Areitag den tv. Jänner 1880. XIX> Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise - für Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig 8 fl.. vierteljährig 1 fl..50 kr.; für Zustellnng in» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl.. halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. InsertionSgebühr 8 kr. per Zeile. ErhShoog der Ditrsttiitl M föiihig PttM?! Marburg, 15. Jänner. Die Polnischen Mitglieder des Abgeordne» tenhauses wollen einem Gerüchte zufolge die Erhöhung der Vierfteuer um fünfzig Perzent deantragen. Diese Steuer wurde von der Regierung für 1880 aus zweiundzwanzig Millonen veranschlagt, würde also im Falle der geplanten Erhöhung elf Millionen mehr liesern. Warum die polnischen Vertreter ven Wunsch hegen, da» „sll^bige Brod" um die Hälfte zu vertheuern? Weil sie von diesem Brode wenig genießen. Galizien entrichtet dlos neunmalhun» derttausend Gulden Biersteuer und wird diese hauptsächlich nur von den Juden und Deutschen gezahlt. Die „Evelleute" trinken Ungarwein oder Schaumwein; die „getneinen" Polen und die Ruthenen saufen Branntwein und dieser wird auf kaltem Wege erzeugt durch Vermischung von Wasser mit dem Spiritus, welchen die Groß-Grundbesitzer brennen. Verleidet der höhere Bierpreis den Genuß dieses Getränkes, so mögen die Juden und die Deutschen Schnaps und Fusel trmken zu ihrer Erfrischung, zur Vermehrung des evelmännischen Einkomtnens. Die polnischen Abgeordneten wollen zu« gleich auch die Grundsteuer um ein Drittel ermäbigen, um als Eigenthümer ausgedehnter Ländereien den Schaden wettzumachen, der ihnen aus dcr endlichen Regelung dieser Steuer zu erwachsen droht. Ob die Feudalen. Klerikalen und Nationalen diesen Anträgen beistimmen? Wir be» fürchten ja! — denn sie brauchen die Polen, die mit ihrer großen Zahl schwer ins Gelvicht der Parteibestrebungen fallen. Dlt« wäre arer keine Steuerpolitik mehr, sondern ein schmählicher Handel. Seien wir gesoßt daraus. Geschäste solcher Art werden sich noch manche vollziehen und können wir dieser Gefahr nicht entrinnen, so lange die Wähler stumm, rechtlos die Belastung erduldet!, ja! erdulden müssen, weil sie noch nicht Schwarz auf Weiß da« Recht besitzen, über Steuerbe-schlljffe der felbsiertorenen Vertreter durch eigene, verbindliche Abstimmung zu entscheiden. Franz Wiesthaler. Zur .geschichte des Tages. In der Konferenz der Eisenbahn-Direktoren hat das Komite, welches mit der Berathung über die Transportsteuer betraut wor-den, seinen Bericht erstattet. Die Einnahmen aus dem Personalverkehr haben sich diesem Berichte zufolge seit 1874 stetig vermindert. Wird die Negierung nun darauf verzichten, diesen Verkehr durch einen Zuschlag von zehn Perzent zu vertheuern? Wird das Abgeordneten. Haus der Petition um Ablehnung der betreffenden Vorlage entsprechen? Die Albanier in Raseien wollen ihren Stammgenosien von Plava und Gusinje dadurch Hilfe leisten, daß sie im Vereine mit den Flüchtlingen aus Kolaschin und Niksitsch den Krieg in diese Gebiete Montenegros tragen. Die entfeffelle Kriegsfurie wälzt sich somit den Grenzen Reu-Oesierreichs näher und wird Oesterreich-Ungarn dieselben militärisch besetzen müsselt, um das Herüberstreifen räuberischer Banden und den Zuzug aus Bosnien-Herzegowina und Serbien zu verhindern. Del^ Fürst von Bulgarien ist sehr empsättglich für westeuropäische Verfaffungs-Politik. Die Landesvertretung, welche diesem Alexander viel zu freisinnig und entschieden vorgeht, soll einen Dämpfer erhalten durch ein ObtrhauS und würden darin jene sitzen, welche nach dem Vorbilde anderer „Herren" sich selbst ^Staatsmänner" zu nennen belieben. Rußland versucht, die kriegerischen Stämme Mittelasiens, deren Vorfahren das fünfzehnte Jahrhundert unter Tatnmerlan kennen gelernt, zur Heeresfolge gegen Merw Herat und noch weiter zu gewinnen und dadurch seine dortige Streitmacht auf dreitnal-hunderttausend Mann zu erhöhen. Da es auf einem solchen Zuge mehr als genug zu plün« dern gibt, so kann dieser Versuch gar nicht mißlingen. Vermischte Nachrichten. (Diplomatische Vertretung. Em-psang in Peking.) Äus der Hauptstadt des Reiches der Mitte wild Ende Oktober lö79 geschrieben: „Am 26. Oktober hat der österreichischungarische Minister-Resident Hoffen Ritter v. Hoffenfeis, begleitet von dem ihm von dem deutschen Gesandten, Herrn v. Brandt, zur Verfügung gestellten deutschen Sekretär'Dolmetsch Herrn Arendt, im Tsungli-Damen seinen Antrittsbesuch gelnacht. Beim Emgange in die in-nern Räume des armseligen Gebäudes, worin das Ministerium des Aeußern dieses riesigen Reiches beherbergt ist, erwarteten den Minister-Residenten die Staatssekretäre: Ching-Lien, Wang'wön'shao, Tung und Hsia-chia-hao, die ihn zu dem EmpsangS - Pavillon geleiteten, an dessen Stufen ihm Prinz Kung entgegenkam. Nach chinesischem Zeremoniel vollzieht sich der Empfang fremder Minister in der Art, daß dem sremden Vertreter mit Ausschluß jeder offiziellen Ansprache und AntworlSrede eine Mahlzeit ge» boten wird. In der That fand sich in dem Pavillon, dessen innere Einrichtung mit der Un-scheinbarkeit seiner äußern Form im Einklänge steht, bereits eine gedeckte Tafel vor, an welcher Platz zu nehmen Ritter v.Hoffenfels vom Prin« zen Kung eingeladen wurde, der ihin den Ehrensitz zu seiner Linken gab. Beiln Beginne der Mahlzeit, welche sich durch die der chinesi« schen Küche eigenthümlichen Gerichte auszeichnete, wozu Reiswein als Getränk servirt wurde, stellten der Prinz und die Staatssekretäre die üblichen Begrüßungsfragen chinesischer Höflich- A e u i t l e t o n. Ftliriias. Vom Verfasser der «neuen deutschen Zeitbilder". wortsej»ung.) „Kein Sterbenswörtchen, Muhme^. „Auch zu dem Großvater und dem Wilhelm nicht?" „Zu keinem Menschen, Muhme". Das Kind war noch keine vollen sechs Jahre alt; aber es war klug, wie ein Kind von zehn Jahren. Der Verstand kränklicher Kinder reist schnell. Sie nahm das abgelnagerte, severleichte Kmd auf den Arm und verließ mit ihm die Stube. Aus der Decke, wo sich die Lücke befand, die uus den Boven führte, ließ sie es nieder. Nebenan war der Stall, in welchem die Leiter zu der Lücke lag. Sie holte sie, fetzte sie an, stieg hinan und hob die Lücke in die Höhe, bie niedergelassen war. Dann kam sie wieder herunter, oas Kind zu holen. Mit ihm stieg sie wieder die Leuer hinauf und dutch die geöffnete Lücke aus den Boden. „Set ganz still, Aennchen. Er könnte schlafen und dem Kranken thut der Schlaf so wohl." Das Kind hielt sest den Athem an. Auch Felicitas. Sie schritt leise, das Kino auf dem Arme, nach der Hinteren Seite des Bodens, wo das Heu lag. In dem Heu lag seitwärts das Bett. Es war ein weiches, warmes Bett. Die Mutter des Kindes hatte das warme Leben darin ausgehaucht, das ihr so kalt, so hart gewesen war. Der verwundete Fremdling lag da^ ritt. lKr hatte das warme, srlsche Leben darin gewonnen. Er war noch blaß, aber die Zitge zeigten nicht mehr die Erschlaffung jenes Abends, als das Mädchen ihn in den Weiden am Flusse gefunden hatte. Sie hatten wieder Spannkraft gewonnen. Noch in derselben Nacht, als das Mädchen ihn aufgenolnmen, hatte eine heftige Krankheit ihn befallen. Als sie am Morgen wieder zu ihm kam, fand sie ihn in einem schweren hitzi« gen Fieber. Auf dem Lande, in der Einsamkeit des FählhauseS hatte sie allerlei Hausinittel gegen Krankheiten kennen gelernt. Wle oft hatte sie ihre einfache und vielleicht desto wirksamere und wohlthätigere Kunst bei der kranken Schwester ausüben muffen! Sie bereitete ihin külilende, iinderltde Tränke gegen die Hitze des Fiebers. Sie reichte ihm stäikende Mittel, als das Fielier nachgelaffen hatte. Es war bald veifchwunden. Die ursprünstlich kräftige Solvatennatur hatte trotz aller Erschöpfung durch die Wunde, durch Anstrenqungeii, Entt'ehrungen und Leiden so vieler Art, die Krankheit schnell besiegt. Die Hilfe des Mädchens war ihin wu»derbar entge, gen gekommen. Seil zwei Tagen war er auf dem Wege zur Genesung. Er lag in dem Bette mit geschloffenen Augen. „Er schläft!" fltlsterte Felicitas dein Kinde zu. „Wir wollen uns setzen, biS er aufwacht. Dann inuß er seinen Trank haben." „Den Du ihm bereitet hast, Muhme?" Dem Bette des Kranken gegenüber war zu einem bequemen Sitze ein Haufen Heu aufgeschichtet. Das Mädchen hatte inanche Stunde ln ihrer Sorge uin den Kranken dort geseffen und gewacht. Sie ließ sich jetzt tnit dem Kinde dicht vor dem Kranken, dem Genesenden, auf dem Heu nieder und konnte jeden Zug seines Gesichtes schen, jeden Zug seines Ätheins hören. Der Athem war sanft und ruiiig; man glaubte es ihm anzuhören, wie erquickend, stärkend der Schlaf sein müffe. Das Gesicht war noch bleich, noch ohne jeglichen Tropfen Blutes, aber es zeigte jene neuerwachle Spannkraft, das Zeichen der wieder erwachten Gesundheit. Und es war so schön. Felicitas lnnßte dein keit nach dem Alter und nach der Gesundheit des Minister-Resioenten. Im weitern Verlaufe der Konversation haben sowohl der Prinz als die SlaalSsekreläre ihrem sympatischen Interesse für die österreichisch - ungarische Monarchie urrd der Befriedigung der chinesischen Regierung über die Entsendung eines neuen diplomatischen V^r^ treters Ausdruck veilieden. Der Abschied nach der Mablzeit vollzog sich in analoger Weise wie der Empfang beim Kommen, indem Prinz Kung dem Minister - Residenten bis zur letzten Stufe des Pavillons, die Staatssekreläre aber bis zum Ausgange in die äußern Näume dos Grlcite gaben. Wegen der Minderjährigkeit de» Kaisers und da die beiden Kaiserinnen-Regentinnen sich öffentlich nicht zeigen, entfällt hier jeder Empfang bei Hofe." (Rascien. — Wehrmanns Leiden.) Ein Offizier in Plevlje schildert die Lage unferer Truppen und klagt über den Mangel an Brennstoff. Sannnle man in der Heimat für hie braven Soldaten, so wär'S nach seiner Meinung am besten, „jedem Manne drei Paar gute Wollsocken oder Strümpfe, eine Jacke und eine Unterhose zu geben, alles Andere ist tlberflassig, kommt auch gewöhnlich nur theilweise an'S Zill oder vedirbt. „Die Schilderungen", schreibt er, „sind nicht zu übertrieben, wenn man bedenkt, daß wir noch Feldwachen bis zwei Stunden weit aus den Höhen in einsachen Bretterhütten unterhalten, die Leute durch 22 Stunden . frieren, hungern, dursten und durch meterhohen Schnee waten müssen; bis jetzt haben stch blos Einige die Hände, Füße, Ohren und Nasen ersroren, aber nachdem der rechte Winter erst beginnt, so dürften einige vermehrte und ver' schärfte Auflagen vorkommen; Wölfe und Bären giebt es hier in schwerer Menge; wir sind aber leider keine pasiionirten Jäger, auch kann man mit 14 Kilogramm Bagage kttne Gewehre oder Luxussachen mitnehmen." (Zur Volkszählung in Bosnien-Herzegowina.) Diese Volkszählung brachte originelle Szenen mit. Schon die Feststellung der Grenzen kleinerer Orte kostete Mühe. Aus der Karte fand man Ortschoflen, die sich in der That nur als etliche im Gebirge weit zerstreute Häuser darstellten; es soll der Fall vorgekommen sein, daß ein Truppenkörper an einer ihm als Nustftation bezeichnetul „Ort-schust" ruhig vorbei und etliche Mellen weiter marlchirte, um endlich todtmüde in der nächsten Stadt zu erfahren, daß einige auf den Bergen sichtbare Häuser, welche die Truppe g-ir ilicht beachttt hatte, der Ort gewesen s^-ien. Vor der eigentlichen Volkszählung galt es nun, die zu zu den Ortschasten gthörige Häu!erzohl zu kou-statiren und zu numtneriren. Dai»n bekainen die Zaptiehs den Auftrag, die Einwohner auf bestimmte Stunden vor den amtirenden Offizier zu bestellen. In manchen Bergdörfern stellte sich de? Zaptieh auf eine Kuppe und ließ in ^^edehnten Tönen seinen Ruf au die Bewohner der umliegenden Hütten erschallen. Unter einem Zelte sitzend, ohne Waffe, nahin der Offizier vie Angaben der Einwohner errtgegen, notirte sie und sorgte dafür, daß die Nichtigkeit des Gesagten erwiesen wurde, (Ungarn und die Industrie.) Eine grobe Anzahl österreichischer Firmen besitzt Fi» lialen in Uns^arn, oder Waarenlager in Pest, welche selbstverständlich Steuern entrichten. Nicht wenige dieser Industriellen haben sür ihre Lager eigene und zum Theile großartige und zur Verschönerung der ungarischen Hauptstadl dienende Gebäude ausgeführt, die selbstverständlich wiederum Steuer » Objekte sind. Dazu koinmt über noch ein anderer Punkt: Alljährlich begeben sich z. B. die Schafwoll-Jnoustriellen ein- oder auch inehrmals von Brünn oder Reichenberg nach Pest, um dort ihre WoU'Einkäufe zu machen. Oft nehmen sie vom Gutsbesitzer kurzweg die ganze Schur, um sie zu Hause zu verarbeiten. Wenn dann der Ungar von dem Schafwollfabrikanten von Brünn oder Neichenberg seinen Tuchbedarf bezieht, so zahlt er hiermit zum Theil nur sein eigenes Produkt, das er an den Industriellen verkauft hat, während, wenn er englische Tuche kauft, er den entsprechenden Theil des von ihm entrichteten Kaufpreises, dein australischen Wollzüchter, also seinem Konkurrenten, bezahlt. Dasselbe wie von der Schaswolle gilt aber auch von Getreide, Mehl und zahlreichen andern landwirthschaftlichen Produkten, welche Ungarn in die österreichischen Industriestädte liesert. Wären nur einmal die mährischen, l?öhmlschen und niederösterreichischen Industriestädte so groß und wohlhabend wie die englischen, so hätte Ungarn den Markt in der Nähe und brauchte wahrlich seine Rohprodukte nicht erst mit einem Verluste von S0 bis 25 Perzent sür Fracht in die Schweiz und nach Frankreich zu verlausen — ein Geschäft, welches überdies durch die aineritanische Konkurrenz itnmer weniger gewinnbringend und itnmer unsicherer wird. (V r ä n ^ e im Winter. Zusuhr von heißem Wasser.) Der V^rwaltungsrath der freiwilligen Feuerwehr in München hat an die Bierbrauerei - Besitzer der Stadt folgendes Ersuchen gerichtet: „Bei Feuersbrünsten in früheren Jahren hat die Zufuhr von heißem Wasser zur Winterszeit die vorzüflichsten Dienste geleistet, wir erlauben uns daher wiederum an die geehrten Herren Brauerei-Besitzer die ergebenste Bitte zu richten, unser Bestleben, aus-gedrochene Feuer aus möglichst kleinen Ulnfang zu beschräl'ken, durch die Beifuhr von warmen Wasser freundlichst unterstützen zu wollen." (Die Ueberschwemmtenim March- seld.) Das „Hilsskolnite für die Ueberschwemm-ten im Marchseld" erläßt einen Aufruf, in welchetn es heißt: Felder und Auen sii»d in 17 Geineinden durch die am lurken Ufer ausgetretene Donau überfluthet. In fünf Ortschaften: Schönau, Unterhausen, Mühlleiten, MannSdorf und Orth, sind 149 Häuser mit 176 Wohnungen ttberschwernmt, viele Häuser durch die eingebrochenen Fluthen und ElSmassen arg beschä» digt, LebenSmitlel und Futtervorräthe zerstört, der größte Theil des Brenntjolzes in den Auen fortgefchwemmt — 1t Schiffmühlen ein Raub der Fluthen u»rd Eismassen geworden, die Kulturen-Wintersaaten vernichtet. Aecker versandet, Dämine und Brücken zerstört. — Das hereingebrochene Unglück ist für die Betroffenen um so empfindlicher, als dieselben erst i,n Frühjahre 1876 ein ähnliches Schicksal aushalten Miißten, die Wunden dieser letzten Ueberschwemmung noch nicht geheilt sind. (Weinfälschung. Daö Fuchsin iin Roth-wein.) Die Frage, ob ein Rothwein fuchsin-hallig oder fuchsinfrei, ist nicht allein für das Wohl der Konsumenten, sondern auch sür das des Weinhändlers oder Weinproduzenten von großein Belang. Wenn auch das Fuchsin kein s^ fürchterliches Gift ist, wie manche Laien annehmen, so schädigt doch anhaltender Genuß von fuchsinhältigem Weine die Gesundheit empfindlich. Gewiß ist aber, daß die moralischen und materiellen Nachthtile, die den des Zusatzes von Fuchsin überwiesenen Weinhändler ooer Weinproduzenten treffen, so empfindlich und hart sind, daß die Untersuchung der Rothweine aus die Anwesenheit von Fuchsin mit aller nur dem hierin speziell erfahrenen Chemiker eigenen Vorsicht und Verläßlichkeit ausgeführt werden sollte. Hiezu sind in erster Reihe die öffentlichen, ooitt Staate erhaltenen chemischen Versuchsstationen, wie z. B. die k. k. chemisch-physiologische Versuchsstation für Weinbau in Kloster-ueuburg, berufen. Eine vorläufige und oberflächliche Untersuchung, durch welche man die Anwesenheit größerer Mengen von Fuchsin im Rothweine auf leichte Art zu erinitteln iin Stande ist, besteht bekanntlich darin, daß man in den verdächtigen Weiiren weiße Schafwolle in Gestalt von Fäden und Flanell bringt, einige Minuten iin Rothweine schweist und liegen läßt und dann aus dein Weine nimmt, ausringt und in einer init kalteln Wasser gefüllten Porzellan-schale auswäscht. Bleibt die Wolle selbst nach längeretu Ausstreifen im reinen Wasser röthlich gefärbt, so kann >nan den Rothwein des Fuchsingehaltes verdächtig erachten. Jiumerhin können sich jedoch bei dieser Methove kleinere Fuchsinmengen der Beobachtung entziehen. Eine noch emfachere, wenn auch weniger verläßliche Probe besteht darin, daß man den Athem lauschen, in das schöne blasse Gesicht schauen. Das Kind auf dem Schooße lauschte und schaute mit ihr in einer stillen Aildacht, um den Schlaf nicht zu stören, der dem Kranken so wohl that, wie die Muhine gesagt hatte. Felicitas wurde unruhiger. Ihr fielen auf einmal die Worte wieder ein, die der Blödsinnige zu dem Kinde gesprochen halte. Das schö'ie Gesicht, das so ruhig schlummernd, uin zu neuem, kräftigerem Leben zu erwachen, vor ihr lag. war ein fremdes Gesicht. Es war inel^r, es war da» Gesicht einee. Feindes, der mit geHolsen hatte, ihr Vaterland zu unterdrücken, so viele Tausenbe braver deutscher Herzen unglücklich zu machen. Der allc^emeine Haß des deutschen Volkes, so lange ohnmächtig in der kochenden Brust verschloffen, verjolgte ihn jetzt dafür, blutig, mörderisch. Wohl wußte das einsache Mädchen in dein einsamen Fährhar^se. was Vaterlaiid, was Druck und Unglück des deutschen Volkes ivar. Von ihrem Vater, dem alten preußischen Invaliden, hatte sie oft genug die Klagen Über das arme Vaterland und das unterdrückte Volk vernommen. Und sie? Sie hatte den Freindling, den Feind dem Leben wiedergegeben. Sie hatte ihi« nicht Haffen können. Sie konnte ihn auch jetzt nicht hassen. Und wenn sie auch sterben sollte, wie der Vater und der Blödsinnige gesagt hotten? Nein, nein, sie konnte ihn nicht Haffen. Wie hing ihr Auge an dem schönen Gesichte l Er war ihr Liebhaber hatte schon der Blödsinnige gesagt. Lieble sie it)n wirklich? War er es. dein sie liur rnit ihrein ganzen Hrrzen, mit ihretn ganzen Leben angehören konnte? Von dem sie dann aber auch, we-ln sie ihn eininal gefunden halte, nicht wieder loswerden konnte? Nie, nie? Von dem Fremden, dein Feinde Nicht? Und gerade sie. Deren Schwester von einein dleser freinden Feiiide so unglücklich gemacht. so früh in das Grab gebracht war? Aver war er denn der Versül^rrr gewesen? Halte er zur Unterdrückung ihres Vaterlandes veigetragei»? Der Verfuhrer war er nicht. Und wenn er gegen Deutsche gekätnpst hatte, iiiar er nicht einern Zwange gefolgt, d.m der Einzelne nicht widerstehen konnte und der ihn außer Verantwortlichkeit setzen inußte? Er hatte bei Leipzig gefachten, das wußte sie. Er war vielleicht mit in Nußland gewestn. Aber hatte Nicht ihr eigener Bruder, der Sohn des alteii preußischen Solvateir, mit nach Rußland ziehen müssen und hatte er nicht vielleicht ebenfalls bei Leipzig gekämpft, gar d^r Deutsche gegen den Deutschen? Und dennoch. Er war ein Fremdling, er ivar ein Feind, den der unge« theilte Haß, die bitterste Rache des Volkes, ihres Volkes verfolgte. Und sie sollte ihn lieben? Er sei ein Fremder und darutn tnüffe sie sterben, hatte der Blödsinnige gesagt. Sterben? Sie schauderte. Aber, indem es ihr eiskalt über den Körper lief, konnte sie den Blick, den innigen, den träulneitden Blick von dem Gesichte viö schluinmeriiden nicht wegwenden. Der Genesende schlief ruhig und fest. „Halt Du Dir den Mann angescheli,Ani>a?" fragte Aeliciias leise das Kind. „Er siei)t so krailk aus, Muhme", flüsterte das Ktnd zurück. „Er war krank auf den Tod. Ich Hobe ihn gepflegt. Jetzt hat er wieder den Schtaf de» Gesunden." „Und zu ihin bist Du immer gegangen?" „Zu ihm". „Jit er denn wirklich Dein Liebhaber, wie der Wilheltn sagt?" „Mein Kind, der liebe Gott hat befohlen, daß alle Menschen einander lieb haben sollen." „Alier waruin hast Du ihn denn so heitn« lich hier aus den Boden gebracht?'^ „Hast Du gehört, welche Worte iii der letzteii Zeit der Grobvater sprach?" „Er wollte alle Franzosen todten, die jetzt aus dem Lande liefen." „So sprach erl Es war fein Ernst wohl nicht; er redet nur so, weil er krank ist." verdächtigen Nothwein in Gestalt eines Tropfens auf eine reine Fläche einer Schreibkreide bringt. Fuchsinhältiger Wein hinterläbt nach dem Eintrocknen einen rolhen Flecken, während finchsinsreier Wein einen bläulichen Flecken zurückläßt. Ein kirschrother oder lilafarbiger Flecken gilt auch schon als verdächtig. Es ist jedoch sehr rathsam, diese Proben im Vergleiche mit einem womöglich tiefrothen Weine, über dessen Reinheit man gewiß ist, gleichzeitig anzustellen. Eine einfache Methode zur Untersuchung aus mit Fnchsin gefälschten Wein, deren sich jeder Laie bedienen kann, ist die von Falieres, nach welcher sich selbst die kleinsten Mengen von Fuchsin nachweisen lassen. !Uon dem zu untersuchenden Weine gießt man V2 Centiliter in eine Flasche von 3 Centi-liter lÄehalt und fügt 10 Tropfen Ammoniak (Salmiakgeist) hinzu. Hieraus wird die Flasche bis zu drei Viertel mit gewöhnlichem Aether gesüllt. Man schüttelt die Mischung gut durch und läßt sie dann fünf Minuten rul)ig stehen. Nun gießt man von dieser Mischung einen Theil in eine zweite Flasche und fügt so lange starken weißen Essig hinzu, bis sich in diesem Gemisch ein Essiggeruch wahrnehmbar macht. Ist im Weine Fuchsin enthalten, so färbt sich der Aether rosa oder violett und der Essig sammelt sich nach kurzer Zeit aus dem Grunde der Flasche als eine lebhast roth gefärbte Flüssigkeit. ZIlarburizer ^iertchle. (Auszeichnung.) Der Kaiser hat fol' gende Werke seiner Annahme gewürdigt: „Handbuch des Telegraphendlenstes" (dritte Auflage) und „Elemente des k. k. Telegraphendienstes" (achte Auflage) von Johann Kral. t. k. Tele-graphenamts-Verwalter in Marburg. . . (Pettauer Mutikveretn.) Dieser Verein zählte im verflossenen Jahre 166 Mitglieder. Die Einnahmen betrugen 3487 fl.. die Auegaben 3229 fl. Am Unterricht in Gesang und Klavier nahmen 36 Schüler theil. In der Jahresversammlung wurde der Ausschuß neugewählt und besteht dieser nun aus solgendey Herren: Prosesior Casasso, Direktor v. Ne« groni, Stellvertreter — Jeunikar, Schriftführer — Schulfii.k, Kassier — Naniler, Inspektor der Musikschule und Archivar — Schönwelter, Juspektor der Instrumente — Gaupmann, Oekonom. (Im naturhistorischenHofnluseum zu Wien.) Unter den anthropologisch-ethnographischen Sammlungen des k. k. naturhistorischen Hosmuseulns zu Wien, welche im ver-flosienen Jahre einen zahlreichen Zuwachs erhallen, wird auch eine Sendung des Professors „Und er kann »ücht einmal ausstehen", sagte va« Kind. „Aber die meisten Leute sprechen jetzt so, und wenn sie einen armen krankcn Franzosen sinoen, da sallen sie über ihn her." „Die Franzosen halien uns aber auch viel j Böses gelhan, Mut)me Ft^lictlas". Das Kmd ves Franzosen mußte so sprechen! Sie hatte es so ost gehiirt von dem kranken Großvater und dem blödsinnigen Wilhelm. „Auch unsere Feinde sollen wir lieben, hat der Herr Jesus gesagt". „Aber sie haben es an uns verdient, Muhme", plauderte das Kind den irrsinnigen Männern nach, „an dem Großvater und an meiner Mutter. Der Großvater selbst hatte es gesagt". Felicitas seufzte, auch mit einem traungen Blick auf das Kino. „Anna, vorgestern ein Mann, den ich heute über das Wasser fuhr, erzählte es mir — vorgestern hat eine Banerssrau jenseits des Stromes in ihrem z^artvffelfelde einen verwundeten französischen Soldaten gesunden, der vor deu versvlgenden Bauern sich dort verborgen hatte. Der arme Mensch lvar vor Hunger und Müdigkeit halb todt. Er bat die Frau um ein Stlick Vrod und um Barmherzigkeit. Was that Herrn Alfons Müllner (vorgeschichtliche Funde aus der unteren Steiermark) ausgezählt. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden bei der Äezirkehauptmannschast Marburg sollende Gewerbe angemeldet: Tischlerei in Ledinek, Joses Weinhandel — Bäckerei iil Nottenberg, Franz Perko — Bäckerei in Brunndorf, Johann Senrkowitsch — Kramerei in Sauerberg, Anna Neisp — Handll mit Lebensmitteln in Kötsch, Naimund Wieser. Gast Häuser wurden eröffnet in: Kötsch, Franz Ur-danek — Jeschenzen, Johann Pungartnik — Brunndorf, Franziska Schenker — Ploderberg, Franz Lorber -- Armsdorf, Maria Schumann. > (Tod auf dem Glatt eife.) Martin Pefchentschnik, Auszügler in Kapellen bei Nad-kersburg, stürzte aus dem Glatteise vor seiner Wohnung und wurde entseelt — mit zerschmettertem Kopfe — aufgefunden. (Bergmann's Tod.) Der Bergarbeiter Johann Zonta in Trifail ist dort im Tagbau I durch em stürzendes Mergelstück zu Tode ge-trcsfen worden. (Sängerabend.) Wir werden ersucht, mitzutheilen, daß bei dem Sängerabend des Marburger Mäimergefang»Vereines, der am 17. d. M. im Garten-Salon zur Stadt Wien stattfindet, auch getanzt r^ird. Die Vereinsleitung hat in Anbetracht des Umstandes, als diese Unterhaltunfl außer dem Bereiche seiner statutenmäßigen Produktionen liegt, ein kleines Entree angesetzt, um theilweise seiue Kosten hereinzubringen. (Landwirthschastl. Filiale Cilli.) Diese Filiale wird in der Jahresversammlung der steiermärkischen Landwirttzschasts-Gesellschast durch ihren Abgeordneten Herrn Dr. Langer (Stellverteter Herr Franz Tieber in Tüffcr) deantragen, ein geeignetes Lesebuch für land-wirthschaflliche FortbildungS-Schulen herauszugeben. Theater. (—8.) Samstag den 10. Jänner wurden drei Einakter gegeben, unter denen die zwei leßteren sich des meisten Beifalls erfreuteu. In dem einaktigen Schauspiel „Der Copist" nach dem Französischen des H. Meilhac von G. Hitl warmes Herr Nedelko, der mit seinem „Pernet" in Spiel und Maske gelungen in den Vordergrund trat. Im Schwanke „Er hat seine Frau kompromUtirt" von E. Bloch hat wieder Herr Direktor Bollmann als „Werdenberg" durch sein verständige» und ausgewecktes Spiel beifällige Anerkennung gefunden und im Rosen-schen Schwanke „Der Watirheit eine Gasse" leistete Herr Greeff als „Doktor Bauer" recht Zufriedenstellendes. das Weib? Bei dem Kartoffelfelde war ein Graben. Sie allein konnte den Menschen nicht hineinwerfen. Sie lief in das Haus, wo ihre Tochter war, die rief sie herbei, und die Beiden warfen den hilflosen Menschen in den Graden, j daß er sterben mußle. Hättest Du mir geholfen. Allna, wenn ich Dlch so j^erufei. halte?" Das Kino schüttelte sich vor Eutst-tzen. Es drückte sich feit an den Busen des !!l)!ävchens. „Nein. Muhme". „Und das dauert nun schon ülicr acht Tage ln der Gegend fort. Eine schreckliche Wulh ist in die Leute gefahren. Und die Menschen sind doch alle Brüder, alle dle Kinder des lieben «Äotles im Himmel." „Die aimen Franzosen!" sagte das zitternde Kind. „Und sieh, Anna, so wäre auch das Loos des kranken Mannes gewesen, der jetzt hier wieder so gesund schtafen kann. Sie hatten auch ihn verfolgt, als ich ihn fand. Er war am Sterbell". „Da brachtest Du ihn hierher?" „Und pflegte ihn und sorgte für ihn. Und kein Auverec weiß von ihm, als Du und ich, und kein Anderer darf auch voit ihm wissen, wenn er nicht noch sterben soll." „Kein Mensch jol! eS erfahren, Muhine." „Ich weiß, wie verschwiegen Du bist, Sonntag den U.Jänner. ..DerG'wissens-wurm." Bauernkomödie mit Gesang in 3 Akten von L. Anzengruber. Als Horlacherlies trat zum zweiten Male Fil. von Wagner auf und fand für ihr frisches Spiel und ihren frifchen Gesang erinunlernden und verdienten Beifall. Necht verdient machten sich auch uin den Erfolg dies.« Abends die Herren: Nedelko (Dufterer), Fiala (Poltner) und Schulz (Wastl). Das HaitS war ziemlich gut besucht und sehr beifallslustig. Mit dem Dienstag den 13. Jänner zuin ersten Male aufgeführten Ausstattungsstücke „Afchenbrödl" hat die Theaterleitung einen guten Wurf gethan und wir kommen auf dieses Stück in nächster Nummer zu sprechen. Aom Rttchertlsch. Inhalt der „Neuen Illustrirten Zei-tung" Nr. 16. Illustrationen: Mr. de Frey» einet. — Geflügclmarkt in Paris. — Gebet gegen Wassergesahr. Auf Holz gezeichnet von W. Groegler. — Zur Katastrophe in Dundee: Die Tai).Brücke von der N?rd-(Dundee-)Seite. Nach einer Photographie gezeichnet von A. Kronstein. — Der Zirknitzer See. Zeichnung von Professor Zveiina. — Russische Elsenbahn im Winter. Zeichnung von N. Karasin. — Nach der Produktion. — Anselin v. Feuerbach. — Kampsbereit. — Texte: Zweiinal sterben. Roman von Maurus Z6tai. — (Fortsetzung) Gebet gegen Wassergefahr. — Der Zirknitzer See. Von L. Jakoby. — Die afghanistanifchen Kriegerstämnre. Äon Francis Broeinel. — Zur Eisenbahn-Katastrophe bei Dundee. Anselm v. Feuerbach. — Russische Eisenbahn iln Win« ter. — Freycinet. — Kampfbereit. — Geflügel-markt in Paris. — Nach schweren Kälnpfen. Erzählung von B. M. Kapci. (Fortsetzung) — Kleine Chronik. — Schach. — Rösselsprung. — Magische BuchstabeN'Quadrate. — Silbenrälhel. — Charade. — Wochenkalender. Letzte ^ost. Eduard Gregr hat das Neichsra!hs-Man-dat von Podripan zurlickgewiesen, weil er als guter Tscheche den Reaktionsplänen des Grafen ElaM'Martinitz nicht Heerbann leisten könne. Die Jungrulhenen haben ein Parteiblatt gegrlindet. Der Ausschuß der ungarischen Delegation für auswärtige Angelegenheiten beantragt, den Nachtragskredit voll 630.000 fl. für die bos-nischcherzegowinischen Flüchtlinge zu bewilligen. Die italienischen Agenten in Albanien entwickeln rege Thätlgkeit. Englaiid und Persien wollen Herat besetzen, sobald die Russen Merw einnehinen. inein liebes Aennchen. Darum nahm ich Dich init hierher". Der Athem des Schlafenden war einmal unruhig geworden. Seine Lippen und seine Hände hatten einige leise Bewegungen geinacht. Fellcitaö hatte aufgehört iNit Sprechen. Aber gleich nachher war er wieder ruhig geworden und mit einein mildeii Lächeln auf den blassen Lippeit hatte er ruhig fortgeschlumlnert. Er inußte getiäumt hoben und noch träuin^n. Felicitas und das Kind hatten ihr Gespiäch fort-gefetzt. Es stockte. Felicitas hatte wieder die sinnenden Augen auf den sanft Schluminernden und in ihr ttnruhig schlagendes Herz gerichtet. Es war völlig still auf dein halbdunkleu Boden. Dem Kinde wurde die Z^it lang, es hatte sein Spielzeug nicht iliitgenvinmen. „Muhine Felicitas, erzähle mir etwas", bat sie flüsternd. Felicitas erwachte aus ihrein Sinnett. Worüber hatte sie nachgesonnen? „Wovon soll ich Dir erzählen, mein Kind?" (Kortsejßung folgt.) Samstag den 17. Jänner 1880 im K»i'ten-8alon „lur Ltaät Viisn^ Außerordentlicher gemntylicher Siingerabend V2) nur für seine ausübenden nnd nnter-stützenden Mitglieder. Entrse per Person 20 kr. Die ?. 1'. ullterstützendett Mitglieder werden ersucht, ihre Mitgliederkarten bei der Cassa vorzuweisen. Cassa-Eröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. SonnwA liaedmittaK 3 IIKi' iinäet im lZis Keneiiil-V«>'«»mm!unK t^6!i II. Uardui'Kvr Vetvrauvn- uvä XranlLl^ilnnt«rj!;tüts^nnA><- Vei einei?» statt, '^o^u llio I^tlitßlieäer clessolben >i0tiiodst ein-Avlaäen ^sräen. ZA) Vis VereinslöitunA. 8>>eiIlli«»8-KMiii>K. Ke56rtik;tei' dv^l^rt sieli, clen gool^rteli Ilbrreu Xklutlsutev uvä clem ?ulililcum IMiedst sii7.u7.eiAen, äass er eins eröMet tiat, clllder «Iis ^vis immer nam-linkten Z'^l^eliten von ' l!a^ lOl. Ii. li. ^lilitüi'. NtAiMkNlsschNtidtr des k. t. Reserve-Commando Nr. 47 greiherr von Litzelhosen empfiehlt fich sänuntlichen in Marbllrg gariü-sonirenden k.k. Truppen zur Anfertigung aller Gattungeu Uniformen fi'ir Infanterie, Ca-vallerie, Artillerie, Landwehr zc. zu Kontrakts-Miseu. 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Lokloss kotd^vsin 6sn 15. ^ännor 1830. k'rivärLvIz Lranästetter, . , Ktttte. t^rieu8i'i1ce ölanilstettei, »koset Vürsvunel', kos» Li'anä8tett«i', .sostet ilv Koxks, dtlsk^töv^tsi'. 8v1iväßssr. Miused' I . Äodbruäsr llvä Lousin. l^eopoläinv vürsodne»', . Kui2 üe Koxa8, mariv Ltix, 2isksekvostorn uvä Lousivsu. Lokväxoriv. II. »tsierm. I^«ted«n»uN>»Urni>x»» vvä Lsorvo Ii. I^0t)gvvg. Leeert, Otisrsmtmann in l!l»tov >V./?. V. I)sm1)mgllzs, Rittsrxutsbss. in Lialovisre b. 1'uvuel (^ollio, RittsrAutsdögit^Lr in Lonästs b. ^latov. V. kabs, ^uZti^rktd in 1^vbssu8. Kismsr, Lürxormsi8ter in l^ro^sllks W./?. ö»äioks, üänitzl. kriu-:!. Oom. käotitvr in kuntowo l^obsons b. 2 » 2. s s. » Gegen Frauko-Ginsenduns; von V Mark oder per Post-Nachnahme wird der hiezu erforderliche Apparat sammt Gebrauchsanweisung nach allen ^ Gegenden hin versandt. LäwUllÄ V. ^»sillslll, __Privatier, Breslau, Friedrichstraße ö4/8lZ. Reell und billig. vesautwovtliche Xedvktiou, Druck nnd tverlag dov Eduard Soujchltz m Vtvrdurg. MVtG