Nummer 18. Pettau. Heu 2. Mal 1807. VIII. Aahrganz. PcttaucrZeitunA erscheint jede» Sonntag. Prei« für Pettau mit Zustellung int Hau«: vierteljährig fl. 1.20. halbjährig sl. 2.40, ganzjährig fl 4.80, mit Poflversendung im Jnlande: Vierteljährig fl. l.40, halbjährig fl. 2.R1, ganzjährig fl. K.60. — Ünnzeliie Nummern 10 kr. Schriftleiter: Jisrf Felöner, Allerheiligeigaffe 14. — Verwaltung und Verlag: W. Blanke, Buchhandlung, Hauptplatz Nr. G. Handschriften werden nicht zuriilkgeftellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längstens bii Freitag jeder Woche eingesandt werden. gieniug stützt. Das deutsche Volk hat seinen Ab-geordneten aufgetragen, alle parlamentarischen Mittel in Anwendung zu bringen, um das ihm ohne einen einzigen plausiblen Grund zugefügte Unrecht zu beseitigen, welches ihm durch die Sprachenverordnung zugefügt wurde. Wenn die deutschen Abgeordneten sofort die Waffe der Ob-struktiou tu Anwendung bringen, so thun sie daS im Einverständnisse mit ihren Wählern. Diese Waffe ist scharf, sie hindert die Arbeit der Andere». Allein, es ist wie gesagt, leicht möglich, dass die Geschäftsordnung des vauseS mit H>lse der der Regierung willfährigen Parteien eine An-dernng erfährt, wod»rch die Obstruktion zum Theile lahmgelegt wird. Nun für diesen Fall haben die deutschen Abgeordneten von ihre» Wählern den Auftrag erhalten, die letzte Consequeuz zu ziehen und die Theilnahme a» den ferneren Berathungen des Abgeordnetenhauses einzustellen. Mit diesem Momente ist die Opposition der Abgeordneten zu Ende und eS beginnt jene deS Volkes Darüber aber ist sich auch Graf Badeni wohl klar, dass der passive Widerstand «iueS ganzen Vtrffrt richt so leicht zu brechen ist, wie die Opposition der Abgeordneten; auch mit Gewaltmaßregelu nicht, daS lehrt die Geschichte zur Genüge. Und gerade das deutsche Volk Österreichs hat dabei den Vortheil, dass eS sich im gegebenen Momente daraus berufe» kann, wie es jahrelange die unverdiente Zurücksetzung geduldig ertragen hat, wie es in einer langen an Drangsaliernngen überreichen Zeit den Spott und Hohn aller an-deren Parteien, die anS ihren destructive» Teil-denzen gar kein Hehl machten, ertragen habe, nicht um seiner selbst willen, sondern um das feste Gesüge des Staates zu wahren, an dem eS von seinem Beginne an gebaut, und für den eS unentwegt die schwersten Opfer gebracht ha«, dass er festgefügt bestehen bleibe. 'DaS Wort «staalSerhaltendes Element", in allen anderen Staaten der Welt ein Eiirenname für das Volk, welches dieses Element bildet, ist dem deutschen Volke »lS Schimpfname zugerufen worden, von anderen Völkern, die a»S seiner Schüssel esse» und vo» seinem Schweiße zehre», mit seinem Gelde allein ihre Eulturbedürsuisse be-streiten. Daü deutsche Volk in Osterreich wird darauf hinweise» können, dass seine Geduld, mit der es alles ertrage» hat. uni des lieben Friedens willen, verlacht und verspottet worden ist und es wird, weil« seine Abgeordneten seinem Drängen nach« geben »nd die äußerste Consequenz ziehen, einfach sagen: Ihr habt Euch ja so lauge gerühmt, ohne die Deutsche» zu regieren i» Eiskithauicn! Nun so versucht eS einmal wirklich l Und ivenn die Deutschen in der Abwehr so einig zusammenstehen wie in den letzten Tagen, wird dieser Versuch kläglich genug enden. Kaiser Franz Josef in Peters-bürg. Se. Majestät der Kaiser reiste am 25. April d. I. nach St. Petersburg, um dem russischen Kaiserpaare deu Gegenbesuch zu machen. Dass es sich bei diesem Besuche nicht allein um einen einsachen Höst>chke>t»akt handelt, ist natürlich, denn aus der Balkauhalbinsel tobt der türkisch-griechische Krieg und Osterreich sowohl als Rußland sind die nächsten Nachbar». Die Depesche an König Karol vo» Rumänien, in welche» die beiden Kaiser diesem ihren Dank und uneingeschränktes Lob für die ruhige Haltung desKön igreiches an der nnterenDonau zolle», beweist zur Genüge, das« beide Moi.archen Kampf. Wer Zwietracht säet, wird Sturm ernten. Der Sturm, zu welchem sich während der Oster-serien deS Abgeordnetenhauses in allen deutschen Gauen Österreichs die Wolke» zusammenballten, ist nun losgebrochen und. wenn auch die Re-gienmgSparteien sich willfährig finde» lasse» lvcrde», die Geschäftsordnung des Abgeordneten» Hauses abzuändern »nd dem Präsidium eine größere Disciplinargewalt einzuräumen, so ist das ein sehr problematisches Auskuiiftsmitlel, um sich gegen den Zorn eines ganzes VolkSstamnieS zu schütze», dem noch ganz andere Mittel zu Gebote stehen, seinen Willen durchzusetzen, als die Ob-sttuktion seiner Abgeordneten. DaS Ministerium sowohl wie daS Prä» sidium des Abgeordnetenhauses scheinen auch ganz gut zu begreifen, dass eS mit der Änderung der Geschäfts«»dmmg allein den» doch nicht gethan wäre »nd in der Sitzung vom Mittwoch pflogen beide bereits Verhandlungen mit den Christlich« Sociale» und ersuchten die Führer dieser Partei, a« der Obstruktion nicht theilzunebmen. ES ist auch zweifellos, das» in der nächsten Zei! noch nach manchem anderen AuSkunstsmittel gesucht werden wird, die Opposition der Deutschen gegen die böhmisch-mährische Sprachenverordnung wenigstens so lange unschädlich z» machen, als es eben geht. Aber auch nur so lauge, denn jeder Äamps hat einen EulminationSpunkt und iu jedem tritt der Moment der Entscheidung ein; oft unerwartet rasch, oft in einem Augenblicke, den beide Parteien so naheliegend gar nicht ahmen. In diesem Kamps? um die Ehre der Teutschen in Österreich sind die deutsche» Abge-ordneten sicher. daS ganze Volk hinter sich zu oben, welches sie vertreten »nd daS ist eine ganz "dere Macht olS die, auf welche sich die Re- Somttagsplauderei. Als dcr Herr die Erd« erschaffen hatte und in Werk besah, siehe da war eS sehr gut. sagt ie Bibel und der liebe Gott muß am End«« froh in. dass ihm die Mensche» die Note: „sehr ut" zuerkannten, denn hente müßte er erst den «sähigungSnachweiS beibringen, ehe ihm da« Ge« erbe der Welterichaffnng überhaupt verliehen uede. denn wir stehen im Zeitalter des Nach-eiseS der Befähigung zn jedem Dinge und wer was werden will, muss sich erst mit so und so clen Zeugnissen ausweisen, dass er daS Ding irklichgelernt hat. Ober eS dann auch machen kann, eiini kümmert sich keine Katze. Nur diejenigen, elche in der Wahl ihrer Eltern vorsichtig genug oren und sich einen Millionär oder mindestens w Huiiderttausendguldenmaun als Papa aus« chken, habe» Anspruch aus die Dispens von f® Befähigungsnachweise, auch in dem Falle, * sie erwiesenermaßen blitzdumme Kerle sind, eine abgegriffene Tausendernote hat in der bedeutend mehr Werth, als daS beste Zeug« und im allgemeinen ist die Gesellschaft geneigt, b» einen würdevoll einherschreitende» Esel für e» Weisen passiere» zu lassen, wenn er einen toeneti Nasenkneifer trägt und vorsichtig genug nicht allzulaut „D—ah" zu schreien. Anderseits gibt eS Dummköpfe, die ihren Mangel an positivem Wissen stets mit einer sürchter« lichen Suada zu verdecken bestrebt sind »nd die über irgend eine Lappalie, aus dcr ein gescheidter Mann sich nicht einmal einen vollstädige» Satz zu bilden getraut, eine» ganze» Tag ununterbrochen zu sprechen wissen. Wenn alle Welt irgend eine Frage bejaht, weil sie vernünstigerweise eben nicht verneint werden kann, dann verlegen sich diese geistesarmen Schwester auf» Verneinen, und man kann dann Zehn gegen Ein» wellen, dass sie zum Schlüsse die Zuhörer auf ihre Seite bringen, denn keine Krankheit ist so ansteckend wie die Dumm« heit. Das Sprichwort: „ein Narr macht zehn andere' besteht zu Recht und der Kluge, der da-rüber lacht, wird unisono ausgelacht oder als Ignorant gebrandmarkt. Demokritos, der einzige Kluge in Adders, mußte fliehen, als er die Ab« deriten auslachte, weil sie sich um des EselS Schatten stritten und Galilei Galileo wäre von der Herde der hochgeehrten Doctores theol. und phil. sicher zum Feuertode verurtheilt worden, wenn er seinen .Irrthum", dass sich die Erde um die Sonne bewege und nicht umgekehrt, nicht rechtzeitig abgeschworen hätte. Ob er sein berühmtes: „E pur' si rnuove!" wirklich gemurmelt hatte, als er daS Gegentheil mit einem heiligen Eide beschwören mußte, ist schwer zu glauben, denn was die p. t. Dumm-köpfe, die über feine Weisheit zu Gericht saßen und ihm a»S der Bibel nachwiese», dass die Erde stille stehe, einmal fest hielten, das ließe» sie nicht mehr locker. Ach ja. daS: „E pur' »i muovo" ist ihnen ein Gräuel, sobald es ihnen nicht in den Kram paßt und Galilei Galileo hat heute weit mehr Leidensbrüder, als man glanbt. Freilich mit dem Feuertode geht cS heute nicht mehr, weil die Welt um ein paar hundert Zahre älter ist, aber dasür gibt eS eine ganze Reihe moralischer TodeSarten, welche diejenigen treffe», die sich nicht zu wehren verstehen. Das Gift der Berläumdung wirkt bei gerade» Naturen so sicher als das berüchtigte Aqua tosona, tropfenweise beigebracht. ES ist ein tristes Kapitel, fast zu trist für eine Sonntagsplauderei, aber ab und zu hat auch der Humor seine Grenze »nd wenn MomuS hie »nd da anstatt der Pritsche die Hundspeitsche er-wischt, so ist ihm das bei den schlechten Zeiten gar nicht zu verdenke». Mundun vult deojpit, ergo decipiarnurt trotz der sogenannten intensiven Bildnng des XIX. Jahrhunderts, die in manchen Gauen de« Vaterlandes noch fest daran hält, dass die Erde stille steht und die Sonne täglich von Csakathurn heraus kommt und bei Pragerhof wieder hinabgeht, um mit dem Nachteilzuge zurückzufahren und ihre Minister sich sehr ernstlich auch mit den Angelegenheiten im Oriente beschäftige». Möge» ihre gemeinsame» Bemühungen. den Friede» zu erhalten, von Erfolg gekrönt sei». Über den Empfang und die Ausnahme des Kaisers Franz Zojef in Rußland und am Laren-Hose stimmen alle Berichte darüber überein, dass der Empfang ei» glänzender, prachtvoller und herz-licher zugleich gewesen sei. Auch i» Rußland an-erkennt, man die Friedensliebe de« Herrschers von Österreich-Ungar» voll und ganz nnd man ist ge-wohnt, in Kaiser Franz Joses einen der festesten Psnter zu «blicken, ans welchem nicht mir der Friede Europas sondern auch der Weltsriede fest und sicher ruht. Die Wählerversammlung am letzt«'» Sonntage war sehr gut besucht, der Saal tast übersüllt. Nach dcr Wahl des Bureaus ertheilte der zum Vorsitzenden gewählte GewerbeverriuS-Aus-schnß Herr Johann Stendte dein Abgeordneten Heim Dr. Wolffhardt das Wort, der kurz vor Beginn der Bersammlung mit der Bahn ans Marburg aiigrkcninie» war. Herr Dr. Wolffhardt besprach die Partei-Verhältnisse im Abgeordnelenhause und constalirte, dass d.e böhmische Sprachenverordiiuiig nur eine Concession an die Rechen sei. um sie in die Regierungspartei zu bringen. Er constatirt, dass die Sprachenoerordunng gesetzwidrig fei, weil sie bestehende Gesetze tangiere und theilweise aufhebe oder umsorine, was niemal« ini B rordnnngs-wegr, sondern nur im Wege der legalen Gesetz-gebung gethan werden sönne »nd diirfe. Die deutsche Bolkspartei bekämpfe nicht blos die Sprachenverordnung, sondern bestreike auch die Kompetenz d»r Regierung, eine solche einseitig zu erlassen. Redner schildert sodann die Cvnsequenzen dieser Spracheuverordnung, u»tis die t'lcchen ver-langten, werden auch andere uichtdeutsche Völker-schafteu verlangen und damit sei daS Cliao« in Permanenz. Denn nicht blos die Beamten allein werden gezwungen, die öechifche Sprach, zu er-lernen und zwar auch die Beamten in rein deutschen Gegenden, ebenso wie die in gemischt-sprachigen, sonder» überhaupt alle öffentlichen Funktionäre, die mit den Behörde» verkehren. Die Ärzte, Gkistliche», Advokaten, Notare und auch deren Schreiber, die Geinciudevvrsteher eben-so wie die Geinei»drbcanitcn. selbst in reindeulsche» Gegenden, da nach dcr «prach» Anspruch nehmen. Die Spracheuverordnung sei erlassen worden, ohne irgend welche» Grund, ohne jede Nothwendigkeit, da die heule bestellenden Gesetze und Vorschriften vollständig hinreichen und Beamte dort, wo sie die zweite L.indtSsprache zur Aintierniig nöthig haben, auch angestellt werden, wenn sie derselbe» mächtig sind. Dr. Wolffhardt erklärt zum Schlüsse, dass sich alle Deutschen ohne Unterschied zusammenthnn müssen, dass diese Sprachenverordnnng verschwinde nnd die Abgeordneten dcr deutsche» Volkspartei werden — 2 — sie nach wie vor bekämpfen und dabci aus die kräftigste Unterstützung ihrer Wähler rechne» könne». (Beifall.) Er erläutert sohin eiue Reihe vo» Anträge», welche die deutsche Volkspartei eingebracht habe und beantwortet mehrere Interpellationen. Zum Schlüsse wird folgende Resolution angenommen: Resolution. Die am 25. April 1897 tagende Versammlung der deutschen Wähler der Stadt Pettau er-klärt iu Anwesenheit ihre« Abgeordneten Dr. Ed. Wolffhardt die Sprachenverordnnng dcS Mini« steriuiiis vom b Apri! IH97 für eine beispiellose Brüskiernug der Deutsche» in Österreich, die weniger i» einen; praktischen Bedürfnisse über-Haupt, als iu de» Aspirationen einer Anzahl politischer Faiseure und nationaler Streber ihren eigentlichen Grund hat Ohne in die Eonipetenzfragc. ob die Regierung überhaupt berechtiget war. diese Sprachenverordnniig zn erlassen, des Nähere» ein-zugel>en erblickt die deutsche Wählerschaft der Stadt Pettau in dieser durch nicht« begründeten Spracheuverordnung einen Akt der Feindseligkeit gegen den deutsche» Volk«stamm in Osterreich, der geeignet erscheint, den Kamps dcr einzelnen Nationalitäten im Staate »nd insbesondere an den Sprachgrenzen ans« äußerste zu entflammen nnd da» Reich in innere Wirre» zu stürzen, iveldje in dieser ernsten Zeit doppelt gefährlich sind. In Erwägung diese« Umstände« nnd in der fernere» Erwägung, dass der deutsche Volksstamm in Österreich, der diese« Reich gründete, der kür Österreich und seine Dynastie bereit« die schwersten Opser an Gut und Blut gebracht hat zu einer Zeit, al« die meisten nichtdentschen Kronländer noch außerlialb Osterreiä?« standen, in der Er-wägung. dass durch diese Sprachenverordnnng der wirtschaftlich kräftigste und kulturell am höchsten stehende Volksstamm in Österreich, der deutsche, in dcr Entwicklung seiner Enltur ebenso, wie in der Verwertung seiner Intelligenz der Willkür jeder deutschfeindlichen Regierung preisgegeben wird, fordert die Versammlung der deutschen Wähler in Pettau ihren Abgeordneten auf. im Vereine mit allen anderen Abgeordneten von deutscher Gesinnung, mit allen parlamentarischen Mitteln diese Spracheuverordnung zu bekämpfen nnd im Nothfälle selbst die letzte Consequeuz zu ziehen und au den Berathungen de« Abgeordneten-Hause« so lange nicht m>hr theilznnehmen, bi« diese Sprachenverordnnng oder ihre Urheber ent-scrut werden. Denn leichter trägt ein Volk von dem Wcrtc des de»tschen Volk?« in Österreich für de» Staat de» Vorwnrk einer sactivse» Opposition, al« die Schmach, mit geblindenen Hände» seinen bittersten Gegnern ausgeliefert z» werde». Gemeinderaths-Sitzung. Zur ordentl öffentlichen Sitzung am 28. April d. I gelaugte folgende Tagesordnung zur Ver-Handlung: 1. Julie Knaus iu Pettau um die Verleihung einer Gas»hau«-Conzession Bahnhofgasse Rr. 7. — Sect. IV. 2. Hutter Simon wünscht den Verhandlungen über die DurchsührnngSvorschrist zur Einhebnng der Auflagen auf Bier und Schnaps beigezogen zu werden. Sect. I. 3. Conrad Fürst um Gcnehmigunq der Über-tragung seines BrandweinschankeS von Hau« Nr. 3 Floriauigaffe auf Haus Nr. 6 Bürgeraaffe und kr Verpachtung an AloiS Mir, Bezirksgericht«-Diuruist. Sect. IV. 4. S. Deutsch in Slatina um Bewilligung der Pauschalierung der Mauihgebühre» für ca. 100 Waggouladungeu HolzundHolzkohlen. Sect. I u. III. 5. Firma F. E. Schwab in Pettau legt Rechnung über die ihr zu reftituicrendeu Mauth-gebühre». Sect. I. und IN. li. Statth -Erl. Nr. 9227 vom 12. April 1897 betreffend die Versicherungspflicht der städtischen Arbeiter bei der Arbeiter-Unfallversicheruug für Steiermark nnd Kärnteu in Graz. Sect. l. 7. Die Kindergärtnerin Josefa Hbber bittet unr Beistellung von Gerätheu für den städtischen Kindergarten. Sect. II. 8. Mittheilung der Südbahu-Geiellschaft. das« dermalen eine Benützung de« hiesige» Heiz-' Hanse« al« Locoinotivstation nicht geplant ,ei. 9. Mittheilung vom Stande der Frage de« Veraudubaues am hiesige» Bahnhofe. !0. Mittheilung uud Berathung dcr stattgehabte» Verhandlungen in der Gymuasialsrage. Vorsitzender Herr Bürgermeister Ios. Oniig. Anwesend die Gemeinderäthe: W. Blanke. E. Filaferro, I. Kasimir, I. Ferk. I. Kollenz, I. Wreßnig. H. Molitor, M. Ott. I. Roßmann, R Sadnik. A Gassner. A. Selliuschegg, H. Stary, I. Steudte, H. Strohmayer. Der Vorsitzende ersucht, da ihm infolge einer Operation da« Sprechen schwer wird, einen der Herren zum Vorsitzenden für die heutige Sitzung zu wählen. Gewählt wird Herr Gemeinderaih Filaferro. Erledigung: 1. Referent Gemeinderath Blanke. Dcr An-trag Steudte. auf Verleihnug der Concession, wird angenommen. 2. Referent Gemeinderath Filaferro Der Sectious-Antrag. da« Ansuche» b>« zur Slatl-Halterei-Entscheidung z» vertagen, wird ange-nommen. 3. IV. Sektion. Referent Gemeinderath Blanke. Dem Gesuche wird Folge gegeben. 4. III. Sectioii. Reserent Gemeinderath Ott. Wird der Firma für 100 Waggon« Holz und Kohle die halbe Mauthgebühr zugestanden. 5. I. Section. Der Antrag der Section, der irma Schwab die seit der letzten Abrechnung im ahre 1H94 nach de» amtlich genau geführten Vormerkungen ungebührlich bezahlte» Mauth-gebühre» zu liquidiere» und sofort flüssig zu machen, wird angenommen. 6. I. Section. Wird da« Stadtamt an-gewiesen, diesbezüglichen Bericht zu erstatten, dass alle städt. Bediensteten bereit« versichert seien. 7. ll. Section. Referent Gemeinderath Kasimir. Die schadhaften Geräthe werde» durch brauchbare ersetzt und der Kindergärtnerin für ReinigiingSmateriale ein Jahrcsvauschale von 5 fl. zuerkannt. 8. Mittheilungen. Der Vorsitzende macht Mittheilung vom Ablebru Sr. Hochw. de« Probste« Joses Heriiö. Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen der Condolenz vo» ihren Sitzen. Am Leichenbegängniffe wird der Gemeinderath in corpore theilnehmen. Die Mittheilung von der Errichtung einer Veranda aus dem hiesigen Bahuhose wird zur Kenntnis genommen. Ebenso die Mittheilung, das« bei einer even-tuen später eintretenden Änderung der Gtatiome-rnnq der Locomotiven, resp. Reastivierung dc« Heiz-hause« zu Pettau auf eine diesbezügliche Eingabe der Gemeindevertretung Rücksicht genommen werden wird. Der Schriftführer verliest den Bericht über die amtlich gepflogenen Erhebungen bezüglich der Frequenzziffer und die Gesamtsumme», welche die Stadtgemeinde Pettau bisher für das bestehende LandeSuntergymnasiiim geopfert hat. Herr Gemeinderath Kasimir berichtet über die mit dem Vertreter des hohe» steiermärkische» LandeSane-schlisse« Herrn Dr. Kokoschinegg gepflogene» Ver-l>andlu»ge». Sohi» wird der Antrag Stendte an-genommen, wonach die noch genau festzustellenden jährliche» Mehrausgabe» für den Fall der L • richtung eines LanveS.Obergymnasiums von der Stadtgemeinde übernommen werden. Allsälliges. Gemeinderath Kollenz urgiert die Strahenbespritzuug bei den Vtraßeurciniguugsar-beiten. Dem Stadtamte zugewiesen. Gemeinderath Steudte stellt deu Antrag, die Kaminfogermeister in der Stadt seien strenge und bei Verhängung von Geldstrafen anzuweisen, alle voll ihnen wahrgenommenen Gebreche» in feuerpolizeilicher Hinsicht sofort den, Stadtamte anzu-zeigen. Angenommen. Gemeinderath Sadnik wünscht die Belenchtnug deS Flvß-Leudplatzeö bei Ztacht. Wird i» der nächsten Sitzung znr Berathnng komme». SoHin Schluss der Sitzung. Dcr Propst von Pettau f. Am Toniirrstag den 29. April morgens halb 4 Uhr entschlief der Propst vo» Petto», Se. Hochwürden Josef HerSiü, sb. geistl. Rath. Stadt' psaner n»d Dechant nod) langem schwere» Leide», versehen mit de» Tröstungen der Religion, gottergeben in de» Herrn. Vor kaum zwei Jahren von seiner damaligen Psarre Unterpulsgan zur Würde eines infnlirte» Propstes von Petlon erhoben, hat der Verstorbene a wie fein anderer verstanden, sich die allgemeine Hochachtung der Bevölkerung aller Stände und die bliebe seiner Psarrkinder in einem Giade zu erwerbe», der ein sprechendes Zeugnis dafür ist, das» die Katholiken aller Parteischattirrunge» dem wahren Priester, der in erster Linie ein echter imd rechter Seelenhirte ist. »jemals jene Hoch-achtung versagen und allerwege jene warme ?li hänglichleit bezeugen. die der Diener GotleS beanspruche» darf von jene», zu deren geistlichen Führer und Leiter er bestellt wurde. Freilich ist «s nicht Jedem gegeben, eine gleiche Urbanität, eine gleiche fascinierende Liebenswürdigkeit im Verkehre mit jedem, welchen Ranges nnd Standes immer er sein mochte, zu einwickeln, wie der verstorbene Propst von Pettau und bei aller Urbanität und Liebenswürdigkeit iiieiiials jene Grenze zu vergessen, welche dcr hohe kirchliche Rang, den er bekleidete, ihm sestziihalteu gebot. Allein der Verblichene hat daS wohl ver-sianden und er hielt diese Grenze fest im Verkehre mit Hoch n»d Nieder, denn er hat eS verstände», mit seinem Takle manchen Klippe» auszuweichen, die im gesellschaftlichen Leben des steirischen Unterlandes viel zahlreicher und gefährlicher sind, als sonst irgendwo. Er hat niemals gcläugnet, das« er ein so guter Sloveue ist, wie irgend einer seiner ConftaireS, aber er hat seine Psarrkinder es niemals fühlen lassen, dass er kein Deutscher seil Und in diesem Charakterzuge liegt der ßnmd zn der seltenen Popularität, deren sich der verstorbene Propst vo» Pettau erfreute. Hochgebildet. HerzenSgüte mit feinen Um-Mgsfoiine» vereinigeiid, mit dem geübten Blicke des Menschenkenner» bald «rralhend, mit wem er es im persönlichen Verkehre zn thun halte, die Wurde des Priesters mit der Liebenswürdigkeit les Weltmannes vcrdiudend, niemals das stolze Aliioritäisprinrip hervorkehrend nnd dennoch seine Würde wahrend, hat der Heimgegangene Propst von Pettau trotzdem stets erreicht, was er erreichen wollte »nd mehr als viele andere erreicht hätte», »iduii er nach dem Rathe des Evangeliums Mibellf, daS da sagt: „Seid sanft wie die Tauben und llng wie die Schlangen." Den Priestern seiner Psarre ei» leuchtendes Beispiel, den Laien ein liebreicher Frennd nnd Äieather, den Armen ei» milder Bater, eine selten konziliante Natur mit liebenswürdigen Um» oai'gsfornren, im Vereine mit einem uugemei» w'ipathischen Äußeren, anscheinend voll Lebens-na'l und Gesundheit, hat sich der Verstorbene cmiw rasch die Sympathien aller erworben, ohne Urlfrscf)ieb. Und indem er eS bei aller Anhäng-ich'eit an seinen VolkSstamm vermied, sich osten->"'w°n den politischen Kämpfen zn betheilige», reiche die Bevölkerung des Unterlandes in zwei cmdliche Lager spalten, hat er nicht nur VlrleS "reicht. wa« einem anderen versagt geblieben ^re. sondern hat auch das Prestige seiner -1'uung gefestigt, den Glanz seiner kirchlichen ^"rde erhöht, seinem Stande einen großen i-'cnst erwiesen, sich selbst aber so warmes An-unen gesichert, dass sein Hinscheiden als ein awerer Schlag empfunden wird von allen, die in dem Verstorbene» nickt nur de» wackeren Mann und pflichttreue» Priester, sondern auch den Hüter des Gvltessriedens verehrten. Und wenn der verstorbene Propst vo» Pelta» kein anderes Verdienst sich erworben hätte, das allein würde ihm ei» dankbares Andenken sichern. Personalnachrichten. rrgesa»gSvereiu, der ebenio wie der deutsche Turnverein gekommen war, die Gaste aus der schönen Hanpti'ladt des ichonen Kärntiierlandes zu ehre», durch Ge-saugSvortrage würzte, die de« ungetheilte» Beifall der fangeSfroheii Kärntner fanden und mit rüh-menden Heilrnsei' quittiert wurden, nachdem vor-eilt i» warmer Rede und Gegenrede die Freude Über das Erscheinen der lieben Gäste nnd deren herzlicher Dank anSgeklniigen, den Klageufiirtern vom Männergesangsverein prächtig zusammen-klingende „Grüß Gott!« gebracht, nachdem das „Weihelied" gemeinsam gesungen nnd die Hnmpen fröhlich z»saninie»gekl»»ge» nach treudeutjchem Brauche. Viele der Pettaner rief die am gleichen Abend einberufene Wählerversan»»lnng vom sachliche» zum ernsten Thun, von der' Pflicht des Gastsi'cuudefi znr Pflicht des Staatsbürgers, zur manuhasteii Abwehr ein.s mutlMlligc» Angriffes. Und die Gäste wußten es ivoh! „> ichätzen. dass die ernstere Pflicht über der angenehmen nicht vergesse» wurde. Später versammelten sich die Klagensurter und Pettauer wieder in, Cas6 „En-ropa" und da blieb man den:, zusammen bis es Zeit wurde für die Herren vom „RautilauS", au die Heimfahrt zu denke». Ein schönes Weiter hatte das kurze Znsainmensej» sehr angenehm begünstigt »nd wir sind überzeugt, dass die Stammesbrüder ans der Hauptstadt deS herrlichen Nachurlaubes nicht gaiiz unbefriedigt die uralte Di.rustadt ver° ließe», als sie wieder heimzogen nach den Usern des einzigschöne» Wörther-Sees, nach herzlicher Verabschiedung mit Handschlag und treudentschem Gruße. (Äbschiedvfeirr.) Frau Walbnrga Weiß hat lhr Hans Nr. 7 in der Bahnhofgasse bekanntlich an Herrn KnanS verkaust und damit auch das durch lang* Jahre vo» ihr musterha st betriebene Gasthans „zum goldenen Stern", wohlbekannt unter der Beneniinng ..Jndenuatzl.- Am All. April abends nun »ahm die wackere Frau Abschied von ihren alten Stammgästen niid es entwickelte sich da ei» svlinliches Abschiedsfest, denn seit Jahren war das Verhältnis zwischen Wirtin und Gäste beim „Jndennatzl" ein s.> herzliches, dass auch die nach und »ach eingeführte» Fremden sich bald heimisch fanden. Frau Weiß besaß den Ehrgeiz, „ihre Herren" »in jeden Preis zufrieden stellen zu wollen und das ist ihr den» auch beste»? gelungen, den» wer Hnuger und Dnrst mitbrachte, war beim „Judennatzl" stets vortrefflich ansge-hoben. Am letzte» Tage ihrer Geschäftsführung wurde die wackere Frau denn auch geehrt wie nicht bald eine ihres Geschäftes, denn so viele ihrer «Stammgäste hatte» sich eingefunden. dass säst der Raum zu enge wnrde. Launige Abschieds-reden, fröhlicher Sang uud ungezählte „Prosits" sur die scheidende Fra» Weiß gieiige» los »nd erst lange nach Mitternacht verließe» die meisten das Gasthaus, in welchem zum letzten Male die „Jiideuüatzlin" die allsorgende Mutter gemacht und „ihre Herren" mit Speis niid Trank reich» lich versorgt halte. Mög? ihr die Ruhe, iu die sie sich freiwillig zurückzog, ebenso gut anschlagen, al» ihr dir Führung des Geschäfte« anschlug, welche» sie zn einem weit Über Pettau reichenden guten Ruf gebracht hat. iTurnfahrt.) Am Ostersouutage unternähme» der deutsche Turnverein in Pettau und einet Einladung desselben folgend, die Turnvereine von Mnreck und RadkerSbnrg. der Marburg» Turn» verein hatte leider eine Betheiligung unterlasse», Turusahrten nach dem gemeinsame» Ziele St. Leonhard in den W.»B. Der Empfang, den dieser deutsche Markt den Turnern bereitete, war der denkbar freundlichste. Schon ans dem Sainmel-platze von der Feuerwehr festlich empfange», zog die vereinte Turnerschast. welcher sich ciiic stattliche Anzahl deutscher Radsahrer anreihte, unter Musik in den fahnengeschmückte» Markt ein, wo ihr der wackere Bürgermeister Herr Mrawlag au der Spitze der Gemeindevertretung ein ebenso 4 — ehrenvolles. wie herzliche» Willkommen bi>t- Nach geincinsain eingenommeneiii ilMile begann um 3 Uhr ein Schauturnen. bau verschiedene Turnspiele folgten. beides wohl geeignet, für die Körper und Geist erquickende Turnerei Lust n»d Liebe 4« erwecke». Den Tag beschloß eine gemein-jarne. Überaus lebhafte fttflkueipr, ivelchc dcr junge Leouhardter Gesaugverein durch Vortrage ver» fd)öutc. Besonders herzlich gestaltete sich dcr Ab-schied dcr heinikehrenden Turner. Man schied all-gemein mit dem lebhaftesten Gcsiihle des Dankes lür die freundl'^ Aufnahme und den, erhebenden Bewußtsein, nicht nur eine» Festlag in einen, deutschen Orte aufS schönste verbracht, sonder» auch der in ihrem nationale» Bestände hart be-drohten Bürgerschaft frischen Muth gegeben und sie durch Wort und Werk gestärkt zu haben. Wiederholt war der nationale Wert derartiger Fahrte» in bedrängte Orte hervorgehoben u»d der gewiß berechtigte Wunsch ausgesprochen worden, eS mögen sich öfter deutsche Vereine zusammenfinden. um AnSflüge nach Orten zn unternehmen, die einer nationale» Kräktiquug bedürfen. ?lu Entgegenkommen von Seite der Bürgerschaft wird öS, wie dies eine Beispiel beweist, sicherlich nicht fehlen. (Die Veranda am Lahiihose) wird endlich in der nächsten Zeit i» Ban geuommen werden. Die bezüglichen Pläne zeigen eine» hübschen ca. 5» Meter breite» zwischen den beide» Flilgelbanten dc^ StationSgcbäudcS liegende» Vorbau, aus schlanken Säule» ruhend und mit GlaSoberlichten versehen. Dcr Antgang ist neben dcni rechte» Flilgelbau durch de» Mittelbau geplant und wird neben dem Ausgange ein Eilgutaufgabe>Bureau eingerichtet werden. Mit der AuSsührnng dieser Veranda geht ein dringender Wunsch deS reisenden Publikums i» Erfüllung und ist es der Initiative dcr Ge»>ei»devertretung, insbesondere den »»unter-brochenen Bemühungen des Herr» Bürgermeisters zu danke», dass die Veranda endlich errichtet wird. (törnj am 28. Äpril. Der llrirrmärkilche Eallwirtr Vcrba»d> wird seine» diesjährigen Ver-bandstag ausnahmsweise später, nämlich ant >4. September in Petta» abhalten Der Verbands-auSschuß faßte diesen Beschluss in Berücksichtigung dcs Wunsches der Kastwirtegenossenschaft in Pettau, lvelche in das Programm auch einen Ausflug in daS Weingebirgc aufzunehmen plant und zu dieser Zeit die Weinkultnren schon weit vorgeschritten sein werden. ES findet am Verbandstage auch wieder die Prämierung von laugaedientem Perso-nale statt nnd können Bewerber um Verleihung von Diplomen und silberne» Medaillen sich '» dcr Vcrbandskanzlei. Kosakengasse H, bis E»de Juli d. I. »och melden. Durch daS Sekretariat deS Verbandes wnrden von zahlreichen Gönnern be-dcntende Spenden in Empfang genommen nnd werden die Namen sowohl dieser, als jener Gesell-fchaften und Wohlthäter, welche der Verbandskasse directe Geldbeträge einsandten, im Jahresberichte quittirt, jedoch ihnen schon heute der beste Dauk hiesür ausgesprochen. Bereinönachrichten. (vom Grsclligkrilsvtrrinr.) Der Pcttauer GeselligkeitSverein hatte während der Carueval-saisou mit Rücksicht ans die vielseitigen Uuterhal-tungeu feine Feriei'. Run hat derselbe seine frühere Thätigkeit im erhöhten Masse wieder aufge»oiumen. ES finde» nunniehr die statutenmäßigen Zusammen-fünfte wicdcr regelmäßig statt, bei deneu sowohl die Mitglieder aiS aucli die Direktion bestrebt sind, im Sinne dcr Vcrei»stcnde«zen die Vereins-idee zu heben, was um so leichter durchführbar ist. als ja das Zusammenhalten der Mitglieder ei» musterhaftes ist. Durch meisterhaft zusammen-gestellte Programme versteht die gegenwärtige Direktion, an deren Spitze der Bahnbcauite Herr .Halsar steht, stets die fröhliche Stimmung hervor-zurufen und den Ruf. de» dieser Verein bisher genoß, aufrecht zu erhalten. Auch das Prograuini des letzten, am SainStag den 21. d. M abge-altcueu FamillenabendcS war in musikalischer »nd huiuoristischer Richtung sehr reichhaltig. — Der musikalische Theil wurde vom Herr» Schul-iuspector Rauner sammt Fräulein Tochter. dann von den Damen Toncich und EreiiiSauSschuß würde nicht die Hand bieten. Schwierigkeiten dein Vereine zu bereiten, er würde dadurch seine Thätigkeit unterbunden sehen und es unter solchen Um-ständen vorziehen, die Thätigkeit auf andere Persönlichkeiten übertragen zu lasse». Wohl glaubt aber der Ausschuß beantragen zu sollen, der Verein möge seine» guten Willen betliätige» und sich der Unternehmung mit 5 Antheile» anschließen, eine Zisser. die kein großes Risico bietet und innerhalb bet gegebenen Verhältnisse gelegen ist. Gegen diesen Antrag wurde vou rechtskundiger Seite dcr Nachweis geliefert, dass die Satzungen unsere« Vereines keine Handhabe und kein Recht zur Eingehung von StauimantheilSverbiudlichkeite» biete» und weil so der am 22. Fcbrnar gefaßte Beschluß zur Erwerbung von Antheilen überhaupt illegal war. Es würbe sonach der cndgiltige Be- schluß gefaßt, der laudw Verein spricht zwar feine Sympathien der Hansgenossenschaft aus nnb wird sich bestreben, derselben die möglichste moralische und intelckturlle Unterstützung ange-drihen zu lassen, bedauert aber lebhaft, sich nn dem Unternehmen materiell nicht betheiligen zu können. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Sohin Schluß der Sitzung, nachdem keine weitere» Einträge eingebracht wurde». Vermischte Nachrichten. (spricht der Erwerbe Znsprrtorrn ) Die Handels- »nd Gewerbekammer in Äraz theilt uns mit. dass das k. k. Handelsministerium den „Bericht ber k. k. Gewerbe-Inspektoren über ihre Amts-thäligkeit im Jahre 189Ö" soeben herausgegeben hat. Die umfangreiche, insbesondere auch für die industrielle» Kreise höchst interessante Publication ist im Verlage der k. k. Hok> »nd StaatSdruckerei in Wie» erschiene». 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Sicherheitswache, noch der freiwilligen Feuerwehr von Pettau nahezutreten, noch viel weniger beide Körperschaften zu beleidigen, thut es mir leid, diese Äusserung gethan zu haben. Pettau, am 27. April 1897. H. Perko «. p. Grössere Anzahl leere Kisten verkauft W. Blanke, Pettau. Annoncen in alkn Zalhuifan and Paehieitachrlflan, Goonbuchw ate. bj«orft rasch und zuvarllaalf 111 dan vorthailhastaaUa Ba dh>|un»«n dia AnnoDcan-ExMditian »on Hadotf M---- diaaalba liafart Koatananachlim, Ent •ija uad gaacbmactivoUi höüäM. EntwOrfa fOr iwaekrata-, aowla Inaartiooa-TuUa Wien I., Seilerstätte 2. Prag, Graben 14. Iraatai, Draadan, Frukftart «. HaMtarf, «»>,. Lalpilg, ■a»«a»>sB, ■ «lraHr|, «t»tt»aii, hrlck. Alles Zerbrochene aus Glas, Porzellan, Steingut, Marmor, Alabaster, Elfenbein, Horn, Meerschaum, Gipa, Leder, Holz, sowie alle Metalle etc. etc. kittet dauerhaft Ruft unerreichter Universalkitt das beste Klebemittel der Welt In Gläsern ä 20 und 80 kr. bei W. Pettau. Eigenbau-Weine. 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Der gefertigte Clerus der Propstei-Haupt- und Stadtpfarre in Pettau fühlt sich verpflichtet, für die vielen Beweise aufrichtiger Theilnahme während der mit bewunderungswürdiger Geduld ertragenen Krankheit und anlässlich des höchst betrübenden Hinscheidens und für die überaus zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte des P. T. hochwürdigen Herrn Josef Heräiö insul. Propst, Haupt- und Stadtpfarrer vor allem Sr. Gnaden dem P. T. hochwürdigen Domdechante des F.-b. Cathedral-Capitels in Marburg, Lorenz Herg, für die Abhaltung des Trauergottesdienstes, dem hochwürdigen Herrn Canonicus Theologalis Dr Josef Pajek für die ergreifende Leichenrede, den P. T. Herren wirklichen und Ehren-Domherren, der hochwürdigen Geistlichkeit der Lavanter- und Seckauer-Diöcese, den löblichen k. k. Behörden, dem k. u. k. Ofnziers-Corps, dem löblichen Stadtgemeinderathe, den löblichen Vereinen, sowie allen Bewohnern der Stadt Pettau und Umgebung seinen tiefstgefühlten Dank hiermit zum Ausdrucke zu bringen. PETTAU, am 1. Mai 1897. Franz Moravec Stadtpfarrkaplan. Franz Salamon Vicar. Alois Bratusa Beneflciat Die anerkannt beste Peronospora-Spritzel ist die von Franz ßieger, Bozen. Dieselbe hat kupfernen Kessel, Verlängerungsrohr mit separatem Zerstäuber zum Bespritzen Her Obstbäume, ist leicht, sehr solid | und dauerhaft gearbeitet. Vom Herrn Weinbanlehrer Stiegler wurde diese Spritze | wiederholt lobend anempfohlen. Preis complett sammt Verpackung II. 18.— Steiermärkische Landes-Curanstalt Rohitsch Sauerbrunn SUdbahnstation Pölt»chach. Saison I. Mal bis I Ootober. Trink-, Bade-, Molken- u. elektrische Goren. Prospeoie durch die Uirectton. Die weltberühmten Glaubersalz-Säuerlinge, empfohlen durch die ersten medicinischen Autoritäten bei Erkrankung der Verdauung«- und Athmungaorgane und zwar: Tempelquelle ala bestes Erfrischungsgetränk, Styriaquelle als bewährte« Hellmittel, versendet in frischer Fallung die lantlschafll. 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(ffertl*««»-) e(jt erst kam es auch der Kvmnierzienrätin zum Bewußt» sein, daß sie Hedwig noch nicht gesehen hatte. Sie war so bleich und abgespannt gewesen, sollte ihr was z»ge> stoßen sei», so daß sie sich nicht hatte retten können? Allmächtiger Gott! Helft, helft! Ein Menschenleben! ftniiilein von Dahlen ist noch im Hanse!" Ifin wilde» Rennen begann Man stürzte nach dem brennen» dk« Hause und kam mit einem Kopfschütteln wieder zurück. „Es ist »»möglich, von hier aus zu Hilfe zu kommen," riefen die Feuer» wilderte. .Leitern her. Leitern!" Nitta rannte gleich einer Wahnsinnigen zwischen den Leuten lim und her. .Retten Sie, retten Sie!" rief sie verzweiflungsvoll, von furchtbarer Angst durchbebt. .Fordern Sie. was Sie wollen, über retten Sie die Unglückliche!" Wie von Furien gepeitscht raimte sie weiter, dieselbe flehende Viltk bei andern wiederholend. Da drängte sich in atemloser Hast n»e hohe, kraftvolle Männergestalt durch die Menge, alle« rück-»lliisloS auseinanderschiebend. waS in feinem Wege war. währenddessen jammerte die Kommerzienrätin unaitfhörlich: .Min Gott, wie konnte ich sie vergesien!" vedwig hatte sich frühzeitig am Abend trotz des heftigen Ge-wiilrrs niedergelegt. Ein bis zur Unerträglichkeit gesteigerter hef-rillst Kopsfchmerz und eine furchtbare Mattigkeit in ollen Gliedern bauen ihr das Ausbleiben unmöglich gemacht. Mit geschlossenen Augen hatte sie auf das Toben der Elemente gelauscht, aber all-i'iütolich war sie in einen leichten Schlummer verfallen, der sie das •Hollen des Tonners mir wie au« weiter Ferne vernehmen ließ, •u furchtbare Schlag, welcher daS Hans erbebe» machte, schreckte ondi sie empor. E» dauerte eine ganze Weile, ehe sie sich klar martite, waS geschehen sei. Ihre Sinne waren wie mit einem *ebel umgeben, ein sonderbarer Druck lastete auf ihrem Hirn, der >Ik das Denken fast unmöglich machte, und ihr Körper so sonder-bor ichwer und matt. Da, mit einemmale das sonderbar prasselnde Werä»fch, das von Minnte zu Minute immer deutlicher zu ihr heriilirr drang. Was konnte das nur sein? Sie dachte eine Weile nach In dieses unklare Grübeln und Tasten hinein klangen mit einem male die Rufe: .Feuer, Feuer!" >euer?" wiederholte Hedwig in Gedanken; sonderbor, das Teile» wurde ihr heute so schwer. Da. adermal« der Ruf: .Feuer!" au« kam ihr auf einmal die volle Erkenntnis der Gefahr. Es brumitf! Brannte in der Villa! Das sonderbare Geräusch, das sie Mi nicht zu erklären gewußt hatte, waren die Flammen, die sich iwitiT unb weiter verbreiteten. Mit eiliger Hast kleidete sie sich So, nun war sie fertig, jetzt rasch hinaus! Ob die Kommen Mn atin, ob Nitta wohl schon vo» der Gesahr wttßten, oder ob iie ahnungslos weiter schlummerten? Eine furchtbare Aiigst ;na>ic retten können? Und sie. die ihr Stüye nnd Hilfe hätte sein war ihr fern? Herr Gott, was war denn das? Die Thiir t>T< «Simmer« war verschlossen! Mit aller ihr z» Gebote stehe«-» mit dem sie das Schloß hätte einschlagen können. Nichts, gar :■■ but sich ihren suchenden Blicken. Sie war eine Gefangene. «»mgsloS einer entsetzliche» Gesahr anheimgefallen! ?>e erinnerte sich in diesem Augenblick genau, daß sie gestern Mh'fiib eine« längere» Epaziergange«, zu dem sie ihr dumpfer Kopfschmerz veranlaßt hatte, ihr Zimmer abgeschlossen hatte, und beim Nachhausekouime» den Schlüssel vo» anßeu stecke» ließ. Wr» aber konnte das Zimmer abgeschlossen haben »nd in welcher Absicht? Einen Augenblick durchblitzte ein schrecklicher Verdacht ihre Seele. Nitta? Doch nur einen Augenblick, dann verwarf sie ihn sofott wieder. Sie eilte zum Fenster, um von hier aus Hilfe zn erbitten, aber noch hatte sie dasselbe nicht erreicht, als sie wieder jene sonderbare Schwäche überkam. Ein bis dahin unbekanntes Angstgefühl überfiel sie, es dunkelte vor ihren Augen und mit einem Wehrnf stürzte sie zusammen. « » Die Leitern waren angelegt. Gott sei Tank, sie reichten bis an jenes Fenster, hinter dem ein junges, blühendes Leben einem granen vollen Tode zu verfallen drohte. Zwei Männer erkletterte» die Leiter. Der erste war Doktor Wild, der, ei» Beil in der Hand, jetzt mit mächtigem Ausholen gegen das noch »»Versehrte Fenster hieb, daß e« krachend und klirrend zusammenstürzte. Schwarze, dichte Rauchwolken quollen durch die so entstandene Oessnnng, und von dem frischen Lnststrom angefacht, lohte hell »nd groß ein Flammenstrahl aus. Ein Schrei des Entsetzen» aus hundert tiehle» durchquerte die Luft War e« denn möglich, daß sich da drinnen noch ein lebe» des Wesen barg? In tiefer, atemloser Stille warteten die Unten-stehenden auf die Rückkunft der beide» beherzte» Mmmer. Wa>> würden sie sinden? Eine Tote, einen gransam verbrannten Leichnam, oder nur ein Häuflein Asche? Da. endlich erschien der eine der Eingestiegene» wieder in der Fensterhöhlung. Er schwang sich heraus, aber er streckte die Arme empor, um eine regungslose Franengeitalt von den, noch innen Stehenden zu empfangen. Nim ein vorsichtiges, mühevolles Hinab-steigen. Stufe um Stufe, mit dem Rücken an die Leiter gedrückt, die unter jedem Schritt der doppelten Last erbebte. Endlich war die unterste Sprosse erreicht: in lautlosem Schweigen streckten fiel) unzählige Arme dem Tapfern entgegen, um ihm seine Bürde ab zunehmen. Nun da der Abstieg des ersteren glücklich vollbracht, schwang sich auch der zweite heraus, der Abstieg desselben war ungleich leichter, als der de« andern, der mit seiner Bürde ans de» Armen nnr »»sicher mit dem Fnße tastend sich abwärts bewegen konnte. Man hatte Hedwig in eines der Nachbarhäuser gebracht, dessen Bewohner bereitwillig der Schwerkranken, sowie der Kommerziell, rätin nnd deren Enkelin einige Zimmer überlassen hatten. Nnn lag sie starr »nd leblos mit geschlossene» Auge» a»f einen Divan gebettet. Keine Mnskel regte sich in dem wachsbleichen Gesicht Wild war um die Leblose beschäftigt. Sei« (Besicht war tief ernst und seine Stimme zitterte, indem er nun hastig befahl: .Wollene Tücher herbei! Aber schnell, schnell!" Nitta rannte davon, das Erforderliche herbeizuholen. In zitternder Erregung brachte sie das Erwartete. .Wird sie leben. Doktor? lim Gottes Barmherzigkeit, sage» Sie mir. das, sie leben wird!" Wild zuckt» schweigend die Achseln. Der starke Manu, der iii»>» an w manchem Ärankenlagrr nnd Totenbette gestanden, war «»»<• höchste erschüttert. Bangte er doch hier »in ein teures Leben. „C, ich Verruchte!" schrie da Nitta, gefoltert von Hiillennnalr». auf. .Töten Sie »»ich. denn ich war es. dir Fräulein von Dahlen in ihrem Zimmer einschloß!" „Nitta!" rief die jioninierzienrati». .Ja. Großnuttter, ich bin ein entsetzlich schlechte» Geschöpf, ich haßte Hedwig und —" Weiter kam sie nicht. Wild hatte sie bei'» Arm gefaßt ind schob sie au« der Thür. 70 „ftrnti Uommerzirnrütin, ich iiiiih Sie bitten, Fräulein Nitta streng vom Kraiikenziniiner frru zn halten." „tu* svll geschehen," rrtuiberte dir alte Hfroit, „aber sage» Sie, was kann ich siir dir Aerniste thun, odrr weise« Sie mich mich fort?" .Nein." sagte Wild. .Sie,' Frcui Kommrrzirnrätin, bleibe», al« Hedwig« miitterliche, treue Hüterin." O O Tas wäre» fürchterliche. ba»ge Wochrn gewesen. Nach «»ab-lässige» stii»dr»la»ne» Prmühlingrn war es eiidlich gelungen, Hedwig z» schwache» Lebenszeichen zu erwecke». Matt und schwer schlng sie die Augen ans, ihr erster Blick fiel ans Wild, der »eben ilirem Lager stand. Langsam fuhr sie sich iiber die Augen nnd die Stirn, als wolle sie verworrene Bilder verschrnchrn. .Feuer," lallte sie dann schwach, ihre Znnge schien wie gelähmt. .Beruhigen Sie sich, Hedwig." sagte Wild mit bebender Stimme, «Sie find gerettet!* .Gerettet?* wiederholte sie. und ei» schwache« Lächel» huschte »»> ihre» Miind, dann schloß sie wieder die Augen. Bald darauf abrr verfiel sie wie-der in Telirinm. .Feuer, Jener, Hilfe!" Tas waren die Laute. die sie nnanshörlich vor sich hinlallte. Wilds Hand strich dann sonst über ihre Stint und da« schien die nrniifc anf Augenblicke zu beruhigen, doch »ach kurzem verfiel sie wieder in ihre Wahnvorstellungen. Gegen Abend verschlim» mme sich da« Fieber. .Gnädige Krau,* sagte Wild, der nicht von Hed-wig« Krankenlager gewi-chen, „ich halte e« filr meine Pfiicht, Sie daranf ausinerksam zu machen, daß hier ein schwere« Ner-venfieber im Anzug ist. Fürchten Sie im »lindeste» die Gefahr der Anstrcknng, so ersuche ich Sie. sich sofort zn entfernen. Bon morgen ab wird ohnehin eine ge-übte Krankenwärterin mir znr Seite stehen niüsien." „Wie, Sie glauben, ich konnte an« Furcht ebenfall« krank werde». Hrd-wig frenidr» Händc» über-lasse»? Sie, die »in der Sünden meiner Enkelin leidet! Nein, ich bleibe; kann ich alte, halb blinde Fra» mich nicht viel helfen. so habe ich doch durch meine stete Gegenwart das Bewußtsein, daß auch während Ihrer Abwesen-Ijeit alle Ihre Anordnn»' gen aufs pünktlichste be-folgt werden." „Tann bleiben Sie." sagte Wild nnd widmete sich wieder ganz der Kranken. Wochen waren dann vergangen, imnirr in demselben tröst- und hoffnungslose» Zustande. Endlich, nachdem fast jede Hoffnung auf Erhaltung ihres fc!ebeus ausgrgrbeu war, trat unerwartet eine lang» sanie, aber stete Besserung ei», nnd dann kam ein Tag. an dem Toktor Wild sage« konnte: „So. Fräulein Hedwig, nun kann ich Sie getrost sich selbst »nd Ihrer g»teu Natur überlasse«.' .^ch soll Sie ferner nicht mehr sehen?* sagte Hedwig nnd ein tieses Erschrecken zitterte durch ihre Stimme. Er drückte warm ihre Hand. .Sie werden mich sehen, so ost Sie es wünschen. Hedwig. und — wem, Sir erst vollständig ge-kräftigt sein wrrde», dann will ich eine Frage an Sie richte», die Sir mir ans Herz »nd Grwissrn beantwortrn werden." Ei» frines Not überzog Hedwig« blasse« Gesicht, »nd doch sah fir ihn vrrständuislvs au. Was sollte das für eine Frage sein? Auf der Ächa«k»I freut «emilldk Don ff ? v krr (OTit vielleicht über drn Ursprung ihrer Krankheit, oder wir rs kni», daß ihr Zimmer in jener «chreckenönacht vo» anßen verschlösse» war, oder weshalb Nitta ihre Feindin war? Tas durste sie ja nicht verraten, da« war ja tut» alle« vergeben und vergessen. Eine« Tage«, als die Kraukenwärterin sich auf kurze Zeit em kernt, mid die Kommerzienräti« sich ihrem gewohnten Mittags schläfcheu hingegeben hatte, da war plötzlich Nitta in da« Zimmer geschliipst, leise »nd saust, so ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit, halte sich vor Hedwig« Lager hingrworfen und deren beide Hände maßt, nnd mit von innerem schmerz nnd Renegefühl zeugende» Stimme genise»: „Fräulein Hedwig, vergeben Sie mir! Ich bin ei» elendes, böses Geschöpf, aber ich will versuche», besser zu wer de». mir Ihre Verzeihung geben Sie mir mit anf meinen fernere» Lebensweg!" Und als Hedwig leise sagte: .Was soll ich Ihnen vergeben. Nitta. da« so schwere An-klage bedingte?" Ta schluchzte Nitta lam aus: .Sie wisieu nicht? Wissen nicht, da» ich Sie an den Rand des Grabe* gebracht, wissen nicht, das; ich sie in jenerBrandnachi eingeschlosien hatte?" ..Nitta!" schrie Hedwig ans, „da? hattrn Sie ver möcht?" .Ich wollte vor Ihren vermeintlichen Nachsor schlingen sicher sein: ich hatte Alei^is, meinem hei in lich Geliebten, notwendig eine Nachricht zn gebe», e« sollte daS letztemal sei», daß wir hier znsaminen kamen, denn er sollte fort von hier: nnd da fürchtete ich in letzter Stunde Ihre Entdeckung und den Bei rat an die Großinnttrr. Da« mußte unter alle» Umständen vermiede» wer de». Ta. al« ich de» Schlüsfelznfälligvoiiaiißr» an ^hrerThiir stecken sah. kam mir der Gedanke. Sie am Verlasse» Ihre« Zim mers durch Umdrehen des Schlüssel« zn verhindern Es sollte ja nur kür kurze Zeit sein. nur so lange, bi« ich Alexis znr sosorri-ge» Abreise bewogen hatte. Wie konnte ich ahne», das? inzwischen so Fürchterliche« geschehen würde! — Tann über den furchtbaren Schrecken, den mir das brennrnde Han«, sowie all der Lärm ringsnm machte, hatte ich ganz vergessen, daß Sie eine Gefangene waren, bis mit einemmale mir das Entsetzliche klar wnrde. Wollen, könne» Sie mir vergeben ? O, thnii e«, Ihr«. Antwort bedeutet für mich Fluch oder Segen!" .Ja. Nitta, ich vergebe Ihnen, und möge Gott Ihnen ebenso wohl vergeben. Mein Flnch svll Sie nicht treffen, aber werden Sie von iiii» an ein besirrer Mensch, bedenken Sie. daß die böse Saat verzehnfacht böse Früchte reift." .Ja, das will ich, Sie Edle, Sie Gute! — Morgen reise ich vo» hier fort, uu» kaun ich es mit Ihrer Vergebung, und die ist mir eine neue Erlösung von Höllenanalen! — Tic Großmutter weiß nun alles," s»hr sie in leiser, gedämpfter Sprache fort. .Irti habr ihr nach jener schrecklichrn Stunde beichten niüsien, und ich that es offen, ohne Hinterhalt, drängte es mich doch selbst, mein schuldbeladenes Gemüt einem »irnschlichen Wesen zn offenbare». Sie hat mir das Vrrsprrchr» abgenommen, »nd ich werde es halten, daß ich meine» Geliebte» zwei Jahre lang nicht srhr» darf, auch nicht mit ihm kvrrrspondirrr. Sie will mit ihm sprechen, will prüfe», ob sein Talent wirklich besähigt ist oder nicht, ans daß er e« ivagen sie ■»• 71 +. meine Eltern um inrinc Hand z» bitten, oder im andern ilim dir Mittel arbeit, clnr» andrr» Lebensberuf zu ergreise», cttn nnsere gegenseitige Liebe da»» »vch dieselbe ist. will sie bei » Elter» »»scrc Fürsprecher!» sein. Ich werde Alexis trr» denn ich weiß, da» er bei solchrn Aussichten alles daran wird, ans der rinrn oder andrr» Seite de» Wünschen der mittcr gerecht zn werden," ich wünsche Ihnen Wliicf, Nitta, und Watt segne Ihr Vorhabe 11!" : ank. Heiken Dank! Sie solle» ersahrrn, ir»e Schreckeusstnude, neu ich die Folgen meiner riichlosr» That rrkaimte. hat ei» esWese» mir ge-t." otl gebe i'itta! — will ich »»de seg< Senn sie iitig, Sie lkinkehr tich selbst iiigeii," ie, wie sie nie»,war wieder ,,en.Hed-. .tst mit ste« ie» ööit» f. »nddachte p. ber »ach, u ii'wunder-I* (Wege die v iehuug ge-! icht, »rn P am Ab» l! »d Stehe»« !>- znriick anf > » rechten > a z» leite». luchmitihr i.U'st war et» h u W»»der-: .:re« borge« (io Mie». Das »irnhvolle 2 tuten nach dem Unerreicht bo rn war nun ii chwunden, >!>'t dessen war fii srirdvolle r Ie, eine se-li> Minljc über iu lcfotnme». ildS ans Pl' nmgsvolle III k, seine »ti »Sorgfalt, Ser er über ii Zustand ite, sein "»er, sans Zuspruch 'lesen ihr, ne de» »nd in ihm !»nicht ver- » hatte. Seine Gegemvart that ihr »»endlich wohl, so oft seil iier Schritt brniifint int Korridor erschallte, leuchtete ihr Augr »»d erwartungsvoll, loie das Kinderaugr am WrihnachtStage. liitr» a»ch ihre Blicke anf der sich nun bald Lsinendrn Thür, seinem Erscheine» schien das ganze Zimmer sich zn verwandeln, lies verbreitete sich ritt verklärender Schimmer. Auch dir lerzienrätin hatte immer ienen warnten liebevollen Ton, den '»er sür Wild gezeigt hatte, »nd der womiiglich noch herz klang, als vor Hrdwigs Krankheit. lunfite sie buch, was sir nt »nerschrockriie» Manne verdankte. Er hatte ihre Enkelin uin» Morde bewahrt, das würde sie ilu» nie vergessen. Auch i Hedwig war sir jetzt ganz von derselben Milde und Herz it. Tas junge Wesen, das so nnverichnldet nnd klaglos litt, ebensowohl den Eingang in ihr verschlossenes Herz erobert, i'inrn bleibenden Platz darin gewonnen. mbi.» in i ih in >> ü. d Schönheit!« des japanische« Gesiiigelhoseö. Orlginalzeichnung von I Bungartz «Mit Xc^t.) II Phdnil-Huhn 51 !Rlf(rnI)iitiit I) Butchi-Chihn 4) Kuro-KitMa-Chtbo S) Slm-Chnbo, «) Katmiro-ilo-no Clulin. T) Pcking-Unntiim. *) TOanDflTin-IJttlifirit. Ans der Schaufel. Heute Herrscht muntere« Leben vor dem Hause. 1er Bater hat de» großen Birnbaum im Garten nmgehaueii und den Stamm zur Schneidemühle gebracht, ffiu kurze», dicke« «tstif ist zurückgeblieben. ftlug« wird ein Brett darüber gelegt und die Schaufel ist sertig. toi giebt ein Vergnügen! Hans und Liese sind die ersten, dir da« Schaukel« probieren. Lie Mutter »nd die jüngere» Ae-schwifter sel>«n Von der Hau«- -"* staffel au» z«, nnchWöchier. der Tvlp. der aus der eb rflenTreppe». stufe sitzt scheint tich zu interessieren Ank, ab. aus ab, geht die lZchaukek.bi«end-tich Han«, der Zchwerendter, seiuemSchwesler-chen die.Wage" hült und diese doch oben auf ih. reni luftigen Sitze iingstlich nach Hilfe ruft. Aber er meint'» nicht bSse; er giedt »ach und da» Spiel geh» wei-kr, bi» endlich die Mutter auf-bricht und die Vinder zu dem Abendbrot in die Stube ruft. ÄchSuheiteu des japanische» Gefitißklhofes. Unier den man-nigfachen Luxu». geflligelarten. »wich? feit einem Jahrzehnt mit besonderer vor-liebe auf den deutschcn Äe slllgelhbfen gepflegt werden, nehmen die au» Japan stammen-den Rassehiihner eine lxvorzugte Stelle ein. Tie Japaner sind von jeher eifrige Ra-turfreunde gewesen und lle ver-standen e», inte-resianteriereund Blumen zu züch-ten, die in aller Well Brwunde-inng gesunden haben. In hohem Mas,e autgedil» de> Ist da» In-tcresse dcr Japa ner für da» H«i:»e»volf, da» ihnen — namentlich den Buddhisten — fast die au«schlicsilichr I-l-üchnahrnng liefert. Ta« schönste Huhn Japan» ist da« langschwünzigc Huhn, dem man bei seiner ainfiihiung den Namen ..Phinix" gab. uud e« verdient ihn In der Ihat auch wegen leiner ivnndervollc» Sr< Icheinung ?>e ersten Hühner dieser künigiichen Masse gelangten im Jahre l«7« nach Hamburgi sie winden al» Wunder der Geslügeiwelt betrachtet und augesiann». ?a» Phvni^ Huhn verlangt insolge srinr« reiche» Hederschmuckc« eine gerAnmige und reinliche Voliere, damit namentlich die d!« zwei Meter langen Schwanzsedern de« Hahn« in voller Pracht bleibe» «nd hoch ange brachte Iizistangen find ihm BedUrfni». Im Lauf der Jahre hat man au« dem Philnixhuhn dnrch geeignete Zuchtwahl verschiedene ZarbeuschiAge gezüchtet, ^m Langehau-Huhn haben wir da« grShte Huhn de» japanischen Besliigel-hose» vor iln»! e« hat ein ruhige» Temperament »nd zeichnet sich trotz seine« massigen »Vrperbane» dnrch ichvne ausrechte Haltung au«. Sowohl al« Leg-hühner wie auch al« Fieischhühner sind die Lang»han hochgeschätzt und Sreuz-ungcn mit ihnen und den deutsche» Landhlihnern haben sehr gute Resultate ergeben. ?ie r>steingesiik,Ieu Hühner der Lang»ka»-Rasse waren rauhbeinig »nd van tiefn schwarzer gart« mit sogenanntem Küfergtaiiz, (»lüUr züchtkt« man blaue und rotlfie Yirbenschlüg« »nd auch die s»g«nannle» glflttheinlgen Lang»haa» Mit unbefiederte« Lüufen. Unter ton k>«rfcbtrben«n «hod°.«ari!-litten iZwerghühnchen) find die 6« fa im testen die sog. ,S»o>(A>»d<>' mit teil» weitem Gestehr, Schwanz schwarz, weißgefüumt. bie Schwungfeder» ebenfoiU schwarz. Schnabel und Beine golbgelb ^kotoki Vitudo' unterscheibe« stch Vo» den vorigen in der Form wenig, bal Gefieder Ist schwarz- und *Kißg«fl«. Emsig sucht si» den ih, ft-gemessenen Raum nach Sewürm fl», und wenn die Sonne sich mit Ihren warmen Strahlen für kurze gelt hinter tz«i» Wolke» verbirgt. breitet die treu-besorgte Mutter sarsorglich unb in rühregber Hingebung ihr« Klügel «u», um die Junge» z» «rwürme». »a» muß e» eb«» selbst beobachtet haben, um gn die reiche Abwechselung et«e» solch«, Famillenlebe«« z» glaube«. — Die Zucht der ilhabo» ist namentlich solchen Gellügelsreimden zu empfehien, denen die Siliumlichkeite» nicht gestatt»,, grbßere» G^stügel zu halten. In einer Voller«, die nicht mehr al» »wei Quadratmeter groß i> sei» braucht, lasse» sich schon japanisch« Bantflm» mit Ohrfeig züchte» Die japanisch«» «hab«» sind Zwerghiihner der kleinst«» Sorte, «tebeitz »uf »e« Bei,««, mit hängenden. fast den Erdboden schleifenden fylflgri«, aufrechte« Schwanjhal-tung. großen,, tiefgczacktem Sa mm unb sehr färb»»plÜchtig! si» fiub ebenso vorzügliche Sierlrger al» gute Brüterinnen unb sorgsam» Mütter Die klei»e» »ier haben eine» ganz vorzüglich«» Geschmack ««» Feinschmecker behaupt«», daß dieselben hlnsichillch der Qualität vo, keinem andere, Hühners übertreffe» werde». Da» Mandarin-Entche«, ebensall» von wiegen Farmen, kämmt mehr In China vor und gilt dart al» glückbringende» H»chz»it»gesch«nk ,«b al» ei« Sinnbild der ehelichen Treue und Liebe. I» ist ei« hübscher, larbe^rüchtiger Vogel, welcher aus dem Wasser einem buntbewimpelt»« Schiffchen gleich« Hie Zucht Ist nicht so»b»rlich schwierig und auch da» >r»«»ari«.»ntche« begnüg, sich gleich dem deutungen, die, immer «»vorbereitet > übeiralchend leuchteten wie Vlitze de» Genie« Kinder des Augenblick», bezogen sich August» Witz« und Wortspiel« meist aus Umgebung, certlichkeit, Personen unb Zeit, waren dah»r für de« Dritten oft einer Srlüuterung bedürftig, Diele waren aber auch an flch ber-stündlich So an »»ortete er einst einer gelehrte« Gesellschas», die ihn «m eine Jnschrisi fAr ihr Versammlungslokal, da» oberste Stockwerk eine« ehemaligen W-schhause«. ersucht hatte: .Richt» ist leichler! setze« Sie^ Unten Wüsche, obeu Gewüjche." — Al« «inst bei der Hoflaftl sich ein« Fliege zudringlich a> da» stark kupsrig« Gesicht einer Hofdame sitzte, fragt» »r dies» ungliictUche *ku seine» Witze» ganz laut. .Haben Si« schon die neue Fabel gelesin, .Die Flie« al» tupferstrchers" woraus dieDSame, al» sie den Spott erkannte, heftig blaßte, so daß ihre Rase fast weiß würbe. Mober«, Herr -ei«er kolossale« G«Ibv«rleg»nh»it. Ich — Ich — wollte nur fragen —'* (madi Pause). — Bankier: .Run, bitt» »rklüren Si» sich, woll»« Si» «in» loch!, od«r ein Darleheni" Ilses II. ««b Mozart. Mozart» Opern schützte »aiser Joseph U. b«so>, ber»; «» war bah»r für diese» Fürst»« sehr »nangenehm zu hür«». Mozart Hai., unter sehr vorteilhaften Bedingungen eine» Ruf nach Berlin erhalt««. In de, »Ochsten Audienz rief er dem Künstler z»: .Wie, Mozart, Sie wollen mich un lassen? gch werde nun selten eine Oper mehr hüren." — Gerührt küßte Mozui seine» Ittioen Kaiser» Ha«d und s«»gt<: »Sw. Majestüt, ich bl«ibe!" — .War»» hast Du nicht," ries einer seiner Bekannten an», dem er biesi Unterredn».^ erfühlte, »sogleich eine «anhast» vermehr«»tz Deiner Besoldung «klangt — .Wer kann in dem Augenblicke/ erwiderte Mozart, .wo der g«t« Sau. > so liebeeich spricht, on eine« solchen Beitel deute«?' S> Heimgeschickt. Frau v. Leesack (»etcher i« Gesellschast ein Hm »o> gestellt wird): .Ach, Sie stnb der Kassierer von Müller und Sohnl Da wird-n Si» m»l«e« Diener kennen, der vsterg Waren bei Ihnen abgeholt hat!" Kassierer: ,B»da»r«. ich bin in ber Abteilung für Barzahlung!" kMklnnüylgeg Fisch« bli» zu fechen. »an «immt bi» Fische aus einem uaßgeniachi,» «retiche» au», rührt st» mdgilchst weuig an, bdergießt sie mit kochendem «ss^ und laß! si» et»» 10 M1««trn in kochendem «flsser. Salz and Essig kochen Um die Farbe z» erhdhr«, lüßt mau st» bor dem Kochen >/, Stunde zugedeckt m dem »sfig stehe», deckt si» auch beim K«l>'n, sowie »ach dem Sarwerben zu ,^»r veritigu«g »»> Hch»«»«» ist lin vorzüglich,» Mittel «i«e Mschu», »o« i Xeiten Borax mid 1 S»il SaUchlsüu«. S» hün^t jedoch da» ga», Gelingen von der richtig»« Anwendung de« Mittel« ab Sind die Schlui > Winkel de» Uugezlefer« erreichbar, so streut man da« Pulver 1« diese »In und »erschmiert die Lücher mit einem Ghplbrei. Sind sie unauffindbar und ««meist bar, bann stell» man sich au» gekochten Srbse, unter Fett, und Bierzusatz ei««» dünue« Brei her, mischt dat angefühlte Pulver hinein — 3 Teile Brei, 1 Teil Pulver — «nd formt ««» der »äff« kleine Kügelche«. bi« ma« dorthin leg! wo mau bi« Schwabe« l*mutet. Durch «i»b»rholn» dieses Bersahrens ist ma» i« stände, die Käser gü«ztich ««»»»rotten. «. »iflsoche» «i,»ei gegen kfltflnhalische Heiserkeit. SI« seh. be währt»« Hausmittel gegen katarrhalische Heiserkeit iß „VersZIlchler Honig, vo» »em man «i«. bi« »«tstündlich einen TheelSfkel voll zu sich nim«»t. Außer de« Ist auch «och flftere» Gurgrln mit lauem Wasser zu empfehle«. Soll«, i« el»ig»n Tage» keine Besserung eintreten, so füge man dem H»Nig noch 9i gelb und süße» Ma«delül hi«zu Aus einen Sßlüffel voll Honig rechnet man ei« Sigel» und füe sckns Pfennig Manbelbl. Beee!t««g bei Ro«er»bause«er Augeuessenz. Diese, bei Erkrankn»,, «nb Schwache »er Augen vielfach begehrte nub sehr heilsam wirke«be Flüssig fest, stellt ma» wie folgt her: Man zerstoß» ea. KV Gramm Fenchel, übergiei. »«»selben mit ca. I V, KUogramm Weingeist, lüßt in g«li«d«r Würme einig Doch« hindurch zieh««, gießt die Misch«,, dnrch »in Tuch. pr»ßt st» au», lüst » Gramm Fenchel»! bari« anf «nb stlteteet bat Ganze nochmal«. F T 7| a A A J lA A > r K A C 1-0, I>| E F.) K]K d R H 1 I L i. L | M | M M' M| p IN N N 0 | P 1 Ä IS R S - 8 S T h T T v 9t»Kn «r. 145. •on «. Sag>«r. Schwarz Di« Buchs,»be» in »erstehender Aignr 2 sind so zn ordnen, daß i«ch» sich treu»«»»« lg»e,»r »»Istehen ^ »ie «»«rr I» de» v«r- , titalen »teil»«» bezeich»«»: l) Russisch« GoU' ,ent»»«>chtstodt. »)Ein «pv v»rne»ent»»«upisi!>di l)?i» Apparat zur Messung der Tich,igk«i! u«» Elästieil»» der Sas» und de» ?anipf««. ») «tabt in «Üd-amerisa. — »ie l»»>-»er in de« horiz»»«al»n Reiden bezeichneni l)Öl«cM«tta. I)«»a-nIsche Unidersttütsstadt. I) Ein Papst, fl i D E Weiß n«i| zieht unb setzt in « Zügen matt Hii(B|»ng folgt in nächst«« «ummer. Aiisllsuuge« au» voriger Nummer: de» A r > »h ni oa ri p h»: Naltimore, ^malia, l.ama. ?id«r, lll«r. Haler, <» '. Rom, Kl Ivaltimor«! — de» Homonym»! »«laben, — be» Gcherz-Rätsel»- «r,i «r - drei. tttle «echte »«r»e»»>Ien._ Herlag von W Blank« in Petta«. «eranrworlliche Red-Mo« M» «rnsi Ps«Iff«r, aedru« , »«» Srei»»r » «leifser l» «tui^ar«.