Nr. 6. Samstag. 9. Jänner 1904. 123. Jahrgang. Mum. ^Nümerationspreis: Nil P ustu crs rudiin«: «nnzjährl« !!0 X, halbjährig 1i> K Im Kuntor: qanz- ' ^ 2>» ^ halbjährig li li. Für die ^ustcNnng i>,ö Haus stlluzjahriss !i K, - Inserr: Für llrinc Inserate bis z» 4 Zeilen 50 l>, orüßcre pcr Zeile 1!i Ii; bei iistcre» Wicdechvluiillrn per Zeile « k. Nie »Laibachcr ZeiNmn» erschei,!t tiialich, mi! A»ö»ah»!e der Tumi- und Feiertage. Die Administration befindet sich ttulia.res,plah ?ir. 2, die Nedaltlon Dalniatingasse Nr. 3. Lprechstunde» der Nedaltiun von tt bis IN Uhr uormittags. Unfrankierte Briefe werden nicht anaenlimme». Maniislripte nicht z»rnclaestellt. Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 31. Dezember v.J. ^ln Ministerialrate im Ministerium für Landesverteidigung Ernst Freiherrn de Moy de Sons das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit Nachsicht der ^'e allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. u. k. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom 80. Dezember v. I. dem Feldmarschall-Leutnant Adolf Horsetzky Edlen v°n Hornthal, Kommandanten des I.Korps und kommandierenden General in Krakau, die Würde emes Geheimen Nates taxfrei allergnädigst zu ver-leiheu geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 30. Dezember v. I. bkm päpstlichen Hausprälatcn und österreichisch-unga-uschen Uditore bei dem geistlichen Tribunale der ^otli romauli Monsignorc Johann Montel von treuen fest das Großkreuz des Franz Josef-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Heute wurde das II. Stück des 2llnbesa.esehblattes für ssrcmi "usge^ben und versendet. Dasselbe enthält unter "- 2 die Kulldmachung der l, l. Landeslegiernng für Krain vom 31 Dezember IU03, Z. 26.^60, betreffend die Fest-stelluiiss der Militardlnchzugsgelnchr in Krain für die Zeit H vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1904 ; ^ ^ die Kundmachung der k. k. Landesregierung für Krain V°M l9, Dezember 1903, Z, 1«.Z3«, bctreffend die Frei' Lebunss des Verkehres mit Neben und anderen Neblaus' Jägern zwischen der Ortsgemeinde Sturia im politischen ^eznic ?ldclsberg und dem zweiten Weinbaussebiete Krains, ^kziehunsssweisc den nlit diesem territorial zusammcnhäu-liendrn Ortssssnicinden des Verwaltung«n.ebietcs der k. l. Stllllhcilterei in Trieft. ^on der Redaltion des LllndesgeseiMattes für Krain. Laibach am 8. Jänner 1904 Nichtamtlicher Teil. Ostasien. Aus Paris geht der «Pol. Korr.. folgende Mitteilung zu: In diplomatischen Kreisen neigt man sich der Annahme zu, daß die Erwartung, als ob die Antwort Nnßlauds auf die letzten Vorschlüge Japans die Entscheidung über Krieg oder Frieden in Ostasien mit sich bringen dürfte, sich als eine Überschätzung des Inhaltes der russischen Note erweisen werde. Man sieht es für sehr wahrscheinlich an, daß die Erwiderimg des St. Petersbnrger Kabinettes nicht die Bedeutung eines letzten Wortes besitze, sondern einen einigermaßen dilatorischen Charakter trage, somit in dem gegenwärtigen Stande der Dinge kaum eine Verschiebung herbeiführen werde. Anch bezüglich der Landung eines japanischen Truppen« korps in Korea sei man der Ansicht, daß ein derartiger Vorgang keine Beschleunigung des Ganges der Ereignisse zur Wirkung haben werde. Man dürfe überzengt sein, daß mit dieser Evcntnalität seitens der russischen Diplomatie seit langem gerechnet wurde, und es spreche nach der Meinung der erwähnten Kreise alle Wahrscheinlichkeit dafür, daß die russische Ncgieruug einen solchen Schritt Japans nicht als eine Eröffnung der Feindseligkeiten auffassen werde. Aus London wird berichtet, daß dort die verschiedenen Gerüchte, welche bald dcr einen, bald der anderen Macht die Rolle eines mutmaßlichen Vermittlers im Konflikte zwischen Rußland nnd Japan zuweisen, als Kombinationen ohne tatsächliche Grundlage angesehen werden. Es mag allenfalls dcr Diplomatie einzelner Staaten die Möglichkeit dargeboten sein, an einem der Brennpunkte der ostasiatischen Frage innerhalb gewisser Schranken Bemühungen in fricdenscrhaltender Richtung aufzubieten. Die Bedingungen für den Eintritt einer Mediation seien jedoch nicht gegeben, da eine solche Aktion selbstverständlich nnr im Falle einer Aufforderung seitens einer der beiden in Meinungsverschiedenheit geratenen Mächte versncht werden könnte, was nach der ganzen Beschaffenheit dcr schwebenden Streitfrage als ansgeschloffen erscheine. Über die gesamte Gruppierung der Land» und Seestreitkräfte im russisch-japanischen Konflikte gehen der «Pol. Korr.» folgende Angaben zu: Die Stärke der im russischen Okkupationsgebiete längs des Ialu< tales, im Norden von Korea und in der Mandschurei dislozierten Truppen beläuft sich gegenwärtig auf sechs Armeekorps (Linicnregimenter), zwei Eisenbahn-uud drei Pionnier-Regimeuter, 2500 Mann Marine-Infanterie- uud Artillerietruppen und acht Sanitätskolonnen; zusammen 125.000 Mann. Hievon stehen 76.000 Mann in und um Port Arthur. Das ostasiatische Geschwader zählt vierzehn Schlachtschiffe und große Kreuzer, zwanzig Torpedo- nnd andere Kriegsfahrzeuge mit zusammen 10.000 Maun Marinetrupp eu. Das ostsibirische, zu Wladiwostok heimische permauente Küstcngeschwader umfaßt vierzehn kleinere Schiffe nlit rund A000 Mann. Dcr Kriegsstand der japanischen Armee soll erheblich mehr als eine Million Mann betragen. Hievon sind in Nagasaki, Kobe, Sasebo und Simonoseki einstweilen 250.000 Mann einschiffuugsbercit; weitere Verschiebungen nach den Häfen sind im Zuge. Im ganzen könnten 750.000 Mann an die Festlandsküste geworfen werden. Für den Seetrajekt stehen achtzehn große Transportschiffe privater Gesellschaften als Auxiliarkrcuzer der Kriegsflotte zur Verfüguug, jedoch sind erst zehn derselben vcrwendungsbercit. Die japanische Kriegsflotte verfügt über sechs moderne, dann über zwei altere und schwächere Schlachtschiffe, neun gepanzerte und vierzehn ungepanzcrte Kreuzer, neuuzehu Torpedokreuzer uud vierzehn Torpedo- und andere Fahrzeuge mit zusammen 12.500 Matrosen. Znr See nnr an Seestreitmitteln sekundärer Art überlegen, bernht Japans Stärke demnach der Hanptsache nach auf seiuen Okkupationstrupften, zu deren Einschiffung in den genannten vier Häfen, für deren Überfahrt nach den südtoreanischcn Häfen Fusan, Masampho, Gensan und Tschemnlpo, mit Einrechnung dcr uoch benötigten Mobilisierungsdauer, gering gerechnet, drei Wochen erforderlich wären. Feuilleton. Miezcs Schulden. ^Me Ehestandsszenc von Aev»nc5«n Aei«rirh. (Nachdruck verboten.) Im Salon. . . 'Mein liebes, liebes Herz!» Sie setzt sich zn ihm, legt zärtlich ihren Arm ^ seinen Hals und schaut ihm mit herzinnigem Blicke '"s Gesicht. Er starrt sinnend ins L'erc. . 'Nicht wahr, Hansel, wir machen das Kostüm-Mt mit? Wozu bist du denn Künstler, und wozu Muren wir dem Küustlervereiuc an? Und die Sache F gar nicht so ieuer. Ich habe mir ein reizendes Estinn ausgedacht, weißt du, als Iris in Ncgcnbogcn-l^ben, Seidengaze mit etwas Gold. und Silbcr-Mtern, etwa hnndertuudfünfzig Mark, das ist alles! ^ Aber du hörst ja gar nicht auf mich, was starrst w vor dich hin? Du ängstigst mich, Hansel!» ss Das letzte Wort klingt wie eine Beschwörung. „,,.. sendet den Kopf und sieht sie mit ernstem, uuer-^undlich tiefem Blicke an. . 'Woran denkst du?» 'Ich habe heute Nacht einen Traum gehabt.» 'O, pfni!» «Warum pfni? Darf man nicht träumen?» 'Ja, deine Träume!» der yn^^ träumte, ich wäre im Walde. Da kam m, ^ialdgcist zn mir nnd sagte: Du hast einen ""nsch frei, sprich! Ich dachte einen Angenblick c> "1, dann bat ich: Zeige mir die Schulden meiner 'Siehst du!» 'Er führte mich an einen Ameisenhaufen, wo w;sl < Tausenden und Abertausenden lribbelte nud "wlielte. Das sind sie, sagte er und verschwand.. «Aber Hansel», entgegnete sie mit schelmischem Blicke, «so etwas beunruhigt dich? Tränme sind Schänme. Übrigens, wenn es zu deiuem Seelenfrieden beitragen kann, fo will ich dir die feierliche Versicherung geben —» «Nun?. «Daß ich gegenwärtig nicht einen Pfennig Schulden habe, nicht einen Pfennig!» «Du —?, «So wahr ich hier sitze, nicht einen Pfennig! Ich könnte daranf —» Er hält ihr den Muud zu. «Um Gotteswillen, Mieze, warte erst noch einen Augenblick!» Er greift in die Tasche nnd zieht einen Brief heraus. «Berg u. Röfe, Damenkonfektion. Kennst du die Firma? Sie sendet mir eine kleine Nota über dreihundertuudsechzig Mark. Hier.» Sie sieht starr anf das Blatt, beherrscht sich aber schnell und sagt: «Daß ich das vergessen konnte, total vergessen! Du weißt, seit meiner letzten Krankheit aber daß mein Gedächtnis so sehr gelitten haben konnte — die Sache ist richtig. Es ist aber auch das einzige.» «Wirklich?» «Ganz gewiß!» «Besinne dich, Kind!» «Gewiß uud wahrhaftig, es ist das einzige!» Er langt in die Tasche und holt einen zweiten Brief heraus. «Frau Anna Nichter, Putz- und Modeartikel Fünfnndachtzig Mark!» «Aber das ist ja empörend! Das habe ich längst bezahlt! Siehst dn, es ist vom vorigen Jahr. Nein, diese Fran! Ich werde ein ernstes Wort mit ihr reden.» Er überreichte ihr einen dritten Brief. «Das ist der neue Salonteppich, für den ich dir das Geld gleich gegeben habe. Einhundertnndzwanzig Mark.» Sie faltet die Hände im Schoße und senkt resigniert das Köpfchen. «Hast du noch mehr?» Es klingt wie ein Seufzer. «Da hast du den ganzen Schwamm!» cntgegnet er mit Ingrimm, nnd wirft ihr eine Anzahl von Geschäftsbriefen unsanft iu den Schoß. Er steht auf und nimmt ein Blatt vom Schreibtisch. «Hier ist die Zusammenstellung: Snmma Summarum Eintansend-dreihundcrtundfünf Mark. Sogar der Bäcker kommt mit einer Forderung von einhundertzwölf Mark.» Er unterdrückte die aufsteigende Erregung, aber seine Gebärde sagte deutlich: «Es ist zum Verzweifeln!» Sie sieht ihn mit großen, verwunderten Augen an. «Aber Mann, wo hast dn denn das alles her?» «Du vergißt, daß heute der Vierteljahrserste ist. Ich habe die Post abgefangen.» "Pfui, Hans, das war aber schlecht von Dir!» «Und das ist nnr ein Teil deiner Schulden. Ja, gewiß, es kommt nicht alles an einem Tage. Ich könnte diese Summe getrost verdoppeln, verdreifachen!» «Nein, Hans, das ist alles. Wirklich! Du kannst es mir anfs Wort glauben.» «Aber dein Gedächtnis!» «Ich weiß es ganz gewiß. Ich könnte die Feuerprobe darauf bestehen. Glaube mir!» Es klingelt heftig uud das Mädchen bringt eine blanc Karte. «Ein Postauftrag — über neunzig Mark!. Er wirft ihr einen vernichtenden Blick zu, beherrscht sich aber mit Aufbietung seiner ganzen Kraft, geht hinaus nnd erledigt die Sache. Zurückgekehrt, sagt er: «Das war für die Stores, die du schon vor drei Jahren gckanft hast. Den Betrag dafür habe ich dir schon zweimal geben. Jetzt habe ich sie zum drittcnmale bezahlt. Gott — Gott!» Er schüttelt den Kopf, als könnte cr's nicht fassen. (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 6. 46 9. Jänner 1904. Man schreibt ans Paris: Wie einer ostasiatischcn Zeitschrift zu entnehmen ist, befassen sich die chinesischen Blätter fast ausschließlich mit der Eventualität des Krieges und schlagen hicbci im allgemeinen einen sehr agressiven Ton gegen die Russen an. Die kaiserlichen Zensoren haben von der Kaiserin verlangt, daß sie das Vizetönigtnm von Mukden an Tschang-Tschitong verleihe, als dcn einzigen, der fähig wäre, den Nnsscn zu widerstehen. An Zensor hat bei Hof i'iber die Fälschungen der Presse nnd die Heuchelei verschiedener Beamten Klage geführt, welche dnrch ihr Verhalten die Russen ermutigt hätten, China zn verachten nnd Mntdcn wieder zn besetzen. Ein anderer Zensor soll vom Hofe einen Befehl für die Soldaten verlangt haben, ihren Zopf abzuschneiden, da dieselben im Falle eines Krieges mit Rußland an der Seite der Japaner kämpfen und deren Uniform tragen würden. Der Zopf sollte sie dann nicht als Chinesen kenntlich machen. Der Vizetönig von Nanking, der Gouverneur von Kiang Si, nnd General Kwang Su haben Berichte an dcn Hof gesandt, in welchen sie versprechen, sich nach Mukdeu zu bcgebeu, um mit den Russen Krieg zu sührcn. Eiu Hoffunktionär hat die Bitte an die Kaiserin gerichtet, die Marinetruvpcn wieder aufzustellen, deren Notwendigkeit sich gegen wärtig wieder fühlbar mache. Politische lleberficht. Laibach, 8. Jänner. Der Budgetausschußder österreichischen Delegation tritt zn seiner nächsten Sitznng Montag, dcn 11. d., um 11 Uhr vormittags zusammen. Hagesordinmg: Voranschlag des Ministeriums des Äußern. «Narobni Listy» schreiben: Die bisherigen Ver« fügnngen für die D elcgatioustagung werden durch die uugarische Obstruktion in Frage gestellt. Die Tagnng, die bis Ende Jänner stattfinden sollte, wird vielleicht noch in den Februar hinein dauern. Infolgedessen wird auch der Reichs rat erst in der zweiten Hälfte des uächsten Monates zusammentreten tonnen. Die Delegationsdiners werden erst nach dem 20. d. M. stattfinden, da der Kaifcr sich vorher nach Pest begibt. Vor dem Zusammentritte des Ncichsrates wird noch ein ernstlicher Versuch gemacht, die Arbeitsfähigkeit des Parlamentes zn ermöglichen. Es sei nicht ansgeschlossen, daß der böhmische Land tag unmittelbar nach den Delegationen zn einer kurzen Tagung znsammentrete, falls Bürgschaften vorhanden sind, daß die dcutfche Obstruktion in diefer Körperschaft eingestellt werde. Der «Pester Lloyd» erführt, daß eine Ein-leihung von österreichischen Offizieren und Unteroffizieren in die mazedonische Gendarmerie bisher in allen Einzelheiten noch nicht festgestellt ist. Die den Truppentommandanten znr Kenntnis ge« brachten allgemeinen Bestimmungen dienen lediglich M Information. Aus Belgrad wird dem «N. W. T.» unter dem li. d. gemeldet: Die erfolgte Veränderung in der Adjutantur des Königs wurde gestern den betreffenden Offizieren mitgeteilt. Im allgemeinen macht die Entfernuug von Kosti<5 und Autn-, die man zu dcn Hauptverschwöreru zählte, unter dcu Offizieren leinen ungünstigen Eindruck. Man hofft, da auch gestern der ueueruauutc Hofmarschall Eolakanti^ sein Amt angetreten hat nnd Oberst Damjan Popovs nicht mehr das Amt eines Hofmarschalls bekleiden wird, daß in kurzer Zeit am Hofe ganz normale Verhältnisse eintreten werden. In Hofkreisen bespricht man die Möglichkeit, daß die zurückgetretenen Adjutanten nnd Ordonnanzen einen längeren Nrlanb antreten werden. Nach amtlichen Qnellen zählt das preußische Abgeordnetenhaus zu Beginn der 2". Legis^ laturperiodc 14A Konservative einschließlich eines Hospitanten, 5)9 Freikonscrvativc einschließlich eines Hospitanten, 79 Nationallibcralc einschließlich eines Hospitanten, 24 von der freisinnigen Vollspartci, 8 von der freisinnigen Vereiuignng. 97 vom Zentrum, 12 Polen, 10 keiner Fraktion Angehörige. Die ältesten Mitglieder sind der Pole Dr. Iur. Szuman, geb. am 3. Febrnar 1822, nnd die nationalliberalen Abgeordneten Scheffner, geb. 25. Febrnar 1822, nnd Staatsminister a. D. Hobrccht, geb. am 14. An-gnst 1824. Dein Reichstage gehören gleichzeitig an ION Mitglieder des Abgeordnetenhauses. Wie'der Petcrsbnrgcr Km respondent des «New Yurt Herald, von einem russischen Politiker erfährt, fei es dem russtscheu Answärtigcn Amt bekannt, daß Bulgarieu cutschlosseu sei, im Frühjahr dcn Balkan von neuem in Aufreguug zu vcrfetzen, fa lls Rnßland anderweitig in Ansprnch genommen nnd so nicht in der Lage wäre, Rnhestörnngcn auf dem Balkan ener gisch entgegenzutreten. Es sei zweifellos, daß die Großmächte in diefe Angelegenheit verwickelt werden könnten. Tagesneuigleiten. — (Hände uud Geschenke.) Wie man sich beim Schenken nach der Forin der Hand der Geschenk cmpfängcrin richten muß, das wird in der französischen Francnzeitnng «Femina» mit tiefer Weisheit auseinander» gesetzt. Am leichtesten zufriedenzustellen ist eine konische Hand. Cs ist eine gntmütigc Hand, eine Hand, die man heiraten und das ganze Lebe» lang zärtlich lieben soll. Schenken kann man einer solchen Hand, was man will, sei es nun ein nützliches Porzellanscrviee oder eine ganz überflüssige Sammlung von Straußfedern. Ganz anders geartet sind die Hände mit spitzen Fingern. Sie sind launisch und träumerisch; sie wollen, daß man für sie etwas Besonderes wähle: wertvolle Steine oder seltene Gegenstände, uud daß man das Geschenk noch mit einem geistreichen Kompliment begleite. Hände mit breiten Fingern sind solide lind praktisch nnd lieben keine Phrasen. Am schwersten zn behandeln sind die spatelförmigen Finger. Die Besitzerinnen solcher Finger schwärmen für Äeweguug in jeder Form: mau macht mit ihnen weite Reisen, beglückt fic mit einem Automobil oder stellt sie wenigstens Sautos Dumont vor. Finger, deren Nägel wie zerquetscht sind, geraten in Verzückung, sobald man mit ihnen Pfade wandelt, die abseits von, Alltäglichen liegen. — Und wie behandelt man lange Finger? Das scheint «Femina» nicht verraten zu wollen. —- (Sklaven bei den Tieren.) Im »Promc° thcus» lesen wir: Bei seinen Kämpfen gegen die Ter- mitenplage hatte Dr. Adrieu Loir vom Pasteur-Institlll auch Gelegenheit, die natürlichen Feinde der Termiten zu stndieren. Die gefürchtetsten Gegner der 'weiße» Ameisen» vom Matabele-Lano sind, wie er fand, großc schwarze echte Ameisen, die man «Matabeles» nennt, weil sie die Farbe der menschlichen Bewohner de« Landes haben. Sie sind bedentend größer als unsett einheimischen Ameisen, nnd ein anrückendes Heer vo" ihnen verbreitet Schrecken im Termitcnbau. Viel kräftiger als Termiten nnd mit furchtbaren Maudibel» versehen, stürzen sich diese Schwarzen ai'f ein Häufche« zusammengedrückter Termiten, nnd Loir sal,, wie eine Ameise bis zu i:l Welchen Zweck haben diese Plünderungsszeucn im Äa» der Termiten, die doch den Ameisen leinen Abbruch tun? Beobachtet man die in den Ameisenban geschleppte» Termiten genauer, ,0 zeigt sich. daß ihnen dort kein Leid geschieht. Tie Termiten^lrbeiter sind nnr Sklave» der Ameisen geworden nnd haben nun für diese solidl Wohnnngen und Tunnels zn banen nnd ihre Larven z" pflegen. Man trifft in den Banten der Matabcle-Ameise sehr häufig eine große Trnppc für sie arbeitender Ter< miten. Der auch verschiedenen nnserer einheimische» Ameisen innewohnende Instinkt für Sklavenzucht hat sich hier also ans dcn Raub ihnen ganz fremder Ge< schöpfe ausgedehnt. Tic Termiten verstehen fester z" bauen als die Ameisen, nnd das mögen die letzteren bemerlt haben. — «Wie mau unschuldig zu drci Ohrfeigen kommt.» Die «Frankfurter Zeitung» erzählt folgende Geschichte, die sich in Köln zugetragcu hat: Karl sieht nach Schluß des Unterrichtes zu, wie ein vor einen Karren gespannter Esel geneckt wird. Der Besitzer des gequälten Tieres naht nnd während die Missetäter fliehen, bleibt Karlchcn harmlos stehen. Der Eselbesitzer hält natürlich Karlchen für den Täter uud versetzt ihm die Ohrfeige Nummer eins. Heulcud geht der arme Junge in die Schnlc zurück, um sich bei seinem Klassenlehrer zu beklagen. Er begegnet aber nicht diesem, sondern be»' Probelandidatcn Müller, der, ärgerlich über das laute Gebrüll, unserem Karlchcu die zweite Ohrfeige verseht Da naht sich der Direktor: «Junge, warum weiust bn so?» Karlcheu: .Herr Dr. Müller hat mich gehaue» und ich habe dem Esel doch gar nichts getan!» Ohrfeig Nnmmcr drei, eine Stunde Arrest, Schluß! — (Eine unheimliche Geschichte) ist kürzlich in Amnnlnng, in der philippinischen Provinz Eagayan, vorgekommen. Dort sollten vier oder füns Mörder die Todesstrafe crlciden. Ein im Heukersberns angeblich wohl bewanderter Amerikaner gmg zn diese»! Zwecke von Manila nach Amunlung. Ali einen« Vol-mittage beförderte er dann die Verurteiltcu mit del Garotte ins Jenseits. Der Provinzialarzt nnterzeichnett den Totenschein. Nachdem auch alle anderen Formal!-täten erfüllt waren, wurden die Leichcu ill die Kirche gefchafft. Als die Totengräber abends, um die Äcerdignnst vorznbcrciten, die Kirche betraten, sahen sie die ve^ mcintlichen Leichen sich dort frei bewegen. Alle fünf waren, nachdem sie aus der Strangulieruug befreit waren, wieder zu sich gekommen. Einer hat inzwischen allei-dings wirtlich sein Leben ausgehaucht; ihm wird voraus-sichtlich noch ein zweiter folgen. Die übrigen aber werden am Leben bleiben. Da niemand zweimal hin-gerichtet werden kaun, wird der Henker sich ihnen nicht tea. Roman von E. G. Sanderson. Alltoiisiertt Uebersetzung aus dem Englischen von A. Nra u n s. (62, Fortsetzung.) (Nachdruck verboten,) «Dazu ist jetzt leine Zeit mehr — das nächste Mal vielleicht, wenn dn mich besuchst! Wirst du ülich wieder besuchen? (5s ist allerdings leine ein-ladende Stätte; aber Geliebte —» «Ich werde wiederkommen», lantete die schleunige ^rwidcrnng, «ich gebe dir meiu Wort. Ah, da sind ^ie ja schon, Herr Direktor!» Nachdem diefer rücksichtsvoll außen an der Tür die Beiden auf sein Kommen aufmerksam gemacht hatte, trat er ein nnd erklärte mit der größten Höflichkeit, daß Miß Millers Besnch die nach dem Ge jängnisrcglcment gestattete Besuchszeit bereits über schritten habe. In der folgenden Minnte befand sich Aarchester wiederum allein in der öden Zelle, die ihm nun noch düsterer erschien als zuvor. Achtzehntes Kapitel. Wenige Tage nach ihrer Vegcgnnng mit Lord Narchesters Brant kehrte üea in ihre eigene Wohnnng zilrück. Sie fand viel zn tnn vor, vor allem mnhte im ganzen Hanse Ordnuug geschaffen werden. Sobald nc in den uutcrcn Räumen fertig war, zog sie einen Stuhl au deu Tisch, setzte sich uud stützte gedankenvoll den Kopf in die Hände. Eine Woche war seit dcm Schlüsse der gerichtlichen Verhandlung verflossen, und in fünf bis sechs Wochen würden dic Assisen zusammentreten. Urplötzlich legte sich ein Schatten übcr die Fliesen. Aufblickend, sah sie einen Fremden in der Tür stehen. 6s war ein großer, hagerer Mann mit schwermütigem Gesichtsansdrucke. Lca erhob stch und ging ihm ein paar Schritte entgegen. Der Mann nahm, sich tief verbeugend, den Hnt ab. «Ich muß mich'Ihnen selbst vorstellen», sagte er mit melancholischem Lächeln. «Ich bu, der Sergeant Knowles vom Londoner Dcteltivstabe und bin in Lord Barchcsters Sache engagiert worden.» Lea rückte einen zweiten Stuhl an den Tisch uud ersuchte deu Geheimpolizisten, Platz zu nehmen. «Ich möchte gern ein paar Fragen an Sle richten, Miß Morris, wenn Ihre Zeit es erlaubt, mir einige Augenblicke zu schenken,' äußerte er im Niedersetzen. . «Meine Zeit steht ganz zn meiner eigenen Verfügung und ich bin sehr gern bereit, Sie so viel, als in meinen Kräften steht, in Ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen,' versicherte das junge Madchen lebhaft. Knowles fprach ihr seinen Dank aus nnd rückte dabei seinen Stnhl so, daß er mit dem Nucken nach dem Lichte zu saß, während es dagegen voll anf Evas Gesicht fiel. «Wollen Sie mm so freundlich sein und mir ganz nach Ihrer persönlichen Erfahrung eine volle Darstellung der Angelegenheit geben?» bat er in seinem langsamen, schwerfällig klingenden Tone, und sich in seinem Stuhle zurücklehnend, heftete er die stahlgrauen Augen fest anf sein Gegenüber. «Haben Sie denn meine Aussagen in den Zeitungen nicht gelesen?» meinte Lea. «Selbstver' ständllch werde ich Ihnen alles gern wiederholen, wenn Sie es wünschen, doch habe ich im Verhol schon so v,cl, als ich von dem Trauerspiele wußte, ausgesagt.^ «Ganz recht, und ich hab's auch gelesen,» cr-tlartc der Detektive gelassen, «doch würde es mir sehr lieb sein, den ganzen Hergang noch einmal aus der besten Quelle zu vernehmen/ falls es Ihnen nicht beschwerlich ist.. «Durchaus nicht!» Ein paar Minuten verharrte Lea, ihre Gebanten sammelnd, in Schweigen, hieraus begann sie: 'An jenem Abend, an welchem meine Groß mntter das Lebm verlor —» Der Detektive machte mit seiner knochig^ braunen Hand ein Zeichen, innezuhalten. «Entschuldigen Sie,» sagte er, «ich möchte abel bitten, daß Sie mit dem Anfange beginnen.» «Mit dcm Anfang? Ich glaube, Sie nicht z«> verstehen; ich dachte, Sie wünschten von mir eineli Bericht über die Begebenheiten an jenem Abend, aü welchem meine Großmutter ermordet wurde.» «Ich wünsche von Ihnen eine Darstellung Ihrer eigenen Erlebnisse in diesem dunklen Geheimnisse. Der Mord war dessen Höhepunkt; folglich habe" Sie mit dem Schlnsse begonnen.» «Der Höhepunkt? Sie denken, daß » Der Detektive hob wiederum deu Fiuger hoch' «Bitte um Entschuldigung, ich denke aber gar nichts.» Lea nahm die Zurechtweisung in schweigender Gelassenheit hin. Laibacher Zeitung Nr. 6. 47 9. Jänner 1904. Lieder nahen dürfen. Von amtswegen sind und bleiben lie tot. Kein Zivilbeamter kann sie wieder als Bürger aufnehmen, geschweige denn trauen; auch töunen sie leinen Prozeß vor dem Gerichte führen u. s. w. Kurz und gut, sie haben ihre Rechte verloren. Ob der Henker !ür die schlechte Arbeit, die er getan hat, zur Rechen« Ichast gezogen werden taun, ist zum mindesten fraglich. Der Richter hatte, wie der »Ostas. Ll.» schreibt, ange-urdnel, die Garotte solle nur acht Minuten angespannt leiben. Man dente, was für eiuen Kampf die Leute haben durchmachen müssen, wenn nach acht Minuten der 5vt> nicht eingetreten war. — (Das Maschinenfräulein.) Unter dem Titel: «Das Maschinenfräuleiu» hat Mark Twain das Agende anmntigc Idhll veröffentlicht: «Der Chef war Kleber 'mal, wie gewöhnlich, bei schlechter Lanne. Und ^ar rr das, su ließ er sie stet« an den Untergebenen ?us, denn duel geschieht immer. Und da das »Maschinen« ^Ullein» am meisten mit ihm zu tuu hatte, so hatte ^ auch am meisten darunter zu leiden. — «Es ist Ml Verrücktwerden!' rief er. »Wie oft habe ich ge-lagt, man soll mir alls meinem Schreibtisch nichts an-rühren?!' - «Es ist anch nichts angerührt worden.» — 'So? Und wer hat denu die Marken hier hingelegt? ^er sonst wieder als Sie!» — Sie sagte kein Wort, sondern fing an, auf ihrer Mafchine zu klappern. — 'Tun Sie die Marken weg!» schrie er fie an. — «Wo soll ich sie hintun?» fragte sie und stand auf. — «Irgend wohin, wohin Sie wollen. Nur mir aus den Augen, Wo ich sie gar nie mehr sehen kann.» ^- Und das ^aschinenfränlein nickte, nahm die Briefmarken, befeuchtete lle ruhig, klebte sie dem Chef anf feine Glatze und sagte: .Ich bitte um meine Entlastung!» Dcr Wert des Menschen. Es mag seltsam berühren, zu hören, daß unsere klugen, Ohren und andere Glieder, ja sogar der ganze Mensch einen Marktpreis, einen juristisch anerkannten Wert haben. Eine englische Zeitschrift stellt aber eine große Zahl von Entschädigungen zusammen, die in den ^hten Jahren für verlorene menschliche Gliedmasseu ge» lichtlich zuerkauut wurden; dauach mag man dann den Wert eines Menschen ermessen. Es wird sich allerdings z"gen, daß er sehr schwankend ist. Das Auge eines Dmnibuskutschers ist anscheinend 16.000 Mark wert; "kun mit dieser Summe wlirde vor einiger Zeit in Paris Nil Mann entschädigt, der das Auge durch einen zufällt-gen Stoß von dem Spazierstock eines Passagiers verloren hatte. Eine Wärterin iu Dubliu jedoch, die ihr Auge ^urch eineil Steiuwurf verloren hatte, kouute nur 4000 ^arl Entschädigung erlangen; dieselbe Summe wurde Zuerkannt, als das Auge eines kleinen Mädchens von ^ner Hnlitt ausgepickt worden war. Eine Dame, die Mch den Zusammenstoß zweier Tramwagen in London "" ihr Auge gekommen war, erhielt 8000 Mark. Sogar eine Verletzung ohne Verlust des betreffen« "ku Organs hat ihren Preis. Die Frau eines Polizei-agenten faß in einem Wagen der «Great Eastern Rail-^"h', als ein Funken von einer vorüberfahrendcn Lokomotive ihr in das Auge flog. Das darauf sich ein-'tellende Geschwür kostete der Gesellschaft 600 Mark. "Uch Arme und Hände haben ihren verschiedenen Wert. Eine Dame in Birmingham, die beim Aussteigen unter eine Drahtseilbahn geschleudert worden war, erhielt 14,000 Mark für den Verlust ihres Armes; eine Milchfrau von Kidderminster erhielt jedoch nur die Hälfte diefer Summe, als sie ihren Ann infolge des Bifses eines Hundes durch Amputation verlor und ihrem Manne nicht mehr bei feinem Gefchäfte helfen konnte. Für Verletzungen, die zwei Kindern in der Schule zu« stießeu, haben die Londoner Schulbehürden «00 Mark im ersteu, 3000 Mark im zweiten Falle bezahlt. Ein Korbmacher erhielt jedoch mehr als das Doppelte für den Verlust feiner Hand, als er dnrch den Ruck eines Eisenbahnzuges auf die Schienen ge« worfen wurde. 6000 Mark bekam ein Burfche iu Man^ chester, der drei Finger feiner rechten Hand durch eine Buchdruckerpresse verloren hatte, 6000 Mark ein junger Tischler, dcr drei Fingerspitzen durch eine uueiugcfriedete Hobelmaschine eingebüßt hatte. Dcr Verlust der unteren Extremitäten wird meist mit größeren Summen ent« schädigt: 8600 Mark erhielt ein Feuerwehrmann, der von einem Zuge überfahren worden war, 9000 Mark ein Liftjunge, dcr bei einer Firma des Londoner West-Eud im Dienst stand; diese Entscheidung stützte sich darauf, daß der Iuugc uugenügeud über den Gebrauch dcs Aufzuges iustruirt und desfen Boden schlüpfrig waz. Dcr Wert der Zähne wird verschieden bemessen; 1200 M. wurden von einer Eisenbahngesellschaft einer Frau in Walworth gezahlt, die über ein Loch in der Plattform gestolpert war. Das ist jedoch nichts im Vcr» gleiche zu der Summe, die vou ungefähr eiuem Jahre einer berühmten russischen Opernsängerin, Mlle. Sarki« sova, ausgezahlt wurde. Sie reifte auf der traustau' kasischen Eisenbahn, als der Zug Plötzlich entgleiste uud dabei ihre Vorderzähne zertrümmert wnrben. Da sie an» gab, daß dieser Verlust ihre Laufbahn als Sängerin verdarb, sprach das Petersburger Zivilgericht ihr einen Schadenersatz von 40.000 M. für den Zahn — im ganzen 200.000 M. — zu! Für ernstliche Verletzuugen des ganzen Körpers wurden in England 39.000 und 60.000 M. bezahlt. Tödliche Verletzungen wurden in England mit 3000 bis 11.800 M. entschädigt; die höchste Summe erhielt eine Mrs. Leys in New-Z)ork, deren Mann bei einem schrecklichen Tmmclunglücke umkam; nach fast zwölfmouatlicher Verhandlung wurden ihr 400.000 M. zugesprochen — die größte Summe, die eine Eisenbahngescllschaft für ein Menfchcnleben je bezahlt hat. , «Wenn Sie mir freundlichst sagen wollten, wo M anfangen soll,' erklärte sie danu, «so will ich "hren Wünschen gern nachkommen.» ^ . Der Geheimpolizist nahm ein ziemlich schmutziges ^eitungsblatt aus der Tasche und strich es mit der Mnd auf dem Tifche glatt. «Tollemache, Tollemache!» "°lte Lea ihn murmeln, während er mit feinem Zageren Zeigesinger an den Spalten herunterfuhr. «Da haben wir's ja!» rief er Plötzlich. «Ich «lachte Miß Morris Betanntfchaft, als ich mit meinem plannten Lord Barchester in der Cottagcfarm vor-plach,. las er laut vor. «Wollen Sie also gefälligst A'" da anfangen?» fetzte er hinzu, indem er das x^ zusammenfaltete uud wieder einsteckte. «Ich "wchte gern alle, anch die unbedeutendsten Einzel ^lten hören. Jetzt geben Sie ja keine Zeugenaus-I^n u^. den Geschworenen und dem Coroner ab, sa<5 folglich auch nicht nötig, sich nur auf Tat-liak ö" beschränken, die einzig auf den Mord Bezug H, 2ea beugte sich lebhaft über den Tifch und ein ^lrahl des Verstä'ndnifses leuchtete in ihren Augen auf. . «Warum wünschen Sie denn, daß ich gerade .«/"fangen svll?» fragte sie erregt im Flüstertone, ^argwöhnen Sie Mr. Tollemache? Er lann die 3tt "'chl vollbracht haben, da er den Abend in "der Narre zugebracht hat.. „^Stöhnend ließ der Sergeant sich in seinen Stuhl guructsallen. h ,'Auf diefe Weise werden wir nicht gerade rasch ^warts kommen, fürchte ich,, klagte er mit der l'ene emes Mannes, der sich notgedrungen in sein ^cylcksal ergeben muh. (Fortsetzung folgt.) Lokal- und Prouillzial-Nachrichtcii. — (Hoher Besuch.) Mau berichtet uns aus Littai unter dem gestrigen: Aus Wien sind heute nachmittags Seine Hoheit Herzog Friedrich von Mecklenburg, dessen Gemahlin und Prinzessin Wiudischgrätz mit Suite hier eiugetroffeu und haben fich zu längerem Aufenthalte auf Schloß Wagensberg begeben. — ik. — (Für Handel« und Gewerbetreibende.) Das t. t. Eichamt erinnert die Handel nud Gewerbe treibenden, die ihre Wagen und Gewichte im Jahre 1901, sowie die übrigen Maße im Jahre 1900 zuletzt eichen liehen, dieselben sogleich der Nacheichung zu unter» ziehen. Die betreffende Kommission revidiert ständig. Die Strafe für die Übertretung diefes Gesetzes ist empfindlich. — (Stiftungsplähe.) Aus der Feldzeugmeister Ludw. Freih. v. Wcldcnscheu Militärstiftnng gelangen mehrere Plätze mit dem lebenslänglichen täglichen Genusse von 70, 49 und 35 Heller zur Besetzung. Anspruch auf diese Stiftungsplätze haben Individuen ohne Unterschied der Nationalität, welche als Soldaten im italienischen Fcldzuge 1846/9 oder im Jahre 1848 vor Wien durch Verwundung erwerbsunfähig geworden sind. Die mit dem Nachweise von der Verwundung als Soldat bei den genannten Aktionen und von der dadurch eingetretenen Erwerbsunfähigkeit belegten stempelfreien Gefuche sind bis zum 15. Februar bei den k. u. k. Evidenzbehörden (Ergänzungs«Vezirkskommanden) einzureichen. —a. — (K. k. Zentralkommission für Knnst. und historische Denkmale.) Aus der Sitzung vom 18. Dezember: Referent Kenner und Much beantragen die Herstellung einer Fundkarte des Herzogtums Kr a in. Der Antrag wird zum Beschlusse erhoben und hiefür eine Subvention von 100 Kronen bewilligt. — Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht b^ willigt dem Bartholomews Peänit zur Förderung der in Aussicht genommenen Ausgrabungen in Kram eine Subvention von 400 Kronen unter der Bedingung, daß diese Subvention in genauester Befolgung der von dcr Zentralkommission und dem Referenten Szombathy er» teilten Aufträge verwendet werde. - Das k. t. Mini» sterium für Kultus und Unterricht bewilligt für die Restaurierung der Wandmalereien und die übrigen Her-stellnngsarbeiten in der St. Gcorgs'Kirche zu Igg bei Sonegg eine Subvention von 1047 Kronen. — (Die evangelifche Kirchengemeinde in Laibach) hat einen Jubiläumsbericht über das 50. Jahr des Gemeindebestandes 1902 herausgegeben, welcher auch mit zwei Illustrationen versehen ist. Die erste zeigt die evangelische Ehristuskirche in Laibach zur Zeit der Eiuweihuug (1652), in dcr zweiten wird die genannte Kirche in ihrer jetzigen Gestalt vorgeführt. Die Gemeinde zählte im Iubiläumsjahre 495 Angehörige, uud zwar 256 in der Stadt, 237 auf dem Lande (in 40 Ortschaften). Der Rechnungsabschluß weist 6095 li. 10 li an Einnahmen uud 7122 X 55 k an Ausgaben, also einen Fehlbetrag von 427 X 45 k aus. — (Im Kollegium Marianum), Polmm-straße, wird morgen die Wcihncichtsfestvorstclluug auf vielseitiges Verlangen mit teilweise ucucm Programme wiederholt werden. Eintrittskarten sind im Kollegium Marianum, uud zwar Sitzplätze zu 1 L. 80 t», 60 !», Stehplätze zu 40 II, zu haben. — (Vega-Denkmal.) Vom Zentralkomitee in Laibach erhalten wir das crstc Verzeichnis dcr beim ge-nannten Komitee eingelaufenen Spenden. Es haben Bei-träge (in Kronen) eingeschickt: Se. k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste-hochwürdigstc Herr Hoch^ und Deutsche meister, l. u. k. FZM. Erzh. Eugen 100, Neichsratsabgcord-neter und Gutsbesitzer Graf Alfred Khcvcnhüller in Wien 10, Ncichsratsabgcordneter, Gehcimrat und Gutsbesitzer Anton Freiherr von Ludwigstorff in Wien 10, Neichsratsabgeordneter Dr. Hitnit 'in Laibach 20, Di> rektor Karl Luckmann in Laibach 50, Generalmajor Friedrich Edler von Iihm in Lemberg 20, das 13. Korps< tommando in Agram 40, das 14. Korpstommando (Kauzleidirektion) in Innsbruck 15, das 3. Infanterie Truppcndivisionskommando in Linz 20, die I.Arcieren^ Leibgarde in Wien 25, das 4. Regiment der Tiroler Kaiserjäger in Salzburg 60, das Korpsartillerie-Rc« gimeut Freih. v. Wcigl Nr. 2 in, Wien 50, das Ulanen-regiment Kaiser Franz Josef Nr. 4 in Zolkiew 10, das Eiseubahu. und Telegrapheuregimcnt in Korneuburg 100, das Moutursdepot Nr. 1 iu Brunn 29 78, das Militär-verpflegsmagazin iu Laibach 6, die Pulverfabrik in Stein bei Laibach 10, das Platztommando in Budapest 20, das Militärbctteumagazin in Przemysl 2, das Artillerie-zeugsdepot in Lemberg 4, das Divisionsartilleriercgiment Nr. 7 in Laibach 30, die Artilleriekadettcnschule (Lehr-körper) in Traistirchen 14, das Garnisonsspital und Sanitätsabteilung Nr, 8 in Laibach 15. Somit gingen vom 21. November bis 23. Dezember v. I. ein 660 3 78 d. — Dem Komitee in Moräutsch haben noch eingesendet: die Offiziersfondsverwaltung dcs t. n. k. Infanterieregiments Hoch« und Deutschmeister Nr. 4 in Mostar 50, die 15. Abteilung des t. u. k. Neichs-Kriegsministeriums in Wieu 5, das Infanterieregiment Prinz zu Windischgräh iu Rzeszow 20, das Divisionsartillerieregiment Nr. 22 in Pilsen 10, das Offizierskorps des Infanterieregiments Freih. v. Sterncck Nr. 35 in Pilsen 20, das Pionier« Bataillon Nr. 12 in Gyulafchivar 10, die Pulverfabrik in Nlumau 14, das Infanterieregiment Nr. 5 (Offiziers-korps) in Eger 50, das technische Militärkomitec, Sektion in Wien 50, das Divisionsartillerieregiment Nr. 24 in Budweis 15, das Infanterieregiment Nr. 85 in Leutschau 40, General der Kavallerie Freih. v. Bechtholsheim in Wien 10, das Offizierskorps dcs Divisionsartillerie» Regiments Nr. 23 in Prag 40, das Iufauteriercgiment Kaiser Nr. 1 in Troppau 25, das Infanterieregiment Nr. 40 in Iaroslaw 20 Kronen.. — (Eine Wandcrlchrerstelle zu besetzen.) Wie uns mitgeteilt wird, ist im Küsteulande eine land» wirtfchaftliche Wandcrlehrerstellc mit kroatischer Vortrags-spräche zu besehen. Die Pflichten dcr landwirtschaft' lichen Wanderlehrer sind in einer besonderen Dienst« Instruktion festgestellt, und bestehen hauptsächlich in der Erteiluug des fachlichen Wanderunterrichtes an die land wirtschaftliche Bevölkerung durch Abhaltung populärer mit praktischeu Demonstrationen verbundener Vorträge über die verschiedeneu Zweige der hcimischeu Landwirt schaft. Die landwirtschaftlichen Wanderlehrer werden vertragsmäßig uud vorläufig auf ein Probejahr bestellt; sie find Hilfsorgaue der k. k. Statthaltern und werden eventuell einer k. k. Bezirkshauptmannschaft zugewiesen. Die landwirtschaftlichen Wanderlehrer genießen pro Jahr ein Honorar voll 1600 Kronen, ein fixes Reiscpauschale von 1000 Kronen, ein Quarticrgeld vou 300 Kronen, und ein Pauschale zur Anschaffung von literarifchen und fachlichen Behelfen von 100 Kronen, welche Bezüge in monatlichen Antizipatraten zur Auszahlung gelangen. Nach Ablauf von je vier Jahren vollkommen zufrieden stellender Dienstleistung wird obiges Iahreshonorar, und zwar für vier Quadrienuieu um je 250 Kronen crlMt, Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig volume»" tierten Gesuche unter Nachweis des Alters, der öster° reichischen Staatsbürgerschaft, der zurückgelegten Stndieu, der Verwendung in der landwirtschaftlichen Praxis und der Sprachenkenntnisse dis längstens 15. Februar 1904 bei der k. k. Statthalterei in Trieft einzureichen. —w- — (Ans Krainburg) wird uns berichtet: Die am 6. d. M. vom slovenischen Lefevereine veranstaltete Faschiugsuutcrhaltuug mit Tanz fiel zur vollsteu Zufrie-dcnheit aus. Vor dem Tanze wurde das einaktige Lustspiel «i'li puäöavmllu. aufgeführt; die Vereinsmit« glieder lösten ihre umso schwierigere Aufgabe, als sie ihren ersten Vühnenauftritt hatten, ganz vortrefflich. taibacher Zeiwng Rr. 6.______________48 9. Jänner 1904. Herr I. Tii lichen Arbeiten: wurde die Notimpfuug und Rcvakziuation vorgenommen. Auch die Bevölkerung der infizierten Gemeinde und der weiteren Umgebung wurde, be« ziehungswcise wird rebakziniert. Die Erkrankten sind in deut vollkommen isolierten und streng bewachten Infektionsspitale untergebracht. Außerdem sind Isolier-und Bcobachtnngsbaracken für Kontumazzwecke errichtet. Der Epidemie nnd Desinfektionsdienst wird durch drei Ärzte versehen. Drei Dampfdesinfektoren stehen in Tätig° keit. Mit Rücksicht auf die strenge Durchführung aller erforderlichen Präventivmaßnahmen wird es gelingen, den Ausbruch eiuer Epidemie zu verhütcu. — (Generalversammlungen.) Der Werk' meister- nnd Industriobenmtcnvercin in Littai hielt am 3. d. M. im Vereinslokale zn Grazdorf oei Littai seine ordentliche Generalversammlung ab. Zn derselben waren die Mitglieder vollzählig erschienen: auch wohnten der Versammlung einige unterstützende Mitglieder an. Bei der Wahl des neucu Ausschusses wurden die Herren Eonard Sip zum Obmanne, Eduard Müuzl zum Schriftführer, Gottlieb Lcutcrt zum Kassier nud Adolf Studuicka zum Bibliothekar gewählt. Die freiwillige Fenerwehr in Littai hält morgen nachmittags um drei Uhr im Gasthause «Fortuna» in Littai ihre ordentliche Generalversammlung ab. —ilc. — (V ereinsauflösuug.) Der in St. Veit bei Sittich befindliche Verein kmvtijuka ln-ulno nefizianten wurden die gebräuchlichen Ehrungen in der Form von Kränzen u. dgl. tutril, und er verstand es auch den Barinkay auf den Effekt durch das kühne Attakiercn der hohen Töne hinauszuarbeiten, eiu dankbares Uuteruchmen, das immer gelingt, da fich das Publikum an das Letzte als das Nächstliegende hält. Frau Malten gestaltete die Saffi mit vielem Temperament ; bei größeren Gcsangspartien gebricht es jedoch ihrer Stimme in den hohen Lagen an Kraft und Wohl-klang, sie klingt dünn uud gepreßt uud wird durch das Forciere»: unschön. Ein famoser Zsupan war Herr Kühne, er charakterisierte den Schweinezüchter mit naiv-trockener Komik und brachte ihn auch gesauglich zur Geltuug. Daukbar anerkannte das Publikum die schöne gesangliche Leistung von Fräulein Corelli als Czipra; rauschender langandauerndcr Beifall ward Herrn Schwegel nach dem feurig vorgetragenen Werbcrlicde zuteil. Fräulein Pleschners schwere Stimme ciguet sich minder zu den zierlichen Koloraturen der Arscua. Herr Iahn und Fräulein Ott gaben das Ehepaar Carnero recht brav. Als Ersatzmann für den plötzlich erkrankten Herrn Schefczit war als Ottokar ein junger Anfänger eingesprungen, der eine rührende Unbeholfen^ heit an den Tag legte, die recht unaugenehm berührte. Der Chor hielt sich wacker. — Während der Vorstellung infpizierte Herr Bürgermeister Hribar uuter Zuziehuug der behördlichen Aufsichtsorgane das Theater in allen Räumen uud überzeugte sich vou den: ordnuugsmäßigen Funktionieren sämtlicher Sichcrheitseinrichtuugcu, zu welchem Zwecke aus der eiscruc Vorhang im Zwischenakte herabgelassen wurde. Wie uns mitgeteilt wird, soll iu der nächsten Woche bei mehreren Vorstellungen das tadellose Funktionieren des eisernen Vorhanges dnrch Herablassen desselben in den Zwischenalten erprobt werden. ^- — (Aus der deutschen Thcatcrkanzlei.) Morgen gelangt Millöckcrs Operette «Gasparone» mit den Damen Zinsenhofer, Malten uud Ott und deu Herren Kühue, Mair, Schcfzcik und Wicland in den Hauptpartien zur Aufführung. Am Montag ist die Erst-aufführuug der Hofburgtheaterueuheit: «Geschäft ist Geschäft.» — Weiterer Spielplan- Mittwoch: «Der Kellermeister», Donnerstag: «Hansel uud Gretel», Samstag: «Zapfenstreich.» in der Zomüirche. Sonntag, den 10. Jänner, Hochamt um 10 Uhr: Ni83u «?am8 außoliouä» von Friedrich Koenen, Gradualc Neu«(1iew8 vounnu« I>su^ I^i-uol von F. Zdeuko Skuhersky, Offertorium 5udiwto Deo von Kaspar Aiblinger. In der Ktadtpfarrüirche St. Jakob. Sonntag, den 10. Jänner, um 9 Uhr Hoch amt: Sonntagsmesse Nr. 3 in N-äur von Fr. Schöpf, Gradnalc NonoäicwL vomiuus von Anton Foerster, Offertorium ^udilat« Don von Kaspar Aiblingcr. Geschäftszeitung. -— (Auf den gestrigen Viehmarkt in Laib ach) wurden 661 Pferde und Ochseu sowie 343 Kühe und Kälber, zusammen 1024 Stück, aufgetrieben. Der Handel gestaltete sich sehr lebhaft, da Käufer aus Kärnte» und Mähren fowie aus Italien erschienen waren. Telegramme des k. k. Telegraphen-KorrcspondeuZ'Dureaus. Mazedonien. K 0 ustautiu 0 pel, «. Jänner. Zufolge eiuer Note der Pforte an die Botschaften der Ententemächte, bereiten, nach den: Rapport des Generalinspcktors, welcher aus glaubwürdigen Informationen basiert, die Komitees für das Frühjahr größere Unruhen als die bisherigen vor und fenden zu diesem Zwecke überallhin Emissäre aus. K 0 nstantin 0 pel, 8. Jänner. Am 26. d. wurde m Ipek neuerdings ein christlicher Gendarm erschossen. Der ^ater :st unbekannt. Die Untersuchung wurde ein-geleüet. Dieser Mord ist eiu neuer Beweis für das Überhandnehmen der albanesischen Bewegung im Sand-schak Ipek nnd für die Notwendigkeit eines energischen Vorgehens. Paris, 8. Jänner. Der «Temps» meldet ans Konstantinopel, die Pforte sei entschlossen, das ganze Kontrollprogramm der Ententemächte zu akzeptiere». Der letzte Ministcrrat habe eine detaillierte Antwort auf die letzte österreichische Note ausgearbeitet. Erdbeben. Trient, 8. Jänner. Im südlichen Teile der Adamello-Gruppe fand vorgesteii: ein Erdbeben statt, wodurch mächtige Lawinenstürze verursacht wurden, die jedoch kein Unglück verursachten. Ostasien. London, 8. Jänner. Der hiesige japanische Ge< sandte, Vikomte Hciyashi, h^ dem Reuter-Vureau mit< geteilt, er habe ein Telegramm aus Tokio empfangen, das den Inhalt der Antwort Nußlauds enthält. Er sei jedoch außerstande, eine Meinung in der einen oder anderen Richtung zu äußern, da dadurch der Charakter der Autwurt augedeutet würde, welche geheim gehalten werden müsse, bis von fewer Negiernng ein endgültiger Schrttt getan sei. Dies könne binnen sehr kurzer Zeit erwartet werdeu. Der Gesaudte fügte hinzn, die Zeit des Wartens sei, was Japan anbetreffe, vorbei; jetzt se: es an Nußlaud, zu warten. Der Gesandte stellte dann noch die verschiedene!: Gerüchte über Bewegnngen von lapauischen Truppe,: uud Schiffen in Abrede. Diese Bewcguugeu werden so geheim gehalten, daß es nn-"wgl:ch sei, von ihnen Kenntnis zu erlangen. London, 8. Jänner. Der «Standard, läßt sich aus Tokw meldeu: In sämtlichen Kreisen wird bezüglich des Inhaltes der Antwort Rußlands äußerste Zurück-haltuug beobachtet. Die öffeutliche Meiuung Japan« wwersetzt sich mit Entschiedenheit einem weiteren Versuche der Verzögerung und sagt, das Land habe bereits zu lauge gewartet; es verlange von der Reg:crung, daß diese auf der vollstäudigen uud sofortigen Annahine ihrer letzten Forderungen bestehen folle. da . Ne die allcrmindesten Anfprüche Japans bildeten, Weigere sich Rußlaud, so habe es die Folgen selbst z" trage». London, 8. Jänner. Dem «Daily Telegraph» wird aus Washington telegraphiert: Beim Kriegs-departement eingelangte Meldungen sollen die Nachricht bestätigen, daß Japan im Begriffe sei, 35.000 Man" in Korea zu landen. Man glaubt, daß eiue solch»' Truppenbewegung schon im Gange sei oder innerhalb 24 Stnnden erfolgen werde. In amtlichen Kreifeu i» Washington faßt man die Nachricht als Andcnwng oe^ unmittelbar bevorstehenden Ausbruches der Feindselig' keiten auf. Port Arthur. 8. Jänner. Mehrere russische Kriegsschiffe gingen in der vergangenen Nacht znr Ver> stärkuug der auf hoher Tee befindlichen Krenzer ab, Es heißt, daß die so vereinigte Streitmacht strenge verhalten werde, auf das japanische Geschwader von viel Panzerschiffen, welches sich Korea nähert, zu stoßen. Laibacher Zeituna 'Nr. 6. ^9 9. Jänner 1904. Söul, 8. Immer. Ein italienischer Krenzer ist auf ber Rhede von Chemulpo vor Anker gegangen. Ein futsches Kriegsschiff wird erwartet. Die Gesandt-Waften werden von Marinedetachements der verschiedenen Kationen bewacht. Es ist möglich, daß der Kaiser von «orea sich im Falle des Aufstandes in eine europäische Gesandtschaft flüchten wird. Hongkong, 6. Jänner. 250 Mann britischer Infanterie haben Plötzlich den Befehl erhalten, sich für °en Dienst bereit Zn halten. Es wnrden Transport-wrkehnmgen getroffel«. Der Bestimmungsort ist unbe-"Nnt. Man uermntet, er sei Peking oder Korea. Neuigkeiten vom Mchermakrte. Xi .Dprinner R., Mehrheits. oder Volksvertretung? bn>,^ ^Walter K., Vorbilder für die ornamentale Ve ^'wlung von einfachen Naturformen iin Zeichenunterricht. Ki ^ Her'."« F- I, Der menschliche Magnetismus, rnl' "/. ^ Wieaand I., Die Frau in der modernen Lite« "nur k 1-20, - Noea^erath N., Das Weiterleben, Lief. 1. ^> ' ^ Mayer H., Kompendium der Zoologie, l( 1 44. ^7 «rast N., Ein moderner Lederstrumpf, K 3 12. — Heyfe ^nul. Moralische Unmöalichlciten und andere Novellen. ^ - Wilbrandt Adolf, Familie Roland, X 3 «0. vnn. «? ^'"^ 6' Eidkinder, X 4 20. - Boy-Ed Ida, Die °°M Nlederrhein, li 4 80. - Jensen W., Nirwana. ^ Bde.. ^^ — Stiobl Karl Hans. Die Vaclavbnde, K 3 60. «trobl Karl Haus, Der Feuriswolf, K480. - Da-^,^^ 55" e> Glück und Unglück der berühmten Moll 2^ ^ ^ " Klarschin M,, Attalea Prinzeps und «'were Novelle,^ < 2^40 - 55urgenjesf I„ Gedichte in Prosa, N...?.^ Wlt A, de, Feindschaft, k 1'20. - Vacr Em«s^^^ ^schichten. « 1-^0. - Nuedenbach ^?^^3!'^enen l(4 60. - Vojer I.. Theodora ^i w. ^ Melschln, I„ her Welt der Verstoßenen, k 2 40! ^on der Ane Luzie, Im Fuchswinkel, K4-80. — ^ley F., Die Schwestern von Mousini, X 3. — Spättaen "vris Fr ei in von, Zwischen Unrecht und Recht. X 3 60. Kek 3°""/'3 "' l>cr Buchhandlung Jg. v Klei umayr ^ "r°. Va Mb erg ln Lllibach, Kongrehpllltz 2. Verstorbene. M^ ^'" ^' Jänner. Theresia Naglic, Sesselmachersgattin, 24 I., '"avmlargasse 5, Lungentuberkulose. Im Zioilspi tale: ^»na^ s^' ^ ° " " ^' Ernestine Frischkovc, Schlossersgattin, 34 I., 12 c^<3! ^ Dinner. Philipp Cernivc, Maschinistenssohn, ^ >5-, Tllrmtyphus, ^ Am 4. Jänner. Maria Simenc, Inwohnerin, 66 I,, ill^n.u» «on!,!'.. — Nntonia Sluböar, Arbeitersgattin, 39 I,, Tuberkulose. , Am 5. Jänner. Ursula Penne, Inwohnerin, 74 I., Landestheater in Laibach. '^- Vorstellung, Ungerader Tag. Morgen Sonntag, den 10. Jänner. Gasparone. Operette in drei Alten von F. Zell und Richard Gen^e. — Musik von MiWckcr. Anfang um halb 8 Uhr, Ende um 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ -F ^Z" 5Z Wink °l"sicht U«2 .3 ^3 ß«!^ Z ^"'b des Himmels Z^Z « »"- « 2-«, ^ u. N. 740 3 05 NNO. schwach bewölkt ° 9 » Ab. 7387 —1b N. schwach bewölkt 9.I7U.F. j 736 3 12^ SW. schwach > bewölkt j 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur —10", Normale: —27". Verantwortlicher Nedalteur: Anton Funtel. verein ssllmark. Miinnerortsgsuppe Naiback. Mresbaupt-verlammlung Dienstag am N. Iönner 1904 m 'lklublimmes erh/llt die Zühne rein, weiss and gesund» | Ter Kolleltiv'Anzeisser der Anno>icen«Expedition M. DukeS Nachf., Wien, I., Wollzcile 9. welcher sich insbesondere für Aiikilttdigun,en von An- und Verkäufen, Kompagnon«, Stellen-und Ageutur-Gesuchen, Beteiligungen :c. eignet, erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag. Prospelt gratis erhältlich (113) Bettnässen sofort Befreiung. Garantieschein. Prospekt Küster Tante und Cousine, der Fran » Anna Goritschnigg ! welche heute, den 8, Jänner, um halb 10 Uhr vor» > mittags, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, > nach knrzem Leiden, in ihrem t>3. Lebensjahre selig > im Herrn entschlafen ist. I Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wird > Sonntag, den 10, Immer, um 4 Uhr nachmittags > im Trauerhause Maria Theresicnstraße Nr. 11 ^ lKoliselim) feierlich emgcsegnct nnd sodann anf dem > ssriedhufc zu St. Christoph im eigenen Grabe znr ! letzten Ruhe bestattet. > Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarr« I tirche zu Maria Verkündigung gelesen werden. I Wir empfehlen die teure Verblichene zu einem « frommen Gedenken. > Laibach am 8. Jänner 1904. > Die trauernd Hinterbliebenen. > Burse an der Wiener Oörse vom 8. Jänner 1904. n^ dem oMene« KurM««« Die »otierlc» Uiirse u«s!chen sich >i> Krolienwähiung. Die Notierung samllichor Alticn »,,d der «Diuerscn Lose» versteht sich per Ttiick. sllgemeint Stnalllschuld. Gcld ! Ware ^"deitl, Mcnte in Nuten Mai- ! "ovember p, K. 4^"/„... ^1 0-45 100 «5 "^»b,IH,i,-Iuli pr, K^'2"/<> K'N'4U 100 U0 ""°t, Fcbr, ?l»a,pr.K,4'2"/<, 100-55 100'77> 1«'^, " Aftril,-Oll,pr,K. 4 L"/n 100-55 10U"?ü l»«^" Ltaaislose 250 fl, 3'2"/„ ^180'— 190 — I^n" " 500 fl. 4°/.. 15ü-!l55'8U Dow «>< " ''" fl. . . 257- 2L0-- ^"" Plllüdbr, il l.i0 sl. k"/„ , 899'— 300 — ^natllschuid der im ßtich«:- lN'tvellretriltnßünigreiche und Länder. ""^G°ldn'„t^stsr„,»0fi,. ! dlo^lK.....4"/„ 120-25 120-45 kt"5,^asK.....4"/« 100-50 100 70 z-)^>u,dlo, vcr Ultimo . 4"/„ 10050 10070 ^r,^wcst!tioi!K'««nle,stfr., , "^lassl. , . , . 3'/,°/<> »s'Sö S3U5 ^^°>>bahn.3ttru»O!! , 4"/u «00-20 101-20 8tnF'""sschuldverschrcil»ln. ^ «°l>cslcn>p.(iiscnl>..Alu sl. . , . , . —-—! — — Geld Ware Vom 3 ülicrnllmmcnc (s-iscnl,..Pri»ir. ! Ol>linntiu»r». ^ ElisabctlMhn «00 », 3( 4"/„......... 118-50 1I'.1-5U Franz Ius>,'f,-Ä., Em, 1884 (div, ! St,, Eill, , 4«/u..... 100 30 101-30 Galizischc Karl Llidwig-Nahn > (dw, 2t.) Silb. 4"/u . . . iou-10 101-10 V'l)rarll>cra.er Val),,, Em. 1884 ! (biv, St.) Silb, 4"/„ . . . 100-40 10l-40 Ztaatsschuld der Länder i der utlgarischen Krone, ! 4"/„ min. Gulbrcntc per Kasse . 11880 11N-— dto. dto. per Ullimu . . . .118 80 119 — 4"/<> btu, Ncnlc ili «ru»e»währ., ^ stcnersrei, per Kasse . . . ....... —-— — — bto, Schaiilregal-Äblüs." Oblia. —-—^ —-— btu, Pram.M, il 100 sl. — 200 « 206 — 210 — dto. bto. ll 50fl, —100X 206 — 210 — Thcih-Reg.-Lose 4"/^ .... 1L3 — 105 50 4"/„ niissar. Wrundeittl.-Oblig, 9» 10 Ü9I0 i"/„ lroat, und slavon, detto 98 50 - Andere üffenll. Anlehen. 5"/„Do„c»,°Nea,'A!!lrihe 1878 . 10675 108'— Aülelieii der Ltadt Görz . . —-—^ — — Anlelien der Stadt Wien . . . 105 «0 10N «0 dtu, dto, (Silber od. Gold) 1li3'U5 124'2I> blu, dto. (I»!M. . . . 98-70 99 70 dto. dtu, (!«98), . . . 100-25 10125 BiirselMü'AnIelieli, verlosb. 5"/« 99-20 100 20 4"/„ Kramer Lanbes-Anlehen . —-—! —-— Geld 'Ware Pfandbriefe etc. Noblr, alls,, ust,iu5NI,oerI.4"/,, 99^5 100-3L N.-üstcrr, Landes H>ip.-Anst,4"/crl. 4"/n 100 «0,10iel! Sparlasse, 1.ost,,WI,, vcrl.4"/„ 10150 —- Eiseilliahn-Plillritäts« Gbligationeu. sserdinands-Nurdbahil Em. 188« 101-15 102-15 Oesterr, Nurdwestliahn , . - 10N-20107L0 Staatsbali»....... !428-5» 4l!U-— Siidbah,, k3"/„l>evz.Iänn.'Iuli 30475 3UN 75 dtu. ü!>"/„...... 123-75 124 72 Nng-ssaliz, Valiii..... 110 — 111 — <"/u Uiitcrlllliner Vahncn . . "'— —'— Diverse Lose (per Stüll). Verzinsliche lose. 3"/n Vodenlreblt-Lose Em, i«80 29l>50 297 — 3"/„ ., ,, Em, 1889 284 — 288 — 4"/u Dunllu-Dampssch, 100 fl. . —-— —-— 5"/» Donau-Meaul.-Luse . . . 278—282-- Nnverzinsliche Lose. Vubap,VasiIica (Dombau) 5sl. 19-10 20-10 Kreditlose 100 fl...... 4«!4-—47,1-— (5lnN, Lose 40 fl, NM, , . .170 — 180-— Ofeiier Lose -l0 fl..... 10<> f, KM. . . . 870-—87b — Dnr, Äodeul'licwr E, Ä. l»0 li 5U4-—5IU — Ferdinands «urdl,. > «00 fl. KM. 5450- 5470-Lcmb.-Czernow, Inljn -Eisenb,- GeseUfchaft ii00 fl, S. . , . 577— 579 — LlM,d, Oest,, Trieft. 500 fl. KM. 74?-- 753'— Oesterr, Nurdwestbahn 2N0 fl. S, 423 — 425-— dto, dto. (lit, ly 2<>ü fl. S. 418'—419 — Praa.'DnxerEi!enl>, inu fl.abust, 200 — 200 50 Ttaatseiseübahn 200 fl, S, . . 671— 672'- Siidbalin 200 !l, S..... 84'— «b'- Südnordd, Verb -Ä, 200 fl, KM, 408 — 410 — TramwMMes,, NeneWr,, Priu- liläts Alüc» IN» fl, . . . 17-— 19 — U„g, naüz Eisnib. 200fl, Silber 401-50 402 — N»n,Westb (Rllab»Graz>2!10fl,S. 404-— — — Wiener «olalbahnen.Ult.Ges. , 6k>— —- Kanken. «Nssso-Oest, Va»l 120 fl, , . 278'—27850 Aanll'erein, Wiener, 200 fl, , 5U<;-50 50750 Vodlr, Anst,,Qest, 200 fl.S. . 938 — 942'— Krdt,-Anst, f, Hand,u. G.iLofl. —— -- bto. dto. Per Ultimu . . 673-75 67475 Kreditbank, Alla, !inss,,u00fl, . 759—^760-— Depositenbank, «Ilss., 200 fl. , 435'—437 — Esluinpte-Grf., Ndrüst., 400 K 528'^ 530 — Giro-u.Kasieiw., Wiener200fl, «45-—450- Htipulheib., Oest,,20»fl.!!0"/uE. 200-—! —'^ Gelb Ware Länbrrbanl, Oest., 200 fl. , . 440 50 44!'50 Oesterr,-lina,ar, Vanl, «00 fl, . 1581' ,1581- Unionbanl 200 sl..... 534 — 5»« — «erlehrsbaul, Nllg, »40 fl. . :>6S — 371 — Indusirie»Zlnter° nehmungen. Vansses,, Allg. üst., 100 fl. . . 14S-— 148>— Eg>,dier Eisen- nnb Stahl-Ind. i» Wie» 100 fl.....— - —'— E!senbahnw,-Leihn,Erste. 100fl. 2N7-— 209 — ,,EIbcmi!!,l". Papiers, u. B,G, 125 — 130-— Liesingcr Vranerei 100 fl, , . 330 — 332 — Montan «csellsch,, Oest.-alpine, 420-—421-— Prancr Eisen I»d,Oes, 20« fl, 1893 18S7' Salno Tarj, Steinlohlen 100 fl. 587 — 547'— ,,Lcklüzilinnh!", Papicrf, 200 fl. 255'—260 — ..Stc»rer»!,". Papiers, u. N,-G. 400 50 402'— Trifailer Kohlenw, Gesell, 70 fl, 375 — 380 — Waffenf. O,,Ocst.iuWicn,100fl. 443 — <46 — Wassgoii'Leihanst., Allg. in Pest, 400 «........ 730 — 750 — Wiener Vanssesellschaft 100 fl, . I55>—Ib9 — Wicncrberger Zienel-.....19'05 19'W Dentschl' Neichöbnnlnoten . . 117'20 11?'3? ItaKcmlche Äanlouten . . . 95'20 95'40 «nbcl-Note»...... 2'52,,^ 253^ Ein.- und 'Vcrlca'u.f V«m He,,!,.,,, IMuiMlIti leKn, I'i-lorlliUeu, AUlicn, l^uki-n «'!«', I><'ilu(>n und Vnlmen. ¦^j^) ______ Los-Versicherung. I mMm C Mayer I Bank- -o.3a.ca. T77~ecli.sler-O-escii.aLft Privat-Depots (Sale-Deposits) uxLtex olE-onem Verochluoo del Partei. Verzinsung von Bar-Einlagen Im Konto-Korrent- und auf Giro-Konto. i^-a-~~*~"~*Ma~a~Baai^Hi^H^iiMHHMMi