Vchrlstlettmig: Wt. b. StbMo* Ih. tl, talmxWa. • »»« « Du*» e :X4tUiJ farlt «utnatoM bet »«»»- fjtirr-tagt Ml ll—i« ajT oera ©-«»Mrtrtfa a*ra*i st*t bntlsfflöitit *at«all|aagia matmi Ht «ttMduna 1 ea»»»cs ikenM fofl t a-Sont« U.»« verwaltoig -«athaaSftafle Rr '''•Hu Ih. Jl, tainaitm ffcMifl- v'-fim ftfrtellS&tl« ...«»•* fealb|äl)rig . ...K Hß «s.mi;titlj. . . . K )t'N m 8 111t » — >°ur« «»«»»» rid»dc!> ft» «, «-zaqtzidltz»«» n« »>, MI |£i UbbtdcOM^ Nr. 70 Cilli, Samstag den 29. September 1917. 42. Jahrgang. Dir neue Parlumenls-lag,»ig. Das Abgeordnetenhaus nahm Dienstag seine Sitzungen wieder auf. Vor seinem Zusammentritte erließ der Nationalband eine Kundgebung, in der er sich wieder eine zuwartende Haltung gegenüber der Regierung einzunehmen erklärte. Die Kund« gebung lautet: „Der Teutsche Nationalverband erkennt es als eine unbedingte Notwendigkeit, seine gesamte innere Politik den großen Interessen deS Staates und des deutschen Volkes unterzuordnen, die von dem Aus-gange des Kiicges und von der Erreichung eines ehrenvollen und dauernden Friedens abhängen. Dieselbe Haltung verlangen wir auch von der Regierung, deren Pflicht es ist, Anmaßungen entgegenzutreten, die das feindliche Ausland zur Einmischung in unsere inneren Verhältnisse ermutigen und im Verein mit unbedingt pazifistischen Kreisen die Mittelmächte zwingen wolle«, einen Frieden an-zuncchmen, der mit den Existenzbedingungen der öfter-reichisch-ungarischcn Monarchie und deS Deutschen Reiches unvereinbar ist. Eine Neuordnung der inneren nationalpolitiichen Verhältnisse wird nur dann zugelassen werden, wenn durch diese weder unsere nationalt Stellung noch die Voraussetzungen für einen starken Staat gefährdet werden. Wir halten fest an der dualistischen Foim der Monarchie, die sich für das BundesverhältniS zum Deutschen Reiche und im Kampfe um den Bestand der Monarchie bewährt hat. In der Regelung der Verhältnisse unter den Nationalitäten verwerfen wir grundstürzende Aenderungen und sind überzeugt, daß auch unter Ausrecht-Haltung der Kronländec alle mit den Interessen deS Staatsganzen vereinbarlichen Ansprüche der Ratio-nalitäten erfüllt werden könne». KervlMimmen. Von Adolf Ledwinka, Marburg. Es ist so seltsam in der Natur, wenn daS letzte Sommersonnenlicht adschiednehmend über stille Fluren zieht oder wenn es sich nochmals vergoldend üb» schweigende Berge legt und mütterlich die lie-den Wälder segnet; wenn um steibende Rosen der letzte Falter schwebt und im Garten die ersten wel-ken Blätter fallen, ganz leise und fchwermutsvoll, wie süße, versinkende Svmmerträume. Und wo einst herrliche Lilien blühten, wo einst die wilde Rose stand und himmlische Vog>Isl!mmen den jungen Tag begrüßten, bott zerfließen nun glamzloS und müde die letzten Sommeifäden. Ueber den Mulden brauen kühle Nebel und die Bäume stehen still und durch die Zwerge streicht der Wind gleich wehmütigen Klageliedern, währen) du aus grauen vergessenen Halden noch ab und zu ein lieblich Blümlein findest, vergleichbar einem schönen, müd-lächelndem KindeSauge, daS nun tränen» feuccht und arm über sterbende Lande blicki, bis sich auchh über feine Pracht die kalte Hand d s Todes drehtet, ihm zum ewigen Schlummer d c bleichen Lidoer schließend. Diese Regelung wird sich je nach den Verhält-nissen der einzelnen Länder verschieden zu vollziehen haben. Am reissten ist die Frage und am dringend-sten deren Lösung in Böhmen, die den Tschechen nichts nimmt und den Deutschböhmen die Selbst-regierung und Selbstverwaltung sichert. Auf einen gesonderten Staat im Staate muß von den anderen Nationalitäten ebenso verzichtet werden, wie wir Deutschen darauf verzichten. . Selbstverständlich ist eS Aufgabe der Gesetz-gebung wie der Regierung, den unausschiebbaren wirtschaftlichen und finanziellen Notwendigkeiten ge-recht zu werden. Die Besserungen in der Volksernährung und in der Versorgung mit anderen notwendigen Bedarfs-gegenständen können nicht mehr durch eine Aende-rnng des Systems erzielt werdtn. Wohl aber wird es dem Abgeordnetenhaus« bei vernünftiger Teil-nähme der Arbeit möglich sein, besonders störende Mißstäude und die Mißwirtschaft in einzelnen Zentralen zu beseitigen. Der wirtschaftliche Reubau muß sich unter dem Gebote einer energischen Sozialpolitik vollziehen, soll der Krieg nicht außer seinen unvermeidlichen Schä-den noch die Zerstörung des bäuerlichen und gewerb« lichen Mittelstandes, die Aufsaugung der bisher noch selbständigen industriellen Betriebe, daS Elend der Angestellten und Aibeiter, eine bleibende Verteuerung aller Gegenstände des Massenverbrauches uub eine unerträgliche Herrschaft des Finanzkapitals im Gefolge haben. Die rasche Herstellung der finanziellen Ordnung ist unverweilt anzubahnen im Gegensatze zur schwäch-lichi» Haltung der Regierung während deS Krieges. Die Erledigung der KriegSfteuer und die Ein-führnng einer VtrmögenSabgabe werden ein Maß-stab sein für die Kraft und Einsicht der Regierung. Von dem Verhalten der Regierung in national-politischer, wirtschastlicher und finanzieller Beziehung Und die Wasser rauschen müde und Träume der Schwermut pilgern durch das Tal. Aber so grau und wehe auch das große Ster« ben in der Natur duich deine Seele ziehe» mag, so ruht doch wieder so viel Süßes und Wunderbares in all dem Schmerz, da du es ja weißt, daß dies all s nach dem Wille» eines gütigen Vaters ge-fchieht, ver uus mit dem ersten hellen Frühlings-lächeln wieder Sonne und Blumen spendet und zur bezaubernden Schönheit die weite Wiese schmückt. Eine weihevolle Andacht glüht aus all dem Sterben! O^er wie feierlich wogt es eist durch unsere Seele, wenn über leuchtenden Buchenständen die milde Herbstsonne steht und mattrote Goldflammcn am dultenden Waldboden träumen, wenn sich der Himmel rein und tiefblau über unsere Häupter wölbt und sein voller Segen nochmals über süße Erde schwebt, während von den Halden die Glocken der Herden klingen nnd der Hirlenknabe sei» müdcS Liebchen singt; oder wenn der Abend in purpurner Schönheit über den Bergen ruht, silberne Träume um die Wipfel keuscher Wälser streuend, indessen unten im Tal die ersten leisen Nebel wallen, sanst-durchglüht von den Goldwellen der versinkenden ?onne und wunderbar rein und durchsichtig, w.. wird auch unsere Haltung gegenüber der Regierung abhängen. J! Wir sind im Dienste de« Staates und deS deutschen Volkes in Oesterreich bereit, mitzuarbeiten, wenn unS die Mitarbeit möglich gemacht wird." Abg. Marckhl legte eine eigene Erklärung vor, die in der Minderheit blieb und in schärsster W.ise die nationalen Forderungen der Deutschen vertritt und vor allem darauf hinweist, daß gegen die Be-strebungen der Südflawen und Tschechen eine krast» volle Betonung der Reichseinhcit notwendig ist. Abg. Marckhl besprach seine Erklärung auSsührlich und brandmarkte die innerpolitischen Vorgänge und Maß-nahmen der letzten Zeit, die eine klare nnd feste Regierungspolitik und eine entschiedene Zurückweisung der gegen die Einheit des Staates gerichteten Be-strebungen vermissen lassen und die allergrößten Be-denken erregen müssen. DaS Mißtrauen sei durch die Art der Bildung und Zusammensetzung der neuen Regierung außerordentlich verschärft worde», zumal jene Erwägungen, die dabei ausschlaggebend gewesen zu sein scheinen, weder der gegenwärtigen Lage noch dem Verhalten und den Bestrebungen der politischen Führung des Südslawentums eni-sprechen. Der Deutsche Nationalverband müsse dieser Anschauung über die Nachteile und Gefahren einer derartigen Regierungspolitik Ausdruck verleihin. Daß diese Entschließung nicht angenommen wurde, zeigt deutlich, wie weit sich der Nationaler, band von dem Willen und der Stimmung des Volk.S schon entfernt hat. Die Regierungserklärung, die Ministerpräsident Seidler am folgenden Tage abgab, war so viel« und nichtssagend, daß sie den Naiionalverband aui seiner edlen Ruhe nicht ausscheuchen konnte. Zn politischer Richtung erklärte der Ministerpräsident, daß er selbst die große Frage der Reform unserer Ver. fassung, die daS Prinzip der staatSgrundsötzlich ge-währleisteten Gleichberechtigung aller Nationen auf Grund nationaler Autonomie unter Wahrung der märchenvvlle, zauberhaft hinschwebende Gestalten lieblicher Himmelsköniginnen. knd du stehst und blickst in diese flammende Zauberwelt und die Fluren hauchen heilige Sehn« sucht in deine Seele und das Gold der Sonne küßt dir das Haupt. Doch nach und nach verstummen die Kuhglocken und in den Gärten steigen bläuliche Schatten auf, die sich friedlich über einsame Fluren breiten und Halm und Strauch in süßen Schlummer wiegen. Der Himmel aber leuchtet in magischem Blau, so tief und wunderschön, wie ihn nur solche Herbst-abende bringen, — nnd dann wird eS stille in den Hütte» und auch die Bäche rauschen leise und träum-hast durch das Land, wie ferne, kaum hörbare En> gelstimmen. Die Wälder schweigen und die Matten träumen, und über ferne, nachtnmfloßne BergeSkämme flimmert wundersam der erste Stern .... Du aber zirhst durch stille HerbsteSnacht Und träumst von «Wirten, wo einst Rosen standen, Die seli' ' ii'jter nd die doch so bald märkischen Sparkasse in Graz eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten, um über seine Tätig-keil während der KriegSjahre 1914 bi« einschließlich 1916 Bericht zu erstatten. Von festlichen Veranstal-tungen jeder Art wird abgesehen und findet der auch sonst übliche Begrüßungöabend nicht statt. Personen und jlörperschasien, die an der Versammlung teil-zuueh» ?n gedenken, mögen sich rechtzeitig Reisepässe bezw. Passierscheine beschaffen. Gründer wollen ihre Teilnehme«karten bis längstens 15. Oktober von der Hauptleitung ansprechen. Gesunden wurde ein Geldtäschchen mit einem Geldbeträge. Der Verlnstträger kann dasselbe gegen Nachweis dcS Eigentumes beim Stadtamte Cilli beheben. Stempelpflicht für Eingaben in Ap provifionierungsangelegenheiten. In An- betracht der fortwährenden Verstöße gegen daS Ge-bührengesetz macht ein Erlaß de« Amtes sür Volks» ernährung besonders auf die Stempklpflicht filmt- Nummer 70 licher von Parteien in Appr»visionierungSangelegen-heiten emgel rächten Eingaben aufmeikfam. Beigefügt sei, daß daS Finanzministerium anläßlich eineS be-stimmten Falles mitteilte, Eingaben von Privatpersonen um Bewilligung des Bezuges von Weizenmehl für ihre eigene Person unierlägen gemäß den ein« schlägigen gesetzlichen Bestimmungen einer Stempel-gebühr von 1 K bezw. im Falle sie vor de» 30. d überreicht wurden, einer solchen von 2 K sür jeden Bogen. Solch n Eingaben beigeschlossene ärztliche Zeugnisse hingegen sind bedingt stempelfrei. Beurlaubung von Berufsjägern für den Wildabschuh. Das Ackerbaumrnisterium hat beim KriezSmintsterium die Berücksichtigung der Ge-such: um Beurlaubung eingerückter Berufsjäger an« geregt, weil unier anderem der Durchsührnng eineS ausreichenden Wildabschusses auch der Umstand im Wege steht, daß die meisten Berufsjäger unter den Fahnen stehen, so daß in vielen Revieren von einem geiegelien Jagdbctneb? kaum die Siede sein kann. Das Kriegsministerium hat mitgeteilt, daß eine Be-urlaubung der Berufsjäger auf normale Weise er-folgen könne, indem jeder einzelne seine diesbezügliche Bitte beim vorgesetzten Kommando beim Rap-porie vorbringt. Für besonders dringende Fülle wäien Einzelgefuche an- die kompetente militärische Hcniralftelle mit einer Begutachtung seitens der po-Utischen Berwa'tungsstelle versehen, zu leiten. Transportbescheinigung für Kartof fein. Bei ver Zentrale der Kritgsgeireide-Veikehrs-anftalt in Wien lausen täglich Gesuche um Ausfiel-lung von Transportbescheinigungen für Kartoffel' iendungen ein. ES sind jedoch nur die betreffenden Zweigstellen berechtig», über Sendungen an jene Kartoffelproduzenlen.wclcheaußerhalbderPrvduklions-orte ihren Wohnsitz haben, Transportbescheinigungen auszustellen, und zwar einstweilen ohne Rücksicht auf die Zahl der Fawilienmitglieder, einmalig bis zu 50 feg mit der Giltigkeit bis Mitte Oktober. Transportbescheinigungen für andere Sendungen kört-nen mit Rücksicht aus allgemeine Beschlagnahme der Kartoffel» nicht ausgestellt werden, weshalb An-suchen um solche zwecklos sind. Als Kartoffelerzeuger im Sinne der jetzigen Bestimmungen kann nur angesehen werden, wer auf einem Grunde, der entweder ihm gehört oder dessen feld- oder gartenmäßige Be-nützung ihm durch Pacht oder Dienstbarkeit (Ser-viiltt) zusteht, selbst oder duich einen Angestellten, Kartoffeln gebaut und geernlel hat. Hausschlachtung von Rindern und Kälbern. Da infolge der Fuiternot im Herbste größere Blehmengen verfügbar werden dürften, hat die Statthalterei das be»ey?nde Verbot der Haus-jchlachtung von Rindern in'oferne eingefchränk-, als nunmehr giößcren Unternehmungen und bäuerlichen Besitz-rn s^on von der Bezirksdoupimannschaft die Bewilligung zur Bornahme einer Hausfchlachtung gewährt werden kann, wenn zu gewärtigen ist, daß daS so gewonnene Fleisch durch Pöckcln, Selche und dergl. der Konservierung für bie späteren Monate der Viehknappheit zugeführt wird uns die betreffen' den Personen die Gewähr dafür bieten, daß ein Abvertauf des Fleisches nicht zu befürchten ist, son-dern dessen vollständiger Verbrauch im eigenen HauS-balle stattfindet. Du Melkkühe wegen der Milchap. provisionierung, Ochsen wegen des Anbaue», der geringe Rest an Großvieh zur Bestreitung der Hee-reSlieferungen geschont werden muß, und durch die Futternot hauptsächlich Jungvieh überzählig wird, dürfen bei HauSschiachtungen ausnahmslos nur Tiere unter 25U kg geschlachtet werden. Soldatenbegräbnisse In den letzten Ta-gen wurden nachfolgende Soldaten, welche in den hiesigen Spitälern gestorben sind, am städtischen Helden-Fuedhofe beerdigt: am 22. d.: der Schutze Michael Bolcic, Sch.Reg 26 aus Sternstein, am *1 d. : der Jnf. Jakob Kalfch Jnf.-Reg. 87, der Ins. AndreaS Zobiony Jnf.-Reg. 57, am 25. d.: der Schütze Johann Bachholz Sch.-Reg. 26, am 27. d.: der Kanonier AloiS Kavka F.H.-R. 12, der Ins. Hermann Neugebauer Lost.-Ins. Re„. 31, der Znf. Wenzel Pajten Ins.-Reg. 2S, am 28. d: der Kanonier Heinrich Malusk? Schw. Hb -Reg. lu. Auskunftsstelle des Roten Kreuzes für Vermißte. Die BundeSlcitung der Oefter-leichischen Ge>eUschasl vom Roten Kreuze hat den Wirkungskreis der Roten Kreuz KriegSauSkunftSstelle m Wien 1., Stock-im-Eiskiiplatz L/4 dahin abgeän-dert, daß diese Stelle die ihr bisher übertragene Auskunftserteilung über die Einrichtungen der offen>» lichtn und privaten Kriegsfürforge an das AuskunftS-büro vom Roten Kreuze in Wien 6., Drcihufersen-gasfe 4 abzugeben und sich ausschließlich aus die Nachkorschungeo nach zu Ermittelnde», Verrat?.t und Verschollenen der gesamte» bewaffneten Macht Deutsche Wacht (einschließlich der zur Kriegsdienstleistung Herange-zogenen) sowie aus die Veranstaltung von Rund-fahr'en und Lehrexkursionen für »erwundetete und rekonvaleszenle Krieger der verbündeten Heere zu beschränken hat. Jene Abteilung der KriegsauSlunstS-stelle, welche sich mit der Nachforschung nach zu Er-mittelnden, Vermißten und Verschollenen zu befassen haben wird, führt ab 1. Juli 1917 die Bezeich-nung: „Vermißten-Nachforschung deS österreichischen Roten Kreuzes" Wie» I, Stock-im-Eisenplatz 3. Korrespondenzen in NachsorschungSangelegenheiten sind in Hinkunft ausschließlich an diese Adresse zu richten und werden auch unter dieser Stellenbezeich-nung beantwortet. „48.000 K gestohlen." Kürzlich haben wir mitgeteilt, daß Herr Artur Konjelic aus Klagenfurt verdächtigt wurde, einem Kaufmann« in Gonobitz 48.000 K entwendet zu haben. Dieser Verdacht hat sich inzwischen als vollkommen unbegründet erwiese»; das Straf verfahren gegen Herrn Konjelic wurde laut AmtSzeugniS des KreisgerichteS Cilli vom 18. d. gänzlich eingestellt. Ist das gerecht? In böhmischen Blättern finden wir folgende bezeichnende Gegenüberstellung: Der Steueroffizal Z. hat 17 Jahre dem Staate als Beamter und seit Beginn der Mobilisierung als Soldat gedient. Er hat ». a. an einer Schlacht in Galizie» im Jahre 1914 teilgeuomi'tn und wird seither vermißt. Seiner Gattin mit vier unmündigen Kindern wird jetzt eine Pension von IOüO K und den Kindern je 200 K. zusammen also jährlich 1800 K ausbezahlt. — Der Zigeuner E. R., geboren 1809, der ohne Beschäftigung in der Welt umherzieht, ist im August 1910 eingerückt. Seine Gattin mit sechs Kindern, ebenfavs ohne festen Wohnort, bezieht einen UnterhaltSbeitrag von 1 K 60 H für die Person, also im ganzen 11-20 K täglich, also jährlich 40e8 St. — Lomme.itar überflüssig ! Schrifttum. Die Kartoffel ist in unseren Tagen eines der unentbchrlichsten Nalirunc,»mitte! geblieben, z». mal sie verbälintZmäßig billig und auch nocd zu er Palte» ist. Eine große Auswahl vo» Kartoffelspeisen, aus denen solche, die mir wenig Mehl, Eiern und Fett herzustellen sind, leicht ausgewählt werden können, bietet das beliebte, weben rn fünfter Auf-läge erschienene Büchlein vo» Paula Korischak: „Kartofselküche", Samm ung praktiich erprobter Rezepte f r den einfachsten und feinsten Haushalt — Empfohlen von «ataiina Praio. — Preis 1 20 K, postfrei 1-40 K. Zu beziehe» durch alle Buchhand luogen oder vom Verlage Ulr. Mosers Buchhan»-lnng (I. Mclierhvff) i» Graz. Philipps Bücherei bringt in jedem ihrer neu erschienenen Bände interessanten, reichhaltigen und i uten Lese»off. Von Band zu Band steigt die Zahl der Freunde dieser heimischen Sammlung, von der soeben Band 16 .Die Schwiegertochter*, Humoreske von Christiane Gurikel, und andere Novellen und Humoresken erschienen ist. Immer neue Zu-Ichristen aus dem Felde und dcm Schützengraben, wie aus dem Lazarett, bekunden, wi viel Interesse und Freude die Bände aus „Philipps Bücherei" ins-beioudeie bei unseren Krieger» allenthalben wccken. Die Bände Philipps Bücherei sind durch alle Buch-Handlungen oder vom Verlag J-rkob Philipp, Wien 6, Barnabitengasse 7. gegen Voreinsendung vo» 1 K, auch i» Briefmarke», sür einen Band zu beziehen. Obstspeisen vergrößern angenehm unseren Speisezettel, sind nahrhaft und gesund sür jung und alt. Es wird daher das soeben wieder neugedruckie Büchleni „Obstspeisen", gesammelt von Paula Kort-schak, als praktischer Ratgeber zur vielseitigste» Ver-Wendung aller Obstgattnnge» in jeder Küche sehr willkomme» sein. Loiti Richter, Wien, hat diese Neu-auSgabe besorgt und sagt sie im Vorwort: . gerne habe ich daS O bst Küchlein einer Durchsicht »»'erzogen und es als trefflich befunden. Ich ließ manche Re» zepte unverändert stehen in der Hoffnung auf bal-dige bessere Zeiten; die findige HauSsrau wird sich in den meisten Füllen ja anderweitig zu helfen wissen. Einige eigene gute Speisen fügte ich > och hinzu und bin überzeugt, daß auch diefe neue AuS-gäbe deS schon we>t verbreitete» Büchleius wieder viele Freunde finde» wird." Korischaks Obst-speisen (Preis 1 K, zur Post 1-10 K), könne» durch jede Buchhandlung oder auch direkt vvn der Moser'-scher, Hc>ibuchl,andlung in Graz bezogen werden. ^ i pgemein reichhaltige und bildlich sehr gut tiU^gcstultrte Leptemberheft vo» Paul Kellers'Mo-liaisdtältein „Die Bergstadt" (Brcviau, Berg« Seite 3 stadtverlag Wilh Gvttl. Korn; Preis vierteljährlich mit 15 Tafelbildern und 3 Musikbeilozen ntti 3 Mark) schließt den 5. Jahrgang dieler weit»er-breiteten Familienzeitschrift würdig ab. Au« dem mannigfaltigen Inhalt heben wir zunächst die Er-zählung .Die Kamelie, drei Kapitel auS der Ge-schichte eineS buckligen Mädchen" von Klemen» Berg hervor, ein rührendes Seelenbild, das zugleich durch frischen, humorgewürzten Realismus fesselt. Mit Freuden wird man auch die Geschichte „Der Burschelesen, in der Felix Janoske wieder einmal seine« liebenswürdigen Humor spielen läßt. Der Dritte im Bunde der Erzähler ist A. Tr'niuS, der sich in einer Skizze „Der Sonne entgegen' als feiner See-lenkenner und zugleich als der bekannte Meister stimmungsvoller Naturschilderung erweist. Der Her» auSgeber Paul Keller hat einen ungemein fesselnden und höchst zeitgemäßen Aufsatz «Bei Krupp, ?in-drücke und Gedanken" beigesteuert. Weiter findet man eine hübsche Herbstplauderei von G. S. Urff: .KriegSweinlese am Rh.in" mit Bildern, eine wert-volle kulturgeschichtliche Abhandlung: „Die alte« Bauernburgen der ehemaligen Grasschast Lippe" von RegierungSbaumeister F. Böse, mit sieben Federzeich-nungen und mehreren Lageplanen, ein vortreffliches Stimmungsbild aus Wolhynien: „Kirchen und Her. rensitze" von Walter Wolfs, ein heiteres Märchen von Willibald Knin: «Der Papierkorb" und die „Bergstädtische Kriegsberichterftattung" von Paul Barsch. Von den Kunstbeilagen stehen die beiden farbigen Wiedergaben von Gemälden Prof. E. Kämpfers und Adolf DretzlerS obenan. Idyllisches aus der Kriegszeit schildert W. KrainS Kreidezeichnung. AuS dcm pholographischen Wettbewerb der „Berg-stadt" werden zwei vorzugliche Landschaftsbilder von Professor Mente und Gerhard BischosSberger in ge-töntem Druck geboten. Die Musikbeilage dringt ein Lied: „Heil Deutschland' untcr See!" von Otto Anst mit Vertonung von Max Krause. — Zn dem den 6. Jahrgang eröffnenden Oktoberhest beginnt der neue Roman von Paul Keller: „HubertuS". Vermischtes. Neue Ode von d'Annnnzio.) AIfr«A Kerr veröffentlicht im „Tag" die folgende neue Ode: Oiwe! 1'ofiVnsiva e stilla, Mi i88o lilla! La battagiia sta bene — Mi erl'olglii hania keene. ßuona nolte, buona sera! Das virdio irama sewera. E u» tragicomico acherzo — Ritiramo riccoverzo; Gewinnamo stufa per stufa Dell' Isonzo undra ufa! La situaziono e acutu, Mu nehmo vollo la snuta. lo rufo: lieba morte ehe schiavo! Urrravo! brrraaavo! So rufono raolti scribenti — (R uon äoeo morti, mä viventi.) Un troosto viene da Londra — Abu keen besoiidra. Cadoma kriesjo »na waaee. Voglio la pace!!! 31. 11.393. Kundmachnug betreffend die Atstsehung von Höchttpreifen für frische Aepftt. Zufolge Verordnung dcS ÄmieS für Voltt-ernährung vom SS. Juli l917, R.-G.-Bl. Nr. 303, bezw. Verordnung der k. k. Stattbalterei in Sraz vom 10. August 1917, L.-G.- u. Vdg.-Bl. Nr. 64, wird kundgemacht: Erzeugerpreise: Beim Verkaufe von Aepfeln inländischer Her-kunft in frischem Zustande durch den Erzeuger dürfen die nachstehende» Höchstpreise nicht überschritten werden: a) Beim Verkaufe ab ErzeugungSstelle . K 44 — b) Lei Zustellung zum Magazin dcS Groß-Händlers .......... 50*— Diese Höchstpreise verstehen sich sSr 106 kg unsortierte Wa;e mit Ausnahme von Fallobst) ohne Verpackung. 6cite 4 Deutsche Wacht Nummer 70 Beim Verlause von sortierter W«re durch den Erzeuger ad Verladestation zum bahnämtlich sestge-stellte« Gewichte oder aus den Märkten, insoweit dieser Verlaus nicht in der Form des < l«i n h a n« dels. daS ist in Mengen van unter 5 kg an den Verbraucher erfolgt, oder an Verarbeit» oder Klei» Händler auch außerhalb der Märkte dürfen die nach-stehenden Höchstpreise nicht überschritten werde« : 1. Für Tafeläpfel (^richte von über Mittel- Jrüjj« ohne Fehler und Beschädigungen, wie starke >r«ckflecke, Wurmstich, Mißgestaltung, Pilzbesall, nicht genügende Baumreife), und zwar: ») sür tadellose größere Stücke in Listen, Körben oder lose . . « - - - K 85— b) sür tadellose kleinere Stücke in Kisten, Körben, Fässern oder los« .... 75-— 2. sür WirtfchaftSäpfel (einschließlich der Mut-, Kompott- und Sirudeläpfel), das sind handgepflückte, sortierte Früchte in Fässern oder lose........... 50*— 3. für Mostäpfel, das sind die reget« mäßig zur Apfelweinerzeugung verwendeten Sorten...........„ 25 — Diese Peeise verstehen sich sür 100 kg gesunde, marktfähige Ware ohne Verpackung. Sie schließen auch die Kosten der Zufuhr zur Verladestation, zum Markte oder zur BetriedSstätte des Verarbeiters, bezw. zum VerkausSladen des Kleinhändlers in sich. Beim Verkaufe von Tafe'.äpfeln mit starke« Druckflecken, Wurmstich, Pilzbefall, Mißgestaltung, nicht genügender Baumreise, gilt der sür Wirtschaft«-äpfel festgesetzte Höchstpreis. Großhandelspreise. Beim verkaufe von Aepfeln inländischer Her-sanft im frischen Zustande durch Großhändler dür-fen die nachstehenden Höchstpreise nicht überschritten lverden. Heim Verkaufe von: 1» Tafeläpfeln und zwar i«: K K 3.5. a) tadellosen größeren Stücken (in Kisten, Körben oder lose . . 85»115ß^ b) tadellosen kleineren Stücken in ? Kisten, Körben, Fässern od^ lose) 75| 1053?ä 2. WirtschastSäpfeln, einschließlich der ? MuS-, Kompott- und Strudeläpfel i (in Fässern oder lose) . . . .50 78-3 = 3. Moftäpfeln........25 38 Diese Preise verstehen sich für Ivv kg ge-sunde, marktfähige Ware, beim Verkaufe ab Ver-ladestation ohne Verpackung. Sie schließe» auch die Kosten des Transportes und der Zufuhr zum Markte oder zur BetriebSfiäite des VerarbeiierS (Verkaufs-laden des Kleinhändlers) bezw. beim Verkauje ab Verladestation die Koste» der Zufuhren zu dieser in sich. Beim Verkaufe von Tafeläpfeln mit starken Druckftecken, Wurmstich, Mißgestaltung, Pilzbesall, nicht genügender Reife, gilt der für WirtschastSäpfel festgesetzte Höchstpreis. L u x u s o b st. Die in dieser Verordnung oder aus Grund der-selben festgesetzten Höchstpreise gelten nicht sür fo> genanntes Luxusobst. daS sind ausgesuchte, tadellose, besonders große Früchte folgender Äepselforte«: AnanaS Reinette, Böhmer, Edelroter, Gelber Bellefleur, Gravensteiner, Kalvill, Kanada Reinette, Köstlicher von Zallinger, Köstlichster, Mantuaner, Punschäpfel, Weißer und Roter Rosmarin, Spitz-lederer. Beim Verkaufe von Früchten dieser Sorten, die mit Fehlern, wie starken Druckflecken, Wurm-stich, Mißgestallung, nicht genügender Baumreife be-haftet sind, gelten jedoch folgende Höchstpreise für 100 kg: a) ab Verladestation......K 75*— b) auf den Märkten oder bei Zustel-lung zum Verkaufsladen des Klein- Händlers .......... 100 — Beim Verkaufe von mittelgroßen guten oder von nur mit Schönheitsfehlern behaftete» Früchten dieser Sorten gellen für 100 kg folgende Höchst-preise: a) ab Verladestation......K 110— l) auf den Märkten oder bei Zustellung zum VerkaufSlade» deS Kleinhändlers „ 140*— Kleinhandelspreise. Kleinverkauf ist der Verkauf in Mengen von »«ler 5 kg an die Verbraucher. Beim «leinverkauje der oben bezeichneten Obst-gattungen im frischen Zustande durch den Erzeuger ab ErzeugungSstelle oder ab Hof des Erzeugers dürfen die oben für den Verkauf ab Verladestation festgesetzten Höchstpreise nicht überschritten werden. Beim Kleinverkäufe auch durch den Erzeuger aus den Märkien der im folgende» genannten Obst-gallnngen inländischer Herkunft in srischem Zustande dürfen die nachstehenden Höchstpreise nichl über« schrillen werde«: 1. Tajeläpfel (Früchte von über Mittelgröße ohne Fehler und Beschädigungen, wie starke Druck« flecke, Wurmstich, Mißgestallung, Pilzbefall, nicht gtnügtnde Baumreife) und zwar: ») tadellose größere Stücke (in Kisten, Körben oder lose)......K 130 b) ladellose kleinere Stücke (in Kisten, Körben. Fässern oder lose . . . „ 120 2. Wirtschastöäpsel, einschließlich der Mu«-, Xompott« und Strudeläpsel (in Fässern oder l«se)......... —84 ( 3. Mostäpfel......... — 38 Die letzlangeführlen Preise verstehen sich für 1 kg gesunder wahlfähiger Ware. Beim Kleinverkause von Tafeläpfeln mit star-ken Druckflecken, Wurmstich. Mipgestaltung, Pilzbefall, nicht genügender Baumreife, gilt der für WirtschaftSäpfel festgesetzte Höchstpreis. Diese sür den Kleinv rkaus festgesetzten Höchst preise gelten nicht für sogenannt s Luxnsobst, daS sind ausgesuchte, tadellose, besonder» große Früchte folgender Sepfelsorten: Ananas, Reinette. Böhmer Edelroter, Gelder Bellefleur, Gravensteiner, Kalvill, Kanada, Reinette, Köstlicher von Zallinger. Köst-lichster, Mantuaner, Punschäpfel, Roter und weißer RoSmarin, Spitzlederer. Beim Kleinverkäufe von Früchten diefer Sorten, die mit Fehlern, wie starken Druckflecken, Wurm« stich, Mißgestaltttng, Pilzbefall, nicht genügender Baumreife behaftet sind, gilt der Höchstpreis von 1 10 K für 1 kg. Beim Kleinverkaufe von mittelgroßen, guten oder von nur mit Schönheitfehlern behafteten Früchte» dieser Sorten gilt der Höchstpreis von 1*60 K für 1 kg. Als Taselware sind antusehen: Alantapfel, AniSapfel, Apsel aus Croncels, Astrachan, Bau-Manns Reinette, Boikenapsel, Cellini, Champaaner Reinette, Charlanowsky Coulon Reinette, Eoxs Orangen Reinellen, Danziger Kanlapfer, EdelborS-dorfer, Geflammter Kardinal, Gelber Ed lapfel. Gelber Richard, Glockenapfel, Goldgelbe Reineile. Goldreinette von Blenheim, Graue Herbst und graue französische Reinette, Graue Kanava Reinette, Großer Boh»a;fel, Große Kasseler Reinette, Har-bertS Reinette, Himbeerapfel, von HolcvouS, Kaiser Alexander, Karmeliter Reinette, Königlicher Kurz-stiel, Kronprinz Rudolf, Kuhländer Gulderling, LandSberger Reinette, Lichtenwalder WachSapfel, Lim-burgerin, Limonenapfel, London P arnt Cilli, am 5. September 1917. Der Bürgermeister: Dr. v. Ja born egg. -iU • - . Die behördlich konzessionierte Vermittlung für Realitätenverkehr der Stadtgemeinde Cilli besorgt alle Vermittlungen »on Realitäten sowie Tauschgeschäften zo den günstigsten Bedingungen. Hei derselben sind gegenwärtig mehrere Stadthäuser, Landwirtschaften und Realitäten aller Art und in allen Preislagen vorgemerkt und es werden Anmeldungen und Aufträge auf Ankäufe und Verkäufe entgegengenommen. Auskünfte werden im Stadtamte (Sekretär Hans Blechinger) erteilt Maschinschreibunterricht. Lelr befähigter Maschi&ichreiblebrer erteilt Unterricht im Mascliinschraben und Stenographie za sehr massigen Pri- sen. Anfragen sind zu richten an S taidtamtssekretär Hans Blechinger. Wäscherinnen werden gegen gute Belohnung sofort aufgenommen. Anzufragen bei Feldwebel Pet8chnik in der Landwehr-kas» fingstill|TtH ftlnidi in qamrti gtüifm •s -e u> u Bracic Pe'er . . Friedrich Jo!>onn Jung«r Luowig . Koffär Ludwi.« . L-.toichet Jatob Pleviat Fran» . Redeuicbegg Ioief S«Uat Franz . . E letzer Joiej . . Suppan Jodarn Zanu Bitior . . Gailwine Private «S* ZZ c cz L 5 €j »3 'S s? itf rn 81 -c 53 Ä Eingeführtes Fleisch in Kilogramm •c -y 0) u a « §. iß •s- 1 5 •9 & '0 ao S» 170 Postsparkasse Nr. 33. 00 Fernruf Nr. 21 rmMi Eelm Herstellung von Oruckarbeiten wie: lverke, Zeitschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Ruverts, Tabellen, öpeifentarife, Geschäfts-nnd Besuchskarten, Etiketten, tobn« listen, Programme, Diplome, Plakate ♦♦ «2^5 ♦ *rvZ'an*** Inferatenannahmesteve für die Deutsche Wacht vennählungsanzeigen, öiegelmarken Bolletten, Trauerparten, Preisliften, Durchschreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, tandwirtschaft u. private in bester und solider Ausführung. nlSgafft Nr. s ♦ ♦ HKrTi »JPw wm. Seite « Deutsch- P**t K. 8916. Die k. k. Berg- und Huttenverwaltung in Cilli beabsichtigt zur Deckung ihreB Bedarfes an Würfel- «na (jrieskoks für die Zeit vom I. Jänner bis 31. Dezember 1918 die Lieferung von ungefähr 5000 q Wurfelkoks in der Korngrösse von 50—100 mm und 65.000 cj Grieskoksj gewonnen in Kokereien oder Gasanstalten in der Koriigrösse von 0—10 mm, mit einem Aschengehalte unter 20°/», bezogen auf 100° C getrocknete Substanz und mit einem Schwefelgehalte von maximal 1%, sowie frei von Verunreinigungen durch Teer-produkte, im Wege der allgemeinen Konkurrenz sicherzustellen. Die Lieferung hat im Jahre 1918 in möglichst gleichen Monatsquan-ti'äten zu erfolgen, doch behält sieh die k. k. Berg- und HQttenverwaltung vor, »och verschieden grosse Monatsquantitäten zu verlangen, welche dem Ersteher der Lieferung jeweils rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die k. k. Berg- und Hflttenverwaltung wird trachten, die Summe der Monatsquanten der abgeschlossenen Gesamtsumme tunlichst gleich zu halten, doch behält sie sich ausdrücklich vor, auch ein geringeres Quar.tnm abzunehmen oder ein grösseres Quantum zur Lieferung zu verlangen. Die Uebernahme findet bei der Zinkhsitte in Cilli statt. Bis dahin haftet der Lieferant fQr die auf dem Frachtbriefe bezw. Lieferscheine angegebenen Gewichtsmcngen. Bei wiederholt nicht qualitätemässiger Lieferung wird die Ware dem Lieferanten auf seine Kosten zur Verfügung gestellt. Die Abrechnung erlolgt monatlich uud hat zu diesem Behufe der Lieferant am Schlüsse des betreffenden Monates eine saldierte Rechnung vorzulegen, worauf, die anstandslose Uebernahme der Ware vorausgesetzt, die Bezahlung innerhalb 14 Tage nach Erhalt der Rechnung veianlagst wird. Wenn im Schlussbriefe nichts anderes vereinbart erscheint, wird ein 2 ^iger Barzahlungsskonto in Abzug gebracht. Die Begleichung der Faktura erfolgt im Wege der k. k. Post Sparkasse. . Die offerierten Preise haben für das ganze Jahr 1918 Giftigkeit. Die k. k. Berg- und Hstttenverwaftung behält sich die fr>ie Wahl unter den Offertlegern, sowie auch das Recht voi, beliebig«' Teüquantitäten der offerierten Sorten den Offerenten zur Lieferung zu übertragen, lezw. sein Offert abzulehnen. Die mit einer Einkronenstempelmarke versehenen Offerte haben verschlossen zu sein und die Aufschrift ,K ok slie 1 »*rii ng pro 1918* zu tragen. Dieselben sind f-anko bis längstens 20. Oktober 1. J. an die k. k. Berg- und HQttenveiwaltung in Cilli zu leiten. In diesen Offerten sind die Quantitäten und Korngiössen der angegebenen Kokssorten, sowie der Preis pro 1 q auf Grund der zur Zeit der Offertvorlage geltenden Bahnlra. hisätz « franko Bahnstation Cilli, bezw. bei Lieferungen per Achse loko ZinkhilU«» Cilii genau anzug-bon. Bei eventueller FraehtsatzerhöhiMg oder Erniedrigung während der Anlieferungsperiode wird die sich jeweiiig ergebende Frachtdiflereiu zudem franko Bahnstation Cilli offerierten Preise zuzuschlagen, bezw. von demselben abzuziehen sein. Die Offerenten haben ferner zu erklären, dass sie die vorstehenden Lieferungsbedingungen genau kennen, selbe einzuhalten si>h verpflichten uud mit ihrem Anbote bis J50. November 1. J. im Worte bleiben. Offerte, welche nach dem Umgesetzten Termine einlaufen oder den Bestimmungen dieser Ausschreibung nicht eiitspiechen, bleiben unberücksichtigt. K k. Berg- und Hüttenverwaitung Ciili am 14. September 1917. _ Ueber spielte« Klavier und eine Schreibmaschine zu kaufen gesucht. Anträge an Klavierschule Laun, Rat-hausgaese Nr. 3. pfaff - Häbniascbtm ☆ Unübertroffen im Nähen, Stopfen u. Sticken I Meuct*e Spezial-Apparato! 1 f ☆ ««SW Niederlage bei :: Jos. Weren Manufaktur-Geschält Cilli, Rathausgasse Ein eingerichtetes Zimmer jSt 2 u vermieten. Anschrift in der Verwaltung d. Bl. P Besitzerstochter sucht Posten als Wirtschafterin zu einer Herrschaft oder auf ein Gut. — Gert. Anträge au die Verwaltung des Blattes. 2324t Zwei einfach möblierte Zimmer samt Vorzimmer, gassenseitig, Gas» koche«, in der Kaiser-Wilhelmstrasse gelegen, ab 7. Oktober zu vergeben. Anzufragen : Kanzlei Dr. Karlovsek. Fräulein (Kindelgärtnerin erwünscht) sehr verlägslich, intelligent, heiter nnd kinderlieb, wird zu einem 59/4 jährigen Knaben für halben oder ganzen Tag, je nach Uebereinkommen, gesucht. — Adresse in der Verwalturg d. Bl. 23247 Hebamme (alleinstehend) sucht Wohnung in der Stadt. — Anzufragen in uer Verwaltung d. Bl. 23243 Nummer 70 Gesucht wird ffir einen Handelsangestellten möbliertes Zimmer mit Verpflegung. Anträge an die Verwaltung d. Bl. 2334» Zu kaufen oder zu leihen gesucht ein gut erhaltener kleiner Ofen oder Sparherd. Gesucht wird eine Wäscherin, die die Wäsche ausser Haus wäscht. Anträge schriftlich in den Briefkasten 1. Stock, Rathausgasse 4. Schreibmaschinen!! Reparaturen, Reinigung, Walzenabschleifen, Schrifterneuern, Maschinen» aufarbeiten schnell, bil'ig und exakt ausgeführt von einem Spezialisten mit 20jähriger Praxis. — Farbländer, Kohlepapier. — Seilergasse Nr. !" ebenerdig. Gelegenheitskauf. Eine »ehr preisw&rdige Weingart enreaiitit in nächster Nähe vo" Cilli in her lieber I.ag" *1 verkaufen. Dieselbe besteht aas eiliero Wohnhaus nebst Znirebör siut W-rt-«cbatugebände sowie Stallung far 8 Stück Vieb. Zur Reali'ät gehört ei t Ackergrond, ein Obstgarten, bepflanz? mit Acp.'el-Birne; . Kirschen- and Zw Uchkeobjuin;n uud ein schlagbarer Baeh--nw*ld. Der Wein:ar!en ist mit beüintii 3 Joch ai.-e-rikaniseben Reben bestockt. Sämtliche Objekte befinden sich in untern Za«taide. Abfragen bei der Rea'iiätenverruittlv.ag der Stadtgemeifdc Cilli (StadtamT, Stadt-sek'eiiir Huris Blecbiiiger). F)rucksortcn liefert rasch uud billigst Vcreinsbucbdrucfccm Cel«i*. Die Verteilung der Petroleum- Anweisungen findet nur Montag den 1. Oktober in der Brotkartenausgabesteile statt und zwar für die Buchstaben: A—H .... von 9 bis 10 Uhr J-K • • • • 10 11 L—0 • • • • 11 12 P—R • % • • 2 3 S—St- —Seil . 3 4 T—Z • • • • 4 5 Verspätetes Abholen der Anweisungen wird nicht berücksichtigt. 23 % B S C Is r Jö BEI IIS«, Musikinstrumentenmacher Kaiser Wilhelroatrasse Nr. 14 - Cilli - Kaiser Wilhelmstrasse Nr. 14f Reichhaltige!) Lager in Violinen. Gitarren. Zithern, Mandolineii, Mund- und Ziehharmonikas, Violinkästen und dergleichen Goldklang-Lauten Bestandteile für »amtliche Musikinstrument". Beste Violin- und Zither-aiten. Jlutnmtrt 70 A. 12781/1917. Kundmachung. Sparmassnahmen beim Verbrauche von Gas, Elektrizität und Brennstoffen. Nach § 24 der Ministerialverordnmig vom 1. September 1917, R.-G.-Bl. Nr. 370, dürfen vom 17. September 1917 angefangen bis auf weiteres, soferue eins frühere Polizeistunde nicht besteht, allgemein zugängliche Gast- und Schankräuine aller Art, einschließlich der Autoinatenbüfetts, ebenso Vereins-, Versammlungs-, Klub- und andere Gesellschaftsräume auch in Privathäusern nur bis 10 Uhr, Kaffeehftuser und Bars nur b i 8 11 Chr nachts offen gehalten worden. K&ume von Hotels, Gasthäusern. Pensionen, Sanatorien und dgl., die nicht als Gast- und Scbaukräume oder als Kaffeehäuser dienen, sondern zur anderweitigen Benützung durch das Publikum bestimmt sind (Gesell-schaftsiäume. Hallen, Sprechzimmer, Spielzimmer, Schreibzimmer ». dgl.), dürfen nicht länger als bis 10 Uhi nachts offen gehalten werden und bis auf weiteres nicht beheizt werden. • Nur aus ganz besonders berücksichtigungswürdigen Gründen kann die Behörde in bestimmten Pillen jeweils die Offenhaltung von Gast- und Schaukräumen sow.s von Kaffeehäusern, jedoch höchstens bis 12 Uhr nachts, gestatten. Ausserdem kann die Behörde höchstens an drei Tagen im Jahre die Offenhaltung dieser Betriebe bis 1 Uhr nachts zulassen. Uebcrtretungen dieser Verordnung und der auf Gruud derselben erlassenen Anordnungen werden vom Stadtamte mit Geldstrafen bis 20.000 K oder mit Arrest bis zu sechs Monaten bestrast. Bei erschwerenden Umständen können diese Strafen auch nebeneinander verhängt werden. Wird die Cebertretung bei Ausübung eines Gewerbes begangen, so kanu neben der Geld- oder Arrests)rasa mit der Eutziehung der Gewerbeberechtigung vorgegangen werden. Stndtamt Cilli, ani 15. September 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabnrnegg. Seite 7 ZI. 12446. Kundmachung betreffend die Festsetzung der Weinpreise. Die k. k. Zentralpreisprüfungskommission hat mit Beschluss vom 10. September 1917 für das Kronland Steiermark nachstehende Richtpreise für Mittelweine festgesetzt : 1. Für Wein steiermärkischer Herkunft ab Erzeugerkeller beim Erzeuger per Hektoliter............... K 300'— 2. Für Wein österreichischer oder ungarischer Herkunft im Grosshandel a) für Fasswein per Hektoliter weiss........Iv 360.— für Fasswein per Hektoliter rot...........380'— b) für Wein in Flaschen zu T/io I^ter weiss.......3 70 rot.........-..........* 380 3. Für Wein österreichischer oder ungarischer Herkunft im Ausschauk durch den Gastwirt, bezw. im Kleinhandel a) für Fasswein per Liter weiss.........K 4*40 für Fassweio per Liter rot............4.60 b) für Wein iu Flaschen zu '/i# Liter bei Verabreichung zum Genusse im Gastlokale 40% über den Fakturen preis, bei Verabreichung über die Gasse, bezw. im Kleinhandel 20°/, über den Fakturenpreis. 4. Für Wein im Ausschank durch den Erzeuger (Buschenscbank) per Liter................K 3.20 ad 1. Erzeugerrichtspreis für Wein aus direkt tragenden amerikanischen Rebsorteu per Hektoliter............K 100.— Der Richtpreis für Mittelmost wird um 10% niedriger festgesetzt als für Mittelwein. Stadtamt Cilli, am 21. September 1917. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Grösstes Spezialgeschäft Cillis in Fahrrädern und Nähmaschinen. Lageren legerradrr, Ihiehräder, WaflTeiiräder Fahrräder von Aiiei«wrk—f! t niit. Der Eröffnuugsgottcsdicnst findet am Montag den I. Oktober »in 8 Ubr statt. 2. Mädchenvvlksschule: Einschreibung für die 1. Klasse am Samstag den 2!). September, für die anderen Klasse» Svnntag den 30. September vo» 9 bis 12 Uhr, Herren-gasse 25, 2. Stock rechts. Rencintretende find von den Eltern oder deren Stellvertreter» vor,zu-führen. Dabei find Taufschein. JmpszengniS nnd Heimatschein vorzuweise». Schülerinnen, die im verflossene» Schnljabre die hiesige Anstalt besuchten, baben die letzte Schulnachricht vorzulegen. SchulgotteSdienst wie bei der KuabenvolkSschnle. Cn Stadtschulrat Cilli, »». 21. S,p„mw 1917. Dr. Heinrich v. Jabornegg. & cH- y- schweren Leide gebeugt, geben mir Nachricht vou dem Hinscheiden der Frau Seite 8 Nummer 70 geb. Ekl ivelche heute um VaB Uhr früh »ach kurzem unsagbaren leiden ruhig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle der teuren Verblichenen wird am Montag deu 1. Oktober um '/»4 Uhr nachmittags von der Leichenhalle des städtischen Friedhoses aus zur ewigen Vuhe bestattet. Cilli» am 29. September 1917. Gustav Stiger. Gstte. Gnstav und Werner Stiger, Söhne Minna Stiger. Schwiegermutter tzetma Negri geb. Stiger. Schwägerin Dr. Eugen Negri, Schwager Kart Ekl I, k. Scn-I-prästd-iiI beim Sberlien «ecss« Saier ^>aula Ekl, Mutter Paul Ekl >1. u. >l. ri!,ik»rckü?,unln«>tl Vrudrr Ilouka Ekl geb. Von Szemzö, Schwägerin Elsa Ekl, Schwester Die Angestellten der Firma Gustav Stiger erfüllen schmerzlich bewegt die traurige Pflicht, mitzuteilen, daß die hochverehrte, herzensgute September 3 Uhr still) auö diesem Leben allzufrüh geschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Montag den l. Oktober um '/»4 Uhr nach vou der Leichenhalle des städtischen Friedhofes aus statt. Cilli, am 29. September 1917. mittags Ehre ihrem Andenken! !i!cr»oi-ucq. Diuo uno ^fretstötueS.uuete; „UeUia" w Viiu. — BeranlwviNi^er Letier: Äuieo