»Ml ' iiintt pr«I»VIn 1 so' v»ol»«liit t» Ksld» «ö,Ii»n«od Otn»e>»N«Mek SekriMsltmig, V»n»k»ttung «n6 Vuek6ruek«fUl: ^«flbos, >Ne» 7«l«pkon lnt»ntrb»a Ur. H4. Lrt«tUeI»Gi» ^atk»^ Iit ««»t» Mtekpotto d«imlO9«i». «sf. 2S1 k'rsNaL 0«n 20. S«pt«md»e iS2i tnsssMW. l« KH»Ibo,» M. 4 V«^ug»ps»t»>: SS Vta» Z4 0ln. 6v,vk f»««» «»on-tt. RS via, ilk «I« adeigs ^«Uws monit». « 0t>. eUustnum»«, tz dt» H VW «owjettuffNche Dlplomatenvämmerung Mola! Krestinfti, außerordentlicher unid bevollmächtigter Botschafter Sowi.^t-rußl«n!ds w Berl>in, einer der ältesten frcin den Diplomaten in Deutschland, soll unm t« telbar vor seiner Entlassung stehen — die Gerüchte darüber haben sich in der letzten Zeit sehr verdichtet, uwd eS scheint, daß sie nicht vökbls^ aus der Luft gegriffen sind. Die Position Krestinskis in Berlin gilt ja seit Iahren als ernstlich bedroht. Er hat sich seiner'^it offen der trot^kistischen Opposition bekannt, und in den Tagen, wo sei' ne Gesinnungsfreunde Rakowiki und Kanie-new aus Paris und Rom zurückberufen wur den, um in Moskau Rechenschaft abzugetien und ins Exil zu ivandern, haben sich viele darliber gewundert, daß Krestinski vor einem ithnlichen Schicksal bewahrt blieb. Man oer. mutete, das; Krestinski im Kreml nur noch ,geduldet" wird und daß nur fein Verzicht auf eine aktive oppositionelle Tätigkeit iljn vor dem Schlimmsten beu>ahrt ha^. H^lte gilt die Trotzki'Opposition in Sowjetrusz-land als erll'digt. Viele prominente Oppo« sitionelle, wie etlva ül^amem!iv, Sinoiwssw, Radek, PreoHra'chenski, haben ihre „Fehler'' einqesel)en und haben sich reuig vor Stalin verbeugt. Die Sünden vieler mit der Trot»« si'Bewegung Syuipatbi.sieren'den scheinen in Moskau vergessen zu sein. Nun soll es ailS-gerechnet seht zu einer Maßregelung Kre« stinfkis kommen, der in Berlin bereits über sieben Jahre tätig ist und I^i dem AuSwär» tigen Anlt verhältllismäßig gut angoschrie« ben zu sein scheint? Aber es soll sich hier gar nicht um -ine Mns^regelung Krestinskis handeln, sagen die Bestinformicrten. Er soll vielinehr höher be fördert )verden und als vollberechtigter Nachfolger Tfchitscherins ausersehen sein! Tschttsc!^rin, der höchste Diploniat Sowj^t-rußland-s, ist bekanntlich seit ü!ber oineul Jahr krankheitshalber untätig. Er iveilt un^ unterbrochen in verschiedenen Bädern und verschiedenen Sanatorien Deutschlands, und nichts spricht dafür, daß er in absehbarer Zeit nach Moskau zurückkehren wird. Es ftci gen bei vielen schon seit laugeui recht berechtigte Znvifel darüber ans, ob das Fernbleiben Tschitschevins von seineui Posten ausschließlich auS gosunidheitlichen Gründen erfolgt. Man will vielinehr von ernsten Differenzen wifsen, ^ie zwischen Tschitscherin und manchen leitenden Kreisen in 'Moskau schlvoben. In diesem Fall muß das bi-Herige formelle Belassen T-schitscherins iul Rang des Volkskommissars für auswärtige Ange-legcnhelten nur durch die Rücksicht auf das Auslanid erklärt werden, durch das große Ansehen, das Tschitscherin sogar in ausgesprochen uroskaufeindlichen Ländern genießt Nun ist ein solcher Schwebezustand auf l^ie Dauer nicht erträglich, und schon Im Hin-blick airf die bevorstehende Wiederaufnahine russisch-englischer diplomatischer BeKiehuu-gen und die dannt verbundenen VerHand« l-ungen, sowie im Hinblick auf die fieberhafte diplomatische Aktivität in sämtllichen Län dern der Welt ist eS erwünscht u,ch erford.'r lich, daß ein init größten Dolllnachten ausgerüsteter Volkskommissar auf der Bildfläche erscheint, und daß das jeht inl Moskauer Aus)värtigen Antt hereschen^de Stellvertre-terstistenl endlich aufhört. Wen würde heute noch die Entlassung AchitischerinS überra- Die Mstlgen Weltbeherrfcher Der wahre Hintergrund dtt Seeabraft«ngbei Ljutomer, wegen Klndesmordes Ku verantworten. Den Vorsitz der heut'igen Verhandlung führte LGR. P e o n i k, Votanten waren LGR. Dr. S e n j o r und BR. Dr. A d a-ul i e. Die Antlage lag in den Hünden des Staatsamvaltes Dr. Z o r j a n, >väh-rend Rechtsanwalt Dr. I r g o l i L die Verteidigung übernommen hatte. Als Sachverständige funigierten Dr. I n-r e tZ t o und Dr. Z o r j a n. Die Mgeklagte, eine starke und untersetzte Fr^ru, schenkte ain Feber d. I. einem unehelichen Mädchen das Leben, nach-denl sie bereits vor fünf Iahren Mutter ivar. Auf Anraten des Vaters der Kleinen sMte die AiMklagte «das Kind in ihvsn Grabe tragen. Sie wollte dies jedoch nicht tun, sondern ließ das Kinid an der Staatsgrenze beiln Ue'berschreiten eines Baches ins Wasser fallen, lvo eS ertrank, worauf die Angeklagte nach Oesterreich zurückkehrte. Bei der Verhandlung, die in deutsche? Sprache gehalten wilride, gab die Angeklagte weinend zu, die Tat begangen zu haben, erklärte jedoch, in ihrer Verwirnlng nicht siM'llßt zu haben, wie sie ihr Kind hÄe ins Wasser werfen können. Die Ge'scftivorenen verneinten die Schuld» srage auf Mord und besagten die s^rage a»lf K^indt'snwrd, dagegen jene aiuf Nnnesvcr-wirrung mit mir sech!z Stimmen, worauf die Angek^lagte freigesprochen und sofort auf freien s^uß ges^ks wurde. scheil oder ;^inlich berühren? Wurden nicht in den letzten Jahren viele andere hochangesehene Sowjetführer gestürzt, ohue daß jeumnd laut All muAen gewagt hat? Wir-den 7richt nols> in der jüngsten Zeit solche Männer, wie B u ch a r i n einevseits und Lunatscharski andererseits „ausgesäubert", wie nmn sich in MoStau ausdrückt? I.st es nicht „selbstverständlich", daß nunmehr die Reihe an Georgij Wassilje-witsch Tschitscherin kommt? Nun soll !xr Berliner sowjetrussische Bot- schafter Krestinski Tschitsckerins Nachfolger sein. Diese Nachricht berührt eigentümlich. Es ist ein offenes (^heimnis, daß der höchste Moskauer Parteimachtha^ S t a l i n in höchsteigener Person im Au-ßentommissariat heute herrscht, und die .Varlborer Atttuna* Al. Grundlinien der Außenpolitik Cowjetru^ landS l^nz selb^therrisch Vesvimmt. Die bei« Stellvertreter des volkSkommiflärZ, Litwinow und K a r a ch a n. müss'in sich in tnel«n Dinqen beinahe a!) Strohmänner mißbraucben lassen. Stalin, der nn-1!sebildete unter t>en Sowjetführern, ein Mann, der n^cht einmal der russischen Spr.« Das neue Autorenrecht che ganz mächtig ist, der im Geqens.itz gesetz ««genMimen. Das sieht v«t, zu den anderen RevoluÄonSführern nie lm kSnftleeisch^ literarij«^« und so«- Ausland weilte, würde am liebsten an die Arbeite« 5« Jahre nach dem L-d« des Spitze des Auhenfswnrissariats einen seiner D«s iSesetz vom vberlte« GesetzqehGNdO» AGl hereiks ge-»etzmiOt — Es tritt Ivsork w Olraft a«ch Ph^zOphttDz PsrträtS «s». Porträts, VUtzer Mtd DhNli^ dürfen »ur mit bessn« derer v«miIlG«nß des «,t«rs airsneftett Der Obe»fte ßrsetzgedende Uat hat i» ssiaer Abe«dsitzmiß a« Dienstaß das A «t« re «' (betreuen stellen u«d ckttf jede Mitarbeit -ni: den Parteiiiltellektuclken verzichten. Dies geht aber mm einmÄ nicht, ^m VolkSkoin« missariat für Bil-dung und ldiinst hat Stalin es noch fertigMdücht, die gebildeten Leiter zilrüch^rün«n — im Außen?>M' misiariat er si.ch in dieser Hinsicht et« was beljerrschen. Die Sowjetpolitik war in d«' lepen Ztit so weMg erfolgreich, dah selbst der mifräuMftgttustige Stalin hier Ankirs geschttzt dlekden. I« neuen «Ztefttz werde« auch Zeit« gsnotize«, besonders sol. che, die va« fremde« ZeitnnßS- und Vach-rlchte«»se»ture« stamme«, de« A»tOr»nsch«tz geniehe«. Die Zeitunge« dürsen ,« Hinkunft die ««chrichtm fslcher Uge«tvren erst nach Ablauf vo« L4 Gwnde« «ach der Verßjsentli ch»«ß «Ochdtticke«. Leitartikel diirfe« «ur «tt befonderer VemMigung der Aptoren nachqe« druckt »eedeu. tSerde« Leitartikel und fO«» stige AuffStze jit aeue« Artikel« verwendet, von altzu kompromittierenden Experimen« j da«« darf die ß^wendung «ur unter An- ten absehen muß. Er hat sich Vis jetzt damit begnügt, anstelle der hochfä^gen KSpfe recht zweitklassiges, aber ihm, Stalin, umso gefügigeres Mvlilschenmaterial zu setzen. Are« stinski ist heute der einzige So«jeddi>vlomat, der noch unter Lenin und in der Manzz^^it Ts^tscherinS auf seinen Posten kam. In den Wvigen HauptpstSdten Europas fjnt^t man nur recht mittelmäßige Männer an ver Spij^ der Sowjetbochkli^ten. Man den» le nur etwa an Herrn D a w g a l e w. f k i, der in Paris seit bewahe zwei Jsten Sied rede« im GirlHtsstM »der Reden» die i« p»« ^ lung entfernt, die man, ivenn auch mit ei-litische« Vetfümmlungen gehalten werden, niger Uebertreibung, als Stäldtchen bezeich-dürfen yhne weiteres Verwendung finden, nen könnte, stehen in wilder Einsamkeit Die Auttzre« fOlcher Nede« könne« jedoch de« .armselige Scheunen nnd kleine aus Holz ge-Zeitungen die Verwendung ihrer Reden ver» zimmerte und mit ^ierfellen lvderkte Hüt-bieten. Die ckichtigfle Vest«mm»ng des «e-l ten. Wohin das Auge reicht, breitet si-^ die fetzes ist, d«h dle d»»ri^ dieses Gesetz geschütz« ^ unendliche sibirische Tundra — moo^edeck« ten Neöj^ das sich daraus ergebende Ein te Sumpfstrecken, die sich durch da'Z nördliche kommen nicht gepfändet werden dürfen. Tos. Sib-irien hinziehen. Die Genend am Ende Gefetz tritt sofort «ach der Ganktiouierung durch deti KSnig und Verlautbarung im Amts blatt in Kraft. Otstmei» ln Srwniiuna des kMchen 2S September Di« Kl«t«»«hr ge>«» jeöe halbe 0I»«> — De» Ris xch ei»«r st«r»e«i Ztealer««! Wie aus Wien vom 18. d. berichtet wird, veri^ffentlicht die Bundesführung der Heim« wehren eine Kundgebung, in der gegen die angeblichen Versuche einzelner bürgerlicher Politiker, die BerfassungSrefvrnl um ihre entscheidende Wirkung zu bringen, Stellung genommen wird. Die betrefs«^nde Kundgebung, die in mancher Hinsicht recht interes-sant und bezeichnend ist, sagt u. a.: Diesen P^tikern kann nicht eindringlich genug gesagt «erden, daß die Heimatwehr ^ . . . diesmal ihre ganze Macht einsetze« wird, um nehmen Nachfolgers Ttchitscherms seine ^z^e halbe Lösung zu verhindern, welt!^ die Otzlal. Herr Li twinow, der in den letzten I^ren Vieil-genannte, hätte viellelcht noch in Betracht komn«n können, aber seine Gattin, Fvau Litwinow, hat es neuer-Vings gewagt, sich irgendwo in einem besonders s^mn Abendkleid zu zeigen, ivo^urch Kapere ihres Mannes ernstlich gefährdet wurde. Bleilbt also wiMch nur Herr l^tinifki als Kandidat auf den Posten deZ BolkSkommissärS übrig? , Vor vielen Jahren schon stand ArestinjN an der Spitz« eines BvLkSkommissariatZ. Das war dannrls das Volkskommissariat ftlr Finanzen. Kr^tinsVi würde also im Rate der VolkSkammissäre koin neuer Mann nlshr ^in, vielmehr, hätte er alle seine Ävllegen als neue Männer betrachten können. , D'e Frage sei ofsen gelassen, ob und inwie-weit Herr Krestin^ki als Außenkomm>issär Herrn Tschitischerin ganz ebenbürtig sein würde. Es sl^nt aber, dah die KaMdatur Kr?-stinskis von einer anderen Seite her, näm-lich von der innerparteilichen Seite, auf re<^ schwachen Füßen stehen motzte . . . . austromarxistische Vormachtstellung im wesentlichen unangetastet ließe. Die Helmwehr wird genau so handeln, wie die Sozialdemokraten im Jahre 1L20. Damals hatten diese die e«tschetdene Macht in der Hand und zwangen d. «erschüchterte Vürgertum zur An nähme ei«»r vo« volksfremden Führer« auf die marxistische« Vedürfnisfe zugeschnittenen Versassung. ^ute ist die Macht mit Unter« stütz««g «»eiter Beuittkerungsfchichten auf die Heimwehr übergegangen nnd ihre einmütige Forderung gipfelt i« dem Verlange« «ach einer Berfass««g, die in der gleiche« Weise det« Vaterland, wie de« wirtschaftlichen Vedürfnisfe« der bodenständige« Bevölkerung eutfpricht, »Och ^n de« Widersta«d der Austromartifte«. Gi«e« Teil dieser Forderun gen enthalto« die bisher programm«;tischen SundgebuuHE« dir verschiedenen Parteien u. Verbände, aber sie sind nicht weitgehend genug, sür ein« Reform, wie die Heimotwehr fie im J«tetefse einer durchgreifenden Gesundung vttlaiige« muß. Wenn t»!e Pättei»« im Verein mit der derzeitigen ^gieritnß nun, wie angekündigt, daran gehe« «wllen, um einen Regierungs» entwurs auf mitjZeter Linie zu konstruieren, die auch die ^vüike zu weiteren Verhandlungen mit de« Austromarxisten nicht abbricht, so erklärt dis Heimatwehr, daß sie eine solche OuaSsalberet nicht als eine Versassungsre form in dem t»dn ihr geforderten Sinn de trachtet. Die Heimatwehr lehnt es ab, ihre Kraft im parlamentarifchen Kleinkrieg und ^ ______________ Intrigenspiel z« verzetteln, sie. will ganze > richten sich in den der M!t — so nennt der BolkSmunld diese (Gebiete. Dort sind die Handelsplätze deS staatlichen .^andelStrustS der So'wjet.ll-nion eingerichtet. Zwischen den ein,^lnen Handelsplätzen liegen viele hundert Kilometer, eine Entfernung, die für sibirische Be griffe nicht der Rede wert ist. Der sröß^ Handelsplatz der Küste heiht Chabarvwo — er zählt ganze acht Hütten und eine Kapelle. Diese Kapelle hat ihre Geschichte. Vor fünfzehn Iahren wurde sie in einzelnen Tsi len von einem orchodoxen Ka-ufmann auS Nvrdrußland an ihren heutigen Standplatz transportiert. Der Kaufmann hatte ein srom meS Gelübde getan, im äußerten Sibirien ein Kloster zu gründen. Vier Mönche folgten ihm. Sie sollten, lnit Lebensmitteln versehen, aus die Rückkehr des Kaufmanns im folgenden Sommer warten. Als der Kaufmann mit seinem Schiff zurückkehrte, eine Verlbindung mit der übrigen Welt besteht nur während der Schiffa>hrtSzeit im Sommer — fand er ihrö' Skelette vor. Die Mönche waren ainscheinend an Skorbut, Mt r-ben. .s^eute hängt an der Tür des KirchleinS ein Schild mit der Aufschrift ^ HandelS-qenossenischaft der Samojedeii. Hier werden die Waren onfgestapelt, die das Schiff einmal im Jahre aus dem fernvn Ru^larrd mitbringt. Die Samojed^n, .die sonst ein Nomadenleben führen, erscheinen an den Handelsplätzen nur dann, wenn die Ankunft des Schiffes envartet wird. Sie kommen Mlf Reforme« Z>nd ei«e ganze Lösung. Fühlt sich die gegenwärtige Regierung einer solche« Aufgabe nicht gemäßen, dann möge sie zurückttete«, dann habe« die bürgerlichen Parteie« freie Ha«d, durch die Wahl .Hütten häuslich ein. Dann bringen sie iHre F^Ne, die Ausbeute oineS ganzen Iagdjah« res, um sie im GonossenschaftSgebäude gegen andere Waren umzutauschen. Man kann sich von der Pracht der ausgestappelten eiuer starken Regl»r««g, i« der auch die Hei- > Felle kaum eine Verstellung machen. Die Aus jeden Fall ist ein großer sowjetrussischer Diplöimatenschuib wohl unvermöddlich. Dieses RevirkMnt steht im Zeichen einer au^« gefprocheken Diplomaten-Dämmerung. Anders kantl es aiuch iricht sein: eS entspricht völlig der' allgemeinen „Bansse", in deren Zeichen die Diplomatie Sowjetrußlands heute unvetlenn^r steht. matn»ehr, die derzeit stärkste Machtgruppe im politisl^u tträft^piel. den ihr gebührende« Si«fluß dejil^^ zur Entwirrung der Lage u. zur Festigung unserer innerpolitischen Verhältnisse VeijutrÜge«. lZin solcher Entschluß allei« wüthe t« letzter Gt««de de« wirklichen Machtr«eh5ltiliisse« Rechnung tragen. Am LH. Oe;^te«cher finde« i« der Umge-b««g Vtens i^e», große Aufm^rf^e statt, schönsten Hermelin« und BlaufuchSfelse, die, späters zu Luxuspelzen verarbeitet, als kostbare Zierde die Schultern schöner Frauen schmücken, sind hier'für ein Nichts zu haben Der Pamvje.de ist weder wirtschastlich noch sparsam. Er weiß nicht einmal, )vas 'r für seine Beute verlangen soll. Geld hat für ihn keinen Wert. Er stellt einsach die mitgebrachten Säcke an die Erde und läßt sie sich Va5 8piel äer ?nuiv»5i« Vareasiri Ro»w« von Gerald Cumderlond. zz (lkachdruck verboten.) „Nicht den geringsten. Fräulein Sta.ls« more h«t keinen UMgang mit Menschen, die einer solchen abgeschmackten Handlung fähig wären." Die Prinzessin sich, um an ihren Schreibtisch zu ttöten, nahm ein Fernsprech« Verzeichnis und reichte es Frank. „Sie müssen sich unverzüglich mit Scot-land ?)ard in Verbindung sehen, Herr Mi« chelle. Ihre Verlobte ist zweifellos entfühvt wovden -- da dürfen Sie keinen Moment zl>gern. Ich kenne die Welt besser als Äe, verzeihen Ae dieses Urteil, aber ich habe auf meinen Reisen mehr vom Leben erfahren als Sie. Und ich kennennanrentlich auch die l^kahren. die in London einer Frau dri hen. Telephonieren Sie sofort, ich bitte Sie ^rum!" Der Argwohn Frank-; war geschwunden. Auch die rassinierteste Schauspielerin hätte ein« Mitschuld nicht so vollendet nerberq-'n können. Unk fein der sich eines Ver^ brechens schuldig loar, würdk« sich selbst der Volizei in die Hände spielen. III. Das Wort Ueberraschung kennt man m Scotland Vard nicht. T«rt gelten alle Dinge f^üi: durchaus mißlich, und nichts kann die Beamten von Socotland Vard aus ihre? scheinibaren Ruhe bringen. Dentroch verg.'ht keine Stunde, in der nicht die Nachtricht über ein neues Verbrechen das von einer unheimlichen Stille erfüllte Hauptquartier gcamni aufnahm. Brill selbst unterbrach nrit keineni Wort. Nur seine Augen ivaren fest au^ Frank gerichtet, während dessen Narer Dar stellung des Vorsalles. Keine Reivegnng nicht einmal ein plötzlick)eS gespanntes Aus borchen verriet die erregte Ante'.l'"'rs,uie de Komnvissar^ (Fortjetzuilg folgt. „Ich weiß nicht —i aber nein, ich habe wirklich keinen Anhalt für einen Ve'.dacht gegen sie. Ä^r günzeS. Verhalten, schon ihre Stimme — alles zeugte nicht nur von ihrer Unschuld, svnpern auch von ihrer Unkenntnis des VorsalleS. Aaum hatte ch ihr die Affäre mitgM^t, als Sie mir den dringenden Mt gab, Scotland Vard zu benachrichtigen. ^tte sie getan, :venn sie sich einer Mtschuld vvwüßt gelvesen wäre?" „Das ist schwer zu sagen, Frank. Raffinierte Vetbrechor wählen oft solch einen Trick, ultl von vorid^rein jeden Verdacht abzulenken." „Aber wettn dil sie gesehen und gehört hättest, Onkel Peter, wärest du anderer Mei nung." ' ^ Der Bvamte,'der das Formular fortgebracht hatte,' kehrie zlttück. „Wolle« Sie mir, lbitte, folgen, ineine .Herren?" bat er hi^flich. Er sprach mit so ruhiger Zuversicht, alS wäre die Sache, läge sie einmal erst in der Hand von Scotland Vard, keiner l^rtegUng mehr wert. Frank und StaNsmore folgten ihm über eine breite Steintreppe in den ersten Stock. Der grak».? Gebandekompler schien fast ve ödet. Ueberall herrschte Totenstille. Aber Seotlant» Vard schläft niemals. In zahllosen Rciumen arbeiten Tag und Nacht geschul te Krin'iimlistens'irne, schwierigste Kriminal r^f'el der endlichen Lösung entaeaenzufüb ren. FreNag, den Ä). Sefftemvet lSSS. .V^aristc'rer Nummer L^s. Tafeln, billiges Konfekt und für d^e Aamojeidenlsrauen sind begehrte Tausch-artikel. Als Zulage belommt er dann Tisch eiile Flasche Wcchka. Dam? holt der Agent eine Ziehharmonika hervor, zu deren. Klän-qen die Samojoden ihren Nattonaltanz Aum Biisteil geben. Am nächsten Tage ziehen die Samojt.^^n wieder weiter. Die kostbare Wa« wird auf das Schiff verlai»en, daS bald zunr nächsten .^nidelSplatz weiterfährt. Ue-öcr die endlose Tundra breitet sich aber wieder das Tchweigen bis zum nächsten Jahre. Tfteater «i,» Kunst Srozer Xdeaterbries Karl Fischer-Niemann, bis uor kurzem Mitglied ' der Mener Staatsoper, eri^ffnete die Reihe seiner für dieses Spielsahr in Aussicht genommenen Gastslpäele alZ Rhadames in Verdis „M'da". Fischer-Niemann öesitzt noch aus der Zeit seines, hiesigen Engagements eine ansehnlich Gemein de, die ihn, wie niicht anders zu erwarten ^ ivar, enthusiastisch fei<.'rte. Wir können aber nicht umhin, fostzustelscn, daß wir von dein mit Recht g^chätzten Wnstler schon hervor-' rciigendere Leistungen gehört ha^n. In der Romanze: „(>olde Mda" ivartete man vergebens auf strahlenden stimmlichen Glanz, nllch niachte sich l^fter ein unschöner, edioaS grober Ansatz bemerMr. Sehr schön gelangen dagegen die Nil- und >die «terbeszc-ne, in denen 'der Sänger Töne von innig,?: Wärme und bestrickendem Wohllaut farrd, die die Dürftigkeit 'des Spiels und das unvorteilhafte Aussehen reichlich wettmacht::n. In der Ntelrolle gastierte Frml Riosine (5 d e r - F o r t e l n i, die besonders ldiirch 4hve große Gesangskunst unid ihre sichere Biihnengewandtheit glänzte. In Frl. Petrikowski (Amneris) lernten wir eine junge Sängeritr kennen, die ü>ber int^n . außerordentlich wohllautenden und gut durchgebildeten, lvenn auch n^cht sehr starken Mezzosopran verfügt, >der ^wiß noch iveite» rer Entivicklung fähig ist. Eine einnchme^de (5'rscheinung, sichere Musikalität und ein na-tiirliches, leben^digeS Spiel verstärkten den günstigen Eindruck dieses Debüts. Als Amo-nasro stellte sich Alexander'R e y ch a n vor, konnte aber den Anforderun^'n dieser Rolle Nlir zum Teile gerecht lvevden. Seinem schönen, ll>eichen, klangvollen Bariton scheint die l^eldische Durchschlagskraft zil niangeln, auch die Darstellung ließ nranche Wi'lnsche offen. Meinl (König), Tisch fvberpriester) und Ha ^ m b 5 ck (Bote) »Mren vortreffliche Vertreter ihrer Partien. Der schönen Stimme Hedwig G i e-d e s (Priesterin) konnte man diesmal »ve« jgen der wiederholten IntonatiowZ'schw.T'l-kungen nicht recht, froh «werden. Sehr gnt hielt sich der Chor. Kapellmeister Tutein dirigierte die sehr zahlreich besuchte Vorstellung mit Schwung in echt Verdi'schem Geiste. ^ . > . Die Ol^>erelleniaison wurde mit „Hochzeit in Hollywood" von Jacobson und Hardt, Musi! uon O'?kar StrauS, eröffnet. Man staunt illnner wieder, mit wie wenig Geist, Witz und Erfindung die Autoren, LibretÄ-steu sowohl wie ^ton^ponisten, es heutzutage fertigbringen, ' einen Abend auszufüllen. Auch hier wieder begegnen wir fast durchweg'^ altbekannten Clichöfiguren, die ge-Z lvaltsam in, eine neu sein sollende Umzz-. buiig hineingepreizt iverden. Straus hat sich Äe^Zlnol die Snrl>e leicht geinacht: den brei-testell Rauul in der Operette nimmt der Walzer aus seinem „Walzertraum" ein. nicht etwa,blos; ein zufälliges voriibev^e-hendes Anklingen, sondern eine absichtliche Anleihe, zu der der Unchand Anlaß b-ot, das; das erste Bild in der Garderobe eines kleinen Hofthenters an: Tage der 200. Auf-sithriing deS ,.Walz!ertraumes" spielt. Was an neuen intlsilalischen Einfällen zu hören ist, ist ziemlich dürfhig, auch vermißt man die sonst bei Straus so sor^ältige, fein cha-ralterisierende Instrumentierung. Zn>ei neu verpflichtete Mitglieder traten zum erstenmal auf: die Operettendiva Maria Schwarz und >der Komi^r Fritz D ? e. st e l. Frl. Schn>ar., bestiicht zunächst durch eine vorteilhafte (Erscheinung, frisches Spiel und deutlick)e WortSehandlung, ihre Stiui-?ne^ ist l)llngegcn nicht bedeutend und besitzt keinen rechten Glanz, lvenn wir auch einige recht hübsche und sick>er angesetzte H^hen-töne vernahnien. Jnnnerhin durfte sich die Danie unserem Ensemble gut einfügen. Die-stel, der auch die Eiviielloitung innchabte, schiritt sehr gut erta 5» ö h n fand in Liedern von Wolf u. M ?rx Gelegenheit, ihre l!^sangstunst im schönst:n Lichte zu zeigen. In die .iilavierlvgleitung teilten sich in sein empfindender Weise Dr. S ch m i d. t und Dli. ?>einz P n s ch a-ch e r. Nicht vergessen sei auch das Reinholz« Ouartett, das die Feier mit M'N-sterhaft geblasenen Fanfaren einleitete. Seorg «. Müller. MiMonenditbfiMe w Zagreb „vraf Pyelt»-T»««" i« Paris »««sesvrlcht «»d verHast«» Vor einigen Tagen wurde bei der Besich tigung der Schatzkcrnrmer der Kathedrale in Zagreb die Wahrnehmung gemacht, daß das wertvollste Stück derselben, ein altes Diptychon aus Silber und Elfe«t?ein, das insbc-sonderc wegen seines Kunstwertes mehrere Millionen Dmar wert ist, durch ein minder-lvertiges Falsifikat ersetzt worden war. Der Dieb mußte ein Kunstsachverständiger seiw Wann'die Unterschiebung des nachgemachten Diptychons erfolgt war, konnte nicht genau festgestellt werden. Jedenfalls niußte der Diebstahl schon vor mehreren Monaten geschehen sei« .c»ischlag aus «ihren Ehemann miSgesnhrt zu k>aben, indem sie ih-n nach eiiier Ausei-nanldevsetziung mit einem S.portgürtel zu erwürgen versucht hatte. Zum Glück waren Nac^rn hin^ugekvmmeil und hatten die Wütende von ihrem Opfer zurückgerissen. Immerhin hatte sie ihn mit Faustschlägen und Stockhieben traktiert, daß ^er ins Krankenhaus iiberführt lverden mußte, >vo er noch jetzt darniederliegt. Bei der (^richts-vevhandlung kam durch Zeugenaussagen die Tatsache Kuta-ge, «dasz Mrs. Laura Weaier, die zarte und zärtliche Frau, .bereits fünf Gatten gehabt hat. N^r sie alle, bis ans einen, tvaren nach kurzer E'he verstorben. Der eine, der nur dadurch mit dem Leben davon gekommen war, daß er bei Nacht.und Nebel geflohen war, fagte aus, daß ihm dtes.:r weibliche Blaubart feliber erzählt habe, sie habe i'hre vier Gatten vom Loben zum Tode befördert, und auch ihn werde d«S gleiche Schicksal ereilen, wenn er sich nicht in allen Stücken ihrem Mllen füge. —^ Die Angeklagte leugnete zunächst, gestand aber endlich ihre Verbrechen ein. Von besonderer Grausamkeit war «der Mord an oein vierten Ehegatten. Dieser, der ebenfalls i'rber lierku-tische Kräfte verfügte, hatte bei den Strei-tigkei>ten des Paares immer die Oberhand zu behalten gewußt. Um fo grösser war >der Haß seiner Frau. Eines Abends, als er schlief, stürzte sie sich ans ihn, band und' knebelte ihn, ehe der kaüim Erwachte sich auch nur rühren konnte unv steckte ihn. wie ein Paket verschnürt, in einen großen Sack. Als es vollends dunkel goworiden war, lud sie ) diesen Sack über die Schultern und truc^ ihn über eine Stunde iveit bis zu einenl einsamen Wäldchen. Dort tränkte sie seine Kleider init Benzin und setzte sie ^nn in Brand. Vorüiberfahreiide fanden die menschli che Fackel, aber die Rettungsversuche waren vergeblich und der Bedauernswerte starb unter surchtbaren Qualen. Die rachsüchtige Frau täuschte einen Ranbmord vor. Nie-nland hatte, es geivagt, sis anzuzeigen. Nun durste sie der Tot>esstrafe nicht mehr entgehen. Augend schützt vor Tochelt nicht So könnte nmn das Sprichwort abwandeln, wenn man das Arteil liest, welches kürzlich ein Mener Richter in ^inem Scheidungsprozeß fällte. Die Klägerin, Frau Therese Pernmneder, tvar 45 Jahre alt, als sk ihren jetzigen Mnn, einen 20-jährigen Stiubettten, heiratete. Er hatte in ihrer gut-geheniden Freindenpension ein liescheidenes Hinterzimmerchen bewohnt, und Frau Theresens Fürsorge sowie ihre gute Mener Kilche bezauberten ihn derart, daß er sich nnt der wohltonseroierten Wittib verheiratete. Soweit uiar alles gut und schön, Herr Franzi Pemaneder übersiedelte aus den« billigen Hinterzimmer in die behaglich eing> richteten Privaträuine und brauchte keine Miete mehr' zu zahlen, und Frali Therese bück, briet und sclMorte die schönsten richte für ihren jungen Eh<^ten. Aber nicht lange ^dauerte das Idyll, bald hatten sich ldie hohlen Wangen des armen Stiident-leins gerundet, und wie die allzu gut ge-füttcttiin der Hafer sticht, -nur^'e .incl^ der iz.nge .Herr Perm^neZür ubcrmü-big. Er ging auf Abenteuer aus und eines schönen Tage«! oder vielmehr schör-en Tage^ überreichte ihn die Gatt'n zärtlicher ZwelsANkvit mit bibdhitbs^n, jungen Ttubenmädchen. Dies var )az En-de der Flittern»ck>en und der Anfang tes ScheidunkMroqesseS.. ^'r ^Üichter willfahrte dem beiderseitig c^eäußerten T'-en. nungsversuche. aiber'die Schaldenersniun,, sprüche der '^l^nsionsmama an ihren flossenen" wegen der n^ährend de^ achtwöchigen Glückstrauniecs nicht beMli.'.i Kosten für Verpflegung und Miete lel?nte er ab. Denn, so s^^te er, n>enn eine ,^ra,i von 45 Iahren so duuiin ist, einen Zivanzig-jährigen zu heiraten, so ist das iljre Sache. Aber keinesfalls darf man diesen.Zlvanzig-jährigen verant:wortlich niachen dasür, ivenn es mit der Ehe schief geht. Tie Jugend ron heute so meint der weise Richter, ist klug — sehr viel kluger, als die älteren Generationen inl gleichen Alter waren. Aber das schützt sie doch nicht davor, die Torheit einer solchen Heirat zu begehen, weil sie die Fol. gen dieses Schrittes noch nicht iibersehen können. Frau Therese niuß also ihre F.)r-derungen in den Rauch^ang schreiben. Schach Der Gchachwettkampf Aljechin—Bogoljubvn .W i e s b a d e n, 17. Septeinber. Die heute gespielte siebente Partie wurde von Aljechin mit dem Danienibauern begonnen. Bvgoljilbov verteidigte sich indisch. In der Eröffnung opferte Aljechin eineii Bauern und errang einen Vor^ teil, der ihnl aber infolge eines iibereilten Zuges wieder entrissen ivurde. Nun gewann Bogoljubov die Oberhand und Aljechin geriet in einige Bedrängnis. Im weiteren Verlaufe jedoch nützte Bosioljubov seine Ehance nicht richtig ans und machte ^dadurch einen Fehler, durch den er einen Turm gegen einen Läufer bei u;?günstiger Ztellllng verlor. Aljechin gewann Partie nach Z-; Atigen. .Gegenwärtiiger Stand: Aljechin Bossvlljubov 2, Remis 2. Morgen sst spiel-frei. Radio Freitag, den 20 September. Ljubljana, 12.30 Uhr: Reproduzier te Musik und Börsenberichte. ^ 13.60: Ta-gesnachrichten. — 17: NachmittagS-konzert. — 10.30: Hauöhaltungslehre. — 20: Ge-sairgsabend. — 21: Orchesterkon^ert. — 22: Nachrichten und Zeitangabe. — Beograd 12.45: Schallplattennmsik. — 18: Konzert-Übertragung. — 20.30: Kammermusik-konzert. — 21.45: Tllbendkonzert. — Wien, IS: NachnrittagÄonzert. — 18: Kammermusik. — 19.15: Liebe und Tronipetenbla-sen. — 20.05: Kolnzertabetib. — 22:,Aben'^« konzert. — Breslau, 19.05: Orchest.:r-konzert, — 20..-^0: GssangökoNKert. — 31.50: Kleines Harfenkonzert. — 22.35: Stenographie. — Brünn, 10..W: Prager Uebertragung. — 17.45: D«lltsche Sendung. — 22.25: Militävmusik. ^ -Da^entry, 20: Promenadekonzert. — 23.15: Abendkon-zerü — 2Z: Tanzmusik. — Stuttgart. 16.15: Nachmittagskonzert. — 20: Zeitgenössische Musik. — 21:> H. Sturulö S^vank „Der ungetreue Eckehart". — 22.30: Lau« tenlieder. — Frankfurt, 20^- Stuttgarter Uebertragung. — 22.30: Stuttgarter Uebertragung. — 24..30: NachtVoin^ert. _ Berlin, 10.30: Kon^^rt. — 17.30: Unterhalt ungsnmsik. — 20: Alfred-Polgar-Aben!». — 21: Opernsragmente. ^ Langenberg, 17.35: Vesperkonzert. . — 20: Leichte Miisik. — Hieraus: Nachtmusik und Tanz. — Prag, 17.45: Deutsclie Sen^nng. — 19.05 Konzert. — 20: Kammermusik._ 22.25: Mlitärklauzert. — Mailand, 16.30 Kinderlicider. — 17: Nachmittagskonzert. — 20:3f1: Symphomekonzert. —. Ä.l5: A->bend'konzert. — München, 10:^ Teekonzert. — 17.30: Orgelkonzert. — 1^.30: Liederstunde. — 20.20: H. Jbsenö ldrauwtischÄ^ 0k'dicht „Brand". ^ Budapest, 17.50: s^rchesterkonzert. — 20.20: KvMrt. — 'ß'M: Orchesterkcmzert.Warschau, Konzert. 20.30: Symphoniekonzert. — Paris, 20.20: s^fbendVomzert. ' ' ' ^ Boshaft. „Ich salie Ihnen, mein Fniulein, so ewe Novelle schreibe ich schnell nieder; ich schüttle sie sörmlich aus den Aermeln!" „Das glaube ich Ihnen gern, Herr Meier, Ihre Novellen haben aber auch so etwas Äermlichesl^ Zeitung^ Freitast, !^n 20. September l!)?9 /^slcalS QHZ^SFKFZc Maribor, w. «September. Eine dringende DerWrsregelung Siae andere Glimme: Es lSht ftch nlchl viel machen! In der letzten Conntaqsnummcr unsercö Blattes brachten wir -unter obigem Haupt-litel die Zuschrift eines unserer c^elegentli« chen Mitarbeiter zunl Abdruck. In diesem Aufsatz besaht sich der Zchreiber, dein daZ 7ül>hl »ind Wehe unserer Draustadt i'ehr lain Herzen liegt und bei passenden Gelegenheiten für d«n Fortschritt Maribors auf die eme oder andere V^ise seine Stimme el» hebt, mit den Zuständen an: 5^iauptpl2j.^s und legt dem Gemein^erat dringend nahe, die BerkehrSfrage'an'diesem sr'equentierre-sten Punkte der Stadt sobald als nwglich zu regeln. Seiner Meinung nach mii^len öi»? Reiben der Stände vor dein Mazisirats ^eb^ude an '5 .^ten Ecken, d. :> 2il der Ge. svl:jka und Stc!:'a ulica, bi-Z zur Tabaktra« f'k bezw^ bis ?,um Geschäft K?cn:Sn:? zu. rückoer!e5t werden, um davl'^^ch s'"'r den Wagenv^ehr, der an Markttagen geradezu gefährliche Formen annimnit, mehr Raum zu.gewmnen und dadurch Ungli1^55-iallen vorzubeugen. Wir brachten diese Zuschrift ohne Kom-«uentar zum Abdruck, in der Voraussetzung, dak zu dieser wichtigen VerkehrSfrage au6i ande:e Lokalpatrioten Stellung nehmen iverden. Tatsächlich wurde uns ge>tern in .dieser Angelegenheit ein zweiter Au'sci^ zur Verfügung gestellt, den wir hier veri.>if(Nlt-lickcn wollen: Der Schreiber der Sonntag in d^^c ribor^r ^itung" veröffentlichten Zeilen über die dvingende Regelung dez Verkehrs Qni Hauptplatze, meint >der Mann, hat im großen und lganzen recht, sogar sehr recht. In dieser Frage muß unbedingt etwas nn-lerno-mmen werden, sckion um Ungliicksfäl-len vorj^ubeugen. Der Vorschlag, die Stän-dcrei>hen zurückzuschieben, ist zwar !^ut gemeint, allein der Kenner der Äerh.iltni'se kann dem nick)t beipflichten. Ich habe oft Gelegenheit, das interessauie Treben am Mavktiplpatze, iilsbesondere an Mittwochen und Samstagen »normitlags, beobachten. Das lebhafte Bild zwingt den Beobachter <;eraideKu, zu studieren, wie den verschiedenen Kalamitäten, die mit de:n Anwachsen ^des VerVehrs Schritt halten, auf 'die einfachste, aber ausgiebigste Weise abzu-^'helfen wäre. Ich kann mich wohl riihmen, ^infolige meiner lai^jÄhrigen Beobachtung ,ein ziemlicher Kenner der Marktverhältnisse 'zu sein. ! Die vorgeschLagene Riickvcrlegung dcr jTtän'de an den !^iden. Schnial-seiten d^'Z kHauptplatzeZ ist derzeit unmöglick), da da-! durch wohl gegen L0 Standlplätze filr Ver-Mufer entfallen wüßten. Deren Verlegung auf den neuei^ Hauptplatz «gilM vielleicht noch an fünf Tagen in der Woche, keineswegs jedoch an Mttwochen oder gar Samstagen, wo 'der obere Tekl des Platzes ohnehin gänzlich besetzt ist. - TerkehrÄechnischen Nückfichten schon vor 'Jahresfrist geräumt üverden. Soll umn di-".-se'Leute, die nicht unbedeutende Steuerzahler stnd, vielleicht unter dem Ltalvaricnberg oder in oder bei der ehemaligen Ka-dettenschule unterbringen, wo sie nichts inehr verkaufen «können? Oder wenn uian t>!ie von der Mag'istratssront vertriebenen Marktfrauen sch^n unbedingt am ne^^en Hauptplatz haben will, sollen dann die (^)e-fliigelhäredler, 5Irämer, Töpfer usw. ein? halbe Stunde weit aus denk Ctadtzentruni hinaus? Da ist guter Rat teuer. ?)!an nius; etwas tun und weiß nicht wie. Meiner ?Neinuttg nach muß die Verteilung der. verschiedenen Verkäufer vorläufig unverändert bleiben. Es geht eben nicht anders. Nur würde ich empfehlen, an ider Gosposka und Stolna ulica die Stände, wenn es überh^aupt ginge, ein wenig zurückzuschieben, vielleickst um einige .Meter. Wenn dadurch zwei Meter gewonnen würden, wäre damit schon viel er-reicht, und die gefährlichen Ecken vsr den Ge schäften KauüiL und Majer böten für die Fuhnverke niehr Spielraum. Eines aber kann ohne weiteres sofort ge« >schehe.n, und'die drohende Gefähr von Unglücksfällen wäre bedeutend verringert. Alle vom rechten Drauufer u^r die Traubrücke kommenden Fuhrwerke ohne Ausnähme, auch die Radfahrer, foiveit sie der Ecke Be-trinjska-Tattenbachova ulica zustreben, sollen der Linie der städtischen Autobusse folgen und somit gleich beim Autöbus-Warte-häusckien nach rechts «lmbiegen, somit in der Richtung gegen die !^idovska ulica fahren. Dadurch gäbe es an allen vier^ Seiten der Verkehrsinisel, die ja der neue Hauptplay bildet, nur eine Fahrtrichtung, und Zusain-menstösze und Auön>eichen wären ausgeschlossen. Eine Aenderung der Straßenfahc-ordnung in diesen: Sinne ist an diesem verkehrsreichsten Punkte'der Stadt uttbedinzt erforderlich. ^ Die Redaktion hatte Gelegelcheit, durch Informationen beim städtiischen Marttinspek torat die Nichtigkeit obiger Zeilen zu über-iprüsen ulch sich von deren Sdichhätigkeit zu überzeugen. Aus >der Einsichtnahme in die vorgelegten Pläne der Stän!dLvcrteilung ani Hauptplatze mußten wir zur Einsicht -gelangen, daß an eine, auch nur teilweise Verle-'gun^des Marktplatzes gegenwärtig nicht zu denken ist. Allein die unhaltbaren Verkehrs Verhältnisse an: Glavni trg drängen innner mehr dazu, die Lage an: Marktplatze gründlich zu bessern. Dies kann nur dadurch -geschehen, daß lA!aribor die schon längst projektierte Markthalle echält. Die ftädti sche Markthalle, in welcher älkc Marktverk^u fer, Fleischhauer, Specharcn, Bäuerinnen usw. ihre Waren seilböten, ist ein dringen" des Gebot der )!otwcndigkeit. Wir wissen sehr gut, daß die Realisierung dieses Projektes Millionen verschlingen ^'>ürde. Zu 'dieser Ausgabe wird sich die Stadtgemeinde jedoch früher oder später entschließen müssen. Je früher, desto besser. Bei dieser Gelegenheit können wir nicht umhin, unsere Stadtväter auf. einen- Unl-stand aufmerksam zü^ulack>en, dem leicht ab-gehLilfen werden kann. Der .H eumarkt ist vonl Trg Cvobode nach Melje verlegt worden. Ganz in der Ordnung! Allein auch der Platz neben der Gasanstalt «ist keine'?-wegS glücklich gewählt. Wäre es nicht prak-,1isc^r, die..Heu- und Strohwagen in der Allee zwischen den: Magdalenenpark und der Äärntnerbahn aufstellen All lassen? Die meisten Futtenvagen kommen ja vom Drau- lni Kltiaea Aazeiger der So«>tag Bei der Hauptiverhandlung gab dcr Angeklagte zwar zu, seine Frau init dem Äii-chemnesser gestochen zu haben, erklärte jedoch, es se: nicht! seine Absicht gewesen, dieselbe zu töten, sondern ihr nur ein Leid an« ^utun. Er fügte hinzu, seine Ehe sei eine Hölle gewesci:. Die vorgeladcc:en Zeugen isagten sj)r den Angeklagten schr belastend aus. Die (beschworenen venleintei: die erste Schuldfrage auf Mord mit 10 Stimmen, bejahten die' zweite auf Totschlag ebenfalls mit 10 Stimmen, bejahten die dritte, ob der Angeklagte Verpflichtungen gegen die Gattin hatte, einstimmig und verneinten die letzte Schuldfrage auf SinneSverwirrung. Auf "Grund dieses Verdiktes wurlie Franz P u l-LiL zu sechs Jahren schweren Kerkers verurteilt-. ni. Trauungen. In den letzten Tag<,« wurde« in Marlbor folgende Paare getraut: Ianko Moder, Lehrer, wit Frl. Olga Lorgcr, Lehrerin ^ Heinrich Po2ar, Straßenaufseher, mit Frl. Margarethe K o-ritnik; Anton La 8 Lak mit Frl. ?.)^ar-garethe Repnik; Richard Jlbl, Ge-schäftsführer, mit Frl. Kornelia Fürst, Postbeamtin: Johann Strauß mit Frl. Aloisia Weingerl: Jakob Ferenc, Gendlarmeriezvack)tmeister, nlit Frl. Margarethe Majer; Josef Sagoschen, Chemiker, mit Frl. Sofie Macarol; Walter Bo-banec, Schriftsetzer, mit Frl. Karoline K o-ren; Alois Karneker mit Frl. There-sie Arnej 8 iL; Jofef Praprotnik mit Frl. Veronika Lu 8 enec. m Todesfälle. Mittwoch verschieden He?r Engelbert D e v e t a k, Holzhändler und HauSbesttzer und.Herr Josef S t e r n. Lo-komotivführer i. R. Friede ihrer Asche! m. 1v Jahre Mariborer Nationaltheattr. In den ersten drei Tagen des Monats Oktober begeht das Theater in Maribor das Jubiläun: seines zehnjährigen Bestandes. Der erste Abend ist einer Art Schauspielrc-vue gewidlinet. Zur Ausführung gelangen j« ein Akt aus „Tugomer", „Smrt majke Ju-goviea" u,ü> „Veronika DeseniZka" mit .Herrn NuSie und Frau Podgorska als Gä-sten. Am zweiten Abend findet die Erstausführung Eankars „Aergernis im St. Flori-anstale" in neuer Inszenierung statt. Am dritten Abend werden Opernarien zu Ge« hör gebracht, wobei.auch der bekannte Aa. greber Tenorist Herr Zimenc und Frau Zameji 6 mitwirken werden. Beim Kartenlösen im Vorverkauf für alle drei Abende werden 20?z Nachlaß gewährt. m. Aus dem Magistratsdienste. Der vex. diensdvolle und umsichtige Vorstand des städtischen Gesundheitsamtes, Stadtphysikus Herr Ludwig N ov ak, wurde zum Ober sanitätsrat ernannt. m Evangelisches. 1. SamStag, den 2l. V. M. um )^8 Uhr abends wird in der Christuskirche ein Abeitdgöttesdienst stattfinden» wobei Herr bischöflicher Administrator Dr.-Philipp Popp aus Zagreb einen VoriraA über das Thema „Der Mensch und selue Seele" zu halten gedenkt. 2. Anischließend daran um Z^9 Uhr abends ist in: Gemein-ldeisaalo eine Festversammlung. 3. Der Gottesdienst am 22. d. M. inuß wegen der in Ptuj stattfindenden Einweihuirgsfeier ausfallen. 4. Am 25. d. M. (Mittwoch) um 8 Uhr abends wird in der Ehrrftuskirche eins unter den: Leitgodanken „Jesu, meine Freude" stehende Feierstunt^ religiöser Kunst stattfinden. Mitwirkende stnd die Mitglieder der Wartburggilide: Pfarrer Oskar Goeh-ling-Brandenburg (.H. Leiter und Sprecher), Martha Czach ^ Essen (Gesang), Dr. Nu-i»ölf' Ezäch -- Essen (Orgel und Mvlsr), Pfarrer W. Teichniüller — Hesse»: (Flöte). Näheres werden noch die nächsten Folgen der Blätter bringen. vki.iie» xavakua vonnerstsß^, 19. — I^reitsx, 20. 2 n:. Wiedererössnung des Cass „Central". Komnlenden Samstag wird das vollständig renovierte Cafe „Central", das nun unter der erprobten u. fachmännischen Leitung d. allseits geschätzten Eafetiers Herrn Franz Stickler zu einer neuen Sehenswürdigkeit der Draustadt geworden ist, wieder eröffnet. u:. Starler Andrang zu den MittelschullM. Ii: den: nun bereits begonnenen Schuljahre tveifen die Mittelfchulc^i in Maribor wieder einen außerordentlich starken Besuch auf. An sämtlichen Mittelschulen unserer Stadt wurden bisher 2825 Schüler beiderlei Geschlechtes eingeschrieben, sodaß es bereite, an den nötigei: Räuinei: mangelt. Die grüßte Schülerzahl weift das Gymnasiun: aus, uämlich 687, dann kommt die RealsckMe mit 611, die Lehrerinl:eubildungsanstalt mir 277, die Lehrerbildungsanstalt mit 150 und die Handelsakademie mit 173 Schülern. Auch die Bür gerschulen weisen Rekordziffern auf, von 207 bis 372. m. Neuregelung im AutobuSverkehr gegen Kärnten. Mit heutigem Tage wird die verlängerte Autobuslinie zum Sturmwirt ober Fala eingestellt. Von nun an verkehrt der Autloibus nur auf der Strecke Maribor — Selnic^. n:. Tie „Glasbena Matica" hält am Frc^-tag, den 27. d., um halb 8 Uhr abends in den Vereinsräumlichkeiten ihre ordentliche Hauptversmnmlung ab. Auf der Tagesordnung stchen die Jahresberichte dcr Funktionare sowie die Wahlen des neuen Ausschusses. Hievoi: werden die Vereinsnutglieder iin Sinne dcr Punltes 7. dcr Vercinesstattiten verständigt. m Sturz aus dem sahrsllden Zuge. Heu?? gesten 7 Uhr früh stürzte der von Poljöane nach 5)tarlb!.>r fahrende 12jährige Realschü- Z .Vsk-ttiore? ?sposka ulira 4ö, 1. Zt^ ' Htkr Svengali, der auf dem Gebiete »»er Telepathie und Suggestion. weltbekannt und' weltibenannt ist, befindet sich zur Erholung in seiner Heimatstadt und wird oor-yusfichtltch nächste Woche einlge Abende in her „Velika kavarna" veranstalten. 12-!M Familienabendkonzert wie üblich ain Samstag, den 2l. September im Rest.nurznt Halbwchl. Musik Gröger. 12535 * Musikverein der Eisenbahnarbeiter und Angestellten in Maribor unternimmt Sonntag, den 22. d. M. einen Ausflug nach GuStanj. Abfahrt vom Kürntnerbcchn-hof um 5.45 Uhr. Alle Freunde und Mtglie ^r sind herzlichst eingeladen. — Der Ausschuß. * V. A. Z^legniear-Tanzschule. Mit 1. Oktober eröffnet der S. K. 2elezniöar in dec Gambrinushalle seinen allseits bebiebten TanzVurS. Tanzabende finden jedm Dienstag'und Freilag statt. Anmeldungen tverden im Geschüft V. Zk o s i am Kralja Petra trg entgoyengenvmmen. »K^KO« slnä die de8ten Lekulie! * Alle Arten moderner Handarbeiten sin- den Vie billigst und in großer Auswahl im Atelier „Balencienne", Gosposka uliea Nr. 34. N989 * Unterricht im Weißnähen wird erteilt im Mscheatelier „Balencienne", GospoSka vlieä'V4. 11933 Aus Eelje Tvdllcher Aenfterfturz Am Mttwoch, den 18. d. vormittags waren der Molergehilfe Rudolf Grudnik und der ISjährige Malerlehrling Wilhelm Schunko, ein Sohn des in der ALkercgas-se 7 wohnhaften Malermeisters Herrn Valentin Schunko, mit dem Ausmalen tineS hos-seitigen Zimmers in der Wohnung deS F^-lehrerS Herrn Josef GraSer im 3. Stockwerk des Gebäuides der Städtischen Sparkasse am Krekplatz gegenüber dem Bahnhof beschäftigt. Als sich Schunko gegen 11 Uhr vormittags auf ein hofseitigeS Fenster schwang, um daS Fenster wegen notwendiger LÄftung zu öffnen und sich an eine am Fenster befindliche hölzerne Stütze arke. Der Besitzer des Hundes möge sich bei der hiesigen ?^ilizei mclden. DolkswlMchaft Dle Frage der serbischen Dor-»rieg«schulden envNch gelöst Ein großes Hindernis für die Hebung des jugoslawischen Kredites im Auslände war unzweifelhaft die mehrere Jahre schwebende Frage der serbischen Vorkriegsschulden lm Betrage von rund 2)-^ Milliarden Dinar. Die Porteure dieser Obligationen sind größtenteils Franzos«^n und Schweizer. Die Anleihen wurden in Goldwährung abgeschlossen. Nach dem Kriege drängten die Inhaber der Titres dazu, die Tilgung der Schulden tu Golddinars vorzunehmen. Diese Forderung konnte die jugoslawische Regierung jedoch nicht annehmen, da sie auf dem Standpunkte stand, die Schulden müßten in Papierdinars beglichen werdend Der Streit kam schließlich vor den Internationalen Schiedsgerichtshof im Haag, der in prinzipieller Hinsicht zu Ungunsten Jugoslawiens entschied, jedoch beiden Parteien anhelmstellte, die Angelegenheit untereinander zu ordnen. Nun wudde diese Frage endgiltig in der Weise gelöst, daß Jugoslawien den Betrag von 60 Millionen Goldmark, welchen es, auf 37 Jahre aufgeteilt, von Delztschland auf Wiedergutmachungskonto zu beziehen hat, für die Tilgung der serbischen Borkriegsschulden verwendet und so die ausländischen Gläubiger vollauf befriedigt. Damit wäre diese unselige Frage, die mehrere Jahre wie ein Damoklesschwert über der jugoslawischen Kreditgewährung im Auslande schwebte, endgiltig aus der Welt geschafft. X «apitalSoerdoppelung deS ersten ameri kanisch-europLischen Eisenl^n-Holdingtrusts. Weil die vor drei Wochen erfolgte Emission von 400.000 Aktien (zum Kurse von 23 Dollar) der Internationalen CarrierS Ltd., der » «M! I» «»»-W! Miis i W« Nbt kiemlt bekannt, äsü sein ^ussckuümitßliec!, tterr kngvidsrt vvvvtUk ttolikünäler unä ttausdesit^er »m ^ittvock, äen IS. Leptember ins ^enseitZ sbberuken vurcle. Die keierlicke Lln8exnunxs tinäet Zsmst»^, tZen 21. Leptemder um 15 im l'rsuertlsuZe, !(etejevs ulica 4, statt. Die Lräe sei ikm leictit! ^sribor, am 18. Leptemder 1919. 12526 Oer Obmannstellvertieter: ^aclre»» tt»Idivläl. deg0n»tigt Xuttreten von LrlrÄtunK»1r5«»nIlt»elten o<1er llen6 unä 6urckau» un»ckk6Ilck sln6. ersten Jnvestmentgesellschast in den Vereinigten Staaten, die ausschließlich amerikanische und europäische Eisenbahnwerte erwirbt, nicht weniger als fünfmal überzeichnet wurde, ist von dem Direttorium deS Trusts eine Kapitalsverdoppelung auf 800.000 Aktien beschlossen worden. Unter den gegenwärtigen JnvestierungSwerten des Trusts, der auch in ganz Europa Anteile an Eisenbahnen erwerben wird, befinden sich Aktienpakete aller führenden Eisenbahngesellschaften der Union. Die Emissionen erfolgen in der Union, in Kanada und in Europa durch die bekannten Investment-Firma Calvin Bul-lock. zu den österreichischen Mannsch^ftSmeistsr-schaften bedeutet gewiß eine ho^e Auszeichnung des heimischen Tennissports. : Auch da» Handballspiel „Ilirija" ^ „Mura" abyesagt. Das für kommenden Sonntag anberaumte ÖandboNmeisterschafts spiel zioischen „Jlirija" und ..Mura" wurde gestern seitens „Jlirisas" gleichfalls «^b-gosagt. Wie uns mitgeteilt wird, pflegen „Maribor" und ,,Mura" Verhandlungen zwecks vorzeitiger Austragung deS noch ein zigen übriggebliebenen Treffens um die diesjährige .^>andballmeisterschaft von Slowenien. : SK. Sooboda. Morgen, Freitag um ?0 Uhr Spielerversammlung zwecks Aufstellung der Mannschaft, die kommenden Sonn tag das Gastspiel in Ptuj austrägt. Pünktliches Erscheinen aller Spieler Pflicht! : Tilden gewann vergangenen Sonntag bereits zum siebenten Male die amerikanische Tennismeisterschaft. Tilden blieb bekanntlich von 1920 bis 1925 ungeschlagen. In den Jahren 1926 und 1927 siegte Lacoste, im Vorjahre Eochet. : Rajuch gewinnt abermal» die deutsche ProsessionaltenniSmeifterZchast. Die internationalen Tennismeisterschaften der deut-fchen Berufsspieler brachten bereits zum elften Male den Sieg Roman N a j u ch S. Im Doppel blieben Albert B urke und Ramillon siegreich. : „Edelweiß 19VV". Mvrgen, Freitag, um 20 Uhr Ausschußsitzung im KluHheim. Die Preise des Straßenrennens ^Verden SamZ-tag im Schaufenster der Firma Franz C v e r l i n, Gosposka Mca 32, ausgestellt werden. Sport : „Rapid" nach Celje. Für kommenden Sonntag ist es der Vereinsleitung „RapidS" gelungen, ein Freundschaftsspiel mit dem SK. Celje zu vereinbaren. Die Begegnung geht in ^je vor sich und entfällt daher daS projektierte Gastspiel der Fußballmannschaft «des SSK. Maribor. : Leyrer «nd Hitzel bei den Ssterreichi-schen Tenni»klud«eistersihaften. Unsere Heiden heimischen ÄnniSmeister Willy L e y r e r und Karl Hitzel leisten der verlockenden Einladung des Grazer Athle-tik-SportklubS Folge und werden in dess-n Reihen kommenden SamStag und Sonntag gegen den Wiener Touring-Club je sin Einzel- sowie ein Doppelspiel bestreiten. Die Heranzrchung unserer Spitzenspieler Klno Union'Kino. Heute, Donnerstag zum letzten Male: „Die «Änderbare Liige der Nina Petrowna" mit Brigitte Helm, Franz Lederer und Marwick Wa r din den Hauptrollen. — Morgen, Freitag beginnt das herrliche Drama „Die heilige Lüge" (Mutterliebe) nach dem bekannten Roman der dänischen Schriftstellerin Karin M is ch a e l i S. Burg-Kino. Bis Sonntag wird Las gevak-tige Drama „KönigSmark" mit Huguette DufloS und Jaques Catelaine als Hauptdarsteller vorgeführt. Dieses Meisterwerk der modernen Fllmkunst konnte lbei der großen FilmauSstellunz in Paris im Vorjahre den ersten Preis erwerben. In Vorbereitung: „Der Hund von Baskerville" nach d. ^rühmten Roman von Conan Doyle. Or»mmopdonv. Vol«liukeU»me preisen nur de! RW-inM vl»nnact»er 008P05K/^ 15 ii«» WWWWWWWWW M BAVWMUMlUMOUMM^ ^uslitSt empkiekit Irx 5vodoäe. i,5i5 Iblilm Wa ««Mv I». »»IIG?Kss»Uß kRden dei k^Ll^D. Lpe^ereivsren^ kanälunx, Krsija petr» trx 1. 12412 U?l>u Stern» xed. vükm. >xidt tlekttdeuzxt illen Vekv«n6t«n ^ freunden unck veldnnten ckie detrüdenäe t^«ckrickt, cliS lkr innixit xeUebter. xuter Ostie. tteir l^okomotlvlükrer «ler 5t»»tsd»da l, p. ^lttvoek, cken 18. Leptemder 1929 um 17 likr nsck kvrem sckveren I.etl!en im 6l. I.evea>j»kre xonerxeden ver»ekleäen l5t. Die kel8etTunx äe» teuren V»kinße5ckleaeuen ttnä«t ?reit«». äen ZV. September um 17 Udr von cler l.elcdeotl«lle äei ()N»trie6ko!«» ln Ltuäenvl »U5 stiltt. Die dl. Leeleame»« vlrck 5>im»t«x. äen il. September um 7Ukr früd l« äer St. ^xä»le»»-pl»rr1rircke Gelesen veräen. ^»rtdor, liea 19. Leptemder I92>. 12505 5ep»r»te p»rte ver6en nickt AettiMg' SkiisfkM «it, LrVkknung5-Kn«igs ^/'^sllde mi>, ciskN gfS5S^S^/fen 5^ub7/'^llm unc/ 77?s?'nef? //ebv^e^fsn .§tsmmZsS5ts/i ibs^snnt^uAS/bs,?, c/s)A /c?/^ c^s5 vo/^skSnc//^ ^enov/s^ts »<«ntrsl« In ^arldor, tsmbs^ s/'c!>'^f?sn «^s^c/s ^s/?/5s/c)/?sm ^ll5v5uc?/^ 65np/?6/?/t s/c?^ unc^ um Q?ss Ae5c?/?S^2^ks ^o/?^v^o//e/? ciss T'. /^lld^^^ums d^'ttst ?r»n» 5tI«KI«r 12507 Kleiner /^nieiqer Derschlev«!« Klavierspieler, solo, sucht Stelle in Cafe, Nachtbar oder lKast« hauS. Zuschriften an 5sedlitta, Ob bre^^u I-j, Maribor. 12501 Eine Sehenswürdigkeit sind unsere neu eingteroffenen Photo-Apparate. Unerhört in der billigen PreiSlasie. — Photomeyer. Gosposta 39. !0d4y Vvrkjing« Vorhans^stcffe, Indanthren garantiert wasch- und lichtecht. TtoreS und Doppeldecken, mod. Handarbeit. Tischdecken, Ueber-würfe. Wandschoner staunend billiq, grobe Auswahl bei lkarl Preis, Maribor, Gosposka Ly. 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