Laibacher ^!. ^^ Pr«nu!neiat>. 50 l>, ^N, d^PiH ganzl, st. 1.',, h,ll»j. fl, ?'5<). Mittwoch, 18. April. Iuleilio«««lb«bl: Fül lleine 3,ser»ll bl« zu 4 Kellen » l»., glshere pi. Zelle 6 ll.; be! lftern, wiebelholungt« pr. Z:ile » lr. »877. WchtMtltcher Theil. ^txaet^^^ ^" Baiser haben zum Anlaufe von ^"»ben N ^.'" bic wahrhaft Bedürftigen der Orts-! llrain ^' ^l. Barthclmii und Landstraß ?"ldcn »,./? Unterstützung von ein Tausend '"'»«" g"rudt" "'^^'^" Privallasse huldvollst zu ^^ sur Situation. Gebens w?r^^^" ber Hoffnungen aufErhaltuna des !"' »«tneld/t "°" ^" eintreffenden Telegrammen überall .Action ^.""""Ule'ch der Eintritt einer entscheidcn- ^l, wi^ ."'""'"klbar vor der Thüre steht. Des« Mchci, U?, °" Nachricht, daß als Vorläuferin der ^ld'ttl,! """ /"^ wahrscheinlich behufs Anzeige und k,"schaloff , "'llven ein Rundschreiben des Fürsten i^^chii-.Z" "warten sei, von gut unterrichteter M KG« «'^"^°"stantinopel bereitet man sich in-?M "ck N Ü? ^""^ «'it Entschlossenheit auf den Streits in Ob vor und der Belagerungszustand ?" i'lilner '^^^ ^stellt. Eine Entscheidung ist in-U.^,y.^"°ch nicht crfolcU, obwol freilich auch n°!"^nei, i °ü ^n Arrangement dcnll. Die russischen Un! kl'l,n sü ^"^.^ ^^"' unter den Schutz dcr H? deil d» !" Negation, nach einer anderen Angabe 27 9tden. . Zechen Botschaft gestellt werden: die ein« b filr ."^""ntlich ihre Staatsangehörigen in ttü bilges ^1 ^""'" mehr zu vermeidenden Fall ""zu lllsst,, ^ ""^ ^°^^ zweiten Ranges oer. ^^a^k'»Vcclduugcn über die nächsten Schritte F«^t st"/^'''^" °"s Paris; wie weit dieselben ttt l^eichc«' lleht dahin. Die ..France" verössent- ^>im^'^^ " Uhr abends, aus Pe- ^H^. ^/elegramm: "Der heute unter dem ^?' ^ Mi ^/" abgehaltene Ministcrrath hat be< .Aufnahme dcr Feindseligkeiten zwischen ^jc„^ '"etr. ^r Pforte zu überschreiten hätte. ^ d ^>w> ^ ^a-"li sich aber auf nicht mehr als "lti'!,? sta.'« ^ "°^c Ucoergang des Flusses wird ^llck'"zur^ '' wenn die Pforte ein russisches ""lb )^ UmÄ^^len hat. dessen Absenkung wiederum Äefj^ Mr ist .'?"' beschleunigt oder verzögert werden ^ 3! t>c« « .^ Stimmung eine ruhige. Das ^'sr« ?ener«'^ I? «in ganz vortreffliches; da- »X« ^trt l,^"l ^gl,al,cff leibend." Im gleichen Sinne '^"^öb^.""ch der Berliner „National.Zeltung" i«"^t i,n"^,"3n diplomatischen Krciseu zweifelt ^ ;ibt von den auf das Prololull bezüglichen Verhandlungen zwischen den Geschäftsträgern der Mächte in Kon-stnntinopel und der Pforte folgende vom 10. datierte Darstellung: „Von dem Tage an. an welchem der eng, lische Geschäftsträger dem Großoezier und Savfet Pascha das londoner Protokoll vertraulich mitgetheilt hat, konnte man bereits wissen, daß die Pforte nicht fo leicht die aus diesem internationalen Alte für sie resultierenden Verpflichtungen anerkennen würde. «Das ist nicht der Friede, den Sle uns bringen" — sagte der Großoezier ;u Mr. Iocelyn — und Edhem Pascha hat dem engli, schen Geschäftsträger Punkt für Punkt alle Gründe nachgewiesen, welche der Türlei gebieten, ein Ueberein-kommen zurückzuweisen, dessen Wirkung die Annullierung des Pariser Traktats, die Nothwendigkeit für ole Pforte, unter schmählichen Bedingungen mit Montenegro Frieden z^l schli,ßen, und die Ueberlieferung der Türlei an Rußland auf Gnade und Ungnade würe. Mr. Iocelyn telegrafierte am selbe» Tage seiner Regierung, daß Europa hier auf neuen Widerstand stoßen werde,- nichtsdestoweniger wurde drei Tage später oaS Protokoll den türkischen Ministern offiziell vom russischen Geschäftsträger notificiert und von den Vertretern der anderen Oaran-tiemächtc unterstützt. Der türkische Ministerralh hatte diese Notification nicht abgewartet, um über die neue der Türlei durch das Protokoll geschaffene Situation Beschluß zu fassen. Er halle bereits entschieden, dasselbe rundweg und kategorisch zurückzuweisen und diese Zurückweisung in einer Eirculardepesche an die türkischen Vertreter bei den Varantiemächten zu motivieren. In diesem Augenblicke haben die belheiligten Mächte ihre hiesigen Geschäftsträger telegrafisch angewiesen, einen neuen Schritt bei der Pforte zu machen, um ihre ernste Aufmertsamllit auf die Schwere des von ihr zu fassen, den Entschlusses zu lenlen, infolge dessen die letzteren weder mit Veumlungen noch mit Vorstellungen geizten Feuilleton. aus Oftafrika. y, ^ ^°NPr°f.i'eo Ätini,ch. '^'^ b" Eheschließung und dem 5«"d!ü 5len ach..? zwei Ursachen. Die eine ist d l'ch Wen "I chn. fanden es für höchst un- ^>llte- >" erste» m>c'"""" "m nenvermiiltc <"5<^ ist g^°nalc>. der Ehe öffentlich zei« <"^ M""" i" bl .''' "^""d dieser in ihren, !l><^ ist während dieser Zeit >^t>ar der M,.. Sorge f" das Hauswesen " s>z^s^''en gan/e? m"'"b' """ " "'" I"ng-he 3'^'«" im Hause verbleiben. <> b^ eine W, "5 °"e ^twe, so dar i<^ bleuen und i» Z /^"°»'"^it wieder b'»l ?'ü>, l' wenn ihr Ma^"^ «ehen. Die irgend welcher Ursache ihm nicht ganz genehm sei, so lann er dieselbe nach zurückgelegter Probezeit wieder ohne «eitere Verblndlichlcitcn ihrer väterlichen Familie zurücksenden und sich dann um eine andere Frau umsehm. Glaubt aber der Galle, daß die eingegangene Ehr für ihn eine glückliche bleiben werde, so setzt cr nach Ablauf dcr genannten Frist den Pfarrer deS Ortes in Kenntnis, daß cr gesonnen sei. den folgenden Sonntag mit scincr Frau das Abendmahl zu empfangen. Nach diesem religiösen Alte ist zwar dir Ehe noch leine unauflösliche, allein wenn nach diesem Kirchgänge dcr Mann sich von seiner Frau trennen w.ll. so ist dann derselbe durch Gesetz und Sitte verpflichtet, seiner ge« schicdcnen Frau nicht nur die ihm zugebrachte Mitgift zurückzuerstatten, sondern auch noch außerdem für ihren Lebensunterhalt so langc zu sorge», bls dieselbe etwa anderweitig wieder verheiratet worden ist. Es steht aber nach äthiopischem Brauche nicht allein dem Manne frei seine Frau z» cnllasstn, sondern auch dcr Frau. sich von ihrem Manne zu scheiden. Die letztere Form besteht einfach darin, daß die Frau dreimal in das Haus ihres Vaters sich fluchtet. Nach der ersten und zweiten Fl„cht muß sie dem Manne wieder zurück-gestellt norden, nach drr dritten Flucht ,st sie aber durch Recht und Sitte frei und lcdig und lann dann wieder heiraten. Ihre Mitgift erhält sie zurück, hat aber sonst keine weiteren Ansprüche darauf, von ihrem geschiedenen Galten versorgt zu werden. Von den etwa vorhandenen Kindern gehören Siiualinae der Mutter, die übrigen Kinder aber dem Vater. Wenn ich oben von der Mitgift dcr Frau gesprochen habe, so ist diese Mitgift nicht nach unserem Begriffe zn fassen, als wenn die Braut dem Bräutigam iraend welches Vermögen oder väterliches Erbe zubrächte, sondern die Mitgift wird vielmehr dein Besitze des Bräutigams entnommen. Da nämlich die Ehc in Abys-sinicn als ei» Kaufgeschäft des Bräutigams angeschen wird, so verhält cs sich mit der Mitgift folgrndermaßen: Dcr Vater des Bräutigams, welcher mit dem Vater-oder Vormunde dcr Braut den Kanf abschließt, hat infolge dessen an letzteren bestimmte Gcbüren zu entrichten, wclchc nach drn Vermögensumständen der kontrahierenden Theile bemessen werden. Die mindeste Gcbür, welche an den Vater oder Vormund der Braut zu env richten ist, besteht in 200 Ellen Ealico. ferner in drei Kälbern zur Bestreitung des Schmuckes der Braut, dann in sechs Scheffeln Getreide für die Schwiegermutter, um daraus für dieselbe Bier brauen zu tonnen. Diese Gaben werden am Tage der Hochzeit durch einen gleichen Werth an Kuchen dem Bräutigam ersetzt, und außerdem hat die Braut auch noch das Ehebett, Kinnen» zeug und das Kochgeschirr mitzubringen. Darin besteht also die Mitgift der Braut. Der Schmuck der Frau besteht in zwölf Stück Armbändern von Gold, Silber oder Elfenbein, in eben so vielen Fuhbändern, welche über dcn Fußknöcheln gc» tragen werden, dann in zwei Ohrringen und lincm Nasenringe, endlich aus einem Diademe und eine», Slecklamme für die Haare. Hiezu kommt noch ein lleiner Nürnberger Spiegel. Gold ist das Vorrecht de, 696 und der Pforte unter allerlei Formen erklär'en, daß fie in Hinkunft auf keinerlei Unterstützung rechnen könnte! und daß Europa sie allen Konsequenzen ihrer Hartnäckigkeit überlassen wird. Vei diesem Anlasse hat die Pforte von den Geschäfts« trauern der Mächte mancherlei Wahrheiten zu hören bekommen. Die Einen warfen ihr vor, daß fie nichts gelhan habe, um der öffentlichen Meinung hinsichtlich der bulgarischen Metzeleien Genugthuung zu geben, und wiesen auf Scheflet Pascha, den Urheber des schrecklichen Blutbades von Batal, hin, welcher ein Kommando bei der Donau-Armee erhalten hat. Andere der erwähnten Diplomaten machten ihr bemerllich, daß die größte Anarchie in den Provinzen herrsche, daß die Miribiten gemeinsame Sache mit den Montenegrinern machen, daß Thessalien und EpiruS unter dem Einflüsse der griechl« schcn Comilös sich zur Erhebung vorbereiten und daß unter solchen Verhältnissen der Krieg lein anderes Re« sultat, als die Zerstückelung der Türlei haben könne, ^etzlere habe nacheinander Hessarabien, die Krim, Griechenland verloren und habe nichtsdestoweniger existiert; warum sollte sie nicht noch einige Opfer bringen, und waren sie selbst von größerer Tragweite, um das zu retten, was ihr verbleibt? Wenn ein Schiff in Gefahr ist, wirft es nicht einen Theil seiner Ladung über Bord? Mil einem Worte, es wurde alles gethan, um ihr nachzuweisen, daß das Protokoll, dessen Tragweite sie überschätze, nichts enthalte, was vom Sultan nicht angenommen werden könnte, und wenn dasselbe Rußland eine relaliv günstigere Position einräumt, dies absolut geschehen müßte, um dieser Macht die ihr schuldige moralische Genug« lhuung zu gewähren. Nachdem die Pforte bisher Europa getäuscht und leine ihrer vielen Versprechungen erfüllte, nachdem sie durch ihre alleinige Schulü die gegenwärtige Krisis herbeigeführt und ihre Unfähigkeit in administrativer Beziehung bewiesen, könne sie nicht beanspruchen, von den Mächten auf gleichem Fuße in dem gegenwärtigen Konflikte mit Rußland behandelt zu werden, und wenn der Sultan jetzt zur richtigen Erkenntnis der Lage gelangt, tonne er sein Reich noch retten und die Erhaltung des Friedens sichern. Diese halb überredende, halb drohende, aber in jedem Falle sehr dringliche Sprache hat die türkischen Minister doch zur Nachdenklichkeit gestimmt. Vorgestern morgens traten sie in Dolma Bagdsche unler dem Vorsitze des Sultans zusammen, und nachmittags setzten sie ihre Berathungen auf der Pforte fort. Während ihrer Berathung traf auf d« englischen Botschaft eine Depesche aus Uan« don ein, welche Mr. Iocelyn sich beeilte, Saofet Pascha zuzuschicken, in welcher gesagt ist, daß Fürst Gortschatoff dem englischen Botschafter in Petersburg, koid iioftus, erlläit habe: die Verwerfung des Protokolls durch die Pforte würde für die russischen Truppen das Signal zum Pruth-Uebergange sein. Infolge dieser Mittheilung faßte die Pforte den Beschluß, das Protokoll nicht ganz zurückzuweise«, dagegen die Declaration des Grafen Schu-waloff nicht anzunehmen und die Friedensfrage mit Montenegro einem späteren, schiedsrichterlichen Spruche der Mächte vorzubehalten. Was die Entsendung eines türkischen Spezial'Bevollmächligten nach Petersburg zur Regelung der Abrüstungsfrage betrisfc, so haben sich die türkischen Minister unter der Voraussetzung dazu münd lich bereit erklärt, daß Rußland seine Declaration fallen lassc. Da letzteres aber schwerlich der Fall sein wird, so darf man sich darauf gefaßt machen, daß der Krieg ln kürzester Frist ausbreche, zumal man auf der Pforte selbst entschlossen ist, leine neue Eoncession zu machen." Adeligen, für die übrigen Stände wird der Schmuck aus Silber oder Elfenbein verfertigt. Der Nascnring wird an Werttagen durch einen Elfenbeinknopf von der Größe unserer Brustlnöpfe ersetzt, der in den durchstochenen linken Nasenflügel eingeknöpft wird. Noch muß ich einer eigenthümlichen Sitte erwähnen, deren psychologische Erklärung ich trotz vielen Nach« forscheus nicht zu ergründen vermochte. Dirsc besteht darin, daß der Gatte der Frau durch Gesetz und Sitte dazu verhalten ist, seine Schwiegermutter zu fliehen und ihr auf allen Wegen sorgfältig ausweichen zu müssen, ihr niemals ins Antlitz schauen, sie niemals anreden oder ihr Antwort gcben zu dürfen. Die Bogos geben über diese wunderliche Sitte folgende abergläubische Auf« llärung: Von dem Tage an, an welchem der Bräutigam seine Braut in sein Haus aufgenommen hat, verwandelt sich die Schwiegermutter innerlich in eine Viper mit vergiftendem Hauche und bösem Blicke, der zwar allen übrigen Menschen nicht schadet, aber wol die Seele des Schwiegersohnes zu verpesten vermag. Die Frau. ob ledig oder verheiratet, ist rechts-unfühig. Sie kann nicht erben, leine Bürgschaft oder Zeugenschaft abgeben, zu keinem Eide angehalten werden. Sie hat kcmc Rechtsverantwortlichkeit, hat weder Pflicht noch Recht. Eine Frau. des Mordes angeklagt, kann dafür niemals zu Gericht gezogen werden; die Sühne für ein von ihr begangenes Verbrechen hat ihr natür« licher Vormund, d. i. ihr Vater, oder wenn sie ver« heiratet ist, ihr Gatte zu leisten. «politische Uebersicht. Uaibach, 17. April. Das ungarische Abgeordnetenhaus tritt nach Verlautbarung des Präsidiums am Samstag (21. d.) wieder zusammen. Der Zusammentritt des österreichischen Abgeordnetenh«uses ist bekanntlich auf nächsten Montag (23. d.) anberaumt. Wie bereits gemeldet, sind die Delegierten der deutschen Regierung zu den Verhandlungen über den neuen Handelsvertrag zwischen Oesterreich'Ungarn und dem Deutschen Reiche vorgestern in Wien eingelrof« fen. Dieselben wurden noch im Laufe des vorgestrigen Tages vom Handelsminlster Riller o. Ehlumecly em» pfangen und hielten gestern die erste Konferenz mit oen Delegierten der beiderseitigen Regierungen ab. Im deutschen Reichstage gab es am 14. d.M. eine heftige Discussion über den Antrag auf materielle Verbesserung der Postbeamtenstellen. Der Generalpost' meister Stephan erlitt hiebei heftige Angriffe von fortschrittlicher, national-liberaler und ultramontaner Seite. Diesertage eröffneten in Frankreich die General-rathe ihre Titzungen. Die Session wlrd voraussichtlich eine sehr lurze sein, doch wird ihr mit Rücksicht auf die Agitationen für die im Juli stattfindenden Ergänzung«« wahlen ein außerordentliches Interesse beigemessen, da die demnächstige Zusammensetzung der Generalrälhe für die im Jahre 1879 vorzunehmende Ersatzwahl von 50 aus« scheidenden Senatoren und damit für die Zukunft Frank» reichs von der höchsten Wichtigkeit ist. Vonseile der repu< blilanischen Partei werden schon jetzt die größten Anstren« gungen gemacht, um für die Generalralhswahlen eine kräftige Propaganda zu organisieren. Im englischen Unterhause brachte der Schatz-kauzler das Budget ein. Die Ausgaben im verflossenen Rechnungsjahre betragen 79.020,000 Pfd. Slerl., also um 443,000 Pfd. Sterl. mehr gegen den Voranschlag. Die Ausgaben für das neue Rechnungsjahr sind auf 78.794.000 Pfd. Sterl.. die Einnahmen auf 79.020,0l)0 Pfd. Sterl. veranschlagt, es resultiert mithin eine Mehreinnahme von 220,000 Pfd. Sterl. Die Regierung will die Abgaben weder vermehren noch vermindern. Der König von Dänemark unterzeichnet: ein vom Ministerium crnlrastgniertes, auf den Verfassung«, artlkel XXV gestütztes Gesetz über die Bewilligung der Einnahmen und Ausgaben bis zum Zeitpunkte, wo das Finae,zbuoaet für die Zeit von Anfang April 1877 bis Ende März 1876 erschienen sein werde. Das Gesetz wird motiviert mit der Nlchteiniaung der Kammern über da« Bubgel und mit den Rücksichten auf das Gemein-wol. Die Hauptsumme der einzelnen Etals Aushubs posten darf die dem Reichstage gemachte Budgetvorlage nicht überschreiten. Bei den letzten gemeinschaftlichen Abstimmungen des schwedischen Parlaments hat die Bauernpartei in fast allen Punkten den Sieg davongetragen. Es wurde unter anderem der Slaatsvoranschlag für neue Kriegs« fahrzeuge auf 1 Million Kronen festgesetzt, mit der Bedingung, daß lcine Fahrzeuge beschafft werden, die einen den alljährlichen Anschlag übersteigenden Kostenaufwand erheischen Für Marinr-Arlillcritmaterial wurden nur 500,000 Kronen bewilligt, während die Rcgierung eine Million verlangt hatte. Durch beide Beschlüsse ist die Niederlage dcs Marineministers besiegelt. Die Nachrichten von der Vorwärtsbewegung der russischen Südarmee gegen den Pruth zu werden von russischer Seite nicht bestätigt. Dagegen wlrd zu> gegeben, daß die russischen Truppentheile in Asten sich bereits in Bewegung setzen. Die Russen sollen ihre Operationen auf dieser Seite beginnen, und dort dürfte wol auch der erste Zusammenstoß stattfinden. — Aus competenter Seite werden alle Angaben über ein Stein» leiden des russischen Kaisers und eine angeblich bevor» stehende Operation als vollkommen grundlos erklärt. Der Zar wird, wie man aus Iassy telegrafiert, Mittwoch abends in Kischeneff erwartet; am Donnerstag wird er eine große Truppenrcvue abhalten, und bei diesem Anlasse soll das Kriegsmanifest verlesen werden. Der russische Vertreter in Konstantmopel hat «äs kow — so meldet man von dort am 14. d. — schon jeden Verkehr mit der Pforte eingestellt. Der Fürst von Rumänien hielt am 15. d. einen außerordentlichen Ministercath ab, welcher durch die an< geblich drohende Haltung der türkischen Donau - Armee veranlaßt wurde. Der Ministerralh beschloß, gegenüber den drohenden Ereignissen keinerlei definitive Maßregel ohne Mitwirkung der Kammern zu ergreifen. Die bei Kalafat stehenden rumänischen Truppen wurden bei dem Umstände, als die türkischen Vorbereitungen auf die Absicht cine« Uebcrganges bei Kalafat schließen lassen sollen, eiligst verstärkt und haben mehrere Infanterie. Regimenter, ein Iägerbataillon und Artillerie mit einer namhaften Anzahl von Geschützen Befehl erhalten, schleu-nigst dahin abzurücken. Auch Griechenland setzt sich in Position. Wie dem „Wr. Tgbl." aus Athen vom 14. d. telegrafiert wird, hat die griechische Regierung alle Maßregeln ergriffen, um bis gegen 1ü. Mai über eine Armee von 60,000 Eombattanten verfügen zu können. Mehrere Bataillone sind zur griechisch-türkischen Grenze dirigiert worden, da verläßlichen Nachrichten zufolge beträchtliche Theile des türkischen vierten Armeecorps die gnelh! ' Grenze bereits zu befehen anfingen. ^ , Mi» Der türkische Generalissimus M" «^. Pascha ist zur Uebernahme des Kommando« "i" Armee nach Schmnla abgereist. ,, «.»Mg In Asien dürften der Pforte durch °ie V ^ Persiens neue Schwierigkeiten erwachsen, ""1^ ^ nämlich mit einer Art Ultimatum an die M^M getreten sein und nichts Geringeres als dll V ^. ^ Bagdads, des einstigen Sitzes der Khaliftn^^ ' Hagesnemgkeiten. ,, — (Verlobung.) Wiener Vliitler melden °'e ,^ d!« de« Fürsten Windischgrlltz mit dcr ältesten Tochter N« Fürsten Vincenz Auersperg. Prinzessin Gabriele. ^,« — (Line schrecklicheTrinnerun«) ° ,^ B Tagen wurde in Pest untlr großer Theilnahme Fro« ^ ^ Wierviczly begraben. Auf dem Gedächtnisse ^l" ^"" A^l«' , die „Filo. Lapol" - lastet seit vierzig Jahren ein ?"'"' ^ ^ — eine so schreckliche Erinnerung, wic sie — ^M, v .^. Danll — selbst in diesem Iammerthale nur selten eM^ ^, lebcn umnllchtet. Damals — vor vierzig Jahren ^- . ^ verewigte Dame, welche die Achtung und Lleve vieler ^ ein blühende« Mädchen; sie lebte und ihren Geschwistern in einem Eckhause des Lyw ^, u»d bie Familie fUhrte eine herrschaftliche Haulha""''^ ^M» 1837 geschah e« nun, daß im Hause ein silberner!M ^ ^ lam. Der Verdacht traf dm Vedienten, der deshal ^ ^ lassen wuide; an seine Stelle lam ein neuer Diener. ^ de« Hause« halte jedoch eine Ahnung, daß dlr ^^'je ' ^» murrend da« HauS verlieh, nicht« Gnies im ^ ^ecf trug daher dem neutn Diener auf, den Weggeschickte»' ^ ^ ihr walle, nicht vorzulassen. In der solgenden Nacht ' ^ ^B Thür geklopft, und al« der neue Diener lMle, l°" ^ htB seinen Vorgänger draußen stehend, welcher ihn sieh"^ „^ i/ noch hier schlafen zu dürfen, morgen werbe er lN°^^,F"l gehen. Der Diener ließ sich bewegen und g'b ihm "" ^l F im Vedientenzimmcr. Um 3 Uhr nach Mitternacht' ^ ^' in tiefem Schlase lag. stand der rachebriltende "" ' chut^ sein Erste« war, tem neuen Diener den H°l« i« ^,^ Dann stürzte er in die herrschaftlichen ^l?^" « gen"'^ bort seine frühere Herrin, woraus er über den fll"ll " ^ l"^ Sohn herfiel, der vergeblich ihn auf den «nw« ^ ,15' l'eben zu verschonen, er habe ihn ja immer s° lieb 8 M sonst! Da« Ungeheuer ermordete auch d°S """^che'"'^ waren zwei Tüchler im Hause. Die eine haltt sich ^^, ^ petemhür geflüchtet und diese hinler sich °bgclp"l' , ^' dort in dem schrecklichsten Seelenzustandc da« ""^ ,^ö> Todesrüchcln ihrer Mutter, da« schmerzliche Wunne^,' der« mit anhören und bald auch. wie der """" ^l^ Schwester herfiel, um auch sie das Opfer sein" »t°y ^ ^ lassen. Sei e« nun aber. ouß er Ichon erM««" ^i' , tlgeu Wcrl, ober daß er längeres Verweilen M ^,«,^ gcung. er tvdtcle ta« Mädchen nicht, s°"b"" .^ü^l! dem er ihr durch Messerstiche einige Wunde" °^,^h/', vuu dcncn da« Fräulein durch die geschickte u» ^l Behandlung und Pflege eine« «rztes glücklich ^"''^H lB z später auch ihr Gatte wurde. — Die Kilch',: ^° ^OF^ «öden gefluchtet, und al« sie »ulen d°« 6'«8" ".,»""',,!' Prozession horte, die schon vor Tagesanbruch «"««", ^c>^ sie durch ein Dachfenster hinab: ,F« brennt! ^ ^^ ^ Man lies um die Polizei, die je»l.ch dcn 2»»^,^ ^ßll. . ganze Hau« durchsuchte, in dem er sich «°ch 5"'"^ ^ i>" ,, gend« entdecken lonnte. Ecst am Morgcn fa«° "" Otls ^ llnter einer der leeren Warenlisten de« ^°I? Mdcc ^/" dessen Gewölbe damals in jenem Hause war. 2)- ^< ?<< ,l aus der Stell? seine That ein, ohne jedoch t»e s ^Ml./< zeigen; im Gegentheil äußerte er sein Vedauern^ ^ ^ nicht auch d,e Kilchin habe umbringen "nnen.^ AlB^ hielt bald darauf den verdienten Tod durch ^Frs"^i/ Erinnerung abec an diese Schreckensnacht le ^,g biczly durch vierzig Jahre lang fort. ^°" ""„, rung lann eben nur der Tod das Herz bel^^^. fokales. Krainer Landtag. .. IV.Sihung.^ch,i5M IV. Abg. Deschmann ber^ nanzausschusses über das PriM"'"" Vle"' d"" fondes pro 1878. Die > lagen, Funclionszulagen und l>a" ^ zelnen Schulbezkke beziffern slchs^^ llehrer- ,chee von 400 auf 450 ft. In Rrif. ?"l!lhb 3te°A« ^" ^°"l«« verdienen schon aus dcm ^bel^^^"'"er geltend gemachten Umstände ^ltschee lll« . ^^^chtigung. weiters auch darum, weil "den Neil/ b" größten Schulbezirle einen be. Ab» ^ ^ ^"" Normalschulfonde leiste, ^ble diel^'^lular erklärt sich mit Verufung Veiickl "°""ten Lehrerstellen gegen den Antrag. Abg. Deschmann führt an, es i des ^^pursamleltsrücksichten, welche die Majo- ^lö^c.^"" unterstützt seinen Antrag auch ^?,>elbe Katechet auch den Unterricht an der G^lt z^llsschule in Littai ertheile. z^on 6 ^^ ^g. Dr. Ritter von Vcsteneck E^>g ^" von Taufferer beantragt die ^ii, ^ Vehrerpostens für die zu errichtende l ^ ^ °^aber. özi^lblmu^"." v. Vesteneck unterstützt den An-' tz/'«s ^"""s darauf, daß sich in diesem Theile des' V"t. be«,,!!" "" einzige Schllle, niiinlich die in l>tn ^ bei >>' ^' zu welcher die entfernter wohnenden ">ert> ^wer A""bm Weges haben. Die Gemein, ziihl. bie Sck .^^p"^, Slockendorf und Zagorica "r du Schule unentgeltlich zur Verfügung d'e O?^ Dr «.. , ^u^tunn' Deiwels erklärt, das Bedürfnis für lvelü? s; esV,?" ^«le in Großgaber sei blos ein dir? ^"ehin ^ volllunlinen die Schule in St. Veit, ^ um eine dritte Klasse vermehrt werden U^H"er Deschmann glaubt, diese An. ^ lm uachsten Landtage ihre Erledigung ^ ^ehn""2 des Ubg. O<,r°n äusserer wirb hier-!3iV°^^ über die ^ t.7^sse zuzuw^ beantragt, die Petition dem ^^ d. «,, ,, ,^ ^ ^ ft )". ,"" einem Kostenaufwande on l 1 H« ss" 'MMM «bg. Dr. Zarnlk unterstützt wärmften« den «n. trag VefteneckS, indem die Gemeinde Litlai wirklich un-erschwingliche Lasten fürs Schulwesen zu tragen habe. Vei der Abstimmung wird der Antrag Beftenecks angenommen. Abg. Dr. Ritter v. Savinschegg beantragt, der Landesausschuß werde ermächtiget, bei Ertheil-ng von Subventionen für Schulbauten hauptsächlich auf den drlngendst nothwendigen Schulbau in Radovica Rück-ficht zu nehmen. Abg. Kramariö unterstützt diesen Antrag, welcher auch angenommen wird. Schließlich werden noch folgende Anträge des Finanz, ausschusses genehmiget: 1.) Der hohe Landtag wolle dem nach dem beigelegten SpezialauSweisc der Actioitälsbezüge der Lehrer abgeänderten NormalfchulfondS.Präliminare pro 1878 der Laudtagsvorlage in dem Erfordernisse mit . 179,092 fl. 50 kr. in der Bedeckung mit . . 14,622 .. 62»/, „ sonach mit einem Abgänge von 165,369 fl. 87'/, k-seine Zustimmung haben. 2.) Zur Deckung des Abganges von 165,369 fl. 87'/, kr. wird für das Jahr 1878 eine 18perz. Nor. malschulfondS.Umlage auf die dem Zuschlage bei dem Landes« und Grundenllastungsfonde unterliegenden direl. ten Steuern mit Ausnahme jener im Stadtbezirke Lal» dach beschlossen und der LandesauSschuß beauftragt, daS Erforderliche wegen Allerhöchster S»nctioniil«um Sr. l. und l. Ho« heit be« Herrn FM. Erzherzo« Albrecht.) Die durch einen vielhunbeltjtlhrigen historischen Verband legitimierte dinaftische Treue und herzliche Anhänglichkeit, mit denen sich die Voller Oesterreich« seit jeher mit ihrem angestammten erhabenen lllliserhanse auf das innigste verbunden suhlen, lassen e« nur zu erllärlich erscheinen, daß jedes Freudenfest, welches eines oder das andere Mitglied unserer laiserlichen Familie zu feiern im Negrifje steht, auch von den Vollern Oesterreich« allseits als ein gemein« same« freudiges Fllmilienjrst angesehen und mitgefeiert wirb. Wie schon bei so vielen voraugegunglnen ähnlichen Gelegenheiten, zeigt sich dies deutlich auch am heutigen Tage, der un« an den vor 40 Jahren erfolgten activen Eintritt eines erlauchten Glides der luiserlichen Familie, Sr. l. und l. Hoheit des durchlauchtig» sten Herrn Erzherzogs und Feldmaischalls Albrecht, in die »fterrelchlfche Armee erinnert, und daher auch überall im wetten Oesterreich als ein ßreudentag, in erster Linie von den Urmec. Angehörigen, im weiteren Sinne aber auch von der gesummten «eovllerung gefeiert wird, die in dem durchlauchtigsten Jubilar mil Rcchl den um Oesterreich hochverdienten Prinzen und Feld» Herrn verehrt und sich daher am heutigen Tage gewiß ausuahm« los in den Vcfllhlen tiefster Verehrung und wärmster Theilnahme an dem ferneren Geschicke Sr. laiserlichen Hoheit vereinigt. Wie belanlit, wurden ,m Laufe der letzten Wochen in allen Oarnisons-städten Oesterreich«, insbesondere natllclich in Wien, Vorbereitn«' gen zu einem festlichen Vegehcn des heutigen Tages getroffen, an welchem es 40 Jahre sind, daß Se. l. und l. Hoheit — dcr Luger von Custozza — deu Reihen der ostcrr. Armee wirlend angehört, ein Zeitraum, der einen ebenfo bewegten als hochbedeulsamcn Abschnitt ,n der Geschichte derfelben bildet. Rastlos lhiilig, ohne sich je Ruhe zu gönnen, hat der durchlauchtigste Herr Erzherzog während dieser Zeit sein umfassendes Wissen der Entwicklung der Armee unausgesetzt zugewendet, durch ihn erhielt die Armee, die der erlauchte Führer wiedelholl zum «öiege gesuhlt, eine Reihe werth-volkr Verbesserungen und Neuerungen; seine freigebige Sorgfalt hat die Angehörigen des Heere« mit reich ausgestatteten Stistun-gen und Unterstützungen bebacht. Den innigsten Danl fühlt daher auch die Armee für die warme und erfolgreich? Einflußnahme, mit welcher Se, l. und l. Hoheit die Liebe zu Kaiser uno Vater' land und den guten Soloatengeist wach zu erhalten und zu stärlen wußte. Sie ist e» daher auch in erster Reihe, die den heu» ligen <3edächtni«t»g in würdiger Weise feiert. Die Festivitäten in Wien, die auf den hlutigcu und morgigen Tag vertheilt sind, bestehen ln einem Vlückwunschempfange heute Vormittag, zu dcm sich aus allen Ocneralalen und Mililililommanden Oesterreich« sowie auch feilen« der l. l. Marine zahlreiche vertretet uach Wien begeben haben, ferner au« einer P»radelAu«rllckung der gesammte« Wiener Garnison und Hos.Oalalafll am morgigen Tage. Eröffnet wurdl die Fcier scho» Dienllog abend« mit eitlem festlichen Zapfenstreich mit Serenade sämmtlicher in Wien stationierten KapeUe,,. Auch das gesammle Offlzierßcorp« in Laib ach vereinigt sich au« diefcm freudigen »ulllfse morgen abends zu einem Fest. banlette im Kasino. — l. Linl » iferliches Ves chenl.) Da« Land tt r a i n vcrdanll der Huld Sr. Majestät oc« Kaiser« abermals ein naw> hafte« Gescheut. Wie nämlich auil einer Kundmachung an der Spitze unseres Vlaltes hervorgeht, haben Se. Majestät der Kaiser zum Anlauft von Samengelreioe für die wahrhaft Vedlirftigen ocr Ortsgemeinoen Arch.St. Varlhelmä nnd Landstraß iu Kraiu eine Unterstützung vou ei« lausend Gulden au« der Allerhöchsten Privallassc huldvollst zu bewllligcu geruht. — (Kämmerer.) Dcm l. l. Oberlieutenanl be« Infan» terieregimenl« Kaiser Alerander I. von Rußland 3lr. li, Karl Freiherr« von Lazzailni wurde die l. l. KämmercrOwllrde verliehen. — ( Dienste« antritt.) Der jiingN ernalinte Viz?prll» sidcnt de« fieierisch-lärntnischllrainischen OberlandesgerichteS, Herr Hermann SchmeideI, und der Oberstaatsanwalt Herr Wil» Helm Piche haben am 15. b. in die Hände des Herrn Ober-lande«gerichl«piästbenten Dr. Ritter v. Waser den Diensteid ab. gelegt und ihr neues Amt angetreten. — (Krainischer Landtag.) Auf der Tagesordnung der heule fiatlfindenden V. Sitzung de« lraiuischrn Landtage« stehen nachstehende Puulle: 1.) Mittheilungen bcs Vorsitzenden; 2.) Verichl des Finanzausschusses über den Voranschlag des Thealerfanbes fitr das Jahr 1878; 3.) »ericht des Finanz, aueschufses über die Voranschläge der lrainischen Stistungssonde für da« Jahr 1878 und wegen Erhöhung der Entlohnung be« Museoldiener« Ferdinand Schulz; 4) Vericht de« Finanzausschüsse« über den Rechnungsabschluß des Normalschulfondes für das Jahr 1876; 5.) Vericht de« vollswirthschaftlichln Ausschüsse« iuoelreff Ueberweisung der Ortsgemeinde Zirtniz au« dem Gerichtsbezirle Loilsch in jenen von Laas; 6.) Vericht de« vollswirlhschafllichen Ausschusses llber die vorzunehmende Umlegung der Auersperger« Straße; 7.) Vericht de« Finanzausschüsse« wegen Zustimmung zu Gnabtngllbtn aus dem Lehrerpensionsfende nebst zwei ein» schlllgigen Petitionen; 8.) Vericht de« Finanzausschusses llber den Voranschlag de« lrainischen Lande«fonde« für das Jahr 1878; 9.) Verichl de« vollswirthschastlichen Ausschusses wegen Einführung de« lllndwirthfchaftlichen Wanderunterrichlc« in Krain. — (Au« schuh wahl.j Vti der lllrzlich vorgenommenen Nueschußwahl de« llllidwirlhschastlichen Filialvereins in Krain^ burg wurden nuchstehenbe Herren aewilhll: zum Vorsitzende»: Matthäu« Pirc, Vrundbefiher; zum Vorsitzenden-Stellvertreter: Otto Detela, Vuisbesitzer; ,u »u«schuhmit«lied,rn. Franz 696 ltersii. Hiundbefitzer; 3»«nz U««m«nn, Ornndbefitzer, und Karl Vchaunil, Apolheler. — ( Abermal« tin Erdbeben.) Ueb^r «in Samstag abend« in »indolfsloerth neuerding« bemerlle« Vidbeben fchreibt un« unser dortiger Korrespondent: «Sam«tag den 14 d,, nm 6 Uhr 20 Minuten abend«, hattm wir »n Nnd«ls«werth aber« mal« ein srdbeben, da« in einem «nzigen Stoße bestand. Vom Sonnlag auf Montag, circa halb 1 Uhr nacht«, vernahm man tin Vransen. dem heftige Schwankungen folgten, die sich blo« den in den Zimmern befindlichen Vegenftllnden mittheilten, ohne an den Mauern wahrgenommen ;u werden. Da« Thermometer stand anf ^- 1" sl ; früh fing e« an zu schneien und hurte den ganzen Tag nicht a«f. Da« Thermometer steht beständig auf -s- 1" 3l. Da« Varometer ist gestern um 2 mw geftiegen." — (Witte rung »umschl ag.) Seit Montag illlh prangt Laib » ch e Mutter ihre« Manne« b«l Ambro« z«i veistht. Der Vorsitzende conflatiert, daß sich die Nngellagte F. Leuc in Widersprüche verwickle, worauf der Nngellagle M. Leuc b,. »eilt, e« sei leln Wunder, wenn seine Frau verworren spreche fi« habe in 8 Jahren 9 Kinder geboren nnd viel Elend und Noth ertragen, so daß sie ganz gebrochen sei. Angeklagte I. Leuc versichert wiederholt ihre Unschuld. Di< eine Uhr, die sie bei dem Gartner Dejman versetzte, hab« ihre Schwiegermutter in einer Schachtel gebrach! und sie dieselbe gar Nicht angesehen. Die bei der Ambroj»! versetzte Uhr hab« ihr e>n »nbetannter Herr gegeben, sic habe dieselbe um 10 fl versetzt, wofUr sie von dem Unbelannten 50 kr. eihielt. D't Zeugin Frau Mathilde Or » ß nnd >hre Tochter Narie bestätigen den »n der Anllage geschllderlen Diebflahl de« Prelio« jenläftHens nnd »qn««citlen die vorhandenen zwei Paar Ohr« gehilnge und den R«ng al« ihnen gehü.ig. Da« Vrolololl de« derzeit unbetannl w? befindlichen I. löwy wird verlesen, in welchem derselbe die im Vesitze de« Lenc gefnn« dene goldene Damenuhr al« sein Eigenthum agua«citrl. Angeklagter bemerlt, Löwy hätte llter den Diebfiahl gleich di, Anzeige machen sollen. Etaat«an»»ll»Sullfillul Gerdeschi, bemerkt, daß käwy die« ohnehin gethan habe 3>a lange Lenc im Dienste der Nn» d«lf«dahn »ar, seien n«chl weniger al« vier Diebst^hle angezeigt worden, seit seiner Entlassung noch lein einziger. Zeuge I, Novak erzllhlt. wte die ihm »on Mujkerc über« zebene Uhr. die Leuc b:i ihm »ersetzen »oll», von Herrn Uud» Hölzer abgenommen wnrte Zeug« Nucleic sagt au«. L«uc habe die Uhr ihm zum Versetzen gegeben Al» er ihn fragte, ob selbe nach kaibach zum AvschHhen getragen werden dürfe, da sonst wol schwerlich >em»nd etwa« »aranf bargen würde, sag'e der Nngellagte. da« se« nichi n«!hw,nd,q. e« l^nne dach j^ermann, daß die Uhr golden sei. ^ ? '^ lllz , i erzilhlt. tie Mutter de« Leuc habe „men bei >hr zweimal Uhren nnd anch Vci,ah;eNc> »slisy! Der Mngcllagte teuc habe selbN ie, ihr die e»ne Uhr au«ge'ast. Da d,e Versatzzettel dem Verfallen nahe «»«en, habe sie Ring und Ohrgehänge »u«gelofl, später aber auf dem Magistrate abgegeben Angellagfer Lenc leugnet entschieden, i» bei de, N»br»^l gewesen zu sew. um d,< eine Uhr au«znlilsen. D'« Augen mögen ihm au« dem Kopfe fallen bemerkt er »enn er nicht o>« Wahrheit spreche. Zeugin »mdr«z«t erklärte nenndmgs. Lenc sei zweimal dei ihr gewesen. Z'Ngin M. P 0 letin bestätiget die Angaben der >mbr«z»l bezüglich ter Versatzangelegenheiten. Den Angeklagten habe fie hei ler Amnrc^i in d,r KUche gesehen. Anch eieser Zeugin vi»-^^» leugnet der Angeklagte, le bei l»er Ambrojic gewesen zu sein. Zeuge Jakob Dez» an erzählt, wie die Vlutlli be« keuc die Uhr dei ihm verseht habe, welche später ein ih« unbekannter Herr »»»gelüst habe. Zeuge I. Oaftintar, Traiteur in I«sef«lhal. hat über Vitten der Frau de» Leuc die Uhr bei Dezman au»g«lüft. Später habe keue dieselbe bei ihm nebst Vezahlung der Schulden für Vhwaren ousgelüst. Diesen Umstand bestätiget auch dessen F^ou, Zeuge F. I 0 mc an« Schischla hat vom Leuc e»nen Ver. sahzellel um 4 st geliusl. Eine silberne Uhr um 6 ft. war ver» fetzt, er habe sie »««gelöst. Ebenso hat Zeuge I. Küre vom Angeklagten eine silberne Uhr gekauft. Der Angeklagte, vom Sta»l«anwalle befragt, wlesa er in seiner mißlichen Lage zu tiefem Uhrenhandel kam, erklärt, den Versahzeltel der einen Uhr von einem unbekannten Weibe, die »weile Uhr dagegen auf dem Südbahnhof« «on einem Unbekannten lauft zu haben Zeuge Hermann Steinlin. Direktor der Papieisobril in Iosef«thal, sagt. van der Uhr de« Leuc sei viel gesprochen »or» den. er hab« sie jedoch nicht gesehen. L« wnden nun die vom Angeklagten geführten Entlastung«» zeugen vernommen. Dessen Tante Iuvaniii, dessen Schwägerin N. Vregar, dessen Schwagcr Karl Speil, dessen Schwiegermutter I. t, nur einen Monat eingesperrt gewesen zu sein. Nachdem ihm der Vorsitzende an» den «cten Nllchwie», daß er dlti Monate Kerker abgebüßt hat, demerit ,r, e« sei schon lange her, er habe die« vergessen. Da« Vewt<«oerfahren wirb sohin geschlossen. Den Geschwornen werden vier F^aqen vorgelegt Die ersten zwei beiressen den vom keuc verüblln Diebstahl an M Trotz und I. Lilwy. Die drltte Frage bez„ht sich auf d>e Diedstahl«. theilnehmuiig der Frau des Angeklagten F. Leuc, die vlerte auf «ie Diebstah!«the,lnehmung der Mutter de« Angellaglen I, Leuc, Nach den Plaidoyer« de« St»al«anwalte« und der Verlhei. diger ziehen sich d«e Geschwornen zur Veralhnng zurücl Nach längerer Verathunz wird da« Verdict verkündet. Die ersten zwei Fragen wurden einstimmig bejaht, die zweite, die MilsHul« der Frau de« Angeklagten betrefsende Flüge mit 5, gegen 7 Stim» men verneint, die viert,, l»>e Millchnld der Muttcr de« «n» geklagten betreffende Frage mit !l) gegen 2 Stlmmen bejaht Auf Hlund des Verdicte« der Ieschwornn, veruitheilte der Gericht« Hof sonach den Angeklagten M Leuc wtgen Ver» brechen« de« Diehftahl« zu s'ch« Jahren schweren Kerkers, verschärft mit einem Fastlage m ildem Mnnate. die Angeklagte Johann« Leuc wegen DiebftahXthellnehMllnq zu vier Monaten Kelle».«. Die dritte Angeklagte ,5 r a n z i « l » Le n c wurde de« ihr angeschuldigten Verbrechen« der Dltbfiahl«lhe!l, nehmnng nicht schuldig gesprochen. Neueste Post. (Original«Telegramme der „8alb. Zeitung.") Wien, l 7. April. Die „Politische Correspondent meldet aus Vularest, die ganze rumänische Arm« solle mobilisiert werden; General Ohila sei in besonderer Mission gestern nach Klscheneff abgereist. Ein Petersburger Telegramm derselben Eorrespon» den; meldet, der russische Geschäftsträger zu Konstan» tinopel. Nelidoff, habe sich für den lii. April zur Abreise bereit zu halten. Petersburg, !7 «pril. Der Kaiser reist am !6. d. M. llbelld« >n Vegleilung lu« General« Ianatieff zur Südarm« ab. 2» »ird ossizi« betont, baß durch Verwerfung de« Prolotolle« seilen« der Turltl eine o0l« llg neue, sogar den früheren Konferenzboden beseitigende Lage geschassln worden; die Türkei dräng« zum Kriege, Nnhland Nune ihn nicht zurückweisen. Vnlareft. l 7. April. Die russischen Truppen con. centrien sich in unmittelbarster Nähe der rumänischen Grenze; sie werden in ihren bisherigen Standorten durch aus dem Innern kommende neue Truppen ersetzt. Wien. 10. April. Zur sseier de« Dlenftjubiläum« Gr. t. l. Hoheit de« durchlauchtigsten Herrn Erzherzog« Albrecht treffen Deputationen de« fünften russisch-lithau. ischen Uhlanen und de« 86. russischen Infanterieregiment« hier ein. deren Ehef Erzherzog Albrecht ist. London. 16, April. Dem .Standard" z°<^ wurde von enallschlr Seite ein letzter Versuch z" " wendung des Krieges gemacht. Da« genarmlc W»" zweifelt den Erfolg dieser letzten nach Peter«bul« ^ teten Mahnung. — Die «Morning Post" bM, ""'. land werde vor dem Vruche de« Frieden« daran tw" werden, daß es durch den Pariser Vertrag vttPsU» sei, eine Mediation anzurufen. Wenn der Z"" ' Vetheuerung seiner friedlichen Absichten den ^'^i kläre, werde England annehmen, er trachte bit », für die Hwecle der Eroberung und einer 2«"^°« vernichten. Alle Malter, ausgenommen „Daily Nen>' sind heule sehr anti-russisch gehalten. Die ,Ti"" z sprechen die voraussichtliche Haltung Englands wW de« bevorstehenden Krieges und empfehlen eint!" Neutralität für so lange, als der Kampf blo» gegen Ursache der Störuna des Friedens in dcr Türlei gel'« sei, denn die türkische Mißwirthschaft macht dil fechtung der türkischen Sache unmöglich. Telegrafischer Wechselkurs t>om 17, April «,l»< Pahier - «ente 58 40 «ilber , slente «8 2o, ^ ^ «ente 6» 40 - I«60,r Staat«-«nlel)en 105 7b. - ^" «M 762 -. - Krebit««s!,en 134 50. — Loudcn ,30 50 T' ^< 114 75, - K. l. Mlinz-Dukaten 61b. - Napoleon«»« — llX) «t!ch«m»rl 64 —. . «ien. 17. April. Zwei Ulzr nachmittag« <^"?«oz0. Kreditactien 134 90. I»«0,r Lose 105 5)0, 1Uö4er r«'^^. österreichisch, Nente m Papier 58 30. Gla«t«b«hn ^^ , ^.«cliell babn I7ä5H. 30. Franlenflxcle 10 4s, nngarNch» ^" ^haill 107 -. »slerreichische Francobanl — —, »Nerreichische «"» ^< 62 75, Lombarden 72-. Unionbanl 42 . °llNl0-°"l" .^, Vant - . Ll°vbact,en3l>5- -. »nftro-ol'.omanische «»n ^, türkische Lale 13-. Kommunal. Anlehen 87-. "«"^ - —. Taldrente 69 30. Nachbärse^ 20^ranlenNulle 1045'..________»^-- Handel und HolkswiilhschastAj^ Nul»slfS»erth. 17. April. Die Durchschml<»-P"«st stt ten sich auf dem heutigen Marlte, wie folgt:______x-»»^^ Wei,en per Heltoliter I I 30 Vier pr. Stück - ^. » «orn ^ ... Milch pr kiter - ^ << Verfte « — - «indfleilch pr e,zer " ^/^ Speck, ger»llchtll , — — Hafen pr. Stllcl-^^ Angekommene fremde Am 17. «pr,l. . ^,,, s^ h,tel Tt«ht Me», «uz.ila. Kolm. Ksile,; ^"^n'«l.^. bar nn» Krallaosl«. W.en. - »lobo^il. ^"'". !sli ^l nern. - Zebal. Pr.va'. kack. - Pfefferer. 9 : Ab, 7,4.« - 0.« ««.l«w°ch ^fsen^ ?«^,l Der Schnee bereit« 7 «entimeter ^ch'»"«. »»> ^ deck? Da« 1age«mitlel der Iemper«tnr -f- ""' ^^^>« dem Normale._________ V«^^^^ verantwortlicher «,b«ete»r^Dll»"^^^-- D^lstN^lld)!. Wie«. 16. April. (1 Uhr.) Die «ms« unterlagen sehr hchlgen Schwanlunge». «« roelchen sie schließlich »il VerluN hen,°l,t»gen P«»in»n«« .... b«5<1 «,75 SU»,rrenl« . ' l 64^5 ««ldrent« . . W 6« 30 ll^ 1«»........^ ?77 - , Kl»4........100 - 101 - , l»«)........,07 lO7b<) » 18«0 <» . l8«4........1X2 1U Ung. P ä«i».»ul. S^,- SX50 «»»'w^....... It», — 152 «ud«ls«.L.........1g,b ,3b0 Vr»min«ll»l»«u d« Stadt «Nie» 30— 3^5' l>^llan««tanlternnD««<,f, . . 9« 50 10— I«Vznen>P»»Hdo«i«f, .... 142 - 142 - Oefterreichisch« Schatzlcheine . . S« — »,25 Ung Äl!enhahu«Anl.....«l — zg . Un,. Schatzbon« o«, I. 1874 »2 t» V4l50 Nnlehen d. Stadtgemewde Wle» t» ». «.........»» 34- «n»»h««tl«ft«»«»«Vhll««tw»<«. v»hmen..........10«'^ - ^ «,eberüfterre,ch.......10«- -'— G«li„tn..........^-^ »l'- Subenbur,«,.......«- «»<»<) Tnnelei v»«»l ^ — — ^ Un««n>..... »5.. «»-«) «etle» »«« v«»te« An,lo.»fterr. Vairl.....62 - > ««t«»pt,.Aaß«lt......— — «40 ««ionalbarrl.......7»0 - 7»l — 0«st,n. V»nlgesellsch«ft » « . ^ ^ - — Umnnbanl ........42-. 4I hs) v«lehr«b«»l .......7l-^ ?i 5y Wiener Vantverein.....— — - «etie» »«« Tr«««d«riU»ter«etz' «»n«e». »"» w«, «f«lo.V«h»........^ ._ _. D«n«n.D«»Pschifi.»Ofs,l1lch«ft 2"< !.^ «tts«tz,th.«e«z«l,n .... I. fterdln»ud««U»ldbahn ... I'!, «ran, - 3os«ph . Vahn ... — 1Il)l,0 Gal,,ische ««r,.rn»»i,.«»h, . IVV25 l»5>50 ! Kaschau'Oderberger V»hn . . 7ß — 7l5— keuibera-Ciernowitzer Vab/n . — — . <» eloyd.Gksellsch. . . 2«) . 30» Oeserr. «ordoellbahn .... lO8 50 Is»r> «tnb»ll«'V»l»n ls" 10» «ta«t>»«Yn «17 - »,7l»0 «nb»«h».........7250 7, _^ Lhei«.«»««........150 l5l . Ungal »gallz v»rbl«bunß«t»h, 73 74 — Ungorisch' «ordaftOahn ... 8s> - wi «Hiener tr««»«y»O'<,ll»ch. . 8X 90 Pf«ndhftefe. All,.»» «»deAtredilanst (».««l»)!»« 106 Uat,cn«lbanl ......»450 »475 Ung. VodentredillInstilut lv «v.) »1 «i 5? PlisrM»«: um i ««r ^ ««,!,»'«, «»rr»: ^«^eirrnre ni») ,i> 5j<40 Bil»»«»««»« s8 ?b di« 44 - Ooldrenle <«9» bi«