Jet« t'ccnttfla; »«» So»«!», m»?gnl« »»» käst« für Wl< mi> AofttNiliig >»'« k«»» manaiuq II. —.te, tijrttliliferig fi. 1..10, halbjlbrts lk S.—, gas;|!SI)ri( I. 8.—. JSil VoÜMrfoiBmij ciert«Ijä4ri( lLM> h»ldjihri> ». ».*o, ganzjahtij st. 6.40. Die t]njr(r.c stammn 1 fr. ClB'nate nach laiif; bei Bfmrn E>u»*rti.-Miii,irn mt|rit 3*f«atc für ans« Watt alle k«b«ule»bd«l»>ftra!i«» Ha»? »ta? 1V1. Sp»echsi»»dn> dl« Redlicieilr» l^üch. mit >»«»a>im« ttt Sann» »n: ff«lci!a,e. toi 11—11 uvr t)»t- MI» 3—» U< Radhmttta«#. — RKtairatlonrn turt»»an»nie Z»I«»d»»!>nl niät btrüiffl'ru«. Nr. 74. Cilli, Donncrötllg den 15. Scptcmbcr 1887. XII. JahrMilg. In unsere Qser! Tie Staatsanwaltschaft hat die heutige Summer unseres Blattes mit Beschlag belegt im? als Grund dieser Mastregel zwei Eorre-hondenzen ans Marburg bezeichnet. Wir ver--«Malta: hiemit unter Hinweglassung der be-alsländcten Artikel eine neue Ausgabe. vie Aedaction der „Deutschen ZSacht". Zie ^!andtagswahlen in JZöi)»nen. Januar dieses Jahres wurden die tauschen Abgeordneten des böhmischen Land-lugt«, welche sich zur Abstinenz entschlossen bimcii, ihrer Mandate verlustig erklärt. Bei den is Den letzten Tagen vorgenommenen Ergänzungs-vadlen siegten, nach den bisher vorliegenden Alchrichten, allenthalben die von dem deutschen SjKttauciisntänncr - Kollegium in Vorschlag ge-brauten Eandidaten. und es ist zu erhoffen, basi schließlich nicht ein einziger Name von der au'ftcheUten Candidaten - Liste wird gestrichen »erden müssen. Die Abftinenzpolitik, zu welcher die Vertreter des deutsch - böhmischen Volkes in der schnöden Behandlung, die ihren aus d« Herstellung eines erträglichen Zustandes in üv inen abzielenden Anträgen wiedersuhr, ge-imttgen waren, wird demnach auch in Zukunft schalten werde», und es bleibt der tschechischen Aajorilät überlassen, das deutsche Volk alljährlich ptr Wahl zu rufen, die allergrößten An-ilrcnflungen zu machen, um die deutschen Wähler j> verlocken, zu entzweien, und immer wieder feicielbeit Erfahrungen zu machen, die ihr dies-ml zutdeil wurden, daß nämlich das deutsch-Nmische Volk zu intelligent ist. als daß es sich von besoldeten Schreiern so ohneweiters ans ^iilgelband nehmen und sich durch vage Ver-imchungen seiner nationalen Pflicht entfremden [itje. Und hierin sind die Landbevölkerung und A 6 c n ö. RinzS verstummt der Vögel Reigen, Schlafen gingen Busch und Strauch: Sachte sich die Wipfel neigen, Kaum bewegt von leisem .Hauch. Und vom Mondlicht bleich durchdämmert Deckt die Nacht dies Schweigen zu; Friede rings! Mein .Herz nur hämmert Ohne Frieden, ohne Ruh'. Erich Fel«. Das Abenteuer des Herrn von Arener. Herr von Breuer war in der Eigenschaft als Bezirkscommissär kürzlich aus einer un-bedeutenden Provinzstadt in das menschen-ivimmekide Bad E. versetzt worden. Er hatte sich mit vielem Vergnügen von den mannigfachen Beziehungen losgelöst, die der langjährige Aus-mthalt in kleinen Verhältnissen für einen Jung-gesellen knüpft, und sich vvrgenomnien, seine et-was in's Philisterhafte gerathenen Gewohnheiten möglichst bald abzustreifen. Bor Allem war es ihm daran gelegen, seine Menschenkenntnis zu bereichern, denn in dem engumschriebenen Kreise, in welchem er sich die Bewohner der Städte vollkommen einig, der Baner sowohl als auch der Gewerbsmann und der Bürger betrachten das Teutschthmn als ihr höchstes Gut, das sie sich durch die schönsten Phrasen der Versöhnungsmakler nicht abschwätzen lassen. Was hat denn aber auch der Landmann von dem jetzigen Systeme bisher erlangt? Was hätte er von demselben in der Zukunft zu er-warten? Es ist doch schon eine recht hübsche Reihe von Jahren, seit Graf Falkenhayn das Ackerban-Portesenille innehat, und doch ist bis-her in diesem Ressort nur sehr wenig geschehen, trotzdem der Ackerbauminister der Stolz der Eleriealen ist, die sich ja als die berufensten Vertreter des Bauernstandes ausgeben. Doch ja, es i st etwas geschehen, denn erst unlängst waren wir in der Lage, zu berichten, daß unter den Forstbeamten einige Titel - Aenderungen vor-genommen wurden. Der Obersorstmeister heißt künftig „Ober-Forstrath", der Oberförster heißt „Forst- nnd Domänen-Verwalter" u. s. w. Das ist doch eine That, die für den Landmann segen-bringend sein wird? Gewiß. Aber dem deutsch-böhmischen Bauer war diese Illustration zu den Versührungsversuchen der Officiösen doch nicht drastisch genug, als daß er sein Deutfchthum dafür hingegeben und im Sinne der Tschechen und der sogenannten Wirthschastspartei gewählt hätte. Die Gewerbetreibenden aber haben schon gar keine Ursache, den Bersöhnungspolitikern Liebesdienste zu erweisen, denn was auch auf dem Gebiete der gewerblichen Gesetzgebung bisher versucht und in'S Leben gerufen wurde, ist als mistrathen zn betrachten und die immer lauter werdenden Klagen der Gewerbetreibenden ver-hallen nngehört. Nicht einmal für die allerdrin-gendsten Beschwerden wissen und gewähren die Nationalen, die Feudalen und Eleriealen Ab-Hilfe, denn der Gewerbestand ist ja vom Herzen dieser Herren nahezu ebenso weit entfernt als der deutsche Bürgerstand/ der gleichfalls Jahr- bislang bewegt hatte, war kaum hie und da eine neue Persönlichkeit aufgetaucht, ohne daß er sie bald, wie alle übrigen, sozusagen auswendig gekannt hätte. Die vielen fremdartigen Erscheinungen, die sich in dem schmalen Thale zusammenfanden, wo der heilbringende Sprudel fprang. regten ihn wohlthuend an; er sehnte sich, sagen wir es offen, nach Begegnungen mit schönen Frauen, nach irgend einem Erlebnisse, das sich für die Briefe in die Heimat zu einem Abenteuer aus-schmücken ließe. In diesem Verlangen durchschritt er in freien Stunden unzähligemale die lang sich hin-dehnenden schattigen Alleen, musterte die glutk, äugigen Griechinnen mit dem gleichen Interesse wie die kühlen 'Nordländerinnen und hoffte auf eine Gelegenheit, mit der einen oder anderen bekannt zu werden. Während er sein Abenteuer vergeblich im Theater, auf der Promenade, beim Brunnen, kurz an Orten, wo es ihm offenbar nicht be-schieden war, gesucht hatte, schien eS ihm, wenn man so sagen darf, im Walde zu wachsen; denn, als er eines sonnigen Nachmittags zu einem der vielen einsamen Aussichtspunkte empor-kletterte, hörte er plötzlich durch die lautlose Stille des Waldes eine ängstliche Mädchenstimme Hunderte vorüberziehen lassen könnte, ohne von dem gegenwärtigen Regime auch nur die Idee einer Steuererleichterung oder sonst eine Förde-rung seiner Interessen zu erleben. Es ist ergötzlich, die absonderlichen Fratzen zu sehen, welche die über den Ausfall der Er-gänzungswahlen für den böhmischen Landtag ganz ans dem Häuschen gerathenen Ofsiciösen schneiden. Man kann sich aber auch kaum etwas Kläglicheres vorstellen, als eS der Mißerfolg ist, mit dem die heißen Bemühungen der Vcrjöh-nungsmeier gelohnt wurden. Mit welcher Hast waren nur seinerzeit die Mandate der ausge-schiedenen deutschen Landtagsabgeordneten annnl-lirt worden, niit welcher Zuversicht schritt man zur Ausschreibung der Neuwahlen, wie viel Tinte. Papier und wohl anch Geld wurden auf-gewendet, die deutschen Wähler zu überzeugen, daß sie nicht klüger handeln könnten, als indem sie sich von ihren bisherigen Vertretern lossagen und Denjenigen ihre Stimmen geben, welche ihnen von den Männern der Wirthschastspartei empfohlen wurden. Der Liebe Mühe war um-sonst, der Erfolg, den sie erzielt haben, ist null. Die Deutschen Böhmens haben ihre Pflicht ge-than, und die Opposition kann mit dem Anssalle der Landtagswahl.'n i» Böhmen wohl zuftieden sein, denn sie sind ihr ein Triumph geworden. Korrespondenzen. Steindruck, 11. September. (Orig.-Eorr.) >T r i n k w a s s e r - E a l a m i t ä t.j In Stein-brück gibt es immer etwas Neues. Das Neueste ist es nun zwar nicht, daß uns die liebe Sonne täglich niit ihren wärmsten Strahlen erfreut, wohl aber, daß in Folge dessen unser einziger Brunnen versiegt und gebrochen ist. Vorerst ging ihm schön langsam das Wasser auS, dann riß ihm in Folge des ewigen Pnmpens die Gednld-Stange, und nun steht er kraftlos und zerbrochen da, ein Bild des Jammers. Wir weinen ihm rufen. Er blieb stehen und horchte auf: „Mama! Mama!" kam es deutlich herüber. Nun folgte er der Richtung des Schalles, der Ruf wieder-holte sich, ein weißes Kleid schimmerte zwischen den Stämmen, und bald sah sich Herr von Breuer einer sehr eleganten Dame gezenüber, welche eifrig spähend umherblickte. Als sie seiner ansichtig wurde, trat sie auf ihn zu und ftagte ihn mit zierlichem 'Neigen des Hauptes, ob er nicht eben einer schwarz-gekleideten Frau begegnet sei. Herr von Breuer mußte leider verneinen, aber an die unbefriedigende Antwort knüpfte er in aller Eile das Anerbieten, der Dame, wenn irgend es erforderlich wäre, seine Dienste zu widmen. Nun erfuhr er, daß das Fräulein die Mama lesend zurückgelassen, um einige Blumen zu suchen, und jetzt nicht wiedergefunden habe, sich aber unsäglich ftirchte, in dem unbekannten Walde allein zu irren. Er erbot sich sofort, die Vermißte suchen zu helfen und da das Fräulein mit warmem Dank daranf einging, pilgerten die Beiden nun gemeinsam unter den hochwipflichen Tannen. Da war es denn, das lang gewünschte Abenteuer. Herr von Breuer sah sich einer stock-fremden, hilflosen Dame gegenüber und bald mit ihr in ein höchst anregendes Gespräch vertieft, denn seine Begleiterin hatte sich glücklicherweise trotzdem keine Thräne nach, denn so liebevoll und treu er uns auch immer mit Wasser ver-sorgte. er tonnte eS leicht thun, denn er steht \a mit seinem Fuße in der Sann und war um Wasser nie verlegen. Das Wasser war aber auch darnach! — Nun ist die Südbahn gezwungen, für den bedeutenden Bedarf der Station Steinbrück mit ihrer dichtgedrängten Bevölkerung Trinkwasser von auswärts zuführen zu lassen, und zwar von einer Quelle, ungefähr einen Kilometer weit gegen Hrastnigg gelegen, welche sehr gutes Wasser liefert. — Unsere Wasserverhältnisse verdienen überhaupt einmal eine grellere Beleuchtung. Der einzige Trink-wasserbrunnen, welcher die ganze Bevölkerung Steinbrücks sammt einer großen Restauration und zwei Wirthshäusern mit Wasser zu ver-sehen hat, liefert siltrirtes Sannwasser in einer Qualität, welche von ärztlichen Kapacitäten als gesundheitsschädlich erklärt wurde. In der nächsten Nähe der Station befindet sich noch ein Aus-lausbrunnen, welcher zur Abwechslung Save-wasser liefert, wie es zum Zwecke der Maschinen-speisung und Abortbespülung von der Save berausgepumpt wird. In pikanter Weise wlrd dieses Wasser gewürzt, indem wenige Meter oberhalb der Wasserpumpe ein Unrathcanal seine übelriechenden Fluten mit den granschwarzen Wellen der Save mischt, worauf das geschmack-volle Gemenge sosort von dem Saugrohre auf-gefangen und in die Reservoirs sowie in den Brunnen befördert wird. Tiefe verdünnte Jauche wird nun von den ahnungslosen Reisenden, welchen die Fleischtöpse der Restauration unzu-gänglich und die Provenienz des Wassers un-bekannt find, namentlich aber von den Militär-und Arbeitertransporten als Trinkwasser benützt, und nur weil diese Reisenden wieder sortsahren, ist es erklärlich, daß die Cholera ihren Einzug hier noch nicht gehalten hat. Außerordentlich verwunderlich aber ist es, daß, bei dem Um-stände, als Steinbrück Etappen- und Knoten-station ist und ganze Militärzüge hier stundenlangen Aufenthalt nehmen oder auch abgespeist werden, noch keine Militärbehörde die hiesige Wasserversorgung ins Auge gefaßt hat. Die Südbahn hat zwar den Bau einer Wasserleitung von obgenannter Quelle projectirt. durch welche die Wasserpnnipe. die allein mehrere hundert Gulden jährlich kostet, fast ganz entbehrlich und auch allen anderen Calamitäten abgeholfen würde; allein das Projekt scheint an den unge-Heuren Kosten — man spricht von circa drei-zehnhundert Gulden — scheitern zu wollen, und so werden wir wohl noch lange die süße Wahl haben zwischen Sann- und Savewasser! Bruundorf. 9. September. (Qriq. Bericht.) sS ch u l z u st ä n d e.j Bei der hohen Wichtigkeit, welche den deutschen Schnleu in der Umgebung von Marburg naturgemäß innewohnt, ist es über die Abwesenheit der nicht aufzufindenden Mama beruhigt und sich entschlossen, den Heimweg anzutreten, aus welchem sie bald die Con-oersation in so wohlthuender Weise zu lenken verstand, daß er ihr von seinen Privatverhält-nissen, von seinen kleinen Liebhabereien und Eigenheiten sprechen durfte. Bei dem Hause angekommen, welches die Dame als ihre Wohnung bezeichnete, lud sie Herrn von Breuer ein, mit ihr hinauszukommen, um ihn der, indeß gewiß schon heimgekehrt«» Mama als ihren Beschützer vorzustellen. Dieser brachte eine Weigerung nicht über die Lippen: interessirte eS ihn doch schon sehr, die Häuslich-keit seiner rasch gewonnenen Freundin kennen zu lernen. Dortselbst fand sich denn auch die „schwarz-gekleidete Frau", die ihrer Tochter mit leb-haften Vorwürfen entgegenkam, diese aber bald in Dankesworte für den liebenswürdigen Ritter verwandelte. Eine Stunde brachte Herr von Breuer in Gesellschaft der beiddn Damen zu. und als er schied, geschah dies mit dem angenehnten Ge-fühle, eine Eroberung gemacht zu haben. Mit dieser Erfahrung konnte er unmöglich in ein GasthauS gehen, wie er es sonst um diese Stunde zu thun pflegte, sondern er sührte seine schmeichelnden Gedanken noch eine Weilr spa- «peutfche Wacht" wohl erklärlich, daß nian sich ab und zu mit ihnen beschäftigt: noch nothwendiger erscheint dies, wenn man weiß, daß an einigen derselben echte Vollblutslovenen oder windische Renegaten als Lehrer thätig sind. Wir glauben es unseren Parteigenossen schuldig zu sein, diese verschiedenen unangenehmen Verhältnisse offen klarzulegen und beginnen daher mit unserer eigenen Schule. Nach vielen Opfern, deren Aufbringung die größten Schwierigkeiten verursachte, war es unserer deut-scheu Gemeinde gelungen, ihre dreiclassige Schule in einem stattlichen Gebäude unterzubringen und sie in jeder Beziehung mit allem Nothwendigen zu versehe». Soweit wäre alles gut. Betrachten wir aber unsere Lehrer, so machen wir die un-liebsame Entdeckung, daß nur einer von ihnen Deutscher ist und seine Ueberzeugung jederzeit unumwunden bekennt. Der zweite Lehrer ist Slooene reinster Sorte, den nur gewisse, mit seiner Stelle verbundene Vortheile, wie die Nähe der Stadt Marburg, in welcher er zudem ein HauS besitzt, bestimmt haben mögen, sich um die Stelle im deutschen Brunndorf zu bewerben. Er steht auch nie an, seine slovenische Gesinnung einzugestehen und das ist an ihm noch das beste. Der Oberlehrer — ein bei Weindesitzern ziemlich bekannter Mann — schwankt in seiner nationalen Ueberzeugung. Allem Anscheine nach macht er sie von der Ueberzeugung desjenigen abhängig, bei den« er sich eben als Gast befindet. Durch seine oft eigenthümliche Haltung hat der Ober-lehrer Jäger es so weit gebracht. _ daß unser hochverdienter Gemeindevorsteher, Herr Petz, der um das Zustandekomnie» unserer Schule das hervorragendste Verdienst erworben hat und dessen entschiedenes, charakterfestes Auftreten der deutschen Sache schon manchmal genützt hat, sich von der Schule mehr und mehr zurückzieht. Ob dies dazu beitragen wird, das nationale Leben zu sördeni, dürfen wir bestreiken, und mit Fug uud Recht machen wir Herrn Jäger dafür verantwortlich, Oder sollen wir seine Frau, eine Krainerin, mit verantwortlich machen? Wir wollen seine Lehrthätigkeit keiner Kritik unterziehen, aber ein Gebrülle in der Classe, das auf der, einige hundert Schritte entfernten Straße den fürbaß Wandelnden noch erschreckt, dürste als DiSziplinarmittel kaum zu empfehlen sein. Mit dem flovenischen Lehrer unterhält er ein inniges Freundschaftsverhältnis, aber es bleibe »»untersucht, ob die Volkesstimme, welche sich über de» eigentliche» Grund dieses Verhältnisses ziemlich bestimmt ausspricht, in diesem Falle auch Gottesstimme ist. Aus Alledem kann auf den deutschen Geist, wie er an unserer d e u t s ch e u Schule herrscht, wohl geschlossen werden, und es wird das in dieser Beziehung fehlende keine wie immer geartete Berichtung «Herr Jager berichtigt sehr gerne), herbeizaubern. Wir schließen für heute mit dem Versprechen, demnächst in Pickerndorf Umschau zu halten, und zieren; ja, als er einen seiner College» traf, hing er sich an dessen Arni und vertraute ihm in seiner gutmüthigen offene» Art. daß ihm etwas Erfreuliches begegnet sei, erzählte auch auf das Drängen des Anderen sein „Abenteuer" und erwartete nun gespannt einen Glückwunsch, eine beifällige Aeußerung. Aber mit wahrern Ent-setzen starrte ihn der mit seinem Vertrauen Be-ehrte an und fragte mit mühsam unterdrückter Spannung nach der äußeren Erscheinung der Verirrten. Als Herr von Brener das Bild der ihn so lebhast beschäftigende» Persönlichkeit noch kaum skizzirt hatte, brach der Andere in ein schallen-des. unaufhaltsames, gewaltiges Lachen aus. Herr von Breiler wollte sich pikirt entfernen, aber der College hielt ihn zurück und rief: „Tu bist das Opfer einer ganz raffinirten, aber schon abgebrauchte» Coquetterie geworden. Auch ich wandelte einst in jenem Haine, auch ich hörte den ängstlichen Ruf des verlaufenen Kindes, auch mir ward eine freundliche Einladung z«m Dank meines Schutzes. Und so wie mir ist es den »leisten jungen Männern unseres Kreises ergangen. Das angsterfüllte „Mama, Mama" — mit viel Talent, ich will eS gestehen. in dir Lüfte entsendet — ist ein Mittel, mit welchem Ziq nicht »tchr junge, aber sonst ganz ehrenwerthe Toch- -18H7 H auch Robwein, des Lehrers Raviii wegen. ,u I besuchen. Von der steiermättisch - kroatischen Grnize. ll. September. (Orig.-Ber.) Der Cavla« von St. Peter bei Königsberg und | sein Abmarsch-I Caplan Smolla vm , St. Peter bei Königsberg wurde aus canoniichi'i ] und Tienstesrücksichten auf die Höhe 3t. Äen-hard bei Tüffer befördert. Diese merkivur^il» I Caplanserscheinung bildet einen dunklen Pwckt in den Annalen des stets fortschrittlich ge-limt gewesenen, im Uebrigen freundlichen Ortet. Ja der Schule des kleinen Gerngroß, des gesalbten ! WendenführerS Gregoretz» auf- und großgezog», gelang es ihm, die einfältigen Gemüther, die I fein Vorgänger entsprechend herangebildet bau-, sich ganz dienstfertig zu machen. Räch und nach bekam er die Gemeinde, deren Secretär und ! juridisch-theologischer Beirath er war. vollständig 1 in die Hände, und er ließ sich sogar als Flnich- ! beschmier verwenden, allerdings nur dort, roo eine Fleischbeschau als nicht nothwendig erachtn wird. Auch gelang eS ih n, durchzusetzen, bei? (t j zum Obmanne des Ortsschulrathes, der zum« aus Kreuzelschreibern zusammengesetzt war, ze- j wählt wurde, und da er sein Schifflein immn in russo-windo-croatisches Fahrwaffer zu fanrti wnßte, so wurde beim Ortsschulrathe auch so-fort die windische Amtssprache eingeführt, wurde, deutsche Erlässe des Bezirksschulrathes zmickge- i wiesen. So waltete Caplan Smolla durch ined- ! rere Jahre segensreich. Bei herannahenden Wahl« wußte der gute Caplan in christlich uneigen- j nützigster Weise hilfsbedürftigen Wählern lwiu-springen, uud der Segen blieb selbstverständlich! nicht auS: Wahlmänner und Gemeindeausfchwie wurden dann stets in seinem Sinne gewählt. & schien aber trotzdem die Gunst des s.-b. Lava«« ConfistoriurnS nicht zu besitzen, denn die Leuchtn, derselben fanden sich veranlaßt, den Caplan wie erwähnt, nach St. Leonhard zu bugsiern. Ihm wird es wohl auf den lustigen Höben, seinen mißbrauchten Schafen aber wohler in da Ebene! Dessenungeachtet hat eilt großer Aeil des ans Caplans Gnaden zusammengesetzte» Gemeindeausschusses eS für nothwendig erachtet zu beantragen, den Caplan Smolla zum „Gbrrit-bauer" von St. Peter bei Königsberg zu er» nennen. Wir könne» zu dieser einzigen Ernennung nur gratuliren! Rohitsch, 11. September. (Orig.-Bericht.) [Ein croatifchcr Culturträge r.s Ä» (3. d. M. kam der erst heuer zum Priester ge-weihte Caplan aus Taborsko in Croatien tu das hiesige Gasthaus des Herrn Bresinscheg und begehrte i» barschem Tone — natürlich in «w tischer Sprache — slovenische Zeitungen. Nach- ' dem die Kellnerin diesem Verlangen aus bem I einfachen Grunde nicht entsprechen konnte, weil in unseren Gasthäusern Zeitungen in der neuesten ter einer spekulativen Mutter eine Bekaniltfchlm erzwingen will, was sie denn auch zumeist errath, nur daß der also Eingefangene bald merkt, er sei zu der Rolle eines sehnsüchtig erwarteten Gatten und Schwiegersohnes ersehen und M= digst das Weite sucht". Herr von Breuer blieb nach diesen Erö's-nunge» seines Freundes sprachlos stehen und ging dann in tiefen schwermüthigen (fetanfat «ach Hause. Niemand hat ihn mehr in Gesell schast der Waldsirene gesehen, auch hat er stA Abenteuer keiner Menschenseele weiter er;a&ll noch geschrieben, und daß ich eS hier, zu ''U und Frommen meiner ritterlich gesinnten Ait-brüder ausplaudern kann, kommt nur daher, weil ich selbst jener Arzt war, der Herr» vcu Breuer die Auge» öffnete über sein ..Abenteuer". --Z- Der Abschied. Es war ein wundervoller Maiabend. fltta und Thal leuchteten, vom Mondlicht überflutet, in smaragdgrüner Helfe, die Syringenbluten oer breiteten ihren süßen, berauschenden Tun. die Baumwipfel rauschte» leise, die Nachtigall l!M int Gebüsch — ob jetzt ihr Herz, zerriffen rcn Rosendornen. verblutet, dachte Octavia. -ie «i allein auf der Veranda. Es war ihr so traurig r 1887 ktaatSsprache überhaupt nicht aufliegen, fing da- Mannte Caplänlein in empörender Weise an' Rohitsch und dessen Bewohner loszuziehen an und stieß die zufällig vor ihm gelegene .ZageSpost" mit der Bemerkung von sich, daß tote, die solche Zeitungen lesen, lauter Esel und tiotteln (osli in bedaki) seien. Der kroatische Kj'ibahn fügte schreiend hinzu, das; er, wenn er in Rohitsch wäre, es den Rohitfchern schon KKren würde — diesen Remlfutcrn — er würde Bitt einem Prügel auf sie einHauen und sie alle schlagen. Und als dieses Muster eines slavi-schm Hetzcaplanes erst den Sammelschützen des Zwischen Schuloereines erblickte, wetterte er, daß man denselben zum Fenster hinauswerfen soüe, und Daß Jeder, der nur einen Kreuzer hin-«merke. gleichfalls ein Esel und Trottel sei; der Zamnt^lschütze sei für nichts anderes gut, daß man ihn mit Kleien ansülle, das Geld ata sollt man lieber in's Wasser werfen, als > k$ man dem Deutschen Schulverein auch nur «nun Kreuzer zukommen lasse. Das Geschimpfe md Spectakel dieses bosniakenartigen Kampf-Hahnes hatte erst ein Ende, als er von der Frau Nitthin energisch verwiesen wurde, woraus er dorn auch beschämt das Gasthaus verließ. — Zu derartigen slavischen Heldenthaten eines geistlichen Friedenspredigers ist eigentlich wahrhaftig jeder Commentar überflüssig. Der gegebene Fall iit uns aber ein Beweis, daß man deutscher Ge-duld wahrhastig viel zumuthen darf, bevor sie Dich nur von dem gewöhnlichen Hansrechte Ge-kauch macht. UebrigenS legen wir dem neuge-düjkiieu Hetzcaplänlein doch an's Herz, bei sallem nächsten Debüt in Rohitsch etwas vor-sichligtt zu sein, da er diesmal nur wegen Mangels an Publicum auf handgreifliche Bei-sallskundgebungen, nach denen es ihn offenbar jeliräete, verzichte» mußte. XX Laibach. 11. Sept. (Orig.'Bericht.) lZtreberei und Personencultus, tinser Consumoerring Die Redseligkeit dt« vtrebers aller Streber, des sattsam bekannten ickraslovenischen Professors am akademischen Gymnasium der deutschen Stadt Wien, reizt ich«» die Taborsippschaft selber zum Lachen. Der Sta, der sein „tiefes" Wissen wiederholt so drastisch dargelegt hat, wie damals im Ab-Mdiiktenhausc, als er den Mathematiker Vega zzm lauspathen eines Sterns zu machen suchte irab It. Weitlos ihn zu einer für den Leib-puraaliftcn unseres LandeSchefs höchst be-^djarnenben Richtigstellung des „wissenschaft-lickkii" Durcheinanders zwang, ist nun in seinem rmcrkrainischen Wahlbezirke säst in allen Winkeln m'^ttaucht. um seinem Phrasengen,engsel sreien Lauf iu lassen und dabei seine hohe Meinung voll sich selbst neu zu kräftigen. „Hanns Damps il allen Gassen!" und: Eisenbahnpolitik um jeden Preis, sonst könnten auf dem Gebiete der Km'« Herz. In zwei Tagen verläßt sie das LiZleihaus, in dem sie so glückliche Stunden verlebt, aus immer; denn auf morgen ist die änftrnft ihres Bräutigams angesagt. Am nächsten Tage findet die Trauung statt und dann geht's »ach Italien. So ist eS programmmäßig festgestellt Es war schon lange ausgemacht, daß Oeta-r.n die Gattin ihres Vetters, des Reichssreiherrn coii MöllerShausen sein werde; gekannt hatte s* aber ihren zukünftigen Gemahl nicht. Vor sechs Monaten war er zum ersten Male zu Be» iach gekommen und dann im Verlause einiger Kochen wieder einmal. DaS erste Mal vermuth-lich, um sich zu überzeugen, ob ieine zukünftige Gemahlin schon groß genug gewachsen sei, um eine Reichsfteiin von Möllershausen würdig re-rrafentiren zu können. Octavia lächelte bitter. Ti-; Mufteniug mußte zur Zufriedenheit ausge-fallen sein, denn beim zweiten Besuch des Frei« Herrn fand die „officielle großjährige Verlobung" äatt, wie ihr Papa, der Baron Rhoden, Jedem diese Neuigkeit mit glücklichen! Lächeln mittheilte, (fr freute sich, daß sein längst gehegter Lieblings-ivuuich in Erfüllung gegangen war. Seme Tochter, eine simple Baroneffe mit nicht sehr viel Ahnen und beinahe keinem Vermögen, wird Aeichsfreiin. und die Möllershausen sind ein altes Geschlecht — dieses Glück! Deutsche Macht" Phrasendrescherei noch Mißtranenskundgebungen zur Wucherung kommen! So etwas aber könnte das Strebenhum eines Schukele nicht vertragen. Indessen ist man sowohl in Unterkrain wie hier davon schon längst überzeugt, daß es zur Durch-setzung des schon so vielbesprochenen Eisenbahn-baueS eines ganz anderen ManneS bedarf, als eines redelustigen und ehrsüchtigen Politikasters vom Schlage Schukele's. Zur Zeit der Wahlen können Eisenbahn-Duseleien noch Manchen in'S Schlepptau nehmen ; später aber treten die Ohn-macht des Versprechers und seine Einflußlosigkeit desto deutlicher zu Tag». Schwätzer kann man selbst in der jetzigen Aera nicht ernst nehmen, mögen deren Ramen noch so Zft und noch so auffällig in der Landeszeitung stehen. Man merkt auch in Wien die Absicht des Personen-Cultus, wird aber kaum verstimmt. Wir be-dauern nur, daß manchmal selbst das Organ unserer Partei von der Abreise oder Wieder-ankunst von Persönlichkeiten Rotiz nimmt, die das Deutschthum in Krain fort und fort zu schädigen gesucht haben. Was kümmert es unS, ob dieser oder jener Feind unserer ehrlichen Kämpfe da oder dorthin zieht, diesem oder jenem Festacte beiwohnt: solche Dinge bleiben für unS Deutsche, sobald sie unS nicht herausfordern, vollkommen ohne Belang. Uns fehlt jede Stim-mung für gegnerische Anpassungs-Politiker und in der Wolle gefärbte Renegaten, sitzen sie nun unten oder oben, und der Personencultus bleibe ganz und ausschließlich der „Landestante" über-lassen. Es macht sich ja ohnehin wunderlich genug, wenn sich nach jeder kirchlichen Feierlich-feit, nach Leichenbegängnissen u. f. w. die Spalten des alternden Blattes niit einer Reihe von Ramen füllen. unter denen selbst jener des HandelSkammer-SecretärS und seines zeitweiligen Chefs niemals fehlen darf. Es wird bald noch dahin kommen, daß die „Landestante", welche ja auch die Steuern der vom Oberofsiciosus so oft in's Feld geführten ü777 bi» 1785 war preußischer Gesandter in Wien Baron von Riedesel, auS einem hessischen AdelSgeschlechr stammend. Dieser Baron v. Riedesel, ein hochgebildeter Mann, schloß im Auf-trage Friedrich'S deS Großen mit Oesterreich den Frieden zu Teschen. Äurz nachher hatte von Riedesel mit dem Fürsten Äaunitz. dem Lenker der österreichischen Politik, zu sprechen, traf denselben jedoch in der Wiener Staatökanzlei nicht an. Vertreter deS Fürsten war ein al« Orientalist bekannter Baron von Jenisch, ein etwa« vergeßlicher .Herr. In seiner „Ich danke Dir. daß Tu gekommen bist", sagte er mit bebender Stimme. ..Warum sollte ich denn^nicht kommen?" sie brach in ein krampfhaftes Schluchzen aus. Und uun saßen sie wieder beisammen, wortlos, Hand in Hand, Wange an Wange, ge-rade so wie vor Jahren — und doch so an-ders. ganz anders. „Octavia. warum muß ich so unglücklich sein", stöhnte er ans tiefster Seele auf. Sie drückte seinen Kopf an ihren wogenden Busen, eine heiße Thräne löste sich von ihren Wimpern und siel auf seine Stirn. „Octavia, sage mir nur ein einziges Mal. d.iß Tu mich Annen, Einsamen nicht ganz vergessen wirst. O, denke manchmal an mich und bete, bete für mich, wenn ich hinausstürme in mein Elend!" ..Meine Hebe wird überall mit Dir sein", flüsterte sie mit thränenerstickter Stimme.-- Es war ein wundervoller Maiabend. Berg und Thal leuchteten, vom Mondlicht überflutet, in smaragdgrüner Helle, die Syringenblüten ver-breiteten ihren süßen, berauschenden Duft, die Baumwipseln rauschten leise, dieRachtigall klagte im Gebüsch — und zwei junge Herzen zuckten in wildem Weh.... „Dtsch. Vlksztg." „Deutsche Wacht" Zerstreuung nannte der Baron den preußischen Ge-sandten: „Herr von Sleinesel!" — Unter eiskaltem Lächeln stellte sich von Riedesel nochmals vor, seine Worte sehr langsam sprechend und scharf betonend: „Herr Baren l — allerdings ist ein Esel dabei — aber ich — ich heiße von Riedesell" [Nutzanwendung.) Mann (von einer langen Reise zurückgekehrt): „Du glaubst mir doch, liebe Frau, daß ich immer an Dich gedacht und mich nach Dir gesehnt habe." — Frau: „Gewiß. Du hast mir ja selbst oft gesagt, wenn Dir meine Wirtschaftsrechnungen zu hoch schienen: „„Glauben heißt, für wahr halten, waS man nicht beiveifen kann"." [A u!) In einer Gesellschaft wird über die Erschaffung deS ersten Menschenpaares diScutirt. „Wie kam e»" — fragt eine der anwesenden Damen einen Herrn, der sich durch Galanterie nicht beson-der» auszuzeichnen pflegt — „daß der liebe Herrgott zuerst den Adam auS Staub gemacht hatte und nachher aus dessen Rippe die Eva. warum nicht umgekehrt?" — „Sehr einfach," entgegnete der An-geredete, „hätte der liebe Herrgott zuerst die Eva erschasten, so würde sich Adam — wohl selbst aus dem Staube gemacht haben." [Zu viel M ü t t e r.) Da» Ankleidezimmer eines Pariser Theaters war allabendlich so mit allen Frauen überfüllt, welche den jungen Schauspielerinnen dienten, daß sich der Direktor endlich genöthigt sah, folgenden Anschlag in dem Zimmer anbringen zu lassen: „ES wird den zum Verbände des Theaters gehörigen Damen strenge verboten, mehr als eine Mutter auf einmal mitzubringen." Locases und ^rovinciates. Cilli, 14. September sPerfonalnachrichten.) Wie wir erfahren, erhielt Herr Professor Anton M a y r des Eillier Obergymnasiums gestern ein Tele-gramm des Landespräsidenten von Kärnten, in welchem demselben mitgetheilt wird, daß er an das Gymnasium zu Billach übersetzt worden sei und unverzüglich dahin abzugehen habe. Wer die erledigte Stelle erhalten wird, ist vor-läufig noch nicht bekannt. — Der Landes-gerichtsrath. Herr Dr. Moriz Edler v. Pflügl. wurde zum Rathe des Ober-LandesgcrichteS in Graz ernannt. — Die Finanz-Landes-Direction für Steiermark hat den Zollamts- Assistenten Wenzel F e n t h zum Zollamts - Osficial und den Zollamts-Prakticanten Friedrich Pongratz zum Zollamts-Assistenten ernannt. — Uebersetzt wurden: die Gymnasialprosessoren Anton Emerich R e d w e d von Laibach nach Jglau, Julius W a l l u e r von Jglau nach Laibach. Anton »et er von Bojen nach Rudolfswerth und Gustav S t a n g e r von Rndolsswerth nach Bozen. sDie Jubiläumsfeier des Frau-leins Emilie Hanßenbüchl,) welche bekanntlich am letzten Montag stattgesunden, gestaltete sich zu einer überaus herzlichen und warmen Kundgebung von Schülerinnen der all-verehrten Jubilarin. Die vornehme Damenwelt unserer Stadt war nahezu vollzählig vertreten, die der Schule erst jüngst entwachsenen Jung-stauen hatten Repräsentantinnen entsendet. Mäd-chen der jüngeren Jahrgänge waren selbstvet-ständlich ebenfalls zugegen und auch einige Herren hatten sich eingefunden. Den Höhepunkt erreichte die Feier, als Fräulein Haußenbüchl die Begrüßungsansprachen erwiderte und mit be-wegten Worten für die ihr gewordenen Zeichen der Sympathie und Theilnahme dankte. Die Rührung, von welcher die Rednerin selbst er-griffen worden war. theilte sich alsbald sämmt-liehen Anwesenden mit, fast bei Allen begann es in den Augen ganz eigenthümlich zu schinnnern und zu glänzen, und nur Wenigen gelang eS, der inneren Bewegung Herr zu bleiben. Fränlein Hanßenbüchl hat einen langen, weiten Weg hinter sich, einen Weg, der vielleicht nicht immer und überall an blumigem Rasen vorbeisührte; wir sind jedoch überzeugt, daß sie an ihrem Jubeltage keinen Augenblick der Dornen ge-dachte, welche auf ihren» Pfade gelegen Haben mochten, sondern dem vollen Genusse der Liebe und Dankbarkeit lebte, die sich bei Jenen, welche sie herangezogen, so laut bekundet hatten. Und "" 1 das ist ja ein Lohn, wie er einer Jusieridbiid- I nerin gar nicht schöner werden kann. — Die 1 Feier begann mit einer Messe in der deunchm Kirche, der eine sehr große Zahl von Andach-tigen beiwohnte. Bon der Kirche an-- begab ami sich nach der Wohnung der Jubilarin, ton Räume von Frau Zangger. welche sich um Gelinget» der Feier überhaupt das größte Ber-dienst erworben hatte, entsprechend ausgei'^inückt worden waren, und hier nahm Fräulein Haui-senbüchl die Glückwünsche entgegen. Die irrt ,i der Glückwünschenden waren die Kinder und Beate Planet und Gabi Zmgger. der« zwei mit herziger Tapferkeit ihre Betsche» vor-1 trugen und die allgemeinste Anerkennung wr> 1 diente» und auch fanden Dann sprach ^räulea Olga Koncnik namens derjenigen jungen Jairnn, welche erst seit Jahresfrist der Leitung der Ge- I feierten entrückt sind. „Mit welcl/ gemischte» I Empfindungen", fagte Fräulein Koncnik int« | Anderem, „mögen Sie wohl heute auf ein halb« Säculum angestrengter geistiger Arbeit, rnndc-voller Pflichterfüllung zurücksehe», Ihre Blick j über alle Jene schweifen lassen, die unter 3dm» j mütterlichen Schutze in den Bereich des Wmesi i eingeführt wurden. Wobl Manche, in baren Herzen Sie einst das Gefühl für Rechtend Unrecht erweckten, die unter Ihrer milden rung den Pfad des Guten wandelten, sind nicht mehr unter den Lebenden; andere wurden d«ch das unerbittliche Geschick weit von der Stane entfernt, wo sie den ersten Unterricht enujniwi. wo ihre jungen Seelen durch Wort und Anspiel gestählt wurden gegen die unausbleibliche» Kämpfe des Lebens. Rur einem kleinen 2!ki1j Ihrer Schutzbefohlenen ist es gegönnt, fichhtuu um Sie zu versammeln und Ihnen an )h*n» Jubeltage bewegten Gemüthes ein herzlickc» „Glück auf!" zuzurufen." An dem Vortrage d«t FtänleinS fielen uns die warme Färbung mi» die reine, dialektfreie Aussprache sehr angene 3 auf, wie es uns auch beinahe überraschte, ali man uns versicherte, daß die Ansprache i::: ureigenste Geistesarbeit war. Aus der Erividi rung der Jubilarin wollen wir die folgend^ ac= haltvolle Stelle reproduciren: „Nicht von Äolj will ich sprechen, wenn ich aus sie AlleMiie. , die mir seit einem halben Jahrhundert zur &t> j tnng anvertraut gewesen. Still ihr Bestes zu» Besten der Menschen einzusetzen, ist ja dn Frauen Aufgabe. Dennoch glaube ich mich »ei höchsten Glücke« einer Erzieherin freuen und. aufblickend zum Himmel, sagen zu dürfe» -.Herr! Du haft sie mir gegeben, ich liont keines verloren zu haben/ Redlich war met» Streben, möge das Gelingen stets dem Wo!l?n entsprochen haben! Das Band der Achtung im! Freundschaft, der treuen, gegenseitigen Liebe ab« schlingt sich um unser Aller Herzen, uiti öcti. meine verehrten Lieben, das ist mein Zwlz! — Auch dunkle Stunden müssen in jedes Ä»-schen Lebensbahn kommen, auch mir wann fi* beschieden; im Sonnenblick dieser schöne» Stunde aber — und hier gedenkt mein da«! bares Herz noch ganz besonders meiner alten, treuen Garde — ja. im Sonnenblicke dieser Stunde entschwinden die anderen bis an äußersten Horizont der Erinnerungen! Tay <1 aber eben Cilli, mein liebes, trautes Cilli :ä mein einstiges, mein zweites Heim, wo es mir gegönnt war, diesen Tag in so unvergeßlicher Weise feiern zu dürfen, heiligt meine Freude zur höchsten!" — Selbstverständlich fehlte c» auch nicht an sinnigen Angebinden. Die Tamemvelt unserer Stadt hatte eine scharlachroth« Prachi-schleise mit Goldsransen. versehen mit dem i» hellglänzenden Goldstücken ausgeführten WavR» EilliS gebracht. Die ersten Zöglinge der I»di» larin, nämlich die Obersthofmeistetin der Kaiserin. Gräfin Goöß, die Frau Dechantin des ljoctiatx-ligen Damenstiftes am Hradschin, Emma Ä!-sersheimb. die Frau Oberin der Irrenanstalt zu Feldhof sowie der Landesvenheidigungsmmi'l-r hatten ein die Genannten gemeinschastlich darstellendes, mit prachtvollen, Doppelradmea fle-schmückteS Bild eingesendet. Ferners ncl uirt ein überaus nettes, mit Rosenknospen gefüllte« Körbchen aus Golddraht auf; der Herr W hatte aus Anlaß der Feier für die Schule o» schönes Bildnis des Kronprinzen. Herr B»ch- tönbtcr Rasch eilt Prachtwerk gespendet u. s. w. ^ildstoerständlich fehlte es auch nicht an Blu-wmspenden, unter welchen ein großer Strauß tm, den Initialen der Gefeierten, dann ein zweites von Frau Emma Lutz und ein drittes von Frau Majorin von Gugennios gewidmetes Bouquet durch ihre geschmackvolle Zusammenstellung ganz Ksvuders hervorstachen. Nachdem der, wenn Km so sagen darf, osficielle Theil der Feier beendet war. fanden sich Besuche ein. von wel-dint wir denjenigen des Herrn Bezirkshaupt-marines mit Gemahlin hervorheben wollen, und ,i't Telegrammen, Briefen und Karten langten im Sause des Tages so viele an, daß sie einen gavz stattlichen Berg bildeten. IZ ch u l a n f a n g.j Morgen findet für die iWfK übermorgen für die Bürgerschule, und an: Samstag für das Gymnasium das übliche Migen Geist-Amt statt. Der Unterricht beginnt slt den erstgenannten Schulen an dem darauf-schenden Tage, am Gymnasium am Montag. >1! euer Kindergarte».] Nächsten Freitag. 9 Uhr Vormittag, erfolgt die Eröffnung dc? vom Schulvereine für Teutsche in Cilli er-richteten Privat-Kindergartens. Die Anstatt ist im ersten Stock des Sparcassegebäudes (Schul-jasse) untergebracht. odessal l.] Aus unserem Leserkreise mrd un? geschrieben i „Am 12. d. starb die m «eiteren Kreisen, besonders aber bei den CtUietn durch ihre gute Küche wohlbekannte Hastwirilun, Frau Helena 2 adnik in «ann-drittle» bei Pragwald, in, Alter von 71 Jahren. Äramcriu von Geburt, heiratete sie schon ini Alm von 10 Jahren nach Sannbrückeu und stand in dieser langen Reihe von Jahren — seit als Witwe — ihrer ausgedehnten, mit einem Gafthansgeschäst verbundenen Wirthschaft als «chcrgiliige Hausfrau vor. Ihren Kindern, die alle versorgt stnd, war sie die lauterste opfer-srmdigkte Liebe. Mit ihr sinken reiche Erinne-nwgln längst vergangener Zeiten in's Grab. Aöge der Edlen die Erde leicht sein!" [(Sillict Rennv erein.j Nachdem für da» „Zuchtsahren" des bekanntlich am 25. d. sumi'.denden Trab-Wettfahrens mehr Anmel-tiunncn in Aussicht stehen, als man erwartete, so bat, wie man uns mittheilt, der Ausschuß beschlossen, zu den für dieses Item bereits ausge-setzten drei Preisen noch einen vierten Preis hinzuzu-fiigen. Wir erinnern nochmals, daß Anmeldnngen cm den Herrn k. k. Oberstlieutenant des Ruhe--' ftmdc? Änton M a r k a , Cilli, Wienerstraße 6, $4 richten sind, und daß Herr Dr. August echurbi jede gewünschte Ausknust gerne er-chnli. sE i n E i s e n b a h n f r e v e ls, welcher sehr verhängnisvoll hätte werden können, wurde in der Mcbl zum 10. d. in der Nähe von Cilli ver-übt. Nachdem am 9. d. der um 10 Uhr Abends von Triest hier anlangende Personenzng Nr. 111 eine« Kaumstamm von 2 70 in Länge und 15 tw lö ctm Durchmesser, auf den. Schienen-ßeltise vor sich herschiebend, in die hiesige Station mitgebracht hatte, fand uin 3 Uhr Morgens der, eine gute Viertelstunde von Cilli gegen Triest pottirte Bahnwächter, Georg Kugler, unweit ferne* Wächterhauses Nr. 518, n. zw. aus der Weiten Sannbrücke einen zerfplitterten Holzblock von '/« m Länge, 0-50 m Breite und über <>•20 ra Dicke neben den Schienen liegen. Es & zweifellos, daß beide Hölzer von ruchloser Hand, wahrscheinlich aus Gehässigkeit gegen einen Äahnbedicnsteten, auf das Schienengeleise gelegt wurden. Die vorgefundenen Spuren längs des Oeleisei, bestehend in Holzsplittern, zeigten, daß du Hölzer, welche constatirterniaßen bei dem über eine viertel Stunde von Cilli, knapp an der Bahn befindlichen Gasthause „Zu den zwei Tauben' des Franz Dorn vulgo Srcbot, genommen worden waren, auch in unmittelbarer Nähe dieses Gasthauses aus die Schienen gelegt wurden. Der Baumstamm wurde somit länger al« eine Viertelstunde und der Holzblock über 400 m weit von der Locomotive auf den schienen fortgeschoben, und man kann sich hieraus eine Vorstellung machen, in welch' großer Sesahr die betreffenden Züge geschwebt haben. Wenn nian bedenkt, daß der Baumstamm be-nils um 10 Uhr Abends in die Station herein- gebracht, der Holzblock aber erst »m 3 Uhr Nachts gefunden wurde, trotzdem der genannte Babnwächter die betreffende Strecke nach Mitter-nacht begangen und nichts Verdächtiges be-merkt hatte, so erkennt man, daß der Frevler die beiden Hölzer nicht gleichzeitig auf die Schienen gelegt, sondern daß er, nachdem Abends der gewünschte Erfolg mit dem Baumstämme nicht erzielt wurde, bei den nach Mitter ^ nacht verkehrenden Personenzügen denselben mit dem Blocke zu erreichen versuchte. Bisher ist es leider nicht gelungen, dem Uebelthäter ans die Spur zu kommen. sDr. Gregorec,] der Abgeordnete der Pettauer Landgemeinden, hält nächsten Sonntag in Pettan eine Wählerversammlung ab. Armer Unterrichtsminister, wie wird es Dir da ergehen! sOffene Stellen.] Im Bereiche der Finanz - Landes - Direktion für Steiermark eine Steuer-Jnspectorsstelle in der IX. Rangclasse; Gesuche binnen vier Wochen an die Finanz-Landes-Direcrion. — Die Grundbuchführerstelle beim Bezirksgerichte Pcttau, eventuell bei einem anderen Bezirksgerichte: Gesuche bis 25. d. M. an das Präsidium des Kreisgerichtes Cilli. — Eine Lehrerstelle an der dreiclassigen Volksschule in Lemberg; Gesuche bis 8. October. [Neues P o st a m t. ] In L a a k bei Süßenheim ist ein Postamt in Wirksamkeit ge-treten, welches sich mit de»n Brief- und Fahr-postdienste sowie mit dem Postsparcassendieuste besaßt und d»e Verbindung durch eine täglich einmalige Fußbotenpost mit dem Postantte Pri-stova erhält. sS ch u l f e st.] Man schreibt^ uns aus L a a k bei S ü ß e n h e i m : Zum Schulschlusse fand am 8. September, Nachmittag?, hier ein erhebendes Fest statt. Durch die Lpserivilligkeit der Fabriksiuhabung, der in der Fabrikscolonie ansässigen, dann der Wind. - Landsberger^ und Sauerbrunner Schulfreunde wurde den Schul-kiudern ein angenehmer und erinnerungreicher Tag bereitet. Unter schattigen Bäumen vor den« Herrenhause waren Tische angebracht, an welchen die die hiesige deutsche Vereinsschule besuchenden Kinder bewirthet wurden. Die ganze Fabriks-colonie prangte im Flaggenschmucke, und vom Herrenhause und der deutschen Schule flatterten die deutschen Farben. Das Fest wurde mit der Absingung der Volkshymne eingeleitet und folgten sodann Gesänge und Vorträge der Schüler. Gäste aus Wind.-Landsberg. dann Vertreter aus St. Georgen und selbst auS St. Marein waren anwesend und schieden sehr befriediget. >B e st k e g e l s ch i e b e n.j Die freiwillige Feuerwehr Wind.-Landsbergs veranstaltet zum Besten ihres Fondes ein Bestkegelschieben mit zahlreichen, werthvollen Besten. Dasselbe wurde Sonntag den II. d. M. in H. Naroveski's Gasthausgarten eröffnet und dauert bis 25. d. M. Die Eröffnung des Bestschiebens gestaltete sich zu einem Feste, an dem auch zahlreiche auswärtige Gäste und Freunde theilnahnien, und welches. Dank den, wahrhaftig taktvollen Auf-treten des Wehrhauptmannes. Herrn Verwalter Ignatz Schober, wirklich glänzend verlief. sSlovenischeHetzereien.j Während sich die übrigen krainifchen Abgeordneten^ ruhig und refervirt verhalten, ziehen die beiden Staats-bcamten, Professor Schukele und der famose Herr Andreas Ferjamiö, in ihren Wahlbezirken umher, um — wir nehmen uns die Freiheit, den Styl unserer Gegner anzuwenden — gegen das Ministerium Erbitterung zu verbreite», d. h. in „factiöfer Opposition" zu machen. Herr Schukele hat neuestens in Gurkfeld gegen den Unterrichtsminister und das Gesanimtministeriurn gewettert, und Herr Ferjancic ließ in Zirknitz sein Licht leuchten. Die beiden bekanntlich etwas überspannten Patentpatrioten erzielten Beifall. Herr Andreas — Noblesse oblige — zog vor seinem etwas stark „gemischten" Wahlpublicum über Amtscollegen und Vorgesetzte los, wahr-scheinlich, um das Ansehen seines Standes zu heben. ES ist dafür geforgt, daß beiden Herren am rechten Orte die gebührende Antwort zutheil werden wird. sU n t e r r i ch t s m i n i st e r v. Gau t f ch] hat angeordnet, daß am Laibacher Gymnasium in der Prima eine weitere Parallelclasse nicht errichtet werde. Im Falle sich mehr als sechzig Schüler für die slovenische Parallelclasse melden sollten, ist der Ueberzahl die Aufnahme zu ver-weigern. Die ans den» Krainburger Gymnasium stammenden Schüler haben sich einer neuen Ausnahmsprüfung zu unterziehen. sL a n d t a g s w a h l.] Wie aus Klagen-furt gemeldet wird, wurde an Stelle Graivein's der Bürgermeister von St. Veit a. d. Glan, Herr Dr. P r e 11 tt c r, zum Abgeordneten für den kärntischen Landtag gewählt. • » * [Für den Cillier Stadtverschön e-r u n g v e x e i nl ist von Herrn Bogdanovie ftertf» au« Triest der Betrag von 3 fl. eingelaufen. Die Ariedtiof-Ängeregenheit. «Schluß. 1 Ans dem angeführten Grunde würden mir auch das Bewußtsein der Bevölkerung, die zu bringenden Opfer einem Werke von Dauer zu-gewendet zu haben, mit zu den Vortheilen zähle». Ein weit größerer Vortheil müßte aber der Stadt aus dem Fortbestande, beziehungsweise der Ver-größerung des jetzigen Friedhoset in sanitärer Hinsicht erwachsen, weil sich nicht leicht ein ge-eigneterer Ort für einen solchen Zweck in der Nähe derselben ermitteln läßt, der den sanitären Anforderungen, die ja den Hauptgrund zur Ver-legung der Begräbnisplätze aus der nächsten Nähe der Stadt bildeten, so voll und ganz ent-sprechen würde, als gerade dieser. Und wenn wir noch die Bequemlichkeiten des Verkehres im Leichentransporte in Betracht ziehen, welche bei dem auf den Ausläniern des Schwarzwaldes anzulegenden Friedhofe trotz vielleicht ,noßer Herstellungskosten in gleicher Weise niemals er-reicht werden dürften, und serner der zum Cen-tralfriedhofe führenden schönen, schattigen Spazier-wege gedenken, so dürsten wir hiemit aus weitere, thatsächlich vorhandene Vortheile aufmerksam ge-macht haben, welche die Bevölkerung zu schätzen weiß, und die alle zu Gunsten unseres Vor-schlages, den Friedhos durch eine entsprechende Vergrößerung und Trockenlegung jjit einem bleibenden Central - Friedhofe für die Stadt zu gestalten, sprechen dürften. Wir glauben dem-nach, daß es sich aus den vorgeführten Gründen und um jeden künftigen Vorwürfen zu begegnen, wahrlich der Mühe lohnen würde, in dieser wichtigen und zugleich heiklen Angelegenheit nichts unversucht zu lassen, um den Bestand des jetzigen BecrdigungSorteS zu erhalten und die bei Anlegung desselben begangenen Fehler nach Thunlichkeit gut zu machen, bevor wieder zur Anlage eines neuen Friedhofes auf einem Terrain geschritten wird, das für diesen Zweck kaum besser geeignet sein dürste. Um nicht mißverstanden zu werden, be-merken wir noch ausdrücklich, daß wir die Durch-führbarkeit einer zweckentsprechenden Drainage, so wie wir sie im Auge haben, uns nur im Zu-sanimenhange mit eiueni am unteren Ende des Abzuggrabens bis zur Schotterschichte — die wir dort nicht ohne Grund vermuthen — reichenden Sickerschachte denken, und was schließlich den Kosteilpunkt betrifft, so dürste derselbe gegenüber den Vortheilen, die bei der Durchführung dieser Operation, insbesondere wenn hiedurch die Anlage eines neuen Friedhofes unnöthig gemacht würde, umsoweniger ein Hindernis bilden, als das zur Trockenlegung erforderliche Schotter-materiale vom Voglajnabache geholt werden könnt.' and demnach keineswegs hoch zu stehen käme. Wäder und Sommerfrischen. [©urlifte N r. 12 der LandeS-Cur-anstatt NeuhauS.) Sandor von Markovicz, Gutsbesitzer, mit Carl Colin und Ludwig Niczky, Graz. Stefanie von Breisach, Private, Graz. Emma Mayer, Rittmeister« - Gattin, mit Töchterchen und Schwägerin. Frau Irma Ragg, Feldbach. Loren, Goll, k. k. Burg - Portier, mit Gattin und zwei Töchtern, Graz. Gottlieb Richter, Reifender, Gra,. Josef Vergeiner, k. k. Oberst a. D., mit Gemahlin, Wien. Dr. A. Beze'nig. k. k. Regierungsrath, m. G., Wien. Charlotte Reichsfreiin von GudenuS, geb. von „Deutsche Macht" Csavosy, Gutsbesitzerin, mit zwei Töchtern und Ltammerfrau, Gäad, in Ungarn. Earl Mathias Abel, Privatier, mit Gemahlin, Wien. Gertrud Geiger, AdvocatnrS-BeamtenSgattin, Graz. Ludmilla Älefic, Modistin, mit Söhnchen, Graz. A. Knapp, Private, Klagenfurt. B. Pichler, Kaufmanns-Gattin, Scheifling. Nelly und Jenny Szabo, Private, Graz. Louise Falkenbach, Private, Graz. Maria Sporn und Fran-ziska PaS, Grundbesitzerinnen, GomilSko. Johann Kolb, k. k. LinienschiffS-Capitän i. R.. aus Laibach. Valentin Timouschek, Apotheker, mit Töchterchen, Stainz. Franz Tomasch, Verwalter i. P. und Hausbesitzer, Hochrnegg. Gustav Epstein, Direktor, Essegg. LouiS Blasich, Privatier, mit Söhnchen und Er-ziehen», Siffek. Emilie Maurer, XaufmannS-Gattin, und Julie Poznik, JngenieurS-Gattin, ttrain. August Torsos de Encse, erzberzoglicher Otkonomic-Verwalter, Friedrichsfeld. Josefine WimberSky, geb. Baronin Thinnseld, OberlandeSgerichtSraths-Gemahlin, mit Nichte Baronesse Marie Thinnseld, Deutsch-Fristritz. Therese Bohr, Private, G.az. Erhard Hammer, Privatier, Graz. Katharina Trost, Private, Graz. A ton Arsenschek, Lehramt».Candidat, Stra-nitzen. Anton Salinger, Goldarbeit«, Wien. Louise Thomich, k. k. OberlieuienantS-Gattin, mit Schwester und Tante, Graz. Hermine Egghart, Realitäten-Besitzerin, Knittelseld. Susanne Langenmantel,Modistin, Hartberg. Carl Kirchgeßner, k. k. Post - Assistent, Graz. Helene Gräfin Papadopoli - Hellenbach, mit Schivester, Baronesse Gisela Hellenbach, Italien. Gabriele Epstein, KauimannS - Gattin, BarcS. Caroline Mayer von Eichrode, k. k. Obersten»-Witwe, Graz. Therese Vetter v. Doggenseld, geb. von Resingen, GeneralS-Witwe, mit Tochter, Eilli. S. Gottorno, Doctorand der Medicin, Triest. Ger-trud Skok, Grundbesitzerin, St. Paul bei Pragwald. Agnes Kutil, Landschafts - BeamtenSgattin, mit Töchterchen, Graz. Sarolta Rehberger, Private, Knittelfeld. Michael Seid!, Bürgerschullehrer, Graz. Marie Locher, Private, Graz. Kaus- und Landwirthschaft. sK u n st p s e s s e r.s Dem scharfen Gewürz auS den, Lande, „wo Pfeffer lvÄchst", ist eine Con-currenz erstanden, die wohl der Beachtung betheiligter Kreise werth erscheint. In der »Chemiker-Zeitung" theilt nämlich Herr St. Wender mit, er sei bei der Untersuchung mehrerer eonfiScierter Pfefferproben auf eine eigenthümliche Verfälschung dieses Gewürzes ge-stohen. Der künstliche Pfeffer ist aus Brotteig in Form von gerippten Pillen hergestellt und mit einem weingeistigen Extrakt von echtem Vfefser getränkt. Für die Kaufleute dürfte der Umstand von Interesse sein, daß daS Knnstproduct 65 st. per 100 Kilogramm kostet, während sich der Preis des echten Singapore-PfefferS auf 150 Gulden stellt. sF r i s ch e Pflaumen b i S z u m F r ü h-jähr aufzubewahrend Man nimmt die Pflaumen an einem sonnigen, ganz trockenen Tage sorgfältig vom Baum ab, und zwar wenn sie reif, aber nicht weich sind, und läßt sie eirca 3K Stunden lang in einem trockenen Raume ausdünsten. Nun werden die Pflaumen in einen neuen Steintopf, der ganz trocken ausgewischt werdcn muh und in dem sich noch nie Wasser Wunden hat, zwischen Kleie oder Mehl derartig eingeschichtet, dah die Stielseite nach unten gerichtet ist und keine Pflaume die andere berühr«, vielmehr jede mit Kleie oder Mehl umgeben wird. Ist der Topf gefüllt, so wird derselbe mit Pergamentpapicr und demnächst mit einer nassen Blase ganz luftdicht verschlossen und an einem srostsreien, gänzlich trockenen und kühlen Orte auf-bewahrt. Beim Gebrauch wäscht man die Kleie von den Früchten ab, legt letztere in ein Haarsieb und hält dies einige Augenblicke über den Damps kochcn-den reinen Wassers, wonach sie das frische Ansehen eben erst gepflückter Pflaumen erhalten. Hingesendet. Tie Vereinsleitung des Cillier MusikoereincS fühlt sich verpflichtet, das in Nr. 73 der „Teutschen Wacht" enthaltene „Eingesendet" nicht zn ignoriren, damit nicht etwa die Meinung Ver-breitung gewinne, als theile sie die in jenem „Eingesendet" entwickelten, großentbeils »nrich-tigen und von wenig Sachkenntnis zeugenden Ansichten »nd Behauptungen. Den ironisch sein sollenden Eingang unberührt lastend und den darauf folgenden Angaben deS Einsenders wenig Glauben schenkend, wird die Vereinsleitung die irrigen Anschauungen auf Grund von That-fachen berichtigen, von denen sich der geehrte Einsender, welcher von der Hauptversammlung am 9. d. M. wohl kaum sehr weit entfernt ge-wesen sein dürste, auch hätte Kenntnis verschaffen können und sollen, ehe er die so wohlgemeinten Bemühungen der Mufikvereinsleitung einer keine»-wegs wohlwollenden Kritik unterzog. Die Musikvereinsleitung hat im Statut und dem Unterrichtsplane für die Musikschule dafür gesorgt, daß sowohl im Gesänge als auch in allen möglichen Instrumenten gründlicher Unter-richt ertheilt werden könne; sie glaubte aber auch die Pflege des Klavierunterrichtes übernehmen zu sollen, weil letzterer einem Bedürfnisse der Bevölkerung unsererStadt und vielfach ausgedrück-ten Wünschen entspricht, andererseits aber auch im Rahmen nahezu sämmtlicher ähnlicher Musikschu-len ausgenommen erscheint. In der Schule des Musikvereines zu Innsbruck wird auf den Cla-vierunterricht ein großes Gewicht gelegt; wie aus dem Jahresberichte der philharmonischen Ge-sellschaft in Marburg ersichtlich ist. genießt daselbst ein großer Theil der 258 Schüler den Elaoier-unterricht; daß an der Musikschule deS Pettauer Musikvereines auch das Clavierspiel gepflegt werde, geht schon aus der gleichsalls in der leg-ten Nummer der „Deutschen Wacht" kurz vor dem besprochenen „Eingesendet" enthaltenen und letzteres entsprechend iUustrirenden Veröffentli-chung hervor, wobei auS dem Jahresberichte noch hinzugefügt wird, daß im letzten Jahre 38 Schüler daselbst den Klavierunterricht genossen, während beispielweise am Violinunlerrichte nur 34 Schüler theilnamen; nnd wenn man höher hinansgreisen will, so kann man aus die erste Musikschule Oesterreichs. daS Conservatorium in Wien, hinweisen, an welchem der Elavienin-terricht eine bedeutende Rolle spielt. WaS in so vielen anderen Städte» nach jahrelang« Ersah-rung als gut befunden wurde, dürste auch für Cilli recht sein, und es wird daher der Clavier-unterricht auch hier auf jene Gemeinnützigkeit An-svruch erheben können, die ihm der geehrte Ein-sender abspricht u. z. umsomehr, da Cilli für-wahr nicht reich ist an guten Klavierlehrern und der Unterricht an der Musikschule auch viel billiger erscheint, als der Privatunterricht, welchem bei gediegenen Fähigkeiten des Lehrers übrigens noch ein hinreichend ausgedehntes Feld offen bleibt. Zur Beruhigung des Einsenders wird noch bemerkt, daß das Statut — nicht die Statuten oder Satzungen, wohin dies gar nicht gehört — und insbesondere der vom Ein-sender erwähnte Paragraph analog den ähnlichen Bestimmungen anderer, gleiche Tendenzen ver-folgender Vereine zusammengestellt wurde und von einer „Einzwängung" deS Clavierfpieles keine Rede ist, daß aber die von der Haupt-Versammlung angenommene Stilisirung früher nur deshalb unterblieben war, weil man nicht voranssetzen wollte, eS werde jemand glauben, daß der Schüler, gleich den meisten anderen Instrumenten, auch ein eigenes Clavier zur Unterrichtsstunde mitzubringen habe. Die Ver-antwortung daher, daß die Pflege des Clavier-spieleS mit einer „Seuche" verglichen wurde, glaubt die Vereinsleitung dem geehrten Einsender überlassen zu sollen; eine Belehrung deS Letzteren oder eine Besiening ist wohl kaum zu erwarten. Die zahlreichen Eltern, welche ihre Kinder nicht zu Virtuosen heranbilden, wohl aber denselben u. z. aus dem hiezn geeignetsten Instrumente — deni Clavier — jene musikalische Entwicklung angedeihen lassen wollen, welche heutzutage schon beinahe als ein nothwendiges Attribut deS gesell-schaftlichen Lebens angesehen wird, werden dem Einsender schwerlich viel Dank wissen, sich daher auch gewiß nicht abhalten lassen, die Kinder in die Musikschule zum Clavierunterrichte zu schicken; auf den obigen „Seuchenvergleich" braucht sich der Einsender aber eben nicht besonders viel ein-zubilden. Die Mufikvereinsleitung ist gerne be-reit, wohlgemeinte begründete Winke in Berück-sichtigung zu ziehen und auch die gewünschten Ausklärungen zu ertheilen, doch alles in ge-höriger Form und am rechten Lrte. Im Vereins-locale liegen Satzungen, Statut und Unterrichts- plan zu Jedermanns Einsicht aus, und jeW Mitglied der Vereinsleitung, sowie der M«sik-director. steht bei jeder Anfrage gerne zur Äer° fügnng. In eine Polemik in öffentlichen Hläna, läßt sich die Vereinsleitung aber nicht weiter ctn. und eS dürfte diese Antwort überhaupt der em> sichtsoollen Bevölkerung von Cilli ohnehin zc-nügen. Die Vereinsleitung des Cillier Musikoerenut. Fartliter, schwan- o. weissseidener Alias 71 Vp Her Motop fl- 10 05 i® 18 «««""•• |J(1.||C1 lilulCl 'nen Qual i versendet in ein-»elnen Roben und Stocken zollfrei in's Haus in Seidenfabrik-IVpAt O. Henneberg (k. n. Il 11-lieferant) Zürich. Master umgehend. Briefe kosten 10 kr. Porto. Eine sensationelle Erfindung tftfcai in so kurzer Zeit berühmt gewordene Apotheker Miß-ner'sche Hühneraugen-Pflaster, auf welches wir uttiett geehrten Leser ganz besonders aufmerksam mache», da wir dadurch Vielen einen guten Dienst zu erweii« hoffen. — Dieses Pflaster wirkt, wie wir ,u» 6« unS vorgelegten Original-Anerkennungen ersehen Kjfctn, geradezu überraschend. — Zu haben überall in da Apotheken, unserer Information nacb in Marburg m der Apotheke SB. A. 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J. lHe Anstalt umfasst Jiwel Jahruilnge. in welchen folgende Unterriehts-Gegonstindegelehrt werden: deutsche, französische und italienische Sprache, Geographie. Geschichte. Warenkunde, einfache u. doppelte Buchhaltung, Handcls-CorrespondeE*. Handfls-Wusen-schaft, Handelsgesetz, Wecbselrccht, Volkswirthschaft»-Lehre. Handels-Arithmetik, Kalligraphie und Turnen. Diese Anstalt ist besonders jene« Eltern tu empfehlen. welchen die dreijährige Onterrlchtsdnner an einer Handela-Akadettiie zu lange währt, und welche ihren Sühnen doch eine gründliche theoretische Ausbildung für den kaufmännischen Beruf angedeilu-n lasten wollen. Statuten und Jahresberichte werden auf Verlangen gratis und srnnco eingesandt und weitere Auskünfte bereitwilligst ertheilt vom _Director Prof. Peter Resch. 2v£e37-ex-s is^billi^m^erkan?en^Au?>k^^ip^ ton Borgmann 6 Co.. Dresden, | Mt/o/1 allt H I 8«Bxntr«pr*»»cii L ut mm kiek$t mngf :*<»4 1K ä Stück 45 kr. bei Job. Wamoti Friseur OI11I Postgasse 28. 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Cilli, am 14. September 1887. G'.tC Wiihelm Hipersperger k. k. Steuer - Oberin pector sammt Familie. Koststudenten aus besserem Hause werden ausgenommen iiö6 3 Neugasse 167. Johann Praschen Kunst- und Handelsgiirtner in Cilli offerirt billigst Hyacinthen-Zwiebeln 10.000 Wirnen »l.Hepfet-Witdtinge per IOOO Stiick 8 fl. "Q 2öt) der besten Sorten mit dem ^WvJocXJ. ersten Prrls prniiiitri Blumen in Töpfen aller Art frische Gemüse, Feld- und Blumen-Samen Souquets und firänjc sowie Gartenanlagen werden elegantest ausgeführt. 683 10 In dem von der Sparen»«« der Staritgemehiii« Cilli ul-u erbauten Ha« sind noch tollem!* Wuk» nungen frei: Nr. 7, Hochparterre, 3 Ztisinq I Vo«immer, ! Cabinctt, Küche, Keller und Pub-bodenanth-il, Nr. 10, 1. Stock. '• Zimmer, I ut 1 Salon. I Vorzimmer, 2 Cibinete, KQche etc. 5r. 0. X. Stock. .: Zimmer, I Vorzimmer, 2 Cauiiw Küche etc. Nr. 12, 1. Stock 5 Zimtnrr, I V ziminer, :{ Cabinete. Küche etc. Hr. 13. 2. Stock. •r> Zimmer, I Vorzimmer, !! 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Ehrlieh. -