Nr. 294, Samstag, 21. Dezember 1907. 126. Jahrgang. OmbllcherMZeitmtz PrülMwerattouSprei«: Mlt Poftverlenduu«: ganzjährig 3<1 X, halbjäbri« 1b li, I« Konior: gan^jäh^g , » X, halbjährig 11 X. ffür die Zustellung <»« Hau« gai^jHhr^a L l. — InsertlonHgtbühr: Für üelile Inserate bi« zu 4 Zeilen 5« l>. grbhe« per Zeile 12 l, i bei öfteren Niedeiholungen per ZeUc U b. ' Dic »üaibacher Zeiwng» erscheint tügllch. mit «ulnlchme d« Sonn- und Feiertage. Die «dminiftrati«« besinlxt sich ltongrekplllh Nr. », die Nebattl»« DalmatingaNe Nr. 10, CprechsNinden der Neballion von » bis in Ubr lwi» miltag«. Unfranlierte »rieft werben nicht angenommen, Manustripte nicht zurückgestellt. Telephvn-Nr. der Redaktion 258. Mit 1. Jänner 1908 beginnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. Die Pränumeratious°Nedingungen bleiben unverändert und betragen: mtl Psstvtlsendung: für Laibach: ganzjährig . . 3v ll — 1» ganzjährig . . 22 ü — k halbjährig . . 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Viinisterium^ des Innern hat die Landes regierung dem Dr. D^anilo Majaron in Laibach im Vereine mit Anton Desman in Laibach, Dr. Josef >tT2i«nik in Dornes, Aleranbor ^velar in Koseze ^ bei Illyrifch-Feistritz, Johann Urban^ in Illli-risch-Feistritz und Johann Valeni'i«': in Donicga, die Bewilligung zur Eri'ichtung einer Aktiengesellschaft unter der Firma „IX'lulüku, cliuxdzi kl^uj «liili pllt'nill 0p«küi-eu" (deirtsch) „5t'rainische Dampfziegelwerke - Aktiengesellschaft" mit dein Sihe in Dornegg bei Illynsch-Feistritz erteilt. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung> vom 19. Dezember l.907 (Nr. 282) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnifse verboten: Nr. 35 «Illustrierte Öfterreichische lkriminal-Zeitung» vom 16. Dezember 1907. Nr. 51 «Wiener Montags'Zeitung, Groh'Österreich», vom 16. Dezember 1907. Nichtamtlicher Heil. Das Programm der Zukunft. Aus Wien. 19. d. M., wird gemeldet: Freiherr von Veck hat heute während der Debatte über das Budgetprovisorium das Wort ergriffen. Der Ministerpräsident erklärte, daß die Negierung schon demnächst die in der Thronrede angekündigte Aktion zur nationalen Verständigung in Angriff zu nehmen, gedenke. Er bezeichnete diesen Versuch, den er unternehmen will, als die Einleitung von Friedenspräliminarien. Aber Baron Veck be gnügte sich nicht nn't dieser Ankündigung, er ging noch einen Schritt weiter: Die nationale Verständigung iil ein Junktim mit der Verwaltungsreform zu bringen, das war, der Kernpunkr, der Erkläningen des Kabinettschefs bezüglich der na' tionalen Verständigung. Der nationale Friede soll gesoffen werden, durch den allein die wirtschaftliche Entwicklung in sichere Bahnen gelenkt werden könne. Nach dem äußeren Ausgleich der innere Ausgleich. Iu dem anderen Teile seiner Rede entwickelte der Kabinettschef das Programm der Zukuuft. Die Bahn für die inneren Reformen Österreichs ist frei geworden, seitdem das Hindernis, welches zlvanzig Jahre hindurch den Weg versperrte, hinweggeräumt wurde. Mit Genugtuung konnte der Ministerpräsident auf das große Werk hinlveisen, welck)es das Parlament des allgemeinen Wahlrechtes und die Regierung, die diese große Reform zu Ende führte, vollbracht haben. Der Ministerpräsident stattet in warmen Worten, dein Hause den Ttnie in diese ungeheueren Schneemassen ein. Eine tüchtige Kraftanstrengung gehörte dazu. die Beine wieder herauszuziehen. Und mehr als einmal hätte nicht viel gefehlt, daß des Postboten Schaftstiefel stecken geblieben wären. Seine Fußspuren waren als tiefe Löcher im Zick-I-ack die ganze lange Straße hin eingegraben gewesen. Aber seit Stunden schon sah man nichts mehr davon. Der Schnee hatte sie eilig wieder ausgefüllt, als wollte er die Beweise dafür, daß eiu kecker Mensch ihn überwunden hatte, schnell verwischen. Und uuu waren es gar zwei, die dem ent^ schlickten Wetter zu trotzen wagten. Zwei elende, vermummte Gestalten, die sich keuchend hindnrch-kämpften, in die Knie fielen, sich aufrafften, versanken. Ein Maun vomus, der ein .'»lind unter dem Mantel trug und ein Felleisen auf dem Rücken. Hiuter ihm eine Frau. „Ich kann nicht weiter", sagte sie mit verzweifelter Stimme. ..Bis zur Stadt, Erna", mahnte er. „Ich kann nicht. Ich will hier sterben." Sie stand jetzt dicht neben ihm und lehnte sich matt an seine Schulter. „Glaubst du?" fragte sie. An ihrem Zittern fühlte er, daß sie am Ende ihrer Kraft war. Er legte den freien Arm um ihre Schulter und sah prüfend umher. „Hier muß es^ irgendwo sein", sagte er, „da. drüben. Aber wart', ein Weg führt hinüber. Wir können nicht durch den Graben. Bleib hier stehen, Erna. Ich such' ihn." Lange mußte er suchen. Von Zeit zu Zeit rief er sein Weib an, damit er aus ihrer Antwort hörte, daß sie nicht, von ihrer Müdigkeit übermannt, in die lauernden Anne des weißen Todes gestürzt wäre. Endlich verkündete er: „Gefunden!" Er kam zurück, und nun wateten sie Schulter au Schulter. „Wohiu?" fragte Erna gebrochen. „Da drüben ist eine Seilerstätte - eine Hütte dabei. Da können wir die Nacht bleiben." Das Kind.war erwacht und begann leise zu wimmern. Schritt um Schritt drangen sie vorwärts, nn't Hingabe ihrer letzten Kräfte. Denn auch der Mann war erschöpft. „Hier", sagte er. Sie traten in die Hütte. Über die Schwelle weg war auch hier noch Schnee hineingeweht. Aber doch hatte man gleich festen Boden unter den Füßen, wenn man daraufrrat. „Eine Bank war früher auch hier", tröstete der Mann. „Kannst du das Kind halten, Erna?" Er legte es in ihre Arme. Dann suchte er in seinen Taschen. Ein Streichholz flammte auf. „Hier ist die Bank." Er hatte auch noch Zeit, einen raschen Blick anf seine Frau zu werfen. Ihre Augen begegneten sill) in dem Licht der kleinen Flamme und sie er-schracken voreinander. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 294. 2758 21. Dezember 1907. Aber Freiherr von Veck gedeilkt auch in der allernächsten Zeit, und dieser Toil seiner, Erklärungen rief die langanhaltendste Bewegnng im Hause hervor, die schon in der Thronrede verkündete Ak tion zur nationalen Verständigung in Angriff zu nehmen. Dann werden alle, V o r b ed i n g u n-g e n zur glücklichen, V o l I e, n d n n g der großen sozialen Reformen geschaffen sein, die Freiherr v. Veck ankündigte, und mich znm (Heiingen der großzügigen Hebung der produktiven Tätigkeit, die Freiherr von Veck heute als einen der wich-" tigsten Teile des Programms der Zukunft bezeichnet hat. (5s ist zu wünschen und zu hofsen, daß der Appell des Ministerpräsidenten an die Volksvertretung, sie möge sich mit der Regierung in der .Konzentration der Arbeit zusammenfinden, nicht ungehört verhallen und daß das erste Volkspar-lament den glücklichen Augenblick, da nach zwanzig Jahren endlich durch Erledigung des Ausgleiches die Bahn endlich frei geworden ist, nicht ungenützt verstreichen lassen wird. Politische Uebersicht. Laib ach, 20. Dezember. Das „Nene Wiener Journal" sieht der diesjährigen Tagung der Delegationen, mit besonderem Interesse entgegen. Vs werde Mühe kosten, den alten Geist in den alten Formen festzuhalten. Das Problein des geineinsamen Ministeriums werde zusehends schwieriger, da der Wunsch der beiden Parlamente, namentlich des österreichischen, dein die Enthaltsamkeit auf die äußere Politik zur Tradition geworden war, star ker hervortritt. Der neue Ausgleich hat die Eon-derungsgrenzen der staatlichen Individualitäten strenger gezogen, als dies bisher der Fall war; man darf mit Interesse der Entwicklung entgegensehen, die nnn die Gemeinsamkeitsidee nehmen wird. Die Delegationen stehen an der Schwelle zwischen alter und ueuer Zeit. Aus Petersburg, ltt. Dezember, wird gemeldet: Die hentige Verhandlung des Prozesses wegen der Ü berg a bevo n Port A r t u r betraf den Klagepnnkt, Stösse! habe widerrechtlich die Stellung eines Commandanten von Port Artnr eingenommen. Hierzn gab Kuropatkin aufsehenerregende, für die gesamte Auffassung charakteristische Erklärungen ab. Nach der Kintschan-Schlacht habe Stö'ssel den Vefehl erhalten, zur Mandschureiarmee abzugehen, jedoch gebeten, in Port Artur bleiben zu dürfen, was formal inkorrekt, moralisch aber begreiflich gewesen sei. Kuropatkin stellte dem Charakter Stoffels, den er seit seiner Schulzeit kenne, ein glänzendes Zeugnis aus und wies auf dessen Verdienste im Kriege hin. Da Stössel das ganze Miantung-Gebiet vorzüglich kannte, sei er von ihm in Port Artur gelassen worden. In gleich günstiger Weise sagte Knropatkin für del» General Fock aus, dessen Will ens starte er hervorhob. Das Gerücht über den nahe bevorstehenden Nücktritt des großbritannischen Botschaftern in Washington, Herrn Vryre, und seine Ersehung durch Sir Henry Howard, britischen Gesandten im Haag, entbehrt nach einer Meldung aus London jeder Vegrüudung. Das Gerücht ist mutmaßlich durch den langsamen Gang der über verschiedene Angelegenheiten zwischen Groß b ritannie n und den Vereinigten Staaten von A m e-rika bezüglich Kanadas schwebenden Verhandlungen veranlaßt worden. In Anbetracht des verwickelten und schwierigen Eharakters der zu regelnden Fragen, zu denen die Fischereirechte im Veh-ringsmeere, im Stillen Ozean und auf den großen Seen, die Gesetzgebung, betreffend fremde Arbeiter und der alte Streitpunkt der Feststellung der Alaska-Grenzen, gehöre»:, t'ann jedoch ein rascherer Gang dieser Anseinandersetznng kaum erwartet werden. Über einige nicht, unwichtige Gegenstände isi auch bereite zwischen London und Washington eine Einigung zustande gekommen. Der englische Kriegsminister Haldane erklärte in einer in Hull über die geplante Heeresorganisation gehaltenen Nede, er sei der Meinung, daß niemand den Frieden unzweideutiger wünsche als der deutsche Kaiser. Der Kaiser vermehre aber im Hinblick darauf, daß der Friede nur für die Starken gesichert sei, die Rüstungen zn Lande nnd zn Wasser. Im weiteren Verlaufe seiner Rede führte Haldane aus, es sei deutbar, daß ein feindlichem Heer von 100.000 Mann durch Umgehung der englischen Flotte plötzlich auf dem Inselreich landen könne. Wie würde es England ergeben, wenn seine regulären Streitmächte, seine l l Divi' sionen und ^ Brigaden, noch in anderen Teilen der Welt ständen? Es sollte einen Gegenwert von 7 Armeekorps im Mutterlande haben. Das wären .'M0.000 Mann oder die dreifache Zahl der fremden Lauduugvtruppen. In einer Betrachtung über die V o r g ä u g e i»» P ersi e n bemerkt das „Illustrierte Wiener Extrablatt", die persische Frage habe, wie immer sie auch gelöst werden mag, mehr als persisches Interesse. Das persische Problem würde sich sofort in ein europäisches verwandeln, wenn die Fremden in Mitleidenschaft gezogen würden. Ein neues Marokko droht im Osten, wenn der Schah mit feinem Volke nicht fertig wird. Das Parlament spielt da bei eine ganz untergeordnete Nolle. Das Vlatt nimmt an, es werd? eine russisch-englische Intervention notwendig werden; doch mich Deutschland habe starke kommerzielle Interessen in Persien. Aus Washington wird berichtet: Von amtlicher Seite wird die Vlältermelduug, daß die auf der Fahrt »»ach dem Stillen Ozean befindliche atlantische Flotte über den Tuezkana! zu rückkehren werde, in Abrede gestellt. Es sei noch keine Bestimmung über die Rückkehr der Flotte getroffen. Tagesneuigleiten. — (Die Möglichkeit sicherer Feststellung des eingetretenen Todes) ist nach einer Mitteilung von Ch. Vaillcmt an die Pariser Akademie der Wissenschaften durch Radiumbestrahlung gegeben. Wie die „Chemikerzeitung" kurz ausführt, hat Vaillant festgestellt, baß bei radiofthotographischen Aufnahmen des Unterleibs toter Personen sowohl der Magen wie die Eingeweide auf den Platten sichtbar sind, was bekanntlich bei Aufnahmen der Lebenden nicht der Fall ist. Er erklärt dies dadurch, baß die sich bildenden Gase in diesen Organen Zum größten Teile Schwefelverbindungen barstellen, die unter Einwirkung der X-Strahlen zu phosphoreszieren beginnen; diese für das Auge unsichtbare Phosphoreszenz wirkt stark auf die photographische Platte, so daß die Qrgane auf dieser nach dem Entwickeln deutlich sichtbar sind. Das Verfahren bietet ein unfehlbares Mittel zur Feststellung eines etwaigen Scheintodes. — (Ein interessanter In wclcn die list a H l.) Aus Berlin wird gemeldet: Ein Perlentollier im Werte von 24.000 Mark ist dem Hofjuwelier Louis Werner in der Friedrichstraße, einem der bekanntesten Berliner Juweliere, gestohlen worden. Das kostbare Halsband stand im Schaufenster. Eine elegant gekleidete Dame betrat den Laden und verlangte es zu sehen. Man holte den Ständer, auf dem das Halsband stch befand, aus dem Schaufenster. Die Kundin, die nur gebrochen Deutsch sprach, besichtigte das Kollier, kaufte es aber nicht, und verließ bald darauf den Laben. Der Ständer blieb noch eine Zeitlang auf dem Ladentisch stehen, weil das Personal durch den starken Andrang von Kunden, der in dieser Stunde gerade in dem Geschäfte herrschte, sehr in Anspruch genommen war. Bald nach dem Weggang der Dame, mit der zugleich ein jnnger Mann verschwand, fiel es auf, daß eines der drei Kolliers auf dem Ständer einen Duft ausströmte, der nach dem Parfüm der Kundin roch. Das veranlaßte die Angestellten, sich dieses Halsband näher anzusehen, und nun ergab sich, daß es ein unechtes war. Die Dame hatte unbemerkt dieses unechte Kollier mit dem echten auf dem Ständer vertauscht. Die Diebin wird für eine Französin gehalten, der junge Mann, ihr Komplice, scheint gleichfalls ein Ausländer zn sein. Sie waren bereits vorher in zwei anderen Berliner Iuweliergeschäften erschienen, konnten aber in diesen, da sie scharf beobachtet wurden, einen Diebstahl nicht zur Ausführung bringen. Die Kriminalpolizei hat ihren Aufenthalt bisher nicht ermitteln können und nimmt an, baß sie sofort nach dem Diebstahl des Perlenlolliers Berlin verlassen haben. — (Eine eigenartige G r a b s ch r i f t) zu Ehren eines Postmeisters findet sich, wie die „Kölnische Zeitung" berichtet, auf einem Leichenstein des Neuftädter Kirchhofs in Salzwedel. Sie lautet: „Eile nicht, Wanders-mann! Als auf der Post; auch die geschwindeste Post er-tnopf gedrückt, der mit dem Hanse in Verbindung stand. (55 schien ein bestimmtes Zeichen zn sein, denn nach zwei oder drei Minuten steckte der Tiener den Kopf zur Tür hinein und meldete: „Ter Wagen ist da. Herr Doktor" uud verschwand so lautlos, wie er gekommen war. Ich erschrak. l5s war klar, das; der Doktor mir die ganze Verantwortlichkeit für alles Geschehene aufbürden wollte. Das paßte mir nicht. Um ihm denilich zu zeigen, das; ich sein Vorgehen nicht billige, nahm ich Hnt und Überzieher, um hiuaus zugehen. Doktor Bernstein rief mir ärgerlich nach, aber ich nahm keine Notiz davon. Ail der Tür hielt ich inne, um noch einen Ab-schiedoblick auf das Mädchen zu werfen. Ihre Augen standen voller Tränen. Angst und Verwir rnng spiegelten sich in ihrem Gesichte ab. Sie machte sogar eine kleine unwillkürliche Bewegung, als wollte sie ihre winzigen Händchen flehend nach mir ausstrecken, sie nicht zu verlassen. Ich drehte mich Uni uud kam etwas beschämt über mein Be nehmen sofort zurück. „(5s wird mir ein Vergnügen sein, Tie wohin Tie wünschen zn bringen," sagte ich zn ihr. „Wohin wollen Tie?" Ihre süßen braunen Aligen sahen verwirrt zn mir auf. (Fortsetzung folgt.) Sammlungen vorhanden: „Deutsches Gcschichtenbuch". ..Waldjugend", „Waldfericn". „Ernst und heiter", und die vom Hamburger Iugendschriftenausschuß veranstaltete Auslese: „Als ich noch der Waldbauernbub war" (3 Bände ü, 90 Pfg.), Von belehrenden Schriften dieser Stufe seien Kraepelins „Naturstudien" genannt, die in Dialogform abgefaßt sind uud eine Fülle von Belehrungen über wichtige Gebiete der Zoologie, Votanil und Mineralogie enthalten. Auch H. Wagners „Entdeckungsreisen in Berg und Tal", „Entdeckungsreisen in Stadt und Land", „Eutdeckungs-reisen !u Wald und Heide" bieten viel interessanten Lesestoff aus der Naturgeschichte. Diese drei Bände eignen sich auch schon für zehnjährige Kinder, während Wagners „Entdeckungsreisen in Haus und Hof" „Entdeckungsreisen in der Wohustube": „Entdeckungsreisen in Feld und Flur" für das Alter vom zwölften Jahre an passen. Dieser Stufe entspricht auch sehr gut die Zeilschrift „Oesterreichs deutsche Jugend", herausgegeben vom Deutschen Landeslehrcrvereinc in Böhmen, die mit 1. Jänner 1908 den 25. Jahrgang beginnt. Sie ist die beste Iugendzeitung. Aus deu früheren Jahrgängen ist das Schönste in zwei Sammelbändchen vereinigt, die unter dem Titel „Iugendschatz" zum Preise von 1 Iv zn haben sind. Die letzte Gruppe enthält Schriften für die Reiferen. Da treten zu den für die letzte Altersstufe genannten Klassikern für die Jugend Storm und Nosegger noch Stifter und Marie von Ebner-Eschenbach dazu. Von Stifter sind besonders die „Bunten Steine" als Jugendbuch zu emp fehlen, aber auch einzelne Erzählungen aus den „Studien". Er verlangt überhaupt mehr ihm verwandte Naturen. Von M. v. Ebner-Eschenbach sind herrliche Bücher für die rei fere Jugend „Lotti. die Uhrmacherin", „Das Gemeinde lind", ..Fräulein Susannens Weihnachtsabend" u. a. Dic herrlichen Frauencharaltere dieser meisterhaften Erzählungen bieten jungen Mädchen gewiß mehr als all die wertlosen Vackfischgcschichten der Emmy von Rhoben, Halden, Gum^ pert u. a., die den Büchermarkt beherrschen. Von Storm seien nur „In Sankt Jürgen". „Unter'm Tannenbaum", „Abseits", „Die Söhne des Senators" und „Zur Chronik von Grieshuus" augeführt. Scheffels „Elleharb", Freytags „Soll und Haben" werden auf dieser Stufe bereits volles Verständnis finden. Von Sammlungen von Gedichten sei genannt: „Vom goldnen Ueberfluß" von Loewenberg und die prächtigen mit Bildern von ssünstlerhand gezierten Bände des „Deutschen Spiclmanns" (Kunstwartverlag), welch letztere auch Prosa enthalten. Das Angeführte ist nur ein bescheidener Teil der reichen Ausstellung, die wirtlich fast alle guten Jugendbücher des deutschen Buchhandels ausweist. Es ist lebhaft zu wünschen, daß ihr die gebührende Beachtung geschenkt werde. — Am Sonntag um 12 Uhr wird die Weihnacht KauZstel-lung geschlossen werden. Von der Erdbebenwarte. Auf verschiedene Anfragen, die in den letzten Tagen an unser Institut gerichtet wurden, ob man Bodenunruhen auch verspüren kann, diene nachfolgendes zur Aufklärung: Die Schwingungen der Erdteilchen, welche wir bei den Vodcnunruhcn mit unseren sehr empfindlichen Apparaten messen, sind äußerst gering nnd erreichen in Wirklichkeit kaum den hundertsten Teil eines Millimeters. Würden nun diese subtilen Schwingungen sehr rasch aufeinanderfolgen. 10 bis 20 in der Sekunde, dann könnten wir sie allerdings nur bei aufmerksamer Vcobachtuua, etwa so empfinden wie eine Zittcrbewcgung, die ein auf der Straße fahrender Wagen hervorruft. Bei den Bodenunruhen dauert hingegen jede einzelne Schwingung mehrere Sekunden, und es ist ganz ausgeschlossen, daß wir so langsame Bewegungen als solche empfinden könnten. Wie wenig unsere Sinne langsamen Bewegungen zugänglich sind, darüber belehren uns am besten Erfahrungen, die jedermann in Eisenbahnzügen gesammelt. Wie oft sind wir außerstande durch die Empfindung allciu zu entscheiden, ob unser Zug von einer Station aus die Weiterfahrt augetreten hat, insbesondere dann. wenn durch Beweguugen der Züge auf den Nachbar-gelciscn unser Auge getäuscht wurde, erst ein Blick aus dem Wagenfenster auf feststehende Gegenstände belehrt uns. ob wir uns fortbewegen oder nicht. Diese Täuschung wird selbstverständlich nur bann eintreten, wenn der Maschinen-führcr die gute Eigenschaft hat, sehr sachte anzufahren, was leider nicht immer zutrifft. Die Möglichkeit, daß sich unseren Sinnen Vodenunruhen oder Frrnbcbcnausläufcr auf eine andere Art und Weise bemerkbar machen, dürfen wir nach unseren Erfahrungen dennoch nicht ganz ausschließen. Man denke sich jedes Haus, überhaupt jedes Bauwerk als ein umgekehrtes Pendel, oder als einen eingeklemmten Stab, dessen Untcrstntzungspunlt hin und her bewegt wird, so wird schließlich auch das ganze Bauwerk in Schwingungen geraten, das um so stärkere Bewegungen aufnehmen wird. je höher das Bauwerk, jt länger also das umgekehrte Pendel ist. Auch wird es vom Rhythmus der Vodenschwingnngcn abhängen, ob das Haus in stärkere Schwingungen geraten wird, und die Erfahrung lehrt, daß ein Pendel dann weitere Oszillatio-ncn annimmt, wenn dessen Untcrstützungspunlt genau in Laibacher Zeitung Nr. 294. 2760 21. Dezember 1907. dem Tempo seiner Eigenschwingungen hin und hei bewegt wird. Sowohl bei Fernbebenausläufern, die stundenlang, als auch bei starken Vodenunnchen, die tagelang andauern, kann der Fall eintreten, das; unsere Wohnhäuser zum Mitschwingen angeregt lverden und mit der Zeit in stärkere Oszillationen wie der Untergrund, auf dem sie stehen, geraten. So lann es dann vorkommen, daß der aufmerksame Beobachter bei vollkommener Ruhe ein Knistern der Mauern, ein Anschlagen schlecht ober einseitig unterstützter Gegenstände hört oder Schwingungen an längeren Hängelampen oder Lustern wahrnimmt. Auf diese Weise wurden die Fernbebenausläufer des großen indischen Bebens im Jahre 1905 sowohl in London als auch in Laibach Zur Nachtzeit beobachtet. Man darf nicht bergessen, daß mit Hilfe unseres l^ehörsinnes und des Auges, ebenso auch örtliche Zitter-bewegungen uns vermittelt werden, wenn nämlich die reellen Bewegungen unter ein gewisses Maß heruntersinlen. Eine rollende Last z. V. kündet sich durch die Schallwellen oder durch das Klirren der Fensterscheiben an, auch verrät uns ein leichtes Flackern der Flamme einer Petroleumlampe das Auftreten von Vibrationen. Bei der Empfindung der Schwingungen mit Hilfe der menschlichen Sinne gilt das Gleiche, was uns die Akustik von den Tönen lehrt. Das menschliche Ohr ist bekanntlich so eingerichtet, daß es erst bei 16 Schwingungen einen Ton wahrnimmt, das ist die untere Hörgrenzc und die obere liegt innerhalb 40.000 bis 50 000 Schwingungen in der Sekunde. Mit unseren hochempfindlichen Erdbeben-Meßapparaten lverden auch auf dem seismischen Gebiete die Grenzwerte für Wahrnehmungen festgestellt werden können, nur wird auch hier ein größerer Spielraum angenommen werden müssen, da man finden wird, daß die Newegungsemftfindlichkeit des Menschen von seiner individuellen Veranlagung abhängig ist. Vor der Einführung der Erdbebenmesser, die uns heute jeden Pulsschlag der Erdrinde getreulich nachbilden, schrieb man alle Erscheinungen, wie Bergstürze. Erdrutsche, Steinfälle und dergl. ausschließlich nur den Einwirlungen der Atmosphärilien zu; heute müssen wir zugeben, daß neben diesen ebenso die Bodenunruhen an der Nivellicrung unserer Erdoberfläche tätig sind. Auch menschliche Bauwerke über und unter der Erde werden durch die kulturfeindlichen Bodenwellen gefährdet: Beispiele dieser Art brachten uns die jüngsten Tage in schwerer Menge. ü. — (Zur Veleuchtungsfrage der Stadt Laib ach.) Auf verschiedene Klagen über die mangelhafte Beleuchtung in unserer Stadt erhalten wir folgende authentische Aufklärung: Wie bereits bekannt, hat die Stadt-gemeinde Laibach mit der hiesigen Gesellschaft für Gasbeleuchtung einen für die Stadt außerordentlich günstigen Vertrag abgeschlossen, wornach sich die Gasanstalt verpflichtete, in längstens drei Jahren 700 Stück öffentliche Gas-Glühlichtlaternen unentgeltlich aufzustellen und zu betätigen. Diese Gaslamften werden mit modernen, schattenlosen Laternen ausgestattet sein und kommen an die Stelle der jetzigen elektrischen Glühlampen, während die elektrischen Bogenlampen belassen bleiben. Aber auch diese werden durch neue, moderne Bogenlampen ersetzt werden. Diese Umarbeitung der Straßenbeleuchtung konnte heuer noch nicht ausgeführt werden, weil vorerst die Gasfabrit für diesen Mehrlonsum vergrößert werden mußte. Im Laufe dieses Jahres wurden die notwendigen neuen Oefen, Apparate und Gasbehälter teilweise schon vollendet, teilweise gehen sie ihrer Vollendung entgegen, und im kommenden Jahre wird an die Ausgestaltung des Rohrnetzes und der öffentlichen Beleuchtung geschritten werden. Betont sei hiebei. daß in den letzten 10 bis 15 Jahren für die Verstärkung der Gasleitungen in der Stadt überhaupt nichts geschah, weshalb im Laufe dieser Zeitperiode der raschesten Entwicklung unserer Stadt alle Rohrleitungen für den enorm angewachsenen Gaskonsum zu enge wurden. Dies hat di>,-Tatsach« zur natürlichen Folge, daß die Gasbeleuchtung sowie die Heizung in einigen Stadtteilen zur Zeit des größten Gasverbrauches ungenügend funktioniert. Wir befinden uns somit heuer in einer Interimsperiode, die in betreff der Straßenbeleuchtung allerdings diel zu wünschen übrig läßt. Man soll sich indes gedulden, denn die neu projektierte Beleuchtung verspricht dafür um so glänzender zu werden. Durch die Einrichtung der Gasbeleuchtung werden alle elektrischen Straßenwandarmc in der inneren Stadt entbehrlich werden und sie kommen in den verschiedensten Straßen in den Vororten, die auch eine wesentlich bessere Beleuchtung erhalten sollen, zur Aufstellung. Es hieße für die Stadtverwaltung unölonomisch wirtschaften, wenn man gerade in diesem Interimsjahre neue, teuere Wandarme für elektrische Lampen anschaffen wollte, wohin» gegen im kommenden Jahre durch die Einführung der Gasbeleuchtung Hunderte solcher Arme entbehrlich sein werden. Die ungehaltenen Interessenten mögen sich daher gedulden, im kommenden Jahre sollen ihre Wünsche nach „Mehr Licht" reichlich in Erfüllung gehen. — (Promotion.) Der l. k. Landesregierungs-ionzeptsprattikant .Herr Adalbert von Keler wird heute an der, Wiener Universität zum Doktor der Rechte promoviert werden. —r. — (Qeffentlicher V o r t r a g.) Ueber Einladung des „Allgemeinen slovenischen Frauenvereines" veranstaltet Herr Professor Dr. Fr. Ilesio. morgen um 8 Uhr abends im großen Saale des „Mestni Dom" einen öffentlichen Vortrag über das Thema Erblichkeit und Erziehung. Eintritt frei. — (Landeshilfsverein für Lungenkranke.) Herr Dr. Alfred Mahr hat an Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Ernest Zu pane den Betrag von 10 X dem Landeshilfsbereine für Lungenkranke gewidmet. — (Von der k. l. Südbahn) wirb uns mitgeteilt, daß der Streik in Trieft beendet ist und daß nunmehr alle Güter nach Trieft wieder aufgenommen und versendet weiden. " (Mitteilungen aus der Praxis.) Einem Staatsbeamten steht lein Recht zu. anläßlich seiner Versetzung in den Ruhestand von der vorgesetzten Behörde die Ausstellung eines Dienstzeugnisses zu verlangen, —r. '"' (Postalisches. Konkurse,) Postexpedientenstelle in Mitterdorf bei Gottschee. Dicncrpauschale 979 X. Bewerbungstermin drei Wochen. — Postexpedientenstelle in Obergurk. politisck)er Vezirl Littai. Dienerpauschale 504 X. Ncwerbungstermin vier Wochen. —i'. — (Chri stbau m feier.) Im Deutschen Kindergarten, der nunmehr in dem eigenen Gebäude in der Schieß-stättgasse sehr gut untergebracht ist, wurde am Samstag im engsten Kreise eine Christbaumfeier abgehalten, zu der sich ziemlich viele Frauen versammelt hatten. Bald nach deren Erscheinen marschierte unter Führung der Leiterin des Kindergartens, Fräulein Eugenie Singer, und deren Mitarbeiterin, Frau Anna Verhovc, ein^ Schar von 40 Mädchen und Knaben vor dem hell erleuchteten, schön geschmückten Christbaum auf und brachten Gedichte. Spiele und Lieder zum Vortrage. Hierauf sprach der Ob-mann der Ortsgruppe des Deutschen Schulvcreines, berr Alois Dzimsli, einige herzliche Worte an die Kleinen und brachte ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser aus, was die Kleinen mit kräftigem Vortrage der Voltshymne beantworteten. Schließlich teilten die deutschen Frauen den Kindern die Geschenke aus und ergänzten solche mit guten, auch großen Wecken sowie durch Zuckerwerl. Die armen Knaben der Volksschule erhielten ihre Geschenke dortselbst durch den Schulleiter. — (Der Christbaummarkt) wurde heuer auf der südlichen Front der Sternallee auf dem Kongrehplatz aufgestellt. Die Preise der Väumchen stellen sich im allgemeinen des milderen Winters wegen bedeutend niedriger. x. " (Adelsberger Grotten- und Franz Metel lösche I n v a l i d e n sti st u n gc n.) Die Erträgnisse der Adelsbeiger Grotten- und der Franz Me-telkoschen Invalidcnstiftungen für das Jahr 1908 mit je 75 X 60 1i sind siiftungsgemäß am 11. März 1908. d. i. an dem Tage des in das Jahr 1857 fallenden Besuches der Adelsberger Grotte durch Ihre Majestäten den Kaiser und die Kaiserin an im Allerhöchsten Dienste invalid gewordene Krieger zu verteilen, welche in einem Invalidenhause nicht untergebracht sind. Zum Genusse der Adels-bergcr Grottenstiftung sind in Adelsberg gebürtige, zum Genusse der Franz Metelkoschcn Stiftung in Nassenfuß gebürtige, dann bei Abgang solcher in Krain überhaupt gebürtige Invaliden berufen. Gesuche um Veteilung aus den Erträgnissen dieser beiden Stiftungen sind mit dem Ge burtsscheine, dem Nachweise über die geleisteten österrei chischen Kriegsdienste, die Invalidität, die Vermögens- und Emlommensverhältnisse zu belegen und im Wege der politischen Bezirlsbehörden bis zum 1. Februar 1908 bei der l. l. Landesregierung in Laibach einzubringen. —r. — (Gem ei n de w ahl in Radmannsborf.) Bei der am 19. d. M. vorgenommenen Wahl in die Gemeindevertretung von Radmannsdorf wurden gewählt: aus dem I. Wahltörper als Ausschüsse die Herren Dr. Ianko Vilfan, Advokat; Valentin 2un, l. l. Finanzlom-mifsär; Franz Ravnikar, l. k. Steuerverwalier; Johann ßega, Lehrer, und als Stellvertreter die Herren Josef Stcgu, l. t. Vezirlstierarzt, und Franz Sajo-vec, l. l. Gerichtslanzlift. Im II. Wahltörper wurden die Herren Anton Praprotnil, Wirt; Otto Ho-mann, Handelsmann; Johann Sartori, Schlosser-meistcr, und Josef Pogaönik, Kleidermacher, zu Ge-mcilldeausschüsscn, sowie die Herren Franz Dol5an. Wirt, und Franz I akliö, Lehrer, zu Stellvertretern ge« wählt. Der III. Wahllörper wählte die Herren: Johann Vurnil, Bildhauer; Vinzenz Resman, Lederer; Leopold Varl, Privatbeamter und Besitzer; Johann Vulo -vec. Handelsmann, zu Gemeindeausschiissen, und die .Herren Josef Vogataj, Hutmacher, und Franz Pavlin, Bildhauer, zu Stellvertretern. Die Wahlbeteiligung war sehr stark. — ( 8 imon (lro^oröiöovll .invna knHiinica in öitn ! nio » v 1^' n l> I .i n n i.) Die öffentliche Lesehalle wurde in der vergangenen Woche, b. i. vom 14. bis 20. Dezember, von 660 Lesern besucht. Die durchschnittliche Frequenz betrug also 94 Personen pro Tag. — (Regulierung eines Teiles des G r a da 55 i c a ba ch e s.) Der Grada^c-icabach bildet nächst der Reichsstrahe bei Waitsch, in unmittelbarer Nähe des neuen Pfarrhofes und der Kirche, eine bei Regengüssen und Schneeschmelzen sehr nachteilige Krümmung, da das Wasser aus dem sofort überfüllten Bette die Umgebung überschwemmt. Wie wir erfahren, will man diesem Uebelstande im nächsten Frühjahre dadurch vorbeugen, daß der Nach nach Durchqucrung des Straßenlanals eine gerade Richtung — Legung eines neuen Bettes — erhält. Sowohl die neue Kirche als auch der knapp neben dem Nach aufgeführte Pfarrhof leiden bei jetzigem Zustande an Feuchtigkeit. Außerdem soll der leere Raum vor der Kirche entsprechend reguliert werden. x. — (Der Bezirks st raßenausschuh für den Konlurrenzbezirl Krainburg) hielt am 16. d. M. zwei Sitzungen ab. In der ersten wurden vom neugewählten Straßenausschusse unter dem Vorsitze des ältesten Ausschußmitgliedes. Herrn Franz Strupi aus <'ir. — (Sanität s-Wochenbericht.) In der Zeit vom 8. bis 14. Dezember tarnen in Laibach 26 Kinder zur Welt (36-M pro Mille), darunter 2 Totgeburten, dagegen starben 18 Personen (24-98 pro Mille), und zwar an Tuberkulose 2. infolge Schlagflusses 1, infolge Unfalles 1. an sonstigen Krankheiten 14 Personen. Unter den Verstorbenen befanden befanden sich 11 Ortsfremde (61-1 ^) und 13 Personen aus Anstalten (72-2 A). InfettionZ-eilrankungen wurden gemeldet: Typhus 1. Diphtheritis 3. "' (Zur K r a n le n bewegung.) Im Landesspitale in Laibach sind im Monate Oktober l. I. 378 kranke Personen, und zwar 208 männliche und 170 weibliche verblieben. Im Monate November wurden 381 männliche und 285 weibliche Personen aufgenommen. In Abgang wurden gebracht, und zwar: als geheilt 204 männliche und 159 weibliche, als gebessert 126 männliche und 92 weibliche, als ungeheilt 15 männliche und 10 weibliche, transferiert wurden 39 männliche und 18 weibliche Personen. Gestorben sind 22 männliche und 9 weibliche Personen. Mit Ende des Monates November derblieben daher noch 183 männliche und 167 weibliche Personen in der Behandlung. —r. — (Wieder ein frecher Einbruchsdiebstahl.) Wählend der gestrigen V/ittagspause erschien ein junger Bursche vor dem Laden der Klavierniederlage Kraczmer, Petcrsstraße Nr. 4, öffnete die Ladentür, ging ins Geschäft und erbrach die Geldlade, woraus er einen Geldbetrag von 100 X entwendete. Alle Nachforschungen nach dem Täter blieben bisher erfolglos. * (Zum Kasseneinbruche ber Iebaöin.) Trotz allen bisherigen Nachforschungen nach den Kassen-räubcrn, die ins Geschäft des Handelsmannes Iebaöin einbrachen, konnte kein sicherer Anhaltspunkt für deren Verfolgung gefunden werden. Die Polizei neigt zur Ansicht, daß die Diebe von auswärts gekommen seien. Vielleicht haben die Triester Kassenanbohrer unserer Stadt einen Besuch abgestattet. — (Die Laibacher Vereinskapelle) konzertiert heute abend im Hotel „Südbahnhof" (A. Seibl). Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. — Morgen abend findet ein Konzert im Hotel „Ilirija" statt. Anfang um 8 Uhr abend; Eintritt frei. * (Rückwanderer aus Amerika.) Dieftrtage sind mit dem Obertrainer Zug 650 Personen, meistens Kroaten, aus Amerika zurückgelehrt. Theater, Kunst und Literatur. "* (Deutsche Bühne.) Nach längerer Pause erwachte gestern wieder einmal Heubergcrs „Qpernball" zu neuem Leben. Diese Operette, die bekanntlich ein mit Schick in Musik gesetztes Lustspiel ist, erscheint dem Charakter der Spieloper eng verwandt. Die liebenswürdige, geistreiche Musik enthält alle Reize einer fein gezeichneten Melodik und überaus mannigfache, stets durch neue Wendungen namentlich in der Führung der Nebenstimmen überraschende Behandlung der Tanzrhythmen. An die Sänger, die in der ungemein zarten Instrumentation, dem oft besondere Wege gehenden Orchester wenig Stützpunkte finden, macht der Laibacher Zeitung Nr. 294. 2761 ______________________________________21. Dezember 1907. Komponist Ansprüche, die das Maß des in diesem Genre sonst Geforderten oft überschreiten. Das sorgfältig ein-studierte Weil brachte Herr Kapellmeister Günther in allen Schönheiten zur Geltung. Die Aufführung lann zum großen Teile als gelungen hingestellt werden. Das flotte Lebemännerpaar durch Herrn Grasselly (Georges Du-menil) und Herrn Hermann (Paul Aubier) vertreten, ergänzte sich in angenehmer Weise, ersterer durch elegante Figur und feines Spiel, letzterer durch den frischen Gesang und gesunden Humor. Fräulein Seldern entzückte als Madame Veaubuifson durch ihre femeGesangsart. Di« beiden jugendlichen Soubretten Frl. K u r t als Hortcnsc und Frl. E s q u e r o (Henri) teilten sich in den unbestrittenen Erfolg, den diese beiden besten und dankbarsten Nollen bringen müssen. Wir können indes nicht verschweigen, daß wir dabei an Vorbilder in früheren Jahren gemahnt wurden, deren Leistungen viel höher standen. Es gingen so manche feine Züge diesmal verloren. Mit der Gesangsmanicr des Fräuleins Kurt, dem unschönen, gewaltsamen Heraussioßen der Töne können wir uns nicht befreunden. Fräulein Albin schien die Partie der Marguerite nicht zu liegen. Einen köstlichen Pantoffelhelden spielte Herr Steiner (Veaubuis-son). Er hatte wieder die Lacher für sich gewonnen und holte sich einen Separatapplaus, den er mit Fräulein Wipprich redlich teilte. Diese tanzte mit ihm als Dobo vorzüglich einen flotten Cancan, der wiederholt werben mußte. Die mehr gefürchtet« als geliebte Frau Veaubuisson gab Frau Urban wie immer recht gut. Nicht vergessen sei Herr Mayerhofer. der mit der Rolle des Oberkellners ein Kabinettstück schuf. — Der Vesuch war sehr zahlreich. ^- (Konzert in der Tonhalle zu gun si en des Militärkapellmeister-Pensionsfonds am 26. Dezember.) Herr Kapellmeister Christoph hat für das diesjährige Stephanikonzert in der Tonhalle eine ebenso vornehme als fesselnde Vortragsoibnung zusammengestellt. Zum Eingänge wird die Ouvertüre „1812" von Oajlovstij gespielt, ein Stück, das sich überaus großartig gibt. Dann kommen die „Scenes ftittoresques" von Massenet. Den machtvollen Abschluß des Konzertes werden Tondichtungen von Richard Wagner bilden. Die „Tann-Häuser-Ouvertüre" ist zwar in Laibach schon gehört worden; doch ist ihre Aufnahme in die Vortragsordnung höchst willkommen. Es ist eben eine Musik, an der man sich nie satt hören kann. Mehr als eine Sensation, ein F e st ist die Erstaufführung der Verwandlungsmusil und des Schlusses des ersten Aufzuges aus dem Vühnenweihfestspicle „Parsifal". Nach dem Willen des Meisters darf diese seine lehte und erhabenste Schöpfung nur in Vayreuth aufgeführt werden. So rechtfertigt sich die Wiedergabe von Bruchstücken dieser hochheiligen Musik im Konzerisaale voll auf. Und solche Aufführungen sollten vorzüglich von jenen besticht werden, die nach dem „lieblichen Hügel" von Bahreuth zu pilgern vorhaben. Ein überaus sinniger Gedanke des Herrn Kapellmeisters Christoph war es, diese Musik gerade in der wunberseligen Weihnachtszeit zu bringen. Allen jenen, auf die der Zauber der Weihnacht noch ungeschwächt wirkt, wird die Darbietung dieses Stückes die schönste Festgabe sein. Denn in diesen Klängen ist die ganze weltbegliickcndc Liebe, die von dem Kindlein in der Krippe ausgegangen, Ton geworden. So ist das Vorhaben des Herrn Kapellmeisters wohl geeignet, unsere Neihnachtssiimmung zu ver-innerlichen und zu vertiefen. In diesem ernsten Sinne möge er schon heute unseres Dankes gewiß sein. Das Publikum besonders eindringlich zum Besuche des Konzertes aufzurufen, halten wir für unnotwendig, denn es versteht sich von selbst, daß jeder Kunstsinnige zur Stelle sein wird. — Beginn des Konzertes um 7 Uhr abends. Eintrittstarten zu 4. 3. 2, 1 Krone, 60 Heller aus Gefälligkeit in Otto Fischers Musikalienhandlung. Tonhalle. Kongrehplcch. — Zur nötigsten Vorbereitung sei den Besuchern des Konzertes das Parsifalbüchlein von Max Chop (R e c l a m 4805) empfohlen. ^ — (Neue Publikationen der „K a t o-li-lla bulvarna".) Soeben erschien als 4. Band der „Ljudsla lnMnica" die Erzählung „M^I" iivl^n,1) von Ivan Podlesnil herausgegeben. Preis gebunden 3 X 20 IV Ferner erschien der dritte Teil der kritischen Abhandlung über die Vorkommnisse in Lourdes von Dr. Vertrier (frei ins Slovenische aus dem Französischen übertragen). Preis 1 X 80 Ii. Auch hat die genannte Buchhandlung einen allgemeinen Katalog slovenischer Bücher verlegt, der um 60 I, zu haben ist. — Wir kommen auf einige dieser Publikationen noch zurück. — (Aus der deutschen T he a t c r l a n z l e i.) Spielplan: Sonntag: Gastspiel Iosefine Glöckner „Ihr Korporal"; Montag: Gastspiel Iosrfine Glöckner: „Diplomatischer Cancan". „Die gebildete Köchin", „Eine Vereinsschwester"; Mittwoch: Wohltätigteitsvorstellung ..Die luftige Witwe"; Freitag: „Vater und Sohn"; Samstag: „Der Opernball"; Montag: „Das Proteltionstind". Illusion, »»or» in der DoTnkircHe. Sonntag den 22. Dezember (vierter Adventsonntag) um 10 Uhr Hochamt ohne Orgel: Choralmessc für Adventsonntage; Graduate lroix; o^t Doininu» von Anton Foerster, Offertorium ^.vo Uui-in von Dr. Franz Witt. N»ach der Wandlung ^V6 v«rum Oorpu« von Wolf-gang Amadeus Mozart. Zn der Stadtpf^rrkirche St. Jakob. Sonntag den 22. Dezember (vierter Advent. sonntag) um 9 Uhr Hochamt ohne Orgel: ^li«»a in Iiono-ivin «anetao (^a^oiliÄC. in O-äu? von Ad. Kann, Gra-duale I'i-opo ««t Donnnuin von Anton Foerster, Offertorium /V,vo Hlai-ia von Dr. Fr. Witt. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 20. Dezember. In fortgesetzter Beratung des Budgetprovisoriums und der ersten Lesung des Staats-Voranschlages pro 1908 vermißt Abg. Drtina in den gestrigen Erklärungen des Ministerpräsidenten einen Ausgleich des czechischen Volles mit dem österreichischen Staate und bemerkt, daß die Regierung bisher nichts getan habe. um sich das Vertrauen der Czechen zu erwerben. Abgeordneter Mühlwerth beschäftigt sich mit der Egerer Sprachenfrage und macht dem Iustizministcr Dr. Klein zum Vorwurf, daß er durch eine administrative Verfügung eine richterliche Entscheidung aufgehoben habe. Iustizministcr Dr. Klein weist diesen Vorwurf als vollkommen unbegründet mit aller Entschiedenheit zurück. Er betont, daß er nur auf Grund der gesetzlichen Vorschriften vorgehen könne und es sei gewiß ungewöhnlich, daß ein Justiz-minister bemüßigt sei. in dem Vollshause sein Vorgehen auf Grund der Gesetze zu verteidigen. Er tritt der Behauptung entgegen, als ob eine Beeinflussung der Richter von oben existieren würde. Niemand habe mehr Respekt vor der Unabhängigkeit der Richter, als der Iustizminister selbst. Die Justizverwaltung habe lein anderes Bestreben als aus der Justizpflege eine volkstümliche Institution zu machen und dem Volle zu dienen. (Lebhafter Beifall.) — Abg. Dr. Adler polemisiert in längeren Ausführungen gegen die gestrige Rede des Ministerpräsidenten und bespricht die verschiedenen Forderungen der Arbeiterschaft. (Die Sitzung dauert fort.) Wien. 21. Dezember. Die Debatte ist bis zur Wahl der Generalredner gediehen. Der Ministerpräsident beantwortete am Schlüsse der Sitzung eine Interpellation, betreffend die Lebensmiitelteuerung. Die Sitzung wurde nach 14stünbiger Dauer um 1 Uhr nachts geschlossen. Nächste Sitzung heute. ----------------- / Die Delegationen. Wien, 20. Dezember. Die österreichische Delegation trat heute vormittag in Anwesenheit der gemeinsamen Minister sowie des Ministerpräsidenten Freiherrn von Veck zusammen. Zum Präsidenten der Delegation wurde Del. Fuchs gewählt, der in seiner Eröffnungsansprache der glücklichen Genesung des allgeliebien Monarchen gedachte und ein dreimaliges Hoch auf Seine Majestät ausbrachte, in welches die Delegierten begeistert einstimmten. Zum Vizepräsidenten wurde Madeysli gewählt. Im Einlaufe befindet sich das Rotbuch über Mazedonien, ein Antrag des Abg. Dobernig auf Einsetzung eines Ausschusses zur Abänderung der Geschäftsordnung. Der Minister des Aeußern Freiherr von Aehrenthal unterbreitet das Budget pro 1908, sowie ein dreimonatliches Budget-Provisorium. Ueber Antrag des Del. Kramär werden drei Ausschüsse gewählt, uud zwar ein Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten, ein Heeres- und ein Budgetaus^ schaß, welchen die eingebrachten Vorlagen zugewiesen werden. Der Nudgetausschuß wurde beauftragt, in der morgigen Sitzung über das Vudgetprovisorium zu berichten. Gemäß dem Antrage des Abg. Dobernig wurde auch ein Geschäftsordnungsausschuß gewählt. Explosion eines Pulver« und Dynamitdepots. Palermo, 19. Dezember. In dem einem gewissen Azello gehörigen Waffengeschäfte an der Via Lattarani explodierte heute das Pulver- und das Dynamitdepot. Das Haus stürzte ein. Die Detonation war so groß, daß die ganze Stadt erzitterte. In einem Umkreise von 500 Meter zerbrachen die Fensterscheiben. Von allen Seiten strömte die Bevölkerung auf dem Unglücksplatze zusammen. Truppen und Feuerwehren eilten zur Hilfeleistung herbei. Palermo. 20. Dezember. Bis 5 Uhr nachmittags wurden 40 Leichen und 81 Verletzte aus den Trümmern hervorgezogen. Bei den Bergungsarbeiten erlitten mehrere ocr Rettungsmannschaften Verletzungen. Grubenunglück. Pittsburg. 19. Dezember. In der der Pitts-burger Kohlenlompanie gehörenden Darc Mine fand heute vormittag eine heftige Explosion statt, die im weiten Um kreise vernommen wurde. Unmittelbar nach der Explosion entstiegen dichte Rauchwollen dem Minenschachte. Vierhundert Minenarbeiter wurden verschüttet. Man befürchtet, baß sämtliche umgekommen sind. Die Mine brennt. Pittsburg, 19. Dezember. Nach den letzten Nachrichten sollen in der Darc Mine 500 Minenarbeiter verschüttet worden sein, von denen nahezu 300 Ungarn sein sollen. Rom, 20. Dezember. Heute um halb 7 Uhr früh wurden in Bruzzano und Ferruzzano Erdbeben wahrgenommen. Um halb 12 Uhr vormittags wurde in Siena ein Erdstoß verspürt. Es wurde keinerlei Schaden angerichtet. Petersburg, 19. Dezember. Handclsminister Filosofoo ist heute abend, während er einer Galavorstellung im Theater beiwohnte, plötzlich gestorben. Verstorbene. Am 19. Dezember. Katharina Ursic, Kondukteurs-aattin, 49 I.. Bahnhofgasse 32, Carcinoma. — Martin Glaser, Arbeiter, 70 I., Radehtystraße 11, ölkrH»niu8 8«ui1i». Am 20. Dezember. Theresia Stranz, Private, 84 I., Lastenstrahe 2, öl8.r»,smu» nouilis. Im givilfpttale: Am 17. Dezember. Johann Leben, Dienstmann, b0I., Oirrboni» Iiep»ti8. — Marlus Ciberml, Wagner, 4? I., Ln»> Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 ni. Mittl. Luftdruck 736-0 nun. ' 9U. Nb. 741 6 5 0 NW. mM^tettw^betv^____ 21.l 7 U. F. ! 741-5 I -0-5j NO- schwach teilw. heiter! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 4 0', Nor« male -2-1»._________________________________________ Wettervoraussage für den 2l. Dezember für Steiermarl, Kärnten und Krain: Größtenteils bewölkt, schwache Winde, Temperatur wenig verändert, gleichmäßig anhaltend; für Trieft: Wechselnd bewöllt, schwache Winde, milde, gleichmäßig anhaltend.______ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. übmagerung verhindert sicher SCOTTS Emulsion. Sie ist das vorzüglichste Heil- und Nährmittel für Kinder und wird auch Ihrem kleinen Liebling die Gesundheit wiederbringen, wie sie es erwiesenermaßen schon für Tausende bewirkt hat. Sootts Emulsion bietet der Abmagerung Einhalt, bildet f gesundes, (»«»>«-* festes Fleisch und erfüllt das Kind mit freudiger Lebenskraft. Wenn je ein Kind kränklich erscheint, gebe man ihm unverzüglich «SCOTT». 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Die notierten flm'se verftchc!! sich in Kionenwährimn, Die Vtoticning siinitlichcr VMiril »nd der ,,Diverlc» Lose" versteht sich her Stück, Gl'!t> War.' Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Re»tc: 4°/l> lonu. steneisrei, ittone» (Mlli-Äl'uv.) per ilnsse. . !>«>»() N« «o Lettu (Iäü,.Ii>li) per Kassc W u«U er ,, in» sl. 4°/„207 - 811--l8l>4er ,, U>o II. . 251 7üüüb'?b 1864 er „ bl! sl, . 251 75li5ü'?5 Dom,-Pfll!!dbr, tl 120 fl, 5°/„livi !U29» 10 Staatsschuld d. i. Neichö- rate vertretcue« iiünig- reiche uud Bänder. Osten. Goldrcnte, stfr., l»»!! per Nas,e . . . 4"/, l,4 !!0,14 b- «6 80 87 l« ßistnbnli»°Zlall<«schuld> veischllibungr«. Eli sabettibali» i» fl. . . . 4"/., —---------'— Franz Iusts-Äal,» in Silder (biv. St.) . , . b'/<"/„ilv 70,2U-70 Gal. tiarl Lubwin Äahn (div, Stüile) jlrunen , . 4", u<5'— 97 — Nudulfbalin in ziruiieuwährunu, steucrfr, (div, Lt,) . 4°/„ ö« !b 87 N> Vliraillierger Bahn, steurrsrei, 400 Nronen , , . 4 °/, 8L 20 N7 L0 Zu ««laolüschuldurischreibnngeil llbgtstemprlie lZiltnllllliil-zikticn Elisabeth-V, ^»!s!,t,M, b'<«/, Uim 4W Niuneil . , , .4l!l'—4«4 — deltu Lillz.Vlibweis 2U0 sl. ü. W. S, 5 0 97 50 Galizische i^llll Ludwig > Bah- lbw, St.) Silb. 4°/n - 9mg, Goldrenle per Kasse > IU-7L1,0 90 4"/u delto per Mtim Il0«c>in-4"/u ung, Rente in iN'onc», währ. Nlrei per »ü«e . , l>2 95 9U'15> 4"/n dctto per Ultilüi 92 95 9» ls> !i'V,°/u dctto per Kasse «245 «2 «5 Ung. Piamieu-Anl. ^ 1L0 sl. l8» 25l9i!^5 detto k KU sl. ,8885>i>8«5 TheihMey.-Lose 4«/i, . , 148 25 >4ü 25 4"/^ ungar, Gruudentl.-Obllg 92-«o 9!u i°/« lroat, u. slav, Grunde» tl. Ol»iu........ 94 — — -- slndrrr vsicutlichc Anlchcn. kue„. Lcmdeü.wll, (btu.) 4"/u u^, <^, <,, <)5 BoLn. - hercr«, Eijenb. ° Landes. «nlehe» (div.) 4'/,°/„ . , 98 «u 99 »« b°/<> Donau^icg.Mnleihe l«7K 102'UO >uü uc Wiener VerlrhrH-AnIeihr 4°/<> 9L 70 97 ?c dclt« 1300 4"/l, 96 «0 97 (ic Anlehen der Stadt Wien . .i«,,0>u2ic detto (S. ob. G.) . . , 120 20 l2> 2c dettu (18S4) . . . , 94 25 95 n dctto (Ilivll) . , . , 9e'U5 9?-0l detto (liXlu) ' . . , 90- 9?-— drtlo Inu. A.) ll^vL 9N,« 97-tl Vörsebau Anlcliell uerlosb. 5'/,, 9ü - l>7 — Bulg. Staatesisc»b.'Hyp.^Anl, 1889 Gold . . . . N"/^ 119 35,20 M «uln. Staats. Hypothelal «lnl, 18S!t..... 4! Geld Wcne Pfaudbriefc lc. Budsllti,,aNc,,0st.inüüI,vl,4"/c, 84-80 95-50 Bbhm. Hypothelenwnl Verl. 4"/, 97- 97-80 8cnNa!^!0b.°Nrcd,-V:., llstcir, 4b I. vnl. 4'/,°/c> . . ,01 5N '— Oe,ttral-!i!od..kred.-Nl., llsterr, 8»I. dcrl. 4"/^ - - > 9L 75 97-75 5tred.-Iust.,osierr.,f.Uerl.'Un! U, össonli.Älli.^üt./. Vl.4"/, 85^0 96-10 Landest,, d. ilöu. Walizien un^ Lodou:. !>? l,', I. ruckz. 4>' 84 Lb 9b-3b Väi^r. H»ipottt i>« jäh,. rerl. 4»/i. ö. W..... 97-Ü0 88-l<0 detlr >l'7l, Kr..... «7-70 98-70 Nvatt. l.os!., 6»I. ven, 4"« 8g>— ioo-- Eiseullnhu-Prioritnts- ^ Oliligntioucn. j Hfidi«a:lkl>N°rducchil >5m. !8l^ —-— — - Österr. Nordlvestb. SOU si. L. 102'bO 103-50 Ttaatebnhn bUO Fl. . . . 899— 40,-— HNdoahn ü »°/u Iäxnsr'Iul, boo Fr. (per Et.) , 295-70 29? 70 Züdbahn k 5>"/,,, , . 121-— 122 — Diucrse Lose (per Stück). Vtlzinülichl Doft. »"/>, ">llden»iet>it.Lvse lim. l««,' 268 75 274 75 dctlll Cm. 188i> 272-— 278 — 5 »/„ ^oulll!«Renulierunn« - Lujl 100 fl. ü. W..... 2U0-— LLL-- Leib. Pr.1m.««nl. v.lOl'Fl.2'/, 10250 108-50 Zlnutizin:l!, s!..... 458-— 4Ü8-— b,lnrv.Lli!< 40 sl, K, Vi, . 152-— 15«-' Ofsl.lr Los, 40 fl..... 2,5-— 225'— Plllsfy'Lbfe 4u fl. !i. Vi, . . ,89-- 185 — ^utei' ?!?»,,, öst. Vcl. u., 10 fl. 48-65 50 65 '!olcl!»-.l^;, u:,a. Ges. v., 5 f!, 26-25 2825 RubeN «>> >'> st..... 66>— 70-— saün.^'-> .'C kl, K. M. , , 215— 225 — Ärld Ware cürl. G..N.'Nnl. Prllm.'Obll?. 400 ssr. p:r Kasse . , . !8,-— ,82 — oetto per Nt. . . . 18 l>— 182'- W:e„?r ttomm,<Üose u. 1.13/4 4«2— 492 — Gew..Ech.d. 8^Präm..Schuldv. d. Nod'nlr..«"«. Em. IN«' 72-— 76'- Altie». ^ranllporl'^lilerüllimnngrn. Nusstss'Tepl. Vijenb. 500 !l. , 2385'— 2415'- «Ihm. «orbblllm 150 fl. . , Ü74-—! 378'- Äiichtiehradei Elsb.500 sl. ^N 2760 —j2ftao-- detto (Ut. N.) 2UU !l. per Ult. l»55 — ,059- Donau . TanlpNchlsfllhrt«. Ges., > ,., k. l. plil'.. 5U0 sl. ttM 975-—! »78'- D»x«BuN?l'bacher Äsb. 400 M 52?-—! 5!^-- F rdincmds'Nordd, 1000 sl. KM 5I70-— 520«-- U^mb.>ss),ern..Ia!pi. OisenbahN' > VesellichaN, »«>> sl. O, , 550--, 556-- Llot,d,0sterr,.Trien..50afI.KVi. 4l5'- 42U-- Ostcri. Nordweslbllh» 800 sl. Z. 4öl- —! 4!l3 — detto,'^,^.)i!0u!I.G.p.Ult, 422-! 423- .'lllg.Tll.'rvEl,L. per Ultimo 672» w 673-,0 148- ,49'-iudnorddoiitich? Äerblndunliül, 2N0 ll. KM..... 401-— 402-50 Tcamway'Ges., neue Wieiler ! Priurltälö.Mtien 100 ll, , —-— —-— U lssllr. Wcstbahn (Naab-Graz) 20» sl. S....... 402 80 405'— Wc, LoIalv..Nltlen.«»eI. »de!!lr,.^n,l. Usterr,,8UNsl.O lOOO-—,,009'— Z ütl.'Bod.'ltrcdl,. üst., 2UU fl. 522'— 524'-Nv-editanslalt sür Handel und Gewerbe, 16U sl., per Kasse —'- —-— dett« ver Ultimo 62950 633'50 zf>editt!«»l aUg. ünn., 200 sl, . 751-— 752'— D'pvsltenballl. allg., iiuo sl. , 457-— 458-- E'lomptc.Oeselischajl, nieder- »sw«„ :(M »Ionen. . 550-— 552'50 G ro» uü!) soissenuercln, Wien«, «'00 sl........ 448— 452'— H!potlicle!iliaill, österreichische, 200 X n°/„ E...... 28?'— 289'- L:nderl,'a,!l. österr,, 2no sl, P«,, illlsje....... —'— —'- »etto per Ultimo .... 405'— 40«-— „Merkur", Wechselst.-Atrien. G'lMcha,i, 2U0 fl. . . 5911'— 5<,?> ^ Geld Ware )slerr..ui!i,. «uul 1400 nronen 1772-—-i??6 — U'lionbllNI 200 fl..... 529-—! 530 — V.>rtehr«s'?"', ass^, 1^0 °i 334'—, 325 — ! I»duslrlt>Vullineh!»U!lgcn. ^ Viüsses., allg. östcrr., ««> n. , N0-—^ ,13-- Ä-iixerztohlc!iuer>ib,'-Vss. 100,» 720'— ?25-- E^e»ba!!Nw..Le!!,'a.. erltt, 100 -?, 1»7-— 200-— „Äbemühl", Papiers. U.«U,.?, 184--! 186'- E eltr..Ges.. allg.östclr,,20cttu internal., 200 s!. 578'—> 581'— Hl^teuber^er Vat^.., Zimdy, ü. Met..Fabril 4W Kr. . . 9l^'— 9,6-50 L linger Ärauerel 100 f>. . . 2l9' —, 223'- Mo!li»n.OelcNsch,,üs:c>.-r..uU).:,e 56«'25 5 69-2', ,,Pildi.Hiltte", Ticü-lßusiita!,!. F..A..V. llM» fl. ... 405 — 408— P aner Eisen. Ind.» Ges. Hm. 1!)05, 209 sl......«82-— 2»92'- N.iia.Miirany»«algo.Tarjau«! > Eisenw. 10U sl..... 5l2'50 513-50 ->,illlo>Tarj. Steiülolilcn ion f! 570-— 573-— öchlüalmilhl", Papiers.,2l)Ssl. 308'— 3I0--Tchotmicll", U..G. s. Mral,- Ind., 50N «r..... 475'— 480'— , Zleyreruulhl", Pap!ersa">rlr und V,'A..... 4»4- 440-- TcifllOer Kohlenw.'G, 70 fl. . 243'— 245'-T >ri, Tal)«?r?nie.We,, 2no ssi. per tta!se . —'— —' — detl» per Ultlm? 403'— 406 — Wissens,<^es,, ü-,l^r., in Wleil. KN, s>........ 453'— 456 — W lgyon'üelhanfiHll, allgem,, tu V.'si, 4l)0 »!r..... —'— —'— Wc. VüuaeseUschn't 10« fl. , . 13?-— 141-- W!e»,,^-!- 189'42> D utsche Plätze . . , . 1,7-67' 117'87> Umoon....... 24l-50 241-80 I lllienische ÄanlMh, , 8582' 95'95 P^rl«...... 95-85 96'— MM und ?<,!?, , , 95-42' 95-H5 Valutcu. D'laten . . il-35 'l-39 20 ^ranltn-Ntücl'«' , 19 15 19-18 20Viarl-Otüclc...... 23 53 23'57 deutsche Melchöoanlnoten , ,,? ?a N7-80 Htalienischc Äaillüoteli , . 96 05 96-20 >?>lbe! Äl)t!'!i , , . 2-52"! 2-53'' ES-aa.- -u-ücL "Vsrlcauf von Ucuteu, l>l'aurl«fc.ai, I'rlorltütcii, Aktien, Loveu etc., ;i»c*iN»'i» iibuI Vuli>t«n. ______(4)______ Los-Verslcherunj?. , «M. O» Mayer Iiikibncli, NlriturKHNN«). Pi'ivat - Depots (Safe - Deposits) "ü"3=Lt«x o 1 gp«m.eloa. ~Wor»c3a. 1 \s.¦ a dsi PazttL Verzlniung von Barelulagan Im Konto-Korrant and auf Glrs-Ktnlt. ii^^^^HBHBflHsVBVDB^BHHHs^BViSBVBiHBVBBVHBSBBBHB^B^B^HflHBSSfllBflfl^B^^HH