Nr. 49. Donnerstag, 28. Februar 190"?. 126. Jahrgang. Mbacher Mma VränumerationöprelS: Mit Postueilen du ng: ganzjährig 3» X, halbjährig 15 li. Im Kuntor: ganzjährig L!i li, halbjähriss ii K. ssür die Zustellung ins Haus ganzjühiig 2 X, - Insertlonögebühr: sslir llcine Inserale bis zu 4 Zeilen 5U l>, grühere per Zeile !li l>; bei uslcren Wiedrrhuluugen per Zeile 8 l». Die «Laibachrr Zeiwng» erscheint täglich, mit sluönahme der Sonn- und Feierlage. Die Admil»' ^»»on befindet sich Kongreftplay Nr, L, die Uiedaltion Talmalingasse Nr. 10. Eprechslnnde» der »»^dallio» von d bis 10 Uhr vor mitlans. U»fra»ii«le Briefe werden nicht annenumml'», Mainisllil'U' nichl zurückgestellt. Amtlicher Geil'. Seme l. uud k. Apostolische Nl'ajestät habeil mit Allerhöchster Euischließuilg vou, ^l. Februar b. I. den Staatsbahndirektor, Hofrat Iaromir Tuöok solvie den Ministerialrat Dr. Franz Schont a zu Sektionschefs in: Eisenbahnministerium ad p<>i'«On:mi allergilädigst zll erilenneii sseruht. Ters ch atta in. <>. Seine k. lind k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließuug vom 24. Februar d. I. den Ministerialrat iin Eisenbahnnnnisterilini Karl Pascher zum General-Inspektor der öster viehischen Eisenbahnen allergnädigst zn ernennen geruht. Derschatta '». z». Den iib. Fcbrnar 190? wurde in der l. t. Hof« und Staats, druckerei das I.III. Stück der rumänischen und das XCIV. und A^VI. Stück der' polnischen Ausgabe des Neichsgesrtzblattcs vom Mre Il)«i6 sowie das III. Stück der italienischen, das VIII. Auct der rumänischen, das XII. Stück der italienischen und das AIII. Stück der italienischen und ruthenischcu Ausgabe des ^eichsgeschblüttes vom Jahre 1907, und deu 26. Februar 1!»07 wurde nl dcr Hof- und Staatsdruckerei das (.'X. Stück der böhmischen Ausgabe des Ncichsaesehblattcs vom Jahre 1WN soluic das XVlll. Stück der kroatischen, italienischen, rumänischen nnd ruthemscheu Ausgabe des Neichsgeschblatteö vonl Jahre 190? ausgegeben und versendet. Nach dem Amtöl'latte zur «Wiener Zeitung» uom W.Februar 190? (Nr. 47) wurde die Weitcruerbrcituna, folgender Preß» erzeuquisse Verbote»: Nr. 8 «Novy ^iiwöoZIc/ Oülnill» vom 22. Februar 190?. Druckschrift: «livin upnxnrnlui. V»3o lillliwradi!» her» ausgegeben von der «Ilosixxlui'gkä, 0l-ß».ni83c:6 l!ooll5 ö. duä5-joviok^eil., Selbstverlag, Druck von I. Pnbyl in Budweis. Nr. 8 «Obrana I.j,!il» vom 22. Februar 1907. Nichtamtlicher Heil. Österreich und Ungarn. .Tie „Zeit" weist in einer Besprechung der Alis' gleich5r>erhandlunqen darauf hin, das; es für das Politische Ansehen der Monarchie abträglich wäre, wenn, diese zwar als Ganzes mit allen auswärtigen Staaten Handelsverträge schließt, während ihre Teile untereinander keinen solchen Vortrag zn-standebriugeu. Der langfristige Ausgleich ist der konservative Ausgleich, und das tounneude Volks-halls ill Osterreich — wer die allgemeine Stimmung kennt, kann das heute schon sagen — wird für eine konservative Ausgleichspolitik gern zu haben sein. Das „Deutsche Volksblatt" erwartet nach der gegenwärtigen Sachlage mit Bestimmtheit, daß die österreichische ?)iegierung nnler allen umständen darauf beharreil wird, das; entweder langfristige, alle Zweideutigkeiten ausschließende uud die Interessen Österreichs voll berücksichtigende Vereinbarungen abgeschlossen werden oder aber beide Neichs-hälften. soweit nicht die bereits abgeschlossenen Handelsverträge in Betracht kommeil, sofort das bestehende Neziprozitätsverhältnis un,d damit die wirtschaftliche nnd finanzpolitische Gemeinsamkeit lösen. Tie „Arbeiterzeitung" sagt, daß der Dualis mus eine >iette für die zwei Staaten diesseits nnd jenseits der Leitha sei und nicht, wie behauptet wird, eine gemeinsame Schubmauer, ein geillein fames Schutzdach für beide. „Diese Klette raubt nns die Freiheil: linser Parlament ist der wichtigsten Rechte beraubl durch den Dualismus, es steht ihm kein direkter Einfluß auf die auswärtige Politik, keine direkte wirksame Entscheidung über den Militarismus zu, seiner obersten Hoheitsrechte muß es entbehren, nicht weil es sie mit Ungarn teilt, sondern weil sie in einer unorganischen Gesamtheit ein- nnd untergehen." Halbamtlich wird Verlautbart: Einige Blätter, haben von einer Budapest er Meldung Notiz genommen, wonach die Wiedereinfiihrullg des Mahlverkehrcs in naher Zeit bevorstünde und die Anregung dazu vom Miuister des äußern, Frei-lierrn vou Ähreulhal, ausgegangen wäre. Dem gegenüber ist festzustellen, daß sich der Minister des Äußern mit dieser Frage überhaupt nicht beschäftigt hat, da es sich um eine Angelegenheit handelt, die ill die Kompetenz der beiden Regierungen fällt. Die Ausgleichsverhandlllligell zwischen den beiden Negiernngen werden Donnerstag, den ->8. d. M., in Wien beginnen. Ungarischerscits wird jetzt wieder in einem offiziöseil Kommunique erklärt, daß die Ausführungen des ,sxi!ldelsministers >!ossuth über die Verhandluugszeit genan mit den Absichten des ungarischen Gesamtmimsteriums übereinstimmen. Im lnährischen Landtage wurden von Deutschen lilld Ezechen Anträge gestellt, welche darauf abzielen, daß feitens der Regierung Vorbereitungen für eine eventuell notwendige wirtschaftliche Trennung voll Ungarn rechtzeitig ins Auge gefaßt nnd getroffeil werden. Abgrenzung auf Sachalin. Man schreibt aus London: Die russisch japanische Grenzkommission zur Bestimmung der beiderseitigen (Gebiete ans Sachalin, die ihre Arbeiten mit Beginn des Frühjahres 1!)M in Angriff nahm, sehte dieselben den Sommer hindnrch mit aller Energie fort. Die Verhältnisse waren wegen der lluwegsamkeit der Gebiete uugewöhulich schwie rig. Die dichten Forste sind nicht passierbar und die Verbindungen müssen sich auf Beuübung der Fluß laufe beschränken. So ist die ^iommissiou den Po roneifluß hmaufgezogen und hat von dort einen Punkt an der Ostküfte gesucht, wo dieselbe von dem fünfzigsten Breitengrad durchschnitten wird. Hier wurde eili Observatorium errichtet und dann unter Turchhauuug dazwischen liegender Forste lind uilter Errichtung einer Kette von Beobachtungs-posten eine gerade Linie nach d.er Westküste festgelegt, welche im September des Vorjahres endlich erreicht wurde. Der südliche Teil vou Sachalin wird nun von deu Iavauern in Arbeit genommen und man erhofft, dort ähnliche, Fortschritte zu er- Feuilleton. Die Versilchuug. Vvn H'eter H'^rin^stcr. (Nachdruck velbolen,) Niemals, niemals halte ich das gedacht! Wie cm Frühlingstraum lag da? ganze Leben hinter ihr. Jedem Wnnsch war (^ewährnng, jedem Hoffen Erfüllung geworden. Liebe lind Neid waren von klein auf ihre steteu Begleiter gewesen. Liebe, die sie stürmisch umdrängt - Neid, der sie nur von weitem mutlos belauert hatte. Nnd jetzt —V Sie hatte es gar nicht, fasfen können, als (Günther ihr diese fürchterlichen Eröffnungen gemacht hatte. Das Entsetzen hatte sie gelähmt. Dann war etwas in ihrem ^uuersten jählings aufgestiegen, das sie noch nie vorher empfunden hatte. Sie hatte gefühlt, wie alle ihre Sehnen sich davon anstrammten, wie es ihr Herz gleichsam mit eisigen Handen um trampftc. Haß! Haß gegeil deu, der ihr vou allem Lieben das Liebste gewesen — gegeil den, in dessen Macht sie ihr Schicksal so vertrauensvoll gelegt hatte! Und Günther hatte das Aufleuchten dieseo Hasses ill Nellys Augeu erkannt. Es war ihm gewesen, als sähe er Flammen nnter dem Knebel eines heiligsten Tempels hervorlecken. Da halte er sich aufschluchzend zu ihren Füßeu hingeworfen, ihre Knie nmklcnnmert uud so verzweiflungsvoll um ihr Erbarmen gefleht, daß sein Uuglück ihr uoch hoch über ihr eigenes hiuausgewachseu erschien. Nnd da hatte sie den erstell Sieg über sich selbst errungen. Nnter den Zuckungen einer plötzlich er-wachenden elementaren Kraft. Einen jener Siege, die man mit dem Leben bezahlt. Ans denen man mit fürchterlichen Wunden hervorgeht. Wunden, die mau lächelnd mit dem Mantel verhüllt, damit ihr Anblick nicht den Wert des Triumph? schmälere. So hatte sich Nelly über den gebrocheilen Mann gebeugt. Mitleidig uur. Ans dem heroisch erzwuugeucn Mitleid aber, unter den milden Worteil des Trostes war von neuem die alte Liebe erblüht. Nichl so farbensatt »lehr, ,licht so heiße lind verwirrende Düfte ausströmend wie ehemals. In den Wurzeln aber fich reicher und ficherer ver^ ästelnd, tief ill, alle Nerven des Lebens sich einsaugend. Da hatte sie ihn aufgerichtet mit dem starken Wort: „Laß alles verloren sein, wenn ich dich uur habe." Dann hatte sie's über sich gewonnen, von der Auflösuug ihres Hansstandez zu sprechen. Von dem Verzicht auf diese Huuderte uud aber Hunderte erlesener .Kostbarkeiten, die (^euerationen beider Familien znsaimilengetragen hatten. Von dein Verlassen ihres wnndervollen Heims, in dem die Vornehmsten des Landes fröhliche Gäste gewesen waren. Da hatte Günther mit ihr geruugen. In aller selbstmörderischen Anflehnuug eines Ohnmächtigen. Mit der wilden und irren Phantasie eines Hoffnungslosen in den Flugsand die traurig-lächerlicheu Fuudamente eiues neuen Glücksbaues versenkend. „Ail dem Tag, der dich aus alldem verjagt, richte ich mich selbst für mein Verschulden. Nein, du wirst mich nicht daran hindern. Du bist nicht zu deukeu, Nelly, ohue den Glanz dieser llm gebung. Du darfst uud kannst sie nicht missen. Alles wird wieder gut werden. Für den Augenblick mir müssen wir lins einschränken — nach außen-hin - - ich hab' allein nicht mehr damit fertig werden können. Jetzt aber. da ich weiß, wie du's trägst. Geliebteste, nehm' ich den Mmpf nn't verzehnfachter Kraft wieder auf!" Armer Günther! Wie einer, der sich ans dem Moor Heralisarbeiten will. Jede Bewegung reißt ihn tiefer hinein. Als würden die Gewichte immer schwerer, die tückische Moorgeister ihm an die Füße hängen. Armer Günther! Das aussichtslose Niugen zehrte ihu auf. Seiue Waugen wurdeu bleich, wie die dämmernde Morgenstunde, die seinen müden Leib Tag um Tag iu deu Kampf rief. Die fchlaflos durchquälten Nächte ließen ihren trostlosen Schatteil zurück i» den Höhlen seiner Augen und Seh läsen. „Gib es auf!" bat Nelly, „laß uns fortgehen, wo niemand uns kennt, daß wir bescheidene Steine zusammentragen. Was vergeudest du deine Kraft au unbeweglichen Felsen?" Aber sein fanatischer Trotz: es darf nicht fein! erwürgte feine Einsicht. Was kann ich tnn, ihn» zu helfen? Niemals mehr gab diefer Gedanke die sorgende Nelly frei. Zahllose Eiugebungeu verwarf fie. Immer neue zisch-len vor ibr auf wie glänzende Naketen, so übel> raschend, so blendend, so flüchtig. Was kann ich tun? Nnd mehr und mehr überkam fie die Verzweiflung über die Nichtigkeit ihres Seins und Könnens. Der reiche Glanz ihrer früheren Tage verblaßte zu wertlosem Flitter. Nichts hatte man sie gelehrt, als schön und liebenswürdig, begehrenswert lind anspruchsvoll zu sein. Nichts Ernstes, nichts Tüchtiges für eine Zeit der Prüfung. Nnr an die Sänfte hatte man sie gewöhnt, und jetzt stand sie mit diesen Verzärtelteil F-üßchen auf dein Stein->reg. der ihrer Hilflosigkeit spottete. Nnd immer lauter, immer dringender bohrte sich die Frage in ihr Hirn: Was kann ich tun? (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 49. 430 28. Februar 1907. Zielen, wie seinerzeit, auf Formosa. Die natürlichen Hilfsquellen sind überans reich. Auf den japani-schen Teil entfallen etwa viereinhalb Millionen knltivierbaren Bodens und bereits jetzt ist ein starker Iuzug aus der ÜberbeuölkenmI der Landdistrikte Japans wahrzunehmen. Neben der Land-wirtsäMt wird die Ausuichuna, der weiteir Forste, welche lvertvolles Bauholz enthalten, sehr günstige AnZsichten bieten. Ter Bestand der in diesen Wäldern lebenden pelztragenden Tierwelt, ist sehr reich. Die mineralischen Schätze des Landes bestehen aus Kohlen-, Knpfer- und Silberadern, sowie Petroleumquellen. Selbst Gold soll im Sande einiger Flußbette gefunden werden. Besonderen Wert mißt man auch dem Reichtum des Meeres bei. Dies ist scholl aus dem Grunde sehr wichtig, weil Fische ein Hauptnahrungsmittel der Japaner sind; die Japaner stellen aber außerdem ans den Massen ein künstliches Düngemittel her, welches für ihre Neis-, Indigo- und Teepflanzungen von außerordentlichem Wert ist. Der künstliche Fischdünger, wird mit vierzig Dollars per Tonne in Japan bezahlt. Nach China wird auch eine gewisse Art von Seelang ausgeführt, welcher im tartari-schen Golf in Masse gesammelt und getrocknet zur Delikatesse hergerichtet wird. So sieht man einer lohnenden Ausuützung der südlichen Hälfte Sachalins in verschiedensten Richtungen entgegen. Politische Uebersicht. Laib ach, 27. Februar. Nach einer Meldung der Blätter wäre die Einberufung des Abgeordnetenhauses nach den Neuwahlen für den 18. Juni in Aussicht genommen. Über die neue Duma schreibt die „Peters' burger. Politische Korrespondenz", sie werde nicht das einheitliche Bild der erstell bieten. Die Monarchisten und Oktobristen zusammen seien den Kadetten, fast gleich an Stärke. Doch werde sich diesen ein Teil der drittgrößten Gruppe der unparteiischen Linken bei der Fraktion5bildung anschließen. Die polnischen Parteien werden mit zur gemäßigten Opposition zählen, wenn auch die starke Gruppe der National-D<'mokratcn konservative Neiguugen hat. Die bisher als Parteilose registrierten Abgeordneten werden kaum zu den rechtsstehenden Parteien gehören. Immerhin werde der linke Flügel den rechten fast um das Doppelte überragen und das Zentrum der Kadetten werde nicht mehr als führende Kernmasse wie 1!M5 die Politik in der Duma bestimmen. Unter den Parteien auf der Linken allein gebe es zehn bis fünfzehn verschiedene Gruppen. In Fragen der Opposition werde das „kadetiische" Zentrum mit dem linken Flügel Hand in Hand gehen können. Doch sei die Frage, ob nicht etwa durch den sozialistischen Block die bür gerlichen Kadetten stark nach rechts werden ge^ drängt werden. Denn der rechte Flügel der Kadetten stehe den Oktobristen. näher als dem linken Flügel der Kadetten. Im Älock der Lint'cn dürften die extremen Sozial deuwtraten, die „Maxima-listen", stärleren Einfluß ül>en alv die genüißig' teren „Minimalisten". Unter den vom bulgarischen So -bran je jüngst beschlossenen Gesetzen verdient, wie man aus Sofia berichtet, das auf die Reform des V o l k s sch u l w es ens bezügliche aus dem Gruude besonderes Interesse, weil durch dasselbe voraussichtlich der unter den Volksschullehrern vorherrschende Sozialismus, welä)-er eine große Gefahr für die Zukunft des bulgarischen Staates zu bilden begann, eingedämmt werden wird. Die wesentlichste Bestimmung des neuen Gesetzes besteht darin, daß in Hinkunft die Gemeindeverwaltungen das Recht erhalten, die Lehrer für die Volksschulen selbst zu ernennen, bezw. zu entlassen (natürlich nur nicht, während des Schuljahres, weil darunter der Unterricht leiden würde). Dadurch werden sozialistische Elemente, welche bisher etwa siebzig Prozent unter den Volksschullehrern bildeten, so gnt wie ferngehalten; die Gemeinden waren stets die größten Gegner der sozialistischen Lehrer und es sind jährlich Hunderte von Anzeigen dem Unterrichts-Miinsterium zugekommen, daß sozialistische Lehrer auf die Schuljugend einen zersetzenden Einfluß übten. Während des sehr liberalen Regimes des früheren UnterrlVhtsministers ^iZmanov (der sich deshalb mit seinen Rcgierungs-kollegen stets in schärfstem Gegensatze befand) konnte in dieser Hinsicht keine Abhilfe geschaffen werden, weil der Minister den Klagen der Gemeinden kein Gehör schenkte. Durch das neue Gesetz wird die Beseitigung der sozialistischen Elemente unter der Lehrerschaft ermöglicht, da die Gemeinden keine Sozialisten dulden werden. Die „Neue Freie Presse" veröffentlicht eine Betrachtung des Sektionsrates Dr. Karminski über die Finanzlage Iap an s , in welcher-unter Anführung von Daten dargelegt wird, daß die Situation ill Japan trotz der ernsten Anzeichen, die sie aufweist, nicht als eine kritische bezeichnet werden dürfe. Die ausnehmend günstige Gestaltung des Außenhandels müsse sich ill der japanischen Volkswirtschaft und in seinem Staatshaus halte unbedingt fühlbar macheu. Die Erstarkung seiner Industrie wird den Nationalwohlstand vermehren uud es ist überdies zu hoffen, daß die ein sichtigen Staatsmänner Japans aus der gegenwärtigen Situation die nötige Lehre ziehen werden. Japan darf nicht vergessen, daß es amerikanische Verhältnisse nicht in sein Land verpflanzen kann und daß Japan amerikanische Finanz- und Industrietransaktionen auch in entsprechend verkleinertem Maßstab »licht verträgt. Tagesneuigleiten. (Marokkanische Höflichkeit.) Der Sultan von Marokko ist ein schr höfliclM Mann, Kürzlich richtete er an den Präsidenten Roosevelt ein Schreiben, in welchem er seinen Dank dafür aussprach, daß die Amerikaner in Marokko eine Gesandt-sctxift errichtet haben. Schon die Anrede, nnt der da,5 Schreiben beginnt, Mgt die erlesene Liebend Würdigkeit des marokkanischen Herrschers; das Schrei,-ben ist gerichtet an „den vielgeliebten, teuersten, edlen und großherzigen Freund; an den höchst ehrM-werten nnd hervorragenden Präsidenten der Republik der Vereinigten Staaten von Amerika, die der Mittel-Punkt ist aller Gewalt nnd wo die bedeutsamsten Dinge ihre Leitung haben; an denjenigen, dn wahr» hafte Freundschaft auf die schönste Art zu bezeugen weiß; cm den treuen Freund Theodore Roosevelt". Die Amerikaner dagegen scheinen im allgemeinen solche Höflichkeit nicht zu üben; kürzlich wollte ein amerikanischer General dem Papste seine Verehrung ausdrücken und ohne weiteres schritt er auf den heiligen Vater zu, streckte ihm die Hand entgegen und sagte einfach: „IIo^v 6<> vuu cdorf getraut wer den. Die Geschwister der Braut waren von allem Anfang an gegen die Heirat, da sie eine Mitgift hätten auszahlen müssen. An» 8. d. M. erschienen nun die zwei Brüder der Braut und ihre Schwester in der Wohnung Wiederfatts, wo Fmnziska Böhm wohnte, prügelten sie weidlich durch nnd entführten sie nach Oslrnld in Oberösterreich. Die strafgericht liche Untersuchung wurde eingeleitet. — (Eine furchtbare F a in ilientra ^ aodie.) hat sich in Romcntino bei, Novara zu-getragen. Der 70jährige Vartholomäns Occhetw wohnte nnt seinem 28jährigen Sohne und dessen junger Gattin zusammen. Der Greis hatte sich in die Schwiegertochter verliebt. ' Nartholomäus wurde immer rücksichtsloser, nnd es kam oftmals zu harten Szenen zwischen ihm und der Schwiegertochter, die den Greis schonen wollte und darum ihrem Gatten nichts verriet. Die jnnge Fran nannte ihren Schlote,-gervatcr im Scherze oft „Sardellchen", weil ter alte Orchettci! im Dorfe diesen Spitznamen führte. Vor einigen Tagen kam nun Occhetta in die Flüche, gemde als seine Schwiegertochter eine Sardelle briet, „Sardellchen", sagte die Frau zum Alten, „willst dn ein Stückchen von deinem Bruder essen?" Der Greis wurde daraufhin zornig und begann, als die Fa niilie bei Tische saß, einen Streit mit der Tchwieger tochter, die unwirsche Antworten gab. „Schweig still," schrie der Greis plötzlich, „oder ich ersteche dich." „Erstich mich nur," sagte die junge Fran lachend. Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck Verbole»,) Hier hansten die Cassans seit zwei Jahrhunderten als ehrsame Kolonialwarenhändler, bio sich aus dew Letzten der Reihe der berühmte Viktor Cassan entwickelte — der jetzige Stern der MandÄgasse. Als der Gelehrte in die Gasse einbog, sah er schon von weitem den lichten Scli-ein, welcher, ans dem ersten Stockwerk seines Hauses brechend, den heimlichen Dänuner des Gäßcheno störle. Er tat seinem Auge ordentlich wehe. Er hatte ganz aus den Donnerstag vergessen. Dcn Tag ließ sich die Fran Professorin nicht nehmen - 32 Jahre ailt und eine schöne Frau, das ist einmal was anderes als 58 und ein häßlicher Gelehrter! Das hätte er vor drei, Jahren bedenken müssen, als er das Kühne wagte nnd um die blühende Tochter seines Kollegen Moseli warb. — Zuletzt kann er noch zufrieden sein, daß sie sich so vernünftig in die Atmosphäre der Mandelgasse fügte, zu deren Verbesserung sein ominöses Laboratoriuni, rückwärts ün Garten, gerade nicht beitrug. Marianne, war seinein Töchterchen, das sie ihm vor zwei Jahren schenkte, eine treffliche Mutter, ihm selbst eine rastlose Pflegerin seines Ruhmes, und aus diesen beiden Quellen - er Wichte selbst nicht, welcher «er den Vorzng gab - stammten alle seine Freuden. So war er auch jetzt wieder nnt dem Anblick rasch ausgesömit, ja, es lain ihm fast die seltene Qaune, zur Überraschung Mariannens, selbst in dem Kreise zu erscheinen; so freudig stimmte ihn der Erfolg seines Ganges. Dio Glocke tönte sonor, wie nur ehrwürdige Glockon tönen. Ein kräftig geballter Mann, mit glattrasiertein Gesichte, das auch einem Komödianten hätte angehören tonnen, öffnete - Ferrol, der Diener Cassans. Der Gelehrte übergab ihm das Paket. „Auf nieinen Arbeitstisch. Nicht anspacken. — Mach' ich selber." Jedes Wort hallte seltsam in der mit roten Ziegeln gepflasterten, nur voll der K^rze, in des Dieners Hand erleuchteten Halle. Ein alter muffiger Geruch herrschte, Ferrol beschnüffelte, das Paket nnd machte ein verständnisvolles Gesicht. „Wer ist alles oben?" fragte Cassan weiter. „Oh, nichts Besonderes. Der Medizinalrat Lassen mit Frau, der Herr Rat Schäfer und der Herr Schwiegervater." Cassnu lachte wohlgefällig. „Und das nennst du nichts Bedeutendes — der Herr Schwiegervater? Das muht dn ihm selber sagen, Ferrol." Cassan öffnete das schwere Eisengitter vou edelster Arbeit, luelclies die nach oben führende Freitreppe verschloß. „Aber, Herr Professor, so können Sie doch nicht — Sie sind ja voll Schmutz " meinte der Diener, anf das beschmutzte Schuhn>erk seines Herrn blickend. Cassan achtete nicht darauf. „Pass' auf, Furrol, unl 9 Uhr kommt eine Frau, nnt einen, Kinde. Führe sie sofort in »nein Arbeitszimmer. Niemand soll sie sehen." „Sie waren doch nicht l«i Swbensand. Herr Professor?" „Tu weißt, ich liebe das Fragen nicht. Tue deine Pflicht." „Die tne ich eben, wenn ich frage. Ich warn.' Sie vor dem Menschen! Er ist gainz toll, seit er ans tmn Zuchthaus ist." „Toll? Er wair immer toll. Alle seid ihv toll, sonst kömmt ihr nicht hinein." Ferrol empörte sichtlich diese Erinnerung an seine Vergangenheit, ein böser Zug zeigte sich ans seinem Gesichte. „Es gibt Tollere, die drallsten sind", ent gegnete er. Cassan nahm die Antwort lachend hin. „Zugestanden, Ferrol, ganz meine Theorie! Du bestichelst mich ja. — Also um 9 Uhr. — Das Paket legst du ans meinen Tisch." Er ging die Treppe hinanf. Das alte Holzwerl knisterte nnd krachte unter seinen Tiitton. Der Professor zog seinen Radmantel aus, fuhr sich mit beiden Händen durch sein inmu'r noch volles, wenn auch schon ergrautes Haar, daist es nach allen Seiten aneinander stand, nnd trat in das Empfangs' zimmer seiner Gattin, welches in seiner vornehmen Schlichtheit sich dem Ernst des Hauses völlig anpahtv. Eine hohe Erscheinung erhob sich sichtlich über- rasckt vom, Teetische nnd kam ihm entgegen. 'Das schwarze Haar zu beiden Seiten tief herein» gekämmt, liest eine schneeweiße geistvolle Stirne frei - Frau Cassan. „Ja, wo soll ich denn das hinschreiben? Mein Professor kommt zum Tee! Und wie er aussieht, al5 ob er von der Jagd käme!" „Kommt er auch, von der Jagd!" bemerkte der Schwiegervater, ein behäbiger alter Herr, de,m d><> Wissenschaft vortrefflich anzuschlagen fchien. „Hast du den Direktor Echi.rmer schon wieder mn einen Liebling gekränkt, deinen guten Freund?" „Sauberer Freund der", entgcgnete Cassan, sich immer mit beiden Händen durch die Haare fahrend, „Also mit leoren Händen?" fragte der Rat Schä fer, seine Brille pntzend, ein anogeprägter Juristen^ topf, mit wasserblanen, unergründlichen Augen. Laibacher Zeitung Nr. 49. 431 28. Februar 1907. Der Greis, von namenloser Wut befallen, sprang cmf und stieß der Schwiegertochter ein großes Kückscmnesscr, das ans dem Tische lag, bis zunl ,^>efte in die Brust. Die, junge Frau fiel sogleich blutüber-strömt zu Boden. Ihr Gatte wollte sich auf den Vater stürzen, der Alte aber stach blindlings nach dein Sohne und brachte ihm mehrere lebensgefährliche Verletzungen bei. Seine beiden Opfer starben noch am selben Tage infolge der Verletzungen, OcclMa wurde dein Gerichte überliefert. -— (Medizinische Seltsamkeiten.) Die „Deutsche Medizinische Zeitung" belichtet nach dean „British Medical Journal" über einen Fall von Zurückbleiben chirurgischer Geräte in der Bauchhöhle eines Kranken nach crfolgter Operation: „IM/, Jahre nach einem Eingriffe wurde aus der Bauchhöhle des Operierten eine 12 Zentimeter lange Zange, entfernt, die Darm- und Vlasenstörnngen verursacht hatte." — In der Medizinischen Gesellschaft zu Leip. zig zeigte Dr. Schmidt Fremdkörper im Magen, und zwar 126 Stück Vlechstreifen, eine Hosenschnalle, cine Nadel und eine Schraube, welche Gegenstände sämtlich von einem Dienstmädchen in Selbstmordabsicht verschluckt worden lvaren. Die Entfernung erfolgte durch Öffnung der Banclchöhle. Die Kranke befindet sich wohl. - (Ein seltsamer Todesfall.) Vor zwölf Tagen starb in Sa,n Nemo die 21jährige Russin Icckina Wagner, die erst vor knrzem geheiratet hatte. Der Leichnam wurde in Erwartung, daß die Ver-wandten zur Beisetzung kom,men Würdjen,^ in der Totenhalle aufgebahrt. Merkwürdigerweise hat bis heute die Tote ihre natürlick)e Frisäie bewahrt. Die Lippen sind rot, der Körper ist schneeweiß. Die Augen, die geschlossen waren, öffneten fich und zeigen ihren natürlichen Glanz. Der Gatte, der sich von der Leiche nicht trennen kann, und ganz San Nemo glauben, baß die junge Frau nur scheintot sei. Der Arzt jedoch hält dies für ausgeschlossen. ^ (Der Kampf d'es Schneepfluges gegen dcn Schnee.) Aus Ncwyork wind berichtet: Alles, was man in diesem großen Schnee-Winter bisher von Schnecfällen vernommen hat, scheint durch die geradezu riesenhaften Schnein assen übertroffen zu sein, die im lvcstlichcn Kanada nieder-geganaen sind. Mitte Novcmlx'r setzten dort mächtig Echneefälle ein, um wochenlang über oi<> Prärien hinzufegen. Es war den Schneevslügen trotz ango-strengtcr Arbeit keineswegs immer möglich, die Schienen der Eisenbahnlinien zu befreien; ein- bis zweitägige Verspätungen sind in diesem Winter selbst auf den Hanptlinicn häufig und die Gesellschaften beanspruchen noch eine besondere Anerkennung dafür, daß sie überhaupt Züge laufen lassen. Der Güterverkehr ist allerdings so cmt wie aufgehoben. Wenn di,,'. Schnecpfliige von Winnipeg ans sich ein paar Stunden gegen Westen, durchgearbeitet hatten und dann zurückkehrten, so fanden sie auf dem Wege! wieder fast genau so viel Schnee als znvor. Die Tckmeeschanze.il, häuften sich mit unglaublicher Geschwindigkeit an. Wenn ein Zug sich seinen Weg auf den Schienen erkämpft, so schleudert er den Schnee in solchen Massen nach beiden Seiten, daß längs der Linie wahre Berge von Schnee entstehen', und fast regelmäßig drängen sich die Züge durch beiderseitige Schnoegebirgie von 10 bis 15 englische Fuß Höhe. Zuweilen mußten die den Pflug treibeniden Mck schinen eine oder zwei englische Meilen znrück-dampfen, um sich mit Wasser zu versehen, und in der knrzen Zeit, die sie dazu brauchten, gingen solcl>e Schneemengen nieder, daß die Maschine kaum zum Pfluge zurückgelangen konnle. Daher liegen an verschiedenen Stellen im Westen Kanaidas gegenwärtig „rote Maschinen", das heißt solckie, zu denen man überhaupt nicht mehr gelangen kann und die sich auch selbst nicht mehr durch den Schnee durcharbeiten können. Eine besondere Gefahr ist die, daß die Maschinen dadurch, daß der Schnee sich in den Metallteilen festsetzt, znr Entgleisung gebracht werden. Mm, sollte meinen, daß ein Schneepflug, den zwei oder drei starke Lokomotiven treiben, eine beinahe, umvider-stehliche Kraft ausüben müßte. Dem ist jedoch nicht so. Der feine, pnderige Schnee sammelt sich nach und nach an den Rädern der Maschine an, bis sie schließlich trotz aller Kraft sich nur noch am Platze selbst drehen können. Ist dann die Maschine glücklich wieder frei gchvorden, so verfährt man so, daß sie e-in Stück zurückfährt und dann mit vollem Dampfe gegen die Schneewand losgcht. Zuweilen gelingt es, fie zu durchbrechen — zuweilen zerbricht aber auch dabei der Pflug; und manchmal beide. Die Arbeit anf diesen Schncepflügen und den fie treibenden Maschinen ist sehr hart. Schnee und Dampf dringen in den Führerstand hinein, und bald sind die Manner bis auf die Haut naß. Dann und wann ist es nötig, abzusteigen, um die Maschine zu untersuchen: die NM' venvandelt sich in Eis, und die Männer finden sich über nnd über in Eis gepackt. Schließlich bildet auch das noch eine große Schwierigkeit, daß eine Maschine um so mehr an Kraft verliert, je kälter es ist. Bei Kältegraden, wie sie dieser Winter brachte, entwickeln die Maschinen kaum mehr als drei Viertel ihrer Sommerkraft. Lotal- und Provinzial-Nachlichten. Handelsentwicklung und die kaufmännische Erkundigung. Das gegenwärtige Zeitalter unterscheidet sich von, allen früheren durch die große Bedeutung, die für das Leben der Völker Handel und» Industrie erlangt haben. Die Nationen verlegen ihre volle Tatkraft immc,r mehr auf diese Gebiete, und Kriege, seien es nun große, von weltpolitischer Bedeutung, oder kleine, Kolonialkriege, sind meist nur opservolle Kämpfe nm Absatzgebiete für die Erzeugnisse der betreffenden Länder. Konnte in früherer Zeit das Mutierlano feine Söhne nicht mehr ernähren, dann „Oh das nicht - dnräMls nicht - im Gegcn-W." Cassan rieb sich die Hände, stellte sich mit dein Rücken gegen den Ofen, kicherte und schüttelte den Kopf, wie es seine Al-t war, wenn er sich reckst wohl befand. „Sollte der armc Emir wirklich?" - fragte Frau Cassan. „Der alte Emir noch nicht, aber der junge Emir. der Emir von cinem Tage." Cassan nickte dejm Schwiegervater triumphierend zu und nahm dann seiner Gattin die dargereichte Tasse Tee a>us der Hand. „Von einein Tage? — Was nützt Ihnen denn das Vieh?" fragte der Na,t. „Meinen Sie?" Cassan setzte die Tasse ab nnd sah den Nat mit einein listigen Lächeln an. „Da ist doch nichts ausgeprägt." „Meinen Sie?" Cassan amüsierte der Rat. „Alles höchstens angedeutet." „Wenn es sick) nun aber gerade nm das Angedeutet handelte? Herr Nat, he? Ihr liebt die schönen klaren Fälle wie die Ärzte, so einen richtigen Krebs oder ein GesclMür, wo es tüchtig zu schneiden grbt. Bei uns handelt es sich gerade nur nm das nur Angedeutete." „Und was hoffst du denn eigentlich besonderes Angedeutetes in deinem Emirsohn zn finden, Viktor?" fragte .der Schwiegervater, Kollege Moseli, seine Brust blähend und die Stirne in überlegene Falten ziehend. „Dock) wieder einen Emir?" „Sehr fein beobachtet, Schwiegervater — jedem» falls keinen Feldmann " Cassan wieherte vor Lachen. „Viktor wird jedenfalls die Einwirkung der völlig veränderten Lebensart im Käfig anf die Naa> kommenschaft interessieren," erklärte Fran Cassan. „Nicht wahr, das leuchtet dir ooch ein?" Cassans Gesicht drückte die höchste Freude ans. „Ja, nieine Marianne, die beobachtet! Die inacht euch alle noch zu schänden." „So, meinen Sie? Na, da kann ich Ihnen ein schlagendes Beispiel ans meiner Praris anführen." Der Rat erhob fich jetzt und stützte beide Hände auf den Tisch, als ob er im Gerichtssaal spräche. „Einen Mann, dessen Vater ans einer solchen notorischen Verbrecherfamilie stammt; aber wie ich eben be? merkte, in feiner frühesten. Jugend seinem Lcbens-treise entzogen, ein äußerst tüchtiger Mensch wurde. Tor Mann war 25 Jahre Werkmeister in den Grn< sonwerken, bei tadelloser Führnng. Vor drei Jahren hatte ich seinen Sohn zn verhandeln. Ein Genie, wie man von allen Seiten hörte. Er harte als junger Mensch von 18 Jahren eine Kuppelung der Eisen-bahnwagen eiligereicht, die von höchstem Scharfsinne zeugte. Der Mann fiand als ansgeinachter Vagabund vor mir, ein Verbrecher vom Scheitel bis znr Sohle! Er hatte seinen Freund und Stubennachbar ausgeraubt und wäre ail ihm auch zum Mörder gewor» dm, dem Schmiedehammer nach, den er zu der Tat mit sich genommen, wenn der andere nicht das Glück gehabt hätte, dlV Nacht in einer Kiuipe znzubringen. - Wenn Sie nicht glauben, kann ich Ihnen die Akten ,Stnbensand' vorlegen." Cassan zuckte ans. „Stubensund, sagen Sie? — Stnbensand!" „Ja, so heißt der Verbrecher. Sollten Sic ihn bereits schon in das Bereich Ihrer Untersuchnngcm gezogen haben? — Tann warne ick) Sie vor dem Mensche. — Mall ficht ihm den Schurken nicht an, der er in Wirklichkeit ist." (Fortsetzung folgt.) wanderte wie bei den Ariern der Urzeit oin Teil seiner Söhne aus; ill späteren Zeiten wurde cnt» weder durch Anknüpfung neuer Handelsbeziehungen mit noch nnbekannten Gebieten ueuer Verd'ienst oder durch Errichtung von Pflanzstädten nnd Kolonien für dcn Überschuß der Bevölkerung Abfluß geschaffen. Soweit wir in der Geschichte der Völker zurück-gehen, stets finden wir, daß der Kanfmann der bei weitem noch nicht genug gewürdigte Träger und Vermittler der Kultur zwiMn den verschiedenen Na-tionen Niar. Die kriegstüchtigsten Völker vermochten denn anch, wenn sie nicht gleichzeitig tüchtige Kauf» lente warcn, alls ihren Erobernngen keinen danern» den Nntzen zn ziehen und ihre Macht schwand denn auch meist rasch dahin. Verfolgen wir den Weg, den der Handel voll den ältesten Zeiten her nahm, so sehen wir, daß die Wiege des Handels nnd der Kultur in Vabylonion lag. Die Semiten unterwarfen dieses von den Akt'adern und Sumericrn bewohnte Land und die Erfindungsgabe dieser, vcrbnnden mit dem aufs Praktische gerichteten Geschäftssinne jener, ermö'a> lichte bereits 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung eine Kultur, die heute noch unsere Bewunderung erregt. Da die Natur dsm Lande Holz und Steine versagt hatte, so erfand man den Backstein und ver> landete Asphalt als Mörtel und so erblickte in Ba« bylon die Baukunst das Licht der Welt. In weiterer Folge entwickelte sich hiezu die Kunst des Zeichnens nnd sodann die Schrift, auf die fowohl die Hieroglyphen der Ägypter, als auch unsere eigene Schrift zurückgeführt wird. Die Niesenbanten wurden dul-ch unterworfene Völker im Frondienste verrichtet mW so wurde zur genauen Negelung der Arbeitszeit die Wocl>e mit sechs Werk« und einem Nnhetag, dem Sabbat (vom assyrischen Sabbattu - Rnhe, Feier) nnd die Tageseinteilung mit 24 Stunden festgesetzt. Zur Pflege der Landwirtschaft wurde ein großartiges Kanal- und Berieselungssystem angelegt, der Handel wnrde durch Straßenanlagen, Stromreguliernngen nnd Kanalanlagen gehoben nnd ans der Stromschiff-fahrt entwickelte fich die Seeschiffahrt nnd damit der eigentliche Großhandel, der Ströme von Gold aus Indicn ins Land brachte. Bankhäuser niit weitver' zweigten Verbindnngen entstanden nnd die babylonische Sprache war die Handelssprache der nmw0ll> nenden Völker jener Zeiteil. Daß Babylon bereits oie Edelmetalle als Zahlungsmittel venvendet (Schamasch-nopischtim, der Noah der babylonischen Sintflutsage, nimmt „sein Gold unid Silber" an Bord), die Zinsen und den - Wucher in seinen ansgcbildotsten Formen kannte, ist nach dem Vor« gesagten geradezn selbstverständlich. Babylons Knltur verfiel, doch .Handel und Knltnr hatten bei den Ägyptern und Phöniziern eine nenc Pflegestätte gefunden. Der Handel zur See blieb alll'rdings den Phöniziern überlassen, denn ein Ab?rglanb<.> der Ägypter — das Meer und alles Dazugehörige galt als unrein ^ verhinderte sie lange die Schiffahrt zu pflegen. Nun schen wir im Mittelmeer einen übcranS reichen Han» del nnporblühcn. Vor allein sind es die Phönizier, die sich als Kaufleute und Seemänner ganz außer» ordentlich hervortun. Sie gründen Pflanzstädte in großer Zahl, darunter Karthago, pflegeil regelmäßige Schiffsverbindungen mit Tnrsis (Spanien), dem Peru der alteil Welt, dessen reiche Silberschätze sio in Südarabien, da Silber dort wertvoller als Gold, mir doppeltem Gewinne zu verkaufen vermögen. Nach dem Falle Tyrns' übernchmei Griechen und Kcrr» chager den Handel Phönizicns. Griechen legen im Schwarzen M,:l>!iln<> cll'li.^tvo" ulit deu Sitzell in Godovic- iiu Bezirke Loitsch und in Großlack im Bezirke Nudolfswert. uach Inhalt der vorgolegtcu Statuten, im Sinne des Vereiusgesetzes zur Kcnut-uis genommen, —^. — (Fachv or träge über Weiubau.) Das k. k. Weiubauiuspektorat fiir K'raiu veranstaltet im Laufe des Monates März Vortrage über Weinbau, verbunden nut praktischen Demonstrationen im Nebschuitt, Nebveredlung usw., uud zwar unterrichtet öer k. k. Weiubauiuspektor V. Skalicky in folgenden Gemeinden i aiu H, März vormittags iu Höuig-stem, am ^l. vormittags in Nasse.nfnß. am 9. vor-unttags iu Tröiüee. ain 1(). vormittags in Iohaiiiiis-tal, am 11. vormittags in Natschach, am 17. nachmittags iu StoM, a,n 19. früh iu Hl. Kreuz bei Littai, am 21. nnchniittags in Ober-Nnßdorf und am 25. vormittags iil Primskau. Der Weinbaiiassistent V. Skubec unterrichtet a,,u 1. März vormittags in Trcbelno, am l> vormittags iu Hof, ani 4. nach« mittags iu Bu<-ka, am 5. vormittags in Vriindl, nachmittags iu Arch, am ^. ilach»iittags in Suhor bei Mottling, am 9. vormittags in TscheruembI (bei der staatlichen Nebaulage), am 10. nmchmittags in Maierle (deutsch), am 11. nachmittags in Straße»-bcrg, aiu 12. vormittags in Dragatuk, am i:i. vor-mittags in Kälbersberg, a,u I^l, vormittags iu Döb-litsch, am 15. vormittags ill Wemitz. a,ni' 16. vormittags iu Alteninarkt bei Gottschee, aru 20. nach-mittags iu Pöllaudl (deutsch), am 21. vormittags in Töplitz, ani 2<1. vormittags in Vuje bei Ko5a»a ((sllbv. Nebali läge) und am 25. März iu Ober-Vreme in Innerkrai». Die Vorträge werden womöglich in Schulgebäuden und die praktischen Demonstrationen in Weingärten, respektive Nebanlagen, abgehalten werden. — (Sch w u r g erichts v e r Hand l u n g e u.) Gesten faudeu uuter dem Vorsitze deö Herru Oberlandesgerichtsrates Julius Polec zwei. Verhand^ lungeu statt, bei denen Herr Staatsmiwalts-Snbstitnt Dr. Anton Nogina als Ailtläger ftiugierte. Die erste! Verhandlung wurde gegen deu 19 Jahre alten Schuhmachergehilfen Johann ^libic iuid deu 2l> Jahre alten Keuichlorsiohn Franz Gregora?, beide aus Nendorf, Gerichtsbezirk Idria, lvegcu schnxrer törper-lichcr Beschädigung durchgeführt. Sonntag den 2l!. August llM kaiu >!ubic iu Gesellschaft oe5 Iohan.l Lazar und uoch eines anderen Blirschen inv Gasthans der Maria Sedei in Neudorf. Hier befand sich auch Franz Gregora<', Sohu oe^ Andreas Gregors, und setzte sich zu ßubic und semer Gesellschaft, zu der sich hierauf auch Frauz Gautar gesellte. Diese Gesellschaft gefiel nicht dem Vater dec, Gregom^, der sich im ersteil Zinmier mit anderen Vaueru befaud uud sich öfters ms zweite Zimmer über die Bnrschcn ärgern tain. Als die Burschen kubic, Gregorae, Üazar u»ld Gautar iu später Nachtstuude das Gasthaus ver-lies;eil uud singend deu Heimweg antraten, holte sie Andreas Gregoraö ein und ärgerte sich darüber, daß !ie seinen Sohu so herumzicheu. Als sich Andreao Gregory ein weuig eutferi^te, sagte dessell Sohn Franz Gregory zu seinen Gefährten: „Weiln jemand noch Blut in sich hat, gehe er ihm uach und schlage ihn". Es war nicht notwendig, die Aufreizung zn wiederholen, denn Älbic ergriff sofort eiu Holzscheit und ging dem alteu Gregoraö nach, ereilte ihn vor dein Hause der Fmnzista Iakonieli uud ixrfetzte ihjm einen Schlag auf die Stirne, so daß Gregory zu Boden stürzte und durch mehrere Stundeu besinnungslos war. Er hatte eine schwere Beschädigung und zugleich eine Gehirnerschütteruug erlitten; auch war seiu liilteo Auge derart verletzt worden, daß oer Mal) Uhr abends hat der Beschuldigte, in Zwischeulvässern auf den Bahnhof geheud, auf der Straße die Brüder Michael u>ud Nudoilf Örne augerelupelt und denl Jakob Lotriö gegeil über benlerkt, daß er sich vor ihnen nicht fürchte, insbesondere vor deu beiden erstgenannten nicht. Als er zum Hause des Michael (''rne kam, sagte er: „Woun du eiu Messer hast. so schlage mich". Orue stieß ihu voll sich, wobei er bemerkte: „Gehe lieber auf den Vah»hof die Fahrkarte holen und räsoniere »licht hier". Als ihn l'rue vou sich stieß, fiel Gelier zu Boden. Keber, der sich erhob, ging dem Michael ('rnc und seinen Gefährten nach, sprach anfänglich ruhig mit ihnen, hierauf aber trat er zu Michael <''rne und stieß ihn mit dem Messer in die Stirne, so daß es ins Gehirn drang. Daraufhin ergriff er die Flucht auf deu Aahuhof imd fuhr uach Aßling, wo er iu der Fabrik Sava in Arbeit stand. Michael örne 'ist am 1. Dezember lWli gestorben. Der Beschuldigte ist der Tat geständig und Ix'nierkt, er habe sie im Zorn verübt, weil ihn Michael ('rne gestoßen habe, so daß er zu Boden gefallen sei. Keber, dessen Verteidigung Herr Advokat Dr. Frauz To-min^ek führte, wurde zn !^/.> Jahren schweren, mit ei»em Fasttage und hartem Lager allmonatlich verschärftcjm Kecker sowie zu einsamer Absperrung ^ in dunkler Zelle am 18. November jede» Ctrafjnhres verurteilt. -1. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern abend gegeil l() Nhr 55 Minuten verzeichnete» die mechanisch registrierenden Instrumente eiue Erschüt teruug vou örtlichem Charakter, die aus dem nächsten Nachbargebiete ausgestrahlt wurde. Der Hauptaus schlag betrug !) Millimeter: Ende der sichtbaren Aus zeichnuugeu gegen 10 Uhr 57.Minuten. Sollte dieses Beben von Persoueu wahrgenommen worden sein, so waren der Warte Mitteilungen darüber sehr erwünscht. ^ An den photographisch registrierenden Horizontalpendeln hält die Unruhe seil vorgestern an. ' (Ein Betrüger verhaftet.) Am 15. Jänner d. I. elrschieu in einem hiestgeu Maum faktlirgefchäfte. ein 17jähriger Bursche und entlockte unter der Vorspiegeluug, ftin Dieiistgeber, ein Eisen-Imildler, lvolle für seine Knechte als Neujahrsgescheuk nlehrere Kleider macheu lassen, Zehn Meter brannen Stoffes nnd ein Meter grüne» Samts im Gesamtwerte von 116 K. Da der Bnrsche dem Geschäftsführer verdächtig schien, sandte ihm dieser zlvei Lehr linge uach, aus deren Augeu aber der Bursche, als er sie auf der Gruberstraße bemerkte, plötzlich verschwand. Alle Nachforschunav» nach dem Bnrschen bliebeil erfolglos. Eines Tages erhielt nun die Polizei vom Gendarmerieposten in Dam/ale ein In-vigilierungsschreibeu, worin »ach dem 17jährigen Schnliedkhrlinge Karl Vidic geforscht wuroe. Dieser Vidic hatte auf deu Namen feiues Meisters Franz Vidmar dem Fleischhauer Ailtol: Videmßek in Aich sonüe denl Besitzer Johann Gvardia iii Vir 20 K lierausgeschU'ilidelt iliid sich danu g>.'s'lüchtet. Weil, man i» diesen! flüchtigen Burschen den Betrüger von hier vermutete, bcjgab sich zufolge A/uftrages des Polizeidepartemeuts ein, Polizeibeamter nach Dom--5ale. der feststellte, daß Karl Vidic von dem herausgelockte» Stoffe eine» Anzug trägt uud daß er seiueni Meister hievou eineinhalb Meter verkauft hatte. Wie uuli nachträglich erhoben wurde, hatte Vidic der Wirtili Johanna Flere uud ihrer Schwester in Deppelodorf füuf Meter dieses Stoffes im Werte voll 14 K l>0 j, verkauft. Der Betrüger hatte fchon zu Weihnachten auf den Namen Loiar bei einem Hau delsinann acht Meter Stoff uud eiu Meter Flaneil !>u Gesamtwerte von "12 K bestellt: die Ware kan^ aber nicht in seine Hände, sondern wurde durch den Empfänger, der tatsächlich nichts bestellt hatte, dein Eigentümer zurückgestellt. Diescrtage wurde uuu der Betrüger iii Cilli durch ciueu Sicherheitswachmanu, demgegenüber er sich Franz Cotmann nannte, angebalten nnd verhaftet. — (Das Panorama International) am Pogaöarplatze zeigt iu dieser Woche eine sehr iuteressaute Neise iu Chile über die Kor-dillereu. Dieser Weg geht von der Bahnstation Uspallata aus, führt über die ganz vegetationslosen Gebirge zu der 892l> Meter übeir dmu Meere gelegene Gre»ze zwischen Chile u»d Argeiltinien und danii weiter bis Zur Stadt Valdivia. Hier sind besonders beachtenswert die denkbar primitiven Bahn Höfe, Hotele uud Nachtherbergeu. Die weitere Neiso zeigt uns deu Bahnbau durch dunile Urwälder bis znr Station Nrica, mit dem moderueu Zollhause und eiucr z>uar kleiiieii, aber hiibsche» Kirche. Auf dieser Strecke sind die Einwohner bei landwirtschaftlichen 'Arbeiten zu sehen, wobei sie sich auch der Mähmaschine» bedieuc». — Die Bildorseme ist schr be-mei-kenswert und deshalb deren Besuch bestens zu empfehle». — Nächste Woche: Das Wunderland I u die u. — (Das Pauora > ua - K o> s u t o r a, nr a) am Nurgplatze hält iu dieser Woche Bilder aus Griechenland ausgestellt. Die Aufnahmen sind außergewöhnlich gelungen und stellen dar die Stadt Atheil mit ihren prächtigen Gebäuden, den vielen, mei,st »och gut erhaltenen Überresten der altem Tempel uud Theater, dann folgt die Insel Corfu mit ihren Merkwürdigkeiteil und speziell mit dem Schlosse Achileio» und de» dazu gehörigen Park anlagen. Diese Vilderserie gehört zu de» besten, die bisher in diesem Panorama gezeigt wurdem. — (Vom Cyrill- und Methodver eiue) erhalten wir die Mitteilung, daß den aus schließlicheil Verkauf der Vereinsansichtskarten sowie deis Nationalstempels die Firma Ivan Bouaö in Laibach übernommen hat. (Die G eu er a l ver sa m »> l n » g des St. I o s e f - Be grä b » i s vc r e in es in Lai-b a ch) findet Sonntag, deu A. März, um l) Uhr vormittags im kleineu Saale des „Mestui Dom" statt. Vor der Gcneralversammluug um halb 5! Uhr früh des gleicheu Tages wird für die Vereinsmit glieder ill der Herz-Iesukirchc eiue feierliche Messe zelebriert werdeu. Da für die weitere Eurwickluug des Vereiues wichtige Anträge auf der Tagesordnuug stehen, wäre eille vollzählige Beteiligung der Ver-eiiismitglieder erlviinscht, —l. ^ (F e ii e r wehr in Gott s ch r e.) Die Henrigen Wahlen in den Ausschuß der städtischeu Felier-ioehr hatten manche Neubesetzungeu zur Folge, die sich teils wegen freiwillige» Niicktrittes, teils wegeu anderer ^tiicksichleil notwendig machten. Es wurden gewählt die Herren: Adolf Fornbacher zum Felierwehrhauptmaun: Gottlieb Marek zn dessell Stellvertreter: Franz N om zum Schriftfichrer: Josef H ö >l i g Ui a n ll zlllli Zahlnleister: Johann N o w a k zunl Steigerobiiiann: Hans M ache r zu desseil Stell-Vertreter: Alois Ja klitsch zuin Spritzeilobmann: Josef Prenner zu desse» Stellvertreter: Frauz Preuuer zuni Schutzobmanu: Georg Höuig-mann zu desse» Stellvertreter: endlich Gottfried Barte lme zunl Neqilisitenineister. Die feierliche Angelobung fand aui 2^l. d, M. in, Hotel „Zur Post" statt. (Unfall bei m Holzverf ü hre ».) Am 25. d. M. »achmittags verführte der Besitzer ^gliaz TlliNk ans Unterlog. Ortsgemeinde Noßbück>el, aus der oberhalb der Ol-tscliaft Sava gelegeneii Waldung Holzstämme zur Eisenbahnstation Savn. Unter wegs rutschte er aus uud geriet unter den Wagen, wobei ihm der linke An» fast vollständig zermalmt wurde, so daß er ihm wahrscheinlich wird abgenom men werde» müssen, —ik. Laibacher Zeitung Nr. 49. 433 28. Februar 1907. — (Post-Automobil fahrt zwischen Gnrkfrld und N n d o l s swcrt.) Übcr Ini-tiativc dcr k. l. Postdiicttion in Triest fand gestern bei der V^irlshcmptmamlschaft in Gurlseld ein,,' Vc-ralung, betreffend die Einfiihrnng dl,'r Autanwdil-fahrt ans der Strecke Gm-kfeld-Lmrdstrah-St. Bar-thclnni-Gurkf^ld statt, Hiezn waren nebcn dcni Ver° tretcr d<'r k. f. Postdiroltion in Tricst, Herrn Tr. Slejko, dk' Genicindoomstcher nnd dic Geincindc-rcrto von Gurkfeld, Lanöstras; und St. BaM)eln,a erschienen. Altc Gcincindcn spracheil sich für dio Einführung dcr Automobile ans, nnr konnton sich die Teilnehmer über di<> von der Postvcrwalttmg vev langte Garantie, mangels an präzisen Forderungen, noä) nicht einigen und das Weitere wird in schriftlichem Wege vollzogen werden. Falls es zu einer Einigung kommt, so werden von der Postvenualtung für diese Streck drei Automobile il 20.lXX) l< zur Anschaffung gelangen, die, in Form von Omnibussen, fiir 20 Passagiere Platz haben lverden. Jeder Passa-yier wird 15 Kilogramm freiem Gepäck nnd 50 Kilo-gramen gebührpflichtigeZ Gepäck mitnchnv.'n dürfen. Täglich werden zwei Wagen ab und nach Gnrtfeld, bezw. Nudolfswert, und zwar gleichzeitig, abgehen, 1o daß sie sich wahrscheinlich in Landstraß trenzen weiden. Für jeden Kilometer wird eine Gebühr von etwa 0 n zn entrichten sein; somit dürfte die» Fahrt von GnN'feld nach Nndolfswert auf 2 X 40 l> zu stehen konvmen. ^ (A n d e r V ü r g e r j ch n l e i u Gurk -feld) findet ein vom f. k. Ministerium für Kultuo und Unterricht subventionierter Vuchhaltungst'urZ für Meister statt. Der Kurs dauert drei Monate. Den Unterricht besorgt Herr Direktor Dr. R om i h. — (Von der Krainburger Musikkapelle.) Man schreibt uns aus Krainburg: Der neue Kapellmeister, Herr V. F. Faltis, ist am ^l d. M, hic> eingetroffen und hat sofort die hiesige Musikkapelle wieder in5 Leben gerufen. Herr Faltis, ein Prager Konservatorist, hat in Laibach lvim Lan 5estlMter, dann als Militärkapellmeister in Vnl «aricn. als Garde°Kapell,neister in Petersburg und zuleyt nlc. Hostapelllueister in Kairo gewirkt. Cr ist im Äesitze von sicbeu hohen Aufzeichnungen. " (Verlo r e u) wurde ein goldene; Anhängsel, ein GeldtäsäM'n nnt 5 l<, ein grüne? Geldtäschchen niit ,l2 X, ein Geldtäschckx'n nnt 18 l<, zwei Zwauzra-kronen-Noten und eine silberne Damenuhr. * (Gefunden) wnrde eine silberne Brosche, semer eine bnnmo Boa. Theater, Kunst und Meratur. ** (Dent s ch c N ii h n e.) Herr Dr. Tyrolt spielte gestern den biederben Vertreter prächtiger Ge-sinnnngstüchtigleit und ehrlicher Überzeugung, Dr. Prutz, in Witteubauers Stück aus dein ataoe.mischen Leben „Der Privatdozent" uud nnt seiner hinreißenden Darstellung erlebte anch die Dichtung .'inen neuen, großen Erfolg. In packen'der, temperamentvoller Weise, mit herzhaftem Überquellen langver-halwneu Grolles, zog Dr. Tyrolts Pmch gogen die akademischen Schäden, brüchige Überlieferung, Strebertum uud „Inzucht" loo; seine Worte kamen cw5 vollem Herzen und fanden den Weg zum Herzen. Doch alle Bitternis gerechten Grolles vergoldete der befreiende Humor, iener köstliche Humor, der uuter Tränen lächelt! Den Hühepnnkt en-eichte die Leistung tes Künstlers in der großen Szene, da er der Witwe seines Freundes sein volles Herz ausschüttet; wer sowie nach dem geradezu elementar wirkenden Aus-wnch flammender Entrüstung über die Niedertracht seiner Kollegel' bei der Ernennung des Lukanus, Wurden dem Künstler begeisterte Ovationen vom Publikum gebracht. Herr Weyrich gab den natur. wüchsigen Privatdozentcn etwas zn abgeschllffeu und weltmännisch, sonst aber mit eindrucksvoller Warme und frischer Ungezwungenheit. Herr W o n g e r zeich riete den streberischen Dr. Lukanu5 einfach uud na-türlich und milderte das Unsympathische dieser Gestalt. Mit gewinnender Herzlichkeit gestaltete Fränlem Hold dao bescheidene Matchen, schlicht und gemütlich Frau Urban ihre Mutter. Fräulein Nau. scher gab sich ,nit der wenig dankbaren Nolle der oberflächlich gezeichneten Salonschlange viel Muhe, Herr M a I, r sprach den Hofrat mit der Würde und dein Anstand des gebildeten Mannes, Fräulein Er notti fand sich mit der larmovanten Nolle seiner verzogenen Tochter entsprechend ab, das Professoren, lollegium war durch die Herren Va stars, Hölzer uud Mollik gut vertreten. - Das Theater war sehr gut besucht und es beehrte Herr Landes Präsident Theodor Schwarz die Vorstellung nut seiner Anwesenheit. '? — (Konzert Leopold Godowskn.^ Dieser von der gesamten ,^'itik Europas nnd Ann« rikaH als auf der höchsten Stufe vollendeter Künstler-schaft stehend bezeichnete Pianist wird auch unserer Stadt seinen Besuch abstatten nnd veranstaltet am 12. März in der Tonhalle der Philharmouisclien Gc« sellschaft einen interessanten Klavierabend. Der Künstler hat ein gaiH eigenartiges Programm gelvählt, in lWlchem sowohl alte als auch neue Klavienoerke zum Vortrage gebracht werden. Die seit Rubinstein in Nonzertsälcn fast nie mehr gehörte Sonate von 5l. M. v. Weber in .Vs-dur, ein in edelste! Noman tik getnn6)tes Werk, ferner Stücke von Name au, Corelli, Schobert, dann das selten gespielte „Allegro de Concert" und Tarantella von Chopin stehen auf der Vortragsordnung. Besonderes Interesse rufen in allen Städten die Bearbeitungen Go-dowstys der großen Etüden von Chopin hervor, deren kontrapnnktlscl>e Behandlnng durch Verquickuug zweier Etüde» in eine, so zwar, daß er sozusagen zwei verschiedene Etüden g!leichzeitig spielt, geradezu als beispiellos kunstvoll bezeichnet wird. Der Künstler wird eines der prachtvollen Maviere von E h r b a r spielen. ^ Den Kartenverkans hat die Musikalienhandlung Otto Fischer übernommen. Telegramme its l. l. kleMtN'VmesDztnz'VnreM. Todesfälle. Wien, 27. Febrnar. Hofschanspieler Lewinsky ist heute vormittag gestorben. Wien, 27. Februar. FML. 5larl Freiherr von Dlau Howe sky, der letzte Obersthofmeister des Herrn Erzherzogs Otto, ist heute nacht gestorben. Der Untergang dcr «Imperatrix». Trieft, 27. Februar. Vom >iabincttsdirektor Seiner Majestät des Kaisers ist heute im Präsidium des österlvichischen Lloyd folgendes Sä)reiben eingelangt: „Seine Apostolische Majestät haix'n die Berichte über das schwere Unglück, wslchem der Dampfer ,Impcratrir,' zum Opfer gefallen ist, nnt aufrichtiger Teilnahme zur Kenntnis zu nehmen aerillit. Im Allerhöchsten Auftrage beehre ich mich nunmehr, das geehrte Pläsioiiun zn ersuchen, mir, sobald die Folgen der Katastrophe abzusehen sein werden, eine Mitteilung gefälligst zutonmieii zn lassen, ob und in lvelcher Höhe etwa eine Allerhöchste Unterstützung zur Linderung der momentanen Notlage der durch diesen Unglücksfall getroffeneu Lloyd-angestellten und ihrer Hinterbliebenen allorunter-tauigst in Antrag zu bringen wäre." Die passive Resistenz dcr Bahnbedienstcten. Trieft, 27. Februar. Die passive Nesistenz der Staatsbahnbediensteten dauert an. Im Triester Frei ha,fou der Staatsbahneu wnrde der Güterverkehr eingeschränkt nn5 werden die Güter zur Beförderung nur nach Tunlichteil aufgenommen. Auf der Station St. Audrä macht sich bis jetzt die passive Nesistenz nicht besonders fühlbar. Die Persouenzüge verkehren normal uud auch die Lastenzüge erfahren keine lmv sentlichcln Verspätungen. Bei der Südbahn hält die passive Nesisteuz mit gleicher Hartnäckigkeit an. Infolge der Staunng der Güter iu den Vahnmagazinen muß der Transport teilweise schon untenvegs auf-gehalten werden. Auf der Südbahnstrecke uach Trieft macht sich die pasfive Nesistenz nicht besonders suhl-bar, stärker jedoch in Görz und in Nabresina, b.' sonders beim Pcrschubpersonalc. Der Personen» und Eilgutvcrkehr entwickelt sich normal. Man erwartet nur den Leiter des hiesigen Südbahlnnspeltorates, worauf weitere Vorkehrung^ getroffen lverden, Rußland. Petersburg, 27. Februar. Wie die „Novoje Vremja" meldet, traf gestern abend kurz vor 8 Uhr der Oberkonoutteur der großfürstliä>cu Züge, als. er die zum laiserlicheu Pavillon führende Strecke beging, eine Person, die eine Kiste nnt einer Bombe auf die Schienen legte. Der Verbrecher wurde verfolgt, eut kam aber in einem bereitsteheuden Schlitten. Uni 5 Uhr wurde der Gros;fürst Nikolai. Nikolajevi<-, der Chef des Petersburger Militärbezirkes, aus Carskoje Selo erwartet. Die Bombe enthielt 8^ Pfund Dynamit. Petersburg. 27. Februar. Mit der Erösf nung der Neichsduma am 5. März ist dcr Vizepräsi deut des Reichstages, Golubev. betraut worden. Der Eröffnung geht um 1 Uhr nachmittags ein Gottesdienst voraus. Der Reichsrat beginnt seme Sitzung am 5., März um 5> Uhr nachmittags. Verstorbene. Nm 26. Februar. Agnes Stock, Private, 73 I.. Floriansgasle 12, Lungenentzündung. — Franz Urcmlar, Tag. löhner, 50 H., Radetzlystraße 11, ^rtoi-ioneloromn. Am 27. Februar. Gertrud Lavrin, Inwohnerin, 68 I., Radehlystrahe 11, Karzinom. Im Zivilspitale: Am 24. Febru«r. Varthlmä Gorjanc, Arbeiter, 4b I., Schlagfluß. Landestheater in Laibach. 8«. Vorstellung. Gerader Ta». Donnerstag, den 28. Februar 1W7 Vlbschiedsgastspiel Dr. Rudolf Tyrolt: Großstadtluft. Schwan! in vier Alten uon Vlumenthal und Kadelburg. Anfang '/,8 Uhr. Ende 10 Uhr. Lottoziehnng am 27. Februar 1907. Brunn: 34 80 56 85 13 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W6-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. „7 2U. N. 7403 36 S. schwach heiter ^ 9U. Nb. 741 5 -0 9 windsttll . 28>7U. F. j 742 8 > -7 9' . > Nebel > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -17°. Nor« male 10°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Was ist widersinniger und mehr zu verurteilen, als »ich kränklich zu suhlen, ohne etwas dagegen zu tun, wenn selbst die geringste Arbeit mühevoll erscheint und man beginnt, allen Lebensmut zn verlieren. Hier int Scotts E m u 1 s i o n von mediz.-Lobertnm und K;iik- mid Natronhypophosphiton eines der besten und sichersten Mittel, das Kcirper- und Nervensystem zu kräftigen und neu zu beleben. Scott« Emulsion enthält nur dio besten Qualitäten der Bestandteile, ist ein unübertieff-liches technisches Nährmittel und bringt rasch neuen Mut und neue Lebenskraft. 4206 j 4—4 Der Fischer mit dem großen Dorsch ist das Garautieaeichen fUr das echte Scottsche Vorfahren. Hei Bezugnahme auf diese Zeitung und gegen Einsendung von 75 Hellern In Briefmarken werden Proboflaschen franko versandt von Franz Steinschneider, Apotheker. Wien, IV., Margarethenstraße 31/94. Preis der Original-Flasche 2 K 50 h in allen Apotheken kanflich. StoSS** t^erall zu hiben! unentbehrliche Zahn-Creme erhält die Zähne rein, weiß und gesund. Ein Nollsmittel. 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Die notierten Kurje verstehen sich In Klanenwährung Die Dotierung sämtlicher Nlllen und der „Diverlen Lof«" versteht sich per Stück. Gelb Ware Allgemeine TtaatS» schuld. «inheltlich« «ente: lonti. steuersrei. Kronen (Mai.Nov.) per Kasse . 9» 6ü 99-«5 dei», (IHn'IuX) per Kasst W 9« 9V 10 4 »°/, o. W. «oten (Ftvr.'Nug.) per Kasse.....»00 15 loo 85 4 l°/, e, «, Silber («lpril»0N. per «afie ...... l dft. Investition«. Rente, stfr. »1. per Kasse . 3'/,°/. «9 ,0 89 8« Gist«bnhn.»tll»»«lchl>l». »elschttidnngl». Olisabelhbahn in V., Nluerfrei, zu 1N.00U sl. . . . 4°/„ ,1? ?z — -Franz Io/,<>/, l»8'00 I24'5<> »al. Karl Ludwig-Vahn (did Ktücke) Kronen . . 4 °/, s« 6b L9 e.», Nubolfbahn i» Kronentvährung, steuersr, (dlv. Ot.> . 4»/, 98 85 S9 8b Vorarlberger >t>ahn, steuerfrei, 40<» Krone» . , , 4°/» 98-?b 89 75 I« »l»«l,lchuld«lschl»!l>»n»tn lli,lftl«P»llt »lf»»»l,».AKNln «llsaveth-«. 200 fl. KVi, 5'/.°/« von 40 und »000 M. 4 ab I«»/«......ilb-05 «1« Ni Ellsabethbahn 400 und 2000 M. 4°/n........IIS ».'< ll? 95 Franz Josef-Nahn Em. 1884 (dlu. St.) Sllb, 4°/» . . 99 A iöU'5 Vallzische Karl Ludwig-«ahn lbiv. Ot.) Gilb. 4°/„ . . 9S ll, 1«0l0 Ung.-galiz. Nahn 200 fl. E. k°/<> lll 25 llA-L5 Vorarlberger Bahn Em. 1884 (div. St.) Sllb. 4°/, . . 88-vu 59'sc Staatsschuld der Länder der ungarischen Krsne. 4»/, una,. Gulbrcnte per Kasse , N3 6b 11385 4«/» detto per Ultimo „u ?o Nü 00 4°/, un«. Rente in Kronen-wahr, «frei per »»„e . . 95 05 95 2b 4°/, detto per Ultimo «5 10 kb3l 3 >///,, betto per «asse . «4 i!5 84-4b Ung. Prämicn.Anl. t^ loo sl. . »l>«'- »u«- betto 5 bü sl. . ^N0— ltN« - Theih-Reg.'Lose 4«/<> .... idi - lb3 -i°/, ungar. Vrunbentl..Obll8 94 60 9b'6< 4°/« lroat. u. slav. Vrunbentl.^ Obli«........Wl0 — — «ndere öffentliche Nnlehen. «o«n. Lanbe«.«nl. (biv.) 4°/u . 94 »l, 95 A» Äo«n. - herceg. Visenb. - Lande«. «lnlehen (biv.) 4'/,°/, - , 99 75 ,0« ?!> 5°/» Donau-«e«.°«nlelhe 1878 1U4 »5 iU5„k> Wiener «erlehr»°«nleihe 4°/« 9« 1b luo ld detto 1900 4°/« 99 I» l«"i5 «nlehen der Stadt Wien . . 102-80 103 8c> detto (S. od. V.) . . . 18l-4n >^-4l> betto (18U4) .... 9?-- 98-bttto (1898, ... 99'3b jO!> .15 dttt» (1800) .... 9»'<»s> N!0-0k> bett» Inv..«.) 19«» , 99-1bU'»1b ^0rstblln°«nIeben verlosb. L"/„ 99- 10« - Vulss, Staalstisenb.-Hyp.'Nnl, 1889 Gold .... 6°/« IL!» - lüi - «ulg. Stallt«. Hypothekar Nnl. 1892.....N°/« l»!i — 1«3- Veld Ware Pf«udbriefe :c. «odt!!lr..«N8,öst, ISO«! Kltb.-Inft,,Ssterr.,f.Berl..Unt. u.öffentl.«lrb,«at.^vl.4"/o 95 10 99--Landest», b, K0n. Galizlen und Lobom. b?'/, I. ruck,. 4°/u 9?bt> 98'bo V!«hr. Hvpothelenv. verl. 4°/^ l>8'75 !»9 ?ö N.'österr.i!anbe«.hyp..Änst 4"/« 9»»0 10<>»0 detlo lnN.»°/,Vr. verI.3'/,°/« 917b U2 75 dett« K..Schuldlch. verl. 8>/,<>/„ 915» 92b0 betto verl, 4°/u 99Lli 100 z^ Österr..unaar. Vanl 5N jühr. vtrl, 4°/° 0. w..... 99-»b 100 ?.>> betto 4°/° Kr..... «9 ?b 1 Fr..... 424- 4l!7 - Oilbbahn il 3«/° Iünner.Iull l,no ssr. (per Ct.) , . . 31» 10 315 ic> Sudbahn k 5<"n..... ,24 75 i»ö-?e Diverse Lose (per Stück). z«iin,licht Los«. »"/« Vobtntredit.Los, «89 276-i!5 266-25 5°/o Donau > Nennlierung«' Lose I«o fl. ö. W. ... ^zz— 2b8- 3erb.Pr2m,.«nl. v.100Fr.L°/l> 100- 1«17-- Dn»ellln»l4«l> Nreditlule 1(X) fl...... 444-- ibi- «lary.Lose 4U fl. K. M. . . 138' 144-- Olener Lofr 4U fl..... 16S— 174- Plllsfy.Lost 40 fl. N. M. . . 174 5U 184 bl Noten Kreuz, «st. Ge>. v., lu fl. 46b« 4« 5« Ruten Kreuz, «nn. Ves. v., b sl. »7 85 L9>«b «ubolf.Lofe 10 sl...... k»-- 6« - Zalm.Luse 40 fl. «. Vi. , ISü— 204-- Geld Wart lürl. G..«..«nl. Pram..Ovli«. 400 Fr, per Kasse . . . 177-90 l?8-90 detto per M, . , , ,?8-»c, 178 «c> Wiener Komm.»Lose 0. I. 1874 49?'bO za?b<» s>ew..Vch,d. 3«/<>PrHm..Schulbu. d.«odenlr..«nst, E». 1889 81— 87- «ktien. Hran»Pl!rl>Inltnuh»»»g»n. »nlsig.Tepl. Eisenb. 500 fl. . 2415 — «4üi> - Völim. «ordbahn <5N sl. . . 863- 8«4'?> VuIchl!d«>Norbb, 1000fl.KM. 560«-— K63U-Leml,..oyb.osterr.,!rieft.,5 Pran.Duxci Eifrn b. IWsl.abgst, »21-50 2^2- Ltaaieeisb, 2 S. per Ultimo 6><4 lb 685 2k Südb, 200 sl. Silber per Ultimo ,5«-- I«0 — Südnurdbeiitjä,!' Berblnbungsb, 200 fl. KM...... 4N4-Ü0 4O6-5«' lramway.Vef., neue Wiener. Prioritäts.«N!en iou fl. . —- — -Unliar. Westbahn (Raab'Oraz) lluo fl. S........ 4V8-— 4«N — Wr. LoillIv..NMen.Ges. »«1 N. 19N-------- Vonlen. «nnlo.Osterr. Banl, 120 fl. . . »15 ?ü 3i6-7i> Banlverein, Wiener, per Kasse 3N6 - 56? - detlu per Ultimo . . . b66b0 d«? l»<' Vobenlr..«nst. öslerr.,200fl.S, «N8N— 1U8^-- Nentr..«od..Krebb. »st.. 200 fl. 556 - »bs -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl,. per K«sse «79 75 6«» 75 detto per Ultimo s«1 75 682"?- Kreditbank allg. Uno,.. LW fl. . 825 50 8«S'5<> LepositenbanI, allg., 2l>o fl. . 4SS— 470 — Eslomple. Gesellfchaft, nieder» »sterr., 4<>o Kronen. . . 53» — »01 -Giro» und Kassenvereln, Wlener, 200 fl........ 467- 470- Hypolhelenbanl, isterrelchische, 200 fl. 30°/o E..... »94 - 29« - Länderbanl, SNerr., »00 sl. per Kasse....... - '- - - detto per Ultimo .... 4«4 5« 465b» „Merlur", Wechselst. .«Men» Gesellschaft, 2on fl. . . . «41— «4»-- «elb Ware Österr.'ung. «an! 14ou Nronen 1?«« - »77« — Unionbanl »00 fl...... 588 b» bl« bs Bertehrlbanl. allg., 14U fl. . »4» — «« « zn»»ftllt>zlnt»n«tz»«,,n,. «angef,, allg. »sterr., 100 fl, . ,3^'ü« l4l - VnllerKohlenbergb.Vef. loofl. ?«« - 771-— fl 447— 448 — betto internal., »oofl. 6»l- 6«»- — Hirtenberger Patr.», Zündh. u. Vtet..Fabril 40a Kr. . .l!90—>1W«» Liesinger «rauerei 100 sl. . . 280 - 2^0 — Montlln>VtItUfch.,0sterr..alplne «»o 6>> «1 6« „Poldi.Hülte", liegelguhstahl. F..U..G. 2N0 fl. ... «ll— b3ü — Präger Eisen. Ind. »Vel, «wi. 1905, 2<»(, fl......i!«42 — 2655 — Rima»Murany.Salgo>larjaner «ifenw. 100 fl..... b«850 5«»«> Talgo.Tarj. Eteinlohlen 10« fl. «07 — «11 — ,,EchlüglmühI". Pap!erf..»o«fl, 365- 370— ,,Echodnica", «,.«. f. Petrol.. Ind.. 500 Kr..... 585-- t>«5 — „Vtevrernlühl", Paplersabril unb V'V...... 468 »0 4«< ö« Trifailer Kohlenw..». 7» fl. . 28»- »8« — Türl. Tabllliegle.Vel. »00 ssr. per ttalse . —-— — — delto P« Ultimo 424 — 485' — Wafsenf..Oef., üsterr., in Wien. 100 fl........ 5«» - «« — Waggon.Leihanstalt. allgem., in Pest. 40« Kr..... —- - — Wr. «augesellfchast 100 fl. . . 170- 174 — Wlenerberger Ziegelf..«lt..Ve!. 803— 8u» — Devisen. flurz« zlchltn und Ichlck». Amsterdam....... 198 8a l»9' — Deutsche Plühe...... 1175b I17-?» Bonbon........ ^4105 l4l'3« Italienische «antplätze ... 95 35 95-55 Pari«......... »5 37» 9d b» Mrich unb Nafel..... 95 4?» 95 «0 Valuten. Dulate», ....... II »li 11« -.io-ssranlenElülte..... 19 in» 19 1»» -evlnen und Valuten. (4) Los-Versicherung. Ba.3a.lc- -u.23.<3.