EINZELPREIS: wochentAgs 10 Rpt Samstag-Sonntag 15 Rpl ülionittratr gntung Amtliches Organ des Vcrhg lind Schrlftleitunc: Marburg a. d. Drau, Badgassc Nr. 6, rcrinut; 25-67, 25-68. 25-69. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) Ist die Schriftleitung nur auf Fcrnrut Nr. 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgcsandt. — Bei Anfragen Rückporto beilegen. — Postacheckkonto Wien Nr. M.608. Steirischen Heimatbundes i-rschcint wöchcntücli sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der boiin- u. rdcrtage). 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August abgeschlossenen Kämpfen um Reval wurden 11.432 Mann gefangengenommen sowie 293 Geschütze, Ol Panzerkampfwagen, zwei Panzerzüge und zahlreiches Kriegsmaterial erbeutet. Im Fmnischen Meerbusen setzten deutsche Seestreitkräfte die Minenoperationeii fort, über 60 brennende feindliche Schiffe wurden im Gebiet unserer Minnensperren gesichtet. Im Atlantik versenkte ein Unterseeboot aus einem stark gesicherten Geleltzug in hartnäckigen, wiederholten Angriffen vier feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14.000 brt. Auf der britischen Insel t)omoardierten In der vergangenen Nacht stärkere Kampffliegerverbände den Einfuhrhafen Hu II. Bomt>entreffer richteten schwere Zerstörungen in Dockanlagen, Versorguflgs-betrietien und Lagerhäusern der Stadt an und verursachten mehrere Großbrände. Andere Kampfflugzeuge t>ombardierten weitere Hafenanlagen an der englischen Ostküste sowie Plugplätze in der Grafschaft Lincolnshire. Sie schössen zwei lk>mt>er über England ab. In Nordafrika richteten sich wirksame Angriffe deutscher Kampfflugzeuge In den gestrigen Abendstunden gegen militärische Anlagen der britischen Flottenstützpunkte Alexandria und Port Said. Britische Flugzeuge flogen In der letzten Nacht nach Westdeutschland ein. In Wohnvierteln, u. a. in Köln, entstanden durch Bombenwurf Gebäudeschäden. Angriffsversuche einzelner feindlicher Flugzeuge in Nord- und Nordostdeu-tschland blieben wirkungslos. Nachtjägcr und Flakartillerie schos.sen sieben v-itilische Bomber ab. flberaus schwere Mutige Verluste der Bolschewislen B e r 11.1, 1. Sepiciiibcr. In den Kämpfen um Reval hat>en die Bolschewisten überaus schwere blutige Verluste erlitten. Die Verbände des X. dienen starken Regen, der mitunter w<»lkcnbruchartiKO Formen annahm, Sehr erschwert. Obwohl die wenigen vorhandenen Wege und das (ielände in-foli^e des Regens fast unpassierbar war, meisterten die deut^chwu Truppen alle Schwierigkeiten und führten die Kämpfe zu einem erfolgreichen Ende. Die deulsche Luliwalle im Raum von Pelersburp Berlin, I. Septeinher Zur Unterstützung des Heeres unternahmen Verbände der deutschen Luftwaffe gestern wirkungsvolle Angriffe au! den Raum um Petersburg. Die Sowjets wlltten dabei erhebliche Verluste an SoL daten und Kriegsgerät. Außerdem wurden in diesem Gebiet 18 Sowjetpanzer und 150 Lastkraftwagen unbrauchbar gemacht. Eine Flakartillerie der Bolschewisten, die die Anflüge der deutschen Flug, zcuge zu stören versuchte, wurde durch Volltreffer außer Gefecht gesetzt. 5clt« an nindcutis: sind die Koninieiitarc. die in allen Teilen Kuropas vun den Völkern zum historisclien Zusanimeiitrcffeii der h""ülirer der Aclisenninclite jrcschrie-ben werden. Eindcntiv: ist die Erkenntnis. daß es sich bei den Erklärumr^n im Osten nicht inn oiri Produkt handelt, iilinhch dem des Ozcan-.Manifestes Cluirchills nnd Rooseveits, sondern daß Taten für die (jcKCnwart unu die Zn-knnft be^vprochen nnd besclilossen worden sind. Hervor.ijiehohcn wird überall die absolute SlcnesKCwißlicit, der Wille zum Aushau der an^ebalmten NeiiordannK in Europa nnd die Schaffunyr der Voraussetzungen dafür: die Veniiclitum; jener Clcgner, die Europa in der Ver-KaiiKenheit immer wieder m Kriege und in das Unglück gestürzt haben. Dem /weiten Versailles, das l.ondon als j-eine Neuordnuiii; Europas proklamiert, hat der i'üiirer sein aufbauendes i^royiranim dieses Kiüiitineiites ucKcnübemesteüt. Von allen Blättern wird betont, daß die (iCKiier des deutschen und des italienischen Volkes ledislich ein J'ro-jrranun der Zer.störun;; aufzustc'iien vermögen, während der I'nhrer und Huce seit Beginn ihrer Revolutionen inin<ür ihren Blick auf eine neue Ordmin,.: ;^c-richtet haben. Die tirkläruiiKcn auf den Schlachtfeldern des Ostens sind eni neuer dnrchschlaj;ender Beweis für 'iie" unversöhnliche (icKensätzliclikcil der beiden Lajicr. Die Völker Europas haben sich, so schreiben l^lätter in allen Teilen Europas, für die konstruktive Politik der Acliscinniichte bereits entschieden. Ein deutscli-finnisclies Dementi Klare Absage an die Gerüchtemacher in Washington und Stockholm Helsinki, 1. September. Das I innische Nachrichtenbüro Ist ermächtigt zu erklären, daß die In elni-. ^ ♦ Ken ausländischen Zeltungen und Rund- sowjetischen Armeeko^s, die 22. nio.. verbreiteten Gerüchte, Schutzen-D Vision und R^^^te der 16. Finnland angeblich wegen un- ^^hutzen-DlVl8lon sowie zahlreiche Ma- yufriedenj.tciicudcr Ergchnissc seines rineemheiten und den regulären Truppen zugeteilte Arbelterformatlonen wurden völlig vernichtet. Griolgreiche Kümple südlich des llmen-^ees Berlin, 1. September. Im Kampfabschnitt südlich des Urnen* Sees vernichtete gesten eine deutsche Division 'n umfassendem AngrHf starke sowjetische Kräfte. Die Sowjets hatten III diesen Kämpfen sehr schwere Verluste. Ob"r IftOO (iefangene wurden eincebrncht. Im Verlaufe der weltereu Kämpfe setzten d'c IJ(»!scheAvisten schwere und schwerste Panrcrkampfwagen ein. Fünf sowietlH'hc Panz'-kaitinfwPi^en darunter ein 3'-Toiinen-r'""7.er. wurden ver- Verteldi^ungskrieKes Verhandlungen In Hefsinki und Stockholm mit dem Ziel eingeleUet hätte, ein fremdes Staatsoberhaupt für Friedensverhandlungen zwischen Finnland und der Sowjetunion zu bewegen, vollkommen falsch sei. Angesichts der srolien E>fi)l)io der inniischen Truppen hi Kardien -• es sei nur an die Elmiahme vtm Viipuri (Wil-Kirg) erinnert — war nichts alberner als das (lefasel gewisser l.eute in Newyork, l.ondon und Stockholm, die i'innen suciiten nach einer iWöKliclikeit. Ihren BefreinnKSkrieg baldlffst abzubrechen. Wie so oft, war auch bei der Verbreitung: dieser lächcrlichen (lerüchte durch die feindliche Agitation der Wunsch der Vater des (ledankens der Wunsch n:in)licli. den fltmischen "rei- n'ch'et. Die er»olpre' dic.scS | hdtskanMvf. in dem sich die Truppen Tages wurden durch den ununterbro- Ueneralfeldmarschall Mannerlieinis mit beispielloser Bravour und größtem Erfolg schlugen und schlagen, zu diffamieren und so nebenbei auch die deutsch-fitniische Waffenbrüderschaft anzuzweifeln. Die Verleihung des Kitterkreuzes zum Eisernen Kreuz an Generalfeldmar-schall Mannerheim beweist eindeutig, wie eng die deutschen und finnischen Truppen im Kamipf gegen den Bolsche-wisnnis zusammenarbeiten und welche i-iedeutung der Fuhrer der Tapferkeit und Zähigkeit der Finnen behnißt. Die Bemühungen der feindlichen Agitation, ob sie nun ihren Ursprung im Weißen Maus in Washincton oder in der Sowjetgesandtscluift der eleganten i'rau Kollontay in Stockholm haben, sind zu durchsichtig, als daß sie nicht nh ein übles Machwerk der sogenannten i")emokraten oder ihrer dunkelroten Iwlschewlstischen l'rennde sofort erkannt werden. l'Jas Pcmenti aus Helsinki. das an neutliciikeit nichts zu wünschen übrig läßt, ist die klare Antwort an die (lerüchtcmacher, die* glauben. von T'riedcn tu könmMi. v gleich sie (wie Herr Roosevelt) alles tun, um den Anschluß an den Krieg nicht zu verpassen. Alle Ncbemim.stände dieser Begegnung werden in ihren Einzelheiten als bezeichnende Details für den Ueist. der im Lager Europas herrscht, erwähnt. Wie der Führer und der Duce im Zelt mitten unter den Truppen 'Quartier nali-nien. mit den anwesenden Offizieren sprachen und sich über besondere Waf-fciitatcii unterrichten ließen: wie der ElGhenlaub zum Ritlerkreuz I'ülirerhaupteiuartler. 1. September. Der Führer und Oberste Befehshaber der Wehrmacht verlieh dem Generalleutnant Gruewell, Kommandeur einer Panzerdivision, in dankbarer Würdigung sei. nes heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes als 34. Offiziere der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der Führer übergab heute dem tapferen Kommandeur diese hohe Aus. Zeichnung persönlich. Tülirer und der Duce an die Feldküchen gingen, sich wie jeder einzelne Soldat ilir Essen holten: wie weiter die beiden iWänner im l'lugzeuce von Frontabschnitt zu Frontabschnitt flogen und die Koninumdeure Bericht erstatteten, in Italien machte der Besuch des Duce im Hauptiiuartier des Keichsmarschalls (iöriiig besonderen Eindruck, üöring überreichte dem Duce eine Sannnlung von Bildern, die von der Deutschlandreise des am 8. August bei l-'isa auf einem I'Jienstflug abgestürzten zweit-.'iltesten Sohn des Duce, Miegcrhaupt-inann I3run(> .Mussolini, aufgenommen wurden. Es wird geschildert, wie der ITihrcr und der Duce an zerstörten !>ülsclicwistischen Flugplätzen, an aus-«ebramiten I'lug/eugen und vernichteten Tanks und Ciescliutzen der Sowjets vorbeifuhren. All dies wird den übh-chen Konferenzen bei den Plutokraten gcgeiüibergestelit. die ausschließlich auf den kostbarsten 'l'eppichen, in den feudalsten Motels und an den sichersten Orten^ mit reichlichem Fluß von Sekt und Schnäpsen stattfinden. Der Führer imd der Duce auf dem Schlachtfelde unterm Zelt, mitten unter ihren Soldaten ... Zur selben Zeit, in der diese Berichte veröffentlicht werden. konnnen die Naclirichtcn von der Zeltsclilagung in anderen Kriegsgebieten. Im Iran sind die Engländer und ihre sowjetischen \erl)ündeten eingezogen, nach dem Berichte des Moskauer Rundfunkes von der Bevölkerung stürmisch begrüßt, in Wirklichkeit aber unter den Wirkungen des brutalsten britisch - holschewisti-seilen Terrors. Allehi in Teheran ha-ben durch Ik)mben 3000 Personen der Zivilbevölkerung ihr l eben lassen müssen. Aus allen Orten, die von den l3olsche-\yikv?ii bisher besetzt wurden, konnnen die schrecklichsten (Ireuelnachrichten, die an die schl^nnnste Zeit des CiPU-Terrors erinnern. Cberall wurden Personen niedergemet/elt. die Mäuser aus-^epIüMiiert und die Kultnrheiligtümer der Bevö'kerung entweilit. Wie ein einziger Schrei geht es durch die Welt Sefte 2 ^t'iMarburp:«r Zeitung« 2. Sepfember l(Vtl Numwer 217 des Islams, daß die Böli>chewiken die Moscheen zu Pferdeställen Remacht habCTi. Das sind die »Befreier der Völker«, das sind die Heuchler von der Konferenz am Ozean, die vorgeben, für die höchsten Güter der Menschheit kämpfen zu v^ollen. Das Gesicht dieser Mörder und Heuchler enthüllt sich von Tag zu Tag mehr. Es ist so. als wäre die ohnehin schon höchst morsche Moral der Kn};-länder plötzlich auf die abschüssiRe hlbene gekommen. Was soll man dazu saRCii, wenn heute die Londoner Presse die Frage stellt, warum es detm kcine^ Rumänen gebe, die nicht endlich den Staatsführcr Antonescu l>eseitifften? Dieselbe Presse, die deni Attentäter gegen Laval höchsten Beifall zollt, seine Tat als nachahmenswert preist, dieselbe I'resse, die zuerst vorgab, zum Schutze der heiligen Rechte nach dem Iran zu marschieren und heute offen verkündet, daß der Einmarsch lediglich den Zweck hatte, sich das öl und die strategische Straße nach Indien zu sichern. Hier zeigt sich der Welt unverhüllt eine Minderwertigkeit, die nicht mehr unterboten werden kann. England erbringt den Beweis, daß es auf den Weg über das politisciie und militärische Bündiiis mit den Sowjets auch die Ufitcrwelt-moral der GPU vollinhaltlich übernommen hat. Wetm Roosevelt von einer Trennung der Geister dieser Welt in gute und böse sprach, so ist diese Trennung bereits restlos vollzogen worden. Wo die Welt des Guten und die Welt des Bö->.en ist. das ist nicht mehr zweifelhaft. Und England selbst sorgt mit seinen Verbündeten dafür, daß die programma-ti.sche Erklärung auf den Schlachtfeldern des Ostens von allen Völkern Europas mit einem wahren Sturm der Begeisterung und mit festester Kampfentschlossenheit aufgenommen wird. Ganz Europa fühlt und weiß, daß es den Kampf führt für seine Zukunft, für den sicheren Frieden und daß dieser sein Kampf gekrönt wird vom Sieg. Für tapferen persönlichen Einsatz Hervorrajfende Truppenführer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet R c r 1 i n, 1. September. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehnnacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers dos Heeres General-feldniarschall von Brauchitsch das Rilter-kreuz des Eisernen Kreuzes an General der Artillerie Hansen, kommandierenden General eines Arnieckonps, ^^-Gruppen-führer und Generalleutnant der Waffen-^# Hausser, Kommandeur einer ff-Division, Generalmajor Hube, Kommandeur einer Panzerdivision, Oberst Hartniann, Artilleriekommandeur, Major Dr. Treck, Batail-lonskoinmandeur in einem Gebirpfsjäger-rcgiment und Oberfeldwebel Getschmann In einem Schützenre;:;iment. Parteigenosse Major Koib scliwer verwundet Berlin, 1. Septeniiber. Die »Nationalsozialistische Parteikorre spondenz« meldet: An tler Spitze seiner Truppe im Verbände einer Panzerdivision wurde (l»!r Abteilunj^skommandeur Major Richard Kojb, Universitätsprofessor in Jena, im Osten im Nahkampf schwer verwundet. Parteigennsse KoIb ist ein alter Mitkämpfer der Partei ans dem Jahre 1023 und marschierte am 0, November neben dem Führer in der ersten Reihe des Zuges zur Feldherrnhalle. Als verdienter Soldnt des Weitkrieges — er stand viere nhalb Jahre an der Westfront — hat er sich auch im jetzigen Kriege soldatisch hervorragend ausgezeichnet. Im Westfeldzng 1040 war er es, der als erster in die Stadt Slraß-burg eindrang und die Hakenkreuzfahne am Straßburger Münster hißte. Seit dem 22, Juni dieses Jahres kämpfte "er bis zu seiner Verwundung an der So-wjeUront. Bao eines grossen Observatoriums t)Ri Rom Das Geschenk des Führers Rom, 1. September. Der Führer hatte anläßlich seines Besuches im Palazzo Vcnezia in Rom am 4. Mai 1038 dem Duce ein Zeiß-Telc^kop mit der gesamten dazu gehciri^en Ausstattung eines Observatoriums zum Ge-schcnk gemacht. Dieses neue Observatorium wird zurzeit in der Nähe von Rom l^ebaut. Es wird mit feinsten Präzisionsinstrumenten ausgestattet und soll noch in diesem Jahre, wie die Nachrichtenagentur Stefan! meldet, fertiggestellt werden. Ubergang über den Dnjepr erzwungen ««Eigener Stosstrupp hat das Östufer erreicht!" — Stukas machten den Weg frei Mit Schlauchbooten und Fähren Uber den Fluts A m D n j e p r, 1. September. PK. Die Schlacht ist geschlagen, der große Dnjepr-Bogen ist vom Feind freigefegt. Einzelne versprengte Sowjetverbände, die ohne einheitliche Führung sich den deutschen Waffen noch widersetzten, sind der Vernichtung preisgegeben. Hinter dem Dniepr versuchen die Sowjet-Ver-bände, denen der Rückzug über den Fluss gelungen ist, sich zu setzen. Aber unsere Soldaten gönen ihnen auch hier keine Ruhe. Dunkel und mächtig steht eine schwelende Wolke über der Stadt am Dnjepr-knie, gleich der drohenden Hand eines Riesen. Brandgeruch steigt aus den Trümmern der Häuser, die die Bolsche-wisten vor wenigen Stunden angezündet Von Kriegsberichter E. Steinbrunn haben, bevor sie sich anschicken, auch diesen Ort ihres fast dreitägigen Widerstandes fluchtartig zu verlassen. Der Gestank von verbranntem Fleisch und der scharf-herbe Dunst schwelender Teerpappe vereinigt sich zu einer stickigen, ätzenden Atmosphäre. Wie Phantome tauchen die Gestalten unserer Kradschützen auf, die als erste deutsche Soldaten an das Dnjeprknic vorstießen und nun die Straßen sichernd durchsuchen. Wir verständigen uns durch Zeichensprache, jedes Wort erstickt im Rauch. Ab und zu flackert das Feuer heftiger auf, seltsam klar und silhouettenhaft ragt rechts auf der Dammhöhe das Skelett der gesprengten Dniepr-Brücke als Zeichen einer bolschewistischen Verzweiflungstat empor. Schwere Sowjelveriuste sütllich Kiew Wirkungsvolle Luftangriffe bis zur Halbinsel Krim Berlin,!. Scipteiiiber. Sowjetische Kräfte wiederholten gestern südlich Kiew den Versuch, mit Unterstützung von Artillerie und du*rch Kano-nenboote auf das Westufer des Dnjepr überzusetzen. Auch d'eser Versuch wurde, wie an den Vortagen, unter schweren bolschewistischen Verlusten abgeschlagen. Es gelang den Bolschewisten nicht, das Westufer des Fitu-ßes zu erreichen. Am Unterlauf des Dnjepr griffen die Sowjets gestern mit stärkeren Kräften die deutschen Stellungen an. Die Angriife wurden unter blutigen bo!sc!iew!st sehen Verlusten zurückgeschlagen. In d'esen erfolgreichen Abwehrkämpfen wurden 1000 Gefangene eingebracht, 21 Granatwerfer und zahlreiche andere sowjetische Infanteriewaffen ert>eutet. Die deutsche Luftwaffe flog gestern im Südteil der Osfront wirkungsvolle Einsätze gegen Stellungen, Flugplätze un4 Etsenbahnanlagen der Bolschewisten. Diese Angriffe, die überall ZeiStörungen, Menschen- und Materialverluste der Sowjets verursachten, erstreckten sich auch au-f kriegswichtige Ziele der westlichen Krim. Ostwärts des Dnjepr standen nach rollenden Einsätzen Unterkünfte und Flugzeughallen in Brand und starke Explosionen setzten das Vemichtungswerk fort, 86 Panzerltampfwagen vernichtet Berlin. 1. September Im mittleren Frontabschnitt der deutschen Ostfront fanden gestern lieftige Kämpfe statt, in deren Verlauf die Sowjets Panzerkampfwagen einsetzten. Die sowjetisclien Einheiten wurden von den deutschen Truppen zerschlagen und mußten sich zurückziehen. In diesen Kämpfen wurden 2?5 sowjetische Panzerkampfwagen, darunter acht 52-Tonnen-Panzer, vernichtet. Damit verloren die Sowjets am 30.' und 31. August allein Im Bereich eines deutschen Armeekorps insgesamt 8fi Panzerkanipfwagen. Verbände dieses deutschen Armeekorps schössen außer- dem am 30, und 3(. August durch Ma-schinengewehrfeuer zwei sowjetische Jagdflugzeuge und ein Bombenflugzeug ah. Durch Flakartillerie wurden zwei weitere sowjetische Flügzeuge zum Absturz gebracht. Auch im mittleren Abschnitt der Ostfront führten deutsche Kampfflugzeuge am 31. August Angriffe gegen Verkehrslinien und versammelte Sow-jetverhände mit gutem Frfolg durch. Im Raum von Konotop, Kursk und Brjansk wurden zahlreiche Eisenbahnsfrecken durch Bombenvolltreffer aufgerissen und mehrere Eisenbahnziige zum Entgleisen gebracht. Sturzkampfflugzeuge griffen in rollenden Einsätzen motorisierte Sowjetkolonnen an und vernichteten dabei 20 Panzerkampfwagen, Viele Lastkraftwagen wurden durch Volltreffer und Splitterwirkung zerstört oder beschädigt uiid zwei Flakbatterien der Bolschewisten auller Gefecht gesetzt, LS Transportzüge wurden teilweise vernichtei oder blieben beschädigt auf der Strecke Hegen. Budienny verlor aucti den Versland Berlin, I. September. Dem in der Ukraine vernichtend geschlagenen Sowjetmarschall Budjenny blieb es vorbehalten, eine neue »Kriegs-laktik« erfunden zu haben, die allerdings nicht in die Annalen der Kriegsgeschichte, sondern h<»elistcns in die Witzblätter eingehen wirtl. Budjenny, der fluchtartig mit den Resten seiner Truppen über tien Dnjepr setzen nuißte, richtet nämlich jetzt ;iii ilie siegreichen vereinigten Heere der .Achsenmächte einen »Appelle, die Waffen zu strecken und zu den Sowjets überzutreten. Der Bolschewikeninarschall Builjenny muß zumindest einen -kleinen Splitter unserer Fhigzeugbomben auf seiner Flucht ins Gehirn bekommen haben, denn wenn wi,- von ticn Nachfahren ermonletcr Offiziere des Zarenreiches auch nicht gerade sehr viel halten — einen derartigen BHUlsMin halten wir ihnen nicht zugetraut. Unweit davon brennt eine Kirche, aus der schief und ohne Halt die Zwiebeltürme in den Himmel stehen. AAit zäher Verbissenheit hatten die Sowjeltruppen diese Stadt zwei Tage lang verteidigt. Seit dem ersten Morgengrauen schlug niun unsere Artillerie zu. In der Deckung einer Bodensenke und hinter dem Bahndamm laigeM unsere Kradschützen imd warteten auf den Einsatz. Stunde um Stunde vorran. Da, gegen Mittag, als heftige Detonationen die Luft erschütterten, kam der Befehl. Und der erste Zug einer Kradschützen-küuipanie brauste los, die Höhe hinauf zum Bahnübergang, wo es gestern noch kein Durchkommen gegeben hatte, und überwand diesmal in rasender Fahrt diese gefährliche Stelle. Die feindlichen Maschi-ncngewehrgarben kamen zu spät und lagen zu hoch. Schon nahten die ersten Häuser, wo man in Deckung fahren konnte. Schlimmer erging es den nachstoßenden Kameraden der nächsten Züge. Sie gerieten in das rasende Feuer sowjetischer Artillerie und Maschinengewehre, die sich nun eingeschossen hattten, und wurden herunter von der Straße in Dek-kung gezwungen. So kam es, daß zunächst ein einziger Zug Kradschützen tief in das Stadtinnere vorstieß, bis eine unerträgliche Bran-dhitze zum Halten zwang. Die erste Meldung; »Feind hat sich auf Ostufer zurückgezogen« befreite die Kameraden hinten von der bangen Ungewißheit um das Schicksal ihres ersten Zuges. Indessen pfiffen die deutschen Granaten unaufhörlich hinter den weichenden Bolschewisten her, funkentelegraiphiscb dirigiert vom vordersten Artillerie-Beobachter, der mit den Kradschützen durchgestoßen war. Freudig begrüßt, erschien gegen die vierte Nachmittagsstunde eine lange Kette Sturzkamipfflieger und umkreiste den Wald rechts der Straße, von dem dias Flankenfeuer kam. Mit haargenau liegenden Boimbencinschlägen schafften sie Luft und machten den aufs neue zur Verstärkunig hcranpreschenden Kradschützen den Weg in ilie Stadt frei. Zug um Zug fegte durch. Nach vier Uhr meldete der Artillerie-Beobachter: »Eigener Stoßtruipp hat Ostufer Dnjepr erreicht.« Draußen rollen jetzt, Fahrzeug um Fahrzeug, die Schützenregimenter heran. Heute -iiacbt noch wird die Infanterie mit Schlauchbooten und Fähren übersetzen. Die jetzige Arbeit unserer Pioniere bildet ein Khrenkapitel äußerslen soldatischen i':insatzes. Seit drei Tagen sind sie am Werk und haben in dieser Zeit höchstens vier bis fünf Stunden Schlaf gehabt. Die Sowjet-Armee ist zu einer Kampfesweiso übergegangen, die bisher jede Armee angewandt hat, die im offenen Kampf mit den Deutschen den Kürzeren zog: sie sucht den deutschen Vormarsch durch Brückensiprengungen und das A.ilegen von Bränden und Minensperren aufzuhalten Welchen »Erfolg« die Sowjet-Armee dabei hatte, beweisen die Ereignisse der letzten Tage. (l'K. l'.itcl-l.imKu, PrcJsc-Uoffm.diM, Ziiiukr-M.) l>er Führer und der Duee bei einer fJesprcchung im Stabsquartier des Reichs-[ uiaischalls Reiciisminister Dr. ßoetibels in Venedig Venedig, I. September. Von Preßburg kommend, traf Reichsminister Dr. Goebbels in Erwiderung des Besuches, den der italienische Minister für Volkskultur Allesandro Pavolini kürzlich in Berlin abstattete, am Sonntag in Venedig ein. Er wurde bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Minister Pavolini sowie namhaften deutschen und italienischen Vertretern des Staates, der Wehrmacht und der Kunst begrüßt. Gleich nach seiner A.ikunft elirte Dr. Goebbels die gefallenen Soldaten und Faschisten durch Niederlegen von Kränzen am Kriegerehremnal und an der faschistischen Gedenkstätte. Beide Minister wohnten anschließend mit Soldaten der italienisclien Wehrmacht einer Aufführung von Kriegsfilmen und Wochenschauen bei, denen im Programm der diesjährigen Biennale ein ganz besonderer Platz eingeräumt worden ist. In Gegenwart des Reichsminislers Dr. Goebbels und des Ministers Pavolini fand am Abend in feierlichem Rahmen und unter außerordentlich starker Beteiligung der internationalen Presse, der italienischen und ausländischen Ehrengäste und Besuchern die Uraufführung des neuen deutschen Großfilms, des Wien-Films Heimkehr, statt. Nu"nwn«r 217 »Marburj^^r Zeitung« 2. Septwnber Seite 3 „Die Wogen schlagen so hoch! kiiiiior dringrad^r« britisch« HiH^rufe an die USA Berlin, 1. September. Der von den britischen Kriegsverbrechern so leichtfertig vom Zaune gebrochene »reizende« Krieg, den man in kur. /er Zeit durch die Aushungerung des deutschen Volkes zu gewinnen hoffte und von dem sich gewisse jüdisch-plutokrati-J^che Dunkelmänner ein Bombengeschäft versprachen, scheint für die Briten alles andere als einen »reizenden« Verlauf zu nehmen. Nachdcm sich das geheimnisum. wobcne Churchill-Roosevelt-Treffen auf dem Atlantik als Schlag ins Wasser ent_ puppte und der neue Bundesgenosse Stalin sich als eine glatte Niete erwies, schreit man in London in verstärktem Maße nach den USA um Hilfe. Die Lautstärke dieser Hilferufe ist ein Gradmesser für den Ernst der Situation, in die das englische Volk von seinen Machthabern hineinmanövriert wurde. So richtete der britische Innenminister Morrison, wie Associated Press aus New York berichtet, einen in geradezu flehent-chen TOnen gehaltenen Hilferuf an die USA.Arbeiterschaft. Der sonst so hochmütige Brite warf in seiner Herzensangst alkn Stolz über Bord. Förmlich händeringend bat er die USA-Arbeiter, doch alle früher zwischen England und den Verci. nigten Staaten vorhanden gewesenen Unstimmigkeiten zu vergessen und alles in ihren Kräften Liegende zur Rettung Englands herzugeben. Die USA,Arbeiter könnten durch die Anlieferung des genügenden Kriegsmaterials den Sieg Englands garantieren. Eine unverblümte Aufforderung, doch in den Krieg einzutreten, richtet die »Sun-day Times« an die Adresse der USA. Das Blatt schreibt, .Amerika werfe England ein Seil zu, während England versuche, die »Zivilisation« vor dem Ertrinken zu retten. Dabei sage Amerika, daß es f^ng-land, wenn es an Land kotnine, trockene Kleider geben werde. »Die Wogen schlagen aber«, so barnit und fordert das Blatt, »so hoch, daß wir der Ansicht sind, Amerika muß mindestens bis zu den Hüften ins Wasser waten und seine starke Hand ausstrecken.« »Sunday Times« droht dann mit dem »schwarzen Mann« unti versucht, den USA erneut das Märchen von ihrä* Be, drohung durch Deutschland aufzutischen" »Wenn England«, so heißt es da, »den Krieg verliert« — mit dieser Möglichkeit scheint man in England trotz aller bei Ausbruch des Krieges voreilig angestimmten Siegesfanfaren nun doch schon /u rechnen — »werden die USA nicht drei Jahre der Unabhängigkeit mehr vor sich haben.« Der Leiter des brilischea fieteilxHs-wesens gefOtel N e w y 0 r k, I. September. Wie die »New York Times« aus London meldet, ist nach einer amtlichen Mitteilung Vizeadmiral Patrick Edward Parker iiii aktiven Dienst umgekommen. Parker leitete das britische Geleitzugwesen. Der Name des Schiffes, mit dem er unterging, sowie die Zeit O'der Gegend Uer Versenkung werde.! nicht angegeben. Chorchills BlatwhDM 19.()00 Opfer der Vers^eltun^sanifrtffe auf England N e w y 0 r k, 1. Si.'ptember Die amerikanische Lebensversicherungsgesellschaft Metropolitan Life Insurance CfMupany stellt fest, daß imi ersten Halb jnhr 1941 in England 19.000 Personen durch Lufta;i'griffe das Leben verloren. In diesen Zahlen seien nur die Verluste in London und anderen britischen Großstädten eingeschlossen. Eden sprach in Coventry Eilt« R«d« voll Torheit und Naiv.tät Berlin, 1. Septenrher. Der Außenminister von Churchills Gnaden, Anthony Eden, hat seine Bügelfalten in Gefahr gebracht, indem er sich am Samstag nach Coventry begab, um ausgerechnet von dort aus das britische Volk mit einer Rede zu beglücken. Man darf wohl annehmen, daß es den Kriegsverbrecher mit magischer Gewalt an eine der Hauptstätten seines von ihm im Gefolge Churchills mit provozierten reizenden Krieges »gezogen« hat. Auf den Gehalt seiner Rede hat der Schauplatz nicht erleuchtend gewirkt, er ist genau so töricht und naiv, wie wir es seit langem von ihm zu hören gewöhnt sind. Denn ist es nicht naiv, wenn Eden gleich zu Beginn seiner Rede, die er dem Notruf nach Kriegsmaterial widmete, erklärte, im Laufe der Ereignisse in Fran'v-reich hat Großbritannien selbst 1000 Geschütze wie 2000 Panzerwagen verloren, die nun wieder aufgefüllt werden müßten. Diese Ziffern, die selbstverständlich noch hinter der Wirklichkeit zurückbleiben, lassen einerseits den »glorreichen Rückzug von Dümkirchen« im hellsten Licht erstrahlen, geben andererseits aber auch bezeichnende Aufschlüse über die angeblichen Möglichkeiten, "den sowjetischen Kumpanen »großartige« Hilfe zukommen zu lassen. Oder ist es etwa nicht naiv, wenn diese merkwürdige Ministergestalt im Zusammenhang mit dem britischen Oberfall auf Iran, deren längst bekannte Gründe er noch einmal zu vertuschen suchte, mit Inbrunst behauptete, »die letzten Informationen, die vor seiner Abreise im .Außenanit eintrafen, zeigten, daß die Iraner den britischen Truppen überall große Freundschaftsbezeugungen bereiten«. Wahrscheinlich ha-bcn sich* sJie schmählich überfaHenen Iraner, die bis zuletzt ihren unbedingten Neutralitäts-willen betonten, sich freudig über jode einzelne Bombe bedankt, die die Briten und Sowjets auf ihre Städte und Dörfer warfen. Die größte Naivität leistete sich aber Anthony Eden bei der Behandlung des Churchill-Roosevelt sehen Atlantikfiscli-/uges, indem er den dort ausgeworfenen Attraktionsköder, daß nämlich nach diesem Kriege auch die besiegten Völker nicht mehr vom Zugang zur ölwirtschaft und zum Welthandel ausgeschlossen werden sollten, schnöde zerstörte. Nun hängt ni^r noch der nackte Angelhaken und daneben steht der klare Satz aus Edens Rede; »Keine Nation kann in der Zukunft durch nutarkischc Handelsmethoden seiner angemessenen wirtschaftlichen Situ-.itioncn bprnubt werden«. Wir glauben es den Briten gern, daß sie Wut schnauben jiber diese .Autarkie, die Europa blockade. fc^t und den britischen Aushungerungspinn 7i'srhanden machte, dachten abc nicht, (hß einer ihrer Minister es so offen zi'<'ebcn würde. Am Ende seiner Rede brach Eden in den StnR<;r>ufzer aus: »Wir dnchten im jähre lO'R. wenn der Krieg vorüber wäre, uiirrlen wir Ruhe haben, und alle^ würde in OrdnunfT «'ein. Wir wissen es ietzt besser«^. Nun. 'luch luirona weiß es besser und weif^ aurh, ilaf^ F.ntriand in Versailles versagte. Kein Gc-^chwätz aus ir-^ gendeinem britischen Munde kann daran etwas ändern. Heute sorgen die Soldaten der Achsenmächte, denen sich Freiwillige aus ganz Europa verbündeten, dafür, daß die neue Ordnung nicht noch einmal nach plutokratischen oder bolschewistischen Zersetzungsmethoden errichtet wird. RooseveN oreisi den Seoen der Demokratie Von den II Millionen Arbeitslosen und vom Farmerelend redete er nicht Berlin, 1. September. In einer öffentlicher Erklärung anläßlich des »Tages der Arbeit« in den USA versucht Roosevelt, seinem Volk den Segen der Demokratie klar zu tiiachen. Das muß jedenfalls notwendig sein, denn sonst hätte er sich dieser Aufgabe nicht erst unterzogen. Das ist am Tag der Arbeit zweifellos um so dringender notwendig, als »der Segen« der Tätigkeit Roosevelts ud feiner Mitarbeiter sich u. a. vor allem darin bemerkbar macht, daß die USA trotz unermeßlicher Reichtümer und denkbar günstiger Voraussetzungen für eine friedliche Arbeit Rekordzahlen an Arbeitslosen verzeichnet. Eine sorgfähige Arbeitslosenstatistik gibt es in den Vereinigten Staaten vorsichtshalber nicht, aber daß es in den letzten acht Jahren, in denen Roosevelt »wirtschaftliche und soziale Fortschritte« herbeigeführt zu haben behauptet, stets mehr als 11 Millionen Arbeitslose gab, haben höchste Amtsstellen der USA oft genug eingestanden, abgesehen davon, dkß ganze Bevölkerungsgruppen wie die Farmer zu gleicher Zeit verelendeten und ein erschreckend hoher Prozentsatz des US.\-Volkes unzureichend ernährt ist, wie Roosevelt selbst kürzlich zugeben mußte. Als ein besonders charakteristisches 1 Merkmal für Segen bezeichnet Roosevelt i es, daß nian in einer Demokratie unzen-surierte Nachrichten lesen und unzensu-rierte Rundfunkprogramme hören könne. Dabei verschweigt er natürlich geflissentlich, daß in einer I'lutokratie, die er tälschlich als Demokratie bezeichnet, jeder mit den verwerflichsten Mitteln mundtot gemacht wird, der etwas sagt, was ienen dunklen Mächten nicht paßt, die Presse und Rundfunk in den USA beherrschen. Die USA sind ein Beispiel da-Uir, wie unheilvoll der Einfluß dieser dunklen Mächte «^ich auswirken kann, wenn die Regierung ihm Vorschub leistet. Was das USA-Volk dabei am eigenen Leibe erfährt, dürfte außer in den Kreisen der Kriegsgewinner, der Freunde dos Presidenten, und vor allem der Judeti kaum als Segen empfunden werden. Republiltsniscber Waltlsieg In Nordamerilia ' N e w y o r k, 1. September. I In Janesville, Wisconsin, fand, wif Associated Press meldet, 'eine Nachwahl I zum Repräseiifantenh'ms statt. Der isolationistische Kandidat, der Republikaner Lawrence Smith, wurde mit 20.000 Stim-.men gegen Ifi.DOO Stimmen für Jen Interventionisten, den Demokraten Amlie, gewählt. Panische Flucht aus Teheran Schr«ck«nsnachrichten über Sowjetterror — Selbst dl« Briten fliehen Ankara. 1. September. In Teheran hielt wältrend des ganzen Sonntags die Panik an. Tausende von Einwohnern ha>ben die Stadt verlassen, zumal Schrecitensnachrichten über den Bolschewistenterror in den von den Sowjets besetzten Städten inzwischen in Teheran einsetroffen sind. Oft führen die Flüchtenden nur das notwendigste Hab und Gut auf Eselskarren mit sich. Alle ausländischen Kolonien Teherans sind in den Gebäuden ihrer diplomatischen Vertretungen versammelt. Nach den Erfahrungen, die die Konsulate in Täbris gemacht haben, fürchtet man aber, daß auch dort keine Srcherhelt \or den Bolschewisten zu finden sein wird. Sogar die britischen Staatsbürger sind in Sorge vor den immer näherrücken-den Bolschewisten und haben auf dem Sommersltz der britischen Botschait Zuflucht gesucht. Immer mich Bomben aui iranische SISdie Gejammer englischer Direktoren um ein vernichtetes öllager Berlin. l.'Scpteinbcr. Die englisch-iranische ölgesellschaft gab, wie Associated Preß aus Teheran meldet, bekannt, daß sowjetische Bonibcr 24 Stunden nach der Einstellung des iranischen Widerstandes die öllager bei Kazvin angegriffen haben. Tausende von (jallonen Benzin seien vernichtet worden. Die Direktoren der Gesellschaft verurteilten den .Angriff als eine Riesendummhcit. Associated Preß berichtet ferner, daß die Sowjets nach dem Waiienstillstand die Iran-Städte Sharud und Hoshar mit Bomben belegt haben. Die Tatsaclie, dali auch nach der Einstellung des Widerstandes auf iranischer Seite die Bombardierung unbefestigter Städte durch die sowjetische Luftwaffe fortgesetzt wird. hat. wie der Teliera-ner Korrespondent der »Neuen Zürcher Zeitun«:« meldet, tiefe Bestürzung in Iran hervorgerufen. Zu den betroffenen Städten und Orten gehören Hamadan, Kazvin. Babolsar und Menschhed. In Kazvin steht ein der »Angio Iranian Oll Company« gehörender Benzintank von i.5 Millionen Liter in Brand, in Babolsar am Kaspischen Meer sciilugen in der Umgebung eines unter Schweizer Leitung stehenden bekannten Hotels dreißig Boni-ben ein. Zusammentreffen der Briten und Sowjets in Iran Teheran, 1. Septcmtber. Wie aus gulu:iterrichtcfen Kreisen verhütet, soll am Sonntag In Kaswin, 100 Meilen nordwestlich von Teheran, das erste Zusammentreffen der britischen und sowjetischen Streitkräfte seit Abschluß des britisch-sowjetischen Bündnisses stattgefunden haben. Itonbeii auf Tobnik R 0 m, 1. September. Der italienische Wehrmachts^bericht vorn Montag hat folgenden Wortlaut: Daö Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: An der Tobru-k-Front wurden Versuche di-'S Gegners, sich unseren Stellungen zu nähern, durch das sofortige Eingreifen unserer Abteilungen zunichte gemacht, die dem Gegner Verluste beibrachten. Itailienische Flugzeuge haben Truppenlager, Hafen- und Verteidigungsanlagen von Tofbruk bombardiert, wobei zahlreiche Brände entstanden. Deutsche Jäger haben eine Blenheim abgeschossen. Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf einige Ortschaften der Insel Rhodos ab; einige Verwundete und geringfügiger Sachschaden. In den verschiedenen Abschnitten des Gebiets von Gondar fortdauernde Aktionen unserer Abteilungen, die gegnerisciu Unternehmungen vereitelten, feindliche Einheiten überrumpelten und zersprengten, wobei Vieh und Material erbeutet wurde. Militarparade in Viipori Helsinki, 1. September. Mitten in den noch rauchenden Ruinen von Viipuri fand am Sonntag eine große Militärparade statt, an der auch als geladene Gäste Vertreter der deutschen Wehrmacht teilnahmen. Die Parade wurde durch eine Inspektion der an der Eroberung der Stadt beteiligten Truppen eingeleitet, die vom General Oesch vorgenommen wurde. Danach wandte sich der General in einem Aufruf an die Soldaten, dankte ihnen für ihren tapferen Einsatz und äußerte u. a., daß mit der Eroberung Viipu-ris auch der Zwangsfrieden von Moskau aufgehört habe zu existieren. Vom Hafen hörte man ein Salut von neun Kanonenschüssen, und danach wurde an der Fahnenstange auf dem Turnt des heiligen Olaf im Schloß von Viipuri dieselbe finnische Kriegsflaggo unter den Klängen des Biörneborger Marsches hochgezogen, die am 13. Mär/, 1940, dem Tage des Moskauer Zwangsfriedens, heruntergeholt wurde. Zerfetzt von den Strapazen des Krieges weht nun die blau-weiße Flagge wieder stolz an ihrem alten Ort. Der General richtete herzliche Worte an die anwesenden deutschen Gäste. Bei der Parade wurde ein Telegramm des Feldmarschalls Mannerheim verlesen, wo, rin er seinen Dank und seine .Anerken-! nung für die geschickt geleiteten Opera-' tionen und für die große Leistung der I Soldaten ausspricht. Auch Vertreter der 1 eroberten Stadt Viipuri richteten herzliche fDankesworte an die finnische Armee. BeneraneMmarscballvonBrauchltsch beglflchwflnscht Mannerheim Berlin, 1. September. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Ge-neralfeldmarschall von Brauchitsch, richtete an den Oberbefehlshaber der finnischen Wehrmacht, Feldmarschall Man. nerheim, anläßlich der Einnahme von Viipuri folgendes Telegramm: »Zu den großen Erfolgen der letzten Wochen, die mit der Eroberung Vüpuris ihre Krönung fanden, bitte ich sie, Herr Feldmarschall, des deutschen Heeres und meine aufrichtigen Glückwünsche für S'? persönlich und die tapfere finnische .\r-mee entgegenzunehmen. Ich verbinde hiermit meine Wünsche für die hohe Aus-zeichntmg, die Ihnen am heutigen Ta^e durch den Führer verliehen uurde, Tn treuer Waffenbrüderschaft von Brauchitsch Generalfeldmarsrhall.« Sowietiscbe SnShtrupps in finnischen llnllonnen Berlin. 1. September. In den Kän>pfen am 31. August erzielten die fitmisclien Truppen sehr gute Erfolge. Bei den Kämpfen um eine Ortschaft verloren die Bolschewisten über 800 Tote Gefangene wurden eingebracht. In diesetii Frontabj>chtiiii wurde von den finnischen Truppen festgestellt, dali sowjetische Spähtrupps in völkerrechtswidriger Weise finnische Uniformen trugen und sich der finnischen Sprachc bedienten. Philippinische Eingeborenen-Reoi-menter in der HSA-Annee N e w y o r k, 1. September. Wie Associaited Press aus Manila meldet. wurden 22.000 Offiziere und Mannschaften der Eingeborenen-Armee der Philippinen in die USA-Armee übernommen. Es handelt sich um zehn Regimenter, die unbegrenzt bis zum Kriegsende zu dienen haben. Sefte 4 »Marburjycr Zeitun-g« 2. September IM! t Niwntn^r 217 Im Bolscbewisten-Telephon D«utsch«r R«gim«iittkommandMr hört mit Das war eine Geschichte, über die Offiziere und Mannschaften des Infanterie-Regiments von Oberstleutnant L. noch lange lachen werden! Aber da sie nicht nur eine gute Anekdote, sondern auch eine überlegene Kriegslist darstellt, verdient sie, erzählt zu werden. Das Regiment des Oberstleutnants war nach dem Übergang Uber den Dnjepr bei Srechin bis an die Bahnstrecke Shlobin-(jomcl vorgestoßen. Von Gomel her erwartete man starken feindlichen Widerstand. Deshalb mußten alle Mittel der Aufklärung zur Vorbereitung der bevor, stehenden Angriffe besonders umsichtig eingesetzt werden. Kein Wunder, daß unser Kommandeur auch auf die Idee kam, die äußerlich intakte Telephonleitung, die sich längs der Bahn zog, einmal anzuzapfen, um zu wissen, was in den Drähten vor sich geht. Und wie es der Zufall will, unser Regimentskommandeur schaltet sich in ein keineswegs ruhig geführtes Fernge^räch zwischen dem Kommandeur von Gomel und dem von Shlf>bin ein, das dann ein Dolmetscher rasch zu Papier bringen konnte. Am Schluß dieses erregten Gespräches stand jedenfalls der klassische Satz des Herrn in Gomel: »Wenn ich nicht sofort 80.000 Mann erhalte, ist der Krieg in drei Tagen zu Ende!« Nun waren wir ja nicht ganz so pessimistisch wie der Herr Kommandeur von Gomel, aber es war uns trotzdem wichtig, etwas von solchen Sorgen während entscheidenden Kämpfen zu hören. Nach einicen Stunden bat der Komman. fleur von Shlobin seinen Kollegen von Hömel wieder ans Telephon un«d da unsere Vermittlung nichts dagegen hatte, konnte das Gespräch wiederum losgehen. Und schmunzelnd konnte iinserm Oberstleutnant gemeldet werden, daß zwar nicht 80.000 Mnnn, aber doch ein Personenzug voll Bolschewisten nach Gomel transportiert würde, weil der Kommandeur in Shlobin in seinen Nöten einfach nicht 80.000 Mann aus dem Boden stampfen oder herzaubern konnte, was wir wieder einsahen, während der erregte Herr am dritten-Ende der Strippe noch immer nicht einsichtig geworden war und auf seine bekannte Art und Weise den Krieg noch immer beenden wollte. Vorher hatte ein Zug in dem kleinen Dorf, in dem wir lagen, noch nie gehalten, die deutsche Wehrmacht wollte aber dieses eine Mal unter allen Umständen dafür sorgen, daß der eben angekündigte sowjetische Militärzug einen längeren Aufenthalt gesichert bekäme, damit alle Fahrgäste in Ruhe aussteigen kannten ... Unterdessen wurde auf der bolschewistischen Telephonlinie emsig weiter tele-phoniert. Da unterhiellen s cli zum Bei. spiel zwei Streckenwärter der Sowjets über die Kriegslage im allgemeinen, bis plötzlich der Streckenwärter in Gomel den Hörer aus den Händen legen mußte, lim mit seiner Frau vor einem deutschen Fliegerangriff in irgendeinen Unterstand 7u fluchten. Im übrigen muß gesagt werden, daß die beiden Streckenwärter sich vollkommen darüber einig waren, daß sie ihre Ämter ia Gomel und Shlobin nicht mehr lange versehen würden. Und ganz im Vertrauen sagte der Kollege von Gomel seinem Freund am anderen Ende, er möge es nicht weiter sagen, aber die »hohen Herren« wären schon alle mit Kind und Kegel nach Osten gewandert. Allerdings sei seine Frau, fügte er hinzu, auch der Ansicht, daß dies das Gescheiteste wäre, was er überhaupt tun könnte. Während der Dolmetscher unseres Oberstleutnants noch immer die politi. sehen Familiengespräche mit anhörte, und allerlei von den Zuständen der beiden Städte erfuhr, tauchte in der Ferne am Horizont bereits pünktlich der bolschewistische Sonderzug auf tmd sein Schornstein qualmte friedliche Rauchwolken in die Gegend, als wenn er durch sicherstes Hinterland führe. Wie erstaunt waren da-her die militärischen Fahrgäste, als sie etwas unsanft aufgefordert wurden, auszusteigen, um samt und sonders den Marsch in die deutsche Gefangenschaft anzutreten. Man sah es an ihren Ge-sithtern, daß sie alles andere, nur nicht dies erwartet hatten. Die Bolschewisten und die Eisenbahner marschierten in Reih in Glied davon. Was aber wird Väterchen Stalin machen, wenn er erfährt, daß zwei seiner Kommandeure mit einem deutschen Oberstleutnant zwei Tage lang In telephonischer Verbindung standen? Und daß es so gewesen ist, können auch die beiden Streckenwärter und deren Frauen bezeugen, iin-l außerdem kann Herr Stalin jederzeit ein genaues Stenogramm beim Nachrichtenoffizier einer deutschen Division anfordern. Und daß wir al'c gelacht haben, wird uns wohl auch kein Sowjetkommissar verdenken. Kriegsberichter Franz Höller (PK) VOLK und KULTUR iitiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiimiiiiiiitiiiiiiiiiiniiiiimiiiiiuiiiiiiiiitinNiiin Eröffnung der 9. fntematfonaten tllniscfiao Urauffffitirung des deutschen Spitzenfilins »Heimkehr« Die 9. internationale Filmschau Ih Venedig wurde am Sonntag Abend in dcMii bis auf den letzten Platz besetzten größten Licht.s^iielhaus San Marco mit der Uraufführung des deutschen Spitzenfilms »Heim-kehr« feierlich eröffnet. Die Anwesenheit des italienischen Ministers für Volksbildung P a v o 1 i n i unterstrich die Bedeutung dieser zugleich ersten Großkundgebung der internationalen Filiivkamnier, deren Präsident Graf Volpi di Misurata zusammen mit zahl-reichejiden führenden Pcrsönlioli'kcitcn 'des kulturellen Lebens der Vt'rt)il.ideten Nationen und den Vertretern des Filniwe.sens von weiteren 15 europäischen Ländern der Eröffnungsvorstellung beiwohnten. Der d-eutsche Spitzenfilm — das sei gleich vorweggenommen — erfüllte durchaus die hochgespannten Erwartungen, die man gerade diesem, aus dem uiunittel-baren Zeitgeschehen heraus geborenen Kriegsfilm entgegenbrachte. Die dramatische Wucht des wirklichkeitsnahen Geschehens schlug alle sofort in ihrem Ba.in. Das stille Heldentum dor Ausländsdeutschen in Polen, die Arroganz der soge- an «den Führer und an eiae Heimkehr ins Reich in heldenhafter Weise ertragen ließ. Dieser lebhafte Beifall steigerte sich zu mächtigen Ovationen, als gleichsam als Symbol dieses Heldentums das Bildnis des Führers am Schluß des Fiilms auif der Leinwand erschien. Eine begeisterte Kundgebung für den Führer und »die Wehrmacht des verbündeten Deutschlands sowie ein spontanes Bekenntnis zur Achse gab diesem Eröffnungsabend im Rahmen des europäischen Filmwesens ein besonderes Gepräge. Eröffnung der Reichs-universHät Straßburg Wie der Reichserziehunigsminister mitteilt, nimmt die Universität Straßburg zum bevorstehenden Wintersemester lMl/42 ihren Lehrbetrieb auf. Von diesem Zeitpunkt an kann an der Universität Straßburg das Studium in allen Fächern der philosophischen Fakultät, das Rechts- und staatswissen^^chaftliche Studium sowie der klinische Teil des medizinischen Studiums durchgeführt werden. Auch ist in begre.iz-nanjiten leitenden Männer Polens und vor j fem Umfange für Stu'dierende in höheren allem die bestialischen Grausam'kelten Semestern die Fortsetzung des Studiums eines systematisch verlietzten Untermen- in der naturwissenschaftlichen Fakultät schentums hinterließen bei allen einen;sowie gegcbenemfalls die Durchführung überaus tiefen Eindruck, der noch durch i der Promotion in naturwissenschaftlichen das Bewußtsein verstärkt wurde, daß esi Fachgebieten möglich. Es empfiehlt sich, sich bei diesem deutschen Dokument ^ vor der Anmeldung Rückfrage beim Rek-nicht etwa um eine.i Tendenzfilm, sondern torat dor Universität Straßiburg zu halten, um rauhe, blutige Wirklichkeit aus unse- Eine hesonde;c Einreisegenehmigung nach ren Tagen handelt. So galt denn auch derlStaßburg ist für Studierende nicht erfor-lebhafte Beifall nicht nur den hervor- derlich. ragenden Leistungen von Paula Wessely, - Peter Petersen, Attila Hörbiger und Gustav | + Richard Strauß nach Athen einge-Ucicky, sondern in mindestens gleichem laden. Das griechische Nationaltheater Maße den Polendeutschen und ihrer glühenden Vaterlandsliebe, die sie alle Drangsalierungen und Opfer im Glauben soll eingeladen werden, diese Aufführung, für die man ein deutsches Gastspiel-Ensemble gewinnen will, persönlich zu dirigieren. + Franz Lehar arbeilet wieder in Bad ISchl. Von Budapest kommend, traf Franz Lehar in diesen Tagen in seinfem Wohnsitz in Bad Ischl ein. Der Altmeister der Operette erklärte, daß er jetzt wieder lä.i-gere Zeit im geliebten Sal^kammergut bleiben und dort arbeiten werde. + Hand'^chriften des Deutschlandliedes. In Höxter wurde eine reichhaltige Hoffmann von Fallersleben-Ausstellung eröffnet, die alle im Besitz des Schlosses Corvey, des Herzogs von Ratibor und Corvey, der Stadt Höxter und der westfälischen Freunde des Dichters vorhandenen Erinnerungsstücke zeigt. Hier findet man auch die Handschrift des Deutschlandliedes und ajiderer Lieder des Dichters. VervoH-kooiuiinet wird das Bild des Dichters von Ausschnitten aus den Stätten seines Wirkens in Höxter und Corvey. Auch Arliei-ten des Sohnes des Dichters, Prof, Fran^ Hoffcmann-Fallersleben und seines Enkels, Hans Joachim Hoffniann-Fallersleben, werden gezeigt. Zu-m Gedenken an Hoffmann von Fallersleben findet ferner im Lesesaal der Dortmunder Stadt- und Lan-dcsbjibliothek eine Ausstellung von Orlgi-n«ail-Handschriften und Erinnerungsstücken statt. Dsen Mittelpunkt bildet das Deiitsch-la-ndlied in der eigenhändigen Niederschrift des Dichters, einer der gröftteir Schätze der Dortmunder Bibliothek. + Ein Jahr »Deutsches Institut« in Pari®. Anläßlich des ersten Jaihrestages der Gründumg des »Deutschen Instituts« in Paris fand in den Räumen des Instituts eine Ausstellung für die Pariser Presse statt. Der Leiter des Siprachendlenstes erklärte in einer Ansprache, daß von Oktober 1940 bis Jtjni 1941 5000 Personen an den deutschen Sprachkursen teilgenommen haben, während sich diufß«r Zeltuflir« 2. Sepf«nb«f IWl Seite 5 AUS STADT UND LAND iiiniiiiitnitiiitiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiniinnmiiiRinnniitiiniiiiimnnnpnniiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Pettaus Kampf um Deutschtum und Freiheit« Zur Wiedcreröffmins; des Stadtmuseunis in Pettau — Begrüßenswerte ErweHening der stadtgeschiclitlichen Sammlungen Aroeltslager in Marburq Im Auftrage des Chefs der Zlvilver-"waHung in der Untersteiermark führen die Studierenden der staatlichen Hochschule für Musrkerziehung und der Landesmusikschule Oraz im Unterland einen kulturellen Einsatz durch. Zur Vorbereitung fand in Marburg ein ^wei-tägiges Arbeitslager unter der Leitung des Dozenten Dr. Ludwig K e 1-betz statt. Die Arbelt erstreckte sich sowohl auf die Vorbereitung ernster Feiermusik, als auch auf die heitere Muse und das Laien- und Puppenspiel. Da die Musik vielleicht eine der ersten Künsle Ist, die unmittelbar zu den Herzen der Menschen spricht, ist dieser Einsatz von ganz besonderer Bedeutung. Mit eitjer schlichten Feier, bei der Prof. Dr. Felix Oberbeck, der Leiter des Steirischen Mustkschulwerkes und Dr. Ludwig K e 1 b e t z auf die ausschlaggebende Wichtigkeit dieses Einsatzes hinwiesen, schloß das Lager. Abschluts des HJ-Ernte-dlenstes im Unterland 250 HJ-Ftihrer und Führeraiiwärter des Gebietes Steiermark haben ihren freiwilligen Emtedlenst in diesem Jahr erstmalig m der Untersteiermark abgeleistet. In Cinsatrkameradschaften von ft—10 Jungen zusammengefaßt, wurden sie auf die Dörfer in den, Kreisen Marburg-Land, Pettau und Cilli aufgeteilt. Tagsüber arbeiteten sie bei den Bauern, abends beschäftigten sie sich mit der Jugend des Ortes. Oerade dieser Arbeit kam eine besondere Bedeutung zu, da hl dieser Zeit die Lehrer auf Urlaub waren und die Schulen geschlossen hielten. Zum AbschhiB des Einsatzes verabschiedete der Führer der Deutschen Jugend Stammfülirer Schilcher in* Auftrag des Bundesführers die Jungen im Festsaal der Burg in einer Feierstunde. Stammführer Schilcher dankte den »Kameraden aus der Obersteiermark für fhren freiwilligen Einsatz; er könnte feststellen, daß der erste Emtedienst in der Untersteiermark trotz mannigfaltiger Schwierig'keiten nicht nur restlos geklapipt, sondern auch seine kulturelle lind politische Aufgabe voll und restlos erfüllt hat. Er rief sie auf, die Begehungen, die sie mit der heimattrcuen Bevölkerung allenthalben anknüpfen konnten, nicht zu vergessen, sondern weiter ans-zubauen. Der hinige Kontakt von Mensch zu Mensch sei die Voraussetzung für die innere Heimkehr des Unterlandes. In diesem Krieg besteht das ganze deutsche Volk die gewaltigste Bewährungsprobe. Heute schon müssen die Grundsteine für den kommenden Frieden gelegt werden. Dieser Einsatz der Jugend ist dazu ein Beitrag. Nach Abschluß der Feierstunde rück- » Das durch seine reichhaltigen Sammlungen weithin bekannte Stadtmuseum in Pettau hat durch den Krieg insoferne gelitten, als die Sammlungen von den Serben zum Teil verpackt worden waren, um sie gegen eventuelle Luftangriffe zu sichern. Dazu kam, daß die volkskund-Uchen Sammlungen wegen der bevorstehenden Errichtungen eines Weinmuseums mitten in einer Umgruppierung waren. Bei der Sprengung der Drau-brücken gingen dann die Fenster in Trümmer, Regen und Staub drangen ein und da in den ersten Monaten niemand da war, der sich der Sammlungen hätte in entsprechender Weise annehmen können, kam es, daß das Museum längere Zeit unzugänglich blieb. Univ. Prof. Balduin S a r i a, ein gebürtiger Pettauer, hat sich nun der verwaisten Sammlungen angenommen und diese soweit wieder in Ordnung gebracht, daß sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten. Die Wiedereröffnung fand nm 14. August Im Rahmen eines Führungsvortrages vor den Vertretern der hiesigen Dienststellen statt. Das Museum ist jetzt wieder werktags von 9—12 und von 14—18, Sonntags von 9—13 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträRt 40 Pfennige. Für wissenschaftliche Zwecke und für Schulen ist der Besuch unentgeltlich. Schon das Museumsgebäude, das ehemalige, im Jahre 1230 gegründete Dominikanerkloster mit seiner reichen Bauge-schichte von den Anfängen der Gotik bis zum Barock, ist nn s'cli äußerst sehenswert. Der gotische Kreuzgang, in dem der größte Teil der Sammlungen untergebracht ist, ist das schönste gotische Bauwerk, das Pettau besitzt. An den Wänden sind noch Fresken aus den Anfängen des Klosters, ferner eine aus dem 16. Jahrhundert stammende Darstellung der Verkündigung Mariä, die schon den Einfluß in der Dürer'schen Schule zeigt. Man hat bisher die gewiß reichen und wichtigen römischen Funde von Pettau, dem alten Poetovio, allzu sehr in den Vordergrund gerückt und doch bietet das Museum darüber hinaus eine ganze Reihe von sehr bedeutenden Denkmälern des Mittelalters und der neueren Zeit. Im ten die Erntedienstlcr zum Bahnhof ab. Es war keiner unter ihnen, der von dem Erlebnis nicht begeistert wäre. Wenn die Arbeit auch manchmal schwer war, so kommen wir doch alle bestimmt nächstes Jahr wieder, das war die einstimmige Meinung. Die Jugend des Unterlandes aber freut sich schon darauf, im nächsten Jahr mit ihren Kameraden aus der Altsteiermark gemeinsam im Emtedienst arbeiten zu können. mSäm mmiäm 2)ee JCeUqsimge Skizze von Bernhard Faust Als der Vater die blaue Schlosserblusc mit dem feldgrauen Waffenrock vertauschte, blickte der kleine Jörg mit seinen blauen Augen, in denen sich die Welt spiegelte, seltsam zeitlos und im staunen-d(Bn Verwundern zu ihm auf und ahnte nichts von dem großen Abschied, der Krieg und Frieden, zwei Welten trennte. Allein blieb er mit der Mutter zurück, von ihr behütet, und war, erst einige Wochen alt, ihr Kriegsjunge geworden. Er war ihr Trost, ihr kostbarster Besitz, und sie wäre verzweifelt, hätte sie ihn nicht beschirmen, seinen Frieden wahren können. An ihrer Hand lernte er, wenn auch auf seine Welse, das Leben erobern. Er lernte sein erstes Lächeln und es war der Mutter, deren Augen es traf, als ein Gruß aus einer traumhaft unbewußten i^röhlichkeit. Er lernte schreien, die Fäustchen hallen, sein Mißfallen äußern, und nach allem, was Leben hieß, verspürte er mit einem leiblichen den schier unersättlichen geistigen Hunger eines Entdeckers. Zuletzt begriff er, daß er nicht allein war, daß ihn die Mutter umgab und daß er alles Erleben, hinausgeschrien mit einer starken, sieghaften Jun-genstimme, an sie richten konnte, daß sie mit ihm lebte, nur für ihn. Nun streckte er, nach Hille heischend, schon die Handchen nach ihr aus und lächelte dankbar, wenn sie ihn aufnahm und im- mer neue Herrlichkeiten dieser Welt zeigte, des Lebens, des Lichtes. Eines Morgens, als Jörg erwachte, erklang eine tiefe Stimme neben der hellen der Mutter. Das machte ihn stutzig, er lag noch ein Weilchen still da und lauschte, sodann ließ er seine Stimme erschallen. Nun mußte die Mutter kommen, sich über ihn beugen, seine Welt mit ihm teilen. Wie grenzenlos war sein Erstaunen, als neben der Mutter ein dunkler Männerkopf auftauchte, ein Mann in einem feldgrauen Rock. Vielleicht ahnte Jörg, daß er fortan werde seine Liebe teilen müssen, und in der Empörung seines dumpfen Stolzes schrie er, was die Kehle ausfüllte. »Rudi, es werden die Zähne sein«, sagte die Mutter zu dem feldgrauen Mann, erschrocken über das kriegerische Gemüt ihres Jungen. Solange der Urlaub währte, saß der feldgraue Mann oft am Bett seines Sohnes. Beinahe finster runzelte Jörg die Stirn über diese Nachbarschaft, und auch nach der Mutter schrie er nicht aus Freude, sondern in gewohnter Pflicht. Dieses feindliche Beharren währte zwei Tage, dann gewöhnte sich Jörg an den Feldgrauen, und manchmal verbarg er das Gesicht verschämt lächelnd im Kissen. Ja, er hatte seinem Zorn zuvie' zugemutet, seinem kriegerischen Geist! Auch waren die Verlockungen groß; denn ier Mann hatte herrliche Knöpfe an set-nem feldgrauen Rock; Jörg konnte da. mit spielen und sie umfassen, und gelegentlich tapschten seine ungelenken Fin-gerchen auch nach der Nase des feld- ältesten Kirchenraum des Klosters mit den Denkmälern der kirchlichen Kunst steht z. B. der wundervolle gotische Flügelaltar des schwäbischen Malers Konrad Laib, genannt Pfennig, davor jetzt als jüngste Neuerwerbung eine interessante Holzskulptur aus einer Kapelle in Unter-Rann. Im barocken Refektorium steht eine ebenfalls gotische Georgsstatue aus der Pettauer Stadtpfarrkirche. Im selben Raum, der hauptsächlich Denkmäler zur engeren Stadtgeschichte und deren Innungswesen enthält, sieht man das alte Stadtrichterschwert aus dem Jahre 1555, also aus der Zeit, da Pettau endgültig aus Salzburger Besitz in den der steirischen Landesfürsten überging. Auf Silberplätt-chen sind sämtliche Stadtrichter bezw. Bürgermeister verzeichnet bis auf J. Ornig, den letzten deutschen Bürgermeister vor 1918. Außer älteren Stadtansichten ist im Refektorium ein Lichtbild der ersten Seite des Pettauer Stadtrechtes vom Jahre 1367, einer Urkunde, die nicht nur die Geschichte der Stadt Pettau, sondern für die Rechtsgeschichte der süddeutschen Städte überhaupt von größter Bedeutung ist. An Reichtum des Inhalts wird das Pettauer Stadtrecht unter den süddeutschen Stadtrechten nur vom Wiener übertroffen. Seine 196 Artikel in mittelhochdeutscher Sprache behandeln fast jede Seite des städtischen Rechtslebens. Das Original befindet sich heute leider nicht hier, sondern merkwürdiger Weise in Woifenbüttel in Braunschweig, wo einstmals Lessing Bibliothekar war, der das Pettauer Stadtrecht auch in seinen *Col-lectaneen zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur« erwähnt. Unter den vielen Urkunden, die Im Refektorium des Pettauer Museums ausgestellt sind, verdienen noch zwei erwähnt zu werden, ein Brief Metternichs, geschrieben vor der Schlacht bei Leipzig, ferner ein Akt des steirischen Landesrechtpräsidiums vom Jahre 1762, in welchem dieses einen dringenden Bericht über den verdächtigen Umgang eines Fräuleins von Schönberg mit einem in Pettau internierten preußischen Kriegsgefangenen verlangt. Es ist geplant, die stadtgeschichtlichen Sammlungen bis in die jüngste Vergangenheit zu erweitem, vor allem durch eine besondere Gruppe »Pettaus Kampf um Deutschtum und Freiheit«. Es ergeht bei dieser Gelegenheit an alle Volksgenossen die Bitte, Gegenstände, vor allem Lichtbilder, die auf den Umsturz im Jahre 1918, auf die Zeit der Unterdrückung und die Tage der Befreiung beziehen, als Geschenk oder wenigstens leihweise dem Museum zu überlassen. Das Stadtmuseum it aber auch für jede andere Widmung von Erinnerungen an die Geschichte Pettaus dankbar. Ebenso wird ersucht um eventuelle Auskünfte über einige wertvolle Urkundenbücher, sowie Bücher aus der Museumsbibliothek, die verschiedene Ausschußmitglieder des früheren Museumsvereines noch vor der Befreiung des Unterlandes in ganz unverantwortlicher Weise in verschiedene Privatwohnungen verschleppt haben und die bisher noch nicht wiedergefunden werden konnten. Die Sammlungen des Stadtmuseums in Pettau haben aber — abgesehen von der römischen — ihre Bedeutung nicht nur für die lokale Geschichte, sondern darüber hinaus für die allgemeine Kulturgeschichte des Ostalpenraumes, wie z. B-die Sammlung seltener alter Musikinstrumente, alter Ofenkacheln, wertvoller Landkarten und Atlanten (einstweilen nicht allgemein zugänglich) usw. Es würde zu weit führen, auf all dies näher j einzugehen. Ein Besuch des Stadtmuseums von Pettau kann daher nur wärm-stens empfohlen werden. Fremdenverkehr im Kriege Das Recht auf Erholung wird keinem Volksgenossen abgesprochen, besonders nicht in Zeiten, in denen er durch beson. deren Einsatz seine ganze Kraft in den Dienst der Kriegswirtschaft stellt. Auf der anderen Seite haben Krieg und die damit verbundenen Maßnahmen _ die Bereitstellung von Kurorten und Erholungsorten für die Wehrmachtsangehörigen, die Kinderlandverschickungen — nicht nur an die Transportmittel eine Riesenaufgabe gestellt, sondern auch im gewissen Umfange den Platz in den Er. holungsorten eingeschränkt. Es ist selbstverständlich, daß die In den Kurorten und ausgesprochenen Heilbädern vorhandenen Plätze in erster Linie denjenigen zur Verfügung zu stehen haben, die die Heilmit. tel zur Wiederherstellung Ihrer Gesundheit und Arbeitsfähigkeit brauchen. Auch die Frage der Länge des Erholungsaufenthaltes ist heute von jedem Reisenden zu überlegen, denn nicht nur er, auch die anderen Volksgenossen wollen einmal ausspannen. Es" ist eine natürliche Entwicklung, daß das für die Durchführung des Fremdenverkehrs notwendige Personal eingeschränkt werden mußte. Die zahlreichen Einberufungen zur Wehrmacht haben den Bestand an Küchen- und Bedienungspersonal verringert; auch die Personen, die für die vielen Annehmlichkeiten im Urlaub sorgen — wie Bedienung, Personal in den Wäschereien, die Verkaufskräfte im Einzelhandel — sind weniger geworden. Wenn auch jeder im Beherbergungsgewerbe Arbeitende seine ganze Kraft einsetzt, um die Geboae der Gast, lichkeit zu beachten, sind doch in vielen Fällen die Gäste nicht immer verständig genug, um diese Schwierigkeiten beim Antritt eines Urlaubs zu erwägen und sich entsprechend einzurichten. Auch der Gast hat Pflichten, und in diesen Zelten hat)en die in Deutschland reisenden Männer und Frauen die erste Pflicht, sich den Gegebenheiten der Zeit anzupassen. Wer im Kurort oder im Erholungsurlaub mit den durch die Rationierung zugeteilten Mengen so lebt wie zuhause. grauen Mannes. Der hielt ganz still und lachte dazu, das aber war ein herrliches Spiel. So wurden sie Freunde, der beurlaubte Soldat und sein Sohn, den er in diesen Tagen kennenlernte, sein Kriegsjunge. Eines Tages aber war der Vater verschwunden, und Jörg schrie vor heftiger Sehnsucht nach ihm. Vergeblich... Die Mutter mußte ihn trösten, und jetzt dachte sie nicht, es wären die Zähne, gegen deren Schmerz sich Jörg schreiend wehrte. Fortan waren sie allein, Jörg In der Welt seiner Mutter, und sie mit ihm. Wie oft sprach sie vom Vater, mit leiser Stimme... abends, wenn der Leib müde wird, die Seele wach. Allmählich beruhigte sich Jörg, er vergaß und söhnte sich mit seinem Kriegsschicksal aus, wie auch das Bild des stillen, feldgrauen Mannes verblaßte, den er liebte und dem er aus einer tieferen Zuneigung des Blutes inniger zugetan war, als er begreifen konnte. Viele Wochen später, als die Mutter mit ihm spazieren fuhr, schlug er plötzlich bittend seine Patschhändchen zusammen. Die Mutter konnte sich diese liebliche Geste nicht anders erklären, als daß Jörg hungrig nach einem Stück Zwieback verlangte. Nein, nein, und er wehrte alles ab... Bis die Mutter gewahrte, daß jenseits der Straße, wohin Jörg sein ganzes Sinnen und Trachten richtete, ein Soldat ging, anzuschauen wie der Vater. Nun wußte sie, daß Jörg bat, sie möge nicht fremd an dem vorbeigehen . Oft begegneten sie Soldateni und immer bettelte Jörg. Zuweilen erbarmten sich die feldgrauen Männer, dann durfte er Ihren Rock anfassen, die feldgrauen Knöpfe. Wenn die Mutter Ihren Weg fortsetzte, sah er ihnen lange nach... den feldgrauen Männern, er, ein Kriegsjunge. Anekdoten Klingende OmndMtztreiie Dem Nachfolger des Herzogs von Ven-döme in der Regierung einer Provinz wurden beim Einzug vom Magistrat der Provinzhauptstadt nach altem Brauch 1000 Goldstücke angeboten. Als der Bürgermeister dabei darauf hinwies, daß sein Vorgänger auf diese Gabe frelwilMg ver* ziehtet habe, anfwortete der Nachfolger: »Ich ahme nie Leute nach, am allerwenigsten würde Ich mir das bei einem Herzog erlauben.« Kdne Nahrungssorgen Kaiser Karl VI. war eine Meisterjäger, Sein Vertrauter, Graf Trautschn, sagte zu ihm einmall: »DÖs is a Schuß gwesen! Wär* g'scheiter, Majestät wären a Jager g'worden!« Karl lehnte das »Kompliment« ab: »Na, na, habe a so zMeben!« Verlangst Überall dl* „MARBURGER ZEITUNG' >Marburger Zeitung« 2, September 19^4! Nim»in«r 217 wird durch die Lenivung des Verbrauchs bestimmt ausiiommen. Es ist unbillig, vom Wirt in der Sommerfrische oder im Kurort mehr zu verlangen, als jedem heute zusteht. Auch die kleiner gewordene Speiseltarte ist kein Grund zur Klage, satt kann jeder werden. Es muß auch nicht alles mögliche eingekauft werden. Man erzählt sich von Gästen, die mehrere Spazierstöcke hamstern, nur weil es hieß, sie gehen zur Neige. Viele Gegenden in Deutschland stehen gastlich auch in diesem Kriegssommer bereit, die Erholungs-such'enden aufzunehmen; es wird aber erwartet, daß sich die Gäste über die zeitbedingten Schwierigkeiten klar werden und sie in Kauf nehmen. Oer älteste Marburger Dr. Josef Urbaczek leierte dieser Tage Seinen 101. Gehurtstas Urbaczek in unserer Stadt zum Bahii-arzt ernannt. Auf diesem Posten verblieb er bis zum Jahre 1918. Schon im Jahre 187J erfolgte seine Ernennung zum »Communalarzt«. wie es damals hielt, und wirkte er in dieser Eigenschaft bis 1919. Außer seiner Betätigung im ärztlichen Berufe wirkte der Jubilar durch volle vier Jahrzehnte im deutschen Theater- und Casino-Verein, sein Hauptverdienst aber lag auf dem Gebiete der Sorge um den Nächsten. Bereits 1872 gehörte Dr. Urbaczek der Marburger Freiwilligen Feuerwehr an. Er war es auch, der gemeinsam mit dem längst verstorbenen Wehrhaupt-mann Josef Ratzek und mit Jo«ef Leyrer die Rettungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr begründete, deren Chefarzt er durch eine lange Reihe von Jahren war. Das Leben dieses vorbildlichen deutschen Mannes war dem" Nächsiten gewidmet. Mögen ihm daher an dieser hohen bzw. höchsten Altersgrenze noch viele friedliche Tage beschieden sein! Iii der stillen Zurückgezogcnheit seines Hauses in Marburg, Burggasse Nr. 7, feierte dieser Tage der wahrhaft älteste Marburger, Dr. Josef Urbaczek, seinen 101. Geburtstag. Des greisen Jubilars, der unter Hunderttausenden das seltene Schicksal erlebte, in das »zweite Jahrhundert seines eigenen' Lebens« eingetreten zu sein, gedachte aus diesem seltensten Anlaß eine Abordnung des Steirischen Heimatbundes unter der Führung des Kreisführers Josef Kling-be rg, um ihm die Glückwünsche der Marburger Mitbürger zu überbringen. Die Abordnung überreichte dem sichtlich bewegten Jubilar ein Führerbild und anderie sinnige Geschenke. Es ist schwer, die geschic^itliche Fülle der Ereignisse auszudenken, die Dr. Josef Urbaczek als noch lebender Zeitgenosse zu seinen Erinnerungen zählt. Die Revolution des Jahres 1848 erlebte Dr. Urbaczek bereits als 8-jähriger Knabe. Dem heute Hunderteinjährigen war es vergönnt, nicht nur den Zusammenbruch der alten Donaumonarchie, sondern auch der 1919 entstandenen Nachfolgestaaten einschließlich Jugoslawiens und nunmehr auch die Befreiung der Untersteiermark zu erleben. Ein Menschenleben, das sich selbst über mehrere Geschichtsperioden spannt, hat in Dr. Josef Urbaczek seine Verwirklichung gefunden. Dr. Josef Urbaczek wurde 1840 'n Brünn geboren und bezog in späterer Folge das Studium der A^edizin an der Orazer Hochschule. 1869 wurde Dr. P^esiktueket! ^dSChworden wegen unregci. mäßiger Zustellunaf der »Marburger Zeitung« bitten wir nicht an uns direkt, sondern sofort an das zuständige PostaniT zu r'chlen. Änderungen der Anschrift (.\dres5e) bitten wir ebenfalls zwecks Vermeidung von Unterbrechungen in der Zustellunt, soforl an das zuständige Postanr bekannt, zugeben. »MARBURGERZEITUNG« Vertriebsabteilung Kleine Chronik m. Letzter W«K. Am 25. August starb in Rohitsch Kameradin Fini Schu-m e r. Unter zahlreicher Beteiligung der Jugend wurden die sterblichen Uberreste am 28. d. M. der Erde übergeben. Die Mädlführerin nahm von der Heimgegangenen Abschied. Ein schlichter Trauerchor beendete die Trauerfeier. m. Die Aus^tung unterstelrfscher Maler bis Mittwoch geöffnet. Die Ausstellung untersteirischer Maler in den Ausstellungsräumen der Marburger Burg bleibt bi» einschließlich Mittwoch, den 3. Sepember der Öffentlichkeit frei zugänglich. m. StraOen und Brücken in Stidfcärn-ten wieder herKestellt. Seit Monaten ist in den dem Deutschen Reich angegliederten Gebieten Südkärntens die Organisation Todt rastlos an der Arbeit, um die von den Serben verursachten Schäden an Straßen und Brücken zu beheben. Im Kreise Krainburg wurden für die Instandsetzung der Straßen und den Bau der Brücken ebenfalls Kräfte der O. T. eingesetzt. Die Staats- und Landstraßen im Kreise Krainburg sind nunmehr wieder hergestellt. Von den im gleichen Kreise ges,prengt vorgefundenen Brücken sind bereits !l als Dauer-Behelfsbrücken fertiggestellt und dem Verkehr übergeben worden, v m. soaooo RM auf Qlttckslos 363.697. In der Montag-Nachniittagsziehung der 5. Klasse der fünften deutschen Reichslotterie. fielen drei Gewinne von je 500.000 RM auf die Nummer 363.697. Die Lose dieser Glücksnummer wurden in allen drei Abteilungen in Achtelteilen ausgegeben. m. Konzerte in der Untersteiermark. Die Orte Pößnitz, Jahring, Jakob und Martin in den Windisch-Bücheln, Frauheini, Pulsgau. Hl. Geist, Gonobitz, Rötschach und Weitenstein wurden in der Zeit vom 22. bis 28. 8. vom Gaumu-sikzug XXXVI des Reichsarbeitsdienstcs besucht. Musikführer Finzel verstand es durch die sichere Führung seines Musik-zuges meisterhaft Märsche und altbekannte Steirermelodien in den Bann der Zuhörer zu bringen. Viele Tausende Zuhörer, die nach jahrzehntelanger Zeit wieder deutsche Musik hörten, waren Zeugen dieses großen Erlebnisse» m. Bunter Abend der Deut^hen Ju. send in Rohitsch. Dieser Tage veranstaltete die Deutsche Jugend in Rohitsch und die zum Ernteeinsatz dort weilenden acht Junten einen »Bunten Abend«, der sehr zahlreich besucht war. Die flotte und gute Darbietung des reichhaltigen Progran»-mes hat allgemeine Freude hervorgerufPn. Der »Bunte Abend« hat gezeigt, daß die Rohitscher Jugend in der kurzen Zeit schon sehr viel gelernt hat. m. Appen in Pößnitz. Dieser Tage fand in der Ortsgruppe Pößnitz ein Appell der Zellen- und Blockführer statt, be] dem den Zellen, und Blockführern ihr Aufgabenkreis erläutert wurde. m. SäuKlinic^kurs In der Ortsgruppe Rast. 60 Frauen der Ortsgruppe Rast wohnten Kürzlich einem fünftägicen Säuglingskurs des' Mütterdienstes bei. Mit regem Interesse wurde den Erläuterungen, Belehrungen und praktischen Übungen gefolgt. Besonders wurde auf Hygiene und die richtige Kleinkind-Ernährung hingewiesen. Am letzten Tage des Kurses wurde praktisch für den Säugling und das Kleinkind gekocht. m. Pra6t)erger Bäuerinnen wurden geschult. Das Ernährungsamt A in Ciili veranstaltete kürzilich in Praßiberg eine Besiprechung der Bäuerinnen aus dem Obersanntal. An dieser zahlreich besuchten Versammlung, die von- der Wirt- TURNEN UND SPORT iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiitniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiii Fünf harte Kämpfe in der Bereichsl(iasse Mit fünf Spielen wurde am Sonntag der neue Meisterschaftskampf dtir ostmänki-schen Fußballer eröffnet. Sämtliche Treffen fanden in Wien statt und lockten nahezu 30.000 Zuschauer an. Im Prater-stadion sahen 18.000 Besucher die beiden noch im Tschaiiim'er-Pokal-Rennen befindlichen Wiener Mannschaften, von denen aber nur die »Austria« zu überzeugen vermochte. Die veilchenblaue Wiener Elf fertigte »Wacker« in imiponierendem Stil 6:0 (3:0) ab, wobei der linike Flügel Je-rusaleni-Neumer besonders gefiel. Vorher kam »A'dmira« im Spiel gegen FC. Wien über ein torloses Unentschieden hinaus, allerdings hatten die Jedleser in ihrer besten Zeit vor der Pause großes Schußpech. Auf dem alten »Lehrerplatz« gab es gleichfalls einen Dcuppelkanipf. Einleitend hatte eine wieder etwas schwächere »Vienna« alle Händ-e voll zu tun, um den Neulin'g »Sturm Graz« 1:0 (1:5) durch 'ein von A^ittelstürmer Fischer in der 25. Minute erzieltes Kopftor knapp zu bezwingen und auch die Meister-Elf »Raipid«, der diesmal außer RaftI, Sperner, Skoumal und Pesser auch noch der Halbstürmer Schors fehlte, mußte am Ende frcfh sein, den zweiten Neuling -der Berelchs-klasse »Post SV.« Wien 3:1 (1:1) bezwungen zu haben. Der Wiener Sportklub feierte auf eigenem Boden einen hart erkämpften 4:3 (2:1)-Sieg über die Spiel-freudige Mannschaft des Floridsdorfer AC. : Cerer besser als Balke. Belm Schwimmfest im Klagenfurter Strandbad kam es über 200 Meter Brust zu dem mit Spannung erwarteten Zweikampf zwischen dem früheren jugoslawischen Rekordhalter Anton Cerer (Klagenfurier AC) und dem deutschen Meister Joachin Balke (Kriegsmarine Kiel). Cerer erwies sich vom Startsprung bis zum Anschlag als der schnellere Schwimer und gewann I in der ausgezeichneten Zeit von 2:45.1 i Minuten vor Balke, der 2:40.3 benötigte Cerers Zp'* bedeutet eine neue Ostmark-' Bestleistung. I ; Neues Sportleben in PraBberg. Die s^rtfreudige Jugend Praßbergs stellte ' dieser Tage eine Fußballmeisterschaft I auf. Im Beisein des Ortsgruppenführers, j der ihr Vorhaben aufs eifrigste fördert, I wählten sich die angehenden Fuöball-kämpen ihre Führung. Hierauf wurde beschlossen, die Instandsetzung des Sportplatzes in Soteska sofort in Angriff zu nehmen. Es wurden auch die Übumis-tage festgesetzt. So sehen wir nun iieute unsere Sportler jeden Abend bei der freiwilligen Arbeit am Sportplatz, wo sie den Boden planieren und ausiroden, um so einen Sportplatz für Veranstaltungen größeren Umfanges zu schaffen. : Siegreiche Leibnitzer. Die Leibnitzer Turn- und Sportgemeinschaft besiegte am Sonntag die Grazer Postler mit 6:2. : Einen neuen Europarekord stellte der ungarische Kraulmeister Tatos in Norr-iköpinig (Schweden) über 400 m mit 4:46,4 au'f und unterbot damit die seit zehn Jahren bestandene Bestleistung des Franzosen Taris um vier Zehntelsekunden. Tatos siegte t)ci 'der gleichen Veranstaltung über 100 m Kraul in 1:00,5 vor dem Schweden Björn Borg (1:01,7) und seinem Land"«-mann Grof (1:03,5). : Schetiring lief Europa-Bestzeit. Der VfB Stuttgart legte auf seiner Platzanlage die Übungen um die Deutsche Vereins-meisterscliaft der Leichtathletik ab. Im Rahnwn 'dieses Kampfes startete Scheurinß über 200 und 400 m. Der Kiokersmann befand sich in einer hervorragenden Form und durchlief die 200 ni in der europäischen Jahresbestzeit von genau 21 Sekunden. Die Zeit wurde von drr guten Erfolg. I Adolf Hitler«. I im Inlandgeschüft sehr häufig die ge-j genwärtigen Liefertnöirlichkeiten. IMe j Kollektionen sind geschmackvoll, ob-I wohl die Sortimente nicht hnmer so reichhaltig wie früher i:chalten sind. Man sieht unter dem Angebot auch vtr-liältnismäüig häutig Muster, die bereits für den kommenden Friedensbedarf gedacht sind. Das ist ein deutlicher Ausdruck dafür, daß die deutsche Industrie aucli in der Kriegszeit nicht rastet und sich mit allen zu Gebote stehenden Mitteln darauf einstellt, dvii ungleich größeren Aufgaben in der koni-Mienden neugeordneten europäischen Wirtschaft gerecht zu werden. Viel bemerkt werden auch die Kollektivausstellungen der 19 fremden Volkswirtschaften. Auf der Siportartikelniessc sah man ; hübsche Modelle von Wintersportklei-' dem und Regenkieidung. Lebhaft be-I gehrt sind Schlagbälle, Skier und Ruck-I Säcke. Papier- und Schreibwaren hat-i ten einen sehr guten Besuch. Interesse j besteht für Bildkarten. Alben und Pa-j pierwäsclic. Bücher wurden von der Scliweiz und Südosteuro'pa in Auftrag I gegeben. Auf der Spielwarenmesse in-I teressierten neue nesellschaftsspieie 1 und bei Musikinstrumenten, wo der Auftragseingang grölier war als auf der Frühjahrsmesse. Auf der Porzellan-tnesse sah man neue Plastiken. Allerdings sind die Fabriken voll beschäftigt. so dali längere Lieferzeiten ausbedungen werden müssen. Viel begehrt sind Tafelgeschirr und figürliches Porzellan. Audi Glas- und Sicingutwaren erfreuen sich einer sehr guten Nachfrage. Das gleiche gilt für Ualanterle-waren. In dieser Gruppe interessieren vornehmlich Geschenkartikel für Weihnachten. Bei Edelmetallen übersteigt die Nachfrage das Angebot. Die Aufträge können infolgedessen nur niit VorbehuU angenonnnen werden. Lebhafter Verkehr herrschte auf der Textil- und Bekleidungsmesse. Besonders verlangt werden Strümpfe, Wollstoffe, Druck- mid Dekorationsstoife. Traclitenklei-dung, Strick- und Wirkwaren sowie Damen- und Merrenoberkleidung. Auf der Ledermesse erregten neue hochwertige Lederwaren für Bürobedarr und kostbare Werbegeschenko für den Friedensbedarf die Aufmerksamkeit der Besucher. Die im fujahmen der Reichsmesse durchgeführte Ruiidfunkexporttnuster-scliau wurde durch Ministerialdirigent j Alfred Ingemar Bernd. Leiter der Ab-| teilung Rundfunk im Reich'ministerium I für Volksaufklärung und Propaganda! und Vorsitzender der deutschen Rund-funkarbeitsgemeinschaft. eröffnet, der auf die Bedeutung des Rundfunks im Kriege als Kampfmittel um die Meinungsbildung in der Welt und als Mittel der-Verbindung zwischen Front und lieimat hinwies und feststellte, daß die Schau ein Beweis für die aulierordont-liche ^ Leistungsfähigkeit der deutschen Rundfunkindustrie sei. Aus Anlal-i der Lröffnung der Roicns-messe sind dem Rcichsnicsseamt weiter ülückwunsclitelegrannne des Reichsmarschalls des (jroBdent.schcn Rcicl^'s Hermann Göring, dCs Reichsministers für Volksaufkläruiig und Propaganda Dr, Goebbels, des Reichsministers des Ausw^'irtigen voqi Ribbeiitrop und des Reichsministers und Chefs der Reichs-kanxlei Dr. Lannners'zugegangen. WirtschaftsnoHzen X Preise für Roßkastanien der Ernte 1941 ! ini Reich. Der Rcichskommissar für die Preisbildung hat durch Anordnung im Reichsanzeiger Nr. 200 den Sammlerpreis für Roßkastanien im Reich auf 4 RM je 100 kg ohne Verpackung frei Sammelstelle festgesetzt. Diesen Preis hat auch der Jagdberechtigte bei unmittelbarem Bezug an den Sammler zu zahlen. Die Reichsarheitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde darf für die Abgabe von Roßkastanien für je 100 kg ohne Verpackuntj ab Verladestation hei der Abgabe an Jagd- i berechtigte zur Wildfütterung 8 RM berech-' nen, bei Abgabe an dio Mitglieder der Gruppe, an Eorstsamen- und Forstpflan/en-betriebe und an liic vom Reichsamt für Wlrt-schaftsaufbaii vorgesehenen chemisch-technischen Verbrflucher 5,30 R.M. X \ah|{arn aus Kunslseidp. In inmicr größ<'ivm nmlaiig<' wird jelzl im Iloieh Kunstseide als Xähfjarn ViM*wan»ll. InslK^-.sonden* die Dekleidungsinduslrie verwendet für ihre M:lnl»d, \nzüge uiul Kleidrr zu einem immer grölAeron Teile NähM'ide aus Kunstseide. Damit die Kunstseid«'alver un die Stelle der bisher üblichen Näh-ßarnv aus Seide, Chappe, ein Seidengani aus ScideiiablTdIen, und Haumwolle treion kann, muß sie noeh ein<' Veredelung durehr';;elH'n. X Dor Kapilalverkphr im Reieli. Im Heichsgt'selzblall iVr Teil I verülfenl* licht der Meichswirlsehal'tsminisler eine Irrste Durehlnbrungsverordnung zu ene (leiiehmigunj! nicht erlordei-lich, wenn das Gesellschafls. kapital der zu griind»>nden Gesel 1 schalt' den Hetrag von r)ii0n()0 HM nicht erreicht, oder wenn der Uelrajjj, um den das (ic-«'llsehaflskapilal erhöht werden soll, «»Lt bis zu s alV zu verwerten, daß sie — volkswirtscbalilich ge sehen — deji größten Nutzen Irrin^en. fl^-i der Mnhnerhaltung ist das nur dann der Kall, wenn jede Henne jährli der Styria-Film G. m. b. 11. So gefällst Du mir! § Oustl Huber, Wolf Albach Rctty, Jane Tilden, M Oskar Sima Für Jugcndlichc nicht zugelassen! 7 Neueste Deutsche Wochenschaul Kulturfilm!^ Kallarflim-SondervorsteilunDen Montag, Dienstag, Mittwoch 'V4l4 Uhr Der große Expeditionsfilm Dschungel-fieheimnisse Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassen! Neueste Deutsche Wochenschaul Vorführungeni Heute 16, 18.30 und 21 Üht Karten von 10—12 und ab 15 Uhr eSPLAMAOE t*"ernruf Der laufende Berg Ein Ufa-Film mit llansi Knoteck, Paul Richter Maria Andergast, Fritz Kampers Für Jugendliche zugelassen! Ein Ufa-Kulturfilm und die Deutsche Wochenscliaul 6247 Wegen Gefolgschaftsurbaubs bleiibt das Manufakturgeschäft HANSPREAZ, Marburg, Adolf-Hitler-Platz 13, vom 1. bis 14. September geschlossen! . 6300 D i e e h 8 r i in lede fmmlllm dmm Unimrimndm» r Französisch-, Englisch- und Deutschunterricht erteilt staatl. gepr. Sprachlehrcrin. Anfr. Verw. 63S0-11 D I e HarburflAr Zeltuit9 nr O H Ö r l tn ImdB Pmmllle des llnlerfandei Tief gebeugt geben wir bekannt, daß unser geliebter St)hn, i^riider, Schwager und Onkel Franz Stropiik Beamter tJHch kurzer, (jualvoller Krankheit im 33. Lebensjahre am 2S. August gestorben ist. Das Begräbnis unseres Unvergeßlichen fand am 30. August um 17.30 Uhr von der Kapellt-St. Jakob zum III. Kreuz in Lnibach aus statt. Die hl. Seelenmesse wurde Montag, den 1. September um 7 Uhr in der Pfarrkirche bei St. Peter in Laibach gelesen. Die zweite hl. Seelenmesse wird am J». September um fi.ilO Uhr in der I*>anziskaner-Pfarrkirche in Marburg gelesen wertlen. Marburg—Laibach, den 1. September 1041. Die tieftrauernden Eltern, Brüder, Schwestern, Schwägerin und Familie Hribar »i.<77 DANKSAQUNQ l ur die vielen Reweise aufrichtiger Teilnahme, die uns anläßlich des Heimganges unseres liebsten üatten und Vaters, dcB Herrn Melctiior Supaii entgegengebracht wurden, danken wir allen Verwandten, I'reunden imd Bekannten herrlichst. Wir danken für die schimen Kranz- und Blumen* spenden und sprechen für die Beteiligung am letzten Wege allen Teilnehmern innigsten Dank aus. Herzlichster Dank dem II. Dr. Sevscheg für seine große Mühe. Die tieftrauerndc Anna Supan, Gattin; Anni Supan, Tochter. H374 UaiiiJlbclu-üllciler Auluu Gorsctiuck, SlcilvcrU-cleiidur ilauplscUrii'llcilcr uilo Kutiiier — Drucli der uMaibuiücr Druckuici"