Noplo" bementiert. Ansland. Wenn bie be rl in er Officiofeit gut informiert finb, so hat ber Pap ft allc Bet-anlaffung, bem dtutschen Kaiser siir unver-biente Schonung banfbar zu fetn. Es foil ncmlich bcs Kaisers pcrfonlicher Wille fein, bah ber zweite Brief Pio Nonos nicht in bie Oeffentlichkeit gc-langc, ba bcrfetbe feittem Jnhaltc nach fur bic Person bes hciligeit Vatcrs int hochstcn Grabe corn« promittierenb sei unb burch seine Leibenschaftlichkeit auf bie fatholifche Bevolkerung Deutschlanbs be-schametib wirken konnte. Die Erbitternng, mit welcher die Ultratnontaucn durch bic Antwort bcs Kaisers crsfillt wurben- laht bic Empfinbungen ahncn, welche bem Papstc seine Replik bictiertcn. Um so unpolitischer finb bic Provocations ber „Germania", welche nicht aufhbrt, zu crklcircn, bah bic in bcr papstlichcn Replik cnthaltenen Wiberlcgungcit so laiigc sfir fchlagcnb unb triftig gcltcn mfiffen, als nicht bie Publication berfelben crfolgc. Enblich ist bic lattgft erwartetc Veranbcrnnz im prcuhifchcn Mintstcrium cingctrctcn. Am 9. b. ist bie foniglichc Orbrc crgattgcit, burch welche Graf Roon com Prafibium oes Slaats-ntintftcriums.auf fcitteit Antrag cntbunbcit ist, Fiirst Bismarck bagegen aufs neue zum Prafibcntcn unb Eamphaufen zum Bizcprasibentcn bes StaatSmini-ftcriums eniannt worbcn finb. Aus bett biSher be-fanntett Nachrichtett geht nicht klar hervor, ob Graf Roon ganz aus bem Ministerium gefchicbcn unb seine politische Thatigkeit bam it abgefchloffcn hat, obcr ob er auch noch ferner bcrn Ministerium als Kriegsminister angehorett wirb. Das Vorgehen bcr b e r n c r Rcgtcrung im Jura laht an Entschicbcnhcit nichts zu wfinschcn fibrig. In Pruntrut fattb am 9. b. die Jnstallicrung bcs neucn Pfarrcrs durch zwei Regierungsrathe stott. Der neue Kirchcnrath ist bcrcits eingcfctzt unb bie Berhaftung bcs bisherigen angcorbnct, falls er bit perausgabc bcr Kirchcnschluffel verweigern follte. Da tumultuarifchc Auftrittc feitens ber Jugcnd in ben Strahen ftattfanben, brohte eitt Erlah bes Pra-fccten fofortige Berhaftung an. Ein halbcS Bataillon wurbc aufgebotcn unb grohtentheils bei ultramon-tancn Baucrn einquartiert. Eine Anzahl ultramon« taner Mitgliebcr bcr Bunbcsvcrsatnmlung hat bei bem Bunbesrathe gegen bas Vorgehen bcr bcrtter Rcgierung im Jura Einfpruch erhoben. Alles, was man jctzt aus Frankrtich cr-fahrt, bcstarkt uns in ber Ansicht, bah cs nahczu unrnoglich ist, aus bent, was foeben bort gefchah, einen Schluh auf bas, was unmittelbar barauf gc-fchchett wirb, zu ziehen. Was am Abenbe feststattb, Wic cin Blitzstrahl aus heitenn Hirnrncl tra-fen biefe Wortc sen Grafe«; er ccrlor allc Faffung. Noch immcr zu ben Ffihen ber Prinzeffin knieenb, vcrbarg cr fein Angcsicht in ihrem Schoh unb rang vergebens nach Wortcn. Olympia sah in banger Erwartunz. Enblich schien cr sich zu sasscn. „23ergebung, Fiirstin!" sprach cr erschfittert, geriihrt, „unb boch, Olympia, werbe ich Dich anbeten, soli ich auch nie Dich bie Mcinigc nennen! Saint-Julien muh biejenige ver-lassen, welche bas Geschick so hoch geftellt, bie nach ben ccrfchrobenen Begriffen der hohen Adelswclt einiger ver'gilbten Pergamcntrotlen wegen nicht die Meinc werben foil. Doch wahne nicht, bah ich je-mals die Ketten ztrrtiht, wtlcht mich an Dich ftfftln; twig, unaufloslich werben sic fetn. Wo Du auch hingch% liberal!, an jebern Ortc wirb ber Zauber bcr Erinnerung an Deinen zartlichen Frcunb Dich begleiten. O ich fenne Dich, ber ich mein Leben, meine Licbc weihte; wcit entfernt von Dir wirb Dein Audenken mich trosten, unb inbem Deine holbc Gestalt mir cntschwinbet, fchlieht sich ber ©unb utt-fcrer Seelen inniger unb fester. Ich fchwore Dir croige Trcue; lah mich das Gelfibde Seiner etoigen Liebe empfangen!" (Fortsetzung folgt.) ist am andern Morgen schon durch ben weitern Verlauf der Dinge widerlegt. So melden die Telegramme, dah die sogenannte Gewaltoerlangerungs-Commission, welche am Sonntag nod) der Mehrzahl nach republikanisch, d. h. anti-macmahonianisch zu-sammcngesetzt war, am Montag sich mitj drei-zehn gegen zwei Stimmen „prinzipiell" fur eine Verlangerung der Vollmachten Mac Mahons ent-schied und so kann es geschehen, dah die Dictatur des Marschalls, weil derselbe den Titel eines Prasidenten der Republik beizubehallen geruht, durch die vereinigten Kraste des rechten und linken (Centrums dennoch zu stande kommt; denn moglich ist gegenwartig alles, und man kann nicht roisfett, welche neue Intrigue sich zwischeu Sonntag uud Montag in den Gangen des versailler Theaters abgespielt Hat oder noch abspielen wird. Nur weih man nicht, ob diese ciner grotzen Nation und eines so crnften Augenblicks viillig unwiirdige Molluskeupolitik mehr das Mitleid als ben Spott eines jeden unbetheiligten Beobachters herausfordert. Die greitagsnummer des „Ruski Mir" be-leuchtet in ihrenx Leitartikel die letztcn osficiellcu Nachrichlen fiber erneute Raubereieu in bent fount unterroovfeneit Khiwa. Das Blatt erinnert an die Veranlassniig bes Feldzuges; russische Untcrthnnen wurben bemubt, in Gesangenschaft geschleppt mtb gemordet; Anarchie und Unsicherheit herrschteu in ben Steppen. Ruhland unternahm unter bem Bei-fall (?) Europas bie Bezwingung des Raubstaates Khiwa. Nachdem so viel russisches Blut vergossen, , fei wohl die Hossnung selbstverstandlich, dah dies nicht umsonst geschehen und datz Zweck und Ziel der Expedition auch wirklich erreicht werden musfen. Die sen Zweck abet halt „Ruski Mir" fur gesahrdet, so lange die Regierung Khiwas den Handen des schroachen, unfahigen Khans uberlassen bleibe. Denn kaum seien die Nachrichten von der glucklichen Be-endigung des Feldzuges cingelaufen, so wurben fie von ncuer SchreckenSkunde fast iiberflitgelt. Nachrichten iiber iScrusung bes Generals Lomakin zu Beralhungcn nach Tiflis lichen annehmen, bah es mit bent eineit Feldznge nach Khiwa nicht abgcthan, sondern bah zum Fruhjahre neue Kcimpfe in Central-asien zu crwarten waren, welche, rote das Blatt hofst, zu dauernber Ordnnng in Khiwa unb znr Organisiernng cincr festen Regierung fuhren wurben. Der Congreh ber Vereinigten Staa-t e n tritt tit Washington im Dezember zusammen, unb es begtnnen bcreits Bewegungen mit Bezug auf die Organisation bes Hanses, der Vorsitze ber wichtigen ComitoS u. s. to. Fur ben Sprecherposten finb James G. Blaine aus Maine unb William H- Wheeler aus New - Iork bie hervorragenbsten Canbibalen. Herr Blaine wird ohne Zweisel ge= ^Shlt werden. — Die Nachroehcn ber amerikanischen •poitif machett sich jetzt besonbers in ben Fabriksbe-airfcn ber Union bemcrkbar; oietc Fabriken find Qenothigt geroesen ihre Etablisscments zu schliehen, ober bie Arbeit auf bie Halftc zu rebucieren. Es loll eine Combination ber Brolhcrren bestehen, um die Arbeitslohne burch eine solche Arbeitssperre herabzubritdcit. Wie man sich benfen faun, ift ein solcher Zustanb kurz cor Eintritt des Winters nicht sehr erbaulich. Zur Tagesgeschichte. — Ein polnischer Richter. D-r Bezirks-richter von Snjalyn, Karl Pasieczny, har in ber langen E" seiner justiziellen Thiitigkeil ber blinben Gollin ^erechtigkeit so manche Wunbe geschlagen. Er ver-Mschte gerichtliche Vergleiche, bffnctc Arrcstauten bie “etlerthiircn und nahm stir sich daS Recht jencr Gnabe Anspruch, bie das ebelfte Juwel im Diadem ber .aler-lapelle unter Leitung beS Herrn Schanlel bis spiit in bie Nacht hinein. Untcr ben GLsten bemerlten mir bie wackern FcuerwehrmLnner auS Wailsch, bann Ge-meinbevertreter con Echischka, Bischoflack unb Je^za. Die Bcwohner LaibachS haben in reichlichem Mahe dazu beigetragen, bah bie Feuerwehr sich in ben Stanb gesetzt sieht, bie ntilhigen Neuanschaffungen burchzusUH-ren. In furjer Zeil erhiilt biefeibe abermalS ben ZuwachS einer Spritze unb eines MannschaftS-wagenS; bie ebten ©tinner bieseS bet HumanitSt ge« toibmeten Institutes sehen also bie Friichle ihrer Saat auffdjiejjen, jut grtihern Sicherheit von Hab unb Gut, zum Wohle ber Bevtilkerung unjerer Stadt, unb unfere wackere Feuerwehr ihr Werk, baS sie unter so unglin-stigen Auspizien begonnen, mit Eifolg gehtint. Wir tufen betfelben auS vollem Herzen ein krSstigeS „@ut Heil" zu. — (©penbe.) Herr Privatingcnieur Pribil hat ber freiroitligcn Feuerwehr 10 Zentner Steiukohlen gespenbct. — (EinSchabenfeuer) btach in ber Nacht vom 8. auf ben 9. b. M. im House bet Witwe AgneS Ovijac zu St. Martin bei Grohkahlenberg, Bezirl Umgebung Laibach, auS, unb flfcherte ba« Dachgeriiste, baS gefammte Viehfutter, mehrere WirlhschaftSgerathe unb einigcS ©ctreibe ein. Det Schaben betrtigt 400 fl. unb rear nicht versichert. Der Branb soll angeblich gelegt worben fein. — (Am Karste) wvlhet bie Bora seit eini-ger Tagen beratt, bah bie Ubet benselbcn vetfehrenben Ziige bebeutenbe Verfpiilungen etleiben. So kamen bie triest-wienet PoflzUge DinSIag vormittagS unb abenbs mit einer Versptilung von einer Stunbe in Graz an. — (But Kunst bas Leben zu verlan-gem.) Der Untctfchicb, wenn man jebtn Tag um sechs statt um acht Uhr aussteht, betrfigt im Laufe von vierzehn Jahren 29,200 Stunben ober 3 Jahre, 121 Tage unb 16 Stunben, bie fiir bie DurchschnittS-baucr bes menschlichen Lebens zehn Jahre ergeben. Wenn man bcS Morgens um sechs Uhr aussteht, so ist baS ganz baSselbe, alS wenn zu unfercm Leben zehn Jahte hinzugesiigt tolirben, in benen wir jeben Tag ein paat Stunden auf bie AuSbildung unfereS GeisteS ober zut beffeteu Etlebigung von ©efchaften vetwenben ktinnen. — ( „ 6 hi 6 beS redhten Centrums") Der „Osten" melbet: 40 Abgeorbnete auS Steier-mart, Stain, Nieber- unb Obertisterreich,'Salzburg, Tirol unb Vorarlberg, Gtirz, Jstrien, Bukovina, batunter Graf Hohenwart, Petrino, Graf B a r b o , Greuter, Hermann rc., sSmmtlich ben vet-fchiebensien autonomistischen Parteien angehtittg, ftnb zu einer Berathung zufammengetreten, um einen ge-jneinfamen Club zu bitben. Man etnigte sich tiber folgenbes: 1. Det Club slihrt ben Namen „Glub bes rechten Centrums." 2. Er wild eine Fortentwicklung bet ReichS- unb LanbeSverfasiung auf bet einzig zu Recht bestehenden ©tunblage be« OktoberbiplomS an-ftreben, wobei jcboch ber inzwischen vollzogene AuS« gleich mit Ungarn anetlannt wirb. 3. Et wirb flit bie freie Entwicklung jeber gesetzlich anet-fannten Kitche unb ReligionSgenofsenschaft, fiir bie Autonomie ihrer inneren Organisation unb ihrer 93er. mogenSverwaltung eintreten. 4. Er wirb bie nationale Gleichberechtigung mit afler Enlschiebenheit versechlen. Die Einlabungcn zum Beittitte ftnb bereitS erlasien worben unb btlrfte schon in ben niichsten Tagen bie Constituierung, Wahl ber Functionate jc. erfotgen ttinnen. Die Zahl ton minbeflens 50 Clubmitglicdcrn ist bereils gesichert. Ein folibatifcheS Vorgehcn mit ben galizischen Abgeorbneten von Fall zu Fall ist in AuSsicht gcnommen unb biirfte hiefiir im Einvernehmen mil bem galizischen Club (Polen) ein eigeneS Organ geschaffen wetben. Edenso wirb ein Heranziehen ber iibrigett Abgeorbneten aus Galizien (Rulhenen) ver« fucht werfcen." Das „23atetlanb" jeboch melbet: Der Club beS rechten Centrums beichloh von ber Aufstellung eines ClubprogrammS Umgang zu nehmen unb an Witterung. I'aibacb, 13. November. Fortwahreud dichte Bevvlkung, sehr trilb. IBiirme: gens 6 Ubr — 2.0", nachmitrags 2 Ubr +2'4° C. (1872 -r 2.6°; 1871 + 5'9".) Barometer im Fallen 741.24Millimeter. Das gestrige Tagesmitlel der Stiinne +2.6°, um 1'8° unter bent Normale. Bcrstorbene. Den 12. November. Valentin Bovk, Jnwohner, bie Spitze bet ©tatuten folgenbe ©eflimmung zu 58 Jahre, Civilspital, Marasmus._______________________________________________ setzen: Der „Club bes rechten Centrums" ist eine freie j Gedenktafel SBereinigung von abgeorbneten an.iccntralistischcr P°r^ ^ die am 15. November 1 873 ftattfinbenben teten zum Zwecke ber ©ellenbuiachung bes Rechles nach | Sicitationen 1. Feilb., Dolenc'sche Besitzrcchte, Gorenaschetina, BG. , Lack. — 1. Feilb., ZnidarKic'sche Real., Sagorica, BG. alien Richlungen, insbesonbere in staatlicher, kirchlicher unb nationaler Beziehung. ClubprLsideut ist Hohen wart. Dagegen vetlaulet, bah bie Abgeorbneten Raz- \ Grvtzlaschitz. — Relizit. Babnik'scher Real., ad Javornik, lag, Pfeifer, Nabergoj unb VcZnjak mit nod, brei j |®: - 2. Feilb., Strupj-sche Real., Rnpa, BG • m, - it „ ret ... Krambnrg. — 3. Feilb., Piškur' che Real., Rovokenborf, natlvnalcn Dalmattnern ein ganz klewes Clnbchen zu j m Sittich. - 3. Feilb', Novak'sche Aecker am laibacker bitben gesonnen seicn, welches in manchen Fragen Few, LG. Laibach zwar mit ben Hohenwartianern zu gehen willenS ist, Tele^ramme. Berlin, 12. Nov. Marschall Roon tourbe seiner Stellung als KriegSminister unter bem Aus-brucke bes nimmer erloschenden kaiserlichen Dankes cntbunben. Der Provinzcorresponbenz zufolge wurbe General Kamecke zum KriegSminister ernannt. Kundmachung. in anberen jeboch seine Unabhatigigfeit wahren will. Die Wieberherstellnng ber welilichen Papstherrschast, bie Unterorbnung ber Schule unter bie Kirche u. s. w. bUnlen ihnen benn boch eines tisterreichischen Parla-menteS nicht wlitbig." (Schluhverhanblnngen beim k. k. Lanbesgerichte in Laibach. ) Am 14. November 1873: Franz PiZkur: schwere ktirperliche Bescha-bigung; Gregor Sever: schwere ktirperliche Beschabi-gung; Paul unb Lukas Srebot: schwere ktirperliche BeschLdigung. — Am 19. November: Josef GarvaS: schwere ktirperliche Beschabigung ; Matthaus unb Joh. Merhar : Diebstahl; Katharina Dougan: Bergehen Pon der krain. Sparkasse in Laibach wird kund zegen bie ©ufcr&eu bes Lebens. - ^ 20 No« datz fie ihte cigeuthumlichen, in bet Gra- vember: Andrea« Mu^an: ^wcre ktirperliche Bescha- djschavorstadt nachst der Klosterfrauenkirche gelegenen, dignng; Michael Dtcman: Diebstahl - Am 24ten DorI bem H^rrn Dr. Johann Zweyer gehtirig ge« KoBcnibet: Slnbteas^ ^eme: Be.tug; ^hann Ptrman : wefene„ ^ gon)-c,grJr. 26 & 27 ;,-ammt G«rten offenll.che Gewalttha.igkei.; Mana GcSlisa : Diebstahl. Ufib fonftv mil krstehen. unb beieitigt biefeibe ohne Siebijin unb shne Koften alle iO(ajen=, Slletoen«, 16tuft-, tungen«, Leber-, Dtitsea-, @*Ieimbaut», fltbem«, Blasen- nnb Siietenleiben, Euberculofe, 64minbfu6t, Alihma, pusten, Unvetbanličteit, Letftopftmg, Diatthoen, Echlaftokgkeil, Schwache, Hamotrhoiben, ZBaffetfn*t, jjiebet, Echwinbel, Bluraufstei. jen, Ohtendtausen, Uebelleit unb Ltbrechen selbst roiibrenb bet Schwrn. letschast, Diabetes, Melamdolie, Abmagetung, RH-umatiSmuS Gichl, vleichsucht. — Aliszlige ou6 75.000 Settificaten iibet ©enejungen, bie jllet Diebjzin toiberjtanben, toevben auf Sertaiigcn franco eingefenbet. Nahrhafter a!6 Fleifch evfpart bie Keralescičre bei Ižtoadjjeueu anb Jtinbern filnfjigraal iyten PteiS in ’fltjneicn. 3n Blechbitchsen Bon ein balb Pfnnb fl. 1-50, 1 Pfb. fl. il-50 t Psb. fl. 4 SO, 6 Pfb. 10 ft., lit Pfb. 20 fl., 24 Pfb. 36 fl. - Ke-raleuciire-Biscaiten in Stiffen L fl. 2'50 unb fl. 4-50. — Eevalesoiere Chocolates in Pnlver unb in Tabletlen fiir 12 laffcn fl. 1 so, 24 Taffeo fl. 2-50, 4- Italjen fl. 4-50, in Pnlver fiir 120 Tasien ft. 10, fiir 286 taffen fl. 20, fiir 676 Taster fl. 36. — Zn beziehen butch Batty b u Satty L 6 o m p. in Wien, Wallflaohgaasa Nr. 8, inLalbaoh bei E. Mabr, fotoie in alien Stabten bei guten Apotheletn unb @pe-,eteihanbletn; auch eetfenbet baS wiener yau» nach allea 4-geuben gigen Poftaaw-iifnng ober lliachnahme. Augekommeue Frembe. Am 12. November. Stadt Wien. Fllnck, Fabriksbeschersohn, Graz. — Weitzer Adelheiv, Tnchsabriksgattin, Oberkrain. — Gutz-ntann, Wien. — Pagan, jtaufm.. j. gam., Triest. — Macher, Kaffeetier, Marburg. — Herold, Sildbahiibeamter, Marburg. — Pernath, Saitfm., Wien. — v. Gotzlett, Privatier, Hrastnig. — v. Fichtenan, Privatier, Agram. — Kralowsky, Kaufm.. Wien. — Alberli, jtaufm., Rove-redo. — Lanestrini, Privatier, Roveredo. Hotel ElefBiit. Graf Pace, s. Sofin, Herrschastsbe-sitzer, Ponovič. — Schlieber, Oberkrain. — Iiitsch, Wien. — Supan, Klogensurt. — Zagar, Graz. — HLnigstein, Graz. — Raffi, s. Gemahlin, Triest. — Maresic, Hl. Geist. — Kohn, Agent, Pest. — Orcsnik, Reis. Wien. Hotel Euro]ia. Obernianii, s. Frau, Planina. — Rubolf, Wien. Moliren. Kieiger, f. Gemahlin, Karnten. — Spitzer, Kaufm. Wien. — Jerko, Cifenbahnbeamter, Finmc. — Križman Maria, f. Tochier, Laudsberg. Kaiser von Oeaterreleli. Pclritz, Photoqrapb, Mllrzzuschlag. — Ropret, St. Georgen. Ktentvi arte. Seder, Kaufm,, Graz. — Basii', Guls-besitzcr, Grailacki. Der Kaufpreis wird auf 35.000 fl. festgesctzt unb bemcrkt, dah bie betben Hauser nur um bicfen Preis oder einen hoheren Anbot hinlangegeben roerbcn. Die dicsfalligen Offcrte find bis zum 20. De-;embrr d. I. mittags bei der Amtsleitung der train. Sparkasse nebst dem lOperz. Vadium pr. 3500 fl. zu uberreichen unb es ktinnen baselbst auch bie Ver-kanfsbedingnisse cingeschcn roerben. Zparlmsse Laibach, 1 l. November 1873. Wiener Biirse vom 12. November. Staatsfonds. Sperc. Rente, bst.Pap. bto. bto. ost. in ©ilb. Cofe Don 1854 .... Cofe von i860, gauze Cose son I860, S-iinft Prduiienfch. v. 1864 Grundontl. - Obi. eteicrmart zu 5 pCt. ftatnten. Krain. u. jtiiftcnlanb 5 „ ttngatn zu . . 5 „ jftoat. u. Slav. 5 „ Bietenbiitg. zu 5 „ Aetien. Viationalbant .... Union - Bank .... Sretitanftalt . . . . Si. o. EScomPle-Bef. Snglo.-ofterr.Bank Deft. Bobencreb.-A, Deft. Hvpoth.-Bank. eteiet. EScompt.-Bk. Franco - Austria . . «aif. Ferb.-Norbi. . Sitbbahn-Gesellsch. . 8ai(. Slisabeth-Bahn. #arI>Cubn>tg-i)abn. . Eiebenb. Eisenbahu. Staatsbahn . . . «ais. 8ranz,3ofef66.. Bitnfl.-Sarcsn 6.-8. MsSlb-Fium. Bahn . Pfandbriefe. Motion. S.W. verlosb. llug. $ob.»6rebitanft. «Ofl. Sst.Bob.-Srebit, tb»o. in 88 3. rSdz. . Geld 64.30 73.10 92.50 100.75 108— 134— 89.50 »9.50 75— 74.— 73.— 943.— 113 208.50 835. 132.25 20!- 38.50 2030 Ware 68.40 73.31) 93.— 101.50 109.- 134.50 90.50 90.50 75.75 74.50 73.tO 945— lit- 209 840' 132.50 2L- 39*— 2035. 159.60 160.-214.—i2i5.— 201.50 202.— sisisosio!- Oest. Hypoth.-Bank. l’rioritats-Obl. ©iibb.sl8ef.ju 500 Ft. bto. BonS 6 pEt. Notbwb.(l»Ofl.TM.) ©ie6.=B.(iOOfi. ijSB.; EtaalSdahn pr. ©tiid StaalSb. pt. St. 1867 lliubolfb. (soofi.o.SS.) Franz-Jof. (200 st.S.) Lose. tSrebit 100 ft. o. 2D. . Don.-Dampffck.-Gef. zu 100 fl. 6*1. . . Triester 100 fl. LM. bto. 50 ft. iS.Sffi. . Ofener . 40. ft. 6.48. ©aim . „ 40 PalffY -.40. Clary . „ 40 n St. GenoiS- 40 „ Wiudifchgratz 20 * Waldstem . 20 n Keglevich . 10 w RudolfSstist. 10 * Weehsel(32Ron.) AugSb. lOOfl.Md.! 208.- 89.85 80.25 209.— 142.— Geld 110.75 100.50 84.— 135 -128-92.75 103.—* 166 50 92.50 56*.- 23.50 34.— 31.50 23.50 23. 24.50 14.— Ware 88.— 111.85 lOl!— 84.25 136.-1X9.— 93.25 103.25 ........ , 96.40 yraukf.lOO fl. w _ j 96.75 tonbop — lonbon 10 Pf. eterL 114.90 Paris 100 Krauc- . 45.10 MOnzen. 91.10 Sais.MLuz-Ducateu 80.50 20-FravcSstSck 98.50 Preutz. Kasienscheiue * 84.50 Gilder .... 6.46- 9.18 1.71— 109.25 93.— 57*.- 24.— 35.- 23.50 32 — 24.—* 23.50 25.— 16.— 96.60 97.-^ 115.10 45.2J 5.47— 9.19 1.72- 109.50 Der telegraphische Wechselcurs ist uns bis zum ' Schlusse bes Blattes nicht zugekvmmen. Drnck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach. Berleger nnb fur die Redaction veraulworllich: Otto mar Bamberg.