Schflftldtttii^, VerwAttung und Bucbdfuekefei TeleiilKm 28^, 2*6i, 29-4)0, abends nur 28-67, Marburg a. d. Drau, Badgasse 6 / Anzeigen und Abonnements-Annahme in der Vcrwiltms / Bei AvfrsgM RQckporte bcHegen Mlmwmhrmrkm^ttBprmlBg wo€hmmim§B 10 Hpl Samaffay-SeiNifaf f5 nßi Erscfielflt wfichcntlich scchsmai als Morgenzcitung (mit Ausnahme der Feiertage). — Bezugspreis: Abholen monatlich KM 2.—, bei Zustellung RM 2.10. — Unverlangte Zuschriften werden nicht zurückgesandt ™ts-Annahmc in der Verwalting / Bd Avfngen RQckporte beHegen Zustellung km 2.10. — unverlangte ituscnrinen werden nicht zurucKgesan« (PMurgtr geituno Amtliches Organ cl«s Steirischen Heimatbundes 9tr.l60 ntorburg 0. t. Drau Oltontao. 7.3uli 1041 81. aaOroono Im Orten bisher300.000 Gefangene Westlich Minsk wieder S2.000 Sowjetsoldaten Übergelaufen — Bei Shltomir SOO Lastkraftwagen und 18 EisenbahniUgo zeratört — Neuerdings 281 $ew)ettlugseuge vernichtet Zelii BriteRdamirfer verseiirt . 17 •Bglische Flieger abgeschoisefl Aus dem FährerhaaptquarH^r^ 6. Das Oberkommaiiclo der Wehrmacht gibt bekannt: Juli. Jm Osten werden die Operationen gegen die sogenannte Stalin-Linie plan mifilf fortgesetzt. Die Zahl der seit dem 22. Juni eingebrachten Gefangenen bis zum 5. juU auf rund 300.000 angewachsen. Die Luftwaffe unterstfitzte die Operationen ist durch rollende Angriffe auf feindliche Truppenansammlungen tmd Kolonnen. Allein Im Räume um Shitomlr wurden dtirch Bombentreffer und Beschuß mit Bordwaffen über 500 Lastkraftwa-fsn der Sowjets zerstört und 18 Eisenbahnzöge vernichtend getroffen. Weitere wirksame Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht gegen den Eisenbahn-und Straßenknolienpaiikt Smolensk. Die sowjetische Luftwaffe verlor bei elf. eige-n Verlusten gestern 271 Flugzeuge. Davon wurden 98 im Luftkampfe abge- itört. 5eefront gegen (Doshau Die Kriegsflotte der Sowjets als Angriffswerkzeug Von unserem Marinemitarbeiter Erich Qlodschey Bereits von den ersten Tagen schössen, 183 am Boden zers Im Kampf gegen OroBbritaanien versenkten Unterseeboote in Atlantik sechs Handelsschiffe mit zusammen 33.830 brt und tieschidigten ein weiteres Schiff durch Torpedotreffer. Kampfflugzeuge versenkten im Seegebiet um England in der letzten Nacht zwei Frachtschiffe mit zusammen 11.000 brt. Deutsche JIger schössen bei Luftkftmp-fen über dtm Kanal am gestrigen Tage ohne eigene Verluste vier ^tische Jagdflugzeuge, vor der norwegischen käste ein l>ritisches Kampfflugzeug ab. Marineartillerie brachte an der norwegischen Küste drei, ein Vorpo8tentK>ot Im Kanal ein britisches Flugzeug zum Absturz. In Nordafrika scheiterte ein Ausfallsversuch twitischer Panzer aus Tobruk heraus am zusammengefaßten Feuer der deutsch-italienischen Artillerie. Deutsche Kampf- und Sturzkampffliegerverbände (lombardierten den Hafen von Tobruk. Ein Handelsschiff und Lagerhäuser wurden getroffM, Kfistenbatterien des Feindes niedergekämpft. Zerstörerflugzeuge zersprengten britische Kraftfahrzeugkolonnen bei Habata. Im Mittelmeerraum soffen am 4. Juli deutsche Kampf- una Sturzkampfflugzeuge die Hafenanlagen von Famagusta an der Ostküste der Insel Cypern an. Bomben Volltreffer schweren Kalibers beschädigten zwei große Handelsschiffe und Veriadeeinrichtungen am Hafen. Auf einem Flugplatz der Insel schlugen Bomben in Barackenlager des Feindes. Der Feind warf in der letzten Nacht in Westdeutschland Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte größere Verluste an Toten und Verletzten. Wohnviertel und öffentliche Gebäude wurden vor allem in Munster und Bielefeld getroHen. Nachtjäger schössen sieben der angreifenden britischen Kampfflugzeuge ab. Rittmeister Niemack, Führer einer Aufklärungsabteilung, die Oberleutnante Freiherr Märcken und Btichterkirch in einem Panzerrogiment sowie Oberleutnant Ritz in einem Schützenregiment zeichneten sieb durch vorbildliche Tapferkeit aus. Bei Operationen Im Nordatlantik war ein Ünterseeboot unter Führung von Ka-pitfif'''utnapt Scholz besonders erfolgreich. Sowjetdivlslonen raufen Ober Aus dem Führerhauptqiiartier, 6. Juli. Das OhorUommnndo der Wchrtnac^ '^ibt boknnnt: klammerung sind gestern westlich Minsk wiederum 52.000 Soldaten der Sowjetarmee ttbergelaufen. Zwei iirltisclie Oampter mit Flngzaiglradit Von U-Booten versenkt Berlin, 6. Juli. Ein deutsches Untersseboot ver^kte am 4. Juli einen britischen Dampfer, der zahlreiche Spitfire für Alexandria geladen iiatte. Ein weiteres Unterseeboot versenkte einen britischen Dampfer von 7000 brt, der bis zum Rande mit neuesten Flugzeugen beladen war. iiiuiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiHiitniimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiitmitniiiiiiiiiiinniiiimmniimiiiiiiiiiiiiiitiiiiitiiiin Ungarisciie Truppen am Dnjestr ERBITTERTER WIDERSTAND STARKER SOWJETNACHHUTEN Budapest, 6. |uli. Der Chef des Honvedgeneralstaoes teilt mit: Unsere Truppen erreichten am 5. Juli die Linie am Dnjestr. An manchen Stellen versuchen starke Sowjetnachhut'^n durch erbitterten Widerstand den Rückzug ö^er den Fluß zu decken. Batterien bei Tobruk zerstört BOMBEN AUF HAFEN ANLAGEN UND UNTERKÜNFTE R o m, 6. Juli. Der italienische Wehrmachtsbcricht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht jjiibt bekannt: In Nordafrika hat unsere Artillerie bei Tobruk zwei feindliche Batterien zerstört und Schiffe im Hafen bekämpft. Flieger« formationen der Achse haben Hafenanlagen und im Hafen liegende Schiffe sowie Batterien und Verpflegungs- .und Unterkunftsanlagen angegriffen, wobei Brände und ExpkMtonen ausgelöst wurden. Ein kleiner Dampfer wurde versenkt In einem Tieffluj^angriff gegen eine feindliche Stellung bei Sidl Barani hat unsere Luftwaffe Kraftwagen und Barackenlager in Brand geschossen. Feindliche Flieger haben Bengasi und Dema angegriffen. In Ostafrika sind unsere Truppen von Galla und Sidamo, die zu einer kleinen heldenhaften Schar zubammongcschmol-zen und ohne Lebensmittel und Munition u;obIicbcn waren, nach ihrem Widerstand Ms zum ilußcrsten und einem letzten kräfte die ersten Schüsse n»it feincilic.nen Kiistenbatterien gewechselt hat und später ein Seeangriff auf Konstanza abgewiesen worden ist. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die rumän'sche Kriegsmarine, die aul unserer Seite kämpft, aus 4 Zerstörern, 3 Torpedobooten, 3 Unterseebooten, einem Minenleger, mehreren Kanonenbooten und Wacht-fahrzeugen sowie einer ansehnlichen Do. nauflo-ttille besteht. In der Ostsee aoer wird der Kampf gemeinsam mit der finnischen Kriegsflotte geführt, die bereits während tics finnisch-sowjctlschen Krieges ihre Feuertaufe gut bestanden hat. Die finnische Kriegsflotte besteht aus 2 Küstenpanzerschiffen, 5 Unterseebooten, 4 Kanonenbooten, mehreren A^inenlegern und Minensuchern sowie einer Reihe von Schnellbooten und Wacht iah rzeui^en. Während des finnisch-sowjet sehen Krie, ges hat Finnland lediglich ein kle-nes Begleitschiff ».\ura« durch e'n Sowiet-U-Boot verloren, während ein Eisbrecher durch Fliegerbomben bfschädigt worden ist. Auf sowjetischer Seite wurden damals 1 Zerstörer, I Torpe'oboot. I Unterseeboot und mehrere kleine Wacht- und Minenräumboote sowie fin Schnellboo' vernichtet, während ein Schlachtschiff, der Kreuzer »Kirow«. 2 Torpedoboote und mehrere kleine Fahrzeuge beschädigt wurden. Der Kern der Sowjetkriegsflottc befin-t -t sich in der Ostsee. Hier liegt im inneren Winkel des Finnischi '• is der F' • " Werften von Leningrad-Petersburg zur Verfügung stehen. Seit dem Sowjetkrieg gegen Fmnland ist ferner Hangö am Nordausgang zum Flottenstützpunkt der Sowjets geworden, dem im Süden Reval und Baltisch-Port gegenüberstehen. Nach der Besetzung Lettlands durch dl« Sowjets wurde von ihnen besonders eifrig in der Richtung gegen Deutschland der Ausbau zwungen gewesen. In Gondar und ande- i Kriegshafens Libau betrieben. In der ren Gegenden geht der Kampf weiter. Ostsee liegen zwei von den drei Schlacht-^ . 4 - ■ schiffen, über die dn? Sowjetunion ver- SlosstroDDS oi^^r dßu scnsn '^m sta- aiuoaiiu^liauri ucuiMiiifiii gelaufenen Schlachtschifte »Maratc KriSQSnidnnß ' »Oktjabrskaja Revoluzia« von je über Ihr wesentlicher Anteil an der Einnahme '^nnen und mit je zwöif^,5-Zen- baltischer Häfen. : tinieter-Geschutzen Diese bchiffe smd „ ,. ß , : oeini Aufbau der bowjetkriegsflotte aus c*«oi A j u v"' i Bestände der Zarenfloiie übernum- Stoßtrupps der deutschen Kne^marine mehrfach modernisiert word.'n. haben wesentlichen Anteil an der Ein- Ferner sind seit 1939 drei .'^owictsc^' 'clit- der Kämpfe im Osten sind sehr erfreuliche Ergebnisse des Einsatzes unserer Kriegsmarine bekannt geworden. In der Ostsee werden zum Schutz der deutschen Kü--ten und zur Sicherung der deutschen Operationen gegen die Sow^etkriegsflottc ausgedehnte Minensperren gelegt, auf denen schon ein Zerstörer und wahr_ scheinlich andere sowjetische Schiffe verloren g.ngen, während der neueste Zerstörer »Maxim Qorkl« schwer beschädigt wurde. In der Ostsee haben insbesondere die (.leutschen Schnellboote den gleichen Angriffsgeist gezeigt, wie sie ihi? in den norwegischen Gewässern und am Kanal bewährt haben, ebenso unsere Unterseeboote. Eine .Anzahl sowjetischer Handelsschiffe ist versenkt worden, andere wurden aufgebracht. Mehrere so*^ jetische Unlerseeboote, Zerstörer und Topedoboote sind bereits vernichtet. Die Seefront gegen die Sowjetkriegsflotte erstreckt sich auf drei verschiedet:c Meere: Das Nördliche F.ismeer, an dessen Küste die Truppen des Generals DietI operieren, dann die Ostsee und schließlich das Schwarze Meer, wo bereits am ersten Tage ein gemischter deutsch-rumänischer Verband leicMer Seestrelt, nähme baltischer Häfen und an der Be-: Setzung des Küstengebietes. Die Werft-und Hafenanlagen der genommenen Städte an der Ostsee wurden sofort von schiffe in Bau, von denen zwe" nach den verschiedenen .Angaben zwischen 25.i>")0 und 35.000 Tonnen groß sein sollen, während für das dritte eine Wasser\erdrän- Einheiten der Kri«stii»rine übernonimen 35-40.000 Tonnen angege^irn und wieder m Betrieb gesetzt Im Zuge} ® * <»«;?<-'ien Hce^i kommen die Wird die Sicherung der Kuste von der Kriegsmarine öbemommen und ausge- baut Vorpostentioote schössen Kanpl-fiDszeuae ah Berlin, 6. Juli. Deutsche Vorpostentwote, die am 5. JuH ■ Kampf, bei dem sie dem Feind schwere | von britischen Kam Verluste bcibr.ichton, ?;cgonnbcr den stot-stärker werdenden fcin lürheii Slrcitkr.'if- kanipfftugzeugen angegrff fen wurden, schössen eine Bristol-Blen-heim ab. Die von den Briten atvgeworfe Unter dem Druck der deutschen Um-' ten zur Übergabe mit Waffenohrc gc-' nen Bomben verfehlten alle ihre Ziele. schweren Kr-^uzer Kirowt und »Maxim Gorkic von je 8000 (Tonnen mit je neun 18-Zentimetei Ge-i schützen. Vier oder fünf weitere K'-pj^cr dieses Typs werden in den bekannt ge-I wordenen Listen als im Bau befin flieh I bezeichnet. Der 10.000-Tonnen-Kr*.urer Petropawlowskc dürfte noch kiun. front-beroit sein. Dann gibt es in der Ostsee noch den leichten Kreuzer • Aurora« von r>600 Tonnen, der 1917 im bolsch?v'chcn .Aufruhr »Mnc Sr>c,-ip,-Hitlers Kriegsflotte wird eine un-tmgeiie*ime Überraschung erleben«. Abc»" inzwischen haben schon die ersten Kampftage der Sowjetflotte das (legenteil b-wits>en. Von deutscher Seite wird nie ein Gegner unterschätzt, doch die deut-' : --r-'ibrijr-ifr wird auch gegen ilie Sowjetkriegsflotte alle ihr gestellten fcrnbcn lösen. Englische Flieger schiessen auf Fischer Ein Toter, ein Schwerverletzter Paris, 6. Juli. Wie dem »Petit Parisien« gemeldet \vird, ist ein französischer Fischkutter aus Douarnenez Opfer eines englischen Flugzeugangriffes geworden. Der Kutter wurde aus geringer Höhe unter Maschi-nengewehrfeuer genommen. Ein französischer Matrose kam ums Leben. Der Fischer, dem das Boot gehörte, wurde mit sehr schweren Verwundungen ins Krankenhaus eingeltef'"'* Gegen die Bestie Mosicau Di« W«li w«l*t nun, wi* m im irSewictpwadiM" autiiaht Vergleiche isif dem spMisdien Birgerivieg Madrid, 6. Juli »^hiformaciones« schreibt: »Die Türen zum „Sowjetparadies" stöhcn offen, damit die Welt weiß, wie es dort aussieht. Jeden Tag werden Hunderte von Quadratkilometern für die Zivilisation zurückgenommen.« Die Berichte, die d4e deutsche Presse, wie das Blatt weiter schreibt, aus den eroberten Städten erhalte und die Pho-tosraphien, welche man zu seilen bekomme, sowie die Aussagen der Augenzeugen HeBen die scheußlichsten Episoden aus dem spanischen BUrgerkrieR verblassen. Bine RSA-Slinne zur SlaHn-Rede Newyork, 6. Juli Unter der Überschrift »Die Bestie von Moskau spricht« kommentiert »Chicago Daily Tribüne« die Rede Stalins und schreibt u. a., daii der Mann, der für mehr menschliches Elend verantwortlich sei ate Je ein anderer, jetzt bemüht sei, sich als »großer Anführer eines freien Volkes« hinzustellen oder als »Kämpfer gegen blutige Tyrannei«. Stalin halte in Wirklichkeit einen unvergleichlichen Rekord an Brutalität und Verrat. Die USA sollten aus diesem Beispiel lernen, ihre'eigene Verteidigung vollenden und ihre Energie der Abwehr der inneren Feinde zuwenden, die aus diesem Land mit Hilfe des Krieges eine Diktatur machen wollten. Der BolscIiewisDiis ab RaHar-wmicMer Helsinki, 6. Juli Die Zeitung »Uusi Suomi« bringt einen Leitartikel über »iDer Bolschewismus als Kulturvemichter«. Das Blatt schreibt v. a.. iHe Ausbreitung des Bolschewismus würde in Finnland auch die Vernichtung ieder natbnalen Kultur bedeutet haben. Oer Bolschewismus verhalte-sich negativ zu aller erlebten Kultur. Er gebe ihr keinen anderen Wert als den. den sie als Mittel zur Verbreitung Iwlscliewisti-scher Ideen haben köntiten. Aalral lies tUaiscIiea Frelkorps-Koatnandears Kopenhagen, 6. Juli Der Kommandant des Freikorps Dänemark für den Kampf gegen den Bolschewismus, Oberstleutnant Kryssing. hat einen Aufruf an die Offiziere der dänischen Wehrmacht erlassen, in dem es u. a. heißt: »An Europas Ostfront ist der Kampf gegen den WeHfeind im vollen Gange. Schließt Euch diesem Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind für die Sicherung Europas und damit auch iür eine Zukunft unseres Vaterlandes an, die unseren Kindern Sicherheit und Frieden gibt! Mit dem Freikorps Dänemark tritt unser Vaterland zum Kanipf an der Ostfnoait an, um seinen Beitrag zur Be-wachung der Zivilisation, der Kultur und des menschlichen Glücks zu leisten.« Uliraiaer wallea geoea ihre Peiaiger kamiea Agram, 6. Juli In Kroatien gibt es gegenwärtig meli-tere Zehntausend Ukramer, die in entfernterer und. jüngster Vergangenheit infolge des bolschewistischen Terrors zum Verlassen ihrer Heimat gezwungen waren. Fast aMe in Kroatien lebenden wehrfähigen Ukrainer haben sich nun Im Zuge der Anmekking von FreiwHH-gen für den Kampf gegen den Bolschewismus zur Verfügung gestellt, so daß die Aufstellung eigener ukrainischer Freiwilligenaibteilungen aus Kroatien geplant ist. FOr ela eiaiges. gesaades Barapa Sofia, 6. Juli Vor allem um die Errichtung eines einigen und gesunden Europas wird heute, wie das Regierungsblatt »Dnes« schreibt, im Osten gekänKpft. Der Feldzug de^ großen Führers Adolf HÜler gegen die Sowjetuirion werde dem Bolschewismus ein bislang 1h der Welt noch nie dagewesenes Ende bereiten. Für die Menschheit aber werde sich die Möglichkeit einer ruhigen und schöpferischen Entwicklung eröffnen. S^mit werde der heutige Krieg gegen die Sowjetunion von allen ehriichen und anständigen Menschen in der ganzen Welt begrüßt. Das einige und gesunde Europii werde kommen, weil es von den tapfersten und berühmtesten Truppen der Welt erkämpft werde. ChurchHI. Slalhi. Roosevelt Genf, 6. Juli Bei der Verherrlichung der plutokra-tisch-sowietischen Interessengemeinschaft läßt sich der Londoner »Daily Herald« zu dem Satz hinreißen: »Drei große Persönlichkeiten sind es, die heute die Menschheit in Ihrem Kampfe zur Bewahrung der Freiheit führen: Churchill, Stalin und Roosevelt.« Eben in dem Augenblick, in dem die, Welt aus dein Munde deutscher Solda-j ton die grausige Wahrlieit über die Sow-j jcthölle erführt, feiert »Daily Herald«! mit einem Zynismus ohnegleichen dasl, Komplott einer jüdisch-plutokratischen j Interessenclique mit den bolschewisti- j sehen Verbrechern. | Churchill. Stalin und Roosevelt — in' einem Atemzuge — als die »großen Per-i sönlichkeiten« im gemeinsamen »Kampfe | für die Freiheit«. Die Welt hat es zur' Kenntnis genommen. I Platakralie aad Bobchewisaias | Buenos Aires. 6. Juli »Unmoralisches Konkubinat«, über-.'>clireibt die nationalistische Wochen-' Schrift »Choiiue« einen Artikel über das! »Konkubinat zwischen dem barbarischen' Bolschewismus und der dekadenten De-1 niokratie«. in dem es wörtlich heißt: »Die Mission Deutschlands in Europa Ist klar. Sie besteht In der Rettung der Kultur der Alten Welt vor der Flut des wilden bolschewl-stiscfaen Ansturms.« Ein Dom von Feuer über Smolensk DIL MILITÄRISCHEN ANLAGEN DER STADT IN FLAMMEN Von Kriegsberichter Dr. Hans A. Vowtnckel PK..., 6. Juli. Smolensk brennt — es war ein ungeheuerliches Schauspiel in der Nacht! Nach zweieinhalbstündigem Anmaisch brauchten wir unser Ziel nicht zu suchen. Aus weiter Entfernung leuchteten uns die Riesenbrände entgegen. Hoch über der Stadt flössen die suchenden Riesenarme der feindlichen Scheinwerfer und die leuchtenden Spuren der sowjetischen Flakgeschosse zusammen — durch sie mußten wir hindurch fliegen, um unseren Teil an dem Vernichtungswerk zu tun. In weitem Bogen umflogen wir diesen Dom von Feuer. Dann ahmen wir Kurs mitten hinein in (fie militärischen Anlagen der Stadt. Taghell ist es im Innern unserer Maschine. Mit magischer Gewalt zogen die Flammen in der Tiefe den Blick an, als wollten sie Mensch und Maschine 'M sich herabziehen. Aber .gleichmäßig dröhnten die Motoren, gleichmäßig zog die Maschine ihre Bahn. Das Licht eines Scheinwerfers durchzuckte das Innere des Flugzeuges, ohne es zu halten. Die Geschosse der feindlichen Flak zerplatzten, ohne uns zu treffen. Unsere Bomben fielen und schlugen neues Feuer aus der todgeweihten Stadt. Gelb und rot loderten die Brände, entfacht von Bomben schwersten Kalibers, weiß-bläulich glitzernde Flammcngitter, entzündet von der Unzahl unserer Brandbomben. Unsere Maschine fliegt, geisterhaft umweben uns die Schleier der Wolke, die uns Ml ihren Schutz nimmt. Wir gehen auf Kurs hinzu. Ruhig klingen die Stimmen des Flugzeugführers und des Beobachters, die sich ülper den Weg verständigen. Als wir wieder durch die Wolken ■ hinabstoßen, sagt eine gleichgültige I Stimme: »Die Eieresina!« Der Fluß liegt I unter uns mH seinem gewtmdewn Lmif. Die westlichen Plutokratien England und Frankreich bemühten sich, so heißt es in dem Aufsatz welter, für lange Jahre die Erfüllung dieser natürlfchcn deutsdien Aufgabe zu verhindeni, Wenn es dem Reich gelang, diese ständigen Attentate zu überwinden, so war das sicherlich nicht ehi Verdienst der sogenannten westlichen Demokratien. England und Frankreich verkannten ihre Verantwortung gegenüber Europa.« Die Vereinigten Staaten zieht »Cho-quc« wie folgt zur Verantwortung: »England und die Vereinigten Staaten sind verantwortlich für den Aus-bruch, die Ausd^nung und die Verlängerung des Krieges. Sie wollen Europa ausbluten und zerstük-keln und die Reste dem Bolschewismus vorwerfen. England handelt, um die eigene Haut zu retten, die Vereinigten Staaten handeln unter dem Elnffuß desselben Elements, das in Moskau auf dem Thron sitzt; des Judentums.« England und die USA, so schlielit das Blatt, erscheinen in dieser Auseinandersetzung als- die Verräter der Kultur und der Zivilisation, Deutschland als Vernichter dessen, was am heftigsten gegen die Kultur und die Zivilisalkm Front macht. Biae Schande fir die ISA Newyork, 6. Juli Anläßlich der Feier des Unabhängigkeitstages in der historischen Indcpen-dence Hall mißbilligte, wie »New.York Times« aus Philadelphia meldet, Richter Fennerty schärfstens die USA-Hilfe für die Sowjetunk)n. Es sei, so erklärte der Redner, eine Schande. faHs die USA-Soldaten Stafid als Alliierten die Ehrenbezeugung machen müßten, denn Stalin sei der schlimmste KuHurschttnder aHer Zelten. Ostwärts Minsk der Dnjepr erreicht Kolomea und Stanisläu gfenommen Aus dein Führer-Hauptquartier, 5. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten verlaufen unsere Operatkmen planmäßig. Südlich der Pripjetsümpfc wurden an mehreren Stellen versprengte I Teile des Feindes hhiter unserer Front durch Reserven zum Kampf gestellt und vernichtet. Mehrere tausend Gefangene fielen dabei in unsere Hand. Unsere ungarischen Verbündeten haben gestern Kolomea und Stanislau genommen. Von den bei Minsk eingeschoseenen Sowjetverbänden sind am. 4. Juli _ wie schon durch Sondermeldung bekanntgegeben _ 20.000 Mann übergelaufen, nachdem sie ihre Kommisare erschossen hatten. Ostwärts Minsk ist der Dnjepr erreicht. Im Baltenland wird die Verfolgung des geschlagenen Feindes fortgesetzf. Die aus Finnland vorgefienden deut-sciien und finnischen Verhäng machten trotz schwierigsten Geländeverhältnissen und bei stellenweise zähem Widerstand weitere Fortschritte. Kampf-, Zerstörer, und Jagdfliegerverbände zersprengten feindliche Truppen-ansammlungen am Oberlauf der Düna und in der westlichen Ukraine, vernichteten zahlreiche Panzer und Lastkraftwagen, bombardierten mit guter Wirkung feindliche Artilleriestellungen und zerstörten wichtige Bahnanlagen weit im Rücken der Sowjettruppen. In Luftkämpfen erlitt die feindliche Fliegertruppe weitere schwere Verluste. Im Kampf gegen Großbritannien bombardierten starke Verbände der Luftwaffe in der letzten Nacht das Rüstungszentrum Birmingham, den Kriegshafen Plymouth sowie andere Häfen an der Südostküste Englands. Große Brandfelder und Explosionen ließen den Erfolg dieser Angriffe erkennen. Auf einem Flugplatz an der Westküste Englands belegten Kampfflugzeuge Hallen und Unterkünfte wirksam mit Bomben schweren Kalibers. Im Bristolkanal wurde ein Frachter von 5000 brt. versenkt. Femkampfbatterien der Kriegsmarine beschossen einen feindlichen Geleitzug im Kanal. Angriffsversuchc britischer Flugzeuge führte am gestrigen Tag an der Kanalküste abermals zu einer Niederlage für den Feind. In Luftkämpfen wurden neun Jagdflugzeuge, durch Flakartillerie drei Kampf- und ein jqgi^fhiezeug ah^geschos- Mmier t«0 Se*te 3 •M. Zwei eiffene iniBt. Durch BoinbeDabw*ttdc ze^e auf di« StodfcB*fl|tiiWB*l*l»i>ciflfr. mal der ^anacU^cten 'ttqppen ao^ cfcm Weltkrieg zerstört, MÄlMösPchefr SHritÄ^rr richtete dieser Angriff oictt: an. Einzelne bfitisdie Katnptflt^zieuoe^Miar-feil in der letzten Wacirt ein genngc Z^l von Sprengbomben in Westdeutschland. Die Schäden sind twwhebWcli. Nachtjäger und Flakartillerie schössen fünf der angreifende» Karmpfflugzcuge ab. Hauptmamr Stret) errang in der Nacht zum 4. Juli seinen 15. Nachtjaigdsieg. In den Kämpfen im Osten zeichneten sich Oberst Bück und Oberstleutnant Thu»»m, Kommanndeure von Infa^rbterieregimen-tern, sowie die Oberteutnantc PeRkan in einer Sturni-Gcschützaibtcilung, Herne in einer Radfahrkompagme und Xankc in einem Infanterieregiment durch besondere Tapferkeit aws. * Nach der Einnahme von Kolomea und Slanislau nähern sich unsere ungarischen Verbündeten bereits dem Oberlauf des Dniestr. In der Mitte der Oesamtfront haben die deutschen Truppen den Dnjepr erreicht. Der Dniepr ist von der am weitesten gegen Osten vorspringenden deutschen Grenze (bei Suwaiki) 400 Kilometer entfernt. Unsere Divisionen und die unserer Venblindeten sind also in unmittelbarste Nähe der sogenannten »Stalin-Linie« vorgerückt. Diese Verteidigungslinie der Sowjets, an der seit Jahren gebaut wurde, geht bekanntlich ostwärts des Dnjestr über Shitomir zum Dnjepr, zieht sich dann im Osten des Dnjeprlau-fes hinauf nach Pleskau und weiter am Ostufer des Pcipus-Sees bis zum Finnischen Meerbusen. Unseren siegreichen Truppen, die die Maginot- und Metaxas-Linie im jähen Ansturm bezwungen haben, wird auch die Stalin - Linie keine unüberwindlichen Schwierigkeiten bereiten können. At)er jedenfalls wird die Sowjetarmee alles daran setzen, diese Linie so lange als nur irgendwie möglich zu halten. Tausende Ukramef iMigeniordet Ciiyiitaten d^t bolschswinlsclwi Moiclg«tiiKMs — GfaiMnhafio Foll«ruiig#n in Imwbmg und Sambor Die Sowiefmdon Das Gebiet der Sowjetunion umfaßt 21,355.200 qkm, ist also rund 3:>mal größer als das Gebiet Großdeutschlands. Die [•.inwohnerzahl dieses riesigen Staatsge-blldes ist, dagegen nur doppelt so hoch wie die Groftdeutschlands, Von den rund 183 Millionen Eirewoh-nern sind etwa 109 Millionen in »Groß-nißland«, 31 Millionen in der Ukraine an-Sott?i£ts votbeha4ten geblieben, die ^nnrsriigkett der Vorgänge des Bromberger Blutsomrtags nicht nur aufzuheben, sondern noch zu übertreffen. Beim Einmarsch der deutschen Truppen in Lemberg wurden grauenhafte Verbrechen aufgedeckt, denen Tausende von Ukrainern zum Opfer gefallen sind. Eingehende Vernehmungen haben folgenden Tatbestand ergeben; Bereits im Laufe der ersten Kriegswoche fanden vereinzelt grausame Marterungen und Erschlagungen von Ukrainern, Männern wie Frauen, durch die GPU-Kommissare statt. Gegen Ende der vergangenen Wochc und in der Nacht zum Sonntag wurden aus den drei Gefängnissen der Stadt die Verbrecher freigelassen, während Ukrainer und Ukrainerinnen auf den Straßen aufgegriffen, ja selbst aus den Wohnungen herausgeholt und ohne jeglichen Grund ins Gefängnis geworfen wurden. Hier und an anderen Orten, wie z. B, der GPU-Zentrale, fanden dann durch die bolschewistischen Untermenschen grauenhafte Züchtigungen und Folterungen statt, deren Grausamkeit der europäische Mensch sich nicht auszumalen vermag, und die im einzelnen auch nicht geschildert werden können. Die Zahl der auf diese Weise in den Lemberger Gefängnissen umgebrachten Angehörigen des ukrainischen Volkstums geht in die Tausende. Eine genauere Zahlenangabe ist deshalb nicht möglich, weil die Leichen kurzerhand in die Keller der Gefängnisse geworfen und dann mit Benzin übergössen und angezündet wurden. Aus seuchenpolizeilichen Gründen ist eine nachträgliche Feststellung der Zahl der auf diese Weise von den Schergen der GPU Ermordeten nicht mehr zu ermitteln. Es handelt sich bei diesen unglaublichen Vorgängen in Lemberg jedoch keineswegs um eine Einzelerscheinung. Auch aus anderen Städten, aus denen die Bolschewisten vor der unaufhaltbaren deutschen Wehrmacht flüchteten, werden Exzesse größter Art bekannt. So sind z.B. in Sambor ebenfalls an die 500 Angehörige des ukrainischen Volkstums viehischen Grausamkeiten zum Opfer gefallen. Der Krakauer Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros hatte am vergangenen Mittwoch, also 60 Stunden nach der Besetzung der Stadt durch die deutschen Truppen, Gelegenheit, diese Stätte des Grauens und des menschlichen Jammers in Augenschein zu nehmen. Aus dem an der Einfahrtsstraße von PrzemysI gelegenen Gefängniigebäude drang noch am Mittwoch und auch noch am Donnerstag teilweise dichter, beißender Rauch. Hier brannten noch die Überreste jener unglücklichen ukrainischen Opfer des bolschewistischen Sadismus. Aus den Kellern des gleichen Gebäudes drang ein entsetzlicher Gestank von den bereits in Verwesung übergegangenen Leichen, die dort in mehreren Lagen übereinander la- gen. Wegen Seucherigefahr war der Zu-'tritt bereits untersagt, und am Donnerstag wurde sogar der tetreffende Str<Äen-absehilrtt, der an diesem GeSängnisge-bäude entlangführt, för den Publikumsverkehr abgesperrt. Dennoch versuchten die üt>er das Schicksal ihrer seit einigen 1-agen vermißten Angehörigen beurwu-higten Qkrainer und Ukrainerinnen immer wieder einzudringen, um sich womöglich die traurige Gewißheit zu verschaffen. Unvergeßlich werden die Szenen bleiben, die sich auf dem Hof des GPU-Gefängnisses abspielten, das von Tausenden seelisch völlig zerstörter Ukrainer und namentlich Ukrainerinnen umlagert war. Hier hatten die Russen bereits in der ersten Kriegswoche immer wieder Ukrainer nach unglaublichen Marterungen schheß-lich erschossen und kurzerhand vor dem EinmarscJi der deutschen Truppe in einem Massengrab beigesetzt. t)iese fast Hundert Menschen waren nach dem Einmarsch wieder ausgegraben worden, um eine Identifizierung zu versuchen. Nun lagen die bedauernswerten Opfer in Reihen auf dem Boden des Gefängnishofes. In ihrer Todesstarre ließ die verkrampfte Haltung der Arme, Hände, Beine und Flif^ ahnen, welch grauenhaften Folterungen sie unterworfen worden waren. ■Die Tiere in Menschengestalt vergriffen sich selbst an schwangeren Frauen, haben deren Leiber aufgeschnitten und die Embryos an die Wand genagelt. In restloser Verzweiflung irrten nun Angehörige atff dem Hof unrlier und versuchten eine »Identifizierung der gräßlichen Leichen wenigstens noch an der Bekleidung oder sonstigen Anhaltspunkten vorzunehmen. Man wußte nicht, mit wem man mehr Mitgefühl haben sollte, mit denen, die auf grausamste Weise umgebracht worden sind, oder mit deren Angehörigen, die immer noch rf^it einem letzten Hoffnungsschimmer von Leiche zu Leiche irrten und schlief-^lich dann unter der traurigen Gewißheit, ihren vermißten Angehörigen gefunden zu haben, zusammenbrachen. In der Folterkammer im Hof der GPU-Zentrale mußte erst eine dicke Blutschicht vom Boden weggekrazt und weggespült werden, um es in dem Gebäude aushalten zu können. Noch jetzt deuten Blutspuren an den Wänden, die bis zur Decke hinaufreichen, auf die grausamen Folterungen hin, die hier vor dem Einmarsch der deutschen Truppen verübt worden sind. Vergebliche liritisclie Lnflangrilfe ENGLANDS LUFTWAFFE VERLOR WIEDER 17 FLUGZEUGE AM KEINE DEUTSCHEN VERLUSTE Berlin, 6. Juli. Bei Angriffsversuchen einiger britischer Kampfflugzeuge mit starkem Jagdschutz an der Kanalküste verlor der Feind in den heutigen Nachmittagsstunden durch Jagd- und Flakabwehr 15 Jagdflugzeuge und ein Kampfflugzeug. Hinzu kommt ein weiterer Abschuß eines britischen Jagdflugzeuges am Morgen des heutigen Tages im Luftkampf bei Le Havre, sodaß die britische Luftwaffe wieder insgesamt 17 Flugzeuge einbüßte. * Deutsche Verluste s(nd bei diesen wirkungslosen Vorstößen des Gegners nicht eingetreten. 35 Lastwagen voll Silber imd Koslbarkellen Einzelheiten über die schmähliche Flucht der Katastrophenclique Sirnovic R 0 m, 6. Juli. Ein griechischer Journalist, der noch während des Putsches in Belgrad tätig war und jetzt nach langen Irrfahrten in Athen angekommen ist, erzählte dem Vertreter der Agenzia Stefani, daß wenige Tage nach Kriegsausbruch eine lange Kolonne total verschlammter und verschmutzter Luxusaiitos in Sarajewo eingetroffen sei. In den Autos hätten sich Agenten, reiche Juden und zum Erstao-nen der Bevölkerung auch Minister der Katastrophenregierung Simovic, Mitglieder des Hofstaates und Offiziere des serbischen Oberkommandos befunden, die, nachdem sie Volk und Land ins Unglück stürzten, schleunigst das Weite suchten. Obgleich die Gesellschaft, so berichtet der J^rnalist, nicht weniger als 35 Lastwagen mit sich führte« die mit Siltier und antuen Kostbarkeiten vollgestopft waren, hatten sich die meisten Ftucfminge in Sarajevo sofort auf die Gold- und Silber- A U E Mmoe NGARN m ^ntßh Warengeschäfte gestürzt und sämtüchc Waren aufgekauft, mit Geldern, die ans irgendwelchen Staatskassen stammten. Bezeichnend "rst auch, was der Journalist über das Verhalten englischer Diplomaten zu berichten weiß, die in Perast mit kleinen Segelbooten britische Torpedoboote zu erreichen suchten. Die Briten hätten, so sagt er, andere Flüchtlinge, die auch in den Booten Platz nehmen wollten, brutal ins Wasser gestoßen, um die Sicherheit ihrer eigenen Person nicht zu gefährden. Wieder Britenbomben auf Beirut Gen U o, i«li. .'Vus Vichy wird gcmcWet: Nach Meldungen aus Syrien herrschte in den letzten 24 Stunden an Jen verschiedenen Fronten lebhafte -Patronillent.ltigkeit. Britische Abteilungen untsninhmen einen neuen Angriff auf die umzingelte Stadl Deir ez Zor. Bei einem \r»griff auf französische Bomber verloren dte Briten drei Jagdflugzeuge. Die britischen Luftangriffe auf Beirut wurden auch in der vergangenen Nacht fortgesetzt. Wiederum warfen die englischen Rieger Zrihlreiche Spreng- und Brandbomben auf die ^^hnviertel ab. Neue Kämpfe in Waziristan Englische, Kraftwagen in emen Abgrund giKtötzt Ka>u*l, 6. Jöli. Im Norden der indischen Provinz Waziristan wurde eine britische motorisierte Kolonne von Mitgliedern des StamnK?s der Waziri angegriffen, die sich seit Jahren gegen die cngHsche Zwangsherrschaft zur Wehr setzen. Sechs der englischen Kraftwagen wurden in einen liefen Aögrnnd gestürzt. Die Itrsassen gelten als verloren. Der Rest der Kolonne kann den Vormarsdi nicht fortsetzen, weil die [für die fast dnrchwegs beschädigten Wagen notwendigen Ersatzteile fehlen. Die Wa:rrrl zogen sich rrach dem Attgriff ohne Verluste ztirttck. l!lnterdrückte Revolte in Paraguay Buenos A i r c s, 5. Juli. Mekiuugen ans .Asunc?on zufolge gelang es der paraguayischen Regierung, eine Offiwersrevolte im Keime zu erstik- /n.) ken. Seite ^ »Marburger Zeitunj« 7. Juli 1941 Nummer 160 VOLK und KULTUR Die Geschichte des Mosailc I Wandlungen der Kunstform im Lauf der Jahrtausende Die in Berlin eröffnete Aussteilung von Mosaiken lenl , ; 1, , (KK. Eitel LiiiKe, Presse-Holfmann, M.) Reichsmarschall Göring bei der Befehlsausgabe für den Einsatz im Osten. Rcchts vom Reichs inarsclinll der Gencralstnbschef Getieral der Flieger Jeschonnek, General von Waldau, Generalleutnant Kastner (SchcrUBildcrdlcn&t-M.> Neue Postwertzeichen mit dem Bildnis des Führers Vom I. August ab werden alle Postwertzeichen der Datiermarkenreihe das Bildnis de« Führers tragen. Der Entwurf der neuen Reichspfennigwerte stammt von Professor Klein in München, und zwar nach einem l.ichtbild des Reichsbildberichterstatters Professor Hoffmann. Unser Bild zeigt die neuen Marken zu 1 Rpf (grau), 6 Rpf (olau-violett), 10 Rpf (schwarzbraun) und 12 Rpf (dunkelrot). vt-rleiht in einer Form, die ihn auch für den Anspruchsvollsten unentbehrlich macht. FIIM Uraufführung eines Bach-Filmes Mit großem Erfolg wurde der Film »Friedemann Bach« in Dreisdcn uraufgeführt. In seinem Mittelpunkt steht der älteste und begabteste Sohn Johann Sebastian Bachs, eine Künstlerpersönlich-Wilt, deren Tragik es war, im Schatten eines größeren Vaters zwischen zwei Kunststilen zu stehen. In der hinreißenden Gestaltung durch Gustaf Gründgens erlebt man das ergreifende Schicksal einer glänzenden genialischen Begabung und Persönlichikeit, deren Kraft aber doch nicht ausreichen ko'nnte, sich gegen die gewaltige Größe des Vaters zu t^hauipten. Mit künstlerischem Geschiniack Ist die Musik Bachis und seiner Söhnt eingesetzt und zuau wesentlichen, mitunter tragenden Bestandteil des Filmes geworden. Historisch gesehen ist die Barockzeit einigefan-gen, deren Prunk aiber nie zum zweck wind. Der Uraufführung wohnte GrUnd'gens bei, der — stürmisch gefeiert — einige Worte zum Putbllkuni sprach. Der Dresdener Kreuzchor sang einführende Werk« Johann Sebastian Bachs. Kurt von Rud-Ioff. * »Stukas« erhielt vier Prädikate. Der Karl Ritter-Film der Ufa »Stukas« erhielt die Prädikate »8taats,politisch wertvoll«, »künstlerisch wertvoll«, »volkstütnlich wertvoll« und »jugendwert«. Die sckwarzen Pferde Roman von Tarjei Vetaat (37. Fortsetzung) So ist es nachts in eine>m Stall. Vor allem ist es ruhig und voller (jeborgen-heit — die grofkn, schönen Tiere verbreiten diese Stimmung. Käme ein zu Tod erschrecktes Geschöipf hierher, so würde es sogleich diesen Frieden zwischen nickenden, müden Pferden spüren und auf Händen und Füßen dicht, dicht an sie herankritchen. Kane will sich just ernstlich aufs Schlafen verlegen, da bemerkt er, daß drüben in den neuen Stäinlen nicht alles ist, wie sein soll. Er horcht, und da merkt er, dafi seine drei l'reunde gleiehsam hor-(lien. Es herrscht atemlose Stille, dann wissen es aile: das einv Pferd dort drüben ist lf)S. Sehen (können sie nichts, weil der Stall einen Winkel bildet, * Eine gute Weile steht der Fremde in seiner Box, weiß aber, daß er los ist. Wie alle übrigen es auch wi^isen. Dann fahren sie ziisaimnien; er kommt hjfer herüber, n'lmuppert da und dort herum, stößt eine Milchschüssel um, sie ist leer; schnuppert weiter; die vier sind hellwach, und das Diinkel ist dick vor Spannung. Kane steht am nächsten. Er ist plötzlich nervr)s, spürt den Atem des andern an seiner Seite, dann das Maul selbst. Kane ;;il)t an. Der ^Sucher fastet sich weiler. luad der Sular iincKSabb«btchen*unJ war- ten zitternd auf da;s, was Kane geschah, diesen fremden Atem an der Seite oder über den Lenden, dieses warme Maul zu .spüren--. Deshalb wird es Sankerib zuviel, als die Reihe an ihn kommt. Jir hört, wie die andern zusamnienschrecken, hört und hört — und wi'o dann das Maul wirklich da, dicht an ihm ist, da tut er, was er noch nie getan hat: er schlägt aus, schleudert dem andern wie ein Blitz seinen Hinterfuß an die Brust. Und jener läßt sich nichts schcmken. Wirft sich, so schnell es sich nur den'ken läßt, herum und zahlt es ihm mit gleicher Münze heim. Ihre Hufe schlagen aneinander, Funken sprühen. Sular und Sabb und Kane stampfen und hauen erregt in ihren Ständen aus, und der einzelne drüben im (jewinkel peitscht mit seinen Hufen den Boden. Der friedliche Stall ist 'init einem Schlag wie verwandelt. Eine Schlacht auf Leben und Tod ist wegen nichts und wieder nichts entbrannt, keiner hat etwas Böses getan. Aber* der eine ist fremd, und jetzt tauschen er und Sankerib furchtbare Schläge. Manchmal treffen sie einander, manchmal nur die Planken der Box, und da splittert und kracht das Ho-lz. Wo sie aber auf Fleisch stoßen, reißen die stähler-' n'en Hufe tiefe Wunden. Blut fließt. | Da« Gedröhne wird immer heftiger. i Wer drinnen im Hause wach ist, kann es' hören. Und Ambros ist wach. In ihrer Ecke atmet Mabb und hier daneben atmet Lisle. Genau weiß er nicht,, ob Sic »nicht auch wach ist. Ei tut ihm! fast wohl, durch den Lärm da drauß'en aus seinen Gedanken gerissen zu werden. Von diesen dumpfen, schweren Schlägen. Drohend klingt das — er weiß -plötzlich, was es ist, stürzt heratis und wirft sich in die Kleider. »Was ist das?« fragt sie erschrocken. Nein, sie schlief anscheinen'd nicht. »Die Pferde raufen.« Sie horcht. Bum bum. O Gott! Buin! Noch lauter. »Gib acht, Ambros—.« »Das Schreckliche ist, daß sie sich gegenseitig kaputtschlagen«, er taumelt hinaus. >Mein Gott, wie furchtbar —.« Llsle flüstert es vor sich hin, jetzt wieder ein Krachen, und dann bum bum bum. Aber da war jemand noch geschwinder gewesen als Ambros; ein Mensch läuft schon mit einer Laterne über den Hof. Viv. Haitte sie denn auch Grund, nachts wach zu liegen? »Viv!« schreit der Vater, »tpaß auf!« Just in diesem Augenblick dringt ein Aufschrei aus de-m Stall, schaurig und unbeschreiblich. Viv bleibt bei diesem Laut stehen, während ihr Amibros die Laterne aus der Hand nimmt — »jetzt ist einer tot!« — und die Tür aufreißt; Viv ist ihm dicht auf den Fersen — was sie da sieht, läßt sie zurückweichen. Holzsplitter überall. Die Bretterwand zwischen Sankerib und Saibb ist fort, die beiden stehen nebeneinander und schaukeln mit den Köpfen im selben Takt wie Sular und Kane. Sank'erib hat böse rote Risse in der schwarzen Haut. Und das neue Pferd steht da auf drei' Beinep. den i Kopf in wildestem Schmerz gesenkt, def vierte Fuß ist an der Fessel zerstückelt, halb ausgedreht, aus dem bloßen Fleisch und Blut ragen KnochenteiJe heraus. Sankerib hat gairze Arbeit getan. * »Hol LeivI Und das Gewehr!« Ambros nimmt den Zuschandengeschla-genen am Hals und versucht ihn mit sich hinauszuziehen. Viv läuft, halb toll von dem Anblick, davon. Hinauf zu Leiv, ist in einem Augenblick mit ihm zurück; er ist halb an-geklerdet, hat das Gewehr in der Hamd. Ambros hat den Armen halb zur Tür hin-ausgebracht, und hier im dämmerigen Licht des Stalleinganges wird er von seiner Qual erlöst. Im Augenblick, wo der Schuß knallt^ beginnt die Aufregung im Stall wieder von neuem. Die da drinnen wissen, was geschehen ist. Ambros muß zu ihnen und sie beruhigen, noch ehe der Erschossene still geworden ist. Er sieht sich soji^leich Sankeribs Wunden an, sie sind häßlich, machen den großen, starken Sankerib beben. Ambros erteilt rasche, scharfe ' Befehle: er und Leiv werden sich des geschlachteten Pferdes annehmen. Viv fährt, so schnell es nur geht, nach Flaa um den Tierarzt; »nimm Kane!« Viv stürzt hinein, um sich etwas besser anzuziehen, und wie sie wieder herauskommt, ist Kane eingespannt; er ist aufgeregt, prustei 'und stampft im Kies. Leiv hält die Laterne so, daß nichts zu sehen ist, aber Kane sieht und weiß trot/dem, er stürmt davon, sobald er nur .darf. ^^uInnle^ 160 .Marb'urger Zeitung:« 7. luli 1941 Seite 5 AUS STADT UND LAND Cönenöes ßand 5er Sreundf (baft neiitoGh-kr wu'de sie nochmals m oas La/arett gcriifv-n, wo ihr Sohn zuletzt ge. legen hatte. Ks mußten noch ein'ge Aui. /c cU'-.ip-.eii nrchuLlrrgen weiden, /.u tU'iKii ihr per''(")i:Iichcs l:tsciicinen nO'ig ar. I Unruhig schritt sie auf dem langen I Gang des Krankenhauses auf und ab. Ja, i — gerade hier waren die Einzelzimmer, ^ mußte sie peinigend denken, wohin nur . diejenigen kamen, die bald allein durch j das große Tor der Unendlichkeit gehen j mußten. Dort leuchtete die Zimmerzahl I 15 in ihr Auge. Dort war sie eingetretten 1 und hatte ihren Jungen hinübergeleiten helfen. Was war das? Wiederum ging jene Tür behutsam und leise, wieder kam dieselbe Schwester heraus, auf sie zu unu sagte: ■«Bitte, kommen Sic, Frau Stefan!« Sie wiuersprach: ».\ber Schwester, mein , Sohn Gerhard ist doch ...« — »Ne'n, nein«, hielt d'e Schwester kurz die Schritte an, »ich weiß, daß es nicht Ihr Sohn ist — und doch' einer wie der Ihre. Er ruft seit gestern abend n^h sc-ner Mutter. Die ist vor acht Tagen gestorben, und niemand hat es ihm in seinem Fieber ' wissen lassen können. Sehen Sic — ich bin ein junges Mädchen, ich bin Schwe. ster Gretel —, aber ich bin keine Mutter. Es geht zu Ende mit ihm," er leidet! Hören Sie, er ruft seine Mutter' Bitte, kommen Sie, Frau Stefan!« Leise schloß s'ch die Tür von Nr. 15. Die trauernde Mutter trat hart an das Bett des jungen So'daten und legte ihre Han ' auf Qle schweißfeuchte Stirn. ♦Mutter. Mutter. — ich wußte, daß du kommst. Nun wird alles gut werden. Was iiKicht ilas Mariele?« ^^Gut, Bub, gut.*: \\'ic ruh'g sie das sagen konnte, wie klar I von Roon in Berlin ein Handschreiben.! 'immaessism ihre Stimme war. »Und meinst, daß ich | doch wieder pflügen kann mit acm! dummen Bein, Mutter?« »Freilich, Bub, i wenn du jetzt fein schlafen tust.« »Jetzt | will ich auch schlafen. Mutter, nur weil, du da bist.« Wie in Kindertagen fühlte j er ihre Lippen auf den seinen, und mit einem Lächeln entschlief er. i Die Bergmannsfrau, Mutter und Witwe,' hat das Wunder von Sieg. Tod und Leben j erfahren dürfen. Tag um Tag, Nacht um; Nacht ist sie nun die Mutter aller der | Söhne, die nach ihr rufen in schwerer ■ Not und letzter Stunde Längst haben ihre { .Augen w ieder den blanken Glanz des i Himmels und ihr Mund das verstehende Lächeln einer Wissenden. Sie weiß, daß i sie viele Söhne hat, die ihrem Einzigen nachstarben, aber stärker ist d'e Einsicht,! daß Tausen'le den Heldensöhnen nach!e> j ben werden. So erfüllt sie das Vermächtnis "hres jungen: I .Mutter zu sein! | ^\. L. Maier.Tillessen. Vater Wrangel nikd die deulscbe Rediischreiliuiig Von Waltrud Ritzel i Es geschah im Jahre 18Ö4, als General-fcldmarschall Wrangel im Kriege gegen die Dänen den Oberbefehl über die preu ßisch-österreichische .\rniee hatte. Eines Tages erhielt der Kriegsministor Darin bat der alte Haudegen um eine Ordensauszeichnung für einen Hauptmann des Bundesheeres, den er als den feige-s t e n Offizier der ganzen österreichischen Armee bezeichnete. Der Kriegsminister war ratlos. Immer wieder las er das Schreiben und schüttelte verzweifelt den Kopf. Dem teigesten Offizier sollte ein Orden verliehen werden? Unbegreiflich! Er wußte sich keinen Rat. Schließlich bat er König Wdhelm I. um eine .Audienz und legte ihm die sonderbare, widerspruchsvolle Zuschrift vor. Der König las das Handschreiben und brach in ein herzliches Lachen aus, »Ja, mein Bester, Sie kennen eben die merkwürdige Rechtschreibung unseres guten alten Wrangel nicht*, sagte er schmun-zeld, i^denn sonst wären Sie gleich darauf crekommen. daß mit dem ..feigestcn'' natürlich der „fe-igstc", also der „fähigste" Offizier gemeint ist.<^ Nun war es »nn von Ruon, herzlich /.u lachen. Und der Österreicher bekam st-nen Orden. Der Unsterbliche Rünkeschmled Als Talleyrand, der unsterbliche Rank Schmied, gestorben war und sich die" Niichricht seines Todes unter den Diplo-•naten verbreitete, rief der französische Gesandte an einem eiiropÄlschen Hof liefsinnig aus: »Was mag er nun damit vs jeder bezwecken ...?!« Seiie 6 »Marb'urger Zcltunc« 7. 'JuU 1941 Nummer 16C Das sMrische Unterland In Wort Bild und Ton Schhißabcnd des BDM-Werkes »Glaube und Schönheit« Qraz'Stadt Als Abschluß des Arbcitsjahrcs veranstaltete das BDM-Werk in den Räumen lies ausländischen Studentenklubs in Graz einen süchiteirischen Abend, an dem meh-lerc Mitglieder der Grazer KünstlerschaVt mitwirkten. Nach einein Walzerrondo von Frl. Kastelliz und Frau Dr. Lauffer be-.Qrüßte die BDM-Werkbeauftragte Herma Sieß dU' zahlreich erschienenen Gäste. Gcdichte von Ernst Göll und Paul Anton Keller, vorgelesen von BDM-Mädeln, ließen die südsteirisclic Landschaft vor den Zuhörern erstehen. Gleich einer Vertiefung des gesprochenen Wortes wirkten ilie Bilder von Dr. Rotky, die dieser nach cinfiihrc.iden Worten durch Prof, Riehl ,:eigtc. Der Künstler erzählte von der Fülle und Schönheit der Motive ini unter-steirischen Land und erläuterte die Technik des farbigen Holz- und Linolschnittes. Der zweite Teil des Abends brachte Lieder von Hugo Wolf, gesungen von Ilse Werner. Mit einem Gedicht von Grete Weinhandl und einem Ländler von Pa-chcrnegg fand der Abend seinen Abschluß, der erneut bewies, daß das BDM-Werk unermüdlich und mit Erfolg daran arbeitet, die Mädel zum echten Kunstwerk zu führen. Der Veranstaltung wohnten auch Kreisleiter Kollik und Obergau-'ülirerin Tcrzaghi bei. in. Todesfälle. In Marburg verschieden die 86-jährige Hausbesitzerin Agnes K a n t n e r und die 70-iährige Sparkas-senofi'izialswitwe Josefine S t a u d i n-g c r. m. Kostenlose Ausbildung für den staat-liehen Verwaltung^ienst, Arbeitskame. radinnen, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, möglichst den Abschluß einer Mittel- oder Bürgerschule nachweisen können und politisch unbedenklich sind, erden kostenlos für den Vervvaltungs_ dienst ausgebildet. Nähere Bestimmungen finden sich im Anzeigenteil des heu-tigen Blattes ni. Heimstunde der Jungmttdeln in Marburg. Die Jungmädelarbcit ist in der Mädchenschule in der Feldgasse in vollem Umfang aufgenommen worden. Mit • einer zackigen Meldung der Scharführc-rin beginnt der Heimnachniittag. Unter fröhlichen Liedern gehts Richtung Win-denauerwakl. Die Leute schauen aus den Fenii'tern und winken. Endlich ist der Wald erreicht. Der schönste Platz wird aufgesucht. lauerst kommt der hungrige Magen an die Reihe. »Bitte, bitte ein Mürchenl-v rufen alle. Alle Märchengc-stalten werden im Wald lebendig. Die Kinder hören mit Augen und Ohren zu. Ein lustiges Spiel und ein Lied beenden die Heimstunde. m. Einbruch in die Gruft des Dichters Anastasius Grün. In die nahe bei Gurkfeld und zum Schloß Thum am Hart gehörende Begräbnisstätte des großdeut-•ichen Vorkämpfers und Dichters Anastasius Grün (Anlon Graf Auersperg) wurde vor kurzem ein Einbruchsvcrsuch unternommen. Den Tätern mißlang ihr Werk, wahrscheinlich wurden sie verscheticht, aber es ist anzunehmen, daß diese Ein-hruchsversuche wiederholt werden.. Unter der Bevölkerung von Haselbnch herrscht der Glaube, daß in der Gruft größere Schätze liegen. Das Matisolcufii ist nocli gut erhallen, doch liegt cs in einem ur-waldähnlichen Park, der den Absichten lichtschetien (lesindels sehr zuguti' kommt. m. Schwerer Unfall in Mar|>urg. Der in der Millingerstraßc 78 wohnhafte 23 Jahre .•die Arbeiter Alfred S c h i n k o hantierte derart unvorsichtig mit einer Sprengkapsel, "daß dieselbe explodierte. Durch die zahlreichen herumHiegendcn Splitter wurde Schinko an beiden Augen derart schwer verletzt, daß mit dem Verlust des .Augenlichts gerechnet werden muß. Nach erster ärztlicher Hilfeleistung überführte man den schwerverletzten jungen Mann auf die Augenklinik des (jaukrankcnhau-ses nach Graz. _ Achtung! Die Schriftleitung der „Tltarfiuraer 3eltuno" ist ab 17 Uhr nur auf Fernruf Nummer Cillier Bummelsünden Vefkefarswidrlgkeiteii werden von nun an bestraft Man weiü, ob man tanzen kann oder nicht. Man weiB, ob man auf einem Fahrrad geradeaus und um Ecken fahren kann oder nicht. Man weiß auch, ob man sich am Steuer eines Kraftwagens glUcklicli fühlt oder von Angst-.schwciß durchkühlt ist. Aber Spazierengehen, das — so glaubt man kann docli ein jeder. Das muß man nicht gelernt haben imd man ist doch kein Kind mehr. Daß man aber doch eines ist, und zwar ein Sorgenkind, wird man rasch einsehen, wenn man plötzlich unter den mahnenden, leicht vorwurfsvollen Augen eines der Verkehrspolizisten steht, denen die Verkehrserziehung CiHis ans Herz gelegt worden ist. und sie mit Seufzen viele Verstöße feststellen müssen. Wer würde zutn Beispiel versuchen, mit dem Floß sannaufwärts zu steuerg? Jener stattliche Herr bestimmt nicht, der sich mit dem harten Ellbogen dem Strom der richtig gehenden Leute entgegenwirft. um unbedingt auf der falschen Seite des Gehsteiges seinen Weg fortzusetzen. »Können S' nicht rechts gelm?« knurrt ihm die ärgerliche Frage entgegen. aber er hört sie nicht. Da ist ferner das Fräulein mit dem Hund und dem SpiegeL Der Hund, ein süßer, stuppiger Kerl an roter Leine, sucht anscheinend »Apportl«, das er li-sfigerweise unter den Füßen anderer Spaziergänger vorsteckt glaubt, bis ihm einfällt, es könnte auch draußen auf der Straße verborgen sein; das Fräulein aber folgt gehorsam sämtlichen. Sprüngen des Lieblings. Sie schlendert hin, sie pendelt her, hat dabei die glückliche Idee, einmal in den Spiegel zu schauen und sieht, daß das kleine Naschen glänzt. Sie zieht die Puderdose und "schon steht sie als Verkehrshindernis der Mitwelt im Wege, bis sie sanft fortgeräumt wird. Der Schutzmann hebt den Arm. Das ist nicht, wie einst ein Fahrschüler in der Prüfung behauptete, die Aufforde- rung, »Vollgas zu geben«, sondern heißt schlicht und einfach »Halt!« An den Randsteinen der gegenüberliegenden Fußwege stauen sich daraufhin die Leute, aufgereiht wie die Perlen einer Schnur. Finer nur geht unbekümmert über die freigehaltene Straße. »Wo woll'n Sie hin?« klingt ihm eine Frage entgegen. »Nüber«. erwidert träumerisch der Bummler, nicht ahnend, wozu diese Frage dienen soll. Ihr tieferer Sinn wird ihm erst, nachdem er durch heranbrausende Fahrzeuge gestolpert ist, drüben am rettenden Ufer klargemacht. »Du wirst langsam fahr'n können« — ist eine öfters von Fußgängern irgendwelchen Fahrzeuglenkern gegenüber geäußerte Meinung Mit dieser heimlich gemurmelten Devise überqueren sie die Straße immer dann, wenn ein Auto in eiliger Fahrt daherkommt; mit diesem Ruf antworten sie ungeduldigen Hippen-signalen, die um etwas beschleunigteres Gehtempo bitten wollen. Aber la'ngsam werden alle lernen, daß CS nicht darauf airkommt, was der andere kann oder nicht kann, soll oder muß oder möchte ^— sondern darauf, daß man selber gra'd so geht, steht und fährt, wie cs richtig isL — h. p. — Um das oben Gewünschte zu erreichen, hat der Politische Kommissar für Cilli-Stadt, Gauamtsleiter Dorfmeister, folgendes angeordnet: 1. Wer cs_ an 'der für den reibungslosen Verkehr nötigen Aufmerksamkeit und Rücksicht fehlen läßt, kann gebührenpflichtig verwarnt werden. 2. Die gebührenpflichtige Verwarnung wird mit I RM festgesetzt. Sie wird gegen einen Zahlungsausweis (Empfangsschein) sofort eingehoben. 3. Bei wiederholter Beanstandung oder besonders grober Verletzung der Verkehrsdisziplin werden Geld- oder Freiheitsstrafen oder beide Strafen verhängt. TURNEN UND SPORT iiiiiMiiinitiiiiiuiiiiiinniiiitintiMiiiiiitiiniiulHiiiHitHHiiiiinilHiitiiiiiiiitiitiiiNtiiiiiiiiiiiiiniiiiitiiiimiiiiiiitiiinntiiiiiinnnitiHiHmiinii Ausklang der Sommer-Kampfspiele der steirischen Hitler-Jugend 2867 erreichbar! G r a z, 6. Juli. Die Sommer-Kampfspiele der steirischen Hitler-Jugend fanden heute 'n der steirischen Gauhauptstadt itii Rahmen sportlicher Großveranstaltungen ihren Au>^klang. Von den bisherigen Wettbewerben ist noch das Wettschwimmen nachzutragen. Ober 1(X) Meter Brust trug Edi Höf-.'r (Cilli) in 1:41,9 den Sieg davon. In der Klasse des BDM siegte Elfriede Miklau (Cilli) in 1:51,5. L'^as lOO-Meter-Kraul-schwimmcn gewann Helga Ricckh (Graz) in 1:28.5. Ingrid Pirich (Marburg) belegte den vierten Platz. In der 4X50-Me-ter-Bruststaffel der Jungmädchen blieb I.eoben in 3:31.1 siegreich. Ausgetragen wurden noch leichtathletische Übungen und ein SchIagball-\Vett-bewerb. Die weitere Kampffolge füllte ein Klcinkaliber-Schießen aus. In den Einzel-Uämpfen siegle Kurt Schmidt mit 294 Ringen, Von den untersteirischen Schützen war Alfred Egger mit 189 Ringen der beste. Im Mannschaftskampf siegte Bann 54 (Graz-Stadt) mit 1011 Ringen. Die untcr-steirische Mannschaft erzielte in ihrer Klasse 661 Ringe. Nach einer Ruhepause am Freitag, die kulturellen Veranstaltungen galt, wobei ein Konzert des üebietsmtisikzugcs im Landhaushof besonderen Anklang fand, fielen heute im Rahmen der .3. Sonnner-Kanipfspicle der steirischen HJ die Entscheidungen. Die Vertreter der Unter-steierniark hielten sich dabei ausgezeichnet. So gewann die untersteirischc Mannschaft im Staffellauf »Quer durch Graz«, bei dem Radfahrer, Schwimmer und Läufer eingesetzt waren, gegen elf weitere Mannschaften. Bei der Gelände-orientierungsfahrt der Radfahrer belegte die untersteirischc Mannschaft den vierten Platz. Hervorragende Erfolge erzielten die Vertreter des Unterlandes im Tennis. Blanke gewann zwei stolze Titel. während Elfi Scherer im Einzel und zusammen mit Ingrid Pirich auch im Doppel den zweiten Preis errang. Den Abschluß und den Höhepunkt der Veranstaltungen bildete Sonntag eine (jroßveranstaltung im Stadion Eggenberg, bei der Ausschnitte aus allen Gebieten der Leibesübungen gezeigt wurden, welche die Hitler-Jugend pflegt. Die Siegerehrung nabm der üebietsführer Cink vor, der die Wettkämpfer durch Handschlag beglückwünschte. Ein Abendruf am Adoff-Hitler-Platz schloß die ercignis--reichcn Tage in der Gauhauptstadt ab. (Hamburg) 312, 5. (Jena) .KÖ Punkte Lucie Lockeniann Sporttag der „Deutschen . Jugend" in Hrastnigg Kürzlich hatte die »Deutsche Jugeiid" in Hrastnigg zum erstenmal einen Sport-wettkampL Er stand unter dem Leitwori »Wer Ic'ben will, der kämpfe also, denn der Kampf ist die Triebkraft des Lebens unseres Volkes«. Während der Soldat seine Pflicht erfüllt, muß die deutsclie Jugend gesund an Leib und Seele heranwachsen. 60 Jungen und 90 Mädel* wurden vom Standortführer der Unteugau-führerin gemeldet. Die Leistungen wavci: gut. Es gab vier Sieger und vier Sie-geriimen. Besondere Freude löste das unerwartete Erscheinen des Bundesiu-gendführers Schi Ich er und der Bun-desmädelführerin Traude L o r i n s e r aus. Zum Schluß richtete der Bundes-jugendführer an die Jugend einen Appell, in dem er sie aufforderte,"wic bisher in» südlichsten Teil des Reiches auf dem 'Posten zu stehen und stets ihre Pflicht zu erfüllen. Mit dem Siegheil auf den Führer und dem Fahnenlied endete die erste Sportveranstaltung in Hrastnigg. Wiener Leichtathletiksieg In Steyr gewannen die Wiener Leichtathleten einen Vergleichskampf überlegen mit 151 Punkten gegen Steiermark mit 106.33 und Oberdonau mit 100.5(1 Punkten. Von 16 Wettbewerbern fielen alleiii elf an die Vertreter der Donaustadt. Doppelsieger wurden Pöltner über 400 Meter in 52.8 und 800 Meter in 1:59.6, femer Muschik über 5000 Meter in 15:48.8 und 10.000 Meter in 33:39 sowie Wotapek itn Kugelstoßen mit 14.1 und itn Diskuswerfen mit 47.07. Nicht ganz so überlegen warendie Wiener Athletinnen, die in der Gesamtwertung mit 79.5 Punkten vor Oberdonau mit 65.,^ und Steiermark mit 40 Punkten siegten. Erwähnenswert sind der Weitsprung der Wienerin Wanda Nowak mit 5.39 und der Diskuswurf der Linzerin Krau»-haufer mit 36.68 Meter. Barcelona—Stuttgart 2 ; 1 Zu einem eindrucksvollen Bekenntnis deutvsch-s-panischer Sportfreundschaft gestaltete sich der Rückkampf der Fußballmannschaften von Stuttgart mid Barcelona am Sonntag vor 1,5.000 Zuschauern in der Adolf-Hitler-Kampfbahii in Stuttgart. Die Gäste erschienen nicht nur als Sendboten des spanischen Sports, sondern des gesamten spanischen Volkes und bezeugten iitrc Hai-Jung, als sie nach dem Verklingen der Nationalhymnen vor einem Block verwundeter deutscher Soldaten Front tnachten und diese mit erhobener Hand begrüßten. Das Spiel selbst endet^ mit einem knappen i : 1 (1 ; 0)-Sieg Barcelonas. Die Spanier führten bereits mit '2:0, als Conen mit einem .Prachtlor den Fhrentreffer sicherstellte. • Um die Krone der Leibesübungen Mütter (Hamburg) im Fünf- und Zehnkampf sicgrelch - den) siegt im Frauen-Fünfkampf Luise Krüger (Dres- In der mitteldeutschen Kampfbahn in Erfurt wurden die deutschen Mehr-'kainpfmeisterschaften entschieden. Im schwersten aller leichtathlctischen Wett-känipfe Irolte sich der frühere deutsche Meister Fritz Müller (Haniburg) die Titel im Künf- und Zehnkampf. Die Meisterschaft der Frauen fiel an Luise K r ü-ger (Dresden). Naliezu 100 Männer und 24 Trauen nahmen den Kampf um die »Krone der Leibesübungen« auf. In dem bereits am ersten Tage zu Ende geführten l'ünf-kampf setzte Fritz Müller (Mamburg) sich mit insgesamt 3796 Punkten 's'egcn Honolka (Berlin) iiiid Licberniann (l"l:ini-hurg) siegreich durch, die 3541 bzw. 3511 Pimktc erreichten. Vierter wiirik- Koppenwallner (München) mit 3505 und Fünfter T'faff (Wien) mit 3501 Punkten. Die Mehrzahl der Bewerber trat am Soimtag zu den weiteren Übungen für den Zehnkampf an. Müller gewann auch diese Meisterschaft ungefährdet. Die Ergebnisse wartn: 1. Müller (Hatnburg) 6920, 2. Middelburg (Warnemünde) 63vS4, 3. Stülirck (Berlin) 6267. 4. Schmidt (Köln) 6258. 5. lierniann (Königsberg) TjOHH Punkte. Bei den Frauen erkämpfte Luise Krüger sich die Meisterscliaft gleichfalls sehr sicher, obgleich sie keinen ersten Platz belegte. Die Reihinig war: I. Luise Krüger (Dresden) 341. Annelie Mat-tliicllcn (Hamburg) 328. 3. Lisa (ielius (Miinchcn) 32'1 4. (jerda Sch\v;*rtan : Süddeutscher MannSchaftSmeister im Ringen wurde Siegfried (Ludwigshafenl der im Rückkampf den TV Stuttgart mit 6 : 1 besiegte und nun im Endkampf um die- deutsche Meisterschaft steht. : Prelskelt schlug Saager. Zu einer Vorprüfung für die am 13. Juli stattfindende Straßenmeisterschaft gostaltete sich am Sonntag das über 241 Kilometer führende Radrennen »i^und um Schwaben« mit Start und Ziel in Augsburg. Im Endspurt siegte nach einer Fahrzeit von 6:45.55 Preiskeit (Ciieninitz) vor Saager (Berlin) und Keßler (Nürnberg). : KUtstelner siegt weller. Straßcnmei-ster Kittsteiner .scheint für den Titel-kampf am nächsten Sonntag bestens- gerüstet. Am Sonntag sicherte er sich beim Rennen »Rund um die Solitude« über 110 Kilometer in Stuttgart in 3:07.35 den Sieg. : Deutsch-japanisches (jolftreffen. Auf dem Golfplatz hi Waimsee gab es hu) Sonntag ein deutscli-japanisclies (joIi-treffcn. Die deutschen Spieler siegten mit 8K' gegen 2'j Punkten. : Anni Kapell und Jopie Waalberg \-n-fen alKJ'rmals in Bochum zusammen. Geschwommen wurde nur »nach Bahnen«. Die Holländerin, die über acht Bahnen von Anni Kciijiell in 2:46.7 um 2.5 Sekunden geschlagen blieb, endete über vier Bahnen gleichauf mit ihrer Rivalin, beiil • schlugen in 1:1H,9 an. ; Für die deutschen Straliennietstcr-schaften der Radfahrer, die .im 13. hili als Rundstreckenrennen über 241.4 Kilometer mit Start und Ziel in Aiic^-^burf'; uer.'ihren ' w erden, wiinlen 45 Nennnii;^':!! abgegeben. Nummer 1150 jMarb'urger Zeltunp« 7. Juli 1941 SeHe 1 WIRTSCHAFT aiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiitrriiiiiiHiiiHiiiiiHHiiiiinniiiiiiniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiniiiiiiiiimiiiiiniiuiniiiiiiiHiHUliRiniiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiit Die Anwendung der Reichsunisatzsteoer Wichtig für Steuerzahler In der Untersteiennark Mit Wirkung ab 1. Juli 1941 wird in der Untersteiermark das Deutsche Um-.sntzsteuerrecht anKcwendCt. Mit diesem Ta;; trat das bisherige juRoslawische Unisatzsteuerrcclit außer Kraft. Der allgemeine Steuersatz nach dem ehemaligen jugoslawischen Umsatzsteuerrecht betrug 3 v. H. Außerdem wurde l>ei der Lieferung einer erheblichen Anzahl von Waren noch eine Luxussteuer mit einem Steuersatz von 15 bis 40 v. H. erhoben. Weiters mußten verschiedene Untemeli-men zur Umsatzsteuer eine Zusatzsteuer entrichten. Nach dem deutschen Umsatzsteuerge-setz wird grundsätzlich jeder Umsatz in jeder Wirtschaftsstufe erfaßt. Dieses System gewährleistet eine gerecliterc Verteilung der steuerlichen Belastung, die den nationalsozialistischen Grundsätzen der Sfleuergerechtigiteit und steuerlichen GleichmäBisrltei.t esTitsipricht. Der allgemeine Steuersatz nach dem deutschen Umsatzsteuergesetz beträgt 2 v. H. des für die Lieferung oder Lei- stung erzielten Entgelts. Dieser Steuersatz ermäßigt sich jedoch in einzelnen Wirtschaftsgebieten auf einen oder einen halben Prozent. Eine Luxussteuer, wie sie das ehemalige jugoslawi-sche Recht kannte, ist dem deutschen Um-satzsteuerrecht fremd. Was im ehemaligen Jugoslawien alles als »Luxus« bezeichnet und als siolcher besteuert wurde, ist jedem Untersteirer noch zur Genüge bekannt. Anderseits entspricht es nicht der nationalsozialistischen Auffassung, sogenannte Luxusgegenstände nur einer klemen Sk:hichte des Volkes zugängig zu machen, da jede Besteuerung eine Preiserhöhung nach sich zieht. Mit der Einführung der Reichsumsatzsteuer wird g'leichzeitig eine Reihe von Durchführungsbestimmungen erlassen, die wesentliche Erleichterungen für die Überleitung vorsehen. Die »Marburger Zeitung* wird über die wesentlichen Bestimmungen des deutschen Umsatzsteuerrechtes laufeiiei öffentlichen Kassen. Die Anordnung über die Zurückweisung von zusammengeklebten Noten bei den öffentlichen Kassen hat, wie wir dem Amtsblatt des Reichspostministeriums Nr. 61 vom 1. Juli, Seite 413, entnehmen, zu unerwünschten Folgen geführt. Die Reichsbank hat infolgedessen gebeten, daß Noten, die nur durch längeren Umlauf beschädigt, zerrissen und wieder zusammengeklebt sind, defen Teile also gleiche Notennummern tragen und bei denen Teile der Noten selbst nicht fehlen, nach wie vor von den öffentlichen Kassen angenommen und an die Reichsbank abgeliefert werden sollen. Die öffentlichen Kassen haben Anweisung erhalten, künftig danach zu verfahren. Bestehen jedoch Zweifel, oder ist eine Verkürzung der beschädigten Note bzw. das Vorhandensein verschiedener Noten-nunimern festzustellen, ist die Annahme abzulehnen und der Inhaber an die Reichsbank zu verweisen. X Zalüungsverkehr mit dem besetzten Gebiet Serbien. Mit Runderlaß 58/41 D. St. — 20/41 RSt, vom 2. Juli 1941 gibt ri.. - r. .ijäi der Reichsw«tschaftsminister die Orund-sätze über die Regelung des,Zahlungsverkehrs zwisfheji dem Deutschen Reicli (einschl. de^> Protektorats sowie der eingegliederten Gebiete Kärrrtens, Krains und der Unterstelermark) und dem besetzten Gebiet Serbien bekannt. Danach sind Zahlungen für den Waren-, Kapital-'und sonstigen Zahlungsverkehr zugelassen. Wegen der Einzelheiten wird auf den genannten Runderlaß verwiesen. X Zusanimenlegung der l^andesgeldan* stalten in Böhmen und Möhren. Eine Prager Regierungsverordnung vom 26. Juni 1941 Nr. 242 über die Zusammenlegung der LarrdesgekJanstalten in Böhmen und Mähren verwirklicht mit Wirksamkeit ab 1. Juli 1941 vor allem die Zusammenlegung der Landesbank und der Böhmischen Hypothekenbank in eine gemeinsame Landesgeldanstalt mit der Bezeichnung »Kandesbank für Böhmen«, Das Land Böhmen haftet nach wie vor für alle Verbindlichkeiten der Landesbank für Böhmen, die unter Aufsicht des Finanzministeriums steht. Die Regierungsverordnung führte ferner auch die endgültige Rechtsvereinheitlichung der Landesgekl-anstalten in Mähren durch, wo gleichfalls mit Wirksamkeit ab 1. Juli d. J. die Mährische Hypotheken- un*l Landeskulturbank die in Liquidation tretende Landeskulturbank der Markgrafschaft Mähren in sich aufnimmt und den Namen »Landesbank für Mähren« annimmt. vVas keine noch so laute Pancuropa-Propaganda nach dem Weltkrieg zustande brachte, das hat dieser Krieg olme jedes Zutun den europäischen Völkern von selbst klar werden lassen: Das Bewußtsein von der Zusamnicngehö-rigkeit des europäischen Raumes. Das gilt für alle Lebensgebiete, insbesondere aber für die Wirtschaft. Dafür zeugen vor allem die gerade in den letzten Monaten in voller Ereiwilligkeit entstandenen Abmachungen anf einer Reihe von Teilgebieten der europäischen .Wirtschaft. Hierher gehören z. B. die industriellen und landwirtschaftlichen Abmachungen. die zwischen Deutschland und Rumänien getroffen wurden, und die eine zum Teil sciion sehr weitgehende Ajbstiminunfi der Produktion und der Absatzmärkte brachten. Hierzu gehören aber auch jene Vereinbarungen, die, wie z. B. die von den europäischen Ver-slcherungsgesellischa'ften gegründete »Vereinigung zur Deckwng von Qroß-risiken« oder die kürzlichen Vereinbarungen der europäisciien Autoniobil-industric» die der Ordnung bestimmter Märkte und Erzeugungsgebiete zum Gegenstand haben. Hierzu tritt nun, in ihren Planungen allerdings schon lange zurückliegend, die europäische Hote-und Forstwirtschaft. Auf dem euncfpäischen Hobmarkt herrschte, stärker noch als auf vielen anderen Gebieten, das von der hberaleti Zeit übernommene Durcheinander und Nebeneinander der sogenatmten freien .Wirtschaft. Das deutHcliste ^ispielaus diesem Sektor ist der Holzhandel. Er kaufte und verkaufte Hote shnrios von der einen Ecke Etiropas in die andere, ohne Notiz davon zu nehmen, das gt^hes Holz in gleicher QuaiÜtät im NacMrarland auch zu haben gewe^sen wäre. So wurde das Holz unnötig verteuert, die Bahnen und. Verkehrsmittel zwecklos überlastet und niemanden genutzt. Selbst, wenn ein geschickter Händler das Holz in einem entfernten Land so billtg eingekauft hatte, daß es trotz hoher Fracht mit dem Hol-z des Nachbarlandes konkurrieren konnte, so hatte er damit in europäischem Sinne niemanden genutzt, denn die Kosten dieses Holzes hatte der Waldbesitzer zu tragen, dessen Erlös auf die Dauer nicht ausreichen konnte, um den Wald richtig zu pflegen und den europäischen Bedarf auf die Dauer zu decken. Raubban war die Folge. Dieser Zustand soll nunmehr grundsätzlich geändert werden. Das Reichsforstamt führt schon seit längerer Zeit erfolgversprechende Verhandlungen mit den Vertretern der an der Holzwi rischaft interessierten Länder Europas, um an die Stelle der liberalen Planlosigkeit ein auf Vernunft und Einsicht gegründetes holzwirtschaftliches Ordnungssystem in Europa aufzubancn. I-V Erleichterung, von Auslands-Uberweisungen Die l>e'Utschc Rejchsbarrk hat den bisherigen Paiuschalsatz von 7 RM für die telegraphische Wt'iterleitung von Über-weisurkgen im Verrechnungsverkehr an ausländische Notenbanken oder Ver-rechnunigsstellen Europas (ausgenommen die Türkei) mit Wirkimg vom 1. Juli 1941 atif 6 RM heraibgesetzt. Von dem gleichen Zeitpunkt an wetxlen im europäischen Verkehr Brieftetegramme (ELF-Telc-gramme) zum Paifschatlsatz von 3 RM zugelassen, also zum gleichen Satz wie im innerdeutschen Verkehr. Diese Gebührensätze gelten auch für den mehrseitigen Verrechmungsverkehr. Bei der Zun-athme, die die Zahlungen.im Verrech-nungsweige gerade in der Isetzten Zeit erfahren haben, ist die telegraphische Überweisung stärker ais bisher benutzt worden. Dieser Entwieklung trägt die Deutsche Reichsibank mit der Ermäßigung des Pa-uschalsatz^js um 1 RM Rechming. Die Zulassung von- BrieftelegramMnen zum Inlandspreise im europäischen Verkehr bringt ebefffarlJs eine bedeutsamere Er- € (PK.-U1rich-Schcrl-M.) PiötzHch gab es Flankenfeuer Männer einer dciitsihen Radfahrabteilung erhielten beim Durchmarsch durch ein Dorf im Sowjetgebiet plötzlicli Flankcnfeuer. In wenigen Sekunden haben sie im Straßencrahen Deckung gesucht, um das Feuer ru erwidern. .-i Quer durch einen Fiufi im Osten. U*K..Koch'Wcltl>ild. M.) DER LANDWIRT Nutzlos getane Ari>eit? In jedem Jahr wird im Reich durch Brände in gefüllten Scheunen und Speichern, auf Kornböden und Getreidemieten soviel Erntegut vernkrhtet, daß man davon 200,000 Menschen ernähren könnte. Diese ganze Unsumme nutzlos in Rauch aufgehenden Erntegutes kommt auf das Konto der Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit, mit der man nach glücklich geborgener Ernte den Himmelssegen behandelt. Man kann es kaum fassen, wie leichtsinnig auf manchem Bauernhof mrt dem Feuer umgegangen wird, wie sorglos es an den Dreschmaschinen und bei den Motoren zugeht, wie gedankenlos schadhafte Lichtleitungen geflickt werden, wie sträflich man mit offenem Licht umgeht oder di-j Lagerung von Heu vornimmt, um nur diese wenigen Dinge zu nennen. Und all dki dadurch entstehenden Schäden könnten vermieden werden, wenn jeder es sich zur Pflicht machen würde, die Errrte mit größter Sorgfalt zu behandeln. Ist das nicht eine Aufgabe? VOR DEM RICHTER Seine Frau im Wald erdrosselt Der 29jährige Franz Mietzkü aus So-chow (Kreis Stolp) wurde vom Stettiner Sondergericht, das in Stolp tagte, als Gewaltverbrecher wegen Mordes zuim Tode und zum dauernden Ehrverlust verurteilt. Der Angeklagte, der dem Trun'ke ergeben war, hat seine Ehefrau im Walde erdrosselt. Fünf zigtau send Mark vertrunken Ein 39 Jahre alter Mann aus Bad Reichenhall betrieb seit dem Jahre* 1937 in München ein Büro für Haus- und Grundbesitzverwaltung. In dieser Tätigkeit war er mit der Vereinnahmung von Mieten und Paehtsummen, der Überwachung des Zinsendienstes unezcidi-nete ihn als Saboteur der !nncren Front, dessen Handlungsweise der eino-? T,£fn-desverräters gleichzusetzen ist. FÜR DIE FRAU h. Eine gut geputzte Fensterscheö>e ist für jeden Beschauer eine angenehme Sa_ che, von einem gut geputzten Schaufenster gilt das in erhöhtem AAaße! Viele Leute wissen noch nicht, daß eine lohc geschälte Kartoffel ein ganz vorzügliches Fensterreinigüngsmittel ist, wenn man nicht aufs Nachspülen und Trockenreiben vergißt. Niemals putze man die Fenster naß, wenn sie von der Sonne beschienen werden, sonst erhalten sie einen bläuli. chen Schimmer. Schön glänzend werden Fensterscheiben durch festes Abreiben mit zerknülltem Zeitungspapier. Fasernde Tücher sind zum Fensterpiitzen durchau.^ ungeeignet; dagegen isf ein weiches, sauberes Fensterleder'füf diesen Zweck sehr zu cjnpfehlen. SeHe 8 »MarburKtr Zditanc« 7. Juli 1941 Nummer 16u Die Helden des JXgerbataillens Nr. 27 Wie Finnland seine Freiheit errang — E^i zeitgemäßer geschichtlicher Rückblick Der gegenwärtige Heldenkampf Kinn lands Jtegeo die russische Unterdrückung erwec'kt die Erinnerung an das seit Jahrhunderten immer wieder auflebende r rei- heitsringen dics«8 kleinen Volkes. Finnlands Erbfeind war von jeher der groß«, übermächtige Nachbar im Osten, f^ßland hat kein Mittel der politischen Beeinflussung und des blutigsten Terrors gescheut, um das »Land der tausend Seen« immer wieder unter sein Joch zu zwingen. Schon gegen Zar Aiexei und Peter den Großen mußte das freiheitsliebende Volk wiederholt zu den Waffen greifen. Gegen den letzteren verteidigte es Viborg dreizehn Wochen hindurch mit beinahe übermenschlicher Kraft. Trotzdem gingen immer mehr finnische Gebiete in russischen Besitz über. Im Jahre 1713 drang der Feind gar in Helsinki ein; die Äcker in vielen Landstrichen wurden verwüstet, die Kirchen eingeäschert und auch die Städte selbst zerstört. Hungersnot I und Pest herrschten, das kultureile Leben : war vernichtet und tiefstes Elend kam über das unglückliche Volk. Ein neuer Krieg mit Rußland brach 1741 aus, durch den im Frieden von Abö wieder ein Teil Finnlands an den beutegierigen Nachbarn abgetreten werden mußte. Zum drittenmal erhob sich das heldenhafte Volk im Jahre 1808. Tapfer verteidigten die finnischen Truppen ihr kleines Land, errangen auch manche Siege, mußten aber schlleßUch doch den immer weiter vordringenden Russen welchen und sich ihnen am 25. März 1809 bei Hörncfors ergeben. Erfolgreicher focht Finnland mit deutscher Hilfe Im Weltkrieg» gegen den allen Erbfeind. Nach der russischen Revolution glaubten die finnischen Linksparteien, auch im eigenen Laode dem Bolschewismus zum Siege verhelfen zu mUssen.^Es wurden zu diesem Zweck rote Garden ae-bildet, die aus Rußland mit Waffen versorgt wurden. Im Jahre 1917 erfolgten die ersten Zusammenstöße zwischen diesen zügellosen Hörden und den Schutzverhänden der freiheitsliebenden Finnländer. Ende lanuar 1918 kam es dann zum offenen Aufstand der Roten, die bald den gaiHzen Süden des Landes in ihrer Gewalt hatten. Auch gelang es ihnen, alle öffentlichen Gebäude der Hauptstadt Helsinki /II besetzen. Nun begann eine beispiellost" Schreckensherrschaft, der viele vater-iandstreue Finnen, darunter Frauen un.l Kinder, zum Opfer fielen. Daraufhin wurde aus Freiwilligen ein Schutzkorp«; unter General Mannerheini, dem ietzlgen heldenhaften Verteidiger dw Lanaea, gebildet und den Roten entRcgengestellt. Ferner kehrten die im preußischen läger-bataillon Nr. 27 in allen Waffengattungen ausgebildeten Finnen in ihre Heimat zurück, um überaus tatkräftig und erfolgreich an deren Befreiung vom bolschewistischen Joch mitzuwirken, Nach heftigen Kämpfen wurde am S. April Tammerfors erobert. Da Schweden die Waffen, um die es von Finnland gebeten worden war, nicht lieferte, griff das Deutsche Reich helfend ein. Eine deutsche Flottenexpedition unter General Meurer drang bis Helsinki vor. Darüber hinaus gelang es eifern deutschen Hilfskorps unter General von der Goltz gemeinsam mit den finnischen Streitkräften die Hauptstadt am 13. April 1918 von den Roten zu befreien. Eine au? Reval kommende deutsche Division, die unter dem Kommando des Obersten Freiherrn von Brandenstein stand, nahm am 18. April Lathi. In geirieinsamen Kämpfen wurde nun in ganz SUdland der rote Aufuhr niedergeschlngen und am 10, April Viborg erobert. Anfang Mai war ^anz Finnland von den Verrätern befreit und damit seine Sclb^-^lndlf^keit und Mnnh-hflnglgkelt von dem bolschewistischen Rußland endgültig gesichert, zb. Erklärlich. »Herr Winkler, Ihnen etwas zu erzählen. macht direkt Vergnügen, Sie sind ein so fabelhafter ZuhÖrert« »Das muß Sie nicht wundern — ich habe eine Frau und ein Radio.« Herold, Klägern!. Das achtjährige Söhnchen des Landgerichtsdirektors weigert sich, Ferienaufgaben zu machen. Er hat mit seinem Vater eine Auseinandersetzung und heult' »Wenn du in die Ferien gehst, Pappi, gibt man dir doch auch keine Verbrecher mit!« II Travaso (Rom). Die in der Folge 158/159 vom 5.-^. 3uil 1941 veröffenlllclileii Höchstpreise für unlerslei-risches Obst und Gemüse sind ab 7.3uli 1941 gUMg Koslenloser Ausliilliungslelirgang Mr Arb*ittk«iMr«dlnMn für dM stMlIldiM V^rwatongull^ntt! Arbeiiskameradifinen, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, möglichst den AtechloB doer Mittel- Burgcrschole nachweisen können und politisch unbedenklich sind, werden kostenlos für den Verwaltungsdienst ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluß dieses kottenloeen Ansbildtingtlelirgafifei erfolgt jder Einsatz im staatlichen Verwaltu ngsdienst. Interessentinnen wollen ihre Anmeldungen schriftlich bis sfiätestens 10. Juli 1941 am die Bimdesführung des Steirischen Heimatbundes, Amt VoHtbildung-Berufs-ernehtHig, Marburg, Gerichtshofgasse 1/1, einsenden. I>em Ansuchen sind beizulegen; Zeugnisabschriften vom Abschhjß einer Mitteloder Bürgerschule, eventuelle bisherige Tätigkeit, Lichtbild und politisches Un-bedenklichkeitszeugnis. 4437 Omr PotMB€hm IComilwr df Sf dl Mmrbma m* d> Dtmm Betnlfr: Snttfelt für BeicMlung von Qfttrtteren an da«» MUitjkr. Bekanntmachung Da6 Entgeh ftkr die 3tn Mi^itärpersonen in den Monaten April, Mai uikI Juni 1^1 beigestellten Quartiere itn Stadtbereiche Marburg kann ab Donnerstag, den 10. Juli b« 15. Juti 1941 bei der Stadtkasse, Domplatz 1 Wl. Stock in der Zeh von 8—12 Uhr und von h5_18 Uhr behoben werden. a. d. Dfaii, am 7. JwH 1^1 4436 Der Poetische Kommissar der Stadt Marburg a. d. Drau Knaus e. h. Bekanntmathung D§m ^eberscINirslress# m Mmrbmrg wird swiscftra dmr Trf«fl«r- und ßrtmdhoMrasBm ab Montag, dmn 7. Sali 1M1 Ms aai wmliaraB fOr ladan ¥arkahr gaMparrU HAmauaa «. o.. J. jun ta49, MicmmAHHOiMKTiOM wtam 4949 SITZ MAIimiaO •. d. Drau WlllinilllllllllllMItfl fSniS^QW HEUTB Klavier sehr billig zu vermieten. Klavierniederlage F. Bod* ner. Obere Hcrrengasse 6. 4431-1 2^ kQ§§iß$H Kaufe kompl. Htrremlnimer dunkelbraun; außerdem Bücherkasten. Kaukasischnuß m. Schiebeglastflre, Luster, Ölbild, Teppich. Adresse in der Verwaltung. 4392-3 Suche 2 Teppiche» ungefähr 2V«X3Vt, geknüpft, gegen Kassa zu kaufen. Martin Gai-scheg, Reiserstraße l, I. St. recht«. 4427-3 2ii Zu verkaufen: 4 Schreibma* acMnen, 1 Nähmaschine, 2 Chrom. Harmonikas, 1 Radioapparat. Marburg, Reiser-straBe 1, i. Stock rechts. Zu besichtigen Dienstag vormittags. ' 442M Zu verkaufen eine Nihmaschl-ne und eine SchreVwiascMne. Kämtnerstraße 34, beim Schneider Dvor^ak. 4429-4 Outerhaltenes HartholZ'ScUaf* ziniiner zu verkaufen. Von 12 —14 und von 17—20 Uhr. Adr. Verw. 443^ Modernes Speiserimmer und fast neue iHaff-Nihmaschine zu verkaufen. Poetelagasse (Poitelska) 10. 4439-4 Verkaufe verschiedene Möbel. NagyStraße 15-1, links. 4440-4 .Schwarzer Stotiflügel zu verkaufen. Werkstfittenstraße 4, I. Stock. 444M Für 9jährigen Jungen Penskm für ca. einen Monat in deutscher Famihe sofort gesucht. Einlangebote an Dr. Fricke, Fürstenfeld, Schillerstraße 13 4442-6 Suche sofort leeres Zbnmer im V. Bezirk. Unter »Separiert« an die Verw. 4443-6 Gut möbl., reines Zimmer sucht ruhiger Beamter der Reichsbehörde. Anträge an Hermann Mayr, Arbeitsamt, Schillerstraße 31. 4432-6 SMIfk Uschlerlelirllng wird sofort aufgenommen bei Franz Be-lak, Josefstraße 23, 4435-8 Suche per sofort eine Wirtschafterin (Kassierin), eine zweite Köchin, einen Schank-burschen, einen Weinjungen. Anmeldungen zwischen 18 und 19 Uhr im Burgkeller, Marburg, RurRplatz. 443.3-8 BURG-KINO femrut 22-19. ^üly Sniseh onvoUkomiiMnie Liebe Ein Erich Waschneck-Pilm der Ufa mit QISQLA UHLCN, IDA Wt)8T, UANC HAID. Hins Zesch'Ballot, Yen Herteyg. Karl John, Karl HeDmer, Georg Vonlsanf, Albert Plo-rath, Erika v. Thellniina SpleUcltung: ERICH WA8CHNECK Ufa^Knlturflfm Die nene Wochenschau Wochtnscha«; Die ersten Kämpfe im Osten. Vorstoß nach Kowno. Kampf mit sowjetischen Scharfschützen, Die ersten gefangenen Bot- .^1 schewisten. Deutschlands Luftwaffe schlägt zu Vorfthnmgent Heute 16, 18.30 und 21 Uhr Karten von 10—12 und ab 15 Uhr ESPIANADE Femnit 2&-2S I U N G E N S Ein Ufa-Film mit ALBERT HEHN, HILDE SESSAK, EDUARD WANDRAY, K. nSCHER-FCHUNO, ED. WENCK, MARIA HOFEN, BRUN! LöBEL B. KAYSER, R KOCH-RIEHL, 0. THOMALLA und Jongens der Addf'HHler-Schttlen in Soot* hofen Drehbuch: 0. B, Wendler, H. Kerutt und K. A. Stemmle nach dem Roman »Die 13 Jungens von Dünendorf« von Horst Kerutt. — MuMk: Werner Egk — Herstellungsgruppe: Eberh. Schmidt SpisUettang: R. A. STEMMLE Der Roman des jungen Dichters Horst Kerutt, >£Me 13 Jungens von Dünendorf«, war diesem Film Vorbild und Grundlage, der die Wandlung einer vernachlässigten und verwilderten Jungensschar zur kameradschaftlichen und di-räipUnierten HJ-Gefolgschaft schildert Wocbenschan Kultorfllm Aclitung! Frühkartoffel erhältlich bei Joaef JegUtach, Kartoffel-gfoBverteiler, Pragerfiof. 4430 Anzeigen werden taglich für die nächste Auagabe nur bis 17 Uhr entgegengenommen. „Marburger Zeitung" Anieigen-Abtatlung HaupUchhlUeiber Anton Gertcbaeks Steilvertretender HauptschrifUeiter Udo Kasper -- Druck der „Marburger Üruckerci"