Deutsche Macht »«Ich,,,, ,n|it( M«t fiii »>»> «ut S»?»ll,», >» « c-««< «. -1&. tliml|Hn| «. 1.5«. «. , M^IUng *. «— Wit •imcttto« I MO. taiHWiri* l>. ».». »«iu|»lni ». «4«. tu rhchriat «»»»« T f». Sahnt« »« larif; toi Mltm UittotliaJan««« Wabatt. IHatrtt aetzmr* ht«W fUt aaln 8 hüt alt tfWiiaM ■larrctui^r^ilioiMH l'< 3»- ant an. Mctoctiaa aat »»iMitftiatiaa £au*;»ta« im. eutrVfturttxn M Wttactcui* tijllch, »ti »«a»»»x tot Sin- aab Itoirtl«»«, na ll-l» M« »»,- an* >-t Mc Wichmiüm». - H«ctaKatiaa«a — Wtmittun« wild uutit istätfadcntot. - «agnnai» -ukmaajf* mltl l-«ia«si*ii»n. Nr. 69. (Sisti, Donnerstag den 27. August 1891. XVI. Jahrgang. Per „Heilige Aock* zu Trier. Die nach 47 Jahren neutrlich veranstaltete Ausstellung de« „Heiligen Rocke«" im Dome zu Trier, welche am 20. d. Mt«. stattfand, zu der sich Massen von Neugierigen drängten, be-«eist. daß der Satz: .muoäus rult decipi «rgo drcipiiitur* seine volle Berechtigung hat. Ta« kchönste bei d»r Cache ist, daß die Glauben«-m'rigen von Trier und Argenteuil sich seit langem herumstreiten. welche der beiden Kirchen den echten Rock Christi besitze. Dazu kam, daß. wie «ut Rom gemeldet wurde, die Congregaiion der kittn den Rock in Trier für den allein echten erklärt hat. Eine Deputation der Geistlichkeit von Argenttuil hatte sich nun vor einigen Tagen nach Trier begeben, um die daselbst gegenwärtig ausgestellte Reliquie zu uniersuchen und mit jener in Argenteuil zu vergleichen. Da» Resultat war, daß die Commission die Echtheit anerkannte und sich damit begnügt« zu erkläre», die in ihrer Heimat«stadt auibewahrte Reliquie sei da« Knabenkleid. die Trier'sche sei kal Männerkleid be« Erlöser«, so daß beide ZKcke al« Ueberrejte zweier verschiedener G«-»«der Christi gelten sollen. Damit ist nun beiden Theilen gedient. Hochinteressant ist da« offene Schreiben, welches der katholische Psarrer S ch i r m e r in kiisseldors in der ^.Westdeutschen Zeitung" an die deutschen Bischöfe veröffentlicht. Er weißt darin unter Anführung zahlreicher, gewichtiger Zeugnisse au« der christlichen Kircheageschichte die kirchlichen Oberhirteii der deutschen Katholiken auf die religiösen und sittlichen Gefahren de« in Zrier inscenierten Reliquiencultu« hin, der an deneinstigenSonnencultu« in Trier mnnere, und fordert die Bischöfe aus. ihre Luftschiffahrt und Kriegswilsenschaft. >»n Karl Llinb in L»lck»m. Napoleon l. that bekanntlich die Dampf-traft al« eine Abgeschmacktheit mit de« erha» beutn Worte ab: „Man spreche mir nie wieder wt dieser Sache!* Franklin dagegen, der den Blitz den Wolken entriß, ließ über die Luftschiffahrt nach dem ersten Versuche, welchem er beiwohnte, da« bezeichnende Wort fallen: „Tat ist die Geburt de« Kinde«!" Seitdem hat («I flmb freilich keine aUzugroßea Fortschritte zmacht. Aber liegt nicht die Ursache zum Theil daran. daß sich seine natürlichen Erzieher, die Männer der Wissenschaft, lange von ihm abge» »nibft hatten, daß so Wenige von ihnen u« seinetwillen auch nur ein geringe« Maß von persihilichtr Gefahr bestehen wollten — so daß tai Kind, wie unser alter Freund, der bekannte sranzösische Schriftsteller und Luftschiffe? W i l-fried Fonvielle e» autgedrückt hat, in die Hände von Leuten fiel, die meist nur de« Gelde« halder sich «it ihm beschäftigten? In den letzten Jahren ist man wieder ernst-licher an die Sache gegangen, zumal in Frank-reich und i» den Vereinigten Staaten von Ame-rifo. Ehe ein neue« Jahrhundert anbricht, wird «hl die Luftschiffahrt, die gegenwärtig immer noch wesentlich ein Bersuchsspiel ist. zur volen Wirklichkeit geworden sein. Da« ist — wie der niglische General W. 91. Hutchinson in Zuschriften an den Londoner „Broad Arrow" Diöceianen von der Wallfahrt zum „heiligen Rock" abzumahnen und die Gläubigen aus den Banden geistiger Sclaverei zu erlösen. Die Warnungen der sromnien Bischöfe S a i l e r und D i e p e n-brock vor den mißbräuchlichen Wallfahrten sollten selbst bei strenggläubige» Katholiken und die Hinweise auf die socialen Folgen de« simo-nistischrn Treiben« bei den kirchlichen Geldfamm-lungen auch bei correcten Anhängern der Kirche nicht »»gehört verhallen. Die Schlußapostrophe an die Bischöfe lautet wörtlich: »Roch heute können Sie in Aachen Spott-lieber hören auf die Sittlichkeit der Heilig-thum«fahrt«tage! Thun Sie Einhalt solchem Treiben, hochwürdig« Herren' Sie erfüllen da-mit zugleich eine patriotisch» Pflicht! Sind Sie nicht deutsch« Bischöfe? Sind Sie nicht die geborenen V«rtret«r berdeuischenRa-tion in der Kirche? Man sagt, die deutschen Bischöse hätten ihr Herz in Rom. ihre Füße nur aus deutschem Boden. Unmöglich könuen wir da« glauben! Wie. Sie sollten die bedeu-tende Stelle unsere« Volk«thum« in der Christen-Heit nicht begreifen ? Deutschen Herzschlag nicht fühlen? O. Sie müssen e« wissen, ohne die Deutschen wäre da« Christenthum niemal« ge-worden, wa» e« ist. Da« hat Schelling mit Recht betont. Und «benso Recht hat der Redemp-toristen-Rector H o s f b a u e r, wenn «r sagt: „Die Deutschen hatten und habe» da« Bedürsni«. fromm zu fein. Und nicht durch Ketzer und Philosophen ist die Reformation verbreitet und erhalten worden, sondern durch Menschen, die wirklich nach einer Religion für das Herz ver-langten!" Aus diesem Munde ein gewiß be-merteu»werlh«« Zeugni«! Religion sür da« Herz nicht .Heiligthümer," wie der R o ck in Trier oder die Windeln in Aachen? und die „Raval and Military Gazette" bemerkt der zuversichtliche Glaube fast aller Derer, welche sich ernstlich dem Studium der Sache gewidmet haben. Er selbst bat sich seit Jahren mit der Ausgabe der Herstellung eine« lenkbaren Luft-schiffe« beschäftigt und darauf bezügliche paten tierte Erfindungen gemacht, di« »ir au« dem Augenschein kennen. In seinen Zuschriften an jene Blätter erheb« er die Frage: ob die Luft« schiffahrt am Besten durch mit Wasserstoffga« gefüllte Ballone oder mittelst sogen. Abroplane geiördert werden könne ? Die Krage ist eine be-deutsame geworden, seitdem Hauptmann Julien, im Juni diese« Jahre«, infolge de« sogar im Sommer auf seine Flugmaschine niederfallenden Schnee« mit feinen zwei Begleitern einen Un-fall erlitt. General Hutchinson geht in seiner genannten Veröffentlichung aus den gegenwärtig der voll-endung nahen Bau einer riesigen Flugmaschine ein. welche in Craysord (Grakichaft Kren«) herge-stellt wird. Ihr Erfinder ist Herr H i r a m Maxim, berühmt durch seine, vermögt der Au«» nützung der Kraft de« Rückstoßes, al« Selbst-triebwerk feuernde» Schußwaffe. An einem unge« heuren, 110 Fuß langen. 40 Fuß breiten Flug-drachen — so wird gemeldet — h ingt da« Schiff, welche« Fahrgäste und zehn bi« zwölf Tonnen Fracht werde aufnehmen können. Steinöl. welche« in Ga« verwandelt wird, da« man zur Erzeugung von Dampf brennt, bildet da« Mittel zur Erlangung der bewegenden Kraft. Durch Lesen Sie. hochwürdige Herren, wa« Frede in seinem Buch« „Da« Heidenthum in der römischen Kirche" schreibt. E« ist erschütternd, wa« dieser gewissenhafte Beobachter über di» katholische Kirche in Italien sagt. Soll e« auch in unserem theueren Baterlande und mit diesem unserem deuischen Volk» dahin kommen? Sagen Sie nicht, hochwürdigt Herren, der Cultu« der Heiligthümer sei alt. D»r heiligt Chrisostomu« lehrt: .Ei» Gebrauch, der nicht« taugt, sei er auch noch so alt. soll abgeschafft werden." Und wir Söhne der alten Germanen wollen wahr-lich eher zur Mehrung de« Reiche« al« der romanischen Mythenwelt beitragen. Al« Christ und al« Deutscher bitte ich Sie. Hochwürdig« Herren : Halten Sie ihre Diöctsanen ab von d«r Heiligthumsfahrt zum «nh«iligen Rocke! Machen Sie ein Ende allem abergläubischen Treiben in der Kirche. Räumen Sie all den Schutt hinweg, welcher berghoch da« innerste Heiligthum umgibt und den Zugang zu ihm versperrt! Dann aber sehen Sie zu. daß Diejenigen nicht wieder in'« Reich kommen, die diese» Schutt so hoch ge« thürmt haben, die di« extremste veräußerlichung der Religion und der Idee von der Kirch« — dir Jrreligion «m» phrase — verschuldet habe», die Jünger Loyola«! Obwohl der alten katholischen Kirche zugehörig, wage ich e« dennoch, mich an Sie, hochwürdigt Herren, zu wenden, denn Sie haben die Macht, eine Wandlung zum Besseren herbeizuführen. Sie sind deutsche Bischöfe und fühlen sicherlich al« solche die Pflicht, unser geliebte« deutsches Volk — Ihr Volk — hin-anzusühren zu den Idealen de« Hohen und de« Heilige«, zu den Höhen unveriälschttn Christen« thums, zur Anbetung Gottes im Geiste und in der Wahrheit, zu reiner, ausrichtiger Herzt»«- eine leichte. 2500 Drehungen in drr Minute vollziehende S Iraube soll die neue Flugmaschine vorwärt« getrieben werden. Unter Hinwei« auf da« mögliche Eintreten von Schneestürmen äußert General Hutchinson einige Besorgnisse betreff« der Au«sührbarkeit. Abgesehen von der unmittelbaren, inbezug aus die Schwerkraft sich ergebend«» Gefahr würde der Schnee wahrscheinlich nicht auf beiden Seiten der Maschine in gleichmäßiger Weise liegen und daher da« selbst unter den günstigsten Umständen schwer zu erhaltende Gleichgewicht stören. Wir müssen abwarten, wie Herr Maxim diese Schwie« rigkeit überwindet, und ob überhaupt die alte Sage von Ikaros und Daidalo« sich nicht bei diese« Anlasse wiederholt. An der schließlich«» Lösung d«r Frag« der Lenkbarkeit der Luftschiffe braucht man darum nicht zu verzweifeln. Zusehend« näher« wir un« der Erreichung de« Ziele«. Die Elektricität, welche nach Goethe'« Wort die Welt« seele bildet, wird vielleicht schließlich dabei ent« scheidend mitsprechen. Aus die Verwendung der Electricität deutet auch General Hutchinson hin. Herr Hiram Maxim ist mittlerweile voll de« größten Vertrauen«. Hat er doch — wie er unlängst einem Berichterstatter de« Chicago» Blatte« «Tribune" mittheilte, 45,000 Dollar« aus Versuch« und auf den Bau dieser Maschine verwendet, von welcher er sich jetzt eine Um-wälzung der Kriegführung verspricht. „E« wird" — so läßt man ihn wenigsten« sagen — „in Zukunft keine Panzerschiffe, keine Riesenkanon«n, frömmigktit. Thun fl« «4, thun Sie et! Unsere Kinder und Kindt«kioder werde» e« Ihnen dankend Mi« di« Thatjachen bewiesen haben, sind diele wohlgemeinten Worte eine« würdigen Pn«fter» wirknag«lo» «rhÄKt, di« vom Bischof Kor um cw^eorhuetl Ausstellung hat unter Massenandrang stqtlqt^wdtn. auch hol es dabei au grvßi Niger Pompea»hall«Gg nicht g^ehu. So geschehe» ick Hahr^De« Heile« l«W? Rundschau. s Z w i st i g k e i t e n im jungtsch«. ch i s ch e n L a g « r.j Der Friede, unter den sich in den Haaren liegend«» junglsch«chisch«n Ab. geordneten, wird wohl noch lange nicht herzu-stellen sein. Trotz der eindringlich« Mahnung de« Erenmoctmrite« der Partei, -doch über den herrschenden Hader nicht» au« der Schule zu schwätzen, sondern da« Votum de« nationalen Schiedsgerichtes früher zu hören, posaunen die verschiedenen Blätter, di« im jungtsch«chisch«n Lager herrschenden Katzbalgereien in allen Arien in die W^lt hiuau«. In dem jungtschechischen Organ« wird der Abgrordnet« K r a m a r z durch «in« Zuschrift feiner Wähler unt«r der Versicherung ihre« vollsten Vertrauen« ausge-fordert, jede weitere Pol«mik gegen die unbe-gründeten und rein persönlich«» Angriff« zu unterlassen. Die Wählerschaft weis« die unan-ständigen Angriff«, wtlch« g«g«n ihren Abgeord-neten gtführt wurden, zurück und fordere, daß di« tactischen Uaeinigkeiten zwischen den Mit-gliedern der Partei g«hörig«nortS. im Krtise drr Vertrauensmänner beglichen würden. Im jung-tschechisch«» „Velehrad" wird wikder Herr Va-schattz in Schutz genommen und der Abgeordnet« Herold abgkkanzklt. Er wird al« ein« poli-tisch« Wettersahn« g«schild«rt E» Heißt u. A.: Welchrr Achtung kann sich eine politische Partei erfreuen, deren Führer heute so und morgen anders reden, die heute in Prag die Polen mit dem Teufel alliiren und morgen in Wien den Teufel mit Weih-wafser vertreiben, damit er nur nicht zwischen sie und die Polen kriech,; die in Wien den Staatsmännern de« Dreibunde« Compli-meine machen und in Prag den letztere» mit der ganzen Kraft ihre« oratorischen Talente« bom. barbieren? Eine Partei mit solchen Leuten an der Spitz« wird dem böhmischen Volke wenig Achtung erw«rb«n und sich nicht einmal solange über Wasser halten könn«», al« da« Mandat dauert.- Dem Adg. * r a m a r z werden im „V«l«hrad' schwere Vorwürse gemacht. .Ein größerer Unsall. al« di« Rede de« Dr. Kramarz*, keine Befestigungen, keine Heer« mehr geben. Kein Mittel wird mehr vorhanden sein, um sich gegen da» zu schütze», wa« diese Maschine wird ausrichten können. Sie wird eine Tonne Spreng-öl (Nitroglyzerin) aus eine» Ort herunter-träufeln, und man wird e» nicht hindern können. Sie wird in Feindesland fliegen und Dynamit auf die GaSsabriken. auf die Wasserwerke, aus die Brücken heravregnen: da« sind die Dinge, die man wird zu zerstören haben. Da« Erste, da« zu thun ist, wird darin besteben, über den russischen Kaiserpalast hinzu-fliegen und eine Tonne Dynamit aus da« Dach herabzulassen. Ein russischer Officier, dem ich die Sache erklärte, erwiderte mir: „Da» wird die Welt in sech« Monaten verändern!* Hat Herr Hiram Maxim wirklich die Aeuße-«,ng gethan? Ma» könnte versucht setn, anzu-nehmen, der amerikanische Berichterstatter oder Au«pumper habe da sein Stärkste» nach be» kanntem Muster geleistet, und al« sei da« Vor-stehende nicht gerade wörtlich zu nehmen. In der That wollen wir von Obigem ganz absehen. Denn, wenn di« Erfindung sich bewährt — wa» zu sehen noch übrig bleibt —, so wird sie auch ohne solch« außerordentlich« Blicke in die Zukunft von ungeheuerster Wichtigkeit sei». Bi» dahin wollen wir mit dem Urtheile zurückhalten. Gewiß hat General Hutchinson, der sich um die Herstellung kleiner, mit Wasserstoffga« gefüllter, lenkbarer Luftschiffe bemüht, vollkommen Recht, wenn er die Regierung seine« «ig«n«n sagt da« d.r Pariti gar nicht passieren. Dies« Red« stellt« un» da» Zeugnis der Wahrheu au», al» wir behauptete»', daß es im jungtschechischen Club zwei unvereinbare Strömungen gibt. Wa« Dr. Herold in den königlichen Weinberge» mit der ganzen Kraft sein«« oratorischen Talentes zu widerlegen v.riucht«. daß nämlich der jnlig-tschechische Club de» Dr. Vaschaty in der Frage der «»'«wenigen Politik Oesterreich« nicht orn leugnet hat. hat Dr. Kramarz öffentlich bestätigt.' Der »HlaS Naroda" endlich tröstet die strei-senden Herren damit, daß da« SchiedSgeiicht nicht« andere« thim werde, al« dem Abgeord» neten Kramarz eine Rüge ertheilen, well er den Abgeordneten Vaichaty al« «icht satiSsac-tionSsähig bezeichnete, und ebenso Herrn V a • schaty ein« Rüge dafür, daß er di« Geheim-msse de« Club« verrieth. Und solche Herren wolle» die Monarchie aus den Kops stellen! sUeber BiSmarckS Entlassung.^ Graf Herben- BiSmarck bezeichnn durch eine Zuschrift an die „Hamburger Rachrichten" die angebliche Unterredung de« Pariser Bericht» erstatter« der „Time«" mit dem Grafen Münster über die Entlassung de« Fürsten BiSmarck al« eine Erfindung. Die Zuschritt lautet: Schünhausen, Iv August l £1. Die von de» Londoner .Daily Telegraph' auf Veranlassung de« kaiserlichen Botschafter« Grate« Münster kürzlich ge-brachte Richtigstellung eine« im Juni erschienenen und Seine (ftieüenj verdächtigenden Artikel« der .Times' ist «on den meiften Zeitungen reproduciert und verschiedentlich commeatirrt worden. Daß e» sich in diesem Artikel, ivelcher eine willkürlich erfundene Schilderung von Vorgängen bei der Entlassung de« Fürsten BiSmarck enthielt, um eine Fälschung und einen Mißbrauch de» Namen« de« kaiserlichen Bot-schafter« handelte, ist für jeden Wissenden keinen Augenblick zweiselhaft gewesen. Damit aber jene Fälschungen der Pariser Korrespondenz der .Time«" endgiltig au« der Welt geschafft werden, bitte ich die vershrliche Redaction der .Hamburger Nachrichten" ergebenst, den folgenden Auszug au« einem ei>en-händigen Schreiben de« Herrn Grafen l iffmigSgejucheS jörmM gezwungen worden fei. Andere »ogeJr: Da? hat ma« ja läng't gewlch:. wenn «S an t, in sij bester Weise noch nicht öffentlich g«< i |t worden ist. Die Mittheilung sind« indeß nicht un^et heilten Glauben. ujiO mro«r PeisiW^en Zimtna wird 'daran 1fr. innert, daß die> Behauptung. BiSmarck sei durch den Kaiser auS dem Amte gedrängt worden, in strictem Widerspruche mit den Worten de» kaiserlichen Bescheide« aus da« Entlaffungsgesuch stünden, w.lche bekanntlich lauteten: .Die von Ihnen für Ihren Entschluß angeführten Gründe überzeugen mich, daß weiter« Versuche, Sie zur Zurücknahme Ihre» Antrage« zu bestimmen, feine Aussicht am Erfolg haben. [Die „d e u t >'ch e P a rt ei" i » Württemberg! seiert in diesem Monate da« Jubiläum ihres fSnftwdzwanzigflhrigen Bestehen», ./lach dem Kriege von 1806, am 7. August des (genannten Jahre« in Stuttgart gegründet, schri b ie aus ihre Fahne: Keine Mainlinie, Eintritt tn den norddeutschen Bund. Zwei Woche« später fand in Plochingen die erste LandeSoer-sammlang und damit die Ausdehnung der Partei auf ganz Württemberg statt. In den erste* Jahren ihre« Bestrhen» hatt« di« deutsch« Partei hart« kämpf« zu bestrhen, nach dem deutsch-französische» Jtrtege und der Einigung De: deutschen Staaten unter Preußen« Führung nahm si« dann ihren Ausschwung. Im Reich»-tage haben sich die Abg«ordn«t«n der Patte, bekanntlich der national-liberalen Fraktion angeschlossen, wie denn überhaupt zwischen der deutschen Partei Württemberg» und den National-Liberalen kein wes«ntlich«r Unterschied bestcht. Zur Anwesenheit des Kaisers in gilt. Die Bewegung w«lch« in unfertt Stadt anläßlich der Hteherkunn des Kai,er» herrsch«, wächst mit j«d«r Stund«. Di« Tillirr verstehe« e» bekanntlich Feste z« begehen, und an Be-weisen, daß man hier für bedeutungsvolle &e= schehnisse reich an Verständnis ist, fehlt e« in Der Chronik der Stadt ebensowenig, al» an Aufzeichnungen, daß Tact und Geschmack reich-lich vorhanden sind, der Begeisterung sür iZuie». Edle« und Schönes in würdigster Form Au»-druck zu geben. Ein« Slimiilung, wie sie jetzt hier angesetzt« de» Ereignisse« welche» uns der nächste Sonnig bringt, in allen Kreisen der Bevölkerung z» Tage tritt, war noch nie vorhanden. Ein so allgemeiner und auch durch die Ereignisse nicht gestörter Freundschaft, mit d«m sra»zos«nsr«undlicht« tag-lischen Führ« der Eomristen, Dr. Eongreve, in unserem Hause. Wir konnten ihm nur sagen: er möge sich nicht über de» AuSgang de« Kriege» täuschen, sonder» so eilig wie möglich nach Frankreich zurückkehren und seinen LandSleute» den schleunigsten Friedentschluß anempfehle«. Bereit« 1868 hatten wir in London mit Glaisher. dem Leiter d«r Wetterwarte zu Qreea-wich, und einer Anzahl der bekanntesten ftan-zwischen Luftschiffer (Aon, Godard. Fonoieil«, Mangin. Ehaoantier und Tissandier) einen nahezu schlimm ausgegangenen Ausstieg in dem von Pari« herübergebrachten Fessell-BaUo« bei bedrohlich stürmischen Wetter mitgemacht. Da» Lustschiff schwankte dermaßen, daß ein« der Fahrgäste, die geistige Besinnung verlierend, sich Über den Rand hinausstürzen wollte und in« Mühe aus den Boden niedergedrückt wurde. Ein zweitmaliger Ausstieg, der zu Zwecke« der WitterungSkunve Rächt« mit elektrischen Lich« geplant war, konnte nicht stattfinden, da der Ballon kurz vorher infolge heftiger Reibung de» KabelS durch die Lasrinne. losbrach, in den Wolken verschwand und einige Tage nachher i» Innern de« Lande« zerplatzt niederfiel. Nur einige Personen hatten sich zu der nächtlichen Fahrt bereit erklärt; darunter da Herzog von Sutherland und der Schreib« diese«. Allein glücklicherweise — fo dmf gesagt werden — brach da« Tau, ehe wir da» „So? M ir sehr gleichgültig! Was will dieser fahrende Künstler?" Die Zofe wußte in ihrer jungen Herrin Jnnerm zu lesen. Ihre Augen wenigstens ver-riethen es. indem sie der Vorausschreitenden in deren Boudoir folgte. Nachdem sie ihr die entzückendste HauS-toilette angelegt hane, fragte sie. ob es ihr jetzt genehm sei. Monsieur Sandory zu empfangen. »Ist moa eher p&re zu Hause?" fragte Rosa, sich wie ein eigensinniges Kind auf ihre Chaiselongue streckend. „Nein, Mademoiselle, — der gnädige Herr ist im Bureau." Mit Mühe nur unterdrückte Rosa schein-dar ein Gähnen. „So mag der Monsieur kommen," sagte sie, wie gelangweilt. „Sie kennen meinen Befehl, daß, wenn ich Besuch habe, ich unter keinen Umständen gestört sein will." Die Zofe knixie, vielsagend lächelnd. „Ich weiß eS, Mademoiselle, und werde treu Wache halten." Kein Schritt war hörbar, während sie ging; kein Laut auch ließ sich vernehmen, als die verführerischste Männergestalt, die die Erde nur ragen konnte, die Schwellt überschritt ; — der plüschweicht Teppich dämpfte jeden Schall. .Rosa, meine Königin, meine Göttin !" Sie schloß die Augen; ihr willenloser Sclave, tutete vor ihr ein liebetrunkener Mann, wir vor ihm zahllose gekniet hatten vor diesem Bild ohne Herz, ohne Seele . . . Und in einem nicht minder prächtigen, reichen Hause, darin für das L«id gar kein Raum zu sein schien, hielt in derselben Stunde jtin bleiches Weib einen Brief zwischen ihren Händen, auf dessen Zeilen sie mit gleichsam verglasten Augen niederstarrte. E« war ein einfacher Stadtpostbrief in ungelenker Hand-schrift, mittels Bleistifts auf ein Blatt Papier hingeworfen; die Worte aber, die dasselbe trug, lauteten: „Wenn die Empfängerin dieses über das Schicksal ihres vor sechzehn Jahren ausgesetzten Kindes Nachricht haben will, so komme sie un-verzüglich nach der Langenreihe Nr. 18, zweiter Stock rechts, wo sie erwartet wird!" XXXIX. «nlichldare Schrift. DaS Zimmer, in welches Alex Wilsemann wider seinen Willen eingetreten war, erfüllte ein mattes Dunkel. Die Wintervorhange vor »UntnhaltungS-Matt zur Wach!" Nr. den Fenstern reichten fast zusammen, und der ohnehin dämmrige Tag ließ, wenn man au« einem helleren Raum in diesen eintrat, nicht sofort jeden Gegenstand klar erkennen. So be« durste auch der junge Mann Secunden, ehe er di« Gestalt, die er so unerwartet vor sich er-blickte, mit Deutlichkeit zu sehen und als jene der Frau festzustellen vermochte, die ihn zu dem Großhandelsherrn geführt hatte. „Verzeihung, ich habe mich wohl in der Thür geirrt Diese seine Worte schienen seinem Gegen-über die ganze Fassun« wiederzugeben; sie trat um einen Schritt zurück. „Allerdings/ sagte sie, „der Eingang, durch welchen Sie eintraten, war ein anderer. Sie erlauben, mein Herr, dieser AuSgang führt gleichfalls auf den Korridor." Er verbeugte sich ceremoniell und schritt durch die Thür, die sie vor ihm öffnete, hinaus. Sie trat an der Schwelle zurück und er schloß die Thür hinter sich. An der Treppenwendung angelangt, wandte er den Kopf; nein, si« folgte ihm nicht. Er stieg die Stufen hinab. Der Diener Heinrich stand auf seinem Posten. Alex griff in seine Brusttasche und zog ein Billet hervor. „Das soll ich Ihnen geben," sprach er. Der Mann zauderte, eS in Empfang zu nehmen. Alex drängte eS ihm ungestüm aus, denn soeben war e» ihm gewesen, als ob eine Stufe der oberen Treppe geknsrrt hätte. Wissend, mit welcher Gegnerin er eS zu thun hatte, flüsterte er schnell resolut.- „Von Falb! Kein Wort weiter I" Er nickte dem Manne zu, wie jeder Be-sucher, der geht, dies zu thun pflegte. Dieser verneigte sich ebenfalls, wie üblich, und dumpf schloß sich die Thür hinter dem sich Entfernenden .... Der Großhandelsher? saß noch in sich völlig versunken, als nach dem gewohnten, leisen Klopsen die Hausdame bei ihm eintrat. „Verzeihung, gnädiger Herr," begann sie. — „o," schrie sie auf, „was ist Ihnen, Herr Volk-heim? Sie sehen aus wie eine Leiche!" Der Großhandelsherr hob matt die eine Hand. „Es ist nichts," ächzte er, „etwas Auf-regung, das ist alles. Ist — ist der Mensch fort?" Die Hausdame stellte sich, als verstehe sie ihn nicht völlig. „Sie meinen Herrn Doctor Wilsemann?* Der Großhandelsherr nickt», eh« er wieder-holt«: «S. „Tie velborgcnt Hand * 59 »Ist «r fort?« „Er ist fort, ja," sprach die HauSdam«. „Sind der gnädige Herr ohnmächtig geworden?" De» Großhand«lSh«rrn Augen erweiter» ten sich. „Warum?" stieß «r au«. „Ich weiß «S selbst nicht." stotterte Hella gleichsam verlegen, „ich dacht« nur so, weil —• »Nun, weil--* „O, weshalb sollte ich «S nicht sagen. — weil der Herr Doctor, ehe er ging, dem Diener Heinrich ein Billet übergab, — sicherlich doch zur Besorgung an den gnädigen Herrn!" In des Großhandelsherrn Augen blitzte «s. „Oder auch nicht!" sagte er. „Rufen Sie mir den Diener Heinrich sofort !* Die HauSdame zögerte. .Sie sollen mir den Diener Heinrich rufen! Haben Sie es nicht gehört?" rief der Kaufherr. Hella griff sichtlich erregt an ihre Seiden-schürze. „Gnädiger Herr, ich sah «S ganz zufällig." stammelte sie. „Ich möchte nicht als Denunciantin dastehen--" Er unterbrach sie, lebhast nickend. „DaS brauchen Sie auch gar nicht!' stieß er hervor. „Habe ich dem Menschen Auskunft dar-über zu geben, woher ich meine Kenntnis schöpfte? Leugnet er, so muß er sich untersuchen lassen. Mir ist viel, hören Sie, sehr viel daran gelegen. daS Billet zu bekommen. Rufen Sie den Patron also sofort zu mir und lassen Sie ihn nicht mehr auS den Augen!* Lautlosen Schritte« entfernte die Hausdame sich. Ihre Hände ballten sich, als sie das Nebenzimmer betrat. „Ihr wollt mich fangen," zischte sie schlau-gengleich vor sich hin, „ich fange euch! Thoren, die ihr feid, zu denken, mich düpieren zu können!" Ihr Gesicht strahlte; umso größer war die Wirkung, als, auf den Korridor tretend, sie urplötzlich dein Diener Heinrich sich gegenüber sah. Sein Blick ließ si« den ihren senken. „Der Herr wünscht sie zu sprechen und er-wartet Sie im Salon', sagt« sie mit erzwun-gener Festigkeit. D«r Diener verbeugte sich kalt und wandte sich der Nächstliegenden Thür zu. an welche er leise klopfte. „Herein!' rief der Großhandelsherr. Die Thür schloß sich hinter ihm und un-hörbar kehrte Hella in den Reum zurück. auS dem sie auf den Korridor getreten, schlich si« sich an die in den Salon mündende Thür, um — zu horchen. DeS Großhandelsherrn Augen richteten sich fest und durchbohrend auf den Diener, als dieser eintrat und in einiger Entfernung von dem Großhandelsherrn stehen blieb. „Kommen Sie näher zu mir heran," ge» bot dieser ibm. Der also Angeredete gehorchte. „Noch näher!" befahl jener. Wirdtr gehorsamte der Diener. „Sie sind hier an des alten Johann Stelle." fuhr der Kaufherr fort. .Si« wissen also doch, daß Sie mir strikt« Folg« zu leisten haben ?* Der Mann verneigt« sich. „Ich wüßte nicht, gnädiger Herr, mein« Pflicht übertreten zu haben. Verdient ich den« noch einen Tadel, so bin ich selbstredend ge-willt, ihn voll auf mich zu nehmen." Dem Großhandelsherrn mußte diese gerade Antwort seines Untergebenen unbequem sein. „Ja, Sie haben einen Tadel verdient." sagte er. „und zwar, indem sie hinter meinem Rücken die Rolle eines Vermittlers spielen.' Der Mann erbebte; sichtlich traf ihn der Pfeil, — der Großhandelsherr ahme nicht, in welcher Gestalt. „Sie machen sich zum Postillon für Fremde, während Sie doch in meinem Dienste stehen." fuhr Herr Volkheim fort. „WaS war daS für ein Brief, den der Herr, der vorhin bei mir war. Ihnen zur Besorgung übergab?" In des andern Gesicht ging eine merkbare Wandlung vor. aber nicht solche der Bedrückt-heit, sondern vielmehr der Erleichterung. „Der gnädige Herr müssen falsch berichtet sein," antwortete er, „der Herr Doctor gab mir keine» Brief zur Besorgung." Herrn Volkheim'S Stirnabern schwollen. „Sie leugnen also?" stieß er aus. Der Diener blieb volkommen ruhig. „Ich habe nichts zu leugnen." entgegnete er. „Ich wiederhole, der Herr Doctor gab mir keinen Brief zur Besorgung!' Minutenlang saß der Großhandelsherr unschlüssig; plötzlich stand er auf und zog heftig die Klingelschnur. Nina, die Zose. die eben das Treppenhaus kreuzte, steckte ängstlich den Kopf durch die Thürspalte. „Karl soll kommen!• befahl der Kaufherr. Die Zofe verschwand, kehrte aber sogleich zurück. „Karl ist eben in Besorgungen in die Stadt." meldete sie. „die ganze übrige Diener-schast ist zu Hause.' „Und kann mir gestohlen werden!" polterte der Großhandelsherr, daß die Zose sich fast fluchtartig zurückzog. „So muß ich selbst thun, was zu geschehen hat," fuhr er, gegen den I 18dl Beiteiftr, da« Sannstädtchen zum möglichst «ürdigen Ausenthall«o,t be« Kaiser« zu machen, ivird gewiß mit den schönsten Ergebnissen ge-frönt sein. Die Initiative zu all dem wa« Eilli an den Kaisertagen bieten wird, hat in erster Linie unser Gemeinderath ergriffen, und da« in einer Weise, die alle« Lob verdient. Der nnw Appell an di« Bevölkerung, de? au« den AkmeiilderatSberathungen herausdrang, bat eine zündende Wirkung geübt, und alle« wetteifert, da« Verständnis für die bedeutung«rc,che Et.re zu erweisen, die alle Eillier mir den Empfind-imgen der Freude und Genulhuung erfüllt. Die Eillier sind wieoer einmal vertinl zu löblichen Thun, und wer sie an der patriotischen Lideit sieb», kann nicht ander«, al« sie dazu Iierzlich zu beglückwünschen. Wie vergesse» find alle politisien Schicksaltschläge, zurückgedrängt die bitteren Empfindungen au« dem Kampfe mit nnem nationalen Gegner, den Unterstützung und bchuy über die Grenzen die da« Taktgefühl im Politischen Kampfe zieht, vordringen ließen. Die vairwlischen T«mo»stralionen, deren Schaupl«tz tit den nächsten Tagen die südlichste der deutschen ßlädte in Oesterreich sei» wird, sind nicht be-stell«, und nicht Ergebnisse kalter Berechnung; «a« da zu sehen, und wahrzumehmen sein wird, si-eßt rein au« unseren Herzen, die dem Monarchen i» angestammter Treue entgegenschlagen. Uns-re Stadt wird in den nächsten Tagen nne Fülle von Fremden au« der Heimal und den Nachbarländern beherbergen. die alle den Eindruck gewinnen werden, daß Eilli, die au« Vrinzip und reinem Palrivii«mu« für» Deutsch» lhum kämpfende Stadt, ein Ort ist. der keinem mderen in Oesterreich an Reichtireue und auf-richtiger Liebe zur Dynastie nachsteht! O • ♦ Da« Programm de« Stadtpark-sehe* wurde vou dem unter Leitung de« Obmanne« Herrn Gustav S ch m i d l fungierenden Parksestcomitt. nun gestern nachmittag« endgiltig tkklgestellt. Nach demselben findet der Eintritt de« Kaiser« in den Stadtpark am Sonntag gegen '/,5Uhr nachmittag« über den Sannsteg statt. Nach lleberschreitung desselben überreicht ein kleine« Zchulmädchen im weißen Kleide dem Monarchen »inen Blumenstrauß: hierauf wird der Kaiser zum kinderspielplatze im Stadtparke geleite«, wo die Schuljugend Liederreigen aufführen wird. ?>e Theilnehmer am Parkfeste werden freund-lichst gebeten, ihren Ein fluß dahingeltend machen ui wollen, daß während der wirklich reizenden Liederreigen, in der Nähe de« Kinderspiel» »latze« möglichst Ruhe herrschen möge. ßchiff besteigen konnten. Andernfall« wären wir, gleich einem geheimnisvoll abgethanen alt-»mischen Könige, „unter die Sterne versetzt' »«den. Später ist un« oft Gelegenheit geworden, »der da«, wa« in Sachen der Luftschifffahrt in Frankreich öffentlich oder mehr in der Stille »orzieng. Genauere« zu vernehmen. Daß in Te«tschland mittlerweile fast nicht« oder nur wenig geschehen war, mußte billig auffallen. E« smd letzt gerade zehn Jahre her, daß wir de«-halb in der .Voffischen Zeitung" die Gründung eine« „Allgemeinen Deutschen Luftschiffer-Ver-eine« (mit Einschuß Oesterreich«)" anregten, und zwar mit besonderer Bezugnahme auf kriegerische Möglichkeiten. Einige Zeit nachher entstand zu unserer Freude ein solcher Verein in Berlin. [Auch in München besteht bekanntlich ein Luftschiffer-Ver-ein mit zahlreicher Mitgliedschaft und reger wisiensch^n'.lch.'r wie praktischer Thätigkeit. fDie Red.] Zur ersten Einleitung eine« Verkehr« de«-selben mit der Londoner „Balloon Society, wurde unsere Vermittlung von dorther nachge-sucht. Heute, wo bewährte Erfinder auf dem Gebiete der Mechanik in Frankreich, England und Amerika so lebhast thätig sind, ist zu hoffe«, daß man in Deutschland sich nicht minder eifrig bemühen wird. E« handelt sich um einen Fort-schritt in der Flugwissenschaft, bei welchem plötzlich die Sicherheit jeder darin zurückgebliebenen Ration aus dem Spiele stehen wird. .»-«tfch- W«cht- Nach kurzem Aufenthalte begibt sich der Kaiier zum Kaiserpavillon. wo Frauen und Mädchen denselben festlich empfangen und Pro-ducte de« steirischen Unterlande«, bestehend in Obst, Bäckerei. Wein und Sect zur Erfrischung an-bieten. Von hier weg findet an der Alpengrnppe vorbei eine Promenade zum Karloavillon statt, von wo der Abstieg durch den Eichenhain u»d die Karl«-schlucht am Herrenbade vorüber in den Stadtpark zurück erfolgt. Nach einem Spaziergange durch den ganzen Stadtpark. theil« durch die Hauptallee, theil« aus den Seitenwegen, werden bei der Kapuzinerbrücke wieder die bereitstehenden Wägen bestiegen. Im Verlaufe de« ganzen Nachmittag« concerticre» zwei Musikkapellen im Stadiparke, zu welchem der Einlaß de« Publikum« um 2 Uhr nachmittag« über die Kapuzinerbrücke stattfindet. Für da« Publikum werden im oberen Theile de« Stadiparke« in den sogenannten Logen: Weine. Champagner, Zuckerbäcker« und Liqueure zu haben sein, während im unteren Theile c,e«-selben in einem eigenen Zelte. Bier und Schinken-semmel verabreicht wird. Der Eintritt in den Park ist nur gegen Vorwei« von Karten gestattet. Sowohl die Anhöhen al« der Park selbst und der Sannsteg werden vom Park-Decoration«-comitä (Obmann Ingenieur B i r k) mit Flaggen und Emblemen entsprechend decorier». Im Kaiserpavillon wird der vom Ingenieur P e t s ch n i k in Aquarell-Mulerei ausgeführte Plan von Eilli und Umgebung in Rahmen ausgestellt sein. Der-selbe ist sehr hübsch und instructiv ausgeführt. Wir machen da« Publikum aufmerksam, daß genaue photografische Abnahmen desselben in Octaoformat in der Buch- und Papierhandlung Johann R a k u s ch zu habe» sind. Die Theilnehmer am Fackelzuge versammeln sich bei der Landwehrkaserne und nicht wie früher projektiert war aus der Glaci«. Wir werden ersucht mitzutheilen, daß der Probe-fackelzug nicht wie ursprünglich ge-plant SamStag, sondern Freitag abend« statt-findet, nachdem am eichen Tage ohne Zweifel noch viele Decoration«arbeiten in den Abend-stunden vorgenommen werden dürsten. Versamm-lung 7 Uhr abend«, vor der Schemalkaserne. (Earolinenstraße.) Die Aufrechthaltung der Ordnung obliegt dem allgemeinen Ordnung«cc>mit6 (Obmann Herr Walland.) Dasselbe ersucht di» Hau«-besitzer. während der Beleuchtung die Flaggen, so aufzuziehen, daß keine Feuergefahr entstehen kann. Ueber Ansuchen der Stadtgemeinde Eilli wird am ZV. August l. I. an welchem Tage die Festlichkeiten in Eilli anläßlich der Anwesen-heit des Kaiser« stattfinden, um 10 Uhr 20 Mi nuten abend« ein Ceparatzug nach Laibach und 10 Uhr 30 Minuten abends ein solcher nach Marburg mit Aufenthalt in allen Stationen In Verkehr gesetzt werden, so daß Gäste, welche i» Eilli kein Unterkomme» finden, abend« bequem nach Hause gelangen können. Für diese Bereit-Willigkeit gebührt der VerkehrSdirection der Südbahn der vollste Dank aller betheiligten Factoren. Kuweiter in Steiermark und Kärnihen. Nach einigen schönen lagen, brachen in der Nach« vom SamStag auf Sonntag in verschiedenen Hegenden der Steiermark und Kärntheu» Gewitter lc«, welche von schweren Regengüssen begleitet waren. In 8 i II i grillte der Donner auch am Sonntage vormittag« ununterbrochen fort, erst gegen Abend hellte sich der Himmel einwenig aus. Die Temperatur »ar belxutend gesunken. Der Sann-fluß, dessen cristallreine« Wasser von den Badelustigen so gerne aufgesucht wird, war infolge der bei Sulz-dach stattgefunden«!, Niederschlage hoch angeschwollen und schmutzig. Die Badeanstalten konnten nicht be-nützt werden. Sehr unangenehm wurde der strö-wende Regen, welcher einmal kogar von einem kurzen Hagelschlage begleite! wurde, von den mit Arbeiten für den Kaiserempsang Beschäftigten em-Pfunden. Weiteren Nachrichten zufolge gieng bei Juden« tzurg ein Wolkenbruch nieder, wodurch der Mur- 3 Nutz rapid stieg. Bei L e « b e n stieg der Pegel in der Mur von 1"30 auf 1*90 gcntimeter. Am Sonntag um halb 5 Uhr nachmittag« hatte da» Hochwasser bei Leoben schon eine Höhe von 2*20 Eentimetern erreicht und stieg bi« 7 Uhr ab«nd» rapid, so daß man um diese Zeit am Murxegel in Brück einen Wasserstand von 2*4"» Centimetern ablesen konnte. Der neue Pegel bei d«r Fran, Karlbrücke z«igt« Montag um 3 Uhr nacht» ein Maximum von 2 Metern Wafferhöhe, um 8 Uhr früh konnte man daselbst einen Stand von 1*90 ablesen. Die Passanten der Graz«r Brücke und Quai« konnten Montag und Dienstag Planken, Trribhol». EinrichlungSßegenstände, Landwirthschaft»-geräthe, größere Holzstämme u. dgl. gegen Süden treiben lehen und der Stromausseher Z e ch a e r hatte wiederholt Gelegenheit, in seinem Kahne der-artige Gegenstände dem nassen Elemenie zu ent-reihen. Seiten» der Bezirkohauptmannschaft wurde angeordnet, daß alle Gendarmermerie Posten im Vereine mit den Ort»poli»ei-Behcrden Nachtwache zu halten haben, um die Brücken und Userschutzbauten »u überwachen. Südwän» »on Graz bi» KaI»dorf ist die hölzerne Murtrücke durch di« Fluthen vom Fest-land» getrennt worden, so daß die Kommunikation zwischen der Brücke und dem Ufer nur mittelst Kähnen hergestellt werden kann. Einen trostlose« Anblick gewährt die Gegend gegen KalSdorf» Sauerbrunn, di« Wiesen stnd daselbst in einen großen See verwandelt, auch sollen die Fluthen an den Murufer-Schutzwerken schlimm« Verheerungen angerichtet haben. In der Nacht vom 22. zum 23. August ist durch einen mehrstündigen Wolkenbruch dir Station T a r v i « überschwemmt, die Linie T a r -v l «—P ontafeI, sowie die Strecke T « r v i« — Krön au der Linie T « r « i »—Laibach durch mehrfach« Unterwaschung und Vermuhrung der Gelerse. dann Beschädigung und Einsturz von Stützmauern, unfahrbar gemacht worden und mutz«, deshalb auf cbgenannten Strecken der Gefainmtver» kehr di» auf Weitere» eingestellt w«rd«n. Hagesneuigkeiten. sHof Nachricht» n.;j Herr Erzherzog Albrecht wird, während der in der hiesigen Umgebung stattfindenden Corps-Manöver in Tüchern bei Eilli in der Villa d,'« Herrn Grasen DjieduSzycki wohnen. Die Villa ist nach den Plänen de« Herrn Architekten Han« P r u ck n e r durch den Grazer Tischlermeister Anton I r s ch i ck in allen Räumen elegant und stylgerecht neu möbliert worden. s Z u den Manövern bei Eilli.j Die 5l». Infanterie-Brigade, bestehend au« vier Bataillon« de« 97.. und drei Bataillon« de« 87. Jnfanterie-Regimente« der vierten Escadre de« 8. Husaren Regiment«, der schweren Batterie« Division Nr. 25, und der Sanität«-Abtheilung Nr. 9. welche gegenwärtig »on de» Uebungen in Adel«berg in Laibach eingerückt ist, wird am kommenden SamStag. unter Eommando de« Herrn Generalmajor« Baron Eommer« zu den großen Conzentrierung«manöo«rn in der Gegend von Eilli abrücken. — Am Montag wurde die Sildbäckerei mit den entsprechen» ausgerüsteten arnituren und Vorräthen an Eonserven mit 80 Mann Feldbäckern zur Verpflegung der Truppen während der Manöver von Graz nach Eilli und St. Georgen per Bahn transportiert. sFür den BerfchSnerungSverein) sind folgende Spenden «ingegangen: Srzell. Frau Emilie von M e r k l fl. 3. — 5l«ll. Frau von Rodemann ft. 2. — G«n«ralmajor Paul Ritt, d. H o st i n « k kl. 2. - Graf S t u b i ck & «ou-sin« Stefanitfch fl. 3. — Erträgni« de» von Frl. Betti Schreiber im .Waldhause" »«ran-stalteten Zitber-Soncerte» Iv fl. Den e>l«n Spendern wird der Dank de» vereine» »»«gesprochen. s2 5jährige« Jubiläuin.] SamStag abend« feierte der Geschäftsleiter der hiesigen Buchdruckern I. Rakufch, Herr Franz Ezischek, im Hotel zum „goldenen Engel," daS Jubiläum seiner 25jährigen Thätigkeit als Buchdrucker, im Kreise zahlreicher Freunde und Bekannten. Ein 4 Transparent in bunten Farben, bracht« dem Jubilar beim Eintritte in die Extralocalitäten den Willkommengruß entgegen, aus der Tasel prangte ein Riksenbouque«. neben welchem eine 1'/, Meter langt Riefenfeder und ein monströse« Tintenfaß mit der Signatur: Werkzeug der Redaction der „Deutschen Wacht" paradierte. Herr O.ftufta eröffnete den Reigen der Trink-sprüche auf den Jubilar und dessen Gattin, hierauf folgten noch mehrere andere Toaste, welche lebhaft acclamiert wurden. Der Abend verlief in animiertefter Stimmung. [P a r f c • n c r t.] Wie un« v»n der B«r-einSleitung mitjet^eilt wird, findet heute kein Pro« menadecon«ert im Stadtp«rke statt. fSchulfeft in Lichtenwald. — Bös« Schulbube n. j Am Geburtstage des Kaiser» veranstaltete da» Schulcomit^ der Schul-vereinSschule in einfacher aber würdiger Weise einen Schülerau«stug. Um » Uhr zog die Schul-jugend unter Führung ihrer Lehrer und in Be-gleitung ihrer Eltern sowie zahlreicher in Lichten-wald anwesender Sommersrischler mit flatternden Fabnen aus eine nahe gelegene flaggengeschmückte Walowiese. Daselbst fanden sich Gäste au« Eilli. Raun und Drachenburg ein. Eine Musikkapelle ließ ihre lustigen Weisen ertönen, und Eillier Sänger brachten prächtige Lieder zum B«nrage. Nach Bewirtung der Schüler wuide das Fest-Programm entwickelte Abwechselnd folgten vor-züglich zur Aussübrung gebrachte Lieder, sodann Tanz und Turnspiele. Die Festgäste, welche von den Leistungen sehr überrascht waren, lohnten durch reichen Beifall den Fleiß der Schüler und die Thätigkeit ihrer Lehrer. Ein hereinbrechende« Gewitter vereitelte die Fortsetzung de» Programm», das Schulest mußte vorzeitig beendet werden. Ein Eostümkränzcheu in Smrecker« neuem, hübsch geschmückten Tanzsalon, zu welche«, alle in Lichtenwald wohnenden Deutschen erschiene», be-schloß da« schöne Fest, welche« Jung und Alt in angenehmster Erinnerung bleiben wird. Dem rührigen Schulcomit«. an dessen Spitze Herr Dr. A. K a u t s ch i t s ch steht, und der Lehrer« schast gebührt sür da» gelungene Arrangement die volle Anerkennung. — Mau schreibt un» au« Lichtenwald. Die slavische Saat schießt b i un« gar prächtig in die Halme. Zehnjährige Schulbuben werfen aus offener Straße mit den Worten ncBükntarf und nem<'nri herum, wie die Redacteure etwelcher slovenischer Revolver« blätter. Mit diesen Zchimpsworte» wurde die Schuljugend der deutschen Schule bedacht, al« sie am 18. August in B gleitung ihrer Lehrer von dem Festgoite«dienste zur Schule zurück-kehrte. Die« geschah in Gegenwart de« Lehr-körper« der deutschen Schule, sowie einiger hoch-achtbarer Persönlichkeiten mit geradezu grenzen-loser Frechheit. E« ist nicht unser« Sache zu untersuchen, wo den Kleinen diese Wörter und dies« Rohheit beigebracht wurde, wir wissen e« ohnedie«; die Verdächtigungen zweier hiesiger Lehrer gegen unsere Schule sieben un« noch zu lebhast in Erinnerung. DerLehrkörper der deutschen Schule hat den Bezirk«schulrath von dem Vorsalle in Kenntni« gesetzt, und ersucht in dieser Ange-legenheit einmal Ordnung zu schaffen. sPferdeprämiierungen inSteier-m a r k. ] Das Programm für di« Pf«rd«>Prämiieren «n de« Jahre« 1*91 in St«i«rmark würd« mit Genehmigung de« Ackerbau Ministerium« und im Sinv«rnrhm«n mit d«m k. u. k. Sta«t«-Hengsten--Depot-Eommando in folgender Weise festgesetzt. Die Primiierungen werden abgehalten: Am 25. August in Liezen, 20. August in Gröbming. !'. Sepleinber in Hartherg. 5. September in Feldbach, 7. September in LuNcnberg, 9. September in Friedau, 11. September in Eilli, 12. Sevttmber in St. iteonhard in 3Ü. < 9., 13. September in Rann, 17. September in Mooskirchen. 21. September in Neumarkt. Bei diesen Prämiierungen gelangen Staat«-, Lande«-. Bezirk«- und Privat-Geld Preise, sowie silberne und broncene StaatS-Medaillen und Diplom« ehrender Anerkennung von d«r f. k. Gesellschaft für LandeSpferdezuchi in Steiermark, zur Lertheilunz. sS l o v e n i f ck e Lehrer«Umtrtebe.j Am 17. August tagt« in Reichenburg die Lehrrrcosferenz der vereinigten Bezirke Rann, Lichtenwald und Reichenburg, vor dem künftigen nakio- „D-»tsch- Wacht" nalen Heim tauchten in aller Frühe langschössize Ä«stall«n auf; e« war die Avantgarde der slavisch-nationalen Lehrer. Diese hatte noch ihre letzten Netze auszuwerfen, denn e« galt mit erdrückender Majorität zu zeigen, ,iui «m> im*. Der Eifer wär« zu loben, wenn derselbe der Erziehung und der «igenen Forlbildung gellen wurde, — wenn den selbe im Dienste derjenigen Partei stünde, welch« kein« Mühe noch matenell« Opfer scheut, um die Lehrerfchaft, » welche da« freiheitlich« Schulgesetz hoch hält, auf da« noch heule da« Volk in seiner Mehrheit mit Stolz blickt, zu schützen. Wir gönnen diesen Hern» ja die egyptiichen Töpfe; schleudert da« Bi«chen Deutsch, da« noch an euch haftet, von sich, damit ihr wieder in den Psubl sinkt, au« dem euch die deutsche Eultur «mporgezogen. Doch da« Eine fordern wir, unterlasset e«. unsere Jugend mit dem Heiser de« Nalionalitäien-Hasse« zu im-prägniere». Nach den Anschauungen de« Oberlehrers S l a n a au» Dobov» kann nur dkrjenige Lehrer die Kinder patriotisch erziehen, der mit Leib nnd Seele slaoisch ist. Hai dieser Herr diese Idee von seinem Busenfreunde MvSii ekeingefogen ? - Wir finden es nicht der Mühe werth, auf da« Uilfinnige dieser Behauptung näher einzugehen, sondern verweisen die Herren auf einen Et laß de« Ministerium» für Eultu« und Unterricht, der dem agitatorischen Treiben der Lohrer da« Handwerk legen will. Die Schule hat die Kinder für den wahren Patriotismus zu er-wärmen zu bilden, nicht aber zu hetzen. Daß die beiden genannten Herren da« Agitieien gründlich versieben, zeigte [ich genügend im Laufe der Debatten, »eiche meist in der slovenischen Sprache geführt wurden. Eine Anzahl Mannen folgte von Rah und Fern ihnen, jeden Augenblick bereit, sich auf den Geoner zu stürzen. Zöenn auch bessere Ansichten der deutschen Lehrer kundgegeben wurden, wurden dieselben einfach nieder-gestimmt. Diese Majorität reerutierle sich aber nicht blo« aus jungen KollUen, die die Begeisterung für die nationale Idee ich«, an der An stall überreichlich einiogen, sondern auch au» den Reprisenlantinen de« schwachen Geschlechte«. Die Herren „rgessen natürlich neben der uationalen Wühlerei auch nicht, sich Alliierte au« dem schöne» Geschlechte zu holen. Wer unter diesen Amazonen die Oberlehrerin von Rann, — die stet« deutsch gesinnt sein wollende, ■— um die Gunst der Recken werben sah, kounte sich ein-« be-mitleiden«werthen Lächaln» nicht erwehren. sBrutale Robheit.j In dem bei-läufig drei Ltunde» van Eilli entfernten Dorfe F r a s l a u. wurde am 15. d. Mt«. ein Kirch-tag abgehalten. E« wurde gesungen, getanzt und o.m flüssigen „Stoff* stark zugesprochen. Der Gemeindediener, welcher im Orte zugleich den Polizeidienst versieht, baue von geistigen Gefällten weit über den Durst getiunke» und so geschah e». daß er im Rauiche »litten in der Straße niederstürzte und regungslos liege» biixb. Da« war ein Gaudenm für eine Rotte gleich» fall« betrunkener jlovenijcher Burschen, welche johlend de» ii-ege» g-zoge» kamen. Sie si«len über den Halbbewußtloseu her, rissen ihm di« DistinctionSzeicheit vom Rocke, nahmen ihm den Säbel weg, und wollten ih» sogar entkleiden, wovon sie jedoch durch die Einsprache eine« Be-fonuenerni abgehalten wurden. Mit dem Säbel al« Siegestrophäe trabten sie, slovenische Lieder brüllenp, weiter. Shließlich übergaben sie de» Säbel einem Bauern zur Aufbewahrung, welcher anfänglich nicht wußte, wa« er damit anfangen solle. Später soll er durch die Gendarmerie dem Bürgerm.ister zugestellt worden sein. sUnfall an der D raubrücke in V i l l a ch.j Vor ei» paar lagen ereignete sich da-selbst ein Unfall, welcher leicht von sehr ernsten Folgen hälte begleitet sein sönnen. Die Draubrücke wird durch Arbeiter de« Zimmer- und Schilder» maln« Herrn Moschutznig angestrichen. Zu vieler Arbeit bedienten sie sich einiger Steigleitern, deren Zustand schon ein ziemlich schlechter ist. Am S«m«tag, kurz nach 5 Uhr abend« arbeiteten vier Gehilfen am unteren der Drauuoosseifläche zuqe-kehrten Theile der Draubrücke. Si« standen auf einer zwischen dem Wasser und der Brücke h»rizontal au-gebrachten Leiter in nächster Nähe de« rechtsseitigen Ufer». Plötzlich hörte man einen dumfschrillen Krach, gleichzeitig brach die erwähnte Leiter und die vier Arbeiter stürzten kopfüber in die Fluten, au« denen sie sich nach einigen Secunden zur Freude aller :-$i i Zusehet, wenn auch durchnähl, so doch unvertebrt nach und nach herausarbeiteten und am Ufer von der sich immer mehr vergrößernden Volksmenge mit Jubel begrüßt wurden. Glücklicherweise hat der Borfall keine weiteren Folgen gehabt, jedenfall« dürfte er Veranlassung geben, daß die SicherheW-Vorkehrungen für die Arbeiter in Zukunft besser ge-handhabt «erden. l T » d e « f ä l le. 1 Gestern Morgen« ist der emeritierte WerkSdirector der Alpinen Montan Ge-sellschaft, Herr Johann Rep. Pach er im >2. Lebensjahr« in Graz gestorben. Au« Store »vird un« mitgetbeilt. da« gestern dort der in weiteten Kreisen bekannte und sehr beliebte Herr Joses S p a c i l, Beamter der Gewerkschaft, einem längere» Leiden erlegen ist. |8in BaronMorpur», al« Priester.] Wie man der in Mailand erscheinenden ^Italia" tut Trieft meldet, gedenkt Einer der Söhne ve« Baron« Marco Morpurgo sich dem Priesterftande zu widmen, (kj [Ei» verhafteter russischer O f f i c i e r.) Der Lemberger .Kuryer LloowSki" bericht t: Vergangenen Donnerstag ist «it der Eisenbahn Lemderg—Belzec—Tomassow der vom General«,onverneur von Russisch-Pole». Gurko. zu geheime» Specialmissioneu verwendete russisch« Oberst Nicolau« Dmytrowicz-Sonjoff im gali-zische» Grenzstädtchen B/lz.c eingetroffen, um sich von dort nach Warschau zurückzu -begeben. Er wurde jedoch aus dem Bahnhof vo« Kommissar der dortigen Poli.ei-Expostntr, G « r g o v i ch , verhaftet, trotzdem er 'ich mit inem ordnungsmäßigen Passe auszuweisen ver, mochte. Bald daraus kam eine Kommission mit dem Oberco nmissär der Lemberger Poli;ei-Direction, M.idinger. an der Spitze »ach Belzec. E» wurde eine eingehende Untersuchung ge-führt und infolge derselben der Oberst der Be-zirtShauptmannjchast in Rawa eingeliefert. lAbge stürzt.s Der 17jährige Lohn te« Münchner Professor« O b e r m a i t r ist ant 20. b. Mt«. vom Sonnwendjoch abgestürzt und blieb aus der Stelle todt. sPrivattelegramm der .Deutschen Wach t.'j Der Postdampser „Belgenland" ver „Red Star Linie," in Antwerpen, ist am 17. August in Philadelphia und der Postdmp?« „Western-lanb" am 18. August in N w - Zock. woh!de-halten angekommen. BosKswirischalt. IZ u k u n f t «8 a h n e n.] Die Vornahm« der technisch«» Borarbeiten für eine normalspnrize it häsionSbahn von Boitlberg nach Juden-berg wurde der Gewerki» Ludovica A Zang und für eine Localbah» von U » z m a r k t nach Mauterndors im Lungau vom steiermärkischeil La»d««auSschusse bewilligt. Wie die .Kfgf. Ztg." erfährt, hat die General-Jnspection der österreichischen Eisenbahnen der Landesregierung mitgetheilt, daß behufs Durchführung der für die technische» Ziudicn und Erhebungen nöthigen Feldarbeiten der Klagen. surt-Loibl-Krainbahn u. f. w. ein« Anzahl von Ingenieuren und Hilfskräften demnächst an Ort und Stelle werde ents«nd«t werden. — Nach vierjähriger Arbeit ist nun auch da« Project einer Bergbahn auf d«n Sänt > « seiner Verwirklichung näher gerückt. Die Concession hiefür ist längst ertheilt, die Detailplän« sind fertig, eine genaue Kostenberechnung hat stattgefunden und in den nächsten Tagen werden die SäntiSbahn «clien zur Zeichnung aufgelegt. Di« ixnöthigte Baufumme beträgt l,5'Jit.«)i>0 Francs. In drei Iahren soll die ganze Bahn von Appenzell au« biS auf die Särni« spitz« ("2504 Meter) fertig sein und »«m Betriebe übergeben uxrden. Di« R«gierung ton Appenzell hat d«n Baugrund von Wasseraue» bi« zum Sann» gratis zur Verfügung gestellt. vermischtes. [Tal Gegentheil.] Arzt: Ich weiß, tu« ich Ihr Uebel zu suchen hab« ; da« Trinken scheint nämlich Ihre ichwache Seite zu sein. Pazient: )m Gegentheil, Herr Doctor. daS ist gerade meine starke Seite l l^Zeit gemäß.] A.: .Wa«, Du bist Direktor geworden? Gratuliere! Wie hast Du da, I 1891 ?" — B.: „Erst war ich ganz gewöhnlicher Ät .Zum Donnerwetter, glauben Sie den«. Sie bs ein Körsenxapier, das Sie fortwährend steige» r» fallen ?" —• — Unteroffkitr (zum Soldat«,. ^«gewaschen »um Dienst erscheint): ..Wenn mau f< einen Schweinigel nennt, dann schimpft man lk sonder» man tituliert Sie!" — — JtihKbe!: .Einjähriger Müller, stehen Si« »och rtdjl immer so freiwillig da!' » » O l Fatale Gedächtni«stärke.) Zwei ftiiil», treffen sich wieder nach einer langjährigen ;:«jumg. ..Erinnerst Du Dich noch an Mademoi-Khapoieau. mit der wir so oft Unjlen ?" — ,CI «b mich erinnere! An jeden Zug von ihr ! £x war bübich. aber rei (eutelt phantastisch, leiche-enr,; und stark überspannt, und ich sagte mir oft: Seht dein Armen, der sie einst heiraten wird!" — ! t ist fest drei Jahren meine Frau.* • » ISkrichtlicher R a ch w e i » . ] »Aber wa» lab! Du Dich »on Dein' Weit s» ikßterlich mit'n Stecke« auf den Stücken b-u'n 1" !- .Unter un« gesagt, ä Kavalier hat mich heut >r her lhür »ausgeworfen, und jetzt hrauch' ich ä tseft tim Gericht«arzt, wie er mich zugencht Hot. » » , äorrr spönnen; der A. > C. Die Fahnen find so herzustellen, die schwartgelhe Farbe uach a ll» » ä r t» kommt. ?irijffinlf ^rrmbnisiftf d,r Stadt Killt, vom 22. August. Hotel »Erzherzog Johann." $(tt Anton Druschda, Taubftummeulehrer, a. ijien '»; Herr Raimund Torantin, Kaufmann und ^iknCant, sammt Frau, au« Graz; Herr Fran, t'«s» Private, a. Wien *); Herr Alsred Windt, l«. 1. Hesheamte, au« Wien '); Frau Camilla ctmis Private, au» Wien; Herr Dr. Reumaijer, it-!«. au« Graz; Herr Eduard Sonbitz, Gen.-y:rrifeniant, au« Graz; Herr Gustav v. Sembach, ! il t. )erreng«sse Rr. 17 *); Herr Dr. Hann» Streicher, k. k. Postheamter, sammt Gemalin und Kind, au« Wien. * Gartengasse^ Zimniak « Reubau; Frau Hermine Fischbach, Milit.« Oberintendant.nslvitwe, mit drei Töchtern Marth«, Paula und Bertha, au« Graz.» Lai»ach«rstrai>eRr. >6; Herr Karl Mitter, k. k. Hüttenverwalter, sammt Gemalin und Tochter, a. Jdria, * Ringstr. Nr. 16; Frau Amalie Souvan, k. u. k. Major«witwe, au« Triest, Ringstraße Nr. 18; Frau Fani Ferlinz, Gasthautbesitzerin, mit Sohn, au« Laihach, Herren« gasse Rr. 2^,. Bleilit durch längere Zeit al« Sommergast in Cilli. Mnterlicirifche Aäd,r. lEur- undFremdenliste de« Kaiser Fran, Jolef-Bad T.Ü f fttj Marie Höhn, f. u. f. Oberfinanzraths Witwe, Mitbefltzerin, be« Bade« Radein, mit Tochter, au« Graz; Georg Fritzl, Bürzerschullebrer sHofmeister«, au« Wien; Marie Zagor«kp, Gesellschafterin, au« Wien; Antonie Kasper, Erjieherin, au« Wien ; Josef Eisen-berger, Privatier, au« Graz; Karl Paul, Privatier, mit Tochter, au« Bielitz; August Schif«r, Fabrik«-besitz», mit Gemalin, Kindern und Bonne, au« Dre«deu; Amalie Skutezk», Deposicaire Gattin, au« Görz: Ferdinand Rottermann, Privatier a. Agram: Werner, Ritter von Stein, mit Erzieherin, a. Wien; Advls Ambrosioni, Edler von Ambra, k. u. k. Li«ienschlff«-Lieut«nant, mit Gemalin, au« Graz; Joses »on Dervent, k. u. k. Oberst a. D. mit Marie Früh, au« Graz; Eonstantin Rvesch, Rentier, mit Gemalin, Sohn und Diener, au« Venedig; Clara Giesecke, Private, aui Hiäme; Gregor Kerzik, f. u. (. Bezirk«richter, mit Gemalin, au« Senoze!; Valentin Jenko, t. it. t. Regierung«rath. mit Gemalin, au» Graz; Bertina Stagni, Private, mit L Kindern, Gouvernante u. Kind«frau, a. Alerandrien; A. Ofenheim, au« Triest; Emilke Artelli, Private, S au» Triest; Friedr. Holzhausen, Rentier, mit Sohn, au« Iriest ; Leopold Gaerder. Vrivat, au« Wel« ; Wilhelmine von Pott, Private, au» Wien; Paul Strauß, Procmist, au« Wien; Franz Oraschem, k. u. k. Major i. P.. au« Triest; Antonie von Seigler, mit Tochter und Stubenmädchen, a. Magdt-bürg; Hermann Parick, Privat, au« Fünfkirchea; Eduard Albrecht, Fabrikant, au« Marburg; Karl Frohn, Rentier, mit Diener, au« Dresden; S. Hammerl. Privat^ au« Wien; NIcolau« Ruprecht, Fahrikant, au« Leipzig; A. Ezech, k. u. k. Bezirk«-richter, mit Sohn, au« Laihach; Hermann Blumer. mit Gemalt», Töchter und Bonne, au« Prag ; Josef Andrea«. Rentier, au« Westphalen; Aloi« Burisch, Beamter, au« Jglau: Jofer Pluuek, Privat, au« Hermannstadt; Jgnaz Prickelmayer, Oberingenieur der Buschtiehrader Eisenbahn, mit Gemalin und Sohn, au» Komotau; Martin Sullingen, mit Gemalin, Familie und Stubenmädchen, au« Darm-stadt; Emil Bittner, Privat, mit Gemalin. au« Wara«din , Daniel Schmied. Reikender, au« Leipzig; Ilbcrt WachSmann. Fabriksbesitzer, mit Sobn und Diener, au« Ratibor; A. Groenemaver. Rentier, mit Gemalin, Tochter, Schwägerin u»d Stuben« mädten, au« Aruheim | Friandafillo G. Hiro, Private, au« Triest; Bencetlau« Hertuu«, f. u. f. Beamter i. P., au« Triest; Bieter Mohor, Kauf-mann. aus Marburg Alexander Mohor, Kaufmann, au» Pafana i Süd Amerika); Anton Lchrader, mit Gemalin, au« Arad; Gustav Kazetl, Eisenwerk«-Directo», i> , P., mit lochirr, an« Klageniurt: Karoline P-rk» Lande«gerich»«rath««WIt>»e. au« St. Marrin; Eduard Ernst. Rentier, au« Heldern; Cajetane tresferschedl, Ad»ocaten»-Witw«, a. Gleis» dorf; August Scan; Ruhr!, Stadtrath«b«amter. mit Tochter Mchi Ruhn, »u» Marburg; Aug. Richiei, Privat, mit Gemalin. au« Gr.»Kanizs«; Severin Reindl, Beamter, au« Pola ; Em» Gchwab, Privat«, au« Baden; Richard Seitz, Rentier, mit Famili«, au« Erfurt. sCur-Liste von Römerbad vom If». Ruzust. 1 Jos«f Hainisch. Eis«nbahn-Oher-inspector, au« Triest ; Joses Lucam, Privat mit Gemalin und Dienstmädchen, au« Wien; A. Rohr, Banquier, au« Stettin; Dr. E. F. Pipitz, Privat, mit Gemalin, au« Graz; Heinrich Wechsler, Wein-Großhändler, au« Graz; Gräfin Christin« Duniß» Kardicka, mit Tochter, a. Polhvnien, Polen; Mari« Gräfin Ehodkievicz, mit Comtesse Codkitvicz au« Bolhvnien, Polen ; R. Hoffmann. Jnspector a. Wie»; Dr. Amadeo Rndan, Ministerial - Concspist, au« Budapest; Dr. St»nko !kalac, Ullitzi. östentl. Notar und Advocat au« Karlstadi; Aloi« Ack> mayer, Hausbesitzer, au» Leobcn; Dr. M. Kotzmuth. Hof-und GerichtSadvocat, au« Graz; Anton Bauer, Privatier, mit Gemalin, au« Oedendurg in Ungarn; A. Böhm. Kaufmann, »u« Dre»d«n; A. Kraemer. Schisf«capitän, au« St»lzenh«gen bei Stettin: Graf Thurn, mit Gemalin. au« Görz; Anna Kuchel-bachcr. Stab«wachmeister«-Witwe. au» Graz; Dr. SB. Linder, au» Wien; Johanna Lmolcic, Zahn-arzten«gattin, mit Töchterchen und Bonne, a. Wien; G. Lang, Realitätendesitzer, mit Gemalin und zwei Kindern au« Ratibor. Pr.-Schlesie»; Ferd Fessel, Eisenbahn Jnspector. mit Gemalin und Enkelin, au« Budapest; Kasimir Ritter von Horody«ki, GutSbe-sitzer. mit Gemalin, a. Zabince, Galizien; Heinrich von Goldberger. Privat, mit Dienrr Clement Bittnrr, au» Wien; Wilhelm Schärtl«r. Beamter, a. Graz; Franz Wudla, Thonöferfabrikant, mit Gattin, au« Graz; Louise Boston, Erziehen«, au« Gens 7-Marie Spiller, Privat, au« Neukirchen; Dr. E. Meth, a. Triest; Louise Schöller, Privat, au« Wien; August Huber. k. k. Lande«gericht«rath, au« Graz; Hermann Sternberg, Kaufmann, au« Bre«lau; Jos«f Maper, Privat, au« Wien; Babette Wie«hauer, Private, a. Linz; Gräfin Josefine Colloredo Mel«, mit Comtesse Ella Colloredo-Mel«. au« Trieft; Marie Konacher, K»ujmann«gattin, au« München 1 Michael Zamparo, Gut«besiher. au« Triest; IuNu» Eckel. Privat, mit Gemalin. au« Wien; Franz Oliva. k. u. k. Marine-Land und Walserbau-Jngeiieur, au« Pola; Edmund Ritter v. Randegger, a. Triest; 5- Liebmau, Kaufm. au» TriestJulie Krench, Private, von Laibach Josef Frank. Beamter d«r Union Bank, mit Gemalin, au« Wien; H. (Stiert. Gutsbesitzer, mit Gemalin, Kinder und Dienerschaft, au« Stavenhagen. Mecklenburg ; Jobanna Jell. au» Hochenegg. 6 Deutsche W.cht 1891 Zurückgesetzte Seidenstoffe fiv" "? 50 7# Nabat aus die Lriqinal-Preise «nienbet «cier. XU» rotcKiKiff. Porto- »«d llu|. altbewährte OUabeisaUa&aeiUoye Beutn Erkian-kurg drr VeriianaBcsorgaiie. aurli aacenehmea LI ErfHarnaags-Getrünk. .^ Zu b«iiebea durch die llrunnenverwaltanj in Ro-kHicb-Haaerbraan, wiwir la allen MlneraJwaasir-.. Handlangen, reaantmierten Npeccrel- uufMgu«rie-limbiistfn unj Apolhekrn. »»—? W Salz- Essig-Gurken bei 1 AI «IM WMIIhimI, [HJ CILLI. ZlsalSaumiiasiumS «erden i» einer ponetten Familie unter bester Aussicht sowohl hlnsichtllch des Lernens als gut« Erziehung aufge nominell. «77-2 % Aufragen erbeten unter G. A die Expedition dieses Nlattes. Wunderte ist der Erfolg Sommersprossen, unreiner Teint, geibe Flecken et«. verschwinden unbedingt beim täglichen Ge-branch von Bergmann's Lilienmilch-Seife von Bergmann & Co. in Dresden. Vorrlthig ä StOck 40 kr. bei Johann Warmuth, FrUenr. Cilli. 271—c. Q-lelclxeritoexg-er J&haasisbuinis der beste, reinste n. billigste Säuerling bietet, mit Wein oder Fmehtaaft vermlseht, «in unübertreffliche* Erfr iohungsgetrink. Zu beziehen in Depot bei Josef Mati£, Cilli, sowie bei allen Kaufleuten und zu huben in Hüteis, Restaurationen und Gasthäusern. Wi—20 PENSIONAT fiir Studierende des k. k. Gymnasiums 123l Cllli- Beste Pflege, Aufsicht und Studienerfolge. Nähere Auskünfte ertheilt bereitwilligst: 6 :3—1 I3ex Xaajtxa."bex -asact. 331seetor Hans Windbichler. m icifeflüil Eifeora Kaiser Frauz-Josel's-Kad • Euer TÜFFER ^ Heisse Thermen, schöne Appartements und Zimmer, elec-trische Beleuchtung, billige Preise. Tli.eod.or Q-\a.ziJs:e 1. c«e—;) Die Gefertigten geben hiemit die traurige Nachricht von dem Ableben ihres theueren Collegen, den Herrn Josef Spacilt welcher beute um 6 Uhr morgens naeh langem schmerzlichen Leiden im 43. Lebensjahre sanft entschlummert«. Das Leichenbegängnis lindet Donnerstag Jen 27. d. M. um 8 L"hr vormittags nach dem Friedbofe in TQcbern statt. «93—1 Stor£, am 25. August 1891. Die Beamten des Berg- & Hüttenwerks Store. Sliwowitz in jeder beliebigen liuanütit ron Ü, 54.— per Heeto* liter an zu halten bei Job. Stoiuscbegg in Rohltsch-Sanerbrunn. 666—6 1 ♦ 4 ♦ ♦ ♦ 8S3#&S. — Von 2s^Iicl^.a,el TZ.n.lttL, Illustriert von A. Kasimir. Fr«la brosoh. fl. X— 6. W. Verlag von Fritz Rasch, Baehkandlaag In Cilli, ♦ ♦ t <47—H Wein verkauft die Gutsverwaltung Erlachstein bei St Marein, aus den Jahrgängen 1887, 1888 und 1889 u. zw. zu 16, 14 und 12 kr. per Liter loco hier, solange der Vorrath reicht. Jungfer Cominis jder tjeminehtwiirenbranche, der deutschen and »!> >>». Sprache in Wort und Schrift wichtig, mit Primi-' II' f reuten versehen und von »einem Hurra '"brf beut anempfohlen, wünscht Beinen Po»teq tu ätu'rn. Die geehrten Zuschriften werde« erteten an Miba Dragotin. Pa«te Rest. Rtilker&hurg. 674—? Überspieltes Ciavier wegen Raummangel preiswnrdig zu verkanten. 2k i sehen Mübelhandlung Glaser. <.<7J—I Freundliche Wohnung; bestehend au« 7 Zimmern sammt ZogehCr and (imut- ■ -benatzung ist vom I. September zn beziehen; "fo kann »ach getheilt werden. — Aa«knnft in 1 FjpJ. 50" Bicycle ist billig in verkaufen. -WW Anzufragen in der Adminiitrmtion diese« Blatt«* * - Ein Lehrjunge aus guter Familie wird sofort in der Bieter« Philip Gande in SehGnstein aufgenommen. (>84-4 - 199 »Sie werden sich von Me sich leicht, aber dann mir nicht?" pste mit dem Fuße aus. «!" rief er. „Sie fügen die Achseln. pgte er. „Gnädiger Herr mr bleibt keine Wahl!" Äre Taschen um!• gebot ti. fragte der Kaufherr. Herr Voltheim be« !' sagte er dann scharf, 'en wenden," sprach der begann eigenhändig die ^ derte nur Gegenstände »gebrauch jedermann In der einen Tasche, ßak ein kleines Blatt-"fherr entfaltete e«; u< starrten ihm einzig erte er de» Mann den," sagte dieser. Räthsellösen!* Misste auf da» Billet. sagte er. „Sie wenn ich mich von gewisser Gedanken, Herzeugt habe. Und iti sich ? Aus Ehre ^ sonst empfangen abgeliefert 1" ^»n's Stellvertreter, «lßerte ihn scharf. Ihnen so ohne er schroff. „Ich hin gewitzigt zu nicht, weshalb sollten." zum erstenmal, trat er gewisser-Stellung heraus, Gnädiger Herr es. was in diesen Worten für den Kaufherrn lag; er musterte den Sprecher forschend. «Sie kommen mir sonderbar vor/ sagte er. .Sie sind so ganz anders als der Johann. Es ist mir eigentlich unerfindlich, daß er gerade Sie zu seinem Stellvertreter wühlte!" Der Diener verbeugte sich devot. „Ich bin untröstlich, wenn der gnädige Herr Veranlassung hat, mit mir unzufrieden zu fein." sagte er. .Der alte Johann wird hoffentlich bald wieder sein Amt antreten können. Wenn des gnädigen Herrn Geduld damit auf eine nicht zu harte Probe gestellt wird, dürfte meine Vertretung vielleicht so lange ausreichen." Die Worte entwaffneten den starren Mann. „O, ich habe keinen Grund, sonst unzu-frieden mit Ihnen zu fein," sagte er etwa» freundlicher, „nur — ja, was es ist, weiß ich nicht, — Sie kommen mir so gar nicht dienerhaft vor!" .Und doch ist eS mein Bestreben, dem gnädigen Herrn in jeder Hinsicht dieselbe auf-richtige Ergebenheit zu beweisen, welche der alte Johann für daS HauS, in dem er alt und grau geworden ist. wahrhaft empfindet und zum AuS-druck bringt!" Der Kaufherr wandte sich halb von dem Sprecher ab. .Sie brauchen mir daS Lob meines lang« jährigen DienerS nicht zu singen," sagte er kurz. „Ich kenne denselben zur Genüge, um zu wissen, daß ich mich auf ihn, wie auf mich selbst, verlassen kann. Sie mögen gehen. Ich hoffe, daß Sie mir die Wahrheit gesagt haben. DaS Gegentheil würde mich schonungslos gegen Sie handeln lassen." Eine entlassende Handbcwegung verab-schiedet« den Diener. Lautlos ging er. Un-hörbar auch trat die bleiche Heuchlerin im Nebengemach von der in den Salon führenden Thür zurück. „Er ist ein Heuchler," murmelte sie vor sich hin, „er ist ein Heuchler. — mein Gefühl sagt es mir. und — er könnte mein Meister werden. Ich muß mich vor ihm hüten/' Drinnen im Salon war der Großhandels-Herr mehrmals aus und ab geschritten. Wieder und wieder schüttelte er den Kopf. WaS sollte er glauben? „Ich verstehe eS nicht," murmelte er vor sich hin. „Ist es wirklich nur ein harmloses Spiel, oder was ist eS? Was von beidem ist die Wahrheit? Dieses Papier sagt mir nichts! . . . . Ah!" Er war an den Kamin getreten und hatte, die Hände auf dem Rücken verschränkend, da« Papier zwischen denselben gegen die Kacheln 200 gehalten. Als er dasselbe jetzt ohne eine be» stimmte Absicht und unwillkürlich so hielt, daß, während er auf dasselbe blickte, der Lichtschein von der Rückseite darauf fiel, sah er urplötzlich, daß eS bisher unsichtbare Lettern trug, welche die Wärme de« Kamin« zutage hatte treten lassen. Und mit stockendem Herzschlag la« er: . „Frau mit der Schutzbrille ist eine Be-trügerin, — festgestellt! Beobachte sie genau. — sie muß überführt werden, — sie ist die Mör-denn! — Erwarte mich heut nacht drei Uhr im Hintergarten!" DaS Mene Mene Tekel Upharsin kann keine gräßlichere Wirkung auf ^eliazar, Baby-lon'S letzten König, und die Genossen seiner Or-gien ausgeübt haben, als diese geradezu zer-malmenden Worte sie übten auf den Groß-handelSherrn. Alles an ihm bebte. Seine Brust keuchte, seine Pulse flogen. daS Papier entfiel ihm und flatterte zu Boden: sein Athem gieng stoßweise. .Gott, Gott!" schrie er auf und wie ein vom Blitz gefällter Baum stürzte er hintenüber und zu Boden. Aus flog die Thür; herein stürzte die HauS« dame. Sie beugte sich über den Großhandels-Herrn. Star? wie eine Leiche lag er da. Das Papier sah sie nicht. Wie wahnsinnig eilte sie an den Glockenzug und setzte denselben in stur-mische Bewegung. AlleS, was im Hause war, stürzte herbei, allen voran der Diener Heinrich. Während sie, er selbst mit, den völlig Macht-und Kraftlosen aufhoben, erhäschte er unbeachtet von allen nur nicht von der HauSdame, das Blättchen Papier vom Boden und schob eS hastig in seine Tasche. Man trug den Großhandelsherru in sein Zimmer; man schickte zum Arzt; man that, waS nur geschehen konnte, dem Ohnmächtigen Beistand zu leisten, und alle betheiligten sich daran. AlS dann aber der Arzt endlich kam, hielt ein bleiches Weib sich nicht mehr aufrecht; sie schleppte sich, während der Doctor sich mit dem Bewußtlosen beschäftigte, in das nächste Gemach, angeblich, um einige Essenzen zu holen, und schwer sank sie, selbst wie eine Leblose, hier aus einen Sessel nieder. „Gott — Gott, was soll daraus werden?" entbebte es ihren Lippen, während vor ihren geschlossenen Augen Feuerwirbel tanzten. Eine Hand berührte die ihre; wie ein Schlag traf e« sie; der Diener Heinrich stand vor ihr. „Der Herr Doctor verlangt nach Ihnen, Madame," meldete er devot. Sie erhob sich — mit Anstrengung. „Mir wurde schlecht vor Aufregung,' stam-melte sie. Damit wankte sie i Thür zu. Mit durchdringende« Stellvertreter ihr nach. .Schlange!" zischte e daraus werden?' In seinem Gemach, gestreckt, lag der Großh in einem Lehnstuhl welche die Aufregung und gegen welche er — Gepflogenheit entgegen — \ sprochen hatte, daß sie Hella, in derer Gegenwaaj Tochter richtete, fragte " selben zu bedeuten hatten, i ihre Stellung in diesem D ode? hatte der Kauften^ besonders zu hüten und 1 den Augen zu lassen? Zaghast entse?me einander, nachdem auch i gezogen hatten. TniröJ stand si« unschlüssig. auf die zum angratznlt Thür zu und mit uav«H sie die Hand aus d« gab nicht nach; die IbirJ Sie hatte keinen Sf klärlicher war der kßi| entrang, als plötzlich »j ertönten: „Die Thür ist dame. daß ich sie i schließen soll?" Sie war nahe hielt sich aufrecht. „New." sagte j« Gemach passieren, ns wir nicht wagen. Iß Obliegenheiten, u« wollte." Und des bemerkend, fügte ftti Ihnen nicht gebiet* sollen, weil in m« leise wie möglich einen Laut könnte» sich geben. Wen» hier infolge der schon werden tan* licherweife solche« Der Diener sein perqamentglaaj „Sehr ivodl, moniö». Tie Glocke An die Bewohner von Cilli! ld" Nur wenige Tage noch trennen uns von dem Zeitpunkte, an welchem Seine Majestät, unser allgeliebter Landesfürst, Kaiser Franz Josef I. das Gebiet unserer Stadt betreten wird, um anläßlich der Schlußmanöver des III. Corps drei Tage hindurch in unserer Mitte zu weilen; der erste dieser drei Tage, nämlich der 30. August l. I. gilt ausschließlich dem Besuche der Stadt Cillip Mitbürger! An Ench ist es nun, diese seltene Ehre, welche unserer Stadt und ihrer Be-völkernng zutheil wird, in höchstem Grade zu würdigen und Alles aufzubieten, damit Seine Ma-jestät einen freundlichen Eindruck von der stets reichs- und kaisertreuen Stadt Cilli gewinne. Vor Allem werden sämmtliche Bewohner eingeladen, an der Beflaggung der Stadt, welche schon am 29. d'. M. abends ersolgen muß, sich zu betheiligen; die Beflaggung darf nur mit Reichs-, Landes- und Hausfarben - Flaggen oder Fahnen geschehen und ist die Benützung von dreifärbigen nationalen Fahnen absolut untersagt. Ferner ersuche ich die Hauseigeuthümer, ihre Häuser auch in anderer Weise nach Mög-lichkeit auszuschmücken und sich mit ihren Wohnparteien an der am Abende des 30. August statt-findenden Stadtbeleuchtung vollzählig zu betheiligen. Es wird bei dem großen Fremdenzudrauge, welcher am 30. August zu gewärtigen sein wird, ferner bei dem Umstände, als ja von der Stadtbevölkerung ielbst Alles, Jung und Alt herbei-eilen wird, um den geliebten Landesvater zu sehen und ihm zu huldigen, eine für unsere Verhält-nisse ungewöhnliche Menschenmenge die Strassen und Plätze der Stadt füllen. In Voraussicht dessen wurde vom Gemeinde-Ansschusse ein eigenes Ordnnngs-Comitö auf-gestellt, dessen Mitglieder, deren Anordnungen unter allen Umständen und unbedingt Folge zu leisten ist, durch besondere Abzeichen, (Schärpen in den Landesfarben), kennbar sein werden. Mitbürger! Die Einhaltung einer musterhaften Ordnung in Allem und Jedem wird Euren eigenen Ordnungssinn selbst am besten zum Ausdrucke bringen, das Gelingen des herrlichen, sel-tenen Festes nach jeder Richtung hin sichern und Seine Majestät auf das Wohlthnendste und An-genehmste berühren. — Die Ankunft seiner Majestät erfolgt am 30. August l. I. früh zwischen 6 und 7 Uhr. (Die Stunden sind noch nicht genau festgestellt, und es erfolgt die genaue Bekanntgabe nach-träglich.) Seine Majestät wird vom Bürgermeister mit einer Ansprache begrüßt, worauf die Fahrt dnrch die Bahnhof- und Rathausgasse in das Allerhöchste Hoflager lBezirkshauptmannschaftsgebände) erfolgt. .Von dort wird sich Seine Majestät zur deutschen Kirche begeben, um daselbst einer stillen Messe anzuwohnen. Nach derselben begiebt sich Seine Majestät in das Allerhöchste Hoflager zurück, wo sodann die Vorstellungen der Behörden, der Gemeindevertretung etc. stattfindet. Am Nachmittage findet der Allerhöchste Besuch des Giselaspitales statt; fahrt bei der „Krone" vorüber, längs des Wokannplatzes; Rückfahrt über den Wokannplatz, die Grabengasse, Grazerstrasse, den Hauptplatz bis zur Stadtpfarrkirche; sodann Allerhöchste Besichtigung der Stadtpfarrkirche, hernach des Localmufeunls. Nach diesen Besichtigungen erfolgt die Fahrt durch die Herrengasse, Schulgasse, bis zum Sannsteg, über welchen sich Seine Majestät zu Fuß zum Stadtparkfest begeben wird. Das Stadtparkfest ist für die Zeit von 2—7 Uhr nachmittags anberaumt. Seine Majestät begiebt sich nach dem Stadt-parkfeste durch den Park zur Kapuzinerbrücke, von wo die Abfahrt über den Kirchplatz, Hauptplatz und die Rathausgasse zum Allerhöchsten Hoflager erfolgt. Sodann Fahrt zum Hofdiner beim Hotel „Elefant" und nach demselben zurück zum Allerhöchsten Hoflager. Hernach Allerhöchste Besichtigung der Stadtbeleuchtung, wobei die Fahrt dnrch die Rathausgasse un) Bahnhofstrasse, Ringstrasse, Grazerstrasse über den Hauptplatz und Kirchplatz, zur Sannbrücke und von dort zurück über den Kirchplatz, die Henengasse und den Kaiser-Josefsplatz zum Allerhöchsten Hoflager erfolgt. Der hieraus stattfindende Fackelzug, an welchem sich sämmtliche gewerblichen und sonstige Corporationen be-theiligen werden, und bei welchem insbesondere die Theilnahme des BürgcrstandeS ledhaft gewünscht wird, wird am GlaciS (kleinen Exerzierplätze) zusammengestellt und bewegt sich über den Wokaunplatz, die Grabengaffe, die Grazerstrasse, den Hauptplatz und die Herengaffe zum Kaiser-Iosessplatz wo er während der Seiner Majestät dargebrachten Serenade auf-gestellt sein wird. — Die Theilnahme am Fackelzug ist spätestens bis 25. August beim Obmanne des Ordnung« Comites, Herrn Aloi« Walland anzumelden. — Nach der Serenade hat in der Stadt allgemeine Ruhe einzutreten. Am 31 August und am 1. September begiebt sich Seine Majestät zu den Schlußmanövern des IJLl. Corps und die Abreise erfolgt am 1. September abends. 671—2 Mitbürger! Rüstet Euch also frohen Herzens, zum würdigen Empfange Seiner Majestät, einet Eure Kräfte, um dem geliebten Landesfürsten unsere Stadt Cilli, auf die wir mit Recht stolz sein können, die die Statur so reich bedacht hat, auch hinsichtlich ihrer Bewohner ,m freundlichsten Lichte zu zeigen. Ttadtamt Cilli, am 21. August 1891. Der kais. Rath und Bürgermeister: JDt. 3>T©cls:erxn.smrL. A. 6431 687—1 Kundmachung. Anläßlich der am 30. Auzust l. I. zu Ehren der Anwesenheit Seiner Majestät des Kaiser« in Eilli stattfindende» Festlichkeiten wird, da bei dem großen Fremdenzudrange Mangel an Unterkünfte« sei» wird, Dank der Bereitwillig» k-.it der Südbahn » Verwaltung am 30. August abend» 10 Uhr 30 M. ein Seieraizug von Cilli nach Laikach u. 10 Uhr 30 M. ei» lolcher nach Marburg mit Aufenthalt in allen Stationen in Verkehr gesetzt werden. Ttadtamt Cilli. 25. August 1891. Der loij Math u. Bürgermeister: Tr. Reckermann. 672—2 Kundlnachung. Eintrittskarten zu den« am 3i>. August 1891 nachmittags von 2—7 Uhr anläßlich der Anwesenheit Sr. Majestät de« Kaisers in Cilli stattfindenden Stadtparkseste können von Montag den 24. August 1. I. ange-sangen, täglich von 11 — 12 Uhr vormittags im Gemeinderathssaalc behoben werden. Stadtamt Eilli, am 20. August 1891. Ter lauert. Rath und Bürgermeister: Dr. Neckermann. Ria Post- ifl MM-WM event. Expeditorin beider Ijindeitprachm mächtig, wird pr. 16. Septcuiber ausgenommen beim k. k. Pont- und Telegraphen- Amte in Pristora. 667—3 Kundmachung. Anläßlich der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers in Cilli wird der gesammte Fuhr-werkSverkehr durch die Rathausgasse und Bahndosgasse vom 29. August l. I. bis in-elusive I. September l. I. eingestellt und zu diesem Behuse der Mauthschranken vor der Karolineustraße geöffnet. Am 3V. August 1. I. wird aber auch der FuhrwerkSverkehr durch die Grazerstrasse vom Cafe Mercur bis zum Hotel .Elefant" dann über den Hauptplatz nicht gestattet. ES haben demnach sämmtliche Fuhrwerkt, welche am 29.. 30.. 31. August und 1. September l. I. vom Sannthale kommen und zum Bahn« Hofe resp, durch die Stadt überhaupt gelangen wolle», vor dem Gasthose „zum Mohren" in die Earolinenstrasse abzubiegen und am 30. August auch den gepflasterten Theil der Grazerstrasse nicht !.u berühren, sondern den Weg durch die Ring-trafse zu nehmen. Ferner haben am 30. August Fuhrwerke, welche von der Kapuzinerbrücke au« in und durch die Stadt gelangen wollen, den Weg durch die Neugasse zum Bahnhofe und über die Ringktrasse zu nehmen und an allen obgenannten Tagen das Besahren der Bahnhos» und Rath-Hausgasse zu unterlassen. Stadtamt Cilli, am 20. August 1891. Ter lauer liche Raih und Bürgermeister 673-2 Tr. Neckermann. Edic 1891^ t. I mit prachtvoller Aussicht mit 6 Zimmer, Küche und Zugehör ist sogleich zu vermieten. Preis 360 jl. Anfrage bei der grünen Wiese. Vom k. k. st. dlg. Bezirksgerichte Cilli wn< hiemit bekannt gemacht: E» sei aber Ansuchen der Erben nach der am 12. Mai liyi in Cilli verstorbenen Zuckerbäckerswitwe Fru Rosalia Katz die freiwillige Versteigerung Jer in den Verlass nach der Genannten gehftrij« Realität EZ. 131, C.-Gmde. Cnterkötting, bestehend aus den an der Reichsstrasse zwuciiei Cilli und Hochenegg gelegenen Panellei Nr. 89/5 Bauarea mit der darauf steheedeo Harpfe und Nr. 837 Acker im beiläali^» Ausmasse von 1200 Qlvlf. bewilligt und bieio die Tagsatzung auf den 14. 9eptemb«r 1891 vormittags von 11 — 12 Uhr an Ort und Stellt der Realität mit dem Anhange angeordnet worden, dass diese Realität bei dieser eiotic«i Tagsatzung nur um oder über den am nämlichen Tage zu erhebenden gerichtlichen SkkäU-wert an den Meistbietenden hintangegewu wird, die Lioitationsbedingnisse, wornach jed«r Licitant ein Viertel des Ausrufspreises vor maebtem Anbote zu Handen des Licitaticiu kommiss&rs in Baaren und Sparkassabüchsit oder in Wertpapieren zum Course am Lieiu-tionstage zu erlegen bat und wornach der Meistbietende den Meistbot sofort zu Handen 1« Licitationskommissärs zu bezahlen hat. könna hiergerichts eingesehen werden. Cilli, am 21. August 1891. Der k. k. Bezirksriekt*: m~** Wurmser. Eine Wohnung bestehend aus 2 Zimmer, Küche, sammt Zagcbiir. Hochparterre ist Tom t. Oct'iber bc zu »«rgeb*n. Anfrage »«»»»««»«.»»»»«,»»»»»«^»»^»««a»«» «t ;/" M ?ssF^ ■ 11 KCarci:ptplsttz ZbTr. 5, I. v eingerichtet mit Arbeiten unter brTngt folgenjJV Geschäftszweige in empfehlende Erinnerung: Die Buchdruckerei, it den neuesten,, elegantsten* Sckriften, Hiid beut coiigtruirteu ^lasckinen, öbernimmt alle Drucker Zusicherung dyf? fesght»aakvc>l1sten und pronfplesten Äusföhrunf zu möglichst billigen Preisen. Die Papier-, Schreib- und Zeichnen-Materialien-Handlung hält ein giosses Lager aller Gattungen von Brief-, Schreib- und Zeichnen-Papieren, Coumts etc. etc., sowie überhaupt sämmtliche in obige Fächer einschlagenden Artikel zu Jen billigsten Preisen. -♦-■•-ij—«- Verlag von Drucksorten f(lr Gemeinde - Aemter, Kirchen und Warrämter^ßchuleu, Advocaten, Aexzte, Kaufleute, Gastwirte, Hausbesitzer etc. Übernahme von Abonnements auf sämmtliche Lieferungswerke, Zeitschriften, Modejournale und Zeitungen. \\'j\\\ ClJj / S ^ l ^ ^ ... ... , . , Buolibinder-Arbeiten werden daselbst zur Ausführung übernommen. ^Lampions, Wappenl '®ii alJere Decoratioosgpgenjitände in grünster Auswahl in Jen bnttir«t*n Pr> inen in der toi M PapierhandlDDE J. Raknscb. Cilli. I>a>u>lb»t *ind ai*4 Ir ♦ '' PHOTOGRAPHIEN d«» Stadtplanes von Cilli xn huben Anna Dorn's EiisieMonst vurrithig in der Buch- u. Papierhandlung J. Rakusch. Im Verlage von Joli. Raknsch Noeb .'ii oi*««*l»ioii: Ausflöge in >t<-r Umgebung Cilli iicM kurzem Führer durch die NladL Preis 10 kr. reichster Auswahl RAUJSCH in CILLI Elegante VISITKARTEN li''f«f-von 80 kr. aufwärt» Papierhandlung; und Baclidrnckerei JOH. RAKUSCH, CILLI. Anch werd » Bestellungen aas lithografierte Vliit-karten stbertiuiiimeu. Kinniede- Pergament-Papier zu haben in der Bach- d. Papietbaidlnni Job. RaM. Cilli. iuuxuuxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxk: Pfarrer Seb. Kneipp's Meine Wassercur iiilnilinl) «»rt So .sollt Uslx le"ben. n» '.MIM geb. 1. 92. Kathgober l ii, (joHUiide im