Schristleitung: Ratbausgasse Nr 5 Ri. tl, >«tmnbaiu 6 Tf&ftnubc: 28(114 (alt In S»»>>. u ftttn->»«»' Ml 11—ltUlt boxn. H»n»IchrrH>«» »«kni Mtfit «tüdjfitittr, aomfslefc «i>-nikintgni »ich! lfrUitR4tt|l. ■ ■tUnkignngtii «»»l di, eRMlIong (tarn Srtcchaang der d>»Ig» f<0-irttOtfB »rtiilirtn rniMfle». — Pn tDlcBfrtolaiijett Ütcil-»achloi. Di« »Dr-llch« »»»,- rrffeui! Irtc» WittuKt »»» £«m*tag okraM. »odt>«rtaffeB.*,itf» 30 Rtt. Ar. VS HiM, Wittwo-V, 17 Aovemöer 1909. Verwaltung: Rathau«gasse Nr. S «». »|, InlfTttrtoR. vtzilgsdtdwquilgk» Durch Mt t'0Ä betogea! B'trltJiHtrtg ...KB-* . . . .» » 40 •»lUi'tng . . • . K UM «fit • I!lI »II Zaßelli«, >»« Hau» : M»il«Ik>ch .... ic ,-z, W :: k iz •oinJHHg . ... K u._ BUt« *ull«„6 traten sich »t, V«i»g«qed!ilire» »m tl« »thrr« V«I«i>»,ii«».««dtth,eii. äingetritnc >t» omil leitn di« |ut »dtcstrllaig. 34. Jahrgang. Eine Wendung? (Von einem hervorragenden Parteigenossen.) Die österreichischen Deutschen haben sich jahrzehnte als Stiefkinder der Dynastie gefühlt. l$e war unfaßbar, daß ein deutsches Hau«, die Nachkommen deutscher Kaiser, sich von denen sollte abgewendet haben, die desselben Blutes sind und die seit Jahrhunderten die Länder deS heutigen Staates Oesterreich mit Gut und Blut erhalten haben und bis zur Stunde allen anderen voran deren Stütze sind. Jetzt aber durchflutet ein warmer Strom die Herzen des österreichischen Deutschtums. Es hat sich mit seinem Kaiser wiedergefunden. Die Sanktion der sogenannten Schutzgesetze der vier rein deutschen Kronländer und die kühle Be-Handlung der Demmission der tschechischen Minister waren die äußeren Anzeichen dafür. Und der ehrwürdige Herrscher hat eS auch an Worten nicht fehlen lassen, die dafür zeugen, daß er mit dem Herzen bei der Sache war. Gegen seine Gewohnheit hat er bei der Abschieds-audienz der unter dem Druck ihrer fanatisierten Volksgenossen au« dem Amte scheidenden tsche-chischen Minister Dr. Zacek und Dr. Braf unter Anerkennung ihrer sonstigen persönlichen Tüchtigkeit on ihrem demonstrativen Austritt scharfe Kritik geübt. Noch wertvoller ist der Ausspruch, den der Kaiser dem Bürgermeister Dr. Lueger gegenüber getan hat, dem er aus den Dank der Bevölkerung für die Sanktion der Sprachengesttze erwiderte, er habe dies gerne Die Arüder. Bon Emil Lucka. „Heute sind 'S fünfzig Jahre, daß ich hier bin," sagte Bruder Rupert zu Stephan, der ihm gegenüber saß. Die beiden Mönche hatten lange durch das offene Fenster des Kämmerlein« in den stillen, warmen Sommernachmittag hinausgesehen. Tief unter ihnen zog der Flnß vorüber, breit, ge-waltig, ganz mit leuchtenden Farben angefüllt, heut' wie vor fünfzig Jahren. „Und ich bin sechs Jahre nach dir gekommen," gab Bruder Stephan nach einigem Sinnen zur Antwort. Er war betagter als der andere und sein Rücken krümmte sich. Immer waren sie Freunde gewesen, nur sie beide, von den anderen hatten sie sich ferngehalten. Die Freundschaft stiller, verschlossener Männer war es: keiner hatte dem andern in all den Jahren von seiner Vergangenheit gesagt oder eine Frage an ihn gestellt. Wie ein heimliches Gelöbnis lag es zwischen ihnen, daß jeder sein Inneres bergen wollte. Und vielleicht war ihre Freundschaft durch diese Scheu stark geworden; denn, daß es ein Leid sei, was jeder für sich trug, das wußten sie beide, und in der Ehrfurcht vor der Vergangenheit des anderen lag der Gedanke an ein eigenes Schicksal. Rupert schien die Ruhe gesunden zu haben, die der Mensch braucht, um dem Tode entgegenzusehen; im Auge des älteren aber glomm es noch manchmal wie ein verzweifeltes Fragen auf, das doch nie Antwort finden wird. Es scheuchte die Klarheit immer wieder aus seiner Seele; halbe getan. Der Kaiser hat sich also mit voller Offenheit und Entschiedenheit auf die Seite der Deutschen seine« Staates gestellt. Das ist zwar für unser Volk noch keine Errungenschaft, aber immerhin kann e« eine Wendung in der politischen Entwicklung des österreichischen Deutschtums bedeuten, die hoch zu bewerten wäre. Der Kaiser und seine Deutschösterreicher haben sich wieder gefunden. Das bedeutet nicht, daß sie jemals nnt Bewußtsein und Absicht von einander weggestrebt hätten. Sie hatten einander verloren, weil sich staatliche Notwendigkeiten zwischen sie gelegt hatten. Die Okku-pation Bosnien« und der Herzegowina im Jahre 1878 war eine solche unbedingte staatlichejNot-wendigkeit. Daß die Deutschen in Oesterreich sie nicht al« solche erkannten und anerkannten, war politische Kurzsichtigkeit. Sie mußte sich umso schwerer rächen, als die Deutschen au« dem Grunde jedem Konflikt mit der Krone hätten ausweichen müssen, weil er nur Wasser auf die Mühle jener treiben konnte, die nach der Katastrophe von Königgräy die Erstattung de« StaatSwefen« durch die Heranziehung de« Slawentum« zu den R:gierung«gcschäften er-reichen wollten. Gelegentlich der Okkupation Bosnien« und der Herzegowina ist, da« muß offen eingestanden werden, der Herrscher bei den Deutschen auf kleinlichen Doktrinarismus ge-stoßen, der den Bedürfnissen einer Großmacht verständnislos gegenüberstand. Die Folgen blieben denn auch nicht an«: Mit dem Ministerium Hohenwart wurde jene Periode österreichischer Politik begonnen und mit Taaffe fortgesetzt, Nächte lang hörte man ihn in der Zelle auf und nieder gehen. Der alte Mönch war mit dem Leben noch nicht zu Ende. »Fünfzig Jahre!" wiederholte Bruder Rupert träumerisch. „Hier ist nicht« verändert; draußen aber stürmt das bunte Leben hin und hebt den einen hoch in seine Arme und stampft den an-deren in den Staub. Seit einem halben Jahrhun-derte habe ich nicht« mehr erlebt. Mein Schicksal hat den Riegel vorgeschoben, da ich jung gewesen bin. Jeden Abend sitze ich hier und schaue dem Strom nach, der nicht müde wird, und höre die Vögel unten und sehe, wie die Bäume im Frühling erzittern, wie ihr Laub dunkel wird und wie es wieder gilbt. Borher aber — da war ich selbst eine Welle im Strom und jagte in die Welt und war glücklich. Kurze Zeit war ich glücklich — kaum drei Monate lang. Das ist mein Leben gewesen, aber man darf das Leben nicht nach Jahren messen." „Ich bin länger glücklich gewesen — jähre-lang. Aber dann ist'S dahingegangen und manchmal wollte ich, ich hätte e« nie gesehen, das Glück I" Bruder Stephan preßte die Lippen hart auseinander und sank noch mehr in sich zusammen. „Ja, da« wollte ich! Denn das ist kein Glück, das in ein ganzes Leben Gift gießt! Wenn das Glück stirbt, so sollte es mit uns sein! Denn hernach wandelt sich alles in Bitternis." „Mir scheint es nicht so. Ich bin nnr drei Monate glücklich gewesen. Aber wenn ich an diese Zeit denke, so kann ich wieder von allem träumen. Und das ist schön." die bi« zur Zurückdrängung de« Deutschtum« und zur Verhätschelung selbst der kleinsten und bedeutungslosesten slawischen BolkSstämme führte. Die Politik, von übereifrigen Dienern viel weiter getrieben, alS eS der Herr jemals gewollt hatte, sie hat sich nicht nur nicht bewährt, fon-den, hat sogar dem Staate unsagbaren Schaden gebracht. Den slawischen Volkestämmen Oester-reiche fehlt, mit Ausnahme der Polen, über-Haupt jede« Verständnis für den Staat und sie besitzen so gut wie kein Gefühl auch für Dinge, die über den Kreis ihrer ganz speziellen Jute-ressen und Wünsche herausgehen. Die wüste Begehrlichkeit insbesondere der Tschechen hat die Deutschen in den Verzweiflung«kam;f getrieben und schließlich die ganze StaatSmaschine zum Stehen gebracht. Die Politik der Slawen-sreundlichkeit ist an ihrem Bankerott angelangt. In diesem Augenblicke hat eS em freundliche« Geschick gefügt, daß dasselbe Bosnien, da« vor dreißig Jahren den Kaiser und die Deutschen getrennt hat, sie wieder zusammen» führen konnte. Die Annexion im vorigen Jahre, diesmal von den Deutschen Oesterreich« verständSvoll aufgenommen, während die tsche» chischen Klofac mit den Serben hochverräterische Sympathien spannen, sie hat die ungeheuere Bedeutung, die da« Bündni« mit Deutschland für unsere Monarchie hat, in da« rechte Licht g-rückt. Dem Deutsch-n Reiche verdankt e» Oesterreich-Ungarn, daß e« die annektierte» Provinzen nicht nachträglich noch mit Strömen von Blut bezahlen mußte. Und diese unendlich wertvolle Hilfe de« Deutschtums draußen ist nicht ohne Rückwirkung auf die Bewertung des „Du kannst an dein Glück mit Freude zurück-denken?" „Es waren wohl viele Tränen dabei, vielleicht mehr Tränen als frohe Augenblicke, aber auch die Tränen sind süß gewesen. Ich bin geliebt worden und habe geliebt. Ich bin so geliebt worden, daß ich noch in meiner Sterbestunde Trost daraus schöpfen kann, und wenn es aus ist, dann weiß ich, daß ein Engel vor meinem ausgegangenen Auge steht, meine Seele in die Heimat zu führen. Es ist wahr — damals, vor all den Jahren hab' ich es nicht er-tragen können, daß sie ein irdisches Glück fern von mir finden sollte, und ich bin fast zum Mörder ge-worden. Aber drüben muß sie wieder an mich den-ken, das fühle ich, das weiß ich, sollte sie mich auch aus Erden vergessen haben." Hier schwieg der Mönch still. Er sah zu der Linde nieder, in der die Bienen summten. „Ob sie daS vergessen haben kann? Ich würde es nicht verstehen, aber das weiß ich gewiß, daß sie meine Liebe fühlt, jetzt, da sie drüben ist, und daß sie wieder an alles denkt, waS einmal war." Leise fuhr er fort: „Ich kann es nicht ganz begreife» — sie hat mich jedoch verlassen." Die beiden Greise sahen sich an. Nie hatten sie über Frauen gesprochen in all den Jahren. „Wie das doch ist!" sagte Stephan. Wir sind alt, und doch leiden wir noch an jener frühen Zeit, da Frauenliebe des Menschen Herz erfüllt." „Ich will dir sagen, wie es gewesen ist," fuhr Rupert fort. Ueber seine saltigen Wangen lief eine leichte Röte, er stützte die Sttrn in die Hände, die daS Auge verdeckten. „Es war eine so große Liebe Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 32 österreichischen Deutschtum« geblieben. Sie hat im Vereine mit jener Erfahrung, daß mit den slawischen Gernegroßen doch nicht zu regieren sei, die Wendung herbeigeführt, daß die Deut-schen Oesterreich« in ihrem tiefen Wert für den staatlichen Bestand und für die Kultur der alten Ostmark wieder erkannt worden sind. Damit ist die Zeit der tschechischen Erpresser-Politik abgelaufen. Eine bisher ungekannte Festigkeit ihren nimmer rastenden Bcgehrnngen gegenüber macht sich geltend und die Stützen de« hab«burgischen Oesterreich werden wieder da ausgerichtet, wo sie den festesten Boden finden, in der Treue und Kultursähigkeit der Deutsch.^. Hoffentlich sind diese Bestrebungen nicht vor-übergehe»de Erscheinungen, sondern bleiben auch die Leitmotive der zukünftigen Politik. Dann wird der Habsburgerstaat an der Donau noch immer stark, genug sein, um seine äußeren und inneren Feinde von sich abzuschütteln. Gegen den Amdsmann minister. Die uuschönen und den unlautersten Absichten entspringenden Angriffe gegen die Stellung des der-zeitigen deutschen LandsmannministerS und die Malerarbeiten gegen die Einrichtung des LandSmann-Ministerium« überhaupt, wollen kein Ende nehmen. Da sind die verschiedensten Kräfte an der Arbeit nnd Politiker, die sich wohl sonst entschieden gegen eine Jdeenverwandtschast verwahren würden, vereinigen sich hier in den unlöblichsten Absichten. Die Erscheinungen sind häßlich nnd nur ungern be-schäftigt man sich mit ihnen, aber es wäre ein Fehler, da« Treiben unbeachtet zu lassen, denn gar viele« steh« am Spiele, wenn da« erreicht wird, wa« die treibenden Kräfte au« den verschiedensten Lagern anstreben: Die Beseitigung des deutschen Land«-mannministerinm«. Da es nun mit dem Kampfe gegen den jetzigen Träger dieses Amtes allein nicht gut geht nnd damit da« Odium häßlicher Nebenabsichten gar zu deutlich in den Bordergrund tritt, so hat man es auch mit sachlichen Gründen versucht. Da ist min offen» sichtig zu Tage getreten, daß die Lente, die au« sachlichen Gründen angeblich gegen den Bestand eines deutschen Landsmannministeriums ankämpfen, von der Institution entweder gar nichts verstehen, keine blasse Ahnung von der nationalen Klein- und Schutzarbeit haben oder aber mit vollem Bewußtsein für die Slawen arbeiten. Da ist in einem alpen- zwischen mir und ihr, daß wir gar nichts mehr von der Welt wußten, seit dem Tage, da ich mein Gesicht schweigend aus ihre Hand geneigt hatte. Wir waren immer beisammen, wir brauchten uns nicht« zu sagen, wir fanden uns von selber, wo wir auch gingen. Da« dauerte drei Monate lang. Wir hatten uns jeden Tag noch lieber als am vorigen und doch fühlten wir beide, daß die Liebe nicht mehr wachsen tonnte. Da sagte sie: ..Hör' an! E« muß zu Ende sein! Ich wurde einst einem anderen versprochen, schon als Kind hieß ich seine Braut. Er liebt mich innig und ich kann ihn nicht betrügen. Er verlangt mich nun zur Ehe." Ich sah sie an, aber ich ver-stand sie nicht. Ich zog ihren Kopf an mich und dachte nickt, daß e« etwas Wirkliches wäre, wa« sie da gesagt hätte. Sie ließ mir ihren Kopf, aber ihre Wangen wurden naß, und sie weinte lange. Da kam eine Bangigkeit über mich, ich umfaßte sie und sprach: „Du bist mein." Sie gab keine Ant-wort, aber sie küßte meine Hand, und ich wußte, daß sie mein war. Dann erhob sie sich und ging zum Lasten. Sie zog einen Brief hervor, eineu Brief, den ihr ein Mann geschrieben hatte, und darin stand, daß er ihr immer treu gewesen wäre, seit sie sich ihm anverlobt hatte, und daß er sie bitte, seiner großen Liebe Gehör zu geben und sein Weib zu werden. „Ich habe ihn zehn Jahre warten lassen." sprach sie. „Wenn ich nein sage, kann es sein Tod sein." Da fiel ich nieder und klammerte mich an ihre Knie nnd hielt sie fest, damit sie nicht zu einem anderen gehen könne. Aber sie ging doch. Eine« Abends stand ich an einer dunklen Ecke, mit einer Waffe in der Hand. Doch sie war so ländischen, wegcn seiner Verbreitung „angesehenen" Blatte unter anderm zu lese» gewesen, in Kreisen deutscher Abgeordneter denke man jetzt ganz anders über die Institution des deutschen LandSmannmini-steriumS, und mit einem deutlichen Hinweis auf den jetzigen Landmannmittister wurde weiter gesagt, man vergesse dort über der Stellenvermittlung die wei-teren Aufgaben und verliere in kleiner Arbeit den Ueberblick über da» große nationale Ganze. Stellenvermittlung! Damit sollte wohl die Institution des Landsmannministeriums verächtlich gemacht und zu Boden geschlagen werden. Stellen-Vermittlung in dem Sinne, daß eS sich hier um Befriedigung rein persönlichen Strcbens, um Bestie-digung von Ansprüche», die im geradem Wege nicht zu erreichen sind, handelt; Stellenvermittlung, bei der sich der Leser auch gleich die Protektiou denken muß, nennt der Schreiber, um die angebliche Mei-nung deutscher Abgeordneter zum Ausdruck zu bringen, die Tätigkeit de« deutschen LandSmann-winisterinmS, die wir ihm als sein größtes Verdienst anrechnen möchten. Stellenvermittlung war es ja, aber eine Stellenvermittlung, die auch für weitere Jahre hinaus sich wirksam erweisen wird, in der Förderung nationaler Anliegen; eine Stellenver-mittluug, die nichts und gar nichts anderes im Auge hat, als deutschen Besitzstand zu wahren und ver-lorenen wieder zu gewinnen. Als Stellenvermitt-lung mit all' dem häßliche» Beigeschmack, wagt man e« eine Tätigkeit z« bezeichnen, die darauf hinaus-zielt. Stellen im Staate, die von besonderem Ein-flusse auf die nationale Lage der Deutschen sind, mit Deutschen zu besetzen! Als Kleinkrämerei will man es hinstellen, wen» Posten, die von ausschlaggebender Bedeutung für die Berufung und Einstellung deutscher Beamte» sind, mit Deutschen besetzt werden. Neben-sächlich unbedeutend erscheint eS diesem, angeblich im einiger Abgeordneter schreibendem Manne, wenn sich der dentfche Landsmannminister darum bekümmert, daß deutsche Anwärter für Staatsstellungen nicht wie bisher bei Seite geschoben, sondern auch berück-sichtigt werden. Darin zeigt sich ja eben der weite Blick, den der alpenländische Schreiber beim deutschen Landsmannminister vermißt, der Blick, der in die Zukunft sieht, und daS ist eine ersprießliche Tat, die in der Gegenwart alle« vorbereitet, damit auch in der weiten Zukunft dem deutschen Volke in Oester-reich deutsche Richter und deutsche Beamte gegeben werden. Häßlicher ist noch nie wirklich verdienstvolle Arbeit kritisiert worden, al« in diesem Falle. Es konnte aber noch nie soviel Kur sichtigkeit mit Schmähsncht verbunden konstatiert werden, als ge» rade in diesem Angriffe auf die Stellenvermittlung im deutschen Landsmanuministerium. Die deutschen Kreise in der Bevölkerung, die sich vielleicht weniger um Politik der Berufspolitiker, die eigentlich bei unS nichts anderes ist, als eine Politikkasterei, küm-mern, aber umsomehr um wirtschaftliche und soziale bleich und ihr Blick ging über mein Gesicht hin, ohne daß sie mich sehen konnte. Da ließ ich ihn vorüber. Seit der Zeit bin ich hier." Das Auge des Mö»ch« durchirrte die ferne Ebene, als sähe er dort etwas. In dem alten Lindenbaum sang ein Pirol; sein Lied floß durch die duftende Stille. Stephan blickte aus den kahlen Schädel des anderen. „Dn hast Untreue erfahren, das tut weh." Aber Rupert schüttelte heftig und abwehrend den Kopf. — „Ich bin glücklich gewesen!" „Und weißt du, was mein Gedanke ist bei Tag und Nacht?" sragte Stephan düster. „Ich sinne über ein Wort, über ein einzige« Wort, das mein Weib gesprochen hat. Es ist ihr letztes gewesen. Hätte sie es nicht geflüstert, ich wäre vielleicht ein ruhiger Manu. Aber so — alles ist hin, was sie mir geschenkt hat an Liebe, mir das eine Wort lebt noch, was damals von ihren Lippen kam. Und viel-leicht war ihr Geist schon wirr, denn gleich hernach ist sie gestorben. Das kommt wohl vor?" Rupert« Auge war in einem tiefen Feuer er-glommen und eS schien, als hätte er sich um viele Jahre verjüngt. Er nickte herüber. „Ich glaube, daß wir glücklich waren. Ich liebte sie sehr nnd sie — hätte sie mich wohl ge-nominell, wenn sie mich nicht geliebt? Sie war sehr schön und noch jung. Viele hatten ihre Hand begehrt, aber sie wollte mich zum Manne. Sie muß mich wohl geliebt haben?" Bruder Rupert sah ihm erstaunt ins Auge. „Du weißt es nicht gewiß?" „Natürlich weiß ich es!" Stephan sagte eS Anliegen ihres Volke«, wissen die Tätigkeit deS deutschen LandsmannministeriuniS besser einzuschätzen, und haben sich wohl auch für die Beurteilung dieser Tätigkeit einen freieren Blick und eine gerechtere Stimmung bewahrt, als gewisse Herren, die inmitten der — Politik stehen. Politische Rundschau. Die Krise in Ungarn. Am DonnerStag ist die Mehrheit der Unab-hängigkeitSpariei, die seit den l»tzten Wahlen (Jänner 19^6) besteht, flöten gegangen, da in dieser Panei eine Spaltung eingetreten ist. Eine Folge diese« Geschehnisse« war, daß die Stellung des Präsidenten deS Abgeordnetenhauses v Justh erschütteri war und er in der gestrigen Sitzung zweifellos ein Mißtrauen«-Votum des Hauses erhalten hätte. Justh war aber schlauer und Hai bereit« vor Beginn der überaus zahlreich besuchten Sitzung seine Stelle als Präsident niedergelegt. Mit ibm demissionierten beide Vizeprä-sidenten. Da« Ministerium dürfte kaum gehen, wenn gleich einige Verschiebungen nicht so ganz ausge-schlössen sind. Die Novellierung des Penfionsverfiche-rungsgesetzes. Der VerwaltnngSauSschuß der Allgemeinen Pensionsanstall für Angestellte hat in seiner Sitzung vom 9. l. M. über Antrag seiner Mitglieder, des kaiserlichen RateS Leopold Langer nnd des Vize-Präsidenten Alexander Kaiser, beschlossen, daß die Allgemeine PensionSanstalt demnächst an die Zentral-verbände der Interessenten und an eine Reihe von Fachvereinigungen mit dem Ersuchen herantreten soll, an der Hand eines von der Zentrale zu entwersen-den Fragebogens Gntachlen bezüglich der Novellie-rung deS PensionSversicheningSgcsctzcs abzugeben. Dieses im Wege einer schristlichen Expertise gewonnene Material soll im Zusammenhange mit den von der Zentrale und den Landesstellen bereits ge-wonnenen Erfahrungen zur Grundlage einer auf eine» kleineren Kreis eingeschränkten mündlichen Enquete sowie zur Ausarbeitung einer Denkschrift genommen werden. Aus dem windischen Lager. Ueber die weiteren Absichten der Südslawen gegenüber dem Kabinette schreibt „Slovenec": Die Regierung hat keinen AuSweg, denn die Slawische Union kämpft nicht gegen Personen, sie wird vom Kampfe auch nicht ablassen, wenn ihr Versprechen gegeben oder Personenwechsel vorgeschlagen werden. Die Slawische Union kämpft gegen das slawen-feindliche System und wird die Waffen erst dann wild mit einem Ruck des ganzen Körpers. Auch in seinem Auge leuchtete es auf. „Es muß doch so sein? Nicht?" „Du sragst? Ich begreife nicht, wie man da« frage» kann." „Ich frage nicht! Ich sagte e« dir doch eben, daß sie mich sehr liebte. Wir hatten ein Kind. Da sie e« hielt, weinte sie lange und auch noch später manchmal. Warum wohl? Alle Mütter weinen gewiß?" Rupert gab keine Antwort. Wa« verstand er davon? „Da« Kind war kränklich. Wir saßen nachte-lang bei ihm und es ging besser. Zwei Jahre wurde es alt. Dann starb es plötzlich." Bruder Stephan verbarg sein Gesicht und schwieg. „Du hast ein Kind verloren?" „Von da an liebte ich meine Frau noch mehr. Ich tat, was ich tonnte — aber sie hat seitdem nicht mehr gelacht. Täglich ging sie zu dem Grabe des Kindes. Sie verfiel und schien meine Liebe zu meiden. Bald konnte sie nicht mehr vom Bette aus-stehen. Ich mußte ihr Blumen von dem Grab« bringen, die sie stets neben sich haben wollte. Dann starb sie und ein Jahr später kam ich hierher." „Sie war jung?" „Ja. Es ist ja wohl so in der Natur gelegen, das Sterben. Aber — ich will es dir sagen, Bru-der Rupert. Vielleicht kannst du es bester begreifen als ich. E? war etwas sehr bittere« um ihr Sterben. Sie sah mich nicht mehr an und starrte immer zur Wand hin. Ich habe eS deutlich gehört: Bevor e« Nummer 92 aus der Hand geben, wenn dieses System fällt und wenn tatiächlich ein neues gerechtes Regime beginnt. — Die Slowenen sind wohl die letzten die über Unterdrückung und Ungerechtigkeiten zu klagen hätten. Oder sind vielleicht die Millionengeschenke der letzten Zeit an Slowenen auch Unterdrückungen? Wie sehr die armen Slowenen unterdrückt sind, zeigt folgende kaum glaubliche Nachricht: Der Unterrichtsminister Graf Stürgkh ließ in einer Wiukelansstellung slo-wenischer „Künstler" in Laibach um 2500 K Gemälde ankaufen, die auf Einschreiten des Abg. Hribar der Stadtgemeinde Laibach für die künftige städtische Galerie geschenkt wurden. Das ist der Dank für die slowenische Obstruktion, für die Lahmlegung des Parlaments! — Unter dem Namen „Handels- nnd Industrie-Aktiengesellschaft in Trieft" soll in Tuest ein slowenisches Unternehmen ins Leben gerufen werden, dessen Wirkungskreis sich aus alle südslo-wischen Länder erstrecken soll. Als Grnndlage hätte ein in Bosnien bereits bestehendes industrielles Unter-nehmen zu dienen. Das Aktienkapital soll vier Millionen Kronen betragen. — Der LandeSschnlrat in Krain hat beschlossen, daß di: Snpplentnren an den Mittelschulen des Landes nicht mehr wie bisher <■1 praesidio, sondern in Plenarsitzungen des Landes-schnlrates vergeben werden sollen. DaS bedeutet nichts anderes, als daß künftig dentsche Bewerber um Supplentenstellen von den deutschen Mittelschulen KrainS (zwei Gymnasien, eine Realschule) anSge-schlössen bleiben werden. 5as 50jäyr. AuSitäum des Schisser-Areiles kann jetzt ebenfalls begangen werden. Aus Anlaß des SchiUertageS von 1859 stiftete der damalige Prinz« Regent, später König Wilhelm I., durch Patent vom 9. November 1859 den Preis, um das An, denken des großen Dichters durch eine zur Förderung des geistigen Leben im deutschen Volke geeignete Stiftung zu ehren". Zu diesem Zwecke wurde für das beste, im Zeitraum von je drei Jahren hervor-getretene Werk der deutschen dramatischen Dichter-kunst ein Preis von 1000 Talern in Gold nebst einer goldenen Denkmünze zum Werte von >00 Talern Gold ausgesetzt. Znr Auswahl geeigneter Werke wird für jede PreiSverteilung vom Minister eine Kommission von neun Mitgliedern berufen. Doch bedarf die Erteilung noch der allerhöchsten Genehmigung. Diese Statuten sind durch den Erlaß vom 10. November 1901 geändert worden. Danach soll jetzt die doppelte Summe (6800 Mark) alle sechs Jahre zur Verteilung kommen. Zur Berück-sichtigung stehen dabei nunmehr alle diejenigen dra-malischen Werke lebender deutscher Dichter,' die in den letzte» IS Jahren biS zur Beschlußsaffung der Sommisson herausgegeben, ausgeführt oder besonders eingereicht wurden. Wird kein Werk des Preises au» war, lächelte sie — seit Jahren zum erstenmal — und flüsterte einen sremden Namen: Emmerich!" Aufgeregt stand Bruder Rupert, seine Angen waren groß wie feurige Sterne. Er sah über den anderen hin — „Klotilde!" Stephan sprang aus. Er hob fassungslos die Arme: „Ja, Klotilde — du — was weißt du — Langsam schien er zn ahnen. Ange in Auge standen sie. Ihre Blicke bohrten sich ineinander wie Geier, aie sich zerfleischen wollen. Ruperts Auge glühte dunkel, seine Nüstern wölbten sich auf, sein Atem ging in stürmischen Stößen, seine Fäuste ballten sich zu Krallen. Stephan starrte ihn offenen Mundes an. Er brauchte nichts mehr zu fragen. .. Wollten sie sich erwürgen, die beiden alten Mönche, die seit soviel Jahren nebeneinander gelebt hatten, geheimnisvoll einer zum anderen hin-gezogen, wie von der Ahnung eines Gemeinsamen bewegt, nnd die sich nicht gekannt hatten bis zu diesem Augenblicke? . .. Hell nnd laut rief vom Turme über ihnen das Angelnsglöcklein. Da sanken beide Männer langsam in sich zusammen, der eine am Fenster der andere beim Ttfch. Sie bargen das Gesicht in den krampf-erlösten Händen; ein schweres Stöhnen ging durch die Kammer. Unten sang der Pirol sein L ebeslied; die sinkende Sonne hatte sich mit all ihren goldig-roten Flammen im Strome ausgelöst, er trug seine Wellen langsam dnrchs Tal bis in die nebelerfüllten Fernen hinein, heute, wie immer. Deutsche Wacht für würdig befunden, so kann die Summe auch „ans die eine oder andere Weise zur Anerkennung und Förderung deutscher Dichtkunst" Verwendung finden. Die Geschichte der Preisträger erzähl» ein gutes Stück dramatischer Dichtkunst überhaupt, bis aus die eine bezeichnende Lücke nm die Wende der Nennzigerjahre. Erhielt doch den ersten Schiller-Preis 18(5:{ Friedrich Hebbel für seine „Nibelungen", auf Grund der Weimarer Erfolge. Im Jahre vorher war das mittlere Stück, „Siegfrieds Tod", in Berlin aufgeführt worden, doch kam das ganze Werk erst 1895 zur Darstellung. Nach drei Jahren folgt? der unglückliche Albert Lindner, der für seinen „Brutus und Eollalinus" gekrönt wnrde. Auch der Bühnenfähigkeit dieses Werkes kvnni». der Preis nicht aushelfen. Vorher hatte das Berliner Hoftheater das Stück abgelehnt; als eS nnnmehr anfgeführt wurde, fand das Römerdrama den Widerstand der Kritik und hat sich nicht auf der Bühne halten können. ^869 erhielt dann Emannel Geib«1s Buch-drama „SophoniSbe" den Preis und konnte trotz-dem nur au drei Bühnen vorübergehend im Spiel-plane erscheinen; die goldene Denkmünze ward Heinrich Kruse für sein friesisches Erstlingswerk .Die Gräfin" zuteil, dem nichts weiter als ein Achtungserfolg auf dem Theater beschiedeu war. Zweimal wnrde dann der Preis nicht verteilt und so waren 1878 drei Preise zu vergeben. Sie fielen Franz Riffel für seine „Agnes von Meran", Lndw. Anzengruber und Adolf Wilbrandt für seine „Kriem-hild" zu. 1881 erschien wiederum kein Werk als preiswürdig und bei dem nächsten Termine waren Wildenbruch und Heyse die Gekrönten. 1887 fiel »och einmal ans nnd da wurden dann beim nächsten Termine zwei ausgesprochene „Nichtdramatiker", Theodor Fontane und Klans Groth, ausgezeichnet. Beim folgendenmal schlug die Kommission Ludwig FnldaS „Talisman" für den Preis vor, aber Wilhelm II. lehnte ab und die Folge war, daß Paul Heyse aus der Kommission austrat. Einen erneuten Konflikt gab es 1896: Der deutsche Kaiser lehnte die Krönung von Gerhart Hanplmanns „Hannele" ab und wies auf Ernst v. Wildenbruchs „HeinrichS.Drama" hin. Es war das erstemal, daß die beiden Preise einer Person nnd zum zweitenmal zufielen. Wildenbruch hat dann die Hälfte des ihm zugefallenen Betrages der Schiller-Stiftung überwiesen. Der Konflikte schien jetzt kein Ende zn sein. Nach drei Jahren erwählte die Kommission Gerhart Hauptmanns .Versunkene Glocke" aber nocheinmal stieß der Dichter der „Weber,, ans die kaiserliche Ablehnung. Damals war eS. als Geheimer Rat Professor Dr. Erich Schmidt ans der Kommiffon austrat. Zwölf Jahre hat es dann gedauert und einer Erneuerung der Statuten bcdnrft, bis wiederum ein Preis zner-kannt wurde: ihn erhielten Ernst Hardt für seine „Tristan" . Tragödie „TankriS der Narr" und Karl Schönherr für sein Drama „Erde". Der nächste Preis wird am 10. November 1914 fällig. Aus Stadt und Land. Eillier Gemeinderat. Am Freitag, den 19. November, um 5 Uhr nachmittags, findet eine ordentliche öffentliche Ge-meindeauSschußsitzung mit solgender Tagesordnung statt: Mitteilung der Einläuft: Bericht deS RechtSauSschusses über die Eingaben um Luerkennung de« Heimatsrechtes, be-treffend: Zoses Wejr, Thomas Janezic, Theresia Silaschek, Anna Printschitsch, Karl Bervar, Barilmä Senegatschnigg, Ignaz Schlmenz, Gertraud Aschkerz und Helene Jegrischnik. BerichtdeS Unterrichts«»sschusses über: Bestimmung des Bauplatzes für die Knaben-Volks-und Bürgerschule und Geiichmigung der ProjekiS- skijte. Berichte deS Bauausschusses über eine Eingabe der k. k Gymnasialdirektion in ttilli um Ausbesserung deS schadhafte» GartenzauneS. Berichte des Finanzausschusses über die Eingabe wegen Anstellung eines Hei^erS für das Mädchenschulgebäude und eine Eingabe des deutschen OrlSschulvereines in Hrastnigg um Widmung eines Beitrages. Berichte des Gewerbe- und Marktaus-s ch n s s e s über eine Eingabe der Katharina Kraßnig um Verleihung einer Kaffeeschankkonzefston. Seite 3 Bericht deS MautaufsichtSauSschusseS über den Zustand bei städtischen Mauten Bericht des Wasserleitungsausschusses über die Eingaben verschiedener Besitzer um Fest« setzung des Wasserzinses. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Todesfall. Am SamStag sta»b der k. u k. H upimann der Ruhe Herr Ottomar Freiherr von Gott es heim im 51. Lebensjahre Die Leiche wurde nach Agram überführt, wo sie heule im Fa-mtliengrabe beigesetzt wurde. Richtigstellung. In der Notiz „Trauung" unserer letzten Blattsolge loll es heißen, daß Herr Junger sich mit Fräulein Kovac verlobt hat. Die Vermählung findet eist am 23. d M. statt. Zur Landtagsergänzungswahl. Her? Dr. Negri wurde in Wöllan mit 18 und in schön» stein mit 41 Stimmen zum Landtagsabg,ordne en gewählt. Ernennung zum Hofrat. Wie wir er- fahren, wurde der OberlandeSgerichtsrat Dr. Ignaz Pewetz in Graz zum Hoftate beim Oberste» Gerichts-hose ernannt. Evangelischer Familienabend. Kam-menben Freitag findet um 6 Uhr adrndS — der Kinematograph wird seine Vorstellungen ausfallen lassen — im kleinen Saale deS Deutschen Hauses der erste öffentliche Familienabend dieses Winterhalbjahre? statt. An diesem wird der als Redner und moderner Denk.r hockgeichätzte Herr Pfarrvikar Karl Sapper einen Bortrag halten über daS .Das moderne und protestantische PersönlichkeitSideal". Außerdem wird der Abend durch verichiedene musi« kalische Darbietungen (Herr und Krau Dr. Lallab) und durch humoristische Vorträge des Herrn Berg-kommissälS Bauer verschönert werden. Alle Freunde der evangelischen Sache sind an diesem Abend herz« lich willkommen. vom Postdienste. Zu Postosfizianten. be-ziehnngSweise Postosfiziantinen der zweiten Dienst-alterklasse wurden unter anderen ernannt die An-wärter: Anton Haßmann für Pöltschach. Zu Post' osfiziaute» (Postojfiziantinnen) der ersten Dienstalters-klaffe (die Anwärterinnen): Otto Srabotnik und Friedrich Hocevar für Eilli und Therese Kennet für Rann. Die Anwälten» Amalie Vargazon wurde zur Postosfiziantin der zweite» DienstalterSklaffe in Gonobitz ernannt. Oeffentlichkeitsrecht. Der Minister für KultiiS und Unterricht Gras Stürgkh hat der vom Deutschen Schulvereiue erhaltenen dreiklassigen Privatvolksschule mit deutscher Unterrichtssprache in Hrastnigg das OeffentlichkeitSrecht verliehe». Iulfeier des Cillier Turnvereines. Der Cillier Turnverein veranstaltet am 11. Dezember im großen Saale des Deutschen Hauses unter Mit-Wirkung der vollständigen Kapelle des Cillier Musik-vereine« eine Julseier. deren Erträgnis dem Roffegger-Bausteine der Deutschen Vereine LilliS zugewendet wird. Bei dieser deutschen Weihnachtsfeier werden vom Turnvereine Uebungen ans verschiedenen Teilen des deutschen Turnens zur Darstellung gebracht. Davon seien heute schon angeführt: Reigenartige Freiübungen der Turnerinnen, Freiübungen der Stammriege, enthaltend Uebungen aus den» fchwie-rigsten, aber auch schönsten Gebiete der Freiübungen, ein sehr wirkungsvolles Fahnenschwingen, gezeigt von 3 Vorturnern. Auch ein Geräteturnen der Turner sowohl wie der Turnerinnen findet statt. Die eigentliche Iulfeier dürste ungefähr um l 1 Uhr abends beginnen und wird der Sprechwart des TurnrereineS Herr Dr. Georg Skoberne die Jul-rede halte». Um die eigenartig weihevolle und doch fröhliche Stimmung, die unser deutsches Weihnacht»-fest in uns erweckt, im Herzen aller Fcstbesucher wachzurufen und um daS Julfest des Vereines zum Familienfeste zu gestalte», werde» die lieben Volks-genoffen, ob sie nun Vereinsmitglieder seien oder nicht, ersucht, sich an diesem Abende gegenseitig durch Geschenke (Widmungen zu erfreuen. Es kann nämlich jeder Festbestbesucher irgend einem anderen ein Geschenk unter dem Juldaum legen. Diese Widmungen müssen mit dem Namen desjenigen, dem sie gelten, versehen sein und können am Festabende bei der Zahlstelle abgegeben werde». Von dort werde» sie unter den Jnlbaam gebracht. Die Ver« teilung der Widmungen, die nach der Julrede erfolgt, wird von Turnerinnen und Turnern vorgenom-nie» werden. Der Verein wünscht nun lebhaft, daß die geehrten Volksgenossen recht auSgiebig von dies.» Einrichtungen Gebrauch machen mögen, damit die Eigenart des WeihnachtSsestes voll und ganz zum Ausdrucke komme. Eine in vornehmster Weise ab» gefaßte Jnlzeitung, welche in Wort und Bild Ernstes Seite 4 Deutsche Macht Nummer 92 und Heitere» au» dem Turnerleben mitteilt, soll da» ihrige dazu beitragen, daß die fröhliche Stimmung zu ihrem Rechte gelange. Die Leitung de» Abend» wird für rasche und glatte Abwicklung der Darbie-tuugen sorgen, so daß mit Bestimmtheit eine würdige Iulfeier irt Aussicht gestellt werden kann. Mögen sich die Volkgtnossen dann auch zahlreich einfinden, aus daß dem edlen Zwecke ein entsprechender Ertrag zufalle l Denke seder an da» Wort de» Turnvater» Iahn: „Dem Dentschen kann nur durch Deutsche geholfen werden." Heil Julzeit! Aus der Theaterkanzlei. Samstag den 20. November gelangt die zugkräftige Operette „Der fidele Bauer" von Leo Fall zur Auf-führung, in welcher da» gesamte Operettenpersonal vor da» Publikum tritt. Sonntag den 21. November, halb 3 Uhr nachmittag» wird die erste Kinder-komödie gegeben. Zur Darstellung gelangt die reizende Märchenkomödie für Groß und Ski» „Rotkäppchen". Nach dieser Borstellung, die bei besonders ermäßigten Preisen stattfindet, wird die urkomische Pantomime „Das Zauber-glöckchen" ausgeführt. Für 6 Uhr abend» steht ver ungemein lustige Schwank „H a n» Hucke-dein" von Oskar Blumental und Gustav Kabel-bürg auf dem Spielplan. Die neuen Tarife der Südbahn. Die Geueraldirektion der Südbahn ist verständigt worden, daß das Eisenbahnministerium die neuen Tarife be-willig« hat. Seitens der ungarischen Regiernng ist diese Genehmigung der Bahn noch nicht zugekommen, steht aber unmittelbar bevor. Die TariserhÄinng der Südbahn tritt am 1. Jänner 1910 in Kraft. Die Regierung hat bekanntlich der Südbahn gestatte», den Tarif der Staatsbahnen unter Einhebung eines siebenprozentigen Zuschlages zur Einführung zu bringen. Die Anlage des neuen Tarife« hat in der Weise zu erfolgen, daß alle Tarife, Deklassifikationen uud Ausnahmstarife, wie sie die StaatSbahnen je-weilig in ihrem Lokalverkehr einführen, unter Ein-rechnung ,ine» siebenprozentigen Zuschlages auch im Lokaltaris der Südbahn übernommen werden. Die EinHebung deS siebenprozentigen Zuschlages wurde zunächst für die Daner de» Jahre« 1910 geiikhmigt. Bon der weiteren Gestaltung der finanziellen Ber-HSltnisse der Südbahn wird es abhängen, ob die Einhebung eine» Zuschlages mich über das Jahr 1910 hinaus von der Aussichtsbehörde bewilligt werden wird. Ein Baustein. Wie wir hören, hat Alexander Girardi für die Roseggerstiftung zu Gunsten deS Dentschen Schulvereine» einen Banstein gestiftet, unseres Wissens den ersten, der von einem Schau-spiel« herrührt. Es ist doch immer alle» sympathisch, wa» man von diesem Manne hört. Heil ihm! Der verhaftete ..DergbaudireKtor". Der 38 Zahre alle Mox Staudinger au» Graz, welcher sich a!« Bergbaudireklor ausgab, hat im Vereine mit dem 32 Jahre alte» Kontoristen Johann Wols aus Partschinz. Bezirk Scblanders (Tirol), in Oberpulsgau und Umgebung mehreren Parteien auf betrügerische Weise Geld herausgelockt. Stau-dinger ist Mitbeutzer eines Grundes bei Kranichsseld, wo Ockererde vorkommt und hat auch die Freijchurss-bewilligung hiefür erhalten. Er hatte materielle Er-folge auS diesem Unternehmen erhofft, welche nicht eintraten. Die beiden hatten sich in einem Marburger Gasthofe einlogiert und wurden gestern vom Gen-darmerlewachtmeister Pisker von Pragerhos ver-haftet. Sie waren mittellos. Aus den bei ihnen vor-gefundenen Aufzeichnungen ging hervor, daß dieselben auch anderweilig Betrügereien verübt beziehungsweise versucht haben. Die Genannten wurden dem Kreis-gerichre in Marburg eingeliefert. Eine Leiche in der Drau. Am Sams-tag wurde in St. Peter bei Marburg am linken Drauuser ein weiblicher Leichnam, der einen Tag im Wasser gelegen sein dürste, mit einer fünf Zenti-meter langen Schnittwunde am Halse aus der Drau gezogen. Bei der aerichtSärztlrchen Leichenöffnung wurde festgestellt, daß der Tod der Frau nicht in-folge der Verletzung, welche sich die Unbekannte selbst beigebracht haben dürfte, sondern infolge Ertrinkens eingetreten ist. DaS Weib war ungefähr 55 Jahre alt, 1,61 Meter groß, ziemlich stark gebaut, hatte rundes Gesicht und sehr schüttere graue Haare. Be-Neidet war sie mit einem Druckkittel ohne Aermel, einem braunen Umhängtuch und neue» Schnür-schuhen. Da sonstige Merkmal« an der Leiche nicht entdeckt wurden, ist anzunehmen, daß die Unbekannte de» Tod in der Drau freiwillig gesucht und auch gesunden hat. Slowenische Mittelschullehrer in Wien. Es gibt an den Wiener Mittelschulen fol> gende slowenische Supplenten und Professoren: Anton Derganc und Dr. Anton Derganc (Vater und Sohn), Dr. Max Samec, Janko Kleschnik, Anton Jug, Vinzenz Marinko und Franz Skok. Die Abstellung des Unfuges, slowenische Lehrkräfte an die deutschen Wiener Mittelschulen anzustellen, sollte von den deulschm Abgeordneten mit Entschiedenheit veranlaßt werden. Wie ist da dir so unbedingt notwendige und erstrebte nationale Erziehung unserer Jugend möglich?! Dom windischen Wunschzettel. Da» Organ deS slowenischen Bauernbunde», die „Gtraja", erhebt folgende Forderungen der Slvwenn: Errich-tung einer eigenen slowenischen Abteilung bei der Landesregierung, im LandeSschulrate, in der Land-wirtschastsgesellschast; eine spezielle slowenische Ab-teilnng de« LaudeSausschusseS soll in allen Ange-legeuheiteu der steirischen Slowenen selbst entscheiden; vollständig slowenische Amtierung in allen Staat»-und Landesämtern, sowie die Benützung slowenischer Drucksorten daselbst. Bei allen slowenischen Aemtern sollen einheimische slowenische Beamte angestellt und keine Ernennung ohne Einwilligung der slowenischen Führer vollzogen werden. Ferner wird die Errich-tuug vollständig slowenischer Gumnasien in Mar-bürg, Eilli und Pettau, slowenischer Unter- fymnasien in Luttenberg, Rann, Windisch-Feistritz, lowenischer Realschulen in Friedall, Rohitsch, Windisch« graz, sloivenischer Bürgerschulen in allen größeren Märkten, wie in Tüsser, Sachsenseld, Praßberg, Weitenstein, Polstrau, sowie zweier landwirtschaftlicher Schulen in Luttenberg und in Rann gefordert. Da» seien, sagt da» Blatt, nur einige der dringendsten Forderungen, welche die Slowenen erheben I l — Wirklich sehr bescheiden! Wo liegt SteiermarK? Wie wiederholt in letzterer Zeit in den TageSblättern erwähnt wurde, ist trotz der eifrigsten durch den Landesverband für Fremdenverkehr in Steiermark betriebenen Propa-ganda unser Heimatland im Auslande »och immer zu wenig bekannt. Es ergeht daher an alle Behör-den, Körperschaften und Geschäftsfirme» in Steier-mark, die große» Briefwechsel mit dem AnSlande haben, die dringende Bitte, aus allen Drucksorte», GeschästSpapiere», Preisliste» usw. die Bezeichnung „Steiermark* anfdnicke» zu lassen. Jene, die diese Bitte z» erfüllen geneigt sind, wollen die» dem Landesverband für Fremdenverkehr, der für Ans-landskorrespondenzen Briessiegelmarkeu kostenlos ab-gibt, bekannt geben. Analphabeten und die Rekruten verschiedener Länder. Wie schlimm es noch mit der Schulbildung und deren einfachste» Ergeb-nisten in vielen europäischen Staate» aussieht, geht aus einer in der „Volksbildung' kürzlich veröffent-lichten Statistik hervor, die aus amtlichen Quellen schöpft. An der Spitze der bildungSsreundlichen Länder steht da» Deutsche Reich, sowohl was die Schülerzahl (9 75 Millionen) und die Gesamtsumme der Ausgaben für Schulzwecke (520 Millionen Mark jährlich), al» auch die geringste Zahl der Analphabeten (0-05 v. H.) betrifft. Dann folgen Schweden, Norwegen und die Schweiz mit 0 1 v. H.; Dänemark m ist auch uur 0-2 und Groß-britanlen 1 v. H. auf. In weiterem Abstände kommen daraus Holland i2-l), Frankreich (4) und Finnland (5 v. H.), im sehr vergrößerten Belgien (10 2), Oesterreich-Ungarn (25-.). Griechenland (30) und Italien (31*3). Ueber die Hälfte der Rekruten konnten weder lese» noch schreiben in Bulgarien (52), Serbien und Rußland (62). Portugal und Spanien (70) nnd endlich Rumänien (75 v. H.). Fassen wir einzelne Länder in Gruppen zusammen, so kämen aus den Nordwesten Europas 2 v. H. Analphabeten, auf den Westen 13, den Südwesten 30 und den Osten 55. Einen ausfallende» Gegen-satz bilden — vom Deutschen Reiche abgesehen — die evangelischen uud katholischen Länder; die evan-gelischen haben einen sehr geringen, die katholischen einen großen Hnndertsatz von Analphabeten. In welchem Maße der Bildungsstand der einzelnen Länder sich verändert hat, beweist Frankreich; noch im Jahre 1872 betrug die Zahl der Rekruten, die weder lesen noch schreiben konnten, 19-13 v. H.; 1890 war der Hnndertsatz aus die Halste, 1905 schon aus ein Fünftel heruntergegangen. Kein an-deres Land vermag so günstige Ziffern in dieser Beziehung auszuweisen. Solange es überhaupt eine derartige Statistik gibt, steht aber Deutschland, be-ziehiingSweise Preußen, betreffs der Schulbildung an erster Stelle. Die ungünstige Stelle, die in dieser Statistik Oesterreich-Ungarn einnimmt, ist nur aus den Einschlag slawischer, magyarischer und rnmäni« scher Rekruten znrückznsühren. Während bei deutsch.» Rekruten kaum 5 v. H. Analphabeten sind, kommen ans die anderssprachigen Rekruten oft mehr als 50 v. H., die des Schreibens und Leseus unkundig sind. Daher der im Durchschnitte so hohe Hundertsatz. Waffenübungen der Landwehr im Jahre 1910. Zur Waffenübung der Landwehr im Jahre 191» sind die Assentjahrgänge 1899 biS 1909, sowie jene Mannschaft, die eine Waffenübung nach-zutragen hat, einzuberufen. 1. Die im 11. und 12. Dienstjahr stehende nichtaklive Landwehrmannschaft ist. soweit sie nicht eine frühere Waffenübung nachzutragen hat, zu einer Waffenübung nicht heranzu-ziehen. 2. Sämtliche im Jahre 1910 WaffenüdungS-Pflichtigen der Landwehrtruppen (ausgenommen de» LandwehrinfaulerieregimenleS Klagenfurl Nr. 4 und der Landesjchützenregimenter) sind von Mitte Juni biS Mitte Juli (1. Periode) und von Mitte August biS Mitte September (2. Periode) zur Waffenübung einzuberufen. 3. Die WaffenüdungSpflichligen de» Landwehrinsanterieregimentes Klagensurt Nr. 4 und der Landesschützenregimenter sind derart einzuberufen, daß vom Beziehen der Sommerstationen an bis zum Beziehen der Winterstationen die Staude gleichmäßig und ununterbrochen erhöht werden. (Erntezeit auS-genommen.) 4 Die EiuberusungStage für die zur Zeit der Schlußübungen statisindenden Waffenübungen werden nach den vorgelegten Programmen vom Mi-nisterium für Landesverteidigung Verlautbart werden. 5. Jeder WaffenübungSpstichlige kann die Periode angeben, zu der ihm die Einberusung aus besonderen Gründen seiner Erwerbsverhültnisse wünschenswert ist. Die Wünsche der WaffenübungSfiichtigen, besonders der bei der Landwirtschaft Beschäftigten, sind möglichst zu berücksichtigten. Nur, wenn das Erreichen der vorgeschriebenen WaffenübungSstäude in Frage gestellt wäre, können WaffenübungSpflichtige auch zu der von ihnen nicht gewünschten Periode einberufen werden Die Perioden sind von den WaffenüdungS Pflichtigen bei der Gemeindevorstehung deS Ausent-halisortes spälestens bis Ende Dezember 1909 anzumelden. Die Gemeindevorstehungen haben die An-Meldungen iu ein Verzeichnis gleich dem bisherigen Formular auszunehmen und diese» nach Abschluß so-sort der poliliichen Bezirksbehürde vorzulegen. 6. Die Rekruten und Ersätzreservisten sind soweit sie nicht im Herbste ausgebildet wurden, auch künftig von Mitte März an auszubilden. Die Festsetzung deS Zeitpunktes ist den Landwehrterritorialkommanden überlasten Die zur militärischen Ausbildung im Frühjahre 1910 eingerückien Ersatzresrvisten haben anschließend au ihre Ausbildung die erste Waffen-Übung mitzumachen 7. Vorstehende Bestimmungen finden aus die Mannschaft der bentteneu Truppen keine Auweudung. Neuhaus. (Südmarkortsgruppe.) Am 17. Oktober d. I. fand um 3 Uhr nachmittags in der Gastwirtschaft Slyria in Neuhaus die Jahres-Hauptversammlung der Südmarkortsgruppe NeuhauS— Hochenegg—Meilenstein statt. Bei Eiöffnung derselben begrüßte der Einberufer Herr F. Ko'chuch die An-wekenden, in besonderen di« ;ahl>eich erschienenen auswärtigen Mitglieder, worauf zur Erstattung deS Rechenschaftsberichtes deS Obmannes und der Rechen-schastsberichte der Zahlmeister geichritlen wuide. Die von den Kassarevisoren Herren H. Goll und I. Kürbisch voi genommene Ueberprüsung ergab die voll« ko men richtige Kassegebarung, woraus den Zahl-meistern die Entlastung erteilt und der Dank für ihre Mühewaltung ausgesprochen wurde. Die hieraus ersolgte Neuwahl der Aemtersührer hatte folgendes Ergebnis: Obmann Heir Franz Koschucb. Rent-meister der LandeS-Kuranslalt Neuhaus: Obmann-stellvertreter die Herren Dr. Breschnigg, Distrikt«-arzt in Hochenegg. Dr. Lokoschinegg, DistriktSarzt in Meilenstein; Schriftführer die Herren Hermann Goll, k. k. Postmeister in NeuhauS, Sernetz, Ober lehrer der deutschen Schule in Hochenegg, Weixler. Oberlehrer der deutschen Schule in Weilensteia; Zahlmeister die Herren Jg. Wregg. Fleischermeister und Hotelier in Neuhaus. W. Zottl, itausmann in Hochenegg, Oskar Jaklin, Kaufmann in Weilenstein; Beiräte die Herre» Dr. Arlhur Hiebaum, Direkior der Landeskuranstalt NeuhauS. Moiitz StaUner, LandeSausschußbeisitzer in Hochenegg, Mulley, Guts-besitze? in Weilenstein, A. R. v. Schludermann, Obersörfter in Weilenstein. Nach Erledigung der Tagesordnung, schloß der Vorsitzende die Versammlung mil dem Wunsche, daß die nächst« Versammlung eben-ivgut besucht lein möge und daß die Vereinsläligkeit auch im kommenden Jahre eine recht rege sein möge. Gonobitz. (Durch einen Postwagen verunglückt.) Am 13. d. ließ der Postillon, dex die Paket- und Briefpost vom Zuge abzuholen hat, die Pserde unbeaufsichtigt in der Nähe de» Magazin» stehen. Da« dreijährige Söhnchen de» Bahnagenten Nummer 92 Peter Wedenig kam den Pferden etwas zu «ahe. Als nun plötzlich durch einen Windstob ein Büschel Papiere aus dem Magazine. geschleudert wurde, scheuten die Pferde. Der Kleine geriet unter Pferde und Wagen. Die Pferde gingen durch, während der Jnnge ohnmächtig aufgelesen wurde. Die durch-gegangenen Pferde flüchteten in den Markt, mo sie von Fußgängern aufgehalten wurden. Der vernn-glückte Junge dürfte schwere innere Verletzungen «litten haben. Windifch-Feistritz. (Schillerseier. — Inspektion. — Sonntagsruhe. — Iulfeier. — Tschechische Anbote.) Die hiesige Schillerfeier wurde durch eine Festfeier in Nenhold'S Saal, veranstaltet von der Ortsgruppe des Vereines „Südmark", begangen. Die eigentliche Feier wurde durch eine kernige Ansprache des Obmannes Petzolt «»geleitet, woraus Dr. Mühleisen über „Schillers Leben und Wirken" in ausgezeichneter Weise sprach. Der Festprolog, gesprochen von Fräulein Mejak und oie Gartenszene aus „Maria Stuart", in vornehmer Weise vorgetragen von den Fräulein Fasching und Mcjak, wie die Szene aus „Wilhelm Tell", gegeben von Oberlehrer Schiestl, bildeten den Glanzpunkt der schönen und schlichten Feier. Dr. Wiesthaler nahm Gelegenheit, die Bedeutung des Tages und die Bedrängnis der Deutschen unseres Ortes zu schildern und mahnte zu einem sesten Zusammen-schluß. Viele Scharlieder füllten die Pausen auS. Die eingeleitete Sammlung für die Schiller-Deuk-mäler ergab einen recht nennenswerten Betrag. Der Besuch ließ leider viel zu winische« übrig und ist dies sehr bedauerlich, weil damit gekennzeichnet wurde, wie die Schutzarbeit bei nilS eingeschätzt wird. Die Begeisterung für das Wohl unseres heißgeliebten Volkes, die bei uns allen in überreichem Maße vor-Handen sein sollte, darf nicht ausbleiben, die Zersplitterung unserer Kräste muß gebannt werden, damit wir unseren Posten deutsch erhalten. — Die deutsche Volksschule wurde zum erstenmale durch Herrn k. k. Schulinspektor Stering inspiziert und l>at derselbe sich über Erfolg, Zchuleinrichtnng und Schnlgebäude lobend ausgesprochen. — DaS Notariatsamt hat ab 10. November die Kanzleistunden von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 1 bis 5 Uhr nachmittags festgesetzt und außerdem die vollständige Sonntag- nnd Feiertagsruhe eingeführt. ES wäre wünschenswert, daß auch die übrigen Privatkanzleieu, die Sparkasse und Bezirksvertretung und so weiter deisem Beispiele folgen würden. — Der deutsche Turnverein hat beschlossen, in den ersten Tagen des kommende» Monats eine größerer Iulfeier abzn-halten. — Die hiesige Bevölkerung wird monatlich mit LoSprospekte» der „Brünner Wechselstube" über-schwemmt und wir machen darauf aufmerksam, daß dies die tschechische Industrie, und Gemerbedank in Brünn ist, nnd in den Reihen der BerwaltungSräte fanatische Tschechen hat. Windischgraz. (Die Gemeindewahl i u O t t i t f ch n i g b e r g.) Ein ziemlich heißer Kampf entspann sich vergangene Woche zwischen den slo-wenischklerikalen und sortschrittlichen Männern bei ven Gemeindewahlen für Ottitschnigberg bei Mieß an der Drau. Mit allem Aufgebote arbeitete» die Slawen,schklerikalen, um den Ausschuß in ihre .Hände zu bringen. Es sollte ihnen jedoch nicht gelingen. Dank den stramm fortschrittlich deukendeu Männern gingen aus der Urne für den Ausschuß mit übergroßer Stimmenmehrheit hervor: Jakob Pernath, Großindustrieller; Josef Flohr, k. k. Post-beamter und Hausbesitzer; Othmar Gvll, Bahnhof-rsstaurateur; Simon Saga. Gastwirt; Johann Werdnig, Holzhänbter und Besitzer; Jofcs Werdnig, Hmisbesitzcr; Peter RaulaU; Peter Schirnik; Johann Nuvodnik; Ferdinand Podomk; Johann Berhobnik u»d Franz PoberSnik. Zum Bürgermeister wurde gestern mit nenn Stimmen der stramm fortschrittliche bisherige Altbürgermeister Johann Werdnik wieder-geivähl«. • _ Schautiühnr. Sonntag den 14. November wurde die komische Operette „Der Vogelhändler" von Karl Zeller bei vortrefflicher Besetzung gegeben. Obgleich daS Stück säst jedem Zuschauer schon bekannt war, so war das Haus doch bis zum letzten Platz gefüllt, ein Zeichen für die Gediegenheit und Anziehungskraft der Operette. Auf die einzelnen Darstellerinnen und Darsteller übergehend, wollen wir vor allem die Brief-christel (Frl. Jda Rnjchitzka) gebührend hervorheben. Ihr Spiel war einwandfrei, ihre Stimme rein nnd klar, ihr Auftreten sicher und geschmeidig, kurz nnd Deutsche Wacht gut, sie war eine sympathische Erscheinung als Brief-christel. Der Vogelhändler Adam (Herr Rudolf Spiegl) gab seine Rolle vortrefflich. ES gelang ihm zwar nicht gleich die Sympathie des Publikums zu gewinnen, aber in desto höherem Maße erwarb er sich im zweiten und letzten Akte die Gunst und Anerkennung der Zuschauer. Von anderen Partien abgesehen, sang er ganz vortresflich das Lied „Als mei Annerl . . . ." In der ersten Strophe die jugendliche, kräftige helle Stimme des Jünglings, in der zweiten die gebrochene, kreischende, schwache Stimme des Greises; diesen Kontrast wiederzugeben, ist ihm glänzend gelungen, wofür ihm daS Publikum die verdiente Anekennnng nicht versagte. Gut gefiel auch die Kursürstin Marie (Hermine Petkv) durch ihr gesetztes maßvolles Spiel, ihre reine, volltönende Stimme und ihre gediegene Vortragsweise, ferner die Professoren Süffle (Herr HanS Völker) nnd Würmchen (Herr Adolf Seidl), die den ordo doclorum gut, wenn auch etwas übertrieben darstellten. Baron Weps (Fritz Oblat) paßte ausgezeichnet in die Rolle des kurfürstlichen Wald- und Wildmeisters. An Stelle des Grasen SlaniSlauS wäre in stimmlicher Be-ziehung trotz der nicht gar bedeutenden Rolle eine bessere Singkraft wohl am Platze gewesen, voraus-gesetzt, daß Graf Stanislan» nicht stimmlich in-disponiert war, was ihn allerdings entschuldigen würde. Die übrigen Kräfte füllten ihre Rolle» zur vollsten Znfriedenheit des Publikums aus. B. Vermischtes. Die Katzenliebe der Orientalen. Bom Propheten Mohammed weiß man, daß er ein großer Tierfreund war und daß er jedes Tier, selbst daS geringste, mit einer fast übertriebenen Fürsorge be-handelte. Namentlich war er den Katzen zugetan, von denen er stetS eine ganze Familie in seinem Hause beherbergte. Wie weit seine Rücksicht auf seine vierbeinigen Hausgenossen ging, beweist folgen« des Beispiel, da« der gläubige Muselmann noch heutigen TageS seinen Kindern als Zeichen der nn-endlichen Güte des großen Propheten erzählt. Als Mohammed sich eines Tages von seinem Lager er-heben wollte, nm sein Gebet zu verrichte», fiel sein Blick auf seine LieblingSkatze, die ans dem Schoß seines langen KaftanS schlief. Um das Tier nicht zu wecken, befahl er einen Sklaven mit leiser Stimme, eine Schere zu bringen. Mit dieser schnitt er den Zipsel seines KaftanS ab, ans dem die Katze lag, und erhob sich leise, während die Katze ungestört den Schlummer fortsetzte. Die Tierliebe des Pro-pheten ist auf die Gläubigen übergegangen und herrscht noch heute im mohammedanischen Orient. Deshalb kommen Tierquälerei» auch so gut wie gar nicht vor. Im Gegeuteil erstreckt sich die Für-sorge des Türken auch aus Pflanze», ja, auf alles Lebende. Besonders fromme Leute, Derwische usw. gehen so^ar so weit,daß sie nicht einmal Ungeziefer töten, fondern sich lieber von ihm pflagen lassen. Noch heutigen Tages ist die Katze das Lieblingstier des Orientalen, das eigentliche Haustier, das von jung und alt gepflegt und verhätschelt wird. Vom HeilmagnetismnS. Suggestion und HeilmagnetismnS sind weit älter als ihr be-kannter Adept MeSmer. Es ist bekannt, daß schon der Tempelschlaf in Indien, Akgypten, bei den alten Römern nnd Griechen von hypnotisierenden Priester» hervorgerufen wurde nnd nichtS anderes war als eine magnetische Heilmethode. Die Geschichte ha» uns sogar den Namen deS ältesten ägyptischen Mag-netiseurS, der die Schwägerin des Königs RamseS auf magnetische Weise heilte, erhalten. Er hieß Thotembi und wurde als „Herr feines Willens und Meister seiner Finger" bezeichnet. Die Griechen übernahmen den animalischen Magnetismus von den altorientalischen Völkern, nnd so heißt eS z. B. in den Sentenzen des bekannten athenischen Staats-mannes nnd Gesetzgebers Solo«: ..Großes Leiden ist oft von geringem Schmerz gekommen, doch wer, bitter gequält von böser Krankheit, mit den Händen berührt wird, stehet plötzlich gesund." Auch bei dem römischen Dramatiker Plautus findet sich schon sol-gender Satz: „Wie wenn ich ihn mit gezogener Hand berührte, daß er schlase." König Pyrrhus von Epirns, dann die römischen Kaiser Vespasian und Hadrian werden als gute Heilmaguetiseure er-wähnt. Als das Christentum später seinen Sieges-zng durch die heidnische Welt angetreten hat, werden Tausende von magnetischen, d. h. ans Suggestion beruhenden Heilnngen durch den heiligen Bernhard, Seite 5 KoSmaS, Peter von Amiens, König Olaf dem Hei» ligen in den Legendengeschichten berichtet. Dr. F. A. Mesmer war allerdings der erste, der eine Th<-orie dieser Suggestion von Mensch zu Mensch aus-arbeitete und wörtlich schrieb: „Von allen Körpern in der Natur wirkt aus den Menschen am aller-wirksamsten der Mensch selbst; ihn kann kein be-seelter noch »«beseelter Körper ersetzen." Der sechste Sinn der Blinden. Viele Blinde besitzen bekanntlich die Fähigkeit, Gegenstände, die sich in ihrer Kopsnähe befinden, wahrzunehmen. Die Geübteren sind sogar imstande, nicht nnr die Nähe der Gegenstände zu merken, sondern auch mit fast unfehlbarer Sicherheit die Richtung, den Ab-stand, die Höhe und andere räumliche Eigenschaften zu empfinden. Dieses Ferngefühl der Blinden, welches man als den „sechsten Sinn" bezeichnet, sühren die Forscher ans die Hantempfindungeii der Stirn nnd aus Temperaturempfindnngen zurück, di« durch die Nähe der Gegenstände bervorgernsen werden, da ja mit dem Verluste des Gesichtssinnes die übrigen Sinne des Blinden desto geschäftiger sind. Die Blinden selbst können nicht angeben, wo^ durch ihre Fernempfinduugen zustande kommen. Neuerdings sind von L. Trufchel zahlreiche Versuche über den sechsten Sinn angestellt ivorden. Trufchel gelangt zu dem Schlüsse, daß der Fernsin» der Blinden auf reflektierten Schallwellen beruh« (die für uns uumerklich sind) und ein verschäster Gehörsinn ist. Die Schallwellen werden dnrch den Straßenverkehr oder durch andere Ursachen (z. B. ein knisterndes Feuer» erzeugt. Die Versuche ergaben nämlich, daß durch eine dichte Kopfumhüllnng, welche Tast- oder Wärmereize ausschließt, der SmneSein-druck nicht verhindert wird; dagegen verhindert ein einwandfreier Ohrverschlnß sichere Empfindungen. Peinliche Verhütung jedeS Geräusches verhindert die Empfindungen ganz, wogegen eine günstige Ber-stärknng deS Schalles im Vesnchsraume die Empfindung verstärkt. Daß eS beim Ohrverschließen nicht gelingt, die Empfindungen völlig zn v«rhindern, erklärt sich vielleicht daraus, daß cm Einwandfreier völliger Ohrverschlnß sich überhaupt nicht herstellen läßt; ebenso ist die Herstellung eines absolut ge-räuschlosen Raumes eine Unmöglichkeit. Aus aller Welt. (Ein ZwischensallbeidemEmpsange der türkische» Gäste in Fiume.) Wie ein Budapester Abendblatt meldet, ereignete sich bei dem Empsange der türkischen Gäste in Fiume durch den Gouverneur von Finme Grasen Alexander Nako ein Zwischenfall, der peinliches Aufsehen verursachte. Die türkischen Gäste kamen auf dem Lloyddampser „Baron Gantsch" in Fiume an, auf welchem sich auch der gewesene österreichische Eisenbahnminifler nnd gegenwärtige Präsident der Lloydgesellschaft, v. Derschatta, befand. Die türkischen Gäste waren in Kenntnis gesetzt worden, daß Gras Nato sie aus dem Schiffe begrüße» wolle. Als Präsident Derfchatta dies erfuhr, verwabrle er sich, wie das Blatt berichtet, dagegen, daß Gras Nako die Türken als ungarisch« Gäste aus dem Schiffe begrüße, da dieses kein unga-rischer Boden sei; der Gouverneur könne uu. mit seiner Erlaubnis die Gäste an Bord des Schiffes begrüßen. Als Gras Nako hievvn ersnhr, kam er davou ab, die türkischen Gäsie an Bord des Schiffes zu begrüßen. (300.000 Kronen herausgelockt?) Aus Budapest wird unterm 9. d. M. telegraphisch ge-meldet: Einem grotesken Schwindel ist der Sohn eines hiesigen Gutsbesitzers, der 22jährige Gabriel Jrsik, der von seinem Vater ungefähr 300.000 X geerbt ha», aufgesesien. Jrsik wurde in Kafchan mit einem jungen Manne namenS Ludwig Funk bekannt. Dieser entlockte dem GutSbesitzerSsohn unter allerlei Vorspiegelungen nach nnd nach daS ganze Vermögen. D«r Schwindel begann damit, daß sich Funke für einen diplomatischen Vertreter auegab und unter anderem erzählte, daß er mit Baron Sommer, mit dem Grafen Lützow und dem Minister des Aeußeren Grafen Aehreutal in engen Beziehungen stehe. Er erzählte dann, in Wien existiere eine sogenannte KabincttSbank, deren Präsident Kaiser Franz Joses sei. In der Direktion säßen aber Kaiser Wilhelm und König Ednard. Funk überredete Jrsik nun, sich an diesem Bankunternehmen zn beteiligen. Und Jrsik opferte fukzessive sein ganzes Vermögen, das er Funke übergab. Die Angehörigen des Jrsik kamen ans diesen Schwindel uud erstatteten gegen Fnnk die Strafanzeige. Funk ist vor einige Tagen in das G: te si Deutsche Macht Nummer S2 hiesige Lchwarzsche Sanatorium als geisteskrank Überführt worden. Gleichzeitig wurde er unter Kuratel gestellt, um ihn den strafrechtlichen Folgen seiner Manipulationen zu entziehen. ES wird ihn jedoch eine gerichtlich« Kommission untersuchen, weil man annimmt, daß er den Wahnsinn nur simuliere. (Der Wiederaufbau von Messina.) In Rom hat sich ein Konsortium gebildet, daS sich oie Aufgabe stellt, den Wiederaufbau des durch das Erdbeben zerstörten Gebietes von Messina und Kalabrien zu ermögliche«. Bisher wurden zwanzig Millionen Lire gezeichnet. Nach den Statute« ist das Konsortium berechtigt, bis zur doppelten Höhe des gezeichneten Betrages Obligationen auszugeben. Bleischwer liegt der Himmel über der Erde, und man waat in b«w feuchten (allen Nebel kaum zu atmen Novemberjeit — 66ie Zeit, lagt ein Sprichwort. Jetzt itetbtn eben empfindliche Menschen nie recht gesund und Gesund« werden leicht trank. Jft&t Da m h denn sckon daran erinnert werd«n, da« Fay» srejsre ächte Sobem Mineral-Pastillen, die man überall fslr jfelfc K 1 25 taufen tonn, gerab« j.tzt unentbehrlich sind » Barbeugend soll sie gebrauchen, wer> >u Erkältungen *1**1* ne gt; nach Lorschrif« anwenden soll sie jeder, der ^^ältet ist, wenn er d>« B«ichweiden schteunigsi tos-werden und «rnslen Komplikationen nicht begegnen l&tSfc will. In atlra ApotlieUrn, Urogrn-Smj «mit illnrr»lw«iwrrhBiidtHn(rii zu M * habt«. Generalrepräsentanj fslr Oeiimndj'Uiiaarn ; 3P. Th G> Ntz rf, f. >'. k. Hoftieserant, Di n 1 V/l, Groß« i'lfug «sie 17. Ausweis über die im stöbt. Schlachthaust in der Woche vom 1. bis 7. November 1909 vorgenommenen Lchlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleische«. Name Schlachtung» b*t». HmjffiHttci Fleisch w ga»,-n Etllcken eingeführtes Fleisch in Kilogramm C t>r« Fleischers L g C S 2 | » ■e 'S" s 2 1 e £ L i ■e u» 3 | a . XJ 1 m 1 I i 1 u «S — 13 — — — - — — — 114 - — — — — - _ Lestoschek Jakob.... — 2 - — — 1 - — - — — — — — — — — — Payrr Samuel .... Planinz Franz .... — — - 1 1 > - _ — — — — — — — — - — Pl«r«rsty....... — — — — — — — — — - — — — — —~ —• Rebeuicheqg Jos«f . . . T 9 — — 2 — — — — — — — - — — 14 — — Sellak Kran»..... <— 2 - — 6 l — — — — - — — — - — — *— — Slelzer....... - ll — — — 1 — — — — — — - — — — — — — — 4 — — 7 X — — — — — — — — — — 45 — — Umegq Rudolf .... — — - 1 2 — — — — — — — — — — — — — — — Vollgruber grau» . . . - 2 - — 4 3 — — — - — — — — — — — — — — Gastwirte....... — — 1 — — 3 — — — — — — — —■ 6 Private....... r " 103 wie neben abgebildet kostenfrei aus. Nur ein Betrag von mindestens -4 lirom'i». welcher wie jede sonstige Einlage verzinst wird, ist gleichzeitig in ein Einlagebuch einzulegen und wird erst bei unversehrter Rückgabe der Sparbüchse wieder hinausgegeben. Der Schlüssel der SparbQc hse wird von der Sparkasse zurückbehalten und hat der Einleger in ihm beliebigen Z^iträu raen die Büchse der Sparkasse zu übergeben, woselbst in seiner Gegenwart die OdtTuung erfolgt und das (jeld gezählt wird. Der vorgefundene Betrag iiata*«* in das mitgebrac hte Uüchel eingelegt werden und darf am gleichen Tage eine Behebung illcIlC er folgen an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf den Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den bezüglichen Einlagebüchern beigeheftet. Bei Bestellungen von auswärts sind ausser dem Mindest-betrage von K 4.— noch 80 Heller tür Porto beizuschliessen. Die Sparkasse der Stadt-gemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, volkswirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. Sparkasse der Stadlgciiieliide Cilli. der Stadtgemeinde Cilli gibt Heim - Sparkassen rf? rf? rf? rf* rf? rf? rf? mm- = Druckaufträge = tn jeder beliebigen Husfübrung bei massiger Preisanstellung. ********** ▲▲▲▲▲▲▲▲ AAAAAAAAA . cuu. Ratbausgasse 5 Jnseratenaufträge für die Deutsche GUacbt werden nach billigstem Carif berechnet Celepbonanschluss ßr. 21 □ Mulipp'Wkustein Drunrcnd™^ilierra TCHUT7 MAJUCK. Die neuen MODELLE 10 und 11 der Tercinen in «ich alle Vorzüge der früheren REMINGTON-SCHREIRMASCHINEN, alle Vorzüge, die existierende SCHREIBMASCHINEN überhaupt besitzen, neue Vorzüge, die keine andere Schreibmaschine je auszuweisen hatte. VL. 1E. ücfliefGraziten Zentrale: Wien, I. Franz Josefs-Kai 15 u. 17. Filialen in Oesterreich: Brünn, Graz, Lemberg, Klagensuit, Prag, Reichenberg, Sarajevo, Teplitz, Triest Kaiser-Borax Nummer 92 Seuyche 8fit« 7 Billiget*» nnd beatwlrfcende» Abführmittel (XriialrliM Ellikbrih'Plllfn.) 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Ich mache alle Hauseigentümer auf die Bestimmungen der WasBer-leitungsordnung insbesondere in der Richtung aufmerksam, dass bei fortgesetzter Wasserverschwendung die Einstellung des Wasserbezuges unter Aufrechterhaltung der "Verpflichtung zur Bezahlung der Wasserumlage erfolgt. Ich fordere daher die Hauseigentümer in ihrem eigenen Interesse auf, einer unnützen Wasserverschwendung zu steuern, um die Gemeinde nicht zu bemüssigen, von dem ihr zustehenden Strafrechte Gebrauch zu machen. Stadtamt Cllll, am 9. November 1909. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich t. Jabornegg, m. p. Wohnung schöne- Lage, mitte der Stadt, mit 3 Zimm-r, Küche und Zugehör ist ab 1. Dezember zu vermieten. Anzufragen in der Verwaltung dieses Blattes. 159*5 Zu verkaufen: 2 Stück Eseln, Männchen ti. Weibchen, samt Geschirr. Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. 1598» Bernhardinerhiindin garantiert reinrassig, 2 Jahre alt, prachtvoll gezeichnet zu verkaufen. Anträge an die Verwaltung des Bl. 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