M. 166. Dienstag, 22. Juli 1902. 121. Jahrgang. Lmbllcher Zeitung. A.?^ .?'55"°"<"'tle: Mit Postverllnbung: «anzjährl» 20 li. hlllbjähri« l5 «, Im Kontor: «anz. ' ""« " «i. Halbjahr!« n X. ffüi dir ^.chellun« »n» Hauö «axziährig ^ ll. — Inl«rtl°n»«ebi»h«: Kür lleine Initlalt bl« zu 4 Zellen 50 b. «rühcrt per Ztilc 12 b^ brl ültrlfü Wiedcrhuluxgen per Zcilt i! b. Die «Laibacher Zeitung» er!chi-mt , mit «lulnahm« der 3onn° und sseirrtage, Di, «tz«lniftr«tl»« befinde» sich »l»,,rehpl»tz Nr. ». die «edaltlon Dulmati» VuN, »ir. e, Tprechftuiiden der «edoltlon von » b!» »0 Ulir Vormittage. Unlranlierte Är,ah>ne in den bleibenden Nnhestand den Titel eines läiferlichen '»ate,5 mit Nachsicht der Tare allergnädigsl zn ver-l"hei, geruht. Den 1«. Juli 1W2 wurde in der l. l. Hos- und Staat«, "rucktlti das I.X VHI. Stlicl des Melchsgesetzblattes in deutscher "«sgllbe ausgegeben und versendet. . Den 18. Iuii 1902 wurde in der l. l. Hof- und Staat«, ""clerei das XXXIV. und XXXV. Stück der italienischen Aus-U°°e b,g Nrichsgesehblatteö ausgegeben und versendet. , Den 20. Juli 1902 wurde in der l. l. hos. und Staats« ^Usserei das I.XIX. Stücl des Neichsgesehblaltes in deutscher «««gäbe ausgegeben und versendet. . Den 20. Juli 1902 wurde in der l. l. Hof. und Staat«, ""«lei das I.XX. Etllcl deS Neichsgeschblalte« in deutscher ""«»abe ausgegeben und versendet. »n ^".^ ^m Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 19. und " - xdlli lW^ (Nr. 1N5) und Il)6) wurde die Weilelverbreitullg '"llender Vreherzeugnisse verboten: ^ «r. 53 .Vote aus de,n Egertal» vom 12, Heuert« 1W2/2015 Ar. 26 .«w^lwli^» vom 10. Juli 1902. m Die von Anna Niha herausgegebene Äntilnbigung «Oeclusiv« 5"lMium», hef« 20 «Do« Quixote, von Mitte Juli 1902. Ar. 14 «lin!«>r«». ^ «r. 190. 191 und 192 .5l«i'«6ä.. ____ Nichtamtlicher Teil. England und Italien. London. 19. Juli. ^ x'.m Oberhanse stellte Ear! Spencer gestern eine ^^vun fragen über die Lage in China und kam im Lause seiner Nede ans die frauzöfisch'itallenifch^ Verftändignng zu spreche. Es liege im Interesse Ei,g' lands, sagte er, mit Frankreich ans frenndscl> reich näherte, Anlas; zn Besorgnis und Eisersncht geben sollte. Je enger Italien mit feinen Nachbarn verknüpft sei, uln so größere Sicherheit habe es gegen Störnngen im Mittelmeere. Staatssekretär des Aeußern Marquis of Lanö> donme erörterte zunächst die Lage in China nnd die englische Politik gegenüber diesem Reiche. Was die Beziehnngen Englandd ^u Italien an-langt, so trügen sie einen sehr herzliäien und frennd» Iiä>eil Charakter. Es habe zwar niemals eiu Vündni,.' zwischen den beiden Länden« bestanden mit demselben Charakter wie das Bündnis mit ^.apan: es habe aber zwischen den beiden Negiernngen ein Meinnngsauü' tausch stattgefunden, welcher die Tatsaclie ergab, daß die Ansichten in der ,^rage der Mittelmeer-Politik ein> ander sehr ähnlich slnen. Äeide wünschten die Ausresinde des Mitteln^res gesä>ehe, daß die. englische Politik aus dieses Hiel gerichtet sein müsse und das;, sollte sich eine Gelegenheit ergeben, sich beide Länder vereint sehen müssen zur Anfrechterhaltnn.,! dieser Ziele. Tiefer Meinungsaustausch über die Po» litil sei in keinem Vertrage niedergelegt worden. Von diesem politischen Versprechen sei England niemals zurückgetreten nnd England bestätige von neuem sein«' Freundschaft nnt Italien und den Wnnfch nach Auf rechterhaltung des «tutuu lj>il>, sowie die Hoffnung, beide Mächte, lvenn notwendig, geineinsam handeln zn sehen. Es haben koine Schwierigkeiten zwisclM England nnd Italien bestanden, aus;er in einer oder znx>. An» gelegen hei ten, welche Ausemanderseklmgen erh<>isch^ teit, darunter die ssrage der ernthräischen Grenze und zuletzt im Jahre M)9 die tl-ipolitanisä)e Frage. Ileber letztere sei Lord Salisbury mil der französischen Al> gierung zn eiuer Verständigung gelangt, und un> zlueifelhaft fei die Wirkung diefer Verständigung die gewlien, daß sie bei der iialienisä)en Negier^lmg Be sorgnis erregte und daß letztere glaubte, daß England den »tut,,» quo an der 5tüste tx>s Mittelineeres zu stören beabsichtige. Die itnlienisckie Negierung habv aber fowohl von der englischen wie von dn französ! schen Negiernng Versicherungen iiber diesen Punst e».'-halten, die sie völlig befriedigt hätten. Die englische Negierung sei daraus bedacht gewesen, diesen Versichc-rungen hinzuzufügen, dcch England zwar seinen Ver» ^slichtnngen nachlomn'en »nüsse, daß es aber sein Wunsch sei. daß die Lage der Dinge im Mittelmeeiv nicht gestört werden sollte. Di<»se Versicherungen seien bereivvillig angenommen worden. Marquis Lansdowne erwähnt dann, dah Eng« land die Unlerstiitzung Italiens zu teil geworden sei bei den zixinlich schwierigen Operationen an der So» tnali'5tüste gegen den Mullah. Ein italienischer Ossi' zier habe die englifche Streitmacht begleitelt und die italienischen Schiffe hätten es fich angelegen sein laffen, die Einfuhr von Waffen zu verhindern. Ich stimme vollständig dem bei, ertlärt Marquis of Lansdowne, was Spencer bezüglich der Verständi-gung zNnfch^ii Italien und ^raukreich geiagt hat. daß fü> nämlich nicht darnach angetan ist, Besorgnis in England zu erregen. Es ist dir Taäie so dargestellt worden, als ob wir das Bündnis mit Italuii verloren hätten und als ob Ilalien in ^ranlreiä>k> Arme ge trieben worden sei. Wir erachten w für ebenso völl'g natürlich, daß Italien anf freundschaftliäieni Huße nnt seinem »nächtigen Nachbar zu stelln wünscht, al-.' es unser Interesse ist, daß Italien gedeihe, und wiv wollen die letzten sein, die es betlagen, wenn Italien durch ein solä^s Abkommen seine internationale Lage verdösest hat. Es gibt leine Machi, mit der wir herz> licliere nnd freundschastlichere Beziehungen zu haben wünschen, und so viel ich weiß, gibt es leine Macht, mit der wir aus freundschaftlicherem Fuße stehen. Feuilleton. Der Olynlp. «ine lttinnerung aus der Jugend von A. MilKler« (Schluh.) E,„ ^"^ scho'" in: Olymp, weitn die Sonne im arngdglanz dllrch die Lanbvorhän^e le»lchwte, i^,." ^nuschender Lindenbliitenduft uns umwehte, !^i v ^'^^ noch schien e3 uns, wenn der Negen rau° l'rre' ""^ ^"""^ ",f das Blättei-dach Prasselle und lruä^^-' Sl'rühtropfen herabperlen ließ. Dann in w^.'^^ ""<"' llnsere ssolle, und träumten, Trapper ivjs s^binson ist eine sehr lehrreich Geschichte, und UlNäcsf. ' ^'^ ""t Erfolg. Wir brauchten Gesellsä»aft. 'chloi? '°^^ ""^' ^r Tienoelt. Die Dohle, die Blind-^ssm^' - ^"iichweinclien und die Schildkröte ge-">ag t, " ^' lne n„s bitter nottlü. Jenseits des Daches 'üit s^i,, ^"ubenschlng. Albert - oder ivie er längst ^dl^... " ^"dicmerkriegsnamen hieß. „der kreisende ""r ^n. s '^"^ ^^ '" ^"' Tnubenschlag nnd fing -'> ^''^'- ^lls sie li^i ,l„s (ingelangt lvar, nmrde '"'l'^ns^? "^s"'l' Büffel" beauftragt, fich in den '"ul'l',,^s^ ^^ ^'^ und abzuwarten, bis nnsere ^^"N bei ihn, eintreffen Nnde. ^l'ery S^i '^'^pf'sf sollie uns dies große Ereignis ^pr" i,:?' "!^l>ach hinweg verkünden. Der „kreisende "t die Taube, ich aber, „der feurige Lind- wurm" schrieb auf einen Iettel die sundmiunüalen Worte: „Der kreisende Adler und der feurige. Linbwurm grüßen den tapfern Büffel." Dann banden wir der enrpörten Taube den. Zettel un, den Hals nnd ließen sie los. Das dichte Geäst ver-hinderte uns, ihren l>Iug zn verfolgen, und fo faßen wir andächtig, auf den Kriegspfiff des tapfern Büffels laufchend, der tapfere Büffel aber lauerte auf unfern Grnß. Nach zwei Stunden bekamen wir beides fcUl. Die treulose Taube, hat den Gruß niemals bestellt, de» tapfere Biiffel aber erhielt eine ausgiebige Tracht Prügel, weil er nnt Taubenguano förmlich überzuckert zum Vorscheine und zum Abendbrote kam. Also mit der Taubenpost war's nichts, so be-hauptete wenigstens der tapfere Büffel und der mnßt^ es wiffen. Tiere aber fehlten uns in unseren». Neiche, und traurig schweiften unfere Blicke in die Nunde. Da fiehe. Am Nondell der Schloßemfahl-t, beha^ lich in die Sonne gestreckt, lag Lnmpel, des Hauses kluger Pudel. Das darauf noch keiner gekommen war! Luinpel war ein korpulenter Herr. Wir holten also den alten ^laschenzug. cvsla»notierten eineil Sack vom Speicher nnd fiinf Minuten spater war der verblüffte Pudel im Sack, answärtsschwebend zum Olympe. Lumpel machte ein sehr erftanntes Gesicht, als er über die Deckenbalustrade in die Tiefe schaute und legte sich dann senfzend anf ein Hirfchfell. „Er langweilt fich", meinte der „kreisende Adler" mitleidig, „ich werde den Murks auch noch holen." Mnrls war ein kleiner zänkiscl)er Rattenfänger. De,.' „treisende Adler" flog ans, fuchte dte' da hich es eilen, wenn nicht die Mädel alles lveghamstern sollte,:. Hals über Kopf kletterten wir die Strickleiter herab und kamen denn auch zu den erwarteten Genüssen zurecht. Der Abend wurde sehr fidel, und wir bemerkten nichts davon, daß Tante Christine loiederholt vor die Haub» tür ging, rief und lockte und trübselig zurückkam. Lumpe! und Murks, da sie Aepfel, Birnen, Me-lonen nnd Gut'len verschmähten, mußten eine Som-mernacht in strengem fasten verbringen. Jakob, der Wächter, erzählte uns folgenden Tages, es sei doch etlvas dran, daß am Tage von Petri ziettensahrt der luilde Jäger umzufahren anfange, denn er habe eine 'liotte von ll) oder 12 Hnnd<>n überm Schafft all dache bellen hören. Lumpet und Murks fä>einen alfo eim'., erbaulichen Spektakel gemacht zu haben. Indessen, sie waren verschwiegen, sie hal>n ^: erfreuten Tante Christine, die ihnen bei ihrer Wieder-kehr Abendbrot und frühstück zugleich jrrv«erte, nicht verraten, wo fie die Nacht zubrachten. Nein, dieser Verrat unferes Olymps sollte »veibliäier Schnxichhe't vorbehalte!, bleiben. Wir fahndeten fortgesetzt nach allen möglichen Delikatessen, die wir auf unser Linden^ nest vlischleppen könnten, und als Tante Christine in nnferer Hörweite äußerte, eine ^lascl> mit Mmn lompo gefalle ihr nicht mehr, sie wolle es lieber fort-schütten, zumal man ja jetzt frisä>e Früchte genua habe, dl, protestierte der tapfere Büffel und sch,ne,clielt<- o<-l erftauuten Tante die fuße Büchse ab. Er stürmte nnt solcher daß er fiel nnd die schwer erkämpfte ^^ z^.aa Trauernd übersah er sen, ^>.'iw"'" d" lc ' q aw eine wohlgenährte ^te und stecktc d ' re. Iu^of^ Max s«l>, wie s'ch Ente» nnd Huhner an dem Mm> Laibacher Ieiwng Nr. 166 1394 22. Juli 1902. Politische Ueberftcht. Laibach. 21. Juli. Seine Majestät der König Carol von Ru» m än i en wird am 2. August in Wien eintreffe. An demselben Tage wird der König den Grasen Golu« chowski in Audienz empfangen, und am nächsten Tage erfolgt mittelst Hoffeparatzuges die Abreise nach Ischl. Von Ischl begibt sich der König lion Rumänien zun« Kurgebrauche nach Nagatz. Tie Blätter teilen folgendes Kommnniau^ mit: „Tie innerhalb der letzten Tage im Ministerium des Innern stattgehabten Verhandlungen in An» gelegenheit des Vieh uc r k eh rs zwi.scl>en O e. st e r -reich und Ungarn und die mit Rücksicht darauf zu treffenden Bestimmungen Veterinär-polizeilicher Natur sind, insoweit es sich um du: Festlegung der von den ^achreserenten vereinbarten Hltodalitätm handelt, zum Abschlüsse gebracht worden. An den Beratungen nahinen als ssachdelegierte der ungarischen Regiernnq die Ministerialräte v. Üesziansly und Ottlik, Sel< tionsrat P«l>y, der Rektor der ungariscl)en tierärzt. licheir Hochschule Professor Hutyra und Staats-Do« niänen°Direktor Nuisz teil; ästerreichischerseits war das Ministerium des Innern durch Sektionschef Graf Anersperg, welä>r die Verhandlungen leitete, Mini« sterialrat Sperk und Ministerialsekretär Binder, das Ackerbauministeriuln durch Sektionschef ^reiherrn l)on Beck und Ministerialsetretär Tr. Seidler vertreten. Außerdein waren den Veratungen die österreichisclien und ungarischen Veterinär ° Delegierten zugezogen wordei^. Tie von den ^achreferenten auf Grund deo Perhandlungsergebnisses festgestellten grimdsätzlich^i Bestimmnngen »verden das Substrat für die Verein-barungen der beiderseitigen Regierungen bilden." Ein Zirtularartikel aus den Kreisen der jung > cze, chischen Parteileitung befasst sich nnt der Stellnng des Inngczechen-Klubs zu den bevorstehen' den Landesausschußwahlen und versichei-t, daß. wo der H'lehrlx'itsgrundsatz nicht zur Geltung kommen könnc-, die Wahlen nach dein Prinzipe der verhältnismäßigen Vei-tretung und auf Grund loyaler Verewbanmg vor sich gehen sollen, wozu die jungczechisäM Abgeordne-ten gn-n die Hand bieten würdeu. Ter „Tribuna^' wurde aus Petersburg tele> araphiert: Tie letzten Worte des Zaren an König Viktor Emannel waren: „Auf Wiedersehen in Rom!" Tat' zitierte Blatt fordert die Behörden auf, schon jetzt Vorbereitungen für den Empfang des 5lai» sers zu treffen. Eine i ta l ieni s che Es kadre, aus den Pan< zcrschisfen „Dandolo", „Doria" und „Umberto I." be» stehend, trat ihre Kreuzungsfahrt in die Levante an. Tas Gcriicht, der Konimandant des Mittelmeer-geschlvaders Admiral Palumbo werde mit den Ober-osfizieren dem Enltan einen Besllch abstatten, hat noch keine amtlicl)e Bestätigung erfahren. Tieser Be^ such hätte bekanntlich vor längerer Zeit stattfinden sollen, wurde aber durch den französisch - türkischen Zwiscl)enfall, der zllr Besetzung der Insel Alytilene Anlaß gab, vereitelt, indem die italienisclie Regierlmg anordnete, daß der Besuch, zu lvelchem der Sultan hatte die Einladung ergehen lassen, vorläufig zu untel> bleiben habe, damit leine Mißdeutungen entstehen. Es ist nun möglich, wie aus Rom gemeldet wird, daß dieser Besuch, mit welchem die Ueberreichung der vom König Viktor Emanuel III. dein Sultan zugedachten, GesclMke verbunden sein sollte, jetzt stattfinden wird. Aus P aris, 1l). Juli, wird gemeldet: Tie Zahl der Kon g re g a ti o n5 s ch u l en , deren. Schlio ßung vorgenonnnm wilrde, beläuft sich auf rund 25lX1. Aus den Vorkommnisse»' anf verscln'edenen Ge» bieten in den VnIkanländ e r n zieht das „Illust:'. Wiener Extrablatt" den Schluß, daß die, Lage auf dem Balkan sehr unsiä)er ist und daß man sich auf Naä,-richten von fortgesetzten Reibereien gefaßt machen müsse. Trotzdem habe es nicht den Ansä>'in, als wä'rc noch im Lanfe dieses Sommers irgendwo eine große Erhebung zu befürchten, welche das Einschreiten der beteiligten Großmächte veranlassen nnd eine Gefahr für den Weltfrieden werden könnte. Ties lverde zunächst durch die Eifersüchteleien der Äaltanstaaten un9 Nationen untereinander verhindert. Ter österreichisch-ungarische Gesandte in Pckng, Baron Ezitann, hat am w. d. M. dem Minister des Aenßern einen eingehenden Bericht über di<; Lage in China erstattet. Wie mitgeteilt wird, ist der Wiederaufbau des österreichisch» u n gari s ch e n G e s a n d tschaft s - Palaisi n Peking so weit vorgeschritten, daß es anfangs des nächsten Jahres vollendet sein dürfte. Tagesneuigleiten. — (Schmerz- und blutloses Iahn ziehe n.) Die häufigste und dabei nicht am wenigsten gefü'rchtete alle in der Londoner „Tit-Äits" mitgeteill wirb, so unruhig, daß es sich laum mehr lenken ließ, die Hul'de hculten in einemfort nnd zeigten allc Symptome der Fmch'. die Schlangen, welche n< der Nachbarschaft des Bullans in Unmengen hausten, verließen ihre Schlupfwinlel. und selbst die Vögel stellten ihren Gesang ein und zogen von den Berg-c,bhangen fort. Alles dies ereignete sich im April, mehrere Wochen vor dem Ausbruche und stimmt mit den Erscheinun-c»^ brecher wird dies wagen, wenn jemand nicht dabei schläft-Ein kleiner Riegel sollte am Boden sein, gegen den der Ke>» ruht. Kein Einbrecher wird ein Haus betreten, in bcm ein Kind schreit, aber leider schreit das Kind nicht gerade imn'tl wenn der Diebstahl gemacht werden soll. Ein im Hause g" haltener Terrier ist der beste Schutz, wenn man ihm freilich auch vergiftetes Fleisch durch den Brieflasten zukomme" lassen kann. Hunde, die draußen in der Hundehütte sinb, nützen sehr wenig, da man sie leicht über Seite bringen lalw-Eisenstäbe für Fenster im Parterre taugen auch nicht vi.'l. dlnn eine kleine Taschenhebeschraube genügt, um sie weit genug auseinanderzubiegen. daß ein Mann hinein tan"-Man sollte das Haus nicht gäuzlich verschließen und ihm ei" unbewohntes Aussehen geben, wenn die Familie fort ist. ^ sollte im Gegenteile so bewohnt als möglich aussehen. lompot gütlich taten, das der Speisekammer des Olymps zugedacht war. Als die Sonne sank, gab es ein köstliches Schau» spiel. Eine Anzahl Enten lag wie tot im Sande und war von der Geflügelmagd absolut nicht anders in den Stall zu bringen, als daß sie jede einzelne dorthin trug. Tie Hühner aber »nachten «Kapriolen und Sähe, als ob sie vom Veitstanze geplagt wären, und fielen von jeder Sprosse der weiter, die sie sonst so elegant passierten, wenn das Zwielicht begann. Ein Glück, das; das betneipte Geflügel am anderen Tage seinen Kater überwunden hatte, man munkelte bereits von einem großen Entenschlachten. Aber der tapfere Büffel hatte sich in seiner Belu> stigung über das trunkene Federvieh verplaudert, und so erfuhr Margot. seine Schwester, von der luftigen Höhe im ^indenbaum, verriet es trotz heiliger Schlveigegelübde, meinen Schwestern, und dann be» aehrten eines Tages alle drei, auch den Olynlp zu schauen. Tie Strickleiterpassage wagten sie nicht, und so wanden wir sie, ritterlich schwitzend, an dem alten ^laschenznge hinauf. Es gefiel den „Damen" auch mitnehmend in unsereni Wigloam, und sie hätten wiederkommen dürfen, wenn sie der klimst fähig gewesen wären, ein anvertrautes Geheimnis zu hüten. Sie besaßen dieseKunst nicht, und unser Höhen-luftkurort wurde entdeckt, bantechnisch untersucht und väterlichbaupolizeiliäier Abnahme nicht würdig be< funden. Namentlich, alö es ruchbar wurde, das; wir alle sechs zugleich dort oben gewohnt hätten, stränbte nachträgliches Entsetzen die elterlichen Haare. So brachten die Mädel uns um den Olymp. Ich habe damals begreiscn gelernt, daß Adam durch Evas Schuld das Paradies einbüßte. Der Schwiegersohn auf probe. humoristisch« Roman von «uftav «ehseld. (63. Fortsetzung.) Ter Amtmann hatte andächtig zugehört und schlichlich überlegend den Kopf gewiegt. „Na", sagte er endlich, ties Atom holend, „ich werde mitkommen — das verpflichtet ja zu nichts!" „Ich dächte auch!" schlug Mar ihm kordial auf die Schulter. „Wußte es ja, der Verstand dringt schließlich doch immer durch!" Als er mit seinem Begleiter in Villa Fimmel an> langte, herrschte daselbst eitel Freude wie über die Rückkehr des verlorenen Sohnes. „Recht, daß Sie kommen, Herr Nachbar!" lobte Amandus. „Das viele Studieren hat keinen Zweck — steigt nur unnötig zu Kopfe!" „Nicht wahr?" meinte Mar. „Und besonders die Nationalökonomie! Schwierige Sache das!" Aspasia war die Sonne selbst. Und beim Abend-essen, als Mar zufällig unter den Tisch sah, bemerkte er, daß der holden Jungfrau zarter Fuß auf dem des Amtmanns ruhte, ohne daß letzterer etwas dagegen hatte. Im Gegenteile, er hatte eine erhabene Dulder» miene anfgesteckt, wie jemand, der sich in ein unve> meioliches Schicksal ergibt. Da läclMe der junge, Mann still vor sich hin. Die Sache ließ sich gnt an. Als er sich hernach auf sein Zimmer begab, um der nächtlichen Ruhe zu pflegen, kam Aspafia hinter ihm her gehüpft. „O, Herr Schulze", flüsterte sie, ..ich bin so glück-lich. alle Welt möchte ich umarmen! Wie haben Sie das nur möglich gemacht? Er war heute so ganz ^-ganz anders!" Moz- trat unwillkürlich einen Schritt zurück. „O, lassen Sie nur, gnädiges Fräulein", saü^ er bescheiden, „es genügt mir, wenn Sie mit mir uud nnt ihm zufrieden sind!" „Edler Mann!" Sie ergriff feine Hand und preßte sie an ihl^ Brust, ohne daß er es zu hindern vermochte. „Noch eins", hauchte sie, „mein Bruder uud meine Schwägerin dürfen nichtö davon wissen, nicht einma» ahnen, bis — bis es soweit ist! Ich fürchte, sie gönM'U mir mein Glück nicht!" „Unbesorgt, gnädiges ^rnulein", sagte Max to^ ernst, „ich schweige wie das Grab!" In diesem Moment öffnete sich eine Tür, uN«> Adeline jchaute mit strengem Blicke auf das Pac»c< Aspasia fuhr zurück und stürzte mit leisem Aussä^' davon. Mar. aber juchte, still vor sich hin laä^nd, s^>' Schlafgemach auf, alles andere denn Unheil wittern--19. Am nächsten Vormittage schlenderte Max Schu^ ties i» Gedanten versunken, durch den Garten. Er ^'' fand sich jetzt nahezn vierzehn Tage in Villa ^inn"^ und es lvar ihm dnrch seinen unverwüstlichen HuM^ sowie dnrch die Geschicklichkeit, mit welcl)er er aus all^ ihm auferlegten Proben, mochten fie noch fo sclM^ und seltsam sein, als Sieger hervorging, gelnna^ sich das Wohlwollen Amandns des Weisen im vollst^ Maße zu erringen. Trotzdem war ein Ende des jewe^ gen Zustandes nicht abzusehen. Und er sehnte !'^ wahrlich danach. In der ganzen Zeit hatte ^" ,.. Müller ihre Nehansung nicht verlassen, hatte e»' !'^ nicht gesehen, lvar e? auch Anna Fimmel nicht gl'l"', geil, zu ihr zu dringen, obwohl sie, seit sie nnt M^ im Komplotte stand, mehrfach den Versuch dazu 9 macht halle. Wie sollte das enden? . . Interessant lvar das Verhalten des dicken Nentie Müller gegen ihn. Obwohl er sich von Tag zu?"" Laibacher Zeitung Nr. 166. 1395 22. Juli 1902. -^ (Schuhputzer als Millionäre.) Die ""elvyurt World" veröffentlichte die Porträts und die Bio-Mftyim von sieben Schuhputzern, die Millionäre geworben ." s'^. ^°^^ Laufbahn ist aber nur in Amerita «'"glich, das auch für die Schuhputzer das gelobte Land ist. ^in alten Europa scheint das ehrbare Gewerbe unaufhaltsam Zurückzugehen, wie in einer Studie über die Schuhputzer, die >n on „Revue" veröffentlicht wird. zu lesen ist. Die Zahl «r Schuhputzer geht besonders in Frankreich, wo ihre Lagc yemals recht gut war. zurück. Kaum gibt es heute im Sein^-^partemcnt ihier noch 21.^0. Man führt diesen Rückgang am 'l auiomatischen Schuhputzer zurück, die für zwei Sous die "ne el blank machen, Früher trugen die Schuhputzer auch uese liiNc^,^ <1<>ux — heute hat ihnen die Rohrpost diesen ill""" abgenommen. So wandern denn die Stiefelputzer oer das Meer aus. Die Vereinigten Staaten bieten den günstigsten Boden für den Schuhputzer, weil bei der hoh?n ^Ussassuna. von der Würde der Persönlichkeit die Dienst ^" 'M Hause das Schuhputzrn nicht übernehmen. Die ^cyuhputzer finden dort nur Konkurrenten unter den Negern '!'° unter den — Gentlemen. Es wurde nämlich einmal er-auf ^.^ ^ iungcn Leute in einem amerikanischen Hause > d«m Lande miteinander im Frühaufstehen wetteiferten, "tnll schuhe der Damen zu putzen; allerdings gibt es ein Strumen! :>.! l>..<.. das den Gentleman-Stiefelputzer nicht UM seh^ beschmutzt. Der Schuhputzer der neuen Welt ver bl!^ M'i Leichtigkeit seine zloei Dollars den Tag. und vom wn^ ^kqünsti^ir sind. wie erwährt, schon Millionäre ge-.°"de>i. Ei,l^ ^^, ^„ ^^^ -st ^„ionio L'Afte. ein großer "Ponsmann. der unlängst eines seiner Pferde für 50.000 "°llars verkaufte. f . """ (ll e b e r einen wenig zarten aber er ' ° lgreichen Reifetric) wird aus Rußland berichtet de/»/''^" Tagen standen Hunderte von Passagieren auf t llemen russischen Station Ciechozinel. um nach'Warschan ^len z„ lönnen. Der eben angekommene und letzte Zug des f?^ '"" "^^ ^ besets' bah viele die Hoffnung auf Vc. lloerung aufgeben muhten. Als das Gedränge am ärgsten !n/j erschien beim Stationsvorsteher ein eleganter Herr in «gltltung eines nissischen Offiziers und erklärte, er habe eieren wegen plötzlich ausgebrochenen Wahnsinns nach War-,^u "l eine Nervenheilanstalt zu transportieren und müsse ^ Lesern Zwecke ein besonderes Abteil erhalten, da er sonst suck," ^" ^' ^'" Kranken wieberholt ausbrechenocn Tob-^ Anfälle für nichts einstehen tö'ime. Sofort wurde den ^°tn ein Abteil I. Klasse angewiesen, mit der Aufschrift Auls ^'skl)«n und der Oberlondulteur mit der alleinigen Ull'cht desselben betraut. Als sich der Zug in Bewegung «le, buchen die beiden Reisegenossen in schallendes Lachen aes'm^ '^"^ war gelungen. Während die übrige Reise^ ^ >ellschafl wegen der drückenden Fülle und Schwüle lein l>a<^ ^°^' schnarchten bie zwei auf bem beqnemen Polstrr ^Herzenslust. In Warschau angelangt und von der Sa-. atswache in Empfang genommen, begann ber Irrsinnige !/.^ Augen fürchterlich zu verdrehen; sein Begleiter aber ^ ^. man möge ihn den Kranken ganz allein führen lassen, ^ kl seine Launen am besten kenne. Man willfahrte ihm und lm! 'loh. einen solch gefährlichen Kranken auf so einfache dad ^a.eni°lden zu sein. Höchst vergnügt ging das Paar y..^'und bald darauf sah man den „Irren" ganz nußer-«entlich vernünftig in einem eleganten Restaurant sich be»i '^u«,, des Lebens hingeben. Theater-Mahlzeiten. A» ..^'"e Frage, die im großen Publikum mit besonderer "Nd""be erörtert wirb. ist die. ob wohl alle die Getränle den ^, '^"' ^ bon den Schauspielern auf der Bühne vo.' ^^ugen der Zuschauer genossen werden müssen, wirklich echt sind. Vielfach ist die Ansicht verbreitet, bah das alles nur aus Pappe gefertigt sei, und bah die Bühnenkünstler nicht wirklich essen, sonbern nur so zu tun haben. Das mag ja allenfalls auf Schmieren vorlommen, auf großen Bühn:^l werben aber tatsächlich die Gerichte aufgetragen, von welchen in dem Stück die Rede ist. Im Zeitalter der naturalistische.! Bühnenlunst versteht sich das ja ganz von selbst. Dagegen wird man immerhin einigermahen von der Entdeckung überrascht, daß es vor einem Jahrhunderte schon genau ebenso gehalten worden ist. Ein stattliches Folioheft entrollt sich vor unseren Augen, die „Beschreibung ber Theater Mahlzeitlosten" von einem größeren Hoftheater aus dem ersten Viertel des XIX. Jahrhunderts. Wir entnehmen daraus, daß dem Theatertraiteur recht anfehnliche Rechnungen bezahlt worden sind. In Boi!> dieus „Johann von Paris" ging es beispielsweise hoch her: Wein. Braten, Hühner. Salat, Aprikosen, Birnen, Krach-manbeln und ein Dutzend Äistuittörtchen. alles zusammen für 4 fl. 22 kr. In dem Schauspile „Der neue Gutsherr" wurden für nicht weniger als 4 fl. 24 kr. Sauerkraut, Knödel. Schweinefleisch und Würste verzehrt. In Ifflanbs „Jägern" lieh man sogar 4 fl. 47 kr. aufgehen. Papagcno in der „Zauberslöte" hatte auch leinen Anlaß zur Unzufriedenheit, denn cr dürfte jedesmal zloei Portionen Braten „samt einem Knochen, zlvei Brote, zlvci Portiollen Kuchen und eine Bou-teille Wein beanspruchen und bekam obendrein „zwei rein: Servietten" geliefert. Selbst mit Pasteten und Konfekt alkr Art wurden die Schauspieler traktiert, wenn der Dichter '" überwachen, verriß er dennoch . l leine Weise, d^ß or ihn schon von fniher ber „, . ^ y?ur bis,veilen, in unbeobachteten Momenten, ^.? l'r ihi, mit seltsamen Hliclen von der Seite und sick . ^ ""lh wohl den Kopf. als wenn er nicht mit i'ln ^'6 wäre. Max war daher zweifelsohne zu >«.r j""nlnzu' berechtigt, das; Müller im Grunde noch >. '^r un dem Ernst 'einer Bewerbung um Anna "'""wl zweifelte. den » ^ "Elegie. Se'U uächstev Ziel, Aspasia mil ^ ^ "Mtinaun zu vereinigen, würde er bald erreichen. Alm? ^^ ^"'" ^"^ "6?"e. Angelegenheit. Paula Tail s ^ Verzeihung erlangte er sicher, wenn er ihr die d?rs"s ? erklärte: zuvor aber nnchte er ihren Vater I c "Men. Wie würde ihm das gelingen? Durch Dro-le, ,^N/ durch List, durch vernünftige Vorstellungen? '^ihte e5 nicht. Was war da vorzuziehen? ^" Zufall sollte ihm zu Hilfe kommen, l^n <^ ^"' """' b'chl mit Neblaub l>edeckten schma-liilirr "' ^''' ^ zmn Müllerschen Gruudstücke j,,^ ^'^Uangglichritten. Nun blieb er stehen und ver-^chiN^ ^ "'" Desfnung de5 Zauneo liindurchzu-i^rte nn"^' ^ ^ geringer Entfernnng Stimmen ü'iutt "wchten die Sprechenden sein? Bald er- <^!N,l.>^ ^'' .^^' ^"^" Mülk'r und Fran Adeline ^ret/. ^' ^^^'sl-'its und jenseito der trennenden 'l'chte ^^ .^' ^u^m Zwecke östero nachbarlich be-.^l»n ^. ""!'", stanzn und miteinander plauderte?,, ^nw^ ^ ^""^ ^"^'-^ l'eiborgen war, vermochten r>°n ."11 <^l sehen, obgleich er kaum zwei bw drei Meter Iris^ "^" "'tfei-nt stand. Schon loollte Mar sich ebenso Win ^)>'^ ^ getominen war. wieder fortbewegen, al> ^'n Ql^"^ ^"" Adelines kippen ausgesprochen, an zu ^l^'s '"'a und ihn veranlasse, voller Spannung "U'chen, u»a,s da hinter seinen, Nucken von ihm gesprochen wurde - gesproäM wnrde von diesen seinen beiden eitlärten Feinden. Da5 Zwiegespräch, von llX'lck^m Mar Schulze Zeuge ward, war das folgende: „Wie ich ^hnen sage, Herr Müller, er hat sie alle in, Sacke, meinen Mann und alle! Gott. ja, und iä, würde ia auch nichts gegen ilm haben — er ist mir blos; nachgerade zu vollkommen! So ein Mensch ist mir noch nicht vorgekommen! (5r läht sich alles g.' falle,,! er tut, was man ihn, aufträgt; würden wi.-ihn in die Hundehütte schicken und sagcn, er solle bellen, er täte cs, und dabei ist er immer guter Üaune!" „Wenn das nur nicht alles ^cl,ein und Äerech. nnng ist. ^ran Nachbarin!" „Ich habe mir das auch schon gesagt, Herr Müller! lind seit einigen Tagen ist mir ami) etwas auf-gefallen!" „Nun, was denn?" „Sehen Sie, meine Schwngerm war doch sonst immer Gift und Galle gegen all die jungn, Kent'.', welche un5 besuchten, und so auch zuerst gegen diese,',: seit ein paar Tagen aber ist sie wie umgewandelt ^ auffallend freundlich, ich habe e» wohl bemerkt! Den< ten Sie sich nun: gestern abends überrasche ich sie beide im l>Iur, wie sie sich die Hände drücken nnd miteinan. der flüstern - ganz wie ein Liebespaar, sage ich "chnen Herr Nachbar! Wie ich d,e Tür ausmache, ver-liehen'sie sich schleimigst. Was sagen Sie dazu?" Ta» versiebe ich ganz einfach mcht, Frau Nach barin! Man kann doch nicht anneluuen. daß er Ihr Fräulein Sckwägerin Ibrem Fränlein Tochter vor-hieben wird! Bei allen guten Eigenschaften, die Frau-lein Masia haben mag — j""ll ist sie nun doch nicht mehr!" Notwendigste einzuschränken unb alle kostbaren Artilel lünftw nicht mehr abzugeben" seien; namentlich habe man in „Don Juan", „Major Palmer" und «Pächter Felblü'mmtl" zu viele Leckereien aufgetischt. Doch scheint diese Vorschrift nur vor-übergehende Wirkung gehabt zu haben. Auch Louise und Ferdinand pflegten an einer Limo-nade zu sterben, die. außer dem Gift, echt war. Ihr Tod kostete ber Theaterkasse jedesmal 12 kr. Einige Darftell-r bevorzugten dabei vor ber Fruchtlimonabe ein Präparat aue warmem Wasser. Vium und Iucker. An Kaffee, Tee, Schokolabe wurde gleichfalls ein ziemlicher Aufwand qemacht. Ebenso figurieren nicht selten Zigarren auf bei Nechnung des Traiteuib, meist zum Preise von 3 kr. das Stu?: eine — in Anbetracht bei damaligen Gelbderhältnifse -- recht anständige Sorte. Man sieht aus diesen Angaben, dah mun auch in der „guten alten Zeit" zu leben gewußt hat. Lolal' und Provinzial-Nachrichten. — (Militärisches.) Von bem in Görz dislozierten Divisione-Artillerieregimente Nr, 8, welches sich auf bem Marsche zu ben Schießübungen bei Gurlfrlb befindet, treffen im Laufe des heutigen Vormittags die Batterien Nr. 1 und 4 aus Untci' und Ober-Loiisch hier ein. halten morgen 3taf!> tag unb sehen an, 24, Juli ben Marsch nach Grohlupp und Wcichselburg fort. Der cndere Teil bes Regiments, Regi mcntsstab. die Batterien Nr. 2 unb 3, sinb heute früh vnn Adelsberg — wo gestern Rasttag gehalten wurde — abma'-schiert unb treffen im Laufe bes Tages in Zirlnitz ein. Morgen erfolgt bei Abmarsch nach Großlaschih. — (Das Kuratorium ber landwirtschaftlich . ch e m i s ch e n V e r s u ch s st a t l o n,) Seine Exzellenz der Herr t. l. Ackerbouminister hat ben Herri Landeshauptmann Otto Edlen von D e t e l a zum Obmann, und die Herren: l. l. Nezirlshauptmann Nilhelm Hitter Laschan von Moorland, Landesfanitätsreferenten Landesiegierungsrat Dr. Franz Zupani unb ben Land-tagsabgeorbneten Franz Ritter Langer von Pobgoro zu Mitgliedern des Kuratoriums ber landwirtschaftlich' chemischen Versuchsstation in Laibach ernannt. Ferner gehören diesen» Kuratorium folgende Herren als Mitglieder an: Landesausschuh - Beisitzer Franz Povze, Zentralaubschuh - Mitglied ber l. l. Lanbwirtschaftö. Gesellschaft Dr. Mai Würz bach unb bec Präfibent der lrainischen Hanbels- unb Gewerbelammer Josef Le< n a r ö i ö. —o. — (Lebensiellungs - Taglia.) Die l. l. Landesregierung hat den» Hilfsbeamten der t. l. Finanz vroturatur in Laibach Viktor Iebaöin fi'l bie von ihm am 14. Mai b. I. mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung der Maria Kulec aus Laibach von bem Tobe bei Ertrinkens die gesetzliche Lebensrettungs-Taglia im Betrage von 52 ll 50 l> zuerkannt. — (Postbicilft.) Am 10. b. M. ^o< m Mdschnach. politischer Bezirk Rabmannsborf, eine neue Postal) age in Wirksamkeit, welche alljährlich in der Zeit vom 15. Juni biö 15. Oktober funktionieren wirb. Diese Postablage steht mit bem Postamte in Radmannsdorf durch täglich einmalig:« Botengang in Verbindung. — Am 1(l. d. M. gelangte im Bestelibezirle des Post- unb Telegraphenamtes Mottling unb im Bestellbezirtt bes Postamtes ltommcnba der Üanb-briefträgerbienst zur Einführung: aus dies?m Anlasse wur> ben die Ortschaften Zalog und Lahoviö aus bem Bestell bezirke des Postamtes Zirllach ausgeschieden unb jenem des Postamtes Kommenba zugewiesen. —o. — (VomI.StaatsgymnasiuminLaibllch,) Die diesjährigen Maturitätsprüfungen an der genannten Anstalt fanben unter bem Vorsitze bes l. t. Lanbesschul inspeltors Herrn Peter Konönik vom 10. bis 21. Juli statt. Geprüft würben in der Abteilung ^ 3(i. in bei Ab teilung ü 27 Kandidaten. Zeugnisse ber Reife erhielten in ber Abteilung ^: Mar Abram aus Tupeliüe bei St. Daniel im Küstenlande, Hermann Namberg aus Laibach, Anton Nrajer aus Pogled bei Nassenfuh. Franz ('abei aus Krainburg, Johann Gregonn aus Laibach, Franz Hubad aus Pettau, Miljutin Ienlo aus Laibach, Franz Kertme aus Wippach, Johann Krisch aus Rieg bei Gottschee (mit Auszeichnung). Theobor Luckmann aus St. Marein, Vittor Reisner au3 Laibach. Karl Schwegel aus Obergörjach. Franz S t u l m aus Ko^ana (mit Auszeichnung). Eugen Tenschert aus Landtztion, Erwin Topolansty aus Laibach, Josef Tram-posch aus Reintal bei Gottschee. Johann Vesenjal aus Mo« xganjci in Steiermart, Frl. Äerta Braun aus Korneuburg und Frl. Helene Thurnwalb aus Liebenau in Steiermail; in der Abteilung N: Cyrill A5man aus St. Georgen unter dem Kumberge (mit Auszeichnung). Anton Breznik aus Jauchen. Josef Eerar aus Grabi^-e bei Moräutsch. Vla bislaus Dero aus Laibach. Matthäus Dolenec aus Abels» berg, Anton Golö aus Zagorica bei Döbernig. Franz Ieii, aus Pance bei Lipoglav. Josef Ieric- aus St. Veit bei Sittich. Johann Kobal aus Laibach. Johann Koaovüel aus Drablje bei Laibach. Jakob Luznar aus Dolenja Vas bei Selzach, Franz Ogrin aus Alt-Olxrlaibach (mit Aus zeichnung), Anton Rasberger aus Laal bei Steinbrücl. Franz Slul aus Laibach. Alois S o d n i l aus Laibach smit Aus< zeichnung». Johann Suhadolnit aus Seedorf bei Presser, Johann U rbasaus Nol5je bei Oblal (mit Auszeichnung', Ludwig Vagaja aus Iessenitz l^i Groh-Dolina, Viktor Zai^r aus Laibach. Franz Z o r l o aus Kirota Set bei Watfch (»'" Auszeichnung). - Reviobiert würben 7 ""'t"f«t"' l»«l unter zwei Externisten zum ztveitenmale). b'^ «^7- ^ prüften Kandidaten erhielten bie ^w'^un« d. ^ufung ,m September aus je einem Gegenstände z"we' — (Die vierklass.^^." ^^^/,in fürKnabenbesDe " t «'^ ^ Schuljahre von Ivs « c, ibach) wurde ,m ^/i ^l,sse ^9. auf R^^ie^^^ d^ >V, .4 Schier Dem Laibacher Zeitung Nr. 166. 1396 22 Juli 1902. Neliaionsbetenntmise nach ware» 180 latw-.sch, 5 e'^ngc-. lisch 2 ariechisch-uniert und 5 mosaisch, 177 Schuler sprachen nur deutsch. 11 deutsch und slovenisch. 10 deutsch und italienisch. In Laibach wohnten 168. außerhalb der Stadt 20 Schüler. Wegen andauernder Kranth-'i blieben am Schlüsse des Schuljahres 2 Schüler ungeprüft. von den anderen wurden 90 A zum Aufsteigen für i^if, 10 . — (A u s be r D iöze se.) Die untrr dem Patronat.» des Krainischen Religionsfondes stehende Pfarre Gojzd. im politischen Nezirte Stein, wurde dem dortigen Pfarradministrator Herrn Anton K o c i j a n u i 5 verl>!'/i'. —o. — (Neu r i n g b a ch - Regu lieru n g.) Am 14. August um 9 Uhr vormittags hält die Neuringbach-Genossenschaft unter Vorsitz ihres Obmannes, des Herrn Grafen Barbo. in Nassenfuß eine Generalversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1.) Bericht des Genossenschaftsausschusses: 2.) Rechnungslegung für das Jahr 1901; 3.) selbständige Anträge. —e— — (Vau des bezirlshaupt m annschafl-liche n Amtsgebäudes in R u d o l f s w e r t.) Bei der Offertverhandlung wegen Uebernahme d?,'. Neubaues eines Ämtsgebäudes für die l. t. Nezir<5!>>l',Ptmannschcist Rudolfswert wurden die Maurer- und Handlangerarbeiten, die Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten, die stehenden und liegenden Tischler-, Schlosser- und Glaferarb.^iten. dünn die Konstrultionseisenlieferung der Krainifchen Ballgesellschaft in Laibach, die Steinmetzarbeiten dem Steinmetzmeister Alois Vodnil in Laibach, die Anstreicher- und Malerarbeiten der Firma O. Smitla in Rudolfswert, die Spenglerarbeit mit Ausnahme derWasserleitungsinstallation demSpenglermeister Andreas Agni<" in Rudolfswert, die Hafn^racbciten I. H. Apve in Kandia übertragen. Der Vau lst bis spätestens 1. November unter Dach zu bringeil. Die G^amlkostr» werden sich auf 143.000 Iv belaufen. - - Bezüglich der b^i den Grabungen aufgedeckten Funde kunstgeschichtliche,- und historischen Wertes wurde angeordnet, daß die Bauleitung ihr Augenmerk auf die blohgelegten Funde zu richten huben wird. Kleinere Gegenstände sind sofort dec Nezirkshaupt-mannschaft zur Aufbewahrung abzuliefern, während l>ei wichtigeren Funden, welche, sobald auf dieselben gestoßen wird, in ihrer Lage zu belassen sind, zur vollständigen Fni-legung der zuständige l. t. Konservator beizuziehen und gleichzeitig der l. l. Landesregierung die Anzei^ zu ecstai^n ist. Auch diese Funde hat die Bezirlshauplmm.nschaft in Verivahrung zu nehmen, Diese Maßnahme wurden aus dem Grunde getroffen, weil der Bauplatz ci,i ehemaliger, uralter Friedhof zu sein scheint. — Das Gebäude wird einstöckig mit zwei Seitenflügeln aufgeführt werden und 35 Piecen umfassen. —c— — (Die Ve trie b sz ä h lu n g im politischen Bezirle Rudolfswert) ergab 1385 gewerbliche Betriebe. 660 Heimarbeiter und 9116 landwirtschaftliche Netriebe. __l>__ " (Ein unredlicher Schuhmacher.) Der Schuhmacher A. B, erhielt vom Lederer Josef klrl Leder im Werte von 20 Iv. um ihm vier Paar neue Schuhe zu machen. Anstatt die Schuhe abzuliefern, verkaufte er sie einem hiesigen Schuhmacher und fuhr mit dem Gelde von Laibach aeaen Triest zu. — (Leiche n fu nd.) Am 18. d, M. lourde nächst der Ortschaft Neuming im Saveflusse eine angesÄMmnüe männliche Leiche aufgefunden und sodann über Veranlassung der Gendarmeriepatrouille Wocheiner-Feistritz in die Totenkammer daselbst überführt. Der Ertrunkene ist mit dem am 8. Juni I. I. spurlos verschwundenen Steinbrucharbeitec Philipp Vonöina aus Lotovec, Küstenland, identisch. Derselbe dürfte im angeheiterten Zustande in den Feistrihfluß gestürzt und dabei verunglückt sein. — Bei dem Toten wurden eine Geldtasche mit 63 X 47 li. 1 Taschenmesser. 2 Sacktücher lind 1 Taschenspiegel vorgefunden. Die Leiche wurde auf dem Friebhofe in Wocheiner-Feistritz beerdigt. —I. — (E r d b e b e n m e s s e r i m D i e n st e^d e s N e r g- ^ baues.) Diesertage gelangte beim Vergbaue der steilischen Montaiuverle von Freiherr Mayr von Mclnhof im Tolling-grabe» bei Leoben ein Erdbebenmesser zur Aufstellung welchem Instrumente die Aufgabe zufallen wird. die verschiedenartigsten, durch den Bergbaubetrieb hervorgerufenen Boben-erschütterungen graphisch wiederzugeben und genau zu messen. Die ersten Versuche, die soeben an Ort und Stelle vom Leiter der Laibacher Erdbebenwarte. Professor A, V e l a r der die Aufstellung des Apparates vornahm, gemacht wurden, ergaben recht überraschende Erfolge. So wurden unter anderem Abbau Verbrüche von verhältnismäßig sehr geringer Ausdehnung noch auf eine Entfernung von 1000 Metern vom Instrumente in einer sehr charakteristischen Weise wiedergegeben, so daß es bei einigem Vergleichsmateriale möglich sein wird. derartige Vodenerschiitterunqen von anderen zufälligen zu unterscheiden. Das Studium dieser instrumen-tellen Aufzeichnungen verspricht daher nicht nur für die wissenschaftlichen Fachkreise, sonder» in erster Linie für den Bergbau von ganz außerordentlicher Bedeutung zu werden, und,nan kann in der Herbeiziehuna der feinfühligen seismischen Instrumente zum montanen Beobachtungsdienste wieder lmen hervorragenden Forlschritt in der Bergbautechnik ver- zeichnen. — Da das im Tollinggraben zur Aufstellung ge-langte Instrument selbstverständlich auch alle örtlichen und stärkeren Fernbeben registrieren wird, so wird obengcnannte Bergbauverwaltung. welä)er Herr Josef von Lidl vorsteht, auch in der Lage sein, mit den gemachten seismischen Aufzeichnungen der exakten Erdbebenforschung nicht unerhebliche Diensie zu leisten, was umso erfreulicher ist, als bisher im Kronlande Steiermarl trotz seiner seismisch nicht uninteressanten Beschaffenheit leider noch keine derartige Beobachtungsstelle bestand und nun durch diese Aufstellung eines Apparates wieder eine nicht unbedeutende Lücke im instrumen-tellen Beobachtungsnetze einigermaßen ausgefüllt wird. "(Unfall e.) Ueber die Stiege fiel gestern vormittags d,e fünfjährige Friseurstochter Milta Mohär im Haust Petersstraße 57. und erlitt einen Beinbruch. Sie wurde mit dein Rettungswagen ins Spital überführt. — Auf der Wienerstraße vor der Apotheke Piccoli stürzte gestern ein gewisser Johann Bla^ bewußtlos zusammen. Er mußte mit dem Rettungswagen ins Landesspital überführt weiden. — (Ein Fuhrmann und zwei Pferde vom Blitze erschlagen.) Nie der Triester „Edinost" berichtet wirb. erhielt am 18. d. M. der Fuhrmann Johann Hvi. gelj vom Kaufmanne Zelen in Senosetsch den Auftrag, auf der Station Divaäa eine Warensendung abzuholen. Mit seinen beiden Knaben auf dem Heimwege begriffen, wurde ei von einein luftigen Gewitter überrascht. Plötzlich fuhr ein Blitzstrahl nieder und erschlug ihn und die beiden in den Wagen eingespannten Pferde, Die Knaben, die sich glücklicherweise nicht auf dem Wagen befanden, blieben unverletzt. — (Beim Wetter schießen verunglückt.) Am 17. d. M. schoß gelegentlich eines herannahenden Gewitters der Besitzer Johann Solce aus Planina. Gemeinde Gurlfeld. in der Netterschießstation bei Planina, Beim Laden der Voller waren ihm sein 14 Jahre alter Sohn und der zehnjährige Franz Cerov^el aus Planina behilflich. Da ein Poller nicht losgehen wollte, trug ihn Eolce aus der Schießstätte zu den Knaben und versuchte dort etwas Pulver nachzuschütten. Plötzlich entzündete sich das Pulver sowohl im Pöller als auch im beigelegenen Behälter, und alle drei erlitten schwere Brandwunden am Gesichte, an Händen und Füße». Sie befinden sich im Spitale zu Gurtfeld. —u. — (Von einem Wagen überfahren.) Am 15. d. M. vormittags führte der beim Besitzer Johann Re-povi in Iohannistal bedienstete 17jährige Taglöhner Anton Vodenit aus Gomila, Gemeinde Dvor, einen mit einem leeren Fasse beladenen Wirtschaftswagen auf der steilen Gemeinbe-straße im schnellsten Tempo gegen Iohannistal. Als derselbe, die Deichsel führend, mit dem Wagen über einen Wasser-fänger lief, gab ihm die Deichsel einen derart wuchtigen Stoß, daß er zu Boden fiel und unter den Wagen geriet, »velcher über ihn rollte. Vodenil erlitt hiebei innerliche Verletzungen, denen er am 17. b. M. erlag. —c — (In der Save ertrunken.) Am 19. d. M. badete» die des Schwimmens unkundigen Knaben Anton und Johann Lavrin^el. beide aus Stadtberg bei Gurlfeld. nächst der Gurlfelder Brücke in der Save. Sie wurden von der Strömung erfaßt und mitgerissen. Dem .Hausbesitzer Iol^ann «i^lo und dem Straßeneinräumer Josef Koleti.^, gelang es, den Johann Lavrin^el zu retten, während Anton Lavr'in^el ertrank. Die Leiche des Verunglückten wurde noch nicht gefunden. __<.. -^ (Beim Baden ertrunle n.) Ani 18. d. M. badete der Iijähr.. des Schwimmens unkundige M. Eolarni aus Slinovitz, Gemeinde Landstraß, in der Gurt bei der nördlichen städtischen Brücke in Lanbstraß und ertrank. Die Leiche wurde bald darauf aus dem Wasser gezogen. —o. "' (Vo » einem Stiere n i e de r g e st o ße n.) Die 24jährige Magd Gertrud Su^nil aus Besnitz wurde am 20. d. M. beim Viehweiden von einem Stiere zweimal mit den Hörnern in den Bauch gestoßen und zu Boden geworfen. Die Verunglückte muhte ins Landesfpital überbracht nxrden, (Eine aufgegriffene Irrsinnige.) Von der Polizei wurde gestern abends in einem Wirtshause cm der Wienerstraße die irrsinnige Magd Franzisla Knapiö aus ^ Flödnig aufgegriffen. Sie war beim Gemeindeamte Flödnig über Nacht in Verwahrung gewesen, hatte die Tür aufgebrochen und war entflohen. Sie benahm sich sehr gewalttätig und schlug auf den Wachmann los. Man konnte sie nur mittels Wagens weiterbefördern. ~' (Getreideschnitt.) Im Laufe der vorigen Woche begann in Untertrain der Schnitt und wird in dieser Woche außer jenem des Hafers beendet sein, Korn und Weizen sind sehr gut geraten; die Aehren sind voll und die Körner inhaltsreich. Sehr beschwerlich ist jedoch der Schnitt, weil das Getreide infolge der mitunter stark aufgetretenen Regengüsse und infolge des heftigen Windes teilweise gelagert hat. Ein .Herzenswunsch des Landmannes ist es. daß jetzt, während der Erntezeit, lein lang anhaltender Regen eintreten möchte. Binnen vier Wochen wird die ganze Getreidefechsung in den Scheunen geborgen sein, und dann, zuMaria Himmelfahrt, feiert der Schni'tter sein fröhliches Erntefest. «. — (Siebenter ö st e r r e i ch i s che r Weinbau-longr eß.) Am 13.. 14. und 15. September b. I. findet in Krems an der Donau der siebente österreichische Weinbau-! lcngreß statt. 8. — (De r Z i r lu s E n de r s) wird hier in der ersten Hälfte des kommenden Monates seine Vorstellungeil eröffnen. (Verlöre n) wurde eine goldene Damenuhr samt Kette im Werte von 48 li. — Gefunden wurde ei» kleiner -—- (Das baufällige Lloydpalais in Trieft.) Aus Trieft wird dem ..Fremdenblatt" berichtet: An dein Lloydpalais zeigten sich heute bedenkliche Risse und Sprunge. Namentlich die'in der Via Mercato Vecchio gelegene Fassade ist arg beschädigt. Der große steinerne Ballon des ersten Stockes ist ga»z geborsten und mußte durch Pfosten gestutzt werden. Auch in dem Mauerwerle zwischen den Fen< stern zeigen sich ansgedeh»te und klaffende Risse. — (Der Laibachfluß) ist infolge der letzten Regengüsse um 0 50 ,n über das Normale gestiegen, x. — (K urlist e.) In der Lanbes-Kuranstalt Neuhaus bei Eilli sind in der Zeit vom 3, bis 12, d. M. 114 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — ((- orl! n ^jttk ! 8 I n V 5 l' k.) Die „Glasbena M^ tica" versendet soeben an ihre Mitglieder A. Foerster« Oper in drei Teilen ttui^l^Ici «luv^li, deren slovenischew' Texte über Wunsch des Komponisten auch eine deutsche Ueber' setzung beigegeben wurde. Die Oper — unseres Wissens dit erste slovenische Oper. die auch in Druck erschien — umsaht in Groß-Quartformat 211 Seiten und wurde bei Iof. Eberle ^in Wien gedruckt. Eine Besprechung des Werkes wirb gelegentlich erfolgen. — (Kunst- und Industrie-Ausstellung in Athe n.) Die griechische Regierung hat beschlossen, noch in diesem Jahre eine große Kunst- und Industrie-Ausstellung in Athen zu veranstalten. Sie soll im Monate Oktober eröffnet werden und bis zum 27. Dezember dauern. Das Protektorat hat die Kronprinzessin Sophie übernommen. — (Uöitoli'ski ?ovari8.) Inhalt b« 21. Nummer: 1.) Die Regulierung der Lehrergehalte. 2.) > Unsere Ideale. 3.) „Gewissenlose Hetze." 4.) Verschiedenes. ^5.) Korrespondenzen. 6.) Vereinsmittcilungen. 7.) Literatur und Kunst. 8.) Mitteilungen. !»,) Amtliche Lehrstellen'Aus-schreibunge». Telegramme des k. k. Eelegraphen-Eorresp.-Bureaus. Wctterschiesz-Konferenz. Graz, 21. Juli. Die allgemeine Diskussion wurde mit einer dreistündigen Unterbrechung bis 7 Uhr 30 Mi», abends unter reger Beteiligung der ausländischen Experten, hervor' ragender Männer der Wissenschaft, mit großen» Eifer ae-führt und befaßte sich der Hauptsache nach mit der BeslM chung der vom Spezialreferrnlen Professor Dr. Trabert auf' gestellten Kriterien. In den zwei nächsten Tagen werden die Experten den Weiterschieß-Versuchsplatz der Firma Kall Greinitz' Neffen in St. Kathrein an der Lammina und boZ offizielle Versuchsfeld in Windisch-Feistritz besuche». Do»' iierstag. den 24. Juli, werden die Verhaildlunge» der KoN' ferenz fortgesetzt und abgeschlossen, Schiffsunglück. Hamburg, 21. Juli. Der der Haniburg-Ameri^-Linie gehörige Sesschlepper „Hansa" rannte dem Verani^ gungsdampfer „Primus", der angeblich bei Blantensee z" rüh aus dem südlichen in das nördliche Fahrwasser einbog, in den Maschinenraum. Er versuchte die „Primus" auf ba» Land zu schieben, geriet aber selbst auf den Grund. Dil „Primus" trieb von der „Hansa" ab und sank. Mittelst Lei' tern und Tauen wurden 50 Personen alls die „Hansa" gerettet. Weitere 70 wurden in die Boote der „Hansa" auf-genommen. Einige Personen schwammen ans Ufer, 50 er' tranlen; dreizehn Leichen wurden bereits geborgen. Hamburg, 21. Juli. Nach anderen'Meldungen >o«r' den von den mit dem Dampfer „Primus" Verunglückten acht Personen geborgen; .14 Personen werden vermißt. Das Kabinett Combes. Pons. 21. Juli. Im Verlaufe des Bankettes des land' wirlfchastlichen Vereines sagte Ministerpräsident Eombes über das Gesetz, betreffend die Kongregationen, das Gesell war eine Notwendigkeit in Anbetracht des Anwachsens der Kongregationen, deren Einfluß sich in der Politik und jüng>t bei der legislative» Wahl fühlbar »nachte. Allmählich wa"" an Stelle der republikanischen Einrichtungen monarchistische und theolratische getreten. „Wir haben die Zügel der N<" gierung ergriffen, um dir Wiederkehr von Gefahren zu ve" hüten, denen die Republik entronnen ist, und tverden unsell Pflicht tun, ungeachtet der gegen uns gerichteten Schmähun' gen und Drohungen." Der Ministerpräsident rechtfertigle schließlich das Verhalten der Regierung gegenüber jenen Kon' gregationen. die sich dem Gesetze nicht unterwerfe» wollen- Quiberon, 21. Juli. Bei einem vom Gemeindelate gegebenen Bankette hielt Marineminister Pelletan eine Ä"-spräche, in welcher er die vollkommene Einigkeit des .^ binetles bei dem Werke der Vertcidignng der Republik geg"' den Klerilalismns, der bereits i» das Heer einzudrings" suche, betonte. Der Minister erklärte den Heeresdienst f>" nötig, denn wenn man ihn abschaffen wollte, würde ihn e>N fremder Gebieter, der Frankreich unterjochen würde, wied^ einführen, ..Wir wollen", schloß Pelletan, „ein starkes He", das allen Intriganten, auch denen, die leine Dreß traget offen entgegensteht." Görz. 21. Juli. Gestern fand in Anwesenheit des Statthalters Grafen Go<:ß und der Zivil, und Mill«"' behörden die feierliche Konsekration und Inthronisation b^ Fürsterzbischofs von Görz, Andreas Jordan, statt. Rom. 21. Juli. Der Papst empfing t>ute die a,""' tanlschc Mission mit dem Zivilaouverneur der Philippine"' Vapp. a» der Spitze, nachdem gestern die Audienz in letzte' Stunde abgesagt worden war. Zum Zeiche» der NefriediaU>^ über den Ausaang der Verhandlunge» überreichte der Pap! jedem Mitgliede der Kommission ein Andenlen. Belgrad. 21. Juli. Wie hiesige Blätter mel^ werde» der König und die Königin am 15. Oktober die iNe>> nach Rußland antreten. Konstantinopel. 21. Juli. Die Weldu»a "" !der Entführung des Bischofs Firmilinn bestätigt sich n>O' ^aibacher Zeiturg Nr. 166. ,397 22. Juli 1902. Neuigkeiten vom Büchermärkte. M,»^""!"" Vernarb, Italienische Kunst, ll? 20. -"elmelzliichen C. M.. Katechctische Predigten. Hest I. ^y A' ^ Rätselhafte Naturen. 1. Vand, Die Flage«anten. Di. « ^ 'we feine Nummer. 64 Seiten Vilder, «1-20. -"'e «ergliaxler, lusti«c Abenteuer aus den Vergen, Kl 20 ^,„ "l.ay E^ H^ Berliner Range II., X 1-20. - HUnia 5«?«','ü' Unsa Landl. X^—. - Sacken Edm. von, Allerlei vuusireuz «„t» andere lustige Reime. l( 1 l»0. — Molitor, w'^^' ?^"b und Trutz, Wesen und Wirlen unserer Feuer-Ä?' V'^ ^ W. ssrh. von. Ein Wort über die Truppen-"Mere. X- 40. — Maierl Ed.. Unser Vale.land. X 4 -. ^rohasel Prof. P. K Mahner Dr. I.. Aufgaben auS °f,.f ^»Ischen Prosaleltüre ^ Kl 20. — Heinze Dr. H.. "UWben aus llassischen Dranlen. Epen und Romanen 6. da« Ä . - Schian Dr. Martin, Friedrich Nietzsche und ß ^hllstentum, « 1 50. — l>» ^nßelico ä», diezol», «..^^odultionen der Engel nach den Originalen in der H°,"" drgh. Offici in Florenz. «2-40. - Seligmann I.. D- 3"^"« nach Nmerila, « 3 —. — V er n st e i n Dr. I., '« «rciste der Vewegung in der lebenden Substanz. K — 96. ^ ? p' hner Dr. Alfr., Die pädagogische Pathologie im 2'""unterricht. K --96. - Enßlin Dr. Ing. M,. fts^l aclagerte Kurbewellen mit einfacher und doppelter ^Mung ihre Formänderung und Anstrengung, k 7 20. — in w«.^ l».. Mehr Licht! die Klarstellung des Orundgedanlens ^"^3 Faust, 2. Theil. K 2 40. - KauhschE.. Dir ^I'e und die poetischen Bücher des alten Testamentes, lv 2 40. ^ N "rlyle Th.. Arbeiten und nicht verzweifeln. X 2 16, Di, ^. «" ^' Eüier filr Viele. X 2-40. — W o tma nn Dr. «. 'Stellung der Sozialbemolratie zur Religion. K --60. -w^eleu Dr. G., Die Kirche, K -60. - Hahnel Fr.. "Msmus und Erziehung, ll --60. - Wille Dr. Bruno, »m.!-,^ b°chschule. K 1 20. — NaumannF.. Im dunlelsten 3t?, «»'^ ^ -- - Deutschmann Professor Karl. Die yillniande vor der französischen Revolution, li 1 20. -ll^inlchlager Friedr., Mmische Ueberreste in Bayern. ^ Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. lkleinmayr K "'°' Namberg in Uaibach, Kongrchplah 2. Verftorbeue. hek,.^'" l 7. Juli. Maria Susnil, Arbeiterin. 71 I.. Na' "^struße II. »z»r»k!mu» senili». Lckw ^ " ^tl Iuli. Josef Dchuan. Faßbinberssohn. 4 M., !!!^.s"zdolf 21. Darmlalarrh. — Nikolaus Heralovii. griech.'lath, «t?, I' ^^ I < Pulanastrahe 60. öl», nnmui! «enili». — Helmulh unk «.' ^beringenieurssohn, 7 M., Levstilgasse 15, Darmlatarrh "" ^'lampsie. Am 1 9. Iuli. Josef Kuhman, Prioatbeamter, 70 I.. Alter Marlt 9, Lungenentzündung. Im Iivilfpitale: Am 19. Juli. Ursula Zurbi, Inwohnersgattin' 68 I., ^I»rll8mu8 »enili». — Angela Heinz, Drechslerstochter, 3 I.. Diphtheritic. — Johanna Nidic, Stubenmädchen. 4.'^I, I'uliereul. pulm. H, ?eriloniti». A n> 2 0, Iuli. Anton lllanöar. Taglöhner, 52 I., <^ontu8,o tkorlleiZ K lüornolio oerebri. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mlttl. Lustdruck 736 0 mm. y, 2U«. 7300 248 S. mähig teilw. heiter " 9 » «l». 730 5 19 6 NN. schwach Gewitter 22.>? . F. , 734-9j 14 6! N. schwach , teilw. bew. > 13 9 Das Tagesmiltel der gestrigen Temperatur 20-4°. Nor» male: 19 9«. Verantwortlicher «ebatteur: Anton 3 untel. ;CA Franzensbad fei"1...- '" 4 . . ,ig| Mlensäurereichste £ithionquelle. Bewährt «ich iu allen Fällen der harnsauren l)iaLlie*H, bei mangelhafter Ausscheidung der Harnsäure aus dem : Blute, bei Harngrles und Band, bei Nieren- uud Blasenleiden, Qloht, Rheumatismus etc. Von ärztlichen Autoritäten mit ausgezeiohnetem Erfolge angewendet. Harntreibende Wirkung. Angenehmer Geschmack. Zu haben in allen Apotheken und Mineralwasser - Hand-Jlungen, eventuell bei der Brunnenverwaltung der I Nutallequelle, Franzentbad. (2401) 12—5 v------------------------------------------^ Anton Korbar Handelsmann Maria Korbar geh. Pilko (28žC) Vermählte. Laibach, 21. yuli 1902. Statt jeder besonderen Anzeige. Den besten Bohutz vor Infektionskrankheiten gewährt nicht nur eine reine, staubfreie Umgebung, sondern vor allem ein gründlich gereinigter Fussboden. Die beste Reinigung desselben ist aber nur dann möglich, wenn der Fussboden hart und glatt laokiert ist. Die Firma Christoph Schramm Lack- und Farbenfabriken Wien, XL, Simmering Qytfr, Ungarn prtllgttotat Lo&des 1862 pfrtia&tt X8S7 erzeugt einen Fnfibodenlaok unter dem Namen Christoph Schramms echte Bernstein-Glanzfarbe welche garantiert die schönste und haltbarste aller anderen Anstriche ist. Wegen der vielen wertlosen Nachahmungen und Nachbenennungen „aohte man darauf", daß auf jeder Dose der Name und Schutzmarke „Christoph Bohranun" ersichtlich ist. (2268) 10 Zu haben in L a i b a c h bei Anton Krlsper und J. Perdan. Kurse an der Wiener Börse vom 2l. Juli 1902. «««»>«. ofsiM« »««.bum.. l>»e nol!sl!,n Kuril ve,s1,lxn ftch in Kro»,nwähl»ng, D<» Notlflun» Iäm!l!ch,l «ltlen und der «D«o,ls,l> L°>f» vflstel,! stch p '"">.Iü»,'I„li pr,ll,4'l!'V.. ,<„ ?l> ,01 «d >»^,/' «prU, vl«,pr,ss.4 ^ ,Nl'?!>,»«'»5 >»«» 4U lb4<« >«k».. " lOO jl. 4«/« j»8'— 1W — ki» ., ,00 ll, . . llbU — »i>» - tom,u>, " bO sl 5"/« , »00 b« 202 50 ^"Uull.ww zeich.. """»rttttenenzönigrelch» 0e« ""b zander. ^»»iM.....4«/° »lll «, l«l «0 >.'°,dto V!'.....4°/° »»", »«l»b ^cher, i» ° <>lc Ultimo . 4"/» 9S <»l» 98 »5 dft^nvesUllon^Menle.stfl., «a>!,. «,. st,u«,re!. ^»n» ^» , l>"»en . . 4«/, l,8'!»0 ll»5« , (bahn in Nroorilwühr, l", 4,^'2°^^'l,«lM,5'/.°/« !<>/'«^ ^ud'w,'w.......458bO4bü'b0 Gelb War» «l>« Vtaale zur Znl»ln«a Übernommene Gisenh.'Privr. Oblig» u, »UUU M. 4»/, ab !0«/„...... '»^'^ >l«80 Vlisabeihbah», 400 u ^000 Vl. 4"/»......... ll«bO,i9b0 ssranz Iojr>>U., «m, <««4 (biv. Sl,) Gilb,, 4°/„..... 39 »5 ,00 »l. Galizijche ltarl Uudwi« üinhn (btv, Lt,) S!>b, 4«/« . . . »9«b l00-«5 Uorarlbergei lvay», Staatsschuld d»r Linder d»r ungarischen Krone. 4°/„ u»l>, Volbrexts per NaÜe , »»l bl> 1l!l'?o b>°. dlo. per Ultimo , . , . llll'do l«l 70 4"/u dlo, Rente in kTonenwühs,, sleueifrel, per Kasse . , . 9? 90 9810 4"/» dlo. dto. d!u, pei Ultimo . 9? 85 98 l»l> Un«,El, «is-NnI. Gold ,00 .) v. I. 187«....... II» 80 ,,9 30 bt«. Gchantieglll.'Ublöl, Oblia. 100 — ,00 »o bto. Pläm.'«. k loofl, -- 200 lc 206 — 208 - dto. dto, o. 50/^ahr. »eil 4"/o......... >l>o «5 lo> lc> dto. dlo, 5UjHhr. verl, 4«/^ ION »5 ,o, »5 Vparlasse. 1, «!«..eoI..V uo Etaatlbahn....... 445»— - . Südbahn l» 3«/„velz.I«nn,'Äull 29,75 »s» 75 dlo, k 5"/«...... 11« »5 i«o «ü Un«,°galiz. «ahn..... »08 20 109 xl, 4°/,, Unterlralner Vahnen . 99 50,00-- Kiv»rs» z«s» (per Stück). «rrzl»»l»che U«le. 8°/., Vodenlreb!« Los, «m, 1880 2»s 75 3»» ?ü 3«/» ,. .. °/» Donau «egul,liol« . . > »«!'— »«» - Unv«rzln«lche «oll. «udap,.!«llf!llc» (Dombau) 5 fl. »9 25 «>-25 Kreditlo», 100 ..... '»»'^ ><>» — Palffy-Lole 40 sl. »W. . - - «89 — 193 — «olenKrcuz, 0eft, «el..v,10«. »— i>7 - ., ung. „ .. üsl, «820 «920 «ubols.Lolt 10 s, 40 fl. . . . 2«4 —274- Wiener Eomm.llose v, I, 1874 423 - 42? -Grwinstlch, b, u'V^Pl, Schulbv. d, »Uodenlredilansl , i, BelliebsVel, fürfläbl, Slrahenb, i» Wien lit. X . l»04 — 3uö — blo, d!o blo. l,l, ll . 304 — 30ü - c Vohm, «ordbahn 150 ,l, . , 400 — 403 - , Vulchtiehrader uler5»-— ,«)-— Ung .galiz, Eisrnb, 200 fl. silber 4»t— 4»«- Ull9.Westb,(UiaabOlr«lz)»00fl.S, 434 5!> 438 50 Wiener Lokalbahnen »lt.»?!. . — — — — Hank»». «n«l0'0»ft. Vanl l»0 »I. . . «76 — »?«- Ullntvereln, Wiener, 200 ll. . 45150 452-50 «odlr «nsl, 0es!.. »00 »l.L. . 91«-»l-ttrdl.-Nnst l Hand. u, «, 1»0sl. —— — - bto, dlo. per Ulrlmo . . «7« 75 »77 75 »redilbanf, «U« ung . »00 ll. . 70450 706 — Deposttsilbaiil, Nllg , LM! sl, . 4,«-.^ 41!» — Ellomptt Gr!,, Nbillll,, 500 sl, 483 — 485 — .u.l»llsle,>u.. Wien»t200ll. 4s»l, — 470 — Hypott>eN>.,0,ll.. »U0ll.»U°/»«, 193- 195 — »»Id «»n Mnderbanl, veft , »l»o sl . . 4«4 oo 4«» «, Ostsrr.unlllls Vanl, »00 l>, . ,»0, >«v» Unionbanl 200 fl.....5»« — b»» - «erlehr«b»nl. «ll, , 140 sl . ,3? «» »»8 50 Industrl»'Inter« n»hmung»n. lvauge!.. «llg. «ft., 100 ll. . . »« - 14» — ««hdler Eisen, und Vlahl'Inb, in Wien 100 fl.....195 — ,«?'— Elle,!l,lltmw,-Lech«,,zfranr».KlüffHt nl Ms Ilrt-Ont». Gesucht werden: Ufd i'ne 6eselzle Kassierin, die im Rechnen ein Lr» ?-er Buchführung versiert ist, und Nah 8 ^il Sc"1»10«1«1111»!?-^itun» es 'n ^er Administration dieser -,_8^ (2829) 3-1 „Monatzimmer l AuP,»b,n'Öljlierl' itjt sogleich oder mit «r. 17*,71 an stabile Herren, Hauptplatz 1 "• Stock, Tür Nr. 4, (2830) zu vermieten. (2807) 3—2 ^-_^7?5/2 1. Edikt. Vom k. l. Bezirksgerichte in Littai wird bclauilt gemacht: Ueber Ansuchen der Hermine Schinl, Maria Bayr. Maria Godrc und Autonia Birolla wird die freiwillige gerichtliche Feilbietnng der vormals dem Herrn Johann Schinl gehörigen Realität Einlage Zahl 90 Katastralgemeinde Lote (bei Sagor), das ist der Bauparzelle Nr. W/2 mit den, Hause Nr. 14 in Lole bei Sagor und Wirtschaftsgebäuden Inventurswert 2600 li (als erster Gruppe und der Parzellen 177/1, 177/2, 177/3 und 178/2 mit dem Hause Nr. 15 in Lole, Wirtschaftsgebäuden. Hof und Garten) Inventurs« wert 10.000 k als zweiter Gruppe nach den borgelegten Feilbiet ungtbe-dmgnissen bewilligt und es findet dieselbe am 1 1. August 1902 zu Lole bei Sagor statt. Die Beschreibung drr Realität, der Grundbuchseztralt, sowie dieFeilbietungs' bedingmsse lönnen Hiergerichts während der Nmtsstunden eingesehen werden und werben bei Beginn der Feilbietung noch besonders kundgemacht. Die beiden Gruppen werden zuerst separat und dann auch zusammen um den Inventurswert als Ausrufspreis per 2600 li und 10.000 li. respektive zusammen 12.600 X ausgeboten. Die freiwillige gerichtliche Ver steigerung hat auf den «/stand att fälliger intabulierten Lasten le.nen Em-stutz. Littai am l6-Juli n>02.