Echriftlritmg: Ratb«u»«asse Rr. 5 (Sisenrt $*»«.) G»»kchß»»»e: läglil» mit ra»E«#mc Ixt E«»»-». ttft) «nt 11—11 nti ror«. H«»dsch»ndni anten n»4t jsrjtfjtgtl'tn. r.am<*l»ff llB-fnkumfa nuit laMMtftt« tut tu SrrBoltan) jtgnt IPrtfOnuBq der f«ft- „«»lllk» Vedttzre» «m-czkir. — Ln W»d <£onniagaakiDsHrt«• M-n-llich . . . . K i-io «ntettichri, «•nfiä^ria . S . . K u— Siit» tlullan» rrtibr« (14 tlt iimMc *in4Cltttm «bonncmt*!« ]el!cn M» IUI *lht<«l«Cnilj. Ar. «3. Donnerstag. 9. August lWV. 31. haörgang. Atpentändifche Agrarfragen. Tie größten llebel, an denen etwa nicht nur die alpenlänbifche, sondern fast die ganze miitrl« europäische Landwirtschaft leidet, sind die Arbeiter» Verhältnisse und die Neberfchuldung. Diese Uebel lasten aber besonder« schwer aus unserer Bauern-schaft, die vorwiegend Dienstboten und nicht Tag« löhner beschäftigt und deien gering, Erträgnisse von den Schuldzinsen aufgefressen werden. Die Schwierigkeiten, in denen sich der Bauer befindet, nützt nun das Geldkapital aus und setzt sich mehr und »ehr in den Besitz der Bauernhöfe, mehr noch in den Besitz der Wälder und Alpenweiden. Es gibt eben ganz besondere Uebel bei den alpenlänbischen Bauern, von denen die anderen in der Ebene nichts w>ss»n. Tausend« von Bauern, in Obertärnten allem etwa sechstausend, sind mit der DKide und dem Holz- und Gtreubezuq auf Serviiutsrechte angewiesen. Und diese Se'vituts» rechte werden insbesondere bott verkürzt, iro der Staat Eiluntümer der seroituttpflichiigen Grund» stinke ist. Durch Ausforstungen und Schikanen wird die Weide eingeschränkt, bei den Schlägerungen »ird aus die Holzrechte keine Rücklicht aenommen, da« Holz wird in solchen Entfernungen oder zu einer solchen Zeit angewiesen, wo e« nicht bringbar ist. Recht findet der Bauer nur in seltenen Fällen, denn die Urkunden, die Vergleiche und Erkenntnisse sind veraltet und unvollständig. Der Kärmncr Landtag hat in der letzten Session »inen Gesetz» entwurf angenommen, durch den wenigsten» in den meisten Fällen Abhilfe gebracht würde; es sollen nämlich die Bergleiche und Erkenntnisse eitler Ergänzung und Revision unterzogen werden können. Aber das Ackerbauministerium zeigte keine Neiaunn, Der Kreuzerkluiber. Tiroler Humoreske von Rudolf Greintz. Lesen formte man aus dem verwitterten Schild über der Kramerei d«S Cyprian Krazer zwar keinen einzigen Buchstaben mehr, da» machte aber nicht«. D'Swegen sand doch jeder au» dem Torf und der ganzen Gegend ohne Mühe den Krämer. Zudem war e« auch noch die einzige Krameret in dem kleinen Bergdörfl. Da» wußte der Cyprian nur zu gut. Darum ersparte er sich wohlweislich ein neue» Stilb. Da» hätt« nur Geld gekostet. Und da» Geld behielt der Cyprian lieber in der Tasche oder trug e« gelegentlich auf die Sparkasse. Er war al» Geizkragen weit und breit bekannt. Man nannte ihn allgemein den Kreuzerkluibrr. Da« bedeutet einen Menschen, der am liebsten jeden Kreuzer, den er au»gibt, noch mehrfach kluiben oder spalten würde — Damit ja au» einem einzigen Krruzer etliche neue würden. Wenn die kleineu Buabn oder Dirndln beim Krämer um «inen Kreuzer Fiüchtenzuckerln kauften, dann sprang«» sie oft nach der Bezahlung der Ware au» dem Laden, reckten dem Cyprian die Zu»ge herau» und sangen mit kreischender Summe eine» alten Spoitoer«, den da« Volk unserer Berge «us tie Kreuze,kluiber gedichtet hat: Kreuzerkluiber. Kreuzerkluiber, Kluidn Kreuzer, kluidn Kreuzer. Kluibn tberzwerch. übervx. *) Klmbn au« van Kreuzer fünf föx! *) Noch kreuz und quer. darauf einzupehen. Aus diesem Grunde hat sich Abg. Dr. Sieinwender an die Vertreter von Sleiermark. Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg gewendet, also jener Länder, in denen dieselben Verhältnisse bestehen, und auf dem agrarischen Vtrtkauen«männerta.z» der deutschen j Alpenländer, der am 28. Juli in Salzburg ab-: gehalten wurde, haben die Vertreter aller Alpen» länder die Sicherung der Servitut«rechte zu ihrer gemeinsamen Sache gemacht. Ein anderer Gegenstand, der die Versammlung in Salzburg beschästigie, war der Schutz der Alpen-weiden. E« handelt sich hier nicht um den Vorteil einzelner, sondern um eine Sache von der größten wirtschaftlichen Bedemung für alle Alpenländer. Die Alpenweide ist sür die Aufzucht eine« kräftigen Biehstarrde« geradezu unentbehrlich. Wenn daher au« Jagdliebhaberei Alpen ausgekauft und der Viehzucht entzogen werden, so wird die wichtigste. Grundlage de« Vvlk«trohlstande« in Salzburg. Obersteier. Kärnien und Tirol vernichtet. Im Salzburgischen gekört schon ein Drittel der Alpen einigen hochadeligen Nicht«wern, fast da» ganze Gebiet der Hohen Göll ist der Alpenwirtschast entzogen, ganze herrliche Täler, wie da» Blühn-bachtal, die Blüntau und Hmlau sind dem Weidoieh verlchloff.n. Wenn nun durch ein Gesetz bestimmt würbe, daß die Alpenweiden der Viehzucht erhalten werden müssen, so wäre nicht einmal die Jagd verhindert, nur die trottelhafte Neberhebung und die blövfinnige Mafsenkriallerei würde aufhören. Der Salzburg«! Landtag hat nun im Vorjahre ein solche» Gesetz beschlossen und wieder war e» da» Ackerbauminifterium, da» nicht wollte. Die Herren im Ministerium haben nämlich eme heillose Angst vor gewissen hochgestellten Herren, deren entarteter Der Cyprian konnie den kleinen Lausern dann wohl die Faust zeigen. Im Grunde genommen war eS ihm ader gleichgiktig. Da« gute Geschäft macht« doch schließlich er. Die ttramerei war ja eine Geld» müdle. Der Cypctan war keiner von den Billigen. Konkurrenten hatte er keinen und so schlug er sich seinen ordentlichen Profit herau». Verheiratet war der Krämer nie gewesen. Er dachte sich wahrscheinlich, Mann und Weid seien zwar ein Leib, aber nicht »in Magen. Zwei und allenfall» noch mehr Maxen zu füttern, war der Cyprian jedoch entschieden zu geizig. So war er ein alter Junggesell geworden, «in dürr«» Mandl mit borstige« grauem Haar, einem immer platt rasierten Gesicht, einer etwa« verdächtigen roien Nase, listigen stechenden grauen Aeuglein und einer hoheu keisenden Stimme. Zwei Leidenschasten hatt« d«r Kreuzerkluiber trotz seinem G>iz. Er trank von wegen der er» forderlichen geistigen Fortbildung nicht ungern ein Schnap»! und manchmal auch ein wenig zu viel. Man kann seine geistigen Bedürfnisse halt nicht immer genau abmessen. Dann schloß er leidenschafi» lich gern Weiten. Die Vorliebe für den Schnap» fand wohl dadurch eine erklärende Entschuldigung, weil der Cyprian in seiner Krämerei eine ziemlich reichliche Auslese von Schnäps«n führt« und sich vielleicht im Interesse seiner Kunden ffit verpflichtet hielt, häufig Kostproben abzuhalten. Mit vem Weiten oder hatte der Kramer Cyprian ein merkwürdige» Glück. Er gewann fast immer. Al« wenn er den j weitigen zweifelhaften Abgang einer Sache g<» Geschmack sie eher zum Schweineabstechrn, al« zur w,idg«r«chtkn Jagd befähigen würde. Nun gut, wir werden die Herren von ihrer Angst nicht heilen, aber wir werden ihnen »ine andere Angst einflößen, die Angst vor d«r Bauernschaft. Vorderhand hat sich tie Versammlung in Salzburg damit begnüg», die Regitrung an ihr« Pflicht zu erinnern und alle Landtage der Alpenländer zum gemeinsamen Vor» gehen aufzufordern. Nützt da« nicht«, so wirb man schon stärker kommen. Bei der Wegnahme der Alpenwe>b»n unb leilwtif« auch bei d«r Verkürzung ber Servitut«» rechte spielt da« Jagdpesetz eine Hauptrolle. ES wurde daher »ine Reform de« Jagbrechte» angeregt, bie allerding» ganz ander» ausschaut und viel weiter geht al» der Antrag d»« Abg. Weiß im Kärntner Landtag. Bei dieser Versammlung in Salzburg haben sich Vertreter aller Parteien zusammengtfunden, ber Deutschen VokkSpartei. ber Bauernpartei, der Konservativen und der Chiinlichsozialen. Will man etwa» erzielen, so geht e« nicht ander». Ein Landtag allein flößt der Regierung keinen Respekt ein, also müssen alle beteiligten Länder zusummenhalten. Nun entscheide« ober im Kärntner und Steirer Landtag die Deutsche VolkSpartei, in Salzburg die Bauern» Partei, in Obeiösterreich und Tirol die konservative, in Niederösterreich und Vorarlberg die christlichfoziale Partei. Nicht nur die einzelnen Länder, auch die einzelnen Parteien dürfen nicht gesondert vorgehen, wenn etwa» erreicht werden soll. Die Gegnerschaft bei den Wahlen darf die Einigung nicht hindern, wenn e» sich um da« Wohl der Heimat handelt. »V. Z.« rochen hätte. Die Leuie weiteten daher nicht mehr gern mit idm und der Cyprian mußt« schon völlig daraus au»gehen, sich neue Wetter einzufangen. Im Juni eine» jeden Jahre» ferne» in unserem Bergdörfl ein sogenannter Stierlmarkt statt. Da wurden die jungen Stiere und jährigen Stierkälber au» derr Gegend aufgetrieben und sand n ihre Käufer, um dann mit der Zeit da und dort zu dem ebenso wichtigen al« notwendigen Amt eine« Gmoanstier» vorzurücken. Außer den Stieren wurde auch noch allerhand Kleinvieh ausgetrieben, Schafe, Schwein». Ziegen, wie e« sich gerade traf. An diesem T-pe herrschte natürlich in dem einsamen Därfl rege« Lebe» und Treiben. Bauer« au« der ganzen Gegend fanden sich ein, Vieh» Händler, fremde Hausierer, Knechte und verschiedenes Volk. Die Hausierer gingen dem Krämer Cypria« ganz beionder? wider den Strich, denn die pfuschte» ihm gewaltig in da« Handwerk. Schon an gewöhnlichen Werktagen war der Cyprian mit ben Hennen wach und au« den Federn. Seiien Laden öffnete er bereit« in aller Frühe, damit ihm ja kein Mensch auskomme, der vielleicht wie er frühzeitig auf den Beinen wäre, ein Kirch» gänger, ein Heumahder der einen Schnap« wollte, ober fönst ein Kunde. Am Markttag jedoch, da kauerte der Cyprian von der ersten Morgenlichte an in seinem Laden, damit »r den verfl'xien Hausierern möglichst viel wegschnappe. E« war am Vorabend des Maikttsges. In ber rauchigen Stube bei« Tra»denwirt saßen auf ben Bänken bie stämmigen Bergdauer», breitspurig hingepflanzt vor ihrem Viertele Wein oder «las! Seite 2 Gründungsfest des Hillier Mtitär-Beteranenvereines. Sonntag feierte der Cillier Baron Cnobloch» Militärveteranenverein sein 25 jährige« Gründung«-fest. Schon den Tag vorher zeigte die Stadt, da auch der B-such fremder Vereine angtkündet war. Ftfte«ichmuck. Von fast allen Häusern wehte» Mahnen in den Lande«», Reich«» und Frankfurter Farben. Wie immer, wenn e« gilt, fremde Volk«» genossen zu begrüße», fo ist auch diesmal Cilli nicht zurückgestanden. E« hat gezeigt, daß e« nicht nur einen strammen, für die völkische Bewegung verdienstvollen Verein zu ehren weiß, e« hat auch durch die überwiegende Zahl der fchwarz>rot» goldenen Fahnen gezeigt, daß e« ein« deutsche Stadt ist. die den fremden Volk«ge»osse» freund» lichen Willkommgruß bringt. Leider mußt« der erste Punkt der Feftordnung, der Zapfenstreich am Vorabend, weaen Ungunst de« Wetter« gestrichen werden. Der Weltergoit steckte sein unfreundlichste« (Besicht aus. Umso schöner ließ sich daß Wrtter am nächsten Tage, dem eigentlichen Festtage, a». Der Beamn de« Feste« wurde schon im Morgengrauen kurch den Weckruf der Cillier MusikoereinSkapelle und der Feuerwehrkapelle der Papierfabrik »n Gcaiwein eröffnet. Die im Laufe de« Vormittag« erschienenen au«wäriigen Vereine wurden am Bahnhofe mit Musik empfangen. Fremde V»r»in« oder deren Abordnungen waren erschienen au« Andritz. Eggen» berg, Gonobitz, Graz. Klagensurt, Köflach. Lieboch. Mardura. Maria-Neustifi, St. Peter bei Graz, Pettau, Ratk-r«durp, Maria-Rast. Et. Siefan a.G., Stroßgang, Maria-Trost und Villach. E« besucht«» i« ganzen 300 sremve Veteranen du« Fest. U« II Uhr nahmen die Festteilnehmer Aus-stellung vor dem Bahnhofsgebäude. Hier wurde der Gemahlin de« Protektor« von Fräulein Fanni Derganz ein prachtvoller Blumenstrauß über-reicht. Von hier au« bewegte sich dann der Aestz«! durch die Straßen der Sladt zum Rathause. Dem Zuge voran fuhr der Proiekior de« Vereine«, Herr Baron Cnobloch. mit seiner Gemahlin, denen >n Wagen weißgekleidet» Fest» jungfrauen folgten. Jeder Fahne waren ebensall« zwei Festjungsrauen deigegeben. Die Festjungsern, 44 an der Zahl, trugen grün-weiße Schärpen. Im Zog« marschiert«» drei Musikkapellen mit. welche abwechselnd Märsche spielten. Vor dem Rathaus« wurde dann Halt gemacht. Auf dem Balkon de« Rathaus«« hatten der Protektor de« Cillier Veteranen-vereine«, dessen Gattin, die Vertreter der Stadt» gemeinde, der Obmann>Si«llveNret«r de» Lande«-verbände«, Herr Schnkider, und die Ehrenjungfrau«» Ausstellung genommen. Nachdem die Berein« vor d«m Ratdaule sich formiert hauen, ergriff Ami«» Schnap«. Die Kn«chi« und Jungburschen bildet«» wieder Gruppen für sich. Die Viehhändler mischten sich da und dort in die Gesellschaft. E« war getrommelt voll in der Siubn und ein Rauch wie schwere Nooemberneb«! im Hoch-land. Ein Ftnstrr zu öffnrn und von d«r lauen würzigen Frühsommrrluft etwa» hereinzulass«». fiel keinem Menschen »in. Die einzige Lufiquelle bildete die Etubemür, durch die der dicke Trauoenwirt und die Kellnerin ab und zu gingen. An dem kleine» Klapptisch beim Os«n saß der Cyprian mit zwei jüngere» Viehhändlern au» dem oberen Jantal. die getreulich d»» Sti»rlmarkt be» suchen. d»m Ku»i«r«r Michl und de« Tost«» Tonl. »Krämer, wia gehiS « Gschäft < ganzi Jahr?" fragte der Tonl. »Kann« nit tob«»," seufzt« d«r Cypua». Er lobt« »ämlich >»in Geschäft uiemal«. „Morgen wirst wohl a» damischen Schnitt machen. * meint» der Michl. »Wär schon recht, wann dö verfl xien Hausierer nit wären, dö der T»vxl in der Luft zrrißn ioll!" «reife: te sich der Cyprian. .Unserein« zahlt allweil feine Steuern und muß sich« beste Gschäft im Jahr verderbe» lassen!" „Schau halt, daß D morgn früh gnua beim Zeug bist u»d nit am End den ärgsten Rummel verschläfst!" sagt« d«r Mich«l. „Wa«? I verschlafenfprang der Krämer völlig in die Höhe. »Da sangt eher der Kirchturm au zu tanzen!" „Passieren kann« Dir ja doch amal!' so mischte vorstand Herr Thoma« Fürstbauer im Namen der Stadtvertreiung da« Wort zu folgender Begrüßu»g«anfprache: „Hochgeehne Festgäste! Veteranen! In Ver» Hinderung de« Herrn Bürgermeister« wurde mir die ehrenvolle Aufgabe zuteil, Sie »amen« der Stadt Cilli hkut« a» birser Stell« zu begrüßen. Ich erfülle diese Aufgabe mit Freude und Sie werden diese Begrüßung gewiß freundlich entgegennehmen, denn ich. der ich selbst da« goldene Ponep»» trage und Veteran bin, ich bin al« langjährige« Mi«gli«d de« Jub»lo»r»i»e« der Ihrige und weiß da« hu«an« Wirken der Veteranenoerein« im allgemeinen und jene« d«« Vereine« von Cilli in«b»sonv«re wohl zu ichätze». Ich begrüße in erster Linie den Protektor de« C'll'er Militär-Veteranenvereine«, Herr» Edmund Freiherr» von Cnobloch, und dessen hochoer«hrt« Frau Gemahlin, welch« in so danken«w«r>er Weise den Verein in ihr,» Schutz genommen haben und den Bestrebung«» dr«s«ldr» da« wärmst« Jnt«r«ff« «ntgtgrndringk». Ich beqrjjß« ferner« ben Obmann de« fteiermärkischen Land»«-V«teranrnbu»drS, Herrn Posch, sowie die Vtt«ranenv«rrine und Abordnungen, welch« zur Jubelfeier ihres Cillirr Brudervereine« von »ah und fern, au« St«i«rmark und Körnten herbeigeeilt sind. Ich heiße all« herzlich willkommen in d«n Mauern unserer stei« kaisertreuen deutschen Stavi Cilli; mögen Sie die Stunden, die Sie in derselbe» verbringen werd«», im Kr«is« der Kam«-radk», in drr Mtti« unserer Ihnen so freundlich gesinnten Bevölkeruna recht f öylich zubringen und st«i» in ang«»«hm?r Erinnerung brhalirn. Veteranen von Cilli! Sie blicken h«ut« auf da» «rst« Viertel-jahrhundert de« Bestände« Ihre« Vereine«, einer Lochst «hrrnvoll«» Vereio«iäl»gkeil zurück. Wa« Sie, «eine Herren, die Sie d.n Fahnen de« Kaiser« >m Krieg« und i« Fri«d«n mit F«uer»is«r gefolgt sind, mit drn nalioncklt» Gefühlen, die in unserer Stadt herrschen, herzlich verbindet, ist die deutsche Kommandosprache, die Sie al« Verkö pirung des aliöst«rreichischen Arme«. Einheit«ykdank?n« hoch» halten. Nicht nur seinen satzung«gemäß«n Ver» pflichtungen den hilfSdedürfiigen Mitgliedern gegen-über »st der Berein stet« voll und ganz nacharkomm«», sondern «r sthlt« auch bei keiner Patriotische» oder nationalen Veranstaltung; Freud und Leid, welche die Stadt trafen, hat der wackere Verein redlich mit un« geteilt und w«lch« dankvare» und freund-lichen Gefühle idm die Bevölkerung daiüc enigegen» dringt, zeigt die reiche, festliche Beflaggung der Siadt und da« wird durch die rege Beteiluna an der Jub«lsei«r zum Auldrucke kommen. So möge denn der Verein, unterstützt von all«» maßa«brnd«n Kreisen, getragen von der Achtung d«r Bevölkerung, unier dem Schutze s'ine« so wohlwollenden Herr» Protektor« und seiner hochverehrte» Frau Gemahlin in da« zweit« Viert;ljahrhund«n einer fegen«r«ich«n, höchst ersprießlichen Täiigkeit eintreten. E« ist nun unsere Pflicht, de« oberste» KriezSherrn zu gedenken, de« obersten Schirmherr» und Förderer« aller guten Bestrebungen, de« wir alle unsere innigste Siebe sich «>» jung« Bauernknech«. der w>« zufällig an d«n Tisch g«tr«t«n war, in da« Gespräch. „Grüak Di!" bot ihm der Tonl da« volle Gla« zum Abtrinke». »Hock Di a btffel zuaber!« Der Sachfalber Seppl, so hieß ber Knecht, holte sich »inen Stuhl. Die bitt am Klapptisch rückt«» noch «ehr zusammen unb ber Seppl schob feine kräftige Gestalt zwischen den Kra«er und den Kuaterer. ,.A Mord«hetz wär«, wenn der Krämer a amal virschlasei!' lachte der Seppl und bestellte sich bei der Kellnerin ein Viertele. „I verschlaf nit!" kreischt« d«r Cyprian mit feinet hohe» Summe und schlug mit der Faust auf den Tische daß die Gläser klirrte». »Wetten wir wa«, daß i morgn schon um viere in der Fruah mein Laden aufsperr?" „Wer wird mit Dir wettn!" meinte der Sevpl. „Weitn wir! Wa« gilt«! Um vi«r« in drr Fruah!' Cyprian wurde ganz rot vor lauter Eifer. Er war in sein«m Element. „Ah, mit dem Kramer weiln wir im!» sträubte sich der Kunterer. „Du gwmnst einem ji die Seele au«m Leib ab!" sagte der Tosten Tonl. Der Cyprian aber war einmal beim Wetten. Da ließ er nicht mehr lo«. „Al«dann weit» wir" drang er >» sein« dr«i Tischg«noff«n. »Oe« kün»>« «« ri«kitr«n! Setzt« j«d«r von Enk drei an Gulden Einsatz beim Wirt. Und da habt« den Schlüssel von mein Lid««. I brauchn nit, i hab noch an zwkiten daheim, von ftssuntt 63 unb Verehrung entgegenbringe»; darum fordere ich die Anwesende» auf. mit mir einzustimmen in den Ruf: „Seine Majestät unser allergnädigfter Kaiser und Herr Franz Josef der Erste lebe hoch!" Nachdem da« Kaiserhoch verklungen war, ergriff der Protrktor de« Jubeloereiae«, Herr Baron Cnobloch. da« Won. Mit herzliche» Worte» dankte er für die freundliche Begrüßung. Er bade vor zwei Jahren mit Stolz da« Protekiorat de« Cillier Beieranenvereine«, diese« stramme» und wackeren Vereine«, der ein so hochpalriotifche« Wirken an den Tag lege und dessen Mitglieder eine so außerordentliche Disziplin einigt, über» nommen. Er (Redner) fei stet« ein warm-r Freund der Stadt Cilli gewe»en, in welcher er und seine Frau immer gern weilen. Er schloß seine Rede mit dem Wunsche, daß die deutsche Stadt Cilli in demselben Geiste wachsen, blühen und gedeihen möge wie bisher und forderte die Veteranen auf. ein dreifache« Hoch der Stadt Cilli und ihre» Vertrete? zu bringen. Die begeisterte» Hoch- und Heilrufe. die daraus eriönten. bewiesen, daß die markigen Worte in den Herzen der Festteilnehmer kräftigen Widerhall gefunden halten. Hieraus bewegte sich der Zug zur Festwiese, wo eine Feldmesse gelesen wurde. Derselbe» wohnte» die Spitze» und Vertrrtrr der B«hörd«n, da« diesige Offizierskorps, die Gendarmerie u. s. w. bei. Nach der Feldmesse marschierten die Vereine abermal« unter klingendem Spiele in die StaZt, wo sie vor dem Rathause vor den Spitzen der Behörde» defilierten, woraus sich dann der Zug auslöst«. Nachmittag um 3 Uhr sano dann aus der Festwiese ei» große« Aolisfeft statt. E« war wohl zu erwarten, daß nach de« unermüdlichen Eiser, den der rührig« F«stau«schuß an den Tag legte, mit diesem Teile der Festord» nung der Bevölkerung Cilli« und de» sremde» Gästen etwa« besondere« geboten werden wird, allein der Au«fall übertraf alle Erwartungen. Noch lange vor dem Beginn de« Feste« strömten sie schon zu Hunderten herbei die Festteilnehmer und e« waren sicher 6000 Menschen, vie da« Fest be-sucht hatte». Es lohnte sich aber wohl auch an diesem Tage ber im festliche» Schmucke prangenden Festwiese einen Besuch abzustatten, denn »« wurde da nicht wenige« geböte». Drei Musikkapellen, die Cillier Musikvereintkapelle, die Marbur^er Bei«-ranenkapell« und die Graiweiner Feuerwehrkapelle wechselten ununterbrochen mit ihren Vorträgen ad. E« kostete wahrlich ziemlich viel Zeit, olle die Herrlichkeiten durchzukosten, die da grooten würd««. Zunächst war e« ei, Riesenbau, aus vrm da« Won „Orpheum" prangt«, d«r di« B«such«r mächtig anzog, «« gab aber auch genug zu bewunv«r» darin. Gleich beim Eintritt» fesselten un« merk» würdige l»b«nd, Tiere, die wohl schwerlich i» einer Naturgeschichte zu finden sind. Reizend war«» die von 18 K»ab«n und Mädchen in steiri» innen auszusperren!" Er hatte eine» mächtig«» Schlüssel au« dem Sack gezogen und legte ihn auf drn Tisch. „Wa« folln wir denn mit dem Schlüssel an» fangen?^ fragte d n d e i f e n, Adele Grad», denen reizende Mädchen hilfreich zur Seite standen, hervorgehoben zu werden. Letzter« brachten dem Vereine auch ein hüdsche« Sümmchen durch den Verkauf von Blumen, Zigarren. Ansichtskarten ein. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde ein Feuerwerk abgebrannt. Bei der Fülle de« ISebo-tenen war e« kein Wunder. d»ß sich niemanD trennen wollte und da« fröhliche Treibe» bi« in die frühen Morgenstunden währte. Halte der Ber-laus de« Fest-« dim Vereine einen schönen, ehrenden, moralischen Erfolg gebracht, so war der materielle Erfolg kein geringer und ist er rem wackeren Vereine nur vom Herzen zu gönnen. Der Verein hat seinen Ehrentag nicht nur in würdiger, erhebender Weise gefeiert, er ha« sich auch gerade durch die Veranstaltung de« Volk«-feste« ein besondere» Verdienst erworben, d>nn eS ist wohl nicht« so geeignet, da« Kesühl der Stammi«iiemiinschasl. oer Zusammen,lehörigkeit auch in den unteren Schichien de« Volke« zu wecken und zu festigen, wie durch solche Äeranslal-tungen und gebührt ihm hiefür befonverer Dank. Vor allem gebührt jür da« schöne Gelingen de« Feste« der Dank wohl den unermüdlichen Obmännern der verichiedenen Feslau«schußgruppen, insbesondere dem VereinSvorstande Herrn Peter D e r g a n z und dessen Sirlloertreter Heirn Andrea« Michelitsch. Die Dekor.,tionSarbeiten lagen in den Händen der Herren Cvetanovitsch und Klarer. Z>ie Wevolution in Ztußtand. Meuterei des ?elersb»rgcr chardercgimentcs. Da« Petersburger Garderegiment meutert und verbarrikadierte sich in seiner Kaserne. Den Ossi^ieren wird jider Eintritt verwehrt. Die Kaserne ist von Kosaken umzingelt. Revolutionäre drangen in da« Alexander New«tykloster ein. erschossen dort den Archimandriten Sopranje und raubten außer vielen Wertgegenständen Bargeld in der Höhe von 300.000 Rubel Grausamkeiten in Kronstadt. In Kronstadt sind während de« Aufruhre« unerhörte Grausamkeilen verübt worden. Der neu-ernannte Oberst Alexandrow unterhielt sich gerade mit dem Kapitän Protfchin«ki, al« plötzlich sieben Matrosen auf die beiden Ofijiere eindrangen und Proischinki erdrosseln wollten. Seine greife Mutter eilte ihm zu Hilfe. Beide wurden durch unzählige Bajonettstiche ermordet. Alex,>ndrow wurde erschossen und verstümmelt; feiner Frau wurden durch eine» Kolbenhieb beide Beine zerschmettert. Die Meuterer halten zum Kennzeichen die weißen Ueberzüge von ihren Mützen entfernt, die Anführer trugen rot-weiße Armbinden. Unter ihnen bemerkte man auch weibliche Perfonen. 3>ic verfrühte Pcvolte, Ueber die Kronstädter Revolte hat die bis-herige Untersuchung festgestellt, daß sie da« wohl-vorbereitete, aber verfrüht begonnene Werk der Revolutionäre war. Die Meuterei war sür Ende August verabredet, wo in einer Nacht da« gesamte Offizierspersonal ermordet werden sollte. Zu diesem Termin wären auch alle Kriegsschiffe anwesend gewesen, die mit in der Verschwörung verwickelt waren. Zauberischer Aktendieöstahl. In der Nacht vom 5. d. läuteten einige un-bekannte Individuen beim HaupieingangStore de« im Zentrum der Stadt gelegenen Gebäude« de« Miltiärgericht«hofe« an, wo sich der Sitz de« Kriegsgerichtes befindet. Auf die Frage des Portier»: .Wer läutet?" wurde erwidert: „Wir bringen ein Telegramm de« träsidenten deS Kriegsgerichtes." In dem Augenblicke, wo der Portier da« Tor öffnete, stürzten sich drei Männer auf ihn, fesselten ihn, verbanden ihm die Augen und ließen ihn liegen. Hierauf begaben sich die Männer in die Kanzlei und entnahmen einem Schranke, in welchem sich zwanzig dicke Bände über die Meuterei der Flotte befanden, 18 Bände, fowie da» Fa»zikel „Schmidt" mit sämtlichen Belegen. Sodann ent-fernten sie sich mit ihrer Beute. Z»ie Zlnruyeu im Kaukasus. Nach einer Drahtung haben die Tataren in der Nacht vom 5. aus V. d. die russischen Truppen regelrecht anciegriffen. Der Kampf dauerte bi» gegen 3 Ubr nachmittag. Di« Tataren, deren Zahl sich auf über 2000 btlief, nahmen sehr günstige Siel-lungen ein. Ihre Verluste sind unbekannt. Nach einer längeien Beschießung hißten sie die weiße Fahne und baten den Distrikt«chef, in ihr Lager zu kommen. Tie Bevölkerung nimmt eine feindliche Haltung «>n. 300 Kodesnrteile. In Kronstadt wurd.n 300 Rädelsführer de» letzten Aussland.s vom KrienSgerichl zum Tod« verurteilt und sind bertiiS hingerichttt worden, davon waren viele Zivilpersonen, u. a. der ehe« malige Abgeordnete der ReichSduma Michiliczenko, bei welchem ein Plan der Festungswerk« gefunden wurde, weiterhin ein anderes früheres Mitglied der Duma, namens Onipko, würd, in Sveaborg ver-haitet. Das Kri«si»g«richt wird nochmal «ine Woche tagen und wahrscheinlich neue Todesurteile fällen. Trotz der Niederwerfung der Revolten herrscht im AdmiralSstab der Marine große Besorgnis, daß jene Ereignisse sich in Sebastopol wiederholen, wo unt^r der Garnison eine Gärung zu bemerken ist. Aotitische Rundschau. Zur Fandtagsersatzwahl in Jlntersteiermark. Der ReichSratSad^eordnet« Dr. koroSec hat seine Kandidatur in den Landgemeinden von Rann für den steirischen Landtag zurückgezogen. An seiner Stelle bewirbt sich der DistriktSarzt von Drachen-bürg, Dr. Franz Jankovic. Die Wahl findet am 2t. d. statt. — Nun hat Jankooic bereits einen Gegenkandidaten in der Person de» Sparkasse, beamten Benjamin Kunej erhalten, welchen die slovenisch liberale Partei ausstellt. Die „Südösterr. Summen" sprechen Letzterem jeden Erfolg ab. ZUe Landlagswaljlcn iu Hbersteier. Am 7. d. fanden im Stävtebezirk Brück, M ü r z-z »schlag, Kaps«nb«rg. Kindberg und M a r > a z e l l die LandlagSersatzwahlen für das durch den Tod des Abg. Walz erledigt« Mandat stait. Lokal« Jntrrtssen überwiegen bei Wahlen dieser Art und so ist e» erklärlich, daß zwei Kandidaten aus dem Plane erschienen. Brück hatte sein Gemeindeoberhavpl Herrn Josef K n o t t i n g e r, Mürzzuschlag seinen Bürgermeister Auton W e r b a al» Kandidaten namhakt gemach». Beide Bewerber haben erklärt, der Deutschen Volkspartei beizu« treten. Ein politischer Wahlkamps war e» also nicht, der ausgetragen wurde. Jedenfalls wird «in« verläßliche Stütze de« Deutschtum« die Lücke au«füllen, die der Tod de« Abgeordneten Walz gerissen hat. E« wurden im ganzen 026 giltiqe Stimmen abgerieben. Hieoon einfielen: in Brück: «nollinger 195, Werba 3 ; in Kapfenberg : Knottin-ger 32. Werba feine; Mürzzuschlag: Knotting«r keine, Werba 277; in Maria Zell: Knottinger 23, Werba 8 Stimmen. Im ganzen erhielt Knottinger 337, Werba 238 Stimmen. Bürgermeister Knottinger von Brück erscheint somit gewählt. Ale arme» „geknechteten" Stoveue«. Der „Slovenische politische Verein für Uniersteiermart in Marburg" erließ an die Slovenen am 2. d. folgenden Ausruf: „Euer Wohlgeboren! Schon Jahrhunderte werden wir bi» zum Blut gequält; überall bedrückt man uns. Jetzt will man uns noch da» Recht nehmen, sich über die Ungerechtig-keilen zu beklagen, welch« wir leiden; berauben will man un» einer angemessenen Vertretung i« Reich»rale. Wir Slovenen in Steiermark und Kärnten stehen in großer Gefahr, sür immer er-stickt zu werden. Noch ist eS Zeit, gegen diese Un-gerechiigkeiten Stellung zu nehmen. Am 23. August 1906 um 10 Uhr vormittags findet im „Narodni dom" zu Marburg eine große Vertrauensmänner» Versammlung der Slovenen Eteiermark« und Kärnten» statt. Zu dieser Versammlung wurden eingeladen alle slovenischen Landtag»- und Reich?» ratsabgeordneten au» Sieiermark und Kärnten, speziell aber noch die Herren Abgeordneten Dr. ZusterSie, Planian und GabrSek. Besprochen werden nur die Ungerechtigkeiten, welche man un« durch die Wahlresorm in Steiermar! und Kärntrn zufügen will. Da der Gegenstand fehr wichtig ist, wollen Sie sich verläßlich an dieser Versammlung beteiligen, sowie alle Ihre Bekannten und Freunde mitbringen. Je größer, die Zahl ber Versammelten, desto au»giebiger wird unsere Stimme sein! — E» klingen wohl sehr merkwürdig in dtm Munde der Vertreter de» verhäifcheltsten Volke» Oesterreich» die Worte „Ungerechtigkeit", „bi« zu« Blut quälen", „angemessene Vertretung" u. f. w. Zur Entscheidung des Hberste» Herichts-ßoles im Zscher Sprachenstreite schreibt da« „W. D. T.": Diese Entscheidung de« Obersten Gericht»hofe» ist rein formeller Art und läßt den Kern ber Frage unberührt, in welcher Sprache die Verhandlung stattzufinden hat. Selbstverständlich werden sich die Deutschen in Brüx, ebenso wie die» jede andere Bezirk»gericht»stadt Deutschböhmen» tun würde, gegen die Zumutung verwahren, daß dort eine tschechische Verhandlung «her am Platze wäre al» in Asch — unbeschadet der staat«recht» lichen Sonderstellung de» Ascher Gebiete«. Die Recht»güliigkeit der Stremayrschen Sprachen» Verordnungen wird eben von allen Deutschen de« heutigen VerwaltungSgebieteS Böhmen» bestritten und das wird immer so bleiben. Äus Stadt und Land. ßrauung. Am 1. August wurden in der deutschen Kirche in Cilli Herr Rudolf Finkefch mit Fräulein Stefanie P e t r o v i t s ch getraut. Trauzeugen waren die Herren Rudolf Puch und Franz Cölestin. Drittes internes Lawn Kennis-^reiswett-spiel. DaS bereits angezeigte Preis-Wettspiel fand bei günstigem Wetter und unter reger Beteiligung in den Tagen vom 2. bi« 7. August statt. Täglich verfolgten fehr viele Cillier Sportsfreunde da« abwechslungsreiche Spiel, welche» n«b«n ernsten bi»weilen auch heiter« Sz«n«n aufwie». Da« Er» gebnis in den einzelnen Schlußrunden war folgende«: Die Herrenmeisterschaft errang Seekadett Herr Franz Katziantschitz—Herr Otto v. Huber (6:2, 7:5, 6:2). Die D-imenmeisterschaft errang Frl. Mela Schurbi— Frl. R-si Donner (6:4, 7:5, 5). Im Herren» Doppelspiel siegten di« H«rr«n jnr. Willi Rasch» R. Zandonatti—R. Donner-Fr. v. Gossleth (6:3, 7:5). Im Herren- und Damen-Doppelspiel siegten Frl. Mela Schurbi-Herr jur. Gossleth—Frl. Stefi Katziantschitz-Herr Otto v. Huber (10:3, 6:1). Im Herren-Einzelspiel mi» Borgabe siegte Herr R. Donner (—15:1) gegen Herrn jur. Gossleth (+15) [6:0, 5]. Im Damen-Einzelfpiel mit Vorgabe siegte Frl. Hilda Hau«baum (—'/«» ••>) gegen Frl. Mela Schurbi (—15, 3) [6:4, 5j. Sommerliederlafek des Männerfangs-verein Liederkran;. Der MännergefangSverein „Liedertranz" hält Sonntag den 12. d. um 8 Uhr abend« im Gartensaale de» „Hotel Terschek" seine Sommerliedertafel ab. Die VortragSordnung weist sehr hübsche Nummern auf. Deutschen Ausflügler« diene zur Kenntni«, daß di« Wirtin drr Gastwirtschaft aus d«m Annen-sitze am Cyrill und M e t h u d t a g e aus ihrem Grunde «inen sog«nannt«n fKres* (Perva-kifche Nachäfferei der Sonnwendfeier) abbrennen ließ. Die Mitteilung, daß auch bei der Sonnwend-feiet aus dem Annensitz« «in F«u«r entzündet worden sei, entspringt «inem Irrtum«. Möge dies« Sachlage dem Bi«markwarte-Au«schusse zum Ansporn dienen, auf dieser Höhe in naher Zukunft eine deutsche Gastwirtschaft erstehen zu lassen. Seite 4 „9*ttiiaie waot«-* Nummer 63 P« Kapkan Vabusa berichtet. Vo« Kaplan Rabusa der kürzlich wegen eines Unsittlich-ftii*o(rc)cbtnl verhaftet wurde, erhalten wir fol» »ende Berichtigung: Mit Berufung auf § 19. dc« Preßgesetzes vom 17. Dezember 1862, R.-G.-Bl. Nr. 6 ei 1863 ersuche ich in Berücksichtigung der in Nr. 62 von 5. August 1906 gebrachten Notiz: »Ein Hetzkaplan verhaftn" um Aufnahme folpmbec Berichtigung in gesetzlicher Form und Frist: 1. E« ist unwahr, daß ich „kürzlich erst au« dem Markte Wöllan hinau«gejagt wurde"; wahr ist dagegen, daß ich von einem trunkenen Bediensteten einer Sägemühle ein paarmal angebrüllt wurde» ohne darum den Markt Wöllan meiden zu müssen; 2. Ist e« unwahr, daß „nun meinem Treiben hoffentlich für immer ein Ende gemacht worden ist*, wahr ist dagegen, daß ich schon 2 Tage vor de« Erscheinen obgenannter Notiz in der „Deutschen Wacht" aus freien Fuß gesetzt wurde, „meinem Treiben daher kein Ende gemacht worden ist." Skali«, am 6. August 1966. Rabusa, Kaplan. Rabusa wird demnach sein Treiben nicht ausgeben. Wir beglückwünschen die Eltern schulpflichtiger Kinder. Wir stellen nur noch fest, daß Rabusa sich auf der Berichtigung ursprünglich al« .H e tzkaplan" unterschrieb, dann aber die« durchstrich und dafür Kaplan schrieb und erlassen e« unseren Lesern, sich au« dieser Berichtigung ein Urteil über den Berichtenden zu bilden. Zum Aalle ArntMsch. In Angelegenheit de« auf der Jagd erschossenen Oberleutnants Fritz Kreulitsch au« Rann, worüber auch ver Reich«-rat«abgeordnete Wastian im Abgeorbnetenhause interpellierte, hat nun da« Agramer Garnison«-gtricht geurltilt und den Leutnant de« 13. Korp«-artillerieregimente« Ladi«lau« Cerny wegen fahr-lässiger Tötung seine« Kameraden zu einer drei-wöchigen Arreststrafe verurteil». Al« mildernd wurde die Freundschaft der beiden Offiziere und die Unerfahrenheit Cerny« al« Jäger angenommen. Äklgemei«er Wettve»erb für Koustruk-tio»e» beweglicher Mehre t« Ilüsse«. Wie die Handelt- unv Gewerbckammer in Graz milteil», ha» di« k. k. Direktion für den Bau der Wasser-straffen in Gemeinschaft mit den Lande«kom-Missionen für Flußregulierungen in den König-reichen Böhmen und Galizien ein«n allgemein«» Wittbewtrb für Konstruktionen beweglicher Wehr« in Flüssen «»«geschrieben, welcher in der Wiener Zeitung und in den Amt«blättern der politischen Landt«sttllen in Lemberg und Prag kundgemacht wird. Zweck der Wet>bewerbau«schreibung ist die Erlangung von in allen wesentlichen Teilen au«-gearbeiteten Projekten für die Konstruktion beweg-licher Wehre sür Flüsse, und zwar mit einer Licht-weite d«r Wehröffnung von a) 25 m, b) 15 m. E« werden je 2 Preise ausgesetzt und zwar: sür die P ojektt, betreffend die Wehrkonstruktion mit der Lichtweite von 25 m: der erste Prei« mit 10.000 K der zweite Prei« «i« 5.000 K; betreffend die Wehrkonstruktion «it der Lichtweite von 15 m: der erste Prei« «it 6.000 K, der zweite Prei« «it 3.000 K. Die Projekte find bi« längste»« 21. Deze«ber 1906 an die k. f. Direktion sür den Bau der Wasserstcassen in Wien. 1. Kohl«tss«rgasse 3 spesenfrei «inzustnden. Die Pr«i«ardeiten müssen von außen mit der Aufschrift „Zum Witib«w«rbe für bewegliche Wedre in Flüssen" bezeichnet sei». Jeder einzelne Bestand-teil der Prei«arb«t muß mit einem Kennworte (nicht Kennzeichen) verlehen sein, darf aber den Namen, Etand oder Wohnort de« Preiswerbe« nicht enthalten. Der Name und die genaue Aoreffe de« Einsenders ist in einem verschlossenen, von außen mit dem Kennivone bezeichneten de onderen Umichla«« anzugeben. Die WetibewerbauSschreibung kann von Juieressenten, welche sich am Wende-werd« zu beieiligen wünschen, bei der Direktion für den Bau der Wasserstraßen in Wien und deren Exoosuuren in Prag und Krakau, bei den Eiatlhaltereien und Landesregierungen, sowie bei den obgenannie» LandeSkommissonen kostenlos be-hoben werden. Ein Abdruck ber WetibewerbauS-fchreibung liegt i« Bureau der Handel«- und Stwerüekammer in Graz, Neuihorgasse 57, zur Einsichtnahme aus. Hiue unerhörte Alebervorteiluug der deutscheu Katholiken Ktllts. Wie wir erfahren, steht ben katholischen B wovn.r» ber Stadt Cilli eine freudig« Ueberraschung becor, da der slovenische Kirchen» konkur.enzauSjchuß denselben nämlich demnächst ein« Rechnung aus über 12.000 K unie>breii'N wird. Nachdem schon vor einigen Jahren sich Au«d,ffcrung«arbeilen an der ehemaligen Stadt- pfarr- und nunmehrigen Landpfarrkirche sowie an den Wirtschaftsgebäuden de« Herrn Abte« in Möllag al« „notwendig- h«rau«stellt»n und zu diesem Zwecke di« katholisch«» Pfarrinsassen zu «in«r Zahlung von rund 9000 X herangezog«» wurden, hat der slovenische Kirchenkonkurrenzau«schuß im Jahre 1905 die Neueindeckung d«r irwähntrn Landpfarrkirche beschlossen, wozu er die enorme Summe von 16.000 K beantragte. Wie schon erwähn», «nlfallrn mit Rücksicht auf bi« Verteilung der Sieuerkraft von diesem Beirage mehr al« 12.000 X, da« sind 76 Prozent, aus di« katdolisch« Bevölkerung der Stadt Cilli. E« ist die« ein« ungeheure Belastung unserer ohnedie« unter einer unerschwinglichen Steuerlast seuf enven Bevölkerung, eine Belastung, di« von dieser mit umso größerer Entrüstung getragen werden wird, al« ja die deutschen Katholiken der Stadt mit Rücksicht auf ihre Steuerkraft die erwähnte Summe fast zur Gänze werden aufbringen müssen unv anderfeit« infolge der ungerechten Zusammensetzung de« Kirchenkonkurrenzau«schusse« in demselbtn kein bestimmte« Wort mitzureden haben, sondern der Baulust de« Herrn Abte« und dem Boium de« ihm gefügigen Kirchentonkurrenzau«ichusse« auf Gnade und Ungnad« prei«gegtb«n sind. Au« der Tätigkeit de« Kirchenkonkurre»zau«schusse« ergibt sich von selbst, daß die „Lo< von Rom'-Bewegung in unserrr Stadt nicht nur gtboien ist zur Wahrung der geistigen Güter unsere« Volke», sondern daß den deutschen Katholiken die Abtehr von der römischen Ki che auch «in immer notwendiger werdenve« Mittel bedeute», um ihre Taschen vor ung«r,chlftrtig»en. maßlosen Eingriffen zu bewahre». Bei diesem Anlasse sei daran «rinnert, daß die jeder Billigkeit und jeder christlichen Liebe enibehrende hohnsprechende Majorisierung der deutschen Bevöl-kerung Cilli« bei der Wahl de« Kirchenkonkurnnz» au«schusst« nur darauf zurückzusühren ist. daß ein paar Häuser der Ortschaft Lopata mit rund >80 Einwohnern in unsere ehemalige Stadtpfarre eingepsarrt wurden, wodurch nach der hochwohl-weifen und stet« unfehlbaren Anschauung de« Verwaltung«gericht«hofe« die ganze Gemeinde Groß.Pireschitz bei der Wahl in den Kirchen-konkurrenzau«schuß vollwertig mitzusprechen hat und somit die hiesige Stadtpsarrkirche endgültig in eine Landpfarrkirche umgewandelt wurde. Nieder ei» Grübchen. Zu diesem Artikel in der Nr. 35 unsere« Blat'e« erhalten wir folgende Berichtigung : Die Redaktion w rd auf-gefordert di« in Nr. 55 der „Deutschen Wacht" vom 12. Juli 1906 enthaltene Notiz .Wieder ein Pröbchen" gemäß § 19. Pr.-G. zu berichtigen wie folgt: Durch oie im Gegenstande der Notiz zur Klarstellung de« Sachverhalie« gipslogenen Erhebungen wurde festgestellt, daß Gerichtssekretär Erhartic bei einer am 6. Juni d. I. oorgenom-menen Hauptverhandlung wieder eine Beschuldigte, welche »ur der slovenischen Sprache mächtig ist, «inen b«id«r Landessprachen mächtigen Zeugen lediglich im Jnt«r«ffe der Bereinfachung der Hauptverhandlung aufgefordert hat, seine Aussage in slooenischer Sprache abzulegen, daß aber der Richter die Ablegung des Zeugnisses in deutscher Sprache mit dem Bemerken: „Ich kann Sie nicht zwing n, sprechen Sie Deutsch" entgegennahm, nachdem der Zeuge erklärt hatte, daß er sich in der deutschen Muttersprache besser ausdrücken ver-mög». E« ist demnach unwahr, da« Gerichis-sekräter Erhartic die erwähnte Ai>ff»rd«rung an den Zeugen nur au« Uebermut und weil e« ihm scheinbar Vergnügen mache mit dem Feuer zu spielen und Deutsche herau«zufordern, gerichtet hat. Unwahr ist ferner, daß der Zeuge die i« Ber-Handlungszwecke begründete Aufforderung de« dichter« mit den Worten: „Ich bin zwar de« Slovenischen mächtig, will aber meine Au«sage d.uisch mach.»' abgelehnt habe. St, f. Kr is-gerichi«-Präsidlum Cilli, am 6. August 1906. Katzianiich'tz. ?öltschach. (Etwa« für Altertum«, freunde.) In der Bibliothek de« Herrn Albert K a n d o l i n, ElektrizitätSwerktbesitzer« in Pö.'tschach, befinden sich Bücher uralten Ursprung«, unter andern auch da« berühmte Werk \,Abrabama santa clara", für da« sich schon Professor Falb sehr interessierte. Da bereit« mehrere Wiener Firmen und Museum« mit Herrn Kandolin wegen Ankaufe« dieser Bücher >n Unterhandlung stehen, so werden Jnieressenten aufmerksam gemacht, sich mit Herrn Kindolin ehesten« darüber in« Einvernehmen zu setzt«. Man». (S ch u l s ch l u ß f e i e r.) Unter Leitung de« Overlehrer« Herrn Franz Kre«nik beging der Lehrkörper der hiesigen deutschen Bolk«schule am 31. Juli die Schulschlußseier. die unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung einen sehr erhebenden Verlauf nahm. Nach de« Festgotie«dienste ver-sammelten sich die Schüler in einem festlich ge-schmückten Lehrzimmer. Oberlehrer Franz Kre«»ik eröffnete die Feier, indem er alle Erschienenen i« Namen de« Lehrkörper« auf« herzlichste begrüßte. Die nun folgenden Lieder, in«besonbere die von der 3. und 4. Klasse zu Gehör gebrachten Chöre, fanden ungeteilten Beilall, wobei Schönheit der Stimme und vorzügliche Schulung zur Geltung kamen. Die einzelnen Deklamationen, die namentlich von ven Schülern der 4. Klasse in musterhafter Weise gebracht wurden, erweckten laute Beifall«-stürme. Sodann richtete Oberlehrer Franz Kre«nik a» alle Schüler, besonder« aber an jene, die in« Leben hi»au«treten, tiefergreifende Worte. Er wünschte den Schülern, daß sie sich in der Ferien-zeit von ihrer Anstrengung erholen mögen, um jene Kräste zu sammeln, die wohl notwendig sind, um im nächsten Jahre dem Unterrichte mit giößter Aufmerksamkeit folgen zu können. Ein dreifache« Hoch auf den Monarchen und die Adsingung der Volk«hymne beendeten dies, Ansprache. Große Zustimmung aber fand die warm empfundene Danke«rede der Schülerin Scagnetti (4. Klasse). Sodann erfolgte die Verteilung der Schul« und Eutlassung«zeugnisse. Südmirkische Polksvauk ia Hraz. Stand am 31. Juli 1906: A»te>l«oermögen von 3840 Mitgliedern 391.940 K, Spareinlagen von 2542 Parteien zu 4 v. H. 4 000.624 K, Konto-Korrent: Kreditoren 198 750 K, Debitoren 887.650 K. Darleihen 1,666.476 K, Wechsel und Devisen 1,263.087 K, eigene Einlagen 217.518 K, Wertpapiere 347 850 K, Bankgebäude 262.500 K, Reservefond« 42.321 K, Geldverkehr im Juli 2.110.487 K. (Fortsetzung Seite 5.) Vermischtes. Muf Millionen gege» öe« Alkohol. Eines der größte» Permächtnisse, da« je für einen gemein nützigen Zweck hinterlassen wurde, ist jetzt der Mäßigkeitsbewegung in England zugefallen. ES ist dies eine Summe von 5,000.000 Mark, hie der verstorbene John Crowle in London, einer der Direktoren der Tempera»; RestaurantSgefellfchaft „Slater", den wesleyanischen Methodisten für den gedachten Zweck zugewiesen hat. Unter den von ihm getroffene» Verfügungen befindet sich die Anstellung von drei Wanderlehrern, die im ganzen Lande Ber-träge über die Temperen; halte» sollen, und deren Gehalt für den Hauptredner mit 750 Pfund Sterling und für die zwei anderen Redner mit je .500 Pfund Sterling pro Jahr ausgesetzt ist. Von den Linsen des Kapitals sollen außerdem jährlich bis zu 500 Pfund Sterling verwendet werden, um die Ver-leihung von Schanklizenzen an Theater, Musikhallen und neue Wirtshäuser zu verhindern; 1000 Pfund Sterling sollen an wesleyanischen theologischen Lehr-anstalten jährlich für Unterweisungen in dem Gegen-stände der vollständigen Abstinenz und 500 Pfund Sterling jährlich auf den Lehranstalten für wesleya-nische Mädchen sür denselben Zweck verwendet werden. Aogelkäsige im So«»eubra»d. Viele Käsig-vögel werden ohne Schutzdach ins Frei« oder noch schlimmer, auf das Fensterbrett gestellt und den ganzen Tag den Sonnenstrahlen ausgesetzt, iu der irrigen Meinung, die« sei dem Vogel eine Wohltat. Aber es ist doch ein großer Unterschied, ob ein Vogel in der Freiheit durch die Mittagssonne fliegt oder ob er im Käfig sitzt und den Sonnenstrahlen nicht ausweichen kann. Das solche unglücklichen Vögel er-kranken und sterben, ist kein Wunders Zum Besten des eigenen Geldbeutels sollte man auf die Pflege größeren Wert legen, auch frisches Wasser, nament-lich in den heißen Tagen, nicht vergessen und dem Tierchen den Käfig nicht zum Kerker machen. Dabei muß zugleich ein Mißbrauch erwähnt werden, der in zahllosen Fällen besteht, nämlich die Unterbringung gefang ner Vögel in viel zu kleinen Bauern. Da hängen nun die armen Tiere in diesem erbärmlichen Kerker, da sie sich kaum umdrehen und die Flügel ausbreiten können. Jeder Mensch, der an den kleinen Geschöpfen, die er in seiner Gewalt hat, so rücksicht»-lo« handelt, sollte von den Besserdenkenden aufmerk-fam gemacht werden. Wmnmtr 63 «We»tfch- Wacht- Gette 5 3 Worte „Altvater" Gessler Jäger ndorf. Schweinepell. Die königl. kroat.-flav.-dalm-Lande«reg,erung in A^ram hat wegen de» Be-stände« der Schweinepest da» Eindringen von Schweinen au« den Gemeinden Straßen be» Be-zirte« Grödming; Pöl» de« Bezirke« Judenburg; Maut-rn de« Bezirke« Leoden und au» dem Grenzbezirke P e l i a u. und wegen de« Bestände« de« Schweinrotlause» das Eindringen von Schweinen an« den Gemeinden Lasche. Padeschberg de« Be-zirke« Gonobitz; Thondorf de« Bezirke« Graz (Umgebung); Friedberg, Neusau, Weinreith, Wöclh de« Bezirk.« Hartberg; Donawitz, T,osaiach de« Bezirke« Leoden; Bärndorf, Weißenoach de« Bezirke« Liezen; Sladolinzen. Muratzen de« Be« zirke« Lutienbeig; Neum^rkt. Sl. Marein veS Bezirke« Murau; Kapellen, Neuberg de« Bezirke« Mürzzufchlag; Wöllan de» Bezirke« Wtnoijch. Graz verboten. Diefe« Berbo« erstreck- sich auf die namenilich bezeichneten Gemeinden und deren Rachbargemeinden. Die Kunvmachung vom 15. Juni d. I. tritt luBrr Kraft. Acsuch des Wteu-Landstraßer Knaöe»-ßortes. Donnerstag, den 23. o. SW., um 5 Uhr 23 Minuten »achmuiag« ir.ffen mit dem Perso» nenzuge ver Südbaha 65 Zöglinge de« Wien-Landstraßer Knadenhorte« — auf einer Exkursion von Trieft begriffen — in Cilli ein und seyen die Reise am 24. August. 7 Uhr 15 Minuien früh jort. Der Bereit,.1. Landstraßer Knabenhort* wurde erst im Juni dimann»dorf (Südmarkseier-Erirag) 40; Herr O»kar Teufel in Mondsee 10. — Gründer: Stammtisch .Hinter berger Sumpfecke" zu Mitten«» dorf bei Auss»e 50; die Sparkasse Krem« a. d. D. 500; Franz 36. Schellauer in Kremtmünster 50. — Spenden erhielten. Ein Beomler in Küstenland 20; eine Lehrerin in Südtirol 50. Weiter» wurden an Siudienunierstützungen 730 L au»bezahlt. verstordene im Monate Juli 190k. Joses Buide, 14 Jahre alt. Schüler. Lungen-tuberkulöse. Ber«a Leitermaier, 70 Jahre alt. Private. Herz-schlag. Angela Krainz. 2 Monate alt, Heizer«kind, Darm-kaiarrh. Am allgemeine« Arankenhaule: Martin Paulin?. 1'/, Jahre alt, Hirnhäuten«» zündung. Malia« Pirch, 76 Jahre alt, Ort«armer, Herz-mu«ktlen>artung. Johann Klanknik, 23 Jahre al, Taglöhner, Buuchiyphu». Ursula Jenak. 41 Jahre alt, Taglöhner«gattin, Lungentuberkulose. Anton Bogrinc, 46 Jahre alt, Knecht, Rücken-markentzündung. Johann Cenc-l, 63 Jahre alt. Kutscher. Kreb«. Franz Janez c. 43 Jahre alt. k. k. Statthalter«-Kanzlist, Lungentuberkulose. Anna Nezivt, 41 Jahre alt, Schuhmachersiochter. Gehirnhautentzündung. Anton Beselak, 61 Jahre alt, Schmied, Kreuzbein-bruch. Agne» Oroö. 27 Jahre alt, KeufchlerSzattin. Lung?niubeikuloie. Theresia RamSik, 76 Jahre alt, Ort«arme, Herz-muSkelemartunq. Marie Korenak. 50 Jahre alt. Taglöhner«gattln, Herzmu»kel-ntortung. Marie Dreu, 4 Jahre alt, Kind, Lungenschwind-sucht. Agne« Kukovik. 78 Jahre alt. Ort»arme, Herz-mu«kelentartung. Für Säuglinge mit chronische» katarrhe» gibt e» kein bessere» Nährmittel als Kufeke» Kinbermehl. welche» zuerst ohne Milch, später mit Milch gereicht, die Gärungen im Darme beseitigt und den die Erkrankung verursachende» Mikroorganismen einen ungünstigen Nährboden darbiete», dabei l.ichi verdaut und vom erkrankten Darme anfgenommen wird. T» tritt bei der Er» näbrung dieser Kinder mit Kufeke« Kmdermedl > ich» nur ein Berschwinven der Durchsälle ein, sondern auch da» Körpergewicht hebt sich in günstigster Weise. Aetk'» Außöodenlack ist der vorzüglichste An» strich sür weich« Fußböden. Der Anstrich ist außer» ordentlich dauerhaft und trocknet sofort, so daß die Zimmer nach einigen Stunden wieder benützi werden können. Keil'« Fußbodenlack ist bei «ustav Sliger und bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. ranztJosifi . BITTERQUELLE. voo äntlichen flutocit-a+en «zfl (jahcivttnttn ab sicherst« nilHIche flsbfclhr*n»tTO nerv« "•«' nv'W" " . . ^ircctiVM in Tjud apest io Olllt bei Gnstav Stlger, Jo«. Apotheke „sur M»ri*hilf' (Otto Schwarzl & Co.) Ausweis über die im städi. Schlachthauke in der Woche vom 30 Juli bi» 5. August 1906 vorgenommenen Schlach'unnen. lnwi» H, M»nae und (üntttina rtnaciübrtfn fleische». Name de« Fleischer« Schlacht»»«» bet», fiitjrllttrtrf »Itiii» >» eingeführte« Fleisch in Kilogramm £ C U <3 e c JS A "5 | ■c s £ i e s? £ 6 B B s 3 g B B •2 JO B 1 ■ft l £ .22 & ■s u es « « «tf| >i) «3 ty U « « « Stimm, «1 »»•nfluTt «. «las»»», ««al, G-rliS. «•mSurg, S»di»s«pslis. *«ut. lk»»Kck»I>aor»l, WXlt»!", ?«»«, Settm». nifebon, fmorsol, Vsatoa, et. (■•ats, Sarcaitatt, !»di, JHsbrit. mischest«. Sicltsatac, tvtntital. WttaOta, *ssk8#iI, Jlnp-Cttl««», CttaM, tßnis. CtVetnS-tat|, finttatt, R» U ft»n eisstslm C»»arti, Sana, S«14*a, Bitjtnt» ZH»>ch )(. 12134 OefFeutllclier Dank. Für die äusserst kunstfertige, bei dem hohen Alter von 81 Jahren fast aussichtslos gewesene und doch glücklich vollbrachte schwere Operation und für die liebevolle Behandlung während des vierwöchentlichen Aufenthaltes im Giselaspitale zu Cilli sage ich dem Herrn Sanitätsrat Dr. Gregor Jesenko und Herrn Assistenzärzten Dr. Herzmann, sowie allen lieben barmherzigen Schwestern für die aufopfernde Pflege meinen wärmsten und innigsten Dank. St. Marein bei Erlachstein, Juli 1906. 12157 Franz Xaver Httbl, k. k. Gerichtsoberoffizial in Rabe. Louis IM'"" Cilli. Telegraphen, Telephone Blitzableiter 12042 Eine Wohnung 3 Zimmer und Zugehör, ein Verkaufsladen und 2 kleine Wohnungen vom 1. September an zu vermieten. Antragen: Kirchenplats 4 3',', Monat alter, reinrassiger, sehr •chSner Vorstehhund ist billig zu verkaufen am Rann Nr. 26 bei Herrn Kappel. 12161 Lehrjnnge der deutschen, .womöglich auch der slovenischen Sprache mächtig, mit guter Schulbildung versehen, wird sofort in der Gemischtwarenhandlung de« Josef Wntti in Wöllan aufgenommen. 12160 Ein Platzmeister der kroatischen, eventuell der slovenischen und deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig, in der Weichbolibrsnche versiert, wird bei Unterfertigten aufge- nommen. 12156 Makso Herllnger. Ban- und Scbnittholzge*cbilft, Karlstadt, Kroatien. Gesucht Wohnung per 15. September oder einige Tage früher, mit zwei kleine Zimmern, K&cbe. Zugehsir, oder groases Zimtner etc. in reinem Hanse, womöglich mit der Aufsicht auf die Berge, vou kleiner, kinderlosen Partei, wenig xu Hause. GelSllige Zuscl rissen mit Preisangabe unter „J. K." an die Administration dieses Blattes erbeten. 12158 ---5-- Für den Stickunterrichtskurs wird ein grosses lichtes unmöbliertes y^imtnGr mit separatem Eingang für die Dauer vom 15. August bis 15. September 1906 gesucht. Singer Co., Nähmaschinen-Akt.-Ges. 12148 Cilli, ßahnhofgasse 8. Kundmachung. Die Stadtgemeinde Rann a. d. Save in Steiermark verpachtet im Feilbietungswege am 17. August d. J., 9 Uhr Vormittag in der Gemeindekanzlei das Mautgefalle der neuen Kaiser Franz Josef-Brücke über die Save und Gurk samt Mauthaus auf drei Jahre, d. i. vom 26. August d. J. an. Ausrufpreis K 10.000*— pro Jahr, Vadium K 500.—; schriftliche Anbote nebst Vadium müssen vor dem 17. August überreicht werden. Pachtbedingnisse liegen während den Amtsstunden in der Gemeindekanzlei auf. Der Bürgermeistor: 121(9 A. Faleschini. Pfaff-Nähmaschinen für Familiengebrauch and gewerbliche Zwecke unübertroffen, sind auch zur KunMtütlckerel hervorragend gut geeignet. I-iag-er "bei: Anton Neger, Mechaniker Cilli, Herrengasse Nr* 2. Plisses und — §lehpli§iei bis 120 cm Dreite werden gelegt bei C. Büdefeldt, Marburg, Herreng. 6. Auswärtige Aufträge schnellstens. 11959 Min ideales — Putzmittel für Strohhüte (1 Paeket 30 b) Drogerie Fiedler. Louis [Indien Cilli. Elektrisierapparate für Private und Aerzte, Elektrische Taschenlampen Grammophone ,z,«4 Besitz-Verkauf! Da ich von der löbl. Versicherungs-Gesellschast »Donau" nach Kärnten übersetzt bin, bin ich leider gezwungen, mein Besitz in Gaberje geeignet für jeden Gewerbsmann oder Pensionisten unter freier Hand und sehr günstigen Bedingnissen za verkaufen. Auskünfte bei: 1S15S Anton Kuhar, Komroissir derk.k.priv. Vernicharungs-Gesellichaft «Donau* und Be itier in Gaberje Nr. M und 82 bei Cilli. FaMartsn- nnd PrachischelDe ■moh Amerika ksinigL belgische Postdamyfer der ,Red Star Linie' von Antwerpen direct nach ~ New-York nnd ~ Boston—Philadelphia eoncens. von der hob. k. k. Osterr. Regierung Man wende sich weisen brachten und Fahrkarten an die 10274 Red Klar I,Intern Wie», IV., Wiednergfirtel ÄO, Jssllua l'npper, S&dbahaatraaa« > i» Innsbruck, l'rniu Deleiie. Bahnbofatritss« 41 in Laibach. AY toV os Leiden Sie an Schuppen u. Haaraus fall ? Wenn, so versuchen Sie einmal den weltberühmten Steckenpferd Bay-Rum von Beirgmaan & Co., Dresden und TeUchen a. E. 11702 vormals Bergmanns Orig.-Sharopooing Bay-Rum (Marke 2 Bergmänaer). Sie werden sich schnell von der ausaer-ordentlichm Wirkung dieses »orcflg lichen Haarwassers fiberxeugen. Vorrätig in Flaschen ä K 2 — in den meisten Apotheken, Drogerien, Parfumerie- u. Friseurgescbäfteo. ttritegtT aab vua*H'k« »eTeinäbachbrudri »feUja* in Cilli. SmxtasrtU^CT Schriftleiter: San1'1 Salat. ber Bereinib»chbr»«lerei .geleit" in Cili.