(Fran?o pauschaliert.) Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. 'öchliftleilury u»b Verwaltung: Preiernova ulica 9lc 5. Telephon Si. — Ankündigungen ntinait d>« ge^en '-PtreAnnnti billigster Aebü rtn entgcgen. Bezugspreis: Vierteljährig l! halbjävrig K 48—, ganzjäkrtq It SS.—. Fürs Ausland en!!prtchend« EchShiiNff. — Einzeln« Nummern 1 Stronc. Nummer 44 Sonntag den 6. Juni 1920 2. [45 ] Jahrgang Bildung »erpllichtkt. (Eine Mahnung an die gebildeten S'ände.) Allgemein ist heutzutage die Klage, daß die Gebildeten und vor allem akademisch Gebildeten nicht mehr die Führung im Bolle haben. ES mag dahingestellt bleiben, ob sie sie jemals sicher in der Hand halten; richtig aber ist. daß ihre führende Kraft schwerlich je in solchem Grade versagt hat wie heut,, wo sie nötiger wäre als je. Denn Wissen-schaf», Sachverstand überhaupt, und weit mehr als das alles: reinere und liefere menschliche Bildung dürfen nicht länger der Sonderbesitz weniger sein; ein Volk kann ohne sie gar nicht bestehen. Es besteht heute nicht; darum nicht, weil noch nie Geist und Arbeit so weit wie jetzt voneinander geschieden waren. Beide Hausen, nach dem Gleichnis Pestalozzi«, jetzt wie in verschiedenen Stockwerken eine« und desselben Wohnhauses, wohl durch gemeinsame Grundmauern und ein gemeinsame« Dach äußerlich veieiut, aber ohne verbindende Treppen, die eine menschliche Art deS ZnsammenkommenS, ein freies Begegnen zu wechselseitiger Verständigung uud Hilje ermöglichen würden. Kein Wunder, daß sie in bitterer Feindschast miteinander Hausen, die zuletzt in Tob sucht und Zerstörungswut anSartet, da« ganze Hau« mit Einsturz bedroht, und olle, die darin find (denn herau« können sie nichl) unter seinen Trümmern begrabe» würde. Der wäre der Retter, der den Weg fände, die Streitenden überhaupt erst wieder in Rufweite zueinander zu bringen, so eine allgemeine Verständigung anzubahnen, und dann die Treppen zu bauen, die einen geregelten friedlichen Verkehr wieder möglich machen wthden. Der verstand der Verständigsten, der gute Wille der Bestwilligen, Menschlichsten müßte das vollbringen, also die am An meinen asten Ant. von Stefau Sroßmann. Ich sah einen Mann, glattrasiert, auf der Strafe in einem funkelnagelneuen Ueberzieher. Er war modisch geschnitten. mit einer Spange auf dem Rücken, Glocken-form, aber nicht |u breit unten, sondern eine mäßig geschwungene Stecke. »l« ich den Mann mit dem neuen Ueberzieher genauer ansah, da »ar e« ein «ymnastallehrer, der mir vor ach» Tage» ein Manuskript: „»uferstehung Spin»»»«, die Notwendigkeit der Wiedererweckung dc« TheiSmut' überreicht hatte. Ich grüßte ihn höflich, «her in meinem Blick mag »«hl ei» (Erstaunen über seinen funkelnag elneuen lleberzieher ,u merken gewesen sei», mein «uge hing vielleicht ja lange an dem grausch»,,» punktierten Mantel, besonder» an der Spange hinten, — genug, der Spinozagläubig« errite»«, fühlte meine» Blick noch immer, »urde mit Slut «ergossen und lief davon, »ei» Zweifel, der «thiker schämt« sich seine, neuen Ueberjieher». In ».danken weltergehend, begriff ich die« Er« röten r»st »cht. (g ist für einen geistigen Mensche» immer »in bißchen geuant gewesen, funkelnagelneue «leider ,u tragen, und ich habe «audelaire von jeher begriffen, der, wenn er einen neuen Anzug bekam, ihn mit Glasscherben abrieb nnb ihn etwaS veiknüllt« und Verdi tckie, damit dieser fatal» Eindruck .funkelnagelneu" etwa« verwischt werde. Heut» endlich ist »in neue« ele. Verstand uud Willen und an der Menschlichkeit Höchsistehendeu. Die aber sucht man aus der Hochschule und bei denen, die dort die Möglichkeit hatten, sich selbst zu solcher Höhe dc« MenschtnmS an Leib, Seele u> d Geist zu erziehen. Versage» sie jetzt — da man sie am nötigsten brauchte — dann wehe den Hochschulen und studierten Berufen! B-weisen sie aber zum wenigsten den entschlossenen Will-n, da« zu leisten, wa« die ungeheuerste Not, die je ein Volt betroffen hat, von ihnen fordert, dann werden sie wähl haft volkstümlich werde» und wird da« Volk auch alle« für sie zu tun bereit sein. Die Hochschule muß in diesem Sinne Volks-sache werden, sie muß die Offiziersschule sein für die Volkswiltfchaft, den VvlkSstaat, die VolkSer-ziehnng; doch nicht, wie die alten Offiziersschulen, vom Volke abgetrennt, sondern mitten in ihm stehend, so da« jeder zum Offizier aufsteigen, aber keiner anders al« von der Pike auf dienend zur führenden Stellung gelangen kann. Damit ist schon gesagt, daß eS Führende und Gesührte, Offiziere und Mannschaften nach wie vor geben wird, aber nur so, daß keiner führend wird, al« wer im gleichberechtigten Wettbewerb aller seine Befähigung zum Führen den der Fühlung Bedürstigeu selbst überzeugend bewiesen hat. Daß die höhere Ausbildung dabei notleide« würde, ist nicht zu befürchten. Im Gegenteil; e» würden an Zahl zwar weniger, weil nur die Bestbefähigten und -vor. bereiteten zu den umfassenderen und schwereren Studien gelangen, aber ihre Arbeit würde ganz andere Wurzelkrast beweisen, von ungleich besserem Verständnis des ganzen Volke« getragen sein, daher mit ganz anderer Wucht al« jetzt in« ganze Volk zurückwirken, e« al« ganze« zu einem höheren Stande sekllsch'geistiger und auch leiblicher Bildung hinausheben. gante» Kleidungsstück kompMnittiercnd. Ein neuer lieber,ieher, da« bedeutet fast ein öffentliches Geständnis: Ich bin unter die Schieber geganzen. Ich sah unwillkürlich auf meinen guten alten, abgenutzten Mantel, der mir seit vielen Jahren treu und warm gedient ha». Und allmählich »urde ich fröhlich. Langsam, Schritt für Schritt, rückt nämlich mein Zeitalter heran. ES kommen die Tage, wo jeder anständige Mensch einen leisen Schein von Schäbigkeit an sich Hai, e« kommen dir Tage, wo man sich schämen muß, elegant auk,»sehen. Immer »ar ich betrübt, wenn ich »o» einem alten Hut Abschied nehmen mußte. Ei» neuer Hut, da» ist ein fremde« Wese», kalt, steif, förmlich. Er sitzt auf dem «epf, ohne ihn zu kennen, ohne sich ihm hintugebe». Ein alier Hut aber, der kennt alle Buckeln und Unregelmäßigkeiten meine» eigentümlichen Schädel« und hat sich alle» Wunderlichkeiten meine» Kopfe« in» geschmiegt und »»gepaßt. E» ist eine Ehe da droben, wärmend und voll gegenseitige» ««rständnisse». Nicht» Langweiligere» al« die tadellose Krempe eine» neue» Hute«, »der ela alter Hut, der hat von meiner Hand unwillkürlich revolutionären Schwung oder pessimistische Düsterkeit empfangen. Sin »eucr Hu« kümmert sich um meine Weltanschauung nicht, aber ei» alter fitzt da droben, al« Fortsetzung meine« Hirn«, fröhlich au« der Stirne »der deprimiert bi« >u den »ugenbrauen; ihm ist mein Lebe»«schwu»g, mein elan vital, wie Bergso» sag», imprägniert. Lei, mir. wie bei» alter Hut auf dir sitzt, und ich kenne dich. Nur so ist geistige Führung möglich. Denn Führung hat nur Gi»n, wo auch ein Wille der Gefolgschaft vorhanden ist. Und nur so gibt e« ein „Voll"; das Wort besagt „Gefolgschaft". Beise« aber. Führe» wie Felgen, fordeit Geist. Denn nur der Geist vernimmt den Geist, und nur, wer ihn vernimmt, folgt ihm willig. Hcute freilich ist der Geist dein Volke ul'.v«rnehml>ch gewo.de», er spricht zu ihm wie in einer fremde» Sprache, darum hat e« ihm die Gefolgschaft ausgctäudigt. Aber die Lc>«. sagung deS Volke« von du Führung de« G.iste« Ist nur die Antwort auf die LoSsagnug des Geiste« vom Volk. Diesen Riß gilt eö zu heilen, die zeriisseae Volkseinheit von innen wiederherzustellen. Da« kann nur geschehen durch Selbsttat. Gerade darin mllß'en die „Geistigen" vorbilolich vorangehen. Dann würden sie wahlhaft die Führenden sein. Selbst geistig frei, müßte» sie da« Bedürfnis fühlen, nur Freie um sich zu sehen. Wenn da« Volk ader erst daS nicht bloß sagen hört, sondern spürt und an sich selbst erfährt, daß keiner imhr frei sein will um den Preis der Unzufriedenheit der andern, dann wird e«, selbst begeistert, der Führung de? Geiste« solgen, weil e« weiß, e« dient zu seiner Besreiurg und nicht zu seiner Knechtung. Daun ist der Riß geschlossen. Dann werden wir wieder eine gemein-same Welt bewohnen, während wir jetzt, wie Träu» mende, nein wie Irrsinnige, jeder in seine wirre, wüste Trugwelt eingekerkert, in allem Wahn de« Freisinns in Wahrheit nur elende Gefangene unsrer Trugvorstellung sind. Frei durch die Befreiung aller!, da« sei die Losung. Erringen wir da«, dann ist de« Dichter? Sehnsnchtstraum erfüllt: Daß ein liebendes Volk, in de« Vater« A.men gesammelt, menschlich freudig, wie sonst, und ein Geist allen gemein sei ... . »nd e« darf die Klage verstummen: Alte Hüte, alte Stiefel, alte Kleider, liebe ika-meraden, Schicksalsgenossen, Leben«-Mitkimpfer. Wie rob waren wir ehedem gegen euch. Wie viele geliebte alte Hüte hat mir meine Mutter heimlich entwendet und »eggeschleppt! Wie viele treue «leider, von der Geliebten gestreichelt, in der Arbeit stumm duldend, wanderten hinter metnem Nucken zum Trödler, roch i» der Mitte ihrer Leben«»«!». Wie grausam »ar man gegen Schuhe »nd gerade dann, wenn ihre Hingebung den höchsten Vrad der Anpassung erreicht hatte. Immer hab' ich, »enn ich abend« mcine guten alten Sch»he vor die Tür stellte, da» Gefühl gehabt, al» wär'» ei» Stück von mir, und je uneleganter der Stiefel »urde, desto mehr «ar e» mein Stiefel ge»orden. Jede Dehnung de» Leder» — da« »ar ich. Nie habe ich die Kleidervolpgamiste» »erstände», mit ihrem Harem von Hüten, Stiefel», Kleider», die alle sehr gepflegt, sehr hübsch, sehr sauber »aren — aber ohne den inneren liebende» Zusammenhang, de» ei» braver Mao» mit sei»«» Sache» hat. Slrtndberg sagt et»«al: Ich »,r den Frauen nie »»treu, denn ich habe immer eiae »ach der anderen geliebt, »ie zwei »u gleicher Zeit. So treibt'« der a»ftändi>-arme Mensch mit sei»«» Kleider». E« ist immer ein reines monogame» verhält»!». Ei» Paar Schuhe nach dem ander». S» wird «ll«ihllch kompromittierend, elegant »u sei». Der anständige Mensch trägt stch mit ei»em Schimmer von Schädigte it. Guter, alter weicher Hut, du bleibst bei mir bi« an dein Lebensende! Sci'.e 2 Aber weh, e« wandelt in Nacht, es wohnt wie im OrkuS Ohne Göttliches unser Geschlecht. An» eigene Treiben iiub sie geschmiedet allein, »nd sich in der losenden Werkeatt Höret jeglicher nur, und viel arbeiten die Wilden Mit gewaUizem Arm, restlos, doch immer und immer Unfruchtbar wie die Fuiicn bleibt die Mühe d.r Armen ... . Bis. er wacht vl'm ängstigen Traum, die Seele dr» Menschen Ausgeht, jugendlich froh, und der Liebe segnender Odem wieder, wie vormals oft, bei Hella» blühen-d.n Kinder» Wihet in neuir Zeit, und über fleierer Stirne U S der Geist der Natur, der scrnhei wehende, wieder Slille weilend der Gott in goldenen Wolken erscheinet .... Sir Lage i» Der Lschrchoslonmkri. Aufi Prag wird un« geschrieben: Mittwoch, den 26. Mai 1SS0, ist die tschechische Nationalversammlung — der eS eine günstige poll-tische Konjuktur vorübergehen) gestattet, sich „die tschechoslowakische" zu nennen — zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten. Die kurzen Berichte, die im nahen und nächsten Auslande über diese erste Sitzung gebracht werden, lassen an ihre« mangeln-den Schwung und in ihre: Kälte am besten aus die geistige Atmosphäre schließen, in der diese Bersamm-lung von Unzusriedeuen und Unwilligen abgewickelt wurde. Es ist dem Beschauer fast, al« sehe er ein Stück sterbenden Altösterreich». wenn er dieses ganz junge parlamentarische Gebilde an der langsamen Arbeit sieht. Daß diese nicht allzu flott von statten geh«, nimmt angesichts der aphoristisch kurzen Reden einer Opposition von Deutschen, Magyaren, Polen und Ruthenen, die mehr alt die Hälfte der Gesamt« bevölkerung diese? unnatürlichen, alllrneuesten Völker-slaates umsaht, nicht wunder. Aphoristisch kurz, den» ei handelt sich bei diesen Reden bloß um Zwischen-rufe über das Thema: „Gebt den unterdrückten Böller» die Freiheit I" Die Abgabe einer offiziellen, staatsrechtlichen Erklärung durch Deutsche und Magy-aren wurde ro» Präsidenten verhindert. Die Er-Närung wird demnächst abgegeben werden. Jeder Satz au» ihr, die neben den Nationalsozialisten und Magyaren vom deutschparla»entarische» verbände abgegeben wird, verrät die Gefühle de» Unterdrückten gegen seinen Beherrscher. So heißt es darin: Die Abgeordneten und Senatoren lehnen es grundsätzlich ab, die oktroyierte Verfassung, auf deren Grund-läge die Wahl de« Präsidenten der Republik statt-fand, anzuerkennen, so lange dem deutschen Bolke keine Genugtuung gegeben und anerkannt wird, daß auch die Deutschen ein StaatSvolk wie die Tschechen sind. Ueberdie» haben Nationalversammlung und Negierung ihr Hauptaugenmerk darauf gerichtet, deutsche« Wirtschaftsleben zu drosseln, deutsche» Be-sitz in tschechische Hände zu spielen, die deutsche Kultur und Sprache in ihren Rechten zu verkürzen, Deutsch« zu kränken uud zu verfolgen. Eine Verfassung, die im geschilderten Geiste auSgearbeitkt ist, hat eS selbstverständlich verstanden, die politische Vertretung der unterdrückten Mehrheit aus da» denkbar geringste Maß de» Zulässigen zu bringen und so sehen wir, daß die Deutschen nur durch die Sozialdemokraten Dr. Czech, der Vize-Präsident der Kammer ist, und Löw, der einer der Schriftführer im Senate ist, vertreten sind. SS ver-dient noch hervorgehoben zu werden, daß man die Richtsozialiste» bei dieser dürftigen Abfertigung voll-kommen Übergänge» hat. Ueber die Situation innerhalb de» deutschen Lager» läßt sich sagen, daß die sozialdemokratische E i l l! c r Zeitung Partei, die uuter der Nachwirkung deS Zusammen« bruche» im stark indushiellen Deutschböhmen vorübergehend eine der stärksten Parteien geworden ist, in der deutschbühmischea Politik ebensallS nichts von ihren Weither» schastSträumen verloren hat, durch die sie sich, soweit die deutsche Zunge irgendwie bekämpft wird, auszeichnet. Sie nehmen vielmehr eine sehr reservierte Haltung gegenüber den nichtsozialistischen Deutschen ein, welche Haltung durch eiu starke» Hinneigen nach den tschechischen linksradikalen Sozia-listen der Kladaoer Färbung gekennzeichnet ist. <5« ist selbstverständlich, daß mit einer normalen wirt-schastlichen Entwicklung der Beweggründe der Radi-kaliflerung der deutschen und tschechischen Arbeiter-schast verschwinden und die deutschen Sozialdemo-traten statt der erträumten Herrschast mit Völker-Verbrüderung Sausguß den Katzenjammer haben werden, ihrer Pflicht al» Deutsche nicht gerecht geworden zu sein und al» nicht mehr benötigter Mohr weggeschickt zu werden. Bon.den Lozialdemokraten abgesehen, besteht vollständige Einigkeit unter den Deutschen aller Palteischatiieruiigen d:t Lande». Politische Rundschau. Inland. Wirtschaftliche Verhandlung«» mlt Deutschösterreich. Wie die Wiener Blätter berichten, sind am 2. Juni die Vertreter der deutschösterreichischen Re-gierung behus« Aufnahme von wirtschaftliche» Ber-Handlungen mit der jugoslawischen Regierung nach Belgrad abgereist. An den Beratungen beteiligen sich auf deutschösterreichischer Seite die Staatssekretäre Paul. Löwenseld Nuß und Zernit sowie Sektion«ches Rieds. Wie verlautet, begeben sich die beiden letzteren nach den Verhandlungen in Belgrad nach Padua. Für die Wiederaufrichtung Montenegros. Nach Meldungen italienischer Blätter hat sich der frühere montenegrinische Ministerpräsident LaZar Miju»koviö im Namen der montenegrinischen Re-gierung mit einer besonderen Denkschrift an den Völkerbund gewendet. Au» den beigelegten D«ku-menten gehe «nzedlich hervor, daß die National-Versammlung der Montenegriner in Podgorica im November 1918 von der serbischen Regierung ge-täuscht und hintergangev worden sei und daß die überwiegend« Mehrheit der montenegrinischen Be-völkerung, vor allem die Beamtenschaft, schwer be-schädigt wnrde. Miju«kovii verlangt, daß der Bor-krieg»zustand in Montenegr» wieder hergestellt werde, d. h. also, daß Montenegro ein freie« Königreich bleibe und der Exkönig Nikolau» wieder auf d«n montenegrinischen Thron eingesetzt werde. volschewikifches «eld für Jugoslawien. In Fünfkirchen wurden zwei Personen »er-hastet, weicht au« Ungarn kamen und zwei Millionen Kronen als Prop i^ndagelder für die bolschewikische Bewegung mit sich süßten. Die behördliche Unter» suchung hat ergebe», daß einer der verhafteten mit dem ungarischen Bankdireklor Karl Kesler identisch ist, der über Aufforderung de» Kommunisten Garboj nach Jugoslawien gereist ist und auch bei den vor-fällen in Subotica beteiligt war. Einigung der orthodoxen Kirchen in Jugoslawien. Da« Konstantinopler Patriarchat hat die ser-bischen Diözesen in Bosnien und in der Herzegowina, in »ltserdien und Makedonien au« dem Kirchenver-bände entlassen, und deren Anschluß än die einheit-liche serbische orthodoxe Kirche zugestimmt. Zum Zwecke der weiteren Organisation wird eine Kirchen» Versammlung nach Karl«stadt einberufen werden, welcher die Wahl eines Metropoliten obliegen wird. Darauf wird da» serbische Patriarchat ausgerufen werden, welche» vollständig unabhängiz sein und mit ltonstantinopel in keinerlei Verbindung stehen wird. Die Wahlordnung für Slowenien. Dem SlovcnSki Narod zufolge ist die von der B«lgrader Regierung genehmigte Wahlordnung für Slowenien bereit» in Laibach eingetroffen. Da» würde daraus hindeuten, schreibt da» zitierte Blatt, daß die GemeindewaHlen in naher Frist vorgenommen würden; aber die klerikale Partei solle sich nicht zu früh sreuen, denn e« .sei noch immer nicht sicher, Nummer 41 daß die Gcmeiudewahltn tatsächlich nach diesem Wahlgesetze ausgeschrieben werden. Ausland. Für ein« neue Friedenskonferenz. Im Londoner liberalen VIatte Daily New» bringt der bekannte Publizist A. Gardier nachsolgende Au»sührungen üder die Frieden«koiserenz : E« wäre Wahnsinn zu glauben, daß sich Europa oder auch nur die Entente-Staaten nach dem gegenwärtigen Frieden wieder aufrichten können. Europa muß sich immer vor Augen halten, daß e» eine mirischastliche Einheit bildet; es würde sich selbst in« Verderben stürzen, wenn e? den Frieden nicht aus dieser Vor-au»setzunz aufbauen würde. Alle europäischen Staaten rufen: Produktion und Produktion; der Pariser Friede aber ist nur eine alberne Rache über die besiegten Völker, welche auch den Siegern nur Schaden dringen wird. Der Pariser Friede ist ein Flickw.rk und e» ist töricht zu glauben, daß er auf die Dauer mit Hilse der schwarzen Truppen, welche die Städte dec besiegten Länder überschwemmen »nd sie besetzen, aufrecht erhalten weiden könnte. Machen wir ein Ende mit dieser Tragödie! Eine neue Frieden«-konferenz muß abgehalten werden! Ungarisch« Hoffnungen. Der ungarische Ackerbauminister Rubinek hielt in Nagtzkallo eine Rede, in welcher er erklärte, daß sich die äußere Lag« durch di« Unterzeichnung de« Frieden»oertrage» bedeutend gebessert habe. Alle Anzeichen lassen darauf schließen, daß Ungarn alle losgerissenen Gebiete zurückerhallen werde. Der ungarische Kultus- und Unterrichtsminister Halle führte in einer Wählerversammlunz au«, daß in der Entente der Gedanke immer »ehr Loden ge> winne, der Fried« Mitteleuropa» könn« nur durch «in staike» Ungarn gesichert werden. Wenn die Um-stände den Magyaren die Waffen in dU Hand drücken, würden sie mit ganzer Entschlossenheit in den Krieg ziehen. Die Magyaren hoffen, dann nie wieder diese« Mittel gebrauchen zu müssen; denn die Staaten, die sich auf Kosten Ungarn« vergrößert habe», trage, den Keim der TodeSkrankheit in sich. Deutsch« Kirchenautonomie im rumänischen Banat. Da» deutschgesinnte katholische Schwabentum im rumänischen Banat führt einen mutigen Kamps sür di« d«utjch« Sirchenautonomie. I» kirchlichen Angelegenheiten s»ll vollste Autonomie herrschen, ein deutscher Bischof soll eingesetzt, in den schwäbischen Gemeinden sollen deutschgesiante Priester angkstelit werden. Diese Forderungen werden besonder« jetzt in den Bordergrund gerückt, da der bisherige Bischof Dr. Julius v. Glattselder dem nächst Teme«var verläßt und nach Ungarn zurückkehrt. Die rumänische Regierung steht den Wünschen der Banaler Schwaben wohlwollend gegenüber und hat sich bereit» mit de» heiligen Stuhl in Rom wegen Neueinrichtung eine» deutschen BiStumS in TemeSvar in Verbindung I«se»< _ Aus Stadt und Land. Thronfolger Regent Alexander hat sich. wie da« radikale Tagblatt Jogoslaoija zu berichten weiß, dahin auigesprochen, daß er in nächster Zeit nach Slowenien zu kommen gedenke. Wir haben aus Grund einer Meldung unsere» Belgrader Korre-spondenten diesen Besuch schon vor Wochen ange-kündigt und mitgeteilt, daß in Laibach berett» fieber hafte Borbereitungen für den Empfang getroffen werden. Die slowenische Presse hat unsere Nachricht wohl übernommen, aber die Bemerkung beigefügt, daß vom bevorstehenden Besuch de»^ Thronfolger» Regenten in Laibach nicht» bekannt sei. Wir stellen diesen Sachverhalt fest, nicht um die Verläßlichkeit unsere» Belgrader Korrespondenten zu demonstrieren, sondern um den Wert unser Blatt betreffender Dementi» zu offenbaren. D«r Besuch de» Thronfolger-Regenten war zur Zeit unserer Meldung bereit» zeitlich feiert, ist jedoch infolge der bald daraus eingetretenen Ereignisie sEisenbah «erstreik, Negierung« seife usw) auf ein späteres Datum verschoben worden. Kriegsgewinnsteuer. Amtlich wird ver. lautbart: Nach § 62 des tuuen Gesetze» über die KricgSgewinnsteuer hat jedermann, der während der Krieg»jahre ein vermögen erworben oder veräußer'. hat, eine Anmeldung übe? die Höhe de» Ankaitf». bezw. Verkaufspreise» vorzulegen. Al« äußerst^ Termin für diese Anmeldung wurde nunmehr vom Finanzminister der 30. Juni l. I. bestimmt. Ueber die Enzelheiten de« Gesetze« selbst gibt die im Der- Nummer 44 läge der Vereinöbuchdruckerei 6?l«ja erschienene Uebersetzung Ausschluß. Ermäsziczung der Gasthauspreise. Da« Belgrader Amtsblatt vom 31. Mai enthält eine Verordnung, zufolge welcher der Speifentarif in den Gasthäusern und Restaurationen ermäßigt wird. So-bald wir die Einzelheiten in Erfahrung dringen, werden wir darüber.ausführlicher bertch'.en. Zivilehe. Wie die Agramer Narodna Politik« meldet, hat sich der kroatische BanuS Lagiuja beim Ministerium für innere Angelegenheiten in Belgrad für die Einführung der Zivilehe eingesetzt, weil sich die bischöflichen Ordinariate in der Frage bei Misch-ehen strenge auf den kirchlichen Standpunkt stellen und die eheliche Verbindung zwischen Seiden und Kroaten wegen der kousessionellen Verschiedenheit bekämpfen. D«r BanuS sei der Meinung, daß die Einführung der Zivilehe von großer nationaler und staatlicher Bedeutung sei und die Verschmelzung der jugoslawischen Sprachstämme in eine elhnographische Einheit beschleunigen werde. Unfallversicherung. Zufolge Verordnung de» Ministers für soziale Fürsorge bleiben die Br* stimmungen der Verordnung des österreichischen Ministeriums sür innere Angelegenheiten vom 6. Juli 1914 über die Erichtnng von unsallversichernngS-Pflichtigen Betrüben in Gefahrenklassen und von der Festsetzung der Prozente in den Gefahrenklassen auch noch sür die Zeit vom 1. Jänner 1920 bis zu dem Tage in Geltung, wo die llnsallversichecung der Arbeiter sür das ganze Königreich einheitlich ge-regelt wird, spätestens aber bis zum 31. Dezember 1924. Die Einreihung der Betriebe aus den 3l. Dezember 1919 bleibt auch vom 1. Jänner 1920 an weltrihin in Geltung. wenn der Unternehmer nicht spülest »S diS zum 31. Mai l920 eine neue Einreihung seiner Be-triebt bei der vorläufigen Arbeiternniallversichernna in Laibach vorlegt. Für die Entscheidung über solche Vorlagen gelten die Vorschriften deS $ 18/ Absatz 345 deS genannten Gesetzes. Wenn der Unternehmer einen solchen Antrag nicht rcchtzeitig einbringt, dars die Emrc^ung deS Betriebes nur auf Giundlage der § § 19 und 20 deS angegebenen GesltzcS ab geändert werden. Diese Verordnung ist mit dem Tage der Verlautbarung im Belgraders Amtsblatt d. i. mit 5. Mai l. I. in Kraft getreten. Kriegsinvalide. Nach den Versorgung?-gesehen der gewesenen österreichisch-ungarischen Mon-archie, di« sür Slowenien noch in Geltung sind, sind ali Kriegsinvalide jene Staatsbürger zu be-trachten, welche im Kriegsdienste ohne eigenes Verschulden sich ein« Wund« zugezogen, ihre Gesundheit eingebüßt oder in dem Maße geschwächt haben, daß ihre ArbeilSjthigke>t um wenigsten» 20# gemindert wurde. Alle andern d. h. alle jene, welche weniger als L0L der Arbeitsunfähigkeit eingebüßt haben, gellen im Sinne des Gesetzes nicht als Invalide und Haien infolgedessen keinen Anspruch auf Ver» leihung von Trafiken, Familienunterstützung, Bcvor-zugung b«i der Anstellung im Staatsdienste u. s. w. Di« gegenwärtigen Bestimmungen über die Invaliden« Pensionen werden hiedurch nicht geändert. Die Super-arbilrierungskommissionen in Slowenien haben an alle jene, die sich zur Superarbitrierung gemeldet haben, einen SuperarbilrierungSbesund ausgegeben, auch we::n jemand als gesund befuuden oq.cc mit weniger als 20% qualifiziert wurde. Diesen Befund haben viele als Beweis ihrer Invalidität ausgenützt uud aus Giundlage dessen von den staatlichen Be-hörden verschiedene Begünstigungen und Un!er-stützungen verlangt, aus welche nur Invalide ein Anrecht haben. Die Sup«rarbilrierungSkommissionen werd«» von nun an an solchen Personen keine Be fünde mehr ausstellen. Lpendenausweis. Aus den Aufruf in der Eillier Zeitung sind nachstehende Geldspenden für die Familie deS KriegSinvaiiden Andreas Tavkar, Herrenaasse 5, eingelaufen: Herr Zellen; 100 K, Herr LeSkovsel 100 K, Herr Franz Kostomaj Friseur 40 R, gütig« Rachbarn 180 K, Un-genannt 130 K. Frau Dr. Kotnik 2 K, zu-samme.» 552 K. Ferner sind der hilfsbedürftigen Familie auch Leb«nSmtltel gespendet worden. Allen Spendern, besonder? auch Herrn Dr. Herzmann sür seine ausopserungsvolle Tätigkeit, herzlichen Dankl An die Hausbesitzer in Cilli und Umgebung. Di« sür Samstag, den 5. Juni, an-beraumte gründend« Versammlung des Vereines der Hautbesitzer findet nicht im Hotel Union, wie in der Einladung angegeben, sondern im Hotel zur Post (Rebeuschegg) stall. Der Ansän» (8 Uhr abend») bleibt unverändert. Schulwesen. Zeitungsnachrichten zufolge hat der Stadtfchnlrat den Beschluß gefaßt, mit kommendem Cillier Zeitung Schuljahre die erste Klasse der Mädchenbürgerschul« mit Rücksicht aus die zu geringe Anzahl der Schü lerittnen auszulassen. Eine amtliche Verlautbarung dies?» Beschluss«« ist unsere» Wissens bisher noch nicht erfolgt, doch muß berelts heut« hiezn Stellung genommen werden. Wenn die Schüleranzahl, was wir jedoch nicht glauben, tatsächlich zu gering sei» sollte, so wäre dieS lediglich darauf zurückzuführen, daß bekanntlich «ine groß« Anzahl von Schülern gegen den Willen der Eltern trotz ihrer deutschen Nationalität gezwungen wurden, auS den deutschen Parallelklassen in die slowenischen Klassen überzu-treten. Wir haben wiederholt darauf verwiesen, daß die von den beteiligten Eltern dagegen eingebrachten Rekurs« noch immer nicht erledigt sind. Nun neigt sich da» Schuljahr bereits dem Ende zu, ohne daß eS die Behörde der Müh« wert zesuuden hätte, die Angelegenheit einer neuerlichen Ueberprüsung zu unterziehen und den betreffenden Kindern daS Recht aus deutschen Schnlunterricht zuzuerkennen. Die schleppende Behandlung dieser überaus wichtige» Fiage läßt sich unserer Meinung nach durch »ich!« entschuldigen und eS bleibt nur die Vermutung offen, daß man durch ein Hinausziehen der Erledigung Eltern und Kinder vor vollendete Tatsachen stellen will. Wir unterlassen es, neuerlich aus das Unpäda-gozische dieses Vorgehens binznweisen, da es ja ohnehin für jeden Einsichtigen klar ist, daß Kinder, welche zwangsweise ohn« «ntsprechend« Kenntnis der Unterrichtssprache die slow'niichen Schulklassen besuche», im Erfolge zurückbleiben müssen. Evangelische Gemeinde. Sonntag vormittags 10 Uhr öffentlicher Gottesdienst. Predigt Senior May: »Wir schämen unS nicht!" Die Edle von Lichtenau, soll heißen Christine Roth, die, wie wir in unserer Blattsolge vom 4. März berichtet haben, am 2H. Februar in einem hi.stgen Hutel mit dem Stubenmädchen Agnes K. einen mysteriösen Zwcikamps mit Zinge und Spagatschnur aufführte, ist am 1. Juui auf freien Fuß gesetzt worden. Ihr zweieinhalbj5hrigeS uneheliches ttind, das sich bei einer Frau in St. Paul bei Pragwald in Pflege befindet, hat einen gewesenen serbischen Offizier, der sich in Belgrad aufhält, zum Vater. Dieser hat sich seiner im Arrest schmachtenden verlassenen Braut angenommen, ihre Angaben be-stätigt und ihr «inen guten Leumund ausgestellt. Sie wurde deshalb nur wegen Falschmeldung bestraft und diese Strafe erscheint durch die Unter'uchung»-hast abgebüßt. Da» Verfahren gegen ihr« „Freundin" AgneS K. ist noch nicht abgeschlossen. Zeichen der Zeit. Die VergistungSaffäre, über die wir in unserer Nummer vom 32. Februar unter der obenstehenden Marke ausführliche« Ein-zelheiteu mitgeteilt haben, hat am l. Juni vor dem Geschworenengericht in Laibach ihren Abschluß ge-funden. Der 18jährige Lehramtskandidat Friedrich Peiko wurde auf Grund de» einstimmigen Schuld, spruches der Geschworenen für schulvig erkannt, seinen Kameraden den Realgymnasiasten Anton Butina durch Strychuin in räuberischer Absicht ermordet zu haben, und zu acht Jahren schweren Kerkers verurteilt. Der Chauffeur Eduard Kole-n, der das Strychnin besorgt hatte, wurde wegen Verbrechens der Unzucht wieder die Natur, mit zwei Jahre» schweren Kerkers be-straft. Der Verhandlung, die zum Teile geheim durchgeführt wurde, wohnte, wie SlovcnSki Narvd feststellt, jüngeres weibliches Publikum in beträchtlicher Menge als Zuhörer bei und folgte mit großer Spannung dem Fortgange dcS Prozesses. — Zeichen der Zelt! Der Hut der Frau Deschanel. 30.000 amerikanische Putzmucherinnen haben sich zusammen-getan, um der Frau deS sranzösische» Präsidenten Paul DeSchaucl eine Ehrengade in Gestalt eine» Hute» zu überreichen, dessen Kosten sie aus dem Weg« der Subskrip'ion unter sich ausbrachten. Dieser Hut — ein Wunder de» guten Geschmack» u..d — der Kostbarkeit, ist mit 9 ParadicSreiheru geziert, von denen jeder 500 Dollar kostrt. Insgesamt er-svrderte die Herstellung de» Hute» einen Betrag von 5000 Dollars, also nach jetzigem KurS einer Viertel Million Kronen. Die ganze Mühe war aber nmsoust, da Frau DcSchanel al» Gattin dc» Präsidenten nach den herrschenden Anschauungen nicht in der Lage ist, offizielle AuslandSgeschenke anzunehmen. Wirtschaft und ilrrliflji. Die Auerspergschen Waldungen in Unterllrain waren im vertragSwege an die Ge-sellschaften „Panonija", ,Sava" und Wirtschaft?--verband zur Ausbeutung aus die Dauer von fünfzehn Jahren überlassen worden. Die bürgerlichen floweni- Seite & schon Blätter bezeichneten den Vertrag al» sehr wertvoll sür die slowenische Volkswirtschaft; nur mit Mühe und Umsicht sei die Gefahr abgewendet worden, daß die Waldungen von einem kroatischen Konsortium übernommen wurden. Wie nun Naprej mcldet, hat der Minister sür die Agrarreform den Vertrag für ungültig erklärt. DaS sozialdemokratische Organ legt dies« Ministerialversügung al» Erfolg seine» Einspruches auS und behauptet, daß dadurch dem VolkSvermögen jährlich 136 Millionen Kronen er« halten bleiben. Der Großhandel mit Wein ist zufolge Verordnung der Landesregierung für Slowenien an keinerlei Befähigungsnachweis oder Konzession ge-bnnden. Auslandkapilal in Slidslawien. In Agram wird eine amerikanisch-südslawische Bank nit 10 Millionen Dollar und eine schweizerisch-südsla-wische Bank, letztere durch den .Credit de la Suisse" mit 3 Millionen Schweizer Franken gegründet. Eine Hopfen A. G. wurde in Belgr«d mit einem Aktienkapit>'le von 500.000 Dinar in Silber unter Beleiligung der Präger Kreditdank und nordböhmischcr H?psenhändler gegründet. Mit der Generalvertretung wurde die tschechoslowakische Hopseu-gesillschaft m. b. H. in Prag betraut. Englisches Kapital in Ungarn. Die ungarische Bank- und Handelsgesellschaft erhöht ihr Kapital von 120 auf 220 Millionen Kronen. Die neuen Aktien werden von einem unter Führung der Marconi Wirlen Tel. Ko stehenden «ngllschen Kon» sortinm übernommen. Die Bank ändert ihren Namen in „Britisch »mg,irische Bank A. G.-. Das deütschöfterreichische Staatsamt für Finanzen beabsichtigt, in Kürze den Zeit, punkt festzusetzen, mit dem die ungestempelten Bank-noten zu 1 ff und zu 2 K in Deutfchöstcrreich ihre Geltung als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren. ES wird den Besitzern solcher Noten ähnlich wie an« läßlich der vorjährigen Banknolenabstcmpc!ung noch Gelegenheit zum Umtausch gegen gestempelte Noten geboten werden. Die Donauschiffahrt. Die Tschechoslowakei, die in der neuen Donaukommission noch keine Ver« tretnng Hai. strebt eine solche an, um eine entspre« chcnde Regelung der Frage de» Schiffsräume» für die tschechische Donauschiffahrt zu erzielen, nachdem durch daS Uebereinkommen mit Deutschösterreich b«. reitJ ein Teil de» SchiffSparke» der Donau-Dampf« schiffahrtSgesellfchaft der Tschechoslowakei gesichert ist. Preissturz auf den, deutschen Waren-markte. ReichS»eutsche Blätter berichten von einem großen Preissturz am Warenmarkt. Hamburger Kolonialwaren « Großhandelshäuser offerieren Kolonialwaren um 100# billiger al» bisher: so stellten sich beispielsweise die Preise sür ReiS aus 5.50 M., für Kaffeebohnen auf 12 bis 16 M. per Pfund. Vermischtes. DaS vertauscht« Kind. Eine sonder-bare Geschichte. D!^ blonden Eltern — das brünett« Kind. WaS jetzt solgt, ist — wie die Preßburger Zeitung versichert — kein Märchen, viel weniger ein Lustspiel. Die Geschichte ist wahr und hat sich in Preßburg ereignet. Sie beganu in einem hochwichtigen Institut (vulgo Gebärklinik) und endete nach vielem Stnrm und Wetterleuchten mit Wohlgefallen in dem Heim eines jungen Ehepaare». Nun vom Ansang begonnen! Ein Ehepaar (nennen wir eS kuij A) erwartete den Storch. Die Frau gebar im Institut. Die Hebamme badet« den neuen Staat»« bürger und ließ ihn nach getaner Sache ans dem Bette liegen. Der Iausenkaffee lockte sie fort. ES kam auch eine zweite Madame mit dem Sprößling eines anderen Ehepaares B. Nach dem Bade blieb auch dieses Kind neben dem anderen liegen. Nun kam die erste Hebamme, nahm da» eine Paket und übergab es der Mutter A. Beide Wöchnerinnen verließen nach einer Zeit di« Anstalt. Nun würd« aber dos Ehepaar A. mit der Zeit immer unruhiger. Beide Eltern waren blond, da» Kind aber deutlich brünett; auch sollt« cS «in Muttermal haben und dieses war auf einmal verschwunden. Man ging zum Arzt, und dieser konstatierte, daß auf der ge-wissen Stelle nie ein Muttermal gewesen sei. Schon drohte Sturm und Katastrophe, der Bater wollt« daS Kind nicht als das seine anerkennen, «8 fielen scharfe Worte, man hörte von Untreue, Leichtsinn und dgl. — Das Glück balanziert« aus der Messer« schneide. Zuletzt — bereit» nach einem Jahre — entschloß sich die bedrängte Fran, im Institut nach-znsragen. Dort erinnerte man sich noch de» kleinen Altersgenossen, des Kindes der Familic B. Und Seite 4 Cillier Zeitung Nummer 44 dieses war blond uud hatte auch — ein Mutlermal. Nach langen Beratungen lviudcn die Kinder aber-mal» ausgetauscht. Sie bekamen beid- einen anderen Name», ein anderes Bctt, andere Wäsche, andere Eitern — im Grund.' ge»o>nmen aber blieb doch alles beim alten, nur die Menschlein waren nickt mehr d'cselben. Und dies geschah im Jahre 192<1 nach Christi in Prcßburg. Eine merkwürdige Ehrlichkeit s-probe. Eine große amerikanische Tageszeitung ist ans den Gedanken ver fallen, die Ehrlichkeit der Bär-qer von Newyork in sehr geschickter W^ise auf die Probe zu stellen. Zu diesem Zwecke wurden 100 fituclnc Dollars in 100 einzelne Kuverts getan und diese Kuveri» an Leu>c gesandt, die von d^m Blatt r.'chls zu soriicur hatte». Die Adressaten waren 50 Männer und 50 Frauen, die den verschiedenste» Drusen nnd verschiedensten Veru-ögenSkreisen an. gehörten. Bon diesen 100 Leuten haben 64 das Geld zurückgeschickt, uud zwar 3."> Frauen und 31 Männer. 17 Franrn und 19 Männer haben d.'S Geld unrechtmäßig behalten. Bon diesen ge hörten zwei Frauen dcn ganz reichen Kreisen an. zwei waren Schauspi leriiuren, zwei Bureauaugestcllte, zwei Krankenpflegerinuen, zwei ärztliche Asiisteniinnen, zwei weibliche Rechlsan walte, eine berufslose Frau uud eine Lchnlleiterm. Van den Männern, die daS Gild behielten, gehören zwei den reichen Ständen o», zwei waren Metallarbeiter, zwei städtische Beamte, einer R.chtsanwalt, einer Rentier, einer Zournallst, vier Aerzte, vier Kabarettsänger und zwei — Schutzleute. Diese sonderbare Ehrlichkeit-probe hat daS Blatt 3600 Dollar gekostet, eine Summe, die wohl die gewonnene Erfahrung wert ist. Der gute Eindruck. Eine Leserin schreibt d.r Bohemia: Ich faß mit einer kleinen Rumänin allein in dem Coupee. wir sprachen über alles Mögliche. nur nicht über Politik . . . Plötzlich sagte sie ganz unvermittelt: «Die Tschechen sind eigentlich sehr nette Leute; ich kenne sie ja erst paar Tag?, sonnte aber nicht bemerken, daß sie gar solche Deutschenhasser sind, wie bihauptel wird. Auf weine teutschen Fragen habe ich last immer Antwort be-kommen". Ich schwieg. ... Sie warf ihre Zigarette zum Fenster liinauS, lehnte sich zurück und sang eine jener schwermütig gezogenen Weisen, wie sie der rumänische Bauer singt, wenn er am Abend vor der Hütte sitzt. Ich lauschte den sehnsuchtsvollen Tönen und dachte an die vielen schönen Sommer-tage, die ich im Buchenland nahe der ehemaligen rumänischen Grenze verlebt, und suhlte ihr Heim-weh mit . . . Als das Lied zu Ende war, saßen wir uns lange still gegenüber, dann bat Sie mich: „Singen sie ein Lied, ja? Ein deutsches Bclkslied". Zch stimmte leis? an. „Sah ein Knab ein Röslein stehn," doch die erste Stiophe war noch nicht zu Ende, da schrie auS dem Nebencoupee jemand, ver-mutlich ein Soldat: „Kusch, Ncmce."; ich hörte natürlich gl.ich aus und sah meine Rumänin an. Dt-Smal schwieg sie. Die Reise um die Welt in 60 Tagen. Ein amerikanischer Journalist ist in diesen Tagen von einer Reife um die Welt zurückgekehrt, sür die er 60 Tage gebraucht hat. Er hat als Verkehrsmittel dabei nur Eisenbahn und Schiffahrt benützt und Hütte vielleicht die Reifezeit erheblich abkürzen können, wem: er sich dc« Flugzeuges und gegebenen Falls deS AnteS bedient hätte. In jedem Fall wird der Rekord noch immer von dem englischen Oberstleut-nant Burnley Campbcll gehalten, der im Jahre 19t>7 die Weltreife, für die der bekannte PhileaS Fogg 80 Tag« bra.ichte, in 4'.' Tagen machte. Allerlei Lustiges Ein kleines Mißverständnis. Ein« Dome wollte ihren 16jährigen Svhn in Stellung geben uud bat eine Familie, den jungen Mann bei »ich wohnen zu lassen. Diese, der der Zuwachs an-scheinend wenig angenehm war, erkärte: „Wir würden Ihren Sohn ja recht gern bei uns aufnehmen. Uidit sind wir aber so furchtbar beschränkt," worauf die Dame erwiderte: .Oh, das macht nichts, mein Lohn ist auch keiner von den Schlauesten." Guter Rat. Ein sterbender Weinhändler sagte zu seinem Sohn: „Und vergiß nicht, lieber Junge, daß man aus allem Wein machen kann — selbst auS Trauben." Unerwartete Antwort. „Mein Sohn, Du weißt, ich liebe es nicht, wenn Du Dich mit anderen Knaben ransst, aier ich bin doch stolz ans Dich, daß Du mit dcm großen Jungen fertig ge-worden bist. Weshalb hast Du ihn den verprügelt?" — „Wc.l er gesagt hat, ich sähe Dir ähnlich". DaS Heilmittel. „Wa« würden Sie mir empfehlen, Herr Doktor?' — „Nansen Sie Ihrer Frau ein Piano." — .Erlaube» Si«, soll damit mein« Bleichsucht geheilt werden?' „Natürlich Sie werden mehr iu frischer Lnft sein." Sein letzter Wunsch. Ein Mörder, zum Tode verurteilt. Der GesängniSdirektor am Tage vor der Hinrichtung: „Haben Sie noch einen letzten Wunsch? Verlangen Sie, was Sie wolle», man wird es Ihnen bewilligen." — „Wirklich? Nun, dann wünsche ich mir das Kreuz der Ehrenlegion." Begründete Eile. „Warum so eilig, lieber Freund?" — .Ich habe «beu einen neuen Hut für meine Frau gekauft und fürchte, bis ich heimkomme, könne sich die Mode wieder geändert haben." B r a u t f ch a u. .Fährt mir der K'rt mit der Hand in den Mund!" — Heiratsvermittler: „Ja, der wollte nachsehen, wie alt Sie sind, der ist da« al» Pferdehändler so gewöhnt!' Großbetrieb. ES klingelt, die Hausfrau öffilrt, erblickt einen Bettler und sagt wütend: „Habe ich Ihnen denn nicht gesagt, daß Sie sich hier nicht mehr sehen lassen sollen?" — „Bitte tausendmal um Verzeihung", sag'e der Beitler, „da? muß ein Fehler meiner Sekretärin sein, sie hat vergessen, Ihren Namen aus der Befuchsliste zn streichen." U e bertru mp st. — „Lies mal diese» Ar-tikel, Adolf, da steht, daß der Mensch durchschnittlich zwölfianfend Worte täglich spricht." — siehst dn, Hemiette, ich hib'S ja immer gesagt, daß du in jeder Beziehung über dem Durchschnitt bist." Antik. Herr Mater hat als Gelegenheit einen alten gotischen Schränk gekaust. AlSecht; nur seien einige kleine Stellen ergänzt. Herr Maier kaun diese Stellen aber nicht finde». Er läßt daher einen Fachmann kommen. Der sieht sich da« Ding gründlich an nnd schüttelt immer nur mit dem Kopk. Schließ-fragt Herr Maier: .Nun, Herr Professor, was ist nun an dem Schrank neu und wa» ist alt?" — „Wissen Sie", sagt der Professor „alt ... alt ist bloß da» Schlüsselloch." Zeltgedanktn. In Reime gebracht von R. B., Gotisch«. Brt efwechs et. (Sonett.) Da« Briefschreiben war sonst eia Vergnügen, Bevor man uns den Brotkorb höher hängte, Der Fisku« un« mit harten Bußen kränkte, Wenn wir nach Frag' und Antwort Sorge frügen. E« lag '« Papier schon in den letzten Lägen, Eh' Tinl' «nd Feder sich mit ihm verschränkte: Wir mußten, wenn die Ungeduld auch drängtc Und rief, ins Unrerm:idlichste unZ fügen. „3ch geb' nicht« Schriftliche« von mir," s» lehret Un« Wallenstein; ob ihr euch auch beschwertet: Die liberale Pest ist gegen Beichten Zu grausam! Glaubt, wa» ich berichten wollte, W.i« fern von euch, ihr Lieben, sich entrollte. E« stand in Briefen, die euch nicht erreichten! » Da» deutsche Sprichwort. (Sonett). Das deutsche Sprichwort, voll an tiefem^Sinn, Vermag e», jedem eine« au«juwischen, Ist Salz, ist Wohlgeschmack auf all.n Tischen, Und bringt, bedachtsam ausgelegt, Gewinn. E» folgt mit Witz dem feinsten Htrngespinn, Gestattet nicht, im trüben Sumpf zu fischen, Mit Lügenkram die Wahrheit zu verwischen, Ist lauter Geld, kein falscher Tropfen drin. Bewahr', gebrauch' nur jeder diesen Hort, Der gerne mit Humor die Schwachen geißelt, In harten Stein der Väter Klugheit meißelt, Verwcnd' ihn richtig, wie da« Bibelwort: Es bleibt ein unerschöpfter, klarer Ouell, Der, nie versiegend, immer sprudelt hell. Sonnenwende. Wir haben'» herrlich weit gebracht: Der eine weint, ein anderer Ucht. Doch stille Ruhe, Zuversicht, Sie sind ein ausgelöschte« Licht. O jaubemlle Sommerwend', Bereite bösem Trug ein End' Und laß die frohen, benedeiten, Auf« neu erstehen: die guten Zeiten! H»singstlraörcnttcn in Marburg. Bei herrlichem Wetter fanden die Frühjahrs, rennen aus dem altgewohnten Thesener Rennplatz bei Marburg statt. Der Besuch bedeutete besonders am ersten Tage einen Rekord; die anfgefahrene Wagenburg war kaum zu übersehen, di« Tribünen bit> auf daS letzte Plätzchen gefüllt. Zwei Kü.derern des Marburger Trabrennvereine« gebührt besonderer Dank; und zwar dem Gesliitherrn von Thuruisch «rrn Rud. von Lippitt, der nicht weniger alS Pferde znm Rennen brachte, und Herrn Franz Filipu,. der die Mehrzahl der Pferde zum Rennen in uneigennütziger Weife vorbereitete und ihnen die Vorteile seiner auerkaiinten Fahrkunst angedeihen ließ. So hat Herr Filipic an den zwei Renuiagen un t! Rennen teilgenommen und 5 Siege errungen. Einzelbericht der Nennen. Erster Tag >. ttart Pachner Preis. 1900 Mieter. (Stichfahren 2 von 3). 1. Stichfahren. 1. Dollar. Bes. Josef Rosenberg, Marburg lges.von Herrn Franz Filipic) (»ilvineterzeit 1:36), 2. Lona, Gestüt Thurnisch, > R td. v. L-ppitt), 3. Zupan, Gestüt Thurnisch, 4. Monte Christo, Bes. Funke. Agram. 2. S t i ch f a h r e n. 1. Lona, Gestüt Thurnisch, (Rud. v. L ppitt, Kilometerzeit 1 :39), 2. Dollar, Bes. Joses Rosenberg. Marburg, 8. Zupan, Gestüt Thurnisch, 4. Monte Christo, Bes. Funke, Agram. 3. S t i ch f a h r e n. 1. Dollar, Bes. Josef Rosenberg, Marburg, (gef. i'im Herrn Fi anz Filipic, Kilometerzeit 1:36-7), 2. Lona. Gestüt Thurnisch (Rad. v. Lippitt), 3. Znpan, Gestüt Thurnisch, 4. Monte Christo. Bes. Funke, Agram ll. ^uttenberger Preis. 2000 Meter. Bäuerliches Fahren. 1. Egga, Bes. H. Zangl, RadkerSburg (gef. von Herrn Michael Filipic, Kilameterzeit 1 : 45), 2. Sara, Bes. Josef Vap^ic, Lukavci, 3. Elvira, Bes. Joses Bapot-c, Lukavii. III. Amareirrfahren, 2000 Meter. 1. Zenobia, Bes. A. Ritter v. Roßmanit (Kilo-meterzeit 1:43), 3. Fatalist, Gestüt Thmnisch «Herr Rud. v. Lippitt), Bei diesem Rennen starteten nur obgenannte zwei Pferde. IV. Alfred Ritter von »toftmairit Preis. 3000 Meter AmateurZweispännersahren. Diana-Katicza, Bes. F. König, CilIi>Ros«nb«rg, Marburg, (gif. vvn Herrn Franz Filipic, Kilo-meterzeit 1 :47), 2. Brünhilde.Duocenta, Bes. Thuruisch-Högen-warth gef. von Herr« Rud. v. Lippilt). 3. Sarajewo Gamas, Bes. Dr. M. Mrawlag. Marburg, 4. Riza Lona, Bes. Thurnisch Hbgenwarth (gef. von Herrn Högenwarth). Ferner lieft» Kurneval-Gyapi. Zweiter Tag. I. vaibacher Preis. 2060 Meter. 1. Kurneval, B s. Josef KirbiS, Marburg (Kilo reterzeit 1: 96), 2. Katicza, Bes. Rosenberg, Marburg (gef. von H«rru Franz Filip c, Kilometerzeit 1:31), 3. Sedil Bar, Bes. Thurnisch (zef. von Herrn Rud. v. Lippitt), 4. Durceuta, Bes. Thuruisch, (gef. von Herrn Hellsried v. Roßmanit). II. Phönix Vienuen. 200» Meter. Bäuerliches Fahren. 1. Bava, Bes. Joses Bapotic, Lukovei (Kilo* meterzeit 1:44), 2. Egga, Bcf. H. Zangl, RadkerSburg, (gef. von Herrn Michael Filipii^, 3. Elvira. 111. Marburger Preis. 1. Dollar, Bes. H. Rosenberg, Marburg (gef. von Herrn Franz Filipic Ktlometerzti« 1:36), 2. Sava, Bes. Herr Joses Bapotic, Lokovci, 3. Firlesanz, Gestüt Thurnisch, 4. Gyapa, Bes. Herr KirbiS, Marburg. IX. These«»reiS. Zweispäunig«S bäuerliches Fahre«. 1. Nerix-Egza, Bes. H, Kirbl« Zangl (gef. von Herrn Michael Filipik, Kilometerzelt 2:1), Nummer 44 2. Elvira Wora, Bes. V'.avic Golunda, 3.^Zlatar.Danko, Bes. Herr Bipolic-Slitvtt. Total« erste« eingefahren« Selpann de« Josef Lapouc mit WasaSava mußte wegen Dringen« und Kreuzen« im Linlouf diSaualifiziert werden. T Zrele« Fahr«». 2000 Meter. 1. Tanco», Be'. Josef Rosenberg, Marburg, (gef. von Herr» Franz Filipiö, Kilometerzeit —). L. Djasa, B-s. Aldi» Löschn», Beduava, 3. Greti, Bes. A. Welle, Marburg. VI. Preis uou Agram. 8001 Meter Zwcispänn igct Amateurfahren. 1. Diana Katic^a, Bes. Herr König, Cilli« Nosenbuig, Marburg (gef. von Herrn Franz Filipic (KilomNcrzeit 1:43), 2. Dvoc nta-Lona, Bes. Thurnisch (gef. von Herrn Högenwarch), 3. Sarajewo Äama», Bes. Dr. M. Mravlag, Marburg. 4. Gjapa Kurneval, Bes. Josef Kirbis, Marburg Leider vergab dc« schinste Zweigespann, d!e beiden Thurnischer Sedil Bar und Fatalist, gefahren von Herrn Rud. von Lippitt, seine Chancen durch eine lange Äiloppade, die e« reltungSlo« au« einer Konkurrenz b:ach'e, die mit einem Siege diese« Ge« spanneS hiüte euden kirnen. Totenltste, Monat Mai 1920. In der Stadt: Apollonia Kovae, 59 I , Straßen» kehrerszattin, Herla Saloschnigg, l l M., Ber« kauferinnenSkind. Agne» Dworfchagg, 60 Z., Privat. Anna Grobelnit, 3 M., HauShälterinaenSrind. Mal-Hilde Tauker, 36 I., Hilf»arbeiterSgaltia. I ohann Bianchi, 21 J.,Kam nfegergehilfe. Marijan Ba». I I-, Gtlilhi»beamlen«rmd. — Im allgemeinen Kranken, hau« : Binzene Smib, 55 I., Taglöhner au« Umgb. Eauerbrunn. Johann Auen, 13V, I., Schiller au« Dotxrna. Bartholomä Zosck. 62 I., Bergarbeiter au« Buchberg. O«kar Nagy. 72 I., Stadtarmer aui Eilli. MathiuS Goriiin, 46 I , Winzer au» Wösina. Elisabeth Klaväuik, 55 I., gewesene Magd au» Umgb. Gonobitz. Johann Gajsek, 15 I., Taglöhner au« 8«. Martin. Franzi«ka Zlokan, 23 I., Dienst-mäßchcn au« Trifail. J:hann Samuda, 61 I., Äe-meindearmer au« St. R^pertt. Johann Mataj, 74I, Gemeindearmer au» Sühenhtim. Anton Ziger, 5t I., Taglöhner aus Rann. Joses Drame, 29 I., Fabrik», arbeitet au» Heilenstein. Ka»par Kooai, 72 I., Besitzer au» Ratschach. Theresia Smigovc, 40 I., Leusckletin au» Wierstein. FranciSka Ganger, 32 I., Dienstmädchen a. Umg. Gonobitz. Anton V.rdev, 59 I, Gemeindearmer sf). Ivan Zupan, L9 I., Taglöhner au« Mariagraz. Leopold Kras-k, 58 I , Bergarbeiter i. R. au» St. Kristoph. Margaretha Soster, 3 I., KafsierinnenSkind au» Unterkitting. Valentin Obreza, 49 I.. gew. Arbeiter ohne ständigen Wohnsitz, FranziSka Sm»dej, 64 I., Gemeindearme au» Dobova. — Im Reservespital: Memed Jusin Memododic, 24 I-, Soldat. Drahtnachrichten der Cillier Zeitung. Meldungen be» taibacher Nachrichlenaniies. Reiseprogramm de» Thronfolger-Regenten- Belgrad, 4. Juni. Thronfolger - Regent Alexander Hot am 3l. Mai inkognito Sarajewo besuch«; er wurde ad.r von der Bevölkerung er» kann« und mit Begeisterung begrüßt. Der Regent erfltrtc, daß er ansang» August in offizieller Eigen« schafi nach Bo»nien kommen, sodann aber auch Agram und Laibach besuchen werde. Ernennung de» neuen jugoslawisch«» Botschafters für Rom. Belgrad, 3. Juni. Zt'm auberorbentlichen Botschafter und Miiufter erster Klasse in Rom ist Mirrilav Spolojkop i ernannt worden. Großer Börsenkrach in Belgrad. Belgrad, 3 Juni. Gestern gab e» aus der hiefigm Ljö s? «wen großen Krach. Die fremden Balnten sind stark gcsa'lcn. Die Beiluste der Kauf-trnt« und Börstniprkulanten in fremder Baluta be« ziffern sich o»f Millionen. Al» Ursache wird der gü istige <5rtiicitu;ib Knä dir Entspannung der poli> »Ischen L.kge b.';eich"ct. Di di» jugoslawische Krone auf der Züricher Börse ra^ch in die Höhe gehi und Cillier Zeitung enorme NahrungSmittelanngca zu billigen Preisen ausgeführt werden, sind die fremden Valuten an der Belgrader Börse unerwartet und rapid gefallen, so daß einzelne Leute an eü:em Tage Millionen ein-gebüßt haben. Franzisische Franc» worden weit unter dem Kurse angeboten; 100 französische Franc» wurden sür 170 Dinar» „erkauft, wa» dem Ber-Hältnisse 100 Franc« zu 680 jugoslawiiche Kronen entspricht. Erleichterung de» Ausfuhrhandel«. Belgrad, 4. Juni. Da! Handelsministerium verlaulbart: Infolge gu!er EcnteauSsichten und Sinken« der Mehlpreis« aus dem Wel.markte sind große Menge» von Nahrungsmitteln zum Bnfchein gekommen, di« al» Reserve zurückgehalten word-n waren. Um den Markt zu erleichtern, wu'de öe« schlössen, 4000 Waggon ffirijen, 15000 Wazgcn Kukuruz, 10 000 Stück Schweine, Gerste und Fisolcn aber in beliebiger Menge auszuführen. Anknüpfung von jugoslawisch griechischen Handelsbeziehungen. Belgrad. 3. Juni. I > Belgrad hält sich eine Abordnung der Immer Salonikier Handel»-kommission unter Führung deS Kosina auf, welche die Aufgabe hat, zwischen der jugoslawischen und griechischen Kausmannschast Verbindungen an;»-knüpfen. Fahrpreisermühigung für Studenten. B e l g r a b, 3. Jnni. Da« Eiienbahnministerium hat angeordnet, daß Studenten, welche in» AuZland reisen, Anspruch auf halbe Fahrpreisermäßigung aus den Eisenbahnen haben. Kämpfe in Albanien. Belgrad, 3. Juni. Da» Blatt Progreß melket au« Skutari, daß der Ausstand gegen die albanische Regierung weiter dauert. Slor kurzem kam e» zu einem Zusammenstoß der Aufständisch:» mit den RegierungStrnppen, wobei e» viele Tote und Verwundete gab; gleichzeitig wurde» auch die Italiener angegriffen. Bei Baschati sielen 37 italie« nische Soldaten mit einem Major an der Spitz'. Die Ansständischm erbeuteten Fettvorräte und große Mengen von Krieg»ma!erial. Da» zitierte Blatt bringt weiter» aus Podgradac bit Nachricht, daß der Plan der AusstSndischen, die Italiener auS Valona und anderen besetzten O.tschaften zu vertreiben, immer klarer werde. Die Aufständischen haben die Italiener bei Pepeleni angegriffen und d?n Ort er. obert. Zur Abwehr waren di» Italiener genötigt, auf di» aufständischen Albaner ei» Geschittzseuer zu eröffnen. Gleichwohl wurden die Italiener weiter zurückgedrängt und mußten 400 Mann, mehrere Geschütz« und eine Menge von Kriegsmaterial zurück-lasse». Die Albanier nahmen Premeti und Broza ein und rückten bi» Balona vor, wohin sich die italienischen Truppen au» der Umgebung zurückg»-zogen hatt»». Die Italien»? befestigen fieberhaft die Stellungen bei Valsna mit Stacheldraht, Schützen-gräben usw. Treuegelöbni» der deutschen Reichswehroffiziere. Berlin, 4. Juni. Gestern nachmittag» haben zwischen den Vertretern der Regierung und den Truppenkommandanten de» ganzen Reiche» in Gegen-wart de« Reichspräsidenten Ebert Besprechungen im Reich»wehr»!nisterium stattgefunden. Bei dieser Ge-legenheit habe» die Kommandanten einstimmig ver-sickert, daß sie dem Treuegelöbni» auf die neue ver« fasfung treu bleiben wolle« und daß sich die Regie-rung auf die Truppen der Reichtwehr vollkommen verlassen könne. Aus der französischen Arbeiter-bewegung. Pari», 4. Juni. Ja der gestrigen Sitzung de« allgemeinen Arbeiternerbande» wurden die Sta-tuten der Bankbeamten angenommen. Eingesendet. (Nachdruck vom Einsender erwünscht). An das tschechoslowakische LandeSoerteidigungSminifteriu« in Prag. Da da? LandesverteidigungÄministcnum in Prag wie auch die tichechosloriati!«d« Benr.tuna in Laibach wieder' holte begründete Zusckrislen und Bltlen eiNjUner lirrr Elaatsbaiger wie auch Gruppen unbeachtet läßt, sehe ich mich persdnlich genStigt, dies«» offenen Deg ,u betr^cn und to lanye einiuhalten, bi« diese Mängel behoben 'irr. Am 3. Mär» l. I. hallen die in Cilli lebenden «fch.cko slowalischen Militärpensiönisten an da» LandeS»erteidi»u»gs-Ministerium m Prag eine Zuschrift gerichtet, wor>n si? "» der Haupllache bekanntgaben, daß fie und ivahrich^iniid Stile 5 a^?e in Jugoslawien lebenden tlcbechoslo»alischen Militär-pensionift-n feit «.Juli! »1» leineTeuerang»au»hilse, iondern nur die niedrige Pension (ein General nach 39 V» erlettioen Dienst ahren und drei miiqematten Jeldiüqen ^»0 jago-slawische Kronen erhalten u»d ba*i die «HE Pennoniliqai-datur in Laidach, von wo die tsch-choilowalischen Militär-pensionift-'n bisher ihr« Penftonen bezogen hatten, rner Reoraanisa'ion unterzoqen wird, nah welcher ihnen die tensionen von dort nicht mehr werden au^bejahlt werden. S wuide ferner um Erhitbung der Pensionen gebeten und daraus verw.eien. daß ein Familienvater bei der jeyt Herr, schenken groben Teuerung mil der Pension nicht einmal sich selbst, geschweige der» eine Familie in dem Auimake ernähren und beileiden lann, wie ti die Erhaltung der Ge-sundheit erfordert. Auch wurde zur Kenntnis gebracht, daß die ni.'drige Pension der Mitiiärpensioiltten den lad dreier Kameraden im Orle öilli beschleunig! hat. Ganz besondert wurde da» tschechoslowakische Landes-verteigungsinlnitterium damal« grb^ten. Maßnahmen zu treffen, daß durch die früher erwähnte Rko^ganifation der EHE'P«nsron»liquidot»r LaibcrH keine Stockung in der Auijahlung der Pensionen erfolge, da dies bei langn» Dauer von katastrophalen Äo'grn fflr die Beziehenden sein linnte, «nd daß die bczü^liche Erle»igung an den ältesten der Gefertigten gesendet werd«n mSae. Da nun am I. Mai l. I. tatsächlich die AuS»ahlunq der Pensionen von der ZHd P.>i,sionSliqui!>atur Laibach eingestellt wurde, begab ich mich im 7. M >i L I aii D-legierter der Cillier Itchcchosloivakiichen MilitZcoennonistea zur tschechoslowakischen Vertretung nab Laibach um mit dem Bertreter, Hsrrn Wondraiek, über diese Angelegenheit l« verhandeln. Ich überbrachre ihm eine von der SHs-PensionSliquidatur umtlich bestätigle Konsignation der in Frage kommenden Pensionisten (Witwen» und der HShen der von ihnen bezogenen monatlich?» Pensionen und Herr Wondraöek erklärte, währen» er mir -in mittet» Schreib-Maschine bereit» fertiggeftellteSQui!tun,zÄiormular ausfolgte, daß die Herren solche Quittungen aniertig'n, auffallen und bestätigen mögen. Er werde, sobald diese Quittungen in sein« Hände gelangen, die Pensionen sofort vorschußwrise mittels Post an die Herren anweij«». Am lt. Mai I. I wurden nun die ordnangtge»äß aufgestellten Quittungen von mir gesammelt und mit einem Begleitschreiben, in welchem noch einige dringend« Fragen enthalten waren, rekomnandiert an di« tschechoslowakische Vertretung Laibach geschickt. Da kein Geld und keine Antwort eintraf, ersuchte ich tinrn nach Laibach reisenden mir bekannten Herrn, in dieser Angelegenheit bei der tschechoslowakischen Vertretung vor-zusprechen Die von dem Herrn überbrachte Ai'tvort laulet-unzureichend, weShalb ich am 20. Mai l. I erneut eine äuschrift an die tschechoslowakische Vertretung Laibach chtrt«, in welchem ich aus die Notlage der M.Iliälpensio nisten verwies und um umg«h«nd« Au?z«'i!ung o?r o«r> sprochenen Borschaffe bat. Bi« heute wurden >edvch weder die bereits quittierten Borschüsic aii-5gezahU, noch wurden die Znschristcn an da« LandesverteidigungSministerium in Prag und an die tschecho-lowakische Vertretung Laibach beachtet beiu beantwortet, odaß die hi«r lkbenden tschechoslowakischen Miliiärp«nfio-nisten bereits einen Monat ohn« jed«n Aezug sind. Da« Erstaunliche an der Sache ist daß in Laibah von der tschechoslowakischen R^gier-ng als Vertreter belegiert «in Mann fifel, der Versprechungen gemacht hat, rtyre sie zu halten, alio die Unwahrheit gesprochen Hai. feitw Erklärung dafür finde», daß bei den Senkern eine« Staat«schiffe« und ihren Organen, welche« mehrere Millionen Paffagiere an Be-d hat, ein so geringer Ernst zur Sache vorhanden ist, daß derartiq« ^älle, wie die oben geschilderten, oder der nach tehende Fall möglich sind. Dieser sollende Fall wirft ein Lich! aus die PA chtaufsaffung und Pflichterfüllung sowie aus den Ecnst und oa? Anstand«» gefühl eine« untergeordneten Organe« >-» tschechoslowakischen StaatSschiff e». Ein in Jugoslawien lebende tsch choilowakiicher Militär« pensivnift wandte sich wegen seiner au»«ändiqen Pension an sein zuständige« ErgänzungSbeurkskoinmando und erhielt auf einem Dienstzettel eine bezeichnende Eiteoigung. Der Di«nft» zetiel laut«: dop1aOT»«i okr«iiii relilelitri Zaojao. Cj. 1S75 dur. Pan podvtuk. 1 A Zu Ihr«r Anmeldung müssen L « noch eine Erledi« gung bei'»ließet-, warum Si« di« „P-ihla»ta' nicht früher (bi« 3l. Oktob.r 1919, wie vorg?schrieb>n nmr) vorgelegt haben. Weitirs niüssen S!« aus einem .Separatbogr» Ihre Di«nstlätigk«ir von de» Affentielung bi« zur neuerlichen Versetzung >u de» Ruheland beschreiben. Zu lAesud« um 'vrnsi»»«gedühi«n und zur Anmeldung werde« Ltemrvl siir tt 6 .0 benitigt. Nal dem diese dort nicht erhä tiich sind. >'end»n Sie un« um iX ti.&O jugostaDiiche stcmpelmarke» u. zw.: 8 h karminro:, 1 R z «,t««ro?, <0 h und ■< K aus bräunlichem tiapikr. dann Spezialitäten: S h Toppeldruck, ü b. f>a*.»t>er .0 b, 10 h rtangen der Si'Mvelniarleu sofort angew»,!«n rnerden. ■22. l'.'ai :»20. (Stampi.ilie1. Äeserent f*. dopln etre^ vek. oe Znojm^ nadvor »rtüjiUo Butschek (Ärzenhänd ge Unterschrist) But'chek npr. Zu diesem Dienststück dc> Herrn uadporuük Butschek an tinrn Lcheistreutnank a Ministerium rn Prag «ine aUsällige Antwort au? d:«s n Offenen Brief enlw.'de auf dem gleichen Wege o>cr unt-r Kuvert au wich zu senden, und zeichne mit dem Au-'dr'cke drr vorzügtichiten Hochahtnug ergebener Alion« Geiintk, nadporu^lk v p. ■ ®«li'. Gi«go.c 6:#a ulica 7 Sntt <> 21) (Ndchdiuck vcrdotcn.) Wer war es? Griginalroinaii von Erich Lben stein. Zwischk» gebrauch!?? Wäsche gc>h es aflcrfei Sch»nr!kiipfchl>er Haare befanden. Von iveni stammten dies« Haare? i&i war daS einzige, was er sich i.icht erklären tonnte, denn Lparbach war ei» alttr Mann. Ocr neue Äarton war posts«»tig grpack». Draußen w ir inzwischen die Sonne gesunken^ „nd in dem düsteren Hosziunner deS ersten TtockwcrkS kroch die Dämme, u»ig bereits aus allen Ecke», wählend sich hoch oden an der gegenüberliegenden Haucmalur und dem darüberstehenden Dach noch ein grell leuchtender Streifen Sonnenlicht hinzog. är vergoldete ein« Anzahl Fenster im dritten Stockweir, an denen tote Pelargonien, gelbbraune Lenkolm nnd blaue Lobelien blühten. 3. Er sah einen alten Mann in Filzpantoffeln leise auS dieser Wohnung über den sonnlagestillen Botplatz schleichen. E.nrn Mann, der alles wrhl überlegt und vorbereitet halft und genau wühle, d^ß nichts sein Vorhaben stören würde . . Denn D>. Hardy war ja fort und die Damen Errath ebenfalls. - Nun stand er vor der Nachbarkwohnnng, in die er kurz zuvor einen leeren Koffer hineingeschmuegelt hatte. Heuipel sah ihn im Geist mit dem selbstver« fertigten Nachschlüssel geschickt öffnen, in der Woh-nung verschwinden, und dann lauernd hinter der EingangSiüre warten. Eillier Zeitung Und er sah ein junge», schöneö Wesen ve> stöhlen die Treppe hinaufeilen — v-rlieb». erreat, hoff, nnngsvoll. „Er" hatte sie ja noch einmal gernsen —! <£« war noch nicht alle« auS —I Und bebenden HerzcnS klingelte sie. Hinter ?er Tür« aber wartete lauernd ei» anderer — der Mörder! Und hier — in diesem Zimmer, wo Sila« Hempel j?tzt stand, halte er gewohnt — unter der Masse eine« harmlosen, alten Mannes, unter dem Namen Ludwig Sparbach. Denn er war der Mörder. Er mußte e» sein! Freilich _ die rotblonden Haar«? Wem gehören sie? Einem Mitschuldigen 7 Einem Austraac-eber vielleicht? „Nun, nnd Sie fertig? Köiuien wir gehen?" fragte Frau Grangl, und setzte erschrocken hinzu: .Aber wa« ist Ihnen, Herr Moders? Sie s.hen ja ganz blaß au»!' Hempel fuhr sich zusammenschreckrnd, über die Stirn. „Nicht«. Nur die Lust ist so dumpf und schwül hier — gehen wir!" 12. 2U« sie die Treppe hinabgestiegen, horchten sie vcrwundcit auf. Aufgeregte Rufe und da« Gemurmel vieler Stimme» drang an« dem Hausflur heraus. „Hier scheint eiwaS geschehen zu sein." sagt« Nummer 44 •5; | ilas Hkwp?l, de.i Schritt beschleunigend. D>« Grangl flog schon die letzten Stufen hinab und log in den Hausflur ein, der sich eben mit Mensche» süllte. „Jesus, da bringen sie einen . . .!' Aufgeregt drängt- sie sich bis a» ihre Wohnung vor, schloß hastig auf >11,d schob den Karton hinein. HI« sie sich umwandle, sah sie, wie ihr neuer Mieter eben seine» Rock auszog. und einem Schutzmann behilflich war, den Körper eine« bewußtlosen jungen Mensche» darauf zu betten. Einen scheuen Blick auf da« blasse Gesicht de« Verunglückten werfen nnd laut aufschreien, war eins bei Frau Grangl. »Htrrgoit. tag ist j.i der junge Wawra!" „Kenne!, Sie den Burschen?' fragte der Schutz, mann, sich ausrichtend. ,Er wurde überfahre.,, und wir schafften ihn hieher, well e« da» nächste HanS-tot war." »Na. ob ich ihn kenne! Er woh'tt ja hier i Im dritte» Stock vbeu bei seiner Murer, die eine arme Witwe ist! «ch Gott, über die Zran lowmt aber auch alls! Vor einem Jahr e.st starb ihr der Mann, ihr Töchte'l.i» ist gelähmt und jetzt, wo der &ranj endlich öie unte Stelle bei t« un« bitte, eine Dccke frorst», Fra« Grangl, und dann voraus hinaufgeh n, um die Angehörigen vor. zubereiten Abcr kein unnütze« Geschrei nnd Gejammer dabei gemacht, aol,lvc'stai de/? ES scheint ja auch nicht allzu schlimm z» stehen um den jangen Mann. Wahlschein! ch nur eine Ohamachr infolge des Schrecken« " Frau Gran^' eilt,, um die Decke zu hole», unk half den beide» Männern den immer noch Vewnßt-losen vorsichtig darauf legen. .So. nun flet>e ich zu Frau Wuvra hinauf/' sagte sie dann. „Sagen Zie, man soll ein Bett zurechtmache», rief ihr der Schutzmann „och nach. ,Oer Arzt wird gleich hur fein. Ich habe bereit« an die ReitungS-gesellschast telephoniert." Während er dann mit Hempel den Verunglückten behutsam die Treppen hinauftrug, j» uferte er ihm verständnisvoll zu. (Fortsetzung folgt.) 0E0QB0G]0G]B0Biai3SE00BI3G]BG)B0 0 0 B a 0 0 l-> Citty (qjiiletz 0 | kfustav J^indermann | ^JerhSie. g I 1 0 □ 0 Ctfje-'i&arnsdtrf, im tfuni J92C. 9 0 Kindermädchen slowenisch und deutsch, zu einem 7jährigen Knaben gesucht. Anzutragen im Gastbause zum Hirschen (Qostilna k jelenu). Herrschaftsköchin und ein Stubenmädchen werden sofort aufgenommen. Anzufragen Pre-äernova ulica Nr. 17, II. Stock. Für das Bad Stubica-Töplitz werden eine perfekte Köchin eine kautionsfchige Zahlkellnerin und eine geübte Serviererin ausgenommen. Eintritt sofort. Briefe mit Gebaltsansprllcben, möglichst mit Photographie an A. Perko, Zagreb, Florisnski put 65. Suche möbliertes Zimmer (oder zwei leere Zimmer) eventuell samt Kost. Anüäge an die Verwaltung des Blattes. -26004 Möbl. Zimmer mit separatem Eingang gesucht. Guter Pieis zugesichert. 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