^128. Mittwoch am 8. Juni 1864. Die „Laibllcher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- «id Feiertage, tllglich, uud lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig n fl., halb» jährtg 5 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir glMfj. 12 sl., halbj. 0 fl. Filr die Zustellung in's Haus sind halbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj,, untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., halbj. 7 fl. 50 kr. Inserlionsgcbüljr silr em« ^aruioud-^paltmzellc oder den Raum derselben, ist fiir imaligr Einschaltung 6 kr., fllr 2malige8kr., fltr 3maligc 10lr. n.s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 kr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen kosten 1 fl. U0 tr. fllr «Mal, 1 fl. 40 fr. ftlr 2 Mal und 90 kr, für 1 Mal (mit Inbegriff des InsertionSstempela). ^_____________________________________________________________________ ^ ^»>^ Amtlicher Theil. ^e. k. r. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster GntschlirLung vom .'!. Juni t». I. den Hof« rath nnd Referendar der königl. ungarischen Hofkanzlei Coloma» Bckc von Szabab Szcnt Kirüly znm königl. ungarischen Hof-Vizekanzler allcrgnädigst zn ernennen geruht. Nichtamtlicher Theil. Oesterreich und die Lage der nord-albingischen Herzogthümer. Man ist dieser Tage in einem Wiener Vlatte, welches einer spezifischen Richtung unlcr den österrci« chischcn Konservativen znm Organe dient, »er Be« hauptnng begegnet, die österreichische Politik habe in der Frage der norbalbingischen Herzogthümcr ihren, festen, im Rechte begründeten Standpunkt aufgegeben/ um einem scheinbar einfachen, in Wahrheit aber sehr^ Ul'beNlmmte» nnd fremden Zwecken dienstbaren Pro«, gramme sich hinzugeben. Als eincr dieser fremden Zwecke wird dann weiter die «Vefrlldignng Deutsch« laudö" bezeichnet. Daa soll offenbar als Vorwnrf «emcillt sei,,. Daac^sil glallbcn wir. es könne dcr österreichischen Politik gar „^^ Vcsscrcö nachgesagt werden, als daß sie die Vertrclnng des Nechtes nnd bcr Interessen Deutschlands sich zur Aufgabe mache. So lange die Großmacht Oesterreich besteht, war sie stets sorgsam bemüht gewesen, eine deutsche Großmacht zn sein. Oesterreichs historischer Beruf in Deutschland steht so sehr über allcm Zweifel erhaben, daß derselbe als einer dcr wesentlichsten Postulate bei der Begründung des deutschen Bundes erscheint. Wie Oesterreich untrennbar von Deutschland ist. so ist beut« schcS Nccht nnd deutsches Interesse auch stets ein östcr« reichischcS. Nicht willkührlich geschah es daher. son« dern es war wohlbegründct in den uralten Trabi« lionen des Kaiserstaatcö, es war ein historischer und natürlicher Zng. der Oesterreich nnd Preußen, Dentsch, lands Schild und Schwert, zusammenführte zur gemeinsamen Vertheidigung teutscher Rechte und In« tercsscn gegen Dänemark. a!ü dlcses, ei«e Möglichkeit friedlicher Verständigung nach der anDcrn von stch stoßend, die Anwendung äußerster Mittel gegen sich hervorrief. Oesterreich h.it im Verein mit Prcnßcn für Deutschland um dessen gutes Necht gegen Däne. mark gclampft. nicht bloß weil die dänische Regierung gerade gegen Oesterreich gewisse Verpflichtungen über« nommen und unerfüllt gelassen hat. sondern weil vor Allem das Necht Deutschlands das Recht und die Pflicht Oesterreichs, die Vertretung Deutschlands, der ersten deutschen Macht, recht eigentlicher Beruf ist. Darum war die österreichische Regierung nicht minder bereit, die vertragsmäßigen Rechte der dänischen Krone zn achten; allein der Krieg, den Oesterreich nicht provocirte, hatlc die Folge eines jeden Krieges/ er hob diese Rechte mit ihrer Grundlage, deu Ver« trägen, auf. und als Dänemark selbst in den neuesten! Verhandlungen den einzigen Answeg, der ihm auch oann noch gelassen wurde, um dnrch eine Transaktion 'jene Verträge für sich zn nutzen, zu betreten verschmähte, wer könnte da noch von einer Ncchtsver» pftiä'tung Oesterreichs und Preußens Dänemark gegenüber reden! Schritt vor Schritt waren sie förmlich dazu gedrängt wordcu, das volle Nccht. welches ein glücklich geführter Krieg verleiht, für sich in Ansprnch zil nehmen, und so blieben in dieser Sache fortan nur noch als europäische Mächte Rücksichleu gegen Europa zu beobachten, die auch dcr deutsche Äund anerkannte. Von dieser Anschauung geleitet, traten die deutschen Mächte in dic europäische Konferenz, welche es übernommen hat, wenn irgend möglich, unter den Kriegführenden einen Friedensschluß zu vermitteln. Trcn den leitenden Gedanken, welche zur Kriegführung nöthigten, zugleich die Lage der Dinge nnd ibre Gestaltung beachtend und für Dcntschland möglichst benützcnd. werden die verbündeten Mächte allerdings Transaktionen nicht unbeoiugt von sich weisen. Der allgemeine enropäische Wnnsch nach baldiger Hcrstel« lnng eines gerechten und billigen Friedensschlnsscs hat Anspruch auf Berücksichtigung, Auch die gerech« testen und glücklichsten Kriege haben schließlich z» Transaktionen gefübrt. Transaktionen, denen allerdings dcr Grundgedanke, um dessen Durchfechtung Willen das Schwert gezogen wurde, nicht geopfert werden darf. Daß Oesterreich bci aller Friedensliebe, welche seine Politik durchdringt. dieser Anfgabe treu» lich uachkommeu wird. darf mit Zuversicht behauptet werden, wie wir auch nicht zweifeln, daß das lönigl. preußische Kabinct von dcr gleichen Anschannng dnrch« druugen ist. (G.«C,) Die Stimmung in Schleswig. Während die Londoner Konferenz über die in Schleswig zu ziehende Grenze streitet und man in England und selbst in Frankreich anzunehmen gewohnt ist. Nordschlcswig würde sich ohne Weiteres für das Verbleiben bei Dänemark anssprechcn, gcl»t der «K. Z," ein für die Stimmung in Schleswig sehr charakteristisches Altenstück zu. es ist dieß eine amtliche Znsammenstellung der den Vundeö-Kommis« särcn zugekommenen Adressen uud Erklärungen, welche die Bestimmung haben, an die Lonloncr Konferenz zu gelangen. Alle Petitionen verlangen als unerläßliche Bedingung zu eiucr gedeihlichen Gestaltung des Landes für die Zukunft: Genieilischaftlichkeit der Herzog« lhümer und gänzliche Trennung derselben von Dänemark. Ein großer Theil bezieht sich in zweiter Linie auf die Successiousfragc uud verlangt Ancrkennnng des Herzogs v. Augustcnburg als legitimen Herzogs. Gin Theil setzt die Verwahrung gegen jede Entscheidung dieser Frage ohne vorhergegangene Anhöruug dcr gesetzlichen Vertreter des Landes hinzu in der Ueberzeugung, daß eine Thciluug Schleswigs dessen Uuglück begründen würde. Die Begleitschreiben ent« halten meist die Verwahrung, daß cs nicht in der Absicht licgc. durch diese Erklärungen irgendwie gegen die olknpirenden Mächte zn demonstrircn. Nach dem oben bezeichneten Inhalte grnppiren sich die Vorstellungen, wie folgt: 1. Solche, die uebeu der Gemein- Feuilleton. Insekten als Nahrungsmittel. Es liegt mchlg besonders verlockendes in dem Aussehen der Henschrecke. und dcr Umstand, daß man sie in die Reihe dcr menschlichen Nahrungsmittel aufnahm, kann kaum das Ergebniß natürlicher Wahl gewcseu sein. Dic ersten Heuschreckcnesscr sind zu dem Versuch wohl durch jeue Hungersnothberciter getrieben worden, welche für die Menschen nichts anderes mehr übrig ließen. Sei dem aber wie ihm wolle, die Heuschrecke ist in Persieu. Syrieu und Arabien lange würz schmackhaft gemacht, lebendig geröstet, oder in Ocl gebraten, in welch' letzterem Fall sie. wie man sagt. Achnlichkeit mit Bachkrebscn haben. Auf den Lcbeuönliltelmä'rkteu dcr Leuante köuncn die Liebhaber blcses Leckerbissens ihn frisch oder cingesalzcn in jcd« weder Menge laufen. Pampicr znfolge pflegten dic Bewohner der Philippinen eine Art Heuschrecke in Netze« zu fangen, und in eiuer irdenen Pfaune über kmtm Feuer zn rösten, bis ihre Äcine und Flügel "bfielen, und ihre Köpfc und Rücken die Farbe gc« sottener Krabben annahmen. «Ih^ Leiber", sagte er. „waren, wenn voll. beim Essen sehr saftig, und ihre Köpfe knitterten zwischen den Zähnen. Ich aß einmal von diesem Gerichte, und es bcl)agte mir ziemlich gnt." Die Bcirwdncr von Teneriffa fanden die Heuschrecke weniger nach ihrem Geschmack, als im Jahre 1649 ihre Wcingällen durch eiuen Einfall die-ser Thiere, die vier Monate lang die Insel im Besitz behiellcn. zerstört wurden. Mehrere, welche dieselben aßcn, stardcn daran, und die Tencriffaner lehnten darauf hin nicht nur die Wiederholung deS Erveri« mentS ab. sondern wollten auch nicht von dem Fleische der mit Heuschrecken gemästelc,, Schweine essen. Die Kalmück-u dagegen haben, obgleich ebenfalls nicht geneigt, dle Hcnschrcckcn sclbst zu essen, eine beso». dcre Vorliebe für das Fleisch der mit Heuschrecken genährten Schafe und anderer Thiere. «Dic Indianer von Chile", sagte Pater Ovallc (1649). «Mangel leidend an Mais. NciS oder Wci« zen. l>abcn eine aus Hcnschreckcn verfertigte sonder« l'arc Art Brod crfundcn." Darauf achtend, wo sich die Insekten zur Rübe uiedcrließcn. was gcmcinniglich in den höchsten Dickichten geschah, warteten sie, l'is dic Nacht einbrach, schlichen dann vorsichlig an Ort und Stelle, stcckicn die Gebüsche in Brand und ver« wandelten Gcliölz und Heuschrecken in Aschc. Die Asche wnrde zu feinem Pnlvcr gemahlen uud zu Vrod verarbeitet. Der Hang dcr Afrikaner für Hcuschrecken.Nah. rung war den Allen wohlbekannt. Hcrodot spricht uou einem libyschen Volke, das sich von Heuschrecken uährc. dic man in dcr Sonne trockne und mit Milch s esse, nach Art der modernen Ncger am Gambia, und Dlodorus berichtet von dem Vorhandensein von Akri-dophagen oder Heuschrcckeufressern in Aetliiopien, wobei ihm aber sehr am Herzen zu liegen scheint, seine epikuräischen LandSleute von der Nachahmung dieses Beispiels abzuschrecken. indem er sie in Kenntniß seyt, daß die mißleiteten Afrikaner, welche Hang für diesc sonderbare Nahrung zeigten, nie länger als vierzig Jahre lebten, indem diese ihre Nahrung beflügelte Insekten unter dcr Haut erzeuge, dic ein so unerträgliche»' Jucken veranlaßten, daß dcr Leidende dieselben endlich mit seinen Nägeln hcransreike, und unter unsäglichen Qualen sterbe. Die Heuschrecke stcbt iu hoher Achtung iu Egypten, dcr Vcrberci uud Marokko, und Shakespeare erinnerte sich wohl dieser Thatsache, als er dem Iago folgende Wortc über Othello iu den Mund legte: «So ein Mohr ist veränderlich in seinen Neigungen; die Speise, dic ihm nuu ein Leckerbissen dünkt wie Heuschrecken, wird ihm binnen lnrzem so bitter sein wie Koloqninteu," Die Abcssinier weigern sich dic Heuschrecke zu essen. und wenn man ihnen das Beispiel Johannes des Tänfers als Rechtfertigung deS Brauches anführt, geben sie, wic einige Bibel.Kommentare, znr Antwort, der H'ci-ligc habe nie dazu anfgcmnntcrt. Die Heuschrecke, die er mit seinem wilden Honig gegessen, sei die grncht eines Baumes gewesen, dcr denselben Namcn getragen habe. Die Scimaarcr sind in Betreff der Verdienste des Insektes entgegengesetzter Ansicht; sie bereiten cs zur Mahlzeit zu. iudcm sic ihm Bcine uud Flügel abreißen und es dann in einer eisernen Schüssel rösten. Mansfield Parkyns kostete diesen. 5RO schaftlichkeit der Herzogthümer und der Trennung von Dänemark sich für Zustimmung der Vertreter des Landes zur Entscheidung über die Successionsfrage und in dieser für den Erbprinzen von Augustcnburg anssprechen. 2. Solche, die Zustimmung des LanbeS vor der Entscheidung verlangen, aber sonst sich auf die Fordernng der Gemcinschaftlichkeit der Herzog» tbümer ohne Theilung vou Schleswig und die ganz-liche Trennung von Dänemark stützeu. 3. Solche, die. ohne zur Successionsfrage besondere Wünsche anözusplkchen, nnr die gänzliche Trennung von Däne> mark nnd die Gemei»schafllichkeit der Herzoglhümer begehren. Die Unterschriften dieser Petitionen sind: Danischwclder adeliger Güterdistrikt. Landschaft Feh-märn. Schwcninsen. Angeln. Stapelholm. E'derstedt; Amt Hüllen. Hnsum, Bredtstedt, Gottorf. Flensburg. Tondern. Apenrade und Snndewitt. Haderslebcn; Stadt Hadcrslebcn. Apenrade, FIcnsbnrg. Tondern. Husnm; Flecken Heyer. Vredtstedt, Pellworm; Stadl Tönning. Garding. Friedrichsstadt, Schleswig. Eckern» förde; Flecken Cappeln. Arnts. Glücköburg. Graven-stein; Magistrats - und Deputirten - Kollegium in Haderöleben. Magistrat der Sladt Tondern. Ver-tretcr der Stadt Hiisum. des Fleckens Brcdlstedt, Amtsversammlung und Vertreter in Husum, Ver« trelcr der Stadt Garding. der Stadt Tönning, der Sta^t Schleswig. Eckernförde, der Landschaft Feymarn. Die Node des Papstes. Der Wortlaut der wiederholt erwähnten, gegen den Kaiser von Rußland gerichteten Rede. welche der Papst kürzlich in der Propaganda gehalten hat, ist nach der »Eivilta Cattolica" folgender: „Ich halte für augemessen, an dieser Stelle mei-ncn Schmerz über eine Nachricht auszudrücken, von welcher die Zeitungen reden, die ich aber nicht glau-bcu will, so lauge dieselbe nicht durchaus bestätigt seiu wird. Indessen w'll ich meinen Schmerz in Gegenwart einer so zahlreichen Zuhörerschaft uicht verbergen, damit ich nicht eines Tages sagen muß: „V.lü mil»!, «zum lucui!« („Wehe mir. daß ich geschwiegen!") Es gibt in Europa einen mächtigen, der katholischen Kirche nicht ungehörigen Souverän, welcher den unbesonnenen Aufstand eines Theiles seiner Unterthanen zum Vorwande nimmt, um in den aufrührerischen Provinzen den katholischen Glauben auszurotten. Er hat das Necht, diese ungesetzliche Rebellion zu hindern nnd zu unterdrücken; aber seine Unterthanen, selbst Diejenigen, welche sich irreleiten ließen, haben daö heilige und unverletzliche Recht, ihrcu Glauben zu bekennen. Nein! das heißt nicht, die Treue eines Volles gegen seinen Fürsten befestigen, wenn mau den Katholizismus verfolgt; diese Treue ist ja eiuc Tochter der Gerechtigkeit, welche die Kirche ihren Kindern gegenüber jeder legitimen Autorität znr Pflicht gemacht. Den Katholizismus verfolgen, um einen Aufstand zu dämpfen, ist also nicht allein nngcrecht, es ist nnsinnig. Man theilt nus einen Zug jener Verfolguugswuth mit, der die Handlungen der eingefleischten Feinde des Christen» lhums noch überbietet. Jene tödteten die Gläubigen, das ist wahr; aber sie ließen sich nie in den Sinn kommen, a» Stelle der Päpste die geistliche Gewalt zu verleihen oder zurückzunehmen. Es hat sich nun aber das Gerücht verbreitet, daß eiu katholischer Vi' schof der Gerichtsbarkeit über seine Diözese berankt worden sei. als ob die geistliche Gewalt irge»^ einer welllichen Macht unterworfen wäre, so hochgestellt man diese auch glauben möge. Die katholische Kirche hat diese Autorität vom Erlöser empfangen, sie übt dieselbe als ihr eigenthümliches Nccht aus, und Diejenigen, welche ilire Verwalter sind, üben diese Autorität über dte Gläubigen stets mit gleicher Wirkung aus, ob sie unangefochten auf ihre» Bischofsllüulen sitzen, oder gefesselt in den Kerkern liegen, oder gc-zwungen sind, sich in den Katakomben zu bergen." Oesterreich. Graz, 7. Juni. Se. k. k. Apostol. Majestät habe» mit aUerh. Entschließung vom 12. April zur Erweiterung des Schulhauses in Fohnsdorf. Bezirk Iudenburg. den Betrag von 1000 st, ans der Werkö-lasse des dortigen k. k. Vcrgamtes bewilliget, nnd hat das k. k. Finanzministerium zu demselben Zwecke einen Vetrag von 1000 fi. anS der Fohnsdorfer Bergarbeiter-Vruderladökasse zn entnehmen gestattet. Görz, 4. Juni. Statt des Grafen Collorcdo^ Mels. der aus Gesundheitsrücksichten das Ann eines Podest« nicht wieder annclnncn wollte, wurde Herr Dr. Visini zum Podest« von Görz erwählt. Aus Agram, 1. Juni. schreibt man der „T P." : Gestern nm 11 Ubr Nachts entzündete sich der Pnlvervorrath bei einem Büchsenmacher und Raketen-Fabrikanten in der Ilica. Durch die Gewalt der Explosion stürzte eine Wand des angrenzenden Zim-merS ein. worin der Büchsenmachergesellc Fr. Stnrm aus Ferlach lu Kärutcn mit einer Krainerin schlief. Die Unglücklichen konnten nur mit schwerer Mül'e auS deu Trümmern geholt werden. Fr. Stnrm er» lag unterwegs, als er in das Barmherzigen Spital getragen wurde, seinen Wunden, die Kralnerin aber verschied heute unter großen Schmerzen. Ein anderer Geselle kam mit Brandwunden davon. Die Ein-wohner des HauseS mußteu zum großen Theile bei den Fenstern des ersten Stockes mittelst Leiter her« ausgeholt werden, indem alle Gänge mit Pulver» qualm erfüllt waren. Ei» j'mgcr Kaufmann feierte an demselben Abende seine Hochzeit im Hause. Die schucll herbeigeeilt« Hilfe verhütete ein noch größeres Unglück. Iara, 2. Juni. I" Folge einer herabgel^ng. ten allerh. Entschließung ist den Anhängern der grle» chisch nicht-unirten Kirche in allen Orten Dalmatiens die religiöse Gleichberechtigung ertheilt worden. Innsbruck, 4, Juni. Der neugcwählte Bür< germeister Dr. Ritter v. Peer wurde mit kaiserlicher Entschließung vom 29. v. M. bestäügt, Hermannstadt, am 6. Juni. Heute wurde die Debatte über deu Amtssitz des zu errichtenden Obersten Gerichtshofes für Siebenbürgen fortgesetzt. Zehn Redner sprachen theils für die Negicrungöomlagc oder das Minorllätögulachlen (Amtssitz in Wien), theils für daö Majoritälsgutachten (Amtssitz in Sie. benbürgen), oder für Herberts Antrag (Ausdehnung der Wirksamkeit dcS Obersten österreichischen Gerichts» Hofes auf Siebenbürgen). Die Abstimmung wird mor. gen stattfinden. " Ausland. München, 4. Inni. Während seines nculichen Aufeuthalts zu Schloß Vcrg am Slarnberger See machte König Lndwig 11., wie bekannt, verschiedene Ausflüge zu Pferd in die Umgegend. Anf einem der« selben, zum Peissenbcrg. kam er in eine große Gefahr, die jedoch glücklicherweise ohne Schaden vorüberging. Als er nämlich an einer abschüssige« Stelle bergab ritt, wollte er ebeu seinen Paletot an> ziehen uud uahm. um dieß ohue Beihilfe zu thun, den Zügel des Pferdes in den Mund. Dieses aber wurde darüber scheu, riß deu Kopf unter sich und damit die Zügel dem Reiter aus dem Mund, der zugleich dadurch einen so heftigen Stob erlitt, daß er kopfüber herabstürzte. Zum Glück war der Boden weich, so daß der Köuig mit einer leichten Schramme an der rechten Wange davon kam. Altona, 2, Inni. Eine Deputation aus Stadt und Amt Tondcrn kam gestern hier durch, um ihren Weg zum König von Preußeu zu machen. Zweck derselben ist. Seiner preußischen Majestät die Ansicht des von ihnen (gerichtlich beglaubigt) vertretenen Di-stliktö auszusprechen. daß sie nur in einem ungrlhcil-ten SchleSwig'Holstcin lind im deutschen Bunde das Heil für ihr Vaterland finden könnten. Diese Deputation mnß nm so mehr in Erwägung gezogen werden, da die Einwohner des Amtes Tondern sogenannte FestlandSfriesen sind. uud gleichzeitig mit ihnen eine Deputation der Insclfriesen von Sylt, Amrum, Föhr dieselbe Reise machte. um dasselbe oder Aehn-lichcö auSzusprcchen. Man schreibt aus Veile vom 28. v. M.: AIS in Varde der dortige Zollverwallcr r>em österreichischen Militärbefehlshaber die Anzeige gemacht, daß eiugc-lroffeue 10 Fässer Ungarwein zu eiuem Bruttogewicht von 14 300 Pfd. mit 617 THIr. ^1 Sch. Nm. zu verzollen wären, erfolgte auf Deutsch die trockene Antwort: «Obige Steuer kann unter dcu gegenwärtige» Verhältnissen nicht berichtigt werden." Aus Paris, 4, Juni. wird geschrieben: Morgen begibt sich der Hof nach Fontaineblean, um zunächst drei Wochen in tiefer Zurückgczogeuheit, wie man in den Tuilerieu sagt, cn l>olil lik in China ein Zugestä'udniß zu machen. Jene «Gehclmratlis'VcfchIe" (Orders in Council), die eng-lischen Flotten- und Armee»Offiziere» gestalteten, in kaiserlich chinesische Dienste zu treten, sind zurückgenommen, um nie wieder erneuert zu werden. Kapi« tau Sherard Osboru ist mit seinem Geschwader nach England zurückgekehrt, lind der Vcfchl, dcr deu Ma> jor Gordon aus dem chiucsischen Kriegsdienst abrufen wird, ist unterwegs. Die englischen Schiffökomman-deurs in chinesischen Gewässern haben die strenge Weisung, sich auf die Vertheidigung der Vertrags-däfeu und eines Umkreises von etwa 30 englischen Meilen im Radius zu beschränken. Da diese Ent« schlüsse der Regierung bckauut waren, so verlief auch die letzte chinesische Debatte im Untcrhanse sehr fried« lich; es war keine Schlacht, uur ein Manöver. Die «Times" scheint mit der Nachgiebigkeit der Negierung nicht sehr zufrieden. Sie spottet über die musterhafte Nicht-Interventions-Haltung, die England jetzt in China einnehme, und möchte gerne wissen, ob die Ad< iniralilät auch die Weisung erlassen habe, chinesische Piraten nicht zn stören. so lange sie sich damit begnügen, chinesische Kauffahrcr auszuplündern. Nach Vcrichten aus Tnniö vom 28. Mai war der Abgesandte, welchen der Chef der Insurrektion an den Bey gesandt, wieder iu das Lager von Cephas zurückgekommen. Der Bey hatte keine offizielle Ant« wort auf die Denkschrift ver Insurgenten geben wollen. Doch hatte er offiziös versichern lassen, daß er zu Konzessionen bereit sei. Ueber die Enllassuna. des Kasnadar hatte er sich uicht ausgesprochen. Die Chefs der Ilisurgeuleu wurden durch diese Antwort uicht befriedigt, und dieß um so weniger, als man bereits im Lager wußte, daß der Kasnadar den Kald der Medjecrs gcl>ungen hatte, um den Chef der Insur-gentru. den sogenannten Vcy der Verge, zu ermorden. Die InslN'gclitcll halten noch keine weiteren Maßregel» ergriffe». In Tuniö glmil'tc nmn abcr liicht mehr an die Möglichkeit einer Versöhnung zwischen dem Vey uud deu Insurgenten. Mal- und ProvinM-Nachrichten. Laibach, 8. Juni. Heute Nachmittag um 4 Uhr findet die Sitzung dcs Gemcindcrathes. Vchufs der Wahl des Bürgermeisters Siatt. — Gestern Mittag ist die Irau dcs Bezirks» adjunkten Herrn Schega in Lillai. als sie mit der. ihr jüngstes Kind tragenden Amme am Savenfer spazieren ging. plötzlich in den Fluß gesprungen und bald darauf als deiche hcrausgezogeu wordeu. — Die Krcdltoren.Ausschüssc der Paul u. Putzer', scheu Ausglcichömasse schrillen bei dem obersten Ge» richtShofe um Delcgirung des k. r. Wiener Handels« gerichleö statt des Krcisgerichles Cilli zur Durchfüh-rung des Ausgleichsverfahrens über daS Vermögen dcs Herru Paul Putzer v. Neibegg ein. Dieses Gesuch wurde vom obersten Gerichtshofe nicht bewilligt, weil durch eine Dclcgirung Niemandem ein Nachtheil zuge-fugt werden soll. der ihn ohue dieselbe uicht getroffen halte, dieses alier der Fall bezüglich der circa 000 Arbeiter sein würde, welche ihre Forderungen in dem thuen so eulferulcu Wien, statt in dem so nahege« legeuen Cilli anmelden müßleu. Zu bemerken ist. daß der Aklivstand bei der Zahlungseinstellung mit 1.294.70« fi., der Passivstand mit 1.188.300 fi. an. gegeben war. Auf Wien mit den übrigen 37 uieder. österreichischen Gläubigern entfallen Forderungen per 697.820 fi., auf die 7 Gläubiger ln Tirol 229.120 fi.. auf Trieft mit 9 Gläubigen, 94,801 fi,. auf Gteier« mark mit 80 Gläubigern 58.058 fi., auf Karinen mit 4 Gläubigern 18.717 fl. — Vorigen Montag fand iu Graz eine Vcrsamm« lung von etwa dreißig Herreu Statt, welche eine Vorbesprechung zum Zwecke der Gründung cineS stcicr-märkischen Vereines zur Förderung der Kuustindustric hielten. Herr Graf Mcrau führte den Vorsitz in die« scr Versammlung. Es wurde am Schlüsse emer ziem» lich bewegten Debatte ein Komilci gewählt, welches die Aufgabe hat, die Statuten des zu gründenden Vereines endgiltig zu bcratheu und die daS gedeih-l!chc Zustaudlkommeu desselben fördernden Voranstal-ten zu treffen. — Steiermark gehört zu jenen Kronländern, welche ein verhältnißmäßig großes Kontingent bisher für die kais, Akademie der Wissenschaften in Wien licferleu. Seit der Gründung derselben im I. 1847 wurden theils uon Sr. Majestät dem Kaifer im ersten Jahre ernannt oder durch freie Wahl der Mitglieder bezeichnet, folgeude dcr Geburt uach Steiermarl au. gehörige Gelehrte, bei der philosophisch-historischen Klasse: Josef Diemer, geboren 1807 iu Slaiuz; srauz Mlklosich. geb. 1815 zu Luttenbera.; Anton Freiherr v. Prokesch Osten, geb, 1795 iu Graz; Josef Ritter v. Kudler. geb. 1787 in Graz. ^ 1853; Josef Freiherr v. Hammer« Purgstall, geb. 1774 iu Graz. ^ 1856; Josef Warliuger, geb. 1773 iu St. Stephan bei Slainz. ^ 1861. Bei der mathcm.l. tlsch.pliysikalischen Klasse: Franz Ungcr. gcb. iu Amt-Hof bei Lculschach 1800. Kärulcu angcliörig sind: Gottlieb Freiherr v. Ankersbofen, geb. 1795. -j- 1860 lliio Josef Stcfliu. gcb. 1835; Krai» zählt drei Na-men: Franz Eolaucr, g,l>. 1798; Marian Koller, geb 1792 und Heim ich Freyer, geb. 1802, (Tgp.) «,. . ^ ?.^ Redaktion des Agramcr belletristischen Blattes »Nasegorclist" hat von der Polizeibehörde auS Anlaß des iu das Gebiet der Politik hinübergreifen-den Artikels: .Der Traum des Pozorovic", die zweite Verwarnung erhalten. (Rinderpest.) Seit dem Veginne der Rinderpest in Zivil«Kroatien und Slavonien sind in den zn 5 Komilaicn uud 5 königlichen Freistädte» gehörigen 122 verseucht gcwlscueu Ortschaften bei einem auf. genommenen Gesammtbc'standc von 35 563 Stücken Großhoriwiehcs im Ganzen 7319 Stück erlraukt. hieuon sind genesen 1360 Stück, gefallen 3707 Slück^ Eingebornen sorgfältig gesammelt uud nebst einer in demselben Vaum sich findenden und den Namen l?o-Panc führenden Raupe aufbewahrt wird. Ein Paß in den Vamardschcrato-Vergcn hat beu Namen Mana» kalongive oder Einhorn-Paß erhalten, nach einer großen eßbaren Raupe mit einem aufn'chlstchc»den hl'rnarligeu Schwanz, die in der Umgegend dieses Passes sehr häufig vorkommt, uub die Kinder des «roßen Reisenden aßen ziemlich gern eine andere große Nanpe. welche die Eingeborncn ibnen gaben, wenn es im Lager an Fleisch mangelte. Pie großen, fetten, weißen Würmer, die man ihm Kobl dcs Sagobaums findet, werden iu Ostindien gegessen; alle eßbaren Naupcu aber müsseu deu Ehrenplatz dem Grovgrov oder Palmwurm einräumen, der vom Saft eiuer Art Palme lebt, uud so groß und dick wird wie dcr Daumen eines Mannes. Er wird erzeugt aus dem El des schwarzeu Rüsselkäfers, und hat, wenn gc< kocht und mit Vutter und Salz gebraten, das Aus. sehen einer kleinen Wurst. Kapitän Stcdmau erklärt, baß der Geschmack dcs Palmwurms eiuer Mischuug aller Gewürze Indlcus gleichkomme; aliein Von Sacf ^Ulthmaßt. daß der Kapitän den Wurm iu seiner heimischen Einfachheit nicht gekostet habe. wenn er lallt: er habe ziemliche Achulichkeit mit sehr zartem Vcark. Die Siamescn sind Liebhaber von Spinnen-^leru und brauuen Graslmpfcrn (bei uus cbcufalls Heuschrecken genannt), und die cgyplischen Fraueu ' >en Käfcrlarvcn, um jene vollkommene Flcischesfülle zu erlangen, welche au deu Ufern dcs NilS als hoch- ster Begriff der Schönheit gilt. (.Necht quammig, quappig. daS bezahlen mit hohem Preis die Orleu-talcn". läßt Gölhc im Faust reu McplMopheles sagen.) In Europa steht die Insrklenesserei »icht iu Gunst, dennoch aber sino Insekten gegessen worden, wie auch einige Tealotallers '), medizinischer Zweckt balder, Branntwein zu sich nehmen. Der Herzog Vazilourßy befahl seineu Unterthanen in Moskau: sie sollten ihm eine Maß voll lebender Flöhe schicken damit er einen Heilungsoersuch ausführen könne. Die Aürger lleßcu, statt die Flohe zu senden, ihm sagen: er verlange eine Unmöglichkeit, da. wenn sie auch, was höchst unwahrscheinlich sei. eine solche Anzahl in ihrer saubern Stadt sammclli könnten, sie doch dieselben uicht zu messen vermöchten, «weil die Flöhe hcrausspringen würden." Vazilourtzy sprach sie ln Folge dcsscu von ibrer animalischen Kontribution los, befahl aber den Bürgern ihm dafür siebentausend Rubel zu senden.. *) D, h, solche Leute, die grundsätzlich kein anderes Getränt zu sich nehmen als Thee. Die Zuavcn uehmen bekanntlich Katzen in den Krieg mit. Die Dänen haben eine andere Eigeu> chümlichkcit. Sie scheinen so passionirte Kegelschieber z»> scin. daß sie ihrem Kriegsgepäck auch Kegel bei-legen, um sich iu freien Slunden mit Kegclschlcbei, amüsircn zu rönnen. Unter den Gefangenen, welche dieser Tage uach Prag lamcn. sah man einige solche Kcgelträgcr. und der Keule sind anlicim gefallen 250 Stück und 2 Stück sind noch krank verblieben. Es ergibt sich sonach dortlandS ein Gesammtverlust von 5957 Stücken Großhornviehcs. Wiener Nachrichten. Wien, 7. Juni. Gestern fand im Justizministerium die erste Siz« zung dcr zur Beratliung des neuen Strafgesetzen!« wurfes für die Einführung dcr Geschworneugerichte in Oesterreich berufenen Kommission von Fachmännern Statt. — Vcim Kriegsministerium wird eine eigene Kommission zusammengesetzt weiden, welche sämmtliche Gutachten der verschiedenen HaudelSkammern, die über die Möglichkeit uud Nützlichkeit der militärischen Verpflegung im kaufmännischen Wege eingeholt wor« den sind, zu überprüfen uud eventuell ein hierauf bezügliches Normale festzustellen hat. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Verlin, 6. Juni, Die «Nordd. Mg. Ztg.« glaubt verbürgen zu.können, daß in d,r letzten Kon» ferenzsitznng preußischerscits die Grenzlinie Apenrade uach der Westküste hin als letzte allenfalls annehm« barc Bedingung bezeichnet worden sei. Bei dcr Stimmung der Bevölkerung gegen eine Theilung Schleswigs und bei der Unbereitwilligkcit der neutralen Mächte dieser Stimmung Ncchnuug zu tragen, baben die deutschen Großmächte wohl nur die Politik zu befolgen, in den befreiten Herzogthümern zu bleiben und abzuwarten, wer sie daraus vertreiben wird. Verlin. 6. Juni, Prinz Friedrich Karl ist heute nach Schleswig abgereist. Dresden, 6. Juni. Das heutige „Dresdener Iourual" meldet: Erbprinz Friedrich von Augusten-bürg ist heute Vormittags aus Dol^ig hier eingetroffen und liat dem Könige einen Besuch abgestattet. Hannover, 6. Iuui. Iu der heutigen Sitznng dcr Dcputirteukammcr crtlärtc der Instizministcr: Dic Bevollmächtigten Prcußcus, Oesterreichs und dcs Bundes crstrcbcu auf dcr Konferenz die Loötrcnnnua. dcr Hcvzogthümcr von dcr dänischen Krone, dann dic ungctrcnutc Vereinigung derselben in ciucn unabhän-gigcn, dem dcntschcn Bunde cmzuvcrlcibcudcu Staat uutcr dcr crblichcu Souvcrainctät dcr Augnstcnburgcr. Hamwucr schließt sich dicscn Bemühungen an, vertraut dcr Kraft dcö vcl'ciittcn Deutschlands, dem Gerechtigkeitsgefühle dcr ucutralcu Mächtc, und hofft Erreichung dcS Zieles, annehmbare BcdiiMugcn im Wcgc dcs Friedens. Haderslcben, 0. Ilini. Auf dcr Anhöhe von Bocghocvcd bci Hadcrslcbcu beschloß ciuc Vcrsamm>-luug von 6000 Nord-Schlcöwigcrn dic nachfolgende Erklärung: Dic von dcn Bevollmächtigten Frankreichs und Englands in dcr Londoner Konfcrcnz vorgeschlagene Thcilllug Schleswigs widerstreitet uuscru 'wichtigsten ^cdcusiutcrcsscn. Wir lictrachtcu sic als das größte Unglück, das uuö treffen kaun. Wir wollen nimmer von Schleswig abgcschuittcn und Dänemark ciuvci> leibt werden. Kopenhagen, 5. Iuui. Die „Bcrliug'schc Ztg." von gestern Abends schreibt: „Es sci Grund zu bezweifeln, daß Däucmart cö war, welches iu der lctztcu Konfercnzsitzung den englischen Vermittlung««. Vorschlag ablehnte. London, 7. Juni. Im Unterhanse wurde Pal-merston wegen dcr Negieruugspolitik heftig angegriffen. Eine in Kopenhagen angekommene Adresse aus Jutland zieht den Krieg der Abtretung SchleöwigS vor. Itew-Fjork, 20. Mai. General Grant ist vor« gerückt, um^ee zur Räumung von Spotsyloania zu nöthige». Es haben mehrere Engagements stattgefunden, aber keine allgemeine Schlacht. Lee hat sich zurückgezogen und eiue starke Position zwischen den Flüssen Nord- und Süd-Anna eingenommen. Markt- und Geschäftsbericht. ! Neustadt!, 6. Iuui. (Wochcnmarkt - Preise,) Weizen pr. Mctzen fl. 5.16; Korn fi. 2.70; Gerste fi. 2.32; Hafer fi. 2.10; Halbfrucht fi. 3.32; Heiden fi. 2 80; Hirse st.^_.__; Kukurutz fi. 3.— ; Erdäpfel fi. 2.—; Linsen fi. 6,40; Erbsen fi. 6 40; Fisolen ft. 5.20; Ninds-schmalz pr. Pfnnd kr. 45, Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr. 30, dctto geräuchert kr. 35; Butter kr. 40; Eier pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr, 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 23, Kalbficisä) kr. 26. Schwciucficisch kr. —, Schöpsenfleisch kr. 17; Hahn» ocl pr. Stück kr. 25. Taube» kr. 13; Hcu pr. Ztr. st. 3 — . Stroh fi. 1.40; Holz, hartes, pr. Klafter fi. 6.30. dctto weiches ss, —.-; Wem, rother, pr. Eimer fi. 4.50, dctte weißer fl. 3.50. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. DruÄ uud Verlag vpn Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. 5Rs Vö^IküIlkl^!. Staatsfonds fest und unverändert, 1864er ctwaS matter, Erediilosc cibcr um "/.//o höher. Industncp'piere beliebt und faü durchgchcndS um 1 bi'S 2 fl., Norbbahn-Wien, ^^^^ ^,„ 2«/« theurer. Wechsel auf srembt Pl^he und Comptantcn uni .In.n Vruchthcil sie,.r. Geld al'ondaut. Geschäft sehr brschiänll. Veffentllche Hchuld. ^. des Stnatts (für 1l)0 st.) Geld Waar, In österr, Währung . zu 5"/„ 63.70 68,80 57« Anleh. v. 1861 mit Nückz.'/» 97.40 !>7.60 ohne Mschmtt 1864 '/, . . 96,40 96 60 Silblr-Anlchcn von 1864 . . 87.85 88 — Nat-Anl.mitIün-Eoup. zu5"/» 80.30 80.40 „ ., „Apr-Coup. „ 5 ,. 80.ii5 80.30 Metalliqncs....., 5> „ 73.— 73.10 dettu mit Mai-Coup. . „5„ 73.15 73.25 d.tto......„ 4z„ 64.80 65.— Mit Verlos, v. 1.1839.....156,25 156.75 .. .,.,1854..... 91.75 92.- „ .. „ „ 1860 zu 500,1. 96.50 96.60 „ „ „ 1860 „ 100.. 98.25 98.40 ., .. „ 1864 .. ,. ., 94.60 94.70 Como-Ncutcüsch zu 42 1^. i>u«tr, 17.50 18.— Ii. der Kr<,in!>»nder (sür 1<»<1 st.) Gruüdlittlallilügg-Ol'lig.itionfn. Niedcr-O.st.rnich . . ^u 5°/, 88.75 89.25 Obir-Oesterreich . . „ 5„ 88.— 89.— Salzburg . . . . „ 5„ 85.50 86.— Böhmen ......5., 95.50 96.50 Geld Waare Steicrm.Mrnt. u. Kram, zu 5°/» 88.75 89.25 Mähren .... „ 5 „ 94.50 95,— Schlesien .... „ 5 ,. 89.— 90.— Ungarn.....„ 5 „ 75.— 75.60 Temcser-Äauat . . ., 5 „ 7330 73.9^! Kroatien und Slavonien „ 5 „ 77.7.'i 78.25 Galizien .... „ 5 „ 73.90 74.50 Siebcnl'ürgln.....5 „ 72.50 73.— Bukowina....., 5 „ 72.50 73.- ,. m. d. Verl.-Cl. 1867 „ 5 „ 70.90 72.40 VenetiauischcS Slnl. 1859 ., 5 „ 95.— 96.-Aktien (pr. Stück.) Nationalbank......785. - 787.- Kredit-Anstalt zu 200 ft. ö. W. 195.60 195.80 N. 5. (5scom.-Ges. z. 500 sl. 5. W.600.— 602.-K. Ferd.-Nordb. z.1000fl. C. M.1798.-1800 -Staal6-(5is.?Gcs. zu 200,1. CM. odcr 500 Fr......183.— 183.50 Kais. Mis.- Vahn zu 200 ft. (M. 131.25 131.75 Süd.'üordd.Aert>-!U.20O „ „ 122.30 122.50 Süd. Staats-, lombardisch-vene- tianische und ccntral-italienische Gif. 200 fl. o. W. 500 Fr. 249. - 850.- GeldWaare Gal. Karl-Ludw.-V. z. 200 ss.CM.229.— 229.50 Oest.Don.-Damvfsch.-Wes. Z^ 446.— 448.— Oesterreich. Lloyd in Tricst Z ^ 23^.— 240.— Wicn. Dampf»,.-Äktg.500fl.ö.W. 450.— 470.— Pestcr Kettenl'riickc .... 372,— 375.— Aöhm. WcNb^hn zu 200 fl. . 156.50 157.-Thcisidahn-Mlitn zu 200fl. C. M. n>. 140 fi. (707«) Einzahlung 147.— —.— Pfandbriefe (für 100 fl.) National-/ lOj^hrigc v. I. ba»f auf > 1857 zu . 5°/« 101.— 101.20 (5. M. ) v.rlol'l'aic 5 „ 90.50 91.— Natiunalb.auf ö.W ^rlosb.5 .. 86.40 86.50 Ungarische Vodcii-Ki'cdit-Aüslalt zu 5'/. pLt.....85.50 86.- iiose (pr. Stncl.) Kred.-Anstalt füv Haudcl u. Gcw. zu 100 si. «st. W. . . . 13l.40 131.60 Don.-Dmpfsch.-G.zu100fi.CM. «8.— 88.50 Ttadtgem. Ofen .. 40 „ ö. W. 2«.50 29.— Werhazy „ 40 .. CM. 96.- —.— Salm .. 40 .... ,. 31.2t. 31.75 Geld Waare Palffy zu 40 fl. CM. . 29.25 29.75 Clary „ 40 .. ,. . 28.— 28.50 St. Glnuis .. 40 „ „ . 29.25 29.75 Windischgräh „ 20 „ „ . ^8.50 19.- Waldstein ., 20 .. „ . 19.50 20.— Keglcvich ,. 10 .. „ . 12.50 13.— Wechsel. 3 Monate. Velb Waare Augsburg für 100 ss. südd. W. 96.50 96.60 Fr.mkfurta.M. 100fl. detto 96.50 96.60 Hamburg, für 100 Marl Banco 85.70 85.85 London für 10 Pf. Sterling . 114.— 114.35 Paris, für 100 Fr^ilS . . . 45.25 45.35 (5ourS der Geldsorten. Geld Waare K. Münz-Dukat.» 5 ss. 44 kr. 5 st. 44zM. Krone» . . . 15 ,. 75 ,. 15 „ 78 „ Napolcousd'or . 9 „ 18 „ 9 „ 19 ,, Rufs. Imperials. 9 „ 41 ., 9 „ 42 „ Vereinsthaler . 1 ., 70j„ 1 ,. 71 „ Silber . . 113 ,. 50 „ 1l3 „ 75 ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wicn dm 7. Juni 1864. 5'/« Metalllques 73.— 1860-er Anleihe 96.40 b°/, Nat.'Anlch. 8040 Silber . . . 113.50 Vausaktic» . 785. London . . 114.20 Kreditaltien . 194.90 K. l. Dulaten 5.44 Ircmden-Hnieige. Den 6. Juni. Stadt Wien. Die Herrc»: Pawlik, Forstbeamtc; N^thel und Vartliclmä, Handelsleute, vou Gottschee. — Krakcr, Privlit. von Stryr. — Keklwerth. Pn-vat, lind Syr, GutSbssiher, von Wien. — Nü-denbcrg, Kauflnann. von St. Gallen. — Schu-sislschiz), f. k. Hauptmaun, voll Trieft. Elephant. Die Herren: Orler. Handelsmann, und Mallen! von Udine. — Lcskuvil). Postmeister, von Ivria. — Baron Roschih. GntSbesißcr, von 9isuoorf. — Kren», f. s. Obcrlieutenant. von Klagmfurt. — Martini, Handelsmann, von Mai» land. — Fr. FranziSka v. Fichtenau von Tricst. Wilder Mann. Hcrr Gutrath Cdler v. Puchsttin von Marburg. Naierischer Hof. Die Hcrrrn: Sandrinclli von Trieft. — Pobobnik, Privat, von Idria. Mohren. Die Herren: Kollmaim, Kaufmann, vo» Stain^. — Mauch. Ciuil-Ingmienr, von Wien, (NN3—3) Nr. 1240. 3. erekutive Feilbictung. Nachdem auch zur zweiten Feil-dietungötagsatzung der dem Martin Kopnvc gehörigen Grundparzellen sammt Mühle kein Kauflustiger er« schienen ist, so wird in Gemaßheit des Ediktes vom 8. März l. I., Z. l24tt, am 20 Juni 1864 zur dritten und letzten Feilbietung geschritten werden. K. k. Landesgericht Laibach am 24. Mai !«64. (1095—2) Nr. 3836. Kuratelsvelhängung. Vom k. k. städt. dellg. Vezirksge-tichle zu Neustadll wird belanot gemacht, daß das hochlöbliche k. k. Kreiögerich! zu Ncusladll mlt dem hohen Erlasse vom 17. Mai 1804. Z. 930, den Franz Hl,ö-wodn uon Nnlerlafonnil) wegen Vc» schwendllng unter Hfliratel zu sehe» lie» funden hade, und daß demselben Johann Pckeh von Iurendorf als Kurator bestellt wuroe. K. l. städt. deleg. Äezirksgerichl Ncu< stadtl den 27. Mai 1864. (1101—2) Nr. 1542. Grckutive Feilbietullss. Von dem k. k. VeziilSamle Tscher> ncml'l. als Gericht, wird hlemit dekannt gemacht: Es sei über baS Ansuchen der Finanz« Prokuratur von Laibach, gegen M^tliiao Stnckel von Nugliettendorf Nr. 9. wl> gcn, aus den Vergleichen rdo. 12. August 1«62. ZZ. :'>ii8« u»d 3384. schuldiger 132 fi. öst. W. «. «. <:. in die tkclutim öffentliche Versteigerung der dem lohten, gehörigen. r, m!t dem Anhange bestimmt worden, baß die fril. zubietende Realität nur bei der lchttn Feilbietnng auch uuter dem Schätzung,?' wcrlhe an den Meistbietenden hintaii' gegeben werde. Das SchälMigsprolokoll. der Grund« buchsertrakt und die Lizitationsbeding» liisse können bei diesem Gerichte in den gewöhnlichen Amtsstnnden eingesehen werden. K. k. Vezirksamt TschernembI, alö Gericht, am 18. April 1864. I Herren L 1« WIüOT 4 ©Omp9 I in Laibach. I Wien, am 22. April 1864. I Geehrte Herren! g Die von Ihnen mit der Zuschrift vom 12. Jänner d. J. zur jg Prüfung; und ISeuutachtiiiig vorgelegte Mais-Kolbcnrebelmaschine g? für den Handbetriel) zeichnet sich nach dem Urtheile der Ver-g eiiLsabthcilung' iür Mechanik sowohl durch Einfachheit der S Construction, als auch durch den sehr billi«; gestellten Preis | aus, und kann somit den die Mais - Cultur betreibenden Landwirthen bestens empfohlen werden. itiefccröjicrr. (ßcwttbc-Tßcve'm., 1 Der Präsident: (1078-3) Ad. Ritter v. Burg. | Vom 8. d. M. an. beginnt im Gast. l>ansc „zum Gärtner" in der Graoischa H.'Nr. 30 lä'M-h uo» l0Uhr Vormittags dis 8 Uhr Mciids fortgesryt ein Dcst-Kcgclschcil,en Statt, wobei 3 Veslc m Dukaten, ansge» schoben wcrdcn. DaS Nähcrc dortselbst. Um zahlrcichril Znwrilch bilttt (1099-2) AnlvN Nasgvtt. (1074—2) Das Hans Nr. 94 anf dcr St. Pctcrsvorstadt, bestehend aus 8 Zimmern, 3 Keller nebst Hof und Brunnen, ist aus freier Hand billig zu verkaufen. Das Nähcrc beim Hauseigcnthii. mer daselbst. (2441-27) Der getreue st e Freund. Hollcmmy's Salbe. Jedermann, der iu kei» Vesil) dieses Mittels gelangt nub scilie Allwelidung ^u handliciben versteht, ist sicher dcr Arzt seiner Familie. Wenn die Symptome der Hcuitkrankhtiteu bei einem Familiengliede zum Vorschein kommen, oder mll Schilleren. Geschwülsten, Halslchmerzln. Astlima odcr welcher auch immcr all-dsien Art ocr Krankheit eine Person bllastet wird, so ist sie am schnellst,,! und sichersten durch deu beständigen Gebrauch dieser Salbe vou allcu diesen Uebeln wleoer defreit. Es hat sich noch kein Fall ereignet, daü duich Anwendung dieser Salbe Fußwiindeu und Vllistgeschivnlste nicht grheilt worden waren. Tausende Menschen j.dcs Allers wurden onrch dieses Mittel wieder bergestllll. nachdem viele von ilineu vou deu Lpitcilcrn, alS unheilbar erklärt, einlassen worden sind. — Wenn sich abtr die Wassersucht der Füße brmächliget. so geschieht die Heilung derselbe», am sicherste» dadurch, daß mau die Salbe und PiUeu zugleich iu Anwendung bringt Vrandwunden anf dem Kopfe, Kitzel. Blattern, kropfarlige Schmerzen oder ein ähnliches Uebel, verschwinden spurlos uuter dem niächligeu Einfluß dieser Salbe, wenn man nämlich die affectirten Stellen zwei» oder dreimal des Tages mit derselben gnt einreiht, und zugleich zur Reinigung deS PluteS die PiUeu einnimmt. Jene Hautkrankheit, denen die Kinder am meisten unterworfen sind wie: Kopf- und Gesichlökeusten. Pusteln. Krähe. Trockenheit dcr Haut u. a. m. sind durch dieses ausgezeichnete Mille! schnell erleichtert uud gcheill, ohne irgend ei»e Narbe oder andere Spurcu derselbeu zlnültzlilaffeu. Sowohl die Pilleu als anch die Salbe siud iu folgenden FäUeu gai'j besonders anwendbar: Ail^tst'ruiig. Hänbt Hämorrhuidln Rheumatismus Bücfcrkläht Hüftweh Schmerz,,, des .ssopfls Blattern Hl'ihücraugen „ d,S GcsichtS ^zr^lid Kälte und Mangel der W.nmt „ ai, bcr Seite Drilsenel'wciteruüg »l ircieiid einem Thcile dcr Or^ „ der Glieder (5n)slpelaS tremiläten Schnittwunbtu Fisteln am Vaucht KrlHite Arnstwarzen Skroftln ^ an den Nippen Kr.itzt Skoibut „ am Mastdacm Krebs Tic Doull'urclir Geschwülste Krnmmc uud varicöft Venen drr Veuenschc Anschwellunss («icht Fi'ßc ., Fleckt und ürcrestt^z Grind Luml'ago „ Geschwüre Hautl'lastü Nel'vni^ittern Wassersucht Hautkraufhciteu im Allqemcincn Pusseln Diese Salbe ist im Hauptgtschäftslocal zn Loudon. Nr. 244 Strand, "»d bei allen Apolhekern und sousti^cu Medicinhändlern allt: Welttheile zu habe». Hauvtu ieberlage bei Herrn Scrravallo, Apotheker in Trie st »»'v in Laibach bei Herrn V. Gggenberger, Apotheker „zum goldenen Adln am Kuudschaftöp>al). Hiezu ein Bogen Amts- und Intelligenzblatt.