Nr. 177. Freitag am 4. August 1865. Die „üaibachcl Zeitung" erscheint, mit Ausnahme be? Sonn- und Feiertage, ttiglich, und lus!>-t smmül dm Veilagen im Comptoir ganzjährig n fl., halb-liklirig 5 fi. 50 tr., mit Kreuzband im Comptoir glwzj. 12 st., halbj. 6 fl. FNr die Zustellung in'S Hans sind haibj. 50 lr. mehr zn entrichten. Mlt der Post portosrel ganzt., unter Kreuzband nnd lie-blnckter »dress« 15 fi., halbj. 7 st. 50 lr. Insertionsgebühr sur eine Garmond - Spaltenzeilt ober dm Naum drrfclbcn, ist für Imalige Einschlll-Nmg«kr., fllr 2malige 8 kr., für Smalige 10lr.n. s. w. Zn diesen Gebllhren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. fitr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. wr 3 Mal, 1 st. 40 kr. ftlr « Mal nnd 90 kr. für 1 Mal lmit Inbegriff be« InsertionSfiemPelS). l ^Faibacher Mtung. Amtlicher Theil. Vtseh !>»m 10. Zull 1865 über die dcn Anstalten, wclchc Kreditgeschäfte betreiben, zu gewährenden AuSnahmcu von den allgcmcincu Bc> stimmuugcu dcr Gcsetzc übcr die Gcbührcu vuu Rechtö' geschästcu, Urkunden, Schriften und Amtöhandlungcn; wirksam für daS ganze Reich. Mit Zustimmung der beiden Häuser Meines Rcichörathcö finde Ich zu verorducu, wie folgt: Art. 1. Dcu iu Gcmäßhcit dcr bcstchcndcu Gcsctze errichteten uud dcr Aufsicht dcr Reichs- oder Landc^bchördcn uulcrstchcudcu Austaltcu, wclchc Kro dilgcschäftc bctrcibeu, Wunen vou dcr Rcgicruug mit ^lücksicht auf dcn Umfang und dic Nützlichkeit ihrcs Gcschiift^bctricdcs alle odcr nach Bcschaffcuhcit dcr Unisläudc ciu;cluc dcr iu dcu uachsolgcudcu Arlikclu liczcichnetcu Acgüusliguugcn ertheilt wcrdcu. Art. 2. Eö taun dcuselbcu bezüglich jcncr Ur» funden, wclchc von dcn Austaltcu an dic Plntcicn odcr von dicscn an dic Anstalten anßcr dcn cigcntlichcn Be« wcisnrlundcu übcr dic cingcgaugcucu Rcchtögcschüftc blos zum Zwcckc dcr ciugcführtcn Mcmipulntiou auö- gcstcllt wcrdcu un'sscn, dic Gcbühreufrcihcit ciugcrnumt wcrdcn. Zu dicfcm Zwcckc müsseu dic Formularicu dicscr Urtuudcu vor ihrer Eiuführnug so wie vor jcdcr Acndcvlln^ dcr FmcmzwcnuaUliilg zur Prüflixg und Aucrlcuuuug dieser Eisscuschaft vorgrlclit n'crdcn. Art. :). Dcn Äodcutrcdilaustaltcu, Hypothctcu« uaulcu uud dcu Austaltcn, wclchc zum Erwerbe uud zur Veräußcruug unbeweglicher Güter berechtigt wer. den, lauu dic Gcbührcnfrcihcit dcr ucm ihucu ausgc« stclltcu Pfaud' oder ciucu audcru Nnmcu tragcndcu Schuldbriefe uud dcr ihucn beigelegten Coupons iu dcm Maße, alS dicfc Schuldurkuudcu durch dic statutcu« mäßig erworbenen Hypolhckcufordcruugcu gcdcckt sind, eingeräumt wcrdcu, wogcgcu ihucu dic uumittclbarc Entrichtung dcr Gebühren von dcu Quittungen übcr Kapital uud Ziuscu, wclchc sic vou dcu Hypothclar-« schuldncru empfangen, aufzucrlcgcu ist. Art. 4. Dcu im Art. 1 bczcichuctcu Austaltcu, wclchc Atticugescllschaftcu uud Kouuuauditgcsellschaftcn nuf Allicn sind, lönucn noch folgende Erleichterungen gewährt wcrdcu: a. wenn sie Allicn auf Namcu auöstcllcu, daß die dauou cntfalleudc Gebühr ohuc Rücksicht auf dic Dauer dcs Gcscllschastsvcrlrngcs uach Stala 2 bcmcsscu wcrde; d. daß sic dic Gebühr von dcu Alticu lhcilwcisc im Verhältnisse dcr geforderten Einzahluugcu zur Zeit der Fälligkeit ciucr jcdcu dcrsclbru cut< richtcu, wogcgeu ihnen gestaltet wird, die Ur-luudcu über Thcilzahluugcu dcr Atticuciulage gebührenfrei auszufertigen. Ist nur eiue Thcilzahluug gefordert, aber ciuc Mchrzahlung frcigcstcllt wordcu, so ist dic von jcucu Aktien, auf wclchc ciuc grösicrc als dic geforderte Eiuzahluug crfolgtc, uoch cutfal« lcudc Gcbühr läugstcus biuucu 14 Tageu uach dcm Zahluugstcrmiue dcr Pcrmögcnsciulagcn zu entrichten; c. daß die vou dcu Coupouö bci dcrcu Vcrfalls-zcit uumittclbar zu cutrichtcudc Stcmpclgcbühr, falls dic Atticn odcr Thcilschuldvcrschrcibuugcu alle oder zum Thcilc auf Vcträgc uutcr 5)00 fl. lauten, in dcr Art bcrcchnct wcrdc, als ob dic Gcfammtsumme dicscr Atticu odcr Theilschuld« vclfchrcibuugeu uutcr 500 fi. uur in Stücke zu ü(X) fl. zerlegt worden wäre. Art. 5. DaS gcgcuwärtigc Gcsctz tritt mit dcm lchtcn Dezember 1866 (scchszig scchs) außcr Wirk- salukcit. Art. 6. Mit dcm Vollzuge dieses Gesetzes ist dcr Fiuanzmiuistcr beauftragt. Wien, den 10. Juli 1865. /ranz Joseph m. P. Alex. Graf MeuSdorff. Pouilly. m. p., FML. v. Plencr m. p. Auf Allerhöchste Anordnung: Ritter v. S ch u r d a. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 15. Inli d. I. die Bildung dcr projetlirtcn Landwirthschaftögcscllschaft für Istricn auf Gruud des vou dcm Gründu«gscoulit0 vorgelegten und vou dein k. t. Ministerium für Haudcl und Bolls« wirthschaft cilwcrnchmlich mit dem t. k. StaatS- und Polizcimiuisterinm rckliflzirtcu Statuten allcrguädigst zu gcuchmigcu geruht. Sc. t. l. Apostolifchc Majestät habcu mit Allerhöchster Eulschlicßuug vom !l0. Juli d. I. dcn Liuicu-schisfi'kapitäu Fricdri'ch Frcihcrru vou P ö ck zum Ad-jutautcu deö Äiarluctruppeu- uud Floltcu-Iuspcttors allcrguädigst zu crucuncn geruht. Sc. l. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Entschließung vom I5>. Juli d. I. alleraM« dilist zll «üstattcu acr,cht, daß dcr k. l. Mimstcrrcsidcllt in Nil' dc Ianciro Miller v. S o u ll l c i t h „ c r dat« GlosiuffiziclSlrciiz dcö luiscrlich m^illinischen Guada. lupe.Ordcus; dcr l. l. LcnationSscll cläl- Graf W o l. kcusteiu das Komiuaudcurlrcliz dcs päpstlichen St. Gregor- uud das Guadcnkrcuz dcö königlich nca» politauischcu konstautinischcu Militär^OrdenS, und der k. k. Konsul in Danzig u. Knköz dcu königlich preu. ßischcu Nothcu Adlcr-Ordcn vicrtcr Klasse annehmen uud trugcu dürfen. ___ Sc. l. k. Apostolische Majestät habcu mit Aller, höchster Entschließung vom 17. Juli d. I. die crlc< digtc Propstei 8. ^i^mnncii uud Pfarre au dcm königlichen Schlofsc zu Ofcn dciu Mitgliede dct< rit-tcrlichcu KrcuzhcrrU'Ordeus nnt dcm rothen Stcruc, gcgcuwärtigcu Bnrgkaplau nud Pfarradmiuistrator daselbst Moriz Hoffma u u allcrgnädigst zu verleihen geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Eutschlicßuug vom 12. Juli d. I. die stufen« weise Porrückuug dcS Kalocsacr Domherrn, Tilular-AbtcS, Prälaten der königl. Tafel uud Propstes von Bucö-Szcnt-M Joseph Ko vücs zum l^i8t08 ouno-ou«, dcs Kathcdllll'ArchidinkouuS Autou Aaratv' uics zum Propst von G5cö.Szcnt.Päl, dcö Bäcscr Archidiakonus Johauu^I u t unovicz zum Kathcdral-Archidiatouuö, dcs ^hci^'cr Archidialonus Michael Kubiuszly zum Mcscr Archidiakouuö, dcs ältcrcu Nu<;i8t0i- clwnnious Frauz ^ icchtcu stc ig cr zuiu Thcißcr ArchidiakonuS uud dcö jüngcrcu Mixtur ^N0uieu3 uud Kalocsacr Pfarrcr Iohauu Schwerer zum ältcrcn N^^ ^nouicn« aiu ssalocsacr Erz< kapitcl allerguädigst i" gcuchmigcn uud die hicdurch daselbst erledigte letzte Domhcrrustcllc dem crzbischöf-lichcu Sekretär und Diözcsau-Archivar 5tonstantiu Schuster allcrdigst z" vcrlcihcu geruht. RichwmllilHer Theil. vaibach, 3. August. Die Prcßamucstic, die allcrwärls gewiß mit dankbarer Freude cntgcgcugc«ou,mcu wird, darf im-mcrhiu als ciuc dcr crstcu Thalcn dcS ncncn Mini« stcriums bczcichuct werden, wcil wohl anznuchmcn ist, daß dasselbe auf dicscn kaiserlichen Guadcualt Einfluß genommen habe. Wir begrüßen daher dicscn Alt mit der lebhaftesten Zustimmung, weil das Miuiftcrmm damit ciucu schr glücklichcu Wurf gethan uud das ucue System auf die würdigste Weise zu entfalten begouncn hat. Was Einige in dcm Amnestieatle nicht gleich zu finden veimochlcu, wird dnrch die authcn» tische Interpretation dcr „Generallorrcspoudeuz" (die wir in dcr heutigen Nummer wörtlich bringen) ergänzt uud außer Zweifel gestellt. Wir unsererseits zweifelten nie daran, daß der kaiserliche Gnadcualt für alle Thcilc des Reiches in gleichem Grade wirl< sam sci, uud wir hatten Nccht. Daß diese Preß« amucstic von dcn Tagcsblättcrn in erfreulicher Weise besprochen wird, ist wohl schr erklärlich. Die „Debatte" schreibt dieSfalls FolgcudcS: „Mit iuuigem Dankgcfühl verzeichnen wir die hoch>> wichtige Mittheilung dcr „G., töuncn. Die Miltheilmia der „G..E." euthält aber auch sonst noch ein kostbares Wort, cm Wort der Äcrnhi« guug für alle Jene diesseits dcr Lcilha, die mit unbe-gründetcr Entlnulhigung und schwer begreiflichem Miß« trauen dcr Entwickluug dcr Diugc eutgcgenschcu. Die „G.«E." bctout: „daß cinc ungleichartige Behandlung der verschiedenen Theile deS Reiches auch in dieser Magc der kaiserlichen Regierung durchaus ferne lag." Dic gleichartige Behandlung kann abcr unter den go gelicucu Verhältnissen nichts Anders bedeuten: als Achtuug eines jcdcn Rechtes, Hochhaltung dcr Konsti. tutioualität uud Berücksichtigung aller Bedingungen, an welche die freiheitliche Entwicklung dcr Gefammt« hcit wie der einzelnen Theile geluüpft ist." Gefteneich. Wien, 1. August. Ueber das VerciubarungS-Programm erfährt dcr „Pcstcr Lloyd" Folgendes: Zunächst wird der ungarische Reichstag sich über die staatsrechtliche Frage auSznfftrcchen haben. Ueber die Forderungen, welche derselbe crhcbcn wird, foll sodann cinc Art engeren Rcichsralhcö dcr diesseitigen Länder, welcher jedoch auf Grnud neuer Wahlordnungen uud uur lili 1i0k dcr staatsrcchtlichcn Verhandlungen einzuberufen wäre, vernommen wcrdcn. Aus dicscu beiden Körperschaften würde sodann, wenn eine Vereinbarung erzielt würde, dcr Gesammwer-lrctungslörftcr gebildet werden. DaS wäre, natürlich nur iu dcn äußersten Umrissen, der luoäiuz pro- — 2. August. (G..C) Bei Besprechung dcr in dcr gcstrigcn „Wiener Zeitung" verkündeten Prcß-amucstie bcgcgucn sich die meisten der heutigen TagcS-blättcr in dcr Auschaung, daß die Traawciie nnd Wirkung dicfcs kaiserlichen Gnadcnallcs in dcn Län-dcrn dcr ungarischen Krone cine weitergehende sci, als in dcn Ländern dicSscitS dcr Lcitha. Zur Berichtigung dieser Auffassung sind wir, auf Gruud authentischer Information, in dcr Lage, zu erklären, daß eine nngleicharligc Behandlung der verschiedenen Theile dcS Reiches auch in dicscr Frage dcr kaiserlichen Regierung durchaus ferne lag, baß dahcr auch die Nachsicht der rechtlichen Folgen ocr erflosscnen Strafurtheile 7N8 nicht blos in Bezug auf die Länder dcr ungarischen Krone, sondern ebenso anch in Bezug auf die anderen Länder des Reiches in der jüngst verkündeten Prcßamucstic mit inbcgriffcn ist. Wie nns versichert wird, sind in diesem Sinne die Weisungen an die Gerichtsbehörden ergangen. — Der neue Finanz-Plan ist vorläufig in dcr „Linzer Zlg." enthüllt nnd er ist in folgender Weise formulirt.- 1. Dcr Staat zahle bis 31. Dezember 1865 142"/,<, Millicncn an die Bank, und zwar 2"/,, in Silber, 140 Millionen dadurch, daß sämmtliche Banknoten zn 1 nnd 5 Gulden fiir StaatSnolen erklärt werden. 2. Die Silbcrschnld per 16 Millionen wäre bis Ende 1866 abzutragen. 3. Die Bank hätte ihre Barzahlungen schon mit I. Januar 1866 zu beginnen. Da die Banknoten» zirkulation auf 200 Millionen he» absinken würde, so lönntc die Bank die Menge anf 300 Millionen er-höhen und dcn Zinsfuß auf 5 oder 4'^ beschränken, mn dem Handel und Verkehr das billige Kapital zu verschaffen. 4. Die Staalsuoten zu 1 und 5 fl. sollten innerhalb 10 Jahren zn 14 Millionen eingezogen werden. 5. Für Fälle momentaner Zahlnngs-Vcrlca.cn« heilen soll die Finanzlcitung ermächtigt werden, vcr« zinSlichc, jedoch längstens binnen 6 Monaten rück^ zahlbare Vorschüsse aufzunehmen nnd als Pfand einen Thcil der Domänen zn bestellen. Salzburg, 31. Juli. Einem Gerüchte zufolge soll dcr Landtag demnächst eröffnet und dcr LandcS« chef Graf Taaffc als Statthalter nach Mähren ver» setzt werden. Aus Wildbad-Gasteiu, 28. Juli, erhält der „Prcuh. StaatSanzcigcr" folgende Nachrichten: Am 22. Inli, '.» Uhr früh, verließen Sc. Majestät dcr König mittelst Ertrazugcs Rcgcnsburg, dinirten iu Lambach mit dcr Fran Prinzeß Louise von Prcnhrn, welche von Gmnnd dorthin gekommen war, nnd trafen Nachmittags 5 Uhr in Salzbnrg ein, empfangen von Sr. taif. Hoheit dem Erzherzog Ludwig Piktor. Mends nahmen Se. Majestät den Thee bei Ihrer Majestät dcr Kaiserin Karolina Angusta. Am 23. Juli bcsnchten Se. Majestät dcr König den auf Schloß Leopolds on rcfidircndcn König Ludwig l. von Baiern und nahmen das Familicndincr anf Schloß Klcshcim bei Sr, l. Hohcit dein Erzherzog Ludwig Viktor ein. Nachmittags besuchten Se. Majestät dcr Kiwig die Fran Prinzessin Peter von Oldenburg in Ncichcnhall nnd empfingen nach dcr Rückkehr nach Salzburg den königlich baierischcn Minister von dcr Pfordtcn. Am 24. Juli setzten Sc. Majestät dcr König mittelst Extrapost um l) Uhr früh die Reise nach Gastcin fort und kamen Nachmittags nach 6 Uhr in bestem Wohlsein daselbst an, empfangen von dcn Spitzen dcr Behörden, Sr. Dnrchlaucht dem Fürsten Rcnß'Schlciz und den anwesenden Badegästen ans Preußen. Am 25). Inli nahmen Sc. Majestät dcr König das erste Bad und setzen dicö seither, sich der besten Gesundheit erfreuend, täglich fort; neben Promenaden in dcr stärkenden Vergluft finden täglich die rcgcl» mäßigen Vortrage dcö Militär» nnd Zivilkabiucts statt. Am 28. Juli empfingen Se. Majestät der König dcn kaiscrl. österreichischen Gesandten Grafen Aloomc und zogen denselben zum Diner. Prag, 31. Juli. Sobald die Erucnnnng des Grafen Bclcrcdi zum Minister als sicher betrachtet wurde, beschäftigte man sich bekanntlich in hiesigen Kreisen eifrigst mit dcr Frage, wer scin Nachfolger auf dem Posten des Statthalters von Böhmen fein werde. Ans guter Quelle vernehmen wir, daß, nach» dem die Verhandlungen dcr neuen Regierung mit dem Baron Kcllcrsberg bezüglich dcr Annahme dieser Stelle erfolglos geblieben, unserem Obcrftlandmarschall, Grafen Nothkirch - Panthen, Anerbiclungcn desselben Inhalts gemacht worden sind. Aber auch Graf Noth» lirch hat dieselben abgelehnt. Wie verlautet, sci an Baron KcllcrSvcrg neuerdings wieder die Aufforde' rung ergangen, daS Amt des böhmischen Statthalters zn iibernchmcn. "Pest. 1. August. „P. Hirnöt" begrüßt mit Freuden das Prmziu dcr Dezentralisation, welches im Rundschreiben des Herrn Staatsmiuistcrö ansge« sprochcn ist und sagt, cö scl natürlich, daß sich das< selbe nicht allein auf die politische Administration bc< ziehe, sondern auch auf sämmtliche nicht in dcn Kreis dcr gemeinsamen Angelegenheiten bezügliche Zwcigc der Verwaltung und deS Staatslebens. Namentlich sei es das Finanzministerium, dcsscn Dezentralisation mit dcr politischen Verwaltung unumgänglich no!h. wendig ist. „P. Hirnöt" will in dieser Beziehung zwar dcm Landtag nicht vorgreifen, glaubt aber dennoch für die Finanzfragc vom ungarischen Gesichts» punkt jctzt schon folgendes Axiom aufstellen zn können: Sobald dcr gesetzliche Znstand in Ungarn auf Grund landläglicher Verhandlungen hergestellt scin wird, kann die Lcitnng alles dcssen, was auf daS Aerar Bezug hat, also sowohl der Einkünfte dcr Krongülcr und Bcrgwcrlc, als auch dcr zur Dccknng dcr gc> mcinsamcn Angelegenheiten des Reiches erforderlichen Einkünfte, die im Wege direkter oder indirekter Steuern einstießen, — im Gebiete dcr ungarischen Krone auch fernerhin, so wie vor dem Jahre 1848, nur im Namen dcS ungarischen Königs durch königliche Beamte geschehen; weshalb es nothwendig ist, daß Sc. Ex» zcllcuz dcr ncue Finanzministcr diesem GcsichtSpuutlc schon jctzt seine Aufmerksamkeit znwcndc. — „P. Hirnöt" beantragt die Bildung eines Vürgercamilc's in Pest, welches sich die Leitung dcr in den Monat August fallenden Festlichkeiten, die ein Zusammenströmen vieler Fremden in Pest veranlassen werden, wie die a. h. Gcburtsfcstc Sr. Majestät und Sr. k. k. Hoheit des Kronprinzen, daS St. Stephans« fest, daS große Musikfcst, — zur Aufgabe zu machen hätte, um so zur Erhöhung dcr Solemnität beizn« tragen. Neusatz, 30. Inli. „Navredal" reprodnzirt die nnlängst in „Politikai Hctilap" mitgetheilte Ansicht des Baron Eötuös über die Art nnd Weise, wie die gemeinsamen Neichsintercsscn im Wege einer Delega» tion des ungarischen und österreichischen Vcrtrctnngs-törpcrs zn behandeln wären und meint, es werde Baron Eötuös anßer dcn Dcntschen nnd etlichen Ma» gyarcn wohl schwerlich Anhänger für dicsc Ansicht finden, indcm einerseits eine solche Delegation, so» ferne sie im Nothfalle zn einer sclbstständigen Cut« schcidnng berufen fein würde, doch dcr Scllislständig« lcit Ungarns gefährlich und dcm ungarischen gcsctz» gcbcndcn Körper übergeordnet wärc, andererseits aber mit Rücksicht auf die beiden Hälften dcS Reiches einen zn sehr ungleichartigen Ursprung hätlc, dcnn während die Dclegirtcn Ungarns nur von dcm nnga> rischcn Landtag gewählt scicn, also gleichsam aus zwci» tcr Haud stimmen würden nnd voranSsichllich aus Magyaren bestünden — was dcm Baron EötvöS ohncwciters znsagt, — dürften die Dclegirtcn, welche z. B. Galizicn zu ucrtrctcu hätten, aus einer vier» fachen Wahl (Wahl dcr Wahlmänncr, Wahl dcr Dc» putirtcn, Wahl der RcichSräthc nnd rrichSräthlichc Wahl dcr Dclcgirtcu) hervorgehen und vielleicht, mit Rücksicht anf die dculfchc Majorität, sämmtlich dcr deutschen Nationalität angehören, womit unmöglich die Polcn nnd Ruthcucn cmvcrstandcn sc», lönnlcn. — Die Synode dcr ariechisch'oricnlalischcu Bischöfe wird unter dcm Vorsitze dcs Generals Philipoliic dcn 3./15. Augnsl in Karlowitz eröffnet werden. Ausland. Ans Vunn, 29. Juli, wird geschrieben: Die Zahl dcr Theilnchmcr an dcr EnthüllungSfcier dcS Arndt-Denkmals ist in Anbetracht dcr lnrzcn Vor« bcrcitnngSzcit als einc ansehnliche zu bezeichnen. Die Haudhabnng dcr Ordnung während des Festes wurde nicht von dcr Polizei geübt, sondern war dcm hiesigen Turnverein übertragen. Sämmtliche Turnvereine dcS Rhcinlcmdcs nnd Westphalcns sind vertreten, auch an Znschriftcu und Depeschen der bedeutendsten Turn« nnd Gesangvereine Deutschlands, ans Paris und London fehlt es nicht. Nachdem die Vorbereitungen zn dcm Fcslc in erfreulicher Weife getroffen waren, setzte sich dcr Fcstzng hcutc Morgens um halb 1l Uhr, vom Münstcrplatze ausgehend, durch die mit Fahncn und Kränzen geschmückten Straßen nach dcm anf dcm alten Zoll sich erhebenden Denkmal in Bc« wcgung. Eröffnet wnrde dcr Zug dnrch ein Musik, lorpö, wclchcm die Gesellen dcr bci dcr Anfstcllung dcö Denkmals beschäftigt gewesenen Gcwcrle, geführt von dcn Werkmeistern, folgten. Die Stcinmctzc warcn an ihrcm mit schwarz>rolh«goldcueu Bändern gcschmücklcu Richtscheit erkennbar. An diese Gesellen und Mcistcr schloß sich das Arndt»Eomitö an ncbsl dcn Künstlern Afingcr, welcher die Statue modcllirlc, Howald aus Braunschweig, welcher dcn Erzguß, und Bau-Inspektor Dicckhof, welcher die architektonische Ausschmückung dcr Umgebung deS Denkmals in klassisch, griechischem Styl ausführte. Nach Ankunft dcS Zuges anf dein Fcslplatzc stellten sich dic Theil» nchmcr des Zuges in einem Halbkreise nm das Denkmal auf. Die Sängcr hatten sich inzwischen in einer aus Stein aufgeführten halbkreisförmigen Ro» tundc aufgepflanzt nnd die au dcr Enthttllungsfcier thhciluchmcuden Damen, unter dcncn sich anch dic ehrwürdige Witwe des Gefeierten befand, auf dcn vor dein Denkmal angebrachten Sitzen Platz genommen. Bei allgemeiner, feierlicher Stille dcr Fest» theilnehmcr erschallte nunmehr dcr von den beiden genannten Gcsangvercincn ausgeführte Fcstgcsang mit Begleitung von BlaSinstrnmcnten. Die Festrede wurde von dem Frcnndc Arndl's, dcm Justiz, und Appellations »Gcrichlsrath Ammon, gehalten. Nach Beendigung derselben, wclchc wiederholt von Beifall unterbrochen wurde, fiel dic Hülle dcs Denkmals unter den lautesten, von einem Tusche dcr Musik-be« gleiteten Iubclrufe aller Anwesenden. Die milden uud doch so ernsten Züge dcS Greises, dcr seine Rechte gleichsam segnend über die Gaue dcs Rheines ausstreckt, während seine Linke auf einem Eichen-stamme ruht, vcrfchltcu ihre Wirkung auf die Anwe» senden nicht. Dcn Gcist dcr schlichten Einfalt dcS Heimgegangenen Lieblings des deutschen Voltes wußte dcr Künstler, dcr die Statue ausgeführt hat, derselben einzuhauchen, uud dicS ist cö vor allen Diugcu, lvaS uuö dcn großen Mann so nahe rückt, als wärc er einer UnsereSglcichcn. Die Erzstalnc erhebt sich auf granitenem Picdcslal, dcsscn uicr Seiten mit goldenen Inschriften geschmückt sind. Auf der Ostscite prangt dcr Name: Ernst Moriz Arndt in goldenen Lettern; auf der Westseite liest man die Worte, welche Arndt während dcs Wiener Kongresses geschrieben: „Der Rhein Deutschlands Strom, nicht Deutschlands Grenze," auf dcr Nordscite Arndls poetische Ein-weihuug der Landwehr: „Der Gott, dcr Eisen wach' sen ließ, der wollte leine Knechte." Auf der westlichen Fläche dcs PicdcstalS stchcn die Worte: „Errichtet vom deutschen Volke 1865." Nachdem die Hülle von dem Denkmal gefallen war, stimmten die Sängcr in lautem Chore das Lied an: „Was ist des Deutschen Vaterland." Kiel, 31. Juli. Von Berlin anS sind an Herrn v. Zcdlitz Weisungen ergangen, wonach allc diejenigen in dcn Elbchcrzogthümcrn befindlichen Personen, welche in anffälligcr Weise auglistenburgischc Sympathien an den Tag legen, auS den Herzogtümern auszuweisen seien. Florenz, 2. August. Es heißt, der Großhcrzog von Sachsen-Weimar habe beschlossen, das Königreich Italien anzuerkennen. Ancona, 1. Angust. Von gestern Mittags bis hcntc Mittags 58 Fälle; 22 Personen starben. Paris, 31. Juli. Der Kaiser bcrcücl als Eis» brcchcr für dcu europäischen Kongreß cinc Schrift vor, wclche im Herbst bci Plon in Paris ausgegeben wer-dcn soll: „Dic kaiserliche Politik, nach den Reden und Proklamationen Sr. Majestät Napoleons III. vo» I«j8 - 1865 (l'<»Mil,! lmi>'.'!-iuk')." In cincm stcu" tcn Bande wird dicscs Manifest allc wichtigen Kund" gcbnngeli dcö KaiscrS enthalten; die einzelnen Allen-stück,: werden durch Vl)rlicmcrklMs,cn »nd Erläutern»-gen iu Zusammenhang s,cbracht wcrdcn, mn die Ko»' scanenz der kaiserlichen StaatSlnnst zn belegen. Mexiko. Wir sindc» im „Mouitcm" ei» wichtiges Doknmcnt, nämlich ein Echrribcn deS Ka>" fers Maximilian an dcn Minister dcs öffentlich^ Unterrichtes, Herr» Silici«, iu wclchcm genaue ^"" strultioncn iwcr dic Organisation d^ öfs'c«ll>'^c" , Unterrichtes gcgcbcu wcrdcu. Wir r»ll,«l)..,.n dcw'^' bcn, wclchcS wir seiner Ausdehnung wegen nicht voll' ständig gcbcn tüuncn, Folgendes: „Ich habe den festen Willen, im mexikanische" Reiche den öffentlichen Unterricht anf einen Fuß zu setzen, der uns auf dcn Rang dcr crslcu Nalioncn stellt, indem ich die Erfahrungen benutze, die vou weiter vorgeschrillcucn Völkern gemacht worden siud. Als hauptsächlichen Führer bci Ihren Vorschlagen müssen Sie stelS im Auge haben, daß dcr Unterricht Allen erreichbar scin mnß, daß er öffentlich nud (wc-nigstcnS was dcn Elcincntarnntcrricht betrifft) nucut-gclllich uud obligatorisch scin muß . . . Das Sludinm dcr klassischen und dcr lebenden Sprachen sowie dcr Natnrwisscnschastcn mnß als einer dcr allcrwcscnllichstcn Zweige des Unterrichts bctrach« tet werden. Die Sprachen, wclchc die Grundlage allcr humanistischen Erziehung sind, machen glc!ch;ei» tig cinc unschätzbare intcllcltncllc Ucbnng anS. Ueber« dicS ist das Studium dcr lebenden Sprachen hcnligcn Tages unumgänglich nothwendig für ein Voll, wcl» chcs scincn Antheil an dcu Wcltcreignisscn nehmen nnd thätige Äczichnugcu mit dcn andcrcn Völker» nntcrhaltc» will, znmal wenn man die anSnahmS» wcisc geographische Lage des Landes in Betracht zieht. Endlich ist das Stnoinm dcr Natnrwissenschaflcn das charakteristische Zeichen einer Epoche, die der Realität angehört; dcnn cö lchrt nnS die Sachen, welche uns umgeben, ihrer wahrcu Gestalt nach sehen und alle Kräfte des Universums zum Dienste dcö menschlichen Willens anwenden. Anßcrdem will ich, daß cinc besondere Anfmcrl-samleit der physischen Erziehung uud dcr Harmonie ihrcr Entwicklung gewidmet werde. Ich halte daranf, daß Ihre Aufmerlsamleit ci»! das Studium cincr Wissenschaft gerichtet fci, dic '" unserem Vatcrlandc schr wenig bekannt ist, nämlich ans die Philosophie; dcnn sie übt dcu Verstand, lch^ dcn Menschen sich selbst kennen und in dcr moralische" Ordnung dcr Welt cinc Folgerichtigkeit erlen»"'' wclchc ans dcm Studium seiner selbst hervorgeht. Bezüglich des religiösen Unterrichtes will w' Ihnen anch sagen, was meine Idccn sind- -^ Religion isl die Sache des Gewissens cincs Icdc"< und je weniger dcr Staat sich in religiöse 3''A' einmischt, desto treuer bleibt er seiner Mission.."" haben der Kirche und dcn Gewissen die Frcihc't gc geben . . . 799 Die Examina müssen in allen UntcrrichtSanstal-ten nach cincm ncucn Plane geregelt, mit strenger Genauigkeit nnd stets durchaus öffentlich ausgeführt werden; abcr wenn wir einerseits fortan uon unserer stndirendcn Ingcno tüchtige und wahre Kenntnisse verlangen, so legt mir andererseits diese Anfordcrnng die Verpflichtung auf, ihnen gntc Lehrer nnd gute Unterrichtsmittel zn schaffen." Lokal- und PromllM-Uachlichtcn. saibach, 4. August. I'll. ll. Dic an, 30. v. M. in der hiesigen St. IakobSkirchc v0» dem Sängerchorc der (ül^vui^ nntcr der Leitung dc<< Lhornnistcrö Herrn Fadian auf» geführte Vokal- nnd Ilistrnmentalmcsfc uon Fran Anna Pcssiak licfcrlc uns den Beweis, daß genannte Daine, welche sich schon mehrfach in der Komposition verflicht hat, mit cincm bcachtcnswcrthcn musikalischen Talente begabt ist. Viele liebliche, ans echt religiösem Gemüthe entsprungene Melodien entzückten den Dilettanten, während der Musiker von Fach die in manchen Stellen wirtlich gelnngene Har-monicnfolgc und eine gute Behandlung der Sing« stimmen lobend erwähnen muß. Die beste Nummer ist unstreitig das Alt-Solo „(M toili^," welches anch von der mit ausgezeichneter, zum Herzen dringender Altstimme begabten Sängerin sehr gefühlvoll nnd innig vorgetragen wurde; das Sopran «Solo „M inouniiltn« <«t" ist zwar ein hübsches Tonstück, konnte aber trotz des lobcnswcrthcn Slrcbcns der jugendlichen Sängerin, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, nicht zur vollen Gcltnng kommen, da die Stimme derselben noch zn wenig ausgebildet und deshalb zu wenig ausgiebig ist. DaS Tcnor>Solo ,,1il!U8,lww»'' wurde gnt uorgelra-gen nnd bot dnrch die würdige Slimmnng der Kom« position dem mit klangvoller Stimme begabten Säuger eine schone Gelegenheit, die Vorzüge seiner Stimme z» zeigen; das Baß.Solo ,,^un« ^i" wnrdc mit Verständniß nnd Gefühl vorgetragen. Blicken wir auf den musikalischen Werth der Komposition, so müssen wir, bei aller Anerkennung dcö Strebe»^ der Komponist!!', ihrem tiefen religiöse!» Sinn durch dic Mnsil dcn bestmöglichsten Alpdruck zn gebe», doch osfcn gestehen, daß ihr dies, nach nnscrcr Ansicht und vom rein mnsilalischcn Slandpnnltc betrachtet, nicht dnrchwcg gelungen ist. So ist namentlich daö „O^äo^ und in diesem das „llt l'«8M'roxit" uicht frei uou weltlichen Anklängen nnd deshalb nicht zweck-entsprechend; ebenso sollte Einzelnes im ,,(.>«unn:l" anderö und lnchlichcr lichalldclt scm. Das ^lichl< vorhaüdcüseili >.w!< Sätzc» i>, streiisscr ssiinenfulin ist tin bcilagcliswcrther Mciligel; dic bloße Imitation der einzelnen Singstimmen, wie z. B. beim Anfang und Schlnß dcS „(,)«:uuui,^ entschädigt keineswegs für daö Fehlen der durch unsere Altmeister so geistreich „nd stanncncrrcgcnd behandelten uud mit voller Berechtigung cmgchihrtcn Form der Fuge, dieses mustla-laischcn Prachtbancs! — Als die gclnngcnsten Stellen der Komposition erscheinen unS daö „l<)'ri0," daS Alt-Solo,,(i'ü t<»U!l^ uud das ,,Non0>U(?w«/' Die Anffnhruug der Messe war eine von fleißigem Stndinm zcngcndc; daö Tempo im „X)'ri0" „üd „Ooiui iwdis" war zu schnell und hemmte in Etwas den Eindruck der Komposition; bei dcn Chören waren die Sopran, nnd Alt-Stimmen zn schwach gcgcn Tenor nnd Baß; manche nnrcinc Intonation der Singstimmcn nnd eine oft zn wenig diskrete Ans' fiihrung der Orchcstcrbcgleitnng wirkten störend; im Ganzen jedoch kann man die Aufführung ciuc gute nennen. Noch müssen wir ci'ncö schönen Vokalchorcö von Iclcn, der u (m^Nu vorgetragen wnrdc und nach dem ,,^»i tuiij^" eingelegt war, lobend gedenken; ein Gradualc, von der Komponistin der Messe für zwci Singstimmcn und FlötcN'Solo geschrieben, wnrdc von Frau Anna Pcssiak nud Herrn Ehormcistcr Fabian mit inniger Wärme nnd Andacht vorgetragen nnd verfehlte nicht, einen günstigen Eindruck auf den Zuhörer zn üben. Herrn Fabian nnd seinem Sängcrchorc gebührt für die Anfführung dieser Messe aufmunternde Anerkennung, — Am 1. d. M. Abends wurde iu der Latter-maunöallcc ein seidener Sonnenschirm gcfnndcn. Der Vcrlustlrägcr wolle sich dicsfallS bei der k. k. Polizei-Direktion anfragen. — Unlcr dcn 1029 Mmm, welche hcncr zu unserem vaterländischen Ncgimcnte asscnlirt wnrdcn, sind nur 30 dcö Schreibens kundig; der gewerblichen Ausbildung uach sind darunter 45 Schuster, 22 Schneider, 3 Sattler, 16 Schmiede, 10 Schlosser, f) Wagner, 17 Tischler nnd Zimmcrlcntc, 0 Bäcker und 12 Milw'. — AuS Planiua wirb uns geschrieben: Am 31. Inli l. I. Nachmittag gcgcu 4 Uhr ist iu der 45 Häuser zählcuden Ortschaft Untersced orf, Pfarre Zirkuitz, auf ciuc bisher nicht ermittelte Art Feuer ausgebrochcu, welches bei der herrschenden großen Trockenheit uud dem Wasscrmaugcl so schnell um sich griff, daß in kurzer Zeit, mit Ausnahme zweier Kaischcn, der Kirche nnd einer Doppclharpfe, allc Wohnhänscr nebst dazu gehörigen Wirthschaft«-gebunden, mit Inbegriff der eingebrachten Heu- uud Gctrcidccrutc, ciu Raub der Flammen wurden. Das Umsichgreifen dcö Feuers geschah nin so schneller, als dic Dorfinsasscn größtcnlhcils anf dem Felde beschäftigt waren und sich kein fließendes Wasser in der Nähe der Ortschaft befindet. Die Verunglückten konnten nur mit großer Lebensgefahr fchr wcuige Esfcllcn aus dem Feuer retten nnd sind nun nicht nur obdach-los, sondern auch aller LcbcnSmittcl nnd des Vieh« sutlers beraubt. Der Schaden läßt sich noch nicht angeben, ist abcr sehr bedeutend, indem nur 10 der Veruuglücktcu assclnrirt sind. — Am 2. d. M. ist in Graz dcr^k. t. pcusio-uirte Statthaltereiselretär, Herr Anton Salomon, welcher auch längere Zeit als Staatsbeamte in Krain diente, gestorben. Wiener Nachrichten. Wien, 2. August. Sc. Majestät der Kaiser haben auf der Ncifc vou Wien nach Ischl am 31. Juli AbeudS um neun Uhr dcn Linzer Bahnhof passirt und sind am I.August um I V, Uhr Nachts iu Ischl eingetroffen. — Ihre Maj. dic Kaiserin Karoliua Augusta gcruhtcu dcn Betrag von 100 fl. an Herrn N. Kaan v. Albcst übermitteln zu lassen, als Beitrag zu der durch dcusclbcn in Anreguug gebrachten gleichmäßigen Bcklcidnng der Salzbnrgcr Vetcranenmusittapellc. — Se. Exzellenz der Herr Minister dcö taiscr-lichen Hanfes nnd der auswärtigeu Angclcgclchcitcu, Graf Mcnödorff ist am l. d. M. Abends nach Ischl abgereist. — Ans der Liste der uon dem Doltorcntollc. gium der jnridischcu Fatnltät vorgcschlagcncu Ehrendoktoren hat die Regierung zwci Namen: Gneist und Waldeck gestrichen, weil für diese die erforderliche a. b. Sanktion nicht zu erreichen war. Daö Doktoren'Kul-lcginm hielt ans diesen, Anlaß am 1. d. M. Abends 8 Uhr cinc Sitznng, zu wclchcr jedoch nnr 15—20 Mitglieder erschienen warcn. Es fand cine animirlc Debatte Statt über dcn von einer Seite gestellten Antrag, anf dic Ernennung von Ehrendoktoren überhaupt zu verzichten, weil dic zwci uuu gestrichen wurdcu. Dieser Antrag wnrdc abaclchnt, dagegen beschlossen ^ um „ich! gcgcl, dic cmdcrn Fakliltätcu zurückzu-stchc» — dc.i forsch lag bezüglich der andern 18 Ehren-doktoren nilflccht zu erhaltet,. ZUM Umvklsilsts-Jubiläum. Vom Thurme des Stephausdomes dröhnen die Glocken, duich die geöffneten Thore dringt der Schim-mcr von Hunderten von Lichtern, ziehen die Weih-ranchwoltcn nnd die Fcstakkordc des Hochamtes zur Fcier uusercr nlnül m^tür. Fünf Jahrhunderte sind über die ulma hinweggegangen; statt sich am Born der Zeit zu verjüngen und den belebenden Qncll durch die Adcru des öffcnllichcn Lebens in Kirche uud Staat zn cigicßcn, ist sie alt geworden und sicch. Ihre jüngsten Söhne haben sich von ihr abgewendet, und selbst im Schooßc der Meister ist Zwietracht ansgc-brochcn. Daö war ein stilles Hochamt, mit dem die Feier Deines Ehrentages, ulmu mutn-, begangen wurde! Scchszchu Polizisten vor dem Stephans-dome, nm dic Ord'.umg unter dem nicht versammelten Pnbliknm aufrecht zu erhalten, und daneben einige jnngc Herren im Fcstfrack und gelben Handschuhen. Schier wollte uns ciu Weh überkomme», da wir daö Häuflein deutscher Gelehrten, die Zöglinge der Pric-slcrscminaricn und mngc Dutzend Stndentcn dem Hochamte beiwohnen sahen. Um 11 Uhr begrüßte der Rektor Dr. Hyrll die Versammlung in den l. k. Rcdoutcnsälcn. Auf den Galcrieu, dic äußcrst schwach beseht warcu, bemerkte man nntcr andern NotabilUalen mich die Herren Mi-nistcr Bclcrcdi und Lansch. In eincr lurzeu Anrede, welche dic Bcdcnlnug dieser Feier als ciucr allgemein wisscuschaftlichcu auSciuaudcrsctztc, hieß dcr Redner Allc, welche gckommcu waren, das Fest dcr Wiener ximü mllter mitzufeiern, auf das Herzlichste willlom-men. Nach ihm ergriff Dr. Iiillcr v. Haöncr, dcr iu voller Uniform erschienen war, das'Wort, nm die Versammlung im Namen Sr. Maj. dcö Kaisers zn begrüßen. Er sprach üder die Geschicke dcr Uni-vcrsität uud betonte schließlich, daß dieselbe uutcr ciucm so erleuchteten Regenten jener Vervollkommnung cntgcgcngcführt werde, welche die Würde dcr Wissen-schaft und die Stellung dcr Universität erheischt. Nach dicscu Worten, dcncu allgemeiner Beifall folgte, sprach Rektor Hyrll iu zündender Rede die Hoffnung, ja die Zuversicht auS, daß die Universität nicht lediglich als eine Anstalt betrachtet werde, die den Gerichten die nöthige Anzahl von Beamten, den Spitälern die Aerzte uud den Kanzeln die Lehrer zu liefern habe, daß ihr dcr Staat künftighin auch sei« ncn Schutz gewähren werde, wenn cS gilt, dic Frei« hcit uud den Rnhm dcr Wisscuschaft zu wahren und zu begründen. Langanhaltendcr und stürmischer Beifall folgte dieser Rede. Herr Dr. Zclinka wies in seiner Anrede nach, wie die Stndcutcn stets mit dcn Bürgern gegangen nnd wie Se. Majestät der Kaiser stets Fürsorge go tragen habe für daö Blühen und Gedeihen der wis< scnschaftlichcu Institute in Oesterreich. Schließlich sprach er ein herzliches Willkommen aus uud den Wuusch, die Herren mögen die Erinnerung an diese Tage in Wien so herzlich bewahren, wie cr sie herz« lich begrüße. Nettor Hyrtl illustrirt in lebhafter Rede das von dem hochverehrte» Herrn Bürgermeister betonte Zusammengehen der Studenten- und Bürgerschaft durch Aufzählung einiger blutiger Händel, die abcr in ernsten Zeiten doch die Eiutracht nie dauernd gestört haben. Eiue Reihe vou Thaten werden dann auS dcr Glanzperiode dcr Wiener Studentenschaft von dem durch Bcifallsbezeugungeu oftmals unterbrochenen Redner in zündender Darstellung vorgeführt. Als Sprecher der dentfchen Universitäten betritt dann Professor Waitz auS Bonn die Tribüne. Lauter Beifall begrüßt den Redner, der mit voller und tla» rcr Stimme die besondern Vorzüge der Universität Wien hervorhebt und die Verdienste dcr deutschen Hochschulen um europäische Bildung betont. „Ja! das thaten die dentschen Universitäten" — entgcgnct Rektor Hyrll und sagt: Achtung, ja Be« wundcrnng ist es, die ich dem Wirken dcr deutschen Universitäten zolle. Es ist nicht bloS dcr Fleiß, die Gründlichkeit dcö Forschcns in allen Gebieten, die dem deutschen Gelehrten so eigen ist, es ist das universelle Walten des deutschen GcislcS im Reiche der Freiheit, des Rechtes und dcr Wahrheit, daS dcn dcntschcn Universitäten eiue solche Machtstellung im Gebiete dcr Kultur gibt, wie soust keiner der andern Nationen. Und die Wiener Universität ist cinc deutsche! Großer Beifall folgt dcr fließenden Rede. Hierauf sprachen noch mehre, c Redner als Abgeordnete ausländischer Universitäten. (Oest. Ztg.) Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. 2vie«, « Ilunust. Die „Presse" meldet: Wraf VtenSdorff wurde gestern, Se Vtajestat der Kaiser heute Ttaatsaeschafte halber hier erwartet. ^ ^ wasteiner Entrevue ist unwahr. Altona, 2. August. Die „Echleswig.Holstcinischc Ztg." meldet: Die Landesregierung antwortete den Stadtlollcgicn, sie habe bei der Obersten Zivilvchördc beantragt, zu vcraulassen, daß Redakteur May dcr zuständigen Zimlobrigkcit übergeben uud, falls gegen ihu etwas vorliege, im Rechtswege verfahren werde NelldSburss, 2. Ananst. (N. Fr. Pr,) Die Abführung May's nach Preußen wurde angeordnet, die Stunde dcr Ansführnng dieser Maßregel ist un« bekannt. Paris, 2. Angnst. (N. Fr. Pr.) Bismarck wird gegen Ende Angust iu Biarritz eiutrcffeu, wo er be-rcitö ciuc Wohuuug gemiethet hat. — Drouyn de LhnyS berührt auf seiner Erholungsreise Württemberg, ohne jedoch hicbci politische Zwccte zu verfolge,,. — DaS Bnrcan Reuter allarmirt neuerdings dnrch die Angabe, Oesterreich werde dic preußischen Fordern,,« gen in Betreff dcr Elbcherzoglhümcr-Fragc gegen eine Gebietserweiterung in Schlesien gutheißen. Paris, 2. August. (Pr.) Es heißt, der französische Gesandte habe in Washington wegen der Truppcnanhaufung in TcxaS Auskunft verlangt; Juarez befehlige im Ganzen noch 10,000 Mann. Abd-cl'ttadcr foll in Chalons mit dem Kaiser zusammentreffen und länger, als ursprünglich beabsichtigt, in Frankreich verweilen. Madrid, 1. August. Die „Cpoca" versichert, in dcn Gcuirgeu vou Saria seicu einige Legilimistcn-banden aufgetaucht unter dcm Rnfe: „Es lebe Spanien nnd dcr Katholizismnö!" Eine andere Nachricht crwghnt dcS Gerüchtes von dem Erscheinen larlistischcr Parteigänger in Guadalajara. London, 2. August. (Pr.) Die Königin reist am 9. Angust inkognito nach dem Festland, besucht dcn Kouig Leopold in Lacken, gcht über Brüssel und Köln nach Kranichstcin bei Darmstadt, sodann Cnde August zur Dcnlmalwcihe nach Koburg, und lehrt Anfangs September nach Windsor zurück. Verantwortlicher Redakteur: Iguaz v. Kleinmayr. Druck und DMag von Ignaz v. Htleinmayr S5 Fedor Bamberg in Laibach. 5ZO Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr t. k. öffentlichen Börse in Nicn. Den 3 August. 5)"/« Mctalliqncs «9,15 18Mcr Anleihe 8?,70 5)"/« Nnt.-Anlrh. 7^,.^0 Silber . . . 108,- Bantaltien . 789,— London . . 110.lX> Meditattim ^17^70 K. l. Dukaten 5,^5 ^rcmden-Hnteige >l?m2, August. Tt«dt TUien. Dir Herren: Tuchman», Kaufmanu, von Fülth. — >lla>tin uud Stiel'»r, Kauilcutc, >,nd Hcru,'»ld vl'l. Wie»,. — Borcl. Kaufmann, au,? Itali,n. — Simpnyi. k. !, pcns. M.ijor, ve» Ätlona. — KLnizhich. l. l. AczirkS.Voisleher. von Scnrfttsch. Elephant. ?i>> Hi'rrlN: Riltlr von Schöof^Id. f. k Gcucral-21i^jl,'r. von Ächilsch — uvn (ifart. l, l. Oberst. — Nittcr von Nieser, k. l. Hof-rath, Ron«l'trgsl' uud Zill^r, K^uftcutc, von Wicn — Supvancich. Consulat>3'Ncalnte, von Marftillc. — Willer, k f. Hauptma»». von »iomcrbad. — Renar, Primat, und Dcmschcr, >,'c»s. Welt^»ri,st.r. von Trieft. — Fnrlani von Rcif.nlcrg. — Tomschizh. Jurist, und Äübvci von Graz — Marlizb. Loopciator, von Land-straf, — Glrl'ch, Realitätnlbcsthcr. uo» La^. — Wcri-er, Privat, aus O^rlrain. Mohren. Die Herren: Äaumttock von Mailand. — Achmaun. f. s, Marinc-Ossizic,. uon T,iest. — Lcicht, Handclsniann, von Wien. — Neggio, Maler, von Trieft. (1503—s) Ein Haus auf dcr Polana-Vorstadt wird ans srcier Hand ;n vcrlcilifen geslicht. Nähere Auskunft rrilieilt der Handelsagent Josef Wetsch. (1515-3) Nr. 5451. Todeserklärung. Vom k. k. stadt. dcleg. Vezirksge. richlc wird bekannt gemacht, daß der seit 31 Jahren verschollene Georg Widmer von Untergebak bci dem Ninstande, alö derselbe in Folge Aufforderung vom 20.Inni1tz64. Z.4209. lvcdcr vor dcn, gefertigten k. k. Pezirkögerichte erschienen, »och dassclde oder dcn anfgestel^len Kn-rator von seinem Leben nnd Alifcnthalls-orte in Kenntniß grsrpl batte, nbcr ncncr-lichcs Ansuche» des Varthelmä Wionnr »no Eimvilllqlma. dl^ Knraioi^ fnr todl crklärl lind dsffcn Vcrnwgcn dcr Al'< Handlung unterzogen wird. K. k. Na'dt. deleg. Bezirksgericht Ncnst Viccnxa, Verona. IVfaiitmi uinl Aiirück nach Venedig. Trie*t, Itliranmrc, l und die Grotto in /t(l«'lMb<»rj;' besichtigt. g^J2* Für .sorgfältige Unterkunft, Verkostigmio- und Besichtigung des Selienswerthcu an den Aufentlialfsortci) wurde von Seite ,'. Apothctcr iu ^aibach. ! Preis einer aroßcn Flasche 2 fl , einer klcincn Flasche « fl. li.'i kr. l Äci Acstcllungcn wird dic (^indnllagc billigst berechnet. ! Möbel Verkauf. 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