^ SR Nttwoch den IS. März 1878. IV». Zahrgan> vi« ^«arburger Settona" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marbnrg ganzjährig 6 fl., halbjährig S fl., diertettühria 1 fl. 50 kr: sür Sustell««-_t«s Hau« monatlich 10 k. — mit Postversendnng: ganzjährig Z fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig S fl. Snlertionßgebühr 8 kr. pr. Zeile. Dil Ktwilligmg vo» srchig Millionea als Ktmoilstratiiiii. Marburg, IS. März. Andrassy hat in den Ausschüssen der Delegationen seine Ortentpolitik nicht offen bargelegt, sondern nur eine sehr lange Rede ge« halten, deren kurzer und klarer Sinn ist: Gebt »ms sechzig Millionen. Der Minister des Aeußern will nicht mo> bilisiren, nicht occupiren. nicht annexiren; er braucht die sechzig Millionen oder eigentlich nur die blobe Bervilligung als eine „nicht leere Demonstration", als eine Maßregel der Borsicht, als eine Vorbedingung, um das SelbftbestimmungSrecht der Monarchie aufrecht zu erhalten. Die Magyaren werden diese Bewilligung ihrem Landsmann-Minister um so^lieber er-theilen, je mehr sie die geheime Hoffnung nährin, daß die Ereignisse bald und gegen Rußland ins Rollen kommen. Die Mehrheit der österreichischen Delegation soll noch weniger als die ungarische geneigt sein, zu fragen und zu forschen oder gar zu verweigern, was die Regierung diesmal fordert. Und mit dieser Bewilligung allein schon glaubt Andrassy, Rußland einschüchtern und bewegen zu können, daß es die Schaffung Grob-BulgarienS unterlasse, die werthvollste Errungenschaft des entsetzlichsten Krieges preisgebe — das nämliche Rubland, welches die eigene Kraft durch Bundeelgenoffen verlnehren kann, während Oestcrseich-Ungarn sogar im Falle eines BündlllsjtS mit der Seemacht England von Feinden rings umklannnert, allun stünde in dem ungleichen Kampfe zu Lande. Gortschakoff und Bismarck werden dieser Bewilligung gegenüber äußerlich ein glattes Gesicht zeigen und '.lIiNhe haben, ihre Freunde zu verbergen; denn was man uns auch ent- gegnen mag, der Verdacht läßt sich nicht ab« weisen und drängt sich uns mit jedem Tage nur stärker auf: beide Kanzler wünschen, daß Oesterreich-Ungarn demonstrire, daß es mobi-lisire und marschire daß es vor Europa als Friedensbrecher erscheine. Franz Wiesthaler. Zur .geschichte des Tages. Trotz Diplomaten- und Militärpolitik wird doch noch der wirthschastlichen In-teressen gedacht. Aber nicht von der Regierung, nicht von der politischen Vertretung geht dieser Gevanke aus, sondern Abgeordnete der betheillgten Körperschaften haben sich in Graz versammelt und beschloffen: zur Belebung der wirthschastlichen Thätigkeit soll innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Landesausstellung veranstaltet werden. Eairoli, Führer der äußersten Linken im ilalietnschen Abgeoednetenhause und ein Kampsgenoffe Garibaldi'«, ist zum Ministerpräsidenten ernannt worden. Diele Ernennung verbürgt dem Reiche die Verfassungstreue des Köntgs und den Fortbestand einer parlamentarischen Regierung. Die äußere Politik bleibt angeblich dieselbe, nur befindet sich das Ruder in festeren Händen. Die kr i eg sgefangenenT ürke n werden heimgeslchrt und kehrt mit denselben auch der Vertheidiger von Plevna — Osman Pascha der bewährteste Feldherr der Otto« manen zurück. Die Psorte rüstet und drillt und sollte sie auch nicht als BundeSgenoffe der Raffen ins Feld ziehen, so wird doch der Widerstand in Bosnien, in der Herzegowina und in Albanien vorl»ereitet. Markurger Berichte. Sitzung des Gemeioderathes vom 7. März. (K a s i n o f r a g e.) Die Jahresversammlung des Theater- und KafinovereinS hat wegen ungünstiaer Finanz-verhältniffe den Beschluß gefaßt, sechstausend Gulden aufzunehmen. Die Sparkasse in Mar« bürg wäre geneigt, ein solches Darleihen zu bewilligen, verlangt aber die Gutstehung der Gemeinde. Die Theater- und Kastnoverwaltung ersucht nun, der Gemeinderath möge sich ver-pflichten, sür den Fall, daß die Sparkaffe nicht die vollste Deckung sände, den nöthigen Ersatz zu leisten; znr Deckung der Gemeinde selbst würde das gesammte Theater- und Kasino-Jn-ventar verpfändet. Herr Llldwig Bitterl von Teffenberg erstattet Bericht. Die Sparkassen von Latbach, Graz und Marburg seien mit eü.Söl fl. inta-bulirt. Die Zinsenrückställde betragen über 5000 ft., die Steuerrückstände 800 st. Mit 6000 sl. könne dem Kasino nicht geholftn werden und nach Verlauf eines Jahres befände man sich gerade wieder auf demselben Standpunkte, wie Heuer. Die Zeitverhältniffe werden sich nicht bessern; eine größere Theilnahme für Theater und Kasino sei nicht zu erwarten. Mit S000 fl. würde nur ein augenblickliches Bedürf-niß befriedigt, da die fragliche Summe noch nicht alle Erfordernisse deckt. Z^äme nach einem Jahre, nach anderthalb Iahren die Frage wieder zur Verhandlung, so würde es heißen: wer ^ gesagt, muß auch k sagen; man müßte entweder die 6000 fl. sahren lassen oder die Bürgschast sür weitere 6000 fl. übernehmen, um auch diese noch zu verlieren. Unter den jetzigen Zeitverhältnissen sei dem Kasinokomite die Rückzahlung nicht möglich. In zweiter Linie habe sich die Rechtssektion auch die Frage vorgelegt, wie kommt die Gemeinde Marburg Aeuilreton. Zliitzt «»d Krovt. Bon H. Schmied. (Sortsehung.) Im Saale de» Stadtlzauses sah man indessen der Ankunft des Herzogs mit jeder Minute entgegen, um dann den Ball beginnen und die.Festlichkeit eröffnen zu können. Die Damen bildeten eine glänzende Reihe um den Saal herum. Bunt durcheinander, wie sie eben der Zusall sie gesellt hatte, saß dae schlichtere Blirgermädchen neben den Beamtensund Ossijierstöchtern und dei» Fräuleins aus den adligen Geschlechtern des Landes. Vor ihnen drängten sich die jüngern Männer, ihre Bekannten aufsuchend und bemüht, die gefundenen zu unterhalten, sich um irgend ein freundliches Wort oder um die Zusage eines der bevorstehenden Tänze bewerbend. Dle Mltte des Saales nahm eine Gruppe älterer Männer ein. In der linken Ecke des Saales saß Ulrike im Gespräch mit einigen Frauen. So auffallend ihre ganze Erscheinung schon vermöge ihrer Schönheit war, so hatte doch auch der Brillantschmuck, den sie in den» dunklen Haare und um den Nacken trug, nicht wenig Theil daran, daß sich eine Menge theils neugieriger, theil» neidischer Blicke auf sie richteten. Sie schien sich auch des Eindruckes, den sie machte, bewußt zu sein, denn manchmal »vährend des Gesprächs irrte ihr Blick über die Versammlung hin, als wollte sie sich überzeugen, daß sie bewundert werde, oder als suche sie etwas. „Aber meine Liebe, Beste", sagte die Kanzleidirektor von Werding jetzt zu ihr, „das geht denn doch zu weit! Eine junge Frau von Ihrer Stellung und »nit Ansprüchen wie Sie »nuß nicht lcben wie eine Nonne. Ich kann mir wohl denken, daß Ihre Schwiegermutter Sie gerne zu einem ^ausheimchen »nachen inöchte, aber die gute Dame gehört dem vorigen Jahrhunoert an. Oder wäre der Herr Gemahl so sehr Egoist, daß es ih»n nicht schmeichelte, seine schöne Frau bewundert zu wissen?" „Sie thun »nir Unrecht, Frau Direktor", erwiderte Ulrike erröthend, „und »neinem Manne nicht »ninder. Mir schmeicheln Sie und ihm treten Sie zu nahe. Friedrich würde es sehr aern sehen, wenn ich »nehr an den Unterhal-lllngen der Gesellschaft Theil nähme, leider erlauben ih»n aber seine Geschäfte »licht —" „Ei,^was schadet da»", wendete die erstere ein. ..Wofür hätten wir nns denn kennen gelernt? Kommen sie n»»r fleißig zu mir, Äe wissen, ich mache ein kleine» Hau», da lernen Sie Alle» kenllen, was zur seinen Welt gehört. Ihr einförmiges Leben soll dann bald »nehr Abwechslung erhalten. „Sie sind außerordentlich gütig", lächelte Ulrike, „ich weiß wirklich nicht —" „O machen Sie nur keine Utnstände! Es ist »nir ein wahres Herzensvergnügen, Sie überall einzusühren. Ah, sehen Sie da die kleine dicke Dame im braunen Samintkleid? Das ist die Frau Generali«» Hel»nhand, eine Dame, die unstreitig die eleganteste Gesellschaft bei sich sieht. Mit der will »ch Sie doch gleich bekannt machen." Sie traten der bezeichneten Dame entgegen und das Gespräch ging in die allgemeinen Redensarten über, »nit denen in der feinen Welt derlei ne»»e Bekanntfchaftei» angeknüpft zu werde»» pflegen. Inzwischen war der Herzog in den Saal getreten. An Friedrichs Seite, der ihm entge« gengeeilt war, durchschritt er die glänzenden Reihen und nahte dem Ausgang zur Estrade. Als er die Stufen betreten »vollte, frdlickte er Ulrike und hielt den Schritt eine Sekunde an; dann wendete er sich mit gewinnendein Lächeln dazu, für 6000 fl. gutzuftehen? Die Einnahmen der Gemeinde sollen nur zu Gemeindezwecken verwendet werden. Wenn das Theater und Kasino nicht aus eigenen Mitteln bestehen tön-nen, so könne die Gemeinde dieselben nicht erhalten. Die Settion beantragt, die Gesuchsteller abzuweisen. Der Herr Bürgermeister erklärt, nach K 48 des Gemeinuestatutes stch bei der Verhandlung jeder Theilnahme enthalten zu wollen, da er Kasinoaktien besitze, also privatrechtlich interessirt sei. Auch befinden sich Andere hier, welche das gleiche Schicksal theilen; solche Mitglieder, welche Aktionäre sind, sollen sich demnach an der Ve-rathung und Beschlubsassung über diesen Gegenstand nicht betheiligen. Herr Johann Girstmayr beantragt, es mögen alle Herren Gemeinderäthe, welche der Kasinoverwaltung angehören, von dieser Verhandlung ausgeschlossen werden. Der Herr Bürgermeister entgegnet: Dieser Antrag sei mit dem Gemeindestatut nicht ver-einbarlich; die Mitgliedschaft der Verwaltung sei eine bloße EhrensteUe und sei ein Prtvatinter» esse nicht im Spiele. . Herr Max Baron Rast glaubt, daß nur jene vier Mitglieder der Gemeindevertretung, welche hier als Gesuchsteller erscheinen, sich der Berathung und Beschlutzsafsung enthalten sollen. Wenn der Gemeinderath beschlieben würde, diese Bürgschaft zu übernehmen, so mübte der Beschlub der Genehmigung de» Landesausschusses unterzogen werden, ja! es sei möglich, daß sogar ein Landesgesetz erwirkt werden müßte und wenn es dazu käme, so könnte auS dem formellen Grunde. we»l die betreffenden Herren nicht ausgetreten, die Sache schettern. Der Redner empfiehlt den Antrag drS Herrn Girstmayr. Der Herr Bürgermeister wiederholt, daß nur l'ei jenen Herren, welche Aktien besitzen, ein Privatinteresse in Frage komme. Herr Marco behauptet, die Ansicht des Vorredners gehe zu weit. Es handle sich nur um das Theater und Kasino, nur um eine moralische Person, nicht um das Interesse der Einzelnen, welche dieselbe repräsentiren; sonst wären ja die Sparkassedirektoren und AuSschüffe, welche sich hier befinden, auch besangen und am Ende hätten wir gar keine berathungSsähigen Mitglieder. Die Herren, welche hier sitzen, seien heute Vertreter der Gemeinde Marburg und werde hier keine Einzelinleresse berührt. Alle — ob Aktionäre oder nicht; ob Mitglieder der Kasinoverwaltung oder nicht — können hier berathen und abstimmen. Der Herr Bürgermeister erklärt, dab er sich für besangen halte und aus diesem Grunve den Vorsitz dem Herrn Vice-Bürgermeister Stampfl überlaste. zu Führer. „Lassen Sie den Ball beginnen, mein Bester-, sagte er. ,,Jch will die allgemeine Freude nicht noch länger verzögern, und hier ist meine Tänzerin l" Damit trat er vor Ulrike, die mit hochglühenden Wangen ihm die erbetene Hand reichte. Sie bebte wie fieberisch und schritt mit niedergeschlagenen Blicken an der Seite des Herzogs hin. „Ich muß meinem guten Stern danken", sagte er, „der mir diesen Weg leerer Förmlichkeit durch eine so reizende Partnerin ver-gület 1 Dürst' ich nur hoffen, daß meine Kühnheit Sie nicht unangenehm berührt hat." „Durchlaucht —" stammelte Ulrike. ,/Jch sage das nicht ohne Absicht. Die Ereignisse haben Sie nun wohl schon lange ausgeklärt, daß, als ich jüngst zum ersten Mal das Haus meines Freundes betrat, ich nicht ent' sernt darandenken konnte, Sie dort zu finden; dennoch sühlen Sie gewiß mit mir, daß es zwischen uns noch einer Erklärung bedarf. Können Sie mir verzeihen?" Ulrike hatte sich endlich so weit gesammelt, um ihm antworten zu können. „Verzeihen?" sagte sie. „Ich wüßte nicht —" „Sie schonen mich ich danke Ihnen; aber ich weiß nur um so mehr, daß ich Sie um Verzeihung zu bitten habe. Mein Be- Herr Ludwig Bitterl von Tessenberg stimmt Herrn Marco vollkommen bei. daß jeder der anwesenden Herren das Recht habe, mitzube-rathen und zu beschließen, da nach § 48 des GemeindestatuiS ein AuSschließungSgrund nicht vorhanden sei. Herr Badl hält sämmtliche Anwesenden sür stimmberechtigt. Der Antrag des Herrn Marco über die Theilnahme an der Verhandlung wird zum Beschluß erhoben. Die Herren: Max Baron Rast und Joh Girstmayr geben ihre Anträge zu Protokoll. Herr Ferdinand Baron Rast erinnert an den Gemeinsinn jener Zeit, wo 1ö,ö00 fl. sür Theater und Kasino g^chenkt worden. Dieser Gemeinsinn gereiche der Stadt zur Ehre im ganzen Lande und verdiene Nachahmung. Eine Ehrensache sei es, dieses Gesuch zu berücksichtigen, damit nicht in der ganzen Welt zu lesen sei, daß Marburg sein Kasino und Theater verlause wegen 6000 ft. ES sei nicht ehrenhaft, ein solches Institut niederreißen zu lassen! Herr Dr. Schmiderer unterbricht hier den Redner: Jeder wird nach seinem Gewiffen sprechen und stimmen; es dars aber nicht behauptet werden, daß es unehrenhaft sei, das Gesuch abzuweisen. Dieses Wort muß zurückgenommen werden. Herr Ferdinand Baron Rast erhebt sich von seinem Stuhle und erklärt: „Ich nehme nichts zurück und trete lieber aus." Herr Johann Pichs spricht in scharfen Worten gegen den Vorredner und das Begehren desselben. Herr Ferdinand Baron Rast betont, jedes Mitglied habe dem Ordnungsrus zu gehorchen; hier sei nicht ein polnischer Landtag versammelt, sondern eine Gemeindevertretung. Die „Rüge" müffe in das Protokoll ausgenommen werden. Nach dem Antr^-ge des Herrn Marco wird über die Aeußerung des Herrn Ferdinand Baron Rast zur Tagesordnung übergegangen. Herr Marco gesteht offen, daß er die Motive jener Herren begreife, welche das Kasino retten wollen — daß er diese Herren hochachte und ehre, da es sich um ein Institut handle, welches durch den Opsersinn unserer Bürgerschaft gegründet worden. Herr Marco gesteht serner, daß er persönlich ein Verehrer des Kasino; heute sei er aber nicht in der Lage, sür dasselbe zu stinunen, sondern er müsse dem Antrage der Sektion sich anschließen. Der Redner bedauert, daß man das Theater und das Kasino mit einander verschmolzen habe, gegen welchen Beschlub nur drei Stim-men sich ausgesprochen. Mlt diesem Beschluß habe man ein Todesurtyeil unterschrieben. Wäre diese Verschmelzung nicht erfolgt, fo tragen in früherer Zeit gegen Sie mußte Sie beleidigen." „Eure Durchlaucht legen einer längst vergessenen Sache zu großen Werth bei", antwortete Ulrike, schon gefaßter. „Eure Durchlaucht kannten mich nicht, wußten nicht —" „Ja, das ist es. Sie sprechen es aus: ich wuvte nicht, welche Perle ich gesunden habe und mir doch entreißen ließ. Hütte ich Sie gekannt wie jetzt, da ich Sie wiederfand, keine Macht der Erde hätte mich von Ihnen getrennt. Ulrikens Befangenheit war aufs höchste gestiegen, dennoch sah sie klar genug, um zu erkennen, daß jetzt der Augenblick gekommen war, das Entgegenkommen des Herzogs auf eine Weise abzuwehren, die der Ehre ihres Gatten wie der eigenen Würde gebührte. Sir wollte es auch, dennoch sühlte sie sich von der Leidenschaft des Herzogs so sehr geschmeichelt, daß sie ihn nicht gerade verletzend abweisen wollte, und in diesem Schwanken verstrich der rechte Augenblick. (Fortsetzung folgt.) wäre da» Theater heute vollkommen schuldenfrei und es würde dem Kasino helfen können. Man könne sich einfach oder als Zahler verbürgen. Hier werde nur die einfache Bürgschaft verlangt und scheine dies für den ersten Moment ziemlich plausibel; aber trotzdem würde die Gemeinde Bürgschast und Zahlung zugleich übernehmen. Der Vermögensstand des Kastno sei derart, daß, wenn wir heute entsprechen, die» nur ein Palliativmittel sei für kurze Zeit und komme die Kasinogesellschaft dann nur um so tiefer in die Finanzklemme. Was sei für da« Kasino zu besürchten ? Die grüßte Gefahr bestehe darin, daß es ii» andere Hände koinmt. Werde der neue Besitzer dieser Lokalitäten nicht wieder darauf bedacht sein, gute Revenuen zu erzielen? Es werde ihm nicht« übrig bleiben, als da« Theater und Kasino fortbestehen zu lasten. Da« Objekt werde erhalten bleiben, wenn auch die Gesellschaft als Besitzer zu Grunde gehe. Die Frage sei: wenn diefe 6000 fl. bewilligt würden und der Gemeinderath in der Lage wäre, dieselben zu bewilligen — was geschehe dann? Dadurch werde ein Präcedens der gesährlichsten Art geschaffen. Wir haben viele Vereine und werde dann der Eine und der Andere kommen und sagen: Du hast dem Kastno 6000 fl. gegeben, gib uns 200 fl., 300 fl. . . . Bedenken wir auch: wenn die 6000 fl. gezahlt werden ml^ffen, wo werden wir das Geld hernehmen? Aus der Gemeindekasse, vom SteuerguWen. Dürfen wir den Steuergulden der Armen zum Vergnttgen der Andern verwenden? Herr Max Baron Rast beleuchtet eine andere Seite der Frage. Der Gemeinderath sei gar nicht berechtigt, in dieser Angelegenheit etwas zu thun. Der § 38 des Gemeindeftatute« bestimme den Wirkungskreis und da zeige sich«, daß es sich hier nicht um ein Interesse der Gemeinde handelt ltnd nicht handeln kann. Nicht Alle seien einig in der Meinung, daß da« Theater eine BildungSanstalt sei. E« sei hier nicht ein Bildungsmittel in Frage, weil da« Theater nicht absolut als ein solches angesehen werde. Mit diesem Institut sei ein andere« verbunden, welches reln dem Vergnügen und der Geselligkeit gewidmet sei. Das Kasino sei nicht ein Vereinigungspunkt stir alle Schichten der Bevölkerltng. Was man auch bei der Gründung beabsichtigt haben möge: die Thatsache stehe fest, daß das Kasino als UnterhaltungSin-stitut nur v0l» eitlem exklusiven Kreise der Wohlhabenden besucht werde. Das Theater sei kein Bildungsinstitut, das Kasino fördere nicht einen allgemeinen Zweck, entspreche somit dem g 38 nicht und stehe dieser dem Gesuch entgegen. Der Z 39 des Gemeindestatutes gebe auch keinen Anhaltspunkt, welcher berechtigen würde, das vorliegende Gesuch günstiger zu be-urtheilen. Auch der g 73 des lSemeiydestatute« sei im Widerspruch mit der günstigen Erledidung. Da es sich um eine Hastung haiidle, so genüge das Votum der Gemeindevertretung nicht, sondern es müssen auch die Wähler be-rusen werden, es sei die Genehmigung de« Landesausschusses, ja! ein Landesgesetz selbst erforderlich. Bedenken wir die Steuern, die allgemeine Erwerblosigkeit, die Roth und das Elend in den Vorstädten, so finden wir, daß die Zeitverhältnisse es nicht erlauben, str ein dem Vergnügen gewidmetes Institut etwas zu thun. Man habe den Ehrenpunkt berührt und gesagt, wir werden doch ein solches Institut nicht niederreißen wollen. Das Kasino der Ge^ sellschast sei aber bereits niedergerissen. Der Zinsenrückstand belaust sich auf 4203 fl. bis Ende Dezember 1877, und auf 1640 fl. bis Ende März, also zusammen auf 5843 fl. Mit 6000 fl. seien erst die laufenden Zinsenrltckstände bis zunl heutigen Tag gedeckt. Die betreffenden Geldinstitute seien berechtigt, Vorauszahlung zu verlangen. Was dann, wenn gefordert würde, dab die Zinsen vorausgezahlt werden müssen? Wenn das Kasino verkaust werde, wer sei in der Lage, es zu kaufen ? Ganz gewiß die hiesige Sparkasse. Diese aber werde innerhalb jener Grenzen, die ihr das Statut gezogen, das Objekt verwerthen, bis zu einem günstigen Mo-ment der Veräuberung behalten, einer Gesell-schast vermiethen, welche die gleichen Zwecke ver-folgt. Herr A. Badl spricht über den Realwerth de» Kafino, welcher das Doppelte dessen betrage, was daraus intabulirt sei. Dasselbe sei also nicht überschuldet. Die Aktionäre hsben freiwillig auf Alles verzichtet bis 1881. Das Ka-stnokomite verlange nur 6000 fl., um die rück-ständigen Zinsen zu bezahlen; es werde nicht wieder kommen. Herr Badl stellt den Antrag, dem Gesuche zu entsprechen. Herr Dr. Lorber will den Gegenstand weder pessimistisch noch optimistisch betrachten. Zahlen sprechen am deutlichsten und sei mab-gedend — nicht, ob dem Kasino geholfen werden kann -- sondern, ob wir berechtigt seien, zu geben und od wir geben können. Darüber müffen wir ins Klare kommen, dann sei ein richllgea Urtheil möglich. Bürgschaft leisten heche zahlen. Wir können nicht helfen bei einer Halden MlUion Schulden und 23^'/^ der direkten Steuern. Den ärmsten unserer Mitbürger sollen wir täglich 5 kr. mehr geben. Dort handle stchs um das Elend unserer eigenen Mitbürger; noch haben w»r diese S kr. nicht bewilligt und heute sollen wir eine Bürgschaft von 6000 fl. übernehmen? Man berufe sich aus den Bürger» stnn, welcher das Kasino geschaffen; heute aber versuche man es, die Last auf die Gemeinde abzuwälzen. Dies sei eine Inkonsequenz. Es gebe noch reiche Familien genug; man versuche eine Subskription, wenn so viel „Bürgersinn" vorhanden ist, aber man lasse die Gemeinde ungeschoren. Herr I. Girstmayr sagt, die ziffermäßige Zusammenstellung zeige, daß das Kasino wirklich nicht mehr zu retten sei; dasselbe sei fertig. Der letzte Ausweis ergebe: Stenerrückstände 800 fl., Zinsenrückstände 5843 fl. Das Kasino habe 6000 fl. aufgenommen und sei um 12643 fl. mehr schuldig als vor vier Jahren; in den nächsten vier Jahren werde es wieder so viel brauchen. Da sei nicht mehr zu helfen und beantrage er daher, die Gesuchsteller abzuweisen und namentlich abzustimmen. Herr Albensberg behauptet, ein neues Anleihe»! sei vor vier Jahren nicht gemacht, sondern nur ein früheres intabulirt worden. Herr Johann Girstmayr entgegnet, er fei vor vier Jahren als Oekononl ausgetreten und ersucht worden, Geld vorzustrecken; er habe dies aber nicht gewollt und dann sei das Kasino veranlaßt gewesen, 6000 fl. Schulden zu machen. Der Berichterstatter betont i,n Schlub-worte noch einmal, dem Kasino sei nicht zu helfen und die Gemeindevertretung sei nicht berechtigt, Bürgschaft zu leisten. Aus diesen und aus den von den übrigen Rednern ange-sührten Gründen wiederhole er den Antrag der Sektion, dem Gesuche nicht zu entsprechen. Bei Namensaufruf wird der Antrag des Herrn Badl, die verlangte Bürgschaft zu übernehmen, mit neunzehn gegen drei Stimmen abgelehnt. der Stadtgemeinde Marburg. (Fortsetzung.) Bürgerspital. Die Ginnahmen des Bürgerspitals be- trugen im Jahre 1877: Kaffabaarschaft — Jntereffen: Mftattung — — Rückstand — — Miethzinsen — — Beiträge und Stiftungen Verschiedenes fl. kr. — 63159 47.; — 2141 14 — 46 20 — 90 V6 — 18 -— »36 34j Die Ausgaben waren: Pfründnerporlionen Stiftungsanlagen — ^ Steuern und Umlagen — Winterholz und Fuhrlohn — Baulichkeiten — ^ Arzneien und Krankheitskosten Löhnungen und Bestallungen Verschiedenes Zusammen 65592 12 fl. kr. 1730 40 8l 20 126 81 145 80 240 42 205 31 59 6 48 Zusammen 2595 42 ' Es verblieb somit Ende 1677 eine Kassa-baarschast von 62,996 fl. 70 kr. und zwar: a) Kapitalien in öffentlichen fl. kr. Fonden — — — 51227 50 d) Kapitalien bei Privaten — 11723 — e) Aktwrückstände — — 46 20 (Fortsetzung folgt.) (Spende.) Der Kaiser hat der Gemeinde Kostreinitz zur Vollendung ihres Schulhauseü 300 fl. aus seiner Privatkasse gespendet. (Durch Sorglosigkeit eines Zig a r r e n ra u che r s.) Am Freitag 5 Uhr Nachmittag gerieth zu Mauerbach, Pfarre rauheim, das Wohnhaus des Grundbesitzers osef Repnik in Brand. Wegen der Heftigkeit des Sturmwindes war es nicht möglich, das hölzerne Gebäude zu retten und wurden auch Stall und Tenne eingeäschert. Dieses Feuer soll entstanden sein durch die Sorglosigkeit eines Zigarrenrauchers, der ein brennendes Zündhölzchen weggeworfen. (Schwurgericht.) Außer den bereits mitgetheilten Fällen kommen während der je» tzigen Sitzung des Elllier Schwurgerichtes noch zur Verhandlung: Betrug, Mathias Drobnitscy und Franz Schöpfer, 16. März — Raub, Franz Hernjot, 18. März. (Populär-wissensch. Vorträge.) Wie im vorigen Jahre werden auch in der heurigen Fastenzeit von Professoren der hiesigen Mittelschulen, welchen sich zwei Herren Aerzte mit rühmenswerther Bereitwilligkeit angeschlossen haben, populär'wissenschastliche Vorträge im chemischen Lehrsaale des Nealschulgebäudes gehalten werden. Die beiden ersten finden Freitag den 15. und 22. März, die übrigen an den Dienstagen jeder Woche von 6—7 Uhr Abends statt. Den ersten Vortrag „Ueber die einhei-mischen Schlangen" hält Herr Professor I. Nawratil. Theater Samstag den 9. März fand eille Reprise der Eosta'schen Posse .,Jhr Korporal" bei gzit besuchtem Hause und mit günstigem Erfolge statt. Sontltag den 10. März : „Katharina Ho ward" oder ^Krone und Schassot." Historisches Schauspiel in 4 Abtheilungen und 6 Akten von Eduard Jeimann. Die Aufführung diese» Schauspiels bot eine heilsame Abwechslung in der Reihe der bis jetzt gehabten Theatergenüffe, wie denn überhaupt ein gutes Schau- und Luftspiel nur läuternd aus den ästhetischen Ge, schmack wirken kann. Die Tttelrolle versah Frl jttans und vermochte durch die Ausführung derselben nur zu interessiren, da sie einer rech gnten Auffassung des Charakters, der in seiner Wiedergabe manche Schwierigkeiten bietet, entsprach. Am besten hielt sie sich in der Szene mit dein Kanzler Thomas Eranmer und dem als Henker erscheinenden Ethelwood. Mit der Betonung geht es dem Fräulein etwas schlechter insofern dasselbe, wie schon des öfteren hier bemerkt, auch bei leidenschaftlichen Affekten die letzten Worte im Satze so schwach hervorhaucht daß das Verständniß der Rede beeinträchtig und dieselbe durch die anfänglich herauSgestos-senen Worte fast gefungen wird; durch Auf-nlerksamkeit läßt sich der Fehler leicht beheben Herr Heinrich Müller (Etl)elwood) hat uns ui unserer Ansicht neuerdings bestärkt; er besitz sowohl Verständniß als Empfindnng und wird seine ihm zugewiesene Sphäre im Schau- und Lustspiele entsprechend gut ausfüllen. Wir haben sein sichere» Auftreten hier schon hervorgehoben und machen nur aus einen Uebelstand aufmerksam, der damit verbunden ist und den meisten Schauspielern anhaftet, die leicht und ungezwungen spielen wollen, d. i. die zu schnelle, zu überstürzte Rede, die oft da angewandt wird, wo kein psychologischer Grund dafür spricht. Die beiden genannten Kräfte fanden von dem mittelgut besuchten Hause mehrfachen und verdienten Applaus. Herr Schöntag gab Heinrich V111. und hat sich damil einer Ausgabe unterzogen, deren Lösung unvollständig blieb, weil seine Kräfte in schauspielerischer und stimmlicher Beziehung nicht ausreichten. Heinrich VIII., der mit dem religiösen Bewußtsein des Volkes ein ebenso tyrannisches Spiel trieb, wie mit dem Leben seiner Unterthanen und den köpfen seiner Frauen, und der sich so sehr den Eingebungen einer despotischen Natur, einer )lutdürstigen Leidenschaft und einer tyrannischen Willkür hingab, bedarf eines befferen und verständigeren Interpreten, als es Herr Schön-ag ist, doch ist des Letzteren Bemühung immerhin anerkennenswerth. Letzte Post Die ungarische Delegation wtll den Kredit dlo» für den Fall einer Mobilifirunt; bewilligen. In Serbien herrscht wegen der Arte denTbevtngungeu Mißstimmung gegen vtuß land, welchem Bctrug vorgeworfen wird. Montenegro bereitet fich vor, demnächst auf den vollen Friedensstand zurückzukehren. Die Aafsiändiscden in Mazedonien haben Vlatanos und Rapso genommen, die Aerdindnngen zwischen Thrssalien nnd Ma-edonten unterbrochen und verlangen die ereinigung mit Griechenland. Dom Wttchertisch. „Neue Illustrirte Zeitung'' Nr. L4. Illustrationen: Erzherzog Franz Carl 1'. — Der Fackeltanz im weißen Saale des k. Schlosses zu Berlin. — Der gute Samariter. Gemälde von E. L. Dupain. — Eine Seene ans der polnifchen Insurrektion. Gemälde von Kosakle-wicz. Photographie-Verlag von V. Angerer in Wien. — Das Ende eiiles Königs. — Hof. Musikanten. Original-Federzeichnung von K. Kllö. — Alfred Skene. - Texte: „Dornrüschen." Novelle von S. Wild. — Alsred Stene. — Von der Doppelhochzeit in Berlin. — Neuestes in der Thierdreffur. Von F. A. Bacclocco. — Die Insel der Seligen. Von A—r. — Pariser Bilder. Von Max Nordau: Die Chl,»nps EliseeS. (Schluß.) — Polnische Insurgenten. — Der barmherzige Samariter. — Das goldene Kreuz. Novelle von F. Hell. (Fortsetzung.) — Kleine Chronik. — Schach. — Rösselsprung. -Kryptographische Zeichnung eines Schlüsiels. Anagranunatisches Curiosum. — Problem. — Silbenräthsel. — Korrespondenz-Kasten. — Wochenkalender. Die soeben erschielrene Numnter .^4 der illustrirten Familienblatte» „Die Heimat" enthält: Unersetzlich! Roman von Joses Weilen. (Fortsetzung ) — Meiner kleinen Großnichte. Gedicht von Eduard Maütncr. — Sklaven des Herzens. Novelle von Lewilt Schücking. (Fortsetzung.) Illustration: Unt)equeme Nachbarschaft. Nach einem Gemälde von Karl Hertel. Eine Kaiserhochzeit im siebzehnten Jahrhundert. Von Ernst Keiter. Mrt Illustration: Schloß Eggenberg bei Graz. Aus Holz gezeichnet von I. I. Kirchner. Aus rneinenr Soldatenleben. Von Gustav ^Uoung. XI. Im Kostüm. Ein Wendepuirkt. -- Im Urwald dem Herbste jeden Jahres seine vbsttiäume von den Raupen und der Raupen-blut zu reiniqen und an seinen Obstbäumen alle jene Vorrichtungen rechtzeitig vorzunehmen, ivrlche vothwendig und geeignet sind, daS Entsteheli und die Vermehrung schädlicher Insekten zu verhindern. Für das eintretende FrÜlijahr wird die Frist zur Ausführuüg obiger Bestimmungen biS lum 31. März 1878 hiemit festgesetzt und die Ueberwachung derse ben veranlaßt. Jede Nichtbefolgung dieser Erinnerung wird Mit einer Gelvbuße von 1—10sl. ö. W. btstraft und auß rdkm oie Vornahme diettr Arbeiten auf Kosten der säumigen Parteien verfügt werden. Malburg am 7. März 1878. Der Bürgermeister: Dr. M. Reistr. Die Borstehung deS stetermärk. Thier» schutzveretnes empfiehlt ^274 Risttästch-n jur Hegung und zum Schutze der so nützlichen Insekten fressenden Vögel. Ntstkästchen für Staare, Wiedehopfe, weiße Bachstelz.n, Wendehälle » Stuck 30 kr. Hur Müsen. Spe-linge, Spechte, Zaun-schlüpfer. Rothscylvänze und Fltegenjchnäppcr Stuck 2b kl. Heinrich Krappek, Filial-Borsteher deS Thierschußvereines in Marblirg. kill Zimmer, mötliirt, gassenseitig, mit schöner Aussicht, 1. Stock, Te-getthofsstraße Nr. 5, ist von 1. April an zu vermillhen. Anzufragen daselbst. (282 Eine junge Witwe (kiltderlos, 2b Jahre alt) wünscht als Wirtt)-schaflerm unterzukommen. ^277 Anzufragen im Comptoir d. Bl. Das Gasthaus Nr. 91 in der Magdalena-Vorstadt nächst dem Heumagazin »st sogleich zu verplichten odcr auch zu verkaufen. (281 Näheres beim lZigenthümer stlbst. Ein stockhohes Haus in der Magdalena-Vorstadt zu Marburg, neu gebaut, auf fiequentem Posten und zu jedem Geschäft geeignet, ist aus fruer Hand unter leichten Zahlungöbedinguissen zu verkaufen. Anzufragen im Comptoir d. Bl. (278 Sssts 279 s 268 II«U» SWSrvlSttvI», eißsnov l!^r2vugun^, 80v^ie Aslzleietits u. uußekleiotite äie >vje aued Striok»virQ, grossLZ I^azer von Illvl»!» «RiRck Qedst allein Lorten Vo»tol^uol» smpüedlt KMZst Mll-. MMU- SlM-klüiM äo» kiai-burg, niiekst övi' vraubfizelco. Aufforderung. Nachdem ich und meine Gattin die Maschinfithrers» Krau Sicht ersucht haben, die Beschuldigung deS Dieb-stähle« zu widerrufen, fie aber gesagt hat: fie könne eS nicht thun, weil sie ans einer achtbaren und angesehenen Kamilie sei, — bin ich genöthigt, die genannte Maschin. führerS-Krau aufzufordern, daß sie uuö die Ehre, die sie UN» durch ilir voreilige» und unüberlegtes Reden, sowie durih ihre Behand«lung gegenüber meiner Gattin geraubt hat, lvieder zuriickgibt. (276 Franz GchmeiKl. Au verkaufen: Ein eleganter Glaskasten, schöner Schreibtisch, Toilettetisch, Kinderfatschtisch. Ausziehtisch, eii.fache Tische, Rohr^Garaitur, einfache Velten nekst Gewand, Sechtelschaffel. Küchengeräthe, Hühnersteigen, Vorhänge mit Carnießen, Speise-Service, Wasch - Service, Eßbestecke, Gläser, Garte«sesstl, Garten,Geräthschaften, Waschkörbe, Bienenhaus mit Körben. Blumenzwiebeln und Knollen, Gemüse- Und Blumen Samen (Rarttä ten). einige schön? Blumengewächse netist Kübeln. Übertrag.ne Herreit- und Frauenkleider. Wo? sagt dte CLpedllion. (280 Allrmpsthlmg. Nachdem ich das Gelverbe der Schiefer und Aiegel Dachdeckerei in der Stadt ^Utarburg auSütien werde, so empfehle ich mich den ?. ?. Herren Hausbesitzern bestens und ver. sichere, die Arbeilen bestens und billigst zu besorgen M«ckß»tLliklK»in. 275) _Ttgetthossslraße Nr. 17. Zwei schöllt Pferde um N. MsVO.-—, zwei halbgedeckte HViiKvn dann mehrere hundert Zentner Uv» und verkauft 193) Berpachtung: Ganzes WirthSttebäude sammt Konzef slion und Einrichtung (255 , Rr. vig-i^-vis der Kavallerie-Kaserne, 154. Im kastkiluss s:uwl lustigen Lauer VilctrivZliot'Kasgs — ist im ^ussokalllcs: sei»' xulvr aller liseliveiil SA Irr.'Z „ iieuer l.>itleiii»esxer SS „ ^ lerselldoeilsr 1874er. . 4O 8ex»siler roll» kei» . . SZi ed „ ^ >«ll iiilä Sniiiiwst zu verkaufen: (188 Pobttscherstraße Nr. 14 neu. Heu-Berkauf. 300 Zentner schöneS gesundes Kleeheu, der Ztr. zum Preise von sl. 1.b0 nach Marburg gestellt empfiehlt Johann Rathofer. 261 Wind..ffeiftsiv. Fisch-Berkails. Donnerstag den 14. März von 1 Uhr Nachmittag angefangen iverdea beim Ttadt-parkteiche Fische verkauft._(283 3. 380. Exekutive (2b7 ReatttSten-VersteigerUNg. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D. wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Sparkasse der Gemeinde Marburg d»e exekutive Versteigerung der dcm Johann und der Maria Wolf gehörigen, gerichtlich aus 4020 sl. geschSK' ten Rtalilät C. Nr. 113 s.ä Stadt Marburg bewilligt und hiezu drei Feilbietung-Tagsaßungen und zwar die erste auf den IS. März, die ztveite a»»f den April, dte dritte auf den »s. Mai 1878, jedesmal Vormittag von 11 bis 12 Uhr im Amtszimmer Nr. 4 mit dem 'Anhange angeordnet worden, daß die Pfand-realitäl bei der ersten U'»d ziveiten Feilbietung nur um oder über den^SchätzungSweith, »»ei der driltcn aber auch unter demselben hintangegeben werden .dird. Die Lizitations,Bedingnisse, wornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote 10°/o Vadium zu Händen der Lizit.Kommission zu erlegen hat. sowie das SchätzungS-Protokoll und der GrundbuchS-Eztrakt können in der dieS-geiichtlichen Registratur eingesehen iverden. K. k. BezilkSgericht Marburg l. D. am 9. Jänner 1878. Dachstuhl thr stark, 5° bttit und 10° lang, v'rtauft allso-glcich Kartiu. (ssg Mötlkl aus weichem Ach (lackirt) -- 1 Vettstatt mit Einsatz. 1 Tisch, 2 Stroksessel, 1 Nachtkastel — zu verkaufen. Näheres im Comptoir d. Bl._ »es S »»»» z.» TZLK'e L. «ö . S. - «-??!! G S .. S ^s « s »» »< « ^ ^ >»!. L 2 ^ ^ ^ ^ ^ ZZZLZZsZL »Z'SZLKLIZ «Z L-L- « V-'LZ s 3 ^ «> ^ L s ^ ^ ^ e: r- ZDsZ LU°°° ^ » " ^ ^ ^ V.» ^ .L sz — .--'S!?» « SM U . /-» >c> ^ ^ ^ ^ xz ^ ^ ö »» ' ^ k! I: as.>r^ rz « .» o a . L ^ L « oS - u-,-^ «.S o ^ N ^ Z 'L Z -SÄ ^ iZK .«s ^ Ä ^ ^ ^ ^ ^ ^ r- s.S Z ^ Q ^ o? >L s ^ xz ^ « ^ ___ ^ ^ Si. ^ - o " XZV g s « .L.«oK ^ ^ IX »5?» 2^7" LL.L:Z ! in /k)0 iiiij/kr. » S» l^r. V. -- so l's. d«t »iisa Nuolikknälvnss»». «eranl»»,Nicht «««»Moii, Dr»