Nr. 30. Donnerstag. 6. Februar 1908. 127. Jahrgang. Mtmcher Zeitung VrännmtratillnSprtiS: Mit P ostvcrscnbun ß: aanzjäliril, !^o K, halbjahrin 15, K. Im Kontor: Wiiziöhriss Lll X, halbjährig i, «. ssür die Zustellung in« Hau« „anzjähriss 8 «. - Inscrlionsnrbühr: ssür lleinc Inserate bis z» 4 Zeilen ü« k, „rohere per st"lc ,2 l,; bei öfteren Wiederholünge» per Zeile « I>, , Die »Laibllcher Zeitunss» erschein! täglich, mit Ausnahme der Sonn :>»d Frirrlane, Tie Administration befindet sich itonareßplah Är, 2. die Mtdaltion Dalmalinnassc Nr, 10, Sprechstunde» der Mednltion von « bi« K» Uhr vor ' mitlagi!. Unfrankierte Uriefe werben nicht angenommen, Manuilriv»? nicht zurückgestellt. I«ltph»n°«« l»er «»an»»« 2»«. Amtlicher Geil. Dor k. k. Landespräsident im Her^ogtume strain hat dm landschaftlichen Tierart Josef 'liihar in N'assenfliß zun^ Veterinärassistenten in Provisorischer Eigenschaft eiimnnt. Mchtclmtlicher Geil'. Portugal. Die politische Lasso in Portugal vor dem Attentat auf die königliche Familie findet in dor „K. Z." eine Darstellung, der folgeildes zu entnehlnen ist: Die beiden großen Parteien, die Negeneradores odor Konservativen und die Progressisteu odor Li-beralen, hatten scit Iahreir dio Macht ansgeübt, ohne politische Ziele nnd ohne den Willen und dio Macht, doin Lande die nötigei^ Gosche zu geben. Ihr einziger Daseinszweck lvar, ihrcir zahllosen Anhängern Ämter nnd sonstigo Vorteile ans öffont-lichen Mitteln zu verschaffen. Joao ^raltco sain-inelte >iln ll>Ol ans de» liberalen nnd Konservativen eine Anzahl Persönlichkeiten um ein Programm »virtschaftlicher nnd sozialer Neformen, die das Land vergeblich von den Negierenden orwar teie. Er sehte im Mai l!)l)li durch, das; n- an- die Spihe der Geschäfte berufen wurde. Die Wahlen, die er im, August dioseö Jahres vornehmen ließ, brachton ihm zwar keine absolute Mehrl^eit, aber das Zeugnis der Wählersll>aft, das; sie ihm mehr vertraute als den sogenannten historischen Parteion. Doch das genügte nicht, um die Staatsmaschine in geregelten Gang zu bringen. Diese Parteien waren vielmehr stark genug, mn jedwede Maßregel der Regierung zu l>ereiteln. Da gab ein un-bedeutender Zwischenfall "<-'" Anlas; zu einein gründlichen Wandel. Die Studenten, der Univer sität, Eoimbra hatten sich gegen dio Universitäts behörden anfgelehnt, lveil einem Studenten auf Grund seiner moralischen Mängel ein Diplom verweigert worden war. Darüber kam es zn wilden Auftritten iu der Kammer, nnd Joao franco löste im Mai w<)7 nüt Zustimmung des Bönigs das Parlmnent anf, ohne Neuwahlen auszuschreiben. (5s war eine Diktatur, wie sie im N>. Jahrhundert schon öfter in Portugal ansgeübt wordoi, lvar, dio aber im Grunde fi'ir die Förderung des Landes mehr leistete als ein zehnjähriges Parteiregiment-, es war alles andere als eine Tyrannei, denn Handel und Wandel gingen in geregelteren Bahnen als zuvor. Die alten Parteien hatten einen Halt an oen Stadtverwaltungen, dio nun vorsuchten, der Negierung Schwierigkeiten zu bereiten. Die Ttadträte wurden aufgelöst und zum Vorteile der Gemeinden durch kommissarische Verwaltungen er-seht. Die Opposition, in der allmählich die Nepubli-kaner in den Vordergrund traten, verslichte Straßenaufläufe zu veranstalten, eine freie parlamentarische Vereinigung der ehemaligen Abgeordneten und Senatoren sollte zum 2. Jänner an Stelle des Kongresses zusammentreten, um die Macht wieder an sich zn reißen, ja für den !N. Jän» ner war eine Nevolution in aller ^-orin angesagt-die Bevölkerung jedoch hatte im Grunde kein In teresse an der Politik ihrer alten, Vertreter und spendete den kräftigen Maßregeln der Negieriing Beifall. Es war aber durchaus nicht, die 'Absicht des Königs und seines ersten Ministers, eine Äiv derung der Staatsform herbeizuführen, denn zmn 4. April warcn Wahlen ansgoschriebon, von douen inan bei der ganzen Stinnunng der Wählerschaft hoffen dürfte, das', sie für das Vlinisterinm franco günstig ausfallen würden. Die Negiernng hatte übrigens für ihr Vorgehen auch die Anerkennung der maßgebenden Blätter des Auslandes gefunden. Erst einige der letzten Maßregeln francos, teils bereits durchgeführt, teils bloß an gekündigt — wie der Erlaß über die Ausweisung verdächtiger Personen oder ihre Verschickung in die Kolonien, über die Abschaffung der parlamentarischen Innnnnität, die Zcnfur der Zeitungen, Telegramme und Telephongespräche — scheinen auch unter den gemäßigteren Elementen eine gewisse Gärung hervorgerufen zu haben, bei welcher es, mag auch die Masse der Bevölkerung noch so kaltblütig sein, einer Schar entschlossener Verbrecher leicht golingen kann, eine Katastrophe herbeizuführen. Politische Ueberkcht. Laib ach, 5. Februar. Ans Belgrad wird gemeldet: Die Meldung eines Wiener Blattes über einen angeblich im Negierungsblatte „Tainouprava" veröffentlichten Aufruf an die Brüder- nnd freunde Bosniens rmd der Herzegovina zn einem geeinten Vorgehen für die gefährdete nationale Tack>e in Bosui e n ist buchstäblich erfnndeu. Weder ein Aufrnf noch eine Proklamation dieser Art sind in der „Samo-upmva" erfchienen. „Matin" meldet ans Nom: In den Ministerien hält man es nicht für ganz ausgeschlossen, daß Ital i e n einige K r i egsschiff e nach Portugal entsenden wird, falls sich dort die ^al'o!nmifsär", sagte Guenille mit einer ^erbeuguug, „ich habe Ihnen etwas gebracht, das lch soeben unter deu ^-üßen gefunden, habe." „Was denn", fragte der Kommissär. „Diese Börse da", antwortete der Bettler nnd ulx'rroichte sie mit seiner knochigen Hand dem Kommissär. „Natürlich leer". „Schauen Sie hinein, Herr Kommissär." Der Beamte öffnete die Börse nnd riß vor lN'enzenlosem Erstaunen, weit seine Augen auf. „Hier ist ja doch . . . hier sind ja 10 lvranken! ..." sprach er mit erregter Stimme. Jean Gnenille schaute ihn, rnhig wie vorher, an. „Nicht wahr", sagte er, „wenn man, so bedenkt, daß es ^eute gibt, die so viel Geld haben, "aß sic w.lXX) franken im Portemonnaie herum tragen — sayen Sie selbst, Herr Kommissär, ist das gerecht?" Der Kommissär schaute den Bettler prüfend an nnd in seinen Angen spiegelte sich eher Staunen als Bewunderung. „Und Sie haben das gefnnden? . . Da sind Sie ja geradezn ein Held ... Ja, "hne Zweifel, Sie sind ein Held." „Aber, Hen Kommissär!" „Ja, ja, Sie sind ein Held, ich wiederhole es noch einmal. Sie hätten ja ebenso können . . . Mit einem Wort: es ist eine bewunderuugMiürdige Tat, eine Heldentat . . . Anders kann man das nicht nennen . . . Enre brave Gesinnung muß belohnt lverden . . . Nie heißen Sie?" „Jean Gnenille, .Herr Kommissär." Der Beamte schaute sinnend gegen die bernßto Decke seines Kabinetts. „Und Guenille* heißt er noch dagn . . . Wirk^ lich merkwürdig . . . Das ist ja wie ein Noman . . . Was ist Ihre Beschäftignng?" „Zn meinein Unglück habe ich keine", antwortete der Bettler. „Wie, Sie halx'n keine Beschäftigung? Sie besihen also Kapital?" „Ich lebe von Almosen. Ein traun'ges Leben. Herr Kommissär." „Zum Teufel, das kann die ganze Gefchichte verpatzen," murmelte der Beamte zu sich und sehte schon weniger begeistert fort: „Sie sind also Bettler?" „Ja, Herr Kommissär." „Hin . . . hm . . ." Der Kommissär schwieg einen Moment nach denk lich. „Und Ihr Aufenthaltsort?" logann er wieder zn fragen. „Ich hal>e keinen", erwiderte Guenille ver-zweifelt. „Alles sehr^recht, mein Bester . . . Das hat aber nichts znr Sache . . . Sie haben keine Wohnstätte, sind nnterstandslos, müssen also uach dem Gesehe bestraft Nx>rden. Daß Sie das gefundene Geld abgeliefert haben, ist unzweifelhaft heroisch. Sie sind ein Held . . .ich wiederhole es nochmals . . . gleichzeitig, aber sind Sie ein Bettler . . . Ja. ja. ^ür Helden gibt es keine Parassraplien, für * Lumpen. Bettler aber ja ... Und ich mnß nach dem Gesehe ! vorgelien. Es tut mir sehr leid, wirllich sehr leid. Ihre Tat ist bewunderungswürdig, aber was kann ich tun? (heseh ist Geseh. nnd es muß befolgt werden ..." Nachdenklich drehte der Kommissär die Börse in den Händen. „In der Tat . . . An Ihrer Stelle würden nicht viele das gefundene Geld zurückerstattet traben . . . Ich gebe es zu ... Ich will dmuit nicht gesagt haben, daß Ihr Vorgehen unklug, war... im Gegenteil . . . Ihre Tat war sehr schön und vordient belohnt zn lverden . . . Sie werden natürlich ^inderlohn erhalten . . . voransgeseht natürlich, daß sich der Eigentümer meldet . . . Mindestens fünf franken wird man Ihnen geben . . . Das ist alles recht schön, besagt aber noch nicht, daß Sie berechtigt sind, keine Wohnstätte zn haben. Vei'stehen Sie mich nur recht, Jean Guenille — Nirgends, weder im Paragraphenkoder., noch in irgend einem anderen Gesehbuch gibt es einen Passus, der vorschreiben würde, (<>>eldbö'rsen mit lO.lXX) franken auf der Straße zn finden - dafür gibt es aber einen Punkt, der jedermann verpflichtet, eine Wohnstätte zn hal>en. Ich versichere Ihnen, oe verbringen nnd morgen wird man Sie doin (^'i-ichte übergeben." Er läutete. Zwei Polizisten traten ein. Der Kommissär gab ihnen ein pichen. Joan Guenille murmolte aber, als man ihn abführte: „Ich l)ab' es ja gesagt, daß ich heute kein Glück babe!" Laibacher Zeitung Nr. 30. 260 6. Februar 190«. tation dieser Führer der republikanischen. Bewegung, die zumindest indirekt den Königsmord verschuldeten, wird man iu England nichts einzuwen-i>en haben, sofern alles prompt ausgeführt wird, und dafür kann ich mich verbürgen." Zur Frage einer englis ch e n I u t e r v e il -tion in Portugal wird der „Neuen Freien Presse" aus Berlin berichtet: Von eiucr eigentlichen Intervention kann bisher keine Nede sein. England wird wohl auch selbst den Wunsch haben, nicht intervenieren zn müssen. Jedenfalls aber ist der Haltung, die es einnimmt, eine große moralische Bedeutung beizuinessen, indem e5 zu erkennen gibt, das; England auf feiten der Monarchie steht uud gesonnen ist, diese Monarchie zu stützen. Auf die Parteien in Portugal, insbesondere auf die Republikaner, wird diese Haltung Englands sicher lich einwirken. Bei Beurteilung von Englands Vorgeben ist zu berücksichtigen, das', England zwar seit mebr als hundert Jahren kein Protektorat über Portugal ausübt, aber doch in einem überaus nahen Verhältnis zu diesem Staate steht. Das; zwischen Portugal und England ein Vüudnis besteht, geht auch aus der gestrigen Unterhausdebatte hervor, in welcher man König Earlos als Freund und auch als Verbündeten Englands bezeichnet hat. Deutschland hat gegen eine Intervention Englands gar nichts einzuwenden. Es ist sogar im Interesse der Besitzer von portugiesischen Papieren in Deutschland sicherlich von Wert, das; eine Macht von der Größe Englands sich in dieser Weise für das Bestehen der gegenwärtigen Verhältnisse in Portugal einsetzt. Aus Petersburg wird gemeldet: Bei einem am W. v. M. durch den Generalgouverneur Gerhard unterbreiteten Bericht über die Erklärung des finn l ändi s ch en Landtages, auf eine Aufforderung des Kaisers, betreffend eine für das Jahr 1!)0ll/19<)7 vom finnländischcn Schatzamte an das Neichsschatzantt zahlbare Unterstützung für den Kriegsbedarf, schrieb der Kaiser eigenhändig auf die betreffende Erklärung folgende Entschließung: „Angesichts der in der Erklärung des finnländischen Landtages auf meine Aufforderung kundgegebenen Betrachtungen mache ich den Landtag darauf aufmerksam, daß das Verfügungsrecht über die Mittel des Staates und des Milizfondes ausschließlich meinem Gutachten untersteht, lveshasb ich die Meinung des Landtages als mit dem (besehe nicht im Einklänge stehend erachte. Ich befehle. 20 Millionen Mark dem Neichs-schatzamte zu zahlen, wobei 16,400.000 Mark den Summen des Milizfondes und 8,000.000 Mark den vom Landtage gewährten zeitweiligen Steuern zu entnehmen find." Tagesnemgleiten. — („Unserm König sind die Veenc wiederjan z!") Im November 1826 hatte König Friedrich Nilhelm III. das Unglück, sich im Berliner Königlichen Schlosse durch Ausgleiten ein Bein zu brechen. „Wer weiß, wozu es gut ist," soll der beliebte Herrscher gesagt haben; „begegnet vielen, bin nicht besser als andere auch." Als der König zum erstenmal wieder vom Krankenlager aufgestanden war und an das Fenster des Palais' trat, erhielt er einen tomischen Beweis seiner Voltsbeliebtheit. Der Genesende blickte auf eine bunt durchcinanderwogende Menge, unter der sich auch eine ansehnliche Zahl waschechter Berliner Straßenjungen befand. Kaum wurde die Volksmenge des Königs am Fenster ansichtig, als sie m lauten Jubel und donnernde Hochrufe ausbrach. Den Lärm übertönte in einer sekundenlangen Pause Plötzlich der Gesang eines der Strahenhelden, der mit heller Stimme die Nolkshymne begann, aber dieselbe nach eigener Erfindung umdichtete: „Heil dir im Sicgerlranz. unserm König sind die Vcene wieder lanz!" Jubelnd fiel die übrige Strahen-jugend in den neuen Text ein, der bann wochenlang in ganz Berlin gesungen wurde. Auch der König hatte sich über den neuen Vers königlich amüsiert und ließ den ganzen Straßenjungenschwarm mit Kuchen und Obst beschenken. — (Kartenspiel und Rechenkunst.) In einer Hirtenschule Süddeutschlands, so berichtet die „Nassauische Schulzeitung", kommt kürzlich der gestrenge Herr Schulrat zur Prüfung. Der Verlauf ist keineswegs befriedigend, und besonders die Kenntnisse im Nechnen sind überaus mangelhaft. N'icht die einfachsten Additionen im ersten Zehner können die Hirtenbuben. Der Lehrer soll Rechenschaft ablegen. Erbittert erklärt er, daß die überaus mangelhaften Kenntnisse auf den schlechten Schulbesuch und die Interesselosigkeit der Hirtenbuben für die Schule zurückzuführen seien. Dumme Streiche und „Sechsundsechzig"-Spielen seien die Hauptbeschäftigung. Der Herr Schulrat laßt ein Pack Spielkarten holen, hält einzelne Karten vor und fragt den Sepftle: „Nas ist das?" — „Eck Neuner!" — „Und das?" — „Kriz Aß!" — „Und das?" — „Schufte Dam!" — „Und das?" — „Schufte Kinig!" Entrüstet über diese Kenntnisse des Kartenspieles gegenüber denen im Rechnen gibt der Schulrat dem Seftvle eine Ohrfeige und fragt ihn: „Weißt du auch, warum du jetzt eins kriegt hast?" Sepple: „Weil i vergesse hab'. Zwanzig z'melde!" * — (Energische Altoholgegner.) Der Kampf gegen den Alkohol wird nirgends mit solcher Energie durchgeführt wie in, den nordischen Reichen. In Finnland untersagt ein neues Gesetz den Handel mit Spirituosen und in Norwegen gehen die städtischen Behörden mit größter Schärfe vor gegen alle jene, die dem Alkohol sich zu freundlich erweisen. In Schweden und in Dänemark macht die Tem-ve-renzbewegung von Jahr zu Jahr größere Fortschritte. Von den Faröer Inseln kam in diesen Tagen die Kunde, daß die gesamte Bevölkerung von 15.000 Seelen durch ein Plebiszit beschlossen hat, jeden Verkauf oder Verbrauch von Spirituosen radikal zu verbieten. Männer und Frauen nah- men an der Abstimmung teil und von den ljsXXI abgegebenen Stimmen stimmten nur 100 gegen den Vorschlag. Die Hundert werden wohl trotzdem ein Mittel finden, ihren Durst zu stillen. In einer streng antialloholischen Gemeinde Norwegens trank ein Durstiger soviel Haarwasser, daß er schließlich starb. Dieser Fall steht nicht vereinzelt da und jedenfalls ist eine Beobachtung, die man in Norwegen ge^ macht hat, nicht ohne Interesse. Mit dem Anwachsen der Temperenzbcwegung ist merkwürdigerweise auch der Parfüm verbrauch in rätselhafter Schnelligkeit gestiegen. In den niederen Volksschichten aber fand man cine Neihc junger Burschen, die allerlei duftende Essenzen in großen Flaschen bei sich trugen, die allmählich ausgetrunlen wurden. So Hai der Kampf gegen den Alkohol auch seine Schattenseiten. — (15 0 Menschen durch eine Bulldogge gerettet.) Die „Schwarze Hand" hat kürzlich in Pitts' burg — vermutlich als Rache für die Aushebung ihres größten Schlupfwinkels — wieder ein Verbrechen geplant. In diesem Falle war als Opfer für das Verbrechen ein Hotel ausersehen, das von Fremden schr besucht war, und in einem der weniger feinen Viertel der Stadt lag. Die Räuberbande hatte eine Höllenmaschine hergestellt und einem der Mitglieder war das Los zugefallen, dies verbrecherische Werkzeug an einem geeigneten Orte im Hotel niederzulegen. Es bot sich. bei dem lebhaften Verkehr, der gerade um die Zeit in dem Hotel und dem daranstoßendcn Hause herrschte, für den Verbrecher leine Gelegenheit, die Höllenmaschine an den passenden Platz zu bringen, und so wanderte er denn im Schatten der Mauer an dem Hause auf und ab, einen günstigen Augenblick zur Ausführung seines Vorhabens erspähend. Vei diesem Umherwandern hatte ihn der große Wachhund des Hauses, eine riesige Bulldogge, erspäht und sich knurrend an seine Ferse geheftet. Um lein Auf^ sehen zu erregen, beachtete der Mann den Hund nicht; diesem riß jedoch endlich die Geduld! Mit einem riesigen Satz packte der Hund den Fremden am Genick, warf ihn mit dem Gesichte zur Erde, stellte sich auf seinen Rücken und bellte laut. Einige Angestellte des Hotels hörten dies laute Gebell und eilten dem tapferen Tiere zu Hilfe. Sie fesselten den Fremden und übergaben ihn der inzwischen herbeigeholten Polizei. Bei der Durchsuchung des Arrestanten entdeckte man denn auch die Höllenmaschine, die stark genug gewesen wäre, das ganze Hotel in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die 15,0 Gäste, die das Haus cm jenem Abende beherbergte, hätten sicher ein schreckliches Ende gefunden, wenn nicht die Wachsamkeit des Hundes das Verbrechen verhindert haben würde. — (Die neueste Mode im K o n g o st a a t) Seit längerer Zeit schon fragte sich die Postverwaltung in Brüssel, was wohl aus den ledernen Säcken werden mochte, in welchem sie die Briefpost nach dem Kongostaat zu erpe-dicren pflegt. Diese Säcke waren nämlich jedesmal, bald nach ihrer Ankunft auf rätselhafte Weise verschwunden. Jetzt hat man endlich des Rätsels Lösung gefunden: dic Neger, die im Kongostaat von der PostVerwaltung als Briefträger beschäftigt werden, haben die Säcke stibitzt, um sie ihren Frauen oder Bräuten zu schenken. Die Weiber schnitten den Sackboden weg, zogen sich die Säcke über de» Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K. Leys. Autorisierte Übersetzung von Minna Vahnson. (43. Fortsetzung.) sNachdrull »erboten.) Wir begaben nns allesamt in das Gobelinzimmer, und eine Weile wurde hin und her dis^ püriert, ob Spiritismus, das heißt Tischrücken. Klopfen usw., oder Hyvnotismus dm Anfang machen sollte, schließlich entschied man sich für, das Letztere. Während über diesen Punkt beraten wurde, benutzte ich die Gelegenheit, mich in dem Gemach umzusehen, das ich jetzt zum erstenmal betrat. Es war kleiner als das große Wohnzimmer, aber immerhin noch von beträchtlicher Größe und außerordentlich hoch. Die Wände waren mit alten, wie man mir sagte, sehr wertvollen Gobelins behängen, die kolossal groß waren und Iagdszenen, Turniere. Liebesszenen usw. darstellten. Nur ein halbes Dutzend Wachskerzen auf einein hohen silberneil Kandelaber erhellten den großen Naum. Die Gäste defilierten einzeln bei dein Parsen vorbei. Er betrachtete jeden einzelnen aufs genaueste, aber ob die Prüfung echt oder nur zum Scheine war. konnte ich nicht entscheiden. Diejenigen, die er als geeignet bezeichnete, mußten auf eine Seite treten. Zu meinem Vergnügen befand ich mich unter den Auserwählten, und zu meinei Überraschung l denn die junge Dame schien mir auch nicht ein Mom von Sensitivität zu besitzen > befand sich auch Fräulein Nellie Liebenau unter den Erkorenen. Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, daß ich absolut nicht die Absicht hatte, meinen Willen unter die Herrschaft, eines orientalischen Zauberkünstlers zu beugen, wenn ich es auch nicht der Mühe für wert gehalten hatte, mich feierlich gegen dm Entschluß, den die Gesellschaft getroffen hatte, zu verwahren. Als ich an oie Reihe kam, mich auf den Stuhl, dein Kandelaber gegenüber zu, setzen, und in die stechenden Augen des Asiaten zu blicken, nahm ich mir fest vor, mein Bewußtsein und meinen Willen nicht zu verlieren. Ob dies die Ursache meiner Zurückweisung war oder nicht, weiß ich nicht- jedenfalls entließ Hussein mich nach einem kurzen Versuch. Ich zog mich sofort, zurück, und das jüngere Fräulein Liebenau nahm meinen Platz ein. Tie unterlag dein starren Vlick des Parsen sofort, und ich konnte von meinem Platz hinter dem Kreis von Zuschauern, die das kleine Drama verfolgten, sehen, daß sie in magnetischen Schlaf verfallen war. Eine leichte Bewegung ging durch die Menge. Jeder drängte vorwärts, um zu, verstehen, was der Magnetiseur zu der schlafenden Dame sagte; nachher fiel mir ein, daß meine Uhrkette sich in die Spitzentoilette einer vor mir stehenden Dame für einige Augenblicke einhakte und verwickelte. Bei einer plötzlichen Bewegung ihrerseits löste sie sich jedoch wieder^, und in der Aufregung, kein Wort von dem Vorgehenden zu verlieren, hatte ich den kleinen, Zlvischenfall bald wieder vergessen. Hussein sprach gerade in leisem Flüsterton, und ich konnte nur die Äntwoi-t des jungen Mädchens vernehmen, die laut und vernehmlich erklang: „Jane." „Jane? Wen meinen Sie damit?" fragte Hussein. Das Mädchen schwieg, aber ihre Schwester fiel ein: „Sie muß unsere Kammerjungfer meinen, Jane Strickland." Der Parse gab keine Antwort, sondern fuhr fort, Fräulein Liebenau allerhand triviale Fragen vorzulegen, wie sie bei den Experimenten der Ma- gnetiseure üblich sind. Sie mußte dann abwechselnd je eine Zeile aus einer sentimentalen Ballade und einem Couplet singen, was auf die Zuhörer einen überwältigend komischen Eindruck inachte. Dann wurde ihr befohlen, einige versteckte Gegenstände zu suchen, und auch das Experiment gelang. Dann, wurde sie aus dem Bann erweckt und die hypnotischen Versuche wurden noch mit einigen anderen der Anserwählteu fortgesetzt. Aber keiner der Versuche war recht erfolgreich und nur schien, als ob der Parse sich auch keine sonderliäie Mühe dabei gäbe'. Bald wurde er ungeduldig und verlangte, daß sämtliche Dienstboten, sowohl die zum Haushalt gehörenden, wie die der Gäste, hereinkämen, damit er nach einein, passenden Subjekt unter ihnen suchen könne. Man rief sie herein und Husseiu gab siä) nicht, eher zufrieden, als bis jede im Schlosse weilende Seele, mit Ausnahme Herrn Eockburns, im Gobelinzimmer anwesend war. Eine oder zwei der weiblichen Dienstboten wurden, allsgesucht, unter ihnen, wie ich bemerkte, Fräulein Strickland. Ich war ganz darauf vor' bereitet, daß sie aufgefordert werden würde, in dem altmodischen, hochlehnigen Sessel, der für die zu Magnetisierenden bereit stand, Platz zu nehmen, lind eine innere Stimme flüsterte mir zu, daß die Vorstellung zu Ende sein würde, sobald sie unter den magischen Einfluß der Persönlichkeit des Orientalen, gekommen wäre. Er würde dann seiuen Zweck erreicht habeil. Ich argwöhnte, daß das Ganze nur in Szene gesetzt worden war, um Jane Strickland zu hypnotisieren, wenn ich auch in der Anfregung des Moments nicht sagen konnte, loie ich zu diesem Schluß gekommen war. ^ili^,- Npilnn« i,?^ .^n 261 s). Februar 1908. Kopf, befestigten sic an den Hüften mittels des Schlich-Hakens, kurz: machten sich daraus einen Rock. Und deshalb sieht man jetzt im Kongostaat so viele Negerinnen, deren Nöcke hinten die merkwürdige Aufschrift „Brüssel—Zentrum" tragen. ^- („He m c r o t he l.") Paris soll demnächst eine „Hcmcrothek" erhalten. Man wird dieses merkwürdige Wort vergeblich im Konversationslexikon suchen. Es scheint eine französische Erfindung zu sein und stammt von dem griechischen „Hemera", „Tag". Die Hemcrothcl ist eine Bibliothek der Zeitungen, der hässlichen" Veröffentlichungen. Sie wurde zum erstenmal im Wcltausstcllungsjahr 1900 bei dem damaligen Vibliothekarlongrcß von dem jetzigen Bibliothekar der Pariser Arsenalbibliothek, Henri Martin, in Vorschlag gebracht, der gleichzeitig einer der hervorragenden Pariser Journalisten und Syndikus des Vereines der republic Nischen Journalisten ist. Im Jahre 1905 sprach sich der Pariser Gcmeinbcrat zugunsten des Martinschcn Planes aus und auch der Senat befürwortete ihn kürzlich bei der Nudgetbcraiung, wo Maurice Faure beim Untcrrichtsbudgct über die Nützlichkeit der Hemerothel berichtete, nämlich einer Bibliothek der Zeitungen, Zeitschriften und Plakate, zur Entlastung der Nationalbibliothel und der Arscnalbiblio^ thel, die sich beide mit der Aufnahme dieser Art von litera-rischcn Erzeugnissen zu befassen haben, denen es aber an Raum dafür gebricht; denn man muß wissen, daß im letzten Jahre in Frankreich 8548 Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind. Die Hcmcrothel würde gleichzeitig das Vcrcins-haus der Presse und somit ein Mittelpunkt des Pariser journalistischen Lebens sein. Deshalb hat das Projekt große Sympathien bei den Zeitungen. Lolal- und Provinzilll-Nachrichten. — (Einberufung der Ncservcärztc zu Die n st ü b u n g e n.) Wie schon mitgeteilt, werden von nun an alljährlich die Militärärzte in der Reserve sowie die Reserve-Assistenzarztstcllvcrtreter zu vierwöchentlichcn Dienstübungen herangezogen werden. Für das laufende Jahr wurden drei Diciistübungsperiodcn, und zwar zwei für die Zeit der regelmäßigen Stellungen und eine während der größeren Truppenübungen festgesetzt. Es werden einberufen: li) für die Zeit der regelmäßigen Stellungen: die Assistenzärzte: Marius Kaiser des IR 7. Anton Bleich-steiner des IN 27. Ernst Dussel des IR 87, Leo Tschu r t schcntha ler des DAR 8; die Assistenzarzt Stellvertreter: Gustav N o d u s ch e g g des FIV 20, Rudolf Sorli des IN 17. Moritz Rus des DAR 7, Hermann Socher des IN 27. Heinrich Ninaus des IR 47. Guido M a n n des IR 87, Emmerich K r o n des FIV 29. alle Vorgenannten zu ihrem Standeslörper, Antoir Grgu -rina des Garnisonsspitals Nr. 7 zum IN 7. Alois M a -icrna des Garnisonsspitals Nr. 7 zum IR 7, Anton Milohnitt des Garnisonsspitals Nr. 9 zum IN 97; l>) zn den größeren Truppenübungen, und zwar alle zum Standeslörper: der Assistenzarzt Johann Nuß bäum er; die Assistenzarzt-Stellvertreter: Josef Peintingcr dcö IN 27. Erwin Nichter des IR 47, Joses Parz des IR 87. Silvio Morpurgo des IR 97. Othmar Bio -vct des FIB 7. Duschan Telecsly des b.-h, IR 2. Maximilian .Hermann, Wolfgang Feigl, beide des b.-h. IR 4 und Arrigo Steindlcr des DN 5. — Gesuche um Enthebung ober Verlegung der Dienstübung auf eine andere Periode desselben Jahres, oder um Ableistung der Dicnstübung bei einem anderen Truppenlörver des Militärtcrritorialbereiches als jenem, zu welchem die Einberufung erfolgte, entscheidet das Korpslommando. Einlangende Gesuche um Ableistung der Dienstübung in einem anderen Militärterritorialbereiche weiden dem Ncichslriegs-ministcrium zur Entscheidung vorgelegt. Das Ergebnis der Dicnstübung — die praktische Verwendung sowie der Gc-samteindruck — werden in einem „Zusatz zur Qualifikation?' eingäbe" zum Ausdruck gebracht. Jene Assistenzärzte in der Reserve, bezw. Ncservc-Assistenzaiztstellvertreter, welche den Anordnungen in dienstlicher und außerdienstlicher Beziehung völlig entsprochen haben, sind als „zur Beförderung (vorzüglich) geeignet", die Assistenzarzt-Stcllvcrtrcter als „zur Ernennung zum Assistenzarzt in der Reserve (vorzüglich) geeignet" zu beschreiben. Aerzte, welche während der Dienstübung nicht entsprechen, wcrdcn eventuell zur Wiederholung derselben schon im nächstfolgenden Jahre herangezogen werden. Jenen Assistenzarztstellvertretern, welche die Dienstübung in ihrer eigenen Montur und Ausrüstung ableisten, wird cinVellcidungsabnützungspauschale von 10 X bewilligt, jene, welche auf ärarische Bekleidung und Ausrüstung An> spruch erheben, haben dies nach Erhalt des Einberufungsbefehles dem Korpslommanbo sofort zu melden. Vorerst erfolgt bloß die Einberufung, bezw. die Verständigung von der bevorstehenden Einberufung. Der Tag der Einberufung wird den Neservcärztcn mit Rücksicht darauf, daß die regelmäßige Stellung in den im Neichsrate vertretenen Königreichen und Ländern im laufenden Jahre voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkte als gewöhnlich stattfinden wird. seinerzeit bekanntgegeben. — (Fahrpreiser in äßig un gen auf den Linien der l. l. Staatsbahnen im Jahre 1908.) Das l. l. Eisenbahnministerium hat die Anord-nung getroffen, daß im Jahre 1908 für Ausflüge, die von Schulen, Vereinen und anderen Assoziationen zum Zwecke der Feier des Negierungsjubiläums Seiner Majestät des Kaisers unternommen werden, ermäßigte Fahrkarten zur Ausgabe zu gelangen haben. N. — (Beim l. l. Verwaltungögerichtshofe) werde» öffentliche mündliche Verhandlungen stattfinden: am 12 Februar um 10 Uhr vormillags: die Gemeinde Sairach wider das l. l. Handelsministerium und wider die Untergemeinbe Sairach wegen eines Marltrechtes; am 20. Februar um 1 Uhr nachmittags: Johann Kralcr und Josef Perhavc in Laibach wider das l. l. Handelsministerium wegen der Genehmigung des Geschäftsführers in einem Neisebureau. * (Staatsprüfungen aus der Staats r echnu n g s w i sse n scha ft.) Wie man uns mitteilt, beginnen die Staatsprüfungen aus der Staatsrechnungs-wisscnschaft im Winteriermine Freitag ben 21. d. M. um 8 Uhr vormittags. Die ordnungsgemäß gestempelten Ge- Dennoch konnte ich in dem Benehmen de5 Parsen gegen die Erzieherin nichts Besonderes cut decken. 2ie fiel fast sofort in Trance — os lvar auch bei ihrem aufs höchste gespannten Nerven system nur natürlich, das; sic für die Absichten de5 Hypnotiseurs sich als vortreffliche Medium er wies. Sie gehorchte seinem leisesten Wunsche. Tie sang, deklamierte, tanzte eim' imaginäre Quadrille mit einein eingebildeten Partner ans seinen Befehl. Endlich wurde die (Gesellschaft der Schanstel^ lunq müde, und die Vorstellung wurde für beendet erklärt. (5s fiel mir jedoch auf, das; Fräulein Strickland nach dem Erwack>en noch einen seltsamen Blick beibehielt, als wäre der Bann. dem sie unterworfen gewesen war, noch nicht oöllig gebrochen. Ties mochte aber anch nur Einbildung von mir sein. Fräulein Aebenau fasste sie bei der Hand und führte sie zur Tür, worauf sie verschwand. Da es spät geworden war, wurde die beab sichtigte Sitzung auf einen dcr koinnK'ndcn Abende verschoben. Als ich zwei Stunden später, bcim Znbctte gehen, meine Uhr anfzog, vermisste ich ein kleines Medaillon an der Kette, in dem ich ein kleines Bild bon Isabella, ihr selbst unbekannt, truss, das ich von einem Photographen hatte machen lassen. Der Verlust verdros', mich sehr und ich überlegte, wann ich >es noch zuletzt gehabt habe. Bald entsann ich mich, das; ich noch zu Beginn der hypnotischen (5r-periiuent,e damit gespielt hatte, nnd mir fiel ein, wie, ich an der Spitzentoilette der Dame festgehakt gewesen war. Cs war sehr möglich, das', es sich dabei von der >tette losgelöst und zu Boden ge fallen war. Bei der im Owbelinzimmer herrschenden Dunkelheit hatte es leicht unbemerkt bk'iben können. Ich nahm, sofort mein ^icht und begab mich ans den Weg znm ^obelinzimmer. Ich errichte os, ohne jemand zu begegnen, nnd begann sofort eifrig nach dem Medaillon zu suchen. Plötzlich hörte ich nahende ^usstritte, und da ich nicht in meinem mangelhaften Kostüm gesehen werden wollte, blies ich mein ^icht ans und drnckte mich in die entfernteste Ecke des Zimmers. Ich hatte die Tür angelehnt gelassen. Sie wurde aufgestoßeu und ich hörte eine Stimme, die ich sofort als die (^annts erkannte, leise ^twas in einer nur unbekannten Sprache sag<'n. (5s war klar. das; er seinen freund Hussein im Zimmer anwesend glaubte. Welchen denkbaren <^>rund konnten diese zwei haben, sich im Dunkel der ^'acht im (^obelinzimmer zu treffen. Da das Znmner absolut Dunkel war. brauchte ich nicht, zu fürchteu. gesehen worden zu sein. Al5 ich mich trotzdem fest an die Wand drückte, be merkte ich zu meiner Überraschung, daß die Go^ belins, gegen die ich mich lehnte, dein Drucke leicht nachgaben. (5ine Tür war dahinter verborgen. Ill) öffnete sie geräuschlos, und vorsichtig zurücktretend stieg ich Stufe u,m Stuse eine Treppe hinab. Wenn ich auf der unteren Stnfe stehen blieb nnd die Tür ans einen schmalen Schlitz schlos;. konnte ich. ohne entdeckt zu werden, das ganze Zimmer lind alles, was darin vorging, bequem übersehen, so lange kmier die (Geheimtreppe benntzen wollte. Ich hatte just meinen Platz eingenommen, alo ich einen schwachen ^ichtschinnner anftanchen sah. und gleich darauf erschien Hussein anf der Tür schwelle. Er schte sm, ^icht hin und ich konnte ihn und ^auul deutlich sehen, wie sie dicht au der .vmiptein<-,ang5tür d<>5 Zimmers standen, leise Bemerkungen austauschten, bald sich vorneigten, als ob sie lauschten. (Fortsetzung folgt.) uche um Zulassung sind bis Freitag den 14. d. M. in der Reltoratslanzlei der Grazer Universität einzureichen und mit dem Inslriptionsauswcis, ferner mit Ausweisen über die Lebensstellung sowie den bisherigen Studiengang und Angaben über die zum Studium benutzten Behelfe zu belegen, —r. — (Unterbringung der öffentlichen Volts- und Bürgerschulen;) Fortbildungskurse; Anstalten für nicht vollsinnige und verwahrloste im schulpflichtigen Alter stehende Kinder; Wohlfahrtseinrichtungen für Schullinder in Kram. Nach dein Stichtage vom 32. Dezember 1906 betrug die Anzahl der öffentlichen Volksschulen, für die ein eigenes für Unterrichtszwecte bestimmtes Gebäude besteht, welches nur für die betreffende Schule benutzt wurde. Ml, welches auch für eine andere Schule benützt wurde. 20. welches auch für andere als Unterrichtszwecke benutzt wurde, 22, Die Anzahl der Schulen, für die tein eigenes Gebäude besteht, betrug 37. Die Anzahl der Schulen, von denen ein Teil in einem eigens für Unterrichtszwecke bestimmten Gebäude untergebracht ist, betrug 7, und die Anzahl jener, don denen ein Teil anderwärts, in einem nicht für Unterrichtszwccke bestimmten Gebäude untergebracht ist. betrug 32, — Die Anzahl der zum Unterrichte benutzten Lehrzimmer betrug 886 und war um 7 kleiner als die Anzahl der vorhandenen 893 Klassen. — Gewerbliche Fortbildungskurse standen mit 18 Schulen in Verbindung, ferner 1 landwirtschaftlicher und 1 einjähriger Lehrkurs mit der Knabenbürgerschule in Gurlfeld. — Taubstummeninstitut war 1 vorhanden mit 4 Klassen, 5 Lehrkräften. 25 Schülern und 12 Schülerinnen. — Erziehungsanstalten und Nettungshäuscr für verwahrloste Kinder gab es 2 mit 2 Schulllassen, 4 Lehrkräften und 65 Schülern. — Kindergärten gab es 17 mit 26 Kindergärtnerinnen. 367 Knaben und 468 Mädchen. — Kinberbewahranstalt war 1 vorhanden mit 4 Kindergärtnerinnen und Wärterinnen. 37 Knaben und 54 Mädchen. — Iugenbspielplähe gab es an 3 Schulen, Suppenanstalten an 7 Schulen, Weihnachts bescherungen fanden an 13 Schulen flatt. — Durchschnittlich kamen auf 1 Lchrzimmer im ganzen Lande 95 schul-bcsuchende Kinder, was das gesetzlich zulässige Maß weit überschreitet. Die größte auf 1 Lehrzimmer entfallende Kinderzahl wiesen die beiden Schulbezirle Littai und Rudolfswert (je 118), die kleinste Gottfchee (84) und Adelsberg (87) aus. Im Stabtschulbezirte Laibcich entfielen auf 1 Lehrzimmer durchschnittlich 5l) schulbesuchenbe Kinder, doch waren auch in Laibach einzelne Klassen an den städtischen Volksschulen (mit 75 bis 80 Kindern) überfüllt. — (Der K rainische Lehreroerein) hielt am letzten Sonntag, b, i. am 2. d. M.. seine diesjährige Haupt. Versammlung ab. Nachdem der Obmannstellvertreter. Pros. A. Her get, dann der Zahlmeister Lehrer Fr. Ber sin und endlich Prof. Peerz als Sch-riftieiter der „Lai-bachcr Schulzeitung" ihre Berichte erstattet hatten, wurden diese nach längerer eingehender Besprechung genehmigend zur Kenntnis genommen. Ueber Antrag des Direktors Dr. I. Binder wurde dem abgetretenen Ausschusse der Dank und die wohlverdiente Anerkennung ausgesprochen und dessen bisherige Mitglieder zur Wiederwahl vorgeschlagen. Es wurden gewählt: Obmann Prof. Her get. Obmannstellvertreter Oberlehrer Eisenhut (Weihenfels). Schriftführer: Fräulein Na glas und St. Handl, Zahl-meister Ber sin. Als Beisitzer wurden berufen: Fräulein M. Hanß, Frl. Illerschitsch. und die Herren Prof. Peerz, Schmiebi und Mi klitsch (Neu-inarttl). Mehrere wichtige Anträge und Vorschläge des Ausschusses wurden in Beratung gezogen und deren Erledigung im Sinne der gepflogenen Beratung dem neuen Ausschusse übertragen. Nach zweistündiger Verhandlung ward die Versammlung, die eine rege Anteilnahme bemerken liest, a? schlössen. ** (Vercin f ü r A r m e n p f l e g c i n L a i b n cy,) Vorgestern abend fand im Kasino die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung des Vereines für Armenpflege statt. Der Obmann. Herr Hauptmann i. R. Josef von Schrey, erläuterte ben Zweck des Vereines, der die gesetzliche Armenpflege teils durch eine vorbeugende Wirksamkeit zu unterstützen, teils sie. soweit sie durch die bestehenden Gesetze in ihrer Wirksamkeit beschränkt ist. zu ersehen, bezw. zu ergänzen hat. In erster Linie werben kranke und erwerbsunfähige Personen berücksichtigt. Aus dem Tätigkeitsberichte war zu entnehmen, baß ber Verein, dank dem hochherzigen Vermächtnisse bes verstorbenen Herrn Dr. Maber ein Stammkapital von 30.700 X besitzt, welches ihm von der Landesregierung übervintuliert wurde, so baß er nunmehr in der Lage ist, die jährlichen Zinsen von 1400 1< sowie die von Wohltätern gewidmeten Spenden im Sinne ber Satzungen zu verwenden. Der Rechenschaftsbericht wies die an Arme bereits verteilten Unterstützungen aus Spenden edler Menschenfreunde nach. Der Tätigkeitsbericht wurde beifällig zur Kenntnis genommen und sodann die Ergänzung ber Mitglieder durch Zuwahl vorgenommen. In den Ausschuß wurden die bisherigen Mitglieder, nnd zwar .Herr Hauptmann i. R. Josef von Schrey (Obmann), Frau Lina K r e u ! e r - G a l l r (Obmann-SteUocrtreterin) und die Herren: Oberst i. R. Karl von Holegha, Major i, R. Karl von tt a st l und Laibacher Zeitung Nr. 30. 262 ft. Februar 1908. Artur M a h r (Ausschuhmitglieder), denen die Herren Hubert Ryschawy und Josef Strzelba als Hilfskräfte beigezogen wurden, mit Zuruf wiedergewählt. Zu Rechnungsrevisoren wurden die Herren Hubert Ryschawy und Ferdinand Staudach er gewählt. Dem Ausschusse wurde der Dank der Versammlung für sein bisheriges opferwilliges Wirten durchs Erheben von den Sitzen ausgedrückt. Mehrere Anregungen aus der Mitte der Versammlung über die Form der Unterstützungen wurden den, Ausschusse zur entsprechenden Entscheidung überlassen. — (V e a m t e n - V a u v e r e i n in L a i b a ch.) Der Beamten-Bauverein in Laibach hielt gestern abend im Veratungssaale des städtischen Rathauses eine außerordentliche Generalversammlung ab, zu welcher sich 26 Mitglieder eingefunden hatten. Auf der Tagesordnung stand der Antrag des Ausschusses auf Auflösung des Vereines, bezw, dessen Umgestaltung in einen „Nauverein für l. t. Staatsbeamte". Vizepräsident k. l. Qberrechnungsrat Svetel gab Aufschluß über die bisherige Tätigkeit des Vereines. Im Sinne des Genossenschaftsgcsetzes wurde dessen Registrierung beim t. t. Lanbesgerichte und die Feststellung der Statuten bewirlt. Mittlerweile aber wurde die Vereinsleitung von informierter Seite in Kenntnis gesetzt, daß die in Aussicht gestellte Staatssubvention solcher Vauvereine nur in solchen Fällen zu erwarten sei, wenn dem bezüglichen Bauvereine bloß Staatsbeamten angehören. Dieser veränderten Sachlage Rechnung tragend, legte der gewesene Vereinspräsibent Notar Plantan seine Stelle nieder, worauf der Ausschuß für gestern eine außerordentliche Generalversammlung einberief, die Auflösung des Vereines in seiner jetzigen Zusammensetzung in Antrag brachte und gleichzeitig seine Demission gab. Dem Vereine gehören derzeit 39 Mitglieder an. Ueber Antrag des l. l. Rechnungsassistenten M. Vrada«l,a wurde sodann mit der erforderlichen Zweidrittel-Majorität die Umgestaltung des Vereines in einen „Vauverein für l. l. Staatsbeamte" beschlossen und ein Vorbereitungskomitee, bestehend aus den Herren Ral. Urbanöi<" und Vesel, mit der Einberufung einer neuerlichen Generalversammlung betraut, die einen neuen Vereinsausschutz zu wählen haben wird. Die neue Generalversammlung wird in der zweiten Hälfte des laufenden Monates abgehalten werden. — (S t a t i st i sch e s über die Einkommens-verhältnisse in Laibach.) Wie wir den kürzlich erschienenen statistischen Publikationen des Finanzministeriums entnehmen, weisen die Einkommensdaten der Stadt Laibach in beinahe sämtlichen Einlommenstufen eine recht befriedigende Steigerung auf. So betrug im Jahre 1005 die Zahl der Bewohner Laibachs, welche ein Einkommen von mehr als 1200 bis einschließlich 1300 X aufwiesen, 195. im Jahre 1906 bereits 221; die Zahl jener, welche ein solches von mehr als 1600 bis einschließlich 2000 Iv zu verzeichnen hatten, stieg von 569 des Jahres 1905 im Jahre 1906 auf 592; ein Einkommen von über 2000 bis einschließlich 2400 X war im Jahre 1905 bei 345 Bewohnern vorhanden, im Jahre 1906 befanden sich schon 363 Personen in dieser Stufe; auch in der Einlommensstufe, die zwischen 2400 bis einschließlich 3000 X schwankt, ist in den genannten Jahren eine Steigerung von 363 auf 383 Personen zu verzeichnen; die Zahl der Einwohner, bei denen sich das Jahreseinkommen auf über 4400 bis einschließlich 5200 Iv belief, betrug im Jahre 1905 159. im Jahre 1906 bereits 175. die Zahl jener, welche mehr als 7200 bis einschließlich 9200 X an Einkommen bezogen hatten, war von 1905 bis 1906 von 92 auf 109 angewachsen; die Zahl jener, welche ihr Einkommen zwischen die Sätze von mehr als 12.000 X bis einschließlich 20,000 X einreihten, erhielt in der fraglichen Zeit einen Zuwachs von 54 auf 58; konstant geblieben, bezw. gestiegen waren auch die Zahlen jener, welche in den erwähnten Jahren ein Einkommen bis 40,000 X. beziehungsweise bis 100.000 X verzeichnen konnten. Aehnlich günstige Ziffern weist das übrige Land Krain auf. Das Gesamtbruttoeintommen der Stadt Laibach, somit jenes aus Grundbesitz und Gebäuden, aus selbständigen Unternehmungen und Beschäftigungen, aus Dienstbezügen. Kapitalvermögen und sonstigen Quellen war vom Jahre 1905 auf 1906 von zwölfeinhalb Millionen Kronen auf über dreizehn Millionen gestiegen; und trotz der enormen Lasten, die Laibach noch seit der Erdbebenzcit zu tragen hat, war nach Abrechnung aller Abzugsposten im Jahre 1906 ein Reineinkommen von über 12 Millionen Kronen gegenüber einem solchen von II'/^ Millionen des Vorjahres festzustellen. Lauter Ziffern, welche, auch im Vcr. gleich mit den Daten der Nachbarländer, ein zufriedenstellendes Resultat für die Gegenwart und einen erfreulichen Ausblick in die Zukunft ergeben. L. * (Aus der Diözese.) Der Pfarrer in Retede bei Vischoflack. Herr Andreas 8 imenec. wurde über sein eigenes Ansuchen wegen Dienstesuntauglichleit in den dauernden Ruhestand versetzt. —r. — (Der Kreditverein in Krainburg) hielt unlängst seine V. jährliche Vollversammlung ab. Die Vereinstätigleit im Geschäftsjahre 1907 ist aus folgenden Posten zu ersehen: I. Einnahmen 702.079 X 95 !,. Ausgaben 675.646 X 47 Ii, daher der Gesamtgeldvertehr I.N7.726 X 42 1>. II. Stand der Darlehen (am 31, De- zember 1907) 637.795 X 33 !i. Hl. Einlagen: 686.464 l< 18 Ii. IV. Reservefond: am 31. Dezember 1906: 5758 X 22 !i, der Zuwachs im Jahre 1907 1500 X. also zusammen 7258 X 22 II. — Der Reinertrag des Jahres 1907 im Betrage von 4318 X 32 I, wird folgendermaßen verteilt: die Mitglieder erhalten vom eingezahlten Kapital 21.930 eine 71/2 A Dividende im Betrage von 1664 X 75 l>; dem Rcservefonde wird die Summe von 1500 X zugeschlagen; der Rest von 1173 X 57 II wird für verschiedene Honorare. Remunerationen und Unterstützungen verwendet. An Unterstützungen erhalten: die Studententüche in Krainburg 50 X, die Vollsbibliothel des ^italnicauereines 50 X, der Eyrill-und Methodverein 50 X. der Sololverein in Krainburg 50 X, der Lehrerverein in Krainburg behufs Ausgabe einer geographisch-historischen Beschreibung des Bezirkes Krainburg 50 15, der Slovenische Alpcnvercin 40 Iv, die Stadtarmen in Krainburg 40 X. — In den Administrations-ausschuh wurden gewählt die Herren: Cyrill Pirc. Handelsmann und Fabrikant, als Vorsitzender; Franz K renne 1. Hausbesitzer, als dessen Stellvertreter; Rudolf Kola lj, Generalvertreter der Versicherungsgesellschaft „Donau". Hausbesitzer, als Kanzleidiieltor; Ianlo Sajo-vic, Handelsmann, als Administrationsrat. — In den Aufsichtsrat wurden entsendet die Herren: Dr. Valentin Ktempihar. Advokat und Hausbesitzer; Vinlo Maj-di<", Großindustrieller, und Johann Ralovec, Fabrikant. —l5, " (Aus dem Volks schuldien sie.) Der l. l, Bezirksschulrat in Loitsch hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Frl. Marie P a l m e die geprüfte Lehr-amtslandidatin Fräulein Johanna Simöi 5 zur Sup-plentin an der Volksschule in Unterloitsch bestellt. — Der l. t. Landesschulrat für Krain hat den Oberlehrer an der Volksschule in Vu per Kilogramm Lebendgewicht. Theater, Kunst und Literatur. *" (Deutsche Bühne.) Gestern, wurde Fuldas geistvolles Lustspiel „Der Dummkopf" zum zweitenmal bei mäßig gut besuchtem Hause neuerlich mit schönem Erfolg aufgeführt. — (Aus der deutschen T h e a t e 1 l a n z l e i.) Heute gelangt L'Arronge unverwüstliches Vollsstück ..Hasemanns Töchter" zur Aufführung. In den Hauptrollen sind die Damen Kunst-Günther, Urban, E s -quer 0 und Wipp 1 ich sowie die Herren V a st a r s . Boll mann, Steiner und Mayeihofer beschäf tigt. — Am Samstag gelangt die Operette „Frühlingsluft" zur Aufführung, — Der durchschlagende Erfolg, den die Posse ..Robert und Bertram" anläßlich der letzten Aufführung zu verzeichnen hatte, veranlaßt die Direktion, sie über Wunsch zahlreicher Theaterbesucher zu wiederholen. Sie wird Sonntag den 16. d. M. nachmittags um 3 Uhr als Kindelvorstellung bei ermäßigten Preisen wiederholt weiden. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Portustal. Lissabon, 5. Februar. Der Leichnam des Königs Carlos ruht noch immer auf dem Totenbette. Das Antlitz des Kronprinzen ist entstellt, weil die Wunde am .Kiefer brandig geworden war. Die Vorbereitungen für die Schall stellung der Leichname in der Kapelle des Palais sind nahez» beendet. Die Königinnen Amalie und Maria Pia haben fast die ganze Nacht im Trauergemach zugebracht. Lissabon. 5. Februar. Die Leichen des Königs und des Kronprinzen werden nicht im königlichen Palais, sondern in der St. Vinzenzlirche. und zwar drei Tage später, als ursprünglich festgesetzt war, aufgestellt weiden, weil die Herstellung des Sarges, der die sterblichen Ueber-reste des Königs aufnehmen soll. sich verzögern dürfte. Paris, 5, Februar, Aus Lissabon wird gemeldet: Der „Diario Illustrado", das Blatt der Regeneradores^ Partei, veröffentlicht die von Franco ausgehende Erklärung, daß er sich vollständig und endgültig aus dem politischen Leben zurückziehe und daß die seiner Partei angehörenden Staatsräte und Minister über die durch diese Entscheidung geschaffene Lage beraten werben. Laibacher Zeitung Nr. 30. 263 6. Februar 1908. Lissabon, 5. Februar. Dcr Ministerial hielt heute unter Vorsitz des Ministerpräsidenten sscrreira do Amaral eine vierstündige Beratung ab, in der das Ncgierungspro-gramm in großen Zügen festgesetzt wurde. Morgen wird der Ministerrat endgültig das Programm festlegen. Die Nachricht von der Vildung des Konzentrationslabinetts hat in allen Teilen des Landes einen ausgezeichneten Eindruck hervorgerufen. Vei aller Trauer über das Attentat hat diese Lösung der Krise doch, wie leicht zu bemerken ist, «ine gewisse Erleichterung der Gemüter herbeigeführt. Lissabon, 5. Februar. In politischen Kreisen verlautet: Das neue Kabinett beabsichtigt, fast alle von Franco erlassenen Dekrete zurückzuziehen und diejenigen, die nicht zurückgezogen werden können, möglichst zu mildern. Insbesondere sollen die Dekrete, betreffend die Presse nnd die Immunität dcr Mitglieder des Parlaments und dcr Muni-ziftalität, annulliert werden. Das Journal „As Novidades", ein Organ der Regeneradores, erklärt auf Grund genauer Informationen, daß bis jetzt ein Beschluß in dieser Richtung noch nicht gefaßt worden sei. Lissabon, li. Februar. Das im Auslande verbreitete Gerücht von einem Attentat auf den Kriegsminister Mines ist falsch. Serbien. Belgrad, 5. Februar. (Aus amtlicher Quelle.) Die von Vudavestcr Blattern gebrachte Meldung, daß ein gegen König Peter gerichtetes Komplott in Bukarest auf^ gedeckt worden sci, ist vollständig unwahr und beruht ganz-lich auf Erfindung. Belgrad, 5. Februar. Kronprinz Georg erprobte gestern nachmittag im Toptschider Park ein Hinterladerjagd-gcwchr. Da es nicht gut funktionierte, schlug er das geladene Gewehr, um die Gcwchrläufc in die normale Lage zu bringen, gegen einen Baum, wobei stch beide Patronen entluden. Durch den starten Rückstoß wurde der Kronprinz am rechten Fuße leicht verletzt. Er lehrte sofort nach Belgrad zurück. Hcutc konnte dcr Kronprinz bereits den üblichen Morgenspaziergang unternehmen. Belgrad, 5. Februar. (Aus amtlicher Quelle.) Die Nachricht auswärtiger Blätter, daß Kriegsminister General Putnil seine Demission gegeben habe, ist unrichtig, Marokko. Paris. 5. Februar. (Agence Havas.) Nachmittags waren auf der Börse und in den Kammercouloirs Gerüchte von einem neuen Kampfe in Marokko verbreitet, in welchem die Franzosen einen Verlust von 163 Toten und zahlreichen Verwundeten erlitten hätten. Das Ministerium des Aeuhern dementiert diese Gerüchte ganz entschieden mit dem Hinweise darauf, daß die letzten Telegramme des Generals d'Amade ausschließlich schon bekannte Einzelheiten über den Kampf von Darlsibar melden. Erdbeben. Prag, 5. Februar. Die Abendblätter melden aus Asch: In mehreren Orten des Erzgebirges, besonders im Graslihcr Bezirke, haben stch heute früh die Erdstöße in erheblich verstärktem Maße wiederholt. Paris. 5, Februar. Dem „Eclair" zufolge hat der Physiker Branly eine Vorrichtung erfunden, um ein Torpedo mit Herzschen Wellen mit Sicherheit so nahe an einen bestimmten Punkt zu lenken, daß es von anderen elektrischen Wellen nicht beeinflußt werden kann. Ferner sei man mit dieser Vorrichtung imstande, Landminen auf große Entfernungen zur Explosion zu bringen. Blida (Algier). 5. Februar. Man ist in Ungewiß-heil über das Schicksal einer Abteilung von 13 Soldaten, die einen Ausflug zu geodätischen Zwecken auf den 1500 Meter hohen Pic de Ferrula unternommen hatte und durch Schncemafsen abgesperrt ist. Es wurde eine Hilfslolonne abgesendet. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechühe 306 2 m Mittl. Luftdruck 736 0 mm. "^^it"74i 2 0 2 NO. z. star! ! heiter b 9 U, AK. 745 3 ! -38 SO. schwach > 6 > 7 U. ,>. j 747 0 > -53' NO. schwach ^ neblig > 0 0 Da« Tagesmittel der gestrigen Temperatur -3 3', Nor nale -1-2°. Wettervoraussage sur oen v. yeoruar. Mr Viner» marl, Käruten und Krain: Größtenteils bewöllt, kalt, Mor. gennebel; für das Küstenland: wechselnd bewöllt, schwache Vora, l tühl, gleichmäßig anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (glstrlindct don der Kram. Sparkasse >897), (Ort: Gebäude der l. t. Staats'Oberrealschule.) Lage: Nürdl. Breite 46°03'; Östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Neben berichte: Am 4. Februar beginnt nach läN' gerer Ruhepause im Graslitzcr Gebiete eine Beben» Periode, welche an vielen Orten des Erzgebirges auch am nachfolgenden Tage sich bemerkbar gemacht hatte. Heute morgens gegen 2 Uhr 52 Minuten Aufzeichnung eines Nah» beben«. Boden un ruhe.— Die Vodenunruhe hat heute, am 6. Februar an allen drei Pendeln etwas zugenommen; sie ist gegenwärtig am 12-Selundenvenbel «schwach», am 7»Sekunden-und am 4'Selundenpendel «stark». * Dle Oodennnruhc wirb in slll«enben Släilegrabeil llaMzier!: Vlusschläne bis zu 1 Millimeter «fthr schwach», von 1 bis 2 Millimrier «schwach», von i! Ins 4 Millimeter» «mähin. stail», von 4 lii« 7 Millimeter» »start», vun 7 Iiis l(» Millimelrin »sehr start» und ül>er lo Millimeter «ll»s,c» ordentlich start». «Allgemeine Vodenunruhe» bedeutet gleichzeitig aujtrelenb, «starte» Unruhe aus allen Pendeln. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am 3. Februar. Franz Niegant, l. l. Oberrechnungs» -evident, b8 I., Terdinagasse 2. Gehirnblutung. — Johann ladez, Arbeiter, 28 I., Radetzlystraße II, dkrio» Oandestheater in Kaibach. 75. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Donnerstag den v. Februar «vv» Hasemanns Töchter. Original'Voltsstück in vier Altcn von Adolf L'Arronge, Anfang halb 8 Uhr. Ende gegen 10 Uhr. flbmagepung verhindert sicher SCOTTS Emulsion. Sie ist das vorzüglichste Nährmittel für Kinder und wird auch Ihrem kleinen Liebling die Gesundheit wiederbringen, wie ßie es erwiesenermaßen schon für Tausende bewirkt hat. 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JÈ3Z. 120,000.000-— *"*?qB*r^ Reseivefond TZ. 63,000.000-- Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe-Deposit«. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse jnach dem offiziellen Kursblatte) vom 4. Lelirnar 1908. Die notierten Kurfe verstehen sich in Krouenwähning, Die Notierung sämtlicher Altien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stücl. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"„ lonver, steuerfrei, Kronen (Mai-Älov.) per Ku,se . . 98 20 9» 4« detto (Iänn.-Iuli) per Nasse ?>< 15 98 35 4'2"/„ ö. w. Noten (Febr.-Aug. per Kassc......10« 2« 100 40 42« „ö, W, Silber (April Ott.1 per Nasse......10««5!N«25 I8«0er Ttaatilose buo fl. 4"/<, 152 35156 3b I8«0er „ ,00 fl. 4",„2l4 50!i,»-50 »»«4« .. 10> fi. . ,264-286- 1864er ,, 50 fl, , .«4-266 — ToM.Pfanbbl. ^ 120 fl. b"/„291 — 293 — Staatsschuld d. i. Reichs rate vertretenen Königreiche und Länder. ^sterr. Voldrente steuerfr., Gold per Kasse .... >°/„1l7'- 117 20 Osterr. Rente in Kronen», stlr., per Nasse.....4"/« 98 - 98 20 dctio per Ultimo . . . 4"/„ 98 - 9« Lv Öst. Investitions-Rente, stsr.. Kr. per Kasse . . 3Vi"/n «0 - 90'2! Gistnbahn'St»a<»schull>> veischllitungen. Elisabeth-Vahn i. O.. steuerfr., zu I«>U0st.....4"/„ 115 50 11650 Franz Ioseph-Nahn in Silber ,div. St.) . ^ . . 5>/<"/«lü^«>>22'40 Valiz. Karl Ludwig-Bahn (div. Stücke' Kronen . . , 4"/« 97 30 98 30 Rudolf-Vahn in Kroncnwähr. steueisr. (div, St.) , . 4"/„ 97 bb 98 5b ^urailberger Pahn, stfr,. 400 und 2000 Kronen , . 4",> 97 2b 98 2b 1» z<»»l»schnll>«llschreibnngen »bgeft«nptltt Gisl»b»ln».AKtitn Vlisadeth-N. 2««fl. KM. 5',//,, von 400 Kr......466 50 468 5« detto Linz-Budweis 200 fl, ü. W. S. 5>/<"/n - - .437 25 439 25 detto Salzburg-Tirol 200 sl, ö. W. S. »"/., , . , 427 50429-bO Kremstal Bahn 200 u. 2000 Kr. 4"/„.........194 b0l!'5'!»0 Veld Ware V»« Male zur Zahlung üln> nommlni Eisenbahn'Priorität« Gbligotionen. Vöhm. Westbahn, Em, >«95, ^0«, 2« u. 1«,0"/„......N3«5lt4«b ElisabrthVahn 400 », 2N00 Vl, 4"/„........Itb'—!,«'— Feidinaobs-Nordbahn 97 «N 9» 6N Unss.naliz. Bah» 200 !l, E. 5"/„ 105 - t06 — betlo 40U u. 5000 Nr, 3',//,, 83'— 9U'— Vorarlberger Vahn «im. !884! (biv. Et,) Silb. 4"/„ . . 9? 7b 98 7b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ una. Voldrcnle per «lasse . ,lg-b0N3-7« 4"/n deüo per Ultimi! ,i3-bUN3'7« 4"/„ unssar. Rente in Kronen- währ. stfr, per Kasse . . 95 lü 95 25 4"„ delto per Ultimo 95 t5 95 35 5>/,"/„ detto per itasse 85-25 85-45 Ungar. Prämien.Anl. k lNU f>. 196 - 2W -dcito k 50 fl. 19« — 200 — Thcif, Rcss.-Losc 4"/„ . . . . 15225156 25 4"/« ungar. Orundertl.-Oblig. 95-75 96 75 4"/y lroat. u. sind. Vrdei.tl.-llbl, 95 40 9S'40 Andere öffentliche Nnlehen. Bosn. Landcs-Anl. (biu.) 4"/„ 92 co 93 6« Vosn.hcrecg. Eisenb.-Landes- slnlehen (d,v.^ 4>/2"/n . . 99 45 100 42 ä"/„ Dona» Meg.-Anleihe 1878 103-75 —-- Wiener Verlehrs-Änl, . . 4"/„ 97 40 9« 4« dctlu 1900 4"„ 97 50 98 5« Nnlrhen der Stadt Wien . . 102 4N l03 4« delto (S. oder G.) 1874 122 — 123" betlo ,1894).....95 30 9« 3« dcllo lOae) u. I. 1898 . 97'iu M >r detto , v, I. 1»N«> 97 10 M->s dett« (Inu.A.)v I.13U2 97-10 9«ic Vörsebau-Änlehen verlusb. 4"/» 9« 40 «7 4c Rnlsilche Ltaaisanl. v. I. 190« f. 100 «r. p. ». . . b"/„ Ü2 6b 9.! l! dctto per Ultimo . . 5"/« »2 6b 9:j'i5 Bulss Ctaals-Hypothelar-Nnl. 15Ü2......6"/n 121^50 122-5« Veld Ware Nulg. Staats - Ooldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/2"/n 88 90 89 ö« Pfandbriefe usw. Bodenlr.,allg.üst.i,5NI,vl,4"/„ 96 20 97-— Bühm, Hupothelenb. Verl. 4"/« 98 75 99'75 Zentral Bod.-Kred.-Nl., österr., 45> I vtll.....4>/,"/„ 101 b0 102 50 detto <>!'» ss. veil. . . . 4'7<> 9?'?s> 9«'?5 jircb. Ins!., üslerr., f.Nerl-Unt. u. össentl. Aru. kat. ä.4"/« 9«- 97-— ^andegb, d. Nün. walizien nnd Ludum. 57 Vi I. rnclz. 4"/„ 9b— 96-— Mähr. Hupulhelcnb. ver!, 4"/„ 97 «b 98 65 N.-üsterr, La»oeK-bup.-?l»st.4"/« 98-- 9«- detto inll. 2"/„Pr. veil. 3'/l"/n 88'- -- detio K.-Echulbich. Verl. 3>/,"/<, 88- —>— drtto vcrl......4'V„ 97^80 98-8« Osterr. ungar. Äanl 50 Jahre verl. 4"/„ li. W..... 98-50 99-5« detto 4"/,, Kr. .... 98 50 99 5« Spar!., Erste üst.,«0I. veil, 4"/« 99-35 lou-35 Eifenbahn-Prioritäts-Obligatiuncn. Österr. Nordwestb. 200 fl. S- - 10»'- I04-- Ltaatiliahn !!,0 ssr..... 409- 4l1-— Sudbahn il »"/„ Jänner-Juli 500 Fr. (per St.) , . . 301-50 308 50 Eüdbahn il 5"/„ i00 fl. T. 0. G 122-95 12!l'95 Diverse Lose. z>eizin,liche fose. :l°/„ Bodcnlrcbit Lose ltm, i««o 281 bo 287 50 detto Em, 188» 276-75 282 75 5"/„ Donau-Nea.nl.-Lose 100 sl! ^'64-25 270-25 Serb. Präm.-Anl.p. i00Fr.8"/<> 104 75 110-75 zlnnerzin'licht f»se. Bubap.-Basilika lTombau) 5 fl. 22 70 24-70 «rcditlole 1«« fl...... 456-— 4S6-— <3>ar«.L°!e 4« fl. KM, . . . 153-- 159 - Ofeiicr Lose 4« sl...... 225'— 235'— Palfsv-Lojc 4« fl. KM. . . , 190'- 19ß ^ Noten Nrenz, öst, Wcl. v., 10 fl, 52-75 54^75 Noten Kreuz, »na.. Grs. v.. 5 sl. 30-50 .iil 5« Nndolf-Lusc 1« s!...... 66'— 70-- Salm Lose !N fl. KM. . . . 223-— 233 — Tlirl. E. Ä,-Nnl, Pra'm,-Ol>lig, ^00 Fr. per Kasse , . . 185'25 187'25 dctto per Medio . , , t«l>-50 lx,"5<) weld Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 5>ü — 5L5-— Gew. Lck, d. -«"/„Pram.-Echo!» d, V°dc»lr,-Ansl. llm, 188!» 8I-— 8?-— Altien. ^«»«porl'llnllmtlimnngtn. Aussig-Tcvliyer Eilenb. 500 sl. 2440'— 2460 — Vühmifche Nordbahn 150 fl. , 382-50 386'— Büschtichrader Eifb, 500 fl, KM, 292«'— 2925'- dclto (!it, !i^ 200 fl. per UI». 110« — 110L'-Donau - DampfschiffahrtS- l«rs., I.. l. l. priv., 500 fl, KM. I«24>— 1034 - Dur, Vodenbachcr lt.-B. <«U Kr, 556'— 56N-— Ferdinands Äiordb, 100« fl. KM. b35N'— b37«'-Najcha» - Tberbergcr Eilenbahn 2«« fl, S....... 3U5'— 367 — Lemb.'Czern,-IasiyEisenbahn- Gesellschaft, 2«u fl. S. . . 572'— 574-- Lloyb, üst., Triest, 50« f!.. KM, 42!!-— 431'— ibstcrr. Nordwestbahn 200 fl, T. 439 — 442'- detlo (lit. I!) 20« fl. S, P U>t. 427-75 428'25 Pran-Durcr Liscnb, tNOfl.obast. 2!8'- 219'— Slaalscijenb. 290'— 29b'— Ländrrbanl, üslerr., ll«0 sl., per Kasse....... —'— —'— bctto per Illtimo 419-75 4li0'75 „Merlur". Wechlclslnb-Nltic»- Gesellschaft, 20<» fl. . . . ßlg-- 6l8'- Ösleir,-ilüssar, Naul ij<>« Kr, 17Ü2-— i?i2- - Welk Ware Unionbanl 20« sl...... b5b'25 55«'-b Unionbcml, böhmische 10U sl. . 241'— 242'— VerlelMbanl, allg,, 140 fl. . . 344'— 3U!' - Zn«ustrze>Zln!trnehnmngtn. iwiigrlelllch.. allq. üst., 10» fl. 122'— 12350 Nn!xer z!uh!e»bera.b,-l,Yes. INUfl. 74?'— 7b«'— liise»bnl»!uerl>'hrs.?l»sl", Papiers, u, V. O, 10« »l........ 199 — tl»97b Itleltr. («es, allg, üsterr., 2<>nsl. 426— 430'— It!el!r.-We!ell!ch., intern. 200 fl. 592'— b96'— Itleltr, Ocsellfch., Wr. in Liqu. 226'— ü»0'— hirtenbergrr Patr,-, Zünbh. u. Met.-Fabrik 4«<> Kr, . , 9!ögl!!!!ihl", Papiers.,2«Nfl. 320'— 330'— ,,Lchud!!ica", A.-O, f. Petrol,- Industrie, 500 Kr. . . . 490'— 494 — ,.Llcurer!nühI",Paplrrf.u.V.G. 442'— 44b bO Irisailer Kohlenlv.-O. 70 fl. . »?»'— »79»— Turl. labalregic-Ges. 200 Fr. per Kasse...... —'— —-— detto per Ultimo . . . 427 b« 429b0 «zafjciif.-Wcl,, üstrrr,, 10« fl. , 519— 5/5'— Wr. «auaefellschaft, 100 sl, . , 154— 162'— Wienerbcrge Ziegels,-Mt.-Ges. 7I2-— 715— Devisen. Knizt pichten und Scheck». Amsterdam....... 199 35 199 60 DenÜche Vanlpläds .... 11752 117-72» Ilalienilchc «anlplähe . . . 9b'6« »b-75 London........ 24057' 240-87» Pari«......... 95 65 9»'80 St. Petersburg...... 25175 252 7b Ziirich und Nasel..... 9b 4b 95-sO Valuten. Dulatc»....... 11 36 lt .'!9 liN-Franlen-NÜickc..... I9'l0 I9l3 Ä, MarlStülle...... 23-49 83bb Deutsche »l»dl'I Violen....... 2-5!'" 2-l>2" von Renten, l'fniiilbriesen, Prioritäten, Aktien, mm m Wsm lWJslL*y <9K"* , 1 1 IVAl-uepo«J (Oaie UepOHllHj Loien ctr., UevUen und Valnten. |l| 3Ba.Zi.lE- \a.».c3. ~W~Q cllslerge SOll.&ft I uatO1 »1 er • n.»^3»- V«ro_cHlTis« d«z Partal. Los-Verslcherunj?. (34) i.nibncli, NiriinricnNMe. Verzintuog vor Bareinlagen im Konto-Korrent und auf Giro-Konto.