SchriMeitmiz: RatkauSgaff« Nr. 4 Hi»l.i C»tr4|laBkti I»zl>» (mit ttnlaa|«K In So»»- n. 8rin- u#0 i»b 11—12 lld? »»im. sH-u»I»ral<» »«»« »icht niandofe Sin-frais*««* KUtt lc?>tSfich>>»l. t»lilaki|*n|tn itimnt »w $ta(Dc» vcc<«- *Vt«b**«n tat titlljt i-ftelllr» ««ILhre» ratgtf)uil»g »*l r-»»cr«la, «irzcrl. Ber»?Ittin?? vla»dau»g«fl» Nr. » K 3-M K III K in» 9rinf)4binau>ga: tirch lu «*R »n»jrti i «•«oidiiqiit . {■AHM #amiä|rii) . . »»r < iiI > »>l Sustcll*», ,»» (w> ftoantliÄ . . . . K |-|0 Wfrteljäfrrq ...«» — ^ald>°dng . ...» I-— «bmjlltn« . i . , K II-— (Hirt Äulsnnl nllben na llc H'«a-jiiifbaS«»T. um 6« hth«re» (* ü »bftUßan». Ar. 50. EiM, Sonntag. 24. Zum 1906 3L Jahrgang. Sonnwendfeier 1906. E» liegt eiue köstliche Sag« in der Sonnen-wende, die un» immer wieder zur Natur hinzieh« und unserem VolkSiume dadurch frische und freie Kräfte zusührl. Wie sehr auch die Kirche sich bemühte, die germanische Well« anschauung au»zulilgen und wo ihr dies nicht gelang, sie wenigsten« äußerlich mit ihren Fabeln verbrämte, die Erinnerung an die Vergangenheit, die Liebe zu deutscher Eigenart erbie sich fvn, und je heftiger die Feinde de» Deutschtum» dräuten, umso mehr wandle sich da« deutsche Volk der Pflege alten und sinnigen Bcauchlumes zu. So wurde die Sonnwendfeier zu einem großen völkischen Erbauu ngsfeste, da» in einem Gedanken, in einem Bestreben alle Volksgenossen verband. Cilli hat auch in diesem Jahre, begünstigt vom herrlichsten Weiler, dieMittsommernach» würdig gefeiert. Die schönsten urfecer Berge und Höh»» trugen auf ihren Häuptern Sonnwendfeuer. die über die Mail leuchteten. Zu gleicher Zeit flammten die Glutenbrände auf. Feuer der Treue zum deutschen VolkSlume, Feuer der Verehrung für unsere Vorfahren, aber auch des Trutzes wider unser» Widersacher. Allüberall in der Runde tauchten die roten Fl immenzeichen aus und lauschten Grüße milein-ander. Selbst vom hohen Bachergebirge grüßie ein flammende« .Heil* hernieder. Von Pragwald her. dann von Weiten stein, Hochenegg, vom «algenberge, von Störs, Tüchern, vom M a r i e n f i tz e und Schloßderge, der einen in särbivem Lichte strahlenden Leuchtturm trug, zu dessen Füßen eine mächtige Loderflamme brannte, dann von den Weingärten Ra tusch, Sanderly und Westen leuchteten Sonnwend-brande zu Tal. Wie ein hell leuchtender Stern Zeit und Hetd. Da« Wirlschaflen mit Zeit und Geld ist eine Kunst, die erlernt sein will, nicht nur vom Geschäftsmann, sondern vor allem auch von der Hausfrau. E« gibt Frauen, die für ihre Wirt-schalt, ihre Kinder, ihren Gallen, für Literatur, Kunst und gemeinnützige» Wirken stet« Zeit haben. Frauen, die man überall hilfsbereit und tätig findet, die tiruehenre» Verständni« für die Fragen und Bestrebungen der Zeit bekunden, wieder an-der«, die unier der Last ihrer WirtfchasiSplagen seufzen, die nicht dazu kommei, ihrem Galten oder ih:en Kindern eine Slunde gemütlichen Ge-dankenau«tausche« zu gönnen. Da« Sprichwort »Zeit ist Geld" ist deshalb in der Hauswirtschaft unzweifelhaft von großer Bedeutung. ES kommt hier besonder« daraus an, wie man die Zeit ausnutzt, b-ziehu igSweise wie man sie zu diesem Zwecke einteilt. „Erst da« Not« wendige, hierauf da» Nützliche, dann da» Ange-nehme", ist ein» Regel, deren Beherzigung man nicht genug empfehlen kann. E» ist nicht leicht, immer genau nach derselben zu leben, aber wo sie befolgt wird, da bleibt der Segen nicht au». Man fragt sich, bevor man an die Arbeit geht: „Was ,st jetzt da« noiwendigste?* Hat man e« herau«-gefunden, so gehe man lapfer an« Werk, ohne Rücksicht daraus, ob e« für den Augenblick auch überstrahlte da« Blinkfeuer de« elektrischen Schein» werfer« der Stadtmühle all« anderen Lich! q uellen und an vielen Orten in der Runde tauchten kaleidoskopartig die Farbe» wechselnden b e n g a» lisch e ii Lichter aus. Raketen sprüdten vom Weingarten deS Herrn Westen in die Lüsl» und aus dem Schloßberge machte sich ein Zug von LawpionSlrägern bemerkbar. In froher Erwartung drängte sich nach der achten Slunde vor dem Rathaule eine große Menge, die de» Auszüge» harrte. Unter den Klängen der MusikoereinSkapelle in ihrer schmucken Tracht wogte da« frohe Festtreiben durch die Straßen der Stadt de« Reiterberge zu. In geordnetem Zuge, mit Fackeln und Lampion«, zogen die Feuerwehr, der Veleranenverein. der Turnverein, dte beiden Cillier Gesang«oerrine, der deutsche Gewerbebund, der deutsch-völkische Gehilfenverband und der Ber» band deutscher Handel«angest»llter auf die Höhe, von der da« deulsche Dreisaib hernieder-grüß!». Dort ang»langt, ward »in groß«r Kreis pe» zogen uvd au« den Reihen trat nun Herr cand. jur. Daniel Rakufch vor und sprach bei den hoch zum Himmel lodernde» Flammen Polzer« markigen Sonnwendspruch. In Begeisterung erbrausten die Heilrufe. Nunmehr ergriff Schriftleiter Daniel Walter da« Wort zu sollender Weiherede: „Liebwerte, deutsche Volksgenossen.' E« ist eine weihevolle Stunde, die wir j.tzt durchleben; e« ist eine Stunde deutschen GolieSdi«nste«. »in» Gedächtnis stunde unferer Ahnen. M.t Ehrfurcht sollen unsere Blickt an diesem Feuer dängen. Eine große, ruhmvolle Vergannenheit ziehl bei seinem Scheine vor unserem geistigen Auge heraus; Jahrtausende blicken aus un« hernieder. Aus lichter,luftigerBerge«höh',nahe den deutschen Göttern und Walhall, hat der Germane seinen angenehm ist. Man lasse sich nicht zu einer an» deren sonst recht nützlichen Arbeit verleiten, solange man da« Notwendige nicht vollbracht hat. E« ist gewöhnlich viel leichter und schneller abgetan und man kann sich, wenn daS Nolwen-dige besorgt ist, mit Ruhe anderer nützlicher Tälig-kett widmen, die nun »in um so gelungne« Ergebnis haben wird. Hat man so zur rechten Zeit sür da» Notwendige gesorgt und sich dann mit dem Nützlichen beschäftig, so wird auch noch fo manche» Stündchen bleiben, wo man sich dem Angenehme» hingeben kann zur Erholung und Freude. Ebenso wie von der Zeit, so ist auch von dem Gelo ein richtiger Gebrauch zu mache». Wie ein Mensch Geld erwirbl, wie er e« au»gibl: da« berechligt zu einem Schluß auf feine inneren, auf seine Charaklereigenschaflen. Wenn die Arbeit auch noch so reiche Früchle in Gestalt klingenden Lohne« trägt, so wird ihr Hauptzweck, die Vorsorge sür die Zeit de« Aller», nichl erreicht werden, sobald nicht ein Teil de« durch sie Erworbenen sür die Zukunft aufaedoben wird. Deshalb gehört zu einer vernünftigeren Verwendung de« Gelde« auch die Sparja»keit. Sparsamkeit — ja! Ader bei» leibe nichl am unrechien Orte! Eine gute, klüftige Ernährung soll nichl auf Kosten von Kinkerlitzchen verkümmert werden. Die verständige Gattin und Mutter wird'« schon au«find>g machen, wie sie Opfer stein errichtet und am Tage der Sonnwend« das heilige Feuer entflammt. Jahrtausende sind vorübergeraufcht, doch steh, zur gleichen Zeit, am nämlichen Tage bedeckt sich wie in altersgrauer Zelt die deutsche Erd- mit Lichtern, die mit Flammenznngen zum nächtlichen Himmel hinaus-raten: „Sieh, Allvaler, deine deutschen Söhne sind da! Dem Volk überdauen den Wandel der Zeiten. Soweit Feuer flammen, reicht deutscher Raum, reicht da« deutsche Hei«, schlagen deutsche Herzen." Uno auch wir. d.e wir al« äußerst« Brand-wacht an die südliche Mark gestellt worden sind, um einen lebendigen Wall von Leibern wider die heranfluiinde trübe, südslavische Völkerwille zu bilden, haben das Feuer aus dem Opfersteme unier dem Himme!«dome erneuert, auch wir zählen zum deulfchen Edelvolke. zu dem gewaltigen Millionenvolk«, dem anzugehören sich jeder glücklich preisen kann, dessen Juliendungesiüm sich die ganze damal» bekannte Welt unterwarf und da« dem ganzen Menschengeschlechte führende Geister und Pfadfinder gegeben ha«. Der G'aude unserer Vorfahren gebot am Sonnwendtage, dem Andenken de» Gott«« Bald» mächtig» Tot»nfack»ln zu »ntzündtn. Wenn wir »inen Schacht teufen, um b:s zur Seele diese« alten Brauche« vorzudringen, so finden wir. daß e« tiefe Ehrfurcht vor dem Walten der Gottheit in der Natur war, die eiese Feu»r entzündete. Und in der lodernden Flamme ersah mai> sich zugleich da« Sinnbild der Läuterung. Wir, die Nachkommen haben den allen Glauben umgestal'el, wir haben dem alle« Brauche eine neu» Bed»utung aufgkpfropft. Nicht de« Gottes Bald»r der schönen, verklungen»« Sage, »ich« de« feurigen Sonnenballe« gedenken wir mehr bei der Loderflamme; wir gedenken zu dieser Stunde in heiliger flammender Begeisterung unsere« heißgeliebten deutschen Volke«. Die Flamme de« Sonnwendbrande« soll unser Denken von jeder Undeuljchheit läutern, seine Strahlen sollen da« Herz eine» jeden Deutschen für da« Geschick seine« Volke» erwärmen und in seine Seele soll die Glut heiliger Begei-steruna sür seine Volke« Hochziele fallen. Und so geloben wir denn im Scheine de« Sonnwendfeuer» unserem Volke im Led»n und im dem Manne und den Kindern »iwa« Ordentliche» auf den Tisch dringt, auch wenn e« nicht stet« und soso« die jew'tilgen Delikatessen der Saison sind. Mit einem Worte: E« gilt da« Nötige und Nützliche von dem Unnötigen nnd bloß Luxus» mäßigen zu trennen. Wa« man unier dem letzteren zu verstehen hal? Daraus hat der bekannt» Schriftsteller v. Leixner «ine recht klare Antwort gegeben: „LuxuS ist jede» Bedürfni«, da« die Berhällniffe verbieten, ist jede Au«gabe, die vor-übergehende Bedüisnifse mit zu großen Mitteln deiriedtgt, die besser für einen bleibenden oder geistig edleren Zweck verwendet werden könnten." Dann die heilig« Himmel«lochter: Ordnung l Zum W'rtschas>«g«l» gehört ein Wirtschaftsbuch. Die bekannt« Einrede, daß sich das Geld durch« Aufschreiben ja auch nicht v«rm«hre, verschlägt gar nicht«. Man weiß dann doch wenigstens genau, wo »s geblieben ist. Man kann vergleichen, abwägen, nachträglich beurteilen. Man wird sich unter Umständen sagen: Hier hast du zu leuer gekausl, hier hällest du an eine gediegenere Quelle gehen müssen, hier — aha! — ist etwa« ganz Ueberflüssiges gewesen, usw. Da« schafft »ine feine Selbsterziehunq und di« wird von Hiltq „der HauplgrsichlSpunkl" genannt, „welchen der Mensch die eigentlichen Resultate seine« Lebens verdankt, mehr al» allem, wa» andere für ihn tun können.- Seite 2 Sterben die deutsche Treue zu Halle«, (tineti Freunden ein Freund und seinen Feiaden »in wehrhafter Feind zu fein. Heil!* TaS Heil, in dos di« Weihewoel» au<» klang««, wtcki» begeistert«« Widerhall. Boa vielen Hundert«« angestimmt ertönte dann da« alle Trutz» lieh der Ostmarkdeulschen: „Die Wacht am Rhein- stark und frei in die warme Sommer» nacht. Da« Waldbau«, dem nach Schluß der würdist verlausenea Höbenseier alle« zustrebte, war bald von F»stgästen in de« Worte« wahrster Bedeutung bi« aus da« letzte Plätzchen gefüllt und viele fanden gar keinen Platz mehr und mußten umkehren. Die Leitung de« Festabend« rufate in den Händen de« Herrn cand. jur. Daniel Rakusch, der alle Anwesenden, «»«besondere d«e deutschen Frauen und Mädchen aus da« herzlichste begrüßte und sodann Herrn Dr. K. Peiriczek da« Wort zur Festrede erteilte, die wir hier folgen lassen: „Freude und Wonne atmet die blumige Erde in diesem schönsten aller Monate; Allmulltr Sonne hat aus ihr«r himmlischen Wanderschaft den höchsten Stand erreicht, doch Baldur, d«r schönste aller Göt'er, der Liebling Aller im Himmel und auf Erven (im ASgau und Mitlgart), fällt der Tücke Loki« zum Opfer. Nach Balvurs Tode sinkt die Sonne wieder; aber wenn auch Baidur« Scheiierhausen lodern geling! e» d?m verschlagenen Goil» de« Fruer« und der Lüge doch nicht, da« Licht auszulöjche». Fro, der wach«!umweckende Sonnengott, wallet weiter; die Glut nimmt zu, weil die Glumefen andringen, die Tage werden kürzer, die Nächte länger, bi« Baldur nach dem Siege über die Frost-riefen zu neuem Leben und Glänze ersteht. Mit Baldur war auch seine Gemahlin, die liebliche Blumengöiti« Ninna, gestorben au« Gram über den Tod de« geliebten Gauen, und aus dem Schenerhauf-«. den da« Sonnwendfeuer versinn-bildlich», lagen sie beide im Tode vereint. Mit dem Tode Nanna« geht da« reiche Blumen- und Blüten» leben der Erde zu Ende. Da» S^nnwendsest versinnbildlicht wohl ur» fprünglich den Scheiterhaufen, aus nein Baldur un) Nanna nach allgermanischem Brauche per« brannt wurden. Trotzdem war diese« Fest keine Trauerfeier, sondern ein Freudenfest: die Sonne sinkt ja nicht zu ewigem Tode herab, sie ist nur an einem Wendepunkte angelangt mit dem Ausblick aus neuen Glanz. — Daher palt der Sonne in ihrer unsterblichen Kcast das Fest der Sommer-Sonnen-wende," Redner schildert hieraus, daß e« seit der Einführung de« Christentum« in Deuischland da« Bestreben der römischen Priester war. die Erinnerung an die germanischen Feste auszulöschen und an Aas Gesunden durch Lachen.*) Von William Waller Atkinson. Der beste Rat, den man einem Manschen geben kann, ist, — zu lachen. Lache, wenn ou er-zürnt bist, lache, wenn du betrübt bist, lache, wenn du verletzt bist, lache, wenn du dich unglücklich fühlst, lache, lache! Behalte da« Lachen bei. laß deine Mundwinkel sich nicht einen Augenblick zum Weinen verziehen. Lerne da« Lachen. Die meisten von euch haben es ja schon vergessen, beginne heute damit und lerne e« immer wieder von neuem. Lachen ist ein Heilmiiiel gegen viele Kranke heilen, gegen viele« Mißgeschick im Leben. Darum laß deine Mundwinkel sich nie zum Weinen ver-ziehen, dann wirst du erreichen, wa« du erreichen willst. Natürlich wirst du die Wirkungen bald zu Beginn ftkvlen; kein Mensch versteht da« Lachen, darum versuche, e« zu lernen. Di» Gedanken nehmen durch die Tat Gestalt an, die Tat wiederum pro-duziert Gedanken. Guie Gedanken geben einen guten Sinn. Diese« scheinbar so einfache Mittel kann ich nur wieder und immer wieder empfehlen, denn es hat Taufende von Bothest, Empfindlichkeit. Un-Zufriedenheit und vielen anderen Uebeln errettet. *) Aus .Neue Gedanken'. »Welche ihrerstatt christliche einzuführen. A« di« Stelle de« Festes der Sommer-Sonnenwende setzte mau das Fest des heiligen Johannes, der völkisch« Gedanke bade aber diese Volkesf«i«r in ihr« alt« Bedeulung wieder eingesetzt. Biel deutsche Eigenart sei im Lause der Jahrhunderte durch römischen Einfluß verlöre«» gegangen. Winfried habe i« blinder Gin die heilig« Donnereich« gefällt, laufende volkstreuer Sachsen feien dem Schwerte Karls des Großen zum Opfer gefallen. Der Kamps zwischen den deutschen Kaiser« und dem Papste versinnbildliche den unversöhnlichen Zwiespall welllichrr und g»istlich«r Mach». Di» Macht d»r Papst» fei. nachdem die Reformation der Kirche an Hauvt und Gliedern g»sch»il»rt war, durch da« Auflr»t»n Luther« erschüttert worden. Der dreißigjährige Krieg, dieser furchtbare Religionskrieg, und di» Gegenreformation schlugen de« d»uisch»n Volke groß» Wunden; unbezwingbar war aber der diutjch» Geist, denn ein Jahrhundert später wurden die größten deutschen Dichter ge» boren, Joses der Zweite, der die Kirche von Rom unabhängig machen wollte, starb einen allzu-frühen Tod. Schwere Zeilen kamen für Deuischland in den Tagen der heiligen Allianz. Jede freie Geiste«regung würd» unterdrückt. In diese Zeit fällt die Gründung der deutschen Bur>chen,chasl und der deutschen Turnerei, welche die Einigung Deuischland« vor» bereitete«. Der Kamps gegen die freien d.mschen Universitäten und die «strebte Gründung einer kaiho-lischen Universität in Salzburg zeigt, daß Rom ein Feinv deutscher Geiste«freideit fei. „Im Kampfe um unsere teure Heimai«erde brauchen wir", fährt Redner fort, „nicht verzagen, denn im Kampfe stählt sich die Kraft «nd mehrt sich der Mut, und im Gefühl der Zusammen» geborigkeit, der Einigkeit aller unserer Volksgenossen erhält unser Kamps erst die rechte Weihe. Der Schlüssel zu dieser Einigte» ist da« un-»»schränkte Vertrauen, da« wir den Führern un>er«S Gemeinwesen« entgegenbringen. Danken wir Ihnen beuie in dieser festlichen Stund' sür all' da«, wa« sie zum Wohle und zur Ehre unserer Stadt getan, und zeigen wir un« Ihrer würdig dadurch, daß wir unsere Pflicht gegenüber unserem Volke erfüllen. Möge in der deutschen Jugend da« Gefühl werktätiger Heimatliebe mächtige Wurzeln schlagen, möge jeder zur recht » Zeit und in vzllrni Maße alle jene Bedingungen erfüllen, die e« ihm ermög» liche», sich hier ansässig zu machen und nicht — wie t« leider nur allzu oft geschehe — undankbar und treulos der Vaterstadt den Rücken kehren! Möge vor allem die weiblich» Jugend di« werk-tätige nutionale Kleinarbeit in unseren Schutz-vereinen sich zur Ausgabe stellen, dem deutsche» Volke zum Wohl», sich selbst zur Ehre! Die deutschen Frauen, denen die Erziehung uniere« Nachwuchses anvertraut sei, mögen den Ich habe e« an mir selbst versucht und ich habe gefunden, daß e«, obgleich e« so einfach ist. doch in sen hartnäckigsten Fällen gewirkt hat. Lache, fchüttle dich beim Lachen, und du wirst dich wohl befinden. Da«, wa« bei dem Lachen allein zu überwinden ist. ist. daß der Mensch sich g'nnsfen Fügungen unierstellen muß. E« ist viel weniger nach seinem Geschmack, zu lachen, al« unzufrieden zu fei«. Er verzieht feinen Mun? lieber zum Weinen, al« zum Lachen, darum soll man lachen, bi« man ge-fundet ist. Wenn niemand da ist, dem du zulächeln kannst, dann stelle dich vor den Spiegel und lache zu dir allein. Warum sollt» man »« nicht tun? Wenn schl»cht» Saun» dich besälll, dann geh' zum Spiegel und nick» dir sr»undlich zu. Du wirst nicht immer dich m» einem sinstkrkn Gesicht sehen wollen. Versuche e«. dann wirst du schon erfahren, wie gut diese Behandlung ist. Wenn du jetzt diese Zeilen liest. g»h' zum Spiegel, lächl» dir zu, und dir wird wohl»r sein, wenn du zurück kommst. E« ist gewiß »iwa« Schöne«, ernsthafte. gut» Frtund» zu haben, doch v»rgtß über dem Ernst da« Lachen nicht, denn wenn du nur drei Minutin lachst, fo wirst du zu deinem Wohl und zum Wohl der Menschheit beitragen. Darum versuche e«. denn »« ist gut. Nnctmer 50 Ltissprnch de« größten Deutschin beherzigen, der einmal sagt»: „Hat der deutsch« Gedank» einmal die Anerkennung der Weiblichkeit gesungen, dann ist er unüberwindbar und wird »« wohl bleiben." Wir müsst« trachten, da« deutsch» Volk davor »u b»«ahr«n. daß »s nicht im kosmopolitisch»« Taumel uniergkh», denn die Gleichgilligkeil in Sache» die unser Volk betreffe«, fei dessen schlimmster Feind. In der Erwartung, daß die freudige Kampfe«-stimmnng in d»r nüchternen Alltäglich?, tt nicht ver» blassen mög», schließt Redner mit den Worl»n aus Watzil« „Der letzl« Agtlolfing": „Nur Gut»« wollen ohn' Unt»rlaß Entsagend ewigem Lohne Und mannhaft handeln in Liebe und Haß Da« zi»m»t d»m Wuo'ansodn». Und an Minne und Wei«heil und Heldensang, An grünender Erde Erneuen, An schäumendem Horn» und Waffenklang Und on Fr»und»hn Stunden Tätigkeit wohl ermüdet fühlen dürfen. Redner tritt hierauf der Auffassung entgegen, al« ob die Vermehrung u« ein Mandat aus der einen Seite notwendig die Vermehrung um ein Mindal auf ver andern Seite nach sich ziehen müßte. Da« gegenseitige Verhältnis bleibe nur dann unberührt, wenn beide Seilen wirklich gleich stark sind, so stehe e« aber zwilch « den Deutschen und Slovenen nicht. Die Slooeaen baden beiläufig 20, die Deutschen in Hinkunst 220 Mandate, da« Berhältni« sei also 1:11. Eine Vermehrung der slovenischen Mandate um eines müßte also durch eine Vermehrung aus deutscher Seil» um eis Mandate ausgewogen werde«, damit das Kräfteverhältnis nicht gestört werde. Die Forderung Plojs nach einer Vermehrung sei also Nummer 50 eme Ungerechtigkeit. Die Anregung de« Redners, nur zwei Mandate aus deutscher Seite für ein flovenifchS Mandat zu fordern, sei da» äußerste Enigeaenkommen pevesen und hätte Dank und richt Äblednung verdien». Redner polemisier» gegen die Au«fNhi«ngen Ploj» hinsichiltch der slovenischen Sprache, die selbst von der slooeiischen Intelligenz nicht benutzt werde, und verweist aus den Geist, der m den slovenischen Blättern zum Ausdrucke komme. Ploj habe in seinen Au«südrungen ausschließlich mit den Argumenten der Kopfzahl gearbeitet, während dock selbst di» Rgierung«oorlage auf dem Standpunkte steht, daß auch die Sieuerleiktung bei der Mandaisoerlkthuna Berücksichtigung finden muß. Die Regierung habe mit vollem Recht den Grundsatz an^enomm.n, daß möglichst »ational einheitliche Wahlkreise geschaffen werden sollen, während Ploj mit seinem Antr ge. daß »ine Men„e slovenischer Dörfer in den Slädtewahlbezirk Eilli einbezoaen werden, nur bezwecke, daß dieser Wahl« bezirk zu einem Kampsbezirke umgestaltet w»rbe. Segen diesen Aalrag. der einen Angriff auf die Deutschen Un«er>l»i»r»ark« bedeuiet. würden sich di« Deuischen mit aller Enschiedenheil wehren und sie wären gezwungen, allenfalls zu den äuße>st«n Mitttln zu greifen, um defstn Annahm« zu v«r» hindern. Nach dem Antrage des Adg. Hagenhoser müßte von den drei neuen Mandaten das eine einem D.uischklerikalen, da« zwtiie einem Slooenen und da« drille einem Soziolvemokraleii zufallen. Redner könne sich selbstverständlich sür den Antrag nicht erwärmen, da er dem deutschnalionalen Stand« punkte zuwiderlaufe. Der Antrag Ploj« sei un-annehmbar und dessen Annahme würde die Annahme der Wahländerung aus deulscher Seite unmöglich machen. Er empfiehlt seinen Antrag auf Einbeziehung der Ort» Lichlenwald und Saldenhosen in d«n Cillier Wahlfrei», wodurch nichis neues geschaffen werde, da biide Orte auch bisher in der Stäviekurie wählten; ferner den Antrag aus Schaffung eines fünften Grazer Mandale», wodurch wenigstens «eilweise die Ungerechtigkeit, welche Graz zugksügt werde, behoben werde. Abqeoidneter W a st i a n (Wilder) südrl aus: Abgeordneler Ploj ist der Ansicht, daß die Reale« rungsvorla. e die D«ulsch«n in Sl«!ermark off-n-sichtlich begünstig». Demgeoei über müss» »r als Anwalt des un«erfteirischen Deuischium« einige kurze statistische amllich« Randglossen zu d«n Ausführung«« d«s Abg. Ploj vom IS. d. machen. Di« Summ« d«r im Jahre 1902 auf dem Gebiete der Grund« steuerl»islung dem Staate von den Slov«n«n Sl«i«r, ma>ks nicht geleisteten, sondern bedufs Auf« dringung einfach auf die Deulichen überwä>z»en Sleuern betrug nicht wenig«? als 435.277 K der zahlbar«« Grundsteuer. Es sei die« «»n Betrag, der nichl wesentlich hinter der rollen Grundst«uerl«istung von Görz und Grodiska und Dalmati»n zurück-bleib», die Grundsteuerleistung von Vorarlberg ober um das do"pelte überrage. Die Berücksichtigung dieser Ziffer könne von den Deutschen wohl gefordert w«rden. In St«i«rmark bringen die Deutschen 1,183.902 X der allg«m»in»n Erwerbsteuer aus. di« b»züglich» Summe der slovenischen Erwerbsteuer Eteiermark« belies sich aus 119.156 X. Bei einer gesamten steirischen Ptrjonaleintommenneuersumme von 2,531.514 K betrage der deut'ckst'irische An-teil 96 46 v. H., da« feien 2.441.335 K, jener der slovenischen Laride«g»nossen aber nur 90.179 K. Wädrend also di« Demschtn SltiermarkS nur 6877 v. H. der LandeSbevölkerung ausmachen, leisten sie 96-46 o. H. der Lande« - Personal« einkommensteuer! Ei» geb«n also in dieser Hinsicht dem Lande um 27 6V mehr. alS idr« Pflicht nach d«r Kopkzahl wäie und e« der bekannten, vorn Abgeordneten Ploj so nachdrücklich belonien Gleich« berechtigungilheorie entspräche. Im Barwerte au«> gedrückt, bedeute diese Uebersteuerleistung »tne deutsche Mehrziusung von 64I.488X der Personaleinkommen« steu«r, die von r«chl«wegtn und wenn die Gleich« berrchiigun^Sanschaiiung deS Abg. Ploj aus diesem Gebikl« wirklich au« gleichen Pflichten erwachsen wäre, «ig«»ll>ch den steirischen Slooenen zur Abfuhr an drn Staal zufalle. Die Deuisch n sollen aber nach der Ausfassung Plo « die braven Roboter sein und sich selbstmörderisch sür die Stärkung de« Slovenentum« ausopsern. Die slovenische Personal» einkommensteuer des ganzen Landes gegenüber der Grazer Personaleinkommensteuer sei 14-4 mal ge« ringer, daher fei der Antrag Pommer«, sür Graz em süasle« Mandat zuzugestehen, gewiß höchst be« rechligt. Die Deuischen Cillis allein bring«» nah«zu ein Dr«l«l d«r Einkommtnst«u«rsumme all«r Slo« venen des Landes aus und wenn sich di» Slov«n«n W«ch5'___ auf die Berzehrungssttner berufen, so streife Redner nur kurz die Tatsache, daß auf jeden Deuischen in Sl»ier«ark im Jahre 1902 nicht w»nig»r al« X 36-29 Berzehrungssteuer, aus jeden Slooenen nur K 1-05 entfielen. Im erwähnlen Jahre be« trug»« b»ispi»l»weis» dir Postäml»r»in»ahm»n von St»ier«alk 5.294.6A) ii, davon komm» auf die Deutschen »in» Lei»>«ng von 4.923.233 K, auf die Sloveiitn e,ne Leistung von nur 371.437 X. Abg. Ploj wisse ganz gut, wo d,e schwach» Sttllung seiner Bewei«sührung liege, deshalb habe »r sich am 19. d. tadelnd darüber ausgesprochen, daß Abg. Pommer und Redner die naiionalen Gesichts« punkte einflochten, die «ingeflochten werden mußten, weil in Untersteiermark die wirtschaftlichen und nationalen Interessen eng v«rknüpft sind. R«dn«r verweise nur auf die immer angedrohte Sperre über die deutschen Geschäftsleute. Unter dem Gesichtswinkel der Steuerleistung und der kulturellen Beschaffenheit sehen di» Ansprüche Plojs aus acht slovenische Mandat» für El»iermark recht sonderbar aus. Redner könne also nur unter Anrufung der deulichen Gemeinbüegschast bitten, gegen jede Ver« Mehrung dir slovenischen Mandat» in St»i»rmark zu stimmen. Nach »in»r Beleuchtung der verhetzerischen Tätigkeit der slovenischen Geistlichen bemelkt Redn»r hinsichtlich sein»« Antrag»« wegen Abänderung deS Wahlkreise« 9 (Marburg), daß er im Fall« der Ablehnung feine« Antrage« den Antrag stell«, «s u.ögin nur flvflach und VoitSbrrg. die geographisch so sehr vom größten uns wichtigst»» Wahlort« Marburg entfernt li«g«n, dem Wahl« steife 9 entnommen und dem Wahlkreise 8 an« gegliedert werden, dafür aber Mureck und Leutschach als teilweise? Ersatz in den ohnehin sehr btvölkerungS« reichen Watilkrei« 9 »inbnogen werden. Die Sitzung de« Wahländerung«au«schusfes rom 22. d. M. war sowohl für die Gestaltung der Wahlkrei«einteilung in Sl«i«rmark al« auch für da« Kräfteverhällni« im Abg«ordnklrndaus« von großer Bedeutung. E« siegten die Grundsätze de« Recht«« und d«r Billigt««. In namentlicher Abstimmung wurden mit 26 : 21 Stimmen di« Vorschläge der deuischen Parteren angenommen. Bon den 48 Mitgliedern de« Ausschüsse« sehlle nur der rumänische Abg. Onciul. Die Italiener, die Christlichsozialen. die Klerikalen, selbstverständ« lich die Mitglieder der Teutschen VolkSpartei, o«r Deutsch«» Fortschrittspartei, di« Alldeutschen, der VersassungStreue Großgrundbesitz uns der Sozial« demokrat stimmten für die vereinbarten Vorschlag» d»r d rutschen Parteien. Damit erscheint auch der Antrag Ploj«, der aus eine Vermehrung der slovenisch.n Mandat« adzikll«, al« adg«l«hnl. Auch die beiden AdänderungSanlräge de« Abgeordneten Wastiatt, beireffend die Gem«inden um Mureck und Radk«rSburg. wurden in namenllichrr Abstimmung mit d«ms«lben Stimmenoerhältnisse angenommen. Unter den deuischen Abgeordneten herrscht» lebhaft» Genugtuung über daS geschlossen» und einmüliie Vorgehen. Allerdings ist e« nur einer ungemeinen Rührigk.it zu verdanken, daß dieser Erfolg möglich war, drnn auch die Slooenen hatten all « ausgeboten, eine starke Mehrheit aufzubringen. ES fehlt» d»nn auf slaoi» scher S»it» kein Mann. Wenn «S den Deutschen nicht gelungen wär», sich zu einigen, so wäre eS kaum möglich gewesen, die Forderungen der Deutschen durchzusetzen. Als eS zur Abstimmung kam. herrschte im Ausschüsse eine ziemliche Erregung und man konnte PlojS Mißmut deutlich sehen. alS daS Ergebnis der Abstimmung bekannt gegeben wurde. Die Slooenen hoffen, daß bei der Absti»mung im Haus» der Beschluß deS Ausschusses abgeändert werde und sie gaben der Hoss-nung in ziemlich deutlichen Worten Ausdruck. politische Rundschau. Das Hottscheer Mandat gesichert. Einer Aboroquni der deutschen Abgeordneten au« den südlichen Alpenländern hat Ministerpräsident Frei« Herr o. Beck zugesichert, er werde dafür Sorge trafen, daß auch ein deutsch»« Mandat in Krain geschaffen werde. Z>i« südslavijche Acrörudernag. Wie der bulgarische „Den" meldet, werden sich an dem Sokolfeste in Agram auch 100 Bulgaren beteiligen. Von Agram au« besuchen diese Vertreter der avarisch-slavischen Völkerkreuzung auch L a i b a ch und Triest. ^ ^__ Atichsdentsches A«tt»t>atgeftßt. In tfchech« ischen Kreisen wird eifrig al« Kundgebung gegen die Reich»nb»rg»r Deulschböhmische Ausstellung für den Besuch der Dresdner Stimmung gemacht, mit der Begründung, daß dir Leilung in DreSdtn tschechische Einladung»» vkrschickt hab» und auch tschechische Maueranschläg» in tschechisch» Gem»ind»n g»sendet hat. National»« Empfinden wird man in diesem Vorgehen der DieSdner Ausstelln»,",Sleilunq vtrgrblich suchen, dafür aber «in gehöriges Maß sür Reichsdeutsche recht trauriger geschäftlicher Selbstsucht. Bestellter politischer Mrnchetmsrd. Ei» Telegramm deS Wali von Uesküd meldet, daß am 16. d. in Velike, Kaza Beran», »in S»rg»anl und dr»i Gendarmen angeblich durch Anstiftung der montknegrinischen Regierung von Christen a»töl»t worden seien. Der Wali sagt, solch» Mord» könnten die ernstesten Konsequenzen haben. Befestigung Aenedigs. Eil Admiral, der nicht genannt frtn will, bat dem venetianischen Korrespondenten deS «Messagero- erNäri, die Be« sesttgung Venedigs sei ein Gebot der Pflicht, sonst würd» di» italienische Flo»» nirgends im Aaria« tifchen M»er» »in» sichere Zufluchtsstätte Haben. Die Marineverwaliung werd» daran denken müssen, wi» immer di» politisch» Lage sich noch xestaltet. Ein ueuzeitlicher NanSstaat. Nach dem Zeugnisse von Reisenden, die sich lange Zeit in Jokohama aushielten, bereitet sich Japan auf einen neuen Krieg vor. der längstens in 2 oder 3 Jahren auSg'fochten werden soll. Aber nicht Rußland ist e» dieSmal. daS von dem vom KriegS« leufel erfaßten Japan aus» Korn genommen werden soll, sond.rn China. Unermeßliche Schulden diängen angeblich doS Reich de» MikatoS zu einem Kriege mit dem chinesiichen Nachbarliche. »n welchem diese» zweifellos den Kürzeren ziehen und große KriegSenlfchädigungen auf sich nehmen muß. mir denen Japan da« Gleichgewicht in feinen Hautvalle wieder herzustellen gedenkt. Um eine Veranlassung zum Kriege ist man in Tokio nichl v»r!«gen. Versammlung de» Arauensellausschulscs. Der Frauenf»stau«schuß zum Empfang» der Brück»? Sänger veranstaltet am Montag um 5 Uhr im kleinen Saale de« Raihause« eine Sitzung. Um zahlreiche« Erschein?« wird gebelen. Veutschvölkischer Hehilfenveröaud. Am Sonntag den 24. d. M. findet um 2 Uhr nachmittags im VerbandShnm »zum Siern" die ordentliche MonatSoeriammlung statt. Die Milgli«d«r werden ersuch», bestimmt und vollzählig zu erscheinen. Nach der Versammlung gemein» samer Ausflug in Verbindung mit der Abschied«« frier zweier Milalieder. Kvangelilche Gemeinde. Heule, Sonntag, den 24 Juni, finden in der evangelischen Kirche in der Gariengasse vormmaaS um */49 Uhr ein k i n« dergotte«dienft (Leiter Vikar RinqSdorff) und um 10 Uhr der HauptgotteSdienft statt, bei dem Herr Psarrer B a u m a n n auS AdliSwyl in der Schweiz die Predigt hallen wird. Au« SSngervesache. Wie bekannt, unternimmt der Brucker Männ«rg«sangverein am 29. d. eine Eängersahrt nach Eilli. Der Verein bleibt auch an dem dem Feiertage folgenden Sonnabende und am Sonntag in Eilli. Die Festordnung ist i« kurze« solgende: Freitag Empfang der Gast« am Bad«» Hose um 10 Udr 8 Min. Sodann Frühschoppen-konzerl im Holtl Terschek, gemeinsame« Millagessen im Holel Stadt Wien. Nachmittag« Gisamiprode und abend« Liederiasel im Hotel T«rsch«k. Sam«lag vormittag« Frühschoppen im Waldhause, welcher von den dtutschen Frauen Cilli« g«sp«nd«l wird. NachmiltagS gemrinsamer AuSflug. Der dritte Festtag wird zu gemeinsamen Ausflügen in die Umgkbung der Stadt benützt. Wiener Hängergesellschaft „Zlnion". Die besibekanne Wiener Sängergefelllchasl .Union" veranstaltet auf ihrer Durchreise in die Schweiz in Eilli am Sonntag den 24. im „Hotel Terschek" um 8 Uhr abend« ein Konzert. ES findet nur diese eine Vorstellung statt. ßnstpzza Aeier. Wir machen nochmal« aus» merksam. daß anläßlich der vom diesigen Vete» ranenver«ine veranstalteten Eastozzafeier Sonntag vormittag im .Waldhause" ei« Frühschoppen« Konzert stattfindet, dessen Besuch wir besten« empfehlen. Seite 4 „wcanotr wrnmm*" Nummer 50 yi4tUfdbl|. Unser» Notij, nach welcher Ministerprästdent^Baron Beck bei seiner jüngst«» Anwesenheit hier von Herrn Rakusch al« Bürger» m»>st»r empfangen wurde ist unrichtig. H«rr Rakusch bat feine Funkiio»«» alt Bürg«rmtist«r mit d«m 2. Juni beendet. Schaulnrn«« Am Mittwoch den 27. d. M. nachmittag« 5 Uhr findet auf de« Turnplatze (Grafeigarten) ein Schülerschauturnen de« k. k. Staal«odergymnosium« statt. Zur Vorführung g». lang»n: Allgemein» Freiübungen m» Keulen. Hanteln und Stäben, Uebungen am Doppelpserd, GeseUschasilübungen» Uebungen am hoh»n Barren, Gemeinübungen am Pferd, Riegeniurnen mit »in» maligen Wechselpyramiden und Kürturnen am Spannreck. Freunve der Leibesübungen, welche »inen Einblick in das Schulturnen nrwinnkn wollen, werden hiemit zum Besuche diese» Turnen« freund-lichst eingeladen. Der Eintritt ist frei. Sollt» e« regnen, so findet da« Turnen »in» Woche später statt. Ein Briefkasten, der die ZSriesschafte« für sich vehtlt. Zu «inrr argen V»rs>ätung in der Besöcverung drr Briesschasirn gab d»r Brirskasten neben der Haupitrasik Anlaß. Em» mit Gewalt hintingepfrop't» Druckfache von zu große« U«song» hatte die Otffnung am Boden de« Kastens verlegt unv der den Kasten bedienend» Ausheber hau» aus da« Eteckenbleioen der Briefe nicht geachtet. Daran« lotet die weise Lehr«, Schriftstücke vsn größerem Umfang«, wie «« dir Postvorschrist gebietet, nur am Schalter de« Post-am>e« zur Aufgabe zu bringen und nicht in einen Bri»skast»n mit Gewalt hineinzuzwängen' d»r Briefkastei versagt dann einfach den Dienst. Aber auch den b»tr»ff»i»den Angestellten d»r Post sollt« eingeschärft werden, auf da« Herab-fallen der Briefschaften au« dem Kasten in den Ledersack, da« sich ja deutlich zu erkennen g>ebt, zu achten, u«,o«khr al« e« schon da« zivei-emal vorkommt, daß Briefkästen den Dienst versagen. In dem vorliegenden Falle lagerten die Brief« fchasten seit Montag in dem pstichvergessenen Briefkasten. Der Kasten war bi« obenauf mit Briefe« gefüllt, sodoß e« bereit« Schwierigkeit machte, noch einen Brief hineinzustecken. Kleine Ursachen große Wirkungen! E« ist nicht zu ermessen, welch unliebsame Folgen dies« Brief. kasten-Widerietzlichkeit nach sich ziehen mag. Po« Inge erfaßt. Am frühen Morgen de« gestrigen Tage« wurve die 36jährige Antonio Einglas, eine Mutter von vier Kindern, bei der Bahnübersetzung in Tüchern von einem Lastenzuge erfaßt und über 100 w mitgeschleift. Die Be-dau.rn«werte, die schwere Verletzungen erlitt, würd« in da« hiesige Allgemein« Krankenhau« übersiihrt. Anjurechuuugsfähig. Der ehemalige Tech-niker Franz Pleschiuifchnigg, welcher im Vorjahre einen Raubansall bei Hölldors fingierte, sich selbst mit einem Rivolver anschoß. sodann bi» 20. Sey-tember 1905 in der Irrenanstalt in Graz inter« nie« war. hat, mehrere Betrügerei«» in Siudenitz bei Gonobitz verübt, wa« zu seiner Verhaftung Anlaß gab. Die GerichiSärzt» haben den Ge« nannten nun untersucht und ging da« Gutachten dahin, daß Pleschiutschnigg injolqe feine« Geist.«, zustande« für seine Handlung nicht verantwortlich gemacht werden könne. Plefchiuischnigg wurde in di« Beobachtung«anstal» nach Graz gkdracht. Drahtliche Wettervoraussage. D>e k. k. Post« und Tel»graf«n«Dir»kttone>> wurden beauf-tragt zu veranlassen, daß die mit dem Telegraphen-dienst» verbundkntn Postämter über schriftliche« Ersuchen drr Gem»i«d»vorstehung oder der im Bestellbezirke befindlichen größeren in Betracht kommendtn Kreise (landw. Kasino, kkurvorstchung. u. s. w.) Abschriften der mit den Kur«t»l»gram«»n eingelangten W«teroorau«sagen und zwar in der Regel bloß der sür die Gegenden in Betracht kommenden Buchstabengruppen anfertigen und an die mit ihnen i« Karti,rung«verband« stehenden Postämter ohne Telegraph«ndi«nst sowie an die Postablagen mit den bestehenden Postkarsen übermitteln. Von jenen Postämtern, bei denen Kund« machungen irgend welcher Art außerhalb der A»t«räume dem Publikum zugänglich gemacht werde«, können auch die Wettervoraussagen samt Schlüssel außerhalb der Amt«räume au«g«hängt werden. Ueber ausdrückliche« Ansuchen der Ge-«tindeoorsiehungen u. s. w. ist auch den Land-Briefträgern je ein« Abschrift b«r Wettervorau«« sagen aus die Bestellgänge mitzugeben und haben die Landbriesträger den Parieien die Einsicht zu gestatten, soweit die« ohne Beeinträchtigung de« Bestell- und Einsammlung«g«schäs>«« möglich ist. Dir voranstehenden Anordnungen sind bi« l. Juli l. I. durchzuführen. Kin Kopfeabericht. Ein Bericht de« süd« steierm. Hopfenbau-Bereine« besagt, daß die Gärten nur in kräftigen Lagen üppig steh«», da» gegen in schweren Lagen eotschi«o«n zurück-geblieben seien. Die Schuld wird den kalten Nachten und den vielen Niederschlagen gea«b«n. Deutsche Aeamte. Offiziere «. s. w. gehöre« zum dentsche« Aolte. E« ist schon oft bemängelt word?n, daß die Feste der deuischen Schutzvereine zumeist über Auftrag der politischen Behörden weder von deutschen Beamten, noch von deutschen Offizieren u. f. w. besucht werden. Dir deuiste Volk«rat für Böhmen hat in biefer Angelegenheit vor längerer Zeit an die maßgebende Behörde eine dringend« Eingab« gemach», in welcher »« al« not» wendig »rklärt wurde, daß die deutschen Beamtin, die doch in j»d»r Beziehung di» Vertrau»n«männer der deuischen Bevölkerung in wichtigen und schwierigen L»ben«lagen sind oder fein sollen, auch an den Freudenfesten de« deutschen Volk«« teilzu-nehmen hab n. Die dadurch bekundet« deutsche Ge« si inung ist ebenso mit den Pflichten der Beamten vereinbar wie kräftige nationale Gesinnung mit Staatttreue. E« kann mit Genugtuung festgestellt werden, daß heuer bei d»r F»s,seiet de« deutschen SchulvereineS in Reichenberg sowohl di» politisch« B « h ö r d «, al« auch da« Ossizier«korp« vertreten waren. ^ Herichtssekretir ßrhartit hat al« verbissener Sloven« schon gtnugsam von sich reden gemacht und sich auch in jüngster Zeit wieder al« „Narodnjak" in Eiianerung gebracht. An einen zu einer Ber-dandlung wegen Schnellsahren« erschienenen deutsch, n Zeugen richt,ie er zunächst di« Frag«, ob er der slovenischen Sprache mächtig sei, und dann, al« di«s« Frag« bejaht wurde, die Aufforderung : „Nun, dann sagen Sie slovenisch au«!" Lnder blieb d>« Aufforderung ohne die verdiente Zurechtweisung. Auch der Gerichi«diener machte sich «in«r lln« g«hörigk«it schuldig und rief einen ihm al« Deutschen wohlbekannten Zeugen statt mit „G/org" mit „Jurij' auf. Z)ie yi«stge»Sojiawemotratea haben dem Abg. von Eilli in einer § 2 Versammlung wegen seine« angeblich wahlreformseindlichtn Verhalten« „die schärfste Mißachtung" ausgesprochen. Der Grazer Arbeilerwille verzeichnet diese MißirauenS-kundgebung unter dem Schlagworte: „Die Eillier deutsch « n Arbeiter über Abg. Prosessor Pommer". Dr. Pommer wird darüber leicht hin-wegkommen. Da« sind jene „deutschen Arbeiter", die im innigen Bunde mit dem „politischen Hascherl" Rebek. dem Führer der hiesigen slovenischnativnalen Arbeiter» schafl in mehreren Versammlungen gegen die deutsche Bewohnerschaft EilliS zu Feld zoaen. Aerleihung de» goldenen Aerdienkkrenjes. Der «aiser hat dem staatSanwaltschasilichen Funktionär de« Bezirk«gerichte« in Lichlenwald, Serrn Anion Smreker. da« goldene Verdienstkreuz mit der Krön« v«rli«hen. Nrowotioo. Am 19. d. würd« Herr Joses F o h n, Sohn de« k. k. Oberwafsm-neifter« in Eilli an btt Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert. M«ria»?letrowitsch. (Auslösung der Gemeindevertretung.) Die Siaudalierei erklärte die bisherige Gemeindevertretung für ausgelöst und ernannte d-n Gemeindevorsteher Anton Koren zum R»gitrung«orrtrtl»r, welcher alle Amt«» geschäkte bi« zur vollzogenen Neuwahl zu leiten hat. Wisell^ (Der Kampf der Rothemden mit ven Schwarzkutten.) Auch in unserem Bezirke lökt der Slovenischliberale wider den flooenischkterikalen Stachel. Der .Sokolverein". der dieser Tage einen Ausflug nach Wisell veranstaltete, tat sein möglichstes, gegen die .Krämer Klerikalen" Stimmung zu »achen. und wird darin von der .Domovina" angeeisert. die den Sokolverein zur „heiligen Arbeit" im Widerstreite mit den Mächten der Finsternis ausruft. Kraflnigg (Einbruch. — Von der S ü d o a h n » a 11 o n.) In der Nacht vom 21. aus den 22. d. wurde in di? Kanzlei des Oistroer Kohlenbergbau,« eingebrochen und au« der dort befindlichen Handtasse ein Betrag von über K 700 zumeist in Fünfkronenstücken entwendet. Vom Täter hat «an keine Spur; derselbe dürfte ein mit den örtlichen Verhältnissen vertrauter Mensch fein. — Der hiesige StationSches Karl Sajooic — außer Dienst Obmann deS windischen Schützenklul« — wurde als VerkehrSkontrollor nach Laidach übersetz», wo er jed nfall« ein „rößere« Feld zur Entwicklung seiner politischen Täiigkett finden dürfte al» hier. An feine Stelle ko«mt der Etation«ches Luftwig au« Feistritz in «rain. Windisch' Aeillritz. (Auszeichnung.) Nächsten Frenag oen 29. o. finbet in Windisch» Feistritz die Verteilung der Ehrenzeichen für 25 jährige Tätigkeit im Dienste der Feuerwehr statt. Die Aus« zeichnung wurde folgenden fünf H;rren verliehen: Karl Schön, Joses Rasteiger, Jakob Strablegg, Anton Arsenscheg und Johann Koch Bemerk» wird, da» die vier Erstaenannien schon sei« der Gründung der Feuerwehr dieser angehören da» ist vom Jahre 1872. also volle 34 Jahr». Di» Ftier b»« g'nnt mit d»r Verteilung der Ehr,nzeich»n vor de» Rathaus» um 4 Uhr nachmittag» durch Herrn Bürg-rmeister Stiger. Daran schließt sich eine Platzmusik, bis die Marburger WerkstäNenkapelle besorgt. Abend» findet «in Festkomma» >« Hotel Neuhold statt. Gut Heil ven wackeren Feuerwehr« Männer»! Kiffer. (Le i ch « n b e g ä n a n i ».) A« 20. d. fand da« Leichenbegängnis der am 18. d. nach langjähriiem Leiden im zarten Alier von 12 Jahre» v»rfto>b»n»n Schülerin Maeta Woitfch statt. Da» Mädchen war »in f»hr aufgeweckt»» und strebsame« Kind, da« zu den schönst,» Hoffnungen berechtig»». Kiffer. (Leichenfund.) Dieser Taye fand man in d»r Sann unter per Brücke »in» männlich» Leich», die schon mehrere Tag» im Wasser g»l»g»» sei» dürft». Sie wurde al» jene de« p nsionierie» Bergarbnier» Johann Vrisk erkann». E» ist nicht bekannt, ob hier ein Unfall, ein Verbrechen oder »in Selbstmord vorlitgt. Die L-iche wies mehrere Verlestungen am Kopte auf. Mällan. (W a h l » a ch k l ä n g e.) Einer der „eifrigsten' unter den Hetzkavlänen im Unter» lande ist der Kaplan R. Ein k eines Männche», daS kaum über die KanzelbrUstung reicht, steckt er, waS Hetzarbeil anbei inqi, drei in den Sack. Vor d r Wahl in der 5. Kurie beri.f er eine Versammlung nach Hund«does ein. Au« d»n Einladungen war zu ersehen, daß der Herr Kaplan über drei wichtige Tagessrag'n sp echen werde, nämlich die Eh»r»form. die freie Schule und die Wahl in der fünften Kurie. Der Kaplan ha« jedenfalls darauf g»r»chnet. daß sein« Getreuen die ganze Bevol» kerunq drr Psarr« zu birfec Versammlung treiben wird«». Da ha« er aber eine furchtbare Ent» »äuschuna erleb«. Allerding« waren in dem Gasthaus«. in dem die Versammlung stattfand, beide Zimmer dich« besetzt; e« waren an 200 Personen anwesend — aber die Getreue» de« Kaplan« fehlten, nur im Hintergiunde bemerk e man einig« Mitglieder der Marinvereinigung, Die unter dem Namen »Faroräke Micke" bekannt sind. Nachdem Deren« fo.on lange alle« versammelt war, tauchte der Kaplan in Begleitung eine« Schriftleiter« des .Slovenec' aus, heiligen Eifer im Gesicht und rvmme» Gruß aus ven Lippen. Doch der s'omme Gruß erstarb nm aus den Lippen und finstere Schauen uberzoten sein Geiichi, da« früher f» Vorsicht, gnädigst« Frau, beim äinkaiifl Daß Bobnenkoffee, diese« »Nervengift», «ie ihn erfahre«« Hhgiemker nennm. d«r Selundheit nicht zuträglich ist, »ird Ihne» sicher bekannt sein. Sie »envenden daher gewiß, wie bereit» die meisten unserer Hausfrauen, mit dem Bohnenkaffee de» dkiv^vr^esien Zusatz, Aathreiner» jtneipp Mahtaffee, der allein Aroma undScschmcut de» Bohnenkaffee« defikt und sich zugleich all einzig entsprechender Ersatz für da» Bohnenkaffee, wo dieser ärztlich ganz unter-sagt wird, erwiesen hat. Wenn Sie aber, verehrte gnädigste Aran. beim kinkauf nur nniach Malzkaffe« »er-tanzen, erhalten Sie nichl immer den echte», so allgemein beliebten Sothreiner. Betone« Sie daher, bitte, ausdrücklich diesen Name» und nehmen Sie nur die oerschloffene» Originalpakete an mit der Überschrift: »Kathreiner« Nneiftv - Matzkatfee« und dem Bild Pfarrer Kneipp als Schutz-marke. Nur so kaufen Sie gut! Stummer 50 Braut-Seide not » »rta». »i» f. HJ.* ».«.1. 11«» rfoit*n. «tanto »,» eeion rerulit in« jfriuo »(liefert, «etche "tritt» uaW »«-l4at üridrn-l'nbrlkt. Hrnnrbrrt. Zürich. r BESTE zahn-CREME erhält die Zähne rein, weiss, gesund. na* au- tt Sohokoladettebtiaberu beaLen« «npfohl« üobann ftsfk'a Kandol - Kakao oat floo rertngftao int daher latohtaat [ verrlaullob. ferureaoht ote Verstopfung nnd tat toi j tenetom Wohlgeschmack auflsrordentlloh biUlg Robt not mtt d«m Namio >—Johann Hoff s pr\ \ und der L6*at> babuUmark» ) Paket© k lU leg 90 Heller | 0 • V» * 50 • überall an haben frtundlich lächritt, ol« ihm gleich beim Eintritt« in out tritt Zimmer im mSch'igen Edotu« dtr deui'cht SSigtigruK tnigtgtnlönt-. Stint zu« Emoianstt vtr pflichtschuldigen HandküKt au«gt-stteckttn Hände sanken trastlo« herab und offenen M»nst« starrte er die Versammlung an und glaume schier an Zauberei. Aop'ichüit.lnd be.iab er sich tu da« zweue Z'mmtr. Kaum bat et buse« betreten, a!» ibm abtrmal« «in roomö ,Iich »och fräf'totrt» .Grüß Gott" mit htli.« >^lc",g tat-otqtmöntt. N»n war t« mu jttntc Fassung vor-übst und gänzlich gebrochen liefe er sich aus tintn Sefftl nitött. So haltt dtr Kaplan stint nanze Haltung verloren, baß er ganz vergaß. fernen Hut abzunehmen unb trft von einem Versamm« lun?«ttilnthmtr baran erinnert wtrvtn mußlt. Nachdtm bet Kaplan einsah, baß er vor bitser Versammlung mit seinen Vorträgen fein Glück babtn werbe, bearbeitete et bett Wirk, >dm fein Echlaizi««» im trfttn Stocke auszuräumen. Nach langem Zuredn liefe sich Oft Wirt dazu herbei. Her ermattet« ihn abtt n-utS Entsetz n. E« bt-gtüfett ihn kein .zivio' kein .nazdar' sonder nur bit verpönten Hetlrufe. Als er t« wagtt. tintn Arbeitet mit Du anzuiprtchen. safett e« dieser und noch einige Andere von dtr gemütlichen Seite aus und spracht» ihn auch nur mehr mit Du an. Da* war den „Mic-ke", die den Kaplan al« treue Garde auch in b>>« erste Stockwerk begleiteten zuviel, unb fte zerflossen über dtn untthöttkn Frevel in Thränen. AI« der Kaplan wieder einige Fassung erlangte, fragte er bie Versammelten, ob sie denn fein attbtrt« Litb ftntten, wie „Grüfegotf. Man bejahte bie# und nanntt ihm eint ganzt Rtihe von Litbern, wie »da« deutscht W?ihtlied' »Die Wacht am Rhein' und „Mti Muatta säh' e« gern, i füllt a Geistla werb'u". End. lich wurdt b«n Vtrsa«mtlttn da« langt Herum« wantn zu dumm unb sie trfuchttn dtn Kaplan bit Versammlung zu eröffnen. Der Kaplan eröffnete jetzt bit Versammlung unb schloß flt zu« pltich. Ein Versammlungsteilnehmer brücktt be« Kaplan bat Btdautrn alltr Versammlunst«ttilnedmer au«, dafe e« ihnen nicht vergönnt war. leine Varträgt. namentlich jenen über dit Esetesorm. bie er al« Fachmann gewife interessant btltuchiet hätte, zu höctn. Al» dit Anwtiendtn zum Schlusst ^,at die .Wacht am Rhein" anstimmten, fet ten der Kaplan stin Bnichietstatier und die Micke wit ein Sturmwind davon. D«r Schrisiletter de« felootntc va» mtt dieser Marke geichStito Feller Pflunacn-Raaenten-Flald behebt Hosten, Heiserkeit, Nervosität fiebnupfra. Hals-icbimnen. Brüt-, tiel«nkiftrhnm(!ti, W 9 tilg keil, 8ctiwkeke. Entsandangen, Athemnot, fieberhafte Znntnndr, Influenza, Verschlrimung etc, 12 kleine oder • Doppelllaschen franko ■leine oder 1t Dopp »* Maschen 8 R 60 I Bestellungen adressieret an E. V Feller in StNdte», 5 K. 84 kleine oder 1* Dopp "Maschen 8 K 60 b KUa- Hplac Nr. tOS. Kr«*atien. 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Ditft «achtn Die Haut rauh und brüchig und bereuen dieselbe vor. schädliche Krankheiten erzeugen?« Ke>«' aus. zunehmen. Auch Beigabtn von Stärk«. Wassttgla« unt» Harz sind btt To'ltttestiftn zu vtrwtrstn. Dit Anwtndung einer guten, allen Anforderungen der Hy.utne entsprechenden Seift ist sür dit Pflege deS Köcptr« und der Haut au« oben Gesagiem un-erläßlich. Die meiste unb unbedingie Garamit tintt pulen Seist bieten Sary« Glycerinsetsen. Oa durch die entsprechende Verwendung de« Glycerin« datstlbe die in j vtr Sttst tnthalttntn 5pu*en von Alfali einhüllt und der Haut iartn natürlichtn Fetiothalt wttdtrgidt, so baß biefe immtt wtich, Wtife und zart trhalitn bltibt. Hervorragende Autoritäten auf dem Gebittt dtr Ro«mttif, wie Proftffor Dr. F. Früiwalo. Dt. A. Tauß'g. Pioktssor Dr. Schauta, Dr. M. Zeifel. Professor Dr. F. Ehwostek, Dr. Hatt« Schandlbauer, Prosesior Dr. Finger :c. hadtn in ihrer Pca;;« m>t stet« zusritdenstelleavem Ersolgt Sarg« Glycerinseistn in Anwendung gtbrachi. Radiotherapeutisches Institut. Bchandlun« von fcautttantbeitm (lulcrfulofe unb Reu-iilbnngen der Haut, Haar- und Pilttrlrankungtn u. s. w.>, Sntinnung von «'arztn, Muttermalen, haaren u. s ra. mit ulttavioltttenLicht-, Mnigenstrabltn. Eistnlicht.Eltitrolystx. II»-. H ItoinBU Vacharzt fir »ant und Ge«ekleehtikraakkeiten Graf. Joaaaeamrlng ltt. _ Gesetzlich genchiitst! Jede ÜMlikaiM «der N«b4riek »trat bar. Allein eebt ist Tbierry'Balsam nur mit iler (rfinpn Suununmarke. Aitb.rUhmt, n«übertrein>«r gegen Ver-d»ouii(r»»thranÄ.i>. X^enkrAmpfe, Kolik, KaUrrh. Bru»' leiden, Inflnenu etc. eie. FreU! l» kleine od. 8 I)oppei0M«l>en od. 1 ct. SneiUlfluMbe mit PM.-Veraehla«( K 5.- franko. Tbien-y's Centifolienanlbe •ilbekann« »>» ><>» plu» Ultra Reiten alle noch ao alten Wnnden, Cntzünilan-i fpn, Verleitungen. Ab.teue u. Ocachwüre aller Art. Frei»: » Tie«el K 8.60 stank» Tei.endet nor |fe«en Voran»- oder Nar.bnalimeanweUuni; Apotbeker A. Tbierry In Pregrada bei Rolillsch -Sauerbrunn. 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IDu.tr, Preiskoiiraau Toa Ubraa Md OoldwarM fralii oad sruko. — Afenfcen werden A.balich. luDuei »lad S*th««»ari(r*. 4 Belehrendes. Unterhaltendes. Heiteres etc Jugend. Von Th. Körner. Des Leben« Frühling ist ein flüchtig Wesen, Will schnell bemerkt mid schnell ergriffen sein. In alle Täler pflanzt er seine Blüten. Sein ist die Schuld nicht, wenn der Keim verdirbt, Die Schuld nicht sein, wenn viele Zweige welken. Es muß der Mensch mit klug bedachter Sorgfalt, Was aus dem langen Winterschlase bricht. Zur schönen Sommerpflanze sich erziehen. Wer nicht die Strahlen lockt in seinen Garten, Darf nicht den Kelch verlangen und die Frucht. Ins Album. «eines der vielen Tinge, die unS im Leben «schüttern und verwirren, würde erträglich sein, wenn wir nicht deren Ur-fache und alle begleitenden Umstände in Gott»« Hand legten. v. Bunfen. O .Womit hab' ich daS verdient»" D wie manchmal hört' ichs klagen Unter Druck und schwere» Plagen, In der Krankheit S tmerzenslagen I Aber wenn nun ihr erschient, Glück und sonniges Behagen — Wer hat dann schon hören fragen: „Womit hab' ich das verdient?" » Man will nicht, daß andere unS täuschen, aber sich selbst zu täusckien hält auch der Ehrlichste bisweilen nicht für unrecht. * Zur Arbeit ist di- Zeit gegeben. Und Preise winken nur dem Fleiß. Erfolg belohnt da« ernste Streben. Entbehrung heischt'S und Müh und Schweiß. Du wüßtest gerne, was deine Bekannten von dir jagen? Höre wie sie von Leuten fprechen, die Mehr wen sind alt du. » Die unglückliche Liebe ist wie ein NeffziS« gewand. Wenn man ste abstreifen will, »erreift man sein eigen Fleisch. DaS Waschen von Battist und MvufseUne. Ein halbes Kilo Seife. So Gramm Alaun und 40 Gramm Wein-steinsalj werden zu einer Masse gekocht, abgeschäumt und dann zu Stücken geformt oder zu Kugeln geballt. Die Stoffe weiche man gehörig in Flußwaffer, lasse dasselbe etwa» ablausen und ftreiäe mit der Seise Strich sür Strich in der Richtung der Fäden, ohne dieselben zu verschieben, über den Stoff hin. Tann drückt man sie auS und Widerhall daS Verfahren ein paar-mal, bis der Stoff rein wird. Darauf spült man in reinem kaltem Flußwaffer aus, wobei man das Waffer so lange wechselt, bis sich dasselbe nicht mehr trübt. Schließlich gibt man einen Tropfen Indigo-Tinktur in reines Waffer, spült die Zeuge darin nochmals gut. drückt sie auS, klopft sie und hängt sie zum T'ocknen auf. Ueber da« Kochen der Vier. Wenn die Eier in lebhaft kochende« Waffer getan werden, die Hitze hinlänglich und so viel Waffer im Gefäß ist, daß ersteres nichl au« dem Kochen kommt, so haben die Eier, gerechnet vom Einlegen, so'gende Koch zeit notwendig - nach einer Minute ist der gesamte Inhalt noch flüssig: nach zwei Minuten ist der an der Schale liegende Teil deS Weißen bereits hart, die andere Hälfte desselben zitternd weich, der Dotter aber noch ganz flüssig: nach drei Minuten ist das Weiße säst ganz fest, der Dotter noch weich (pflaumenweich gekochte Eier): nach vier Minnlen ist das Weiße völlig hart, der Dotter halbfest: nach sünf Minuten ist da« Ei hart ge< sotten. Kommt daS Waffer einen Augen-blick aus dem Kochen, so treten die be-schrieben«» Grade um weniges später ein: auch treten kleine Unterschiede aus bei älteren und frischen Eiern, welch letztere etwas später hart werden. Hau«schwamm. Durch Zufall ist ein Hausbesitzer auf ein sehr einfaches Mittel zur Beseitigung deS Schwämme« von den angegriffenen Holzteilen gekommen. Er beobachtete nämlich, daß an den Stellen eine« feuchten Raumes, wo in Säcken Liehfalzvorräte aufgestellt waren, die Dielen nicht vom Hausschwamm befallen wurden, während an andern Stellen der Schwamm fo stark auftrat, daß man schon au eine vollständkge Erneuerung der Hol»-»eile dacht». Da. cS sich nun zeigte, daß die Dielen an des» 'Stellen, wo di» Salz- sacke gestanden hatten, durchaus gesund waren, so blieb nur solgeade Erklärung: Salz ziebt bekanntlich Feuchtigkeit mit großer Begierde an. es saugt also die Feuchtigkeit deS Holze» auf, wird dadurch selbst ausgelöst und imprägniert nach und nach die Dielen. Will man nach dieser Beobachtung also den Hausichwamm mit Salz bekämpfen, fo schüttet man so lange Kochsalz in fiepende» Waffer. bis eine vollständig gesättigte Lösung erreicht ist. und mit dieser wird das Holz und das Mauerwerk, an drm der Hausichwamm amgetreien ist, mehrmals gewaschen. Mittel zum Schärfen der Rasiermesser. Man lause etwa» feinngepulverten Rotei'enstein (sogenannten Blutstein) in der Apot.ieke o»er Drogenhandlung und bereite daraus mit Ol eine Salbe, wovon man eine dünn» Schicht auf den Streichiiemen streicht. t?hlor?alk al« Mittel gegen Mäuse. Wiederholt ist die Beobachtung gemacht worden, daß sich Chlorkalk vor-trefflich dazu eignet, Mäuf» und andere« Ungeziefer zu vertreiben und daß die« schon dadurch gelingt, daß man in Magazinen, Kellern u. s. w. kleine flache Schüffeln oder Blumentopfunterfetzer, mit Chlorkalk gefüllt, auffüllt. Zweckmäßig ist e», den Chlorkalk bisweilen zu erneu»rn oder wenigstens mit etwa« Essig oder Waff.-r anzufeuchten Eine amtliche Inschrift zum Lobe deS Waffer« haben die Breslauer Stadt-oäter an dem neuen Wafferturm in Klein-bürg angebracht. Sie lautet- „Wähl nicht zum Freund dir Bier und Wein! — Sie schaffen kurze Lust, — Willst du als Greis noch fröhlich fein, — So komm an meine Brust l' Auch eine Erklärung. Lehrer (in einer kleinen sächsischen Schule): .Wer kann mir von euch sagen, woher der Böhmerrvald seinen Namen hat?" (Ein Schüler meldet sich.) .Run?' — Schüler: .Weil da sehr viel Beeme sin." Aus dem Tirol. Lehrer: .Wer weiß was addieren ist?" Schüler: „A Dirn is a Viehmagd." An« der Kinderstube. Hänschen: .Gleichen, wenn Du mich nicht erhörst, esse ich aus die Schlagsahn» sofort Zwetfchgenkomvott." Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familu. A««atagsveilage der ^Deutsch,a Wacht' i» Ei?i. Er. 25 „Die feübmart" erschein« >eden Sonntag als unentgeltliche Beilage sUr die Leser der „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Eadmark" nicht käuflich 1906 Pas rote Kenster. Roman von Fr. M. Whit e. lIorlsttzung.1 'Nachdruck rnbo.cn.» Er lies weuigsicn» eine Meile a» den Klippen entlang und kletterte dann an ihnen empor, bis er unter den Terrassen von Littuner Castle versteckt lag. Er wußte, daß es die höchste Zeit war, diesen Teil deS Programms anszustihren. obwohl ihm der Kops von den heftigen Schlage» Pell? furchtbar schmerzten Er lag dort stöhnend und keuchend und wartete aus da« verabredete Zeichen. Währenddessen war Bell ruhig, ohne die geringste Furcht, weitergegangen. Es brauchte ihm niemand ju jagen, was sein Gegner mit seinem letzten Angriff beziveckt hatte, er wußte zu genau, daß der Schurke sich in den Besitz des Rcmbrandt« hatte setzen wollen. Bell »ändert« ruhig weiter, und schliesslich kam mich das Schloß in Sicht, Am Gitter stand ein Dog-Cart. Im Lampen» licht erkannte Bell die Zuge des Kutschers, eines allen TienerS au« dem Hause Littimer. Bell durchschaute die Situation mit einem Blick. „Also so holen Sie mich ab, Lund?" fragte er. .Tut mir sehr leid, Sir." versetzte Land, «aber ein Geistlicher sagte mir in der Nähe der Station, Sie wären einen anderen Weg gegangen und darum kehrte ich um. Als ich wieder herkam, wußte ich nicht, was ich von der Sache denken sollte. Der Teufel soll mich holen, wenn hier nicht die Absicht vorlag, Sie zu berauben. Darum wollte ich gerade wieder nach der Station fahren, als Sie hier auftauchten," „O, e« ist alles in Ordnung," versetzte Bell heiter. „Ich sehe doch auch nicht so au», al« wenn mir etwa» passiert wäre? Sind Gäste im Schlosse. Lund?" „Nur Herr Reginald Henson. Sir," versetzte Lund und verschwand. Bell stutzte. Er war äußerst überrascht, seinen Feind hier vorzufinden. Er mußte die Gesahr wohl gewittert haben," sonst hätte er bei seinem Zustand« die Reise nicht unternommen. Bell lächelte, während er sich Henson« Gesicht vorstellte, wenn sie beide zusammen-treffen würden. „Seit wann ist Mr, Henson hier?" fragte er. „Seit gestern, Sir. Soll ich Sie nach dem Haufe fahren? . . . Und wenn St» seiner Vordschaft von meinem Versehen nichts sagen wollten —" „Seien Sie deshalb uudeiorgt." versetzte Bell trocken. „Seine Lordschaf» soll nichts erfahren. Uebrigen« können Sie mich aber nach dem Hause sadren," Eine Minute später stand Bell innerhalb der Mauern de« Schloss«». 82 Kapitel. Wie der Plan ausgearbeitet wurde. ChrtS ging wie eine Nachtwandlerin durch den Korridor. Sie dachte an die Ereignisse ui der letzt«, Stunde, und der Weg begann sich vor ihr abzuzeichnen. Doch wie hatte jemand das Bild fortbringe» können? Chri« betrachtete die Stelle an der Wand, wo drr Rem-brandt gehangen, mit den Augen eines Dete?tivS. Dieser Teil deS Geheimnisses war im Moment anfgeNärt. Ein scharfes Schneideinstrument, wahrscheinlich eine Stahlzange mit einem Hebel, war in die Köpfe der vier Stützen angelegt und die flachen Köpfe waren glatt abgeschnitten worden. Dann brauchte man nur noch den Rahmen zu entfernen, und da« war eine Kleinigkeit. ,,Wie klug ich doch bin," sagte Chri« zu sich selber mit bitlerer Ironie, „ich komme mir vor, wie die schlauen Leute, dir große Schlösser vor Juwelenkästen auS russischem Leder anlege», die ein jeder mit einein Tech«-vennymesser aufbekommen würde. Und in meiner törichten Eitelkeit glaubte ich, der Rembrandt wäre nnn vollständig sicher. Ja, waS — wa« ist jetzt zu tnn?" ES war viel leichter, die Frage zu stellen, al» daraus zu antworten. Ein« aber war Chris klar, Hu-nächst wußte sie, daß Reginald Henson an der Spitze der ganzen Sache stand, er wuyle, daß sie nach dem Diner gern nach der Terrasse ging, sie hatte ihm da« ja selbst gesagt. Er hatte e« benutzt, um sei» Alibi zu beweisen, fall« irgend welcher verdacht auf ihn fallen sollte. Daß er in Gefahr geschivebt und von einem Klipp«nrand abgerutscht war, war Unsinn, Er befand sich nicht in der geringsten Gefahr, Er hatte Chris dort gesehen und ihr die ganze Szene in kluger Berechnung nur vorgespielt. Natürlich hatte er die ganze Geschichte mit seinem Komplizen dem Manne mit dem ver-stiimmelten Daumen, abgekartet, und dieser war über die Klippen in da« Schloß geklettert, weil ihm da» al« der sicherste Weg erschienen war. Ganz bestimmt hatte der Mann mit dem Daumen d«n Abzug gestohlen und war sicherlich mit feinem Raube schon jetzt in weiter Ferne Während Ehri« Henson beim «ufftieg half, war deffen Komplize in da» Schloß einge» brachen Chri« drehte da« Licht in der Nische ab. weil ein« Zofe eben durchkam. Es war nicht nötig, die Dienst» boten mit in« Geheimni« zu zichen Chris zwang sich |U einem Lächeln, während das Mädchen erschien, „Ellen," fragte sie, „find hier in der Gegend viel« Intet?" ..Soviel ich weiß, nicht eine einzige. Miß." ver» icfctt da» Mädchen vertraulich. «Ich bin seit elf Jahren Zier und habe nie davon etwa» aehört. Der Oberförster ilissord konnte nacht» nicht schlafen, wenn e» solch« Tier« hier gäbe, Haben Sie eine gehört, Miß?" ,^ch habe mich gewiß geirrt," sagt« Chri». „Natür« lich müssen Sie e» besser wissen." Der Culenschrei war also nur ein Signal gewesen, )aß der Streich gelungen war. Chri» sag im Dunkeln and dacht« über die Komödie nach, di« man ihr gespielt hatt». Doch di« Ereignisse der Nacht waren noch nicht zu Ende. „Ich gäbe etwa» darum, wenn ich wühl«, wa» sich an Eßzimmer abgespielt hat," murmelte Chri». Sie sollte es bald erfahren. Die Lichter waren im »anzen Hause ausgelöscht. Henson £i»g mit schweren schritten zu Bett, wie jemand, der äußerst abgespannt ist. Gleichzeitig macht« er ein recht zufrieden«» Gesicht. Ar sah auS wie ein Mensch, der seine Pläne durchgeführt hat und nun die wohlverdiente Ruhe aufsucht. Tat- K'chlich war er äußerst erschöpft. Er hatte seine Kraft« S zum äußersten angespannt, wollte sich jetzt aber auch »u» ruhen. Währenddessen hatt» die Unterredung im Eßzimmer begonnen. Lord Litttmer hatte seinen Gast mit kühler Höflichkeit empfangen, worauf Bell in demselben Ton« antwortete. Littimer legte seine Zigarre beiseite und sah Bell fest in? Auge. .GewiFermaizen gegen ein bessere» Urteil bin ich auf Ihre Bitte eingegangen," sagte er. .Ich bin nicht »pttmistisch genug, um mir auch nur da» Geringste davon zu versprechen. Meine Illusionen habe ich vollständig aufgegeben, denn ich hab« zu häufig gesehkn, daß da» Unmögliche möglich wurde. Wollen Zvi« ein« Kleinigkeit zu sich nehmen?" .Nein, ich danke," versetzt« Bell scharf. „Zunächst aber werde ich Ihnen beweisen, daß ich Ihren Rrmbraude nicht gestohlen have." „ 2o, wirklich? Möchte wissen, wie Sie da» anfangen wollten." „Ich werde e» gleich beweisen. Sie waren der Mei» inlna, daß Sie den einzigen Abzug des „Roten Fenster»" desaßrn, daß überhaupt nur ein Abzug existiert Al» Sie den Ihrigen verloren und eine Kopie de» Bilde» m meinem Besitz gesunden wurde, hatten Sir vollständig Recht, wenn Sie glaubten, ich wäre der Dieb . . „Da» tat ich allerdings," erwiderte Littimer trocken. „Unter den Umstände» hätte ich dasselbe getan. Aber Sie irrten sich gründlich, denn e» gab zwei Kopien. Di« Ihre würd« von «in«m meiner Feinde gestohlen, der di« schwerwiegendsten Gründe hatte, mich in Ihren Augen herabzusetzen, und der andere wurde in miniem Gepäck »erstrat. ES war kein Verlust für den Dieb, weil der zestohlene Abzug - der bei mir gefunden würd«, und den man Ihnen wieder zurückgab — später zum Vor» schein gebracht und al» ganz neuer Fund au»gegcl>:n werden konnte. Sie haben Ihren Abzug hier im Hause?" „Er hängt augenblicklich in d«r Gallen«." „S«hr gilt. — Nun, Mylord, wa» sagen Sie dazu?" Bell nahin die Papierrolle au« seiner Tasche und breitete st« mit ernster Miene auf dem vor ihm stehenden Tisch« auS, so daß di« Strahlen des elektrischen Licht«» darauf fielen. Littimer stand vor Ueberraschung wie be» täubt da. Er konnt« da« Bild nur anstarren, und sein Atem ging hastig. „Das ist eine Kopie Ihre» Schatze»," fuhr Bell fort. ,,e» ist dasselbe Bild. Ich weiß, Sie sind auf diesem V«biet «in guter Kenner, und ich glaub«, Si« werden «» für echt erklären. Eine Fälschung ist der Stich nich! ' „Gott bewahre." rief Littimer hastig, „ein Kind Muite da» (eben." „Sie werden zugeben, daß da» sehr zu meinen Gunsten spricht," sagt» Bell «ruft. »Ich glaub», ich habe Ihnen >«hr große» Unrech« getan." erklärt« Littimer, , aber ich wüßte nicht, wir ich unter solchen U »ständen anders hätte handeln können. Seh«n Sie sich das Bud an. Es ist genau dasselbe, tuic mein«. Es befind« sich derselbe Fleck an der Eck«, an demselben Platze." „Wahrscheinlich lagen st« beide ein« Reih« von Jahre« auf einander." „Möglich, jedenfalls kann ich nicht den geringst«, Unterschied entdecken. Selbst jetzt kann ich mich de« Gedanken» nicht erwehren, daß ich da» Opfer irgnö «in«r Täuschung od«r «ine» Komplott«? bin DaS Hans ist jetzt still und e» ist niemand mehr auf. B.vor ich meinen Augen traue, und ich hatie mehr denn je Ursache, an Ihnen zu zweifeln — möchte ich diesen Stich mit dem meinigen vergleichen. Wollen Sie mir »ach de« Gallerie folgen?" Mit diesen Worten nahm Littimer da» Kunstwerk vom Tische. Er war gleichzeitig enttäuscht und erfreut. Erfreut, weil «r dir ganze» Jahre über Bell eine irrige Meinung gehegt, und enttäuscht, weil sein Schatz nicht der einzig« in der ganzen Welt war. sondern vielmehr noch ein« Doublrtt« auszuweisen hatte. Er sagte indessen nicht», bis man die Nische erreicht hatte, und Chn* trat in den Schatten zurück, um die Beiden vorüberzulassen. „Wir wollen die Frage gleich erledigen." sa;t« Litttmer. „Wollen Sie di« Gut« haben, da« elektrisch« Licht auszudrehen? Der Hahn befindet sich in der Eck« der Wand, aus d«r rechten Seit«. Wenn >rir die Sache ausgeklärt und ich Sie in angemessener Form um Ent» schlildigimg gebrten habe, dann können Sie über mein« Dienste und Börse in jeder Weise verfügen. Wenn e» mich zehntausend Pfund kosten sollte, d«r Mann, der mir da» ang tan hat. soll eS büßen. Bitte, drehen Si« jetzt da» Lickt auf. Bell." Chris lauscht« atemlo». Sie war nicht ganz sicher, wa» sie sehen würde. Sie hörte, wie Bell an der Wand herumtastcte. dann überflutete ein glänzende» Licht die Nische. Litttmer schwieg und sah auf Bell, und d« Letztere blickt« sich in der Nische um, als suche er etwa». „Ich kann da» Bild hi«r nicht seh«n." sagt« er. „wenn ich mich nicht geirrt habe . . Litttmer starrte den Sprecher mit blitzenden Auge« an. Einige Sekunden war er sprachlos vor Entrüstung. ..Sie Elknder," sagte er heiser, „Sie schamloser Be-trügerl" Bell prallte zurück. „Sie wollten mich ausklären?" fuhr Littimer fort, .auf» Neue betrugen wollten Sie mich. Sie kommen hierher, nehmen mir mein Bild au» dem Rahmen und haben die unglaubliche Kühnheit. e» als ein zweite» aus» zugeben. Bei Gott, Mann, wäre e« nicht so spät, ich hätte Sie wie einen Hund au» dem Hause gejagt." Chri» unterdrückt« d«n Schrei. der ihr auf di« Lippen trat. Wie in einem Blitz sah ste den «nsachen und doch so meisterhaften Streich, den Henson gegen seinen Gegner geführt hatte. 83. Kapitel. Der Rahme« de» Bilde«. Nach d«m ersten, leidenschaftlichen Zorne»au»brnch betrachtet« Lord Litttmer seinen Besucher mit ruhige» Blicken. E» kam ihm fast komisch vor, daß Bell eine« solchen Betrug an ihm versuche« konnte. Auch der Lauscherin kam die Szene fast amüsant vor. In de» glänzenden Licht konnt« st« Littimer« dunkle» Gesicht und die hilflos» Bestürzung, die sich auf den schöne« Züge« Hatherly Bell» malte, deutlich sehen. Und währenddessen lag der Mann, der diese unglaublich« Situation geschaffen, in seinem Bett und ruhte sich von seinen Strapazen au». Chris lächelt«, während sie selbst an ihren glän- giden Coup dachte. Nur wenige Stunden, »nd Henson» tellung lm Hause sollte ganz bedenklich erschüttert «erden. Er war schlau zu Werke gegangen, aber Chris wollte doch noch schlaue? sein. Währenddessen sahe» sich die beiden Männer forschend an, indeß da» «trritobjeki, der Rembrandt, aus einem runden Tischchen zwischen ihnen lag. ,Hch muß gestehen." sagte Bell schließlich, ..ich bin verblüfft. Und doch sollte ich mich eigentlich gar mdit so sehr wundern, wenn ich die unglaubliche Kühnheit und Verschmitztheit meines Gegner» bedenke. Er ist verschlagener als ich. Lord Littimer, wollen Sie so freundlich sein, Ihre letzte Behauptung zu wiederholen." ..Ja, da» will ich." versetzte Litttmer halb drohend, ..Zu irgend einem verdächtigen Zweck wünschten Sie sich mit mir wieder zu verwhnen. Sie erklären mir. Sie wäre» in der Lage, sich zu rechtfertigen, und törichter Weise gehe ich auf eine Unterredung mit Ihnen ein. Sie kommen hierher mit einem Bilde, da» Sie al» einen zweiten Abzug meines berühmten Stiche» auS-geben. Sie wußten dabei aber, daß e» mein Stich war. mein Stich — den Sie vor ein oder zwei Stunden gestohlen. Kann eine Unverschämtheit weiter- iehen? Und Sie verlangen, ich solle Ihnen glauben, sie wären mil einem zweiten Stiche hierhergekommen?" .Ick schwöre Ihnen das, so wahr ich selig zu werden hoffe.' „Natürlich, ein Mann von Ihrer Keckheit würd« alle» beschwören. Wenn ich auch leichtgläubig bin, so glaube ich doch nicht, daß mir mein Bild genau in derselben Stunde gestohlen wird, in der Sie das Ihre finden.' .Mein Feind hat eS beiseite geschafft, um mich zu verderben.' .Lächerlich,' rief Litttmer. .Ich bin ein Narr, daß ich mich noch auf Diskussionen einlasse, und ebenso töricht ist eö von mir, dag ich Sie nicht schon längst hinauSgewiesen. Sie können für die Behauptung, daß Ihnen das Bild gehört, doch nicht einen einzigen Zeugen beibringen.' .Da irren Sie sich. Mylord, ich könnte mehrere Zeugen beibringen.' .Glaubhafte Zeugen, deren Charakter über jeden Zweifel erhaben ist/' .Ich glaube ja,' versetzte Bell ruhig. .So zeigte ich das Bild zum Beispiel vor zwei Abeuoen einer Ihnen bekannten Dame, Miß Enid Henson Bor zwei Togen konnte ich aber noch gar nicht in Besitz Ihres Bildes sein! Und Miß Hensou war liebenswürdig genug, mir zu erklären, ich wäre da» Opfer eines gemeinen Komplottes geworden.' .Warum beleidigen Sie mich durch dt« Erwähnung dieses Namens?' sag« Littimer heiser. Sein Gesicht war sehr blaß, nnd ein düsterer Zorn blitzte au» seineu Augen. .Sagen Si« doch gleich, daß 'Sie das Bild auch meine» Frau eigten.' .Da« tat ich allerding»." versetzt« Bell kühl. „Lad» Litnmer war mit anwesend." E,n Stöhnen entrang sich Littimer« bleichen Lippen und da« Licht in seuien Augen verwandelte sich zur Flamme. Er trat mit erhobenem Arm auf Bell zu, doch Chri» huschte schnell aus dem Schatten und stand zwischen den beiden Männern. .Dr. Bell spricht die Wahrheit." sagte st«, „Und ich werde e» Ihnen beweisen." Littimer warf sich m einen Stuhl und bcaam leis« zu lachen. „Auf mein Wort, ich bin Ihnen für Ihr Bemüh«» sehr verbunden." sagt« er. „Hosskntlich bttiehen Si» «ine hübsch« Gag« al» «rstt H«ldin in Bell« Gesellschaft Miß Le«." ..Jedenfall« ist di« Gag« hübscher, al» Ihr« Manieren Mylord." versetzte Chri» trocken. „Wollen Si« gefälligst b«merke». daß ich Dr. B«ll vorher »i« gesehen . . . Ja» wohl, ich habe di« Untrrhaltung b«lauscht. w«il ich etwa« derartige» vermutete. Der Rembrandt wurde eii ige Z«it Vor Dr. Bells Ankunft gestohlen und ich werde I^nen auch den Dieb zeigen. Doch, Lord Littimer. ich beschwör« Si«, in dieser Angrlegenheit sehr diskret und klug zu Werk« zu gehen. Gedulden Sie sich nur kurze Zeit. Ganz zufällig hatte ich ein« wichttg« Entdeckung gemacht, aber e» ist jetzt kaum der Ort, da»über zu iprechen. Bor Tagesanbruch hoff« ich. Ihnen klar und deutlich bewiesen zu haben, daß Sie Dr. Bell schwer«» Unr«ht g«tan." „Soll mich freuen, wenn Si« mich überzeugen," sag«Littimer ausrichtig. „Aber weshalb so geheimnisvoll?" ..Weil daS zur Ueberführung des Schurken dringend notwendig ist." Bell sah die Sprecherin scharf an. „Ich habe nicht die genügst« Ahnung, wer dies« junge Dame ist. doch ich bin ihr sehr verpflichtet." „Meine Sekrctäri«, Miß Lee," murmelte Littimer. .Ein« Amerikanerin aus Boston, die augenscheinlich be» deutend klüger ist, als ich sie gehalten hab«, was viel lagen will. Miß Lee, wenn Sie etwas wissen, so be» schwört ich Sie, spreche» Sie." .Nicht hier,' sagte Chris in festem Tone, .auch Steinmaueru haben Ohren. Ich sage Ihnen, der Rem» brandt ist gestohlen worden, bevor Dr. Bell das Hau« erreich«. Aber diese Tatsach« darf außrr un» zunächst niemand weiter wissen.' .Sie vertraue» mir. Lord Littimer?* .Ich vertraue Ihnen.' Chris näherte sich dem Wandgetäfel, an welchem der Rembrandt gehangen hatte, si« deutet« auf di« langen Nägel, die sie in den Rahmen eingeschlagen hatt«. .Sehe» Sie hier,' sagte sie. .es war me„ e Id«e, di« Nägel in de» Rahmen zu schlagen, um jeden etwaige« Raubversuch zu veihiudern. Und hatte ich so Unrecht? Roch in derselben Nacht ist jemand hier eingetruug««, um sich da» Bild »u holen." .^Henson," rief Littimer. „aber der hätt« doch ganz offen kommen können." „Das liegt nicht in skiner Natur," warf Ckiri« ein, ..Ich weiß von dem Manne mehr, al» Sie glauben. Er kommt in der ttefsten Rächt hierher und steigt durch ein Fenster in das Hau». Ein Mann von seinem Umsang, zitte. Und er kommt hierher, atemlos und keu.lrud, zu einer Stunde, in der die elementarste Klugheit ihm b«» fehlen soll«, sich zu B«tt zu legen. Warum tut er »»? Weil er weih. daß Dr. Bell den anderen Reuibtaudt hat und diesen Besitz beweisen kann, und weil er weiß. Saß er B«ll in» Verderben zu stürzen vermag, wenn e» ihm möglich ist. den Rembrandt Lord Littimer» aas dem i»«ge zu schaffen. Dennoch konnte er da» Bild nicht stehlen, weil es befestigt war." „Sie sind eine sehr kluge junge Dame," sagte Littimer trocken. „Nächsteiis werden Sie er ir noch erzählen, Si« hätten das überhaupt von Henso» erwartet." „DaS habe ich auch.' sag« Chri» kühl. „Ich bekam ein Telegrautm, da« mich über sein« Absicht«» auf-kläNr." Litttmer lächelt«. Er zünd«« sich s«in« Zigarett» in nnd hielt plötzlich Bell seine Tasch« in der fteuud-schaftlichnen Weise hin. ..Sprechen Sie weiter." sagt« «r, „die Sach« interessiert mich sehr." stammet 50 .0sstr*r «»Mi' ®hte 7 ErLaobe wir df n P. T. Damen hstfltcb«t a«»a»eic*n. dass ich mfiu SameD-Schneiderei-Geschäft •wie bisher weiterfuhr«) werde ood bitte » gütigen Zuspruch. Hochachtungsvoll Jowcflnc Ntstur Daraenkleiderroa«lierin, HarreaxMM t3. Lehrmädchen werden aufgenoranren. 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