EINZELPREIS; iroffiMtags 10 Rpt Sam«tag-Sonnlag 13 Rpf Mittnier öntuao Amtliches Organ des ^ nd SchriHllltungt Marburg *. d» Drau. Badftaise Nr. 6, Ffemrut: 25*61, 25.68, 25-6Ö. Ab. 11.% Uhr !«t di« SthrifUeitunt W tut Ffeffirül Nh Vtrt«g und 2Ä.68. 25.6t. ^... u., .».„.ui MI. ^«.v, «rfCicnb&r. Unvtnangte Zuschritten wtrdicn nttht rfltftt^hdt. — Bei Anfragen ist das HQckporto beizulegen, »k* Postscheckkonto Wien Nr. M.60& Steirischen Heimatbundes trscheint wöchentlich sechsmal ats Morpenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einschl Hostgebühr; bei Lieferung im Streifband zuzügl. Porto; bei Abholen in der (jeschältsstelle RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzögl, 36 Rpt. Zustellgebühr ytt. 174 !)ttar6urfl'g)rou, iPttntftao, 23.3uiH 1942 82. ;3a&rgana RiistenM von Sewastopol genommen D*utwh« t«hn«Nbeet(fe vtrnichtM «Inmt •ut Tebruk fliichtonddn britischen Scliiffs. V«lb«iid — Zahl d«r Gafanganen erhöhte sich auf 28 000 FühffefhÄupicjuartlef, 22. Juni. Däs Obfefkommandö der Wehrmacht gibt bekannt: Im Nordteil der Festung Sewastopol wurde in harten KImpten das Küstenfort S^nottimen und dil Oelinde nöftllleh der sewtrrtMjft-^Bucht vom Feiilde gesMuttert» Die Verniehtufig der auf der äußersten Lindtttflge sieh nöcli halietiden Resti des Feindes ist im OMge. An der übri|en EifischiieBttngifrotit wuttirmten deutsche und ruminiiehe Truppen, durch stärkt Vert>irtde der Luftwaffe unterituttt, m(th« rere befestigte und tlh verteidigte Hdhen» Stellungen. WiMerholte GeienUfigrltf^ der Sowjets blieben erfolglos. Ober Stwa-»tofH>l und ostwärts des Donez schotten deutsche liger am gestrigen Tage 28 feindliche Flugeeuge ib. Im Stidtei! der Ostfront bekattipften Zerstörergeschwadef mit guter Wirkuilg EisenbahflÄtiisgen und Nachschubkölon^ nen des Feindes. Im- mittleren Frontabschnitt wurden mthrefe teitidüche Angriffe abgeschläg^n, im rückwärtigen Gablet mehrere bolSche-wiJ»tjAchft Banden und Lsiger vernichtet. An der Woichöw-Front griff der Feind erneut fftlt stärkeren, von Panzern unter-» stüttten ktäfteh all. t)le erbitterten Kämpfe dauerti noch an^ In Nordafrika griff eine deutsche Schnellbootflottille in den Morgenstunden des 21* Juni vör dem Hafen vön Tobruk einen fltichtendeii Vertmnd kleiner britischer Einheiten tn und vernichtete ihn vollständig. Ein Vorpostenboot» sechs Küstenfahrzeuge uhd ein Transporter von 4500 brt, der b^itS durch Luttangriffe beschädigt waf, wurden vefsenkt. Drei weitere KttstenmHrteugt wurden aufgebracht. 175 Mann gefangengenommen* Eint deutsche Räumtiöttiiie ettwatig sieh dureh Mifteniperten den Weg In den lu-nenhafen Vön TobrUk. Die Zahl der bei den Kämpfen um Tobruk eingebraehteit Qefangentn hat sich auf 26000 erhbht. über 100 Panm wurden erbeutet oder vefhichtet. Die Feststellung der BeUtt an Qeschtiteen und schweren Waffen ist noch nicht abgeschlossen. Auf Malta wurde der Fluj|[|!>late Luca durch deutsche Kampftliegerkräfte angegriffen. fleMralfeldnindiall Romel FUhrerhäuptquaftier, t2. Juni Der Führer hat den Obtrb^fehlshaher der t*anterarmee Afrika, Oeneraiöberst Rommel, zum Qeneralfeldmarsthall be' fördert und folgendes Telegramm an Ihn gerichtet; Herrn Oeneraifeldmatvchall Rommel t In dankbarer Würdigung Ihrer Führung und Ihres eigenen scnlachtentschei-dendefl Einsattes sowie In Anerkennung der heldenhaften Leistungen der unter Ihnen kämpfenden Truppen auf dem afrt^ kanischen KriegischauplatE befOrderf Ich Sie mit dem heutigen Tage tum General* feldmarschali. Adolf H!tkr* Dar 100. Bidienlauiiirader FUhrerhäuptquartier, 22. Juni Der Führer Verlieh heute dem GenerAl-niajör Ludwig Wolff, Kommandeur einer Infanteriedivision, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte an ihn nachstehendes Telecramm: In dankbarer Würdigung Ihres neldcn-haften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe Ich Ihnen als 100. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum ftitterkreui ties Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler. ' Vor der niederländischen Küste versenkten Minertsuchboote im nächtlichen Seegefecht drei britische Kanonen-SchneilbOöte und beschädigten mehrere feindliche Einheiten schwer. Der Feind brach darauf das Gefecht ab. Sperrbrecher und Marlfleariillerie schössen zwei britische Bömber ab. Das Mafefl- und Stadtgebiet vön South-ämfjtört war in der letzten NAcht An-grilffeijlel der Luftwaffe. Durch Sprenj^-Und ßrahdboiliben wurden erhebliche Schäden in kriegswichtigen Anlagen her-vörgerufen. Die urttef Führung des Vizeadmirals Welchold Im Mittelmeer operierenden deutschen Seestreitkräfte haben sich im Nachschub nach Nordrjfrika, bei der Störung der feindlichen Verbindunßswege und in der Bekämpfung feindlicher Sec-itreitkräfte besonders bewährt. Das Minensuchboot unter Führung des Obi-rsteuermaniis Oeser hat sich in dem Seegefecht vor der niederländischen Küste ausgezeichnet. In den Kämpfen vor Sewastopol haben sich der Führer einer aus Infanterie und Pionieren zusammengesetzten Kampfgruppe Hauptmann Walter und der l^oni-mandeur eines Pionier-Bataillons, Hauptmann Graumann, durch besondere Tapferkeit ausgezeichnet. StrasseakBüiiife in der Sei^estung HyfflVnliehe Truppen brachen Festungsgürtel im Südabschnilt weiter auf — Wirictamer Einsati der deutschen Luftwatte Berlin, 22. Juni Itinerhälb des letzteii Küstenforts an der Nordffont Sewasto-pols dauern die BunkörkärtHtfe mit unverminderter Heftigkeit art. Bei den Straßenkäinpfen in dem nördlich der Sewernaja-Buclit lie-,gendeti Stadtteil wurde Iii erbittertem Nahkätt1t>fen Im Werftgelände dem feltid Haüs um Haus entrissen. Teile eitler deutSchöti Division warfen die Bol-schewlsten und drätlgeil durch die Stadtteile bis zur Ducht vor. Eine feindliche Kräftegruppek an der die deutschen Truppen votbeigesiürnit waren, \\"urde hltiter der Ahgriffsfl-ötit eingeschlossen und aufgerieben. Die deutsche ArtiHerie setzte die Bekämpfung der feindlichen Stellungen und Bunker fort und vernichtete zusammen mit der Flaik und schweren Infanteriewaffen zahlreiclie feindliche Verteidi-Kungswerke. Im Südabschnitt der Ehi-schlleßungRf!X>nt schlugen rumänische Truppen mehrere feindliche Gegenstöße gegen die emberten Höhenstellungen ab und gingen dann ihrerseits zum Angriff über. Es gelang den Rumänen, tiefer in das feindliche Stellungssystem einzudringen und den Festungsgürtel weiter aufzubp^-chen, wodurch die Voraussetiungen für erNgreiches Fortschreiten des Angriffs geschaffen wurden. Deutsche Kampfgruppen drangen am südllciien Angriffs-flügel mit Unterstützung ihrer gesamten Artillerie gegen stark beresügie IKMien-Stellungen vor. Nach Wegnahme mehrerer Bunker erreichten die dcutsclv^n Truppen den Höhenkamm und nahmen eine beherrschende Kuppe. Auch dieser Angriff macht weiter Fortschritte. Den ganzen Tag über unterstützten deutsche Sturzkampfflugzeuge das Vordringen der Infanterie auf dem südlichen Angriffsflügel. Volltreffer zerstörten stark befestigte Höhenstellungen und verschütteten die Tunneleingänge zu Kasematten und zu den in die Felsen ein-g»:hauenen üescliützstellungen. Audi das tiafengebiet von Sewastopol war heftigen Luftangriffen ausgesetzt. Ein Handelsschiff wurde versenkt und mehrere weitere Frachtschiffe sowie ein Kriegs-falirzeug erhielten Bombentreffer. Di»3 deutschen Jäger sicherten den Luftraum über Sewastopol und schössen in Luft-kampfen acht feindliche Flugzeuge ah. iiiiiiiiiiiililli(iiilliiiiiiiiniiiiiiiiiiiniinimiitiiiiiNiiiiiiuniiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiniiiniiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiii Jubelnder Empfang des Relchsschatimeisters im Unterland Wieder einmal hatte die Bevölkerung der Untersteiermark Gelegenheit, einen liohen Gast und treuen Gefolgsmann des Führers, Rehihsschatzmelster der NSDAP, Reichsleiter Xaver Schwarz, zu begrüßen. Von Graz kommend traf er in d'^n späten Nachniittagsstunden des gestrigen Tages In Marburg ein, das an den AuffahrtstraBett reichen Flaggen-schmuok angelegt hatte. Tausende von Volfksgenossen umsäumten die Tegett-hoffstraße und den Platz vor der Burg, unter Ihnen die Jugeftd, weiß sich doch l^slchslelter Xaver Schwarz gerade mit Ihr auf das engste verbunden. Schöne Jugendherbergen, unter ihnen die vorbildliche Xaver-Schwarz-Jugendherberge am Titisee im Schwarzwald, zeugen davon, daß er stets ein Freund und Helfer der Jupcnd ist. Mit Dankbarkeit begrüßt die Unterstel-emiark den Besuch dieses Oa^tes, der im Verlauf seines kurzen Aufcnlijaltes im Unterland Einrichtungen des Steirischen Heimat'bundes besichtigen wird. In dem herzlichen Empfang, den ihm dl-^ Bevölkerung Marburgs bei seinem Eintreffen bereitete, bezeugt das Unterland nicht nur immer wieder die treue Gefolgschaft hinter dem Führer sondern in d'Om ehrenden Empfang, den es dem Getreuen des Führers bereitet, ehrt es den Führer selbst, und dankt ihm hnmer wieder für die Freiheit, die -er diesem lange Jahre unter der Fremdherrschaft leidender Lande gab. ' Wir sind gewiß, daß auch der Reichs-leiter Xaver Schwarz bei seinem Scheiden aus der Untersteiermark die Gewiß-h»3it mitnimmt, daß die Bevölkerung stets Ihr Gelöbnis erfüllt, das sie oft In .spontanen Kundgebungen zum Ausdruck brachte; Führer befiehl, wir folgenl Warum sie lügen Berlin, 22. Juni Eine Frage wird im deutschen Volk nach den Erfahrungen der letzten Wochen und Tage, nach Kwtsch, Charkow, tier Geleitzugkatastrophe im Nördlichen meor, nach den Niederlagen unserer Gcq;-ner in Libyen, im Korallennieer und bei den Midways angesichts der nicht mehr zu überbietenden Lügenagitation unserer Gegner immer wieder erörtert: Wie ist es möglicfi, daß unsere Feinde in diesem I Krieg jede Grenze zwischen Wahrheit imd ! Lüge beseitigt haben? Sie leugnen Schlacii-ten, die zu den größten des Krieges zSh-Men. einfaeh hinweg und wollen schwere I Katastrophen gar in Siege verwandeln, geben ihren Völkern immer mehr Nach-! r'chtenchloi^oform, um sie über die wahre I Lare hinwegzutäusclien, um einen Optimismus vorzugaukeln, der doch frllhor oder s.näter zusammenbrechen muß. Ü'ese gewaltige Steigerung der I.ügenagitation überbietet selbst alles, was Engländer und Amerikaner bisher bei oer Entfesselung diese«; Krieges produziert haben, als rie vorgaben, für die kleinen Völker zu känio-fen. für Recht und Gerechtigkeit, für den Frieden der Welt und andere Ideale, die einer gesitteten Menschheit teuer sind. So logen sie das Blaue vom Himmel her-imtcr, obwohl selbst in ihren eigenen Ländern eine riesige Literatur vorhanden i^^t, ilie bestätigt, daß England in seiner Gc-schiche immer nur Kriege grführt hat, die die Aussicht vermehrten, noch ni-*'hr Gold in seine Tresors zu bringen, seine Vorherrschaft über andere Völker noi'h zu verstärken und zu erweitern. Das alles ist ja an sich nicht neu. Nicht nur wi"* Deutsche, sondern zahlreiche andere Völker kennen dieses englische System der Lüge. Wir wissen besonders aus üem ersten Weltkrieg, daß England die Lüge als eine seiner wichtigsten Waffen benutzt hat und sowohl Lloyd George und Lord Northcliff, wie auch Churchill, zugaben, England hätte den Krieg ohne da:? Instrument der Lüge weder enlfcsselii noch gewinnen können. Man sieht also, daß die englische Regierung die Lüge zum System erhoben hat. Warum aber diese britische Heuchelei, diese systematische V^crnebelung tlrr wahren Ziele des britischen Imperialismus, warum diese ewigen Hexentänzc der Lüge? \Vir Deutsche müssen bei Beantwortung d'escr Fragen unsere Maßstäbe un.I unser Gefülil für Moral und Wahrheit völlig beiseite stellen, um überhaupt einiges Verständnis für die Haltung unsercV Gegner aufbringen zu können. Wir dürfen nicht vergefscn, daß es England ja nie und nimmer gelungen wäre, ein Weltreich aufzubauen, wenn es sich nicht der Lüge mit meisterlicher Taktik bedient hätte. Die Machtmittel des 40 Millionen-Volkes wären sebstverständlich weitaus zu schwach gewesen, um auch nur einen Teil des späteren Empires auf geradem Wege zu erwerben. Wo innner sich England in der Welt festsetzte, kam es imt dem Mantel der Heuchelei; es mußte das Cliristentum schützen, Missionäre befreien, kleine Stämme gegen brutale Bedrücker unter die Fittiche nehmen, und all diese Vorwände immer wieder hervorholen, l'ns eben London den Großteil an Reichtümer, die auf dieser Erde vorhanden sind, für das auserwählte englische Volk mit Beschlag belegt hatte. Dieser ersten Phase folgte die zweite, die der Erhaltung des zusammengerafften Raubes. Auch dazu reichten die Mittel der kleinen Mutterinsel nicht hin. Daher mußte man eine Riesenkraft vortäuschen, mußte schwindeln und lügen und dazu das System von »teile und herrsche« zu einer wahren Virtuosität steigern, um den oder die Gegner zu schwächen. Volk mußte gegen Volk ausgespielt, in Europa ein Netz von Intrigen gesponnen werden, um Seite 2 »Marburger Zeitung« 23. Juni 1942 Nummer 174 CleRfns.'itze zum Brnnd zu cntfachen, damit durch die Aufrecliterhaltimf^ eines Gleichgevvichtsziistancles jeder Widerstand auf dem europäisciien Kontinent durch irgendeine erstarkende Macht ausgeschlossen war. Dieses Spiel wurde folgerichtig auch auf andere Kofitinente übertragen, Juden wurden gegen Araber, Mohammedaner gegen Hindus gehetzt, während die Briten mit geringen Mitteln das Zünglein an der Waage bilden konnten, l'nglische [\iiitiker selbst haben ja nach dem Weltkrieg 1914/18 mehrfach zugegeben, daß r.ein gewaltiger Uehirntrust der besten A\änner<', angefangen von Lord Northcliff über IJoyd George bis Churchill eingesetzt worden ist, um der Welt klar zu machen, daü Deutschland der Teufel, IEngland aber Gottes gesegnetes Werkzeug wäre. Die Wahrheit, dali nämlich die englischen Finanz- und Wirtscliaftskreise die deutsche Konkurren/, aus dein I'elde schlagen wollten, da die Dividenden der britisch-jüdischen Plutokratie in Gefahr waren, konnte man den V<)lkern, die man zum Kampfe benötigte, natürlich nicht sagen, linglische Agitatioiisschriften sogar gaben ja ganz offen zu, daß die wahren Hintergründe des Weltkrieges in der englischen l'iircht lagen, daß »die Idee des britischen Imperialisiitiis durch Deutschland gefährdet werclen könnte«. Aber hinter jeder Lüge, auch der größten und besten, steht schließlich einmal die Enthüllung, während die Wahrheit, wenn sie auch in bescheidenstem Kleide einhergeht, dauernd ist, Dieses linde der englischen Lüge ist nunmehr in diesem Kriege angebrochen. Wohl gelang es London und den mit ihm verbundenen Weltjudentum, noch einn>al eine h^eihe von Völkern unter den alten lügnerisclien Sclilagwdrten auf das Kampfteld zu bringen, aber, wie die Entwicklung in Europa heute zeigt, greift die Erkenntnis rasend um sich, dal) dieser Kampf ein Öpfertod für Ijigland war. Jeder neue Feld/.ug, das war die englische Rechnung, den die Achsenmächte führen müssen, kostet Kräfte, weshalb immer neue Völker in den i?ing zu treten hätten. Dieser Versuch der siäiidigeii Kriegsausweitung hat nunmehr seine Grenzen gefunden. England mußte .scheu, dal^ an wichtigen Kreuzungspunkten dieser Welt sein System zu versagen beginnt. Die arabische Welt denkt z. B. an den Verrat im letzten Weltkriege und striuibt "^ich, für England zu kämpfen. In Indien erfuhr Churchill eine Absage nach der anderen, während in Ostasien immer iiielir Vrilker den Vorstiyß der Japaner gv'gcn die hrilisch-anierikanischen Positionen im Zeichen neuer L'reiheit be-};n lien. Man glaubt den alten englischen Lügen nicht mehr. I.'nd damit hat Lonilon seinen stärksten Bundesgenossen verloren. Damit ist für England aber auch die ilritte Phase seiner Lügentaklik gekommen. In dem heute bestehenden Zwang zur Lüge sieht sich England nicht allein, sondern teilt dieses Los mit seinen Bundesgenossen. Churchill muß heule lügen, wenn er nicht offen zugeben will, daß dieser Krieg von England nicht mehr gewonnen werden kann. Wie ein Hasardeur versucht er aber, mit den letzten ihm zur X'erfügung stehenden Karten das Schicksal zu wenden. Es geht ihm vor allem um die K'ettung des letzten Prestiges, das gerade noch einige Vrdker an der Seite Londons hält, also ist die Lüge tür England der letzte Lebensanker geworden. Churchill kann z. B. den Australiern nicht sagen, tlaß er keine Hilfe leisten kann; ebenso wenig wie die US.'\ nach ihren Niederlagen in Ostasien die geforderte Hilfe zu leisten vermögen. Das australische Beispiel ließe sich im Vorderen und Mittleren Orient oder durch die_ mittel-uiul südamerikanischen Staaten wirkungsvoll ergänzen. Auch die Sowjetunion wird in ihrem Kampf durch immer neue Lügen im Verbluten bestärkt, obwohl militärische und wirtschaftliche Fachleute in den an-gelsächsicheu Ländern selbst nachweisen, (laß man nicht einmal den eigenen Bedarf für die eigenen Kriegsschauplätze völlig zu decken in der Lage ist. Dazu komtnen noch in nicht geringerem Maße innenpolitische Gründe, da Herrn Churchill und Herrn Koosevelt die Stühle unversehens wegrutschen würden, wenn ilas Vol^k die volle Wahrheit erführe. Sie sind Gefan-rene ihrer eigenen Lügen. . Dr. Anton Heiß Tiefe Bestürzung in London Unfassbare Enttäuschung Uber den Fall Tobiuk« — „Etwas sehr falsch gemacht In Libyen' Die vollendete Führerschaft Rommels Neun SfliwIerichRilen in Indien Stockholm. 22. Juni Im Zusammenhang mit der FLrhebung indischer Stämme gegen die britischen I interdrüeker wurde auch ein l'lberfall ruil f nen Zug der Knikn-Simla-Linie verübt, bei dem insgesamt fünf 1-ngländer getötet urden. Unter den Get()teten befinden sich IL Miirtiii von der Chemischen lnt.u-striet^Lsellschaft und andere führen lo er.gl'sche Wirtschafller in Indien. Stockholm, 22. Juni In der Nacht zum .Vlontag kurz nach Mittemach wurde in London der Fall von Tobriik zugegeben. Wie Assocuited Press berichtet, hält uian die Gefangennahme von 25 0rj{) Mann in Tobruk für nicht unwahrscheinlich. Es lägen kenne Nachrichten über einen Vesucli der Briten vor, über See zu entweichen. Die Londoner Presse versuchte: äni Montagmorgen in keiner Weise mehr den Ernst des Verlustes herabztnnindcrn. So meint ilie »Times« m ihrem Leitartikel: Der Verlust von vielen tausend Gefangenen in Tobruk sowie der .^usri■lstung, die vielleiclit in Vorbereitung einer neuen langen Belagerung angesammelt worden war, ist unzweifelhaft ein Desaster. Der Besitz des Hafens von Tobruk wird' dem Feind sicherlich von Nutzen sein. Kein Zweifel ist darüber länger möglich, daß die britischen Truppen einer vollendeten Führerschaft gegenüberstanden. Wieder Rufe nach Untersuchung Es herrscht berechtigte Ungeduld nach einem ausführlichen Bericht Auchinlecks, schreibt >-.Daily Telegraph«. Wenn nur geringere Streitkräfte, höchstens ein paar tausend Mann, durch einen überwältigenden Schlag abgeschnitten und die Aufgabe des Hafens von Toibruk beabsicTitigt worden wäre^ so könnte es für den Fehler in der Beurteilung der Lage eine Entschuldigung geben, aber nicht für die Brltlsdie Agenten als Attentäter Bericht über die Ergreifung der Mörder Reinhard Heydrichs Tschechisclie Emigranten im Dienste Englands Prag, 22, Juni Nachdem die wesentlichen F>mittlungcn abgeschlossen sind, teilt der Reichsführer jfjf und Chef der Deutschen Polizei über die näheren l'mstände der t^greifung der Mörder des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. ^^-Obergruppenführer Heyd-rich, folgendes mit: Das Attentat auf ^^-Obergruppenführer Heydrich wurde, wie seinerzeit bereits bekanntgegeben, durch zwei ^\änner ausgeführt, von denen einer eine Bombe warf und der andere versuchte, aus einer englischen A'\aschinenpisloIe zu feuern. Die umfangreichen staatspolizeilichen Ermittlungen insbesondere auf Grund der am Anschlagsort zurückgelassenen bzw. auf der Flucht weggeworfenen Mord Werkzeuge imd (jegenstände führten zu iler l'eststellung, daß es sich bei den Tätern um folgende Personen handelte; 1. Jan Kubis, geboren am 24. 6. 1913 in Unter-Willimowitz, Bez. Trebitsch (Eltern: I-rantisek und Christine Kubis, geborene A^ytyska, wohnhaft Unter-VVilli-mowitz Nr. 71, Post Lipnik), ehemaliger Zugführer des früheren tscheeho-slowa-kischen Infanlerie-Regiments Nr. 34, zuletzt Landwirt in rnter-Willimowitz, als Bonibenwerfer. 2. Joseph Gabcik, geboren 8. A. 1912 in Poluvsic, Bez. Sillein {Eltern: F'erdinand nnd iWaria Gebcik, geborene Beranek), ehemaliger Ziigfühier beim früheren tscheeho-slowakischen Infanterieregiment Nr. 14, zuletzt Magazinverwalter einer chemischen Fabrik in Sillein, als Maschinenpistolenschütze. Beide emigrierten nach Errichtung des Prolektorats auf verschiedenen Wegen nach England, wo sie von der Mordzentrale Benesch den Engländern zur Ausbildung als 1-allschirm-Agenten für Sabotage- und Terrorakte zur Verfügung gestellt wurden. Mit den zum Teil auch am Taforl gefundenen A\ordwerkzeugen versehen, und mit dem ausdrücklichen Auftrag zur .\usführung des Attentats auf ^^-Ober-gruppenfüiirer Heydrich, wurrlen die beiden in der Nacht zum 20. Dezember 1941 in der Nähe vön Pilsen von einem britischen Langstreckenbomber abgesetzt. Aus dem gleichen Flugzeug wurden in der Nähe von Podiebrad weitere Helfershelfer, darunter der tlurch ilie Fahndimgs-aussclireibung bereits bekannt gewordene Josef Walcik, geboren 2. 11. 1914 in Smo-lin, Bezirk Ungarisch-Brod (Eltern: Jan und Veronika Walcik, geborene Betikora, wohnhaft in Smolin Nr. 16), ehemaliger Zugfüiirer des früheren tschecho-slowa-kischen Infanterie-Regiments Nr. 22, zuletzt Gerbergehilfe in Batov bei Zlin, abgesetzt, Die an den beiden Stellen abgesetzten Agenten fanden bei verschiedenen tschechischen Familien Unterschlupf und Hilfe und nahmen Verbindung zu weiteren, gleichfalls aus britischen Flugzeugen abgesetzten tschechischen Agenten auf. Wie die F>miltlungen ergeben haben, wurde das Attentat in der Folgezeit mit Hilfe inzwischen verhafteter tschechischer Bevülkerungskreise planmäßig vorbereitet i'nd am 27. Mai 1942 in der bereits amtlich bekanntgegebenen Weise ausgeführt. Nachdem sehr zahlreiche Zeugenaussagen der tschechischen Bevölkerung zum Teil wertvolle Spurenhinweise gegeben hatten, stellte die Geheime Staatspolizei in Prag durch die weiteren Ermittlungen im Laufe des 17. Juni 1042 die ersten positiven Anhalte für den Aufenthalt der Mörder fest. Lhiter der Mithilfe tschechischer Fallschirm-Agenten, die sich freiwillig stellten, wurde sodann als Aufenthaltsort die Karl Borromäus-Kirche in Prog 11, Ressel-gasse, ermittelt. Hier waren sie zusammen mit weiteren Fallschirin-Agenten von den inzwischen verhafteten Priestern der Kirche seit dem Attentat verborgen gehalten worden. Es erfolgte in den ersten Morgenstunden des 18. Juni 1942 der Zugriff der Staatspolizeileitstelle Prag. Die Mörder, die sich in der Kirche regelrecht verschanzt hatten, versuchten aktiven Widerstand mit Pistolen und Handgranaten zu leisten. In Abwehr dieses Widerstandes verwendete die mit eingesetzte Waffen-ff Handgranaten und tötete mehrere der Terroristen, darunter auch die beiden Mörder. Unter den Getöteten befand sich auch außer den Vorgenannten noch der Leutnant des ehemaligen Ischecho-slowakischen Gebirgs-lnfanterie-Regiments Nr. 2, Adolf Opalka, geboren am 4. 1. 1915 in Roschitz. Die von der deutschen Reichsregierung ausgesetzte Belohnung von 1 Million Reiäsmark und die weitere, von der Pro-lekloratsregierung ausgesetzte 1 Million Reichsmark werden an die zahlreichen tschechischen Helfer bei der Ermittlung der Täter in den nächsten Tagen als Dank Opferung von Truppen und Material in, dem Ausmaß, das die Deutschen berichten. Aus den Ereignissen geht hervor, daß bei den Operationen im mittleren Osten etwas, sehr falsch gemacht \vurde. Das Kabinett muß die Notwendigkeit anerkennen, daß unverzüglich Ordnung geschaffen wird, wie drastisch und umfassend die nötigen Maßnahmen auch sein mögen. Natürlich muß eine genaue Untersuchung stattfinden, fordert auch »Dafly Herald«. Die Schwierigkeiten der Versorgung der libyschen Armee sind jedem bekannt, der die Karte zu lesen versteht. Wenn wir jedoch die Schwierigkeiten auch in vollem Maße berücksichtigen, so wird dadurch noch nicht der Eindruck beseitigt, daß irgendweiche groben Schnitzer gemacht wurden, und zwar in einem Umfange, den England sich nidht leisten kann. Jeder britische Bürger wird von der Regierung verlangen, durch Handlungen zu beweisen, daß sie (Ten Ernst der langen Reihe von Niederlagen begriffen hat. Die 'Lage in Libyen ist ein Desaster. Eine Katastrophe Nach einer United Press-Meldung bezeichnet man den Verlust Tobruks oiffen als ein Unglück, dessen Umfang erst auf Orund künftiger Operationen beurteilt werden könne. Toibruk habe den Verlust von gut ausgebildeten Blitesoldaten und wertvoller Ausrüstung für die Briten mit sich gebracht. Man erinneFe an Churchills Ausspruch, daß die entscheidenden Kämpfe des Krieges wahrscheinlich im mittleren Osten ausgekämpft würden. Wenn dies noch immer die Auffassung der Alliierten sei, dann müßten jetzt alle Kräfte eingesetzt werden, um Auchinleck Verstärkungen zu senden. Diese könnten aber nur durch Verringerung der* Lieferungen an andere Frontabschnitte zur Verfügung gestellt werden. Das britische Volk, das so stolz auf die Verteidigung Tobruks in den früheren Kämpfen gewesen sei, habe erwartet, daß die Festung sich aufh jetzt halten würde. Es werde daher Aufschluß verlangt, wie es möglich gewesen sei, daß Tobruk schon nach eintägigem Angriff habe fallen können. »News Chroiiicle« schreibt, die Nachricht vom Falle Tobruits sei die ernsteste seit der japanischen Besetzung von Sin-gaipur. Die Abgeor Ineten wünschten die Ursachen der plötzlichen Niederlage kennenzulernen. Der Premier werde sich sofort nach seiner Rückkehr gezwungen sehen, eine Erklärung abzugeben. Was Churchill niefatt »Es scheint woiil, als ob der Verlust von Ibbruk ein schwerer Schlag für die Briten sei, doch merkt man bei näherem Zusehen, daß diesecr Achsensieg eigentlich eine größere Enttäuschung für den Sieger als für den Besiegten bedeuten rnuli«. So heißt es wörtlich in dem Kommentar, den der USA-Nachrichtendienst Philadelphia am späten Ab^nd des Sonntags verbreitete und der in seiner mei"ik-würdigen Formulierung wohl auf Insipi-rationen des gerade in den USA weilenden Churchill zurüdkgeht. und am 18. t^. 1942 ebenfalls erschossene und Anerkennung ausgezahlt. Ostasien zum 22. luni Der JaBirestag des Kriegsausbruches gegen die Sowjetunion findet überall lebhaften Widerhall Tokio, 22. Juni .'\m ersten Jahrestag des deutsch-sowjetischen Krieges besihältigt sich die gesamte iapanische Presse mit der militärischen Lage an der Ostfront. Übereinstimmend wird zum Ausdruck gebracht, daß der Ausgang dieser Kämpfe nicht nur auf die Kriegslage in Europa von entscheidender Auswirkung sein werde, sondern auch auf die gesamte Weltlage. Seit Eröffnung der Feindseligkeiten, so schreibt »Tokio Nitschi Nitschi«, habe sich Deutschland dank seiner Miberlegenen Waffen und Strategie sowie dank d'-T ausgezeichneten Haltung seiner Truppen der Sowjetarmee überlegen gezeigt. Die 1-rfahrungen des vergangenen Winters hätten zweifellos dazu beigetragen, das Vertrauen der 'Jrntschen Streitkräfte für die kommenden Ereignisse noch weiter zu stärken. Während tiie Frontseiten der Schanghaier Presse im Zeichen des deutschitalienischen Sieges von Tobruk stehen, beschäftigen sich die Leitartikel der Zeitungen fast ausschließlich mit dem Jahrestag des deutsch-sowjetischen Kriegsausbruches. »Tairiku Shimpo« weist auf die schweren Niederlagen hin, die die Bolschewisten im letzten Jahr, erlitten hatten. Das Blatt sieht in der Reise Mo-lotows nach l.ondon und Washington ein Eingeständnis der wachsenden Schwierigkeiten für die Sowjetmiion. Schließlich gibt die Zeitung ihrer Meinung Ausdruck, dal'i sieh der Ausgang des deutsch-sowjetischen Krieges auch auf die Lage in Ostasien auswirken werde. Der Heidismarsdiall an Kesselring Berlin, 22. Juni Die besonderen Leistungen der Luftwaffe im Feldzug auf dem nordafrikani-schenKriegsschauplatz hat Reichsmarschall Göring in folgendem Fernschreiben an den Oberbefehlshaber der im Mittelmeer operierenden Luftwaffe, Generalfeldmarschall Kesselring, besonders gewürdigt: Lieber Kesselring! An dem ruhmreichen Sieg von Tobruk haben die Ihnen unterstellten Verbände meiner Luftwaffe hervorragendei Anteil. Sie schlugen in diesen Wochen schwerer Kämpfe den Feind in der Luft, zu Wasser und zu Lande vernichtend und haben damit den Heldenkampf der Parzerarmee Rommel in bester Waffenkameradschaft unterstützt. Ich spreche Ihnen und Ihrer Truppe zu dem entscheidenden Erfolg im Mittelmeer und um Tobruk meinen Dank und meine besondere Anerkennung aus, Göring. Druck und Verlae: MntburEer Verlacs- und Druckerei-Oes m. b. tl - VcrlanslellutiK' tiion n.iumcartner* MaiiptsctiriUkitoi; Anlon CicrNchnck (z. Z. in Urlaiili) — Slcllvcrlreiciiilpr Hauptsclirilileiicr; Robert KraUert Alle in Marlturc a. d. Drau, nadk'assc Ii I Zur Zeit für Anzelscn die Preisliste Nr I vom 1 Juni l'J41 üdltir. Aiidall der L'eferiine ie» Rlatle» bei höherer Gewalt oder Retrlehsstttrims cibt keinen Anspruch au' kllckJ-ahltws de* Rf.ytieserldw Nummer 174 »Marhurger Zeitung« 23. Juni 1942 Seite 3 So fiel die Festung Tobruk Ein« nw Glanil«itfung von Rommels Blitxstrategio — Der stärkste britische Stüttpunict in Nordafriica muss Icapitulteren Tobruk, 22. Juni am 20. Juni voriiiittaK um 5.20 Uhr nacli einem Stukaangnff von solclier Wuclit, daß nocii Hunderte von Metern weit die Erde erhellte und zitterte, die Sturmkoionnen unserer Infanterie und Pioniere zum Angriff auf die ersten h'eldhefestißungen von Tobruk InssinKcn, ahnte wolil keiner von diesen Männern, unter denen sich viele alte Tobruk-Kampfer befanden, die im letzten Jahr monatelang In einem völliß deckungslosen Gelände unter der unerbittlich strahlenden Sonne Afrikas in mühsam gegrabenen Erdlöchern lagen, daß sie am Al^nd auf den ne-herrschenden Höhen von Tobruk stehen ■würden und die stärkste Wüstenfestung Afrikas damit in ihrer Hand war. Tobruk fiel als eine reife Frucht der vorausgegangenen Kesselschlachten Rommels, der es aach einem dreieinhalbwöchigen Kriegsverlauf verstanden hatte, jeweils Teile mit Erde überdeckt, mit Steinen zu waiircn Bollwerken befestigt, der hluß der Koloimcn konnte ungestört an der Einbruchsstelle tief in das Innere des h'estungswerkes liiueinru-sen. Als um 9 Uhr bereits Infanterie, Panzer, Panzerbegleitartilierie, Panzerjäger durch die Minengassen in das liniere des Tiefesti-gungsringes vorbraclien, war das Schicksal der Festung schon besiegelt. Unaufhaltsamer Durchbruch Der Gegner tronunelte mit zahlreichen Batterien auf die schmale Einbruclisstelle, ohne den inmier mehr flutenden Angriff aufhalten zu können. Soldaten, die seit Tasen nicht geschlafen hatten, die seit einer Woclie von Schlacht zu Schlacht geeilt waren und den Tommy von Bir Hacheim und Gazala weit nach Osten bis Hanibut gejagt hatten, trieben die Verteidiger von Tobruk in jagenden Fluchten vor sich her. Was an Werken links und rechts der Einbruclisstelle am -_____ ■ y III TiiM II . ........ .J PK-Aiifnalimc: Kricusbcrichlcr MooMUüllcr (öch.) Vorstofl duich die Taielberge nach ß^rdia der Ubyschen Feldarmee einzeln zu stellen und zu schlagen und so dem Gegner allmüli-lich die Kraft seiner Kampfdivisionen zu entziehen. Nachdem es Rommel gelungen war, im Süden an Bir Hacheim vorbeistoßend, sich zwischen das langgestreckte und lief ausgegrabene Minenfeld von Gazala am Meer, das damit in seinem Rücken lag, und die Hauptteile der britischen Feldarmee zu stellen, hielten seine Panzerkräfte den wuchtigen Angriffen der englischen Panzerwaffe nahezu zwei Wochen pausenlos stand, zerschlugen Panzer auf Panzer und nahmen so dem Tommy seine starke Offensivkraft. Die Melsterleistung Rommels, die entscheidend war für den Fall von Tobruk, bestand darin, daß er zum Angriff auf die Wü-,stenfestung seine Divisionen in einem kühnen Schachzug in der Abenddämmerung aus dem Osten ^prückholte, sie während der Nacht in die^jiruen Bereitstellungsräume, ohne ihnen eiiiv Stunde der Ruhe zu gönnen, hineiii-preßte und sie in der Frühe des nächsten Tages zum Angriff auf Tobruk antreten ließ. Im Hagel der Bomben und Granaten Um 5.20 Uhr erschienen 50 deutsche und italienische Sturzkampfflieger zum ersten Mal und nahmen die Feldbefestigungen unter einen donnernden Bombenhagel, der die Erde aufwühlte und dem Gegner mit einem Schlag die furchtbare Gefahr des Überraschungsangriffs klar machte. Im selben Augenblick schössen in einem wahren Trommelwirbel die an der nur 5 Kilometer breiten Ein-bruchsstelle versammelten Batterien die ersten Feldbefestigungen sturmreif. Und mit der ^/orverlegung der Feuerwalze erhoben sich unsere Pioniere aus ihren schnell gegrabenen Deckungslöchern, um in dem breit verminten und verdrahteten Vorfeld Gassen zu räumen und auszuschneiden. Ihr Einbruch erfolgte so überraschend und war von einem so heldenmütigen Geist getragen, daß trotz eines gewaltigen artilleriestischen Abwehr-feuers und deckender Lagen aus den Maschinengewehrnestern und Feldstellungen die Pioniere rasch vorwärts kamen. Schützen und infanteristische Kräfte der Panzerdivisionen des deutschen Afrikakorps und neben ihlnen, in anderen Räumen, die italienischen Divisionen stießen in die geschaffene Gasse vor und machten, noch bevor sich der Gegner von der ersten Überraschung erholt hatte, die ersten Gefangenen, meist Inder, die noch völlig verstört von der Wucht des Feuerüberfalls auf unsere Linien zu taumelten. Die Panzer gehen vor Von den ausgebauten Feldbefestigungen .lätten die infanteristischen Angriffe aber liegen bleiben müssen, wenn es nicht gelungen wäre, Panzer nachzuziehen. Ihnen aber stellte sich in einem längs der gesamten äußeren Befestigungslinie entlang laufenden, tiefen und raffiniert ausgeschachteten Panzergraben ein nur schwer zu netimendes Hindernis entgegen. Auch hier mußten die Pioniere die Brücke für die Panzer schaffen. An drei Stellen ging man zur gleichen Zeit ans Werk. Man scliob auf Rüdern vorher sorgfältig aufgebaute Panzerbriicken In den Graben hinein, montierte im Deckungsschutz des Grabens die Brücken zusamtncn und konnte dailn die Panzer heranschaffen, die ^ als stählerne Ungetüme gegen die Feldbefestigungen vorrückten und sie .mit ihrer geballten Feuerkraft in Schach hielten Schnell Waren die so hergestellten Panzcrbrücken Wege lag, wurde genonnnen oder so niedergehalten, daß sich nach kurzer Zeit die Besatzung ergab. Ronnnel kümmerte sich nicht um das, was abseits der Einbruclisstelle geschah, und die Truppe ließ sich auch durch flankierendes Feuer, das hier und da aus den Nestern gegen sie losbrach, nicht abhalten. Die Batterien fuhren hinter den Schützen und Panzern dicht auf. nahtnen von TO zu 10 Minuten Stellungswechsel vor und schössen in direktem Beschuß auf erkaimte Ziele mit einer Wirkung ohnegleichen. Immer mehr Gegner kamen uns mit erhobenen Händen entgegen. Sie konnten es kaum glauben, daß die Deutschen schon so weit In das Imiore der für unüberwindlich gehaltenen Festuii;; eingedrungen waren, Rommel wieder an der Spitze Die Zahl der brennenden Fahrzeuge stieg von Minute zu Mimite, und die leuchtenden Fanale der Vernichtung im Festungsintiern wurden Legion. Romniei. der mit seinem leicht gepanzerten Mamischaftswagen an >ler Spitze fuhr, erreichte schon um 11.30 Uhr das beherrschende Straßenkreuz der vom Süden aus LI .\deni nacli Tobruk inneinführenden Hauptstraße an der Linmiindung der \ ia Balbia, Nun stand Ronnnel schon Ii Kilometer tief im Festungsriiig. Ein kurzes Vor-hreclien auf der Via Balbia brachte uns an den belierrsclienden Hölienrand ntui gestattete auf den flüchtenden Feind ein Wirkungsteuer ohne Beispiel. Nun gibt es kein Halten mehr! In einem stürmischen Drängen nach vora war bald der Zielabschnitt an der Küste erreicht, und zum ersten Male in der Geschichte des afrikanischen Feldznges sahen die Männer des deutschen Afrikakorps hinunter auf den Hafen und die Stadt Tobruk, die bisher nur von den Kameraden der Luft-waife peschaut worden waren. Das Ziel einmal vor Augen, gab es kein Halten mehr. Noch einmal warfen die Tommies mit einer verzweifelten üeste ihre Panzer in die Schlacht, noch emmal wurden sie abgeschossen oder zurückgeworfen, Ab Abend hatten unsere Truppen die beherrschenden Höhen südlich der Stadt restlos in Händen. Sie hatten die Wasserstellen besetzt, die für die Versorgung der sich noch verteidiRenden Festungswerke im Westen und Osten von ausschlaggebender Bedeutung sind. Unsere Artillerie schoß in den Hafen himmter, wo kleinere Segelschoner verzweifelte Versuche machten, die rettende Weite der See zu gewinnen. Als die Nacht hereinbrach, konnte Romnjcl sich schon als Eroberer von Tobruk bezeichnen. In der Nacht gingen Betriebsstoffinger in Mammen auf, und als der Morgen des 21. Juni herankam, leuchtete über dem Hafen als ein Fanal der Niederlage eine dunkle, sciuva.ze Wolke von öirauch, die sich kilo-nit'lerweil über das Meer hinzog und am Nachinittaji noch in dem *m cntferntjn üa/.ala wie eine glühende Wand in der Bläue des Meeres lag. Dus Schicksal Tobruks besiegelt Noch in der Frühe des Morgens hatte die Besatzung cies Forts Pilaskino an den italienischen Ahschnittskommandeur die Bitte um Cbergabeverhandlungen gerichtet. Auch die übrigen in der Nähe der Stadt gelegenen Be-ff'sligtincjswerke kapitulierten der Reihe nach. D'e Flakstellungen, die sich bis in die Nacht hinein zäh verteidigt hatten, waren verstummt. V.'enn auch am Nachmittag noch kleinere Werke am Außenrand des Befesti-gungsringes in Unkenntnis der Lage unter der l^'ü'irung einzelner sich zäh verteidigender Offiziere weiter kämpften, so war das Schicksal Tobruks besiegelt. Weit mehr als 25f.KX) üefatifiene, ein unübersehbares Material an Waffen, Kriegsgerät und Wagen war dem mit Blitzesschnelle wieder einmal zupackenden (ieneralobersten an der Spitze deutscher und Italienischer Angriffsdivisionen in die Hand gefallen. Der Festung Tobruk war der schon fast mythische Staub ihrer Stärke und Uneinnehmbarkeit genommen. Ronnnels größter afrikanischer Sieg war errungen! Kriegsberichter Lutz Koch, PK. PK■'\u(n;ihinc; Kric,!sbcricliici Oito (t-ch.) Zerschossene britische Fahrzeuge brennen aus Mit qcwdltifjpf Raurhpntwic khinq brpnnrn Kraftwtigcn und nibrhSItpr, die auf dorn Schlachtfeld vnn Nordafrikd von unscrpn Waffen zerschlagen wurden, aus Granaten nacli Sewastopol Eine furchtbare Vernichtungswalze bahnt d er deutschen Infanterie den Weg — Scharen zermürbter Gefangener Sewastopol liegt im Hagel der deutschen Granaten, die vom Ufer der Se-wernaja-Bucht über das hier nur 1 bis 1,5 Kilometer breite Wasser von der Artillerie hinübergeschleudert werden. Hart ist der Kampf, aber er bringt Erfolge. Und die Kanonade gibt die grausige Melodie. Vor Sewastopol, im Juni Das ist die Kanonade, die am 7. Juni in der Frühe längs der ganzen Einschließungsfront vor Sewastopol begann und seitdem orkanartig tage- und nächtelang über die Höhenzüge des Jaila-Gebirges brüllt. Der erste Feuerschlag hat ein tausendfaches Echo geweckt. Granaten über Granaten gurgeln SEWASTOPOL n 1/b <» 0 ' Kilofnetsp "»D SE M KapKonsfanfi chV von Sewastopol m sin 1 Süd'BucM ZQuaranfane-ßuchf- ZHarabslnafa-Busht' ^Kkt-ßucht SMdtakawWanmzoffßerg. Stadt und Hafen von Sewastopol Wcltbjld-Qlicso Die mit Reede von Sewastopol bezeichnete Bucht Ist die in unseren Berichten öfter genannte Scwernaja-Bucht über die basteiartigcn Felsen, Kuppen und Kegel. Das sind die gewaltigen Eruplionrn der Geschützschlünde aller Kalibor, in die sich die Explosionen ungezählter Bomben mischen. Zahlreiche im Gebirge versteckte Bunker, starke Befestigungsanlagen auf hnherr-schenden Höhen und gut getarnte Slollungen des Feindes wurden systematisch miirbr gemacht und zerschlagen. Der Tltanenkampf der Infanterie Das ist die Kanonade vor Sewastopol, die den unablässig am Feind liegenden Infanteristen vorwärts hilft iind den im Feuer rjehiir. teten Einzelkämpfern das schwierige Vorgehen etwas erleichtert. Denn sie haben es hier schwerer denn je, die hier Tag und Narht einen wahren Titanenkampf gegen die T\jk-ken des wild zerklüfteten Gebirges und de^ Feindes führen müssen, Sie ließen den Hagel der bolschewistischen Batterien über sich ergehen, trotzten dem unberechenbaren Granatwerferfeuer und rannten immer wieder gegen die natürlichen und künstlichen Widerstandsnester der Bolschewisten an, bis diese endgültig ^lusgeräuchert waren. Sie haben tausendfach den hinterhältigen Busch verflucht, der die Höhen bedeckt und den bolschewistischen Scharfschützen Unterschlupf bietet, Sie haben die zahllosen vorsteckten Minen zum Teufel gewünscht, die hier Hänge und Pfade 7u tödlicher Gefahr werden lassen, aber sie haben sich trotzdem durchgebissen und vorgetastet. Meier um Meter dieses heimtückischen Geländes hat die Infanterie dem Feind und dem Gebirge abgerungen. Gefangenentrupps eilen nach hinten Die Kamyschly-Schlucht! Hier berjann der Angriff einer deutschen Inlanterie-Division, die heute als hervorragondsten Eriolg die Eistürmung eines der' stärksten bolschewi-flischen Festungswerke in diesem Abschnitt melden konnte. Breit und tief schnürt sich die Schlucht durch das felsige Massiv des .laila. Die in grellen Farben strotzende I.and-schaft im Licht der südlich-gesättigten Sonne läßt kaum die Schwere der Kämpfe ahnen, die noch vor .einigen Tagen hier tobten. In der bizarren Zeriissenheit der Berge fallen Granattrichter und Bombenkrater nicht mphr auf. Deutliche Zeugen der sich anbahnenden boIschewiFtischen Niederlage sind die stä.v dig nach rückwärts eilenden Gefangenen-trupps. Hunderte von geschlagenen und zerschundenen Sowjetsoldaten kommen in hellen Scharen mit schreckverzerrten Gesirb-tern über die Gebirgskämme gehetzt. Müde und verloren torkein sie dann durch diP Schlucht. Sie wissen um die Wucht der massierten deutschen Schläge. Es hat ihnen nichts geholfen, daß sie damals, als noch die Bolschewisten die Schlucht beherrschten, die große Eisenbahnbrücke, die wie ein Tor die Schlucht überspannte, in die Luft sprengten. Pioniere haben die verborgenen und zerknickten Eisenträger vmd -pfeiler aus dem Weg geräumt. Jetzt fahren deutsche Pauzer-kampfwagen, Sturmgeschütze und Versorgungsfahrzeuge, eingehüllt in riesige Schwaden dichten Staubs, ungehindert nach vorn. Die sichtbaren Erfolge Viele der kampferschöpfton abgehetzten Bolschewisten erreichten das deutsche Gefangenen-Sammellager, das für sie Rettung und Sicherheit bedeutet, nicht mehr. Mit durchbluteten Uniformen und triefenden Verbänden sind sie an den Straßenrändern zusammengebrochen, Sie kauern hinter den Trümmern ihrer ausgebrannten Panzerkampfwagen, zerstörten Geschütze und Fahrzeuge Viele haben sich zum Sterben niedergelegt. So ist die Kamyschly-Schlucht, an deren begrenzenden Hängen sich noch vor Tagen deutsche Verbände und feindliche Truppenmassen gegenüberlagen zu einem Grab zahlloser Bolschewisten geworden. Das sind die sichtbaren Erfolge der Kanonade vor Sewastopol, die zur Stunde noch unerbittlich anhält wie tagsüber die songende Glut aus stahlgrauem Himmel. Ihr weithin vernehmbdres Donnern hat in den Tatarendörfern des Landes ein besonderes Echo gefunden. Mit wachsender Spannung blicken die Tataren zu den Höhen des Jaila empor. Sie wissen, daß hinter den rauchumwölkten Kulisse ein Titanenkampl ausgetragen wird, Kriegsberichter Kurt Blauhorn. PK Oc.ie 'i >A\arbuigei Zeitung« 23 juiii 1942 N'u^iiiucr 174 Voik und Jiuituc Rei« nslf !.i gdng ,.L«Ddlehrer und DotI» kultur". Dpr Rpirhslehrrrang „Landlehrer und Dorfkiilfur" fn der Reichsschul« des NS-I.fhrprbundes in Donndorf halte den Auftr.i^, flip kiilturetten Aufqaben de# Lehrers auf flem r.finde währrnd des ICrleges zu um-ipiRrn, Die Reirhswaltunq des NS-Lehrer-' i n.' hrU flris Laqer ■ nsam mit lem iiniiptamt fiJt Kultur der NSDAP durchqe-führt. Dorfbucharbeit, Heimatpfleqe, künstle risrhf. nr/iobun" f ,,ipr,,pipl Vnivsmn^ik und die Arbeit an der Volks niirhprfii warpn Cpni-nstand von Refprrjtpn Arbfif--nin.,rhiissen und Aussnr.-rhpn. Durch f.iis dorn T.ortrt p riin Punnonhübno RflH^stnrV vom Amt Volks tum und nraurhtum der DAF und eine Dich-•pHpuinq von ,'iih' inkp wurden drfii hrsondore Arbeitsqpbiptp praktisrh gestaltet. I pffung von Dpnqq wiirdp fiuf Vrranlfissiinq von Gaulpiter Wflprhflor in T.arorrltPn, ' Wprknnu-tpn und pinrni nnrfqempinsrhflft«;ahpnd in Donndorf r'inqpspf/t. Kroatisrher Abend In München. Zu ei- nr'iji ^ nm kroritisfhrn Studentcnverpiji vot-.■iisr.iUpteri krodtisrhon Abend des Ak.irloTil schon Ansifinriskliibs hattpn sich -luch der Vroaflsrhc Konsul Dr. Aldjbcqovic sowie Vprtrptpr des Konsularkorps der Freundes-marhfc einqofundnn. Im Mittelpunkt des im '/oirben enqor Zuqehöriqkeit Kroatiens zu (ipn .AchM'iinuirhtPn und hprzlicher Kamerad-•rhafl init Horn dnutsrhen Gastvolk stehpn-don Abends standen Künstler kroatischpr Al-,sidmrminq, unter ihnen die Kroatin Ge-orqino von Milinko\*ic von dpr bavprischen '-^Nnnfsoppr. „Cötterdämraerung" unter Furtwängler in Zürich. Wilhelm Purtwänqler diriqiertc im Anschlitn an din Schweizer Reise der Berliner I'hilharmonikpt als Gast zwpi Auf- ff Keine Chance für Lindquist... ?" „Kriminelles^' Gastspiel des Steirischtui Landejtl eaters in Mdrbu'j „Und die Großen, sie hören es gerne...", so kann man wohl zu aller Kriminalliteratur sagen. Wer von uns hat noch nie in seinem Lesestundpniphen einen Kriminriirnman „ver-schlunqpn?" Die Spannung und das verblüf 'ende Moment, sind bei diesen Schöpfuntien las Wesentliche. Es soll hier natürlich nicht vnn lener Gattung einer sogenannten Kriminal „Literatur" gesprochen werden, die da^u angetan ist, jugendliche Gemüter zu verwirren, wenn nicht zu vergiften. Bei "ie-len jungen Menschen führte früher der Kriminalroman 7U einer kriminellen Laufb-ihn. Damit hat nun der Nationalsozialismus gründlich aufgeräumt. Verschwunden sind die Hekatomben von ,,Nik Carter" Heften und die grellen Enbände der verschmierten Büchein mit den schreienden Titeln wie „Der Schrei in der Todpszelte! 189. Abenteuer des Meisterdetektives Scherlok Holmes" sind auch beim letzten Antiquar nicht mehr zu finden. Von allen diesen „Gentlomanver-bitchern" ist unsere Jugend nun geschlitzt. Was übrig geblieben ist, ist gute, unterhaltsame Krimlnalliteratur. Das Steirische Landestheater wartet nun zum ersten Male in dieser Spielzeit heute, am Dienstag, den 23. Juni, im Stadttheater mit einer Probe dieser Kunst auf. Das Kriminalstücfc von Hans Kegler, das gezeigt wird, trägt schon den problematischen Titel: „Keine Chance für Lindquist... 7" Nun, hat denn dieser Lindquist wirklich keine Chance? Das möge nicht verraten werden, damit sich die Zuschauer, während der Vorstellung, die vor ihnen abläuft selbst als KrlmlnaliÄten betätigen können Das Stück zeigt d«s. was zu einem guten, handfasten Kriminal-Schauspiel gehört* Eine an sich glaubhafte Handlung, die — im groRen iind oanzen gesehen — sich überall fluf der Welt abspielen könnte, mit einer Spannung die den Zuhörer ganz in Atom b^lt, Der Knotpn des Konfliktes ist geschickt genug geknüpft und man erfährt die Lösung des Rätsels erst im letzten Augenblick. Ein Verbrechen, das in einer nicht jedermann bekannten Umcrebung begangen wird, findet nach vielem Hin und Her ganz zum Schlüte des Spieles eine über-rfuthenop Au'Vlärung. Das Stück hatte an vielen, großen Bühnen des Reiches ganz außergewöhnlichen Erfolg, Die Presse rühmte vor allem den Humor, die Satire und die glossierenden Zeitbemerkun-gcn des Stückes, sowie die scharf profilier, ten Charaktere des Schauspieles, das gewiß auch den Marburgern einige Stunden unterhaltende Spannung bieten wird, h." a. führungen von Richard Wagners ,,Götterdämmerung" im Züricher Stadttheater. Für die Theaterwochen Zürichs bedeuteten diese Abende absolute Höhepunkte, denn unter der Führung des großen deutschen Dirigenten erreichte auch das Solistenensemble überragende Leistungen. Furtwängler wurde in dem ausverkauften Hause mit minutenlangen Ovationen gefeiert. Formempfinden und Zeichnen Kup^ler/ieliiinf! an rtrr Dir KiinsIrTzicIiiiii^ niniml im lirzio-nunn>[ilaii Ufr (Ii'iil5,clii'n Volkssfliiilc nacli den iijMk'ii „llichl!i!iit.'ii für Hrzichunfj iiHfi I nlorriclil ' riiu'ti bcsoiuli'j'cii Raum I)er T nli'i-riclil im Zcifiincii und "orkPM soll (Iii' FriMidi' ilci- Jugemlliclton ■•tili SclKiflrn Ulli ilcT Hund svi-ckt-n und «'i'hiiltpn, ihre bildjirrisclic (ii'slultunaskrart /II Olliwiolsclii vt'i'siichi^n und .sicli lu seinem \r'ilnuf in l'nrlsclireili'iuiem Mül.k' in dfii Hicnsl der .\ur;4al}i^n vj)i-essinnislisch ßelTirldon Rezeiehnung „Kinderkunsl" der Xachkrie<:{szeil verwechselt werden darf. H. Schulze -I- Er widerlegt« die Krisgiichuldlüge. Der o. Professor für osteuropäische Gc-schichte an der Universität Berlin, Dr. H^ni Uebersberger, vollendet am 25. Juni das 65. Lebensjahr. Zugleich auch Direktor des Seminars für Osteuropakunde, gehört Prof. Uebersberger zu den bekanntesten Prof«8-S'UGn der Berliner. Alma mater, der er &elt dem Jahre 1935 angehört. Schon im Jahre 1921 hatte er einen Ruf nach Berlin erhalten, doch hatte es Prof. Uebersberger damals abgelehnt, seine Wiener Studenten In Ihrer schwersten völkischen und wirtschaftlichen Bedrängnis zu verlassen. Auch war damals sein achtbändiges Werk „Österrelch-Ungarni AuRenpolitik von der bosnischen Krise bis zum Ausbruch des Weltkrieges", eine wissenschaftliche Glanzleistung im Kampf gegen die Kricgsschuldlüge von 1919 noch nicht abgeschlossen worden. Aus diesem ItOOO Dokumente behandelnden Werk geht hervor, daß England schon während der bosnischen Krise von 1908 zum Kriege getrieben hatte, wie es später 1914 und 1939 der Fall gewesen ist. -I- Zahlen vom Kriegsschrifttura. Der Sachkatalog der Deutschen Bücherei in Leipzig. die sämtliche deutschen Veröffentlichungen und die deutschsprachigen Schriften des Auslands sammelt, verzeichnet bis 1. Juni 1942 bereits 748 selbständige Schriften seit Beginn des großen Krieges, die zur Kriegsliteratur zählen. Davon behandeln u. a. 107 Bände einschließlich der amtlichen Dokumen-tetiveröffentlichungen Vorgeschichte und Ursachen dieses Weltkrieges, 123 Bände den Blitzkrieg gegen Polen, darunter 23 Veröffentlichungen die Leidenstage des deutschen Volksttims im Osten, 105 Schriften den Kampf im Westen, 23 Bände den Feldzug in Norwegen, 7 Bücher die Kämpfe auf dem Balkan, 3 Hefte die Besetzung der Mittelmeerinseln, 2 Werke den Einsatz in Afrika, 11 Schriften die Taten unserer Bundesgenossen und bisher 6 Bücher den Kampf gegen das bolschewistische Rußland. — Außerdem haben 35 Bände den Einsatz der Kriegsmarine und 44 den Einsatz der Luftwaffe zum Thema. 161 Bücher befassen sich mit den Feindstaaten, 13 Schriften beleuchten die neutralen Länder. Richard Wagner uiiu sein „TaMbSuMr" Vor 100 Jahren auf dem Schreckerutfeiti Im Torhause des Schreckensteins bei Aiis-sii in Nortlböhnicn erinnert eine üedenkiajel an Richard Wapners Verweilen auf der alt^Ni Clbeburff, die folgende Inschrift träjjt: »Hier entwarf Richard Wagner im Sctniner l84i den Plan zu seinem Tanuhauser.« Waciier war ini Juni 1M42 Kurgast in Teplitz. wo er bereit!« in der Jahren 1834 und geweilt hatte. Er selbst spricht in seiner LebensbC' schrelbuns von Vvochen die er 9ufs giise-nehmste In Teplitz verbrachte, wobei nuch der »cute Czernoseker Wein, mit Biliner Wasser getrunken«, wohl Kcniundet haben muß. Über den Aufenthalt am Schreckenstein hat der eroße iMeister selbst folßendes ceschrieben: ' »Kaum hatte ich ... für die Ordnung meiner eigenen künunerlichen Lage rur Noth Besorgt, als ich mich in frlihgcwohnter Weise zu einer mehrtäjrigen Pußwanderunu In das böhmische Gebirge auftnachte. om meinen Plan zum *Venusberg« unter den angenehmen Eindrücken eines solchen Ausfluges m mir auszuarbeiten. Hierzu reizte es mich, auf den so romantisch geleßenen Schreckenstcin bei Au.sslff für mehrere Tage in dem kleinen Qastziinmer. in welchem des Nachts mir eine Streu aufgemacht wurde» mein Quartier zu nehmer. Tägliche Besteigung der »Wo-stral«, der höchsten Bergspitze der Umge* bung, erfrischte mich und die fanatische Cin-samkelt regte meinen Jugendmut In der Ar» beit wieder auf, daß Ich eine volle Mondnacht. in das bloße Bettuch gewickelt, nuf den Ruinen des Schreckenstclns heruniklet-terte, um mir so selbst zur fehlenden Qc-spenstererschelnung zu werden, wobei m'ch der Gedanke ergötzte, von irgend leniand mit Grausen wahrgenommen zu werden. Hier setzte ich denn nun In meinem Taschen-« buch den ausführlichen Plan zu einer drei-* aktigen Optr der »Venusberg« auf, wetchent vollkommen getreu Ich später die Plchtu.ig zum »Tannhäuser« au.sführte. Bei einer Ersteigung . .. der »Wostral« überraschte mich, beim Umbiegen um eine Thalecke, die lustiKO Tanzweise, welche ein Hirte, auf eine Anhöhe gelagert, pfiff. Ich befand mich socleich im Chor der Pilger, welche an dem Hirten vorbei durch das Thal ziehen, vermochte es aber in keiner Art, später die Weise des Hirten mir zurückzurufen, weshalb ich mir dafür auf die bekannte Art selbst zu helfen hatte.« üitick nach Südosten 0. Kampfansage an Bulgariens Spekulatt« tentum. Bulgarien macht energische Anstrengungen, die Preise unter Kontrolle zu he-komnien, das Spekulantentum auszuschalten und die Zuteilung der lebensnotwendigen Hüter sicherzustellen. Obwohl der weitaus größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind, traten in der Ernährung besonders in Sofia JV\angclcrschclnungen auf, wie sie Im laufenden Jahr auch in allen anderen südosteuropäischen Ländern zu spüren waren. Ministerpräsident h^iloff hat nunmehr im bulgarischen Rundfunk neue MaBnahincn angekündigt und forderte von der Bevölkerung Opferbereitschaft. Die Regierung erklärte, er werde dafür sorgen, daß die Versorgung des Landes mit den unentbehrliclicn Lebensmitteln keine weitere Störung erfahre. Zu diesem Zweck müßten die Spekulanten ausgeschaltet werden, deren Treiben nur als landesverräterisch bezeichnen könne, nie Absicht der Regierung sei ferner, die Preise für inländische Erzeugnisse ebenso wie für eingeführte Waren zu stabilisieren und bis Kriegsende darin keine Änderung eintreten zu lassen. DAS SUMPFORGELWEIB Roman von Maria Berclitenbrciter tJrhfbcr-PethtsscIiuiz durch Verlas 0. Meister, Wcrdau F'ortsetznng) Dazu w\Vir haben eine Bitte, Reichsschatzmeister, komm in unsere Mitte!« Gerne erfüllte der Reichsleiter den Wunsch der Jugend. Während der anschließenden Besichtigung der Bundesführung sang und spielte die Jugend unermüdlich vor Üem Tor. Herzlich wurde der Reichsschatzmeister begrüßt, als er das Gebäude der Bundesführung verließ, um seine Besichtigungsfahrt durch die Untersteiermark fortzusetzen. Die Grüße der Marburger Bevölkerung begleiteten ihn und der Wunsch, daß sich der Reichsschatzmeister im Unterland recht wohl fühlen möge, sowie die Bitte, daß er dem Führer vom neuen Antlitz, der vor einem Jahre befreiten Untersteiermark bcrichte, die am besten Wege ist, den Befehl des Führers zu erfüllen. m. Todesfälle. Im Marburger Krankenhaus starben: Die 46-jährige Privata Franziska K'iimer aus Hagau bei Gonobil^ und der Hilfsarbeiter .Martin Duch aus Zwebendorf bei Marburg. In der Mnzart-straße 46 in Marburg ist die IVivate Gertrud Widowitsch. 74 Jahre alt, gestorben. In der Mellingerstraße 70 ist der 77-jährige Private Kamillo Tommasi verschieden. In Marburg, Mozartsstraße 20, starb der 55-jährige Spenglergehilfe l'ranz Pertot. In Kranichsfcld ist die verwitwete Theresia Bitenz gestorben. mm Kamerad Blindenhund Von Paul Eipper Als ich das dem Hotel-Eingang trat, sah ich am äußersten Rand des Bürgersteigs einen älteren Mann und dicht neben ihm einen großen, schönen Schäferhund. Beide drehten mir den Rücken zu, aber die gelbe Binde am Arm des Mannes und der kräftige Stock in seiner Rechten waren Aufklärung genug; hier stand ein Blinder und sein Führerhund! Dort, wo der — vielleicht fünfzigjährige — Blinde sieht, stoßen zwei Straßen im rechten Winkel zusamraenj noch einen Schritt weiter, und der Mann würde auf die Fahrbahn hinuntertreten, über die von links und rcchts Omnibusse, Straßenbahnen und viele Fuhrwerke rattern. Auch der Fußgängerverkehr ist sehr lebhaft, denn auf der ge-"genüberliegenden Seite der breiten Straße beendet sich der Bahnhof. Der Blinde steht wie ein Fels im Lärmen tmd Hasten r manchmal sprechen ihn Mensrhen anj er verneint lächelnd, braucht keine Hilfe. Worauf wartet er? Vielleicht auf die richtige Straßenbahn, auf einen Omnibus. Ich weiß, daß gute Blindenhunde genau die Nummern und Buchstaben der Verkehrsmittel unterscheiden können, daß sie Ihren Herrn stets an den richtigen Wagen führen. Der Hund schaut aber garnicht hinüber zu den Haltestellen) er blickt auch nur ganz selten quer über die Straßej jetzt setzt er sich sogar ausruhend. Zehn Minuten vergeben so, dann trete ich zu dem wartenden Mann, obwohl Ich weiß, daß Bünde gar nicht gern angesprochen werden, weil sie alles bemitleidet. „Schön ist Ihr Hund und so gut gepflegt", sage ich nur und das freut den Blinden. Er fühlt zugleich, wie sein Hund sich an mich schmiegt und fragt: „Die Hunde mögen Sie wohl gern? Tasso kümmert sich sonst nicht um Fremde, die uns ansprechen." Ich antworte lachend, daß der Hund wohl mein Lob verstanden habe und daß es auch ehrlich gemeint sei. Ja, aber worauf achtet dieser Hund? Ich war noch immer völlig im unklaren darüber, weshalb die Beiden dicht am Bordstein im Menschengedränge stehen bleiben, nun schon fast eine halbe Stunde. Und ich gestehe, daß ich unsere Unterhaltung nvr deswegen weiterspann, um selbst das Motiv seines Verhaltens zu ergründen und die Arbeit des Hundes zu beobachten. Unser Gespräch schweifte in die Vergangenheit zurück» der Mann war als Weltkriegsteilnehmer im Frühjahr 1918 erblindet, hatte bald darauf den ersten Führerhund bekommen, und Tasso war nun sein vierter in den seither verflossenen 24 Jahren. „Er lernt gut und leicht, diibei ist er immer vergnügt. Aber er hat auch einen schönen, großen Auslauf zuhause, und die Futterversorgung Ist noch immer ausgezeichnet." „Und wie steht's denn mit seiner inneren Kameradschatf, seiner seelischen Aufgeschlossenheit zu Ihnen?" Da schaute mich der Blinde — nicht mit seinen toten Augen — an, sondern mit dem Herzen des wirklichen Tierfreundes. Was der Mann zu mir sagte, hat mich an diesem Vormittag auf der betriebsarmen Verkehrsstraße ebenso beglückt wie erschüttert, hat mir wieder einmal gezeigt, daß auch mein Suchen auf dem rechten Wege geht. So sprach mein Gegenüber: ;',Herr, ob ein Hund gleichgültig Ist oder nicht, das kommt allein auf den Menschen an. Jedes Tier kann uns nur dann etwas geben, wenn wir selber dazu fähig sind und wenn wir seine Kameradschaft haben wollen. Glauben Sie mir, es ist so viel Reichtum in diesen treuen Tieren, daß manche Menschen sich über ihre eigene Leere schämen müßten. Bloß will der Mund erst spüren, daß ihm auch von seinem Herrn ein bißchen Herz entgegengebracht wird, dann schenkt er Treue, Klugheit und Liebe. Das ist alles das Gleiche für seine Natur." In diesem Augenblick stellte sich der hok-kende Hund hoch: erst glaubte ich, er verlange vori uns eine streichelnde Zärtiichkeiti aber er drehte kurz den Kopf an meiner Hand vorbei nach vorn und stubste mahnend den Blinden in die Kniekehle. „Acha, da kommt endlich unser Besuch; der Zug muß aber viel Verspätung gehabt haben." Ich sah. daß aus dem Bahnhof ein dichter Menschenstrom über die Straße quoll; vielleicht zwanzig Sekunden später trat ein Ehepaar mit viel Gepäck auf den Blinden zu und begrüßte ihn herzlich. ,,Hast , lange warten müssen, Onkel," entschuldigte sich die junge Frau» „wir fürchteten schon, du seist wieder heimgegangen." Da lachte der Blinde: „Nein, du kennst den Tasso schlecht. Ich hab" ihm gesagt; wir holen heute die Martha vom Bahnhof ab. da weicht der Bursche doch nicht vom Platz, bis er dich gesehen hat." (mit pudiutkeik von 23" bi« 40° Uhr I Die Matschka Von Otto Gmelin Auf der Strecke Jajce—Travnik, ndchts zwischen 11 und 12. Der Zug hummolt rußend, schnaubend, lärmend durch die Narht. Es ist schwül. Alle Fenster sind offen. Einsame Stationen — unverslandlirhe, kroatische und bosnische Namen. Dann wieder Berge, Wälder, Schluchten, iindeuilich unterm Sternenhimmel. Im Abteil dritter Klasse brennt ein düsteres Flämmchen, Mir gegenüber sitzt ein Bosniak, türkisch anzusehen; schwarzer Schnurrbart, Fez, lose Bluse, anliegende Hosen. Neben ihm ein Mädchen, blonde Zöpfe, breites Slawengesicht, jung und zierlich in einer kleidsamen Tracht. Ich sehe sie lange an, spüre sogleich den Blick des Mannes scharf und forschend auf mir. Ich sehe in die Nachtherge, versuche dann zu sprechen, abpr ich kann kein Kroatisch und der Mann nur sehr wenig Deutsch. Immerhin: wir lächeln; sein Mißtrauen scheint gelockert. Irgendwo steigt noch einer zu, das kleine Kroatenkäppchen auf, eit* schmaler hübscher junger Mann; im roten Gürtel steckt ein Dolch, dessen ziselierter Griff herausragt. Eine Waffe, die bei uns Kitsch ist, hier ccht, Gegenstand des Gebrauches. Der Mann sucht den sonst ganz leeren Wagen ab, setzt sich zu uns, neben mich, dem Mädchen gegenüber. Lacht mit blanken Zähnen, lacht das Mädchen an. Der Zug rasselt, schnaubt, stampft durch eine Schlucht. Dtr Bosniak neben mir sagt etwas zu dem Mädchen rasch, kurz. Seine Augen blitzen, sind funkelnder als das Flämmchen an der Decke. Ehe ich's mich versehe. Ist ein Wortwechsel zwischen den beiden Männern da. Dir Augen des Mädchens sind angstvoll. Sie legt ihte Seite 6 »Marburßsr Zeitung« 23. Juni 1942 Nummer 174 CillierBSikermeisler werden gesdiull Im Jahre 1848 niacliten in Cilli die an dem liau der Lisenbafn beteilißten Arbeiter bei-nalie eine kleine Revolution. Sie war aiis-^clllicülici1 KCRcn die damallRen Vertr.'tcr des Ciilier liäckcrciyewerbes Kcriclitet iiiij beKiiim mit einet lürclUerüchcn Kat/.ciitTiusik, . \Komit die Arbeiter ilirem Uninut wegen des sclilcclitßchackenen firotes Ausdruck Raben. List die Nationaljrardc niaciitc diesem Tiri ein fjuie. konnte aber nicht verhindern. daU I cvonders bei den licsscren Bäckcrcien sämtliche lenster cinscschlasen wurden. Die Clironik bcricbtet dariiber, dan es seither mit dem Urot in CÜIi imtner i)csscr bestellt var. Schon früher aber lieißt es darin, dati im Jahre 1771 am Marktplatz in Cilli ein eiserner Kafin aufRcstellt war. in den Icdei Bäckermeister, der zu kleines Hrot biick, einuc^perrt wurde. Soviel aus der (iescliichte. Auf uns wirken heute die geschichtlichen Überlieferungen sehr behistiKcnd. denn wir wissen heute um das l'fliclitRcfiihl und den Kutcn I^nf, den die liiickcr Kenicfjen. In l'achschulunscn und l.ehrk'änjrcn erneuern und vertiefen sie stets ihie Kenntnisse und scrade jetzt laufen in Cilli nencrdiiiss mehrere LehrsänKe über die Ikhandhuiii und \'erarbcitun,c: des RojiK'en-melils. Damit im Zusanimenhaiiji wurde auch tine Katncfadschaft der Bäcker und Oefnl^;-schaften des Kreises Rc^iriindet. Die Lchr-R.niKc stehen unter der l.eituns des Oaube-«luftraKten fiir das Bäcker^cwcrhe. Tu. licr-mami Rausch. Die Teilnehmer vcrfols;cn mit jirol'em Interesse die praktische Verarbeitung' des Rousennielils zu scliinackhaftem Brot, eine An«elc«:eiiheit. die in der bisher Kcübtcn Arbeitsweise eine vollkommctie Uni-stelhins verlan^it. Wenn es früher nicht fein jiemij: war. Schwar/brot zu essen, muß es ict/t sein, besonders aber niit K'iicksicbt auf den ;;rnMen ccsuiullieitlichcii Wert des Schw.ir/brotes. I)les betrifft besonders auch das \'r>llkornbrot. flenle wissen bereits die l-Hcitcsten XOIksschichten. dal.; das \'nllkoin-brot kein Krie^isbrot ist. sondern tlie uiicr-sct/Jicheii Nälirmittcl und Kraftstoffe enthält. die bei der Ausmahluiis zu \\'ciRcii JMehl verloren ;;clien. Neben der fachlichen Ausrichlunj; versteht rs Pj;. Rausch vor/ÜKlicli. das Verantwor-tun;;sbe\vulUsein und KamcradscIiaftsKefiililc bei den Bäckern zu wecken und ilnien die lebenswiclitiKeii Anifjaben ihres (jcwerbes vor AuKen zu führen. neulsdilands Zukunft liepf in einer gesunden lugend Die • Deutscbo liipend-t: des südwestlichen Hamies tlcr Untcrsteiermark führte am Sonn-Iflfj. den 21. Juni, ihr erstes Bannsportfest tiiirch. hl aller Frühe striimten die junffen lind iMädcI aus der Umpebimp Trifails iieran, um an der Alorj^enfeier, die einen feierlichen Rahmen tnip. und liber die das Wort 'AVir binjjcn trnpen die l-ahne^ fieslellt war, bei-/nwnlincn. Mit dem VormiltapsztiR kam nocli (irr restliche Teil der jungen und Mädel ans I'ichtal und seiner Umtrebnnt,' und so konnten die KntscheidiinRskämpfe bej^innen. Sie fielen, damit Deutscliland lebe CilH ehrt die gefallenen Helden Die Saiiiistadt stand am Samstagvor-niittaß im Zeichen der für Führer, Volk und Heimat Rel'allenen jungen Helden, im Mofe des Kreishauses, mitten unter Bhanen und unzähligen Kränzen, waren die Särge des Schutzpolizisten d. R. Josef Schöffler, des W.-M.-Scharführers l-elix Skrabl und iler Wehrmänner Hubert Meglitsch, Marian Türk, Rudolf Smolcy und Willibald Zockan der Wchrmannschaft-Standarte Straßen waren dicht umsäumt von Tausenden von Menschen, die in stolzer Ergriffenheit stumm den Toten den letzten Gruß entboten. Vor den offenen Gräbern sprach als erster OberstNovotny von clerürdmmgspoiizei. In freudigster Einsatzbereitschaft, führte er aus, seien die sechs gefallenen Kameraden dem Rufe gefolgt und haben nun in Ausübung ihrer Pflicht im Kampf den Helden Marburg-Stadt vor ihrem letzten Wege! V)a gefunden. »Für uns«, fuhr er fort, »ist zum Ciilier Heldenfriedhof aufgebahrt, es eine AUihnung, nun noch härter zu wcr-Männer der Schutzpolizei und Wehrmann-1 den und noch schärfcr vorzugehen gegen Schaft hielten Ehrenwache vor ihren gc-j jene, die sich uns zu widersetzen meinen.« fallenen Kameraden. Auf den Straßen In den Herzen aller aber werden die Toten drängten sich Tnusende von Cilliern und I weiterleben als Beispiele eiserner Pflicht-von aufierhalb kommenden Volksgenos- erfüüung. scn, um Zeugen der Ehrung der für die Heimat fiestorbencn Männer zt* sein. ^ Punkt 10 Uhr trafen mit Bu.idcsführer Franz Steindl, SA-Gruppenführer Nibbe, Dann sprach der Bundesführer als Sprecher und Dolmetsch aller Unterstei-rer. Er habe schon öfter auf den Friedhöfen in A'larburg, Cilli und Trifail vor SA-Oberführer Blasch, der Vertreter des! toten Kameraden, die .ihr Leben für ihre Kommandeurs der Ordnungspolizei, Oberst Novotny, in Begleitung des Kreisführers und Lcindrats, Dorfiueister. des Kreisführers von Alirbiirg-Stadt, Klingberg, und der Standartenführer der Wehrmann-schaft-Slandarten in der IJntersteiermark ini Hof des Kreishauses ein. Nach einer kurzen Feier setzte sieb der Trauerzug in Heimat hingaben, sprechen dürfen. Wie ein feierlicher Schwur klang das Versprechen auf, unerschütterlich weiter dafür anzutreten, wofür sie gestorben sind. Fjnes aber müsse er besonders betonen; die Sorgen der Kinder und Frauen der ge- Verwundete SoMalen als fi&ste der WehrmaMSCIialt Kameradschaft zwischen den Weltkriegskämpfern und den Frontsoldaten dieses Krieges Symbolisch ist es zu werten, wenn sich auch in der befreiten Uuterstciermark die Weltkriegskänipfer 1914/18 und die verwundeten Soldaten dieses Krolien Krleyes* die Hände in treuer Kameradschaft reichcn, ist doch der Renieiiisanve WeK dieser beiden l'rontneneratiüneii klar üezeichnei. Im Rahmen der Betreuuni; der verwundeten Soldaten, die ini Rcich einen Ehrendienst der SA, in der Untersteiermark der Wchrmaimschaften des Steirischen Heiniiit-buiides darstellt, hatte die Standarte Mar-burjj-Stadt der Wehruiaimschaft am Sauistas im »Gambrinus« in Marburg verwundjie Soldaten zu einem ersten Kameradschafts-treffen geladen. FreudiR war man dieser Ein-laduny Kcfolgt und schnell war das Band Ruter Kameradschaft zwischen Wehrniaiin-scliaft und dem Frontsoldaten gesclilossen. Eriimeruiißen aus dem Weltkries und diesem uns aufKCZWunjjen großen Ringen wurden ausgetauscht und leuchtenden Auges wußte man der Tapferen von oft harten und schwerem doch siegreichem Einsatz zu berichten. Ausgezeichnet war die Bewirtung der Uä-ste, für die sich das Amt Frauen inj Steirischen Heunatbund und das Deutsclie Rote Kreuz Marhuig zur Verfügung gestellt hatte, reich die Spenden für die Frontsoldaten, die fallenen Helden werden auch die unseren durch den Führer der Standarte Marburgsein. Wenn die Glocken des Friedens ein- Stadt, SA-Hauptsturniführer Sepp Kogeliük, Bewegung, rn der Spitze der Mtisikzug ! mal über dem Uande läuten werden, dann, in kameradschaftlicher Weise überreicht der Wehrtnannschafr, je eine Ehrenkom-1 werde auch bei den Gräbern dieser gefal- nnlor panie Polizei und ein lihrensturm der Ionen Kameraden die VoHzugsmeldung Jj'' Wehrniannschaft, es folj^ten die Kran ^c, i erstattet werden, daß das Werk vollendet Klitigberg, riciitete. betonte er drei Lastkraftwagen mit je zwei mit derjist; »Denn ihr fielt, damit Deutschland dieses ersten Kameradschaftstrcf- l-ahne der Bewegung geschmückten Sär-' lebe, ihr aber bleibt immer bei uns wie die fuis, das ein Zeichen der engsten Verbundengen, die Hinterbliebenen, das Führcrkorp^' Fahne, kapituliert wird niemals! Früher hcit zwischen den Weltkriegstcilneluutrn, des Steirischen Heimalhundes tnit den' oder später gehen alle, die sich uns wider- den jetzigen Frontkänuifern und den Forma-Vt rtrctern von Partei, Staat und Wehr-1 setzen, der Vernichtimg entgegen.« tioiien der Bewegung sein soll. Dankbare macht, denen sich dann noch eine unüber-! Das Lied vom »guten Kameraden« er- / ■, a,lr"VinI^/fr«;tpi- sehbarc Menge Trauergäste anschloß. Der 1 klang, dreimal rollten Ehrensalven verwun- /iig bewegte sich über den Kaiser-Josef- die Gräber, tausend Hände streclctcn sich kranker'Soldaten zu übernehmen. Platz, Adolf-Hiller-Platz, Franz-Schauer-! zum Gruß und während die Kränze 'Htfj|..-^ unterstrich die freudige Einsatzbereit-(lasse, Bahnhofgasse, Bismarckplatz und i den letzten Ruhestätten der Toten nieder-] diesem Gebiet und stellte dieser von dort zum Heldenfriedhof in einer, gelegt wurden, ertönten die Lieder der aufs engste verbundenen Kameradschaft die Länge von über eineni Kilometer. Die'Nation. j Teilnahmslosigkeit gegenüber _____________________ deten und kranken Soldaten des Weltkne- völkening bei. Das Fußballspiel, ausgetragen i Res, die ohne Dank ihr zwischen zwei Mannschaften 'des Bannes , nuilitcn. Abschließend ^ K-nncr ul- Trifnil, wurde von einem schönen Madeltanz Ausdruck, daß di^e angekn pf e » Schaft dauernden Bestand hat. Musik- und Spiel- Der Hnnnführer Alfred Oberranuer des li'innes Trifail begrüßte schon vormittags tlen (iebietsfiihrer (jink des Gebietes Steier-m;;rk nnd den Führer der Deutschen Jugend Rudolf Schilcher als (jäste. Nacli frfdilicber Alit^ik der Bergknnppen-kapelle begann um 15 Uhr das Sportfest, zu dem auch der Kreisfiihrcr, ilie Mädelführerin der Denlscben Jugend, Traute Lorinser, und anilere 'iäste erschienen waren. Der Harinfübrer begrüßte in kurzen Worten die anwesenden Gäslc und ilaranf erklang rhytinnische Musik nnd die Mädelgymnastik begann. Hie Pinipfe trugen mit ihren Raufspielen zur allgemeinen Erheiterung der Be- Die Untersteiermark danlit der Front Stadttore als Alahner — Zehn verschiedene P'aketten der StraBciisamnilung Für die 1. ^^^raßensanimhmg im Kriegs-, sehen Wien und Preßburg kennen. Und doch abgekist. In ihren bunten Kleidern boten die Mädel ein frisches Bild ilnd die Jungmädel zeigten mit ihren Staffeln ihre Freude am Sport, Die Keulengymnastik der Mädel wie der Entscbeidimgslaiif der Jungen trugen zur Gestaltung des Festnachmittages bei. Nach der Siegerehrung ergriff der Kreisführer das Wort und dankte den Mädel inui Iimgcns für die Stunden, die den Gästen und der Bevölkerung gezeigt hat, wie sie hal-tungsmäßig — voller Jugendkraft und Willen — bereit sind, den Lebenskampf in jeder Lage einmal aufzunehmen und ilin zu meistern. Mit den Liedern der Nation fand die Veranstaltung ihren Abschluß. hilfswerk für das Deutsche f^ote Kreuz am 27 uiul 2S, Jiini. bei der zehn verschiedene Plaketten verkauft werden, die berühmte deufscbe Tore in alten deiitselien Städten ilarstelleii, wurden insgesamt .'ST'.'. Millionen .Ab/eichen aus lien verscliiedenartigslen Materialien hergestellt, unter anderem aus Preßspan, Pappe. Troliliil nnd Zink. Greifen wir eines dieser Abzeichen heraus; das Wienertor in llainbiirg. Wenige von uns werden diese Stadt zwi- klnnr runtlo Hand auf den Arm des Gelieb-irn. Abor dor andere tniiR etwas Evrcqendes qpsruit htiben. Hohn 7Mrkf um seinen junnon srhonrn Muiirl. Die Worle worden hefticier, dir nnslrn oindeiiliqer. Wenn ich doch mir rin Wort sagen konnte, nur ein einziges Wort! Aber mir iciilt nichts ein. Irh ver-tuirhe meinen Nebenmann zu berubifjen, indem ich die Hand auf seine SehuUnr leqe. Aber da nuiR ihn der andere heleidir|t haben, er fahrt hoch, den schönen Doleh in der Rorbten. Das Mädchen schreit auf. Der Zun lärmt in einem Tunnel. Aber im selben .Auqenbiick springe ich auf, deiilo in die Erko, fasse den einen Mann an und schreie so laut irb kann die einzigen Worte, die ich im Kioatis(hpn kenne; ,,Gospodo, mtitsrhkal" „Herr, Katzo!" Alle snhen dorthin. Es ent-utpfit ein Auqenblirk völliger Stille. Es ist klar, rs ist keine Katze da. Aber der mit drm Dolch sieht mich an, schüttelt den Kopf, in pinor Minute verändern sich seine Züge, ein gutmüli(|es Lachein liec)t darauf. lc:h muß lacbon, weil das Madeben noch nach der Kat7n sucht. Der Mann mit dem Dolch steckt rlir W.iffc rin, schlägt mir auf die Schultrr-,,r.ule Ilrrr!" sagt or. Da hält atirh schon der Zun, unmittfdbrir hinter di^m Tunnel. Ein fremder Ortsname klingt durch die Nacht Der Mann mit dem Mädchen steigt ans. Ehn sie binaxisgohen, roirhen sie mir die Mand tind sagton etwas, worin das Wort ,,mal5Chka vorkommt. ist ihre (ieschiclitc interessant und lehrreich, denn Haiiiburg war die Grenzfeste der deutschen Dstmark schlcchlhin. Als im Jahre 907 das liiiniscli-ungarische Reitcrvolk der A\a-gyaren unter seinem Herzog Arpad siegreich in die Donauebene eindrang, fand es hier in llainburg einen ersten ernsthaften Wiiler-stand. Gute luindert Jahre später'— IfVll — kam Hainburg durch Heinrich III. wieder als DonaiibolKverk gegen den Osten zum Reich zurück. Noch mehrmals mußte llainburg den Anslurru feindlicher Kriegsmächte über sich ergelu'ii lassen, so, als die Türken unter Su-k'iman II. im Jahre 1529 und zum zweiten Atale im Jahre bis Wien vordrangen. Was lehrt die Geschichte einer solchen kleinen Stadt mit ihren festen Mauern nnd wehrhaften Toren? Sie verrät, daß die Losungen fler V<>!ker nicht nur Ruhe und l'rieden, sondern von jeher Kampf und Krieg waren und daß die Bewohner deutscher Gaue schon vor llundertui von Jahren darauf bedacht sein mußten, sich scharfe Waffen und feste Wehren zur Verteidigung gegen anstürmende f-eiiule zu schaffen. Die Wahl dieser Stadtlor-Plakctten ist also keine willkürliche. Die Stadttore, als die ehemaligen Hüter von Sicherheit und brieden, sollen in ihrer verkleinerten Abbildung auch jetzt wieder die deutschen Volksgenossen mahnen, daß es in dem jetzigen Kriege um Sicherheit und l'reiheit und um Frieden und Glück unseres Volkes gebt. Überlege dir jeden Tag, ob deine Arbeit nicht noch besser und schneller erledigt werden kann. Flotte Märsche, -vom niamizug der Wehrmannscliaftsstandarte gespielt, wechselten ntit Vorträgen und Liedeni der Jungmüdel »Ausbildungsgruppe« ab. Viel zu früh kam der Abschied. Die Teilnehmer dieser im richtigen Frontgeist gehi .teilen Veranstaltung verabschiedeten sich von dem Wunsche beseelt, sich öfters in so kameradschaftlicher Weise zu treffen. m. Im Zuge vom Tode ereilt. Der 55jäh-rige Spenglergehilfe Franz Pertot aus Marburg kehrte Sonntag abends mit dem Zuge heim. Unterwegs wurde er von einem schweren Unwohlsein befallen. Als der Zug in Marburg eintraf, war Pertot bereits bewußtlos. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz brauchte nicht mehr in Aktion zu treten, da der Mann mittlerweilen bereits vom Todn ereilt war. „Man kann das grosse Vaterland nicht lieben, wenn man die kleine Heiiiiat nicht im Herzen trägt" Zur Einführung des Dorfbuches in der Unter Steiermark große Gegenwart kommenden Geschlechtern wach und lebendig. Es klärt auf, es zeigt, wie Wie im ganzen GroRdeutschen Reich, wird nun auch in der Untersteiermark das Dorfbuch eingeführt. Als Mittelpunkt des dörflichen Lebens, als Wegbereiter für eine neue Dorfkultur, als Mahner in die Ziikunft, als Spiegel der Gegenwart und als aufklärender Wahrheitsfakior vergangener Zeiten wird das Dorfbuch eine Bedeutung gewinnen, wie es kaum eine andere Einrichtung für die Land-bev(')lkorung imstande ist. Es ist keine leblose Chronik, die in einem Schranke verstaubt und nur den Geschichtsforschern etwas zu sagen hat. sondern dieses Dorfbuch ist Leben, verbreitet Fridisinn und Freude, klagt nnd fühlt mit den Trauernden, ist Begleiter bei den Festen des Dorfes, bringt Lieht in eine unverstandene Vergangenheit, läßt die (^pfer des Krieges, der Bewegung und der Arbeit nicht vergessen, setzt verdienten Müttern ein Eli-renmal und mahnt die Abseitsstehenden zur Mitarbeit an der Gemeinschaft. Jedem im Dorfe hat das Dorfbuch etwas zu sagen und alle arbeiten dafür. Allen wird es ein guter Freund sein und hält besonders die jeder Kraftfahrer, der nicht mindestens längere Zeit vor der Fahrt und während dieser dem Alkohol entsagt, gi?-fährdet nicht nur seine Mitmenschen und sich selbst, sondern bringt auch^ seine Familie itis Unglück. tiüitrl-lJililcrdicnst — (NSV-Kciclisliildarclüv-Üulialir) der Urahne ein fleißiger und freier Bauer war, den Fürsten und Kirche verarmen ließen. Das Dorfbuch ist bei uns, wenn wir die alten Sitten und Gebräuche wieder aufleben lassen, wenn wir Julnaeht und Sommersonnenwende und Fastnacht feiern, wenn wir den 1. Mai festlich begehen und am 1. Oktober für die Ernte danken. Es ist aber auch dabei, wenn wir alte und schone Volkslieder singen, wenn wir unsere Tänze aufführen, wenn wieder ein musikalisches Eigenleben entsteht und sich im Dorfbild wieder der deutsche Charakter auch in Ordnung und Sauberkeit und landschaftsgebundener Schönheit wiederspiegelt. Wir ernchten einen Dorfanger und einen Sportplatz, auf dem sich unsere Jugend tummelt und gesund erhält, wir verbessern die Wohnimgen und die Arbeitsstätten; Immer ist das Dorfbuch dann ein treuer Begleiter und guter Freund, der altes im Bilde festhält und zu weiterem forderlichen Tun anhält. Es ist das Verdienst des Pg. A. Link, des Ortsgruppenleiters von Harheim bei Frankfurt am Aiain, bereits ein vorbildliches Dorfbuch für seine Heimat geschaffen zu haben. Unendlicher Fleiß und maßlose Liebe zur Heimat erfordern es, ein solches Werk ins Leben zu rufen. Er zeigte uns sein Werk in< zahllosen Bildern und Aufzeichnungen und belebte seinen Vortrag mit Szenen und Vorfällen, die aus dem Lehen des Dorfes gegriffen waren. Der Vortrag, den Pg. Link am Freitag, den in. Juni, im Fodrozzi-Palast hielt, über den wir bereits berichteten und der in Cilli wiederholt wurde, gab allen den Beweis, daß mit dieser Arbeit am Dorfbuch etwas Bedeutendes nicht nur für die dörfliche, sondern für unsere ganze Kultur geschaffen wird. Etwas ganz Neues und doch Uraltes stand vor unseren Augen: Der deutsche Bauer, das deiit-jSche Dorf, die deutsche Heimat, wie sie ein-[jmal war und wie sie sein soll und wieder werden muß. .Kummer 174 »iVvarburger ^cming-i; juni 15^2 Seite 7 Wienei VoihsHunsi an der Drau »Ferdinand Raimund«-Abend auch in Pettau Dieser Tage konnte Pettau im Saal der .Musikschule Dr. Josef Bergauer begrüßen, der mit seinen meisteriiaften Darbietungen einen genußreichen und fröhlichen Abend bescherte. Als berufenster Interpret bester alter Wiener Volkskunst widmete er Jen Abend dem unsterblichen Ferdinand Raimund, dessen Werke er den begeisterten Zuhörern mit soviel Wiener Herzlichkeit und mitreißendem Humor näher brachte, daß der jubelnde Beifall ihn und seine gleich ausgezeichneten Partner zu immer neuen Zugaben zwang. Als Frau Poldi Schulda auch noch Lieder von Dr. Bergauer selbst sang, vereinigten sich alle Anwesenden zu einer freudigen Huldigung für diesen begnadeten Künstler. m. L'nfall eines Kindes. Das zweijährige Arbeiterssohnchen Maximilian Bratschitsch aus Windischfeistritz 27 stürzte am Sonntag-nachmittag so unglücklich zu Boden, daß es einen Bruch des linken Oberschenkels erlitt. [Jas Deutsche Rote Kreuz überführte das Kind ■ns Marburger Krankenhaus. Aus aitee Weil a. Tut-aach-Amens Sarg im Safe. Da die britischen Militärbehörden in Ägypten sich geweigert haben, Kairo zur offenen Stadt zu erklären oder die niilitäMschen Anlasen außerhalb des Weichbildes der Stadt zu verlegen, wurden jetzt der goldene Sarg Tut-ancli-Amons, des großen ägyptischen Königs, der um 1350 vor unserer Zeitrechnung lebte; sowie die übrigen wertvollen Stücke des Tut-anch-Anion-Schatzes nach Berichten aus Kairo auf Veranlassuns der ägyptischen Regierung aus dem ägyptischen Museum in die Stahlkammern der Ägyptischen Nationalbank übergeführt. Unmittelbar neben dem Ägyptischen Museum befinden sich militärische Anlagen der britischen Armee. _ storch. Ein besonders i y Ausbau der finnischen Kupfererzeugung. verwohnter Storch stellte sich emes 1 ages jvlit Unterstützung der deutschen Industrie hat DPirtscßati Aus der Entwlcktungsgescltichle Zuckers Planmäßige Arbeit schafft aus einem Ueck&rblssen ein wtditlües Volksnahrungsmittel Wie so viele andere unserer wiclitigstcn Jahre 1799 \oni König ein Privilegium lür Nahrungsniittel kann auch der Zucker uui inländische Zuckergew nnung. Kr ernclitete ein sehr hohes Alter und eine lanne ab- ! nun im Jalire Ifitil die erste Zuckerfabrik in wechslungsreiche Geschichte zurückblicken. | Schlesien. Als der erste Rübenzucker auf Da an seiner Entwicklung — vom seltenen ] dein Markt erschien, boten ensHsche Rohr-Leckerbissen im Mittelalter zum \'olksnan- zuckerfirmen Achard eine hohe Sunune an. Sßact imd O^umeu ttie sieirische Fus»bai,ineisletsdia!i In der steirisclien Gauklasse wurden am Sonntag nur drei ^^picle zur LntsclicidunÄ gebt aciit. Cilli imillte in Doiiawitz antreten unJ dort beide Punkte zurücklassen. Der unentschiedene Ausnang des Treffens Rosental-Reichsbahn (iraz hatte eine Zurückversetzuns Rapids zur ^-oige, doch heliuuntct die Mar- rungsmittel unserer laue — ein Deutscii:r , wenn er seine L'abrikjtion einstellen würde, burger Sportgenieinscliaft immerhin den fünf- ^ _l._ 1.7___________■ IA.___ r%l .... r« i .... maßgeblich beteiligt war, indem er das über seeische Zuckenohr durch die einheinnsclis Runkelrübe ersetzte, ist die Qeschichte des Zuckers zugleich ein Ruhmesblatt für den deutschen Forscher- und Unternchmcrgeist. In seinem Heimatlande Indien war das Zuckerrohr schon seit uralten Zeiten bekannt. Bereits die Soldaten Alexander d. Hr. bestaunten in Indien das Zuckerrohr, das -»ohne Bienen Honig erzeugt«. \'on Indien au.s hat dann der Zucker seinen Weg in die weite Welt angetreten. Über China, Persien, Ägypten und das arabische Reich kam er schließlich nach Europa. Hier wurde er zunächst als seltene Leckerei oder als Heilmittel betrachtet. Erst mit der Entdeckung und Kolonisierung Amerikas und den großen neu angelegten Zuckerrohrpflanzungen In Westindien, Mexiko, Peru und in Brasilien kamen größere Zuckermengen nach Europa, so daß der Zuckerverbrauch nicht mehr allein auf die begüterten Klassen beschränkt blieb. Die Zuckerrübe verdrängt das Zuckcrrohr Ein neuer bedeutender Abschnitt in der Geschichte des Zuckers beginnt im 18. Jahr-fiundert, als der Berliner Chemiker Marggraf auf den Gedanken kommt, einheimische Pflanzen auf ihren Zuckergehalt zu errorschen. Im Jahre 1747 teilte er in einem Memorandum .seine Beobachtungen mit, aber erst sem Schüler und Nachfolger im Amt als Leiter des chemischen I.aboratoriums der Preußischen Akademie, Karl Achard, arbeitete Im großen an der Zuckergewinnung aus einheimischen Rüben. Er züclitet eine besonders zucker-rciche Runkelrübe und erhält daraufhin im Obwohl der deut die Forscher bei seiner Unternehmung nicht «eich wurde, ging er auf die enKlischen Angebote nicht ein. Fm Kampf geKen britisches Monopol Wenige Jahre später fand die Jun^e Rü-benzuckennünstne einen mächtigen Gönner in der Pers<)n Napoleons. Durch die Konti-ncntalsperie dazu verjnlaßt. gründete der französische Kaiser in Frankreich eigene Rü-benzuckei faiiriken. die aucli iiocli in Betrieb blieben, als nach 1815 die Zufuhren an Rohrzucker aus Übersee wieder einsetzten. Trotzdem wäre Wold schließiicli der Rübenzucker vom Rohrzucker aus dem Felde neschla'.'cii worden, wenn es den deutschen Riibenbau-ern von Ouediinhur« niciit gelungen wäre, in jahrelanger Züchtung den Zuckergelialt ten Platz. Die Rangordnung gestaltet sicn derzeit wie folgt; 1. SK Kapfenberg 17 15 0 2 78:15 30 2 Reichsbahn (iraz 17 in 5 <)3:3<) 22 3. BSG Donawitz 17 9 3 5 f.2:54 /] 4. BSU Rosental 17 7 4 () 45:43 5, Abt. Rapid 17 S 1 R 43:35 17 f). SO Cilli Ift 7 1 S 55:4 ii 1.' 40:h<) IJ i). L.'^N' Zelt weg 15 5 (1 !e zu tölen. Und weder Gift noch sonstige chemische Einwirkungen hallen Resullate. I-,edlglich Temparalui"en von etwa 200 Grad Celsius unter Null hallen tatsächlich .Absterben zur F'oItc. Das lA'lven schlummert in den Zellen. Cewebe. die Jahrzehnte in Alkohol konserviert waj-en, crwnchten und wuchsen, v, ui,. „,,r, /.mi.n i,.-sobald sie in Nährlösungen gegeben wur- das gewisseste — slauneii Inl.M. den. b I s . K. Manss.ici schauermeiige in rv\aürid veranstaltet. Atlilc-tic Bilbao und FC Haicclona lieferten sich einen hartnäckigen Kampf, der nach Schhif." der Spielzeit noch 3:3 stand. Lrst in der Wt-läiigcruiig .gelang Harceloiia das ciilsclici-deiule Tor und d.Kiiirch der knappe, aber verdiente 4:.^-Sieg. ; Im Pokalkampf der dänischen Auswahlmannschaften "ievte Knpeiili.igcii über liic l'ro\iii/ mit 3:1 Toren. Nach diesem Sp.."l. das /.iigleicli die (iciieralproiic für den im JX. .Iiini Ml Kopenhagen bevor.stchcikicn I.än-drrkampf gegen Schweden bedeutet, ist Kopenhagen bereits als Sieger aus uem Wettbewerb iiervorgegangcii. : Die japanische ßasebalimeistcrschalt wurde vor 65fi0'i Zuschauern in Tokio zwischen den Universitätsmamischaftcn von Keio und Wa-eda entschieden. Wasedas Sic.j: verhinderte, daß Keio mit der fülirendcii Meij'-Universität gleichzog. Meiji hat da iiit die MeisteiSchaft gewonnen. Vor kurzem hat nun Professor Busse-Grawilz höchst erstaunliche Versuche an menschlichen Mumien nnlernommen, Di-r f'orscher entdeckte in Höhlen mumili-zierle Indianerleicheti, die dort rund OtX) Jahre gelegen waren, Gewebe-Teile dieser .Mumien gab er in drei verschieden artige Nähr-Lösungen und slellle bald zu seiner eigenen Cberra-schung fest, daß selbst ans den derart alten Besten noch Leben wuchs, denn neue Zellen bildeten sich, wuchsen 8Rh Rfhi rcrnuni|[, Gattin. Prrouiiis, Nirhtr. Fiimilirn arhlrr iinb«li aftnrr ricr 7?ifanc!r« IT |im? 1012 Niwmtr !f4 ttt! Stadttheatei Marburg/Drau Dienstag, den 23. Juni, 20 L'hr fiastspfel des Stelrlschen Landestheaters Erstaufführung Keine Chance lär Lindiiulst...? Kriiniuahtiick iti drei Akten von Hans Kegler Mittwoch, den 21. jitni, 20 Uhr Die ungarische Hochzeit Oprrellc in cinptn Vorüpirl iinif drP» Aktrn '__von ISiro f)n«tsl Höchen crscfiiencn; Verordnnngs- und Amtsblatt des Clicfs der Zivilvcrwaltuns In der Untersteiermark Nr. 85 vom 12. Juni 1942 rXHAIJ: ^ crnrdniiii;;, Im-Irtffriid die Kinfiiliruiig der reichBreclitlichcn V(»r=cIirillPii ilhcr Arljfit«izril, Sonn- und r'clerta{(sarbeit lowie Arliril iJcr Kiiidrr und Jngrnillirhcn vom 3. Juni 1912 Urkannlmarliiinj; znr Vrrordnung, lietreffrnd die Einführung der rrirli'rrrlilliflir» Vor?rlirifim iilier Arbeitszeit, Sonn- und I rjrrtap'arlioit sowie Arbeit der Kinder und Jttgendlichru vom Juni J'JIJ ^'»•rordniin;; uIut ilic 'jt-wlilii iiii^ von lilieblandsdarlehcn in der rntrr-UiiTtiiark vom 'l. Juni 1012 ^ i rnriJntitif; iiitcr tlif* {Jcvwilininp von KinderitrihiUc in der Un. terstfirrniark vom 1. Juni l')I2 rrordriiiiis ühcr die Ccwjüininp von An^liildungUicihilfc in der rnlrrstrirrrnark ^om 4. Jiiui 1912 ^ erordiiniig zur Fördernnp dor Landhcvülkenmg in der Unter- «feirrmurk vom 1. Jiini ]9t2 Hr-kannliitarlniu;: dr>i Itrnuftrnptcn für Ernährung und Landwirt* srliiift über IVii-lK-slininuiupm für Hopgrn» und Wrircnmciil-<'r/ru(mi«5«» \om 23. Mai 1012 Itt-kanntiuarluinp Jim llrauflrüjilrii für Erniilirniip und T.andwirt-krliaft auf dem (Ii'Itit'te der Virbwirlsrlinft vom 2fi. Mai 1912 tiiizclprcis 25 Rpf. F rliiiltlicti beim Schalter der Marburger Verlags- u. Dru€kwei-Ges, ffi. b. H. Marburg Drau, Oadgasse 6 bei den Qesciiäftsstcllen der »A\arbiirgcr Zeitung« IN tILLI, Marktplatz 12 (l"crnriif 7) IN F^E'ITAll, Ungartorgasse, Herr (Jeorg Pichler tirid bei den sonstigen Verkaufsstellen. Bezujjspreis: A\onatlicli l^M 1.25 (stets im voraus zahlbar). nezugsbcstcIliinRcn werden bei den üescliäftsstellen der »MarbiirKcr ^qitung« und im Verlas, Marburg-Drau, Bad-trasse 6, anfjcnomnicn. SIEIRISCHER HEIMATBUND KreiafUhrnng Marbdrg-Stadl. Samiiiag, des 27. Juai, um 20 Uhr Ltrhtspielüaal, Marburg, Domplats LICHTBILDERVORTRAG Erlebnisse an der Nordafrikafront K> spricht: FelilwelKl B ö c k L Feldwfh«! Bnrkl kommt aus Nnrdafrika und enkildert 8»?ine Erlphni^se an der Front mit d^n Kam«rad(>n und mit den Eingeborenen an Hand aahlreicher Lichtbilder. Eintrittskarten zum Preise von RM 0.60 sind in der Hiichliandbing; W. Heinz, Herrengasse, In det Ver» kauf^stclie de« Amtes Vblkhildung und an der Abendkasse erliälllieh. Kleiner nnzelatrggiag Stluuer/''rfülll pi'ln' irli in niriurrn «ie im Namen tnriner Kinder iillm \'er>s flndten, Ereundeii nnd Mekatinien die tr;iiin):e iNarliriclit, daß mein intii^st-pelielifpr, unv erjuhre verschieden ist. |)a< I.eicheulieRaupnis des unvergeliliehen Dahin-Kescbieilcuen findet am Dienstag, den 23. Juni, um IT.I'i l.'lir, an) l''iii'tlbi)f in Drauweilcr statt. Mariiurp. Slirna, 2.5. Jinii 1012. 5891 ^lariii W relsehko. (latlin. \ hidlüi Mundo, geb. \V ref-elikn. Toi Iiier. /vunko W relsehko, e.ind. med., S<(hn. Dr. Josef IMundii, Sehwiepersnhn. IMilira W retsrlikf«, peb. /,a}e. Sebwiegertoeliler. IMnrtin Mundil, Enkel. tflJif Rpt bis ort. ^IfFerxebiihr (tCeanwort) 3! o . _ fJnt bei Stellenteiocheii 2f WdI. FDr Zosendanx »ob Rennwortbriefea «erdea 00 Rr»l Pdrto MMennfet AnzelRen»Annahmtscb!nBt Am Tt4a Tor Cracheloea «tn I< Wir. •Ki«lQt An-«leen* Verden nur *eMfl Vorefttsertdnnt de» Betraget (tnCh lit rflitlt:eo Briefmarken) aoteenommen. 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Bewerber, welche bereit? in einem kriegswichtigen Arbeitsverhältnis stehen, oder dafür in Frage kommen, scheiden aus. unbescholten-heit ist Voraussetzung. Anfragen sind an die zuständigen Arbeitsämter zu richten Nähere Auskünfte durch die Dienststelle in Graz, Alte Postslraße 107, Thiel Rudolf, Werbeleiter. 21509-S BURG'KINO Htutf It. 1830,21 Uh Rene Dehen, Ernst ▼. Klipsleln« Anneltea Reinbold und die drei »Los Cherlos« in dem spannenden Arti<-•tenscbicksal DIE DREI CODONAS (Tobis-Film) ^ Für Jufeadlicbe nicbl gngelaMeal K Kulfarfilm! Neaeat« de.atsebA Wecb^Alcbau! r* ^ ______^ .____. eSPLANADE Heute 16,18.30,21 Uhi Der grosse König Für Jugendliebe atigHaiatfal An die Aufgeber von Anzeloen! Dis Anzei^ensbtfeilang behllt sich Abindieniii-gren des Aaselfentextes, soweit sie auf Gfud der bestehenden Vorschriften nSti; sind, ror, ohne dsB der Anzeig-enauf^eber hlevon immer Terstlndigft werden kann« „Marbnrjj^er Zeihmjf", Anzeigenabteiltinf Selbstämlige, verläßliche Köchln Wird aufgenommen. Anschrift in der Verw. 5871-8 fukät * Pirftfiff Damenfabrrsd» fast neu, Viktoria, wurde mir am 16. d.M. vor dem Wirtschaftsamte in Oberradkefsburlt gestohlen. Wer mlf dieses tiistinde bringt, bekömmt gute Btlöh-ilufig. Wfbniak Alois, Kriuz-dorf. 5892-9 Ofaubrf fnitteln-roßer Hund, mit gestutzten Ohfen, ist er" L.i. Event. Anmd-düngen: Pettaucrstraß6 7. 5870-9 Vertofen. Auf dem Weg vom Geschäft Hoiiiik bis Üngar-torgässe, Weißes Krniz, eine Brieftasche mit 110 RM verlören. Der Finder derselben, der bereits bekannt ist, möge diese binnen drfei Tagcti abgeben, anÄöfisten die Anzeige erfolgen müßte. Abzugeben bei Maria Lach, Gastwirtschaft Reich, Pettau. 5888-9 Herrenrcgenflchirm itti Stadt-pärk, Bank gegen Drei Teiche, vergessen. Der ehrliche F". * - soll ihn gegen Belohnung '' 'ben in der Verw., Anzeigenabteilung. 5874-Ö viele Tausende, lesen die Marburgmr Zeitung 1 ^, Und du? Nest du dein MeimattoMit schon destelllc Danksagung Für dib überaus innige Antei1ti8bmi>, sowie für die zablreirbeo Blumenspendcn anlMBlicb dei ttegrüb* nistet meidea Gatteo, welcher durch Feindeshabd gefallen Ist, bringe icb auf dieceiu Wege allftn neiacB innigsten Dank tum Ausdruck. Insbesondfere danke ieb d«r BundesfUhrnng dei St. H. R., d«r Vertretung der obersten Poliieibebördc, den Fübrern der W. M.« Standarte Marburg, dem Chef und der Vertretung der Gefolgschaft der Gemeindckämmerei, sowie allen aulrichtig mitfühlenden Freunden und Bekannten. Marburg, den 22. Juni 1912. 5870 FAMILIE SMOLEY. PROTHESEN ■ BANDAGEN ■ GUMMISTRÜMPFE LEIBBINDEN- EINLAGEN NACH MODELL UND SÄMTLICHE ORIHOPÄDISCHE BEHELFE P. Egger, Marburg (Drau) ■ I MELLINGERSTRASSE 5 s443 CUetHi$täuskie c«s. m. b. N, Marburg (Drau) Tegetthoffttrasso 44 Fernruf 24-17 Mineralöle Pflanzenschutzmittel Farben Chemikalien Karbolineum Bautenschutz u. s. w. Frans Weif er. Spezialgeschäft für PARPÜMERIE und PARI EN MARBURG (DRAU) 5446 Herreng-asse 29 Fernruf 28-20 Simeft für Erwerbsgärtner für GemUse-und Blumengarten F"achsamenhandlunjr für Feld und Wiesen M. BERDEIS, MARBURG (DRAU) Viktrinqhofqasse 30 ,-.^42 Fernruf 25-51 SfiOä-Jßei^e 5448 Sport- und Modearliicel Marburg (Drau), Hernmgassflits 'l^'^MUSIKHtllS PERZ rgFlkiftwäH MARIIÜRG(Oriu),H«rrBRoaRse34 miEn , iHnuniEiiTE • ÜMIIIIIM Siss. W. WOSCHIMBaC iecfer-, Roliieder- und ichuhobertcite-Handlung r>447 MARBUSStG (DRAU) KARMTNEKSTRASSe f3 Fernruf U-55 ftiniüf 25-79 Buchhandlung W. Heim, Herreng'asSe 26 führt stets sämtliche Neuerschelnungetil Romane — Gesamte Fachlileratur — Schiilbilcher — Zeitschriften MAX PUCHER MODE, WÄSCHE, WIRK-UND KURZWAREN MARBURG (DRAU) HERRENGASSE 19