L julDl Jana 80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6. Nf. 88 Donnerslag, den 18. April 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, für das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din VSO Mlnibllrer pritinm Pressepolemik um Skandinavien Deutsche und französische ZeitungSstimmen zu den gestrigen Reden Reynauds und Shamberiains / Das Hauptausemnevk der Weltöffentlichkeit konzentriert sich auf die Vorgänge im Roröen Berlin, 17. April. (Avala) Das e u t s c h e Nachrichtenbüro jheldet: Die deutsche Presse befaßt sich ln selbstverständlicher Weise größtenteils mit den Ereignissen im skandinavischen 0rden. Die Blätter betonen insbesonde-rc die neuen großen Erfolge der deutschen Wehrmacht und Flotte, wobei insbesondere auf die Versenkung eines bri-ischen Kreuzers vor der norwegischen Küste durch deutsche Luftstreitkräfte und au' die Besetzung der Eisenbahnlinie arvik-Kiruna bis zur schwedischen tjrenze hingewiesen wird. 0>e Presse befaßt sich in Kürze auch |nlt der gestrigen Rede Charabe r-' a i n s. Die »Berliner Börsenzei-u n g« polemisiert mit den Erklärungen Lhani-berlains und namentlich mit jener ' Sendung, in der er seiner Überzeugung darüber Ausdruck verlieh, daß er jetzt 28hnmal mehr vom Siege der Alliierten überzeugt sei als bei Kriegsausbruch. Das “latt verweist auf die neuesten Erfolge der deutschen Streitkräfte in Skandina-Vl'8n und meint, Chamberlain habe .gestern vor Mitgliedern des Bundes englischer Kirchen gesprochen, die geduldig seine Rede anhörten. Die Welt, die die Erklärungen Chamberlains liest, werde ■Jjnen jedoch keineswegs den gleichen Dlauben schenken. Die öffentliche Meinung der Welt sei erschüttert u. kritisch 8cgenüber den Erklärungen britischer Staatsmänner. Chamberlain habe mit großer Entrüstung von deutschen Angrif-en auf kleine Staaten gesprochen, als ob er niemals etwas gehört hätte von Taten e$ Zerstöreres »Cos&ack«, von der Versenkung des Dampfers »Hugo Stinnes« in dänischen Gewässern, von der provokatorischen Minenlegung entlang der nor-w_cgischen Küste oder vom britisch-fran-^sischen Plan der Okkupation Norwe-Kens, dem Deutschland durch seinen rachen Zugriff zuvorgekommen sei. Chamberlain habe sich_in seiner Entrüstung ^garster Ausdrücke gegen Deutschland Uucl dessen Führer bedient. Chamberlains Schmähungen seien ein Beweis für die deutsche Behauptung, daß die deutsche Reaktion in Skandinavien für England ein bchlag auf den Kopf gewesen sei. Wenn bugland überzeugt sei, daß es siegen ^erde, warum fordere es dann die Hilfe 'deiner Staaten und warum entsende es seine gesamte Flottenmacht nach Norden, l;!tt dort die kahlen Wände der norwegischen Küste zu besetzen, um auf diese Weise das erschütterte Prestige Londons 2u reparieren. Der »Berliner Lokalanzei-$ e ^«betont, daß die gestern vom französischen Ministerpräsidenten R e y n a u d hiitgeteilten Angaben über die Verluste der deutschen Flotte und über die Besetzung Narviks durch englisch-französische Truppen jeglicher Grundlage entbeh ren. Die »Deutsche Allgemeine - e i tu n g« .spricht ironisch von einem j eganten Jonglieren mit angeblichen Ver usten deutscher und britischer Schiffe und bemerkt hiezu, ob Reynaud nicht ge-‘Nerkt hätte, daß nur ein Churchill seine ■Toßen Siegesmeldungen demetieren könn te- Die »Berliner Börsenzei-lUng« befaßt sich mit dem gleichen The gf, und schreibt: Wenn auch nur die aifte jener Verluste, die Churchill ersehnet hatte, wahr wäre, müßte sich je-e.r vernünftige Mensch die Frage stellen le Deutschland unter solchen Umstän senden könne, und warum die alliierten Strategen in Norwegen in der Weise Erfolge zu erzielen versuchen, daß sie außerhalb der Reichweite deutscher Geschütze operieren. Paris, 17. April. (Avala). Ha vas berichtet: Die Senatserklärungen des französischen Ministerpräsidenten Reynaud und die Erklärungen Chamberlains vor dem Zentralamt der englischen Kirchen bilden die Hauptkommentare der heutigen Pariser Blätter. Die französische Presse bringt' die Ansicht zum Ausdruck, daß die skandinavische Kriegslage in eien Ausführungen Reynaud« genau dargestellt erscheine. In den Kommentaren heißt es, . es sei vollkommen verständlich, daß sich in der gegenwärtigen Situation das Hauptaugenmerk der Weltöffentlichkeit auf die Kriegsoperationen der Alliierten im Norden kon zentriere. Die politischen Redakteure erklären, daß die Bilanz der einwöchigen Operationen mehr als zufriedenstellend sei. Die gleiche Auffassung wird auch von den militärischen und maritimen Kritikern vertreten. Wie General Duval im »J o u r n a 1« erklärt, würden die Folgen der in Nordnorwegen durchgeführten Seeschlacht noch von großer Tragweite sein. Für Deutschland würde es eine große Gefahr bedeuten, wenn die alliierten Truppen das deutsche Expeditionsheer aus Norwegen werfen würden. Diese Okkupation würde es den Alliierten ermöglichen, ihrerseits an die deutschen Stützpunkte heranzukom men und' daurch näher an Sylt und Helgo land. Die deutsche Generalität werde genötigt sein, viel mehr Truppen nach Norwegen zu werfen, insofern es möglich sein werde, den Transport nach Norwegen durchzuführen. Henry de Kerillis schreibt in der »Epoqu e«, daß die Zeiten der deutschen Blitzkriege vorüber seien. Der Sieg der Alliierten bei Narvik bedeute im Hinblick auf die schwedischen Erze einen vollen Erfolg. Die »O r d r e« verweist auf die Schwierigkeiten, mit denen Deutschland in diesem Kriege hinsichtlich der Erzbeschaffung zu tun haben werde. Stockholm, 17. April. (Aval.) Reuter berichtet: Die Norwegische Telegraphenagentur veröffentlichte eine Meldung derzufolge gestrn abends eine große Anzahl deutscher Flugzeuge Esterdalen in der Richtung auf Trondhjem überflogen hätten. Zahlreiche deutsche Flugzeuge seien von Basen aus gestartet, die sich in Dänemark befinden. London, 17. April. (Avala.) Havas meldet:-1 Wie der politische Redakteur des »Daily Telegraph« mitteilt, wird Chamberlain in der heutigen Unterhaussitzung eine Erklärung über die Entwicklung des Krieges in Norwegen abgeben. Der Premierminister wird bei dieser Gelegenheit Tatsachen und Einzelheiten der Operationen der vorigen Woche darlegen Obzwar die Unterhausabgeordneten neu- 3lolieii erneuert leine Tums-ForvemWM EIN SENSATIONELLER ARTIKEL VIRGINIO GAYDAS IM GIORNALE D’ITALIA Rom, 17. April. Die gesamte italienische Presse ergeht sich in heftigen Angriffen auf die demokratischen Westmächte, denen mitgeteilt wird, daß Italien mit ihnen noch einige offene Fragen zu bereinigen habe. So veröffentlichte der bekannte italienische führende Publizist Virginio G a y d a im »G i o r n a 1 e d’ 11 a 1 i a« vom Dienstag unter dem Titel »Frankreich« einen Artikel zugunsten der italienischen Revindikationen, Gayda schreibt u. a., es sei unmöglich, die englischen, französischen und italienischen Interessen im Mittelmeer in Einklang zu bringen, da sic widerstrebig seien. »Die Zeit ist gekommen«, schreibt Gayda, »darüber zu verhandeln. Franzosen! Die Tunis-Frage ist zwischen Frankreich und Italien noch nicht geregelt. Tunis ist für Frankreich kein nationales Bedürfnis, sondern ein Symbol der französischen Hegemonie und des französischen Mili-tras'imus.« Gayda erhebt anschließend daran die Fordernug Italiens hinsichtlich der Tunis-Frage. In römischen journalistischen Kreisen wird erklärt, Gayda habe damit eine baldige Aktion Italiens angekündigt, das sich darauf vorbereite, die Schlagader des britischen Imperiums im Mittelmeer und im Nahen Osten anzugreifen. Vor der Parlamentsauflösung . in Ungarn den noch Truppen nach Norwegen ent- Budapest, 17. April. (Avala.) Havas berichtet: Die ungarische Regierung hat sich gestern im Hinblick auf die internationale Lage entschlossen, die im Frühjahr des heurigen Jahres beabsichtig ten Abgeordnetenwahlen nicht zur Durch führung zu bringen. Wie es heißt, könnte die Regierung unter Umständen die gegenwärtigen Abgeordneten in ihrer Funktion für weiterhin bestätigen. Gewisse Rechtsextremisten wollten die Wahlkampagne für ihre Agitationszwecke ausnüt zen, Ministerpräsident Graf Paul Tele-k i bewies jedoch, daß er fest entschlos- gierig sind', Einzelheiten über die im Gan ge befindlichen Operationen zu erfahren, würden sie dem Blatte zufolge keine Anfragen an Chamberlain richten, insoferne er es für inopportun halten sollte, gewisse Einzelheiten mitzuteilen. Die Unterhausabgeordneten seien sich vollkommen bewußt, daß es schwer sei, über Opeatio-nen zu sprechen, die isch im Gange befänden. Rom, 17. April (Avala.) Der diplomatische Redakteur der Agenzia Stefani schreibt: Es bestehen jetzt unzweifelhafte Dokumente, aus denen zu ersehen ist, daß England und! Frankreich schon früher den Angriff auf Norwegen geplant haben. Eine Bestätigung dieses Planes ist übrigens auch die Minenlegung in den norwegischen Territorialgewässern, durch die die Neutralität Norwegens verletzt wurde. In einem norwegischen Fjord lagen anderseits fünf britische Dampfer, auf-gefüllt mit Waffen und Munition. Die Schiffe waren schon vor dem Eintreffen der Deutschen in jenem Hafen. Zweifelsohne wird es noch andere Beweise geben, die die deutsche Regierung nach Ordnung des in der französischen Gesandtschaft in Oslo vergefundenen Materials veröffentlichen wird. Der beste Beweis dafür ist wohl, daß England und Frankreich offiziell eine Aktion unternahmen, deren Ziel die Ausbreitung des Krieges auf Schweden, Holland, Belgien und die Balkanländer ist. das Land im gegenwärtigen Augenblick durch Parteihader zerklüftet werde. Der Regierungschef wandte sich gleichzeitig gegen die Ausstreuung von Lügenmeldun gen, deren Zweck offensichtlich darin liege, Ungarns Politik zu kompromitieren. Ungarn betreibe indessen seit Jahren eine Politik, die den Interessen des Landes entspreche. Am Schlüsse seiner Ausführungen verwies Graf Teleki auf die soziale Situation des Landes und betonte die Notwendigkeit der kürzlich im Zusammen hang mit dem europäischen Kriege durch geführten ökonomischen Beschränkungen. sen ist, die ungarische Friedenspolitik in ihrer inneren und äußeren Kontinuität mit allen Mitteln zu verteidigen. Budapest, 17. April. (Avala.) Havas meldet: Im Laufe der gestrigen Sitzung der Regierungspartei teilte Ministerpräsident Graf T e 1 e k i den Mitgliedern der Partei mit, daß er ein Dekret des Reichsverwesers in Händen habe, welches ihm die Auflösung des Parlaments ermögliche. Der Ministerpräsident verwies im weiteren auf die Verantwortung hin, I die er als Ministerpräsident auf sich genommen habe. Er wünsche es nicht, daß TodeSftMZ am Dmufteg Maribor, 17. April. Um Mitternacht wurde heute Nacht von mehreren heimkehrenden Arbeitern am Drausteg ein älterer Mann bewusstlos aufgefunden. Da man am Kopf des Mannes eine klaffende Wunde entdeckte, wähnte man zunächst ein Verbrechen, doch konnte man sich alsbald davon überzeugen, dass der Schwerverletzte offenbar in der Dunkelheit ausgeglitten und über den steilen Abhang gestürzt war. Die sofort verständigte Rettungsabteilung überführte d. bewusstlosen Mann ins Krankenhaus, wo man in den Kleidern auf den Namen Kaspar Dobnikar lautende Dokumente vorfand. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe erlag Dobnikar den Verletzungen am frühen Morgen, ohne das Bewusstsein erlangt zu haben. Wenn die Angaben auf den Dokumenten stimmen, handelt es sich um den 51 jährigen Kaspar Dobnikar, der in der Koroška cesta 112 wohnhaft war. Beruf und sonstige Anhaltimgs-punkte für die Bestimmung der Identität des Toten fehlen in den Vorgefundenen Papieren. Die Kriegslage in den gestrigen Heeresberichten Berlin meldet: Narvk noch immer m deutschem Besitz / Truppen der fintierten auf 5er 3nfet Hindö vor Narvik gelandet / Deutscher Vorstoß an der Badmime Narvik — Kiruna Der Londoner Bericht: Englisch-französische Truppen an sechs Vunkten Norwegens, darunter in Narvik, ans Land gegangen und mit Der norwegischen Armee m Fühlung ge^en Berlin, 17. April. Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Das Oberkommando der deutschen Wehrmacht erließ am 16. d. M. folgende Mitteilung: Auf norwegischen Gebieten, die im Bereich der deutschen Wehrmacht liegen, ist keine einzige Abteilung des feindlichen Heeres ans Land gegangen. Englische Luftstreitkräfte versuchten gestern erfolglos, die deutschen Positionen bei Narvik anzugreifen. Die Meldungen, denen zufolge vor Narvik und Harstad feindliche Seestreitkräfte und einige Truppentransportschiffe gesichtet wurden, haben ihre Bestätigung gefunden. Im Gebiet von Trondhjem und Bergen verlief der Tag %. Kiruna oexJvefv-izfRtAc. ruhig. Bei neuerlichen englischen Luftangriffen auf Stavanger wurden zwei Flugzeuge des Lockhead-Typs abgeschossen. Bei Evjemönd nördlich von Christiansand haben 150 Offiziere und 2000 Mann der 3. norwegischen Division nach einem kur zen, aber raschen Angriff der deutschen Truppen die Waffen gestreckt. Die deutschen Streitkräfte haben auch im Gebiete um Oslo ihre Tätigkeit planmäßig fortgesetzt. In die letzten Gebiete Südostnorwegens ist wieder die Ruhe ein gekehrt. 36 norwegische Geschütze wurden erbeutet. Die deutsche Kriegsflotte hat in Trondh jem, Bergen und Stavanger den Hafenschutz ausgebaut und die Wachen verstärkt. Der Kampf gegen feindliche U-Boote wurde fortgesetzt, wodurch die Operationsmöglichkeiten der feindlichen Tauchboote verringert wurden Deutsche Luftstreitkräfte befanden .sich neuerdings auf Erkundungsflügen über der Nordsee und i>jer der norwegischen Küste bis Narvik. Ein britisches Flugzeug versuchte in die Deutsche Bucht einzufliegen upd warf an der Wesermündung erfolglos einige Bomben ab. Dieses Flugzeug wurde später nordöstlich von Helgo fand in einem Zusammenstoß von einem Flugzeug des Schumacher-Geschwaders abgeschossen, welches damit seinen 70. Luftsieg erzielte. Ein anderes britisches Flugzeug wurde über dem westlichen Zugang zum Skagerak von deutschen Jagdflugzeugen derart beschädigt, daß es kurz darauf in die See stürzte. Ein deutsches Flugzeug ist von seinem Fluge gegen den Feind nicht mehr zurückgekehrt. Berlin, 17. April. Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Wie aus neutralen Meldungen hervorgeht, sind feindliche Truppen bei Karstadt auf der Insel K i n d ö an Land gegangen. Hindö wird durch einen breiten Seckanal vom norwegischne Festland getrennt. Karstadt ist von Narvik etwa 60 Meilen entfernt. Stadt und Hafen Narvik sind nach letzten Meldungen noch immer in deutschen Händen. Gestern drang eine Abteilung der deutschen Wehrmacht entlang der Eisenbahnstrecke bis zur schwedischen Grenze vor. In den Vormittagsstunden stieß sie mit einer norwegischen Formation zusammen, die nach kurzem Kampfe besiegt wurde. Eine größere Anzahl von Norwegern wurde gefangen ge-1 nommen. London, 17. April. Reuter bcrich-; tet: Obwohl über die englischen Truppen Landungen in Norwegen offizielle Anga- j Gen noch immer fehlen, konnte dennoch in Befahrung gebracht werden, daß neben Engländern und Franzosen auch Kanadier an Land gesetzt wurden. Es ist bekannt, daß sich England eine große Anzahl von kanadischen Soldaten für das Expeditionskorps nach Finnland freiwillig gemeldet hatten. Gerade diese Soldaten wurden nunmehr nach Norden geschickt. Es handelt sich um Soldaten, die für die Kriegführung im Gebirge und im verschneiten Gelände besonders befähigt sind. Soweit bislang bekannt ist, wurden die englischen Truppen in Norwegen an 6 Punkten gelandet und sind bereits mit der norwegischen Armee in Fühlung getreten. Vor der Einnahme Narviks hat die englische Flotte aus dem Hrumbachfjord die deutschen Positionen beschossen. Erst daraufhin wurden in Narvik englische Truppen gelandet. Als erste Verbände gingen Infanterieabteilungen an Land, denen auch Matrosenabteilungen folgten. Stockholm, 17. April. Reuter meldet: Nach Mitteilungen, die den schwedsichen maßgeblichen Kreisen und der schwedischen Presse zugegangen sind, haben sich die Deutschen aus Narvik auf der Bahnstrecke zurück gezogen, die gegen Kiruna führt. Norwegische Truppen versuchen jetzt, die Deutschen zu umzingeln. Paris, 17. April. Havas berichtet: In maßgeblichen französischen Kreisen konnte man auch im Verlaufe des gestrigen Tages keine Daten über die Anzahl des Expeditionskorps der Alliierten in Norwegen in Erfahrung bringen, ebensowenig auch die geographische Bezeichnung der Punkte, wo die Landung erfolgt ist. Die französischen Militärkreise betonen, daß die Landungsangaben vorläufig ein strenges militärisches Geheimnis sei- en, da man mit der Veröffentlichung nur dem deutschen Kommando in Norwegen Dienste leisten würde. Trotz der starke11 deutschen Spionage in Norwegen sei die deutsche Heeresleitung über die wahre Lage an der norwegischne Küste nicht informiert. Nach Berichten, die den französsicheu militärischen Stellen zugegangen sind, hat die deutsche Heeresleitung in dern Moment, als sie die Bestätigung über die Truppenlandungen der Alliierten erhielt, mit der Dirigeirung ihrer verfügbaren Truppen aus dem Osloer Bezirk gegen Osten begonnen. Nach Informationen au$ zuverlässiger Quelle kontrollieren deutsche Truppen schon einen Teil der norwegisch-schwedischen Grenze von Askim bis zum Meere, ferner auch die Bahnstrecke Oslo-Carlstad. Bei Skames leisten die Norweger noch guten Widerstand. Revnauds Rechenschaftsbericht vor dem Senat Der französische Ministerpräsident über die bisherigen Aktionen der Alliierten / Neynaud gab über die Kanöoperationen keine Aufklärungen Pari s, 17. April. Havas berichtet: Ministerpräsident Reynaud hielt gestern nachmittags vor dem Senat eine Rede über den Stand der Dinge im europäischen Norden. Eingangs erwähnte der Regierungschef, er wünsche keine Neuigkeiten zu bringen oder Andeutungen zu machen, die dem Verlauf der Operationen schaden könnten, auch wüngche er keine totale Bilanz der jetzigen Lage zu ziehen. Reynaud erwähnte sodann das Kom-muniquee der Admiralität, aus welchem hervorgehe, daß Deutschland in seiner Aktion in Norwegen 30 Prozent der Flotte verlor, die teils versenkt, teils beschädigt sei. Versenkt wurden nach diesen Angaben 20 Prozent der deutschen Kreuzer, 25 Prozent der Zerstörer, von denen weitere 15 Prozent beschädigt seien. Die deutsche Flotte verlor auch mehrere U-Boote. Neben diesen großen Verlusten verlor Deutschland eine Reihe von Einheiten seiner Handelsflotte. 18.000 Tonnen der deutschen Handelsflotte wurden teils versenkt, teils beschlagnahmt oder durch die eigene Bemannung versenkt. Während des ganzen Verlaufes der Norwegen-Aktion waren die Verluste der Alliierten — sagte Reynaud — gleich Null. Die Alliierten hätten es ferner erreicht, daß dem schwedsichen Erz der Weg nach Deutschland' vollkommen verrammelt wurde. Der Angriff der Flotte der Alliierten auf Narvik sei vollkommen gelungen. Hiebei seien 7 deutsche Zerstörer versenkt worden. »Ich muß jedoch erklären«, sagte Reynaud, »daß das erste große Tref ten zwischen Deutschland und den Alliierten eine Seeschlacht gewesen ist, eie die Alliierten für sich gewonnen haben. Der Hauptwert Narvisk liegt darin, daß sich dort der Ausgangspunkt der Straße befindet, auf der das schwedische Eisenerz ausgeführt wird. Diese Straße haben wir nun ein für allemal durchgeschnitten. Ein weiterer Erfolg der Allierten Flotten ist die Tatsache, daß wir im Baltischen Meer, das in den ersten sechs Monaten des Krieges einen Hilfsweg für die Ausfuhr des schwedischen Eisenerzes dai-stcllte, Minen ge'egt haben. Es dürfte 1h. neu bekannt ce:n, daß sich die Betätigung der deutschen Hüttenindustrie nach den Zufuhren des schwedischen Eisenerzes zu richten pflegt. Das dritte erzielte Resultat ist die Tatsache, daß Deutschland in Hinkunft auf einer neuen Front kämpfen muß. Wie ihnen bereits bekant ist, sind Streitkräfte der Alliierten bereits in Skandinavien gelandet worden. Neue Truppen beim en sich auf dem Wege dorthin. Ohne dem Schicksal der Walten präjudizieren zu wollen, muß ich betonen, daß der Feind auf dieser Front seine Flugzeuge abnützt und Treibstoffe verbraucht und genötigt ist, seine Artillerie und seine Truppen zu zerstreuen. Wir stehen dem Feind dort mit den norwegischen Truppen gegenüber, die auch ihrerseits dem Feind schon schwere Verluste bei gebracht haben. Unser vierter Erfolg liegt in der schweren moralischen Niederlage, die sich Deutschland durch den Einbruch in Ska.i dinavien aufgebürdet hat. Hitler glaubte, daß kein Nachbar es wagen würde, sich seinen Bombern und Tanks entgegenzustellen. Er glaubte wohl, in Norwegen nachgiebige Leute vom Schlage Hachas vorzufinden. RibL entrop hat außerdem mit der Marionettenregierung Vidkun Quislings einen Fehler gemacht. Diese Regierung fuhr Reynaud fort — ist unter der Brüskierung des norwegischen Volkes in sich zusammengebrochen. Angesichts solcher Angriffe, wie es der deutsche auf die skandinavischen Staaten ist, erweist sich die gesunde Auffassung der ganzen zivilisierten Welt, die solche Akte einmütig ablehnt. Mit dieser öffentlichen Meinung stimmen auch alle Schweden amerikanischer Staatszugehörigkeit überein. Wenn es eine laute Stimme gegeben hat, dann war es sicher die gestrige aus dem Weißen Hause, indem sie die Gewaltmethoden verurteilte. Es gibt wohl niemanden, der noch darüber zweifeln würde, wem diese Worte gegolten haben. Präsident Roosevelt hat klar ausgesprochen, wohin eines Tages die Methoden führen können, die den Haß säen. Auch bei dieser Gelegenheit wird es einen Tag des Urteils geben. In den acht Tagen der Schlacht in Norwegen ist neben der deutschen Flotte auch noch ein Opfer gefallen, und zwar die deutsche Propaganda, die versucht hatte Zwietracht zwischen die Alliierten zu säen. Von nun an wird wohl niemand den großen Anteil verneinen können, den sich in diesem Kampfe die verbündete englische Nation aufgebürdet hat.« Reynaud schloß seine Ausführungen mit den Worten: »Wir werden den Freiheitskampf mit immer größerer Unerbittlichkeit fortsetzen. Es ist sicher, daß uns noch schwere Prüfungen bevorstehen. Es werden schwere Tage kommen, aber ge' rade in solchen schweren Tagen wird def Feind erkennen müssen, daß die französische Nation unbesiegbar ist, wenn sie uni die Freiheit kämpft«. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde mehrmals mit lautem Beifall unterbrochen. Daraufhin wurde die Senatssitzung für geheim erklärt. Dem Senat wurde def Bericht der Landesverteidigungskommis' sion zur Behandlung unterbreitet. Ehamberlains Unterhaus-Rede Ist ausgeblieben DER ENGLISCHE PREMIERMINISTER SPRACH IN EINEM ANDEREN RAHMEN UND IST NACH WIE VOR SIEGESZUVERSICHTLICH Beginn des Krieges. Ich wiederhole nun diese meine Behauptung. Die Deutschen haben in der ganzen Welt alle Sympathien verloren. So lange wir die Deutschen nicht zur Vernunft bringen, wird L o n d' o nl7. April. (Avala.) Reuter meldet: Premierminister Sir Neville Chamberlain beteiligte sich gestern an einer Sitzung des Zentralrates der freien Kirchen Großbritanniens und hielt bei dieser Gelegenheit eine kurze Rede. Die angekündigte Rede des Premierministers im Unterhaus ist ausgeblieben. In der Rede vor den Kirchenvertretern sagte Chamberlain u. a.: »Seitdem dieser letzte Gewaltakt der Deutschen geschehen ist, die, wie fcs scheint, alle Türen des Mitleids der Menschheit gegenüber zugeschlagen haben, sind meine Gedanken immer um die Frage konzentriert, wie man diesen Schlag zu beantworten hätte. Ich habe vor kurzem erklärt, daß ich vom Endsieg heute zehnmal mehr überzeugt bin als zu es in der Welt keinen Frieden geben. Deutschland« — schloß Chamberlain —' »hat schon früher große Fehler begangen» dieser aber ist einer der größten.« Bei veralteten Verstopfungen mit Hämorrhoiden und Leberanscbwellung ist das natürliche »Franz-Josef«-Bitterwas- ser, schon in kleinen Mengen genommen, eine wahre Wohltat. Die mild auflösende und sicher ableitende Wirkung des Franz-Josef-Wassers versagt auch bei längerem Gebrauch fast niemals. — Reg S. br. 30.474'35. Ein Dierstaatena der Donauschi ®in rumänischer Vorschlag, dem Jugoslawien, Bulgarien und Ilnqarn größtes Verständnis emgegenbringen / Italien mißt diesem Abkommen große Tragweite Zu / Deutschland dementiert Alarmmeldungen R°m, 17. April. Wie die italienischen aster aus Bukarest berichten, sina' zwi-chen Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien ,nd Ungarn Verhandlungen im Zuge, die 'e Sicherung der Donauschiffahrt zum wecke haben. Rumänien hat einen dies-sziiglichen Vorschlag vor zehn Tagen P en Donau-Anrainerstaaten unterbreitet. ,? scheint, daß Jugoslawien und Bulga-len grundsätzlich bereits zugestimmt ha-en> aber auch die ungarische Regierung 3t sich im Prinzip bereit erklärt, dem okommen beizutreten. Allgemein wird erwartet, daß dieses Vierstaatenabkom-men nicht nur die Freiheit der Donau. ^kiffahrt sichern wird, sondern daß es arüber hinaus auch schon jetzt als ein Politischer Akt von größter Tragweite pe’chnet werden kann. Wie die italieni- be ersten praktischen Schritt zur Annäherung der genannten vier Donaustaaten bilden, die unter dem Schutze ihrer gemeinsamen Interessen auch die so viel ersehnte Annäherung finden würden. Bukarest, 17. April. Der Sprecher des rumänischen Propagandaministeriums teilte am Montag abends mit, daß rumänische offiziöse Kreise folgendes erklären: Rumänien verfolgt auf der Donau in Über einstimmung mit den übrigen Uferstaaten eine Politik des Friedens und der Ordnung, die die völlige Sicherheit der Schiffahrt auf diesem Strom zu gewährleisten hat. Rumänien ist überzeugt, daß, wenn jeder Uferstaat innerhalb seiner Ho heitsgewässer, soweit seine Polizeirechte reichen, die zur Ordnung nötigen Vor. Schen Blätter behaupten, wird dies einen sichts- und Ueberprüfungsmaßnahmen trifft, die Schiffahrt nicht gestört werden wird. Seinerseits hat Rumänien solche Maßnahmen bereits getroffen. Rom, 17. April. Die italienischen Blätter melden in ihren Berichten aus Berlin, daß in dortigen maßgeblichen Kreisen alle Alarmmeldungen in bezug auf die Lage auf der Donau dementiert werden. Hiebei -werde betont, daß Deutschland seine Haltung und die Absichten gegenüber den Staaten des europäsichen Südostens in keinerlei Weise geändert habe, da Deutschland kein Interesse an der Erweiterung des Krieges habe. Dem europäischen Südosten drohe daher keine Gefahr, insolangc die Alliierten nicht irgend welche Versuche unternehmen, die den Frieden in dieser Zone Europas in Frage zu stellen vermöchten. Mussolini spricht am Gamö italienischen Kolonialbesitz zu bedrohen beabsichtigen. Frankreich sei schon immer feindlich gegen Italien eingestellt gewesen. Italien werde die Aera der Sanktionen nicht vergessen. Italien werde sich gegen eine etwaige Westmächte-Hege-monie im Mitetmeer mit allen Mitteln zu verteidigen wissen. National - Fortsetzung der scharfen italienischen Pressekampagne gegen die Weltmächte unterstützt die italienischen Aspirationen R ° m, ! 7. April. Die italienische Presse Beograd, 17. April. Die »Prav-u Jt ihre scharfen Angriffe auf England da« veröffentlicht die englischen Zei-riün Frankreich fort, wobei betont wird, tungsmeldungen über Ansammlung italie- / Deutschland daß Mussolini am Samstag eine wich - '?e Rede halten werde. In dieser Rede Wird der Duce den Standpunkt der Italic .•sehen Regierung über die Erweiterung es Krieges nach Norden festlegen. Die-ej" Rede Mussolinis wird in der italienischen Presse noch größere Bedeutung e'gemessen angesichts der Rede Giovan-•1 A n s a 1 j 0 s, der bekanntlich erklärte, ßä'ien wünsche nicht durch fremdes Schic _en oder aber durch ein ausländisches ,,r°mpetensignal geweckt zu werden. j.a‘ien — So erklärte Ansaldo bekannt-•ch — werde das Signal rechtzeitig ge-,en. und zwar für diejenigen, für die es Destimmt ist. . ^erlin, 17. April. Im Zusammenhan-^ mit den neuesten Ereignissen im Mit-e Meer und in Griechenland untersützt le deutsche Presse den Standpunkt lta- .'®ns und Spaniens. Die deutsche Presse k der Ansicht, daß Italien und Spanien estrebt seien, ihre Interessen gegen die englisch-französische Welthegemonie zu vereinigen. Der Plan der Vier in Mün-^ ,en sei gescheitert. Im Zusammenhang ,'d der Münchner Politik wird betont, aß Deutschland sein Verhalten nach folgenden Grundsätzen einrichte: U Deutschland duldet keine Einmi-schung der Westmächte im Osten. 2- Deutschland versteht vollkommen die 1 nlienischen Aspirationen im Mittelmeer ^nd am Balkan. So wie Italien die deutschen Wünsche unterstützt, wird auch eutschland die Wünsche Italiens unter-nutzen. 2. Die Tschechoslowakei und Polen '1Md liquidiert, weil sie sich in den Dienst er Westmächte gestellt haben. 4. Alh —: ... w Albanien war eben zu beschreiten und Uch okkupiert. gewillt, diesen wurde deshalb nischer Truppen im Mittelmeer, insbe sondere im Dodekanesos. In London wird dem Blatte zufolge erklärt, daß die West mächte sich genötigt sahen, ihrerseits Gegenmaßnahmen zu treffen. Dadurch sei die Spannung zwischen Italien und den westlichen Demokratien heute größer geworden denn je seit Ausbruch des Krieges. Man hoffe jedoch, die Gefahr eines Konfliktes zu bannen, obwohl auf den Ernst der Lage im Mittelmeer hingewiesen werden müsse. Die »Pravda« veröffentlicht ferner einen Bericht aus Ankara mit einer Erklärung des türkischen Marschalls Tschak m a k. Der Marschall erklärte nämlich, daß sich die Elemente der Möglichkeit eines Zusammenstosses im Mittelmeer immer mehr verdichtet hätten. Die Sammlung italienischer Truppen im Dodekanesos sei ein neues Element der türkischen Strategie, Die Türkei werden nicht lange bei Seite stehen können, wenn sich die Dinge in der bereits begonnenen Richtung fortbewegen sollten. Mailand, 17. April. »II Popolo d’Italia« schreibt, Italien könne an der Versenkung deutscher Schiffe im Nor den keine Freude haben, .da die Nordsee und das Mittelmeer nicht getrennt seien, vielmehr eng verbunden durch die Interessengemeinschaft Italiens und Deutschlands. »II G1 o r n a 1 e d’ 11 a 1 i a« beschuldigt die Westmächte, daß sie den Mtvicer Geen -park Zagreb, 16. April. Bei der Abteilung für Gewerbe, Industrie und Handel der Banatsregierung fand gestern eine Konferenz statt, auf der über, verschiedene Fra. gen im Zusammenhag mit der Ausgestaltung und Förderung der P 1 i t v i c e r Seen, namentlich im Zusammenhang mit dem Regulierungsplan beraten wurde. Auf der Konferenz wurden die Grundlagen für die Ausgestaltung der Plitvicer Seen festgelegt. Auf Grund der gegebenen Direktiven wird sofort an die Ausarbeitung einer Verordnung geschritten wer den, mit der die Plitvicer Seen als NaFo-nälpark erklärt werden. Auch die Ausarbeitung eines Regulierungsplanes soll ehe stens in Angriff genommen werden. Vor der Ausschreibung eines Wettbewerbes für die Ausarbeitung des Regulierung-,pia nes werden auch noch ausländische Fach leute ersucht werden, ihr Gutachten ab zu geben Für. die Adaptierung des im Vorjahre niedergebrannten Banatshotels in Plitvice sind zum größten Teil alle erforderlichen Mittel sichergestellt. Der Bau eines neuen Hotels wäre mit überaus großen Kosten verbunden, und'derzeit auch deshalb nicht günstig, da der Regulierungsplan für die Plitvicer Seen noch nicht feststeht. In absehbarer Zeit wird ein Beratungsausschuß von Fachleuten für alle Fragen, die mit dem Schutz-und der Ausbeutung der Plitvicer Seen inr Zusammenhang stehen, gebildet werden. JAPANISCHE DROHUNGEN AN DIE ADRESSE DER VEREINIGTEN STAATEN — USA WOLLEN SICH NICHT EINSCHÜCHTERN LASSEN. _ NEUE AMERIKANISCH-JAPANISCHE SPANNUNG. Tokio, 17. April. In einer gestern ab gehaltenen Pressekonferenz gab Außenminister A r i t a eine Erklärung ab, die die Haltung Japans für den Fall darlegt, daß Holland in den europäischen Krieg verwickelt werden sollte, da Holländischindien, das für Japans Wirtschaft von ungeheurer Wichtigkeit ist, dann die Folgen des Krieges tragen müßte. Die japanische Regierung verfolge die Dinge mit größter Wachsamkeit, da die Ausweitung des Krieges in Europa eine Aender-und des status quo im Fernen Osten zur Folge haben könnte. Dies gelte insbesondere für Java und Borneo. Vor der Presseerklärung Aritas fand unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Admiral Y o n a i eine Beratung der Oberbefehlshaber des Heeres, der Marine und der Luftflotte statt. Diese Konferenz befaßte sich mit der Möglichkeit der Besetzung Holländisch-Indiens durch die Alliierten. Die Konferenz beschloß, die Regierungen der Westmächte darauf aufmerksam zu machen, daß ein solcher (Fortsetzung Seite 4.) Der zweite grfisste Krieg des 20. Jahrhunderts Die deutsche Vresse im Leichen der jüngsten Kriegsoperationen Berlin, 17. April. Das Hauptinteresse der deutschen Zeitungen nehmen nach der Besetzung Dänemarks und Norwegens in der deutschen Press die verschiedenen Treffen zwischen deutschen und englischen Streitkräften ein, * und im Zusammenhang. damti. stellten die Blätter in Außenminister Spaak über die Haltung Belgiens GRUNDSÄTZLICHE FESTLEGUNG DER BELGISCHEN NEUTRALITÄTSPOLITIK ^rüssel, 17. April. Der belgische • enminister hielt gestern in Brüssel ^ne grundsätzliche Rede über die Hal-r n|. Belgiens zu den Ereignissen des eu-§ Püschen Krieges. Außenminister Paak sagte in seiner Rede u. a.: Unri b Monate dauert schon der Krieg Uer Europa erwartet mit den Waffen in ej Hand die weitere Entwicklung der Er gnisse. Inzwischen sind zwei neutrale Men, die ihre zwei Neutralität strikte ein- hielten, zum Opfer gefallen. Belgien mani festiert seine Sympathien besonders für Norwegen, dessen Vorgehen für Belgien vorbildlich ist. Belgien war nach der Auf kündigung des Locarno-Vertrages gezwungen, seine Außenpolitik auf unabhängige Grundlagen zu bringen. Wir wer den unsere Verpflichtungen England, Frankreich und Deutschland gegenüber einhalten, da sie unsere Unantastbarkeit garantieren«. Leitaufsätzen auch Betrachtungen über die neue strategische Lage, wie sie sich im Norden jetzt ergeben hat, an. Die »Berliner Börsenzeitung« unter streicht, daß auch die deutschen Kriegshandlungen dieser ereignisvollen Tage mit der Schnelligkeit des Blitzes und mit einer Kühnheit erfolgt seien, die auf die beobachtende Welt wahrhaft atemberaubend wirke. Mit einem Hinweis auf den Eindruck, den die deutsche militärische Aktion in den Hauktstädten der Westmächte gefunden hat, verknüpft die »Börsenzeitung« die Feststellung, daß die Alliierten wohl noch manche Ueberraschung erleben würden, die sie in Bestürzung und' Verwirrung versetzen werde. In der »Deutschen Allgemeinen Zeitung« heißt es, daß der gegenwärtige Kampf nun endgültig zum zweiten großen Krieg des 20. Jahrhunderts geworden sei. Im Angriff, aber auch im zähen Ausharren werde die deutsche Wehrmacht, unterstützt vom Volke, den Sieg erringen. Der »L o k a 1 a n z e i g e r« betont, daß über riesige Entfernungen hinweg die kämpferische Begegnung der beiden Groß mächte entstanden sei. Dieser Krieg nehme riesige Dimensionen an, Deutschland sei entschlossen, ihn auf Hauen und Stechen zu führen. Bemerkenswerte Feststellungen zu den Auswirkungen der deutschen militärischen Aktion in Skandinavien trifft die Hermann Göring nahestehende »Essener Nationalzeitu ng« in einem Leitauf satz unter der Ueberschrift: »Der Schlag gegen die Scheinneutralität«. Wenn auch' die Auswirkungen in ihrem vollen Umfang noch nicht zu übersehen seien, so seien doch zwei Dinge sicher: 1. Der Ver such der englisch-französischen Kriegsausweiter, außerhalb des Bereiches des ihnen so unangenehmen Westwalles einen neuen Kriegsschauplatz zu finden, von dem aus unter weitester Schonung vor allem britischen Lebens und Eigentums ein Angriff gegen Deutschland vorgetragen werden könne, sei völlig geschei tert. 2. Mehr noch als vorher werden sich jetzt die . übrigen Neutralen, vor allem wohl auch die in Europa, überlegen, ob sie gut daran tun, den von den Engländern geforderten Abwandlungen von ihrer Neutralität nachzugeben.« Schritt die Aktion der japanischen Wehrmacht herausfordern würde. Der »Tokio A s a h i S h i n b u n« steht in der Kampagne der Zeitungen an der Spitze, indem er berichtet, daß die Regierung beschlossen habe, den Regierungen in Washington, London, Paris, Berlin und Haag Nooten zu überreichen, in denen Japans Standpunkt bezüglich Holländisch-Indiens klar Umrissen werden würde. Die schärfsten Drohungen werden an die Adresse der Vereinigten Staaten gerichtet, denen Japan die Absicht impu-tiert, einen etwaigen holländischen Vorschlag auf Errichtung eines amerikanischen Protektorats annehmen zu wollen. Washington, 17. April. Die amerikanischen diplomatischen Kreise verfolgen die Tonarten der japanischen Presse im Zusammenhänge mit Holländisch-In-dien mit größter Aufmerksamkeit. Es sei offenkundig, daß den Ton der Schreibweise die japanische Regierung diktiere. Die Vereinigten Staaten würden es niemals zulassen, das Japan ein Protektorat über Holländisch-Indien proklamiert. Japan würde nämlich dadurch in den Besitz von Petroleum und Kautschuk gelangen. Außerdem würde die Besetzung Hol ländisch-Indiens durch Japan die Bedrohung der strategischen Positionen der Vereinigten Staaten im Pazifik bilden. Die Vereinigten Staaten würden daher den japanischen Absichten einen Riegel vorzu schieben wissen. Maribor. MMWoch. dm 17. April Eindrucksvolle Trauerfeier für Dr. Vladimir Travner Rooseveits Botschaft an die Panamerikanische Union Washington, 16. April. (Avala.) Reuter meldet: Der Verlesung der Botschaft des Präsidenten Roosevelt an die Panamerikanische Union wohnten die diplomatischen Vertreter Chinas, Frankreichs und Englands bei. Viel bemerkt wurde der Umstand, daß die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Italiens, Ja pans und der Sowjetunion sich von dieser. Sitzung der Panamerikanischen Union fernhielten. Thronfolger Umberto in Mailand Mailand, 16. April. (Avala.) Stefani berichtet: Anläßlich seines gestrigen Besuches in Mailand besichtigte der Prinz von Piemont das berühmte Gebäude Cavo, in welchem Mussolini die Grund lagen der faschistischen Bewegung schuf. Bei dieser Gelegenheit kam es zu stürmischen Ergebenheitskundgebungen für das italienische Königshaus. Der Thronfolger besuchte sodann die Redaktion des von Mussolini gegründeten Blattes »Popolo d’Italia« und legte in dem Redaktionszim mer Arnaldo Mussolinis, des verstorbenen Bruders des Duce, auf dessen Arbeitstisch einen Blumenstrauß. b’. Meltiand Textilberichte. Wissenschaftlich-technische Fachzeitschrift für die Baumwoll-, Flachs-, Ramie-, Hanf-, Jute-, Woll-, Seiden-, Kunstseiden- und Zellwolle-Industrie. Verlagspostanstalt Stuttgart. XXI. Band, Lieferung 4. Heidel berg. April 1940. Der Abonnententspreis 52 RM fü-r das Ausland. Das Leichenbegängnis des allzu früh dahingeschiedenen Kreisgerichtrichters u. Geschichtsforschers Dr. Vladimir Trav-n e r gestaltete sich gestern nachmittags zu einer imposanten Trauerkundgebung, Von fern und nah waren Trauergäste her beigeeilt, um den in allen Kreisen hoch-geschätzten Verstorbenen das letzte Geleite zu geben. In stattlicher Anzahl hatten sich die Kollegen des Verstorbenen mit Kreiisgerichtspräsident Dr. Hudnik und Ersten Staatsanwalt Dr. Z o r j a n an der Spitze sowie zahlreiche Rechtsanwälte eingefunden. Unter den Trauergästen bemerkte man u. a. auch die Herren Bürgermeister Dr. Juvan, Prälaten Dr. Cukala, den Vorsitzenden des Museumsvereines Inspektor Dr. Poljanec, den Obmann des Ges chichtsforscherverei- nes Archivar Prof. Baš und andere Mustre Vertreter des öffentlichen und des Kulturlebens unserer Stadt. Den Leichenkondukt leitete Geistlicher Rat Msgr. Z a-vadlal, der in ergreifenden Worten vom Verstorbenen Abschied nahm. Tiefempfundene Ansprachen hielten ferner Kreisgerichtspräsident Dr. Hudnik und namens der wissenschaftlichen Vereinigungen Archivar Prof. Baš, die beide Dr. Travners Schaffen und Walten priesen und seine beharrliche wissenschaftliche Tätigkeit, seinen unwiderstehlichen Wissensdrang und seine vielseitige Bildung ins rechte Licht rückten. Maribors Wissenschaftler werden Dr. Vladimir Travner gewiß ein dauerndes Angedenken bewahren! , Volksbrauchtum im Konzerttaal HEUTE, MITTWOCH, GROSSES VOKALKONZERT DER »GLASBENA MATICA« ZEREMONIEN-, HQCHZEITS- UND TANZLIEDER AM PROGRAMM Im großen Saal des Sokolheinres findet heute, Mittwoch, um 20 Uhr das allseits mit lebhaftesten Interesse erwartete große Volkallkonzert der »G 1 a s b c n a Matica« statt, die in ihre heutige Programmfolge ausschließlich Lieder aufgenommen hat, die uns die verschiedenen Bräuche am flachen Lande übermitteln. Die Lieder stammen aus allen Teilen Sloweniens und werden, mit den charakteristischesten Hochzeits- und Tanzliedern bereichert, einen überaus interessanten Einblick in den Liederschatz -des slowenischen Volkes gewähren. Der Melodienreichtum dieser Ritus- und Zeremonien- lieder wurde auch von anderen Völkern übernommen, namentlich wurden so manche ähnliche Melodien in Bulgarien angetroffen. Es wird heute abends das erste Mal sein, daß diese eindrucksvollen, von Innigkeit und Frömmigkeit getragenen Lieder im Konzertsaal zu Gehör gebracht werden, was dein beharrlichen Streben unserer »Glasbena Matica« hoch angerechnet werden muß. Es ist zu erwarten, daß die .Öffentlichkeit die Bemühungen des vielgerühmten Sängerchores mit einem vollzähligen Besuch zu würdigen verstehen wird. Das Urteil hti gestrigen Mordyrozeß In 'den eiisiten Nacbmittagsstanden wurde gestern das Urteil im Prozeß gegen den 28-jährigen Adam Tomič verkündet, der Ende Jänner d. J. -die kaum 17-'jährige Geliebte Maria Frank in einer hiesigen Fabrik erschossen hatte. Tomič wurde zu fünfzehn Jahren schweren Kerker und zu dauerndem Ehrverlust verurteilt, sowie zur Zahlung einer Entschädigung von 1200 Dinar an das Kreisamt für Arbeiterversicherung. Der Pflegevater des Mädchens wurde mit seiner Forderung — einer Geldentschädigung von Die Londoner Konferenz der englischen Balkan- gefandien . 25.000 Dinar und Vergütung der Begräbniskosten — auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Tomič nahm die Strafe an. Hubert Sucfmann 50 Jahre alt Dieser Tage feierte der hiesige angesehene Industrielle Herr Hubert Luck-tnaan in aller Stille seinen 50. Geburtstag, ein Jubiläum, dessen auch in seinen zahlreichen Freundes- und Bekanntenkreisen vielfach gedacht wurde. Hubert Luckmann ist in Sportkrefsen unserer Stadt wohl eine dfer markantesten Erscheinungen. Dies gilt ganz besonders für den Jagdsport, dem der Jubilar leidenschaftlich und vorbildlich huldigt. Die große Passion des Jubilars ist aber auch der Trabersport. Herr Luckmann ist nicht nur ein großer Freund schöner Pferde, er hat sich schon immer auch für die Förderung des edlen Trabersparts verwendet. In Würdigung seiner Bestrebungen zur Förderung des Trabersports wurde der Jubilar kürzlich auch zum Obmann des Mariborer Trabrennvereines gewählt. Als Mensch erfreut sich der Jubilar infolge seines vornehm-gewinnenden und! feinen Wesen in allen Kreisen, mit denen er in Berührung kommt, der besten Sympathien. Ad mul tos annos! Unser Bild zeigt eine Uebersicht von der Tagung der Balkan-Gesandten. Von tnlks: Ronald J. Campbell (Jugoslawien), Sir Renigald Hoare (Rumänien), Sir H. Knatchbuli-Hugessen (Türkei), Sir Pcrcy Loraino (Italien), Lord Halifax, Sir William Seeds (Rußland), Sir Charles Paret (Griechenland), Owen St. G. Cr'Maile•/ (Ungarn) und George Rendel (Bulgarien). m. Schwere Strafen für Ftschdiebe. Das Mariborer Gericht verurteilte kürzlich zwei bekannte Fischdiebe zu schweren Strafen. So erhielt Josef 2 a v c e r aus Sleme 30 Tage Arrest und Amton Dvoršak aus Sv. Peter 2 Monate und 10 Tage Arrest, letzterer im Zusammenhänge mit einer Rauferei. Beide Strafen wurden unbedingt ausgesprochen. m. Besitzwechsel. Heute vormittags fand beim Bezirksgericht in Maribor die gerichtliche Versteigerung der Liegenschaften des Cafes »A s t o r i a« am Grajski trg statt., d. h. des zweistöckigen Eckhauses und des anschließenden Sitzgartens. Die Liegenschaften erwarb der Inhaber der bekannten Mariborer Möbel- firma »Wcka« Herr Karl W e s i a k um 2Vs Millionen Dinar. Wie man hört, erscheint durch den Besitzwechsel der Liegenschaften der Kaffeehausbetrieb-nicht tangiert. m. Unsere Jäger, Petrijünger und Jagd-hundefreunde bereiten für die nächste Zeit einen großen gemeinsamen Gesellschaftsabend vor, für den schon jetzt cP überaus buntes Programm vorbereitet wird. m. Premiere im Theater. Im Mariborer Theater findet am morgigen Donnerstag die Premiere des amerikanischen Dramas »Anna Christie« statt. Die Regie führt Vladimir Skrbinšek. Die Ueber-tragung ins Slowenische stammt von Oton Župančič. * Uhren und Goldwaren billig auch gegen Teilzahlungen ohne Preisaufschlag bei M. Ilgerjev sin, Uhrmacher und Juwelier, Gosposka 15. 2951 m. Wetterbericht vom 17. April, 9 Ulu': Temperatur 16 Grad, Luftfeuchtigkeit 61 Prozent, Luftdruck 735 mm, Windrichtung S-N. Gestrige Maximaltemperatur 16.4, heute Minimaltemperatur 8.5 Grad. Aus Cetie c. Bestattung. Im hiesigen Umgebungsfriedhof wurde der 27 Jahre alte Maschi-nentechniker und Leutnant der Artillerie d. R. Franz Artnak, der in einem Zagreb er Sanatorium einem schweren Leiden erlegen war, zur letzten Ruhe gebettet. Eh'e starke Abordnung des Verbandes der Reserveoffiziere in Celje nahm an der Trau-erfeier teil. ~c. Von der Arbeiterbörse. Am 10. d. M> wurden von der hiesigen Arbeiterbörse 920 Arbeitslose geführt, 773 Männer und 147 Frauen. Die Arbeitslosigkeit nahm inahm also seit dem vorigen Stichtag (L IV. 1940) um 141 Arbeitslose ab, 132 Männer und Frauen. Gesucht werden: 6 Knechte, 5 Feldarbeiter, 2 Taglöhner, 1 Schneidergeselle, 10—15 Mägde, 10 Köchinnen, 4 Feldarbeiterinnen, 4 Dienstmädchen, 1 Kellnerin und 1 Bedienerin. c. Bergnachrichten. Das KocbekheP1 auf der Korošica bleibt bis zu den Pflegst feiertagen geöffnet. Die Schneeverhätlnis-se sind ausgezeichnet, der Besuch dcf Hütte sehr gut. . c. Kino Union. Vom Mittwoch bis Freitag wird ein spannender Verbrecherfih11 gezeigt, der tief in das Problem der ewig Heimatlosen und Entwurzelten hinein-leuchtet. In den Hauptrollen James Cag-ney und Pat O’Brien. c. Kino Dom. Heute, Mittwoch, zui" letzten Mal »Der Liebesengel« mit Deaii' na Durbin. Ab Donnerstag die unterhaltende Filmoperette »Das Land der Liebe« mit Gusti Huber, Albert Matterstoc1» und Oskar Sima. c. Fahrt durch das Märchen. Eine Fahrt durch das Märchen soll es werden, diß der Schachklub Celje für die Pfingstfeief-tage vorbereitet und welche die Ausflügler an d'en Plitvicer-Seen vorbei nach Su-šak bringen soll. Plitvice und seine Seen-Sie gehören zu den größten Sehenswürdigkeiten des Landes, die in Augenschein zu nehmen kein Besucher Dalmatiens und der Adria versäumen sollte. Eingebettet in unabsehbare Laubholzwälder, dann wieder fjorogleich eingeklemmt zwischen eng zusammengerückt. Fels, so liegen sic da, hell, durchsichtig und rein wie der klarste Smaragd. Hinüber und herüber führen Weg und Steg, die die schmälsten Stellen am Uebergang des höheren Gewässers in das niedere ausnützen. Wie aus der Spielzeugschachtel, von Gemüt u. Phantasie ersonnen und sorgsam hingestellt, liegen sie einer neben dem ändern, der Kozjak-, der Milanovo., der Gavano-vo-See und andere, und an ihren Gestaden essen die Ausflügler Forellen in alle*1 Gestionen, denn sie lieben die Natur, be» sonders wenn sie sie verdauen können. 7er 3n dieser Fahrt durch das Märchen, Cie drei Tage dauert, teilnehmen will, der meine sich ehestens beim Schachklub Ce-Je im Cate »Europa« an. Dort erfährt man alles Nähere. fas PMtf ,P- Zu einer schweren blutigen Aus-emandersetzung kam es Polenšak, wo der 27jährige Hilfsarbeiter Franz Čuš ^n einem gewissen L. J. nach einem Wortwechsel mit einem Messer bearbei-ct wurde. Čuš trug hiebei schwere Stichverletzungen am Rücken, am Hals und an beiden Armen davon. Man schaffte ihn lns Krankenhaus. P. Von einem Transmissionsriemen er- m * wurde der 39jährige, Fabriksarbeiter Max F r a n g e š aus Majšperk, wobei er gefährliche Verletzungen am linken Arm mütt. Im hiesigen Krankenhaus bemühen s,ch die Aerzte um sein Leben. P. Wieder abgeknickte Obstbäumchen. Die erst vor kurzem entlang der Reichs-Straße gepflanzten Obstbäumchen fielen wiederum einem noch unbekannten Misse Jäter zum Opfer, der kurzerhand eine Reihe von Obstbäumchen abknickte. Die Gen darmerie hat unter dem Verdacht der Täterschaft einen gewissen H. F. aus Hajdina festgenommen. p. Frostschäden an den Baumkulturen. Infolge der grimmigen Kälte des heurigen Winters sind zahlreiche Obstbäume verachtet worden. Allein im Bereiche der Ge Feinde Grajena wurden an 5000 Obstbäu men Frostschäden festgestellt. Am meisten litten die Marillen- und Pfirsichbäume, die zum Teil völlig vernichtet wurden. Auch aus anderen Gemeinden werden schwere Schäden infolge des Frostes des heurigen Winters gemeldet. P. Im Stadtkino wird Mittwoch und Donnerstag der musikalische Filmschla-Ser »Das Vaterlied« mit Bobby Breen, dem singenden Wunderknaben, vorgeführt. Im Beiprogramm die neue Wochenschau und ein Kulturfilm. fasfatuiaJUuhoM gr. Die Segelfliegergruppe in Gornja Kadgona, die vor einigen Jahren ins Deben gerufen worden ist, besitzt gegenwärtig bereits zwei Appar ate, wäh-mmd sich ein drittes im Bau befindet. Die Mitgliederzahl ist zwar gering, doch sind die jungen Leute mit Feuerte1’ bei der Sache und üben fleißig. Vor zwei Jahren ist ein A-Kurs abgehalten worden, der von 13 Mitgliedern besucht wurde, wovon 8 die Prüfung ablegten. Ein B-Kurs konnte bisher hoch nicht veranstaltet werden. Es Wäre sehr erwünscht, daß der Kreis-jüisschuß des Aeroklubs die Kursabhaltung sobald als möglich ermöglicht. gi'. Lehrertagung. In Kapela wurde katnstag eine Versammlung der Lehrerschaft aus dem Bezirk Ljutomer Unter der Leitung des Vorsitzenden V a n j g i č abgehalten, der u. a. auch "einen aufschlußreichen Vortrag hielt. Anwesend war auch Schulinspektor . a r b a š, der über die Fortschritte u der Volksaufklärung berichtete. Die uachste Lehrerversammlung wird am '■ Mai in Sv. Jurij ob Ščavnici ubge-ualten werden. Donnerstag, 18. April Ljubljana: 7.05 Ansagen, Nachrichten, z;15 Frohe Klänge (Schail.p1.), 12 Schall-Platten, 12.30 Nachrichten, Anzeigen, 13 Ansagen, 13.02 Harmonika, 14 Nachrich-‘eri> 18 Buntes Programm des RO, 18.40 slowenisch für Slowenen, 19 Ansagen, Aachrichten, 19.20 Nationale Stunde (Vor jag des Ministeriums für Körperkultur), 19.40 Anzeigen, 19.50 Zehn Minuten Un-Wdialtung, 20 Klavierkompositionen von ,r°L Pančo Vladigcrov, 20.45 Sympho-n,ekonzcrt auf Schallplatten (Haydn, Čajkovski), 22 Ansagen, Nachrichten, 22.15 rohe .Klänge. — Beograd: 12 Orgelkonzert, 13.10 Unterhaltungskonzert, 14 Die Kozjak Woche DER ERSTE VORTRAG: FACHLEHRER IVAN ROBNIK SPRICHT ÜBER LAND UND LEUTE DES KOZJAK-GEBIRGES Ivan Robnik muß man gehört haben. Man muß sich an seiner frischen und leichten Vortragsweise ergötzen, um zu wissen, wie ein populärer und doch zündender Vortrag gehalten werden muß, um die Zuhörer mit sich zu reißen. Mit vielen Anekdoten, voll von Humor und Optimismus, erzählt uns der immer rüstige Tourist, der wohl alle verstecktesten Winkel des Kozjak-Gebirges kennt, über dieses Land, das er so sehr in sein Herz geschlossen hat. Die Zuhörer, die gestern seinem Vortrage im kleinen Saal des So-kolheinies in ansehnlicher Anzahl beiwohnten, haben einen schönen Abend erlebt. Das Gebiet von Maribor bis Dravograd führt zwei Namen. Einen offiziellen in den Schulen und bei den Behörden, nämlich »Kozjak«, und den unoffiziellen Namen »K o b a n s k o«, mit dem das Volk dieses Gebiet bezeichnet. Dieser Name ist umso interessanter, weil er noch eine Erinnerung an die alte Tracht »Kabanica« in sich birgt. Der Vortragende zauberte uns all die Schönheiten dieses Gebietes vor die Augen, er stellte uns das Volk mit seinen Sorgen und Freuden vor, plauderte über Geschichte und Schulwesen, über die Folklore und über die Wirtschaft liehen Verhältnisse und flößte uns Liebe für dieses bis jetzt so stiefmütterlich behandelte Land ein. Die rund im Saale hängenden Bilder von š u š m e 1 j gaben diesem Vortrag den passenden Rahmen. Großes Schadenfeuer an der Staatsgrenze GORNJA RADGONA IN GROSSER GEFAHR GEWESEN. Dienstag vormittags brach inmitten des Grenzmarktes Gornja Radgona im Wirtschaftsgebäude des Kaminfegermeisters Miško Križanec ein Brand aus, der in kürzester Zeit auf das benachbarte Wohnhaus Übergriff. Wegen des herrschenden Windes drohte den benachbarten Objekten die Gefahr, ebenfalls ein Raub der Flammen zu werden. Würde sich das Feuer ausgedehnt haben, dann wäre der ganze Markt in großer Gefahr. Die Feuerwehr, unterstützt von jener aus Radkersburg, griff rasch ein und es gelang ihr nach harter Arbeit den Brand auf die beiden brennenden Objekte zu beschränken. Die übrigen Gebäude konnten glücklicherweise gerettet werden. Der Schaden ist außerordentlich groß und dürfte sich auf etwa 100.000 Dinar belaufen. Die Versicherungssumme macht kaum die Hälfte davon gus. Der Schaden ist umso größer, als sich am Dachboden große Mengen Möbel- und Bauholzes sowie Nahrungsmittel befanden.. Auch alle Geräte wurden ein Raub der Flammen. Bei den Löscharbeiten erlitt der Handelsgehilfe Ladislaus Arpaš gefährliche Brandwunden und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, da brennendes Balkenwerk auf ihn gestürzt war. Wie es heißt, ist der Brand auf Funkenflug zurückzuführen, wobei das im Wirtschaftsgebäude aufgestapelte Stroh Feuer fing. Das erste Weinmufeum in Slowenien Im sogenannten alten Römerturm, der an die ehemalige Stadtmauer in Ptuj anlehnt, wird das erste Weinmuseum Sloweniens eingerichtet. Die uralte Weinkul-tru um Ptuj und in der Kollos rechtfertigt die Gründung dieser seltenen Schau, die schon vor Jahren angeregt wurde, aber erst jetzt verwirklicht wird. In dieses geschichtlich einzigartige Museum kommt man aus dem schön gepflegten Stadtpark, der an der Drau liegt. Den Eingang krönt das Ptujer Stadtwappen mit der Jahreszahl 1551. Im Innern des Turmes befindet sich der Weinkeller, oberhalb der Mu seumsraum. Das dicke, kühle Gemäuer ist so recht der Hintergrund für diese bodengebundene Sammlung der ältesten Geräte, die mit dem Weinbau auf diesem jahrtausendealten fruchtbaren Kulturboden Zusammenhängen. Schon während der glanzvollen Römerzeit bedeckten die sanften, der Sonne ausgesetzten Hänge d. Kollos weit läufig angelegte Rebanlagen, die den Soldaten der XX. Legion, die in Poetovio stationiert war, den gewohnten Heimats trunk spendeten. Bekanntlich hat Cäsar Probus (276—282 nach der Zeitwende) den abgedienten Legionären das Rebenpflanzen in der Provinz Pannonien, an de ren Markscheide gegen Norikum die Stadt Poetovio lag, gestattet. Und die alten römischen Kriegsveteranen haben sich die- Chansons (Schallplatten), 14.30 Guitarrenkonzert, 18.20 Wunschkonzert, 21 Chansons (singt Fr. Nada Aleksandrovič) 22 Bach (Schallplatten). — Sofia: 17.45 Bulgarische Komponisten, 20 Instrumentalkonzert, 21 Symphoniekonzert. — Radio Paris: 18 Übertragung aus der Opera Comiquc Strasbourg, 21 Hörspiel, 22 Kam mermusik. — Rom: 21 »Faust« von Gounod. — Budapest: 19.25 Tanzmusik, 20.10 Tschaikowski (Orchesterkonzert). Wien: 11 Unterhaltungskonzert, 13 Salonorchester, 16.45 Schöne Melodien (Schallplatten), 17.45 Vokalkonzert, 18 W a ld h o rnk o tize r t# 10.15 Leichte Musik. ses Privilegs im reichsten Ausmaße bedient. Auf den lehmigen Hügeln um ihre Lagerstadt entstand Weingarten um Wein garten, vor 2000 Jahren ebenso liebevoll wie heute gehegt und gepflegt. Aus dieser ersten Zeit des Weinbaues um Ptuj sind einige sehr interessante und lehrreiche Gegenstände erhalten geblieben, so Bruchstücke eines Riesenfasses, große schöngeformte Amphoren, einfache Weinkrüge, primitive Leuchter und einige Weingartmesser der römischen Bauern, auch etliche kostbare Glasflaschen und Weingläser aus rotem Ton. Besonders sehenswert ist ein Trinkgefäß aus schwarzrotem Ton, in der Form eines kleinen Weinfasses gehalten. Aus dem Mittelalter (15. Jahrhh.) sind einige edelgeformte Weingefäße sowie eine herrliche Skulptur des heiligen Urban, der als Schutzpatron der Weinbauern gilt, vorhanden. Erhalten gebliebene Innungsurkunden, so die der Faßbinderzunft aus dem Jahre 1611, die Zunftordnung der Ptujer Faßbinder, von Maria Theresia am 5. 12. 1744 bestätigt, und noch viele andere weisen auf einen blühenden Handwerkerstand in der Drau-stadt hin, der innig mit dem ertragreichen Weinbau verknüpft war. Außer den Innungsurkunden werden auch noch Zunftfässer, Trinkgefäße aus Zinn, der Innungsschrank der Faßbinderzunft, eine Musterschau uralter und neuer Türschlösser für Winzerhäuser u. Weinkeller, Türschließer, mannigfaltiges Werk zeug der Kellermeister aus vergangenen Tagen, verschiedene Weingartmesser und Hauen, geschnitzte Weinträger, sogenann te »Bariutze« und Weinkrüge aus Ton in diesem Weinmuseum in Ptuj aufgestellt. Von jeder Warte aus betrachtet, wird uns diese Raritätensammlung gepflegtester Weinkulturen von zwei Jahrtausenden einen anschaulichen Ueberblick über die Entwicklung des Weinbaues in der Gegend uin Ptuj von der Römerzeit bis in unsere Tage gewähren. Für die uralte Stadt an der Drau wird aber dieses Mu- fln nehmen Sie 1—2 ASPIRIN ZTX Tabletten y Unter dem Namen „Aspirin11 besteht kein anderes Arzneimittel ausser Aspirin von „Bayer?! 09I. reg. pod <5 br. 3K92 od 22. XII. 19». ffktähm Mittwoch, 17. April: Geschlossen, Donnerstag, 18. April um 20 Uhr: »Anna Christie«. Erstaufführung. Ab. A. Stadttheater in Celje: Freitag, 19. April um 20 Uhr: »30 Sekunden Liebe«, Gastspiel des Marfcborer Theatees. lea-Mma üb immsBBsmsssBma Esplanade-Tonkino. Bis einschließlich Donnerstag wird der historische Monumentalfilm »Juarez« mit Paul Muni und Bette Davis in den Hauptrollen gezeigt. Die größte zeitgenössische Fiimschöp-fung, die mit Recht als die Sensation des Jahrhunderts angesprochen wied. In erschütternden Bildern rollt vor uns das tragische Geschick Maximilians von Habsburg und dessen Gattin Charlotte ab, die beide Glück und Ruhm in Mexiko erhofften, doch schließlich ihrem Untergang anheim fallen. Paul Muni verleiht seinem Juarez wiederum eine künstlerisch überragende Gestalt, die dem ganzen Filmwerk den Stempel aufdrückt. Ein Film, der von niemandem ungesehen bleiben soll! Burg-Tonkino. Bis einschließlich Freitag umfaßt den Spielplan das packende Lebensdrama »Judith« mit Bette Davis in der Titelrolle. Ein Prunkwerk im Stil der »Kameliendame«, das uns lebensnahe das Schicksal einer Frau vor Augen führt. — Ab Samstag Errol Flynn und Olivia Ha-villand, die beiden Helden aus dum »Robin Hood« im neuen Technikolor »Ein neues Reich entstand . . .« Union-Tonkino. Bis einschließlich Mittwoch »Die Abenteuer des Tim Taylor« (I. Teil). Ein grandioser Filmschlager in zwei gewaltigen Epochen, dessen I. Teil den Kampf auf Leben und Tod mit den Dschungelpiraten schildert. Der zahme Tiger Fang, der Affe Juju und der Riesenelefant Bolo im Dienste ihrer Freunde. Der Inhalt umfaßt eine Serie von gespann testen Begebenheiten und' ist dem gleichnamigen Roman Lymann Voungs entnommen. Dieser Film erreichte überall den durchschlagendsten Erfolg. Apotheken Nachtdienst Bis Freitag, den 19. April versehen die Stadtapotheke (Mr. Minarik) ant Glavni trg 12, Tel. 25—85, und die St, R o c h u s-A p o t h e k e (Mr. Rems) a-rt der Ecke der Aleksandrova cesta u. Meljska cesta, Tei. 25—32, den Nachtdienst. Das Wetter Wettervorhersage für Donnerstag: Geringe Bewölkung, mäßige Winde, zunehmende Temperatur. seum sicherlich eine wertvolle wirtschafte liehe Errungenschaft und in seiner romaii tischen Aufmachung ein besonderer Anziehungspunkt für viele Fremde sein. E. D. O. iVktStife&šMkks fbšHŠMkšu Für und toičer die Planung in der Wirtschaft EINE INTERESSANTE ERKLÄRUNG DES ABTEILUNGSCHEFS IM MINISTE. RIUM FÜR HANDEL UND INDUSTRIE DR. B. Mišič IN DER JAHRESVERSAMMLUNG DER JUGOSLAWISCHEN EISEN- UND METALLINDUSTRIE Beograd, 16. April. Sonntag hielt der Landesverband der jugoslawischen Eisen- und Metallindustrie seine ordentliche Jahresversammlung ab. Außer anderen offiziellen Delegierten wohnte dieser Versammlung auch Herr Dr. Mišič, Chef c'er Industrieabteilung im Ministerium für Handel und Industrie, bei. Nach Verlesung des Jahresberichtes des Verwaltungsausschusses des Verbandes ergriff Herr Dr. Mišič das Wort. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Metallurgie als wichtigsten Zweig der jugoslawischen Industrie und gab einen vergleichenden Ueberblick über den Entwick lungsgrad dieses Industriezweiges in Jugoslawien und in anderen Ländern. Er wies sodann auf die Notwendigkeit hin, daß sich die Jugoslawische metallurgische Industrie in Zukunft rascher entwik-kelt, als dies bisher der Fall war. »In Jugoslawien« — so betonte Dr. Mišič — »bestehen die günstigsten Vorbedingungen für die Entwicklung der Industrie im allgemeinen und der metallurgischen Pro duktion im besonderen. Unser Land verfügt über einen großen Reichtum an Rohstoffen, über eine verhältnismäßig billige Arbeitskraft, über bedeutende Kohlenvorkommen sowie über ungeheure, bisher zum großen Teil noch nicht ausgenützte Wasserkräfte. Der inländische Markt bietet für den Absatz von Industrieprodukten die günstigsten Bedingungen, und die se Absatzmöglichkeiten werden in Zukunft noch größer sein.« Dr. Mišič sprach sodann über die jugoslawische Wirtschaftspolitik. Er beklagte, daß keinerlei methodischer Plan für den Ausbau der Industrie bestehe. »Wir treffen bereits Vorbereitungen für die Durchführung gewisser Maßnahmen, welche eine planmäßige Entwicklung der Industrie, und zwar insbesondere der Metallurgie ermöglichen sollen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Jugoslawien in kürzester Zeit im Zeichen der Planwirtschaft stehen wird, da dies unter den heutigen Verhältnissen im Interesse der Industrie dringend geboten ist. Die geplanten Maßnahmen dürfen jedoch zu kei nerlei Besorgnissen Anlaß geben, da man sich bei der Durchführung derselben auf die reiche Erfahrung und den gesunden Instinkt der jugoslawischen Wirtschaftskreise stützen wird. Die Wirtschaftskreise werden die freie Initiative bei der Führung ihrer Geschäfte im Rahmen eines Programms behalten, wobei sich jedoch der Staat das Recht vorbehält, auf die strikte Durchführung dieses Programmes eine genaue Kontrolle auszuüben. Die maßgebenden Stellen rechnen auf die volle Unterstützung der Wirtschaftskreise, damit es gelinge, mit vereinten Kräften einen Ausweg aus dem augenblicklichen Chaos zu finden.« Diese Erklärung Dr. Mišič wurde von einem Teil der in der Versammlung anwesenden Delegierten mit einer gewissen Reserve aufgenommen. Der Präsident des Verbandes Herr Ing. G o d j e v a c gab der Befürchtung Ausdruck, daß die Planwirtschaft mehr Nachteile als Vorteile bringen könnte. Falls jedoch der Staat die Planwirtschaft für nötig erachtet, werden die Wirtschaftskreise auch in dieser Hinsicht ihre Unterstützung nicht versagen. In Erwiderung auf diese Einwände erklärte Dr. Mišič, daß unter »Planwirtschaft« zu verstehen sei, daß sich die staatlichen Behörden in Zusammenarbeit mit den interessierten Wirtschaftskreisen ! bemühen werden, die Produktion so zu j lenken, daß bei rationellster Ausnützung j der verfügbaren Rohstoffe die bestmöglichen Resultate erzielt werden. Die augenblickliche Rohstoffverknappung ist in Wirklichkeit nicht auf einem Mangel an Rohstoffen, sondern auf den gesteigerten Bedarf zurückzuführen. Die metallurgische Industrie kann heuer mit mehr Rohstoffen als im vergangenen Jahr versorgt werden. Dasselbe ist bei der Textilindustrie der Fall. Wir haben den Bezug von Eisen aus Ungarn sichergestellt. Deutschland hat sich ebenfalls bereit erklärt, 5000 Tonnen Weißeisen nach Jugoslawien zu liefern. Bei der Einfuhr dieser Rohstoffe muß jedoch planmäßig verfahren werden. Es muß für eine gerechte und zweckmäßige Verteilung der Rohstoffe unter die verschiedenen Unternehmen, je nach ihrer Kapazität und je nach ihrem Bedarf, gesorgt werden. Die jugoslawische Industrie braucht noch weitere 100.000 Tonnen Roheisen. Für die Errichtung zweier Hoch öfen sind 150 Millionen Dinar erforderlich. Es muß daher auch daran gedacht werden, wie diese Hochöfen später, d. h. zu einer Zeit, wo der Bedarf an metallurgischen Erzeugnissen geringer sein wrid, in Betrieb gehalten werden können. Diese Frage wird durch Heranziehung des staat liehen Kapitals in Zusammenarbeit mit dem inländischen und eventuell mit dem ausländischen privaten Kapital gelöst werden. Jugoslawien braucht ferner 250.000 Tonnen Koks. Ungarn wird uns 25.000 Tonnen, Deutschland monatlich uh gefähr 20.000 Tonnen liefern. Man plant auch die Errichtung einer Koksfabrik in Bosnien, welche inländische Kohle verarbeiten soll. Aber aus technischen Grün den kann dieser Plan nicht vor zwei Jahren verwirklicht werden. Alle diese wichtigen Fragen können nur mit Beteiligung des Staates gelöst werden. Dies ist der Sinn der »Planwirtschaft«, welche eingeführt werden soll. Börsenberichte Ljubljana, 16. d. Devisen: London 154.65 bis 157.85 (im freien Verkehr 191.08 bis 194.28), Paris 87.35 bis 89.65 (107.98 bis 110.28), Newyork 4425 bis 4485 (5480 bis 5520), Zürich 995 bis 1005 (1228.18 b. 1238.18), Amsterdam 2348.50 bis 2386.50 (2900.55 bis 2938.55), deutsche Clearingschecks 14.70 bis 14.90. Zagreb, 16. d. Staats werte: 2Vä% Kriegsschaden 438—441, 4°/o Agrar 0—52, 4°/o Nordagrar 50—0, 6°/o Begluk 76—0, 6V* dalmat. Agrar 69—0, 6% Forst Obligationen 67—0, 7% Stabilisationsanleihe 93—0, 7% Investitionsanleihe 97—0, 7o/o Seligmän 100—0, 7% Blair 90—91, 8% Blair 98—100; Nationalbank 0—8000, Priv. Agrarbank 190—0. Der Hopsenmarkt Im S a n n t a 1 sind wegen des vergangenen strengen Winters die Frühjahrsarbeiten in den Hopfenanlagen etwas zurückgeblieben. Es wurde bereits mit dem Schnitt begonnen, der jetzt gut fortschrei tet. Im übrigen sind Veränderungen an unserem Hopfenmarkt nicht zu berichten. In der Wojwodina ist die Lage ebenfalls unverändert. Die Wetterunbilden, vor allem aber die Ueberschwem-mungen richteten großen Schaden an und behindern die Arbeiten in den Anlagen. In Deutschland ist der Markt mehr oder weniger ruhig und der Umsatz verhältnismäßig gering, wenn auch die Ansprüche der Interessenten hinsichtlich der Güte des Hopfens nicht mehr so streng sind. Trotz der ruhigen Grundstim mung blieben die Preise unverändert. In den Hopfenanlagen wurden die Arbeiten noch nicht aufgenommen. In Böhmen-Mähren herrschte auch in den beiden vergangenen Wochen im Hopfenhandel eine ruhige Tendenz vor, in den letzten Tagen wird jedoch eine etwas lebhaftere Geschäftstätigkeit beobachtet. Der Umsatz ist in der Hauptsache noch immer ziemlich unbedeutend. Die Nominalpreise weisen keinerlei Aen-derung auf.Die Tendenz beginnt fester zu werden. Wie in Deutschland so wurden auch im Protektorat die Arbeiten in den Hopfengärten größtenteils noch nicht auf genommen. In Belgien ist infolge Mangels an Angebot der Umsatz unbedeutend. Die Tendenz ist imerhin fest. Vorjährige Po-peringhe-Ware notiert bis zu 4.80 Belga, heurige Hopfen im Vorverkauf wird bereits zu 4 Belga pro Kilo im Oktober.Ter min gehandelt. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika endlich ist es trotz der ruhigen Grundstimmung auf den Hopfenmärkten in den letzten Tagen etwas lebhafter geworden, wobei die Preise anzuziehen beginnen. Vorjährige inländische Ware notiert 33—46, ausländischer verzollter Hopfen, meist aus Saaz, 123—132 und Sanntaler Ware 99—110 Dinar pro Kilo. Wie es heißt, soll heuer die amerikanische Hopfenanbaufläche etwas vergrößert werden. X In der Frage der Maiseinfuhr sind bereits die ersten Angebote aus Rumänien und Bulgarien eingetroffen. Der rumänische Mais ist fast um die Hälfte billiger als der unsere. Es werden 10.000 Waggon Mais eingeführt werden. X Die Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland werden nach den neuesten Meldungen am 6. oder 10. Mai in Berlin aufgenommen werden. X Die Kohlenbergwerksgesellschaft Trbovlje hält am 27. Mai ihre Generalversammlung ab, in der beantragt werden wird, den Aktionären eine Dividende von 16.50 Dinar pro Aktie auszuschütten. X Maximierung der Mehlpreise. Die Banatsverwaltung hat den M e h 1 p r e i s in Slowenien festgestezt und bestimmt, daß dieser um einen gewissen Prozentsatz höher sein darf als das gleiche Mehl aus der Wojwodina, u. zw. bei Nuller-mehl um 23.5% auf die Börsennotierungen in Novisad und um 21 % auf das sla. wonische Mehl, ferner bei Mehl Nr. 2, 5, 6 und 7 um je 20 Para beim Kilo weniger als der Peis für das Nullermehl. Derselbe Zuschlag gilt auch für Kleie. X Hohe Thesaurierung des Geldes. Nach Mitteilungen der Bankenvereinigung in Beograd wird eine fortschreitende The saurierung des Geldes in Jugoslawien be obachtet. Man schätzt die Summe der zurückgehaltenen Zahlungsmittel gegenwärtig auf 2 bis 3 Milliarden Dinar. Aus diesem Grunde muß auch der Notenstand hochgehalten werden, um den Bedarf an Zahlungsmitteln zu befriedigen, X Das Kraftwerk Fala hat nach vorliegender Bilanz im Vorjahr die Produktion von 173.1 Millionen Kilowattstunden im Jahre 1938 auf 176.6 Millionen erhöht und überdies von der Kohlenbergwerksgesellschaft Trbovlje aus deren neuer Zentrale noch 5.4 Millionen Kilowattstunden Strom bezogen. Die Bruttoeinnahmen beliefen sich auf rund 32.5 Millionen Dinar. Da grössere Abschreibungen vorgenommen werden mussten, weist die Bilanz einen Verlust von 779.000 Dinar aus, wogegen ein Jahr vorher noch ein Reingewinn von etwa 513.000 Dinar erzielt wurde. Es wurde eine Revalorisierung der Vermögenswerte vorgenommen, sodass die Bilanzsumme von 134.8 auf 325.9 Millionen Dinar ans lieg. Die Investitionen stellen einen Wert von rund 300 Millionen Dinar dar. X Der Bahn- und Postverkehr mit Skandinavien unterbrochen. Die Generaldirektion der jugoslawischen Staatsbahnen teilt mit, dass zwischen unserem Staate sowie Norwegen u. Schweden auf der Linie Kopenhagen—Malmö und Helsinghfors der gesamte Güter- und Personenverkehr eingestellt ist. Desgleichen ist die Annahme von Paketsendungen aller Art für die nordischen Staaten über Warnemünde eingestellt, wie auch der Güterverkehr aller Art für Dänciüark durch diese» deutschen Häfen. - x Die Mustermesse in Beograd, die Samstag eröffnet worden ist, wird von 633 Firmen, davon 137 aus Deutschland und 31 aus Böhmen-Mähren, beschickt. Der von den Ausstellern besetzte Platz beträgt mehr als 22.000 m2-Besonders stark vertreten sind diesmal das Textilfach, Maschinen und Apparate, dann Galanterie usw. An die Mustermesse ist eine Fischereiausstellung angegliedert. X Naphthabohruiigen grösseren Stils werden, wie man hört, demnächst in Medmurje von der Petroleum-A. 6-Medmurje vorgenommen werden. Diese Gesellschaft, bei der auch Schweizer Kapital interessiert ist, wird hiebei von der. deutschen Unternehmung ,,Ra-ky“ unterstützt, die hier schon vor einigen Jahren gebohrt hat. Da grössere Kapitalien zur Verfügung stehen, dürften die Arbeiten mit Erfolg begleitet werden. X Auch für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse sollen Höchstpreise festgesetzt werden. Beograd, 16. April. Wie man aus gutunterrichteter Quelle erfährt, wird außer der in der Verordnung über die Bestandaufnahme der Maisvorräte vor gesehenen Maximierung der Maispreise an maßgebender Stelle auch die Möglich keit der Festsetzung von Höchstpreisen für andere landwirtschaftliche Erzeugnisse ernstlich in Erwägung gezogen. Falls in dieser Hinsicht eine prinzipielle Ueber-einstimmung erzielt wird, ist zu erwarten, daß in kürzester Frist die Preiskontrolle auf eine große Anzahl von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ausgedehnt wer den wird. HuäM-CtMUtik v ;+ Die Jubiläumsausstellung in Ljubljana. Für die große Jubiläumsausstellung in Ljubljana, an der 67 slowenische Künstler teilnehmen, . herrscht unter dem Publikum ein reges Interesse. Die älteren Besucher, die noch die Anfänge der slowenischen bildenden Kunst miterlebten, stellen mti Genugtuung fest, daß die slowenischen Künstler ein sehr hohes Niveau erreichten. Im gesunden Realismus, der auf dieser Ausstellung vorherrscht, kann man die schönsten Perspektiven für die Zukunft beobachten. Besonderes Lob ernten die reichlich vertretenen Bildhauer, von denen gesagt wird, daß sie wahrlich Meisterhaftes geleistet haben. Die Ausstellung bleibt nur noch diese Woche offen. r+ Bibliothekenreinigung in der Slowakei. In den slowakischen Bibliotheken ist eine Reinigungsaktion im Gange, die im Begriffe ist, aus deq Bibliotheken alles zu entfernen, was mit der außen- und innenpolitischen Lage nicht im Einklang steht. Die slowakische Zeitung »Narod-nie noviny« unterzieht diese Reinigung einer scharfen Kritik. Dieser Zeitung zufolge sind auch einige Werke Puškins der Zensur zum Opfer gefallen. '+ Die Tournee des Akademischen Sängerchores beendet. Der Akademische Sängerchor aus Ljubljana (APZ), der soeben von seiner Tournee im Osten zurück kehrt, hatte überall außergewöhnlich schöne Erfolge zu verzeichnen. Die Konzerte in Sarajevo, Beograd, Niš u. Skop' Ije fanden vor ausverkauften Sälen statt. r+ Vorträge über die deutsche Literatur in den Balkanländem. Der bekannte Literaturforscher Professor Dr. Bauch aus Jena rüstet sich für eine Vortrags-reise durch die Balkanländer. Er wird i*1 Griechenland, Bulgarien und Jugoslawien über Goethe und die deutsche Literatur sprechen. r+ Erzählungen aus dem Leben der Friseure. Der Beograder Friseur Vlajk° Vukosavljevič hat vor kurzem eine Sammlung von Erzählungen aus dem Leben der Friseure herausgegeben. Das Buch hat wegen seiner großen Aufrichtigkeit und seines warmen Empfindens auch bei literarisch anspruchsvollen Lesern Aufmerksamkeit erregt. Gedenke der Antituherfnlgjen-Lma! Narviks „Vorposten II Die Lofoten — Norwegens schönste Inselgruppe Die in den letzten Tagen vielgenannte jedes Schiff, das in ihren Bereich kam, in Ei rw^'.sche Stadt Narwik liegt tief im die Tiefe zögen. Neuere Erfahrungen ha-<5füSC ^ des Ofot-Fjords, der sich nach ben freilich ergeben, daß die Wirkung U(*en zu in den breiten Vest-Fjord fortsetzt. Diesem vorgelagert ist eine der an charakteristischen Naturschönheiten reich ^ en Landschaften Norwegens, die Insel-Sruppe der Lofoten. Die Norweger sprechen den Namen wie »Lufuten« aus, wo-,.ei die Betonung auf der ersten Silbe legt, und auf deutsch würde der Name T Inselgruppe »der Luchsfuß« bedeuten. Wer mit dem Schiff, an der Küste ent-dnS nach Norden strebend, in den riesi-Sen Vest-Fjord einfährt, dem bietet sich westlich das ungemein fesselnde Landschaftsbild der Lofoten-Inselm Eine rie-SISe, zerrissene Felswand steigt tiefblau hnd' mit tausend Zinnen gekrönt aus dem leHen leuchtenden Spiegel des Vestfjords auf. Es ist eine packende, wilde Landschaft, die jäh in einer großen, fortschreienden Bewegung versteint zu sein scheint. Ueber 1200 Meter hoch streben die Berge auf den Inseln empor, aber es haftet ihnen nichts Liebliches an. Sie sied ^ahl und baumlos, und nur um den Saum her Küsten zieht sich ein sanfter grüner Gürtel von Wiesen und Gärten. Selten nur entschleiert sich das Bild dieser einzigartigen Inselgruppe in seiner ganzen bizaren Schönheit. Denn meistens sind die Eergspitzen von grauen Regenwolken ver hangen, das Klima dieses Küstenstrichs lst zwar milde, aber auch ungewöhnlich regenreich. Die Lofoten zerfallen in zwei Inselgrup Pen, die eigentlichen Lofoten im Süden Ufid die nördlichere Gruppe der Vester-aalen, zu der die größten Inseln, Hinnöy, Langöy und Andöy gehören. Die beiden südlichsten Inseln der Lofoten, Moskene-söy und Vagöy sind in der Geschichte der Seefahrt schon in alten Zeiten berühmt und gefürchtet gewesen. Zwischen beiden nämlich befindet sich der Malstrom, von hen Norwegern Malströmmen genannt, her in seiner Mitte die kleine Insel Mosten umspült. Diese Meeresströmung, die durch den Wechsel von Ebbe und Flut hervorgerufen wird, war früher berüchtigt, es hieß, daß ihre Strudel unrettbar dieser Strudel wohl in alten Zeiten über, schätzt wurde — immerhin gehört die Durchfahrt zwischen den Inseln auch heute noch zu einer schwierigen Aufgabe für die Schiffahrt. Die Bewohner der Lofoten-Inseln sind, wie fast alle Küstenbewohner Norwegens, in erster Linie Seefahrer und Fischer. Die »Lofotfischerei« ist seit Jahrhunderten ein feststehender Begriff. Alljährlich von Mitte Jänner bis Ende April sammeln sich an den Inseln ungeheure Scharen von Dorschen und Kabeljaus zum Laichen. Dies ist die Hauptzeit des Fanges, und von weither strömen aus allen Teilen des Lan des die Fischer hier zusammen, um an der großen Ernte des Meeres teilzuhaben. Tausende von Boten werfen dann in den Gewässern rings um die Inseln ihre Netze aus, und in den kleinen Fischerdörfern, die für diese Zeit alle auf Gäste eingestellt sind, ist" nicht ein Bett mehr frei. Sogar besondere Wohnschiffe für die von weither kommenden Fischer werden mit eingesetzt. Alle die kleinen Fischerhäfen und -dör-fer der Lofoten spiegeln das Bild eines fleißigen Fischervölkchens. Zu Tausenden und Abertausenden werden gleich an Ort und Stelle die Stockfische an langen Stangen zum Trocknen aufgehängt und zum Teil werden die übrigen Fänge gleich für die Fischkonservenindustrie verarbeitet. Das Capri der Ostsee Als ich vor Jahren zum ersten Male nach Bornholm fuhr und die zerklüftete Felsenküste der großen Insel, die »Klippe kist« sich aus dem grauen Meer und der weißen Brandung hob, sagte jemand neben mir: »Genau wie Capri!« Und als ich im letzten Sommer von Neapel hinüber fuhr zu dem kleinen italienischen Paradies im blauen Meer, da .flogen meine Gedan- r7 sm'" mm {■ m :*U?l Ein Blick aus den Hafen von Xromsö im Norden Norwegens ken, als auch hier die Insel schroff und! felsig aus dem Meere stieg, unwillkürlich weit nach Norden und sandten einen Gruß an Bornholm, wo ewig die Stürme über die kahle, rauhe Insel wehen und den herben Hauch des Nordens in sich tragen. Wer Bornholm kennt, vergißt es nicht. Es ist eine Welt für sich, und noch heute scheint es, als sei etwas von dem alten Wikingergeist, der die Freiheit der Meere beherrschte, an der Insel hängen geblieben. Die Menschen, die auf der Insel woh nen, haben helle und scharfe Augen, sie sind karg in ihren Gefühlen und kennen die Einsamkeit. Und um ihren Mund liegt die harte Entschlossenheit all jener, die mit Meer und Stürmen vertraut sind und einen kurzen leuchtenden Inselsommer mit langen harten Wintern bezahlen müssen. Die Insel, die das kleine Eiland Capri fünfzigmal in sich aufnehmen könnte, gleicht einer riesigen, schräg liegenden Tafel. Im Norden und Nordosten fällt die Küste steil ins Meer. An stürmischen Tagen —- und es ist eigentlich immer stürmisch — wirft das Meer seine Wellen gegen die Klippen, daß die Brandung oft haushoch aufspritzt. In dieser Klippenküste aber liegt der stärkste landschaftliche Reiz der Insel, an jeder Biegung der zahl reichen Buchten und Vorsprünge bietet sich ein neues fesselndes Bild. Jahrtausen de hindurch hat das Meer die Landschaft geprägt. Es hat tiefe Höhlen in den Felsen gespült: den »Nassen Ofen« zum Beispiel, in den man durch eine enge Felsen spalte tief mit einem Boot hineinfahren kann, es hat seltsame Gebilde entstehen lassen wie die große Gruppe der beiden Löwenköpfe an der westlichen Küste. In ihrem Innern ist die Insel noch ein kleines Paradies ursprünglicher Natur. Die kahlen Höhen sind nur mit hohem Heidegestrüpp bewachsen, aber es gibt auch sanfte Täler, in denen im Frühling betäubend die Maiblumen duften, u. stille Weiher, die in eine undurchdringliche Einsamkeit eingebettet sind. Auf einem Felsen an der Westküste aber liegt, die Insel beherrschend und zugleich ihr Wahr Zeichen, eine der stattlichsten Ruinen von ganz Skandinavien: die Feste Hammers-hus — ein Spiegel der alten Geschichte des Insellandes. Diese Geschichte geht zurück bis in das 11. Jahrhundert, als die Insel noch SokkCMtütib ÜM Cluiäil Noman von Mora Mägander 12 Urheberrechtsschutz: Deutscher Roman-Verlag vorm. E. Unverricht, Bad Sachse/Südharz Aber recht hatte er von seinem Stand-Punkt. Christi, die jetzt leicht Gelegenheit gehabt hätte, sich zu drücken, tat es uicht. Schon wegen des spöttischen Lä-ebelns nicht, mit der ein paar Fremde sie Musterten. Hansei kam wieder. Ein Riesenpaket im Arm! Die alte Bäuerin hat gut vorge-s°rgt. Eine mächtige Surhaxe kam zum Vorschein, frischgebackene, goldgelbe Küchlein, herrlich war das alles anzusehen. Die Weißwürste erblaßten vor Neid, soweit das bei ihrer ohnehin mond-seheinartigen Färbung noch möglich war. Die Kellnerin kicherte. »Was gibts da z’ lachen, blöde Gans? A Bier möcht i, guat eing’schenkt, gell« Und dann geschah es, daß plötzlich AAiß Wellington und Günther zwischen üen spöttisch kichernden Menschen stan-den und daß die rothaarige Miß ihr goldenes Lorgnon hob und sagte: »Ah, da sein unsere Frau Schramm, Und so verliebt! Haben Sie so etwas schon einmal gesehen, Graf? Das sein em komischer Kavalier!« Christi sah zwischen den grinsenden Gesichtern nur ein Gesicht, ein zu sehr ge Uebtes Gesicht. Und es trug den gleichen spöttischen Ausdruck wie die anderen. . Hansei küßte Christi wieder und wiener. Sie wehrte sich. Da sagte hinter ihr jemand: »Betrunken ist der Bursch auch!« Hansei drehte sich um, sah die grinsen den Fratzen, hörte das. Wort »betrunken«, die Zornesader schwoll ihm an den Schlä fen, »Wer is hier b’suffa? Ihr, gl ab i, weil r so damisch schaut!« Christi stand wie am Pranger. Es war niemand da, der jetzt für sie eintrat. Ihre feinen Nasenflügel bebten vor Erregung. Hansei kam in Fahrt. Er wollte sich die nächste grinsende Maske vornehmen. Da trat Christi dazwischen. Laß gehn, Hansei! Komm, pack ein! — Hoam gehn mer. Besser is!« »Fallt mer ja gar net ei, weg’n dem Lackt dem damischen!« Er meinte Günther, den Miß Wellington vorgeschoben hatte. 0, sie wußte, warum! Die blonde Christi war trotz ihrer Unscheinbarkeit eine gefährliche Konkurrentin. Man konnte ihre Minderwertigkeit dem Grafen gar nicht genug vor Augen führen. Entsetzt schaute Günther auf Christi. Seine steife, norddeutsche Art hatte keinen Sinn für Faschingsscherze. Christi sank von dem Thron, den er ihr heimlich gebaut, tief in den Staub. Ein kleines Mädel, nicht anders wie die anderen, die sich küssen ließen von dem, der gerade am Wege stand. Ein unerklärlicher Zorn packte ihn gegen den Bauernburschen, der es wagte, ihn anzusprechen. Er setzte sein hochmütigstes Gesicht auf. Böse herrschte er den Hansei an. »Was fällt Ihnen eigentlich ein, mich hier anzupöbeln?« Christi horchte auf. Banges, schmerzliches Erstaunen auf dem lieben Gesicht. Heimlich hatte sie gehofft, Günther werde sie durch ein Wort aus dieser unangenehmen Situation befreien. Doch es geschah nichts dergleichen. Im Gegenteil, er stellte sich auf die Seite derer, die über sie spotteten. Da fiel Christi eine Welt in Trümmer. Einen goldenen Tempel hatte sie ihrer jungen Liebe in ihrem Herzen gebaut. Und der, dem ihre Gedanken gehörten seit jenem Kuß, er stand hier, fremd und kühl, und verurteilte ihren harmlosen Faschingsscherz härter als die ändern. Hansei wollte sich auf Günther stürzen. Aber der tat den Bauernburschen mit einer unnachahmlich-hochmütigen Gebärde ab. »Gehen wir, Miß Wellington! Die Sache ist mir mehr als peinlich!« Da wußte Christi, daß sie abgetan war wie etwas Ueberlästiges. »Komm, Hansei! Gib a Ruh! Gehn ma harn!« Die Musik begann einen neuen Tanz, und Christi gelang es, den Hansei zum Gehen zu bewegen. Als sie sich in der Tür noch einmal umschaute, konnte Christi gerade sehen, wie Miß Wellington ihre sehr weißen Arme um Günthers Nacken schlang. Christi hätte später nie zu sagen gewußt, wie sie die breite Marmortreppe heruntergekommen war und wer ihr in den Pelzmantel geholfen hatte. Der Hansei stand neben ihr, schnaubend vor Wut'wie ein junger, gereizter Stier. Draußen hatte sich inzwischen ein dicker Nebel ausgebreitet. Man sah kaum eine Handbreit vor Augen. Wie feuchte Watte legte sich die Luft um die erhitzten Schläfen. Der Hansei holte seinen eigenen Wagen und fuhr vor. Mechanisch stieg Christi ein. Wie eine Puppe, die aufgezogen war und gehorsam ihre Glieder bewegte. Hansei fühlte mit dem Instinkt des guten, einfachen Menschen, daß Christi litt. Ihr schmerzliches Gesicht tat ihm weh. Sein eigener Zorn war verraucht. Unendlich behutsam legte er die warme Decke über die kleinen Füße im weißen, seidenen Schuh. Von dieser sanften Bewegung erwachte Christi aus ihrer Starre. »Geh, Hansei, bist ein guter Bursen! Kannst nix dafür, daß die Faschingsgaudi so ausgegangen ist«, sagte sie, als sie seine besorgten Augen auf sich ruhen sah. »Bring mich jetzt heim! Ich hol’ meine Skier und dann fahr’ ich mit dir hinaus nach Berchtesgaden.« Hansei meinte, daß er Christi etwas Gutes sagen müßte. Er stieß einen kleinen Juchzer aus. »Mei, wird Mutter a Freid harn, bals di sieht, Christifrau.« Christi nickte ihm zu. Schwer und dick saßen ihr die Tränen im Hals. Wie sehr hatte sie sich auf den heutigen Abend gefreut! Mit wieviel Hoffnungen war sie hin gegangen und nun — kam sie so heim! Der Wagen hielt vor dem Haus in der Prinzregentenstraße. »Fahrdich derweil umzichn, Hansei! — Kannst ja auch net in dem Narren fetzen hdmfahr’n! In einer halben Stund’ holst mi wieder ab, gel?« Hansei sah an sich hinunter. Ja, richtig! Den Maskenkram hatte er beinahe verges sen. Freilich, so konnte er nicht heim in seine Berge! Da hätten ihn die Leute nicht schlecht ausgelacht. Er schämte sich jetzt fast ein wenig seines Narrengewandes. In der Pension Schramm herrschte nächtliche Stille, obgleich das erste Morgengrauen schon leise durch die Fenster blickte. Alle waren ausgeflogen, den letzten Faschingstag zu genießen. Die alte Rosa aber schlief in ihrer Kammer tief und fest den Schlaf des arbeitsmüden Menschen. Mit leisen Schritten huschte Christi in ihr Zimmer. Rasch mußte es jetzt gehen. Herunter mit den bunten Seidenfetzen. Der Fasching war aus! Was da so grau durch die Fenster schaute, war für sie schon Aschermittwoch. (Fortsetzung folgt.) altnordisch »Burgundarholm« hieß und eingefürchtetes Wikingernest war. Sie ist später abwechselnd in dänischem und schwedischem Besitz gewesen und' war sogar im 16. Jahrhundert 50 Jahre lang an Lübeck verpfändet. Seit 1660 gehört sic endgültig zu Dänemark. Die Zeit, da die Insel viel umstritten war und Seeschlachten zwischen Schweden und Däne mark an ihren Küsten geschlagen wurden, spiegelt sich noch in den — Kirchen, den weißen eigenartigen '»Rundkirchen«, die, fast fensterlos, kleinen Festungen glei chen und der Bevölkerung als Schutz dienten. Neben der Hauptstadt Rönne hat Born holm noch mehrere kleine Hafenstädte. Auffallend ist, daß es keinerlei Dörfer auf der Insel gibt, sondern nur einzeln liegende große Bauernhöfe.' Die Inselbewoh ner treiben Ackerbau und Viehzucht, Fischerei und Schiffahrt. Sport Die Frage der vor der Am kommenden Sonntag wird nun end lieh die Frage der Ligateilnehmer ihrer Lösung zugeführt werden. Dieses Rätsel schicken sich »M a r i b o r« und »R a-p i d« an zu lösen, deren Treffen eigentlich das Fußballderby der klassischen Ur gestalt darstellt. In unzähligen Begegnungen kämpften beide Mannschaften um das Fußballprimat und am Sonntag wird ihr Kampf wiederum von eminenter Bedeutung sein. Diesmal wird der zweite Klub des Mariborer Unterverbandes für die Teilnahme an den Kämpfen in der neugegründeten slowenischen Fußballiga ermit telt werden, also Grund genug, um eine lokale Sensation auszulösen. Sowohl »Rapid« als auch »Maribor« verfügen gegenwärtig über die gleiche Punkteanzahl, und nahezu auch dieselbe Trefferdifferenz, so daß die Entscheidung einzig und Ligateilnehmer Ld'ung allein das sonntägige Punktematch bringen wird. Das zweite Spiel der sonntägigen Run. de absolvieren »M u r a« und »G r a d-j a n s k i« aus Čakovec in Murska Sobota. In der zweiten Klasse findet nur ein Spiel statt und treffen »S 1 a v i j a« und »I, e n d a v a« aufeinander, die gleichfalls in Maribor an treten werden. In Celje treffen sich am Sportplatz der »Athletiker« der Athletik-Sportklub und der SK. Hrastnik, die ihr letztes Punktespiel in dieser Meisterschaftssaison austragen. »Hrastnik« verfügt über eine hervorragende Mannschaft, die sich gerade jetzt in bester Form befindet. Ihr Sieg über »Rapid« in einem Freundschaftsmatch legte davon eindeutig Zeugnis ab. wurde die Abfahrt gemeinsam mit den Rennfahrern für 13 Uhr vom Vereinsheim festgesetzt. Freunde des Radfahrersports sind herzlichst willkommen. Dreikamps Äuavsawien-Ätalien - Griechenland Der Griechische Leichtathletik-Verband beabsichtigt anläßlich des zehnjährigen Kampfjubiläums seines besten Kämpfers, Manttkas, ein großangelegtes internationales Meeting zu veranstalten. Das Programm sieht einen leichtathletischen Drei länderkampf Griechenland—Jugoslawien —Italien vor, der im Athener Olympiastadion vor sich gehen soll. Griechischen Meldungen zufolge sollen sowohl Jugoslawien, als auch Italien bereits zugesagt haben, obgleich seitens des Jugoslawischen Athletikverband hievon noch nichts bekannt gegeben worden ist. Jedenfalls ist die Initiative der Griechen zu begrüßen. Eröffnungs-Klubrennen der „Edelweißler" Wie uns berichtet wird, veranstaltet der hiesige Radfahrerklub »Edelweiß 1900« am Sonntag, den 21. d. ein Frühjahrsrennen auf der Strecke Maribor — Fala — Bresternica. Der Start ist um punkt 14 Uhr beim Kilometerstein 3 (Inselbad). Die Strecke führt über Fala bis zum km 19 (Wendepunkt) und zurück bis zum km 6 (Gasthaus Brudermann). Daß das Rennen einen interessanten Verlauf zu nehmen verspricht, bürgt die heu- er besonders starke Rennfahrerelite des Vereines mit Meister Stefan Rosmann an der Spitze, aber auch die bekannten Kämpen Kurt Schiander, Oskar Rosman und Finkes, sowie die heuer frisch eingestellten Jungmannen sind fleißig im Training, sodaß es sicherlich zu Ueberraschungen kommen wird. Verbunden mit diesem Rennen ist auch eine Ausfahrt des Vereines nach Bresternica zum Gasthaus Brudermann vorgesehen, wo auch die Preisverteilung stattfindet. Die Vereinsleitung erwartet vollzählige Beteiligung seiner Mitglieder und : SK Rapid (Fußballsektion). Die Spielersitzung findet diesmal am Donnerstag, den 18. d. zur üblichen Stunde im Klubheim statt. Erscheinen besonders der Spie ler der ersten Mannschaft,Pflicht! : Das Marmolata-Skirennen gewann Chierroni, der die 4000 Meter lange Strek ke, die einen Höhenunterschied von 1200 Meter aufweist, in 2:58.5 Minuten bewältigte. : Ein Frauentenniskampf Jugoslawien Ungarn — Italien soll in Modena zur Austragung kommen. Jugoslawien hat bereits zugesagt. : In Taormina geht ein internationales Tennisturnier vor sich, an dem sich auch jugoslawische Spieler beteiligten. Hella Kovač schlug die Berlinerin Schumann mit 6:3, 6:4 und Punčec erledigte im gemischten Doppel mit Frl. Schumann das Paar Manfredi - Cavriani mit 6:1, 6:2 und die Favoriten Frl. Ullstein - Bossi mit 4:6, 6:4, 6:1. : Einen neuen Weltrekord im Gewichtheben stellte der Wiener Richter mit 129 Kilogramm Stoßen auf, nachdem er erst kürzlich eine neue Weltmarke im Reißen geschaffen hatte. : Die Leitung des Athletikverbandes zurückgetreten. Der Vorsitzende des Jugoslawischen Athletikverbandes Veljko Ugri nič sowie der Schriftführer Otto Fuchs, der Kasier Zvonko Marian und d. techn. refer. Milan Krajnčič haben im Zusammenhang mit den Beschlüssen der letzten Konferenz der Vertreter des Slowenischen und des Serbischen Verbandes ihre Demission eingebracht und gleichzeitig das Verbandsvermögen den Behörden zur Ver fügung gestellt. : Jugoslawiens Schwimmer haben die Einladung Deutschlands zu einem Länder Kampf, der am 26. und 27. Juli im Rahmen der Wörthersee-Woche stattfinden Sollte, mit der Motivierung abgelehnt, daß der Zeitpunkt für Jugoslawien zu früh sei. Als Termin wurde die zweite Hälfte des August vorgeschlagen. : 15 Jahre ATK Zagreb. Der Zagreber Akademische Tennisklub feiert heuer sein 15jähriges Bestandesjubiläum. In der Fest Versammlung wurde wiederum Dr. Löchert zum Vorsitzenden gewählt. : In Rom schloß der Fußballkampt Italien—Rumänien 2:1 (0), nachdem die rumänische Mannschaft nach einem Treffer Baartkis mit 1:0 eine Zeitlang in Führung gelegen war. Dem Kampfe wohnte11 40.000 Zuschauer bei. : Lojančič, der ehemalige Auswahlspieler der Beograder »Jugoslavija«, ist dem SK, Bata in Borovo beigetreten. Büeheesthou b. Mode und Heim. Heft 5. 1940. Wiener Modelle. Sommerkleider. Umänderungsideen. b. Deutschland. 7. Jahrgang. 5. Folge-Herausgegeben vom Reichsausschuß für Fremdenverkehr. Bildberichte aus dem Soldatenleben. b. Poljoprivredni Glasnik. Nr. 7 und 8-Die Apriidoppelnummer ist dem Ackerbau Italiens gewidmet. b. Gradska opčina. Fachzeitschrift der Städtevereiinigung Jugoslawiens. Nr. 4. Bringt Beiträge über Kommunalfragen. b. Jadranska Straža, Die Aprilnummer enthält Abhandlungen über jugoslawische Häfen, über Seehandel, Meerminen und ähnliches. b. Glasnik zavoda za unapredjenje spo-ljne trgovine. Zeitschrift für Außenhandel förderung. Nr. 3. Berichte über die Handelskammern in Beograd und Bukarest, wie auch über den Einfluß der Blockade-maßnahmen auf den neutralen Märkten und ähnliches werden in Wirtschaftskreisen besonderes Interesse hervorrufen. jUeiMt Ammm, Weine Anzeigen koeten 60 Wer» pro Wort In der Rubrik »Korr#-•ponden*” 1 Dinar / Die tneeratensteuer (3 Dinar bla 40 Worte. 7*60 Dinar für grüeeere Anzeigen) wird besonder» berechnet / DI» Mindesttaxe für eine Meine Anzeige betrügt IO Dinar , Für die Zu. »endung von chlffr. 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