^ HS« Mittwoch den 14. HlovemSer 1877. ^VI. Jahrgang Di. »Marburg«. «»»»»,« «scheint j-d-n S-miI-g^ MAwoch »nd »,eit«g. Preis. - für Marbmg: ganzjShrlg S halbjährig Z fl.. vierteljährig 1 fl. Si» »,i sur gustell _monatlich 10 kr. — mit Postversendiiiig: ganziahrig S >>., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fi. Znsertionigediihr S »r. »r. Seile. Umwa»dl«ng der landvirlhschastlichtn Vtrriot in Veilssstnschastr». Wie der „Deutschen Zettullg" aus dem nordwestlichen Böhmen gemeldet wird, hat die letzte Hauptversammlung des „Landwirthjchast-tichen Bezirksvereines" in Podersam beschloffen, sich auf den Boden des Genossenschastsgesetzes zu steüen und die bisher nur anregende Thä-tigkeit desselben zu praktischer, fortschrittlich be-seelter Arlieit zu entwickeln. Der Obmann des Bezirkes, Dr. W. Khe-res, mit der Absaffung der SaMngen betraut, hat diese nun so mustergiltig entworseii, daß sie wohl geeignet erscheinen, andere landwirth-schastliche Vereine zur Nacheiferung anzuspornen. Zweck dieser Genossenschaft ist, den Betrieb der Landwirthschast zu verbeffern und die landwirthschaftliche Rente zu steigern. Zur Erreichung des ersten Zweckes soll die Anschaffung tandwirlhschasllicher Geräthe vermittelt, der Bedarf an Sämereien aus den verläßlichsten Bezugsquellen gedeckt und siir die Verbreitung landwirthschastlicher Kenntnisse in jeder Weise gesorgt werden. Zur Förderung de« zweiten Zweckes wird der Verein Unternehmungen landwirthschastlicher Industrie un. terstützen, für geordneten Absatz der Erzeugnisse wirken und endlich das Versicherungswesen für das Vereinsgebiet in die eigene Hand nehmen. Um diese Pläne durchführen zu kölinen, wird die (Äenoffenjchast das Recht erwerben, !iiiegenschasten anzukausen und den genoffen-schastlichen Kredit zu beniitzen. Eilte ganz neue praktische Bestinunung dieses Entwurfes betrifft die Gründutig von K e »l i r l e t o n. Er kommt «jchl. Aon K. Heigcl. (Kortsetzung.) Dann wieder fühlte er sich emporgerichtet und sah durch Blut, Schweiß und Thränen eine reckenhafte Gestalt in lautlosem, erbittertem Kampfe mit seinen Angreifern. Und so wuchtig fiel der Arm des Fremden aus die Kopse und Schultern der Ueberraschten, daß sie eine Sekunde lang zurückwichen. Diesen Augenblick benutzte Jener, indem er den tau-melltden Flemming mit sich in den offenen Flur der Druckerei riß und die Thür rasch hinter sich in's Schloß warf. Kaum war dies geschehen, so stürzte sich die Bande mit erneuter Wuth gegen die Thür. Ein schriller Pfiff er-tönte und Nöldeken's Stimme rief: „Nieder mit den» Volksfeind, dem Ehebrecher! ' Nieder mit der Morgenze»tung! Reiß» das Haus in den Grund!" Obwohl sie noch im dunkeln Hausflur statlden, wußte Gustav jetzt, daß der Mann an seiner Seite, sein Netter — Oldenburg war. — Ortsverbänden im Gebiete der Genossenschaft, da nicht alle Orte die gleichen Bedürfniffe haben und dal)er jede Gemeiilde für ihre Verhältnisse auch besondere Rücksicht in Ansprllch nehmen kann. Diese Ortsverbände stehen mit dem Bezirksverein allein in Verkehr, besitzen ihre eigene Geschäftsordnung und haben das Recht, an die Leituilg der Genossenschast selbständige Anträge zu stellen; sie sind aber auch verpflichtet, nach Aufforderung dieser Leitung die nöthigen Erhebungen zu pfleg'.'n und Auskünfte zu ertheilen. Zur Befchaffung der nöthigen Geldmittel wird ein Gulden als Aufnahmegebühr gefordert utld jährlich am 1. Jänner ein Gulden erlegt. Die Hauptversammlung ermächtigt serner den Vorstand, bei einer Darleihensanstalt offenen Kredit zn erwerben und denselben sür llnter-nehmungen des Vereines so lange zu benützen, bis die vorschußweise bestrittenen Kosten der Anschaffungen und Einrichtungen von den betheilten Ortsverbänden durch ratenweise Rück» Zahlungen getilgt worden und bis durch die Erträgnisse der genossenschastlichen Unternehmungen ein hinreichender Betriebsfond erworben ist. Mitglieder, welche austreten oder ausgeschlossen werden, können auf das Vermögen der Genossenschaft nicht eher Anspruch machen, als bis der Ortsverband sich austöst oder auf zwei Mitglieder herabsinkt; jedoch dürfen sie ihr Recht auf Andere übertragen. Die Vewaltung der Genossenschaft führt der Verstand, welchem ein Aufsichtsrath zur Seite steht. Ersteren bilden drei ständige Mitglieder und zwei Ersatzmänner. Die Wahlen sind beim Handelsgerichte anzuzeigen. Der Vor-stand überwacht die Geschäfts- und Buchsiihrung, 4. In wenigen Minuten waren fünfhundert Menfchen auf dem Platze versammelt. Nicht die brodlosen Weber allein! Eisengießer und Maschinenbauer benachbarter Fabriken, Männer mit breiten Schultern und muskulösen Armen, hatte der Abend nach Waldkirchen gebracht. wo sie, von der allgemeinen Aufregung ergriffen, die drohende Nacht in den Straßen des Städtchens durchwachten. Der Brand in der Baumwollfabrik wurde von den Meisten wie ein Fanal begrüsjt. Da trifft rechtzeitig ein Kommando von fünfzig Soldaten ein, und das Feuer wird rasch gedämpst. Aber der Zorn und die Gier nach Gewaltthat schlagen in desto hellere Flammen aus. Die Soldaten hal'en die Straße vor der Fabrik besetzt. Unter den Arbeitern verbreiten sich empörende Ge» rüchte. . . Unzweifelhaft sind es Lügen, aber in diesem Augenblick wird jedes Geschichtchen, das die Wuth stachelt, geglaubt, gel)t von Mund zu Mund und wächst sozusagen unter Liebkosungen groß. Man erzählt sich, die Soldaten hätten mit Kolbenstöben jeden Mann in, Leinwandkittel zurückgetrieben. . . . Ein Gemeiner habe die Aenßerung gethan„die Weber geben uns ein Feuerwerk, dasür werden wir Feuer aus die Weber geben l" und der Offizier soll KU einem Bürger gesagt haben: ^Befürchten die Kassengebahrung der Gewerbsunternehmun-gen, meldet jede Unregelmäßigkeit dem Aufsichts-rathe, insoserne die Abhilfe durch ihn selbst kurzen Weges nicht ersolgen kann. Namentlich hat der Vorstand binnen dreißig Tagen nach Ablauf eines jeden Vierteljahres dem Aussichts-rath einen Ausweis über den Stand der Kassen-baarschast der einzelnen Geschäftszweige vorzulegen und Sorge zu tragen, daß die im Ge-nossenschaftsgesetz bestimmteil Anzeigen erstattet, ordentliche Register geführt nnd der politischen Behörde alle gewünschten Schriftstücke vorgelegt werden. Der Aufsichtsrath setzt die Tagesordnung der Hauptversammlung fest, überwacht die Ge. fchäftsführung des Vorstandes und der Jndu-strieleitungen, fkontrirt die Kassen, prüft die Bücher, euthebt in dringenden Fällen auch Mitglieder des Vorstandes bis zur Entscheidung der Hauptversammlung, entscheidet über die Ausschließung von Mitgliedern unter Vorbehalt der Berufung an die Hauptversammlung, entscheidet über Aufnahme und Entlassung von Beamten und Dienern des Vereines und seiner Anstalten, bestimmt die Höhe der Kautionen und ernennt den Rechtsanwalt. Der Aufsichtsrath stellt Anträge an die Haupversammlung, beschließt die Ausführung aller Geschäftsunter-nehmnngen, welche nicht an die Zustimmung der Hauptversammlung gebunden sind, bewilligt den OrtSverbällden den verlangten Kredit und wählt Abgeordnete für Vereinstage. Alle Vereinsämter sind unentgeltlich, die Hauptversammlung kann jedoch Remunerationen oder Tantiemen bewilligen. Zur Uebernahme von Verpflichtungen, zu Leist,lngen von Geld, Arbeit oder Naturalien aus Anlaß gemeinschastlicher Erwerbung von Sie nichts! Ich lasse die Mordbrenner niederschießen." — „Diese Handvoll Soldaten!- bemerkte Jemand zu diesen Gerüchten; Jemand, man weiß nicht wer; aber Jeder spricht es nach, höhnisch, drohend, bedeutsam: „Diese Handvoll Soldaten l" Mit dem Ueberfall auf Flemming wandelte sich die Gährung in thätliche Wuth. Keiner kennt Flemming. allein die Meisten haben die seingekleidete, gefchniegelte Puppe Nachmittags beim Kaufmann gesehen. Ein Baron, nach andern ein Spion, heißt es, mißhandelte Nöl> deken i Tod und Hölle! mißhandelte unseren Nöldeken! Ihm nach! Nieder mit ihm! „O", schreit einer, „Oldenburg hat ihn befrelt." „Oldenburg? Wer ist Oldeuburg?" fragen nicht Wenige. „Nun der Mann, dessen Frau man heute begrub. Er hat sie schlecht behandelt, er ist schuld an ihrem Tod." „Schuld an ihrem Tod! Nieder mit Oldenburg!" llnd wieder wirft Jemand ein Schlagwort in dies Gewirre von Wahrheit und Lüge, sinn-loser und gerechter Empörnng: ..Oldenburg dennnzirte". sagte Einer. „Vor vier Tagen stand in der Morgenzeitung: Wir würden uns durch Ungesetzlichkeit unsern Gegnern ausliefern. . . . War das nicht ein Fingerzeug für die Polizei, daß sie ein Auge auf uns haben sollte und daß wir etwas thun wollten? Er ist ein Sachen ist die Zustimmung jedes einzelnen TheiwehmerS und dessen rechtssörmige Erklä-rung nothwendig. In Angelegenheiten der ordentlichen Benützung gemeinschaftlicher Sachen und Anstalten entscheidet die Mehrheit der Stimmen nach Verhältnib der Antheile. Die Genossenschast wird als Inhaber jedes Geiverbeü betrachtet, desien Unternehmung und Betrieb von der Hauptversammlung beschlossen wird. Bei Erwerbsunternehmungen köimen einzelne Genossenschafter und auch NichtMitglieder als stille Gesellschafter durch Kapitalseinlagen sich betheiligen; das Nechtsoerhältniß derselben zur Genossenschast wird durch einen besonderen Vertrag geordnet und soweit eine Vereinbarung nicht getroffen ist, gelten die Bestimmungen des Handelsgesetzes. Für die Ueberwachullg de« technischen und kaufmännischen Betriebes jeder riinzelnen Unternehmung wählt der Aussichtsrath ein Aufsichts^ komite aus den Mitgliedern, welches durch Sachverständige sich verstärken darf. Der GefchäftSantheil eines Mitgliedes wird vorläufig auf zehn Gulden festgesetzt, welcher jedem Mitgliede ill's Handbuch eingetragen wird und dessen unverzinsliches Eigenthum bleibt. Während der Dauer der Mitgliedschast darf derselbe nicht behoben werden und dürfen auch dritte Personen darüber nicht verfügen. Die Genossenschaft haftet für den GefchäftSantheil, wie für jede andere Vereinsschuld und kann denselben zu ihren Zwecken verwenden. Von den Geschästsantheilen ist aber die Betheiligung eines Mitgliedes an der Kapitals» einlage zum Betrieb einer Unternehmung wohl zu unterscheiden und ist hiesür das Handelsgesetz maßgebend. Der Reservesond wird gebildet: 1. Durch die Aufnahmegeblchr, 2. Durch die Zeichen der Geschäftsantheile, 3. Durch fünf Perzent des Reingewinnes. Der Betriebsfond wird gebildet: 1. Durch Kapitalseinlagen der Genossenschaster, 2. Durch Kapitalseinlagen stiller Gesellschafter, 3. Durch die zugewiesenen Antheile des Reingewinnes. Der aus die Genossenschaft als Inhaber des Geschäftes entfallende Gewinn wird an fämmtliche Mitglieder vertheilt, welche schon vor dem letzten Geschäftsjahre der Genoffen-schaft angehört und ihre Antheile voll eingezahlt; dagegen werden Geschästsverluste zunächst von den Unternehmern getragen und wenn dies nicht hinreicht, wird der Reservesond heran- Angeber, ein Veräther! Nieder mit Oldenburg l Nieder mit der Morgenzeitung ! Es lebe Brause» Wetter!" Es ist unmöglich, diese thörichten Reden und Rufe mit der Schnelligkeit zu erzählen, womit sie unter den Massen hin und her schwirrten, Jeden ülierzeugten und zu Gewalt-thaten trieben. Eins! zweil drei! Der größte Haufe wirft sich gegen die Druckerei. Mit Fäusten, Steinen, Kitteln bearbeitet man die Eichenthür; wer mit der Sturzwelle nicht mit kann, schäumt gegen das Gemäuer und rüttelt an den Fenstergittern im Erdgeschoß. Hinter dieser Gruppe, deren Geheul von schrillem Pfeifen unterbrochen wird, reißen Andere das Pflaster auf; Marktbuden werden in einem Augenblick zertrümmert, die Balken auf den Weg geworfen oder als Waffe geschwungen. . . „Warum stürmen wir just die Druckerei?" fragte ein junger Arbeiter einen älteren, während sie, mit Steinen beladen, zu größeren Haufen liefen. ^Wir wollen keine Worte mehr", schrie der Zweite als Antwort; ^wir wollen Brod!" Brod! An den Fenstern der umliegenden Häuser tauchten die Lichter der geängstigten Bürger aus und verschwanden wieder. Hinter den verriegelten und verrammten HauSthüren und auf gezogen, schlimmstenfalls aus die Geschäftsantheile zurückgegriffen. Zur .jleschichi«' Der Gesetzentwurf über die Achtzig-M i l l i o n e n - S ch u l d soll beiderseits abgelehnt werden. Einer halbamtlichen Meldung zufolge will die liberale Partei des ungarischen Reichstags beantragen, von dieser Schuld vierundzwanzig Millionen „freiwillig" zu übernehmen lnld wälirtind der nächsten zehn Jahre am Bankgewinn abschreiben zu lassen. Nach Ablaus dieser Frist würde Ungarn deil Rest sich zur Last schreiben und wenn da« Bankpri-vilegiunl nicht mehr erneuert, sondern eine selbständige ungarische Bank gegründet werden sollte, ans Landesmitteln tilgen. — Erklären sich die Magyaren zu einem solchen „Opfer" bereit, fo haben sie wohl schon srtllier sich einen befriedigenden Ersatz verbriefen lassen. Die K r i e g s t ü cht i g ke i t der Rumänen und die Eisersucht auf die Ersolge derselben mögen Rußland bestimmt haben, dieses Heer so unter die eigenen Aru»eekorps zu vertheilen, daß es tl)atsächlich als solches verschwindet. Diese Maßregel, welche durch ihre Rechtswidrigkeit nur noch gehäss^er ivird, verursacht in Rumänien eine erbitterte Stimmung. DieFriede n «beding ungenRu sj-lands nach dem Falle von Plevna sollen in Folgendem bestehen: Vergrößerung Serbiens und Montenegros, volle Unabhängigkeit derselben und Rumäniens. Autonomie für Bosnien, die Herzegowina und Bulgarien unter christlicher Verwaltung, Räumung der bulga» rlschen Festungen und Abtretung Ober-Armeniens mit Erzerum. Diese Bedingungen dürste die besiegte Tljrkei wohl nur annehmen, wenn die russische Hauptmacht vor Konstantinopel lagert. Verittischte Rachrichten. (Bevölkerung Frankreichs.) Nach der letzten Zählung beträgt die Bevölkerung Frankreichs siebenunddreißig Millionen. (Auswanderung. Nach Brasilien!) Bon Mezzena in Südtirol sind kürzlich vier-undzivanzig Familien nach Brasilien ausgewandert, nachdem einen Monat früher zwanzig Familien (132 Perfonen) von Sivor dorthin vorausgereist. (Schillerfei er. Burschenschaft den Treppen ist ein ängstliche« Flüstern und Horchen: „hört Ihr noch nichts?" Denn das Gbbrüll Übertönt den Trommelwirbel und laktmäßigen Soldatenschritt. Aber sie rücken näher und näher. . . „Bah! diese Handvoll Soldaten. . ." „Wir sind verloren", stöhnte Gustav und suhr sich über die Stirn, welche der Angst-schweiß bedeckte. Oldenburg ljielt Flemming'S andern Arm krampshaft sest und horchte. Sie standen in einer Parterrestulie, deren vergittertes Fenster ans das benachbarte Grund-stück ging. Sie stieß unmittelbar an die Räume, wo die Pressen standen, und diente am Tage als Bureau. Es roch darin noch nach dem Dunst der ausgelöschten Lampe, denn Oldenburg hatte vor wenigen Miliuten erst das Zimmer verlassen. Die obern Räume des Hauses wurden vom Herrn Adler bewohnt; aber sie waren verschlossen, da der Druckereibesitzer in jener verhängnißvollen Nacht beim Bürgermeister weilte. So blieb den Bedrohten das erwähnte Hinterstübchen als einziger Zufluchtsort. Konnte die massive Thür dem wüthenden Andlang nicht widerstehen, wie leicht dann waren die Eingänge znr Werkstätte, zum Redaktionszimmer erbrochen! Uno was vermochten „O lympi a".) Am hundertjährigen GeburtS« tage Schillers wurde zu Wien die Burschenschaft „Olympia" gestiftet, welche alljährlich nlit ihrem Gründungsfest eine Feier zur Erinnerung an den Dichter verbindet. Zum heurigen Fest sandte auch V. I. Scheffel telegraphisch einen Gruß, welcher folgendermaßen lautet: „Ja, Schiller's Geist strebt treu voran. Derselbe wird euch erlösen Von Nachtgespenstern, Trug und Wahn Und vielem andern Bösen." (Zollkampf. Der Wiener Handelsstand c Tarif.) Der „Kaufmän- infche Reformvereln" hat denl Abgeordnetenhaus eine Denkfchrift überreicht. Dieser Verein spricht „im eigenen Interesse des Handelsstandes, im Interesse des geschäftlichen Kredits und der ge-schästlichen Moral, im Interesse des gefammten wlrthschaftlichen Volkswohles, dem Abgeordneten. Hanse die Ueberzeugung ans, daß die Ausslel-lung eines autonomen Zolltarifs vorzuztieben fei dem Abschlnsse eines Zoll- und Handelsvertrages, in welchem die berechtigten Interessen unserer Industrie nicht gebührende Rücksicht fit»den können". (Neue Gewerbeordnung.) Nach dem Entwürfe der neuen Gewerbeordnung sind nachfolgende Gewerbe hinsichtlich des Antrittes an besondere Bedingungen gebunden: 1. Die Unternehnlungen periodischer Personentransporte; 2. die Gewerbe derjenigen, welche an öffentlichen Orte»» Personei»-TranSportmittel zu Jederina»»ns Gebrauche bereithalten oder besondere Dienste (als Boten, Träger u. dgl.) anbieten; 3. das Schiffergewerbe auf Binne»:-geivässern; 4. das Ge»verbe der Bau»neister, der Brunnenmeister, Steinmetze, Maurer und Zittlmerle»tte; 6. das Nauchsangkehrer-Gewerbe; l>. das Kanalräumer-Gewerbe; 7. das Abdecker-Gewerbe; 8. die Verfertigung und der Verkauf von Waffen- und Munitionsgegenstä»iden; S. die Verfertigung und der Verkauf r»on Feuer-werks-Materiale, Feuerwerkskörpern und Spreng-präparatei» aller Art; 10. das Trödlergewerbe; 1l. das Pfandleiher-Gewerbe; 12. die Zube-reitung u»ld der Verschleiß von Giften und Medizinalwaaren, foferne dies nicht ausschließend den Apothekern vorbehalten ist; 13. die Gast- und Schankgewerbe, ferner der Detailverkauf von gebrannten geistigen Getränken unter einem halben Liter; 14. die Ausführung von Gasrohrleitungen und Beleuchtu»»ga-An-lagen; lö. Die Erzeugung, Aufbewahrung, Versendung und der Verschleiß vo»i Mineral-Oelen; 16. die Dienststelle»»-Vermittlung; 17 zwei waffenlose Männer dieser Menge gegen-über, welche, aller Besinnung bar, Todfeinde und Verräther in ihnen erblickte? Oldenburg's kühner Angriff hatte sie überrascht, aber jetzt war sie um das Zehnfache gewachsen. Aehnliche trostlose Gedanken bewegten Gu-stav sowohl, als Oldenburg, mährend das Geräusch von Stimmen, Stößen und Steinwürfen zu ihlU'n drang. „Mein (Äott l mein Gott!" stalnlnelte der Erstere einige Male, wie im Versuch zu beten; der Andere dageget» erschien ge-saßter. Und jetzt kracht die Thür, und durch das Atlfjauchzen der Stürmenden hören die Be« drängten ein Tl)ürhaspeu in den Flur poltern. Gustav Ichlägt beide Hände über das Gesicht. ^ „Jetzt!" sagte Oldenburg »nit dumpfer Sti»nme. . . Doch der zweite, enscheidende Stoß erfolgte nicht. Zwar dauert das Geschrei draußen fort, aber l)indurch schallt deutlich jetzt und nah, ganz nah das Wirbeln von Trommeln. tko»tsej»ung folgt.) die Ausübung des Husbeschlages; 16. das Gewerbe der Vertilgung von Natten, Mäusen, schädlichen Insekten u. dgl. durch gifthaltige Mittel. Zum Antritte der hier angführten be dingt freien Gewerbe wird nebst den für alle Gewerbe vorgeschriebenen Bedingungen (in Bezug aus Eigenberechtigung zc.) Verläblichkeit und bezüglich der Gewerbe im Punkt 3, 4, 5, 6, 7, 8, s, 12, l4, 17 und 18 eine besondere Besähigung von demjenigen gesordert, welcher sie als Gewerbsinhaber persönlich oder als Stellvertreter oder als Pachter ausüben will. Die Verläßlichkeit ist als vorhanden anzunehmen, wenn nicht Thatsachen vorliegen, welche die Unverläblichkeit des Anmelders in Bezug aus den beabsichtigten Gewerbebetrieb darthun. Aus welche Weise die Besähigung nachzuweisen ist, wird im Verordnungswege sestgesetzt. Der An-tritt der unter Zahl 1, 2, ü, (!, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 und IL angeführten Gewerbe ist serner an die Bedingung gebunden, daß vom Standpunkte der Sicherheits-, Sitt-lichkeits-, GesundheitS', Feuer- oder Verkehrspolizei gegen den beabsichtigten Gewerbebetrieb kein Anstand obwalte. Wer ein Gewerbe selbständig zu betreiben beabsichtigt, hat dasselbe bei der Gewerbe-Behörde anzumelden, in deren Bezirk der Standort des Gewerbes sich befindeir wird. Wenn gegen den Antritt des angeniel-deten Gewerbes ein in der Gewerbe-Ordnung begründetes Hindernib nicht obwaltet, und wenn bei den bedingt freien Gewerben überdies die besonderen Bedingungen erfüllt sind, fo fertigt die Gewerbe-Behörde dem Anmelder zu feiiler Legitimation den Gewerbeschein aus. Wenn hingegen der Ansertigung des Gewerbescheines ein Hindernib entgegensteht, so l)at die Behörde der Partei das bestehende Hindernib bekanntzugeben. In keinem Falle darf mit dem Gewerbebetriebe begonnen werden, bevor der Gewerbeschein ausgefolgt ist. Zttarburger Berichte. (Unterstützung der Hagelbeschädigten.) Die Statthalterei veröffentlicht in der „Grazer Zeitung" das erste Verzeichniß der Beiträge, welche zur Unterstützung der Hagelbeschädigten in den Gerichtsbezirken St. Leonhardt und Pettau eingelangt. Diese Beiträge erreichen die Höhe von 3185 fi., darunter die Spende des Kaisers: 2500 fl. (Wegen schwerer Körperverletzung.) Josef und Franz Muletz, Bauernsöhne in Ober-Hanau, Gerichtsbezirk St. Leonhardt, wurden vom Kreisgerichte Eilli zu je 3 Monaten Kerker verurtheilt, weil sie anr 21. Okt. 1S76 den Fleijchergesellen Anton Piali von St. Georgen körperlich schwer verletzt. (Versuchter Meuchelmord.) Joh. Soika, Bahnwächter in Pettau, wurde am ö. November Abends in seiner Wohnung durch das Fenster angeschossen llud mußte in das all-gemeine Krankenhaus gebracht werden. Der Thäter ist noch unbekannt. V (Selbst m o r d.) Michael Kummer. Zil-wohner zu Tresternitz, wurde am 11. d. M. Vormittag an einem Baume erhängt ausgesunden. Man erzählt, daß zerrütteLe Familie»»-verhältnisse den siebzigjährigen Greis zu dieser That bewogen. (Raubmord.) Am 10. d. M. Nachmittag fuhr ein Getreidehändler aus der Gnaser Gegend vom hiesigen Wochenmarkt nach Hause. Jn Pößnitz gesellte sich ein Unbekannter zu ihm, der unter Anderem erzählte, daß er mit dem Bruder desselben beim Militär gedient. Der Getreidehändler und sein Begleiter übernachteten in Mureck und fuhren um 6 Uhr Morgens weiter. Bei einem Gajthause, wo Ersterer gewöhnlich einzukehren pflegte, blieben die Pserve stehen uud entdeckten die Wirthsleute, daß der Getreidehändler todt, mit durchschnitteilem Halse und geleerter Briestasche auf dem Wagen lag. Der Begleiter, diefes Raubmordes verdächtig, soll gestern Nachmittag hier in einem 6zasthause sestgenommen worden sein. (Jahresliste der Geschworne n.) Am 30. November wird beinl Kreisgericht Cilli die Bildung der Geschwornenliste sür 187k stattfinden. Theater Samstag deil 10. November. „Durch drei Jahrhunderte oder: Vergangenheit nndZukunft." Historische Charakterbilder init Gefang von Anton Langer, Musik von Kleiber. Der Gedanke unseres Volksdichters Anton Langer, passende Zusa»nmenstellnngen ans verschiedenen Jahrhunderten zu bieten, ist gewiß ein ganz glücklicher, im übrigei» keineswegs neu. sondern im (^^egentheil schon mehrmals in viel zweckmäßigerer Weise znr Durchsührung gelangt. Von den gebotenen Bildern ist nur das mittlere „Der Kaiser als Arzt" als gelungen zn betrachten. Die Neuzeit scheint der Vcrsasser mit dem Auge des Pessimisten anzusehen; er begießt manche Uebelstände mit satyrischer Lauge, karrikirt aber zu plump. Von den darstellenden Krästen gefiel im ersten Bilde anr meisten Frl. Klaus, die besoilderS ihr Gebet sehr schön vortrug, im zweiten vor allem Frau Parth Iesika (Lori), die in solchen Rollen ganz vorzüglich ist, sodann Frl. Niederleithner, die es verstand, die kranke BeamtenSwitwe in recht ansprechender Weise (statt langweilig, wie es bei derartigen! häufig geschieht) vorzuführen. Ebenso hatten die Herren Schöntag, Dorn und Sachs ihre Ausgabe richtig ersaßt, desgleichen auch Herr Krast, der aber diesmal das Wort nicht in seiner Gewalt hatte. In: dritten Bilde zeichneten sich die Herren Pauser (Brodlmaier) und Schiller (Ek) durch natürliches, ungezwungenes, jegliche Ueber-treibungen vernleidendes Spiel aus. Das Haus war diesmal etwas besser besucht. B e r i ch t über die Einnahmen und Ausgaben des Franz-Joses-Vereins in Marburg im Vereinsjahre 1876/77. Im abgelausenen Vereinsjahre betrugen die Einnahmrn von 44 Mitgliedern und Wohl-thätern 350 fl. 56 kr. Zu den namhafteren Beiträgen gehören 150 fl. als Spende Sr Äiajeftät des Kaisers, 40 fl. als Gründungsbeitrag von Herrn Dr. Sernec, 41 fl. 12 kr. als Ertrag der Ausstellung der Zeichnungen an der Oberrealschule durch Herrn Prof. Schnabl und 31 fl. 30 kr. als Ergebniß einer Samm« luug durch Herrn Jng. Riesch bei einer Tisch geseUschast in Leibnitz. Die Ausgaben betrugen: a) siir Bücher und Nequiliten . 66 fl. 40 kr. d) an Schulgeld filr 1 Schüler 8 „ — „ e) für Stieseln......14 „ 60 „ i1) „ Drucksorten . . . 8 „ 70 „ Zusammen . . 97 fl. 70 kr. Somit verbleiben dem Vereine vom abgelaufenen Vereinsjahre 252 fl. 80 kr., welche zu dem Kassastaild am Ansang des Vereinsjahres zugerechnet, ein reines Vermögen von 816 fl. «2 kr. geben. Davon sind 600 fl. in der hiesigen Sparkasse angelegt. Sechszehn Schüler wurden nut den nöthigen Zeichenrequisiten versehen; drei Schüler standen im Äenuße von zusammen 15 Freitischen und zwei wurden mit neuen Winterstleseln versorgt; vierzehn Schüler wurden mit zus. 32 Schulbüchern leihweise betheilt. Die Zahl der dem Vereine gehörenden Schulbücher betrug bis zum Ende des Schuljahres 1876/77 2ö8 Stück. Dazu kamen l^) durch Geschenk des Herrn Friedr. Leyrer 15 Stück im Werths von 14 fl. 57 kr., d) durch Ankauf 15 Stück und e) durch Gescheute von 36 Schülern 131 Sti^ck. Zusammen 429 Bücher, wovon 23 als unbrauchbar ausgeschieden wurden. Somit bleiben dem Verein 406 Stück. Zu Anfang dieses Schuljahres erhielten vom Vereine 36 Schüler zusammen 185 Bücher. Frau Louise Ferlinz wie anch Herr Friedr. Leyrer schenktet! dem Vereine einen nanlhasten Beitrag an Zeichen- und Schreibreqnisiten. Marburg den Ii. Nov. 1877. Verzeichniß der im lauseuden Jahre eingezahlten Beiträge: fl. kr. Von Sr. Majestät dem Kaiser . . 150 — Vom Herrn Anton Badl .... 2 — „ „ Dr. A. Baumann . . 1 — Vo»t der Frau Eäcilie Büdeseldt . . 2 — Vom Herrn Herm. Billerbeck ... i — „ „ I. Erhart..... l — „ „ Dir. I. Frank ... 4 14 „ „ Mathias Grill .... .» — „ „ Dir. I. Gntschcr ... 2 — „ „ Johann Gruber ... 1 — v ,/ Johann Girstmayr . . — „ „ Thonias Götz .... 4 — „ Heinrich Götl)e ... 2 — „ „ Fr. Halbärth .... 2 — „ Isepp..... 2 — „ „ Engelbert Jäger ... I — „ „ Joha»in Kral .... 2 — „ „ F. Klinger in Wind.-Graz 2 — „ „ Joses Kadlik .... i — „ „ Dr. Leonhard .... i — „ „ Stesan Mohor ... 2 — Von der Frai» Katharina Macher . 1 — Vom Herrn Michael Marco ... L —-„ „ Johann Merio ... 2 — „ Dr. Orosel..... 2 —. „ „ Prodnig...... i — „ „ Joh. Pucher .... 1 — „ „ Dr. Amand Nack ... 2 —-„ „ Dr. Matthäns Reiser . 2 — /, „ Franz Schlnidt ... 2 — „ „ Wenzel Schneider . . 2 — „ „ A. Schilling , . . 2 — ,, ,, Dr. Tero . . . . , 4 — „ Fr. Wels..... i „ „ Dr. Walenta .... 2 — „ „ Joses Wagner .... 2 — Von den Schülern Schramm Hermann, Negri Ernst und Jaschi A. ü. 1 fl. 3 — Von einer Gesellschast in Leibnitz . 31 30 Von der MaturitätSprüfungS-Kommission 1 — Ausstellung von Zeichnungen ... 41 12 Vom Herrn Dr. Jofef Schmiderer . 2 —- ,/ „ Franz Schosteritfch . . 1 — „ A. Scheikl..........i - „ „ Johann Gaißer ... 1 — „ „ Dr. Lorber..........2 — „ „ Michael Wretzl ... 1 — ,/ „ Fr. Posch in Treibach . 2 — Zusammen . W2 56 Letzte Post. Die englische Realerung hat in Wien das förmliche Anerbieten gemacht, eine» Meiftdegünstigungsvertrag abzuschließen nnd ist dasselbe günstig aufgenommen worden. Das ungarische Abgeordnetenhaus hat den Gesetzentwurf Über die Bank angenommen. Zwanzig Bataillone Montenegriner haben Antlvari angegriffen. Der Kampf gegen Vodgoritza steht bevor. Der Kriegsaufruf deS Fürsten Milan an die Serben ist druckfertig. Bei Plevna wird seit zwei Tag-n ge-kämpft — angeblich mit günstigem Grfolg für die Türken. l5ourse der Wiener Börse. 13. R^iuenlber. kmheitliche Staattschuld Creditaktien . . '.ZV2.80 in Roten . 63.25) London . . in Silber . 66.90 Silber .... 1l)5.75 Goldrente .... 7!j'65 Napoleond'vr . . !).ü6 lööver St.-Anl.-Lose 112.—, K. t. Münz-Dukaten .'».67 Bankaktien . . . 818.—j 100 Reichsmark . 58.60 Ein weißlieinerner Opern- jHueker ist im Tlieater in Verlust gerathen. Man wolle selben gegen fl. Belohnung im Comptotr d. Bl. abgeben. ^1319 Wein-Lizitation. Mittwoch den »R November d 3 Vormittags 10 Uhr werden in den Pongratz-schen Kellereien zu Windisch-Feistritz, Süd-bahnstation, circa 150 Startin Schmitzberqer Eigenbauweine von den Iahren 1873, 1874, 1876 und 1877 lizitando verkauft. Mit dem Verkaufe wird in den Kellern zu Windisch'Feistritz begonnen und die Lizitation sodann in den Kellern zu Schmitzberg, '/^Stunde von Windisch-Feistritz entfernt, fortgesetzt. Für Fahrgelegenheiten von der Eisenbahnstation Windisch-Fcistritz wird gesorgt. Windisch-Feistritz, November 1877. (1280 /evjltr- u. Thüren-Vtrschluß 1212) 1 Meter 4 kr. (512 >«iilrlvl» Ilraplwk in »»rbufx, 8tiel»I'8 (-nrlvnsiilvn smpüMt Leins photographischeii Ärbeitt». Ein schön möblirits Zimmer im 1. Stocke ist sogleich zu vergeben. Anfrage Domplatz 6. (1279 kvo MftrT^Buchenholz 18zöllig, a sl. 4.80 ab Station Frese». Anzufragen bei Franz Perto in St. Lorenzen K. B._ (1314 Gmnd-Verkauf. In Melling ist ein Grundstiick mit 1 Joch 845 tH-Klft. — Feld, Garten und Bauplatz — billig zu verkaufen. (1318 Auskunft bei Hrn. Brauhart in Melling. Wohnung. 1316 1 Zimmer, Küche und Holzlege — sogleich oder 1. Dezember zu vergeben: Mühlgasse Nr. 7. Holz-Berschleiß. Der Untcrzeichnele beehrt sich hiemit einem ?. "t. Publikum anzuzeigln, daß er im Hause der Frau Murwayer, Biktringhofgaffe 9. einen Brennholz-Verschleiß eröffnet habe, und empfiehlt schönes, ganz trockenes Buchenholz in allen Quantitäten, sowohl lang als auch ge-kürzt und zerkleinert, zur geneigten Abnahme. Die Preise sind billigst gestellt. 1312 " Verkauf. -MI Zwei im besten Kulturzustande befindliche 4—5 Joch große Felder, gleichzeitig als Bauplatze geeignet, an der Straße zum sogenannten „Waldtoni" gelegen, sind auS freier Hand zu verkaufen. Auch werden dieselben parzellenweise hintangegeben. (1313 Anzufragen bei der Eigcnthümerin in der Kärntnerstraße Nr. 11 neu, 226 alt. Gine Wohnung, bestehend auS 5 Zimmern, Kiiche, Dienstboten-Zimmer, 2 Speisen, 2 Keller, sa mmt Garten ist sogleich zu vergeben. Auskunft ertheilt Frau Ferl inz in der Herrengasse._(1295 Zu verkaufen: Ein 7 Oklav, fust neu. Eine grüne ITlps-CSai'nlt»»' mit 1 Sofa und 6 Sessel. (1300 Anfrage im Comptoir d. 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(1304 Gicht- undWenmatismus- Leidende, die keine anderlveitige Hilfe erlaiigt haben, tvollen sich an Unterzeichnrten mit einer^ genauen KrankheitS-Beschreibung wenden, da ^es il)M gclui gkn ist, nach 28jähriger Ei^fahrung Tausende auch schr schivere und lan^ijährige Kranke durch äußere, jedem Zustande angepaßte Wittel noch zu heilen. —- Als Beigabe zu Bädern sind scldc unübertroffen.—Zahlreiche Dankschreiben liegen zur Einsicht vor. Preis sür ein Flacon 1 fl. Für wirkliche Arme billiger. (1265 Kpezial-Arzt in Thaur bei Hall, Tirol. Witn's folidtstt «nd grSßtt I!isöiuuödö1-?s>1zrik v «I «k 0«mp., HVIvi», III. k02., Iil»i'xvi'gas8v 17, (neben dem Sofienbade) empfiehlt sich zur prompten Lieferung ihrer geschmackvollst anSgeführten Fabrikate. Jllustrirte Musterblätter gratis. (1194 von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Zinv, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffellen, Roß-, Ochsen-u. Schweinhaaren, Schafwolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knochen, Klauen nebst allen anderen Landesprodukten. (287 voo ungarischen Bettfedern, Flaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Pensen. ,1. Marburg, Burgplatz^ L^ «!S Die von den ersten Mediziiial-Kollegie« Deutschland» geprüfte und vvn der h. t. k. Statthalterei in Ungarn wegen ihrer ausgezeichneten Verwendbarkeit coneesflonirte ttielitlviiwÄnä gegen Gicht. RheumutiSmnS (Gliederreißen, Hexenschuß). Rothllius, jede Art Krampf in Händen, Füßen und besonders Krampfadern, geschwollene Glieder, Verrentungen und Seitenstechen mit sicherem Erfolge al« erstes schnell und sicher heilendes Mittel anzuwenden. 1188 In Packeten mit Gebrauchsanweisung » fl. H <>S — doppelt starke für erschwerte Leiden » fl. ö. W. Der berühmte Arzt Dr. Hufeland sagt in seinen mediz. Werken: Es gibt zwei Uebel. gegen welche die Arznettunde vergeblich trüftige Heilmittel gesucht zu h.chen scheint: dieS find die Ropfgicht und das „Podagra" ; dieses Mittel ist durch Anwendung obiger Gichtleimvand gefttttden. parisvi' Universal-PNastvi' gegen jede mögliche Art Wunden. Eiterungen und (Se-schwüre, Frostbeulen (Gefröre) und Hühneraugen. Ein Tiegel sammt GebrauchSanweisuug kostet SS Nkr. Echt zn habe«: Marburg, Hrrrii KS»ig» Apothckt zur Mariihils Grazervorstadt; Graz, Herr» P n rgleitner'S Apotheke zum Hirschen. Veravtwörtlicht Redottio», Druck um ldSerlag vou Eduard Zonschth ,p Eiseildahn-,^'ahlold!Ul!lg Marburg. Gcniischte Zi'ij^e. Bon Triest nach Mürzzuschlag: Ankunft 12 N. 11 M. Abfahrt 1'^ U. 33 M. Nachm. Bon Mürzzuschlag nach Triest: Anknllst 1 N. 44 M. Abfahrt 2 U. 2V M. Nachm. Von Marburg nach Graz: Abfahrt b U. 60 M. Krüh. Ankunft in Graz 8 U. SS M Von Graz nach Marburg: Abfahrt 3U. 5 M. Nachm. Ankuuft in Marburg 6 U. 38 M. Eilzügt. Graz-FranzenSfeste. Ankunft 0 U 23 M. Abfahrt « U. 27 M. Früh. F r a n z e il S f e st e. G r a z. Ankunft 9 U. 26 M. Abfahrt 9 U. 30 M. AbdS. Wien-Triest. s Triest-Wien. Ankunft 2U. 3 M. Nuchm. > Aukunft 2 U. 30 M. Nachm Abfahrt 2 ll. 11 M.Nochm. > Abfahrt 2 U. 33 M. Racym »«.'»'St.G.