EINZELPREIS: wochentafs 10 Rpt __SamtUf •Sonntäf 16 Rpl SRariittrgtr geitimg Amtlichst Organ d • Steirlschen Heimatbundes "ü » Badgaere Nf, 6, Faitirut! 23-07, Erscheint wöchentlich tcchsmal als Morgenzeitung (mit Auinahme der Sonn- u. JE* *Ti^ II ^ I ' * vi*,* Schnttleitung nur tut H'ernrul Keiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einseht Zaitell- o^i * »«~T ^uachriften werden nicht rückeesandt. — gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der Ge- Dil Anfragto Kuckporto beilegen. Postscheckkonto Wien Nr, 54.608. schäftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. 203___ Oltar&urg a. 6. Drau, Slm^tog, la. Ttobemfttr i94i 8i. 3aDrgano Hafenstadt Kertsdi genommen Ottteil der Haiblnsel Krim ganz in deiitsclier Hand Uler lOOM RrhiMitlaHne sfOn auf der Krim eingebrachten Oefemienea hat slob bnwiscben auf 101.600 Mamt erhöht. Neben hohen blutigen Verlusten Im Erdkeeipl hat der Feind beim Versuch, seine Truppen über die Meerenge von Kertscb zu retten, durch Luftangriff schwere Einbußen erlitten. Ertotgrelobe AngrMle starker Kampf-und Jagdfliegerverbinde richteten sich gegen sowletlsche Trufipenansammlun-gen und TraoaportkokMiiieii aowie gegen Fluviitae ufld EltenbahiiM Im Rannt um Moskau und um Wologda. Moskau und Lenhigrad wurden hi der vergMit«-nen Naofit botnbirdlert. Im Seegcbiet um England versenkten Kampffliigxe«ae bei Tage ein kleineres Hand^sschlll. Ele fraciiter mittlerer QrdBe wurde durch Bomlyentrelfer be-tohldigt^ Bei den Im gestrigen Wehrmachtbe-richt gemeldeten Angriff deutscher KampHIngceuge aul einen britischen FhigstUtzpunkt In der Oase Qiai'ahub M urde eine groSe Zahl leindllGber Flugzeuge» darunter auch mehrmotorige Bomber, am Boden zerstört. Bei Luttkimpfen hi Nordatrika wurden ohne eigene Veriutte zwei britische Bomben- und zwei Jagdflugzeuge abgeschossen. 36 Sowjelpanier vernicMel Bolschewistische Qegenangrllfe unter hob^n bhitlgeii Verlusten gescheitert Berlin, 17. November. Ihi mittleren Frontah<5chiiitt erlitten dit BolschOwLsteu am 16 Novcnvbcr bei üc-tenaufriffen schwere blutige V'erlusle. Wie am Vortage versuchten die Sowjets, in die Front einer deutschen Division cinzudrinjten. Die Gegenangriffe waren von Panzern unterstützt. Das starite Abwehrfeuer erfaßte die vorgehenden Bal-schewlsten, tmd der Gegenangriff wurde zurückgeschlagen. Unterstützt durch die erste Abteilung eines deutschen Flakrc-giments. setzten die Truppen dieser Division wiederum 21 sowjetische Panzer außer Gefecht. in diese Kampfliandlüng griffen deutsche Sturzkampfflugzeuge wirkungsvoll ein und zerschlugen sowjetische Ansammlungen. bevor sie vom Gegner her-angefüliTt werden konnten. Durch den deutschen Bombeniiagel wurden 15 weitere sowjetische Panzer vernichtet. Der sowietlsche Gegenangriff scheiterte unter hohen blutigen Verlusten für die Bol-schcwistcn S35.000 brl in len Kamiileii mn die Rrin venenM In ununterbrochenen Einsätzen letzt gegen Sewastopol Berlin, 17. November. Die Verteidigung der Krim und Insbesondere die Einschiffungsversuche in den Krimhäfen haben die Boischewisten eine stattliche Anzahl wertvollsten Schiffs-raimi gekostet. Allehi die deutsche Luftwaffe hat wflhrend der Kampfe irni die Halbinsel 60 Trausport- und Vcrsor- gungsschiffc mit 236.000 brt und neun weitere Handelsschiffe, deren Tonnage nicht Im einzehien gemeldet wurde, versenkt. Mitidestens ebenso viele Schiffe wurden beschädigt und fallen für eine weitere Benutzung auf längere Zeit ebenfalls aus. In ununterbrochenen Einsätzen hämmert jetzt die deutsche Luftwaffe mif ihren Bomben auf Sewastopol. Aber auch In den anderen Kampfabschnitten richteten sich die Angriffe der deutschen Kampfflieger u. a. wieder gegen Eisenbahnlinien der Sowjets, wobei sechs Lokomotiven und über 30 Wagen zerstört, fünf weitere Lokomotiven und 14 Trans-portzüge dnrcli schwere Besclüldigungen zum Stehen gebröcht wurden. Politischer Katzenjammer in der USA-Öffentlichkeit Die Abstimmung Uber das Neutraii-tätsgesetz im Abgeordnetenhaus in Washington wird von der Weltöffentlichkeit zwar als ein taktischer Erfolg Rooseveits angesehen, der auch diesmal wieder sein Land gegen dessen Willen auf den gefährlichen Bahnen der Abenteurerpolitik einen Schritt' weitergezcrrt hat. Als einen Sieg des Präsidenten wagen jcdoch selbst die judenhörigsten Zeitungen der USA und GroRbritannicns die mit Mühe und Not erzwungene 18-Stininicnniehr-heit nicht zu bezeichnen. Dafür hat sich die Kulisse vor und während der Ab. Stimmung zu stark in den Vordergrund gedrängt. Selbst für USA-Verhältnisse war es kaum noch erträglich, wie von Rooseveit und seiner Clique um jeden einzelnen widerstrebenden Abgeordneten bis zum letzten Augenblick gerungen und geworben wurde. Es wurden selbst die verwerflichsten Mittel ins Spiel gc. setzt, um den mehrere Stunden sehr ernst drohenden Rückschlag der bisherigen Kriegspolitik des Weißen Hauses zu verhindern. Das Ergebnis ist natürlich trotz der schließlich erzielten Aufhebung de^ Neutralit.'ilsgesctzcs ein weit un» sich greifender politischer Katzenjaninier. Die ursprünglich geplante triumphierende iiiiitiiiiiiiiiiiinimiiiiiiiHtiHiiiiiiiHiHMiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiitiiiiiiiiiiiitiiiiitiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii HeldeRtaten unserer Soldaten UntaroHlzlar arladigl fatndllcham Rlatanpanier Berlin, 17. November. Bei der Abwehr eines sowjetischen Panzerangrifics, in dessen Verlauf am 14. November In der Mitte der Ostiront 44 sowjetische Panzer vernichtet wurden. brachte ein deutscher Unteroffizier einen 52«Tonnen«Pafizerkanipf wagen durch eine besonders geschickte und umsichtige Wallentat zur Strecke. Dem mlttelschweren sowletischen Panzerverband vorauseilend, hatte sich der rollende Kotofi bis aul eine kurze Entfernung den vorgeschobenen Sicherungen der deutschen Stellung genähert. MH angehaltenem Atem bookten die deutschen Inlanteristen in Ihren Gräben, während sich die Gleisketten des Panzer-riesen welter durch den Morast wühlten. Bis auf iünf Meter war der KoloU herangekommen. als der über den Qrabenrand Spähende Gruppenlührer plötzHch unterhalb des Turms des Immer näherrilcken-den Panzerkamptwagens ein laustgroßes Loch erspähte, das otlenbar von einem Oranattreffer deutscher Penzerabwehr-geschUtze lierrührte. Blitzschnell griff der (jnteroflizier zu einigen bereltllegen-den Handgranaten und schleuderte sie Im wohkezlelteii sicheren Wurf genau durch die kleine SchuBöffiiung in den Panzerkampfwagen. Nach wenigen Sekunden hörten die Infanteristen in Ihren Gräben mehrere dumpfe Detonationen. Dünner schwarzer Rauch quoll aus den Öffnungen des Pan-zerkampfwagens. aus 4^ssen Turmfuke ein Bnlscbewlst mit stark blutender Kopfwunde und zerschmetterter Schtrl-ler herauSsteif^t. Er war der einzige Über-lebeiide der Besatzung des sowletischen Paiuerkami^i wagen», der durch die schneidige Tat des deutschen Unteroffl-zl^s zur Strecke gebracht worden war. Rptlung in der Wfiiie Hinter den feindlichen Linien mttgelan- dete Kameraden an Bord genommen Rom, 17. Noven>bcr. Im Zusammenhange mit dem Angriff deutsclier Bombenflugzeuge auf die Oase Qlarahub an der libyschen Front berichtet ein Frontherichterstatter des Nachrichtenbüros Stefan! über einen Zwischenfall, der von der Kaltblütigkeit der deutschen Flieger zeugt. Die deutschen Bomber hatten Uber den englischen Zeltlai»nrn. den Kampfwagen-parks und dem FNighafen !?ombcn aller /(atiber abgeworfen und dabei feindliche Fluezeiige am Boden zerstört, als sie auf dem Rüekflug angegriffen wurden. Die die deutsche Romherforntation heglei* temlen .löeer «c^'ossen c'ie Hurrlcane ab, sodaB die übrigen das Weite suchten. Ein von der englischen Abwehr getroffenes deutsches Flugzeug mußte Innerhalb der englisctien Linie niedergehen. Mitten im feindHcficn Feuer ging fedoch ^Ine andere dontselie 'Vlasehlne an der Seife des notgeinncleten deutschen Phig-zeiigcs nieder und nahm die Besatzung des notfreiandeten deittsehen Fhigzeii-tes, die ihren Apparat Iii Brand gesteckt hntfe. an Bord. Ohne seihst getrollen zu sein, konnte die rettende deutscite Maschine wieder MnlstelKen u»^d an ihren StpMzpunkt zurückkehren, nie doittschen .läger seht»*-sen iMif ihrem RüekMug über der Östlichen Cyrenaika noch drei Martlnboni-bcr ab. Vcrlierrlichung dcs Roosevelterfoiges wird eigentlich in altgewohnter Sturheit nur von der englischen Presse vorgenommen. In den USA bemühen sich dagegen die Zeitungen, meiir oder weniger den äußerst schlechten l:indruck der ganzen wüsten Farce zu vertuschen. Sie fürchten die Kritik der Welt und nicht nur die der Achsenmächte. Daß sich das Renommee Roosevclts oder aucli nur des Abgeordnetenhauses durcii die Vorgänge des Donnerstag gebessert hat, wagt niemand zu behaupten. Für Rooseveit seiir unangenehm in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, daß so überraschend viele Abgeordnete gegen die Aufhebung des Neutralitätsge-setzcs gestimmt haben. Mit einem der. artigen Anwachsen der inneren Opposition hatte man seliist im Weißen Hause nicht gerechnet. Nun ist es aber klar, daß alle diese M^inner, die bereits in der Sitzung des Abgeordnetenhauses mit dem neuen Rooseveltschen Kriegsspiel nicht einverstanden waren, auch nachträglich nicht daran denken, die gefallene Entscheidung sciiweigsam hinzunehmen. Sie wehren sich spürbar ilirer Haut und plaudern aus der Schule. Und was dabei her-auskonnnt, ist so tmgeheueriich, daß noch naclitrdglich Rooseveit die Ohren (irnhiien und daß er Mühe hat, den Kopfschmerz yu vergessen, den ihm die Aufregung der letzten Tage verursachten. Er hat zwar persönlich die Genugtuung, einen Hemmschuh hei der weiteren Verfolgung seiner »SchieRpoIitikrefccht deutscher Vor-lK)stcn.stTcitkräftc mit britischen Schncll-l)ooten im Kanal — wie bereits am 16. November gemeldet — wurde inzwischen durch weitere Meldung der unver-.schrt eingelaufenen deutschen Vorposteii-hnote bekamit, dali auch das zweite bri-fische ScliTielUMXjt Kesunken ist. Nachdem das erste Schnellboot durch Volltreffer versenkt worden war, vereinigten die Vorpostenboote das Feuer auf das andere Boot und schössen es in Brand. Das Sinken dieses Bootes, das als wahrsclieinlich gemeldet worden war, ist später von Vorpostenstreitkräfteii beobachtet worden. USA ein Geschäft. Wer ihn nicht mit. macht, stört dieses Geschäft. Wenn Produktionsdrosselung erfolgen oder Arbei. ter entlassen werden müssen, so kommt die »Schuld« an diesen Vorgängen auf sein Haupt,.. Wenn trotzdem von den 435 Abgeordneten des Hauses noch nicht einmal die Hälfte, sondern nur 214 für den Roose-veltkurs zu gewinnen waren, so besagt dies diesem beispiellosen Terror gegen, über doch außerordentlich viel. Selbst die Bestechung hat nur einen Teil der Männer ködern können. Der Rest verfolgt mit wachsender Besorgnis die weiteren Extratouren des größenwahnsinni- und eine Sinterfabrik verfügt und . ntit 20.000 Arbeitern belegt Ist. Die Kapazität der Verhüttungswerke beträgt 450.000 Tonnen Eisen, 500.000 Thomasmehl und 260.000 Walzgut. Die anfallende Tho- < masschlacke wird in der Landwirtschaft der Krim verwendet. Außerdem werden in der Umgebung noch Salz und Mangan gewonnen. Auf dieser Grundlage hat sich in Kertsch eine vielseitige Industrie entwickelt. Aus ihr seien hier genannt das große koks-chemische Werk »Kyrow«. eine Waffenfabrik und ein Flugzeugwerk. Für Reparaturen der Kriegs- und Handelsflotte ist eine kleinere Werft vorhanden. Die Stadt verfügt außerdem über zwei Elektrizitätswerke zu je 20.000 KW. Der Hafen von Kertsch besitzt Kais von 3000 Meter Länge und umfaßt eine Fläche von 65 ha, die durch breite Molen geschützt wird. Er dient neben der Verladung von Erz, Salz, Mangan und öl dem Abtransport der landwirtschaftlichen Produkte, die aus dem Hinterland lieran-stromen. Südlich der Stadt ist ein eigener Petroleumhafen entstanden. Die Bolschewiken haben ferner alles getan, um Kertsch eine militärische Bedeutung zu geben. Die Stadt war ein dicht belegter Standort. Dazu kommen Küstenwerke, militärische Magazine, Minenlager, Munitionsdepots, Funkstationen, Flugplatz und andere Anlagen. gen und völlig verantwortungslosen Präsidenten. Er sucht ^wcnl^stens nach außen hin »seine' Händi^j in Unschuld zu waschen«. Aber natürlich genügt selbst eine solche »Pilatushaltung« den inter. nationalen Juden im Weißen Haus völlig. Sie hetzen weiter zum Mord und sie haben Erfahrung darin, daß man auch mit Bestechung und Terror weiter, kommt, wenn man will. Praktisch hat sich also die Entwicklung verschärft. Die Vereinigten Staaten müssen nun selb.st sehen, wie sie mit der Kriegspolitik ihres Präsidenten fertig werden. An der deutschen Auffassung allen diesen Fragen gegenüber besteht aber kein Zweifel. Von Kertsch aus läßt sich der nur wenige Kilometer breite Eingang in das Asowsche Meer und damit die Mündung von Don und Donez sowie der Zugang ' zum Donezbecken abriegeln. Die Bolschewisten verlieren mit Kertsch eine sowohl wirtschaftlich als auch strategisch wichtige Basis, mit der am Schwarzen Meer kaum ein anderer Ort konkurieren kann. • An der Stelle der heutigen Stadt Kertsch befand sich bereits 600 Jahre vor der christlichen Zeitrechnung die hellenische Kolonie Pantikapea. Im Mittelalter errichteten Genueser Kaufleute hier eine Niederlassung, die nach der Eroberung der Krim durch die Türken in eine wichtige Festung umgewandelt wurde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden um Kertsch neue Befestigungsanlagen errichtet, die aber bereits um das Jahr 1878 als veraltert angesehen wurden. Am 2. Mai 1918 wurde Kertsch von deutschen Truppen besetzt, die von hier aus nach der gegenüberliegenden Halbinsel Taman und somit nach dem nordwestlichen Kaukasus übersetzten. Vom Ende des Jahres 1918 bis November 1920 befand sich Kertsch in den Händen der antibolschewistischen Truppen der Generäle Denikin und Wrangel. Land wie die USA mit so KCgensätzli-chen Anschauungen über Moral," Krieg oder Frieden. Roosevclt werdp noch eiti-mal bedauern, der Feind der Menschlichkeit geworden zu sein. »Kokumin Schimbun« schließt seine BetrachtunKen mit den Worten: »Die Frage: Krieg oder .Frieden im Pazifik? hängt nunmehr von Ihnen ab. Herr Präsident. und Sie tragen die volle Verant-worttme:.« Binsilmniio iMgenomnen Tokio, 17. November. Das japanische Unterhaus billigte einstimmig die Regierungsvorlage über den Zusatzhaushalt für aulSerordentUche Militärausgaben in Höhe von 3.8 Milliarden Yen. Sovjelisclier Bataiilonsslab mlgerieben Berlin, 17. November. Deutsche Kräfte stießen am 16. November im Südabschnitt der Front zur gewaltsamen Erkundung bis hinter die Stellungen der Sowjets vor. Im Verlauf dieses Vorstoßes wurde ein sowjetischer Bataillonsstab überraschend angegriffen und nach kurzem Kampf aufgerieben. Ban-Balaillone bevllireii sich Berlin, 17. November. An allen Fronten haben die Bau-Batail« lone besonderen Anteil am Erfolg der Kampfhandlungen. Beim Vorstoß einer deutschen Panzerdivision " gegen Tisch-win war ehi Bau-Bataillon zugeteilt, das unter schwierigsten Wetter- und Wegeverhältnissen, im vordersten Kampfgebiet eingesetzt, in unermüdlicher Arbeit die für den Kampf und die Versorgung der Division gleich lebenswichtige Vormarschstraße in Stand setzte. Während des Arbeitseinsatzes wurden die Gruppen des Bau-Bataillons mehrfach von versprengten sowjetischen Kräften bedroht. In diesen Kämpfen brachten die Bau-Soldaten eine Gefangenenzahl ein, die die Kopfstärke des Bataillons überstieg. lit Nordfiorwegeii-Rcise Tefbovens. Auf einer Inspektionsreise nach Nordnorwegen besuchte Reichskommissar Terboven iL a, die Städte Narvik, Hammerfest und Kirkenes. Bei einem Besuch der Murmansk-Front traf er mit General DietI zusammen. Zweigstelle Stuttgart der Dcdttch-itngarl-schen ueseUschaft Am Sonntag wurde In Stuttgart die Zweigstelle Stuttgart der Deutsch-ungarischen Gesellschaft gegründet. Der Gründungsfeier wohnte auch der ungarische Gesandte Feldmarschalleutnant Sztojay bei, der in seiner Ansprache auf die über tausend Jahre alten Beziehungen zwischen dem ungarischen und dem deutschen Volke hinwies. Kroatiens Staatsarbdtsffihrer in Bcffin. Einer persönlichen Einladung des Reichsar-heitsführers folgend, traf der kroatische Staatsarbeitsführer Halla in Berlin ein, um Einrichtungen des Reicbsarbeitsdienstes kennenzulernen. »Die italienische Flotte darf nicht mter« schätzt werden«. Der Befehlshaber der britischen Marinestreitkräfte im Mittleren Osten, Admiral Cunningham, erklärte in einem In« terview, es würde einen tödlichen Irrtum bedeuten, wollte man die potentielle Stärke der italienischen Flotte unterschätzen. Die italienische Schlachtflotte sei heute ungefähr so stark wie bei Kriegsausbruch, vielleicht sogar um vier bis fünf Einheiten größer. .. Rumänien für das Aufbauwerk Antonescus. Wie aus Bukarest berichtet wird, erbrachte die Volksbefragung über das Aufbaupro-grantm Marschall Antonescus ein vorläufiges Ergebnis von 3,391.160 Ja-Stimmcn, denen nur 65 Nein-Stimmen gegenüberstehen. Die Abstimmung ist ein Beweis dafür, wie sehr die Staatsführung Antonescus den Willen der ganzen rumänischen Nation zum Atisdtliclf bringt. Ein Riesenleck. Nach einer Meldung der Stefan! wies das von einem deutschen Torpedo im Mittelmeer, getroffene englische Schlachtschiff »Malaya« bei seinem Eintreffen in Gibraltar ein Riesenleck auf. Schreckensregiment fai lUoskau. Das Mos* kauer Militärgericht hat fünf Fabriksangestellte wegen angeblicher Verbreitung ge-genrevoliitionärer Flugblätter zum Tode verurteilt. Britisch verstandene Demokratie. In der indischen Provinz Bengalen wurden 1211 Personen nach dem Staatsschutzgesetz zu Gefängnisstrafen verurteilt. Über 1200 Personen erhielten auf polizeiliche Anordnung Hausarrest. Miß Thompson läßt sich schekkn. Die bekannte amerikanische Kriegshetzerin Miß Do-rothy Thompson, die erst kürzlich iil London wie eine offizielle Emissärin aus den USA empfangen wurde, hat die gerichtliche Scheidung von ihrem Mann, dem Schriftsteller und Nobelpreisträger Sinclair-l.cwis. beantragt. Lewis hat es schon im Jahre 1036 an der Seite dieser Kriegpfurie nicht mehr ans,(gehalten und sein Heil in der IHucht gesucht. Wachsende Spamiiing in Paziiik MInistsrprfltidcnt Toje und AuM*ninliiltt«r Togo vor d«m japanlschm Rsichstag Tokio, 17. November. AnläLilich der Fröffnung der Rciclis-tagssitzimg hielt der japanische Aulieii-minister Togo eine Rede, in der er eingangs die Bedeutung des Dreimächtepaktes als Instrument zur Schaffung einer gerechten Ordnung unterstrich. Der Dreierpakt habe wesentlich zum Aufbau einer neuen Ordnung in Ostasien und Europa beigetragen. Nachdem der Außenminister auf die Fortschritte hingewiesen hatte, welche Japan als Großmacht iti den letzten sieben Jahren erreicht habe, hob er die Entschlossenheit Japans hervor, die Zusammenarbeit mit der chinesischen Nationalregicrung weiter auszubauen und die militärischen Operationen zur Bezwingung des Tschungking-Regimes weiter durchzuführen. Sodann ging Togo auf die Drohungen der Vereinigten Staaten von Amerika und England ein, die begonnen hätten, zusammen mit Australien, Niederlän-disch-lndien und Tschungking Japan einzukreisen. Der Druck, den die angelsächsischen Mächte ausübten, so sagte er, berühre die Existenz des Japanischen Imperiums. Die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten hätten sich immer weiter verschlechtert. Wenn ein Fall eintreten sollte, der die Existenz des Japanischen Imperiums bedrohe oder das Prestige Japans als Q'roßmacht blolistellen würde, müßte Japan detn entschlossen entgegentreten. Die ganze Nation müsse sich vereinen, um der schwierigen Lage Herr zu werden. In gleicher Weise sei Japan entschlossen, auch im Norden die Entwicklung einer Lage zu verhindern, welche die Rcchte tind Interessen Japans hedruhen würde. Ministerpräsident General Tojo sprach im einzelnen über die Operationen in China und erinnerte an die Ereignisse, welche zum Abkommen mit Frankreich über die Verteidigung Französisch-Indo-chinas führten. Der Ministerpräsident stellte fest, daß die Wirtschaftsblockade gegen Japan einen feindlichen Akt darstelle. Es seien genügend Rohstoffe si- chergestellt, um den Druck Englands und der USA auszugleichen. Alle Vorbereitungen seien getroffen, um das Tschung-» king-Regime zu beseitigen und gegen neue Entwicklungen gerüstet zu sein zum Schutze der von Japan erstrebten ostasiatischen Zone des allgemeinen Wohlstandes. Auf den Befreiungskampf der europäischen Völker im Osten Bezug nehmend, tinterstrich Tojo die Not-weiidigkeit, die ' nationale Verteidigung zur vollen Vollendung zu bringen. lapanisclie Warnung an Haosevell Der USA-Präsident trägt die Verantwortung für Krieg oder Frieden Tokio, 17. November. Die nationalistische japanische Zeitung »Kokumin Schimbun« veröffentlicht Sonntag abend in großer Aufmachung einen offenen Brief an Roosevelt, in dem das Blatt den "USA-Präsidenten ersucht, die Folgen eines Mißlingens neuer Verhandlungen zwischen Japan und den USA zu bedenken und die Stärke Japans nicht zu unterschätzen. Der Pazifik befinde sich in einer nie dagewesenen Gefahr eines Kriegfes. Die Zeitung schildert dann einzelne Phasen der »Bluff- und Drohpolitik« Roosevelts und seiner Mitläufer, die den Pazifik an den Rand des Krieges gebracht habe, trotz des aufrichtigen Wunsches Japans nach Frieden, der seinen Ausdruck in Konoyes Botschaft und Kurusus Mission gefunden habe, pas Blatt weist ferner auf die fortgesetzte Einmischung der USA in Euroipa und Asien trotz der sogenannten Monroe-Doktrin hin und auf die Tatsache, daß die USA unter ihren heutigen Machthabern. die nach der Pfeife jüdischer Plutokraten tanzten, nach der Weltherrschaft strebten. »Weder Japan noch der Nationalsozialismus oder der Faschismus, so versichern wir felerMch. sind dafür verantwortlich. wenn die Welt in einen Krieg gehetzt wird.« Roosevelt solle nicht Ja-Ptjns wirkliche Kräfte verkennen, die trotz Krieg und Wirtschaftsdruck ungebrochen seien. Dagegen gebe es kein Die Eisenstadt auf der Krim Eines der reichsten Erzgebiete In deutschem Besitz — Wichtige wirtschaftliche und strategische Basis der Sowjets Nummer ?93 »Murbiir.ier Zp'tMiit:« November 1011 Sel^e 3 Die ersten Gottscheer in der neuen Heimat C i 11 i, 17. November Ücr Führer hat den Gottscheer Dcut-»clicn nach 600 Jahren eigener (jc-schichte die Heimkehr in das Mutterland uitder ermöglicht und ihnen in Unter. Bteierniark, im südlichsten Süden des Rciches, eine ehrenvolle Aufgabe zugo. \\icsen: Bauern an der deutschen Gienzc v.u sein. Valvasor, Krains großer üeschichts-schreibcr, nannte die Gottscheer vor mehr als einem Vierteljahrtausend in Anerkennung ihrer geschichtlichen Vtnlien-ste »des Landes Warnung und gleiciisani Schildwach«. Heute werden sie aut einci» Posten gestellt, auf dem sie diesen alten hhrentitcl zu neuer Geltung bringen sollen. Ihre Vergangenheit, die Zähigkeit una Härte, die sie sich ilti langen Kampf um Heimat und Deutschtum erworben haben, gibt ihnen alle Voraussetzungen, des Führers Auftrag zu erfüllen. Mit freudigem Herzen und frischem Mut ziehen sie in die neue Heimat ein. In diesen Tagen sind bereits di(» ersten dreißig Familien aus dem Gott-scheerdorf Hohenegg im Unterland eingetroffen. Auf dem Bahnhof in Gtirkfeld Avurden sie von den Beauftragten für die Ansiedlung und von der NSV empfangen. Erwartungsvolle, frohe Gesichter grüßten uns. Es sind Bauernfamilien, Menschen, denen man die Schwere der Arbeit auf dem karstigen Boden ihrer bisherigen Heimat ansieht. Ein altes Mütterlein kleidet seinen Gruß in die Worte: '»Jetzt hat unser Kreuzweg aufgehört. Der Führer hat uns nicht vergessen. Unsere Kinder und Kindeskinder werden nicht wie wir der unsicheren Zukunft entgegensehen. Sic haben ein Leben vor sich, das wir uns früher nie hätten träumen lassen dürfen, ein Leben in Deutschland und auf alle ^iten.......> - zur tili' Ju- wenigen Felder ernährten die Bevölke-deutsche Ansicdlungen schließen lassen,''ung nicht. Diese Zeit benutzten d wie Lenzl, Rath, Hölbl, Burggral. Karalli.! "''t ^1^'" Betschwestern ches alte Soldatenlied, wie »0 Straßburg, i Gmeiner, Oswald, Baron haben sich bis Satumluiiü; von Unterschriften für o Straßburg«. Das heimische Regiment nuf den heutigen Tagerhallen. »beriihmte .Waideklaration . lag ja einige Zeit in der elsässischen Nach den Stürmeuder Jahre 18()0—i Als die ,\\änner heimkamen, war 1870 gaben die laibachhörigen Slowenen ! goslawien bereits geschaffen. Nun jet/Ji? den Kampf auf. Ruhe zog im Ort ein, die ' von Seilen der f-?evölkerung eine stiile auch die Jünger Stnmscheks nicht mehr Opposition ein. Als die erste Wahl in dii' stören konnten. Aber nach licr lahrhtui-, Belgrader Skupschtina kam, zählte mar. dertwende setzte der Kampf von neuem | in Reifnigg von rund 2iX) abgegebenen ein. zugewanderte Intelligenzler und , Stimmen l'iO für den deutschen Abgeord-Geistliche waren seine Bannerträger. I:in neten Fran/. Schauer. Stirn- Ort nach dem aiulcren ging in der Unter- ^ men waren Uir seine W ahl Steiermark in panslawistische Hände über. späteren W an- Hauptstadt in Garnison, als es noch aii den Kämpfen des Deutschen Reiches beteiligt war. — Die Flößer erzählten von der weiten Welt und die Glasbläser hatten ihre Verwandten vom Main bis an den Bosporus. So besaß die Bevölkerung ihre Verbindung mit der übrigen Welt und ließ sich vom haßerfüllten Klerus nichts weismachen. Wef heute die alten Jahrgänge der Heimatblätter aus den 60-er Jahren durchblättert, stößt inmier wieder aut den Namen Reifnigg. Einmal suchte die gesamte Bevölkerung um die Aufhebung des Konkordats an, dann wurde wieder ein Hetzpfarrer bei seiner Predigt gestört. Ein anderes Mal wurde der Pfarrhof verbarrikadiert. Es war eine einzige Fehde zwischen dem Pfarrer und der Bevölkerung. Dann verweigerte der Pfarrer wieder einem armen Teufel das christliche Begräbnis. Die Bauern trugen den Sarg selber, und die ganze Bevölkerung gab dem Toten die Ehre. Die Glocken läuteteij wie noch nie, die Bauern zogen am Strick. Und als der Pfarrer wutschnaubend in den Glockenturm stürmte, warf ihn ein Bauer hinaus und schrie ihm nach: »Wir Bauern kaufen die Glocken und nicht du, Pfaffe!« Zu dieser Zeit wirkte im Dorf der Organist, Küster und Schulmeister N o - tiHiiiiitiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitniiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiMiiMiiiiimtniiiiiiiiiii^ Unprlsche RebeDen in Untersleler Das Tagebuch eines deutschen Ordenskaplans aus dem Jahre 1704 Um jede Position wurde gerungen. Viel-.'""t* geheim oder ollen, fach war es ein Kleinkrieg, über doppel-| N ertreler einer der beiden sprachige Poststempel wurden im Grazer nationalsWnsemsilicn lartcieii gewcvli i, Landtag lange Debatten geführt. Auch | sondern man wählte Raditscb, Matsche J Reifnigg erhielt einen solchen, doch er-i roten K nulidiUen, immei tedoi ti schien dann nur mehr der halbe Stempel iam schärfsten gegen Ju.j:osi i-mit der deutschen .Aufschrift auf den ' aultrat. I'.s hall keine Propagant a Marken. Nach einer hochpolitischen Intervention und dem Druck von oben erschien zwar der ganze Stempel, jedoch unleserlich, da die Stampiglie im letzten Augenblick ;»aus X'erseheii« eine kleine Drehung machte. Es kam das Jahr 1008 mit all seinen Stürmen und Kämpfen. Auch Reifnigg und auch kein Druck, liie Hev(>lkC'run,L: hatte für Jugf)slawicn nichts übrig und hielt ^i*.'h mulig. wenn auch andere (Vto klein beigaben. Schon zur Zeit der iu^o-slawischen Herrschaft hatte Reil'iiiu'4 durch hhre den deutschen Bürgermeister Franz Witzmann. A\aii konnte in Laibach sehr wohl die Stiminunir dieses Hcr'idor- sollte von den laibachhörigen Slowenen I endgültig erobert werden. Von Wuchern j ^ kamen iinlor FlihrunK l'aherniks ylie ' Scrbciu, wie sie von ikT hniiDSchen Hc- , völkerung genannt wurden. .Weist waren es Studenten, wie die .Mravliaks, Stibler l'lcnd, die Steinmet/e wurden arbeitslo«. Niemand sorjite für die Geuend. F^ci u. a Eine Rroße Deniunslralion « urdf ^ \ J,,, vcrliuR.n .l.,s angekitiulist, alle deutschen Aulsühnftcn [, jh,. Die Untersteiermark hatte durch Jahrhunderte unter verschiedenen Überfällen aus dem Osten viel zu leiden. Der Kaplan des Deutschen Ordens Kaspar Adlc-schitz in üroß-Sonntag, der einen solchen räuberischen Einfall der Rakoczia-ner im Jahre 1704 miterlebte, hat ein Tagebuch hinterlassen, in dem er das berichtet. was er in diesen Zeiten gehört und selbst mitgemacht hat. Er schreibt über die Tage vom 3. Februar bis 16. Märij des genannten Jahres: »... sind also die ungarischen Rebellen des Ragotzy (gemeint ist Franz Ra-Itoczi 1676—1735) in Steyermark zwischen Mur und Drau eingefallen, auch alles bis GroB-Sonntag ausgeplündert, und zwar den 3. Feber sind sie auf Pol-strau angekommen, haben den; [Pfarrer Barthline Wenger 300 Görz Getreide, 14 Halbstartin Wein weggenommen, alles, was im Piarrhofe vortindig v^ar, gänzlich ruiniert. Der Pfarrer hat.sich mit einem Wasen auf Friedau reterieren wollen. und das Beste von seinem Hausge-rate initRcnoiimien. aber die Rebellen haben ihm unterwegs Alles weggenoni-tnen. Sie sind nach wenig Tagen auf Friedau angelangt und haben daselbst das Schloß eingenommen. Der Herr Baron von Pethe mit seiner (ieniahlin. Gräfin von Saurau. hat sich nach Pettau reteriert und Alles in Stich gelassen. Die Rebellen haben Indessen das Schloß Känzllcli ausgeraubt und viel 1000 Gulden Schaden zujrefilgt. Sie liabeit über 100 Startin Wein lierausgenomnien. den vermaacr-ten Schatz heraustegraben, alle Zimmer ausgelaufen und ruiniert, Sessel und alle' Mobilien herausgetragen, auf gleiche Weise alle Häuser in der Stadt sambt Pfarrhof überfallen und aussieplündert. ^ Zu Friedau war Stadtpfarrer Mathias Schager, wclcher sich auf Pcltau und hernach auf Rast ober Marburg salviertc, sambt Max Krainer. Pfarrer zu GroU-Sonntag. Ich Kaspar Adleschitscli. einziger Ka-' plan zu (iroß-Sonntag. zog auf einige j Zeit zu der F'ilialkirchc Leonhard. Bald darauf kehrte ich zurück zu der Pfarr-| kirclie. und versah die Pfarr mit Brunno i F-ridauer. Franziskaner, wobey ich auch: viel Schaden gelitten habe. . Die Buesewichte haben überall herum ■ viel Schaden zugefügt, zu Friedau den Herrschaftsniayerliof und drei Häuser j angezündet, auch viel grolks Vieh we«:-getrieben. Im Luttenberycr Ciebirg sind viel Häuser, Pressen und Keller aufgebrocheti. ausgeraubt und letzlich angezündet vior-den. Den Markt Luttenberg haben die benannten Kurutzen zweymahl aiisse-plündert und angezunden. dem Pfarrer ^?tX) Gulden weggenommen, den Kaplan gefangen und gebunden, die Kirclie ausgeraubt, Kelch und Ziborium weggenommen. und die Hostien zu essen den Kaplan sambt einen Franziskaner gezwungen. Damals sind alle Pfarrlierru zwischen Mur und Drau bis auf Pettau. Muresrg und Elirenhausen in F-luciit gewesen. Der Stadt Radkersburg haben diese Rebellen viel Schaden verursacht, aber ^ie nicht einnehmen mögen ...« Reich .Arbeit und Brot suchen miißtei' vmu auch fanden. Es kam der Krieg und der sicgreichu Einzug der deutschen Welirtnaclu. L bor Reifnik'K fluteten Truppenteile der zerschlagenen serbischen Annec. Noch waren die letzten nicht recht durch, iibc'j-nahm die Bevölkcrmi.u: ^elb^-t die Oiu-mmg. Die Häuser wurden i^eschinückt. selbst;.;cmachte Hakenkreu/.falnicn aiis-gehän.i;t. Man war von der übrisen We't vollständig abgeschnitten. E> verkehrte keine Bahn und alle Draubrücketi waren gesprengt. Als die ersten Sichcrheiis-Organe eintrafen, fanden sie .iresclnnücktc^ Häuser vor. ja selbst die kleinste Hütie hatte Schmuck auKclegt. Während der «an/en ju>:oslawiscbcu Zeit hatte trotz Druck und DrohuuK niemals ein Bau.r oder Arbeiter eine slawische Fahne ge-hilJt. man hatte überhaupt keine besessen. wie auch kein Bild des Königs. Heute schmückt jede Wohiiun.i^ das Bild des Führers. Bei der ersten StraLieiisunmilunj;. die in der Untersteiermark für das Winterhilfswerk veranstaltet w urde. brachte d ? Ortsgruppe Reiftiig.ü: rund RM auf und erreichte damit einen Durcliscliniit von l^M 1.05 pro Kopf. Dies .iiescliah 'n einem Bergdorf, wo es nur Arbeiter und Bauern Kibt. die nach den überstaudeneii Krisen Rewil.l nicht im ÜberiUiB leben. Es ist nur ein kleines Berjrdorf. Reit-mgg am Bachern, mit dem freieti Blick auf die aufgehende Sonne. Am Friedhof, der einem heiligen Hain Kleicht. lie«t der erste Bürgermeister des Ortes im Groß-deutschen Reiche. Willi W i t z m a n n. der von feigen Banden erschossen wurde. Wenn der Ort und die Täler schon im tiefen Schatten liegen, beleucli-ten noch die letzten Strahlen der unter-Eehenden Sonne die Ruhestätte der Reifnigger. E. Seite 4 »Marbursfcr Zeitims:« 18. November 1941 Nummer VOLK und KULTUR iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiinininiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiniiiiiiiiitiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Aolrol zun Tag der deulschei Hausmusik Zum Ta« der deutschen Mausmusik am 18. November erlälit der Leiter der Abteilung Musik im Reiclisministerium für VolksaurkiärutiK und Propasanda. Oene-raiintendant und Generalmusikdirektor Dr. Heinz Drewes, folgenden Aufruf: Mit der DurcliftlhrunR des Tages der Mausmusik auch im Kriege bekundet das (iroßdeutsche Reich seine Rntsclilossen-lieit. die Güter der Kultur vor der drohenden Vernichtuns: zu hüten. Am 18. November bringen Musikfreunde und Berufsmusiker in Stadt und Land reichhaltige Programme aus dem unerschöpf-liclien Schatz der alten und neuen deutschen Hans- und Kammermusik zu Gehör. Unter ihnen nimmt in diesem Jahr den ersten Platz das Schaffen Wolfgang Amadeus Mozarts ein. dessen Todestag sich in Kürze zum 150. Male jührt. Hausmusikanten! LalJt euch durch die HarbietUTigen des diesjährigen Tages der Hausmusik anregen, in immer stärkerem Maße die seelischen und geistigen Krüfte deutscher Musik im deutschen Hause wirksam werden zu lassen. Gerhart Raupinanns „Ipbigeaie in Delphi" UrauffUhrutiK )n BerHn An des Dichters 79. Geburtstag hat am Samstag im Berliner Staatlichen Scliauspielliaus die Uraufführung von (jerhart Hauptmanns jüngster dramati-' ^cher Schöpfung, der Tragödie '>Iphigenie in Delphi«, stattgefunden. Hauptmann hat in einem ^'or^^■o^t zur Buchausgabe die Hoffnung ausgesprochen. daß er nicht in den Verdacht eines Wetteiierns mit dem »göttlichen Genie \<)n \\'eimar« kommen werde. In der Tat hat das Werk des greisen Dichters mit der »Iphigenie« Goethes nichts zu' tun. es greift vielmehr auf das griechische Drama, ja. in gewissem Sinne sogar auf das früheste, uns in dieser h'orm gar nicht mehr erhaltene kultische Weihe-inysterium der Hellenen zurück. Ks geht in diesem Dranta um die Kntsülinung des Atriden-Geschlechts. die am Knde Iphigenie durch iliren Freitod dem Schicksal abtrotzt, nachdem die Götter selbst zu schwach gewesen waren, den Fluch vom Haus des Agamemnon zu nehmen. Die beiden ersten Akte, die hauptsächlich ürest. Fleklra und den drei Priestern gehören, sind ganz tiefes Weilu-spiei. bewulJt in Dekorationsanweisung und wilder Dunkelheit der Verse in einem 'i'empel Friiligriechenlands angesiedelt. Die dramaturgischen (iesetze. deren Meister einst der junge Hauptmann war, sie gelten dem Dichtergreis nur wenig, der mit dem letzten Problem der Tragödie an sich, dem Problem Mensch und Gottheit, ringt. Die mystische Dunkelheit löst sich im dritten Akt schlielilich auf in einen auch sprachlich wunderbaren Monolog Iphigenies und in ein nun zum ersten Mai zarte, menschliche Töne anschlagenden Zwiegespräch der Priesterin mit ihrer Schwester Clektra. Der offenbar einer kurzen Andeutung in einer Rede Elektras entsprungene Ein-fall des Bühnenbildners Rochus Gliese über das Szenenbüd, eine Felsterrasse des Delphi-Heiligtums, eine dunkle \\'olke zu legen, die sich erst zum Schluü in leichtes Gewölk aufzulösen scheint, unterstützt die Absicht des Dichters 'n großartiger Weise. Der heilige Rauch aus den Tempelklüften Delphis, zur Unglückswolke geballt, symbolisiert den Fluch, der auf den Atriden lastet. Jürgen Fehlings Regie unterstreicht den altgriechischen Charakter des Mysterienspiels durch das konsequente Festhalten einer starren Feierlichkeit, die sich bei der Iphigenie (Hermine Körner) fast bis zum Eindruck der Maske steigerte die der griechische Schauspieler trug. Trotzdem blieb Raum genug zum Ausschöpfen individueller Leistung ftir Maria Koii>pen-hftfer (Flektra), Friedrich Kayssler (Pyr-kon), Bernhard Minetti (Orest) und Gustav Knuth (Pylades). Der mJIchtige Findruck entlud sich in starken Beifallskundgebungen für den anwesenden nichter, der schon vor Beginn der Aufführung bei Betreten seiner Loge herzlich gefeiert worden war Gerhard Aichinger Das ..Wleni^r Proaramm" der Reichs-Mozarf-Woche Die Mozartwoche des Deutschen Reiches, die vom 28. November bis 5. Pe-zember in Wien stattfindet, wird eine so starke Beteiligung von Besuchern aus WIRTSCHAFT iiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitii Wichtige Neuerinoen in Post-scheclidlenst Auf firund einer im Amlsb atl des Roifhs. minisliM'iums Nr. IIJ vom H. d. voröffonl-Hchlon Vorordnung werden im Postscheck-dicnsl wichtige Ncummgon durchgcfilhrt. Mit Wirkung vom 1. Pozembor 19 tl wird die Gobfihr von 5 Pfennig für die Briefe der Poslschcckleihiphmor an die Post-schockämler ahgt'schafft. In Flinkunft wcrilon dies(> ßrii'f« gobülircnfrri U'för-(Icii, wenn dazu die Ixekannlen jjflluMi Püstschi'ck-Briefunisehläge verwe-ndot werden. Ab 1. Peber 1912 genießen ferner ICin-zahlunj^Mi des i'oslKebeckli'ilncInners auf sein eigenes PoslsehcckkonLo Gcbührenfrcl-heit, weim dafür I>esondere Zahlkarieu verwendet ^ye^den, die vom Postscheck-ainl zu iK'zieheii sind umi privat nicht hergestellt worden dürfen. Aji einen Post-scheckleilm'hmer werden für derarlige I'in. zajihingen auf das eigene Konto jährlich höchstens sechs Ilefln^ zu r»0 Zahlkarten iibßeß<'l)en. Der Postscheckleilnclnncr kann jfdoch in begründeten Ausnabmefällen jilhrllch auch mehr als sechs Hefte er-iialleii. WeileiT FLtiZi'lheilen werdeu den Posl-schickteilnehmeni demnilchst durch Tk--nachrichli^ungsschrelI)o.n der Poslseheck-ümter Iwkannlg«'^ •Ix'ti werden. Beförderung von Fahrrüdern anl der Eisenbahn Im .Sinne rier einschlAglgei» Bestimmungen der Denlschen Relclisbahn «lürfen l ahrräder im deulschen Hinnrtiverkehr auf Gepäckschein und auf Falin*trNleii{l, zur He-förderung nicht angenommen, l'ür den nadfjihrer ist es uIkt von Wichligkeil. flckabferligung des Reiseanlrillsbahnhofs notwendig. Die Fnl-seheidiuig stelil^ den nienslslellenvorslehcm zu. Die etwaige St,dmcllzugg<'nehmi^ung muli in der neschejnigung ausdrücklich vermerkt werden. Umsfeilnng in der Hohlgiasindasfrie Her Heichswirlschaflsminlsler hat ot für die Iloldglasindustrie in veränderter Form bis zum 31. MArz 1014 verlängerl. Dievs Invcslllionsvorbot bat im f.anfe der Zeil seim* rieslJmmung stark geändert. I)ie Anordnung ist keine Siktt-veix)rdnung mehr, sundern ei« Inslimment des Slaates zur I^'.nkung der HulionaU.sie.. ruiig dieser rntluslrie, die sich heule inil-teji in einer leelindsclien ncvolulion befindet .\och vor einem hallK'n Dutzend Jahren wurden nur die Flaschen auf Voll-aulomalcn hergcslellt. Im ührifMMi aber herrschte noch der alle Glasblasn'r mit seiner Mund- und llandarU'it vor, nur Ihü einzehuiii StatKdwaiXMi, wie Konservengläsern, waren so^'namilc llalbaulomulon und auch diese nicht überall im iielricb. Tiolzdem galt die Hohlglasinduslne mi4 der Vielzahl ihivr Hüllen .scimn als hoffnungslos ül)ers<'tzl. Jeder Automat schien die t'icfahr einer l'clH'riiroduklion mit sich zu bringen. InzwiscluMi hat die Auskäm-nuing von Arl)eitHkrärien und der gesteigerte PilaslMMlarf die Vcrhällniss«^ Ln-ünd-li(|li geändorl. .\us den allen Cilasnüttcn mit vorwiegender llaulcli liab' Ihnen schon emmal gesagt«, luhr er sie an, »Sie sollen sich nicht mit solchem Unsinn quälen. l.iel)er wollen wir sehen, was Ihnen ieiilt.« \an der Stappen war. ehe er die »Pi-iiaja zu erstehen vermochte, lange Jahre ;»Hier ist Rurukas Turban/. rief er hinüber, »und ich glaube außerdem, es war Windstärke zwölfi nicht nur elf.« >Du schneidest eben innner auf«, ta. delte Jan gelassen. »Danke übrigens.« Unentwegt erzählend, als wolte er Betje mit seinen Worten narkotisieren, wickelte er geschickt das lange Gewebe auf, »Es stellte sich also heraus, daß es kein bloßer Orkan war, sondern ein Taifun. Wir waren gerade im Mittelpunkt der Trondio, und die riß uns mit, ohne daß wir sehen konnten, wohin,« Seine ruhigen, kühlen Finger knOpften mit völliger Selbstverständlichkeit die Bluse des .Mädchens auf. Sic machte eine wehrende Bewegung, sanft streifte er die hemmende Hand fort und zugleich die Träger des Hemdchens. »Acht T«'iRe trieben wir so, ohne etwas zu sehen.« Seine Augen streiften die kleinen schalenförmigen, rosig bekrönten Brüste; sehr weiß lagen sie vor ihm; die tiefe, im Fieber etwas fahl gewordene Bräune der Haut über und unter ihnen wirkte wie die Fassung zweier zarter und kostbarer Kameen; er miifTte sich gewisser ärgerlicher Gednn-| ken erinnern, (fie er einmal vor un-' endlich langer Zeit, schien es ihm — gehegt hatte, und schämte sich. Vorsichtig straffte er die Haut über den lädierten Rippen und sah deutlich, spitzig und bösartig, die Bruchenden sich abzeichnen. >^Dann platzte also die Trombe, wie das so geht«, plauderte er weiter. »Auf unser Deck hagelte es Bäumst,inmie, Boote, tote Hunde — sogar einen lebendigen Hammel, der scheußlich hungrig war. Wir auch; also blieb er's nicht lange.'-Sehr stramm begann er Hadschi Rurukas Turban um ihren Leib zu wickeln; sie hatte das Oeslcht in der Beuge des linken Annes vergraben, gab keinen Laut. »Der Wirbel, in dem wir staken, hatte um uns das Wasser so weit in die Höhe gezogen, daß es für unseren Tiefgang reichte. Und auf diese Weise«, geschickt knöpfte er ihr ilie Bluse zu, »sind wir über die gnn/e Bahama-Rank weggetrieben worden. Und jetzt sind wir fertig.lcli vv'ollte nicht -, keuchte sie. ^Unil iel/t . . will ^cli zu schlafen versnchon.< Ich werde bei Ihnen bleiben, ja?« »Nein, nein!« Sie schluckte. »Sie haben selbst Ruhe nötig. Und ich nnichte allein sein. Danke und gehen Sic, bilte.'fc Mummer 293 »Marbuwr Zeftunj?:« 18. NovenAer 1941 Seite 5 „Über dem eigenen Ich muss Deotschland stehen!" Gauleiter Dr. Uiberrelther sprach In der Oberstelermark AUS STADT UND LAND ifimiiiiiiuiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiititHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiiuHiiiiiiiiiiiiiiiiifiitiiiiniiinittiiiiiiiiiiitiiiiiii^ Sorgen babeii die Uensclun... tin geflügelter Satz lautet: »Wer keine Sorgen hat, der macht sich welche.« Wir können ihm Voll beipflichten, denn es gibt nun einmal eine gewisse Kategorie von Menschen, die mit den ihnen zustehenden Lebensmitteln wohl auskommen, aber, um den Beistand der Öffentlichkeit zu finden, nicht auskommen wollen, Die schlechten Wirtschafterinnen bilden hier die Mehrzahl dieser leise, manchmal aber auch laut Kritisierenden. Zu ihnen hat sich eine neue Gruppe gesellt: Die Hühnerhalter. Bekanntlich besteht für sie für jedes Huhn, das sie halten, eine jährliche Ablieferungspflicht von Eiern. Der umsichtige und mit der Zeit gehende Hühnerhalter wird diese neue Verordnung nicht erst zum Anlaß nehmen, einmal in seinem Hühnerbestand Umschau zu halten, sondern er weiß, schlechte Leghühner geliören in den Kochtopf, das gute Leghuhn aHein verspricht ihm Erfolg. Oder nicht? Nun, das 13. ostpreußische Wettlegen der Hühner — auch hier gibt es Wettbewerbe — hat ergeben, daß die Forderung, ein Huhn müsse 100 Eier jährlich legen, zu recht besteht, und daß die festgesetzte Ablieferungssumme sehr niedrig gegriffen ist. Die Durchschnittsleistung alier beteiligten Hennen betrug 205 Eier, die ein Durchschnittsgewicht von 59,9 Oramm hatten. Die tüchtigste Henne (eine Leghorn) legte sogar 278 Eier, davon 99 im Winter. Das Durchschnittsifewicht betrug 62,4 Gramm. So ist auch auf diesem Qebiet der Beweis erbracht, daß alle getroffenen Rationierungen bis ins Kleinste ausgewertet sind und zwar so, daß auch die Mühe ^les Hühnerhalters, der erfolgreiche Hühnerhaltung betreibt, restlos belohnt wird. Wir sind gewiß, daß man sich nunmehr den Hühnerstall einmal genauer betrachtet, im Sinne der Erzeugungsschlacht, in die auch der Hühnerhalter mit einbezogen ist, ist dies ein Gebot der Stunde. R. K. Gauleiter Dr. U i b e r r e i t h e r be suchte am Samstag vormittag einen Betrieb der Reichswerke Hermann Göring in der Obersteiermark, um mit einer Ehrung von Arbeitern einen Besuch an Stätten industrieller Arbeit zu verbinden und mit den Schaffenden über ihre Sorgen, aber auch über ihre besondere Pflicht in diesem Kriege zu sprechen. Der Gauleiter nahm bei seinem Rundgang durch den ganzen Betrieb wiederholt Gelegenheit zu unmittelbarer Zwiesprache mit den Schaffenden, die sich erneut davon überzeugen konnten, daß ihre Leistung In ihrer ganzen Bedeutung gewürdigt wird. Um die Mittagsstunde wurde die Werkhalle zur Kundgebungsstätte. Das Gelöbnis, das der Betriebsführer inl Namen c^er Gefolgschaft ablegte, nach besten Kräften weiterzuschaf-fen für Führer und Volk und damit den Sieg erringen zu helfen, wurde vertieft durch den eindringlichen Aufruf, mit dem die Rede des Gauleiters schloß: »Wir wollen heute daran denken, daß es ein heiliger Eid ist, wenn wir singen: Deutschland über alles in der Welt. Auch über dem eigenen Ich muß Deutschland stehen, und so marschieren wir Hand in Hand bis zum Sieg!« | Bei seinem Aufenthalt in der Obersteiermark nahm der Gauleiter in Mürz-zuschlag an einer Führerbesprechung teil, bei der Krelsleiter Roubitschek die Meldung erstattete. Als Kamerad sprach dann der Gauleiter zu Kameraden, um ihnen ihre besondere Verantwortung innerhalb der Volksgemeinschaft ein-drirrglich vor Augen zu stellen. Er deutete den Sinn des großen Ringens gegen den bolschewistischen Weltfeind; wenn in diesem Ringen die Frage gestellt werden sollte: »Wie lange dauert der Krieg noch?«, so könne die Antwort nur lauten: »Bis zum Sieg!« Der Appell klang mit einer 15-jährigen Ortsgruppengründungsfeier in Mitterndorf aus, bei der Gauleiter Dr. Uiber-reither in einer Ansprache erinnerte, daß, ähnlich wie in München, auch dort ein kleines Häuflein von Getreuen sich zusammenfand uii/j die Bewegung zur heutigen Größe vorwärtstrieb. »V. B.« Die Unterstetermarlc spendet Fiasclien Flaschensanmiiutn; für unsere Wetirmaclit am kommenden Samstas m. Die Volksbewegung in Marburg In der ersten Monatshälfte. Gegenüber der Volksbewegung der vorletzten Monats, hälfte (ersichtlich in Klammern) ergab die erste Monatshälfte des November sehr beachtenswerte Ziffern, und zwar: Geburten 81 (56), hievon 44 Knaben (30), 37 Mädchen (26); Sterbefälle: 42 (46), hievon 16 männliche (20), .26-weibliche (26). Eheschließungen: 22 Paare (7). Für die nächsten Tage sind schon mehrere Ziviltrauungen beim Standesamt angemeldet. m. Nodi ein Beitrag zur Voiksbewe. gu^ In CMi. In der letzten Woche verzeichnete das Cilller Standesamt sieben Geburten und Insgesamt 33 Todesfälle, davon entfallen auif die Stadt Cllll zehn. In CilH starben: Dr. Emst Jaklin, Anton Jäger, Theresia Dom. Johann Stante, Margarete Kostomel, Alois Wipotnik, Agnes Borstner, Franz Kreis, Elisabeth Schmautz und Blasius Kumer. fSfhttiidt ftd fkiisilui llvfleras «US dem Reicti der Ttkw Erzfliill von Jupp ricderniKeh Hausmusik bei Goethe. Unter den Güsten befindet sich Wilhclminc Schröder-Devrient, die berühmte dramutischo Sftn- ferin. Im Laufe des Alxsnds billet der fausherr die Sängerin, eine Probi^ ihrer Kunst zur Freude der Gäste beizusteuern. Die Schrödor-Devriejit, wn der Lieliens-Würdigkeit des Dichtcrs entzückt, ist sofort bereit. Den Erlkönig" will sie singen. Goethe verbirgt eine kleine Enttäuschung. Er hat die Vorlonung seiner Hal-lado durch diesen Wiener Franz Schubert schon oJnigc Male gehört, u!>er sie hat ihm nie gofallpn. Al>cr er läßt sich nichts merken und d^kt der Sängerin galant Dann singt die Schröder, und Goethe horcht aul. Xein, so ist dies Lied doch nicht gesung<^n worden, ihm noch nichL Und am Ende klatscht der Dichter hingerissen Beifall. Fr ist völlig für Schuberts Tondichtung gewonnen. Und die Schröder-Devrient V Auch sie ist bezaul)ert. Auf dem Heimwege von diesem Abend erklärt sie einem der übrigen Gästo: „Goethe ist der schönste alle Mami, den ich je f;eseheii habe. Ich könnte mich sterblich n ihn verllelK'n." .Talin^ zuvor hatte die Schröder-Devrient ein iinrleres Erlebnis: Sie hatte in „Fi-deliü" wieder t'innuil die Zuhöivr iH'gci-slert und nach der Aufführung in ihrem Hotel unzählige Aufmerksamkeiten erhallen. Ein Briet war darunter, hi dem der 17-iAhrij4e SchivilKM' Ihr entlnisinstisch mlt-leillp, da(,\ sein I.ol>on nun crsl einen Sinu crhalteu hätlu. Zwöli Jalire später Die bereits mit großem Erfolg in allen Gauen des Reiches durchgeführte Flaschensammlung für unsere Wehrmacht findet in der Untersteiermark Samstag, den 22. November statt. Die Sammlung erfolgt in den Kreisen Cilli, Luttenberg, Marburg-Land, Marburg-Stadt und Pet-tau. Durch diese Samnilung soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Versorgung unserer Truppen im Osten mit geeigneten Getränken in der bevorstehenden kalten Jahreszeit zu sichern. Der Steirische Heimatbund wird in Zusammenarbeit mit der Wehrmadit die von den Haushalten zur Verfügtmg gestellten Flaschen übernehmen. Am Sammeltag werden ab acht Uhr früh Abteilungen der Deutschen Jugend des Steirlschen Heimatbundes die von den Hausfrauen vor das Haustor oder in den Hausflur gestellten Flaschen abholen. Gesammelt werden Weinflaschen, Branntweinilaschen und gleichartige Li-kör- und Fruchtsaftflaschen, Sektflaschen, ferner Spezialflaschen wie vierkantige Likörflaschen und Korbflaschen. Flaschenhülsen werden mit übernommen. Nicht übernommen werden Medizinalflaschen, Bier- und Mineralwasserflaschen. Auch bei der Flaschensammlung wird die Untersteiermark ihre Hilfsfreudigkeit eindeutig unter Beweis stellen. Rege Arbeit der Praoen im Kreis Martars-Land In der letzten Zeit wurden in einer Reihe von Ortsgruppen des Kreises Marburg-Land Kochkurse abgehalten. So nahmen am Kochkurs in Mahrenherg 170 Frauen teil, in Jahring 56 Frauen, während der Kochkurs in Relfnigfr wegen der regen Beteiligung in zwei Gruppen geteilt werden mußte. Der Vortrag Über steirische Trachten fand allgemeinen Anklang. Flasdiensammluiig (Ur unsar« W«hmacht In der Unt«rat*l«nnark In der Kreisführung des Amtes Frauen fand eine Arbeitsbesprechung über den Hilfsdienst statt, bei der Kameradin Sprenger über das Arbeltsgebiet des Hilfsdienstes leferierte, dem in seiner Tätigkeit besonders die seelische Betreuung des Volkes obliegt. Der Hilfsdienst kennt keine eng begrenzten Aufgaben, er erfüllt piemeinsam mit der Volkswohlfahrt und der Hilfsstelle »Mutter und Kind« seine Arbeit bedürftigen und kranken Volksgenossen gegenüber. Die Arbeitsbesprechung leitete die Leiterin des Amtes Frauen in der Kreisführung Marburg-Land, Frau Ambrosch. I tini opferte ifir das Rriegswlnler-j hillswerk I Man spürte es auch dieses Mal, die , beiden Tage des Opferns für das Kriegs-I Winterhilfswerk wurden von vielen Cil-j Hern als ausgesprochene Freudentais'c empfunden. Freudentage insofern, da nun jedermann wirklich Gelegenheit hatte, zum ersten Mal so richtig einen Teil des großen Dankes durch Einsatz und Opfer beizutragen. Schon am Samstag waren die Straßen mehr bevölkert als sonst und überall fanden die rege tätigen Sammler ein gehefreudiges I^ublikuni. Viele von ihnen sahen sich genötigt, ihre gefüllten Sammelbüchsen schon nach kurzer Zeit gegen leere umzutauschen. Bald gab es keinen Mcnschcn mehr auf den Straßen, dem iiidit die wundervollen Märchenbüchlein am Rockaufschlag baumelten. Aber nicht nur auf den Straßen in der Stadt war diese üebefreudigkeit festzustellen. vielmehr wurde ein grolks Opfer von den Ärmsten geleistet. So gab es z. B. in Laisberg keine arme Familie, die nicht mindestens eine oder sogar zwei Mark in die Büchsen spendete. Wenn man von einem wirklichen Opfer sprechen kann, so ist es m diesem Falle am Plaftze. Die Pflicht -der Volksgemeinschaft gegenütier ist für sie zur freudigen Tat geworden. * Kleine thronllt ni. Die ersten standesamtlichen Trauungen in Frauenberg, In Frauenberg iand am 12. November die erste standesamtliche Trauung, eine Doppcltraupng, statt, die durch Amtsbürgermeister Mittendor-fer in feierlicher Weise durchgeführt wurde. — Vor einigen Tagen verzeichnete Frauenberg vier männliche Geburten an einem Tag. Sämtliche Neugeborene erhielten bei der Namensgebung schöne deutsche Namen. m. Drei 100.000 RM-Gewinne gezogen. In der heutigen Nachmittagszichung der zweiten Klasse der sechsten deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne von je lOO.OOO Reichsmark auf die Nummer 113.476. Die Lose sind in allen drei Abteilungen ausgegeben. Die Meldung bringen wir ohne Gewähr. m. Die Gehsteige müssen sauber gehal. ten werden. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil werden die j Hausbesitzer und deren verantwortliche I Hausverwalter darauf aufmerksam gemacht, daß auch während des Winters die Gesteige vor ihren Anwesen schnee. I und eisfrei gehalten werden müssen. feierte dei* Schreiber als Komiwnist seihst Trium^ie: es war iu Dresden. In der Oper. Der Beifall wollte sich nicht legen. Unter den Glflckwünschendcn war auch die Schröder. Sie erinnerte flichtel, iHjidc im gleichen Fach, rnide beim Publikum iwiicbt Der Direktor «lenkt sich, ein gleichzeiliges Auftreten der lx»idej» wird einen doppelten Erfolg geben. Er sucht ein geeignetes Werk aus und billet die zwei zu sich. „Was würden Sie für den Abend lordern f" fragt er den einen, nachdem er den Plan auseinandergesetzt hat. „Die hallie Abendkas.«;e", antwortete der Oefragle prompt. „Und Sie?" wird der andere gefj'ugt, „Die andere Hälfte", ist die erlwslc Antwort. Der Direktor nickt weil-mutig. „Bleibt nur übrig, in den Vertrag noch den Passus aufzunehmen, daß mir für deji Abend eine l-Veikartc zu gcwäh-rcai ist." Frau Afusika verachtet den Frohsinn nicht, und ihix? Jünger .sind darum noch zu keiner Zeit dem Freudcnwender, dem Weine, abhold gewesen. Bei solcher Gelegenheit isl dann matich ein köstlicher Sclierz geboiHiii worden. Saßi-n du — aucli in Hannover, ein paai' Sänger l>eim funkelnden Glas. Der Baßbuffo, ein Spaßvogel, stürzt atemlos herein. „Wißt ihr's schon? Unser guter armer Heimelt ist tot." Die anderen fahren auf. „Unmöglich! Ginstern ist er doch noch aufgotrcten»" Der Sänger zuckt bedauernd die Achsehj. All-geineines Bedauern. Da öffnet sich die Tür. Heimelt In'tritt den Raum. Freudige UelK'r-raselmng, man erhold sich stürnnsch. aber der Bat^lniffo macht ein Jiasiiges Zeichen; „Sst, nicht so aufgeregt! Vielleicht weiß cr's noch gur nichl." üloichfalls beim Wein war es, in Braun-i schweig. Einige Ivünsller saßen beisammen, unter ihnen ^^arcel Wiltriseh, dem nicht nur der Ruf des großen Künstlers, sondern auch der eines fainosen Weinkenners damals schon voraufging. Die Freunde, forderten wieder einmal von ihm Beweise, für seine Kennerschaft. Alles mögliche sel/te man ihm vor; Weißen, Roleji, Mosel, f^hein, iHTühnile und billige .Mnrken. NVitlüscli na'inte jedesn al 1 uargonau Sorte, Gewächs, Jahrgang. Allgemeine liewunde-rung. „.Vbcr hier!" forderte jetzt einer und setzte ihm ein neues Ghis hin. ^MtlniscJl probierte, stutzte, probierte wieder, schien unsicher, zuckte schließlich die .\chseln. „Kenne ich nicht", gab er schließlich zu. —- Es war Wasser. Thalberg, „Theaterdircktor" unseligen Angedenkens, führte einmal au seiner Schmiere eine Oper auf. „Don .Tuiui, Oper von Mozart", so verhieß der Theaterzettel. Die .Vufrührung Iw^gann. Die Zuschauer waren gespannt. So was halte Thull>erg bisher nicht gewagt. Wie wii*d er das zum Ende bringen? Fs geht also los, einifie „Sänger" machen ihre Sache, so gut sic's oben vermögen. Man konrnit bis zu der Stolle, Don .fuan den Komtur mil der Waffe nieder/uslot.km hat. Nun uImt gchls' anilers herum: iler Komtur (rhallKTg selbst), bringt den Don Juan um, tritt dann an die Bampe, erklärt, die lortfüh-rung der 0[km- sei wegen des vorzeitigen Ilinsehoidens ers<)u nicht möglich, leider, doch sollten sich die Zuschauer getröslen und wenige Nfinulen warten. Man würde anschliei.V>nd luut «■-wisstTinalii'n als Krsatz das Lustspiel bringen: „Fndlich hat er os «locli gut geniwclit Womit sich Thallx^rg denn ylüeUlieh aus der KU'inine gezogen halle Mattliius Ciauilius, der Wandsbcckte Serte 6 »Marburser Zeitung« 18, November 1941 Nummer J93 DieUndeslwneriBclnflJldniarii"slelltaiis Die froBe landwirtschaftliche Schau In CIIH eröffnet Foto: Qerlaf, MaKdcburs Oberspielleiter der Oper am Marburger Stadttheater Erich Matthias in der Kolle als Meister Stadinger in Lortzings Oper >Dcr Waffenschmied«, die gestern als erste Veranstaltung des Theaterringes I des Amtes für Volkbildung gegeben wurde m. Zum Wochen^pielplan des Stadttheater» Marburg. In Ergänzung des Spielplanes teilen wir mit, daß am Mittwoch, den 19. d. M. die Operette »Der Vogelhändler« aufgeführt wird. Donnerstag, den 20. d. M. ist spielfreier Tag. Die Erstaufführung des Singspieles »Die Entführung aus dem Seraik von W. A. Mozart findet a-in Freitag, ,ien 21. Noveiniber statt. Am Samstag wird die Operette »Monika« wiederholt, die auch in 'der Sonntagnachmitttigsvorstel-lung gezeigt wird. Sonntag, den 23. November in der Abentdvorsteriunig wird >Die Entführimg aus clem Seraik gegeben. m. Zur Nachahmung empfohlen. Anläßlich einer Namenstagfeier Im Hotel »Meran« in Marburg sammelten die Teilnehmer den Betrag von 205 Reichsmark zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes. m. Rege Aufbauarbeit in Edlingen. Die Erfasstjng für den Steirischcn Heimatbund in Edlingen war von durchschlagendem Erfolg. 90.7 Prozent der gesam. ten Bevölkerung bekannte sich zu Führer und Reich und legte damit das schönste Zeugnis für ihre heimattreue Gesinnung ab. Auch für die Sprachkurse herrscht sehr großes Interesse, überl 1400 Teilnehmer werden durch sie er-' faßt. Eine große Anzahl von Kursbes»i-j ehern mußte auf einen späteren Termin | verwie'^en werden, da es an Lehrkräften! mangelt. Emsige Tätigkeit entfaltet auch die Prauenschaft, um für die großen Anforderungen des einziehenden Winters gewappnet zu sein, denn viel Elend, Notstand und Leid, das Erbe der früheren Unterdrücker, muß gelindert und a'bgestellt werden. m. Dienstappell der Ortsgruppe Zell-nltz a. d. Drau. Die Ortsgruppenführung Zellnitz a. d. Drau hielt am 15. Novem- Die bisher größte landwirtschaftliche Ausstellung in der Untersteiermark wurde am Sonntag, den 16. November, , im Deutschen Haus in Cilll eröffnet. Zur Eröffnungsfeier hatten sich Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden. Nach dem Lied »Wir wollen weiter .bauen«, gesungen von eirnir Gruppe des I weiblichen Arbeitsdienstes. ' sprach der I Leiter des CHlier Bmährungsamtes, I Stabsleitcr Mertznich, in einer län-I geren Ansprache über Zweck und Ziel der Ausstellung. Der Redner erläuterte eingehend den augenblicklichen Stand der Landwirtschaft in der Untersteiermark und besonders im Kreis Cilli. Die Schau verfolgt den Zweck, dem untersteirischen Bauern in erster Linie Anregungen zur Inangriffnahme des durchgreifenden Aufbaues der untersteirischen Landwirtschaft und zur notweirdigen Umstellung der bäuerlichen Betriebe zu geben, und ihm die Maßnahmen der Agrarpolitik des nationalsozialistischen Staates nahezubringen. Der Redner führte Zahlen an, die über den Niedergang der untersteirischen Landwirtschaft ein vernichtendes Bild liefern. So beträgt z. B. m der Untersteiermark der Ertrag im Getreidebau auf einem Hektar nur 8.2 l»is 8.7 Di>n-pelzentner. während die gleich große Fläche im Durchschnitt im übrigen Reichsgebiet 19.5 Doppelzenter liefert. Die aufgefundene trostlose Lage der untersteirischen Landwirtschaft ist bei I weitem nicht auf die Unfähiffkeit der Bte-I völkerung zurückzuführen, sondern auf , die Tatsache, daß sich niemand um sie I gekümmert hat. Beso-nders das Sanntal 1 mit seinem ausgezeichneten Boden hat unter dem unwirtschaftlichen Hopfenbau viel gelitten, zumal es außerdem einer typisch jüdischen Geschäftsmoral ausgesetzt war. Für die Landwirtschaft hat es keine iandwirtschaftlichen Maschinen gegeben, von eitter planmäßigen Düngung mit.den allemotwendigsten Mineraldün- Sern war überhaupt keine Rede. Diesem beistand wird nun auch durch die große I landwirtschaftliche Ausstellung in Cilli. , die alle bäuerichen Arbeitsgebiete erfaßt, I gründlich Einhalt geboten, außerdem weist in der Ausstellung die Abteilung des Reichsnährstandes auf alle Möglichkeiten der Verwertung der landwirtschaftlichen Produkte hin. Größte Beachtung muß der großen Maschinenschau in den Ausstellungsräumen gezollt werden mit Rücksicht auf die beschämende Tatsache, daß der ganze Kreis Cilli :n seiner jugaslawischen »Glanzzeit« nur einen einzigen Traktor und nur vier Silos aufzuweisen hatte. Neben dem Düngeproblem wird in der Ausstellung auch dem Untersuchungslaboratorium größte Beachtung geschenkt werden müssen. Eine planmäßige Betreuung und Erfassung der Landwirtschaft im Kreis ermöglicht die planmäßige Aufbauarbeit, die nunmehr mit allen verfügbaren Kräftefl in Angriff genommen wird. Nachdem anschließend an die Ausführungen Kreisführer Dorfmeister die einzigartige Ausstellung eröffnete, folgte für die Gäste eine Führung durch alle Räume, bei der Stabsleiter Mertznich alle Einzelheiten in den Ausstellungräumen erläuterte. Der Besuch dieser Schau übertraf schon am Sonntag alle Erwartungen. Besonders viel Landbevölkerung war eingetroffen und besichtigte die Ausstellung mit größtem Interesse. Außer der Schau der Landesbauemsclnft Südmark erregen die Stände einzelner chemischer Firmen u. a. viel Aufmerksamkeit. Angestellte Proben des Bodennntersuchung.?-laboratoriums ergaben aufschlußreiche Ergebnisse, die für den Aufbau der Landwirtschaft in der Untersteiermark von ausschlaggebender Bedeutung sind. Der Bauer wird sich auch die hei der Bodenuntersuchung erteilten Ratschläge gern zunutze machen. .................vsvv\v>fvv-rtv>w>wuWüWimfL^^ ber einen Dienstappell ab, an dem sämtliche Zellen- und Blockführer sowie deren Helfer teilnahmen. Nach Eröffnung des Appells sprach Ortsgruppenführer Wendner zu den Block- und Zellen-führern über Ziel und Wesen des Winterhilfswerks und erteilte Richtlinien für die kommende Arbeit. Kamerad L e d -w i n k a erörterte Fragen der Anlegung von Karteikarten und der Verteilung der Mitgliedskarten des Steirischen Heimatbundes ni. Aus der Ortsgruppe Anderbiirg. Im Zuge der durchgeführten Kleinversanim-luiigen im Steirischen Heimatbund fanden auch in der Ortsgruppe AnderbuTg am 9. Novem-ber Versammlungen in Wei-dcndorf, in Perndorf und in St. Primus statt. Es sprachen der Ortsgruppenführer G i 1 ni a und Kreisredner R a d s t e i-n e r. 288 begeisterte Zuhörer* folgten den Ausführungen der Redner. m. rilmvorlüliniiix in der Ortsgruppe Anderburg. In der Ortsgruppe Anderburg fanden am 9. November zwei Film- vorstellungen im Saal des Steirischen Heiniatbundes statt. Es liefen der Film »Anton der Letzte« und die »Deutsche Wochenschau«, die begeisterte Aufnahme fanden. ni Unfälle. Die 34-jährigc Privatbeam. tensgattin Brato^h aus Marburg wollte in der Burggasse gegenüber dem Theater die Straße überqueren, glitt am Bürger-stcig aus und zog sich beim Sturz einen Bruch des linken Unterschenkels zu. Das herbeigeeilte Deutsche Rote Kreuz überführte die Frau ins Marburger Krankenhaus. — Während der Arbeit an der Kreissäge wurde dem 34_jährigen Steln-metzer Max Finschger aus Pobersch, als er hei seinem Dienstherrn mit Holzschnei-den beschäftigt war, der Daumen an der linken Hand fast vollkommen abgetrennt. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz leistete dem Verletzten die erste Hilfe und schaffte ihn dann ins Marburger Krankenhaus. — Am Bachern war der 15-iMhrige Hirt Konrad Strnad aus Rast mit dem Verladen von Baumstämmen, zusammen mit mehreren Arbeitern, beschäftigt. Das Unglück wollte es, daß ein Baumstamm seinen Händen entglitt und zu Boden fiel. Er streifte den Jungen und fügte ihm einen Bruch des rechten Unterschenkels zu. Mittels Schlittens schaffte man den Verunglückten zu Tal, wo ihn das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz ins M.irburger Krankenhaus brachte. ni. Sprung in die Tiefe. In der Ra- detzkystraße in Marburg stürzte sich der 27-jährige Josef Nesmeschkal, als er sich bei einem Freunde zu Besuch aufhielt, in einem unbewachten Augenblick ans dem Fenster des 3. Stockwerkes in die Tiefe, wo er im Hof tot liegen blieb. Die Nervenkrankheit, an der der junge Ma in schon längere Zeit litt, dürfte das Motiv der Tat gewesen sein. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz brauchte nicht mehr in Aktion zu treten, da alle Hilfe vergebens war. Die Leiche wurde in die Totenkammer nach Pobersch überführt. m Razzia auf Schleichhändler. Organe der Preisüberwachungsstelle führten un. ter Beiziehung von Beamten des Wirtschafts- und Ernährungsamtes sowie des Marktamtes kürzlich auf allen nach Marburg führenden Straßen eine Razzia durch, um Personen aufzugreifen, -die bewirtschaftete Nahrungsmittel und Bedarfsartikel unbefugt in der Stadt abset_ zen wollten. Hiebei wurde eine größere Anzahl von Personen festgenommen. Den Betroffenen wurden die Vt^aren beschlagnahmt, gleichzeitig haben die Festgenommenen eine strenge Strafe zu gewärtigen. Der günstige Erfolg dieser Aktion läßt erwarten, daß sie zur Unterbindung des Schleichhandels nunmehr ständig fortgesetzt wird. m Ertappter Vahitenschmuggler. Wie man hört, wurde ein Marburger Geschäftsmann bei der Leibesuntersuchung im Besitze von einer größeren Summe Geld in fremder Währung angetroffen, die er angeblich-in einer Prothese mil sich trug. t)er Mann soll sich bereits in Untersuchungshaft befinden. Einzelhciteu fehlen noch. o. Der deutsche Gesandte und der Volkn-gruppenführer besuchen deutsche Siedlungen In KroatlM. Der deutsche Gesandte in Agram, SA-Obergruppenführer Kasche besucht ge genwärtig in Begleitung des Volksgruppen-filhrers Staatsdirektor« AUgeyer deutsche Siedluneen in Kroatien, überall bereiteten ihnen die deuttchen, aber auch die kroati echen BewtJhnef einen herzlichen Empfang, der sich in den größeren Städten Daruvai Virovitica »ind Ksseg zu eindrucksvollen Kundgebungen der zwischen Deutschlaiid und Kroatien bestehenden freundschaftlichen Beziehungen gestaltete. o. VerekHgtifig der kroatischen Ustasoha Miliz. Der kroatische Staatsführer nahm am Samstag in feierlicher Weise die Vereidigun-^ der Zöglinge der Offiziersschule der Üsta-scha-Milir. vor. Die Uatascha-Milizstreitkräftc, sagte der Poglavnik in seiner Ansprache, müßten treu über alles sein, die Ehre des kroatischen Volkes stets hochhalten und immer bereit sein, das Vaterland zu verteidigen sowie die Ideale des Friedens, der Ordnung und des Fortschrittes zu wahren. o. Pline am die Erweiterung Agrams. Dem >Vater des Vaterlandes«, Dr. Ante Starcevic, v'ird in Agram ein Denkmal errichtet wer- mmmm Bolo, wußto iKkanntlicli die Orycl wohl zu meistern. Einst, es war in Thüringen,, wanderte er durch oin Dorf, kam zur Kirche und hlirb bPlroffiMi slrhen. Er hörte Musik, Musik aus der Kirche. Wer mochte zu dieser Stunde dort spielen? Offenbar waren es mebn'ro, die sich da redlich um eine Fuf^e quälli'u. C'.landins lausehtf. Zwei Bläser und drei ricigor hörte er. f.Achelnd betrat er die Kircne, stieg zum Organisten luid hat irffi, sich diWi einmal für ein paar >finuten ablösen zu las.sen. Und schon saß der leichter an der Orgel, präludierte «'in wenig, begann dann al>erma|s die Fuge. Die fünf .Männer, Hauern olfeninir, fielen ein. Da machtc Claudius sieii einen Spaß: er begann falsch zu spielen, um die Männer aus dem Takt zu bring«Mi. Alxr siehe da, es gelang ihm nicht. Die fünf blielh'u stramm Im Takt. „Woher kommt «las?'" erkundigle sieh dor Dichter zum SehlufJ erslaunU „Vom f)ri'srhbeni' Geschichte der Hanse. (Marburg-Burg-Kino.) Marianne v. Vesteneck Neue Fflmwoche für HcInrich George. Für den Wien-Film *Wien 1910«, in dem Rudolf Forster den Lucger spielt, wird Heinrich George Ritter v. Schönerer verkörpern. Lil Dagover wurde für die weibliche Hauptrolle verpflichtet. Die Aufnahmen habep tiegonneu. Heldentod des Filmschauspielers Aribcrt Mog. Aribert Mog, aus vielen Filmen ah Schauspieler bekannt, ist bei den Kämpfen hn Osten als Feldwebel in einem Infanterieregiment gefallen. Veilang«! Ub«rall di* MarbupZeltung * "Kummer »MarHiirjrer ZHfuTt?« *18. Novemlier 1941 SeHe 7 den, das zugleich daj? repräsentative Ehrenmal der Hauptstadt sein soll. Hie Kosten dieses Ehrenmals werden mit 9 Millionen Kuna beziffert. Weitere haiiliche Pläne befassen sich mit der Erweiterung der Stadt, die durch die Zunahme der Bevölkerung um mehr aU 50.000 Personen dringend notwendig erscheint. Die natürliche Erweiterung der Stadt weist nach der Südrichtiing, wo jedoch die Bahnanlagen eine Grenze gezogen haben, deren Überwindung durch Unterführung der Straßen oder Hebung der Bahnkörper gegenwärtig zur Diskussion steht. Ein großer Krankenhausneuban, dessen Kosten 23 Millionen Kima erreichten, wird zii Reginn des kommenden Jahres eröffnet werden. o. Oberster kroatischer Gerichtshof übersiedelt nach Bafljaluka. Die in Nordbosnien «legene Stadt Banjaluka, die nach den Worten de» Poglavnik dereinst die Hauptstadt Kroatiens werden soll, wird bereits in nächster Zeit zwei oberste Behörden beherbergen. So ist die Übersiedlung der Führung der ^Ustascha-Staatsjugend-Organisation nach BanjaUika in Kürze zu erwarten. Ferner soll bereits zu Beginn des kommenden Jahres der oberste kroatische Gerichtshof, die Septem-viraltafel, dorthin' vieflegt werden, o. Erhöhung; der kroatischen Postgebühren. S.1nitliche Post-, Fernsprech- und Telegrammgebühren wurden in Kroatien ab 16. d. M. um 20 bis 50 Prozent erhöht. o. Aus der Deutschen Volksgruppe in Ru-itiänlen. In 14 Ortschaften fand am Sonntag die feierliche Aufnahme und Vereidigung der Mitglieder, der > Nationalsozialistischen Arbeiterpartei der Deutschen Volksgruppe in Rumänien statt, zu der Volksgruppenfiihrer Andreas Schmidt in Mediasch sprach. o. Ausbildung rumänischer Lehrllnf^e in Deutschland. 6f)0 jimge Rumänen, die zur fachlichen, Ausbildung nach Deutschland fahren, würden von Arbeitsminister Danu-lescu verabschiedet. Der Minister wies darauf hin, daß die Großzügigkeit des Deutschen Reiches einen immer größeren Kreis von Lehrlingea befähige, nach ihrer Rückkehr aus Deutschland in Rumänien als vollaus-gebildete Facharbeiter fruchtbar und vorbildlich zu wirken. 0. Karlsdorf statt Karlovac. Auf Ersuchen der Gemeindeverwaltung hat der serbische Ministerprüsident verfügt, daß die Ortschaft Karlsdorf im Banat, die bisher den serbischen Namen Banatski Karlovac führte, wieder ihren alten deutschen Namen führen kann. ® zm 9Uiius im Unterland ohne ; »•Marburg^r Zeitung" TURNEN und Sfand der Bereichsklasse 1. Austria 7 5 2 0 22: 8 12 2, Wacker 8 5 2 1 29:17 12 3. FC Wien 7 4 3 0 20: 8 11 4. Vienna 7 4 2 1 21:11 10 5. Rapid 8 4 \ 3 16:16 9 6. Wiener SC 8 3 1 4 24:18 7 7. Admira 7 2 1 4 16:21 B 8. FAC 7 1 2 4 17:21 4 9. Sturm Graz 7 2 0 5 6:22 4 in, Post SO 8 # 0 0 8 6:35 0 Kleine SportnaciiricMen : 31 Vereine werden im Sportgau Steiermark am neuen Tschamnier-Pokal-bewerb teilnehmen. Die ersten Ausscliei-dungcii sollen spätestens am 14. Dezember erfolgt sein. ; Ein beachtliches Unentschieden gab es In der Kärntner Fußballmeisterschaft. Rapid Klagenfurt kam auf eigener Anlage im Treffen mit der SO Krahiburg über ein 2:2 nicht hinaus, nachdem bis zur Pause die Südkärntner 1:0 geführt hatten. : 50 Jahre Eislaufmeisterschaften. Die deutschen Kisschnellaufmeisterschaften, die am 6., 7..und 8, Februar auf dem Wörthersee durchgeführt werden solleti, bestehen in dieser oder doch einer ähnlichen Form bereits seit 50 Jahren, nachdem 1888 die ,Gründung des Deutschen Eislauf-Verbandes erfolgt war. In der Ostmark fanden die ersten Titelkämpfe bereits 1886, also fünf Jahre früher statt. ; Kroatiens beste Leichtathleten. \ In Agrani wurde jetzt die Bestenliste der kroatischen Lei'clitathleten herausgegeben. die zugleich die (irundlage der Rc-kordlistc bilden'wird. Sie lautet: 100 ni: Qal (Zrinski Esseg) und Urbic (HPSK Agrani) je 11,4; 200 m: Urbic 24,0; 400 m: Veicek (HPSK Affram) 54,2; 800 m; Kot-nik (Concordia Agratn) 2:00,3; 1500m: Kotnik 4:04,6; 3000 m: Kotnik 8:59,2; 5000tn: Kotnik 15:40,2; 4Xi00m: Nationalstaffel 45,3; tlochsprung: Sram (Zrinski ^ Esseg) 1,75 m; Weitsprung: Urbic 6,95m; Stabhochsprung: Mayer (HASK Agram) 3,40m; Dreisprung: Qal 13,70 m; SPORT iiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiitiiiiiiiniiiiiiiii'iiiiiiiiiiuiMiiitiiiiiuiiiiii Kugelstoßen: Mioslc (HASK Agram) 13,52 m; Diskuswerfen: Soio (HASKi Agram) 42,82m; Speerwerfen: Jandrllc' (Concordia Agram) 50,30 m; Hammerwerfen: Puhovic (Concordia Agram) 44,76 m. AUS ALLER WELT a. Das Eiserne Kreuz In vier Generationen. Durch die Verleihung des Kiserneti Kreuzes I. Klasse an den Leutnant Hans Jürgen v. Trauwitz-Hellwig aus Hamburg ist die vierte Generation dieser l'amilie mit dem Eisernen Kreuz beliehen worden, A^it dem Urgroßvater, dem ersten Besitzer des FLisernen Kreuzes hat es noch eine besondere Bewandnis. Der erste Träger des Eisernen Kreuzes 1. Klasse überhaupt nach seiner Gründung 1813 war der Rittmeister v. Hellwig, dem die Königin Luise sechs Jahre vorher zu Tilsit persönlich den Orden pour ie merite überreicht hatte mit den Worten: »Wenn alle ihre Pflicht so getan hätten wie Sie, wir wären nicht hier!« a. Das Bernstein-Zimmer aus dem Zarenschloß bei Leningrad. Zu den Kostbarkeiten des. Schlosses Zarskoje Selo bei Leningrad gehörte ein 34X36 m großer Saal, dessen Wände vollständig durch Bernsteinarbeiten in Inkrustationstechnik verkleidet waren. Diese Arbeiten, einzig in ihrer Art, gehen auf eine klee Friedrichs I. von Preußen zurück, der sie für ein Zimmer erst des Charlottenburger, dann des Berliner Schlosses von Danziger Meistern fertigen ließ. Als Peter der Große Friedrich Wilhelm 1. in Berlin besuchte, ließ er "sich das ganze Zimmer schenken. Von der Kaiserin Tlisabeth, der Friedrich der Große einen kostbaren Wandspiegelrahmen gleichfa'ls in Bernstein übersandte, wurde es in dem Zarenschloß Zarskoje Selo eingebaut. Acht große Felder des weltberühmten Kunstwerks haben jetzt deutsche Soldaten aus dem in der Kampfzone liegenden Schloß gerettet, und der Direktor, der Staatlichen Schlösser und Gärten, Dr. Gall, hat sie in die Kunstsammlungen des Königsberger Schlosses überführt. Die einzehien Stückt sind im gfoßen und ganzen gut erhalten und zeip^en in einem Gemisch von Barock • und Rokoko wunderbare Schnitzereien, Ornamente, allegorische Szenen, Fruchtgirlanden, den preußischen Adler und den Namenszug der Kaiserin. a. Nach 32 Jahren Dämmerzustand erwacht. In einer kleinen Stadt Südschwe-dens ist jetzt eine Frau, die 32 Jahre In einem krankhaften Dämmerzustand dahinlebte, plötzlich wieder zu normalem Leben erwacht. Karoline Kalsson kehrte lines Abends im Jahre 1009 nach Hause zurück. Sie kla.gto über starke Kopf- und Zahnschmerzen, ließ sich zu Bett bringen und schlief em, Von da ab 5chli,ef sie ununterbrochen außer wenigen wachen Augenblicken, wo sie Nahrung zu sich n^ibm. Vor'einigen Tagen öffnete sie plötzlich die Augen, stand auf und wankte wie eine Schlafwandlerin auf'den Balkon, von dem.sie herabstürzte,öhne viel Schaden zu nehmen. 'Der Schot^k hat sie endgültig geweckt. Obwohl dielFrau 60 Jahre alt ist sieht sie wie vierzig aus. Ihren Vater hat sie bis jetzt noch ,nicht wiedererkannt. Ihre Mutter ist gestorben, während sie dahindämmerte. FÜR DIE FRAU Was soll Ich heule kochen? (Kochrczcpte für vier PerM)nen) _ Dienstag. Alittag; Klare Kartoffelsuppe, rieischspaghetti mit Endiviensalat (5 dkg Fettst.). — Abend: Kohlrabigemüse mit Backblechkartoffelii (3 dkg Fettst.). Mittwoch. Mittag: Würfelsuppc mit RoH-gerste, Käscnockerln mit Zwiebel. Selleriesalat (4 dkg Fettst.), — Abend: (jrenadier-marsch mit Endiviensalat (4 dkg Fettst ), Klare Kartoffels-uppe; 1 dkg Fett, Zwiebel oder Porree, Wasser, üeinüsesud- oder Wüt-felsuppe, 1 kg Kartoffeln. (jchackte Zwiebel in Fett goldgelb rosten, mit Wasser, Suppe usw. aufgieRen, salzen. Die gekochten, geschälten, würfelig geschnittenen Kartoffeln gibt man zum Schluß dazu. Flcischspaghetti: -10 dkg Spaghetti, 25 dkg Fleisch, etwas Zwiebel und etwas Karotten, Petersilie, Sellerie, Porree, Kümmel, Knoblauch, Paprika, Paradeis, 3 dkg Fett. Die Spaghetti werden gekocht, ev. Fleischreste oder faschiertes Fleisch mit den ebenfalls feingeschnittenen Wurzelgemüsen und Gewürzen anrüsten und weich dünsten mit wenig Flüssigkeit. Alles gut vermengen und abschmccken. Wiener Modewoche eröffnet Eine stolze Schau handwerklichen Könnens und vollendeten Geschmackes Sonntag nachmittag wurde im Haus 'der Mode in Wien durch den Gauwirtschaftsberater Ing. Rafelsberger die vom 16. bis 22. d. stattfindende 'Wieher Modewoche feierlich eröffnet. Hiezu hatten sich zahlreiche Teilnehmer und Gäste aus dem In- und Ausland, darunter die Vertreter nanihafter Modehäuser au^ aller Herren Länder sowie die Vertreter der in- Das »Hau,s der Mode in'Wien« zeigt: Hüttenanzug. Bluse und Schuhe aus gestickten •• 'Borten,.zusanniicngpsetzt. Modetl: UAi'-Scbule, Wien, folo; Qudenbtrg. Wi«o. allen Richtungen vollständiges Bild sämtlicher Wiener Modeneuheiten in bezug auf die nächste kommende Modejahreszeit zu geben. Die Modelle, die auf der jetzt eröffneten Wiener Modewociic gezeigt werden, sind für das Frühjahr und. den Sommer 1942 entworfen worden. Was! künstlerischer Einfall, modische Phanta. und ausländischen Presse eingefunden. 1 sie und handwerkliche Geschicklichkeit Besonders stark war auch diesmal wieder den Südosten Europas vertreten, vor allem Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Griechenland und die Türkei, fer-. ner Ungarn, die Slowakei und Italicji. Ebenso waren Teilnehmer aus Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen, aus den Niederlanden,. Belgien und Frankreich, aus Sl^anien, Portugal und der Schweilc nach Wien gekommen, um zu schauen, was die Wiener Mode für das Frühjahr und den Sommer 1942 an Neuheiten zu bieten habe. Der Ruf WMens als tonangebende Modestadt schon weit über ein Jahrhundert bekannt. Die dem Wiener eigene Freude an festlicher Schönheit und seine Aufgeschlossenheit für alle Dinge des Geschmacksgebietes hat diese Berufung begründet. Ein großer Zustrom künstlerischer Lebensäußeiungen aus dem We-' sten, Süden und Osten, deren Brennpunkt die Donaustadt durch ihre Lage von jeher bildete, trug dazu bei, die Eigenart Wiens zu bereichern und jenes Besitztum an Prägung und Formenmerkmal zu zei-' tigen, das heute unter dem Namen »Die Wiener Mode« weltbekannt ist. Das Haus der Mode in Wien, das zu dem Zweck geschaffen wurde, die einheitliche Führung des gesamten Wiener Modeschaffens und dessen Betreuung auf all seinen Gebieten zu übernehmen, ist auch diesmal der Veranstalter der Wiener Modewoche, die zweimal im Jahr, abwechselnd init zwei Hochniodeschauen stattfindet. Die Wiener Modewochen dienen dem ernsten Zweck, einem großen nationalen künstlerischen und wirtschaftlichen Erbgut» das das Wiener Modeschaffen bedeutet, zur vollen .Auswirkung all seiner Möglichkeiten zu verhelfen. Sie ist eine W^erbung großen Stiles an der alle ersten Modellhäuser und Hochmodefirmen sowie auch die Modell- ' Werkstätten der Bekleidungs-, der Jersey. tmd der Strickmodeindustrie beteiligt sind. Der Hauptgesichtspunkt der Wiener Modewoche ist es, in zeitlicher und räumlicher Zusammenziehung ein nach vorbereitend hergestellt hat, wird im Lauf dieser Woche auf den Vorführungen m den schönen und stilvollen Räumen des Hauses der Mode in Wien und bei den einzelnen Firmen zu Schau gebracht werden. Die Wiener .Modchandwerkskunst des modischen Zubehörs ergänzt in einer Sonderschau »Das modische Zubehör-.; den großen Querschnitt durch das Wiener Modeschaffen, den die Wiener Modewoche darstellt. Das -Maus der Mode hi Wien« zeigt: Aparter Jumper mit Rollkraseii in den Farben Grün. Rot und Braun. Mod»11: JerUine, Wien. Folo: Uudenierc, Wi«n. Sett« 8 *Mtrhurger Zdhmgc t8. Noveurber 1^1 NtrrmnÄr 3M Stadtthttat^r Marburg an dar D rau Heute, Dienstag, den 18. November, 20 Uhr MONIKA Operette in 3 Akten von Nico Dostai Mttt^roch, den 19. Novenrt>«r, 20 Uhr Der Vogelhändler Operette in 3 Akten von Carl Zeller DOfmeraUc: Spielfreier Tag Freitag: :»Eatfiihnuig aus dem Serafl«, (Eratauf« führung) Satnsteg: »Monika« Sonntag: Nachmittagsvorstellung: »Monika«, Abendvorstellung; »Entführung aus dem Sera!« nois Das ist die WERNBR-Speziai! Eine Durchschreibe-Buchhaltung, durchdacht lind praktisch. Sie mUssen sie einmal kennenlernen, um die Fehler Ihrer alten Buchhaltung festzustellen. Die großzügige Aufteilung der Sachkonten im Sinne des Pflichtkontenrah-mens ermöglicht Ihnen nur die Durchschreibe-Buchhaltung. Vertretung für Steiermark 0 FRANZ BERNARD Graz, Schmledgasse 10 Mitarbeiter gesucht! VersorRen Sie sich für den Winter mit Äuteni, natürlichem Radeincr Mineral; Wasser, jenem mit roten Herzen. 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Meiner aneiitr^^ii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiwiiMiiiiiniiiiw ?!»««»•!!'s '?Di StentaiwiiiclHn ts HvL fir IttMldBaf M IN) mrit Ait«lK«ii*Aiiaabnc.«cblifl: Km Tat« w Crtchelo» am W Uhr. *K)ehe Angalten« «triu Bar »«tB« V«r«iiMiMfnnt det fMd M tl'ttot* tflfnymnf Vfwf Anrate* WM * Abschreiben? Abzetchntfl? Nelnf Photokopieren lassen ist besser und billiger. Photokopiestelle: KontroTlbüro fOr Wirtschaftsbetriebe, O r a /, Grieskai 60, Ruf 67-95. 8846-1 LegltlmatkVn auf den Namen CyrUl HrilMMischek, Sehnet* der in Gallenegg-Islai 34, seitens der Gemeinde cdlln-gen am 20. Aug. 1941 unter Nr. 86/41 ausgestdit, wurde verloren und wird als ungültig erklärt. 89^-1 Ariemachwels, Dokumente m. dazu beschafft. Familieiifor-schungs-Institut Graz, Orles-kai eO, Ruf 67-95. 8993-1 FamllienvUUi, Marburg-Um-gebung, zu mieten — kauffen gesucht per Anfang 1942; auch Bauparzelle. 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Angebote unter »Juwelen« an die Verwaltung des Blattes._9012 Fabriktgrond etwa 10.000 ni', davon etwa 2000 bebaut, mögl. mit Bahnanschluß, zu kaufen gesucht. Übernehme event. Betonwerk. Angebote unt. i'Fabriks-grund« an die Verwaltung erlMten. 9Ö11 DER CHEF DER ZIVILVERWALTUNO IN DER UNTERSTCIERMARK Der PottHKhe KonuMlMir 4ea Landkreises Mnrbnrt (»mi) Wttchrftstmt ZI.: K 2 b 38/41 — Re Marburg, den 19. Novembir 1941. Ungllltigkeits-Erklärung Der vom Wirtschaftsamt des Landkreises Marburg ausECstellte SammelbezuMchtin Nr. Ö567, an Schifrer Aloisia, Kaufmannsgattin in Lapriacn, Uber 90 Stück Rätier||ife lautend, ist in Verlust geraten. Der genannte Bezugschein wird hiermit als ungültig erklärt. Im Auftra|a: 8991 fu. Dr. Cocfon. ins Osram-Licht! Dhdkelheit drsuSea ü ck loU «i iktlefm schösAeB seial Oscam zeigt den Weg, die zur VetCu|^ui| stehende BlektnzititsmeBge richtig auszuoutMiv denii elektrischer Sttom witd laeist aus kite||i» wichtiger Kohle gewoöneal OtTäM'D^Lampmt hiUnndipmnm • M ittüt Utki sm Klhen nod Stopfen • wie sehr schöpf btUes Lieht da die Augen, wie seht erlefchtett es die Aibiill Am virtschaftlichscca erteiducA Sie oppihneBd«l d« gts|eMltai D-Leaape nathi dett lAtteisdtiedl deshalb Oirani-D-Littipeii diet Dck» IttAttutärhe» |c nach dem Olfihliapau die nicht des Namfl« Outm tngeo, sind auch nicht Ton Ou&ia hef^ gettcUt OSRAM-ßl'LAMPEN INNCNMATTiafiT AUS iNNENMATTtiliT EUROPAS GRÖSSTEM GLÜHLAMPENWERK Eigen* Fahrikttion in Wien Hauptschriftlciter Anton Gcrschack, Stellvertretender Hauptschriftleiter Udo Kaafier. — Druck der »Marburger Druckerei«