H- 210. Donnerstag, 13. September 1888. 107. Jahrgang. Aiblllher Zeitung. „»,?^""»«,oni,h,,s,g. «lit Poftv«l, haldiähr!« i ''<»'.'' halbiahliss fl.k.nn, yiir die Zustellung in» bau» zanzlilh", .- Änlt,tll>n«>,ld»r: Yül ^ " »nitlate bl« ,u 4 feilen »0 lr.. «röh«e p« ^eile « ll,: be, «Il«en W,eb«bolungen v». »seilc » ll. Dlt „i!<,e Die 12 Uhr vormittag«.— Nnsinnli«tc!vl>«<, werben nicht «»genommen und Via»ul>!l u«>t »uinszlstllll Amtlicher Hheil. M,?si' ^ ""^ ^ Apostolische Majestät geruhte,, aller-Ueo5 l>. ' ^ "."b k. Hoheit dem Herrn Erzherzog b»e m° n.3^dinand, Scecadctten zweiter Classe. hijHs^ ?Zung zur Annahme nnd zu,n Traa.cn der W n 3 " verliehenen ersten Classe des kais. japa-dens^Fllus-Ordens vom Chrysanthemum zn ertheilen; don ^ ""^allLieutenant Heinrich Freiherrn Giesl Neich^!^^ngen. Gendarmerie.Inspector der im lWch!^ vertretenen Königreiche und Länder, an. uch ^ " Vollstreckung seines fünfzigsten Dienstjahrcs den, c> Erkennung seiner stets vorzüglichen und vor del ^3, °e ausgezeichneten Dienstleistllng den Orden lion, der >!'-^"^ "^er Kl"ssk mit der itriegsdecora-»ttalnin- «ten ^°^e taxfrei zu verleihen; dem Ge. Ich.°l"c5'"l Schroft. Commandanten der 24sten dlllzila,:^^"'ppendivision. iu Auerlennlluq seiner stets Drden« t s Dienstleistung das Ritterkreuz des Leopold« Iliiw d^X'"' 5" verleihen; die gegenseitige Verwechs-"l°«da^ "< "ln'ajore: Julius Butterweck. Com. Proh," der 55. Infanterie. Brigade. uud Emil 13.1,,." l Edlen von Ohstorff, Commandanten der l'llil, an?., "l^ngade. hinsichtlich ihrer Diensteinthei-von^.^nen; dem Contre-Admiral Anton Freiherrn ^'^sslick >.'" lt ^' Seebezirks'Commandanten in Trieft, lN Anerlen ^"Uenduug des fünfzigsten Dienstjahrrs >viedelbli^ '"ll ^'"" l^is vorzüglichen, vor dem Feinde . ^eodn"!?M"chueten Dienste das Commandeurlreuz "^2 .. / .^"ls "üt der Kriegsdecoration des Rilter-'^f"l zu verleihen. ^rhijchs/' ""b t- Apostolische Majestät haben mit MerlHs ""lerzeichnetem Diplome dem Hauptmanne ^cl ^ ^orpsartillerie-Regiments Nr. 13 Joseph l".'d den, N «!. lstand mit dem Ehrellworte «Edler» ^" geruht "^ «Ei 1st ein. allergnädigst zu ver- 3"^chs/er ss"^. Apostolische Majestät haben mit ^aliaen m."'chüebllng "om 5. September d. I. dem 3^ Leol,lili5'V""'eister der Landeshauptstadt Salz-l?W mi/ ^Heibl deu Titel eiues kaiserlichen ^" geruht ^^^ b" Taxe allergnädigst zu der- ^rhöchs^' ""d k. Apostolische Majestät haben mit vom 5. September d.I. dem ^^osevn c^ber Bezirlshauptmaunschaft in Mitter- anlässlich der von ihm erbete- ncn Versehung in den dauernden Ruhestand in Aner. krnnung seiner vieljährigcu treueu und ersprießliche» Dienstleistung das goloeue Verdienstlrcuz allcrgnädigst ^ zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Zur Spitalsfrage in Lmbach. n. Aus diesem Berichte ist daher zu entnehmen, dass weder der krainische Sparcasseverein. noch die Lan« deshauptstadt Laibach, noch die beuachbarten Hausbesitzer irgend welche Beiträge zn den Baukosten geleistet haben; doch hat die Sparcasje erklärt, dass sie bei Eintritt günstigerer Verhältnisse die Frage in neuerliche Erwägung ziehcu werde. Auch für den Anlauf des alten Krankenhauses hat sich niemand gemeldet. Da die Baukosteu für das neue Krankeuhaus sich auf mehr als 300.000 st. belaufen würden — ein Betrag, welchen das Land unmöglich allein erschwingen kann, hat der Landesausschuss weder einen Baugrund an-gekauft, noch die Bauplatte für das neue Krankenhaus ^aufertigen lassen. Doch erlaubt sich der Landesausschuss darauf auf. mertsam zu machen, dass das an der Polanastraße in drr Stadt gelegene Infectiousspilal iu nächster Zeit aufgelasse» werdcu muss. Die Verlegung dieses Spitals hat nicht nur die k. k. Landesregierung schon zu wieder-holtenmalen urgiert. auch der Laibacher Stadtmagistrat hat in jüngster Zeit wieder unterm 4. August 1888 au drn Landcsausschuss in dieser Angelegenheit nachfolgende Note gerichtet: «Der Stadtmagistrat, welcher für die Verbesserung der sanitären Verhältnisse in der Stadt zu sorgen verpflichtet ist, bemerkt schon längere Zeit den mit den sanitären Vorschriften im Widersprüche stehende» Uebel-staud. das Blatteruspital in der Polanauorstadt Nr. 42. Infolge Unzuläuglichkeit der Localitäten im Landes-spitale für eine größere Anzahl von Kranken, hat der Landesausschuss im Jahre 1869 dieses Haus gepachtet und später zur Nuterbringung von uuheilbaren Kranken iu das Eigenthum gekauft. Als im Jahre 1873 die AlatterN'Epidemie in Laibach aufgetreten ist, wurden «ach Euacuicrung des Irrenhauses die Geisteskranken in dieses Haus transferiert. Ueber Auftrag der Landes-regieruug wurde jedoch das Haus Nr. 42 auf der Po» laua späler neuerdings als Vlatteruspital adaptiert und seit dirser Zeit als solches benutzt. Aus Aulass der ununterbrochenen Verwendung dieses Hauses als Vlatternspital überreichten die Bewohner der Polllnavorstadt im Jahre 1878 gegen den weiteren Fortbestand dieses Spitales auf der Polana eine Beschwerde des Inhaltes, dafs sie in steter Furcht vor den Blattern schweben, dass wegen des Spitals deren Realbesih leidet, indem in dieser Gegend niemand bauen will, dass dieses Spital ob des großen Verkehres zum Schlachthause in sanitärer Beziehung gefahrbrin^ gend ist, und dass die Tobten beinahe durch die ganze Stadt auf den Friedhof überführt werden müssen. Der städtische Sanitätsrath hat schon am 19. Juni 1880 die Auflassung dieses für die Umgebung so gefährlichen Spitales am gegenwärtigen Orte als ein Gebot der Dringlichkeit erklärt. Der Stadtphysicus Dr. Kowatsch hat in seinem Gutachten vom 23. Februar 1881 unter anderen den Nachweis erbracht, dass im Jahre 1880 in der Umgebung dieses Hauses neuer' diugs die Blattern-Epidemie local aufgetreten ist, nnd weiters auch hervorgehoben, dass bei Errichtung dieses Spitals weder er, noch der Stadtmagistrat, noch die Nachbarn um ihre Wohlmeinung befragt worden sind. Ferner hat er nachgewiesen, dass dieses Haus für ein Spital aus dem Grunde nicht geeignet ist. weil es an ein anderes angebaut und an der rückwärtigen Seite nur mit Brettern verschalt ist, über welche die Kranken in andere Häuser steigen. In diesem Sinne war auch die vom Stabtmagi-strate an den Landesausschuse gerichtete Note vom 11. Mai 1881 gehalten, welche dahin beantwortet worden ist, dass vorläufig an die Auflassung diese« Spitales nicht zu denken sei. dass jedoch Sorge getragen werden wird, den Wünschen der Einwohner ehestens gerecht zu werden. Der Gemeinderath hat diese Antwort in der am 21. Juli 1881 abgehaltenen Sitzung zur Kenntnis genommen, und damit war diese Angelegenheit erledigt. Diese sanitätswidrigen Uebelstände bestehen seit dem Jahre 1873 ununterbrochen bis heute zum Nach« theile der Nachbarn fort, und wenn auch die Blattern-Epidemie nicht fortwährend herrscht, kommen doch unter den Bewohnern dieser Gegend vereinzelte Fälle von Blalternerkranlungen fast ununterbrochen vor. Es ist nachgewiesen, dass in der Umgebung des Hauses Nr. 42 vom' 1. März 1687 bis 1. April 1888 auf diesem kleinen Pomörium 50 Personen erkrankt sind, und noch gegenwärtig, da die Blattern-Epidemie in der ganzen Stadt bereits erloschen ist. kommen in dieser Gegend vereinzelte Erlranlungsfälle vor. Die Beschwerden der Einwohner der Polanavorstadt vom Jahre 1880 bestehen noch heute vollinhaltlich aufrecht, dies umsomehr, Ileuilleton. ^ Schöpsungssage der Maoris. Neb '" ^6"Mchen ^2 Nell-Seelanb. die ^wel^nd" ss ü"^de !ag einst tiefe Finsternis. gH" Die Kinder ez M. tv ""N wurden, hätten jedoch gerne einmal VtelV von k 3 "L.'ch das «Licht, sei und wodurch llst 3"Ü'sbilch„ "'l'wnis unterscheide. Die alten ^d Mabsch,,;."Men: «Dunkelheit herrschte im hundertsten, tausendsten! bttm?'8 mild, Z""""el und Erde wurden dieser < '^gten ./"/p "en sich gegen Rangi und Papa. ^ ^°Nen wiV s."°"ber und sprachen: «Was ^'ßen,."" s« todtschlagen oder nur aus- rief.uuiliatnen'ii« l>er ^Echlaqen wl^c> d" wildeste der Kinder, der ^bt "" der in3! ^ todt!. Doch Tane-Mahuta. l" S"'e T«wl ?°ae "mmteu alle Brüder bei, mit ^e s."^ er skua's, des Vaters der Stürme b"' w.lrb h^e. das« dann sein Reich ein ' null war erbittert, dass man seine Eltern auseiuander reißen wollte. Fünf Brüder stimmten für Trennuug; dieser eine verweigerte seine Einwilligung. Doch zuletzt wurde die Trennung beschlossen; Rango-mll'tane erbot sich, Himmel und Erde aus» einander zu reißen, aber — er vermochte es nicht, obwohl er der Gott aller angebauten Nahrung der Menschheit war. Nun kam Tangaroe, der Gott der Fische und Reptilien, an die Reihe; er kämpfte und rang mit den Eltem — vergebens. Da verfuchte es Haumia-likitili. der Gott der wildwachsenden Nahrungsmittel, doch gleich erfolglos war sein Mühen; ebenso crgieng es Tu-Matuenga. dem Vater aller menschlichen Wesen; zuletzt erhob sich langsam mit Kraft und Majestät Tane.Mahuta, der Volt der Wälder. Vögel und In. secten; er ergriff Himmel und Erde mit seiner Riesen. Hand und schleuderte sie auseinander; er ruhte einen Augenblick, und dann seinen Kopf gegen die Erde, seine Mutter, gestemmt, seine Füße gegen den Himmel, seinen Vater, gestützt, schob er langsam und uuentwcgt seinen mächtigen Rücken zwischen beide — und nur sli gelang es ihm endlich, sie auseiuander zu reißen für immer. Doch Himmel und Erde schrien und kreischten: «Warum, wozu tödtcst du deine Ellern? Weshalb ein so furchtbares Verbrechen begehen und uus trenue»?. Taue-Mahuta hörte darauf nicht; nach uud nach. langsam uud stetig drückte er die Erde tiefer und tiefer uuter sich hinab uud hob mit weit ausgestreckten Hän-den den Himmel immer höher und höher über sich empor. Kaum breitete sich das Licht über die Erde aus. als auch schon eine Unzahl lebender menschlicher Wesen zum Vorscheine kamen — lauter Kinder von Rangi und Papa, die diese unter ihren Körpern ver-borgen hatten. Doch noch war nicht alles Licht und Friede; der wilde Tawhiri'ma«tia fafste den Entschluss, mit se»en Brüdern für ihre That zu kämpfen und Krieg zu führen; er war der Vater der Winde und Stürme und konnte es den Brüdern nicht vergeben, dass sie die Eltern auseinander gerissen hatte. Er folgte seinem Vater in seine luftigen Reiche und verbarg sich in den Höhlen uud Schluchten der Wollen; seine Kinder, die Winde, schickte er in alle Winkel der Welt und gab ihnen die Wirbelwinde, die Orkane, die Sturmwollen und die Unwetter als Gefolge mit. Dann fuhr er selbst her-nieder, jagte auf und durch die Wälder seine« Bruders Tane-Mahuta, zerriss, verwüstete sie und verwandelte sie in Einöden; dann stürzte er brausend herab über die Meere; vor sich her trieb er Tangaroe, sein Weib und seine zwei Kinder Ikatere, den Herrscher und Vater der- Fische, und Tmte-weihweni, den der Reptilien. Tangaroe entfloh, und die Söhne stritten. Der eine sagte: «Lasse uns lanb-inwärts fliehen!» Der andere rief: «Nein, komm aufs Meer!» Keiner ge« horchte mehr in ihrem Entsetzen über das Stürmen und Sausen, und zuletzt nahm der Gott der Fische eiucn Theil des Meeres in Besitz, während der der Reptilien ein Stück Land eroberte. Die Fische warnten die Reptilien und sagten ihnen. da>« sie gesungen und Laibacher Zeitung 3ir. ^10. l 782 13. September 1888.___ als sich in der Nähe des Blatternspitales die Waisenanstalt «Collegium Marianum» und das Lichtenthurn-sche Waiseninstitut besindet, und es weiters auch now« lisch ist, dass die Kinder zu dieser Krankheit mehr inclinieren, als Erwachsene. Diese Uebelstände darf der Stadtmagistrat nicht unbeachtet lassen, falls er sich vor dem Vorwurfe verwahren will, für die Beseitigung derselben im Zupresse der ganzen Stadt nicht Sorge gelragen zu habe». Nachdem nuu der Aufbau eines neuen Krankenhauses, in welchem auch Infeetionskranke Aufnahme fniden könnten, noch in weiter Ferne liegt, erlaubt sich der Stadtmagistrat dem hohen Landesausschusse diese Be schwerde mit dem Ersuchen vorzulegen, das gegenwärtige Blatternspital auf der Polana als solches bei d»>r jetzigen günstigen Jahreszeit aufzulassen uud zu diesem Zwecke ein anderes Spital an einem geeigneleren Orte zu erbauen.« Zu dieser Note des Stadtmagistrates erlaubt sich der Landcsausschuss zu bemerken, dass die Poland Filiale faetisch nnr bis zum Zeitpunkte der Erbauung eines neuen Spitales an einem geeigneteren Orte provisorisch errichtet worden ist. Die Bevölkerung in diesem Stadttheile war zu jener Zeit, als das Haus auf der Polana zu diefem Zwecke angekauft wurde, auch nicht so zahlreich, als gegenwärtig, indem in der Nähe des Spitales zwei Waisenanstalten bestehen und der Verkehr gerade auf dieser Straße seit der Erbauung des städtischen Schlachthauses, besonders an Markttagen, ein sehr lebhafter ist. Weiters wohnen in den angrenzenden und vi8-ü-vi8 stehenden Häusern die Familien der Zwangsarbeitshaus - Aufseher, welche unter den gegenwärtig bestehenden Verhältnissen die Infectionskrankheiten leicht in diese Anstalt verschleppen könnten. Aus diesen Gründen wird das Land das In-fectionsspital auf der Polana auflassen müssen und an einem anderen Orte ein neues errichten. Der Mayer-sche Grundcomplex ist nun derart ausgebreitet und isoliert gelegen, dass am oberen Theile desselben leicht ein Infectionsspital aufgeführt werden könnte, und es würde für die etwaige spätere Dislocierung des ganzen Spitales auf diesen Baugrund noch immer genug Raum erübrigen. Der hohe Landtag wolle diesen Bericht zur Kenntnis nehmen. Politische Ueberllcht. (Aus dem steirischen Landtage.) Iu der vorgestrigen Sitzung des steirischen Landtages wurde der Bericht des Landesausschusses mit den Anträgen auf Aufnahme eines Landesanlehens per 12 Millionen Gulden behufs Convertierung der Grundentlastungs-sowie der übrigen Landcsschulden in dringlicher Behandlung dem Finanzausschüsse, der Bericht, betreffend den Ankauf eines Theiles des der Alpinen Montan-Gesellschaft in Steiermark gehörigen Waldbesitzes, auf Antrag des Abgeordneten Dr. Neckermann einem com-binierten, aus den Mitgliedern des Finanz- und Landes' cultur'Ausschusfes bestehenden Ausschufse, welchem das Oeffentlichteitsrecht verliehen wurde, zugewiefen. (Kaifer Wilhelm in Wien.) Aus Berlin wird bestätigt, dass die Ankunft des Kaisers Wilhelm II. von München in Wien nach den bisherigen Disposi-tionen für den 4. October in Aussicht genommen ist. Gleichzeitig wird uns mitgetheilt, dass im Gefolge des Kaisers der Staatssecretär des auswärtigen Amtes, Staatsminister Graf Herbert Bismarck, sich befinden wird. (Körnten.) In der vorgestrigen Sitzung des Kärntner Landtages interpellierte Dr. Prettner die Negierung, ob dieselbe davon Kenntnis habe. dass Fürstbischof Kahn von den Kirchenvorstehungen Beiträge zum Seminarbau in Klagenfurt eingefordert und ob die Regierung hiezu ihre Zustimmung gegeben habe. Abg. Ghon stellte den Antrag, die Siidbahil-Gesellschaft um Vermehrung der Züge zwischen Villach und Lienz und Velassung d.s Eilzuges Marburg-Franzensfeste auch im Winter zu ersuchen. (Altczechischcr Parteitag.) Die jimg-czechischen Abgeordneten hielten eine Versammlung ab, iu welcher sie, wie nach der Sprache ihres Leib-Moni-teurs zu erwarten war, beschlossen, dass kein Anhänger ihrer Partei sich an dem cz»ch>scheu Parteitag in Prag bctheiligen solle, weil derselbe nach Ansicht der Herren Gnlgr und Genossen keine Vertretung des czechischen Volkes repräsentieren werde. (In Trieft) wurde Montag die Landtags-Session dnrch den Landeshauptmann Dr. Bazzoni feierlich eröffnet. Rcgierungbverlreter Hofrath Ritter vou Ninaldini betonte in seiner Ansprache, dass wichtige Veränderungen im wirtschaftlichen Leben Triests bevorstehen, welche, wenn sie — wie es anderwärts der Fall war — unserem Emporium zum Nutzen gereichen sollen, unter anderem auch eine praktisch einheitliche Thätigkeit der Triester Vcrtretungskörper und deren volle Uebereinstimmung mit d^r Regierung erheischen. In der Erwartung, dass die landtägliche Session unter diesen Auspicien verlaufen werde, erklärt die Regieruug, dass sie gerne die Arbeiten des Landtages fördern werde. Der Landeshauptmann dankte hierauf dem Regierungsvertreter und schloss die Sitzung. (Der Reichsrath «abgeordnete Canonic u s Fischer) ist im 59. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene war einer der einflussreichsten Führer der clericalen Majorität des oberösterreichischen Landtages, in welchen er bereits fünfmal gewählt wurde. Dem Reichsrathe gehörte er seit dem Jahre 1871 an. Dechant Fischer vertrat sowohl im Reichsrathe als im Landtage den Landgemeinden-Bezirk Rohrbach. (Vermehrung der Artilleri e.) Die schon durch das jüngste außergewöhnliche August-Avancement angekündigte Vermehrung der Feldartillerie ist nun thatsächlich eingetreten. Das am 8. September ausgegebene «Normal - Verordnungsblatt für das k. k. Heer» bringt bereits die Verordnung, woruach Se. Majestät der Kaiser die Errichtung je einer schweren Batterie-Division auf vermindertem Fricdensstand bei den Corps-artillerie-Regimentern Nr. 1, 2, 6, 10 uud 11, bei denen solche Divisionen noch nicht eingetheilt waren, genehmigt hat. (Ungarn.) Im ersten Budapestcr Wahlbezirke wird an Stelle des verstorbenen Unterrichtsministers Trefort von der Regierungspartei Julius Steiger, Director der ersten vaterländischen Sparcasse, von Seite der gemäßigten Opposition Baron Inor Kaas, Re< dacteur des «Budapester Tagblatt», candidiert. (Zur Lage.) Ueber allen Wipfeln ist Ruh. .. Von allen den großen Fragen, welche die allgemeine politische Lage beeinflussen, ist keine Rede. gerade, als ob dieselben niemals existiert hätten. So lässt es sich denn auch erklären, dass Fürst Bismarck noch keinerlei Neigung zeigt, nach Berlin zurückzukehren, sondern den Aufenthalt in Friedrichsruhe — was richtiger Ottos- gekocht werden würden, ihre Schuppen aber werde man über Bündeln von Farnkraut versengen; die Reptilien jedoch sagten den Fischen voraus, dass man sie fangen und als Zugabe uud Leckerbissen mit Gemüsen auf den Tisch des Landmannes bringen werde — trotzdem eilten die Fische in die Meere und Seen und die Reptilien in die Wälder und Gebüsche. " Tangaroe wüthete über die Flucht seiner Kinder; er führte einen rastlosen Kampf gegen die Wälder feines Bruders Tane. Doch dieser versorgte seine Neffen mit Canoes, Speeren, hölzernen Fischhakcn, Netzen aus Pflauzenfascrn. um die Kinder Tangaroe's zu vernichten ; dieser aber verfolgte in gleichem erbitterten Kampfe feine Feinde, überschüttete die Cauoes mit Sturzwellen uud begrub Land, Bäume und Häuser unter Wellen und Wogen. Nun wollte Tawhiri-ma-tia auch seine anderen Brüder bekriegen, welche die Götter der angebauten und der wildwachsenden Nahrungsmittel waren; doch, milde uud um sie zu retten, nahm Papa sie m sein Reich und verbarg sie so gut, dass der erzürnte Gott sie nicht finden konnte. Nachdem er seine anderen Brüder besiegt, wandte er sich noch stürmisch gegen Tu-Matuenga, den er aber nicht bewältigen konnte. Aufrecht und uii^ gebrochen lehnte Tu-Matueuga am Herzen der Mutter Erde, bis der Gott der Stürme ausgerast hatte uud seinc Wuth sich legte. Danach aber begann dieser stolze Gott zu rasci, Veitt^ ?'''d" dafür zu bestrafen, dass sie ihn ohne' l° n^i."" w^den Kamftse mit Twahiri-ma tia ge^ !°^n haiw,. Inerst woMe er sich an Taue-Mahut^ rächen, flocht Schlingen und Fallen aus den Blättern des Whanake-Baumes und hieng sie in den Wäldern auf, fo dass die Kinder Tane's vor ihm flohen, wo immer sie seiner ansichtig wurden; dann flocht er Netze aus Flachsfaser«. mit welchen er die Kinder Tangaroe's an der Küste fieng. Darauf suchte er seine Brüder Rango-ma-tane und Hanmia>likitiki heim; er erkannte jeden an besonderen Blättern. So schnitzte er sich eine hölzerne Hacke, flocht einen Korb uud grub alle essbarm Wurzeln aus und ließ sie an der Sonne vertrocknen. Nur seinen Bruder Thawhiri-ma-tia, den Wilden, konnte er nirgends besiegen oder vernichten und blieb deshalb aller Menschen Feind und verfolgt sie mit Stürmen und Orkanen. Durch die Wuth dieses Gottes gieng ein großer Theil der Mutter Erde unter; nur nach und nach ergoss sich Klarheit und Licht über sie, und es vermehrten sich alle Wesen, die verborgen gelegen hatten unter Rangi und Papa. Die ersten Kinder von diesen beiden glichen menschlichen Wesen; anch war Generationen hindurch der Tod uuter ihnen unbekannt. Bis heutigen Tages blieben Himmel und Erde getrennt; doch ihre Liebe zueinander erstarb nie. Der Erde Seufzer uud Sehnen steigen aus Wälderu, V^geu uud Seeu zum Himmel empor, uud der Mensch nennt sie Nebel uud Wolken; wann des Himmels Trauer ihn übermannt iu laugen, langen, schweren Nächten, dann sendet er zahllose Tropfen über die glüheude Brust der Erde — und die Menschen nennen sie Thautropfeu. ruhe geuannt werden sollte — jenem in der Hauptstadt vorzieht. « (Zur Lage in Frankreich.) Die Worte ^' Zuversicht, welche Präsident Carnot in Caen bezulM der Erhaltung und Vertheidigung der Republik ">>^ sprach, bilden einen scharf markierten Gegensatz zu dl> vom Telegraphen verbreiteten Artikel der Verum «Post» über die wachseuden Chancen Vonlangers. M'' in die Zukunft kann niemand blicken, selbst die ^ rianisse des nächsten Moments sind oft den Ange» °" Sterblichen verborgen. Allein, so viel lässt sich «' dass, falls auch die Behauptung der «Post» "cht'll '' und das Auftreten Boulangers wirklich viele Achm^ keit mit dem ersten Auftrete» Napoleons 1H- h" ^ doch noch keineswegs darans der Schluss a/Men "> . den kann, dass die' weiteren Erfolge Boulangers t»'" Napolcous III. gleichen müssten. . ,» (Das Vertraucu des Köuigs.) M "' Belgrad gemeldet wird, hat König Milan von S"" eine sich ihm bietende Gelegenheit ergriffen, um Abbazia aus neuerdings dem Cabinete Kristlc I nnerschütterliches und unwandelbares Vertrauen al'»z sprechen. .^) (Die französische Uebunqs-Escavl/ hat Befehl bekommen, im Golfe von Juan zn """' ben. Es sei möglich, dass diese Verfügung mit d" ^ gekündigten Verciniguug der deutschen mit bcl ^ tischen und italienischen Flotte im Mittelmeere M menhängt. ^.) (DieGeneralstaaten der Nie verlas sind zur Berathung des Gesehentwurfes über ^ . „ mundschaft für die Kronprinzessin auf den ^« ^ Tag einberufen. Bei dem Bureau der Kammer i ^ Hauptbestimmung des Gesetzes, die VormundM'^,, Königin zu übertragen, allgemeine Zustimmung p^,, Die Regierung hat einige Abänderungen an de> zelheiten des Gesetzentwurfes gemacht. ,,l^as^ (Englisch-ostafrikanische Ge^Mch^ Am 5. September fuhr das Kriegsschiff 'U"0vr ^ Tonga, wo durch die Ostafrikanische GeseM"'^« Uebernahme der Verwaltung stattfinden soUte- ^ ans Land gesandte Boot musste umkehren, well ^ den Einheimischen beschossen wurde. Die «Mbvc'^^ll auf die Angreifer uud zerstreute dieselben. AI.hjM' entsandte Truppen zur Züchtigung der Anfsta' ^ (Aus China.) Wie dem «Stand"" ^A Shanghai gemeldet wird. wäre immer noch -^te» dass der Einwanderungsvertrag mit den "k ^.^ Staaten, wenn auch in veränderter Form, <3-ijrtel"^ doch noch angenommen werden wird. Die ^ ^acl!^ der Frage habe große Aufregung iu Ehinav ^^< In Canton brachen Ruhestörungen ans. und " M». nung des amerikanischen Gesandten wurde ang^^ Tagesneuigleiten. hie Se. Majestät der Kaiser habcn. "'^ heil «Grazer Morgenpost, meldet, anlässlich ^s hM" Schützen in Vordernberg zur Feier des A ^,K s»>l Regierungs-Iubiläums veranstalteten FeM'" ^eB" die Ortsarmen von Vordernberg 106 st» ö geruht. ___________ hie - (Reise der Kaiserin.) Ih" ^Ke'"^ Kaiserin beabsichtigt, den ganzen Mnat^ mit der Erzherzogin Valerie in IM '" ^ und sodann in der ersten Hälfte des Mon" ^ebA sich von Trieft aus nach der Insel Made"a5 .^ M Ob Erzherzogin Valerie die Kaiserin dahm " "^ M deren Rückkehr in Gödöllö abwarten wird, " ^ bestimmt. ^liecn^ae- -(Truppenmanöver in ^te b^F« Windisch - Feistritz. 11. September. ^'^ h>" , meldet, besetzte heute die Nordpartei tue 4 .^ ^ Windisch-Feistritz, und zwar von Löwenruy ^schv Josef bis Wolkersdorf, den linken Flilg" , sandte,^ durch Cavallerie deckend. Der rechte sslM ^ ^ fechtspatrouillen in die Gegend von G'eu?""5^ 5"'^ dorf aus, welche den Anmarsch starker 5""°"" Ott"^ meldeten, was die Nordpartei veranlasste, ..^ege>^-bis Devina und SchmidSbcrg auszudehnen, /^ zu ^ linken Flügel von Wollersdorf auf Unt"^ ,^„ '",^,e zuziehen. Die Südpartei, welche "' dm ^ ^,B ^, bereits gemeldeten Stärke vorrückte, "' .„zgt "-mil' ^2 Geschütze unter einem Commando "5,z^zsch'3e^ beiden Seiten der von VerHolle nach "^M" p' führenden Straße aufgestellt. Das 3"" «Me"^^ von den feindlichen Positionen auf der ^ ^ St. Josef und bei Vrinje erwidert. Als o ^ 4 . ^ der Südpnrtci die von zwei Bataillone ^,<>p / fanteri^Ncgimcnts besetzte Stadt bed") ^tcll"^,i.", rechte Flügel der Nordparlci seine "'"'!"» .^ z» ^' der Höhe, um einen Vorstoß M" den " ^^il' nehmen. Dicfer blieb jedoch »«""''"' 'Oi"di s " ""ltanchte. Der arme Fischer, der allein ruderte ?"Muge, das gegen 18 Fuß Länge besas;, war, U»n dies s. ^ ^^ ^^^^ ""e Verspätung erleiden wird. ^>lanlesi«? m!"^ weltzumachen, haben die Bahnen in "lit W , l "jeisc die Beförderung des Ausstellnngsobstcs ^'Mn zugesagt. ^uda^en " bedeutender Diebstahl.) Aus Meldet ^'?^ telegraphisch berichtet: Wie seinerzeit ^"esw^l . dem Kaufmann Geiger in Maria-!^bt. Na/"" Viertelmillion aus erbrochener Casse ge« ollen die 3- l""" ""^ Szegcdiu kommenden Meldung lchlln bereck'?^ verhaftet worden sein. Man will sogar ^<°hlene., ^ ^"ben, dass noch 160.000 st. von dem ^ lÄ vorhanden sind. ^.lrde„ in ^^'^ Vrand.) Durch eine Fcuersbrunst ^"'Quar II Hauptstraße von San Francisco zwei Ken und . September, erlebt, denn sie hat durch einfache Eleganz geradezu überrascht. ^. 'e m dem breiten Wege längs des Ra-Fge Gä " o herschritlen. war es auffällig, wie der !?"' der f.««-. 5 ""e Hanna berichtet, für den alten l>«l. !°ar. d _ /! Z"r die Arbeit versah, heute emgetre-lowers we... 5t?"e" der Auf. und Abwandelnden, da? "us b" dieselben ihn, den Rücken zuwendeten. j>3"l Hanna «?"2"' ^. Mary gewahrte nichts "ick. Gesell?« "' °" ""t kaum weniger Eifer den E,n. ""d deu^ ^.^cn beobachtete, entqieng es "Ne. "Utete dle Entdeckung natürlich in ihrem l"3^ n3o!?/' lchren jetzt m das Haus zurück., hü?" Gärtner ^ ? W"le- Beide mussten an dem W^" sie al,„ -5'aehen; er lüftete vor Mary deu de^lamleit..^''^ aufsah, bemerkte sie diese seine «"gen 3»n« -H°""a hingegen lächelte und bot gl^uf ein ."° en«" freundlichen Gruß. '^ t"..p°" Worte,, hielt er sie zurück, -ich ^A° Da h,? " Verlobten, schönes Kind!-«deine I/^ f"gte Hanna, stehen bleibend, 'llllch?. ^ue Freudenröthe in ihre Wangen stieg, ^ten^a»' ern'k V°"ners d's/"e der jm,a.e Mann. der statt des ?'t ib.^i den, w '^'^'cheit hier verrichtete. «Herr ^ !^. Wannt ^ ?" "'ssen. ich wohne, machte mich ^en ^ heiße iW damit Sie auch wissen, wer ich ^"«aß ick .. ^°"ders ""d Sie - a, Ihren 'H "U" schon wieder!. «Hanna Carter!» «Ah. richtig! Ihr Posten hier im Hause ist auch wohl nicht der leichteste. Wie geht es denn Ihrer armen jungen Dame? Sie soll ja schwer lei> dcnd sein?» Und damit machte er eine bezeichnende Bewegung nach der Stirn. Die Dienerin nickte. «Sie hat uns heilte den ganzen Tag hindilrch recht sehr gequält. Man will ihre Familie nicht zu ihr lassen, selbst ihren Vater nicht; das nimmt sie sich außerordentlich zn Herzen.» In diesem Augenblick erscholl vom Hause her der wiederholte Ruf nach Hanna. «Ich muss fort!» rief das junge Mädchen hastig. «Bis morgen, adieu. Herr Sanders.» Der junge Gärtner sah ihr nach. bis die umfangreiche Gestalt der Haushälterin Smith, welche an ihn herantrat, ihn in die Wirklichkeit zurücklief. «Junger Mann.» sprach sie. «ich möchte Sie auf« fordern, einen Vang für mich zu machen; tragen Sie doch. so rasch es angeht, diese Briefe auf die Post. Sie sind vergessen worden und wenn Sie rasch gehen, so kommen dieselben noch rechtzeitig.» «Ich will die ganze Strecke laufen!» «Gut; wenn Sie zurückkehren, sollen Sie auch ein ordentliches Nachtmahl bekommen.» «Ich danke vielmals, doch habe ich bereits versprochen, bei Frau Fuchs zur Nacht zu essen. Lassei, Sie mich nur rasch Ihre Briefe besorgen.» «Das ist ein netter junger Mensch!» sagte sich Frau Smith, dem davoneilenden nachblickend. «Der alte Gärtner hätte eine fürchterliche Geschichte daraus qemacht. den Weg bis ins Dorf zurückzulegen.» Dann kehrte sie in das Haus zurück und verschloss die Thür sorgfältig, denn es war inzwischen finster geworden, und der Abend war kalt nnd unfreundlich. Als Mary in ihr Zimmer zurückgelehrt war. sank sie auf einen Stuhl nieder und verhüllte das Antlitz mit beiden Händen. «Es wird mich todten, dieses Leben!» stöhnte sie dumpf. Seit Mary in dem einsamen Landhause weilte, war sie immer verfallener nnd bleicher geworden. Sie sah wie eine schöne Statue aus, wie ein Geschöpf, dessen Leben zu den Dingen der Vergangenheit gehört, sie, die vor so kurzer Zeit noch auf der Schwelle irdischer Glückseligkeit zu stehen schien. VI. Mechanisch hatte Mary den Thee zu sich genommen, welchen Hanna ihr bereitet, bann saß sie wieber regungslos da und starrte vor sich hin. Hanna beobachtete sie unausgesetzt, rathlos, wie sie ihre junge Gebieterin aus der Lethargie aufrütteln konnte, in welche diese immer mehr zu verfallen schien. Endlich, als sie bereits im Vegriff stand, das Zimmer zu verlassen, sprach Mary mit dem Ausdruck tiefster Melancholie in dem schönen, bleichen Antlitz: «Hanna, die Wünsche von Sterbenden pflegt man immer zu erfüllen. Im möchte meinen Schwestern, mei« nem Bruder und dem Grafen von Westland Abschieds» briefe schreiben für den Fall. dass ich sie nimmer wieder, sehen sollte. Wenn ich stürbe, würden Sie dafür Sorge tragen, dass ihnen meine Briefe richtig zukämen?» «Gewiss. Fräulein, das gelobe ich.» versicherte Hanna unter Thränen. «Geben Sie mir ein heiliges Versprechen, leisten Sie mir einen Schwur, wie einer Sterbenden qeqen» über!» sprach Mary, indem sie sich erhob. T)a3 er» schreckte Mädchen gehorchte zitternd. (Fortsetzung jolgt.) ^libachcr Fcitung Nr. 210. 1784 lA. September 188^ — (Bischof Stroßmayer in Velovar.) Wie unseren Lesern bekannt, ist Se, Majestät derKaiser gestern früh in Velovar zu den Truppcnmanövern eingetroffen. Um 10 Uhr vormittags fand im dortigen Magistratsgebäude der Empfang statt. Unter anderem wurde auch der katholische Clerus unter Führung des Cardinals Mihalovic empfangen. Auch Bischof Strohmaycr war zum Empfange erschienen. Mit Bezug auf diesen Empfang erhält die «Agramer Zeitung» folgenden telegraphischen Bericht: «Die ungeheuerste Sensation hat hellte die geradezu beispiellose Zurechtweisung erregt, welche Sc. Majestät in einer für alle Anwesenden laut vernehmbaren Weise dem Bischof Stroßmayer beim Empfange des Clerus zutheil werden ließ. Es war festgestellt, dafs jene geheimen Räthe, die Geistliche sind, erst mit der Deputation ihres Clerus erscheinen. Nachdem Se. Majestät in huldvollster Weise mit Cardinal Mi-halovic, den Bischöfen, Posilovic und Hranilovic gesprochen, wandte er sich von ferne an Stroßmayer mit der Bemerkung, er habe mit der größten Ueberraschung von einem Telegramm des Bischof anlässlich einer nicht katholischen Feier Kenntnis genommen. Ursprünglich habe der König es gar nicht für möglich gehalten, dass einer seiner Unterthanen eine derartige Enunciation gemacht. Zu seinem tiefen Bedauern habe er sich überzeugen müssen, dass dem wirklich der Fall gewesen. Der Herr Bischof scheine nicht gewusst zu haben, welchen gegen den Staat und die Kirche gerichteten Schritt er gemacht hat... Stroßmayer verbeugte sich und bemerkte ganz laut: «Majestät, mein Gewissen ist rein!» Die Anwesenden waren von der Haltung des Bischofs förmlich consterniert. Nach den Mittheilungen anderer Anwesenden hat die Aeußerung Sr. Majestät noch schärfer gelautet.» — (Der Görzer Landtag) wurde Montag vom Landeshauptmann mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser eröffnet, in welches die Versammlung begeistert einstimmte. Zur Regierungs - Jubiläumsfeier wurden vier Stiftplätze für Studenten an höheren Lehranstalten gestiftet und 1000 fl. zur Vertheilung an wohlthätige Anstalten gewidmet. — (König Milan von Serbien.) König Milan von Serbien und Kronprinz Alexander reisen, wie aus Abbazia telegraphiert wird, Samstag, den 15 d. M., zu mehrwöchentlichenl Aufenthalte nach Glei-chenberg. — (Militärisches.) Das Infanterie-Negiment Nr. 47 kommt nach Graz in Garnison. In Marburg, wo das Regiment durch acht Jahre in Garnison gewesen, bestand zwischen demselben und der Bevölkerung ein so freundliches Verhältnis, dass man das Regiment nur mit Bedauern scheiden sieht. Gestern fand dort in der Franz-Iosef-Kaserne eine Bewirtung des Officierscorps und der Mannschaft statt. — Gestern abends rückte das für Trieft bestimmte Infanterie-Regiment Prinz Hohenlohe Nr. 87 in seine neue Garnifon ein. — Das 17. Infanterie-Regiment ist von den Trupftenmanövern in Steiermarl gestern wieder in Laibach eingerückt. — (Schulbauten in Laib ach.) Der Bau der neuen städtischen Volksschule auf dem ehemaligen Viehmarkte sowie der zu Schulzwecken bestimmte Zubau des hiesigen Ursulinnenllosters sind bereits beide unter Dach gebracht. — (Auszeichnung.) Dem Telegraphenleilunsss-Aufseher Martin Kucic in Krainburg wurde anlässlich seiner Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner uieljährigen pflichttreuen und belobten Dienstleistung das silberne Verdienstlreuz mit der Krone ver« liehen. — (Wochen ausweis der Sterbefälle.) Dem soeben publicierten Ali.Wochenauswcis der Sterbefälle in den größeren österreichischen Städten entnehmen wir folgende Daten: H^ Gesammtzahl «;. ^^5 ^^N der Z 3^-3« Städte H 3^2 Verstorbenen ^^ ZI " ^ 3 «^ « " ^ ?. A « Laibach . 27.664 N 7 !8 12 38 8 Wien. . . 800.8W 180 Ilw :l4i< 44 22 7 Prag. . . 185.15!i — __—__ ^ Graz. . . 105.80U 111 20 3N 10 1<, 2 Klagenfurt 19.l^<1 7 tt i:l 8 34-4 Trieft . . 159.14« 40 37 77 1 25 2 Görz. . . 22.795 4 4 « 1 1« 2 Pola. . . 27.115 7 5 12 — 23 0 gara. . . 12.518 1 1 2 1 «3 Von der Gcsammtzahl der Verstorbenen sind in Laibach 72-2 Proccnt in Krankenanstalten gestorben. ^ (P f e r d e p r ä m i i c r u u g i n K r a i n b u r g.) Am 4. September fand in Krainburg für den gleichnamigen Bezirk die Pferdeprämiierung statt. Vorgeführt wurden 10 Mutterstuten mit Saugfohlen, 7 junge ae- Sw«w?"-?" "^ " "n- und zweijährige Stutfohlen. m.t Saugsohlen d« Vesih«: Io,es ttriz«ar aus Stra- schisch 40 st., Johann Kepic aus Zirklach 25 fl., Franz Verbic aus Unterfernig und Alexander Bergant ans St. Georgen je 20 fl., Johann Moli aus Winklern 15 st., Franz Kepic aus Zirtlach, Franz Pablic aus Klane und Andreas Rebol aus Hrase je eine silberne Medaille; d) für junge gedeckte Stuten die Besitzer: Anton Ti ringer aus Straschisch 25 fl., Johann Tschebul aus Olok 20 fl., Johann Logar aus Woditz 15 fl., Jakob Goljot aus Polje und Franz Bohinc aus Zalog je eine silberne Medaille; «) für ein- und zweijährige Stutfohlen die Besitzer: Mathias I e z aus Bulowitz, Josef Debevc aus Polje und Mal-thäus Barle aus Lausach je 10 fl, Matthäus G o l o b aus St. Georgen, Johann Rogelj aus Scebach und Jakob GraHie aus Besnira je eine silberne Medaille. — (Todesfall.) Am 10. d. M. starb in Hictzing Karl Freiherr v. Seifert, l. k. Hofrath, Director der k. l. Privat- und Familienfondscasscn i. P,, Schatzmeister des h. a. Sternkreuz-Ordeus, Ritter des Ordens der Eisernen Krone zweiter Classe, Comthur des Franz-Iosef-Ordens, Ritter des Leopold-Ordens, Ehrenbürger der Städte Laibach und Mies :c., im 78. Lebensjahre. — (Eine Platzmufit in Gonobitz) gehört gewiss nicht zu den Alltäglichkeiten. Letzten Sonntag spielte dortselbst vor dem «Hirschen-Gasthofe» am Nachmittage die Kapelle des Infanterie-Regimentes König Milan Nr. 97 durch fast zwei Stunden, und die Gono-bitzer freuten sich gar sehr des, übrigens auch anderwärts seltenen Genusses. Das reizende Lied «Fischerin, du Kleine» fand auch dort allgemeinen Anklang und mufsle wiederholt werden. — (Ein verhafteter Holzlicferant.) Anton Alfred Hauser, Chef des geachteten Holzhauses C. Gohde und Comp. in Trieft, wurde wegen Betruges, angeblich bei Holzlieferungen an das Aerar und am Lloyd begangen, verhaftet. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Zt^.» Vclovar, 12. September. Der Kaiser, Kronprinz Rudolf und der Prinz von Wales sind hier eingetroffen und wurden iu der festlich geschmückten Stadt enthusiastisch empfangen. Belovar, 12. September. Nachmittags besichtigte der Kaifer das Militärcasino, die Kirchen und Spitäler, während der Kronprinz mit dem Prinzen von Wales und Erzherzog Otto das Volksfest besuchten. Um ii Uh> abends fand ein Hofdiuer zu W Gedecken, abends eine prächtige Illllmiuation und Serenade vor dem Hoflager statt. Der Kaifer und der Kronprinz wurden fort-während enthusiastisch accl^nniert. ^llllslirucl, 12. September. Infolge eines Dammbruches bei Seelache sind Marder, Altach, Lllstenml — nahezu das ganze Rheinthal überschwemmt. Das Unglück ist unabsehbar; jede Hilfe ist unzureichend. Die Bahnverbindung ist unterbrochen. Äerlin, 12. August. Die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» sagt: Berlin bringt dem heute eintreffenden Erzherzog Albrecht als seltenem Gaste dm ehrfurchtsvollen Gruß entgegen. Wenn unsere Stadt dem militärischen Muth und sseldherrngeme auch Höchstgestell-ter noch ein besondercs Ansehen zu verleihen geeignet ist, so darf Erzherzog Albrecht den gerechtesten An-spruch auf die Bewunderung erregen. Als erster Suhn des Erzherzogs Karl erbte er vom Vater alle militärischen Vorzüge des Siegers von Aspcrn und zeichnete sich während seiner Wjcihligeil Dienstzeit als siegreicher Held im Kriege sowie als Lehrmeister und Organisator des Heeres im Frieden in gleich hervorragender Weise aus. Nächst dem verewigten Kaiser Nilhelm hat mile, den Fürstlichkeiten Erzherzog Albrecht die längste Dienstzeit auszuweisen bei voller tulpeilicher nnd geistiger Rüstigteil, die ihn befähigt, hohe Stelle,, im kaiserlichen Heere mit der damit verbundenen Verantwortlichkeit zu bekleiden. Dem ruhmgekröuleu Feldherrn und Freunde unseres erlauchten Herrschers wird das preußische Voll seine Huldigung m Ehrerbietung dar» bringen. Berlin, 12. September. Erzherzog Albrecht traf um 12 Uhr 15 Minuten auf dem Alchaltcr Vahnhofe ein. woselbst der Prinz-Regent von Armmfchweig. Prinz Albrecht, welcher über der Uniform das Vand des Stefans-Ordens und das österreichische. MilitcwVer-dienstkreuz trug. zum Empfange erschienen war. Verlin, 12. September. Fast alle Zeitungen widmen dem Erzherzog Albrecht ähnliche Vegrüßungs» artikel wie die «Norddeutsche allgemeine Zeitung». Paris, 12. September. Das bonlallgistische'O'gan «Presse» bestätigt, dass General Bonlanger sich gegenwärtig mit einer seiner Töchter in Christiania befinde, und versichert, dass die Reise nicht mit der Politik zusammenhänge. Verona, 12. September. Anlässlich der sehr benn-ruhigrnden Nachrichten aus Trient traf die Municipalität weitere Vorsichtsmaßregeln. Infolge des strömenden Regens sind noch andere Straßen überschwemmt, viele Hnnser wurden qen'imnt: bitzher ist lein ernstlicher Schaden au den Dämmen elngetrrteu. Sofia, 12. September. Der Redacteur des ""> gegründeten revolutionären Journales, Christo Votev, wurde zu zweijährigem Gefängnis verurtheilt. Athen, 12. September. In Aigion richtete e>n Erdbeben namhaften Schaden an. Mehrere Perfol"" wurden verletzt. Volkswirtschastliches. Nlldolfswcrt, !0. September. Die Durchschnittspreise stel""' sich auf den» heutigen Markte wie folgt: _____ ---------- '2 Weizen per Heltoliler 5 81 Eier pr. Sliicl . . » ^ ^ Korn . 4 5)4 Milch pr. Liter . - > ^ 40 Gerste , 4 22 Rindfleisch ftr. Kill) - '^ .g Haser » 2 11 Kalbfleisch » ' '" 44 Halbfrnchl » 4 54 Schweinrsleisch » ^ W Heide» » 4 22 Schöpsenfleisch ' ' ^ Z5 k>irsc . 4 7! Hähndel pr. Stilct. > ^ ^ K»lnrnz » 4 54, Tauben » ^ ^ Erdäpfel pr. Meter Etr. 1 95 Heu pr. 100 Kilo . - "" ^. Leinsamen .... 6 50 Stroh I(X) » >. - ^ Erbsen » — — Holz. hartes, pr. Cllbil- ^9 Fisolen . ---------Meter. ... - ^ Mindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz. weiches, pr.Cub'l' ^. Schweineschmalz » — «0 Meter. - ' ^ ^ Speck, geräuchert, » — 80 Wein, roth., pr. Eimer ^ ^ Butter pr. Kilo ... — l)0 ^ Wriu, weißer, » ^^-- — Angclommcne Fremde. Am 11. September. „z, Hotel Stadt Wien. Pischinaer. Hirsch. Marllancr. ^ M Plöch, Wien. - Kchler. Inspector, Klanrufurt. - ""/Hel. Goltschee. - Freiherr von Tausferer, Ltmdlaasabgsolo« Weixelbnra. ^,är> Hotel (s-lcfaut. Taukia, Muh und Geel, Dr. Scbcru'Y. -""^l Tupermtendcmt, Wien. — ssrauz Mlalar, Vuchhal'^^ss.v Schack, Graveur: Ialob Kupp, ZuaMhrer, s-3"»! v« ^ rict, Vcamtens Gattin. Graz. — ssranz Kemperle u»d vnj Trieft. — Albert Schambera.cr, Marilleco»»»>M, ,/M Pola. — Maria Mandrovic s. Mntter. Privale; M''"^ ^ plan, Agram. — Sarnagel, Gcrichtsabjnnct, St." Petrie, iioitsch. . ^ M, Hotel Siidlialmhof. Familie Slana und Treun, Trieft- -" Görz. , s,,,,,^ Oasthof Kaiser voil Oesterreich. Mustlin, Lees. — FaM" ^ Sohn, Sodcrschil)._____ _____ Verstorbene. ^ Den 11. September. Ioscsa Vaghela, " giciss' Tochter. 2 I., Polanastrasjc 18. Darmlatarrh. - ^'" hard, Eommis, l« I., Feldgasse !4, Tuberculose. ^^-->e Meteorologische Vcobachtlluqen in^alMl^ ^ 5 I^^ ^ A "?U.Mss 74:l8 ^?^^'W7s^wach"' bewH 0 l2.2.N. 74:l<: 22-2 O. schwach bewö ^ «.Ab. 744 :l i<)-s; W. schwach bewM ^ 6^ Bewölkt, «erinsser Ne^en, schwill; nachmittags "'";«i!^ nenblicke. Das Tagcsmittcl der Wärme 20 7", «»' ^^. dem Narmale Verantwortlicher Nedacteür: I. Nassll^^-»^ tiunderttlNlscndc uon Mensch"' ^ 0^ sind nicht iu der ansseuchinen Lage, bei jedem A^ge P>H ssrüßerell Unbehagen ihrcul Körper gleich die M! ,„clch^c und eingehende Behandlung zutheil werden zu la!!", .,^ da ^ Reicheren steis ,z»gebute stehen. DieseHuuder'tattl'>'°' ^^ nur ,^n oft darauf augewiesen, n,!l beluäyrte» ^'.jlichv"' „h selbst zu helfen, so weit es geht. Da ist cs den» ' .,M» ' H höchste,, Wichügleit. dass sie nicht an wertlose "^.sM "z, Poluercheu gerathen, mit deueu ihueu das ^cw '^^a»»'^ nur aus der Tasche «..-stöhlen »uird. Auch l'c> .^ll^",,,, storllngeu lommt cs sehr wohl aus di.' Wahl des rw, ^,,1^'.. mittels an, und die hervorragendsten Aerzle "" Sch'^'M dass iu diesen Fälleu Apotheker Nich. Äralld<^ ^l. ^ Pillen ihre Heilkraft bereits glänzend ">"'"^,.^ol>'"^l, verlange aber stets unler besonderer Beachl'll'ss " . .^ «.iül^sl Apotheker »lichard Brandts Schwrizerpille». t»a ^ ^ ^ ähnliche nnd >»i! gleichen, Mmen "erseheuc ^^gM ,ch nierden. Halte man daran fest. dass jede c")^ ^ ^^ Etiqnetle ein weiftes Kreuz in rothem Feld hat ">' ^M^ nung Apotheker Rich. Brandts Schlvlizc,Pillen "W ' l^5^ aussehenden Schachteln sind W Für die Betheiligung bei dem Ueich"'^ > ^ nuferes unvergesslicheu Patcri«, deS V"" > > Franz Hiilttllcchncl > >><>» i»! " M M sowie für die Kranzspenden sagen "> ^ M Dank . «.«.'«»licllt''' > > die trauernden OinterlM^^^ Wir e^^^^-lbH sn.nn..en von "" 7>>< «en ausn,cel,ani , " ^^s , ^ ' ur ie»e FüN«"""'? oc"''.^«' SallMvasser r.Nh^'' ,„^ ,,.' das Morl N^' is „"!>' haben. Prospcctc «r von der ^aUl''^'^l. Uadein »" ^ l -^"lbachlr Zeitung Nr. 210. 1785 13. September 1888. Course an der Wiener Korse vom 12. September 1888. ^ dm, «M«^ Course , Stnats.'Aulchcn. "olcnrenlc '"«on '/" ^laat»lü,e 25a sl. ,«,7^ ,54 2b l«!i«e, 5," c>,l>"M 5.00 „ ,4« — ,<0 50 !»» >, 16» 50 !?<>'— ^öl.V""'l «'Ucrfrci . ,1° 70 II" 9° '"l^nrcmc, Ncxclfre! 97 «0 "7'»» »^ »>""... 104 4« I»h'20 Gelb w»re s'N« Temeser Vanat .... 1U4 7» — — s>"/» ungarische...... 105 — 10Ü 5l» Andere iissentl. Anlehen. Do»a,i«Meg. ^'ose «"/» 100 ft. . 12<< - 120 b0 d!?. «nlcihc i«7», steuerfrei iue — 10« 70 Nnlcben d. Stnbtgcüleinbc Wien 10s. 20 ion 2ft Nüichcn d. Sladlsscmcindc Wien lEilber und Gold» . , . . — — —- P»i,!,!>cn-/,°/<> wo 90 101 40 dto. in bu « „ <"/<> . 98 b0 3« — dlc». Prämien-Schuldv«ljchr.»«/° ic>».— 10» 5« vrN.Hypothelenbanl 10j. »>/,»/<> 101 — — — Olft,»,!nq. X a»f verl, <>/,"/« . . lOl'No 102 — dlo. , 4"/„ . . 100 »N l00 8l< dlo „ 4"/u . . l<»0 80 100 «0 !ln„, aNg, Vodcncrcdlt«?lctltngel. in Pcsl ini I, 1»'!» vctl, 5>/,"/l, —'— ^' - Priorltllts-Olllisslltionen (für ,00 o uc» ff>->,»z'^l'lcs»Bahn.....__>— —.— Gnlizischc Karl. kudwiss. U^hn «im. !«»! 3«n sl. S, 4'/,«/° - l>» öo 10 ^ Diverse Lose (per Stils). Lreditlose 100 ll. .. . ,s? b0 183 - «ilary^'osc 4N sl..... «,-— — - 4"/n Donau.Dampfsch, l00 sl. N9.5« — — ^aibachcr Plämicu.Nnlch 20sl. 2« <>0 — ». Oicnei ^'» fl , . 59,75 5, ,z Vanl-Attien (per Sliick). Nnalo-Oesterr. Vant 200 fl. . >ill>50 117 — Vaüluercin. wiener, wo fl . ,01 50 ,l>2 — Vd»cr..»!!f>..öft.«>Nsl,K,4««/, 2«!'— »«!i - «lrdl, ?lnN. f, HnnduGieofl. ei<> «» »is. »c» «lrcdilbanl, Nllg, Ung. «uo sl. zu? — »c? 25 Deposilcnbanl, «N«. 2»o sl, . ,8« — 18!< — Nsl.25l>/,E. »7— 6«'— vänderb., ösl,200fl. ilnande»Norbb. I0!w fl, — Ollliz Kall.rubwig.V.lUUsl.LM. 209 — »b9 25 Vla,'»o!lacher>——.- ^aschau»Oberb, Vlsenb.2l»«sl, S. —»— —» ^ eembtrg.'EiseN' bahN'Vesellschaft »00 fl. °. W, «I 75 «2 2b Lloyd. öft.»UN8,Ilitst 50« flüVi. 454 — 4« — Olslerr. Morbweftb. >c»o fl. Vill», i«4 l5>ie4 75 blo, (lit. «) 200 fl.SOber . lKS-5^19« ?l Prass-Duftl Eisenb. ikosl. Gilb. »s> »0' »l> — «ubolf.Äah» 200 fl. Silber . »91 «5 19,— Siebeüburgtl «tisenb. 200 fl, . —<— — — Eiaal«eisenbahn »00 fl, il. lw. . »58>>l »5» 75 Viibbahn 200 sl. Silber . . . ,07 i;o io? 7l Süd.«orbb,,Verb..V.2<»0f,.lng..«Hliz, ltisc»b.20c> sl. Silb« 172 « ,?,.«» Ung. slorbostbahn »00 sl, Silber I«, 50 ,«,-«, !ln»,W Ind.. Ges. 200 fl. «8« e« «,, «, ValaoTari. ltifenrafi. 100 sl. . il«. — — — Vaffenf.G.Oest. in W ,oofl. . 5?« — »79 — Devisen. Dtutschc Plätze...... b» 4» ^« l>» kondon......... izl7«i»l»<» Pari«......... 4? <»5 4? 9», Valuten. Ducalen........ 575 5^7 »o l!» 47^ italienische «»anlnoten Papier,««bei pci Etlls . , . , 2s>.,11 ««! , Unterricht I» in der jÄösisttaSjitie ">4 Conversation ^ ertheilt (4076) 3-1 ^rolhe Tschurn ^«arktKr. 9> ni. gtook. ^ Nr. «795. "«Job«, ^unnerunst kannte qj l^ncr, "sp. dessen unbe- Bon 5^^""chf"lncv und Erben. wird de„, '!? ^' k- Bezirksgerichte Stein ?bekannten^!?'/" ^"lner, resp. dessen hleniit e"j,,,, '^^"achfulgern und Lrben, ^richt/y... '"'der dieselben bei diesem Aaqe ^,"^"s Hafner von Mlala die ^.^'^j 7. I„li 18^ Zahl "^ealitll^.'^kenn,lNl, der Ersitzung 50 der Steuer- f'nverlril,m.'"? ""^ Newilliglinq der Erreicht a ^s EigenthunMechtes s.A. ^«"dl.m. '7"ber z„r snminarischen Atzung ^f d^^'r Rechtssache die 1888. ^rden'st. """wgs 9 Uhr, angeordnet .^G^^"'"ialtsort der Geklagten i^icht a.,« V ''bekannt und dieselben Z ihre G.s„?' ^" 'hrer Vertretnuq und ^etlin voiH i'"d Kostet, den Andreas bestellt. "°" Maka als Curator-nl^l mn Iuli^ezirlsgcricht Stein. a,n 25sten Zwei «ohön möblierte Monatzimmer Hind VAX vergeben Unter der Trantsohe Nr. 1. (407h) 3-1 (4059—1) St 7776. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku naznanja: France Vobovšar iz Rudnika je proli Mariji, Franciški, Luciji in Jakobu Vobovšarju in Mariji Vobovšar nezna-nega bivaliäca in njihovim nezna-nim pravnim naslednikom iožbo de jmtes. 20. avgusla 1888, Sfev. 7776, zaradi priznanja zaslaranja terjalve Miirije in Franciske Vobovšar iz za-pušèinske razprave od 24. novembra 1885, vsake v oslanku od 100 gold., dalje terjalve Lucije, .lakoba in Marije Vobovšar iz zadolžniee od 23. janu-varja 1851, vsaeega po 72 gld. 30'/, kr., in Marije Voboväar iz zapušèinske razprave od 2. novembra 1850, štev. 1502, po 50 gld. ler služnosti stano-vanja in izjcmno hrane, obleke in po-lioljska pri iem sodišèi vlozil. Ker temu sodišèu ni znano, kje da bivajo in mu tudi njibovi pravni nasledniki znani niso, se jim je na njihovo Äkodo in njihovc troSke za U> pravdno reè France Škerjanc iz Volc-joga l'oloka skrbnikom poslavil in se mu j« tožba, èez kntcro se je v redno uslno razpravo odredil dan na 21. soplembra 18 8 8 ob 9. uri dopoludne pri tej sodniji, vroèila. C. kr. okrajno sodišce v Kamniku dne 25. avgusla 1888.___________ , Mit deiil OffflUllichlr!tsrcch aussscstatlrlc öcs Ze'utschen Schulveveines. '2 Nhr v«^"^,reil),lnnrn siudsl, am ,4., 15,. und 1«. Vcpicmber von » l.is 1 Die"! ! ""aH statt. .,,, Ech,!l!!''""^"'l' crsolsst für die ersten fttnf Iahrgänsse der Volksschule. ^ ^ei, <>''"' welche vo„ and.rcu Aüstalie» loinme» und die Ausiwhmc in emen , l'^!. ^"^ ""streben, milsscn am ersten Einschreibtagc angemeldet werden. ^ ^^^l Zie Schncceitung. l Heu- und Strohpressen. 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September 1888, vormittags 9 Uhr loco Wirtschaft statt. — Diese Realität besteht aus dem sehr schönen Herrenhause, 12 Klafter lang, T/t Klafter breit, mit an Sommer-Parteien leicht zu vergebenden 12 grossen, theilweise durch Flügelthüren verbundenen Zimmern, einem Cabinet, zwei Küchen (eine mit Brunnen), einer grossen Speise, drei Vorsälen, drei Aborten und sieben gepflasterten Keller-Abtheilungen; ferner aus dem Wirtschaftsgebäude, 21 Klafter lang, (J'/x Klafter breit, mit zwei Zimmern, einer Speise, einer Wasch- und Rauchküche, dem Pserde-stall mit sieben Ständen, dem Kuhstall für 12 Rinder, dem Schweinestall mit zehn Abtheilungen und Zwinger, der 21'/2 Klafter langen, 37t Klafter breiten Wagenremise; weiters aus 1 Joch und (>8 Quadratklafter Gemüsegarten, dem sehr schönen Gasthausgarten mit einer gedeckten und einer offenen Kegelstätte sammt Salon und 26 Joch 558 Quadratklafter Aeckern, Wiesen und Wald, vollkommen arrondiert, ausser dem Walde, der in einer benachbarten Gemeinde liegt. Die Gründe sind sehr gut und im besten Zustande. Grünzeug und Milch sind in Klagenfurt sehr gut zu verwerten. 2 Minuten vorn Hause, auf einem Grunde, ist ein Teich, daneben fliessendes Wasser, dalier der Besitz sehr geeignet zur Anlage eines Bades, welches das nächste an der Stadt Klagen-furt wäre. Selber enthält auch ein schönes Torflager, wovon sich jedermann sogleich überzeugen kann. Dieser Besitz ist sowohl als schöne erträgliche Oekonomie als auch als Herrschaftssitz, endlich auch zu Fabrikszwecken geeignet, war ehedem Spiritus-Brennerei, Esse und Grundfeste sehr gut erhalten. Ausrusspreis 30 167 fl. Wird sowohl im ganzen als auch parcellenweise vergeben. 11400 fl. können gegen 5 Procent ZiiiBen darauf liegen bleiben. Auskünfte ertheilt Herr Notar Fresaoher in Klagenfart. (3947—3) (3973—1) St. 6239. Razglas. Od podpisanega c. kr. okrajnega sodišèa se gledè na razglas od 7ega ulija 1888, öl. 6239, s tem naznani, da se bode dne 2 2. septembra 1888 druga i/vrÄilna dražba posestva vložna ft».. 57 kalaslralne obèine Loke vršila. C. kr. okrajno aodiäce v Kamniku dne 27. avgusta 1888. (3962—1) Nr. 4787. Exec. Realitäten - Versteigerung. Vom t. l. Bezirksgerichte Aoclsberg wird bekannt gemacht: Es sei iiber Ansuchen der Firma Gebrüder Kosler in Liquidation in Lai^ bach (dnrch Dr. v. Schrey) die rxecntive Versteigerung der der Frau Maria Iuo-ceute von Adelsberg gehörigen, gerichtlich auf 4400 fl. geschätzten Realität Einl.-Nr. 423 der Catastralgemeinde Adelsberg bewilligt uud hiczu zwei Feilbietungs-Tagsatzungen, uud zwar die erste auf den 21. September uud die zweite auf den 23. October 1888. jedesmal vormittags um 10 Uhr, in der Orrichtslanzlci mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrcalität bei der ersten Fcilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten aber auch uuter demselben hiutangegebcn werden wird. Die Licitatiousbeoiilguisse, wornach insbesondere jeder Licitaut vor gemachtem Aubotc eiu lOvroc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu erlegen hat, sowie das Schähuugsprotokoll und der Orundbuchsextract köuuen in der dies-gerichtlicheu Registratur eingesehen werden. K. t. Vczirlsgcricht Mclsberg, am 13. Inm 1888. (4066—1) Nr. 7561. Zweite exec. Feilbietung. Am 28. September 1888 von 11 bis 12 Uhr vormittags wird zur zweiten exec. Feilbietuug der Josef Bu« tala'schen Realität in Kälbersberg Nr. 4, Einlage-Nr. 4 der Eatastralgemeinde Kälbersberg, geschritte» werden. K. l. Bezirksgericht Tschernembl, am 1. September 1888. (3961—1) Nr. 6644. Bekanntmachung. In der Executioussache des l. l. Stener-anltes Adelsberg, iwm. des hohen Nerars, wnrde die mit diesgerichtlichem Bescheide vom 23. Februar 1888, Z. 1181. be< willigte und behufs Berichtiguug des Schätznngsprotololles sistierte Feilbietung der Realität des Franz Cepck von Neu-dirnbach Einlage-Nr. 95 der Calastral-gemeinde Nltdirnbach unter Zugrundelegung des im Protokolle lie pl-nk«. I ten August 1888, Z. 6844. erhobenen Schätz« wertes von 681 st. wegen Einbringung der Fordernng per 15 si. 15 '/« kr. s. Ä. neuerlich auf den 21. September uud auf den 23 October 1886. vormittags 10 Uhr, Hiergerichts mit dem ursprünglichen Anhange angeordnet. Zugleich wird den unbekannt wo befindlichen Tabulargläubigern Gregor Lagoj vou Suhorje. Josef und Mariana Eepek und Iosefa Cvetnie von Neudirn« bach, Josef Valenlic von St. Peter und deu lmbllmmten Rechlsnachfolgern der Tabnlarglättbiger Friedrich Vilhar von Scuosetsch, Iohauua, Iohaun. Mica uud Iosefa Ceplk von Nelldirnbach hiemit erinnert, dass der diesbezügliche R»al< seilbietungöbeschcid dem für sie bestellten Curator »6 nclum Herrn Dr. Eduard Dcu zugestellt worden ist. K. k. Bezirksgericht MeMerg. am