BNZmnoSft wmMtot ff tpi fl Sanislag-Sonatag U Bpl Imbutger öenuno Amtliches Organ d e Ste Irischen Heimatbundes V«rl99 nnrt ^rtiHft1filtnnrau, SNeMtag, 17. !7tobtni6er 1942 82. Sol^roano Achseiitruppen in Tunesien gelandet Zwei «IngetchlasMne SowJ«t-KrSift«grupp«ii im Kaulcasus vernichtet — Weitere HSuserblecics in Stalingrad genommen — U-Boot torpedier! 6W0 Tonnen vor Maroldie Führerhauptquartier, 16. November i>as Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen vernichteten Im Kauka-int xwal eingeschlossene feindliche KrSfte-gruppen und wiesen an anderen Abschnitten, Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten für den Feind zurück. Kampfflugzeuge warfen ein Frachtschiff Im Kasplschen Meer In Brand nnd beschädigten zwei Transporter. In Stalingrad wurden durch StoBtrupp« unternehmen weitere Häuserblocks genommen und feindliche Gegenstöße abgewiesen. Am W^lchow brach ein feindlicher Angriff im eigenen Abwehrfeuer zusammen. Die Ausweichbewegungen in der Cyre-naika verlaufen planmäßig. Doutscho und italienische Kampf- und Zerstörerverbände griffen feindliche Kolonnen mit guter Wirkung an. In Luftkämpfen mit überlegenen feindlichen Fliegerverbänden wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen. Deutsche und Italienische Truppen sind Im vollen Einverständnis mit den französischen zivilen und militärischen Behörden In Tunesien gelandet An der Küste Algeriens wurden Hafen und Flugplatz Bone bombardiert. Ein deutsches Unterseeboot torpedierte vor der marokkanischen AUantikküste ein Fahrgastschifl von 6000 brt. In der Nacht zum 15. November fand vor der niederländischen Küste ein Seegefecht zvHschcn Vorpostcnhoolen und feindlichen Schnellbooten statt. Der Feind zog sich nach kurzem Gefecht zurück. Briten Is Minenfelder geraten Berlin, 16. November In der Cyrenalka standen die deutschen und ildlienisrhen Truppen am Sonntag in heftigen Kämpfen gegen die nachdrängenden Briten. Beim Versuch, die Nachhuten zu umfassen, gerieten die Angriffsspitzen der 8. britischen Armee in Minenfelder. Weitere Ausfälle erlitt der Feind durch Angriffe unserer Sturzkampf- und leichten Kampfflugzeuge. Aufklärer hatten auf der Küstenstraße zwischen Sidi el Barani und Tobruk starke britische Kolonnen festgestellt, überraschend stießen unsere Flieger auf den Feind herab und warfen ihre Bomben mitten zwischen die Panzer und Fahrzeuge. Besonders erfolgreich waren die Angriffe gegen aufgestaute Kolonnen am Halfaya-Pnß sowie südöslwärts Sidi el Barani, wo 300 parkende Kraftwagen mit Bomben belegt wurden. Unsere Flieger brachten hier durch Oer Verrüter Oarlan Vichy, 16. November Das franzAslsche laformationsministerium gab am Montag folgendes bekannt: Der Rundfunk von Marokko hat eine Proklamation des Admirals Darlan bekanntgegeben, die tatsächlich einen Aufruf zur Ab-* trünnigkeit darstellt. Sobald Marschall Pätain von diesem Dokument Kenntnis erhielt, richtete er an alle Franzosen des Mutterlandes imd des Weltreiches folgende Botschaft: „Admlral Darlan gibt vor, in meinem Namen zu handeln. Idi bin nicht der Mann, der irgendeinem Zwang nachgeben würde. Wer das Gegenteil behauptet, der fügt mir eine Beleidigung zu. Im Augenblick, In dem Afrika angegriffen wurde, habe ich dem Ad-miral Darlan die Verteidigung der französischen Souveränität anvertraut, die mir übertragen wurde. Schon seit der ersten Kampfhandlung hat der Admiral nicht gezögert, mit den Angreifern in Verbindung zu treten, und er hat, indem er den vorzeitigen Befehl zur Einstellung des Feuers gab, den Widerstand desorganisiert und die Moral der Truppen gebrochen. Darlan hatte sich in verräterischer Weise hinter Giraud gestellt. General Giraud aber wurde durch eine ausländisch« Macht bestellt, die den Krieg auf franTiösisrhen Boden trug. Der Admiral hat sich daher außerhalb der nationalen Gemeinschaft qestelU. Tch erkHire ihn aller seiner öffentlichen und des militHrMai^rR«r Zeitung« 17. November 1942 Miimmer 32t reich streitig gemacht worden. Die Jahre 1815, 1817, 1822 und 1896 bedeuteten schwere Kriien auf Madagaskar, die jedesmal durch englische« Eingreifen veranlaßt waren. In di«ser Zelt hielten die Engländer die alten französischen Besitsungen Guadelupe und Martiniqu« insgesamt 14 Jahre lang wider-rechtlicli besetzt. Im,alten französischen Senegal-Gebiet machten sich die Engländer fast 40 Jahre breit: auf Guayana zehn Jahre, I in Französisch-Guinca z:^vcl Jahre, auf den R«^uniona-InseIn vier Jahre. . i Ofgeji t'VHiiiuvidbs ncniet« KoloBialroich | Krst dafl 19. Jahrhumiert änderte mit dem I Ausgang der napoleonischen Kriege die ' Weltlage und FranJtreich baute ©in neues i Kolonialreich auf. Dieses moderne Kolonial- 1 Japan beherrscht den westlichen Pazifili Weitere Einzelheiten zur letzten Seeschlacht ^ Unterlegenheit der Amerikaner immer katastrophaler — Keine Möglichkeit der Entlastung Guadalcanars Tokio, 16. November L'aa Kaiserliche Hauptquartier gab laut Dornet am Montag um 15.30 Uhr japanischer Zeit weitere Einzelheiten über die Ereignisse der Schlacht im Südpazifik bekannt, die seit der Bekanntgabe vom 27. Oktober eingegangen sind. Versenkt: Ein Schlachtschiff, zwei Flug- . r-. , , , zeugträger »Hnterprisec uad »Hornetc. ein Wftr btir ^ ostmdien erataad, j weiterer großer Flugzeugträger, drei Kreu- war England stets em Dorn im Auge. Es hat deshalb wiederholt kritische Augenblicke in den Beziehungen zwischen Pari« und London gegeben. Die Krise von Faschoda im Ägyptischen Sudan (1898) führte eine Kriegsgefahr zwischen den beiden Ländern herauf. Im An.schliit\ an diesen Zwischenfall, der Frankreich das obere Niital kostete, schließlich aber von Delcasse zur Einleitung der EinUrcIsungapolitik gegen Deutschland benutzt wurde, kamen Vereinbanmgen zwi- zer, ein Zerstörer. Schwer beschädigt: Drei nicht identifizierte Kriegsschiffe, drei Zerstörer, Mehr als 55 feindliche Plugzeuge wurden in Luftkämpfen über feindlichen Stellungen abgeschossen, 25 feindllQhe Flugzeuge wurden in Luft kämpfen oder durch das Feuer unserer Flotte über japanischen Stellungen zum Absturz gebracht. Die Gesamtzahl der verlorenen feindlichen Flugzeuge überstieg, sehen Paris und London über die Abgren- I einschließlich der mit den versenkten Flug- zung der gegenseitigen Eüiflußsphären in Mittel-, Ost- und Nordafrika zustande. Wie wenig solche Vereinbarungen jedoch galten, zeigte «ich unmittelbar nach dem deutsch-franzosischen Waffenstillstand im Juni 1940. England, das seinen Einfluß auf dem europaischen Festland verloren hatte und das auch seine überseeischen Besitzimgen bedroht sali, beriet bereits damals mit den USA darüber, wie man sich de»? franacisi-schcn kolonialen Besitztums am besten bemächtigen könnte. Zuckerbrot und Peitsche für Vichy Dieser Sachverhalt ist durch einen In der amerikanischen Wochenschrift »Saturday Evening Post« ini März d. J. erschienenen Au/saLzes bestätigt worden. Darin wurde ausgefiüirt, daß schon wenige Tage nach dem dculsch-französiachen Waffenstillstand, zu einem Zeitpunkt also, da die USA-Fle-gierung feierlich versicherte, daß sie sich niemals am Kriege beteiligen werde. London und Washington Ijereits über die Verteilung iles französischen Koionialbesitzca berieten. Während Churchill damals eine gemeinsame englisch-amerikanische Aktion zur Besetzung Nordairikas, Syriens und der französischen Häfen an tier Westküste Afrikas verlangte, erklärte Roosvcelt, er sei noch nicht fertig und müsse auch auf die Franzosen-freundlichkeit in der amerikanischen Bevölkerung Rücksicht nehmen. Er werde aber, So fügte er hinzu, mit allen diplomatischen Mitteln vensuchen, die französischen Gebiete in Afrika unter Druck zu halten. Kurze Zeit später verlangte Ohurchül, die USA-Regic-rung möge den Verräter de GauJle offiziell anerkennen. >Unsere polnischen Führerc — so schreibt die Zeitijchrift — »mußten mit Vorsicht vorgehen, solange wir noch nicht in den europäischen Krieg vei-wickelt waren. Es erschien uns besser, eine von der englischen unabhängige Politik zu verfolgen. Solange wir luiseren Beobachter in Vichy lassen wollten, mußten wir deshalb die OppoaiUonsbe-wegimg de Gaulle ignorieroii.c Weiter er» klärt die Zeitschrift: >Der Grund, weshpie wir kein französisches Gold an ehe Bew^ gxuig de Gaulies übergaben, war, daß 19» pore Regierung diesen Schatz als Lockniitü in ihren Verhandlungen mit Vichy benutzen wollte.« Washmgton beabsichtige außerdem, öurch Nahnmgsmittellieferungen ein freiwü-liges Entgegenkommen Frankreichs in Afrika herbeizuführen. »Saturday Evening Post< schreibt ausdrücklich: »Unser Problem bestand nicht darin, Nahrung als ein menschliches Mittel zur Rettung von Leben anzusehen, sondern als eine Waffe der Kriegführung«. Washington legte diese Waffe beiseite, als es den Zeitpunkt zum Handeln für gekommen hielt. Die Verhandhmgen mit Frankreich kamen ins Stocken, die Ijcbensmitlellieferun-gen nacJi Frankreich wurden fast ganz eingestellt. Nachdem die USA den größten TeU Ihrer pazifischen Besitzungen an Japan verloren haben, wendet es nun seinen Imperialismus nsLCh Afrika und hält sich mit England schadlos an den Besitzungen Frankreichs. Die falschen Frountlschaftsbezeigun-gen sind eingestellt worden, und die wahre Meinung Englands imd der USA ist unver-hiillt zum Ausdruck gekommen. Die Franzosen haben wieder einmal Gelegenheit, festzustellen, was die wahre Absicht der Anglo-Amerikaner ist. die sich fvy lange als die >Freunde Frankreichs« aufgespielt haben. zeugträgem vernichteten, die Zahl 200, Weiter teilt das Kaiserliche Hauptquartier mit: Es wurde mit Sicherheit festgestellt, daß der seinerzeit als in der Schlacht bei den Midways versenkt gemeldete Flugzeugträger der >Homet«-Klasse der Flugzeugträger »Yorktown« war, daß der Flugzeugträger der »EnterT|rise«-Klasse ebenfalls In der Schlacht bei den Midways beschädigt worden war, und daß es sich bei dem in der Schlacht im Korallenmeer als versenkt gemeldeten Flugzeugträger »Yorktown« um einen besonders ausgerüsteten Flugzeugträger handelte. tJSA-Flotte muß kämpfen Der Ausgang der Pazifik.schlacht steht heute schon fest. Der letzte Sieg der japanischen Flotte bei der Insel Guadlücanar bedeutet einen schweren Schlag für die Kriegführung der USA, die die restlichen Schiffe in diesem Raum in den Kampf geworfen haben, um die einzige vorgeschobene USA-Position im Pazifik zu haften, erklärte der japanische Marin espnecher Kapitän Sholchi Kamada in einer Unterredung mit einem japanischen Zeitun^skorrespondenten, Der Spreen auf Guadalcanar sind und bleiben von der Außenwelt abgeschnitten. Sie führen g^en überlegene illilillllllllllllllllllllllllllililllllllillllllllliilllillllllllllllllliiitllliiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Pliindening und Neutralitätsbruch Die britisch-amerikanischen,»Befreier»* setzen ihre Gewalttätigkeiten fort — Pfund und Dollar regieren in Algerien BooseveHs 1001. Nachi StocWiohn, 16, November Reuters Sonderberichterstatitr Im Hauptquartier der ».Alliierten« in Nordamerika berichtet, jeder Araber, der einen abgeschossenen amerikanischen Piloten zum Hauptquartier führt, erhält fünf Golddt>!lar. Oies wird in einem Flugblatt beknnntfjegeben, das die hlößtje der Vereinigten Staaten trägt und eine Rotschaft Roosevelts in arabischer Sprache cnlhlilt, die folgendonnaßcn lautet: »Meine (iriiße an alle arabischen Vülker; der Friede sei mit euch. r>eT Träger dieses Briefes ist Soldat der Vereinigten Staaten und der Freund aller Araber. Behandelt ihn gut, bewahrt ihn vor allem Unheil und gebt ihm zu essen und Stockholm, 16. November täne JVÜtteilung defi von den brrtiadi-nord-amerikanischen Eindringflingen kontrollierteil Radiodienstes Algier besagt, daß auf Wei-sun|[ der Behörden alle amerikanischen und britisciien Banknoten bis Ende dieses Jahres als Zahlungsmittel für alle Ankäufe angenommen werden. Das sieht den britisch-nordamerikaniscJien väubern ähnlich. Hine ihrer ersten Maßiiali-liien in dem geraubten französischen Gebiet ist also die Einführung der englischen und nordamerikaiMschen Währung, noch dazu zu einem Kurs, der einer Auspowerung des Landes gleichkonmit. Die Frage, was diese Maßnahme mit der angeblichen >Befreiung Französisch-Nordafrikas von der Aahscngefahrc zu tun haben soll, können weder Roosevelt noch sein Handlanger Churchill beantworten, Sie beabsichtigen ja auch nur, der wirtschaftlichen Portion Frankreichs in diesem seinen Territorium einen weiteren Schlag zuzufügen. Briten versenken fran/ösischen Segler Ein französisches Segelschiff, das mit Franzosen aus Marokko nach Spanien und Portugal imterwegs war, ist, .Meldungen aus Alge-ciras zufolge, durch ein britisches Kriegsschiff angegriffen worden. Auch englisclie und amenkam'sche Flugzeuge warfen Bomben auf das Segelschiff und beschossen es mit Bordwaffen. Das französische Segelschiff ist gesunken. Alle an Bord befindlichen Fahrgäste sollen, den bisherigen Meldimgen zufolge. ums Leben gekommen sein. Admiraj Godefroy von Engländern verhaftet Nach einer Meldung aus Ankara wurde der Befehlshaber des französischen üeschwade's in Ale.xandrieu Admiral Godefroy von den britischen Behörden verhaftet. Voa britischer Seite werde diese Maßnahme damit begründet, daß Godefroy srch geweigert habe, der britischen Kriegsmarine das französische Geschwader auszuliefern. Verletzung der portugiesischen Neutralität Wie aus Lissabon gemeldet wird, hat am Sonntag mittag gegen 12 Uhr ein größerer Verband amerikanischer Bombenflugzeuge in niedriger Höhe das Stadtzentrum von Lissabon überflogen. Zwei Maschinen kreisten mehrere Male über der portugiesischen Hauptstadt. Die amerikanischen Abzeichen konnten einwandfrei festgestellt werden. Unter der portugiesischen ^völkerung, dip zur Mittagsstunde sehr zahlreich auf den Straßen weilte, hat die Verletzung der portugiesischen Neutralität größten Unwillen ausgelöst. Wieder Eiabrnch In Schweizer Luttrauin Am Sonntag abends zwischen 20.')0 und 21.1^ Uhr wurde in Bern und tu verschiedenen anderen Orten der Westschweiz Fliegeralarm gegeben. An mehreren Orten trat die Fliegerabwehr in Aktion. Zwischen 22.15 und 23.40 Uhr erfolgte in den gleichen Gebieten ein zweiter Fliegeralarm, als sich die Flugzeuge auf dem Rückflug befanden und abermals den Schweizer Luftraum verletzten. Die britischen Flugzeuge, die laut italienischem Wehrmachtbericht erneut einen Terrorangriff auf norditalienisdie Orte unternahmen, scheuten sich also abermals nicht, das Schweizer Gebiet völkerrechtswidrig zu überfliegen. Gripps phantasiert sich aus Merkwürdige Pläne über die Zukunft Buropas Bcrlia, 16. November Sir Stafford Gripps — Lordsiegclbewalircr und Sprccher des Unterhauses — hat nacJi sehr langem Schweigen an« Sonntag in Westininster auf der Konferenz des sogenannten internationalen Jugendrates, der sich amnaßt, ini Namen der Jusend sprechen zu können, länjiere Ausführungen über die Zukunft tiuropas nacJi dem Krieg gemacht. Sir Stafford Gripps wies vor diesem seltsamen Ciremiutn die We^e auf, mit denen die »Sicherheit Europas vor der Macht eines künftigen Hitlers« garantiert werden könne. Der ehemalige Botschafter Cnslands in Moskau nannte zwei Lösungen. Die erste sieht vor, Deutschland fn eine Anzahl von 711 trinken. Helft ihm, zum nächsten Standort, Kleinstaaten aufzuspalten. Die zweite Lösung von Soldaten der Vereinigten Staaten zurück- J jju sehen sein, daß man die deut- /iikchren, ihr werdet reichlich belohnt wer- sehe Industrie auf die Nachbarländer Verden, Gott sei mit euch! Franklin Roosevelt.c ' teilt und so Hitlers Auffassung von der Kon- zeatricruug der gesamten Itulustriemacht und damit die militärische Macht auf deutschem Boden umstößt. Das sind die Oodankengänge, die Sir Stafford Gripps zum Besten gab. Alle diese Pläne haben die gleiche Tendenz und Sir Stafford Gripps hat sie nicht zum ersten Mal vorgetragen. England will ein zerspaltetes Reioh, es will möglichst gleichzeitig die gesamte deutsche Industrie In diejenigen Länder verteilt wissen, die als britische Vasallenstaaten um Deutschlaiul errichtet werden sollen. Auf diesem Wege will England sich die ungeheure deutsche Produktionskraft zunutze machen. Von solchen Diebstählen hat das britische Wcltreicli von Deginn an gelebt. Rine Antwort auf diese britischen Piiantasiepläne braucht nicht erteilt werden. Der Zeitpunkt hierfür wird noch kommen. japanische StreltKräfte einen Verzweiflungskampf, der In allen Punkten dem Ringen auf der Bataan-HalbInsel ähnelt. Bekanntlich wurden die starken amerikanischen Truppen auf der Bataaii-Halblnsel nach wochenlan-gem verzweifelten Widerstand am 11. April zur Übergabe gezwungen. Nicht anders wird CS den Amerikanern auf Guadalcanar ergehen. Luftkämpfe liber NeukaJedonlen Die japanische Marineluftwaffe wieder-holte auch am 14. November Ihre Angriffe gegen die neukaledonischen Flug^lät^ und Häfen des Feindes. In den Gewässern ostwärts von Canala wurde ein USA-ZerstÖrer durch Bombentreffer so schw*er beschädigt, daß er unter starker Rauchentwicklung liegen blieb. In Luft.känipfen achoasen japanische Jäger am 14. und 15, November Inagesamt 13 amerikanische und australische Flugzeuge ab. Die Verluste der Japaner betrugen drei Flugzeuge. Wie >Jomluri Hotschi« von einem ungenannten Stützpunkt berichtet, haben am 9. und 10, November auch größere Luftkämpfe Uber dem burmesischen Hafen Akj'ab stattgefunden. Die japanische Abwehr schoß sieben Blenheim-Bomber und zwei Jäger ab. VerzweifluiigssK'hrel aus Neuseeland >Die USA-Truppen auf Guadalcanar xind ganz allgemein im Südpazifik können jeden Augenblick gezwungen sein, um ihr Leben und um unser Leben zu kämpfen«, erklärte, einer Reutermeldung aus Wellington zufolge, der neuseeländische Ministerpräsident Frazer am Sonntag, als er In einer Rede die Bevölkerung vor »übertriebenem Optimismus« warnte. Prazer fügte hinzu, daß die Küsten Neuseelands keineswegs von der Gefahr befreit seien. Diese sehr deuUiclien Worte B*razers sind am ehesten dazu geeignet, die Größe der Niederlagen, die die Vereinigten Staaten in den schweren Kämpfen tim die Salomon-In-seln und auf Guadalcanar erlitten, zu kennzeichnen und die üble amerikanische Illu-sionsniache uni den Stand der Kämpfe Im Südpazifik zu entlarven. Arbeiter für die Zukunit Europas Berlin, 16. November Die Dienststelle des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz teilt mit: Irotz der maßlosen englisch-amerikanisch-jüdischcn Hetze gegen den Arbeitseinsatz französischer Arbeiter in Deutschland läuft der Antransport französischer Facharbeiter auf vollen Touren. Die französischen Arbeiter fühlen sich tn Deutschland wohl und arbeiten ausgezeichnet. Sie sind glücklich, einen lohnenden Verdienst und auch in der Ernähnmg manclierlei Vorteile zu haben. Auch sie arbeiten für ein Europa, das durch den Sieg der Achse vor der Raub- und Blutgier der Juden und Bolschewisten ebenso gesichert sein wird wie vor der brutalen Ausbeutung und vor der Vergewaltigung durch die englischen und amerikanischen Pluto-kratien. fUkSBe HütMtklek Relchsminbter Dr. Goebbels empfing 27 Ritterkreuzträiier. Reidisminister Dr. Goebbels empfing am Montag In den Räumen seines Ministeriums 27 Ritterkreuzträger der Infanterie, die von der Ostfront kommend, die Wehrertflclitigungslager der HJ besucht und vor den jungen Mannschaften begeistert aufgenommene Vorträge gehalten haben. Finnische U-Boote versenkten drei feindliche U-Boote. Finnische U-Boote haben im Finnischen Meerbusen und in der Ostsee drei große feindliche U-Boote versenkt. Isländische Regierung zuriickfjietreten. Nach einer Meldung des englischen Nachrichtendienstes ist die isländische Regierung zurückgetreten. Das zurückgetretene Kabinett war eine konservative Minderheitsregierung unter Olafur Thors, des Führers der Selbständig-keitspartci, die bei den Wahlen am 18. Oktober 20 statt vorher 17 von 52 Alting-MandiV ten erhielt. USA nehmen Martinique und Guadeloupe. Nordamerikanische Truppen haben das französische Kolonialgebiet auf den Kleinen Antillen, unter denen Guadeloupe und Martinique die bekanntesten Inseln französischen Besitztums sind, besetzt. Brasillea ^^eblt Fnozösisch-Guayaoa. Wie aus Rio di> Ihndlro berichtet wird, haben bra-silianischo Truipen den Fluß Diapok, der die Grenze zwiscien Französisch-Öuavana und der brasilianischen Provinz Para bildet, überschritten und führen gegenwärtig einen Einfall auf französisches Gebiet durch. Damit hat sich Brasilien der Raubpolitik Washingtons angeschlossen. Starkes Erdbeben in Istanbul verspürt. Sonntag abend urn 20 Uhr 4 Minuten wurde hier ein starkes Krdbehen verspürt, das aber keinen Sohaden anrichtete. Druck und Verlae: MarburRcr VerlaKS- und Druckerei-Ocfi. in. b. H. — VerlaKRieitunR' l^aon UniimRartiier; HaiiDtschriftlelter: Antpn Qcrschack, alle In Marburg a. d. Drau. Badcnsse 6 Zur Zeil für Anzrigen die Preisliste Nr 2 vom I. Juli 1942 RilltiK, Ausfall der LIcieriinK des Dlattes hei hölierer Gewalt oder netriebsstäriinjt cibt keinen Anspruch auf Buskuhluna ^♦ummeT 311' »Mart>urgeT feitun^« 17. NoveinfieT 1^2 Sctte 3 So^ tfdtlHit Mit (Kit Hoiäätiilut Am Abend des 5. November lief der erste Teil der anglo-amerikanlschen Landungsflotte aus Gibraltar aus — Erfolgreiclie Aufklärungsarbeit unserer Luftwaffe Als Im Verlauf der letzten Wochen die ständige Aufklärung im westlichen MitteJmeer, vor allem die Auswertung der Fhegeraufnah-men von Gibraltar einen wachsenden Zugang schwerer hrilisch-amerik^inlscher Seestreitkräfte ergab und die Belegung des Hafens mit Mandelsschiffen stärker wurde, da setzten im gleichen Zuge bei den Staffeln, Gruppen und Geschwadern ?mserer Luftwaffe die Vorbereitungen für die zu erwartende Begegnung mit einem neuen feindlichen Großgeleit ein. Oer Gegner schien einen entscheidenden Schritt wagen zu wollen, da er offensichtlich den Einsatz aller verfügbaren Kriegsfahrzeuge, vornehmlich schwerster Einheiten nicht scheute. Mit höchster Aufmerksamkeit traf die Achse ihre Vorbereitungen an den Stellen, von denen aus der erste Angriff erfolgen konnte. Sie beruhten auf den praktischen Erfahrungen lind überaus großen Erfolgen, die im Juni und August bereits die See- und "Luftschlacht im Mittelmeer zum Sieg geführt hatten. Erste FeindfUhlunR südlich AImcrhi Am Abend des 5. November läuft der erste feindliche' Verband mit östlichem Kurs aus. Im Morgengrauen des 6. November folgen schwere Einheiten unter starker Sicherung, Am gleichen Tag passieren neue Frachter mit vielen kleineren Bewachern die Meerenge. Als das Geleit seine geschlossene Formation gefunden hat und südlich Almeria steht, halten Aufklärungsflugzeuge bereits Fühlung und geben die ersten ausführlichen Nachrichten über Fahrtrichtung und Zusammensetzung des Verbandes. Zu dieser Zeit ist der Einsatz stärkerer Kräfte der deutsch-italienischen Luftwaffe noch nicht geboten. Mit innerem Fieber warten die Besatzungen auf ihre Stunde. Die Flugzeuge tragen höclwte Bombenlast und weitreichende Spritmengen. Auf den Kartentischen der Stäbe ist jede Bewegung des britisch-amerikanischen Großgeleits verzeichnet. Der Kanif)f beginnt Im Morgen^jrauen des 7. 'Novenrber erreichen einzelne Kampfflugzeuge — noch immer die Vorhuten unserer Geschwader — Teile des Gegners und packen zu. Ein großer, im Dunst des frühen Tages nicht näher erkannter Frachter erhält einen schweren Bombentreffer. Eine halbe Stunde später wird ein S(0)-Tonncr angegriffen. Das sind die ersten Nadelstiche, bevor das Geleit in die eigentliche Reichweite unserer Kampfverbände kommt. Mit ungeheurer Spannung wird in den Feldflughäfen jede Positionsmeldung verfolgt, noch Immer aber herrscht Ungewißheit, als am Vormittag die feindlichen Flottenstreitkräfte südlich der Balearen verhalten. Plötzlich Kurs nach Süden Zu dieser Zeit herrscht leider schlechte Sicht am Standort des Gegners. Aufklärer und Kampfflugzeuge, die in den folgenden Stunder. und bis Mitternacht die Fühlung halten wnd neue Treffer auf verschiedenen Einheiten anbringen können, melden erstmalig südlichen Kurs einiger der bisher nach Osten laufenden Teilverbände des Gegners. In den ersten Stunden des 8. November fällt die Entscheidimg. Briten und Amerikaner wollen in Marokko und Algerien landen! Als die Sonne gute Sichtverhältnisse an der nordafrikanischen Küste zuläßt, erkennen unsere Aufklärer bereits Landungsboote am Strand. Kriegsschiffe stehen schützend im Hintergrund. Eine zweite und dritte Transportwelle schiebt sich heran. Die Stunde der deutsch-italienischen Luftwaffe war gekommen. Kriegsberichter Werner Kark, PK PaDsenloser BombeDbagel Nun starten seit dem 8. November deutsche Kampffliegervcrbände in rollenden Einsätzen gegen die britisch-amerikanischen Kriegsschiffe und Transporter an der Küste t'ranzösisch-Nordafrikas. Die In Algier und anderen Häfen liegenden Handelsschiffe sind ebenso wie die vor der Küste kreuzenden Motteneinheiten dem pausenlosen Hagel deutscher Bomben aller Kaliber ausgesetzt. Glaubte der Feind, einen Landung.sversuch großen AusniaUes an einer Stelle geringen Widerstandes durchführen zu können, so inuUte er gar bald erfahren, daß ihn auch hier das Schwert der deutschen Luftwaffe fühlbar traf. Auf dem Gefechtsstand unserer Kampfgruppe liegen stolze Crfolgsmeldun:;en der Besatzungen vor, die sich im Kanipf gegen Scliiffsziele schon bei den großen Geleit-zugssclilachtcn im Juni und August dieses Jahres auszeichneten. Erfahrung, gründliche Schulung und gesichertes Können gehören dazu, um trotz feiivdUcher Flak- und Jagd-abwehr ein Punktziel zu treffen, wie es ein Schiff aus Angriffshöhe darstellt. Aber auch unter den ersohwerten Bedingungen eines langen AnfÄigweges haben die Kampfflug-zeui^e ihre 2?lele zu treffen gewußt. Unsere Flieger wetteifern miteinander, die dicksten Brocken auszusuchen und mit schweren und schwersten »deutschen Grülien« zu bedenken. Ju 88 stürzen sich wie RaubvöKcl auf ihre Deute Als Oberleutnant K. von der 2.'Staffel im Tieffhig wackelnd über unseren Feldflugplatz daherbranste, wußten wir. daß er auch diesmal erfolgreich war. Wenig später stand er iiimitten seiner Kameraden. Zwei Volltreffer auf einen Flugzeugträger waren das Ergebnis seines Einzelangriffes. »Angriff auf feindlichen Flottenverband nördlich Algier«, so lautete der Auftrag. Nach stundenlangem Anflug sichtete Oberleutnant K. den aus zwei vor ihre Kanonen und Maschinengewehre zu bekommen. Treiler auf xrotte Transporter Einen Tag später schon konnte die Besatzung ihren Angriffserfolg auch am Lautsprecher vernehmen. Der verheißungsvolle Auftakt spornte die anderen an, bei ihren eigenen Einsätzen ihr Bestes zu geben. Feldwebel E. flog zum ersten Male gegen Schiffs-ziele. Er hatte seine Feuertaufe über Malta glänzend bestanden, und nun winkte ihm mit dem Auftrag, feindliche Handelsschiffe an der afrikanisclien Küste westlich Algier anzugreifen, eine Chance, die er mit kühler Überlegung nutzte. Er traf einen großen Handels-danipfer mit zwei Bonihen, die sofort starke Rauchentwicklung auslösten. Die starke Abwehr zwang ihn zwar dazu, abzudrehen, so-daß er das weitere Schicksal des getroffenen Schiffes nicht beobachten konnte, doch er flog mit der Gewißheit nach Haus, kostbares Kriegsmaterial vernichtet und wertvollen Schorl-Arcldv-M Deutsches U<tferiolae beswUe-rs ausgezoic-hnet wurde, ging am" Angrikhöhc. suchte sich die ihin afu EÜns*i(Hrt«n ersciieinende AngrifisTK)sition aus und scIioB mi SturzfKig tief auf sein Opfer herab. Wie ein Raubvogel aui seine Beute, ra.«te die Ju 88 mit unlicmilicher Fahrt in die Tiefe, hn StMr^rfluRvisier aller tauchten die Umrisse eines großen Flugzeugträgers auf. Die Bomken fielen. Hart zog der Flugzeugführer nach ohcn und sah hii Abflug die Wir-Kung seiner Bomben: zwei ."schwere Kaliber hatten don Träger vorschifk getroffen! Pic drei feindliolien Jäger, die hu Augenblick des Srorzfluges von dem Flugzeugträger noch gestartet waren, kamen m spät. Sie hatten den Angriff ebenso wenig verhindern können, wie es ihnen auch nicht gelang, das abfliegende deutsche Kampfflugzeug noch nachträgHch aller Flakabwelir halte Leutnant G. diesmal sein Ziel mit der Sicherheit des erfahrenen Stur/kampfiliegers zu treffen gewußt. Das Schiff wurde ^ehr schwer be-.scliädigi. Gleich nach dem Sturz hängte sich eine Spitfire an die Ju 88 und versuchte, in Schußposition zu kommen. Funker und Bordschützen hielten mit ihren Maschinengeweli- außerhalb de.s Salzsees angelegt Ist, haltmachen. Dann abor baggerten die Franzosen eine tiefe Fahrrinne durch den seichten Grund von el Bahira und er.schlossen so die eigentliche Stadt Tunis dem direkten Seeverkehr. Well auch die Eiflent>ahnon des Hinterlandes sämtlich in Richtung auf Tunis gebaut wurden, ergab sich von allein, daß ren den Angreifer in solcher Entfernung, daß j dort die erheblichsten Teile der Export- und seine Salven ungenau salen. über fünfzettn Mimite« wahrte der zälie Kampf zwischen der Ju 88 und dem feindlichen Jäger. Nachdem dieser mehrfach auch die Waffeiiwir-kung des Kami>tfluKzeHges gespürt hatte, drehte er a4). Unsere erfolgreiche Besatzung aber landete nach stundenlangenj Rückflug glatt auf unserem Feidflughafen. Kriegsberichter Werner Ellerbrock, PK Tunis und Biserta Geschieht liehe iinO jfeographiMche St reiflich tor auf die zwei Städte Ini Raiiin de« alten Kiirthugii Zwischen dem sardiniachen Kap Spartl- päischon und die beiden tunesischen Kaps vento und dem tunesischen Kap Blanco He- sind die prägnantesten Begrenzungen der gen in der Richtung von Nord nach Süd etwa Straße von Sizilien, die v^-ip. ein Engpaß 200 Kilometer. Die gleiche Strecke ergibt zwischen dem westlichen und dem östlichen sich, wenn man eine gerade Linie von sizi- Mittelmeer liegt. In dem mehrfach tief aus-llanisehem KUstenbezirk von Marsala zum gebuchteten Raum, der sich zwischen den tunesischen Kap Bon zieht. Die beiden euro- Vorgebirgen von Planco und Bon dehnt, sind zwei der bedeutendeten nordafrikanischen Häfen angelegt worden: TunLs und Biserta. >Ioderiie Festung netMMi uralten Ruinen In lier Nähe des Ruinenfeldes der antiken Stadt Hlppo-Zarythos, die zuerst karthagisch war und dann von den Römern erobert :Csdiz 1 örjitar _ Casablan ConstanK 11 Marokko rk ^gtdir Jisiftf fuiommr* Psenbshnan -.....Shaßen ^ Hohen fnMgfmyf V/oltbild-Qliose Importgüter zum Austausch kamen. Stadt der >Io8cheflcheen ragt , besonders die Dschama es Situna hervor. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist auf 150 Säulen errichtet, die von den nahegelegenen Trümmerfeldern des alten Karthago herbeigeschafft wurden. Die an daa Eingeborenenviertel anschließende und sich nach Nordosten entwickelnde Europäerstadt hat lange, gerade und rechtwinklig verlaufende Straßen und ist der Hauptsitz des Wirtachaft8lel>ens. Nördlich der Stadt, die insgesamt mehr als 200 000 Einw(rfiner zählt, führen die Reste eines großartigen karthagischen Aquädukts . ditrch Ollvenwaldungen und Villenkokmien I zu den Ruinen von Karthago, mit dem Timis I im Altertum gleichzeitig gegründet wurde. wurde, ist Biserta entstanden, ein Ort, der i in der Nähe der Ruinen, bei el Marsa liegt in liAn TiPlri^n MPr K riAiiT.^.ncrö \rinlA ___. . » • . . in den Zeiten der Kreuzzüge viele schwere Belagerungen aushielt und der auch In der Kirchengeschichte als Tagungsstätte mehrerer Konzile eine Rolle spielt. Als die Franzosen gegon Ende des vorigen Jahrhunderts Ini Zusanmienhang mit der Zerrüttung der Lunesischen StaatJäfinanzen zuerst die wirtschaftliche und dann die militärische Herrschaft über dies nonlafrikanische Land übernahmen, wurde aus Biserta einer der stftrk- auch das Ijandschloß des Beys von Tunis. Der Bey trügt den Titel »Hoheit«. Aber seit die Franzosen Tunw Im Jahre 1S80 be.=;etz-ten, war er nur mehr eine dekorative Figur. Die Regierung.«¥,'(*walt lag ganz in den Händen des französischen ResUlenten. Tunesien hatte bei der letzton VolkszJ^h-iung im Jahre 1931 o ne Elnv\'ohner7''hI von 2 410 000. Davon waren 2 160 000 Mohammedaner, Ifionoo EiMN'päor ver.Hchiedener Bton Kriegshäföii der WqU. Die atrates^ische Nationen unU 56 000 Judeii. Seilt 4 »Marburgcf Zeltunf« 17. November 1942 Nummcf 321 IhUt und Jiutiut Wieder deniidiei Thealer In Peltau C«ttspiele dei Marburger Stadttheateri Am Dlenitag, d«& 17. Novembefr gibt das Marburger Stadttheater eeins erite Pettauer Gasttpielvorttellung. Damit wird nicht nur einem langgehegten Wunsch der Pettauer Bevftlkerimg In dankeiwerter Weise trotz aller xeitbedlngten Schwierigkeiten Rechnung getragen, sondern auch eine langjährige rOhmliche Tradition aufgenotnmen. Nach vierundzwanxig Jahren öffnet unser liebes altes Theater wieder seiner eigentlichen Bestimmung die Pforten, was uns willkommener AnlaÖ lein mag, seine Geschichte und Entwicklung in großem Umriß aufzunehmen. Daß das alte Poetovio sein Theater iMtte, ist angesichts seiner damaligen Bedeutung gewiß, wenn es auch bisher noch nicht gelang, seine Reste zu ßnden. Ebenso sicher ist es, daß man in dem nach den Wirren der Völkerwanderung neu entstandenen Gemeinwesen wie allerorts in deutschen Landen kirchliche Weihespiele pflegte, Ober die allerdings eine genauere Überlieferung fehlt. Auch Über die Volksschauspiele, die überall bis zum Verbot durch Maria Theresia zahlreiche Anhänger hatten, fehlen Nachrichten, doch kann man als sicher annehmen, daß die Un-tersteirer bei ihrer geistigen Beweglichkeit sich diese Gelegenheit, der heiteren Muse zu huldigen, nicht entgehen ließen. Eine richtige Pflege des Theaters als Kunstforra aber, zugleich als Ausdruck der Verbundenheit mit dem gesamtdeutschen kulturellen Streben, setzte erst in der zweiten Hilfte des 18. Jahrhunderts ein, als durch Kaiser Josef eine Steigerung des Nationalbewußtseins in den österreichischen Hrblaa-den eingesetzt hatte, die gerade auf kulturellem und künstlerischem Gebiet gewülttgen Auftrieb brachte. So werden von Pettau im Jahre 1770 die ersten Liebhaberaufführungen gemeldet und schon 1786 hier ein eigenes Theater gebaut, das nach vielfachen Erweiterungen und Umbauten bestehen blieb. Die letzte Umgesial-tang fand es im vergangenen Jahre. Der Erlös der Vorstellungen war lange Zeit wohltätigen Zwecken vorbehalten. Pettaus eifrige Dilletanten ha^en den Ehrgeiz, auch Stücke von dichterischem Wert zu bringen und holten sich wiederholt Verstärkung durch Grazer Berufsschauspieler, bis es schließlich zur Heranziehung eigener Schauspielertrupps kam, die zuerst im Jahre 1K2G gemeldet sind und deren bedeutendster unter Gustav Karschin im Jahre 1832 einzog, Einen neuen Impuls bekam Pettaus Theaterleben durch Direktor Köck im Jahre 1854, der besonders das ernste Schauspiel pflegte und durch die guten Leistungen seiner Truppe die Gemeindeväter erstmals zu erheblichen Subventionen und zu einem gründlichen Umbau des Gebäudes anregte. Erst nach 1900 ging man dazu über, auf eine eigene Truppe zu verzichten und die Marburger Schauspieler tu verpflichten. Das stets wache Interesse der Pettauer für die Schauspielkunst zeigte^ sich an dem dauernd guten Besuch und fand seinen stärksten Ausdruck in der Hundert-Jahr-'Feier am 27. November 1886, die zu einem vielbeachteten kulturellen Ereignis wurde. Der damalige Direktor Karl Erfurth hielt eine schwungvolle Festrede, in der er vor allem die völkische Bedeutung der Pflege deutscher Schauspielkunst im Grenzland betonte. Schlesiens grosser Dichter Vielseitige Würdigung des Schaffen« Gerh&rt Hauptmann* + Zum Direktor der Steirlscheo Lamles- naslkschole wurde für KricKsdauer der Dozent der Hochschule für Musikerziehung in Oraz Franz Illenberger ernannt Viele Lorbeerkränze wurden in diesen Tagen um den weißl:uuu'igen Olyi^ierkopf Ger. hart Hauptmanns gewunden. Ks war ein in Schlesien tief gewürdigter Ausdruck der Verbundenheit mit seiner Heimat, der den greisen Dichter die fünftägige Spanne bis zu seinem 80. Geburtatag in Breslau verweilen ließ. Diese Heimat war ee auch in erster Linie, die flieh berufen fUhlte, ihm die Huldigung der Gegenwart zu bringen. An die GrüQe der 150 deutschen Dichter, die dem Jubilar von Hans Christof Kaergel überbracht wurden, schloß sich eine ganze Kette öffentlicher Ehrungen. Sie fanden ihren Höhepunkt im Festakt des Breslauer Oberpräsidiums am Sonntagvormittag. Gauleiter Hanke feierte hier Gerhart Hauptmann als den größten lebenden Schle-sier, der auch als Mensch aufs tiefste zu verehren und zu bewundem sei. Er verlieh ihm den niederschlesischen 4Cunstpre'js und den neugestifteten Siling-Rtng in dem Bewußtsein, daß diese Auszeichnungen auch eine Ehrung für die Heimat des Jubilai's bedeuteten. In seiner Antwort auf die vielen Ehrungen betonte Gerhart Hauptmann: Was ihm unbedingt schön und groß in diesen Tagen erscheine, sei die Ehrang des deutschen Geistes, gleichgültig, wer der zufällige Träger desselben sei, darüber hinaus aber auch die persönliche Liebe, die ihm hier entgegengeströmt sei. »Ich habe auf dieser Welt nichts mehr zu suchen, denn ich habe gefunden.« Und ergreifend sprach der 80jährige schließlich vom Führer, ala der großen Kraft, auf der uneer Schicksal ruht, als dem Schicksala-träger, der un« von den Sternen erwählt ist. Rublmann-Ronzerrin CilH Der Cillier Volksbildungsstätte und ihrem Leiter Max Lang gebührt besonderer Dank dafür, daß es ihr gelungen ist, im Rahmen ihrer vielfältigen Darbietungen auch ein so wertv#lle8 Konzert, wie das des Grazer Klavierpädagogen Professor Dr. Georg Kuhlmann, herauszubringen. Denn diese Folge „Fröhliche Klaviermusik" war eine Kette kleiner Kostbarkeiten unserer großen Meister. Mit einigen andeutenden und verbindenden Worten führte in pädagogisch feiner und unaufdringlicher Weise Kuhlmann seine Hörer an die Werke heran, die er dann durch seine pianistische Kunst in ihrer wechselvollen Eigenart erklingen ließ. Kraftvolle Gestaltung und ein wundervolles Piano sind seinem Spiele eigen. Besonders schön spielte Kuhlmann Mozart, zumal die draufgegebene Phantasie in d-moll, und die Schubert'schen Scherzis, brachte Regers grotesken Humor voll zur Geltung, schöpfte den vielfältigen Stimmungsgehalt der Brahra'schen Walzor-folge tief aus (wenn auch der Walzercharakter darunter da und dort zu kurz kam) und ließ den virtuosenhaften Glanz des Rondo brillant Webers und der neapolitanischen Tarantella Liszts aufstrahlen. Interessant war auch der Rundgang durch die Werke ausländischer Tondichter, in denen vorwiegend Motive aus Volksliedern und Volkstänzen verwertet waren und in denen sich die Wesensart slawischen, nordischen und spanischen Volkstums wiederspiegelte. Sichtliche Freude bereitete es den Hörern, wenn sie Werken begegneten, die sie gut kannten oder gar selbst gespielt hatten, und die sie nun in der Auffassung und technischen Vollendung eines Meisters hörten. Es war ein dankenswerter Abend, der nur den Wunsch offen ließ, von Kuhlmann auch ein gioßes Klavierwerk zu hören. M^y In einer Festansprache hatte zuvor i. A. Voigt, der Freund des Dichters und Herausgeber der jetzt erscheinenden »Ausgabe aus letzter Handc, Uber die dichterischen und weltanschaulichen Grundlagen des Haupt-mannschen Werkes gesprochen. Von dem Generalintendanten Hans Schlenck in eine phantastische Frille landschaftlicher und historischer Momente getauchte Erstaufführung der »Tochter der Kathedrale« wurde dem Dicht« auf seinen ausdrücklichen Wunsch zum Geburtstag beschert. Höchst bemerkenswert ist eine Ausstellung »Schleslsches Schrifttum«, die der Dichter an seinem Geburtstag in den Räumen des Breslauer Oberpräsidiums eröffnete. Im Mittelpunkt steht das Werk Gerhart Hauptmanns, um ihn gruppiert sich die schlesische Dichtung von den Anfängen bis zur Gegenwart In einer Vollständigkeit, wie sie bisher noch nie gezeigt wurde. Hier finden sich die drei neuen Bildwerke, die von führenden deutschen Künstlern zum 80. Geburtstag Gerhart Hauptmanns geschaffen worden sind; Das lebendige Porträtbüd des Malers Paul Padua, die l>ei aller Alterswürde energiegeladene PorträtbUste von Arno Brecker und Josef Thoraka »Hannele«, eio Mädchenakt voller Innigkeit und himmelanstrebender Sehnsucht — alle drei Werke reifate Früchte einer vom dichterischen Genlüs beflügelten Meisterschaft Wolfgang Pohl Die Grillparzer-Oeeellschaft hat Gerhart Hauptmann aus Anlaß seines achtzigsten Geburtstages zu ihren Ehrenmitglied ernannt iBück nach Sääostm + Zahlen vom flausmuslktag. Im sroßdeut-schen Reichsgebiet wurden an dem im Zeichen Mozarts stehenden Hausmusiktae 1941 insgesamt 8739 Veranstaltungen gezählt. Davon waren 3148 Vortragsfolgen ausschließlich dem Werk W. A. Mozarts gewidmet. In Schulen wurden 43M, in Familien 1308 Hausmu-sikshinden gezählt, ferner 1038 Oemein-schaftsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie r. B. Partei, Hitler-Jugend, NSQ »Kraft durch Freude«. Aus Lazaretten wurden 461 Hausmusikstunden vor verwundeten Soldaten Kemeldet. Bemerkenswert ist, daß diese Zahlen lediglich die allgemein zugänglichen Veranstaltungen enthalten; nicht eingeschlossen sind dariif die vielen Hausmusikstunden rein privaten Charakters, die zahlenmäßig nicht zu erfassen sind. o. Deutsche Bücherspende an die Universität Agram. Wie verlautet, hat das Germanistische Seminar der Agramer Universität durch Vermittlung des Leiters der Deutsch-Kroatischen Mittelstelle, Professor König, eine Blicherspende von 3S0 Bänden aus dem Reidi erhalten. 0. Jüdischen Börsenspekulanten in Griechenland das Handwerk gelegt. Nach einer Meldung aus Athen gelang es dem Obersten Marktßcrichtshof,' eine Anzahl von Börsenmaklern, darunter mehrere Juden, zu stelleup die Speknlationsge.^chäfte trieben und Gold aufkauften. Es konnten Goldstücke im Werte von 450 Millionen Drachmen beschlagnahmt werden. Die Verhafteten wurden zum Teil mit hohen Geldstrafen und lebenslänglichetii Zuchthaus bestraft. Gleichzeitig gelang es der Polizei, eine sechsköpfige Einbrecherbanda festzunehmen, die in letzter Zeit ganze Arbeit geleistet hat und es in wenigen Monaten aul einen Netto-Ertrag von einer Milliarde Drachmen brachte. Di« Zahl der Geschädigten ist groß. o. Rumänische Juden dürfen nicht bei Bau« ern kaufen. Auf Anweisung des rumänische* Inninministeriums ist es in Ramnicu-Sarat m der Provinz Moldau den Juden verboten, bd Bauern einzukaufen oder Bauern zu beherbergen. Die LebensmittÄversorgung der Ju« den wird in Zukunft von der städtischen Ver-« waltung durch Vermittlung der jüdische« Kultusgemeinde abgewickelt. Es ist anzunehmen, daß diese Maßnahmen In Kürze gegcH alle rumänischen Juden angewandt werden. limillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilillilllllllllllllllllll lillllllllllUl Cerbsrl Hauplmann-Taoe in Wien Die Wiener »Gerhart Hauptmann-Tag« 1942« haben begoimen. Eine Feierstunde zunl 80. Geburtstag des Dichters, zu der die Wiener Kulturverelnigung am Sonntagvormltta^ Ina Akademietheater geladen hatte, war üir» nen ein verheißungsvoller Auftakt Der bekannte Schriftsteller und Haupt-» mannblograph Hans von Hülsen hielt von visionärer Elnfühlungskraft getragen^! ebenso gelst- wie gehaltvolle Festrede, In de^ er die Persönlichkeit Gerhart Hauptmann^ und die einmalige Bedeuttmg seines Werkei von irmen heraus entwickelte und von imme^ neuen Gesichtspunkten beleuchtete. Dann hatte Gerhart Hauptmann seibat da« Wort. Eine prachtvoll geschlossene Auffüh-* führung seines düsteren Traumsplels »Elgat beschloß, das r*ubllkuni packend imd zutiefst aufwühlend, die Feierstunde. Adolf Theodor Schwarx Ehrungen für Adolf Bartels Feiern in Weimar und Wesselburcn Der Im Beisein des Gauleiters und Reichsstatthalters Fritz Sauckel und des Kelchskultursenators Dr, Ziegler durchgeführten Weimarer Feierstunde zu Ehren Adolf Bartels folgte im Deutschen Nationaltheater die Uraufführung seiner Tragödie „Catilina". Zu der in Weimar veranstalteten Ehrung für Adolf Bartels hatte Relchslelter Rosenberg Dienstleiter Hans Hagemeyer entsandt, der anläßlich eines Besuches im Hause des Jubilars dem verdienten Dichter und Gelehrten eine Prachtausgabe des ,,Mythus» des 20. Jahrhunderts" mit einer Widmung Alfred Rosenbergs überbrachte. Der Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP Baidur von Schirach übersandte Adolf Bartels, dem Begründer der Festspiele der Deutschen Jugend, zu seinem 80. Geburtstage ein in herzlichen Worten gehaltenes Handschreiben. Auch die dithmarschen Landsleute des Dichters vereinten sich zu Ehren des großen Sohnes ihrer Heimat in einer Kundgebung des Kreises der Partei, des Gebietes Nordmark der HJ und des Adolf-Bartels-Bundes in Wessolburen, dem norddeutschen Geburtsort Adolf Bartels, dessen Ehrenbürger er seit dem 15. November 1927 ist. Eine besondere Bedeutung erhielt diese Feier durch die Rede von Dr. Hans W. Hagen vom Reichspropa-gandnministerium, der zugleich die Grüße des Reichsministers Dr. Goebbels sowie des Reichsleiter» Alfred Rosenberg überbrachte. Eine Ehrung besonderen Inhalts bildete für Adolf Bartels die Schrittumsschau im Wessel-burener Hebbelmuseum, das seine Entstehung einer Anregung von Adolf Bartels verdankt. In der Schau wird das wegweisende literaturhistorische Lebenswerk des Künstlers einer völkischen Literaturgeschichtsschreibung besonders deutlich. DIE SCHULD 14 INGE TOLMAIN lOMAN VON M. lERGEMANN UAik««8MM«9ekaU! Drei Quellei-Verlat, KögiEibrQck Der Staatsanwalt erhob sich und ging el-Aige Male nachdenklich durch das Zimmer. „Vielleicht wäre es angebracht, auch Heim Doktor Klaus darüber zu hören. Er wohnt genz hier In der Nähe. Wenn Sie nichts dagegen haben, würde ich gleich cinmsl an-lufen?" „Im Gegenteil. Es war ohnehin meine Absicht, Horm Doktor Klaus aufzusuchen", gab Frofessor Bamhelm zurück. StaatsoDwalt Löhe nickte und aahm den Hörer von der Gabel. Dr. Klaus hatte gerade seine Sprechstunde beendet und konnte deshalb sofort abkommen. Bereits nach zwanzig Minuten erschien er Im Gerichtsgebäude. Löbe machte die beiden Arzte miteinander bekannt und bat auch Dr. Klaus, Piatz n nehmen. ,Jch habe Sie noch einmal kommen lassen. Herr Doktor", ergriff der Staatsanwalt das Wort, Mweü Herr Professor Bamhelm der Überzeugung ist, daS unmöglich die von Ihnen festgestellte doppelseillge Lnngenent-Kündung die Todesursache seiner Sekretärin gewesen sein kannl Und wenn ich offen sein soll, muS Ich gestehen, daB die von Herrn Professor Bamhelm hervorgebrachten Argumente durchaus überzeugend wirken. Der Herr Professor vertritt nämlich die Ansicht, daß eine doppelseitige Lungenentzündung nicht innerhalb viemndzwanzig Stunden zum Tode eines Menschen führt?" „Innerhalb vierundzwanzig Stunden?" fragte Dr. Klaus. „Natürlich nichtl Um das va wissen, brancht man nicht einmal Medi- zin studiert zu haben. Aber es hat ia wohl auch noch niemand behauptet, daß Fräulein Tolmains schwere Erkrankung innerhalb dieser Frist zu ihrem Tode führte?" „Allerdings nicht, Herr Doktor. Aber doch muß es wohl so sein. Denn Herr Professor Barnhelm bohaupiet fest, daß Helga Toimain, als sie am 25. Mal sein Sanatorium in München verließ, noch kerngesund nfWPH-'n seil" Dr. Klaus lächelte, als er sich dem Pro-1 fessor zuwandte. „Da liegt doch wohl sicher ein Mißverständnis vor, Herr Professor? Es wäre einfach absurd, auch nur zu glauben, daß meine schwerkranke Patientin noch einen Tag vor ihrem Tode in München gewesen sei! Als ich am 26. Mai neun Uhr vormittags zu der bereits im Sterben liegenden Helga Toimain gerufen wurde, lag sie, meiner Ansicht nach, wenigstens zwei Wochen fest auf dem Krankenlager!" Der Staatsanwalt sah fragend von einem zum andern. „Der Teufel soll daraus klug werdenT äußerte Barnhelm sich schließlich. „Irgend etwas ist da faul an der Sachel Das tritt immer deutlicher zu Tagel" Der Staatsanwalt nickte. „Sie besuchten die Kranke nur ein einziges Mal, Herr Doktor?" „Ja. Und zwar in ihrer Sterbestunde." „Weshalb hat man nicht früher Ihre Hilfe angefordert, wenn Fräulein Toimain, wie Sie selbst bestätigen, schon länger schwerkrank daniederlag?" Dr. Klaus zuckte die Achseln. „Die Kranke weigerte sich, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen." „Sagte sie Ihnen das persönlich?" „Nein. Als ich zu Ihr gerufen wurde, hntte sie bereits die Besinnung verloren. Ich erfuhr es von ihrer Schwester, der ich den Vorwurf machte, mich zu spät gerufen zu haben." „Die Schwester der Kranken soll Ja zur fraglichen Zeit selbst sehr krank gewesen sein? Stimmt das?" „Wer? Frau Ferchland?" Dr. Klaus schüttelte den Kopf. „Davon ist mir nichts bekannt. Sie sah zwar etwas blaß und engegriffen aus, aber das ist wohl auch kein Wunder, wenn man ununterbrochen am Krankenbett sitzt und die Schwester leiden sieht.* Staatsanwalt Löhe dachte kurze Zeit nach. „Die Sache wird ja immer verworrenerl" Sich dem Professor zuwendend: „Hat Fräulein Toimain, als sie die Nachricht von der schweren Erkrankung ihrer Schwester Inne erhielt und um einen kurzen Urlaub bat, Ihnen das Telegramm gezeigt?" „Gewiß!" bestätigte Bamhelm. „Das in Magdeburg aufgegebene Telegramm traf am 25. Mai acht Uhr vormittags bei uns ein und hatte folgenden Text: ' Jnge schwer erkrankt. Sofort kommenl E. Hertel.' Ich saß gerade am Kaffeetisch, als meine Sekretärin mir das Telegramm zu lesen gab und einige Tage um Urlaub bat, die ich auch sofort bewilligte." „Aber das ist doch gänzlich undenkbar, Herr Professor!" warf Dr. Klaus ein. , Fiiu-lein Toimain kann unmöglich am 25. Mai m München um Urlaub gebeten habenl Es sei denn, daß sie in Ihrem schwerkranken Zustand in Ihrem Sanatorium gelegen hätte, was aber auch wiederum gänzlich..." „Und doch ist es so, Herr Doktorl" unterbrach der Professor mit Überzeugung. „Meine Sekretärin war am 25. Mai noch kerngeound und erledigte noch wichtige Diktatschrelben für mich. Daran ist nicht zu deuteln!" „Sie können das doch hoffentlich beweisen, Herr Professor?" „Selbstverständlich, Herx Staatsanwalt! Auch alle sich zur Zelt in meinem Sanatorium tätigen Mitarbeiter werden Ihnen meine Au»' sage bestätigen!" Dr. Klaus sah den Professor forschend an. Vielleicht war Barnhelm nicht ganz bei Sinnen? Es mußte wohl so sein? Kein normaler Mensch, noch dazu ein Arzt, konnte eine solche Behauptung aufstellen. . „Haben Sie zufällig das Telegramm bei sich, das Ihnen am 2. Juni den plötzlichen Tod Ihrer Sekretärin anzeigte?" „Leider nicht, Herr Staatsanwalt. Ich konnte ja nicht ahnen, hier einer solchen Mystifikation cum Opfer zu fallen. Wenn Ihnen aber daran gelegen ist, werde Ich es Ihnen sofort nach meiner Ankunft in München zuschicken. Ich reise noch mit dem Mittagszug ab." „Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie das tun würden, Herr Professor. Daß hier ein Verbrechen vorliegt, erscheint .air zwar noch immer nicht sicher, doch ist auch dleja Annahme natürlich nicht gän^illch von der Hand zu weisen. Sie werden in jedem Fülle Nachricht von mir erhalten." Staartsanwalt Löhe erhob sich und reictrte den beiden Ärzten die Hand. „Ich danke Ihnen, meine Herren. Ich hoffe, daB es mir gelingen wird, die Sache bald aufzuklären." ' Die beiden Ärzte verbeugten sich und v^' ließen gemeinsam das Gerichtsgebäude. Neuntes Kapitel Die beiden Arzte hatten kaum die Tür hinter sich geschlossen, als Staatsanwalt I.öbe auch schon zum Hörer griff und Kriminalkommissar Agsten anrief. Milo Agsten, ol> wohl noch nicht vierzig Jahre, galt als der befähigste Mann, den die Staalsanwdltsch*ift zur Verfügung hatte. Selbst seine Kameraden sagten ihm in neidloser Anerkcnriung eine Karriere voraus, die ihn zu den höchsten Stellen führen mußte. Nummer 321 Tdtun^« 17. November IWl Seite 3 j4us Stadt und £atid 60 Abwohrkämpfer fahren nach Deutschland Reichsminister Dr. Goebbels hat 60 bewährte Soldaten aus dem Abwehrkampf von Rshew nach Berlin eingeladen, um sich von dem tchwersten Abwehrlcampf dieses Jahres berichten zu lassen. Unterwegs, im November ,,Man wird es wohl nie vergessen kon-^nen", sagte einer neben mir so vor »ich hin. Er ließ es offen, ob er den Kampf und Abwehrsieg vor Rshew meinte, die Gräben, in denen bis vorgestern noch hoch das Wasser stand, die verwundeten und gefallenen Kameraden, oder das, was vor Ihm liegt, fünf Tage Berlin, das er noch nie gesehen hat, und die drei traumhaften Wochen zu Hausel Es war alles so schnell gekommen, vorgestern in der Nachtl Eben war er noch einer von den tausenden Abwohrkämpfern, mit rinem Stoppelbart und einem angespannten, überwachten Gesicht unter dem Stahlhelm. Nun hob Ihn plötzlich der Augenblick aus der Schar der Namenlosen heraus und öffnete ihm alle Pforten des hundertfach eingesetzten Lebens. Für den Frontsoldaten aber haben diese Pforten nur einen Namen; Heimat! in wenigen, rasch zerfließenden Tagen werden sie vor Reichsminister Dr. Goebbels stehen, der sie eingeladen hat, und ihm vom schwersten Abwehrkampf dieses Feldzuges berichten. Sie kommen freilich nicht aus einem neuen Land, das den Schimmer von Romantik und Abenteuer trägt, um Ihre Stirnen hat nicht der Wind bezwungener Fernen geweht. Sie werden Euch daheim nichts zu erzählen wissen vom Glanz des Gebirges, von schwerer fruchttragender Erde, von seltsamen Städten und Menschen, dip an Ihrem Wege lagen. Sie sind „bloß" Abwehrkämpfer. Vielleicht ist einer darunter, der auf viele Fragen nur sagen kann: „Ja — die da unten im Kaukasus oder in Afrika haben mehr gesehen. Wir haben gehalten — und wir werden halten." Rshew? Mancher ist unter ihnen, der diese Stadt gar nicht gesehen hat. Aber immer wußten sie zu jeder Stunde genau; daß die nolschewiRten dieses Rshew um jeden Preis haben wollten und daß sie es nie bekommen würden. Rshrw Ist ein Trümmerfeld, und heute Ichon ahnt man, daß das Grödte in diesem Wirrwarr von Ziegeln und Balken der Name Ist. R«hew Ist die Überwindung der Materialschlacht durch den Menschen. Dies aber Ist dio schwerste von den Pllich-len eines deutschen Soldaten: die vielficht Übermacht vor Augen haben, den Leib an die Erde pressend und wissen, daß dieses Slück um keinen Preis aufgegeben werden darf. In solchen Stunden, solchen Tagen, da jeder einzelne die Last von Jnhren oder J ihr-zehnten trägt, wächst ein Soldat über sich hinaus. Er wußte es wohl noch niclil, afß solche Kräfte In Ihm waren, er hätte ungläubig den Kopf geschüttelt, wenn oiner es ♦hm gesagt hätte. Aber als Ihn der Augenblick rief, war er ztir Stelle; unbeirrt vom Sturm, vom entfesselten Mfiterial, ungebeugt In einem Inferno von Stahl, stärker als die zehnfache Übermacht — ein einzelner deutscher Infanterist. Nein, kein Hauch von Romantik um einen Abwehrkampf. Da kommt es nicht du* auf an, was einer äußerlich aus sich gemacht hat „Im Abwehrkampf gibt es keine Aufschneiderei, dazu braucht man Charakter", ^agte ein Bataillonskomniandeur und Ritterkreuzträger in einem zerfetzten Wald Auch Rann im Handwerk«rwettkampf erfolgreich 0 Kxeiuleg« uad 20 LeUtunfsorkuideD Mit Freude hat auch die Untersteiermark den Ruf, zum deutschen Handwerkerwett-kampf anzutreten, vernommen. Auch Rann, die südöstlichste Ecke des deutschen Reiches, hat sich eifrig an diesem Wettkampf beteiligt. Obwohl der Steirltche Heimatbund seine Organisation nur im Umsledlungsgeblet aufgezogen hat, war die Beteiligung eine äußerst rege. Auch Ansiedler haben diese Gelegenheit nicht vorübergehen lassen und ihr können gezeigt. Die Prüfungskommission unter Leitung des Kulturreferenten Pg. Har-wall, Architekt Prelnfalk vom staatlichen Gewerbeförderungsinstitut in Wien, Kreisamts-lelter Schefzik und dem Kreishandwerksmeister Heinrich Klabutschar haben eindeutig feststellen körnen, daß die Arbelten der Handwerker des Kreises in keiner Weise dem Können der Meister Im Reich nachstehen. Genau dieselbe Gewissenhaftigkeit in der Ausführung wie auch Im Stil konnte man sehen. Besonders schöne Arbeiten Im Holzhandwerk MTurden der Bewertung unterzogen. die den Prüfern die Beurteilung schwer machten. Die Schuhmacher stellten sich auf die Kriegswirtschaft ein und leigten nicht nur einzigartig« Sportschuhe, sondern auch Schuhe aus Werkstoff, die Jedes Frauenherz höher schlagen lassen. Sandalen aus einem Gefleckt von Malsstroh und grüner Stoffauflage z. B. sind als modeschaffend zu bezeichnen. Nicht nur Gartensesiel und Wagen, «uch Rodel und Ski wurden ausgestellt und zeigten handwerkliche Kunst. Das Metallhandwerk stand nicht nach und ließ Arbelten der Beschlagsrhmleda und Zeugschmiede sowie Schlosser bewerten. Zusammengefaßt kann festgestellt werden, daß die Zahl von 9 Kreisslegern und 20 Meistern, die Leistungsurkunden erhalten, für den hohen Stand der Handwerkskunst im Grenzkreis klare Worte sprechen. Die Arbeiten wurden am 14. und 15. November im Ausstellungsgelände in Rann der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegeben. m. Sirenenprobe in Marburg. Wie verlautet, wird am kommenden Donnerstag In Marburg ein Probealarm von Lu/tschutzslrenen durchgeführt. Es wird das Signal „Entwarnung" gegeben (gleichbleibender hoher Dauerion von einer Minute Dauer). Ein luft-schutzmäßiges Verhalten der Bevölkerung Ist nicht notwendig. Bei dieser Gelegenheit wird darauf hingewiesen, daß bei Fliegeralarm be- be! Rshew. Nein, unter diesen Männern ist keiner, der an die allzu äußerliche Vorstellung von „Helden" heranreicht. Sie sind din-fach Sühne unseres Volkes, aus allen Schichten und Gauen, mit einer Stirnfalte, die «le vielleicht vor einem Jahr noch nicht hatten, und mit der gelassenen Zuversicht jener Menschen, die sich selbst überwunden haben. Die Feldblusen haben sie jetzt, da sie in der Wärme des Eisenbahnwagens Ihren schweren Schlaf schlafen, an den Haken gehängt. Manche Ist an Auszeichnungen schwer. An vielen Ärmeln blitzen aufgenähte silbergraue Bänder, schmale Streifen, die einen Panzerkampfwagen zeigen. Es Ist das Zeichen dafür, daß der Mann allein auf sirji gestellt und ohne panzerbrechende Waffen im Nahkampf einen Feindpanzer vernichtet hat. Ein Oberleutnant, der diese 60 .viännor führt, hat vier silbergroiue Streifen an seinem Ärmel. Da er eben bei ein paar Männern sitzt, höre ich ihn sagen: „Aus der Panzer-bekämpfung wird allmählich ein Sport." So triunrjphlert der Mann In der Abwehrschlacht nicht nur als stiller überwinder, sondern auch als Angreifer und Vernichter, und da er davon spricht, hat er nichts mehr als ein gelassenes, fast geringschätziges Wort für seine eigene Kraft. Nicht für eine Stadt namens Rshew haben dii^e Soldaten in dem Lehmboden an der oberen Wolga eine unüberwindliche Mauf!r aus Mut errichtet. Sie wußten, daß sio mit ihrem Leih dem Vormarsch im Süden die Flanke deckten. Sie wußten, daß die Ileimat in dieser sch'fksalsrhweren Stunde auf ihre Tfipferkeit zählte. Sie haben mehr gegeben, dio Heimat darf zufrieden sein. Die Geschichte wird verzeichnen, daß ganz Deutschland bei Rshew siegreich verteidigt wurde. Die jetzt heimkehren, sollen es wissen und auch die, deren Herzen ihnen ent-gegenschlagen. Kriegsberichter Dr. Alfred Hausner, PK stimmungsgemäß da» vorgeschriebene Warnsignal (auf- und abschwellender Heulton von einer Minute Dauer) gegeben wird. m. Cassado spielt In CilU. Es ist gelungen, für das zweite große Konzert, das vom Kulturamt der Stadl Cilli gemeinsam mit dem Amt Volkbildung im Steirischen Heimatbund veranstaltet wird, einen Künstler von Weltruf, den spanischen Cellisten Caspar Cassado, zu gewinnen. Cassado, dessen Ruf stets solche Menschenmengen heranlockt, daß er nur in den größten Sälen spielt, spielt in Cilli am Sonntag, den 22. November, im Saal des Deutschen Hauses. Die Preise sind erhöht. Der Vorverkauf findet im Amt Volkbildung statt, m. Tödlicher Unfall beim Holzfillen. Der 65 Jahre alte Holzfäller der Eszterhazyschen Forstverwdltung in Groß-Warasdorf, Leopold Nahowilsch, wurde gestern von einem stürzenden Baumstamm gertoffen, wobei er so schwere Verletzungen erlitt, daö er sofort nach der Einlicferung ins Krankenhaut verschied. ArbsHsgeneinsctMlt lur IncndMIrtsiig in Xrltge in den RAujnen der Bunde»jugendführunf in Marburg fand Samstag, den 14. Novembei, eine Arbeitsbesprechung »tatt, die zugleich die Gründung der neuan Arbeitsgemeinschaft zur Jugendbelreuung in der Deutschen Ju" gend darstellte. Als Teilnehmer zu diese» ersten Arbeltsbesprechung waren Vertreter aller Jener Dienststellen des Steirischen Hei» malbundes, als auch des Staates geladen, die direkt oder indirekt in der Jugendarbeit st^ hen oder In derselben mitarbeiten. Auch VeN treter der Wehrmacht und de» Reichsarbeit» dlenstes waren erschienen. Der Führer der Deutschen Jugend im SieW Tischen Heiaintbund, Oberstammfüh^^er SchiU eher, eröffnete die Arbeitsbesprechung nn4 erläuterte Sinn und Zweck der neu gegrün«-deten Arbeitsgemeinschaft. Im Mittelpunkt der Besprechung standen die Ausführungen des Gebletsführer» CInk, der in klaren nnd ausführlichen Worten über die Gesamtauf-gabe der Jugendarbeit im Reich sprach uni einen Überblick über das bisher Geleistete auf diesem Gebiete gab. Abschließend ergriff Bundesführer Steindl das Wort und beleuchtete in markanten Worten die großen Ziele und Aufgaben der neuen Arbeitsgemeinschaft und schloß mit dem Appell, die Bestrebungen der Jugendbelreuung mit allen Kr&ftaa zu unterstützen. m. Das Standesamt Marburg berichtet. In der ersten Hälfte des Monats November wurden verzeichnet 83 Geburten, hiervon 41 Knaben und 42 Mädchen, und 47 Todesfälle, hiervon 23 männliche und 24 weibliche. Die Zahl der beim Standesamt geschlossenen Trauungen beträgt 46, UUUUUUUUiWi Gemeinde Täubling Im Reigen des Aufbaues Kindergarten, Poststelle und neue RMune für Hervorragende Arbeit wurde geleistet, um die durch die serbischen Machthaber getätigten Verwüstungen und Verwahrlosungen der Brücken und des Wegenetzes in Täubling, Untertäubling, Wlntersbacn und Unter-wurz wieder instand zu setzen und sie dem Verkehr zur Verfügung zu stellen. Aber nicht nur auf diesem Gebiete wurde ganze ArbeU geleistet, auch t'as Schul- un^ Erz.ohunqs-wesen erfuhr eine weitere günstige Gestal-tifng. So wird das Schulhaus in Martin, das sich derzeit im Umbau befindet, nicht nur die Lehrkräfte vnd Kindfr in lich'.an Bchönpn Räumen erfreuen, sondern wird die neue Schule viel zur Verschönerung des lieblichen Ortes Martin beitragen. — In Untertäubling erwarb das Amt Volkswohllahrl im Steirischen Heimatbund ein Haus für die Errichtung eines Kindergartens. Durch planvollen Umbau wurde dem Gebäude ein einladendes Gepräge gegeben. Seit Frühjahr herrscht dort ein fröhliches Treiben der Kleinkinder, deren Eltern nun unbesorgt der Arbeit nachgehen können, wissen sie ihre Kleinen im schonen sonnigen Kimierheira noch in bester Obhut. das Gemeindeamt dem Verkehr Ubergebe« Vor der Befreiung gab es im Gemeindegebiet Täubling kein Postamt. Die Bevölke-ung mußte den weittn Weg nach Wurmberg oder Marburg machen, um dort ihre Post-geschälte zu erledigen. Auch auf diesem Gft' biete wurde durch Eröffnung eines Postany-les in Untertäubling Abhilfe geschaffen. Auf diese Art erhielten die Gemeindeinsassen in Täubling längst ersehnte Einrichtungen, die sich für jedermann günstig auswirken. Aber auch die Gemeindeverwaltung selbst gab sich ein neues Gesicht. Mußten früher die Gemeindegeschäfte in einem einzigen k'dinen Raum abgewickelt werden, stehen heute der Gemeinde drei schöne, lichte Räume zur Verfügung, die der Amtsbürgermeister Partlitsch In seinem Hause einrichten ließ. Dieser beispielgebenden Aufbauarbeit dankt die Bevölkerung der Gemeinde Täubling ihrer Gemeindeverwaltung mit ihrem stets aufrechten und unermüdlich tätigen Amtsbürgermoister Rudolf Partlitsch an der Spitze, der stets bestrebt ist, zum Wohle der Gemeinde beste Arbeit zu. leisten und auf diese Welse zum Aufbau des großen deutschen Vaterlandes, an dem ja auch die Uo* terstclrer teilhaben, mitzuwirken. A. L. Das Glück Angehöriger des grossen deutschen Volkes sein xu dürten verptHchtet dich, aussthliesslith die deutsche Sprache xu gebrauchen! Mi atm Anna Magdalena Bach Die Mutter der deutschen Hausmusik »Die Musik ilt der beste 'I ro.st, sie erfrischt das Herz und setzt es in Frieden«, J«aut einer unserer K'iobcn Deutschen, A\artin Uutlier, Und die uiis daran w.cder erinnert, ist Aiiii-i Magdalena liach mit ihrer »Kleinen Chronik«, bei deren l.esen uns die LiedeutunK der Hausmusik, cerade als Aufgabe der t'rau, so recht bewußt wird, h'rau Anna Magdalena schildert da, wie die Musik bei den ßachs seit (Jenerationen geliebt, geübt und cepilegt wurde uud wie sie sich dadurch hoch entwickelte. Nichts wird groß, was nicht klein anfängt. Keinen Hreis können wir erringet, ohne den" Fleill voran^usetzen. Selbst e'in schöpferischer (ieist wie Johann Sebastian Bach suchte sich oft Anregung in der Musik anderer, hni seine eigene Phantasie zum l'lieiien zu bringen. Das wird uns deutlicii. wenn wir Anna Magdalenas Chronik folgen, in der sie uns berichtet, wie Johann Sebastian selbst oft mit lächelndem Wohlgefallen erzälilt hab«, dall sein Urgroßvater Veit Bach, ein Müller und liäcker, sein größtes Vergnügen darin gesehen habe, eine kleine Gitarre mit in seine Mülle zu nelimen und auf ihr zu spielen, während das Mehl genwhlen >fcurde. »Gewiß hat tis hübscli zusamniengcklungen*, liabe i^ebastian yenieinf Und die IJeücutung der Hausmusik geht uns auf, wenn Anna Magdalena uns bericlitet, dall alle Bachs »seit Menschengedenken wenigstens einmal im Jahre zusannnenkiinen und große Musik miteinander machten«, ernste feierliche Choräle sangen, womit sie nieist einen solchen f^amlüen-tag begannen, und sich dann mit Quodlibets amüsierten, d. h. damit, irgendeine wohlbekannte Melodie zu harmonisieren. Und weiter schildert uns Anna Magdalena Bacii. die als Tochter des hoclifiirstlich Weißeniel.'ischen Hof- und h'eidtrompeters W ulken seihst ans einem lioclmiusilü'ilischen. Hause stammte, wie das tägliche Leben ihrer Familie so Ranz in A\usik eingebettet war: »Und wenn Sel'avtian heiterer Stimmung war, so sang er mit seinen Soinieti und nur wohl auch abends am Herde solche (Juodlibets, Wer bei den Bachs aus- und einning, lobte ihren wohlgeschiilten, glockenliellen Sopran. Die meisten musikalischen Schöptungen Johann Sebastian Bachs für, Frauenstimmen mögen von ihr zum ersten Male gesungen worden sein, wie sie auch seine Musik sah, »wie sie zur Welt kam«, und sie las, »ehe irgendeines Menschen Auge sie erblickte«. Anna Magdalenas musikalische Betätigung war keine liebevolle Spielerei, sondern die Grundlage zum Verstehen für die Arbeit ihres Mannes, Sie nahm ernstkaft Unterricht bei ihrem Manne, und Sebastian schrieb eigens ein Notenbüchlein für sie, um sie in Ihrem Können und Verstehen höher zu führen. Das Notenbüchlein für Anni Magdalena Fiach ist eines unserer schönsten Denkmäler deutscher Hausmusik. Anna Magdalena verlebendigte das Werk ihres Miimies und nahm die Musik so ganz in ihren häuslichen Lebenskreis. »Zuweilen sang ich in unserem Hause mit den Kindern Teile der größeren Werke.« Und noch, als Bach längst die Augen für immer geschlossen hatte, freute sie sich darüber, »wie neiter er war, als er einmal in unser Wohnzlnimrr tretend mich dabei betraf, wie ich eine kleine Gigue (alter Tanz) von ihm spielte, während unsere zwei Kleinsten sich dazu drehten.« Die Musik so Ins Haus zu nehmen, fand sie Zelt trotz de.r vielen, vielen häuslichen Mü-hep; deaa von i^em Gatten hatte sie aus eister Fhe vier Kinder an ilir niütterliclics Herz genommen und ihm selbst noch drei-7ehn dazu geschenkt, von denen ihr allerdings der Tod einige w eder entriß. «Wir maclitcn zu Hause Musik in allen Musestundvn«, hören wir von ihr, »und bei allen kleinen Fest-liclikeiten, und die langen Winterabende wurden uns von Ihr süß gemacht, wemi das Feuer im Ofen knisterte und uns vor der Kälte draußen beschützte und die Kerzen ihr trauliches Licht über die Partitur einer Kantate oder eines Quartetts leuchten ließen. r)aim erschienen wohl auch musikalische Freunde Sebastians ihre Violine oder die (.)boe unter dem Arm. Aber wir konnten auch in unserer eigener; Familie ein Quartett zusammenstellen und e'n Konzert geben, ohne daß wir Hilfe v(>n außen nötig hatten, Sebastians älteste Tochter Katharina Dorothea sang süfl und wohlklingend, und ich selber •hatte, wie er einst einem Freunde schrieb, einen gar sauberen Sopran. Friedemann und F.mannel hatten, wie bekannt, ganz außerordentliche musikftlische Gaben, die sie auch in ihrem reifen Alter bewiesen, und ein jeder von uns bis fast zum kleinen Kinde konnte jede Art von Musik oline Schwierigkeit lesen.« »Viele Proben für die Kirchenmusik fanden in unserem Hause statt«, schreibt sie an anderer Stelle und weiter; »Itn Winter war es viel angenehmer, Proben in unserer Wohnung abzuhalten.« Frau Anna Magdalena zeg Schüler und Freunde ihres Mannes in ikren Familienkreis und gab ihnen allen eine herrlich-warme deutsche Häuslichkeit. Und sie umhüllte nicht nur Ibren Mann mit schützender Liebe, um ihm weitgehend jede äußere Störung fernzuhalten und ihn für sein Schaffen frei und froh zu machen, sie half ihm auch bei seiner Arbeit Mduches Notenblatt hat sie ilim abschrd- iien helfen und manche Stimme ausziehen und hat die Kinder mit liebevoller Geduld geleitet, daß sie ihrem Vater tüchtige Hilfskräfte wurden. So bedeutet Anna Magdalena Bach ein Slück deutscher Kulturgeschichte, und vor allem die deutschen Frauen sollen es »ich l>en erzieherischen Wert diese; nationalsozialistischen Einrichtung nic^it ken nen. Wetui sie mir einen Teil dessen gesehen hätten, was wir hier beschreiben, wären sie bestimmt einer anderen Meinung. Ja, noch melir, sie hätten ebeneo wie wir aufrichtig bedauert, diese herrliche Zeit der neuen deutschen Jugend nicht selbst miterlebt zu haben SoHMtagurlaub nur mit einem Üntersteirer «Na, da ist er ja, unser erster Urlauber! sagt der Lagerführer und zeigt auf den Ar beitsmann Pristotnik Alois. Von Beruf aus Zeichner, ist auch er nun seit Monaten in» ReicJi'Sarbeitsdicnst. Stine deutschen Sprachkenntnisse hat er sich im Laufe dieser Zeit durch fleißiges Selbststudium und den ständigen Verkehr HMt Kameraden aus dem Reich so vervollkommnet, daß ihm der Lagerfülirer als Bclolinung dafür als ersten Mann im Lager einen Heitiiurlaub bewilligte. Das war für unseren Alois natürlich ein großer Tag. Ja, das Wort Urlaub hat was an sich. Da will Ich Hvnen auch gleich das neueste System einer Urlaubsbewilliguiig verraten, das der Lagerführer hier erfunden hat. Daß der Arbeitsmann Lust hat, Samstag und Sonntag - V-. ■ Wieder Ist eik Arbeitstag vorUber Aulti:»Iiiiieii. \\ ciUctM.leiiiLT, Marburt Dot „Spittd", ein Spiegel der Ordnung und Dusohanlage ermöglicht eine willkommene Abkühlung nach schwerer Arbeit und wird neben dieser Inanspruchnahme regelmäßig alle Freitag benützt. Es ist dies der wöchentliche große »Waschtag«, an dem es immer lustig zugeht. Im zweiten Raum sehen wir die Waschanlage, die im Winter und bei schlechtem Wetter benutzt wird. »Reinlichkeit ist eine Zier, wohlbekannt ist sie auch hier« könnte man das Sp''ichwort bei den Arbeitsmäimeni variieren. Dies gilt natürlich auch in den Stuben. Sauber ausgekehrt, alles auf seinem Platz, die Betten tadellos gebaut und der Stubenplan auf der Türe angebracht. Ja, man sagt sogar, daß die Üntersteirer im Zeugdienst die ersten sind! Neben den Baracken für Geräte, Kohle, Fahrräder, der Vorrats- und Bekleidungskammer besichtigen wir auch die Verhandstube. Sie ist mit allen Notwendigkeiten für die erste Hilfe ausgestattet. Der »Bader«, der hier seines Amtes waltet, kann sich zu seiner (aber auch zu unserer) Freude wegen Arbeitsüberlastung nicht beklugen. Gesunde Jungen sind die Üntersteirer Mit besonderer f'reude erzäihlt uns der Lagerführer von dem guten gesundheitlichen Zustand der untersteirischen Männer und er meint, wenn es auf diese ankäme, wären die Krankenstuben überhaupt unnotwenüig. Das nächste, was unsere Bev^ninderung erweckt, ist die schöne und reichhaltige Bücherei des Lagers. Hier ist allen Wünsolien eines jungen Geistes Rechnung getragen. Von Lehrbüchern aller Art bis zur leichteren Unterhaltung ist alles hier vertreten. Der Bücherwart zeigt seine Kartothek und verrät uns, daß beson-ders die Burschen aus Marburg die Bibliothek gerne und häufig besuchen. Audi andere Üntersteirer, >\elche die deutsche Sprache noch nicht beherrschen, finden sich gerne hei ihm ein und sind bestrebt, durch fleißiges Lesen ihre Kenntnisse zu vervollkommnen. So manche Freistunde wird dann der deutschen Kunst oder Literatur gewidmet und gewährt den Unterstcirern einen tieferen Einblick in das Schaffen deutscher Künstler und Denker. Der Lagerführer zeigt uns auch noch die (ierätkammer. Er weiß schon warum. Wenn wir auch glaubten, so etwas solion gesehen zu haben, so waren wir doch überrascJit; alles was nur irgendwie mit der Arbeit des Reichsarbeitsdienstes zusammenhängt, ist da aufge str.pelt. Spaten. I^icken, Draht, tiummistie tel, Sägen, Lampen. Hannner, Hacken, Sen seu, Schiel!^ tock. Pumpen, Rasenschneide-maschinc, Maßstangen und andere Werk zeuge aller Art. Die Männer des ReicJisar beitsdienstes verstehen sich in jede Arbeit und müssen überall zupacken können. Es tat mir leid und ich bedauerte es immer wieder auf unserer Reise, daß all dies nicht jene Volksgenossen in der Untcrsteirrmark sehen konnten, die sich heute nocü imm^r nicht mit auf Urlaub, sagen wir nach Beroirtesgaden, an den Königssee, oder sogar nach München zu fahren, ist verständlich. Daß er aber nur dann den Urlaub bewilligt bekouimt. wenn er auch einen Üntersteirer mitnimmt, ist neu. Auf dem Tisch des Lagerführers liegen Stöße von Urlaubsansuchen für das kommende Wochenende. Ja. noch mehr, die Kameraden nehmen den Üntersteirer gerne mit, außerdem bestreiifcn sie auch sfcrue^ die Reisekovsten, falls diese auf Her anderen Seite gera4c mclit »ftössig« siJKi. Die kmnerad-schaftlkilven und spradriiciien Vorteile dieser Ausflüge brauchen woiil nichrt besonders hervorgetiolien zu werden. Übrigens Iwrrsclit eiiie »»stergültige Ka4Tierad»Kchait zwischen den Männern aus dem Reich i«id inMHjren Burschen. So hörten wir auf dem Hoff, als die Männer nach dem Essen in Hire S4»bcn gingen, wie ein (.^lerschütcr mis In«slir»ck einem wuersteiriscltcn Bawernsoiui d«n deutschen AusdnK'k ftir «Newn wid jenen G©?w-staiul kiuriegte. Mit Ausdauer wid gwtcm Willen wird das deutJiciie Wort immer wieder vorgesi>focl»©n, bis e« süat. So heWen aÄe gerne mit, den U»terste«rem da« Erlernen der deut^clren Sprache zu erleiciitern nnd sie so noch enger mit den ül>rlgen Kameraden zu binden. Die untersteirisdien Arbeitsnüinner haben sich jedoch nicht nur l>ei der Arbeit an den Baustellen aufs beste bewätirt, sie sind auch im Innendienst fleißig und freudig. In einem Diesmal der „unterstelrische Wachtposten" zur besonderen Ausbildung aufgestellten Sondertrupp von 60 Mann befinden sich aucJi 7 Üntersteirer, die darauf mit Recht stolz sein können. Nicht minder stolz ist der Arbeitsmann Venischek, auch ein Üntersteirer, der als einziger Mann des Lagers eine Freikarte für die Salzburger Festspiele erhielt. Hobe Schule der Kameradschaft Wir besuchen auch noch die Baustelle, auf der unsere Männer arbeiten. Jeder kennt seinen Arbeitsplatz, sein Werkzeug und weiß um seine Aufgabe. Hier schaufeln, graben und messen die braunen Gestalten auf der geräumigen Baustelle. Da steht der Üntersteirer mit dem Tiroler, dem Bayer, dem Wiener lind dem Hamburger im Graben und alle schaufeln aus Leibeskräften. Rudolf Fritz, ein Oberschüler aus Innsbruck, Sohn eines Versicherungsdirektors, der Schneider Bader Martin aus Garmisch und Franz Brit-zel, ein Bauernsohn aus Gabersko bei Tri-fail laden mit vereinten Kräften die Zementsäcke aus dem Lastkraftwagen, dort wieder schaufelt der Arbeitsmann fernst von Schönthal. der Solln eines hohen Staatibeamtea brüderlich mit seinem Kameraden Zorko Johann aus Neukirchen im Kreis Cilli die Erde aus dem Graben, die dann vom zukünftigen Elektroingenieur Theo Hartmann aus Kämp-ten auf einem Wagen verladen wird. Freilich schaut dabei der zukünftige Jurist Paul Koller aus Schwarz in Tirol mit Hochachtung auf den Bauernsohn Esich Josef aus Süßenheim, der mit einer selbstverständlichen Ausdauer seine Schaufel schwingt. Dafür staunt aber "unser Reigel Anton aus Dra-clienburg über den Wiener Hirt, der mit einem Geschick die Vermessunfien vornimmt, als wäre er schon der Techniker, der er werden will. Hier ist die Schmiede von gegeii-i seitiger Hochachtung nnd Wertschätzung. Am Abend sitzen wir an den langen Tischen des Speiseraumes. Wälirend die Sonne dunkel rot hinter den Bergen zur Neige geht, plaudern wir über den heutigen Arbeitstag und schmieden Räne für die kommenden Monade. Die für die nächsten Tage vorge-se^ieHe Radfa'hrt in das Salzkammergut und an den Kbtiigssee wird ebenfalls aufs ge-na«este durchbes-procben. Für den Winter wieder worden l>errliche Skitouren ausgeklügelt, die die Arbeitsnwnner die Bergwelt auch m cteesor Jaiire6»eit erleben lassen wird. Dann rsi es inzwischen Ipbendig geworden. ; Da« Essen, das In seinen Portionen immer ' selir reitolilicli ausi^, ist beendet, die Post wird aosgetellt. Dies ist immer eiii spannen-iber AMgenl)Kck. Ist audi für mich etwas da-l>w?, eine Frage, die auf aHen Gesiolrtern stobt. Httstig greifen die Hönde nach dein Gruß aus der Heimat. Hier Freude, dort Ent-tüuKoi»u)t|c. Bs bleibt da^in nur der Trost auf morgen. Dort öffi^et der üntersteirer ein Paket mit Zeituiifi:en. Es ist der alltägliche hciniatfidie Gruß. So vergeilt der Abend. Schon leuchtet der Sternenhimmel iH)er der Landschaft und dei* Mond guckt neugierig durdis Fenster auf eine pliiiiesctim»edeT»de, begeisterte Jugend. Norbert Jeglitsch f 'f bei der MLagermutter" bringt immer schöne ütundea NimiTTief 321 iMarbuTgCT Zeitung« 17. November 1942 Seite 7 Vorschule dor Soldaten von morgen Die höbe Aufgabe der Webrertüchtlgungslager der HlUw-Jugend — Infanterieelnsatz erfordert die Besten der deutschen Jagend Eine Grofikundgebung in der Berliaer DeatscMandlMlle Mit dem Reichsjugendftthrer und vier Ritterkreuzträgern alt Redner Zu einem machtvollen Bekenotnis der Jugend des Führers zur wehrhaften Efnsatzbe-reltschaft gestaltete sich eine Grofikundgebung, die von der Rekhsjugendführung am Wochenende in der Deutschlandhalle in Berlin veranstaltet wurde. Als Abschljiß ihrer zehntägigen Besuchsreiso durch verschiedene Gaue Großdeutschlands, wo sie in Wehr-ertüchtigungslagern und JugendversammJun-gen ihre Erlebnisse aus dem deutschen Schicksalskampf schilderten, sprachen hier Ritterkreuzträger des Heeres zur deutschen Jugend. Noch entschlossener für den Sieg Die Bedeutung dieser Großveranstaltung wurde unterstrichen durch die Anwosenhoit des Reichs jugendfühl öTS Axniann, der sich zu Beginn der Kundgebung mit eindringlichen Worten an die junge Garde des Führers wandte. Er brachte zum Ausdruck, daß der Jugend schönstes Erlebnis sei, wenn die Tapfersten der Front unter ihr weilen, in Dankbarkeit und Ehrfurcht grüße die Hitlerjugend die Heiden dieses Krieges. Ihre Begeisterung für deren Heldentaten bringe sie nicht in Worten zum Ausdruck, sondern durch die Tat beim Kriegseinsatz in der Heimat. Der Reichsjuqendführer würdiqte In dankbaren Worten die tatkräftige Förderung der Wehrerlüchtigunqslager der Hitler-Jugend durch die gesamte Wehrmacht und bezeichnete es als das grofie Glück der Jugend, daB sie im Frieden wie im Kriege auf das engste mit der ruhmreichen Wehrmacht verbunden sei. Durch das Wissen um die Absichten unserer Feinde werden Front und lieiraat noch enger zusammenrücken und die Jugend noch entschlossener für den Sieq kämpfen. „Das Heer wächst beständig aus der Jugend" Den Gruß der kämpfenden Front an die Jugend des Führers überbracJite der Inspektor des Erziehungs- und Bilduncjeweaens des Heeres, Eichenldublräqer Generalmajor Wolff. Aus den Reihen der Ilith r-Jugend, so sagte er, seien die jungen Soldaten Adolf Hitlers, die sich seit mehr als drei Jahren im gewaltigen Ringen uiiberes Volkes bewahren, hervorgegangen. Ein neuer Jahrqang trete bald wieder unter die Fahnen. So wachso dis Heer aus der Illtler-Jugend beständig nach. Der General würdigte sodann die vom Führer gewünschten Wehrertüchligungsla;:jer der Hitier-Jugcnd, die jeweils den ältasten HJ-Jahrgang auf den kämpferischen Einsatz In Zusammenarbeit mit dem Heer vorbereiten. Diese Lager der Jugend, in denen bereits die Erfahrungen dos Ostfeldzuges genützt würden, hätten heute schon das Vertrauen von Heer und Elternschaft erworben. Sie «eien schönster Ausdruck einer engen Zusammenarbeit zwischen Heer und Jugend-führung. Die vielen Ausdrucksformen eines ernsten, entschlossenen Wehrwillens der Jugend bekunden, so sagte der hewafirte Sewastopolstürmer, den Willen zum Sieg, der Führer, Wehrmacht, Jugend und das ganze deutsche Volk beseelt. Die harte Schule bewährti Ritterkreuzträger Oberleutnant Spindler, einer der bewährten Kaukasuskämpfer, brachte zunächst seine Anerkennung über die wertvolle Vorarbeit der Wehrertürhti-gungslager der Hitier-Jugend zum Ausdruck. „Der Kampf an der Ostfront ist iromermehr ein Kampf der Grenadiere geworden. Wir brauchen einen jungen Solddt<>n, der krautig und geschult gerrnq 46t, jede körperliche Strapaze zu ertragen. Wir brauchen aber auch einen Soldaten, der immer weiß, daß es für das Gelingen des großen Ganzen auf den einzelnen aikommt, der weiß, daß es für ihn nur eines jibt, dem Kameraden und Führer Im Kampf treu zu bleiben und auszuharren bis zum letzten und den Feind au schlagen, wo es nur immer gilt. Wie großartig sich eine solche umfassende und harte Ausbildung auswirkt, hat sich gerade an unseren Gebirgsjägern im Kaukasus bewiesen. An den lebendig erzählten Beispielen einzelner Unternehmungen in den Kaukasuskampfen und schließlich an der begeisternden Schilderung der siegreichen Bezwingung des Elbrus führte Ritterkreuzträger Spindler seine Zuhörer zu den stolzen Erlcbnissnn dieser Kampftage. Grenadier gegen Panzer Oberleutnant Kriesgen schilderte seinen atemlos zuhörenden Kameraden ein Zusammentreffen seines Stoßtrupps mit 70 sowje-tisclxen Pansem, bei dem es im besonderen Maße auf ^jeisleegegeowart, Geschick, schnelles Zupacken und Verschlagenheit der deutschen Infanteristen ankam. Schweres Feuer kara von einer erhöht liegenden Baum-gruppe, die wir angreifen sollten, um den Feind Im Gegenangriff aus seinen Stellungen zu werfen. Unser Feuer zwang den Feind in Deckung. Auf 10 m an die Büsche herangekommen, stehen wir plötzlich vor einem Panzer. Der Gefreite Esser springt auf den Panzer zu, reißt eine Hondgranate ab, als sich die Besatzung auch schon ergibt. Ich schwang mich in den Panzer hinein und fahre auf die Bolschewisten zu. Diese sehen in uns einen Kameradon und zeigen uns, wohin wir schießen sollen. Wir aber halten in sie hinein und das gibt Luft. Bald ist die ganze Höhe in unserem Besitz. Schon aber unternimmt der Feind elr^en Gegenangriff, Etwa 70 Panzer brausen heran. Dahinter Infanterie, uns an Zahl wwil überlegen. Mit 13 Män-nern mache ich einen Gegenstoß. Oberfeldwebel Knif, Schütze Blombach und Steinmetz Uauen wie besessen drein. Schließlich gelingt es uns, die Lücke zu stopfen. Der Rest der sowjetischen Panzer, die schwere Einbußen bei unseren Panzerjägern einstecken mußten, kommt zurück. Halb hinter uns stehend, feuern sie in uns hinein. Nim aber wird es den Gefreiten Schütz und Esser zu bunt Wütend gehen sie gegen die Panzer an, springen drauf, reißen dio Luken auf, und sehen ist es um die Ungetüme geschehen. Uffz. Schwaake und Oberfeldwebel Knif erledigen gemeinsam einen Panzer. Ich selbst habe an diesem Tage vier Panzer erledigt. Kämpfer im weiten Osten Völlig auf sich selbst gestellt, nur anf Grund seiner kämpferischen Überlegenheit, aber auch dank seiner vorzüglichen Ausbildung kämpft der deutsche Grenadier in der trostlosen Weite der Kalmückensteppe gegen für ihn ungewöhnliche Temperaturschwan-kungen, Sandstürme, teilweise mit ungenügenden Karten, oft im erbittersten Kampf um eine Wasserstelle. Wir haben im ersten Jahre des Ostfeldzuges viel lernen müssen, fährt Ritterkreuzträger Oberleutnant Klappich fort. Wir fanden selbst, daß wir viel zu sehr verstädtert waren. Man kann in seinen Jugendjahren nicht genug Geländespiele und Schnitzeljagden gemacht haben, denn als Soldat draußen im Osten braucht man alles das, was man als Junge nur gespielt halte. Es ist überhaupt die Voraussetzung, um dort gegen den bestialischen Gegner bestehen zu können. Deshalb habe ich in den vergangenen Tagen in den Wehrertüchtigungsla-gern der Hitler-Jugend immer wieder mit großer Freude festgestellt, daß hier bei Geländeausbildung, Geländespiel und beim Schießdienst die Voraussetzungen für den jungen Soldaten gegeben werden, den wir im Osten brauchen. Den Ansprachen der Ritterkreuzträger, die begeisterten Beifall fanden, folgte das gemeinsam gesungene Lied ,,Nur der Freiheit gehört unser Leben" und der Zapfenstreich. Die würdige Kundgebung klang aus mit der Führerehrung und den Liedern der Nation. Der deutsche Bauer und sein Haus Hier spricht echtes und wahres Volkstum Der deutsche Bauer hat es seit jeher als seine selbstverständliche Pflicht erachtet, das Brot für sein Volk zu era.beiten. Es war daher nicht so sehr die Ernährungsfr''ge, welche die Aufmerksamkeit der nationalsozialistischen Führung auf das Bauerntum lenkte, als vielinohr eine Tatsache, die in der liberalistischen Zeit so weit übersehen ward, daß man den bäuerlichen Acker als Schachergegensland behandelte und damit die Grundlage jeden gesunden Bauerntums untergrub. Diesen Umstand hat der Führer auch in seinem Werk ,,Mein Kampf" herausgestellt, indem er die Erhaltung eines gesunden Bauernstandes als Fundament der Nation bezeichnete. Ähnliche Gedanken vertrat Wolter Darr6, der in seinen 1928 und 1930 erschienenen Büchern betont, der Boden trage nicht nur Brot, sondern auch Menschen; Bauerntod aber bedeute Volkstod schlechthin. Denn das ■bodenverbundene Bauorntum ist nicht nur als Berufsstand zu betrachten, sondern als Mehrer des Volkskörpers; es ist Wa>uer echten Volkstums: in strenger Zucht erzogen, ist seine eigcnwüchsige. Lebensordnung berufen, die Grundhaltung der Gemeinschaft zc bestimmen und dem Staate fühnmgsb«-gabten Nachwuchs zu schenken. Diese Besinnung auf die Urkrätte unseres völkischen Daseins ist einer der stärksten Pfeiler der nationalsozialistischen Idee; sie erhält besonderen Nachdruck heute, wo wir sehen, daß dio gebälUo Kraft emes Volkes Raum und Boden zu erringen verm^iq, das Blut aber nur aus volks- und rasseetgener Quelle fließen kann. Dis Wissen um die doppelte Aufgabe der Volksernährung und Volkserhaltung, die dem Bauern zufällt, muß diesem die ihm zustehende Anerkennung und Achtung für alle Zukunft sichern. Der Verbreitung und Ver- Nach der Marburger YersammlungsweHe V:. ■ ^, -y: ^ tiefung dieses Wissens dient nun auch das Winterhilfswerk, wenn es als Abzeichen der nächsten Straßensammlung Abbildungen von 12 Bauernhäusern biingt, die in ihrer einfachen Schlichtheit und massigen Kraft, in ihrer stimmungsvollen Schönheit den besten Beweis für ein gesundes bäuerliches Selbstbewußtsein bieten und deren stille Würfle von dem geordneten Leben zeugt, daß sie umfassen. Diese Bauten wuchVn aus den rassischen Voraussetzungen des deutschen Menschen. Sie sind daher Ausdruck blutsmäßig bedingten Volksgefühls, wurzelecht, wie kaum anderes Bauen, das bereits weitgehend kapitalistischer Bewertung verfallen war» sie sind, wie der Führer es ausdrückt, unverfälschtes Volksgut, das in demütiger Ehrfurcht zu pflegen ist. Sie wuchsen aber auch nus den Voraussetzungen der deutschen Ldadschaft» die Ebene bringt das breite Herrschaftshaus in Oberdonau hervor, das Gebirge, das massige bayrische Alpenhaus und das schmucke Schwarzwaldhäuschenj rauhe Sturmlandschaften bauen anders als der sonnendurchflutete Süden; der Einfluß vorhandener Werkstoffe macht sich im überwiegendem Blockbau des Südens und dem Fachwerk des Nordens bemerkbar. Ein drittes übte seinen Einfluß durch Jahrhunderte aus; die Zweckmäßigkeit. Sie macht sich nicht nur innerhalb des Rahmens der einzelnen Landschaften bemerkbar; ihre Einwirkung läßt oberdeutsche Bauart auf das friesländische und niedersächsische Bauernhaus übergreifen und bestimmt neben anderem den Unterschied zwischen der stimmungsvollen Heimstätte am Niederrhein und dem eindrucksvollen Großbau in Mitteldeutschland. Andere Bauernhäuser sind da, aus deutschen Randgebieten nicht minder deutscher Prägung; was ihnen Fremdes zugeflossen sein mag, hat deutsches Wesen nach eigener Art umgeformt. So sehen wir das farbenreicne Stockhaus dos heimgekehrten Elsässers neben dem wuchtigen Blockhaus des befreiton Kärntens; das Häuschen des einst tschechengequälten Egerländers neben den ostdeutschen Bauernhäusern des ehemals polen-bedrohten Ostpreußens und Schlesiens. Und beim Anblick dieser Heimstätten, die der Führer fremder Bedrängnis entzog, erinnern wir uns nicht nur de^ gleichen' Schicksals unserer blumengeschmückten untersteiri-schen Bauernhäuser, wir erkennen auch das gemeindeutsche in ihrer Bauart. So erwachst auch für uns au« der Betrachtung dieser Formen die Mahnung, das ehrwürdige Erbe der Väter zu pflegen, auf daß aus deutschen Häusern deutsche Geschlechter hervorgehen, für deren Zukunft wir zu kämpfen, zu arbeiten und jedes Opfer auf uns zu nehmen bereit sind. Sebastian Weiß teuUet Aufnabine: WeiBcn&tcincr, Marburg überfüllte Versammlungsräume — vom Heimatbundsaal bis zum kleinsten Ortsgruppenh»!» softe ftuut: „Gegen Demokraten helfen nur Soldaten" %de wisuk wU es iesset: Auch das Opfer der Heimat ist nötig! Mn DH OOPTftl^^ B«ner fOr Dich — better fur geben. So sor< ohne Versdiwen( Sin Sie ng für Augenschonungl Dank der Otrom-Doppel* Wendel gpben Osrom-O-lompen viel lieht für wenig Strom. Wenn Glühlampen ersetzt werden müssen, verlonoen Sie darum Osrom>D>lompenl OSPAM-LAMPEN TM "'(»AM'O-UMPE MIT OH DOPFtl>H^ Helmhehr der Palistina-Düutsctien Herzlicher Empfanj; in Wien Am Sanistagvormittap: traf der Transport mit den Palästinadeutschen, die auf dem Aus-tauschweg ins Reich zurückkehrten, in der Heimat ein, die sie in Wien willkommen hieß. Weit war der Weg und dazwischen lap[en Mühen und Opfer, Leiden und Entbehrun/?en in den Sammel- und Internierunpslaßern. Das Werk vieler Jahre eines zähen, fleißipien und tapferen Mühens und Kämpfens haben diese Pioniere des Deutschtums feindlicher Willkür opfern und preispehen müssen. Über 300 Deutsche waren es, vorwiegend Frauen und Kinder, die auf dem mit den Fahnen des Reiches geschmückten Wiener Ostbahnhof ankamen, wo sich ihrer sofort das jRückwandereramt der AuslandsorRanisatioii in kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit der NS-Volkswohlfahrt liebevoll annahm. Unmittelbar nach ihrer Ankunft in Wien wurde den Heimkehrern im Festsaal des Rathauses ein einfacher, aber herzlicher Empfang bereitet. TO. Kräftezusammenfassung in der Salzbur-ger Presse. Am Samstag erschienen die beiden Tageszeitungen des Reichsgaues und der Gauhauptstadt Salzburg, die „Salzburger Landeszeitung" und das „Salzburger Volksblatt" zum letzten Maie. Beide Zeitungen stellten ihr Erscheinen ein. Die Neuordnung dos Pressewesens erfordert einh neue, nationalsozialistische Tageszeitung für den Roichsgau Salzburg, die als amtliches Blatt der Partei und des Staates den Namen „Salzburger^Zeitung" führen wird. Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel hat aus diesem Anlaß einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen, in dem er die Maßnahme begründet, die Leistungen der beiden bisherigen Zeitungen anerkennt und der Hoffnung Ausdruck gibt, daß die neue „Salzburger Zeitung" den großen und schönen Anforderungen gerecht werden wird, di« sich aus der menschlichen und politischen Geschlossenheit des Reichsgaues ergeben. m. 100 000 RM-Gewinn gezogen. In der zweiten Klasse der achten Deutschen Reichs-lotterie fielen drei Gewinne von je lOOCiOÖ Reichsmark auf die Nummer 133933. Die Lose weiden in allen drei Abteilungen in Achtel-teilung ausgegeben. VirihsscMiHiHge werden aosgemenl \oin Üeffinii der Rationierung der Leben.s-iiiittcl an hat sich das deutsche \ulk lu seiner Krollen Mehrheit willig und nm Einsicht den Maliiialinien gebeugt, die in der Heiinai notwendig wurden, um den Kriec errolg-reich fühieu zu können. Ks waren immer nur wenige Auiriahnien. die die ihnen willkoin-iiiene (jelegenheit der VerknaopunÄ von Waren benutzen, um sich personlicii einen Vorteil zu versciiaüeu. Wenn jetzt wieder Urteile iiber Verbrechen gegen die Rationisie-rungshestiiiiniufigeii^ bekannt werden, so zeigen sie, daß die Ijberwachuiig der Bestimmungen ohne Naclisiclu tnit aller Schärfe durchgeführt wird. So wurde der Hürgerniei-ster liruno Kastner in Kra^nsburg in Schlesien als Volk.sscliädling zum Tode verurteilt, weil er sein Amt als Leiter der Kartenstellc dazu benützte, sich üenehmiguiijishescheini-ffungen für Schlachtungen zu verschaffen — er schlachtete seit Kriegsbeginn drei Schafe und elf Schweine — ferner stellte er sich .Malilsclieine über mindestens acht Zentner x\1ehl aus. An den mitangeklagteii Ueiiilscht-warenhändler Maus Kreisel gab er oiiiie Markenablieferung Berechiigungsscheine fiii* .■>4 Kilo Reis, 5 Kilo Bohtienkaffee und weitere Scheine für den Bezug von Butter und Zucker ab. Schließlich unterschlug er noch Rei.sc-marken. Kreisel erhielt eine Zuchthausstraie von zwei Jahren. Das Todesurteil an Kastuer wurde bereits vollstreckt. Der Juwelier Dr. Josef Miller aus Hamburg erhielt drei Jahre Zuchthaus und lUOCKi R.W Geldstrafe, seine Ehefrau Helene Miller zwei Jahre Zuchthans, weil sie gemeinsam Wecker, laschen- und Armbanduhren vom N'erkaui zurückhielten und mit ihnen Tauscligeschäfte gegen Spirituosen, h'leischkonserven und üe-ftügel, die zum lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung gehörten, trieben. ^ Dieselben Tauschgeschäfte trieben dio Filialleiterin eines Wäschegeschäftes in Frankfurt a. M., Klara Beck, die Private Trude Kohrenz und die Händlerin Ella Gerecht aus Bad Homburg, Hier wurden Strümpfe, Damenwäsche, Blusen und Mäntel gegen (H und Kaffee eingetauscht. Beck erhielt zwei, Lohrenz und Gerecht drei Jahre Zuchthaus. Eine Reihe von Mitbeteiligten erhielten Oe-iänfnisstrafen bis zu einem Jiüu' Mi n PlnSTvViyOT £^tnn|pc fr, rWWmreVr rjTTJS Nummef S21 Sladttheater Marburg a. d. Drau Preise 3 Ditfnittaf, den 17. November DIE BOHEME Oper im vier Bildern von Qiacomo Pncciiri. Bej^an: 20 L'hr Ende: 28 Ukr ~ 3 CROSSE OFEN für Schulzimmer zu kaufen pesijcht. Neu oder gebraucht. Lilangcbote an Gemeinde Wittmanns* 'ö«rK, Kreis Pettau. 11801 fhre Verlobung geben bekannt: Luise Krainz Karl Steinbelfier Marhiirg-Drau, den 16. 11. 1942 e Wolinorl- und Anschrittlindening müssen unsere Hosibezieher sofort dem zuständl-Ijen I'üstanri (r.ic^t dtm Verlag) melden. »Marburjjer Zeitung«, Vertriebsabteilung Amtliche Bekanntmachungen Der Polizeidirektoi* in Marbtirg/Drau Achtung! Sirenenprobe! SL 55 59 h/42 Bekanniinathung Am Donnerstag, den 19. November 1042, um tO.OO Uhr, findet im I iiftschutzort Atarhurg-Drau die Erprobung von LuftM^jutzsircnen statt. Beim Probebetrieb wird das für die l.niwarnung vorgesehene Signal gegeben. Dies ist ein gleichbleibender Ton von 1 Minute Dauer. Beim Ertönen dieses Signal» smd keinerlei f.iiftschntzmaßnahmen zu treffen. Solche sind nur dann zu treffen, wenn das für »Fliegeralarm« vorgesehene Sifnal ertönt. Das Signal für »Fliegeralarm« ist ein lleuiton von 1 Minute Dauer (an- und abschwellender Ton). DEB CHRT DER ZIVILVERWALTUNO IN DER ÜNTEB-STElERl^rARK. — DIENSTSTELLE ^LUIBURG/ORAC. Der Beauftract* ZivilreobUpflege. T HiteitBRn daTerlalraM imBnniii icsToiMa Anton Oorschak, geboren am 9. 6. 11176 In Lorenzen «m Bachem 134, dahin zuständig, ehelicher Sohn des Josef Oorschak und der Rosalia, »b. Wutschak, taut Heiratsurkunde der Pfarre Lorenzen am Bachem »eit Juni 1913 mit Theresia Gnrschak, geb. Hoinik, verheiratet, rtiletzt Maurer und wohnhaft in Lorenzen am Bachern, am 15. 5. 1015 zum Infanterieregiment Nr, 47 nach Marburg eingerückt, im Monate JuH 19)5 auf den italienischen Krieg^chauplatz abgegangen, letzte Nachricht am 20. 9. 1916, Feldpost 73, wird seit der Schlacht bei Lokwitza vom 12. Oktober 1916 vermißt. Da hie-nach anzunehmen ist. daß die gesetzliche Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des Gesetzes vom 4. 7. 1939, RGBL. I, S. 1186, eintreten wird, wird auf Ansuchen der Gattin des Vermißten Theresia Gorschak aus Lorenzen am Bachem Nr. 133, das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der Dienststelle Nachricht Ober den Vermißten zu geben. Anton Gorschak wird aufgefordert, vor der gefertigten Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 20. Mai 1943 wird die Dienststelle auf neueriiches Ansuchen der Theresia Gorschak tiber die Todeserklärung entscheiden. Marburg a/Drau, am 12. November 1942. ,11930 BURG'KINO fernrui 22-19 Heute 16. 18 30. 21 Uh Eirer lUr alle JvgendltclM xugtksaefll eSPLANADE femrut 25-29 Heute 16.18.30,21 LHii Die barmherzige Lü^e Für Jugendliche nicht zugelassenl Metropol-Lichtspiele Ciili Vom 13. bis 19. November Gefcelmairfe W. B. I. Für Jugendliche zugelaMen! Alarburg-Drau, den 17. November 1942. 11944 Der FoMzeidirektor hi Marburg als örtlicher Luftschutzleiter. I>rR CHEF »F.R Zn iLVERWALTÜNO IN DER TINTER-STKIERMARK. — DIENSTSTELLE MARBURti/DRAU. Der Beauftragte ftlr die ZlvUrechtepflc^e. T 73/42-6 Einleifnng des Verfahrens nm Beweise ies Todes Luriwiff Smrekar, geboren am 17, 8. 1R79 in Dölsach Nr. 1 ziistandig nach Waldcgg, Kreis Marburg a/Drau, ehelicher .Sohn des Max und der Maria, geb. Hätz, laut Trauungsschein der Pfarre St. Ilgen unter Turiak seit 12. 1, 1008 mit Amalia lsnpri\Miiknr vcrheirntet, zuletzt als Jäger wohnhaft in Stra-.•«che Nr. 33 bei Waldegg, im Juli 1041 zum Infanterieregiment Nr. 87 nach Cilli eingerückt, im-Monate Dezember 1914 auf den nördlichen Kriegsschauplatz abgegangen und geriet so-In'n in eile russisclie Kriegsgefangenschaft in Samara, woselbst er angeblich im Monate Juni 1917 an Typhus gestorben sei. Da hiennch anzunehmen ist, daß die gesetzliche Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des Gesetzes vom 4. 7. 1039, RGF?L I. S. IlSfi, eintreten wird, wird auf Ansuchen der Gatten des Vermißten Amntia Smrekar, Arbeiterin in Altenmarkt Nr. 80 bei Windischgra?:. das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der Dienststelle N'achrichi über den Vormißten zu geben. Ludwig Smrekar wird autgefordert, vor der gefertigten Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 20, Mai 1043 wird die Dienststelle auf neueriiches Ansuchen der Amalia Smrekar über die Todeserklärung entscheiden, AVirburg a/Drau, am 13. November 1042. 11934 DER CHEF DER ZTVILVERWALTÜNO IN DER UNTER-STEIERMARK. •— DIENSTSTELLE MARBTTRG/DRAU. Der BeMiftngte für die ZlvUrechtepflege. T 71/42-4 Rnlelfimg des Verfahrens zbir Bevelse des Todes Michael Schmidt, geboren am 28. 9. 1872 in Kappel, zustandig auch dorthin, ehelicher Sohn des Peter Schmidt und der Josefa, geb. Hartmann, laut Note des Pfarramtes in Presen seit 29. 1. 1905 mit Genovefa Qregoritsch verheiratet, zuletzt wohnhaft als Arbeiter in Kappel bei Arnfels, am 28. 7. 1914 zum Infanterieregiment Nr. 47 nach Marburg eingerückt, im Monate August 1914 auf den nördlichen Kriegsschauplatz abgegangen, letzte Nchricht am 22. 9. 1914, wird seit dem Monate Oktober 1914 vermißt. Da hienach anzunehmen ist, daß die gesetzliche Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des Gesetzes vom 4. 7. 1939, RGBL. I, S. 1186, eintreten wird, wird auf Ansuchen seiner Ehegattin Genovefa Schmidt, Arbeiterin in Marhurg-Brnnndorf, das Verfahren zur Todeser-klärnug eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der Dienststelle Nachricht über den Vermißten zu geben. Michael Schmidt wird aufgefordert, vor der geferhgten Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von sich Nachricht zu geben. Nach dem 20. Mai 1943 wird die Dienststelle auf neuerliches Ansuchen der Genovefa Schmidt über die Todeserklä^ rung entscheiden. Marburg a/Drau, am 13. November 1942._ Kleiner Anzeiger Jede» Won koitct IBt Steltenicesuchc i Rol das lettcedrackte Wort 16 Rd< tBr Q«ld. RealitI- MIHIIIIIIIIIMIinillllllllliyM^^ rj'Ä. 1»"»^ leitRedruckte Wort 4b Rpi »r aOe Bbrlreo WortanxelfM H) Rpf dM lettaedfuclua Wort M Rpi. De» Wortprel» «III bll m Bochitaben «e Wort Kennwortgebahf bei Abholuni der Anstebote 311 Rof be Zasen-tfnnr durch Po« oder Boteo 70 Rot AnskooftsaeWIhr IBr ««' dem Vermerk! »Anskunft lo der Vervaitnne oder QeschMtsateile« W Rpl Anzeltea AnnahnieschluB; Amt laK« *or CrachelnM am 16 Un' "• AnzeUen werden oar cegta VorelnjeBdaa« dei Beirawa («ucb aüitije Briefmarken) auteenominen. MlndestReböhr löt eine Kleine AnzeUe l kM iguA Verschiedenes Kaufe sofort kleines Faml'lcn-haus mit etwas Garten, Umgebung Marburg oder Cilli. Zuschriften unter >Bar 15 000 bis 20000 RM« an die Verw. 11928-2'f Geräumises Geschäftshaus sofort zu verkaufen. Auch Tausch gegen Einfamilienhaus. Zuschriften unter »Günstige die Verw. 11867-2f an Wichtig für alle! Verordnangs- und Amlsblatt des Chefs der' Zivilverwaltung In der Untersteiermark Nr. 102 vom 12. November 1942 INHALT: Verordnung über die Beschlagnahme der Wildfelle vom 23. Oktober 1942 Verordnung über die Prüf- und Punzierungsgebühren in der Untersteiermark vom 3. November 1942 Anordnung über Preise und Handelsspannen für Keltertrauben, Maische, Weinmost und Wein in der Untersteiermark vom 3. November 1942 Runderlaß über die Beschränkung der Brennstoffversorgung und Beheizung der Diensträume vom 23. Oktober 1^2 Runderiaß über sparsame Beheizung der Dienst- und Anstaltsräume vom 2. November 1942 Druckfehlerberichtigung Einzelpreis 10 Rpt. t:rhältticb beim Schalter öm Marburgw^ertagM' u. Drutkerel-Ces. m. b. H. Marburg/Ormu, Bacffass« • bei den Geschäftsstellen der »Marbnrger Zeltanc« IN CILLI, Marktplatz 12 (Fernruf 7) IN PETTAU, Ungariorgasse, Herr Georg Rchler und bei den sonstiRcn Verkauftstellen. 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Schwarzer Schäferhund (gelb-schwarz) seit Dennerstag verlaufen. Hört auf den Namen »Rolf«. Geg. Belohnung n^^'-ceben an Feldwebel Hans Zaleck, Mar-burg-Dr-u, IVismarckstraße 231h_11927-13 Der Käufer, der am 3. Nov. 1942 am Pferdemarkt in Pettau von Ladislaus Herak aus Ohcr-Welowlak, Gemeinde Winterdorf bei Pettau, das Pferd kaufte, wird dringend ersucht, den Bezugschein für das Pferd zu senden, um sich Unannehmlichkeiten zu ersparen. 11906-13 Vusikiii9^ Ahn^aB - Ausfertigongen 1 Tiilieoforschungs • Institut, Graz. Grieskai W, Ruf 67-95. 6987-14 Kaufe oder tausche (für Knabenschuhe) elektrischen Ofen -IC «II oder Kaeperi. Marburg II, Lo-2609-61 serstraBe 28. 11943-14 Danktagung Pttr die herzliche Anteilnahme anläßlich des Todes meines lieben Mannes, des Herrn Hansi Trettier, sage ich auf diesem W^ge meinen innigsten Dank. Ganz besonders danke ich dem Herrn Bürgermeister und den Amtskameraden für die lieben Worte des Gedenkens und für die Kranzsfenden. Windischgraz, am 16. November 1Ü42. 11949 Wall Trettier, im Namen der Verwandlrn.