Nr. 179. Mittwoch, 7. August 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Pränumerationbpreis: Mit Postvcrlen du ng: ssonzjähria 80 X, halbjährig 15 K. Im Kontor: ganzjährig »2 k, halbjährin 11 li. ssür die Zustellung ini Haus qanzjähriss 2 II, — Insertionsgtbühr: ssür lleinc Inserate bil zu 4 Zeilen üu I>, griißeie per Zci!c li: d» ^ bei ii^re» Wicbeilwlungeii per Zeile 8 b. ^ Die »Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Niisnnhme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich Nu»grci>vlatz Nr. L, die Mcdaltion Talmatingasse Nr, 10. Sprechstunden der Redaktion von « b!§ tu Uhr vor. ' mittag, Unsranlierl!' Vricse werde» nickt aiM'noinmen, Viannslripie »ich: znlückgestelll. Mchtamtlicher Heil. Monarchenbegegnungcn. Das „Frenldeilblatt"' legt dinglich der Zli^ sanlNlellkuilft in Swinemünde dar, daß es dabei nicht auf die Schafftillg eiiler neuen politischen Situatioil abgefeheil sei, sondern nnr darmif, die eiuverstäildliche Beurteilung der gegebenen Lage festzlistellell. Man weis; in Deutschland nnd 'lins; land und ln'cht uliilder in anderen Bändern die Be-geguung vor Slviilenli'illde als eiil erfreuliches Tyinploin der allqenieinen politischen Lage, als cinen Beweis für die herzliche Wärme des Verhältnisses zwischen den beiden souveränen nnd für die guten Beziehungen Mischen den beiden Staaten zli würdigen. Tie öslerreichisch-ungarifche ^conarchie kann sich eiues solä,en Belveises für ein Verhältnis' zlvischeii Teutschland und Rußland, das mit ihren eigenen Intentionen so völlig im Ein-klang ist, nur freuen. Wir haben die neuerliche Klarstellung des Einvernehmens zivischeil uuserem Alliierten und dein befreundeten, Rußland zweisel los als ein Aktivum auch in unserer politischen Rechnung zu buchen. Kein anderer Staat hat aber auch da5 Ergebnis von Twinemünde als ein Pas sivnm ill seine Rechnung einzustellen. Tie Zwecke der Kaiserzusammenkuuft find gegen niemaud ge-richtet, und man hat nirgends Grund sie zu beargwöhnen. Tie „Neue ivreie Presse" ist überzeugt, daß der Besuch des >tönigs Eduard in Ischl (Gelegenheit geben werde, vor allem die Balkanfragen zu be^ sprechen. Tie englische Diplomatie sowie die öffentliche Meinung in England nehmen diesen Fragen gegenüber uicht mehr dieselbe .Faltung ein, ivie noch vor wenigen Monaten. Ter (bedanke einer besonderen englischen Aktion für die Balkauvölkcr hat im englischen Publikum immer an Anhang verloren, ein Gedanke, der allerdings auch in seinen gelinderten formen von vornherein als sehr un zweckmäßig erscheinen mnßte. Tie englische Regierung hat, wie sich zeigt, nicht die Absicht, eine Souderaktion zu unternehmen, nnd Hai sich der Auffassung angeschlosseil, daß das makedonische Problein nnr in der Weise behandelt werden kann, daß die Pforte zur grüudlichen Ausrottung des Bandenunwesens aufgefordert, daß von jeder Unterstützung desfelben dnrch die christlichen Bal-l'anvölker energisch abgemahnt uud daß das Reformwerk, welches von Österreich-Ungarn lind Rußland eingeleitet wurde, strikte durchgeführt wird. Tiefe Auffassung ist, wie der Verlauf der Unterredungen in Tesio gezeigt hat, anch von Italien adoptiert worden, nnd es ist sehr wertvoll, daß sich nuu auch England, und zwar eine liberale englische Regierung offen zn ihr bekennt. Die „Zeit" meint, die Entrevue von Swine-münde werde dem Darein wohl die Beruhigung' bringen, daß Rußland nach außen wieder halbwegs konsolidiert ist. Eine dauerhafte Konsolidierung könne sich jedoch nur ans einer inneren Erneuerung des großen Reiches ergebeil. Das „III. Wiener Extrablatt" schreibt: Hellte, da die Tinte auf dem englisch russischen Abkommen über Ostasien noch uicht getrocknet ist, beeilt sich der Zar, vor aller Welt zu dokumentieren, daß Rußland und Teutschland gute Freunde sind. Im dichte dieser Begegnungen festigt fich der Gedanke des europäischen Friedens, dem man im Haag gerade wieder die Honneurs macht. In Swine-münde nud später anf Wilhelmshöhe und in Ischl tagen viel bedeutendere, aktuellere Friedenskon' ferenzen. Das „Neue Wiener Journal" findet, daß die enropäische Politik gegenwärtig von einer allgemeinen Annähernngsstimmung beherrscht werde, lind damit den Bedürfnifsen und Absichten der Nationen selbst besser als je entspreche. Die >toalitionsbestrebungen der zünftigen Staatsmäu-ner begegnen dem Schnell der Völker, ihrer breiten erwerbenden Schichten. Die europäische Koalition - - die vielleicht nicht viel weniger Traum ist als der ewige Friede — ist jedenfalls die Richtung, in der sich die Politik der Mächte bewegt. Die „Arbeiterzeitung" erkennt die friedliche Bedeutung der Zusammenkunft ill Swinemünde an, deren Hauptzweck darin liege, das englifch russische Abkommen als einen Vertrag zu interpretieren, der uur die Interessengegensätze dieser beiden Mächte in Asien schlichten will, ohne gegen eine dritte Macht feindlich seine Spitze zu kehren. Gegen eine solche Absicht der Znfammenknuft wäre nichts zn sagen, denn da man gesehen hat, wie das SMtem der Bündnisse, Freuudschaften und Ver-triige, das König Eduard beflissen ausbant, gar sehr geeignet ist, Beunruhigung nnd >lrisenstiln-mnng in Europa hervorzurufen, sei es nur zu begrüßen, wenn in einem besonderen Falle der friedliche Sinn eines folchen Vertrages in unzweideutiger Form ausgesprochen wird. Politische Ueberficht. Laib ach, 6. August. Tie „Pol. Korr." schreibt: Fürst Ferdi-n a n d von Bulgarien hat seinen Aufenthalt in Bauern zu einer Reife nach dem nahegelegeneu Ifchl benützt, um Seiuer Majestät dein Kaiser Franz Josef seine Ehrfurcht zu bezeugen. Seiile Majestät hat dem Fürsten, der binnen kurzem sein zwanzigjähriges Regiernngsjubilänm begeht, aus Anlaß seines Besuches die InHabe» schaft des f. und l. Husareuregimeuts Nr. 11 als seichen seiner persönlichen Sympathie verliehen. Ill dieser Allerhöchsten Verleihung liegt nicht uur eine Anerkeilnnng der Fortschritte, die Bulgarien nach einer zwanzigjährigen Friedensarbeit aufzuweisen hat, sie ist auch ein Heichen des Vertrauens, daß Bulgarien die kluge Linie seiner, bisherigen Politik ill Anlehnung an die Großmächte auch weiterhiu einzuhalten bestrebt sein wird. Die iil der letzteil Zeit wiederholt aufgetauchten Gerüchte über angebliche, den Frieden gefährdende, ehrgeizige politische Pläne des Fürsten Ferdinand erhalten durch diese Allerhöchste Verleihung wohl das deutlichste Dementi. Wie man ans Sofia berichtet, werden im ganzen Lande Vorbereitungen für die festliche Be-gehnng des 20. Jahrestages der Thronbesteigung des Fürstoll F erdi n a u d getroffeil,. Für die ill, Tirnovo abzuhaltenden .vaupifeier, die am 2./15. Auglist beginnt, ist das Programm bereits iil allen Einzelheiten festgestellt. Ans 3 w i n e in ü u d e meldet der Korrespondent des Berliner „Lokalanzeiger": Mail hört, daß zwischen dem Reichskanzler Fürsten Bülow nnd Feuilleton. Auf Wiedersehn! Von I««t Grikse«. (Schluß.) Dieser Entschluß hatte sich an sie herangeschlichen, wie ein schlaner Verführer, wie ein falfcher Prophet, der das zerfetzende Gift feiner trügerischen Gedanken vorsichtig, ill immer stär kereil Tosen in ihre Seelen getraust hatte. Zuerst war es eine Frage gewesen. Eine stumme Frage des Weibes an den Mann: „Warum steigst du uicht wie ein glänzendes Meteor am Himmel der Erfolge auf und trägst mich mit dir empor aus den Niederungen des Lebens, daß alle Augen mit Bewunderung und Neid uns folgen? Tli kennst alles, dn kannst alles. Tausend andere, die man anstaunt, die ihren Namen durch die ganze Welt gerufen haben, sind nicht wert, dir die Schuhe zu lösen. Ein Leichtes müßte es dir sein, deinen Genius znm Verkünder einer neuen Ieit zu machen. Daß du ungekannt lind ungenannt im Dunkel der Täler hinschleichst, während iil den Höheil die Sonne deiner wcn-tet — woher kommt das?" Lange, lange uachher kam diesem Gn'lbeln die Antwort: „Du hast keinen Willen!" Und aus den besorgten Beobachtungen des Mannes keimte in einer unendlich traurigen Stunde die geheime Frage au das Weib auf: „Warum bist du unZufneoen? Bist du es mit mir? Ich weiß, daß du wie keine ein Recht hast, in: Glanz des Reichtums über den kleinlichen Berechnungen des Alltags zn thronen. Ich weiß aber anch, daß deine >llngheit dir keilten Zweifel all der Erkenntnis lassen kann, daß ich bis zur Selbst-vmiichtuiig ringe und kämpfe, nm meine Verheißungen des Nlchmes nd Goldes wahr zu machen. Warum leihst du mir nicht die Hilfe deines aufmunternden Lächelns, deines vertraueusvollen Zu' spruchs?" Und es antwortete eine fremde Ttnmne in seinem Herzen: „Du hast keine Geduld!" Bis diese beiden Erklärungen allmählich zur Schärfe von Vorwürfen zwischen den stelig mah lenden Gedanken zugeschliffen waren und die stille Verzweiflung der beiden Menschen den traurigen Mut gebar, der ihr Worte gab. „Tu hast keinen Willen!" sagte das Weib. „Du hast keine Geduld," sagte der Mann. Und je häufiger sie diese Anklagen wieder Mten, desto uiehr verlockte sie die Sucht, ihre Mei nuugeu zu begrnuden, daß sie an vermeintliche Mängel rührten nnd Schuldfragen aufwarfeil, die fo ungerecht wie verletzend waren. Niemals würden sie mit solcher Heftigkeit die Klingen gekreuzt, niemals so schwor einander ver^ wimdet haben, wenn sie es über sich vermocht hätten, die Unznlänglichkeii alles Menschlichen einander zugute zu halten. Zwischen ihrer blind verehrenden Liebe aber und dein Eigensinn ihrer un-gcrechtfei-tigten Vorwin-fe gab es keine vermittelnde Erklärung. Mit dem heißeil Verlangen, einander zu umklammern, Mund auf Mlilld zu Pressen und das Köstlichste ihres Fiihlens einander hinzngeben, mußteil sie fortsahreu, ihre empfindsamen Herzen zu peinigen — mußten damit fortfahreil, obwohl ihnen die ^ern'l'ttnngen ihrer Nerven iil diesem unvernünftigen Streit täglich fühlbarer wurden und die Erreichnng des von beiden ersehnten Ziels iil immer größere Ferne rückten. Da kam endlich der Augenblick des Trinmphs für die Mnierarbeit des Schicksals. Eine unselige Ratlosigkeit entriß den, Lippen des Mannes die >tlage: „Dieser Kampf lahmt mich! Wie soll ich dabei in ein geistiges Schaffen mich vertiefen, das die Konzentration aller Kräfte erfordei-t?!" Ah — was hätte er dannn gegeben, dm Klang dieser Worte ,mri"lckznrnfen! Das Weib starrte ihn an mit, den groben zauberschönen Aligen, in denen er langsam und traurig allen Glanz hinsterben scch. Dann sagte das Weib: „Ich gehe—" In dieser Stunde sprachen sie mcht mehr davon In der nächsten aber, nach schwerem, einsamem Ringen, iil den, jedes mit sich schlüssig geworden war. „Liebst dli mich noch?" fragte der Mann. „Weil ich dich liebe —." antwortete das Weib. . „Wirst du zurückkehren?" „Es liegt an dir. Ich will os." „Wenn ich erreicht habe, was ich dir vov-sproäM —" Laibacher Zeitung Nr. 179. 1668 7 Mqilst 1997 den: russischoll Minister des Äußern Izvolskij vollständige Übereinstimmung herrscht. Allgemein ist )or Eindruck, daß eilte Festigultg der deut s ch -russischen Beziehungen erreicht wotdeu sei. Die meisten r tl s s i s ch e n Vünisterieil haben, wie die „Petersburger Pol. Korr." mitteilt, ihre V 0 rans ch läge der ^ ta at 5 einn a h m e n und -Ausgaben für l!)0« bereits ausgearbeitet. Die Ausgaben übersteigen danach die des laufenden Jahres um ein weniges. (Größere Summen beanspruchen das Unterrichtsministerium, das Kriege Ministerium, die Vervollständigung der Schlacht flotte und der Vati neuer Eisenbahnen. In anderen Nessorts sind dagegen starke Einschränkungen vorgenommen worden. — Dnrch eine Verfügung des Nnlerrichtsministers wird für das nächste Schuljahr eine Beschränkung der Auf-nah m e von Stndenten in die U n i v e r s i -täten vorgeschrieben. Hervorgerufen ist diese Maßregel durch die gegenwärtige Überfüllung der Hochschulen, die ihrerseits wieoerum mit den inner politischen Zuständen der letzten Jahre zusammen hängt. Die Vorgänge an den Hochschulen haben es verhindert, daß ein großer Teil der studierenden Jugend seine Studieu regelrecht beenden und die Hochschule verlassen konnte. Bei dein jährlichen Znwachs an Studenten ist nuu die Zahl der Hörer fo gesteigert worden, daß die Lehrsäle, noch mehr aber die Räume für Spezialbeschäftiglingeil, wie z. P. die Laboratorien, anatomischen Kabinette und andere, die Menge der Frequentanten nicht mehr zu fassen vermögen. Daher mußte auch für das nächste Jahr den „freien Zuhörern" der Zutritt verwehrt werden. Die liberale P a r t e i E n g land s hatte bei der jüngst vollzogenen Ersatzwahl im Bezirke Nordwest-Staffordshire, wo ihr der durch Sir Alfred Villsons Tod erledigte Nahlsitz mit 2:;4N Stimmen Mehrheit gesichert blieb, seit mehreren Monaten zum erstenmal wieder eineu Sieg zu verzeichnen. Während aber — so wird der „Köln. Ztg." aus London berichtet — der frühere Inhaber des Wahlsitzes ein Liberaler im eigentlichen Sinne des Wortes war, ist sein Nachfolger Stanley ein radikaler Arbeiter, dein 5>()()() dort im Besitze des Wahlrechtes befindliche Grubenarbeiter ihre Stimmen zugewendet haben. Da die Liberalen, falls sie einen eigenen Kandidaten aufgestellt hätten, wahrscheinlich eine Niederlage erlitten batten, hatten sie den Ausweg gewählt, den Arbeiterkandidaten, der sich unter die ministerielle Parteifaline stellte, mil dein ganzen Aufgebote der Par-tei zu unterstützeu. Die Opposition brachte trotz aller Austreugungen diesmal 520 Stimmen weniger als vor 18 Monaten auf, was sich vielleicht durch den Umstand erklärt, daß sie ihren Hauptrückhalt unter der ländlichen Bevölkerung besitzt, die um diese Zeit nn't der Heu-Ernte be scbäftigt ist und von der Wahl im ungünstigsten Augenblicke überrascht wurde, da sie kürzlich ihren Partei-Apparat erneuert hatte uud plötzlich mit gauz neuen Leuteu den Wahlkampf aufnehmen mußte. Der hervorragende portugiesische Staatsmann Hintze Ribeiro, der seit langem Führer der Partei der Negeneradores war, ist plötzlich gestorben. Sein Hingang hat, wie man aus Lissabon meldet, im ganzeu Lande Traner hervorgerufen, die ilt vielfachen Kundgebungen ans den Neihen aller Parteien Ausdruck findet. Der König und die Königin richteten an die Witwe Beileidstelegramme; desgleichen kam ein solches von dem in Lourew'0 Marques weilenden Kronprinzen. Tie Königin Mutter stattete der Witwe einen Besuch ab. Die Laufbahn 3tibeiros, der in den, letzten Jahrzehnten zn den markantesten politischen Persönlichkeiten Portugals gehörte, war eiue sehr rasche uud glänzende. Er erwarb sich als junger Deputierter in der Kammer dnrch rednerische Be-gabnng und insbesondere durch seine reichen finanzwissenschaftlichen Kenntnisse großes Ansehen und wuroe, als er kaum das :i2. Lebenszahr erreich! hatte, zur Übernahme des svinanzportefeuillcs be rufeu. Er staud zu wiederhoitenmalen au der spitze der Regierung, zuletzt für kurze Zeit im vergangenen Jahre. Auf dem Gebiete der Staatswirt schaft war Ribeiro eine der bedeutendsten Kapazitäten Portugals; er hat sich jedoch im Verlaufe seiner Tätigkeit als Ministerpräsident anch auf anderen Gebieten der Verwaltung große Verdienste erworben. Tagesneuigteiten. (Da 5 Schwein im V ö li me r wa l d.) Die Präger „BM'.!nia" schreibt: Auo >lnschwarda im Äöhmenoald wird nn5 von einein glaubwürdigen Freunde unseres Blattes folgende köstliche, und dennoch vollständig wahre Geschichte von den, „Schweine" eiues biederen Baners erzählt: Hört der gute Mann a,uo seinem Schweinestall ein verdächtige? Geräusch und ein mißvergnügtes Grunzen seine» in der Nacht-rnhe gestörten Borstenviehes. Schnell springt er ans, sährt in die Kleider und eilt in den Stall. Voll Schrecken bemerkt er, das; ihm sein trenes Haustier gestohlen worden ist. Ans der Suche nach den Spuren des Diebes fand er — den Seinen giot's der Herr im Schlaf — eine Brieftasche mit 170 1v vor, die der Dieb jedeufallo verloren hatte. Dnrch diesen Fund beruhigt, leatc er sich wieder nieder. Inzwischen hatte der Dick seinen Verlust bemerkt', er band da5 Schwein im Walde an einen Baum uud kehrte in den Stall zurück, um seine Börse zu hown. Natürlich umsonst. So sail er sich wiederum genötigt, zu dem gestohlenen Schwein zurückzukehren, um sich an di> sem wenigstens teilweise sckaoloo zu halten. Wer aber beschreibt seinen Schrecken, als er sich auch hiar wiederum geprellt sah! Denn das Schwein, einen Morgen-imln'ß vermissend, hatte sich losgerissen und den Weg zu den hennischen Penateu allein gefunden. Der also vom Glücke begünstigte Bauer erlegte das gefundene Geld bei de,r Behörde, wo e.5 ihm nach Jahr und Tag zugesprochen werden dürfte, da sich der Verlust-träger begreiflickienveise wohl nicht melden wird. (Man muß zugeben, daß der Einsender dieser „voll-ständig wahren Geschichte" den Dieb auf seinen Gängen merkwürdig scharf beobachtet hat.) ~ (Japan, in der Lehre.) Wie weit der Lerneifer Japans acht und wie tatkräftig die, Ne-gieruug ihn unterstützt, das zciat eine Mitteilung eines französischen Blattes: die japanisch? Regierung hat einen Delegierten nach der Schweiz entsandt, um dort au-? eigener Anschauung den modoinen europäischen Hotelbetrieb und alles wao mit dor Bequemlichkeit des Gasthofwesens zusammenhängt zu studieren. Der Abgesandte, eine amtliche Persönlichkeit, hat sich nicht darauf beschränkt, in Zylinder und mit Glacehandschuhen sich von diesem oder jenem Hoteldirektor durch die Räume seines Etablissements führen zu lassen: Praktisch will er sein Swdienfcld bearbeiten. In Glyon, im Kanton Waadt, hat er in einem Hotel als Kellner Stellung genommen und die Serviette im Arm, bedient er die Fremden. (Mit Tvn a mit und Starkstrom gegen Hai fische.) Ein junger Seemann be richtet, wie wir der „Köln. Zeitung" entnehmen, in eineiu Briefe ans St. Thomao (Westiudien) fol> qeuderiuaßeu: Einer der größten ttuelstäude des Hafens von St. Thomas ist die Anwesenheit einer Menge von Haien, die uns nicht gestattete, außer in ganz seichtem Wasser am Ufer dao bei der großen Hitze so notwendige Bad Zu nehmen. Nachdem nuu diesertaae Zwei Neger beim Nadeu von den gefräßigen Ungeheuern verschlungen worden waren, kam der Iiuienieur einco hier ankernden amerikanischen Schulschiffe auf den eigenartigen Gedanken, die Bestien mit Dhuamit Zu töten. An eine Angel, die '.M5 fingerdickem Eisen geschmiedet war, wurde eiu Stück npeck von fünf Pfund nMeckt. In dem Speck war eine Dyuamitpatroue vel-honien, die mit einem elektrischen Draht uehst Zünder verbunden war. Der ,^iöder wurde an einem starken Seil zu. Wasser gelassen uud das andere Ende des Drahtes mit einer elektrischen Batterie in Verbindung gebracht, und nun harrte man des Erfolges. Es dauerte uicht lauge, als ein zwölf Fuß langer Hai am Heck des Schiffes austauchte,, sich auf deu Nückcu legte und den leckeren Bissen verschlang. Der geniale Haitö'ter drückte auf den Knopf der Batterie uud mit einer Wassersäule flogen zugleich die Stücke der zerrissenen Hyäue des Meere» in die Lust. Auf dieselbe Art wurde inner-halb Zehn Tagen acht großen Haien der Garaus gemacht. Durch deu Erfolg mutig gemacht, versuchte nunmehr der Inaeuieur, die tückischen TiclX' durch Elektrizität zu töten. An eiu dünnes, sonst zur Starkstromleitung dienendes Kabel wurde die Haiallgel befestigt und dann, mit dem üblichen Köder ver» sehen, ins Meer versenkt. Das andere Ende des Kabels wurde mit einer Dynamomaschine au Bord in Verhindnug gebracht. Es dauerte nicht lauge, bis eiu großer Hai wütend au der Augel riß. Nu» wurde ein Strom von 2M Volt durch das Kabel geschickt. „Ja. Ich sehe es ein, daß ich dich behindere." „Ich will alles versuchen." Das hatte so fest und bestimmt gcklnngen. Und doch Wichten sie von diesem Augenblick an, daß sie nichts mehr zu erwarten hatten. Klarer denn je fühlten sie es, daß die Gemeinschaft ihrer Liebe das Element war, in dein allein sie zu leben vermochten, der fruchtbare Voden, aus dem ihr Lebenswille durch Millioueu von Wnrzelu seine Kraft zog. Diese (Gemeinschaft zu treuueu, das hieß, eilteil starken Vanm mitteu durchsägen, das hieß einen kraftstrotzenden Menschen zerschneiden in der Hoffnnng, daß die beiden Teile zu neuen selbständigen Organismen sich erhebeil würden. Der Mann sagte sich: „Ich werde ilt Sehnsucht nach ihr verkümmern." Das Weib fühlte: „Ich werde aus der Ferne ihn abwärts gleitet! sehen und werde nicht mehr den Mut haben, den aufzurichten, der mich tragen sollte." — Null hörten sie draußeu den Wagen vor das Haus rasseln. Sie sahen hinaus. Noch immer fiel dieser graue trübselige Negen. Wie ein breiiger Nebel lageckn die Wolken über der Stadt. Sie reichten sill) die Hände. Ein nasser Schleier legte sich vor ihre Augen, so daß sie einander in dieser lehten Stnnde nicht eiumal sehen konnten. Dann umschlangen sie sich, und der (klaube an das (Aück verbrannte in der wilden (Ant ihres letzten Kusses. Es war wie das Röcheln eines Sterbenden, dieses „Alis Wiedersehen!" von den zuckenden Lippen des Mannen. Auch das Weib sagte: „Auf Wiedersehen!" Dann fiel die Tür zwischen beiden zu. Die Tür einer Gruft. Der Fall Vasilijev. Roman von Paul vslar Höcker. (3b. Fortsetzung.) (Nachdruck «erboten.) Von Vasiliiev verlautet den ganzen Tag über uichts. Er sitze droben am Schreibtisch uud arbeite, sagte das Stubenmädchen, da5 in der Frühe bei ihm aufgeräumt hatte. Nicht einmal während sie hin-uud hergegangen sei, habe er aufgeblickt, sondern ?msig geschrieben. Er sehe übrigens so bleich und übernächtig au5, als habe er kaum ewe Stunde geruht, sondern sei unausgesetzt am Schreibtisch tätig gewesen. Martha hatte die Mädcheu so viel alo möglich fortgeschickt zu tvciten Kommissionen, um ungestört packen zu können. Sie litt au einem Reisefieber, das sie derart erschöpfte, daß sie über Tag kaum aeord-net auf die einfachste Frage zu antworten vermochte. Immer ivar es bhre grausame Angst vor Vasiliiev, ihre Furcht, er we>rde sie Plötzlich überraschen und ihreu Plan stören. Auch fin-chtete sie, daß Justus sich weigere, Lärm schlagen und dadurch Aussehen erregen werde. „Justus ist nach semer freiwillige,! Hungerkur so matt und gefügig," erwiderte Johannes dem siea,en< über, „das; er uns keinerlei Schwierigkeiten bereiteil wird. Übrigens weine ich, es wäre gut, wenn du ihn möglichst lange wachzuhalten versuchtest. Seilt erster Schlaf wird dann so fest sein, daß er vermutlich erst im Eisenbahnwagen erwachen wird." Me5 schien nach Wunsch gehen zu wollen. Weu.ia nach sechs Uhr kam Frau Winwr herauf, um zu frayeu, ob die Mädcheu bald fertia, seien; der Waneu sei sogleich zn erwarten. Es war für das Gesinde uichts meh»r zu tun, soviel Martha, die immer, zerstreut, dabei ängstlich und schreckliaft war, wußte. Aber das Stubeumädchcn erinnerte sich, daß der Samowar, deu Herr Vasilijev auf seinem Zimmer stehen h!atte, und der fast fortwährend in Tätigkeit wa^r, noch für den Abend und die Nacht hergerichtet werden mußte. Sie eilte also hinauf und trat bei dem Nüssen ein. Er gab kaum Antwort auf ihre Frage, so vertieft schien er in seine Schreibarbeit. Sie nahm den Kessel ill it in die Küche. Martha, die gerade anwesend war, erinnel-te sich Plötzlich, daß noch eine Kleinigkeit vom Kaufmann zu besorgen war. Währrud die Köchin also schou in ihrem Sonntagsstaat die Treppe hinabstolperte, mnßte das Swoeumädchen noch rasch oinen Gang in die Nachbarschaft tun. Johannes glaubte die Mädcheu scholl fort uud wollte Mm'tha in der Küche aufsuchen. Er rief ihren Namen gedämpft über oen Flu,r herüber. Martchia fuhr jäh zusammen — vermutlich Nx'il gleichzeitig das Stubenmädchen vou seiner Besorgung zurückkehrte. „Was ist dir?" fragte Johannes beunnihiat, während der Dienstbote den Samowar wieder hin» auftrug. Er bemerkte, daß sich Martha kaum mehr auf den Füßen zu halten vermochte. Er fürchtete doch sehr für die Geliebte: Wenn schon das Neisesiebe-r sie derinahen mitnahm, wie mochte sie dann erst unter den Fatignen der weiten Neise, Seite an Seite mit dem Kranken, leiden? Sie konnte nicht antworten. Sie brach in Tränen aus und wars sich Johannes an die Vrnst. Der ahnte, daß es hauptsächlich die Fu,rcht vor Vasilijev war, Laibacher Zeitung Nr. 179. 1669 7. August 1907. aber nur mit dem Erfolge, daß die Bestie wie rafelld dao Wasser peitschte. Erst bei 750 Volt Strom, schoß der Hai auf einmal fast kerzeilgerade aus dem Wasfcr, uui dann regnngvloo niederzllfalleil. E5 war erreicht. Voller Freude holten jetzt die Neger ihron Todfeind in Fischerbootoll an Land, um ihn triumphierend für:-, Vcahl zu bereiten. kolal- und Provinzial-Nachlichten. Die Generalversammlung des < Cyril!- uud Method-Vereines. fand gestern in Wocheiner Feistriu statt. Der Ort hatte aus diesem Aulasse festlichen Flaggenschmuck angelegt. Es hattcu sich weit iiber 400 Teilnehmer auo sämtlichen von Slovenen bewohnten Grönländern eingefnndeu, darunter die Herreil Reich^ratsabgeord ncten Hribar. Grafeuauer, Dr. Koro-5ec, Poga5-,lik uud Dr. /. i t n i k. Am Bahn-böse lvllrden die Teilnehmer namens dos Lokal^ komitees von den Herren Bürgermeister A r h , Oberlehrer H n in e k nnd Pfarrer P i b e r begrüßt, wofür der Vereinsvi^epräsident deo Vereines, Herr Notar Lukao Svetec, iu herzlichen Worten dankte. Hierauf fand in der Ortspfarrkirche, eine heilige Vl^esse statt, woraus sich die Versammlungsteilnehmer im Hotel „Trig lav" einfanden, uw um halb 12 Uhr die GencralversanlNlluilg eröffnet wurde. Herr Notar Svetec begrüßte alle Anwesenden mit herzlichen Worten nnd mahnte angesichts der von feiten der nationalen Gegner drohenden Gefahr zur Eintracht. Namens des Verein5au5schnsses beantragte sodann der Vorsitzende, den gewesenen Präsidenten des Vereinen, Herrn Monsgr. Thomas ^upan, der seit der Begründung des Vereines mit aufopferungsvoller Liebe an der Spitze des Vereines gestanden war, znr Anerkennung seiner Verdienste nnd zum Zeichen der Dankbarkeit dos Vereines, zum Ehrenmitgliede zu wählen. Dieser Antrag wurde unter lebhafter ^nstim-mnng eiustimmig angenommen. Sodann ergriff der Vereinvsekretär Herr Dottor Ivan Svetina das Wort zum Berichte über die Tätigkeit des Vereins im abgelaufenen Verwaltungs-sahre. Der Vereinsansschuß beriet die Vereinsangelegenheiten-in 11 Sitzungen, der nengegrüudete Ver-waltuugs« »nid Tchulausschnß hielteu znsaininen etlm 10 Sitzungen ab. Den im Vorjahre ans der General-Versammlung in Loitsch gestellten Anträgen uud ge^ außerteu Wiiuscheu sucht man nach Tnnlichkeit zu lvillfahren. Zur Abtreunullg dor görzischeu Filialen und zn deren Angliederung an einen dortigen Verein tonnte allerdings der Vorstand seine Zustimmung uicht erteileil, ersuchte jedoch die Vilduugoanstalten der görzischen und kärntnischen Slovenen niit allen Kräften zu unterstützen. Naturgemäß hat der Vor stand deu Verhältlnssen in Kä'rnten die größte Auf° was ihre Nerven so erschütterte. Mit leisen, herzlichen Worten suchte er sie zu beruhigen. 'Er mußte aber abbreckien, da das Dienstmädchen soeben wieder leichtfüßig von oben hernnwr kam. Ob sie jetzt gehen könne — fragte sie, die Un-geduld stand chr dabei auf dem Gesicht geschrieben. „Du hnst den Samolvar hillansgebracht?" fragte Martha stockend. Das Mädchen bejahte. „Und Herr Vasilijev ist wolil noch nnmer mit seiner A'rbeit beschäftigt?" forschte Iol>anues. „Nein, er hatte die Feder hingelogt und sich auf's Sopha gesetzt. Ich sagte ihm, das; wir Aus-gaiu-, hätten, und wenn er nock) etwas wünsche - " „Was erwi^ei-te er?" „Er fragte nur, wer bei dem Kranken die Wache gestorn gehalten habe. Ich sagte ihm: der Herr Vrake. Un,d der würde wohl auch lMte wieder..." Sie zuckte die Achseln. „Ich wußte es ja nicht genau." Endlich wa^en sie allein. Die beiden Wärter loll» ten erst Punkt ein Viertel vor zehn Uhr eintreffen. Ihre Sachen fetzten sie bereits vorher auf der Va,hn ab — dor Rollstlchl, mittels dessen der Kranke zum Bahnhof gesäjafft werden sollte, befand sich noch seit dem verunglückten Ansflngsplan von neulich im Hause. Johannes schlug vor, die Koffer, die jetzt im Flur standen, in die Parterrewohnung zu spedieren. Denn wenn der Russe sie, an der Glastür vorbei-kommend, sehe, so köuutc er vielleicht Verdacht schöpfen. Nachdem sie sich gemeinsam davon überzeugt hatten, daß Justus still im Vett lag, wohl im Be-griff, einzuschlummern, belud sich Johannes selbst mit dein, Gepäck Marthas und ihres Bruders und stellte es unten ab. Martha folgte ihm dahin. Sie graute sich, allein in der Wohnuug zu bleiben,. Uud Justus hatte ja die Kliugel. Vei der kivck)hofähuli<5i<-n Stille rm ganzen Haufe hörte mau ein Glockenzeichen auch hier dicht unter seinem Zimmer. (Forts, folgt.) merkfamteit zugewendet. Einen großen Schritt nach vorwärts bedentet in dieser Hinsicht die neugegründete Hanshaltnngsschule iu St. Jakob im Rosentale, an deren Erhaltung der Verein mit einer beträchtlichen Summe partizipiercn wird. Auch die vom He'.rn Pfarrer Treiber aus Völkermarlt geäußerten Wünsche nach einer Regelung des sprachlichen Unterrichtes an den Vereiu5schnlen in Kärnten wurden eingebend ge würdigt. Nachdem der Referent die Veränderung im Beamte »status erwähnt uud sich eingehend mit den Gründen des Nücktritteo des früheren Präsidenten Monsign. Tomo Znpan beschäftigt hatte, wandte er sich der Beiprechung der Tätigkeit der Filialen zn, deren eo im Vorjahre 153 mit etwa 8000 Mitgliedern gab. Leider entfaltete ein großer Teil davon gar keine Tätigkeit, während allerdings andere sehr rege waren. Tor Verein erhielt im abgelaufeuen Jahre 11 Kindergärten, an national erponierten Orten, wo ^l> slovenifche Kinder nntergebracht loaren, außerdem wurden 3 Privatkindergärton uuterstützt. Volksschulen verwaltete der Verein 5 mit 17 Klassen- sie wnrden von l>41 Kindern besucht. An den Verein5fchulen wirkten ll Lehrkräfte, nnd zwar 2 weltliche Lehrer, 5 Katecheten, 17 weltliche Lehrerinnen nnd 17 Schul-schwesteru. Nellgegrüudet wurde ein Kindergarten iu Hrastnik nnd einer in Gaberje bei Cilli' beschlossen nnd fiir die allernächste Znknnft in An^sicht genom men ist die Eröffnung eines Kindergartens' in Dom xale uud einer Knabenvolk^fchule in Muta. Auch im verflossenen Jahre uliterstützte die Öffentlichkeit, verschiedene Vereine und Korporatioileil den Verein in ausgiebiger Weise, namhafte Spenden flössen ihm auch aus Legaten zn. Der akademische Verein „Pro» sveta" hat die Einführung der Vereinsansicht5karten beantragt uud den Verein bei der Durchführung die-sec' sowohl in materieller als in ideeller Hinsicht äußerst erfolgreichen Planes tatkräftigst unterstützt. Der Verkauf deo Nationalstempelo hat einen Rein-gewinn von 1433 X 21 !> abgeworfen, indes konnte bei entsprechender Agitation ein weit höherer Ertrag erzielt werden. Auch durch den Perkauf vou Vereins-zünde: n wird in Hinknnft eine weit ergiebigere Ein nahmsquelle eröffnet werden. Referent gedachte schließlich de5 Vereinszweckes nnd mahnte zum ein-trächtigen Kampfe fiir die Erhaltung der nationalen Rechte. Herr Advokaturskaudidat Dr. Gregor ^erjav unterzog diesen Bericht einer eingehendeu Kritik. Ein leitend lieh er nnter allgemeiner Zustimmung dem Wuusche Ausdruck, die Genewlversammlnng möge in Hinkunft nicht zu so unpassender Stunde und an Werktagen veranstaltet werden. Einerseits würde hie» durch die Geueralversaunuluug zu einer leeren Formalität hernbgedrückt. anderseits dem Volke der Zutritt verwehrt. War aber für die Wahl eines Werktages die Rücksicht auf die Geistlichkeit maßgebeud, so sclieine man zu vergessen, daß die Sorge für die nationale Schutzarbeit zum größten Teil in weltliche Hände übergegangen sei. Die ganze Tätigkeit de5 Vereines bewege sich nach zwei Richtungen, einerseits Sammluug der Mittel, anderseits richtige Dis-ponieruug mit ihnen. Was das erstere anlangt, go nüge nicht der einfache Hinweis darauf, daß ein großer Teil der Filialen nicht arbeite, es müsse viel> mehr diese Frage kritisch ftndiert und die Urfachen dieser Erscheinung ermittelt werden, um endlich dieses libels einmal Herr zn werden. Anderseits müsse für die richtige Abgrenznng zwischen Antonomie und Zentralismus gesorgt w<"rden. man dürfe jedoch die Autonomie nicht soweit treiben, daß man aus die Einrichtung der Schulen keineu Einfluß hat, was zum Veifpiel au der Mädcheuvollsschule iil Marburg der Fall sei: die Organisation des Schulwesens müsse, strenge zentralisiert werden. Hingegen empfehle esl sich einzelnen Filialen die Sorge fiir die Erhaltung gewisser Schulen zu überlassen. Neduer vermisse im Berichte des Sekretärs eine kritische Beleuchtung der Wirksamkeit der vom Verein erhaltenen Schulen. Wav fiir Resultate erzielt wordeu sind, ob ein Fort> schritt oder ein Rückschritt zu verzeichnen ist, all dies interessiere die Gmeralversummluug. Der Bericht befasfe sich senior gar uicht mit der nnnmehr aktuell gewordenen Frage der Änderung der Statuten nnd gebe keine Auskunft darüber, in welcher Richtung diese zu erfolgen babe. Auch müsse eudlich Stellung zur Frage genommen werden, ob es angehe, daß an den Volksschulen des Vereines Nonnen angestellt werden, ob nicht der Zweck des Vereines besser durch Anstellung von männlirlien weltlichen Lehrkräften er-reicht würde. Redner hoffe, daß Wenigsteno der nächstjährige Bericht über diese loichtigen Fragen Ausknnft erteilen werde. 'Hierauf erstattete der Vcreinslassier, Herr Notar Alerander Hud over nil, deu Reä)enchaftsbcricht. Die Einkünfte des Vereines beliefen sich in, Jahre 1R16 aus 63.983 t5 78 k. Hievon entfallen aus die Beiträge der Filialen 22.45.^ K 8. ll, allerdings müsse mit Bedauern konstatiert werden, daß 65 Filialen keine Beiträge eingesendet haben, hier müsse Reniedur geschaffen werden. Verschiedene Spe'tden beliefen sich anf 5015 X W I», die ZeitungssamM' lnngen ergaben 4729 X 1 I», der Verkauf der Ver» eiuoznuder warf einen Reingewinn von :MX) X ab, der Vcrkanf der Ansichtskarten ergab 1424 l< 75 l>. Die Auogabeu beliefeu sich auf 54.l»7<> I< 1 Ii, so daß sich am 31. Dezember 19<«! ein Kassasaldo von !U0(i X 79 1, ergibt. - Die Bilanz zeigt an Aktiven 202.025 X 71 n, an Passiven 82.:;38 lv 7 ll, so daß das reine Vereinovermögen 1W.!!^>7 X 64 l> beträgt. Ein beiläufiger Voranschlag läßt für das uächste Jahr ein Anwachsen der Ausgaben auf 70.000 X erwarten, es müsseu also neue Quellen für die Einnahmen gesucht werdeu. Mau miisfe fich ill diefer Hinsicht die Tätigkeit anderer Schutzdereine, den Deutscheil Schulverein, die Südmark, die Lega nazionale zuln Vorbilde nehmen. Herr Jurist Ernst R e k a r beleuchtete kritisch ein-zelne Pnntte de^, Rechmlngsberichtev, lvobei er znm Resultate koninit, daß der Verein im abgelnllfenen Jahre materiell keinen Fortschritt gemacht habe, son» dern daß im Gegeilteile bei fast sämtlichen Einnahmeposten eiil Rückschritt zu bemerken sei. Nur der Er-öffuung neuer Eiilnahinscmellen, namentlich der An° sichtskarieil lind de5 ^tationalstempels sei es zn verdanken, daß der Verein kein Defizit zu verzeichuen habe. Was den Abschluß voll Kontrakten über den Verlag voll Gebrauchgegenständen, die zugunsten des Vereines verkauft werden, allbelangt, fo müsse man mit aller Entschiedenheit verlangen, daß der Verein in Hinkunft folche uur mit flavifchen Firmen schluche. Eine Revision der alten Verträge sei dringend notwendig, diese müsseu Präzis lind detailliert abgefaßt sein nnd eine Minimaleinnahme garantieren, damit nicht in Hinkunft in den Einnahmen allzugrcche Fluktuationen eintreten. Nachdem He/rr Notar Hndovernik einige Aufklärungen gegeben hatte, wnrde der Bericht der Revisoren verlesen. Die gesamte Gebarung war in der schönsten Ordnnng, befunden wordeu, weshalb für die Funktionäre das Abfolutorium beantragt wurde. Dieser Antrag wurde einhellig angenommen. Hierauf schritt man zu den Wahlen. Da infolge einec' Protestes des Herrn Professors Dr. Opet'a eine Wahl pci' nc'illnliltinn^n, uicht vorgenommen werden konnte, schritt man znr Wahl mit Stimm-zetteln, die folgendes Nesnltat ergab: Zum Präsidenten wnrde Herr Negierungsrat Andreas Seneko° v i e mit 247 voll 25« abgegebenen gültigen Stimmen gewählt. .Herr Negieruugsrnt Dr. Fr. Detela er« hielt 7, Herr Pfarrer Ivan Vrhovnik 2 Stimmen. ^ In den Ausschuß wurdcil gewählt: für die Dauer von drei Jahren: Prof. Dr. Ivan Merhar aus Trieft mit 284, Advokaturslandidat Dr. Gregor Aerjav mit 227, Vizebürgermeister Dr. Karl B leiwei s°Trstou ik ki mit 223 und Franz Pahvrnik, Großgrlilidbesitzer in Wncheril sSteier« mark), mit 222 Stimmen: anf die Dauer« von zlvei Jahren Advotat Dr. Fr. Novak in Laibach mit 208 und auf ein Jahr Propst Gregor Ein spie-ler mit 175 Stimmen. - In den Aufsichtsrat wurden gewählt: Prof. Dr. Fr. Ile«i<", Advokat Dr. Tanilo Majaron, Pfarrer Fr. Pavliö. Abgeordneter Fr. Povüe nnd Advokat Dr. Vladimir R a vnihar. ^ Ins Schieidsgericht wurden berufen: Bürgermeister Karl Kavnik, Landesgcrichtsmt Fr. Vedernjak, die Advokaten Dr. Fr. Te-kav <- i (' und Dr. Karl Triller sowie Kanonikus Kalan. (Schlnh folgt.) ' (S ta ttho l ter e i vi z eprä s i den t Dr. Graf Schaffgotsch,) Seine Majestät der Kai-ser hat mit All^-Höchster Entschließung vom 26. v. den mit dem Titel lind Charakter eines Statthaltcre/i-Vizepräsidenten bekleideten Hofrat Dr. Andreas Grafen S ch affgotsch in Trieft znm Stattlmlterei» Vizepräsidenten uli p^l-soulin, in der 4. Rangsllasse ernannt. - (Der Ministerpräsident in der Woche in.) Seine ErzellenZ der .Serr Mnisterpräst-dent Freiherr von Brck uud Geniahlin snid vor-gestern nachmittags mit Automobil zu längeren Aufenthalte in. Hotel St. Iohauu a>n Wochenier See eingetwffen. < P e rsonalna ch rlcht e u.) .vcrr Sanitats-chef dec' 3. .Korps. Generalstabsarzt Dr. Alfred Ritter voll L e o b e ustein - Aige ll h o rst, ist vorcsestern uachinitwgs hier angekommen und im Hotel „Union" abgestiegen. Dortselbst ist auch Herr Generalmajor Iohlluu von Ratkovi^ auH Agram abgestie>M. sInspizierun g.) Am 3. d. M. inspizierte die hiesigen Genossenschaften der Herir Hofsekretär des Handelsministeriums, Dr. 3kldolf Schindler. üaibacher Zeitung Nr. 179. 1670 7 Uim^st 1907. Besonders lobend sprach er sich über die Wirtegenossenschaft, deren Krankenkassen ustv. aus. Herr Hofsetretär Dr. Schindler besichtigte auch die Sodawasserfabrik und gab lviederholt seiner Infriedenheit über die exakten Einrichtungen dor Genossenschaft Ausdiruck. — (Per so n a l n ach r i cht.) Herr Oberinspektor Eugen G n l t ni a n , Stationschef der hie^ sigen Südbahnstation, ist gestern voni Urlaube Zurück gekehrt. (Die H a ndels - n n d G e w e rbe -f a in in e r f ü r ,^l rain in Laib a,ch) hält Freitag, den 9. d. M. nni halb 5 Uhr nachmittags iln städtischen Magistratssaale in Laibach eine ordent liche öffentliche Sitznng mit folgender Tagesordnnng ab: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitznng, 2.) Mitteilungen des Präfidinms. 3.) Mitteilungen des Sekretariates. 4.) Vorlage der Kanimerreclmung für das Jahr <90(i. 5>.) Wahl eines Vertreters der Kamme-r in, Schulausfchusse der gewerblichen Furt-bildnngsschule in Idria. L.) Gesnch der Schnhmacher. genossenschaft in Neumarktl nni Subvention zur Deckung der Kosten fiir einen Fachknrs. 7.) (besuch der Handwerkergenossenschaft in Idria um Unter-stützung der Teilnehnwr eines Fachkurses fiir Schnhmacher in Idria. ^>.) Bericht über die Zuschrift, der Dii-ektion der k. k. kunstgewerblichen Fachschule in Laibach in 9.) Vertrau- lichc Sitzung. —- (Eisenbahnunfall bei Spielfeld.) Der Schnellzug ^ir, l! Trieft- Wien stich gestern um 4 Uhr 17> Minnten früh in der Station Spielfeld an eine Verfchnblotomotive, wodurch ^'in Heizer getötet, zwei Maschinisten, zwei Postbedien-stete und ein Weichenwächter verletzt wurden. Von den Reisenden meldeten sich in der Station Spiel-feld drei als verletzt. Der Schnellzng Nr. <» ist von Graz mit einer vierstündigen Verspätung abgegangen. — (Eine zweite Te lep h 0 n l e i tu n g W i en— T ri est.) Das k. t. Handelsininisteriuln hat die Herstellnng einer zweiten interilrbanen Te-lephonleitung Wien Trieft ans Staatskosten bewil-ligt. Nach Einlangen des erforderlichen Materials in Zwei bis drei Monaten, wird mit den diesbezüglichen Arbeiten begonnen weröcn. - (Die Wiener Knabenhorte) find gestern, infolge des Eisenbahnnnglückes bei Spielfeld nicht vormittags, sondern erst nachmittags nni halb 8 Uhr hier eingetroffen, worauf sich die schmuck adjustierten Zöglinge mit ihrer Musikkapelle zum, gemeinsamen Essen in die Lokalitäten der Volks- nnd Stndentenküche begaben. Der übrige Nachmittag diente der Besichtigung der Stadt, und gegen Abend verfügte sich die stramme Schar, die überall freund liches Interesse erregte, nach Tivoli, um in Gegenwart eurer großen Menschenmenge am Standbilde Radetzkys einen Kranz niederzulegen. Im, Tchiveizer Hanse erfolgte auf Kosten der Stadtgemeinde die. Bewirtung der Zöglinge, die sich gegen 9 Uhr abends uurer Trommelwirbel znr Übernachtung in die Kaserne des Infanterieregiments Nr. 27 begaben. Deren Musikkapelle aber konzertierte noch einige Zeit im Schweizerhause und fand für ihre braven Vorführungen lanten Beifall. — Hente früh wurde die, Fahrt nach Trieft fortgesetzt. — (Hinsichtlich der T y p h u s er kr a u-kungen) erfuhren wir von informierter Seite, daß sich derzeit in Qaibnch 4 Fälle in Privatpflege befinden, die aber sämtlich ans Adelsberg angewachsen sind. Unter der einheimischen zivilen Bevölkerung kam bisher noch kein Erkranknngsfall vor. Im Lan-desfpitale stehen 21 Typhnsfälle in Behandlung, die teils aus Adelsberg stammen, teils sporadische Fälle aus verschiedenen Gegenden Drains sind, wie sre all-sommerlich beobachtet werden. Betreffs der Erkran tungen beim Militär ist zn erwähnen, das; in der Landwehrkaserne, wie zu erwarten war, der Typhus im Erlöschen begriffen ist', in der Peterskaserne kamen einige nene verdächtige Fälle hinzu, die aber sofort isoliert wurden nnd im k. k. Garnisonsspitale in Beobachtung stehen. In dieser Kaserne sind die Vevhä'ltnisse überhaupt viel schwieriger, weil die Kaserne ein alter Bau ist, der den heutigen hygie nischen Anforderungen in keiner Weife entspricht. Die k. k. Militärbehörden, insbesondere die Militärärzte tnn alles niur mögliche, mn der Krankheit trotz dieser ungünstige« Verhältnisse möglichst bald Herrzn wer den. So wird answer anderen hygienischen Maßnab men die Mannschaft zwei- bis dreimal täglich ärztlich untersucht nnd jeder verdächtige Fall sofort im Gar-nisouZspiwle interniert. Der Mannschaft ist d<"r Ausgang in die Ttadt verboten. Ans Gesuudheitsrück. sichten mußte ihr j^och das Exerzieren und das Abhalten von B^x'gnngsspn'len auf dem .Uafern Platze gestattet U>er»den, Das Publikum wird daher im eigenen Interesse gnt tnn, jeden Verlor nut d^r in der Petersiaserne untergebrachten Mannschaft zn vermeiden. Ein eigens zu diesem Zwecke aufgestellter Wachmann sieht übrigens darauf, daß hier keine Berührung mit der Zivilbevölkerung stattfindet. Bei dieser Gelegenheit mnß betont werden, daß die Reinlichkeit das wichtigste Abwehrmittel gegen den Typhns ist. Die Hausbesitzer werden daher aufmertfani ge macht, in ihren Hänsern auf peinlichste Reinlichkeit, insbesondere hinsichtlich der Aborte nnd Senkgruben, zn schauen. Der Kehricht soll entgegen weggeführt werden, Düngerhanfen sind zu beseitigen. Wir haben schon in einem der früheren Berichte betont, daß eine epidemische Ausbreitung des Typhus in Laibach kaum zn befürchten ist nnd daß es höchstens zu kleineren Hausepidemien kommen könnte. Aber auch diese sind nur iu Häusern möglich, in denen nicht auf Reinlichkeit geschaut wird nnd worin die Abort-nnd Senkgrnbenanlagen vernachlässigt werden. Besondere Vorsicht ist in sogenannten Massenguartieren nnd Zinskasernen nötig. In diesen herrscht in der Regel eine mangelhafte Anfsicht, weshalb sich die vielen Parteien mancherlei Unarten angewöhnen nnd das Hans vernnreinigen. Solche Käufer köunen zn wahren Typhnsherden werden, nieshalb ihren Besitzern eine erhöhte Vorsicht zur Pflicht zu inachen ist. Dem Typhns kann mit Erfolg begegnet werden, wenn überall Peinlichste Reinlichkeit herrfcht und jeder auch nnr verdächtige Fall sofort zur Anzeige gebracht wird, damit die nötigen Isoliernugs- und Schutzmaßnahmen getroffen werden können. (Einschränkung des Zivil» G ü t e r verk e h r e s u. E i n f ü h r u n g e i n e s L i e f e r f ri stz u sch I a g e s wegcu der Militär m a n ö v e r i n K ä rntc n.) In der Zeit vom 1. bis einschließlich l». September l. I. werden in den dnrch die Viilitärtransporte in Anspruch ge noinmenen Stationen der k. k. Staatsbahndirettionen Villach nnd Trieft nnd der k. k. Priv. Südbal)»-Gesellschaft Frachtstiickgüter. Eilgiiter in Wagen ladnngen nnd Fraclngüter in Wagenladungen nur nach Tnnlichleit znr Befördernng angenommen, oder N'enn die Verladung nnd Befördernng dieser Güter nicht sofort erfolgen kann, nach Maßgabe der verfügbaren Lagerränme mit dem Vorbehalte fpäte.er Annahme znr Beförderung nnr in einstweilige Verwahrung genommen. Eilstückgüter, lebende Tiere und leicht verderbliche Güter werden unl>eschränkk znr Beförderung angenommen. Die Ausfolgung aller dieser Güter wird keiner Beschränkung unterworfen. In der Zeit vom 4. bis einschließlich 9. September wer den in den Stationen der Strecke Friesach einschließ lich, St. Veit a. d, Glan Görz St. V. einschließlich, Aßling Krainburg einfchließlich, St. Veit an der Glan Tarvi's einschließlich, Untcr-Draubnrg ausschließlich, Möllbrück^Sachsenbnrg einschließlich Frachtstücl'güte»r, Eilgiiter in Wagenladnngen nnd Frachtgüter in Wagenladungen znr Beförderung nicht angenommen nnd nur nach Tnnlichkeit ans-gefolgt, lebende Tiere nnd leicht verderbliche Güter znr Befördernng nicht angenommen, fedoch unbe fchränkt ausgefolgt, während Eilstückgüter nnbe-schränkt zur Beförderung angenommen und aus^ gefolgt werden. Außerdem findet auf alle Transporte, die vom 1. bis einschließlich 1s>. September ans den Linien der k. k. Staatsbahndireltionen Vil-lach nnd Trieft sowie der Südbahn zur Auf- oder Abgabe gelangen oder diese Linien tranfitieren und deren Ansführnng in den bezeichneten Bahngebieten oder außerhalb dieser aus Aulaß der Einschränkung des Güterzugsve.rkehres behindert wird, ein Zuschlag zn den reglementarischen Lieferfristen von Zwei Tagen fiir Eilgiiter nnd lebende Tiere uud von sechs Tagen für Frachtgüter Anwendung. — < E i n sl 0 veni s ch e s Mäd ch e n -pe l> s i 0 nat in Lai b a ch.) Wie bereits seiner-zeit gemeldet, wnrde in Laibach der Frauen Er^iehuugs- und Vilonngsverein „MIadika" ins Leben gerufen, der sich hauptsächlich die Errichtung eines slovenifchen Mädchenpensionates zur Aufgabe gestellt hatte. Dieses Pensionat gelangt im kommenden Schuljahre zur Eröffnnng. Es ist für jene slo-venisch^'n nnd i'iberhanpt slavischen Mädchen bestimmt, die die Baiser Fwnz Josef I. städtische lwbere Vcäd cbenschnle, bezlv. das Lyzenm oder ingendeine andere slovenische Schnle in Laibach besuchen. In der Anstalt erhalten die Mädchen eine gründliche theoretische nnd Praktische Ansbildnng sowie eine sorgfältige l>ür gerliche Erziehnng als künftige Hansfranen. Sie werden mit den Umgangsformen vertraut gemacht nnd überhaupt fürs praktische Leben erzogen. Ihr Gefühlsleix'n wird dnrch Musik uud Gesang, durch Deklamationen nnd angemessene Lektüre sowie dnrch Teilnahme an Knnstveranstaltnngen veredelt: in hygienischer Beziehung wird deren Körper dnrch ge° sundc und genügende Nahrung, durch vorsichtige nnd individuelle Abhärtung, dnrch Spiele und Turnübungen, dnrch Epaziergänge, Bäder nsw. gekräftigt. Die Anstalt hat einen Hansarzt, der nötigenfalls jederzeit ^nr Verfügung steht; fiir jeden erkrankten Zögling wird gewissenbaft in einem eigenen isolierten Zimmer gesorgt. Das Pensionat trägt d.n (5har«aktor der slovenischen Häuslichkeit: die Hausordnung leitet die Zöglinge zn Pünktlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ordnnngsliebe nnd Liebe zn liläns-licheu Beschäftigungen an. ^ Es werden ordentliche und außerordentliche Zöglinge aufgenommen. Erstere wohnen im Internate, letztere weilen nur tagsüber in der Anstalt. Die Einschreibegebühr beträgt 4 l<. Die ordentlichen Zöglinge zahlen l!<) l< monatlich für Wohnung, Nahrnng nnd Aeanfsichtignng beim Unterrichte: die außerordentlichen Zöglinge, die über Mittag in der Anstalt bleiben, haben Itt I< monatlich zn entrichten. Nach Maßgabe des Nannies werden anch ältere Zöglinge fiir einzelne Monate aufgenommen: folche zaMen 70 I< monatlich. Die Zablungen baben im vorhinein zn erfolgen. Zur Einschreibung sind das ärztliche Zeugnis, das letzte Tchnlzengnis nnd der Taufschein mitznbringen. Fiir den Unterricbt in der Mnsik nnd in verschiedenen Sprachen werden im Einvernehmen mit den Eltern besondere Honorarsätze bestimmt. Die Zöglinge erhalten in der Anstalt anch Tanznnterricht in Verbiudung mit Anstands-lehre. Allmonatlich werden den Eltern Rechnnngs-answeise über Ausgaben für außerordentliche Lehrerfordernisse, für den Besuch des Theaters, für Toiletten nsw. übermittelt: doch wird es Sache der Anstalt sein, die Mädchen bei allen Ansgaben znr Sparsamkeit und Bescheidenheit anzuleiten. Die Wäsche wird iu der Anstalt selbst gewaschen, und zwar die Leibwäsche gegen eine angemessene Entschädigung, die Tisch- nnd Nettwäsche nnentgeltlich. Jeder ordentliche Zögling hat einen entsprechenden Vorrat von gemarkter Wäsche und sonstigen anch gemarkten Gebranchsgegenständen mitznbringen, die ans dem Prospekte ersichtlich sind. Die Eltern werden allmo'natlich vom Fortgange, vom Benehmen nnd vom Gesnndheitsznstande der Zöglinge in Kenntnis gefem. — (Trauung.) Man schreibt uns ans Gott-scheei Am 3. d. M. fand in der hiesigen Pfarrkirche die Trauuug des Herrn Dr. Ferd. s'erne. Advokaten in Capodiftria, mit Fränlein Melanie I 0 n k e, Tochter des hiesigen k. k. Gerichts Oberoffizials ,<5errn Aiiton Ionke statt. Als Tranzeugen fungierten der Vrnder des Bräutigams Herr Mnr sVrne, k. k. Ve° zirksrichrer in Veglia, nnd der Bruder der Braut. Herr Ferdinand Ionke, k. n. k. Oberleutnant des Infanterieregiments Nr. K'». - (Orts schu I ratsw a h l iu Gottscbee.) In der Sitznng vom !'.. d. M. der beiden Gemeindevertretungen Goltschee uud Seele, die einen gemeinsamen Schulsprengel bilden, fand die Wahl eines neueu Ortsfchnlrates statt. Es wurden als Mitglieder die Herren Alois L 0 y , Florian T 0 m i t s ch , Robert V ranne, sämtlich in Gottschee, zn Ersatzmäninrn die Herren Josef Ionke aus Seele und Alois Melz aus Zwischlern mit je 21 Stimmen gewählt. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern nachmittags verzeichneten die mechanisch registrierenden Instrnmente ein mittelstarkes Nahbeben ans einer Entfernung von 45l) Kilometern. Beginn um 4 Uhr 22 Minnten 40 Sekunden. Hnuptansschlag 4 Uhr 21 Minnten 11 Seknnden mit (>-."> Milli-»ietern, Ende gegen halb 5 Uhr. Vorgestern verzeichneten die photographifch registrierenden Horizontalpendel ein Fernbeben, dessen Hauptbeweguug gegen l^l Uhr N Minuteu nwrgens eiiifetzte, nin !^ Uhr 15 Miiiuteii das Marimnm von 8 Millimetern erreichte nnd gegen 9 Uhr erlosch. 15. (Die Eröffnnng der Alpen Hütte anf dem Iavornik bei Schwarzenberg ob I dria.) Die feierliche Eröffimng der Alpen-Hütte, welche die Filiale des Slovenifchen Alpen-Vereines für den Gerichtsbezirk Idria anf dem Berge Iavornik bei Schwarzenberg (1242 Meter) errichtet hatte, ging am 4. d. M. bei schönstem Wetter und nnter zahlreicher Veteilignng vor sich. Gegen zehn lllir vormittags versammelte sich vor der Hütte, die in reichem Fahnen- nnd Neisigschmuck prangte, nnd vor der sich zwei schlanke Maienbämne erhoben, eine lustige Schar von einheimischen und fremden Tonriste,l «Tolmein, Kirchheim, Lees bei Nadmannsdorf). Einige hatten schon a>n Vorabende den Iavornik bestiegen nnd in der neuen Alpenhütte übernachtet, andere erschienen in der Früh. Die kirchliche, Einweihung vollzog Herr Josef Pravhar. Pfcvrr-looperator aus Schwarzenberg. Der Obmann der Filiale des Slovenischen Alpenvereines in Idria, Herr Vaclav H e l m i ch , k. k. Postmeister in Idria, begrüßte die Teilnehmer aufs herzlichste, erklärte die Hütte fiir eröffnet und gab ihr den Namen ..Pirna Laibacher Zeitung Nr. 179. 1671 /.August 1907. tova kliüa" nach Prof. Mar Pirnat, der dic Filiol^ des Vlovenischon Alpclivoreines in Idria M5 Lrdc'n gcrufm. 5lräftiA' Pöllcrschiisse v^rl'i'mdown dae Er-eicinis in lix'itc F<'rno. - Hl.'r>r ^lucinstin .^abcc, k. t. Werrsdoltischnll^In'^r in v,dria, aab als Sekretär der Idricmer Filiale d^ Slovcnischen Alpenveroinoö in kurzen llnilrisseii die Entstehun^ogeschichte drr neuen Hiitte. Teineil Ansfiibrniuion entnotnnen »oir fulciendroi Vor inehreren Jahren reM' Herr Johann Pipan, der damalig Oberlehrer in Schwarzenderg bei Idl-ia, den Gedanken an, auf dein beliebten Äno-flugoberge Iavornik entlveder einen Anc>sichtotnrni oder eine Alpenhntte zu errichten. Man sainmette schml zu dieseni Zloeäe freiwillige Beiträge. Mit iX'r Zeit jedoch erlosch das Interesse für diese Angelegen-hcit. AIs man aber im Jahre 1!M4 in Idria dw Filiale de^ Slovenischen Alpenvereme5 begründete,, faßte nmn sofort oen Voschluß, anf dein Iavornit eine entsprechende Alpeichntte aufzustellen. Mau ging begeistert an die Arbeit, veranstaltete am (i. Fobrnar W<>4 zugunsten des Fonds für die geplante Hütte ein groneo Alpenm't in Idria. da^ noch allen Teil-nemnern iii der besten Erinnerung steht und welcheo voi>i schönsten materiellen Erfolge gekrönt wnrde, Verschiedoncr Hindernisse wegen konnte man erst im Jahre 1M5 mit dein Va.ue beginnen. — Herr Professor Mar P i r n a t betonte in seiner Ansprache, das; man durch keiue andere Jache ok> Hmnat^liebe niehr entfachen könne alo dnrch die Pflege der Touristik: der Tourist., der sein Vaterland t'reuz nud quer durchreist und dessen Naturreize genau kennen lernt, wird nicht gleichgültig gegen seine heimatliche Ccholle, bleiben, sondern sie lieben und schätzen lernen. Von diesem Gesichtspunkte a.us ist für die Touristik besonders unter unserer Schuljugend, aber auch unter Erwachsenen das nötige Interesse zu weckeu. Dieser Umstand war anch bei der Gründuug der Idrianer Filiale deo Slovenischen Alpeuve-reiues sowie bei dein Beschlusse maszgeHeud, auf dem beliebten Aussichto-berge Iavornik eine Hütte zu erbauen. Was die Aussicht anbelangt, können sich im Verhältnis mit der geringen Höhe bei uus nur lvenige Verges mit dein Javoruik messen, von dessen Gipfel mau vollkommen die das Land Kram umgreuzendeu Gebirge ülwr-schaut und nebstbei einen interessanten Auoblick auf das Aoriatiscke Meer hat. Prof. Pirua»t fchlosz niit dein Wunsche, daß die neue Hütte eine ersehnte Zu-fluchtstätw für alle diejenigen fein inöge, die deu Berg Iavornik besteigen, inn von seinem Gipfel auo die herrliche Aussicht zu genießen. Herr Peter Vrolih, Jurist aii5 ,^irchlieim im 5lnstenlande, überbrachte die Grüße der dortige» Filiale deo Slo-venischeu Alpenvereines nud inuuterte die Auweseu-deu zur Teilimhme bei der Eröffnung der Alpenhütte auf dein PoreZeu an. die am 11. d. M. stattfindet. — Sodann trng ein :><^ Iioc zusanuueu-gctreteuer Mänuerchor eiuige uiit Vcgeisternug auf-genomnieue Gesangsnnniinerit vor. Man bestieg den Gipfel des Javoruik, bewnuderte die schöne An<' ficht, nahm iu der Hütte einen kleinen Inibiß ein nud schlug den Weg nach Schwarzenberg ein, wo iu deu Gasthäusern I. Lampe uud Tominik Rudolf da5 Mittagsessen stattfand. — Die neueröffnete Hütte ist am füdlichen AbHange de^ Javornik, etiva zehn Minuten von dessen Scheitel entfernt, aufgestellt. Sie umfaßt eine Küche, eine geräumige ebenerdige Stube und einen Tachranm,, der neben der Stube als Schlafstätte verwendet werden kauu. Aus der Hütte, iu der gegen füufzig Touristen übernachten können, genießt man die schönste Auosicht auf da5 Adriaiische Meer, In der nächsten Nähe der Hütte steht das Hauö des Bauers Medved, das eiues der höchst-gelegellen in Krain sein dürfte. Besonders günstig für die Hütte ist der Umstand, daß eine Viertelstunde Havon sich am nördlichen AbHange des Javoruik eiue Quelle mit vorzüglichem Nasser befindet. — (V erri n sw es e n.) Das k. 5. Landes-Präsidium für Kmin hat die Umbildnng des Vereines ,,1>1<»vn<1n<» <1!',lktv<> V li" uun /l>I"V!><1n<> lll'ü^tvo t>><»I<<»I V Kliiil^n / xcn^Iiiin <)!>" mit deni Sitze in ,Hrainburg, nach Inhalt der vor-ack'gteu Statuten, ini Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenlituis genommen. ^e. - (Ei n G a st lv i r t e kong r e ßinLai b ach.) Die vorjährige Geueralvel-fanimlnug der Gastwirte geilosseuschaft in Laibach hat beschlosseu, iu absehbarer Zeit einen Gastwirtekongreß in Laibach zn veranstal-ten, zu welchem auch Gastwirtegeuosseuschafteu nud Staudeskolwgen ans benachbarteu Ländern einzu-laoeu wären. Infolge diesen Beschlusses begann nun de>r Ausschuß mit den nötigen Vorarbeiten, Der Kongreß soll mu Ili. und l7. September I. I. statt finden. Es wurde bereits eiu erweiterter Ansfchuß nebst verschiedeueu Komit^o geU'ählt. Demnächst ergehen an sämtliche Genossenschaften Krains Zirkn-lalre mit dem Erfucheu, ihre Wüusche und Beschwerden ebetnnlichst dem Ansschnsse zu ü'berweiseli, damit dieser das Programm dem entsprechend zusammenstellen nud alle vorgebrachten Angelegenheiten zur Verhandlung gelangen lassen könue. (Schadenfeuer.) Gestern nachmittags brach iu Ruduik beim Roteu Kreuz ein Feuer ans, wodurch das Haus sowie das Wirtschaftsgebäude des >>erru Plankar eingeäschert wnrde. - (Im städtifcheu Tch l a ch t h a u s e) wurden in der Zeit von, 21. bis eiuschließlich 28. Juli 5,^ Ochsen, l; Kühe, Ili Stiere nnd 1 Pferd, weiters 97 Schweine, 171 Kälber, 70 Hammel uud Böcke sowie 8 Kitze geschlachtet. Überdies wurden iu ge-schlachtetem Zustande 1 Kuh, 10 Schweine, 0 ballier und 3 Kitze nebst 500 Kilogramm Fleisch eingeführt. Theater, Kunst und Literatur. — („Zvonl'ek.") Dc>5 8. Heft diefer illn-strierten Ingendzeitschrift enthält Gedichte vou E, G a u g l fowie erzählende niid belehrende Bei-träge von Andreas Nap5, Silvester it., Lndwig >< ijanec, Augnstin ^ abec, Ivo Troi^ t ulid ^udivig Poto5nit, weiters in der Spielecke ein zweistimmig vertontes Lied von F. .t. Schneid e r, Rätsel ?c. Telegramme lies l. l. MMhen-VmesMbenz'Vnmus. Die Vorgänge in Marokko. T a u g e r, li. Aiigiist. Der heute hier eiugetrof-feue Dampfer „Auatolie", der gesteril abends Casa-blauea verlassen hat, berichtet, daß es ih,n infolge der wnchseuden Feindseligkeit der Stiinnrullg uunwg-lich war, ans Land zu setzen. Der Konsul gab daher deu Kreuzeru „Galilee" uud „Gueydon" deu Auf trag, die Zugäuge zum ^lousulat zu sänberu, worauf das Bombardement begann, das einen vollständigen Erfolg hatte. Die gelandeten Truppeu der beiden Krenzer halteil die Stadt besetzt. Paris, s». August. Im Mariueministerinm sowie im Ministerinn! des Äußern erklärt man, noch keine offizielle Keuntnis von der Laudung von Truppen iil Easaülaum sowie vom Bombardemeut des marokkanischem Viertels ill der Bannmeile von Casablanca durch oen Krenzer „Galilee" zu habeu. Man wisse hierüber bloß das, was Privattelegranüne berichten. N o iii, <>. August. Die „Agenzia Stefani" ver^ öffentlicht eine Depesche aus Tanger, die die bereits bekannten Details, betreffend das Bombardement von Casablauca bestätigt und hinznfügt, daß das französische Kriegsschiff „Galilee" das Bombardemeut, das bloß materiellen Schaden verursachte, er-öffnete, damit sich unter dem Schutze desselben das gestern gelandete Truppeudetachemeut anf das Konsulat begeben könute. Sodauu wurde das Bonibarde-ment auf die Umgebung der Stadt gerichtet, nin die iii derselben befindlichen Stämme zn verhindern, nach (5asablanca zn gelangen. Gleichzeitig wurden noch H><> Maun des französischen und des spanische!, Kriegsschiffes ans Land gesetzt. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 27. Juli bis 3. August 1807. Es herrscht: die Notzlrantheit im Vczirke Adelsbcrg iu der Gemeiude Zoll (1 Geh.); im Aezirke Kramburg in deu Gemeinden Eisuern (2 Geh.), Straziste (1 Gch.); der Rotlauf der Schweine im Bezirke Gurkfeld iu der Gemeiude Catez (l Geh.); im Bezirke Krainburg in den Gemeiudeu Flöduig (l Geh.), Mautschitsch (1 Geh.), Zirtlach (1 Geh.); im Vezirlc Laibach Umgcbuug in den Gemein« den Billichgraz (1 Geh.), Mariafeld (1 Geh.), Oberlaibach (3 Geh.), im Bezirke Littai iu der Gemeinde Littai (1 Geh.), St. Veit <1 Geh.); im Vezirle'Nudolsswert iu den Gemeinden Hönigstein (3 Geh,), Seisenberc; 1 Geh.!; im Bezirke Stem in der Gemeinde Woditz (2 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Niederdorf (1 Geh,); imBezirke Gottschee in den Gemeiudeu Ältlag (l Geh.), Ossiuuih ('j Geh.); im Bezirke Gurkfeld in deu Gemeiudeu St. Varthelmä (1 Geh.), Gurkfeld (1 Geh.), Landstraß (l Geh.); im Bezirke Luitsch iu der Gemeinde Alteumarlt (4 Geh.); im Aezirke Rudolfswert iu der Gemeiude Preiua <1 Geh.); im Bezirke Tscherucmbl iu deu Gc» nieindcu Scmitsch (4 Geh.), Suchor (2 Geh.), Meinberss (1 Geh.), Meinitz (1 Geh,), Erloschen ist: der Rotlauf der Schweine im Bezirke Gottschee in der Gemeinde Rcifuih (I Geh.); im Bezirke ztrainburg in de» GemeindenFlüdnig (1 Geh.), St. Georgen (1 Geh,); im Bezirke Laibach Ilmgebuug i» deu Gemciuden Vrunudorf (2 Geh.), Zwischmwassern (2 Geh.); im Bezirke Littai in der Gemeinde Draga ^1 Geh.); im Bezirke Rudolsswert in der Gemeinde Tressen (4 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Rudolfswert iu den Gemeinden Hömgstcin (1 Geh.), St. Michacl.Swpic (1 Geh.). lM. k. Aandoüregierung für ^rain. Laibach, am 3. August 1907. Verstorbene. A m 3. A u ss u st. Iohauu Iatlic, l. u. t. Korporal, 24 I., Sallocher Straße 29, '1'^pliu8 addomin. Am 5. August. Augustiu Jak, Privatier, 88 I., Römer, straße 23, Marasmus. — Auua Perse, Bedienerin, 40 I., Nadetzkystraße 11, Dementia. Im Iivilspitale: Am 3. August. Maria Gostii, Inwohnerin, 66 I.. Pneumouie. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 in. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. Z M ZK I^« ^ 2U. N. ?i,b-0 31-7^SW. mäsjig Heiter ^ 9U. Ab. 7359 24.2 NO. schwach 7j 7U. F. !?36-5> 19>8! . j . j 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 24 8", Nor» male 19-5°. Wettervoraussage für den 7. August für Steie» mark und Kärnten: Meist heiter, schwache Winde, Temperatur wenig verändert. Gewitterneigung; für Kraiu und das Msteulaud: Meist heiter, schwache Winde, warm, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. ^bschiedsgruss ! Jollen freunden und gekannten, von denen ich mich bei meiner /[breite persönlich nicht verabschieden Ronnie, rufe ich hiemit ein herrliches JLebewohl und auf Wiedersehen! Laibach am 4. f^ugust 1907. (3156) frank Saks^r. Hotel Ilirija Morgen Donnerstag den 8. Angnst 1907 Mitglieder- Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Anfang um 8 Uhr abends. Eintrittsgebühr für Mitglieder frei, für Nioht-mitglieder 40 Heller. Um zahlreichen Besuch bittot hochachtungsvoll (3155) 2-1 Fritx Nova1*, Hotelier. WSSSSSmSmmmmmmSSSSSSm (2368)30-16 ^1 Za obilo dokaze tolažilnega aoèutja ob smrti, ^M ^m kakor tudi za ogromno udelczbo pri pogrebu ^M ^H nopo/abnega blagopokojuika, gospoda ^| I Josipa Verderberja ¦ ^H izrokamo vsom soroduikom, prijateljom in znau- ^M ^m cem, vzlasti pa vsom darovalcom mnogobrojnih ^1 ^M krasnih voucev, obèinama Blöd iu Ribno, ^B H domaèomu gasilskeinu društvu, gg. pev- ¦ H cem pod vodstvoni g. župana Kusa za gin- ¦ H Ijivo petjo pred hišo, v cerkvi in ob grobu, ¦ H radovljiški posojilnici i. t. d. prisrèno ^^ ^H zahvalo. ^| H Na Bledn, due 6. avgusta 1907. H ¦ (315B) Žalujoèi ostali. B Laibachrr Zeitung Nr. 179. 1672 7. August 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^safeg^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Franz-JToser- **^$$ffi^^" Ö» * *• » s » e> 1»J *-. »• Alc*ienlvn.iJi*»l HL 120,000.000- *r^p*?<1' Reservefond K. 63,000.000- (1718) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen and Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung: von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 6. Augnst 1W7. Die nc>!ieiten Kurse verstehen stch ln Kronenwährung. Die Notierung sämtlicher «lltien und der „Diversen L«se" v«rsttht sich per Stücl. Geld 'Ware Allgemeine Staatsschuld. ltinheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Krone» (Mai-Nov.) per Kasse. , Lksc 9« 8» delto (Iän.-Iuli) per K«sse 96 bi 9670 4 2°«e. W.Noten Febr,Äu«,) per Kasse......88 - 8»-2c 4 2"/,, ö. W. Silber (April-Olt.) per Kasse....., 98 - 88-2« i8S0er>Staat«lose 50» fl. 4°/„il« ^ 148 ^. i860 er ,, icw fl. 4"/„200--202- 1884er ,, 100 fl. . , 24Vb0 249 t»> l»»4 er „ 50 sl. . . ü45 5, ü4S l>(> Tom, Pfandbr, ^ 120 fl, b°/„ 89075 291-7i Vtuatsschnld d. i. «eichs. rate vertretenen König, reiche nnd Länder. tsterr. Golbrenle, stfr.. Gold per Kasse ... 4"/„li5- »15 2° rftlrr. Rente in Kionenw. stfr., lr. per Kasse. . . 4°/„ «6L«. l>6 8l! oelto per Ultimo . , 4«/« 9« 6< 86^0 Öft, Investitions.-Rente, stfr,, Kl. per Kasse . 3'/,°/« 86 55 8c-?i Gi»»b»l,n.zt°»l«l<»»ld. onlchr,it»nge». Hli sobethbahn in G., ftcuerfrei, zu 10,000 sl. . . . 4°/l, —-- —--Franz Ioses-Vahn in Silber (div. St.) . . . b>/<"/<, »159! 120-95 Val. Kar! Ludwig-Vahn (blv. Stulle) Kronen . . 4°/° 9« !il» 87 3l> sludulfbahn in Kronenwährung, struerfr, (diu. Ot.) . 4°/<, 8« 4l, 9740 Norarlbciger Vahn, steurrfiel, 4«V Kronen . . . 4«/<, 85-- 8« — z» »l»«l«lchnll»»lschltb»h»'Aknn> tlisabeth-N. 200 fl. KM, 5^°/^ von 400 Kronen . . , . 468'—46»--dett« Linz-Äudweis 200 fl. ö. W. E. 5 '/<"/» .... »24-- 4^6--betto Salzburg Tirol L!- Geld Ware Wo» zlaalt zu» Zahlung 2b«. no«»tn» ^tlenbahn >V^olilLl»' ßl>lN,n»n. Vöhm. Wcstbatm, Eni. l89n, 40« Kronen 4«/„. . . , 87-!t> «h-05 Llisabethbahn l,oo und »0N0 M. 4 ab la"/»......114 — llb-- Elisabethbahn 400 und Ll>00 M. 4°/n........N4 ?f lib 7ö Franj Josef-Vahn 97-öl Valizischc Karl Ludwig-Bahn Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/» ung. Golbrcntc per Kasse , 110 1b 11L 2b 4°/<, detto per Ultimo ii«-2< l10 4> 4",^ ung. Rente in Krone». währ. stliei per Kasse . . 82 0», 82 2tz 4°/<, detto per Ultimo »2 «k, K2 25 »'/,»/„ detlo per Kass!> . «1 ?< 81«<. Un«. Prämien-Anl. k 100 fl. . l««-l>» 158 50 dctlo k 50 fl. . 186 äc ^ Thrih-Reg-Lose 4°/» . . , , i3«-ü> «40ü< 4°/, ungar, Grnnbrntl.-Oblig 81 «o 8L6c 4°/« troat. u. slav. Vrundentl.. Oblig........96— — - Undere öffentliche Nnlehen. Voin. Landel.Unl. (d!v.) 4°/« 9l 3i> 95'öl, Voln.-Herceg, Eisenb.-lianbcs' «lnlehen (div.) 4>/,°/° . 9? ö< 98 S« 5°/„ Donau-Neg.-Vnleihe 1878 103 - l04 - Wiener Verlrhrs-Anleihe 4°/« 8»'8ü sl>7b bttto 1800 4°/« 85'8l> 8« 80 Nnlehen der Stadt Wien . . 101 1< M2 1> detto <0 «,' betto (1884) .... 9ü-2,° 8625 dttlll (189«^ .... 8i> 8! 86 8!' detto (1W0) , . . . 9« 1!' 87-l') detto Inv.-«.) 1908 8? »^ 88->>b Bersebau^Nnleben berlosb. b°/« N«l 7b ü? ?l> Bulg. Ltaat«tistnb.-byp.»A»l. 1888 «old .... e°/° 119 - 120 - Nulg. Ttlllltlj.Hypothelai Anl. 189»......6°/. l«1 7l, ,. Galizicn und Lobom. 5?>/, I. ruilz. 4°/„ 95-- 96-- Mähr, Hnpothclenb. verl, 4°/^ 95'4!> »«-4b N..österr,Lande«.Hyp..«nst.4°/l> 8e-4»> 974« bctto inll. 2n/«Pr. verl.3'///n 8« i>0 8U-50 betto K.'Schulbfch. verl. »',°/l, ««'25 k>9-l5 delto verl. 4°/^, se-»0 8? 30 Osterr..u!!gar. «an! 50 jühr. veil. 4°/° 0. W..... 97'Lt' 88 Z.', detto 4°/, Kr..... 95 90 98-8« Spllll. 1. öst., «OI. verl, 4°/<, 8»«b 100 05 Gisenbahn-PrioritLts-Obligatisnen. Ferdi«üNd».Nordbahn Em. 188S —-— —-- betto Em, 1804 — — —-— Öslerr. Nurdwestb. il)0 fl, K, , 102 8<> 10380 Ewatibahn 5«o Fr..... 39o- Ä85- Lüdbahn k 2°/u Jänner »Juli 500 Fr. ». 8°/« Vodenlredlt.Lose «m. 1880 258- 264- detlo lim. 1889 LK6-— 272 -b°/l, Donau.Regulierunge» Lose 100 sl. ö. W..... >»48 50 254-50 Verb. Pram..«nl. v.100Fr.L°/» 2<- lU» - zl»u>»»zw»ttchl Do>l. «ubllp..Vasllila (Dombau) bfl. 204^ 22 4b Kreditlose 100 fl...... 420'— 42»- (ilary.Losc 4« fl. K. Vl. . . 141b' 14750 Osener Lose 4ft sl..... 2»b- 21 l- Palffy.Uose 40 fl. «. M. . . I7ü°0 181-50 »ioten Kreuz, üst. Ves. ».. 10 fl. 441»^ 4S-1N Ruien Kreuz, ung. Ges. «., bfl. 26 ib 2«üb Rudolf.^osr 1« fl...... «»-- ?»- Ealm.liole 40 ll. K. M. . 19S-— ««5 - Geld Ware lürl. T..V..»nl. Prüm..Oblig. 400 Fr. per Kasse , . . 13890 184 9« detto per Vi. . , , I«8a0 I84-b<> Wiener Komm..Lose v. I. 1874 442- 448--Ve«..Ech.b. 3°/«Präm..Vchuldv. d.Vobtnll..Anst. «tin. 1888 67— ?i — Altien. GlllNlplllt.zlnttMthmnngn». «ussig.Iepl. Visenb. 500 fl. . 5370-— 238!»-- Äöbm. Norbbahn 150 fl. . . 340-— »44-- Vuschtiehraber Eisb.500 fl. KM. ^850'— 28»5 — dctt« (lil. ü.) 2U0 sl. per Ult. lub8 — 1U62 -Dona» . Dampffchlssahrts« Gef., 1., l. l. priv.. 500 fl. KM. 9><«— 990 - Dul.Vobtnbacher ltisb. 40« Kr. 557°— 561- ^erd Eisenbahn» Gesellschaft, 200 fl. L. . 559-- 5«i-- Uloyd.öslerr.,Trieft.,5U0fl.K«l. 488— 442- Österr. Norbwestbllhn 200 fl. S. 4-«?-- 429-d»' dctto(lit. U.)2U0fl. S. p. Ult, 421 50 «2-50 Lrag.Duxerltisenb, IWfl.abgst. 21ü-5>' 218- 2taat?e8 50 Vantuercin, Wiener, p« Kasse — — — — dctto per Ultimo . . . 538— i>»4 — Vlldenlr,.Anst. österr.,20vfl.S, E..... »8s-— 88«-- Ländcrbanl, ÜNcri., 200 fl. per Kasse....... -'- —-- detto per Ultimo . . . . 42« 5« 42» b0 „Mertur", Wechselst.. «Me». «tltllfchaft. 200 fl. . . . «04-— «06-— «Seid W«vi> Öfterr.'Ung. «anl 1400 lkruncn «804- - 1814 — Unionbanl »0« fl..... 5»? 75 bs»?» «erlehrsbanl, allg., 140 fl, 8^2 - 33», ^. Hndnftrit'ssnitwehmunge». Bauges., aNg. ofte«., 10a fl. . ««1-— i»5 — Brüxer Kohlenberg!,,-Ges.iüOfl. 731— 73«-— Visenbahnw.'Leihg., erste, 10« fl. 262 — 204- — ,,Elbemühl", Papiers, u. V..G. I90-— I81b0 «leltr.Gcf., llllg.«fterr..2o«fl. 488- 484-- detto internal.,800fl, 5«5— 588 — Hirtenbciger Patr... Zündh. u, Met,.ssabril 400 «r. . . loss-- >0«6 — Liesinger Brauerei 100 fl. . . 2«5 . »70 — Mllntan.Gescllsch,, öfteri..alpine 5l«h — 590 — „Poldi.Hütte". Tiegelguhstahl» ss..«..G. »00 fl. . . , 442 - 446-Präger Visen. Ind.. «es. «km. 1905, 200 fl...... 2b!,9 —»609 — Nima'Murany 'Talgo-Tarjaner Eisenw. 100 fl..... f>«7 75 588 ?H Lala.0'Tarj. Steinkohlen luo fl 574^ 573 — ,,VchlöglmiihI". Papier»., 20»fi 34»^ zh, -„Lchodnica". «..«. s. Petrol.. Ind,. 500 Kr..... d^l — z,5 — „Steyrermühl", Paplerfabril und«..«...... 445- 448- Trifailer Kohlenw.'«. 70 fl. . 25ä— 25? -Türl. Tabalregie.Ves. »00 Fr. per Kasse . —— -------- dett« per Ultimo 424— 425- — Waffenf.'Ges., «sterr., in Wien. 100 fl........ 4«0— 470- Waggon.Lethanftalt, allgem,, ln Pest, 400 Kr..... —-— - - Wr, Vaugesellschast 100 fl. . . 150- it2- - Wienerberger Zira.elf..«rt..GeI. 72»1— 724— Devisen. >»l,, zlchlen «nd Scheck,. Amsterdam....... 199 60 i»3 Kb Deutsch« Plätze...... II? 45 li? bb London........ »4l>-45 Ä4N-7b Italienische Vanlplähc . . . 8.',-«0 »z-75 Pari«......... 35 t»?' «5?» gürich und Vasel..... «55?' 8570 Valuten. Dukaten . ..... iiüb 11 33 20-Franlen-Stücte..... i»-i2 »8 l4 2o.Mail Stücke...... »5-4» ü»l,6 Vcutsche «eich«bantnllten . . l,? 4«' 11? 6^» Italienische Äantnoten . . . 9b 70 !evlmeii und Valuten. ______U(MC>. Privat - Depots (Safe - Deposits) TTaatax • 2.g:• n.• 330. T7"er¦ cii. 1-o.• a A.mx Faxtal. VerzlniRi vti BinlilaoH Im Xanti-Itrreit ni iif lln Kuti.